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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG

Annual Report Jun 29, 2011

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Annual Report

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JAHRESFINANZBERICHT ZUM 31. März 2011

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Seite

Konzernabschluss zum 31. März 2011 1
Konzernlagebericht 2010/11 69
Bestätigungsvermerk zum Konzernabschluss 81
Jahresabschluss zum 31. März 2011 83
Lagebericht zum Jahresabschluss 2010/11 120
Bestätigungsvermerk zum Jahresabschluss 133
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 135

Konzernabschluss zum 31. März 2011

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2
Konzernbilanz 3
Konzern-Kapitalflussrechnung 4
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 5
Anhang zum Konzernabschluss 6
Geschäftsjahr endend zum 31. März
(in TEUR) Erläuterung 2011 2010
Umsatzerlöse 1 487.948 372.184
Herstellungskosten 2 (398.177) (327.301)
Bruttogewinn 89.771 44.883
Vertriebskosten 2 (24.934) (18.819)
Allgemeine Verwaltungskosten 2 (21.951) (17.739)
Sonstiges betriebliches Ergebnis 4 6.322 2.646
Nicht wiederkehrende Posten 5 (2.677) (36.533)
Betriebsergebnis 46.531 (25.562)
Finanzierungserträge 6 6.282 2.956
Finanzierungsaufwendungen 6 (9.491) (11.313)
Finanzergebnis (3.209) (8.357)
Ergebnis vor Steuern 43.322 (33.919)
Ertragsteuern 7 (8.290) (3.698)
Konzernjahresergebnis 35.032 (37.617)
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens
zuzurechnen
35.168 (37.271)
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen (136) (346)
Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des Mutterunter
nehmens zusteht (in EUR je Aktie):
24
- unverwässert 1,51 (1,60)
- verwässert 1,50 (1,59)

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Geschäftsjahr endend zum 31. März
(in TEUR) 2011 2010
Konzernjahresergebnis 35.032 (37.617)
Währungsumrechnungsdifferenzen (10.777) (1.841)
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung zum beizulegenden
Zeitwert von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermö
genswerten, nach Steuern 1 19
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von Sicherungsinstru
menten aus der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern 304 (299)
Sonstiges Ergebnis (10.472) (2.121)
Konzerngesamtergebnis 24.560 (39.738)
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen 24.696 (39.392)
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen (136) (346)

KONZERNBILANZ

31. März
(in TEUR) Erläuterung 2011 2010
VERMÖGENSWERTE
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 8 385.510 308.527
Immaterielle Vermögenswerte 9 2.543 2.037
Finanzielle Vermögenswerte 13 121 99
Übergedeckte Pensionsansprüche 17 590 620
Aktive latente Steuern 7 10.736 11.124
Sonstige langfristige Vermögenswerte 10 4.144 3.622
403.644 326.029
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 11 53.376 38.700
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Forderungen 12 99.899 90.976
Finanzielle Vermögenswerte 13 13.912 14.214
Laufende Ertragsteuerforderungen 277 117
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 14 4.227 13.354
171.691 157.361
Summe Vermögenswerte 575.335 483.390
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 22 44.475 45.680
Sonstige Rücklagen 23 (12.032) (1.560)
Gewinnrücklagen 197.020 164.184
Den Eigentümern des Mutterunternehmens
zurechenbares Eigenkapital 229.463 208.304
Nicht beherrschende Anteile 353 489
Summe Eigenkapital 229.816 208.793
SCHULDEN
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten 16 95.559 105.197
Rückstellungen für Personalaufwand 17 12.210 11.369
Sonstige Rückstellungen 18 11.967 12.769
Passive latente Steuern 7 4.238 4.664
Sonstige Verbindlichkeiten 15 2.109 1.618
126.083 135.617
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten 15 96.554 60.436
Finanzielle Verbindlichkeiten 16 116.427 70.455
Laufende Ertragsteuerschulden 3.757 2.611
Sonstige Rückstellungen 18 2.698 5.478
219.436 138.980
Summe Schulden 345.519 274.597
Summe Eigenkapital und Schulden 575.335 483.390

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Geschäftsjahr endend zum 31. März
(in TEUR) 2011 2010
Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernjahresergebnis 35.032 (37.617)
Überleitungspositionen zum Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätig
keit:
Abschreibungen und Wertminderungen von Sachanlagen und immateriel
len Vermögenswerten 49.416 60.042
Veränderung langfristiger Rückstellungen 81 5.447
Ertragsteuern 8.290 3.698
Finanzierungsaufwendungen/(-erträge) 3.209 8.357
(Gewinne)/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen 432 391
Auflösung von Investitionszuschüssen (995) (1.695)
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert 1.010 (1.012)
Veränderungen des Working Capital:
- Vorräte (15.336) 8.361
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (10.728) 10.149
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten 19.860 5.652
- Sonstige Rückstellungen (2.747) 2.255
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 87.524 64.028
Gezahlte Zinsen (8.354) (7.453)
Erhaltene Zinsen und Dividendenerträge 453 728
Gezahlte Ertragsteuern (8.916) (10.300)
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 70.707 47.003
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten
(115.340) (19.742)
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten 194 237
Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochtergesellschaften,
abzüglich dabei veräußerter liquider Mittel -- 174
Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten (3.548) (2.329)
Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten 2.023 3.406
Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit (116.671) (18.254)
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 72.600 44.183
Auszahlungen für die Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten (34.120) (63.675)
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 797 899
Dividendenzahlungen (2.332) (4.198)
Nettomittelzufluss/(-abfluss) aus Finanzierungstätigkeit 36.945 (22.791)
Nettozunahme/(-abnahme) von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel
äquivalenten (9.019) 5.958
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang 13.354 7.031
Währungsgewinne/(-verluste) aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel
äquivalenten (108) 365
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresende 4.227 13.354

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

(in TEUR) Gezeichne
tes Kapital
Sonstige
Rücklagen
Gewinn
rücklagen
Den Eigen
tümern des
Mutterunter
nehmens zu
rechenbares
Eigenkapital
Nicht
beherr
schende
Anteile
Summe
Eigenkapital
Stand zum 31. März 2009 45.680 561 205.999 252.240 494 252.734
Konzerngesamtergebnis 2009/10 -- (2.121) (37.271) (39.392) (346) (39.738)
Dividendenzahlung für 2008/09 -- -- (4.198) (4.198) -- (4.198)
Umgliederung von auf nicht
beherrschende Anteile entfallenden
Verlusten -- -- (346) (346) 346 --
Veränderung Konsolidierungskreis -- -- -- -- (5) (5)
Stand zum 31. März 2010 45.680 (1.560) 164.184 208.304 489 208.793
Konzerngesamtergebnis 2010/11 -- (10.472) 35.168 24.696 (136) 24.560
Dividendenzahlung für 2009/10 -- -- (2.332) (2.332) -- (2.332)
Veränderung eigene Anteile, nach
Steuern
(1.205) -- -- (1.205) -- (1.205)
Stand zum 31. März 2011 44.475 (12.032) 197.020 229.463 353 229.816

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

I. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

A. Allgemeines

AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz "die Gesellschaft" und mit ihren Tochtergesellschaften "der Konzern" genannt) wurde in Österreich gegründet. Der Sitz der Gesellschaft ist in Österreich, Fabriksgasse 13, 8700 Leoben-Hinterberg.

Unternehmensgegenstand sind die Fertigung und der Vertrieb von Leiterplatten und die Durchführung von damit verbundenen Dienstleistungen primär für die Telekommunikations-, Automobil- und Industrieelektronik. Die Produkte werden im europäischen und asiatischen Raum produziert und sowohl direkt bei den Erstausrüstern (OEM – Original Equipment Manufacturer) als auch bei Auftragsfertigern (CEM – Contract Electronic Manufacturer) abgesetzt.

Die Gesellschaft notiert seit 20. Mai 2008 an der Wiener Börse, Österreich, im Börsesegment Prime Market und wird seit 15. September 2008, nach einer Phase des Doppellisting auf dem bisherigen Börseplatz Frankfurt am Main, ausschließlich an der Wiener Börse gehandelt. Vor dem Wechsel des Börseplatzes notierte die Gesellschaft seit 16. Juli 1999 an der Frankfurter Börse, Deutschland.

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 245a UGB in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS) und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses herangezogenen Bewertungsgrundlagen basieren auf historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten – mit Ausnahme der Wertpapiere und der derivativen Finanzinstrumente, die mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

a. Konsolidierungsgrundsätze

Abschlussstichtag für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. März 2011 mit folgender Ausnahme: Aufgrund der gesetzlichen Lage in China entspricht das Geschäftsjahr der AT&S (China) Company Limited dem Kalenderjahr (31. Dezember 2010), sodass die Einbeziehung auf Basis eines Zwischenabschlusses zum 31. März 2011 erfolgte.

Der Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 9. Mai 2011 zur Veröffentlichung freigegeben. Der Einzelabschluss der Gesellschaft, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, wird am 8. Juni 2011 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und Feststellung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Gesellschafter können diesen Einzelabschluss in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind – neben der Gesellschaft – folgende Tochterunternehmen ab dem Zeitpunkt einbezogen und vollkonsolidiert, ab dem die Gesellschaft die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik des Tochterunternehmens erlangt hat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %:

  • AT&S India Private Limited, Indien (im Folgenden AT&S Indien genannt, Anteil 100 %)
  • AT&S Verwaltungs GmbH & Co KG, Deutschland (Anteil 100 %)
  • AT&S Deutschland GmbH, Deutschland (Anteil 100 %)
  • C2C Technologie für Leiterplatten GmbH, Österreich (Anteil 100 %)
  • AT&S (China) Company Limited, China (im Folgenden AT&S China genannt, Anteil 100 %)
  • DCC Development Circuits & Components GmbH, Österreich (Anteil 100 %)
  • AT&S Klagenfurt Leiterplatten GmbH, Österreich (Anteil 77,32 %)
  • AT&S Asia Pacific Limited, Hongkong (im Folgenden AT&S Asia Pacific genannt, Anteil 100 %)
  • AT&S Japan K.K., Japan (Anteil 100 %)
  • AT&S Korea Co., Ltd., Südkorea (im Folgenden AT&S Korea genannt, Anteil 98,76 %)
  • AT&S Americas LLC, USA (im Folgenden AT&S Americas genannt, Anteil 100 %)

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt und beinhalten weiters die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzten Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.

Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, der nicht beherrschenden Anteile am Unternehmen sowie des beizulegenden Zeitwertes jeglicher vorher gehaltenen Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Firmenwert angesetzt. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden und dementsprechend der volle oder anteilige Firmenwert angesetzt wird. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Wenn der Konzern entweder die Beherrschung oder den maßgeblichen Einfluss über ein Unternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz als Gewinn oder Verlust erfasst. Der beizulegende Zeitwert ist der beim erstmaligen Ansatz eines assoziierten Unternehmens, Gemeinschaftsunternehmens oder eines finanziellen Vermögenswertes ermittelte beizulegende Zeitwert. Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen so bilanziert, wie dies verlangt würde, wenn das Mutterunternehmen die dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies bedeutet, dass ein zuvor im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital ins Ergebnis umgegliedert wird.

Konsolidierungsmethoden

Alle wesentlichen Konzernsalden und -transaktionen wurden eliminiert, damit der Konzernabschluss die Rechnungslegungsinformationen über den Konzern so darstellt, als würde es sich bei dem Konzern um ein einziges Unternehmen handeln.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach den Bestimmungen des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse" (Consolidated and Separate Financial Statements). Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Zwischenergebnisse im Anlage- und Vorratsvermögen werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Im Übrigen werden für alle einbezogenen Tochterunternehmen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.

Der Konzern betrachtet Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen als Transaktionen mit Eigenkapitalgebern des Konzerns. Bei Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen wird die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem zuordenbaren erworbenen Anteil am Nettovermögen des Tochterunternehmens vom Eigenkapital abgezogen. Gewinne oder Verluste bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

b. Geschäftssegmentinformationen

Als Geschäftssegment wird ein Unternehmensbestandteil, der Geschäftstätigkeiten betreibt und dessen Betriebsergebnisse regelmäßig von der verantwortlichen Unternehmensinstanz überprüft werden, bezeichnet. Mit den Geschäftstätigkeiten werden Umsatzerlöse erwirtschaftet und es fallen Aufwendungen an, wobei diese auch im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen mit anderen Geschäftssegmenten des Unternehmens stehen können. Für die einzelnen Geschäftssegmente liegen separate Finanzinformationen vor. Die verantwortliche Unternehmensinstanz des Konzerns ist der Vorstand der Gesellschaft.

Gemäß der internen Berichterstattung nach regionalen Produktionsstandorten ist zwischen den beiden Geschäftssegmenten Europa und Asien zu unterscheiden. Das Geschäftssegment Europa umfasst die Aktivitäten der Produktionsstandorte in Österreich und das Geschäftssegment Asien die Aktivitäten der Produktionsstandorte in China, Indien und Südkorea. Die Geschäftssegmente inkludieren jeweils auch die den betroffenen Produktionsstandorten zuzurechnenden Vertriebsaktivitäten.

c. Fremdwährungen

Die Konzerndarstellungswährung ist der Euro (EUR). Die funktionale Währung ausländischer Tochterunternehmen ist die jeweilige Landeswährung.

Ausländische Gesellschaften

Die Umrechnung der Bilanzen der AT&S Indien, AT&S China, AT&S Asia Pacific, AT&S Japan K.K., AT&S Korea und AT&S Americas erfolgt mit Ausnahme der Eigenkapitalpositionen (historischer Kurs) mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres. Die Auswirkungen von Wechselkursveränderungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Fremdwährungstransaktionen

In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsposten zum Umrechnungskurs des Entstehungstages bewertet. Monetäre Posten werden zum Bilanzstichtag mit dem Kurs des Abschlussstichtages umgerechnet; nicht monetäre Posten, die nach dem Anschaffungskostenprinzip bilanziert worden sind, werden unverändert mit dem Kurs der Erstbuchung ausgewiesen. Die Währungsdifferenzen aus der Umrechnung monetärer Posten - mit Ausnahme jener aus "Jederzeit verkaufbare Wertpapiere" werden erfolgswirksam erfasst. Die Währungsdifferenzen aus "Jederzeit verkaufbare Wertpapiere" werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

d. Ertragsrealisierung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden abzüglich Umsatzsteuer und Erlösschmälerungen entsprechend den Incoterms zum Zeitpunkt der Eigentumsübertragung an den Kunden realisiert. Transportkosten im Zusammenhang mit den Umsatzerlösen sind in den Vertriebskosten ausgewiesen.

Zinserträge

Die Zinserträge werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Vermögenswertes erfasst.

e. Ertragsteuern

Die Ertragsteuerbelastung basiert auf dem Jahresgewinn und berücksichtigt latente Steuern.

Aktive und passive Steuerabgrenzungen werden im Konzern unter Anwendung der bilanzorientierten Methode angesetzt. Dabei wird der erwartete Steuereffekt aus Differenzen zwischen den Buchwerten im Konzernabschluss und den steuerlichen Buchwerten, die sich in den Folgejahren wieder ausgleichen, durch Bildung von aktiven und passiven latenten Steuerpositionen berücksichtigt. Bei der Berechnung des Steuereffekts wurde der derzeit jeweils gültige oder verbindlich verlautbarte Steuersatz unterstellt.

Steuerabgrenzungen ergeben sich aus der Bewertung bestimmter Positionen der Vermögenswerte und Schulden sowie steuerlichen Verlustvorträgen und Firmenwertabschreibungen.

Latente Steuern auf die – erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten – noch nicht realisierten Gewinne/ Verluste von jederzeit verkaufbaren Wertpapieren sowie auf noch nicht realisierte Gewinne/Verluste aus Sicherungsinstrumenten zur Absicherung von Zahlungsströmen werden ebenso erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Aktive latente Steuerabgrenzungen auf Verlustvorträge sind nach IFRS zu bilden, wenn angenommen werden kann, dass diese durch zukünftige steuerliche Gewinne genutzt werden können.

Latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

f. Sachanlagen

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Anschaffungsnebenkosten und Erweiterungsinvestitionen werden aktiviert, hingegen werden Instandhaltungsaufwendungen in jener Periode aufwandswirksam erfasst, in der sie angefallen sind.

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswertes aktiviert. Im vorliegenden Konzernabschluss wurden keine diesbezüglichen Fremdkapitalkosten aktiviert.

Die Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagen abgeschrieben, ab dem sie sich im betriebsbereiten Zustand befinden. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis. Grundstücke werden nicht abgeschrieben.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibung liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Gebäude und Bauten 15 - 50 Jahre
Maschinen und technische Anlagen 5 - 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre

Abschreibungsdauer und Abschreibungsmethode werden jährlich zum Ende des Geschäftsjahres überprüft.

Erwartete Abbruch- und Entsorgungskosten am Ende der Nutzungsdauer werden als Teil der Anschaffungskosten aktiviert und in eine Rückstellung eingestellt. Voraussetzung dafür ist eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten und dass eine Schätzung zuverlässig durchgeführt werden kann.

Gemietete Sachanlagen, bei denen der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen innehat und die wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind, werden entsprechend IAS 17 "Leasingverhältnisse" (Leases) mit dem Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Anlagegegenstandes. Ist zu Beginn des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sichergestellt, dass das Eigentum auf den Leasingnehmer übergehen wird, so wird der Vermögenswert über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer, abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind abgezinst passiviert. Die laufenden Zahlungen der Leasingraten werden in Tilgungsanteil und Finanzierungskosten aufgeteilt.

Die überlassenen Gegenstände aller anderen Leasing- und Pachtverträge werden als operatives Leasing behandelt und dem Vermieter oder Verpächter zugerechnet. Die Mietzahlungen werden als Aufwand erfasst.

Die aus der Stilllegung oder aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens resultierenden Gewinne oder Verluste, die sich aus der Differenz zwischen Nettoveräußerungswert und Buchwert ergeben, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

g. Immaterielle Vermögenswerte

Patente, Markenrechte und Lizenzen

Ausgaben für erworbene Patente, Markenrechte und Lizenzen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert und linear über ihre gewöhnliche Nutzungsdauer von 2 bis 10 Jahren abgeschrieben. Abschreibungsdauer und Abschreibungsmethode werden jährlich zum Ende des Geschäftsjahres überprüft.

Firmenwerte

Der Geschäfts- oder Firmenwert, der den Überschuss der Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Unternehmenszusammenschlusses über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens darstellt, wird zum Erwerbszeitpunkt als immaterieller Vermögenswert angesetzt (siehe a. Konsolidierungsgrundsätze).

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden ergebniswirksam im Jahr ihres Entstehens in den Herstellungskosten erfasst. Entwicklungskosten stellen ebenfalls Periodenaufwand dar. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die folgenden Nachweise kumulativ erbracht werden können:

  • Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes ist gegeben, damit er zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung stehen wird.
  • Die Absicht besteht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen.
  • Die Fähigkeit ist vorhanden, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.
  • Wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen Nutzen erzielen wird, ist nachweisbar.
  • Die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können, ist gegeben.
  • Es besteht die Fähigkeit zur verlässlichen Bestimmung der im Rahmen der Entwicklung des immateriellen Vermögenswertes zurechenbaren Aufwendungen.

Im vorliegenden Konzernabschluss wurden keine Entwicklungskosten aktiviert.

h. Abschreibungen für Wertverluste und Zuschreibungen auf Sachanlagen, immaterielles Anlagevermögen und zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Die Werthaltigkeit der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte wird regelmäßig daraufhin überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Liegt der erzielbare Betrag des jeweiligen Anlagegegenstandes unter dem Buchwert, erfolgt eine Abschreibung für Wertverluste (Impairment) in Höhe des Unterschiedsbetrages. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende seiner Nutzungsdauer erwartet werden.

Es wird jährlich untersucht, ob eine Wertminderung (Impairment) des Geschäfts- oder Firmenwertes vorliegt. Falls unterjährig Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte, erfolgt eine sofortige Überprüfung. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units) verteilt.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst werden wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung.

Fällt die Ursache für eine in der Vergangenheit erfolgte Abschreibung für Wertverluste weg, wird, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes, eine Zuschreibung für Wertaufholung auf die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen.

i. Vorräte

Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Veräußerungskosten. Anschaffungskosten werden durch die FIFO-Methode (first-in, first-out) ermittelt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse werden Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne und andere direkt zurechenbare Kosten sowie angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Zinsen werden nicht angesetzt.

j. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Die Forderungen werden zum Nennwert, abzüglich Wertberichtigungen für mögliche Ausfälle, bilanziert. Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Risikovorsorgen decken alle erkennbaren Bonitäts- und Länderrisiken ab.

k. Finanzielle Vermögenswerte

Ansatz und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgen nach dem Erfüllungsdatum. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Der Erstansatz erfolgt, außer bei den "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten" finanziellen Vermögenswerten, zuzüglich der Transaktionskosten.

Finanzielle Vermögenswerte werden in nachfolgend erläuterte Kategorien unterteilt. Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck der finanziellen Vermögenswerte ab und wird jährlich überprüft.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Finanzinstrumente, die hauptsächlich mit der Absicht erworben wurden, einen Gewinn aus kurzfristigen Schwankungen des Preises oder der Händlermarge zu erzielen, sind als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt zu Zeitwerten exklusive Transaktionskosten, in späteren Perioden zum jeweils aktuellen Marktwert. Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste werden in der Gewinnund Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst. Dies betrifft im Wesentlichen zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere. Derivative Finanzinstrumente gehören ebenfalls dieser Kategorie an, sofern nicht das "Hedge Accounting" zur Anwendung gelangt (siehe l. Derivative Finanzinstrumente).

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere

Die bis zur Endfälligkeit gehaltenen Wertpapiere werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Gegebenenfalls erforderliche Wertminderungen werden erfolgswirksam vorgenommen.

Ausleihungen und Forderungen

Ausleihungen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. In der Bilanz werden diesbezügliche Vermögenswerte unter der Position "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" ausgewiesen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte betreffen jederzeit verkaufbare Wertpapiere (Securities Available-for-Sale). Es handelt sich dabei um Wertpapiere, die nach Meinung des Managements als Reaktion auf einen – oder wegen eines – erwarteten Liquiditätsbedarf/s oder aufgrund erwarteter Änderungen von Zinssätzen, Wechselkursen oder Aktienkursen verkauft werden können, wobei die Einteilung in lang- und kurzfristige Aktiva in Übereinstimmung mit der voraussichtlichen Behaltedauer erfolgt.

Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten zuzüglich Transaktionskosten, in späteren Perioden zum jeweils beizulegenden Zeitwert. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden abzüglich entsprechender Ertragsteuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, bis diese Wertpapiere verkauft oder als wertgemindert eingestuft werden.

Zins- und Dividendenerträge aus jederzeit verkaufbaren Wertpapieren werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst.

Bei der Veräußerung von jederzeit verkaufbaren Wertpapieren wird der kumulierte und bis dahin im Eigenkapital erfasste nicht realisierte Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung der Berichtsperiode im Finanzergebnis erfasst.

Sobald ein jederzeit verkaufbares Wertpapier als wertgemindert eingestuft wird, wird der bis dahin im Eigenkapital erfasste, kumulierte nicht realisierte Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst. Eine Wertminderung ist dann gegeben, wenn Hinweise darauf bestehen, dass der beizulegende Zeitwert unter den Buchwert gesunken ist. Dies ist insbesondere dann gegeben, wenn der Rückgang des Marktpreises ein solches Ausmaß annimmt, dass eine Wertaufholung auf den Anschaffungswert innerhalb eines vorhersehbaren Zeitraums vernünftigerweise nicht erwartet werden kann. Eine Werthaltigkeitsprüfung erfolgt zu jedem Bilanzstichtag.

Weiters werden unter den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten jene finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen, die keiner der anderen der dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Wenn sich für nicht börsenotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen lässt, werden diese finanziellen Vermögenswerte mit den Anschaffungskosten bewertet. Gegebenenfalls erforderliche Wertminderungen werden erfolgswirksam vorgenommen, wobei diesbezügliche Wertminderungen nicht rückgängig gemacht werden.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

l. Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern schließt derivative Finanzgeschäfte ab, um sich gegen Währungsschwankungen bei Transaktionen in Fremdwährung – in erster Linie in US-Dollar – abzusichern. Diese Instrumente betreffen hauptsächlich Devisentermingeschäfte, Währungsoptionen sowie Währungsswaps und werden abgeschlossen, um den Konzern gegen Wechselkursschwankungen – durch Fixierung von zukünftigen Wechselkursen für Fremdwährungsaktiva und -passiva – zu schützen.

Der Konzern schließt weiters Zinsswaps ab, um sich gegen Zinssatzschwankungen abzusichern.

Wertschwankungen der gesicherten Position werden durch korrespondierende Wertschwankungen des Termingeschäfts ausgeglichen. Der Konzern setzt keine Finanzinstrumente für spekulative Zwecke ein.

Die erstmalige Erfassung bei Vertragsabschluss und die Folgebewertung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt mit deren Marktwerten. Das "Hedge Accounting" gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" (Financial Instruments: Recognition and Measurement), wonach Veränderungen der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden, kommt dann zur Anwendung, wenn eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 für Sicherungsinstrumente aus der Absicherung von Zahlungsströmen vorliegt. Zu Beginn der Sicherungsbeziehung und fortlaufend findet eine Dokumentation der Einschätzung statt, ob die in der Sicherungsbeziehung eingesetzten Derivate die Änderungen der Zahlungsströme des Grundgeschäftes hocheffektiv kompensieren. Sofern kein erfolgsneutrales "Hedge Accounting" anzuwenden ist, werden unrealisierte Gewinne und Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst.

m. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Termingelder, täglich fällige Bankguthaben sowie kurzfristige, hochliquide Veranlagungen mit einer Gesamtlaufzeit von bis zu drei Monaten (Commercial Papers und Geldmarktfonds).

n. Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile stellen sich wie folgt dar:

  • 22,68 % betreffen das Eigenkapital an der AT&S Klagenfurt Leiterplatten GmbH
  • 1,24 % betreffen das Eigenkapital an der AT&S Korea

Das Konzernjahresergebnis und das sonstige Ergebnis werden den Eigentümern des Mutterunternehmens und den nicht beherrschenden Anteilen zugeordnet. Die Zuordnung zu den nicht beherrschenden Anteilen erfolgt selbst dann, wenn dies dazu führt, dass die nicht beherrschenden Anteile einen Negativsaldo aufweisen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

o. Rückstellungen

Rückstellungen werden bilanziert, wenn der Konzern eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten hat, die auf vorangegangenen Ereignissen beruht, und es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen notwendig sein werden, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können, und der Betrag verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und der jeweiligen Neueinschätzung angepasst.

Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert.

p. Rückstellungen für Personalaufwand

Rückstellungen für Pensionen

Im Konzern bestehen für die betriebliche Altersvorsorge verschiedene beitrags- und leistungsorientierte Versorgungssysteme.

Bei beitragsorientierten Pensionszusagen (Defined Contribution) werden die Zusagen durch fixierte Beträge an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen geleistet. Diese Beiträge werden im Personalaufwand ausgewiesen. Eine Rückstellung ist nicht zu bilden, da über die festgelegten Beträge hinaus keine weiteren Verpflichtungen gegeben sind.

Für einzelne Vorstandsmitglieder und bestimmte leitende Angestellte bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen (Defined Benefit), die zu jedem Bilanzstichtag durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker bewertet werden. Die Verpflichtung des Konzerns besteht darin, die zugesagten Leistungen an aktive und ausgeschiedene Vorstände und leitende Angestellte sowie deren Angehörige zu erfüllen. Die sich nach der Methode laufender Einmalprämien des Anwartschaftsansammlungsverfahrens (Projected Unit Credit Method) ergebende Pensionsverpflichtung wird bei einem fondsfinanzierten Versorgungssystem in Höhe des Vermögens des Fonds gekürzt. Der Barwert der Anwartschaft wird aufgrund der geleisteten Dienstjahre, der erwarteten Gehaltsentwicklung und der Rentenanpassungen berechnet.

Soweit das Fondsvermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen passiviert. Übersteigt das Fondsvermögen die Pensionsverpflichtung, wird der übersteigende Wert unter den überdeckten Pensionsansprüchen aktiviert.

Der im jeweiligen Geschäftsjahr erfasste Personalaufwand basiert auf Erwartungswerten und beinhaltet die erworbenen Ansprüche, den Zinsaufwand, die versicherungstechnischen Ergebnisse unter Anwendung der Korridormethode sowie die Veranlagungsergebnisse der zur Deckung vorgesehenen Vermögenswerte.

Zu jedem Bilanzstichtag ergeben sich aufgrund der Änderung von versicherungsmathematischen Schätzannahmen (Fluktuationsrate, aktueller Marktzinssatz erstrangiger festverzinslicher Industrieanleihen, Gehaltsniveau sowie die tatsächlichen Erträge aus dem zweckgebundenen Vermögen des Pensionsfonds) wertmäßige Auswirkungen, die als versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste bezeichnet werden. Diese versicherungstechnischen Ergebnisse werden unter Anwendung der Korridormethode gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" (Employee Benefits) bilanziert. Die Verteilung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten außerhalb des Korridors (der höhere aus 10 % des Barwertes der Verpflichtung oder des dem Planvermögen beizulegenden Zeitwerts) erfolgt über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer, jene innerhalb des Korridors werden nicht angesetzt.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Rückstellungen für Abfertigungen

Abfertigungen sind aufgrund arbeitsrechtlicher Bestimmungen im Wesentlichen bei Kündigungen durch den Dienstgeber sowie bei Pensionsantritt zu bezahlen. Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgt zu jedem Bilanzstichtag durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiter der österreichischen Gesellschaften bestehen direkte Verpflichtungen, welche den wesentlichen Teil der Abfertigungsverpflichtungen des Konzerns darstellen. Diese Verpflichtungen werden, unter Anwendung des IAS 19, nach dem Anwartschaftsansammlungsverfahren unter Berücksichtigung der Korridormethode bewertet und stellen ungedeckte Abfertigungsansprüche dar. Die Verteilung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten außerhalb des Korridors erfolgt über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer. Für seit dem 1. Jänner 2003 eingetretene Mitarbeiter wird der Abfertigungsanspruch durch laufende Beiträge in eine Mitarbeitervorsorgekasse (MVK) abgegolten. Diese laufenden Beiträge werden im Personalaufwand ausgewiesen. Eine darüber hinausgehende Verpflichtung des Unternehmens besteht nicht.

Für Mitarbeiter der Gesellschaften in Indien sind die Abfertigungsansprüche durch Lebensversicherungen gedeckt. Weiters bestehen bei den Mitarbeitern in Südkorea Abfertigungsansprüche.

Der im jeweiligen Geschäftsjahr erfasste Personalaufwand basiert auf Erwartungswerten und beinhaltet die erworbenen Ansprüche, den Zinsaufwand sowie die versicherungstechnischen Ergebnisse unter Anwendung der Korridormethode.

Rückstellungen für sonstige Dienstnehmeransprüche

Die Personalrückstellungen für sonstige Dienstnehmeransprüche beinhalten Rückstellungen für Jubiläumsgelder und betreffen die Mitarbeiter in Österreich und China.

Jubiläumsgelder sind kollektivvertraglich festgelegte, einmalige, vom Entgelt und der Betriebszugehörigkeit abhängige Sonderzahlungen. Das Erreichen einer Anzahl von Dienstjahren, die ununterbrochen sein müssen, ist Voraussetzung. Die Bewertung erfolgt nach dem Anwartschaftsansammlungsverfahren unter Zugrundelegung derselben Parameter wie bei den Abfertigungen, jedoch ohne Berücksichtigung der Korridormethode. Der im jeweiligen Geschäftsjahr erfasste Personalaufwand beinhaltet die erworbenen Ansprüche, den Zinsaufwand und die versicherungstechnischen Ergebnisse. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker die Bewertung der Verpflichtung.

q. Aktienorientierte Mitarbeitervergütungen

Der Konzern hat aktienbasierte Vergütungspläne, mit wahlweisem Barausgleich oder Ausgleich durch eigene Anteile, aufgelegt, wobei das Erfüllungswahlrecht bei den teilnahmeberechtigten Mitarbeitern besteht. Diese aktienorientierten Mitarbeitervergütungen (Stock-Option-Pläne) werden gemäß IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" (Share-based Payment) bilanziert.

Die anteilsbasierten Vergütungen sind in der Weise strukturiert, dass die beiden Erfüllungsalternativen den gleichen beizulegenden Zeitwert haben. Der beizulegende Zeitwert der von den Mitarbeitern als Gegenleistung für die Gewährung der Aktienoptionen erbrachten Arbeitsleistung wird als Aufwand erfasst. Die Verbindlichkeiten aus den aktienorientierten Mitarbeitervergütungen werden bei der erstmaligen Erfassung und zu jedem Berichtsstichtag bis zur Begleichung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Anwendung eines Optionspreismodells angesetzt und erfolgswirksam erfasst. Es wird auf Erläuterung 15 "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

r. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten angesetzt und in Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages bewertet.

s. Öffentliche Zuwendungen

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendungen erfüllt.

Öffentliche Zuwendungen für Aufwendungen werden über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Aufwendungen, für deren Kompensation sie gewährt werden, anfallen. Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden als Abgrenzungsposten innerhalb der Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst. Die erfolgswirksame Erfassung der öffentlichen Zuwendungen für Aufwendungen und Investitionen wird im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

t. Eventualschulden, -forderungen und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eventualschulden werden in der Bilanz nicht berücksichtigt, aber im Anhang erläutert. Sie werden dann nicht offengelegt, wenn der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen unwahrscheinlich ist.

Eine Eventualforderung wird im Konzernabschluss nicht berücksichtigt, aber offengelegt, wenn der Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

u. Neue Rechnungslegungsvorschriften

Im Konzernabschluss werden die am Bilanzstichtag bereits verpflichtend in Kraft getretenen IFRS angewendet. Der IASB hatte zum vergangenen Bilanzstichtag bereits Änderungen bei bestehenden Standards verabschiedet sowie neue Standards und Interpretationen herausgegeben, die ab 2010/11 verpflichtend anzuwenden sind. Diese Regelungen sind auch in der EU anzuwenden und betreffen folgende Standards:

  • IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" und daraus folgend IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" (Änderungen: Erfassung von Kosten eines Unternehmenszusammenschlusses, Wahlrecht Full-Goodwill-Methode; Klarstellungen zu stufenweisem Erwerb und sonstige Überarbeitung)

Von der Europäischen Union wurden eine Reihe von weiteren Änderungen von Standards sowie neue und geänderte Interpretationen publiziert und übernommen. Die Auswirkungen dieser Regelungen auf den Konzernabschluss sind nicht wesentlich und werden daher im Detail nicht dargestellt.

Die Änderungen sind für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 bzw. 1. Jänner 2010 beginnen. Der Konzern wendet daher diese Neuregelungen ab dem Geschäftsjahr 2010/11 an.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die ab dem Geschäftsjahr 2010/11 anzuwendenden Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Der IASB hat weitere Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2010/11 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Die folgenden Standards und Interpretationen wurden bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses von der EU übernommen und im offiziellen Journal veröffentlicht:

  • IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" (Änderung: Überarbeitung der Definition von nahestehenden Personen und Einführung von Erleichterungsvorschriften für Unternehmen unter der Beherrschung oder Einfluss der öffentlichen Hand)
  • IFRIC 14 "IAS 19 Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen" (Änderung relevant, wenn ein Versorgungsplan eine Mindestdotierungsverpflichtung vorsieht und das Unternehmen Beitragsvorauszahlungen auf diese leistet)
  • IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente" (Diese Interpretation regelt die Bilanzierung beim Schuldner, wenn neu verhandelte Vertragsbedingungen einer finanziellen Verbindlichkeit es diesem erlauben, die finanzielle Verbindlichkeit ganz oder teilweise durch die Ausgabe eigener Eigenkapitalinstrumente zu tilgen.)

Die Änderungen sind für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 bzw. 1. Jänner 2011 beginnen. Der Konzern wird daher diese Neuregelungen ab dem Geschäftsjahr 2011/12 anwenden, wobei diese Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden.

Zusätzlich wurde folgender Standard bereits veröffentlicht, jedoch noch nicht von der EU übernommen:

  • IFRS 9 "Finanzinstrumente" (Dieser Standard ist der erste Schritt, um den Standard IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" zu ersetzen, und ändert die bisherigen Vorschriften zur Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten.)

Der Standard ist erst für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen. Aus gegenwärtiger Sicht ist von keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auszugehen.

C. Kritische Schätzungen und Annahmen bei der Bilanzierung und Bewertung

Der Konzern trifft Schätzungen und Annahmen zur Festlegung des Wertes der angegebenen Aktiva, Passiva, Umsatzerlöse und Aufwendungen sowie sonstiger finanzieller Verpflichtungen und Eventualforderungen und -schulden. Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen. Die tatsächlichen Ergebnisse können in Zukunft von diesen Schätzungen abweichen. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass die Annahmen angemessen sind.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Ermittlung der Anwartschaftsbarwerte für Personalverpflichtungen

Der Barwert der langfristigen Personalverpflichtungen hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen (siehe I.B.p. "Rückstellungen für Personalaufwand").

Eine Reduktion des Zinssatzes (versicherungsmathematischer Parameter) für die österreichischen Gesellschaften um 0,5 % von 5,0 % auf 4,5 % hätte folgende Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert der Pensions- und Abfertigungsansprüche zum 31. März 2011:

(in TEUR) Pensionsansprüche Abfertigungsansprüche
Erhöhung Barwert der Verpflichtung 791 698

Eine Erhöhung des Zinssatzes (versicherungsmathematischer Parameter) für die österreichischen Gesellschaften um 0,5 % von 5,0 % auf 5,5 % hätte folgende Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert der Pensions- und Abfertigungsansprüche zum 31. März 2011:

(in TEUR) Pensionsansprüche Abfertigungsansprüche
Reduktion Barwert der Verpflichtung 704 637

Es wird auf Erläuerung 17 "Rückstellungen für Personalaufwand" verwiesen.

Bewertung der latenten Steuern und laufenden Ertragsteuerschulden

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften), die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Eine künftige Änderung der Steuersätze hätte auch Auswirkungen auf die zum aktuellen Bilanzstichtag aktivierten latenten Steuern.

Insbesondere wird bei der Bewertung der latenten Steuern der AT&S China von einer Verlängerung der Steuersatzgewährung für spezielle Hochtechnologieunternehmen ausgegangen. Eine Erhöhung auf den allgemeinen Ertragsteuersatz würde die aktiven latenten Steuern zum Bilanzstichtag um EUR 4,2 Mio. erhöhen und zu einem entsprechenden Steuerertrag aus der Bewertung der latenten Steuern führen.

Für ertragsteuerliche Verlustvorträge im Konzern wurden aktive latente Steuern in Höhe von EUR 37,3 Mio. nicht gebildet. Der Großteil dieser nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge ist unbegrenzt vortragsfähig. Falls in weiterer Folge von einer Realisierbarkeit ausgegangen werden sollte, wären diese aktiven Steuerlatenzen anzusetzen und ein entsprechender Steuerertrag auszuweisen. Es wird auf Erläuterung 7 "Ertragsteuern" verwiesen.

Weiters können Abweichungen hinsichtlich der Interpretation von Steuervorschriften seitens der Finanzverwaltungen zu einer Änderung von Ertragsteuerschulden führen.

Sonstige Schätzungen und Annahmen

Weiters erfolgen Schätzungen, die Wertminderungen (Impairment) des Anlagevermögens und Rückstellungen, unter anderem aus der Restrukturierung des Standortes Leoben-Hinterberg in den vergangenen Jahren, weiters die Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten, Forderungswertberichtigungen und Vorratsbewertungen betreffen. Es wird insbesondere auf Erläuterung 4 "Sonstiges betriebliches Ergebnis", Erläuterung 5 "Nicht wiederkehrende Posten", Erläuterung 8 "Sachanlagen" und Erläuterung 18 "Sonstige Rückstellungen" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

II. RISIKOBERICHT

Finanzrisiken

Das Risikomanagement der Finanzrisiken erfolgt durch das zentrale Treasury entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Richtlinien. Diese internen Richtlinien regeln Zuständigkeiten, Handlungsparameter und Limite. Das zentrale Treasury identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten des Konzerns. Der Vorstand gibt sowohl für das bereichsübergreifende Risikomanagement als auch für bestimmte Bereiche, wie z. B. den Umgang mit dem Fremdwährungsrisiko, dem Zins- und Kreditrisiko, dem Einsatz derivativer und nicht-derivativer Finanzinstrumente sowie der Investition von Liquiditätsüberschüssen, Richtlinien vor.

Das Risikomanagement der Finanzrisiken ist in das unternehmensweite Risikomanagement des Konzerns integriert und somit Bestandteil der zeitnahen Risikoberichterstattung an Führungskräfte, Vorstand und Aufsichtsrat.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über Liquiditätsreserven in Höhe von EUR 118,8 Mio. Davon entfallen EUR 18,2 Mio. auf Zahlungsmittel(äquivalente) sowie zu Handelszwecken gehaltene und jederzeit verkaufbare Wertpapiere und EUR 100,6 Mio. auf bestehende, nicht ausgenützte Finanzierungsrahmen. Die Liquiditätsreserven haben sich somit gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um EUR 31,5 Mio. erhöht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insbesondere die gesicherten Kreditrahmen von EUR 167,7 Mio. auf EUR 243,7 Mio. ausgeweitet und so betragen die nicht ausgenützten gesicherten Kreditrahmen EUR 88,4 Mio.

Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 12.950.000 neue Aktien aus genehmigtem Kapital zu emittieren sowie Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000 auszugeben, weiters die eigenen Anteile (zum Bilanzstichtag hält der Konzern 2.577.412 eigene Aktien) zu veräußern. Zur detaillierten Erläuterung der Möglichkeiten hinsichtlich Kapitalmaßnahmen wird auf Erläuterung 22 "Gezeichnetes Kapital" verwiesen.

Der Konzern verfügt über einen deutlich positiven operativen Cashflow. Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt für das Geschäftsjahr 2010/11 EUR 70,7 Mio. (2009/10: EUR 47,0 Mio.). Somit konnte der Großteil der im abgelaufenen Geschäftsjahr getätigten Investitionen durch den operativen Cashflow finanziert werden.

Zu den Liquiditätsrisiken wird weiters auf die detaillierten Angaben unter Erläuterung 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

Finanzmarktrisiken

Zu den Marktrisiken und derivativen Finanzinstrumenten finden sich detaillierte Angaben unter Erläuterung I.B.l. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Derivative Finanzinstrumente" und Erläuterung 19 "Derivative Finanzinstrumente". Derivative Finanzinstrumente, wie Devisentermingeschäfte, Optionen und Swaps, werden im Konzern ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt.

Zinsänderungsrisiken

Aktivseitig bestehen geringe Zinsänderungsrisiken im Wertpapiervermögen. Sonstige Liquiditätsbestände werden überwiegend kurzfristig veranlagt, und der gesamte Wertpapierbestand ist jederzeit veräußerbar. Es wird auf Erläuterung 13 "Finanzielle Vermögenswerte" und Erläuterung 14 "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Passivseitig sind zum Bilanzstichtag 83 % des Gesamtbetrages aus Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unter Berücksichtigung der Zinssicherungsinstrumente fix verzinst. Die verbleibenden variabel verzinsten Kredite (17 %) weisen vertragliche Laufzeiten von unter einem Jahr auf. Es wird weiters auf Erläuterung 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

Währungsrisiken

Zur Absicherung der Währungsrisiken wird eine laufende Überwachung aller Transaktions-, Umrechnungs- und ökonomischen Risiken durchgeführt. Innerhalb des Konzerns erfolgt die Kurssicherung von Transaktionsrisiken zunächst durch Schließen von Positionen (Netting), für offene Positionen werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Durch die Tochterunternehmen in Asien bestehen Kursrisiken aus den lokalen Währungen. Sicherungsgeschäfte vor Ort sind aufgrund gesetzlicher Bestimmungen teilweise nur eingeschränkt möglich, außerdem ergeben sich Beschränkungen durch die Illiquidität der Währungen. Bei Bedarf wird das Risiko nach Europa transferiert und dort abgesichert.

Evaluierung der Finanzmarktrisiken durch Sensitivitätsanalysen

Der Konzern setzt zur Quantifizierung der Zins- und Währungsrisiken Sensitivitätsanalysen ein. In sogenannten GAP-Analysen wird die mögliche Ergebnisveränderung durch eine 1%ige Preisänderung (Wechselkurs und Zinsen) bezogen auf die Fremdwährungs- bzw. Zinsnettoposition ermittelt. Dabei werden keine Korrelationen der verschiedenen Risikoelemente zueinander berücksichtigt. Die Ergebnisauswirkungen werden jeweils unter Beachtung der ertragsteuerlichen Auswirkungen auf das Konzernjahresergebnis nach Steuern errechnet.

Wären die Zinssätze zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher (bzw. niedriger) gewesen, wäre auf Basis der Finanzierungsstruktur zum Bilanzstichtag das Konzernjahresergebnis um EUR 0,3 Mio. (2009/10: EUR 0,3 Mio.) geringer (bzw. höher) ausgefallen, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären. Dies wäre im Wesentlichen auf höhere (bzw. niedrigere) Zinsaufwendungen für variabel verzinste Finanzschulden zurückzuführen gewesen. Weitere Komponenten des Eigenkapitals wären bei dieser Sensitivitätsanalyse nicht unmittelbar betroffen. Dem Ergebnis dieser Zinssatz-Sensitivitätsanalyse liegt die Annahme zu Grunde, dass die Zinssätze jeweils während eines gesamten Geschäftsjahres um 100 Basispunkte abweichen würden.

Hätte sich zum Bilanzstichtag der Kurs des Euro gegenüber sämtlichen Währungen um 1 % erhöht (bzw. reduziert), wäre das Konzernjahresergebnis um EUR 0,4 Mio. (2009/10: EUR 0,2 Mio.) geringer (bzw. höher) ausgefallen, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären. Dies wäre einerseits auf die Bewertung von nicht auf Euro basierenden Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzierungssalden und zum beizulegenden Zeitwert bewertete derivative Finanzinstrumente zurückzuführen gewesen. Andererseits hätten die nicht auf Euro basierenden Erlöse und Aufwendungen bei dieser Wechselkursänderung entsprechende Effekte auf das Konzernergebnis. Weitere Komponenten des Eigenkapitals wären im Sinne dieser Währungskurs-Sensitivitätsanalyse nicht unmittelbar betroffen.

Hätte sich zum Bilanzstichtag der Kurs des US-Dollar gegenüber sämtlichen Währungen um 1 % erhöht (bzw. reduziert), wäre das Konzernjahresergebnis um EUR 2,0 Mio. (2009/10: EUR 1,1 Mio.) höher (bzw. geringer) ausgefallen, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären. Dies wäre einerseits auf die Bewertung von auf US-Dollar basierenden Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzierungssalden und zum beizulegenden Zeitwert bewertete derivative Finanzinstrumente zurückzuführen gewesen. Andererseits hätten die auf US-Dollar basierenden Erlöse und Aufwendungen bei dieser Wechselkursänderung entsprechende Effekte auf das Konzernergebnis. Weitere Komponenten des Eigenkapitals wären im Sinne dieser Währungskurs-Sensitivitätsanalyse nicht unmittelbar betroffen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Bei der Währungskurs-Sensitivitätsanalyse wird auf Basis der Fremdwährungsnettopositionen zum Bilanzstichtag und der budgetgemäß für die nächsten 12 Monate erwarteten Entwicklung der Erlöse und Aufwendungen unter Berücksichtigung der derivativen Finanzinstrumente der entsprechende Ergebniseffekt berechnet. Die Angaben zu den Auswirkungen auf das Konzernjahresergebnis beinhalten daher auch die Ergebniseffekte der für die nächsten 12 Monate erwarteten Erlöse und Aufwendungen. Dabei werden auch die Finanzierungen innerhalb des Konzerns zwischen den Konzerngesellschaften berücksichtigt.

Kreditrisiko

Im Rahmen des starken Wachstums der vergangenen Jahre hat der Konzern intensive und langfristige Partnerschaften mit Schlüsselkunden aufgebaut, die zu einer gewissen Konzentration auf Kundenseite geführt haben. Um diesem potenziellen Risiko entgegenzuwirken, forciert der Konzern die weitere Diversifikation im Kunden-, Branchen- und Produkt-Mix. Um das bestehende Kundenportfolio weiter zu verbreitern, werden laufend verstärkt Akzente in der Neukundengewinnung gesetzt und die Vertriebsstruktur entsprechend den Markterfordernissen weiterentwickelt. Das erwartete und eingetretene Ausscheiden von schwachen Marktteilnehmern der Leiterplattenproduktion in Europa hat auch in der Krise für den Konzern Möglichkeiten geboten, neben Marktanteilen Neukunden zu gewinnen.

Ein wesentlicher Anteil der Umsatzerlöse im Konzern entfiel im Geschäftsjahr 2010/11 mittelbar auf zwei im Bereich Mobile Devices tätige multinationale Konzerne. Die Forderungen gegenüber diesen Kunden betreffen zum 31. März 2011 aber lediglich 8 % der gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31. März 2010: 2 %). Aufgrund der vorwiegenden Lieferung an Auftragsfertiger (CEM) der mittelbaren Kunden besteht bei den Forderungen eine vergleichweise breite Streuung. Der höchste Anteil von Forderungen eines direkten Vertragspartners beträgt 16 % der gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Generell basiert die Kontrolle des Kreditrisikos auf einer laufenden Bonitätsprüfung und auf dem Abschluss von Kreditversicherungen für Kunden des Konzerns.

Es wird weiters auf die detaillierten Angaben unter Erläuterung 12 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" verwiesen.

Kapitalrisikomanagement

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den anderen Interessenten die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer geeigneten Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten zu optimieren. Dazu passt der Konzern je nach Erfordernis die Dividendenzahlungen an die Anteilseigner an, nimmt Kapitalrückzahlungen an Anteilseigner vor (Einziehung eigener Aktien), gibt neue Anteile heraus oder verändert den Bestand von Vermögenswerten.

Branchenüblich überwacht der Konzern sein Kapital auf Basis des Nettoverschuldungsgrads ("net gearing"), berechnet aus dem Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum Eigenkapital. Die Nettofinanzverbindlichkeiten errechnen sich aus den finanziellen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie finanziellen Vermögenswerten. Die einzelnen Werte zur Berechnung der Nettofinanzverbindlichkeiten sowie das Eigenkapital sind direkt der Konzernbilanz zu entnehmen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Unverändert zum Vorjahr besteht die Strategie des Konzerns darin, grundsätzlich einen Verschuldungsgrad bis zu 80 % aufrechtzuerhalten, um sich weiterhin den Zugang zu Fremdmitteln zu vertretbaren Kosten zu sichern. Der Nettoverschuldungsgrad zum Bilanzstichtag 31. März 2011 beträgt 84 % (31. März 2010: 71 %) und liegt somit knapp über dem Zielwert, wobei von einer nur vorübergehenden Überschreitung ausgegangen wird.

Technologierisiken

Der Konzern zählt im Hochtechnologiesegment der HDI-Microvia-Leiterplatten weltweit zu den führenden Anbietern und baut diese Position ständig aus. Um eine eventuelle Verdrängung von der Technologiespitze auszuschließen, räumt der Konzern der Innovationskraft und damit einer intensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeit einen hohen Stellenwert ein. Der Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung weiter gesteigert. Neben einer Reihe von Weiterentwicklungen im Hochtechnologiesegment der HDI-Leiterplatten werden eine Vielzahl von Projekten zur Entwicklung und Einführung neuer Produktionstechnologien verfolgt, um die Leiterplattenfertigung flexibler und effektiver zu gestalten. Darüber hinaus wurde auch in Richtung neuer Kundensegmente und neuer Produkte, etwa im Bereich Photovoltaik, geforscht. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns erfolgen oft unter Einbeziehung zahlreicher externer Partner. Neben der Berücksichtigung von Kundenanforderungen und -ideen werden projektweise Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, Lieferanten oder sonstigen Technologieunternehmen eingegangen. Durch die aktive Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist der Konzern in der Lage, technologische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, mitzugestalten und Produkte rasch zur Marktreife zu bringen. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang für das abgelaufene Geschäftsjahr, dass es dem Konzern als einem der ersten Produzenten weltweit gelungen ist, eine neue Technologie zur Einbettung von aktiven und passiven elektronischen Komponenten (ECP® Technologie) in Kooperation mit einem international führenden Halbleiterhersteller zur Serienreife zu bringen. Weiters wurde eine Kooperation mit Panasonic eingegangen, wodurch sich für den Konzern die Möglichkeit zur Nutzung der ALIVH® Technologie (Any Layer Interstitial Via Hole Technologie) eröffnet.

Absatzrisiken

Der Konzern erzielt derzeit seine Umsatzerlöse im Wesentlichen in den Bereichen Mobile Devices, Automobil und Industrie. Eine Reduktion des zukünftigen Mengenwachstums in diesen drei Bereichen kann negative Effekte auf die produzierten Mengen und in weiterer Folge auf das Konzernergebnis haben. Insbesondere der Bereich Mobile Devices mit einem Anteil von 56 % (2009/10: 59 %) am Gesamtumsatz hat hierbei eine relativ große Hebelwirkung.

Der Konzern hat im vergangenen Geschäftsjahr ca. 600 Kunden beliefert, wobei mittelbar die größten 5 Kunden 60 % (2009/10: 55 %) zum Gesamtumsatz beigetragen haben. Obwohl der Konzern Geschäftsbeziehungen mit neuen Kunden aufbaut, ist davon auszugehen, dass die Kundenkonzentration in nächster Zeit hoch bleiben wird. Absatzrisiken bestehen daher insbesondere durch negative Mengenabweichungen beim Absatz mit Großkunden. Wesentliche Geschäftsrückgänge bei unseren Großkunden sowie Verschlechterungen der Geschäftsbeziehungen mit unseren Hauptkunden können schließlich zu einer Reduktion der verkauften Mengen führen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Neben mengenbedingten Abweichungen haben auch Preisabweichungen einen direkten Einfluss auf das Konzernergebnis. Das Preisniveau für Leiterplatten wird dabei wesentlich von der weltweiten Nachfrage und von den zur Verfügung stehenden Produktionskapazitäten bestimmt. Insbesondere die im letzten Jahr stark gestiegene Nachfrage nach Leiterplatten des High-End-Segmentes im Bereich Mobile Devices, die in so genannten Smartphones zum Einsatz kommen, hat das Preisniveau im letzten Jahr positiv beeinflusst. Eine Verlangsamung dieses Trends zu höherwertigen Mobiltelefonen kann zu negativen Effekten in Bezug auf die Rentabilität des Konzerns führen. Hinsichtlich der Auswirkungen der Reaktorkatastrophe in Japan auf das Verbraucherverhalten ist die Visibilität derzeit noch gering. Insbesondere in den Bereichen Industrieelektronik und Automobil können jedoch Veränderungen am Markt auftreten.

Beschaffungsrisiken

Im Rahmen der Beschaffung ist der Konzern auf der einen Seite mit dem Lieferantenausfallrisiko konfrontiert. Der Konzern bezieht seine Rohmaterialien zu einem Großteil von Lieferanten in Asien. Um das Risiko von Geschäftsunterbrechungen aufgrund eines Lieferantenausfalls zu minimieren, arbeitet der Konzern ausschließlich mit Lieferanten zusammen, die für hohe Zuverlässigkeit, Qualität und Innovation stehen. Weiters versucht der Konzern zur Risikostreuung, bei allen wesentlichen Rohmaterialien mit zumindest zwei Lieferanten zusammenzuarbeiten.

Zusätzlich zum Lieferantenausfallrisiko besteht für den Konzern auch das Einkaufspreisrisiko. Die sich erholende Wirtschaft hat zur Folge, dass die Nachfrage nach den für den Konzern wesentlichen Rohstoffen - Gold, Kupfer und Erdöl - wieder steigt. Der Konzern versucht das Preisniveau der Rohstoffe soweit wie möglich zu antizipieren und in die Produktkalkulation einfließen zu lassen. Unerwartete Veränderungen der Rohstoffpreise können jedoch sowohl negative als auch positive Effekte auf das Konzernergebnis haben.

Risikomanagementsystem

Das unternehmensweite Risiko- und Chancenmanagement-System enthält in dem auf Konzernebene definierten Risikokatalog noch weitere Risikokategorien, die sich insbesondere auf strategische Risiken, Umfeldrisiken und operative sowie Organisationsrisiken beziehen. Der Risikokatalog, der einen Orientierungsrahmen für die Unternehmensbereiche bei der Risikoidentifikation darstellt, wird dynamisch an die sich verändernde Unternehmenssituation angepasst. Wichtigste Zielsetzung des konzernweiten Risiko- und Chancenmanagements ist die Optimierung der Gesamtrisikoposition bei gleichzeitiger Nutzung der sich bietenden Chancen. Es erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an die Führungs- und Aufsichtsgremien des Konzerns.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

III. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentinformationen werden im Folgenden gemäß der internen Berichterstattung nach regionalen Produktionsstandorten in Europa und Asien dargestellt. Die zentrale operative Ergebnissteuerungsgröße ist das Betriebsergebnis. Nicht den beiden Segmenten zugeordnet sind im Wesentlichen die allgemeine Konzernführung sowie die Finanzierungsaktivitäten. Die jeweilige Überleitung zu den Konzernwerten beinhaltet weiters die entsprechende Konsolidierung.

Übertragungen und Transaktionen zwischen den Segmenten erfolgen zu marktüblichen Bedingungen, wie sie mit Dritten zur Anwendung kämen. Für die Segmentberichterstattung werden die allgemein für den Konzernabschluss geltenden Bewertungsgrundlagen, wie unter I.B. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" ausgeführt, angewendet.

Nicht zugeord
net und Konso
(in TEUR) Europa Asien lidierung Konzern
Außenumsatz 356.884 131.064 -- 487.948
Innenumsatz 1 203.436 (203.437) --
Gesamterlöse 356.885 334.500 (203.437) 487.948
bezogener Innenumsatz (203.436) (1) 203.437 --
Segmentnettoumsatz 153.449 334.499 -- 487.948
Betriebsergebnis 18.016 39.401 (10.886) 46.531
Finanzergebnis (3.209)
Ergebnis vor Steuern 43.322
Ertragsteuern (8.290)
Konzernjahresergebnis 35.032
Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte 24.728 363.621 (296) 388.053
Investitionen 6.530 126.696 130 133.356
Abschreibungen 4.829 43.963 624 49.416
Nicht wiederkehrende Posten -- -- (2.677) (2.677)

Geschäftsjahr 2010/11:

Zu wesentlichen Effekten auf das Segmentergebnis wird auf Erläuterung 5 "Nicht wiederkehrende Posten" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Geschäftsjahr 2009/10:

Nicht zugeord
net und Konso
(in TEUR) Europa Asien lidierung Konzern
Außenumsatz 264.247 107.937 -- 372.184
Innenumsatz 20 141.895 (141.915 ) --
Gesamterlöse 264.267 249.832 (141.915 ) 372.184
bezogener Innenumsatz (141.895) (20) 141.915 --
Segmentnettoumsatz 122.372 249.812 -- 372.184
Betriebsergebnis (42.405) 22.445 (5.602) (25.562)
Finanzergebnis (8.357)
Ergebnis vor Steuern (33.919)
Ertragsteuern (3.698)
Konzernjahresergebnis (37.617)
Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte 23.394 287.308 (138) 310.564
Investitionen 2.255 19.050 (559) 20.746
Abschreibungen 22.069 36.638 1.335 60.042
Nicht wiederkehrende Posten (36.533) -- -- (36.533)

Zu wesentlichen Effekten auf das Segmentergebnis wird auf Erläuterung 5 "Nicht wiederkehrende Posten" verwiesen.

Zusatzinformationen

Als Zusatzinformation zur Segmentberichterstattung wird im Folgenden dargestellt, welchen Branchen und welchen Abnehmerländern die Umsatzerlöse zugeordnet werden können.

Die Umsatzerlöse nach Branchen stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11
2009/10
Mobile Devices 271.386 221.346
Industrial 153.117 105.153
Automotive 61.115 41.841
Übrige 2.330 3.844
487.948 372.184

Der übrige Bereich betrifft im Wesentlichen das Servicesegment (Design, Bestückung und Trading).

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Umsatzerlöse nach geografischen Regionen stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11
2009/10
Österreich 24.641 17.983
Deutschland 128.490 88.315
Ungarn 41.086 39.752
Sonstiges Europa 33.897 29.917
Asien 131.317 125.432
Kanada, USA, Mexiko 123.710 69.004
Übrige 4.807 1.781
487.948 372.184

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11 2009/10
Haupterlöse 487.668 371.950
Nebenerlöse 280 234
487.948 372.184

2. Aufwandsarten

Die Aufwandsarten der Herstellungskosten, Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11 2009/10
Materialaufwand 194.644 144.594
Personalaufwand 100.898 84.715
Abschreibungen 49.350 43.011
Bezogene Leistungen inkl. Leiharbeiter 30.843 21.902
Energie 28.082 22.126
Instandhaltung (inkl. Ersatzteile) 26.495 18.879
Frachtkosten 10.030 6.891
Miet- und Leasingaufwendungen 5.072 4.861
Bestandsveränderung Vorräte (13.469) 5.094
Sonstiges 13.117 11.786
445.062 363.859

Die Position "Sonstiges" betrifft in den Geschäftsjahren 2010/11 und 2009/10 vorwiegend Reisekosten, Versicherungsaufwendungen, IT-Serviceleistungen sowie Rechts- und Beratungsaufwendungen.

3. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Dem Konzern sind für die Geschäftsjahre 2010/11 und 2009/10 Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von TEUR 28.313 bzw. TEUR 20.681 entstanden. Bei den angegebenen Beträgen handelt es sich nur um die direkt zuordenbaren Kosten, die ergebniswirksam in den Herstellungskosten erfasst werden.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

4. Sonstiges betriebliches Ergebnis

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11 2009/10
Erträge aus der Auflösung von Investitions
zuschüssen aus öffentlichen Mitteln 146 758
Öffentliche Zuwendungen für Aufwendungen*) 11.263 1.844
Aufwendungen/Erträge aus Wechselkurs
differenzen (4.389) (104)
Verluste aus Anlagenabgängen (431) (391)
Wertminderungen von Sachanlagen**) (23) (95)
Anlaufverluste***) (1.718) (295)
Übrige Erträge 1.474 929
6.322 2.646

*) Die öffentlichen Zuwendungen für Aufwendungen betreffen Exportvergütungen sowie Forschungs- und Entwicklungsprämien.

**) Es wird auf Erläuterung 8 "Sachanlagen" verwiesen.

***) Die Anlaufverluste für die Geschäftsjahre 2010/11 und 2009/10 stehen in Verbindung mit der Errichtung des zweiten Werks in Indien.

Die Position "Übrige Erträge" betrifft in den Geschäftsjahren 2010/11 und 2009/10 im Wesentlichen nachträgliche Forderungseingänge sowie die Ausbuchung von weggefallenen sonstigen Verbindlichkeiten.

5. Nicht wiederkehrende Posten

Die nicht wiederkehrenden Posten stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11 2009/10
Wertminderungen immaterielle
Vermögenswerte -- (193)
Wertminderungen Sachanlagen (43) (16.738)
Personalaufwendungen (2.430) (11.852)
Nettokosten aus sonstigen vertraglichen
Verpflichtungen (204) (7.750)
(2.677) (36.533)

Die nicht wiederkehrenden Posten im Geschäftsjahr 2010/11 betreffen mit TEUR 1.952 Personalaufwendungen im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung eines Vorstandsvertrages und beinhalten Aufwendungen für Abfertigung, Abgangsentschädigung, Pensionsdienstzeitenanrechnung und sonstige Ansprüche. Die übrigen nicht wiederkehrenden Aufwendungen entfallen auf die Schließung des Standortes in Wien.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die nicht wiederkehrenden Posten im vorangegangenen Geschäftsjahr 2009/10 betrafen mit TEUR 3.278 Personalaufwendungen für konzernweit durchgeführte Kosteneinsparungsprogramme und den damit verbundenen Personalabbau insbesondere im Gemeinkostenbereich. Die übrigen Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 8.574 sowie die weiteren Aufwandsposten betrafen die Restrukturierung des Standortes Leoben-Hinterberg. Es wurde die Volumensproduktion des Standortes Leoben-Hinterberg zur Gänze nach Shanghai verlagert und die Produktionskapazitäten wurden an die aktuelle und künftig erwartete Auslastung des Werks entsprechend angepasst. Insbesondere wurden nicht mehr benötigte Produktionsmaschinen abgewertet, wobei einige Maschinen in die asiatischen Produktionsstandorte verlagert wurden. Die Personalaufwendungen resultierten aus einem vereinbarten Sozialplan. Die Nettokosten aus sonstigen vertraglichen Verpflichtungen betrafen im Wesentlichen die auf nicht genutzte Gebäudeflächen entfallenden Leerstehungskosten auf Basis nicht kündbarer Immobilienleasingverpflichtungen. Es wird ergänzend auf Erläuterung 8 "Sachanlagen", Erläuterung 9 "Immaterielle Vermögenswerte" und Erläuterung 18 "Sonstige Rückstellungen" verwiesen.

6. Finanzergebnis

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11 2009/10
Zinserträge aus zum beizulegenden Zeitwert bewerte
ten finanziellen Vermögenswerten und jederzeit
verkaufbaren Wertpapieren 424 600
Sonstige Zinserträge 29 128
Gewinne aus dem Verkauf von Zahlungsmittel
äquivalenten 2 3
Realisierte Erträge aus derivativen Finanzinstrumen
ten, netto -- 1.056
Gewinne aus der Bewertung von derivativen
Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert,
netto -- 1.111
Fremdwährungsgewinne, netto 5.827 --
Sonstige finanzielle Erträge -- 58
Finanzierungserträge 6.282 2.956
Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten (8.558) (7.960)
Realisierte Aufwände aus derivativen Finanzinstru
menten, netto (1.528) --
Gewinne aus der Bewertung von derivativen
Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert,
netto 1.184 --
Fremdwährungsverluste, netto -- (3.243)
Sonstige finanzielle Aufwendungen (589) (110)
Finanzierungsaufwendungen (9.491) (11.313)
Finanzergebnis (3.209) (8.357)

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

7. Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11 2009/10
Laufende Ertragsteuern 8.748 9.798
Latente Steuern (458) (6.100)
Summe Steueraufwand 8.290 3.698

Die Abweichung zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand im Konzern und dem theoretischen Steueraufwand, der sich unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes ergibt, erklärt sich wie folgt:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11 2009/10
Steueraufwand/(-ertrag) bei österreichischem Steuer
satz 10.831 (5.064)
Effekt aus abweichenden Steuersätzen im Ausland (5.514) (824)
Nicht anrechenbare ausländische Quellensteuern 2.235 2.989
Effekt aus der Veränderung nicht berücksichtigter
steuerlicher Verluste und temporärer Unterschiede 92 8.031
Effekt aus der Änderung von Steuersätzen 1.836 (1.107)
Effekt aus permanenten Differenzen 1.194 (435)
Effekt aus Steuern aus Vorperioden (2.380) 114
Sonstige Steuereffekte, saldiert (4) (6)
Summe Steueraufwand 8.290 3.698

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die aktiven und passiven latenten Steuern entfallen auf folgende Bilanzpositionen und Verlustvorträge:

31. März
(in TEUR) 2011 2010
Aktive latente Steuerabgrenzung
Ertragsteuerliche Verlustvorträge
inkl. steuerlicher Firmenwerte 4.316 2.342
Anlagevermögen 5.448 6.565
Vorräte 1.777 1.168
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige Forderungen 36 137
Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen
und sonstige Dienstnehmeransprüche 837 731
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten -- 906
Temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochter
unternehmen 1.328 --
Noch nicht realisierte Verluste aus Sicherungsin
strumenten zur Absicherung von Zahlungsströmen,
erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst -- 100
Übrige 573 227
Aktive latente Steuern 14.315 12.176
31. März
(in TEUR) 2011 2010
Passive latente Steuerabgrenzung
Anlagevermögen (2.097) (703)
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen (18) --
Sonstige Rückstellungen (19) --
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (993) --
Temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochter
unternehmen (4.235) (4.490)
Noch nicht realisierte Gewinne aus jederzeit ver
kaufbaren Wertpapieren, erfolgsneutral im Eigen
kapital erfasst (17) (19)
Noch nicht realisierte Verluste aus Sicherungsin
strumenten zur Absicherung von Zahlungsströmen,
erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst (2) --
Übrige (436) (504)
Passive latente Steuern (7.817) (5.716)
Aktive latente Steuern, saldiert 6.498 6.460

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden dann saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden gegeben ist und wenn sie von der gleichen Steuerbehörde behoben werden. Nach Saldierung ergeben sich folgende Beträge:

31. März
(in TEUR) 2011 2010
Aktive latente Steuern:
- langfristig 8.168 8.237
- kurzfristig 2.568 2.887
10.736 11.124
Passive latente Steuern:
- langfristig (2) (904)
- kurzfristig (4.236) (3.760)
(4.238) (4.664)
Aktive latente Steuern, saldiert 6.498 6.460

Zum 31. März 2011 verfügt der Konzern über ertragsteuerliche Verlustvorträge und steuerliche Firmenwertabschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 164.255 (zum 31. März 2010 TEUR 168.645). Für darin enthaltene Verlustvorträge in Höhe von TEUR 150.188 (zum 31. März 2010 TEUR 159.080) wurden keine aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 37.294 (zum 31. März 2010 TEUR 39.019) gebildet, da von einer Realisierbarkeit in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist. Davon entfallen latente Steuern in Höhe von TEUR 2.490 (zum 31. März 2010 TEUR 6.104) auf die Bewertung von eigenen Anteilen, wodurch eine diesbezügliche Aktivierung ergebnisneutral im Konzerneigenkapital auszuweisen wäre.

Die Veränderung der saldierten latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11 2009/10
Buchwert am Beginn des Geschäftsjahres 6.460 117
Währungsdifferenzen (318) 153
Ertrag/(Aufwand) in der Gewinn- und
Verlustrechnung 458 6.100
Im Eigenkapital erfasste Ertragsteuern (102) 90
Buchwert am Ende des Geschäftsjahres 6.498 6.460

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Ertragsteuern in Zusammenhang mit den Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
2010/11 2009/10
Ertrag/ Ertrag/ Ertrag/ Ertrag/
(Aufwand) Steuer (Aufwand) (Aufwand) Steuer (Aufwand)
(in TEUR) vor ertrag/ nach vor ertrag/ nach
Steuern (-aufwand) Steuern Steuern (-aufwand) Steuern
Währungsumrechnungsdiffe
renzen (10.777) -- (10.777) (1.841) -- (1.841)
Gewinne/(Verluste) aus der
Bewertung zum beizulegenden
Zeitwert von zur Veräußerung
verfügbaren finanziellen
Vermögenswerten 1 -- 1 29 (10) 19
Gewinne/(Verluste) aus der
Bewertung von Sicherungsin
strumenten aus der Absiche
rung von Zahlungsströmen 406 (102) 304 (399) 100 (299)
Sonstiges Ergebnis (10.370) (102) (10.472) (2.211) 90 (2.121)

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

V. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

8. Sachanlagen

Andere Anlagen, Geleistete
Grundstücke, Maschinen und Betriebs- und Anzahlungen
Gebäude und technische Geschäftsaus und Anlagen
(in TEUR) Bauten Anlagen stattung in Bau Total
Buchwert 31. März 2010 54.053 239.343 4.303 10.828 308.527
Umrechnungsdifferenzen (602) (4.018) (50) (1.153) (5.823)
Zugänge 1.055 17.618 1.667 111.869 132.209
Abgänge (33) (600) 11 -- (622)
Umbuchungen 4.324 82.636 588 (87.548) --
Wertminderungen (18) (47) (1) -- (66)
Abschreibungen, laufend (3.159) (43.676) (1.880) -- (48.715)
Buchwert 31. März 2011 55.620 291.256 4.638 33.996 385.510
Zum 31. März 2011
Bruttowert 75.425 652.418 21.287 33.996 783.126
Abschreibungen, kumu
liert (19.805) (361.162) (16.649) -- (397.616)
Buchwert 55.620 291.256 4.638 33.996 385.510
Andere Anlagen, Geleistete
Grundstücke, Maschinen und Betriebs- und Anzahlungen
Gebäude und technische Geschäftsaus und Anlagen
(in TEUR) Bauten Anlagen stattung in Bau Total
Buchwert 31. März 2009 51.651 276.910 5.708 15.584 349.853
Änderungen des Konsoli
dierungskreises -- -- 6 -- 6
Umrechnungsdifferenzen (4) (3.737) 29 (58) (3.770)
Zugänge 883 4.425 515 14.261 20.084
Abgänge -- (604) (24) -- (628)
Umbuchungen 4.448 16.252 410 (18.959) 2.151
Wertminderungen (91) (16.169) (573) -- (16.833)
Abschreibungen, laufend (2.834) (37.734) (1.768) -- (42.336)
Buchwert 31. März 2010 54.053 239.343 4.303 10.828 308.527
Zum 31. März 2010
Bruttowert 71.042 573.515 20.416 10.828 675.801
Abschreibungen, kumu
liert (16.989) (334.172) (16.113) -- (367.274)
Buchwert 54.053 239.343 4.303 10.828 308.527

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Der in "Grundstücke, Gebäude und Bauten" enthaltene Grundwert beträgt TEUR 1.484 (TEUR 1.513 zum 31. März 2010).

Die laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in den Herstellungskosten, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.

Wertminderungen

Einige Sachanlagegegenstände, welche die Kriterien für eine Wertminderung erfüllten, wurden auf den erzielbaren Betrag abgewertet. Die Wertminderungen im Geschäftsjahr 2010/11 in Höhe von TEUR 66 betreffen im Wesentlichen nicht mehr benötigte Maschinen und die Wertminderung im Geschäftsjahr 2009/10 in Höhe von TEUR 16.833 war fast ausschließlich auf Restrukturierungs- und Kosteneinsparungsmaßnahmen zurückzuführen. Die Ermittlung dieser Werte beruht auf verfügbaren Einschätzungen für die Veräußerung dieser Anlagen aufgrund von markt- und fremdüblichen Bedingungen. Insbesondere zu den Wertminderungen im vorherigen Geschäftsjahr 2009/10 wird auf Erläuterung 5 "Nicht wiederkehrende Posten" und Erläuterung 4 "Sonstiges betriebliches Ergebnis" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

9. Immaterielle Vermögenswerte

Gewerbliche Schutz
rechte und ähnliche Sonstiges
Rechte und Vorteile immaterielles
sowie daraus abgelei Anlage
(in TEUR) tete Lizenzen Firmenwerte vermögen Total
Buchwert 31. März 2010 2.037 -- -- 2.037
Umrechnungsdifferenzen (3) -- -- (3)
Zugänge 1.147 -- -- 1.147
Abgänge (3) -- -- (3)
Abschreibungen, laufend (635) -- -- (635)
Buchwert 31. März 2011 2.543 -- -- 2.543

Zum 31. März 2011

Bruttowert 14.255 5.947 -- 20.202
Abschreibungen, kumuliert (11.712) (5.947) -- (17.659)
Buchwert 2.543 -- -- 2.543
Gewerbliche Schutz
rechte und ähnliche Sonstiges
Rechte und Vorteile immaterielles
sowie daraus abgelei Anlage
(in TEUR) tete Lizenzen Firmenwerte vermögen Total
Buchwert 31. März 2009 2.136 -- 102 2.238
Änderungen des Konsolidie
rungskreises 4 -- -- 4
Umrechnungsdifferenzen 5 -- -- 5
Zugänge 663 -- -- 663
Abgänge -- -- -- --
Umgliederung 102 -- (102) --
Wertminderungen (193) -- -- (193)
Abschreibungen, laufend (680) -- -- (680)
Buchwert 31. März 2010 2.037 -- -- 2.037
Zum 31. März 2010
Bruttowert 13.180 6.046 -- 19.226
Abschreibungen, kumuliert (11.143) (6.046) -- (17.189)
Buchwert 2.037 -- -- 2.037

Die laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in den Herstellungskosten, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Wertminderungen

Die Wertminderungen im vorherigen Geschäftsjahr 2009/10 in Höhe von TEUR 193 waren ausschließlich auf Restrukturierungs- und Kosteneinsparungsmaßnahmen zurückzuführen. Die Ermittlung der immateriellen Vermögenswerte beruht auf verfügbaren Einschätzungen für die Veräußerung dieser Vermögenswerte aufgrund von markt- und fremdüblichen Bedingungen. Es wird auf Erläuterung 5 "Nicht wiederkehrende Posten" verwiesen.

10. Sonstige langfristige Vermögenswerte

31. März
(in TEUR) 2011 2010
Vorauszahlungen 1.707 1.805
Gegebene Kautionen 2.437 1.817
Buchwert 4.144 3.622

Die Vorauszahlungen betreffen langfristige Mietvorauszahlungen für das Betriebsgrundstück in China.

11. Vorräte

31. März
(in TEUR) 2011 2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.251 15.915
Unfertige Erzeugnisse 14.370 10.064
Fertige Erzeugnisse 18.755 12.721
Buchwert 53.376 38.700

Der Stand der als Aufwand erfassten Wertberichtigungen von Vorräten beträgt zum 31. März 2011 TEUR 8.498 (TEUR 6.521 zum 31. März 2010).

Im Zusammenhang mit diversen Finanzierungsverträgen dienen Vorräte in Höhe von TEUR 40 (TEUR 87 zum 31. März 2010) als Besicherung. Es wird auf Erläuterung 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

12. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen stellen sich wie folgt dar:

31. März
(in TEUR) 2011 2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 71.001 70.703
Umsatzsteuerforderungen 18.933 12.013
Sonstige Forderungen gegenüber Behörden 3.812 1.277
Vorauszahlungen 2.744 2.398
Energieabgabenrückvergütungen 1.761 4.407
Kautionen 402 423
Versicherungsvergütungen -- 44
Übrige Forderungen 1.335 714
Wertberichtigungen (89) (1.003)
99.899 90.976

Die übrigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Abgrenzungspositionen.

Im Zusammenhang mit diversen Finanzierungsverträgen dienen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 36.000 (TEUR 36.000 zum 31. März 2010) als Besicherung. Es wird auf Erläuterung 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen entsprechen unter Berücksichtigung der Wertberichtigungen annähernd den jeweils beizulegenden Zeitwerten.

Restlaufzeiten von Forderungen

Sämtliche Forderungen zum 31. März 2011 und zum 31. März 2010 weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Factoring

Zum Bilanzstichtag 31. März 2011 waren Forderungen in Höhe von TEUR 15.765 (TEUR 7.511 zum 31. März 2010) im Rahmen eines echten Factorings an eine Bank übertragen und ausgebucht.

Entwicklung der Überfälligkeiten und Wertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Zum 31. März 2011:

Buch davon: nicht
wert wertgemin davon: nicht wertgemindert und nicht versichert
dert und und in den folgenden Zeitbändern überfällig
nicht
überfällig zwischen zwischen
bzw. ver weniger als 3 und 6 6 und 12 mehr als 12
(in TEUR) sichert 3 Monate Monaten Monaten Monate
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 71.001 66.726 4.118 22 46 --

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Zum 31. März 2010:
Buch davon: nicht
wert wertgemin davon: nicht wertgemindert und nicht versichert
dert und und in den folgenden Zeitbändern überfällig
nicht
überfällig zwischen zwischen
bzw. ver weniger als 3 und 6 6 und 12 mehr als 12
(in TEUR) sichert 3 Monate Monaten Monaten Monate
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 70.703 65.077 4.300 169 32 122

Bei den nicht wertgeminderten überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen, dass den Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen wird.

Die Wertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11 2009/10
Wertberichtigungen am Beginn des Geschäftsjahres 1.003 979
Verwendung (875) (159)
Auflösung (37) (10)
Zuführung -- 101
Umrechnungsdifferenzen (2) 92
Wertberichtigungen am Ende des Geschäftsjahres 89 1.003

13. Finanzielle Vermögenswerte

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

31. März davon davon
(in TEUR) 2011 langfristig kurzfristig
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
13.877 25 13.852
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 156 96 60
14.033 121 13.912
(in TEUR) 31. März
2010
davon
langfristig
davon
kurzfristig
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte 14.153 -- 14.153
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 160 99 61

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Die beizulegenden Zeitwerte der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte entsprechen den Buchwerten und stellen sich wie folgt dar:

31. März
(in TEUR) 2011 2010
Anleihen 13.851 13.986
Derivative Finanzinstrumente*) 26 167
13.877 14.153

*) Es wird auf Erläuterung 19 "Derivative Finanzinstrumente" verwiesen.

Sämtliche Anleihen werden in der Nominalwährung Euro gehalten.

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere

31. März
(in TEUR) 2011 2010
Anschaffungskosten 1.000 1.000
Wertberichtigung (1.000) (1.000)
Buchwert -- --

Die bis zur Endfälligkeit gehaltenen Wertpapiere betreffen Wandelanleihen der Adcon Telemetry AG, Klosterneuburg. Aufgrund des laufenden Konkursverfahrens der Adcon Telemetry AG sind diese Wandelanleihen zur Gänze abgewertet. Die bis zur Endfälligkeit gehaltenen Wertpapiere werden in der Nominalwährung Euro gehalten.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

31. März
(in TEUR) 2011 2010
Jederzeit verkaufbare Wertpapiere
zu Marktwerten 156 157
Sonstige zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte -- 3
Buchwert 156 160

Die jederzeit verkaufbaren Wertpapiere zu Marktwerten entwickelten sich wie folgt:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11 2009/10
Buchwert am Beginn des
Geschäftsjahres 157 123
Abgänge -- (1)
Noch nicht realisierte Gewinne/(Verluste)
aus der laufenden Periode im Eigenkapital
erfasst 1 29
Umrechnungsdifferenzen (2) 6
Buchwert am Ende des
Geschäftsjahres 156 157

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Sämtliche jederzeit verkaufbaren Wertpapiere werden in der Nominalwährung Euro gehalten.

Die sonstigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte betrafen eine Beteiligung und waren mit den Anschaffungskosten bewertet.

14. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

31. März
(in TEUR) 2011 2010
Guthaben bei Kreditinstituten und
Kassenbestand 4.219 12.574
Termingelder -- 771
Gebundene Barmittel 8 9
Buchwert 4.227 13.354

Die gebundenen Barmittel ("Restricted Cash") betreffen zum 31. März 2011 AT&S Indien (zum 31. März 2010 AT&S Indien).

Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen den jeweils beizulegenden Zeitwerten.

15. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
von mehr als
einem
31. März bis zu einem Jahr und bis von mehr als
(in TEUR) 2011 Jahr fünf Jahre fünf Jahren
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 67.240 67.240 -- --
Zuschüsse der öffentlichen Hand 590 146 444 --
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern
und sonstigen öffentlichen Abgabestellen 3.849 3.849 -- --
Verbindlichkeiten gegenüber Sozial
versicherungsträgern 1.553 1.553 -- --
Verbindlichkeiten aus nicht konsumierten
Urlauben 3.761 3.761 -- --
Verbindlichkeiten gegenüber Dienst
nehmern 16.095 15.218 877 --
Übrige Verbindlichkeiten 5.575 4.787 788 --
Buchwert 98.663 96.554 2.109 --

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Restlaufzeit
von mehr als
einem
31. März bis zu einem Jahr und bis von mehr als
(in TEUR) 2010 Jahr fünf Jahre fünf Jahren
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 41.896 41.896 -- --
Zuschüsse der öffentlichen Hand 787 146 641 --
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern
und sonstigen öffentlichen Abgabestellen 1.862 1.862 -- --
Verbindlichkeiten gegenüber Sozial
versicherungsträgern 1.505 1.505 -- --
Verbindlichkeiten aus nicht konsumierten
Urlauben 3.394 3.394 -- --
Verbindlichkeiten gegenüber Dienst
nehmern 8.708 8.520 188 --
Übrige Verbindlichkeiten 3.902 3.113 789 --
Buchwert 62.054 60.436 1.618 --

Die Buchwerte der ausgewiesenen Verbindlichkeiten entsprechen annähernd den jeweils beizulegenden Zeitwerten.

Zuschüsse der öffentlichen Hand

Die Zuschüsse der öffentlichen Hand betreffen großteils Zuschüsse für Sachanlagevermögen und werden entsprechend den Nutzungsdauern der zugehörigen Sachanlagen ertragswirksam aufgelöst.

Weiters hat der Konzern für mehrere Forschungsprojekte Zuschüsse für Projektkosten erhalten, die entsprechend den angefallenen Kosten und der Förderquote anteilig ertragsmäßig erfasst werden bzw. ist der Abgrenzungsbetrag in den Verbindlichkeiten enthalten.

Verbindlichkeiten aus Aktienoptionen

In der Aufsichtsratssitzung vom 8. November 2004 wurde ein Stock-Option-Plan (2005–2008) zur Gewährung von Aktienoptionen mit wahlweisem Barausgleich oder Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer und leitende Angestellte genehmigt.

Jede dieser Optionen berechtigt entweder

  • zum Erwerb von Aktien (Equity-settled Share-based Payment Transactions) oder
  • es kann ein Barausgleich (Cash-settled Share-based Payment Transactions) in Höhe des Differenzbetrages zwischen dem Ausübungspreis und dem Schlusskurs der AT&S-Aktie an der Börse der Hauptnotierung der AT&S-Aktie am Tag der Ausübung des Bezugsrechtes durch den Optionsberechtigten verlangt werden.

Die Zuteilung von Aktienoptionen kann im Zeitraum zwischen 1. April 2005 und 1. April 2008 erfolgen.

Der Ausübungspreis wird jeweils am Tag der Zuteilung bestimmt und errechnet sich aus dem Durchschnittspreis der AT&S-Aktie über einen Zeitraum von sechs Kalendermonaten vor dem Tag der jeweiligen Zuteilung. Auf diesen Durchschnittspreis wird ein Aufschlag von 10 % hinzugerechnet. Der Ausübungspreis entspricht jedoch zumindest dem auf eine Aktie der Gesellschaft entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Ausübbarkeit der zugeteilten Aktienoptionen erfolgt gestaffelt, wobei 20 % der zugeteilten Aktienoptionen nach zwei Jahren, 30 % nach drei Jahren und 50 % nach vier Jahren ausübbar sind. Nicht ausgeübte Aktienoptionen können nach Ablauf der nächstfolgenden Wartefrist ausgeübt werden. Zugeteilte Aktienoptionen, die nicht spätestens bis zum Ablauf von fünf Jahren nach dem Zuteilungstag ausgeübt werden, verfallen ersatzlos und endgültig.

In der 1. Sitzung des Nominierungs- und Vergütungsausschusses des Aufsichtsrats vom 17. März 2009 wurde ein weiterer Stock-Option-Plan beschlossen, nachdem dieser in der 55. Aufsichtsratssitzung vom 16. Dezember 2008 zur Begutachtung vorgelegt wurde. Dieser Stock-Option-Plan 2009– 2012 zur Gewährung von Aktienoptionen mit wahlweisem Barausgleich oder Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer und leitende Angestellte entspricht dem Stock-Option-Plan 2005–2008.

Jede dieser Optionen berechtigt entweder zum Erwerb von Aktien oder es kann ein Barausgleich verlangt werden, auf den sechsmonatigen Durchschnittspreis wird ein Aufschlag von 10 % hinzugerechnet und die Ausübbarkeit der zugeteilten Aktienoptionen erfolgt gestaffelt, wobei 20 % der zugeteilten Aktienoptionen nach zwei Jahren, 30 % nach drei Jahren und 50 % nach vier Jahren ausübbar sind. Nicht ausgeübte Aktienoptionen können nach Ablauf der nächstfolgenden Wartefrist ausgeübt werden.

Die Zuteilung von Aktienoptionen kann im Zeitraum zwischen 1. April 2009 und 1. April 2012 erfolgen.

Die Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf der Wartefrist, jedoch nicht während einer Sperrfrist, zur Gänze oder auch nur teilweise ausgeübt werden.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die nachfolgende Tabelle zeigt Informationen bezüglich aller bis zum 31. März 2011 zugeteilten Aktienoptionen.

Zuteilungstag Zuteilungstag Zuteilungstag Zuteilungstag
1. April 1. April 1. April 1. April
2010 2009 2008 2007
Ausübungspreis (in EUR) 7,45 3,86 15,67 22,57
31. März 2009 -- -- 137.000 129.000
Gewährte Aktienoptionen -- 138.000 -- --
Verwirkte Aktienoptionen -- -- -- --
Ausgeübte Aktienoptionen -- -- -- --
Verfallene Aktienoptionen -- 3.000 5.000 5.000
31. März 2010 -- 135.000 132.000 124.000
Gewährte Aktienoptionen 135.000 -- -- --
Verwirkte Aktienoptionen -- -- -- --
Ausgeübte Aktienoptionen -- 70.000 -- --
Verfallene Aktienoptionen -- -- 40.000 40.000
31. März 2011 135.000 65.000 92.000 84.000
Restliche Vertragslaufzeiten
der gewährten Aktienoptionen 4 Jahre 3 Jahre 2 Jahre 1 Jahr
Beizulegender Zeitwert der
gewährten Aktienoptionen zum
Bilanzstichtag (in TEUR)
31. März 2010 -- 638 61 8
31. März 2011 1.161 753 119 6

Abweichend von den angegebenen Vertragslaufzeiten wurden entsprechend den Stock-Option-Vereinbarungen die Aktienoptionen von Herrn Dkfm. Steen E. Hansen mit Austrittsdatum am 31. Jänner 2011 fällig und sind bis spätestens 31. Jänner 2012 ausübbar.

Weiters wird auf Erläuterung 27 "Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen und Unternehmen" verwiesen.

Die Bewertung der Aktienoptionen erfolgt zum beizulegenden Wert zum jeweiligen Bilanzstichtag unter Anwendung des Monte-Carlo-Verfahrens, basierend auf Modellannahmen und den nachfolgend angeführten Bewertungsparametern. Diese können von später am Markt realisierten Werten für sämtliche zum 1. April 2007, zum 1. April 2008, zum 1. April 2009 und zum 1. April 2010 zugeteilten Aktienoptionen abweichen:

Risikofreier Zinssatz 1,51 - 2,15 %
Volatilität 32,09 - 52,71 %
Dividende je Aktie 0,41
Gewichtete durchschnittliche
Laufzeiten der gewährten
Aktienoptionen 3,6 Jahre

Die Berechnung der Volatilität erfolgt auf Basis der täglichen Aktienkurse ab 1. Oktober 2006 bzw. ab 1. April 2009 bis zum Bilanzstichtag.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Der beizulegende Zeitwert der eingeräumten Aktienoptionen wird über deren Laufzeit verteilt aufwandsmäßig erfasst. Die entsprechende Abgrenzungsposition ist in den Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern enthalten.

Übrige Verbindlichkeiten

Bei den übrigen Verbindlichkeiten handelt es sich vor allem um kreditorische Debitoren, abgegrenzte Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen sowie sonstige Abgrenzungen.

16. Finanzielle Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
von mehr als
einem Jahr von mehr
31. März bis zu einem und bis fünf als Zinssatz
(in TEUR) 2011 Jahr Jahre fünf Jahren in %
Anleihen 83.514 3.713 79.801 -- 5,5
Exportkredite 36.000 36.000 -- -- 1,45
Kredite der öffentlichen Hand:
- Öffentliche Stellen 403 163 240 -- 2,0-2,5
Sonstige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 92.015 76.515 15.500 -- 1,93-5,0
Derivative Finanzinstrumente*) 54 36 18 --
Buchwert 211.986 116.427 95.559 --
Restlaufzeit
von mehr als
einem Jahr von mehr
31. März bis zu einem und bis fünf als Zinssatz
(in TEUR) 2010 Jahr Jahre fünf Jahren in %
Anleihen 83.418 3.713 79.705 -- 5,5
Exportkredite 36.000 36.000 -- -- 1,3
Kredite der öffentlichen Hand: --
- Öffentliche Stellen 430 177 253 -- 2,0-2,5
Sonstige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 54.019 29.179 24.840 -- 1,2-6,0
Derivative Finanzinstrumente*) 1.785 1.386 399 --
Buchwert 175.652 70.455 105.197 --

*) Es wird auf Erläuterung 19 "Derivative Finanzinstrumente" verwiesen.

Die Anleihen mit einem Gesamtnennbetrag von EUR 80 Mio. wurden am 27. Mai 2008 mit einer Laufzeit von fünf Jahren am Dritten Markt der Wiener Börse von der Gesellschaft platziert. Die Anleihe in einer Stückelung von EUR 50.000 ist gemäß § 3 Abs. 1 Z 9 KMG von der Prospektpflicht befreit. Die jährliche Fixverzinsung in Höhe von 5,50 % vom Nennwert ist nachträglich am 27. Mai eines jeden Jahres zahlbar. Es besteht kein ordentliches Kündigungsrecht der Anleihegläubiger. Ein außerordentliches Kündigungsrecht ist im Wesentlichen bei folgenden Ereignissen bei der Gesellschaft oder einer ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften vereinbart:

  • Einstellung von Zahlungen oder Bekanntgabe von Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung,
  • Konkurs- oder sonstiges Insolvenzverfahren (Ausnahme: gerichtlicher Ausgleich) oder Liquidation,

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

  • wesentliche Verschlechterung der Finanz- und Ertragslage durch überwiegende Einstellung der Geschäftstätigkeit, Veräußerung wesentlicher Teile der Vermögenswerte oder nicht fremdüblicher Geschäfte mit verbundenen Unternehmen,
  • Kontrollwechsel im Sinne des österreichischen Übernahmegesetzes, wenn dieser zu einer wesentlichen Beeinträchtigung zur Erfüllung der Anleiheverpflichtungen führt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen neben dem laufenden Liquiditätsbedarf zu einem gewissen Teil langfristige Finanzierungen. Für das Werk in Südkorea und den Ausbau in Indien wurde im vergangenen Geschäftsjahr 2009/10 eine langfristige Finanzierung aufgenommen und im Geschäftsjahr 2010/11 zusätzlich in Anspruch genommen, die in Halbjahresraten bis 31. März 2014 zurückzuführen ist. Die variable Verzinsung wurde zur Gänze durch Zinsswaps abgesichert. Die wesentlichen Vertragsbedingungen stellen sich folgendermaßen dar:

  • Aufrechterhaltung der 98,76-%-Beteiligung an der AT&S Korea und der 100-%-Beteiligung an der AT&S Indien
  • keine Belastungen hinsichtlich der Beteiligungen

Ein Finanzierungspaket für den Ausbau des Werks in China (auf Basis einer Garantie G4 der Republik Österreich) wurde plangemäß mit letzter Halbjahresrate zum 31. März 2011 rückgeführt.

Die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. März 2011 stellen sich in den nächsten Geschäftsjahren unter Berücksichtigung der Zinsabsicherungen wie folgt dar:

Sonstige
Kredite Verbindlichkei Derivative
öffentlicher ten gegenüber Finanz
(in TEUR) Anleihen Exportkredite Hand Kreditinstituten instrumente
2011/12
Tilgung -- 36.000 163 76.515 36
Zinsen fix 4.400 -- 6 1.794 --
Zinsen variabel -- 529 -- -- --
2012/13
Tilgung -- -- 161 6.200 --
Zinsen fix 4.400 -- 5 628 --
Zinsen variabel -- -- -- -- --
2013/14
Tilgung 80.000 -- 79 9.300 18
Zinsen fix 687 -- 1 314 --
Zinsen variabel -- -- -- -- --

Es werden keine wesentlichen Abweichungen von den vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen hinsichtlich Zeitraum oder Betrag erwartet.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Zum Vorjahresstichtag 31. März 2010 stellten sich die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zinsund Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten in den nächsten Geschäftsjahren unter Berücksichtigung der Zinsabsicherungen wie folgt dar:

Sonstige
Kredite Verbindlichkei Derivative
öffentlicher ten gegenüber Finanz
(in TEUR) Anleihen Exportkredite Hand Kreditinstituten instrumente
2010/11
Tilgung -- 36.000 177 29.179 1.386
Zinsen fix 4.461 -- 9 564 --
Zinsen variabel -- 475 -- 849 --
2011/12
Tilgung -- -- 162 9.340 --
Zinsen fix 4.461 -- 3 650 --
Zinsen variabel -- -- -- -- --
2012/13
Tilgung -- -- 91 6.200 --
Zinsen fix 4.461 -- 2 423 --
Zinsen variabel -- -- -- -- --
2013/14
Tilgung 80.000 -- -- 9.300 --
Zinsen fix 697 -- -- 212 --
Zinsen variabel -- -- -- -- --

Die Anleihen, Exportkredite, Kredite der öffentlichen Hand und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen teilweise eine nicht marktübliche Verzinsung auf. Aus diesem Grund kann es zu Abweichungen zwischen deren beizulegenden Zeitwerten und deren Buchwerten kommen.

Buchwerte Beizulegende Zeitwerte
31. März 31. März
(in TEUR) 2011 2010 2011 2010
Anleihen 83.514 83.418 83.083 89.029
Exportkredite 36.000 36.000 36.000 36.000
Kredite der öffentlichen Hand 403 430 398 433
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 92.015 54.019 92.996 55.789
Derivative Finanzinstrumente 54 1.785 54 1.785
211.986 175.652 212.531 183.036

Die Berechnung der beizulegenden Zeitwerte basiert auf der derzeitigen Effektivverzinsung von Krediten und Anleihen mit ähnlicher Laufzeit, die dem Konzern zur Verfügung stehen würden.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Buchwerte der finanziellen Verbindlichkeiten nach Währungen stellen sich wie folgt dar:

31. März
(in TEUR) 2011 2010
Euro 197.328 174.473
US-Dollar 8.576 399
Chinesische Renminbi Yuan 5.368 366
Indische Rupien 714 414
211.986 175.652

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

  • durch Vorratsvermögen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 36.040 (zum 31. März 2010: TEUR 36.087). Es wird auf Erläuterung 11 "Vorräte" und Erläuterung 12 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" verwiesen;
  • durch die Abtretung der Rechte aus der Absicherung des politischen Risikos für den Standort in China in Höhe von TEUR 0 zum 31. März 2011 (zum 31. März 2010: TEUR 14.000) sowie für den Standort in Südkorea in Höhe von TEUR 3.139 (zum 31. März 2010: TEUR 3.139).

Die Kreditrahmen der Finanzierungsverbindlichkeiten zum 31. März 2011 unter Einbeziehung der Anleihen stellen sich wie folgt dar:

(in TEUR) Kreditrahmen Ausgenützt
Exportkreditrahmen – gesichert 36.000 36.000
Sonstige Kreditrahmen – gesichert 243.650 155.258
Kreditrahmen – ungesichert 32.843 20.674
312.493 211.932

Leasingverhältnisse

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasing- und Mietverhältnissen stellt sich wie folgt dar:

31. März
(in TEUR) 2011 2010
Bis zu einem Jahr 2.939 3.078
Von einem Jahr bis fünf Jahre 7.664 7.796
Mehr als fünf Jahre 8.437 11.236
Summe der
Mindestzahlungen 19.040 22.110

Im Konzern bestehen mehrere Operating-Leasing-Verträge für die Anmietung von Büroräumen, Grundstücken und Produktionshallen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung und technische Anlagen.

Die Verpflichtungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen betreffen zum Großteil ein im Geschäftsjahr 2006/07 durchgeführtes Sale-and-Lease-back für Betriebsgrundstücke und -gebäude in Leoben-Hinterberg und Fehring, Österreich, mit einer unkündbaren Leasingdauer bis Dezember 2021. Die angeführten Beträge beinhalten zum 31. März 2011 mit TEUR 9.484 (zum 31. März 2010: TEUR 10.016) auch die auf die nicht mehr genutzten Gebäudeflächen in Leoben-Hinterberg entfallenden Mindestzahlungen aus dem Operating-Leasing-Verhältnis, die bereits in der Bilanz als sonstige Rückstellungen enthalten sind. Es wird auf Erläuterung 18 "Sonstige Rückstellungen" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die als Aufwand erfassten Zahlungen für unkündbare Leasing- und Mietaufwendungen stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11 2009/10
Leasing- und Mietaufwand 3.171 3.359

17. Rückstellungen für Personalaufwand

Die Rückstellungen für Personalaufwand betreffen Pensionszusagen, Abfertigungsansprüche und sonstige Dienstnehmeransprüche.

Beitragsorientierte Pensionspläne

Für einen Großteil der Beschäftigten in Österreich und einen Teil der Mitarbeiter in Indien bestehen beitragsorientierte Pensionspläne, die an eine Pensionskasse ausgelagert sind. Für die Beschäftigten in Österreich sind die Pensionspläne durch eine Er- und Ablebensversicherung ergänzt. Die Arbeitgeberbeiträge bemessen sich nach einem bestimmten Prozentsatz der laufenden Bezüge und am erzielten Jahresüberschuss der Gesellschaft. Die Beitragszahlungen betrugen TEUR 496 im Geschäftsjahr 2010/11 und TEUR 147 im Geschäftsjahr 2009/10.

Leistungsorientierte Pensionspläne

Für einzelne Mitglieder des Vorstands und für leitende Angestellte bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen ohne das Erfordernis von eigenen Mitarbeiterbeiträgen. Pensionszusagen an Mitglieder des Vorstands und an andere Führungskräfte sind teilweise durch Vermögensmittel in Pensionskassen fondsfinanziert ("funded"), teilweise nicht fondsfinanziert ("unfunded").

Die Pensionsansprüche des Vorstands und der Führungskräfte sind von deren Bezügen und Dienstzeiten abhängig.

Fondsfinanzierte Abfertigungsansprüche

Den Mitarbeitern in Indien steht im Falle der Pensionierung sowie bei vorzeitigem Austritt unter bestimmten Umständen eine Abfertigung zu, deren Höhe von der Dauer des Arbeitsverhältnisses und der Höhe des Arbeitsentgeltes abhängt. Die Abfertigungen bewegen sich zwischen einem halben Monatsentgelt pro Dienstjahr und einem fixierten Höchstbetrag. Die Abfertigungsansprüche sind durch eine Lebensversicherung gedeckt.

Nicht fondsfinanzierte Abfertigungsansprüche

Den Mitarbeitern in Österreich, Südkorea und China steht im Falle der Pensionierung generell sowie bei Beendigung des Dienstverhältnisses unter bestimmten Umständen eine Abfertigung zu, deren Höhe von der Dauer des Arbeitsverhältnisses und der Höhe des Arbeitsentgeltes abhängt. Die Abfertigung beträgt in Österreich je nach Dienstzeit 2 bis 12 Zwölftel des Jahresgehaltes, in Südkorea und China einen ebenfalls je nach Dienstzeit fixierten entgeltabhängigen Betrag.

Für seit dem 1. Jänner 2003 in Österreich eintretende Mitarbeiter wird dieser Anspruch durch laufende Beiträge in eine Mitarbeitervorsorgekasse ohne weitere Verpflichtungen für den Konzern abgegolten. Die Beitragszahlungen betrugen TEUR 254 im Geschäftsjahr 2010/11 und TEUR 239 im Geschäftsjahr 2009/10.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Sonstige Dienstnehmeransprüche

Den Mitarbeitern der Gesellschaften in Österreich und China gebühren bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder, wobei in Österreich Anspruchsberechtigung und Höhe kollektivvertraglich geregelt sind.

Die Aufwendungen für (leistungsorientierte) Pensionszusagen, Abfertigungsansprüche und sonstige Dienstnehmeransprüche setzen sich folgendermaßen zusammen:

Pensionsansprüche Abfertigungs
ansprüche
Sonstige
Dienstnehmeransprüche
Geschäftsjahr Geschäftsjahr Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11 2009/10 2010/11 2009/10 2010/11 2009/10
Laufender Dienstzeitaufwand 127 191 895 1.115 701 706
Zinsaufwand 461 466 470 555 82 113
Nachzuverrechnender
Dienstzeitaufwand -- -- 115 -- -- --
Abfindungen 29 -- 175 3.069 -- --
Erwartetes Veranlagungser
gebnis der zur Deckung
vorgesehenen Vermögens
werte (451) (291) (15) (13) -- --
Versicherungsmathematische
Verluste/(Gewinne) (32) 101 19 182 466 (23)
Summe Aufwendungen 134 467 1.659 4.908 1.249 796

Die Aufwendungen für Pensionszusagen, Abfertigungsansprüche und sonstige Dienstnehmeransprüche werden in den Herstellungskosten, den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen. Die Abfindungen in den Geschäftsjahren 2010/11 und 2009/10 sind in den nicht wiederkehrenden Posten enthalten.

In der Bilanz sind folgende Ansprüche abgegrenzt:

31. März
(in TEUR) 2011 2010
(Übergedeckte) Pensionsansprüche (590) (620)
Untergedeckte Pensionsansprüche 1.038 1.021
Untergedeckte Abfertigungsansprüche 8.834 8.233
Sonstige Dienstnehmeransprüche 2.338 2.115
Rückstellungen für Personalaufwand 12.210 11.369
Abgrenzung für Pensionen, Abfertigungen und
sonstige Dienstnehmeransprüche, saldiert 11.620 10.749

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Pensionsansprüche und Abfertigungsansprüche stellen sich wie folgt dar:

Pensionsansprüche
31. März
Abfertigungsansprüche
31. März
(in TEUR) 2011 2010 2011 2010
Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen 9.145 8.662 628 437
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens (9.891) (8.480) (574) (194)
Deckungsstatus fondsfinanzierte
Verpflichtungen (746) 182 54 243
Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtun
gen 985 968 10.236 9.085
Nicht realisierte versicherungsmathematische
Gewinne/(Verluste) 209 (749) (1.455) (1.095)
Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeit
aufwand -- -- (1) --
Bilanzierte Rückstellungen/(Forderungen), netto 448 401 8.834 8.233
davon Forderungen (übergedeckte Ansprüche) (590) (620) -- --
davon Rückstellungen (untergedeckte Ansprüche) 1.038 1.021 8.834 8.233

Der Barwert der erwarteten Pensionsansprüche, die Entwicklung des zur Deckung vorgesehenen Planvermögens und der Deckungsstatus stellen sich folgendermaßen dar:

Fondsfinanzierte Pensions Nicht fondsfinanzierte Pensions
ansprüche ansprüche
Geschäftsjahr Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11 2009/10 2010/11 2009/10
Barwert der Pensionsverpflich
tung
Barwert am Beginn des Ge
schäftsjahres 8.662 8.381 968 900
Laufender Dienstzeitaufwand 127 191 -- --
Zinsaufwand 413 419 48 47
Versicherungsmathematische
Verluste/(Gewinne) 69 (174) (31) 21
Nachzuverrechnender Dienstzeit
aufwand 29 -- -- --
Auszahlungen (155) (155) -- --
Barwert am Ende des Geschäfts
jahres 9.145 8.662 985 968
Beizulegender Zeitwert des
Planvermögens
Zeitwert am Beginn des Ge 8.480 6.769
schäftsjahres
Einzahlungen 87 973
Erwartetes Veranlagungsergebnis 451 291
Versicherungsmathematische
Gewinne/(Verluste) 1.028 602
Auszahlungen (155) (155)
Zeitwert am Ende des Geschäfts
jahres 9.891 8.480
Deckungsstatus fondsfinanzierte
Pensionspläne (746) 182

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Das zur Deckung vorgesehene Planvermögen ist in Pensionskassen ausgegliedert. Die Streuung der Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

31. März
(in %) 2011 2010
Anleihen 32 % 31 %
Aktien 44 % 38 %
Immobilien 7 % 7 %
Liquide Mittel 17 % 24 %
100 % 100 %

Die Gesamtentwicklung der fondsfinanzierten und nicht fondsfinanzierten Abfertigungsansprüche stellt sich wie folgt dar:

Fondsfinanzierte Abfertigungsan
sprüche
Nicht fondsfinanzierte Abferti
gungsansprüche
Geschäftsjahr Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11 2009/10 2010/11 2009/10
Barwert der Abfertigungsver
pflichtung
Barwert am Beginn des Ge
schäftsjahres 437 392 9.085 10.653
Änderungen des Konsolidie
rungskreises -- (22) -- --
Umrechnungsdifferenzen (26) 41 (8) 81
Dienstzeitaufwand 45 30 850 1.085
Zinsaufwand 45 29 425 526
Versicherungsmathematische
Verluste/(Gewinne) 27 (11) 374 (3.019)
Nachzuverrechnender Dienstzeit
aufwand 116 -- -- --
Abfindungen -- -- 175 3.069
Auszahlungen (16) (22) (665) (3.310)
Barwert am Ende des Geschäfts
jahres 628 437 10.236 9.085
Beizulegender Zeitwert des
Planvermögens
Zeitwert am Beginn des Ge
schäftsjahres 194 184
Änderungen des Konsolidie
rungskreises -- (15)
Umrechnungsdifferenzen (26) 18
Einzahlungen 384 16
Erwartetes Veranlagungsergebnis 15 13
Versicherungsmathematische
Gewinne/(Verluste) 23 --
Auszahlungen (16) (22)
Zeitwert am Ende des Geschäfts
jahres 574 194
Deckungsstatus fondsfinanzierte
Abfertigungsansprüche 54 243

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Gesamtentwicklung der sonstigen Dienstnehmeransprüche (Jubiläumsgelder) stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11 2009/10
Barwert am Beginn des Geschäftsjahres 2.115 2.244
Umrechnungsdifferenzen (2) (24)
Dienstzeitaufwand 700 706
Zinsaufwand 82 113
Versicherungsmathematische
Verluste/(Gewinne) 466 (23)
Auszahlungen (1.023) (901)
Barwert am Ende des Geschäftsjahres 2.338 2.115

Es wurden für die Bewertung zum Bilanzstichtag folgende versicherungsmathematische Parameter angewendet:

Pensionsansprüche Abfertigungsansprüche Sonstige Dienstnehmer ansprüche
(Jubiläumsgelder)
31. März 31. März 31. März
2011 2010 2011 2010 2011 2010
Zinssatz 5 % 5 % 5-8,35 % 5-8,25 % 3,25-5 % 2-5 %
Erwartete Rendite
auf Planvermögen 5,31 % 5,55 % 8 % 8 % -- --
Erwartete Gehalts
steigerung 2,25 % 2,25 % 3-7,75 % 3-7 % 3-10 % 3-10 %
Künftige Pensionser
höhung 2 % 2 % -- -- -- --
individuell individuell
Pensionseintrittsalter 58-65 58-65 gemäß Pensions
reform 2003
gemäß Pensions
reform 2003
-- --

18. Sonstige Rückstellungen

Gewähr Restrukturierung
(in TEUR) Summe leistung Leoben Übrige
Buchwert 31. März 2010 18.247 901 13.657 3.689
Verwendung (4.644) (202) (888) (3.554)
Auflösung (358) (203) -- (155)
Zuführung 1.340 445 -- 895
Zinseffekt 114 -- 114 --
Umrechnungsdifferenzen (34) (14) -- (20)
Buchwert 31. März 2011 14.665 927 12.883 855

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Gewähr Stilllegung Restrukturierung
(in TEUR) Summe leistung Augsburg Leoben Übrige
Buchwert 31. März 2009 10.297 1.265 39 8.533 460
Verwendung (2.048) (535) (39) (1.015) (459)
Auflösung (79) (78) -- -- (1)
Zuführung 9.762 248 -- 6.072 3.442
Zinseffekt 67 -- -- 67 --
Umrechnungsdifferenzen 248 1 -- -- 247
Buchwert 31. März 2010 18.247 901 -- 13.657 3.689
31. März
(in TEUR) 2011 2010
davon langfristig 11.967 12.769
davon kurzfristig 2.698 5.478
Buchwert 14.665 18.247

Rückstellung für Gewährleistung

Die Rückstellung für Gewährleistung betrifft die Kosten der bereits entstandenen und zu erwartenden Reklamationen für die noch im Gewährleistungszeitraum befindlichen Produkte. Der rückgestellte Betrag ist eine auf Basis von Erfahrungswerten und konkreten Sachverhalten durchgeführte bestmögliche Schätzung dieser erwarteten Kosten, welche aufgrund der Unsicherheit hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunkts nicht bereits als Schulden ausgewiesen werden.

Rückstellung für Restrukturierung Leoben-Hinterberg

Diese Rückstellung für Kosten aus vertraglichen Verpflichtungen betrifft die künftigen Leerstehungskosten für die nicht mehr genutzten Gebäudeflächen auf Basis der nicht kündbaren Immobilienleasingverpflichtungen. Die Rückstellung wurde in Höhe des Barwertes der überwiegend langfristig erwarteten Ausgaben angesetzt.

Übrige

Bei den übrigen sonstigen Rückstellungen handelt es sich um Rückstellungen für sonstige belastende Verträge mit kurzfristiger Restlaufzeit.

19. Derivative Finanzinstrumente

Die derivativen Finanzinstrumente betreffen vor allem Devisentermingeschäfte, Währungsswaps und Zinsswaps. Gesichert werden hauptsächlich Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungen im Zusammenhang mit Krediten.

Der Buchwert der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert entspricht jenem Betrag, der bei einer Abrechnung der Transaktion zum Bilanzstichtag aufzuwenden wäre bzw. erlöst werden würde.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die beizulegenden Zeitwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

31. März 2011 31. März 2010
(in TEUR) Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Devisentermingeschäfte
zu Marktwerten
-- -- -- 254
Währungsswaps
zu Marktwerten
Währungsoptionen
1 36 167 1.132
zu Marktwerten -- -- -- --
Zinsswaps
zu Marktwerten 25 18 -- 399
Summe Marktwerte 26 54 167 1.785
abzüglich kurzfristiger
Anteil:
Devisentermingeschäfte
zu Marktwerten
-- -- -- 254
Währungsswaps
zu Marktwerten 1 36 167 1.132
Kurzfristiger Anteil 1 36 167 1.386
Langfristiger Anteil 25 18 -- 399

Die Nominalbeträge und die beizulegenden Zeitwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente im Zusammenhang mit der Absicherung von Wechselkursschwankungen stellen sich nach Währungen wie folgt dar:

31. März 2011 31. März 2010
Nominalbetrag Nominalbetrag
(in 1.000 Landeswäh Marktwert (in 1.000 Landeswäh Marktwert
Währung rung) (in TEUR) rung) (in TEUR)
US-Dollar 7.040 (35) 35.301 (1.219)

Die Nominalbeträge und die beizulegenden Zeitwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente im Zusammenhang mit der Absicherung von Zinssatzschwankungen stellen sich nach Währungen wie folgt dar:

31. März 2011 31. März 2010
Nominalbetrag Nominalbetrag
(in 1.000 Landeswäh Marktwert (in 1.000 Landeswäh Marktwert
Währung rung) (in TEUR) rung) (in TEUR)
Euro 21.700 7 23.600 (399)

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Restlaufzeiten der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

31. März
(in Monaten) 2011 2010
Devisentermingeschäfte -- 4
Währungsswaps 1 7
Währungsoptionen -- --
Zinsswaps 36 48

Zum 31. März 2011 sind die festen Zinssätze der Zinsswaps 2,34 % und 1,84 %, der variable Zinssatz basiert auf dem 6-Monats-EURIBOR.

20. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Buchwerte und Wertansätze nach Bewertungskategorien

Die Zusammenfassung der Buchwerte und Wertansätze der in den einzelnen Bilanzpositionen enthaltenen Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Fortgeführte
(in TEUR) Zeitwerte Zeitwerte Anschaffungs
31. März 2011 erfolgswirksam erfolgsneutral kosten Buchwerte
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte 25 96 -- 121
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen -- -- 72.247 72.247
Finanzielle Vermögenswerte 13.852 60 -- 13.912
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente -- -- 4.227 4.227
Schulden
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten 18 -- 95.541 95.559
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten -- -- 82.192 82.192
Finanzielle Verbindlichkeiten 36 -- 116.391 116.427

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Fortgeführte
(in TEUR) Zeitwerte Zeitwerte Anschaffungs
31. März 2010 erfolgswirksam erfolgsneutral kosten Buchwerte
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte -- 97 2 99
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen -- -- 70.845 70.845
Finanzielle Vermögenswerte 14.153 61 -- 14.214
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente -- -- 13.354 13.354
Schulden
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten -- -- 105.197 105.197
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten -- -- 50.235 50.235
Finanzielle Verbindlichkeiten 1.785 -- 68.670 70.455

Bewertungshierarchien der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente

Bei der Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente ist zwischen drei Bewertungshierarchien zu unterscheiden.

  • Level 1: Die beizulegenden Zeitwerte werden anhand von öffentlich notierten Marktpreisen auf einem aktiven Markt für identische Finanzinstrumente bestimmt.
  • Level 2: Wenn keine öffentlich notierten Marktpreise auf einem aktiven Markt bestehen, werden die beizulegenden Zeitwerte auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode bestimmt, die im größtmöglichen Umfang auf Marktpreisen basiert.
  • Level 3: In diesem Fall liegen den zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendeten Bewertungsmodellen auch nicht am Markt beobachtbare Daten zugrunde.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zu den drei Bewertungshierarchien stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

(in TEUR)
31. März 2011 Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
Anleihen 13.851 -- -- 13.851
Derivative Finanzinstrumente -- 26 -- 26
Zur Veräußerung verfügbare finan
zielle Vermögenswerte 156 -- -- 156
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente -- 54 -- 54
(in TEUR)
31. März 2010 Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
Anleihen 13.986 -- -- 13.986
Derivative Finanzinstrumente -- 167 -- 167
Zur Veräußerung verfügbare finan
zielle Vermögenswerte 157 -- 3 160
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente -- 1.785 -- 1.785

Nettoergebnisse in Bezug auf Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien

Die Nettogewinne oder Nettoverluste in Bezug auf finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11 2009/10
Ausleihungen und Forderungen (6.896) (538)
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte (59) 3.305
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 5 1
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortge
führten Anschaffungskosten bewertet werden (2.731) (11.203)
(9.681) (8.435)

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Nettoergebnisse in Bezug auf Finanzinstrumente beinhalten Dividendenerträge, Zinserträge und -aufwendungen, Fremdwährungsgewinne und -verluste, realisierte Erträge und Verluste aus dem Abgang bzw. Verkauf sowie ergebniswirksame Erträge und Aufwendungen aus der Bewertung der Finanzinstrumente.

Das gesamte Nettoergebnis (Nettoaufwand) aus Finanzinstrumenten ist in Höhe von TEUR -6.927 (2009/10: TEUR -669 Nettoaufwand) im Betriebsergebnis und in Höhe von TEUR -2.754 (2009/10: TEUR -7.766 Nettoaufwand) im Finanzergebnis enthalten.

21. Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen

In Bezug auf unkündbare Leasing- und Mietverträge wird auf Erläuterung 16 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen. Zum 31. März 2011 bestehen im Konzern sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 46.642 (TEUR 25.774 zum 31. März 2010) im Zusammenhang mit verbindlich kontrahierten Investitionsvorhaben. Weiters bestehen zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse gegenüber der Zollbehörde sowie aus Bankgarantien in Höhe von TEUR 83 (TEUR 9 zum 31. März 2010). Andere Garantien bzw. sonstige Haftungszusagen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb sind zum Bilanzstichtag nicht gegeben.

22. Gezeichnetes Kapital

Im Umlauf Eigene
befindliche Grund Kapital Anteile (nach Gezeichne
Aktien kapital rücklage Steuern) tes Kapital
(in 1.000
Stück) (in TEUR) (in TEUR) (in TEUR) (in TEUR)
31. März 2009 23.323 28.490 63.542 (46.352) 45.680
31. März 2010
Veränderung eigene
23.323 28.490 63.542 (46.352) 45.680
Anteile, nach Steuern -- -- -- (1.205) (1.205)
31. März 2011 23.323 28.490 63.542 (47.557) 44.475

Grundkapital

Das Grundkapital zum 31. März 2011 in Höhe von TEUR 28.490 besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,10.

Im Umlauf befindliche Aktien

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt 25.900.000 Stück. Zum Stichtag 31. März 2011 hält der Konzern 2.577.412 eigene Aktien, 23.322.588 Aktien befanden sich im Umlauf.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde mit Beschluss der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 ermächtigt, bis zum 6. Juli 2015 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu TEUR 14.245, allenfalls in mehreren Tranchen, mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinzahlung oder Sacheinlage, auch unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre, zu erhöhen und die näheren Ausgabebedingungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Wandelschuldverschreibungen

In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, gemäß § 174 Abs. 2 AktG bis 6. Juli 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000, auch in mehreren Tranchen, auszugeben, alle Bedingungen, die Ausgabe und das Umtauschverhältnis der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

Bedingte Kapitalerhöhung

In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 erfolgte die Beschlussfassung über die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu TEUR 14.245 durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stammaktien zur Gewährung von Bezugs- oder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibungen und Feststellung der Erfordernisse gemäß § 160 Abs. 2 AktG über die Ermächtigung des Vorstands, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen und über die Ermächtigung des Aufsichtsrats, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung nehmen in gleicher Weise wie die zum Zeitpunkt der Ausgabe an der Börse gehandelten Aktien am Gewinn teil.

Eigene Anteile

In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, soweit noch nicht ausgeübt, gemäß § 65 Abs. 1 Z. 8 AktG binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben, wobei der Erwerbskurs je zu erwerbender Stückaktie EUR 1,10 nicht unterschreiten und EUR 110 nicht überschreiten darf, sowie die erworbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen oder zur Durchführung des Mitarbeiterbeteiligungs- bzw. Stock-Option-Programms der Gesellschaft zu verwenden. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen.

Der Konzern hat seit 15. Mai 2006 insgesamt 2.632.432 eigene Aktien zum jeweiligen Börsekurswert im Gesamtwert von TEUR 47.484 gekauft. Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden Aktien weder gekauft noch zur Bedienung des Stock-Option-Programms der Gesellschaft verwendet. Zum 31. März 2011 hält der Konzern unverändert zum letzten Bilanzstichtag 2.577.412 eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) mit einem Gesamtkaufpreis von TEUR 46.577. Die Veränderung der eigenen Anteile (nach Steuern) im Geschäftsjahr 2010/11 betrifft ausschließlich auf dieses Eigenkapitalinstrument entfallende Ertragsteuern.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand erneut gemäß § 65 Abs. 1b AktG ermächtigt, für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 6. Juli 2015, mit Zustimmung des Aufsichtsrats und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung erworbene eigene Aktien auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Aktienoptionen, Wandelschuldverschreibungen, als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten und für die Veräußerung im Wege eines Accelerated-Bookbuilding-Verfahrens. Hierbei kann das Bezugsrecht der Aktionäre gemäß §§ 169 bis 179 AktG ausgeschlossen und die Ermächtigung ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

Dividende pro Aktie

Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden pro Aktie EUR 0,10 (im Geschäftsjahr 2009/10 EUR 0,18) an Dividenden ausgeschüttet.

23. Sonstige Rücklagen

Die im Konzernergebnis realisierten Umgliederungsbeträge des sonstigen Ergebnisses und die Entwicklung der sonstigen Rücklagen stellen sich wie folgt dar:

Buchwert zum 31. März
2011
(12.081) 44 5 (12.032)
im Konzernergebnis erfass
ter Änderungen, nach Steu
ern
-- -- 66 66
Saldo unrealisierter Verän
derungen vor Umgliede
rung, nach Steuern
Umgliederung realisierter,
(10.777) 1 238 (10.538)
2010 (1.304) 43 (299) (1.560)
Buchwert zum 31. März
im Konzernergebnis erfass
ter Änderungen, nach Steu
ern
219 -- -- 219
Saldo unrealisierter Verän
derungen vor Umgliede
rung, nach Steuern
Umgliederung realisierter,
(2.060) 19 (299) (2.340)
Buchwert zum 31. März
2009
537 24 -- 561
(in TEUR) Währungsumrech
nungsdifferenzen
Zur Veräußerung
verfügbare finan
zielle Vermögens
werte
Sicherungs
instrumente aus der
Absicherung von
Zahlungsströmen
Sonstige
Rücklagen

Zur Darstellung der Ertragsteuern, die auf die einzelnen Bestandteile des sonstigen Ergebnisses einschließlich der Umgliederungsbeträge entfallen, wird auf Erläuterung 7 "Ertragsteuern" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

VI. SONSTIGE ANGABEN

24. Ergebnis je Aktie

Der Gewinn je Aktie ist gemäß IAS 33 "Ergebnis je Aktie" (Earnings per Share) berechnet.

Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt 25.900.000 Stück. Zum Stichtag 31. März 2011 wurden 2.577.412 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden.

Der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie betrug 23,3 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2010/11 bzw. 23,3 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2009/10.

Der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie betrug 23,4 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2010/11 bzw. 23,4 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2009/10.

Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des verwässerten gewichteten Durchschnitts der im Umlauf befindlichen Aktien für die angegebenen Perioden:

Geschäftsjahr
(in 1.000 Stück) 2010/11 2009/10
Gewichteter Durchschnitt der im
Umlauf befindlichen Aktien –
Basisberechnung 23.323 23.323
Verwässernde Auswirkung der
Optionen 121 71
Gewichteter Durchschnitt der im
Umlauf befindlichen Aktien –
verwässerter Wert 23.444 23.394

Unverwässertes Ergebnis je Aktie

Die Basisberechnung des Ergebnisses pro Aktie wird ermittelt, indem man das Konzernergebnis der jeweiligen Periode, das den Aktionären der Gesellschaft zuzurechnen ist, durch den gewogenen Mittelwert der im Umlauf befindlichen Stammaktien der jeweiligen Periode dividiert.

Geschäftsjahr
2010/11 2009/10
Konzernergebnis (in TEUR) 35.168 (37.271)
Gewichteter Durchschnitt der im
Umlauf befindlichen Aktien –
Basisberechnung (in 1.000 Stück) 23.323 23.323
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 1,51 (1,60)

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Verwässertes Ergebnis je Aktie

Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem man das Konzernergebnis der jeweiligen Periode, das den Aktionären der Gesellschaft zuzurechnen ist, durch den gewogenen Mittelwert der Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien zuzüglich der Anzahl der möglichen ausständigen Stammaktien der jeweiligen Periode dividiert. Die möglichen ausständigen Stammaktien setzen sich aus den zusätzlich auszugebenden Aktien für ausübbare Optionen zusammen und sind im verwässerten Ergebnis pro Aktie unter der Annahme, dass diese Aktien verwässert sind, enthalten.

Geschäftsjahr
2010/11 2009/10
Konzernergebnis (in TEUR) 35.168 (37.271)
Gewichteter Durchschnitt der im
Umlauf befindlichen Aktien –
verwässerter Wert (in 1.000 Stück) 23.444 23.394
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 1,50 (1,59)

Die eigenen Aktien, die zur Bedienung des Stock-Option-Programms reserviert sind, führen nach IAS 33 zu keiner Verwässerung der ausgegebenen Aktien.

25. Vorschlag für die Gewinnverteilung

Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischem Unternehmensrecht aufgestellte Einzelabschluss der AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft zum 31. März 2011 die Grundlage für die Dividendenausschüttung. Dieser Jahresabschluss weist zum 31. März 2011 einbehaltene Gewinne von TEUR 24.755 (TEUR 14.144 zum 31. März 2010) aus.

Die Ausschüttung unterliegt der Zustimmung der Hauptversammlung. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus den einbehaltenen Gewinnen von TEUR 24.755 eine Dividende je ausstehender Aktie in Höhe von EUR 0,36 auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

26. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Gründung der AT&S (Chongqing) Company Limited

Bereits am 1. März 2011 wurde seitens des Konzerns mit der zuständigen Behörde in Chongqing, Westchina, ein Vertrag zum Erwerb der Nutzungsrechte über ein Betriebsgrundstück mit einer Fläche in etwa jener des Werkes in Shanghai unterzeichnet. Gemäß den entsprechenden Beschlussfassungen und Genehmigungen durch Vorstand und Aufsichtsrat wurde am 1. April 2011 der Antrag zur Registrierung der AT&S (Chongqing) Company Limited bei den Behörden in China eingebracht. Die zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit erforderliche Geschäftslizenz wurde am 8. April 2011 erhalten. Der Ausbau des neuen HDI-Werkes in Chongqing wird schrittweise erfolgen, wobei sich die jeweilige Ausbaustufe am Marktbedarf und an den technologischen Entwicklungen orientieren wird. Zunächst ist geplant, Gebäude und Infrastruktur zu errichten, wofür ungefähr EUR 50 Mio. veranschlagt sind.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Einrichtung einer Business-Unit-Struktur

Im April 2011 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, die Organisationsstruktur weiterzuentwickeln, um die Flexibilität im Konzern zu erhöhen und die operativen Prozesse noch besser an die Kundenbedürfnisse anzupassen. Im Sinne einer Verstärkung der Marktorientierung sollen im Konzern drei Business-Units – Mobile Devices, Industrial & Automotive Solutions sowie Embedded Component Packaging – eingerichtet werden. Die neue Organisationsstruktur orientiert sich daran, möglichst viele operative Gruppenfunktionen den Business-Units zuzuordnen, um Geschäftsprozesse stärker auf die spezifischen Anforderungen der einzelnen Geschäftsfelder auszurichten. Weiters sollen dadurch Optimierungen und Effizienzsteigerungen erreicht werden, um eine der Wachstumsstrategie des Konzerns entsprechende Organisationsform zu implementieren. Aus derzeitiger Sicht sind in Zusammenhang mit dieser Organisationsanpassung keine Restrukturierungsaufwendungen oder sonstige nicht wiederkehrende Aufwendungen verbunden. Im Zuge der Einrichtung der Business-Unit-Struktur ist unter anderem geplant, die interne Berichterstattung anzupassen, woraus sich entsprechende Auswirkungen für die externe Segmentberichterstattung ergeben werden.

27. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Im Zusammenhang mit diversen Projekten hat der Konzern Leistungen von Beratungsunternehmen, die im Besitz des Vorsitzenden des Aufsichtsrats (AIC Androsch International Management Consulting GmbH, Wien) bzw. von Aufsichtsratsmitgliedern (Dörflinger Management & Beteiligungs GmbH, Wien, und Rechtsanwälte Riedl & Ringhofer, Wien) stehen, erhalten. Die dabei angefallenen Honorare stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11 2009/10
AIC Androsch International Management
Consulting GmbH 411 365
Rechtsanwälte Riedl & Ringhofer 11 --
Dörflinger Management & Beteiligungs GmbH 2 10
424 375

Zum Bilanzstichtag bestehen keine ausstehenden Salden oder Verpflichtungen gegenüber den benannten Beratungsunternehmen.

Weiters wurde in der Vergangenheit ein Teil der von AT&S Korea ausgelagerten Fertigungsprozessen von nahestehenden Personen durchgeführt und beläuft sich für das Geschäftsjahr 2010/11 auf TEUR 0 (2009/10: TEUR 7).

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2010/11 und bis zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses waren folgende Personen als Vorstand tätig:

  • DI (FH) Andreas Gerstenmayer (Vorsitzender)
  • Ing. Heinz Moitzi
  • Dkfm. Steen Ejlskov Hansen (bis 8. Oktober 2010)
  • Mag. Thomas Obendrauf (seit 29. Oktober 2010)

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Im Geschäftsjahr 2010/11 waren folgende Personen als Aufsichtsratsmitglieder bestellt:

  • Dkfm. Dr. Hannes Androsch (Vorsitzender)
  • Ing. Willibald Dörflinger (Stellvertreter)
  • Dkfm. Karl Fink
  • DI Albert Hochleitner
  • Mag. Gerhard Pichler
  • Dr. Georg Riedl

Vom Betriebsrat waren delegiert:

  • Wolfgang Fleck
  • Johann Fuchs
  • Günther Wölfler

Die Anzahl der zugeteilten Aktienoptionen und der Personalaufwand aus zugeteilten Aktienoptionen stellen sich wie folgt dar:

Anzahl der zugeteilten
Aktienoptionen Personalaufwand
31. März Geschäftsjahr
(in Stück) (in TEUR)
2011 2010 2010/11 2009/10
DI (FH) Andreas Gerstenmayer 40.000 -- 112 --
Ing. Heinz Moitzi 120.000 120.000 297 61
Mag. Thomas Obendrauf 6.000 -- 15 --
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen 90.000 120.000 582 61
Dr. Harald Sommerer -- 160.000 216 178
Vorstandsmitglieder gesamt 256.000 400.000 1.222 300
Andere Führungskräfte gesamt 120.000 115.000 328 69
376.000 515.000 1.550 369

Die Aktienoptionen von Herrn Dkfm. Steen E. Hansen waren mit Austrittsdatum (Dienstvertragsende) am 31. Jänner 2011 fällig und sind bis spätestens 31. Jänner 2012 ausübbar. Es wird weiters auf die Erläuterungen zu den Aktienoptionsprogrammen unter Erläuterung 15 "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten" verwiesen.

Auf das Geschäftsjahr entfallende Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands und der leitenden Angestellten:

Geschäftsjahr 2010/11 Geschäftsjahr 2009/10
(in TEUR) Fix Variabel Summe Fix Variabel Summe
DI (FH) Andreas Gerstenmayer 393 299 692 58 -- 58
Ing. Heinz Moitzi 308 236 544 314 -- 314
Mag. Thomas Obendrauf 143 119 262 -- -- --
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen 365 1.999 2.364 365 -- 365
Dr. Harald Sommerer -- 394 394 457 423 880
Leitende Angestellte 3.166 1.135 4.301 2.917 -- 2.917
8.557 4.534

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die variablen Bezüge im Geschäftsjahr 2010/11 von Herrn Dkfm. Steen E. Hansen beinhalten großteils, und die variablen Bezüge im Geschäftsjahr 2009/10 von Herrn Dr. Harald Sommerer betreffen ausschließlich die vertraglichen Abfertigungszahlungen und Abfindungen sonstiger Ansprüche im Zusammenhang mit den vorzeitigen Beendigungen der Vorstandsverträge. Weiters beinhalten die variablen Bezüge im Geschäftsjahr 2010/11 von Herrn Dkfm. Steen E. Hansen und von Herrn Dr. Harald Sommerer den Barausgleich für ausgeübte Aktienoptionen.

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen der Mitglieder des Vorstands und der leitenden Angestellten:

Abfertigungen
Geschäftsjahr
Pensionen
Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11 2009/10 2010/11 2009/10
Vorstandsmitglieder und
leitende Angestellte 350 423 225 473

Auf das Geschäftsjahr entfallende und der Hauptversammlung vorgeschlagene Gesamtvergütung für persönlich erbrachte Leistungen der Mitglieder des Aufsichtsrats:

Geschäftsjahr 2010/11 Geschäftsjahr 2009/10
(in TEUR) Fix Variabel Summe Fix Variabel Summe
Dkfm. Dr. Hannes Androsch 34 15 49 16 -- 16
Ing. Willibald Dörflinger 27 7 34 9 -- 9
Dkfm. Karl Fink 24 7 31 10 -- 10
DI Albert Hochleitner 24 7 31 11 -- 11
Mag. Gerhard Pichler 25 7 32 9 -- 9
Dr. Georg Riedl 24 7 31 11 -- 11
Dr. Erich Schwarzbichler -- -- -- 2 -- 2
158 50 208 68 -- 68

Aktienbesitz der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats zum 31. März 2011:

Summe Aktien
Aktien Optionen und Optionen % Kapital
Vorstandsmitglieder 1.672 256.000 257.672 1,00
Aufsichtsratsmitglieder:
Dkfm. Dr. Hannes Androsch 445.853 -- 445.853 1,72
Übrige Aufsichtsratsmitglieder 28.412 -- 28.412 0,11
Summe Aufsichtsratsmitglieder 474.265 -- 474.265 1,83
Privatstiftungen:
Androsch Privatstiftung 5.570.666 -- 5.570.666 21,51
Dörflinger Privatstiftung 4.574.688 -- 4.574.688 17,66
Summe Privatstiftungen 10.145.354 -- 10.145.354 39,17
10.621.291 256.000 10.877.291 42,00

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

28. Aufwendungen für Konzernabschlussprüfer

Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2010/11 2009/10
Konzern- und Jahresabschlussprüfung 132 133
Andere Bestätigungsleistungen 11 13
Sonstige Leistungen 9 14
152 160

Darin sind die Aufwendungen für andere Netzwerkmitglieder des Konzernabschlussprüfers beispielsweise für die Abschlussprüfung der Tochterunternehmen oder Steuerberatungsleistungen nicht enthalten.

29. Personalstand

Die Durchschnittszahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter betrug:

Geschäftsjahr
2010/11 2009/10
Arbeiter 5.643 4.345
Angestellte 1.344 1.271
6.987 5.616

Die Ermittlung des Personalstandes beinhaltet Leihpersonal im Bereich der Arbeiter für das Geschäftsjahr 2010/11 in durchschnittlicher Höhe von 3.624 und für das Geschäftsjahr 2009/10 in durchschnittlicher Höhe von 2.486.

Leoben-Hinterberg, am 9. Mai 2011

Der Vorstand:

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h. Mag. Thomas Obendrauf e.h.

KONZERNLAGEBERICHT

Konzernlagebericht 2010/11

1. Unternehmensprofil

AT&S zählt weltweit zu den führenden Unternehmen der Branche und ist in Europa und Indien bereits der mit Abstand größte Leiterplattenproduzent. Das Werk in Shanghai ist das größte auf HDI-Technologie spezialisierte Werk Chinas. Das Produktportfolio der AT&S umfasst einseitige, doppelseitige, mehrlagige, HDI (High Density Interconnection; eine mehrlagige Leiterplatte mit extrem feinen Strukturen), flexible, starrflexible und semiflexible Leiterplattenvarianten. Das Leistungsspektrum beinhaltet unterschiedlichste Techniken der Behandlung von Leiterplatten unter Einsatz verschiedener Basismaterialien.

Im Laufe der Zeit haben sich Mobiltelefone zu Multimediageräten mit GPS, Kamera, Fernsehen und sonstigen Zusatzfunktionen entwickelt. Die Branche Mobile Devices umfasst daher neben Mobiltelefonen auch Digitalkameras, Musik-, Videoplayer usw. Zunehmende Nachfrage nach technologisch komplexen Bauteilen besteht verstärkt auch im Bereich Industrial, der insbesondere Industrieelektronik, Mess- und Regeltechnik, Medizintechnik, Anwendungen für die Luftfahrt sowie Industriecomputer umfasst. In der Regel sind in diesem Bereich viele kleine Aufträge verschiedener Technologien und Spezifikationen zu fertigen. Auch im Automotive-Bereich steigt die Komplexität der Leiterplatten aufgrund der immer leistungsfähigeren in Automobilen verbauten Elektronik und des Bedarfes an höher integrierten Systemen, unter anderem zur Erhöhung der Sicherheit und Information für den Fahrzeuglenker. Neben Standardleiterplatten kommt daher vermehrt die HDI-Technologie zur Anwendung. Der Trend zur Miniaturisierung und zu komplexeren Bauteilen charakterisiert generell die technologischen Herausforderungen für Leiterplattenproduzenten.

Aus Produktionsstätten in Europa und Asien sowie einem Vertriebsnetzwerk, das vier Kontinente umspannt, beliefert AT&S weltweit agierende Konzerne. Gleichzeitig bedient AT&S auch die Nachfrage von kleineren Unternehmen und fertigt Prototypen und Kleinserien. Mit ihren gegenwärtigen Produktionskapazitäten ist AT&S in der Lage, sowohl die in Asien bestehende Volumensproduktion als auch das europäische Nischengeschäft zu bedienen. Die Produkte werden direkt bei den Erstausrüstern (OEM – Original Equipment Manufacturer) und bei Auftragsfertigern (CEM – Contract Electronic Manufacturer) abgesetzt.

AT&S ist auch technologisch einer der führenden Leiterplattenhersteller. Die hervorragenden Leistungen im Bereich Forschung und Entwicklung stellen eine dafür wesentliche Voraussetzung dar. AT&S arbeitet in Netzwerken aus Kunden, Lieferanten und Forschungseinrichtungen an immer neuen innovativen Techniken. Darüber hinaus besitzt das Unternehmen profunde langjährige Erfahrung im Bereich der industriellen Großserienfertigung. Die laufende Optimierung der Geschäftsprozesse ist eines der wesentlichen Kernelemente der Unternehmensstrategie.

Das Kerngeschäft der AT&S ist die Entwicklung und Herstellung von Leiterplatten für Groß- und Kleinserien sowie Prototypen. Die Leiterplatten werden nach den Kundenspezifikationen maßgeschneidert und hergestellt. Um einerseits den Kunden ein umfangreicheres Leistungsspektrum anzubieten und andererseits die eigene Marktposition zu stärken, bietet AT&S auch Designleistungen an. Mit der Embedding-Technologie wird AT&S in Zukunft auch Bestückungs- und Chip-Packing-Dienstleistungen anbieten können.

KONZERNLAGEBERICHT

2. Geschäftsverlauf und Lage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 waren die Auswirkungen der Wirtschaftskrise nur mehr gering spürbar. Die weltweite Leiterplattenproduktion ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 24 % auf USD 51 Mrd. angestiegen, wobei die Produktion in China einen Anstieg von annähernd 30 % und in Europa von rund 21 % verzeichnete. Das Produktionsvolumen in Europa erreichte somit aber nicht das Niveau vor der Krise. Das Gesamtgeschäft des AT&S-Konzerns unterliegt aufgrund des hohen Umsatzanteils des Bereiches Mobile Devices einer Saisonalität, wodurch in der Regel das erste und vierte Quartal durch eine niedrige Auslastung und das zweite und dritte Quartal des Geschäftsjahres durch eine sehr gute Auslastung gekennzeichnet sind.

Bereits im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 hat sich der Aufwärtstrend nach der Wirtschaftskrise fortgesetzt und so konnte zunächst der Quartalsumsatz gegenüber dem vierten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres um EUR 14,3 Mio. bzw. 14 % gesteigert werden. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des vergangenen Geschäftsjahres bedeutete dies sogar einen Anstieg von EUR 30,7 Mio. bzw. 37 %, wodurch schon im ersten Quartal das Umsatzniveau vor der Krise erreicht werden konnte. Im zweiten Quartal konnte der Umsatz um weitere 13 % auf EUR 128,7 Mio. gesteigert werden und erreichte auch im dritten Quartal einen ähnlichen Wert, wobei sich einige Kundenabnahmen auf das vierte Quartal verlagert hatten und daher dieses sogar einen höheren Umsatz als das dritte Quartal ausweist.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2010/11 konnten die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um EUR 115,8 Mio. bzw. 31 % auf EUR 487,9 Mio. gesteigert werden. Mit diesem Wert wurde der Rückgang des vorherigen Geschäftsjahres mehr als aufgeholt und sogar das Rekordjahr 2007/08 vor der Krise übertroffen.

In geografischer Hinsicht bzw. Segmentbetrachtung zeigt sich der Produktionsanstieg im Vorjahresvergleich besonders deutlich in Asien. Entsprechend dem generellen Preisdruck und dem Industrietrend wurden während der letzten Jahre die Produktionskapazitäten der AT&S in Asien ausgebaut und vermehrt Volumensaufträge im Bereich Mobile Devices nach China verlagert. Letztlich wurde nach umfassenden Restrukturierungsmaßnahmen im Sinne einer nachhaltigen Ertragssicherung im vorherigen Geschäftsjahr die Volumensproduktion des Standortes Leoben-Hinterberg zur Gänze nach Asien verlagert. Weiters wurden die Produktionskapazitäten insbesondere in China und in Indien weiter ausgebaut. Der Anteil des Segmentnettoumsatzes von Asien an den Gesamterlösen beträgt daher im Geschäftsjahr 2010/11 bereits 69 % (im Vorjahr 67 %). Aber auch im Segment Europa zeigt sich nicht zuletzt aufgrund von Marktbereinigungen eine deutliche Verbesserung der Produktionsauslastung. Bei der Segmentumsatzsteigerung um 25 % gegenüber dem Vorjahr ist zu berücksichtigen, dass der zweite Restrukturierungsschritt in Leoben-Hinterberg gegen Ende des ersten Quartals des vorherigen Geschäftsjahres erfolgte und daher seitdem geringere Produktionskapazitäten in Europa zur Verfügung stehen.

Mobile Devices ist mit EUR 271,4 Mio. Verkaufserlösen bzw. einem Umsatzanteil von 56 % (Vorjahr 59 %) weiterhin die mit Abstand größte Absatzbranche des AT&S-Konzerns. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um 23 %. Entsprechend der Strategie der AT&S, sich auf das unter anderem ertragreichere High-End-Segment zu konzentrieren, hatten sich speziell bei Kunden mit Fokus auf das Low-Cost-Segment Umsatzrückgänge ergeben. Durch die weiteren Marktanteilsgewinne im Hochtechnologiebereich erreichte der Umsatzanteil von Mobile Devices jedoch annähernd den Vorjahreswert.

KONZERNLAGEBERICHT

Der Bereich Industrial gewinnt mit einem Umsatzanteil von bereits über 31 % zunehmend an Bedeutung. Es konnte mit EUR 153,1 Mio. der Vorjahresumsatz um EUR 48,0 Mio. bzw. 46 % besonders deutlich übertroffen werden. Im drittgrößten Geschäftsbereich Automotive zeigt sich ebenfalls mit einer Steigerung um 46 % gegenüber dem Vorjahr ein starkes Wachstum. Die projektabhängigen Umsätze im Servicegeschäft sind aufgrund der Beendigung einiger Aktivitäten in diesem Bereich weiter zurückgegangen bzw. befinden sich neue Geschäftsfelder noch in der Entwicklungsphase.

Hinsichtlich der Umsatzverteilung nach Ländern ist langfristig der Trend der Industrieverlagerung von Europa nach Asien erkennbar. Durch Änderungen in der Kundenstruktur bzw. insbesondere bei den Produktionsallokationen der OEM und CEM haben vor allem Umsatzerlöse an Produzenten in Kanada, USA und Mexiko weiter an Bedeutung gewonnen. Diese Entwicklung war bereits im Laufe des vorangegangenen Geschäftsjahres festzustellen und so liegt der diesbezügliche Umsatzanteil bereits bei 25 % gegenüber 19 % im Vorjahr, während der Anteil nach Asien von 34 % auf 27 % zurückgegangen ist. Die Umsätze mit europäischen Kunden zeigen ebenfalls eine sehr positive Entwicklung und sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen proportional, in Deutschland sogar überproportional zur Konzernumsatzentwicklung angestiegen.

Ausgehend von den deutlich höheren Umsatzerlösen konnte der Bruttogewinn mit einem Wert von EUR 89,8 Mio. gegenüber dem Vorjahr verdoppelt und die Bruttogewinnmarge von 12,1 % auf 18,4 % gesteigert werden. Diese erfreuliche Margenentwicklung ist auf die sehr gute Auslastung der Produktionskapazitäten, sowohl in Österreich und in Asien, und den damit verbundenen Degressionseffekten bei den Fixkosten zurückzuführen. Im vorangegangenen Geschäftsjahr waren insbesondere im ersten Quartal deutliche Überkapazitäten vorhanden und so musste am Standort Leoben-Hinterberg sogar ein negativer Bruttogewinn verzeichnet werden.

Das Betriebsergebnis ist ausgehend von dem höheren Bruttoergebnis vor allem durch geringere Einmaleffekte belastet und konnte daher von einem negativen Vorjahreswert von EUR -25,6 Mio. um EUR 72,1 Mio. auf EUR 46,5 Mio. verbessert werden. Das um die nicht wiederkehrenden Posten bereinigte Betriebsergebnis von EUR 49,2 Mio. im Geschäftsjahr 2010/11 zeigt ebenfalls eine deutliche Steigerung gegenüber dem bereinigten Vorjahreswert von EUR 11,0 Mio. Die bereinigte EBIT-Marge beträgt demgemäß 10,1 % und hat sich daher mit einer Erhöhung um 7 Prozentpunkte gegenüber dem analog berechneten Vorjahreswert mehr als verdreifacht.

Bei Betrachtung der Segmentergebnisse zeigen sich im Vorjahresvergleich sowohl in Europa als auch in Asien deutliche Steigerungen, wobei das Segment Europa im letzten Jahr insbesondere durch Restrukturierungsaufwendungen belastet war. Das zur Bemessung der Performance relevante bereinigte Segment-EBIT (Betriebsergebnis vor nicht wiederkehrenden Posten) steigerte sich für Asien um EUR 17,0 Mio. auf EUR 39,4 Mio. und für Europa sogar um EUR 23,9 Mio. auf EUR 18,0 Mio.

Das Konzerneigenkapital zum Bilanzstichtag 31. März 2011 beträgt EUR 229,8 Mio. und hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 21,0 Mio. erhöht. Der Anstieg ist insbesondere auf das deutlich positive Konzernjahresergebnis von EUR 35,0 Mio. zurückzuführen, wobei sich vor allem im letzten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres die erfolgsneutralen Währungskursdifferenzen nachteilig auf das Konzerneigenkapital auswirkten. Trotz deutlich positivem Konzernergebnis auch im vierten Quartal reduzierte sich daher das Konzerneigenkapital gegenüber EUR 247,2 Mio. zum Ende des dritten Quartals. Die Eigenmittelquote zum Bilanzstichtag von 40 % bedeutet eine Reduktion von rund 3 Prozentpunkten gegenüber dem vorgehenden Bilanzstichtag und zeigt eine weiterhin starke Eigenkapitalausstattung.

KONZERNLAGEBERICHT

Die Nettoverschuldung des AT&S-Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr 2010/11 um EUR 45,7 Mio. auf EUR 193,7 Mio. und somit in einem zur Investitionstätigkeit vergleichsweise geringen Ausmaß. Durch den hohen operativen Cashflow von EUR 70,7 Mio. konnte der Großteil der Investitionsausgaben von EUR 115,3 Mio. aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Der verbleibende Anteil wurde durch entsprechende Aufnahme von Fremdmitteln abgedeckt. Gemäß der Expansionsphase beträgt der Verschuldungsgrad zum Bilanzstichtag 84 % und liegt daher über dem Vorjahreswert von 71 %, wobei sich die Währungsdifferenzen im Eigenkapital im Geschäftsjahr 2010/11 nachteilig auf diese Kennzahl ausgewirkt haben. Zur Berechnungsmethode der Kennzahlen bzw. zu weiterführenden Erläuterungen wird auf den Anhang zum Konzernabschluss, Abschnitt "II. Risikobericht" verwiesen.

Im Rahmen der Investitionstätigkeit der AT&S erfolgten im Geschäftsjahr 2010/11 insgesamt EUR 133,4 Mio. Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Vorwiegend betreffen die Investitionen den Endausbau des bestehenden Werkes in China sowie die Errichtung eines zweiten Werks in Indien, aber auch Anlagen für neue Technologien und Innovationsprojekte in den österreichischen Werken.

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 2010/11 in der AT&S unter Einbeziehung der Leiharbeiter 6.987 Mitarbeiter und damit um 1.371 mehr Personen gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt (2009/10: 5.616) tätig. Der Beschäftigungsstand erhöhte sich zum Großteil durch die Expansion an den Standorten in China und Indien, aber auch an den österreichischen Standorten ist durch die bessere Auslastung die Beschäftigtenanzahl wieder angestiegen. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr beschlossene und umgesetzte Verlagerung des Headquarters von Wien an den Sitz der Gesellschaft in Leoben-Hinterberg wurde durch einen Sozialplan begleitet. Der Wissenstransfer konnte bei daraus resultierenden Neubesetzungen durch entsprechende Übergabe- und Einarbeitungsphasen sichergestellt werden.

Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, stellen gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter einen wesentlichen Baustein dar. AT&S legt daher besonderen Wert auf internationale Aus- und Weiterbildungsprogramme, die neben den fachlichen Kompetenzen auch die interkulturellen Fähigkeiten weiterentwickeln. In technischen Schulungen, interkulturellen Trainings sowie speziellen Management- und Führungskräfteentwicklungs-Programmen werden die Mitarbeiter der AT&S adäquat auf gegenwärtige und zukünftige Aufgaben vorbereitet. Zur Nachwuchsförderung werden in Österreich Lehrlinge in fünf verschiedenen Berufsgruppen ausgebildet, und in Indien beteiligt sich AT&S umfassend an einem Qualifizierungsprogramm für Industriearbeiter.

Das unternehmerische Denken und Handeln der Mitarbeiter fördert ein transparentes und leistungsorientiertes Vergütungssystem. Das Bonussystem basiert seit dem Geschäftsjahr 2010/11 auf den Kenngrößen Cash Earnings und ROCE und wurde somit gegenüber den vergangenen Jahren überarbeitet. Die Einbeziehung der Kennzahl der Cash Earnings steht auch im Einklang mit der Dividendenpolitik der AT&S der vergangenen Jahre.

Nachhaltiges Wirtschaften und der schonende Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen haben für AT&S höchste Priorität. AT&S kombiniert die drei Faktoren Qualität – Umwelt – Mensch in einem integrierten Managementsystem. Dieses einheitliche Regelwerk basiert auf den internationalen Qualitätsnormen ISO 9001, ISO/TS 16949 (Qualitätsmanagement der Automobilindustrie), der Umweltnorm ISO 14001 sowie auf dem Standard OHSAS 18001 für den Bereich Sicherheit und Gesundheit. Regelmäßige interne Audits und Überprüfungen durch unabhängige Dritte bestätigten für das Geschäftsjahr 2010/11 die Einhaltung des Managementsystems. Zusätzlich zu der bereits bestehenden Einbindung aller Werke der AT&S in das integrierte Managementsystem wurde die Fertigung von SMT (Surface Mount Technologie) in Südkorea nach ISO 9001 und ISO/TS 16949 zertifiziert.

KONZERNLAGEBERICHT

Besondere Anliegen sind Sicherheit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit der AT&S-Mitarbeiter. Diesbezügliche weltweit durchgeführte Aktivitäten folgen dem Sicherheits- und Gesundheitsmanagement-Konzept der OHSAS 18001. Der langfristige Erfolg der zahlreichen Programme zeigt sich anhand der Reduktion der Unfallrate um 43 % gegenüber dem Jahr 2008.

Zum Umweltschutz ist hervorzuheben, dass die AT&S bereits im Geschäftsjahr 1996/97 als einer der ersten Leiterplattenhersteller das Umweltmanagement nach ISO 14001 eingeführt hat. Da AT&S weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus umweltschützende Maßnahmen setzt, wird die AT&S von Zertifizierungsstellen sogar als Vorreiter in Umweltfragen gesehen. So wurde etwa an AT&S China vom Shanghai Environmental Protection Bureau die Auszeichnung "Long-term Partnership Enterprise in Promoting Environmental Protection" verliehen und AT&S India mit dem Preis von Elcina-Dun&Bradstreet in der Kategorie "Environment Management Systems" ausgezeichnet.

Der sparsame Verbrauch von Ressourcen ist bei der kontinuierlichen Verbesserung von Produkten, Verfahren und Prozessen eine wichtige Zielsetzung. Aktuelle Projekte betreffen die langfristige jährliche Reduktion von CO2-Ausstoß je Leiterplatte in allen Werken, eine Photovoltaik-Anlage am Standort Leoben-Hinterberg zur Stromerzeugung, innovative Abwasserbehandlungsanlagen an den Standorten Shanghai und Nanjangud sowie die Einführung neuer Technologien zur Regeneration von Chemikalien und Recycling von Leiterplattenabfällen. Als wesentliche Rohstoffmaterialien wurden im Geschäftsjahr 2010/11 rund 1.010 kg Gold (2009/10: 880 kg), 2.400 Tonnen Kupfer (2009/10: 1.600 Tonnen), 11,3 Mio. m2 Laminate (2009/10: 8,5 Mio. m2 ) und rund 47.300 Tonnen verschiedene Chemikalien (2009/10: 35.800 Tonnen) verbraucht. Der Strombedarf belief sich im Geschäftsjahr 2010/11 auf rund 252 GWh (2009/10: 203 GWh).

Hinsichtlich bedeutender Ereignisse nach dem Bilanzstichtag wird auf die Erläuterungen im Anhang zum Konzernabschluss, Erläuterung 26 "Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" verwiesen.

3. Tochterunternehmen und Repräsentanzen

  • Um den steigenden Kapazitätsanforderungen und der Verlagerung der Massenproduktion im höchsten Technologiesegment gerecht zu werden, wurden bei der 100-%-Tochter AT&S (China) Company Limited bereits in den vergangenen Geschäftsjahren laufend Kapazitäten aufgebaut. Im Geschäftsjahr 2010/11 wurde aufgrund der verstärkten Nachfrage die Ausbautätigkeit beschleunigt und im dritten Quartal die elfte HDI-Produktionslinie in Betrieb genommen. Weiters wurde der Komplettausbau dieses Standortes in Angriff genommen, der mit der Errichtung von zwei weiteren Produktionslinien bis zum Halbjahr des folgenden Geschäftsjahres 2011/12 abgeschlossen sein sollte. Durch die bereits im Geschäftsjahr 2010/11 zusätzlich zur Verfügung stehenden Kapazitäten konnten eine deutliche Umsatzsteigerung und eine signifikante Ertragsteigerung gegenüber dem Vorjahr erzielt werden.
  • Am Standort AT&S Korea konnte nach der deutlichen Ergebnisverbesserung im vorherigen Geschäftsjahr die Ergebnissituation trotz Umsatzrückgängen bei lokalen Kunden im Geschäftsjahr 2010/11 stabilisiert werden. Nach den erfolgreich umgesetzten umfassenden Maßnahmen zur Verbesserung der Performance und Kostenstruktur wird aktuell insbesondere an Optimierungen der Kundenstruktur gearbeitet. Die verstärkte Ausrichtung des Werkes auf Projekte mit europäischen Kunden soll in weiterer Folge zu den gewünschten nachhaltigen Erträgen und bereits im folgenden Geschäftsjahr 2011/12 zu einer Ergebnisverbesserung führen.

KONZERNLAGEBERICHT

  • Bei der AT&S Indien wurde im Geschäftsjahr 2010/11 die Errichtung eines zweiten Werkes fertiggestellt und die erweiterte Produktion hochgefahren. Die in Relation zur bisherigen Werksgröße umfassende Kapazitätserweiterung und die damit verbundenen Produktionsumstellungen haben neben den Anlaufverlusten auch zu einer Belastung des laufenden Ergebnisses geführt. Die aus lokaler Sicht ungünstige Währungsentwicklung wirkte sich ebenfalls negativ aus. Für das folgende Geschäftsjahr 2011/12 ist von einer deutlichen Performance- und Ergebnisverbesserung auszugehen.
  • Als neuer Produktionsstandort wurde gegen Ende des Geschäftsjahres 2010/11 Chongqing, Westchina, ausgewählt. Zu weiterführenden Erläuterungen wird auf den Anhang zum Konzernabschluss, Erläuterung 26 "Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" verwiesen.

4. Kapitalanteilsstruktur und Angaben zu Gesellschafterrechten

Zum Bilanzstichtag per 31. März 2011 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft EUR 28.490.000 und besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,10 pro Aktie. Das Stimmrecht in der Hauptversammlung wird nach Stückaktien ausgeübt, wobei je eine Stückaktie das Recht auf eine Stimme gewährt. Sämtliche Aktien lauten auf Inhaber.

Die maßgeblichen Beteiligungen an der Konzernmuttergesellschaft AT&S AG zum Bilanzstichtag stellen sich wie folgt dar:

Aktien % Kapital % Stimmrechte
Dörflinger-Privatstiftung:
Karl-Waldbrunner-Platz 1
A-1210 Wien
4.574.688 17,66 % 19,61 %
Androsch Privatstiftung:
Franz-Josefs-Kai 5
A-1010 Wien
5.570.666 21,51 % 23,89 %

Zum Bilanzstichtag werden 2.577.412 Stück eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) gehalten. Die zuletzt am 7. Juli 2010 beschlossene Ermächtigung des Vorstands, bis zu 10 % des Grundkapitals der AT&S AG am Markt binnen 30 Monaten zurückzukaufen, läuft somit bis 6. Jänner 2013. Die eigenen Aktien können zur Bedienung des Stock-Option-Programms der Gesellschaft verwendet oder auch veräußert werden.

Bis zum 6. Juli 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu EUR 14.245.000 durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 nennbetragslosen Inhaberstückaktien unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes zu erhöhen.

Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand weiters bis zum 6. Juli 2015 bei Bedarf unter Ausschluss des Bezugsrechtes Wandelschuldverschreibungen von bis zu EUR 100.000.000 ausgeben. Zur Gewährung von Bezugs- oder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu EUR 14.245.000 durch die Ausgabe von bis zu 12.950.000 neuen Inhaberaktien zu erhöhen.

Weiterführend wird auf die Erläuterungen im Anhang zum Konzernabschluss, Erläuterung 22 "Gezeichnetes Kapital" verwiesen.

KONZERNLAGEBERICHT

5. Forschung und Entwicklung

Innerhalb der AT&S ist der Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) die treibende Kraft bei der Identifizierung neuer und bei der Weiterentwicklung angewendeter Technologien. Durch nachhaltige Erfolge konnte sich AT&S die Position eines Technologieführers in der High-End-Leiterplattenfertigung erarbeiten.

AT&S verfügt über einen zweistufigen Innovationsprozess. In den Forschungseinrichtungen des auch technologischen Headquarters Leoben-Hinterberg, weiters zusätzlich für die HDI-Technologie auch am Standort Shanghai, werden die Entwicklungen in den Bereichen Materialien, Prozesse und Applikationen bis zu dem Punkt durchgeführt, an dem die prinzipielle Machbarkeit der Technologie erreicht ist. Dieser Tätigkeitsbereich umfasst somit die angewandte Forschung und Technologieevaluierung. Anschließend ist es Aufgabe der lokalen Abteilung für Technologieentwicklung und Implementierung in den Werken, die Prozesse und Produkte mittels experimenteller Entwicklung weiterzuentwickeln und neue Prozesse in den bestehenden Produktionsablauf zu integrieren, sodass mit einer optimierten Ausbeute produziert werden kann.

Um auch künftig technologisch an der Weltspitze zu bleiben, arbeitet die AT&S mit zahlreichen externen Partnern zusammen. Einerseits werden kundenseitig Anforderungen und Ideen für zukünftige Produkte mitgeteilt, andererseits leitet AT&S aus zukünftigen Applikationen neue Techniken ab, wie etwa die Embedding Component Packaging Technologie (ECP® Technologie). Je nach Bedarf werden zusätzlich zu den eigenen Ressourcen auch Kooperationen mit Forschungseinrichtungen oder Lieferanten eingegangen.

Die Forschungsaktivitäten im Geschäftsjahr 2010/11 können in vier Projektpakete zusammengefasst werden:

Im Bereich "High-End-HDI" verfolgt AT&S eine Reihe von Weiterentwicklungsprojekten, wie feinere Leiterzugsgeometrien und Reduktion der Leiterplattenstärke zur weiteren Miniaturisierung, weiters die Entwicklung neuer Produktionsprozesse zur Herstellung neuer Produkte sowie für den Ersatz bestehender Prozesse durch preisgünstigere Alternativen. Zur Eröffnung neuer Möglichkeiten wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr unter anderem ein Kooperationsvertrag mit Panasonic zur Nutzung der ALIVH®-Technologie (Any Layer Interstitial Via Hole Technologie) abgeschlossen.

"Made in Austria" betrifft eine Vielzahl von Projekten, um die Leiterplattenfertigung flexibler und effektiver zu gestalten und somit unter anderem in den österreichischen Werken kleinere Volumina und komplexere Produkte weiterhin wettbewerbsfähig produzieren zu können. Beispielsweise stellt die 2.5DTM-Technologie aufgrund von massiven Prozessvereinfachungen eine hochwertige Lösung für verschiedenste Anforderungen dar und wurde auch beim "Fast Forward Award" unter den drei besten neuen Technologien der Steiermark nominiert. Das Forschungsprojekt Thermal Management hat zum Ziel, thermische Energien aus der Leiterplatte auch über die Leiterplatte abzuführen, um Performance und Lebensdauer der Leiterplatte selbst sowie der Bauteile zu verlängern. Weiters wird bereits in ersten Testphasen der Einsatz von Ink-Jet-Druck im Unterschied zum derzeit standardmäßig verwendeten Siebdruck geprüft.

KONZERNLAGEBERICHT

Die "Embedded Component Packaging Technology" soll ermöglichen, aktive und passive elektronische Bauteile in das Innere einer Leiterplatte einzubetten. Unter anderem wurde und wird in einem mehrjährigen von der AT&S geleiteten und von der EU geförderten Hermes-Forschungsprojekt mit zehn weiteren prominenten Unternehmen erfolgreich an einem Industriestandard gearbeitet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 ist es AT&S als einem der ersten Produzenten weltweit gelungen, diese Technologie zur Serienreife zu bringen. In diesen Wachstumsmarkt werden hohe Erwartungen gesetzt und so wurde im Zuge der Weiterentwicklung der Organisationsstruktur der AT&S für diese Technologie ein eigenes Geschäftssegment definiert.

In dem Projektpaket "Photovoltaik" werden Synergien der Prozesse zur Herstellung von Leiterplatten und der Herstellung von Photovoltaikpanelen genutzt, um ein technologisch neues Produkt herzustellen. AT&S fokussiert dabei in Kooperation mit dem Solarzellenhersteller Solland Solar auf die Entwicklung und Produktion von energieeffizienteren, rückseitenkontaktierten Photovoltaikpanelen, wobei AT&S im Wesentlichen das Engineering der Verbindungstechnologie und die Entwicklung und Lieferung der so genannten Rückseiten-Kontaktfolie anstrebt.

Die Gesamtaufwendungen für Forschung & Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr 2010/11 auf EUR 28,3 Mio. gegenüber EUR 20,7 Mio. im Vorjahr. In Relation zum Umsatz entspricht dies einer Quote von 5,8 % bzw. 5,6 % im Vorjahr.

6. Wesentliche Risiken, Ungewissheiten und Chancen

Die Risiken, Ungewissheiten und Chancen von AT&S sind grundsätzlich von den weltweiten Entwicklungen am Leiterplattenmarkt geprägt. Die wesentlichen Risiken und Unsicherheiten, denen spezifisch der AT&S-Konzern ausgesetzt ist, sind im Konzernanhang unter "II. Risikobericht" erläutert.

Markt- und technologieseitig ist zu beobachten, das der Trend zur steigenden Funktionalität von Geräten und die Durchdringung von elektronischen Systemen im Alltag anhält. Im gesamten Geschäftsfeld Mobile Devices hat sich AT&S bereits konsequent auf das High-End-Segment konzentriert. Dieser Bereich umfasst neben Smartphones und Tablet-PCs auch weitere Produkte wie etwa Spielkonsolen, Digitalkameras und tragbare Musicplayer und wird in den nächsten Jahren weiterhin als Wachstumsmotor gesehen. AT&S ist mit seinen Kapazitäten, Fertigungstechnologien und höchsten Qualitätsstandards in der Lage, die weltweit namhaftesten Anbieter dieser Produkte global zu bedienen. Ungewissheiten und Chancen hängen zum einen von der Marktentwicklung selbst und weiters davon ab, inwieweit es weiterhin gelingt, sich gegenüber dem Mitbewerb erfolgreich zu unterscheiden.

Der Industrial-Markt ist durch unterschiedlichste Technologieanforderungen seitens einer Vielzahl an Kunden geprägt. Höchste Flexibilität und die Fähigkeit, sich sehr schnell auf wechselnde Spezifikationen und Technologien einzustellen, stellen eine Grundvoraussetzung dar, um in diesem Bereich erfolgreich zu sein. Insbesondere die österreichischen Werke der AT&S sind hervorragend auf diese Anforderungen eingestellt, um somit laufend zusätzlich Technologien und Projekte mit den Kunden voranzutreiben. In Indien besteht die Möglichkeit, längere Projekte kostenoptimiert zu fertigen. Diese speziellen Werksausrichtungen, ergänzt um AT&S Korea für die Fertigung flexibler Leiterplatten, weiters zusätzliche Bedarfsmöglichkeiten beispielsweise in der Medizintechnik, stellen für die AT&S ein umfangreiches Chancenpotential dar.

KONZERNLAGEBERICHT

Im Geschäftsfeld Automotive ergeben sich für die AT&S durch den stetig steigenden Elektronikanteil sowie den Bedarf an höher integrierten Systemen und dafür erforderliche komplexere, höherwertige Leiterplatten weitere Wachstumsmöglichkeiten. In einem der erfolgreichsten Jahre der weltweiten Automobilindustrie ist es AT&S im abgelaufenen Geschäftsjahr gelungen, auch in diesem Markt die erste Position bei den europäischen Leiterplattenlieferanten einzunehmen. Die aktuellen Trendbereiche wie Sicherheit, Information, Umwelt sowie der generelle weltweite Wunsch nach steigender Mobilität eröffnen auch in diesem Markt weitere Wachstumschancen für die AT&S.

Als Vorteil gegenüber dem Mitbewerb werden die starke Kapitalausstattung, die technologische Spitzenposition und die Positionierung von AT&S durch die Kombination der Standorte in Österreich und Asien gesehen. Der europäische und der amerikanische Markt können durch schnelle Produktion und Lieferzeiten der österreichischen Werke sowie kostenvorteilhafte Produktionskapazitäten in Asien bedient werden. Für den globalen Markt besteht langjährige Erfahrung in der HDI-Technologie und das Werk in Shanghai ist nicht nur das größte Werk der AT&S-Gruppe, sondern überhaupt das größte auf HDI-Technologie spezialisierte Werk Chinas. Durch den gegenwärtigen Ausbau der bestehenden Werke sowie die Errichtung eines weiteren Werks in China (Chongqing) und dementsprechend zusätzlichen Kapazitäten ergeben sich umfassende Chancen für Umsatz- und Ertragssteigerungen.

Hinsichtlich der Verwendung von Finanzinstrumenten und der Erläuterung des Finanzrisikomanagements wird ebenfalls auf den Risikobericht im Konzernhang verwiesen. Bei den Währungsrisiken haben sich bei Konzernbetrachtung die Auswirkungen auf das operative Ergebnis der AT&S dadurch weiter reduziert, dass neben der Abhängigkeit des Umsatzes vom US-Dollar auch die Produktionskapazitäten großteils im erweiterten US-Dollar-Raum etabliert sind. Neben den verbleibenden Auswirkungen auf das Finanzergebnis zeigen sich Wechselkursveränderungen der funktionalen Währungen im Konzern gegenüber der Berichtswährung Euro vor allem ergebnisneutral im Eigenkapital. Nicht zuletzt aufgrund der Aufwertung des Euro im vierten Quartal wurde daher zum Bilanzstichtag der grundsätzlich angestrebte Maximalwert des Nettoverschuldungsgrades von 80 % etwas überschritten. Nach der aktuellen Expansionsphase sollte die Zielgröße von 80 % jedenfalls mittelfristig wieder erreicht bzw. unterschritten werden.

7. Internes Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf das Rechnungswesen

Die AT&S hat sich einen Ethik- und Verhaltenskodex auferlegt, der beschreibt, wie AT&S ihre Geschäfte auf ethische und sozialverantwortliche Weise führt. Diese Richtlinien gelten für alle Aktivitäten weltweit, wobei jeder Mitarbeiter verantwortlich ist, sich bei der Ausübung seines Berufes und der täglichen Arbeit ausnahmslos an diesen Kodex zu halten. Für bestimmte Regionen, Länder oder Funktionen können auch strengere und detailliertere Regelungen gelten.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und Risikomanagement ist integrierter Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. In Anlehnung an das Rahmenkonzept von COSO (The Committee of Sponsoring Organization of the Treadway Commission) werden unter dem Begriff des unternehmensweiten Risikomanagements das eigentliche Risikomanagement sowie das interne Kontrollsystem (IKS) subsumiert. Die wesentlichen Merkmale des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie der internen Revision im AT&S-Konzern sind in einem unternehmensweiten Risikomanagement- und Revisionshandbuch festgehalten. Es wird unter anderem auf die Erläuterungen im Konzernanhang unter "II. Risikobericht" verwiesen.

KONZERNLAGEBERICHT

In organisatorischer Hinsicht ist direkt beim Vorstand eine Stabsstelle eingerichtet, die sowohl die konzernweite Koordination des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems als auch die Tätigkeiten der internen Revision wahrnimmt bzw. leitet. Gemäß Geschäftsordnung für den Vorstand ist die Stabsstelle dem Finanzvorstand (CFO) unterstellt. Die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, der internen Revision und des Risikomanagementsystems sowie die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sind unter anderem besondere Aufgabenbereiche des Prüfungsausschusses des Aufsichtrats. Neben der Einbindung des Prüfungsausschusses in den Rechnungslegungsprozess bei der Quartalsberichterstattung erfolgt daher eine regelmäßige Berichterstattung über Risikomanagement und Tätigkeiten der internen Revision an den Prüfungsausschuss (Risiko- und Revisionsbericht). Der Prüfungsausschuss berichtet wiederum an die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats.

Die Führungskräfte der AT&S sind als Risikoverantwortliche für die Identifikation, Analyse, Steuerung und Überwachung der Risiken in ihrem jeweiligen Bereich zuständig. Die lokale Geschäftsleitung der Werke ist darüber hinaus für die Umsetzung des Risikomanagementprozesses in ihren Zuständigkeitsbereichen verantwortlich. Risikomanagement-Koordinatoren in den Konzerngesellschaften unterstützen bei der Erfassung und Weiterleitung der Risikoinformationen die Konzernfunktion. Im Sinne einer effizienten Ausgestaltung entsprechend der Unternehmensgröße ist die organisatorische Betreuung des internen Kontrollsystems analog ausgestaltet.

Auf Basis der im Management Manual dokumentierten Geschäftsprozesse werden von den Prozessverantwortlichen für jeden Haupt- bzw. Teilprozess die jeweiligen Risiken beschrieben und bewertet. Bei der Risikoeinschätzung sind grundsätzlich alle potenziell negativen Faktoren, die die Zielerreichung einer Organisation bzw. eines Prozesses gefährden, vom Prozesseigentümer zu dokumentieren. Die Kontrollziele für die Finanzberichterstattung werden von den bestehenden Risiken abgeleitet und den Kategorien Existenz (nur tatsächlich vorhandene und genehmigte Geschäftsvorfälle werden verarbeitet), Eintritt/Periodenabgrenzung (Abbildung der Geschäftsvorfälle in richtiger Periode oder zeitnahe Verarbeitung), Vollständigkeit (Geschäftsvorfälle, Vermögen und Schulden werden vollständig erfasst), Bewertung (Geschäftsvorfälle wurden mit angemessenen Bewertungsmethoden oder richtig berechnet), Rechte & Pflichten (das Unternehmen hat das wirtschaftliche Eigentum über die Vermögenswerte, und Schulden sind tatsächlich Verpflichtungen des Unternehmens), Darstellung & Offenlegung (Ausweis im Jahresabschluss und in anderen Berichten), Richtigkeit der Geschäftsvorfälle/Daten und Zugangsbeschränkung (Zugang zu IT-Systemen ist auf die Prozessverantwortlichen beschränkt) zugeordnet.

Die Dokumentation der internen Kontrollen (Geschäftsprozesse, Risiken, Kontrollmaßnahmen und Verantwortliche) erfolgt grundsätzlich in Form von Kontrollmatrizen, die in einer zentralen Management-Datenbank archiviert werden. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem beinhaltet dabei die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung im Sinne der beschriebenen Kontrollziele für die Finanzberichterstattung.

Die Prozesse der Rechnungslegung und der Konzernrechnungslegung sind in gesonderten Verfahrensanweisungen dokumentiert. Grundlage für die Konzernberichterstattung bilden jeweils die lokalen Rechnungsabschlüsse, die in konzernweit einheitliche Berichterstattungen transformiert werden. Die einzelnen vorgelagerten Rechnungslegungsprozesse sind nach Möglichkeit konzernweit einheitlich ausgestaltet und werden in einem standardisierten Dokumentationsformat abgebildet. Neben den Erfordernissen der Konzernberichterstattung sind unterschiedliche lokale Regelungen entsprechend zu berücksichtigen, woraus zusätzliche Anforderungen an die Rechnungslegungsprozesse resultieren.

KONZERNLAGEBERICHT

Die Grundlagen der Konzernrechnungslegung und -berichterstattung sind im konzernweiten "Group Accounting Manual" (Konzernbilanzierungshandbuch) festgelegt. Darin werden die wesentlichen Bilanzierungs- und Berichterstattungserfordernisse konzernweit einheitlich geregelt. Neben grundlegenden Darstellungen zur Bilanzierung von einzelnen Geschäftsfällen und Bewertungsvorgaben auf Basis der IFRS wird insbesondere auf konzernweit einheitlich wahrgenommene Wahlrechte eingegangen. Zur zeitlichen Organisation wird jährlich ein Terminplan für die gesamte interne und externe Berichterstattung erstellt, der neben den Berichtsterminvorgaben auch die geplanten Termine der Sitzungen des Aufsichtsrats und Prüfungsausschusses sowie der Pressekonferenzen enthält.

Die Steuerung der Prozesse zu Konzernrechnungslegung und Konzernlageberichterstellung erfolgen bei der AT&S durch den Bereich Group Accounting/Group Finance, der dem Finanzvorstand unterstellt ist. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss und sonstiger Berichtserfordernisse analysiert.

Die Erfassung, laufende Verbuchung und Bilanzierung der Geschäftsfälle erfolgt in den Produktions-Konzerngesellschaften im Wesentlichen mit einer einheitlichen und zentralen Softwarelösung von SAP. Die einzelnen Geschäftsfälle und Bewertungen können jeweils sowohl gemäß den konzerneinheitlichen IFRS als auch gemäß den lokalen Rechnungslegungsvorschriften verbucht werden, um diesen unterschiedlichen Anforderungen zu entsprechen. Bei einzelnen Tochtergesellschaften kommen insbesondere aufgrund der geringeren Größe andere Softwarelösungen zum Einsatz, die ebenfalls den Konzernberichtserfordernissen und lokalen Vorschriften entsprechen. Zur Konsolidierung und Konzernberichterstattung wird die zentrale Reportingsoftware Oracle-Enterprise Performance Management System eingesetzt. Für die Überleitung der Buchhaltungsdaten vom Primärsystem in die Konzernberichtssoftware sind automatische Schnittstellen eingerichtet.

Die interne Finanzberichterstattung erfolgt monatlich, wobei die Finanzinformationen der Tochtergesellschaften auf Konzernebene durch die Organisationseinheit Group Accounting überprüft und analysiert werden. Die monatliche Soll-Ist-Abweichung mit entsprechender Kommentierung der Werksergebnisse sowie des Konzernergebnisses wird intern an die Führungskräfte des Konzerns und an die Mitglieder des Aufsichtsrats berichtet. Zum Quartal werden umfassende Berichtspakete (Reporting Packages) mit allen relevanten Buchhaltungsdaten zu Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Geldflussrechnung sowie den Anhangsdarstellungen übermittelt. Diese Berichtspakete bilden die Basis für die externe quartalsweise Zwischenberichterstattung sowie Jahresberichterstattung des AT&S-Konzerns nach den IFRS.

Die jährliche Budgeterstellung erfolgt durch den Bereich Group Controlling, der ebenfalls dem Finanzvorstand unterstellt ist. Auf Basis der Quartalsergebnisse und aktuellen Planungsinformationen werden unterjährig quartalsweise Vorschaurechnungen (Forecasts) für das verbleibende Geschäftsjahr erstellt. Die Vorschaurechnungen mit Kommentierung zum Budgetvergleich und Darstellungen zur Auswirkung von Chancen und Risiken bis Geschäftsjahresende werden an den Aufsichtsrat berichtet. Neben der regelmäßigen Berichterstattung werden Mehrjahresplanungen, projektbezogene Finanzinformationen oder Berechnungen über Investitionsvorhaben aufbereitet und an den Aufsichtsrat übermittelt.

KONZERNLAGEBERICHT

Die Überwachung des gesamten internen Kontrollsystems und somit auch im Hinblick auf das Rechnungswesen und die Finanzberichterstattung erfolgt durch die prozessunabhängige Stabsstelle Interne Revision, die dem Finanzvorstand unterstellt ist. Der Wirkungsbereich der internen Revision umfasst alle Funktionsbereiche und Gesellschaften des AT&S-Konzerns. Die Erteilung von Prüfungsaufträgen und die Behandlung der Prüfungsergebnisse obliegen dem Gesamtvorstand. Die Prüfungsaufträge werden durch Genehmigung des zumindest jährlich erstellten Revisionsplanes oder als Sonderauftrag durch den Vorstand erteilt. Der Revisionsplan sowie die Ergebnisse aus den internen Prüfungen werden unternehmensseitig an den Prüfungsausschuss berichtet.

8. Ausblick

Der zunehmende Einsatz von elektronischen Systemen im alltäglichen Leben, die Erhöhung der Durchdringungsrate von Kommunikationsanwendungen und die zunehmende Funktionalität bei den mobilen Endgeräten werden im folgenden Geschäftsjahr 2011/12 zu einer starken Nachfrage nach hochwertigen Leiterplatten führen. Aufgrund der Konzentration der AT&S auf diesen hochwertigen Bereich erwartet das Management, dass die AT&S überdurchschnittlich von diesen Entwicklungen profitieren wird. Insgesamt wird von einer jährlichen Steigerung des Konzernumsatzes in den nächsten Jahren von 10 % bis 13 % pro Jahr ausgegangen, wobei vor allem der Bereich Mobile Devices als Wachstumsmotor fungieren wird.

Um das erwartete Wachstum in den Geschäftsfeldern der AT&S ausreichend bedienen zu können, werden die Produktionskapazitäten im AT&S-Konzern ausgebaut, und so sind für das folgende Geschäftsjahr 2011/12 Investitionen von über EUR 130 Mio. vorgesehen. Der Großteil des Investitionsvolumens betrifft den Vollausbau des bestehenden Werks in Shanghai sowie die auf das folgende Geschäftsjahr entfallenden Errichtungskosten des neuen Werkes in Chongqing. Weiters sind auch wieder für Innovationen an den österreichischen Standorten Investitionen vorgesehen.

Mit den zusätzlichen Kapazitäten erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2011/12 einen Umsatz von EUR 535 bis 550 Mio. und somit eine Steigerung von rund 10 % oder mehr gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Bei den Produktionskosten ist derzeit von steigenden Rohstoffpreisen, Lohnkosten und weiters von höheren Abschreibungen gemäß den Investitionen auszugehen. Im Gegenzug werden jedoch Produktivitätsgewinne und bei einzelnen Werken auch Performanceverbesserungen erwartet, wodurch trotz der erwarteten Anlaufkosten für das neue Werk in Chongqing eine Ertragssituation auf dem derzeitigen hohen Niveau erreichbar sein sollte. Für das gesamte Geschäftsjahr 2011/12 wird daher eine EBIT-Marge von über 9 % erwartet.

Leoben-Hinterberg, am 9. Mai 2011

Der Vorstand:

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h. Mag. Thomas Obendrauf e.h.

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, Leoben-Hinterberg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2010 bis 31. März 2011 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2011, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2011 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen

Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2011 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2010 bis zum 31. März 2011 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 9. Mai 2011

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Dr. Aslan Milla Wirtschaftsprüfer

Jahresabschluss zum 31. März 2011

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Seite
Bilanz 84
Gewinn- und Verlustrechnung 85
Anhang zum Jahresabschluss 86

BILANZ ZUM 31. MÄRZ 2011

(Vorjahr zum Vergleich)

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GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. APRIL 2010 BIS 31. MÄRZ 2011

(Vorjahr zum Vergleich)

2010/11
EUR
2009/10
EUR
1. Umsatzerlöse 360.408.221,56 267.112.022,69
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 724.241,61 -2.979.698,62
3.
4.
andere aktivierte Eigenleistungen
sonstige betriebliche Erträge
10.218,27 0,00
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 153.511,55 1.532.639,03
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.289.652,14 5.436.114,95
c) übrige 31.530.172,33 24.901.877,01
5. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand -264.050.092,26 -194.833.754,33
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -14.012.987,65 -9.814.345,94
6. Personalaufwand
a) Löhne -20.462.589,23 -17.984.649,32
b) Gehälter -29.635.026,79 -22.805.075,11
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeiter
vorsorgekassen -1.687.311,47 -1.865.067,58
d) Aufwendungen für Altersversorgung
e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt
-512.119,71 -1.151.203,02
abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -11.593.268,24 -11.743.334,42
f) sonstige Sozialaufwendungen -189.675,20 -186.373,56
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.350.983,87 -5.908.528,44
b) abzüglich Amortisation von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln 146.064,00 146.064,00
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 20 fallen -165.817,80 -143.739,50
b) übrige -37.057.239,16 -29.194.043,22
9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebsergebnis) 9.544.970,08 518.904,62
10. Erträge aus Beteiligungen 10.804.493,05 11.961.271,27
davon aus verbundenen Unternehmen 10.804.493,05 11.961.271,27
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.042.368,23 2.527.347,64
davon aus verbundenen Unternehmen 2.037.304,23 2.527.347,64
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 518.780,81 607.470,72
davon aus verbundenen Unternehmen 92.319,52 0,00
13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und
Wertpapieren des Umlaufvermögens 21.292.820,16 17.047.550,09
14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
davon -559.515,99 -1.982.334,04
a) Abschreibungen -17.000,00 -36.500,00
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen -542.515,99 -1.945.834,04
davon aus Abschreibungen 0,00 -1.579.735,00
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.184.442,39 -9.441.761,68
16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzergebnis) 23.914.503,87 20.719.544,00
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 33.459.473,95 21.238.448,62
18. außerordentliche Aufwendungen 0,00 -33.262.558,98
19. außerordentliches Ergebnis 0,00 -33.262.558,98
20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.245.498,82 -1.588.247,19
21. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 32.213.975,13 -13.612.357,55
22. Anpassung Rücklage für eigene Anteile -19.270.943,00 -13.660.284,00
23. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 11.811.630,67 41.416.531,02
24. Bilanzgewinn 24.754.662,80 14.143.889,47

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

ANHANG

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Seite
1. ALLGEMEINE ANGABEN 88
2. KONZERNVERHÄLTNISSE UND
UMSTRUKTURIERUNGSVORGÄNGE 89
3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 90
3.1.
Anlagevermögen
90
3.2.
Umlaufvermögen
91
3.3.
Rückstellungen
92
3.4.
Verbindlichkeiten
92
4. AUFGLIEDERUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER
BILANZ 93
4.1.
Anlagevermögen
93
4.2.
Zusatzangaben gemäß § 238 Z 2 UGB
95
4.3.
Ausleihungen gemäß § 227 UGB
96
4.4.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
96
4.5.
Eigenkapital
97
4.6.
Rückstellungen
101
4.7.
Verbindlichkeiten
107
4.8.
Dingliche Sicherheiten
108
4.9.
Haftungsverhältnisse gemäß § 199 UGB
109

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

4.10.
Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen
Sachanlagen 111
4.11.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
111
4.12.
Derivative Finanzinstrumente und außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 237 Z 8a
UGB 111
5. AUFGLIEDERUNGEN ZU POSTEN DER GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG 113
6. ZUSATZANGABEN GEMÄSS UGB 115
6.1.
Aktivierbare latente Steuern
115
6.2.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
115
6.3.
Organe, Arbeitnehmer
116

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz "AT&S" genannt) zum 31. März 2011 wurde gemäß den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der geltenden Fassung erstellt. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie die Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, wurden beachtet.

Insbesondere wurde bei der Bewertung von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen sowie der Grundsatz der Einzelbewertung von Vermögensgegenständen und Schulden beachtet. Dem Vorsichtsprinzip wurde durch Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und drohenden Verluste Rechnung getragen. Nur die am Abschlussstichtag realisierten Gewinne wurden ausgewiesen. Die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Fallen Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten unter mehrere Posten der Bilanz, erfolgt die Angabe bei jenem Posten, unter dem der Ausweis erfolgt.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

2. KONZERNVERHÄLTNISSE UND UMSTRUKTURIERUNGSVORGÄNGE

Seit dem 31. März 1999 übt die AT&S die Funktion eines Mutterunternehmens im Sinne des § 244 UGB aus.

Unter Anwendung der Bestimmungen des § 245a UGB werden ein Konzernabschluss nach international anerkannten Rechnungslegungsstandards (International Accounting Standards (IAS) und International Financial Reporting Standards (IFRS)), ergänzt um die unternehmensrechtlich verpflichtend vorgeschriebenen Erläuterungen und Anmerkungen, und ein Konzernlagebericht aufgestellt.

Die AT&S stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf.

Die Erleichterungsbestimmungen gemäß § 241 Abs. 3 UGB werden in Anspruch genommen.

Im Folgenden wird die gesellschaftsrechtliche Maßnahme des Geschäftsjahres dargestellt:

  • Mit Gesellschafterbeschluss vom 30. November 2009 wurde eine Kapitalerhöhung an der AT&S (China) Company Limited in Höhe von EUR 25.000.000 auf EUR 136.893.000 beschlossen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Kapitalerhöhung durch Umwidmung dieses Betrages von "Ausleihungen an verbundene Unternehmen" zu "Anteile an verbundenen Unternehmen" durchgeführt.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

3.1. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Nutzungsdauer
immaterielle Vermögensgegenstände 4 - 10 Jahre
Bauten auf fremdem Grund 12 - 50 Jahre
technische Anlagen und Maschinen 5 - 15 Jahre
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre

Für Zugänge während der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wurde eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge während der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres eine halbe Jahresabschreibung angesetzt. Die Abschreibung für Zugänge erfolgt nach Maßgabe des Zeitpunktes ihrer Inbetriebnahme.

Die Möglichkeit der Sofortabschreibung von geringwertigen Vermögensgegenständen gemäß § 226 Abs. 3 UGB wurde in Anspruch genommen.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. entsprechend dem Niederstwertprinzip zum niedrigeren Marktwert (Kurswert) zum Bilanzstichtag.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

3.2. Umlaufvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Ersatzteile werden zu Anschaffungskosten abzüglich prozentueller Gruppenabschläge bewertet. Erhaltene Skonti, Boni sowie Frachtkosten und Zölle wurden berücksichtigt.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten.

Die Ermittlung der Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zum 31. März 2011 erfolgt auf Basis der Vollkosten, wie es § 203 Abs. 3 UGB als Wahlrecht vorsieht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Für erkennbare Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Fremdwährungsforderungen werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Kurswerten zum Bilanzstichtag. Im Zusammenhang mit Wertpapieren des Umlaufvermögens wurden Zuschreibungen in Höhe von EUR 619.971,95 (Vorjahr: EUR 737.440,32) aus steuerrechtlichen Gründen unterlassen.

Die Bewertung der eigenen Anteile erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Kurswert zum Bilanzstichtag. In diesem Zusammenhang wurde eine Zuschreibung in Höhe von EUR 19.270.943 verbucht.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

3.3. Rückstellungen

Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen erfolgt nach den Bewertungsvorschriften der IFRS (IAS 19) unter Anwendung der Korridormethode auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 5 % (Vorjahr: 5 %) und eines Pensionseintrittsalters gemäß den Bestimmungen der Pensionsreform 2003 sowie unter Berücksichtigung der betriebsindividuellen Fluktuation durch entsprechende Abschläge. Die Berechnung erfolgt unter Beachtung der Bestimmungen des Fachgutachtens KFS/RL 2 und 3 vom 5. Mai 2004 des Institutes für Betriebswirtschaft, Steuerrecht und Organisation der Kammer der Wirtschaftstreuhänder. Die Defined Benefit Obligation (DBO) beträgt zum Bilanzstichtag EUR 9.697.148.

Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach den Bewertungsvorschriften der IFRS (IAS 19) unter Anwendung der Korridormethode auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 5 % (Vorjahr: 5 %) unter Zugrundelegung der Sterbetafeln AVÖ 2008-P. Das Pensionseintrittsalter wurde gemäß den Bestimmungen der Pensionsreform 2003 ermittelt. Mit Stichtag 31. Dezember 1996, 31. Dezember 2001, 31. März 2003, 31. März 2005, 31. März 2007 sowie 31. März 2008 wurden Pensionsverpflichtungen teilweise an die APK Pensionskasse Aktiengesellschaft, Wien, übertragen. Die Defined Benefit Obligation (DBO) der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag EUR 984.609.

Die Berechnung der Rückstellung für Jubiläumsgelder erfolgt nach den Bewertungsvorschriften der IFRS (IAS 19) auf Grund der kollektivvertraglichen Ansprüche bei Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 5 % (Vorjahr: 5 %) sowie unter Berücksichtigung der betriebsindividuellen Fluktuation durch entsprechende Abschläge.

Bei der Berechnung der sonstigen Rückstellungen ist entsprechend den gesetzlichen Erfordernissen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ausreichend Rechnung getragen worden.

3.4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

4. AUFGLIEDERUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ

4.1. Anlagevermögen

Zur Entwicklung der Posten des Anlagevermögens siehe Seite 8. Der im Vorjahr im Posten "Grundstücke und Bauten auf fremdem Grund" enthaltene Grund wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr verkauft und der Grundwert beträgt somit EUR 0,00 (Vorjahr: Grundwert EUR 14.293,44).

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

Anlagenspiegel zum 31. M ärz 2011

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ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

4.2. Zusatzangaben gemäß § 238 Z 2 UGB

Buchwert
31. März 2011
EUR
Höhe
des
Anteils
%
Höhe des
Eigenkapitals
EUR
Ergebnis des
letzten
Geschäftsjahres
EUR
Buchwert
31. März 2010
EUR
Anteile an verbundenen Unternehmen
AT&S Verwaltungs GmbH & Co KG,
Augsburg, Deutschland
1.955.236,99 100 514.574,26 -153.973,92 1) 1.955.236,99
AT&S Deutschland GmbH, Nörvenich,
Deutschland
1.053.000,00 100 221.338,05 -234.585,79 1) 1.053.000,00
AT&S India Private Limited, Nanjangud,
Indien
10.898.516,89 100 5.887.942,35 -6.443.829,60 1) 10.898.516,89
AT&S (China) Company Limited, Shanghai,
Volksrepublik China
136.893.000,00 100 241.336.538,40 39.980.761,14 1) 111.893.000,00
AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH,
Klagenfurt
0,00 77,32 85.728,43 -543.257,67 2) 0,00
DCC - Development Circuits & Components
GmbH, Wien
38.000,00 100 37.646,01 -1.204,71 2) 38.000,00
AT&S Asia Pacific Limited, Hongkong,
Volksrepublik China
77.875.865,92 100 79.724.247,98 3.585.133,26 1) 77.875.865,92
AT&S Korea Co., Ltd., Ansan-City,
Südkorea
27.237.538,14 98,76 7.487.171,43 -1.634.597,83 1) 27.237.538,14
AT&S Americas, LLC, San José,
Kalifornien, USA
6.444,34 100 -23.193,52 -77.671,37 1) 6.444,34
Summe 255.957.602,28 230.957.602,28

1) Jahresabschluss zum 31. März 2011 nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS)

2) Jahresabschluss zum 31. März 2011 nach UGB

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

4.3. Ausleihungen gemäß § 227 UGB

Unter dem Posten "Ausleihungen an verbundene Unternehmen" ist ein Betrag in Höhe von EUR 16.657.127,36 (Vorjahr: TEUR 10.506) innerhalb eines Jahres fällig.

4.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

4.4.1. Zusatzangaben gemäß § 225 Abs. 3 und § 226 Abs. 5 UGB

Bilanzwert
am
31. März 2011
EUR
davon Restlauf
zeit mehr als
ein Jahr
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 47.370.242,26 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 29.213.449,97 0,00
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 6.546.805,89 0,00
Summe 83.130.498,12 0,00
Bilanzwert
am
31. März 2010
EUR
davon Restlauf
zeit mehr als
ein Jahr
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 46.285.148,11 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 14.549.380,76 0,00
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 7.927.232,57 0,00
Summe 68.761.761,44 0,00

Die Forderungen der Gesellschaft gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.504.760,02 (Vorjahr: EUR 3.785.999,60), aus sonstigen Forderungen in Höhe von EUR 27.705.189,95 (Vorjahr: EUR 10.756.267,98) und aus Forderungen aus Steuerumlagen in Höhe von EUR 3.500 (Vorjahr: EUR 7.113,18).

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

4.4.2. Nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksame Erträge

In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind folgende wesentliche Erträge enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden:

31. März 2011
EUR
31. März 2010
EUR
Energieabgabenrückvergütung 1.617.136,96 4.256.612,87
Forschungsleistungen 48.941,28 141.000,00
Zuschuss Altersteilzeit 95.005,86 168.740,66
steuerfreie Prämien 1.815.122,25 1.829.205,96
Ökostromrückvergütung 169.045,17 0,00
Lieferantenboni 679.678,51 0,00
Summe 4.424.930,03 6.395.559,49

4.5. Eigenkapital

4.5.1. Grundkapital

Der Vorstand hat mit 20. April 2006 beschlossen, in Ausübung der Ermächtigung der 11. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2005 sowie nach Zustimmung durch den Aufsichtsrat mittels Umlaufbeschluss vom 7. April 2006 gemäß § 192 Abs. 3 AktG 2.100.000 eigene Aktien der gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG rückerworbenen eigenen Aktien gegen Auflösung einer Rücklage gemäß § 225 Abs. 5 Satz 2 UGB einzuziehen und somit das Grundkapital herabzusetzen. Der Einzug von 2.100.000 eigenen Aktien ist am 3. Mai 2006 erfolgt. Das Grundkapital beträgt somit EUR 28.490.000 und besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,10.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

4.5.1.1. Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde mit Beschluss der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 ermächtigt, bis zum 6. Juli 2015 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 14.245.000, allenfalls in mehreren Tranchen, mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinzahlung oder Sacheinlage, auch unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre, zu erhöhen und die näheren Ausgabebedingungen (insbesondere Ausgabekurs, Gegenstand der Sacheinlage, Inhalt der Aktienrechte, Ausschluss der Bezugsrechte etc.) mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Gemäß § 174 Abs. 2 AktG wurde der Vorstand in der 16. Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 ermächtigt, bis 6. Juli 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100.000.000, auch in mehreren Tranchen, auszugeben, alle Bedingungen, die Ausgabe und das Umtauschverfahren der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

4.5.1.2. Bedingte Kapitalerhöhung

In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu EUR 14.245.000 durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 neuen auf Inhaber lautenden Stammaktien zur Gewährung von Bezugs- oder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibungen und Feststellung der Erfordernisse gemäß § 160 Abs. 2 AktG durchzuführen sowie die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen und über die Ermächtigung des Aufsichtsrates Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung nehmen in gleicher Weise wie die zum Zeitpunkt der Ausgabe an der Börse gehandelten Aktien am Gewinn teil.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

4.5.2. Eigene Anteile/Rücklage für eigene Anteile

In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand neu ermächtigt, soweit noch nicht ausgeübt, gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben, wobei der Erwerbskurs je zu erwerbender Stückaktie EUR 1,10 nicht unterschreiten und EUR 110 nicht überschreiten darf, und die erworbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen oder zur Durchführung des Mitarbeiterbeteiligungs- bzw. Stock-Option-Programms der Gesellschaft zu verwenden.

Weiters wurde der Vorstand in der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 ermächtigt, gemäß § 65 Abs. 1b AktG für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 6. Juli 2015, mit Zustimmung des Aufsichtsrates und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung erworbene eigene Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Aktienoptionen von Arbeitnehmern, leitenden Angestellten und Mitgliedern des Vorstandes/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens oder von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, zur Einziehung, als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten, für die Veräußerung im Wege eines Accelerated-Bookbuilding-Verfahrens, und zu jedem sonstigen, gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden und hierbei das Bezugsrecht der Aktionäre gemäß § 65 Abs. 1b i.V.m. §§ 169 bis 171 AktG auszuschließen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

Die AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft hält zum Bilanzstichtag 2.577.412 Stück eigene Anteile.

Entwicklung des Postens
eigene Anteile
Stück Bilanzwert
EUR
Anteil am
Grundkapital
in %
Anfangsbestand 1.4.2010 2.577.412 21.263.649,55 9,95
Zuschreibung eigene Anteile zum 31.3.2011 0 19.270.943,00
Endbestand 31.3.2011 2.577.412 40.534.592,55 9,95 1)

1) Der Anteil am Grundkapital wurde berechnet mit der Anzahl der Stückaktien (25.900.000 Stück).

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

4.6. Rückstellungen

4.6.1. Sonstige Rückstellungen

Zusammensetzung:

31. März 2011
EUR
31. März 2010
EUR
nicht konsumierte Urlaube 2.832.385,43 2.625.935,54
sonstiger Personalaufwand 5.506.835,27 31.097,68
Urlaubszuschuss/Weihnachtsremuneration 1.760.089,98 1.749.024,00
ungewisse Verbindlichkeiten 0,00 1.067.856,00
Jubiläumsgelder 1.406.952,00 1.085.493,00
Drohverluste derivative Finanzinstrumente 53.732,62 1.785.759,06
Zeitausgleich 790.436,19 547.409,13
Drohverluste aus schwebenden Geschäften 528.139,00 807.920,20
Gewährleistung und Schadensfälle 545.712,51 708.266,42
Rechts- und Beratungsaufwand 254.692,90 185.392,87
Skonto Debitoren 283.656,10 224.527,94
Aktienoptionen 1.143.020,00 369.070,00
Restrukturierung Werk Leoben-Hinterberg 12.882.614,54 15.028.422,62
Aufsichtsratsvergütung 209.500,00 68.300,00
sonstige Rückstellungen < EUR 150.000 410.850,89 279.436,52
Summe 28.608.617,43 26.563.910,98

Der Posten "ungewisse Verbindlichkeiten" beinhaltete im Vorjahr eine Rückstellung für Forschungs- und Entwicklungsrisiken sowie sonstige ungewisse Verpflichtungen.

Unter dem Posten "Restrukturierung Werk Leoben-Hinterberg" sind im Wesentlichen Kosten im Zusammenhang mit zukünftigen Leasingzahlungen für ungenutzte Produktionsflächen enthalten.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

4.6.1.1. Stock-Option-Plan (2005 bis 2008)

Auf Grund des Auslaufens des Stock-Option-Plans (2000 bis 2004) wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 8. November 2004 der Stock-Option-Plan (SOP 2005 von 2005 bis 2008) genehmigt. Die Zuteilung von Aktienoptionen kann im Zeitraum zwischen 1. April 2005 und 1. April 2008 erfolgen.

Jede dieser Optionen berechtigt

  • entweder zum Erwerb einer Stückaktie der AT&S zum Ausübungspreis oder
  • es kann anstelle von Aktien ein Barausgleich in Höhe des Differenzbetrages zwischen dem Ausübungspreis und dem Schlusskurs der AT&S-Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse bzw. an der Börse der Hauptnotierung der AT&S-Aktie am Tag der Ausübung des Bezugsrechtes durch den Optionsberechtigten verlangt werden.

Im Rahmen des "SOP 2005" wurden am 1. April 2005 187.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 15,46, am 1. April 2006 148.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 17,99, am 1. April 2007 149.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 22,57 und am 1. April 2008 137.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 15,67 zugeteilt. Der Stock-Option-Plan war befristet, der letzte Zuteilungstag war der 1. April 2008.

Ausübungspreis:

Der Ausübungspreis der Aktienoptionen wird jeweils am Tag der Zuteilung bestimmt und entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der AT&S an der Frankfurter Wertpapierbörse bzw. an der Börse der Hauptnotierung der Aktien der AT&S während der letzten sechs Kalendermonate, die dem Tag der jeweiligen Zuteilung vorausgehen, zuzüglich eines auf Basis dieses Durchschnitts berechneten Aufschlags in Höhe von 10 %. Als Kurs gilt der Schlusskurs im Xetra-Handel oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem. Der Ausübungspreis entspricht jedoch zumindest dem auf eine Aktie der AT&S entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

Ausübungszeitraum:

Die Ausübung der zugeteilten Aktienoptionen ist wie folgt gestaffelt:

  • 20 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von zwei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 30 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von drei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 50 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von vier Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.

Die Aktienoptionen können innerhalb einer Black-out-Periode nicht ausgeübt werden.

Voraussetzungen für die Ausübung:

Die Optionen können nur von Optionsberechtigten ausgeübt werden, die zum Zeitpunkt der Ausübung im aufrechten Anstellungs-/Dienstverhältnis mit einer Gesellschaft der AT&S-Gruppe stehen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Optionen noch innerhalb eines Jahres ab Beendigung des Anstellungs-/Dienstverhältnisses ausgeübt werden. Die Optionen sind nicht übertragbar und nicht verpfändbar.

Anzahl und Aufteilung der eingeräumten Optionen:

Ing. Willibald Dr. Harald Mag. Thomas Dkfm. Steen E. Ing. Heinz leitende
Dörflinger Sommerer Obendrauf Hansen Moitzi Angestellte gesamt
Stück Stück Stück Stück Stück Stück Stück
1. April 2005 40.000 40.000 1.500 30.000 30.000 45.500 187.000
davon ausgelaufen -40.000 -40.000 -1.500 -30.000 -30.000 -43.500 -185.000
davon ausgeübt 0 0 0 0 0 -2.000 -2.000
1. April 2006 0 40.000 1.500 30.000 30.000 46.500 148.000
davon ausgelaufen 0 -40.000 -1.500 -30.000 -30.000 -46.500 -148.000
1. April 2007 0 40.000 1.500 30.000 30.000 47.500 149.000
davon ausgelaufen 0 -40.000 0 0 0 -25.000 -65.000
1. April 2008 0 40.000 1.500 30.000 30.000 35.500 137.000

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

davon ausgelaufen 0 -40.000 0 0 0 -5.000 -45.000
Summe 0 0 3.000 60.000 60.000 53.000 176.000

Bewertung der Aktienoptionen zum Bilanzstichtag:

Die Bewertung dieser Aktienoptionen erfolgt zum beizulegenden Wert zum jeweiligen Bilanzstichtag unter Anwendung des Monte-Carlo-Verfahrens. Der beizulegende Wert der eingeräumten Aktienoptionen wird über deren Laufzeit verteilt bilanziell erfasst.

Beizulegender Wert der eingeräumten Aktienoptionen:

Zuteilung am: 1.4.2007 1.4.2008
Beizulegender Wert zum 31. März 2011 EUR 6.426 EUR 119.082

4.6.1.2. Stock-Option-Plan (2009 bis 2012)

Auf Grund des Auslaufens des Stock-Option-Plans (2005 bis 2008) wurde in der 1. Sitzung des Nominierungs- und Vergütungsausschusses des Aufsichtsrates vom 17. März 2009 der Stock-Option-Plan (SOP 2009 von 2009 bis 2012) beschlossen, nachdem dieser in der 55. Aufsichtsratssitzung vom 16. Dezember 2008 zur Begutachtung vorgelegt wurde. Die Zuteilung von Aktienoptionen kann im Zeitraum zwischen 1. April 2009 und 1. April 2012 erfolgen. Jede dieser Optionen berechtigt

  • entweder zum Erwerb einer Stückaktie der AT&S zum Ausübungspreis oder
  • es kann anstelle von Aktien ein Barausgleich in Höhe des Differenzbetrages zwischen dem Ausübungspreis und dem Schlusskurs der AT&S-Aktie an der Wiener Börse bzw. an der Börse der Hauptnotierung der AT&S-Aktie am Tag der Ausübung des Bezugsrechtes durch den Optionsberechtigten verlangt werden.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

Im Rahmen des "SOP 2009" wurden am 1. April 2009 138.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 3,86 und am 1. April 2010 135.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 7,45 zugeteilt.

Ausübungspreis:

Der Ausübungspreis der Aktienoptionen wird jeweils am Tag der Zuteilung bestimmt und entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der AT&S an der Wiener Börse bzw. an der Börse der Hauptnotierung der Aktien der AT&S während der letzten sechs Kalendermonate, die dem Tag der jeweiligen Zuteilung vorausgehen, zuzüglich eines auf Basis dieses Durchschnitts berechneten Aufschlags in Höhe von 10 %. Als Kurs gilt der Schlusskurs im Xetra-Handel oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem. Der Ausübungspreis entspricht jedoch zumindest dem auf eine Aktie der AT&S entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals.

Ausübungszeitraum:

Die Ausübung der zugeteilten Aktienoptionen ist wie folgt gestaffelt:

  • 20 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von zwei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 30 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von drei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 50 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von vier Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.

Die Aktienoptionen können innerhalb einer Black-out-Periode nicht ausgeübt werden.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

Voraussetzungen für die Ausübung:

Die Optionen können nur von Optionsberechtigten ausgeübt werden, die zum Zeitpunkt der Ausübung im aufrechten Anstellungs-/Dienstverhältnis mit einer Gesellschaft der AT&S-Gruppe stehen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Optionen noch innerhalb eines Jahres ab Beendigung des Anstellungs-/Dienstverhältnisses ausgeübt werden. Die Optionen sind nicht übertragbar und nicht verpfändbar.

DI (FH) Andreas
Gerstenmayer
Dr. Harald
Sommerer
Mag. Thomas
Obendrauf
Dkfm. Steen E.
Hansen
Ing. Heinz
Moitzi
leitende
Angestellte
gesamt
Stück Stück Stück Stück Stück Stück Stück
1. April 2009 0 40.000 1.500 30.000 30.000 36.500 138.000
davon ausgelaufen 0 0 0 0 0 -3.000 -3.000
davon ausgeübt 0 -40.000 0 -30.000 0 0 -70.000
1. April 2010 40.000 0 1.500 30.000 30.000 33.500 135.000
davon ausgelaufen 0 0 0 0 0 0 0
Summe 40.000 0 3.000 30.000 60.000 67.000 200.000

Anzahl und Aufteilung der eingeräumten Optionen:

Die im Geschäftsjahr ausgeübten Optionen hatten zum Zeitpunkt der Ausübung einen Wert von EUR 776.350.

Bewertung der Aktienoptionen zum Bilanzstichtag:

Die Bewertung dieser Aktienoptionen erfolgt zum beizulegenden Wert zum jeweiligen Bilanzstichtag unter Anwendung des Monte-Carlo-Verfahrens. Der beizulegende Wert der eingeräumten Aktienoptionen wird über deren Laufzeit verteilt bilanziell erfasst.

Beizulegender Wert der eingeräumten Aktienoptionen:

Zuteilung am: 1.4.2009 1.4.2010
Beizulegender Wert zum 31. März 2011 EUR 752.570 EUR 1.160.535

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

4.7. Verbindlichkeiten

4.7.1. Zusatzangaben zu Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
Bezeichnung: Bilanzwert am
31. März 2011
EUR
von bis zu
einem Jahr
EUR
von mehr als
einem Jahr und
bis zu fünf
Jahren
EUR
von mehr
als fünf
Jahren
EUR
Anleihen 80.000.000,00 0,00 80.000.000,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
113.315.971,32 97.815.971,32 15.500.000,00 0,00
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
9.259.015,23 9.259.015,23 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
41.077.960,08 41.077.960,08 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 8.895.501,50 8.654.781,50 240.720,00 0,00
Summe 252.548.448,13 156.807.728,13 95.740.720,00 0,00
Restlaufzeit
Bezeichnung: Bilanzwert am
31. März 2010
EUR
von bis zu
einem Jahr
EUR
von mehr als
einem Jahr und
bis zu fünf
Jahren
EUR
von mehr
als fünf
Jahren
EUR
Anleihen 80.000.000,00 0,00 80.000.000,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
89.092.734,04 64.253.339,74 24.839.394,30 0,00
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
7.748.230,96 7.748.230,96 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
43.236.861,05 43.236.861,05 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 9.462.054,81 9.208.704,81 253.350,00 0,00
Summe 229.539.880,86 124.447.136,56 105.092.744,30 0,00

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 18.167.772,67 (Vorjahr: EUR 22.894.195,87) und aus Verbindlichkeiten aus Finanzierung in Höhe von EUR 22.910.187,41 (Vorjahr: EUR 20.342.665,18).

4.7.2. Nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksame Aufwendungen

Unter den "sonstigen Verbindlichkeiten" sind folgende wesentliche Aufwendungen enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden:

31. März 2011
EUR
31. März 2010
EUR
Zinsen Anleihe 3.712.876,71 3.712.876,71
Gebietskrankenkasse 1.076.975,52 1.063.071,14
Provisionsansprüche 12.852,62 61.057,27
Finanzamt 859.064,96 574.159,10
Löhne und Gehälter 328.923,78 1.286.125,61
Gemeinden 100.876,20 86.282,62
Summe 6.091.569,79 6.783.572,45

4.8. Dingliche Sicherheiten

Bilanzwert am
31. März 2011
EUR
davon dinglich
besichert
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 113.315.971,32 39.139.394,00
Vorjahr: 89.092.734,04 53.139.394,00

Als dingliche Sicherheiten gegenüber Kreditinstituten dienen einerseits die Exportforderungen sowie andererseits die Abtretung der Ansprüche und Rechte aus den Gesellschafterdarlehen an die AT&S Korea Co., Ltd., Ansan-City, Südkorea.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

4.9. Haftungsverhältnisse gemäß § 199 UGB

Stand
31.3.2011
EUR
davon gegenüber
verbundenen
Unternehmen
EUR
aus Garantien 24.290.063,58 24.290.063,58
Vorjahr: 9.127.646,63 9.127.646,63

4.9.1. AT&S India Private Limited

Im Geschäftsjahr 2002/03 wurde ein Garantieübereinkommen zwischen der Deutschen Bank AG, Bangalore, Indien, und der AT&S geschlossen:

  • Übernahme der Haftung für einen Betriebsmittelkredit in Höhe von INR 180 Mio. (EUR 2,8 Mio.); der zum Bilanzstichtag aushaftende Betrag beläuft sich auf EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.).

Im Geschäftsjahr 2003/04 wurde ein Garantieübereinkommen zwischen der Royal Bank of Scotland, Bangalore, Indien (vormals ABN AMRO) und der AT&S geschlossen:

  • Übernahme der Haftung für einen Betriebsmittelkredit in Höhe von INR 100 Mio. (EUR 1,6 Mio.); der zum Bilanzstichtag aushaftende Betrag beläuft sich auf TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2).

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

4.9.2. AT&S (China) Company Limited

Im Geschäftsjahr 2006/07 wurde ein Garantieübereinkommen zwischen der China Construction Bank, Shanghai, Volksrepublik China, und der AT&S geschlossen:

  • Übernahme der Haftung für einen Kreditrahmen in Höhe von EUR 0 Mio. (Vorjahr: EUR 25 Mio.); der zum Bilanzstichtag aushaftende Betrag beläuft sich auf EUR 0 Mio. (Vorjahr: EUR 8,5 Mio.).

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurde zusätzlich ein Garantieübereinkommen zwischen der China Construction Bank, Shanghai, Volksrepublik China, und der AT&S geschlossen:

  • Übernahme der Haftung für einen Kreditrahmen in Höhe von RMB 50 Mio.; der zum Bilanzstichtag aushaftende Betrag beläuft sich auf EUR 0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.).

Im Geschäftsjahr 2010/11 wurde ein Garantieübereinkommen zwischen der China Construction Bank, Shanghai, Volksrepublik China, und der AT&S geschlossen, das die beiden Garantieübereinkommen aus den Geschäftsjahren 2006/07 und 2009/10 ersetzt:

  • Übernahme der Haftung für einen Kreditrahmen in Höhe von EUR 45 Mio.; der zum Bilanzstichtag aushaftende Betrag beläuft sich auf EUR 23,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0 Mio.).

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

4.10. Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

des folgenden
Geschäftsjahres
EUR
der folgenden
fünf
Geschäftsjahre
EUR
Verpflichtungen aus Sale-and-Lease-back-Transaktion 1.669.056,00 8.345.280,00
Vorjahr: 1.651.514,00 8.257.570,00
Verpflichtungen aus Mietverträgen 460.303,00 717.846,00
Vorjahr: 609.655,00 903.502,00
Summe 2.129.359,00 9.063.126,00
Vorjahr: 2.261.169,00 9.161.072,00

4.11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag waren für Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen Bestellungen in Höhe von EUR 1,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.) offen.

4.12. Derivative Finanzinstrumente und außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 237 Z 8a UGB

In der AT&S werden derivative Finanzinstrumente zum Schutz gegen mögliche Zinssatz- und Wechselkursschwankungen und zur partiellen Abdeckung sowohl bestehender als auch erwarteter, aber noch nicht fixierter Fremdwährungsverpflichtungen bzw. Fremdwährungsforderungen abgeschlossen. Die zum 31. März 2011 offenen währungsabhängigen Produkte sind innerhalb eines Jahres fällig. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktwert und beträgt EUR -27.892,24.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

Nominalwert Marktwert in
EUR
Buchwert in
EUR
31. März 2011 31. März 2011 31. März 2011
Währungsabhängige Produkte
Swaps USD 7.040.000,00 -35.056,79 -35.916,91
Zinsabhängige Produkte
Swaps EUR 21.700.000,00 7.164,55 -17.815,71
Summe -27.892,24 -53.732,62
Nominalwert Marktwert in
EUR
Buchwert in
EUR
31. März 2010 31. März 2010 31. März 2010
Währungsabhängige Produkte
Devisentermingeschäft USD 7.083.000,00 -254.401,96 -254.401,96
Swaps USD 28.218.337,50 -964.651,41 -1.132.072,39
Zinsabhängige Produkte
Swaps EUR 23.600.000,00 -399.284,71 -399.284,71

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

5. AUFGLIEDERUNGEN ZU POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2010/11
EUR
2009/10
EUR
1. Umsatzerlöse
Ausland 332.352.684,17 247.006.874,68
Inland 28.055.537,39 20.105.148,01
360.408.221,56 267.112.022,69
2010/11
EUR
2009/10
EUR
2. Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen
gegenüber verbundenen Unternehmen 129.855,57 1.442.598,03
gegenüber Dritten 23.655,98 90.041,00
153.511,55 1.532.639,03

Die Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren vorwiegend aus den Expansionen der asiatischen Tochtergesellschaften.

2010/11
EUR
2009/10
EUR
3. Personalaufwand
a) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte 347.275,91 420.347,45
übrige Arbeitnehmer 1.340.035,56 1.444.720,13
1.687.311,47 1.865.067,58

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von EUR 1.497.609,99 (Vorjahr: EUR 1.683.296,26) enthalten.

2010/11
EUR
2009/10
EUR
b) Aufwendungen für Altersversorgung
Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte 89.223,27 516.368,56
übrige Arbeitnehmer 422.896,44 634.834,46
512.119,71 1.151.203,02
2010/11
EUR
2009/10
EUR
4. Außerordentliche Aufwendungen
ungenutzte Produktionsflächen 0,00 7.249.612,16
Abschreibungen Maschinen 0,00 13.706.196,26
Sozialplan Mitarbeiter inkl. Stiftung 0,00 12.306.750,56
0,00 33.262.558,98

Der Posten betraf im Vorjahr sämtliche Aufwendungen im Zusammenhang mit den zweiten vorgenommenen Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Leoben-Hinterberg.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

6. ZUSATZANGABEN GEMÄSS UGB

6.1. Aktivierbare latente Steuern

Vom Wahlrecht, latente Gewinnsteuern auf temporäre Differenzen zwischen dem unternehmensrechtlichen und dem steuerlichen Ergebnis zu aktivieren, wurde nicht Gebrauch gemacht. Der gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbare Betrag beträgt EUR 2.389.450 (Vorjahr: EUR 3.139.423).

6.2. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Gemäß dem Steuerreformgesetz 2005, BGBl. I 2004/57, beträgt der Körperschaftsteuersatz seit 1. Jänner 2005 25 %.

Gemäß § 9 Abs. 8 KStG 1988 hat die AT&S als Gruppenträger mit folgenden Töchtern (Gruppenmitgliedern) eine Unternehmensgruppe gebildet:

  • AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH, Klagenfurt
  • DCC Development Circuits & Components GmbH, Wien
  • AT&S Korea Co., Ltd., Ansan-City, Südkorea

Zum Zwecke des Ausgleichs der steuerlichen Wirkungen, die sich aus der Zurechnung der steuerlichen Ergebnisse ergeben, verpflichten sich die Vertragsparteien zur Entrichtung einer Steuerumlage. Die Steuerumlage wird im Wege einer fiktiven Veranlagung der einzelnen Gesellschaften ermittelt.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

Durch die Unternehmensgruppe ergibt sich eine Verminderung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von EUR 144.836,81.

6.3. Organe, Arbeitnehmer

Die Durchschnittszahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter betrug:

2010/11 2009/10
Arbeiter 685 711
Angestellte 401 439
Gesamt 1.086 1.150

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates:

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Vorstand tätig:

  • − DI (FH) Andreas GERSTENMAYER (Vorsitzender)
  • − Dkfm. Steen Ejlskov HANSEN (bis 8. Oktober 2010)
  • − Mag. Thomas OBENDRAUF (seit 29. Oktober 2010)
  • − Ing. Heinz MOITZI

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Aufsichtsratsmitglieder bestellt:

  • − Dkfm. Dr. Hannes ANDROSCH (Vorsitzender)
  • − Ing. Willibald DÖRFLINGER (Stellvertreter des Vorsitzenden)
  • − Dkfm. Karl FINK
  • − DI Albert HOCHLEITNER
  • − Mag. Gerhard PICHLER
  • − Dr. Georg RIEDL

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

Vom Betriebsrat waren delegiert:

  • − Johann FUCHS
  • − Wolfgang FLECK
  • − Günther WÖLFLER

Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes:

2010/11 2009/10
fix variabel Summe fix variabel Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
DI (FH) Andreas
Gerstenmayer
393 299 692 58 -- 58
Dr. Harald Sommerer -- 394 394 457 423 880
Dkfm. Steen E. Hansen 365 1.999 2.364 365 -- 365
Mag. Thomas Obendrauf 143 119 262 -- -- --
Ing. Heinz Moitzi 308 236 544 314 -- 314
Gesamt 1.209 3.047 4.256 1.194 423 1.617

In den variablen Bezügen der ausgeschiedenen Vorstände sind folgende Sachbezüge aus Aktienoptionen inkludiert:

2010/11
TEUR
2009/10
TEUR
Dr. Harald Sommerer 394 0
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen 382 0
776 0

Die variablen Bezüge im Geschäftsjahr 2010/11 von Herrn Dkfm. Steen E. Hansen beinhalten großteils, und die variablen Bezüge im Geschäftsjahr 2009/10 von Herrn Dr. Harald Sommerer betreffen ausschließlich die vertraglichen Abfertigungszahlungen und Abfindungen sonstiger Ansprüche im Zusammenhang mit den vorzeitigen Beendigungen der Vorstandsverträge.

Anzahl der zum Bilanzstichtag gesamt gewährten Aktienoptionen nach Abzug der nicht ausgeübten ("expired") Aktienoptionen der Mitglieder des Vorstandes:

31. März
2011 2010
DI (FH) Andreas Gerstenmayer 40.000 0
Dr. Harald Sommerer 0 160.000
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen 90.000 120.000
Mag. Thomas Obendrauf 6.000 0
Ing. Heinz Moitzi 120.000 120.000
Summe 256.000 400.000

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

Die Aktienoptionen von Herrn Dkfm. Steen Ejlskov Hansen waren mit Austrittsdatum am 31. Jänner 2011 fällig und sind bis spätestens 31. Jänner 2012 ausübbar.

Zum 31. März 2011 liegt der Ausübungspreis der Zuteilungen für den Vorstand vom 1. April 2007 in Höhe von EUR 22,57 (61.500 Stück) und vom 1. April 2008 in Höhe von EUR 15,67 (61.500 Stück) über beziehungsweise unter dem Tageskurs zum Bilanzstichtag (EUR 15,835).

Die Zuteilungen vom 1. April 2009 in Höhe von EUR 3,86 (31.500 Stück) und vom 1. April 2010 in Höhe von EUR 7,45 (101.500 Stück) liegen unter dem Tageskurs zum Bilanzstichtag (EUR 15,835).

Für die Aufsichtsratsmitglieder sind Vergütungen in Höhe von EUR 207.700 (Vorjahr: EUR 68.300) aufwandsmäßig erfasst und werden der Hauptversammlung vorgeschlagen.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2011

Aktienbesitz des Vorstandes und der Aufsichtsräte der Gesellschaft zum Bilanzstichtag:

Aktien
Stand
31.3.2011
Stand
31.3.2010
Veränderung
Vorstand
Ing. Heinz Moitzi 1.672 1.672 0
Aufsichtsrat
Dkfm. Dr. Hannes Androsch 445.853 445.853 0
Androsch Privatstiftung 5.570.666 5.570.666 0
Dörflinger Privatstiftung 4.574.688 4.574.688 0
Mag. Gerhard Pichler 19.118 19.118 0
Dr. Georg Riedl 9.290 9.290 0
Johann Fuchs 4 504 -500

Leoben-Hinterberg, am 9. Mai 2011

Der Vorstand:

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h.

Ing. Heinz Moitzi e.h. Mag. Thomas Obendrauf e.h.

LAGEBERICHT

Lagebericht zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010/11

1. Unternehmensprofil

Die AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz "AT&S" genannt) zählt mit deren Tochtergesellschaften weltweit zu den führenden Unternehmen der Branche und ist in Europa und Indien mit Abstand der größte Leiterplattenproduzent. Das Tochterunternehmen in Shanghai betreibt das größte auf HDI-Technologie spezialisierte Werk Chinas. Das Produktportfolio der AT&S umfasst einseitige, doppelseitige, mehrlagige, HDI (High Density Interconnection; eine mehrlagige Leiterplatte mit extrem feinen Strukturen), flexible, starrflexible und semiflexible Leiterplattenvarianten. Das Leistungsspektrum beinhaltet unterschiedlichste Techniken der Behandlung von Leiterplatten unter Einsatz verschiedener Basismaterialien.

Mit einer globalen Präsenz über Tochtergesellschaften in Asien, Europa und den USA beliefert AT&S weltweit agierende Konzerne. Gleichzeitig bedient AT&S auch die Nachfrage von kleineren Unternehmen und fertigt Prototypen und Kleinserien. Die beiden Produktionsstandorte der AT&S befinden sich in Leoben-Hinterberg und in Fehring, die Produktionsstandorte der Tochtergesellschaften in Klagenfurt, Indien, China und Südkorea. Mit diesen Produktionskapazitäten ist AT&S in der Lage, sowohl die in Asien bestehende Volumensproduktion als auch das europäische Nischengeschäft zu bedienen. Die Produkte werden direkt bei den Erstausrüstern (OEM – Original Equipment Manufacturer) und bei Auftragsfertigern (CEM – Contract Electronic Manufacturer) abgesetzt.

AT&S ist auch technologisch einer der führenden Leiterplattenhersteller. Die hervorragenden Leistungen im Bereich Forschung und Entwicklung stellen eine dafür wesentliche Voraussetzung dar. AT&S arbeitet in Netzwerken aus Kunden, Lieferanten und Forschungseinrichtungen an immer neuen innovativen Techniken. Die laufende Optimierung der Geschäftsprozesse ist eines der wesentlichen Kernelemente der Unternehmensstrategie.

Das Kerngeschäft der AT&S unter Einbeziehung der Tochtergesellschaften ist die Entwicklung und Herstellung von Leiterplatten für Groß-, Kleinserien und Prototypen. Die Leiterplatten werden nach den Kundenspezifikationen maßgeschneidert und hergestellt. Um einerseits den Kunden ein umfangreicheres Leistungsspektrum anzubieten und andererseits die eigene Marktposition zu stärken, bietet AT&S auch Designleistungen an. Mit der Embedding-Technologie wird AT&S in Zukunft auch Bestückungs- und Chip-Packing-Dienstleistungen anbieten können.

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2. Geschäftsverlauf und Lage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 waren die Auswirkungen der Wirtschaftskrise nur mehr gering spürbar. Die weltweite Leiterplattenproduktion ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 24 % auf USD 51 Mrd. angestiegen, wobei die Produktion in Europa einen Anstieg von rund 21 % verzeichnete. Das Produktionsvolumen in Europa erreichte somit aber nicht das Niveau vor der Krise.

Die Umsatzerlöse der AT&S konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 im Vorjahresvergleich um EUR 93,3 Mio. bzw. 35 % auf EUR 360,4 Mio. gesteigert werden. Die in den asiatischen Tochtergesellschaften gefertigten Leiterplatten haben durch die Verlagerung der Volumensproduktion nach Asien für die Umsatzerzielung der Konzernmuttergesellschaft AT&S weiter an Bedeutung gewonnen und zeigen eine Steigerung von rund 40 %. Aber auch die in Leoben-Hinterberg und in Fehring produzierten Mengen zeigen gegenüber dem Vorjahr deutliche Umsatzsteigerungen von jeweils rund 30 %.

Die gesteigerten Produktionsmengen sowie die bessere Auslastung der Produktionskapazitäten und damit verbundene geringere anteilige Fixkostenbelastung wirkten sich im Geschäftsjahr 2010/11 positiv auf das Betriebsergebnis aus. Auch die Erhöhung des Handelsvolumens der in den Tochtergesellschaften gefertigten Leiterplatten führte zu entsprechenden zusätzlichen Ergebnisbeiträgen. Belastet wurde das Betriebsergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 durch Sonderpersonalaufwendungen im Zusammenhang mit der Beendigung eines Vorstandsvertrages sowie mit der Schließung des Standortes in Wien und den daraus resultierenden Personalaustritten. Letztlich konnte gegenüber dem letzten Geschäftsjahr der Betriebserfolg um EUR 9,0 Mio. auf EUR 9,5 Mio. deutlich verbessert werden.

Im Finanzergebnis führen im Geschäftsjahr 2010/11 Ausschüttungen der Tochterunternehmen, insbesondere der AT&S (China) Company Limited, sowie die Zuschreibung der eigenen Anteile auf Basis des angestiegenen Börsekurswertes zu entsprechenden Erträgen. Das Nettoergebnis aus den derivativen Finanzinstrumenten war im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind gemessen an den zusätzlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund der Niedrigzinssituation nur in geringem Ausmaß gestiegen. Letztlich zeigt der Finanzerfolg einen Nettoertrag in Höhe von EUR 23,9 Mio.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 konnte ein positiver Jahresüberschuss in Höhe von EUR 32,2 Mio. erwirtschaftet werden. Das vorangegangene Geschäftsjahr 2009/10 war noch deutlich von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise geprägt und weiters wurde Anfang Juni 2009 die Entscheidung getroffen, die Volumensproduktion des Standortes Leoben-Hinterberg komplett nach Asien zu verlagern, um nachhaltig ertragreich produzieren zu können. Die dadurch erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen im Werk Leoben-Hinterberg führten im Vorjahr zu den außerordentlichen Aufwendungen und somit zu einem Jahresfehlbetrag.

In der Vermögensstruktur wird ebenfalls die Bedeutung der Produktionsstandorte der asiatischen Tochtergesellschaften verdeutlicht. Die Finanzanlagen an verbundenen Unternehmen in Form von Beteiligungen und Ausleihungen belaufen sich zum 31. März 2011 auf 62 % (im Vorjahr 65 %) der Bilanzsumme.

Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31. März 2011 beträgt EUR 190,0 Mio. und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 29,9 Mio. gemäß dem deutlich positiven Jahresüberschuss abzüglich der im Geschäftsjahr 2010/11 vorgenommenen Gewinnausschüttung. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag von 39,4 % konnte gegenüber dem Vorjahreswert (37,6 %) gestärkt werden und zeigt eine sehr gute Eigenkapitalausstattung.

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Im Geschäftsjahr 2010/11 erhöhte sich die Nettoverschuldung der AT&S um EUR 31,9 Mio. auf EUR 179,6 Mio., da der zusätzliche Finanzierungsbedarf für die Kapazitätsausweitungen der Tochtergesellschaften in Form von konzerinternen Fremd- oder Eigenkapitalbereitstellungen durch die AT&S erfolgt und dafür entsprechende Fremdfinanzierungen aufgenommen wurden. Die Nettoverschuldung errechnet sich aus der Anleihe und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie sonstigen Wertpapieren und Anteilen des Umlaufvermögens (ohne eigene Anteile). Der Nettoverschuldungsgrad, berechnet aus dem Verhältnis der Nettoverschuldung zu Eigenkapital, hat sich von 92 % im Vorjahr auf 95 % erhöht. Aufgrund des deutlichen Eigenkapitalanstieges ist trotz Ausweitung der Fremdfinanzierungen die Erhöhung des Nettoverschuldungsgrades relativ gering.

Die Teilergebnisse der Geldflussrechnung zeigen im mehrjährigen Vergleich folgende Werte (berechnet gemäß Fachgutachten KFS/BW2 der österreichischen Kammer der Wirtschaftstreuhänder):

2010/11 2009/10 2008/09
TEUR TEUR TEUR
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -3.189 29.050 25.826
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -26.178 1.024 -37.361
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit 21.693 -22.757 10.865

Der im Geschäftsjahr 2010/11 ausgewiesene negative Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen auf die Kapitalbindung im Umlaufvermögen zurückzuführen. Neben dem Anstieg der Vorräte gemäß dem Mengenwachstum haben sich insbesondere die kurzfristigen Forderungen an verbundene Unternehmen erhöht. In den vergangenen Geschäftsjahren waren die entsprechenden Werte unter anderem durch aus dem Umlaufvermögen freigesetzte Mittel bzw. erhaltene Dividendenzahlungen der Tochtergesellschaften positiv.

Im Rahmen der Investitionstätigkeit der AT&S wurden im Geschäftsjahr 2010/11 insgesamt EUR 6,8 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen investiert, weiters wurden Ausleihungen an Tochterunternehmen in Höhe von EUR 19,8 Mio. zur Finanzierung der Werksausbauten gewährt. Diese Auszahlungen führen im Wesentlichen zu dem Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit.

Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet im Geschäftsjahr 2010/11 vor allem die Aufnahme von Bankverbindlichkeiten zur Finanzierung der erfolgten Investitionen. Weiters wurde eine Ausschüttung vorgenommen.

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 2010/11 in der AT&S unter Einbeziehung der Leiharbeiter 1.209 Mitarbeiter und damit um 41 zusätzliche Personen gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt (2009/10: 1.168) tätig. Am Standort Leoben-Hinterberg konnte die Personalreduktion im Zuge der Volumensfertigungsverlagerung während des vorangegangenen Geschäftsjahres durch die verbesserte Werksauslastung und den Aufbau bei neuen Geschäftsfeldern im Geschäftsjahr 2010/11 im Wesentlichen kompensiert werden. Weiters wurden am Standort Fehring durch die ausgezeichnete Werksauslastung einige zusätzliche Mitarbeiter beschäftigt. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr beschlossene und umgesetzte Verlagerung des Headquarters von Wien an den Sitz der Gesellschaft in Leoben-Hinterberg wurde durch einen Sozialplan begleitet. Der Wissenstransfer konnte bei daraus resultierenden Neubesetzungen durch entsprechende Übergabe- und Einarbeitungsphasen sichergestellt werden.

Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, stellen gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter einen wesentlichen Baustein dar. AT&S legt daher besonderen Wert auf internationale Aus- und Weiterbildungsprogramme. In technischen Schulungen, interkulturellen Trainings sowie speziellen Management- und Führungskräfteentwicklungs-Programmen werden die Mitarbeiter der AT&S

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adäquat auf gegenwärtige und zukünftige Aufgaben vorbereitet. Zur Nachwuchsförderung werden in Österreich Lehrlinge in fünf verschiedenen Berufsgruppen ausgebildet.

Das unternehmerische Denken und Handeln der Mitarbeiter fördert ein transparentes und leistungsorientiertes Vergütungssystem. Das Bonussystem basiert seit dem Geschäftsjahr 2010/11 auf den Kenngrößen Cash Earnings und ROCE und wurde somit gegenüber den vergangenen Jahren überarbeitet. Die Einbeziehung der Kennzahl der Cash Earnings steht auch im Einklang mit der Dividendenpolitik der AT&S der vergangenen Jahre.

Nachhaltiges Wirtschaften und der schonende Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen haben für die AT&S höchste Priorität. AT&S kombiniert die drei Faktoren Qualität – Umwelt – Mensch in einem integrierten Managementsystem. Dieses einheitliche Regelwerk basiert auf den internationalen Qualitätsnormen ISO 9001, ISO/TS 16949 (Qualitätsmanagement der Automobilindustrie), der Umweltnorm ISO 14001 sowie auf dem Standard OHSAS 18001 für den Bereich Sicherheit und Gesundheit. Regelmäßige interne Audits und Überprüfungen durch unabhängige Dritte bestätigten für das Geschäftsjahr 2010/11 die Einhaltung des Managementsystems.

Besonderes Anliegen sind Sicherheit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit der AT&S Mitarbeiter. Diesbezüglich durchgeführte Aktivitäten folgen dem Sicherheits- und Gesundheitsmanagement-Konzept der OHSAS 18001. Der langfristige Erfolg der zahlreichen Programme zeigt sich anhand der Reduktion der Unfallraten im Mehrjahresvergleich.

Zum Umweltschutz ist hervorzuheben, dass AT&S bereits im Geschäftsjahr 1996/97 als einer der ersten Leiterplattenhersteller das Umweltmanagement nach ISO 14001 eingeführt hat. Da AT&S weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus umweltschützende Maßnahmen setzt, wird das Unternehmen von Zertifizierungsstellen sogar als Vorreiter in Umweltfragen gesehen.

Der sparsame Verbrauch von Ressourcen ist bei der kontinuierlichen Verbesserung von Produkten, Verfahren und Prozessen eine wichtige Zielsetzung. Aktuelle Projekte betreffen die langfristige jährliche Reduktion des CO2-Ausstoßes je Leiterplatte, eine Photovoltaik-Anlage am Standort Leoben-Hinterberg zur Stromerzeugung sowie die Einführung neuer Technologien zur Regeneration von Chemikalien und Recycling von Leiterplattenabfällen. Als wesentliche Rohstoffmaterialien wurden im Geschäftsjahr 2010/11 rund 179 kg Gold (2009/10: 177 kg), 420 Tonnen Kupfer (2009/10: 385 Tonnen), 2,1 Mio. m2 Laminate (2009/10: 1,6 Mio. m2) und rund 9.500 Tonnen verschiedene Chemikalien (2009/10: 7.200 Tonnen) an den beiden Produktionsstandorten Leoben-Hinterberg und Fehring verbraucht. Der Strombedarf belief sich im Geschäftsjahr 2010/11 auf rund 58 GWh (2009/10: 47 GWh).

3. Bedeutende Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres

Gründung der AT&S (Chongqing) Company Limited

Bereits am 1. März 2011 wurde seitens der AT&S mit der zuständigen Behörde in Chongqing, Westchina, ein Vertrag zum Erwerb der Nutzungsrechte über ein Betriebsgrundstück mit einer Fläche in etwa jener des Werkes in Shanghai unterzeichnet. Gemäß den entsprechenden Beschlussfassungen und Genehmigungen durch Vorstand und Aufsichtsrat wurde am 1. April 2011 der Antrag zur Registrierung der AT&S (Chongqing) Company Limited bei den Behörden in China eingebracht. Die zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit erforderliche Geschäftslizenz wurde am 8. April 2011 erhalten. Der Ausbau des neuen HDI-Werkes in Chongqing wird schrittweise erfolgen, wobei sich die jeweilige Ausbaustufe an dem Marktbedarf und technologischen Entwicklungen orientieren wird. Zunächst ist geplant, Gebäude und Infrastruktur zu errichten, wofür ungefähr EUR 50 Mio. veranschlagt sind.

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Einrichtung einer Business-Unit-Struktur

Im April 2011 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, die Organisationsstruktur weiterzuentwickeln, um die Flexibilität in der gesamten AT&S-Gruppe zu erhöhen und die operativen Prozesse noch besser an die Kundenbedürfnisse anzupassen. Im Sinne einer Verstärkung der Marktorientierung sollen drei Business-Units – Mobile Devices, Industrial & Automotive Solutions sowie Embedded Component Packaging - eingerichtet werden. Die neue Organisationsstruktur orientiert sich daran, möglichst viele operative Gruppenfunktionen den Business-Units zuzuordnen, um Geschäftsprozesse stärker auf die spezifischen Anforderungen der einzelnen Geschäftsfelder auszurichten. Weiters sollen dadurch Optimierungen und Effizienzsteigerungen erreicht werden, um eine der Wachstumsstrategie der AT&S-Gruppe entsprechende Organisationsform zu implementieren. Aus derzeitiger Sicht sind in Zusammenhang mit dieser Organisationsanpassung keine Restrukturierungsaufwendungen oder außerordentlichen Aufwendungen verbunden.

4. Tochterunternehmen und Repräsentanzen

  • Um den steigenden Kapazitätsanforderungen und der Verlagerung der Massenproduktion im höchsten Technologiesegment gerecht zu werden, wurden bei der 100%-Tochter AT&S (China) Company Limited bereits in den vergangenen Geschäftsjahren laufend Kapazitäten aufgebaut. Im Geschäftsjahr 2010/11 wurde aufgrund der verstärkten Nachfrage die Ausbautätigkeit beschleunigt und die elfte HDI-Produktionslinie in Betrieb genommen. Weiters wurde der Komplettausbau dieses Standortes in Angriff genommen, der mit der Errichtung von zwei weiteren Produktionslinien bis zum Halbjahr des folgenden Geschäftsjahres 2011/12 abgeschlossen sein sollte. Durch die bereits im Geschäftsjahr 2010/11 zusätzlich zur Verfügung stehenden Kapazitäten konnte an diesem Standort eine deutliche Umsatzsteigerung und signifikante Ertragsteigerung gegenüber dem Vorjahr erzielt werden.
  • Bei der AT&S Korea Co., Ltd. konnte nach der deutlichen Ergebnisverbesserung im vorherigem Geschäftsjahr die Ergebnissituation trotz Umsatzrückgängen bei lokalen Kunden im Geschäftsjahr 2010/11 stabilisiert werden. Nach den erfolgreich umgesetzten umfassenden Maßnahmen zur Verbesserung der Performance und Kostenstruktur wird aktuell insbesondere an Optimierungen der Kundenstruktur gearbeitet. Die verstärkte Ausrichtung des Werkes auf Projekte mit europäischen Kunden soll in weiterer Folge zu den gewünschten nachhaltigen Erträgen und bereits im folgenden Geschäftsjahr 2011/12 zu einer Ergebnisverbesserung führen.
  • Bei der AT&S India Private Limited wurde im Geschäftsjahr 2010/11 die Errichtung eines zweiten Werkes fertiggestellt und die erweiterte Produktion hochgefahren. Die in Relation zur bisherigen Werksgröße umfassende Kapazitätserweiterung und die damit verbundenen Produktionsumstellungen haben zu einer Belastung des Betriebsergebnisses geführt. Die aus lokaler Sicht ungünstige Währungsentwicklung wirkte sich ebenfalls negativ auf das Jahresergebnis aus. Für das folgende Geschäftsjahr 2011/12 ist von einer deutlichen Performance- und Ergebnisverbesserung auszugehen.
  • Als Standort für eine neue Tochtergesellschaft mit einem Produktionswerk wurde gegen Ende des Geschäftsjahres 2010/11 Chongqing, Westchina, ausgewählt. Zu weiterführenden Erläuterungen wird auf vorangegangenem Punkt 3. "Bedeutende Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres" verwiesen.

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5. Kapitalanteilsstruktur und Angaben zu Gesellschafterrechten

Zum Bilanzstichtag per 31. März 2011 beträgt das gezeichnete Kapital der Gesellschaft EUR 28.490.000 und besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,1 pro Aktie. Das Stimmrecht in der Hauptversammlung wird nach Stückaktien ausgeübt, wobei je eine Stückaktie das Recht auf eine Stimme gewährt. Sämtliche Aktien lauten auf Inhaber.

Die maßgeblichen Beteiligungen an der AT&S zum Bilanzstichtag stellen sich wie folgt dar:

Aktien % Kapital % Stimmrechte
Dörflinger-Privatstiftung:
Karl-Waldbrunner-Platz 1
A-1210 Wien
4.574.688 17,66 % 19,61 %
Androsch Privatstiftung:
Franz-Josefs-Kai 5
A-1010 Wien
5.570.666 21,51 % 23,89 %

Zum Bilanzstichtag werden 2.577.412 Stück eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) gehalten. Die zuletzt am 7. Juli 2010 beschlossene Ermächtigung des Vorstands, bis zu 10 % des Grundkapitals der AT&S AG am Markt binnen 30 Monaten zurückzukaufen, läuft somit bis 16. Jänner 2013. Die eigenen Aktien können zur Bedienung des Stock-Option-Programms der Gesellschaft verwendet oder auch veräußert werden.

Bis zum 6. Juli 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu EUR 14.245.000 durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 nennbetragslosen Inhaberstückaktien unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes zu erhöhen.

Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand weiters bis zum 6. Juli 2015 bei Bedarf unter Ausschluss des Bezugsrechtes Wandelschuldverschreibungen von bis zu EUR 100.000.000 ausgeben. Zur Gewährung von Bezugs- oder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu EUR 14.245.000 durch die Ausgabe von bis zu 12.950.000 neuen Inhaberaktien zu erhöhen.

Weiterführend wird auf die Erläuterungen unter Punkt 4.5. "Eigenkapital" im Anhang zum Jahresabschluss verwiesen.

6. Forschung und Entwicklung

Innerhalb der AT&S ist der Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) die treibende Kraft bei der Identifizierung neuer und bei der Weiterentwicklung angewendeter Technologien. Durch nachhaltige Erfolge konnte sich AT&S die Position eines Technologieführers in der High-End-Leiterplattenfertigung erarbeiten.

AT&S verfügt über einen zweistufigen Innovationsprozess. In den Forschungseinrichtungen des auch technologischen Headquarters Leoben-Hinterberg werden die Entwicklungen in den Bereichen Materialien, Prozesse und Applikationen bis zu dem Punkt durchgeführt, an dem die prinzipielle Machbarkeit der Technologie erreicht ist. Dieser Tätigkeitsbereich umfasst somit die Angewandte Forschung und Technologieevaluierung. Anschließend ist es Aufgabe der lokalen Abteilung für Technologieentwick-

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lung und Implementierung in den Werken der AT&S sowie der Tochtergesellschaften, die Prozesse und Produkte mittels experimenteller Entwicklung weiterzuentwickeln und neue Prozesse in den bestehenden Produktionsablauf zu integrieren, sodass mit einer optimierten Ausbeute produziert werden kann.

Um auch künftig technologisch an der Weltspitze zu bleiben, arbeitet die AT&S mit zahlreichen externen Partnern zusammen. Einerseits werden kundenseitig Anforderungen und Ideen für zukünftige Produkte mitgeteilt, andererseits leitet AT&S aus zukünftigen Applikationen neue Techniken ab, wie etwa die Embedding Component Packaging Technologie (ECP® Technologie). Je nach Bedarf werden zusätzlich zu den eigenen Ressourcen auch Kooperationen mit Forschungseinrichtungen oder Lieferanten eingegangen.

Die Forschungsaktivitäten im Geschäftsjahr 2010/11 können in vier Projektpakete zusammengefasst werden:

Im Bereich "High-End-HDI" verfolgt AT&S eine Reihe von Weiterentwicklungsprojekten, wie feinere Leiterzugsgeometrien und Reduktion der Leiterplattenstärke zur weiteren Miniaturisierung, weiters die Entwicklung neuer Produktionsprozesse zur Herstellung neuer Produkte sowie um bestehende Prozesse durch preisgünstigere Alternativen zu ersetzen. Zur Eröffnung neuer Möglichkeiten wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr unter anderem ein Kooperationsvertrag mit Panasonic zur Nutzung der ALIVH® Technologie (Any Layer Interstitial Via Hole Technologie) abgeschlossen.

"Made in Austria" betrifft eine Vielzahl von Projekten, um die Leiterplattenfertigung flexibler und effektiver zu gestalten und somit unter anderem in den österreichischen Werken kleinere Volumina und komplexere Produkte weiterhin wettbewerbsfähig produzieren zu können. Beispielsweise stellt die 2.5DTM-Technologie aufgrund von massiven Prozessvereinfachungen eine hochwertige Lösung für verschiedenste Anforderungen dar und wurde auch beim "Fast Forward Award" unter den drei besten neuen Technologien der Steiermark nominiert. Das Forschungsprojekt Thermal Management hat zum Ziel, thermische Energien aus der Leiterplatte auch über die Leiterplatte abzuführen, um Performance und Lebensdauer der Leiterplatte selbst sowie der Bauteile zu verlängern. Weiters wird bereits in ersten Testphasen der Einsatz von Ink-Jet-Druck im Unterschied zum derzeit standardmäßig verwendeten Siebdruck geprüft.

Die "Embedded Component Packaging Technology" soll ermöglichen, aktive und passive elektronische Bauteile in das Innere einer Leiterplatte einzubetten. Unter anderem wurde und wird in einem mehrjährigen von der AT&S geleiteten und von der EU geförderten Hermes-Forschungsprojekt mit zehn weiteren prominenten Unternehmen erfolgreich an einem Industriestandard gearbeitet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 ist es AT&S als einem der ersten Produzenten weltweit gelungen, diese Technologie zur Serienreife zu bringen. In diesen Wachstumsmarkt werden hohe Erwartungen gesetzt und so wurde im Zuge der Weiterentwicklung der Organisationsstruktur der AT&S für diese Technologie ein eigenes Geschäftssegment definiert.

In dem Projektpaket "Photovoltaik" werden Synergien der Prozesse zur Herstellung von Leiterplatten und der Herstellung von Photovoltaikpanelen genutzt, um ein technologisch neues Produkt herzustellen. AT&S fokussiert dabei in Kooperation mit dem Solarzellenhersteller Solland Solar auf die Entwicklung und Produktion von energieeffizienteren, rückseitenkontaktierten Photovoltaikpanelen, wobei AT&S im Wesentlichen das Engineering der Verbindungstechnologie und die Entwicklung und Lieferung der sogenannten Rückseiten-Kontaktfolie anstrebt.

Die Gesamtaufwendungen für Forschung & Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr 2010/11 auf rund EUR 18 Mio. gegenüber EUR 14 Mio. im Vorjahreszeitraum.

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7. Wesentliche Risiken, Ungewissheiten und Chancen

Die Risiken, Ungewissheiten und Chancen von AT&S sind grundsätzlich von den weltweiten Entwicklungen am Leiterplattenmarkt geprägt.

Markt- und technologieseitig ist zu beobachten, das der Trend zur steigenden Funktionalität von Geräten und die Durchdringung von elektronischen Systemen im Alltag anhält. In dem gesamten Geschäftsfeld Mobile Devices hat sich AT&S mit deren Tochtergesellschaften bereits konsequent auf das High-End-Segment konzentriert. Dieser Bereich umfasst neben Smartphones und Tablet PCs auch weitere Produkte wie etwa Spielkonsolen, Digitalkameras und tragbare Musicplayer, und wird in den nächsten Jahren weiterhin als Wachstumsmotor gesehen. AT&S ist mit seinen Kapazitäten insbesondere in China, Fertigungstechnologien und höchsten Qualitätsstandards in der Lage, die weltweit namhaftesten Anbieter dieser Produkte global zu bedienen. Ungewissheiten und Chancen hängen zum einen von der Marktentwicklung selbst und weiters davon ab, inwieweit es weiterhin gelingt, sich gegenüber dem Mitbewerb erfolgreich zu unterscheiden.

Der Industrial Markt ist durch unterschiedlichste Technologieanforderungen seitens einer Vielzahl von Kunden geprägt. Höchste Flexibilität und die Fähigkeit, sich sehr schnell auf wechselnde Spezifikationen und Technologien einzustellen, stellen eine Grundvoraussetzung dar, um in diesem Bereich erfolgreich zu sein. Insbesondere die beiden Werke der AT&S sind hervorragend auf diese Anforderungen eingestellt, um somit laufend zusätzlich Technologien und Projekte mit den Kunden voranzutreiben. Weiters besteht die Möglichkeit, längere Projekte kostenoptimiert in der Tochtergesellschaft in Indien zu fertigen. Diese speziellen Werksausrichtungen, ergänzt um die Tochtergesellschaft Korea für die Fertigung flexibler Leiterplatten, weiters zusätzliche Bedarfsmöglichkeiten beispielsweise in der Medizintechnik, stellen für die AT&S ein umfangreiches Chancenpotential dar.

Im Geschäftsfeld Automotive ergeben sich für die AT&S durch den stetig steigenden Elektronikanteil sowie den Bedarf an höher integrierten Systemen und dafür erforderliche komplexere, höherwertige Leiterplatten weitere Wachstumsmöglichkeiten. In einem der erfolgreichsten Jahre der weltweiten Automobilindustrie ist es AT&S mit deren Tochtergesellschaften im abgelaufenen Geschäftsjahr gelungen, auch in diesem Markt die erste Position bei den europäischen Leiterplattenlieferanten einzunehmen. Die aktuellen Trendbereiche wie Sicherheit, Information, Umwelt sowie der generelle weltweite Wunsch nach steigender Mobilität eröffnet auch in diesem Markt weitere Wachstumschancen für die AT&S.

Als Vorteil gegenüber dem Mitbewerb werden die starke Kapitalausstattung, die technologische Spitzenposition und die Positionierung von AT&S durch die Kombination der im Konzern verfügbaren Standorte in Österreich und Asien gesehen. Der europäische und amerikanische Markt kann durch schnelle Produktion und Lieferzeiten der österreichischen Werke sowie kostenvorteilhafte Produktionskapazitäten in Asien bedient werden. Für den globalen Markt besteht langjährige Erfahrung in der HDI-Technologie und das Werk in Shanghai ist nicht nur das größte Werk der AT&S-Gruppe, sondern überhaupt das größte auf HDI-Technologie spezialisierte Werk Chinas. Durch den gegenwärtigen Ausbau der bestehenden Werke im Konzern sowie die Errichtung eines weiteren Werks in China (Chongqing) und dementsprechend zusätzlichen Kapazitäten ergeben sich umfassende Chancen für Umsatz- und Ertragsteigerungen.

Finanzrisiken

Das Risikomanagement erfolgt durch das zentrale Treasury entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Richtlinien. Diese detaillierten, internen Richtlinien regeln die Zuständigkeiten, Handlungsparameter und Limite. Das Treasury identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten der AT&S. Der Vorstand gibt sowohl für das bereichs-

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übergreifende Risikomanagement als auch für bestimmte Bereiche, wie z.B. den Umgang mit dem Fremdwährungsrisiko, das Zins- und Kreditrisiko, den Einsatz derivativer und nicht derivativer Finanzinstrumente sowie die Investition von Liquiditätsüberschüssen, Richtlinien vor. Das Risikomanagement der Finanzrisiken ist in das konzernweite Risikomanagementsystem integriert und somit Bestandteil der zeitnahen Berichterstattung an Führungskräfte, Vorstand und Aufsichtsrat.

Derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte, Optionen und Swaps werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Es wird auf die detaillierten Angaben unter Punkt 4.12. "Derivative Finanzinstrumente" im Anhang zum Jahresabschluss verwiesen.

Liquiditätsrisiken

Die AT&S verfügt zum Bilanzstichtag über Liquiditätsreserven in Höhe von EUR 49,8 Mio. Davon entfallen auf liquide Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) und sonstige Wertpapiere und Anteile EUR 13,7 Mio. sowie EUR 36,1 Mio. auf bestehende, nicht ausgenützte Finanzierungsrahmen.

Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 12.950.000 neue Aktien aus genehmigtem Kapital zu emittieren sowie Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000 auszugeben, weiters die eigenen Anteile (zum Bilanzstichtag hält die AT&S 2.577.412 eigene Aktien) zu veräußern.

Weiters verfügt die AT&S bei Mehrjahresbetrachtung grundsätzlich über einen deutlich positiven Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit. Neben den Nettozuflüssen aus der operativen betrieblichen Tätigkeit besteht die Möglichkeit, jährlich Ausschüttungen insbesondere aus der ertragreichen Tochtergesellschaft AT&S (China) Company Limited vorzunehmen.

Finanzmarktrisiken

Zinsänderungsrisiken

Aktivseitig bestehen geringe Zinsänderungsrisiken im Wertpapiervermögen. Sonstige Liquiditätsbestände werden überwiegend kurzfristig veranlagt, und der gesamte Wertpapierbestand ist jederzeit veräußerbar.

Passivseitig sind zum Bilanzstichtag 82 % des Gesamtbetrages aus Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unter Berücksichtigung der Zinssicherungsinstrumente fix verzinst. Die verbleibenden variabel verzinsten Kredite (18 %) weisen großteils eine Laufzeit von unter einem Jahr auf.

Währungsrisiken

Zur Absicherung der Währungsrisiken wird eine laufende Überwachung aller währungsrelevanten Risiken durchgeführt. Innerhalb der AT&S erfolgt die Kurssicherung von Transaktionsrisiken zunächst durch Schließen von Positionen (Netting), für offene Positionen werden bei Bedarf derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Im Geschäftsjahr 2010/11 haben sich die Auswirkungen der Währungsrisiken auf das Jahresergebnis dadurch reduziert, dass durch die Volumsproduktionsverlagerung nach Asien nunmehr im Wesentlichen die Umsätze in US-Dollar auch von der AT&S in US-Dollar bezogen und die in Euro fakturierten Umsätze entweder in Österreich produziert oder in Euro bezogen werden.

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Evaluierung der Finanzmarktrisiken durch Sensitivitätsanalysen

Die AT&S setzt zur Quantifizierung der Zins- und Währungsrisiken Sensitivitätsanalysen ein. In sogenannten GAP-Analysen wird die mögliche Ergebnisveränderung durch eine 1%ige Preisänderung (Wechselkurs und Zinsen), bezogen auf die Fremdwährungs- bzw. Zinsnettoposition, ermittelt. Die Sensitivitätsanalysen werden konzernweit durchgeführt, wobei die Ergebnisauswirkungen jeweils unter Beachtung der ertragsteuerlichen Auswirkungen auf das Konzernjahresergebnis nach Steuern errechnet werden.

Kreditrisiko

Im Rahmen des starken Wachstums der vergangenen Jahre hat die AT&S intensive und langfristige Partnerschaften mit Schlüsselkunden aufgebaut, die zu einer gewissen Konzentration auf Kundenseite geführt haben. Um diesem potenziellen Risiko entgegenzuwirken, forciert AT&S die weitere Diversifikation im Kunden-, Branchen- und Produkt-Mix. Um das bestehende Kundenportfolio weiter zu verbreitern, werden laufend verstärkt Akzente in der Neukundengewinnung gesetzt und die Vertriebsstruktur entsprechend den Markterfordernissen weiterentwickelt. Das erwartete und eingetretene Ausscheiden von schwachen Marktteilnehmern in Europa hat auch in der Krise für die AT&S Möglichkeiten geboten, neben Marktanteilen Neukunden zu gewinnen.

Ein wesentlicher Anteil der Umsatzerlöse der AT&S entfiel im Geschäftsjahr 2010/11 mittelbar auf einen im Bereich Mobile Devices tätigen multinationalen Konzern. Aufgrund der vorwiegenden Lieferung an Auftragsfertiger (CEM – Contract Electronic Manufacturer) der mittelbaren Kunden besteht bei den Forderungen eine vergleichsweise breite Streuung. Die direkten Forderungen gegenüber diesem Kunden betreffen zum 31. März 2011 lediglich 9 % der gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31. März 2010: 3 %). Der höchste Anteil von Forderungen eines direkten Vertragspartners beträgt 24 % der gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Generell basiert die Kontrolle des Kreditrisikos auf einer laufenden Bonitätsprüfung und auf dem Abschluss von Kreditversicherungen für die einzelnen Kunden.

8. Internes Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf das Rechnungswesen

Die AT&S hat sich einen Ethik- und Verhaltenskodex auferlegt, der beschreibt, wie AT&S ihre Geschäfte auf ethische und sozialverantwortliche Weise führt. Diese Richtlinien gelten für alle Aktivitäten der AT&S-Gruppe weltweit, wobei jeder Mitarbeiter verantwortlich ist, sich bei der Ausübung seines Berufes und der täglichen Arbeit ausnahmslos an diesen Kodex zu halten.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und Risikomanagement ist integrierter Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. In Anlehnung an das Rahmenkonzept von COSO (The Committee of Sponsoring Organization of the Treadway Commission) werden unter dem Begriff des unternehmensweiten Risikomanagements das eigentliche Risikomanagement sowie das interne Kontrollsystem (IKS) subsumiert. Die wesentlichen Merkmale des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie der internen Revision in der AT&S sind in einem konzernweiten Risikomanagement- und Revisionshandbuch festgehalten.

Das Risiko- und Chancenmanagement-System enthält in dem auf Konzernebene definierten Risikokatalog neben den Finanzrisiken weitere Risikokategorien, die sich insbesondere auf strategische Risiken, Markt- und Beschaffungsrisiken, Umfeldrisiken und operative sowie Organisationsrisiken beziehen. Der Risikokatalog, der einen Orientierungsrahmen für die Unternehmensbereiche bei der Risikoidentifikation darstellt, wird dynamisch an die sich verändernde Unternehmenssituation angepasst. Wichtigste Zielsetzung des konzernweiten Risiko- und Chancenmanagements ist die Optimierung der Gesamtri-

LAGEBERICHT

sikoposition bei gleichzeitiger Nutzung der sich bietenden Chancen. Es erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an die Führungs- und Aufsichtsgremien.

In organisatorischer Hinsicht ist direkt beim Vorstand eine Stabstelle eingerichtet, die sowohl die konzernweite Koordination des Risikomanagements und internen Kontrollsystems als auch die Tätigkeiten der internen Revision wahrnimmt bzw. leitet. Gemäß Geschäftsordnung für den Vorstand ist die Stabstelle dem Finanzvorstand (CFO) unterstellt. Die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, der internen Revision und des Risikomanagementsystems sowie die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sind unter anderem besondere Aufgabenbereiche des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats. Neben der Einbindung des Prüfungsausschusses in den Rechnungslegungsprozess bei der Quartalsberichterstattung erfolgt daher eine regelmäßige Berichterstattung über Risikomanagement und Tätigkeiten der internen Revision an den Prüfungsausschuss (Risiko- und Revisionsbericht). Der Prüfungsausschuss berichtet wiederum an die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats.

Die Führungskräfte der AT&S sind als Risikoverantwortliche für die Identifikation, Analyse, Steuerung und Überwachung der Risiken in ihrem jeweiligen Bereich zuständig. Die lokale Werksleitung ist darüber hinaus für die Umsetzung des Risikomanagementprozesses in ihren Zuständigkeitsbereichen verantwortlich. Risikomanagement-Koordinatoren in der AT&S und deren Tochtergesellschaften unterstützen bei der Erfassung und Weiterleitung der Risikoinformationen. Im Sinne einer effizienten Ausgestaltung entsprechend der Unternehmensgröße ist die organisatorische Betreuung des internen Kontrollsystems analog ausgestaltet.

Auf Basis der im Management Manual dokumentierten Geschäftsprozesse werden von den Prozessverantwortlichen für jeden Haupt- bzw. Teilprozess die jeweiligen Risiken beschrieben und bewertet. Bei der Risikoeinschätzung sind grundsätzlich alle potenziell negativen Faktoren, die die Zielerreichung einer Organisation bzw. eines Prozesses gefährden, vom Prozesseigentümer zu dokumentieren. Die Kontrollziele für die Finanzberichterstattung werden von den bestehenden Risiken abgeleitet und den Kategorien Existenz (nur tatsächlich vorhandene und genehmigte Geschäftsvorfälle werden verarbeitet), Eintritt/Periodenabgrenzung (Abbildung der Geschäftsvorfälle in richtiger Periode oder zeitnahe Verarbeitung), Vollständigkeit (Geschäftsvorfälle, Vermögen und Schulden werden vollständig erfasst), Bewertung (Geschäftsvorfälle wurden mit angemessenen Bewertungsmethoden und richtig berechnet), Rechte & Pflichten (Das Unternehmen hat das wirtschaftliche Eigentum über die Vermögenswerte und Schulden sind tatsächlich Verpflichtungen des Unternehmens), Darstellung & Offenlegung (Ausweis im Jahresabschluss und anderen Berichten), Richtigkeit der Geschäftsvorfälle/Daten und Zugangsbeschränkung (Zugang zu IT-Systemen ist auf die Prozessverantwortlichen beschränkt) zugeordnet.

Die Dokumentation der internen Kontrollen (Geschäftsprozesse, Risiken, Kontrollmaßnahmen und Verantwortliche) erfolgt grundsätzlich in Form von Kontrollmatrizen, die in einer zentralen Management-Datenbank archiviert werden. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem beinhaltet dabei die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung im Sinne der beschriebenen Kontrollziele für die Finanzberichterstattung.

Die Prozesse der Rechnungslegung sind in gesonderten Verfahrensanweisungen dokumentiert. Nach Möglichkeit sind diese konzernweit einheitlich ausgestaltet und werden in einem standardisierten Dokumentationsformat abgebildet. Aus den spezifischen österreichischen Regelungen resultieren zusätzlich Anforderungen an die Rechnungslegungsprozesse. Die Grundlagen der Rechnungslegung und Berichterstattung sind in den Prozessbeschreibungen und weiters in ausführlichen Verfahrensanweisungen dokumentiert, die auch in einem zentralen Management Manual archiviert sind. Darüber hinaus werden Arbeitsbehelfe zu Bewertungsläufen, Bilanzierungsvorgängen und organisatorischen Erfordernissen im Zusammenhang mit den Rechnungslegungs- und Jahresabschlussprozessen erstellt und laufend aktualisiert. Die Terminplanungen erfolgen im Einklang mit den Konzernerfordernissen.

LAGEBERICHT

Die Steuerung der Prozesse zu Rechnungslegung und Lageberichterstellung erfolgen bei der AT&S durch den Bereich Accounting Austria/Group Finance, der dem Finanzvorstand unterstellt ist. Aufgrund der gesellschaftsrechtlichen Struktur, wonach die AT&S sowohl über produzierende Werke als auch wesentliche Beteiligungen verfügt und somit Holding- bzw. Gruppenfunktionen wahrnimmt, resultiert eine integrierte organisatorische Ausgestaltung im Finanz- und Rechnungswesenbereich. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Jahresabschluss und sonstiger Berichtserfordernisse analysiert.

Die Erfassung, laufende Verbuchung und Bilanzierung der Geschäftsfälle erfolgt mit einer einheitlichen und zentralen Softwarelösung von SAP. Die einzelnen Geschäftsfälle und Bewertungen können jeweils sowohl gemäß den konzerneinheitlichen IFRS als auch gemäß den lokalen Rechnungslegungsvorschriften verbucht werden, um diesen unterschiedlichen Anforderungen zu entsprechen.

Die interne Finanzberichterstattung erfolgt monatlich als Bestandteil der Konzernberichterstattung, wobei die Finanzinformationen durch die Organisationseinheit Group Accounting (ebenfalls Teilbereich von Group Finance) überprüft und analysiert werden. Die monatliche Soll-Ist-Abweichung mit entsprechender Kommentierung der Werksergebnisse sowie des Gesellschaftsergebnisses wird intern an die Führungskräfte und an die Mitglieder des Aufsichtsrats berichtet.

Die jährliche Budgeterstellung erfolgt durch die Organisationseinheit Controlling Austria in Zusammenarbeit mit Group Controlling, wobei dieser Bereich ebenfalls dem Finanzvorstand unterstellt ist. Auf Basis der Quartalsergebnisse und aktuellen Planungsinformationen werden unterjährig quartalsweise Vorschaurechnungen (Forecasts) für das verbleibende Geschäftsjahr erstellt. Die Vorschaurechnungen mit Kommentierung zum Budgetvergleich und Darstellungen zur Auswirkung von Chancen und Risiken bis Geschäftsjahresende werden an den Aufsichtsrat berichtet. Neben der regelmäßigen Berichterstattung werden Mehrjahresplanungen, projektbezogene Finanzinformationen oder Berechnungen über Investitionsvorhaben aufbereitet und an den Aufsichtsrat übermittelt.

Die Überwachung des gesamten internen Kontrollsystems und somit auch im Hinblick auf das Rechnungswesen und die Finanzberichterstattung erfolgt durch die prozessunabhängige Stabstelle Interne Revision, die dem Finanzvorstand unterstellt ist. Der Wirkungsbereich der internen Revision umfasst alle Funktionsbereiche und Gesellschaften des AT&S-Konzerns, somit neben der AT&S auch deren Tochtergesellschaften. Die Erteilung von Prüfungsaufträgen und die Behandlung der Prüfungsergebnisse obliegen dem Gesamtvorstand. Die Prüfungsaufträge werden durch Genehmigung des zumindest jährlich erstellten Revisionsplanes oder als Sonderauftrag durch den Vorstand erteilt. Der Revisionsplan sowie die Ergebnisse aus den internen Prüfungen werden unternehmensseitig an den Prüfungsausschuss berichtet.

9. Ausblick

Der zunehmende Einsatz von elektronischen Systemen im alltäglichen Leben, die Erhöhung der Durchdringungsrate von Kommunikationsanwendungen und die zunehmende Funktionalität bei den mobilen Endgeräten werden im folgenden Geschäftsjahr 2011/12 zu einer starken Nachfrage nach hochwertigen Leiterplatten führen. Aufgrund der Konzentration der AT&S auf diesen hochwertigen Bereich erwartet das Management, dass die AT&S überdurchschnittlich von diesen Entwicklungen profitieren wird. Insgesamt wird von einer jährlichen Steigerung des Konzernumsatzes in den nächsten Jahren von 10 % bis 13 % pro Jahr ausgegangen.

LAGEBERICHT

Um das erwartete Wachstum in den Geschäftsfeldern der AT&S ausreichend bedienen zu können, werden die Produktionskapazitäten vor allem in den Tochtergesellschaften der AT&S ausgebaut. Für das folgende Geschäftsjahr 2011/12 sind insbesondere Investitionen von über EUR 100 Mio. für den Vollausbau des bestehenden Werks in Shanghai sowie für die auf das folgende Geschäftsjahr entfallenden Errichtungskosten des neuen Werkes in Chongqing vorgesehen. In der AT&S sind für die beiden Produktionsstandorte Leoben-Hinterberg und Fehring Investitionen von über EUR 10 Mio. vorgesehen.

Vor allem mit den zusätzlichen Kapazitäten in den Tochtergesellschaften und den damit verbundenen Steigerungen beim Handelsumsatz erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2011/12 einen Umsatz von rund EUR 385 Mio. und somit eine Steigerung von 5 bis 10 % gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Bei den Produktionskosten und von den Tochtergesellschaften bezogenen Handelswaren ist von einer ähnlichen Kostenstruktur und daher entsprechenden Steigerung des Betriebsergebnisses auszugehen. Auf Basis der möglichen Ausschüttungen aus den Tochtergesellschaften sollte auch das Finanzergebnis einen deutlich positiven Wert ausweisen.

Leoben-Hinterberg, am 9. Mai 2011

Der Vorstand:

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h.

Ing. Heinz Moitzi e.h. Mag. Thomas Obendrauf e.h.

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, Leoben-Hinterberg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2010 bis 31. März 2011 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2011, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2011 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2011 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2010 bis zum 31. März 2011 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 9. Mai 2011

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Dr. Aslan Milla Wirtschaftsprüfer

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Leoben-Hinterberg, am 9. Mai 2011

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Vorstandsvorsitzender

Ing. Heinz Moitzi e.h. Technikvorstand

Mag. Thomas Obendrauf e.h. Finanzvorstand

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