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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG

Annual Report Jun 13, 2013

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Annual Report

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AT & S AUSTRIA TECHNOLOGIE & SYSTEMTECHNIK AKTIENGESELLSCHAFT

JAHRESFINANZBERICHT ZUM 31. März 2013

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Seite
Konzernabschluss
zum 31. März 2013
2
Konzernlagebericht 2012/13 52
Bestätigungsvermerk zum Konzernabschluss 59
Jahresabschluss zum 31. März 2013 60
Lagebericht zum Jahresabschluss 2012/13 83
Bestätigungsvermerk zum Jahresabschluss 92
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 94

AT & S AUSTRIA TECHNOLOGIE & SYSTEMTECHNIK AKTIENGESELLSCHAFT

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. März 2013

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Seite
Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung
3
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 3
Konzernbilanz 4
Konzern-Geldflussrechnung 5
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 6
Anhang zum Konzernabschluss 7

Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung

Geschäftsjahr endend zum 31. März
(in TEUR) Erläuterung 2013 2012
Umsatzerlöse 1 541.673 514.180
Herstellungskosten 2 (464.757) (430.682)
Bruttogewinn 76.916 83.498
Vertriebskosten 2 (28.195) (25.590)
Allgemeine Verwaltungskosten 2 (19.102) (21.632)
Sonstiges betriebliches Ergebnis 4 1.275 5.863
Betriebsergebnis 30.894 42.139
Finanzierungserträge 6 527 2.690
Finanzierungsaufwendungen 6 (15.354) (12.577)
Finanzergebnis (14.827) (9.887)
Ergebnis vor Steuern 16.067 32.252
Ertragsteuern 7 (1.965) (5.738)
Konzernjahresergebnis 14.102 26.514
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen 14.101 26.550
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 1 (36)
Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des Mutterunternehmens zusteht
(in EUR je Aktie): 24
- unverwässert 0,60 1,14
- verwässert 0,60 1,14

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Geschäftsjahr endend zum 31. März
(in TEUR) 2013 2012
Konzernjahresergebnis 14.102 26.514
Währungsumrechnungsdifferenzen 22.285 34.764
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von zur
Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, nach Steuern
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten aus der
(28) (13)
Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern 68 (162)
Sonstiges Ergebnis 22.325 34.589
Konzerngesamtergebnis 36.427 61.103
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen 36.423 61.137
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 4 (34)

Konzernbilanz

31. März
(in TEUR) Erläuterung 2013 2012
VERMÖGENSWERTE
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 8 437.763 454.466
Immaterielle Vermögenswerte 9 1.952 2.451
Finanzielle Vermögenswerte 13 96 96
Übergedeckte Pensionsansprüche 17 538 581
Aktive latente Steuern 7 21.323 16.819
Sonstige langfristige Vermögenswerte 10 9.657 8.730
471.329 483.143
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 11 62.417 64.909
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 12 111.802 115.483
Finanzielle Vermögenswerte 13 770 768
Laufende Ertragsteuerforderungen 657 617
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 14 80.226 29.729
255.872 211.506
Summe Vermögenswerte 727.201 694.649
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 22 45.914 45.535
Sonstige Rücklagen 23 44.877 22.555
Gewinnrücklagen 221.713 215.075
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital 312.504 283.165
Nicht beherrschende Anteile (51) (55)
Summe Eigenkapital 312.453 283.110
SCHULDEN
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten 16 168.665 188.729
Rückstellungen für Personalaufwand 17 15.206 13.895
Sonstige Rückstellungen 18 10.437 11.422
Passive latente Steuern 7 6.386 5.701
Sonstige Verbindlichkeiten 15 3.948 3.641
204.642 223.388
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 15 77.348 98.037
Finanzielle Verbindlichkeiten 16 129.837 84.399
Laufende Ertragsteuerschulden 1.299 3.551
Sonstige Rückstellungen 18 1.622 2.164
210.106 188.151
Summe Schulden 414.748 411.539
Summe Eigenkapital und Schulden 727.201 694.649

Konzern-Geldflussrechnung

Geschäftsjahr endend zum 31. März
(in TEUR) 2013 2012
Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernjahresergebnis 14.102 26.514
Überleitungspositionen zum Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen und Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 70.991 61.217
Veränderung langfristiger Rückstellungen 265 1.020
Ertragsteuern 1.965 5.738
Finanzierungsaufwendungen 14.827 9.887
(Gewinne)/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen 777 (726)
Auflösung von Investitionszuschüssen (808) (657)
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert (692) 1.416
Veränderungen des Working Capital:
- Vorräte 4.154 (8.992)
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges 1.585 3.416
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (15.095) 7.690
- Sonstige Rückstellungen (551) (518)
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 91.520 106.005
Gezahlte Zinsen (13.102) (9.634)
Erhaltene Zinsen und Dividendenerträge 494 216
Gezahlte Ertragsteuern (7.239) (9.380)
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 71.673 87.207
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (43.959) (113.228)
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 3.500 143
Einzahlungen aus dem Abgang von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 35
Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen (473)
Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten (292) (2.193)
Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten 167 2.162
Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit (40.549) (113.589)
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus der Aufnahme von Anleihen 98.999
Veränderung übriger finanzieller Verbindlichkeiten 23.921 (42.330)
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 1.475 2.609
Dividendenzahlungen (7.463) (8.396)
Nettomittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit 17.933 50.882
Nettozunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 49.057 24.500
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang 29.729 4.227
Währungsgewinne aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 1.440 1.002
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresende 80.226 29.729

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

(in TEUR) Gezeichnetes
Kapital
Sonstige
Rücklagen
Gewinn
rücklagen
Den Eigen
tümern des
Mutterunter
nehmens zu
rechenbares
Eigenkapital
Nicht
beherr
schende
Anteile
Summe
Eigenkapital
Stand zum 31. März 2011 44.475 (12.032) 197.020 229.463 353 229.816
Konzernjahresergebnis 26.550 26.550 (36) 26.514
Sonstiges Ergebnis 34.587 34.587 2 34.589
davon Währungsumrechnungsdifferenzen
davon Veränderung von zur Veräußerung ver
fügbaren finanziellen Vermögenswerten, nach
Steuern
davon Veränderung von Sicherungsinstumenten
aus der Absicherung von Zahlungsströmen,

34.762
(13)


2
34.764
(13)
nach Steuern (162) (162)
Konzerngesamtergebnis 2011/12 34.587 26.550 61.137 (34) 61.103
Dividendenzahlung für 2010/11 (8.396) (8.396) (8.396)
Veränderung eigene Anteile, nach Steuern 1.060 1.060 1.060
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen (99) (99) (374) (473)
Stand zum 31. März 2012 45.535 22.555 215.075 283.165 (55) 283.110
Konzernjahresergebnis 14.101 14.101 1 14.102
Sonstiges Ergebnis 22.322 22.322 3 22.325
davon Währungsumrechnungsdifferenzen
davon Veränderung von zur Veräußerung ver
fügbaren finanziellen Vermögenswerten, nach
Steuern
davon Veränderung von Sicherungsinstumenten
aus der Absicherung von Zahlungsströmen,

22.282
(28)


3
22.285
(28)
nach Steuern 68 68
Konzerngesamtergebnis 2012/13 22.322 14.101 36.423 4 36.427
Dividendenzahlung für 2011/12 (7.463) (7.463) (7.463)
Veränderung eigene Anteile, nach Steuern 379 379 379
Stand zum 31. März 2013 45.914 44.877 221.713 312.504 (51) 312.453

Anhang zum Konzernabschluss

I. Allgemeine Erläuterungen

A. ALLGEMEINES AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz "die Gesellschaft" und mit ihren Tochtergesellschaften "der Konzern" genannt) wurde in Österreich gegründet. Der Sitz der Gesellschaft ist in Österreich, Fabriksgasse 13, 8700 Leoben-Hinterberg.

Unternehmensgegenstand sind die Fertigung und der Vertrieb von Leiterplatten und die Durchführung von damit verbundenen Dienstleistungen primär in den Geschäftsfeldern Mobile Devices, Automotive, Aviation, Industrial, Medical & Healthcare und Advanced Packaging. Die Produkte werden im europäischen und asiatischen Raum produziert und sowohl direkt bei den Erstausrüstern (OEM – Original Equipment Manufacturer) als auch bei Auftragsfertigern (CEM – Contract Electronic Manufacturer) abgesetzt.

Die Gesellschaft notiert seit 20. Mai 2008 an der Wiener Börse, Österreich, im Börsesegment Prime Market und wird seit 15. September 2008, nach einer Phase des Doppellistings auf dem bisherigen Börseplatz Frankfurt am Main, Deutschland, ausschließlich an der Wiener Börse gehandelt. Vor dem Wechsel des Börseplatzes notierte die Gesellschaft seit 16. Juli 1999 an der Frankfurter Börse.

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 245a UGB in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS) und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGS-

GRUNDSÄTZE Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses herangezogenen Bewertungsgrundlagen basieren auf historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten – mit Ausnahme der Wertpapiere und der derivativen Finanzinstrumente, die mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

a. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Abschlussstichtag für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. März 2013 mit folgenden Ausnahmen: Aufgrund der gesetzlichen Lage in China entspricht das Geschäftsjahr der AT&S (China) Company Limited und der AT&S (Chongqing) Company Limited dem Kalenderjahr (Abschlussstichtag: 31. Dezember 2012), sodass die Einbeziehung auf Basis eines Zwischenabschlusses zum 31. März 2013 erfolgte.

Der Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 7. Mai 2013 zur Veröffentlichung freigegeben. Der Einzelabschluss der Gesellschaft, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, wird am 3. Juni 2013 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und Feststellung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Gesellschafter können diesen Einzelabschluss in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

KONSOLIDIERUNGSKREIS In den Konzernabschluss sind – neben der Gesellschaft – folgende Tochterunternehmen ab dem Zeitpunkt einbezogen und vollkonsolidiert, ab dem die Gesellschaft die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik des Tochterunternehmens erlangt hat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %:

  • AT&S Asia Pacific Limited, Hongkong (im Folgenden AT&S Asia Pacific genannt), Anteil 100 %
  • AT&S (China) Company Limited, China (im Folgenden AT&S China genannt), 100 % Tochtergesellschaft der AT&S Asia Pacific
  • AT&S (Chongqing) Company Limited, China (im Folgenden AT&S Chongqing genannt), 100 % Tochtergesellschaft der AT&S Asia Pacific
  • AT&S Japan K.K., Japan, 100 % Tochtergesellschaft der AT&S Asia Pacific
  • AT&S (Taiwan) Co., Ltd., Taiwan (im Folgenden AT&S Taiwan genannt), 100 % Tochtergesellschaft der AT&S Asia Pacific
  • AT&S India Private Limited, Indien (im Folgenden AT&S Indien genannt), Anteil 100 %
  • AT&S Korea Co., Ltd., Südkorea (im Folgenden AT&S Korea genannt), Anteil 98,76 %
  • AT&S Americas LLC, USA (im Folgenden AT&S Americas genannt), Anteil 100 %
  • AT&S Deutschland GmbH, Deutschland, Anteil 100 %
  • C2C Technologie für Leiterplatten GmbH in Liqu., Österreich, Anteil 100 %
  • DCC Development Circuits & Components GmbH in Liqu., Österreich, Anteil 100 %
  • AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH, Österreich, Anteil 100 %

Im Geschäftsjahr 2012/13 hat die Gesellschaft den 100%igen Kapitalanteil an der AT&S China an die AT&S Asia Pacific übertragen. Weiters hat die Gesellschaft die Tochtergesellschaft AT&S Verwaltungs GmbH & Co KG im Zuge einer Anwachsung in die Gesellschaft eingebracht. Die beiden Tochtergesellschaften C2C Technologie für Leiterplatten GmbH in Liqu. und DCC - Development Circuits & Components GmbH in Liqu. befinden sich zum Bilanzstichtag in Liquidation. Alle drei Gesellschaften waren im Geschäftsjahr 2012/13 nicht mehr operativ tätig.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt und beinhalten weiters die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.

Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, der nicht beherrschenden Anteile am Unternehmen sowie des beizulegenden Zeitwertes jeglicher vorher gehaltenen Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Firmenwert angesetzt. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden und dementsprechend der volle oder anteilige Firmenwert angesetzt wird. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Wenn der Konzern entweder die Beherrschung oder den maßgeblichen Einfluss über ein Unternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz als Gewinn oder Verlust erfasst. Der beizulegende Zeitwert ist der beim erstmaligen Ansatz eines assoziierten Unternehmens, Gemeinschaftsunternehmens oder eines finanziellen Vermögenswertes ermittelte Zeitwert. Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen so bilanziert, wie dies verlangt würde, wenn das Mutterunternehmen die dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies bedeutet, dass ein zuvor im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital ins Ergebnis umgegliedert wird.

KONSOLIDIERUNGSMETHODEN Alle wesentlichen Konzernsalden und -transaktionen wurden eliminiert, damit der Konzernabschluss die Rechnungslegungsinformationen über den Konzern so darstellt, als würde es sich bei dem Konzern um ein einziges Unternehmen handeln.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach den Bestimmungen des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse" (Consolidated and Separate Financial Statements). Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Zwischenergebnisse im Anlage- und Vorratsvermögen werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Im Übrigen werden für alle einbezogenen Tochterunternehmen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.

Der Konzern betrachtet Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen als Transaktionen mit Eigenkapitalgebern des Konzerns. Bei Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen wird die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem zuordenbaren erworbenen Anteil am Nettovermögen des Tochterunternehmens vom Eigenkapital abgezogen. Gewinne oder Verluste bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

b. GESCHÄFTSSEGMENTINFORMATIONEN

Als Geschäftssegment wird ein Unternehmensbestandteil, der Geschäftstätigkeiten betreibt und dessen Betriebsergebnisse regelmäßig von der verantwortlichen Unternehmensinstanz überprüft werden, bezeichnet. Mit den Geschäftstätigkeiten werden Umsatzerlöse erwirtschaftet und es fallen Aufwendungen an, wobei diese auch im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen mit anderen Geschäftssegmenten des Unternehmens stehen können. Für die einzelnen Geschäftssegmente liegen separate Finanzinformationen vor. Die verantwortliche Unternehmensinstanz des Konzerns ist der Vorstand der Gesellschaft.

Im Geschäftsjahr 2011/12 hat sich der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats entschlossen, die Organisationsstruktur weiter zu entwickeln, um die operativen Prozesse noch mehr an die Kundenbedürfnisse anzupassen. Es wurden daher drei Business Units – Mobile Devices, Industrial & Automotive, sowie Advanced Packaging, eingerichtet.

Die Business Unit Mobile Devices umfasst die Herstellung von Leiterplatten für mobile Endgeräte, wie zum Beispiel Smartphones, Tablets, Digitalkameras und portable Musikgeräte. Leiterplatten für diese Applikationen werden großteils in unserem Werk in Shanghai (AT&S China) produziert.

Die Business Unit Industrial & Automotive beliefert Kunden in den Segmenten Automobilzulieferungen, Industrieanwendungen, Medizintechnik, aber auch Luftfahrt und andere. Für dieses Segment wird in unseren Werken in Indien, Korea und an allen Standorten in Österreich produziert.

Die Business Unit Advanced Packaging steht für neue technologisch sehr hochwertige Anwendungen. Hier werden diverse Komponenten bereits direkt in die Leiterplatte integriert, um eine weitere Verkleinerung der Endgeräte bei höherer Funktionalität zu gewährleisten. Diese neue Technologie ist für unterschiedlichste Anwendungen nützlich. Diese Business Unit befindet sich im Aufbau und so erfolgt der Ausweis noch nicht separat sondern unter dem Bereich "Others".

Da auch die interne Berichterstattung an diese Struktur angepasst wurde, erfolgte eine entsprechende Adaptierung der Segmentberichterstattung.

Aufgrund fehlender vergleichbarer Daten für das Geschäftsjahr 2011/12 wird auf eine Darstellung des Betriebsergebnisses je Segment für den Vergleichszeitraum 2011/12 verzichtet.

c. FREMDWÄHRUNGEN Die Konzerndarstellungswährung ist der Euro (EUR). Die funktionale Währung ausländischer Tochterunternehmen ist die jeweilige Landeswährung.

AUSLÄNDISCHE GESELLSCHAFTEN Die Umrechnung der Bilanzen der AT&S Indien, AT&S China, AT&S Asia Pacific, AT&S Japan K.K., AT&S Korea, AT&S Americas, AT&S Chongqing und AT&S Taiwan erfolgt mit Ausnahme der Eigenkapitalpositionen (historischer Kurs) mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres. Die Auswirkungen von Wechselkursveränderungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

FREMDWÄHRUNGSTRANSAKTIONEN In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsposten zum Umrechnungskurs des Entstehungstages bewertet. Monetäre Posten werden zum Bilanzstichtag mit dem Kurs des Abschlussstichtages umgerechnet; nicht monetäre Posten, die nach dem Anschaffungskostenprinzip bilanziert worden sind, werden unverändert mit dem Kurs der Erstbuchung ausgewiesen. Die Währungsdifferenzen aus der Umrechnung monetärer Posten mit Ausnahme jener aus " zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" - werden erfolgswirksam erfasst. Die Währungsdifferenzen aus "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

d. ERTRAGSREALISIERUNG Unter den Umsatzerlösen sind die beizulegenden Werte jener Gegenleistungen ausgewiesen, die der Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für die Gewährung von Lizenz- oder Vermarktungsrechten sowie Optionen auf Lizenzen oder für die Erbringung von Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit oder im Auftrag von Lizenznehmern oder Partnern erhalten hat oder

berechtigt ist, zu erhalten, sowie Zuschüsse von öffentlichen Stellen und nichtstaatlichen Organisationen, die zur Vergütung von wissenschaftlichen Forschungsaktivitäten gewährt werden. Die Umsatzerlöse werden netto ohne Umsatzsteuer, Rabatte und Preisnachlässe und nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen. Umsatzerlöse werden wie folgt realisiert:

ERLÖSE AUS PRODUKTVERKÄUFEN Erlöse aus Produktverkäufen werden erfasst, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen werden. Gewöhnlich erfolgt dies bei Eigentumsübergang.

ZINS- UND DIVIDENDENERTRÄGE Die Zinserträge werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Vermögenswertes erfasst. Dividendenerträge aus finanziellen Vermögenswerten werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs des Konzerns erfolgswirksam erfasst.

e. ERTRAGSTEUERN Die Ertragsteuerbelastung basiert auf dem Jahresgewinn und berücksichtigt latente Steuern.

Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen werden im Konzern unter Anwendung der bilanzorientierten Methode angesetzt. Dabei wird der erwartete Steuereffekt aus Differenzen zwischen den Buchwerten im Konzernabschluss und den steuerlichen Buchwerten, die sich in den Folgejahren wieder ausgleichen, durch Bildung von aktiven und passiven latenten Steuerpositionen berücksichtigt. Bei der Berechnung des latenten Steuereffekts wurde der derzeit jeweils gültige oder verbindlich verlautbarte Steuersatz unterstellt.

Steuerabgrenzungen ergeben sich aus der Bewertung bestimmter Positionen der Vermögenswerte und Schulden sowie steuerlichen Verlustvorträgen und Firmenwertabschreibungen.

Latente Steuern auf die – erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten – noch nicht realisierten Gewinne/Verluste von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie auf noch nicht realisierte Gewinne/Verluste aus Sicherungsinstrumenten zur Absicherung von Zahlungsströmen werden ebenso erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Aktive latente Steuerabgrenzungen auf Verlustvorträge sind nach IFRS zu bilden, wenn angenommen werden kann, dass diese durch zukünftige steuerliche Gewinne genutzt werden können.

Latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

f. SACHANLAGEN Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Anschaffungsnebenkosten und Erweiterungsinvestitionen werden aktiviert, hingegen werden Instandhaltungsaufwendungen in jener Periode aufwandswirksam erfasst, in der sie angefallen sind.

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswertes aktiviert. Im vorliegenden Konzernabschluss wurden keine diesbezüglichen Fremdkapitalkosten aktiviert.

Die Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagen abgeschrieben, ab dem sie sich im betriebsbereiten Zustand befinden. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis. Grundstücke werden nicht abgeschrieben.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibung liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Gebäude und Bauten 10 - 50 Jahre
Maschinen und technische Anlagen 4 - 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 3 - 15 Jahre

Abschreibungsdauer und Abschreibungsmethode werden jährlich zum Ende des Geschäftsjahres überprüft.

Erwartete Abbruch- und Entsorgungskosten am Ende der Nutzungsdauer werden als Teil der Anschaffungskosten aktiviert und in eine Rückstellung eingestellt. Voraussetzung dafür ist eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten und dass eine Schätzung zuverlässig durchgeführt werden kann.

Gemietete Sachanlagen, bei denen der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen innehat und die wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind, werden entsprechend IAS 17 "Leasingverhältnisse" (Leases) mit dem Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Anlagegegenstandes. Ist zu Beginn des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sichergestellt, dass das Eigentum auf den Leasingnehmer übergehen wird, so wird der Vermögenswert über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer, abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind abgezinst passiviert. Die laufenden Zahlungen der Leasingraten werden in Tilgungsanteil und Finanzierungskosten aufgeteilt.

Die überlassenen Gegenstände aller anderen Leasing- und Pachtverträge werden als operatives Leasing behandelt und dem Vermieter oder Verpächter zugerechnet. Die Mietzahlungen werden als Aufwand erfasst.

Die aus der Stilllegung oder aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens resultierenden Gewinne oder Verluste, die sich aus der Differenz zwischen Nettoveräußerungswert und Buchwert ergeben, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

g. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

PATENTE, MARKENRECHTE UND LIZENZEN Ausgaben für erworbene Patente, Markenrechte und Lizenzen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert und linear über ihre gewöhnliche Nutzungsdauer von 2 bis 10 Jahren abgeschrieben. Abschreibungsdauer und Abschreibungsmethode werden jährlich zum Ende des Geschäftsjahres überprüft.

FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN Forschungskosten werden ergebniswirksam im Jahr ihres Entstehens in den Herstellungskosten erfasst. Entwicklungskosten stellen ebenfalls Periodenaufwand dar. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die folgenden Nachweise kumulativ erbracht werden können:

  • Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes ist gegeben, damit er zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung stehen wird.
  • Die Absicht besteht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen.
  • Die Fähigkeit ist vorhanden, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.
  • Wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen Nutzen erzielen wird, ist nachweisbar.
  • Die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können, ist gegeben.
  • Es besteht die Fähigkeit zur verlässlichen Bestimmung der im Rahmen der Entwicklung des immateriellen Vermögenswertes zurechenbaren Aufwendungen.

Im vorliegenden Konzernabschluss wurden keine Entwicklungskosten aktiviert.

h. ABSCHREIBUNGEN FÜR WERTVERLUSTE UND ZUSCHREIBUNGEN AUF SACHANLAGEN, IMMATERIELLES ANLAGEVERMÖGEN UND ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENE LANG-FRISTIGE VERMÖGENSWERTE Die Werthaltigkeit der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte wird regelmäßig daraufhin überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Liegt der erzielbare Betrag des jeweiligen Anlagegegenstandes unter dem Buchwert, erfolgt eine Abschreibung für Wertverluste (Impairment) in Höhe des Unterschiedsbetrages. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende seiner Nutzungsdauer erwartet werden.

Es wird jährlich untersucht, ob eine Wertminderung (Impairment) des Geschäfts- oder Firmenwertes vorliegt. Falls unterjährig Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte, erfolgt eine sofortige Überprüfung. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units) verteilt.

Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst werden wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung.

Fällt die Ursache für eine in der Vergangenheit erfolgte Abschreibung für Wertverluste weg, wird, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes, eine Zuschreibung für Wertaufholung auf die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen.

i. VORRÄTE Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Veräußerungskosten. Anschaffungskosten werden durch die FIFO-Methode (first-in, first-out) ermittelt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse werden Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne und andere direkt zurechenbare Kosten sowie angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Zinsen werden nicht angesetzt.

j. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUN-GEN Die Forderungen werden zum Nennwert, abzüglich Wertberichtigungen für mögliche Ausfälle, bilanziert. Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Risikovorsorgen decken alle erkennbaren Bonitäts- und Länderrisiken ab.

k. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE Ansatz und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgen nach dem Erfüllungsdatum. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte werden in der Regel mit dem Marktpreis bestimmt. Der Erstansatz erfolgt, außer bei den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten, zuzüglich der Transaktionskosten.

Finanzielle Vermögenswerte werden in nachfolgend erläuterte Kategorien unterteilt. Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck der finanziellen Vermögenswerte ab und wird jährlich überprüft.

ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEIT-WERT BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENS-WERTE Finanzinstrumente, die hauptsächlich mit der Absicht erworben wurden, einen Gewinn aus kurzfristigen Schwankungen des Preises oder der Händlermarge zu erzielen, sind als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt zu Zeitwerten exklusive Transaktionskosten, in späteren Perioden zum jeweils aktuellen Marktwert. Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst. Dies betrifft im Wesentlichen zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere. Derivative Finanzinstrumente gehören ebenfalls dieser Kategorie an, sofern nicht das "Hedge Accounting" zur Anwendung gelangt (siehe l. Derivative Finanzinstrumente).

BIS ZUR ENDFÄLLIGKEIT GEHALTENE WERTPA-PIERE Die bis zur Endfälligkeit gehaltenen Wertpapiere werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Gegebenenfalls erforderliche Wertminderungen werden erfolgswirksam vorgenommen.

AUSLEIHUNGEN UND FORDERUNGEN Ausleihungen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. In der Bilanz werden diesbezügliche Vermögenswerte unter der Position "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" ausgewiesen.

ZUR VERÄUßERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte betreffen jederzeit verkaufbare Wertpapiere (Securities Available-for-Sale). Es handelt sich dabei um Wertpapiere, die nach Meinung des Managements als Reaktion auf einen – oder wegen eines – erwarteten Liquiditätsbedarf/s oder aufgrund erwarteter Änderungen von Zinssätzen, Wechselkursen oder Aktienkursen verkauft werden können, wobei die Einteilung in lang- und kurzfristige Aktiva in Übereinstimmung mit der voraussichtlichen Behaltedauer erfolgt.

Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten zuzüglich Transaktionskosten, in späteren Perioden zum jeweils beizulegenden Zeitwert. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden abzüglich entsprechender Ertragsteuern erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst, bis diese Wertpapiere verkauft oder als wertgemindert eingestuft werden.

Zins- und Dividendenerträge aus jederzeit verkaufbaren Wertpapieren werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst.

Bei der Veräußerung von jederzeit verkaufbaren Wertpapieren wird der kumulierte und bis dahin im Eigenkapital erfasste nicht realisierte Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung der Berichtsperiode im Finanzergebnis erfasst.

Sobald ein jederzeit verkaufbares Wertpapier als wertgemindert eingestuft wird, wird der bis dahin im Eigenkapital erfasste, kumulierte nicht realisierte Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst. Eine Wertminderung ist dann gegeben, wenn Hinweise darauf bestehen, dass der erzielbare Betrag unter den Buchwert gesunken ist. Dies ist insbesondere dann gegeben, wenn der Rückgang des Marktpreises ein solches Ausmaß annimmt, dass eine Wertaufholung auf den Anschaffungswert innerhalb eines vorhersehbaren Zeitraums vernünftigerweise nicht erwartet werden kann. Eine Werthaltigkeitsprüfung erfolgt zu jedem Bilanzstichtag.

Weiters werden unter den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten jene finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen, die keiner der anderen der dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Wenn sich für nicht börsenotierte Eigenkapitalinstrumente der beizulegende Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen lässt, werden diese finanziellen Vermögenswerte mit den Anschaffungskosten bewertet. Gegebenenfalls erforderliche Wertminderungen werden erfolgswirksam vorgenommen, wobei diesbezügliche Wertminderungen nicht rückgängig gemacht werden.

l. DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE Der Konzern schließt derivative Finanzgeschäfte ab, um sich gegen Währungsschwankungen bei Transaktionen in Fremdwährung – in erster Linie in US-Dollar – abzusichern. Diese Instrumente betreffen hauptsächlich Devisentermingeschäfte, Währungsoptionen sowie Währungsswaps und werden abgeschlossen, um den Konzern gegen Wechselkursschwankungen – durch Fixierung von zukünftigen Wechselkursen für Fremdwährungsaktiva und -passiva – zu schützen.

Der Konzern schließt weiters Zinsswaps ab, um sich gegen Zinssatzschwankungen abzusichern.

Wertschwankungen der gesicherten Positionen werden durch korrespondierende Wertschwankungen der Derivate ausgeglichen. Der Konzern setzt keine Finanzinstrumente für spekulative Zwecke ein.

Die erstmalige Erfassung bei Vertragsabschluss und die Folgebewertung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt mit deren Marktwerten. Das "Hedge Accounting" gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" (Financial Instruments: Recognition and Measurement), wonach Veränderungen der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden, kommt dann zur Anwendung, wenn eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 für Sicherungsinstrumente aus der Absicherung von Zahlungsströmen vorliegt. Zu Beginn der Sicherungsbeziehung und fortlaufend findet eine Dokumentation der Einschätzung statt, ob die in der Sicherungsbeziehung eingesetzten Derivate die Änderungen der Zahlungsströme des Grundgeschäftes hocheffektiv kompensieren. Sofern kein erfolgsneutrales "Hedge Accounting" anzuwenden ist, werden unrealisierte Gewinne und Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst.

m. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMIT-TELÄQUIVALENTE Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Termingelder, täglich fällige Bankguthaben sowie kurzfristige, hochliquide Veranlagungen mit einer Gesamtlaufzeit von bis zu drei Monaten (Commercial Papers und Geldmarktfonds).

n. NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE Die nicht beherrschenden Anteile stellen sich wie folgt dar:

1,24 % betreffen das Eigenkapital an der AT&S Korea

Das Konzernjahresergebnis und das sonstige Ergebnis werden den Eigentümern des Mutterunternehmens und den nicht beherrschenden Anteilen zugeordnet. Die Zuordnung zu den nicht beherrschenden Anteilen erfolgt selbst dann, wenn dies dazu führt, dass die nicht beherrschenden Anteile einen Negativsaldo aufweisen.

o. RÜCKSTELLUNGEN Rückstellungen werden bilanziert, wenn der Konzern eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten hat, die auf vorangegangenen Ereignissen beruht, und es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen notwendig sein werden, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können, und der Betrag verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und der jeweiligen Neueinschätzung angepasst.

Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert.

p. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PERSONALAUF-WAND

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN Im Konzern bestehen für die betriebliche Altersvorsorge verschiedene beitrags- und leistungsorientierte Versorgungssysteme.

Bei beitragsorientierten Pensionszusagen (Defined Contribution) werden die Zusagen durch fixierte Beträge an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen geleistet. Diese Beiträge werden im Personalaufwand ausgewiesen. Eine Rückstellung ist nicht zu bilden, da über die festgelegten Beträge hinaus keine weiteren Verpflichtungen gegeben sind.

Für einzelne Vorstandsmitglieder und bestimmte leitende Angestellte bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen (Defined Benefit), die zu jedem Bilanzstichtag durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker bewertet werden. Die Verpflichtung des Konzerns besteht darin, die zugesagten Leistungen an aktive und ausgeschiedene Vorstände und leitende Angestellte sowie deren Angehörige zu erfüllen. Die sich nach der Methode laufender Einmalprämien des Anwartschaftsansammlungsverfahrens (Projected Unit Credit Method) ergebende Pensionsverpflichtung wird bei einem fondsfinanzierten Versorgungssystem in Höhe des Vermögens des Fonds gekürzt. Der Barwert der Anwartschaft wird aufgrund der geleisteten Dienstjahre, der erwarteten Gehaltsentwicklung und der Rentenanpassungen berechnet.

Soweit das Fondsvermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen passiviert. Übersteigt das Fondsvermögen die Pensionsverpflichtung, wird der übersteigende Wert unter den übergedeckten Pensionsansprüchen aktiviert.

Der im jeweiligen Geschäftsjahr erfasste Personalaufwand basiert auf Erwartungswerten und beinhaltet die erworbenen Ansprüche, den Zinsaufwand, die versicherungstechnischen Ergebnisse unter Anwendung der Korridormethode sowie die Veranlagungsergebnisse der zur Deckung vorgesehenen Vermögenswerte.

Zu jedem Bilanzstichtag ergeben sich aufgrund der Änderung von versicherungsmathematischen Schätzannahmen (Fluktuationsrate, aktueller Marktzinssatz erstrangiger festverzinslicher Industrieanleihen, Gehaltsniveau sowie die tatsächlichen Erträge aus dem zweckgebundenen Vermögen des Pensionsfonds) wertmäßige Auswirkungen, die als versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste bezeichnet werden. Diese versicherungstechnischen Ergebnisse werden unter Anwendung der Korridormethode gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" (Employee Benefits) bilanziert. Die Verteilung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten außerhalb des Korridors (der höhere aus 10 % des Barwertes der Verpflichtung oder des dem Planvermögen beizulegenden Zeitwerts) erfolgt über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer, jene innerhalb des Korridors werden nicht angesetzt.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR ABFERTIGUNGEN Abfertigungen sind aufgrund arbeitsrechtlicher Bestimmungen im Wesentlichen bei Kündigungen durch den Dienstgeber sowie bei Pensionsantritt zu bezahlen. Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgt zu jedem Bilanzstichtag durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiter der österreichischen Gesellschaften bestehen direkte Verpflichtungen, welche den wesentlichen Teil der Abfertigungsverpflichtungen des Konzerns darstellen. Diese Verpflichtungen werden, unter Anwendung des IAS 19, nach dem Anwartschaftsansammlungsverfahren unter Berücksichtigung der Korridormethode bewertet und stellen ungedeckte Abfertigungsansprüche dar. Die Verteilung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten außerhalb des Korridors erfolgt über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer. Für seit dem 1. Jänner 2003 eingetretene Mitarbeiter wird der Abfertigungsanspruch durch laufende Beiträge in eine Mitarbeitervorsorgekasse (MVK) abgegolten. Diese laufenden Beiträge werden im Personalaufwand ausgewiesen. Eine darüber hinausgehende Verpflichtung des Unternehmens besteht nicht.

Für Mitarbeiter der Gesellschaft in Indien sind die Abfertigungsansprüche durch Lebensversicherungen gedeckt. Weiters bestehen bei den Mitarbeitern in Südkorea und China Abfertigungsansprüche.

Der im jeweiligen Geschäftsjahr erfasste Personalaufwand basiert auf Erwartungswerten und beinhaltet die erworbenen Ansprüche, den Zinsaufwand sowie die versicherungstechnischen Ergebnisse unter Anwendung der Korridormethode.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR SONSTIGE DIENSTNEH-MERANSPRÜCHE Die Personalrückstellungen für sonstige Dienstnehmeransprüche beinhalten Rückstellungen für Jubiläumsgelder und betreffen die Mitarbeiter in Österreich und China.

Jubiläumsgelder sind kollektivvertraglich festgelegte, einmalige, vom Entgelt und der Betriebszugehörigkeit abhängige Sonderzahlungen. Das Erreichen einer Anzahl von Dienstjahren, die ununterbrochen sein müssen, ist Voraussetzung. Die Bewertung erfolgt nach dem Anwartschaftsansammlungsverfahren unter Zugrundelegung derselben Parameter wie bei den Abfertigungen, jedoch ohne Berücksichtigung der Korridormethode.

Der im jeweiligen Geschäftsjahr erfasste Personalaufwand beinhaltet die erworbenen Ansprüche, den Zinsaufwand und die versicherungstechnischen Ergebnisse. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker die Bewertung der Verpflichtung.

q. AKTIENORIENTIERTE MITARBEITERVER-

GÜTUNGEN Der Konzern hat aktienbasierte Vergütungspläne, mit wahlweisem Barausgleich oder Ausgleich durch eigene Anteile, aufgelegt, wobei das Erfüllungswahlrecht bei den teilnahmeberechtigten Mitarbeitern besteht. Diese aktienorientierten Mitarbeitervergütungen (Stock-Option-Pläne) werden gemäß IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" (Sharebased Payment) bilanziert.

Die anteilsbasierten Vergütungen sind in der Weise strukturiert, dass die beiden Erfüllungsalternativen den gleichen beizulegenden Zeitwert haben. Der beizulegende Zeitwert der von den Mitarbeitern als Gegenleistung für die Gewährung der Aktienoptionen erbrachten Arbeitsleistung wird als Aufwand erfasst. Die Verbindlichkeiten aus den aktienorientierten Mitarbeitervergütungen werden bei der erstmaligen Erfassung und zu jedem Berichtsstichtag bis zur Begleichung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Anwendung eines Optionspreismodells angesetzt und erfolgswirksam erfasst. Es wird auf Erläuterung 15 "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten" verwiesen.

r. VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten angesetzt und in Folgeperioden

zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages bewertet.

s. ÖFFENTLICHE ZUWENDUNGEN Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendungen erfüllt.

Öffentliche Zuwendungen für Aufwendungen werden über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Aufwendungen, für deren Kompensation sie gewährt werden, anfallen. Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden als Abgrenzungsposten innerhalb der Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst. Die erfolgswirksame Erfassung der öffentlichen Zuwendungen für Aufwendungen und Investitionen wird im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

t. EVENTUALSCHULDEN, -FORDERUNGEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Eventualschulden werden in der Bilanz nicht berücksichtigt, aber im Anhang erläutert. Sie werden dann nicht offengelegt, wenn der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen unwahrscheinlich ist.

Eine Eventualforderung wird im Konzernabschluss nicht berücksichtigt, aber offengelegt, wenn der Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

u. NEUE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIF-TEN Es gibt keine IFRS oder IFRIC Interpretationen, die erstmals verpflichtend anzuwenden sind für Wirtschaftsjahre die am oder nach dem 1. April 2012 beginnen, bei denen zu erwarten ist, das sie wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

Der IASB hat weitere Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2012/13 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Diese wurden bisher teilweise durch die Europäische Union übernommen. Die folgenden Standards und Interpretationen wurden bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses bereits veröffentlicht und sind noch nicht verpflichtend anzuwenden; sie werden im vorliegenden Konzernabschluss nicht frühzeitig angewendet:

Standard/Interpretation
(Inhalt der Regelung) Anwendung 1) EU 2) Erwartete Auswirkungen
IFRS 9 Finanzinstrumente
(Neuregelung der Einstufung und Bewertung von
Finanzinstrumenten)
01.01.2015 Nein Die Erfassung der Zeitwertänderungen von
Finanzinstrumenten, die der Konzern zurzeit
"als zur Veräußerung verfügbar" einstuft, wird
künftig (teilweise) im Gewinn oder Verlust
erfasst.
IFRS 10 Konzernabschlüsse
(Neuregelung des Konsolidierungskreises)
01.01.2014 Ja Es werden keine Auswirkungen auf den Ab
schluss des Konzerns erwartet.
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen
(Neuregelung der Bilanzierung gemeinschaftlicher
Vereinbarungen wie z. B. Gemeinschaftsunterneh
men)
01.01.2014 Ja Es werden keine Auswirkungen auf den Ab
schluss des Konzerns erwartet.
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen
(Neuregelung der Anhangangaben zu Tochterunter
nehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziier
ten Unternehmen)
01.01.2014 Ja Die Auswirkungen auf den Abschluss des
Konzerns werden derzeit beurteilt.
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts
(Neuregelung der Ermittlung des beizulegenden
Zeitwerts)
01.01.2013 Ja Es werden keine Auswirkungen auf den Ab
schluss des Konzerns erwartet.
IAS 1 Darstellung des Abschlusses
(Neuregelung zur Darstellung des sonstigen Ergeb
nisses)
01.07.2012 Ja Die Auswirkungen auf den Abschluss des
Konzerns werden derzeit beurteilt.
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer
(Neuregelung der Erfassung versicherungsmathe
matischer Effekte und der Angaben)
01.01.2013 Ja Die zurzeit im Konzern angewendete Korri
dormethode ist künftig nicht mehr anwendbar;
die bisher nicht realisierten versicherungsma
thematischen Effekte werden dann in voller
Höhe in den Schulden ausgewiesen. Weitere
Auswirkungen werden derzeit beurteilt.

1) Im Abschluss des Konzerns werden die neuen Regelungen voraussichtlich in dem Geschäftsjahr, das nach dem Anwendungsdatum beginnt, erstmals angewendet. 2) Status der Übernahme durch die EU

C. KRITISCHE SCHÄTZUNGEN UND AN-NAHMEN BEI DER BILANZIERUNG UND BEWERTUNG Der Konzern trifft Schätzungen und An-

nahmen zur Festlegung des Wertes der angegebenen Aktiva, Passiva, Umsatzerlöse und Aufwendungen sowie sonstiger finanzieller Verpflichtungen und Eventualforderungen und -schulden. Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen. Die tatsächlichen Ergebnisse können in Zukunft von diesen Schätzungen abweichen. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass die Annahmen angemessen sind.

ERMITTLUNG DER ANWARTSCHAFTSBARWERTE FÜR PERSONALVERPFLICHTUNGEN Der Barwert der langfristigen Personalverpflichtungen hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen (siehe I.B.p. "Rückstellungen für Personal-

aufwand").

Eine Reduktion des Zinssatzes (versicherungsmathematischer Parameter) für die österreichischen Gesellschaften um 0,5 % von 3,75 % auf 3,25 % hätte folgende Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert der Pensions- und Abfertigungsansprüche zum 31. März 2013:

(in TEUR) Pensions
ansprüche
Abfertigungs
ansprüche
Erhöhung Barwert der
Verpflichtung
1.082 974

Eine Erhöhung des Zinssatzes (versicherungsmathematischer Parameter) für die österreichischen Gesellschaften um 0,5 % von 3,75 % auf 4,25 % hätte folgende Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert der Pensions- und Abfertigungsansprüche zum 31. März 2013:

(in TEUR) Pensions
ansprüche
Abfertigungs
ansprüche
Reduktion Barwert der
Verpflichtung 960 890

Es wird auf Erläuterung 17 "Rückstellungen für Personalaufwand" verwiesen.

BEWERTUNG DER LATENTEN STEUERN UND LAU-FENDEN ERTRAGSTEUERSCHULDEN Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften), die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Eine künftige Änderung der Steuersätze hätte auch Auswirkungen auf die zum aktuellen Bilanzstichtag aktivierten latenten Steuern.

Für ertragsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von EUR 154,9 Mio. im Konzern wurden aktive latente Steuern in Höhe von EUR 39,3 Mio. nicht gebildet. Der Großteil dieser nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge ist unbegrenzt vortragsfähig. Falls in weiterer Folge von einer Realisierbarkeit ausgegangen werden sollte, wären diese aktiven Steuerlatenzen anzusetzen und ein entsprechender Steuerertrag auszuweisen. Es wird auf Erläuterung 7 "Ertragsteuern" verwiesen.

Weiters können Abweichungen hinsichtlich der Interpretation von Steuervorschriften seitens der Finanzverwaltungen zu einer Änderung von Ertragsteuerschulden führen.

SONSTIGE SCHÄTZUNGEN UND ANNAHMEN Weiters erfolgen Schätzungen, sofern nötig, die Wertminderungen (Impairment) des Anlagevermögens und Rückstellungen, die Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten, Forderungswertberichtigungen und Vorratsbewertungen betreffen. Es wird insbesondere auf Erläuterung 4 "Sonstiges betriebliches Ergebnis", Erläuterung 8 "Sachanlagen" und Erläuterung 18 "Sonstige Rückstellungen" verwiesen.

II. Risikobericht

Im Folgenden wird auf die Finanzrisiken, welche das Finanzierungsrisiko, das Liquiditätsrisiko, das Kreditrisiko, das Wechselkursrisiko und das Steuerrisiko umfassen, eingegangen. Im Konzernlagebericht werden die weiteren Risikokategorien und die zugehörigen Prozesse und Maßnahmen erläutert.

Das Risikomanagement der Finanzrisiken erfolgt durch das zentrale Treasury entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Richtlinien. Diese internen Richtlinien regeln Zuständigkeiten, Handlungsparameter und Limite. Das zentrale Treasury identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten des Konzerns ab.

FINANZIERUNGSRISIKO Das Finanzierungsrisiko umfasst sowohl die Sicherstellung der langfristigen Finanzierung des Konzerns als auch Schwankungen im Wert der Finanzierungsinstrumente.

Aktivseitig bestehen geringe Zinsänderungsrisiken im Wertpapiervermögen. Sonstige Liquiditätsbestände werden überwiegend kurzfristig veranlagt, und der gesamte Wertpapierbestand ist jederzeit veräußerbar. Es wird auf Erläuterung 13 "Finanzielle Vermögenswerte" und Erläuterung 14 "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" verwiesen.

Passivseitig sind zum Bilanzstichtag 84 % des Gesamtbetrages aus Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unter Berücksichtigung der Zinssicherungsinstrumente fix verzinst (Vj 85 %). Die verbleibenden variabel verzinsten Kredite (16 %; Vj 15 %) weisen eine Laufzeit zwischen einem und drei Jahren auf. Es wird weiters auf Erläuterung 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

LIQUIDITÄTSRISIKO Unter Liquiditätsrisiko wird im Konzern der Umstand der Zahlungsunfähigkeit verstanden. Es soll daher stets ausreichend Liquidität vorhanden sein, um den laufenden Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachkommen zu können.

Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über Liquiditätsreserven in Höhe von EUR 272,1 Mio. (Vj EUR 304,4 Mio.). Davon entfallen EUR 81 Mio. (Vj EUR 30,6 Mio.) auf Zahlungsmittel(äquivalente) sowie zu Handelszwecken gehaltene und jederzeit zu verkaufende Wertpapiere und EUR 191,1 Mio. (Vj EUR 273,8 Mio.) auf bestehende, nicht ausgenützte Finanzierungsrahmen. Die Liquiditätsreserven haben sich somit gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um EUR 32,3 Mio. reduziert, wobei in den aktuellen Reserven EUR 91,8 Mio. (Vj EUR 31,5 Mio.) enthalten sind, welche auf die AT&S China entfallen und spezifischen Liquiditätszwecken unterliegen.

Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 12.950.000 neue Aktien aus genehmigtem Kapital zu emittieren sowie Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100 Mio. auszugeben. Weiters besteht die Möglichkeit, nach Genehmigung des Aufsichtsrates die eigenen Anteile (zum Bilanzstichtag hält der Konzern 2.577.412 eigene Aktien) zu veräußern. Zur detaillierten Erläuterung der Möglichkeiten hinsichtlich Kapitalmaßnahmen wird auf Erläuterung 22 "Gezeichnetes Kapital" verwiesen.

Der Konzern verfügt über einen deutlich positiven operativen Cashflow. Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt für das Geschäftsjahr 2012/13 EUR 71,7 Mio. (Vj EUR 87,2 Mio.) Somit konnten die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen durch den operativen Cashflow finanziert werden.

KREDITRISIKO Unter dem Kreditrisiko versteht der Konzern die Möglichkeit eines kundenseitigen Zahlungsausfalles. Der Konzern hat es stets verstanden, starke Partnerschaften zu seinen größten Kunden aufzubauen. Die am Umsatz gemessenen fünf wesentlichsten Kunden trugen zu den Umsatzerlösen insgesamt rund 53 % bei, wobei die individuelle Höhe des Gesamtumsatzanteils dieser Kunden im aktuellen Geschäftsjahr zwischen 5 % und 23 % lag.

Der Beitrag zu den am Bilanzstichtag aushaftenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht im Wesentlichen den Umsatzanteilen der einzelnen Kunden. Das Kreditrisiko wird zum einen durch laufende Verrechnung ausgelieferter Produkte und zum anderen durch Bonitätsprüfungen und Kreditversicherungen minimiert. Im Falle erkennbarer finanzieller Schwierigkeiten würden Lieferungen nur gegen Vorauszahlungen durchgeführt werden.

Es wird auf die detaillierten Angaben unter Erläuterung 12 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" verwiesen.

WECHSELKURSRISIKO Zur Absicherung der Währungsrisiken wird eine laufende Überwachung aller Transaktions-, Umrechnungs- und ökonomischen Risiken durchgeführt. Innerhalb des Konzerns erfolgt die Kurssicherung von Transaktionsrisiken zunächst durch Schließen von Positionen (Netting), für offene Positionen werden grundsätzlich derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Durch die Tochterunternehmen in Asien bestehen Kursrisiken aus den lokalen Währungen. Sicherungsgeschäfte vor Ort sind aufgrund gesetzlicher Bestimmungen teilweise nur eingeschränkt möglich, außerdem ergeben sich Beschränkungen durch die Illiquidität der Währungen. Bei Bedarf wird das Risiko nach Europa transferiert und dort abgesichert. Zudem versucht der Konzern ein natürliches Hedging von Forderungen und Verbindlichkeiten herbeizuführen.

Zur Evaluierung des Wechselkursrisikos werden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, wobei ceteris paribus die Auswirkungen prozentmäßiger Änderungen der Wechselkurse zueinander simuliert werden.

STEUERRISIKO Die Gesellschaft ist global tätig und ist somit mit unterschiedlichen Steuersystemen konfrontiert. Solange die Voraussetzungen für die Bildung einer Rückstellung oder Verbindlichkeit nicht gegeben sind, werden Steuerrisiken, nationale als auch internationale, unter die Finanzrisiken subsumiert und entsprechend überwacht. Die derzeit wesentlichen Steuerrisiken betreffen die Gesellschaften in Indien und China.

FINANZMARKTRISIKEN Zu den Finanzmarktrisiken und derivativen Finanzinstrumenten finden sich detaillierte Angaben unter Erläuterung I.B.l. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Derivative Finanzinstrumente" und Erläuterung 19 "Derivative Finanzinstrumente". Derivative Finanzinstrumente, wie Devisentermingeschäfte, Optionen und Swaps, werden im Konzern ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt.

EVALUIERUNG DER FINANZMARKTRISIKEN DURCH SENSITIVITÄTSANALYSEN Der Konzern setzt zur Quantifizierung der Zins- und Währungsrisiken Sensitivitätsanalysen ein. In sogenannten GAP-Analysen wird die mögliche Ergebnisveränderung durch eine 1%ige Preisänderung (Wechselkurs und Zinsen) bezogen auf die Fremdwährungs- bzw. Zinsnettoposition ermittelt. Dabei werden keine Korrelationen der verschiedenen Risikoelemente zueinander berücksichtigt. Die Ergebnisauswirkungen werden jeweils unter Beachtung der ertragsteuerlichen Auswirkungen auf das Konzernjahresergebnis nach Steuern errechnet.

Wären die Zinssätze zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher (bzw. niedriger) gewesen, wäre auf Basis der Finanzierungsstruktur zum Bilanzstichtag das Konzernjahresergebnis um EUR 0,5 Mio. (Vj EUR 0,4 Mio.) geringer (bzw. höher) ausgefallen, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären. Dies wäre im Wesentlichen auf höhere (bzw. niedrigere) Zinsaufwendungen für variabel verzinste Finanzschulden zurückzuführen gewesen. Weitere Komponenten des Eigenkapitals wären bei dieser Sensitivitätsanalyse nicht unmittelbar betroffen. Der Auswirkung dieser Zinssatzsensitivitätsanalyse liegt die Annahme zu Grunde, dass die Zinssätze jeweils während eines gesamten Geschäftsjahres um 100 Basispunkte abweichen würden und die nunmehr neuen Zinssätze auf den Kapital- bzw. Verbindlichkeitenstand zum Bilanzstichtag anzuwenden wären.

Eine 1%ige Wechselkursänderung des Euros zu sämtlichen anderen im Konzern verwendeten Währungen hätte eine Konzernjahresergebnisauswirkung in Höhe von EUR 0,2 Mio. (Vj EUR 0,1 Mio.) zur Folge gehabt. Dieser Effekt wäre auf die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderen ergebniswirksam zu bewertenden Bilanzposten zurückzuführen gewesen. Dieser Aussage liegt die Annahme zugrunde, dass es keine anderen Veränderungen gegeben hätte.

Eine 1%ige Ceteris-Paribus-Veränderung des US-Dollar im Vergleich zum Euro hätte einen Konzernjahresergebniseffekt in Höhe von EUR 0,8 Mio. (Vj EUR 0,8 Mio.) zur Folge gehabt. Dies wäre einerseits auf die Bewertung von auf US-Dollar basierenden Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzierungssalden und zum beizulegenden Zeitwert bewertete derivative Finanzinstrumente zurückzuführen gewesen.

Es wird weiters auf die detaillierten Angaben unter Erläuterung 12 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" verwiesen.

KAPITALRISIKOMANAGEMENT Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den anderen Interessenten die ihnen zustehenden Leistungen bereitstellen zu können, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer geeigneten Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten zu optimieren. Daher wird das Ausmaß der Dividendenzahlungen an die jeweiligen Erfordernisse angepasst, werden Kapitalrückzahlungen an Anteilseigner vorgenommen (Einziehung eigener Aktien), neue Anteile ausgegeben oder der Bestand von sonstigen Vermögenswerten verändert.

Branchenüblich überwacht der Konzern sein Kapital auf Basis des Nettoverschuldungsgrads ("net gearing"), berechnet aus dem Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum Eigenkapital. Die Nettofinanzverbindlichkeiten errechnen sich aus den finanziellen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie finanziellen Vermögenswerten. Die einzelnen Werte zur Berechnung der Nettofinanzverbindlichkeiten sowie das Eigenkapital sind direkt der Konzernbilanz zu entnehmen.

Unverändert zum Vorjahr besteht die Strategie des Konzerns darin, den Verschuldungsgrad mittel- und langfristig unter 80 % zu halten, wobei Überschreitungen kurzfristig in Kauf genommen werden. Der Nettoverschuldungsgrad zum Bilanzstichtag 31. März 2013 beträgt 69,6 % und liegt damit deutlich unter dem Vorjahresniveau von 85,7 %.

III. Segmentberichterstattung

Die nachfolgend dargestellten Segmentinformationen wurden gemäß dem Konzept des Management Approach an die geänderte Organisationsstruktur angepasst, wie sie in der internen Berichterstattung des Konzerns abgebildet wird (siehe I.B.b. "Geschäftssegmentinformationen").

Als berichtspflichtige primäre Segmente sind die Business Units Mobile Devices, Industrial & Automotive und Advanced Packaging definiert. Die im Aufbau befindliche Business Unit Advanced Packaging erreicht noch keine quantitativen Schwellenwerte für eine separate Darstellung und wird unter "Others" ausgewiesen. Weiters sind im Wesentlichen die allgemeine Konzernführung sowie die Finanzierungsaktivitäten nicht den Segmenten zugeordnet und ebenfalls unter "Others" ausgewiesen.

Die zentrale operative Ergebnissteuerungsgröße ist das Betriebsergebnis. Die jeweilige Überleitung zu den Konzernwerten beinhaltet weiters die entsprechende Konsolidierung.

Übertragungen und Transaktionen zwischen den Segmenten erfolgen zu marktüblichen Bedingungen, wie sie mit Dritten zur Anwendung kämen. Für die Segmentberichterstattung werden die allgemein für den Konzernabschluss geltenden Bewertungsgrundlagen, wie unter I.B. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" ausgeführt, angewendet.

(in TEUR) Mobile Devices Industrial &
Automotive
Others Eliminierung/
Konsolidierung
Konzern
Segmentumsatzerlöse 334.650 243.745 2.079 (38.801) 541.673
Intersegmentäre Umsatzerlöse (37.364) (1.147) (290) 38.801
Umsatzerlöse mit externen Kunden 297.286 242.598 1.789 541.673
Betriebsergebnis 21.175 11.967 (2.393) 145 30.894
Finanzergebnis (14.827)
Ergebnis vor Steuern 16.067
Ertragsteuern (1.965)
Konzernjahresergebnis 14.102
Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte 383.203 49.095 7.417 439.715
Investitionen 29.667 4.246 1.544 35.457
Abschreibungen 60.833 7.949 2.209 70.991

GESCHÄFTSJAHR 2012/13:

GESCHÄFTSJAHR 2011/12:

Industrial & Eliminierung/
(in TEUR) Mobile Devices Automotive Others Konsolidierung Konzern
Segmentumsatzerlöse 320.392 215.714 1.559 (23.485) 514.180
Intersegmentäre Umsatzerlöse (23.365) (120) 23.485
Umsatzerlöse mit externen Kunden 1) 297.027 215.714 1.439 514.180
Betriebsergebnis 2) 42.139
Finanzergebnis (9.887)
Ergebnis vor Steuern 32.252
Ertragsteuern (5.738)
Konzernjahresergebnis 26.514
Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte 395.201 53.825 7.891 456.917
Investitionen 88.542 11.154 1.773 101.469
Abschreibungen 51.334 8.089 1.794 61.217

INFORMATIONEN NACH GEOGRAFISCHEN REGIONEN Die Zuordnung der Umsätze erfolgt nach dem Verbringungsort der Leistung, die Summe der langfristigen Vermögenswerte (Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte) werden nach dem Sitz der Gesellschaft und der Tochterunternehmen dargestellt.

Umsatzerlöse nach Kundenregionen:

Langfristige Vermögenswerte nach dem Sitz der jeweiligen Gesellschaft:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2012/13 2011/12
Österreich 19.884 20.915
Deutschland 125.589 130.474
Ungarn 21.131 38.808
Sonstiges Europa 49.669 38.679
Asien 255.046 206.612
Kanada, USA, Mexiko 63.262 72.882
Übrige 7.092 5.810
541.673 514.180
31. März
(in TEUR) 2013 2012
Österreich 26.056 27.576
China 383.157 395.135
Übrige 30.502 34.206
439.715 456.917

1) Durch eine geänderte Fremdwährungsumrechnungslogik ergeben sich bei der Darstellung der Segmentumsätze geringfügige Differenzen zur Darstellung im Geschäftsbericht 2011/12. 2) Das Betriebsergebnis je Segment anhand der neugebildeten Segmente ist für das Geschäftsjahr 2011/12 nachträglich nicht ermittelbar und eine alternative Darstellung des Betriebsergebnisses je Segment anhand der früheren Segmente ist für das Geschäftsjahre 2012/13 nicht verfügbar; daher wird auf die Darstellung des Betriebsergebnisses für das Geschäftsjahr 2011/12 und auf eine alternative Darstellung des Betriebsergebnisses für das Geschäftsjahr 2012/13 verzichtet.

IV. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. UMSATZERLÖSE

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2012/13 2011/12
Haupterlöse 541.363 513.902
Nebenerlöse 310 278
541.673 514.180
  1. AUFWANDSARTEN Die Aufwandsarten der Herstellungskosten, Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich wie folgt dar:
Geschäftsjahr
(in TEUR) 2012/13 2011/12
Materialaufwand 205.180 196.535
Personalaufwand 110.275 101.968
Abschreibungen 70.970 61.206
Bezogene Leistungen inkl. Leiharbeiter 34.019 30.490
Energie 32.398 30.505
Instandhaltung (inkl. Ersatzteile) 29.879 30.280
Frachtkosten 10.372 9.598
Miet- und Leasingaufwendungen 5.214 5.067
Bestandsveränderung Vorräte 1.444 (4.518)
Sonstiges 12.303 16.773
512.054 477.904

Die Position "Sonstiges" betrifft in den Geschäftsjahren 2012/13 und 2011/12 vorwiegend Reisekosten, Versicherungsaufwendungen, IT-Serviceleistungen sowie Rechts- und Beratungsaufwendungen.

3. AUFWENDUNGEN FÜR FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Dem Konzern sind für die Geschäftsjahre 2012/13 und 2011/12 Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von TEUR 24.684 bzw. TEUR 32.895 entstanden. Bei den angegebenen Beträgen handelt es sich nur um die direkt zuordenbaren Kosten, die ergeb-

niswirksam in den Herstellungskosten erfasst werden.

4. SONSTIGES BETRIEBLICHES ERGEBNIS

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2012/13 2011/12
Erträge aus der Auflösung von Investitions
zuschüssen aus öffentlichen Mitteln
Öffentliche Zuwendungen für Aufwen
626 151
dungen
Aufwendungen aus Wechselkursdif
1.537 4.228
ferenzen (489) (595)
Gewinne/(Verluste) aus Anlagenabgängen (777) 726
Anlaufverluste (890) (1.770)
Übrige Erträge 1.268 3.123
1.275 5.863

In den Geschäftsjahren 2012/13 und 2011/12 betreffen die öffentlichen Zuwendungen für Aufwendungen hauptsächlich Exportvergütungen sowie Forschungs- und Entwicklungsprämien. In beiden Geschäftsjahren stehen die Anlaufverluste in Verbindung mit der Errichtung des Werks in Chongqing, China. Wie im Geschäftsjahr 2011/12, betrifft die Position "Übrige Erträge" im Wesentlichen nachträgliche Forderungseingänge sowie die Ausbuchung von weggefallenen sonstigen Verbindlichkeiten.

5. NICHT WIEDERKEHRENDE POSTEN Im

abgelaufenen und im vorangegangenen Geschäftsjahr sind keine nicht wiederkehrenden Aufwendungen beziehungsweise Erträge entstanden.

6. FINANZERGEBNIS

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2012/13 2011/12
Zinserträge aus erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerten und zur Veräußerung
verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 5 90
Sonstige Zinserträge 489 127
Gewinne aus dem Verkauf von
Zahlungsmitteläquivalenten
Gewinne aus dem Verkauf von zur Veräuße
rung verfügbaren finanziellen Vermögens
3
werten 30
Realisierte Verluste aus derivativen Finan
zinstrumenten, netto
Gewinne aus der Bewertung von derivativen
(32)
Finanzinstrumenten zum beizulegenden
Zeitwert, netto
35
Fremdwährungsgewinne, netto 2.470
Finanzierungserträge 527 2.690
Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten und Anleihen
Realisierte Verluste aus derivativen
(13.860) (12.197)
Finanzinstrumenten, netto
Verluste aus dem Verkauf von Zahlungsmit
teläquivalenten und erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten finanzi
(125)
ellen Vermögenswerten (154)
Fremdwährungsverluste, netto (1.037)
Sonstige finanzielle Aufwendungen (332) (226)
Finanzierungaufwendungen (15.354) (12.577)
Finanzergebnis (14.827) (9.887)
  1. ERTRAGSTEUERN Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Geschäftsjahr
(in TEUR) 2012/13 2011/12
Laufende Ertragsteuern 5.185 9.533
Latente Steuern (3.220) (3.795)
Summe Steueraufwand 1.965 5.738

Die Abweichung zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand im Konzern und dem theoretischen Steueraufwand, der sich unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes ergibt, erklärt sich wie folgt:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2012/13 2011/12
Steueraufwand bei
österreichischem Steuersatz 4.017 8.063
Effekt aus abweichenden Steuersätzen im
Ausland (1.700) (4.105)
Nicht anrechenbare ausländische Quellen
steuer 201 2.000
Effekt aus der Veränderung nicht berück
sichtigter steuerlicher Verluste und tempo
rärer Unterschiede (1.966) 3.862
Effekt aus der Änderung von
Steuersätzen (922) (3.023)
Effekt aus permanenten Differenzen 2.323 (1.093)
Effekt aus Steuern aus Vorperioden 13 23
Sonstige Steuereffekte, saldiert (1) 11
Summe Steueraufwand 1.965 5.738

Die aktiven und passiven latenten Steuern entfallen auf folgende Bilanzpositionen und Verlustvorträge:

31. März
(in TEUR) 2013 2012
Aktive latente Steuerabgrenzungen
Ertragsteuerliche Verlustvorträge inkl.
steuerlicher Firmenwerte 6.201 5.366
Anlagevermögen 13.357 10.591
Vorräte 1.946 1.700
Forderungen aus Lieferungen und Leistun
gen und sonstige Forderungen
680 31
Rückstellungen für Personalaufwand 880 990
Temporäre Differenzen aus Anteilen an
Tochterunternehmen 629 979
Noch nicht realisierte Verluste aus Siche
rungsinstrumenten zur Absicherung von
Zahlungsströmen, erfolgsneutral im Eigen
kapital erfasst
30 52
Übrige 1.292 544
Aktive latente Steuern 25.015 20.253
Passive latente Steuerabgrenzung
Anlagevermögen (2.765) (2.610)
Rückstellungen für Personalaufwand (135) (115)
Sonstige Rückstellungen (115) (84)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
Temporäre Differenzen aus Anteilen an
(659) (455)
Tochterunternehmen (6.300) (5.670)
Noch nicht realisierte Gewinne aus jederzeit
verkaufbaren Wertpapieren, erfolgsneutral
im Eigenkapital erfasst (1) (10)
Noch nicht realisierte Verluste aus Siche
rungsinstrumenten zur Absicherung von
Zahlungsströmen, erfolgsneutral im Eigen
kapital erfasst
(1)
Übrige (103) (190)
Passive latente Steuern (10.078) (9.135)
Aktive latente Steuern, saldiert 14.937 11.118

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden dann saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden gegeben ist und wenn sie von der gleichen Steuerbehörde behoben werden. Nach Saldierung ergeben sich folgende Beträge:

31. März
(in TEUR) 2013 2012
Aktive latente Steuern:
- langfristig 16.141 13.205
- kurzfristig 5.182 3.614
21.323 16.819
Passive latente Steuern:
- langfristig
- kurzfristig (6.386) (5.701)
(6.386) (5.701)
Aktive latente Steuern, saldiert 14.937 11.118

Zum 31. März 2013 verfügt der Konzern über ertragsteuerliche Verlustvorträge und steuerliche Firmenwertabschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 174.218 (zum 31. März 2012 TEUR 181.567), die zum überwiegenden Teil unbegrenzt vortragsfähig sind. Für darin enthaltene Verlustvorträge in Höhe von TEUR 154.895 (zum 31. März 2012 TEUR 164.701) wurden keine aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 39.315 (zum 31. März 2012 TEUR 41.667) gebildet, da von einer Realisierbarkeit in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist. Davon entfallen latente Steuern in Höhe von TEUR 1.052 (zum 31. März 2012 TEUR 1.431) auf die Bewertung von eigenen Anteilen, wodurch eine diesbezügliche Aktivierung ergebnisneutral im Konzerneigenkapital auszuweisen wäre.

Die Veränderung der saldierten latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2012/13 2011/12
Buchwert am Beginn des Geschäftsjahres 11.118 6.498
Währungsdifferenzen 608 772
Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung 3.220 3.795
Im Eigenkapital erfasste Ertragsteuern (9) 53
Buchwert am Ende des Geschäftsjahres 14.937 11.118
Die Ertragsteuern in Zusammenhang mit den Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses stellen sich wie folgt dar:
-- -- --------------------------------------------------------------------------------------------------------------- -- --
Geschäftsjahr
2012/13 2011/12
(in TEUR) Ertrag/
(Aufwand)
vor Steuern
Steuer
ertrag/
(-aufwand)
Ertrag/
(Aufwand)
nach Steuern
Ertrag/
(Aufwand)
vor Steuern
Steuer
ertrag/
(-aufwand)
Ertrag/
(Aufwand)
nach Steuern
Währungsumrechnungsdifferenzen
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung zum
22.285 22.285 34.764 34.764
beizulegenden Zeitwert von zur Veräußerung
verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von
(41) 13 (28) (13) (13)
Sicherungsinstrumenten aus der Absicherung
von Zahlungsströmen
90 (22) 68 (216) 54 (162)
Sonstiges Ergebnis 22.334 (9) 22.325 34.535 54 34.589

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

8. SACHANLAGEN

Andere Anlagen, Geleistete
Grundstücke, Ge Maschinen und Betriebs- und Ge Anzahlungen und
(in TEUR) bäude und Bauten technische Anlagen schäftsausstattung Anlagen im Bau Total
Buchwert 31. März 2012 55.713 359.465 5.166 34.122 454.466
Umrechnungsdifferenzen 2.326 15.253 45 1.713 19.337
Zugänge 107 16.313 1.121 17.554 35.095
Abgänge (36) (926) (50) (1.012)
Umbuchungen 18.544 (18.544)
Abschreibungen, laufend (3.698) (64.685) (1.740) (70.123)
Buchwert 31. März 2013 54.412 343.964 4.542 34.845 437.763
Zum 31. März 2013
Bruttowert 79.484 837.580 22.081 34.845 973.990
Abschreibungen, kumuliert (25.072) (493.616) (17.539) (536.227)
Buchwert 54.412 343.964 4.542 34.845 437.763
Grundstücke, Ge Maschinen und Andere Anlagen,
Betriebs- und Ge
Geleistete
Anzahlungen und
(in TEUR) bäude und Bauten technische Anlagen schäftsausstattung Anlagen im Bau Total
Buchwert 31. März 2011 55.620 291.256 4.638 33.996 385.510
Umrechnungsdifferenzen 4.292 27.755 82 2.896 35.025
Zugänge 614 61.945 2.291 32.223 97.073
Abgänge (2.194) (409) (98) (2.701)
Umbuchungen 784 34.175 34 (34.993)
Abschreibungen, laufend (3.403) (55.257) (1.781) (60.441)
Buchwert 31. März 2012 55.713 359.465 5.166 34.122 454.466
Zum 31. März 2012
Bruttowert 76.118 787.756 21.996 34.122 919.992
Abschreibungen, kumuliert (20.405) (428.291) (16.830) (465.526)
Buchwert 55.713 359.465 5.166 34.122 454.466

Der in "Grundstücke, Gebäude und Bauten" enthaltene Grundwert beträgt TEUR 1.576 (TEUR 1.509 zum 31. März 2012).

Die laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in den Herstellungskosten, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.

BELASTUNGEN Im Zusammenhang mit der Besicherung diverser Finanzierungsverträge sind Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.684 (TEUR 1.843 zum 31. März 2012) belastet. Es wird auf Erläuterung 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

9. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

(in TEUR) Gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte
und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen
Firmenwerte Total
Buchwert 31. März 2012 2.451 2.451
Umrechnungsdifferenzen 7 7
Zugänge 362 362
Abschreibungen, laufend (868) (868)
Buchwert 31. März 2013
1.952
1.952
Zum 31. März 2013
Bruttowert 14.486 6.478 20.964
Abschreibungen, kumuliert (12.534) (6.478) (19.012)
Buchwert 1.952 1.952
Gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte
(in TEUR)
und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen
Firmenwerte Total
Buchwert 31. März 2011 2.543 2.543
Umrechnungsdifferenzen 114 114
Zugänge 570 570
Abschreibungen, laufend (776) (776)
Buchwert 31. März 2012 2.451 2.451
Zum 31. März 2012
Bruttowert 14.420 6.136 20.556
Abschreibungen, kumuliert (11.969) (6.136) (18.105)
Buchwert 2.451 2.451

Die laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in den Herstellungskosten, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.

10. SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖ-GENSWERTE

31. März
(in TEUR) 2013 2012
Vorauszahlungen 6.011 5.847
Gegebene Kautionen 3.646 2.883
Buchwert 9.657 8.730

Die Vorauszahlungen betreffen langfristige Mietvorauszahlungen für Betriebsgrundstücke in China.

11. VORRÄTE

31. März
(in TEUR) 2013 2012
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 25.769 26.818
Unfertige Erzeugnisse 16.282 16.555
Fertige Erzeugnisse 20.366 21.536
Buchwert 62.417 64.909

Der Stand der als Aufwand erfassten Wertberichtigungen von Vorräten beträgt zum 31. März 2013 TEUR 9.806 (TEUR 8.931 zum 31. März 2012).

Im Zusammenhang mit diversen Finanzierungsverträgen dienen Vorräte in Höhe von TEUR 0 (TEUR 8 zum 31. März 2012) als Besicherung. Es wird auf Erläuterung 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

12. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FOR-

DERUNGEN Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen stellen sich wie folgt dar:

31. März
(in TEUR) 2013 2012
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 90.919 84.611
Umsatzsteuerforderungen
Sonstige Forderungen gegenüber Be
11.521 16.676
hörden 3.728 6.049
Vorauszahlungen 3.187 2.699
Energieabgabenrückvergütungen 1.508 777
Kautionen 420 356
Versicherungsvergütungen 194
Übrige Forderungen 600 4.204
Wertberichtigungen (81) (83)
111.802 115.483

Die übrigen Forderungen beinhalten zum 31. März 2013 vor allem Forderungen aus Abgrenzungspositionen und zum 31. März 2012 zusätzlich Forderungen aus Anlagenverkäufen.

Im Zusammenhang mit diversen Finanzierungsverträgen dienen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 32.000 (TEUR 40.000 zum 31. März 2012) als Besicherung. Es wird auf Erläuterung 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen entsprechen unter Berücksichtigung der Wertberichtigungen annähernd den jeweils beizulegenden Zeitwerten.

RESTLAUFZEITEN VON FORDERUNGEN Alle Forderungen zum 31. März 2013 sowie sämtliche Forderungen zum 31. März 2012 weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

FACTORING Zum Bilanzstichtag 31. März 2013 waren Forderungen in Höhe von TEUR 0 (TEUR 8.551 zum 31. März 2012) im Rahmen eines echten Factorings an eine Bank übertragen und ausgebucht.

ENTWICKLUNG DER ÜBERFÄLLIGKEITEN UND WERTBERICHTIGUNGEN DER FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Zum 31. März 2013: Buchwert davon: nicht
wertgemindert
davon: nicht wertgemindert und nicht versichert und in den
folgenden Zeitbändern überfällig
(in TEUR) und nicht
überfällig
bzw.
versichert
weniger als
3 Monate
zwischen
3 und 6
Monaten
zwischen
6 und 12
Monaten
mehr als
12 Monate
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 90.919 89.784 1.004 50
Zum 31. März 2012: Buchwert davon: nicht
wertgemindert
davon: nicht wertgemindert und nicht versichert und in den
folgenden Zeitbändern überfällig
und nicht
überfällig
bzw.
weniger als zwischen
3 und 6
zwischen
6 und 12
mehr als
(in TEUR) versichert 3 Monate Monaten Monaten 12 Monate
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 84.611 83.553 536 439

Bei den nicht wertgeminderten überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen, dass den Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen wird.

Die Wertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2012/13 2011/12
Wertberichtigungen am Beginn
des Geschäftsjahres
83 89
Umrechnungsdifferenzen (2) (6)
Wertberichtigungen am Ende
des Geschäftsjahres 81 83

13. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE Die

Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

(in TEUR) 31. März
2013
davon lang
fristig
davon kurz
fristig
Erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle
Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfüg
bare finanzielle Vermö
770 770
genswerte 96 96
866 96 770
31. März davon lang davon kurz
(in TEUR) 2012 fristig fristig
Erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle
Vermögenswerte 732 732
Zur Veräußerung verfüg
bare finanzielle Vermö
genswerte 132 96 36
864 96 768

ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEIT-WERT BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENS-WERTE

31. März
(in TEUR) 2013 2012
Anleihen 770 732

Sämtliche Anleihen werden in der Nominalwährung Euro gehalten.

ZUR VERÄUßERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2012/13 2011/12
Buchwert am Beginn des
Geschäfts jahres
132 156
Abgänge
Noch nicht realisierte Gewin
ne/(Verluste) aus der laufenden Periode
(5)
im Eigenkapital erfasst
Realisierte Gewinne/(Verluste) aus der
laufenden Periode aus dem Eigenkapital
(20)
entnommen (30)
Umrechnungsdifferenzen (1) (4)
Buchwert am Ende des
Geschäftsjahres
96 132

Sämtliche zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden in der Nominalwährung Euro gehalten.

14. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGS-MITTELÄQUIVALENTE

31. März
(in TEUR) 2013 2012
Guthaben bei Kreditinstituten
und Kassenbestand
80.225 29.729
Gebundene Barmittel 1
Buchwert 80.226 29.729

Die gebundenen Barmittel betreffen zum 31. März 2013 AT&S Indien.

Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen den jeweils beizulegenden Zeitwerten.

15. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFE-RUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONS-TIGE VERBINDLICHKEITEN

Restlaufzeit
von mehr als
(in TEUR) 31. März 2013 bis zu einem Jahr einem Jahr und
bis fünf Jahre
von mehr als
fünf Jahren
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 55.129 55.129
Zuschüsse der öffentlichen Hand
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern und sonstigen
3.417 317 1.693 1.407
öffentlichen Abgabestellen 1.520 1.520
Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern 1.912 1.912
Verbindlichkeiten aus nicht konsumierten Urlauben 3.582 3.582
Verbindlichkeiten aus Aktienoptionen 180 119 61
Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern 9.051 9.051
Übrige Verbindlichkeiten 6.505 5.718 787
Buchwert 81.296 77.348 2.541 1.407
Restlaufzeit
von mehr als
einem Jahr und
von mehr als
(in TEUR) 31. März 2012 bis zu einem Jahr bis fünf Jahre fünf Jahren
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 68.927 68.927
Zuschüsse der öffentlichen Hand 2.650 146 788 1.716
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern und sonstigen
öffentlichen Abgabestellen
1.997 1.997
Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern 1.712 1.712
Verbindlichkeiten aus nicht konsumierten Urlauben 3.436 3.436
Verbindlichkeiten aus Aktienoptionen 421 73 348
Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern 13.564 13.564
Übrige Verbindlichkeiten 8.971 8.182 789
Buchwert 101.678 98.037 1.925 1.716

Die Buchwerte der ausgewiesenen Verbindlichkeiten entsprechen annähernd den jeweils beizulegenden Zeitwerten.

ZUSCHÜSSE DER ÖFFENTLICHEN HAND Die Zuschüsse der öffentlichen Hand betreffen großteils Zuschüsse für Bodennutzungsrechte und Sachanlagevermögen und werden entsprechend den Nutzungsdauern der zugehörigen Sachanlagen ertragswirksam aufgelöst.

Weiters hat der Konzern für mehrere Forschungsprojekte Zuschüsse für Projektkosten erhalten, die entsprechend den angefallen Kosten und der Förderquote anteilig ertragsmäßig erfasst werden bzw. ist, soweit erforderlich, der Abgrenzungsbetrag in den Verbindlichkeiten enthalten.

VERBINDLICHKEITEN AUS AKTIENOPTIONEN In der Aufsichtsratssitzung vom 8. November 2004 wurde ein Stock-Option-Plan (2005–2008) zur Gewährung von Aktienoptionen mit wahlweisem Barausgleich oder Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer und leitende Angestellte genehmigt.

Jede dieser Optionen berechtigt entweder

  • zum Erwerb von Aktien (Equity-settled Share-based Payment Transactions) oder
  • es kann ein Barausgleich (Cash-settled Share-based Payment Transactions) in Höhe des Differenzbetrages zwischen dem Ausübungspreis und dem Schlusskurs der AT&S-Aktie an der Börse der Hauptnotierung der AT&S-Aktie am Tag der Ausübung des Bezugsrechtes durch den Optionsberechtigten verlangt werden.

Die Zuteilung von Aktienoptionen konnte im Zeitraum zwischen 1. April 2005 und 1. April 2008 erfolgen.

Der Ausübungspreis wird jeweils am Tag der Zuteilung bestimmt und errechnet sich aus dem Durchschnittspreis der AT&S-Aktie über einen Zeitraum von sechs Kalendermonaten vor dem Tag der jeweiligen Zuteilung. Auf diesen Durchschnittspreis wird ein Aufschlag von 10 % hinzugerechnet. Der Ausübungspreis entspricht jedoch zumindest dem auf eine Aktie der Gesellschaft entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals.

Die Ausübbarkeit der zugeteilten Aktienoptionen erfolgt gestaffelt, wobei 20 % der zugeteilten Aktienoptionen nach zwei Jahren, 30 % nach drei Jahren und 50 % nach vier Jahren ausübbar sind. Die Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf der Wartefrist, jedoch nicht während einer Sperrfrist, zur Gänze oder auch nur teilweise ausgeübt werden. Nicht ausgeübte Aktienoptionen können nach Ablauf der nächstfolgenden Wartefrist ausgeübt werden. Zugeteilte Aktienoptionen, die nicht spätestens bis zum Ablauf von fünf Jahren nach dem Zuteilungstag ausgeübt werden, verfallen ersatzlos und endgültig.

In der 1. Sitzung des Nominierungs- und Vergütungsausschusses des Aufsichtsrats vom 17. März 2009 wurde ein weiterer Stock-Option-Plan beschlossen, nachdem dieser in der 55. Aufsichtsratssitzung vom 16. Dezember 2008 zur Begutachtung vorgelegt wurde. Dieser Stock-Option-Plan 2009–2012 zur Gewährung von Aktienoptionen mit wahlweisem Barausgleich oder Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer und leitende Angestellte entspricht dem Stock-Option-Plan 2005–2008.

Die Zuteilung von Aktienoptionen konnte im Zeitraum zwischen 1. April 2009 und 1. April 2012 erfolgen. Ein neuer Stock-Option-Plan beginnend mit 1. April 2013 wurde nicht abgeschlossen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt Informationen bezüglich aller bis zum 31. März 2013 zugeteilten Aktienoptionen.

Zuteilungstag
1. April 2012 1. April 2011 1. April 2010 1. April 2009 1. April 2008
Ausübungspreis (in EUR) 9,86 16,60 7,45 3,86 15,67
31. März 2011 135.000 65.000 92.000
Gewährte Aktienoptionen 118.500
Verwirkte Aktienoptionen
Ausgeübte Aktienoptionen 35.000 13.100
Verfallene Aktienoptionen 30.000
31. März 2012 118.500 100.000 51.900 62.000
Gewährte Aktienoptionen 118.500
Verwirkte Aktienoptionen
Ausgeübte Aktienoptionen 10.000 10.000
Verfallene Aktienoptionen 30.000 30.000 1.500 1.500 62.000
31. März 2013 88.500 88.500 88.500 40.400
Restliche Vertragslaufzeiten der gewährten
Aktienoptionen
4 Jahre 3 Jahre 2 Jahre 1 Jahr -
Beizulegender Zeitwert der gewährten Aktienop
tionen zum Bilanzstichtag (in TEUR)
31. März 2012 120 222 269 3
31. März 2013 65 7 46 118

Weiters wird auf Erläuterung 27 "Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen und Unternehmen" verwiesen.

Der gewichtete Durchschnittsaktienkurs am Tag der Ausübung aller im Geschäftsjahr ausgeübten Optionen beträgt im Geschäftsjahr 2012/13 EUR 9,55 (im Geschäftsjahr 2011/12 EUR 14,55).

Die Bewertung der Aktienoptionen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zum jeweiligen Bilanzstichtag unter Anwendung des Monte-Carlo-Verfahrens, basierend auf Modellannahmen und den nachfolgend angeführten Bewertungsparametern. Diese können von später am Markt realisierten Werten für sämtliche zum 1. April 2009, zum 1. April 2010, zum 1. April 2011 und zum 1. April 2012 zugeteilten Aktienoptionen abweichen:

Risikofreier Zinssatz 0,02-0,29 %
Volatilität 32,52-37,41 %

Die Berechnung der Volatilität erfolgt auf Basis der täglichen Aktienkurse ab 1. Oktober 2009 bis zum Bilanzstichtag.

Der beizulegende Zeitwert der eingeräumten Aktienoptionen wird über deren Laufzeit verteilt aufwandsmäßig erfasst.

Der gesamte innere Wert der zum 31. März 2013 ausübbaren Aktienoptionen beträgt TEUR 47 (zum 31. März 2012 TEUR 90).

Zum 31. März 2013 sind 16.150 Aktienoptionen aus der Zuteilung vom 1. April 2009 ausübbar. Zum 31. März 2012 waren 11.900 Aktienoptionen aus der Zuteilung vom 1. April 2009 und 10.000 Aktienoptionen aus der Zuteilung vom 1. April 2010 ausübbar.

ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN Bei den übrigen Verbindlichkeiten handelt es sich vor allem um kreditorische Debitoren, abgegrenzte Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen sowie sonstige Abgrenzungen.

16. FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Restlaufzeit
von mehr als ei
nem Jahr und bis von mehr als fünf
(in TEUR) 31. März 2013 bis zu einem Jahr fünf Jahre Jahren Zinssatz in %
Anleihen 184.810 85.527 99.283 5,00-5,50
Exportkredite 32.000 32.000 0,84
Kredite der öffentlichen Hand:
- Öffentliche Stellen
409 161 248 2,00-2,50
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 81.165 12.031 46.134 23.000 2,00-6,15
Derivative Finanzinstrumente *) 118 118
Buchwert 298.502 129.837 145.665 23.000
von mehr als ei
nem Jahr und bis von mehr als fünf
(in TEUR) 31. März 2012 bis zu einem Jahr fünf Jahre Jahren Zinssatz in %
Anleihen 184.539 5.561 178.978 5,00-5,50
Exportkredite 40.000 40.000 1,72
Kredite der öffentlichen Hand:
- Öffentliche Stellen
404 161 243 2,00-2,50
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 47.977 38.677 9.300 2,50-6,10
Derivative Finanzinstrumente *) 208 208
Buchwert 273.128 84.399 188.729

*) Es wird auf Erläuterung 19 "Derivative Finanzinstrumente" verwiesen.

Die Anleihe mit einem Gesamtnennbetrag von EUR 80 Mio. wurde am 27. Mai 2008 mit einer Laufzeit von fünf Jahren am Dritten Markt der Wiener Börse von der Gesellschaft platziert. Die Anleihe in einer Stückelung von EUR 50.000 ist gemäß § 3 Abs. 1 Z 9 KMG von der Prospektpflicht befreit. Die jährliche Fixverzinsung in Höhe von 5,50 % vom Nennwert ist nachträglich am 27. Mai eines jeden Jahres zahlbar.

Die Anleihe mit einem Gesamtnennbetrag von EUR 100 Mio. wurde am 18. November 2011 mit einer Laufzeit von fünf Jahren von der Gesellschaft platziert und ist am Geregelten Freiverkehr der Wiener Börse gelistet. Die Anleihe hat eine Stückelung von EUR 1.000 und die jährliche Fixverzinsung in Höhe von 5,00 % vom Nennwert ist nachträglich am 18. November eines jeden Jahres zahlbar.

Für beide Anleihen gelten die folgenden Anleihebedingungen: Es besteht kein ordentliches Kündigungsrecht der Anleihegläubiger. Ein außerordentliches Kündigungsrecht ist im Wesentlichen bei folgenden Ereignissen bei der Gesellschaft oder einer ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften vereinbart:

Einstellung von Zahlungen oder Bekanntgabe von Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung,

  • Konkurs- oder sonstiges Insolvenzverfahren (Ausnahme: gerichtlicher Ausgleich) oder Liquidation,
  • wesentliche Verschlechterung der Finanz- und Ertragslage durch überwiegende Einstellung der Geschäftstätigkeit, Veräußerung wesentlicher Teile der Vermögenswerte oder nicht fremdüblicher Geschäfte mit verbundenen Unternehmen,
  • Kontrollwechsel im Sinne des österreichischen Übernahmegesetzes, wenn dieser zu einer wesentlichen Beeinträchtigung zur Erfüllung der Anleiheverpflichtungen führt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen neben dem laufenden Liquiditätsbedarf vor allem langfristige Investitionsfinanzierungen.

Für das Werk in Südkorea und den Ausbau in Indien wurde im Geschäftsjahr 2009/10 eine langfristige Finanzierung aufgenommen, die in Halbjahresraten bis 31. März 2014 zurückzuführen ist. Die variable Verzinsung wurde zur Gänze durch Zinsswaps abgesichert. Die wesentlichen Vertragsbedingungen stellen sich folgendermaßen dar:

  • Aufrechterhaltung der 98,76-%-Beteiligung an der AT&S Korea und der 100-%-Beteiligung an der AT&S Indien
  • keine Belastungen hinsichtlich der Beteiligungen

Zur Refinanzierung des Eigenkapitalbedarfs für das Werk in Chongqing wurde im Geschäftsjahr 2012/13 eine langfristige Finanzierung im Rahmen einer OeKB Beteiligungsfinanzierung aufgenommen. Die Tilgung erfolgt ab September 2014 in Halbjahresraten bis Februar 2020. Für 80 Prozent der Finanzierung gilt ein Fixzinssatz, für 20 Prozent ein variabler Zinssatz, wobei der variable Teil zuerst getilgt wird. Die wesentlichen Vertragsbedingungen stellen sich folgendermaßen dar:

  • Nettoverschuldung/EBITDA max. 3
  • Eigenkapitalquote mindestens 30 %

Die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. März 2013 stellen sich in den nächsten Geschäftsjahren unter Berücksichtigung der Zinsabsicherungen wie folgt dar:

Sonstige
Verbindlichkeiten
Derivative
Kredite gegenüber Finanz
(in TEUR) Anleihen Exportkredite öffentlicher Hand Kreditinstituten instrumente
2013/14
Tilgung 80.000 32.000 161 12.031 118
Zinsen fix 9.400 6 2.492
Zinsen variabel 273 370
2014/15
Tilgung 177 11.634
Zinsen fix 5.000 2 2.127
Zinsen variabel 230
2015/16
Tilgung 11.500
Zinsen fix 5.000 1 2.066
Zinsen variabel 23
2016/17
Tilgung 100.000 71 11.500
Zinsen fix 5.000 1 1.662
Zinsen variabel
2017/18
Tilgung 11.500
Zinsen fix 1.219
Zinsen variabel
nach 2017/18
Tilgung 23.000
Zinsen fix 1.089
Zinsen variabel

Es werden keine wesentlichen Abweichungen von den vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen hinsichtlich Zeitraum oder Betrag erwartet.

Sonstige
Verbindlichkeiten Derivative
(in TEUR) Anleihen Exportkredite Kredite
öffentlicher Hand
gegenüber
Kreditinstituten
Finanz
instrumente
2012/13
Tilgung 40.000 161 38.677
Zinsen fix 9.400 9 2.151
Zinsen variabel 698 87
2013/14
Tilgung 80.000 172 9.300 208
Zinsen fix 9.400 2 301
Zinsen variabel
2014/15
Tilgung
Zinsen fix 5.000 1
Zinsen variabel
2015/16
Tilgung
Zinsen fix 5.000 1
Zinsen variabel
2016/17
Tilgung 100.000 71
Zinsen fix 5.000 1
Zinsen variabel

Zum Vorjahresstichtag 31. März 2012 stellten sich die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten in den nächsten Geschäftsjahren unter Berücksichtigung der Zinsabsicherungen wie folgt dar:

Die Anleihen, Exportkredite, Kredite der öffentlichen Hand und sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen teilweise eine nicht marktübliche Verzinsung auf. Aus diesem Grund kann es zu Abweichungen zwischen deren beizulegenden Zeitwerten und deren Buchwerten kommen.

Buchwerte 31. März Beizulegende Zeitwerte 31. März
(in TEUR) 2013 2012 2013 2012
Anleihen 184.810 184.539 200.924 198.185
Exportkredite 32.000 40.000 32.000 40.000
Kredite der öffentlichen Hand 409 404 414 410
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 81.165 47.977 89.671 48.628
Derivative Finanzinstrumente 118 208 118 208
298.502 273.128 323.127 287.431

Die Berechnung der beizulegenden Zeitwerte basiert auf der Abzinsung der künftigen Zahlungen unter Verwendung aktueller Marktzinssätze.

31. März
(in TEUR) 2013 2012
Euro 295.842 251.065
US-Dollar 883 17.713
Chinesische Renminbi Yuan 134 2.516
Indische Rupien 38
Koreanische Won 1.631 1.750
Japanische Yen 12 46
298.502 273.128

Die Buchwerte der finanziellen Verbindlichkeiten nach Währungen stellen sich wie folgt dar:

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

  • durch Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.684 (zum 31. März 2012: TEUR 1.843). Es wird auf Erläuterung 8 "Sachanlagen" verwiesen;
  • durch Vorratsvermögen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 32.000 (zum 31. März 2012: TEUR 40.008). Es wird auf Erläuterung 11 "Vorräte" und Erläuterung 12 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" verwiesen.

Der Konzern verfügt über folgende nicht in Anspruch genommene Kreditlinien:

31. März
(in TEUR) 2013 2012
Exportkreditrahmen -
gesichert
8.000
Sonstige Kreditrahmen -
gesichert
163.071 253.819
Kreditrahmen -
ungesichert
20.000 20.000
191.071 273.819

LEASINGVERHÄLTNISSE Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingund Mietverhältnissen stellt sich wie folgt dar:

31. März
(in TEUR) 2013 2012
Bis zu einem Jahr 2.707 3.098
Von einem Jahr bis fünf Jahre 8.407 8.144
Mehr als fünf Jahre 4.468 6.852
15.582 18.094

Im Konzern bestehen mehrere Operating-Leasing-Verträge für die Anmietung von Büroräumen, Grundstücken und Produktionshallen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung und technische Anlagen.

Die Verpflichtungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen betreffen zum Großteil ein im Geschäftsjahr 2006/07 durchgeführtes Sale-and-Lease-back für Betriebsgrundstücke und -gebäude in Leoben-Hinterberg und Fehring, Österreich, mit einer unkündbaren Leasingdauer bis Dezember 2021. Die angeführten Beträge beinhalten zum 31. März 2013 mit TEUR 6.770 (zum 31. März 2012: TEUR 9.085) auch die auf die nicht mehr genutzten Gebäudeflächen in Leoben-Hinterberg entfallenden Mindestzahlungen aus dem Operating-Leasing-Verhältnis, die bereits in der Bilanz als sonstige Rückstellungen enthalten sind. Es wird auf Erläuterung 18 "Sonstige Rückstellungen" verwiesen.

Die als Aufwand erfassten Zahlungen für unkündbare Leasingund Mietaufwendungen stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2012/13 2011/12
Leasing- und Mietaufwand 2.914 3.451
  1. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PERSONAL-AUFWAND Die Rückstellungen für Personalaufwand betreffen Pensionszusagen, Abfertigungsansprüche und sonstige Dienstnehmeransprüche.

BEITRAGSORIENTIERTE PENSIONSPLÄNE Für einen Großteil der Beschäftigten in Österreich und einen Teil der Mitarbeiter in Indien bestehen beitragsorientierte Pensionspläne, die an eine Pensionskasse ausgelagert sind. Für die Beschäftigten in Österreich sind die Pensionspläne durch eine Er- und Ablebensversicherung ergänzt. Die Arbeitgeberbeiträge bemessen sich nach einem bestimmten Prozentsatz der laufenden Bezüge und am erzielten Jahresüberschuss der Gesellschaft. Die Beitragszahlungen betrugen TEUR 503 im Geschäftsjahr 2012/13 und TEUR 509 im Geschäftsjahr 2011/12.

LEISTUNGSORIENTIERTE PENSIONSPLÄNE Für einzelne Mitglieder des Vorstands und für leitende Angestellte bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen ohne das Erfordernis von eigenen Mitarbeiterbeiträgen. Pensionszusagen an Mitglieder des Vorstands und an andere Führungskräfte sind teilweise durch Vermögensmittel in Pensionskassen fondsfinanziert ("funded"), teilweise nicht fondsfinanziert ("unfunded"). Die Pensionsansprüche des Vorstands und der Führungskräfte sind von deren Bezügen und Dienstzeiten abhängig.

FONDSFINANZIERTE ABFERTIGUNGSANSPRÜCHE Den Mitarbeitern in Indien steht im Falle der Pensionierung sowie bei vorzeitigem Austritt unter bestimmten Umständen

Die AUFWENDUNGEN für (leistungsorientierte) Pensionszusagen, Abfertigungsansprüche und sonstige Dienstnehmeransprüche setzen sich folgendermaßen zusammen:

eine Abfertigung zu, deren Höhe von der Dauer des Arbeitsverhältnisses und der Höhe des Arbeitsentgeltes abhängt. Die Abfertigungen bewegen sich zwischen einem halben Monatsentgelt pro Dienstjahr und einem fixierten Höchstbetrag. Die Abfertigungsansprüche sind durch eine Lebensversicherung gedeckt.

NICHT FONDSFINANZIERTE ABFERTIGUNGSAN-SPRÜCHE Den Mitarbeitern in Österreich, Südkorea und China steht im Falle der Pensionierung generell sowie bei Beendigung des Dienstverhältnisses unter bestimmten Umständen eine Abfertigung zu, deren Höhe von der Dauer des Arbeitsverhältnisses und der Höhe des Arbeitsentgeltes abhängt. Die Abfertigung beträgt in Österreich je nach Dienstzeit 2 bis 12 Zwölftel des Jahresgehaltes, in Südkorea und China einen ebenfalls je nach Dienstzeit fixierten entgeltabhängigen Betrag.

Für seit dem 1. Jänner 2003 in Österreich eintretende Mitarbeiter wird dieser Anspruch durch laufende Beiträge in eine Mitarbeitervorsorgekasse ohne weitere Verpflichtungen für den Konzern abgegolten. Die Beitragszahlungen betrugen TEUR 263 im Geschäftsjahr 2012/13 und TEUR 272 im Geschäftsjahr 2011/12.

SONSTIGE DIENSTNEHMERANSPRÜCHE Den Mitarbeitern der Gesellschaften in Österreich und China gebühren bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder, wobei in Österreich Anspruchsberechtigung und Höhe kollektivvertraglich geregelt sind.

Pensionsansprüche
Geschäftsjahr
Abfertigungsansprüche
Geschäftsjahr
Sonstige Dienstnehmer
ansprüche
Geschäftsjahr
(in TEUR) 2012/13 2011/12 2012/13 2011/12 2012/13 2011/12
Laufender Dienstzeitaufwand 69 10 1.192 1.075 868 759
Zinsaufwand 496 486 598 530 132 118
Abfindungen
Erwartetes Veranlagungsergebnis der zur Deckung vor
239
gesehenen Vermögenswerte (386) (459) (52) (47)
Versicherungsmathematische Verluste/(Gewinne) 356 19 169 44 797 545
Summe Aufwendungen 535 56 2.146 1.602 1.797 1.422

Die Aufwendungen für Pensionszusagen, Abfertigungsansprüche und sonstige Dienstnehmeransprüche werden in den Herstellungskosten, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.

In der BILANZ sind folgende Ansprüche abgegrenzt:

31. März
(in TEUR) 2013 2012
(Überdeckte) Pensionsansprüche (538) (581)
Ungedeckte Pensionsansprüche 1.175 1.053
Ungedeckte Abfertigungsansprüche 10.238 9.701
Sonstige Dienstnehmeransprüche 3.793 3.141
Rückstellungen für Personalaufwand 15.206 13.895
Abgrenzung für Pensionen, Abfertigungen und sonstige Dienstnehmeransprüche, saldiert 14.668 13.314

Die Pensionsansprüche und Abfertigungsansprüche stellen sich wie folgt dar:

Pensionsansprüche
31. März
Abfertigungsansprüche
31. März
(in TEUR) 2013 2012 2013 2012
Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen 11.949 10.078 723 614
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens (9.479) (8.377) (610) (589)
Deckungsstatus fondsfinanzierte Verpflichtungen 2.470 1.701 113 25
Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen 1.175 1.052 14.656 12.954
Nicht realisierte versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) (3.008) (2.281) (4.531) (3.277)
Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (1)
Bilanzierte Rückstellungen/(Forderungen), netto 637 472 10.238 9.701
davon Forderungen (übergedeckte Ansprüche) (538) (581)
davon Rückstellungen (ungedeckte Ansprüche) 1.175 1.053 10.238 9.701

Der Barwert der erwarteten Pensionsansprüche, die Entwicklung des zur Deckung vorgesehenen Planvermögens und der Deckungsstatus stellen sich folgendermaßen dar:

Fondsfinanzierte
Pensionsansprüche
Nicht fondsfinanzierte
Pensionsansprüche
Geschäftsjahr Geschäftsjahr
(in TEUR) 2012/13 2011/12 2012/13 2011/12
Barwert der Pensionsverpflichtung
Barwert am Beginn des Geschäftsjahres 10.078 9.145 1.053 984
Laufender Dienstzeitaufwand 69 10
Zinsaufwand 450 437 47 49
Versicherungsmathematische Verluste/(Gewinne) 1.517 912 271 20
Auszahlungen (165) (426) (196)
Barwert am Ende des Geschäftsjahres 11.949 10.078 1.175 1.053
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens
Zeitwert am Beginn des Geschäftsjahres 8.376 9.890
Einzahlungen 176 32
Erwartetes Veranlagungsergebnis 386 459
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) 706 (1.579)
Auszahlungen (165) (426)
Zeitwert am Ende des Geschäftsjahres 9.479 8.376
Deckungsstatus fondsfinanzierte Pensionspläne 2.470 1.702

Das zur Deckung vorgesehene Planvermögen ist in Pensionskassen ausgegliedert. Die Streuung der Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

31. März
(in %) 2013 2012
Anleihen 36 % 46 %
Aktien 41 % 29 %
Immobilien 6 % 4 %
Liquide Mittel 17 % 21 %
100 % 100 %

Die erwarteten Erträge aus Planvermögen wurden unter Beachtung der erwarteten Erträge der Vermögenswerte bestimmt, wobei die derzeitige Investitionspolitik zugrunde gelegt wurde. Erwartete Renditen festverzinslicher Kapitalanlagen basieren auf der Bruttoeffektivverzinsung am Bilanzstichtag. Erwartete Erträge aus Eigenkapitaltiteln und aus Immobilien spiegeln die erfahrungsgemäß in den jeweiligen Märkten zu erzielenden langfristigen effektiven Renditen wider.

Fondsfinanzierte
Abfertigungsansprüche
Geschäftsjahr Geschäftsjahr
(in TEUR) 2012/13 2011/12 2012/13 2011/12
Barwert der Abfertigungsverpflichtung
Barwert am Beginn des Geschäftsjahres 614 628 12.954 10.236
Umrechnungsdifferenzen (15) (44) 37 21
Dienstzeitaufwand 45 48 1.147 1.027
Zinsaufwand 49 49 549 481
Versicherungsmathematische Verluste/(Gewinne) 46 20 1.377 1.846
Abfindungen 239
Auszahlungen (16) (87) (1.646) (657)
Barwert am Ende des Geschäftsjahres 723 614 14.657 12.954
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens
Zeitwert am Beginn des Geschäftsjahres 589 575
Umrechnungsdifferenzen (15) (42)
Einzahlungen 96
Erwartetes Veranlagungsergebnis 52 47
Auszahlungen (16) (87)
Zeitwert am Ende des Geschäftsjahres 610 589
Deckungsstatus fondsfinanzierte Abfertigungsansprüche 113 25

Die Gesamtentwicklung der fondsfinanzierten und nicht fondsfinanzierten Abfertigungsansprüche stellt sich wie folgt dar:

Die Gesamtentwicklung der sonstigen Dienstnehmeransprüche (Jubiläumsgelder) stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2012/13 2011/12
Barwert am Beginn des Geschäftsjahres 3.141 2.338
Umrechnungsdifferenzen 66 112
Dienstzeitaufwand 868 759
Zinsaufwand 132 118
Versicherungsmathematische Verluste/(Gewinne) 797 545
Auszahlungen (1.211) (731)
Barwert am Ende des Geschäftsjahres 3.793 3.141
Es wurden für die Bewertung zum Bilanzstichtag folgende
versicherungsmathematische Parameter angewendet:
Pensionsansprüche Abfertigungsansprüche Sonstige Dienstnehmer
ansprüche (Jubiläumsgelder)
31. März 31. März 31. März
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Zinssatz 3,75 % 4,5 % 3,75-8 % 4,5-8,5 % 2,5-3,75 % 2,8-4,5 %
Erwartete Rendite auf Planvermögen 4,65 % 4,65 % 8 % 8 %
Erwartete Gehaltssteigerung 2,25 % 2,25 % 3-7,75 % 3-7,75 % 3-13 % 3-11 %
Künftige Pensionserhöhung 2 % 2 %
Pensionseintrittsalter 65 65 individuell
gemäß landes
spezifischer
Gesetze
individuell
gemäß landes
spezifischer
Gesetze

18. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Restrukturierung
(in TEUR) Summe Gewährleistung Leoben Übrige
Buchwert 31. März 2012 13.586 732 12.347 507
Verwendung (1.350) (112) (789) (449)
Auflösung (705) (350) (355)
Zuführung 865 137 728
Zinseffekt (348) (348)
Umrechnungsdifferenzen 11 (2) 13
Buchwert 31. März 2013 12.059 405 11.210 444
Restrukturierung
(in TEUR) Summe Gewährleistung Leoben Übrige
Buchwert 31. März 2011 14.665 927 12.883 855
Verwendung (1.883) (196) (760) (927)
Auflösung (718) (63) (655)
Zuführung 1.313 77 1.236
Zinseffekt 224 224
Umrechnungsdifferenzen (15) (13) (2)
Buchwert 31. März 2012 13.586 732 12.347 507
31. März
(in TEUR) 2013 2012
davon langfristig 10.437 11.422
davon kurzfristig 1.622 2.164
Buchwert 12.059 13.586

entstandenen und zu erwartenden Reklamationen für die noch im Gewährleistungszeitraum befindlichen Produkte. Der rückgestellte Betrag ist eine auf Basis von Erfahrungswerten und konkreten Sachverhalten durchgeführte bestmögliche Schätzung dieser erwarteten Kosten, welche aufgrund der Unsicherheit hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunkts nicht bereits als Schulden ausgewiesen werden.

RÜCKSTELLUNG FÜR GEWÄHRLEISTUNG Die Rückstellung für Gewährleistung betrifft die Kosten der bereits RÜCKSTELLUNG FÜR RESTRUKTURIERUNG LE-OBEN Diese Rückstellung betrifft die künftigen Leerstehungskosten für die nicht mehr genutzten Gebäudeflächen auf Basis der nicht kündbaren Immobilienleasingverpflichtung. Die Rückstellung wurde überwiegend in Höhe des Barwertes der erwarteten Ausgaben bis zur Beendigung der nicht kündbaren Immobilienleasingverpflichtung im Dezember 2021 angesetzt.

ÜBRIGE Bei den übrigen Rückstellungen handelt es sich um Rückstellungen für sonstige belastende Verträge.

  1. DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE Die derivativen Finanzinstrumente betreffen vor allem Währungsswaps und Zinsswaps. Gesichert werden hauptsächlich Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungen im Zusammenhang mit Krediten.

Der Buchwert der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert entspricht jenem Betrag, der bei einer Abrechnung der Transaktion zum Bilanzstichtag aufzuwenden wäre bzw. erlöst werden würde.

Die beizulegenden Zeitwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

31. März 2013 31. März 2012
(in TEUR) Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Zinsswaps zu Marktwerten 118 208
Summe Marktwerte 118 208
abzüglich kurzfristiger Anteil:
Zinsswaps zu Marktwerten
118
Kurfristiger Anteil 118
Langfristiger Anteil 208

Die Nominalbeträge und die beizulegenden Zeitwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente im Zusammenhang mit der Absicherung von Zinssatzschwankungen stellen sich nach Währungen wie folgt dar:

31. März 2013 31. März 2012
Währung Nominalbetrag
(in 1.000 Landeswährung)
Marktwert
(in TEUR)
Nominalbetrag
(in 1.000 Landeswährung)
Marktwert
(in TEUR)
Euro 9.300 (118) 15.500 (208)

Die Restlaufzeiten der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

31. März
2013 2012
12 24

Zum 31. März 2013 sind die festen Zinssätze der Zinsswaps 2,34 % und 1,84 %, der variable Zinssatz basiert auf dem 6- Monats-EURIBOR.

20.ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZU FINANZIN-STRUMENTEN

BUCHWERTE UND WERTANSÄTZE NACH BEWER-

TUNGSKATEGORIEN Die Zusammenfassung der Buchwerte und Wertansätze der in den einzelnen Bilanzpositionen enthaltenen Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

(in TEUR)
31. März 2013
Beizulegende
Zeitwerte
erfolgswirksam
Beizulegende
Zeitwerte
erfolgsneutral
Fortgeführte
Anschaffungskosten
Summe
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte 96 96
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige Forderungen
91.438 91.438
Finanzielle Vermögenswerte 770 770
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 80.226 80.226
Schulden
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten 168.665 168.665
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten
64.180 64.180
Finanzielle Verbindlichkeiten 118 129.719 129.837
(in TEUR)
31. März 2012
Beizulegende
Zeitwerte
erfolgswirksam
Beizulegende
Zeitwerte
erfolgsneutral
Fortgeführte
Anschaffungskosten
Summe
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte 96 96
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige Forderungen
88.925 88.925
Finanzielle Vermögenswerte 732 36 768
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 29.729 29.729
Schulden
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten 208 188.521 188.729
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten
82.490 82.490
Finanzielle Verbindlichkeiten 84.399 84.399

BEWERTUNGSHIERARCHIEN DER ZUM BEIZULE-GENDEN ZEITWERT BEWERTETEN FINANZIN-STRUMENTE Bei der Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente ist zwischen drei Bewertungshierarchien zu unterscheiden.

  • Level 1: Die beizulegenden Zeitwerte werden anhand von öffentlich notierten Marktpreisen auf einem aktiven Markt für identische Finanzinstrumente bestimmt.
  • Level 2: Wenn keine öffentlich notierten Marktpreise auf einem aktiven Markt bestehen, werden die beizulegenden Zeitwerte auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode bestimmt, die im größtmöglichen Umfang auf Marktpreisen basiert.
  • Level 3: In diesem Fall liegen den zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendeten Bewertungsmodellen auch nicht am Markt beobachtbare Daten zugrunde.

Die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zu den drei Bewertungshierarchien stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

(in TEUR)
31. März 2013 Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Finanzielle
Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizule
genden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte:
- Anleihen 770 770
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 96 96
Finanzielle
Verbindlichkeiten
Derivative
Finanzinstrumente 118 118
(in TEUR)
31. März 2012 Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Finanzielle
Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizule
genden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte:
- Anleihen 732 732
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 132 132
Finanzielle
Verbindlichkeiten
Derivative
Finanzinstrumente 208 208

NETTOERGEBNISSE IN BEZUG AUF FINANZIN-STRUMENTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN Die Nettogewinne oder Nettoverluste in Bezug auf finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2012/13 2011/12
Ausleihungen und Forderungen
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle Vermö
(450) (2.029)
genswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
(89) 19
Vermögenswerte
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu
fortgeführten Anschaffungskosten
37 7
bewertet werden (14.897) (9.728)
(15.399) (11.731)

Die Nettoergebnisse in Bezug auf Finanzinstrumente beinhalten Dividendenerträge, Zinserträge und -aufwendungen, Fremdwährungsgewinne und -verluste, realisierte Gewinne und Verluste aus dem Abgang bzw. Verkauf sowie ergebniswirksame Erträge und Aufwendungen aus der Bewertung der Finanzinstrumente.

Das gesamte Nettoergebnis (Nettoaufwand) aus Finanzinstrumenten ist in Höhe von TEUR -942 (2011/12: TEUR -2.156 Nettoaufwand) im Betriebsergebnis und in Höhe von TEUR -14.457 (2011/12: TEUR -9.575 Nettoaufwand) im Finanzergebnis enthalten.

  1. EVENTUALSCHULDEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN In Bezug auf unkündbare Leasing- und Mietverträge wird auf Erläuterung 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen. Zum 31. März 2013 bestehen im Konzern sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 16.854 (TEUR 20.499 zum 31. März 2012) im Zusammenhang mit verbindlich kontrahierten Investitionsvorhaben. Weiters bestehen zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse gegenüber der Zollbehörde sowie aus Bankgarantien in Höhe von TEUR 1.424 (TEUR 3.590 zum 31. März 2012). Andere Garantien bzw. sonstige Haftungszusagen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb sind zum Bilanzstichtag nicht gegeben.
Im Umlauf befind
liche Aktien
(in 1.000 Stück)
Grundkapital
(in TEUR)
Kapitalrücklage
(in TEUR)
Eigene Anteile
(nach Steuern)
(in TEUR)
Gezeichnetes
Kapital
(in TEUR)
31. März 2011
Veränderung eigene Anteile, nach Steu
ern
23.323
28.490
63.542
(47.557)
1.060
44.475
1.060
31. März 2012
Veränderung eigene Anteile, nach Steu
ern
23.323
28.490
63.542
(46.497)
379
45.535
379
31. März 2013 23.323 28.490 63.542 (46.118) 45.914

22. GEZEICHNETES KAPITAL

GRUNDKAPITAL Das Grundkapital zum 31. März 2013 in Höhe von TEUR 28.490 besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,10.

IM UMLAUF BEFINDLICHE AKTIEN Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt 25.900.000 Stück. Zum Stichtag 31. März 2013 hält der Konzern 2.577.412 eigene Aktien, 23.322.588 Aktien befanden sich im Umlauf.

GENEHMIGTES KAPITAL Der Vorstand wurde mit Beschluss der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 ermächtigt, bis zum 6. Juli 2015 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu TEUR 14.245, allenfalls in mehreren Tranchen, mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinzahlung oder Sacheinlage, auch unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre, zu erhöhen und die näheren Ausgabebedingungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGEN In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, gemäß § 174 Abs. 2 AktG bis 6. Juli 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000, auch in mehreren Tranchen, auszugeben, alle Bedingungen, die Ausgabe und das Umtauschverhältnis der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

BEDINGTE KAPITALERHÖHUNG In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 erfolgte die Beschlussfassung über die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu TEUR 14.245 durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stammaktien zur Gewährung von Bezugs- oder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibungen und Feststellung der Erfordernisse gemäß § 160 Abs. 2 AktG über die Ermächtigung des Vorstands, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen und über die Ermächtigung des Aufsichtsrats, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung nehmen in gleicher Weise wie die zum Zeitpunkt der Ausgabe an der Börse gehandelten Aktien am Gewinn teil.

EIGENE ANTEILE In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, soweit noch nicht ausgeübt, gemäß § 65 Abs. 1 Z. 8 AktG binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben, wobei der Erwerbskurs je zu erwerbender Stückaktie EUR 1,10 nicht unterschreiten und EUR 110 nicht überschreiten darf, sowie die erworbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen oder zur Durchführung des Mitarbeiterbeteiligungs- bzw. Stock-Option-Programms der Gesellschaft zu verwenden. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen.

Der Konzern hat seit 15. Mai 2006 insgesamt 2.632.432 eigene Aktien zum jeweiligen Börsekurswert im Gesamtwert von TEUR 47.484 gekauft. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden Aktien weder gekauft noch zur Bedienung des Stock-Option-Programms der Gesellschaft verwendet. Zum 31. März 2013 hält der Konzern unverändert zum letzten Bilanzstichtag 2.577.412 eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) mit einem Gesamtkaufpreis von TEUR 46.577. Die Veränderung der eigenen Anteile (nach Steuern) betrifft im Geschäftsjahr 2012/13 und 2011/12 ausschließlich auf dieses Eigenkapitalinstrument entfallende Ertragsteuern.

In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand erneut gemäß § 65 Abs. 1b AktG ermächtigt, für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 6. Juli 2015, mit Zustimmung des Aufsichtsrats und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung erworbene eigene Aktien auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Aktienoptionen, Wandelschuldverschreibungen, als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten und für die Veräußerung im Wege eines Accelerated-Bookbuilding-Verfahrens. Hierbei kann das Bezugsrecht der Aktionäre gemäß §§ 169 bis 179 AktG ausgeschlossen und die Ermächtigung ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

DIVIDENDE PRO AKTIE Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden pro Aktie EUR 0,32 (im Geschäftsjahr 2011/12 EUR 0,36) an Dividenden ausgeschüttet.

  1. SONSTIGE RÜCKLAGEN Die im Konzernergebnis realisierten Umgliederungsbeträge des sonstigen Ergebnisses und die Entwicklung der sonstigen Rücklagen stellen sich wie folgt dar:
Sicherungs
Zur Veräußerung instrumente aus der
Währungsumrech verfügbare finanzi Absicherung von Sonstige
(in TEUR) nungsdifferenzen elle Vermögenswerte Zahlungsströmen Rücklagen
Buchwert zum 31. März 2011 (12.081) 44 5 (12.032)
Saldo unrealisierter Veränderungen vor Umgliede
rung, nach Steuern
Umgliederung realisierter, im Konzernergebnis erfass
34.762 (13) (160) 34.589
ter Änderungen, nach Steuern (2) (2)
Buchwert zum 31. März 2012 22.681 31 (157) 22.555
Saldo unrealisierter Veränderungen vor Umgliede
rung, nach Steuern
Umgliederung realisierter, im Konzernergebnis erfass
22.282 (8) 5 22.279
ter Änderungen, nach Steuern (20) 63 43
Buchwert zum 31. März 2013 44.963 3 (89) 44.877

Zur Darstellung der Ertragsteuern, die auf die einzelnen Bestandteile des sonstigen Ergebnisses einschließlich der Umgliederungsbeträge entfallen, wird auf Erläuterung 7 "Ertragsteuern" verwiesen.

VI.Sonstige Angaben

  1. ERGEBNIS JE AKTIE Der Gewinn je Aktie ist gemäß IAS 33 "Ergebnis je Aktie" (Earnings per Share) berechnet.

GEWICHTETER DURCHSCHNITT DER IM UMLAUF BEFINDLICHEN AKTIEN Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt 25.900.000 Stück. Zum Stichtag 31. März 2013 werden 2.577.412 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden.

Der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie beträgt 23,3 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2012/13 bzw. 23,3 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2011/12.

Der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie beträgt 23,3 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2012/13 bzw. 23,4 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2011/12.

Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des verwässerten gewichteten Durchschnitts der im Umlauf befindlichen Aktien für die angegebenen Perioden:

Geschäftsjahr
(in 1.000 Stück) 2012/13 2011/12
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf
befindlichen Aktien - Basisberechnung
23.323 23.323
Verwässernde Auswirkung der Optionen 17 48
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf
befindlichen Aktien - verwässerter Wert 23.340 23.371

UNVERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE Die Basisberechnung des Ergebnisses pro Aktie wird ermittelt, indem man das Konzernergebnis der jeweiligen Periode, das den Aktionären der Gesellschaft zuzurechnen ist, durch den gewogenen Mittelwert der im Umlauf befindlichen Stammaktien der jeweiligen Periode dividiert.

Geschäftsjahr
2012/13 2011/12
Konzernergebnis (in TEUR) 14.101 26.550
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf
befindlichen Aktien - Basisberechnung
(in 1.000 Stück)
23.323 23.323
Unverwässertes Ergebnis je Aktie
(in EUR)
0,60 1,14

VERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem man das Konzernergebnis der jeweiligen Periode, das den Aktionären der Gesellschaft zuzurechnen ist, durch den gewogenen Mittelwert der Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien zuzüglich der Anzahl der möglichen ausständigen Stammaktien der jeweiligen Periode dividiert. Die möglichen ausständigen Stammaktien setzen sich aus den zusätzlich auszugebenden Aktien für ausübbare Optionen zusammen und sind im verwässerten Ergebnis pro Aktie unter der Annahme, dass diese Aktien verwässert sind, enthalten.

Geschäftsjahr
2012/13 2011/12
Konzernergebnis (in TEUR) 14.101 26.550
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf
befindlichen Aktien -
verwässerter Wert (in 1.000 Stück) 23.340 23.371
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,60 1,14

Die eigenen Aktien, die zur Bedienung des Stock-Option-Programms reserviert sind, führen nach IAS 33 zu keiner Verwässerung der ausgegebenen Aktien.

  1. VORSCHLAG FÜR DIE GEWINNVER-WENDUNG Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischem Unternehmensrecht aufgestellte Einzelabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft zum 31. März 2013 die Grundlage für die Dividendenausschüttung. Dieser Jahresabschluss weist zum 31. März 2013 einbehaltene Gewinne von TEUR 19.383 (TEUR 24.237 zum 31. März 2012) aus.

Die Ausschüttung unterliegt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus den einbehaltenen Gewinnen von TEUR 19.383 eine Dividende von TEUR 4.665 auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Dieser Ausschüttungsbetrag entspricht einer Dividende von EUR 0,20 je zum 31.3.2013 ausstehender und gewinnberechtigter Stückaktien (bei insgesamt 23.322.588 Stück ausstehenden und gewinnberechtigten Stückaktien zum 31.3.2013).

  1. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Im aktuellen Geschäftsjahr gab es keine wesentlichen Geschäftsfälle nach dem Bilanzstichtag.

  2. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT NAHE STEHENDEN PERSONEN UND UNTER-NEHMEN Im Zusammenhang mit diversen Projekten hat

der Konzern Leistungen von Rechts- und Beratungsunternehmen, die im Besitz des Vorsitzenden des Aufsichtsrats (AIC Androsch International Management Consulting GmbH, Wien) bzw. von Aufsichtsratsmitgliedern (Dörflinger Management & Beteiligungs GmbH, Wien und Rechtsanwälte Riedl & Ringhofer, Wien) stehen, erhalten. Die dabei angefallenen Honorare stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2012/13 2011/12
AIC Androsch International Management
Consulting GmbH
365 385
Rechtsanwälte Riedl & Ringhofer
Dörflinger Management & Beteilungs
4
GmbH 6 4
371 393

Zum Bilanzstichtag bestehen keine ausstehenden Salden oder Verpflichtungen gegenüber den benannten Rechts- und Beratungsunternehmen.

MITGLIEDER DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS Im Geschäftsjahr 2012/13 und bis zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses waren folgende Personen als VORSTAND tätig:

  • DI (FH) Andreas Gerstenmayer (Vorsitzender)
  • Ing. Heinz Moitzi
  • Mag. Thomas Obendrauf (bis 31. März 2013)

Im Geschäftsjahr 2012/13 waren folgende Personen als AUFSICHTSRATSMITGLIEDER bestellt:

  • Dr. Hannes Androsch (Vorsitzender)
  • Ing. Willibald Dörflinger (1. Stellvertreter des Vorsitzenden)
  • DDr. Regina Prehofer (2. Stellvertreterin des Vorsitzenden)
  • Dkfm. Karl Fink
  • DI Albert Hochleitner
  • Mag. Gerhard Pichler
  • Dr. Georg Riedl
  • Dr. Karin Schaupp

Vom Betriebsrat waren delegiert:

  • Wolfgang Fleck
  • Johann Fuchs
  • Sabine Fussi
  • Günther Wölfler

Die Anzahl der ausstehenden Aktienoptionen und der Personalaufwand aus zugeteilten Aktienoptionen stellen sich wie folgt dar:

Anzahl der ausstehenden Aktienoptionen
31. März
(in Stück)
Personalaufwand
Geschäftsjahr
(in TEUR)
2013 2012 2012/13 2011/12
DI (FH) Andreas Gerstenmayer 120.000 80.000 (41) (43)
Ing. Heinz Moitzi 114.000 114.000 (67) (170)
Mag. Thomas Obendrauf 34.500 (18)
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen (19)
Vorstandsmitglieder gesamt 234.000 228.500 (126) (232)
Andere Führungskräfte gesamt 71.900 103.900 (37) (101)
305.900 332.400 (163) (333)

Die Aktienoptionen von Herrn Mag. Thomas Obendrauf waren bis zum Austrittsdatum (Dienstvertragsende) am 31. März 2013 ausübbar. Zugeteilte Aktienoptionen, die nicht bis zum 31. März 2013 ausgeübt wurden, verfielen ersatzlos. Es wird weiters auf die Erläuterungen zu den Aktienoptionsprogrammen unter Erläuterung 15 "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten" verwiesen.

Im Geschäftsjahr betragen die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands und der leitenden Angestellten:

Geschäftsjahr 2012/13 Geschäftsjahr 2011/12
(in TEUR) Fix Variabel Summe Fix Variabel Summe
DI (FH) Andreas Gerstenmayer 396 396 388 203 591
Ing. Heinz Moitzi 310 310 308 190 498
Mag. Thomas Obendrauf 499 499 322 212 534
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen 242 242
Leitende Angestellte 3.446 124 3.570 3.445 711 4.156
4.775 6.021

In den fixen Bezügen von Herrn Mag. Thomas Obendrauf im Geschäftsjahr 2012/13 sind die vertragliche Abfertigungszahlung und sonstige Ansprüche im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung des Vorstandsvertrages enthalten.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen der Mitglieder des Vorstands und der leitenden Angestellten betragen:

Abfertigungen
Geschäftsjahr
Pensionen
Geschäftsjahr
(in TEUR) 2012/13 2011/12 2012/13 2011/12
Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte 186 114 645 218

Auf das Geschäftsjahr entfallende und der Hauptversammlung vorgeschlagene Gesamtvergütung für persönlich erbrachte Leistungen der Mitglieder des Aufsichtsrats:

Geschäftsjahr 2012/13 Geschäftsjahr 2011/12
(in TEUR) Fix Variabel Summe Fix Variabel Summe
Dr. Hannes Androsch 35 35 33 11 44
Ing. Willibald Dörflinger 27 27 29 6 35
DDr. Regina Prehofer 25 25 15 6 21
Dkfm. Karl Fink 24 24 24 6 30
DI Albert Hochleitner 24 24 23 6 29
Mag. Gerhard Pichler 24 24 23 6 29
Dr. Georg Riedl 24 24 23 6 29
Dr. Karin Schaupp 22 22 16 6 22
205 205 186 53 239

Aktienbesitz und Aktienoptionen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats zum 31. März 2013:

Aktien Aktienoptionen Summe Aktien und
Aktienoptionen
% Kapital
Vorstandsmitglieder 1.672 234.000 235.672
Aufsichtsratsmitglieder:
Dr. Hannes Androsch 445.853 445.853 1,72
Übrige Aufsichtsratsmitglieder 28.412 28.412 0,11
Summe Aufsichtsratsmitglieder 474.265 474.265 1,83
Privatstiftungen:
Androsch Privatstiftung 5.570.666 5.570.666 21,51
Dörflinger Privatstiftung 4.594.688 4.594.688 17,74
Summe Privatstiftungen 10.165.354 10.165.354 39,25
10.641.291 234.000 10.875.291 41,99
  1. AUFWENDUNGEN FÜR DEN KON-ZERNABSCHLUSSPRÜFER Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer stellen sich wie folgt dar:
29. PERSONALSTAND Die Durchschnittszahlen der
im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter stellen sich wie
folgt dar:
Geschäftsjahr
(in TEUR) 2012/13 2011/12
Konzern
und Jahresabschlussprüfung
147 123
Andere Bestätigungsleistungen 19 29
Sonstige Leistungen 22 5
188 157

Darin sind die Aufwendungen für andere Netzwerkmitglieder des Konzernabschlussprüfers beispielsweise für die Abschlussprüfung der Tochterunternehmen oder Steuerberatungsleistungen nicht enthalten.

Geschäftsjahr
2012/13 2011/12
Arbeiter 5.802 5.928
Angestellte 1.519 1.489
7.321 7.417

Die Ermittlung des Personalstandes beinhaltet Leihpersonal im Bereich der Arbeiter für das Geschäftsjahr 2012/13 in durchschnittlicher Höhe von 3.455 und für das Geschäftsjahr 2011/12 in durchschnittlicher Höhe von 3.730.

Leoben-Hinterberg, am 7. Mai 2013

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Konzernlagebericht 2012/13

  1. UNTERNEHMENSPROFIL AT&S zählt weltweit zu den führenden Unternehmen der Branche und ist in Europa und Indien bereits der größte Leiterplattenproduzent. Das Werk in Shanghai ist das größte auf HDI-Technologie spezialisierte Werk Chinas. Das Produktportfolio der AT&S umfasst einseitige, doppelseitige, mehrlagige, HDI (High Density Interconnection; eine mehrlagige Leiterplatte mit extrem feinen Strukturen), flexible, starrflexible und semiflexible Leiterplattenvarianten. Das Leistungsspektrum beinhaltet unterschiedlichste Techniken der Behandlung von Leiterplatten unter Einsatz verschiedener Basismaterialien.

Der Trend zur Miniaturisierung und zu komplexeren Bauteilen charakterisiert die wesentlichen technologischen Herausforderungen in der Leiterplattenindustrie. So werden Smartphones mit neuen Zusatzfunktionen ausgestattet, Computer wie Notebooks, Ultrabooks und Multimedia Tablets werden bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion immer leistungsstärker. Auch in der Industrieelektronik, der Medizintechnik, der Luftfahrt, sowie bei Industriecomputern kommt es durch den technologischen Fortschritt zu immer breiteren Anwendungsgebieten für technologisch hochwertige Leiterplatten. Auch im Automobil-Bereich steigt der Elektronikanteil nicht zuletzt aufgrund immer höherer Anforderungen an Sicherheitssysteme und Infotainment im Auto stetig an. Der Trend zur Miniaturisierung und zu komplexeren Bauteilen charakterisiert generell die technologischen Herausforderungen für Leiterplattenproduzenten.

Think global – act local: Mit Produktionsstätten in Europa und Asien sowie einem Vertriebsnetzwerk, das vier Kontinente umspannt, beliefert AT&S weltweit agierende Konzerne. Gleichzeitig bedient AT&S auch die Nachfrage von kleineren Unternehmen und fertigt Prototypen und Kleinserien. Mit ihren gegenwärtigen Produktionskapazitäten ist AT&S in der Lage, sowohl die in Asien bestehende Volumensproduktion als auch das europäische Nischengeschäft zu bedienen. Die Produkte werden direkt bei den Erstausrüstern (OEM – Original Equipment Manufacturer) und bei Auftragsfertigern (CEM – Contract Electronic Manufacturer) abgesetzt.

AT&S ist auch technologisch einer der führenden Leiterplattenhersteller. Die hervorragenden Leistungen im Bereich Forschung und Entwicklung stellen eine dafür wesentliche Voraussetzung dar. AT&S arbeitet in Netzwerken aus Kunden, Lieferanten und Forschungseinrichtungen an immer neuen innovativen Techniken. Darüber hinaus besitzt das Unternehmen profunde langjährige Erfahrung im Bereich der industriellen Großserienfertigung. Die laufende Optimierung der Geschäftsprozesse ist eines der wesentlichen Kernelemente der Unternehmensstrategie.

  1. GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE Der weltweite Leiterplattenbedarf zeigt im abgelaufenen Kalenderjahr im Bereich der hochwertigen Technologien eine weiterhin steigende Nachfrage, der Bedarf nach technologisch einfacheren Leiterplatten ist gesunken. Generell steigt in der Branche der Druck auf die Preise. Wir gehen mittel- bis langfristig weiterhin von attraktiven Wachstumsraten in den von uns adressierten Märkten Mobile Devices, Automotive und Medizintechnik aus.

Wesentlicher Wachstumsfaktor wird auch künftig der Bereich Mobile Devices mit den Applikationen Smart Phones und Tablet PCs sein. Der Anteil der Smart Phones am gesamten Mobile Phone Markt wird weiter zunehmen. Auch im Bereich Automotive wird mit einer guten Entwicklung, besonders in China, gerechnet. Für den Industriesektor geht man in der Branche von einem moderaten Wachstum, insbesondere in Europa, aus.

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigte sich die branchenübliche Saisonalität, wenngleich die Schwankungen im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich geringer ausfielen als im Geschäftsjahr davor. Die beiden Quartale eins und zwei waren aufgrund von verspäteten Projektanläufen bei wichtigen Kunden von einer eher schwachen Auslastung geprägt, im dritten Quartal konnten wir mit EUR 150,3 Mio. den höchsten je erzielten Quartalsumsatz in der Geschichte der AT&S verzeichnen. Hauptverantwortlich für die geringeren saisonalen Schwankungen im aktuellen Geschäftsjahr ist der überproportional hohe Anstieg der Umsätze im Bereich Industrial & Automotive, welcher durch eine relativ stabile Entwicklung gekennzeichnet ist.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2012/13 konnten die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um EUR 27,5 Mio. bzw. 5 % auf EUR 541,7 Mio. gesteigert werden.

In geographischer Hinsicht zeigt sich aufgrund der in Asien zusätzlich installierten Kapazitäten eine weitere Verschiebung der Produktionstätigkeit von Europa nach Asien. Der Anteil des Segmentnettoumsatzes von Asien an den Gesamterlösen beträgt daher im Geschäftsjahr 2012/13 bereits 74 % (im Vorjahr 73 %). Im Segment Europa konnten wir in den Bereichen von Kleinserien und Nischenprodukten weitere interessante Aufträge gewinnen.

Die Business Unit Mobile Devices ist mit einem Umsatzanteil von 55 % (Vorjahr 58 %) weiterhin die größte Absatzbranche des AT&S-Konzerns. Der erzielte Umsatz lag mit EUR 297,3 Mio. leicht über dem Vorjahr. Geographisch zeigt sich wie bereits im Vorjahr eine Verschiebung des erzielten Umsatzes nach Asien.

Die Business Unit Industrial & Automotive konnte mit einem Umsatzzuwachs auf EUR 242,6 Mio eine Steigerung von 12% erzielen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigte sich auch hier der Trend zu einer steigenden Nachfrage im asiatischen Bereich. Insbesondere die Nachfrage nach Leiterplatten für die Automobilindustrie in Asien stieg deutlich an. Hingegen war die Nachfrage sowohl im Industrie- als auch im Automotivebereich in Europa leicht rückläufig.

Der Bruttogewinn verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 83,5 Mio. auf EUR 76,9 Mio. und damit um EUR 6,6 Mio. Hauptgrund dafür sind die im Geschäftsjahr 2011/12 abgeschlossenen Kapazitätsausbauten und dadurch im abgelaufenen Geschäftsjahr ganzjährig höhere Abschreibungen. Dieser negative Effekt von EUR 9,9 Mio. konnte nur teilweise durch Effizienzmaßnahmen ausgeglichen werden. Die Verwaltungsund Vertriebskosten blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert, das sonstige Ergebnis verringerte sich um EUR 4,6 Mio. Hauptverantwortlich dafür sind geringere Forschungsförderungen, sowie positive Einmaleffekte aus einem Grundstücksverkauf im Geschäftsjahr 2011/12. Insgesamt verringerte sich daher das Betriebsergebnis auf EUR 30,9 Mio. (Vorjahr EUR 42,1 Mio.). Die EBIT-Marge beträgt damit 5,7 % und ist um 2,5 Prozentpunkte geringer als im Geschäftsjahr 2011/12.

Das Segmentergebnis der Business Unit Mobile Devices lag bei EUR 21,2 Mio. und einer EBIT Marge von 7,1 %. Die Business Unit Industrial & Automotive erreichte ein Betriebsergebnis von EUR 12,0 Mio. und eine EBIT Marge von 4,9 %. Das Konzerneigenkapital zum Bilanzstichtag 31. März 2013 beträgt EUR 312,5 Mio. und hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 29,4 Mio. erhöht. Der Anstieg ist zum einen auf das positive Konzernjahresergebnis von EUR 14,1 Mio. zurückzuführen, zum anderen verringerte sich das sonstige Ergebnis insbesondere aufgrund von Währungsdifferenzen auf EUR 22,3 Mio. Die Eigenmittelquote zum Bilanzstichtag von 43 % bedeutet eine Erhöhung von rund zwei Prozentpunkten gegenüber dem vorgehenden Bilanzstichtag und zeigt eine weiterhin starke Eigenkapitalausstattung.

Die Nettoverschuldung des AT&S-Konzerns verringerte sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2011/12 um EUR 25,1 Mio. auf EUR 217,4 Mio. Durch den hohen operativen positiven Cashflow von EUR 71,7 Mio. konnten die Investitionsausgaben von EUR 40,6 Mio. aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Der Nettoverschuldungsgrad liegt mit 69,6% zum Bilanzstichtag deutlich unter dem Wert des Vorjahres von 85,7 %. Zur Berechnungsmethode der Kennzahlen bzw. zu weiterführenden Erläuterungen wird auf den Anhang zum Konzernabschluss, Abschnitt "II. Risikobericht" verwiesen.

Im Rahmen der Investitionstätigkeit der AT&S waren im Geschäftsjahr 2012/13 insgesamt EUR 35,5 Mio. Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten zu verzeichnen. Die Investitionen betreffen die Errichtung des Standortes in Chongqing, China, aber auch Anlagen für neue Technologien und Innovationsprojekte in Shanghai und den österreichischen Werken.

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 2012/13 in der AT&S unter Einbeziehung der Leiharbeiter 7.321 Mitarbeiter und damit um 96 weniger Personen gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt (2011/12: 7.417) tätig.

Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, stellen gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter einen wesentlichen Baustein dar. AT&S legt daher besonderen Wert auf internationale Aus- und Weiterbildungsprogramme, die neben den fachlichen Kompetenzen auch die interkulturellen Fähigkeiten weiterentwickeln. In technischen Schulungen, interkulturellen Trainings sowie speziellen Management- und Führungskräfteentwicklungs-Programmen werden die Mitarbeiter der AT&S adäquat auf gegenwärtige und zukünftige Aufgaben vorbereitet. Zur Nachwuchsförderung werden in Österreich Lehrlinge in fünf verschiedenen Berufsgruppen ausgebildet, und in Indien beteiligt sich AT&S umfassend an einem Qualifizierungsprogramm für Industriearbeiter.

Ein transparentes und leistungsorientiertes Vergütungssystem fördert das unternehmerische Denken und Handeln der Mitarbeiter. Das Bonussystem basiert seit dem Geschäftsjahr 2010/11 auf den Kenngrößen EBIT, Cash Earnings und ROCE und blieb somit gegenüber dem vergangenen Jahr unverändert.

Nachhaltiges Wirtschaften und der schonende Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen haben für AT&S höchste Priorität. Dazu ist es notwendig, eine gute Basis zu schaffen, um die Prozesse effizient zu steuern. Als Basis hat die AT&S ein integriertes Managementsystem geschaffen, das die Faktoren Qualität, Umwelt und Sicherheit vereint. Dass für AT&S Umweltmanagement als sehr wichtig erachtet wird, zeigt die Einführung des Managementsystems ISO14001 bereits im Geschäftsjahr 1996/97. ISO9001 und ISOTS16949 (Qualitätsmanagement – Normen) und OHSAS18001 (Occupational Health and Safety, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz – Norm) ergänzen das Spektrum. Regelmäßige interne Audits sowie jährliche Überwachungs- und dreijährliche Rezertifizierungsaudits überwachen die Umsetzung der Anforderungen aus den Regelwerken. Auch im Geschäftsjahr 2012/13 konnte die Einhaltung aller Anforderungen durch unabhängige Dritte erneut bestätigt werden.

Ein wesentlicher Bestandteil der Normen ist die kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung bestehender Systeme. Weltweit durchgeführte Projekte zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes spiegeln sich in den Kennzahlen wider. So konnte die Unfallrate im Mehrjahresvergleich stetig reduziert werden. Effizienter Umgang und Einsatz von Ressourcen ist ein anderer Baustein der kontinuierlichen Weiterentwicklung im Umweltbereich. Der Fokus liegt auf der Verbesserung von Prozessen, Verfahren und Produkten, um unter geringsten Auswirkungen auf die Umwelt und den Menschen zu produzieren. Um das erreichen zu können, gibt es globale Zielsetzungen wie die Reduktion von CO2 Emissionen je m² Leiterplatte, die Minimierung des Frischwasserbedarfs und Verbesserungen im Abfallmanagement wie Recycling von Wertstoffen bzw. Abfallvermeidung. Als Dach aller Maßnahmen zu dieser Thematik hat AT&S im letzten Jahr das Projekt "sustainable AT&S" gestartet, mit dem Ziel, Nachhaltigkeit in alle Prozesse zu integrieren. Ein erster Schritt dazu wurde im März 2013 mit dem internen Nachhaltigkeitsbericht erfolgreich abgeschlossen, womit die Mitarbeiter mit dem Konzept und den zukünftigen Maßnahmen erstmals direkt konfrontiert wurden und in weiterer Folge in die Aktivitäten eingebunden werden.

AT&S geht an allen Standorten über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinsichtlich Umwelt und Sicherheit hinaus. Im Zuge von externen Audits wurde AT&S sowohl von Zertifizierungsstellen als auch von lokalen Behörden bereits als Benchmark für die Industrie gesehen. Das zeigt sich auch in zahlreichen Awards und Auszeichnungen, die AT&S in China, Indien und Österreich für das Engagement in Umweltschutz und Arbeitssicherheit erhalten hat.

Als wesentliche Basisrohstoffmaterialien wurden im Geschäftsjahr 2012/13 rund 585 kg reines Gold (2011/12: 645 kg), 2.014 Tonnen Kupfer (2011/12: 2.001 Tonnen), 11,2 Mio. m2 Laminate (2011/12: 10,8 Mio. m2 ) und rund 53.260 Tonnen verschiedene Chemikalien (2011/12: 53.200 Tonnen) verbraucht. Der Strombedarf belief sich im Geschäftsjahr 2012/13 auf rund 342 GWh (2011/12: 309 GWh).

Hinsichtlich bedeutender Ereignisse nach dem Bilanzstichtag wird auf die Erläuterungen im Anhang zum Konzernabschluss, Erläuterung 26 "Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" verwiesen.

  1. TOCHTERUNTERNEHMEN UND RE-PRÄSENTANZEN Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich AT&S entschlossen, mit dem Tochterunternehmen AT&S (Chongqing) Company Limited in ein neues Geschäftsfeld einzusteigen. In dem neuen Werk in Chongqing, China, sollen technologisch hochwertige IC-Substrate (Integrated Circuit Substrates) hergestellt werden. Das Gebäude in Chongqing ist bereits fertig gestellt. Im Januar konnte der Vorstand Vertragsverhandlungen mit einem strategischen Partner erfolgreich abschließen. Die Investitionsphase wird 3 Jahre dauern und rund EUR 350 Mio. umfassen. Es wird mit ersten Umsätzen im Jahr 2016 gerechnet.

Im Geschäftsjahr 2012/13 hat die AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft den 100%igen Kapitalanteil an der AT&S (China) Company Limited an die AT&S Asia Pacific Limited übertragen.

Die Entwicklung des Tochterunternehmens AT&S Korea Co., Ltd. zeigte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine sehr erfreuliche Entwicklung. Eine deutliche Steigerung des Umsatzes konnte insbesondere aufgrund neuer Aufträge im Bereich der Medizintechnik erreicht werden. Dem Umsatz entsprechend entwickelte sich auch das Ergebnis positiv.

Auch die AT&S India Private Limited zeigte eine positive Entwicklung. Umsatzseitig kam es zwar zu keiner deutlichen Steigerung, allerdings konnte mit Effizienzmaßnahmen und einer nun stabilen Energieversorgung des Produktionsstandortes ein wesentlich verbessertes Ergebnis erzielt werden.

Das Werk in Leoben konnte den in den vergangenen Jahren begonnenen Weg der Nischen- und Prototypenerzeugung erfolgreich fortsetzen. Die Auslastung im Werk in Fehring ist nach der Umstellung von einem 4 auf einen 3 Schicht Betrieb nun wieder erfreulich.

Das Tochterunternehmen AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einer Unterauslastung und einem stärker werdenden Preisdruck zu kämpfen.

Um unsere amerikanischen Kunden noch besser betreuen zu können, wurde im Frühjahr 2012 ein neues Vertriebsbüro in Chicago eröffnet. Dieses Büro ist als Teil des Tochterunternehmens AT&S Americas LLC der zweite Standort in den USA.

4. KAPITALANTEILSSTRUKTUR UND AN-GABEN ZU GESELLSCHAFTERRECHTEN

Zum Bilanzstichtag per 31. März 2013 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft EUR 28.490.000 und besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,1 pro Aktie. Das Stimmrecht in der Hauptversammlung wird nach Stückaktien ausgeübt, wobei je eine Stückaktie das Recht auf eine Stimme gewährt. Sämtliche Aktien lauten auf Inhaber.

Die maßgeblichen Beteiligungen an der Konzernmuttergesellschaft AT&S AG zum Bilanzstichtag stellen sich wie folgt dar:

Aktien % Kapital % Stimmrechte
Dörflinger Privatstiftung:
Karl-Waldbrunner-Platz 1
A-1210 Wien
4.594.688 17,74% 19,70%
Androsch Privatstiftung:
Franz-Josefs-Kai 5
A-1010 Wien
5.570.666 21,51% 23,89%

Zum Bilanzstichtag werden 2.577.412 Stück eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) gehalten. Die zuletzt am 7. Juli 2010 beschlossene Ermächtigung des Vorstands, bis zu 10 % des Grundkapitals der AT&S AG am Markt binnen 30 Monaten zurückzukaufen, lief somit bis 6. Jänner 2013. Die eigenen Aktien können zur Bedienung des Stock-Option-Programms der Gesellschaft verwendet oder auch veräußert werden.

Bis zum 6. Juli 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu EUR 14.245.000 durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 nennbetragslosen Inhaberstückaktien unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes zu erhöhen.

Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand weiters bis zum 6. Juli 2015 bei Bedarf unter Ausschluss des Bezugsrechtes Wandelschuldverschreibungen von bis zu EUR 100.000.000 ausgeben. Zur Gewährung von Bezugs- oder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu EUR 14.245.000 durch die Ausgabe von bis zu 12.950.000 neuen Inhaberaktien zu erhöhen.

Weiterführend wird auf die Erläuterungen im Anhang zum Konzernabschluss, Erläuterung 22 "Gezeichnetes Kapital" verwiesen.

5. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Inner-

halb der AT&S ist der Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) die treibende Kraft bei der Identifizierung neuer und bei der Weiterentwicklung angewendeter Technologien. Durch nachhaltige Erfolge konnte sich AT&S die Position eines Technologieführers in der High-End-Leiterplattenfertigung erarbeiten.

AT&S verfügt über einen zweistufigen Innovationsprozess. In den Forschungseinrichtungen des auch technologischen Headquarters Leoben-Hinterberg werden die Entwicklungen in den Bereichen Materialien, Prozesse und Applikationen bis zu dem Punkt durchgeführt, an dem die prinzipielle Machbarkeit der Technologie erreicht ist. Dieser Tätigkeitsbereich umfasst somit die Angewandte Forschung und Technologieevaluierung.

Anschließend ist es Aufgabe der lokalen Abteilung für Technologieentwicklung und Implementierung, in den Werken der AT&S sowie der Tochtergesellschaften, die Prozesse und Produkte mittels experimenteller Entwicklung weiterzuentwickeln und neue Prozesse in den bestehenden Produktionsablauf zu integrieren, sodass mit einer optimierten Ausbeute produziert werden kann.

Um auch künftig technologisch an der Weltspitze zu bleiben, arbeitet die AT&S mit zahlreichen externen Partnern zusammen. Einerseits werden kundenseitig Anforderungen und Ideen für zukünftige Produkte mitgeteilt, andererseits leitet AT&S aus zukünftigen Applikationen neue Techniken ab, wie etwa die Embedding Component Packaging Technologie (ECP® Technologie). Je nach Bedarf werden zusätzlich zu den eigenen Ressourcen auch Kooperationen mit Forschungseinrichtungen oder Lieferanten eingegangen.

Der Kern der Technologiestrategie kann in 3 Hauptziele eingeteilt werden:

  • Fokus auf das Hochtechnologiesegment: neue Produkte und Technologien, die in der AT&S entwickelt werden, kommen im Hochtechnologiesegment des entsprechenden Marktes zum Einsatz.
  • Größerer Beitrag zur Wertschöpfungskette: neue Produkte und Technologien, die in der AT&S entwickelt werden, decken einen größeren Teil der Wertschöpfungskette der Herstellung von elektronischen Geräten ab.
  • Geringerer Verbrauch von natürlichen Ressourcen: neue Produkte und Technologien, die in der AT&S entwickelt werden, haben einen geringeren Verbrauch an natürlichen Ressourcen (z.B.: Materialien, Wasser, Energie) als herkömmliche Produkte/Technologien.

Basierend auf diesen strategischen Grundlagen, den Kundenanforderungen, sowie den Entwicklungen der Lieferanten, wurden 4 Kernentwicklungsgebiete identifiziert:

1. Interconnect Density:

In diesem Bereich ist es das Ziel, die Leiterplatte laufend zu verkleinern und die Komplexität zu erhöhen. Die Herausforderung liegt darin, die Leiterstrukturen zu verkleinern und die Dicke der Leiterplatte zu reduzieren.

2. Mechanical Integration:

Ziel ist eine verbesserte Integration der Leiterplatte als Komponente des elektronischen Geräts. Starrflexible Leiterplatten, Kavitäten, Einlagetechniken bis zu vollflexiblen Leiterplatten werden entwickelt.

3. Functionality Integration:

Dieses Entwicklungsgebiet fokussiert auf Integration zusätzlicher Funktionalitäten in der Leiterplatte. Zusätzlich zur aktuellen AT&S ECP® - Technologie sollen weitere Lösungen zum Einbetten von Komponenten in die Leiterplatte gefunden werden.

4. Printed Solutions:

Hier liegt der Fokus auf neuen Lösungen, die den Verbrauch von Wasser und anderen natürlichen Ressourcen (z.B. Kupfer) reduzieren. Neue Verfahren basierend auf der Drucktechnologie werden entwickelt, um einen minimalen Einsatz natürlicher Ressourcen zu ermöglichen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde durch die Entscheidung in das Geschäftsfeld IC-Substrates einzusteigen, eine wichtige Weichenstellung vor allem für das Kernentwicklungsfeld "Interconnect Density" vorgenommen. Substrate sind die Verbindung zwischen der Nanowelt des Siliziums und der Mikrowelt der Leiterplatten. AT&S geht mit der Entscheidung, in Zukunft auch Substrate anbieten zu können, den Schritt der Miniaturisierung konsequent weiter, um die in der Leiterplattentechnik ausgereizten Machbarkeiten mittels neuer, spezieller Materialien und Herstellverfahren voran zu treiben.

Die Gesamtaufwendungen für Forschung & Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr 2012/13 auf EUR 24,7 Mio. gegenüber EUR 32,9 Mio. im Vorjahr. In Relation zum Umsatz entspricht dies einer Quote von 4,6 % bzw. 6,4 % im Vorjahr.

6. WESENTLICHE RISIKEN, UNGEWISS-HEITEN UND CHANCEN AT&S hat ein unternehmensweites Risiko- und Chancenmanagement eingerichtet.

Risiko ist dabei ganz allgemein als eine negative Abweichung vom Unternehmensplan definiert. Als Chance wird konsequenterweise eine positive Abweichung von den Unternehmenszielen verstanden. Die individuell identifizierten und bewerteten Risiken bzw. Chancen, deren Auswirkung auf das budgetierte Jahresergebnis größer EUR 0,25 Mio. und deren Eintrittswahrscheinlichkeit größer 1 % ist, werden mittels eines stochastischen Verfahrens (Monte-Carlo-Simulation) zur Gesamtrisikoposition des Konzerns aggregiert. Bei der individuellen Bewertung der Risiken werden jeweils Werte für den schlimmsten (worst case), den besten (best case) und den wahrscheinlichsten (most likely case) Fall ermittelt.

Organisatorisch fällt das Risikomanagement in die Verantwortung des Finanzvorstandes, welcher auch die Aufsicht darüber hat. Der Gesamtvorstand lässt sich in strukturierter Weise quartalsweise vom Risikomanagement berichten. Dieses wiederum berichtet seinerseits dem Aufsichtsrat der AT&S.

Als Vorteil gegenüber dem Mitbewerb werden die solide Kapitalausstattung, die technologische Spitzenposition und die Positionierung von AT&S durch die Kombination der im Konzern verfügbaren Standorte in Österreich und Asien gesehen. Der europäische und amerikanische Markt kann durch schnelle Produktions- und Lieferzeiten der österreichischen Werke sowie kostenvorteilhafte Produktionskapazitäten in Asien bedient werden. Für den globalen Markt besteht langjährige Erfahrung in der HDI-Technologie und das Werk in Shanghai ist nicht nur das größte Werk der AT&S-Gruppe, sondern überhaupt das größte auf HDI-Technologie spezialisierte Werk Chinas. Durch den gegenwärtigen Ausbau der bestehenden Werke im Konzern sowie die Errichtung eines weiteren Werks in China (Chongqing) und dementsprechend zusätzlichen Kapazitäten ergeben sich umfassende Chancen für Umsatz- und Ertragsteigerungen.

Die Risiken, Ungewissheiten und Chancen von AT&S sind grundsätzlich von den weltweiten Entwicklungen am Leiterplattenmarkt geprägt.

Markt- und technologieseitig ist zu beobachten, dass der Trend zur steigenden Funktionalität von Geräten und die Durchdringung von elektronischen Systemen im Alltag anhält. In dem gesamten Geschäftsfeld Mobile Devices hat sich die AT&S mit ihren Tochtergesellschaften bereits konsequent auf das High-End-Segment konzentriert. Dieser Bereich umfasst neben Smartphones und Tablet PCs auch weitere Produkte wie etwa Spielkonsolen, Digitalkameras und tragbare Musicplayer. Für die nächsten Jahre wird dieses Segment weiterhin als Wachstumsmotor gesehen. Die AT&S ist insbesondere mit ihren Kapazitäten in China, Fertigungstechnologien und höchsten Qualitätsstandards in der Lage, die weltweit namhaftesten Anbieter dieser Produkte global zu bedienen. Ungewissheiten und Chancen hängen zum einen von der Marktentwicklung selbst, zum anderen auch davon ab, inwieweit es weiterhin gelingt, sich gegenüber dem Mitbewerb erfolgreich zu unterscheiden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat AT&S den Einstieg in eine neue Technologie beschlossen. Das neue Werk in Chongqing wird derart ausgestattet und qualifiziert, dass ab 2016 IC-Substrates produziert werden können. Um den Einstieg in das Substratgeschäft zu erleichtern, ist AT&S eine strategische Partnerschaft mit einem weltweit agierenden Halbleiterhersteller eingegangen. Der Standort in Chongqing, China, bietet Wettbewerbsvorteile gegenüber der hauptsächlich japanisch dominierten Konkurrenz. Durch diese strategische Partnerschaft wird der nächste Schritt der Integration von Halbleitern und Leiterplatten vorangetrieben. Die wesentlichen Risiken beim Eintritt in ein neues Geschäftsfeld sind im Bereich der Qualität der produzierten Produkte zu identifizieren.

Der Industrial Markt ist durch unterschiedliche Technologieanforderungen seitens einer Vielzahl von Kunden geprägt. Höchste Flexibilität und die Fähigkeit, sich sehr schnell auf wechselnde Spezifikationen und Technologien einzustellen, stellen eine Grundvoraussetzung dar, um in diesem Bereich erfolgreich zu sein. Insbesondere die österreichischen Werke der AT&S sind hervorragend auf diese Anforderungen eingestellt. In enger Kooperation mit unterschiedlichen Kunden werden laufend neue Technologien und andere Projekte vorangetrieben. Die Produktlebenszyklen im Industriesegment sind im Vergleich zu jenen im Bereich Mobile Devices länger. Der Standort Indien bietet die Möglichkeit, diese Produkte kostenoptimal herstellen zu können. Ergänzt wird das Produktionsportfolio im Industriebereich durch das Werk in Südkorea, welches etwa auf flexible Leiterplatten und auf Leiterplatten für den Medizinbereich spezialisiert ist. Die Spezialisierung in der Werksausrichtung stellt für die AT&S ein wesentliches Chancenpotential dar.

Im Geschäftsfeld Automotive ergeben sich aufgrund des stetig steigenden Elektronikanteils, welcher immer komplexere Anforderungen zu erfüllen hat und somit auch die Anforderungen an die Leiterplatten immer weiter zunehmen, weitere Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten. Wie schon in den Jahren zuvor war die AT&S auf ihrem Kernmarkt Europa auch im abgelaufenen Geschäftsjahr führender Leiterplattenproduzent im Automotive-Segment. Um weiter wachsen zu können, wird die Expansion in andere Märkten vorangetrieben. Dabei wird auf bestehende Strukturen zurückgegriffen. Zusätzliche Investitionen sind nur bedingt notwendig. Der Schritt aus dem Kernmarkt hinaus stellt ein weiteres Chancenpotential dar.

Der Bereich Advanced Packaging, eine Technologie, welche von der AT&S zur Marktreife gebracht wurde, birgt enormes Chancenpotential in sich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die ersten Serienprodukte ausgeliefert. Derzeit laufen weitere erfolgversprechende Verhandlungen mit potentiellen Kunden.

Der Konzern erzielt derzeit seine Umsatzerlöse im Wesentlichen in den Bereichen Mobile Devices, Automotive und Industrial. Eine Reduktion des zukünftigen Mengenwachstums in diesen drei Bereichen kann negative Effekte auf die produzierten Mengen und in weiterer Folge auf das Konzernergebnis haben. Insbesondere der Bereich Mobile Devices mit einem Anteil von 55 % am Gesamtumsatz hat hierbei eine relativ große Hebelwirkung.

AT&S hat im vergangenen Geschäftsjahr ca. 630 Kunden beliefert, wobei die größten 5 Kunden rund 53 % zum Gesamtumsatz beigetragen haben. Obwohl AT&S Geschäftsbeziehungen mit neuen Kunden aufbaut, ist davon auszugehen, dass die Kundenkonzentration in nächster Zeit hoch bleiben wird. Absatzrisiken bestehen daher insbesondere durch negative Mengenabweichungen beim Absatz mit Großkunden. Wesentliche Geschäftsrückgänge bei unseren Großkunden sowie Verschlechterungen der Geschäftsbeziehungen mit unseren Hauptkunden können schließlich zu einer Reduktion der verkauften Mengen führen.

Kundenseitig werden immer höhere Anforderungen an die Werkssicherheit, die Datensicherheit und an die soziale Verantwortung Mitarbeitern gegenüber gestellt. In den Werken der AT&S finden daher regelmäßig von Kunden durchgeführte Audits statt. Um die Kundenbeziehungen zu stärken, werden die aufgezeigten Verbesserungsvorschläge sofern möglich umgesetzt.

Neben mengenbedingten Abweichungen haben auch negative Preisabweichungen einen direkten negativen Einfluss auf das Konzernergebnis. Das Preisniveau für Leiterplatten wird dabei wesentlich von der weltweiten Nachfrage und von den zur Verfügung stehenden Produktionskapazitäten bestimmt. Insbesondere die in den letzten Jahren stark gestiegene Nachfrage nach Leiterplatten des High-End-Segmentes im Bereich Mobile Devices, die insbesondere in so genannten Smartphones und Tablet-PCs zum Einsatz kommen, hat das Preisniveau im letzten Jahr positiv beeinflusst. Eine Verlangsamung dieses Trends zu höherwertigen Mobiltelefonen kann zu negativen Effekten in Bezug auf die Rentabilität des Konzerns führen. Schon heute ist erkennbar, dass sich der Smartphonemarkt zu einem Massenmarkt entwickelt. Für den zukünftigen Erfolg der AT&S wird es daher wesentlich sein, andere bzw. neue Nischenmärkte zu erschließen.

Zu den Bereichen Finanzierungsrisiko, Liquiditätsrisiko, Kreditrisiko, sowie Wechselkursrisiko wird auf den Risikobericht unter Punkt II im Anhang verwiesen.

  1. INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENT IM HINBLICK AUF DAS RECHNUNGSWESEN Die AT&S hat sich einen Ethik- und Verhaltenskodex auferlegt, der beschreibt, wie AT&S ihre Geschäfte auf ethische und sozialverantwortliche Weise führt. Diese Richtlinien gelten für alle Aktivitäten der AT&S-Gruppe weltweit, wobei jeder Mitarbeiter verantwortlich ist, sich bei der Ausübung seines Berufes und der täglichen Arbeit ausnahmslos an diesen Kodex zu halten.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und Risikomanagement ist integrierter Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. In Anlehnung an das Rahmenkonzept von COSO (The Committee of Sponsoring Organization of the Treadway Commission) werden unter dem Begriff des unternehmensweiten Risikomanagements das eigentliche Risikomanagement sowie das interne Kontrollsystem (IKS) subsumiert. Die wesentlichen Merkmale des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie der internen Revision der AT&S sind in einem konzernweiten Risikomanagement- und Revisionshandbuch festgehalten.

Die Dokumentation der internen Kontrollen (Geschäftsprozesse, Risiken, Kontrollmaßnahmen und Verantwortliche) erfolgt grundsätzlich in Form von Kontrollmatrizen, die in einer zentralen Managementdatenbank archiviert werden. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem beinhaltet dabei die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung im Sinne der beschriebenen Kontrollziele für die Finanzberichterstattung.

Die Prozesse der Rechnungslegung sind in gesonderten Verfahrensanweisungen dokumentiert. Nach Möglichkeit sind diese konzernweit einheitlich ausgestaltet und werden in einem standardisierten Dokumentationsformat abgebildet. Aus den spezifischen lokalen Regelungen resultieren zusätzlich Anforderungen an die Rechnungslegungsprozesse. Die Grundlagen der Rechnungslegung und Berichterstattung sind in den Prozessbeschreibungen und weiters in ausführlichen Verfahrensanweisungen dokumentiert, welche ebenfalls im zentralen Management Manual archiviert sind. Darüber hinaus werden Arbeitsbehelfe zu Bewertungsläufen, Bilanzierungsvorgängen und organisatorischen Erfordernissen im Zusammenhang mit den Rechnungslegungs- und Jahresabschlussprozessen erstellt und laufend aktualisiert. Die Terminplanungen erfolgen im Einklang mit den Konzernerfordernissen.

Die interne Finanzberichterstattung erfolgt monatlich als Bestandteil der Konzernberichterstattung, wobei die Finanzinformationen durch die Organisationseinheit Group Accounting (Teilbereich von Group Finance) überprüft und analysiert werden. Die monatliche Soll-Ist-Abweichung mit entsprechender Kommentierung der Business Unit- bzw. Werksergebnisse sowie des Gesellschaftsergebnisses wird intern an die Führungskräfte und an die Mitglieder des Aufsichtsrats berichtet.

Die jährliche Budgeterstellung erfolgt durch die Organisationseinheit Group Controlling, wobei dieser Bereich ebenfalls dem Finanzvorstand unterstellt ist. Auf Basis der Quartalsergebnisse und aktuellen Planungsinformationen werden unterjährig quartalsweise Vorschaurechnungen (Forecasts) für das verbleibende Geschäftsjahr erstellt. Die Vorschaurechnungen mit Kommentierung zum Budgetvergleich und Darstellungen zur Auswirkung von Chancen und Risiken bis Geschäftsjahresende werden an den Aufsichtsrat berichtet. Neben der regelmäßigen Berichterstattung werden Mehrjahresplanungen, projektbezogene Finanzinformationen oder Berechnungen über Investitionsvorhaben aufbereitet und an den Aufsichtsrat übermittelt.

  1. AUSBLICK Der weiterhin zunehmende Bedarf an elektronischen Endgeräten und der generell steigende Elektronikanteil in unterschiedlichsten Applikationen werden weiterhin zu einer Steigerung des Bedarfs an Leiterplatten führen. Um dem steigenden Preisdruck in der Branche entgegen zu wirken, wird der Fokus auch künftig auf technologisch hochwertige Produkte gelegt. Mit dem weiteren Schwerpunkt auf die Produktion von technologisch hochwertigen Leiterplatten, insbesondere in Shanghai und Österreich, ist das Management zuversichtlich, die Basis für eine weitere positive Entwicklung der AT&S legen zu können.

In diesem Zusammenhang ist auch der Einstieg in das Segment des IC-Substratemarktes zu sehen, welches für die AT&S eine Weiterentwicklung des derzeitigen Hochtechnologiemarktes der HDI Leiterplatten darstellt. Der Einstieg in dieses Geschäftsfeld wird für wesentliche Wachstumsimpulse für die AT&S sorgen. Weiters wird eine deutlich bessere Profitabilität und eine wesentliche Wertsteigerung für das Unternehmen erwartet. Strategisch bedeutet dieser Schritt eine außerordentliche Entwicklungschance für die AT&S.

Insgesamt geht das Management von steigenden Umsätzen und einer positiven Entwicklung sowohl in Österreich als auch in den Tochtergesellschaften aus.

Leoben-Hinterberg, am 7. Mai 2013

Der Vorstand:

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Bestätigungsvermerk

BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, Leoben-Hinterberg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2013, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRE-TER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND FÜR DIE BUCHFÜHRUNG Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS UND BESCHREIBUNG VON ART UND UMFANG DER GE-SETZLICHEN ABSCHLUSSPRÜFUNG Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses

und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungsund Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

PRÜFUNGSURTEIL Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2013 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis zum 31. März 2013 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

AUSSAGEN ZUM KONZERNLAGEBERICHT

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 7. Mai 2013

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.: Mag. Christian Neuherz Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des blosen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen Zustimmung

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AT & S AUSTRIA TECHNOLOGIE & SYSTEMTECHNIK AKTIENGESELLSCHAFT

JAHRESABSCHLUSS ZUM 31. März 2013

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Bilanz 61 Gewinn und Verlustrechnung 62 Anhang zum Jahresabschluss 63

BILANZ ZUM 31. MÄRZ 2013 (Vorjahr zum Vergleich)

A K T I V A 31. März 2013
EUR
31. März 2012
EUR
P A S S I V A 31. März 2013
EUR
31. März 2012
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN A. EIGENKAPITAL
I
. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
I
. Grundkapital
28.490.000,00 28.490.000,00
und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 1.690.728,37 2.122.521,88 II. Kapitalrücklagen
gebundene
93.340.702,50 93.340.702,50
II. Sachanlagen
1
. Bauten auf fremdem Grund
277.388,51 309.581,57 III. Gewinnrücklagen
2
. technische Anlagen und Maschinen
14.604.822,85 15.494.191,73 1
. gesetzliche Rücklage
2.849.000,00 2.849.000,00
3
. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.667.105,24 1.713.751,41 2
. Rücklage für eigene Anteile
17.505.782,55 23.583.319,55
4
. geleistete Anzahlungen
73.320,00 154.550,00
16.622.636,60 17.672.074,71 IV. Bilanzgewinn 19.382.746,94 24.237.345,84
III. Finanzanlagen davon Gewinnvortrag 16.774.117,68 16.358.531,12
1
. Anteile an verbundenen Unternehmen
275.002.365,29 276.430.618,98 161.568.231,99 172.500.367,89
2
. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
3
. Wertpapiere des Anlagevermögens
97.496.737,34
92.003,81
61.220.612,92
92.003,81
B. ZUSCHÜSSE AUS ÖFFENTLICHEN MITTELN 1.336.103,09 669.528,59
4
. sonstige Ausleihungen
2.961.246,13 2.425.313,08
375.552.352,57 340.168.548,79
393.865.717,54 359.963.145,38 C. RÜCKSTELLUNGEN
B. UMLAUFVERMÖGEN 1
. Rückstellungen für Abfertigungen
9.430.100,00 9.018.791,80
2
. Rückstellungen für Pensionen
1.174.808,00 1.052.681,00
I
. Vorräte
3
. Steuerrückstellungen
14.000,00 780.791,00
1
. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
5.289.741,71 5.597.470,74 4
. sonstige Rückstellungen
20.890.525,46 24.768.316,77
2
. unfertige Erzeugnisse
3.799.997,01 3.618.627,15 31.509.433,46 35.620.580,57
3
. fertige Erzeugnisse und Waren
10.169.024,56 9.773.958,98
19.258.763,28 18.990.056,87 D
. VERBINDLICHKEITEN
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1
. Anleihen
180.000.000,00 180.000.000,00
1
. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
37.092.010,23 43.864.058,44 2
. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
110.505.240,49 65.912.867,24
2
. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
9.531.523,89 20.564.307,40 3
. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
9.155.810,82 9.007.245,67
3
. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
5.150.182,53 6.861.939,82 4
. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
2.893.840,79 9.457.908,18
51.773.716,65 71.290.305,66 5
. sonstige Verbindlichkeiten
9.879.943,11 11.017.156,82
III. Wertpapiere und Anteile davon aus Steuern 957.963,07 1.081.719,73
1
. sonstige Wertpapiere und Anteile
732.000,00 732.000,00 davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.109.549,31 1.064.228,10
2
. eigene Anteile
17.505.782,55 23.583.319,55 312.434.835,21 275.395.177,91
18.237.782,55 24.315.319,55
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 22.432.359,72 8.731.274,26
111.702.622,20 123.326.956,34
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.280.264,01 895.553,24
SUMME AKTIVA 506.848.603,75 484.185.654,96 SUMME PASSIVA 506.848.603,75 484.185.654,96
HAFTUNGSVERHÄLTNISSE 1.419.096,91 3.590.429,50

61

LEOBEN-HINTERBERG AT & S AUSTRIA TECHNOLOGIE & SYSTEMTECHNIK AKTIENGESELLSCHAFT GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. APRIL 2012 BIS 31. MÄRZ 2013 (Vorjahr zum Vergleich)

2012/13
EUR
2011/12
EUR
1. Umsatzerlöse 250.605.280,45 330.262.795,01
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -780.610,86 359.320,06
3. andere aktivierte Eigenleistungen 3.371,37 1.047,51
4. sonstige betriebliche Erträge
a
) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanz
anlagen 55.509,18 107.592,00
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 627.286,92 66.192,15
c) übrige 22.692.863,85 29.733.450,33
5. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
a
) Materialaufwand
-154.093.349,58 -235.540.407,69
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -11.372.192,78 -12.510.838,02
6. Personalaufwand
a
) Löhne
-19.922.215,48 -19.230.583,94
b) Gehälter -24.252.947,42 -25.169.743,29
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeiter
vorsorgekassen -2.681.192,42 -1.365.815,85
d) Aufwendungen für Altersversorgung -921.094,27 -518.821,04
e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom
Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -11.766.218,62 -11.115.300,99
f
) sonstige Sozialaufwendungen
-594.585,63 -421.367,17
7. Abschreibungen
a
) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
-5.994.900,14 -5.928.862,24
b) abzüglich Amortisation von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln 317.845,00 146.064,00
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
a
) Steuern, soweit sie nicht unter Z 17 fallen
-265.790,48 -178.988,11
b) übrige -28.601.591,24 -29.557.369,49
9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebsergebnis)
13.055.467,85 19.138.363,23
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlage
vermögens 4.841.769,13 2.965.655,61
davon aus verbundenen Unternehmen 4.834.173,13 2.959.325,61
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 631.007,01 398.015,90
davon aus verbundenen Unternehmen 191.725,29 234.961,50
12. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und
Wertpapieren des Umlaufvermögens 169.713,41 2.782.307,08
13. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlauf
vermögens -7.861.998,38 -19.861.523,03
davon
) Abschreibungen
a
-6.077.537,00 -17.018.773,00
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen -1.784.461,38 -2.842.750,03
davon aus Abschreibungen 0,00 -2.000.179,48
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -13.831.169,86 -13.930.416,30
15. Zwischensumme aus Z 10 bis 14 (Finanzergebnis) -16.050.678,69 -27.645.960,74
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -2.995.210,84 -8.507.597,51
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -473.696,90 -564.860,77
18. Jahresfehlbetrag -3.468.907,74 -9.072.458,28
19. Anpassung Rücklage für eigene Anteile 6.077.537,00 16.951.273,00
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 16.774.117,68 16.358.531,12
Seite
1. ALLGEMEINE ANGABEN 64
2. KONZERNVERHÄLTNISSE UND UMSTRUKTURIERUNGSVORGÄNGE 64
3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 65
3.1. Anlagevermögen 65
3.2. Umlaufvermögen 65
3.3. Rückstellungen 66
3.4. Verbindlichkeiten 66
4. AUFGLIEDERUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ 66
4.1. Anlagevermögen 66
4.2. Zusatzangaben gemäß § 238 Z 2 UGB 68
4.3. Ausleihungen gemäß § 227 UGB 68
4.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 69
4.5. Eigenkapital 70
4.6. Rückstellungen 72
4.7. Verbindlichkeiten 76
4.8. Dingliche Sicherheiten 77
4.9. Haftungsverhältnisse gemäß § 199 UGB 77
4.10. Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen 78
4.11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen 78
4.12. Derivative Finanzinstrumente und außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 237 Z 8a UGB 78
5.
AUFGLIEDERUNGEN ZU POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 79
6. ZUSATZANGABEN GEMÄSS UGB 80
6.1. Aktivierbare latente Steuern 80
6.2. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 80
6.3. Organe, Arbeitnehmer 80

Anhang zum Jahresabschluss per 31. März 2013

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz "AT&S" genannt) zum 31. März 2013 wurde gemäß den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der geltenden Fassung erstellt. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie die Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, wurden beachtet.

Insbesondere wurde bei der Bewertung von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen sowie der Grundsatz der Einzelbewertung von Vermögensgegenständen und Schulden beachtet. Dem Vorsichtsprinzip wurde durch Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und drohenden Verluste Rechnung getragen. Nur die am Abschlussstichtag realisierten Gewinne wurden ausgewiesen. Die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Fallen Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten unter mehrere Posten der Bilanz, erfolgt die Angabe bei jenem Posten, unter dem der Ausweis erfolgt.

2. KONZERNVERHÄLTNISSE UND UMSTRUKTURIERUNGSVORGÄNGE

Seit dem 31. März 1999 übt die AT&S die Funktion eines Mutterunternehmens im Sinne des § 244 UGB aus.

Unter Anwendung der Bestimmungen des § 245a UGB werden ein Konzernabschluss nach international anerkannten Rechnungslegungsstandards (International Accounting Standards (IAS) und International Financial Reporting Standards (IFRS)), ergänzt um die unternehmensrechtlich verpflichtend vorgeschriebenen Erläuterungen und Anmerkungen, und ein Konzernlagebericht aufgestellt.

Die AT&S stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf.

Die Erleichterungsbestimmungen gemäß § 241 Abs. 3 UGB werden in Anspruch genommen.

Im Folgenden werden die gesellschaftsrechtlichen Maßnahmen des Geschäftsjahres dargestellt:

  • Mit Gesellschafterbeschluss vom 12. September 2012 wurde eine Anwachsung der AT & S Verwaltungs GmbH & Co. KG, Nörvenich, Deutschland, per 1. Oktober 2012 auf die AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft beschlossen.
  • In der außerordentlichen Generalversammlung vom 16. Jänner 2013 der DCC Development Circuits & Components GmbH, Leoben, wurde die Liquidation der Gesellschaft beschlossen.
  • Mit Einbringungsvertrag vom 31. März 2012 (wirksam per 23. Jänner 2013), abgeschlossen zwischen der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft als übertragende Gesellschaft und der AT&S Asia Pacific Limited, Hongkong, Volksrepublik China, als übernehmende Gesellschaft wurde der 100%ige Kapitalanteil an der AT&S (China) Company Limited übertragen.

Anhang zum Jahresabschluss per 31. März 2013

3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

3.1. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Nutzungsdauer
immaterielle Vermögensgegenstände 4 - 10 Jahre
Bauten auf fremdem Grund 10 - 15 Jahre
technische Anlagen und Maschinen 5 - 15 Jahre
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre

Für Zugänge während der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wurde eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge während der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres eine halbe Jahresabschreibung angesetzt. Die Abschreibung für Zugänge erfolgt nach Maßgabe des Zeitpunktes ihrer Inbetriebnahme.

Die Möglichkeit der Sofortabschreibung von geringwertigen Vermögensgegenständen gemäß § 226 Abs. 3 UGB wurde in Anspruch genommen.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. entsprechend dem Niederstwertprinzip zum niedrigeren Marktwert (Kurswert) zum Bilanzstichtag.

3.2. Umlaufvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Ersatzteile werden zu Anschaffungskosten abzüglich prozentueller Gruppenabschläge bewertet. Erhaltene Skonti, Boni sowie Frachtkosten und Zölle wurden berücksichtigt.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten.

Die Ermittlung der Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zum 31. März 2013 erfolgt auf Basis der Vollkosten, wie es § 203 Abs. 3 UGB als Wahlrecht vorsieht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Für erkennbare Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Fremdwährungsforderungen werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Kurswerten zum Bilanzstichtag. Im Zusammenhang mit Wertpapieren des Umlaufvermögens wurden Zuschreibungen in Höhe von EUR 37.900,00 (Vorjahr: EUR 0,00) aus steuerrechtlichen Gründen unterlassen.

Die Bewertung der eigenen Anteile erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Kurswert zum Bilanzstichtag. In diesem Zusammenhang wurde eine Abschreibung in Höhe von EUR 6.077.537,00 (Vorjahr: EUR 16.951.273,00) verbucht.

Anhang zum Jahresabschluss per 31. März 2013

3.3. Rückstellungen

Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen erfolgt nach den Bewertungsvorschriften der IFRS (IAS 19) unter Anwendung der Korridormethode auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 3,75 % (Vorjahr: 4,5 %) und eines Pensionseintrittsalters gemäß den Bestimmungen der Pensionsreform 2003 sowie unter Berücksichtigung der betriebsindividuellen Fluktuation durch entsprechende Abschläge. Die Berechnung erfolgt unter Beachtung der Bestimmungen des Fachgutachtens KFS/RL 2 und 3 vom 5. Mai 2004 des Institutes für Betriebswirtschaft, Steuerrecht und Organisation der Kammer der Wirtschaftstreuhänder. Die Defined Benefit Obligation (DBO) beträgt zum Bilanzstichtag EUR 13.955.765,00 (Vorjahr: EUR 12.291.018,00).

Die zum 31. März 2013 bestehenden versicherungstechnischen Verluste in Höhe von TEUR 4.525.665,00 (Vorjahr: EUR 3.272.226,20) werden unter Anwendung der Korridormethode gemäß IAS 19 erfasst. Gemäß Fachgutachten "Zweifelsfragen bei Anwendung der Fachgutachten über die Bilanzierung von Pensionsund Abfertigungsverpflichtungen nach den Vorschriften des Rechnungslegungsgesetzes (KFS/RL 2 und 3) im Hinblick auf IAS 19 (2011)" des Fachsenats für Unternehmensrecht und Revision der Kammer der Wirtschaftstreuhänder sind die zum 31. März 2013 bestehenden versicherungstechnischen Verluste über einen Zeitraum von höchstens fünf Jahren zu verteilen beginnend mit Geschäftsjahr 2013/14.

Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach den Bewertungsvorschriften der IFRS (IAS 19) unter Anwendung der Korridormethode auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 3,75 % (Vorjahr: 4,5 %) unter Zugrundelegung der Sterbetafeln AVÖ 2008-P. Das Pensionseintrittsalter wurde gemäß den Bestimmungen der Pensionsreform 2003 ermittelt. Die Defined Benefit Obligation (DBO) der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag EUR 1.174.808,00 (Vorjahr: EUR 1.052.681,00).

Die Berechnung der Rückstellung für Jubiläumsgelder erfolgt nach den Bewertungsvorschriften der IFRS (IAS 19) auf Grund der kollektivvertraglichen Ansprüche bei Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 3,75 % (Vorjahr: 4,5 %) sowie unter Berücksichtigung der betriebsindividuellen Fluktuation durch entsprechende Abschläge.

Bei der Berechnung der sonstigen Rückstellungen ist entsprechend den gesetzlichen Erfordernissen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ausreichend Rechnung getragen worden.

3.4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

4. AUFGLIEDERUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ

4.1. Anlagevermögen

Zur Entwicklung der Posten des Anlagevermögens siehe Seite 67.

Anhang zum Jahresabschluss per 31. März 2013

Anlagenspiegel zum 31.03.2013

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Anschaffungswerte
1. April 2012
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am
31. März 2013
EUR
Abschreibungen
kumuliert
EUR
Buchwert
31. März 2013
EUR
Buchwert
31. März 2012
EUR
Abschreibung
im
Geschäftsjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbl. Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus
abgeleitete Lizenzen
13.010.515,92 324.906,73 69.123,48 0,00 13.266.299,17 11.575.570,80 1.690.728,37 2.122.521,88 756.700,24
Zwischensumme 13.010.515,92 324.906,73 69.123,48 0,00 13.266.299,17 11.575.570,80 1.690.728,37 2.122.521,88 756.700,24
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund 499.219,36 0,00 0,00 0,00 499.219,36 221.830,85 277.388,51 309.581,57 32.193,06
2. technische Anlagen und Maschinen 189.749.810,66 3.644.768,50 10.187.482,05 154.550,00 183.361.647,11 168.756.824,26 14.604.822,85 15.494.191,73 4.403.177,36
3. andere Anlagen, Betriebs- und
und Geschäftsausstattung 13.518.625,24 764.014,50 404.713,84 0,00 13.877.925,90 12.210.820,66 1.667.105,24 1.713.751,41 802.829,48
davon geringwertige Vermögensgegenstände 111.707,31 111.707,31 111.707,31
4. geleistete Anzahlungen 154.550,00 73.320,00 0,00 -154.550,00 73.320,00 0,00 73.320,00 154.550,00 0,00
Zwischensumme 203.922.205,26 4.482.103,00 10.592.195,89 0,00 197.812.112,37 181.189.475,77 16.622.636,60 17.672.074,71 5.238.199,90
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 368.416.764,13 0,00 56.534.962,51 0,00 311.881.801,62 36.879.436,33 275.002.365,29 276.430.618,98 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 61.220.612,92 41.905.920,96 5.629.796,54 0,00 97.496.737,34 0,00 97.496.737,34 61.220.612,92 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 92.003,81 0,00 0,00 0,00 92.003,81 0,00 92.003,81 92.003,81 0,00
4. sonstige Ausleihungen 2.425.313,08 535.933,05 0,00 0,00 2.961.246,13 0,00 2.961.246,13 2.425.313,08 0,00
Zwischensumme 432.154.693,94 42.441.854,01 62.164.759,05 0,00 412.431.788,90 36.879.436,33 375.552.352,57 340.168.548,79 0,00
S u m m e 649.087.415,12 47.248.863,74 72.826.078,42 0,00 623.510.200,44 229.644.482,90 393.865.717,54 359.963.145,38 5.994.900,14

Anhang zum Jahresabschluss per 31. März 2013

4.2. Zusatzangaben gemäß § 238 Z 2 UGB

Buchwert
31. März 2013
EUR
Höhe
des
Anteils
%
Höhe des
Eigenkapitals
EUR
Ergebnis des
letzten
Geschäftsjah
res
EUR
Buchwert
31. März 2012
EUR
Anteile an verbundenen Unterneh
men
AT&S Verwaltungs GmbH & Co. KG,
Nörvenich, Deutschland
0,00 0 0,00 4.861,95 1) 1.428.253,69
AT&S Deutschland GmbH, Nörve
nich, Deutschland
1.053.000,00 100 408.465,05 111.896,19 1) 1.053.000,00
AT&S India Private Limited, Nan
jangud,
Indien
16.898.516,89 100 4.006.236,37 -1.199.244,98 1) 16.898.516,89
AT&S (China) Company Limited,
Shanghai, Volksrepublik China
0,00 0 0,00 0,00 1) 151.893.000,00
AT & S Klagenfurt Leiterplatten
GmbH, Klagenfurt
0,00 100 -3.047.693,05 -1.981.978,94 2) 0,00
DCC - Development Circuits &
Components GmbH in Liqu., Leo
ben
38.000,00 100 31.863,27 -2.388,05 2) 38.000,00
AT&S Asia Pacific Limited,
Hongkong, Volksrepublik China
229.768.865,92 100 239.199.000,18 -3.469.537,67 1) 77.875.865,92
AT&S Korea Co., Ltd., Ansan-City,
Südkorea
27.237.538,14 98,76 5.088.715,13 62.536,73 1) 27.237.538,14
AT&S Americas, LLC, San José,
Kalifornien, USA
6.444,34 100 132.963,60 221.383,32 1) 6.444,34
Summe 275.002.365,29 276.430.618,98

1) Zahlen nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften

2) Jahresabschluss zum 31. März 2013 nach UGB

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgte zu Anschaffungskosten oder zum beizuliegenden Wert zum Bilanzstichtag.

Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Wert für die Tochtergesellschaften AT&S India Private Limited, Nanjangud, Indien, sowie AT&S Korea Co., Ltd., Ansan-City, Südkorea, ergibt sich aufgrund der Teilwertberechnungen nach der DCF-Methode, deren Basis die Planungsrechnungen für die nächsten Jahre sind. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden keine Wertberichtigungen durchgeführt.

4.3. Ausleihungen gemäß § 227 UGB

Unter dem Posten "Ausleihungen an verbundene Unternehmen" ist ein Betrag in Höhe von EUR 3.447.574,29 (Vorjahr: TEUR 1.001) innerhalb eines Jahres fällig.

Anhang zum Jahresabschluss per 31. März 2013

4.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

4.4.1. Zusatzangaben gemäß § 225 Abs. 3 und § 226 Abs. 5 UGB

Bilanzwert
am
31. März 2013
EUR
davon Rest
laufzeit mehr
als ein Jahr
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 37.092.010,23 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 9.531.523,89 0,00
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 5.150.182,53 0,00
Summe 51.773.716,65 0,00
Bilanzwert
am
31. März 2012
EUR
davon Rest
laufzeit mehr
als ein Jahr
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.864.058,44 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 20.564.307,40 0,00
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 6.861.939,82 0,00
Summe 71.290.305,66 0,00

Die Forderungen der Gesellschaft gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2.833.450,67 (Vorjahr: EUR 714.892,80), aus sonstigen Forderungen in Höhe von EUR 6.696.323,22 (Vorjahr: EUR 18.112.310,60), aus Finanzierung in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.733.604,00) und aus Forderungen aus Steuerumlagen in Höhe von EUR 1.750,00 (Vorjahr: EUR 3.500,00).

Anhang zum Jahresabschluss per 31. März 2013

4.4.2. Nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksame Erträge

In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind folgende wesentliche Erträge enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden:

31. März 2013
EUR
31. März 2012
EUR
Energieabgabenrückvergütung 1.339.232,53 697.779,53
Forschungsleistungen 7.877,68 62.815,68
Zuschuss Altersteilzeit 814,53 23.612,02
steuerfreie Prämien 2.259.015,28 3.603.999,53
Ökostromrückvergütung 0,00 47.670,75
Lieferantenboni 0,00 482.473,46
Summe 3.606.940,02 4.918.350,97

4.5. Eigenkapital

4.5.1. Grundkapital

Der Vorstand hat mit 20. April 2006 beschlossen, in Ausübung der Ermächtigung der 11. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2005 sowie nach Zustimmung durch den Aufsichtsrat mittels Umlaufbeschluss vom 7. April 2006 gemäß § 192 Abs. 3 AktG 2.100.000 eigene Aktien der gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG rückerworbenen eigenen Aktien gegen Auflösung einer Rücklage gemäß § 225 Abs. 5 Satz 2 UGB einzuziehen und somit das Grundkapital herabzusetzen. Der Einzug von 2.100.000 eigenen Aktien ist am 3. Mai 2006 erfolgt. Das Grundkapital beträgt somit EUR 28.490.000,00 und besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,10.

4.5.1.1. Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde mit Beschluss der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 ermächtigt, bis zum 6. Juli 2015 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 14.245.000,00, allenfalls in mehreren Tranchen, mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinzahlung oder Sacheinlage, auch unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre, zu erhöhen und die näheren Ausgabebedingungen (insbesondere Ausgabekurs, Gegenstand der Sacheinlage, Inhalt der Aktienrechte, Ausschluss der Bezugsrechte etc.) mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Gemäß § 174 Abs. 2 AktG wurde der Vorstand in der 16. Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 ermächtigt, bis 6. Juli 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100.000.000,00, auch in mehreren Tranchen, auszugeben, alle Bedingungen, die Ausgabe und das Umtauschverfahren der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

4.5.1.2. Bedingte Kapitalerhöhung

In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu EUR 14.245.000,00 durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 neuen auf Inhaber lautenden Stammaktien zur Gewährung von Bezugs- oder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibungen und Feststellung der Erfordernisse gemäß § 160 Abs. 2 AktG durchzuführen sowie die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen und über die Ermächtigung des Aufsichtsrates Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung nehmen in gleicher Weise wie die zum Zeitpunkt der Ausgabe an der Börse gehandelten Aktien am Gewinn teil.

Anhang zum Jahresabschluss per 31. März 2013

4.5.2. Eigene Anteile/Rücklage für eigene Anteile

In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand neu ermächtigt, soweit noch nicht ausgeübt, gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben, wobei der Erwerbskurs je zu erwerbender Stückaktie EUR 1,10 nicht unterschreiten und EUR 110 nicht überschreiten darf, und die erworbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen oder zur Durchführung des Mitarbeiterbeteiligungs- bzw. Stock-Option-Programms der Gesellschaft zu verwenden.

Weiters wurde der Vorstand in der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 ermächtigt, gemäß § 65 Abs. 1b AktG für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 6. Juli 2015, mit Zustimmung des Aufsichtsrates und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung erworbene eigene Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Aktienoptionen von Arbeitnehmern, leitenden Angestellten und Mitgliedern des Vorstandes/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens oder von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, zur Einziehung, als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten, für die Veräußerung im Wege eines Accelerated-Bookbuilding-Verfahrens, und zu jedem sonstigen, gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden und hierbei das Bezugsrecht der Aktionäre gemäß § 65 Abs. 1b i.V.m. §§ 169 bis 171 AktG auszuschließen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

Die AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft hält zum Bilanzstichtag 2.577.412 Stück (Vorjahr: 2.577.412 Stück) eigene Anteile.

Entwicklung des Postens
eigene Anteile
Stück Bilanzwert
EUR
Anteil am
Grundkapital
in %
Anfangsbestand 1.4.2012 2.577.412 23.583.319,55 9,95
Abwertung eigene Anteile zum 31.3.2013 0 -6.077.537,00
Endbestand 31.3.2013 2.577.412 17.505.782,55 9,95
1)

1) Der Anteil am Grundkapital wurde berechnet mit der Anzahl der Stückaktien (25.900.000 Stück).

Anhang zum Jahresabschluss per 31. März 2013

4.6. Rückstellungen

4.6.1. Sonstige Rückstellungen

Zusammensetzung:

31. März 2013
EUR
31. März 2012
EUR
nicht konsumierte Urlaube 2.577.082,01 2.440.309,97
sonstiger Personalaufwand 545.447,68 3.521.282,38
Urlaubszuschuss/Weihnachtsremuneration 1.890.261,91 1.783.637,69
Jubiläumsgelder 2.375.603,00 1.873.706,00
Drohverluste derivative Finanzinstrumente 118.431,71 208.467,37
Zeitausgleich 717.743,63 345.405,39
Drohverluste aus schwebenden Geschäften 150.306,83 221.810,75
Gewährleistung und Schadensfälle 185.861,93 446.389,93
Rechts- und Beratungsaufwand 227.744,25 275.183,73
Skonto Debitoren 243.716,13 265.185,99
Aktienoptionen 179.630,00 420.990,00
Restrukturierung Werk Leoben-Hinterberg 11.210.125,38 12.346.742,46
Aufsichtsratsvergütung 204.600,00 236.900,00
sonstige Rückstellungen < EUR 150.000 263.971,00 382.305,11
Summe 20.890.525,46 24.768.316,77

Unter dem Posten "Restrukturierung Werk Leoben-Hinterberg" sind im Wesentlichen Kosten im Zusammenhang mit zukünftigen Leasingzahlungen für ungenutzte Produktionsflächen enthalten.

4.6.1.1. Stock-Option-Plan (2005 bis 2008)

Auf Grund des Auslaufens des Stock-Option-Plans (2000 bis 2004) wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 8. November 2004 der Stock-Option-Plan (SOP 2005 von 2005 bis 2008) genehmigt. Die Zuteilung von Aktienoptionen kann im Zeitraum zwischen 1. April 2005 und 1. April 2008 erfolgen.

Jede dieser Optionen berechtigt

  • entweder zum Erwerb einer Stückaktie der AT&S zum Ausübungspreis oder
  • es kann anstelle von Aktien ein Barausgleich in Höhe des Differenzbetrages zwischen dem Ausübungspreis und dem Schlusskurs der AT&S-Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse bzw. an der Börse der Hauptnotierung der

AT&S-Aktie am Tag der Ausübung des Bezugsrechtes durch den Optionsberechtigten verlangt werden.

Im Rahmen des "SOP 2005" wurden am 1. April 2005 187.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 15,46, am 1. April 2006 148.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 17,99, am 1. April 2007 149.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 22,57 und am 1. April 2008 137.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 15,67 zugeteilt. Der Stock-Option-Plan war befristet, der letzte Zuteilungstag war der 1. April 2008.

Ausübungspreis:

Der Ausübungspreis der Aktienoptionen wird jeweils am Tag der Zuteilung bestimmt und entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der AT&S an der Frankfurter Wertpapierbörse bzw. an der Börse der Hauptnotierung der Aktien der AT&S während der letzten sechs Kalendermonate, die dem Tag der jeweiligen Zuteilung vorausgehen, zuzüglich eines auf Basis dieses Durchschnitts berechneten Aufschlags in Höhe von 10 %. Als Kurs gilt der Schlusskurs im Xetra-Handel oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem. Der Ausübungspreis entspricht jedoch zumindest dem auf eine Aktie der AT&S entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals.

Anhang zum Jahresabschluss per 31. März 2013

Ausübungszeitraum:

Die Ausübung der zugeteilten Aktienoptionen ist wie folgt gestaffelt:

  • 20 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von zwei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 30 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von drei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 50 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von vier Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.

Die Aktienoptionen können innerhalb einer Black-out-Periode nicht ausgeübt werden.

Voraussetzungen für die Ausübung:

Die Optionen können nur von Optionsberechtigten ausgeübt werden, die zum Zeitpunkt der Ausübung im aufrechten Anstellungs-/Dienstverhältnis mit einer Gesellschaft der AT&S-Gruppe stehen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Optionen noch innerhalb eines Jahres ab Beendigung des Anstellungs-/Dienstverhältnisses ausgeübt werden. Die Optionen sind nicht übertragbar und nicht verpfändbar.

Anzahl und Aufteilung der eingeräumten Optionen:

Ing. Mag. Ing.
Willibald
Dörlinger
Dr. Harald
Sommerer
Thomas
Obendrauf
Dkfm. Steen E.
Hansen
Heinz
Moitzi
leitende
Angestellte
gesamt
Stück Stück Stück Stück Stück Stück Stück
April 2005 40.000 40.000 1.500 30.000 30.000 45.500 187.000
davon ausgelaufen -40.000 -40.000 -1.500 -30.000 -30.000 -43.500 -185.000
davon ausgeübt 0 0 0 0 0 -2.000 -2.000
1. April 2006 0 40.000 1.500 30.000 30.000 46.500 148.000
davon ausgelaufen 0 -40.000 -1.500 -30.000 -30.000 -46.500 -148.000
1. April 2007 0 40.000 1.500 30.000 30.000 47.500 149.000
davon ausgelaufen 0 -40.000 -1.500 -30.000 -30.000 -47.500 -149.000
1. April 2008 0 40.000 1.500 30.000 30.000 35.500 137.000
davon ausgelaufen 0 -40.000 -1.500 -30.000 -30.000 -35.500 -137.000
Summe 0 0 0 0 0 0 0

4.6.1.2. Stock-Option-Plan (2009 bis 2012)

Auf Grund des Auslaufens des Stock-Option-Plans (2005 bis 2008) wurde in der 1. Sitzung des Nominierungs- und Vergütungsausschusses des Aufsichtsrates vom 17. März 2009 der Stock-Option-Plan (SOP 2009 von 2009 bis 2012) beschlossen, nachdem dieser in der 55. Aufsichtsratssitzung vom 16. Dezember 2008 zur Begutachtung vorgelegt wurde. Die Zuteilung von Aktienoptionen kann im Zeitraum zwischen 1. April 2009 und 1. April 2012 erfolgen.

Jede dieser Optionen berechtigt

  • entweder zum Erwerb einer Stückaktie der AT&S zum Ausübungspreis oder
  • es kann anstelle von Aktien ein Barausgleich in Höhe des Differenzbetrages zwischen dem Ausübungspreis und dem Schlusskurs der AT&S-Aktie an der Wiener Börse bzw. an der Börse der Hauptnotierung der AT&S-Aktie am Tag der Ausübung des Bezugsrechtes durch den Optionsberechtigten verlangt werden.

Anhang zum Jahresabschluss per 31. März 2013

Im Rahmen des "SOP 2009" wurden am 1. April 2009 138.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 3,86, am 1. April 2010 135.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 7,45, am 1. April 2011 118.500 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 16,60 und am 1. April 2012 118.500 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 9,86 zugeteilt.

Ausübungspreis:

Der Ausübungspreis der Aktienoptionen wird jeweils am Tag der Zuteilung bestimmt und entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der AT&S an der Wiener Börse bzw. an der Börse der Hauptnotierung der Aktien der AT&S während der letzten sechs Kalendermonate, die dem Tag der jeweiligen Zuteilung vorausgehen, zuzüglich eines auf Basis dieses Durchschnitts berechneten Aufschlags in Höhe von 10 %. Als Kurs gilt der Schlusskurs im Xetra-Handel oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem. Der Ausübungspreis entspricht jedoch zumindest dem auf eine Aktie der AT&S entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals.

Ausübungszeitraum:

Die Ausübung der zugeteilten Aktienoptionen ist wie folgt gestaffelt:

  • 20 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von zwei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 30 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von drei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 50 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von vier Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.

Die Aktienoptionen können innerhalb einer Black-out-Periode nicht ausgeübt werden.

Voraussetzungen für die Ausübung:

Die Optionen können nur von Optionsberechtigten ausgeübt werden, die zum Zeitpunkt der Ausübung im aufrechten Anstellungs-/Dienstverhältnis mit einer Gesellschaft der AT&S-Gruppe stehen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Optionen noch innerhalb eines Jahres ab Beendigung des Anstellungs-/Dienstverhältnisses ausgeübt werden. Die Optionen sind nicht übertragbar und nicht verpfändbar.

Anzahl und Aufteilung der eingeräumten Optionen:

DI (FH) Mag. Ing.
Andreas Dr. Harald Thomas Dkfm. Steen Heinz leitende
Gerstenmayer Sommerer Obendrauf E. Hansen Moitzi Angestellte gesamt
Stück Stück Stück Stück Stück Stück Stück
1. April 2009 0 40.000 1.500 30.000 30.000 36.500 138.000
davon ausgelaufen 0 0 -1.500 0 0 -3.000 -4.500
davon ausgeübt 0 -40.000 0 -30.000 -6.000 -17.100 -93.100
1. April 2010 40.000 0 1.500 30.000 30.000 33.500 135.000
davon ausgelaufen 0 0 -1.500 0 0 0 -1.500
davon ausgeübt 0 0 0 -30.000 0 -15.000 -45.000
1. April 2011 40.000 0 30.000 0 30.000 18.500 118.500
davon ausgelaufen 0 0 -30.000 0 0 0 -30.000
1. April 2012 40.000 0 30.000 0 30.000 18.500 118.500
davon ausgelaufen 0 0 -30.000 0 0 0 -30.000
Summe 120.000 0 0 0 114.000 71.900 305.900

Die im Geschäftsjahr ausgeübten Optionen hatten zum Zeitpunkt der Ausübung einen Wert von EUR 77.900,00.

Anhang zum Jahresabschluss per 31. März 2013

Bewertung der Aktienoptionen zum Bilanzstichtag:

Die Bewertung dieser Aktienoptionen erfolgt zum beizulegenden Wert zum jeweiligen Bilanzstichtag unter Anwendung des Monte-Carlo-Verfahrens. Der beizulegende Wert der eingeräumten Aktienoptionen wird über deren Laufzeit verteilt bilanziell erfasst.

Beizulegender Wert der eingeräumten Aktienoptionen:

Zuteilung am: 1.4.2009 1.4.2010 1.4.2011 1.4.2012
EUR EUR EUR EUR
Beizulegender Wert zum 31. März 2013 118.469,00 45.843,00 7.257,00 64.605,00

Anhang zum Jahresabschluss per 31. März 2013

4.7. Verbindlichkeiten

4.7.1. Zusatzangaben zu Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
Bezeichnung: Bilanzwert am
31. März 2013
EUR
von bis zu
einem Jahr
EUR
von mehr als
einem Jahr
und bis zu
fünf Jahren
EUR
von mehr als
fünf Jahren
EUR
Anleihen 180.000.000,00 80.000.000,00 100.000.000,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
110.505.240,49 41.505.240,49 46.000.000,00 23.000.000,00
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
9.155.810,82 9.155.810,82 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
2.893.840,79 2.893.840,79 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 9.879.943,11 9.632.369,11 247.574,00 0,00
Summe 312.434.835,21 143.187.261,21 146.247.574,00 23.000.000,00
Restlaufzeit
Bezeichnung: Bilanzwert am
31. März 2012
EUR
von bis zu
einem Jahr
EUR
von mehr als
einem Jahr
und bis zu
fünf Jahren
EUR
von mehr
als fünf
Jahren
EUR
Anleihen 180.000.000,00 0,00 180.000.000,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
65.912.867,24 56.612.867,24 9.300.000,00 0,00
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
9.007.245,67 9.007.245,67 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
9.457.908,18 9.457.908,18 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 11.017.156,82 10.774.356,82 242.800,00 0,00
Summe 275.395.177,91 85.852.377,91 189.542.800,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2.893.840,79 (Vorjahr: EUR 9.457.908,18).

Anhang zum Jahresabschluss per 31. März 2013

4.7.2. Nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksame Aufwendungen

Unter den "sonstigen Verbindlichkeiten" sind folgende wesentliche Aufwendungen enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden:

31. März 2013
EUR
31. März 2012
EUR
Zinsen Anleihen 5.534.794,52 5.560.547,95
Gebietskrankenkasse 1.109.549,31 1.064.228,10
Finanzamt 683.334,97 591.783,68
Löhne und Gehälter 107.966,74 142.475,24
Gemeinden 88.102,57 84.625,95
Summe 7.523.748,11 7.443.660,92

4.8. Dingliche Sicherheiten

Bilanzwert am
31. März 2013
EUR
davon dinglich
besichert
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 110.505.240,49 32.000.000,00
Vorjahr: 65.912.867,24 40.000.000,00

Als dingliche Sicherheiten gegenüber Kreditinstituten dienen zedierte Forderungen.

4.9. Haftungsverhältnisse gemäß § 199 UGB

Stand
31.3.2013
EUR
davon gegenüber
verbundenen
Unternehmen
EUR
aus Garantien 1.419.096,91 1.419.096,91
Vorjahr: 3.590.429,50 3.590.429,50

4.9.1. AT&S India Private Limited

Im Geschäftsjahr 2002/03 wurde ein Garantieübereinkommen zwischen der Deutschen Bank AG, Bangalore, Indien, und der AT&S geschlossen:

  • Übernahme der Haftung für einen Betriebsmittelkredit in Höhe von INR 180 Mio. (EUR 2,6 Mio.); der zum Bilanzstichtag aushaftende Betrag beläuft sich auf EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.).

Anhang zum Jahresabschluss per 31. März 2013

4.9.2. AT&S (China) Company Limited

Im Geschäftsjahr 2010/11 wurde ein Garantieübereinkommen zwischen der China Construction Bank, Shanghai, Volksrepublik China, und der AT&S geschlossen, das die beiden Garantieübereinkommen aus den Geschäftsjahren 2006/07 und 2009/10 ersetzt:

  • Übernahme der Haftung für einen Kreditrahmen in Höhe von EUR 45 Mio.; der zum Bilanzstichtag aushaftende Betrag beläuft sich auf EUR 1,4 Mio. (Vorjahr: EUR 3,6 Mio.).

4.10. Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

des folgenden
Geschäftsjahres
EUR
der folgenden fünf
Geschäftsjahre
EUR
Verpflichtungen aus Sale-and-Lease-back-Transaktion 1.672.592,36 8.362.961,80
Vorjahr: 1.796.352,00 8.981.760,00
Verpflichtungen aus Mietverträgen 361.305,00 1.266.003,00
Vorjahr: 273.455,00 278.183,00
Summe 2.033.897,36 9.628.964,80
Vorjahr: 2.069.807,00 9.259.943,00

4.11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag waren für Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen Bestellungen in Höhe von EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1,8 Mio.) offen.

4.12. Derivative Finanzinstrumente und außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 237 Z 8a UGB

In der AT&S werden derivative Finanzinstrumente zum Schutz gegen mögliche Zinssatz- und Wechselkursschwankungen und zur partiellen Abdeckung sowohl bestehender als auch erwarteter, aber noch nicht fixierter Fremdwährungsverpflichtungen bzw. Fremdwährungsforderungen abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktwert und beträgt EUR -118.431,71.

Nominalwert
31. März 2013
Marktwert in EUR
31. März 2013
Buchwert in EUR
31. März 2013
Zinsabhängige Produkte
Swaps EUR 9.300.000,00 -118.431,71 -118.431,71
Nominalwert
31. März 2012
Marktwert in EUR
31. März 2012
Buchwert in EUR
31. März 2012
Zinsabhängige Produkte
Swaps EUR 15.500.000,00 -208.467,37 -208.467,37

In einer Erklärung hat sich die AT&S AG betreffend einer in ihrem Einflussbereich stehenden Tochtergesellschaft verpflichtet dafür Sorge zu tragen, dass die notwendigen finanziellen Mittel zur Begleichung von Verbindlichkeiten bereitgestellt werden.

Anhang zum Jahresabschluss per 31. März 2013

5. AUFGLIEDERUNGEN ZU POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012/13
EUR
2011/12
EUR
1. Umsatzerlöse
Ausland 227.230.504,68 305.665.211,01
Inland 23.374.775,77 24.597.584,00
250.605.280,45 330.262.795,01
2012/13
EUR
2011/12
EUR
2. Personalaufwand
a) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte 145.576,36 70.471,33
übrige Arbeitnehmer 2.535.616,06 1.295.344,52
2.681.192,42 1.365.815,85

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von EUR 2.470.301,64 (Vorjahr: EUR 1.159.928,41) enthalten.

2012/13
EUR
2011/12
EUR
b) Aufwendungen für Altersversorgung
Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte 88.229,44 89.905,59
übrige Arbeitnehmer 832.864,83 428.915,45
921.094,27 518.821,04

3. Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzernabschluss der AT & S Austria Technolgie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, 8700 Leoben-Hinterberg, offengelegt.

Anhang zum Jahresabschluss per 31. März 2013

6. ZUSATZANGABEN GEMÄSS UGB

6.1.Aktivierbare latente Steuern

Vom Wahlrecht, latente Gewinnsteuern auf temporäre Differenzen zwischen dem unternehmensrechtlichen und dem steuerlichen Ergebnis zu aktivieren, wurde nicht Gebrauch gemacht. Der gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbare Betrag beträgt EUR 1.979.528,00 (Vorjahr: EUR 2.137.295,00).

6.2.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Gemäß dem Steuerreformgesetz 2005, BGBl. I 2004/57, beträgt der Körperschaftsteuersatz seit 1. Jänner 2005 25 %.

Gemäß § 9 Abs. 8 KStG 1988 hat die AT&S als Gruppenträger mit folgenden Töchtern (Gruppenmitgliedern) eine Unternehmensgruppe gebildet:

  • AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH, Klagenfurt
  • DCC Development Circuits & Components GmbH in Liqu., Leoben
  • AT&S Korea Co., Ltd., Ansan-City, Südkorea

Zum Zwecke des Ausgleichs der steuerlichen Wirkungen, die sich aus der Zurechnung der steuerlichen Ergebnisse ergeben, verpflichten sich die Vertragsparteien zur Entrichtung einer Steuerumlage.

Da keine latenten Gewinnsteuern aktiviert werden, hat die Unternehmensgruppe keine Ergebnisauswirkung auf den Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag". Weiters hat die AT&S als Gruppenträger an die österreichischen Gruppenmitglieder Mindestkörperschaftsteuer in Höhe von EUR 3.500,00 verrechnet.

6.3.Organe, Arbeitnehmer

Die Durchschnittszahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter betrug:

2012/13 2011/12
Arbeiter 647 675
Angestellte 402 401
Gesamt 1.049 1.076

Anhang zum Jahresabschluss per 31. März 2013

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates:

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Vorstand tätig:

  • DI (FH) Andreas GERSTENMAYER (Vorsitzender)
  • Ing. Heinz MOITZI
  • Mag. Thomas OBENDRAUF (bis 31. März 2013)

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Aufsichtsratsmitglieder bestellt:

  • Dr. Hannes ANDROSCH (Vorsitzender)
  • Ing. Willibald DÖRFLINGER (1. Stellvertreter des Vorsitzenden)
  • DDr. Regina Prehofer (2. Stellvertreterin des Vorsitzenden)
  • Dkfm. Karl FINK
  • DI Albert HOCHLEITNER
  • Mag. Gerhard PICHLER
  • Dr. Georg RIEDL
  • Dr. Karin SCHAUPP

Vom Betriebsrat waren delegiert:

  • Wolfgang FLECK
  • Johann FUCHS
  • Sabine FUSSI
  • Günther WÖLFLER

Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes:

2012/13 2011/12
fix variabel Summe fix variabel Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
DI (FH) Andreas Gerstenmayer 396 0 396 388 203 591
Ing. Heinz Moitzi 310 0 310 308 190 498
Mag. Thomas Obendrauf 499 0 499 322 212 534
Dkfm. Steen E. Hansen 0 0 0 0 242 242
Gesamt 1.205 0 1.205 1.018 847 1.865

In den fixen Bezügen von Herrn Mag. Thomas Obendrauf im Geschäftsjahr 2012/13 sind die vertragliche Abfertigungszahlung und sonstige Ansprüche im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung des Vorstandsvertrages enthalten.

In den variablen Bezügen der ausgeschiedenen Vorstände sind folgende Sachbezüge aus Aktienoptionen inkludiert:

2012/13
TEUR
2011/12
TEUR
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen 0 242
0 242

Anhang zum Jahresabschluss per 31. März 2013

Anzahl der zum Bilanzstichtag gesamt gewährten Aktienoptionen nach Abzug der nicht ausgeübten ("expired") Aktienoptionen der Mitglieder des Vorstandes:

31. März
2013 2012
DI (FH) Andreas Gerstenmayer 120.000 80.000
Ing. Heinz Moitzi 114.000 114.000
Mag. Thomas Obendrauf 0 34.500
Summe 234.000 228.500

Die Aktienoptionen von Herrn Mag. Thomas Obendrauf waren bis zum Austrittsdatum (Dienstvertragsende) am 31. März 2013 ausübbar. Zugeteilte Aktienoptionen, die nicht bis zum 31. März 2013 ausgeübt wurden, verfielen ersatzlos.

Zum 31. März 2013 liegt der Ausübungspreis der Zuteilungen für den Vorstand vom 1. April 2009 in Höhe von EUR 3,86 (24.000 Stück), vom 1. April 2010 in Höhe von EUR 7,45 (70.000 Stück), vom 1. April 2011 in Höhe von EUR 16,60 (70.000 Stück) und vom 1. April 2012 in Höhe von EUR 9,86 (70.000 Stück) unter beziehungsweise über dem Tageskurs zum Bilanzstichtag (EUR 6,792).

Für die Aufsichtsratsmitglieder sind Vergütungen in Höhe von EUR 204.600,00 (Vorjahr: EUR 238.600,00) aufwandsmäßig erfasst und werden der Hauptversammlung vorgeschlagen.

Aktienbesitz des Vorstandes und der Aufsichtsräte der Gesellschaft zum Bilanzstichtag:

Aktien
Stand
31.3.2013
Stand
31.3.2012
Veränderung
Vorstand
Ing. Heinz Moitzi 1.672 1.672 0
Aufsichtsrat
Dr. Hannes Androsch 445.853 445.853 0
Androsch Privatstiftung 5.570.666 5.570.666 0
Dörflinger Privatstiftung 4.594.688 4.594.688 0
Mag. Gerhard Pichler 19.118 19.118 0
Dr. Georg Riedl 9.290 9.290 0
Johann Fuchs 4 4 0

Leoben-Hinterberg, am 7. Mai 2013

Der Vorstand:

DI (FH) Andreas GERSTENMAYER e.h. Ing. Heinz MOITZI e.h.

Lagebericht

Lagebericht zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012/13

1. Unternehmensprofil

Die AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz "AT&S" genannt) zählt mit deren Tochtergesellschaften weltweit zu den führenden Unternehmen der Branche und ist in Europa und in Indien der größte Leiterplattenproduzent. Das Tochterunternehmen in Shanghai betreibt das größte auf HDI-Technologie spezialisierte Werk Chinas. Das Produktportfolio der AT&S umfasst einseitige, doppelseitige, mehrlagige, HDI (High Density Interconnection; eine mehrlagige Leiterplatte mit extrem feinen Strukturen), flexible, starrflexible und semiflexible Leiterplatten. Das Leistungsspektrum beinhaltet unterschiedlichste Techniken der Behandlung von Leiterplatten unter Einsatz verschiedener Basismaterialien.

Mit einer globalen Präsenz über Tochtergesellschaften in Asien, Europa und den USA beliefert AT&S weltweit agierende Konzerne. Gleichzeitig bedient AT&S auch die Nachfrage von kleineren Unternehmen und fertigt Prototypen und Kleinserien. Die beiden Produktionsstandorte der AT&S befinden sich in Leoben-Hinterberg und in Fehring, die Produktionsstandorte der Tochtergesellschaften in Klagenfurt, Indien, China und Südkorea. Mit diesen Produktionskapazitäten ist AT&S in der Lage, sowohl die in Asien bestehende Volumensproduktion als auch das europäische Nischengeschäft zu bedienen. Die Produkte werden direkt bei den Erstausrüstern (OEM – Original Equipment Manufacturer) und bei Auftragsfertigern (CEM – Contract Electronic Manufacturer) abgesetzt.

AT&S ist technologisch einer der führenden Leiterplattenhersteller. Die hervorragenden Leistungen im Bereich Forschung und Entwicklung stellen eine dafür wesentliche Voraussetzung dar. AT&S arbeitet in Netzwerken aus Kunden, Lieferanten und Forschungseinrichtungen an neuen innovativen Techniken. Die laufende Optimierung der Geschäftsprozesse ist eines der wesentlichen Kernelemente der Unternehmensstrategie.

Das Kerngeschäft der AT&S unter Einbeziehung der Tochtergesellschaften ist die Entwicklung und Herstellung von Leiterplatten für Groß-, Kleinserien und Prototypen. Die Leiterplatten werden nach den Kundenspezifikationen maßgeschneidert und hergestellt. Um einerseits den Kunden ein umfangreicheres Leistungsspektrum anzubieten und andererseits die eigene Marktposition zu stärken, bietet AT&S auch Designleistungen an. Mit der Embedding-Technologie kann AT&S nun auch Bestückungs- und Chip-Packing-Dienstleistungen anbieten.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Der weltweite Leiterplattenbedarf zeigt im abgelaufenen Kalenderjahr im Bereich der hochwertigen Technologien eine weiterhin steigende Nachfrage, der Bedarf nach technologisch einfacheren Leiterplatten ist gesunken. Generell steigt in der Branche der Druck auf die Preise. Wir gehen mittel- bis langfristig weiterhin von attraktiven Wachstumsraten in den von uns adressierten Märkten Mobile Devices, Automotive und Medizintechnik aus.

Wesentlicher Wachstumsfaktor wird auch künftig der Bereich Mobile Devices mit den Applikationen Smartphones und Tablet PCs sein. Der Anteil der Smartphones am gesamten Mobile Phone Markt wird weiter zu nehmen. Auch im Bereich Automotive wird mit einer guten Entwicklung, besonders in China gerechnet. Für den Industriesektor geht man in der Branche von einem moderaten Wachstum, insbesondere in Europa, aus.

Die Umsatzerlöse der AT&S sind im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 im Vorjahresvergleich um EUR 79,7 Mio. bzw. 24 % auf EUR 250,6 Mio. gesunken. Grund dafür sind gesunkene Handelswarenerlöse mit einem asiatischen Tochterunternehmen.

Die EBIT-Marge ist im abgelaufenen Geschäftsjahr nur geringfügig von 5,8 % im Vorjahr auf 5,2 % aktuell gesunken. Ausschlaggebend für den Rückgang waren höhere Kursgewinne und höhere Forschungsförderungen im Geschäftsjahr 2011/2012.

Das Finanzergebnis ist im Geschäftsjahr 2012/13 durch die Abwertung der eigenen Anteile aufgrund des gesunkenen Börsekurswertes mit EUR 6,1 Mio. (Vorjahr EUR 17,0 Mio.) belastet. Die Zinsaufwendungen für Anleihen und Bankverbindlichkeiten blieben mit EUR 13,8 Mio. zum Vorjahr beinahe unverändert. Die Erträge aus Ausleihungen an Tochterunternehmen stiegen aufgrund einer um EUR 37 Mio. höheren Ausleihung an die Tochtergesellschaft AT&S Asia Pacific Limited von EUR 3,0 Mio. auf EUR 4,8 Mio. Wie im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden auch im aktuellen Geschäftsjahr sämtliche Gewinne der Tochtergesellschaften thesauriert und stehen für künftige Ausschüttungen zur Verfügung.

Aufgrund der erläuterten Effekte im Finanzergebnis ergab sich daher im aktuellen Geschäftsjahr ein negatives Jahresergebnis in Höhe von EUR 3,5 Mio. (im Vorjahr EUR – 9,1 Mio.).

In der Vermögensstruktur wird ebenfalls die Bedeutung der Produktionsstandorte der asiatischen Tochtergesellschaften verdeutlicht. Die Finanzanlagen an verbundenen Unternehmen in Form von Beteiligungen und Ausleihungen belaufen sich zum 31. März 2013 auf 73 % (im Vorjahr 70 %) der Bilanzsumme.

Lagebericht

Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31. März 2013 beträgt EUR 161,6 Mio. und verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 10,9 Mio. gemäß dem im Wesentlichen durch die Abwertung der eigenen Anteile verursachten Jahresfehlbetrag und der im Geschäftsjahr 2012/13 vorgenommenen Gewinnausschüttung. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag von 31,9 % verringerte sich gegenüber dem Vorjahreswert (35,6 %), zeigt aber immer noch eine sehr gute Eigenkapitalausstattung.

Im Geschäftsjahr 2012/13 erhöhte sich die Nettoverschuldung der AT&S um EUR 30,9 Mio. auf EUR 267,3 Mio., da der zusätzliche Finanzierungsbedarf für die Kapazitätsausweitungen der Tochtergesellschaften in Form von konzerninternen Fremd- oder Eigenkapitalbereitstellungen durch die AT&S erfolgt und dafür entsprechende Fremdfinanzierungen aufgenommen wurden. Die Nettoverschuldung errechnet sich aus den Anleihen und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie sonstigen Wertpapieren und Anteilen des Umlaufvermögens (ohne eigene Anteile). Der Nettoverschuldungsgrad, berechnet aus dem Verhältnis der Nettoverschuldung zu Eigenkapital, hat sich von 137 % im Vorjahr auf 165 % erhöht.

Die Teilergebnisse der Geldflussrechnung zeigen im mehrjährigen Vergleich folgende Werte (berechnet gemäß Fachgutachten KFS/BW2 der österreichischen Kammer der Wirtschaftstreuhänder):

2012/13 2011/12 2010/11
TEUR TEUR TEUR
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 15.958 -141 -3.189
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -40.053 -48.370 -26.178
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit 37.796 44.280 21.693

Der Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit zeigte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine deutlich positive Entwicklung. Neben einem positiven Geldfluss aus dem Ergebnis ist diese Entwicklung hauptsächlich auf den deutlichen Rückgang der offenen Forderungen aufgrund der geringeren Umsatzerlöse zurück zu führen. Auch bei den offenen Verbindlichkeiten ist ein Rückgang ersichtlich, allerdings in geringerem Ausmaß als bei den Forderungen. In Summe ergab sich daher ein positiver Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit von EUR 16,0 Mio.

Im Rahmen der Investitionstätigkeit der AT&S wurden im Geschäftsjahr 2012/13 insgesamt EUR 4,8 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen investiert, weiters wurden zusätzliche Ausleihungen an Tochterunternehmen in Höhe von EUR 41,9 Mio. zur Finanzierung der Werksausbauten gewährt. Diese Auszahlungen führen im Wesentlichen zu dem Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit von EUR – 40,1 Mio.

Für die Finanzierung der weiteren Ausbauten in Asien nahm die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr bei der österreichischen Kontrollbank einen Kredit in Höhe von EUR 69 Mio. auf. Im Gegenzug dazu konnten einige kurzfristige Banklinien getilgt werden, sodass sich in Summe ein positiver Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit von EUR 37,8 Mio. ergab.

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 2012/13 in der AT&S unter Einbeziehung der Leiharbeiter 1.136 Mitarbeiter und damit um 59 Personen weniger gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt (2011/12: 1.195) tätig.

Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, stellen gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter einen wesentlichen Baustein dar. AT&S legt daher besonderen Wert auf internationale Aus- und Weiterbildungsprogramme. In technischen Schulungen, interkulturellen Trainings sowie speziellen Management- und Führungskräfteentwicklungs-Programmen werden die Mitarbeiter der AT&S adäquat auf gegenwärtige und zukünftige Aufgaben vorbereitet. Zur Nachwuchsförderung werden in Österreich Lehrlinge in fünf verschiedenen Berufsgruppen ausgebildet.

Ein transparentes und leistungsorientiertes Vergütungssystem fördert das unternehmerische Denken und Handeln der Mitarbeiter. Das Bonussystem basiert seit dem Geschäftsjahr 2010/11 auf den Kenngrößen EBIT, Cash Earnings und ROCE und blieb somit gegenüber den vergangenen Jahren unverändert.

Nachhaltiges Wirtschaften und der schonende Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen haben für AT&S höchste Priorität. Dazu ist es notwendig, eine gute Basis zu schaffen, um die Prozesse effizient zu steuern. Als Basis hat die AT&S ein integriertes Managementsystem geschaffen, das die Faktoren Qualität, Umwelt und Sicherheit vereint. Dass für AT&S Umweltmanagement als sehr wichtig erachtet wird, zeigt die Einführung des Managementsystems ISO14001 bereits im Geschäftsjahr 1996/97. ISO9001 und ISOTS16949 (Qualitätsmanagement-Normen) und OHSAS18001 (Occupational Health and Safety, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz-Norm) ergänzen das Spektrum. Regelmäßige interne Audits sowie jährliche Überwachungs- und dreijährliche Rezertifizierungsaudits überwachen die Umsetzung der Anforderungen aus den Regelwerken. Auch im Geschäftsjahr 2012/13 konnte die Einhaltung aller Anforderungen durch unabhängige Dritte erneut bestätigt werden.

Ein wesentlicher Bestandteil der Normen ist die kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung bestehender Systeme. Weltweit durchgeführte Projekte zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes spiegeln sich in den Kennzahlen wider. So konnte die Unfallrate im Mehrjahresvergleich stetig reduziert werden. Effizienter Umgang und Einsatz von Ressourcen ist ein anderer Baustein der kontinuierlichen Weiterentwicklung im Umweltbereich. Der Fokus liegt auf der Verbesserung von Prozessen, Verfahren und Produkten, um unter geringsten Auswirkungen auf die Umwelt und den Menschen zu produzieren. Um das erreichen zu können, gibt es globale Zielsetzungen wie die Reduktion von CO2 Emissionen je m² Leiterplatte, die Minimierung des Frischwasserbedarfs und

Lagebericht

Verbesserungen im Abfallmanagement wie Recycling von Wertstoffen bzw. Abfallvermeidung. Als Dach aller Maßnahmen zu dieser Thematik hat AT&S im letzten Jahr das Projekt "sustainable AT&S" gestartet, mit dem Ziel, Nachhaltigkeit in alle Prozesse zu integrieren. Ein erster Schritt dazu wurde im März 2013 mit dem internen Nachhaltigkeitsbericht erfolgreich abgeschlossen, womit die Mitarbeiter mit dem Konzept und den zukünftigen Maßnahmen erstmals direkt konfrontiert wurden und in weiterer Folge in die Aktivitäten eingebunden werden.

AT&S geht an allen Standorten über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinsichtlich Umwelt und Sicherheit hinaus. Im Zuge von externen Audits wurde AT&S sowohl von Zertifizierungsstellen als auch von lokalen Behörden bereits als Benchmark für die Industrie gesehen. Das zeigt sich auch in zahlreichen Awards und Auszeichnungen, die AT&S nicht nur in Österreich, sondern auch in China und Indien für das Engagement in Umweltschutz und Arbeitssicherheit erhalten hat.

Als wesentliche Rohstoffmaterialien wurden im Geschäftsjahr 2012/13 rund 130 kg Gold (2011/12: 149 kg), 319 Tonnen Kupfer (2011/12: 317 Tonnen), 1,8 Mio. m2 Laminate (2011/12: 1,6 Mio. m2 ) und rund 8.137 Tonnen verschiedene Chemikalien (2011/12: 7.900 Tonnen) an den beiden Produktionsstandorten Leoben-Hinterberg und Fehring verbraucht. Der Strombedarf belief sich im Geschäftsjahr 2012/13 auf rund 57 GWh (2011/12: 57 GWh).

3. Bedeutende Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres

Im aktuellen Geschäftsjahr gab es keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

4. Tochterunternehmen und Repräsentanzen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich AT&S entschlossen, mit AT&S (Chongqing) Company Limited in ein neues Geschäftsfeld einzusteigen. In dem neuen Werk in Chongqing, China, sollen technologisch hochwertige IC-Substrate (Integrated Circuit Substrates) hergestellt werden. Das Gebäude in Chongqing ist bereits fertig gestellt. Im Januar konnte der Vorstand Vertragsverhandlungen mit einem strategischen Partner erfolgreich abschließen. Die Investitionsphase wird 3 Jahre dauern und rund EUR 350 Mio. umfassen. Es wird mit ersten Umsätzen im Jahr 2016 gerechnet.

Die Entwicklung des Tochterunternehmens AT&S Korea Co., Ltd. zeigte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine sehr erfreuliche Entwicklung. Eine deutliche Steigerung des Umsatzes konnte insbesondere aufgrund neuer Aufträge im Bereich der Medizintechnik erreicht werden. Dem Umsatz entsprechend entwickelte sich auch das Ergebnis positiv.

Auch die AT&S India Private Limited zeigte eine positive Entwicklung. Umsatzseitig kam es zwar zu keiner deutlichen Steigerung, allerdings konnte mit Effizienzmaßnahmen und einer nun stabilen Energieversorgung des Produktionsstandortes ein wesentlich verbessertes Ergebnis erzielt werden.

Das Werk in Leoben konnte den in den vergangenen Jahren begonnenen Weg der Nischen- und Prototypenerzeugung erfolgreich fortsetzen. Die Auslastung im Werk in Fehring ist nach der Umstellung von einem 4 auf einen 3 Schicht Betrieb nun wieder erfreulich.

Das Tochterunternehmen AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH hatte im aktuellen Geschäftsjahr mit einer Unterauslastung und einem stärker werdenden Preisdruck zu kämpfen.

Um unsere amerikanischen Kunden noch besser betreuen zu können, wurde im Frühjahr 2012 ein neues Vertriebsbüro in Chicago eröffnet. Dieses Büro ist als Teil des Tochterunternehmens AT&S Americas, LLC der zweite Standort in den USA.

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5. Kapitalanteilsstruktur und Angaben zu Gesellschafterrechten

Zum Bilanzstichtag per 31. März 2013 beträgt das gezeichnete Kapital der Gesellschaft EUR 28.490.000 und besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,1 pro Aktie. Das Stimmrecht in der Hauptversammlung wird nach Stückaktien ausgeübt, wobei je eine Stückaktie das Recht auf eine Stimme gewährt. Sämtliche Aktien lauten auf Inhaber.

Die maßgeblichen Beteiligungen an der AT&S zum Bilanzstichtag stellen sich wie folgt dar:

Aktien % Kapital % Stimmrechte
Dörflinger-Privatstiftung:
Karl-Waldbrunner-Platz 1
A-1210 Wien
4.594.688 17,74 % 19,70 %
Androsch Privatstiftung:
Franz-Josefs-Kai 5
A-1010 Wien
5.570.666 21,51 % 23,89 %

Zum Bilanzstichtag werden 2.577.412 Stück eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) gehalten. Die zuletzt am 7. Juli 2010 beschlossene Ermächtigung des Vorstands, bis zu 10 % des Grundkapitals der AT&S am Markt binnen 30 Monaten zurückzukaufen, lief somit bis 16. Jänner 2013. Die eigenen Aktien können zur Bedienung des Stock-Option-Programms der Gesellschaft verwendet oder auch veräußert werden.

Bis zum 6. Juli 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu EUR 14.245.000 durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 nennbetragslosen Inhaberstückaktien unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes zu erhöhen.

Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand weiters bis zum 6. Juli 2015 bei Bedarf unter Ausschluss des Bezugsrechtes Wandelschuldverschreibungen von bis zu EUR 100.000.000 ausgeben. Zur Gewährung von Bezugsoder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu EUR 14.245.000 durch die Ausgabe von bis zu 12.950.000 neuen Inhaberaktien zu erhöhen.

Weiterführend wird auf die Erläuterungen unter Punkt 4.5. "Eigenkapital" im Anhang zum Jahresabschluss verwiesen.

6. Forschung und Entwicklung

Innerhalb der AT&S ist der Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) die treibende Kraft bei der Identifizierung neuer und bei der Weiterentwicklung angewendeter Technologien. Durch nachhaltige Erfolge konnte sich AT&S die Position eines Technologieführers in der High-End-Leiterplattenfertigung erarbeiten.

AT&S verfügt über einen zweistufigen Innovationsprozess. In den Forschungseinrichtungen des auch technologischen Headquarters Leoben-Hinterberg werden die Entwicklungen in den Bereichen Materialien, Prozesse und Applikationen bis zu dem Punkt durchgeführt, an dem die prinzipielle Machbarkeit der Technologie erreicht ist. Dieser Tätigkeitsbereich umfasst somit die Angewandte Forschung und Technologieevaluierung. Anschließend ist es Aufgabe der lokalen Abteilung für Technologieentwicklung und Implementierung in den Werken der AT&S sowie der Tochtergesellschaften, die Prozesse und Produkte mittels experimenteller Entwicklung weiterzuentwickeln und neue Prozesse in den bestehenden Produktionsablauf zu integrieren, sodass mit einer optimierten Ausbeute produziert werden kann.

Um auch künftig technologisch an der Weltspitze zu bleiben, arbeitet die AT&S mit zahlreichen externen Partnern zusammen. Einerseits werden kundenseitig Anforderungen und Ideen für zukünftige Produkte mitgeteilt, andererseits leitet AT&S aus zukünftigen Applikationen neue Techniken ab, wie etwa die Embedding Component Packaging Technologie (ECP® Technologie). Je nach Bedarf werden zusätzlich zu den eigenen Ressourcen auch Kooperationen mit Forschungseinrichtungen oder Lieferanten eingegangen.

Der Kern der Technologiestrategie kann in 3 Hauptziele eingeteilt werden:

  • Fokus auf das Hochtechnologiesegment: neue Produkte und Technologien, die in der AT&S entwickelt werden, kommen im Hochtechnologiesegment des entsprechenden Marktes zum Einsatz.
  • Größerer Beitrag zur Wertschöpfungskette: neue Produkte und Technologien, die in der AT&S entwickelt werden, decken einen größeren Teil der Wertschöpfungskette der Herstellung von elektronischen Geräten ab.

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Geringerer Verbrauch von natürlichen Ressourcen: neue Produkte und Technologien, die in der AT&S entwickelt werden, haben einen geringeren Verbrauch an natürlichen Ressourcen (z.B.: Materialien, Wasser, Energie) als herkömmliche Produkte/Technologien.

Basierend auf diesen strategischen Grundlagen, den Kundenanforderungen sowie den Entwicklungen der Lieferanten, wurden 4 Kernentwicklungsgebiete identifiziert:

1. Interconnect Density:

In diesem Bereich ist es das Ziel, die Leiterplatte laufend zu verkleinern und die Komplexität zu erhöhen. Die Herausforderung liegt darin, die Leiterstrukturen zu verkleinern und die Dicke der Leiterplatte zu reduzieren.

2. Mechanical Integration:

Ziel ist eine verbesserte Integration der Leiterplatte als Komponente des elektronischen Geräts. Starrflexible Leiterplatten, Kavitäten, Einlagetechniken bis zu vollflexiblen Leiterplatten werden entwickelt.

3. Functionality Integration:

Dieses Entwicklungsgebiet fokussiert auf Integration zusätzlicher Funktionalitäten in der Leiterplatte. Zusätzlich zur aktuellen AT&S ECP® - Technologie sollen weitere Lösungen zum Einbetten von Komponenten in die Leiterplatte gefunden werden.

4. Printed Solutions:

Hier liegt der Fokus auf neuen Lösungen, die den Verbrauch von Wasser und anderen natürlichen Ressourcen (z.B. Kupfer) reduzieren. Neue Verfahren basierend auf der Drucktechnologie werden entwickelt, um einen minimalen Einsatz natürlicher Ressourcen zu ermöglichen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde durch die Entscheidung in das Geschäftsfeld IC-Substrates einzusteigen, eine wichtige Weichenstellung vor allem für das Kernentwicklungsfeld "Interconnect Density" vorgenommen. Substrate sind die Verbindung zwischen der Nanowelt des Siliziums und der Mikrowelt der Leiterplatten. AT&S geht mit der Entscheidung in Zukunft auch Substrate anbieten zu können, den Schritt der Miniaturisierung konsequent weiter, um die in der Leiterplattentechnik ausgereizten Machbarkeiten mittels neuer, spezieller Materialien und Herstellverfahren, voranzutreiben.

Die Gesamtaufwendungen für Forschung & Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr 2012/13 auf rund EUR 12 Mio. gegenüber EUR 20 Mio. im Vorjahreszeitraum.

7. Wesentliche Risiken, Ungewissheiten und Chancen

AT&S hat ein unternehmensweites Risiko- und Chancenmanagement-System eingerichtet.

Risiko ist dabei ganz allgemein als eine negative Abweichung vom Unternehmensplan definiert. Als Chance wird konsequenterweise eine positive Abweichung von den Unternehmenszielen verstanden. Die individuell identifizierten und bewerteten Risiken bzw. Chancen, deren Auswirkung auf das budgetierte Jahresergebnis größer EUR 0,25 Mio. und deren Eintrittswahrscheinlichkeit größer 1 % ist, werden mittels eines stochastischen Verfahrens (Monte-Carlo-Simulation) zur Gesamtrisikoposition des Konzerns aggregiert. Bei der individuellen Bewertung der Risiken werden jeweils Werte für den schlimmsten (worst case), den besten (best case) und den wahrscheinlichsten (most likely case) Fall ermittelt.

Organisatorisch fällt das Risikomanagement in die Verantwortung des Finanzvorstandes, welcher auch die Aufsicht darüber hat. Der Gesamtvorstand lässt sich in strukturierter Weise quartalsweise vom Risikomanagement berichten. Zweimal jährlich wird dem Prüfungsausschuss über die aktuelle Risikosituation und über die Tätigkeiten der internen Revision berichtet. Dieser wiederum berichtet seinerseits dem Aufsichtsrat der AT&S.

Die Führungskräfte der AT&S sind als Risikoverantwortliche für die Identifikation, Analyse, Steuerung und Überwachung der Risiken in ihrem jeweiligen Bereich zuständig. Die lokale Werksleitung ist darüber hinaus für die Umsetzung des Risikomanagementprozesses in ihren Zuständigkeitsbereichen verantwortlich. Risikomanagementkoordinatoren in der AT&S und deren Tochtergesellschaften unterstützen bei der Erfassung und Weiterleitung der Risikoinformationen. Im Sinne einer effizienten Ausgestaltung entsprechend der Unternehmensgröße ist die organisatorische Betreuung des internen Kontrollsystems analog ausgestaltet.

Die Risiken, Ungewissheiten und Chancen von AT&S sind grundsätzlich von den weltweiten Entwicklungen am Leiterplattenmarkt geprägt.

Markt- und technologieseitig ist zu beobachten, dass der Trend zur steigenden Funktionalität von Geräten und die Durchdringung von elektronischen Systemen im Alltag anhält. Im gesamten Geschäftsfeld Mobile Devices hat sich die AT&S mit ihren Tochtergesellschaften bereits konsequent auf das High-End-Segment konzentriert. Dieser Bereich umfasst neben Smartphones und Tablet PCs auch weitere Produkte wie etwa Spielkonsolen, Digitalkameras und tragbare Musicplayer. In den nächsten Jahren wird dieses Segment weiterhin als Wachstumsmotor gesehen. Die AT&S ist insbesondere mit ihren chinesischen Kapazitäten, Fertigungstechnologien und höchsten Qualitätsstandards in der Lage, die weltweit namhaftesten Anbieter dieser Produkte global zu bedienen. Ungewissheiten und

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Chancen hängen zum einen von der Marktentwicklung selbst, zum anderen auch davon ab, inwieweit es weiterhin gelingt, sich gegenüber dem Mitbewerb erfolgreich zu unterscheiden.

Der Industrial Markt ist durch unterschiedliche Technologieanforderungen seitens einer Vielzahl von Kunden geprägt. Höchste Flexibilität und die Fähigkeit, sich sehr schnell auf wechselnde Spezifikationen und Technologien einzustellen, stellen eine Grundvoraussetzung dar, um in diesem Bereich erfolgreich zu sein. Insbesondere die österreichischen Werke der AT&S sind hervorragend auf diese Anforderungen eingestellt. In enger Kooperation mit unterschiedlichen Kunden werden laufend neue Technologien und andere Projekte vorangetrieben. Die Produktlebenszyklen im Industriesegment sind im Vergleich zu jenen im Bereich Mobile Devices länger. Der Standort Indien bietet die Möglichkeit, diese Produkte kostenoptimal herstellen zu können. Ergänzt wird das Produktionsportfolio im Industriebereich durch das Werk in Südkorea, welches auf flexible Leiterplatten und auf Leiterplatten für den Medizinbereich spezialisiert ist. Die Spezialisierung in der Werksausrichtung stellt für die AT&S ein wesentliches Chancenpotential dar.

Im Geschäftsfeld Automotive ergeben sich aufgrund des stetig steigenden Elektronikanteils, welcher immer komplexere Anforderungen zu erfüllen hat und somit auch die Anforderungen an die Leiterplatten immer weiter zunehmen, weitere Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten. Wie schon in den Jahren zuvor war die AT&S auf ihrem Kernmarkt Europa auch im abgelaufenen Geschäftsjahr führender Leiterplattenproduzent im Automotive-Segment. Um weiter wachsen zu können, wird die Expansion in andere Märkten vorangetrieben. Dabei wird auf bestehende Strukturen zurückgegriffen. Zusätzliche Investitionen sind nur bedingt notwendig. Der Schritt aus dem Kernmarkt hinaus stellt ein weiteres Chancenpotential dar.

Der Bereich Advanced Packaging, eine Technologie, welche von der AT&S zur Marktreife gebracht wurde, birgt enormes Chancenpotential in sich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die erste Produktionslinie aufgebaut und mit der Serienproduktion begonnen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat AT&S den Einstieg in eine neue Technologie beschlossen. Das neue Werk in Chongqing wird derart ausgestattet und qualifiziert, dass ab 2016 IC-Substrate produziert werden können. Um den Einstieg in das Substrategeschäft zu erleichtern, ist AT&S eine starke strategische Partnerschaft mit einem weltweit agierenden Halbleiterhersteller eingegangen. Der Standort in Chongqing, China, bietet Wettbewerbsvorteile gegenüber der hauptsächlich japanisch dominierten Konkurrenz. Durch diese strategische Partnerschaft wird der nächste Schritt der Integration von Halbleitern und Leiterplatten vorangetrieben. Die wesentlichen Risiken beim Eintritt in ein neues Geschäftsfeld sind im Bereich der Investitionen und im Bereich der Qualität der produzierten Produkte zu identifizieren.

Finanzierungsrisiko

Das Finanzierungsrisiko umfasst sowohl die Sicherstellung der langfristigen Finanzierung der AT&S als auch Schwankungen im Wert der Finanzierungsinstrumente.

Aktivseitig bestehen geringe Zinsänderungsrisiken im Wertpapiervermögen. Sonstige Liquiditätsbestände werden überwiegend kurzfristig veranlagt.

Passivseitig sind zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr 84 % des Gesamtbetrages der Anleihen und der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, wobei hier die Zinssicherungsinstrumente berücksichtig werden müssen, fix verzinst. Die verbleibenden 16 % sind Kredite und variabel verzinst.

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko wird bei AT&S der Umstand der Zahlungsunfähigkeit verstanden. Es soll daher stets ausreichend Liquidität vorhanden sein, um den laufenden Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachkommen zu können.

Die AT&S verfügt zum Bilanzstichtag über Liquiditätsreserven in Höhe von EUR 116,0 Mio. Davon entfallen EUR 23,1 Mio. auf liquide Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) und sonstige Wertpapiere und Anteile, sowie EUR 92,9 Mio. auf bestehende, nicht ausgenützte Finanzierungsrahmen.

Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 12.950.000 neue Aktien aus genehmigtem Kapital zu emittieren sowie Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000 auszugeben, sowie weiters die eigenen Anteile (zum Bilanzstichtag hält der Konzern 2.577.412 eigene Aktien) zu veräußern.

Kreditrisiko

Unter dem Kreditrisiko versteht die AT&S die Möglichkeit eines kundenseitigen Zahlungsausfalles. Die AT&S hat es stets verstanden, starke Partnerschaften zu seinen Kunden aufzubauen. Der höchste Anteil von Forderungen eines direkten Vertragspartners beträgt 12 % (Vorjahr 15 %).

Generell basiert die Kontrolle des Kreditrisikos auf einer laufenden Bonitätsprüfung und auf dem Abschluss von Kreditversicherungen für die einzelnen Kunden.

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Wechselkursrisiko

Zur Absicherung der Währungsrisiken wird eine laufende Überwachung aller Transaktions-, Umrechnungs- und ökonomischen Risiken durchgeführt. Innerhalb der AT&S erfolgt die Kurssicherung von Transaktionsrisiken zunächst durch Schließen von Positionen (Netting), für offene Positionen werden bei Bedarf derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Durch die Tochterunternehmen in Asien bestehen Kursrisiken aus den lokalen Währungen. Sicherungsgeschäfte vor Ort sind aufgrund gesetzlicher Bestimmungen teilweise nur eingeschränkt möglich, außerdem ergeben sich Beschränkungen durch die Illiquidität der Währungen. Bei Bedarf wird das Risiko nach Europa transferiert und dort abgesichert. Zudem wird versucht, ein natürliches Hedging von Forderungen und Verbindlichkeiten herbeizuführen.

Zur Evaluierung des Wechselkursrisikos werden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, wobei ceteris paribus die Auswirkungen prozentmäßiger Änderungen der Wechselkurse zu einander simuliert werden.

Finanzmarktrisiken

Die Finanzmarktrisiken, worunter das Fremdwährungs- und das Zinsänderungsrisiko verstanden werden, werden mittels regelmäßiger Sensitivitätsanalysen überwacht. In so genannten GAP-Analysen wird die mögliche Ergebnisveränderung durch eine 1%ige Preisänderung (Wechselkurs und Zinsen) bezogen auf die Fremdwährungs- bzw. Zinsnettoposition ermittelt. Dabei werden keine Korrelationen der verschiedenen Risikoelemente zueinander berücksichtigt. Die Ergebnisauswirkungen werden jeweils unter Beachtung der ertragsteuerlichen Auswirkungen auf das Konzernjahresergebnis nach Steuern errechnet.

8. Internes Kontrollsystem und Risikomanagement

8.1. Unternehmensweites Risikomanagementsystem

Die AT&S hat sich einen Ethik- und Verhaltenskodex auferlegt, der beschreibt, wie AT&S ihre Geschäfte auf ethische und sozialverantwortliche Weise führt. Diese Richtlinien gelten für alle Aktivitäten der AT&S-Gruppe weltweit, wobei jeder Mitarbeiter verantwortlich ist, sich bei der Ausübung seines Berufes und der täglichen Arbeit ausnahmslos an diesen Kodex zu halten.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und Risikomanagement (siehe Abschnitt 8.2.) ist integrierter Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. In Anlehnung an das Rahmenkonzept von COSO (The Committee of Sponsoring Organization of the Treadway Commission) werden unter dem Begriff des unternehmensweiten Risikomanagements das eigentliche Risikomanagement sowie das interne Kontrollsystem (IKS) subsumiert. Die wesentlichen Merkmale des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie der internen Revision in der AT&S sind in einem konzernweiten Risikomanagement- und Revisionshandbuch festgehalten.

Das Risiko- und Chancenmanagementsystem enthält in dem auf Konzernebene definierten Risikokatalog neben den Finanzrisiken weitere Risikokategorien, die sich insbesondere auf strategische Risiken, Markt- und Beschaffungsrisiken, Umfeldrisiken und operative sowie Organisationsrisiken beziehen. Der Risikokatalog, der einen Orientierungsrahmen für die Unternehmensbereiche bei der Risikoidentifikation darstellt, wird dynamisch an die sich verändernde Unternehmenssituation angepasst. Wichtigste Zielsetzung des konzernweiten Risiko- und Chancenmanagements ist die Optimierung der Gesamtrisikoposition bei gleichzeitiger Nutzung der sich bietenden Chancen. Es erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an die Führungs- und Aufsichtsgremien.

Die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, der internen Revision und des Risikomanagementsystems sowie die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sind unter anderem besondere Aufgabenbereiche des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates. Neben der Einbindung des Prüfungsausschusses in den Rechnungslegungsprozess bei der Quartalsberichterstattung erfolgt auch eine regelmäßige Risikoberichterstattung und über die Tätigkeiten der internen Revision an den Prüfungsausschuss (Risiko- und Revisionsbericht). Der Prüfungsausschuss berichtet seinerseits an die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats.

Auf Basis der im Management Manual dokumentierten Geschäftsprozesse werden von den Prozessverantwortlichen für jeden Haupt- bzw. Teilprozess die jeweiligen Risiken beschrieben und bewertet. Bei der Risikoeinschätzung sind grundsätzlich alle potenziell negativen Faktoren, welche die Zielerreichung der Organisation bzw. eines Prozesses gefährden, vom Prozesseigentümer zu dokumentieren. Die Kontrollziele für die Finanzberichterstattung werden von den bestehenden Risiken abgeleitet und den Kategorien Existenz (nur tatsächlich vorhandene und genehmigte Geschäftsvorfälle werden verarbeitet), Eintritt/Periodenabgrenzung (Abbildung der Geschäftsvorfälle in der richtigen Periode oder zeitnahe Verarbeitung), Vollständigkeit (Geschäftsvorfälle, Vermögen und Schulden werden vollständig erfasst), Bewertung (auf Geschäftsvorfälle wurden angemessene Bewertungsmethoden angewandt und sie wur-

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den richtig berechnet), Rechte & Pflichten (das Unternehmen hat das wirtschaftliche Eigentum über die ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden sind tatsächlich Verpflichtungen des Unternehmens), Darstellung & Offenlegung (richtiger und vollständiger Ausweis im Jahresabschluss und anderen Berichten), Richtigkeit der Geschäftsvorfälle/Daten und Zugangsbeschränkung (Zugang zu IT-Systemen ist auf die Prozessverantwortlichen beschränkt) zugeordnet.

Die Dokumentation der internen Kontrollen (Geschäftsprozesse, Risiken, Kontrollmaßnahmen und Verantwortliche) erfolgt grundsätzlich in Form von Kontrollmatrizen, die in einer zentralen Managementdatenbank archiviert werden. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem beinhaltet dabei die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung im Sinne der beschriebenen Kontrollziele für die Finanzberichterstattung.

8.2. Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem

Die Prozesse der Rechnungslegung sind in gesonderten Verfahrensanweisungen dokumentiert. Nach Möglichkeit sind diese konzernweit einheitlich ausgestaltet und werden in einem standardisierten Dokumentationsformat abgebildet. Aus den spezifischen lokalen Regelungen resultieren zusätzlich Anforderungen an die Rechnungslegungsprozesse. Die Grundlagen der Rechnungslegung und Berichterstattung sind in den Prozessbeschreibungen und weiters in ausführlichen Verfahrensanweisungen dokumentiert, welche ebenfalls im zentralen Management Manual archiviert sind. Darüber hinaus werden Arbeitsbehelfe zu Bewertungsläufen, Bilanzierungsvorgängen und organisatorischen Erfordernissen im Zusammenhang mit den Rechnungslegungs- und Jahresabschlussprozessen erstellt und laufend aktualisiert. Die Terminplanungen erfolgen im Einklang mit den Konzernerfordernissen.

Die Steuerung der Prozesse zu Rechnungslegung und Lageberichterstellung erfolgen bei der AT&S durch den Bereich Accounting Austria, ein Teilbereich von Group Finance, der dem Finanzvorstand unterstellt ist. Aufgrund der bestehenden gesellschaftsrechtlichen Struktur, wonach die AT&S sowohl über produzierende Werke als auch wesentliche Beteiligungen verfügt und somit Holding- bzw. Gruppenfunktionen wahrnimmt, resultiert eine integrierte organisatorische Ausgestaltung im Finanz- und Rechnungswesenbereich. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Jahresabschluss und sonstiger Berichtserfordernisse analysiert.

Die Erfassung, laufende Verbuchung und Bilanzierung der Geschäftsfälle erfolgt mit einer einheitlichen und zentralen Software von SAP. Die einzelnen Geschäftsfälle und Bewertungen werden gemäß den lokalen Rechnungslegungsvorschriften verbucht.

Zur Vermeidung wesentlicher Fehldarstellungen sind zum einen automatische Kontrollen im Berichtssystem, zum anderen diverse manuelle Kontrollen implementiert. Maßnahmen zur Risikovermeidung sind unter anderem Funktionstrennungen und Unterschriftenordnungen. Monatlich werden die Vollständigkeit der Rechnungen und deren Abgrenzung von Accounting Austria kontrolliert und erforderlichenfalls abgegrenzt. Weiters werden insbesondere hinsichtlich der Bilanzierung und Berichterstattung von Umsätzen, Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, langfristigen Vermögenswerten, dem Ansatz und der Bewertung des Vorratsvermögens, Kundenforderungen, Abgrenzungen und Rückstellungen sowie der Überleitung der latenten Steueransprüche und -schulden konzerneinheitliche Vorgaben gemacht. Zum Bilanzstichtag werden Bestätigungen der wesentlichen Kunden und Lieferanten eingeholt. In monatlichen Bilanzierungsmeetings mit Group Finance und dem Finanzvorstand wird die Abbildung der Finanzzahlen im Hinblick auf Bewertungs- und Rückstellungserfordernisse diskutiert.

Die interne Finanzberichterstattung erfolgt monatlich als Bestandteil der Konzernberichterstattung, wobei die Finanzinformationen durch die Organisationseinheit Group Accounting (ebenfalls Teilbereich von Group Finance) überprüft und analysiert werden. Die monatliche Soll-Ist-Abweichung mit entsprechender Kommentierung der Werksergebnisse sowie des Gesellschaftsergebnisses wird intern an die Führungskräfte und an die Mitglieder des Aufsichtsrats berichtet.

Die jährliche Budgeterstellung erfolgt durch die Organisationseinheit Controlling Austria in Zusammenarbeit mit Group Controlling, wobei dieser Bereich ebenfalls dem Finanzvorstand unterstellt ist. Auf Basis der Quartalsergebnisse und aktuellen Planungsinformationen werden unterjährig quartalsweise Vorschaurechnungen (Forecasts) für das verbleibende Geschäftsjahr erstellt. Die Vorschaurechnungen mit Kommentierung zum Budgetvergleich und Darstellungen zur Auswirkung von Chancen und Risiken bis Geschäftsjahresende werden an den Aufsichtsrat berichtet. Neben der regelmäßigen Berichterstattung werden Mehrjahresplanungen, projektbezogene Finanzinformationen oder Berechnungen über Investitionsvorhaben aufbereitet und an den Aufsichtsrat übermittelt.

9. Ausblick

Der weiterhin zunehmende Bedarf an elektronischen Endgeräten und der generell steigende Elektronikanteil in unterschiedlichsten Applikationen werden weiterhin zu einer Steigerung des Bedarfs an Leiterplatten führen. Um dem steigenden Preisdruck in der Branche entgegen zu wirken, wird der Fokus auch künftig auf technologisch hochwertige Produkte gelegt. Mit dem weiteren Schwerpunkt auf die Produktion von technologisch hochwertigen Leiterplatten, insbesondere in Shanghai und Österreich, ist das Management zuversichtlich die Basis für eine weitere positive Entwicklung der AT&S legen zu können.

Lagebericht

In diesem Zusammenhang ist auch der Einstieg in das Segment des IC-Substratemarktes zu sehen, welcher für die AT&S eine Weiterentwicklung des derzeitigen Hochtechnologiemarktes der HDI-Leiterplatten darstellt. Der Einstieg in dieses Geschäftsfeld wird für wesentliche Wachstumsimpulse für die AT&S sorgen. Weiters wird eine deutlich bessere Profitabilität und eine wesentliche Wertsteigerung für das Unternehmen erwartet. Strategisch bedeutet dieser Schritt eine außerordentliche Entwicklungschance für die AT&S.

Insgesamt geht das Management von steigenden Umsätzen und einer positiven Entwicklung sowohl in Österreich als auch in den Tochtergesellschaften aus.

Leoben-Hinterberg, am 7. Mai 2013

Der Vorstand:

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, Leoben-Hinterberg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2013, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2013 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis zum 31. März 2013 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 7. Mai 2013

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Christian Neuherz Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Leoben-Hinterberg, am 7. Mai 2013

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Vorstandsvorsitzender

Ing. Heinz Moitzi e.h. Technikvorstand

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