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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG

Annual Report Jun 12, 2014

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Annual Report

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AT & S AUSTRIA TECHNOLOGIE & SYSTEMTECHNIK AKTIENGESELLSCHAFT

Jahresfinanzbericht zum 31. März 2014

INHALTSVERZEICHNIS

Seite
Konzernabschluss zum 31. März 2014 2
Konzernlagebericht 2013/14 53
Bestätigungsvermerk zum Konzernabschluss 82
Jahresabschluss zum 31. März 2014 83
Lagebericht zum Jahresabschluss 2013/14 104
Bestätigungsvermerk zum Jahresabschluss 119
Erklärung aller gesetzlicher Vertreter 121

AT & S AUSTRIA TECHNOLOGIE & SYSTEMTECHNIK AKTIENGESELLSCHAFT

Konzernabschluss zum 31. März 2014

INHALTSVERZEICHNIS

Seite
Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung
3
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 3
Konzernbilanz 4
Konzerngeldflussrechnung 5
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung 6
Anhang zum Konzernabschluss 7

Konzern-Gewinnund Verlustrechnung

in Tsd. € Erläuterung 2013/14 2012/13 1)
Umsatzerlöse 1 589.909 541.673
Umsatzkosten 2 (471.096) (464.567)
Bruttogewinn 118.813 77.106
Vertriebskosten 2 (30.901) (28.195)
Allgemeine Verwaltungskosten 2 (24.143) (18.821)
Sonstiges betriebliches Ergebnis 4 (6.835) 1.275
Nicht wiederkehrende Posten 5 (3.004)
Betriebsergebnis 53.930 31.365
Finanzierungserträge 6 316 527
Finanzierungsaufwendungen 6 (11.406) (15.354)
Finanzergebnis (11.090) (14.827)
Ergebnis vor Steuern 42.840 16.538
Ertragsteuern 7 (4.621) (1.965)
Konzernjahresergebnis 38.219 14.573
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen 38.168 14.572
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 51 1
Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des Mutterunternehmens zusteht
(in EUR je Aktie): 24
- unverwässert 1,24 0,62
- verwässert 1,21 0,62

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in Tsd. € 2013/14 2012/13 1)
Konzernjahresergebnis 38.219 14.573
Zu reklassifizierende Ergebnisse:
Währungsumrechnungsdifferenzen (42.697) 22.285
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von zur Veräußerung
verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, nach Steuern
(28)
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von Sicherungsinstumenten aus der Absicherung
von Zahlungsströmen, nach Steuern
(225) 68
Nicht zu reklassifizierende Ergebnisse:
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
(728) (2.526)
Sonstiges Ergebnis (43.650) 19.799
Konzerngesamtergebnis (5.431) 34.372
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen (5.480) 34.368
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 49 4

Konzernbilanz

in Tsd. € Erläuterung 31.03.2014 31.03.2013 1) 01.04.2012 1)
VERMÖGENSWERTE
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 8 435.103 437.763 454.466
Immaterielle Vermögenswerte 9 9.145 1.952 2.451
Finanzielle Vermögenswerte 13 96 96 96
Aktive latente Steuern 7 25.538 21.323 16.819
Sonstige langfristige Vermögenswerte 10 13.976 9.657 8.730
483.858 470.791 482.562
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 11 59.434 62.417 64.909
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 12 110.999 111.802 115.483
Finanzielle Vermögenswerte 13 836 770 768
Laufende Ertragsteuerforderungen 799 657 617
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 14 260.133 80.226 29.729
432.201 255.872 211.506
Summe Vermögenswerte 916.059 726.663 694.068
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 22 141.846 45.914 45.535
Sonstige Rücklagen 23 (1.297) 42.351 22.555
Gewinnrücklagen 250.133 216.630 209.521
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital 390.682 304.895 277.611
Nicht beherrschende Anteile (2) (51) (55)
Summe Eigenkapital 390.680 304.844 277.556
SCHULDEN
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten 16 325.863 168.665 188.729
Rückstellungen für Personalaufwand 17 24.755 22.277 18.868
Sonstige Rückstellungen 18 9.736 10.437 11.422
Passive latente Steuern 7 6.738 6.386 5.701
Sonstige Verbindlichkeiten 15 3.244 3.948 3.641
370.336 211.713 228.361
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 15 101.908 77.348 98.037
Finanzielle Verbindlichkeiten 16 46.076 129.837 84.399
Laufende Ertragsteuerschulden 3.986 1.299 3.551
Sonstige Rückstellungen 18 3.073 1.622 2.164
155.043 210.106 188.151
Summe Schulden 525.379 421.819 416.512
Summe Eigenkapital und Schulden 916.059 726.663 694.068

Konzern-Geldflussrechnung

in Tsd. € 2013/14 2012/13 1)
Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernjahresergebnis 38.219 14.573
Überleitungspositionen zum Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen und Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 73.245 70.991
Veränderung langfristiger Rückstellungen 1.917 (206)
Ertragsteuern 4.621 1.965
Finanzierungsaufwendungen/-erträge 11.090 14.827
Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen 461 777
Auflösung von Investitionszuschüssen (1.153) (808)
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert (2.485) (692)
Veränderungen des Working Capital:
- Vorräte (474) 4.154
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (9.766) 1.585
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 9.828 (15.095)
- Sonstige Rückstellungen 1.511 (551)
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 127.014 91.520
Gezahlte Zinsen (14.153) (13.102)
Erhaltene Zinsen und Dividendenerträge 278 494
Gezahlte Ertragsteuern (8.380) (7.239)
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 104.759 71.673
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (90.906) (43.959)
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 630 3.500
Einzahlungen aus dem Abgang von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 35
Auszahlungen für den Erwerb/Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten (12) (292)
Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten 167
Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit (90.288) (40.549)
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
Veränderung übriger finanzieller Verbindlichkeiten 76.532 23.921
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 1.345 1.475
Dividendenzahlungen (4.665) (7.463)
Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung 79.179
Verkauf eigener Anteile 16.753
Nettomittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit 169.144 17.933
Nettozunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 183.615 49.057
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang 80.226 29.729
Währungsgewinne/(-verluste) aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (3.708) 1.440
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresende 260.133 80.226

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

in Tsd. € Gezeichnetes
Kapital
Sonstige
Rücklagen
Gewinn
rücklagen
Den Eigen
tümern des
Mutterunter
nehmens zu
rechenbares
Eigenkapital
Nicht
beherr
schende
Anteile
Summe
Eigenkapital
Stand zum 01.04.2012 1) 45.535 22.555 209.521 277.611 (55) 277.556
Konzernjahresergebnis 14.572 14.572 1 14.573
Sonstiges Ergebnis 19.796 19.796 3 19.799
davon Währungsumrechnungsdifferenzen 22.282 22.282 3 22.285
davon Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an
Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
(2.526) (2.526) (2.526)
davon Veränderung von zur Veräußerung verfügbaren finan
ziellen Vermögenswerten, nach Steuern
(28) (28) (28)
davon Veränderung von Sicherungsinstrumenten aus der Ab
sicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern
68 68 68
Konzerngesamtergebnis 2012/13 19.796 14.572 34.368 4 34.372
Dividendenzahlung für 2011/12 (7.463) (7.463) (7.463)
Veränderung eigene Anteile, nach Steuern 379 379 379
Stand zum 31.03.2013 1) 45.914 42.351 216.630 304.895 (51) 304.844
Konzernjahresergebnis 38.168 38.168 51 38.219
Sonstiges Ergebnis (43.648) (43.648) (2) (43.650)
davon Währungsumrechnungsdifferenzen (42.695) (42.695) (2) (42.697)
davon Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an
Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
(728) (728) (728)
davon Veränderung von zur Veräußerung verfügbaren finan
ziellen Vermögenswerten, nach Steuern
davon Veränderung von Sicherungsinstrumenten aus der Ab
sicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern
(225) (225) (225)
Konzerngesamtergebnis 2013/14 (43.648) 38.168 (5.480) 49 (5.431)
Dividendenzahlung für 2012/13 (4.665) (4.665) (4.665)
Veräußerung eigene Anteile, nach Steuern 16.753 16.753 16.753
Kapitalerhöhung 79.179 79.179 79.179
Stand zum 31.03.2014 141.846 (1.297) 250.133 390.682 (2) 390.680

Anhang zum Konzernabschluss

I. Allgemeine Erläuterungen

A. ALLGEMEINES AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz "die Gesellschaft" und mit ihren Tochtergesellschaften "der Konzern" genannt) wurde in Österreich gegründet. Der Sitz der Gesellschaft ist in Österreich, Fabriksgasse 13, 8700 Leoben-Hinterberg.

Unternehmensgegenstand sind die Fertigung und der Vertrieb von Leiterplatten und die Durchführung von damit verbundenen Dienstleistungen primär in den Segmenten Mobile Devices, Industrial & Automotive, sowie Advanced Packaging. Die Produkte werden im europäischen und asiatischen Raum produziert und sowohl direkt bei den Erstausrüstern (OEM – Original Equipment Manufacturer) als auch bei Auftragsfertigern (CEM – Contract Electronic Manufacturer) abgesetzt.

Die Gesellschaft notiert seit 20. Mai 2008 an der Wiener Börse, Österreich, im Börsesegment Prime Market und wird seit 15. September 2008, nach einer Phase des Doppellistings auf dem bisherigen Börseplatz Frankfurt am Main, Deutschland, ausschließlich an der Wiener Börse gehandelt. Vor dem Wechsel des Börseplatzes notierte die Gesellschaft seit 16. Juli 1999 an der Frankfurter Börse.

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 245a UGB in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS) und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses herangezogenen Bewertungsgrundlagen basieren auf historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten – mit Ausnahme der Wertpapiere und der derivativen Finanzinstrumente, die mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

a. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Abschlussstichtag für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. März 2014 mit folgenden Ausnahmen: Aufgrund der gesetzlichen Lage in China entspricht das Geschäftsjahr der AT&S (China) Company Limited und der AT&S (Chongqing) Company Limited dem Kalenderjahr (Abschlussstichtag: 31. Dezember 2013), sodass die Einbeziehung auf Basis eines Zwischenabschlusses zum 31. März 2014 erfolgte.

Der Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 7. Mai 2014 zur Veröffentlichung freigegeben. Der Einzelabschluss der Gesellschaft, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, wird am 2. Juni 2014 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und Feststellung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Gesellschafter, können diesen Einzelabschluss in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

KONSOLIDIERUNGSKREIS In den Konzernabschluss sind – neben der Gesellschaft – folgende Tochterunternehmen ab dem Zeitpunkt einbezogen und vollkonsolidiert, ab dem die Gesellschaft die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik des Tochterunternehmens erlangt hat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %:

  • AT&S Asia Pacific Limited, Hongkong (im Folgenden AT&S Asia Pacific genannt), Anteil 100 %
  • AT&S (China) Company Limited, China (im Folgenden AT&S China genannt), 100 % Tochtergesellschaft der AT&S Asia Pacific
  • AT&S (Chongqing) Company Limited, China (im Folgenden AT&S Chongqing genannt), 100 % Tochtergesellschaft der AT&S Asia Pacific
  • AT&S Japan K.K., Japan, 100 % Tochtergesellschaft der AT&S Asia Pacific
  • AT&S (Taiwan) Co., Ltd., Taiwan (im Folgenden AT&S Taiwan genannt), 100 % Tochtergesellschaft der AT&S Asia Pacific
  • AT&S India Private Limited, Indien (im Folgenden AT&S Indien genannt), Anteil 100 %
  • AT&S Korea Co., Ltd., Südkorea (im Folgenden AT&S Korea genannt), Anteil 98,76 %
  • AT&S Americas LLC, USA (im Folgenden AT&S Americas genannt), Anteil 100 %
  • AT&S Deutschland GmbH, Deutschland, Anteil 100 %
  • AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH in Liqu., Österreich, Anteil 100 %

Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden die Tochtergesellschaften C2C Technologie für Leiterplatten GmbH und DCC Development Circuits & Components GmbH liquidiert und aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Die Tochtergesellschaft AT&S Klagenfurt Leiterplatten GmbH in Liqu. befindet sich zum Bilanzstichtag in Liquidation.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt und beinhalten weiters die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.

Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, der nicht beherrschenden Anteile am Unternehmen sowie des beizulegenden Zeitwertes jeglicher vorher gehaltenen Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Firmenwert angesetzt. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden und dementsprechend der volle oder anteilige Firmenwert angesetzt wird. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Wenn der Konzern entweder die Beherrschung oder den maßgeblichen Einfluss über ein Unternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz als Gewinn oder Verlust erfasst. Der beizulegende Zeitwert ist der beim erstmaligen Ansatz eines assoziierten Unternehmens, Gemeinschaftsunternehmens oder eines finanziellen Vermögenswertes ermittelte Zeitwert. Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen so bilanziert, wie dies verlangt würde, wenn das Mutterunternehmen die dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies bedeutet, dass ein zuvor im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital ins Ergebnis umgegliedert wird.

KONSOLIDIERUNGSMETHODEN Alle wesentlichen Konzernsalden und -transaktionen wurden eliminiert, damit der Konzernabschluss die Rechnungslegungsinformationen über den Konzern so darstellt, als würde es sich bei dem Konzern um ein einziges Unternehmen handeln.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach den Bestimmungen des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse" (Consolidated and Separate Financial Statements). Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Zwischenergebnisse im Anlage- und Vorratsvermögen werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Im Übrigen werden für alle einbezogenen Tochterunternehmen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.

Der Konzern betrachtet Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen als Transaktionen mit Eigenkapitalgebern des Konzerns. Bei Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen wird die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem zuordenbaren erworbenen Anteil am Nettovermögen des Tochterunternehmens vom Eigenkapital abgezogen. Gewinne oder Verluste bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

In diesem Bericht wurden alle Vergleichszahlen angepasst, die aus einer Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden resultieren.

b. GESCHÄFTSSEGMENTINFORMATIONEN Als Geschäftssegment wird ein Unternehmensbestandteil, der Geschäftstätigkeiten betreibt und dessen Betriebsergebnisse regelmäßig von der verantwortlichen Unternehmensinstanz überprüft werden, bezeichnet. Mit den Geschäftstätigkeiten werden Umsatzerlöse erwirtschaftet und es fallen Aufwendungen an, wobei diese auch im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen mit anderen Geschäftssegmenten des Unternehmens stehen können. Für die einzelnen Geschäftssegmente liegen separate Finanzinformationen vor.

Im Geschäftsjahr 2011/12 hat sich der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats entschlossen, die Organisationsstruktur weiter zu entwickeln, um die operativen Prozesse noch mehr an die Kundenbedürfnisse anzupassen. Es wurden daher drei Segmente (Business Units) – Mobile Devices, Industrial & Automotive, sowie Advanced Packaging, eingerichtet.

Das Segment Mobile Devices umfasst die Herstellung von Leiterplatten für mobile Endgeräte, wie zum Beispiel Smartphones, Tablets, Digitalkameras und portable Musikgeräte. Leiterplatten für diese Applikationen werden großteils in unserem Werk in Shanghai (AT&S China) produziert.

Das Segment Industrial & Automotive beliefert Kunden in den Segmenten Automobilzulieferungen, Industrieanwendungen, Medizintechnik, aber auch Luftfahrt und andere. Für dieses Segment wird in unseren Werken in Indien, Korea und an den Standorten in Österreich produziert.

Das Segment Advanced Packaging steht für neue technologisch sehr hochwertige Anwendungen. Hier werden diverse Komponenten bereits direkt in die Leiterplatte integriert, um eine weitere Verkleinerung der Endgeräte bei höherer Funktionalität zu gewährleisten. Diese neue Technologie ist für unterschiedlichste Anwendungen nützlich. Diese Business Unit befindet sich im Aufbau und so erfolgt der Ausweis noch nicht separat sondern unter dem Bereich "Sonstige".

Da auch die interne Berichterstattung an diese Struktur angepasst wurde, erfolgte eine entsprechende Adaptierung der Segmentberichterstattung.

c. FREMDWÄHRUNGEN Die Konzerndarstellungswährung ist der Euro (€). Die funktionale Währung ausländischer Tochterunternehmen ist die jeweilige Landeswährung.

AUSLÄNDISCHE GESELLSCHAFTEN Die Umrechnung der Bilanzen der AT&S Indien, AT&S China, AT&S Asia Pacific, AT&S Japan K.K., AT&S Korea, AT&S Americas, AT&S Chongqing und AT&S Taiwan erfolgt mit Ausnahme der Eigenkapitalpositionen (historischer Kurs) mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres. Die Auswirkungen von Wechselkursveränderungen auf das Nettovermögen der ausländischen Tochtergesellschaften werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

FREMDWÄHRUNGSTRANSAKTIONEN In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsposten zum aktuell gültigen Entstehungskurs bewertet. Monetäre Posten werden zum Bilanzstichtag mit dem Kurs des Abschlussstichtages umgerechnet; nicht monetäre Posten, die nach dem Anschaffungskostenprinzip bilanziert worden sind, werden unverändert mit dem Kurs der Erstbuchung ausgewiesen. Die Währungsdifferenzen aus der Umrechnung monetärer Posten - mit Ausnahme jener aus "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" - werden erfolgswirksam erfasst. Die Währungsdifferenzen aus "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

d. ERTRAGSREALISIERUNG Unter den Umsatzerlösen sind die beizulegenden Werte jener Gegenleistungen ausgewiesen, die der Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhält. Die Umsatzerlöse werden netto ohne Umsatzsteuer nach Abzug von Rabatten und Preisnachlässen, sowie nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen. Umsatzerlöse werden wie folgt realisiert:

ERLÖSE AUS PRODUKTVERKÄUFEN Erlöse aus Produktverkäufen werden erfasst, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen werden. Gewöhnlich erfolgt dies bei Eigentumsübergang.

ZINS- UND DIVIDENDENERTRÄGE Die Zinserträge werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Vermögenswertes erfasst. Dividendenerträge aus finanziellen Vermögenswerten werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs des Konzerns erfolgswirksam erfasst.

e. ERTRAGSTEUERN Die Ertragsteuerbelastung basiert auf dem Jahresgewinn und berücksichtigt latente Steuern.

Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen werden im Konzern unter Anwendung der bilanzorientierten Methode angesetzt. Dabei wird der erwartete Steuereffekt aus Differenzen zwischen den Buchwerten im Konzernabschluss und den steuerlichen Buchwerten, die sich in den Folgejahren wieder ausgleichen, durch Bildung von aktiven und passiven latenten Steuerpositionen berücksichtigt. Bei der Berechnung des latenten Steuereffekts wurde der derzeit jeweils gültige oder verbindlich verlautbarte Steuersatz unterstellt.

Steuerabgrenzungen ergeben sich aus der Bewertung bestimmter Positionen der Vermögenswerte und Schulden sowie steuerlichen Verlustvorträgen und Firmenwertabschreibungen.

Latente Steuern auf die – erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten – noch nicht realisierten Gewinne/Verluste von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie auf noch nicht realisierte Gewinne/Verluste aus Sicherungsinstrumenten zur Absicherung von Zahlungsströmen werden ebenso erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Aktive latente Steuerabgrenzungen auf Verlustvorträge sind nach IFRS zu bilden, wenn angenommen werden kann, dass diese durch zukünftige steuerliche Gewinne genutzt werden können.

Latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

f. SACHANLAGEN Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Anschaffungsnebenkosten und Erweiterungsinvestitionen werden aktiviert, hingegen werden Instandhaltungsaufwendungen in jener Periode aufwandswirksam erfasst, in der sie angefallen sind.

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswertes aktiviert.

Die Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagen abgeschrieben, ab dem sie sich im betriebsbereiten Zustand befinden. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis. Grundstücke werden nicht abgeschrieben.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibung liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Gebäude und Bauten 10 - 50 Jahre
Maschinen und technische Anlagen 4 - 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 3 - 15 Jahre

Abschreibungsdauer und Abschreibungsmethode werden jährlich zum Ende des Geschäftsjahres überprüft.

Erwartete Abbruch- und Entsorgungskosten am Ende der Nutzungsdauer werden als Teil der Anschaffungskosten aktiviert und in eine Rückstellung eingestellt. Voraussetzung dafür ist eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten und dass eine Schätzung zuverlässig durchgeführt werden kann.

Gemietete Sachanlagen, bei denen der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen innehat und die wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind, werden entsprechend IAS 17 "Leasingverhältnisse" (Leases) mit dem Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Anlagegegenstandes. Ist zu Beginn des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sichergestellt, dass das Eigentum auf den Leasingnehmer übergehen wird, so wird der Vermögenswert über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer, abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind abgezinst passiviert. Die laufenden Zahlungen der Leasingraten werden in Tilgungsanteil und Finanzierungskosten aufgeteilt.

Die überlassenen Gegenstände aller anderen Leasing- und Pachtverträge werden als operatives Leasing behandelt und dem Vermieter oder Verpächter zugerechnet. Die Mietzahlungen werden als Aufwand erfasst.

Die aus der Stilllegung oder aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens resultierenden Gewinne oder Verluste, die sich aus der Differenz zwischen Nettoveräußerungswert und Buchwert ergeben, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

g. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

PATENTE, MARKENRECHTE UND LIZENZEN Ausgaben für erworbene Patente, Markenrechte und Lizenzen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert und linear über ihre gewöhnliche Nutzungsdauer von 2 bis 10 Jahren abgeschrieben. Abschreibungsdauer und Abschreibungsmethode werden jährlich zum Ende des Geschäftsjahres überprüft.

FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN Forschungskosten werden ergebniswirksam im Jahr ihres Entstehens in den Herstellungskosten erfasst. Entwicklungskosten stellen ebenfalls Periodenaufwand dar. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die folgenden Nachweise kumulativ erbracht werden können:

  • Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes ist gegeben, damit er zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung stehen wird.
  • Die Absicht besteht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen.
  • Die Fähigkeit ist vorhanden, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.
  • Wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen Nutzen erzielen wird, ist nachweisbar.
  • Die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können, ist gegeben.
  • Es besteht die Fähigkeit zur verlässlichen Bestimmung der im Rahmen der Entwicklung des immateriellen Vermögenswertes zurechenbaren Aufwendungen.

h. ABSCHREIBUNGEN FÜR WERTVERLUSTE UND ZU-SCHREIBUNGEN AUF SACHANLAGEN, IMMATERIELLES AN-LAGEVERMÖGEN UND ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Die Werthaltigkeit der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte wird regelmäßig daraufhin überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Falls Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, erfolgt eine sofortige Überprüfung. Für Sachanlagen im Bau und immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung wird jährlich untersucht, ob eine Wertminderung vorliegt. Liegt der erzielbare Betrag des jeweiligen Anlagegegenstandes unter dem Buchwert, erfolgt eine Abschreibung für Wertverluste (Impairment) in Höhe des Unterschiedsbetrages. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ist der höhere der beiden Beträge aus

beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende seiner Nutzungsdauer erwartet werden.

Es wird jährlich untersucht, ob eine Wertminderung (Impairment) des Geschäfts- oder Firmenwertes vorliegt. Falls unterjährig Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte, erfolgt eine sofortige Überprüfung. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units) verteilt.

Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst werden wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung.

Fällt die Ursache für eine in der Vergangenheit erfolgte Abschreibung für Wertverluste weg, wird, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes, eine Zuschreibung für Wertaufholung auf die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen.

i. VORRÄTE Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös, abzüglich der notwendigen variablen Veräußerungskosten. Anschaffungskosten werden durch die FIFO-Methode (first-in, first-out) ermittelt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse werden Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne und andere direkt zurechenbare Kosten sowie angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Zinsen werden nicht angesetzt.

j. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN Die Forderungen werden zum Nennwert, abzüglich Wertberichtigungen für mögliche Ausfälle, bilanziert. Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Risikovorsorgen decken alle erkennbaren Bonitäts- und Länderrisiken ab.

k. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE Ansatz und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgen nach dem Erfüllungsdatum. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte werden in der Regel mit dem Marktpreis bestimmt. Der Erstansatz erfolgt, außer bei den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten, zuzüglich der Transaktionskosten.

Finanzielle Vermögenswerte werden in nachfolgend erläuterte Kategorien unterteilt. Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck der finanziellen Vermögenswerte ab und wird jährlich überprüft.

ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE Finanzinstrumente, die hauptsächlich mit der Absicht erworben wurden, einen Gewinn aus kurzfristigen Schwankungen des Preises oder der Händlermarge zu erzielen, sind als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt zu Zeitwerten exklusive Transaktionskosten, in späteren Perioden zum jeweils aktuellen Marktwert. Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst. Dies betrifft im Wesentlichen zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere. Derivative Finanzinstrumente gehören ebenfalls dieser Kategorie an, sofern nicht das "Hedge Accounting" zur Anwendung gelangt (siehe l. Derivative Finanzinstrumente).

BIS ZUR ENDFÄLLIGKEIT GEHALTENE WERTPAPIERE Die bis zur Endfälligkeit gehaltenen Wertpapiere werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Gegebenenfalls erforderliche Wertminderungen werden erfolgswirksam vorgenommen.

AUSLEIHUNGEN UND FORDERUNGEN Ausleihungen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. In der Bilanz werden diesbezügliche Vermögenswerte unter der Position "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" ausgewiesen.

ZUR VERÄUßERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENS-WERTE Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte betreffen jederzeit verkaufbare Wertpapiere (Securities Available-for-Sale). Es handelt sich dabei um Wertpapiere, die nach Meinung des Managements als Reaktion auf einen – oder wegen eines – erwarteten Liquiditätsbedarf/s oder aufgrund erwarteter Änderungen von Zinssätzen, Wechselkursen oder Aktienkursen verkauft werden können, wobei die Einteilung in lang- und kurzfristige Aktiva in Übereinstimmung mit der voraussichtlichen Behaltedauer erfolgt.

Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten zuzüglich Transaktionskosten, in späteren Perioden zum jeweils beizulegenden Zeitwert. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden abzüglich entsprechender Ertragsteuern erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst, bis diese Wertpapiere verkauft oder als wertgemindert eingestuft werden.

Zins- und Dividendenerträge aus jederzeit verkaufbaren Wertpapieren werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst.

Bei der Veräußerung von jederzeit verkaufbaren Wertpapieren wird der kumulierte und bis dahin im Eigenkapital erfasste nicht realisierte Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung der Berichtsperiode im Finanzergebnis erfasst.

Sobald ein jederzeit verkaufbares Wertpapier als wertgemindert eingestuft wird, wird der bis dahin im Eigenkapital erfasste, kumulierte nicht realisierte Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst. Eine Wertminderung ist dann gegeben, wenn Hinweise darauf bestehen, dass der erzielbare Betrag unter den Buchwert gesunken ist. Dies ist insbesondere dann gegeben, wenn der Rückgang des Marktpreises ein solches Ausmaß annimmt, dass eine Wertaufholung auf den Anschaffungswert innerhalb eines vorhersehbaren Zeitraums vernünftigerweise nicht erwartet werden kann. Eine Werthaltigkeitsprüfung erfolgt zu jedem Bilanzstichtag.

Weiters werden unter den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten jene finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen, die keiner der anderen der dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Wenn sich für nicht börsenotierte Eigenkapitalinstrumente der beizulegende Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen lässt, werden diese finanziellen Vermögenswerte mit den Anschaffungskosten bewertet. Gegebenenfalls erforderliche Wertminderungen werden erfolgswirksam vorgenommen, wobei diesbezügliche Wertminderungen nicht rückgängig gemacht werden.

l. DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE Der Konzern schließt nach Möglichkeit derivative Finanzgeschäfte ab, um sich gegen Währungsschwankungen bei Transaktionen in Fremdwährung – in erster Linie in US-Dollar – abzusichern. Diese Instrumente betreffen hauptsächlich Devisentermingeschäfte, Währungsoptionen sowie Währungsswaps und werden abgeschlossen, um den Konzern gegen Wechselkursschwankungen – durch Fixierung von zukünftigen Wechselkursen für Fremdwährungsaktiva und -passiva – zu schützen.

Der Konzern schließt weiters Zinsswaps ab, um sich gegen Zinssatzschwankungen abzusichern.

Der Konzern setzt keine Finanzinstrumente für spekulative Zwecke ein.

Die erstmalige Erfassung bei Vertragsabschluss und die Folgebewertung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt mit deren Marktwerten. Das "Hedge Accounting" gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" (Financial Instruments: Recognition and Measurement), wonach Veränderungen der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden, kommt dann zur Anwendung, wenn eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 für Sicherungsinstrumente aus der Absicherung von Zahlungsströmen vorliegt. Zu Beginn der Sicherungsbeziehung und fortlaufend findet eine Dokumentation der Einschätzung statt, ob die in der Sicherungsbeziehung eingesetzten Derivate die Änderungen der Zahlungsströme des Grundgeschäftes hocheffektiv kompensieren. Sofern kein erfolgsneutrales "Hedge Accounting" anzuwenden ist, werden unrealisierte Gewinne und Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst.

m. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALEN-TE Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Termingelder, täglich fällige Bankguthaben sowie kurzfristige, hochliquide Veranlagungen mit einer Gesamtlaufzeit von bis zu drei Monaten (Commercial Papers und Geldmarktfonds).

n. NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE Die nicht beherrschenden Anteile stellen sich wie folgt dar:

1,24 % betreffen das Eigenkapital an der AT&S Korea

Das Konzernjahresergebnis und das sonstige Ergebnis werden den Eigentümern des Mutterunternehmens und den nicht beherrschenden Anteilen zugeordnet. Die Zuordnung zu den nicht beherrschenden Anteilen erfolgt selbst dann, wenn dies dazu führt, dass die nicht beherrschenden Anteile einen Negativsaldo aufweisen.

o. RÜCKSTELLUNGEN Rückstellungen werden bilanziert, wenn der Konzern eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten hat, die auf vorangegangenen Ereignissen beruht, und es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen notwendig sein werden, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können, und der Betrag verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und der jeweiligen Neueinschätzung angepasst.

Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert.

p. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PERSONALAUFWAND

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN Im Konzern bestehen für die betriebliche Altersvorsorge verschiedene beitrags- und leistungsorientierte Versorgungssysteme.

Bei beitragsorientierten Pensionszusagen (Defined Contribution) werden die Zusagen durch fixierte Beträge an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen geleistet. Diese Beiträge werden im Personalaufwand ausgewiesen. Eine Rückstellung ist nicht zu bilden, da über die festgelegten Beträge hinaus keine weiteren Verpflichtungen gegeben sind.

Für einzelne Vorstandsmitglieder und bestimmte leitende Angestellte bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen (Defined Benefit), die zu jedem Bilanzstichtag durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker bewertet werden. Die Verpflichtung des Konzerns besteht darin, die zugesagten Leistungen an aktive und ausgeschiedene Vorstände und leitende Angestellte sowie deren Angehörige zu erfüllen. Die sich nach der Methode laufender Einmalprämien des Anwartschaftsansammlungsverfahrens (Projected Unit Credit Method) ergebende Pensionsverpflichtung wird bei einem fondsfinanzierten Versorgungssystem in Höhe des Vermögens des Fonds gekürzt. Der Barwert der Anwartschaft wird aufgrund der geleisteten Dienstjahre, der erwarteten Gehaltsentwicklung und der Rentenanpassungen berechnet.

Soweit das Fondsvermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen passiviert. Übersteigt das Fondsvermögen die Pensionsverpflichtung, wird der übersteigende Wert unter den übergedeckten Pensionsansprüchen aktiviert.

Der im jeweiligen Geschäftsjahr erfasste Personalaufwand basiert auf Erwartungswerten und beinhaltet den Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen auf die Nettoschuld. Neubewertungen der Nettoschuld werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Neubewertungen umfassen die Gewinne und Verluste aus der Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR ABFERTIGUNGEN Abfertigungen sind aufgrund arbeitsrechtlicher Bestimmungen im Wesentlichen bei Kündigungen durch den Dienstgeber sowie bei Pensionsantritt zu bezahlen. Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgt zu jedem Bilanzstichtag durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiter der österreichischen Gesellschaften bestehen direkte Verpflichtungen, welche den wesentlichen Teil der Abfertigungsverpflichtungen des Konzerns darstellen. Diese Verpflichtungen werden, unter Anwendung des IAS 19, nach dem oben beschriebenen Anwartschaftsansammlungsverfahren bewertet und stellen ungedeckte Abfertigungsansprüche dar. Für seit dem 1. Jänner 2003 eingetretene Mitarbeiter wird der Abfertigungsanspruch durch laufende Beiträge in eine Mitarbeitervorsorgekasse (MVK) abgegolten. Diese laufenden Beiträge werden im Personalaufwand ausgewiesen. Eine darüber hinausgehende Verpflichtung des Unternehmens besteht nicht.

Für Mitarbeiter der Gesellschaft in Indien sind die Abfertigungsansprüche durch Lebensversicherungen gedeckt. Weiters bestehen bei den Mitarbeitern in Südkorea und China Abfertigungsansprüche. Diese Verpflichtungen werden, unter Anwendung des IAS 19, nach dem oben beschriebenen Anwartschaftsansammlungsverfahren bewertet und stellen ungedeckte Abfertigungsansprüche dar.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR SONSTIGE DIENSTNEHMERANSPRÜCHE Die Personalrückstellungen für sonstige Dienstnehmeransprüche beinhalten Rückstellungen für Jubiläumsgelder und betreffen die Mitarbeiter in Österreich und China.

Jubiläumsgelder sind kollektivvertraglich festgelegte, einmalige, vom Entgelt und der Betriebszugehörigkeit abhängige Sonderzahlungen. Das Erreichen einer Anzahl von Dienstjahren, die ununterbrochen sein müssen, ist Voraussetzung. Die Bewertung erfolgt nach dem Anwartschaftsansammlungsverfahren unter Zugrundelegung derselben Parameter wie bei den Abfertigungen, jedoch ohne Berücksichtigung der Korridormethode.

Der im jeweiligen Geschäftsjahr erfasste Personalaufwand beinhaltet die erworbenen Ansprüche, den Zinsaufwand und die versicherungstechnischen Ergebnisse. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker die Bewertung der Verpflichtung.

q. AKTIENORIENTIERTE MITARBEITERVERGÜTUNGEN Der Konzern hat aktienbasierte Vergütungspläne, mit wahlweisem Barausgleich oder Ausgleich durch eigene Anteile aufgelegt, wobei das Erfüllungswahlrecht bei den teilnahmeberechtigten Mitarbeitern besteht. Diese aktienorientierten Mitarbeitervergütungen (Stock-Option-Pläne) werden gemäß IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" (Share-based Payment) bilanziert.

Die anteilsbasierten Vergütungen sind in der Weise strukturiert, dass die beiden Erfüllungsalternativen den gleichen beizulegenden Zeitwert haben. Der beizulegende Zeitwert der von den Mitarbeitern als Gegenleistung für die Gewährung der Aktienoptionen erbrachten Arbeitsleistung wird als Aufwand erfasst. Die Verbindlichkeiten aus den aktienorientierten Mitarbeitervergütungen werden bei der erstmaligen Erfassung und zu jedem Berichtsstichtag bis zur Begleichung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Anwendung eines Optionspreismodells angesetzt und erfolgswirksam erfasst. Es wird auf Erläuterung 15 "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten" verwiesen.

r. VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten angesetzt und in Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages bewertet.

s. ÖFFENTLICHE ZUWENDUNGEN Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendungen erfüllt.

Öffentliche Zuwendungen für Aufwendungen werden über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Aufwendungen, für deren Kompensation sie gewährt werden, anfallen. Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden als Abgrenzungsposten innerhalb der Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst. Die erfolgswirksame Erfassung der öffentlichen Zuwendungen für Aufwendungen und Investitionen wird im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

t. EVENTUALSCHULDEN, -FORDERUNGEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Eventualschulden werden in der Bilanz nicht berücksichtigt, aber im Anhang erläutert. Sie werden dann nicht offengelegt, wenn der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen unwahrscheinlich ist.

Eine Eventualforderung wird im Konzernabschluss nicht berücksichtigt, aber offengelegt, wenn der Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

u. ERSTMALS ANGEWENDETE RECHNUNGSLEGUNGSVOR-SCHRIFTEN Folgende neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen wurden im Geschäftsjahr erstmalig angewendet und beziehen sich auf die von der EU verabschiedeten IFRS.

IAS 1: Die Änderung an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" betrifft die Darstellung des sonstigen Ergebnisses. Die wesentliche Änderung besteht darin, dass Unternehmen künftig das sonstige Ergebnis nach Bestandteilen trennen müssen, in diejenigen, die in späteren Perioden in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, und diejenigen, die nicht umgegliedert werden. Der Konzern hat die entsprechende Gliederung in der Darstellung des sonstiges Ergebnisses angepasst.

IAS 19: Im Juni 2011 veröffentlichte das International Accounting Standards Board (IASB) Änderungen des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" (überarbeitet 2011, IAS 19 revised). IAS 19 revised ersetzt die erwarteten Erträge aus Pensionsvermögen und den Zinsaufwand auf die Pensionsverpflichtung durch eine einheitliche Nettozinskomponente. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Effekte aus der Begrenzung eines Nettovermögenswertes (asset ceiling) und der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen, soweit er nicht als Teil der Nettozinsen erfasst wird, sind über das sonstige Ergebnis (other comprehensive income – OCI) als "Neubewertungen" (remeasurements) in den Perioden ihres Entstehens im Eigenkapital zu erfassen. Die zuvor durch den Konzern angewandte Korridormethode zur Verteilung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste auf künftige Perioden ist nicht mehr zulässig. IAS 19 revised schreibt eine rückwirkende Anwendung und die Darstellung der Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung auf die Eröffnungsbilanz vor. Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar:

Korrekturbeträge für die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

in Tsd. € 31.03.2014 31.03.2013
Personalaufwand (393) (471)
Betriebsergebnis 393 471
Konzernjahresergebnis 393 471
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen 393 471
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen
Ergebnis je Aktie

Korrekturbeträge für die Posten der Gesamtergebnisrechnung

in Tsd. € 31.03.2014 31.03.2013
Konzernjahresergebnis 393 471
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Verpflichtungen (745) (2.526)
Sonstiges Ergebnis (745) (2.526)
Konzerngesamtergebnis (352) (2.055)
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen (352) (2.055)
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen

Korrekturbeträge für die Posten der Bilanz

in Tsd. € 31.03.2014 31.03.2013 01.04.2012
Übergedeckte Pensionsansprüche (273) (538) (581)
Aktiva (273) (538) (581)
Eigenkapital (7.961) (7.609) (5.554)
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen (7.961) (7.609) (5.554)
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen
Langfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten
Rückstellungen 7.688 7.071 4.973
Latente Steuerschulden
Passiva (273) (538) (581)

IFRS 7: Um den Vergleich zwischen Unternehmen, die IFRS-Abschlüsse aufstellen und Unternehmen, deren Abschlüsse in Übereinstimmung mit US-GAAP aufgestellt werden, zu vereinfachen, wurden die Angabeerfordernisse zu Aufrechnungsvereinbarungen erheblich erweitert. Der Konzern führt zurzeit keine Aufrechnungen durch und unterhält keine Aufrechnungsvereinbarungen; daher sind keine zusätzlichen Angaben zu machen.

IFRS 10, IAS 27: IFRS 10, "Konzernabschlüsse", baut auf bestehenden Grundsätzen auf. Im Mittelpunkt von IFRS 10 steht die Einführung eines einheitlichen Konsolidierungsmodells für sämtliche Unternehmen, welches auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt. Darüber hinaus enthält der Standard zusätzliche Leitfäden, die bei der Bestimmung, ob eine Beherrschung vorliegt, unterstützen – insbesondere bei schwierigen Fällen. Der Standard ist erst ab 1. Januar 2014 verpflichtend anzuwenden. Der Konzern hat indes den Standard frühzeitig mit Wirkung vom 1. April 2013 angewandt. Infolge des neuen IFRS 10 wurde IAS 27 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" angepasst. Durch die Einführung von IFRS 10 "Konzernabschlüsse", ergaben sich keine Änderungen im Konsolidierungskreis des Konzerns.

IFRS 11, IAS 28: IFRS 11, "Gemeinsame Vereinbarungen" ist auf die Rechte und Verpflichtungen der Partnerunternehmen anstatt der rechtlichen Grundlagen fokussiert. Es gibt zwei Formen von gemeinschaftlichen Vereinbarungen: gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen. Bei einer gemeinschaftlichen Tätigkeit handelt es sich um eine gemeinschaftliche Vereinbarung, die den Partnerunternehmen dieser gemeinschaftlichen Vereinbarung direkte Rechte an den Vermögenswerten und Verbindlichkeiten überträgt. Ein Partnerunternehmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit erfasst seinen Anteil der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen. Ein Gemeinschaftsunternehmen dagegen räumt den Partnerunternehmen Rechte am Netto-Reinvermögen ein. Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Infolge des neuen und in der AT&S Gruppe frühzeitig angewandten IFRS 11 wurde IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" angepasst. Mangels gemeinsamer Vereinbarungen oder Anteilen an assoziierten Unternehmen in der AT&S Gruppe besteht aus der Einführung von IFRS 11 und der Änderung von IAS 28 kein Änderungsbedarf für den Konzernabschluss.

IFRS 12: IFRS 12, "Angaben zu Anteilen an Unternehmen", führt die überarbeiteten Angabepflichten zu IAS 27 bzw. IFRS 10, IAS 31 bzw. IFRS 11 und IAS 28 in einem Standard zusammen und erweitert die Angaben zu Tochterunternehmen an denen wesentliche Anteile von Minderheitsgesellschaftern bestehen. Die Einführung von IFRS 12, welcher in der AT&S Gruppe frühzeitig angewandt wurde, führte zu keinen Änderungen in den Anhangsangaben des Konzernabschlusses der AT&S Gruppe, da die Minderheitenanteile am Eigenkapital des Konzerns nicht als wesentlich einzustufen sind.

IFRS 13: IFRS 13, "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert", hat die Verbesserung der Bewertungskontinuität und die Verminderung der Komplexität als Ziel gesetzt. Es wird beschrieben, wie der beizulegende Zeitwert zu definieren ist, wie die Bewertung bestimmt wird und welche Angaben zu machen sind. Es ergeben sich keine Auswirkungen auf die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden des Konzerns. Zusätzlich erforderliche Anhangsangaben sind in den betreffenden Angaben zu den Vermögenswerten und Schulden, deren beizulegender Zeitwert bestimmt wurde, enthalten.

v. KÜNFTIGE ÄNDERUNGEN DER RECHNUNGSLEGUNGS-VORSCHRIFTEN Das IASB und das IFRIC haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2013/14 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind.

Diese wurden bisher teilweise durch die Europäische Union übernommen. Die folgenden Standards und Interpretationen wurden bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses bereits veröffentlicht und sind noch nicht verpflichtend anzuwenden; sie werden im vorliegenden Konzernabschluss nicht frühzeitig angewendet:

Standard/Interpretation
(Inhalt der Regelung) Anwendung 1) EU 2) Erwartete Auswirkungen
IFRS 9 Finanzinstrumente
(Neuregelung der Einstufung und Bewertung von Finanzin
strumenten)
01.01.2018 Nein Die Erfassung der Zeitwertänderungen von Finanzinstrumenten,
die der Konzern zurzeit "als zur Veräußerung verfügbar" einstuft,
wird künftig (teilweise) im Gewinn oder Verlust erfasst.
IAS 32 Finanzinstrumente Darstellung
(Klarstellung von Saldierungsvorschriften)
01.01.2014 Ja Es werden keine Auswirkungen auf den Abschluss des Konzerns
erwartet.
IFRS 10,
IFRS 12,
IAS 27
Konzernabschlüsse,
Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen
Einzelabschlüsse
(Einführung einer Ausnahme von der Konsolidierungspflicht für
01.01.2014 Ja Es werden keine Auswirkungen auf den Abschluss des Konzerns
erwartet.
IAS 36 Investmentgesellschaften)
Wertminderung von Vermögenswerten
(Klärung von erforderlichen Anhangangaben)
01.01.2014 Ja Es werden keine Auswirkungen auf den Abschluss des Konzerns
erwartet.
IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung
(Einführung von Erleichterungsbestimmungen für die Fortset
zung von Sicherungsbeziehungen im Falle der Novation von
außerbörslichen Derivaten)
01.01.2014 Ja Es werden keine Auswirkungen auf den Abschluss des Konzerns
erwartet.
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer
(Klärung von Vorschriften zu Beiträgen von Arbeitnehmern an
einen leistungsorientierten Versorgungsplan)
01.07.2014 Nein Es werden keine Auswirkungen auf den Abschluss des Konzerns
erwartet.
IFRIC 21 Abgaben
(Regelung des Ansatzzeitpunktes von Rückstellungen für Abga
ben)
01.01.2014 Nein Es werden keine Auswirkungen auf den Abschluss des Konzerns
erwartet.
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten
(Regelung zur Bilanzierung regulatorischer Abgrenzungsposten
für IFRS-Erstanwender)
01.01.2016 Nein Es werden keine Auswirkungen auf den Abschluss des Konzerns
erwartet.

1) Im Abschluss des Konzerns werden die neuen Regelungen voraussichtlich in dem Geschäftsjahr, das nach dem Anwendungsdatum beginnt, erstmals angewendet. 2) Status der Übernahme durch die EU

C. KRITISCHE SCHÄTZUNGEN UND ANNAHMEN BEI DER BILANZIERUNG UND BEWERTUNG Der Konzern trifft Schätzungen und Annahmen zur Festlegung des Wertes der angegebenen Aktiva, Passiva, Umsatzerlöse und Aufwendungen sowie sonstiger

finanzieller Verpflichtungen und Eventualforderungen und -schulden. Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen. Die tatsächlichen Ergebnisse können in Zukunft von diesen Schätzungen abweichen. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass die Annahmen angemessen sind.

ERMITTLUNG DER ANWARTSCHAFTSBARWERTE FÜR PERSONAL-VERPFLICHTUNGEN Der Barwert der langfristigen Personalverpflichtungen hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen (siehe I.B.p. "Rückstellungen für Personalaufwand").

Diese versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche wurden wie folgt einem Stresstest unterzogen: Eine Erhöhung des Zinssatzes, der erwarteten Gehaltssteigerung beziehungsweise der künftigen Pensionserhöhung für die österreichischen Gesellschaften um in der Tabelle angegebene Prozentpunkte hätte folgende Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert der Pensions- und Abfertigungsansprüche zum 31. März 2014:

Gehalts Pensions
Zinssatz steigerung steigerung
in Tsd. € + 0,50 % + 0,25 % + 0,25 %
Pensionsverpflichtung (1.063) 13 574
Abfertigungsverpflichtung (945) 505

Eine Reduktion derselben Parameter für die österreichischen Gesellschaften hätte folgende Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert der Pensions- und Abfertigungsansprüche zum 31. März 2014:

Gehalts Pensions
Zinssatz steigerung steigerung
in Tsd. € - 0,50 % - 0,25 % - 0,25 %
Pensionsverpflichtung 1.199 (13) (543)
Abfertigungsverpflichtung 1.033 (485)

Es wird auf Erläuterung 17 "Rückstellungen für Personalaufwand" verwiesen.

BEWERTUNG DER LATENTEN STEUERN UND LAUFENDEN ER-TRAGSTEUERSCHULDEN Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften), die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Eine künftige Änderung der Steuersätze hätte auch Auswirkungen auf die zum aktuellen Bilanzstichtag aktivierten latenten Steuern.

Für ertragsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 162,4 Mio. € im Konzern wurden keine aktiven latenten Steuern in Höhe von 41,8 Mio. € gebildet. Der Großteil dieser nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge ist unbegrenzt vortragsfähig. Falls in weiterer Folge von einer Realisierbarkeit ausgegangen werden sollte, wären diese aktiven Steuerlatenzen anzusetzen und ein entsprechender Steuerertrag auszuweisen. Es wird auf Erläuterung 7 "Ertragsteuern" verwiesen.

Weiters können Abweichungen hinsichtlich der Interpretation von Steuervorschriften seitens der Finanzverwaltungen zu einer Änderung von Ertragsteuerschulden führen.

SONSTIGE SCHÄTZUNGEN UND ANNAHMEN Weiters erfolgen Schätzungen, sofern nötig, die Wertminderungen (Impairment) des Anlagevermögens und Rückstellungen, die Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten, Forderungswertberichtigungen und Vorratsbewertungen betreffen. Es wird insbesondere auf Erläuterung 4 "Sonstiges betriebliches Ergebnis", Erläuterung 8 "Sachanlagen" und Erläuterung 18 "Sonstige Rückstellungen" verwiesen.

II. Segmentberichterstattung

Die nachfolgend dargestellten Segmentinformationen wurden gemäß dem Konzept des Management Approach an die geänderte Organisationsstruktur angepasst, wie sie in der internen Berichterstattung des Konzerns abgebildet wird (siehe Punkt I.B.b. "Geschäftssegmentinformationen").

Als berichtspflichtige primäre Segmente sind die Business Units Mobile Devices, Industrial & Automotive und Advanced Packaging definiert. Die im Aufbau befindliche Business Unit Advanced Packaging erreicht noch keine quantitativen Schwellenwerte für eine separate Darstellung und wird unter "Sonstige" ausgewiesen. Weiters sind im Wesentlichen die allgemeine Konzernführung sowie die Finanzierungsaktivitäten nicht den Segmenten zugeordnet und ebenfalls unter "Sonstige" ausgewiesen.

Die zentrale operative Ergebnissteuerungsgröße ist das Betriebsergebnis. Die jeweilige Überleitung zu den Konzernwerten beinhaltet weiters die entsprechende Konsolidierung.

Übertragungen und Transaktionen zwischen den Segmenten erfolgen zu marktüblichen Bedingungen, wie sie mit Dritten zur Anwendung kämen. Für die Segmentberichterstattung werden die allgemein für den Konzernabschluss geltenden Bewertungsgrundlagen, wie unter Punkt I.B. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" ausgeführt, angewendet.

GESCHÄFTSJAHR 2013/14

Industrial & Eliminierung/
in Tsd. € Mobile Devices Automotive Sonstige Konsolidierung Konzern
Segmentumsatzerlöse 378.278 272.882 7.473 (68.724) 589.909
Intersegmentäre Umsatzerlöse (56.971) (7.678) (4.075) 68.724
Umsatzerlöse mit externen Kunden 321.307 265.204 3.398 589.909
Betriebsergebnis 43.388 13.229 (2.701) 14 53.930
Finanzergebnis (11.090)
Ergebnis vor Steuern 42.840
Ertragsteuern (4.621)
Konzernjahresergebnis 38.219
Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte 386.319 47.888 10.041 444.248
Investitionen 94.275 7.940 8.883 111.098
Abschreibungen 63.368 8.275 1.602 73.245
Nicht wiederkehrende Posten 3.004 3.004

GESCHÄFTSJAHR 2012/13 *)

Industrial & Eliminierung/
in Tsd. € Mobile Devices Automotive Sonstige Konsolidierung Konzern
Segmentumsatzerlöse 334.650 243.745 2.079 (38.801) 541.673
Intersegmentäre Umsatzerlöse (37.364) (1.147) (290) 38.801
Umsatzerlöse mit externen Kunden 297.286 242.598 1.789 541.673
Betriebsergebnis 21.175 11.967 (2.394) 617 31.365
Finanzergebnis (14.827)
Ergebnis vor Steuern 16.538
Ertragsteuern (1.965)
Konzernjahresergebnis 14.573
Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte 383.203 49.095 7.417 439.715
Investitionen 29.667 4.246 1.544 35.457
Abschreibungen 60.833 7.949 2.209 70.991
Nicht wiederkehrende Posten

*) Angepasst unter Anwendung von IAS 19 revised.

INFORMATIONEN NACH GEOGRAFISCHEN REGIONEN Die Zuordnung der Umsätze erfolgt nach dem Verbringungsort der Lieferung, die Summe der langfristigen Vermögenswerte (Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte) werden nach dem Sitz der Gesellschaft und der Tochterunternehmen dargestellt.

Umsatzerlöse nach Kundenregionen:

Langfristige Vermögenswerte nach dem Sitz der jeweiligen Gesellschaft:

in Tsd. € 2013/14 2012/13
Österreich 20.386 19.884
Deutschland 126.373 125.589
Sonstiges Europa 73.171 70.800
Asien 310.881 255.046
Amerika 59.098 70.354
589.909 541.673
444.248 439.715
Übrige 24.496 30.502
China 386.279 383.157
Österreich 33.473 26.056
in Tsd. € 31.03.2014 31.03.2013

III. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. UMSATZERLÖSE

589.909 541.673
Nebenerlöse 301 310
Haupterlöse 589.608 541.363
in Tsd. € 2013/14 2012/13
  1. AUFWANDSARTEN Die Aufwandsarten der Herstellungskosten, Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich wie folgt dar:
in Tsd. € 2013/14 2012/13 *)
Materialaufwand 204.884 205.180
Personalaufwand 121.324 109.804
Abschreibungen 67.818 70.970
Bezogene Leistungen inkl. Leiharbeiter 39.713 34.019
Energie 33.483 32.398
Instandhaltung (inkl. Ersatzteile) 34.044 29.879
Frachtkosten 11.052 10.372
Miet- und Leasingaufwendungen 4.987 5.214
Sonstiges 8.835 13.747
526.140 511.583

*) Angepasst unter Anwendung von IAS 19 revised.

Die Position "Sonstiges" betrifft in den Geschäftsjahren 2013/14 und 2012/13 vorwiegend Reisekosten, Versicherungsaufwendungen, IT-Serviceleistungen, Rechts- und Beratungsaufwendungen sowie Bestandsveränderung von Vorräten.

  1. AUFWENDUNGEN FÜR FORSCHUNG UND ENT-WICKLUNG Dem Konzern sind für das Geschäftsjahr 2013/14 Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 25.977 Tsd. € (im Geschäftsjahr 2012/13: 24.684 Tsd. €) entstanden. Bei den angegebenen Beträgen handelt es sich nur um die direkt zuordenbaren Kosten, die ergebniswirksam in den Herstellungskosten erfasst werden. Im vorliegenden Konzernabschluss wurden Entwicklungskosten in Höhe von 140 Tsd. € aktiviert.

4. SONSTIGES BETRIEBLICHES ERGEBNIS

in Tsd. € 2013/14 2012/13
Erträge aus der Auflösung von
Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln 321 626
Öffentliche Zuwendungen für Aufwendungen 3.009 1.537
Aufwendungen aus Wechselkursdifferenzen (1.328) (489)
Gewinne/(Verluste) aus Anlagenabgängen (461) (777)
Wertminderungen von Sachanlagen *) (4.996)
Anlaufverluste (4.931) (890)
Übrige Erträge 1.551 1.268
(6.835) 1.275

*) Es wird auf Erläuterung 8 "Sachanlagen" verwiesen.

In den Geschäftsjahren 2013/14 und 2012/13 betreffen die öffentlichen Zuwendungen für Aufwendungen hauptsächlich Exportvergütungen sowie Forschungs- und Entwicklungsprämien. In beiden Geschäftsjahren stehen die Anlaufverluste in Verbindung mit der Errichtung des Werks in Chongqing, China. Wie im Geschäftsjahr 2012/13, betrifft die Position "Übrige Erträge" im Wesentlichen nachträgliche Forderungseingänge sowie die Ausbuchung von weggefallenen sonstigen Verbindlichkeiten.

5. NICHT WIEDERKEHRENDE POSTEN

in Tsd. € 2013/14 2012/13
Personalaufwendungen 2.194
Nettokosten aus
sonstigen vertraglichen Verpflichtungen 810
3.004

Im Geschäftsjahr 2013/14 sind Kosten in Höhe von 3.004 Tsd. € für die Schließung des Werkes in Klagenfurt angefallen. 2.194 Tsd. € davon betreffen Sozialplanzahlungen, 810 Tsd. € Kosten für Rückbauten am gemieteten Gebäude. Im Geschäftsjahr 2012/13 gab es keine nicht wiederkehrenden Posten.

6. FINANZERGEBNIS

in Tsd. € 2013/14 2012/13
Zinserträge aus erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswer
ten und zur Veräußerung verfügbaren finanziellen
Vermögenswerten 32 5
Sonstige Zinserträge 245 489
Gewinne aus dem Verkauf von
Zahlungsmitteläquivalenten 39 3
Gewinne aus dem Verkauf von zur Veräußerung
verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 30
Finanzierungserträge 316 527
Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegen
über Kreditinstituten und Anleihen (10.392) (13.860)
Realisierte Verluste aus derivativen
Finanzinstrumenten, netto (178) (125)
Fremdwährungsverluste, netto (311) (1.037)
Sonstige finanzielle Aufwendungen (525) (332)
Finanzierungaufwendungen (11.406) (15.354)
Finanzergebnis (11.090) (14.827)
  1. ERTRAGSTEUERN Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Summe Steueraufwand 4.621 1.965
Latente Steuern (6.401) (3.220)
Laufende Ertragsteuern 11.022 5.185
in Tsd. € 2013/14 2012/13

Die Abweichung zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand im Konzern und dem theoretischen Steueraufwand, der sich unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes ergibt, erklärt sich wie folgt:

in Tsd. € 2013/14 2012/13
Steueraufwand bei österreichischem Steuersatz 10.710 4.017
Effekt aus abweichenden Steuersätzen im Ausland (487) (1.700)
Nicht anrechenbare ausländische Quellensteuer 1.496 201
Effekt aus der Veränderung nicht berücksichtigter
steuerlicher Verluste und temporärer
Unterschiede 1.407 (1.966)
Effekt aus der Änderung von Steuersätzen (3.292) (922)
Effekt aus permanenten Differenzen (5.229) 2.323
Effekt aus Steuern aus Vorperioden 9 13
Sonstige Steuereffekte, saldiert 7 (1)
Summe Steueraufwand 4.621 1.965

Der Effekt aus der Änderung von Steuersätzen resultiert überwiegend aus dem anzuwendenden allgemeinen Steuersatz in China von 25% im Tochterunternehmen AT&S (China) gegenüber dem begünstigten Steuersatz von 15% in der Vergangenheit.

Die aktiven und passiven latenten Steuern entfallen auf folgende Bilanzpositionen und Verlustvorträge:

in Tsd. € 31.03.2014 31.03.2013
Aktive latente Steuerabgrenzungen
Ertragsteuerliche Verlustvorträge inkl. steuerlicher
Firmenwerte 2.278 6.201
Anlagevermögen 16.158 13.357
Vorräte 2.448 1.946
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige Forderungen
14 26
Rückstellungen für Personalaufwand 3.130 880
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten
2.684 654
Temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochter
unternehmen
306 629
Noch nicht realisierte Verluste aus Sicherungsin
strumenten zur Absicherung von Zahlungsströ
men, erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst 30
Übrige 1.072 1.292
Aktive latente Steuern 28.090 25.015
Passive latente Steuerabgrenzung
Anlagevermögen (2.517) (2.765)
Rückstellungen für Personalaufwand (135)
Sonstige Rückstellungen (115)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (659)
Temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochter
unternehmen
(6.663) (6.300)
Noch nicht realisierte Gewinne aus jederzeit
verkaufbaren Wertpapieren, erfolgsneutral im
Eigenkapital erfasst (1) (1)
Übrige (109) (103)
Passive latente Steuern (9.290) (10.078)
Aktive latente Steuern, saldiert 18.800 14.937

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden dann saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden gegeben ist und wenn sie von der gleichen Steuerbehörde behoben werden. Nach Saldierung ergeben sich folgende Beträge:

in Tsd. € 31.03.2014 31.03.2013
Aktive latente Steuern:
- langfristig 15.979 16.141
- kurzfristig 9.559 5.182
25.538 21.323
Passive latente Steuern:
- langfristig (75)
- kurzfristig (6.663) (6.386)
(6.738) (6.386)
Aktive latente Steuern, saldiert 18.800 14.937

Zum 31. März 2014 verfügt der Konzern über ertragsteuerliche Verlustvorträge und steuerliche Firmenwertabschreibungen in Höhe von insgesamt 164.586 Tsd. € (174.218 Tsd. € zum 31. März 2013), die zum überwiegenden Teil unbegrenzt vortragsfähig sind. Für darin enthaltene Verlustvorträge in Höhe von 162.421 Tsd. € (154.895 Tsd. € zum 31. März 2013) wurden keine aktiven latenten Steuern in Höhe von 41.484 Tsd. € (39.315 Tsd. € zum 31. März 2013) gebildet, da von einer Realisierbarkeit in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist. Davon entfallen latente Steuern in Höhe von 0 € (1.052 Tsd. € zum 31. März 2013) auf die Bewertung von eigenen Anteilen, wodurch eine diesbezügliche Aktivierung ergebnisneutral im Konzerneigenkapital auszuweisen gewesen wäre.

Die Veränderung der saldierten latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

in Tsd. € 2013/14 2012/13
Buchwert am Beginn des Geschäftsjahres 14.937 11.118
Währungsdifferenzen (2.613) 608
Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung 6.401 3.220
Im Eigenkapital erfasste Ertragsteuern 75 (9)
Buchwert am Ende des Geschäftsjahres 18.800 14.937

Die Ertragsteuern in Zusammenhang mit den Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses stellen sich wie folgt dar:

2013/14 2012/13
in Tsd. € Ertrag/
(Aufwand)
vor Steuern
Steuer
ertrag/
(-aufwand)
Ertrag/
(Aufwand)
nach Steuern
Ertrag/
(Aufwand)
vor Steuern
Steuer
ertrag/
(-aufwand)
Ertrag/
(Aufwand)
nach Steuern
Währungsumrechnungsdifferenzen (42.697) (42.697) 22.285 22.285
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung zum beizulegenden
Zeitwert von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen
Vermögenswerten
(41) 13 (28)
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von Sicherungs
instrumenten aus der Absicherung von Zahlungsströmen
(300) 75 (225) 90 (22) 68
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an
Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
(728) (728) (2.526) (2.526)
Sonstiges Ergebnis (43.725) 75 (43.650) 19.808 (9) 19.799

IV.Erläuterungen zur Konzernbilanz

8. SACHANLAGEN

Buchwert 31.03.2013

in Tsd. € Grundstücke, Ge
bäude und Bauten
Maschinen und
technische Anlagen
Andere Anlagen,
Betriebs- und Ge
schäftsausstattung
Geleistete
Anzahlungen und
Anlagen im Bau
Total
Buchwert 31.03.2013 54.412 343.964 4.542 34.845 437.763
Umrechnungsdifferenzen (3.975) (21.761) (307) (6.158) (32.201)
Änderung Konsolidierungskreis (84) (84)
Zugänge 187 10.368 2.212 89.487 102.254
Abgänge (14) (978) (13) (1.005)
Umbuchungen 21 2.527 19 (2.567)
Wertminderungen (4.996) (4.996)
Abschreibungen, laufend (3.635) (61.405) (1.588) (66.628)
Buchwert 31.03.2014 46.996 267.635 4.865 115.607 435.103
Zum 31.03.2014
Bruttowert 73.719 786.139 22.517 115.607 997.982
Abschreibungen, kumuliert (26.723) (518.504) (17.652) (562.879)
Buchwert 46.996 267.635 4.865 115.607 435.103
in Tsd. € Grundstücke, Ge
bäude und Bauten
Maschinen und
technische Anlagen
Andere Anlagen,
Betriebs- und Ge
schäftsausstattung
Geleistete
Anzahlungen und
Anlagen im Bau
Total
Buchwert 31.03.2012 55.713 359.465 5.166 34.122 454.466
Umrechnungsdifferenzen 2.326 15.253 45 1.713 19.337
Zugänge 107 16.313 1.121 17.554 35.095
Abgänge (36) (926) (50) (1.012)
Umbuchungen 18.544 (18.544)
Abschreibungen, laufend (3.698) (64.685) (1.740) (70.123)
Zum 31.03.2013
Bruttowert 79.484 837.580 22.081 34.845 973.990
Abschreibungen, kumuliert (25.072) (493.616) (17.539) (536.227)
Buchwert 54.412 343.964 4.542 34.845 437.763

343.964

4.542

Der in "Grundstücke, Gebäude und Bauten" enthaltene Grundwert beträgt 1.509 Tsd. € (1.576 Tsd. € zum 31. März 2013).

54.412

Die laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in den Herstellungskosten, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 531 Tsd. € (im Geschäftsjahr 2012/13: 0 Tsd. €) auf qualifizierte Vermögenswerte aktiviert. Es wurde ein Finanzierungssatz von 3,62 % herangezogen.

WERTMINDERUNGEN Die Wertminderungen für Maschinen und technische Anlagen im Geschäftsjahr 2013/14 betrugen 4.996 Tsd. € (im Geschäftsjahr 2012/13: 0 Tsd. €). Diese Wertminderung wurde für eine nicht mehr nutzbare Prototypenlinie eingestellt.

34.845

BELASTUNGEN Im Zusammenhang mit der Besicherung diverser Finanzierungsverträge sind Sachanlagen in Höhe von 0 Tsd. € (1.684 Tsd. € zum 31. März 2013) belastet. Es wird auf Erläuterung 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

437.763

9. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Gewerbliche Schutz
rechte und ähnliche
Rechte und Vorteile
sowie daraus abgelei Aktivierte Geleistete Sonstiges immateriel
in Tsd. € tete Lizenzen Entwicklungskosten Firmenwerte Anzahlungen les Anlagevermögen Total
Buchwert 31.03.2013 1.952 1.952
Umrechnungsdifferenzen (21) (6) (27)
Zugänge 484 146 7.692 522 8.844
Abgänge (3) (3)
Wertminderungen (375) (375)
Abschreibungen, laufend (724) (522) (1.246)
Buchwert 31.03.2014 1.313 140 7.692 9.145
Zum 31.03.2014
Bruttowert 14.681 140 6.307 7.692 28.820
Abschreibungen, kumuliert (13.368) (6.307) (19.675)
Buchwert 1.313 140 7.692 9.145
Gewerbliche Schutz
rechte und ähnliche
Rechte und Vorteile
sowie daraus abgelei Aktivierte Geleistete Sonstiges immateriel
in Tsd. € tete Lizenzen Entwicklungskosten Firmenwerte Anzahlungen les Anlagevermögen Total
Buchwert 31.03.2012 2.451 2.451
Umrechnungsdifferenzen 7 7
Zugänge 362 362
Abschreibungen, laufend (868) (868)
Buchwert 31.03.2013 1.952 1.952
Zum 31.03.2013
Bruttowert 14.486 6.478 20.964
Abschreibungen, kumuliert (12.534) (6.478) (19.012)
Buchwert 1.952 1.952

Die laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in den Herstellungskosten, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.

WERTMINDERUNGEN Die Wertminderungen im Geschäftsjahr 2013/14 betrugen 375 Tsd. € (im Geschäftsjahr 2012/13: 0 Tsd. €) und wurden für nicht mehr nutzbare Lizenzen eingestellt.

10. SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

in Tsd. € 31.03.2014 31.03.2013
Vorauszahlungen 5.467 6.011
Gegebene Kautionen 4.190 3.646
Sonstige langfristige Forderungen 4.319
Buchwert 13.976 9.657

Die Vorauszahlungen betreffen langfristige Mietvorauszahlungen für Betriebsgrundstücke in China. Die sonstigen langfristigen Forderungen bestehen aus Vorsteuerrückvergütungen in China für das im Bau befindliche Werk Chongqing.

  1. VORRÄTE
Buchwert 59.434 62.417
Fertige Erzeugnisse 22.019 20.366
Unfertige Erzeugnisse 15.576 16.282
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 21.839 25.769
in Tsd. € 31.03.2014 31.03.2013

Der Stand der als Aufwand erfassten Wertberichtigungen von Vorräten beträgt zum 31. März 2014 9.899 Tsd. € (9.806 Tsd. € zum 31. März 2013). Aus der Bewertung der Vorräte zum Nettoveräußerungswert ergibt sich im Geschäftsjahr 2013/14 keine wesentliche Abwertung, ebenso wie im Vorjahr.

  1. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEIS-TUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen stellen sich wie folgt dar:
in Tsd. € 31.03.2014 31.03.2013
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 94.118 90.919
Umsatzsteuerforderungen 5.993 11.521
Sonstige Forderungen gegenüber Behörden 3.889 3.728
Vorauszahlungen 3.724 3.187
Energieabgabenrückvergütungen 2.245 1.508
Kautionen 656 420
Übrige Forderungen 456 600
Wertberichtigungen (82) (81)
110.999 111.802

Die übrigen Forderungen beinhalten zum 31. März 2014 sowie zum 31. März 2013 vor allem Forderungen aus Abgrenzungspositionen.

Im Zusammenhang mit diversen Finanzierungsverträgen dienen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 32.000 Tsd. € (32.000 Tsd. € zum 31. März 2013) als Besicherung. Es wird auf Erläuterung 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen entsprechen unter Berücksichtigung der Wertberichtigungen annähernd den jeweils beizulegenden Zeitwerten.

RESTLAUFZEITEN VON FORDERUNGEN Alle Forderungen zum 31. März 2014 sowie sämtliche Forderungen zum 31. März 2013 weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

ENTWICKLUNG DER ÜBERFÄLLIGKEITEN UND WERTBERICHTI-GUNGEN DER FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUN-GEN

davon: nicht
davon: nicht wertgemindert und nicht versichert und in den
Zum 31.03.2014:
Buchwert
wertgemindert
folgenden Zeitbändern überfällig
in Tsd. € und nicht
überfällig bzw.
versichert
weniger als
3 Monate
zwischen
3 und 6
Monaten
zwischen
6 und 12
Monaten
mehr als
12 Monate
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 94.118 93.298 678 60
Zum 31.03.2013: Buchwert davon: nicht
wertgemindert
davon: nicht wertgemindert und nicht versichert und in den
folgenden Zeitbändern überfällig
in Tsd. € und nicht
überfällig bzw.
versichert
weniger als
3 Monate
zwischen
3 und 6
Monaten
zwischen
6 und 12
Monaten
mehr als
12 Monate
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 90.919 89.784 1.004 50

Bei den nicht wertgeminderten überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen, dass den Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen wird.

Die Wertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:

in Tsd. € 2013/14 2012/13
Wertberichtigungen am Beginn
des Geschäftsjahres 81 83
Verwendung (70)
Zuführung 83
Umrechnungsdifferenzen (12) (2)
Wertberichtigungen am Ende
des Geschäftsjahres 82 81

13. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

in Tsd. € 31.03.2014 davon lang
fristig
davon kurz
fristig
Erfolgswirksam zum beizule
genden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte 836 836
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 96 96
932 96 836
davon lang davon kurz
in Tsd. € 31.03.2013 fristig fristig
Erfolgswirksam zum beizule
genden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte 770 770
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 96 96
866 96 770

ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

in Tsd. € 31.03.2014 31.03.2013
Anleihen 836 770

Sämtliche Anleihen werden in der Nominalwährung Euro gehalten.

ZUR VERÄUßERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENS-WERTE

in Tsd. € 2013/14 2012/13
Buchwert am Beginn des Geschäftsjahres 96 132
Abgänge (5)
Realisierte Gewinne/(Verluste) aus der laufenden
Periode aus dem Eigenkapital entnommen (30)
Umrechnungsdifferenzen (1)
Buchwert am Ende des Geschäftsjahres 96 96

Sämtliche zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden in der Nominalwährung Euro gehalten.

14. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUI-VALENTE

Buchwert 260.133 80.226
Gebundene Barmittel 1 1
und Kassenbestand 260.132 80.225
Guthaben bei Kreditinstituten
in Tsd. € 31.03.2014 31.03.2013

Die gebundenen Barmittel betreffen zum 31. März 2014 und zum 31. März 2013 AT&S Indien.

Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen den jeweils beizulegenden Zeitwerten.

15. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Restlaufzeit
in Tsd. € 31.03.2014 bis zu einem Jahr von mehr als
einem Jahr und
bis fünf Jahre
von mehr als
fünf Jahren
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66.184 66.184
Zuschüsse der öffentlichen Hand 3.457 312 2.981 164
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern und sonstigen
öffentlichen Abgabestellen
3.195 3.195
Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern 1.912 1.912
Verbindlichkeiten aus nicht konsumierten Urlauben 3.875 3.875
Verbindlichkeiten aus Aktienoptionen 195 130 65
Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern 19.697 19.697
Übrige Verbindlichkeiten 6.637 6.603 34
Buchwert 105.152 101.908 3.080 164
Restlaufzeit
in Tsd. € 31.03.2013 bis zu einem Jahr von mehr als
einem Jahr und
bis fünf Jahre
von mehr als
fünf Jahren
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 55.129 55.129
Zuschüsse der öffentlichen Hand 3.417 317 1.693 1.407
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern und sonstigen
öffentlichen Abgabestellen
1.520 1.520
Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern 1.912 1.912
Verbindlichkeiten aus nicht konsumierten Urlauben 3.582 3.582
Verbindlichkeiten aus Aktienoptionen 180 119 61
Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern 9.051 9.051
Übrige Verbindlichkeiten 6.505 5.718 787
Buchwert 81.296 77.348 2.541 1.407

Die Buchwerte der ausgewiesenen Verbindlichkeiten entsprechen annähernd den jeweils beizulegenden Zeitwerten.

ZUSCHÜSSE DER ÖFFENTLICHEN HAND Die Zuschüsse der öffentlichen Hand betreffen großteils Zuschüsse für Bodennutzungsrechte und Sachanlagevermögen und werden entsprechend den Nutzungsdauern der zugehörigen Sachanlagen ertragswirksam aufgelöst.

Weiters hat der Konzern für mehrere Forschungsprojekte Zuschüsse für Projektkosten erhalten, die entsprechend den angefallen Kosten und der Förderquote anteilig ertragsmäßig erfasst werden bzw. ist, soweit erforderlich, der Abgrenzungsbetrag in den Verbindlichkeiten enthalten.

VERBINDLICHKEITEN AUS AKTIENOPTIONEN In der Aufsichtsratssitzung vom 8. November 2004 wurde ein Stock-Option-Plan (2005–2008) zur Gewährung von Aktienoptionen mit wahlweisem Barausgleich oder Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer und leitende Angestellte genehmigt.

Jede dieser Optionen berechtigt entweder

  • zum Erwerb von Aktien (Equity-settled Share-based Payment Transactions) oder
  • es kann ein Barausgleich (Cash-settled Share-based Payment Transactions) in Höhe des Differenzbetrages zwischen dem Ausübungspreis und dem Schlusskurs der AT&S-Aktie an der Börse der Hauptnotierung der AT&S-Aktie am Tag der Ausübung des Bezugsrechtes durch den Optionsberechtigten verlangt werden.

Die Zuteilung von Aktienoptionen konnte im Zeitraum zwischen 1. April 2005 und 1. April 2008 erfolgen.

Der Ausübungspreis wird jeweils am Tag der Zuteilung bestimmt und errechnet sich aus dem Durchschnittspreis der AT&S-Aktie über einen Zeitraum von sechs Kalendermonaten vor dem Tag der jeweiligen Zuteilung. Auf diesen Durchschnittspreis wird ein Aufschlag von 10 % hinzugerechnet. Der Ausübungspreis entspricht jedoch zumindest dem auf eine Aktie der Gesellschaft entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals.

Die Ausübbarkeit der zugeteilten Aktienoptionen erfolgt gestaffelt, wobei 20 % der zugeteilten Aktienoptionen nach zwei Jahren, 30 % nach drei Jahren und 50 % nach vier Jahren ausübbar sind. Die Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf der Wartefrist, jedoch nicht während einer Sperrfrist, zur Gänze oder auch nur teilweise ausgeübt werden. Nicht ausgeübte Aktienoptionen können nach Ablauf der nächstfolgenden Wartefrist ausgeübt werden. Zugeteilte Aktienoptionen, die nicht spätestens bis zum Ablauf von fünf Jahren nach dem Zuteilungstag ausgeübt werden, verfallen ersatzlos und endgültig.

In der 1. Sitzung des Nominierungs- und Vergütungsausschusses des Aufsichtsrats vom 17. März 2009 wurde ein weiterer Stock-Option-Plan beschlossen, nachdem dieser in der 55. Aufsichtsratssitzung vom 16. Dezember 2008 zur Begutachtung vorgelegt wurde. Dieser Stock-Option-Plan 2009–2012 zur Gewährung von Aktienoptionen mit wahlweisem Barausgleich oder Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer und leitende Angestellte entspricht dem Stock-Option-Plan 2005–2008.

Die Zuteilung von Aktienoptionen konnte im Zeitraum zwischen 1. April 2009 und 1. April 2012 erfolgen. Ein neuer Stock-Option-Plan beginnend mit 1. April 2013 wurde nicht abgeschlossen.

Zuteilungstag
1. April 2012 1. April 2011 1. April 2010 1. April 2009 1. April 2008
Ausübungspreis (in €) 9,86 16,60 7,45 3,86 15,67
31.03.2012 118.500 100.000 51.900 62.000
Gewährte Aktienoptionen 118.500
Verwirkte Aktienoptionen
Ausgeübte Aktienoptionen 10.000 10.000
Verfallene Aktienoptionen 30.000 30.000 1.500 1.500 62.000
31.03.2013 88.500 88.500 88.500 40.400
Gewährte Aktienoptionen
Verwirkte Aktienoptionen
Ausgeübte Aktienoptionen 39.200
Verfallene Aktienoptionen 1.200
31.03.2014 88.500 88.500 88.500
Restliche Vertragslaufzeiten der
gewährten Aktienoptionen
Beizulegender Zeitwert der
gewährten Aktienoptionen zum
Bilanzstichtag (in Tsd. €)
3 Jahre 2 Jahre 1 Jahr - -
31.03.2013 65 7 46 118
31.03.2014 94 13 130

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Aktienoptionen in den Geschäftsjahren 2013/14 und 2012/13.

Weiters wird auf Erläuterung 27 "Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen und Unternehmen" verwiesen.

Der gewichtete Durchschnittsaktienkurs am Tag der Ausübung aller im Geschäftsjahr ausgeübten Optionen beträgt im Geschäftsjahr 2013/14 8,45 € (im Geschäftsjahr 2012/13: 9,55 €).

Die Bewertung der Aktienoptionen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zum jeweiligen Bilanzstichtag unter Anwendung des Monte-CarloVerfahrens, basierend auf Modellannahmen und den nachfolgend angeführten Bewertungsparametern. Diese können von später am Markt realisierten Werten für sämtliche zum 1. April 2010, zum 1. April 2011 und zum 1. April 2012 zugeteilten Aktienoptionen abweichen:

Risikofreier Zinssatz 0,17-0,45 %
Volatilität 35,56-38,03 %

Die Berechnung der Volatilität erfolgt auf Basis der täglichen Aktienkurse ab 3. Oktober 2011 bis zum Bilanzstichtag.

Der beizulegende Zeitwert der eingeräumten Aktienoptionen wird über deren Laufzeit verteilt aufwandsmäßig erfasst.

Der gesamte innere Wert der zum 31. März 2014 ausübbaren Aktienoptionen beträgt 59 Tsd. € (zum 31. März 2013: 47 Tsd. €).

Zum 31. März 2014 sind 45.000 Aktienoptionen aus der Zuteilung vom 1. April 2010 ausübbar. Zum 31. März 2013 waren 16.150 Aktienoptionen aus der Zuteilung vom 1. April 2009 ausübbar.

ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN Bei den übrigen Verbindlichkeiten handelt es sich vor allem um kreditorische Debitoren, abgegrenzte Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen sowie sonstige Abgrenzungen.

16. FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Restlaufzeit
von mehr als einem
Jahr und bis fünf
von mehr als fünf
in Tsd. € 31.03.2014 bis zu einem Jahr Jahre Jahren Zinssatz in %
Anleihen 101.305 1.822 99.483 5,00
Exportkredite 32.000 32.000 0,74
Kredite der öffentlichen Hand:
- Öffentliche Stellen 510 177 333 0,75-2,00
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 237.704 12.077 182.830 42.797 1,50-6,40
Derivative Finanzinstrumente *) 420 241 179
Buchwert 371.939 46.076 282.887 42.976
in Tsd. € 31.03.2013 bis zu einem Jahr Restlaufzeit
von mehr als einem
Jahr und bis fünf
Jahre
von mehr als fünf
Jahren
Zinssatz in %
Anleihen 184.810 85.527 99.283 5,00-5,50
Exportkredite 32.000 32.000 0,84
Kredite der öffentlichen Hand:
- Öffentliche Stellen
409 161 248 2,00-2,50
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 81.165 12.031 46.134 23.000 2,00-6,15
Derivative Finanzinstrumente *) 118 118
Buchwert 298.502 129.837 145.665 23.000

*) Es wird auf Erläuterung 19 "Derivative Finanzinstrumente" verwiesen.

Die Anleihe mit einem Gesamtnennbetrag von 100 Mio. € wurde am 18. November 2011 mit einer Laufzeit von fünf Jahren von der Gesellschaft platziert und ist am Geregelten Freiverkehr der Wiener Börse gelistet. Die Anleihe hat eine Stückelung von 1.000 € und die jährliche Fixverzinsung in Höhe von 5,00 % vom Nennwert ist nachträglich am 18. November eines jeden Jahres zahlbar.

Für die Anleihe gelten die folgenden Anleihebedingungen:

Es besteht kein ordentliches Kündigungsrecht der Anleihegläubiger. Ein außerordentliches Kündigungsrecht ist im Wesentlichen bei folgenden Ereignissen bei der Gesellschaft oder einer ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften vereinbart:

  • Einstellung von Zahlungen oder Bekanntgabe von Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung,
  • Konkurs- oder sonstiges Insolvenzverfahren (Ausnahme: gerichtlicher Ausgleich) oder Liquidation,
  • wesentliche Verschlechterung der Finanz- und Ertragslage durch überwiegende Einstellung der Geschäftstätigkeit, Veräußerung wesentlicher Teile der Vermögenswerte oder nicht fremdüblicher Geschäfte mit verbundenen Unternehmen,
  • Kontrollwechsel im Sinne des österreichischen Übernahmegesetzes, wenn dieser zu einer wesentlichen Beeinträchtigung zur Erfüllung der Anleiheverpflichtungen führt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen neben dem laufenden Liquiditätsbedarf vor allem langfristige Investitionsfinanzierungen.

Zur Refinanzierung des Eigenkapitalbedarfs für das Werk in Chongqing wurde im Geschäftsjahr 2012/13 eine langfristige Finanzierung im Rahmen einer OeKB Beteiligungsfinanzierung aufgenommen. Die Tilgung erfolgt ab September 2014 in Halbjahresraten bis Februar 2020. Für 80 Prozent der Finanzierung gilt ein Fixzinssatz, für 20 Prozent ein variabler Zinssatz, wobei der variable Teil zuerst getilgt wird. Die wesentlichen Vertragsbedingungen stellen sich folgendermaßen dar:

  • Nettoverschuldung/EBITDA max. 3
  • Eigenkapitalquote mindestens 30 %
  • Kontrollwechsel

Zur Sicherstellung der geplanten Investitionen in Chongqing und zur weiteren Optimierung der Finanzierung des Konzerns wurde im Februar 2014 ein Schuldscheindarlehen über insgesamt 158 Mio. € erfolgreich platziert. Das Darlehen besteht aus mehreren Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren zu variablen und fixen Zinssätzen und wurde in Euro und US-Dollar abgeschlossen. Die variable Euro-Verzinsung wurde zur Gänze durch Zinsswaps abgesichert. Die wesentlichen Vertragsbedingungen stellen sich folgendermaßen dar:

  • Eigenkapitalquote mindestens 35 %
  • Nettoverschuldung/EBITDA >3 (Step-Up Covenant)
  • Kontrollwechsel im Sinne des österreichischen Übernahmegesetzes, wenn dieser zu einer wesentlichen Beeinträchtigung zur Erfüllung der Kreditverpflichtungen führt.

Die Überschreitung des Step-Up Covenants führt zu einer Margenerhöhung von 75 Basispunkten.

Die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. März 2014 stellen sich in den nächsten Geschäftsjahren unter Berücksichtigung der Zinsabsicherungen wie folgt dar:

Sonstige
Verbindlichkeiten Derivative
Kredite gegenüber Finanz
in Tsd. € Anleihen Exportkredite öffentlicher Hand Kreditinstituten instrumente
2014/15
Tilgung 32.000 177 11.504
Zinsen fix 5.000 5 4.183
Zinsen variabel 240 3.134
2015/16
Tilgung 11.500
Zinsen fix 5.000 5 4.121
Zinsen variabel 2.985
2016/17
Tilgung 100.000 184 11.500
Zinsen fix 5.000 5 3.748
Zinsen variabel 2.967
2017/18
Tilgung 150 22.462
Zinsen fix 3.334
Zinsen variabel 2.967
2018/19
Tilgung 138.076 241
Zinsen fix 2.920
Zinsen variabel 2.530
nach 2018/19
Tilgung 43.000 179
Zinsen fix 1.832
Zinsen variabel 1.319

Mit Ausnahme des Exportkredites, der voraussichtlich wieder prolongiert wird, werden keine wesentlichen Abweichungen von den vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen hinsichtlich Zeitraum oder Betrag erwartet.

Sonstige
Kredite Verbindlichkeiten
gegenüber
Derivative
Finanz
in Tsd. € Anleihen Exportkredite öffentlicher Hand Kreditinstituten instrumente
2013/14
Tilgung 80.000 32.000 161 12.031 118
Zinsen fix 9.400 6 2.492
Zinsen variabel 273 370
2014/15
Tilgung 177 11.634
Zinsen fix 5.000 2 2.127
Zinsen variabel 230
2015/16
Tilgung 11.500
Zinsen fix 5.000 1 2.066
Zinsen variabel 23
2016/17
Tilgung 100.000 71 11.500
Zinsen fix 5.000 1 1.662
Zinsen variabel
2017/18
Tilgung 11.500
Zinsen fix 1.219
Zinsen variabel
nach 2017/18
Tilgung 23.000
Zinsen fix 1.089
Zinsen variabel

Zum Vorjahresstichtag 31. März 2013 stellten sich die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten in den nächsten Geschäftsjahren unter Berücksichtigung der Zinsabsicherungen wie folgt dar:

Die Anleihen, Exportkredite, Kredite der öffentlichen Hand und sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen teilweise eine nicht marktübliche Verzinsung auf. Aus diesem Grund kann es zu Abweichungen zwischen deren beizulegenden Zeitwerten und deren Buchwerten kommen.

Buchwerte Beizulegende Zeitwerte
in Tsd. € 31.03.2014 31.03.2013 31.03.2014 31.03.2013
Anleihen 101.305 184.810 106.000 200.924
Exportkredite 32.000 32.000 32.000 32.000
Kredite der öffentlichen Hand 510 409 516 414
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 237.704 81.165 239.037 89.671
Derivative Finanzinstrumente 420 118 420 118
371.939 298.502 377.973 323.127

Die Berechnung der beizulegenden Zeitwerte basiert auf der Abzinsung der künftigen Zahlungen unter Verwendung aktueller Marktzinssätze oder werden anhand von öffentlich notierten Marktpreisen bestimmt.

Die Buchwerte der finanziellen Verbindlichkeiten nach Währungen stellen sich wie folgt dar:

371.939 298.502
Japanische Yen 12
Koreanische Won 1.631
Chinesische Renminbi Yuan 2.522 134
US-Dollar 10.016 883
Euro 359.401 295.842
in Tsd. € 31.03.2014 31.03.2013

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

  • durch Sachanlagen in Höhe von 0 Tsd. € (zum 31. März 2013: 1.684 Tsd. €). Es wird auf Erläuterung 8 "Sachanlagen" verwiesen;
  • durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 32.000 Tsd. € (zum 31. März 2013: 32.000 Tsd. €). Es wird auf Erläuterung 12 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" verwiesen.

Der Konzern verfügt über folgende nicht in Anspruch genommene Kreditlinien:

in Tsd. € 31.03.2014 31.03.2013
Exportkreditrahmen -
gesichert 8.000 8.000
Sonstige Kreditrahmen -
gesichert 230.510 163.071
Kreditrahmen -
ungesichert 20.000 20.000
258.510 191.071

LEASINGVERHÄLTNISSE Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasing- und Mietverhältnissen stellt sich wie folgt dar:

in Tsd. € 31.03.2014 31.03.2013
Bis zu einem Jahr 2.102 2.707
Von einem Jahr bis fünf Jahre 7.350 8.407
Mehr als fünf Jahre 4.228 4.468
13.680 15.582

Im Konzern bestehen mehrere Operating-Leasing-Verträge für die Anmietung von Büroräumen, Grundstücken und Produktionshallen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung und technische Anlagen.

Die Verpflichtungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen betreffen zum Großteil ein im Geschäftsjahr 2006/07 durchgeführtes Sale-and-Leaseback für Betriebsgrundstücke und -gebäude in Leoben-Hinterberg und Fehring, Österreich, mit einer unkündbaren Leasingdauer bis Dezember 2021. Die angeführten Beträge beinhalten zum 31. März 2014 mit 5.967 Tsd. € (zum 31. März 2013: 6.770 Tsd. €) auch die auf die nicht mehr genutzten Gebäudeflächen in Leoben-Hinterberg entfallenden Mindestzahlungen aus dem Operating-Leasing-Verhältnis, die bereits in der Bilanz als sonstige Rückstellungen enthalten sind. Es wird auf Erläuterung 18 "Sonstige Rückstellungen" verwiesen.

Die als Aufwand erfassten Zahlungen für unkündbare Leasing- und Mietaufwendungen stellen sich wie folgt dar:

in Tsd. € 2013/14 2012/13
Leasing- und Mietaufwand 3.123 2.914
  1. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PERSONALAUFWAND Die Rückstellungen für Personalaufwand betreffen Pensionszusagen, Abfertigungsansprüche und sonstige Dienstnehmeransprüche.

BEITRAGSORIENTIERTE PENSIONSPLÄNE Für einen Großteil der Beschäftigten in Österreich und einen Teil der Mitarbeiter in Indien bestehen beitragsorientierte Pensionspläne, die an eine Pensionskasse ausgelagert sind. Für die Beschäftigten in Österreich sind die Pensionspläne durch eine Er- und Ablebensversicherung ergänzt. Die Arbeitgeberbeiträge bemessen sich nach einem bestimmten Prozentsatz der laufenden Bezüge. Die Beitragszahlungen betrugen 475 Tsd. € im Geschäftsjahr 2013/14 und 503 Tsd. € im Geschäftsjahr 2012/13.

LEISTUNGSORIENTIERTE PENSIONSPLÄNE Für einzelne Mitglieder des Vorstands und für leitende Angestellte bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen ohne das Erfordernis von eigenen Mitarbeiterbeiträgen. Pensionszusagen an Mitglieder des Vorstands und an andere Führungskräfte sind teilweise durch Vermögensmittel in Pensionskassen fondsfinanziert ("funded"), teilweise nicht fondsfinanziert ("unfunded"). Die Pensionsansprüche des Vorstands und der Führungskräfte sind von deren Bezügen und Dienstzeiten abhängig. Im Wesentlichen entstehen dem Konzern aus diesen Verpflichtungen Risiken aus der Langlebigkeit und der Inflation aufgrund künftiger Gehalts- und Pensionssteigerungen.

FONDSFINANZIERTE ABFERTIGUNGSANSPRÜCHE Den Mitarbeitern in Indien steht im Falle der Pensionierung sowie bei vorzeitigem Austritt unter bestimmten Umständen eine Abfertigung zu, deren Höhe von der Dauer des Arbeitsverhältnisses und der Höhe des Arbeitsentgeltes

Die AUFWENDUNGEN für (leistungsorientierte) Pensionszusagen, Abfertigungsansprüche und sonstige Dienstnehmeransprüche setzen sich folgendermaßen zusammen:

abhängt. Die Abfertigungen bewegen sich zwischen einem halben Monatsentgelt pro Dienstjahr und einem fixierten Höchstbetrag. Die Abfertigungsansprüche sind durch eine Lebensversicherung gedeckt. Im Wesentlichen entsteht dem Konzern aus diesen Verpflichtungen das Risiko der Inflation aufgrund künftiger Gehaltssteigerungen.

NICHT FONDSFINANZIERTE ABFERTIGUNGSANSPRÜCHE Den Mitarbeitern in Österreich, Südkorea und China steht im Falle der Pensionierung generell sowie bei Beendigung des Dienstverhältnisses unter bestimmten Umständen eine Abfertigung zu, deren Höhe von der Dauer des Arbeitsverhältnisses und der Höhe des Arbeitsentgeltes abhängt. Die Abfertigung beträgt in Österreich je nach Dienstzeit 2 bis 12 Zwölftel des Jahresgehaltes, in Südkorea und China einen ebenfalls je nach Dienstzeit fixierten entgeltabhängigen Betrag. Im Wesentlichen entsteht dem Konzern aus diesen Verpflichtungen das Risiko der Inflation aufgrund künftiger Gehaltssteigerungen.

Für seit dem 1. Jänner 2003 in Österreich eintretende Mitarbeiter wird dieser Anspruch durch laufende Beiträge in eine Mitarbeitervorsorgekasse ohne weitere Verpflichtungen für den Konzern abgegolten. Die Beitragszahlungen betrugen 267 Tsd. € im Geschäftsjahr 2013/14 und 263 Tsd. € im Geschäftsjahr 2012/13.

SONSTIGE DIENSTNEHMERANSPRÜCHE Den Mitarbeitern der Gesellschaften in Österreich und China gebühren bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder, wobei in Österreich Anspruchsberechtigung und Höhe kollektivvertraglich geregelt sind.

Pensionsansprüche Abfertigungsansprüche Sonstige Dienstnehmer
ansprüche
in Tsd. € 2013/14 2012/13 2013/14 2012/13 2013/14 2012/13
Laufender Dienstzeitaufwand 91 69 1.497 1.192 1.060 868
Zinsaufwand 138 185 524 546 144 132
Abfindungen 172
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitneh
mer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
152 797
Aufwand im Periodenergebnis erfasst 229 254 2.021 1.910 1.356 1.797
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitneh
mer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
472 1.083 255 1.490
Aufwand im sonstigen Ergebnis erfasst 472 1.083 255 1.490
Summe 701 1.337 2.276 3.400 1.356 1.797

Die Aufwendungen im Periodenergebnis für Pensionszusagen, Abfertigungsansprüche und sonstige Dienstnehmeransprüche werden in den Herstellungskosten, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.

In der BILANZ sind folgende Ansprüche abgegrenzt:

in Tsd. € 31.03.2014 31.03.2013
Gedeckte Pensionsansprüche 3.091 2.545
Ungedeckte Pensionsansprüche 1.226 1.175
Ungedeckte Abfertigungsansprüche 16.505 14.657
Gedeckte Abfertigungsansprüche 66 107
Sonstige Dienstnehmeransprüche 3.867 3.793
Rückstellungen für Personalaufwand 24.755 22.277

Die Pensionsansprüche und Abfertigungsansprüche stellen sich wie folgt dar:

Pensionsansprüche Abfertigungsansprüche
in Tsd. € 31.03.2014 31.03.2013 31.03.2014 31.03.2013
Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen 13.010 11.949 674 723
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens (9.919) (9.404) (608) (616)
Deckungsstatus fondsfinanzierte Verpflichtungen 3.091 2.545 66 107
Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen 1.226 1.175 16.505 14.657
Bilanzierte Rückstellungen 4.317 3.720 16.571 14.764

Der Barwert der erwarteten Pensionsansprüche, die Entwicklung des zur Deckung vorgesehenen Planvermögens und der Deckungsstatus stellen sich folgendermaßen dar:

in Tsd. € Fondsfinanzierte
Pensionsansprüche
Nicht fondsfinanzierte
Pensionsansprüche
2013/14 2012/13 2013/14 2012/13
Barwert der Pensionsverpflichtung
Barwert am Beginn des Geschäftsjahres 11.949 10.078 1.175 1.053
Laufender Dienstzeitaufwand 91 69
Zinsaufwand 444 450 43 47
Umbewertung aus der Veränderung von finanziellen Annahmen 898 1.300 64 99
Umbewertung aus erfahrungsbedingten Anpassungen (238) 217 5 172
Auszahlungen (134) (165) (61) (196)
Barwert am Ende des Geschäftsjahres 13.010 11.949 1.226 1.175

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens

Deckungsstatus fondsfinanzierte Pensionspläne 3.091 2.545
Zeitwert am Ende des Geschäftsjahres 9.919 9.404
Auszahlungen (134) (165)
Zinserträge 350 311
Veranlagungsergebnis 257 706
Einzahlungen 42 176
Zeitwert am Beginn des Geschäftsjahres 9.404 8.376

Zum 31. März 2014 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der fondfinanzierten Pensionsansprüche 17 Jahre und die der nicht fondfinanzierten Pensionsansprüche 13 Jahre.

Das zur Deckung vorgesehene Planvermögen ist in Pensionskassen ausgegliedert. Die Streuung der Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

in % 31.03.2014 31.03.2013
Anleihen 34 % 36 %
Aktien 44 % 41 %
Immobilien 5 % 6 %
Liquide Mittel 17 % 17 %
100 % 100 %

Wesentliche Teile des Planvermögens werden an einem aktiven Markt gehandelt.

Die Gesamtentwicklung der fondsfinanzierten und nicht fondsfinanzierten Abfertigungsansprüche stellt sich wie folgt dar:

Fondsfinanzierte
Abfertigungsansprüche
Nicht fondsfinanzierte
Abfertigungssansprüche
in Tsd. € 2013/14 2012/13 2013/14 2012/13
Barwert der Abfertigungsverpflichtung
Barwert am Beginn des Geschäftsjahres 723 614 14.657 12.954
Umrechnungsdifferenzen (116) (15) (23) 37
Dienstzeitaufwand 45 45 1.452 1.147
Zinsaufwand 49 49 519 549
Umbewertung aus der Veränderung von demographischen Annahmen (2) (528)
Umbewertung aus der Veränderung von finanziellen Annahmen (64) 889
Umbewertung aus erfahrungsbedingten Anpassungen 55 46 (88) 1.444
Abfindungen 172
Auszahlungen (16) (16) (373) (1.646)
Barwert am Ende des Geschäftsjahres 674 723 16.505 14.657

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens

Zeitwert am Ende des Geschäftsjahres
Deckungsstatus fondsfinanzierte Abfertigungsansprüche
608
66
616
107
Auszahlungen (16) (16)
Zinserträge 44 52
Veranlagungsergebnis 7
Einzahlungen 57
Umrechnungsdifferenzen (100) (9)
Zeitwert am Beginn des Geschäftsjahres 616 589

Zum 31. März 2014 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der nicht fondfinanzierten Abfertigungsansprüche 13 Jahre.

Die Gesamtentwicklung der sonstigen Dienstnehmeransprüche (Jubiläumsgelder) stellt sich wie folgt dar:

in Tsd. € 2013/14 2012/13
Barwert am Beginn des Geschäftsjahres 3.793 3.141
Umrechnungsdifferenzen (96) 66
Dienstzeitaufwand 1.060 868
Zinsaufwand 144 132
Umbewertung aus der Veränderung von demographischen Annahmen (53)
Umbewertung aus der Veränderung von finanziellen Annahmen 49 430
Umbewertung aus erfahrungsbedingten Anpassungen 155 367
Auszahlungen (1.185) (1.211)
Barwert am Ende des Geschäftsjahres 3.867 3.793

Zum 31. März 2014 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der sonstigen Dienstnehmeransprüche 11 Jahre.

Es wurden für die Bewertung zum Bilanzstichtag folgende versicherungsmathematische Parameter angewendet:

Pensionsansprüche
Abfertigungsansprüche
Sonstige Dienstnehmer
ansprüche (Jubiläumsgelder)
31.03.2014
31.03.2013
31.03.2014
31.03.2013
31.03.2014 31.03.2013
Zinssatz 3,30 % 3,75 % 3,57 % 3,96 % 3,40 % 3,51 %
Erwartete Gehaltssteigerung 2,25 % 2,25 % 3,32 % 3,31 % 5,38 % 6,70 %
Künftige Pensionserhöhung 2 % 2 %
Pensionseintrittsalter 65 65 individuell gemäß
landes
spezifischer
Gesetze
individuell gemäß
landes
spezifischer
Gesetze
in Tsd. € Summe Gewährleistung Restrukturierung Übrige
Buchwert 31.03.2013 12.059 405 11.210 444
Verwendung (4.535) (471) (3.444) (620)
Auflösung
Zuführung 5.302 995 3.004 1.303
Zinseffekt 46 46
Umrechnungsdifferenzen (63) (36) (27)
Buchwert 31.03.2014 12.809 893 10.816 1.100
in Tsd. € Summe Gewährleistung Restrukturierung Übrige
Buchwert 31.03.2012 13.586 732 12.347 507
Verwendung (1.350) (112) (789) (449)
Auflösung (705) (350) (355)
Zuführung 865 137 728
Zinseffekt (348) (348)
Umrechnungsdifferenzen 11 (2) 13
Buchwert 31.03.2013 12.059 405 11.210 444

18. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Buchwert 12.809 12.059
davon kurzfristig 3.073 1.622
davon langfristig 9.736 10.437
in Tsd. € 31.03.2014 31.03.2013

RÜCKSTELLUNG FÜR GEWÄHRLEISTUNG Die Rückstellung für Gewährleistung betrifft die Kosten der bereits entstandenen und zu erwartenden Reklamationen für die noch im Gewährleistungszeitraum befindlichen Produkte. Der rückgestellte Betrag ist eine auf Basis von Erfahrungswerten und konkreten Sachverhalten durchgeführte bestmögliche Schätzung dieser erwarteten Kosten, welche aufgrund der Unsicherheit hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunkts nicht bereits als Schulden ausgewiesen werden.

RÜCKSTELLUNG FÜR RESTRUKTURIERUNG Diese Rückstellung betrifft die künftigen Leerstehungskosten für die nicht mehr genutzten Gebäudeflächen auf Basis der nicht kündbaren Immobilienleasingverpflichtung. Die Rückstellung wurde überwiegend in Höhe des Barwertes der erwarteten Ausgaben bis zur Beendigung der nicht kündbaren Immobilienleasingverpflichtung im Dezember 2021 angesetzt. Zusätzlich ist im Geschäftsjahr 2013/14 eine Rückstellung für die Schließungskosten vom Werk Klagenfurt enthalten.

ÜBRIGE Bei den übrigen Rückstellungen handelt es sich um Rückstellungen für sonstige belastende Verträge.

  1. DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE Die derivativen Finanzinstrumente betreffen vor allem Währungsswaps und Zinsswaps. Gesichert werden hauptsächlich Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungen im Zusammenhang mit Krediten.

Der Buchwert der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert entspricht jenem Betrag, der bei einer Abrechnung der Transaktion zum Bilanzstichtag aufzuwenden wäre bzw. erlöst werden würde.

Die beizulegenden Zeitwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

31.03.2014 31.03.2013
in Tsd. € Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Zinsswaps zu Marktwerten 420 118
Summe Marktwerte 420 118
abzüglich kurzfristiger Anteil:
Zinsswaps zu Marktwerten 118
Kurzfristiger Anteil 118
Langfristiger Anteil 420

Die Nominalbeträge und die beizulegenden Zeitwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente im Zusammenhang mit der Absicherung von Zinssatzschwankungen stellen sich nach Währungen wie folgt dar:

31.03.2014 31.03.2013
Nominalbetrag Marktwert Nominalbetrag Marktwert
Währung (in 1.000 Landeswährung) (in TEUR) (in 1.000 Landeswährung) (in TEUR)
Euro 92.000 (420) 9.300 (118)

Die Restlaufzeiten der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

in Monaten 31.03.2014 31.03.2013
Zinsswaps 59 - 83 12

Zum 31. März 2014 sind die festen Zinssätze der Zinsswaps 1,01 % und 1,405 %, der variable Zinssatz basiert auf dem 6-Monats-EURIBOR.

20.ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN

BUCHWERTE UND BEIZULEGENDE ZEITWERTE NACH BEWER-TUNGSKATEGORIEN Die Zusammenfassung der Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der in den einzelnen Bilanzpositionen enthaltenen Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar.

Sofern nicht anders angegeben, entsprechen die Buchwerte näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten:

31.03.2014 Bewertungskategorie
nach IAS 39 oder Bewer
in Tsd. € tung nach anderen IFRS Level Buchwert Beizulegender Zeitwert
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte AFSFA 2 96 96
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Wertberichtigungen LAR 94.036 94.036
Sonstige Forderungen LAR 456 456
Sonstige Forderungen 16.507 16.507
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 110.999 110.999
Finanzielle Vermögenswerte FAAFVPL 1 836 836
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LAR 1 15.321 15.321
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LAR 244.812 244.812
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 260.133 260.133
Schulden
Anleihen FLAAC 1 101.305 106.000
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAAC 2 270.214 271.553
Derivative Finanzinstrumente DHI 2 420 420
Lang- und kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 371.939 377.973
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAAC 66.184 66.184
Sonstige Verbindlichkeiten FLAAC 19.697 19.697
Sonstige Verbindlichkeiten 19.271 19.271
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und
kurzfristige Verbindlichkeiten
105.152 105.152
Aggregiert nach Bewertungskategorien
Vermögenswerte
Kredite und Forderungen LAR 1 354.625
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AFSFA2 96
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermö
genswerte
FAAFVPL 3 836
Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten FLAAC 4 457.400
Derivate als Sicherungsinstrumente DHI 5 420
31.03.2013 Bewertungskategorie
nach IAS 39 oder Bewer
in Tsd. € tung nach anderen IFRS Level Buchwert Beizulegender Zeitwert
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte AFSFA 2 96 96
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Wertberichtigungen LAR 90.838 90.838
Sonstige Forderungen LAR 600 600
Sonstige Forderungen 20.364 20.364
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 111.802 111.802
Finanzielle Vermögenswerte FAAFVPL 1 770 770
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LAR 1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LAR 80.226 80.226
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 80.226 80.226
Schulden
Anleihen FLAAC 2 184.810 200.924
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAAC 2 113.574 122.085
Derivative Finanzinstrumente DHI 2 118 118
Lang- und kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 298.502 323.127
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAAC 55.129 55.129
Sonstige Verbindlichkeiten FLAAC 9.051 9.051
Sonstige Verbindlichkeiten 17.116 17.116
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und
kurzfristige Verbindlichkeiten
81.296 81.296
Aggregiert nach Bewertungskategorien
Vermögenswerte
Kredite und Forderungen LAR 1 171.664
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AFSFA2 96
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermö FAAFVPL 3
genswerte 770
Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
FLAAC 4 362.564
Derivate als Sicherungsinstrumente DHI 5 118

1 Loans and receivables (Kredite und Forderungen);

2 Available-for-sale financial assets (Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte); 3 Financial assets at fair value through profit or loss (Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte);

4 Financial liabilities at amortised cost (Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten);

5 Derivatives as hedging instruments (Derivate als Sicherungsinstrumente)

Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts ist zwischen drei Bewertungshierarchien zu unterscheiden.

  • Level 1: Die beizulegenden Zeitwerte werden anhand von öffentlich notierten Marktpreisen auf einem aktiven Markt für identische Finanzinstrumente bestimmt.
  • Level 2: Wenn keine öffentlich notierten Marktpreise auf einem aktiven Markt bestehen, werden die beizulegenden Zeitwerte auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode bestimmt, die im größtmöglichen Umfang auf Marktpreisen basiert.
  • Level 3: In diesem Fall liegen den zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendeten Bewertungsmodellen auch nicht am Markt beobachtbare Daten zugrunde.

NETTOERGEBNISSE IN BEZUG AUF FINANZINSTRUMENTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN Die Nettogewinne oder Nettoverluste in Bezug auf finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:

in Tsd. € 2013/14 2012/13
Kredite und Forderungen
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeit
(2.065) (450)
wert
bewertete finanzielle Vermögenswerte (87) (89)
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 8 37
Finanzielle Verbindlichkeiten
zu fortgeführten Anschaffungskosten (9.768) (14.897)
(11.912) (15.399)

Die Nettoergebnisse in Bezug auf Finanzinstrumente beinhalten Dividendenerträge, Zinserträge und -aufwendungen, Fremdwährungsgewinne und -verluste, realisierte Gewinne und Verluste aus dem Abgang bzw. Verkauf sowie ergebniswirksame Erträge und Aufwendungen aus der Bewertung der Finanzinstrumente.

Das gesamte Nettoergebnis (Nettoaufwand) aus Finanzinstrumenten ist in Höhe von -1.420 Tsd. € (2012/13: -942 Tsd. € Nettoaufwand) im Betriebsergebnis und in Höhe von -10.492 Tsd. € (2012/13: - 14.457 Tsd. € Nettoaufwand) im Finanzergebnis enthalten.

FINANZRISIKEN

Im Folgenden wird auf die Finanzrisiken, welche das Finanzierungsrisiko, das Liquiditätsrisiko, das Kreditrisiko und das Wechselkursrisiko umfassen, eingegangen. Im Konzernlagebericht werden die weiteren Risikokategorien und die zugehörigen Prozesse und Maßnahmen erläutert.

Das Risikomanagement der Finanzrisiken erfolgt durch das zentrale Treasury entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Richtlinien. Diese internen Richtlinien regeln Zuständigkeiten, Handlungsparameter und Limite. Das zentrale Treasury identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten des Konzerns ab.

FINANZIERUNGSRISIKO Das Finanzierungsrisiko umfasst sowohl die Sicherstellung der langfristigen Finanzierung des Konzerns als auch Schwankungen im Wert der Finanzierungsinstrumente.

Aktivseitig bestehen geringe Zinsänderungsrisiken im Wertpapiervermögen. Sonstige Liquiditätsbestände werden überwiegend kurzfristig veranlagt, und der gesamte Wertpapierbestand ist jederzeit veräußerbar. Es wird auf Erläuterung 13 "Finanzielle Vermögenswerte" und Erläuterung 14 "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" verwiesen.

Passivseitig sind zum Bilanzstichtag 84 % des Gesamtbetrages aus Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unter Berücksichtigung der Zinssicherungsinstrumente fix verzinst (Vorjahr: 84 %). Die verbleibenden variabel verzinsten Kredite (16 %; Vorjahr: 16 %) weisen eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren auf. Es wird weiters auf Erläuterung 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns sind mit marktüblichen Kreditverpflichtungen verbunden, die auf Quartalsbasis überprüft werden. Bei Nichteinhalten dieser Verpflichtungen haben die Kreditgeber ein Kündigungsrecht.

LIQUIDITÄTSRISIKO Unter Liquiditätsrisiko wird im Konzern der Umstand der Zahlungsunfähigkeit verstanden. Es soll daher stets ausreichend Liquidität vorhanden sein, um den laufenden Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachkommen zu können.

Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über Liquiditätsreserven in Höhe von 519,6 Mio. € (Vorjahr: 272,1 Mio. €). Davon entfallen 261,1 Mio. € (Vorjahr: 81 Mio. €) auf Zahlungsmittel(äquivalente) sowie zu Handelszwecken gehaltene und jederzeit zu verkaufende Wertpapiere und 258,5 Mio. € (Vorjahr: 191,1 Mio. €) auf bestehende, nicht ausgenützte Finanzierungsrahmen. Die Liquiditätsreserven haben sich somit gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 247,5 Mio. € erhöht, wobei in den aktuellen Reserven 180,2 Mio. € (Vorjahr: 91,8 Mio. €) enthalten sind, welche auf die AT&S China entfallen und spezifischen Liquiditätszwecken unterliegen.

Der Konzern verfügt über einen deutlich positiven operativen Cashflow. Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt für das Geschäftsjahr 2013/14 104,8 Mio. € (Vorjahr: 71,7 Mio. €). Somit konnten die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen durch den operativen Cashflow finanziert werden.

KREDITRISIKO Unter dem Kreditrisiko versteht der Konzern die Möglichkeit eines kundenseitigen Zahlungsausfalles. Der Konzern hat es stets verstanden, starke Partnerschaften zu seinen größten Kunden aufzubauen. Die am Umsatz gemessenen fünf wesentlichsten Kunden trugen zu den Umsatzerlösen insgesamt rund 51 % bei.

Der Beitrag zu den am Bilanzstichtag aushaftenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht im Wesentlichen den Umsatzanteilen der einzelnen Kunden. Das Kreditrisiko wird zum einen durch laufende Verrechnung ausgelieferter Produkte und zum anderen durch Bonitätsprüfungen und Kreditversicherungen minimiert. Im Falle erkennbarer finanzieller Schwierigkeiten würden Lieferungen nur gegen Vorauszahlungen durchgeführt werden.

Es wird auf die detaillierten Angaben unter Erläuterung 12 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" verwiesen.

WECHSELKURSRISIKO Als weltweit tätiges Unternehmen ist der AT&S Konzern Währungsrisiken ausgesetzt. Durch die lokale Wertschöpfung an den verschiedenen Standorten sind teilweise "natürliche Hedges" vorhanden. Innerhalb des Konzerns erfolgt die Kurssicherung von Transaktionsrisiken zunächst durch Schließen von Positionen (Netting). Offene Positionen werden laufend analysiert und durch die Nutzung verschiedener Hedging-Instrumente wie z.B. Devisentermingeschäfte, Währungsoptionen und Währungsswaps abgesichert.

Zur Evaluierung des Wechselkursrisikos werden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, wobei ceteris paribus die Auswirkungen prozentmäßiger Änderungen der Wechselkurse zueinander simuliert werden.

FINANZMARKTRISIKEN Zu den Finanzmarktrisiken und derivativen Finanzinstrumenten finden sich detaillierte Angaben unter Erläuterung I.B.l. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Derivative Finanzinstrumente" und Erläuterung 19 "Derivative Finanzinstrumente". Derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte, Optionen und Swaps werden im Konzern ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt.

EVALUIERUNG DER FINANZMARKTRISIKEN DURCH SENSITIVI-TÄTSANALYSEN Der Konzern setzt zur Quantifizierung der Zins- und Währungsrisiken Sensitivitätsanalysen ein. In sogenannten GAP-Analysen wird die mögliche Ergebnisveränderung durch eine 1 %-ige Preisänderung (Wechselkurs und Zinsen) bezogen auf die Fremdwährungs- bzw. Zinsnettoposition ermittelt. Dabei werden keine Korrelationen der verschiedenen Risikoelemente zueinander berücksichtigt. Die Ergebnisauswirkungen werden jeweils unter Beachtung der ertragsteuerlichen Auswirkungen auf das Konzernjahresergebnis nach Steuern errechnet.

Wären die Zinssätze zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher (bzw. niedriger) gewesen, wäre auf Basis der Finanzierungsstruktur zum Bilanzstichtag das Konzernjahresergebnis um 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €) geringer (bzw. höher) ausgefallen, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären. Dies wäre im Wesentlichen auf höhere (bzw. niedrigere) Zinsaufwendungen für variabel verzinste Finanzschulden zurückzuführen gewesen. Weitere Komponenten des Eigenkapitals wären bei dieser Sensitivitätsanalyse nicht unmittelbar betroffen. Der Auswirkung dieser Zinssatzsensitivitätsanalyse liegt die Annahme zu Grunde, dass die Zinssätze jeweils während eines gesamten Geschäftsjahres um 100 Basispunkte abweichen würden und die nunmehr neuen Zinssätze auf den Kapital- bzw. Verbindlichkeitenstand zum Bilanzstichtag anzuwenden wären.

Eine 1 %-ige Veränderung des US Dollar im Vergleich zum Euro hätte in der Bewertung von auf US Dollar basierenden Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzierungssalden und zum beizulegenden Zeitwert bewertete derivative Finanzinstrumenten einen Konzernjahresergebniseffekt in Höhe von 1,1 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €) zur Folge gehabt.

Es wird weiters auf die detaillierten Angaben unter Erläuterung 12 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" verwiesen.

KAPITALRISIKOMANAGEMENT Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den anderen Interessenten die ihnen zustehenden Leistungen bereitstellen zu können, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer geeigneten Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten zu optimieren. Daher wird das Ausmaß der Dividendenzahlungen an die jeweiligen Erfordernisse angepasst, werden Kapitalrückzahlungen an Anteilseigner vorgenommen (Einziehung eigener Aktien), neue Anteile ausgegeben oder der Bestand von sonstigen Vermögenswerten verändert.

Branchenüblich überwacht der Konzern sein Kapital auf Basis des Nettoverschuldungsgrads ("net gearing"), berechnet aus dem Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum Eigenkapital. Die Nettofinanzverbindlichkeiten errechnen sich aus den finanziellen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie finanziellen Vermögenswerten. Die einzelnen Werte zur Berechnung der Nettofinanzverbindlichkeiten sowie das Eigenkapital sind direkt der Konzernbilanz zu entnehmen.

Unverändert zum Vorjahr besteht die Strategie des Konzerns darin, den Verschuldungsgrad mittel- und langfristig unter 80 % zu halten, wobei Überschreitungen kurzfristig in Kauf genommen werden. Der Nettoverschuldungsgrad zum Bilanzstichtag 31. März 2013 beträgt 28,4 % und liegt damit deutlich unter dem Vorjahresniveau von 71,3 %.

  1. EVENTUALSCHULDEN UND SONSTIGE FINANZIEL-

LE VERPFLICHTUNGEN In Bezug auf unkündbare Leasing- und Mietverträge wird auf Erläuterung 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen. Zum 31. März 2014 bestehen im Konzern sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 59.548 Tsd. € (zum 31. März 2013: 16.854 Tsd. €) im Zusammenhang mit verbindlich kontrahierten Investitionsvorhaben. Weiters bestehen zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse gegenüber der Zollbehörde sowie aus Bankgarantien in Höhe von 703 Tsd. € (zum 31. März 2013: 1.424 Tsd. €). Andere Garantien bzw. sonstige Haftungszusagen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb sind zum Bilanzstichtag nicht gegeben.

22. GEZEICHNETES KAPITAL

Im Umlauf
befindliche Aktien
in Tsd. Stück
Grundkapital
in Tsd. €
Kapitalrücklage
in Tsd. €
Eigene Anteile
(nach Steuern)
in Tsd. €
Gezeichnetes Kapital
in Tsd. €
31.03.2012 23.323 28.490 63.542 (46.497) 45.535
Veränderung eigene Anteile,
nach Steuern
379 379
31.03.2013 23.323 28.490 63.542 (46.118) 45.914
Veräußerung eigene Anteile,
nach Steuern
2.577 (29.365) 46.118 16.753
Kapitalerhöhung 12.950 14.245 64.934 79.179
31.03.2014 38.850 42.735 99.111 141.846

GRUNDKAPITAL Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 17. September 2013 den Grundlagenbeschluss gefällt, in Ausübung der Ermächtigung der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 14.245 Tsd. € durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 auf Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen, sowie eigene Aktien von bis zu 2.577.412 Stück zu veräußern.

Der Vorstand hat mit Zustimmung des Projektausschusses des Aufsichtsrats am 17. September 2013 den ersten Durchführungsbeschluss gefällt, das Grundkapital der Gesellschaft um 3.704 Tsd. € durch Ausgabe von 3.367.471 neuen, bezugsrechtsfreien Aktien zu erhöhen. Der Bezugsund Angebotspreis je Emissionsaktie beträgt 6,50 €. Die Erhöhung des Grundkapitals wurde am 20. September 2013 im Firmenbuch eingetragen.

Der Vorstand hat mit Zustimmung des Projektausschusses des Aufsichtsrats am 4. Oktober 2013 den zweiten Durchführungsbeschluss gefällt, das Grundkapital der Gesellschaft um 10.541 Tsd. € durch Ausgabe von 9.582.529 neuen Aktien zu erhöhen, sowie 2.577.412 eigene Aktien zu veräußern. Der Bezugs- und Angebotspreis je Emissionsaktie beträgt 6,50 €. Die Erhöhung des Grundkapitals wurde am 5. Oktober 2013 im Firmenbuch eingetragen.

Das Grundkapital zum 31. März 2014 in Höhe von 42.735 Tsd. € (zum 31. März 2013: 28.490 Tsd. €) besteht aus 38.850.000 Stückaktien (zum 31. März 2013: 25.900.000 Stückaktien) mit einem rechnerischen Wert von je 1,10 €.

IM UMLAUF BEFINDLICHE AKTIEN Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt 38.850.000 Stück zum 31. März 2014 (zum 31. März 2013: 25.900.000 Stück). Zum Stichtag 31. März 2014 hält der Konzern keine eigenen Aktien. Zum Stichtag 31. März 2013 hielt der Konzern 2.577.412 eigene Aktien, 23.322.588 Aktien befanden sich im Umlauf.

EIGENE ANTEILE In der 19. ordentlichen Hauptversammlung vom 4. Juli 2013 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, gemäß § 65 Abs. 1 Z. 8 AktG binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu einem niedrigsten Gegenwert, der höchstens 30 % unter dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage liegen darf, und einem höchsten Gegenwert je Aktie, der höchstens 30 % über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage liegen darf, zu erwerben. Die Ermächtigung umfasst auch den Erwerb von Aktien durch Tochtergesellschaften der Gesellschaft (§ 66 AktG). Der Erwerb kann über die Börse, im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige Weise und zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erfolgen. Der Vorstand wurde außerdem ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Diese Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Teilen ausgeübt werden. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen.

Der Konzern hat seit 15. Mai 2006 insgesamt 2.632.432 eigene Aktien zum jeweiligen Börsekurswert im Gesamtwert von 47.484 Tsd. € gekauft. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden im Zuge der Kapitalerhöhung 2.577.412 eigene Aktien veräußert. Zum 31. März 2014 hält der Konzern keine eigenen Aktien mehr. Zum 31. März 2013 hielt der Konzern 2.577.412 eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals zum 31. März 2013) mit einem Gesamtkaufpreis von 46.577 Tsd. €. Die Veränderung der eigenen Anteile (nach Steuern) betrifft im Geschäftsjahr 2012/13 ausschließlich auf dieses Eigenkapitalinstrument entfallende Ertragsteuern.

In der 19. ordentlichen Hauptversammlung vom 4. Juli 2013 wurde der Vorstand erneut gemäß § 65 Abs. 1b AktG ermächtigt, für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 3. Juli 2018, mit Zustimmung des Aufsichtsrats und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie bereits im Bestand der Gesellschaft befindliche eigene Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden, insbesondere eigene Aktien

zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, einschließlich zur Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Aktienoptionen, Long-Term-Incentive-Plänen oder sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen,

  • zur Bedienung von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen,
  • als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten, und
  • zu jedem sonstigen gesetzlich zulässigen Zweck

zu verwenden und hierbei die allgemeine Kaufmöglichkeit der Aktionäre auszuschließen (Bezugsrechtsausschluss).Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Teilen und zur Verfolgung mehrerer Zwecke ausgeübt werden.

DIVIDENDE PRO AKTIE Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden pro Aktie 0,20 € (im Geschäftsjahr 2012/13: 0,32 €) an Dividenden ausgeschüttet.

  1. SONSTIGE RÜCKLAGEN Die im Konzernergebnis realisierten Umgliederungsbeträge des sonstigen Ergebnisses und die Entwicklung der sonstigen Rücklagen stellen sich wie folgt dar:
Buchwert zum 31.03.2014 2.268 3 (314) (3.254) (1.297)
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistun
gen an Arbeitnehmer nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
(728) (728)
Umgliederung realisierter, im Konzernergebnis
erfasster Änderungen, nach Steuern
89 89
Saldo unrealisierter Veränderungen vor Umglie
derung, nach Steuern
(42.695) (314) (43.009)
Buchwert zum 31.03.2013 1) 44.963 3 (89) (2.526) 42.351
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistun
gen an Arbeitnehmer nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
(2.526) (2.526)
Umgliederung realisierter, im Konzernergebnis
erfasster Änderungen, nach Steuern
(20) 63 43
Saldo unrealisierter Veränderungen vor Umglie
derung, nach Steuern
22.282 (8) 5 22.279
Buchwert zum 31.03.2012 22.681 31 (157) 22.555
in Tsd. € Währungsumrech
nungsdifferenzen
Zur Veräußerung
verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
Sicherungs
instrumente aus der
Absicherung von
Zahlungsströmen
Umbewertung von
Verpflichtungen aus
Leistungen an Arbeit
nehmer nach Beendi
gung des Arbeitsver
hältnisses
Sonstige
Rücklagen

1) Angepasst unter Anwendung von IAS 19 revised.

Zur Darstellung der Ertragsteuern, die auf die einzelnen Bestandteile des sonstigen Ergebnisses einschließlich der Umgliederungsbeträge entfallen, wird auf Erläuterung 7 "Ertragsteuern" verwiesen.

V. Sonstige Angaben

  1. ERGEBNIS JE AKTIE Der Gewinn je Aktie ist gemäß IAS 33 "Ergebnis je Aktie" (Earnings per Share) berechnet.

GEWICHTETER DURCHSCHNITT DER IM UMLAUF BEFINDLICHEN AKTIEN Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt 38.850.000 Stück. Zum Stichtag 31. März 2014 werden keine eigenen Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden.

Der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie beträgt 30,8 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2013/14 bzw. 23,3 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2012/13.

Der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie beträgt 31,6 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2013/14 bzw. 23,3 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2012/13.

Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des verwässerten gewichteten Durchschnitts der im Umlauf befindlichen Aktien für die angegebenen Perioden:

in Tsd. Stück 2013/14 2012/13
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf
befindlichen Aktien - Basisberechnung 30.821 23.323
Verwässernde Auswirkung der Optionen 797 17
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindli
chen Aktien - verwässerter Wert 31.618 23.340

UNVERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE Die Basisberechnung des Ergebnisses pro Aktie wird ermittelt, indem man das Konzernergebnis der jeweiligen Periode, das den Aktionären der Gesellschaft zuzurechnen ist, durch den gewogenen Mittelwert der im Umlauf befindlichen Stammaktien der jeweiligen Periode dividiert.

2013/14 2012/13
Konzernergebnis (in Tsd. €) 38.168 14.572
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf
befindlichen Aktien - Basisberechnung
(in Tsd. Stück) 30.821 23.323
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 1,24 0,62

VERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem man das Konzernergebnis der jeweiligen Periode, das den Aktionären der Gesellschaft zuzurechnen ist, durch den gewogenen Mittelwert der Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien zuzüglich der Anzahl der möglichen ausständigen Stammaktien der jeweiligen Periode dividiert. Die möglichen ausständigen Stammaktien setzen sich aus den zusätzlich auszugebenden Aktien für ausübbare Optionen zusammen und sind im verwässerten Ergebnis pro Aktie unter der Annahme, dass diese Aktien verwässert sind, enthalten.

Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 1,21 0,62
verwässerter Wert (in Tsd. Stück) 31.618 23.340
befindlichen Aktien -
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf
Konzernergebnis (in Tsd. €) 38.168 14.572
2013/14 2012/13

Die eigenen Aktien, die zur Bedienung des Stock-Option-Programms reserviert sind, führen nach IAS 33 zu keiner Verwässerung der ausgegebenen Aktien.

  1. VORSCHLAG FÜR DIE GEWINNVERWENDUNG Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischem Unternehmensrecht aufgestellte Einzelabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft zum 31. März 2014 die Grundlage für die Dividendenausschüttung. Dieser Jahresabschluss weist zum 31. März 2014 einbehaltene Gewinne von 15.735 Tsd. € (zum 31. März 2013: 19.383 Tsd. €) aus.

Die Ausschüttung unterliegt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus den einbehaltenen Gewinnen von 15.735 Tsd. € eine Dividende von 7.770 Tsd. € auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Dieser Ausschüttungsbetrag entspricht einer Dividende von 0,20 € je zum 31. März 2014 ausstehender und gewinnberechtigter Stückaktien (bei insgesamt 38.850.000 Stück ausstehenden und gewinnberechtigten Stückaktien zum 31. März 2014).

  1. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZ-STICHTAG Im aktuellen Geschäftsjahr gab es keine wesentlichen Geschäftsfälle nach dem Bilanzstichtag.

  2. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT NAHE STEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN Im Zusammenhang mit diversen Projekten hat der Konzern Leistungen von Rechts- und Beratungsunternehmen, die im Besitz des Vorsitzenden des Aufsichtsrats (AIC Androsch International Management Consulting GmbH, Wien) bzw. von Aufsichtsratsmitgliedern (Dörflinger Management & Beteiligungs GmbH, Wien und Frotz Riedl Rechtsanwälte, Wien) stehen, erhalten. Die dabei angefallenen Honorare stellen sich wie folgt dar:

in Tsd. € 2013/14 2012/13
AIC Androsch International Management Consult
ing GmbH 387 365
Frotz Riedl Rechtsanwälte 6
Dörflinger Management & Beteiligungs GmbH 5 6
398 371

Zum Bilanzstichtag bestehen keine ausstehenden Salden oder Verpflichtungen gegenüber den benannten Rechts- und Beratungsunternehmen.

MITGLIEDER DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS Im Geschäftsjahr 2013/14 und bis zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses waren folgende Personen als VORSTAND tätig:

  • DI (FH) Andreas Gerstenmayer (Vorsitzender)
  • Ing. Heinz Moitzi
  • Dr. Karl Asamer (seit 1. April 2014)

Im Geschäftsjahr 2013/14 waren folgende Personen als AUFSICHTSRATSMITGLIEDER bestellt:

  • Dr. Hannes Androsch (Vorsitzender)
  • Ing. Willibald Dörflinger (1. Stellvertreter des Vorsitzenden)
  • DDr. Regina Prehofer (2. Stellvertreterin des Vorsitzenden)
  • Dkfm. Karl Fink
  • DI Albert Hochleitner
  • Mag. Gerhard Pichler
  • Dr. Georg Riedl
  • Dr. Karin Schaupp

Vom Betriebsrat waren delegiert:

  • Wolfgang Fleck
  • Johann Fuchs (bis 15. Oktober 2013)
  • Franz Katzbeck (seit 15. Oktober 2013)
  • Sabine Fussi
  • Günther Wölfler

Die Anzahl der ausstehenden Aktienoptionen und der Personalaufwand aus zugeteilten Aktienoptionen stellen sich wie folgt dar:

Anzahl der ausstehenden Aktienoptionen
(in Stück)
Personalaufwand
(in Tsd. €)
31.03.2014 31.03.2013 2013/14 2012/13
DI (FH) Andreas Gerstenmayer 120.000 120.000 60 (41)
Ing. Heinz Moitzi 90.000 114.000 89 (67)
Mag. Thomas Obendrauf (18)
Vorstandsmitglieder gesamt 210.000 234.000 149 (126)
Andere Führungskräfte gesamt 55.500 71.900 46 (37)
265.500 305.900 195 (163)

Die Aktienoptionen von Herrn Mag. Thomas Obendrauf waren bis zum Austrittsdatum (Dienstvertragsende) am 31. März 2013 ausübbar. Zugeteilte Aktienoptionen, die nicht bis zum 31. März 2013 ausgeübt wurden, verfielen ersatzlos. Es wird weiters auf die Erläuterungen zu den Aktienoptionsprogrammen unter Erläuterung 15 "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten" verwiesen.

Im Geschäftsjahr betragen die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands und der leitenden Angestellten:

in Tsd. € 2013/14 2012/13
Fix Variabel Summe Fix Variabel Summe
DI (FH) Andreas Gerstenmayer 428 373 801 396 396
Ing. Heinz Moitzi 357 424 781 310 310
Mag. Thomas Obendrauf 499 499
Leitende Angestellte 3.898 1.598 5.496 3.446 124 3.570
7.078 4.775

In den fixen Bezügen von Herrn Mag. Thomas Obendrauf im Geschäftsjahr 2012/13 sind die vertragliche Abfertigungszahlung und sonstige Ansprüche im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung des Vorstandsvertrages enthalten.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen der Mitglieder des Vorstands und der leitenden Angestellten betragen:

Abfertigungen
Geschäftsjahr
Pensionen
Geschäftsjahr
in Tsd. € 2013/14 2012/13 2013/14 2012/13
Aufwand im Periodenergebnis erfasst 136 160 322 363
Neubewertung im sonstigen Ergebnis erfasst 2 7 472 1.083

Auf das Geschäftsjahr entfallende und der Hauptversammlung vorgeschlagene Gesamtvergütung für persönlich erbrachte Leistungen der Mitglieder des Aufsichtsrats:

2013/14 2012/13
in Tsd. € Fix Variabel Summe Fix Variabel Summe
Dr. Hannes Androsch 35 18 53 35 35
Ing. Willibald Dörflinger 26 9 35 27 27
DDr. Regina Prehofer 25 9 34 25 25
Dkfm. Karl Fink 23 9 32 24 24
DI Albert Hochleitner 23 9 32 24 24
Mag. Gerhard Pichler 24 9 33 24 24
Dr. Georg Riedl 24 9 33 24 24
Dr. Karin Schaupp 22 9 31 22 22
202 81 283 205 205

Aktienbesitz und Aktienoptionen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats zum 31. März 2014:

Aktien Aktienoptionen Aktienoptionen % Kapital
2.786 210.000 212.786 0,55
599.699 599.699 1,54
42.250 42.250 0,11
641.949 641.949 1,65
6.339.896 6.339.896 16,32
6.902.380 6.902.380 17,77
13.242.276 13.242.276 34,09
13.887.011 210.000 14.097.011 36,29
Summe Aktien und
  1. AUFWENDUNGEN FÜR DEN KONZERNAB-SCHLUSSPRÜFER Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer stellen sich wie folgt dar:
in Tsd. € 2013/14 2012/13
Konzern- und Jahresabschlussprüfung 125 147
Andere Bestätigungsleistungen 101 19
Sonstige Leistungen 52 22
278 188

Darin sind die Aufwendungen für andere Netzwerkmitglieder des Konzernabschlussprüfers, beispielsweise für die Abschlussprüfung der Tochterunternehmen oder Steuerberatungsleistungen, nicht enthalten.

  1. PERSONALSTAND Die Durchschnittszahlen der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter stellen sich wie folgt dar:
2013/14 2012/13
Arbeiter 5.488 5.802
Angestellte 1.539 1.519
7.027 7.321

Die Ermittlung des Personalstandes beinhaltet Leihpersonal im Bereich der Arbeiter für das Geschäftsjahr 2013/14 in durchschnittlicher Höhe von 3.045 und für das Geschäftsjahr 2012/13 in durchschnittlicher Höhe von 3.455.

Leoben-Hinterberg, am 7. Mai 2014

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h.

Dr. Karl Asamer e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

52 Konzernabschluss zum 31. März 2014

1. Geschäftsentwicklung 54
1.1. Markt und Branche54
1.2. Ertragslage*
57
1.3. Vermögens- und Finanzlage*
59
1.4. Kennzahlen*
61
1.5. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 63
2. Standorte und Zweigniederlassungen64
Geschäftsentwicklung nach Segmenten*
3.
66
4. Konzern68
4.1. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter68
4.2. Nachhaltigkeit71
4.3. Forschung und Entwicklung74
5. Chancen- und Risikomanagement76
6. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf das Rechnungswesen79
7. Aktionärsstruktur und Angaben zum Kapital (§243a Angaben) 80
8. Ausblick81

1. Geschäftsentwicklung 1.1. Markt und Branche

Leiterplatten sind ein unverzichtbarer Bestandteil elektronischer Geräte. Sie dienen der mechanischen Befestigung von Mikroprozessoren und deren elektrischen Verbindungen. Nahezu jedes elektronische Gerät enthält eine oder mehrere Leiterplatten und ist damit Teil unseres täglichen Lebens.

Leiterplattenmarkt in Mrd. US-\$

Wachstumstreiber Smartphones und Tablet-Computer in Mrd. verkaufte Stück

Quelle: IDC, Jan. 2014

Leiterplatten bestehen aus elektrisch isolierendem Material und den daran haftenden leitenden Verbindungen (Leiterbahnen). Als isolierendes Material ist faserverstärkter Kunststoff üblich. Die Komplexität von Leiterplatten wird vor allem durch die vertikale Verbindung mehrerer Lagen, die Stromkreisdichte, die physikalische Abmessung, die Lagenanzahl, den minimalsten Lochdurchmesser und das Oberflächen-Finish bestimmt. Globale Trends wie Miniaturisierung bei gleichzeitiger Erhöhung der Leitungsdichte steigern die Anforderungen an die Leiterplatte. Vor allem im Bereich der hochwertigen Leiterplatten kommen immer mehr technologisch anspruchsvolle Anwendungen von AT&S zum Einsatz.

INTERNATIONALE MARKTENTWICKLUNG Der Weltmarkt für Leiterplatten ist durch raschen Wandel und hohe Zyklizität gekennzeichnet, er ist hochkompetitiv und stark fragmentiert. Der größte Hersteller – gemessen am US-\$-Umsatz – hat einen Marktanteil von etwa 4 % (Quelle: NTI, Q2 2013). Im Jahr 2013 gab es weltweit etwa 2.600 bis 3.000 Hersteller (Quelle: NTI, Q2 2013). Die Top-20-Unternehmen verfügen über einen Marktanteil von rund 45 % des globalen Marktes (Quelle: NTI, Q2 2013).

Unabhängige Marktforscher erwarten für die kommenden fünf Jahre ein durchschnittliches jährliches Wachstum von rund 3 % für die gesamte Leiterplatten-Industrie (Quelle: Prismark, Q4 2013). Für Leiterplatten, die hochtechnologische Anwendungen unterstützen, wird eine überdurchschnittliche Wachstumsrate erwartet.

Die Nachfrage nach Leiterplatten ist langfristig von kontinuierlichem Wachstum geprägt. Im Jahr 2013 lag die Nachfrage bei 55,2 Mrd. US-\$ (Quelle: Prismark, Q4 2013), was im Vergleich zu 2012 einer Steigerung um rund 1 % entspricht. Die nebenstehende Grafik zeigt die unterschiedliche Entwicklung einzelner geografischer Märkte. Für die nachfolgenden Jahre gehen die Marktstudien davon aus, dass der Leiterplattenbedarf in den USA, Europa und Japan rückläufig sein wird, die Märkte in China und den asiatischen Tigerstaaten hingegen stark wachsen werden.

MOBILKOMMUNIKATION ALS WACHSTUMSTREIBER Unabhängige Marktforscher erwarten für die kommenden Jahre ein durchschnittliches jährliches Wachstum von rund 11 % für den gesamten Smartphone Markt und 13 % für den gesamten Tablet-Markt. Im Jahr 2013 wurden weltweit um 39 % mehr Smartphones verkauft als im Jahr davor (Quelle: IDC, Jan. 2014). Der weltweite Tablet-PC-Markt ist im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 68 % gewachsen (Quelle: Gartner, Feb. 2014).

Zusätzlich zu Smartphones und Tablets sind diesem Marktsegment auch PCs, Ultrabooks, Notebooks, Server, Telekommunikations-Infrastruktur, Spielkonsolen, Digitalkameras und ähnliche Geräte wie etwa Smartwatches zuzuordnen. Das Management erwartet eine steigende Nachfrage bei diesen Anwendungen und sieht im Trend zu Wearable Electronics Chancen für AT&S.

ÜBERDURCHSCHNITTLICHES WACHSTUM BEI AUTOMOBIL-ELEKTRONIK Unabhängige Marktforscher erwarten für die kommenden Jahre ein durchschnittliches jährliches Wachstum von rund 6 % für den globalen Automotive-Markt. Der Markt für Automobil-Elektronik wächst dabei rascher als der Absatz von Fahrzeugen. Während die Zahl der jährlich verkauften Automobile weltweit von 2009 bis 2012 um 38 % auf 85,7 Mio. Fahrzeuge anstieg, wuchs im gleichen Zeitraum der Wert der in Autos eingebauten Leiterplatten um 45 % auf 4,1 Mrd. US-\$ (Quelle: NTI, Q3 2012). Bis zum Jahr 2017 wird eine durchschnittliche jährliche Steigerung von 6 % auf ca. 108 Mio. verkaufter Fahrzeuge prognostiziert (Quelle: LMC, Feb. 2013).

Im Automotive-Bereich liegt der Schwerpunkt auf Features wie Sicherheit, Gewichtsreduzierung, Energieeffizienz, Informationsmanagement und Unterhaltung. Hier werden hohe Ansprüche an die Leiterplatten in Bezug auf Zuverlässigkeit, Temperaturbeständigkeit sowie Ausfallssicherheit und Langlebigkeit gestellt. Die hochtechnologischen Anwendungen verstärken die Nachfrage nach HDI- und Microvia-Leiterplatten. Diesen Trend hat AT&S als einer der ersten erkannt und ist entsprechend gut im Markt positioniert. Dieses Marktsegment gliedert sich wie folgt: Kraftübertragung mit ca. 30 % Anteil (z.B. Motor, Getriebe sowie Übertragungs- und Emissionskontrolle), 23 % Infotainment (z.B. Autonavigation, Audio/Video, Telefon), 14 % Safety (z.B. Airbags, ABS, Sicherheitsgurte, Innen- und Außenspiegel), 12 % Beleuchtung (z.B. Frontscheinwerfer, Rücklichtbeleuchtung, Innenbeleuchtung, Türenknopfbeleuchtung), 11 % Sensorik (z.B. Abstandsmesser, Temperatursensor, Druck-Sensor) und 10 % thermische Lösungen (z.B. Kontrolle der Klimatisierung/Heizung, Motorkühlung) (Quelle: NTI, Q3 2012).

AT&S ist im Bereich Leiterplatten für die Automobil- und Luftfahrtindustrie gemessen am Umsatz der siebent größte Lieferant weltweit (Quelle: NTI, Mär. 2014). Derzeit werden die Leiterplatten von AT&S vor allem in Getriebesteuerungen, Navigationssystemen, Fahrspurassistenten, Kameramodulen, Infotainment- und Audiosystemen sowie in Sensoren verbaut.

KONTINUIERLICHE STEIGERUNGSRATEN IN DER INDUSTRIEELEKTRONIK Für das Jahr 2014 rechnen unabhängige Marktanalysten mit einer Wachstumsrate im Bereich Industrial Electronics Systems in der Höhe von 9 % (Quelle: IHS, Feb. 2014). Das Wachstum korreliert positiv mit jenem der eingebauten Leiterplatten. Der Markt für Industrial Electronics Systems umfasst das gesamte Spektrum der Industrieelektronik inklusive Leiterplatten, Gehäuse, Software usw. und ist somit deutlich größer als der eigentliche PCB-Markt. Es besteht jedoch eine direkte Korrelation zwischen System- und PCB-Markt. Bis zum Jahr 2018 gehen dieselben Analysten von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von ca. 5 % aus. (Quelle: IHS, Feb. 2014).

Der Markt für Industrieelektronik ist durch eine Vielzahl unterschiedlichster Kunden gekennzeichnet, die eine breit gefächerte Palette an Technologien nachfragen. Die eingesetzten Produkte reichen von Multilayer-Leiterplatten mit bis zu 22 Lagen bis hin zu flexiblen oder auch starr-flexiblen Leiterplatten. Um den unterschiedlichen Anforderungen der Endgeräte und den Ausführungsrichtlinien an die Leiterplatten gerecht zu werden, sind Flexibilität, Kundennähe sowie eine hohe Umsetzungsgeschwindigkeit erforderlich.

Das Marktsegment Industrieelektronik beinhaltet folgende Applikationen: 10 % Beleuchtungsanwendungen (z.B. Steuerung für Lampen, LED-Lampen, LED-Module), 17 % Power-Anwendungen (z.B. Strommessgeräte, PV-Inverter, Generatoren), 25 % Instrumentation and Controls (z.B. speicherprogrammierbare Steuerungen, CNC) und 48 % andere Anwendungen (z.B. Labordiagnostik, RFID, Scanner, Eisenbahntechnik) (Quelle: Prismark, Mai 2012).

DER MARKT FÜR MEDIZINTECHNISCHE ELEKTRONIK-ANWENDUNGEN Der Weltmarkt für Leiterplatten, die im medizintechnischen Bereich zum Einsatz kommen, wird für das Jahr 2011 auf 810 Mio. € geschätzt (Quelle: BPA Consulting, Mai 2012). Unabhängige Marktanalysen gehen von einem Wachstum des Marktes für medizinische Systeme von ca. 8 % für das Jahr 2014 und für die Jahre bis 2017 von einem durchschnittlichem jährlichen Wachstum von 7 % aus (Quelle: IC Insight, Dez. 2013). Der Markt für Medical Electronic Systems umfasst das gesamte Spektrum der medizintechnischen Elektronik-Anwendungen. Es besteht jedoch eine direkte Korrelation zur Entwicklung des PCB-Marktes. Bis zum Jahr 2017 gehen dieselben Analysten von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von ca. 7 % aus. (Quelle: IC Insight, Dez. 2013).

Der Markt für medizintechnische Elektronik-Anwendungen unterteilt sich in 21 % Diagnose- und bildgebende Verfahren (z.B. Röntgen, Ultraschall, Computertomographie), 22 % Therapie (z. B. Herzschrittmacher, Defibrillatoren), 27 % Patientenüberwachung (Puls-, Sauerstoffmessgerät, Anästhesie und Telemetrie-Systeme) und Wachstum Automobil-Markt in Mio. verkaufte Fahrzeuge

Quelle: LMC, Feb. 2013 2013 2014 2015 2016 2017

Wachstum Industrial Electronics Systems-Markt in Mrd. US-\$

Quelle: IHS, Feb. 2014 2013 2014 2015 2016 2017

Quelle:IC Insight, Dez. 2013 2013 2014 2015 2016 2017 30 % andere Anwendungen wie etwa chirurgische Beleuchtung, Sterilisation, analytische Instrumente und molekulare Diagnostik.

Im Bereich der Medizintechnik haben Zuverlässigkeit, Miniaturisierung und Reduktion von Gewicht höchste Priorität, insbesondere bei Geräten wie z.B. Herzschrittmachern oder Hörgeräten. Bei dieser Herausforderung profitieren die Kunden von AT&S von der Erfahrung, die bei der Entwicklung von hochwertigen Leiterplatten für Smartphones gewonnen wurden. AT&S ist einer der wenigen europäischen Hersteller, die nach dem Medizintechnik-Standard EN ISO 13485 zertifiziert sind.

Wachstum IC-Substrate-Markt in Mrd. US-\$

Quelle: JMS, 2.HJ 2012 2013 2014 2015 2016 2017 HOCHTECHNOLOGIEMAKRT IC-SUBSTRATE Unabhängige Marktforscher prognostizieren für das Jahr 2014 ein Wachstum von 5 % (Quelle: JMS, 2.HJ 2012). Das Wachstum wird durch die starke Nachfrage nach Smartphones und Tablets generiert. Der Markt für IC-Substrate hatte im Jahr 2013 ein Volumen von 8,9 Mrd. US-\$ und verzeichnete ein Wachstum von 4 % zum Vorjahr. IC-Substrate werden hauptsächlich für Mikroprozessoreinheiten (Central Processing Units CPU) für Computer, Desktop-PC, Tablet-PC, Ultrabooks und Smartphones verwendet. Der Markt kennt nur wenige Anbieter, 70 % der Produktion kommen von sechs Herstellern. Diese Konzentration ist eine Chance für AT&S, sich mit einem starken Partner in diesem hochtechnologischen Segment zu positionieren.

MINIATURISIERUNG FORCIERT ADVANCED PACKAGING Auch im Bereich Advanced Packaging stehen Miniaturisierung, Zuverlässigkeit und die Reduktion von Gewicht im Vordergrund. Typische Anwendungsbeispiele sind Module für Mobile Applications (AC/DC Converter, Power Management Units, Fingerprint Sensoren usw.), Solid State Drives und Wearable Devices. Bei diesen Anforderungen profitieren die Kunden von der Erfahrung von AT&S aus der Entwicklung hochwertiger Lösungen, von langjährigen F&E Aktivitäten im Bereich von Embedded Component Packaging (ECP) sowie vom umfassenden IP-Portfolio in diesem Bereich. Durch ECP konnten Miniaturisierungseffekte von > 50 % des Vergleichsproduktes erzielt werden. Angesichts des steigenden Trends der Miniaturisierung gehen auch die Marktstudien von stark steigenden Wachstumsraten für die nächsten Jahre aus. So beträgt das prognostizierte Wachstum für das Jahr 2014 ca. 56 %, und für die Jahre bis 2018 gehen die selben Marktanalysten von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von ca. 62 % aus (Quelle: Yole, Okt. 2012).

1.2. Ertragslage*

Im Geschäftsjahr 2013/14 konnten die Umsatzerlöse des Konzerns gegenüber dem Vorjahr um 48,2 Mio. € bzw. 9 % auf 589,9 Mio. € gesteigert werden. Diese erfreuliche Entwicklung ist auf eine sehr gute Auslastung in allen Segmenten zurück zu führen Details dazu siehe Kapitel 3. "Geschäftsentwicklung nach Segmenten" im Lagebericht.

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigte sich die branchenübliche Saisonalität, wenngleich die Schwankungen deutlich geringer ausfielen als im Geschäftsjahr davor. Aufgrund von Produktlaunches eines Mobiltelefonherstellers konnten wir im ersten Quartal, welches traditionell eher von geringerer Auslastung geprägt ist, mit 142,6 Mio. € einen sehr erfreulichen Umsatz erzielen. Die Quartale zwei und drei sind bei AT&S tradionell die beiden stärksten Quartale: Im aktuellen Berichtsjahr konnten wir in diesem Zeitraum mit 157,4 Mio. € und 151,0 Mio. € die höchsten Quartalsumsätze in der Geschichte von AT&S erzielen. Das vierte Quartal, tradionell das schwächste im Geschäftsjahresverlauf der AT&S, endete heuer mit einem Umsatz von 139,0 Mio. € sehr zufriedenstellend. Weitere Details zur Saisonalität in den Segmenten im Kapitel 3. "Geschäftsentwicklung nach Segmenten" im Lagebericht.

Der Ausbau der Produktionskapazität in Shanghai wurde im Geschäftsjahr 2012/13 abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2013/14 konnten diese zusätzlichen Kapazitäten überwiegend gut ausgelastet werden. Der Anteil am Umsatz mit in Asien produzierten Produkten stieg daher von 74 % im Vorjahr auf 76 % im Berichtsjahr.

Der anteilige Umsatz nach Regionen auf Basis des Verbringungsortes der Lieferung zeigt einen weiteren Anstieg in Asien auf nunmehr 53 % des Konzernumsatzes bei leicht rückläufigen Anteilen der übrigen Regionen.

E - Amerika

* Sofern nicht anders angemerkt: Alle Angaben auf Basis Konzernabschluss nach Berücksichtigung von Einmaleffekten und nach Anwendung von IAS 19 revised.

Der Bruttogewinn konnte gegenüber dem Vorjahr von 77,1 Mio. € auf 118,8 Mio. € und damit um 41,7 Mio. € gesteigert werden und zeigt somit in Relation zum Umsatz eine Steigerung von 14 % auf 20 %. Hauptgrund für diese erfreuliche Entwicklung ist die über weite Teile des Geschäftsjahres sehr gute Auslastung an allen Standorten. Weiters konnte der anteilige Materialaufwand durch Effizienzverbesserungsprogramme reduziert und der anteilige Personalaufwand auf konstantem Niveau gehalten werden. Der Materialanteil in Prozent des Umsatzes sank daher von 36 % im Vorjahr auf 33 % im Geschäftsjahr 2013/14. Insgesamt konnte das Betriebsergebnis (EBIT) von 31,4 Mio. € auf 53,9 Mio. € gesteigert werden Die EBIT-Marge beträgt 9,1 % und ist damit um 3,3 Prozentpunkte höher als im Geschäftsjahr 2012/13. Die Vertriebsund Verwaltungskosten sind in Relation zum Umsatz auf ähnlichem Niveau geblieben. Der Anstieg der Absolutwerte ist großteils auf die Berücksichtigung des ergebnisabhängigen Mitarbeiterbonus zurück zu führen. Aufgrund der im Vorjahr großteils nicht erreichten Ergebniszielvorgaben wurden im Geschäftsjahr 2012/13 nur in wenigen Teilbereichen ergebnisabhängige Boni ausbezahlt. Das sonstige betriebliche Ergebnis ist zum einen mit der Abschreibung einer nicht mehr genützten Prototypenlinie für die Produktion der ALIVH Technologie, sowie einer dazugehörenden Patentlizenz, im Ausmaß von insgesamt 5,2 Mio. €, zum anderen mit dem Einmaleffekt der durch die Schließung des Standortes Klagenfurt verursachten Kosten in Höhe von 3,0 Mio. € belastet (siehe dazu auch Kapitel 2. "Standorte und Zweigniederlassungen" im Lagebericht). Das Finanzergebnis verbesserte sich von -14,8 Mio. € auf -11,1 Mio. €. Hauptgrund dafür ist das gesunkene Zinsniveau. Der Zinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten sank von 13,6 Mio. € auf 10,1 Mio. €. Das Finanzergebnis ist nur in gerinfügigem Ausmaß von Währungseffekten beeinflusst, da ein Großteil der Ausleihungen gegenüber Kreditinstituten Euroverbindlichkeiten sind. Die größten konzerninternen Ausleihungen sind langfristiger Natur, deren Bewertung wird daher direkt über das Eigenkapital geführt. Analog zum Konzernjahresergebnis vor Steuern stieg auch die Konzernsteuerbelastung und beträgt nun 4,6 Mio. € (Vorjahr: 2,0 Mio. €). Somit beträgt das Konzernjahresergebnis 38,2 Mio. € gegenüber 14,6 Mio. € im Vorjahr. Gute Auslastung der Standorte ermöglicht Steigerung des Bruttogewinns auf 118,8 Mio. € Bruttomarge 20 % 2013/14: bestes Betriebsergbnis in der Unternehmensgeschichte EBIT Marge 9,1 % Verbessertes Finanzergebnis Konzernjahresergebnis

1.3. Vermögens- und Finanzlage*

Konzernbilanz (Kurzfassung)

in Mio. € 31.03.2014 31.03.2013
Langfristige Vermögenswerte 483,86 470,79
Kurzfristige Vermögenswerte 432,20 255,87
Summe Vermögenswerte 916,06 726,66
Eigenkapital 390,68 304,84
Langfristige Schulden 370,34 211,71
Kurzfristige Schulden 155,04 210,11
Summe Eigenkapital und Schulden 916,06 726,66

Aufgrund der Kapitalerhöhung und der damit einhergehenden Erhöhung der Zahlungsmittel stieg die Bilanzsumme von 726,7 Mio. € auf 916,1 Mio. €.

Trotz Zugängen im Sachanlagevermögen von 102,3 Mio. € (ein Großteil davon in Chongqing) und gegenüber dem Vorjahr etwas geringeren Abschreibungen ergibt sich aufgrund von Wechselkurseffekten ein in etwa gleichbleibender Buchwert des Anlagevermögens in Höhe von 435,1 Mio. € (Vorjahr: 437,8 Mio. €). Beim kurzfristigen Vermögen zeigt sich ein gleichbleibender Stand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (111,0 Mio. €). Die Zahlungsmittel sind von 80,2 Mio. € auf 260,1 Mio. € gestiegen. Dieser aktuell sehr hohe Wert ist auf den erfolgreichen Abschluss des Schuldscheindarlehens Anfang März in Höhe von 158,5 Mio. € zurück zu führen. Es stehen somit genügend Barmittel für die in den nächsten Monaten geplanten Investitionen in Chongqing zur Verfügung.

Auf der Passivseite zeigt sich aufgrund der Kapitalerhöhung ein Anstieg des gezeichneten Kapitals von 45,9 Mio. € auf 141,8 Mio. €. Die sonstigen Rücklagen sind trotz des positiven Konzernjahresergebnisses von 38,2 Mio. € (Vorjahr: 14,6 Mio. €) aufgrund von negativen Währungseffekten mit 1,3 Mio. € negativ, im Vorjahr war dieser Wert noch mit 42,4 Mio. € positiv. Die das Geschäftsjahr 2013/14 belastenden Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von -42,7 Mio. € resultieren im Wesentlichen aus der Umrechnung der Nettovermögenspositionen der Tochterunternehmen in Asien mit -25,7 Mio. €, sowie aus der Umrechnung langfristiger Ausleihungen an asiatische Tochterunternehmen mit -10,2 Mio. €. Im Vorjahr resultierte aus den Währungsumrechnungsdifferenzen noch ein positiver Wert von 22,3 Mio. €. Das Eigenkapital erhöhte sich insgesamt von 304,8 Mio. € auf 390,7 Mio. €.

Währungseffekte senken Anlagevermögen in € und kompensieren das positive Konzernergebnis

260 Mio. € stehen für Investitionen zur Verfügung

Erfolgreiche Kapitalerhöhung stärkt die Bilanzstruktur des Konzerns

Finanzverbindlichkeiten nach Fristigkeiten

in Mio. € 31.03.2014 in % 31.03.2013 in %
Restlaufzeit
< 1 Jahr 46,08 12 % 129,84 43 %
1 - 5 Jahre 282,89 76 % 145,66 49 %
> 5 Jahre 42,97 12 % 23,00 8 %
Finanzverbindlichkeiten 371,94 100 % 298,50 100 %

Aufgrund des im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossenen Schuldscheindarlehens mit Laufzeiten von 5, 7 und 10 Jahren konnte die Fristigkeitenstruktur bei den finanziellen Verbindlichkeiten deutlich verbessert werden. Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten stiegen von 168,7 Mio. € auf 325,9 Mio. € Der kurzfristige Teil sank von 129,8 Mio. € auf 46,1 Mio. €. Bei den sonstigen Schulden gab es weder im kurzfristigen, noch im langfristigen Bereich größere Veränderungen.

Deutlich verbesserte Fristigkeitenstruktur bei den Finanzverbindlichkeiten

* Sofern nicht anders angemerkt: Alle Angaben auf Basis Konzernabschluss nach Berücksichtigung von Einmaleffekten und nach Anwendung von IAS 19 revised.

Geldflussrechnung (Kurzfassung)
in Mio. € 2013/14 2012/13 ±
Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 104,76 71,67 46 %
Geldfluss aus Investitionstätigkeit (90,29) (40,55) 123 %
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit 169,14 17,93 843 %
Veränderung der liquiden Mittel 183,62 49,06 274 %
Währungseffekte auf liquide Mittel (3,71) 1,44 (358 %)
Liquide Mittel am Jahresende 260,13 80,23 224 %

Trotz hoher Investitionstätigkeit positiver Free Cashflow

Ausgehend von dem positiven Konzernergebnis konnte eine deutliche Steigerung des Nettomittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit von 71,7 Mio. € auf 104,8 Mio. € erzielt werden. Aufgrund der Investitionstätigkeiten in Chongqing, sowie diverser technologischer Reinvestitionen an den anderen Standorten, ergab sich ein Nettomittelabfluss von 90,3 Mio. €. Die Kapitalerhöhung, sowie die Aufnahme des Schuldscheindarlehens und andererseits die Rückführung einer fälligen kurzfristigen Linie, führte zu einem Nettomittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit von 169,1 Mio. €.

Treasuryaktivitäten Um für alle in der Aufbauphase von Chongqing auf AT&S zukommenden Finanzierungserfordernisse fristenkongruent abgesichert zu sein, wurden im vergangenen Geschäftsjahr diverse Finanzierungsmaßnahmen vom Vorstand in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat beschlossen und großteils bereits durchgeführt:

Im September und Oktober 2013 wurden in einem zweistufigen Verfahren 12.950.000 neue Aktien zu einem Stückpreis von 6,50 € begeben, woraus sich ein Bruttoemissionserlös von 84,2 Mio. € ergab. Gleichzeitig wurden sämtliche von der Muttergesellschaft AT&S AG gehaltenen 2.577.412 eigenen Aktien zu einem Stückpreis von 6,50 € veräußert. Durch diese beiden Transaktionen konnte die Gesellschaft, nach Abzug der Transaktionskosten, 95,9 Mio. € an Zahlungsmitteln für die Weiterentwicklung des Konzerns generieren.

Im März 2014 konnte die Begebung eines Schuldscheindarlehens erfolgreich abgeschlossen werden. Rund 40 Investoren haben Tranchen zu 5, 7 bzw. 10 Jahren in unterschiedlicher Höhe gezeichnet. Insgesamt konnte ein Zeichnungsvolumen von 156,5 Mio. € sowie 2,0 Mio. US-\$ erzielt werden. Es wurden sowohl fixe wie auch variable Zinsvereinbarungen gezeichnet. Künftige variable Zinsverpflichtungen wurden in der Zwischenzeit mittels eines Zinsswaps abgesichert.

Des Weiteren wird die Situation der für AT&S wichtigsten Währungen, wie dem US Dollar, dem chinesischen Yuan, dem japanischen Yen und der indischen Rupie genau verfolgt und gegebenenfalls Hedgingaktivitäten eingeleitet.

Kapitalerhöhung durch Platzierung von 12.950.000 jungen Aktien

Sämtliche 2.577.412 eigene Aktien veräußert

Schuldscheindarlehen erfolgreich begeben

1.4. Kennzahlen*

Im Folgenden werden die Berechnung sowie die Entwicklung der wichtigsten externen Steuerungskennzahlen des Unternehmens dargestellt.

2013/14 2012/13 ±
53,93 31,37 72 %
9,1 % 5,8 %
127,17 102,36 24 %
21,6 % 18,9 %
38,22 14,57 162 %

EBIT-Marge in % in % 9,5 8,2 5,8 9,1 10/11 11/12 12/13 13/14

Im aktuellen Geschäftsjahr konnte eine Steigerung des EBIT um 22,5 Mio. € bzw. 72 % erzielt werden. Erhöhend wirkten vor allem die sehr gute Auslastung sowie effizienzsteigernde Programme. Vermindernd wirkten sich die Abschreibung einer nicht mehr genützten Prototypenlinie inklusive der Lizenzen für die Produktion der ALIVH Technologie (5,2 Mio. €) sowie die Schließungskosten des Standortes Klagenfurt (3,0 Mio. €) aus. Die EBIT-Marge stieg auf 9,1 %.

Das EBITDA stieg um 24,8 Mio. € bzw. 24 % gegenüber dem Vorjahr. Erhöhend wirkten vor allem die sehr gute Auslastung sowie effizienzsteigernde Programme. Vermindernd wirkten sich die Schließungskosten des Standortes Klagenfurt (3,0 Mio. €) aus. Die EBITDA-Marge stieg von 18,9 % auf 21,6 %.

Das Konzernergebnis stieg um 23,6 Mio. € bzw. 162 %. Erhöhend wirkten vor allem das gute EBIT sowie ein aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus verbessertes Finanzergebnis.

Nettoumlaufvermögen

in Mio. € 31.03.2014 31.03.2013 ±
Forderungen aus LuL und sonstige 111,00 111,80 (1 %)
Vorräte 59,43 62,42 (5 %)
Verbindlichkeiten aus LuL und sonstige (101,91) (77,35) 32 %
Sonstige Rückstellungen, kurzfristig (3,07) (1,62) 90 %
Verbindlichkeiten aus Investitionen 26,27 7,43 254 %
Nettoumlaufvermögen 91,72 102,68 (11 %)
Nettoumlaufvermögen / Gesamterlöse 15,6 % 19,0 %

Das Nettoumlaufvermögen sank um 11,0 Mio. € bzw. 11 % gegenüber dem Vorjahr. Vermindernd wirkten sich vor allem höhere Verbindlichkeiten aus Anlagenzukäufen sowie geringere Vorräte aus.

* Sofern nicht anders angemerkt: Alle Angaben auf Basis Konzernabschluss nach Berücksichtigung von Einmaleffekten und nach Anwendung von IAS 19 revised.

Gesamtkapitalrendite (ROCE)
in Mio. € 2013/14 2012/13 ±
Betriebsergebnis (EBIT) 56,93 31,37 81 %
Nicht wiederkehrende Posten (3,00) n.a.
Ertragssteuern (4,62) (1,96) 136 %
Betriebsergebnis nach Steuern (NOPAT) 49,31 29,41 68 %
Durchschnittliches Eigenkapital 347,76 291,20 19 %
Durchschnittliche Nettoverschuldung 164,14 229,97 (29 %)
Durchschnittliches Kapital 511,90 521,17 (2 %)
ROCE 9,6 % 5,6 %

Der ROCE stieg vor allem durch das deutlich bessere EBIT auf 9,6 %. Weitere positive Auswirkungen ergeben sich aus dem geringeren durchschnittlichen Kapital infolge der gesunkenen Nettoverschuldung.

Cash Earnings

Cash Earnings
in Mio. € 2013/14 2012/13 ±
Konzernergebnis der Eigentümer des Mutterunternehmens 38,17 14,57 162 %
Abschreibungen und Wertminderungen von SAV und IAV 73,25 70,99 3 %
Cash Earnings 111,41 85,56 30 %

Die Cash Earnings erhöhten sich um 25,8 Mio. € bzw. 30 %. Positiv wirkte sich vor allem das bessere EBIT infolge der guten Auslastung aus.

Innovation Revenue Rate (IRR)
in Mio. € 2013/14 2012/13 ±
Haupterlöse 589,61 541,36 9 %
Haupterlöse mit innovativen Produkten *) 156,27 104,25 50 %
IRR 26,5 % 19,3 % 38 %

*) Produkte deren Markteinführung innerhalb der vergangenen drei Jahre stattfand.

Nettoverschuldung
in Mio. € 31.03.2014 31.03.2013 ±
Finanzielle Verbindlichkeiten, kurzfristig 46,07 129,84 (65 %)
Finanzielle Verbindlichkeiten, langfristig 325,86 168,66 93 %
Zahlungsmittel und - äquivalente (260,13) (80,23) 224 %
Finanzielle Vermögenswerte (0,94) (0,87) 8 %
Nettoverschuldung 110,87 217,41 (49 %)
Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) 127,17 102,36 24 %
Nettoverschuldung / EBITDA - Verhältnis 0,87 2,12
Eigenkapital 390,68 304,84 28 %
Bilanzsumme 916,06 726,66 26 %
Eigenkapitalquote 42,7 % 42,0 %
Verschuldungsgrad 28,4 % 71,3 %

10/11 11/12 12/13 13/14

Die Nettoverschuldung sank vor allem infolge der erfolgreichen Eigenkapitalmaßnahme um 106,5 Mio. € bzw. 49 %. Der Verschuldungsgrad sank entsprechend von 71,3 % im Vorjahr auf 28,4 %.

1.5. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im aktuellen Geschäftsjahr gab es keine wesentlichen Geschäftsfälle nach dem Bilanzstichtag.

2. Standorte und Zweigniederlassungen

Die AT&S Gruppe verfügt derzeit über fünf nach Technologien ausgerichtete Produktionsstandorte: Leoben-Hinterberg und Fehring in Österreich, Ansan in Korea, Nanjangud in Indien und Shanghai in China. Leoben-Hinterberg und Shanghai sind mit ihren Forschungseinheiten außerdem wesentliche Technologietreiber innerhalb der AT&S Gruppe. Zusätzlich wird derzeit in Chongqing in China ein sechster Standort gebaut. Insgesamt beschäftigt AT&S rund 7.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit. LEOBEN UND FEHRING Die österreichischen Werke in Fehring und Leoben sind in der Einzelgesellschaft der AT & S AG integriert und beliefern vor allem den europäischen, aber zunehmend ebenso den amerikanischen Markt. In Europa sind im Wesentlichen kurze Durchlaufzeiten, Spezialanwendungen sowie die Nähe zum Kunden von großer Bedeutung. Insgesamt fokussieren die Werke in Österreich, Indien und Korea auf kleine bzw. mittlere Serien vor allem für den Industrie- und den Automobilsektor. Das Werk in Leoben konnte den in den vergangenen Jahren begonnenen Weg der Nischen- und Prototypenerzeugung erfolgreich fortsetzen. Die Auslastung im Werk in Fehring ist im Berichtsjahr unter anderem aufgrund von Produktionsverlagerungen aus Klagenfurt positiv. Auch der stark wachsende Markt im Segment Advanced Packaging wird vom Standort Leoben beliefert. KLAGENFURT Zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres fasste das Management den Entschluss, den Standort Klagenfurt zu schließen. Der immense Preisdruck im Bereich einfacher Technologien, wie sie in Klagenfurt hergestellt wurden, und die anhaltend geringer werdende Nachfrage in diesem Sektor führten zu einer dauerhaften Verlustsituation. Für die Mitarbeiter wurde ein Sozialplan ausgearbeitet. Einige wenige nahmen das Angebot, an die Standorte Fehring oder Leoben zu wechseln, an. Die Schließungsaktivitäten und Rückbauarbeiten sind weitestgehend abgeschlossen. Es wird mit keinen weiteren Belastungen durch die Schließung dieses Standortes gerechnet. Die Gesellschaft befindet sich seit 15. März 2014 in Liquidation. SHANGHAI Das Werk in Shanghai fertigt HDI (High Density Interconnection) - Leiterplatten höchster Technologie in Großserien für den Mobile-Device-Sektor mit weltweit verteilten Kunden. Das Werk in Shanghai war im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut ausgelastet, in einigen Monaten wurde durchgängig an der obersten Kapazitätsgrenze produziert. Weiters zeigte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr eine steigende Nachfrage nach HDI-Leiterplatten für die Automobilindustrie, weshalb auch verstärkt Leiterplatten für die Business Unit Industrial & Automotive gefertigt wurden. Einen negativen Effekt hatte die Ankündigung des Kooperationspartners Panasonic, die Produktion der ALIVH-Technologie einzustellen. Da von einer weiteren Nachfrage am Markt nicht auszugehen ist, musste das am Standort Shanghai befindliche Prototypen-Equipment wertberichtigt werden. Dies hatte eine einmalige negative Auswirkung von -4,8 Mio. €. CHONGQING Der Aufbau des neuen Standortes in Chongqing, China, verläuft planmäßig. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten Gebäude und Infrastruktur fertig gestellt werden. Das erste Produktions-Equipment wurde im Februar 2014 geliefert. An diesem Standort wird AT&S mit der Produktion von IC-Substraten (Interconnection Substrates) einen weiteren technologischen Meilenstein setzen. Die Zusammenarbeit mit dem Technologiepartner verläuft sehr erfolgreich und in enger Kooperation. Die Produktion erster Qualifikationslose ist für Herbst 2014 geplant. ANSAN Die positive Entwicklung des Tochterunternehmens AT&S Korea konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut fortgesetzt werden. Neben der weiterhin sehr guten Auslastung für Medizinprodukte sorgte im Berichtsjahr insbesondere ein Großauftrag für einen innovativen Kamerahersteller für weitere Umsatzsteigerungen. NANJANGUD Auch AT&S India zeigte eine positive Entwicklung. Sowohl die Umsatzentwicklung wie auch das Betriebsergebnis entwickelten sich deutlich positiv. Die Gesellschaft AT&S Asia Pacific in Hongkong konnte sich als Holdinggesellschaft für den Bereich Mobile Devices etablieren. Die Nähe zu den CEMs der Kunden sowie zu den Lieferanten ist ein Standortvorteil, der AT & S AG - Werke Leoben und Fehring AT&S Klagenfurt i.L. AT&S (China) - Shanghai AT&S Chongqing AT&S Korea AT&S India AT&S Asia Pacific

von den Geschäftspartnern sehr geschätzt wird. Bereits rund die Hälfte des Konzernumsatzes wird über diese Gesellschaft abgewickelt.

Die Vertriebsbüros in Amerika, Deutschland, Japan und Taiwan konnten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einen guten und engen Kontakt zu den Kunden sicherstellen. Vertriebsbüros

Geschäftsentwicklung nach Segmenten * 3.

Der AT&S Konzern gliedert seine betriebliche Tätigkeit in drei Segmente: Mobile Devices, Industrial & Automotive und Advanced Packaging. Das Segment Mobile Devices umfasst im Wesentlichen die Applikationen Smartphones, Tablets, Digitalkameras sowie mobile Musikplayer. Das Segment Industrial & Automotive beinhaltet die Applikationen Industrial Electronics, Automotive, Aviation & Security und Medical. Im Segment Advanced Packaging wird die Geschäftstätigkeit im Zusammenhang mit ECP – Embedded Component Packaging, einer von AT&S patentierten Packaging-Technologie zur Einbettung aktiver und passiver elektronischer Bauelemente, abgebildet. Da das Segment Advanced Packaging weder umsatz- noch ergebnismäßig den Schwellenwert von 10 % des Konzernergebnisses erreicht, wird es in der Segmentberichterstattung derzeit noch unter "Sonstige" gezeigt.

Generell intensiviert sich der Trend, dass in allen Märkten sehr unterschiedliche Technologien nachgefragt werden. So stieg die Nachfrage nach HDI-Leiterplatten in der Automobilbranche deutlich an, aber auch die Nachfrage der Mobile Devices - Kunden nach flexiblen Leiterplatten sowie nach Spezialanfertigungen in Europa. Dies zeigt sich in den deutlich gestiegenen intersegmentären Umsätzen, die von rund 38 Mio. € auf 68 Mio. € gestiegen sind und für den Konzernumsatz wieder eliminiert werden. In der Folge wird die Umsatzentwicklung des jeweiligen Segments inklusive der intersegmentären Umsätze berichtet.

SEGMENT MOBILE DEVICES Die Anwendungen im Segment Mobile Devices erfordern technologisch sehr anspruchsvolle Leiterplatten und permanente Innovationen. Wichtigster Wachstumstreiber ist die weltweit stark steigende Nachfrage nach Smartphones und Tablets. Die immer höhere Leistung dieser Geräte wäre ohne HDI-Leiterplatten (High-Density–Interconnection-Leiterplatten) nicht darstellbar. AT&S ist weltweit einer der führenden Anbieter von HDI-Technologie und hatte im Jahr 2012 die Marktposition Nr. 2 eingenommen (Quelle: Prismark: Q2, August 2013). Das Segment Mobile Devices ist mit einem Umsatzanteil von 54 % (Vorjahr: 55 %) weiterhin das größte Segment des AT&S Konzerns.

Der erzielte Umsatz lag mit 378,3 Mio. € um 13 % über jenem des Vorjahres. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigte sich die branchenübliche Saisonalität mit einem etwas schwächeren ersten Quartal, danach im Sommer und Herbst aufgrund der üblichen Produktlaunches in der Mobilbranche einer hohen Auslastung, sowie zu Kalenderjahresbeginn (bei AT&S das vierte Quartal) einer traditonell geringen Nachfrage. Geographisch ist wie bereits im Vorjahr eine Verschiebung des erzielten Umsatzes nach Asien zu erkennen, da die meisten großen CEMs (Contract Electronic Manufacturer) in Asien angesiedelt sind.

Die EBIT-Marge des Segments Mobile Devices lag mit 11,5 % um 5,2 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert von 6,3 %. Hauptursache hierfür waren der höhere Umsatz, ein besserer Produktmix sowie effizienzsteigernde Maßnahmen, wodurch die negativen Effekte aus den Anlaufverlusten in Chongqing sowie die Abschreibung der ALIVH-Pilotlinie in Shanghai überkompensiert werden konnten. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg auf 43,4 Mio. € (Vorjahr: 21,2 Mio. €).

Segment Mobile Devices - Überblick

in Mio. € 2013/14 2012/13 ±
Segmentumsatzerlöse 378,28 334,65 13 %
Umsatzerlöse mit externen Kunden 321,31 297,29 8 %
Betriebsergebnis (EBIT) 43,39 21,18 105 %
EBIT-Marge 11,5 % 6,3 %

Mobile Devices Umsatzerlöse

SEGMENT INDUSTRIAL & AUTOMOTIVE Mit einem Umsatzzuwachs auf 272,9 Mio. € konnte das Segment Industrial & Automotive eine Steigerung von 12 % erzielen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigte sich auch hier der Trend zu einer steigenden Nachfrage im asiatischen Bereich. Insbesondere die Nachfrage nach Leiterplatten für die Automobilindustrie in Asien stieg deutlich an. Hingegen war die Nachfrage sowohl im Industrie- als auch im Automotivebereich in Europa leicht rückläufig.

Die EBIT-Marge des Segments Industrial & Automotive lag mit 4,8 % auf Vorjahresniveau. Der negative Effekt aus der Werksschließung Klagenfurt konnte duch Effizienzmaßnahmen kompensiert werden. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg trotz der enthaltenen Schließungskosten auf 13,2 Mio. € (Vorjahr: 12,0 Mio. €).

Industrial & Automotive Umsatzerlöse nach Quartalen in Mio. €

Segment Industrial & Automotive - Überblick

in Mio. € 2013/14 2012/13 ±
Segmentumsatzerlöse 272,88 243,75 12 %
Umsatzerlöse mit externen Kunden 265,20 242,60 9 %
Betriebsergebnis (EBIT) 13,23 11,97 11 %
EBIT-Marge 4,8 % 4,9 %

SEGMENT ADVANCED PACKAGING Das im Aufbau befindliche Segment Advanced Packaging erreicht noch keinen quantitativen Schwellenwert und wird daher nicht als separates Segment geführt, sondern unter dem Bereich "Sonstige", unter den auch die allgemeine Konzernführung sowie die Finanzierungsaktivitäten fallen, dargestellt.

4. Konzern 4.1. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

AT&S behandelt als globaler Arbeitgeber jeden Mitarbeiter, egal welcher Nationalität oder Geschlecht, mit Wertschätzung und Respekt. AT&S erwartet von seinen Mitarbeitern, dass sie Verantwortung übernehmen und Entscheidungen konsequent umsetzen.

HUMAN RESOURCES IN ZAHLEN Im Geschäftsjahr 2013/14 hatte der Konzern unter Einbeziehung der Leiharbeiter einen durchschnittlichen Stand des Leistungspersonals von 7.027 Vollzeitäquivalenten. Dies sind um 294 Vollzeitäquivalente weniger als im Durchschnitt des vorherigen Geschäftsjahres (7.321). Diese Entwicklung ist zum überwiegenden Teil durch Produktivitätssteigerungen im Werk in Shanghai verursacht, durch die eine Reduktion der Leiharbeiter möglich wurde.

Durchschnittlicher Stand Leistungspersonal (inkl. Leiharbeiter)

2013/14 2012/13 ±
Segment Mobile Devices 4.425 4.756 (331)
Segment Industrial & Automotive 2.482 2.423 59
Sonstige 120 142 (22)
Konzern gesamt 7.027 7.321 (294)

CHANCENGLEICHHEIT Unabhängig von der selbstverständlichen Chancengleichheit im Hinblick auf Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung ist Vielfalt in einem internationalen Unternehmen die Voraussetzung für den Erfolg.

Im Geschäftsjahr 2013/14 wies AT&S am Stichtag 31.03.2014 einen Anteil von fast 35 % an weiblichen Mitarbeiterinnen aus. Im Topmanagement von AT&S (1. und 2. Ebene der Segmente sowie Leiter der Gruppenfunktionen) betrug der Frauenanteil rund 11 %. Bei der Nachbesetzung von Funktionen wird danach gestrebt, vor allem in Führungspositionen die Zahl der Mitarbeiterinnen zu erhöhen.

ZUKUNFTSSICHERUNG DURCH FÖRDERUNG, AUS- UND WEITERBILDUNG Um auch

zukünftig ausreichend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den entscheidenden Fähigkeiten und Kenntnissen zu haben, setzt AT&S besonders auf Nachwuchssicherung und -förderung.

  • Mit Führungen durch die Erlebniswelt von AT&S sowie mittels Schnupper- und Ferialpraktika werden Schülerinnen und Schüler schon frühzeitig vor allem für die technischen Berufe der Zukunft begeistert.
  • Weltweit werden 564 Lehrlinge und Praktikanten beschäftigt ein Großteil davon in einem mehrjährigen Ausbildungsprogramm für Industriearbeiter in Indien.
  • Im Rahmen von Kooperationen mit relevanten Hochschulen, Universitäten und internationalen Studentennetzwerken werden Stipendien für besonders begabte Studierende vergeben und Studentinnen und Studenten für Praktika und für Bachelor- oder Masterarbeiten mit starkem betrieblichem Bezug gewonnen.
  • Für Absolventen von Fachhochschulen und Universitäten und interessierte interne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bietet AT&S Talent-Programme an. Zielsetzung ist, über 50 internationale Absolventen in einem spezifischen Ausbildungsprogramm in der Leiterplattenproduktion zu schulen und neben den fachlichen auch soziale und methodische Kompetenzen zu fördern. Anwendung des Gelernten in der Praxis – on the job und in "echten" geschäftsrelevanten Projekten – ist neben dem geplanten umfangreichen Schulungskonzept ein wesentlicher Baustein dieser Programme.

Neben der Nachwuchssicherung hat auch die kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen hohen Stellenwert. Angeboten werden Unterweisungen am Arbeitsplatz, in- und externe Trainings, Workshops und Coachings.

  • An allen Standorten erhalten neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein umfangreiches Basistraining, um sie mit dem Produktionsprozess der Leiterplatte, der Aufbau- und Ablauforganisation von AT&S sowie den Werten des Unternehmens vertraut zu machen.
  • Um ein einheitliches Verständnis von Führung sicher zu stellen und eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Führungskompetenzen im Hinblick auf die herausfordernde Strategie des Unternehmens zu forcieren, werden an allen Standorten Trainings speziell für Führungskräfte angeboten. Die Schulungsthemen reichen dabei von Strategieentwicklung über Changemanagement bis hin zu den Grundlagen des Führens und dem Führen von Mitarbeitergesprächen.
  • Die Förderung von Teamarbeit hat vor allem im Hinblick auf funktionsübergreifende und internationale Zusammenarbeit eine besonders hohe Priorität, mit dem Ziel, effiziente Abläufe, Wissenstransfer und Best-Practice-Sharing sicher zu stellen.

Neben umfangreichen, intern durchgeführten Trainings wurden im Geschäftsjahr 2013/14 zur Durchführung externer Schulungs- und Entwicklungsmaßnahmen 452,3 Tsd. € investiert.

2013/14 2012/13 ±
179,4 135,5 32 %
210,2 198,4 6 %
62,7 91,5 (31 %)
452,3 425,4 6 %

Ausgaben für externe Weiterbildung

FÜHRUNGSKULTUR Für die Motivation und langfristige Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es besonders wichtig, wesentliche Kompetenzen und Fertigkeiten weiter zu entwickeln sowie ein regelmäßiges Feedback in die Firmenkultur zu implementieren.

Im jährlich stattfindenden Mitarbeitergespräch werden die Unternehmensziele für das folgende Geschäftsjahr in Zielsetzungen für den konkreten Aufgabenbereich eines Mitarbeiters formuliert sowie Feedback zu dessen Beitrag im vorausgegangenen Geschäftsjahr gegeben. Potentiale werden besprochen, Weiterentwicklungsmöglichkeiten (auch international) aufgezeigt und Entscheidungen zu wichtigem Trainingsbedarf und anderen Entwicklungsmaßnahmen (wie z.B. Coaching, Projekte, International Assignment) getroffen.

Neben einer marktgerechten Vergütung sieht AT&S die Chance einer Beteiligung am finanziellen Erfolg des Unternehmens als wesentlich an – sowohl für die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für die Gewinnung und Bindung neuer Talente. Das globale Bonussystem trägt diesem Grundsatz Rechnung, indem individuell oder kollektiv vereinbarte Bonuszahlungen ausgeschüttet werden, sofern bestimmte Hurdle Rates erreicht wurden. Die erste Hurdle Rate ist ein positives EBIT für die Gesamtgruppe, die zweite Hurdle Rate ist gekoppelt an die Erreichung bestimmter EBIT- bzw. Gross Profit/Margen/Budgetziele von Werk und Business Unit.

Die Höhe der Auszahlung ist jeweils abhängig vom ROCE, den Cash Earnings, der Innovation Revenue Rate sowie der individuellen Leistung der einzelnen Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters. Ebenso gewährleistet das Bonussystem, dass im Falle von wirtschaftlich schwierigen Situationen, in denen gesteckte Ziele nicht erreicht werden konnten, die Bonusausschüttung ganz oder teilweise ausgesetzt wird. Details zur Berechnung von ROCE, Cash Earnings und Innovation Revenue Rate siehe Kapitel 1.4. "Kennzahlen" im Lagebericht.

GLOBALES DENKEN UND HANDELN ALS TEIL DER UNTERNEHMENSPHILOSOPHIE

Die globale Organisation von AT&S bietet vielfältige Karrieremöglichkeiten auf internationaler Ebene. Berufliche Mobilität von in- und externen Bewerbern und internationale Zusammenarbeit werden ausdrücklich

gefördert und ein Einsatz an verschiedenen Standorten durch eine "Mobility Policy" forciert. Interkulturelle Trainings, Förderung von Sprachkompetenzen sowie die Weiterentwicklung auch zum Thema "virtuelles Zusammenarbeiten" sind für ein global agierendes Unternehmen erfolgsrelevant.

Aufgrund des strategischen Einstiegs in das Geschäft mit IC-Substraten und der damit verbundenen Etablierung des neuen Werkes in Chongqing kommt der Bereitstellung entsprechend qualifizierter Mitarbeiter eine hohe Bedeutung zu. Wie bereits beim Aufbau des Werkes in Shanghai ist hierbei einer der Erfolgsfaktoren ein Kernteam aus internationalen Experten. Der interne Wissens- und Erfahrungstransfer wird durch gezielte Entsendung von Mitarbeitern an den Standort Chongqing sichergestellt. Im Zuge des Werksaufbaus in Chongqing haben besonders erfahrene Mitarbeiter für mehrere Monate ein spezifisches Schulungsprogramm durchlaufen, sie werden nun als "Technical Experts" ihr sehr spezifisches Fachwissen in der neuen Organisation implementieren und als Multiplikator wirken.

AUSBLICK Erfolgreiche Programme und Initiativen werden auch weiterhin fortgeführt. Zusätzliche Akzente werden vor allem im Hinblick auf die strategieorientierte Entwicklung der Organisation, die Gewinnung und Förderung von internationalen Talenten sowie auf Führungskompetenz und -kultur gesetzt.

4.2. Nachhaltigkeit

Nachhaltiges Wirtschaften und der schonende Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen haben für AT&S hohe Priorität. Als Basis für die effiziente Steuerung und Überwachung der Prozesse wurde bereits seit langer Zeit ein integriertes Managementsystem geschaffen, das die Faktoren Qualität, Umwelt und Arbeitssicherheit vereint. Regelmäßige interne Audits durch qualifizierte interne Mitarbeiter sowie jährliche Überwachungs- und dreijährliche Rezertifizierungsaudits durch unabhängige Dritte überwachen die Anforderungen aus den Regelwerken. Auch im Geschäftsjahr 2013/14 wurde die Einhaltung aller Anforderungen durch die unabhängige Zertifizierungsgesellschaft erneut bestätigt.

Ein wesentlicher Bestandteil des integrierten Managementsystems ist die kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung bestehender Prozesse und Systeme. Diese Weiterentwicklung ist deutlich in den regelmäßig berichteten Kennzahlen sichtbar. Die AT&S Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, mit geringstmöglichen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu produzieren. Dieses Ziel setzt voraus, Nachhaltigkeit in allen unternehmerischen Ebenen und Prozessen zu leben. Aus diesem Grund hat AT&S im Geschäftsjahr 2013/14 in Zusammenarbeit mit allen Standorten weltweit den ersten Nachhaltigkeitsbericht für Mitarbeiter innerhalb der Unternehmensgruppe publiziert. Ziel des internen Nachhaltigkeitsberichts ist die Zusammenfassung der Aktivitäten im Vorfeld zur Analyse und Definition der folgenden wesentlichen Kernthemen:

UMWELTMANAGEMENT Für die Herstellung von komplexen Verbindungslösungen ist Energie in Form von Strom und Wärme notwendig. Durch die Energienutzung, aber auch durch den Transport der Fertigwaren zum Kunden ergeben sich CO2-Emissionen, die anhand des CO2-Fußabdrucks als Performance-Indikator monatlich pro Standort gemessen werden. Durch zahlreiche Maßnahmen in den produzierenden Werken konnte der CO2-Fußabdruck bereits auf 50,7 kg CO2 je m² produzierter Leiterplatte reduziert werden. Um in Zukunft den CO2-Ausstoß zu minimieren, setzt sich AT&S auch weiterhin ein jährliches Einsparungsziel von 5 %.

Der Frischwassereinsatz ist für die Produktion von Leiterplatten ein weiterer wichtiger Faktor. Um verantwortungsvoll mit diesem wichtigen Rohstoff umzugehen, aber auch um die Produktionsfähigkeit aufrecht zu erhalten, wurde in Indien eine innovative Wasser-Recyclinganlage installiert. Aktuell werden dort 68 % des verwendeten Wassers zurückgewonnen und danach wieder als Prozesswasser eingesetzt. Als Kennzahl dient der Frischwasserverbrauch in Liter je m² produzierter Leiterplatte. Um den Wasserverbrauch in Zukunft kontinuierlich zu senken, hat sich AT&S das Ziel gesetzt, jährlich 3 % Frischwasser einzusparen.

RESSOURCENEFFIZIENZ Der schonende Umgang mit Ressourcen ist für AT&S ein zentraler Aspekt, sowohl aus unternehmerischer wie auch aus ökologischer und sozialer Sicht. Der Fokus wird dabei auf die Optimierung des Materialeinsatzes (Vermeidung von Abfällen, Recycling und Effizienzsteigerung) gelegt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Abfälle und ihre Verwertung in allen Werken analysiert und verglichen, in vielen Fällen konnte Optimierungspotential identifiziert werden. Ein Beispiel ist die Optimierung des Goldverbrauchs und des Recyclings von Goldabfällen. Gemeinsam wurde mögliches Verbesserungspotential in allen Werken diskutiert, Vorschläge wurden aufgegriffen und in lokalen Projekten umgesetzt. Die intensive

10/11 11/12 12/13 13/14

Zusammenarbeit, auch mit der Montanuniversität Leoben, ermöglichte es, unterschiedliche Recyclingmethoden für ähnliche Abfälle zu analysieren, zu bewerten und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in die Analysen und Beurteilungen einfließen zu lassen. Dadurch haben sich die Recyclingaktivitäten in allen Werken wesentlich verbessert.

Einkauf wesentlicher Materialien

Einheit 2013/14 2012/13 2011/12
Gold kg 484 585 645
Kupfer t 3.144 2.014 2.001
Laminate Mio. m² 12,5 11,2 10,8
Chemikalien t 87,2 86,1 83,3

* Beginnend mit Geschäftsjahr 2013/14 wurden auch Kupferfolien mitberücksichtigt.

Am Beispiel von Kupfer, dem wichtigsten Material bei der Leiterplattenfertigung, kann gezeigt werden, wie Ressourceneffizienz innerhalb der Unternehmensgruppe gelebt wird: Kupfer ist das am häufigsten verwendete Metall in der Leiterplattenproduktion. Ein Herzstück der Leiterplatte ist die Kupferfolie. Diese Kupferfolie besteht bei AT&S zu 100 % aus wiederverwertetem Kupfer. Kupferchlorid, das als Ätzmedium dient, wird nach der Nutzungsdauer extern über einen Lieferanten entsorgt. Dieser gewinnt das darin enthaltene Kupfer zurück, um es für andere Zwecke weiterzuverwenden. Kupfer findet sich auch in geringen Mengen im Abwasser. Durch die betrieblichen Abwasserreinigungsanlagen wird das Kupfer durch verschiedene Behandlungsmethoden aus dem Abwasser gefiltert und in Form von kupferhaltigem Galvanikschlamm zum Recycling an externe Recyclingunternehmen weitergegeben. Auch alle kupferhaltigen festen Abfälle aus der Produktion wie zum Beispiel Kupferabschnitte, Fräsabfälle, etc. werden eigens gesammelt und der Verwertung zugeführt.

Diese Kreisläufe zeigen, dass es an den Standorten der AT&S Gruppe viele unterschiedliche Abfallarten und Verwertungsmethoden für ein einziges Metall gibt. Der sorgsame Umgang und die Überlegungen zum Thema Recycling sind für das Unternehmen ein Gewinn in doppelter Hinsicht: AT&S leistet einen Beitrag zur Ressourcenschonung und erzielt damit auch einen positiven monetären Effekt - ein Paradebeispiel dafür, dass Nachhaltigkeit alle drei Ebenen – Ökonomie, Ökologie und Soziales – in Einklang bringt.

ORT DES LERNENS AT&S als Ort des Lernens beschäftigt sich mit der Weiterbildung von Mitarbeitern. Um technologischer Vorreiter und Innovationstreiber zu sein, bedarf es hochqualifizierter und motivierter Mitarbeiter. Um diese Rolle zu erhalten, gibt es zahlreiche Aktivitäten wie den Trainings- und Leadership-Katalog oder Basistrainings in den Werken. Wichtig für die Zukunft ist auch die Messung und Steuerung des Trainingsprozesses anhand von Kennzahlen. Die weitere Entwicklung der Kennzahlen zur Steuerung der Prozesse steht für das kommende Wirtschaftsjahr klar im Vordergrund.

ARBEITSSICHERHEIT Auch im Hinblick auf Arbeitssicherheit ist Standardisierung ein wichtiges Thema für die gesamte AT&S Gruppe. So werden in allen Produktionsstandorten weltweit keine Unterschiede hinsichtlich Ökologie und Sicherheit gemacht. Höchste Sicherheits- und Umweltstandards gelten als selbstverständlich. An allen Produktionsstandorten sind die selben Sicherheitsstandards, basierend auf europäischen Vorgaben, an Anlagen und Equipment implementiert. Die AT&S Gruppe und damit alle Produktionsstandorte sind seit langer Zeit nach dem Occupational Health & Safety Standard OHSAS18001 zertifiziert. Die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben sowie der weitaus strengeren internen Vorgaben und die kontinuierliche Verbesserung werden jährlich durch externe Audits geprüft und auch im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die unabhängige Zertifizierungsgesellschaft bestätigt. Durch die Einführung dieses Managementsystems konnten die Unfallraten im Laufe der Jahre nachweislich reduziert werden.

Als Langzeitziel wurde eine Senkung der Arbeitsunfälle von 7 % pro Jahr angestrebt, das konnte in den vergangenen Jahren auch erfolgreich umgesetzt werden. Die seit dem Wirtschaftsjahr 2004/05 laufenden Programme und Aktivitäten spiegeln sich auch in den Berichtszahlen wider. Für den Zeitraum von 2004/05 bis 2013/14 konnte eine Verminderung der Arbeitsunfälle gerechnet auf 1 Million Arbeitsstunden um 57 % erreicht werden. Sämtliche vorbeugende und korrektive Maßnahmen werden konsequent verfolgt und implementiert, um dem Ziel einer kontinuierlichen Verbesserung gerecht zu werden.

SOZIALE VERANTWORTUNG AT&S ist sich seiner sozialen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und Gesellschaft bewusst. Ein wesentlicher Aspekt in Asien ist, dass es keine Dormitories gibt, sondern die Mitarbeiter bei der Wohnungssuche unterstützt werden und die Möglichkeit haben, mit kostenlosen Shuttlebussen von ihren Wohnungen in den Betrieb zu fahren. Als Beitrag zur gesellschaftlichen Verantwortung hat AT&S einen Schwerpunkt auf das Thema Bildung gelegt. Die gesetzten Maßnahmen umfassen zum Beispiel die Unterstützung einer Laptopklasse in einer österreichischen Schule, die Versorgung einer Schule in Indien durch Bereitstellung von Trinkwasser, Taschen und Uniformen oder das Fördern von Umweltbewusstsein bei Kindern mit dem Programm "Shanghai Low Carbon Little Talents". Durch diese Maßnahmen trägt AT&S dazu bei, seine Werte sowie den Nachhaltigkeitsgedanken auch außerhalb des eigenen Unternehmens weiterzutragen.

4.3. Forschung und Entwicklung

AT&S folgt bei Innovationen einer fokussierten Technologiestrategie und einem effizienten Entwicklungsprozess. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug der Anteil am Umsatz, den AT&S mit Produkten mit neuen Technologien – also solchen die nach mehrjähriger Entwicklung in den letzten drei Jahren neu auf den Markt gebracht wurden – rund 26,5 %. Dies unterstreicht den hohen Stellenwert von Innovation für die AT&S Gruppe.

TECHNOLOGIE UND INNOVATION Die Durchdringung aller Lebensbereiche mit Elektronik ist noch lange nicht abgeschlossen. Nicht nur Menschen kommunizieren miteinander, auch immer mehr Maschinen, Geräte und Systeme werden miteinander vernetzt und tauschen ohne menschliches Zutun Daten aus. Das "Internet der Dinge" ist bereits Realität, auch wenn es noch am Anfang der Entwicklung steht. Nicht nur die Stückzahlen elektronischer Geräte werden steigen, auch die Anforderungen an Kleinheit, Leistungsdichte und Lebensdauer der Leiterplatten.

Deshalb setzt die Innovationsstrategie von AT&S folgende Prioritäten:

  • Fokus auf das Hochtechnologiesegment neue Produkte und Technologien, die von AT&S entwickelt werden, kommen im Hochtechnologiesegment des entsprechenden Marktes zum Einsatz.
  • Größerer Beitrag zur Wertschöpfungskette neue Produkte und Technologien, die von AT&S entwickelt werden, decken einen größeren Anteil an der Wertschöpfungskette zur Herstellung von elektronischen Geräten ab.
  • Effizientere Nutzung von natürlichen Ressourcen neue Produkte und Technologien, die von AT&S entwickelt werden, haben einen geringeren Verbrauch an natürlichen Ressourcen (z. B. Materialien, Wasser, Energie) als herkömmliche Produkte und Technologien.

AT&S betreibt einen zweistufigen Innovationsprozess. In den Forschungseinrichtungen von Leoben-Hinterberg werden die Entwicklungen in den Bereichen Materialien, Prozesse und Applikationen bis zu dem Punkt durchgeführt, an dem die prinzipielle Machbarkeit der Technologie erreicht ist. Dieser Tätigkeitsbereich umfasst somit die angewandte Forschung und Technologieevaluierung. Anschließend ist es Aufgabe der lokalen Abteilungen für Technologieentwicklung und Implementierung an den Standorten der AT&S, die Prozesse und Produkte experimentell weiterzuentwickeln und in den bestehenden Produktionsablauf zu integrieren. Je nach Bedarf werden zusätzlich zu den eigenen Ressourcen auch Kooperationen mit lokalen und internationalen Forschungseinrichtungen und Hochschulen eingegangen.

ENTWICKLUNGSAKTIVITÄTEN Basierend auf den strategischen Grundlagen, den Kundenanforderungen, sowie den Entwicklungen der Lieferanten und Forschungseinrichtungen arbeitet AT&S an unterschiedlichen Entwicklungsprojekten. Die Themen, die in diesen Projekten bearbeitet werden, können in vier Kernbereiche eingeteilt werden:

1. Interconnect Density

In diesem Bereich ist es das Ziel, die Größe der Leiterplatte und deren Strukturen laufend zu verkleinern und die Komplexität zu erhöhen. Die Herausforderung liegt darin, die Leiterstrukturen zu verkleinern und die Dicke der Leiterplatte zu reduzieren.

2. Mechanical Integration

Ziel ist eine verbesserte Integration der Leiterplatte als Komponente des elektronischen Geräts. Starr-flexible Leiterplatten, Kavitäten sowie Einlagetechniken bis zu vollflexiblen Leiterplatten werden entwickelt.

3. Functionality Integration

Dieses Entwicklungsgebiet fokussiert auf Integration zusätzlicher Funktionalitäten in der Leiterplatte. Zusätzlich zur aktuellen AT&S ECP®–Technologie sollen weitere Lösungen zum Einbetten von Komponenten in die Leiterplatte gefunden werden.

AT&S kooperiert mit internationalen Forschungseinrichtun-

4. Printed Solutions

Hier liegt der Fokus auf neuen Lösungen, die den Verbrauch von Wasser und anderen natürlichen Ressourcen (z. B. Kupfer) reduzieren. Neue Verfahren basierend auf der Drucktechnologie werden entwickelt, um einen minimalen Einsatz natürlicher Ressourcen zu ermöglichen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte aus diesen Projekten ein neues Leiterplattenprodukt für hohe Temperaturen, wie sie beispielsweise im Antriebsstrang von Automobilen vorherrschen, generiert werden. Dadurch wird der Einsatz von Elektronik in Bereichen realisiert, in denen bisher nur mechanische oder hochspezialisierte Lösungen möglich waren.

Ein weiterer Höhepunkt des abgelaufenen Geschäftsjahres war die Entwicklung neuartiger Konzepte für die Leistungselektronik, die in einem Konsortium mit Firmen und Forschungspartnern durchgeführt wurde. Leistungselektronik benötigt man für Anwendungen, bei denen hohe elektrische Ströme auftreten und die elektronischen Module gekühlt werden müssen. Beispiele für diese Anwendungen findet man bei der Erzeugung von Strom (Windkraft, Photovoltaik), Elektromobilität und in der Beleuchtungsindustrie (speziell bei LEDs).

Generell stellt die fortschreitende Miniaturisierung einen wichtigen Treiber für Innovation dar. Neue technologische Herausforderungen bieten dabei die Bereiche Mobile Devices, Medizintechnik und Wearables.

IC-SUBSTRATE Das größte Entwicklungsprojekt der Unternehmensgruppe ist derzeit die Einführung der Technologie zur Fertigung von Substraten für Siliziumhalbleiterchips. IC-Substrate, also die Verbindung zwischen der Nanowelt des Siliziums und der Mikrowelt der Leiterplatten, konfrontiert AT&S mit gänzlich neuen Herausforderungen. In diesem Bereich existieren deutlich feinere Strukturdimensionen und engere Toleranzgrenzen als bei den derzeit hergestellten Produkten. Zusätzlich kommen aufgrund der unterschiedlichen Eigenschaften von Silizium und Polymermaterialien neue Materialien zum Einsatz, und es müssen neue Konzepte zur Erfüllung der Zuverlässigkeitsanforderungen entwickelt werden.

Zur erfolgreichen Bedienung des Marktes sind höchste technologische und qualitätsbezogene Anforderungen zu erfüllen. Neben den positiven Möglichkeiten zur Geschäftsentwicklung wird die Etablierung in diesem Markt und die künftig sehr frühe Kooperation mit der Halbleiterindustrie zahlreichen Bereichen der AT&S wertvolle Impulse für zu entwickelnde Technologien im derzeitigen Kerngeschäft geben. Dies wird die Technologie-Roadmaps weiter konkretisieren und AT&S in die Lage versetzen, Innovationsprojekte noch zielgerichteter umzusetzen. Auch auf der Ebene der konkreten Technologieprojekte werden durch den Zugang zu neuen Anforderungen und Herangehensweisen wesentliche Impulse zum weiteren Ausbau der technologischen Spitzenposition erwartet.

Im Geschäftsjahr 2013/14 wendete der Konzern 31,8 Mio. € für Forschungs- und Entwicklungsprojekte inklusive dem Einstieg in das Substratgeschäfts auf. Dies entspricht einer Forschungsquote von 5,4 % gegenüber 4,6 % im Vorjahr.

PATENTSTRATEGIE Die Fokussierung von AT&S auf Forschung & Entwicklung erfordert die rechtliche Absicherung ihrer Kerntechnologien. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 13 Schutzrechte neu zur Anmeldung eingereicht. Aktuell kommt AT&S auf 96 Patentfamilien, die in 153 Schutzrechten resultieren.

Entwicklung von Leistungselektronik für Anwendungen zur Stromerzeugung, Elektromobilität und Beleuchtungsindustrie

Weiterer Ausbau der technologischen Spitzenposition von AT&S

5. Chancen- und Risikomanagement

GRUNDSÄTZE, STRUKTUREN UND PROZESSE Risiko- und Chancenmanagement ist im AT&S Konzern eine wichtige Voraussetzung unternehmerischen Handelns. Mit dem Ziel, den Unternehmenswert zu steigern, werden nicht nur Chancen wahrgenommen, sondern auch Risiken eingegangen. Um Risiken frühzeitig zu erkennen und pro-aktiv zu steuern, betreibt AT&S, gemäß ÖCGK Anforderung, ein konzernweites Risikomanagement- und internes Kontrollsystem sowie eine interne Revision.

Organisatorisch fallen das Risikomanagement, das interne Kontrollsystem und die interne Revision in die Verantwortung des Finanzvorstandes. Dem Gesamtvorstand wird einmal monatlich in der Vorstandssitzung vom Group Risk Manager bzw. Internal Auditor berichtet. Die Einbindung des Aufsichtsrats erfolgt im Rahmen des zweimal jährlich stattfindenden Prüfungsausschusses. Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems wird des Weiteren jährlich im Zuge der Jahresabschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer gemäß Regel 83 ÖCGK beurteilt.

Das operative Risikomanagement besteht aus einem mindestens zweimal jährlich zu durchlaufenden Prozess der Risikoidentifizierung und -bewertung. Risiken, welche in der Risikostrategie festgelegte Kriterien erfüllen, werden unter Berücksichtigung unterschiedlicher Szenarien zur Gesamtrisikoposition des Konzerns aggregiert und in den halbjährlich aktualisierten Risikobericht an Vorstand und Aufsichtsrat aufgenommen. Die Risikosteuerung erfolgt mittels Maßnahmen zur Minimierung der Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit durch die zugeteilten Verantwortlichen.

Grundsätzlich sind die Risiken, Ungewissheiten und Chancen der Gruppe von den weltweiten Entwicklungen am Leiterplattenmarkt geprägt und stellen sich wie folgt dar:

INVESTITIONEN Um Wachstumspotentiale zu nutzen und konkurrenzfähig zu bleiben, tätigt die Gruppe wesentliche Investitionen in neue Technologien sowie in die Weiterentwicklung und den Kapazitätsausbau bestehender Technologien (Miniaturisierung, Rigid-Flex etc.). Besondere Chancen ergeben sich durch den Einstieg in das, von potentiell attraktiven Margen, Eintrittsbarrieren und wenigen Mittbewerbern gekennzeichnete Substratgeschäft, mittels einer strategischen Partnerschaft mit einem weltweit führenden Halbleiterhersteller. Zusätzlich bietet der Standort in Chongqing, China, Wettbewerbsvorteile gegenüber der hauptsächlich japanisch dominierten Konkurrenz. Erste Umsätze im Geschäftsfeld IC-Substrate werden für das Kalenderjahr 2016 erwartet.

Das Segment Advanced Packaging, eine Technologie, welche von der AT&S unter dem Markennamen ECP® zur Marktreife gebracht wurde, birgt ebenfalls großes Chancenpotential und wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter ausgebaut.

Risiken im Investitionsbereich und generell für die Geschäftstätigkeit von AT&S stellen unerkannte oder fehlerhaft vorhergesehene technologische Entwicklungen oder eine Verlagerung der Nachfrage, welche Investitionen negativ beeinträchtigen könnten, dar.

WETTBEWERB Durch intensiven Fokus auf das High-Tech-Segment, gepaart mit höchsten Qualitätsstandards und konsequenter Kostenkontrolle, konnte sich die Gruppe im HDI-Bereich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber einem Großteil der Mitbewerber erarbeiten und damit dem intensiven Wettbewerb und der permanenten "Kommodifizierung" (mit entsprechender Margenreduktion) erfolgreich entgegenwirken. Die Ausweitung der Endprodukte, auf die sich die HDI-Produktpalette von AT&S bezieht, von Smartphones auf Tablet PCs, Spielkonsolen, Digitalkameras sowie das HDI-Automotive-Segment unterstützt diese Strategie ebenso.

Die Chancen der österreichischen Werke von AT&S liegen in hoher Flexibilität, hohen Qualitätsstandards und der Fähigkeit, sich sehr schnell auf wechselnde Spezifikationen und Technologien einzustellen, wie es der Industrial-Markt durch unterschiedliche Technologieanforderungen seitens einer Vielzahl von Kunden erfordert. In enger Kooperation mit unterschiedlichen Kunden werden laufend neue Technologien und Projekte vorangetrieben.

Wettbewerbsrisiken ergeben sich durch potentielle Qualitätssteigerungen und technologische Fortschritte in Ländern mit niedrigeren Produktionskosten, die dazu führen könnten, dass insbesondere die Tätigkeiten der Gruppe in Österreich, aber auch an anderen Produktionsstandorten wie in China weniger wettbewerbsfähig werden.

KUNDENBASIS Die AT&S Gruppe hat es, insbesondere mit ihren Kapazitäten in China, durch fortgeschrittene Fertigungstechnologien und hohe Qualitätsstandards geschafft, sich als verlässlicher Anbieter für einige der weltweit namhaftesten Abnehmer in der Elektronikindustrie zu etablieren. Die Umsätze mit den größten fünf dieser Kunden tragen mit über 50 % zum Gesamtumsatz bei. Die guten Geschäftsbeziehungen mit diesen Kunden bieten auch in Zukunft gute Chancen.

Allerdings birgt diese Kundenkonzentration auch Risiken im Falle einer signifikanten Reduktion der Geschäftstätigkeit mit einem dieser Kunden. Daher sind, sowohl die anhaltende Wettbewerbsfähigkeit von AT&S als auch der kontinuierliche Ausbau einer breiten Kundenbasis und die Erschließung neuer Produktsegmente für eine schnelle Kompensation im Falle reduzierter Absatzmengen einzelner wesentlicher Kunden von großer Bedeutung.

WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG Wirtschaftliche Zyklen und Fluktuationen der Produktnachfrage in der Industrie für mobile Endgeräte, dem Automobilsektor und allgemein in der Industrie könnten die Ergebnisse der Gruppe beeinträchtigen, ein wirtschaftlicher Aufschwung könnte aber ebenso gesteigerte Geschäftschancen bieten. Die breitgefächerte Aufstellung über die Segmente Mobile Devices und Industrial & Automotive kann Risiken durch unterschiedliche Produktionszyklen zum Teil abmindern.

ROHSTOFFPREISE Preisschwankungen für Energie, Heizöl sowie Rohmaterial (Gold, Kupfer, Laminate) können sich kurzfristig sowohl positiv als auch negativ auf erzielbare Margen auswirken.

LIEFERANTENBASIS Die Strategie der Gruppe zielt konsequent auf eine diversifizierte und breite Basis von sorgfältig ausgewählten Bezugsquellen ab, um die Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu reduzieren. Mit wenigen Ausnahmen gibt es daher alternative Lieferantenoptionen, um Versorgungsrisiken zu begegnen. Zu wesentlichen Schlüssellieferanten mit besonderem Know-how und Wettbewerbsfähigkeit bestehen langjährige stabile Lieferanten-Kunden-Beziehungen.

GEISTIGES EIGENTUM Durch eigene Entwicklungen, Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern und Investitionen versucht die AT&S Gruppe, sich in diesem Bereich bietende Chancen zu nutzen, um geistiges Eigentum zu erlangen und zusätzlich Zugang zu chancenreichen Patenten zu bekommen. Risiken ergeben sich, sollte die Gruppe es verabsäumen, ihr geistiges Eigentum zu sichern, und Mitbewerber somit in der Lage wären, diese Technologien zu nutzen. Rechtsstreitigkeiten über geistiges Eigentum könnten die Gruppe davon abhalten, in Streit stehende Technologien zu nutzen oder zu verkaufen bzw. können Rechtsstreitigkeiten über die missbräuchliche Verwendung von fremdem geistigen Eigentum erhebliche finanzielle Belastungen nach sich ziehen. Gerade der Einstieg in das neue Geschäftsfeld der IC-Substrate birgt diesbezügliche Risiken in sich, auch weil AT&S entsprechendes Know-how in diesem Bereich weiter aufbauen muss.

COMPLIANCE Die Änderung regulatorischer Anforderungen wie Verbote spezieller Prozesse oder Materialien könnten zu einem Anstieg der Produktionskosten führen. Bei Verletzung von Vertraulichkeitsanforderungen von Kundenseite oder gesetzlichen Bestimmungen könnte die Gruppe erheblichen Strafen ausgesetzt sein. AT&S hat organisatorische Maßnahmen zur Verhinderung des Eintritts bzw. der Minimierung von Compliance-Risiken getroffen und baut diese laufend aus.

Marktentwicklung

Beschaffung

Umfeld

STANDORTRISIKEN Ein großer Teil der Tätigkeiten der Gruppe ist außerhalb von Österreich, insbesondere in Asien, angesiedelt, was die Gruppe potentiell rechtlicher Unsicherheit, staatlichen Eingriffen, Handelsbeschränkungen und politischen Unruhen aussetzen könnte. Weiters kann unabhängig davon jede Produktionsstätte der Gruppe Feuer, Naturkatastrophen, kriegerischen Akten, Versorgungsengpässen oder sonstigen Ereignissen ausgesetzt sein. Die Kündigung von Landnutzungsrechten, Genehmigungen oder Leasingverträgen bestimmter Werke könnte die Produktionstätigkeit der Gruppe ebenfalls negativ beeinflussen.

Der Konzern betreibt eine aktive Versicherungspolitik in Abwägung der Risiken und der entsprechenden Kosten und hat für ein Unternehmen dieser Größe übliche Versicherungspolizzen abgeschlossen, sofern solche zu vertretbaren Kosten in Relation zum drohenden Risiko verfügbar sind.

PRODUKTQUALITÄT Wie bisher wird hohe Produktqualität, Liefertreue und Servicequalität auch in Zukunft eine Chance darstellen, um sich von Mitbewerbern zu differenzieren, und maßgeblich sein, um Wachstumschancen wahrzunehmen. Technische Defekte und Mängel in der Qualität sowie Schwierigkeiten bei der Lieferung von Produkten könnten die Gruppe Gewährleistungs-, Schadenersatzansprüchen sowie Vertragsstrafen aussetzen und zu Rückrufaktionen und dem Verlust von Kunden führen. AT&S unterhält ein entsprechendes Qualitätswesen, um mangelnde Produktqualität und negative Folgen daraus nach Möglichkeit auszuschließen, ist gleichzeitig jedoch im Rahmen einer (erweiterten) Produkthaftverpflichtung gegen wesentliche Risiken versichert. Operatives Geschäft

TECHNOLOGIE- UND PROJEKTENTWICKLUNG Das Know-how der Gruppe in der Projekt- und Technologieentwicklung, speziell in China, ermöglicht die Nutzung von weiteren erfolgversprechenden Wachstumschancen, wie insbesondere die Entwicklung des IC-Substrate-Geschäfts. Allerdings ergeben sich dadurch, auch angesichts des erheblichen Investitionsvolumens für das Werk in Chongqing, spezifische Risiken. Komplikationen beim Vorantreiben der technologischen Entwicklung und der Projektentwicklung könnte die Betriebsführung sowie finanzielle und administrative Ressourcen erheblich belasten.

Organisation MITARBEITER
Die kollektive Industrieerfahrung und Managementexpertise der Mitarbeiter der AT&S
Gruppe ist die Basis zur Nutzung zukünftiger Chancen. Das Geschäft der Gruppe könnte leiden, wenn leitende
Angestellte das Beschäftigungsverhältnis mit der Gruppe beenden oder die Gruppe nicht in der Lage wäre,
weiterhin hochqualifizierte Ingenieure oder Verkäufer zu rekrutieren und zu halten. AT&S arbeitet kontinuier
lich an Strategien, um Schlüsselarbeitskräfte zu halten, wertvolle Mitarbeiter zu akquirieren und die Fähigkei
ten der Mitarbeiter weiter auszubauen.
LOHNKOSTEN
Wesentliche Anstiege der Lohnkosten, besonders an den Produktionsstandorten in China,
könnten sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns auswirken.
Finanzrisiken Zu den Bereichen Finanzierungsrisiko, Liquiditätsrisiko, Kreditrisiko sowie Wechselkursrisiko wird auf Erläute
rung 20 "Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten" im Konzernabschluss verwiesen.
STEUERRISIKO
Die Gesellschaft ist global tätig und somit mit unterschiedlichen Steuersystemen konfron
tiert. Solange die Voraussetzungen für die Bildung einer Rückstellung oder Verbindlichkeit nicht gegeben sind,
werden Steuerrisiken, nationale als auch internationale, unter die Finanzrisiken subsumiert und entsprechend

überwacht. Die derzeit wesentlichen Steuerrisiken betreffen die Gesellschaften in Indien und China.

6. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf das Rechnungswesen

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und Risikomanagement ist integrierter Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. In Anlehnung an das Rahmenkonzept von COSO (The Committee of Sponsoring Organization of the Treadway Commission) werden unter dem Begriff des unternehmensweiten Risikomanagements das eigentliche Risikomanagement sowie das interne Kontrollsystem (IKS) subsumiert. Die wesentlichen Merkmale des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie der internen Revision von AT&S sind in einem konzernweiten Risikomanagement- und Revisionshandbuch festgehalten.

Die Dokumentation der internen Kontrollen (Geschäftsprozesse, Risiken, Kontrollmaßnahmen und Verantwortliche) erfolgt grundsätzlich in Form von Kontrollmatrizen, die in einer zentralen Managementdatenbank archiviert werden. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem beinhaltet dabei die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung im Sinne der beschriebenen Kontrollziele für die Finanzberichterstattung.

Die Prozesse der Rechnungslegung sind in gesonderten Verfahrensanweisungen dokumentiert. Nach Möglichkeit sind diese konzernweit einheitlich ausgestaltet und werden in einem standardisierten Dokumentationsformat abgebildet. Aus den spezifischen lokalen Regelungen resultieren zusätzlich Anforderungen an die Rechnungslegungsprozesse. Die Grundlagen der Rechnungslegung und Berichterstattung sind in den Prozessbeschreibungen und weiters in ausführlichen Verfahrensanweisungen dokumentiert, welche ebenfalls im zentralen Management Manual archiviert sind. Darüber hinaus werden Arbeitsbehelfe zu Bewertungsläufen, Bilanzierungsvorgängen und organisatorischen Erfordernissen im Zusammenhang mit den Rechnungslegungsund Jahresabschlussprozessen erstellt und laufend aktualisiert. Die Terminplanungen erfolgen im Einklang mit den Konzernerfordernissen.

Die interne Finanzberichterstattung erfolgt monatlich als Bestandteil der Konzernberichterstattung, wobei die Finanzinformationen durch die Organisationseinheit Group Accounting (Teilbereich von Group Finance & Controlling) überprüft und analysiert werden. Die monatliche Soll-Ist-Abweichung mit entsprechender Kommentierung der Segment- bzw. Werksergebnisse sowie des Gesellschaftsergebnisses wird intern an die Führungskräfte und an die Mitglieder des Aufsichtsrats berichtet.

Die jährliche Budgeterstellung erfolgt durch die Organisationseinheit Group Controlling (Teilbereich von Group Finance & Controlling). Auf Basis der Quartalsergebnisse und aktuellen Planungsinformationen werden unterjährig quartalsweise Vorschaurechnungen (Forecasts) für das verbleibende Geschäftsjahr erstellt. Die Vorschaurechnungen mit Kommentierung zum Budgetvergleich und Darstellungen zur Auswirkung von Chancen und Risiken bis Geschäftsjahresende werden an den Aufsichtsrat berichtet. Neben der regelmäßigen Berichterstattung werden Mehrjahresplanungen, projektbezogene Finanzinformationen oder Berechnungen über Investitionsvorhaben aufbereitet und an den Aufsichtsrat übermittelt.

7. Aktionärsstruktur und Angaben zum Kapital (§243a Angaben)

KAPITALANTEILSSTRUKTUR UND ANGABEN ZU GESELLSCHAFTERRECHTEN Zum Bilanzstichtag per 31. März 2014 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft 42.735.000 € und besteht aus 38.850.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je 1,1 € pro Aktie. Das Stimmrecht in der Hauptversammlung wird nach Stückaktien ausgeübt, wobei je eine Stückaktie das Recht auf eine Stimme gewährt. Sämtliche Aktien lauten auf Inhaber.

Die maßgeblichen direkten und indirekten Beteiligungen an der Konzernmuttergesellschaft AT & S AG, die zum Bilanzstichtag zumindest 10 % betragen, stellen sich wie folgt dar:

Aktien % Kapital % Stimmrechte
Dörflinger-Privatstiftung,
Karl-Waldbrunner-Platz 1, A-1210 Wien 6.902.380 17,77 % 17,77 %
Androsch Privatstiftung,
Franz-Josefs-Kai 5, A-1010 Wien 6.339.896 16,32 % 16,32 %

Zum Stichtag 31. März 2014 befanden sich rund 65,91 % der Aktien im Streubesitz. Außer den oben angeführten Beteiligungen gab es keinen weiteren Aktionär, der mehr als 10 % der Stimmrechte an der AT & S AG hielt. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Es bestehen keine Beschränkungen hinsichtlich der Ausübung des Stimmrechtes durch Arbeitnehmer mit Kapitalbeteiligung.

Es gibt keine besonderen Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates.

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der AT & S AG und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden sämtliche 2.577.412 Stück eigene Aktien veräußert, somit hält der Konzern zum Bilanzstichtag 31. März 2014 keine eigenen Aktien.

In der 19. ordentlichen Hauptversammlung vom 4. Juli 2013 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben sowie einzuziehen. Weiters wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren, sohin bis einschließlich 3. Juli 2018 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Anteile auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Mitarbeiteraktienoptionen, Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen bzw. sonstigen Vermögenswerten und zu jedem sonstigen gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden.

Es gibt keine außerbilanziellen Geschäfte zwischen der AT & S AG und ihren Tochtergesellschaften.

Die AT & S AG hat keine Kredite an Organmitglieder vergeben und ist auch keine Haftungsverhältnisse zu deren Gunsten eingegangen.

Weiterführend wird auf die Erläuterungen im Anhang zum Konzernabschluss, Erläuterung 22 "Gezeichnetes Kapital", sowie auf die Erläuterungen 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten", verwiesen.

8. Ausblick

Der stetig zunehmende Bedarf an elektronischen Endgeräten und der generell steigende Elektronikanteil in unterschiedlichsten Applikationen werden weiterhin zu einer Steigerung des Bedarfs an Leiterplatten führen. Um dem steigenden Preisdruck in der Branche entgegen zu wirken, wird der Fokus auch im kommenden Geschäftsjahr auf eine solide Weiterentwicklung des Kerngeschäfts mit technologisch hochwertigen Produkten gelegt. In diesem Zusammenhang bleibt die Entwicklung von innovativen Produkten und Technologien ein Schwerpunkt der AT&S. Zur Absicherung dieser Strategie werden neben Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten weiterhin Investitionen in technologische Upgrades an den bestehenden Standorten durchgeführt.

Der Einstieg in das Marktsegment der IC-Substrate stellt für AT&S eine Weiterentwicklung des derzeitigen Hochtechnologiemarktes der HDI Leiterplatten dar. Strategisch bedeutet dieser Schritt eine außerordentliche Entwicklungschance für den Konzern. Nach der Errichtung der Gebäude im vergangenen Jahr werden im kommenden Geschäftsjahr die nächsten Projektschritte der Lieferung Installation und Qualifikation der Produktionsanlagen erfolgen. Parallel dazu erfolgt der Aufbau qualifizierter Mitarbeiter und die Weiterentwicklung unseres Know-Hows um den Erfolg dieses Projektes sicherzustellen.Insgesamt geht das Management für das kommende Geschäftsjahr von einer überwiegend guten Auslastung der aktuell verfügbaren Kapazitäten an allen Standorten aus. Durch den angestrebten hochwertigen Produktmix wird von einem moderaten Umsatzwachstum ausgegegangen. Weitere Kosteneffizienzprogramme sollen eine anhaltend gute Rentabilität trotz marktseitigem Preisdruck sicher stellen.

AT&S wird in den kommenden beiden Geschäftsjahren die Hauptphase bzgl. Investitionen in ihrem neuen Werk in Chongqing/China haben und darüber hinaus fokussierte Investitionen für Technologie Upgrades in den bestehenden Standorten tätigen. In dieser durch hohe Investitionen geprägten Zeit geht der Vorstand von einer für die nächsten Jahre konservativen Dividendenpolitik aus.

Leoben-Hinterberg, am 7. Mai 2014

Der Vorstand:

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Dr. Karl Asamer e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Bestätigungsvermerk

BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, Leoben-Hinterberg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis 31. März 2014 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2014, die Konzern-Gewinnund Verlustrechnung, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND FÜR DIE BUCHFÜHRUNG

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den nach § 245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS UND BE-SCHREIBUNG VON ART UND UMFANG DER GESETZLI-CHEN ABSCHLUSSPRÜFUNG Unsere Verantwortung besteht in

der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzern¬abschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

PRÜFUNGSURTEIL Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2014 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis zum 31. März 2014 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

AUSSAGEN ZUM KONZERNLAGEBERICHT Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 7. Mai 2014

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.: Mag. Christian Neuherz Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung

AT & S AUSTRIA TECHNOLOGIE & SYSTEMTECHNIK AKTIENGESELLSCHAFT

JAHRESABSCHLUSS ZUM 31. März 2014

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Seite
Bilanz 84
Gewinn und Verlustrechnung 85
Anhang zum Jahresabschluss 86

# AT & S AUSTRIA TECHNOLOGIE & SYSTEMTECHNIK AKTIENGESELLSCHAFT Anlage 1 LEOBEN-HINTERBERG

BILANZ ZUM 31. MÄRZ 2014 (Vorjahr zum Vergleich)

A. ANLAGEVERMÖGEN
A. EIGENKAPITAL
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
I.
Grundkapital
1. gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
42.735.000,00
163.270.702,50
4.273.500,00
28.490.000,00
93.340.702,50
und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen
937.850,87
1.690.728,37
II. Kapitalrücklagen
2. geleistete Anzahlungen
7.691.700,00
0,00
gebundene
8.629.550,87
1.690.728,37
III. Gewinnrücklagen
II. Sachanlagen
1. gesetzliche Rücklage
2.849.000,00
1. Bauten auf fremdem Grund
307.165,58
277.388,51
2. andere Rücklagen (freie Rücklagen)
17.505.782,55 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen
15.877.794,14
14.604.822,85
3. Rücklage für eigene Anteile
0,00 17.505.782,55
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.505.347,37
1.667.105,24
4. geleistete Anzahlungen
140.000,00
73.320,00
IV. Bilanzgewinn
15.734.956,75 19.382.746,94
17.830.307,09
16.622.636,60
davon Gewinnvortrag
14.718.229,34 16.774.117,68
III. Finanzanlagen 243.519.941,80 161.568.231,99
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
274.964.365,29
275.002.365,29
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
95.102.820,52
97.496.737,34
B. ZUSCHÜSSE AUS ÖFFENTLICHEN MITTELN
1.519.716,43 1.336.103,09
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
92.003,81
92.003,81
4. sonstige Ausleihungen
3.543.184,01
2.961.246,13
373.702.373,63
375.552.352,57
C. RÜCKSTELLUNGEN
400.162.231,59
393.865.717,54
B. UMLAUFVERMÖGEN
1. Rückstellungen für Abfertigungen
11.760.355,72 9.430.100,00
2. Rückstellungen für Pensionen 1.226.494,77 1.174.808,00
I.
Vorräte
3. Steuerrückstellungen
18.000,00 14.000,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
5.593.299,75
5.289.741,71
4. sonstige Rückstellungen
28.363.557,85 20.890.525,46
2. unfertige Erzeugnisse
4.302.455,43
3.799.997,01
41.368.408,34 31.509.433,46
3. fertige Erzeugnisse und Waren
14.723.593,44
10.169.024,56
24.619.348,62
19.258.763,28
D. VERBINDLICHKEITEN
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
38.778.579,70
37.092.010,23
1. Anleihen
100.000.000,00 180.000.000,00
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
2.489.293,23
9.531.523,89
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
259.515.583,00 110.505.240,49
3. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
5.539.467,19
5.150.182,53
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
8.296.376,55 9.155.810,82
46.807.340,12
51.773.716,65
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
16.516.477,26 2.893.840,79
III. Wertpapiere und Anteile
5. sonstige Verbindlichkeiten
6.192.541,38 9.879.943,11
1. sonstige Wertpapiere und Anteile
732.000,00
732.000,00
davon aus Steuern
1.084.439,46 957.963,07
2. eigene Anteile
0,00
17.505.782,55
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
1.134.749,00 1.109.549,31
732.000,00
18.237.782,55
390.520.978,19 312.434.835,21
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
202.836.587,01
22.432.359,72
274.995.275,75
111.702.622,20
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
1.771.537,42
1.280.264,01
SUMME AKTIVA
676.929.044,76
506.848.603,75
SUMME PASSIVA
676.929.044,76 506.848.603,75

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE 700.381,92 1.419.096,91

14 Anlage 2

LEOBEN-HINTERBERG AT & S AUSTRIA TECHNOLOGIE & SYSTEMTECHNIK AKTIENGESELLSCHAFT GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. APRIL 2013 BIS 31. MÄRZ 2014

(Vorjahr zum Vergleich)

2013/14
EUR
2012/13
EUR
1. Umsatzerlöse 262.445.392,22 250.605.280,45
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
3. andere aktivierte Eigenleistungen
800.124,36
0,00
-780.610,86
3.371,37
4. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanz
anlagen 85.966,67 55.509,18
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 32.661,34 627.286,92
c) übrige 19.774.409,95 22.692.863,85
5. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand
-163.364.091,28 -154.093.349,58
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -13.624.923,42 -11.372.192,78
6. Personalaufwand
a) Löhne -20.883.018,52 -19.922.215,48
b) Gehälter -28.091.341,92 -24.252.947,42
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeiter
vorsorgekassen
d) Aufwendungen für Altersversorgung
-2.686.272,11
-575.695,21
-2.681.192,42
-921.094,27
e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom
Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -12.597.585,11 -11.766.218,62
f) sonstige Sozialaufwendungen -618.987,28 -594.585,63
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.991.929,42 -5.994.900,14
b) abzüglich Amortisation von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln 293.268,09 317.845,00
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 18 fallen
-958.449,75 -265.790,48
b) übrige -35.847.792,94 -28.601.591,24
9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebsergebnis) -2.808.264,33 13.055.467,85
10. Erträge aus Beteiligungen 15.020.477,46 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen 15.020.477,46 0,00
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlage
vermögens 4.998.859,02 4.841.769,13
davon aus verbundenen Unternehmen 4.990.630,02 4.834.173,13
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen
246.677,07
58.659,19
631.007,01
191.725,29
13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen
und Wertpapieren des Umlaufvermögens 15.002,37 169.713,41
14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlauf
vermögens -2.478.382,04 -7.861.998,38
davon
a) Abschreibungen 0,00 -6.077.537,00
b)Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-1.725.777,49
-12.188.334,15
-1.784.461,38
-13.831.169,86
16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzergebnis) 5.614.299,73 -16.050.678,69
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.806.035,40 -2.995.210,84
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -364.807,99 -473.696,90
19. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 2.441.227,41 -3.468.907,74
20. Auflösung Rücklage für eigene Anteile 0,00 6.077.537,00
21. Zuweisung zu Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage -1.424.500,00 0,00
22. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 14.718.229,34 16.774.117,68
23. Bilanzgewinn 15.734.956,75 19.382.746,94
1. ALLGEMEINE ANGABEN 87 Seite
2. KONZERNVERHÄLTNISSE UND UMSTRUKTURIERUNGSVORGÄNGE 87
3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 88
3.1. Anlagevermögen 88
3.2. Umlaufvermögen 88
3.3. Rückstellungen 89
3.4. Verbindlichkeiten 89
4. AUFGLIEDERUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ 89
4.1. Anlagevermögen 89
4.2. Zusatzangaben gemäß § 238 Z 2 UGB 91
4.3. Ausleihungen gemäß § 227 UGB 91
4.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 92
4.5. Eigenkapital 93
4.6. Rückstellungen 94
4.7. Verbindlichkeiten 97
4.8. Dingliche Sicherheiten 98
4.9. Haftungsverhältnisse gemäß § 199 UGB 98
4.10. Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen 99
4.11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen 99
4.12. Derivative Finanzinstrumente und außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 237 Z 8a UGB 99
5. AUFGLIEDERUNGEN ZU POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 100
6. ZUSATZANGABEN GEMÄSS UGB 101
6.1. Aktivierbare latente Steuern 101
6.2. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 101
6.3. Organe, Arbeitnehmer 101
7. Lagebericht zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013/14 104

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz "AT&S" genannt) zum 31. März 2014 wurde gemäß den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der geltenden Fassung erstellt. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie die Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, wurden beachtet.

Insbesondere wurde bei der Bewertung von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen sowie der Grundsatz der Einzelbewertung von Vermögensgegenständen und Schulden beachtet. Dem Vorsichtsprinzip wurde durch Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und drohenden Verluste Rechnung getragen. Nur die am Abschlussstichtag realisierten Gewinne wurden ausgewiesen. Die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Fallen Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten unter mehrere Posten der Bilanz, erfolgt die Angabe bei jenem Posten, unter dem der Ausweis erfolgt.

2. KONZERNVERHÄLTNISSE UND UMSTRUKTURIERUNGSVORGÄNGE

Seit dem 31. März 1999 übt die AT&S die Funktion eines Mutterunternehmens im Sinne des § 244 UGB aus.

Unter Anwendung der Bestimmungen des § 245a UGB werden ein Konzernabschluss nach international anerkannten Rechnungslegungsstandards (International Financial Reporting Standards (IFRS)), ergänzt um die unternehmensrechtlich verpflichtend vorgeschriebenen Erläuterungen und Anmerkungen, und ein Konzernlagebericht aufgestellt.

Die AT&S stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf.

Die Erleichterungsbestimmungen gemäß § 241 Abs. 3 UGB werden in Anspruch genommen.

Im Folgenden werden die gesellschaftsrechtlichen Maßnahmen des Geschäftsjahres dargestellt:

  • Am 12. November 2013 wurde die per 1. April 2013 bereits in Liquidation befindliche DCC Development Circuits & Components GmbH in Liqu., Leoben, aus dem Firmenbuch gelöscht.
  • In der außerordentlichen Generalversammlung vom 11. März 2014 der AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH, Klagenfurt, wurde die Liquidation der Gesellschaft beschlossen.

3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

3.1. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Nutzungsdauer
immaterielle Vermögensgegenstände 4 - 10 Jahre
Bauten auf fremdem Grund 10 - 15 Jahre
technische Anlagen und Maschinen 5 - 15 Jahre
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre

Für Zugänge während der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wurde eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge während der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres eine halbe Jahresabschreibung angesetzt. Die Abschreibung für Zugänge erfolgt nach Maßgabe des Zeitpunktes ihrer Inbetriebnahme.

Die Möglichkeit der Sofortabschreibung von geringwertigen Vermögensgegenständen gemäß § 226 Abs. 3 UGB wurde in Anspruch genommen.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. entsprechend dem Niederstwertprinzip zum niedrigeren Marktwert (Kurswert) zum Bilanzstichtag.

3.2. Umlaufvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Ersatzteile werden zu Anschaffungskosten abzüglich prozentueller Gruppenabschläge bewertet. Erhaltene Skonti, Boni sowie Frachtkosten und Zölle wurden berücksichtigt.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten.

Die Ermittlung der Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zum 31. März 2014 erfolgt auf Basis der Vollkosten, wie es § 203 Abs. 3 UGB als Wahlrecht vorsieht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Für erkennbare Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Fremdwährungsforderungen werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Kurswerten zum Bilanzstichtag. Im Zusammenhang mit Wertpapieren des Umlaufvermögens wurden Zuschreibungen in Höhe von EUR 104.400,00 (Vorjahr: EUR 37.900,00) aus steuerrechtlichen Gründen unterlassen.

Die Bewertung der eigenen Anteile erfolgte in der Vergangenheit zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Kurswert zum Bilanzstichtag, daraus ergaben sich im Vorjahr Abschreibungen in Höhe von EUR 6.077.537,00. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden sämtliche vom Unternehmen gehaltenen eigenen Anteile veräußert. Aus diesem Vorgang ergab sich ein Veräußerungsverlust von EUR 752.604,55.

3.3. Rückstellungen

Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen erfolgt nach den Bewertungsvorschriften der IFRS (IAS 19) nach der "projected unit credit method" auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 3,3 % (Vorjahr: 3,75 %) und eines Pensionseintrittsalters gemäß den Bestimmungen der Pensionsreform 2003 sowie unter Berücksichtigung der betriebsindividuellen Fluktuation durch entsprechende Abschläge. Die Berechnung erfolgt unter Beachtung der Bestimmungen des Fachgutachtens KFS/RL 2 und 3 vom 5. Mai 2004 des Institutes für Betriebswirtschaft, Steuerrecht und Organisation der Kammer der Wirtschaftstreuhänder. Die Defined Benefit Obligation (DBO) beträgt zum Bilanzstichtag EUR 15.380.888,00 (Vorjahr: EUR 13.955.765,00).

Gemäß Fachgutachten "Zweifelsfragen bei Anwendung der Fachgutachten über die Bilanzierung von Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen nach den Vorschriften des Rechnungslegungsgesetzes (KFS/RL 2 und 3) im Hinblick auf IAS 19 (2011)" des Fachsenats für Unternehmensrecht und Revision der Kammer der Wirtschaftstreuhänder ist eine weitere Anwendung der Korridormethode für Geschäftsjahre die am oder nach dem 1.1.2013 beginnen, nicht mehr zulässig. Die zum 31. März 2013 bestehenden versicherungstechnischen Verluste in Höhe von EUR 4.525.665,00 werden über einen Zeitraum von höchstens fünf Jahren verteilt. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden daher ein Fünftel davon bzw. EUR 905.132,72 in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach den Bewertungsvorschriften der IFRS (IAS 19) nach der "projected unit credit method" auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 3,3 % (Vorjahr: 3,75 %) unter Zugrundelegung der Sterbetafeln AVÖ 2008-P. Das Pensionseintrittsalter wurde gemäß den Bestimmungen der Pensionsreform 2003 ermittelt. Die Defined Benefit Obligation (DBO) der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag EUR 1.226.495,00 (Vorjahr: EUR 1.174.808,00). Zusätzlich wurden Pensionsverpflichtungen teilweise an die APK Pensionskasse Aktiengesellschaft, Wien, übertragen.

Die Berechnung der Rückstellung für Jubiläumsgelder erfolgt nach den Bewertungsvorschriften der IFRS (IAS 19) nach der "projected unit credit method" auf Grund der kollektivvertraglichen Ansprüche bei Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 3,3 % (Vorjahr: 3,75 %) sowie unter Berücksichtigung der betriebsindividuellen Fluktuation durch entsprechende Abschläge.

Bei der Berechnung der sonstigen Rückstellungen ist entsprechend den gesetzlichen Erfordernissen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ausreichend Rechnung getragen worden.

3.4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

4.1. Anlagevermögen

Zur Entwicklung der Posten des Anlagevermögens siehe Seite 90.

Anlagenspiegel zum 31.03.2014

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Anschaffungswerte
1. April 2013
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am
31. März 2014
EUR
Abschreibungen
kumuliert
EUR
Buchwert
31. März 2014
EUR
Buchwert
31. März 2013
EUR
Abschreibungen
im
Geschäftsjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. gewerbl. Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus
abgeleitete Lizenzen 13.266.299,17 765.617,28 527.512,82 0,00 13.504.403,63 12.566.552,76 937.850,87 1.690.728,37 1.518.494,78
davon geringwertige Vermögensgegenstände 522.031,00 522.031,00 522.031,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 7.691.700,00 0,00 0,00 7.691.700,00 0,00 7.691.700,00 0,00 0,00
Zwischensumme 13.266.299,17 8.457.317,28 527.512,82 0,00 21.196.103,63 12.566.552,76 8.629.550,87 1.690.728,37 1.518.494,78
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund 499.219,36 66.101,51 0,00 0,00 565.320,87 258.155,29 307.165,58 277.388,51 36.324,44
2. technische Anlagen und Maschinen 183.361.647,11 5.851.338,71 6.269.441,83 69.000,00 183.012.543,99 167.134.749,85 15.877.794,14 14.604.822,85 4.647.366,67
3. andere Anlagen, Betriebs- und
und Geschäftsausstattung 13.877.925,90 624.153,07 482.939,95 4.320,00 14.023.459,02 12.518.111,65 1.505.347,37 1.667.105,24 789.743,53
davon geringwertige Vermögensgegenstände 108.747,11 108.747,11 108.747,11
4. geleistete Anzahlungen 73.320,00 140.000,00 0,00 -73.320,00 140.000,00 0,00 140.000,00 73.320,00 0,00
Zwischensumme 197.812.112,37 6.681.593,29 6.752.381,78 0,00 197.741.323,88 179.911.016,79 17.830.307,09 16.622.636,60 5.473.434,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 311.881.801,62 0,00 209.735,00 0,00 311.672.066,62 36.707.701,33 274.964.365,29 275.002.365,29 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 97.496.737,34 4.881.670,63 7.275.587,45 0,00 95.102.820,52 0,00 95.102.820,52 97.496.737,34 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 92.003,81 0,00 0,00 0,00 92.003,81 0,00 92.003,81 92.003,81 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 2.961.246,13 581.937,88 0,00 0,00 3.543.184,01 0,00 3.543.184,01 2.961.246,13 0,00
Zwischensumme 412.431.788,90 5.463.608,51 7.485.322,45 0,00 410.410.074,96 36.707.701,33 373.702.373,63 375.552.352,57 0,00
S u m m e 623.510.200,44 20.602.519,08 14.765.217,05 0,00 629.347.502,47 229.185.270,88 400.162.231,59 393.865.717,54 6.991.929,42

4.2. Zusatzangaben gemäß § 238 Z 2 UGB

Buchwert
31. März 2014
EUR
Höhe
des
Anteils
%
Höhe des
Eigenkapitals
EUR
Ergebnis des
letzten
Geschäftsjahres
EUR
Buchwert
31. März 2013
EUR
Anteile an verbundenen Unternehmen
AT&S Deutschland GmbH, Nörvenich,
Deutschland
1.053.000,00 100 456.861,40 48.396,35 1) 1.053.000,00
AT&S India Private Limited, Nanjangud,
Indien
16.898.516,89 100 2.152.459,41 -1.267.922,47 1) 16.898.516,89
AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH in
Liqu., Leoben
0,00 100 -6.520.221,07 -468.528,02 2) 0,00
DCC - Development Circuits & Components
GmbH in Liqu., Leoben
0,00 100 0,00 -141,07 3) 38.000,00
AT&S Asia Pacific Limited, Hongkong, Volks
republik China
229.768.865,92 100 240.238.381,29 17.421.295,36 1) 229.768.865,92
AT&S Korea Co., Ltd., Ansan-City,
Südkorea
27.237.538,14 98,76 9.081.987,84 4.152.406,40 1) 27.237.538,14
AT&S Americas, LLC, San José,
Kalifornien, USA
6.444,34 100 -10.149,94 -137.980,48 1) 6.444,34
Summe 274.964.365,29 275.002.365,29

1) Zahlen nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften zum 31. März 2014

2) Jahresabschluss zum 31. März 2014 nach UGB

3) Wert gemäß Liquidationsschlussbilanz zum 30. September 2013

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgte zu Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag.

Die Buchwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen wurden einer Werthaltigkeitsüberprüfung nach der DCF-Methode unterzogen, deren Basis die Planungsrechnungen für die nächsten Jahre sind. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden keine Wertberichtigungen durchgeführt.

4.3. Ausleihungen gemäß § 227 UGB

Unter dem Posten "Ausleihungen an verbundene Unternehmen" ist ein Betrag in Höhe von EUR 407.294,67 (Vorjahr: TEUR 3.448) innerhalb eines Jahres fällig.

4.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

4.4.1. Zusatzangaben gemäß § 225 Abs. 3 und § 226 Abs. 5 UGB

Bilanzwert
am
31. März 2014
EUR
davon Restlauf
zeit mehr als
ein Jahr
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 38.778.579,70 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 2.489.293,23 0,00
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 5.539.467,19 0,00
Summe 46.807.340,12 0,00
Bilanzwert
am
davon Restlauf
zeit mehr als
31. März 2013
EUR
ein Jahr
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 37.092.010,23 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 9.531.523,89 0,00
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 5.150.182,53 0,00

Die Forderungen der Gesellschaft gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2.489.293,23 (Vorjahr: EUR 2.833.450,67), aus sonstigen Forderungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 6.696.323,22) und aus Forderungen aus Steuerumlagen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.750,00).

4.4.2. Nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksame Erträge

In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind folgende wesentliche Erträge enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden:

31. März 2014
EUR
31. März 2013
EUR
Energieabgabenrückvergütung 2.188.540,21 1.339.232,53
Forschungsleistungen 0,00 7.877,68
Zuschuss Altersteilzeit 0,00 814,53
steuerfreie Prämien 2.006.758,15 2.259.015,28
Summe 4.195.298,36 3.606.940,02

4.5. Eigenkapital

4.5.1. Grundkapital

Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrates am 17. September 2013 den Grundlagenbeschluss gefällt, in Ausübung der Ermächtigung der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 14.245.000,00 durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 auf Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen, sowie eigene Aktien von bis zu 2.577.412 Stück zu veräußern.

Der Vorstand hat mit Zustimmung des Projektausschusses des Aufsichtsrates am 17. September 2013 den ersten Durchführungsbeschluss gefällt, das Grundkapital der Gesellschaft um EUR 3.704.218,10 durch Ausgabe von 3.367.471 neuen, bezugsrechtsfreien Aktien zu erhöhen. Der Bezugsund Angebotspreis je Emissionsaktie beträgt EUR 6,50. Die Erhöhung des Grundkapitals wurde am 20. September 2013 im Firmenbuch eingetragen.

Der Vorstand hat mit Zustimmung des Projektausschusses des Aufsichtsrates am 4. Oktober 2013 den zweiten Durchführungsbeschluss gefällt, das Grundkapital der Gesellschaft um EUR 10.540.781,90 durch Ausgabe von 9.582.529 neuen Aktien zu erhöhen, sowie 2.577.412 eigene Aktien zu veräußern. Der Bezugs- und Angebotspreis je Emissionsaktie beträgt EUR 6,50. Die Erhöhung des Grundkapitals wurde am 5. Oktober 2013 im Firmenbuch eingetragen.

Das Grundkapital beträgt somit EUR 42.735.000,00 und besteht aus 38.850.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,10.

4.5.2. Eigene Anteile/Rücklage für eigene Anteile

In der 19. ordentlichen Hauptversammlung vom 4. Juli 2013 wurde der Vorstand neu ermächtigt, gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu einem niedrigsten Gegenwert, der höchstens 30 % unter dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage liegen darf, und einem höchsten Gegenwert je Aktie, der höchstens 30 % über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage liegen darf, zu erwerben. Die Ermächtigung umfasst auch den Erwerb von Aktien durch Tochtergesellschaften der Gesellschaft (§ 66 AktG). Der Erwerb kann über die Börse, im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige Weise und zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erfolgen. Der Vorstand wurde außerdem ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Diese Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Teilen ausgeübt werden.

Weiters wurde der Vorstand in der 19. ordentlichen Hauptversammlung vom 4. Juli 2013 ermächtigt, gemäß § 65 Abs. 1b AktG für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 3. Juli 2018, mit Zustimmung des Aufsichtsrates und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie bereits im Bestand der Gesellschaft befindliche eigene Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden, insbesondere eigene Aktien

  • a) zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, einschließlich zur Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Aktienoptionen, Long-Term-Incentive-Plänen oder sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen,
  • b) zur Bedienung von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen,
  • c) als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten, und
  • d) zu jedem sonstigen gesetzlich zulässigen Zweck

zu verwenden und hierbei die allgemeine Kaufmöglichkeit der Aktionäre auszuschließen (Bezugsrechtsausschluss). Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Teilen und zur Verfolgung mehrerer Zwecke ausgeübt werden.

Die AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft hält zum Bilanzstichtag keine eigenen Anteile (Vorjahr: 2.577.412 Stück).
Entwicklung des Postens
eigene Anteile
Stück Bilanzwert
EUR
Anteil am
Grundkapital
in %
Anfangsbestand 1.4.2013 2.577.412 17.505.782,55 9,95
1)
Verkauf eigene Anteile -2.577.412 -17.505.782,55
Endbestand 31.3.2014 0 0,00

1) Der Anteil am Grundkapital wurde berechnet mit der Anzahl der Stückaktien am 1.4.2013 (25.900.000 Stück).

4.6. Rückstellungen

4.6.1. Sonstige Rückstellungen

Zusammensetzung:

31. März 2014
EUR
31. März 2013
EUR
nicht konsumierte Urlaube 2.836.477,82 2.577.082,01
sonstiger Personalaufwand 6.048.521,21 545.447,68
Urlaubszuschuss/Weihnachtsremuneration 1.949.510,98 1.890.261,91
Jubiläumsgelder 2.548.488,01 2.375.603,00
Drohverluste derivative Finanzinstrumente 420.085,73 118.431,71
Zeitausgleich 887.087,06 717.743,63
Drohverluste aus schwebenden Geschäften 1.181.020,72 150.306,83
Gewährleistung und Schadensfälle 422.634,47 185.861,93
Rechts- und Beratungsaufwand 446.583,38 227.744,25
Skonto Debitoren 282.676,17 243.716,13
Aktienoptionen 195.129,00 179.630,00
Restrukturierung Werk Leoben-Hinterberg 10.507.948,30 11.210.125,38
Aufsichtsratsvergütung 283.450,00 204.600,00
sonstige Rückstellungen < EUR 150.000 353.945,00 263.971,00
Summe 28.363.557,85 20.890.525,46

Unter dem Posten "Restrukturierung Werk Leoben-Hinterberg" sind im Wesentlichen Kosten im Zusammenhang mit zukünftigen Leasingzahlungen für ungenutzte Produktionsflächen enthalten.

Stock-Option-Plan (2009 bis 2012)

Auf Grund des Auslaufens des Stock-Option-Plans (2005 bis 2008) wurde in der 1. Sitzung des Nominierungs- und Vergütungsausschusses des Aufsichtsrates vom 17. März 2009 der Stock-Option-Plan (SOP 2009 von 2009 bis 2012) beschlossen, nachdem dieser in der 55. Aufsichtsratssitzung vom 16. Dezember 2008 zur Begutachtung vorgelegt wurde. Die Zuteilung von Aktienoptionen kann im Zeitraum zwischen 1. April 2009 und 1. April 2012 erfolgen.

Jede dieser Optionen berechtigt

  • entweder zum Erwerb einer Stückaktie der AT&S zum Ausübungspreis oder
  • es kann anstelle von Aktien ein Barausgleich in Höhe des Differenzbetrages zwischen dem Ausübungspreis und dem Schlusskurs der AT&S-Aktie an der Wiener Börse bzw. an der Börse der Hauptnotierung der AT&S-Aktie am Tag der Ausübung des Bezugsrechtes durch den Optionsberechtigten verlangt werden.

Im Rahmen des "SOP 2009" wurden am 1. April 2009 138.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 3,86, am 1. April 2010 135.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 7,45, am 1. April 2011 118.500 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 16,60 und am 1. April 2012 118.500 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 9,86 zugeteilt.

Ausübungspreis:

Der Ausübungspreis der Aktienoptionen wird jeweils am Tag der Zuteilung bestimmt und entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der AT&S an der Wiener Börse bzw. an der Börse der Hauptnotierung der Aktien der AT&S während der letzten sechs Kalendermonate, die dem Tag der jeweiligen Zuteilung vorausgehen, zuzüglich eines auf Basis dieses Durchschnitts berechneten Aufschlags in Höhe von 10 %. Als Kurs gilt der Schlusskurs im Xetra-Handel oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem. Der Ausübungspreis entspricht jedoch zumindest dem auf eine Aktie der AT&S entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals.

Ausübungszeitraum:

Die Ausübung der zugeteilten Aktienoptionen ist wie folgt gestaffelt:

  • 20 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von zwei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 30 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von drei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 50 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von vier Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.

Die Aktienoptionen können innerhalb einer Black-out-Periode nicht ausgeübt werden.

Voraussetzungen für die Ausübung:

Die Optionen können nur von Optionsberechtigten ausgeübt werden, die zum Zeitpunkt der Ausübung im aufrechten Anstellungs-/Dienstverhältnis mit einer Gesellschaft der AT&S-Gruppe stehen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Optionen noch innerhalb eines Jahres ab Beendigung des Anstellungs-/Dienstverhältnisses ausgeübt werden. Die Optionen sind nicht übertragbar und nicht verpfändbar.

DI (FH) Andreas Dr. Harald Mag. Thomas Dkfm. Steen E. Ing. Heinz leitende
Gerstenmayer Sommerer Obendrauf Hansen Moitzi Angestellte gesamt
Stück Stück Stück Stück Stück Stück Stück
1. April 2009 0 40.000 1.500 30.000 30.000 36.500 138.000
davon ausgelaufen 0 0 -1.500 0 0 -4.200 -5.700
davon ausgeübt 0 -40.000 0 -30.000 -30.000 -32.300 -132.300
1. April 2010 40.000 0 1.500 30.000 30.000 33.500 135.000
davon ausgelaufen 0 0 -1.500 0 0 0 -1.500
davon ausgeübt 0 0 0 -30.000 0 -15.000 -45.000
1. April 2011 40.000 0 30.000 0 30.000 18.500 118.500
davon ausgelaufen 0 0 -30.000 0 0 0 -30.000
1. April 2012 40.000 0 30.000 0 30.000 18.500 118.500
davon ausgelaufen 0 0 -30.000 0 0 0 -30.000
Summe 120.000 0 0 0 90.000 55.500 265.500

Anzahl und Aufteilung der eingeräumten Optionen:

Die im Geschäftsjahr ausgeübten Optionen hatten zum Zeitpunkt der Ausübung einen Wert von EUR 179.758,00.

Bewertung der Aktienoptionen zum Bilanzstichtag:

Die Bewertung dieser Aktienoptionen erfolgt zum beizulegenden Wert zum jeweiligen Bilanzstichtag unter Anwendung des Monte-Carlo-Verfahrens. Der beizulegende Wert der eingeräumten Aktienoptionen wird über deren Laufzeit verteilt bilanziell erfasst.

Beizulegender Wert der eingeräumten Aktienoptionen:

Zuteilung am: 1.4.2010 1.4.2011 1.4.2012
EUR EUR EUR
Beizulegender Wert zum 31. März 2014 130.007,00 12.744,00 93.987,00

4.7. Verbindlichkeiten

4.7.1. Zusatzangaben zu Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
Bezeichnung: Bilanzwert am
31. März 2014
EUR
von bis zu einem
Jahr
EUR
von mehr als
einem Jahr und
bis zu fünf Jah
ren
EUR
von mehr als
fünf Jahren
EUR
Anleihen 100.000.000,00 0,00 100.000.000,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
259.515.583,00 44.064.414,81 172.451.168,19 43.000.000,00
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
8.296.376,55 8.296.376,55 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
16.516.477,26 16.516.477,26 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 6.192.541,38 5.859.263,38 333.278,00 0,00
Summe 390.520.978,19 74.736.532,00 272.784.446,19 43.000.000,00
Restlaufzeit
Bezeichnung: Bilanzwert am
31. März 2013
EUR
von bis zu einem
Jahr
EUR
von mehr als
einem Jahr und
bis zu fünf Jah
ren
EUR
von mehr als
fünf Jahren
EUR
Anleihen 180.000.000,00 80.000.000,00 100.000.000,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
110.505.240,49 41.505.240,49 46.000.000,00 23.000.000,00
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
9.155.810,82 9.155.810,82 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
2.893.840,79 2.893.840,79 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 9.879.943,11 9.632.369,11 247.574,00 0,00
Summe 312.434.835,21 143.187.261,21 146.247.574,00 23.000.000,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 16.516.477,26 (Vorjahr: EUR 2.893.840,79).

4.7.2. Nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksame Aufwendungen

Unter den "sonstigen Verbindlichkeiten" sind folgende wesentliche Aufwendungen enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden:

31. März 2014
EUR
31. März 2013
EUR
Zinsen Anleihen 1.821.917,81 5.534.794,52
Gebietskrankenkasse 1.134.749,00 1.109.549,31
Finanzamt 677.708,33 683.334,97
Löhne und Gehälter 125.296,35 107.966,74
Gemeinden 90.122,29 88.102,57
Summe 3.849.793,78 7.523.748,11

4.8. Dingliche Sicherheiten

Bilanzwert am
31. März 2014
EUR
davon dinglich
besichert
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 259.515.583,00 32.000.000,00
Vorjahr: 110.505.240,49 32.000.000,00

Als dingliche Sicherheiten gegenüber Kreditinstituten dienen zedierte Forderungen.

4.9. Haftungsverhältnisse gemäß § 199 UGB

Stand
31.3.2014
EUR
davon gegenüber
verbundenen
Unternehmen
EUR
aus Garantien 700.381,92 700.381,92
Vorjahr: 1.419.096,91 1.419.096,91

4.9.1. AT&S India Private Limited

Im Geschäftsjahr 2002/03 wurde ein Garantieübereinkommen zwischen der Deutschen Bank AG, Bangalore, Indien, und der AT&S geschlossen:

  • Übernahme der Haftung für einen Betriebsmittelkredit in Höhe von INR 180.000.000,00 (EUR 2.171.785,85); der zum Bilanzstichtag aushaftende Betrag beläuft sich auf EUR 24.669,86 (Vorjahr: EUR 0,00).

4.9.2. AT&S (China) Company Limited

Im Geschäftsjahr 2010/11 wurde ein Garantieübereinkommen zwischen der China Construction Bank, Shanghai, Volksrepublik China, und der AT&S geschlossen, das die beiden Garantieübereinkommen aus den Geschäftsjahren 2006/07 und 2009/10 ersetzt:

  • Übernahme der Haftung für einen Kreditrahmen in Höhe von EUR 45.000.000,00, der zum Bilanzstichtag aushaftende Betrag beläuft sich auf EUR 675.712,06 (Vorjahr: EUR 1.419.096,91 ).

4.10. Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen

Sachanlagen

des folgenden
Geschäftsjahres
EUR
der folgenden fünf
Geschäftsjahre
EUR
Verpflichtungen aus Sale-and-Lease-back-Transaktion 1.486.972,50 7.434.862,50
Vorjahr: 1.672.592,36 8.362.961,80
Verpflichtungen aus Mietverträgen 346.263,00 1.095.605,00
Vorjahr: 361.305,00 1.266.003,00
Summe 1.833.235,50 8.530.467,50
Vorjahr: 2.033.897,36 9.628.964,80

4.11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag waren für Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen Bestellungen in Höhe von EUR 903.150,00 (Vorjahr: EUR 689.542,00) offen.

4.12. Derivative Finanzinstrumente und außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 237 Z 8a UGB

In der AT&S werden derivative Finanzinstrumente zum Schutz gegen mögliche Zinssatz- und Wechselkursschwankungen und zur partiellen Abdeckung sowohl bestehender als auch erwarteter, aber noch nicht fixierter Fremdwährungsverpflichtungen bzw. Fremdwährungsforderungen abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktwert und beträgt EUR -420.085,73.

Nominalwert Marktwert in EUR Buchwert in EUR
Zinsabhängige Produkte 31. März 2014 31. März 2014 31. März 2014
Swaps EUR 92.000.000,00 -420.085,73 -420.085,73
Nominalwert
31. März 2013
Marktwert in EUR
31. März 2013
Buchwert in EUR
31. März 2013
Zinsabhängige Produkte
Swaps EUR 9.300.000,00 -118.431,71 -118.431,71

In einer Erklärung hat sich die AT&S AG betreffend einer in ihrem Einflussbereich stehenden Tochtergesellschaft verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass die notwendigen finanziellen Mittel zur Begleichung von Verbindlichkeiten bereitgestellt werden.

5. AUFGLIEDERUNGEN ZU POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2013/14
EUR
2012/13
EUR
1. Umsatzerlöse
Ausland 239.781.923,11 227.230.504,68
Inland 22.663.469,11 23.374.775,77
262.445.392,22 250.605.280,45
2. Personalaufwand 2013/14
EUR
2012/13
EUR
a) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an be
triebliche Mitarbeitervorsorgekassen
Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte 83.965,17 145.576,36
übrige Arbeitnehmer 2.602.306,94 2.535.616,06
2.686.272,11 2.681.192,42

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von EUR 2.470.299,00 (Vorjahr: EUR 2.470.301,64) enthalten.

2013/14
EUR
2012/13
EUR
b) Aufwendungen für Altersversorgung
Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte 69.784,84 88.229,44
übrige Arbeitnehmer 505.910,37 832.864,83
575.695,21 921.094,27

3. Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzernabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, 8700 Leoben-Hinterberg, offengelegt.

6. ZUSATZANGABEN GEMÄSS UGB

6.1. Aktivierbare latente Steuern

Vom Wahlrecht, latente Gewinnsteuern auf temporäre Differenzen zwischen dem unternehmensrechtlichen und dem steuerlichen Ergebnis zu aktivieren, wurde nicht Gebrauch gemacht. Der gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbare Betrag beträgt EUR 2.225.622,00 (Vorjahr: EUR 1.979.528,00).

6.2. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Gemäß dem Steuerreformgesetz 2005, BGBl. I 2004/57, beträgt der Körperschaftsteuersatz seit 1. Jänner 2005 25 %.

Gemäß § 9 Abs. 8 KStG 1988 hat die AT&S als Gruppenträger mit folgenden Töchtern (Gruppenmitgliedern) eine Unternehmensgruppe gebildet:

  • AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH in Liqu., Leoben
  • DCC Development Circuits & Components GmbH in Liqu., Leoben (Die Liquidation der Gesellschaft wurde im laufenden Geschäftsjahr abgeschlossen)
  • AT&S Korea Co., Ltd., Ansan-City, Südkorea

Zum Zwecke des Ausgleichs der steuerlichen Wirkungen, die sich aus der Zurechnung der steuerlichen Ergebnisse ergeben, verpflichten sich die Vertragsparteien zur Entrichtung einer Steuerumlage.

Da keine latenten Gewinnsteuern aktiviert werden, hat die Unternehmensgruppe keine Ergebnisauswirkung auf den Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag". Weiters hat die AT&S als Gruppenträger an die AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH in Liqu. Mindestkörperschaftsteuer in Höhe von EUR 500,00 verrechnet.

6.3. Organe, Arbeitnehmer

Die Durchschnittszahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter betrug:

2013/14 2012/13
Arbeiter 643 647
Angestellte 385 402
Gesamt 1.028 1.049

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates:

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Vorstand tätig:

  • − DI (FH) Andreas GERSTENMAYER (Vorsitzender)
  • − Ing. Heinz MOITZI
  • − Dr. Karl ASAMER (seit 1. April 2014)

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Aufsichtsratsmitglieder bestellt:

  • − Dr. Hannes ANDROSCH (Vorsitzender)
  • − Ing. Willibald DÖRFLINGER (1. Stellvertreter des Vorsitzenden)
  • − DDr. Regina Prehofer (2. Stellvertreterin des Vorsitzenden)
  • − Dkfm. Karl FINK
  • − DI Albert HOCHLEITNER
  • − Mag. Gerhard PICHLER
  • − Dr. Georg RIEDL
  • − Dr. Karin SCHAUPP

Vom Betriebsrat waren delegiert:

  • − Wolfgang FLECK
  • − Sabine FUSSI
  • − Johann FUCHS (bis 15. Oktober 2013)
  • − Franz KATZBECK (seit 15. Oktober 2013)
  • − Günther WÖLFLER

Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes:

2013/14 2012/13
fix variabel Summe fix variabel Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
DI (FH) Andreas Gerstenmayer 428 373 801 396 0 396
Ing. Heinz Moitzi 357 424 781 310 0 310
Mag. Thomas Obendrauf 0 0 0 499 0 499
Gesamt 785 797 1.582 1.205 0 1.205

In den variablen Bezügen von Herrn Ing. Heinz Moitzi sind Bezüge aus Aktienoptionen in Höhe von TEUR 114 inkludiert.

In den fixen Bezügen von Herrn Mag. Thomas Obendrauf waren im Geschäftsjahr 2012/13 die vertragliche Abfertigungszahlung und sonstige Ansprüche im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung des Vorstandsvertrages enthalten.

Anzahl der zum Bilanzstichtag gesamt gewährten Aktienoptionen nach Abzug der ausgeübten beziehungsweise verfallenen Aktienoptionen der Mitglieder des Vorstandes:

31. März
2014 2013
DI (FH) Andreas Gerstenmayer 120.000 120.000
Ing. Heinz Moitzi 90.000 114.000
Summe 210.000 234.000

Zum 31. März 2014 liegt der Ausübungspreis der Zuteilungen für den Vorstand vom 1. April 2010 in Höhe von EUR 7,45 (70.000 Stück), vom 1. April 2011 in Höhe von EUR 16,60 (70.000 Stück) und vom 1. April 2012 in Höhe von EUR 9,86 (70.000 Stück) unter beziehungsweise über dem Tageskurs zum Bilanzstichtag (EUR 8,75).

Für die Aufsichtsratsmitglieder sind Vergütungen in Höhe von EUR 283.450 (Vorjahr: EUR 204.600,00) aufwandsmäßig erfasst und werden der Hauptversammlung vorgeschlagen.

Aktienbesitz des Vorstandes und der Aufsichtsräte der Gesellschaft zum Bilanzstichtag:

Aktien
Stand
31.3.2014
Stand
31.3.2013
Veränderung
Vorstand
Ing. Heinz Moitzi 2.786 1.672 1.114
Aufsichtsrat
Dr. Hannes Androsch 599.699 445.853 153.846
Androsch Privatstiftung 5.570.666 5.570.666 0
AIC Androsch International Management Consulting
GmbH
769.230 0 769.230
Dörflinger Privatstiftung 4.594.688 4.594.688 0
Dörflinger Management & Beteiligungs GmbH 2.307.692 0 2.307.692
Mag. Gerhard Pichler 26.768 19.118 7.650
Dr. Georg Riedl 15.482 9.290 6.192
Johann Fuchs bis 15. Oktober 2013 n/a 4 -4

Leoben-Hinterberg, am 7. Mai 2014

Der Vorstand:

DI (FH) Andreas GERSTENMAYER e.h. Ing. Heinz MOITZI e.h.

Dr. Karl ASAMER e.h.

7. Lagebericht zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013/14

1. Unternehmensprofil

Die AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz "AT&S" genannt) zählt mit Ihren Tochtergesellschaften weltweit zu den führenden Unternehmen der Branche und ist in Europa und in Indien der größte Leiterplattenproduzent. Das Tochterunternehmen in Shanghai betreibt das größte auf HDI-Technologie spezialisierte Werk Chinas. Das Produktportfolio der AT&S umfasst einseitige, doppelseitige, mehrlagige, HDI (High Density Interconnection; eine mehrlagige Leiterplatte mit extrem feinen Strukturen), flexible, starrflexible und semiflexible Leiterplatten. Das Leistungsspektrum beinhaltet unterschiedlichste Techniken der Behandlung von Leiterplatten unter Einsatz verschiedener Basismaterialien.

Mit einer globalen Präsenz über Tochtergesellschaften in Asien, Europa und den USA beliefert AT&S weltweit agierende Konzerne. Gleichzeitig bedient AT&S auch die Nachfrage von kleineren Unternehmen und fertigt Prototypen und Kleinserien. Die beiden Produktionsstandorte der AT&S befinden sich in Leoben-Hinterberg und in Fehring, die Produktionsstandorte der Tochtergesellschaften in Indien, China und Südkorea. Mit diesen Produktionskapazitäten ist AT&S in der Lage, sowohl die in Asien bestehende Volumensproduktion als auch das europäische Nischengeschäft zu bedienen. Die Produkte werden direkt bei den Erstausrüstern (OEM – Original Equipment Manufacturer) und bei Auftragsfertigern (CEM – Contract Electronic Manufacturer) abgesetzt.

AT&S ist technologisch einer der führenden Leiterplattenhersteller. Die hervorragenden Leistungen im Bereich Forschung und Entwicklung stellen eine dafür wesentliche Voraussetzung dar. AT&S arbeitet in Netzwerken aus Kunden, Lieferanten und Forschungseinrichtungen an neuen innovativen Techniken. Die laufende Optimierung der Geschäftsprozesse ist eines der wesentlichen Kernelemente der Unternehmensstrategie.

Das Kerngeschäft der AT&S unter Einbeziehung der Tochtergesellschaften ist die Entwicklung und Herstellung von Leiterplatten für Groß-, Kleinserien und Prototypen. Die Leiterplatten werden nach den Kundenspezifikationen maßgeschneidert und hergestellt. Mit der Embedding-Technologie kann AT&S nun auch Bestückungs- und Chip-Packing-Dienstleistungen anbieten.

2. Markt und Branche

Leiterplatten sind ein unverzichtbarer Bestandteil elektronischer Geräte. Sie dienen der mechanischen Befestigung von Mikroprozessoren und deren elektrischen Verbindungen. Nahezu jedes elektronische Gerät enthält eine oder mehrere Leiterplatten und ist damit Teil unseres täglichen Lebens.

Leiterplatten bestehen aus elektrisch isolierendem Material und den daran haftenden leitenden Verbindungen (Leiterbahnen). Als isolierendes Material ist faserverstärkter Kunststoff üblich. Die Komplexität von Leiterplatten wird vor allem durch die vertikale Verbindung mehrerer Lagen, die Stromkreisdichte, die physikalische Abmessung, die Lagenanzahl, den minimalsten Lochdurchmesser und das Oberflächen-Finish bestimmt. Globale Trends wie Miniaturisierung bei gleichzeitiger Erhöhung der Leitungsdichte steigern die Anforderungen an die Leiterplatte. Vor allem im Bereich der hochwertigen Leiterplatten kommen immer mehr technologisch anspruchsvolle Anwendungen von AT&S zum Einsatz.

INTERNATIONALE MARKTENTWICKLUNG Der Weltmarkt für Leiterplatten ist durch raschen Wandel und hohe Zyklizität gekennzeichnet, er ist hochkompetitiv und stark fragmentiert. Der größte Hersteller – gemessen am USD-Umsatz – hat einen Marktanteil von etwa 4 % (Quelle: NTI, Q2 2013). Im Jahr 2013 gab es weltweit etwa 2.600 bis 3.000 Hersteller (Quelle: NTI, Q2 2013). Die Top-20- Unternehmen verfügen über einen Marktanteil von rund 45 % des globalen Marktes (Quelle: NTI, Q2 2013).

Unabhängige Marktforscher erwarten für die kommenden fünf Jahre ein durchschnittliches jährliches Wachstum von rund 3 % für die gesamte Leiterplatten-Industrie (Quelle: Prismark, Q4 2013). Für Leiterplatten, die hochtechnologische Anwendungen unterstützen, wird eine überdurchschnittliche Wachstumsrate erwartet.

Die Nachfrage nach Leiterplatten ist langfristig von kontinuierlichem Wachstum geprägt. Im Jahr 2013 lag die Nachfrage bei 55,2 Mrd. USD (Quelle: Prismark, Q4 2013), was im Vergleich zu 2012 einer Steigerung um rund 1 % entspricht. Für die nachfolgenden Jahre gehen die Marktstudien davon aus, dass der Leiterplattenbedarf in den USA, Europa und Japan rückläufig sein wird, die Märkte in China und den asiatischen Tigerstaaten hingegen stark wachsen werden.

MOBILKOMMUNIKATION ALS WACHSTUMSTREIBER Unabhängige Marktforscher erwarten für die kommenden Jahre ein durchschnittliches jährliches Wachstum von rund 11 % für den gesamten Smartphone Markt und 13 % für den gesamten Tablet-Markt. Im Jahr 2013 wurden weltweit um 39 % mehr Smartphones verkauft als im Jahr davor (Quelle: IDC, Jan. 2014). Der weltweite Tablet-PC-Markt ist im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 68 % gewachsen (Quelle: Gartner, Feb. 2014).

Zusätzlich zu Smartphones und Tablets sind diesem Marktsegment auch PCs, Ultrabooks, Notebooks, Server, Telekommunikations-Infrastruktur, Spielkonsolen, Digitalkameras und ähnliche Geräte wie etwa Smart-watches zuzuordnen. Das Management erwartet eine steigende Nachfrage bei diesen Anwendungen und sieht im Trend zu Wearable Electronics Chancen für AT&S.

ÜBERDURCHSCHNITTLICHES WACHSTUM BEI AUTOMOBIL-ELEKTRONIK Unabhängige Marktforscher erwarten für die kommenden Jahre ein durchschnittliches jährliches Wachstum von rund 6 % für den globalen Automotive-Markt. Der Markt für Automobil-Elektronik wächst dabei rascher als der Absatz von Fahrzeugen. Während die Zahl der jährlich verkauften Automobile weltweit von 2009 bis 2012 um 38 % auf 85,7 Mio. Fahrzeuge anstieg, wuchs im gleichen Zeitraum der Wert der in Autos eingebauten Leiterplatten um 45 % auf 4,1 Mrd. USD (Quelle: NTI, Q3 2012). Bis zum Jahr 2017 wird eine durchschnittliche jährliche Steigerung von 6 % auf ca. 108 Mio. verkaufter Fahrzeuge prognostiziert (Quelle: LMC, Feb. 2013).

Im Automotive-Bereich liegt der Schwerpunkt auf Features wie Sicherheit, Gewichtsreduzierung, Energieeffizienz, Informationsmanagement und Unterhaltung. Hier werden hohe Ansprüche an die Leiterplatten in Bezug auf Zuverlässigkeit, Temperaturbeständigkeit sowie Ausfallssicherheit und Langlebigkeit gestellt. Die hochtechnologischen Anwendungen verstärken die Nachfrage nach HDI- und Microvia-Leiterplatten. Diesen Trend hat AT&S als einer der ersten erkannt und ist entsprechend gut im Markt positioniert. Dieses Marktsegment gliedert sich wie folgt: Kraftübertragung mit ca. 30 % Anteil (z.B. Motor, Getriebe sowie Übertragungs- und Emissionskontrolle), 23 % Infotainment (z.B. Autonavigation, Audio/Video, Telefon), 14 % Safety (z.B. Airbags, ABS, Sicherheitsgurte, Innen- und Außenspiegel), 12 % Beleuchtung (z.B. Frontscheinwerfer, Rücklichtbeleuchtung, Innenbeleuchtung, Türenknopfbeleuchtung), 11 % Sensorik (z.B. Abstandsmesser, Temperatursensor, Druck-Sensor) und 10 % thermische Lösungen (z.B. Kontrolle der Klimatisierung/Heizung, Motorkühlung) (Quelle: NTI, Q3 2012).

AT&S ist im Bereich Leiterplatten für die Automobil- und Luftfahrtindustrie gemessen am Umsatz der siebent größte Lieferant weltweit (Quelle: NTI, Mär. 2014). Derzeit werden die Leiterplatten von AT&S vor allem in Getriebesteuerungen, Navigationssystemen, Fahrspurassistenten, Kameramodulen, Infotainment- und Audiosystemen sowie in Sensoren verbaut.

KONTINUIERLICHE STEIGERUNGSRATEN IN DER INDUSTRIEELEKTRONIK Für das Jahr 2014 rechnen unabhängige Marktanalysten mit einer Wachstumsrate im Bereich Industrial Electronics Systems in der Höhe von 9 % (Quelle: IHS, Feb. 2014). Das Wachstum korreliert positiv mit jenem der eingebauten Leiterplatten. Der Markt für Industrial Electronics Systems umfasst das gesamte Spektrum der Industrieelektronik inklusive Leiterplatten, Gehäuse, Software usw. und ist somit deutlich größer als der eigentliche PCB-Markt. Es besteht jedoch eine direkte Korrelation zwischen System- und PCB-Markt. Bis zum Jahr 2018 gehen dieselben Analysten von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von ca. 5 % aus. (Quelle: IHS, Feb. 2014).

Der Markt für Industrieelektronik ist durch eine Vielzahl unterschiedlichster Kunden gekennzeichnet, die eine breit gefächerte Palette an Technologien nachfragen. Die eingesetzten Produkte reichen von Multilayer-Leiterplatten mit bis zu 22 Lagen bis hin zu flexiblen oder auch starr-flexiblen Leiterplatten. Um den unterschiedlichen Anforderungen der Endgeräte und den Ausführungsrichtlinien an die Leiterplatten gerecht zu werden, sind Flexibilität, Kundennähe sowie eine hohe Umsetzungsgeschwindigkeit erforderlich. Das Marktsegment Industrieelektronik beinhaltet folgende Applikationen: 10 % Beleuchtungsanwendungen (z.B. Steuerung für Lampen, LED-Lampen, LED-Module), 17 % Power-Anwendungen (z.B. Strommessgeräte, PV-Inverter, Generatoren), 25 % Instrumentation and Controls (z.B. speicherprogrammierbare Steuerungen, CNC) und 48 % andere Anwendungen (z.B. Labordiagnostik, RFID, Scanner, Eisenbahntechnik) (Quelle: Prismark, Mai 2012).

DER MARKT FÜR MEDIZINTECHNISCHE ELEKTRONIK-ANWENDUNGEN Der Weltmarkt für Leiterplatten, die im medizintechnischen Bereich zum Einsatz kommen, wird für das Jahr 2011 auf 810 Mio. € geschätzt (Quelle: BPA Consulting, Mai 2012). Unabhängige Marktanalysen gehen von einem Wachstum des Marktes für medizinische Systeme von ca. 8 % für das Jahr 2014 aus (Quelle: IC Insight, Dez. 2013). Der Markt für Medical Electronic Systems umfasst das gesamte Spektrum der medizintechnischen Elektronik-Anwendungen. Es besteht jedoch eine direkte Korrelation zur Entwicklung des PCB-Marktes. Bis zum Jahr 2017 gehen dieselben Analysten von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von ca. 7 % aus. (Quelle: IC Insight, Dez. 2013).

Der Markt für medizintechnische Elektronik-Anwendungen unterteilt sich in 21 % Diagnose- und bildgebende Verfahren (z.B. Röntgen, Ultraschall, Computertomographie), 22 % Therapie (z. B. Herzschrittmacher, Defibrillatoren), 27 % Patientenüberwachung (Puls-, Sauerstoffmessgerät, Anästhesie und Telemetrie-Systeme) und 30 % andere Anwendungen wie chirurgische Beleuchtung, Sterilisation, analytische Instrumente, molekulare Diagnostik usw.

Im Bereich der Medizintechnik haben Zuverlässigkeit, Miniaturisierung und Reduktion von Gewicht höchste Priorität, insbesondere bei Geräten wie z.B. Herzschrittmachern oder Hörgeräten. Bei dieser Herausforderung profitieren die Kunden von AT&S von der Erfahrung, die bei der Entwicklung von hochwertigen Leiterplatten für Smartphones gewonnen wurden. AT&S ist einer der wenigen europäischen Hersteller, die nach dem Medizintechnik-Standard EN ISO 13485 zertifiziert sind.

HOCHTECHNOLOGIEMAKRT IC-SUBSTRATE Unabhängige Marktforscher prognostizieren für das Jahr 2014 ein Wachstum von 5 % (Quelle: JMS, 2.HJ 2012). Das Wachstum wird durch die starke Nachfrage nach Smartphones und Tablets generiert. Der Markt für IC-Substrate hatte im Jahr 2013 ein Volumen von 8,9 Mrd. USD und verzeichnete ein Wachstum von 4 % zum Vorjahr. IC-Substrate werden hauptsächlich für Mikroprozessoreinheiten (Central Processing Units CPU) für Computer, Desktop-PC, Tablet-PC, Ultrabooks und Smartphones verwendet. Der Markt kennt nur wenige Anbieter, 70 % der Produktion kommen von sechs Herstellern. Diese Konzentration ist eine Chance für AT&S, sich mit einem starken Partner in diesem hochtechnologischen Segment zu positionieren.

MINIATURISIERUNG FORCIERT ADVANCED PACKAGING Auch im Bereich Advanced Packaging stehen Miniaturisierung, Zuverlässigkeit und die Reduktion von Gewicht im Vordergrund. Typische Anwendungsbeispiele sind Module für Mobile Applications (DC/DC Converter, Power Management Units, Fingerprint Sensoren usw.), Solid State Drives und Wearable Devices. Bei diesen Anforderungen profitieren die Kunden von der Erfahrung von AT&S aus der Entwicklung hochwertiger Lösungen, von langjährigen F&E Aktivitäten im Bereich von Embedded Component Packaging (ECP) sowie vom umfassenden IP-Portfolio in diesem Bereich. Durch ECP konnten Miniaturisierungseffekte von > 50 % des Vergleichsproduktes erzielt werden. Angesichts des steigenden Trends der Miniaturisierung gehen auch die Marktstudien von stark steigenden Wachstumsraten für die nächsten Jahre aus. So beträgt das prognostizierte Wachstum für das Jahr 2014 ca. 56 %, und für die Jahre bis 2018 gehen dieselben Marktanalysten von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von ca. 62 % aus (Quelle: Yole, Okt. 2012).

GESCHÄFTSVERLAUF

3. Ertragslage

Die UMSATZERLÖSE der AT&S sind im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 im Vorjahresvergleich um EUR 11,8 Mio. bzw. 5 % auf EUR 262,4 Mio. gestiegen. Grund dafür sind gestiegene Handelswarenerlöse mit einem asiatischen Tochterunternehmen.

Die EBIT-MARGE ist im abgelaufenen Geschäftsjahr von 5,2 % im Vorjahr auf aktuell -1,1 % gesunken. Ausschlaggebend für den Rückgang waren die Dotierung von erfolgsabhängigen Bonusrückstellungen, geringere Kursgewinne, sowie der Sondereffekt durch die Transaktionskosten für die im Geschäftsjahr 2013/14 durchgeführte Kapitalerhöhung.

Das FINANZERGEBNIS ist im Geschäftsjahr 2013/14 durch die Gewinnausschüttung einer Tochtergesellschaft in Höhe von EUR 15 Mio. positiv beeinflusst. Die Zinsaufwendungen für Anleihen und Bankverbindlichkeiten mit EUR 12,2 Mio. sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,6 Mio. gesunken. Die Erträge aus Ausleihungen an Tochterunternehmen mit EUR 5,0 Mio. (Vorjahr EUR 4,8 Mio.) blieben beinahe unverändert. Das Vorjahresfinanzergebnis war aufgrund des gesunkenen Börsekurswertes durch eine Abwertung der eigenen Anteile in Höhe von EUR 6,1 Mio. belastet.

Aufgrund der erläuterten Effekte im Betriebs- und Finanzergebnis ergab sich somit im aktuellen Geschäftsjahr ein positives JAHRES-ERGEBNIS in Höhe von EUR 2,4 Mio. (im Vorjahr EUR – 3,5 Mio.).

4. Vermögenslage

Der Buchwert des SACHANLAGEVERMÖGENS ist aufgrund von Investitionen von EUR 16,6 Mio. auf EUR 17,8 Mio. gestiegen, jener des immateriellen Vermögens erhöhte sich durch eine zugekaufte Lizenz von EUR 1,7 Mio. auf EUR 8,6 Mio.

Die ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN blieben mit EUR 275,0 Mio. gleich wie im Vorjahr. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sanken unter Berücksichtigung von Zinsbelastungen und Fremdwährungsumrechnungen buchmäßig von EUR 97,5 Mio. auf EUR 95,1 Mio.

Beim kurzfristigen UMLAUFVERMÖGEN zeigt sich ein Anstieg der Vorräte von EUR 19,3 Mio. auf EUR 24,6 Mio., hingegen ein Rückgang der Forderungen von EUR 51,8 Mio. auf EUR 46,8 Mio.

Aufgrund der Veräußerung der eigenen Anteile sanken die Wertpapiere und Anteile des Umlaufvermögens von EUR 18,2 Mio. auf EUR 0,7 Mio.

Der Bestand an flüssigen Mitteln stieg von EUR 22,4 Mio. auf EUR 202,8 Mio.

Das EIGENKAPITAL zum Bilanzstichtag 31. März 2014 beträgt EUR 243,5 Mio. und erhöhte sich aufgrund der durchgeführten Kapitalerhöhung gegenüber dem Vorjahr um EUR 82,0 Mio. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag von 36,0 % erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreswert (31,9 %), und zeigt weiterhin eine sehr gute Eigenkapitalausstattung.

Im Geschäftsjahr 2013/14 verminderte sich die NETTOVERSCHULDUNG der AT&S um EUR 111,4 Mio. auf aktuell EUR 156,0 Mio. Die Nettoverschuldung errechnet sich aus den Anleihen und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie sonstigen Wertpapieren und Anteilen des Umlaufvermögens (ohne eigene Anteile). Der Nettoverschuldungsgrad, berechnet aus dem Verhältnis der Nettoverschuldung zu Eigenkapital, hat sich von 165 % im Vorjahr auf 64 % vermindert.

5. Geldflussrechnung

Die Teilergebnisse der Geldflussrechnung zeigen im mehrjährigen Vergleich folgende Werte (berechnet gemäß Fachgutachten KFS/BW2 der österreichischen Kammer der Wirtschaftstreuhänder):

2013/14 2012/13 2011/12
TEUR TEUR TEUR
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 32.393 15.958 -141
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -13.203 -40.053 -48.370
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit 161.214 37.796 44.280

Der Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit zeigte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine deutlich positive Entwicklung. Neben einem positiven Geldfluss aus dem Ergebnis ist diese Entwicklung hauptsächlich auf den deutlichen Anstieg der offenen Verbindlichkeiten zurück zu führen. Auch die aktuell gehaltenen Vorräte sind leicht gestiegen. In Summe ergab sich daher ein positiver Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit von EUR 32,4 Mio.

Im Rahmen der Investitionstätigkeit der AT&S wurden im Geschäftsjahr 2013/14 insgesamt EUR 15,1 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen investiert,. Diese Auszahlungen führen im Wesentlichen zu dem Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit von EUR – 13,2 Mio.

Die Kapitalerhöhung abzüglich Transaktionskosten, sowie die Aufnahme des Schuldscheindarlehens und andererseits die Rückführung einer fälligen kurzfristigen Linie führten zu einem Nettomittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit von EUR 161,2 Mio.

6. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 2013/14 in der AT&S AG unter Einbeziehung der Leiharbeiter 1.361 Mitarbeiter und damit um 225 Personen mehr gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt (2012/13: 1.136) tätig.

Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, stellen gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter einen wesentlichen Baustein dar. AT&S legt daher besonderen Wert auf internationale AUS- UND WEITERBILDUNGSPROGRAMME. In technischen Schulungen, interkulturellen Trainings sowie speziellen Management- und Führungskräfteentwicklungs-Programmen werden die Mitarbeiter der AT&S adäquat auf gegenwärtige und zukünftige Aufgaben vorbereitet. Zur Nachwuchsförderung werden in Österreich Lehrlinge in fünf verschiedenen Berufsgruppen ausgebildet.

Ein transparentes und LEISTUNGSORIENTIERTES VERGÜTUNGSSYSTEM fördert das unternehmerische Denken und Handeln der Mitarbeiter. Das Bonussystem basiert seit dem Geschäftsjahr 2010/11 auf den Kenngrößen EBIT, Cash Earnings und ROCE und blieb somit gegenüber den vergangenen Jahren unverändert.

Der Konzern legt Wert auf einen angemessenen FRAUENANTEIL im Unternehmen. So beträgt der Frauenanteil konzernweit rund 35%, in Österreich sind 40% der MitarbeiterInnen Frauen.

ORT DES LERNENS Die AT&S als Ort des Lernens beschäftigt sich mit der Weiterbildung von Mitarbeitern. Um technologischer Vorreiter und Innovationstreiber zu sein, bedarf es hochqualifizierter und motivierter Mitarbeiter. Um diese Rolle zu erhalten gibt es zahlreiche Aktivitäten, wie den Trainings- und Leadership Katalog oder Basistrainings in den Werken. Wichtig für die Zukunft ist auch die Messung und Steuerung des Trainingsprozesses anhand von Kennzahlen. Die weitere Entwicklung der Kennzahlen zur Steuerung der Prozesse steht für das kommende Geschäftsjahr klar im Vordergrund.

AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, Anlage 4 Leoben-Hinterberg

ARBEITSSICHERHEIT Auch im Hinblick auf Arbeitssicherheit ist Standardisierung ein wichtiges Thema für die gesamte AT&S Gruppe. So werden in allen Produktionsstandorten weltweit keine Unterschiede hinsichtlich Ökologie und Sicherheit gemacht. Höchste Sicherheits- und Umweltstandards gelten für AT&S als selbstverständlich. An allen Produktionsstandorten sind dieselben Sicherheitsstandards, basierend auf europäischen Vorgaben, an Anlagen und Equipment implementiert. Die AT&S Gruppe, und damit alle Produktionsstandorte sind seit langer Zeit nach dem Occupational Health & Safety Standard OHSAS18001 zertifiziert, die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben sowie der weitaus strengeren internen Vorgaben und die kontinuierliche Verbesserung werden auch jährlich durch externe Audits geprüft und auch im vergangenen Geschäftsjahr durch die unabhängige Zertifizierungsgesellschaft bestätigt. Durch die Einführung des Managementsystems konnten die Unfallraten nachweislich im Laufe der Jahre reduziert werden. Als Langzeitziel wurde eine Senkung der Arbeitsunfälle von 7 % pro Jahr angestrebt und in den vergangenen Jahren auch erfolgreich umgesetzt. Die seit dem Geschäftsjahr 2004/05 laufenden Programme und Aktivitäten spiegeln sich auch in den Berichtszahlen wieder. Für den Zeitraum von 2004/05 bis 2013/14 konnte eine Verbesserung der Arbeitsunfälle gerechnet auf 1 Million Arbeitsstunden von 57 % erreicht werden. Das vergangene Geschäftsjahr wurde zwar mit einem leichten Anstieg der Kennzahlen abgeschlossen, der Zielwert wurde aber dennoch unterschritten. Sämtliche vorbeugende und korrektive Maßnahmen werden konsequent verfolgt und implementiert, um der gesetzten Forderung der kontinuierlichen Verbesserung gerecht zu werden.

7. Nachhaltigkeit

Nachhaltiges Wirtschaften und der schonende Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen haben für AT&S hohe Priorität. Als Basis für die effiziente Steuerung und Überwachung der Prozesse hat AT&S bereits seit langer Zeit ein integriertes Managementsystem geschaffen, das die Faktoren Qualität, Umwelt und Arbeitssicherheit vereint. Regelmäßige interne Audits durch qualifizierte interne Mitarbeiter sowie jährliche Überwachungs- und dreijährliche Rezertifizierungsaudits durch unabhängige Dritte überwachen die Anforderungen aus den Regelwerken. Auch im Geschäftsjahr 2013/14 wurde die Einhaltung aller Anforderungen durch die unabhängige Zertifizierungsgesellschaft erneut bestätigt.

Ein wesentlicher Bestandteil des integrierten Managementsystems ist die kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung bestehender Prozesse und Systeme. Diese Weiterentwicklung ist deutlich in den regelmäßig berichteten Kennzahlen sichtbar. Die AT&S Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, mit geringstmöglichen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu produzieren. Dieses Ziel setzt voraus, Nachhaltigkeit in allen unternehmerischen Ebenen und Prozessen zu leben. Aus diesem Grund hat AT&S im vergangenen Geschäftsjahr 2013/14 in Zusammenarbeit mit allen Standorten weltweit den ersten Nachhaltigkeitsbericht für Mitarbeiter innerhalb der AT&S publiziert. Ziel des internen Nachhaltigkeitsbericht ist die Zusammenfassung der Aktivitäten im Vorfeld zur Analyse und Definition der folgenden wesentlichen Kernthemen:

UMWELTMANAGEMENT Für die Herstellung von komplexen Verbindungslösungen ist Energie in Form von Strom und Wärme notwendig. Durch die Energienutzung, aber auch durch den Transport der Fertigwaren zum Kunden ergeben sich CO2-Emissionen, die anhand des CO2-Fußabdrucks als Performance Indikator monatlich pro Standort gemessen werden. Durch zahlreiche Maßnahmen in den produzierenden Werken konnte der CO2-Fußabdruck bereits auf 50,7 kg CO2 je m² produzierter Leiterplatte reduziert werden. Um in Zukunft den CO2 Ausstoß zu minimieren, setzt sich AT&S auch weiterhin ein jährliches Einsparungsziel von 5 %.

Der Frischwassereinsatz ist für die Produktion von Leiterplatten ein weiterer wichtiger Faktor. Um verantwortungsvoll mit diesem wichtigen Rohstoff umzugehen aber andererseits auch, um die Produktionsfähigkeit aufrecht zu erhalten, hat AT&S in Indien eine innovative Wasser Recyclinganlage installiert. Aktuell werden dort 68 % des verwendeten Wassers zurückgewonnen und danach wieder als Prozesswasser eingesetzt. Als Kennzahl dient der Frischwasserverbrauch in Liter je m² produzierter Leiterplatte. Um den Wasserverbrauch in Zukunft kontinuierlich zu senken, hat sich AT&S das Ziel gesetzt, jährlich 3 % Frischwasser einzusparen.

RESSOURCENEFFIZIENZ Der schonende Umgang mit Ressourcen ist für AT&S ein zentraler Aspekt, sowohl aus unternehmerischer wie auch aus ökologischer und sozialer Sicht. Der Fokus wird dabei auf die Optimierung des Materialeinsatzes (Vermeidung von Abfällen, Recycling und Effizienzsteigerung) gelegt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Abfälle und ihre Verwertung in allen Werken analysiert und verglichen, in vielen Fällen konnte Optimierungspotential identifiziert werden. Ein Beispiel ist die Optimierung des Goldverbrauchs und des Recyclings von Goldabfällen. Gemeinsam wurde mögliches Verbesserungspotential in allen Werken diskutiert, Vorschläge wurden aufgegriffen und mit lokalen Projekten umgesetzt. Die intensive Zusammenarbeit, auch mit der Montanuniversität Leoben, ermöglichte es, unterschiedliche Recyclingmethoden für ähnliche Abfälle zu analysieren, zu bewerten und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in die Analysen und Beurteilungen einfließen zu lassen. Dadurch haben sich die Recyclingaktivitäten in allen Werken wesentlich verbessert.

Am Beispiel von Kupfer, dem wichtigsten Material bei der Leiterplattenfertigung, kann gezeigt werden, wie Ressourceneffizienz innerhalb der AT&S gelebt wird: Kupfer ist das am häufigsten verwendete Metall in der Leiterplattenproduktion. Ein Herzstück der Leiterplatte ist die Kupferfolie. Diese Kupferfolie besteht bei AT&S zu 100 Prozent aus wiederverwertetem Kupfer. Kupferchlorid, das als Ätzmedium dient, wird nach der Nutzungsdauer extern über einen Lieferanten entsorgt. Dieser gewinnt das darin enthaltene Kupfer zurück, um es für andere Zwecke weiterzuverwenden. Kupfer findet sich auch in geringen Mengen im Abwasser. Durch die betrieblichen Abwasserreinigungsanlagen wird das Kupfer durch verschiedene Behandlungsmethoden aus dem Abwasser gefiltert und in Form von kupferhaltigem Galvanikschlamm zum Recycling an externe Recyclingunternehmen weitergegeben. Auch alle kupferhaltigen festen Abfälle aus der Produktion, wie zum Beispiel Kupferabschnitte, Fräsabfälle, etc. werden eigens gesammelt und der Verwertung zugeführt. Diese Kreisläufe zeigen, dass es an den Standorten der AT&S Gruppe viele unterschiedliche Abfallarten und Verwertungen für ein einziges Metall gibt. Der sorgsame Umgang und die Überlegungen zum Thema Recycling sind für AT&S Gewinn in doppelter Hinsicht – AT&S leistet einen Beitrag zur Ressourcenschonung und erzielt damit auch einen positiven monetären Effekt. Ein Paradebeispiel, dass Nachhaltigkeit alle drei Ebenen – Ökonomie, Ökologie und Soziales – in Einklang bringt.

Als wesentliche Rohstoffmaterialien wurden im Geschäftsjahr 2013/14 rund 113 kg Gold (2012/13: 130 kg), 323 Tonnen Kupfer (2012/13: 319 Tonnen), 1,67 Mio. m2 Laminate (2012/13: 1,8 Mio. m2 ) an den beiden Produktionsstandorten Leoben-Hinterberg und Fehring verbraucht. Der Strombedarf belief sich im Geschäftsjahr 2013/14 mit 57 GWh auf gleicher Höhe wie im Vorjahr.

8. Forschung und Entwicklung

AT&S folgt bei Innovationen einer fokussierten Technologiestrategie und einem effizienten Entwicklungsprozess. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug der Anteil am Umsatz, den AT&S mit Produkten mit neuen Technologien – also solchen die nach mehrjähriger Entwicklung in den letzten drei Jahren neu auf den Markt gebracht wurden – rund 25,5 %. Dies unterstreicht den hohen Stellenwert von Innovation für die AT&S Gruppe.

TECHNOLOGIE UND INNOVATION Die Durchdringung aller Lebensbereiche mit Elektronik ist noch lange nicht abgeschlossen. Nicht nur Menschen kommunizieren miteinander, auch immer mehr Maschinen, Geräte und Systeme werden miteinander vernetzt und tauschen ohne menschliches Zutun Daten aus. Das "Internet der Dinge" ist bereits Realität, auch wenn es noch am Anfang der Entwicklung steht. Nicht nur die Stückzahlen elektronischer Geräte werden steigen, auch die Anforderungen an Kleinheit, Leistungsdichte und Lebensdauer der Leiterplatten.

Deshalb setzt die Innovationsstrategie von AT&S folgende Prioritäten:

  • Fokus auf das Hochtechnologiesegment neue Produkte und Technologien, die von AT&S entwickelt werden, kommen im Hochtechnologiesegment des entsprechenden Marktes zum Einsatz.
  • Größerer Beitrag zur Wertschöpfungskette neue Produkte und Technologien, die von AT&S entwickelt werden, decken einen größeren Anteil an der Wertschöpfungskette zur Herstellung von elektronischen Geräten ab.
  • Effizientere Nutzung von natürlichen Ressourcen neue Produkte und Technologien, die von AT&S entwickelt werden, haben einen geringeren Verbrauch an natürlichen Ressourcen (z. B. Materialien, Wasser, Energie) als herkömmliche Produkte und Technologien.

AT&S betreibt einen zweistufigen Innovationsprozess. In den Forschungseinrichtungen von Leoben-Hinterberg werden die Entwicklungen in den Bereichen Materialien, Prozesse und Applikationen bis zu dem Punkt durchgeführt, an dem die prinzipielle Machbarkeit der Technologie erreicht ist. Dieser Tätigkeitsbereich umfasst somit die angewandte Forschung und Technologieevaluierung. Anschließend ist es Aufgabe der lokalen Abteilungen für Technologieentwicklung und Implementierung an den Standorten der AT&S, die Prozesse und Produkte experimentell weiterzuentwickeln und in den bestehenden Produktionsablauf zu integrieren. Je nach Bedarf werden zusätzlich zu den eigenen Ressourcen auch Kooperationen mit lokalen und internationalen Forschungseinrichtungen und Hochschulen eingegangen.

ENTWICKLUNGSAKTIVITÄTEN Basierend auf den strategischen Grundlagen, den Kundenanforderungen, sowie den Entwicklungen der Lieferanten und Forschungseinrichtungen arbeitet AT&S an unterschiedlichen Entwicklungsprojekten. Die Themen, die in diesen Projekten bearbeitet werden, können in vier Kernbereiche eingeteilt werden:

1. Interconnect Density

In diesem Bereich ist es das Ziel, die Größe der Leiterplatte und deren Strukturen laufend zu verkleinern und die Komplexität zu erhöhen. Die Herausforderung liegt darin, die Leiterstrukturen zu verkleinern und die Dicke der Leiterplatte zu reduzieren.

2. Mechanical Integration

Ziel ist eine verbesserte Integration der Leiterplatte als Komponente des elektronischen Geräts. Starr-flexible Leiterplatten, Kavitäten sowie Einlagetechniken bis zu vollflexiblen Leiterplatten werden entwickelt.

3. Functionality Integration

Dieses Entwicklungsgebiet fokussiert auf Integration zusätzlicher Funktionalitäten in der Leiterplatte. Zusätzlich zur aktuellen AT&S ECP®–Technologie sollen weitere Lösungen zum Einbetten von Komponenten in die Leiterplatte gefunden werden.

4. Printed Solutions

Hier liegt der Fokus auf neuen Lösungen, die den Verbrauch von Wasser und anderen natürlichen Ressourcen (z. B. Kupfer) reduzieren. Neue Verfahren basierend auf der Drucktechnologie werden entwickelt, um einen minimalen Einsatz natürlicher Ressourcen zu ermöglichen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte aus diesen Projekten ein neues Leiterplattenprodukt für hohe Temperaturen, wie sie beispielsweise im Antriebsstrang von Automobilen vorherrschen, generiert werden. Dadurch wird der Einsatz von Elektronik in Bereichen realisiert, in denen bisher nur mechanische oder hochspezialisierte Lösungen möglich waren.

Ein weiterer Höhepunkt des abgelaufenen Geschäftsjahres war die Entwicklung neuartiger Konzepte für die Leistungselektronik, die in einem Konsortium mit Firmen und Forschungspartnern durchgeführt wurde. Leistungselektronik benötigt man für Anwendungen, bei denen hohe elektrische Ströme auftreten und die elektronischen Module gekühlt werden müssen. Beispiele für diese Anwendungen findet man bei der Erzeugung von Strom (Windkraft, Photovoltaik), Elektromobilität und in der Beleuchtungsindustrie (speziell bei LEDs).

Generell stellt die fortschreitende Miniaturisierung einen wichtigen Treiber für Innovation dar. Neue technologische Herausforderungen bieten dabei die Bereiche Mobile Devices, Medizintechnik und Wearables.

IC-SUBSTRATE Das größte Entwicklungsprojekt der Unternehmensgruppe ist derzeit die Einführung der Technologie zur Fertigung von Substraten für Siliziumhalbleiterchips. IC-Substrate, also die Verbindung zwischen der Nanowelt des Siliziums und der Mikrowelt der Leiterplatten, konfrontiert AT&S mit gänzlich neuen Herausforderungen. In diesem Bereich existieren deutlich feinere Strukturdimensionen und engere Toleranzgrenzen als bei den derzeit hergestellten Produkten. Zusätzlich kommen aufgrund der unterschiedlichen Eigenschaften von Silizium und Polymermaterialien neue Materialien zum Einsatz, und es müssen neue Konzepte zur Erfüllung der Zuverlässigkeitsanforderungen entwickelt werden.

Zur erfolgreichen Bedienung des Marktes sind höchste technologische und qualitätsbezogene Anforderungen zu erfüllen. Neben den positiven Möglichkeiten zur Geschäftsentwicklung wird die Etablierung in diesem Markt und die künftig sehr frühe Kooperation mit der Halbleiterindustrie zahlreichen Bereichen der AT&S wertvolle Impulse für zu entwickelnde Technologien im derzeitigen Kerngeschäft geben. Dies wird die Technologie-Roadmaps weiter konkretisieren und AT&S in die Lage versetzen, Innovationsprojekte noch zielgerichteter umzusetzen. Auch auf der Ebene der konkreten Technologieprojekte werden durch den Zugang zu neuen Anforderungen und Herangehensweisen wesentliche Impulse zum weiteren Ausbau der technologischen Spitzenposition erwartet.

PATENTSTRATEGIE Die Fokussierung von AT&S auf Forschung & Entwicklung erfordert die rechtliche Absicherung ihrer Kerntechnologien. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 13 Schutzrechte neu zur Anmeldung eingereicht. Aktuell hält der AT&S Konzern 96 Patentfamilien, die in 153 Schutzrechten resultieren, in der AT&S werden 80 Patentfamilien, die in 130 Schutzrechten resultieren, gehalten.

Die Gesamtaufwendungen für Forschung & Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr 2013/14 auf rund EUR 12 Mio. und blieben damit nahezu unverändert zum Vorjahr.

9. Tochterunternehmen und Repräsentanzen

Die AT&S Gruppe verfügt derzeit über fünf nach Technologien ausgerichtete Produktionsstandorte: Leoben-Hinterberg und Fehring in Österreich, Ansan in Korea, Nanjangud in Indien und Shanghai in China. Leoben-Hinterberg und Shanghai sind mit ihren Forschungseinheiten außerdem wesentliche Technologietreiber innerhalb der AT&S Gruppe. Zusätzlich wird derzeit in Chongqing in China ein sechster Standort gebaut. Insgesamt beschäftigt AT&S rund 7.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit.

LEOBEN UND FEHRING Die österreichischen Werke in Fehring und Leoben sind in der Einzelgesellschaft der AT&S integriert und beliefern vor allem den europäischen, aber zunehmend ebenso den amerikanischen Markt. In Europa sind im Wesentlichen kurze Durchlaufzeiten, Spezialanwendungen sowie die Nähe zum Kunden von großer Bedeutung. Insgesamt fokussieren die Werke in Österreich, Indien und Korea auf kleine bzw. mittlere Serien vor allem für den Industrie- und den Automobilsektor. Das Werk in Leoben konnte den in den vergangenen Jahren begonnenen Weg der Nischen- und Prototypenerzeugung erfolgreich fortsetzen. Die Auslastung im Werk in Fehring ist im Berichtsjahr unter anderem aufgrund von Produktionsverlagerungen aus Klagenfurt positiv. Auch der stark wachsende Markt im Segment Advanced Packaging wird vom Standort Leoben beliefert.

KLAGENFURT Zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres fasste das Management den Entschluss, den Standort Klagenfurt zu schließen. Der immense Preisdruck im Bereich einfacher Technologien, wie sie in Klagenfurt hergestellt wurden, und die anhaltend geringer werdende Nachfrage in diesem Sektor führten zu einer dauerhaften Verlustsituation. Für die Mitarbeiter wurde ein Sozialplan ausgearbeitet. Einige wenige nahmen das Angebot, an die Standorte Fehring oder Leoben zu wechseln, an. Die Schließungsaktivitäten und Rückbauarbeiten sind weitestgehend abgeschlossen. Es wird mit keinen weiteren Belastungen durch die Schließung dieses Standortes gerechnet. Die Gesellschaft befindet sich seit 15. März 2014 in Liquidation.

SHANGHAI Das Werk in Shanghai fertigt HDI(High Density Interconnection)-Leiterplatten höchster Technologie in Großserien für den Mobile-Device-Sektor mit weltweit verteilten Kunden. Das Werk in Shanghai war im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut ausgelastet, in einigen Monaten wurde durchgängig an der obersten Kapazitätsgrenze produziert. Weiters zeigte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr eine steigende Nachfrage nach HDI-Leiterplatten für die Automobilindustrie, weshalb auch verstärkt Leiterplatten für die Business Unit Industrial & Automotive gefertigt wurden. Einen negativen Effekt hatte die Ankündigung des Kooperationspartners Panasonic, die Produktion der ALIVH-Technologie einzustellen. Da von einer weiteren Nachfrage am Markt nicht auszugehen ist, musste das am Standort Shanghai befindliche Prototypen-Equipment wertberichtigt werden.

CHONGQING Der Aufbau des neuen Standortes in Chongqing, China, verläuft planmäßig. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten Gebäude und Infrastruktur fertig gestellt werden. Das erste Produktions-Equipment wurde im Februar 2014 geliefert. An diesem Standort wird AT&S mit der Produktion von IC-Substraten (Interconnection Substrates) einen weiteren technologischen Meilenstein setzen. Die Zusammenarbeit mit dem Technologiepartner verläuft sehr erfolgreich und in enger Kooperation. Die Produktion erster Qualifikationslose ist für Herbst 2014 geplant.

ANSAN Die positive Entwicklung des Tochterunternehmens AT&S Korea konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut fortgesetzt werden. Neben der weiterhin sehr guten Auslastung für Medizinprodukte sorgte im Berichtsjahr insbesondere ein Großauftrag für einen innovativen Kamerahersteller für weitere Umsatzsteigerungen.

NANJANGUD Auch AT&S India zeigte eine positive Entwicklung. Sowohl die Umsatzentwicklung wie auch das Betriebsergebnis entwickelten sich positiv.

Die Gesellschaft AT&S Asia Pacific in Hongkong konnte sich als Holdinggesellschaft für den Bereich Mobile Devices etablieren. Die Nähe zu den CEMs der Kunden sowie zu den Lieferanten ist ein Standortvorteil, der von den Geschäftspartnern sehr geschätzt wird. Bereits rund die Hälfte des Konzernumsatzes wird über diese Gesellschaft abgewickelt.

Die Vertriebsbüros in Amerika, Deutschland, Japan und Taiwan konnten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einen guten und engen Kontakt zu den Kunden sicherstellen.

10. Bedeutende Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres

Im aktuellen Geschäftsjahr gab es keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

11. Kapitalanteilsstruktur und Angaben zu Gesellschafterrechten

Zum Bilanzstichtag per 31. März 2014 beträgt das gezeichnete Kapital der Gesellschaft EUR 42.735.000 und besteht aus 38.850.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,1 pro Aktie. Das Stimmrecht in der Hauptversammlung wird nach Stückaktien ausgeübt, wobei je eine Stückaktie das Recht auf eine Stimme gewährt. Sämtliche Aktien lauten auf Inhaber.

Die maßgeblichen Beteiligungen (direkt und indirekt) an der AT&S zum Bilanzstichtag stellen sich wie folgt dar:

Aktien % Kapital % Stimmrechte
Dörflinger-Privatstiftung:
Karl-Waldbrunner-Platz 1
A-1210 Wien
6.902.380 17,77 % 17,77 %
Androsch Privatstiftung:
Franz-Josefs-Kai 5
A-1010 Wien
6.339.896 16,32 % 16,32 %

Zum Stichtag 31. März 2014 befanden sich rund 65,91 % der Aktien im Streubesitz. Außer den oben angeführten Beteiligungen gab es keinen weiteren Aktionär, der mehr als 10 % der Stimmrechte an der AT&S hielt. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Es bestehen keine Beschränkungen hinsichtlich der Ausübung des Stimmrechtes durch Arbeitnehmer mit Kapitalbeteiligung.

Es gibt keine besonderen Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates.

In wesentlichen Verträgen über Finanzverbindlichkeiten sind Change of Control Klauseln enthalten. Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der AT&S und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden sämtliche 2.577.412 Stück eigene Aktien veräußert, somit hält die AT&S zum Bilanzstichtag 31. März 2014 keine eigenen Aktien.

In der 19. ordentlichen Hauptversammlung vom 4. Juli 2013 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben sowie einzuziehen. Weiters wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren, sohin bis einschließlich 3. Juli 2018 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Anteile auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Mitarbeiteraktienoptionen, Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen bzw. sonstigen Vermögenswerten und zu jedem sonstigen gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden.

Weiterführend wird auf die Erläuterungen im Anhang zum Jahresabschluss verwiesen.

Es gibt keine außerbilanziellen Geschäfte zwischen der AT&S und ihren Tochtergesellschaften.

Die AT&S hat keine Kredite an Organmitglieder vergeben und ist auch keine Haftungsverhältnisse zu deren Gunsten eingegangen.

12. Chancen und Risikomanagement

GRUNDSÄTZE, STRUKTUREN UND PROZESSE Risiko- und Chancenmanagement ist im AT&S Konzern eine wichtige Voraussetzung unternehmerischen Handelns. Mit dem Ziel, den Unternehmenswert zu steigern, werden nicht nur Chancen wahrgenommen, sondern zwangsläufig auch Risiken eingegangen. Um diese Risiken frühzeitig zu erkennen und pro-aktiv zu steuern, betreibt die AT&S, gemäß ÖCGK Anforderung, ein konzernweites Risikomanagement- und internes Kontrollsystem, sowie eine interne Revision.

Organisatorisch fallen das Risikomanagement, das interne Kontrollsystem und die interne Revision in die Verantwortung des Finanzvorstandes. Dem Gesamtvorstand wird einmal monatlich in der Vorstandssitzung vom Group Risk Manager bzw. Internal Auditor berichtet. Die Einbindung des Aufsichtsrats erfolgt zumindest im Rahmen des zweimal jährlich stattfindenden Prüfungsausschusses. Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems wird des Weiteren jährlich im Zuge der Jahresabschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer gemäß Regel 83 ÖCGK beurteilt.

Das operative Risikomanagement besteht aus einem mindestens zweimal jährlich zu durchlaufenden Prozess der Risikoidentifizierung und Bewertung. Risiken, welche in der Risikostrategie festgelegte Kriterien erfüllen, werden unter Berücksichtigung unterschiedlicher Szenarien zur Gesamtrisikoposition des Konzerns aggregiert und in den halbjährlich aktualisierten Risikobericht an Vorstand und Aufsichtsrat aufgenommen. Die Risikosteuerung erfolgt mittels Maßnahmen zur Minimierung der Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit durch die zugeteilten Verantwortlichen.

Grundsätzlich sind die Risiken, Ungewissheiten und Chancen der Gruppe von den weltweiten Entwicklungen am Leiterplattenmarkt geprägt und stellen sich wie folgt dar:

STRATEGIE

INVESTITIONEN Um Wachstumspotentiale zu nutzen und konkurrenzfähig zu bleiben, tätigt die Gruppe wesentliche Investitionen in neue Technologien sowie in die Weiterentwicklung und den Kapazitätsausbau bestehender Technologien (Miniaturisierung, Rigid-Flex etc.). Besondere Chancen ergeben sich durch den Einstieg in das, von potentiell attraktiven Margen, Eintrittsbarrieren und wenigen Mittbewerbern gekennzeichnete Substratgeschäft, mittels einer strategischen Partnerschaft mit einem weltweit führenden Halbleiterhersteller. Zusätzlich bietet der Standort in Chongqing, China, Wettbewerbsvorteile gegenüber der hauptsächlich japanisch dominierten Konkurrenz. Erste Umsätze im Geschäftsfeld IC-Substrate werden für das Kalenderjahr 2016 erwartet.

Das Segment Advanced Packaging, eine Technologie, welche von der AT&S unter dem Markennamen ECP® zur Marktreife gebracht wurde, birgt ebenfalls großes Chancenpotential und wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter ausgebaut.

Risiken im Investitionsbereich und generell für die Geschäftstätigkeit von AT&S stellen unerkannte oder fehlerhaft vorhergesehene technologische Entwicklungen oder eine Verlagerung der Nachfrage, welche Investitionen negativ beeinträchtigen könnten, dar.

WETTBEWERB Durch intensiven Fokus auf das High Tech Segment, gepaart mit höchsten Qualitätsstandards und konsequenter Kostenkontrolle, konnte sich die Gruppe im HDI-Bereich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber einem Großteil der Mitbewerber erarbeiten und damit dem intensiven Wettbewerb und der permanenten "Kommodifizierung" (mit entsprechender Margenreduktion) erfolgreich entgegenwirken. Die Ausweitung der Endprodukte, auf die sich die HDI-Produktpalette von AT&S bezieht, von Smartphones auf Tablet PCs, Spielkonsolen, Digitalkameras sowie das HDI-Automotive Segment unterstützt diese Strategie ebenso.

Die Chancen der österreichischen Werke von AT&S liegen in hoher Flexibilität, hohen Qualitätsstandards und der Fähigkeit, sich sehr schnell auf wechselnde Spezifikationen und Technologien einzustellen, wie es der Industrial Markt durch unterschiedliche Technologieanforderungen seitens einer Vielzahl von Kunden erfordert. In enger Kooperation mit unterschiedlichen Kunden werden laufend neue Technologien und Projekte vorangetrieben.

Wettbewerbsrisiken ergeben sich durch potentielle Qualitätssteigerungen und technologische Fortschritte in Ländern mit niedrigeren Produktionskosten die dazu führen könnten, dass insbesondere die Tätigkeiten der Gruppe in Österreich, aber auch an anderen Produktionsstandorten wie in China, weniger wettbewerbsfähig werden.

MARKTENTWICKLUNG

KUNDENBASIS Die AT&S Gruppe hat es, insbesondere mit ihren Kapazitäten in China, durch fortgeschrittene Fertigungstechnologien und hohe Qualitätsstandards geschafft, sich als verlässlicher Anbieter für einige der weltweit namhaftesten Abnehmer in der Elektronikindustrie zu etablieren. Die Umsätze mit den größten fünf dieser Kunden tragen mit über 50 % zum Gesamtumsatz bei. Die guten Geschäftsbeziehungen mit diesen Kunden bieten auch in Zukunft gute Chancen.

AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, Anlage 4 Leoben-Hinterberg

Allerdings birgt diese Kundenkonzentration auch Risiken im Falle einer signifikanten Reduktion der Geschäftstätigkeit mit einem dieser Kunden. Daher sind, sowohl die anhaltende Wettbewerbsfähigkeit von AT&S, als auch der kontinuierliche Ausbau einer breiten Kundenbasis und die Erschließung neuer Produktsegmente für eine schnelle Kompensation im Falle reduzierter Absatzmengen einzelner wesentlicher Kunden von großer Bedeutung.

WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG Wirtschaftliche Zyklen und Fluktuationen der Produktnachfrage in der Industrie für mobile Endgeräte, dem Automobilsektor und allgemein in der Industrie könnten die Ergebnisse der Gruppe beeinträchtigen, ein wirtschaftlicher Aufschwung könnte aber ebenso gesteigerte Geschäftschancen bieten. Die breitgefächerte Aufstellung über die Segmente Mobile Devices und Industrial & Automotive kann Risiken durch unterschiedliche Produktionszyklen zum Teil abmindern.

BESCHAFFUNG

ROHSTOFFPREISE Preisschwankungen für Energie, Heizöl, sowie Rohmaterial (Gold, Kupfer, Laminate) können sich kurzfristig sowohl positiv als auch negativ auf erzielbare Margen auswirken.

LIEFERANTENBASIS Die Strategie der Gruppe zielt konsequent auf eine diversifizierte und breite Basis von sorgfältig ausgewählten Bezugsquellen ab, um die Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu reduzieren. Mit wenigen Ausnahmen gibt es daher alternative Lieferantenoptionen, um Versorgungsrisiken zu begegnen. Zu wesentlichen Schlüssellieferanten mit besonderem Know-how und Wettbewerbsfähigkeit bestehen langjährige stabile Lieferanten-Kunden-Beziehungen.

UMFELD

GEISTIGES EIGENTUM Durch eigene Entwicklungen, Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern und Investitionen versucht die AT&S-Gruppe, sich in diesem Bereich bietende Chancen zu nutzen, um geistiges Eigentum zu erlangen und zusätzlich Zugang zu chancenreichen Patenten zu bekommen. Risiken ergeben sich, sollte die Gruppe es verabsäumen ihr geistiges Eigentum zu sichern und Mitbewerber somit in der Lage wären, diese Technologien zu nutzen. Rechtsstreitigkeiten über geistiges Eigentum könnten die Gruppe davon abhalten, in Streit stehende Technologie zu nutzen oder zu verkaufen bzw. können Rechtsstreitigkeiten über die missbräuchliche Verwendung von fremdem geistigem Eigentum erhebliche finanzielle Belastungen nach sich ziehen. Gerade der Einstieg in das neue Geschäftsfeld der IC-Substrate birgt diesbezügliche Risiken in sich, auch, weil AT&S entsprechendes Know-how in diesem Bereich weiter aufbauen muss.

COMPLIANCE Die Änderung regulatorischer Anforderungen wie Verbote spezieller Prozesse oder Materialien könnten zu einem Anstieg der Produktionskosten führen. Bei Verletzung von Vertraulichkeitsanforderungen von Kundenseite oder gesetzlichen Bestimmungen könnte die Gruppe erheblichen Strafen ausgesetzt sein. AT&S hat organisatorische Maßnahmen zur Verhinderung des Eintritts bzw. der Minimierung von Compliance-Risiken getroffen und baut diese laufend aus.

STANDORTRISIKEN Ein großer Teil der Tätigkeiten der Gruppe ist außerhalb von Österreich, insbesondere in Asien, angesiedelt, was die Gruppe potentiell rechtlicher Unsicherheit, staatlichen Eingriffen, Handelsbeschränkungen und politischen Unruhen aussetzen könnte. Weiters kann unabhängig davon jede Produktionsstätte der Gruppe Feuer, Naturkatastrophen, kriegerischen Akten, Versorgungsengpässen oder sonstigen Ereignissen ausgesetzt sein. Die Kündigung von Landnutzungsrechten, Genehmigungen oder Leasingverträgen bestimmter Werke könnte die Produktionstätigkeit der Gruppe ebenfalls negativ beeinflussen.

Der Konzern betreibt eine aktive Versicherungspolitik in Abwägung der Risiken und der entsprechenden Kosten und hat für ein Unternehmen dieser Größe übliche Versicherungspolizzen abgeschlossen, sofern solche zu vertretbaren Kosten in Relation zum drohenden Risiko verfügbar sind.

OPERATIVES GESCHÄFT

PRODUKTQUALITÄT Wie bisher wird hohe Produktqualität, Liefertreue und Servicequalität auch in Zukunft eine Chance darstellen, um sich von Mitbewerbern zu differenzieren und maßgeblich sein um Wachstumschancen wahrzunehmen. Technische Defekte und Mängel in der Qualität, sowie Schwierigkeiten bei der Lieferung von Produkten könnten die Gruppe Gewährleistungs-, Schadenersatzansprüchen sowie Vertragsstrafen aussetzen und zu Rückrufaktionen und dem Verlust von Kunden führen. AT&S unterhält ein entsprechendes Qualitätswesen, um mangelnde Produktqualität und negative Folgen daraus nach Möglichkeit auszuschließen, ist gleichzeitig jedoch im Rahmen einer (erweiterten) Produkthaftverpflichtung gegen wesentliche Risiken versichert.

TECHNOLOGIE- UND PROJEKTENTWICKLUNG Das Know-how der Gruppe in der Projekt- und Technologieentwicklung, speziell in China, ermöglicht die Nutzung von weiteren erfolgversprechenden Wachstumschancen, wie insbesondere die Entwicklung des IC-Substrate-Geschäfts. Allerdings ergeben sich dadurch, auch angesichts des erheblichen Investitionsvolumens für das Werk in Chongqing, spezifische Risiken. Komplikationen beim Vorantreiben der technologischen Entwicklung und der Projektentwicklung könnte die Betriebsführung, sowie finanzielle und administrative Ressourcen erheblich belasten.

ORGANISATION

MITARBEITER Die kollektive Industrieerfahrung und Managementexpertise der Mitarbeiter der AT&S Gruppe ist die Basis zur Nutzung zukünftiger Chancen. Das Geschäft der Gruppe könnte leiden, wenn leitenden Angestellten das Beschäftigungsverhältnis mit der Gruppe beendet, oder die Gruppe nicht in der Lage wäre, weiterhin hochqualifizierte Ingenieure oder Verkäufer zu rekrutieren und zu halten. AT&S arbeitet kontinuierlich an Strategien, um Schlüsselarbeitskräfte zu halten und wertvolle Mitarbeiter zu akquirieren und die Fähigkeiten der Mitarbeiter weiter auszubauen.

FINANZIERUNGSRISIKO

Das Finanzierungsrisiko umfasst sowohl die Sicherstellung der langfristigen Finanzierung der AT&S als auch Schwankungen im Wert der Finanzierungsinstrumente.

Aktivseitig bestehen geringe Zinsänderungsrisiken im Wertpapiervermögen. Sonstige Liquiditätsbestände werden überwiegend kurzfristig veranlagt.

Passivseitig sind zum Bilanzstichtag 87 % (Vorjahr 84 %) des Gesamtbetrages der Anleihen und der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, wobei hier die Zinssicherungsinstrumente berücksichtig werden müssen, fix verzinst. Die verbleibenden 13 % (Vorjahr 16 %) sind Kredite und variabel verzinst.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Unter Liquiditätsrisiko wird bei AT&S der Umstand der Zahlungsunfähigkeit verstanden. Es soll daher stets ausreichend Liquidität vorhanden sein, um den laufenden Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachkommen zu können.

Die AT&S verfügt zum Bilanzstichtag über Liquiditätsreserven in Höhe von EUR 276,9 Mio. Davon entfallen EUR 203,6 Mio. auf liquide Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) und sonstige Wertpapiere und Anteile, sowie EUR 73,3 Mio. auf bestehende, nicht ausgenützte Finanzierungsrahmen.

Die Kontrolle dieses Risikos erfolgt durch ein laufendes Monitoring der liquiden Mittel.

KREDITRISIKO

Unter dem Kreditrisiko versteht die AT&S die Möglichkeit eines kundenseitigen Zahlungsausfalles. Die AT&S hat es stets verstanden, starke Partnerschaften zu seinen Kunden aufzubauen. Der höchste Anteil von Forderungen eines direkten Vertragspartners beträgt 16 % (Vorjahr 12 %).

Generell basiert die Kontrolle des Kreditrisikos auf einer laufenden Bonitätsprüfung und auf dem Abschluss von Kreditversicherungen für die einzelnen Kunden.

AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, Anlage 4 Leoben-Hinterberg

WECHSELKURSRISIKO

Zur Absicherung der Währungsrisiken wird eine laufende Überwachung aller Transaktions-, Umrechnungs- und ökonomischen Risiken durchgeführt. Innerhalb der AT&S erfolgt die Kurssicherung von Transaktionsrisiken zunächst durch Schließen von Positionen (Netting), für offene Positionen werden bei Bedarf derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Durch die Tochterunternehmen in Asien bestehen Kursrisiken aus den lokalen Währungen. Sicherungsgeschäfte vor Ort sind aufgrund gesetzlicher Bestimmungen teilweise nur eingeschränkt möglich, außerdem ergeben sich Beschränkungen durch die Illiquidität der Währungen. Bei Bedarf wird das Risiko nach Europa transferiert und dort abgesichert. Zudem wird versucht, ein natürliches Hedging von Forderungen und Verbindlichkeiten herbeizuführen.

Zur Evaluierung des Wechselkursrisikos werden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, wobei ceteris paribus die Auswirkungen prozentmäßiger Änderungen der Wechselkurse zu einander simuliert werden.

FINANZMARKTRISIKEN

Die Finanzmarktrisiken, worunter das Fremdwährungs- und das Zinsänderungsrisiko verstanden werden, werden mittels regelmäßiger Sensitivitätsanalysen überwacht. In so genannten GAP-Analysen wird die mögliche Ergebnisveränderung durch eine 1%ige Preisänderung (Wechselkurs und Zinsen) bezogen auf die Fremdwährungs- bzw. Zinsnettoposition ermittelt. Dabei werden keine Korrelationen der verschiedenen Risikoelemente zueinander berücksichtigt. Die Ergebnisauswirkungen werden jeweils unter Beachtung der ertragsteuerlichen Auswirkungen auf das Konzernjahresergebnis nach Steuern errechnet.

13. Internes Kontrollsystem und Risikomanagement

13.1.Unternehmensweites Risikomanagementsystem

Die AT&S hat sich einen Ethik- und Verhaltenskodex auferlegt, der beschreibt, wie AT&S ihre Geschäfte auf ethische und sozialverantwortliche Weise führt. Diese Richtlinien gelten für alle Aktivitäten der AT&S-Gruppe weltweit, wobei jeder Mitarbeiter verantwortlich ist, sich bei der Ausübung seines Berufes und der täglichen Arbeit ausnahmslos an diesen Kodex zu halten.

Das Risiko- und Chancenmanagementsystem enthält in dem auf Konzernebene definierten Risikokatalog neben den Finanzrisiken weitere Risikokategorien, die sich insbesondere auf strategische Risiken, Markt- und Beschaffungsrisiken, Umfeldrisiken und operative sowie Organisationsrisiken beziehen. Der Risikokatalog, der einen Orientierungsrahmen für die Unternehmensbereiche bei der Risikoidentifikation darstellt, wird dynamisch an die sich verändernde Unternehmenssituation angepasst. Wichtigste Zielsetzung des konzernweiten Risiko- und Chancenmanagements ist die Optimierung der Gesamtrisikoposition bei gleichzeitiger Nutzung der sich bietenden Chancen. Es erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an die Führungs- und Aufsichtsgremien.

Die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, der internen Revision und des Risikomanagementsystems sowie die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sind unter anderem besondere Aufgabenbereiche des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates. Neben der Einbindung des Prüfungsausschusses in den Rechnungslegungsprozess bei der Quartalsberichterstattung erfolgt auch eine regelmäßige Risikoberichterstattung über die Tätigkeiten der internen Revision an den Prüfungsausschuss (Risiko- und Revisionsbericht). Der Prüfungsausschuss berichtet seinerseits an die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats.

Auf Basis der im Management Manual dokumentierten Geschäftsprozesse werden von den Prozessverantwortlichen für jeden Hauptbzw. Teilprozess die jeweiligen Risiken beschrieben und bewertet. Bei der Risikoeinschätzung sind grundsätzlich alle potenziell negativen Faktoren, welche die Zielerreichung der Organisation bzw. eines Prozesses gefährden, vom Prozesseigentümer zu dokumentieren. Die Kontrollziele für die Finanzberichterstattung werden von den bestehenden Risiken abgeleitet und den Kategorien Existenz (nur tatsächlich vorhandene und genehmigte Geschäftsvorfälle werden verarbeitet), Eintritt/Periodenabgrenzung (Abbildung der Geschäftsvorfälle in der richtigen Periode oder zeitnahe Verarbeitung), Vollständigkeit (Geschäftsvorfälle, Vermögen und Schulden werden vollständig erfasst), Bewertung (auf Geschäftsvorfälle wurden angemessene Bewertungsmethoden angewandt und sie wurden richtig berechnet), Rechte & Pflichten (das Unternehmen hat das wirtschaftliche Eigentum über die ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden sind tatsächlich Verpflichtungen des Unternehmens), Darstellung & Offenlegung (richtiger und vollständiger Ausweis im Jahresabschluss und anderen Berichten), Richtigkeit der Geschäftsvorfälle/Daten und Zugangsbeschränkung (Zugang zu IT-Systemen ist auf die Prozessverantwortlichen beschränkt) zugeordnet.

13.2. Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und Risikomanagement ist integrierter Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. In Anlehnung an das Rahmenkonzept von COSO (The Committee of Sponsoring Organization of the Treadway Commission) werden unter dem Begriff des unternehmensweiten Risikomanagements das eigentliche Risikomanagement sowie das interne Kontrollsystem (IKS) subsumiert. Die wesentlichen Merkmale des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie der internen Revision der AT&S sind in einem konzernweiten Risikomanagement- und Revisionshandbuch festgehalten.

Die Dokumentation der internen Kontrollen (Geschäftsprozesse, Risiken, Kontrollmaßnahmen und Verantwortliche) erfolgt grundsätzlich in Form von Kontrollmatrizen, die in einer zentralen Managementdatenbank archiviert werden. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem beinhaltet dabei die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung im Sinne der beschriebenen Kontrollziele für die Finanzberichterstattung.

Die Prozesse der Rechnungslegung sind in gesonderten Verfahrensanweisungen dokumentiert. Nach Möglichkeit sind diese konzernweit einheitlich ausgestaltet und werden in einem standardisierten Dokumentationsformat abgebildet. Aus den spezifischen lokalen Regelungen resultieren zusätzlich Anforderungen an die Rechnungslegungsprozesse. Die Grundlagen der Rechnungslegung und Berichterstattung sind in den Prozessbeschreibungen und weiters in ausführlichen Verfahrensanweisungen dokumentiert, welche ebenfalls im zentralen Management Manual archiviert sind. Darüber hinaus werden Arbeitsbehelfe zu Bewertungsläufen, Bilanzierungsvorgängen und organisatorischen Erfordernissen im Zusammenhang mit den Rechnungslegungs- und Jahresabschlussprozessen erstellt und laufend aktualisiert. Die Terminplanungen erfolgen im Einklang mit den Konzernerfordernissen.

Die interne Finanzberichterstattung erfolgt monatlich als Bestandteil der Konzernberichterstattung, wobei die Finanzinformationen durch die Organisationseinheit Group Accounting (Teilbereich von Group Finance & Controlling) überprüft und analysiert werden. Die monatliche Soll-Ist-Abweichung mit entsprechender Kommentierung der Business Unit- bzw. Werksergebnisse sowie des Gesellschaftsergebnisses wird intern an die Führungskräfte und an die Mitglieder des Aufsichtsrats berichtet.

Die jährliche Budgeterstellung erfolgt durch die Organisationseinheit Group Controlling (Teilbereich von Group Finance & Controlling). Auf Basis der Quartalsergebnisse und aktuellen Planungsinformationen werden unterjährig quartalsweise Vorschaurechnungen (Forecasts) für das verbleibende Geschäftsjahr erstellt. Die Vorschaurechnungen mit Kommentierung zum Budgetvergleich und Darstellungen zur Auswirkung von Chancen und Risiken bis Geschäftsjahresende werden an den Aufsichtsrat berichtet. Neben der regelmäßigen Berichterstattung werden Mehrjahresplanungen, projektbezogene Finanzinformationen oder Berechnungen über Investitionsvorhaben aufbereitet und an den Aufsichtsrat übermittelt.

14. Ausblick

Der stetig zunehmende Bedarf an elektronischen Endgeräten und der generell steigende Elektronikanteil in unterschiedlichsten Applikationen werden weiterhin zu einer Steigerung des Bedarfs an Leiterplatten führen. Um dem steigenden Preisdruck in der Branche entgegen zu wirken, wird der Fokus auch im kommenden Geschäftsjahr auf eine solide Weiterentwicklung des Kerngeschäfts mit technologisch hochwertigen Produkten gelegt. In diesem Zusammenhang bleibt die Entwicklung von innovativen Produkten und Technologien ein Schwerpunkt der AT&S. Zur Absicherung dieser Strategie werden neben Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten weiterhin Investitionen in technologische Upgrades an den bestehenden Standorten durchgeführt.

Der Einstieg in das Marktsegment der IC-Substrate stellt für AT&S eine Weiterentwicklung des derzeitigen Hochtechnologiemarktes der HDI Leiterplatten dar. Strategisch bedeutet dieser Schritt eine außerordentliche Entwicklungschance für den Konzern. Nach der Errichtung der Gebäude im vergangenen Jahr werden im kommenden Geschäftsjahr die nächsten Projektschritte der Lieferung Installation und Qualifikation der Produktionsanlagen erfolgen. Parallel dazu erfolgt der Aufbau qualifizierter Mitarbeiter und die Weiterentwicklung unseres Know-hows um den Erfolg dieses Projektes sicherzustellen. Insgesamt geht das Management für das kommende Geschäftsjahr von einer überwiegend guten Auslastung der aktuell verfügbaren Kapazitäten an allen Standorten aus. Durch den ange-

AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, Anlage 4 Leoben-Hinterberg

strebten hochwertigen Produktmix wird von einem moderaten Umsatzwachstum ausgegangen. Weitere Kosteneffizienzprogramme sollen eine anhaltend gute Rentabilität trotz marktseitigem Preisdruck sicherstellen.

AT&S wird in den kommenden beiden Geschäftsjahren die Hauptphase bzgl. Investitionen in ihrem neuen Werk in Chongqing/China haben und darüber hinaus fokussierte Investitionen für Technologie Upgrades in den bestehenden Standorten tätigen. In dieser durch hohe Investitionen geprägten Zeit geht der Vorstand von einer, für die nächsten Jahre konservativen Dividenden Politik aus.

Leoben-Hinterberg, am 7. Mai 2014

Der Vorstand:

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Dr. Karl Asamer e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, Leoben-Hinterberg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis 31. März 2014 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2014, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2014 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis zum 31. März 2014 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 7. Mai 2014

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Christian Neuherz Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Leoben-Hinterberg, am 7. Mai 2014

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Vorstandsvorsitzender

Dr. Karl Asamer e.h. Finanzvorstand

Ing. Heinz Moitzi e.h. Technikvorstand

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