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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG

Annual Report Feb 24, 2012

736_rns_2012-02-24_97dcb391-685a-4e3d-b804-0ab30fa85c99.pdf

Annual Report

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Kennzahlen

IFRS
Q1–3 2011/12 Q1–3 2010/11
vor Einmal nach Einmal vor Einmal nach Einmal
(Wenn nicht anders erwähnt, alle Finanzzahlen in TEUR) effekten effekten effekten1) effekten1)
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Gesamterlöse 371.754 364.808
davon in Asien produziert 72,3 % 70,5 %
davon in Europa produziert 27,7 % 29,5 %
EBITDA 75.913 75.913 76.368 73.758
EBITDA-Marge 20,4 % 20,4 % 20,9 % 20,2 %
EBIT 31.644 31.644 40.263 37.586
EBIT-Marge 8,5 % 8,5 % 11,0 % 10,3 %
Konzernergebnis 21.864 21.864 32.246 29.569
Konzernergebnis der Eigentümer des Mutterunternehmens 21.891 21.891 32.382 29.705
Cash Earnings 66.159 66.159 68.487 65.878
KONZERNBILANZ
Bilanzsumme 722.209 603.032
Eigenkapital 289.293 247.243
Eigenkapital der Eigentümer des Mutteruntenehmens 289.338 246.888
Nettoverschuldung 255.727 186.624
Verschuldungsgrad 88,4 % 75,5 %
Nettoumlaufvermögen 108.184 90.073
Nettoumlaufvermögen/Gesamterlöse 21,8 % 18,5 %
Eigenmittelquote 40,1 % 41,0 %
KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (OCF) 50.433 42.591
Netto-Investitionen (Net CAPEX) 91.592 82.901
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Ultimo 7.322 7.505
Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Durchschnitt 7.461 6.858
AKTIENKENNZAHLEN
Gewinn/Aktie (EUR) 0,94 0,94 1,39 1,27
Cash Earnings/Aktie (EUR) 2,84 2,84 2,94 2,82
Marktkapitalisierung, Ultimo 196.143 400.682
Marktkapitalisierung/Eigenkapital 67,8 % 162,3 %
Anzahl der Aktien, gewichteter Durchschnitt (Stück) 23.322.588 23.322.588
FINANZKENNZAHLEN
Eigenkapitalrendite (ROE)2) 11,2 % 11,2 % 18,9 % 17,7 %
ROCE2) 7,6 % 7,6 % 11,3 % 10,6 %
ROS 5,9 % 5,9 % 8,8 % 8,1 %

1) Die Einmaleffekte umfassen die Schließung des Standortes Wien.

2) Die Berechnung zielt auf durchschnittliche Werte ab.

Highlights

  • AT&S erzielt Rekordumsatz im Segment Mobile Devices
  • Erster Patient mit AT&S Herzschrittmacher-Leiterplatte
  • AT&S unterzeichnet strategische Partnerschaft mit MFLEX

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im dritten Quartal konnten die Umsätze im Segment Mobile Devices gegenüber dem zweiten Quartal noch einmal wesentlich gesteigert werden, was zu einem Rekordumsatz in unserem Werk in Shanghai geführt hat. Dies ist umso erfreulicher, zumal das Weihnachtsgeschäft nicht bei all unseren Kunden erwartungsgemäß verlief. Auch mussten wir Verschiebungen bei den Auslieferungen zur Kenntnis nehmen, was sich auf den Umsatz und auch in einem Anstieg der Lagerbestände auswirkt. Teilweise ist der Anstieg der Bestände aber auch auf das chinesische Neujahrsfest zurückzuführen. Wir gehen davon aus, dass diese Bestände im nächsten Quartal wieder abgebaut werden. Weiterhin rückläufig sind die Umsätze im Industriebereich. Bedingt durch die anhaltende Finanz- und Schuldenkrise in Europa und die damit einhergehenden konjunkturellen Unsicherheiten stellen wir aktuell eine deutliche Zurückhaltung bei den Investitionen im Industriesegment fest. Die Auftragslage im Autozuliefererbereich erweist sich als recht stabil.

Einen weiteren Erfolg konnten wir im für uns wichtigen Medizinbereich erzielen. Im Januar wurden die ersten Herzschrittmacher mit einer hochkomplexen Leiterplatte von AT&S in Serie ausgeliefert. Der Kunde ist ein international anerkannter Marktführer in diesem Bereich. Innerhalb Europas sind wir der einzige Leiterplattenlieferant, der mit der Medizinprodukte-Norm EN ISO 13485 zertifiziert wurde und der die hohen Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme für Medizinprodukte bereits heute erfüllt. Mit dieser Zertifizierung wird einmal mehr deutlich, dass AT&S das Geschäft mit medizintechnischen Anwendungen als eines der Kerngeschäfte definiert hat.

Zusätzlich ist uns eine wichtige strategische Weichenstellung für die Zukunft gelungen. Mit MFLEX, einem weltweit führenden Hersteller flexibler Leiterplatten, sind wir eine strategische Partnerschaft zur Herstellung von HDI-Rigid-Flex-Leiterplatten (High-Density-Interconnect-Rigid-Flex-Leiterplatten) eingegangen. Bei Rigid-Flex-Leiterplatten handelt es sich um eine Kombination aus starren und flexiblen Substraten, die zu einer Einheit zusammenlaminiert werden. HDI-Rigid-Flex-Leiterplatten enthalten jene HDI-Leiterplattentechnologie, die bei einer hohen Bauteiledichte zum Einsatz kommt und mit dreidimensionalen flexiblen Leiterplatten arbeitet. Bei diesem Verfahren können die Stecker und Kabel ersetzt und dadurch Platz und Gewicht reduziert werden. Mit der Kombination der Kernkompetenzen beider Unternehmen sind wir in der Lage, Best-in-Class-HDI-Rigid-Flex-Leiterplatten auf den Markt zu bringen. Diese Zusammenarbeit ist ein weiterer wichtiger Schritt in Rahmen unserer Strategie, Technologie- und Innovationsführer in der Branche zu sein. Für unsere Kunden bedeutet die Partnerschaft neue Möglichkeiten im Design ihrer Produkte und Anwendungen.

Trotz der erfreulichen Entwicklung im Segment Mobile Devices und der Erweiterung der Kundenbasis können wir den Rückstand aus dem ersten Quartal nicht mehr aufholen. Die Folgen der Ereignisse in Japan und die anhaltende Finanz- und Schuldenkrise in Europa treffen uns im Industriesegment unmittelbar. Aufgrund der starken Unsicherheiten auf den Finanzmärkten ist eine Prognose weiterhin nur schwer möglich. Wir rechnen nun mit einem Jahresumsatz von rund EUR 500 Mio. Wir gehen davon aus, dass die EBIT-Marge zwischen acht und neun Prozent liegen wird. Das Investitionsvolumen bleibt unverändert bei EUR 130 Mio. für das laufende Geschäftsjahr. Der Markt ist fundamental weiterhin intakt und zeigt mittel- bis langfristig attraktive Wachstumsraten.

Ergebnisse des 3. Quartals

Wir konnten in der AT&S Gruppe im dritten Quartal einen Umsatz von rund EUR 130 Mio. erreichen und schließen damit nahtlos an das zweite Quartal an. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beläuft sich auf EUR 12,1 Mio. Damit erwirtschaftet die AT&S Gruppe einen Gewinn pro Aktie von rund 34 Cent. Die Nettoinvestitionen sind von EUR 34,2 Mio. auf EUR 29,0 Mio. gesunken und betreffen den Endausbau in Shanghai bzw. die Bauaktivitäten für das Werk in Chongqing. Die Nettoverschuldung ist um EUR 5 Mio. auf rund EUR 256 Mio. leicht angestiegen. Der Verschuldungsgrad ist, bedingt durch das Konzernergebnis und die Wechselkursdifferenzen, von 95,7 % auf 88,4 % gesunken. Das Eigenkapital stieg im selben Zeitraum um EUR 27,5 Mio. auf EUR 289,3 Mio.

Unsere ordentlichen Ergebnisse für die ersten drei Quartale 2011/12 stellen sich wie folgt dar:

  • Umsatzerlös: EUR 371,8 Mio.
  • Bruttogewinn: EUR 62,4 Mio.,
  • das entspricht einer Bruttogewinn-Marge von 16,8 % EBITDA: EUR 75,9 Mio.,
  • das entspricht einer EBITDA-Marge von 20,4 %
  • Betriebsergebnis: EUR 31,6 Mio., das entspricht einer EBIT-Marge von 8,5 %
  • Ergebnis vor Steuern: EUR 26,1 Mio.
  • Konzernergebnis: EUR 21,9 Mio.
  • Gewinn pro Aktie: EUR 0,94
  • Anzahl der Aktien, Durchschnitt*: 23.323

* in 1.000 Stück

Finanzierungslage

Im November 2011 konnten wir eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von EUR 100 Mio., einer Laufzeit von 5 Jahren und einem jährlichen Kupon von 5 Prozent erfolgreich in Österreich emittieren. Die Anleihe war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft – sowohl bei institutionellen als auch bei privaten Investoren.

Durch die erfolgreiche Platzierung hat sich unser Fristenprofil deutlich verbessert und weist mit Ende Dezember folgende Struktur auf:

< 1 Jahr: EUR
115,4 Mio.
1–5 Jahre: EUR
188,8 Mio.

Nach einem verhaltenen ersten Quartal, das erheblich von Projektverzögerungen geprägt war, konnte im zweiten Quartal eine deutlich bessere Auslastung der Kapazitäten erzielt werden. Dies setzte sich auch im dritten Quartal fort. Insgesamt konnten wir jedoch in den ersten neun Monaten die externen und internen Wachstumserwartungen nicht zur Gänze erfüllen. Die Marktaussichten sind aufgrund des prognostizierten Umsatzanstiegs in der Leiterplattenindustrie fundamental weiterhin intakt und zeigen mittel- bis langfristig attraktive Wachstumsraten. Jedoch ist die weltwirtschaftliche Lage mittelfristig schwer einschätzbar. Wir beobachten laufend kritisch die makroökonomischen Rahmenbedingungen und Märkte, um möglichst frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.

Mit freundlichen Grüßen

DI (FH) Andreas Gerstenmayer Vorstandsvorsitzender

Mag. Thomas Obendrauf Finanzvorstand

Ing. Heinz Moitzi Technikvorstand

Corporate-Governance-Informationen

Durch Verordnung der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA), BGBl. II 30/2012, wurde die Emittenten-Compliance-Verordnung 2007 (ECV) geändert. Dadurch wurde in die ECV der Begriff "compliancerelevante Information" eingeführt, der zum Begriff "Insider-Information" hinzutritt bzw. diesem vorgelagert wird. Durch die Änderung soll sichergestellt werden, dass nichtöffentliche unternehmensinterne Vorgänge mit potenzieller Kursrelevanz, unabhängig davon, ob bereits eine Insider-Information vorliegt, in einer Frühphase in die Compliance-Organisation einbezogen werden.

Die AT&S hat bereits im Vorfeld dieser Änderung Rechnung getragen und die Compliance-Richtlinie schon frühzeitig entsprechend angepasst.

AT&S Aktienoptionen

Im dritten Quartal hat Vorstand Ing. Heinz Moitzi Aktienoptionsrechte auf 6.000 Stück durch Barausgleich (Ausübungspreis: EUR 3,86, abgerechnet zum Schlusskurs der Aktie am 5. Dezember 2011 von EUR 8,90) ausgeübt. Der Bestand an von den Vorständen gehaltenen Aktienoptionen stellt sich nunmehr wie folgt dar:

2007 2008 2009 2010 2011 Summe
Andreas Gerstenmayer 40.000 40.000 80.000
Heinz Moitzi 30.000 30.000 24.000 30.000 30.000 144.000
Thomas Obendrauf 1.500 1.500 1.500 1.500 30.000 36.000
Ausübungspreis (EUR) 22,57 15,67 3,86 7,45 16,60

Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine Aktienoptionen.

AT&S-Aktie

Aktionärsstruktur

Per 31. 12. 2011 befanden sich 50,80 % der AT&S Aktien im Streubesitz. 21,51 % hielt die Androsch Privatstiftung, 17,74 % die Dörflinger Privatstiftung, und 9,95 % hielt AT&S selbst.

Aktienkursentwicklung in den ersten 9 Monaten

Im Oktober nahm die AT&S wieder an der Investorenkonferenz der Ersten Gruppe in Stegersbach teil, wo sich neben den traditionellen Assetmanagern auch vermehrt Vorsorgeeinrichtungen für die AT&S-Aktie interessierten. Dies beruht auf der Tatsache, dass die Investition in AT&S-Aktien im Sinne des § 108g EStG für Vorsorgeeinrichtungen steuerbegünstigt ist, auch wenn die Erstnotierung der Aktie in Frankfurt erfolgte.

Die Entwicklung des Aktienkurses in den vergangenen neun Monaten war vor allen durch folgende Effekte geprägt:

  • die Abnahme der Umsätze an der Wiener Börse
  • die Zuspitzung der Verschuldungskrise einiger europäischer Staaten und, damit verbunden,
  • die Verschlechterung der Konjunkturaussichten für Europa
  • die Entwicklung des Gewinnes, der unter den Erwartungen lag

Zu unserer großen Überraschung stellte die Uni Credit Gruppe die Coverage österreichischer Aktien im November ein.

Abgesehen davon wird die Aktie derzeit von vier Analysten beobachtet, wovon drei eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

AT&S indiziert zum ATX-Prime

AT&S ATX Prime Aktienkennzahlen für die ersten 9 Monate

in EUR 31. Dezember 2011 31. Dezember 2010
Gewinn/Aktie 0,94 1,27
Höchstkurs 15,90 17,18
Tiefstkurs 8,13 8,04
Ultimokurs 8,41 17,18

AT&S-Aktie

Wiener Börse
WP-Kennnummer 969985
ISIN-Code AT0000969985
Kürzel ATS
Reuters RIC ATSV.VI
Bloomberg ATS AV
Indizes ATX Prime, WBI SME

Finanztermine

22. 03. 2012 Investorsday Hinterberg
10. 05. 2012 Veröffentlichung Jahresergebnis 2011/12
05. 07. 2012 18. Ordentliche Jahreshauptversammlung
26. 07. 2012 Ex-Tag und Dividendenzahltag

Kontakt Investor Relations

Mag. Martin Theyer Tel.: +43 (0)3842/200-5909 E-Mail: [email protected]

Zwischenbericht nach IFRS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Oktober bis 31. Dezember 1. April bis 31. Dezember
(in TEUR) 2011 2010 2011 2010
Umsatzerlöse 129.870 122.127 371.754 364.808
Herstellungskosten (105.768) (96.688) (309.384) (293.252)
Bruttogewinn 24.102 25.439 62.370 71.556
Vertriebskosten (6.272) (6.558) (18.852) (18.475)
Allgemeine Verwaltungskosten (5.592) (6.464) (15.794) (16.990)
Sonstiges betriebliches Ergebnis (170) 2.362 3.920 4.172
Nicht wiederkehrende Posten (1.952) (2.677)
Betriebsergebnis 12.068 12.827 31.644 37.586
Finanzierungserträge 1.374 2.009 3.670 6.122
Finanzierungsaufwendungen (4.059) (2.844) (9.244) (7.258)
Finanzergebnis (2.685) (835) (5.574) (1.136)
Ergebnis vor Steuern 9.383 11.992 26.070 36.450
Ertragsteuern (1.487) (1.525) (4.206) (6.881)
Konzernergebnis 7.896 10.467 21.864 29.569
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen 7.904 10.560 21.891 29.705
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen (8) (93) (27) (136)
Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des Mutterunternehmens zusteht
(in EUR je Aktie):
- unverwässert 0,34 0,45 0,94 1,27
- verwässert 0,34 0,45 0,94 1,26
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien – unverwässerter Wert (in tausend Stück)
23.323 23.323 23.323 23.323
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien – verwässerter Wert (in tausend Stück)
23.363 23.484 23.363 23.484

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1. Oktober bis 31. Dezember 1. April bis 31. Dezember
(in TEUR) 2011 2010 2011 2010
Konzernergebnis 7.896 10.467 21.864 29.569
Währungsumrechnungsdifferenzen 19.612 12.761 46.660 11.094
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten,
nach Steuern
(6) (17) 2
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten
aus der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern (5) 93 (160) 117
Sonstiges Ergebnis 19.601 12.854 46.483 11.213
Konzerngesamtergebnis 27.497 23.321 68.347 40.782
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen 27.502 23.412 68.371 40.916
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen (5) (91) (24) (134)

Konzernbilanz

31. Dezember 31. März
(in TEUR) 2011 2011
VERMÖGENSWERTE
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 457.844 385.510
Immaterielle Vermögenswerte 2.369 2.543
Finanzielle Vermögenswerte 96 121
Übergedeckte Pensionsansprüche 626 590
Aktive latente Steuern 14.839 10.736
Sonstige langfristige Vermögenswerte 8.765 4.144
484.539 403.644
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 72.281 53.376
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 116.499 99.899
Finanzielle Vermögenswerte 744 13.912
Laufende Ertragsteuerforderungen 453 277
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 47.693 4.227
237.670 171.691
Summe Vermögenswerte 722.209 575.335
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 44.475 44.475
Sonstige Rücklagen 34.448 (12.032)
Gewinnrücklagen 210.415 197.020
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital 289.338 229.463
Nicht beherrschende Anteile (45) 353
Summe Eigenkapital 289.293 229.816
SCHULDEN
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten 188.816 95.559
Rückstellungen für Personalaufwand 13.142 12.210
Sonstige Rückstellungen 11.576 11.967
Passive latente Steuern 5.325 4.238
Sonstige Verbindlichkeiten 3.802 2.109
222.661 126.083
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 88.174 96.554
Finanzielle Verbindlichkeiten 115.444 116.427
Laufende Ertragsteuerschulden 4.680 3.757
Sonstige Rückstellungen 1.957 2.698
210.255 219.436
Summe Schulden 432.916 345.519
Summe Eigenkapital und Schulden 722.209 575.335

Konzern-Kapitalflussrechnung

1. April bis 31. Dezember
(in TEUR) 2011 2010
Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis 21.864 29.569
Überleitungspositionen zum Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen und Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 44.268 36.173
Veränderung langfristiger Rückstellungen 352 219
Ertragsteuern 4.206 6.881
Finanzierungsaufwendungen 5.575 1.136
Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen 220 119
Auflösung von Investitionszuschüssen (599) (3.197)
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen saldiert 730 1.781
Veränderungen des Working Capital:
- Vorräte (14.913) (21.267)
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige 1.450 (16.225)
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 2.204 19.252
- Sonstige Rückstellungen (736) 408
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 64.621 54.849
Gezahlte Zinsen (8.430) (7.626)
Erhaltene Zinsen und Dividendenerträge 170 351
Gezahlte Ertragsteuern (5.928) (4.983)
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 50.433 42.591
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (91.643) (83.075)
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 52 174
Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen (473)
Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten (1.618) (3.393)
Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten 1.433 1.787
Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit (92.249) (84.507)
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
Veränderung finanzieller Verbindlichkeiten 89.247 31.492
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 2.664 3.040
Dividendenzahlungen (8.396) (2.332)
Nettomittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit 83.515 32.200
Nettozunahme/(-abnahme) von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 41.699 (9.716)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang 4.227 13.354
Währungsgewinne/(-verluste) aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 1.767 150
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Quartalsende 47.693 3.788

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Den Eigen
tümern des
Mutterunter
Nicht
Gezeichnetes Sonstige Gewinn nehmens zu
rechenbares
beherr
schende
Summe
(in TEUR) Kapital Rücklagen rücklagen Eigenkapital Anteile Eigenkapital
Stand zum 31. März 2010 45.680 (1.560) 164.184 208.304 489 208.793
Konzerngesamtergebnis 11.211 29.705 40.916 (134) 40.782
Dividendenzahlung für 2009/10 (2.332) (2.332) (2.332)
Stand zum 31. Dezember 2010 45.680 9.651 191.557 246.888 355 247.243
Stand zum 31. März 2011 44.475 (12.032) 197.020 229.463 353 229.816
Konzerngesamtergebnis 46.480 21.891 68.371 (24) 68.347
Dividendenzahlung für 2010/11 (8.396) (8.396) (8.396)
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen (99) (99) (374) (473)
Stand zum 31. Dezember 2011 44.475 34.448 210.416 289.339 (45) 289.294

Segmentberichterstattung

1. April bis 31. Dezember 2011

Nicht zugeordnet
(in TEUR) Europa Asien und Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 242.528 129.226 371.754
Innenumsatz 53 129.803 (129.856)
Gesamterlöse 242.581 259.029 (129.856) 371.754
bezogener Innenumsatz (129.803) (53) 129.856
Segmentnettoumsatz 112.778 258.976 371.754
Betriebsergebnis 16.999 21.169 (6.524) 31.644
Finanzergebnis (5.574)
Ergebnis vor Steuern 26.070
Ertragsteuern (4.206)
Konzernergebnis 21.864
Vermögenswerte 141.180 579.730 1.299 722.209
Investitionen 7.271 67.153 68 74.493
Abschreibungen 3.845 40.264 158 44.267
Nicht wiederkehrende Posten

1. April bis 31. Dezember 2010

Nicht zugeordnet
(in TEUR) Europa Asien und Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 260.798 104.010 364.808
Innenumsatz 1 153.244 (153.245)
Gesamterlöse 260.799 257.254 (153.245) 364.808
bezogener Innenumsatz (153.244) (1) 153.245
Segmentnettoumsatz 107.555 257.253 364.808
Betriebsergebnis 11.669 36.004 (10.087) 37.586
Finanzergebnis (1.136)
Ergebnis vor Steuern 36.450
Ertragsteuern (6.881)
Konzernergebnis 29.569
Vermögenswerte 113.118 488.797 1.117 603.032
Investitionen 3.459 105.141 350 108.950
Abschreibungen 3.630 32.005 538 36.173
Nicht wiederkehrende Posten (2.677) (2.677)

Zusatzinformationen

Die Umsatzerlöse nach Branchen stellen sich wie folgt dar:

Die Umsatzerlöse nach Ländern stellen sich wie folgt dar:

1. April bis 31. Dezember
(in TEUR) 2011 2010
Mobile Devices 215.166 209.592
Industrial 92.546 109.205
Automotive 62.860 43.915
Übrige 1.182 2.096
371.754 364.808
1. April bis 31. Dezember
(in TEUR) 2011 2010
Österreich 15.965 17.819
Deutschland 96.817 92.110
Ungarn 31.637 31.734
Sonstiges Europa 27.505 22.965
Asien 142.239 104.827
Kanada, USA, Mexiko 53.792 92.379
Übrige 3.799 2.975
371.754 364.808

Erläuternde Anhangsangaben zum Zwischenbericht

Allgemeine Erläuterungen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Zwischenbericht zum 31. Dezember 2011 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS), unter Berücksichtigung des IAS 34, und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Der Konzernzwischenabschluss beinhaltet nicht alle im Jahreskonzernabschluss enthaltenen Informationen und sollte gemeinsam mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2011 gelesen werden.

Gegenüber dem Geschäftsjahr endend zum 31. März 2011 sind keine Unterschiede der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegeben.

Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Dezember 2011 ist ungeprüft, und es wurde auch keine externe prüferische Durchsicht durchgeführt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der ersten drei Quartale dieses Geschäftsjahres erhöhten sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des vorangegangenen Geschäftsjahres von EUR 364,8 Mio. auf EUR 371,8 Mio. Die positive Abweichung ist im Wesentlichen auf einen höheren Technologiemix und damit gestiegene Quadratmeterpreise zurückzuführen. Bei Quartalsbetrachtung liegen die Umsätze im dritten Quartal mit einer Abweichung von 1 % annähernd gleich hoch wie im zweiten Quartal und um 18 % über dem ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz im dritten Quartal um 6 %.

Die Verteilung der Produktionsmengen zwischen Europa und Asien zeigt mit 72 % in Asien zu 28 % in Europa eine ähnliche Aufteilung wie jene im Vergleichszeitraum des Vorjahres mit 71 % zu 29 %. Bei Quartalsbetrachtung des laufenden Geschäftsjahres zeigt sich im dritten Quartal eine deutliche Verschiebung der Produktion in Richtung Asien, bedingt durch die höhere Auslastung des Werkes in Shanghai im dritten Quartal.

Bei Betrachtung der einzelnen Segmente ist eine deutliche Steigerung im Bereich Automotive zu sehen. In diesem Segment konnte eine Umsatzsteigerung von 43 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erreicht werden. Auch der Bereich Mobile Devices konnte mit plus 3 % eine leichte Steigerung verzeichnen. Nur der Bereich Industrial musste mit –15 % einen Umsatzrückgang hinnehmen. Im Quartalsvergleich entwickelte sich der Bereich Mobile Devices erfreulich, die Steigerung zwischen erstem und zweitem Quartal betrug 36 %, vom zweiten auf das dritte Quartal konnte noch einmal eine Steigerung von 9 % erreicht werden.

Bruttogewinn

Da die Ausweitung der Produktionskapazitäten in Shanghai im ersten Halbjahr dieses Geschäftsjahres praktisch abgeschlossen werden konnte, kam es zu höheren Abschreibungen für Sachanlagen und dadurch höheren Herstellungskosten verglichen mit den ersten drei Quartalen des vorangegangenen Geschäftsjahres. Dies führte zu einem Bruttoergebnis von EUR 62,4 Mio. im Vergleich zu EUR 71,6 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Quartalsvergleich des aktuellen Geschäftsjahres konnte das Bruttoergebnis vom ersten auf das zweite Quartal um 77 % gesteigert werden, von zweitem auf das dritte Quartal blieb das Ergebnis annähernd gleich und liegt nun bei EUR 24,1 Mio.

Nicht wiederkehrende Posten

In den ersten drei Quartalen des aktuellen Geschäftsjahres sind keine Aufwendungen entstanden, die den nicht wiederkehrenden Posten zuzuordnen sind. Die nicht wiederkehrenden Posten im Vergleichszeitraum beinhalten die Schließung des Standortes Wien sowie die Abfindung eines ausscheidenden Vorstandsmitglieds.

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis entwickelte sich analog zum Bruttoergebnis und weist eine Verringerung von EUR 37,6 Mio. in den ersten drei Quartalen des vergangenen Geschäftsjahres auf EUR 31,6 Mio. im Vergleichszeitraum des aktuellen Geschäftsjahres auf. Bei den allgemeinen Verwaltungskosten konnten im Vergleichszeitraum leichte Einsparungen verzeichnet werden. Sowohl die Vertriebskosten als auch das sonstige betriebliche Ergebnis waren auf gleichem Niveau wie im vergangenen Jahr.

Das Betriebsergebnis in Relation zum Umsatz (EBIT-Marge) hat mit 8,5 % noch nicht ganz den Wert des Vergleichszeitraumes des vergangenen Geschäftsjahres (10,3 %) erreicht. Im Quartalsvergleich zeigt sich nach einer Steigerung vom ersten auf das zweite Quartal von 4 %, auf 11,5 % nun wieder ein leichter Rückgang auf 9,3 %.

Bei Betrachtung der Segmentergebnisse vor Konsolidierung zeigt sich im Vorjahresvergleich in Europa eine deutliche Steigerung von EUR 11,7 Mio. auf EUR 17,0 Mio. In Asien ergab sich, hauptsächlich aufgrund der durch den Vollausbau erhöhten Abschreibung, aber auch durch die im ersten Quartal schwache Auslastung in Shanghai, im aktuellen Geschäftsjahr ein Ergebnis von EUR 21,2 Mio. gegenüber EUR 36,0 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Finanzergebnis

Die Finanzierungserträge resultieren im Wesentlichen aus den Bewertungseffekten der Finanzierungen des Werkes in China aufgrund der Aufwertung der funktionalen Währung Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) gegenüber dem Euro im Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag.

Die Finanzierungsaufwendungen beinhalten neben dem Zinsaufwand in Höhe von EUR 8,7 Mio. (Vorjahr: EUR 6,3 Mio.) nicht realisierte Erträge aus Wechselkursentwicklungen von Konzernfinanzierungen.

Ertragsteuern

Die Veränderung des effektiven Steuersatzes auf Basis des Konzernergebnisses im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert grundsätzlich aus den sich ändernden Anteilen der einzelnen Gesellschaften mit unterschiedlichen steuerlichen Regelungen.

Weiters sind die Ertragsteuern wesentlich durch die Bewertung der latenten Steuern beeinflusst. Insbesondere werden für einen Großteil der entstandenen ertragsteuerlichen Verlustvorträge weiterhin keine aktiven latenten Steuern gebildet, da von einer Realisierbarkeit in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung Währungsumrechnungsdifferenzen

Die positive Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im aktuellen Geschäftsjahr (EUR 46,5 Mio.) ist fast ausschließlich auf die Wechselkursveränderungen der funktionalen Währungen Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) und Hongkong Dollar (HKD) gegenüber der Konzerndarstellungswährung Euro zurückzuführen. Im vergangenen Geschäftsjahr betrug die positive Auswirkung EUR 11,2 Mio.

Erläuterungen zur Bilanz

Vermögens- und Finanzlage

Die Nettoverschuldung erhöhte sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um EUR 62,0 Mio. auf EUR 255,7 Mio. Insbesondere hat sich der Finanzierungsbedarf aufgrund des Ausbaus des Werkes in Shanghai sowie der ersten Investitionsphase des neuen Werkes in Chongqing, beide China, erhöht. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres ist auch der Nettobestand des Working Capital von EUR 79,4 Mio. zum letzten Bilanzstichtag auf EUR 108,2 Mio. angestiegen. Der Nettoverschuldungsgrad erhöhte sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag von 84 % auf 88 %. Zu Ende des 2. Quartals lag dieser Wert noch bei 96 %. Die Verringerung ist auf die verbesserte Eigenkapitalsituation, resultierend aus dem guten Konzernergebnis sowie den Währungsumrechnungsdifferenzen zurückzuführen.

Das Konzerneigenkapital stieg aufgrund des positiven Konzernergebnisses und der positiven Wechselkurseffekte von EUR 229,8 Mio. zum letzten Bilanzstichtag auf EUR 289,3 Mio. Das Konzerngesamtergebnis weist einen positiven Wert von EUR 68,3 Mio. auf.

Eigene Aktien

In der 16. Ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben sowie einzuziehen. Weiters wurde der Vorstand wieder für die Dauer von fünf Jahren, sohin bis einschließlich 6. Juli 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eigene Anteile auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Mitarbeiteraktienoptionen, Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen bzw. sonstigen Vermögenswerten.

Im Rahmen des Aktienrückkaufprogrammes wurden in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres keine weiteren eigenen Aktien erworben. Zum 31. Dezember 2011 hält der Konzern unverändert zum letzten Bilanzstichtag, unter Berücksichtigung der ausgeübten Aktienoptionen, 2.577.412 eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) mit einem Kaufpreis von EUR 46,6 Mio.

Erläuterungen zur Geldflussrechnung

Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im aktuellen Geschäftsjahr EUR 50,4 Mio. (Vorjahr EUR 42,6 Mio.). Der positive Effekt resultiert hauptsächlich aus der im Jahresvergleich um EUR 8,1 Mio. höheren Abschreibung aufgrund des erfolgten Endausbaus der Werke Shanghai und Indien.

Der Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt EUR 92,2 Mio. Der Anstieg zum Vorjahr (EUR 84,5 Mio.) ist mit dem Kapazitätsausbau in Shanghai (China) sowie der Bauphase des neuen Werkes in Chongqing (China) zu erklären.

Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres wurde eine Anleihe im Ausmaß von EUR 100 Mio. erfolgreich platziert. In Summe ergab sich ein Nettomittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit von EUR 83,5 Mio. zu EUR 32,2 Mio. im Vorjahr.

Sonstige Angaben

Neues Vertriebsbüro in Taiwan

Um unsere Kunden in Taiwan besser betreuen zu können, wurde ein Vertriebsbüro mit Standort in Taiwan eröffnet. Die Gesellschaft ist eine 100%-Tochter der AT&S Asia Pacific Ltd.

Beschlossene Dividenden

In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres wurde gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Juli 2011 eine Dividende von EUR 0,36 pro Aktie und damit TEUR 8.396 aus dem Bilanzgewinn zum 31. März 2011 ausgeschüttet.

Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen und Unternehmen

Im Zusammenhang mit diversen Projekten sind in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres Honorare für Beratungsleistungen der AIC Androsch International Management Consulting GmbH in Höhe von TEUR 295, der Rechtsanwälte Riedl & Ringhofer in Höhe von TEUR 4 sowie der Dörflinger Management und Beteiligungs GmbH in Höhe von TEUR 4 angefallen.

Leoben-Hinterberg, am 25. Jänner 2012

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Mag. Thomas Obendrauf e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Konzernzwischenlagebericht

Geschäftsverlauf und Lage

Die ersten drei Quartale des laufenden Geschäftsjahres brachten für die AT&S Gruppe den höchsten bisher erzielten Umsatz. Wie bereits in den vergangenen Jahren zeigt sich auch im aktuellen Wirtschaftsjahr die Saisonalität im Leiterplattengeschäft, und hier vor allem im Bereich Mobile Devices. Auch in diesem Geschäftsjahr ist ein Anstieg der Nachfrage im zweiten und dritten Quartal zu bemerken. Bei quartalsweiser Betrachtung konnten wir eine Umsatzsteigerung um 19 % von EUR 110,5 Mio. im ersten Quartal auf EUR 131,4 Mio. im zweiten Quartal erzielen, der Umsatz des dritten Quartals lag mit EUR 129,9 Mio. annähernd auf dem Niveau des zweiten Quartals.

Generell hat sich aufgrund der derzeitigen weltwirtschaftlichen Lage die Visibilität künftiger Bedarfe reduziert. Die Märkte sind aber fundamental weiterhin intakt, und so kann mittel- bis langfristig weiterhin von attraktiven Wachstumsraten ausgegangen werden.

Bei Betrachtung der Umsätze nach Geschäftsfeldern zeigt sich nach einem schwächeren ersten Quartal im Bereich Mobile Devices wieder ein positiver Trend. Nach einer Steigerung im zweiten Quartal um 36 % von EUR 56,0 Mio. auf EUR 76,2 Mio. gegenüber dem ersten Quartal konnte der Umsatz in diesem Bereich im dritten Quartal um weitere 9 % auf EUR 83,0 Mio. gesteigert werden. Der Bereich Automotive musste nach einer Steigerung vom ersten auf das zweite Quartal einen saisonalen Rückgang hinnehmen, liegt aber dennoch bei Betrachtung der ersten drei Quartale um 43 % über dem Umsatz des Vergleichszeitraumes des letzten Geschäftsjahres. Im Bereich Industrial zeigt sich auch bei der AT&S, bedingt durch die anhaltende Finanz- und Schuldenkrise in Europa und den damit einhergehenden konjunkturellen Unsicherheiten, ein Rückgang im Industriesektor, sodass in diesem Bereich zum Vergleichszeitraum des vorangegangenen Geschäftsjahres ein Umsatzrückgang zu verzeichnen ist.

Durch die erfolgreiche Umsetzung der Strategie, unsere Produktion auf technologisch hochwertige Leiterplatten zu fokussieren, konnten die Quadratmeterpreise an praktisch allen unseren Produktionsstandorten angehoben werden. Die österreichischen Standorte, die sich auf Spezialaufträge und Kleinserien spezialisiert haben, tragen wesentlich zu dieser Entwicklung bei.

Unser Standort in Shanghai, ausgerichtet auf Großserien mit HDI-Technologie, war im zweiten und dritten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres nach einer Periode der Unterauslastung im ersten Quartal nun wieder gut ausgelastet. Auch die Prognose für das laufende vierte Quartal ist positiv.

Um die steigende Nachfrage unserer Kunden auch künftig bedienen zu können, soll in den nächsten Monaten ein neues Werk in Chongqing entstehen. Derzeit erfolgen die Bauarbeiten für die Produktionshalle. Die weiteren Investitionsentscheidungen erfolgen analog zur Bedarfsentwicklung unserer Kunden.

Zur Verbesserung der Fristigkeitsstruktur der Finanzierungen hat die AT&S am 18. November 2011 (Valutatag) 5%ige Teilschuldverschreibungen mit einer Laufzeit von 5 Jahren im Gesamtausmaß von EUR 100 Mio. und einer Stückelung von je EUR 1.000 emittiert. Die Zulassung dieser Teilschuldverschreibungen zum Geregelten Freiverkehr an der Wiener Börse ist erfolgt.

Weiters hat AT&S eine Zusage der österreichischen Kontrollbank über die Zuteilung eines Kredites von EUR 69 Mio. mit einer Laufzeit von 8 Jahren erhalten. Diese Kreditlinie wird zur Finanzierung weiterer Investitionen in Asien herangezogen werden.

Wesentliche Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtperiode MFLEX und AT&S sind im Jänner eine Partnerschaft zur Produktion von HDI-Rigid-Flex-Leiterplatten eingegangen. Diese

Leiterplatten bestehen aus einer Kombination aus starren und flexiblen Substraten, die zu einer Einheit zusammenlaminiert werden. So können Stecker und Kabel ersetzt und damit Platz und Gewicht reduziert werden.

Wesentliche Risiken, Ungewissheiten und Chancen

Im Verlauf der ersten drei Quartale des aktuellen Geschäftsjahres 2011/12 sind grundsätzlich keine nennenswerten Änderungen zu den im Konzernabschluss 2010/11 ausführlich im Konzernanhang unter "II. Risikobericht" beschriebenen Risikokategorien aufgetreten.

Zur Reduktion des Liquiditätsrisikos wurden bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren langfristige Finanzierungen aufgenommen. Zusätzlich wurde im November 2011 eine 5-jährige Anleihe im Ausmaß von EUR 100 Mio. begeben, um eine Verbesserung der Fristigkeitsstruktur zu erreichen. Weiters bestehen ausreichend kurzfristige Kreditrahmen, um das wachstumsbedingt gestiegene Working Capital abzudecken. Darüber hinaus hat der Vorstand aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung am 7. Juli 2010 weiterhin die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 12.950.000 neue Aktien aus genehmigtem Kapital zu emittieren, Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100 Mio. auszugeben und die eigenen Anteile zu veräußern.

In den ersten drei Quartalen des aktuellen Geschäftsjahres konnte ein deutlich positiver operativer Cashflow erwirtschaftet werden. Auf Basis des weiterhin erwarteten positiven Nettomittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit und der umfassenden Finanzierungsmöglichkeiten steht ausreichend Liquidität zu Verfügung, um die geplanten und weitere Investitionsvorhaben zu realisieren.

Hinsichtlich der Verwendung von Finanzinstrumenten wird ebenfalls auf den detaillierten Risikobericht im Konzernanhang verwiesen. Betreffend Währungsrisiken konnten bei Konzernbetrachtung die Auswirkungen auf das operative Ergebnis dadurch weiter reduziert werden, dass neben der Abhängigkeit des Umsatzes vom US-Dollar auch die Produktionskapazitäten zum Großteil im erweiterten US-Dollar-Raum abgerufen werden. Neben den verbleibenden Auswirkungen zeigen sich Wechselkursänderungen der funktionalen Währungen gegenüber der Berichtswährung Euro vor allem ergebnisneutral im Eigenkapital.

Die Nettoverschuldung war zum 31. Dezember 2011 mit 88 % trotz weiterer Investitionstätigkeiten auf niedrigerem Niveau als zu Ende des zweiten Quartals des laufenden Geschäftsjahres mit 96 %. Zusätzlich zum guten Konzernergebnis führten positive Währungsumrechnungsdifferenzen aus dem Anstieg des CNY und des HKD gegenüber dem EUR zu einer Stärkung des Eigenkapitals. Bei anhaltend positiver Ertragssituation und stabilen Wechselkursentwicklungen kann davon ausgegangen werden, dass der Zielwert von 80 % mittelfristig wieder erreicht wird.

Hinsichtlich der Chancen und Risiken aus der Entwicklung von externen Rahmenbedingungen für das gesamte Geschäftsjahr 2011/12 wird weiterhin von einem weltweiten Umsatzanstieg in der Leiterplattenindustrie ausgegangen. Im aktuellen Geschäftsjahr konnten die externen und internen Wachstumserwartungen bei der AT&S nicht ganz erreicht werden, wobei sich aber im zweiten Quartal bereits eine positive Entwicklung einstellte. Das erste Quartal war noch erheblich von Projektverzögerungen geprägt, im zweiten Quartal konnte jedoch eine deutlich bessere Auslastung der Kapazitäten erzielt werden, dies setzte sich auch im dritten Quartal fort. Die weltwirtschaftliche Lage ist mittelfristig jedoch schwer einschätzbar. Wie insbesondere auch die vergangenen Jahre gezeigt haben, sind die makroökonomischen Rahmenbedingungen und Märkte laufend kritisch zu beobachten, um möglichst frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.

Ausblick

Der weiterhin zunehmende Einsatz von elektronischen Systemen im alltäglichen Leben, die Erhöhung der Durchdringungsraten von Kommunikationsanwendungen und die zunehmende Funktionalität bei den mobilen Endgeräten werden zu einer starken Nachfrage nach hochwertigen Leiterplatten führen. Aufgrund der Konzentration der AT&S auf diesen hochwertigen Bereich erwartet das Management, dass die AT&S überdurchschnittlich von diesen Entwicklungen profitieren wird.

Auf Basis aktueller Markt- und Kundeninformationen wird es trotz der erfreulichen Entwicklung im Segment Mobile Devices und der Erweiterung der Kundenbasis nicht mehr möglich sein, den Rückstand aus dem ersten Quartal aufzuholen. Dies ist im Wesentlichen eine Folge der Ereignisse in Japan und der anhaltenden Finanz- und Schuldenkrise in Europa. Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2011/12 wird entsprechend leicht angepasst: Es wird nun ein Umsatz von rund EUR 500 Mio. und ein EBIT zwischen 8 % und 9 % erwartet. Die Visibilität der Bedarfe ist aufgrund der momentanen weltwirtschaftlichen Entwicklungen nach wie vor gering, wodurch Prognosen erschwert werden. Der Markt ist fundamental weiterhin intakt und zeigt mittel- bis langfristig attraktive Wachstumsraten.

Um das erhöhte Wachstum in den Geschäftsfeldern der AT&S ausreichend bedienen zu können, werden die Produktionskapazitäten im Konzern weiter ausgebaut. Aus derzeitiger Sicht werden je nach Bau- bzw. Installationsfortschritt für das gesamte Geschäftsjahr 2011/12 – unverändert – Investitionen von rund EUR 130 Mio. erwartet. Der Großteil der Investitionen betrifft den Ausbau des Standortes in Shanghai sowie die Errichtung (Gebäude und Infrastruktur) des neuen Standortes in Chongqing, beide in China.

Leoben-Hinterberg, am 25. Jänner 2012

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Mag. Thomas Obendrauf e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Impressum/Kontakt

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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft Fabriksgasse 13 8700 Leoben Österreich Tel.: +43 (0)3842/200-0 Fax: +43 (0)3842/200-216

Public Relations

Mag.a (FH) Christina Schuller Tel.: +43 (0)3842/200-5908 E-Mail: [email protected]

Investor Relations

Mag. Martin Theyer Tel.: +43 (0)3842/200-5909 E-Mail: [email protected]

Redaktion

Mag.a Monika Stoisser-Göhring Mag.a (FH) Christina Schuller Mag. Martin Theyer Mag. Michael Dunst MMag. Stefan Greimel

Herausgeber und für

den Inhalt verantwortlich AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft Fabriksgasse 13 8700 Leoben Österreich www.ats.net

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