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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG

Annual Report Jul 27, 2012

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Annual Report

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JAHRESFINANZBERICHT ZUM 31. März 2012

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Seite

Konzernabschluss
zum 31. März 2012
1
Konzernlagebericht 2011/12 64
Bestätigungsvermerk zum Konzernabschluss 77
Jahresabschluss zum 31. März 2012 79
Lagebericht
zum Jahresabschluss 2011/12
111
Bestätigungsvermerk zum Jahresabschluss 125
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 127

Konzernabschluss zum 31. März 2012

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Seite

Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung
1
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 1
Konzernbilanz 2
Konzern-Geldflussrechnung 3
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 4
Anhang zum Konzernabschluss 5

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Geschäftsjahr endend zum 31. März
(in TEUR) Erläuterung 2012 2011
Umsatzerlöse 1 514.180 487.948
Herstellungskosten 2 (430.682) (398.177)
Bruttogewinn 83.498 89.771
Vertriebskosten 2 (25.590) (24.934)
Allgemeine Verwaltungskosten 2 (21.632) (21.951)
Sonstiges betriebliches Ergebnis 4 5.863 6.322
Nicht wiederkehrende Posten 5 - (2.677)
Betriebsergebnis 42.139 46.531
Finanzierungserträge 6 2.690 6.282
Finanzierungsaufwendungen 6 (12.577) (9.491)
Finanzergebnis (9.887) (3.209)
Ergebnis vor Steuern 32.252 43.322
Ertragsteuern 7 (5.738) (8.290)
Konzernjahresergebnis 26.514 35.032
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens
zuzurechnen 26.550 35.168
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen (36) (136)
Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des
Mutterunternehmens zusteht (in EUR je Aktie):
24
- unverwässert 1,14 1,51
- verwässert 1,14 1,50

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Geschäftsjahr endend zum 31. März
(in TEUR) 2012 2011
Konzernjahresergebnis 26.514 35.032
Währungsumrechnungsdifferenzen 34.764 (10.777)
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung zum beizulegenden
Zeitwert von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen
Vermögenswerten, nach Steuern (13) 1
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von
Sicherungsinstrumenten aus der Absicherung von
Zahlungsströmen, nach Steuern (162) 304
Sonstiges Ergebnis 34.589 (10.472)
Konzerngesamtergebnis 61.103 24.560
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen 61.137 24.696
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen (34) (136)

KONZERNBILANZ

31. März
(in TEUR) Erläuterung 2012 2011
VERMÖGENSWERTE
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 8 454.466 385.510
Immaterielle Vermögenswerte 9 2.451 2.543
Finanzielle Vermögenswerte 13 96 121
Übergedeckte Pensionsansprüche 17 581 590
Aktive latente Steuern 7 16.819 10.736
Sonstige langfristige Vermögenswerte 10 8.730 4.144
483.143 403.644
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 11 64.909 53.376
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Forderungen
12 115.483 99.899
Finanzielle Vermögenswerte 13 768 13.912
Laufende Ertragsteuerforderungen 617 277
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 14 29.729 4.227
211.506 171.691
Summe Vermögenswerte 694.649 575.335
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 22 45.535 44.475
Sonstige Rücklagen 23 22.555 (12.032)
Gewinnrücklagen 215.075 197.020
Den Eigentümern des Mutterunternehmens
zurechenbares Eigenkapital 283.165 229.463
Nicht beherrschende Anteile (55) 353
Summe Eigenkapital 283.110 229.816
SCHULDEN
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten 16 188.729 95.559
Rückstellungen für Personalaufwand 17 13.895 12.210
Sonstige Rückstellungen 18 11.422 11.967
Passive latente Steuern 7 5.701 4.238
Sonstige Verbindlichkeiten 15 3.641 2.109
223.388 126.083
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten 15 98.037 96.554
Finanzielle Verbindlichkeiten 16 84.399 116.427
Laufende Ertragsteuerschulden 3.551 3.757
Sonstige Rückstellungen 18 2.164 2.698
188.151 219.436
Summe Schulden 411.539 345.519
Summe Eigenkapital und Schulden 694.649 575.335

KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG

Geschäftsjahr endend zum 31.
März
(in TEUR) 2012 2011
Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernjahresergebnis 26.514 35.032
Überleitungspositionen zum Nettogeldfluss aus laufender
Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen und Wertminderungen von Sachanlagen und
immateriellen Vermögenswerten 61.217 49.416
Veränderung langfristiger Rückstellungen 1.020 81
Ertragsteuern 5.738 8.290
Finanzierungsaufwendungen 9.887 3.209
(Gewinne)/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen (726) 432
Auflösung von Investitionszuschüssen (657) (995)
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen, saldiert 1.416 1.010
Veränderungen des Working Capital:
- Vorräte (8.992) (15.336)
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 3.416 (10.728)
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten 7.690 19.860
- Sonstige Rückstellungen (518) (2.747)
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 106.005 87.524
Gezahlte Zinsen (9.634) (8.354)
Erhaltene Zinsen und Dividendenerträge 216 453
Gezahlte Ertragsteuern (9.380) (8.916)
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 87.207 70.707
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten (113.228) (115.340)
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten 143 194
Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen (473) --
Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten (2.193) (3.548)
Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten 2.162 2.023
Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit (113.589) (116.671)
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus der Aufnahme von Anleihen 98.999 --
Veränderung übriger finanzieller Verbindlichkeiten (42.330) 38.480
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 2.609 797
Dividendenzahlungen (8.396) (2.332)
Nettomittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit 50.882 36.945
Nettozunahme/(-abnahme) von Zahlungsmitteln und
Zahlungsmitteläquivalenten 24.500 (9.019)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang 4.227 13.354
Währungsgewinne/(-verluste) aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel
äquivalenten 1.002 (108)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresende 29.729 4.227

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

(in TEUR) Gezeichne
tes Kapital
Sonstige
Rücklagen
Gewinn
rücklagen
Den Eigen
tümern des
Mutterunter
nehmens zu
rechenbares
Eigenkapital
Nicht beherr
schende
Anteile
Summe
Eigenkapital
Stand zum 31. März 2010 45.680 (1.560) 164.184 208.304 489 208.793
Konzernjahresergebnis -- -- 35.168 35.168 (136) 35.032
Sonstiges Ergebnis -- (10.472) -- (10.472) -- (10.472)
Konzerngesamtergebnis 2010/11 -- (10.472) 35.168 24.696 (136) 24.560
Dividendenzahlung für 2009/10 -- -- (2.332) (2.332) -- (2.332)
Veränderung eigener Anteile, nach
Steuern
(1.205) -- -- (1.205) -- (1.205)
Stand zum 31. März 2011 44.475 (12.032) 197.020 229.463 353 229.816
Konzernjahresergebnis -- -- 26.550 26.550 (36) 26.514
Sonstiges Ergebnis -- 34.587 -- 34.587 2 34.589
Konzerngesamtergebnis 2011/12 -- 34.587 26.550 61.137 (34) 61.103
Dividendenzahlung für 2010/11 -- -- (8.396) (8.396) -- (8.396)
Veränderung eigener Anteile, nach
Steuern
1.060 -- -- 1.060 -- 1.060
Erwerb von nicht beherrschenden
Anteilen
-- -- (99) (99) (374) (473)
Stand zum 31. März 2012 45.535 22.555 215.075 283.165 (55) 283.110

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

I. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

A. Allgemeines

AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz "die Gesellschaft" und mit ihren Tochtergesellschaften "der Konzern" genannt) wurde in Österreich gegründet. Der Sitz der Gesellschaft ist in Österreich, Fabriksgasse 13, 8700 Leoben-Hinterberg.

Unternehmensgegenstand sind die Fertigung und der Vertrieb von Leiterplatten und die Durchführung von damit verbundenen Dienstleistungen primär für die Telekommunikations-, Automobil- und Industrieelektronik. Die Produkte werden im europäischen und asiatischen Raum produziert und sowohl direkt bei den Erstausrüstern (OEM – Original Equipment Manufacturer) als auch bei Auftragsfertigern (CEM – Contract Electronic Manufacturer) abgesetzt.

Die Gesellschaft notiert seit 20. Mai 2008 an der Wiener Börse, Österreich, im Börsesegment Prime Market und wird seit 15. September 2008, nach einer Phase des Doppellisting auf dem bisherigen Börseplatz Frankfurt am Main, ausschließlich an der Wiener Börse gehandelt. Vor dem Wechsel des Börseplatzes notierte die Gesellschaft seit 16. Juli 1999 an der Frankfurter Börse, Deutschland.

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 245a UGB in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS) und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses herangezogenen Bewertungsgrundlagen basieren auf historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten – mit Ausnahme der Wertpapiere und der derivativen Finanzinstrumente, die mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

a. Konsolidierungsgrundsätze

Abschlussstichtag für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. März 2012 mit folgender Ausnahme: Aufgrund der gesetzlichen Lage in China entspricht das Geschäftsjahr der AT&S (China) Company Limited und der AT&S (Chonging) Company Limited dem Kalenderjahr (31. Dezember 2011), sodass die Einbeziehung auf Basis eines Zwischenabschlusses zum 31. März 2012 erfolgte.

Der Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 9. Mai 2012 zur Veröffentlichung freigegeben. Der Einzelabschluss der Gesellschaft, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, wird am 31. Mai 2012 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und Feststellung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Gesellschafter können diesen Einzelabschluss in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind – neben der Gesellschaft – folgende Tochterunternehmen ab dem Zeitpunkt einbezogen und vollkonsolidiert, ab dem die Gesellschaft die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik des Tochterunternehmens erlangt hat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %:

  • AT&S India Private Limited, Indien (im Folgenden AT&S Indien genannt, Anteil 100 %)
  • AT&S Verwaltungs GmbH & Co KG, Deutschland (Anteil 100 %)
  • AT&S Deutschland GmbH, Deutschland (Anteil 100 %)
  • C2C Technologie für Leiterplatten GmbH, Österreich (Anteil 100 %)
  • AT&S (China) Company Limited, China (im Folgenden AT&S China genannt, Anteil 100 %)
  • DCC Development Circuits & Components GmbH, Österreich (Anteil 100 %)
  • AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH, Österreich (Anteil 100 %)
  • AT&S Asia Pacific Limited, Hongkong (im Folgenden AT&S Asia Pacific genannt, Anteil 100 %)
  • AT&S Japan K.K., Japan (Anteil 100 %)
  • AT&S Korea Co., Ltd., Südkorea (im Folgenden AT&S Korea genannt, Anteil 98,76 %)
  • AT&S Americas LLC, USA (im Folgenden AT&S Americas genannt, Anteil 100 %)
  • AT&S (Chongqing) Company Limited, China (folgend AT&S Chongqing genannt, Anteil 100 %)
  • AT&S (Taiwan) Co., Ltd., Taiwan (im Folgenden AT&S Taiwan genannt, Anteil 100 %)

Im Geschäftsjahr 2011/12 hat das Mutterunternehmen bei der AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH alle nicht beherrschenden Anteile von 22,68 % erworben und die Tochterunternehmen AT&S Chongqing und AT&S Taiwan gegründet.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt und beinhalten weiters die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzten Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.

Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, der nicht beherrschenden Anteile am Unternehmen sowie des beizulegenden Zeitwertes jeglicher vorher gehaltenen Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Firmenwert angesetzt. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden und dementsprechend der volle oder anteilige Firmenwert angesetzt wird. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Wenn der Konzern entweder die Beherrschung oder den maßgeblichen Einfluss über ein Unternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz als Gewinn oder Verlust erfasst. Der beizulegende Zeitwert ist der beim erstmaligen Ansatz eines assoziierten Unternehmens, Gemeinschaftsunternehmens oder eines finanziellen Vermögenswertes ermittelte Zeitwert. Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen so bilanziert, wie dies verlangt würde, wenn das Mutterunternehmen die dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies bedeutet, dass ein zuvor im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital ins Ergebnis umgegliedert wird.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Konsolidierungsmethoden

Alle wesentlichen Konzernsalden und -transaktionen wurden eliminiert, damit der Konzernabschluss die Rechnungslegungsinformationen über den Konzern so darstellt, als würde es sich bei dem Konzern um ein einziges Unternehmen handeln.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach den Bestimmungen des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse" (Consolidated and Separate Financial Statements). Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Zwischenergebnisse im Anlage- und Vorratsvermögen werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Im Übrigen werden für alle einbezogenen Tochterunternehmen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.

Der Konzern betrachtet Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen als Transaktionen mit Eigenkapitalgebern des Konzerns. Bei Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen wird die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem zuordenbaren erworbenen Anteil am Nettovermögen des Tochterunternehmens vom Eigenkapital abgezogen. Gewinne oder Verluste bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

b. Geschäftssegmentinformationen

Als Geschäftssegment wird ein Unternehmensbestandteil, der Geschäftstätigkeiten betreibt und dessen Betriebsergebnisse regelmäßig von der verantwortlichen Unternehmensinstanz überprüft werden, bezeichnet. Mit den Geschäftstätigkeiten werden Umsatzerlöse erwirtschaftet und es fallen Aufwendungen an, wobei diese auch im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen mit anderen Geschäftssegmenten des Unternehmens stehen können. Für die einzelnen Geschäftssegmente liegen separate Finanzinformationen vor. Die verantwortliche Unternehmensinstanz des Konzerns ist der Vorstand der Gesellschaft.

Gemäß der internen Berichterstattung nach regionalen Produktionsstandorten ist zwischen den beiden Geschäftssegmenten Europa und Asien zu unterscheiden. Das Geschäftssegment Europa umfasst die Aktivitäten der Produktionsstandorte in Österreich und das Geschäftssegment Asien die Aktivitäten der Produktionsstandorte in China, Indien und Südkorea. Die Geschäftssegmente inkludieren jeweils auch die den betroffenen Produktionsstandorten zuzurechnenden Vertriebsaktivitäten.

c. Fremdwährungen

Die Konzerndarstellungswährung ist der Euro (EUR). Die funktionale Währung ausländischer Tochterunternehmen ist die jeweilige Landeswährung.

Ausländische Gesellschaften

Die Umrechnung der Bilanzen der AT&S Indien, AT&S China, AT&S Asia Pacific, AT&S Japan K.K., AT&S Korea, AT&S Americas, AT&S Chongqing und AT&S Taiwan erfolgt mit Ausnahme der Eigenkapitalpositionen (historischer Kurs) mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres. Die Auswirkungen von Wechselkursveränderungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Fremdwährungstransaktionen

In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsposten zum Umrechnungskurs des Entstehungstages bewertet. Monetäre Posten werden zum Bilanzstichtag mit dem Kurs des Abschlussstichtages umgerechnet; nicht monetäre Posten, die nach dem Anschaffungskostenprinzip bilanziert worden sind, werden unverändert mit dem Kurs der Erstbuchung ausgewiesen. Die Währungsdifferenzen aus der Umrechnung monetärer Posten - mit Ausnahme jener aus "Jederzeit verkaufbare Wertpapiere" werden erfolgswirksam erfasst. Die Währungsdifferenzen aus "Jederzeit verkaufbare Wertpapiere" werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

d. Ertragsrealisierung

Unter den Umsatzerlösen sind die beizulegenden Werte jener Gegenleistungen ausgewiesen, die die Gesellschaft im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für die Gewährung von Lizenz- oder Vermarktungsrechten sowie Optionen auf Lizenzen oder für die Erbringung von Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit oder im Auftrag von Lizenznehmern oder Partnern erhalten hat oder berechtigt ist, zu erhalten, sowie Zuschüsse von öffentlichen Stellen und nichtstaatlichen Organisationen, die zur Vergütung von wissenschaftlichen Forschungsaktivitäten gewährt werden. Die Umsatzerlöse werden netto ohne Umsatzsteuer, Rabatte und Preisnachlässe und nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen. Umsatzerlöse werden wie folgt realisiert:

Erlöse aus Produktverkäufen

Erlöse aus Produktverkäufen werden erfasst, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen werden. Gewöhnlich erfolgt dies bei Eigentumsübergang.

Zins- und Dividendenerträge

Die Zinserträge werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Vermögenswertes erfasst. Dividendenerträge aus finanziellen Vermögenswerten werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs des Konzerns erfolgswirksam erfasst.

e. Ertragsteuern

Die Ertragsteuerbelastung basiert auf dem Jahresgewinn und berücksichtigt latente Steuern.

Aktive und passive Steuerabgrenzungen werden im Konzern unter Anwendung der bilanzorientierten Methode angesetzt. Dabei wird der erwartete Steuereffekt aus Differenzen zwischen den Buchwerten im Konzernabschluss und den steuerlichen Buchwerten, die sich in den Folgejahren wieder ausgleichen, durch Bildung von aktiven und passiven latenten Steuerpositionen berücksichtigt. Bei der Berechnung des Steuereffekts wurde der derzeit jeweils gültige oder verbindlich verlautbarte Steuersatz unterstellt.

Steuerabgrenzungen ergeben sich aus der Bewertung bestimmter Positionen der Vermögenswerte und Schulden sowie steuerlichen Verlustvorträgen und Firmenwertabschreibungen.

Latente Steuern auf die – erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten – noch nicht realisierten Gewinne/ Verluste von jederzeit verkaufbaren Wertpapieren sowie auf noch nicht realisierte Gewinne/Verluste aus Sicherungsinstrumenten zur Absicherung von Zahlungsströmen werden ebenso erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Aktive latente Steuerabgrenzungen auf Verlustvorträge sind nach IFRS zu bilden, wenn angenommen werden kann, dass diese durch zukünftige steuerliche Gewinne genutzt werden können.

Latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

f. Sachanlagen

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Anschaffungsnebenkosten und Erweiterungsinvestitionen werden aktiviert, hingegen werden Instandhaltungsaufwendungen in jener Periode aufwandswirksam erfasst, in der sie angefallen sind.

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswertes aktiviert. Im vorliegenden Konzernabschluss wurden keine diesbezüglichen Fremdkapitalkosten aktiviert.

Die Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagen abgeschrieben, ab dem sie sich im betriebsbereiten Zustand befinden. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis. Grundstücke werden nicht abgeschrieben.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibung liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Gebäude und Bauten 10
-
50 Jahre
Maschinen und technische Anlagen 5 -
15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
3 -
10 Jahre

Abschreibungsdauer und Abschreibungsmethode werden jährlich zum Ende des Geschäftsjahres überprüft.

Erwartete Abbruch- und Entsorgungskosten am Ende der Nutzungsdauer werden als Teil der Anschaffungskosten aktiviert und in eine Rückstellung eingestellt. Voraussetzung dafür ist eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten und dass eine Schätzung zuverlässig durchgeführt werden kann.

Gemietete Sachanlagen, bei denen der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen innehat und die wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind, werden entsprechend IAS 17 "Leasingverhältnisse" (Leases) mit dem Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Anlagegegenstandes. Ist zu Beginn des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sichergestellt, dass das Eigentum auf den Leasingnehmer übergehen wird, so wird der Vermögenswert über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer, abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind abgezinst passiviert. Die laufenden Zahlungen der Leasingraten werden in Tilgungsanteil und Finanzierungskosten aufgeteilt.

Die überlassenen Gegenstände aller anderen Leasing- und Pachtverträge werden als operatives Leasing behandelt und dem Vermieter oder Verpächter zugerechnet. Die Mietzahlungen werden als Aufwand erfasst.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die aus der Stilllegung oder aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens resultierenden Gewinne oder Verluste, die sich aus der Differenz zwischen Nettoveräußerungswert und Buchwert ergeben, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

g. Immaterielle Vermögenswerte

Patente, Markenrechte und Lizenzen

Ausgaben für erworbene Patente, Markenrechte und Lizenzen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert und linear über ihre gewöhnliche Nutzungsdauer von 2 bis 10 Jahren abgeschrieben. Abschreibungsdauer und Abschreibungsmethode werden jährlich zum Ende des Geschäftsjahres überprüft.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden ergebniswirksam im Jahr ihres Entstehens in den Herstellungskosten erfasst. Entwicklungskosten stellen ebenfalls Periodenaufwand dar. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die folgenden Nachweise kumulativ erbracht werden können:

  • Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes ist gegeben, damit er zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung stehen wird.
  • Die Absicht besteht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen.
  • Die Fähigkeit ist vorhanden, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.
  • Wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen Nutzen erzielen wird, ist nachweisbar.
  • Die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können, ist gegeben.
  • Es besteht die Fähigkeit zur verlässlichen Bestimmung der im Rahmen der Entwicklung des immateriellen Vermögenswertes zurechenbaren Aufwendungen.

Im vorliegenden Konzernabschluss wurden keine Entwicklungskosten aktiviert.

h. Abschreibungen für Wertverluste und Zuschreibungen auf Sachanlagen, immaterielles Anlagevermögen und zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Die Werthaltigkeit der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte wird regelmäßig daraufhin überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Liegt der erzielbare Betrag des jeweiligen Anlagegegenstandes unter dem Buchwert, erfolgt eine Abschreibung für Wertverluste (Impairment) in Höhe des Unterschiedsbetrages. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende seiner Nutzungsdauer erwartet werden.

Es wird jährlich untersucht, ob eine Wertminderung (Impairment) des Geschäfts- oder Firmenwertes vorliegt. Falls unterjährig Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte, erfolgt eine sofortige Überprüfung. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units) verteilt.

Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet, wenn ihr

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst werden wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung.

Fällt die Ursache für eine in der Vergangenheit erfolgte Abschreibung für Wertverluste weg, wird, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes, eine Zuschreibung für Wertaufholung auf die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen.

i. Vorräte

Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Veräußerungskosten. Anschaffungskosten werden durch die FIFO-Methode (first-in, first-out) ermittelt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse werden Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne und andere direkt zurechenbare Kosten sowie angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Zinsen werden nicht angesetzt.

j. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Die Forderungen werden zum Nennwert, abzüglich Wertberichtigungen für mögliche Ausfälle, bilanziert. Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Risikovorsorgen decken alle erkennbaren Bonitäts- und Länderrisiken ab.

k. Finanzielle Vermögenswerte

Ansatz und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgen nach dem Erfüllungsdatum. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte werden in der Regel mit dem Marktpreis bestimmt. Der Erstansatz erfolgt, außer bei den "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten" finanziellen Vermögenswerten, zuzüglich der Transaktionskosten.

Finanzielle Vermögenswerte werden in nachfolgend erläuterte Kategorien unterteilt. Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck der finanziellen Vermögenswerte ab und wird jährlich überprüft.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Finanzinstrumente, die hauptsächlich mit der Absicht erworben wurden, einen Gewinn aus kurzfristigen Schwankungen des Preises oder der Händlermarge zu erzielen, sind als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt zu Zeitwerten exklusive Transaktionskosten, in späteren Perioden zum jeweils aktuellen Marktwert. Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst. Dies betrifft im Wesentlichen zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere. Derivative Finanzinstrumente gehören ebenfalls dieser Kategorie an, sofern nicht das "Hedge Accounting" zur Anwendung gelangt (siehe l. Derivative Finanzinstrumente).

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere

Die bis zur Endfälligkeit gehaltenen Wertpapiere werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Gegebenenfalls erforderliche Wertminderungen werden erfolgswirksam vorgenommen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Ausleihungen und Forderungen

Ausleihungen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. In der Bilanz werden diesbezügliche Vermögenswerte unter der Position "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" ausgewiesen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte betreffen jederzeit verkaufbare Wertpapiere (Securities Available-for-Sale). Es handelt sich dabei um Wertpapiere, die nach Meinung des Managements als Reaktion auf einen – oder wegen eines – erwarteten Liquiditätsbedarf/s oder aufgrund erwarteter Änderungen von Zinssätzen, Wechselkursen oder Aktienkursen verkauft werden können, wobei die Einteilung in lang- und kurzfristige Aktiva in Übereinstimmung mit der voraussichtlichen Behaltedauer erfolgt.

Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten zuzüglich Transaktionskosten, in späteren Perioden zum jeweils beizulegenden Zeitwert. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden abzüglich entsprechender Ertragsteuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, bis diese Wertpapiere verkauft oder als wertgemindert eingestuft werden.

Zins- und Dividendenerträge aus jederzeit verkaufbaren Wertpapieren werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst.

Bei der Veräußerung von jederzeit verkaufbaren Wertpapieren wird der kumulierte und bis dahin im Eigenkapital erfasste nicht realisierte Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung der Berichtsperiode im Finanzergebnis erfasst.

Sobald ein jederzeit verkaufbares Wertpapier als wertgemindert eingestuft wird, wird der bis dahin im Eigenkapital erfasste, kumulierte nicht realisierte Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst. Eine Wertminderung ist dann gegeben, wenn Hinweise darauf bestehen, dass der erzielbare Betrag unter den Buchwert gesunken ist. Dies ist insbesondere dann gegeben, wenn der Rückgang des Marktpreises ein solches Ausmaß annimmt, dass eine Wertaufholung auf den Anschaffungswert innerhalb eines vorhersehbaren Zeitraums vernünftigerweise nicht erwartet werden kann. Eine Werthaltigkeitsprüfung erfolgt zu jedem Bilanzstichtag.

Weiters werden unter den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten jene finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen, die keiner der anderen der dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Wenn sich für nicht börsenotierte Eigenkapitalinstrumente der beizulegende Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen lässt, werden diese finanziellen Vermögenswerte mit den Anschaffungskosten bewertet. Gegebenenfalls erforderliche Wertminderungen werden erfolgswirksam vorgenommen, wobei diesbezügliche Wertminderungen nicht rückgängig gemacht werden.

l. Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern schließt derivative Finanzgeschäfte ab, um sich gegen Währungsschwankungen bei Transaktionen in Fremdwährung – in erster Linie in US-Dollar – abzusichern. Diese Instrumente betreffen hauptsächlich Devisentermingeschäfte, Währungsoptionen sowie Währungsswaps und werden abgeschlossen, um den Konzern gegen Wechselkursschwankungen – durch Fixierung von zukünftigen Wechselkursen für Fremdwährungsaktiva und -passiva – zu schützen.

Der Konzern schließt weiters Zinsswaps ab, um sich gegen Zinssatzschwankungen abzusichern.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Wertschwankungen der gesicherten Position werden durch korrespondierende Wertschwankungen des Termingeschäfts ausgeglichen. Der Konzern setzt keine Finanzinstrumente für spekulative Zwecke ein.

Die erstmalige Erfassung bei Vertragsabschluss und die Folgebewertung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt mit deren Marktwerten. Das "Hedge Accounting" gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" (Financial Instruments: Recognition and Measurement), wonach Veränderungen der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden, kommt dann zur Anwendung, wenn eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 für Sicherungsinstrumente aus der Absicherung von Zahlungsströmen vorliegt. Zu Beginn der Sicherungsbeziehung und fortlaufend findet eine Dokumentation der Einschätzung statt, ob die in der Sicherungsbeziehung eingesetzten Derivate die Änderungen der Zahlungsströme des Grundgeschäftes hocheffektiv kompensieren. Sofern kein erfolgsneutrales "Hedge Accounting" anzuwenden ist, werden unrealisierte Gewinne und Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst.

m. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Termingelder, täglich fällige Bankguthaben sowie kurzfristige, hochliquide Veranlagungen mit einer Gesamtlaufzeit von bis zu drei Monaten (Commercial Papers und Geldmarktfonds).

n. Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile stellen sich wie folgt dar:

  • 1,24 % betreffen das Eigenkapital an der AT&S Korea

Das Konzernjahresergebnis und das sonstige Ergebnis werden den Eigentümern des Mutterunternehmens und den nicht beherrschenden Anteilen zugeordnet. Die Zuordnung zu den nicht beherrschenden Anteilen erfolgt selbst dann, wenn dies dazu führt, dass die nicht beherrschenden Anteile einen Negativsaldo aufweisen.

o. Rückstellungen

Rückstellungen werden bilanziert, wenn der Konzern eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten hat, die auf vorangegangenen Ereignissen beruht, und es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen notwendig sein werden, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können, und der Betrag verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und der jeweiligen Neueinschätzung angepasst.

Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

p. Rückstellungen für Personalaufwand

Rückstellungen für Pensionen

Im Konzern bestehen für die betriebliche Altersvorsorge verschiedene beitrags- und leistungsorientierte Versorgungssysteme.

Bei beitragsorientierten Pensionszusagen (Defined Contribution) werden die Zusagen durch fixierte Beträge an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen geleistet. Diese Beiträge werden im Personalaufwand ausgewiesen. Eine Rückstellung ist nicht zu bilden, da über die festgelegten Beträge hinaus keine weiteren Verpflichtungen gegeben sind.

Für einzelne Vorstandsmitglieder und bestimmte leitende Angestellte bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen (Defined Benefit), die zu jedem Bilanzstichtag durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker bewertet werden. Die Verpflichtung des Konzerns besteht darin, die zugesagten Leistungen an aktive und ausgeschiedene Vorstände und leitende Angestellte sowie deren Angehörige zu erfüllen. Die sich nach der Methode laufender Einmalprämien des Anwartschaftsansammlungsverfahrens (Projected Unit Credit Method) ergebende Pensionsverpflichtung wird bei einem fondsfinanzierten Versorgungssystem in Höhe des Vermögens des Fonds gekürzt. Der Barwert der Anwartschaft wird aufgrund der geleisteten Dienstjahre, der erwarteten Gehaltsentwicklung und der Rentenanpassungen berechnet.

Soweit das Fondsvermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen passiviert. Übersteigt das Fondsvermögen die Pensionsverpflichtung, wird der übersteigende Wert unter den überdeckten Pensionsansprüchen aktiviert.

Der im jeweiligen Geschäftsjahr erfasste Personalaufwand basiert auf Erwartungswerten und beinhaltet die erworbenen Ansprüche, den Zinsaufwand, die versicherungstechnischen Ergebnisse unter Anwendung der Korridormethode sowie die Veranlagungsergebnisse der zur Deckung vorgesehenen Vermögenswerte.

Zu jedem Bilanzstichtag ergeben sich aufgrund der Änderung von versicherungsmathematischen Schätzannahmen (Fluktuationsrate, aktueller Marktzinssatz erstrangiger festverzinslicher Industrieanleihen, Gehaltsniveau sowie die tatsächlichen Erträge aus dem zweckgebundenen Vermögen des Pensionsfonds) wertmäßige Auswirkungen, die als versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste bezeichnet werden. Diese versicherungstechnischen Ergebnisse werden unter Anwendung der Korridormethode gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" (Employee Benefits) bilanziert. Die Verteilung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten außerhalb des Korridors (der höhere aus 10 % des Barwertes der Verpflichtung oder des dem Planvermögen beizulegenden Zeitwerts) erfolgt über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer, jene innerhalb des Korridors werden nicht angesetzt.

Rückstellungen für Abfertigungen

Abfertigungen sind aufgrund arbeitsrechtlicher Bestimmungen im Wesentlichen bei Kündigungen durch den Dienstgeber sowie bei Pensionsantritt zu bezahlen. Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgt zu jedem Bilanzstichtag durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiter der österreichischen Gesellschaften bestehen direkte Verpflichtungen, welche den wesentlichen Teil der Abfertigungsverpflichtungen des Konzerns darstellen. Diese Verpflichtungen werden, unter Anwendung des IAS 19, nach dem Anwartschaftsansammlungsverfahren unter Berücksichtigung der Korridormethode bewertet und stellen ungedeckte Abfertigungsansprüche dar. Die Verteilung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten außerhalb des Korridors erfolgt über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer. Für seit dem 1. Jänner 2003 eingetretene

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Mitarbeiter wird der Abfertigungsanspruch durch laufende Beiträge in eine Mitarbeitervorsorgekasse (MVK) abgegolten. Diese laufenden Beiträge werden im Personalaufwand ausgewiesen. Eine darüber hinausgehende Verpflichtung des Unternehmens besteht nicht.

Für Mitarbeiter der Gesellschaft in Indien sind die Abfertigungsansprüche durch Lebensversicherungen gedeckt. Weiters bestehen bei den Mitarbeitern in Südkorea und China Abfertigungsansprüche.

Der im jeweiligen Geschäftsjahr erfasste Personalaufwand basiert auf Erwartungswerten und beinhaltet die erworbenen Ansprüche, den Zinsaufwand sowie die versicherungstechnischen Ergebnisse unter Anwendung der Korridormethode.

Rückstellungen für sonstige Dienstnehmeransprüche

Die Personalrückstellungen für sonstige Dienstnehmeransprüche beinhalten Rückstellungen für Jubiläumsgelder und betreffen die Mitarbeiter in Österreich und China.

Jubiläumsgelder sind kollektivvertraglich festgelegte, einmalige, vom Entgelt und der Betriebszugehörigkeit abhängige Sonderzahlungen. Das Erreichen einer Anzahl von Dienstjahren, die ununterbrochen sein müssen, ist Voraussetzung. Die Bewertung erfolgt nach dem Anwartschaftsansammlungsverfahren unter Zugrundelegung derselben Parameter wie bei den Abfertigungen, jedoch ohne Berücksichtigung der Korridormethode. Der im jeweiligen Geschäftsjahr erfasste Personalaufwand beinhaltet die erworbenen Ansprüche, den Zinsaufwand und die versicherungstechnischen Ergebnisse. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker die Bewertung der Verpflichtung.

q. Aktienorientierte Mitarbeitervergütungen

Der Konzern hat aktienbasierte Vergütungspläne, mit wahlweisem Barausgleich oder Ausgleich durch eigene Anteile, aufgelegt, wobei das Erfüllungswahlrecht bei den teilnahmeberechtigten Mitarbeitern besteht. Diese aktienorientierten Mitarbeitervergütungen (Stock-Option-Pläne) werden gemäß IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" (Share-based Payment) bilanziert.

Die anteilsbasierten Vergütungen sind in der Weise strukturiert, dass die beiden Erfüllungsalternativen den gleichen beizulegenden Zeitwert haben. Der beizulegende Zeitwert der von den Mitarbeitern als Gegenleistung für die Gewährung der Aktienoptionen erbrachten Arbeitsleistung wird als Aufwand erfasst. Die Verbindlichkeiten aus den aktienorientierten Mitarbeitervergütungen werden bei der erstmaligen Erfassung und zu jedem Berichtsstichtag bis zur Begleichung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Anwendung eines Optionspreismodells angesetzt und erfolgswirksam erfasst. Es wird auf Erläuterung 15 "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten" verwiesen.

r. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten angesetzt und in Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages bewertet.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

s. Öffentliche Zuwendungen

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendungen erfüllt.

Öffentliche Zuwendungen für Aufwendungen werden über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Aufwendungen, für deren Kompensation sie gewährt werden, anfallen. Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden als Abgrenzungsposten innerhalb der Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst. Die erfolgswirksame Erfassung der öffentlichen Zuwendungen für Aufwendungen und Investitionen wird im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

t. Eventualschulden, -forderungen und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eventualschulden werden in der Bilanz nicht berücksichtigt, aber im Anhang erläutert. Sie werden dann nicht offengelegt, wenn der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen unwahrscheinlich ist.

Eine Eventualforderung wird im Konzernabschluss nicht berücksichtigt, aber offengelegt, wenn der Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

u. Neue Rechnungslegungsvorschriften

Im Konzernabschluss werden die am Bilanzstichtag bereits verpflichtend in Kraft getretenen IFRS angewendet. Der IASB hatte zum vergangenen Bilanzstichtag bereits Änderungen bei bestehenden Standards verabschiedet sowie neue Standards und Interpretationen herausgegeben, die ab 2011/12 verpflichtend anzuwenden sind. Diese Regelungen sind auch in der EU anzuwenden und betreffen folgende Standards:

IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" Durch die Neufassung von IAS 24 wird unter anderem die Definition einer "related party" vereinheitlicht. Zudem entfallen künftig bestimmte Angaben für Unternehmen, die mindestens maßgeblich durch die öffentliche Hand beeinflusst werden ("government-related entities"). Das Grundprinzip der Berichterstattung zu nahestehenden Unternehmen und Personen bleibt unverändert. Der neue IAS 24 war für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, rückwirkend anzuwenden. Auswirkungen auf den Anhang des Konzerns haben sich für das Berichts- und das Vorjahr nicht ergeben.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Der IASB hat weitere Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2011/12 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Diese wurden bisher teilweise durch die Europäische Union übernommen. Die folgenden Standards und Interpretationen wurden bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses bereits veröffentlicht und sind noch nicht verpflichtend anzuwenden; sie werden im vorliegenden Konzernabschluss nicht frühzeitig angewendet:

Standard/Interpretation
(Inhalt der Regelung)
Anwen
dung1)
EU2) Erwartete Auswirkungen
IFRS 9 Finanzinstrumente
(Neuregelung der Einstufung und
Bewertung von Finanzinstrumenten)
1.1.2015 Nein Die Erfassung der Zeitwertänderungen
von Finanzinstrumenten, die der
Konzern zurzeit "als zur Veräußerung
verfügbar" einstuft, wird künftig
(teilweise) im Gewinn oder Verlust
erfasst.
IFRS 10 Konzernabschlüsse
(Neuregelung des
Konsolidierungskreises)
1.1.2013 Nein Es werden keine Auswirkungen auf
den Abschluss des Konzerns erwartet.
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen
(Neuregelung der Bilanzierung
gemeinschaftlicher Vereinbarungen
wie z. B.
Gemeinschaftsunternehmen)
1.1.2013 Nein Es werden keine Auswirkungen auf
den Abschluss des Konzerns erwartet.
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an
anderen Unternehmen
(Neuregelung der Anhangangaben
zu Tochterunternehmen,
Gemeinschaftsunternehmen und
assoziierten Unternehmen)
1.1.2013 Nein Die Auswirkungen auf den Abschluss
des Konzerns werden derzeit beurteilt.
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden
Zeitwerts
(Neuregelung der Ermittlung des
beizulegenden Zeitwerts)
1.1.2013 Nein Es werden keine Auswirkungen auf
den Abschluss des Konzerns erwartet.
IAS 1 Darstellung des Abschlusses
(Neuregelung zur Darstellung des
sonstigen Ergebnisses)
1.7.2012 Nein Die Auswirkungen auf den Abschluss
des Konzerns werden derzeit beurteilt.
IAS 19 Leistungen an Arbeitsnehmer
(Neuregelung der Erfassung
versicherungsmathematischer
Effekte und der Angaben)
1.1.2013 Ja Die zurzeit im Konzern angewendete
Korridormethode ist künftig nicht mehr
anwendbar; die bisher nicht realisierten
versicherungsmathematischen Effekte
werden dann in voller Höhe in den
Schulden ausgewiesen. Weitere
Auswirkungen werden derzeit beurteilt.

1) Im Abschluss des Konzerns werden die neuen Reglungen voraussichtlich in dem Geschäftsjahr, das nach dem Anwendungsdatum beginnt, erstmals angewendet.

2) Status der Übernahme durch die EU

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

C. Kritische Schätzungen und Annahmen bei der Bilanzierung und Bewertung

Der Konzern trifft Schätzungen und Annahmen zur Festlegung des Wertes der angegebenen Aktiva, Passiva, Umsatzerlöse und Aufwendungen sowie sonstiger finanzieller Verpflichtungen und Eventualforderungen und -schulden. Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen. Die tatsächlichen Ergebnisse können in Zukunft von diesen Schätzungen abweichen. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass die Annahmen angemessen sind.

Ermittlung der Anwartschaftsbarwerte für Personalverpflichtungen

Der Barwert der langfristigen Personalverpflichtungen hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen (siehe I.B.p. "Rückstellungen für Personalaufwand").

Eine Reduktion des Zinssatzes (versicherungsmathematischer Parameter) für die österreichischen Gesellschaften um 0,5 % von 4,5 % auf 4,0 % hätte folgende Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert der Pensions- und Abfertigungsansprüche zum 31. März 2012:

(in TEUR) Pensionsansprüche Abfertigungsansprüche
Erhöhung Barwert der Verpflichtung 899 864

Eine Erhöhung des Zinssatzes (versicherungsmathematischer Parameter) für die österreichischen Gesellschaften um 0,5 % von 4,5 % auf 5,0 % hätte folgende Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert der Pensions- und Abfertigungsansprüche zum 31. März 2012:

(in TEUR) Pensionsansprüche Abfertigungsansprüche
Reduktion Barwert der Verpflichtung 800 788

Es wird auf Erläuterung 17 "Rückstellungen für Personalaufwand" verwiesen.

Bewertung der latenten Steuern und laufenden Ertragsteuerschulden

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften), die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Eine künftige Änderung der Steuersätze hätte auch Auswirkungen auf die zum aktuellen Bilanzstichtag aktivierten latenten Steuern.

Für ertragsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von EUR 164,7 Mio. im Konzern wurden aktive latente Steuern in Höhe von EUR 41,7 Mio. nicht gebildet. Der Großteil dieser nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge ist unbegrenzt vortragsfähig. Falls in weiterer Folge von einer Realisierbarkeit ausgegangen werden sollte, wären diese aktiven Steuerlatenzen anzusetzen und ein entsprechender Steuerertrag auszuweisen. Es wird auf Erläuterung 7 "Ertragsteuern" verwiesen.

Weiters können Abweichungen hinsichtlich der Interpretation von Steuervorschriften seitens der Finanzverwaltungen zu einer Änderung von Ertragsteuerschulden führen.

Sonstige Schätzungen und Annahmen

Weiters erfolgen Schätzungen, die Wertminderungen (Impairment) des Anlagevermögens und Rückstellungen, die Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten, Forderungswertberichtigungen und Vorratsbewertungen betreffen. Es wird insbesondere auf Erläuterung 4 "Sonstiges betriebliches Ergebnis", Erläuterung 8 "Sachanlagen" und Erläuterung 18 "Sonstige Rückstellungen" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

II. RISIKOBERICHT

Im Folgenden wird auf die Finanzrisiken, welche das Finanzierungsrisiko, das Liquiditätsrisiko, das Kreditrisiko, das Wechselkursrisiko und das Steuerrisiko umfassen, eingegangen. Im Konzernlagebericht werden die weiteren Risikokategorien und die zugehörigen Prozesse und Maßnahmen erläutert.

Das Risikomanagement der Finanzrisiken erfolgt durch das zentrale Treasury entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Richtlinien. Diese internen Richtlinien regeln Zuständigkeiten, Handlungsparameter und Limite. Das zentrale Treasury identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten des Konzerns ab.

Finanzierungsrisiko

Das Finanzierungsrisiko umfasst sowohl die Sicherstellung der langfristigen Finanzierung des Konzerns als auch Schwankungen im Wert der Finanzierungsinstrumente.

Aktivseitig bestehen geringe Zinsänderungsrisiken im Wertpapiervermögen. Sonstige Liquiditätsbestände werden überwiegend kurzfristig veranlagt, und der gesamte Wertpapierbestand ist jederzeit veräußerbar. Es wird auf Erläuterung 13 "Finanzielle Vermögenswerte" und Erläuterung 14 "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" verwiesen.

Passivseitig sind zum Bilanzstichtag 85 % des Gesamtbetrages aus Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unter Berücksichtigung der Zinssicherungsinstrumente fix verzinst. Die verbleibenden variabel verzinsten Kredite (15 %) weisen eine Laufzeit von unter einem Jahr auf. Es wird weiters auf Erläuterung 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko wird im Konzern der Umstand der Zahlungsunfähigkeit verstanden. Es soll daher stets ausreichend Liquidität vorhanden sein, um den laufenden Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachkommen zu können.

Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über Liquiditätsreserven in Höhe von EUR 304,4 Mio. Davon entfallen EUR 30,6 Mio. auf Zahlungsmittel(äquivalente) sowie zu Handelszwecken gehaltene und jederzeit zu verkaufende Wertpapiere und EUR 273,8 Mio. auf bestehende, nicht ausgenützte Finanzierungsrahmen. Die Liquiditätsreserven haben sich somit gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um EUR 185,6 Mio. erhöht, wobei in den aktuellen Reserven 31,5 Mio. enthalten sind, welche auf die AT&S China entfallen und spezifischen Liquiditätszwecken unterliegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insbesondere die gesicherten Kreditrahmen von EUR 243,7 Mio. auf EUR 486,7 Mio. ausgeweitet und so betragen die nicht ausgenützten gesicherten Kreditrahmen EUR 253,8 Mio.

Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 12.950.000 neue Aktien aus genehmigtem Kapital zu emittieren sowie Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000 auszugeben. Weiters besteht die Möglichkeit, nach Genehmigung des Aufsichtsrates die eigenen Anteile (zum Bilanzstichtag hält der Konzern 2.577.412 eigene Aktien) zu veräußern. Zur detaillierten Erläuterung der Möglichkeiten hinsichtlich Kapitalmaßnahmen wird auf Erläuterung 22 "Gezeichnetes Kapital" verwiesen.

Der Konzern verfügt über einen deutlich positiven operativen Cashflow. Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt für das Geschäftsjahr 2011/12 EUR 87,2 Mio. Somit konnte der Großteil der im Geschäftsjahr getätigten Investitionen durch den operativen Cashflow finanziert werden.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Kreditrisiko

Unter dem Kreditrisiko versteht der Konzern die Möglichkeit eines kundenseitigen Zahlungsausfalles. Der Konzern hat es stets verstanden, starke Partnerschaften zu seinen größten Kunden aufzubauen. Diese sind traditionell im Bereich Mobile Devices angesiedelt, einem Bereich der sich durch stückmäßig hohe Nachfrage auszeichnet. Die am Umsatz gemessenen fünf wesentlichsten Kunden trugen zu den Umsatzerlösen insgesamt rund 58 % bei. Zwei dieser Kunden, welche dem Segment Mobile Devices zuzuordnen sind, trugen zu jeweils mehr als 10 % zum Gesamtumsatz bei. Der Beitrag zu den am Bilanzstichtag aushaftenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht im Wesentlichen den Umsatzanteilen der einzelnen Kunden. Das Kreditrisiko wird zum einen durch laufende Verrechnung ausgelieferter Produkte und zum anderen durch Bonitätsprüfungen und Kreditversicherungen minimiert. Im Falle erkennbarer finanzieller Schwierigkeiten, würden Lieferungen nur gegen Vorauszahlungen durchgeführt werden.

Es wird auf die detaillierten Angaben unter Erläuterung 12 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" verwiesen.

Wechselkursrisiko

Zur Absicherung der Währungsrisiken wird eine laufende Überwachung aller Transaktions-, Umrechnungs- und ökonomischen Risiken durchgeführt. Innerhalb des Konzerns erfolgt die Kurssicherung von Transaktionsrisiken zunächst durch Schließen von Positionen (Netting), für offene Positionen werden grundsätzlich derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Durch die Tochterunternehmen in Asien bestehen Kursrisiken aus den lokalen Währungen. Sicherungsgeschäfte vor Ort sind aufgrund gesetzlicher Bestimmungen teilweise nur eingeschränkt möglich, außerdem ergeben sich Beschränkungen durch die Illiquidität der Währungen. Bei Bedarf wird das Risiko nach Europa transferiert und dort abgesichert. Zudem versucht der Konzern ein natürliches Hedging von Forderungen und Verbindlichkeiten herbeizuführen.

Zur Evaluierung des Wechselkursrisikos werden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, wobei ceteris paribus die Auswirkungen prozentmäßiger Änderungen der Wechselkurse zu einander simuliert werden.

Steuerrisiko

Die Gesellschaft ist global tätig und ist somit mit unterschiedlichen Steuersystemen konfrontiert. Solange die Voraussetzungen für die Bildung einer Rückstellung oder Verbindlichkeit nicht gegeben sind, werden Steuerrisiken, nationale als auch internationale, unter die Finanzrisiken subsumiert und entsprechend überwacht. Die derzeit wesentlichen Steuerrisiken betreffen die Werke in Indien und China.

Finanzmarktrisiken

Zu den Finanzmarktrisiken und derivativen Finanzinstrumenten finden sich detaillierte Angaben unter Erläuterung I.B.l. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Derivative Finanzinstrumente" und Erläuterung 19 "Derivative Finanzinstrumente". Derivative Finanzinstrumente, wie Devisentermingeschäfte, Optionen und Swaps, werden im Konzern ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Evaluierung der Finanzmarktrisiken durch Sensitivitätsanalysen

Der Konzern setzt zur Quantifizierung der Zins- und Währungsrisiken Sensitivitätsanalysen ein. In so genannten GAP-Analysen wird die mögliche Ergebnisveränderung durch eine 1%ige Preisänderung (Wechselkurs und Zinsen) bezogen auf die Fremdwährungs- bzw. Zinsnettoposition ermittelt. Dabei werden keine Korrelationen der verschiedenen Risikoelemente zueinander berücksichtigt. Die Ergebnisauswirkungen werden jeweils unter Beachtung der ertragsteuerlichen Auswirkungen auf das Konzernjahresergebnis nach Steuern errechnet.

Wären die Zinssätze zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher (bzw. niedriger) gewesen, wäre auf Basis der Finanzierungsstruktur zum Bilanzstichtag das Konzernjahresergebnis um EUR 0,4 Mio. geringer (bzw. höher) ausgefallen, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären. Dies wäre im Wesentlichen auf höhere (bzw. niedrigere) Zinsaufwendungen für variabel verzinste Finanzschulden zurückzuführen gewesen. Weitere Komponenten des Eigenkapitals wären bei dieser Sensitivitätsanalyse nicht unmittelbar betroffen. Der Auswirkung dieser Zinssatzsensitivitätsanalyse liegt die Annahme zu Grunde, dass die Zinssätze jeweils während eines gesamten Geschäftsjahres um 100 Basispunkte abweichen würden und die nunmehr neuen Zinssätze auf den Kapital- bzw. Verbindlichkeitenstand zum Bilanzstichtag anzuwenden wären.

Eine 1%ige Wechselkursänderung des Euros zu sämtlichen anderen im Konzern verwendeten Währungen hätte eine Ergebnisauswirkung in Höhe von EUR 0,1 Mio. zur Folge gehabt. Dieser Effekt wäre auf die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderen ergebniswirksam zu bewertenden Bilanzposten zurückzuführen gewesen. Dieser Aussage liegt die Annahme zugrunde, dass es keine anderen Veränderungen gegeben hätte.

Eine 1%ige Ceteris-Paribus-Veränderung des US-Dollars im Vergleich zum Euro hätte einen Ergebniseffekt in Höhe von EUR 0,8 Mio. zur Folge gehabt. Dies wäre einerseits auf die Bewertung von auf US-Dollar basierenden Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzierungssalden und zum beizulegenden Zeitwert bewertete derivative Finanzinstrumente zurückzuführen gewesen

Es wird weiters auf die detaillierten Angaben unter Erläuterung 12 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" verwiesen.

Kapitalrisikomanagement

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den anderen Interessenten die ihnen zustehenden Leistungen bereitstellen zu können, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer geeigneten Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten zu optimieren. Daher wird das Ausmaß der Dividendenzahlungen an die jeweiligen Erfordernisse angepasst, werden Kapitalrückzahlungen an Anteilseigner vorgenommen (Einziehung eigener Aktien), neue Anteile ausgegeben oder der Bestand von sonstigen Vermögenswerten verändert.

Branchenüblich überwacht der Konzern sein Kapital auf Basis des Nettoverschuldungsgrads ("net gearing"), berechnet aus dem Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum Eigenkapital. Die Nettofinanzverbindlichkeiten errechnen sich aus den finanziellen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie finanziellen Vermögenswerten. Die einzelnen Werte zur Berechnung der Nettofinanzverbindlichkeiten sowie das Eigenkapital sind direkt der Konzernbilanz zu entnehmen.

Unverändert zum Vorjahr besteht die Strategie des Konzerns darin, den Verschuldungsgrad mittelund langfristig unter 80 % zu halten, wobei Überschreitungen kurzfristig in Kauf genommen werden. Der Nettoverschuldungsgrad zum Bilanzstichtag 31. März 2012 beträgt 85,7 % und liegt damit auf Vorjahresniveau.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

III. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentinformationen werden im Folgenden gemäß der internen Berichterstattung nach regionalen Produktionsstandorten in Europa und Asien dargestellt. Die zentrale operative Ergebnissteuerungsgröße ist das Betriebsergebnis. Nicht den beiden Segmenten zugeordnet sind im Wesentlichen die allgemeine Konzernführung sowie die Finanzierungsaktivitäten. Die jeweilige Überleitung zu den Konzernwerten beinhaltet weiters die entsprechende Konsolidierung.

Übertragungen und Transaktionen zwischen den Segmenten erfolgen zu marktüblichen Bedingungen, wie sie mit Dritten zur Anwendung kämen. Für die Segmentberichterstattung werden die allgemein für den Konzernabschluss geltenden Bewertungsgrundlagen, wie unter I.B. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" ausgeführt, angewendet.

Geschäftsjahr 2011/12:

Nicht
zugeordnet und
(in TEUR) Europa Asien Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 326.159 188.021 -- 514.180
Innenumsatz 53 170.593 (170.646) --
Gesamterlöse 326.212 358.614 (170.646) 514.180
bezogener Innenumsatz (170.593) (53) 170.646 --
Segmentnettoumsatz 155.619 358.561 514.180
Betriebsergebnis 17.554 29.528 (4.943) 42.139
Finanzergebnis (9.887)
Ergebnis vor Steuern 32.252
Ertragsteuern (5.738)
Konzernjahresergebnis 26.514
Vermögenswerte 120.964 574.799 (1.114) 694.649
Investitionen 8.252 93.146 71 101.469
Abschreibungen 5.156 55.700 361 61.217
Nicht wiederkehrende Posten -- -- -- --

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Geschäftsjahr 2010/11:

Nicht
zugeordnet und
(in TEUR) Europa Asien Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 356.884 131.064 -- 487.948
Innenumsatz 1 203.436 (203.437) --
Gesamterlöse 356.885 334.500 (203.437) 487.948
bezogener Innenumsatz (203.436) (1) 203.437 --
Segmentnettoumsatz 153.449 334.499 -- 487.948
Betriebsergebnis 18.016 39.401 (10.886) 46.531
Finanzergebnis (3.209)
Ergebnis vor Steuern 43.322
Ertragsteuern (8.290)
Konzernjahresergebnis 35.032
Vermögenswerte 117.919 459.458 (2.042) 575.335
Investitionen 6.530 126.696 130 133.356
Abschreibungen 4.829 43.963 624 49.416
Nicht wiederkehrende Posten -- -- (2.677) (2.677)

Zu wesentlichen Effekten auf das Segmentergebnis wird auf Erläuterung 5 "Nicht wiederkehrende Posten" verwiesen.

Zusatzinformationen

Als Zusatzinformation zur Segmentberichterstattung wird im Folgenden dargestellt, welchen Branchen und welchen Abnehmerländern die Umsatzerlöse zugeordnet werden können.

Die Umsatzerlöse nach Branchen stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2011/12
2010/11
Mobile Devices 302.445 271.386
Industrial 124.014 153.117
Automotive 86.274 61.115
Übrige 1.447 2.330
514.180 487.948

Die Umsatzerlöse nach geografischen Regionen stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2011/12 2010/11
Österreich 20.915 24.641
Deutschland 130.474 128.490
Ungarn 38.808 41.086
Sonstiges Europa 38.679 33.897
Asien 206.612 131.317
Kanada, USA,
Mexiko
72.882 123.710
Übrige 5.810 4.807
514.180 487.948

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2011/12 2010/11
Haupterlöse 513.902 487.668
Nebenerlöse 278 280
514.180 487.948

2. Aufwandsarten

Die Aufwandsarten der Herstellungskosten, Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2011/12 2010/11
Materialaufwand 196.535 194.644
Personalaufwand 101.968 100.898
Abschreibungen 61.206 49.350
Bezogene Leistungen inkl. Leiharbeiter 30.490 30.843
Energie 30.505 28.082
Instandhaltung (inkl. Ersatzteile) 30.280 26.495
Frachtkosten 9.598 10.030
Miet-
und Leasingaufwendungen
5.067 5.072
Bestandsveränderung Vorräte (4.518) (13.469)
Sonstiges 16.773 13.117
477.904 445.062

Die Position "Sonstiges" betrifft in den Geschäftsjahren 2011/12 und 2010/11 vorwiegend Reisekosten, Versicherungsaufwendungen, IT-Serviceleistungen sowie Rechts- und Beratungsaufwendungen.

3. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Dem Konzern sind für die Geschäftsjahre 2011/12 und 2010/11 Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von TEUR 32.895 bzw. TEUR 28.313 entstanden. Bei den angegebenen Beträgen handelt es sich nur um die direkt zuordenbaren Kosten, die ergebniswirksam in den Herstellungskosten erfasst werden.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

4. Sonstiges betriebliches Ergebnis

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2011/12 2010/11
Erträge aus der Auflösung von Investitions
zuschüssen aus öffentlichen Mitteln 151 146
Öffentliche Zuwendungen für Aufwendungen 4.228 11.263
Aufwendungen aus Wechselkursdifferenzen (595) (4.389)
Gewinne/(Verluste)
aus Anlagenabgängen
726 (431)
Wertminderungen von Sachanlagen*) -- (23)
Anlaufverluste (1.770) (1.718)
Übrige Erträge 3.123 1.474
5.863 6.322

*) Es wird auf Erläuterung 8 "Sachanlagen" verwiesen.

Die öffentlichen Zuwendungen für Aufwendungen betreffen hauptsächlich Exportvergütungen sowie Forschungs- und Entwicklungsprämien.

Die Anlaufverluste für das Geschäftsjahr 2011/12 stehen in Verbindung mit der Errichtung des Werks in Chongqing, China; und für das Geschäftsjahr 2010/11 in Verbindung mit der Errichtung des zweiten Werks in Indien.

Die Position "Übrige Erträge" betrifft in den Geschäftsjahren 2011/12 und 2010/11 im Wesentlichen nachträgliche Forderungseingänge sowie die Ausbuchung von weggefallenen sonstigen Verbindlichkeiten.

5. Nicht wiederkehrende Posten

Die nicht wiederkehrenden Posten stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2011/12 2010/11
Wertminderungen Sachanlagen -- (43)
Personalaufwendungen -- (2.430)
Nettokosten aus sonstigen vertraglichen
Verpflichtungen -- (204)
-- (2.677)

Im aktuellen Geschäftsjahr sind keine nicht wiederkehrenden Aufwendungen entstanden.

Die nicht wiederkehrenden Posten im vorangegangenen Geschäftsjahr 2010/11 betrafen mit TEUR 1.952 Personalaufwendungen im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung eines Vorstandsvertrages und beinhalten Aufwendungen für Abfertigung, Abgangsentschädigung, Pensionsdienstzeitenanrechnung und sonstige Ansprüche. Die übrigen nicht wiederkehrenden Aufwendungen entfallen auf die Schließung des Standortes in Wien.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

6. Finanzergebnis

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2011/12 2010/11
Zinserträge aus zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten finanziellen Vermögenswerten und
jederzeit verkaufbaren Wertpapieren 90 424
Sonstige Zinserträge 127 29
Gewinne aus dem Verkauf von Zahlungsmittel
äquivalenten -- 2
Realisierte Aufwände aus derivativen
Finanzinstrumenten, netto (32) --
Gewinne aus der Bewertung von derivativen
Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert,
netto 35 --
Fremdwährungsgewinne, netto 2.470 5.827
Finanzierungserträge 2.690 6.282
Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
und Anleihen
(12.197) (8.558)
Realisierte Aufwände aus derivativen Finanzinstru
menten, netto
Gewinne aus der Bewertung von derivativen
-- (1.528)
Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert,
netto -- 1.184
Verluste
aus dem Verkauf von Zahlungsmittel
äquivalenten
und zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten finanziellen Vermögenswerten (154) --
Sonstige finanzielle Aufwendungen (226) (589)
Finanzierungsaufwendungen (12.577) (9.491)
Finanzergebnis (9.887) (3.209)

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

7. Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2011/12 2010/11
Laufende Ertragsteuern 9.533 8.748
Latente Steuern (3.795) (458)
Summe Steueraufwand 5.738 8.290

Die Abweichung zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand im Konzern und dem theoretischen Steueraufwand, der sich unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes ergibt, erklärt sich wie folgt:

10.831
(5.514)
2.235
92
1.836
1.194
(2.380)
(4)
8.290

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die aktiven und passiven latenten Steuern entfallen auf folgende Bilanzpositionen und Verlustvorträge:

31. März
2012 2011
5.366 4.316
10.591 5.448
1.700 1.777
31 36
990 837
979 1.328
52 --
544 573
20.253 14.315
31. März
(in TEUR) 2012 2011
Passive latente Steuerabgrenzung
Anlagevermögen (2.610) (2.097)
Rückstellungen für
Pensionen und Abfertigungen
(115) (18)
Sonstige Rückstellungen (84) (19)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (455) (993)
Temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochter
unternehmen (5.670) (4.235)
Noch nicht realisierte Gewinne aus jederzeit
verkaufbaren Wertpapieren, erfolgsneutral im Eigen
kapital erfasst (10) (17)
Noch nicht realisierte Verluste aus
Sicherungsinstrumenten zur Absicherung von
Zahlungsströmen, erfolgsneutral im Eigenkapital
erfasst (1) (2)
Übrige (190) (436)
Passive latente Steuern (9.135) (7.817)
Aktive latente Steuern, saldiert 11.118 6.498

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden dann saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden gegeben ist und wenn sie von der gleichen Steuerbehörde behoben werden. Nach Saldierung ergeben sich folgende Beträge:

31. März
(in TEUR) 2012 2011
Aktive latente Steuern:
-
langfristig
13.205 8.168
-
kurzfristig
3.614 2.568
16.819 10.736
Passive latente Steuern:
-
langfristig
-- (2)
-
kurzfristig
(5.701) (4.236)
(5.701) (4.238)
Aktive latente Steuern, saldiert 11.118 6.498

Zum 31. März 2012 verfügt der Konzern über ertragsteuerliche Verlustvorträge und steuerliche Firmenwertabschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 181.567 (zum 31. März 2011 TEUR 164.255), die zum überwiegenden Teil unbegrenzt vortragsfähig sind. Für darin enthaltene Verlustvorträge in Höhe von TEUR 164.701 (zum 31. März 2011 TEUR 150.188) wurden keine aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 41.667 (zum 31. März 2011 TEUR 37.294) gebildet, da von einer Realisierbarkeit in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist. Davon entfallen latente Steuern in Höhe von TEUR 1.431 (zum 31. März 2011 TEUR 2.490) auf die Bewertung von eigenen Anteilen, wodurch eine diesbezügliche Aktivierung ergebnisneutral im Konzerneigenkapital auszuweisen wäre.

Die Veränderung der saldierten latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2011/12 2010/11
Buchwert am Beginn des Geschäftsjahres 6.498 6.460
Währungsdifferenzen 772 (318)
Ertrag/(Aufwand) in der Gewinn-
und
Verlustrechnung 3.795 458
Im Eigenkapital erfasste Ertragsteuern 53 (102)
Buchwert am Ende des Geschäftsjahres 11.118 6.498

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Ertragsteuern in Zusammenhang mit den Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
2011/12 2010/11
Ertrag/ Steuer Ertrag/ Ertrag/ Steuer Ertrag/
(in TEUR) (Aufwand) ertrag/ (Aufwand) (Aufwand) ertrag/ (Aufwand)
vor (- nach vor (- nach
Steuern aufwand) Steuern Steuern aufwand) Steuern
Währungsumrechnungsdiffere
nzen 34.764 -- 34.764 (10.777) -- (10.777)
Gewinne/(Verluste) aus der
Bewertung zum beizulegenden
Zeitwert von zur Veräußerung
verfügbaren finanziellen
Vermögenswerten (13) -- (13) 1 -- 1
Gewinne/(Verluste) aus der
Bewertung von
Sicherungsinstrumenten aus
der Absicherung von
Zahlungsströmen (216) 54 (162) 406 (102) 304
Sonstiges Ergebnis 34.535 54 34.589 (10.370) (102) (10.472)

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

V. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

8. Sachanlagen

Andere Anlagen, Geleistete
Grundstücke, Maschinen und Betriebs-
und
Anzahlungen
Gebäude und technische Geschäftsaus und Anlagen
(in TEUR) Bauten Anlagen stattung in Bau Total
Buchwert 31. März 2011 55.620 291.256 4.638 33.996 385.510
Umrechnungsdifferenzen 4.292 27.755 82 2.896 35.025
Zugänge 614 61.945 2.291 32.223 97.073
Abgänge (2.194) (409) (98) -- (2.701)
Umbuchungen 784 34.175 34 (34.993) --
Wertminderungen -- -- -- -- --
Abschreibungen, laufend (3.403) (55.257)) (1.781) -- (60.441)
Buchwert 31. März 2012 55.713 359.465 5.166 34.122 454.466
Zum 31. März 2012
Bruttowert 76.118 787.756 21.996 34.122 919.992
Abschreibungen,
kumuliert (20.405) (428.291) (16.830) -- (465.526)
Buchwert 55.713 359.465 5.166 34.122 454.466
Andere Anlagen, Geleistete
Grundstücke, Maschinen und Betriebs-
und
Anzahlungen
Gebäude und technische Geschäftsaus und Anlagen
(in
TEUR)
Bauten Anlagen stattung in Bau Total
Buchwert 31. März 2010 54.053 239.343 4.303 10.828 308.527
Umrechnungsdifferenzen (602) (4.018) (50) (1.153) (5.823)
Zugänge 1.055 17.618 1.667 111.869 132.209
Abgänge (33) (600) 11 -- (622)
Umbuchungen 4.324 82.636 588 (87.548) --
Wertminderungen (18) (47) (1) -- (66)
Abschreibungen, laufend (3.159) (43.676) (1.880) -- (48.715)
Buchwert 31. März 2011 55.620 291.256 4.638 33.996 385.510
Zum 31. März 2011
Bruttowert 75.425 652.418 21.287 33.996 783.126
Abschreibungen,
kumuliert (19.805) (361.162) (16.649) -- (397.616)
Buchwert 55.620 291.256 4.638 33.996 385.510

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Der in "Grundstücke, Gebäude und Bauten" enthaltene Grundwert beträgt TEUR 1.509 (TEUR 1.484 zum 31. März 2011).

Die laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in den Herstellungskosten, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.

Wertminderungen

Im Vorjahr wurden einige Sachanlagegegenstände, welche die Kriterien für eine Wertminderung erfüllten, auf den erzielbaren Betrag abgewertet. Die Wertminderungen im Geschäftsjahr 2010/11 in Höhe von TEUR 66 betrafen im Wesentlichen nicht mehr benötigte Maschinen. Die Ermittlung dieser Werte beruht auf verfügbaren Einschätzungen für die Veräußerung dieser Anlagen aufgrund von markt- und fremdüblichen Bedingungen.

Belastungen

Im Zusammenhang mit der Besicherung diverser Finanzierungsverträge sind Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.843 (TEUR 0 zum 31. März 2011) belastet. Es wird auf Erläuterung 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

9. Immaterielle Vermögenswerte

Gewerbliche
Schutzrechte und
ähnliche Rechte und
Vorteile sowie daraus
(in TEUR) abgeleitete Lizenzen Firmenwerte Total
Buchwert 31. März 2011 2.543 -- 2.543
Umrechnungsdifferenzen 114 -- 114
Zugänge 570 -- 570
Abgänge -- -- --
Abschreibungen, laufend (776) -- (776)
Buchwert 31. März 2012 2.451 -- 2.451
Zum 31. März 2012
Bruttowert 14.420 6.136 20.556
Abschreibungen, kumuliert (11.969) (6.136) (18.105)
Buchwert 2.451 -- 2.451
Gewerbliche
Schutzrechte und
ähnliche Rechte und
Vorteile sowie daraus
(in TEUR) abgeleitete Lizenzen Firmenwerte Total
Buchwert 31. März 2010 2.037 -- 2.037
Umrechnungsdifferenzen (3) -- (3)
Zugänge 1.147 -- 1.147
Abgänge (3) -- (3)
Abschreibungen, laufend (635) -- (635)
Buchwert 31. März 2011 2.543 -- 2.543
Zum 31. März 2011
Bruttowert 14.255 5.947 20.202
Abschreibungen, kumuliert (11.712) (5.947) (17.659)
Buchwert 2.543 -- 2.543

Die laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in den Herstellungskosten, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

10. Sonstige langfristige Vermögenswerte

31. März
(in TEUR) 2012 2011
Vorauszahlungen 5.847 1.707
Gegebene Kautionen 2.883 2.437
Buchwert 8.730 4.144

Die Vorauszahlungen betreffen langfristige Mietvorauszahlungen für Betriebsgrundstücke in China.

11. Vorräte

31. März
(in TEUR) 2012 2011
Roh-, Hilfs-
und Betriebsstoffe
26.818 20.251
Unfertige Erzeugnisse 16.555 14.370
Fertige Erzeugnisse 21.536 18.755
Buchwert 64.909 53.376

Der Stand der als Aufwand erfassten Wertberichtigungen von Vorräten beträgt zum 31. März 2012 TEUR 8.931 (TEUR 8.498 zum 31. März 2011).

Im Zusammenhang mit diversen Finanzierungsverträgen dienen Vorräte in Höhe von TEUR 8 (TEUR 40 zum 31. März 2011) als Besicherung. Es wird auf Erläuterung 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

12. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen stellen sich wie folgt dar:

31. März
(in TEUR) 2012 2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 84.611 71.001
Umsatzsteuerforderungen 16.676 18.933
Sonstige Forderungen gegenüber Behörden 6.049 3.812
Vorauszahlungen 2.699 2.744
Energieabgabenrückvergütungen 777 1.761
Kautionen 356 402
Versicherungsvergütungen 194 --
Übrige Forderungen 4.204 1.335
Wertberichtigungen (83) (89)
115.483 99.899

Die übrigen Forderungen beinhalten Forderungen aus Anlagenverkäufen und Abgrenzungspositionen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Im Zusammenhang mit diversen Finanzierungsverträgen dienen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 40.000 (TEUR 36.000 zum 31. März 2011) als Besicherung. Es wird auf Erläuterung 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen entsprechen unter Berücksichtigung der Wertberichtigungen annähernd den jeweils beizulegenden Zeitwerten.

Restlaufzeiten von Forderungen

Alle Forderungen zum 31. März 2012 sowie sämtliche Forderungen zum 31. März 2011 weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Factoring

Zum Bilanzstichtag 31. März 2012 waren Forderungen in Höhe von TEUR 8.551 (TEUR 15.765 zum 31. März 2011) im Rahmen eines echten Factorings an eine Bank übertragen und ausgebucht.

Entwicklung der Überfälligkeiten und Wertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Zum 31. März 2012:

(in TEUR) Buch
wert
davon: nicht
wertgemin
dert und
nicht
überfällig
bzw. ver
sichert
weniger als
3 Monate
zwischen
3 und 6
Monaten
und in den folgenden Zeitbändern überfällig
zwischen
6 und 12
Monaten
davon: nicht wertgemindert und nicht versichert
mehr als 12
Monate
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
84.611 83.553 536 439 -- --
Zum 31. März 2011: Buch davon: nicht
wert wertgemin
dert und
nicht
überfällig
bzw. ver
weniger als zwischen
3 und 6
und in den folgenden Zeitbändern überfällig
zwischen
6 und 12
davon: nicht wertgemindert und nicht versichert
mehr als 12
(in TEUR)
Forderungen aus Lieferungen
sichert 3 Monate Monaten Monaten Monate
und Leistungen 71.001 66.726 4.118 22 46 --

Bei den nicht wertgeminderten überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen, dass den Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen wird.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Wertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2011/12 2010/11
Wertberichtigungen am Beginn des Geschäftsjahres 89 1.003
Verwendung (875)
Auflösung (37)
Umrechnungsdifferenzen (6) (2)
Wertberichtigungen am Ende des Geschäftsjahres 83 89

13. Finanzielle Vermögenswerte

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

(in TEUR) 31. März
2012
davon
langfristig
davon
kurzfristig
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
732 -- 732
Jederzeit verkaufbare Wertpapiere zu
Marktwerten
132 96 36
864 96 768
(in TEUR) 31. März
2011
davon
langfristig
davon
kurzfristig
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
Jederzeit verkaufbare Wertpapiere zu
13.877 25 13.852
Marktwerten 156 96 60
14.033 121 13.912

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

31. März
(in TEUR) 2012 2011
Anleihen 732 13.851
Derivative Finanzinstrumente*) -- 26
732 13.877

*) Es wird auf Erläuterung 19 "Derivative Finanzinstrumente" verwiesen.

Sämtliche Anleihen werden in der Nominalwährung Euro gehalten.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere

31. März
(in TEUR) 2012 2011
Anschaffungskosten -- 1.000
Wertberichtigung -- (1.000)
Buchwert -- --

Die bis zur Endfälligkeit gehaltenen Wertpapiere haben Wandelanleihen der Adcon Telemetry AG, Klosterneuburg, betroffen. Aufgrund des abgeschlossenen Konkursverfahrens der Adcon Telemetry AG wurden diese Wandelanleihen zur Gänze ausgebucht. Die bis zur Endfälligkeit gehaltenen Wertpapiere wurden in der Nominalwährung Euro gehalten.

Jederzeit verkaufbare Wertpapiere zu Marktwerten

Geschäftsjahr
2011/12 2010/11
156 157
(20) 1
(4) (2)
132 156

Sämtliche jederzeit verkaufbaren Wertpapiere werden in der Nominalwährung Euro gehalten.

14. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

31. März
(in TEUR) 2012 2011
Guthaben bei Kreditinstituten und
Kassenbestand
29.729 4.219
Gebundene Barmittel -- 8
Buchwert 29.729 4.227

Die gebundenen Barmittel ("Restricted Cash") betreffen zum 31. März 2011 AT&S Indien.

Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen den jeweils beizulegenden Zeitwerten.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

15. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
von mehr als
einem
31. März bis zu einem Jahr und bis von mehr als
(in TEUR) 2012 Jahr fünf Jahre fünf Jahren
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 68.927 68.927 -- --
Zuschüsse der öffentlichen
Hand
2.650 146 788 1.716
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern
und sonstigen öffentlichen Abgabestellen 1.997 1.997 -- --
Verbindlichkeiten gegenüber Sozial
versicherungsträgern 1.712 1.712 -- --
Verbindlichkeiten aus nicht konsumierten
Urlauben 3.436 3.436 -- --
Verbindlichkeiten aus Aktienoptionen 421 73 348 --
Verbindlichkeiten gegenüber Dienst
nehmern 13.564 13.564 -- --
Übrige Verbindlichkeiten 8.971 8.182 789 --
Buchwert 101.678 98.037 1.925 1.716
Restlaufzeit
von mehr als
einem
31. März bis zu einem Jahr und bis von mehr als
(in TEUR) 2011 Jahr fünf Jahre fünf Jahren
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 67.240 67.240 -- --
Zuschüsse der öffentlichen
Hand
590 146 444 --
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern
und sonstigen öffentlichen Abgabestellen 3.849 3.849 -- --
Verbindlichkeiten gegenüber Sozial
versicherungsträgern 1.553 1.553 -- --
Verbindlichkeiten aus nicht konsumierten
Urlauben 3.761 3.761 -- --
Verbindlichkeiten aus Aktienoptionen 1.143 266 877 --
Verbindlichkeiten gegenüber Dienst
nehmern 14.952 14.952 -- --
Übrige Verbindlichkeiten 5.575 4.787 788 --
Buchwert 98.663 96.554 2.109 --

Die Buchwerte der ausgewiesenen Verbindlichkeiten entsprechen annähernd den jeweils beizulegenden Zeitwerten.

Zuschüsse der öffentlichen Hand

Die Zuschüsse der öffentlichen Hand betreffen großteils Zuschüsse für Bodennutzungsrechte und Sachanlagevermögen und werden entsprechend den Nutzungsdauern der zugehörigen Sachanlagen ertragswirksam aufgelöst.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Weiters hat der Konzern für mehrere Forschungsprojekte Zuschüsse für Projektkosten erhalten, die entsprechend den angefallenen Kosten und der Förderquote anteilig ertragsmäßig erfasst werden bzw. ist der Abgrenzungsbetrag in den Verbindlichkeiten enthalten.

Verbindlichkeiten aus Aktienoptionen

In der Aufsichtsratssitzung vom 8. November 2004 wurde ein Stock-Option-Plan (2005–2008) zur Gewährung von Aktienoptionen mit wahlweisem Barausgleich oder Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer und leitende Angestellte genehmigt.

Jede dieser Optionen berechtigt entweder

  • zum Erwerb von Aktien (Equity-settled Share-based Payment Transactions) oder
  • es kann ein Barausgleich (Cash-settled Share-based Payment Transactions) in Höhe des Differenzbetrages zwischen dem Ausübungspreis und dem Schlusskurs der AT&S-Aktie an der Börse der Hauptnotierung der AT&S-Aktie am Tag der Ausübung des Bezugsrechtes durch den Optionsberechtigten verlangt werden.

Die Zuteilung von Aktienoptionen konnte im Zeitraum zwischen 1. April 2005 und 1. April 2008 erfolgen.

Der Ausübungspreis wird jeweils am Tag der Zuteilung bestimmt und errechnet sich aus dem Durchschnittspreis der AT&S-Aktie über einen Zeitraum von sechs Kalendermonaten vor dem Tag der jeweiligen Zuteilung. Auf diesen Durchschnittspreis wird ein Aufschlag von 10 % hinzugerechnet. Der Ausübungspreis entspricht jedoch zumindest dem auf eine Aktie der Gesellschaft entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals.

Die Ausübbarkeit der zugeteilten Aktienoptionen erfolgt gestaffelt, wobei 20 % der zugeteilten Aktienoptionen nach zwei Jahren, 30 % nach drei Jahren und 50 % nach vier Jahren ausübbar sind. Nicht ausgeübte Aktienoptionen können nach Ablauf der nächstfolgenden Wartefrist ausgeübt werden. Zugeteilte Aktienoptionen, die nicht spätestens bis zum Ablauf von fünf Jahren nach dem Zuteilungstag ausgeübt werden, verfallen ersatzlos und endgültig.

In der 1. Sitzung des Nominierungs- und Vergütungsausschusses des Aufsichtsrats vom 17. März 2009 wurde ein weiterer Stock-Option-Plan beschlossen, nachdem dieser in der 55. Aufsichtsratssitzung vom 16. Dezember 2008 zur Begutachtung vorgelegt wurde. Dieser Stock-Option-Plan 2009– 2012 zur Gewährung von Aktienoptionen mit wahlweisem Barausgleich oder Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer und leitende Angestellte entspricht dem Stock-Option-Plan 2005–2008.

Jede dieser Optionen berechtigt entweder zum Erwerb von Aktien oder es kann ein Barausgleich verlangt werden. Auf den sechsmonatigen Durchschnittspreis wird ein Aufschlag von 10 % hinzugerechnet und die Ausübbarkeit der zugeteilten Aktienoptionen erfolgt gestaffelt, wobei 20 % der zugeteilten Aktienoptionen nach zwei Jahren, 30 % nach drei Jahren und 50 % nach vier Jahren ausübbar sind. Nicht ausgeübte Aktienoptionen können nach Ablauf der nächstfolgenden Wartefrist ausgeübt werden.

Die Zuteilung von Aktienoptionen konnte im Zeitraum zwischen 1. April 2009 und 1. April 2012 erfolgen.

Die Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf der Wartefrist, jedoch nicht während einer Sperrfrist, zur Gänze oder auch nur teilweise ausgeübt werden.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die nachfolgende Tabelle zeigt Informationen bezüglich aller bis zum 31. März 2012 zugeteilten Aktienoptionen.

Zuteilungstag Zuteilungstag Zuteilungstag Zuteilungstag
1. April 1. April 1. April 1. April
2011 2010 2009 2008
Ausübungspreis (in EUR) 16,60 7,45 3,86 15,67
31. März 2010 -- -- 135.000 132.000
Gewährte Aktienoptionen -- 135.000 -- --
Verwirkte Aktienoptionen -- -- -- --
Ausgeübte Aktienoptionen -- -- 70.000 --
Verfallene Aktienoptionen -- -- -- 40.000
31. März 2011 -- 135.000 65.000 92.000
Gewährte Aktienoptionen 118.500 -- -- --
Verwirkte Aktienoptionen -- -- -- --
Ausgeübte Aktienoptionen -- 35.000 13.100 --
Verfallene Aktienoptionen -- -- 30.000
31. März 2012 118.500 100.000 51.900 62.000
Restliche Vertragslaufzeiten
der gewährten Aktienoptionen 4 Jahre 3
Jahre
2
Jahre
1
Jahr
Beizulegender Zeitwert der
gewährten Aktienoptionen zum
Bilanzstichtag (in TEUR)
31. März 2011 -- 1.161 753 119
31. März 2012 120 222 269 3

Abweichend von den angegebenen Vertragslaufzeiten wurden entsprechend den Stock-Option-Vereinbarungen die Aktienoptionen von Herrn Dkfm. Steen E. Hansen mit Austrittsdatum am 31. Jänner 2011 fällig und waren bis spätestens 31. Jänner 2012 ausübbar.

Weiters wird auf Erläuterung 27 "Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen und Unternehmen" verwiesen.

Der gewichtete Durchschnittsaktienkurs am Tag der Ausübung aller im Geschäftsjahr ausgeübten Optionen beträgt im Geschäftsjahr 2011/12 EUR 14,55 (im Geschäftsjahr 2010/11 EUR 14,95).

Die Bewertung der Aktienoptionen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zum jeweiligen Bilanzstichtag unter Anwendung des Monte-Carlo-Verfahrens, basierend auf Modellannahmen und den nachfolgend angeführten Bewertungsparametern. Diese können von später am Markt realisierten Werten für sämtliche zum 1. April 2008, zum 1. April 2009, zum 1. April 2010 und zum 1. April 2011 zugeteilten Aktienoptionen abweichen:

Risikofreier Zinssatz 0,17-0,56 %
Volatilität 37,71-49,31 %
Dividende je Aktie 0,26-0,37

Die Berechnung der Volatilität erfolgt auf Basis der täglichen Aktienkurse ab 1. August 2008 bis zum Bilanzstichtag.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Der beizulegende Zeitwert der eingeräumten Aktienoptionen wird über deren Laufzeit verteilt aufwandsmäßig erfasst.

Der gesamte innere Wert der zum 31. März 2012 ausübbaren Aktienoptionen beträgt TEUR 90 (zum 31. März 2011 TEUR 273).

Übrige Verbindlichkeiten

Bei den übrigen Verbindlichkeiten handelt es sich vor allem um kreditorische Debitoren, abgegrenzte Instandhaltungs, Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen sowie sonstige Abgrenzungen.

16. Finanzielle Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
von mehr als
einem Jahr von mehr
31. März bis zu einem und bis fünf als Zinssatz
(in TEUR) 2012 Jahr Jahre fünf Jahren in %
Anleihen 184.539 5.561 178.978 -- 5,0-5,5
Exportkredite 40.000 40.000 -- -- 1,72
Kredite der öffentlichen Hand:
-
Öffentliche Stellen
404 161 243 -- 2,0-2,5
Sonstige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 47.977 38.677 9.300 -- 2,5-6,1
Derivative Finanzinstrumente*) 208 -- 208 --
Buchwert 273.128 84.399 188.729 --
Restlaufzeit
von mehr als
einem Jahr von mehr
31. März bis zu einem und bis fünf als Zinssatz
(in TEUR) 2011 Jahr Jahre fünf Jahren in %
Anleihen 83.514 3.713 79.801 -- 5,5
Exportkredite 36.000 36.000 -- -- 1,45
Kredite der öffentlichen Hand:
-
Öffentliche Stellen
403 163 240 -- 2,0-2,5
Sonstige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 92.015 76.515 15.500 -- 1,93-5,0
Derivative Finanzinstrumente*) 54 36 18 --
Buchwert 211.986 116.427 95.559 --

*) Es wird auf Erläuterung 19 "Derivative Finanzinstrumente" verwiesen.

Die Anleihe mit einem Gesamtnennbetrag von EUR 80 Mio. wurde am 27. Mai 2008 mit einer Laufzeit von fünf Jahren am Dritten Markt der Wiener Börse von der Gesellschaft platziert. Die Anleihe in einer Stückelung von EUR 50.000 ist gemäß § 3 Abs. 1 Z 9 KMG von der Prospektpflicht befreit. Die jährliche Fixverzinsung in Höhe von 5,50 % vom Nennwert ist nachträglich am 27. Mai eines jeden Jahres zahlbar.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Anleihe mit einem Gesamtnennbetrag von EUR 100 Mio. wurde am 18. November 2011 mit einer Laufzeit von fünf Jahren von der Gesellschaft platziert und ist am Geregelten Freiverkehr der Wiener Börse gelistet. Die Anleihe hat eine Stückelung von EUR 1.000 und die jährliche Fixverzinsung in Höhe von 5,0 % vom Nennwert ist nachträglich am 18. November eines jeden Jahres zahlbar.

Für beide Anleihen gelten die folgenden Anleihebedingungen:

Es besteht kein ordentliches Kündigungsrecht der Anleihegläubiger. Ein außerordentliches Kündigungsrecht ist im Wesentlichen bei folgenden Ereignissen bei der Gesellschaft oder einer ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften vereinbart:

  • Einstellung von Zahlungen oder Bekanntgabe von Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung,
  • Konkurs- oder sonstiges Insolvenzverfahren (Ausnahme: gerichtlicher Ausgleich) oder Liquidation,
  • wesentliche Verschlechterung der Finanz- und Ertragslage durch überwiegende Einstellung der Geschäftstätigkeit, Veräußerung wesentlicher Teile der Vermögenswerte oder nicht fremdüblicher Geschäfte mit verbundenen Unternehmen,
  • Kontrollwechsel im Sinne des österreichischen Übernahmegesetzes, wenn dieser zu einer wesentlichen Beeinträchtigung zur Erfüllung der Anleiheverpflichtungen führt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen neben dem laufenden Liquiditätsbedarf zu einem gewissen Teil langfristige Finanzierungen. Für das Werk in Südkorea und den Ausbau in Indien wurde im Geschäftsjahr 2009/10 eine langfristige Finanzierung aufgenommen, die in Halbjahresraten bis 31. März 2014 zurückzuführen ist. Die variable Verzinsung wurde zur Gänze durch Zinsswaps abgesichert. Die wesentlichen Vertragsbedingungen stellen sich folgendermaßen dar:

  • Aufrechterhaltung der 98,76-%-Beteiligung an der AT&S Korea und der 100-%-Beteiligung an der AT&S Indien
  • keine Belastungen hinsichtlich der Beteiligungen

Die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. März 2012 stellen sich in den nächsten Geschäftsjahren unter Berücksichtigung der Zinsabsicherungen wie folgt dar:

Sonstige
Kredite Verbindlichkeit Derivative
öffentlicher en gegenüber Finanz
(in TEUR) Anleihen Exportkredite Hand Kreditinstituten instrumente
2012/13
Tilgung -- 40.000 161 38.677 --
Zinsen fix 9.400 -- 9 2.151 --
Zinsen variabel -- 698 -- 87 --
2013/14
Tilgung 80.000 -- 172 9.300 208
Zinsen fix 9.400 -- 2 301 --
Zinsen variabel -- -- -- -- --
2014/15
Tilgung -- -- -- -- --
Zinsen fix 5.000 -- 1 -- --
Zinsen variabel -- -- -- -- --

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

2015/16
Tilgung -- -- -- -- --
Zinsen fix 5.000 -- 1 -- --
Zinsen variabel -- -- -- -- --
2016/17
Tilgung 100.000 -- 71 -- --
Zinsen fix 5.000 -- 1 -- --
Zinsen variabel -- -- -- -- --

Es werden keine wesentlichen Abweichungen von den vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen hinsichtlich Zeitraum oder Betrag erwartet.

Zum Vorjahresstichtag 31. März 2011 stellten sich die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zinsund Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten in den nächsten Geschäftsjahren unter Berücksichtigung der Zinsabsicherungen wie folgt dar:

Sonstige
Kredite Verbindlichkeit Derivative
öffentlicher en gegenüber Finanz
(in TEUR) Anleihen Exportkredite Hand Kreditinstituten instrumente
2011/12
Tilgung -- 36.000 163 76.515 36
Zinsen fix 4.400 -- 6 1.794 --
Zinsen variabel -- 529 -- -- --
2012/13
Tilgung -- -- 161 6.200 --
Zinsen fix 4.400 -- 5 628 --
Zinsen variabel -- -- -- -- --
2013/14
Tilgung 80.000 -- 79 9.300 18
Zinsen fix 687 -- 1 314 --
Zinsen variabel -- -- -- -- --

Die Anleihen, Exportkredite, Kredite der öffentlichen Hand und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen teilweise eine nicht marktübliche Verzinsung auf. Aus diesem Grund kann es zu Abweichungen zwischen deren beizulegenden Zeitwerten und deren Buchwerten kommen.

Buchwerte Beizulegende Zeitwerte
31. März 31. März
(in TEUR) 2012 2011 2012 2011
Anleihen 184.539 83.514 198.185 83.083
Exportkredite 40.000 36.000 40.000 36.000
Kredite der öffentlichen Hand 404 403 410 398
Sonstige
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 47.977 92.015 48.628 92.996
Derivative Finanzinstrumente 208 54 208 54
273.128 211.986 287.431 212.531

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Berechnung der beizulegenden Zeitwerte basiert auf der derzeitigen Effektivverzinsung von Krediten und Anleihen mit ähnlicher Laufzeit, die dem Konzern zur Verfügung stehen würden.

Die Buchwerte der finanziellen Verbindlichkeiten nach Währungen stellen sich wie folgt dar:

31. März
(in TEUR) 2012 2011
Euro 251.065 197.328
US-Dollar 17.713 8.576
Chinesische Renminbi Yuan 2.516 5.368
Indische Rupien 38 714
Koreanische Won 1.750 --
Japanische Yen 46 --
273.128 211.986

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

  • durch Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.843 (zum 31. März 2011: TEUR 0). Es wird auf Erläuterung 8 "Sachanlagen" verwiesen;
  • durch Vorratsvermögen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 40.008 (zum 31. März 2011: TEUR 36.040). Es wird auf Erläuterung 11 "Vorräte" und Erläuterung 12 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" verwiesen.

Die Kreditrahmen der Finanzierungsverbindlichkeiten zum 31. März 2012 unter Einbeziehung der Anleihen stellen sich wie folgt dar:

(in TEUR) Kreditrahmen Ausgenützt
Exportkreditrahmen –
gesichert
40.000 40.000
Sonstige Kreditrahmen –
gesichert
486.739 232.920
Kreditrahmen –
ungesichert
20.000 --
546.739 272.920

Leasingverhältnisse

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasing- und Mietverhältnissen stellt sich wie folgt dar:

31. März
(in TEUR) 2012 2011
Bis zu einem Jahr 3.098 2.939
Von einem Jahr bis fünf Jahre 8.144 7.664
Mehr als fünf Jahre 6.852 8.437
Summe der
Mindestzahlungen 18.094 19.040

Im Konzern bestehen mehrere Operating-Leasing-Verträge für die Anmietung von Büroräumen, Grundstücken und Produktionshallen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung und technische Anlagen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Verpflichtungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen betreffen zum Großteil ein im Geschäftsjahr 2006/07 durchgeführtes Sale-and-Lease-back für Betriebsgrundstücke und -gebäude in Leoben-Hinterberg und Fehring, Österreich, mit einer unkündbaren Leasingdauer bis Dezember 2021. Die angeführten Beträge beinhalten zum 31. März 2012 mit TEUR 9.085 (zum 31. März 2011: TEUR 9.484) auch die auf die nicht mehr genutzten Gebäudeflächen in Leoben-Hinterberg entfallenden Mindestzahlungen aus dem Operating-Leasing-Verhältnis, die bereits in der Bilanz als sonstige Rückstellungen enthalten sind. Es wird auf Erläuterung 18 "Sonstige Rückstellungen" verwiesen.

Die als Aufwand erfassten Zahlungen für unkündbare Leasing- und Mietaufwendungen stellen sich wie folgt dar:

(in TEUR) Geschäftsjahr
2011/12 2010/11
Leasing-
und Mietaufwand
3.451 3.171

17. Rückstellungen für Personalaufwand

Die Rückstellungen für Personalaufwand betreffen Pensionszusagen, Abfertigungsansprüche und sonstige Dienstnehmeransprüche.

Beitragsorientierte Pensionspläne

Für einen Großteil der Beschäftigten in Österreich und einen Teil der Mitarbeiter in Indien bestehen beitragsorientierte Pensionspläne, die an eine Pensionskasse ausgelagert sind. Für die Beschäftigten in Österreich sind die Pensionspläne durch eine Er- und Ablebensversicherung ergänzt. Die Arbeitgeberbeiträge bemessen sich nach einem bestimmten Prozentsatz der laufenden Bezüge und am erzielten Jahresüberschuss der Gesellschaft. Die Beitragszahlungen betrugen TEUR 509 im Geschäftsjahr 2011/12 und TEUR 496 im Geschäftsjahr 2010/11.

Leistungsorientierte Pensionspläne

Für einzelne Mitglieder des Vorstands und für leitende Angestellte bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen ohne das Erfordernis von eigenen Mitarbeiterbeiträgen. Pensionszusagen an Mitglieder des Vorstands und an andere Führungskräfte sind teilweise durch Vermögensmittel in Pensionskassen fondsfinanziert ("funded"), teilweise nicht fondsfinanziert ("unfunded").

Die Pensionsansprüche des Vorstands und der Führungskräfte sind von deren Bezügen und Dienstzeiten abhängig.

Fondsfinanzierte Abfertigungsansprüche

Den Mitarbeitern in Indien steht im Falle der Pensionierung sowie bei vorzeitigem Austritt unter bestimmten Umständen eine Abfertigung zu, deren Höhe von der Dauer des Arbeitsverhältnisses und der Höhe des Arbeitsentgeltes abhängt. Die Abfertigungen bewegen sich zwischen einem halben Monatsentgelt pro Dienstjahr und einem fixierten Höchstbetrag. Die Abfertigungsansprüche sind durch eine Lebensversicherung gedeckt.

Nicht fondsfinanzierte Abfertigungsansprüche

Den Mitarbeitern in Österreich, Südkorea und China steht im Falle der Pensionierung generell sowie bei Beendigung des Dienstverhältnisses unter bestimmten Umständen eine Abfertigung zu, deren

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Höhe von der Dauer des Arbeitsverhältnisses und der Höhe des Arbeitsentgeltes abhängt. Die Abfertigung beträgt in Österreich je nach Dienstzeit 2 bis 12 Zwölftel des Jahresgehaltes, in Südkorea und China einen ebenfalls je nach Dienstzeit fixierten entgeltabhängigen Betrag. Für seit dem 1. Jänner 2003 in Österreich eintretende Mitarbeiter wird dieser Anspruch durch laufende Beiträge in eine Mitarbeitervorsorgekasse ohne weitere Verpflichtungen für den Konzern abgegolten. Die Beitragszahlungen betrugen TEUR 272 im Geschäftsjahr 2011/12 und TEUR 254 im Geschäftsjahr 2010/11.

Sonstige Dienstnehmeransprüche

Den Mitarbeitern der Gesellschaften in Österreich und China gebühren bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder, wobei in Österreich Anspruchsberechtigung und Höhe kollektivvertraglich geregelt sind.

Die Aufwendungen für (leistungsorientierte) Pensionszusagen, Abfertigungsansprüche und sonstige Dienstnehmeransprüche setzen sich folgendermaßen zusammen:

Abfertigungs Sonstige
Pensionsansprüche ansprüche Dienstnehmeransprüche
Geschäftsjahr Geschäftsjahr Geschäftsjahr
(in TEUR) 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11
Laufender Dienstzeitaufwand 10 127 1.075 895 759 701
Zinsaufwand 486 461 530 470 118 82
Nachzuverrechnender
Dienstzeitaufwand -- -- -- 115 -- --
Abfindungen -- 29 -- 175 -- --
Erwartetes
Veranlagungsergebnis der zur
Deckung vorgesehenen
Vermögens-werte (459) (451) (47) (15) -- --
Versicherungsmathematische
Verluste/(Gewinne) 19 (32) 44 19 545 466
Summe Aufwendungen 56 134 1.602 1.659 1.422 1.249

Die Aufwendungen für Pensionszusagen, Abfertigungsansprüche und sonstige Dienstnehmeransprüche werden in den Herstellungskosten, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2011/2012 entstanden keine Aufwendungen für Abfindungen, die Abfindungen im Geschäftsjahr 2010/2011 sind in den nicht wiederkehrenden Posten enthalten.

In der Bilanz sind folgende Ansprüche abgegrenzt:

2012
2011
(581) (590)
1.053 1.038
9.701 8.834
3.141 2.338
13.895 12.210
13.314 11.620

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Pensionsansprüche und Abfertigungsansprüche stellen sich wie folgt dar:

Pensionsansprüche
31. März
Abfertigungsansprüche
31. März
(in TEUR) 2012 2011 2012 2011
Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen 10.078 9.145 614 628
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens (8.377) (9.891) (589) (574)
Deckungsstatus fondsfinanzierte
Verpflichtungen 1.701 (746) 25 54
Barwert der nicht fondsfinanzierten
Verpflichtungen 1.052 985 12.954 10.236
Nicht realisierte versicherungsmathematische
Gewinne/(Verluste) (2.281) 209 (3.277) (1.455)
Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeit
aufwand -- -- (1) (1)
Bilanzierte Rückstellungen/(Forderungen), netto 472 448 9.701 8.834
davon Forderungen (übergedeckte Ansprüche) (581) (590) -- --
davon Rückstellungen (ungedeckte Ansprüche) 1.053 1.038 9.701 8.834

Der Barwert der erwarteten Pensionsansprüche, die Entwicklung des zur Deckung vorgesehenen Planvermögens und der Deckungsstatus stellen sich folgendermaßen dar:

Fondsfinanzierte Pensions
ansprüche
Geschäftsjahr
Nicht fondsfinanzierte Pensions
ansprüche
Geschäftsjahr
(in TEUR) 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11
Barwert der
Pensionsverpflichtung
Barwert am Beginn des
Geschäftsjahres 9.145 8.662 984 968
Laufender Dienstzeitaufwand 10 127 -- --
Zinsaufwand 437 413 49 48
Versicherungsmathematische
Verluste/(Gewinne) 912 69 20 (31)
Nachzuverrechnender
Dienstzeitaufwand -- 29 -- --
Auszahlungen (426) (155) -- --
Barwert am Ende des
Geschäftsjahres 10.078 9.145 1.053 985
Beizulegender Zeitwert des
Planvermögens
Zeitwert am Beginn des
Geschäftsjahres 9.890 8.480
Einzahlungen 32 87
Erwartetes Veranlagungsergebnis 459 451
Versicherungsmathematische
Gewinne/(Verluste) (1.579) 1.028
Auszahlungen (426) (155)
Zeitwert am Ende des
Geschäftsjahres 8.376 9.891
Deckungsstatus fondsfinanzierte
Pensionspläne 1.701 (746)

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Das zur Deckung vorgesehene Planvermögen ist in Pensionskassen ausgegliedert. Die Streuung der Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

31. März
(in %) 2012 2011
Anleihen 46 % 32 %
Aktien 29 % 44 %
Immobilien 4 % 7 %
Liquide Mittel 21 % 17 %
100 % 100 %

Die Gesamtentwicklung der fondsfinanzierten und nicht fondsfinanzierten Abfertigungsansprüche stellt sich wie folgt dar:

Fondsfinanzierte
Abfertigungsansprüche
Nicht fondsfinanzierte
Abfertigungsansprüche
Geschäftsjahr
Geschäftsjahr
(in TEUR) 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11
Barwert der
Abfertigungsverpflichtung
Barwert am Beginn des
Geschäftsjahres 628 437 10.236 9.085
Änderungen des
Konsolidierungskreises -- -- --
Umrechnungsdifferenzen (44) (26) 21 (8)
Dienstzeitaufwand 48 45 1.027 850
Zinsaufwand 49 45 481 425
Versicherungsmathematische
Verluste/(Gewinne) 20 27 1.846 374
Nachzuverrechnender
Dienstzeitaufwand -- 116 -- --
Abfindungen -- -- -- 175
Auszahlungen (87) (16) (657) (665)
Barwert am Ende des
Geschäftsjahres 614 628 12.954 10.236
Beizulegender Zeitwert des
Planvermögens
Zeitwert am Beginn des
Geschäftsjahres 575 194
Änderungen des
Konsolidierungskreises -- --
Umrechnungsdifferenzen (42) (26)
Einzahlungen 96 384
Erwartetes Veranlagungsergebnis 47 15
Versicherungsmathematische
Gewinne/(Verluste) -- 23
Auszahlungen (87) (16)
Zeitwert am Ende des
Geschäftsjahres 589 574
Deckungsstatus fondsfinanzierte
Abfertigungsansprüche 25 54

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Gesamtentwicklung der sonstigen Dienstnehmeransprüche (Jubiläumsgelder) stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2011/12 2010/11
Barwert am Beginn des Geschäftsjahres 2.338 2.115
Umrechnungsdifferenzen 112 (2)
Dienstzeitaufwand 759 700
Zinsaufwand 118 82
Versicherungsmathematische
Verluste/(Gewinne) 545 466
Auszahlungen (731) (1.023)
Barwert am Ende des Geschäftsjahres 3.141 2.338

Es wurden für die Bewertung zum Bilanzstichtag folgende versicherungsmathematische Parameter angewendet:

Sonstige
Dienstnehmeransprüche
Pensionsansprüche Abfertigungsansprüche (Jubiläumsgelder)
31. März 31. März 31. März
2012 2011 2012 2011 2012 2011
Zinssatz 4,5 % 5 % 4,5-8,50 % 5-8,35 % 2,8-4,5 % 3,25-5 %
Erwartete Rendite
auf Planvermögen 4,65 % 5,31 % 8 % 8 % -- --
Erwartete
Gehaltssteigerung 2,25 % 2,25 % 3-7,75 % 3-7,75 % 3-11 % 3-10 %
Künftige
Pensionserhöhung 2 % 2 % -- -- --
individuell individuell
Pensionseintrittsalter 65 65 gemäß gemäß --
Pensionsreform Pensionsreform
2003 2003

18. Sonstige Rückstellungen

Gewähr Restrukturierung
(in TEUR) Summe leistung Leoben Übrige
Buchwert 31. März 2011 14.665 927 12.883 855
Verwendung (1.883) (197) (760) (927)
Auflösung (718) (63) -- (655)
Zuführung 1.313 77 -- 1.236
Zinseffekt 224 -- 224 --
Umrechnungsdifferenzen (15) (13) -- (2)
Buchwert 31. März 2012 13.586 731 12.347 507

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Gewähr Restrukturierung
(in TEUR) Summe leistung Leoben Übrige
Buchwert 31. März 2010 18.247 901 13.657 3.689
Verwendung (4.644) (202) (888) (3.554)
Auflösung (358) (203) -- (155)
Zuführung 1.340 445 -- 895
Zinseffekt 114 -- 114 --
Umrechnungsdifferenzen (34) (14) -- (20)
Buchwert 31. März 2011 14.665 927 12.883 855
31. März
(in TEUR) 2012 2011
davon langfristig 11.422 11.967
davon kurzfristig 2.164 2.698
Buchwert 13.586 14.665

Rückstellung für Gewährleistung

Die Rückstellung für Gewährleistung betrifft die Kosten der bereits entstandenen und zu erwartenden Reklamationen für die noch im Gewährleistungszeitraum befindlichen Produkte. Der rückgestellte Betrag ist eine auf Basis von Erfahrungswerten und konkreten Sachverhalten durchgeführte bestmögliche Schätzung dieser erwarteten Kosten, welche aufgrund der Unsicherheit hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunkts nicht bereits als Schulden ausgewiesen werden.

Rückstellung für Restrukturierung Leoben-Hinterberg

Diese Rückstellung für Kosten aus vertraglichen Verpflichtungen betrifft die künftigen Leerstehungskosten für die nicht mehr genutzten Gebäudeflächen auf Basis der nicht kündbaren Immobilienleasingverpflichtungen. Die Rückstellung wurde in Höhe des Barwertes der überwiegend langfristig erwarteten Ausgaben angesetzt.

Übrige

Bei den übrigen sonstigen Rückstellungen handelt es sich um Rückstellungen für sonstige belastende Verträge.

19. Derivative Finanzinstrumente

Die derivativen Finanzinstrumente betreffen vor allem Währungsswaps und Zinsswaps. Gesichert werden hauptsächlich Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungen im Zusammenhang mit Krediten.

Der Buchwert der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert entspricht jenem Betrag, der bei einer Abrechnung der Transaktion zum Bilanzstichtag aufzuwenden wäre bzw. erlöst werden würde.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die beizulegenden Zeitwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

31. März 2012 31. März 2011
(in TEUR) Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Währungsswaps
zu Marktwerten
Zinsswaps
-- -- 1 36
zu Marktwerten -- 208 25 18
Summe Marktwerte -- 208 26 54
abzüglich kurzfristiger
Anteil:
Währungsswaps
zu Marktwerten
-- -- 1 36
Kurzfristiger Anteil -- -- 1 36
Langfristiger Anteil -- 208 25 18

Die Nominalbeträge und die beizulegenden Zeitwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente im Zusammenhang mit der Absicherung von Wechselkursschwankungen stellen sich nach Währungen wie folgt dar:

31. März 2012 31. März 2011
Nominalbetrag Nominalbetrag
(in 1.000 Marktwert (in 1.000 Marktwert
Währung Landeswährung) (in TEUR) Landeswährung) (in TEUR)
US-Dollar -- -- 7.040 (35)

Die Nominalbeträge und die beizulegenden Zeitwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente im Zusammenhang mit der Absicherung von Zinssatzschwankungen stellen sich nach Währungen wie folgt dar:

31. März 2012 31. März 2011
Nominalbetrag Nominalbetrag
(in 1.000 Marktwert (in 1.000 Marktwert
Währung Landeswährung) (in TEUR) Landeswährung) (in TEUR)
Euro 15.500 (208) 21.700 7

Die Restlaufzeiten der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

31. März
(in Monaten) 2012 2011
Währungsswaps -- 1
Zinsswaps 24 36

Zum 31. März 2012 sind die festen Zinssätze der Zinsswaps 2,34 % und 1,84 %, der variable Zinssatz basiert auf dem 6-Monats-EURIBOR.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

20. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Buchwerte und Wertansätze nach Bewertungskategorien

Die Zusammenfassung der Buchwerte und Wertansätze der in den einzelnen Bilanzpositionen enthaltenen Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Beizulegende Beizulegende Fortgeführte
(in TEUR) Zeitwerte Zeitwerte Anschaffungs
31. März 2012 erfolgswirksam erfolgsneutral kosten Summe
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte -- 96 -- 96
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen -- -- 88.925 88.925
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und
732 36 -- 768
Zahlungsmitteläquivalente -- -- 29.729 29.729
Schulden
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten
-- 208 188.521 188.729
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten -- -- 82.490 82.490
Finanzielle Verbindlichkeiten -- -- 84.399 84.399

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

(in TEUR)
31. März 2011
Beizulegende
Zeitwerte
erfolgswirksam
Beizulegende
Zeitwerte
erfolgsneutral
Fortgeführte
Anschaffungs
kosten
Summe
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte 25 96 -- 121
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen -- -- 72.247 72.247
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und
13.852 60 -- 13.912
Zahlungsmitteläquivalente -- -- 4.227 4.227
Schulden
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten 18 -- 95.541 95.559
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten -- -- 82.192 82.192
Finanzielle Verbindlichkeiten 36 -- 116.391 116.427

Bewertungshierarchien der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente

Bei der Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente ist zwischen drei Bewertungshierarchien zu unterscheiden.

  • Level 1: Die beizulegenden Zeitwerte werden anhand von öffentlich notierten Marktpreisen auf einem aktiven Markt für identische Finanzinstrumente bestimmt.
  • Level 2: Wenn keine öffentlich notierten Marktpreise auf einem aktiven Markt bestehen, werden die beizulegenden Zeitwerte auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode bestimmt, die im größtmöglichen Umfang auf Marktpreisen basiert.
  • Level 3: In diesem Fall liegen den zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendeten Bewertungsmodellen auch nicht am Markt beobachtbare Daten zugrunde.

Die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zu den drei Bewertungshierarchien stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

(in TEUR)
31. März 2012 Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
Anleihen 732 -- -- 732
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 132 -- -- 132
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente -- 208 -- 208

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

(in TEUR)
31. März 2011 Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
Anleihen 13.851 -- -- 13.851
Derivative Finanzinstrumente -- 26 -- 26
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 156 -- -- 156
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente -- 54 -- 54

Nettoergebnisse in Bezug auf Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien

Die Nettogewinne oder Nettoverluste in Bezug auf finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2011/12 2010/11
Ausleihungen und Forderungen (2.029) (6.896)
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte 19 (59)
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 7 5
Finanzielle Verbindlichkeiten,
die zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
werden (9.728) (2.731)
(11.731) (9.681)

Die Nettoergebnisse in Bezug auf Finanzinstrumente beinhalten Dividendenerträge, Zinserträge und -aufwendungen, Fremdwährungsgewinne und -verluste, realisierte Erträge und Verluste aus dem Abgang bzw. Verkauf sowie ergebniswirksame Erträge und Aufwendungen aus der Bewertung der Finanzinstrumente.

Das gesamte Nettoergebnis (Nettoaufwand) aus Finanzinstrumenten ist in Höhe von TEUR -2.156 (2010/11: TEUR -6.927 Nettoaufwand) im Betriebsergebnis und in Höhe von TEUR -9.575 (2010/11: TEUR -2.754 Nettoaufwand) im Finanzergebnis enthalten.

21. Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen

In Bezug auf unkündbare Leasing- und Mietverträge wird auf Erläuterung 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen. Zum 31. März 2012 bestehen im Konzern sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 20.499 (TEUR 46.642 zum 31. März 2011) im Zusammenhang mit verbindlich kontrahierten Investitionsvorhaben. Weiters bestehen zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse gegenüber der Zollbehörde sowie aus Bankgarantien in Höhe von TEUR 3.590 (TEUR 83 zum 31. März 2011). Andere Garantien bzw. sonstige Haftungszusagen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb sind zum Bilanzstichtag nicht gegeben.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

22. Gezeichnetes Kapital

Im Umlauf
befindliche
Aktien
(in 1.000
Grund
kapital
Kapital
rücklage
Eigene
Anteile (nach
Steuern)
Gezeichnetes
Kapital
Stück) (in TEUR) (in TEUR) (in TEUR) (in TEUR)
31. März 2010 23.323 28.490 63.542 (46.352) 45.680
Veränderung eigene
Anteile, nach Steuern
-- -- -- (1.205) (1.205)
31. März 2011 23.323 28.490 63.542 (47.557) 44.475
Veränderung eigene
Anteile, nach Steuern -- -- -- 1.060 1.060
31. März 2012 23.323 28.490 63.542 (46.497) 45.535

Grundkapital

Das Grundkapital zum 31. März 2012 in Höhe von TEUR 28.490 besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,10.

Im Umlauf befindliche Aktien

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt 25.900.000 Stück. Zum Stichtag 31. März 2012 hält der Konzern 2.577.412 eigene Aktien, 23.322.588 Aktien befanden sich im Umlauf.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde mit Beschluss der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 ermächtigt, bis zum 6. Juli 2015 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu TEUR 14.245, allenfalls in mehreren Tranchen, mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinzahlung oder Sacheinlage, auch unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre, zu erhöhen und die näheren Ausgabebedingungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Wandelschuldverschreibungen

In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, gemäß § 174 Abs. 2 AktG bis 6. Juli 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000, auch in mehreren Tranchen, auszugeben, alle Bedingungen, die Ausgabe und das Umtauschverhältnis der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Bedingte Kapitalerhöhung

In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 erfolgte die Beschlussfassung über die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu TEUR 14.245 durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stammaktien zur Gewährung von Bezugs- oder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibungen und Feststellung der Erfordernisse gemäß § 160 Abs. 2 AktG über die Ermächtigung des Vorstands, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen und über die Ermächtigung des Aufsichtsrats, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung nehmen in gleicher Weise wie die zum Zeitpunkt der Ausgabe an der Börse gehandelten Aktien am Gewinn teil.

Eigene Anteile

In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, soweit noch nicht ausgeübt, gemäß § 65 Abs. 1 Z. 8 AktG binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben, wobei der Erwerbskurs je zu erwerbender Stückaktie EUR 1,10 nicht unterschreiten und EUR 110 nicht überschreiten darf, sowie die erworbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen oder zur Durchführung des Mitarbeiterbeteiligungs- bzw. Stock-Option-Programms der Gesellschaft zu verwenden. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen.

Der Konzern hat seit 15. Mai 2006 insgesamt 2.632.432 eigene Aktien zum jeweiligen Börsekurswert im Gesamtwert von TEUR 47.484 gekauft. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden Aktien weder gekauft noch zur Bedienung des Stock-Option-Programms der Gesellschaft verwendet. Zum 31. März 2012 hält der Konzern unverändert zum letzten Bilanzstichtag 2.577.412 eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) mit einem Gesamtkaufpreis von TEUR 46.577. Die Veränderung der eigenen Anteile (nach Steuern) im Geschäftsjahr 2011/12 betrifft ausschließlich auf dieses Eigenkapitalinstrument entfallende Ertragsteuern.

In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand erneut gemäß § 65 Abs. 1b AktG ermächtigt, für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 6. Juli 2015, mit Zustimmung des Aufsichtsrats und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung erworbene eigene Aktien auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Aktienoptionen, Wandelschuldverschreibungen, als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten und für die Veräußerung im Wege eines Accelerated-Bookbuilding-Verfahrens. Hierbei kann das Bezugsrecht der Aktionäre gemäß §§ 169 bis 179 AktG ausgeschlossen und die Ermächtigung ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

Dividende pro Aktie

Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden pro Aktie EUR 0,36 (im Geschäftsjahr 2010/11 EUR 0,10) an Dividenden ausgeschüttet.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

23. Sonstige Rücklagen

Die im Konzernergebnis realisierten Umgliederungsbeträge des sonstigen Ergebnisses und die Entwicklung der sonstigen Rücklagen stellen sich wie folgt dar:

Zur Veräußerung Sicherungs
verfügbare instrumente aus der
Währungsumrech finanzielle Absicherung von Sonstige
(in TEUR) nungsdifferenzen Vermögenswerte Zahlungsströmen Rücklagen
Buchwert zum 31. März 2010 (1.304) 43 (299) (1.560)
Saldo unrealisierter
Veränderungen vor
Umgliederung, nach Steuern (10.777) 1 238 (10.538)
Umgliederung realisierter, im
Konzernergebnis erfasster
Änderungen, nach Steuern -- -- 66 66
Buchwert zum 31. März 2011 (12.081) 44 5 (12.032)
Saldo unrealisierter
Veränderungen vor
Umgliederung, nach Steuern 34.762 (13) (160) 34.589
Umgliederung realisierter, im
Konzernergebnis erfasster
Änderungen, nach Steuern -- -- (2) (2)
Buchwert zum 31. März 2012 22.681 31 (157) 22.555

Zur Darstellung der Ertragsteuern, die auf die einzelnen Bestandteile des sonstigen Ergebnisses einschließlich der Umgliederungsbeträge entfallen, wird auf Erläuterung 7 "Ertragsteuern" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

VI. SONSTIGE ANGABEN

24. Ergebnis je Aktie

Der Gewinn je Aktie ist gemäß IAS 33 "Ergebnis je Aktie" (Earnings per Share) berechnet.

Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt 25.900.000 Stück. Zum Stichtag 31. März 2012 wurden 2.577.412 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden.

Der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie betrug 23,3 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2011/12 bzw. 23,3 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2010/11.

Der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie betrug 23,4 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2011/12 bzw. 23,4 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2010/11.

Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des verwässerten gewichteten Durchschnitts der im Umlauf befindlichen Aktien für die angegebenen Perioden:

Geschäftsjahr
(in 1.000 Stück) 2011/12 2010/11
Gewichteter Durchschnitt der im
Umlauf befindlichen Aktien –
Basisberechnung 23.323 23.323
Verwässernde Auswirkung der
Optionen 48 121
Gewichteter Durchschnitt der im
Umlauf befindlichen Aktien –
verwässerter Wert 23.371 23.444

Unverwässertes Ergebnis je Aktie

Die Basisberechnung des Ergebnisses pro Aktie wird ermittelt, indem man das Konzernergebnis der jeweiligen Periode, das den Aktionären der Gesellschaft zuzurechnen ist, durch den gewogenen Mittelwert der im Umlauf befindlichen Stammaktien der jeweiligen Periode dividiert.

Geschäftsjahr
2011/12 2010/11
Konzernergebnis (in TEUR) 26.550 35.168
Gewichteter Durchschnitt der im
Umlauf befindlichen Aktien –
Basisberechnung (in 1.000 Stück) 23.323 23.323
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 1,14 1,51

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Verwässertes Ergebnis je Aktie

Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem man das Konzernergebnis der jeweiligen Periode, das den Aktionären der Gesellschaft zuzurechnen ist, durch den gewogenen Mittelwert der Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien zuzüglich der Anzahl der möglichen ausständigen Stammaktien der jeweiligen Periode dividiert. Die möglichen ausständigen Stammaktien setzen sich aus den zusätzlich auszugebenden Aktien für ausübbare Optionen zusammen und sind im verwässerten Ergebnis pro Aktie unter der Annahme, dass diese Aktien verwässert sind, enthalten.

Geschäftsjahr
2011/12 2010/11
Konzernergebnis (in TEUR) 26.550 35.168
Gewichteter Durchschnitt der im
Umlauf befindlichen Aktien –
verwässerter Wert (in 1.000 Stück) 23.371 23.444
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 1,14 1,50

Die eigenen Aktien, die zur Bedienung des Stock-Option-Programms reserviert sind, führen nach IAS 33 zu keiner Verwässerung der ausgegebenen Aktien.

25. Vorschlag für die Gewinnverteilung

Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischem Unternehmensrecht aufgestellte Einzelabschluss der AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft zum 31. März 2012 die Grundlage für die Dividendenausschüttung. Dieser Jahresabschluss weist zum 31. März 2012 einbehaltene Gewinne von TEUR 24.237 (TEUR 24.755 zum 31. März 2011) aus.

Die Ausschüttung unterliegt der Zustimmung der Hauptversammlung. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus den einbehaltenen Gewinnen von TEUR 24.237 eine Dividende je ausstehender Aktie in Höhe von EUR 0,32 auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

26. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Eröffnung eines Vertriebsbüros in Chicago

Im April 2012 wurde ein Vertriebsbüro in Chicago eröffnet. Dieses Büro ist als Teil des Tochterunternehmens AT&S Americas LLC der zweite Standort des Konzerns in den USA.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

27. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Im Zusammenhang mit diversen Projekten hat der Konzern Leistungen von Beratungsunternehmen, die im Besitz des Vorsitzenden des Aufsichtsrats (AIC Androsch International Management Consulting GmbH, Wien) bzw. von Aufsichtsratsmitgliedern (Dörflinger Management & Beteiligungs GmbH, Wien, und Rechtsanwälte Riedl & Ringhofer, Wien) stehen, erhalten. Die dabei angefallenen Honorare stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2011/12 2010/11
AIC Androsch International Management
Consulting GmbH 385 411
Rechtsanwälte Riedl & Ringhofer 4 11
Dörflinger Management & Beteiligungs GmbH 4 2
393 424

Zum Bilanzstichtag bestehen keine ausstehenden Salden oder Verpflichtungen gegenüber den benannten Beratungsunternehmen.

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2011/12 und bis zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses waren folgende Personen als Vorstand tätig:

  • DI (FH) Andreas Gerstenmayer (Vorsitzender)
  • Ing. Heinz Moitzi
  • Mag. Thomas Obendrauf

Im Geschäftsjahr 2011/12 waren folgende Personen als Aufsichtsratsmitglieder bestellt:

  • Dr. Hannes Androsch (Vorsitzender)
  • Ing. Willibald Dörflinger (Stellvertreter)
  • Dkfm. Karl Fink
  • DI Albert Hochleitner
  • Mag. Gerhard Pichler
  • Dr. Georg Riedl
  • Dr. Karin Schaupp (seit 7. Juli 2011)
  • DDr. Regina Prehofer (seit 7. Juli 2011)

Vom Betriebsrat waren delegiert:

  • Wolfgang Fleck
  • Johann Fuchs
  • Günther Wölfler
  • Sabine Fussi (seit 8. Juli 2011)

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Anzahl der zugeteilten Aktienoptionen und der Personalaufwand aus zugeteilten Aktienoptionen
stellen sich wie folgt dar:
Anzahl der zugeteilten
Aktienoptionen Personalaufwand
31. März Geschäftsjahr
(in Stück) (in TEUR)
2012 2011 2011/12 2010/11
DI (FH) Andreas Gerstenmayer 80.000 40.000 (43) 112
Ing. Heinz Moitzi 114.000 120.000 (170) 297
Mag. Thomas Obendrauf 34.500 6.000 -- 15
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen -- 90.000 (19) 582
Dr. Harald Sommerer -- -- -- 216
Vorstandsmitglieder gesamt 228.500 256.000 (232) 1.222
Andere Führungskräfte gesamt 103.900 120.000 (101) 328
332.400 376.000 (333) 1.550

Die Aktienoptionen von Herrn Dkfm. Steen E. Hansen waren mit Austrittsdatum (Dienstvertragsende) am 31. Jänner 2011 fällig und waren bis spätestens 31. Jänner 2012 ausübbar. Es wird weiters auf die Erläuterungen zu den Aktienoptionsprogrammen unter Erläuterung 15 "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten" verwiesen.

Im Geschäftsjahr betragen die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands und der leitenden Angestellten:

Geschäftsjahr 2011/12 Geschäftsjahr 2010/11
(in TEUR) Fix Variabel Summe Fix Variabel Summe
DI (FH) Andreas Gerstenmayer 388 203 591 393 299 692
Ing. Heinz Moitzi 308 190 498 308 236 544
Mag. Thomas Obendrauf 322 212 534 143 119 262
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen -- 242 242 365 1.999 2.364
Dr.
Harald Sommerer
-- -- -- -- 394 394
Leitende Angestellte 3.445 711 4.156 3.166 1.135 4.301
6.021 8.557

Die variablen Bezüge im Geschäftsjahr 2010/11 von Herrn Dkfm. Steen E. Hansen beinhalteten großteils die vertragliche Abfertigungszahlung und Abfindung sonstiger Ansprüche im Zusammenhang mit den vorzeitigen Beendigung des Vorstandsvertrages. Weiters beinhalteten die variablen Bezüge im Geschäftsjahr 2010/11 von Herrn Dkfm. Steen E. Hansen und von Herrn Dr. Harald Sommerer den Barausgleich für ausgeübte Aktienoptionen.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen der Mitglieder des Vorstands und der leitenden Angestellten betragen:

Abfertigungen Pensionen
Geschäftsjahr
Geschäftsjahr
(in TEUR) 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11
Vorstandsmitglieder und
leitende Angestellte 114 350 218 225

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Auf das Geschäftsjahr entfallende und der Hauptversammlung vorgeschlagene Gesamtvergütung für persönlich erbrachte Leistungen der Mitglieder des Aufsichtsrats:

Geschäftsjahr 2011/12 Geschäftsjahr 2010/11
(in TEUR) Fix Variabel Summe Fix Variabel Summe
Dr. Hannes Androsch 33 11 44 34 15 49
Ing. Willibald Dörflinger 29 6 35 27 7 34
Dkfm. Karl Fink 24 6 30 24 7 31
DI Albert Hochleitner 23 6 29 24 7 31
Mag. Gerhard Pichler 23 6 29 25 7 32
Dr. Georg Riedl 23 6 29 24 7 31
Dr. Karin Schaupp 16 6 22 -- -- --
DDr. Regina Prehofer 15 6 21 -- -- --
186 53 239 158 50 208

Aktienbesitz der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats zum 31. März 2012:

Summe Aktien
Aktien Optionen und Optionen % Kapital
Vorstandsmitglieder 1.672 228.500 230.172 0,90
Aufsichtsratsmitglieder:
Dr. Hannes Androsch 445.853 -- 445.853 1,72
Übrige Aufsichtsratsmitglieder 28.412 -- 28.412 0,11
Summe Aufsichtsratsmitglieder 474.265 -- 474.265 1,83
Privatstiftungen:
Androsch Privatstiftung 5.570.666 -- 5.570.666 21,51
Dörflinger Privatstiftung 4.594.688 -- 4.594.688 17,74
Summe Privatstiftungen 10.165.354 -- 10.165.354 39,25
10.641.291 228.500 10.869.791 41,97

28. Aufwendungen für Konzernabschlussprüfer

Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2011/12 2010/11
Konzern-
und Jahresabschlussprüfung
123 132
Andere Bestätigungsleistungen 29 11
Sonstige Leistungen 5 9
157 152

Darin sind die Aufwendungen für andere Netzwerkmitglieder des Konzernabschlussprüfers beispielsweise für die Abschlussprüfung der Tochterunternehmen oder Steuerberatungsleistungen nicht enthalten.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

29. Personalstand

Die Durchschnittszahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter betrug:

Geschäftsjahr
2011/12 2010/11
Arbeiter 5.928 5.643
Angestellte 1.489 1.344
7.417 6.987

Die Ermittlung des Personalstandes beinhaltet Leihpersonal im Bereich der Arbeiter für das Geschäftsjahr 2011/12 in durchschnittlicher Höhe von 3.730. und für das Geschäftsjahr 2010/11 in durchschnittlicher Höhe von 3.624.

Leoben-Hinterberg, am 9. Mai 2012

Der Vorstand:

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h. Mag. Thomas Obendrauf e.h.

KONZERNLAGEBERICHT

Konzernlagebericht 2011/12

1. Unternehmensprofil

AT&S zählt weltweit zu den führenden Unternehmen der Branche und ist in Europa und Indien bereits der größte Leiterplattenproduzent. Das Werk in Shanghai ist das größte auf HDI-Technologie spezialisierte Werk Chinas. Das Produktportfolio der AT&S umfasst einseitige, doppelseitige, mehrlagige, HDI (High Density Interconnection; eine mehrlagige Leiterplatte mit extrem feinen Strukturen), flexible, starrflexible und semiflexible Leiterplattenvarianten. Das Leistungsspektrum beinhaltet unterschiedlichste Techniken der Behandlung von Leiterplatten unter Einsatz verschiedener Basismaterialien.

Im Laufe der Zeit haben sich Mobiltelefone zu Multimediageräten mit GPS, Kamera, Fernsehen und sonstigen Zusatzfunktionen entwickelt. Die Branche Mobile Devices umfasst neben Mobiltelefonen auch Digitalkameras, Musik-, Videoplayer usw. Zunehmende Nachfrage nach technologisch komplexen Bauteilen besteht verstärkt auch im Bereich Industrial, der insbesondere Industrieelektronik, Mess- und Regeltechnik, Medizintechnik, Anwendungen für die Luftfahrt sowie Industriecomputer umfasst. In der Regel sind in diesem Bereich viele kleine Aufträge verschiedener Technologien und Spezifikationen zu fertigen. Auch im Automotive-Bereich steigt die Komplexität der Leiterplatten aufgrund der immer leistungsfähigeren in Automobilen verbauten Elektronik und des Bedarfes an höher integrierten Systemen, unter anderem zur Erhöhung der Sicherheit und Information für den Fahrzeuglenker. Neben Standardleiterplatten kommt daher vermehrt die HDI-Technologie zur Anwendung. Der Trend zur Miniaturisierung und zu komplexeren Bauteilen charakterisiert generell die technologischen Herausforderungen für Leiterplattenproduzenten.

Aus Produktionsstätten in Europa und Asien sowie einem Vertriebsnetzwerk, das vier Kontinente umspannt, beliefert AT&S weltweit agierende Konzerne. Gleichzeitig bedient AT&S auch die Nachfrage von kleineren Unternehmen und fertigt Prototypen und Kleinserien. Mit ihren gegenwärtigen Produktionskapazitäten ist AT&S in der Lage, sowohl die in Asien bestehende Volumensproduktion als auch das europäische Nischengeschäft zu bedienen. Die Produkte werden direkt bei den Erstausrüstern (OEM – Original Equipment Manufacturer) und bei Auftragsfertigern (CEM – Contract Electronic Manufacturer) abgesetzt.

AT&S ist auch technologisch einer der führenden Leiterplattenhersteller. Die hervorragenden Leistungen im Bereich Forschung und Entwicklung stellen eine dafür wesentliche Voraussetzung dar. AT&S arbeitet in Netzwerken aus Kunden, Lieferanten und Forschungseinrichtungen an immer neuen innovativen Techniken. Darüber hinaus besitzt das Unternehmen profunde langjährige Erfahrung im Bereich der industriellen Großserienfertigung. Die laufende Optimierung der Geschäftsprozesse ist eines der wesentlichen Kernelemente der Unternehmensstrategie.

Das Kerngeschäft der AT&S ist die Entwicklung und Herstellung von Leiterplatten für Groß- und Kleinserien sowie Prototypen. Die Leiterplatten werden nach den Kundenspezifikationen maßgeschneidert und hergestellt. Um einerseits den Kunden ein umfangreicheres Leistungsspektrum anzubieten und andererseits die eigene Marktposition zu stärken, bietet AT&S auch Designleistungen an. Mit der Embedding-Technologie kann AT&S in Zukunft nun auch Bestückungs- und Chip-Packing-Dienstleistungen anbieten.

KONZERNLAGEBERICHT

2. Geschäftsverlauf und Lage

Der weltweite Leiterplattenbedarf ist im abgelaufenen Kalenderjahr um 5,6 % im Vergleich zum Vorjahr auf rund USD 59 Mrd. gestiegen. Unsere Märkte sind fundamental weiterhin intakt und wir gehen mittel- bis langfristig weiterhin von attraktiven Wachstumsraten, vor allem im Bereich Mobile Devices, aus. Gleichzeitig hat sich in der Elektronikindustrie allgemein, aufgrund der derzeitigen weltwirtschaftlichen Lage die Visibilität künftiger Bedarfe reduziert.

Wesentlicher Wachstumsfaktor wird auch künftig der Bereich Mobile Devices mit den Applikationen Smart Phones und Tablet PCs sein. Der Anteil der Smart Phones am gesamten Mobile Phone Markt wird weiter zu nehmen. Auch im Bereich Automotive wird mit einer guten Entwicklung, besonders in China, gerechnet. Für den Industriesektor geht man in der Branche von einem moderaten Wachstum, insbesondere in Europa aus.

Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 war geprägt von der wirtschaftlichen Situation in Asien nach dem Erdbeben in Japan. So verringerte sich der Quartalsumsatz gegenüber dem vierten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres um EUR 12,7 Mio. bzw. um 10 %. Dieser Umsatzrückgang konnte in den darauffolgenden Quartalen wieder wettgemacht werden, sodass wir nach 3 Quartalen bereits um EUR 7 Mio. über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres lagen. Das vierte Quartal des aktuellen Geschäftsjahres brachte mit EUR 142,4 Mio. für den AT&S-Konzern den höchsten je erzielten Umsatz.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2011/12 konnten die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um EUR 26,3 Mio. bzw. 5 % auf EUR 514,2 Mio. gesteigert werden.

In geographischer Hinsicht zeigt sich aufgrund der in Asien zusätzlich installierten Kapazitäten eine weitere Verschiebung der Produktionstätigkeit von Europa nach Asien. Der Anteil des Segmentnettoumsatzes von Asien an den Gesamterlösen beträgt daher im Geschäftsjahr 2011/12 bereits 73 % (im Vorjahr 69 %). Im Segment Europa konnten wir vor allem im Bereich von Kleinserien und Nischenprodukten interessante Aufträge gewinnen

Mobile Devices ist mit EUR 302,4 Mio. Verkaufserlösen bzw. einem Umsatzanteil von 59 % (Vorjahr 56 %) weiterhin die mit Abstand größte Absatzbranche des AT&S-Konzerns. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um 11 %. Die Strategie der AT&S, sich auf das unter anderem ertragreichere High-End-Segment zu konzentrieren, hat sich als erfolgreich erwiesen.

Der Bereich Automotive konnte nach der Steigerungsrate im Vorjahr von 46 % mit 41 % im aktuellen Geschäftsjahr weiter deutlich wachsen. Einzig der Bereich Industrie musste einen Umsatzrückgang von EUR -29,1 Mio. hinnehmen. Dies ist auf den allgemein negativen Trend des Industriesektors in Europa zurück zu führen.

Hinsichtlich der Umsatzverteilung nach Ländern ist langfristig der Trend der Industrieverlagerung von Europa nach Asien erkennbar. So konnte der Umsatz mit unseren asiatischen Kunden um 57 % gesteigert werden, auch der Umsatz mit europäischen Kunden ist leicht gestiegen. Der Umsatz mit Produzenten in Kanada, USA und Mexiko war hauptsächlich durch geänderte Produktionsallokationen zwischen OEM und CEM rückläufig.

Der Bruttogewinn verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 89,8 Mio. auf EUR 83,5 Mio. und damit um EUR 6,3 Mio. Der Grund dafür ist die höhere Belastung durch Abschreibungen, die für die abgeschlossenen Kapazitätsausbauten in China und Indien entstanden sind. Die Verwaltungs- und Vertriebskosten blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert, das Betriebsergebnis sank leicht auf EUR 42,1 Mio. (Vorjahr EUR 46,5 Mio.). Die EBIT Marge beträgt damit 8,2 % und ist um 1,3 Prozentpunkte geringer als im vergangenen Geschäftsjahr.

KONZERNLAGEBERICHT

Das Segmentergebnis in Europa sank nur leicht von EUR 18,0 Mio. auf EUR 17,6 Mio., jenes in Asien von EUR 39,4 Mio., auf EUR 29,5 Mio. Grund dafür sind die gestiegenen Aufwendungen für Abschreibungen an den Standorten Shanghai und Indien.

Das Konzerneigenkapital zum Bilanzstichtag 31. März 2012 beträgt EUR 283,1 Mio. und hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 53,3 Mio. erhöht. Der Anstieg ist zum einen auf das positive Konzernjahresergebnis von EUR 26,5 Mio. zurückzuführen, zum anderen erhöhte sich das sonstige Ergebnis aufgrund von Währungsdifferenzen auf EUR 34,6 Mio. Die Eigenmittelquote zum Bilanzstichtag von 41 % bedeutet eine Erhöhung von rund 1 Prozentpunkt gegenüber dem vorgehenden Bilanzstichtag und zeigt eine weiterhin starke Eigenkapitalausstattung.

Die Nettoverschuldung des AT&S-Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011/12 um EUR 48,8 Mio. auf EUR 242,5 Mio. und somit in einem zur Investitionstätigkeit vergleichsweise geringen Ausmaß. Durch den hohen operativen Cashflow von EUR 87,2 Mio. konnte ein Großteil der Investitionsausgaben von EUR 113,2 Mio. aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Der verbleibende Anteil wurde durch entsprechende Aufnahme von Fremdmitteln abgedeckt. Gemäß der Expansionsphase beträgt der Nettoverschuldungsgrad zum Bilanzstichtag 86 % und liegt daher etwas über dem Vorjahreswert von 84 %. Zur Berechnungsmethode der Kennzahlen bzw. zu weiterführenden Erläuterungen wird auf den Anhang zum Konzernabschluss, Abschnitt "II. Risikobericht" verwiesen.

Im Rahmen der Investitionstätigkeit der AT&S erfolgten im Geschäftsjahr 2011/12 insgesamt EUR 97,6 Mio. Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Vorwiegend betreffen die Investitionen den Endausbau des bestehenden Werkes in China sowie die Errichtung des Standortes in Chongqing, China, aber auch Anlagen für neue Technologien und Innovationsprojekte in den österreichischen Werken.

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 2011/12 in der AT&S unter Einbeziehung der Leiharbeiter 7.417 Mitarbeiter und damit um 430 mehr Personen gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt (2010/11: 6.987) tätig. Der Beschäftigungsstand erhöhte sich zum Großteil durch die Expansion an den Standorten in China.

Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, stellen gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter einen wesentlichen Baustein dar. AT&S legt daher besonderen Wert auf internationale Aus- und Weiterbildungsprogramme, die neben den fachlichen Kompetenzen auch die interkulturellen Fähigkeiten weiterentwickeln. In technischen Schulungen, interkulturellen Trainings sowie speziellen Management- und Führungskräfteentwicklungs-Programmen werden die Mitarbeiter der AT&S adäquat auf gegenwärtige und zukünftige Aufgaben vorbereitet. Zur Nachwuchsförderung werden in Österreich Lehrlinge in fünf verschiedenen Berufsgruppen ausgebildet, und in Indien beteiligt sich AT&S umfassend an einem Qualifizierungsprogramm für Industriearbeiter.

Ein transparentes und leistungsorientiertes Vergütungssystem fördert das unternehmerische Denken und Handeln der Mitarbeiter. Das Bonussystem basiert seit dem Geschäftsjahr 2010/11 auf den Kenngrößen Cash Earnings und ROCE und blieb somit gegenüber dem vergangenen Jahr unverändert. Die Einbeziehung der Kennzahl der Cash Earnings steht auch im Einklang mit der Dividendenpolitik der AT&S der vergangenen Jahre.

Nachhaltiges Wirtschaften und der schonende Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen haben für AT&S höchste Priorität. AT&S kombiniert die drei Faktoren Qualität – Umwelt – Mensch in einem integrierten Managementsystem. Dieses einheitliche Regelwerk basiert auf den internationalen Qualitätsnormen ISO 9001, ISO/TS 16949 (Qualitätsmanagement der Automobilindustrie), der Umweltnorm ISO 14001 sowie auf dem Standard OHSAS 18001 für den

KONZERNLAGEBERICHT

Bereich Sicherheit und Gesundheit. Regelmäßige interne Audits und Überprüfungen durch unabhängige Dritte bestätigten für das Geschäftsjahr 2011/12 die Einhaltung des Managementsystems.

Besondere Anliegen sind Sicherheit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit der AT&S-Mitarbeiter. Diesbezügliche weltweit durchgeführte Aktivitäten folgen dem Sicherheits- und Gesundheitsmanagement-Konzept der OHSAS 18001. Der langfristige Erfolg der zahlreichen Programme zeigt sich anhand der Reduktion der Unfallrate im Mehrjahresvergleich.

Zum Umweltschutz ist hervorzuheben, dass die AT&S bereits im Geschäftsjahr 1996/97 als einer der ersten Leiterplattenhersteller das Umweltmanagement nach ISO 14001 eingeführt hat. Da AT&S weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus umweltschützende Maßnahmen setzt, wird die AT&S von Zertifizierungsstellen sogar als Vorreiter in Umweltfragen gesehen. Über gesetzliche Forderungen hinaus strebt die AT&S ständig danach, ihre Produkte und Dienstleistungen umweltfreundlicher zu gestalten. Bis dato hat die AT&S in Shanghai EUR 30 Mio. in Umweltschutzmaßnahmen investiert. Die AT&S hat für Ihre Arbeit in diesem Bereich bereits verschiedenste Auszeichnungen in China, Indien und Österreich erhalten, die lokale Regierung in China bezeichnet die AT&S sogar als Benchmark in der Industrie.

Der sparsame Verbrauch von Ressourcen ist bei der kontinuierlichen Verbesserung von Produkten, Verfahren und Prozessen eine wichtige Zielsetzung. Aktuelle Projekte betreffen die langfristige jährliche Reduktion von CO2-Ausstoß je m 2 Leiterplatte in allen Werken, die Senkung des Wasserverbrauchs sowie ein optimales Ressourcen- und Abfallmanagement. Dieses Engagement möchte die AT&S noch weiter forcieren und den Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) im Unternehmen stärker positionieren.

Als wesentliche Rohstoffmaterialien wurden im Geschäftsjahr 2011/12 rund 645 kg reines Gold (2010/11: 689 kg), 2.001 Tonnen Kupfer (2010/11: 2.400 Tonnen), 10,8 Mio. m2 Laminate (2010/11: 11,3 Mio. m2 ) und rund 53.200 Tonnen verschiedene Chemikalien (2010/11: 47.300 Tonnen) verbraucht. Der Strombedarf belief sich im Geschäftsjahr 2011/12 auf rund 309 GWh (2010/11: 252 GWh).

Hinsichtlich bedeutender Ereignisse nach dem Bilanzstichtag wird auf die Erläuterungen im Anhang zum Konzernabschluss, Erläuterung 26 "Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" verwiesen.

KONZERNLAGEBERICHT

3. Tochterunternehmen und Repräsentanzen

  • Um den steigenden Kapazitätsanforderungen gerecht zu werden, wurden bei der 100-%-Tochter AT&S (China) Company Limited bereits in den vergangenen Geschäftsjahren laufend Kapazitäten aufgebaut. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden aufgrund der verstärkten Nachfrage zwei weitere HDI-Produktionslinien in Betrieb genommen. Damit ist der Ausbau - kapazitätsmäßig - an diesem Standort abgeschlossen.
  • Bei der AT&S Korea Co., Ltd. zeigte sich zu Beginn des Geschäftsjahres eine rückläufige Umsatzsituation. Diese konnte im Verlauf des Geschäftsjahres aber kontinuierlich verbessert werden, sodass wir zuversichtlich in das neue Geschäftsjahr gehen können. Insbesondere der Medizintechnikbereich wird als aussichtsreicher Wachstumsmarkt angesehen.
  • Bei der AT&S India Private Limited hatten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einer Unterauslastung zu kämpfen. Die Kostensituation war durch eine instabile öffentliche Energieversorgung belastet. Für das Geschäftsjahr 2012/13 sehen wir aber eine positive Entwicklung.
  • Der neue Produktionsstandort in Chongqing, China ist derzeit im Bau. Im Mai wird die Fertigstellung des Gebäudes erfolgen. Der weitere Ausbau wird stufenweise in Abstimmung mit den Auslastungs-, Produktions- und technologischen Anforderungen erfolgen.
  • Im Herbst 2011 wurde mit der AT&S (Taiwan) Co., Ltd. eine weitere Vertriebsgesellschaft gegründet. Sie ist eine 100-%-Tochtergesellschaft der AT&S Asia Pacific Ltd. und wird schwerpunktmäßig den Bereich Mobile Devices in Asien betreuen.

4. Kapitalanteilsstruktur und Angaben zu Gesellschafterrechten

Zum Bilanzstichtag per 31. März 2012 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft EUR 28.490.000 und besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,1 pro Aktie. Das Stimmrecht in der Hauptversammlung wird nach Stückaktien ausgeübt, wobei je eine Stückaktie das Recht auf eine Stimme gewährt. Sämtliche Aktien lauten auf Inhaber.

Die maßgeblichen Beteiligungen an der Konzernmuttergesellschaft AT&S AG zum Bilanzstichtag stellen sich wie folgt dar:

Aktien % Kapital % Stimmrechte
Dörflinger-Privatstiftung:
Karl-Waldbrunner-Platz 1
A-1210 Wien
4.594.688 17,74 % 19,70 %
Androsch Privatstiftung:
Franz-Josefs-Kai 5
A-1010 Wien
5.570.666 21,51 % 23,89 %

Zum Bilanzstichtag werden 2.577.412 Stück eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) gehalten. Die zuletzt am 7. Juli 2010 beschlossene Ermächtigung des Vorstands, bis zu 10 % des Grundkapitals der AT&S AG am Markt binnen 30 Monaten zurückzukaufen, läuft somit bis 6. Jänner 2013. Die eigenen Aktien können zur Bedienung des Stock-Option-Programms der Gesellschaft verwendet oder auch veräußert werden.

KONZERNLAGEBERICHT

Bis zum 6. Juli 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu EUR 14.245.000 durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 nennbetragslosen Inhaberstückaktien unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes zu erhöhen.

Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand weiters bis zum 6. Juli 2015 bei Bedarf unter Ausschluss des Bezugsrechtes Wandelschuldverschreibungen von bis zu EUR 100.000.000 ausgeben. Zur Gewährung von Bezugs- oder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu EUR 14.245.000 durch die Ausgabe von bis zu 12.950.000 neuen Inhaberaktien zu erhöhen.

Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden Dr. Karin Schaupp und DDr. Regina Prehofer (ab 7. Juli 2011) sowie Sabine Fussi (ab 8. Juli 2011) als Mitglieder des Aufsichtsrats ernannt.

Weiterführend wird auf die Erläuterungen im Anhang zum Konzernabschluss, Erläuterung 22 "Gezeichnetes Kapital" verwiesen.

5. Forschung und Entwicklung

Innerhalb der AT&S ist der Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) die treibende Kraft bei der Identifizierung neuer und bei der Weiterentwicklung angewendeter Technologien. Durch nachhaltige Erfolge konnte sich AT&S die Position eines Technologieführers in der High-End-Leiterplattenfertigung erarbeiten.

AT&S verfügt über einen zweistufigen Innovationsprozess. In den Forschungseinrichtungen des auch technologischen Headquarters Leoben-Hinterberg werden die Entwicklungen in den Bereichen Materialien, Prozesse und Applikationen bis zu dem Punkt durchgeführt, an dem die prinzipielle Machbarkeit der Technologie erreicht ist. Dieser Tätigkeitsbereich umfasst somit die Angewandte Forschung und Technologieevaluierung. Anschließend ist es Aufgabe der lokalen Abteilung für Technologieentwicklung und Implementierung in den Werken der AT&S sowie der Tochtergesellschaften, die Prozesse und Produkte mittels experimenteller Entwicklung weiterzuentwickeln und neue Prozesse in den bestehenden Produktionsablauf zu integrieren, sodass mit einer optimierten Ausbeute produziert werden kann.

Um auch künftig technologisch an der Weltspitze zu bleiben, arbeitet die AT&S mit zahlreichen externen Partnern zusammen. Einerseits werden kundenseitig Anforderungen und Ideen für zukünftige Produkte mitgeteilt, andererseits leitet AT&S aus zukünftigen Applikationen neue Techniken ab, wie etwa die Embedding Component Packaging Technologie (ECP® Technologie). Je nach Bedarf werden zusätzlich zu den eigenen Ressourcen auch Kooperationen mit Forschungseinrichtungen oder Lieferanten eingegangen.

Der Kern der Technologiestrategie kann in 3 Hauptziele eingeteilt werden:

  • Fokus auf das Hochtechnologiesegment: neue Produkte und Technologien, die in der AT&S entwickelt werden, kommen im Hochtechnologiesegment des entsprechenden Marktes zum Einsatz.
  • Größerer Beitrag zur Wertschöpfungskette: neue Produkte und Technologien, die in der AT&S entwickelt werden, decken einen größeren Teil der Wertschöpfungskette der Herstellung von elektronischen Geräten ab.

KONZERNLAGEBERICHT

Geringerer Verbrauch von natürlichen Ressourcen: neue Produkte und Technologien, die in der AT&S entwickelt werden, haben einen geringeren Verbrauch an natürlichen Ressourcen (z.B. Materialien, Wasser, Energie) als herkömmliche Produkte/Technologien.

Basierend auf diesen strategischen Grundlagen, den Kundenanforderungen, sowie den Entwicklungen der Lieferanten, wurden 4 Kernentwicklungsgebiete identifiziert:

1. Interconnect Density:

In diesem Bereich ist es das Ziel, die Leiterplatte laufend zu verkleinern und die Komplexität zu erhöhen. Die Herausforderung liegt darin, die Leiterstrukturen zu verkleinern und die Dicke der Leiterplatte zu reduzieren.

2. Mechanical Integration:

Ziel ist eine verbesserte Integration der Leiterplatte als Komponente des elektronischen Geräts. Starrflexible Leiterplatten, Kavitäten, Einlagetechniken bis zu vollflexiblen Leiterplatten werden entwickelt.

3. Functionality Integration

Dieses Entwicklungsgebiet fokussiert auf Integration zusätzlicher Funktionalitäten in der Leiterplatte. Zusätzlich zur aktuellen AT&S ECP® - Technologie sollen weitere Lösungen zum Einbetten von Komponenten in die Leiterplatte gefunden werden.

4. Printed Solutions:

Hier liegt der Fokus auf neuen Lösungen, die den Verbrauch von Wasser und anderen natürlichen Ressourcen (z.B. Kupfer) reduzieren. Neue Verfahren basierend auf der Drucktechnologie werden entwickelt, um einen minimalen Einsatz natürlicher Ressourcen zu ermöglichen.

Die Gesamtaufwendungen für Forschung & Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr 2011/12 auf EUR 32,9 Mio. gegenüber EUR 28,3 Mio. im Vorjahr. In Relation zum Umsatz entspricht dies einer Quote von 6,4 % bzw. 5,8 % im Vorjahr.

6. Wesentliche Risiken, Ungewissheiten und Chancen

Das unternehmensweite Risiko- und Chancenmanagement-System enthält in dem auf Konzernebene definierten Risikokatalog folgende Risikokategorien:

  • Beschaffungsrisiken
  • Finanzrisiken
  • Markt- bzw. Absatzrisiken
  • Organisationsrisiken
  • Produktrisiken
  • Strategische Risiken
  • Umfeldrisiken

KONZERNLAGEBERICHT

Risiko ist dabei ganz allgemein als eine negative Abweichung vom Unternehmensplan definiert. Als Chance wird konsequenterweise eine positive Abweichung von den Unternehmenszielen verstanden. Die individuell identifizierten und bewerteten Risiken bzw. Chancen, deren Auswirkung auf das budgetierte Jahresergebnis größer EUR 0,25 Mio. und deren Eintrittswahrscheinlichkeit größer 1 % ist, werden mittels eines stochastischen Verfahrens (Monte-Carlo-Simulation) zur Gesamtrisikoposition des Konzerns aggregiert. Bei der individuellen Bewertung der Risiken werden jeweils Werte für den schlimmsten (worst case), den besten (best case) und den wahrscheinlichsten (most likely case) Fall ermittelt.

Organisatorisch fällt das Risikomanagement in die Verantwortung des Finanzvorstandes, welcher auch die Aufsicht darüber hat. In regelmäßigen Abständen wird dem Prüfungsausschuss die aktuelle Risikogesamtposition des Konzerns berichtet. Der Gesamtvorstand lässt sich in strukturierter Weise quartalsweise vom Risikomanagement berichten.

Als Vorteil gegenüber dem Mitbewerb werden die solide Kapitalausstattung, die technologische Spitzenposition und die Positionierung von AT&S durch die Kombination der im Konzern verfügbaren Standorte in Österreich und Asien gesehen. Der europäische und amerikanische Markt kann durch schnelle Produktion und Lieferzeiten der österreichischen Werke sowie kostenvorteilhafte Produktionskapazitäten in Asien bedient werden. Für den globalen Markt besteht langjährige Erfahrung in der HDI-Technologie und das Werk in Shanghai ist nicht nur das größte Werk der AT&S-Gruppe, sondern überhaupt das größte auf HDI-Technologie spezialisierte Werk Chinas. Durch den gegenwärtigen Ausbau der bestehenden Werke im Konzern sowie die Errichtung eines weiteren Werks in China (Chongqing) und dementsprechend zusätzlichen Kapazitäten ergeben sich umfassende Chancen für Umsatz- und Ertragsteigerungen.

Die Business-Unit-spezifischen Chancen und Risiken

Die Risiken, Ungewissheiten und Chancen von AT&S sind grundsätzlich von den weltweiten Entwicklungen am Leiterplattenmarkt geprägt.

Markt- und technologieseitig ist zu beobachten, dass der Trend zur steigenden Funktionalität von Geräten und die Durchdringung von elektronischen Systemen im Alltag anhält. In dem gesamten Geschäftsfeld Mobile Devices hat sich die AT&S mit ihren Tochtergesellschaften bereits konsequent auf das High-End-Segment konzentriert. Dieser Bereich umfasst neben Smartphones und Tablet PCs auch weitere Produkte wie etwa Spielkonsolen, Digitalkameras und tragbare Musicplayer. Für die nächsten Jahre wird dieses Segment weiterhin als Wachstumsmotor gesehen. Die AT&S ist insbesondere mit ihren Kapazitäten in China, Fertigungstechnologien und höchsten Qualitätsstandards in der Lage, die weltweit namhaftesten Anbieter dieser Produkte global zu bedienen. Ungewissheiten und Chancen hängen zum einen von der Marktentwicklung selbst, zum anderen auch davon ab, inwieweit es weiterhin gelingt, sich gegenüber dem Mitbewerb erfolgreich zu unterscheiden.

Der Industrial Markt ist durch unterschiedliche Technologieanforderungen seitens einer Vielzahl von Kunden geprägt. Höchste Flexibilität und die Fähigkeit, sich sehr schnell auf wechselnde Spezifikationen und Technologien einzustellen, stellen eine Grundvoraussetzung dar, um in diesem Bereich erfolgreich zu sein. Insbesondere die österreichischen Werke der AT&S sind hervorragend auf diese Anforderungen eingestellt. In enger Kooperation mit unterschiedlichen Kunden werden laufend neue Technologien und andere Projekte vorangetrieben. Die Produktlebenszyklen im Industriesegment sind im Vergleich zu jenen im Bereich Mobile Devices länger. Der Standort Indien bietet die Möglichkeit, diese Produkte kostenoptimal herstellen zu können. Ergänzt wird das Produktionsportfolio im Industriebereich durch das Werk in Südkorea, welches etwa auf flexible Leiterplatten und auf Leiterplatten für den Medizinbereich spezialisiert ist. Die Spezialisierung in der Werksausrichtung stellt für die AT&S ein wesentliches Chancenpotential dar.

KONZERNLAGEBERICHT

Im Geschäftsfeld Automotive ergeben sich aufgrund des stetig steigenden Elektronikanteils, welcher immer komplexere Anforderungen zu erfüllen hat und somit auch die Anforderungen an die Leiterplatten immer weiter zunehmen, weitere Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten. Wie schon in den Jahren zuvor war die AT&S auf ihrem Kernmarkt Europa auch im abgelaufenen Geschäftsjahr führender Leiterplattenproduzent im Automotive-Segment. Um weiter wachsen zu können, wird die Expansion in andere Märkten vorangetrieben. Dabei wird auf bestehende Strukturen zurückgegriffen. Zusätzliche Investitionen sind nur bedingt notwendig. Der Schritt aus dem Kernmarkt hinaus stellt ein weiteres Chancenpotential dar.

Der Bereich Advanced Packaging, eine Technologie, welche von der AT&S zur Marktreife gebracht wurde, birgt enormes Chancenpotential in sich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die erste Produktionslinie aufgebaut und mit der Serienproduktion begonnen.

Absatzrisiken

Der Konzern erzielt derzeit seine Umsatzerlöse im Wesentlichen in den Bereichen Mobile Devices, Automobil und Industrie. Eine Reduktion des zukünftigen Mengenwachstums in diesen drei Bereichen kann negative Effekte auf die produzierten Mengen und in weiterer Folge auf das Konzernergebnis haben. Insbesondere der Bereich Mobile Devices mit einem Anteil von 59 % am Gesamtumsatz hat hierbei eine relativ große Hebelwirkung.

AT&S hat im vergangenen Geschäftsjahr ca. 600 Kunden beliefert, wobei die größten 5 Kunden rund 58 % zum Gesamtumsatz beigetragen haben. Obwohl AT&S Geschäftsbeziehungen mit neuen Kunden aufbaut, ist davon auszugehen, dass die Kundenkonzentration in nächster Zeit hoch bleiben wird. Absatzrisiken bestehen daher insbesondere durch negative Mengenabweichungen beim Absatz mit Großkunden. Wesentliche Geschäftsrückgänge bei unseren Großkunden sowie Verschlechterungen der Geschäftsbeziehungen mit unseren Hauptkunden können schließlich zu einer Reduktion der verkauften Mengen führen.

Kundenseitig werden immer höhere Anforderungen an die Werkssicherheit, die Datensicherheit und an die soziale Verantwortung Mitarbeitern gegenüber gestellt. In den Werken der AT&S finden daher regelmäßig von Kunden durchgeführte Audits statt. Um die Kundenbeziehungen zu stärken, werden die aufgezeigten Verbesserungsvorschläge sofern möglich umgesetzt.

Neben mengenbedingten Abweichungen haben auch negative Preisabweichungen einen direkten negativen Einfluss auf das Konzernergebnis. Das Preisniveau für Leiterplatten wird dabei wesentlich von der weltweiten Nachfrage und von den zur Verfügung stehenden Produktionskapazitäten bestimmt. Insbesondere die in den letzten Jahren stark gestiegene Nachfrage nach Leiterplatten des High-End-Segmentes im Bereich Mobile Devices, die in so genannten Smartphones zum Einsatz kommen, hat das Preisniveau im letzten Jahr positiv beeinflusst. Eine Verlangsamung dieses Trends zu höherwertigen Mobiltelefonen kann zu negativen Effekten in Bezug auf die Rentabilität des Konzerns führen. Schon heute ist erkennbar, dass sich der Smartphonemarkt zu einem Massenmarkt entwickelt. Für den zukünftigen Erfolg der AT&S wird es daher wesentlich sein, andere bzw. neue Nischenmärkte zu erschließen.

KONZERNLAGEBERICHT

7. Internes Kontrollsystem und Risikomanagement

7.1. Unternehmensweites Risikomanagementsystem

Die AT&S hat sich einen Ethik- und Verhaltenskodex auferlegt, der beschreibt, wie AT&S ihre Geschäfte auf ethische und sozialverantwortliche Weise führt. Diese Richtlinien gelten für alle Aktivitäten der AT&S-Gruppe weltweit, wobei jeder Mitarbeiter verantwortlich ist, sich bei der Ausübung seines Berufes und der täglichen Arbeit ausnahmslos an diesen Kodex zu halten.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und Risikomanagement (siehe Abschnitt 7.2.) ist integrierter Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. In Anlehnung an das Rahmenkonzept von COSO (The Committee of Sponsoring Organization of the Treadway Commission) werden unter dem Begriff des unternehmensweiten Risikomanagements das eigentliche Risikomanagement sowie das interne Kontrollsystem (IKS) subsumiert. Die wesentlichen Merkmale des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie der internen Revision in der AT&S sind in einem konzernweiten Risikomanagement- und Revisionshandbuch festgehalten.

Das Risiko- und Chancenmanagementsystem enthält in dem auf Konzernebene definierten Risikokatalog neben den Finanzrisiken weitere Risikokategorien, die sich insbesondere auf strategische Risiken, Markt- und Beschaffungsrisiken, Umfeldrisiken und operative sowie Organisationsrisiken beziehen. Der Risikokatalog, der einen Orientierungsrahmen für die Unternehmensbereiche bei der Risikoidentifikation darstellt, wird dynamisch an die sich verändernde Unternehmenssituation angepasst. Wichtigste Zielsetzung des konzernweiten Risiko- und Chancenmanagements ist die Optimierung der Gesamtrisikoposition bei gleichzeitiger Nutzung der sich bietenden Chancen. Es erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an die Führungs- und Aufsichtsgremien.

Organisatorisch ist eine direkt dem Vorstand zugeordnete Stabstelle eingerichtet, die sowohl die konzernweite Koordination des Risikomanagements und internen Kontrollsystems als auch die Tätigkeiten der internen Revision wahrnimmt bzw. leitet. Gemäß der Geschäftsordnung für den Vorstand ist die Stabstelle dem Finanzvorstand unterstellt. Die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, der internen Revision und des Risikomanagementsystems sowie die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sind unter anderem, besondere Aufgabenbereiche des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates. Neben der Einbindung des Prüfungsausschusses in den Rechnungslegungsprozess bei der Quartalsberichterstattung erfolgt auch eine regelmäßige Risikoberichterstattung und über die Tätigkeiten der internen Revision an den Prüfungsausschuss (Risiko- und Revisionsbericht). Der Prüfungsausschuss berichtet seinerseits an die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats.

Die Führungskräfte der AT&S sind als Risikoverantwortliche für die Identifikation, Analyse, Steuerung und Überwachung der Risiken in ihrem jeweiligen Bereich zuständig. Die lokale Werksleitung ist darüber hinaus für die Umsetzung des Risikomanagementprozesses in ihren Zuständigkeitsbereichen verantwortlich. Risikomanagementkoordinatoren in der AT&S AG und deren Tochtergesellschaften unterstützen bei der Erfassung und Weiterleitung der Risikoinformationen. Im Sinne einer effizienten Ausgestaltung entsprechend der Unternehmensgröße ist die organisatorische Betreuung des internen Kontrollsystems analog ausgestaltet.

KONZERNLAGEBERICHT

Auf Basis der im Management Manual dokumentierten Geschäftsprozesse werden von den Prozessverantwortlichen für jeden Haupt- bzw. Teilprozess die jeweiligen Risiken beschrieben und bewertet. Bei der Risikoeinschätzung sind grundsätzlich alle potenziell negativen Faktoren, welche die Zielerreichung der Organisation bzw. eines Prozesses gefährden, vom Prozesseigentümer zu dokumentieren. Die Kontrollziele für die Finanzberichterstattung werden von den bestehenden Risiken abgeleitet und den Kategorien Existenz (nur tatsächlich vorhandene und genehmigte Geschäftsvorfälle werden verarbeitet), Eintritt/Periodenabgrenzung (Abbildung der Geschäftsvorfälle in der richtigen Periode oder zeitnahe Verarbeitung), Vollständigkeit (Geschäftsvorfälle, Vermögen und Schulden werden vollständig erfasst), Bewertung (auf Geschäftsvorfälle wurden angemessene Bewertungsmethoden angewandt und sie wurden richtig berechnet), Rechte & Pflichten (das Unternehmen hat das wirtschaftliche Eigentum über die ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden sind tatsächlich Verpflichtungen des Unternehmens), Darstellung & Offenlegung (richtiger und vollständiger Ausweis im Jahresabschluss und anderen Berichten), Richtigkeit der Geschäftsvorfälle/Daten und Zugangsbeschränkung (Zugang zu IT-Systemen ist auf die Prozessverantwortlichen beschränkt) zugeordnet.

Die Dokumentation der internen Kontrollen (Geschäftsprozesse, Risiken, Kontrollmaßnahmen und Verantwortliche) erfolgt grundsätzlich in Form von Kontrollmatrizen, die in einer zentralen Managementdatenbank archiviert werden. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem beinhaltet dabei die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung im Sinne der beschriebenen Kontrollziele für die Finanzberichterstattung.

7.2. Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem

Die Prozesse der Rechnungslegung sind in gesonderten Verfahrensanweisungen dokumentiert. Nach Möglichkeit sind diese konzernweit einheitlich ausgestaltet und werden in einem standardisierten Dokumentationsformat abgebildet. Aus den spezifischen lokalen Regelungen resultieren zusätzlich Anforderungen an die Rechnungslegungsprozesse. Die Grundlagen der Rechnungslegung und Berichterstattung sind in den Prozessbeschreibungen und weiters in ausführlichen Verfahrensanweisungen dokumentiert, welche ebenfalls im zentralen Management Manual archiviert sind. Darüber hinaus werden Arbeitsbehelfe zu Bewertungsläufen, Bilanzierungsvorgängen und organisatorischen Erfordernissen im Zusammenhang mit den Rechnungslegungs- und Jahresabschlussprozessen erstellt und laufend aktualisiert. Die Terminplanungen erfolgen im Einklang mit den Konzernerfordernissen.

Die Grundlagen der Konzernrechnungslegung und -berichterstattung sind im konzernweiten "Group Accouting Manual" (Konzernbilanzierungshandbuch) festgelegt. Darin werden die wesentlichen Bilanzierungs- und Berichterstattungserfordernisse konzernweit einheitlich geregelt. Neben grundlegenden Darstellungen der Bilanzierungen zur Bilanzierung von einzelnen Geschäftsfällen und Bewertungsvorgaben auf Basis der IFRS wird insbesondere auf konzernweit einheitlich wahrgenommene Wahlrechte eingegangen. Zur zeitlichen Organisation wird jährlich ein Terminplan für die gesamte interne und externe Berichterstattung erstellt, der neben den Berichtsvorgaben auch die geplanten Termine der Sitzungen des Aufsichtsrats und Prüfungssauschusses sowie der Pressekonferenzen enthält.

Die Steuerung der Prozesse zu Rechnungslegung und Lageberichterstellung erfolgt bei der AT&S durch den Bereich Group Accounting/Group Finance, der dem Finanzvorstand unterstellt ist. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss und sonstiger Berichtserfordernisse analysiert.

KONZERNLAGEBERICHT

Die Erfassung, laufende Verbuchung und Bilanzierung der Geschäftsfälle erfolgt in den Produktions-Konzerngesellschaften im Wesentlichen mit einer einheitlichen und zentralen Softwarelösung von SAP. Die einzelnen Geschäftsfälle und Bewertungen können jeweils sowohl gemäß den konzerneinheitlichen IFRS als auch gemäß den lokalen Rechnungslegungsvorschriften verbucht werden, um diesen unterschiedlichen Anforderungen zu entsprechen. Bei einzelnen Tochtergesellschaften kommen insbesondere aufgrund der geringeren Größe andere Softwarelösungen zum Einsatz, die ebenfalls den Konzernberichtserfordernissen und lokalen Vorschriften entsprechen. Zur Konsolidierung und Konzernberichterstattung wird die zentrale Reportingsoftware Oracle-Enterprise Performance Management System eingesetzt. Für die Überleitung der Buchhaltungsdaten vom Primärsystem in die Konzernberichtssoftware sind automatische Schnittstellen eingerichtet.

Zur Vermeidung wesentlicher Fehldarstellungen sind zum einen automatische Kontrollen im Berichtssystem zum anderen diverse manuelle Kontrollen implementiert. Maßnahmen zur Risikovermeidung sind unter anderem Funktionstrennungen und Unterschriftenordnungen. Monatlich werden die Vollständigkeit der Rechnungen und deren Abgrenzung von den lokalen Accounting Teams kontrolliert und erforderlichenfalls abgegrenzt. Weiters werden insbesondere hinsichtlich der Bilanzierung und Berichterstattung von Umsätzen, Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, langfristigen Vermögenswerten, dem Ansatz und der Bewertung des Vorratsvermögens, Kundenforderungen, Abgrenzungen und Rückstellungen sowie der Überleitung der latenten Steueransprüche und

-schulden konzerneinheitliche Vorgaben gemacht. Zum Bilanzstichtag werden Bestätigungen von Kunden und Lieferanten eingeholt. Neben den Beurteilungen in den lokalen Accounting Teams werden in monatlichen Bilanzierungsmeetings von Group Finance mit dem Finanzvorstand die Abbildung der Finanzzahlen insbesondere im Hinblick auf Bewertungs- und Rückstellungserfordernisse diskutiert.

Die interne Finanzberichterstattung erfolgt monatlich als Bestandteil der Konzernberichterstattung, wobei die Finanzinformationen durch die Organisationseinheit Group Accounting (ebenfalls Teilbereich von Group Finance) überprüft und analysiert werden. Die monatliche Soll-Ist-Abweichung mit entsprechender Kommentierung der Werksergebnisse sowie des Gesellschaftsergebnisses wird intern an die Führungskräfte und an die Mitglieder des Aufsichtsrats berichtet. Zum Quartal werden umfassende Berichtspakete (Reporting Packages) mit allen relevanten Buchhaltungsdaten zu Gewinnund Verlustrechnung, Bilanz, Geldflussrechnung sowie den Anhangsdarstellungen übermittelt. Diese Berichtspakete bilden die Basis für die externe quartalsweise Zwischenberichterstattung sowie die Jahresberichterstattung des AT&S-Konzerns nach den IFRS.

Die jährliche Budgeterstellung erfolgt durch die Organisationseinheit Group Controlling der ebenfalls dem Finanzvorstand unterstellt ist. Auf Basis der Quartalsergebnisse und aktuellen Planungsinformationen werden unterjährig quartalsweise Vorschaurechnungen (Forecasts) für das verbleibende Geschäftsjahr erstellt. Die Vorschaurechnungen mit Kommentierung zum Budgetvergleich und Darstellungen zur Auswirkung von Chancen und Risiken bis Geschäftsjahresende werden an den Aufsichtsrat berichtet. Neben der regelmäßigen Berichterstattung werden Mehrjahresplanungen, projektbezogene Finanzinformationen oder Berechnungen über Investitionsvorhaben aufbereitet und an den Aufsichtsrat übermittelt.

KONZERNLAGEBERICHT

Die Überwachung des gesamten internen Kontrollsystems und somit auch im Hinblick auf das Rechnungswesen und die Finanzberichterstattung erfolgt durch die prozessunabhängige Stabstelle Interne Revision, die dem Finanzvorstand unterstellt ist. Der Wirkungsbereich der internen Revision umfasst alle Funktionsbereiche und Gesellschaften des AT&S-Konzerns, somit neben der AT&S AG auch deren Tochtergesellschaften. Die Erteilung von Prüfungsaufträgen und die Behandlung der Prüfungsergebnisse obliegen dem Gesamtvorstand. Die Prüfungsaufträge werden durch Genehmigung des zumindest jährlich erstellten Revisionsplanes im Zuge der ersten Prüfungsausschusssitzung im laufenden Geschäftsjahr oder als Sonderauftrag durch den Vorstand erteilt. Die Umsetzung des Revisionsplanes sowie die Ergebnisse aus den internen Prüfungen werden dem Prüfungsausschuss berichtet.

8. Ausblick

Der weiterhin zunehmende Bedarf an elektronischen Endgeräten und der generell steigende Elektronikanteil in unterschiedlichsten Applikationen wird weiterhin zu einer Steigerung des Bedarfs an Leiterplatten führen. Für die AT&S sieht das Management Wachstumschancen vor allem in der Produktion von technologisch sehr hochwertigen Kleinserien in Österreich, sowie in der Massenfertigung aufgrund der stark steigenden Nachfrage nach Leiterplatten in China. Insgesamt geht das Management daher von steigenden Umsätzen sowohl in Österreich, wie auch in den Tochtergesellschaften aus.

Aufgrund der in der Vergangenheit bereits getätigten Investitionen ist die AT&S für den steigenden Bedarf an Leiterplatten bestens gerüstet. In Abstimmung mit dem steigenden Bedarf wird auch der Ausbau des neuen Werkes in Chongqing, China, weiter erfolgen, sodass das Management für das kommende Geschäftsjahr äußerst zuversichtlich ist.

Leoben-Hinterberg, am 9. Mai 2012

Der Vorstand:

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h. Mag. Thomas Obendrauf e.h.

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, Leoben-Hinterberg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis 31. März 2012 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2012, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2012 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 9. Mai 2012

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Dr. Aslan Milla Wirtschaftsprüfer

Jahresabschluss zum 31. März 2012

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Seite
Bilanz 80
Gewinn-
und Verlustrechnung
81
Anhang zum Jahresabschluss 82

BILANZ ZUM 31. MÄRZ 2012 (Vorjahr zum Vergleich)

A K T I V A 31. März 2012
EUR
31. März 2011
EUR
P A S S I V A 31. März 2012
EUR
31. März 2011
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN A. EIGENKAPITAL
I. Immaterielle Vermögensgegenstände I. Grundkapital 28.490.000,00 28.490.000,00
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen
2.122.521,88 2.331.910,39 II. Kapitalrücklagen
gebundene
93.340.702,50 93.340.702,50
II. Sachanlagen
1
. Grundstücke und Bauten auf fremdem Grund
309.581,57 167.382,55 III. Gewinnrücklagen
2
. technische Anlagen und Maschinen
15.494.191,73 13.923.086,82 1
. gesetzliche Rücklage
2.849.000,00 2.849.000,00
3
. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.713.751,41 1.598.767,64 2
. Rücklage für eigene Anteile
23.583.319,55 40.534.592,55
4
. geleistete Anzahlungen
154.550,00 30.432,60
17.672.074,71 15.719.669,61 IV. Bilanzgewinn 24.237.345,84 24.754.662,80
III. Finanzanlagen davon Gewinnvortrag 16.358.531,12 11.811.630,67
1
. Anteile an verbundenen Unternehmen
276.430.618,98 255.957.602,28 172.500.367,89 189.968.957,85
2
. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
61.220.612,92 43.407.127,36
3
. Wertpapiere des Anlagevermögens
92.003,81 92.003,81 B. ZUSCHÜSSE AUS ÖFFENTLICHEN MITTELN 669.528,59 589.677,46
4
. sonstige Ausleihungen
2.425.313,08 1.919.616,52
340.168.548,79 301.376.349,97
359.963.145,38 319.427.929,97 C
. RÜCKSTELLUNGEN
B. UMLAUFVERMÖGEN 1
. Rückstellungen für Abfertigungen
9.018.791,80 8.242.509,34
2
. Rückstellungen für Pensionen
1.052.681,00 984.609,00
I. Vorräte 3
. Steuerrückstellungen
780.791,00 775.541,00
1
. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
5.597.470,74 5.183.408,33 4
. sonstige Rückstellungen
24.768.316,77 28.608.617,43
2
. unfertige Erzeugnisse
3.618.627,15 3.079.460,79 35.620.580,57 38.611.276,77
3
. fertige Erzeugnisse und Waren
9.773.958,98 15.829.078,24
18.990.056,87 24.091.947,36 D
. VERBINDLICHKEITEN
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1
. Anleihen
180.000.000,00 80.000.000,00
1
. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
43.864.058,44 47.370.242,26 2
. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
65.912.867,24 113.315.971,32
2
. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
20.564.307,40 29.213.449,97 3
. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
9.007.245,67 9.259.015,23
3
. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
6.861.939,82 6.546.805,89 4
. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
9.457.908,18 41.077.960,08
71.290.305,66 83.130.498,12 5
. sonstige Verbindlichkeiten
11.017.156,82 8.895.501,50
III. Wertpapiere und Anteile davon aus Steuern 1.081.719,73 2.239.982,47
1
. sonstige Wertpapiere und Anteile
732.000,00 13.231.569,07 davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.064.228,10 1.076.975,52
2
. eigene Anteile
23.583.319,55 40.534.592,55 275.395.177,91 252.548.448,13
24.315.319,55 53.766.161,62
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.731.274,26 462.816,80
123.326.956,34 161.451.423,90
C . RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 895.553,24 839.006,34
SUMME AKTIVA 484.185.654,96 481.718.360,21 SUMME PASSIVA 484.185.654,96 481.718.360,21
HAFTUNGSVERHÄLTNISSE 3.590.429,50 24.290.063,58

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. APRIL 2011 BIS 31. MÄRZ 2012 (Vorjahr zum Vergleich)

2011/12
EUR
2010/11
EUR
1. Umsatzerlöse 330.262.795,01 360.408.221,56
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 359.320,06 724.241,61
3. andere aktivierte Eigenleistungen 1.047,51 10.218,27
4. sonstige betriebliche Erträge
a
) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanz
anlagen 107.592,00 153.511,55
b
) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
66.192,15 1.289.652,14
c) übrige 29.733.450,33 31.530.172,33
5. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
a
) Materialaufwand
-235.540.407,69 -264.050.092,26
b
) Aufwendungen für bezogene Leistungen
-12.510.838,02 -14.012.987,65
6. Personalaufwand
a
) Löhne
-19.230.583,94 -20.462.589,23
b
) Gehälter
-25.169.743,29 -29.635.026,79
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeiter
vorsorgekassen -1.365.815,85 -1.687.311,47
d
) Aufwendungen für Altersversorgung
-518.821,04 -512.119,71
e
) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom
Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -11.115.300,99 -11.593.268,24
f) sonstige Sozialaufwendungen -421.367,17 -189.675,20
7. Abschreibungen
a
) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
-5.928.862,24 -5.350.983,87
b
) abzüglich Amortisation von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln
146.064,00 146.064,00
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
a
) Steuern, soweit sie nicht unter Z 20 fallen
-178.988,11 -165.817,80
b
) übrige
-29.557.369,49 -37.057.239,16
9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebsergebnis) 19.138.363,23 9.544.970,08
10. Erträge aus Beteiligungen 0,00 10.804.493,05
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 10.804.493,05
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlage
vermögens 2.965.655,61 2.042.368,23
davon aus verbundenen Unternehmen 2.959.325,61 2.037.304,23
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 398.015,90 518.780,81
davon aus verbundenen Unternehmen 234.961,50 92.319,52
13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und
Wertpapieren des Umlaufvermögens 2.782.307,08 21.292.820,16
14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlauf
vermögens
davon -19.861.523,03 -559.515,99
a
) Abschreibungen
-17.018.773,00 -17.000,00
b
) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen
-2.842.750,03 -542.515,99
davon aus Abschreibungen -2.000.179,48 0,00
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -13.930.416,30 -10.184.442,39
16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzergebnis) -27.645.960,74 23.914.503,87
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -8.507.597,51 33.459.473,95
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -564.860,77 -1.245.498,82
19. Jahresfehlbetrag/-überschuss -9.072.458,28 32.213.975,13
20. Anpassung Rücklage für eigene Anteile 16.951.273,00 -19.270.943,00
21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 16.358.531,12 11.811.630,67
22. Bilanzgewinn 24.237.345,84 24.754.662,80

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2012

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Seite
1. ALLGEMEINE ANGABEN 83
2. KONZERNVERHÄLTNISSE UND UMSTRUKTURIERUNGSVORGÄNGE 84
3. BILANZIERUNGS-
UND BEWERTUNGSMETHODEN
85
3.1.
Anlagevermögen
85
3.2.
Umlaufvermögen
86
3.3.
Rückstellungen
87
3.4.
Verbindlichkeiten
87
4. AUFGLIEDERUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ 88
4.1.
Anlagevermögen
88
4.2.
Zusatzangaben gemäß § 238 Z 2 UGB
90
4.3.
Ausleihungen gemäß § 227 UGB
90
4.4.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
91
4.5.
Eigenkapital
92
4.6.
Rückstellungen
95
4.7.
Verbindlichkeiten
100
4.8.
Dingliche Sicherheiten
101
4.9.
Haftungsverhältnisse gemäß § 199 UGB
102
4.10.
Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen
103
4.11.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
103
4.12.
Derivative Finanzinstrumente und außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 237 Z 8a UGB
104
5. AUFGLIEDERUNGEN ZU POSTEN DER GEWINN-
UND
VERLUSTRECHNUNG 105
6. ZUSATZANGABEN GEMÄSS
UGB
106
6.1.
Aktivierbare latente Steuern
106
6.2.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
106
6.3.
Organe, Arbeitnehmer
107

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2012

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz "AT&S" genannt) zum 31. März 2012 wurde gemäß den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der geltenden Fassung erstellt. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie die Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, wurden beachtet.

Insbesondere wurde bei der Bewertung von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen sowie der Grundsatz der Einzelbewertung von Vermögensgegenständen und Schulden beachtet. Dem Vorsichtsprinzip wurde durch Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und drohenden Verluste Rechnung getragen. Nur die am Abschlussstichtag realisierten Gewinne wurden ausgewiesen. Die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Fallen Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten unter mehrere Posten der Bilanz, erfolgt die Angabe bei jenem Posten, unter dem der Ausweis erfolgt.

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2. KONZERNVERHÄLTNISSE UND UMSTRUKTURIERUNGSVORGÄNGE

Seit dem 31. März 1999 übt die AT&S die Funktion eines Mutterunternehmens im Sinne des § 244 UGB aus.

Unter Anwendung der Bestimmungen des § 245a UGB werden ein Konzernabschluss nach international anerkannten Rechnungslegungsstandards (International Accounting Standards (IAS) und International Financial Reporting Standards (IFRS)), ergänzt um die unternehmensrechtlich verpflichtend vorgeschriebenen Erläuterungen und Anmerkungen, und ein Konzernlagebericht aufgestellt.

Die AT&S stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf.

Die Erleichterungsbestimmungen gemäß § 241 Abs. 3 UGB werden in Anspruch genommen.

Im Folgenden werden die gesellschaftsrechtlichen Maßnahmen des Geschäftsjahres dargestellt:

  • Mit Gesellschafterbeschluss vom 15. Juli 2011 wurde eine Kapitalerhöhung an der AT&S (China) Company Limited in Höhe von EUR 15.000.000,00 auf EUR 151.893.000,00 beschlossen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Kapitalerhöhung durch Umwidmung dieses Betrages von "Ausleihungen an verbundene Unternehmen" zu "Anteile an verbundenen Unternehmen" durchgeführt.
  • Im Geschäftsjahr wurde eine Kapitalerhöhung an der AT&S India Private Limited in Höhe von EUR 6.000.000,00 durchgeführt, welche mit Gesellschafterbeschluss vom 28. Jänner 2012 beschlossen wurde.
  • Mit Kauf und Abtretungsvertrag vom 5. Juli 2011 wurden die restlichen 22,68 % des Geschäftsanteil an der AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH von der UNTERNEHMENSZENTRUM Klagenfurt Gründer- und Innovationspark Besitzgesellschaft m.b.H. zum Pauschalbetrag von EUR 473.196,18 erworben. Die AT&S ist somit zu 100 % Eigentümer. Zusätzlich wurde vereinbart, EUR 1.000.000,00 als Kapitalrücklage an die AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH zuzuführen.

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3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

3.1 Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Nutzungsdauer
immaterielle Vermögensgegenstände 4 -
10 Jahre
Bauten auf fremdem Grund 10 -
15 Jahre
technische Anlagen und Maschinen 5 -
15 Jahre
andere Anlagen,
Betriebs-
und Geschäftsausstattung
3 -
10 Jahre

Für Zugänge während der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wurde eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge während der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres eine halbe Jahresabschreibung angesetzt. Die Abschreibung für Zugänge erfolgt nach Maßgabe des Zeitpunktes ihrer Inbetriebnahme.

Die Möglichkeit der Sofortabschreibung von geringwertigen Vermögensgegenständen gemäß § 226 Abs. 3 UGB wurde in Anspruch genommen.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. entsprechend dem Niederstwertprinzip zum niedrigeren Marktwert (Kurswert) zum Bilanzstichtag.

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3.2 Umlaufvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Ersatzteile werden zu Anschaffungskosten abzüglich prozentueller Gruppenabschläge bewertet. Erhaltene Skonti, Boni sowie Frachtkosten und Zölle wurden berücksichtigt.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten.

Die Ermittlung der Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zum 31. März 2012 erfolgt auf Basis der Vollkosten, wie es § 203 Abs. 3 UGB als Wahlrecht vorsieht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Für erkennbare Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Fremdwährungsforderungen werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Kurswerten zum Bilanzstichtag. Im Zusammenhang mit Wertpapieren des Umlaufvermögens wurden Zuschreibungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 619.971,95) aus steuerrechtlichen Gründen unterlassen.

Die Bewertung der eigenen Anteile erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Kurswert zum Bilanzstichtag. In diesem Zusammenhang wurde eine Abschreibung in Höhe von EUR 16.951.273,00 (Vorjahr: Zuschreibung in Höhe von EUR 19.270.943,00) verbucht.

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3.3 Rückstellungen

Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen erfolgt nach den Bewertungsvorschriften der IFRS (IAS 19) unter Anwendung der Korridormethode auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 4,5 % (Vorjahr: 5 %) und eines Pensionseintrittsalters gemäß den Bestimmungen der Pensionsreform 2003 sowie unter Berücksichtigung der betriebsindividuellen Fluktuation durch entsprechende Abschläge. Die Berechnung erfolgt unter Beachtung der Bestimmungen des Fachgutachtens KFS/RL 2 und 3 vom 5. Mai 2004 des Institutes für Betriebswirtschaft, Steuerrecht und Organisation der Kammer der Wirtschaftstreuhänder. Die Defined Benefit Obligation (DBO) beträgt zum Bilanzstichtag EUR 12.291.018,00 (Vorjahr: EUR 9.697.148,00).

Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach den Bewertungsvorschriften der IFRS (IAS 19) unter Anwendung der Korridormethode auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 4,5 % (Vorjahr: 5 %) unter Zugrundelegung der Sterbetafeln AVÖ 2008-P. Das Pensionseintrittsalter wurde gemäß den Bestimmungen der Pensionsreform 2003 ermittelt. Die Defined Benefit Obligation (DBO) der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag EUR 1.052.681,00 (Vorjahr: EUR 984.609,00).

Die Berechnung der Rückstellung für Jubiläumsgelder erfolgt nach den Bewertungsvorschriften der IFRS (IAS 19) auf Grund der kollektivvertraglichen Ansprüche bei Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 4,5 % (Vorjahr: 5 %) sowie unter Berücksichtigung der betriebsindividuellen Fluktuation durch entsprechende Abschläge.

Bei der Berechnung der sonstigen Rückstellungen ist entsprechend den gesetzlichen Erfordernissen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ausreichend Rechnung getragen worden.

3.4 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

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4. AUFGLIEDERUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ

4.1 Anlagevermögen

Zur Entwicklung der Posten des Anlagevermögens siehe Seite 89.

Die Beteiligung an der AT&S Verwaltungs GmbH & Co. KG, Augsburg, Deutschland, wurde um EUR 526.983,30 wertberichtigt. Der Buchwert in Höhe von EUR 1.428.253,69 entspricht somit der Höhe des Eigenkapitals der Gesellschaft.

Die im laufenden Geschäftsjahr durchgeführte Beteiligungserhöhung in Höhe von EUR 1.473.196,18 an der AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH wurde zu 100 % wertberichtigt.

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Anlagenspiegel zum 31.03.2012

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Abschreibung
Anschaffungswerte Stand am Abschreibungen Buchwert Buchwert im
1. April 2011 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31. März 2012 kumuliert 31. März 2012 31. März 2011 Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbl. Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus
abgeleitete Lizenzen 13.034.083,97 469.605,64 523.606,29 30.432,60 13.010.515,92 10.887.994,04 2.122.521,88 2.331.910,39 709.426,75
Zwischensumme 13.034.083,97 469.605,64 523.606,29 30.432,60 13.010.515,92 10.887.994,04 2.122.521,88 2.331.910,39 709.426,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf fremdem Grund 324.827,26 174.392,10 0,00 0,00 499.219,36 189.637,79 309.581,57 167.382,55 32.193,08
2. technische Anlagen und Maschinen 188.205.752,89 6.018.295,54 4.474.237,77 0,00 189.749.810,66 174.255.618,93 15.494.191,73 13.923.086,82 4.383.465,24
3. andere Anlagen, Betriebs- und
und Geschäftsausstattung 13.673.588,65 926.232,48 1.081.195,89 0,00 13.518.625,24 11.804.873,83 1.713.751,41 1.598.767,64 803.777,17
davon geringwertige Vermögensgegenstände 187.630,79 187.630,79 187.630,79
4. geleistete Anzahlungen 30.432,60 154.550,00 0,00 -30.432,60 154.550,00 0,00 154.550,00 30.432,60 0,00
Zwischensumme 202.234.601,40 7.273.470,12 5.555.433,66 -30.432,60 203.922.205,26 186.250.130,55 17.672.074,71 15.719.669,61 5.219.435,49
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 345.943.567,95 7.473.196,18 0,00 15.000.000,00 368.416.764,13 91.986.145,15 276.430.618,98 255.957.602,28 2.000.179,48
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 43.407.127,36 36.238.439,66 3.424.954,10 -15.000.000,00 61.220.612,92 0,00 61.220.612,92 43.407.127,36 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 92.003,81 0,00 0,00 0,00 92.003,81 0,00 92.003,81 92.003,81 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 1.919.616,52 505.696,56 0,00 0,00 2.425.313,08 0,00 2.425.313,08 1.919.616,52 0,00
Zwischensumme 391.362.315,64 44.217.332,40 3.424.954,10 0,00 432.154.693,94 91.986.145,15 340.168.548,79 301.376.349,97 2.000.179,48
S u m m e 606.631.001,01 51.960.408,16 9.503.994,05 0,00 649.087.415,12 289.124.269,74 359.963.145,38 319.427.929,97 7.929.041,72

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4.2 Zusatzangaben gemäß § 238 Z 2 UGB

Buchwert
31. März 2012
EUR
Höhe
des
Anteils
%
Höhe des
Eigenkapitals
EUR
Ergebnis des
letzten
Geschäftsjahres
EUR
Buchwert
31. März 2011
EUR
Anteile an verbundenen Unternehmen
AT&S Verwaltungs GmbH & Co. KG,
Nörvenich, Deutschland
1.428.253,69 100 1.428.253,69 913.679,43 1) 1.955.236,99
AT&S Deutschland GmbH, Nörvenich,
Deutschland
1.053.000,00 100 296.568,86 75.230,81 1) 1.053.000,00
AT&S India Private Limited, Nanjangud,
Indien
16.898.516,89 100 5.363.819,17 -5.918.788,91 1) 10.898.516,89
AT&S (China) Company Limited, Shanghai,
Volksrepublik China
151.893.000,00 100 313.307.051,38 29.298.321,15 1) 136.893.000,00
AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH,
Klagenfurt
0,00 100 -1.065.714,11 -2.151.442,54 2) 0,00
DCC - Development Circuits & Components
GmbH, Leoben
38.000,00 100 34.251,32 -3.394,69 2) 38.000,00
AT&S Asia Pacific Limited, Hongkong,
Volksrepublik China
77.875.865,92 100 88.549.343,69 4.210.633,31 1) 77.875.865,92
AT&S Korea Co., Ltd., Ansan-City,
Südkorea
27.237.538,14 98,76 4.760.277,83 -2.916.754,67 1) 27.237.538,14
AT&S Americas, LLC, San José,
Kalifornien, USA
6.444,34 100 -86.686,73 -59.513,81 1) 6.444,34
Summe 276.430.618,98 255.957.602,28

1) Zahlen nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften

2) Jahresabschluss zum 31. März 2012 nach UGB

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgte zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Teilwert zum Bilanzstichtag.

Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Teilwert für die Tochtergesellschaften AT&S India Private Limited, Nanjangud, Indien, sowie AT&S Korea Co., Ltd., Ansan-City, Südkorea, ergibt sich aufgrund der Teilwertberechnungen nach der DCF-Methode, deren Basis die Planungsrechnungen für die nächsten Jahre sind.

4.3 Ausleihungen gemäß § 227 UGB

Unter dem Posten "Ausleihungen an verbundene Unternehmen" ist ein Betrag in Höhe von EUR 1.000.824,34 (Vorjahr: TEUR 16.657) innerhalb eines Jahres fällig.

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4.4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

4.4.1 Zusatzangaben gemäß § 225 Abs. 3 und § 226 Abs. 5 UGB

Bilanzwert
am
31. März 2012
EUR
davon
Restlaufzeit
mehr als ein
Jahr
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.864.058,44 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 20.564.307,40 0,00
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 6.861.939,82 0,00
Summe 71.290.305,66 0,00
davon
Bilanzwert
am
31. März 2011
EUR
Restlaufzeit
mehr als ein
Jahr
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 47.370.242,26 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 29.213.449,97 0,00
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 6.546.805,89 0,00

Die Forderungen der Gesellschaft gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 714.892,80 (Vorjahr: EUR 1.504.760,02), aus sonstigen Forderungen in Höhe von EUR 18.112.310,60 (Vorjahr: EUR 27.705.189,95), aus Finanzierung in Höhe von EUR 1.733.604,00 und aus Forderungen aus Steuerumlagen in Höhe von EUR 3.500,00 (Vorjahr: EUR 3.500,00).

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4.4.2 Nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksame Erträge

In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind folgende wesentliche Erträge enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden:

31. März 2012
EUR
31. März 2011
EUR
Energieabgabenrückvergütung 697.779,53 1.617.136,96
Forschungsleistungen 62.815,68 48.941,28
Zuschuss Altersteilzeit 23.612,02 95.005,86
steuerfreie Prämien 3.603.999,53 1.815.122,25
Ökostromrückvergütung 47.670,75 169.045,17
Lieferantenboni 482.473,46 679.678,51
Summe 4.918.350,97 4.424.930,03

4.5 Eigenkapital

4.5.1 Grundkapital

Der Vorstand hat mit 20. April 2006 beschlossen, in Ausübung der Ermächtigung der 11. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2005 sowie nach Zustimmung durch den Aufsichtsrat mittels Umlaufbeschluss vom 7. April 2006 gemäß § 192 Abs. 3 AktG 2.100.000 eigene Aktien der gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG rückerworbenen eigenen Aktien gegen Auflösung einer Rücklage gemäß § 225 Abs. 5 Satz 2 UGB einzuziehen und somit das Grundkapital herabzusetzen. Der Einzug von 2.100.000 eigenen Aktien ist am 3. Mai 2006 erfolgt. Das Grundkapital beträgt somit EUR 28.490.000 und besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,10.

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4.5.1.1 Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde mit Beschluss der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 ermächtigt, bis zum 6. Juli 2015 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 14.245.000, allenfalls in mehreren Tranchen, mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinzahlung oder Sacheinlage, auch unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre, zu erhöhen und die näheren Ausgabebedingungen (insbesondere Ausgabekurs, Gegenstand der Sacheinlage, Inhalt der Aktienrechte, Ausschluss der Bezugsrechte etc.) mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Gemäß § 174 Abs. 2 AktG wurde der Vorstand in der 16. Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 ermächtigt, bis 6. Juli 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100.000.000, auch in mehreren Tranchen, auszugeben, alle Bedingungen, die Ausgabe und das Umtauschverfahren der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

4.5.1.2 Bedingte Kapitalerhöhung

In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu EUR 14.245.000 durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 neuen auf Inhaber lautenden Stammaktien zur Gewährung von Bezugs- oder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibungen und Feststellung der Erfordernisse gemäß § 160 Abs. 2 AktG durchzuführen sowie die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen und über die Ermächtigung des Aufsichtsrates Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung nehmen in gleicher Weise wie die zum Zeitpunkt der Ausgabe an der Börse gehandelten Aktien am Gewinn teil.

4.5.2 Eigene Anteile/Rücklage für eigene Anteile

In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand neu ermächtigt, soweit noch nicht ausgeübt, gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben, wobei der Erwerbskurs je zu erwerbender Stückaktie EUR 1,10 nicht unterschreiten und EUR 110 nicht überschreiten darf, und die erworbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen oder zur Durchführung des Mitarbeiterbeteiligungs- bzw. Stock-Option-Programms der Gesellschaft zu verwenden.

Weiters wurde der Vorstand in der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 ermächtigt, gemäß § 65 Abs. 1b AktG für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 6. Juli 2015, mit Zustimmung des Aufsichtsrates und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung erworbene eigene Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Aktienoptionen von Arbeitnehmern, leitenden Angestellten und Mitgliedern des Vorstandes/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens oder von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, zur Einziehung, als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten, für die Veräußerung im Wege eines Accelerated-Bookbuilding-Verfahrens, und zu jedem sonstigen, gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden und

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hierbei das Bezugsrecht der Aktionäre gemäß § 65 Abs. 1b i.V.m. §§ 169 bis 171 AktG auszuschließen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

Die AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft hält zum Bilanzstichtag 2.577.412 Stück (Vorjahr: 2.577.412 Stück) eigene Anteile.

Entwicklung des Postens
eigene Anteile
Stück Bilanzwert
EUR
Anteil am
Grundkapital
in %
Anfangsbestand 1.4.2011 2.577.412 40.534.592,55 9,95
Abwertung eigene Anteile zum 31.3.2012 0 -16.951.273,00
Endbestand 31.3.2012 2.577.412 23.583.319,55 9,95
1)

1) Der Anteil am Grundkapital wurde berechnet mit der Anzahl der Stückaktien (25.900.000 Stück).

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4.6 Rückstellungen

4.6.1 Sonstige Rückstellungen

Zusammensetzung:

31. März 2012
EUR
31. März 2011
EUR
nicht konsumierte Urlaube 2.440.309,97 2.832.385,43
sonstiger Personalaufwand 3.521.282,38 5.506.835,27
Urlaubszuschuss/Weihnachtsremuneration 1.783.637,69 1.760.089,98
Jubiläumsgelder 1.873.706,00 1.406.952,00
Drohverluste derivative Finanzinstrumente 208.467,37 53.732,62
Zeitausgleich 345.405,39 790.436,19
Drohverluste aus schwebenden Geschäften 221.810,75 528.139,00
Gewährleistung und Schadensfälle 446.389,93 545.712,51
Rechts- und Beratungsaufwand 275.183,73 254.692,90
Skonto Debitoren 265.185,99 283.656,10
Aktienoptionen 420.990,00 1.143.020,00
Restrukturierung Werk Leoben-Hinterberg 12.346.742,46 12.882.614,54
Aufsichtsratsvergütung 236.900,00 209.500,00
sonstige Rückstellungen < EUR 150.000 382.305,11 410.850,89
Summe 24.768.316,77 28.608.617,43

Unter dem Posten "Restrukturierung Werk Leoben-Hinterberg" sind im Wesentlichen Kosten im Zusammenhang mit zukünftigen Leasingzahlungen für ungenutzte Produktionsflächen enthalten.

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4.6.1.1 Stock-Option-Plan (2005 bis 2008)

Auf Grund des Auslaufens des Stock-Option-Plans (2000 bis 2004) wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 8. November 2004 der Stock-Option-Plan (SOP 2005 von 2005 bis 2008) genehmigt. Die Zuteilung von Aktienoptionen kann im Zeitraum zwischen 1. April 2005 und 1. April 2008 erfolgen.

Jede dieser Optionen berechtigt

  • entweder zum Erwerb einer Stückaktie der AT&S zum Ausübungspreis oder
  • es kann anstelle von Aktien ein Barausgleich in Höhe des Differenzbetrages zwischen dem Ausübungspreis und dem Schlusskurs der AT&S-Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse bzw. an der Börse der Hauptnotierung der AT&S-Aktie am Tag der Ausübung des Bezugsrechtes durch den Optionsberechtigten verlangt werden.

Im Rahmen des "SOP 2005" wurden am 1. April 2005 187.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 15,46, am 1. April 2006 148.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 17,99, am 1. April 2007 149.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 22,57 und am 1. April 2008 137.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 15,67 zugeteilt. Der Stock-Option-Plan war befristet, der letzte Zuteilungstag war der 1. April 2008.

Ausübungspreis:

Der Ausübungspreis der Aktienoptionen wird jeweils am Tag der Zuteilung bestimmt und entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der AT&S an der Frankfurter Wertpapierbörse bzw. an der Börse der Hauptnotierung der Aktien der AT&S während der letzten sechs Kalendermonate, die dem Tag der jeweiligen Zuteilung vorausgehen, zuzüglich eines auf Basis dieses Durchschnitts berechneten Aufschlags in Höhe von 10 %. Als Kurs gilt der Schlusskurs im Xetra-Handel oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem. Der Ausübungspreis entspricht jedoch zumindest dem auf eine Aktie der AT&S entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals.

Ausübungszeitraum:

Die Ausübung der zugeteilten Aktienoptionen ist wie folgt gestaffelt:

  • 20 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von zwei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 30 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von drei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 50 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von vier Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.

Die Aktienoptionen können innerhalb einer Black-out-Periode nicht ausgeübt werden.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2012

Voraussetzungen für die Ausübung:

Die Optionen können nur von Optionsberechtigten ausgeübt werden, die zum Zeitpunkt der Ausübung im aufrechten Anstellungs-/Dienstverhältnis mit einer Gesellschaft der AT&S-Gruppe stehen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Optionen noch innerhalb eines Jahres ab Beendigung des Anstellungs-/Dienstverhältnisses ausgeübt werden. Die Optionen sind nicht übertragbar und nicht verpfändbar.

Ing. Willibald
Dörflinger
Dr. Harald
Sommerer
Mag. Thomas
Obendrauf
Dkfm. Steen E.
Hansen
Ing. Heinz
Moitzi
leitende
Angestellte
gesamt
Stück Stück Stück Stück Stück Stück Stück
1. April 2005 40.000 40.000 1.500 30.000 30.000 45.500 187.000
davon ausgelaufen -40.000 -40.000 -1.500 -30.000 -30.000 -43.500 -185.000
davon ausgeübt 0 0 0 0 0 -2.000 -2.000
1. April 2006 0 40.000 1.500 30.000 30.000 46.500 148.000
davon ausgelaufen 0 -40.000 -1.500 -30.000 -30.000 -46.500 -148.000
1. April 2007 0 40.000 1.500 30.000 30.000 47.500 149.000
davon ausgelaufen 0 -40.000 -1.500 -30.000 -30.000 -47.500 -149.000
1. April 2008 0 40.000 1.500 30.000 30.000 35.500 137.000
davon ausgelaufen 0 -40.000 0 -30.000 0 -5.000 -75.000
Summe 0 0 1.500 0 30.000 30.500 62.000

Anzahl und Aufteilung der eingeräumten Optionen:

Bewertung der Aktienoptionen zum Bilanzstichtag:

Die Bewertung dieser Aktienoptionen erfolgt zum beizulegenden Wert zum jeweiligen Bilanzstichtag unter Anwendung des Monte-Carlo-Verfahrens. Der beizulegende Wert der eingeräumten Aktienoptionen wird über deren Laufzeit verteilt bilanziell erfasst.

Beizulegender Wert der eingeräumten Aktienoptionen:

Zuteilung am: 1.4.2008
Beizulegender Wert zum 31. März 2012 EUR 3.224,00

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2012

4.6.1.2 Stock-Option-Plan (2009 bis 2012)

Auf Grund des Auslaufens des Stock-Option-Plans (2005 bis 2008) wurde in der 1. Sitzung des Nominierungs- und Vergütungsausschusses des Aufsichtsrates vom 17. März 2009 der Stock-Option-Plan (SOP 2009 von 2009 bis 2012) beschlossen, nachdem dieser in der 55. Aufsichtsratssitzung vom 16. Dezember 2008 zur Begutachtung vorgelegt wurde. Die Zuteilung von Aktienoptionen kann im Zeitraum zwischen 1. April 2009 und 1. April 2012 erfolgen.

Jede dieser Optionen berechtigt

  • entweder zum Erwerb einer Stückaktie der AT&S zum Ausübungspreis oder
  • es kann anstelle von Aktien ein Barausgleich in Höhe des Differenzbetrages zwischen dem Ausübungspreis und dem Schlusskurs der AT&S-Aktie an der Wiener Börse bzw. an der Börse der Hauptnotierung der AT&S-Aktie am Tag der Ausübung des Bezugsrechtes durch den Optionsberechtigten verlangt werden.

Im Rahmen des "SOP 2009" wurden am 1. April 2009 138.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 3,86, am 1. April 2010 135.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 7,45 und am 1. April 2011 118.500 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 16,60 zugeteilt.

Ausübungspreis:

Der Ausübungspreis der Aktienoptionen wird jeweils am Tag der Zuteilung bestimmt und entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der AT&S an der Wiener Börse bzw. an der Börse der Hauptnotierung der Aktien der AT&S während der letzten sechs Kalendermonate, die dem Tag der jeweiligen Zuteilung vorausgehen, zuzüglich eines auf Basis dieses Durchschnitts berechneten Aufschlags in Höhe von 10 %. Als Kurs gilt der Schlusskurs im Xetra-Handel oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem. Der Ausübungspreis entspricht jedoch zumindest dem auf eine Aktie der AT&S entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals.

Ausübungszeitraum:

Die Ausübung der zugeteilten Aktienoptionen ist wie folgt gestaffelt:

  • 20 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von zwei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 30 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von drei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 50 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von vier Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.

Die Aktienoptionen können innerhalb einer Black-out-Periode nicht ausgeübt werden.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2012

Voraussetzungen für die Ausübung:

Die Optionen können nur von Optionsberechtigten ausgeübt werden, die zum Zeitpunkt der Ausübung im aufrechten Anstellungs-/Dienstverhältnis mit einer Gesellschaft der AT&S-Gruppe stehen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Optionen noch innerhalb eines Jahres ab Beendigung des Anstellungs-/Dienstverhältnisses ausgeübt werden. Die Optionen sind nicht übertragbar und nicht verpfändbar.

DI (FH) Andreas
Gerstenmayer
Dr. Harald
Sommerer
Mag. Thomas
Obendrauf
Dkfm. Stehen
E. Hansen
Ing. Heinz
Moitzi
leitende
Angestellte
gesamt
Stück Stück Stück Stück Stück Stück Stück
1. April 2009 0 40.000 1.500 30.000 30.000 36.500 138.000
davon ausgelaufen 0 0 0 0 0 -3.000 -3.000
davon ausgeübt 0 -40.000 0 -30.000 -6.000 -7.100 -83.100
1. April 2010 40.000 0 1.500 30.000 30.000 33.500 135.000
davon ausgelaufen 0 0 0 0 0 0 0
davon ausgeübt 0 0 0 -30.000 0 -5.000 -35.000
1. April 2011 40.000 0 30.000 0 30.000 18.500 118.500
davon ausgelaufen 0 0 0 0 0 0 0
Summe 80.000 0 33.000 0 84.000 73.400 270.400

Anzahl und Aufteilung der eingeräumten Optionen:

Die im Geschäftsjahr ausgeübten Optionen hatten zum Zeitpunkt der Ausübung einen Wert von EUR 388.384.

Bewertung der Aktienoptionen zum Bilanzstichtag:

Die Bewertung dieser Aktienoptionen erfolgt zum beizulegenden Wert zum jeweiligen Bilanzstichtag unter Anwendung des Monte-Carlo-Verfahrens. Der beizulegende Wert der eingeräumten Aktienoptionen wird über deren Laufzeit verteilt bilanziell erfasst.

Beizulegender Wert der eingeräumten Aktienoptionen:

Zuteilung am: 1.4.2009 1.4.2010 1.4.2011
Beizulegender Wert zum 31. März 2012 EUR 268.651,00 EUR 221.930,00 119.804,00

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2012

4.7 Verbindlichkeiten

4.7.1 Zusatzangaben zu Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
Bezeichnung: Bilanzwert am
31. März 2012
EUR
von bis zu einem
Jahr
EUR
von mehr als
einem Jahr und
bis zu fünf
Jahren
EUR
von mehr
als fünf
Jahren
EUR
Anleihen 180.000.000,00 0,00 180.000.000,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
65.912.867,24 56.612.867,24 9.300.000,00 0,00
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
9.007.245,67 9.007.245,67 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
9.457.908,18 9.457.908,18 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 11.017.156,82 10.774.356,82 242.800,00 0,00
Summe 275.395.177,91 85.852.377,91 189.542.800,00 0,00
Restlaufzeit
Bezeichnung: Bilanzwert am
31. März 2011
EUR
von bis zu einem
Jahr
EUR
von mehr als
einem Jahr und
bis zu fünf
Jahren
EUR
von mehr
als fünf
Jahren
EUR
Anleihen 80.000.000,00 0,00 80.000.000,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
113.315.971,32 97.815.971,32 15.500.000,00 0,00
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
9.259.015,23 9.259.015,23 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
41.077.960,08 41.077.960,08 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 8.895.501,50 8.654.781,50 240.720,00 0,00
Summe 252.548.448,13 156.807.728,13 95.740.720,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 9.457.908,18 (Vorjahr: EUR 18.167.772,67) und aus Verbindlichkeiten aus Finanzierung in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 22.910.187,41).

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2012

4.7.2 Nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksame Aufwendungen

Unter den "sonstigen Verbindlichkeiten" sind folgende wesentliche Aufwendungen enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden:

31. März 2012
EUR
31. März 2011
EUR
Zinsen Anleihen 5.560.547,95 3.712.876,71
Gebietskrankenkasse 1.064.228,10 1.076.975,52
Provisionsansprüche 22.776,60 12.852,62
Finanzamt 591.783,68 859.064,96
Löhne und Gehälter 142.475,24 328.923,78
Gemeinden 84.625,95 100.876,20
Summe 7.466.437,52 6.091.569,79

4.8 Dingliche Sicherheiten

Bilanzwert am
31. März 2012
EUR
davon dinglich
besichert
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 65.912.867,24 40.000.000,00
Vorjahr: 113.315.971,32 39.139.394,00

Als dingliche Sicherheiten gegenüber Kreditinstituten dienen zedierte Forderungen.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2012

4.9 Haftungsverhältnisse gemäß § 199 UGB

Stand
31.3.2012
EUR
davon gegenüber
verbundenen
Unternehmen
EUR
aus Garantien 3.590.429,50 3.590.429,50
Vorjahr: 24.290.063,58 24.290.063,58

4.9.1 AT&S India Private Limited

Im Geschäftsjahr 2002/03 wurde ein Garantieübereinkommen zwischen der Deutschen Bank AG, Bangalore, Indien, und der AT&S geschlossen:

  • Übernahme der Haftung für einen Betriebsmittelkredit in Höhe von INR 180 Mio. (EUR 2,6 Mio.); der zum Bilanzstichtag aushaftende Betrag beläuft sich auf EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,6 Mio.).

Im Geschäftsjahr 2003/04 wurde ein Garantieübereinkommen zwischen der Royal Bank of Scotland, Bangalore, Indien (vormals ABN AMRO) und der AT&S geschlossen:

  • Übernahme der Haftung für einen Betriebsmittelkredit in Höhe von INR 100 Mio. (EUR 1,5 Mio.); der zum Bilanzstichtag aushaftende Betrag beläuft sich auf TEUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 2).

Die Bankkonten bei der Royal Bank of Scotland, Bangalore, Indien (vormals ABN AMRO) wurden im laufenden Geschäftsjahr alle geschlossen.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2012

4.9.2 AT&S (China) Company Limited

Im Geschäftsjahr 2010/11 wurde ein Garantieübereinkommen zwischen der China Construction Bank, Shanghai, Volksrepublik China, und der AT&S geschlossen, das die beiden Garantieübereinkommen aus den Geschäftsjahren 2006/07 und 2009/10 ersetzt:

  • Übernahme der Haftung für einen Kreditrahmen in Höhe von EUR 45 Mio.; der zum Bilanzstichtag aushaftende Betrag beläuft sich auf EUR 3,6 Mio. (Vorjahr: EUR 23,7 Mio.).

4.10 Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen

Sachanlagen

des folgenden
Geschäftsjahres
EUR
der folgenden
fünf
Geschäftsjahre
EUR
Verpflichtungen aus Sale-and-Lease-back-Transaktion 1.796.352,00 8.981.760,00
Vorjahr: 1.669.056,00 8.345.280,00
Verpflichtungen aus Mietverträgen 273.455,00 278.183,00
Vorjahr: 460.303,00 717.846,00
Summe 2.069.807,00 9.259.943,00
Vorjahr: 2.129.359,00 9.063.126,00

4.11 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag waren für Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen Bestellungen in Höhe von EUR 1,8 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.) offen.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2012

4.12 Derivative Finanzinstrumente und außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 237 Z 8a UGB

In der AT&S werden derivative Finanzinstrumente zum Schutz gegen mögliche Zinssatz- und Wechselkursschwankungen und zur partiellen Abdeckung sowohl bestehender als auch erwarteter, aber noch nicht fixierter Fremdwährungsverpflichtungen bzw. Fremdwährungsforderungen abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktwert und beträgt EUR - 208.467,37.

Nominalwert
31. März 2012
Marktwert in
EUR
31. März 2012
Buchwert in
EUR
31. März 2012
Währungsabhängige
Produkte
Swaps 0,00 0,00
Zinsabhängige Produkte
Swaps EUR 15.500.000,00 -208.467,37 -208.467,37
Summe -208.467,37 -208.467,37
Nominalwert
31. März 2011
Marktwert in
EUR
31. März 2011
Buchwert in
EUR
31. März 2011
Währungsabhängige
Produkte
Swaps USD 7.040.000,00 -35.056,79 -35.916,91
Zinsabhängige Produkte
Swaps EUR 21.700.000,00 7.164,55 -17.815,71

In einer Erklärung hat sich die AT&S AG betreffend einer in ihrem Einflussbereich stehenden Tochtergesellschaft verpflichtet dafür Sorge zu tragen, dass die notwendigen finanziellen Mittel zur Begleichung von Verbindlichkeiten bereitgestellt werden.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2012

5. AUFGLIEDERUNGEN ZU POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2011/12
EUR
2010/11
EUR
1. Umsatzerlöse
Ausland 305.665.211,01 332.352.684,17
Inland 24.597.584,00 28.055.537,39
330.262.795,01 360.408.221,56
2011/12
EUR
2010/11
EUR
2. Personalaufwand

a) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen

Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte 70.471,33 347.275,91
übrige Arbeitnehmer 1.295.344,52 1.340.035,56
1.365.815,85 1.687.311,47

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von EUR 1.159.928,41 (Vorjahr: EUR 1.497.609,99) enthalten.

2011/12
EUR
2010/11
EUR
b) Aufwendungen für Altersversorgung
Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte 89.905,59 89.223,27
übrige Arbeitnehmer 428.915,45 422.896,44
518.821,04 512.119,71

3. Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzernabschluss der AT & S Austria Technolgie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, 8700 Leoben-Hinterberg, offengelegt.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2012

6. ZUSATZANGABEN GEMÄSS UGB

6.1 Aktivierbare latente Steuern

Vom Wahlrecht, latente Gewinnsteuern auf temporäre Differenzen zwischen dem unternehmensrechtlichen und dem steuerlichen Ergebnis zu aktivieren, wurde nicht Gebrauch gemacht. Der gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbare Betrag beträgt EUR 2.137.295,00 (Vorjahr: EUR 2.389.450,00).

6.2 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Gemäß dem Steuerreformgesetz 2005, BGBl. I 2004/57, beträgt der Körperschaftsteuersatz seit 1. Jänner 2005 25 %.

Gemäß § 9 Abs. 8 KStG 1988 hat die AT&S als Gruppenträger mit folgenden Töchtern (Gruppenmitgliedern) eine Unternehmensgruppe gebildet:

  • AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH, Klagenfurt
  • DCC Development Circuits & Components GmbH, Leoben
  • AT&S Korea Co., Ltd., Ansan-City, Südkorea

Zum Zwecke des Ausgleichs der steuerlichen Wirkungen, die sich aus der Zurechnung der steuerlichen Ergebnisse ergeben, verpflichten sich die Vertragsparteien zur Entrichtung einer Steuerumlage.

Da keine latenten Gewinnsteuern aktiviert werden, hat die Unternehmensgruppe keine Ergebnisauswirkung auf den Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag". Weiters hat die AT&S als Gruppenträger an die österreichischen Gruppenmitglieder Mindestkörperschaftsteuer in Höhe von EUR 7.000,00 verrechnet.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2012

6.3 Organe, Arbeitnehmer

Die Durchschnittszahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter betrug:

2011/12 2010/11
Arbeiter 675 685
Angestellte 401 401
Gesamt 1.076 1.086

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates:

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Vorstand tätig:

  • DI (FH) Andreas GERSTENMAYER (Vorsitzender)
  • Mag. Thomas OBENDRAUF
  • Ing. Heinz MOITZI

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Aufsichtsratsmitglieder bestellt:

  • Dr. Hannes ANDROSCH (Vorsitzender)
  • Ing. Willibald DÖRFLINGER (Stellvertreter des Vorsitzenden)
  • Dkfm. Karl FINK
  • DI Albert HOCHLEITNER
  • Mag. Gerhard PICHLER
  • Dr. Georg RIEDL
  • Dr. Karin SCHAUPP (seit 7. Juli 2011)
  • DDr. Regina PREHOFER (seit 7. Juli 2011)

Vom Betriebsrat waren delegiert:

  • Johann FUCHS
  • Wolfgang FLECK
  • Günther WÖLFLER
  • Sabine FUSSI (seit 8. Juli 2011)

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2012

Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes:

2011/12 2010/11
fix variabel Summe fix
variabel
Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
DI (FH) Andreas Gerstenmayer 388 203 591 393 299 692
Mag. Thomas Obendrauf 322 212 534 143 119 262
Ing. Heinz Moitzi 308 190 498 308 236 544
Dr. Harald Sommerer 0 0 0 0 394 394
Dkfm. Steen E. Hansen 0 242 242 365 1.999 2.364
Gesamt 1.018 847 1.865 1.209 3.047 4.256

In den variablen Bezügen der ausgeschiedenen Vorstände sind folgende Sachbezüge aus Aktienoptionen inkludiert:

2011/12
TEUR
2010/11
TEUR
Dr. Harald Sommerer 0 394
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen 242 382
242 776

Die variablen Bezüge im Geschäftsjahr 2010/11 von Herrn Dkfm. Steen E. Hansen beinhalten großteils die vertragliche Abfertigungszahlung und Abfindung sonstiger Ansprüche im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung des Vorstandsvertrages.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2012

Anzahl der zum Bilanzstichtag gesamt gewährten Aktienoptionen nach Abzug der nicht ausgeübten ("expired") Aktienoptionen der Mitglieder des Vorstandes:

31. März
2012 2011
DI (FH) Andreas Gerstenmayer 80.000 40.000
Mag. Thomas Obendrauf 34.500 6.000
Ing. Heinz Moitzi 114.000 120.000
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen 0 90.000
Summe 228.500 256.000

Die Aktienoptionen von Herrn Dkfm. Steen Ejlskov Hansen waren mit Austrittsdatum am 31. Jänner 2011 fällig und waren bis spätestens 31. Jänner 2012 ausübbar.

Zum 31. März 2012 liegt der Ausübungspreis der Zuteilungen für den Vorstand vom 1. April 2008 in Höhe von EUR 15,67 (31.500 Stück) über dem Tageskurs zum Bilanzstichtag (EUR 9,15).

Die Zuteilungen vom 1. April 2009 in Höhe von EUR 3,86 (25.500 Stück), vom 1. April 2010 in Höhe von EUR 7,45 (71.500 Stück) und vom 1. April 2011 in Höhe von EUR 16,60 (100.000 Stück) liegen unter beziehungsweise über dem Tageskurs zum Bilanzstichtag (EUR 9,15).

Für die Aufsichtsratsmitglieder sind Vergütungen in Höhe von EUR 238.600,00 (Vorjahr: EUR 207.700,00) aufwandsmäßig erfasst und werden der Hauptversammlung vorgeschlagen.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2012

Aktienbesitz des Vorstandes und der Aufsichtsräte der Gesellschaft zum Bilanzstichtag:

Aktien
Stand
31.3.2012
Stand
31.3.2011
Veränderun
g
Vorstand
Ing. Heinz Moitzi 1.672 1.672 0
Aufsichtsrat
Dr. Hannes Androsch 445.853 445.853 0
Androsch Privatstiftung 5.570.666 5.570.666 0
Dörflinger Privatstiftung 4.594.688 4.574.688 20.000
Mag. Gerhard Pichler 19.118 19.118 0
Dr. Georg Riedl 9.290 9.290 0
Johann Fuchs 4 4 0

Leoben-Hinterberg, am 9. Mai 2012

Der Vorstand:

DI (FH) Andreas GERSTENMAYER e.h.

Ing. Heinz MOITZI e.h. Mag. Thomas OBENDRAUF e.h.

LAGEBERICHT

Lagebericht zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011/12

1. Unternehmensprofil

Die AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz "AT&S" genannt) zählt mit deren Tochtergesellschaften weltweit zu den führenden Unternehmen der Branche und ist in Europa und in Indien der größte Leiterplattenproduzent. Das Tochterunternehmen in Shanghai betreibt das größte auf HDI-Technologie spezialisierte Werk Chinas. Das Produktportfolio der AT&S umfasst einseitige, doppelseitige, mehrlagige, HDI (High Density Interconnection; eine mehrlagige Leiterplatte mit extrem feinen Strukturen), flexible, starrflexible und semiflexible Leiterplatten. Das Leistungsspektrum beinhaltet unterschiedlichste Techniken der Behandlung von Leiterplatten unter Einsatz verschiedener Basismaterialien.

Mit einer globalen Präsenz über Tochtergesellschaften in Asien, Europa und den USA beliefert AT&S weltweit agierende Konzerne. Gleichzeitig bedient AT&S auch die Nachfrage von kleineren Unternehmen und fertigt Prototypen und Kleinserien. Die beiden Produktionsstandorte der AT&S befinden sich in Leoben-Hinterberg und in Fehring, die Produktionsstandorte der Tochtergesellschaften in Klagenfurt, Indien, China und Südkorea. Mit diesen Produktionskapazitäten ist AT&S in der Lage, sowohl die in Asien bestehende Volumensproduktion als auch das europäische Nischengeschäft zu bedienen. Die Produkte werden direkt bei den Erstausrüstern (OEM – Original Equipment Manufacturer) und bei Auftragsfertigern (CEM – Contract Electronic Manufacturer) abgesetzt.

AT&S ist technologisch einer der führenden Leiterplattenhersteller. Die hervorragenden Leistungen im Bereich Forschung und Entwicklung stellen eine dafür wesentliche Voraussetzung dar. AT&S arbeitet in Netzwerken aus Kunden, Lieferanten und Forschungseinrichtungen an neuen innovativen Techniken. Die laufende Optimierung der Geschäftsprozesse ist eines der wesentlichen Kernelemente der Unternehmensstrategie.

Das Kerngeschäft der AT&S unter Einbeziehung der Tochtergesellschaften ist die Entwicklung und Herstellung von Leiterplatten für Groß-, Kleinserien und Prototypen. Die Leiterplatten werden nach den Kundenspezifikationen maßgeschneidert und hergestellt. Um einerseits den Kunden ein umfangreicheres Leistungsspektrum anzubieten und andererseits die eigene Marktposition zu stärken, bietet AT&S auch Designleistungen an. Mit der Embedding-Technologie kann AT&S nun auch Bestückungs- und Chip-Packing-Dienstleistungen anbieten.

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2. Geschäftsverlauf und Lage

Der weltweite Leiterplattenbedarf ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 5,6 % auf USD 59 Mrd. angestiegen. Unsere Märkte sind fundamental weiterhin intakt und wir gehen mittel- bis langfristig weiterhin von attraktiven Wachstumsraten, vor allem im Bereich Mobile Devices, aus. Gleichzeitig hat sich in der Elektronikindustrie allgemein aufgrund der derzeitigen weltwirtschaftlichen Lage die Visibilität künftiger Bedarfe reduziert.

Wesentlicher Wachstumsfaktor wird auch künftig der Bereich Mobile Devices mit den Applikationen Smart Phones und Tablet PCs sein. Der Anteil der Smart Phones am gesamten Mobile Phone Markt wird weiter zu nehmen. Auch im Bereich Automotive wird mit einer guten Entwicklung, besonders in China gerechnet. Für den Industriesektor geht man in der Branche von einem moderaten Wachstum, insbesondere in Europa, aus.

Die Umsatzerlöse der AT&S sind im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 im Vorjahresvergleich um EUR 30,1 Mio. bzw. 8 % auf EUR 330,3 Mio. gesunken. Grund dafür waren gesunkene Handelswarennebenerlöse mit unseren asiatischen Tochterunternehmen.

Durch geringere Herstellungskosten konnte die Bruttogewinnmarge von 9,1 % im Vorjahr auf 9,7 % im aktuellen Geschäftsjahr gesteigert werden. Auch die Verwaltungs- und Vertriebskosten konnten reduziert werden, sodass sich mit EUR 19,1 Mio. ein deutlich besseres Betriebsergebnis als im voran gegangenen Geschäftsjahr (EUR 9,5 Mio.) ergab.

Das Finanzergebnis ist im Geschäftsjahr 2011/12 durch die Abwertung der eigenen Anteile aufgrund des gesunkenen Börsekurswertes (17,0 Mio.) belastet. Weiters sind die Zinsaufwendungen durch die Aufnahme der zweiten Anleihe im Q3 2011/2012 sowie erhöhter langfristiger Finanzverbindlichkeiten von EUR 10,1 Mio. auf EUR 13,9 Mio. gestiegen. Diese Steigerung wurde in Kauf genommen, um die durchschnittliche Fristigkeit der Finanzierungen deutlich zu verlängern und so das Liquiditätsrisiko zu minimieren. Im vorangegangenen Jahr wurde darüber hinaus die Ausschüttung einer Dividende der AT&S (China) Company Ltd. beschlossen, welche sich mit EUR 10,8 Mio. positiv auswirkte. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden sämtliche Gewinne der AT&S China thesauriert und stehen für künftige Ausschüttungen zur Verfügung.

Aufgrund der erläuterten Effekte im Finanzergebnis ergab sich daher im aktuellen Geschäftsjahr ein negatives Jahresergebnis in Höhe von 9,1 Mio. im Vergleich zu einem positiven Ergebnis von EUR 32,2 Mio. im vorangegangenen Geschäftsjahr 2010/2011.

In der Vermögensstruktur wird ebenfalls die Bedeutung der Produktionsstandorte der asiatischen Tochtergesellschaften verdeutlicht. Die Finanzanlagen an verbundenen Unternehmen in Form von Beteiligungen und Ausleihungen belaufen sich zum 31. März 2012 auf 70 % (im Vorjahr 62 %) der Bilanzsumme.

Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31. März 2012 beträgt EUR 172,5 Mio. und verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 17,5 Mio. gemäß dem im Wesentlichen durch die Abwertung der eigenen Anteile verursachten Jahresfehlbetrag und der im Geschäftsjahr 2011/12 vorgenommenen Gewinnausschüttung. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag von 35,6 % verringerte sich gegenüber dem Vorjahreswert (39,4 %), zeigt aber immer noch eine sehr gute Eigenkapitalausstattung.

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Im Geschäftsjahr 2011/12 erhöhte sich die Nettoverschuldung der AT&S um EUR 56,8 Mio. auf EUR 236,4 Mio., da der zusätzliche Finanzierungsbedarf für die Kapazitätsausweitungen der Tochtergesellschaften in Form von konzerninternen Fremd- oder Eigenkapitalbereitstellungen durch die AT&S erfolgt und dafür entsprechende Fremdfinanzierungen aufgenommen wurden. Die Nettoverschuldung errechnet sich aus den Anleihen und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie sonstigen Wertpapieren und Anteilen des Umlaufvermögens (ohne eigene Anteile). Der Nettoverschuldungsgrad, berechnet aus dem Verhältnis der Nettoverschuldung zu Eigenkapital, hat sich von 95 % im Vorjahr auf 137 % erhöht.

Die Teilergebnisse der Geldflussrechnung zeigen im mehrjährigen Vergleich folgende Werte (berechnet gemäß Fachgutachten KFS/BW2 der österreichischen Kammer der Wirtschaftstreuhänder):

2011/12 2010/11 2009/10
TEUR TEUR TEUR
Netto-Geldfluss aus laufender
Geschäftstätigkeit
-141 -3.189 29.050
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -48.370 -26.178 1.024
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit 44.280 21.693 -22.757

Der Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit war im abgelaufenen Geschäftsjahr nahezu ausgeglichen. Der Rückgang der Vorräte sowie der offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprach dem Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Im Rahmen der Investitionstätigkeit der AT&S wurden im Geschäftsjahr 2011/12 insgesamt EUR 7,7 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen investiert, weiters wurden für Kapitalerhöhungen EUR 7,5 Mio. eingezahlt und Ausleihungen an Tochterunternehmen in Höhe von EUR 36,2 Mio. zur Finanzierung der Werksausbauten gewährt. Diese Auszahlungen führen im Wesentlichen zu dem Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit.

Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet im Geschäftsjahr 2011/12 vor allem die Aufnahme einer Anleihe in Höhe von EUR 100 Mio. Im Gegenzug dazu wurden kurzfristige Bankverbindlichkeiten rückgeführt, sodass sich insgesamt ein positiver Nettogeldfluss in Höhe von EUR 44,3 Mio. ergab.

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 2011/12 in der AT&S unter Einbeziehung der Leiharbeiter 1.195 Mitarbeiter und damit um 14 Personen weniger gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt (2010/11: 1.209) tätig.

Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, stellen gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter einen wesentlichen Baustein dar. AT&S legt daher besonderen Wert auf internationale Aus- und Weiterbildungsprogramme. In technischen Schulungen, interkulturellen Trainings sowie speziellen Management- und Führungskräfteentwicklungs-Programmen werden die Mitarbeiter der AT&S adäquat auf gegenwärtige und zukünftige Aufgaben vorbereitet. Zur Nachwuchsförderung werden in Österreich Lehrlinge in fünf verschiedenen Berufsgruppen ausgebildet.

Ein transparentes und leistungsorientiertes Vergütungssystem fördert das unternehmerische Denken und Handeln der Mitarbeiter. Das Bonussystem basiert seit dem Geschäftsjahr 2010/11 auf den Kenngrößen Cash Earnings und ROCE und blieb somit gegenüber dem vergangenen Jahr unverändert.

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Nachhaltiges Wirtschaften und der schonende Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen haben für die AT&S höchste Priorität. AT&S kombiniert die drei Faktoren Qualität – Umwelt – Mensch in einem integrierten Managementsystem. Dieses einheitliche Regelwerk basiert auf den internationalen Qualitätsnormen ISO 9001, ISO/TS 16949 (Qualitätsmanagement der Automobilindustrie), der Umweltnorm ISO 14001 sowie auf dem Standard OHSAS 18001 für den Bereich Sicherheit und Gesundheit. Regelmäßige interne Audits und Überprüfungen durch unabhängige Dritte bestätigten für das Geschäftsjahr 2011/12 die Einhaltung des Managementsystems.

Besonderes Anliegen sind Sicherheit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit der AT&S Mitarbeiter. Diesbezüglich durchgeführte Aktivitäten folgen dem Sicherheits- und Gesundheitsmanagement-Konzept der OHSAS 18001. Der langfristige Erfolg der zahlreichen Programme zeigt sich anhand der Reduktion der Unfallraten im Mehrjahresvergleich.

Zum Umweltschutz ist hervorzuheben, dass AT&S bereits im Geschäftsjahr 1996/97 als einer der ersten Leiterplattenhersteller das Umweltmanagement nach ISO 14001 eingeführt hat. Da AT&S weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus umweltschützende Maßnahmen setzt, wird das Unternehmen von Zertifizierungsstellen und Behörden sogar als Vorreiter in Umweltfragen gesehen.

Der sparsame Verbrauch von Ressourcen ist bei der kontinuierlichen Verbesserung von Produkten, Verfahren und Prozessen eine wichtige Zielsetzung. Aktuelle Projekte betreffen die langfristige jährliche Reduktion des CO2-Ausstoßes je m 2 Leiterplatte, die Senkung des Wasserverbrauches und das Recycling des eingesetzten Prozesswassers sowie die Einführung neuer Technologien zur Regeneration von Chemikalien und dem Recycling von Leiterplattenabfällen. Dieses Engagement möchte die AT&S noch weiter forcieren und den Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) im Unternehmen stärker positionieren.

Die Integration von CSR in alle Unternehmensbereiche erfolgt über das Projekt "Sustainable AT&S", das Ende 2011 initiiert wurde. Ein weltweites Projektteam geleitet von der Abteilung Quality-EHS erarbeitet gemeinsam mit dem Vorstand die Strategie und die Targets für die nächsten fünf Jahre. Die Erstellung von globalen Zielsetzungen zu den Themen Umweltschutz, Arbeitssicherheit und soziale Verantwortung sowie die Erstellung von jährlichen individuellen Zielsetzungen und Programmen muss von der gesamten Organisation getragen werden.

Als wesentliche Rohstoffmaterialien wurden im Geschäftsjahr 2011/12 rund 149 kg Gold (2010/11: 179 kg), 317 Tonnen Kupfer (2010/11: 420 Tonnen), 1,6 Mio. m2 Laminate (2010/11: 2,1 Mio. m2 ) und rund 7.900 Tonnen verschiedene Chemikalien (2010/11: 9.500 Tonnen) an den beiden Produktionsstandorten Leoben-Hinterberg und Fehring verbraucht. Der Strombedarf belief sich im Geschäftsjahr 2011/12 auf rund 57 GWh (2010/11: 58 GWh).

Errichtung einer Business Unit Struktur

Im April 2011 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, die Organisationsstruktur weiterzuentwickeln, um die Flexibilität in der gesamten AT&S-Gruppe zu erhöhen und die operativen Prozesse noch besser an die Kundenbedürfnisse anzupassen. Im Sinne einer Verstärkung der Marktorientierung wurden drei Business-Units – Mobile Devices, Industrial & Automotive Solutions sowie Embedded Component Packaging - eingerichtet. Die dadurch möglichen Optimierungen und Effizienzsteigerungen helfen mit, eine der Wachstumsstrategie der AT&S-Gruppe entsprechende Organisationsform zu implementieren. Mit dieser Organisationsanpassung waren bisher keine Restrukturierungsaufwendungen oder außerordentlichen Aufwendungen verbunden. Diese Struktur bildet die organisatorische Grundlage für die weitere Wachstumsstrategie der AT&S. Der Konzern wird ab dem Geschäftsjahr 2012/2013 die Segmentberichterstattung nach der neuen Organisationsstruktur vornehmen.

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3. Bedeutende Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres

Eröffnung eines Vertriebsbüros in Chicago

Um weiteres nachhaltiges und profitables Wachstum erzielen zu können, wurde als notwendiger Schritt die Erhöhung der Marktpräsenz in der Region Nordamerika identifiziert. Neben Kunden im Bereich Automotive und Industrial soll der Fokus auf Kunden aus den Segmenten "Medical" und "Aviation & Security" gelegt werden. Im April 2012 wurde deshalb ein Vertriebsbüro in Chicago eröffnet. Eingebettet in die Organisation unseres Tochterunternehmens AT&S Americas LLC in San Jose, ist dies nun der zweite Standort in den USA.

4. Tochterunternehmen und Repräsentanzen

  • Um den steigenden Kapazitätsanforderungen und der Verlagerung der Massenproduktion im höchsten Technologiesegment gerecht zu werden, wurden bei der 100%-Tochter AT&S (China) Company Limited bereits in den vergangenen Geschäftsjahren laufend Kapazitäten aufgebaut. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden aufgrund der verstärkten Nachfrage zwei weitere HDI-Produktionslinien in Betrieb genommen. Damit ist der Ausbau - kapazitätsmäßig - an diesem Standort abgeschlossen.
  • Bei der AT&S Korea Co. Ltd. zeigte sich zu Beginn des Geschäftsjahres eine rückläufige Umsatzsituation. Diese konnte im Verlauf des Geschäftsjahres aber kontinuierlich verbessert werden, sodass wir zuversichtlich in das neue Geschäftsjahr gehen können. Insbesondere der Medizintechnikbereich wird als aussichtsreicher Wachstumsmarkt angesehen.
  • Bei der AT&S India Private Limited hatten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einer Unterauslastung zu kämpfen. Die Kostensituation war durch eine instabile öffentliche Energieversorgung belastet. Für das Geschäftsjahr 2012/13 sehen wir aber eine positive Entwicklung.
  • Der neue Produktionsstandort in Chongqing, China ist derzeit im Bau. Im Mai wird die Fertigstellung des Gebäudes erfolgen. Der weitere Ausbau wird stufenweise in Abstimmung mit den Auslastungs-, Produktions- und technologischen Anforderungen erfolgen.
  • Im Herbst 2011 wurde mit AT&S (Taiwan) Co., Ltd. eine weitere Vertriebsgesellschaft gegründet. Sie ist eine 100%-Tochtergesellschaft der AT&S Asia Pacific Ltd. und wird schwerpunktmäßig den Bereich Mobile Devices in Asien betreuen.

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5. Kapitalanteilsstruktur und Angaben zu Gesellschafterrechten

Zum Bilanzstichtag per 31. März 2012 beträgt das gezeichnete Kapital der Gesellschaft EUR 28.490.000 und besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,1 pro Aktie. Das Stimmrecht in der Hauptversammlung wird nach Stückaktien ausgeübt, wobei je eine Stückaktie das Recht auf eine Stimme gewährt. Sämtliche Aktien lauten auf Inhaber.

Die maßgeblichen Beteiligungen an der AT&S zum Bilanzstichtag stellen sich wie folgt dar:

Aktien % Kapital % Stimmrechte
Dörflinger-Privatstiftung:
Karl-Waldbrunner-Platz 1
A-1210 Wien
4.594.688 17,74
%
19,70
%
Androsch Privatstiftung:
Franz-Josefs-Kai 5
A-1010 Wien
5.570.666 21,51 % 23,89 %

Zum Bilanzstichtag werden 2.577.412 Stück eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) gehalten. Die zuletzt am 7. Juli 2010 beschlossene Ermächtigung des Vorstands, bis zu 10 % des Grundkapitals der AT&S AG am Markt binnen 30 Monaten zurückzukaufen, läuft somit bis 16. Jänner 2013. Die eigenen Aktien können zur Bedienung des Stock-Option-Programms der Gesellschaft verwendet oder auch veräußert werden.

Bis zum 6. Juli 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu EUR 14.245.000 durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 nennbetragslosen Inhaberstückaktien unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes zu erhöhen.

Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand weiters bis zum 6. Juli 2015 bei Bedarf unter Ausschluss des Bezugsrechtes Wandelschuldverschreibungen von bis zu EUR 100.000.000 ausgeben. Zur Gewährung von Bezugs- oder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu EUR 14.245.000 durch die Ausgabe von bis zu 12.950.000 neuen Inhaberaktien zu erhöhen.

Weiterführend wird auf die Erläuterungen unter Punkt 4.5. "Eigenkapital" im Anhang zum Jahresabschluss verwiesen.

6. Forschung und Entwicklung

Innerhalb der AT&S ist der Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) die treibende Kraft bei der Identifizierung neuer und bei der Weiterentwicklung angewendeter Technologien. Durch nachhaltige Erfolge konnte sich AT&S die Position eines Technologieführers in der High-End-Leiterplattenfertigung erarbeiten.

AT&S verfügt über einen zweistufigen Innovationsprozess. In den Forschungseinrichtungen des auch technologischen Headquarters Leoben-Hinterberg werden die Entwicklungen in den Bereichen Materialien, Prozesse und Applikationen bis zu dem Punkt durchgeführt, an dem die prinzipielle Machbarkeit der Technologie erreicht ist. Dieser Tätigkeitsbereich umfasst somit die Angewandte Forschung und Technologieevaluierung. Anschließend ist es Aufgabe der lokalen Abteilung für Technologieentwicklung und Implementierung in den Werken der AT&S sowie der Tochtergesellschaften, die Prozesse und Produkte mittels experimenteller Entwicklung

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weiterzuentwickeln und neue Prozesse in den bestehenden Produktionsablauf zu integrieren, sodass mit einer optimierten Ausbeute produziert werden kann.

Um auch künftig technologisch an der Weltspitze zu bleiben, arbeitet die AT&S mit zahlreichen externen Partnern zusammen. Einerseits werden kundenseitig Anforderungen und Ideen für zukünftige Produkte mitgeteilt, andererseits leitet AT&S aus zukünftigen Applikationen neue Techniken ab, wie etwa die Embedding Component Packaging Technologie (ECP® Technologie). Je nach Bedarf werden zusätzlich zu den eigenen Ressourcen auch Kooperationen mit Forschungseinrichtungen oder Lieferanten eingegangen.

Der Kern der Technologiestrategie kann in 3 Hauptziele eingeteilt werden:

  • Fokus auf das Hochtechnologiesegment: neue Produkte und Technologien, die in der AT&S entwickelt werden, kommen im Hochtechnologiesegment des entsprechenden Marktes zum Einsatz
  • Größerer Beitrag zur Wertschöpfungskette: neue Produkte und Technologien, die in der AT&S entwickelt werden, decken einen größeren Teil der Wertschöpfungskette der Herstellung von elektronischen Geräten ab.
  • Geringerer Verbrauch von natürlichen Resourcen: neue Produkte und Technologien, die in der AT&S entwickelt werden, haben einen geringeren Verbrauch an natürlichen Ressourcen (z.B. Materialien, Wasser, Energie) als herkömmliche Produkte/Technologien.

Basierend auf diesen strategischen Grundlagen, den Kundenanforderungen, sowie den Entwicklungen der Lieferanten, wurden 4 Kernentwicklungsgebiete identifiziert:

1. Interconnect Density:

In diesem Bereich ist es das Ziel, die Leiterplatte laufend zu verkleinern und die Komplexität zu erhöhen. Die Herausforderung liegt darin, die Leiterstrukturen zu verkleinern und die Dicke der Leiterplatte zu reduzieren.

2. Mechanical Integration:

Ziel ist eine verbesserte Integration der Leiterplatte als Komponente des elektronischen Geräts. Starrflexible Leiterplatten, Kavitäten, Einlagetechniken bis zu vollflexiblen Leiterplatten werden entwickelt.

3. Functionality Integration

Dieses Entwicklungsgebiet fokussiert auf Integration zusätzlicher Funktionalitäten in der Leiterplatte. Zusätzlich zur aktuellen AT&S ECP® - Technologie sollen weitere Lösungen zum Einbetten von Komponenten in die Leiterplatte gefunden werden.

4. Printed Solutions:

Hier liegt der Fokus auf neuen Lösungen, die den Verbrauch von Wasser und anderen natürlichen Ressourcen (z.B. Kupfer) reduzieren. Neue Verfahren basierend auf der Drucktechnologie werden entwickelt, um einen minimalen Einsatz natürlicher Ressourcen zu ermöglichen.

Die Gesamtaufwendungen für Forschung & Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr 2011/12 auf rund EUR 20 Mio. gegenüber EUR 18 Mio. im Vorjahreszeitraum.

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7. Wesentliche Risiken, Ungewissheiten und Chancen

Das unternehmensweite Risiko- und Chancenmanagement-System enthält in dem auf Konzernebene definierten Risikokatalog folgende Risikokategorien:

  • Beschaffungsrisiken
  • Finanzrisiken
  • Markt- bzw. Absatzrisiken
  • Organisationsrisiken
  • Produktrisiken
  • Strategische Risiken
  • Umfeldrisiken

Risiko ist dabei ganz allgemein als eine negative Abweichung vom Unternehmensplan definiert. Als Chance wird konsequenterweise eine positive Abweichung von den Unternehmenszielen verstanden. Die individuell identifizierten und bewerteten Risiken bzw. Chancen, deren Auswirkung auf das budgetierte Jahresergebnis größer EUR 0,25 Mio und deren Eintrittswahrscheinlichkeit größer 1 % ist, werden mittels eines stochastischen Verfahrens (Monte-Carlo-Simulation) zur Gesamtrisikoposition des Konzerns aggregiert. Bei der individuellen Bewertung der Risiken werden jeweils Werte für den schlimmsten (worst case), den besten (best case) und den wahrscheinlichsten (most likely case) Fall ermittelt.

Organisatorisch fällt das Risikomanagement in die Verantwortung des Finanzvorstandes, welcher auch die Aufsicht darüber hat. In regelmäßigen Abständen wird dem Prüfungsausschuss die aktuelle Risikogesamtposition des Konzerns berichtet. Der Gesamtvorstand lässt sich in strukturierter Weise quartalsweise vom Risikomanagement berichten.

Als Vorteil gegenüber dem Mitbewerb werden die solide Kapitalausstattung, die technologische Spitzenposition und die Positionierung von AT&S durch die Kombination der im Konzern verfügbaren Standorte in Österreich und Asien gesehen. Der europäische und amerikanische Markt kann durch schnelle Produktion und Lieferzeiten der österreichischen Werke sowie kostenvorteilhafte Produktionskapazitäten in Asien bedient werden. Für den globalen Markt besteht langjährige Erfahrung in der HDI-Technologie und das Werk in Shanghai ist nicht nur das größte Werk der AT&S-Gruppe, sondern überhaupt das größte auf HDI-Technologie spezialisierte Werk Chinas. Durch den gegenwärtigen Ausbau der bestehenden Werke im Konzern sowie die Errichtung eines weiteren Werks in China (Chongqing) und dementsprechend zusätzlichen Kapazitäten ergeben sich umfassende Chancen für Umsatz- und Ertragsteigerungen.

Die Business-Unit-spezifischen Chancen und Risken

Die Risiken, Ungewissheiten und Chancen von AT&S sind grundsätzlich von den weltweiten Entwicklungen am Leiterplattenmarkt geprägt.

Markt- und technologieseitig ist zu beobachten, dass der Trend zur steigenden Funktionalität von Geräten und die Durchdringung von elektronischen Systemen im Alltag anhält. Im gesamten Geschäftsfeld Mobile Devices hat sich die AT&S mit ihren Tochtergesellschaften bereits konsequent auf das High-End-Segment konzentriert. Dieser Bereich umfasst neben Smartphones und Tablet PCs auch weitere Produkte wie etwa Spielkonsolen, Digitalkameras und tragbare Musicplayer. In den nächsten Jahren wird dieses Segment weiterhin als Wachstumsmotor gesehen. Die AT&S ist insbesondere mit ihren chinesischen Kapazitäten, Fertigungstechnologien und höchsten Qualitätsstandards in der Lage, die weltweit namhaftesten Anbieter dieser Produkte global zu bedienen. Ungewissheiten und Chancen hängen zum einen von der Marktentwicklung selbst, zum

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anderen auch davon ab, inwieweit es weiterhin gelingt, sich gegenüber dem Mitbewerb erfolgreich zu unterscheiden.

Der Industrial Markt ist durch unterschiedliche Technologieanforderungen seitens einer Vielzahl von Kunden geprägt. Höchste Flexibilität und die Fähigkeit, sich sehr schnell auf wechselnde Spezifikationen und Technologien einzustellen, stellen eine Grundvoraussetzung dar, um in diesem Bereich erfolgreich zu sein. Insbesondere die österreichischen Werke der AT&S sind hervorragend auf diese Anforderungen eingestellt. In enger Kooperation mit unterschiedlichen Kunden werden laufend neue Technologien und andere Projekte vorangetrieben. Die Produktlebenszyklen im Industriesegment sind im Vergleich zu jenen im Bereich Mobile Devices länger. Der Standort Indien bietet die Möglichkeit, diese Produkte kostenoptimal herstellen zu können. Ergänzt wird das Produktionsportfolio im Industriebereich durch das Werk in Südkorea, welches auf flexible Leiterplatten und auf Leiterplatten für den Medizinbereich spezialisiert ist. Die Spezialisierung in der Werksausrichtung stellt für die AT&S ein wesentliches Chancenpotential dar.

Im Geschäftsfeld Automotive ergeben sich aufgrund des stetig steigenden Elektronikanteils, welcher immer komplexere Anforderungen zu erfüllen hat und somit auch die Anforderungen an die Leiterplatten immer weiter zunehmen, weitere Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten. Wie schon in den Jahren zuvor war die AT&S auf ihrem Kernmarkt Europa auch im abgelaufenen Geschäftsjahr führender Leiterplattenproduzent im Automotive-Segment. Um weiter wachsen zu können, wird die Expansion in andere Märkten vorangetrieben. Dabei wird auf bestehende Strukturen zurückgegriffen. Zusätzliche Investitionen sind nur bedingt notwendig. Der Schritt aus dem Kernmarkt hinaus stellt ein weiteres Chancenpotential dar.

Der Bereich Advanced Packaging, eine Technologie, welche von der AT&S zur Marktreife gebracht wurde, birgt enormes Chancenpotential in sich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die erste Produktionslinie aufgebaut und mit der Serienproduktion begonnen.

Finanzierungsrisiko

Das Finanzierungsrisiko umfasst sowohl die Sicherstellung der langfristigen Finanzierung der AT&S als auch Schwankungen im Wert der Finanzierungsinstrumente.

Aktivseitig bestehen geringe Zinsänderungsrisiken im Wertpapiervermögen. Sonstige Liquiditätsbestände werden überwiegend kurzfristig veranlagt.

Passivseitig sind zum Bilanzstichtag (84 %) des Gesamtbetrages der Anleihen und der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, wobei hier die Zinssicherungsinstrumente berücksichtig werden müssen, fix verzinst. Die verbleibenden Kredite (16 %) sind variabel verzinst und weisen eine Laufzeit von unter einem Jahr auf.

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko wird bei AT&S der Umstand der Zahlungsunfähigkeit verstanden. Es soll daher stets ausreichend Liquidität vorhanden sein, um den laufenden Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachkommen zu können.

Die AT&S verfügt zum Bilanzstichtag über Liquiditätsreserven in Höhe von EUR 153,6 Mio. Davon entfallen EUR 9,5 Mio. auf liquide Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) und sonstige Wertpapiere und Anteile, sowie EUR 144,1 Mio. auf bestehende, nicht ausgenützte Finanzierungsrahmen.

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Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 12.950.000 neue Aktien aus genehmigtem Kapital zu emittieren sowie Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000 auszugeben, sowie weiters die eigenen Anteile (zum Bilanzstichtag hält der Konzern 2.577.412 eigene Aktien) zu veräußern.

Kreditrisiko

Unter dem Kreditrisiko versteht die AT&S die Möglichkeit eines kundenseitigen Zahlungsausfalles. Die AT&S hat es stets verstanden, starke Partnerschaften zu seinen Kunden aufzubauen. Ein wesentlicher Anteil der Umsatzerlöse der AT&S entfiel im Geschäftsjahr 2011/2012 mittelbar auf einen im Bereich Mobile Devices tätigen multinationalen Konzern. Aufgrund der vorwiegenden Lieferung an Auftragsfertiger besteht bei den Forderungen eine vergleichsweise Streuung. Die direkten Forderungen gegenüber diesem Kunden betreffen zum 31. März 2012 lediglich 7 % der gesamten Forderungen. Der höchste Anteil von Forderungen eines direkten Vertragspartners beträgt 15 %.

Generell basiert die Kontrolle des Kreditrisikos auf einer laufenden Bonitätsprüfung und auf dem Abschluss von Kreditversicherungen für die einzelnen Kunden.

Wechselkursrisiko

Zur Absicherung der Währungsrisiken wird eine laufende Überwachung aller Transaktions-, Umrechnungs- und ökonomischen Risiken durchgeführt. Innerhalb der AT&S erfolgt die Kurssicherung von Transaktionsrisiken zunächst durch Schließen von Positionen (Netting), für offene Positionen werden bei Bedarf derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Durch die Tochterunternehmen in Asien bestehen Kursrisiken aus den lokalen Währungen. Sicherungsgeschäfte vor Ort sind aufgrund gesetzlicher Bestimmungen teilweise nur eingeschränkt möglich, außerdem ergeben sich Beschränkungen durch die Illiquidität der Währungen. Bei Bedarf wird das Risiko nach Europa transferiert und dort abgesichert. Zudem wird versucht, ein natürliches Hedging von Forderungen und Verbindlichkeiten herbeizuführen.

Zur Evaluierung des Wechselkursrisikos werden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, wobei ceteris paribus die Auswirkungen prozentmäßiger Änderungen der Wechselkurse zu einander simuliert werden.

Finanzmarktrisiken

Die Finanzmarktrisiken, worunter das Fremdwährungs- und das Zinsänderungsrisiko verstanden werden, werden mittels regelmäßiger Sensitivitätsanalysen überwacht. In so genannten GAP-Analysen wird die mögliche Ergebnisveränderung durch eine 1%ige Preisänderung (Wechselkurs und Zinsen) bezogen auf die Fremdwährungs- bzw. Zinsnettoposition ermittelt. Dabei werden keine Korrelationen der verschiedenen Risikoelemente zueinander berücksichtigt. Die Ergebnisauswirkungen werden jeweils unter Beachtung der ertragsteuerlichen Auswirkungen auf das Konzernjahresergebnis nach Steuern errechnet.

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8. Internes Kontrollsystem und Risikomanagement

8.1. Unternehmensweites Risikomanagementsystem

Die AT&S hat sich einen Ethik- und Verhaltenskodex auferlegt, der beschreibt, wie AT&S ihre Geschäfte auf ethische und sozialverantwortliche Weise führt. Diese Richtlinien gelten für alle Aktivitäten der AT&S-Gruppe weltweit, wobei jeder Mitarbeiter verantwortlich ist, sich bei der Ausübung seines Berufes und der täglichen Arbeit ausnahmslos an diesen Kodex zu halten.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und Risikomanagement (siehe Abschnitt 8.2.) ist integrierter Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. In Anlehnung an das Rahmenkonzept von COSO (The Committee of Sponsoring Organization of the Treadway Commission) werden unter dem Begriff des unternehmensweiten Risikomanagements das eigentliche Risikomanagement sowie das interne Kontrollsystem (IKS) subsumiert. Die wesentlichen Merkmale des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie der internen Revision in der AT&S sind in einem konzernweiten Risikomanagement- und Revisionshandbuch festgehalten.

Das Risiko- und Chancenmanagementsystem enthält in dem auf Konzernebene definierten Risikokatalog neben den Finanzrisiken weitere Risikokategorien, die sich insbesondere auf strategische Risiken, Markt- und Beschaffungsrisiken, Umfeldrisiken und operative sowie Organisationsrisiken beziehen. Der Risikokatalog, der einen Orientierungsrahmen für die Unternehmensbereiche bei der Risikoidentifikation darstellt, wird dynamisch an die sich verändernde Unternehmenssituation angepasst. Wichtigste Zielsetzung des konzernweiten Risiko- und Chancenmanagements ist die Optimierung der Gesamtrisikoposition bei gleichzeitiger Nutzung der sich bietenden Chancen. Es erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an die Führungs- und Aufsichtsgremien.

Organisatorisch ist eine direkt dem Vorstand zugeordnete Stabstelle eingerichtet, die sowohl die konzernweite Koordination des Risikomanagements und internen Kontrollsystems als auch die Tätigkeiten der internen Revision wahrnimmt bzw. leitet. Gemäß der Geschäftsordnung für den Vorstand ist die Stabstelle dem Finanzvorstand unterstellt. Die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, der internen Revision und des Risikomanagementsystems sowie die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sind unter anderem besondere Aufgabenbereiche des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates. Neben der Einbindung des Prüfungsausschusses in den Rechnungslegungsprozess bei der Quartalsberichterstattung erfolgt auch eine regelmäßige Risikoberichterstattung und über die Tätigkeiten der internen Revision an den Prüfungsausschuss (Risiko- und Revisionsbericht). Der Prüfungsausschuss berichtet seinerseits an die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats.

Die Führungskräfte der AT&S sind als Risikoverantwortliche für die Identifikation, Analyse, Steuerung und Überwachung der Risiken in ihrem jeweiligen Bereich zuständig. Die lokale Werksleitung ist darüber hinaus für die Umsetzung des Risikomanagementprozesses in ihren Zuständigkeitsbereichen verantwortlich. Risikomanagementkoordinatoren in der AT&S AG und deren Tochtergesellschaften unterstützen bei der Erfassung und Weiterleitung der Risikoinformationen. Im Sinne einer effizienten Ausgestaltung entsprechend der Unternehmensgröße ist die organisatorische Betreuung des internen Kontrollsystems analog ausgestaltet.

Auf Basis der im Management Manual dokumentierten Geschäftsprozesse werden von den Prozessverantwortlichen für jeden Haupt- bzw. Teilprozess die jeweiligen Risiken beschrieben und bewertet. Bei der Risikoeinschätzung sind grundsätzlich alle potenziell negativen Faktoren, welche die Zielerreichung der Organisation bzw. eines Prozesses gefährden, vom Prozesseigentümer zu dokumentieren. Die Kontrollziele für die Finanzberichterstattung werden von den bestehenden Risiken

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abgeleitet und den Kategorien Existenz (nur tatsächlich vorhandene und genehmigte Geschäftsvorfälle werden verarbeitet), Eintritt/Periodenabgrenzung (Abbildung der Geschäftsvorfälle in der richtigen Periode oder zeitnahe Verarbeitung), Vollständigkeit (Geschäftsvorfälle, Vermögen und Schulden werden vollständig erfasst), Bewertung (auf Geschäftsvorfälle wurden angemessene Bewertungsmethoden angewandt und sie wurden richtig berechnet), Rechte & Pflichten (das Unternehmen hat das wirtschaftliche Eigentum über die ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden sind tatsächlich Verpflichtungen des Unternehmens), Darstellung & Offenlegung (richtiger und vollständiger Ausweis im Jahresabschluss und anderen Berichten), Richtigkeit der Geschäftsvorfälle/Daten und Zugangsbeschränkung (Zugang zu IT-Systemen ist auf die Prozessverantwortlichen beschränkt) zugeordnet.

Die Dokumentation der internen Kontrollen (Geschäftsprozesse, Risiken, Kontrollmaßnahmen und Verantwortliche) erfolgt grundsätzlich in Form von Kontrollmatrizen, die in einer zentralen Managementdatenbank archiviert werden. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem beinhaltet dabei die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung im Sinne der beschriebenen Kontrollziele für die Finanzberichterstattung.

8.2. Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem

Die Prozesse der Rechnungslegung sind in gesonderten Verfahrensanweisungen dokumentiert. Nach Möglichkeit sind diese konzernweit einheitlich ausgestaltet und werden in einem standardisierten Dokumentationsformat abgebildet. Aus den spezifischen lokalen Regelungen resultieren zusätzlich Anforderungen an die Rechnungslegungsprozesse. Die Grundlagen der Rechnungslegung und Berichterstattung sind in den Prozessbeschreibungen und weiters in ausführlichen Verfahrensanweisungen dokumentiert, welche ebenfalls im zentralen Management Manual archiviert sind. Darüber hinaus werden Arbeitsbehelfe zu Bewertungsläufen, Bilanzierungsvorgängen und organisatorischen Erfordernissen im Zusammenhang mit den Rechnungslegungs- und Jahresabschlussprozessen erstellt und laufend aktualisiert. Die Terminplanungen erfolgen im Einklang mit den Konzernerfordernissen.

Die Steuerung der Prozesse zu Rechnungslegung und Lageberichterstellung erfolgen bei der AT&S durch den Bereich Accounting Austria, ein Teilbereich von Group Finance, der dem Finanzvorstand unterstellt ist. Aufgrund der bestehenden gesellschaftsrechtlichen Struktur, wonach die AT&S sowohl über produzierende Werke als auch wesentliche Beteiligungen verfügt und somit Holding- bzw. Gruppenfunktionen wahrnimmt, resultiert eine integrierte organisatorische Ausgestaltung im Finanzund Rechnungswesenbereich. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Jahresabschluss und sonstiger Berichtserfordernisse analysiert.

Die Erfassung, laufende Verbuchung und Bilanzierung der Geschäftsfälle erfolgt mit einer einheitlichen und zentralen Software von SAP. Die einzelnen Geschäftsfälle und Bewertungen werden gemäß den lokalen Rechnungslegungsvorschriften verbucht.

Zur Vermeidung wesentlicher Fehldarstellungen sind zum einen automatische Kontrollen im Berichtssystem, zum anderen diverse manuelle Kontrollen implementiert. Maßnahmen zur Risikovermeidung sind unter anderem Funktionstrennungen und Unterschriftenordnungen. Monatlich werden die Vollständigkeit der Rechnungen und deren Abgrenzung von Accounting Austria kontrolliert und erforderlichenfalls abgegrenzt. Weiters werden insbesondere hinsichtlich der Bilanzierung und Berichterstattung von Umsätzen, Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, langfristigen Vermögenswerten, dem Ansatz und der Bewertung des Vorratsvermögens, Kundenforderungen, Abgrenzungen und Rückstellungen sowie der Überleitung der latenten Steueransprüche und -schulden konzerneinheitliche Vorgaben gemacht. Zum Bilanzstichtag werden

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Bestätigungen der wesentlichen Kunden und Lieferanten eingeholt. In monatlichen Bilanzierungsmeetings mit Group Finance und dem Finanzvorstand wird die Abbildung der Finanzzahlen im Hinblick auf Bewertungs- und Rückstellungserfordernisse diskutiert.

Die interne Finanzberichterstattung erfolgt monatlich als Bestandteil der Konzernberichterstattung, wobei die Finanzinformationen durch die Organisationseinheit Group Accounting (ebenfalls Teilbereich von Group Finance) überprüft und analysiert werden. Die monatliche Soll-Ist-Abweichung mit entsprechender Kommentierung der Werksergebnisse sowie des Gesellschaftsergebnisses wird intern an die Führungskräfte und an die Mitglieder des Aufsichtsrats berichtet.

Die jährliche Budgeterstellung erfolgt durch die Organisationseinheit Controlling Austria in Zusammenarbeit mit Group Controlling, wobei dieser Bereich ebenfalls dem Finanzvorstand unterstellt ist. Auf Basis der Quartalsergebnisse und aktuellen Planungsinformationen werden unterjährig quartalsweise Vorschaurechnungen (Forecasts) für das verbleibende Geschäftsjahr erstellt. Die Vorschaurechnungen mit Kommentierung zum Budgetvergleich und Darstellungen zur Auswirkung von Chancen und Risiken bis Geschäftsjahresende werden an den Aufsichtsrat berichtet. Neben der regelmäßigen Berichterstattung werden Mehrjahresplanungen, projektbezogene Finanzinformationen oder Berechnungen über Investitionsvorhaben aufbereitet und an den Aufsichtsrat übermittelt.

Die Überwachung des gesamten internen Kontrollsystems und somit auch im Hinblick auf das Rechnungswesen und die Finanzberichterstattung erfolgt durch die prozessunabhängige Stabstelle Interne Revision, die dem Finanzvorstand unterstellt ist. Der Wirkungsbereich der internen Revision umfasst alle Funktionsbereiche und Gesellschaften des AT&S-Konzerns, somit neben der AT&S AG auch ihre Tochtergesellschaften. Die Erteilung von Prüfungsaufträgen und die Behandlung der Prüfungsergebnisse obliegen dem Gesamtvorstand. Die Prüfungsaufträge werden durch Genehmigung des zumindest jährlich erstellten Revisionsplanes im Zuge der ersten Prüfungsausschusssitzung im laufenden Geschäftsjahr oder als Sonderauftrag durch den Vorstand erteilt. Die Umsetzung des Revisionsplanes sowie die Ergebnisse aus den internen Prüfungen werden dem Prüfungsausschuss berichtet.

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9. Ausblick

Der weiterhin zunehmende Bedarf an elektronischen Endgeräten und der generell steigende Elektronikanteil in unterschiedlichsten Applikationen wird weiterhin zu einer Steigerung des Bedarfs an Leiterplatten führen. Für die AT&S sieht das Management vor allem Wachstumschancen in der Produktion von technologisch sehr hochwertigen Kleinserien in Österreich sowie in der Massenfertigung aufgrund der stark steigenden Nachfrage nach Leiterplatten in China. Insgesamt geht das Management daher von steigenden Umsätzen sowohl in Österreich wie auch in den Tochtergesellschaften aus.

Aufgrund der in der Vergangenheit bereits getätigten Investitionen ist die AT&S für den steigenden Bedarf an Leiterplatten bestens gerüstet. In Abstimmung mit dem steigenden Bedarf wird auch der Ausbau des neuen Werkes in Chongqing, China, weiter erfolgen, sodass das Management für das kommende Geschäftsjahr äußerst zuversichtlich ist.

Leoben-Hinterberg, am 9. Mai 2012

Der Vorstand:

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h.

Ing. Heinz Moitzi e.h. Mag. Thomas Obendrauf e.h.

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, Leoben-Hinterberg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis 31. März 2012 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2012, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2012 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 9. Mai 2012

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Dr. Aslan Milla Wirtschaftsprüfer

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Leoben-Hinterberg, am 9. Mai 2012

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer Vorstandsvorsitzender

Mag. Thomas Obendrauf Finanzvorstand

Ing. Heinz Moitzi Technikvorstand

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