Earnings Release • Aug 11, 2008
Earnings Release
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HYBRID GROWTH by Birgit Knoechl
| 1. Quartal | 1. Quartal | |
|---|---|---|
| (in € Mio., Gewinn pro Aktie in €) | 2008/09 | 2007/08 |
| Gesamterlöse | 115,2 | 114,7 |
| Bruttogewinn | 15,9 | 18,8 |
| Bruttogewinnmarge | 13,8 % | 16,4 % |
| EBIT (Betriebsergebnis) | 5,6 | 7,8 |
| EBIT-Marge | 4,9 % | 6,8 % |
| EBITDA | 15,7 | 15,9 |
| EBITDA-Marge | 13,6 % | 13,8 % |
| Periodenüberschuss | 5,0 | 9,2 |
| Gewinn/Aktie *) | 0,22 | 0,40 |
| Bilanzsumme | 495,8 | 478,5 |
| CAPEX, netto | 11,7 | 25,8 |
| Eigenmittelquote | 46,9 % | 47,5 % |
| Nettoverschuldung | 145,7 | 123,7 |
| Verschuldungsgrad | 62,7 % | 54,5 % |
| ROE **) | 8,8 % | 16,8 % |
| Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter) | 6.338 | 5.972 |
*) Berechnet auf Basis des gewogenen Mittelwertes der im Umlauf befindlichen Aktien von 23.322.588 per 30. Juni 2008 und 23.498.132 per 30. Juni 2007 gemäß IFRS-Vorschriften.
**) Berechnet auf Basis des durchschnittlichen Eigenkapitals in der Periode, annualisiert.
Sehr geehrte Damen und Herren, Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
trotz eines in Summe schwachen Geschäftsjahresbeginns ist es AT&S mit EUR 115,2 Mio. einmal mehr gelungen, den Umsatz des ersten Quartals im Vergleich zum Vorjahr zu steigern. Im gleichen Zeitraum fiel der US-Dollar um rund 16 %, wodurch insbesondere die Umsatzentwicklung der US-Dollar-orientierten Geschäftsbereiche deutlich gehemmt wurde. So sind die Preise eines großen Teils des Mobile Devices-, aber auch des Industrial- und Automotive-Geschäfts (in Summe rund 75 % des Gesamtumsatzes) US-Dollar-abhängig, da sich die Konkurrenz fast ausschließlich in Ländern befindet, deren Währungen sich am US-Dollar orientieren.
Zu den makroökonomisch bedingten Unsicherheiten kam die unserem Geschäft innewohnende Saisonalität. In der Regel sind das erste und das vierte Quartal des Geschäftsjahres durch niedrigere Auslastung und einen schlechteren Produktmix gekennzeichnet, während das zweite und das dritte Quartal eine sehr gute Auslastung aufweisen. Eine geringere Auslastung bedeutet für das fixkostenintensive Geschäft der AT&S gleichzeitig Druck auf die Margen. Das abgelaufene erste Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 unterlag einer außerordentlich ausgeprägten Saisonalität, worunter die Margen besonders litten.
Der Umsatz der AT&S erreichte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 EUR 115,2 Mio. und lag somit 0,4 % über dem Vorjahreswert. 63 % des Gesamtumsatzes hat AT&S im Bereich Mobile Devices erwirtschaftet. Rund 24 % steuerte der Bereich Industrial/Medical bei und rund 11 % wurden mit Automotive-Kunden umgesetzt. Die Geschäftsfelder DCC/Tradingund Design erwirtschafteten einen Anteil von rund 3 % am Gesamtumsatz.
Der Bruttogewinn belief sich auf EUR 15,9 Mio. (−15 %). Die Bruttogewinnmarge betrug dementsprechend 13,8%.
Das EBIT erreichte EUR 5,6 Mio. und lag damit um 28 % unter dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge fiel von 6,8 % auf 4,9 %.
AT&S erzielte im abgelaufenen Quartal ein Ergebnis vor Steuern von EUR 5,3 Mio. (−42 %). Der Periodenüberschuss (Net Income) lag mit EUR 5,0 Mio. um 45 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Steuerquote betrug im ersten Quartal 4,6 %. Somit erreichte das Ergebnis pro Aktie im ersten Quartal EUR 0,22. Dies entspricht im Vergleich zum 1. Quartal 2007/08 einem Minus von 45 %.
Basierend auf einer Nettoverschuldung von EUR 145,7 Mio. per 30. Juni 2008 (EUR 123,7 Mio. vor einem Jahr) errechnet sich ein Verschuldungsgrad von 62,7 %. Die Nettoverschuldung sank seit dem 31. März 2008 um EUR 10,6 Mio.
Per 30. Juni 2008 beschäftigte AT&S 6.338 Mitarbeiter an Standorten in Österreich, Indien, China, Korea und in insgesamt 17 Vertriebsbüros.
Einer der Erfolgsfaktoren der AT&S sind die in den letzten Jahren in Asien installierten Produktionskapazitäten. So wurde im letzten Jahr das zweite Werk in Shanghai voll in Betrieb genommen und der Ramp-up des dritten Werkes begonnen. Der weitere Ausbau der Produktionskapazitäten in China sowie der Bau eines zweiten Werkes in Nanjangud, Indien, soll auch für die Zukunft zusätzliches Wachstumspotenzial schaffen. Da das derzeitige Werk in Indien mit voller Auslastung läuft und die Nachfrage der bestehenden Kunden aus den Bereichen Industrial und Automotive nach Standard-Mehrlagen- und doppelseitigen Leiterplatten weiter steigt, investiert AT&S rund EUR 36 Mio. in die neue Produktionsstätte. Damit baut AT&S die Position als größter Leiterplattenproduzent Indiens weiter aus. Die neue Fabrik wird im Wirtschaftsjahr 2009/10 fertig gestellt.
AT&S hat sich in den vergangenen 15 Jahren weltweit innerhalb der Industrie als Technologietreiber im Bereich der Miniaturisierung etabliert. Im Rahmen des internationalen und von der EU geförderten Projekts Hermes ist AT&S sowohl Initiator als auch Konsortiumsführer und arbeitet dabei mit namhaften internationalen Partnern u.a. aus der Industrie, der Automobilbranche und dem Bereich Luftfahrt zusammen.
Der Projektname Hermes (High density integration by Embedded chips for Reduced sized Modules and Electrionic Systems) steht für die nächste technische Innovation bei Leiterplatten – eine neue Packaginglösung für Halbleiter, die weit über die heutigen Verbindungsmöglichkeiten hinausgeht. Mit der Industrialisierung dieser Technologie öffnet sich eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten im Medizinbereich (z.B. neue Generationen von Hörgeräten, Herzschrittmachern, Blutzuckermessgeräten) und in funktionellen Modulen wie z.B. GPS, WLAN, Blue Tooth, Kameramodule. Die Zukunft der Mobile Device-Produkte liegt jedoch nicht nur in deren Verkleinerung, sondern in der Steigerung der Performance und der Integration neuer Funktionen. Gerade diese Performancesteigerung wird Hermes ermöglichen.
Hermes, die europäische Antwort auf asiatische Entwicklungen im Hochtechnologiesegment für Chipembedding, soll dabei neue Standards setzen und sich in Europa etablieren. Die Realisierung des Projekts erfolgt am AT&S Standort in Leoben-Hinterberg.
Es ist erklärte Strategie der AT&S, die bestehenden österreichischen Werke auf die Bedürfnisse und Anforderungen des europäischen Marktes auszurichten, weil der schwache US-Dollar und die hohen Lohnabschlüsse in Österreich die Volumsproduktion vor erhebliche Herausforderungen stellen. Das vor drei Jahren von Fohnsdorf nach Leoben-Hinterberg übersiedelte Werk SPP (Special Products and Prototypes) hat sich inzwischen als zuverlässiger und termintreuer Partner einen Namen im Bereich der schnellen Produktion und bei der Fertigung von Spezialprodukten gemacht. Leiterplatten für den Automobilbereich, wie zum Beispiel nicht manipulierbare digitale Fahrtenschreiber, oder Spezialsteuerungen für die Luftund Raumfahrttechnik sind nur einige Beispiele vieler individueller Hightech-Applikationen. Neben Schnelligkeit sind vor allem Top-Qualität und Termintreue gefragt. So können wir die Anforderungen unserer Industrial- und Automotive-Kunden in Europa bestmöglich erfüllen und weitere Marktanteile hinzugewinnen.
Wachstum und Diversifikation sind zentrale Themen bei AT&S, denn das in der Leiterplattenproduktion gewonnene Know-how lässt sich auch auf andere Industriezweige übertragen. Aus diesem Grund geht AT&S eine Kooperation mit Solland Solar, einem deutsch-niederländischen Hersteller von Standard- und Rückseitenkontaktzellen, ein. Ziel der Vereinbarung ist die Entwicklung eines innovativen Solarmodulkonzepts mit höherer Energieeffizienz bei gleichzeitig niedrigeren Kosten. Dies soll durch den Einsatz von Prozessen und Materialien, wie sie in der Leiterplattenindustrie Standard sind, in der Photovoltaik jedoch noch nicht in Verwendung stehen, erzielt werden. Dabei soll in einem ersten Schritt ein funktionstüchtiger Prototyp entwickelt werden. Danach wird das neue Konzept in Hinblick auf eine mögliche Industrialisierung geprüft.
Basierend auf den vorhandenen Kundenforecasts erwartet das Unternehmen für das kommende Quartal eine bessere Kapazitätsauslastung und einen besseren Produktmix.
Aufgrund der derzeitigen makroökonomischen Risiken, die ihre Ursachen in der Finanzkrise und der US-Dollar-Entwicklung haben, nimmt das Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch von einer exakten Guidance Abstand. Es ist allerdings aus heutiger Sicht damit zu rechnen, dass die Erträge des Geschäftsjahres 2008/09 unter den Rekordwerten des Vorjahres liegen werden.
Dr. Harald Sommerer Dkfm. Steen Hansen Ing. Heinz Moitzi Vorstandsvorsitzender Vorstand Vorstand
Mit freundlichen Grüßen
| AKTIEN | OPTIONEN | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand | Stand | % | Stand | Stand | Durchschn. | |||
| 31.03.2008 | Veränderung | 30.06.2008 | Kapital | 31.03.2008 Veränderung | 30.06.2008 | Ausübungspreis | ||
| Harald Sommerer 1) | 41.500 | 41.500 | 0,16% | 140.000 | 40.000 | 180.000 | € 17,80 | |
| H.S. Privatstiftung | 120.600 | 120.600 | 0,47% | |||||
| Sommerer gesamt | 162.100 | 162.100 | 0,63% | |||||
| Steen Hansen 1) | 0 | 0 | 0,00% | 105.000 | 30.000 | 135.000 | € 17,80 | |
| Heinz Moitzi 1) | 1.672 | 1.672 | 0,01% | 90.000 | 30.000 | 120.000 | € 17,92 | |
| Hannes Androsch | 445.853 | 445.853 | 1,72% | |||||
| Androsch Privatstiftung | 5.570.666 | 5.570.666 | 21,51% | |||||
| Androsch gesamt | 6.016.519 | 6.016.519 | 23,23% | |||||
| Willibald Dörflinger | 0 | 0 | 0,00% | |||||
| Dörflinger Privatstiftung | 4.574.688 | 4.574.688 | 17,66% | |||||
| Dörflinger gesamt | 4.574.688 | 4.574.688 | 17,66% | |||||
| Erich Schwarzbichler | 0 | 0 | 0,00% | |||||
| Georg Riedl | 9.290 | 9.290 | 0,04% | |||||
| Albert Hochleitner | 0 | 0 | 0,00% | |||||
| Karl Fink | 0 | 0 | 0,00% | |||||
| Markus Schumy | 0 | 0 | 0,00% | |||||
| Johann Fuchs | 4 | 4 | 0,00% | |||||
| Gerhard Fürstler | 1 | 1 | 0,00% | |||||
| Maximilian Sommerer | 2.500 | 2.500 | 0,01% | |||||
| Niklas Sommerer | 2.500 | 2.500 | 0,01% | |||||
| Clemens Sommerer | 2.500 | 2.500 | 0,01% | |||||
| Summe Directors' | ||||||||
| Holdings/Dealings | 10.771.774 | 0 | 10.771.774 | 41,59% | 335 .000 |
100.000 | 435 .000 |
|
| Eigene Aktien 2) 3) | 2.577.412 | 0 | 2.577.412 | 9,95% | ||||
| Restliche ausgegebene Aktien | 12.550.814 | 12.550.814 | 48,46% | |||||
| Summe | 25.900.000 | 25.900.000 | 100,00% | 335 .000 |
435 .000 |
1) Optionen gemäß Stock-Option-Plan
2) Der rechnerische Betrag des Grundkapitals eigener Aktien betrug zum 30. Juni 2008 EUR 2.835.153.
3) Rückgekaufte Aktien werden zur Durchführung des Mitarbeiterbeteiligungs- bzw. Stock-Option-Programms sowie für potenzielle Akquisitionen verwendet.
Die AT&S Aktie notiert seit 1999 an der Deutschen Börse in Frankfurt. Nach einem starken Start zu Beginn des Geschäftsjahres 2008/09 mit einem Hoch von EUR 13,49 (intraday) am 19. Mai 2008 schloss die Aktie per 30. Juni 2008 bei EUR 10,96 und somit um 8 % über dem Kurs per Anfang April 2008. Dabei konnte die AT&S Aktie den TecDAX, der ein Minus von 1 % hinnehmen musste, deutlich outperformen.
Mit Mai 2008 hat der Vorstand der AT&S beschlossen, an die Heimbörse in Wien zu wechseln und ein Delisting in Frankfurt anzustreben. Dieser Entschluss basiert vor allem auf der internationalen Bedeutung und Liquidität der Wiener Börse sowie deren Schwerpunkt auf die – für AT&S wichtigen – Small- und MidCap-Investoren. AT&S notiert seit 20. Mai 2008 an der Wiener Börse im Marktsegment "Prime Market". Der Eröffnungskurs am 1. Handelstag betrug EUR 13,00. Am 23. Juni 2008 wurde die AT&S Aktie in den ATX Prime aufgenommen. Zum Ende des ersten Quartals 2008/09 notierte die Aktie bei EUR 10,80. Der Kursverlauf der AT&S Aktie in Wien ist ähnlich dem ATX Prime, der im gleichen Zeitraum ein Minus von 13% verzeichnete. Nach einem mehrmonatigen Doppellisting notiert die Aktie ab 14. September 2008 ausschließlich in Wien.
Im Zuge des Wechsels an die Wiener Börse stellt AT&S derzeit vom Deutschen auf den Österreichischen Corporate Governance Kodex um. Das Unternehmen strebt an, auch die derzeit gültige Fassung des österreichischen Kodex vollinhaltlich zu erfüllen.
Neben den Pflichtveröffentlichungen suchte AT&S auch im 1. Quartal 2008/09 wieder den direkten Kontakt zu Investoren und Analysten. So fand im Mai ein Investors Lunch in Wien statt, und AT&S unternahm auch wieder eine Roadshow, die diesmal nach Frankfurt führte.
Die 14. ordentliche Hauptversammlung der AT&S, an der rund 80 interessierte Aktionäre teilnahmen, fand am 3. Juli 2008 im Congress Leoben statt. Sämtliche Beschlüsse wurden mit mehr als 93 % Zustimmung gefasst. Im Einzelnen wurde über die Verwendung des Bilanzgewinns zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,34 je Aktie, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Aufsichtsratsvergütung, die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2008/09 sowie die Änderung der Satzung im Abschnitt Hauptversammlung abgestimmt. So wurde die Satzung dahingehend an den Österreichischen Corporate Governance Kodex angepasst, dass den Aktionären mindestens einundzwanzig Tage für die Hinterlegung ihrer Aktien zur Verfügung stehen. Außerdem wurde die Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb, zur Verwendung und zur Einziehung eigener Aktien bis 3. Jänner 2011 verlängert. Insgesamt dürfen 10 % des Grundkapitals von der Gesellschaft rückgekauft werden. Eigene Aktien werden zur Durchführung des Mitarbeiterbeteiligungs- bzw. Stock-Option-Programmes verwendet, können aber auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot veräußert werden, insbesondere zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen.
Per 30. Juni 2008 hielt AT&S 2.577.412 eigene Aktien, dies entspricht 9,95 % des Grundkapitals. Rund 51 % der Aktien befinden sich im Streubesitz. Im ersten Quartal wurden keine Aktien zurückgekauft.
Interessierten Anlegern stehen umfassende Informationen auf unserer Homepage unter www.ats.net zur Verfügung.
| 30. Juni 2008 | 30. Juni 2008 | 30. Juni 2007 | |
|---|---|---|---|
| Deutsche Börse | Wiener Börse | Deutsche Börse | |
| Gewinn/Aktie | 0,22 | 0,22 | 0,40 |
| Höchstkurs | 13,49 | 13,56 | 20,44 |
| Tiefstkurs | 9,84 | 10,80 | 16,10 |
| Ultimokurs | 10,96 | 10,80 | 18,60 |
| Deutsche Börse | Wiener Börse | |
|---|---|---|
| WP-Kennnummer | 922230 | 969985 |
| ISIN-Code | AT0000969985 | AT0000969985 |
| Kürzel | AUS | ATS |
| Reuters RIC | ATSV.DE | ATS.VI |
| Bloomberg | AUS:GR | ATS:AV |
| 21. Oktober 2008 |
|---|
| 27. Jänner 2009 |
| 14. Mai 2009 |
| 2. Juli 2009 |
Mag. Hans Lang Tel.: +43 1 68 300-9259 E-Mail: [email protected]
| 1. April–30. Juni | |||
|---|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2008 | 2007 | |
| Umsatzerlöse | 115.197 | 114.682 | |
| Herstellungskosten | (99.288) | (95.870) | |
| Bruttogewinn | 15.909 | 18.812 | |
| Vertriebskosten | (5.724) | (5.447) | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | (5.377) | (5.429) | |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 823 | (169) | |
| Betriebsergebnis | 5.631 | 7.767 | |
| Finanzierungserträge | 1.792 | 2.925 | |
| Finanzierungsaufwendungen | (2.151) | (1.637) | |
| Finanzergebnis | (359) | 1.288 | |
| Ergebnis vor Steuern | 5.272 | 9.055 | |
| Ertragsteuern | (243) | 160 | |
| Konzernergebnis | 5.029 | 9.215 | |
| Davon den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnen | 5.041 | 9.375 | |
| Davon Minderheiten zuzurechnen | (12) | (160) | |
| Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des | |||
| Mutterunternehmens zusteht (in EUR je Aktie): | |||
| - unverwässert | 0,22 | 0,40 | |
| - verwässert | 0,22 | 0,40 | |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf | |||
| befindlichen Aktien – unverwässerter Wert (in tausend Stück) | 23.323 | 23.498 | |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf | 23.323 | 23.543 | |
| befindlichen Aktien – verwässerter Wert (in tausend Stück) |
| 30. Juni | 31. März | |
|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2008 | 2008 |
| VERMÖGENSWERTE | ||
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Sachanlagen | 298.641 | 297.750 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 8.054 | 8.347 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 119 | 119 |
| Übergedeckte Pensionsansprüche | 329 | 424 |
| Aktive latente Steuern | 10.042 | 9.391 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 2.547 | 2.461 |
| 319.732 | 318.492 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 52.141 | 51.714 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 92.932 | 93.751 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 18.341 | 20.044 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 2.151 | 2.151 |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 90 | 84 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10.396 | 9.364 |
| 176.051 | 177.108 | |
| Summe Vermögenswerte | 495.783 | 495.600 |
| EIGENKAPITAL | ||
| Gezeichnetes Kapital | 45.680 | 45.658 |
| Sonstige Rücklagen | (38.008) | (39.714) |
| Gewinnrücklagen | 224.873 | 219.817 |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital | 232.545 | 225.761 |
| Minderheitenanteile | 523 | 530 |
| Summe Eigenkapital | 233.068 | 226.291 |
| SCHULDEN | ||
| Langfristige Schulden | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 111.332 | 39.301 |
| Rückstellungen für Personalaufwand | 10.994 | 10.830 |
| Passive latente Steuern | 7.466 | 7.280 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.612 | 1.852 |
| 132.404 | 59.263 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 78.400 | 75.790 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 48.235 | 130.126 |
| Laufende Ertragsteuerschulden | 2.309 | 2.418 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.367 | 1.712 |
| 130.311 | 210.046 | |
| Summe Schulden | 262.715 | 269.309 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 495.783 | 495.600 |
| 1. April–30. Juni | ||
|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2008 | 2007 |
| Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| Konzernergebnis | 5.029 | 9.215 |
| Überleitungspositionen zum Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit: | ||
| Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen von Anlagevermögen | ||
| und von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 10.035 | 8.093 |
| Ertragsteuern | 243 | (160) |
| Finanzierungsaufwendungen/(-erträge) | 359 | (1.288) |
| (Gewinne)/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen | (37) | 10 |
| Auflösung von Investitionszuschüssen | (55) | (144) |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert | 553 | 822 |
| Veränderungen des Working Capital: | ||
| - Vorräte | (489) | (4.722) |
| - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 427 | (2.686) |
| - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 7.143 | 7.946 |
| - Sonstige Rückstellungen | (311) | 269 |
| Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel | 22.897 | 17.355 |
| gezahlte Zinsen | (1.721) | (1.560) |
| erhaltene Zinsen | 100 | 67 |
| gezahlte Ertragsteuern | (1.001) | (1.038) |
| Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 20.275 | 14.824 |
| Geldfluss aus Investitionstätigkeit | ||
| Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen | ||
| und immateriellen Vermögenswerten | (11.766) | (25.800) |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen | ||
| und immateriellen Vermögenswerten | 38 | 44 |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten | 1.746 | 324 |
| Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit | (9.982) | (25.432) |
| Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten | 80.046 | 19.756 |
| Auszahlungen für die Rückzahlungen von finanziellen Verbindlichkeiten | (90.005) | (14.627) |
| Einzahlungen aus Investitionszuschüssen | 832 | 408 |
| Einzahlungen aus der Ausübung von Aktienoptionen | – | 6 |
| Auszahlungen für den Erwerb von eigenen Aktien | – | (2.796) |
| Nettomittelzufluss/(-abfluss) aus Finanzierungstätigkeit | (9.127) | 2.747 |
| Nettozunahme/(-abnahme) von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 1.166 | (7.861) |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang | 9.364 | 24.597 |
| Währungsgewinne/-verluste aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | (134) | (100) |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Quartalsende | 10.396 | 16.636 |
| (in € 1.000) | Gezeichnetes Kapital |
Sonstige Rücklagen |
Gewinn rücklagen |
Den Gesellschaftern des Mutterunter nehmens zurechenbares Eigenkapital |
Minder heiten anteile |
Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31. März 2007 | 49.529 | (14.924) | 185.617 | 220.222 | 545 | 220.767 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | – | 392 | – | 392 | – | 392 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste | ||||||
| Erträge/(Aufwendungen) | – | 392 | – | 392 | – | 392 |
| Konzernergebnis | – | – | 9.375 | 9.375 | (160) | 9.215 |
| Gesamtergebnis | – | 392 | 9.375 | 9.767 | (160) | 9.607 |
| Aktienoptionsprogramme: | ||||||
| - Wert der erbrachten Leistungen | 20 | – | – | 20 | – | 20 |
| - Veränderung Aktienoptionen | 1 | – | – | 1 | – | 1 |
| Veränderung eigener Anteile nach Steuern | (2.636) | – | – | (2.636 ) |
– | (2.636 ) |
| Umgliederung von auf Minderheitenanteile entfallenden Verlusten |
– | – | (170) | (170) | 170 | – |
| 30. Juni 2007 | 46.914 | (14.532) | 194.822 | 227.204 | 555 | 227.759 |
| 31. März 2008 | 45.658 | (39.714) | 219.817 | 225.761 | 530 | 226.291 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | – | 1.706 | 23 | 1.729 | (3) | 1.726 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge/(Aufwendungen) |
– | 1.706 | 23 | 1.729 | (3) | 1.726 |
| Konzernergebnis | – | – | 5.041 | 5.041 | (12) | 5.029 |
| Gesamtergebnis | – | 1.706 | 5.064 | 6.770 | (15) | 6.755 |
| Aktienoptionsprogramme: | ||||||
| - Wert der erbrachten Leistungen | 22 | – | – | 22 | – | 22 |
| Umgliederung von auf Minderheitenanteile | ||||||
| entfallenden Verlusten | – | – | (8) | (8) | 8 | – |
| 30. Juni 2008 | 45.680 | (38.008) | 224.873 | 232.545 | 523 | 233.068 |
1. Quartal des Geschäftsjahres 2008/09:
| Nicht zugeordnet | ||||
|---|---|---|---|---|
| (in € 1.000) | Europa | Asien | und Konsolidierung | Konzern |
| Außenumsatz | 92.959 | 22.238 | – | 115.197 |
| Innenumsatz | – | 40.096 | (40.096) | – |
| Gesamterlöse | 92.959 | 62.334 | (40.096) | 115.197 |
| Segmentergebnis/Betriebsergebnis | (982) | 10.091 | (3.478) | 5.631 |
| Finanzergebnis | (359) | |||
| Ergebnis vor Steuern | 5.272 | |||
| Ertragsteuern | (243) | |||
| Konzernergebnis | 5.029 | |||
| Gesamtvermögen | 150.771 | 350.445 | (5.433) | 495.783 |
| Schulden | 69.821 | 57.523 | 135.371 | 262.715 |
| Investitionen | 2.328 | 4.497 | 223 | 7.048 |
| Abschreibungen des Sachanlagevermögens | ||||
| und des immateriellen Anlagevermögens | 2.577 | 7.194 | 264 | 10.035 |
| Nicht zugeordnet | ||||
|---|---|---|---|---|
| (in € 1.000) | Europa | Asien | und Konsolidierung | Konzern |
| Außenumsatz | 89.769 | 24.913 | – | 114.682 |
| Innenumsatz | – | 37.497 | (37.497) | – |
| Gesamterlöse | 89.769 | 62.410 | (37.497) | 114.682 |
| Segmentergebnis/Betriebsergebnis | 3.634 | 11.912 | (7.779) | 7.767 |
| Finanzergebnis | 1.288 | |||
| Ergebnis vor Steuern | 9.055 | |||
| Ertragsteuern | (160) | |||
| Konzernergebnis | 9.215 | |||
| Gesamtvermögen | 163.001 | 301.602 | 13.875 | 478.478 |
| Schulden | 61.429 | 49.700 | 139.590 | 250.719 |
| Investitionen | 1.290 | 29.711 | 166 | 31.167 |
| Abschreibungen des Sachanlagevermögens | ||||
| und des immateriellen Anlagevermögens | 2.512 | 5.198 | 383 | 8.093 |
Die Umsatzerlöse nach Branchen stellen sich wie folgt dar:
| 1. April–30. Juni | ||
|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2008 | 2007 |
| Mobile Devices | 72.365 | 74.841 |
| Industrial | 27.149 | 24.946 |
| Automotive | 12.489 | 12.413 |
| Übrige | 3.194 | 2.482 |
| 115.197 | 114.682 |
Das Gesamtvermögen wird von allen Geschäftsbereichen gemeinsam genutzt, sodass eine Branchenaufteilung und Zuordnung von Investitionen nicht dargestellt werden kann.
Die Umsatzerlöse nach Ländern stellen sich wie folgt dar:
| 1. April–30. Juni | |||
|---|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2008 | 2007 | |
| Österreich | 5.330 | 5.288 | |
| Deutschland | 28.807 | 31.395 | |
| Ungarn | 12.007 | 9.791 | |
| Sonstige EU | 8.444 | 6.595 | |
| Asien | 36.174 | 46.401 | |
| Kanada, USA | 22.070 | 11.629 | |
| Übrige | 2.366 | 3.583 | |
| 115.197 | 114.682 |
Der Zwischenbericht zum 30. Juni 2008 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS), unter Berücksichtigung des IAS 34, und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.
Gegenüber dem Geschäftsjahr endend zum 31. März 2008 sind keine Unterschiede der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegeben.
Der Konzernzwischenabschluss beinhaltet nicht alle im Jahreskonzernabschluss enthaltenen Informationen und sollte gemeinsam mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2008 gelesen werden.
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2008 ist ungeprüft, und es wurde auch keine externe prüferische Durchsicht durchgeführt.
Die Umsatzerlöse erhöhten sich im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um EUR 0,5 Mio. auf EUR 115,2 Mio. Dies entspricht einem Zuwachs von 0,4%. Es konnte somit der für ein erstes Quartal besonders starke Umsatz des vorangegangenen Geschäftsjahres trotz eines um durchschnittlich 16% geringeren US-Dollar-Kurses erreicht werden.
Maßgeblich dafür waren Mengensteigerungen, welche insbesondere durch das im vorhergehenden Geschäftsjahr in Betrieb gegangene dritte Werk in China ermöglicht wurden. Auch konnten die Mengen des Werkes in Korea deutlich sowie weiters die Mengen einzelner Werke in Österreich gesteigert werden. Durch die teilweise Verlagerung der Produktion von HDI-Leiterplattenmodellen nach Asien ergab sich für Österreich in diesem Bereich zur Vergleichsperiode des Vorjahres eine Mengenreduktion. Aufgrund der Preisentwicklungen, unter anderem bedingt durch die Währungskursentwicklung des US-Dollar zum Euro, ist der Umsatzzuwachs im Vergleich zur Mengensteigerung sehr gering ausgefallen.
Die Bruttogewinnmarge hat sich gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres von 16,4% auf 13,8% reduziert und führt zu einem Rückgang des Bruttogewinnes um EUR 2,9 Mio.
Die geringere Bruttogewinnmarge verdeutlicht die durchschnittlich niedrigeren Verkaufspreise. Weiters haben die noch nicht ganz erreichte Kapazitätsausnutzung des im Vorjahr in Betrieb gegangenen dritten Werkes in China sowie die geringere Auslastung von Teilen der Produktionsstandorte in Österreich und somit die daraus resultierende stärkere Fixkostenbelastung zu dieser Entwicklung geführt. Die Anlaufphase des Werkes in Korea belastete noch den Bruttogewinn, jedoch in deutlich geringerem Ausmaß als im ersten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres.
Das Betriebsergebnis reduzierte sich im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um EUR 2,1 Mio., vorwiegend aufgrund des niedrigeren Bruttogewinnes. Das geringere Ausmaß der Abweichung im Vergleich zur Bruttogewinnveränderung resultiert im Wesentlichen aus dem sonstigen betrieblichen Ergebnis, welches im Vorjahr durch Anlaufverluste aus der Inbetriebnahme des dritten Werkes in China belastet war.
Der Anstieg der Vertriebskosten zeigt den wachstumskursbedingten erhöhten Personalbedarf, die Verwaltungsaufwendungen liegen etwas unter dem Vorjahreswert.
Die geringeren Finanzierungserträge gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum resultieren im Wesentlichen aus den Wechselkursentwicklungen. Sowohl der positive Ergebnisbeitrag der Kurssicherungsgeschäfte als auch die Wechselkurserträge der Bankenfinanzierungen sind im Vorjahresvergleich geringer ausgefallen.
Die höhere Nettoverschuldung im Vergleich zu vor einem Jahr führt zu einem Anstieg der Finanzierungsaufwendungen. Das Finanzergebnis liegt im ersten Quartal letztlich um EUR 1,6 Mio. unter dem Vorjahr und führt per Saldo zu einem Aufwand.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergab sich ein Ansteigen des effektiven Steuersatzes im Konzern. Der Anstieg auf Basis des Konzernergebnisses resultiert vorwiegend aus den unterschiedlichen Anteilen der einzelnen Gesellschaften mit abweichenden Steuersätzen und unterschiedlichen steuerlichen Regelungen am Konzernergebnis. Unter anderem wurden auch ertragsteuerliche Verlustvorträge in geringerem Ausmaß als im ersten Quartal des letzten Geschäftsjahres aktiviert.
Die Nettoverschuldung konnte gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um EUR 10,6 Mio. auf EUR 145,7 Mio. gesenkt werden. Der Nettoverschuldungsgrad beträgt zum Quartalsende 63%. Durch den hohen operativen Cashflow im aktuellen ersten Quartal konnten die finanziellen Verbindlichkeiten reduziert werden. Weiters wurde am 27. Mai 2008 eine Anleihe in Höhe von EUR 80 Mio. mit einer Laufzeit von fünf Jahren platziert, wodurch eine Umschichtung der Finanzierung vom kurzfristigen in den langfristigen Bereich und somit eine Verbesserung der Finanzierungsstruktur umgesetzt wurde. Die Nettoverschuldung im Vergleich zu vor einem Jahr erhöhte sich um EUR 22,0 Mio., im Wesentlichen zur Finanzierung der Investitionen in China.
Das Konzerneigenkapital erhöhte sich trotz des geringeren Quartalgesamtergebnisses in ähnlichem Ausmaß wie im Vorjahresvergleichszeitraum, nachdem sich im letzten Jahr noch der Ankauf eigener Aktien entsprechend eigenkapitalreduzierend auswirkte. Die positive Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres übersteigt das Vorjahresausmaß deutlich und ist vorwiegend auf die positiven Wechselkursveränderungen der funktionalen Währung Chinesische Renminbi Yuan (CNY) gegenüber dem Euro zurückzuführen. Die Abwertung der Indischen Rupie (INR) reduziert entsprechend das Ausmaß Rücklagenerhöhung.
Zuletzt in der 13. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, binnen 18 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Diese Ermächtigung wurde erneut in der 14. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2008 für einen Zeitraum von 30 Monaten ab Beschlussfassung erteilt. Weiters wurde in der 14. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2008 der Vorstand wiederum für die Dauer von fünf Jahren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eigene Anteile auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für Unternehmenserwerbe.
Im Rahmen des Aktienrückkaufprogrammes wurden im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres keine weiteren eigenen Aktien erworben. Zum 30. Juni 2008 hält der Konzern unverändert zum letzten Bilanzstichtag, unter Berücksichtigung der ausgeübten Aktienoptionen, 2.577.412 eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) mit einem Kaufpreis von EUR 46,6 Mio.
Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit konnte gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um EUR 5,5 Mio. erhöht werden. Ausgehend von einem um EUR 4,2 Mio. geringeren Konzernergebnis, war für die Steigerung des Nettomittelzuflusses hauptsächlich die deutlich positive Veränderung des Working Capital ausschlaggebend. Weiters reduzieren die aus der Inbetriebnahme des dritten Werkes in China resultierenden höheren Abschreibungen die Auswirkungen des geringeren Quartalsergebnisses auf den operativen Cashflow.
Der Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt EUR 10,0 Mio. (Vorjahr: EUR 25,4 Mio.). Die Auszahlungen für Investitionen belaufen sich auf EUR 11,8 Mio., wovon EUR 8,5 Mio. auf die Erweiterung des Standortes in China entfallen. Die starke Abweichung im Nettomittelabfluss ergibt sich vorwiegend aus den höheren Investitionen im vorjährigen Vergleichszeitraum. Weiters übertrafen die Einzahlungen aus Kurssicherungsgeschäften im aktuellen ersten Quartal den Vorjahreswert.
Der Nettomittelabfluss im Finanzierungsbereich in Höhe von EUR 9,1 Mio. im aktuellen Quartal des laufenden Geschäftsjahres resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten, ermöglicht durch den Nettomittelzufluss der laufenden Geschäftstätigkeit.
Nach dem Quartalsstichtag wurde im laufenden Geschäftsjahr in der Hauptversammlung vom 3. Juli 2008 eine Ausschüttung von EUR 0,34 pro Aktie aus dem Bilanzergebnis zum 31. März 2008 beschlossen.
Die Gesellschaft notiert seit 20. Mai 2008 an der Wiener Börse im Marktsegment "Prime Market" und wird nach einem Doppellisting auf dem bisherigen Börseplatz Frankfurt ab 14. September 2008 ausschließlich in Wien gehandelt werden.
Im Zusammenhang mit diversen Projekten sind im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres Honorare für die AIC Androsch International Management Consulting GmbH in Höhe von TEUR 91 angefallen.
Der Aufwand für Fremdfertigungsleistungen, die durch den Minderheitsgesellschaftern der AT&S Korea nahe stehende Unternehmen durchgeführt wurden, beläuft sich für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf TEUR 262.
Das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres verlief für die AT&S unter den Erwartungen. Der im ersten Quartal des Vorjahres außerordentlich hohe Umsatz konnte zwar übertroffen werden, aufgrund des durch die USD-Entwicklung und die generelle Marktsituation gegebenen Preisdrucks und der steigenden Kosten in den Bereichen Rohmaterialien, Energie und Personal konnten die angestrebten Ergebnisse aber nicht erreicht werden. Der traditionell umsatzstarke Geschäftsbereich Mobile Devices hat mit EUR 72,4 Mio. trotz leichter Reduktion wieder am meisten zum Umsatz beigetragen. Besonders erfreulich ist der sehr starke Anstieg von 9 % im Industrial-Bereich. Weiters unterstreicht die Umsatzausweitung in den USA und Kanada das Engagement vor Ort.
Aufgrund der – gemessen am eingeschlagenen Wachstumskurs – besonders ausgeprägten Saisonalität im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres und der weiterhin schwachen Entwicklung des US-Dollar liegt der Umsatz jedoch unter den ursprünglichen Erwartungen des Managements. Durch den starken Einfluss des US-Dollar auch auf die Produktionsfaktoren in Asien hat die Wechselkursentwicklung des US-Dollar auf das Betriebsergebnis der Produktionsstandorte in Asien eine geringere Auswirkung als auf die europäischen Werke. Der generelle Preisdruck am internationalen Markt zeigt sich daher bei den Margen der Produktion in Europa umso deutlicher. Auch war insbesondere bei der HDI-Leiterplattenproduktion in Österreich eine zu geringe Auslastung und somit Ergebnisbelastung zu verzeichnen.
Im Verlauf des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2008/09 sind grundsätzlich keine nennenswerten Änderungen der im Konzernabschluss 2007/08 ausführlich im Konzernanhang unter "II. Risikobericht" beschriebenen Risiken aufgetreten. Das Zinsänderungsrisiko wurde durch die Anleihenemission im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres weiter reduziert. Zur Kursabsicherung der Nettopositionen in US-Dollar werden weiterhin Devisentermingschäfte und Optionen abgeschlossen.
Hinsichtlich der Chancen und Risiken aus der Entwicklung von externen Rahmenbedingungen wird in den maßgebenden drei Geschäftsbereichen der AT&S (Mobile Devices, Industrialund Automotive) zwar weiterhin ein Marktwachstum prognostiziert, die konkreten Auswirkungen derzeitiger durch die Finanzkrise in den USA verursachter makroökonomischer Risiken sind jedoch zunehmend schwierig abschätzbar. Chancen werden für die AT&S auch weiterhin im Servicesegment der Design- und Bestückungsleistungen gesehen.
Weiters verfolgt die AT&S zusätzliche Wachstums- und Diversifikationsmöglichkeiten in der Solarindustrie. Die ersten Tätigkeiten in diesem Bereich bestehen in der Entwicklung eines innovativen Solarmodulkonzeptes mit höherer Energieeffizienz, an welcher im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung mit einem Hersteller von Standard- und Rückseitenkontaktzellen gearbeitet wird.
Aufgrund der schwierigen Einschätzbarkeit der künftigen weltwirtschaftlichen Entwicklung wurde bereits im Konzernlagebericht 2007/08 von einer exakten Prognose zum erwarteten Verlauf des Geschäftsjahres 2008/09 Abstand genommen. Auf Basis aktueller Vorschaurechnungen werden für das zweite Quartal jedenfalls eine bessere Kapazitätsauslastung und ein besserer Produktmix erwartet, woraus gegenüber dem ersten Quartal auch eine Steigerung der Bruttomarge resultieren sollte. Das Konzernergebnis für das gesamte laufende Geschäftsjahr wird unter dem Rekordwert des Vorjahres erwartet.
Leoben-Hinterberg, am 24. Juli 2008
Dr. Harald Sommerer e.h. Dkfm. Steen Ejlskov Hansen e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.
AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG Am Euro Platz 1 1120 Wien Österreich Tel: +43 1 68 300-0 Fax: +43 1 68 300-9290
Tel: +43 1 68 300-9259 E-Mail: [email protected]
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