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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG

Annual Report Jul 30, 2010

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Annual Report

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JAHRESFINANZBERICHT ZUM 31. März 2010

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Seite

Konzernabschluss zum 31. März 2010 1
Konzernlagebericht 2009/10 68
Bestätigungsvermerk zum Konzernabschluss 82
Jahresabschluss zum 31. März 2010 84
Lagebericht zum Jahresabschluss 2009/10 120
Bestätigungsvermerk zum Jahresabschluss 134
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 136

Konzernabschluss zum 31. März 2010

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 1
Konzernbilanz 2
Konzern-Geldflussrechnung 3
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 4
Anhang zum Konzernabschluss 5
Geschäftsjahr endend zum 31. März
(in TEUR) Erläuterung 2010 2009
Umsatzerlöse 1 372.184 449.881
Herstellungskosten 2 (327.301) (383.528)
Bruttogewinn 44.883 66.353
Vertriebskosten 2 (18.819) (22.427)
Allgemeine Verwaltungskosten 2 (17.739) (21.236)
Sonstiges betriebliches Ergebnis 4 2.646 3.892
Nicht wiederkehrende Posten 5 (36.533) (27.642)
Betriebsergebnis (25.562) (1.060)
Finanzierungserträge 6 2.956 15.795
Finanzierungsaufwendungen 6 (11.313) (14.530)
Finanzergebnis (8.357) 1.265
Ergebnis vor Steuern (33.919) 205
Ertragsteuern 7 (3.698) (5.992)
Konzernjahresergebnis (37.617) (5.787)
davon den Gesellschaftern des Mutterunternehmens
zuzurechnen (37.271) (5.376)
davon den Minderheitenanteilen zuzurechnen (346) (411)
Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des Mutterunter
nehmens zusteht (in EUR je Aktie):
25
- unverwässert (1,60) (0,23)
- verwässert (1,59) (0,23)

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Geschäftsjahr endend zum 31. März
(in TEUR) 2010 2009
Konzernjahresergebnis (37.617) (5.787)
Währungsumrechnungsdifferenzen (1.841) 40.292
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung zum beizule
genden Zeitwert von zur Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerten, nach Steuern 19 (17)
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von Sicherungs
instrumenten aus der Absicherung von Zahlungsströ
men, nach Steuern (299) --
Sonstiges Ergebnis (2.121) 40.275
Gesamtkonzernergebnis (39.738) 34.488
davon den Gesellschaftern des Mutterunternehmens
zuzurechnen (39.392) 34.891
davon den Minderheitenanteilen zuzurechnen (346) (403)

KONZERNBILANZ

31. März
(in TEUR) Erläuterung 2010 2009
VERMÖGENSWERTE
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 8 308.527 349.853
Immaterielle Vermögenswerte 9 2.037 2.238
Finanzielle Vermögenswerte 13 99 122
Übergedeckte Pensionsansprüche 18 620 46
Aktive latente Steuern 7 11.124 9.962
Sonstige langfristige Vermögenswerte 10 3.622 3.066
326.029 365.287
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 11 38.700 46.998
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Forderungen 12 90.976 101.013
Finanzielle Vermögenswerte 13 14.214 14.013
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 14 -- 2.151
Laufende Ertragsteuerforderungen 117 322
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15 13.354 7.031
157.361 171.528
Summe Vermögenswerte 483.390 536.815
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 23 45.680 45.680
Sonstige Rücklagen 24 (1.560) 561
Gewinnrücklagen 164.184 205.999
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens
zurechenbares Eigenkapital 208.304 252.240
Minderheitenanteile 489 494
Summe Eigenkapital 208.793 252.734
SCHULDEN
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten 17 105.197 97.060
Rückstellungen für Personalaufwand 18 11.369 9.751
Sonstige Rückstellungen 19 12.769 7.322
Passive latente Steuern 7 4.664 9.845
Sonstige Verbindlichkeiten 16 1.618 2.172
135.617 126.150
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten 16 60.436 53.022
Finanzielle Verbindlichkeiten 17 70.455 98.485
Laufende Ertragsteuerschulden 2.611 3.449
Sonstige Rückstellungen 19 5.478 2.975
138.980 157.931
Summe Schulden 274.597 284.081
Summe Eigenkapital und Schulden 483.390 536.815

KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG

Geschäftsjahr endend zum 31. März
(in TEUR) 2010 2009
Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis (37.617) (5.787)
Überleitungspositionen zum Nettogeldfluss aus laufender Geschäfts
tätigkeit:
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen von Anlage
vermögen und von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 60.042 53.436
Veränderung langfristiger Rückstellungen 5.447 6.528
Ertragsteuern 3.698 5.992
Finanzierungsaufwendungen/(-erträge) 8.357 (1.265)
(Gewinne)/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen 391 88
Auflösung von Investitionszuschüssen (1.695) (1.105)
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert (1.012) 1.303
Veränderungen des Working Capital:
- Vorräte 8.361 8.210
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 10.149 (4.357)
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten 5.652 (18.459)
- Sonstige Rückstellungen 2.255 1.251
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel
64.028 45.835
gezahlte Zinsen (7.453) (5.243)
erhaltene Zinsen und Dividendenerträge 728 966
gezahlte Ertragsteuern (10.300) (2.825)
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 47.003 38.733
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten (19.742) (59.058)
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten 237 256
Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochtergesellschaften,
abzüglich dabei veräußerter liquider Mittel 174 --
Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten (2.329) (3)
Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten 3.406 3.085
Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit (18.254) (55.720)
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 44.183 118.546
Auszahlungen für die Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten (63.675) (97.888)
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 899 1.645
Dividendenzahlungen (4.198) (7.930)
Nettomittelzufluss/(-abfluss) aus Finanzierungstätigkeit (22.791) 14.373
Nettozunahme/(-abnahme) von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel
äquivalenten 5.958 (2.614)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang 7.031 9.364
Währungsgewinne/(-verluste) aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel
äquivalenten 365 281
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresende 13.354 7.031

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

Den
Gesellschaftern
des Mutter
unternehmens
Summe
(in TEUR) Gezeichne
tes Kapital
Sonstige
Rücklagen
Gewinn
rücklagen
zurechenbares
Eigenkapital
Minderheiten
anteile
Eigen
kapital
Stand zum 31. März 2008 45.658 (39.714) 219.817 225.761 530 226.291
Gesamtkonzernergebnis in 2008/09
Aktienoptionsprogramme:
-- 40.275 (5.376) 34.899 (403) 34.496
- Wert der erbrachten Leistungen 22 -- -- 22 -- 22
Dividendenzahlung für 2007/08 -- -- (7.930) (7.930) -- (7.930)
Minderheitenanteile durch
Unternehmenserwerbe und
Umgliederung von auf Min
derheitenanteile entfallenden
Verlusten -- -- (512) (512) 367 (145)
Stand zum 31. März 2009 45.680 561 205.999 252.240 494 252.734
Gesamtkonzernergebnis in 2009/10 -- (2.121) (37.271) (39.392) (346) (39.738)
Dividendenzahlung für 2008/09 -- -- (4.198) (4.198) -- (4.198)
Umgliederung von auf Minderheiten
anteile entfallenden Verlusten
-- -- (346) (346) 346 --
Veränderung Konsolidierungskreis -- -- -- -- (5) (5)
Stand zum 31. März 2010 45.680 (1.560) 164.184 208.304 489 208.793

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

I. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

A. Allgemeines

AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz "die Gesellschaft" und mit ihren Tochtergesellschaften "der Konzern" genannt) wurde in Österreich gegründet. Der Sitz der Gesellschaft ist in Österreich, Fabriksgasse 13, A-8700 Leoben-Hinterberg.

Unternehmensgegenstand sind die Fertigung und der Vertrieb von Leiterplatten und die Durchführung von damit verbundenen Dienstleistungen primär für die Telekommunikations-, Automobil- und Industrieelektronik. Die Produkte werden im europäischen und asiatischen Raum sowohl direkt bei den Erstausrüstern (OEM – Original Equipment Manufacturer) als auch bei Auftragsfertigern (CEM – Contract Electronic Manufacturer) abgesetzt.

Die Gesellschaft notiert seit 20. Mai 2008 an der Wiener Börse, Österreich, im Börsesegment Prime Market und wird seit 15. September 2008, nach einer Phase des Doppellisting auf dem bisherigen Börseplatz Frankfurt am Main, ausschließlich an der Wiener Börse gehandelt. Vor dem Wechsel des Börseplatzes notierte die Gesellschaft seit 16. Juli 1999 an der Frankfurter Börse, Deutschland, im Segment Prime Standard.

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 245a UGB in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS) und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses herangezogenen Bewertungsgrundlagen basieren auf historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten – mit Ausnahme der Wertpapiere und der derivativen Finanzinstrumente, die mit dem beizulegenden Zeitwert bzw. zu Marktwerten bewertet werden.

a. Konsolidierungsgrundsätze

Abschlussstichtag für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. März 2010 mit folgender Ausnahme: Aufgrund der gesetzlichen Lage in China entspricht das Geschäftsjahr der AT&S (China) Company Limited dem Kalenderjahr (31. Dezember 2009), sodass die Einbeziehung auf Basis eines Zwischenabschlusses zum 31. März 2010 erfolgte.

Der Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 10. Mai 2010 zur Veröffentlichung freigegeben. Der Einzelabschluss der Gesellschaft, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, wird am 8. Juni 2010 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und Feststellung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Gesellschafter können diesen Einzelabschluss in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind – neben der Gesellschaft – folgende Tochterunternehmen ab dem Zeitpunkt einbezogen und vollkonsolidiert, ab dem die Gesellschaft die Möglichkeit hat, die Finanzund Geschäftspolitik des Tochterunternehmens zu bestimmen, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %:

  • AT&S India Private Limited, Indien (im Folgenden AT&S Indien genannt, Anteil 100 %),
  • AT&S Verwaltungs GmbH & Co KG, Deutschland (Anteil 100 %),
  • AT&S Deutschland GmbH, Deutschland (Anteil 100 %),
  • C2C Technologie für Leiterplatten GmbH, Österreich (Anteil 100 %),
  • AT&S (China) Company Limited, China (im Folgenden AT&S China genannt, Anteil 100 %),
  • DCC Development Circuits & Components GmbH, Österreich (Anteil 100 %),
  • AT&S Klagenfurt Leiterplatten GmbH, Österreich (Anteil 77,32 %),
  • AT&S Asia Pacific Limited, Hongkong (im Folgenden AT&S Asia Pacific genannt, Anteil 100 %),
  • AT&S Japan K.K., Japan (Anteil 100 %),
  • AT&S Korea Co., Ltd., Südkorea (im Folgenden AT&S Korea genannt, Anteil 98,76 %),
  • AT&S Americas LLC, USA (im Folgenden AT&S Americas genannt, Anteil 100 %).

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitsanteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Konsolidierungskreisänderungen

Die AT&S ECAD Technologies Private Limited, Indien und deren Tochtergesellschaft AT&S ECAD Technologies Inc., USA wurden per Anfang Juni 2009 endkonsolidiert.

Konsolidierungsmethoden

Alle wesentlichen Konzernsalden und -transaktionen wurden eliminiert, damit der Konzernabschluss die Rechnungslegungsinformationen über den Konzern so darstellt, als würde es sich bei dem Konzern um ein einziges Unternehmen handeln.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach den Bestimmungen des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse" (Consolidated and Separate Financial Statements). Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Zwischenergebnisse im Anlage- und Vorratsvermögen werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Im Übrigen werden für alle einbezogenen Tochterunternehmen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.

Der Konzern betrachtet Transaktionen mit Minderheiten als Transaktionen mit Eigenkapitalgebern des Konzerns. Bei Käufen von Minderheitenanteilen wird die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem zuordenbaren erworbenen Anteil am Nettoreinvermögen des Tochterunternehmens vom Eigenkapital abgezogen. Gewinne oder Verluste aus Veräußerungen an Minderheiten werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst. Bei Verkäufen an Minderheiten wird die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem zuordenbaren veräußerten Anteil am Nettoreinvermögen des Tochterunternehmens auch im Eigenkapital erfasst.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

b. Geschäftssegmentinformationen

Als Geschäftssegment wird ein Unternehmensbestandteil, der Geschäftstätigkeiten betreibt und dessen Betriebsergebnisse regelmäßig von der verantwortlichen Unternehmensinstanz überprüft werden, bezeichnet. Mit den Geschäftstätigkeiten werden Umsatzerlöse erwirtschaftet und es fallen Aufwendungen an, wobei diese auch im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen mit anderen Geschäftssegmenten des Unternehmens stehen können. Für die einzelnen Geschäftssegmente liegen separate Finanzinformationen vor.

Gemäß der internen Berichterstattung nach regionalen Produktionsstandorten ist zwischen den beiden Geschäftssegmenten Europa und Asien zu unterscheiden. Das Geschäftssegment Europa umfasst die Aktivitäten der Produktionsstandorte in Österreich und das Geschäftssegment Asien die Aktivitäten der Produktionsstandorte in China, Indien und Südkorea. Die Geschäftssegmente inkludieren jeweils auch die den betroffenen Produktionsstandorten zuzurechnenden Vertriebsaktivitäten.

c. Fremdwährungen

Die Konzerndarstellungswährung ist der Euro (EUR). Die funktionale Währung ausländischer Tochterunternehmen ist die jeweilige Landeswährung.

Ausländische Gesellschaften

Die Umrechnung der Bilanzen der AT&S Indien, AT&S China, AT&S Asia Pacific, AT&S Japan K.K., AT&S Korea und AT&S Americas erfolgt mit Ausnahme der Eigenkapitalpositionen (historischer Kurs) mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres. Die Auswirkungen von Wechselkursveränderungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Fremdwährungstransaktionen

In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsposten zum Umrechnungskurs des Entstehungstages bewertet. Monetäre Posten werden zum Bilanzstichtag mit dem Kurs des Abschlussstichtages umgerechnet; nicht monetäre Posten, die nach dem Anschaffungskostenprinzip bilanziert worden sind, werden unverändert mit dem Kurs der Erstbuchung ausgewiesen. Die Währungsdifferenzen aus der Umrechnung monetärer Posten - mit Ausnahme jener aus "Jederzeit verkaufbare Wertpapiere" werden erfolgswirksam erfasst. Die Währungsdifferenzen aus "Jederzeit verkaufbare Wertpapiere" werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

d. Ertragsrealisierung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden abzüglich Umsatzsteuer und Erlösschmälerungen entsprechend den Incoterms zum Zeitpunkt der Eigentumsübertragung an den Kunden realisiert. Transportkosten im Zusammenhang mit den Umsatzerlösen sind in den Vertriebskosten ausgewiesen.

Zinserträge

Die Zinserträge werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Vermögenswertes erfasst.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

e. Ertragsteuern

Die Ertragsteuerbelastung basiert auf dem Jahresgewinn und berücksichtigt latente Steuern.

Aktive und passive Steuerabgrenzungen werden im Konzern unter Anwendung der bilanzorientierten Methode angesetzt. Dabei wird der erwartete Steuereffekt aus Differenzen zwischen den Buchwerten im Konzernabschluss und den steuerlichen Buchwerten, die sich in den Folgejahren wieder ausgleichen, durch Bildung von aktiven und passiven latenten Steuerpositionen berücksichtigt. Bei der Berechnung des Steuereffekts wurde der derzeit jeweils gültige oder verbindlich verlautbarte Steuersatz unterstellt.

Steuerabgrenzungen ergeben sich aus der Bewertung bestimmter Positionen der Vermögenswerte und Schulden sowie steuerlichen Verlustvorträgen und Firmenwertabschreibungen.

Latente Steuern auf die – erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten – noch nicht realisierten Gewinne/ Verluste von jederzeit verkaufbaren Wertpapieren sowie auf noch nicht realisierte Gewinne/Verluste aus Sicherungsinstrumenten zur Absicherung von Zahlungsströmen werden ebenso erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Aktive latente Steuerabgrenzungen auf Verlustvorträge sind nach IFRS zu bilden, wenn angenommen werden kann, dass diese durch zukünftige steuerliche Gewinne genutzt werden können.

Latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

f. Sachanlagen

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Anschaffungsnebenkosten und Erweiterungsinvestitionen werden aktiviert, hingegen werden Instandhaltungsaufwendungen in jener Periode aufwandswirksam erfasst, in der sie angefallen sind.

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswertes aktiviert. Im vorliegenden Konzernabschluss wurden keine diesbezüglichen Fremdkapitalkosten aktiviert.

Die Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagen abgeschrieben, ab dem sie sich im betriebsbereiten Zustand befinden. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis. Grundstücke werden nicht abgeschrieben.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibung liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Gebäude und Bauten 15 - 50 Jahre
Maschinen und technische Anlagen 5 - 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre

Abschreibungsdauer und Abschreibungsmethode werden jährlich zum Ende des Geschäftsjahres überprüft.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Erwartete Abbruch- und Entsorgungskosten am Ende der Nutzungsdauer werden als Teil der Anschaffungskosten aktiviert und in eine Rückstellung eingestellt. Voraussetzung dafür ist eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten und dass eine Schätzung zuverlässig durchgeführt werden kann.

Gemietete Sachanlagen, bei denen der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen innehat und die wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind, werden entsprechend IAS 17 "Leasingverhältnisse" (Leases) mit dem Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Anlagegegenstandes. Ist zu Beginn des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sichergestellt, dass das Eigentum auf den Leasingnehmer übergehen wird, so wird der Vermögenswert über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer, abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind abgezinst passiviert. Die laufenden Zahlungen der Leasingraten werden in Tilgungsanteil und Finanzierungskosten aufgeteilt.

Die überlassenen Gegenstände aller anderen Leasing- und Pachtverträge werden als operatives Leasing behandelt und dem Vermieter oder Verpächter zugerechnet. Die Mietzahlungen werden als Aufwand erfasst.

Die aus der Stilllegung oder aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens resultierenden Gewinne oder Verluste, die sich aus der Differenz zwischen Nettoveräußerungswert und Buchwert ergeben, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

g. Immaterielle Vermögenswerte

Patente, Markenrechte und Lizenzen

Ausgaben für erworbene Patente, Markenrechte und Lizenzen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert und linear über ihre gewöhnliche Nutzungsdauer von 4 bis 10 Jahren abgeschrieben. Abschreibungsdauer und Abschreibungsmethode werden jährlich zum Ende des Geschäftsjahres überprüft.

Firmenwerte

Der Geschäfts- oder Firmenwert, der den Überschuss der Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Erwerbers an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens darstellt, wird zum Erwerbszeitpunkt als immaterieller Vermögenswert angesetzt.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden ergebniswirksam im Jahr ihres Entstehens in den Herstellungskosten erfasst. Entwicklungskosten stellen ebenfalls Periodenaufwand dar. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die folgenden Nachweise kumulativ erbracht werden können:

  • Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes ist gegeben, damit er zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung stehen wird.
  • Die Absicht besteht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen.
  • Die Fähigkeit ist vorhanden, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.
  • Wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen Nutzen erzielen wird, ist nachweisbar.
  • Die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können, ist gegeben.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

  • Es besteht die Fähigkeit zur verlässlichen Bestimmung der im Rahmen der Entwicklung des immateriellen Vermögenswertes zurechenbaren Aufwendungen.

Im vorliegenden Konzernabschluss wurden keine Entwicklungskosten aktiviert.

h. Abschreibungen für Wertverluste und Zuschreibungen auf Sachanlagen, immaterielles Anlagevermögen und zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Die Werthaltigkeit der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte wird regelmäßig daraufhin überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Liegt der erzielbare Betrag des jeweiligen Anlagegegenstandes unter dem Buchwert, erfolgt eine Abschreibung für Wertverluste (Impairment) in Höhe des Unterschiedsbetrages. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende seiner Nutzungsdauer erwartet werden.

Es wird jährlich untersucht, ob eine Wertminderung (Impairment) des Geschäfts- oder Firmenwertes vorliegt. Falls unterjährig Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte, erfolgt eine sofortige Überprüfung. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units) verteilt.

Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst werden wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung.

Fällt die Ursache für eine in der Vergangenheit erfolgte Abschreibung für Wertverluste weg, wird, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes, eine Zuschreibung für Wertaufholung auf die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen.

i. Vorräte

Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Veräußerungskosten. Anschaffungskosten werden durch die FIFO-Methode (first-in, first-out) ermittelt. Bei der Ermittlung der Herstellkosten für unfertige und fertige Erzeugnisse werden Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne und andere direkt zurechenbare Kosten sowie angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Zinsen werden nicht angesetzt.

j. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Die Forderungen werden zum Nennwert, abzüglich Wertberichtigungen für mögliche Ausfälle, bilanziert. Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Risikovorsorgen decken alle erkennbaren Bonitäts- und Länderrisiken ab.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

k. Finanzielle Vermögenswerte

Ansatz und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgen nach dem Erfüllungsdatum. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Der Erstansatz erfolgt, außer bei den "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten" finanziellen Vermögenswerten, zuzüglich der Transaktionskosten.

Finanzielle Vermögenswerte werden in nachfolgend erläuterte Kategorien unterteilt. Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck der finanziellen Vermögenswerte ab und wird jährlich überprüft.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Finanzinstrumente, die hauptsächlich mit der Absicht erworben wurden, einen Gewinn aus kurzfristigen Schwankungen des Preises oder der Händlermarge zu erzielen, sind als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt zu Zeitwerten exklusive Transaktionskosten, in späteren Perioden zum jeweils aktuellen Marktwert. Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste werden in der Gewinnund Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst. Dies betrifft im Wesentlichen zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere. Derivative Finanzinstrumente gehören ebenfalls dieser Kategorie an, sofern nicht das "Hedge Accounting" zur Anwendung gelangt (siehe l. Derivative Finanzinstrumente).

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere

Die bis zur Endfälligkeit gehaltenen Wertpapiere werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Gegebenenfalls erforderliche Wertminderungen werden erfolgswirksam vorgenommen.

Ausleihungen und Forderungen

Ausleihungen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. In der Bilanz werden diesbezügliche Vermögenswerte unter der Position "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" ausgewiesen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte betreffen jederzeit verkaufbare Wertpapiere (Securities Available-for-Sale). Es handelt sich dabei um Wertpapiere, die nach Meinung des Managements als Reaktion auf einen – oder wegen eines – erwarteten Liquiditätsbedarf/s oder aufgrund erwarteter Änderungen von Zinssätzen, Wechselkursen oder Aktienkursen verkauft werden können, wobei die Einteilung in lang- und kurzfristige Aktiva in Übereinstimmung mit der voraussichtlichen Behaltedauer erfolgt.

Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten zuzüglich Transaktionskosten, in späteren Perioden zum jeweils aktuellen Marktwert. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden abzüglich entsprechender Ertragsteuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, bis diese Wertpapiere verkauft oder als wertgemindert eingestuft werden.

Zins- und Dividendenerträge aus jederzeit verkaufbaren Wertpapieren werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst.

Bei der Veräußerung von jederzeit verkaufbaren Wertpapieren wird der kumulierte und bis dahin im Eigenkapital erfasste nicht realisierte Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung der Berichtsperiode im Finanzergebnis erfasst.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Sobald ein jederzeit verkaufbares Wertpapier als wertgemindert eingestuft wird, wird der bis dahin im Eigenkapital erfasste, kumulierte nicht realisierte Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst. Eine Wertminderung ist dann gegeben, wenn Hinweise darauf bestehen, dass der beizulegende Zeitwert unter den Buchwert gesunken ist. Dies ist insbesondere dann gegeben, wenn der Rückgang des Marktpreises ein solches Ausmaß annimmt, dass eine Wertaufholung auf den Anschaffungswert innerhalb eines vorhersehbaren Zeitraums vernünftigerweise nicht erwartet werden kann. Eine Werthaltigkeitsprüfung erfolgt zu jedem Bilanzstichtag.

Weiters werden unter den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten jene finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen, die keiner der anderen der dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Wenn sich für nicht börsenotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen lässt, werden diese finanziellen Vermögenswerte mit den Anschaffungskosten bewertet. Gegebenenfalls erforderliche Wertminderungen werden erfolgswirksam vorgenommen, wobei diesbezügliche Wertminderungen nicht rückgängig gemacht werden.

l. Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern schließt derivative Finanzgeschäfte ab, um sich gegen Währungsschwankungen bei Transaktionen in Fremdwährung – in erster Linie in US-Dollar – abzusichern. Diese Instrumente betreffen hauptsächlich Devisentermingeschäfte, Währungsoptionen sowie Währungsswaps und werden abgeschlossen, um den Konzern gegen Wechselkursschwankungen – durch Fixierung von zukünftigen Wechselkursen für Fremdwährungsaktiva und -passiva – zu schützen.

Der Konzern schließt weiters Zinsswaps ab, um sich gegen Zinssatzschwankungen abzusichern.

Wertschwankungen der gesicherten Position werden durch korrespondierende Wertschwankungen des Termingeschäfts ausgeglichen. Der Konzern setzt keine Finanzinstrumente für spekulative Zwecke ein.

Die erstmalige Erfassung bei Vertragsabschluss und die Folgebewertung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt mit deren Marktwerten. Das "Hedge Accounting" gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" (Financial Instruments: Recognition and Measurement), wonach Veränderungen der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden, kommt dann zur Anwendung, wenn eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 für Sicherungsinstrumente aus der Absicherung von Zahlungsströmen vorliegt. Sofern kein erfolgsneutrales "Hedge Accounting" anzuwenden ist, werden unrealisierte Gewinne und Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst.

m. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Termingelder, täglich fällige Bankguthaben sowie kurzfristige, hoch liquide Veranlagungen mit einer Gesamtlaufzeit von bis zu drei Monaten (Commercial Papers und Geldmarktfonds).

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

n. Minderheitenanteile

Die Minderheitenanteile stellen sich wie folgt dar:

  • 22,68 % betreffen das Eigenkapital an der AT&S Klagenfurt Leiterplatten GmbH,
  • 1,24 % betreffen das Eigenkapital an der AT&S Korea.

Die auf Minderheitenanteile entfallenden Verluste können den auf diese Anteile entfallenden Anteil am Eigenkapital dieser Gesellschaften übersteigen. Der übersteigende Betrag und jeder weitere auf Minderheitenanteile entfallende Verlust wird gegen die Mehrheitsbeteiligung am Konzerneigenkapital verrechnet, mit Ausnahme des Betrages, für den die Minderheiten eine verbindliche Verpflichtung besitzen und in der Lage sind, die Verluste auszugleichen.

o. Rückstellungen

Rückstellungen werden bilanziert, wenn der Konzern eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten hat, die auf vorangegangenen Ereignissen beruht, und es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen notwendig sein werden, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können, und der Betrag verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und der jeweiligen Neueinschätzung angepasst.

Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert.

p. Rückstellungen für Personalaufwand

Rückstellungen für Pensionen

Im Konzern bestehen für die betriebliche Altersvorsorge verschiedene beitrags- und leistungsorientierte Versorgungssysteme.

Bei beitragsorientierten Pensionszusagen (Defined Contribution) werden die Zusagen durch fixierte Beträge an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen geleistet. Diese Beiträge werden im Personalaufwand ausgewiesen. Eine Rückstellung ist nicht zu bilden, da über die festgelegten Beträge hinaus keine weiteren Verpflichtungen gegeben sind.

Für Vorstände und bestimmte leitende Angestellte bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen (Defined Benefit), die zu jedem Bilanzstichtag durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker bewertet werden. Die Verpflichtung des Konzerns besteht darin, die zugesagten Leistungen an aktive und ausgeschiedene Vorstände und leitende Angestellte sowie deren Angehörige zu erfüllen. Die sich nach der Methode laufender Einmalprämien des Anwartschaftsansammlungsverfahrens (Projected Unit Credit Method) ergebende Pensionsverpflichtung wird bei einem fondsfinanzierten Versorgungssystem in Höhe des Vermögens des Fonds gekürzt. Der Barwert der Anwartschaft wird aufgrund der geleisteten Dienstjahre, der erwarteten Gehaltsentwicklung und der Rentenanpassungen berechnet.

Soweit das Fondsvermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen passiviert. Übersteigt das Fondsvermögen die Pensionsverpflichtung, wird der übersteigende Wert unter den überdeckten Pensionsansprüchen ausgewiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Der im jeweiligen Geschäftsjahr erfasste Personalaufwand basiert auf Erwartungswerten und beinhaltet die erworbenen Ansprüche, den Zinsaufwand, die versicherungstechnischen Ergebnisse unter Anwendung der Korridormethode sowie die Veranlagungsergebnisse der zur Deckung vorgesehenen Vermögenswerte.

Zu jedem Bilanzstichtag ergeben sich aufgrund der Änderung von versicherungsmathematischen Schätzannahmen (Fluktuationsrate, aktueller Marktzinssatz erstrangiger festverzinslicher Industrieanleihen, Gehaltsniveau sowie die tatsächlichen Erträge aus dem zweckgebundenen Vermögen des Pensionsfonds) wertmäßige Auswirkungen, die als versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste bezeichnet werden. Diese versicherungstechnischen Ergebnisse werden unter Anwendung der Korridormethode gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" (Employee Benefits) bilanziert. Die Verteilung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten außerhalb des Korridors (10 % des Barwertes der Verpflichtung oder des dem Planvermögen beizulegenden Zeitwerts) erfolgt über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer, jene innerhalb des Korridors werden nicht angesetzt.

Rückstellungen für Abfertigungen

Abfertigungen sind aufgrund arbeitsrechtlicher Bestimmungen im Wesentlichen bei Kündigungen durch den Dienstgeber sowie bei Pensionsantritt zu bezahlen. Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgt zu jedem Bilanzstichtag durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiter der österreichischen Gesellschaften bestehen direkte Verpflichtungen, welche den wesentlichen Teil der Abfertigungsverpflichtungen des Konzerns darstellen. Diese Verpflichtungen werden, unter Anwendung des IAS 19, nach dem Anwartschaftsansammlungsverfahren unter Berücksichtigung der Korridormethode bewertet und stellen ungedeckte Abfertigungsansprüche dar. Die Verteilung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten außerhalb des Korridors erfolgt über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer. Für seit dem 1. Jänner 2003 eingetretene Mitarbeiter wird der Abfertigungsanspruch durch laufende Beiträge in eine Mitarbeitervorsorgekasse (MVK) abgegolten. Diese laufenden Beiträge werden im Personalaufwand ausgewiesen. Eine darüber hinausgehende Verpflichtung des Unternehmens besteht nicht.

Für Mitarbeiter der Gesellschaften in Indien sind die Abfertigungsansprüche durch Lebensversicherungen gedeckt. Weiters bestehen bei den Mitarbeitern in Südkorea Abfertigungsansprüche.

Der im jeweiligen Geschäftsjahr erfasste Personalaufwand basiert auf Erwartungswerten und beinhaltet die erworbenen Ansprüche, den Zinsaufwand sowie die versicherungstechnischen Ergebnisse unter Anwendung der Korridormethode.

Rückstellungen für sonstige Dienstnehmeransprüche

Die Personalrückstellungen für sonstige Dienstnehmeransprüche beinhalten Rückstellungen für Jubiläumsgelder und betreffen die Mitarbeiter in Österreich und China.

Jubiläumsgelder sind kollektivvertraglich festgelegte, einmalige, vom Entgelt und der Betriebszugehörigkeit abhängige Sonderzahlungen. Das Erreichen einer Anzahl von Dienstjahren, die ununterbrochen sein müssen, ist Voraussetzung. Die Bewertung erfolgt nach dem Anwartschaftsansammlungsverfahren unter Zugrundelegung derselben Parameter wie bei den Abfertigungen, jedoch ohne Berücksichtigung der Korridormethode. Der im jeweiligen Geschäftsjahr erfasste Personalaufwand beinhaltet die erworbenen Ansprüche, den Zinsaufwand und die versicherungstechnischen Ergebnisse. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker die Bewertung der Verpflichtung.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

q. Aktienorientierte Mitarbeitervergütungen

Der Konzern hat sowohl einen aktienbasierten Vergütungsplan, der durch die Ausgabe eigener Anteile bedient wird, als auch einen aktienbasierten Vergütungsplan, mit wahlweisem Barausgleich oder Ausgleich durch eigene Anteile, aufgelegt. Diese aktienorientierten Mitarbeitervergütungen (Stock-Option-Pläne) werden gemäß IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" (Share-based Payment) bilanziert.

Der beizulegende Zeitwert der von den Mitarbeitern als Gegenleistung für die Gewährung der Aktienoptionen erbrachten Arbeitsleistung wird als Aufwand erfasst. Der Konzern berücksichtigt eine entsprechende Zunahme im Eigenkapital, wenn ein Ausgleich für die erbrachten Arbeitsleistungen durch Ausgabe eigener Anteile erfolgt. Es wird auf Punkt 23 "Gezeichnetes Kapital" verwiesen. Der Konzern berücksichtigt eine Zunahme als Verbindlichkeit, wenn wahlweise ein Barausgleich oder Ausgleich durch Ausgabe eigener Anteile erfolgt. Es wird auf Punkt 16 "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten" verwiesen.

r. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten angesetzt und in Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages bewertet.

s. Öffentliche Zuwendungen

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendungen erfüllt.

Öffentliche Zuwendungen für Aufwendungen werden über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Aufwendungen, für deren Kompensation sie gewährt werden, anfallen. Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden als Abgrenzungsposten innerhalb der Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst. Die erfolgswirksame Erfassung der öffentlichen Zuwendungen für Aufwendungen und Investitionen wird im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

t. Eventualschulden, -forderungen und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eventualschulden werden in der Bilanz nicht berücksichtigt, aber im Anhang erläutert. Sie werden dann nicht offengelegt, wenn der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen unwahrscheinlich ist.

Eine Eventualforderung wird im Konzernabschluss nicht berücksichtigt, aber offen gelegt, wenn der Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

u. Neue Rechnungslegungsvorschriften

Im Konzernabschluss werden die am Bilanzstichtag bereits verpflichtend in Kraft getretenen IFRS angewendet. Der IASB hatte zum vergangenen Bilanzstichtag bereits Änderungen bei bestehenden Standards verabschiedet sowie neue Standards und Interpretationen herausgegeben, die ab 2009/10 verpflichtend anzuwenden sind. Diese Regelungen sind auch in der EU anzuwenden und betreffen folgende Standards:

  • IFRS 8 "Geschäftssegmente" ersetzt IAS 14 "Segmentberichterstattung" (Anwendung des "Management Approach", wonach Geschäftssegmente wie bei der internen Berichterstattung des Managements verwendet werden)
  • IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme"
  • IFRIC 14 "IAS 19 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung"
  • IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" und IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" (Änderung: Ansatz des Beteiligungsbuchwertes des Tochterunternehmens im IFRS-Einzelabschluss des Mutterunternehmens)
  • IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und "IAS 1 (2007)" ersetzen den bestehenden IAS 1
  • IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" (Änderung: Ausübungsbedingungen und Kündigungen)
  • IAS 23 "Fremdkapitalkosten" (Änderung: Verpflichtende Aktivierung von Fremdkapitalkosten für einen qualifizierten Vermögenswert)
  • IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" und IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" (Änderung: Kündbare Finanzinstrumente und Verpflichtungen aus Kündigungen)

Weiters wurden im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprojekts des IASB im Mai 2008 insgesamt 20 Standards geändert, welche ebenfalls von der EU bereits übernommen wurden und im Geschäftsjahr 2008/09 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Änderungen:

  • IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" und entsprechende Änderung von IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" (Änderung: Plan zur Veräußerung von Anteilen an einem Tochterunternehmen, die zum Verlust der Beherrschung führt)
  • IAS 23 "Fremdkapitalkosten" (Änderung: Bestandteile der Fremdkapitalkosten)
  • IAS 16 "Sachanlagen" (Änderung: Verkauf von zu Vermietungszwecken gehaltenen Vermögenswerten sowie erzielbarer Betrag)
  • IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" (Änderung: Eventualverbindlichkeiten)
  • IAS 20 "Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand" (Änderung: Bilanzierung von unterverzinslichen Darlehen der öffentlichen Hand)
  • IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" (Änderung: Bewertung von zur Veräußerung gehaltenen Tochterunternehmen im Einzelabschluss des Mutterunternehmens)
  • IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" (Änderung: Wertaufholungsverbot und Goodwill sowie Angaben für Anteile an assoziierten Unternehmen und gemeinschaftlich geführten Unternehmen)
  • IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" (Änderung: Beschreibung der Bewertungsbasis in Jahresabschlüssen)
  • IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" (Änderung: Anhangangaben zur Ermittlung des erzielbaren Betrags bei der Anwendung des Fair-value-less-cost-to-sell)
  • IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" (Änderung: Werbung und Verkaufsförderung sowie anzuwendende Abschreibungsmethode)

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

  • IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" (Änderungen: Umklassifizierung von Finanzinstrumenten, Anpassung des Effektivzinssatzes sowie Sicherungsbeziehung und Segmentberichterstattung)
  • IAS 40 "Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien" (Änderungen: Immobilien, die für die zukünftige Nutzung als Finanzinvestition erstellt oder entwickelt werden sowie Unmöglichkeit der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts)
  • IAS 41 "Landwirtschaft" (Änderungen: Berechnung des beizulegenden Zeitwerts sowie Marktzinssatz bei der Diskontierung künftiger Cashflows)

Die Änderungen sind für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen, mit Ausnahme der Änderung des IFRS 5 und IFRS 1 (anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen). Der Konzern wendet daher diese Neuregelungen ab dem Geschäftsjahr 2009/10 an bzw. werden die Änderungen von IFRS 5 und IFRS 1 ab dem folgenden Geschäftsjahr 2010/11 anwendet werden.

Folgende Standardänderungen im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprojekts des IASB vom Mai 2008 betreffen Formulierungsänderungen oder redaktionelle Änderungen, die keine oder nur minimale Auswirkungen auf die Bilanzierung haben. Diese Änderungen und Neuregelungen werden im Konzern ab dem Geschäftsjahr 2009/10 angewendet:

  • IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" (Änderung: Darstellung des Finanzergebnisses)
  • IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler" (Änderung: Leitlinien)
  • IAS 10 "Ereignisse nach dem Abschlussstichtag" (Änderung: Dividenden, die nach dem Bilanzstichtag, aber vor der Freigabe des Abschlusses zur Veröffentlichung beschlossen wurden)
  • IAS 18 "Umsatzerlöse" (Änderung: Kosten der Darlehensbegebung)
  • IAS 20 "Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand" (Änderung: Anpassung der Terminologie)
  • IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" (Änderung: Anpassung der Terminologie)
  • IAS 34 "Zwischenberichterstattung" (Änderung: Ergebnisse je Aktie)
  • IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" (Änderung: Anpassung der Terminologie)
  • IAS 41 "Landwirtschaft" (Änderung: Anpassung der Terminologie; Änderung eines Beispiels)

Die ab dem Geschäftsjahr 2009/10 anzuwendenden Änderungen der angeführten Regelungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Von den Änderungen ist insbesondere die Abschlussdarstellung betroffen, die gemäß den geänderten Regelungen des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IFRS 8 "Geschäftssegmente" angepasst wurde. Im Wesentlichen werden dementsprechend die Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die bisher in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung aufgegliedert wurden, nunmehr in der zusätzlichen Konzern-Gesamtergebnisrechnung dargestellt. Weiters ergeben sich aus den geänderten Regelungen des IAS 1 die gesonderte Angabe der Ertragsteuern und der in das Konzernergebnis erfolgten Umgliederungen in Bezug auf jede Komponente des sonstigen Ergebnisses.

Die erstmalige Anwendung des IFRS 8 "Geschäftssegmente" führte zu keiner Veränderung im Bereich der Segmente, weil sich das bisherige primäre Segmentberichtsformat bereits an der internen Berichterstattung orientierte.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Aufgrund der Änderungen des IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" ergeben sich zusätzliche Angaben zu den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten gemäß Bewertungshierarchien, weiters zusätzliche Angaben zum Liquiditätsrisiko und zu den Nettoergebnissen je Finanzinstrumentkategorie. Von der Befreiung zur Angabe von Vorjahresvergleichsangaben wird Gebrauch gemacht.

Alle anderen neu anzuwendenden Regelungen, die im Geschäftsjahr 2009/10 erstmals anzuwenden waren, hatten keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Der IASB hat weitere Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2009/10 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Die folgenden Standards und Interpretationen wurden bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses von der EU übernommen und im offiziellen Journal veröffentlicht:

  • IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" und IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" (Änderungen: Erfassung von Kosten eines Unternehmenszusammenschlusses, Wahlrecht Full-Goodwill-Methode; Klarstellungen zu stufenweisem Erwerb und sonstige Überarbeitung)

Die Änderungen sind für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Der Konzern wird daher diese Neuregelungen ab dem Geschäftsjahr 2010/11 anwenden.

Von der Europäischen Union wurden eine Reihe von weiteren Änderungen von Standards sowie neue und geänderte Interpretationen publiziert und übernommen. Die Auswirkungen dieser Regelungen auf den Konzernabschluss sind nicht wesentlich und werden daher im Detail nicht dargestellt.

Zusätzlich wurden Änderungen von Standards, neue Standards sowie neue und geänderte Interpretationen bereits publiziert, aber bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses von der Europäischen Union noch nicht übernommen. Die Auswirkungen dieser Regelungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft sind nicht wesentlich und werden daher ebenfalls im Detail nicht dargestellt.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

C. Kritische Schätzungen und Annahmen bei der Bilanzierung und Bewertung

Der Konzern trifft Schätzungen und Annahmen zur Festlegung des Wertes der angegebenen Aktiva, Passiva, Umsatzerlöse und Aufwendungen sowie sonstiger finanzieller Verpflichtungen und Eventualforderungen und -schulden. Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen. Die tatsächlichen Ergebnisse können in Zukunft von diesen Schätzungen abweichen. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass die Annahmen angemessen sind.

Ermittlung der Anwartschaftsbarwerte für Personalverpflichtungen

Der Barwert der langfristigen Personalverpflichtungen hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen (siehe I.B.p. "Rückstellungen für Personalaufwand"). Eine Reduktion des Zinssatzes (versicherungsmathematischer Parameter) für die österreichischen Gesellschaften um 0,5 % von 5,0 % auf 4,5 % hätte folgende Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert der Pensions- und Abfertigungsansprüche zum 31. März 2010:

(in TEUR) Pensionsansprüche Abfertigungsansprüche
Erhöhung Barwert der Verpflichtung 777 636

Eine Erhöhung des Zinssatzes (versicherungsmathematischer Parameter) für die österreichischen Gesellschaften um 0,5 % von 5,0 % auf 5,5 % hätte folgende Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert der Pensions- und Abfertigungsansprüche zum 31. März 2010:

(in TEUR) Pensionsansprüche Abfertigungsansprüche
Reduktion Barwert der Verpflichtung 690 578

Es wird auf Punkt 18 "Rückstellungen für Personalaufwand" verwiesen.

Bewertung der latenten Steuern und laufenden Ertragsteuerschulden

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften), die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Eine künftige Änderung der Steuersätze hätte auch Auswirkungen auf die zum aktuellen Bilanzstichtag aktivierten latenten Steuern. Weiters können Abweichungen hinsichtlich der Interpretation von Steuervorschriften seitens der Finanzverwaltung zu einer Änderung von Ertragsteuerschulden führen.

Für ertragsteuerliche Verlustvorträge im Konzern wurden aktive latente Steuern in Höhe von EUR 39,0 Mio. nicht gebildet. Der Großteil dieser nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge ist unbegrenzt vortragsfähig. Falls in weiterer Folge von einer Realisierbarkeit ausgegangen werden sollte, wären diese aktiven Steuerlatenzen anzusetzen und ein entsprechender Steuerertrag auszuweisen. Es wird auf Punkt 7 "Ertragsteuern" verwiesen.

Sonstige Schätzungen und Annahmen

Weiters erfolgen Schätzungen, die Wertminderungen (Impairment) des Anlagevermögens, die Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten, die Restrukturierung des Standortes Leoben-Hinterberg, Forderungswertberichtigungen und Vorratsbewertungen betreffen. Es wird insbesondere auf Punkt 4 "Sonstiges betriebliches Ergebnis", Punkt 5 "Nicht wiederkehrende Posten", Punkt 8 "Sachanlagen" und Punkt 19 "Sonstige Rückstellungen" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

II. RISIKOBERICHT

Finanzrisiken

Das Risikomanagement der Finanzrisiken erfolgt durch das zentrale Treasury entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Richtlinien. Diese internen Richtlinien regeln Zuständigkeiten, Handlungsparameter und Limite. Das zentrale Treasury identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten des Konzerns. Der Vorstand gibt sowohl für das bereichsübergreifende Risikomanagement als auch für bestimmte Bereiche, wie z. B. den Umgang mit dem Fremdwährungsrisiko, dem Zins- und Kreditrisiko, dem Einsatz derivativer und nicht-derivativer Finanzinstrumente sowie der Investition von Liquiditätsüberschüssen, Richtlinien vor.

Das Risikomanagement der Finanzrisiken ist in das unternehmensweite Risikomanagement des Konzerns integriert und somit Bestandteil der zeitnahen Risikoberichterstattung an Führungskräfte, Vorstand und Aufsichtsrat.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über Liquiditätsreserven in Höhe von EUR 87,3 Mio. Davon entfallen EUR 27,5 Mio. auf Zahlungsmittel(äquivalente) sowie zu Handelszwecken gehaltene und jederzeit verkaufbare Wertpapiere und EUR 59,8 Mio. auf bestehende, nicht ausgenützte Finanzierungsrahmen. Die Liquiditätsreserven haben sich somit gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um EUR 20,4 Mio. erhöht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insbesondere die gesicherten Kreditrahmen von EUR 143,0 Mio. auf EUR 167,7 Mio. ausgeweitet und so betragen die nicht ausgenützten gesicherten Kreditrahmen EUR 37,3 Mio.

Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 11.300.000 neue Aktien aus genehmigtem Kapital zu emittieren sowie Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000 auszugeben, weiters die eigenen Anteile (zum Bilanzstichtag hält der Konzern 2.577.412 eigene Aktien) zu veräußern. Zur detaillierten Erläuterung der Möglichkeiten hinsichtlich Kapitalmaßnahmen wird auf Punkt 23 "Gezeichnetes Kapital" verwiesen.

Der Konzern verfügt über einen deutlich positiven operativen Cashflow. Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt für das Geschäftsjahr 2009/10 EUR 47,0 Mio. (2008/09: EUR 38,7 Mio.). Im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigt auch der Free-Cashflow (Saldo Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit und Investitionstätigkeit) einen positiven Wert.

Zu den Liquiditätsrisiken wird weiters auf die detaillierten Angaben unter Punkt 17 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

Finanzmarktrisiken

Zu den Marktrisiken und derivativen Finanzinstrumenten finden sich detaillierte Angaben unter Punkt I.B.l. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Derivative Finanzinstrumente" und Punkt 20 "Derivative Finanzinstrumente". Derivative Finanzinstrumente, wie Devisentermingeschäfte, Optionen und Swaps, werden im Konzern ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt.

Zinsänderungsrisiken

Aktivseitig bestehen geringe Zinsänderungsrisiken im Wertpapiervermögen. Sonstige Liquiditätsbestände werden überwiegend kurzfristig veranlagt, und der gesamte Wertpapierbestand ist jederzeit veräußerbar. Es wird auf Punkt 13 "Finanzielle Vermögenswerte" und Punkt 15 "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Passivseitig sind zum Bilanzstichtag 79 % des Gesamtbetrages aus Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unter Berücksichtigung der Zinssicherungsinstrumente fix verzinst. Die verbleibenden variabel verzinsten Kredite (21 %) weisen eine Laufzeit von unter einem Jahr auf. Es wird weiters auf Punkt 17 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

Währungsrisiken

Zur Absicherung der Währungsrisiken wird eine laufende Überwachung aller Transaktions-, Umrechnungs- und ökonomischen Risiken durchgeführt. Innerhalb des Konzerns erfolgt die Kurssicherung von Transaktionsrisiken zunächst durch Schließen von Positionen (Netting), für offene Positionen werden zum Teil derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Durch die Tochterunternehmen in Asien bestehen Kursrisiken aus den lokalen Währungen. Sicherungsgeschäfte vor Ort sind aufgrund gesetzlicher Bestimmungen teilweise nur eingeschränkt möglich, außerdem ergeben sich Beschränkungen durch die Illiquidität der Währungen. Bei Bedarf wird das Risiko nach Europa transferiert und dort abgesichert.

Evaluierung der Marktrisiken durch VAR und Sensitivitätsanalysen

Der Konzern setzt zur Quantifizierung der Zins- und Währungsrisiken das Value-at-Risk-Konzept (VAR) ein. VAR ist ein Maß für das Marktpreisrisiko und zeigt den höchstmöglichen Verlust, der über einen bestimmten Zeitraum eintreten kann. Dabei werden die Korrelationen der verschiedenen Risikoelemente zueinander berücksichtigt.

Zusätzlich wird in einer so genannten GAP-Analyse der mögliche Verlust durch eine 1%ige Preisänderung (Wechselkurs und Zinsen) bezogen auf die Fremdwährungs- bzw. Zinsnettoposition ermittelt. Dabei werden keine Korrelationen der verschiedenen Risikoelemente zueinander berücksichtigt.

Wären die Zinssätze zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher (bzw. niedriger) gewesen, wäre auf Basis der Finanzierungsstruktur zum Bilanzstichtag das Konzernjahresergebnis um EUR 0,3 Mio. (2008/09: EUR 0,5 Mio.) geringer (bzw. höher) ausgefallen, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären. Dies wäre im Wesentlichen auf höhere (bzw. niedrigere) Zinsaufwendungen für variabel verzinste Finanzschulden zurückzuführen gewesen. Weitere Komponenten des Eigenkapitals wären nicht unmittelbar betroffen. Der Auswirkung dieser Zinssatz-Sensitivitätsanalyse liegt die Annahme zu Grunde, dass die Zinssätze jeweils während des gesamten Geschäftsjahres um 100 Basispunkte abweichen würden.

Hätte sich zum Bilanzstichtag der Kurs des Euro gegenüber sämtlichen Währungen um 1 % erhöht (bzw. reduziert), wäre das Konzernjahresergebnis um EUR 0,5 Mio. (2008/09: EUR 0,6 Mio.) geringer (bzw. höher) ausgefallen, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären. Dies wäre im Wesentlichen auf die Bewertung von auf US-Dollar basierenden Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und zum beizulegenden Zeitwert bewertete derivative Finanzinstrumente zurückzuführen gewesen. Weitere Komponenten des Eigenkapitals wären im Sinne dieser Währungskurs-Sensitivitätsanalyse nicht unmittelbar betroffen.

Hätte sich zum Bilanzstichtag der Kurs des US-Dollar gegenüber sämtlichen Währungen um 1 % erhöht (bzw. reduziert), wäre das Konzernjahresergebnis um EUR 2,0 Mio. (2008/09: EUR 1,7 Mio.) höher (bzw. geringer) ausgefallen, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären. Dies wäre im Wesentlichen auf die Bewertung von auf US-Dollar basierenden Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und zum beizulegenden Zeitwert bewertete derivative Finanzinstrumente zurückzuführen gewesen. Weitere Komponenten des Eigenkapitals wären im Sinne dieser Währungskurs-Sensitivitätsanalyse nicht unmittelbar betroffen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Bei der Währungskurs-Sensitivitätsanalyse wird auf Basis der Fremdwährungsnettopositionen zum Bilanzstichtag und der budgetgemäß für die nächsten 12 Monate erwarteten Entwicklung der Nettogeldflüsse unter Berücksichtigung der derivativen Finanzinstrumente der entsprechende Ergebniseffekt berechnet. Die Angaben zu den Auswirkungen auf das Konzernjahresergebnis beinhalten daher auch die Ergebniseffekte der Nettogeldflüsse für die nächsten 12 Monate. Die Finanzierungen innerhalb des Konzerns zwischen den Konzerngesellschaften sowie wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.

Kreditrisiko

Im Rahmen des starken Wachstums der vergangenen Jahre hat der Konzern intensive und langfristige Partnerschaften mit Schlüsselkunden aufgebaut, die zu einer gewissen Konzentration auf Kundenseite geführt haben. Um diesem potenziellen Risiko entgegenzuwirken, forciert der Konzern die weitere Diversifikation im Kunden-, Branchen- und Produkt-Mix und konzentriert sich neben dem Bereich Mobile Devices zunehmend auch auf die Bereiche Industrial und Automotive. Um das bestehende Kundenportfolio weiter zu verbreitern, werden laufend verstärkt Akzente in der Neukundengewinnung gesetzt und die Vertriebsstruktur entsprechend den Markterfordernissen weiterentwickelt. Das erwartete und bereits eingetretene Ausscheiden von schwachen Marktteilnehmern der Leiterplattenproduktion in Europa bietet auch in der Krise für den Konzern Möglichkeiten, neben Marktanteilen auch Neukunden zu gewinnen. Mit Werken in Europa und Asien sowie einem Service- und Vertriebsnetzwerk, das sich über vier Kontinente erstreckt, kann rasch und flexibel auf Kundenanforderungen sowie auch auf aktuelle Entwicklungen der Kunden reagiert werden.

Ein wesentlicher Anteil der Umsatzerlöse im Konzern entfiel im Geschäftsjahr 2009/10 mittelbar auf zwei im Bereich Mobile Devices tätige multinationale Konzerne. Die Forderungen gegenüber diesen Kunden betreffen zum 31. März 2010 lediglich 2 % der gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31. März 2009: 35 %). Aufgrund der vorwiegenden Lieferung an Auftragsfertiger (CEM) der mittelbaren Kunden besteht bei den Forderungen eine vergleichweise breite Streuung. So beträgt der höchste Anteil von Forderungen eines direkten Vertragspartners 17 % der gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Generell basiert die Kontrolle des Kreditrisikos auf einer laufenden Bonitätsprüfung und auf dem Abschluss von Kreditversicherungen für Kunden im Konzern.

Es wird weiters auf die detaillierten Angaben unter Punkt 12 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" verwiesen.

Technologierisiken

Der Konzern zählt im Hochtechnologiesegment der HDI-Microvia-Leiterplatten weltweit zu den führenden Anbietern und baut diese Position ständig aus. Um eine eventuelle Verdrängung von der Technologiespitze auszuschließen, räumt der Konzern der Innovationskraft und damit einer intensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeit einen hohen Stellenwert ein. Der Konzern hat im abgelaufenen, wirtschaftlich schwierigen Geschäftsjahr sogar mehr Aufwendungen für Forschung und Entwicklung geleistet als in den vergangenen Jahren. Neben einer Reihe von Weiterentwicklungen im Hochtechnologiesegment der HDI-Leiterplatten werden eine Vielzahl von Projekten zur Entwicklung und Einführung neuer Produktionstechnologien verfolgt, um die Leiterplattenfertigung flexibler und effektiver zu gestalten. Darüber hinaus wurde auch in Richtung neuer Kundensegmente und neuer Produkte, etwa im Bereich Photovoltaik, geforscht. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns erfolgen oft unter Einbeziehung zahlreicher externer Partner. Neben der Berücksichtigung von Kundenanforderungen und -ideen werden projektweise Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, Lieferanten oder sonstigen Technologieunternehmen eingegangen. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang das Forschungsprojekt Hermes im Bereich der Embedded Component Packaging

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Technology. Durch die aktive Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist der Konzern in der Lage, technologische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, mitzugestalten und Produkte rasch zur Marktreife zu bringen.

Kapitalrisikomanagement

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den anderen Interessenten die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer geeigneten Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten zu optimieren. Dazu passt der Konzern je nach Erfordernis die Dividendenzahlungen an die Anteilseigner an, nimmt Kapitalrückzahlungen an Anteilseigner vor (Einziehung eigener Aktien), gibt neue Anteile heraus oder verändert den Bestand von Vermögenswerten.

Branchenüblich überwacht der Konzern sein Kapital auf Basis des Nettoverschuldungsgrads ("net gearing"), berechnet aus dem Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum Eigenkapital. Die Nettofinanzverbindlichkeiten errechnen sich aus den finanziellen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie finanziellen Vermögenswerten. Die einzelnen Werte zur Berechnung der Nettofinanzverbindlichkeiten sowie das Eigenkapital sind direkt der Konzernbilanz zu entnehmen.

Unverändert zum Vorjahr besteht die Strategie des Konzerns darin, grundsätzlich einen Verschuldungsgrad bis zu 80 % aufrecht zu erhalten, um sich weiterhin den Zugang zu Fremdmitteln zu vertretbaren Kosten zu sichern. Der Nettoverschuldungsgrad zum Bilanzstichtag 31. März 2010 beträgt 71 % (31. März 2009: 69 %).

Risikomanagementsystem

Das unternehmensweite Risiko- und Chancenmanagement-System enthält in dem auf Konzernebene definierten Risikokatalog noch weitere Risikokategorien, die sich insbesondere auf strategische Risiken, Markt- und Beschaffungsrisiken, Umfeldrisiken und operative sowie Organisationsrisiken beziehen. Der Risikokatalog, der einen Orientierungsrahmen für die Unternehmensbereiche bei der Risikoidentifikation darstellt, wird dynamisch an die sich verändernde Unternehmenssituation angepasst. Wichtigste Zielsetzung des konzernweiten Risiko- und Chancenmanagement ist die Optimierung der Gesamtrisikoposition bei gleichzeitiger Nutzung der sich bietenden Chancen. Es erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an die Führungs- und Aufsichtsgremien des Konzerns.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

III. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentinformationen werden im Folgenden gemäß der internen Berichterstattung nach regionalen Produktionsstandorten in Europa und Asien dargestellt. Die Segmentberichterstattung entspricht somit dem bisherigen primären Segmentsberichtsformat der geografischen Segmentierung.

Übertragungen und Transaktionen zwischen den Segmenten erfolgen zu marktüblichen Bedingungen, wie sie mit Dritten zur Anwendung kämen.

Geschäftsjahr 2009/10:

Nicht zugeord
net und Konso
(in TEUR) Europa Asien lidierung Konzern
Außenumsatz 264.247 107.937 -- 372.184
Innenumsatz 20 141.895 (141.915 ) --
Gesamterlöse 264.267 249.832 (141.915 ) 372.184
Nicht wiederkehrende Posten (36.533) -- -- (36.533)
Betriebsergebnis (42.405) 22.445 (5.602) (25.562)
Finanzergebnis (8.357)
Ergebnis vor Steuern (33.919)
Ertragsteuern (3.698)
Konzernjahresergebnis (37.617)
Vermögenswerte 111.611 374.069 (2.290) 483.390
Schulden 69.758 46.265 158.574 274.597
Investitionen 2.255 19.050 (559) 20.746
Abschreibungen der Sachanlagen und
immateriellen Vermögenswerte 22.069 36.638 1.335 60.042

Zu wesentlichen Effekten auf das Segmentergebnis wird auf Punkt 5 "Nicht wiederkehrende Posten" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Geschäftsjahr 2008/09:

Nicht zugeord
net und Konso
(in TEUR) Europa Asien lidierung Konzern
Außenumsatz 335.299 114.582 -- 449.881
Innenumsatz -- 159.938 (159.938) --
Gesamterlöse 335.299 274.520 (159.938) 449.881
Nicht wiederkehrende Posten (21.996) (5.646) -- (27.642)
Betriebsergebnis (28.645) 42.844 (15.259) (1.060)
Finanzergebnis 1.265
Ergebnis vor Steuern 205
Ertragsteuern (5.992)
Konzernjahresergebnis (5.787)
Vermögenswerte 134.333 391.862 10.620 536.815
Schulden 60.253 34.199 189.629 284.081
Investitionen 9.191 39.375 725 49.291
Abschreibungen der Sachanlagen und
immateriellen Vermögenswerte 13.563 38.747 1.126 53.436

Zu wesentlichen Effekten auf das Segmentergebnis wird auf Punkt 5 "Nicht wiederkehrende Posten" verwiesen.

Zusatzinformationen

Als Zusatzinformation zur Segmentberichterstattung wird im Folgenden dargestellt, welchen Branchen und welchen Abnehmerländern die Umsatzerlöse zugeordnet werden können.

Die Umsatzerlöse nach Branchen stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09
Mobile Devices 221.346 287.538
Industrial 105.153 107.001
Automotive 41.841 41.298
Übrige 3.844 14.044
372.184 449.881

Der übrige Bereich betrifft im Wesentlichen das Servicesegment (Design, Bestückung und Trading).

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Umsatzerlöse nach Ländern stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09
Österreich 17.983 20.038
Deutschland 88.315 92.169
Ungarn 39.752 52.149
Sonstige EU 29.917 34.113
Asien 125.432 175.060
Kanada, USA 64.809 70.476
Übrige 5.976 5.876
372.184 449.881

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09
Haupterlöse 371.950 449.666
Nebenerlöse 234 215
372.184 449.881

2. Aufwandsarten

Die Aufwandsarten der Herstellungskosten, Vertriebskosten und Allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09
Materialaufwand 144.594 172.571
Personalaufwand 84.715 105.839
Abschreibungen 43.011 44.192
Energie 22.126 21.813
Bezogene Leistungen inkl. Leiharbeiter 21.902 24.489
Instandhaltung (inkl. Ersatzteile) 18.879 22.072
Frachtkosten 6.891 7.689
Bestandsveränderung Vorräte 5.094 7.395
Miet- und Leasingaufwendungen 4.861 6.221
Sonstiges 11.786 14.910
363.859 427.191

Die Position "Sonstiges" betrifft in den Geschäftsjahren 2009/10 und 2008/09 vorwiegend Versicherungsaufwendungen, Rechts- und Beratungsaufwendungen, IT-Serviceleistungen sowie Reisekosten.

3. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Dem Konzern sind für die Geschäftsjahre 2009/10 und 2008/09 Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von TEUR 20.681 bzw. TEUR 8.590 entstanden. Bei den angegebenen Beträgen handelt es sich nur um die direkt zuordenbaren Kosten, die ergebniswirksam in den Herstellungskosten erfasst werden. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist neben der Ausweitung diesbezüglicher Aktivitäten vor allem auf eine detailliertere und somit weitreichendere gesonderte Erfassung von Entwicklungstätigkeiten zurückzuführen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

4. Sonstiges betriebliches Ergebnis

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09
Erträge aus der Auflösung von Investitionszu
schüssen aus öffentlichen Mitteln 758 843
Öffentliche Zuwendungen für Aufwendun
gen*) 1.844 992
Aufwendungen/Erträge aus Wechselkursdiffe
renzen (104) 1.639
Verluste aus Anlagenabgängen (391) (89)
Wertaufholungen/Wertminderungen von
Sachanlagen**) (95) 1
Anlaufverluste***) (295) (380)
Übrige Erträge 929 886
2.646 3.892

*) Die öffentlichen Zuwendungen für Aufwendungen betreffen Exportvergütungen sowie Forschungs- und Entwicklungsprämien

**) Es wird auf Punkt 8 "Sachanlagen" verwiesen.

***) Die Anlaufverluste für die Geschäftsjahre 2009/10 und 2008/09 stehen in Verbindung mit der Errichtung des zweiten Werks in Indien.

Die Position "Übrige Erträge" betrifft in den Geschäftsjahren 2009/10 und 2008/09 im Wesentlichen nachträgliche Forderungseingänge sowie die Ausbuchung von weggefallenen sonstigen Verbindlichkeiten.

5. Nicht wiederkehrende Posten

Die nicht wiederkehrenden Posten stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09
Wertminderungen Firmenwerte -- (5.426)
Wertminderungen sonstige immaterielle
Vermögenswerte (193) (108)
Wertminderungen Sachanlagen (16.738) (3.706)
Verluste aus Anlagenabgängen -- (13)
Personalaufwendungen (11.852) (8.866)
Nettokosten aus sonstigen vertraglichen
Verpflichtungen (7.750) (9.605)
Erträge aus der Auflösung von Restrukturie
rungsrückstellungen -- 82
(36.533) (27.642)

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Wertminderungen Firmenwerte

Die Wertminderungen der Firmenwerte im vergangenen Geschäftsjahr 2008/09 betrifft die Abwertung des Firmenwertes der AT&S Korea. Es wird auf Punkt 9 "Immaterielle Vermögenswerte" verwiesen.

Restrukturierungen Leoben-Hinterberg

Im Zusammenhang mit den Restrukturierungen des Produktionsstandortes Leoben-Hinterberg, Österreich, sind für die Geschäftsjahre 2009/10 und 2008/09 nicht wiederkehrende Aufwendungen in Höhe von TEUR 33.255 bzw. TEUR 20.971 entstanden. Diesbezügliche Aufwandsposten stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09
Wertminderungen Immaterielle Vermögenswerte (193) (12)
Wertminderungen Sachanlagen (16.738) (3.582)
Personalaufwendungen (8.574) (7.788)
Nettokosten aus sonstigen vertraglichen Verpflich
tungen (7.750) (9.589)
(33.255) (20.971)

Die Restrukturierung des Standortes Leoben-Hinterberg im Geschäftsjahr 2009/10 resultiert aus umfassenden Maßnahmen zur Effizienzsteigerung der österreichischen Werke, die gegen Ende des ersten Quartals des Geschäftsjahres beschlossen wurden. Die Volumensproduktion des Standortes Leoben-Hinterberg wurde nun zur Gänze nach Shanghai verlagert und die Produktionskapazitäten an die aktuelle und künftig erwartete Auslastung des Werks entsprechend angepasst. Insbesondere wurden nicht mehr benötigte Produktionsmaschinen abgewertet, wobei einige Maschinen in die asiatischen Produktionsstandorte verlagert wurden. Die Personalaufwendungen resultieren aus einem vereinbarten Sozialplan. Die Nettokosten aus sonstigen vertraglichen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen die für zusätzliche nicht genutzte Gebäudeflächen bereits angefallenen und vor allem künftigen Leerstehungskosten auf Basis der nicht kündbaren Immobilienleasingverpflichtungen, weiters sonstige aufwandsmäßig zu erfassende Vertragsverpflichtungen. Es wird ergänzend auf Punkt 8 "Sachanlagen", Punkt 9 "Immaterielle Vermögenswerte" und Punkt 19 "Sonstige Rückstellungen" verwiesen.

Die Restrukturierung des Standortes Leoben-Hinterberg im vergangenen Geschäftsjahr 2008/09 umfasste die Anpassung der Produktionskapazitäten an die erwartete Auslastung des Werks aus damaliger Sicht. Die Wertminderungen von Sachanlagen betrafen nicht mehr benötigte Produktionsmaschinen. Die Personalaufwendungen resultierten aus dem im Geschäftsjahr 2008/09 vereinbarten Sozialplan. Die Nettokosten aus sonstigen vertraglichen Verpflichtungen betrafen im Wesentlichen die Leerstehungskosten auf Basis der nicht kündbaren Immobilienleasingverpflichtungen, weiters sonstige aufwandsmäßig zu erfassende Vertragsverpflichtungen. Es wird ergänzend auf Punkt 8 "Sachanlagen", Punkt 9 "Immaterielle Vermögenswerte" und Punkt 19 "Sonstige Rückstellungen" verwiesen.

Sonstige nicht wiederkehrende Aufwendungen

Die sonstigen nicht wiederkehrenden Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 3.278 bzw. TEUR 1.078 in den Geschäftsjahren 2009/10 bzw. 2008/09 sind auf konzernweit durchgeführte Kosteneinsparungsprogramme und den damit verbundenen Personalabbau insbesondere im Gemeinkostenbereich zurückzuführen. Von dem Kosteneinsparungsprogramm waren im vergangenen Geschäftsjahr 2008/09 auch Anlagevermögenswerte betroffen. Es wird auf Punkt 8 "Sachanlagen" und Punkt 9 "Immaterielle Vermögenswerte" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

6. Finanzergebnis

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09
Zinserträge aus zum beizulegenden Zeitwert bewerte
ten finanziellen Vermögenswerten und jederzeit
verkaufbaren Wertpapieren 600 706
Sonstige Zinserträge 128 260
Gewinne aus dem Verkauf von Zahlungsmittel
äquivalenten 3 8
Realisierte Erträge aus derivativen Finanzinstrumen
ten, netto 1.056 --
Gewinne aus der Bewertung von derivativen
Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert,
netto 1.111 --
Fremdwährungsgewinne, netto -- 14.764
Sonstige finanzielle Erträge 58 57
Finanzierungserträge 2.956 15.795
Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten (7.960) (8.764)
Zinsaufwendungen aus Finanzierungsleasing -- (76)
Realisierte Erträge aus derivativen Finanzinstrumen
ten, netto -- 2.755
Verluste aus der Bewertung von derivativen
Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert,
netto -- (8.029)
Fremdwährungsverluste, netto (3.243) --
Sonstige finanzielle Aufwendungen (110) (416)
Finanzierungsaufwendungen (11.313) (14.530)
Finanzergebnis (8.357) 1.265

7. Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2008/09
3.367
2.625
5.992

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Abweichung zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand im Konzern und dem theoretischen Steueraufwand, der sich unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes ergibt, erklärt sich wie folgt:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09
Steueraufwand/(-ertrag) bei österreichischem Steuer
satz (5.064) 51
Effekt aus abweichenden Steuersätzen im Ausland (824) (11.527)
Nicht anrechenbare, ausländische Quellensteuern 2.989 4.292
Effekt aus der Veränderung nicht berücksichtigter
steuerlicher Verluste und temporärer Unterschiede 8.031 16.475
Effekt aus der Änderung von Steuersätzen (1.107) (1.268)
Effekt aus permanenten Differenzen (435) (1.821)
Effekt aus Steuern aus Vorperioden 114 (235)
Sonstige Steuereffekte, saldiert (6) 25
Summe Steueraufwand 3.698 5.992

Die aktiven und passiven latenten Steuern entfallen auf folgende Bilanzpositionen und Verlustvorträge:

31. März
(in TEUR) 2010 2009
Aktive latente Steuerabgrenzung
Ertragsteuerliche Verlustvorträge
inkl. steuerlicher Firmenwerte 2.342 3.459
Anlagevermögen 6.565 5.625
Vorräte 1.168 1.264
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 137 129
Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen
und sonstige Dienstnehmeransprüche 731 972
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 906 48
Temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochterun
ternehmen -- 1.705
Noch nicht realisierte Verluste aus Sicherungsin
strumenten zur Absicherung von Zahlungsströmen,
erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst 100 --
Übrige 227 12
Aktive latente Steuern 12.176 13.214

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

31. März
(in TEUR) 2010 2009
Passive latente Steuerabgrenzung
Anlagevermögen (703) (2.662)
Noch nicht realisierte Gewinne aus jederzeit ver
kaufbaren Wertpapieren, erfolgsneutral im Eigen
kapital erfasst (19) (8)
Rückstellungen für Abfertigungen -- (692)
Fremdwährungsbewertung -- (2.364)
Temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochter
unternehmen (4.490) (4.589)
Sonstige steuerbare temporäre Differenzen -- (2.725)
Übrige (504) (57)
Passive latente Steuern (5.716) (13.097)
Aktive latente Steuern, saldiert 6.460 117

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden dann saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden gegeben ist, und wenn sie von der gleichen Steuerbehörde behoben werden. Nach Saldierung ergeben sich folgende Beträge:

31. März
(in TEUR) 2010 2009
Aktive latente Steuern:
- langfristig 8.237 7.876
- kurzfristig 2.887 2.086
11.124 9.962
Passive latente Steuern:
- langfristig (904) (6.740)
- kurzfristig (3.760) (3.105)
(4.664) (9.845)
Aktive latente Steuern, saldiert 6.460 117

Zum 31. März 2010 verfügt der Konzern über ertragsteuerliche Verlustvorträge und steuerliche Firmenwertabschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 168.645 (zum 31. März 2009 TEUR 135.308). Für darin enthaltene Verlustvorträge in Höhe von TEUR 159.080 (zum 31. März 2009 TEUR 120.673) wurden keine aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 39.019 (zum 31. März 2009 TEUR 29.588) gebildet, da von einer Realisierbarkeit in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist. Davon entfallen latente Steuern in Höhe von TEUR 6.104 (zum 31. März 2009 TEUR 9.519) auf die Bewertung von eigenen Anteilen, wodurch eine diesbezügliche Aktivierung ergebnisneutral im Konzerneigenkapital auszuweisen wäre.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Veränderung der saldierten latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09
Buchwert am Beginn des Geschäftsjahres 117 2.111
Währungsdifferenzen 153 622
Ertrag/(Aufwand) in der Gewinn- und
Verlustrechnung 6.100 (2.625)
Im Eigenkapital erfasste Ertragsteuern 90 9
Buchwert am Ende des Geschäftsjahres 6.460 117

Die Ertragsteuern in Zusammenhang mit den Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
2009/10 2008/09
Ertrag/ Ertrag/ Ertrag/ Ertrag/
(in TEUR) (Aufwand) Steuer (Aufwand) (Aufwand) Steuer (Aufwand)
vor ertrag/ nach vor ertrag/ nach
Steuern (-aufwand) Steuern Steuern (-aufwand) Steuern
Währungsumrechnungsdiffe
renzen (1.841) -- (1.841) 40.292 -- 40.292
Gewinne/(Verluste) aus der
Bewertung zum beizulegenden
Zeitwert von zur Veräußerung
verfügbaren finanziellen
Vermögenswerten 29 (10) 19 (26) 9 (17)
Gewinne/(Verluste) aus der
Bewertung von Sicherungsin
strumenten aus der Absiche
rung von Zahlungsströmen (399) 100 (299) -- -- --
Sonstiges Ergebnis (2.211) 90 (2.121) 40.266 9 40.275

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

V. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

8. Sachanlagen

Andere Anlagen, Geleistete
Grundstücke, Maschinen und Betriebs- und Anzahlungen
Gebäude und technische Geschäftsaus und Anlagen
(in TEUR) Bauten Anlagen stattung in Bau Total
Buchwert 31. März 2009 51.651 276.910 5.708 15.584 349.853
Änderungen des Konsoli
dierungskreises -- -- 6 -- 6
Umrechnungsdifferenzen (4) (3.737) 29 (58) (3.770)
Zugänge 883 4.425 515 14.261 20.084
Abgänge 0 (604) (24) 0 (628)
Umbuchungen 4.448 16.252 410 (18.959) 2.151
Wertminderungen (91) (16.169) (573) -- (16.833)
Abschreibungen, laufend (2.834) (37.734) (1.768) -- (42.336)
Buchwert 31. März 2010 54.053 239.343 4.303 10.828 308.527
Zum 31. März 2010
Bruttowert 71.042 573.515 20.416 10.828 675.801
Abschreibungen, kumu
liert (16.989) (334.172) (16.113) -- (367.274)
Buchwert 54.053 239.343 4.303 10.828 308.527
Andere Anlagen, Geleistete
Grundstücke, Maschinen und Betriebs- und Anzahlungen
Gebäude und technische Geschäftsaus und Anlagen
(in TEUR) Bauten Anlagen stattung in Bau Total
Buchwert 31. März 2008 45.002 225.630 5.685 21.433 297.750
Umrechnungsdifferenzen 8.097 38.970 320 3.552 50.939
Zugänge 1.247 13.184 2.233 32.011 48.675
Abgänge (3) (238) (93) -- (334)
Umbuchungen -- 41.355 57 (41.412) --
Wertminderungen -- (3.264) (442) -- (3.706)
Wertaufholungen -- 1 -- -- 1
Abschreibungen, laufend (2.692) (38.728) (2.052) -- (43.472)
Buchwert 31. März 2009 51.651 276.910 5.708 15.584 349.853
Zum 31. März 2009
Bruttowert 61.261 591.115 21.607 15.584 689.567
Abschreibungen, kumu
liert (9.610) (314.205) (15.899) -- (339.714)
Buchwert 51.651 276.910 5.708 15.584 349.853

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Der in Grundstücke, Gebäude und Bauten enthaltene Grundwert beträgt TEUR 1.513 (TEUR 1.280 zum 31. März 2009).

Die laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in den Herstellungskosten, Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.

Umbuchungen

Der Saldo der Umbuchungen in Höhe von TEUR 2.151 im Geschäftsjahr 2009/10 betrifft die Umgliederung des zum 31. März 2009 als zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswertes. Es wird auf Punkt 14 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" verwiesen.

Wertminderungen

Einige Sachanlagegegenstände, welche die Kriterien für eine Wertminderung erfüllten, wurden auf den erzielbaren Betrag abgewertet. Die Wertminderungen im Geschäftsjahr 2009/10 in Höhe von TEUR 16.833 und die Wertminderung im Geschäftsjahr 2008/09 in Höhe von TEUR 3.706 sind fast ausschließlich auf Restrukturierungs- und Kosteneinsparungsmaßnahmen zurückzuführen. Die Ermittlung dieser Werte beruht auf verfügbaren Einschätzungen für die Veräußerung dieser Anlagen aufgrund von markt- und fremdüblichen Bedingungen. Es wird auf Punkt 5 "Nicht wiederkehrende Posten" und Punkt 4 "Sonstiges betriebliches Ergebnis" verwiesen.

Belastungen

Im Zusammenhang mit der Besicherung diverser Finanzierungsverträge sind Sachanlagen in Höhe von TEUR 0 (TEUR 1.772 zum 31. März 2009) belastet.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

9. Immaterielle Vermögenswerte

Gewerbliche Schutz
rechte und ähnliche Sonstiges
Rechte und Vorteile immaterielles
sowie daraus abgelei Anlage
(in TEUR) tete Lizenzen Firmenwerte vermögen Total
Buchwert 31. März 2009 2.136 -- 102 2.238
Änderungen des Konsolidie
rungskreises 4 -- -- 4
Umrechnungsdifferenzen 5 -- -- 5
Zugänge 663 -- -- 663
Abgänge -- -- -- --
Umgliederung 102 -- (102) --
Wertminderungen (193) -- -- (193)
Abschreibungen, laufend (680) -- -- (680)
Buchwert 31. März 2010 2.037 -- -- 2.037
Zum 31. März 2010
Bruttowert 13.180 6.046 -- 19.226
Abschreibungen, kumuliert (11.143) (6.046) -- (17.189)
Buchwert 2.037 -- -- 2.037
Gewerbliche Schutz
rechte und ähnliche Sonstiges
Rechte und Vorteile immaterielles
sowie daraus abgelei Anlage
(in TEUR) tete Lizenzen Firmenwerte vermögen Total
Buchwert 31. März 2008 2.331 5.910 106 8.347
Umrechnungsdifferenzen 29 (484) -- (455)
Zugänge 617 -- -- 617
Abgänge (11) -- -- (11)
Wertminderungen (108) (5.426) -- (5.534)
Abschreibungen, laufend (722) -- (4) (726)
Buchwert 31. März 2009 2.136 -- 102 2.238
Zum 31. März 2009
Bruttowert 12.786 5.052 131 17.969
Abschreibungen, kumuliert (10.650) (5.052) (29) (15.731)
Buchwert 2.136 -- 102 2.238

Die laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in den Herstellungskosten, Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Wertminderungen

Die Wertminderungen im Geschäftsjahr 2009/10 in Höhe von TEUR 193 sind ausschließlich auf Restrukturierungs- und Kosteneinsparungsmaßnahmen zurückzuführen. Die Ermittlung der immateriellen Vermögenswerte beruht auf verfügbaren Einschätzungen für die Veräußerung dieser Vermögenswerte aufgrund von markt- und fremdüblichen Bedingungen. Es wird auf Punkt 5 "Nicht wiederkehrende Posten" verwiesen.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2008/09 führte der Werthaltigkeitstest der AT&S Korea zur Wertminderung des gesamten Firmenwertes in Höhe von TEUR 5.426. Der Firmenwert war zum Zweck des Werthaltigkeitstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Cash Generating Unit) AT&S Korea und dem Segment Asien zuzurechnen. Der Nutzwert (Value-in-Use) wurde aus zukünftigen Cashflows, die auf einer vom Management verabschiedeten detaillierten Planungsrechnung basieren, abgeleitet. Zur Bestimmung des Nutzwertes der AT&S Korea wurde ein detaillierter Planungszeitraum von sieben Jahren herangezogen.

Die sonstigen Wertminderungen im Geschäftsjahr 2008/09 in Höhe von TEUR 108 waren ausschließlich auf Restrukturierungs- und Kosteneinsparungsmaßnahmen zurückzuführen.

10. Sonstige langfristige Vermögenswerte

31. März
(in TEUR) 2010 2009
Vorauszahlungen 1.805 1.887
Gegebene Kautionen 1.817 1.128
Sonstige langfristige Forderungen -- 51
Buchwert 3.622 3.066

Die Vorauszahlungen betreffen langfristige Mietvorauszahlungen für das Betriebsgrundstück in China.

11. Vorräte

31. März
(in TEUR) 2010 2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.915 18.207
Unfertige Erzeugnisse 10.064 8.963
Fertige Erzeugnisse 12.721 19.828
Buchwert 38.700 46.998

Der Stand der als Aufwand erfassten Wertberichtigungen von Vorräten beträgt zum 31. März 2010 TEUR 6.521 (TEUR 8.979 zum 31. März 2009).

Im Zusammenhang mit diversen Finanzierungsverträgen dienen Vorräte in Höhe von TEUR 87 (TEUR 0 zum 31. März 2009) als Besicherung. Es wird auf Punkt 17 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

12. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen stellen sich wie folgt dar:

31. März
(in TEUR) 2010 2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 70.703 86.001
Umsatzsteuerforderungen 12.013 6.803
Energieabgabenrückvergütungen 4.407 3.511
Vorauszahlungen 2.398 2.327
Sonstige Forderungen gegenüber Behörden 1.277 138
Kautionen 423 1.014
Versicherungsvergütungen 44 1.573
Übrige Forderungen 714 625
Wertberichtigungen (1.003) (979)
90.976 101.013

Die übrigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Abgrenzungspositionen.

Im Zusammenhang mit diversen Finanzierungsverträgen dienen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 36.000 (TEUR 36.000 zum 31. März 2009) als Besicherung. Es wird auf Punkt 17 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen entsprechen annähernd den jeweils beizulegenden Zeitwerten.

Restlaufzeiten von Forderungen

Sämtliche Forderungen zum 31. März 2010 und zum 31. März 2009 weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Factoring

Zum Bilanzstichtag 31. März 2010 waren Forderungen in Höhe von TEUR 7.511 (TEUR 6.072 zum 31. März 2009) im Rahmen eines echten Factoring an eine Bank übertragen und ausgebucht.

Entwicklung Überfälligkeiten und Wertberichtigungen

Zum 31. März 2010:

Buch
wert
davon: nicht
wertgemin
dert und
davon: nicht wertgemindert und nicht versichert
und in den folgenden Zeitbändern überfällig
(in TEUR) nicht
überfällig
bzw. ver
sichert
weniger als
3 Monate
zwischen
3 und 6
Monaten
zwischen
6 und 12
Monaten
mehr als 12
Monate
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen
90.976 86.353 4.300 169 32 122

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Zum 31. März 2009:
Buch davon: nicht
wert wertgemin davon: nicht wertgemindert und nicht versichert
dert und und in den folgenden Zeitbändern überfällig
nicht
überfällig zwischen zwischen
bzw. ver weniger als 3 und 6 6 und 12 mehr als 12
(in TEUR) sichert 3 Monate Monaten Monaten Monate
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen 101.013 92.555 7.868 263 240 87

Bei den nicht wertgeminderten überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen bestehen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen, dass den Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen wird.

Die Wertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen entwickelten sich wie folgt:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09
Wertberichtigungen am Beginn des Geschäftsjahres 979 908
Verwendung (159) (81)
Auflösung (10) (141)
Zuführung 101 358
Umrechnungsdifferenzen 92 (65)
Wertberichtigungen am Ende des Geschäftsjahres 1.003 979

13. Finanzielle Vermögenswerte

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

(in TEUR) 31. März
2010
davon
langfristig
davon
kurzfristig
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
14.153 -- 14.153
Vermögenswerte 160 99 61
14.313 99 14.214
(in TEUR) 31. März
2009
davon
langfristig
davon
kurzfristig
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
13.987 -- 13.987
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
148 122 26

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Die Marktwerte der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte entsprechen den Buchwerten und stellen sich wie folgt dar:

31. März
(in TEUR) 2010 2009
Anleihen 13.986 13.448
Derivative Finanzinstrumente*) 167 539
14.153 13.987

*) Es wird auf Punkt 20 "Derivative Finanzinstrumente" verwiesen.

Sämtliche Anleihen werden in der Nominalwährung Euro gehalten.

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere

31. März
(in TEUR) 2010 2009
Anschaffungskosten 1.000 1.000
Wertberichtigung (1.000) (1.000)
Buchwert -- --

Die bis zur Endfälligkeit gehaltenen Wertpapiere betreffen Wandelanleihen der Adcon Telemetry AG, Klosterneuburg. Aufgrund des laufenden Konkursverfahrens der Adcon Telemetry AG sind diese Wandelanleihen zur Gänze abgewertet. Die bis zur Endfälligkeit gehaltenen Wertpapiere werden in der Nominalwährung Euro gehalten.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswert

31. März
(in TEUR) 2010 2009
Jederzeit verkaufbare Wertpapiere, zu
Marktwerten 157 123
Sonstige zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 3 25
Buchwert 160 148

Die jederzeit verkaufbaren Wertpapiere, zu Marktwerten, entwickelten sich wie folgt:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09
Buchwert am Beginn des
Geschäftsjahres 123 171
Abgänge (1) (19)
Noch nicht realisierte Gewinne/(Verluste)
aus der laufenden Periode im Eigenkapital
erfasst 29 (26)
Umrechnungsdifferenzen 6 (3)
Buchwert am Ende des
Geschäftsjahres 157 123

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Sämtliche jederzeit verkaufbare Wertpapiere werden in der Nominalwährung Euro gehalten.

Die sonstigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte betreffen Beteiligungen und sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

14. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09
Buchwert am Beginn des
Geschäftsjahres -- 2.151
Wertminderungen -- --
Buchwert am Ende des
Geschäftsjahres -- 2.151

Ein langfristiger Vermögenswert wird als zur Veräußerung gehalten eingestuft, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Die Veräußerung muss höchstwahrscheinlich sein und erwartungsgemäß innerhalb von einem Jahr erfolgen.

Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte betrafen im Geschäftsjahr 2008/09 das Grundstück und Betriebsgebäude der AT&S Verwaltungs GmbH & Co KG, Deutschland. Letztlich haben die Verkaufsverhandlungen im Geschäftsjahr 2009/10 zu keinem konkreten Ergebnis geführt, und es ist aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Situation nicht davon auszugehen, dass die Veräußerung innerhalb eines Jahres erfolgen wird. Im Geschäftsjahr 2009/10 erfolgte daher eine Umgliederung zu den Sachanlagen als langfristiger Vermögenswert. Es wird auf Punkt 8 "Sachanlagen" verwiesen.

15. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

31. März
(in TEUR) 2010 2009
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassen
bestand 12.574 4.250
Termingelder 771 2.304
Gebundene Barmittel 9 477
Buchwert 13.354 7.031

Die gebundenen Barmittel ("Restricted Cash") betreffen zum 31. März 2010 AT&S Indien (zum 31. März 2009 AT&S Indien und AT&S China).

Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen den jeweils beizulegenden Zeitwerten.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

16. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
von mehr als
einem
31. März bis zu einem Jahr und bis von mehr als
(in TEUR) 2010 Jahr fünf Jahre fünf Jahren
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis
tungen 41.896 41.896 -- --
Zuschüsse der öffentlichen
Hand 787 146 641 --
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern
und sonstigen öffentlichen Abgabestellen 1.862 1.862 -- --
Verbindlichkeiten gegenüber Sozial
versicherungsträgern 1.505 1.505 -- --
Verbindlichkeiten aus nicht konsumierten
Urlauben 3.394 3.394 -- --
Verbindlichkeiten gegenüber Dienst
nehmern 8.708 8.520 188 --
Übrige Verbindlichkeiten 3.902 3.113 789 --
Buchwert 62.054 60.436 1.618 --
Restlaufzeit
von mehr als
einem
31. März bis zu einem Jahr und bis von mehr als
(in TEUR) 2009 Jahr fünf Jahre fünf Jahren
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis
tungen 32.826 32.826 -- --
Zuschüsse der öffentlichen
Hand 1.582 197 1.239 146
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern
und sonstigen öffentlichen Abgabestellen 2.610 2.610 -- --
Verbindlichkeiten gegenüber Sozial
versicherungsträgern 1.789 1.789 -- --
Verbindlichkeiten aus nicht konsumierten
Urlauben 4.117 4.117 -- --
Verbindlichkeiten gegenüber Dienst
nehmern 7.987 7.987 -- --
Übrige Verbindlichkeiten 4.283 3.496 787 --
Buchwert 55.194 53.022 2.026 146

Die Buchwerte der ausgewiesenen Verbindlichkeiten entsprechen annähernd den jeweils beizulegenden Zeitwerten.

Zuschüsse der öffentlichen Hand

Die Zuschüsse der öffentlichen Hand betreffen großteils Zuschüsse für Sachanlagevermögen und werden entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagen ertragswirksam aufgelöst. Die ursprünglich zu erfüllenden Bedingungen sind bereits zum letzten Bilanzstichtag abgelaufen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Weiters hat der Konzern für mehrere Forschungsprojekte Zuschüsse für Projektkosten erhalten, die entsprechend den angefallenen Kosten und der Förderquote anteilig ertragsmäßig erfasst werden bzw. ist der Abgrenzungsbetrag in den Verbindlichkeiten enthalten.

Verbindlichkeiten aus Aktienoptionen

In der Aufsichtsratssitzung vom 8. November 2004 wurde ein Stock-Option-Plan (2005–2008) zur Gewährung von Aktienoptionen mit wahlweisem Barausgleich oder Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer und leitende Angestellte genehmigt.

Jede dieser Optionen berechtigt entweder

  • zum Erwerb von Aktien (Equity-settled Share-based Payment Transactions) oder
  • es kann ein Barausgleich (Cash-settled Share-based Payment Transactions) in Höhe des Differenzbetrages zwischen dem Ausübungspreis und dem Schlusskurs der AT&S-Aktie an der Börse der Hauptnotierung der AT&S-Aktie am Tag der Ausübung des Bezugsrechtes durch den Optionsberechtigten verlangt werden.

Die Zuteilung von Aktienoptionen kann im Zeitraum zwischen 1. April 2005 und 1. April 2008 erfolgen.

Der Ausübungspreis wird jeweils am Tag der Zuteilung bestimmt und errechnet sich aus dem Durchschnittspreis der AT&S-Aktie über einen Zeitraum von sechs Kalendermonaten vor dem Tag der jeweiligen Zuteilung. Auf diesen Durchschnittspreis wird ein Aufschlag von 10 % hinzugerechnet. Der Ausübungspreis entspricht jedoch zumindest dem auf eine Aktie der Gesellschaft entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals.

Die Ausübbarkeit der zugeteilten Aktienoptionen erfolgt gestaffelt, wobei 20 % der zugeteilten Aktienoptionen nach zwei Jahren, 30 % nach drei Jahren und 50 % nach vier Jahren ausübbar sind. Nicht ausgeübte Aktienoptionen können nach Ablauf der nächstfolgenden Wartefrist ausgeübt werden. Zugeteilte Aktienoptionen, die nicht spätestens bis zum Ablauf von fünf Jahren nach dem Zuteilungstag ausgeübt werden, verfallen ersatzlos und endgültig.

In der 1. Sitzung des Nominierungs- und Vergütungsausschusses des Aufsichtsrats vom 17. März 2009 wurde ein weiterer Stock-Option-Plan beschlossen, nachdem dieser in der 55. Aufsichtsratssitzung vom 16. Dezember 2008 zur Begutachtung vorgelegt wurde. Dieser Stock-Option-Plan 2009– 2012 zur Gewährung von Aktienoptionen mit wahlweisem Barausgleich oder Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer und leitende Angestellte entspricht dem Stock-Option-Plan 2005–2008.

Jede dieser Optionen berechtigt entweder zum Erwerb von Aktien oder es kann ein Barausgleich verlangt werden, auf den sechsmonatigen Durchschnittspreis wird ein Aufschlag von 10 % hinzugerechnet, und die Ausübbarkeit der zugeteilten Aktienoptionen erfolgt gestaffelt, wobei 20 % der zugeteilten Aktienoptionen nach zwei Jahren, 30 % nach drei Jahren und 50 % nach vier Jahren ausübbar sind. Nicht ausgeübte Aktienoptionen können nach Ablauf der nächstfolgenden Wartefrist ausgeübt werden.

Die Zuteilung von Aktienoptionen kann im Zeitraum zwischen 1. April 2009 und 1. April 2012 erfolgen.

Die Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf der Wartefrist, jedoch nicht während einer Sperrfrist, zur Gänze oder auch nur teilweise ausgeübt werden.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die nachfolgende Tabelle zeigt Informationen bezüglich aller bis zum 31. März 2010 zugeteilten Aktienoptionen.

Zuteilungstag Zuteilungstag Zuteilungstag Zuteilungstag
1. April 1. April 1. April 1. April
2009 2008 2007 2006
Ausübungspreis (in EUR) 3,86 15,67 22,57 17,99
31. März 2008 -- -- 129.000 128.000
Gewährte Aktienoptionen -- 137.000 -- --
Verwirkte Aktienoptionen -- -- -- --
Ausgeübte Aktienoptionen -- -- -- --
Verfallene Aktienoptionen -- -- -- --
31. März 2009 -- 137.000 129.000 128.000
Gewährte Aktienoptionen 138.000 -- -- --
Verwirkte Aktienoptionen -- -- -- --
Ausgeübte Aktienoptionen -- -- -- --
Verfallene Aktienoptionen 3.000 5.000 5.000 4.000
31. März 2010 135.000 132.000 124.000 124.000
Restliche Vertragslaufzeiten
der gewährten Aktienoptionen 4 Jahre 3 Jahre 2 Jahre 1 Jahr
Beizulegender Zeitwert der
gewährten Aktienoptionen zum
Bilanzstichtag (in TEUR)
31. März 2009 -- -- -- --
31. März 2010 638 61 8 4

Abweichend von den angegebenen Vertragslaufzeiten werden die Aktienoptionen von Herrn Dr. Harald Sommerer mit Austrittsdatum am 31. Jänner 2010 fällig und sind bis spätestens 31. Jänner 2011 ausübbar.

Weiters wird auf Punkt 29 "Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen und Unternehmen" verwiesen.

Die Bewertung der Aktienoptionen erfolgt zum beizulegenden Wert zum jeweiligen Bilanzstichtag unter Anwendung des Monte-Carlo-Verfahrens, basierend auf Modellannahmen und den nachfolgend angeführten Bewertungsparametern. Diese können von später am Markt realisierten Werten für sämtliche zum 1. April 2006, zum 1. April 2007, zum 1. April 2008 und zum 1. April 2009 zugeteilten Aktienoptionen abweichen:

Risikofreier Zinssatz 1,03 - 2,24 %
Volatilität 49,91 - 51,28 %
Dividende je Aktie 0,0
Gewichtete durchschnittliche
Laufzeiten der gewährten
Aktienoptionen 3,6 Jahre

Die Berechnung der Volatilität erfolgt auf Basis der täglichen Aktienkurse ab 1. Oktober 2006 bzw. ab 1. April 2009 bis zum Bilanzstichtag.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Der beizulegende Zeitwert der eingeräumten Aktienoptionen wird über deren Laufzeit verteilt aufwandsmäßig erfasst. Die entsprechende Abgrenzungsposition ist in den Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern enthalten.

Übrige Verbindlichkeiten

Bei den übrigen Verbindlichkeiten handelt es sich vor allem um abgegrenzte Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen, kreditorische Debitoren, Pensionsverbindlichkeiten und sonstige Abgrenzungen sowie einbehaltene Kautionen.

17. Finanzielle Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
von mehr als
einem Jahr von mehr
31. März bis zu einem und bis fünf als Zinssatz
(in TEUR) 2010 Jahr Jahre fünf Jahren in %
Anleihen 83.418 3.713 79.705 -- 5,5
Exportkredite 36.000 36.000 -- -- 1,3
Kredite der öffentlichen Hand: --
- Öffentliche Stellen 430 177 253 -- 2,0-2,5
Sonstige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 54.019 29.179 24.840 -- 1,2-6,0
Derivative Finanzinstrumente*) 1.785 1.386 399 --
Buchwert 175.652 70.455 105.197 --
Restlaufzeit
von mehr als
einem Jahr von mehr
31. März bis zu einem und bis fünf als Zinssatz
(in TEUR) 2009 Jahr Jahre fünf Jahren in %
Anleihen 83.374 3.764 79.610 -- 5,5
Exportkredite 36.000 36.000 -- -- 3,0
Kredite der öffentlichen Hand:
- European Recovery Program 128 128 -- -- 1,5
- Öffentliche Stellen 340 29 311 -- 2,0-2,5
Sonstige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 72.834 55.695 17.139 -- 1,2-3,85
Derivative Finanzinstrumente*) 2.869 2.869 -- --
Buchwert 195.545 98.485 97.060 --

*) Es wird auf Punkt 20 "Derivative Finanzinstrumente" verwiesen.

Die Anleihen mit einem Gesamtnennbetrag von EUR 80 Mio. wurden am 27. Mai 2008 mit einer Laufzeit von fünf Jahren am Dritten Markt der Wiener Börse von der Gesellschaft platziert. Die Anleihe in einer Stückelung von EUR 50.000,– ist gemäß § 3 Abs. 1 Z 9 KMG von der Prospektpflicht befreit. Die jährliche Fixverzinsung in Höhe von 5,50 % vom Nennwert ist nachträglich am 27. Mai eines jeden Jahres zahlbar. Es besteht kein ordentliches Kündigungsrecht der Anleihegläubiger. Ein außerordentliches Kündigungsrecht ist im Wesentlichen bei folgenden Ereignissen bei der Gesellschaft oder einer ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften vereinbart:

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

  • Einstellung von Zahlungen oder Bekanntgabe von Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung,
  • Konkurs- oder sonstiges Insolvenzverfahren (Ausnahme: gerichtlicher Ausgleich) oder Liquidation,
  • wesentliche Verschlechterung der Finanz- und Ertragslage durch überwiegende Einstellung der Geschäftstätigkeit, Veräußerung wesentlicher Teile der Vermögenswerte oder nicht fremdüblicher Geschäfte mit verbundenen Unternehmen,
  • Kontrollwechsel im Sinne des österreichischen Übernahmegesetzes, wenn dieser zu einer wesentlichen Beeinträchtigung zur Erfüllung der Anleiheverpflichtungen führt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen neben dem laufenden Liquiditätsbedarf zu einem großen Teil langfristige Finanzierungen der Werke in China, Südkorea und Indien. Für das Werk in Südkorea und den Ausbau in Indien wurde im Geschäftsjahr 2009/10 eine langfristige Finanzierung aufgenommen, die in Halbjahresraten bis 31. März 2014 zurückzuführen ist. Die variable Verzinsung wurde zur Gänze durch einen Zinsswap abgesichert. Die wesentlichen Vertragsbedingungen stellen sich folgendermaßen dar:

  • Aufrechterhaltung der 98,76%-Beteiligung an der AT&S Korea und der 100%-Beteiligung an der AT&S Indien,
  • keine Belastungen hinsichtlich der Beteiligungen.

Insbesondere für den Ausbau des Werks in China besteht ein Finanzierungspaket (auf Basis einer Garantie G4 der Republik Österreich), welches in Halbjahresraten bis 31. März 2011 rückzuführen ist. Die Zinsen auf die Restlaufzeit sind großteils fixiert und teilweise variabel. Die wesentlichen Vertragsbedingungen stellen sich folgendermaßen dar:

  • Aufrechterhaltung der 100%-Beteiligung an der AT&S China,
  • Bestehen der Garantie G4,
  • keine Belastungen hinsichtlich der Beteiligungen.

Die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. März 2010 stellen sich in den nächsten Geschäftsjahren wie folgt dar:

Sonstige
Kredite Verbindlichkei Derivative
öffentlicher ten gegenüber Finanz
(in TEUR) Anleihen Exportkredite Hand Kreditinstituten instrumente
2010/11
Tilgung -- 36.000 177 29.179 1.386
Zinsen fix 4.461 -- 9 564 --
Zinsen variabel -- -- -- 849 --
2011/12
Tilgung -- -- 162 9.340 --
Zinsen fix 4.461 -- 3 650 --
Zinsen variabel -- -- -- -- --
2012/13
Tilgung -- -- 91 6.200 --
Zinsen fix 4.461 -- 2 423 --
Zinsen variabel -- -- -- -- --
2013/14
Tilgung 80.000 -- -- 9.300 --
Zinsen fix 697 -- -- 212 --
Zinsen variabel -- -- -- -- --

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Es werden keine wesentlichen Abweichungen von den vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen hinsichtlich Zeitraum oder Betrag erwartet.

Zum Vorjahresstichtag 31. März 2009 stellten sich die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zinsund Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten in den nächsten Geschäftsjahren wie folgt dar:

Sonstige
Kredite Verbindlichkei Derivative
öffentlicher ten gegenüber Finanz
(in TEUR) Anleihen Exportkredite Hand Kreditinstituten instrumente
2009/10
Tilgung -- 36.000 157 55.695 2.869
Zinsen fix 4.461 -- 8 1.065 --
Zinsen variabel -- -- -- 157 --
2010/11
Tilgung -- -- 177 14.000 --
Zinsen fix 4.461 -- 6 479 --
Zinsen variabel -- -- -- -- --
2011/12
Tilgung -- -- 94 3.139 --
Zinsen fix 4.461 -- 2 13 --
Zinsen variabel -- -- -- -- --
2012/13
Tilgung -- -- 40 -- --
Zinsen fix 4.461 -- 1 -- --
Zinsen variabel -- -- -- -- --
2013/14
Tilgung 80.000 -- -- -- --
Zinsen fix 697 -- -- -- --
Zinsen variabel -- -- -- -- --

Die Anleihen, Exportkredite, Kredite der öffentlichen Hand und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen teilweise eine nicht marktübliche Verzinsung auf. Aus diesem Grund kann es zu Abweichungen zwischen deren beizulegenden Zeitwerten und Buchwerten kommen.

Buchwerte Geschätzte Marktwerte
31. März 31. März
(in TEUR) 2010 2009 2010 2009
Anleihen 83.418 83.374 89.029 77.932
Exportkredite 36.000 36.000 36.000 36.000
Kredite der öffentlichen Hand 430 468 433 469
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 54.019 72.834 55.789 71.138
Derivative Finanzinstrumente 1.785 2.869 1.785 2.869
175.652 195.545 183.036 188.408

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Berechnung der beizulegenden Zeitwerte basiert auf der derzeitigen Effektivverzinsung von Krediten und Anleihen mit ähnlicher Laufzeit, die dem Konzern zur Verfügung stehen würden.

Die Buchwerte der finanziellen Verbindlichkeiten nach Währungen stellen sich wie folgt dar:

31. März
(in TEUR) 2010 2009
Euro 174.473 193.712
Koreanische Won -- 1.474
US-Dollar 399 27
Japanische Yen -- 271
Chinesische Renminbi Yuan 366 --
Indische Rupien 414 61
175.652 195.545

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

  • durch Sachanlagen in Höhe von TEUR 0 (zum 31. März 2009: TEUR 1.772). Es wird auf Punkt 8 "Sachanlagen" verwiesen;
  • durch Vorratsvermögen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 36.087 (zum 31. März 2009: TEUR 36.000). Es wird auf Punkt 11 "Vorräte" und Punkt 12 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" verwiesen;
  • durch die Abtretung der Rechte aus der Absicherung des politischen Risikos für den Standort in China in Höhe von TEUR 14.000 zum 31. März 2010 (zum 31. März 2009: TEUR 35.500) sowie für den Standort in Südkorea in Höhe von TEUR 3.139 (zum 31. März 2009: TEUR 3.139).

Die Kreditrahmen der Finanzierungsverbindlichkeiten zum 31. März 2010 stellen sich wie folgt dar:

(in TEUR) Kreditrahmen Ausgenützt
Exportkreditrahmen – gesichert 36.000 36.000
Sonstige Kreditrahmen – gesichert 167.693 130.366
Kreditrahmen – ungesichert 30.000 7.500
233.693 173.866

Leasingverhältnisse

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren operativen Leasing- und Mietverhältnissen stellt sich wie folgt dar:

31. März
(in TEUR) 2010 2009
Bis zu einem Jahr 3.078 3.541
Von einem Jahr bis fünf Jahre 7.796 10.090
Mehr als fünf Jahre 11.236 16.510
Summe der
Mindestzahlungen 22.110 30.141

Im Konzern bestehen mehrere operative Leasingverträge für die Anmietung von Büroräumen, Grundstücken und Produktionshallen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung und technische Anlagen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Verpflichtungen aus operativen Leasingverhältnissen betreffen zum Großteil ein im Geschäftsjahr 2006/07 durchgeführtes Sale-and-Lease-back für Betriebsgrundstücke und -gebäude in Leoben-Hinterberg und Fehring, Österreich, mit einer unkündbaren Leasingdauer bis Dezember 2021. Die angeführten Beträge beinhalten mit TEUR 10.016 auch die auf die nicht mehr genutzten Gebäudeflächen in Leoben-Hinterberg entfallenden Mindestzahlungen aus dem operativen Leasingverhältnis, die bereits in der Bilanz als sonstige Rückstellungen enthalten sind. Es wird auf Punkt 19 "Sonstige Rückstellungen" verwiesen.

Die als Aufwand erfassten Zahlungen für unkündbare Leasing- und Mietaufwendungen stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09
Leasing- und Mietaufwand 3.359 4.023

18. Rückstellungen für Personalaufwand

Die Rückstellungen für Personalaufwand betreffen Pensionszusagen, Abfertigungsansprüche und sonstige Dienstnehmeransprüche.

Beitragsorientierte Pensionspläne

Für einen Großteil der Beschäftigten in Österreich und einen Teil der Mitarbeiter in Indien bestehen beitragsorientierte Pensionspläne, die an eine Pensionskasse ausgelagert sind. Für die Beschäftigten in Österreich wurden im Geschäftsjahr 2008/09 die Pensionspläne durch eine Er- und Ablebensversicherung ergänzt. Die Arbeitgeberbeiträge bemessen sich nach einem bestimmten Prozentsatz der laufenden Bezüge und am erzielten Jahresüberschuss der Gesellschaft. Die Beitragszahlungen betrugen TEUR 147 im Geschäftsjahr 2009/10 und TEUR 450 im Geschäftsjahr 2008/09.

Leistungsorientierte Pensionspläne

Für Mitglieder des Vorstands und für leitende Angestellte bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen ohne das Erfordernis von eigenen Mitarbeiterbeiträgen. Pensionszusagen an Mitglieder des Vorstands und an andere Führungskräfte sind teilweise durch Vermögensmittel in Pensionskassen fondsfinanziert ("funded"), teilweise nicht fondsfinanziert ("unfunded").

Die Pensionsansprüche des Vorstands und der Führungskräfte sind von deren Bezügen und Dienstzeiten abhängig.

Fondsfinanzierte Abfertigungsansprüche

Den Mitarbeitern in Indien steht im Falle der Pensionierung sowie bei vorzeitigem Austritt unter bestimmten Umständen eine Abfertigung zu, deren Höhe von der Dauer des Arbeitsverhältnisses und der Höhe des Arbeitsentgeltes abhängt. Die Abfertigungen bewegen sich zwischen einem halben Monatsentgelt pro Dienstjahr und einem fixierten Höchstbetrag. Die Abfertigungsansprüche sind durch eine Lebensversicherung gedeckt.

Nicht fondsfinanzierte Abfertigungsansprüche

Den Mitarbeitern in Österreich, Korea und China steht im Falle der Pensionierung generell sowie bei Beendigung des Dienstverhältnisses unter bestimmten Umständen eine Abfertigung zu, deren Höhe von der Dauer des Arbeitsverhältnisses und der Höhe des Arbeitsentgeltes abhängt. Die Abfertigung beträgt in Österreich je nach Dienstzeit 2 bis 12 Zwölftel des Jahresgehaltes, in Korea und China einen ebenfalls je nach Dienstzeit fixierten entgeltabhängigen Betrag.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Für seit dem 1. Jänner 2003 in Österreich eintretende Mitarbeiter wird dieser Anspruch durch laufende Beiträge in eine Mitarbeitervorsorgekasse ohne weitere Verpflichtungen für den Konzern abgegolten. Die Beitragszahlungen im Geschäftsjahr 2009/10 betrugen TEUR 239 und für 2008/09 TEUR 358.

Sonstige Dienstnehmeransprüche

Den Mitarbeitern der Gesellschaften in Österreich und China gebühren bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder, wobei Anspruchsberechtigung und Höhe kollektivvertraglich geregelt sind.

Die Bewertung erfolgt im Wesentlichen analog dem Verfahren für Abfertigungen unter Zugrundelegung derselben Parameter, jedoch ohne Berücksichtigung der Korridormethode.

Die Aufwendungen für (leistungsorientierte) Pensionszusagen, Abfertigungsansprüche und sonstige Dienstnehmeransprüche setzen sich folgendermaßen zusammen:

Abfertigungs Sonstige
Pensionsansprüche ansprüche Dienstnehmeransprüche
Geschäftsjahr Geschäftsjahr Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09
Laufender Dienstzeitaufwand 191 188 1.115 1.267 706 259
Zinsaufwand 466 433 555 626 113 96
Nachzuverrechnender
Dienstzeitaufwand -- 195 -- -- -- --
Abfindungen -- -- 3.069 -- -- --
Erwartetes Veranlagungser
gebnis der zur Deckung
vorgesehenen Vermögens
werte (291) (395) (13) (13) -- --
Versicherungsmathematische
Verluste/(Gewinne) 101 32 182 159 (23) (129)
Summe Aufwendungen 467 453 4.908 2.039 796 226

Die Aufwendungen für Pensionszusagen, Abfertigungsansprüche und sonstige Dienstnehmeransprüche werden in den Herstellungskosten, Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen. Die Abfindungen im Geschäftsjahr 2009/10 sind in den nicht wiederkehrenden Posten enthalten.

In der Bilanz sind folgende Ansprüche abgegrenzt:

31. März
(in TEUR) 2010 2009
(Übergedeckte) Pensionsansprüche (620) (46)
Untergedeckte Pensionsansprüche 1.021 953
Untergedeckte Abfertigungsansprüche 8.233 6.554
Sonstige Dienstnehmeransprüche 2.115 2.244
Rückstellungen für Personalaufwand 11.369 9.751
Abgrenzung für Pensionen, Abfertigungen und
sonstige Dienstnehmeransprüche, saldiert 10.749 9.705

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Pensionsansprüche und Abfertigungsansprüche stellen sich wie folgt dar:

Pensionsansprüche Abfertigungsansprüche
31. März 31. März
(in TEUR) 2010 2009 2010 2009
Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen 8.662 8.381 437 392
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens (8.480) (6.769) (194) (184)
Deckungsstatus fondsfinanzierte
Verpflichtungen 182 1.612 243 208
Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtun
gen 968 900 9.085 10.653
Nicht realisierte versicherungsmathematische
Gewinne/(Verluste) (749) (1.605) (1.095) (4.307)
Bilanzierte Rückstellungen/(Forderungen), netto 401 907 8.233 6.554
davon Forderungen (übergedeckte Ansprüche) (620) (46) -- --
davon Rückstellungen (untergedeckte Ansprüche) 1.021 953 8.233 6.554

Der Barwert der erwarteten Pensionsansprüche, die Entwicklung des zur Deckung vorgesehenen Planvermögens und der Deckungsstatus stellen sich folgendermaßen dar:

Fondsfinanzierte Pensions
ansprüche
Geschäftsjahr
Nicht fondsfinanzierte Pensions
ansprüche
Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09
Barwert der Pensionsverpflich
tung
Barwert am Beginn des Ge
schäftsjahres 8.381 7.811 900 825
Laufender Dienstzeitaufwand 191 188 -- --
Zinsaufwand 419 390 47 43
Versicherungsmathematische
Verluste/(Gewinne) (174) 142 21 32
Auszahlungen (155) (150) -- --
Barwert am Ende des Geschäfts
jahres 8.662 8.381 968 900
Beizulegender Zeitwert des
Planvermögens
Zeitwert am Beginn des Ge 6.769 8.042
schäftsjahres
Einzahlungen 973 --
Erwartetes Veranlagungsergebnis 291 395
Versicherungsmathematische
Gewinne/(Verluste) 602 (1.518)
Auszahlungen (155) (150)
Zeitwert am Ende des Geschäfts
jahres 8.480 6.769
Deckungsstatus fondsfinanzierte
Pensionspläne 182 1.612

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Das zur Deckung vorgesehene Planvermögen ist in Pensionskassen ausgegliedert. Die Streuung der Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

31. März
(in %) 2010 2009
Anleihen 31 % 47 %
Aktien 38 % 24 %
Immobilien 7 % 4 %
Liquide Mittel 24 % 25 %
100 % 100 %

Die Gesamtentwicklung der fondsfinanzierten und nicht fondsfinanzierten Abfertigungsansprüche stellt sich wie folgt dar:

Fondsfinanzierte Abfertigungsan Nicht fondsfinanzierte Abferti
sprüche
Geschäftsjahr
gungsansprüche
Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09
Barwert der Abfertigungsver
pflichtung
Barwert am Beginn des Ge
schäftsjahres 392 383 10.653 11.948
Änderungen des Konsolidie
rungskreises (22) -- -- --
Umrechnungsdifferenzen 41 (25) 81 (64)
Dienstzeitaufwand 30 37 1.085 1.230
Zinsaufwand 29 29 526 598
Versicherungsmathematische
Verluste/(Gewinne) (11) (18) (3.019) 298
Abfindungen -- -- 3.069 --
Auszahlungen (22) (14) (3.310) (3.357)
Barwert am Ende des Geschäfts
jahres 437 392 9.085 10.653
Beizulegender Zeitwert des
Planvermögens
Zeitwert am Beginn des Ge 184 160
schäftsjahres
Änderungen des Konsolidie
rungskreises (15) --
Umrechnungsdifferenzen 18 (11)
Einzahlungen 16 34
Erwartetes Veranlagungsergebnis 13 13
Versicherungsmathematische
Gewinne/(Verluste) -- 2
Auszahlungen (22) (14)
Zeitwert am Ende des Geschäfts
jahres 194 184
Deckungsstatus fondsfinanzierte
Abfertigungsansprüche 243 208

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Gesamtentwicklung der sonstigen Dienstnehmeransprüche (Jubiläumsgelder) stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09
Barwert am Beginn des Geschäftsjahres 2.244 1.969
Umrechnungsdifferenzen (24) 174
Dienstzeitaufwand 706 259
Zinsaufwand 113 96
Versicherungsmathematische
Verluste/(Gewinne) (23) (129)
Auszahlungen (901) (125)
Barwert am Ende des Geschäftsjahres 2.115 2.244

Es wurden für die Bewertung zum Bilanzstichtag folgende versicherungsmathematische Parameter angewendet:

Sonstige Dienstnehmer
ansprüche
Pensionsansprüche Abfertigungsansprüche (Jubiläumsgelder)
31. März 31. März 31. März
2010 2009 2010 2009 2010 2009
Zinssatz 5 % 5,25 % 5-8,25% 5,25-8 % 2-5 % 4-5,25%
Erwartete Rendite
auf Planvermögen 5,55 % 4,44 % 8 % 8 % -- --
Erwartete Gehalts
steigerung 2,25 % 2,5 % 3-7 % 3,25-10 % 3-10 % 3,25-10 %
Künftige Pensionser
höhung 2 % 2,25 % -- -- -- --
Pensionsalter Individuell Individuell
(Frauen/Männer) 58-65 58-65 gemäß Pensions
reform 2003
gemäß Pensions
reform 2003
-- --

19. Sonstige Rückstellungen

(in TEUR) Summe Gewähr
leistung
Stilllegung
Augsburg
Restrukturierung
Leoben
Übrige
Buchwert 31. März 2009 10.297 1.265 39 8.533 460
Verwendung (2.048) (535) (39) (1.015) (459)
Auflösung (79) (78) -- -- (1)
Zuführung 9.762 248 -- 6.072 3.442
Zinseffekt 67 -- -- 67 --
Umrechnungsdifferenzen 248 1 -- -- 247
Buchwert 31. März 2010 18.247 901 -- 13.657 3.689
31. März
(in TEUR) 2010 2009
davon langfristig 12.769 7.322
davon kurzfristig 5.478 2.975
Buchwert 18.247 10.297

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Rückstellung für Gewährleistung

Die Rückstellung für Gewährleistung betrifft die Kosten der bereits entstandenen und zu erwartenden Reklamationen für die noch im Gewährleistungszeitraum befindlichen Produkte. Der rückgestellte Betrag ist eine auf Basis von Erfahrungswerten und konkreten Sachverhalten durchgeführte bestmögliche Schätzung dieser erwarteten Kosten, welche aufgrund der Unsicherheit hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunkts nicht bereits als Schulden ausgewiesen werden.

Rückstellung für Restrukturierung Leoben-Hinterberg

Diese Rückstellung für Kosten aus vertraglichen Verpflichtungen betrifft die künftigen Leerstehungskosten für die nicht mehr genutzten Gebäudeflächen auf Basis der nicht kündbaren Immobilienleasingverpflichtungen. Die Rückstellung wurde in Höhe des Barwertes der überwiegend langfristig erwarteten Ausgaben angesetzt. Zur Gesamtdarstellung der Restrukturierungen des Standortes Leoben-Hinterberg wird auf Punkt 5 "Nicht wiederkehrende Posten" verwiesen.

Übrige

Bei den übrigen sonstigen Rückstellungen handelt es sich um Rückstellungen für sonstige belastende Verträge mit kurzfristiger Restlaufzeit.

20. Derivative Finanzinstrumente

Die derivativen Finanzinstrumente betreffen vor allem Devisentermingeschäfte, Währungsswaps und Zinsswaps. Gesichert werden hauptsächlich Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungen im Zusammenhang mit Krediten.

Der Buchwert der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns entspricht dem Marktwert. Der Marktwert entspricht jenem Betrag, der bei einer Abrechnung der Transaktion zum Bilanzstichtag aufzuwenden wäre bzw. erlöst werden würde.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

31. März 2010 31. März 2009
(in TEUR) Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Devisentermingeschäfte
zu Marktwerten
-- 254 131 --
Währungsswaps
zu Marktwerten
167 1.132 372 2.869
Währungsoptionen
zu Marktwerten
Zinsswaps
-- -- 3 --
zu Marktwerten -- 399 33 --
Summe Marktwerte 167 1.785 539 2.869
abzüglich kurzfristiger
Anteil:
Devisentermingeschäfte
zu Marktwerten
-- 254 131 --
Währungsswaps
zu Marktwerten
Währungsoptionen
167 1.132 372 2.869
zu Marktwerten
Zinsswaps
-- -- 3 --
zu Marktwerten -- -- 33 --
Kurzfristiger Anteil 167 1.386 539 2.869
Langfristiger Anteil -- 399 -- --

Die Nominalbeträge und die Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente im Zusammenhang mit der Absicherung von Wechselkursschwankungen stellen sich nach Währungen wie folgt dar:

31. März 2010 31. März 2009
Nominalbetrag Nominalbetrag
(in 1.000 Landeswäh Marktwert (in 1.000 Landeswäh Marktwert
Währung rung) (in TEUR) rung) (in TEUR)
US-Dollar 35.301 (1.219) 67.158 (2.363)

Die Nominalbeträge und die Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente im Zusammenhang mit der Absicherung von Zinssatzschwankungen stellen sich nach Währungen wie folgt dar:

31. März 2010 31. März 2009
Nominalbetrag Nominalbetrag
(in 1.000 Landeswäh Marktwert (in 1.000 Landeswäh Marktwert
Währung rung) (in TEUR) rung) (in TEUR)
Euro 23.600 (399) 10.000 33

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Restlaufzeiten der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

31. März
(in Monaten) 2010 2009
Devisentermingeschäfte 4 10
Währungsswaps 7 10
Währungsoptionen -- 3
Zinsswaps 48 15

Zum 31. März 2010 ist der feste Zinssatz der Zinsswaps 2,34 %, der variable Zinssatz basiert auf dem 6-Monats-EURIBOR.

21. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Buchwerte und Wertansätze nach Bewertungskategorien

Die Zusammenfassung der Buchwerte und Wertansätze der in den einzelnen Bilanzpositionen enthaltenen Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Fortgeführte
(in TEUR) Zeitwerte Zeitwerte Anschaffungs
31. März 2010 erfolgswirksam erfolgsneutral kosten Buchwerte
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte -- 97 2 99
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen -- -- 70.845 70.845
Finanzielle Vermögenswerte 14.153 61 -- 14.214
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
-- -- 13.354 13.354
Schulden
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten -- -- 105.197 105.197
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten -- -- 50.235 50.235
Finanzielle Verbindlichkeiten 1.785 -- 68.670 70.455

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

(in TEUR)
31. März 2009
Zeitwerte
erfolgswirksam
Zeitwerte
erfolgsneutral
Fortgeführte
Anschaffungs
kosten
Buchwerte
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte -- 97 25 122
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen -- -- 87.358 87.358
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und
13.987 26 -- 14.013
Zahlungsmitteläquivalente -- -- 7.031 7.031
Schulden
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten -- -- 97.060 97.060
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten -- -- 40.813 40.813
Finanzielle Verbindlichkeiten 2.869 -- 95.616 98.485

Bewertungshierarchien der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente

Bei der Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente ist zwischen drei Bewertungshierarchien zu unterscheiden.

  • Level 1: Die beizulegenden Zeitwerte werden anhand von öffentlich notierten Marktpreisen auf einem aktiven Markt für identische Finanzinstrumente bestimmt.
  • Level 2: Wenn keine öffentlich notierten Marktpreise auf einem aktiven Markt bestehen, werden die beizulegenden Zeitwerte auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode bestimmt, die im größtmöglichen Umfang auf Marktpreisen basiert.
  • Level 3: In diesem Fall liegen den zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendeten Bewertungsmodellen auch nicht am Markt beobachtbare Daten zugrunde.

Die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zu den drei Bewertungshierarchien stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

(in TEUR)
31. März 2010 Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
Anleihen 13.986 -- -- 13.986
Derivative Finanzinstrumente -- 167 -- 167
Zur Veräußerung verfügbare finan
zielle Vermögenswerte 157 -- 3 160
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente -- 1.785 -- 1.785

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Nettoergebnisse in Bezug auf Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien Die Nettogewinne oder Nettoverluste in Bezug auf finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09
Ausleihungen und Forderungen (538) 869
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte 3.305 (4.515)
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 1 4
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortge
führten Anschaffungskosten bewertet werden (11.203) 5.925
(8.435) 2.283

Die Nettoergebnisse in Bezug auf Finanzinstrumente beinhalten Dividendenerträge, Zinserträge und -aufwendungen, Fremdwährungsgewinne und -verluste, realisierte Erträge und Verluste aus dem Abgang bzw. Verkauf sowie ergebniswirksame Erträge und Aufwendungen aus der Bewertung der Finanzinstrumente.

Das gesamte Nettoergebnis (Nettoaufwand) aus Finanzinstrumenten ist in Höhe von TEUR -7.766 (2008/09: TEUR 1.682 Nettoertrag) im Finanzergebnis und in Höhe von TEUR -669 (2008/09: TEUR 601 Nettoertrag) im Betriebsergebnis enthalten.

22. Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen

In Bezug auf unkündbare Leasing- und Mietverträge wird auf Punkt 17 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen. Zum 31. März 2010 bestehen im Konzern sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 25.774 (TEUR 6.264 zum 31. März 2009) im Zusammenhang mit verbindlich kontrahierten Investitionsvorhaben. Weiters bestehen zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse gegenüber der Zollbehörde sowie aus Bankgarantien in Höhe von TEUR 9 (TEUR 2 zum 31. März 2009). Andere Garantien bzw. sonstige Haftungszusagen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb sind zum Bilanzstichtag nicht gegeben.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

23. Gezeichnetes Kapital

Im Umlauf Eigene
befindliche Grund Kapital Stock Aktien (nach Gezeichne
Aktien kapital rücklage Options Steuern) tes Kapital
(in 1.000
Stück) (in TEUR) (in TEUR) (in TEUR) (in TEUR) (in TEUR)
31. März 2008 23.323 28.490 63.294 226 (46.352) 45.658
Aktienoptionspro
gramme:
Wert der erbrachten
Leistungen -- -- -- 22 -- 22
Veränderung
Aktienoptionen -- -- 248 (248) -- --
31. März 2009 23.323 28.490 63.542 -- (46.352) 45.680
Aktienoptionspro
gramme:
Wert der erbrachten
Leistungen -- -- -- -- -- --
Veränderung
Aktienoptionen -- -- -- -- -- --
31. März 2010 23.323 28.490 63.542 -- (46.352) 45.680

Grundkapital

Das Grundkapital zum 31. März 2010 in Höhe von TEUR 28.490 besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,1.

Im Umlauf befindliche Aktien

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt 25.900.000 Stück. Zum Stichtag 31. März 2010 hält der Konzern 2.577.412 eigene Aktien, 23.322.588 Aktien befanden sich im Umlauf.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde mit Beschluss der 11. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2005 ermächtigt, bis zum 4. Juli 2010 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu TEUR 12.430, allenfalls in mehreren Tranchen, mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 11.300.000 auf den Inhaber lautenden nennbetragslosen Stückaktien gegen Bareinzahlung oder Sacheinlage, auch unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre, zu erhöhen und die näheren Ausgabebedingungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Wandelschuldverschreibungen

In der 11. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2005 wurde der Vorstand ermächtigt, gemäß § 174 Abs. 2 AktG bis 4. Juli 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000, auch in mehreren Tranchen, auszugeben, alle Bedingungen, die Ausgabe und das Umtauschverfahren der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Bedingte Kapitalerhöhung

In der 11. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2005 erfolgte die Beschlussfassung über die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu TEUR 12.430 durch Ausgabe von bis zu 11.300.000 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stammaktien zur Gewährung von Bezugs- oder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibungen und Feststellung der Erfordernisse gemäß § 160 Abs. 2 AktG über die Ermächtigung des Vorstands, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen und über die Ermächtigung des Aufsichtsrats, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung haben die volle Dividendenberechtigung für das laufende Geschäftsjahr, in dem sie begeben werden.

Eigene Aktien

Zuletzt in der 14. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2008 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, gemäß § 65 Abs. 1 Z. 8 AktG binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben, wobei der Erwerbskurs je zu erwerbender Stückaktie EUR 1,10 nicht unterschreiten und EUR 110 nicht überschreiten darf, sowie die erworbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen oder zur Durchführung des Mitarbeiterbeteiligungs- bzw. Stock-Option-Plans der Gesellschaft zu verwenden. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Der Konzern hat seit 15. Mai 2006 insgesamt 2.632.432 eigene Aktien zum jeweiligen Börsekurswert im Gesamtwert von TEUR 47.484 gekauft. Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden Aktien weder gekauft noch zur Bedienung des Stock-Option-Plans der Gesellschaft verwendet. Zum 31. März 2010 hält der Konzern unverändert zum letzten Bilanzstichtag 2.577.412 eigene Aktien (9,95% des Grundkapitals) mit einem Gesamtkaufpreis von TEUR 46.577.

In der 14. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2008 wurde der Vorstand erneut gemäß § 65 Abs. 1b AktG ermächtigt, für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 3. Juli 2013, mit Zustimmung des Aufsichtsrats und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung die erworbenen eigenen Anteile auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Beteiligungen, und hierbei – soweit erforderlich – das Bezugsrecht der Aktionäre gemäß §§ 169 bis 179 AktG auszuschließen, wobei die Ermächtigung ganz oder in Teilen ausgeübt werden kann.

Dividende pro Aktie

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden pro Aktie EUR 0,18 (im Geschäftsjahr 2008/09 EUR 0,34) an Dividenden ausgeschüttet.

Aktienoptionsprogramme mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente

In der Aufsichtsratssitzung vom 15. Juni 2000 wurde der Stock-Option-Plan 2000–2004 zur Gewährung von Aktienoptionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer und leitende Angestellte genehmigt. Die Zuteilung von Aktienoptionen erfolgte über den Zeitraum zwischen 1. August 2000 und 1. April 2004. Die Ausübbarkeit der zugeteilten Aktienoptionen war gestaffelt, wobei 20 % der zugeteilten Aktienoptionen nach zwei Jahren, 30 % nach drei Jahren und 50 % nach vier Jahren ausübbar waren, wobei die Aktienoptionen nur innerhalb eines Ausübungsfensters von drei Monaten, beginnend mit 1. Juli des jeweiligen Geschäftsjahres, ausgeübt werden konnten. Die letzte Ausübungsfrist des Stock-Option-Planes 2000–2004 endete daher bereits im vergangenen Geschäftsjahr 2008/09.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

24. Sonstige Rücklagen

Die im Konzernergebnis realisierten Umgliederungsbeträge des sonstigen Ergebnisses und die Entwicklung der sonstigen Rücklagen stellen sich wie folgt dar:

Zur Veräußerung
verfügbare finan
Sicherungs
instrumente aus der
Währungsumrech zielle Vermögens Absicherung von Sonstige
(in TEUR) nungsdifferenzen werte Zahlungsströmen Rücklagen
Buchwert zum 31. März
2008 (39.755) 41 -- (39.714)
Saldo unrealisierter Verän
derungen vor Umgliede
rung, nach Steuern 40.292 (17) -- 40.275
Buchwert zum 31. März
2009 537 24 -- 561
Saldo unrealisierter Verän
derungen vor Umgliede
rung, nach Steuern (2.060) 19 (299) (2.340)
Umgliederung realisierter,
im Konzernergebnis erfass
ter Änderungen, nach Steu
ern 219 -- -- 219
Buchwert zum 31. März
2010 (1.304) 43 (299) (1.560)

Zur Darstellung der Ertragsteuern, die auf die einzelnen Bestandteile des sonstigen Ergebnisses einschließlich der Umgliederungsbeträge entfallen, wird auf Punkt 7 "Ertragsteuern" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

VI. SONSTIGE ANGABEN

25. Ergebnis je Aktie

Der Gewinn je Aktie ist gemäß IAS 33 "Ergebnis je Aktie" (Earnings per Share) berechnet.

Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt 25.900.000 Stück. Zum Stichtag 31. März 2010 wurden 2.577.412 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden.

Der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie betrug 23,3 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2009/10 bzw. 23,3 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2008/09.

Der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie betrug 23,4 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2009/10 bzw. 23,3 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2008/09.

Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des verwässerten gewichteten Durchschnitts der im Umlauf befindlichen Aktien für die angegebenen Perioden:

Geschäftsjahr
(in 1.000 Stück) 2009/10 2008/09
Gewichteter Durchschnitt der im
Umlauf befindlichen Aktien –
Basisberechnung 23.323 23.323
Verwässernde Auswirkung der
Optionen 71 --
Gewichteter Durchschnitt der im
Umlauf befindlichen Aktien –
verwässerter Wert 23.394 23.323

Unverwässertes Ergebnis je Aktie

Die Basisberechnung des Ergebnisses pro Aktie wird ermittelt, indem man das Konzernergebnis der jeweiligen Periode, das den Aktionären der Gesellschaft zuzurechnen ist, durch den gewogenen Mittelwert der im Umlauf befindlichen Stammaktien der jeweiligen Periode dividiert.

Geschäftsjahr
2009/10 2008/09
Konzernergebnis (in TEUR) (37.271) (5.376)
Gewichteter Durchschnitt der im
Umlauf befindlichen Aktien –
Basisberechnung (in 1.000 Stück) 23.323 23.323
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) (1,60) (0,23)

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Verwässertes Ergebnis je Aktie

Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem man das Konzernergebnis der jeweiligen Periode, das den Aktionären der Gesellschaft zuzurechnen ist, durch den gewogenen Mittelwert der Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien zuzüglich der Anzahl der möglichen ausständigen Stammaktien der jeweiligen Periode dividiert. Die möglichen ausständigen Stammaktien setzen sich aus den zusätzlich auszugebenden Aktien für ausübbare Optionen zusammen und sind im verwässerten Ergebnis pro Aktie unter der Annahme, dass diese Aktien verwässert sind, enthalten.

Geschäftsjahr
2009/10 2008/09
Konzernergebnis (in TEUR) (37.271) (5.376)
Gewichteter Durchschnitt der im
Umlauf befindlichen Aktien –
verwässerter Wert (in 1.000 Stück) 23.394 23.323
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) (1,59) (0,23)

Die eigenen Aktien, die zur Bedienung des Stock-Option-Plans reserviert sind, führen nach IAS 33 zu keiner Verwässerung der ausgegebenen Aktien.

26. Vorschlag für die Gewinnverteilung

Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischem Unternehmensrecht aufgestellte Einzelabschluss der AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft zum 31. März 2010 die Grundlage für die Dividendenausschüttung. Dieser Jahresabschluss weist zum 31. März 2010 einbehaltene Gewinne von TEUR 14.144 (TEUR 45.615 zum 31. März 2009) aus.

Die Ausschüttung unterliegt der Zustimmung der Hauptversammlung. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus den einbehaltenen Gewinnen von TEUR 14.144 eine Dividende je ausstehender Aktie in Höhe von EUR 0,10 auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

27. Veräußerungen

Veräußerung der AT&S ECAD

Mit Kaufvertrag vom 20. April 2009 wurden die AT&S ECAD Technologies Private Limited, Indien und deren Tochtergesellschaft AT&S ECAD Technologies Inc., USA veräußert und mit Übergang der Beherrschung auf den Erwerber per Anfang Juni 2009 endkonsolidiert. Der Verkauf und die Konsolidierungskreisänderung haben nur unwesentliche Auswirkungen auf den Konzern.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

28. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Anfang Mai 2010 hat der Vorstand beschlossen, nach den bisher bereits konzernweit durchgeführten Kosteneinsparungsprogrammen und dem damit verbundenen Personalabbau weitere Anpassungen in der Verwaltungsstruktur vorzunehmen. Es sollen internationale und regionale Strukturen teilweise zusammengelegt und damit Synergien erschlossen werden. Zu diesem Zweck wurde die Entscheidung getroffen, den Standort Wien, an welchem bisher wesentliche Konzernfunktionen im Sinne eines Headquarters wahrgenommen wurden, mit Kalenderjahresende 2010 zu schließen und einzelne Funktionen an andere Standorte des Unternehmens zu verlagern. Die Rolle des Headquarters wird seit diesem Vorstandsbeschluss dem Sitz der Gesellschaft und Produktionsstandort Leoben-Hinterberg zugeordnet.

29. Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen und Unternehmen

Im Zusammenhang mit diversen Projekten hat der Konzern Leistungen von Beratungsfirmen, die im Besitz des Vorsitzenden des Aufsichtsrats (AIC Androsch International Management Consulting GmbH, Wien) bzw. eines Aufsichtsratsmitglieds (Dörflinger Management & Beteiligungs GmbH, Wien) stehen, erhalten. Die dabei angefallenen Honorare stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09
AIC Androsch International Management
Consulting GmbH 365 366
Dörflinger Management & Beteiligungs GmbH 10 9
375 375

Weiters sind bestimmte Fertigungsprozesse der AT&S Korea ausgelagert. Ein Teil dieser Fremdfertigungsleistungen wurde von Minderheitsgesellschaftern nahe stehenden Personen durchgeführt und beläuft sich für das Geschäftsjahr 2009/10 auf TEUR 7 (2008/09: TEUR 432). Die ausstehenden Verpflichtungen zum 31. März 2010 betrugen TEUR 0 (31. März 2009: TEUR 25).

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2009/10 und bis zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses waren folgende Personen als Vorstand tätig:

  • DI (FH) Andreas Gerstenmayer (Vorsitzender, seit 1. Februar 2010)
  • Dr. Harald Sommerer (Vorsitzender, bis 31. Jänner 2010)
  • Dkfm. Steen Ejlskov Hansen
  • Ing. Heinz Moitzi

Im Geschäftsjahr 2009/10 waren folgende Personen als Aufsichtsratsmitglieder bestellt:

  • Dkfm. Dr. Hannes Androsch (Vorsitzender)
  • Ing. Willibald Dörflinger (Stellvertreter)
  • Dr. Erich Schwarzbichler (bis 2. Juli 2009)
  • Mag. Gerhard Pichler (seit 2. Juli 2009)
  • Dr. Georg Riedl
  • DI Albert Hochleitner
  • Dkfm. Karl Fink

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Vom Betriebsrat waren delegiert:

  • Johann Fuchs
  • Wolfgang Fleck
  • Günther Wölfler (seit 3. Juni 2009)
  • Markus Schumy (bis 31. März 2009)

Die Anzahl der zugeteilten Aktienoptionen und der Personalaufwand aus zugeteilten Aktienoptionen stellen sich wie folgt dar:

Anzahl der zugeteilten
Aktienoptionen Personalaufwand
31. März Geschäftsjahr
(in Stück) (in TEUR)
2010 2009 2009/10 2008/09
Dr. Harald Sommerer 160.000 160.000 178 10
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen 120.000 120.000 61 8
Ing. Heinz Moitzi 120.000 120.000 61 16
Vorstandsmitglieder gesamt 400.000 400.000 300 34
Andere Führungskräfte gesamt 115.000 112.500 69 7
515.000 512.500 369 41

Es wird auf Punkt 16 "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten" verwiesen.

Die Aktienoptionen von Herrn Dr. Harald Sommerer waren mit Austrittsdatum am 31. Jänner 2010 fällig und sind bis spätestens 31. Jänner 2011 ausübbar.

Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands und der leitenden Angestellten:

Geschäftsjahr 2009/10 Geschäftsjahr 2008/09
(in TEUR) Fix Variabel*) Summe Fix Variabel Summe
DI (FH) Andreas Gerstenmayer 58 -- 58 -- -- --
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen 365 -- 365 366 -- 366
Ing. Heinz Moitzi 314 -- 314 316 -- 316
Dr. Harald Sommerer 457 423 880 457 -- 457
Leitende Angestellte 2.917 -- 2.917 2.907 -- 2.907
4.534 4.046

*) Die variablen Bezüge des Vorstands betreffen die vertraglichen Abfertigungszahlungen und Abfindungen sonstiger Ansprüche im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung des Vorstandsvertrages.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen der Mitglieder des Vorstands und der leitenden Angestellten:

Abfertigungen Pensionen
Geschäftsjahr Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10 2008/09 2009/10 2008/09
Vorstandsmitglieder und
leitende Angestellte 423 109 473 476

Gesamtvergütung für persönlich erbrachte Leistungen der Mitglieder des Aufsichtsrats:

Geschäftsjahr 2009/10 Geschäftsjahr 2008/09
(in TEUR) Fix Variabel Summe Fix Variabel Summe
Dkfm. Dr. Hannes Androsch 16 -- 16 18 -- 18
Ing. Willibald Dörflinger 9 -- 9 9 -- 9
Dr. Erich Schwarzbichler 2 -- 2 11 -- 11
Dr. Georg Riedl 11 -- 11 11 -- 11
DI Albert Hochleitner 11 -- 11 10 -- 10
Dkfm. Karl Fink 10 -- 10 11 -- 11
Mag. Gerhard Pichler 9 -- 9 -- -- --
68 -- 68 70 -- 70

Aktienbesitz der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats zum 31. März 2010:

Summe Aktien
Aktien Optionen und Optionen % Kapital
Vorstandsmitglieder 3.672 240.000 243.672 0,95
Aufsichtsratsmitglieder:
Dkfm. Dr. Hannes Androsch 445.853 -- 445.853 1,72
Übrige Aufsichtsratsmitglieder 28.912 -- 28.912 0,11
Summe Aufsichtsratsmitglieder 474.765 -- 474.765 1,83
Privatstiftungen:
Dörflinger Privatstiftung 4.574.688 -- 4.574.688 17,66
Androsch Privatstiftung 5.570.666 -- 5.570.666 21,51
Summe Privatstiftungen 10.145.354 -- 10.145.354 39,17
10.623.791 240.000 10.863.791 41,95

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

30. Aufwendungen für Konzernabschlussprüfer

Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in TEUR) 2009/10
Konzern- und Jahresabschlussprüfung 133
Andere Bestätigungsleistungen 13
Steuerberatungsleistungen 12
Sonstige Leistungen 14
172

Darin sind die Aufwendungen für andere Netzwerkmitglieder des Konzernabschlussprüfers zur Abschlussprüfung der Tochterunternehmen nicht enthalten.

31. Personalstand

Die Durchschnittszahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter betrug:

Geschäftsjahr
2009/10 2008/09
Arbeiter 4.345 4.931
Angestellte 1.271 1.388
5.616 6.319

Die Ermittlung des Personalstandes beinhaltet Leihpersonal im Bereich der Arbeiter für das Geschäftsjahr 2009/10 in durchschnittlicher Höhe von 2.486 und für das Geschäftsjahr 2008/09 in durchschnittlicher Höhe von 2.734.

Leoben-Hinterberg, am 10. Mai 2010

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Dkfm. Steen Ejlskov Hansen e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

KONZERNLAGEBERICHT

Konzernlagebericht 2009/10

1. Unternehmensprofil

AT&S zählt weltweit zu den führenden Unternehmen der Branche und ist in Europa und Indien bereits der mit Abstand größte Leiterplattenproduzent. Neben einfachen Leiterplatten bietet AT&S vor allem hochkomplexe elektronische Verbindungselemente, die auf Grund des kundenseitig wachsenden Miniaturisierungsbedarfs im Produktportfolio der AT&S einen hohen Anteil ausmachen. Dabei steht insbesondere die HDI-Microvia-Technologie im Zentrum, die vor allem in mobilen Endgeräten wie Mobiltelefonen oder PDAs zum Einsatz kommt.

Im Laufe der Zeit haben sich Mobiltelefone zu Multimediageräten mit GPS, Kamera, Fernsehen und sonstigen Zusatzfunktionen entwickelt. Die Branche Mobile Devices umfasst daher neben Mobiltelefonen auch Digitalkameras, Musik-, Videoplayer usw. Zunehmende Nachfrage nach technologisch komplexen Bauteilen ist auch im Bereich Industrial, der insbesondere Industrieelektronik, Mess- und Regeltechnik, Medizintechnik sowie Luftfahrt umfasst, zu verzeichnen. In der Regel sind in diesem Bereich viele kleine Aufträge verschiedener Technologien und Spezifikationen zu fertigen. Auch im Automotive-Bereich steigt die Komplexität der Leiterplatten aufgrund der immer leistungsfähigeren in Automobilen verbauten Elektronik, getrieben durch die Bauteilhersteller und die erhöhte Anzahl der benötigten Input/Output-Kanäle. Neben Standardleiterplatten kommt daher vermehrt die HDI-Technologie zur Anwendung.

Aus Produktionsstätten in Europa und Asien sowie einem Vertriebsnetzwerk, das vier Kontinente umspannt, beliefert AT&S weltweit agierende Konzerne. Gleichzeitig bedient AT&S auch die Nachfrage von kleineren Unternehmen und fertigt Prototypen und Kleinserien. Mit ihren gegenwärtigen Produktionskapazitäten ist AT&S in der Lage, sowohl die in Asien bestehende Volumensproduktion als auch das europäische Nischengeschäft zu bedienen.

AT&S ist auch technologisch einer der führenden Leiterplattenhersteller. Die hervorragenden Leistungen im Bereich Forschung und Entwicklung stellen eine dafür wesentliche Voraussetzung dar. AT&S arbeitet in Netzwerken aus Kunden, Lieferanten und Forschungseinrichtungen an immer neuen innovativen Techniken. Darüber hinaus besitzt das Unternehmen profunde langjährige Erfahrung im Bereich der industriellen Großserienfertigung. Die laufende Optimierung der Geschäftsprozesse ist eines der wesentlichen Kernelemente der Unternehmensstrategie.

AT&S fertigt eine breite Palette an Leiterplatten: einseitige, doppelseitige, mehrlagige, HDI (High Density Interconnection, eine mehrlagige Leiterplatte mit extrem feinen Strukturen), flexible, starrflexible und semiflexible. Das Leistungsspektrum umfasst unterschiedlichste Techniken der Behandlung von Leiterplatten unter Einsatz verschiedener Basismaterialien.

KONZERNLAGEBERICHT

Neben der Entwicklung und Herstellung von Leiterplatten für Groß-, Kleinserien und Prototypen bietet die AT&S ihren Kunden als Gesamtlösungsanbieter insbesondere Designleistungen an. Bis zum abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Angebot auch durch den Bereich Bestückungsleistungen und bis zum vorangegangenen Geschäftsjahr 2008/09 durch den Bereich Trading (Leiterplattenhandel von Drittherstellern) ergänzt, wobei diesbezügliche Aktivitäten aufgrund zu geringer Ertragsaussichten in Relation mit den damit verbundenen Risiken beendet wurden.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Das Geschäftsjahr 2009/10 des AT&S Konzerns war deutlich von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise geprägt. Die weltweite Leiterplattenproduktion ist im Vergleich zum Vorjahr um 15,8 % auf USD 40,6 Mrd. gesunken. Das Gesamtgeschäft des AT&S-Konzerns unterliegt aufgrund des hohen Umsatzanteils des Bereiches Mobile Devices einer Saisonalität, wodurch in der Regel das erste und vierte Quartal durch eine niedrige Auslastung und das zweite und dritte Quartal des Geschäftsjahres durch eine sehr gute Auslastung gekennzeichnet sind.

Im ersten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres 2009/10 war zunächst ein Umsatzrückgang gegenüber dem Vergleichszeitraum des vergangenen Geschäftsjahres von EUR 32,0 Mio. bzw. 27,7 % und auch im Verhältnis zum bereits sehr umsatzschwachen vierten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres von EUR 15,3 Mio. bzw. 15,5 % zu verzeichnen. Die verschärfte Wirtschaftslage und der neuerlich verstärkte Preisdruck führten Anfang Juni zu der Entscheidung, die Volumensproduktion des Standortes Leoben-Hinterberg komplett nach Asien zu verlagern, um nachhaltig Erträge zu sichern. Im Werk Leoben-Hinterberg werden in Zukunft – wie bereits in den beiden anderen österreichischen Standorten Fehring und Klagenfurt – ausschließlich Kleinserien und kurzfristige Spezialaufträge gefertigt. Im zweiten Quartal konnte dann trotz des schwierigen Marktumfelds der Quartalsumsatz um 6 % und im dritten Quartal um weitere 15 % gesteigert werden. Der Umsatz im vierten Quartal liegt nur um knapp 2 % unter dem starken dritten Quartal und bereits über dem Vergleichszeitraum des vergangenen Geschäftsjahres. Insofern ist bei der unterjährigen Umsatzentwicklung ein deutlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2009/10 war entsprechend der gesamtwirtschaftlichen Situation und den weltweiten Entwicklungen am Leiterplattenmarkt gegenüber dem Vorjahr ein deutlicher Rückgang der Umsatzerlöse des AT&S-Konzerns gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die Reduktion der Umsatzerlöse von EUR 449,9 Mio. um EUR 77,7 Mio. auf EUR 372,2 Mio. entspricht einer Abweichung von -17,3 %.

In geografischer Hinsicht bzw. Segmentbetrachtung zeigt sich der Produktionsrückgang im Vorjahresvergleich besonders deutlich in Europa. Entsprechend dem generellen Preisdruck und dem Industrietrend wurden während der letzten Jahre die Produktionskapazitäten der AT&S in Asien ausgebaut und vermehrt Volumensaufträge im Bereich Mobile Devices nach China verlagert. Diese Entwicklung ist notwendig, um weiterhin auf den internationalen Märkten konkurrenzfähig in höchster Qualität produzieren zu können. Von den Gesamterlösen wurden daher im Geschäftsjahr 2009/10 bereits 67 % (im Vorjahr 61 %) in Asien produziert.

KONZERNLAGEBERICHT

Mobile Devices ist mit EUR 221,3 Mio. Verkaufserlösen bzw. einem Umsatzanteil von 59 % (Vorjahr 64 %) weiterhin die mit Abstand größte Absatzbranche des AT&S-Konzerns. Erwartungsgemäß haben sich entsprechend der Strategie der AT&S, sich auf das unter anderem ertragreichere High-End-Segment zu konzentrieren, speziell bei Kunden mit Fokus auf das Low-Cost-Segment Umsatzrückgänge ergeben. Trotz bereits zu verzeichnenden Marktanteilsgewinnen im Hochtechnologiebereich ist der Umsatzanteil von Mobile Devices im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Der Bereich Industrial gewinnt mit einem Umsatzanteil von annähernd 30 % zunehmend an Bedeutung. Es konnte mit EUR 105,2 Mio. annähernd der Vorjahresumsatz erreicht werden. Im drittgrößten Geschäftsbereich Automotive zeigte sich bereits im Vorjahr die weltweite Automobilkrise, und so konnte im Geschäftsjahr 2009/10 der Vorjahresumsatz sogar übertroffen werden. Die projektabhängigen Umsätze im Servicegeschäft sind aufgrund der Beendigung einiger Aktivitäten in diesem Bereich stark zurückgegangen.

Hinsichtlich der Umsatzverteilung nach Ländern ist zwar langfristig der Trend der Industrieverlagerung nach Asien erkennbar. Durch Änderungen in der Kundenstruktur haben aber im Laufe des Geschäftsjahres vor allem Umsatzerlöse an Produzenten in Kanada und den USA weiter an Bedeutung gewonnen. Durch die vor zwei Jahren gegründete Vertriebsgesellschaft AT&S Americas kann dieser Markt nun kundennah betreut werden. Innerhalb Europas waren ebenfalls Verschiebungen zu verzeichnen, wobei sich der Umsatzanteil an Kunden in Mitteleuropa wieder erhöhte.

Die Ausrichtung der österreichischen Produktionsstandorte auf das europäische Nischengeschäft von Kleinserien und kurzfristigen Spezialaufträgen hat am Standort Leoben-Hinterberg nach den Maßnahmen im vorangegangenen Geschäftsjahr ein weiteres Restrukturierungsprogramm erforderlich gemacht. Es wurde die gesamte Volumensproduktion von HDI-Leiterplattenmodellen nach China verlagert. Neben den damit verbundenen nicht wiederkehrenden Aufwendungen haben sich die Umstellungsmaßnahmen auch auf das laufende Produktionsergebnis negativ ausgewirkt.

Die Bruttogewinnmarge hat sich insbesondere durch die geringere Auslastung der Produktionskapazitäten im AT&S-Konzern und die damit verbundene hohe anteilige Fixkostenbelastung gegenüber dem Vorjahr von 14,7 % auf 12,1 % bzw. der Bruttogewinn von EUR 66,4 Mio. auf EUR 44,9 Mio. reduziert. Der Rückgang der Bruttogewinnmarge ist insbesondere auf die geringe Auslastung in den Werken, sowohl in Österreich als auch in Asien, im ersten Quartal zurückzuführen. Durch die Restrukturierungsmaßnahmen konnte die Kapazitätsauslastung verbessert werden, und so liegt die Bruttogewinnmarge im dritten und vierten Quartal jeweils über den Vergleichswerten des Vorjahres.

KONZERNLAGEBERICHT

Das Betriebsergebnis ist ausgehend von dem geringeren Bruttoergebnis weiters durch nicht wiederkehrende Aufwendungen in Höhe von EUR 36,5 Mio. aus der Restrukturierung des Standortes Leoben-Hinterberg sowie konzernweite Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung belastet und zeigt einen deutlich negativen Wert. Das um die nicht wiederkehrenden Posten bereinigte Betriebsergebnis ergibt im Geschäftsjahr 2009/10 einen positiven Wert von EUR 11,0 Mio. gegenüber einem bereinigten Vorjahreswert von EUR 26,6 Mio. Die bereinigte EBIT-Marge beträgt demgemäß 2,9 % und hat sich daher um 3 Prozentpunkte gegenüber dem analog berechneten Vorjahreswert reduziert.

Bei Betrachtung der Segmentergebnisse zeigt sich im Vorjahresvergleich sowohl in Europa als auch insbesondere in Asien ein deutlicher Rückgang, wobei das Segment Europa in beiden Jahren insbesondere durch Restrukturierungsaufwendungen und das Segment Asien im Vorjahr durch eine Firmenwertabschreibung belastet war. Das zur Bemessung der Performance relevante bereinigte Segment-EBIT (Betriebsergebnis vor nicht wiederkehrenden Posten) reduzierte sich für Asien um EUR 26,1 Mio. auf EUR 22,4 Mio. und steigerte sich geringfügig für Europa um EUR 0,8 Mio. auf EUR -5,9 Mio.

Das Konzerneigenkapital zum Bilanzstichtag 31. März 2010 beträgt EUR 208,8 Mio. und reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 43,9 Mio. gemäß dem negativen Konzernjahresergebnis und den Dividendenzahlungen. Unterjährig war zum Halbjahr ein Konzerneigenkapital von EUR 173,5 Mio. ausgewiesen, nachdem bis dahin auch ein deutlich negatives bereinigtes operatives Ergebnis zu verzeichnen war und die direkt im Eigenkapital erfassten Währungsaufwertungen das Eigenkapital mit EUR 25,1 Mio. belasteten. Die Eigenmittelquote zum Bilanzstichtag von 43,2 % bedeutet eine Reduktion von rund 3,8 Prozentpunkten gegenüber dem vorgehenden Bilanzstichtag und zeigt eine weiterhin starke Eigenkapitalausstattung.

Die Nettoverschuldung des AT&S-Konzerns reduzierte sich im Geschäftjahr 2009/10 um EUR 26,4 Mio. auf EUR 148,0 Mio. Im Wesentlichen konnte ein deutlich positiver operativer Cashflow erzielt werden und auch der Free-Cashflow zeigt aufgrund des hohen operativen Cashflows und der vergleichweise geringen Investitionen einen deutlich positiven Wert. Damit beträgt der Verschuldungsgrad trotz des geringeren Eigenkapitals 70,9 % und entspricht im Wesentlichen dem Vorjahreswert von 69,1 %. Hinsichtlich der Finanzierungsstruktur erfolgte im Geschäftsjahr 2009/10 eine weitere Ausweitung der langfristigen Finanzierungen. Zur Berechnungsmethode der Kennzahlen bzw. zu weiterführenden Erläuterungen wird auf den Anhang zum Konzernabschluss, Punkt "II. Risikobericht" verwiesen.

Im Rahmen der Investitionstätigkeit der AT&S erfolgten im Geschäftsjahr 2009/10 insgesamt EUR 20,7 Mio. Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Vorwiegend betreffen die Investitionen den Ausbau in China und die Errichtung eines zweiten Werks in Indien, aber auch Anlagen für neue Technologien und Innovationsprojekte in den österreichischen Werken.

KONZERNLAGEBERICHT

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 2009/10 in der AT&S 5.616 Mitarbeiter und damit um 703 Personen weniger als im Vorjahresdurchschnitt (2008/09: 6.319) tätig. Durch die Wirtschaftskrise war im abgelaufenen Geschäftsjahr der gesamte Konzern und somit jedes Werk gefordert, auch im Personalbereich entsprechende Kapazitätsanpassungen vorzunehmen. Während in China und Indien die natürliche Fluktuation zur Anpassung des Personalstandes an das zurückgegangene Auslastungsniveau im Wesentlichen ausreichte bzw. in China großteils Leiharbeiter in der Produktion eingesetzt werden, wurde für den Standort Leoben-Hinterberg ein Sozialplan vereinbart bzw. jener des Vorjahres verlängert, der neben Abfertigungs- und Härteausgleichszahlungen die Einrichtung einer Arbeitsstiftung zur Finanzierung von Weiterbildungsprogrammen der ausgetretenen Mitarbeiter umfasste. Der Standort Leoben-Hinterberg war durch die Verlagerung der Volumensproduktion nach Asien besonders stark betroffen.

Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, stellen gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter einen wesentlichen Baustein dar. AT&S legt daher besonderen Wert auf internationale Aus- und Weiterbildungsprogramme, die neben den fachlichen Kompetenzen auch die interkulturellen Fähigkeiten weiterentwickeln. Auch in der Krise war die gezielte Weiterbildung für ausgewählte Mitarbeitergruppen ein wichtiger Erfolgsfaktor. Zur Nachwuchsförderung werden in Österreich Lehrlinge in sechs verschiedenen Berufsgruppen ausgebildet und, in Indien beteiligt sich AT&S umfassend an einem Qualifizierungsprogramm für Industriearbeiter.

Das unternehmerische Denken und Handeln der Mitarbeiter fördert ein transparentes und leistungsorientiertes Vergütungssystem. Das Bonussystem basiert bis einschließlich Geschäftsjahr 2009/10 auf den Kenngrößen Economic Value Added und ROCE. Derzeit befindet sich eine Adaptierung des Bonussystems an geänderte Kriterien in Umsetzung.

Nachhaltiges Wirtschaften und der schonende Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen haben für AT&S höchste Priorität. AT&S kombiniert die drei Faktoren Qualität – Umwelt – Mensch in einem integrierten Managementsystem. Dieses einheitliche Regelwerk basiert auf den internationalen Qualitätsnormen ISO 9001, ISO/TS 16949 (Qualitätsmanagement der Automobilindustrie), der Umweltnorm ISO 14001 sowie auf dem Standard OHSAS 18001 für den Bereich Sicherheit und Gesundheit. Regelmäßige interne Audits und Überprüfungen durch unabhängige Dritte bestätigten für das Geschäftsjahr 2009/10 die Einhaltung des Managementsystems. Auch das Werk in Korea wurde bereits integriert und nach OHSAS 18001 und ISO/TS 16949 geprüft, wonach nun alle AT&S-Standorte weltweit zertifiziert sind.

Besondere Anliegen sind Sicherheit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit der AT&S Mitarbeiter. Diesbezügliche weltweit durchgeführte Aktivitäten folgen dem Sicherheits- und Gesundheitsmanagement-Konzept der OHSAS 18001. Der Erfolg der zahlreichen Programme zeigt sich anhand der Reduktion der Betriebsausfallstage um 66 % gegenüber dem Vorjahr.

KONZERNLAGEBERICHT

Zum Umweltschutz ist hervorzuheben, dass die AT&S bereits im Geschäftsjahr 1996/97 als einer der ersten Leiterplattenhersteller das Umweltmanagement nach ISO 14001 eingeführt hat. Da AT&S weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus umweltschützende Maßnahmen setzt, wird die AT&S von Zertifizierungsstellen sogar als Vorreiter in Umweltfragen gesehen. So wurde etwa an AT&S China vom Shanghai Environmental Protection Bureau die Auszeichnung "Long-term Partnership Enterprise in Promoting Environmental Protection" verliehen und AT&S India mit dem Preis von Elcina-Dun&Bradstreet in der Kategorie "Environment Management Systems" ausgezeichnet.

Die Reduktion bzw. Optimierung der eingesetzten Ressourcen und Materialien ist Teil der AT&S-Managementpolitik. Aktuelle Projekte betreffen die Reduzierung des Energiebedarfs bei Ätzanlagen, Verbesserungen bei der Abwasseraufbereitung sowie Recycling von Ätzlösungen und von Leiterplattenabfällen. Als wesentliche Rohstoffmaterialien wurden im Geschäftsjahr 2009/10 ca. 880 kg Gold, 1.600 Tonnen Kupfer und 23 Mio. Stück Laminate verbraucht. Der gesamte Energiebedarf unter Einbezug von Öl- und Gasverbrauch belief sich im Geschäftsjahr 2009/10 auf rund 332 Mio. kWh.

Hinsichtlich bedeutender Ereignisse nach dem Bilanzstichtag wird auf die Erläuterungen im Anhang zum Konzernabschluss, Punkt VI.28. "Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" verwiesen.

3. Tochterunternehmen und Repräsentanzen

  • Um den steigenden Kapazitätsanforderungen und der Verlagerung der Massenproduktion im höchsten Technologiesegment gerecht zu werden, wurden bei der 100%-Tochter AT&S (China) Company Limited bereits im Laufe des vorherigen Geschäftsjahres zusätzliche Kapazitäten aufgebaut und die dritte Ausbaustufe in Betrieb genommen. Dadurch standen im gesamten Geschäftsjahr 2009/10 in Shanghai erhöhte Kapazitäten zur Verfügung und es wurden darüber hinaus zusätzliche Maschinen zur Optimierung der Gesamtauslastung und Beseitigung von Produktionsengpässen installiert. Gegen Ende des Geschäftsjahres wurde die Investition in eine weitere Produktionslinie beschlossen.
  • Am Standort AT&S Korea ist trotz der gesamtwirtschaftlichen Situation und der besonderen Herausforderungen im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Stabilisierung erkennbar. Nach den erfolgreich umgesetzten umfassenden Maßnahmen der vergangenen Jahre zur Performanceverbesserung wurde im Geschäftsjahr 2009/10 verstärkt an Optimierungen der Kunden- und Kostenstruktur gearbeitet. Durch die verbesserte Kostenbasis und Finanzierungsstruktur konnte das Werksergebnis gegenüber dem Vorjahr signifikant verbessert werden. Die laufende Verbesserung der Kundenstruktur soll in weiterer Folge zu den gewünschten nachhaltigen Erträgen führen.

KONZERNLAGEBERICHT

• Bei der AT&S Indien befindet sich die Errichtung einer zweiten Produktionsstätte in Umsetzung. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2009/10 wurden zunächst das Gebäude mit Infrastruktur sowie einzelne Produktionseinheiten zur Verbesserung der Performance des bestehenden Werks fertiggestellt. Aufgrund der verstärkten Nachfrage erfolgt seit Ende des Geschäftsjahres der Komplettausbau des zweiten Werks, wobei bereits im Herbst 2010 die Produktion anlaufen und bis Geschäftsjahresende 2010/11 Vollbetrieb erreicht sein soll.

4. Kapitalanteilsstruktur und Angaben zu Gesellschafterrechten

Zum Bilanzstichtag per 31. März 2010 beträgt das gezeichnete Kapital der Gesellschaft EUR 28.490.000 und besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,1 pro Aktie. Das Stimmrecht in der Hauptversammlung wird nach Stückaktien ausgeübt, wobei je eine Stückaktie das Recht auf eine Stimme gewährt. Sämtliche Aktien lauten auf Inhaber.

Die maßgeblichen Beteiligungen an der Konzernmuttergesellschaft AT&S AG zum Bilanzstichtag stellen sich wie folgt dar:

Aktien % Kapital % Stimmrechte
Dörflinger Privatstiftung:
Franz-Josefs-Kai 5
A-1010 Wien
4.574.688 17,66 % 19,61 %
Androsch Privatstiftung:
Franz-Josefs-Kai 5
A-1010 Wien
5.570.666 21,51 % 23,89 %

Zum Bilanzstichtag werden 2.577.412 Stück eigene Aktien gehalten. Die zuletzt am 3. Juli 2008 beschlossene Ermächtigung des Vorstands, bis zu 10 % des Grundkapitals der AT&S AG am Markt binnen 30 Monaten zurückzukaufen, läuft somit bis 2. Jänner 2011. Die eigenen Aktien können zur Bedienung des Stock-Option-Plans der Gesellschaft verwendet oder auch veräußert werden.

Bis zum 4. Juli 2010 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu EUR 12.430.000 durch Ausgabe von bis zu 11.300.000 nennbetragslosen Inhaberstückaktien unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes zu erhöhen.

Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand auch bis zum 4. Juli 2010 bei Bedarf unter Ausschluss des Bezugsrechtes Wandelschuldverschreibungen von bis zu EUR 100.000.000 ausgeben. Zur Gewährung von Bezugs- oder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu EUR 12.430.000 durch die Ausgabe von bis zu 11.300.000 neuen Inhaberaktien zu erhöhen.

KONZERNLAGEBERICHT

Weiterführend wird auf die Erläuterungen im Anhang zum Konzernabschluss, Punkt V.23. "Gezeichnetes Kapital" verwiesen.

5. Forschung und Entwicklung

Innerhalb der AT&S ist der Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) die treibende Kraft bei der Identifizierung neuer technologischer Verbindungslösungen. Einerseits umfasst dies die Optimierung aktueller Verfahren und Materialien bis hin zu deren Einführung in die Produktion, andererseits werden auch innovative Technologien zur Revolutionierung der Herstellung von Leiterplatten identifiziert und selbst entwickelt.

AT&S verfügt über einen zweistufigen Innovationsprozess. In den Forschungseinrichtungen des auch technologischen Headquarters Leoben-Hinterberg werden die Entwicklungen in den Bereichen Materialien, Prozesse und Applikationen bis zu dem Punkt durchgeführt, an dem die prinzipielle Machbarkeit der Technologie erreicht ist. Dieser Tätigkeitsbereich umfasst somit die angewandte Forschung und Technologieevaluierung. Anschließend ist es Aufgabe der lokalen Abteilung für Technologieentwicklung und Implementierung in den Werken, die Prozesse und Produkte mittels experimenteller Entwicklung weiterzuentwickeln und neue Prozesse in den bestehenden Produktionsablauf zu integrieren, sodass mit einer massenproduktionstauglichen Ausbeute produziert werden kann.

Um auch künftig technologisch an der Weltspitze zu bleiben, arbeitet die AT&S mit zahlreichen externen Partnern zusammen. Einerseits werden kundenseitig Anforderungen und Ideen für zukünftige Produkte mitgeteilt, andererseits leitet AT&S aus zukünftigen Applikationen neue Techniken ab, wie etwa die Embedding Component Packaging Technologie (ECP® Technologie). Je nach Bedarf werden zusätzlich zu den eigenen Ressourcen auch Kooperationen mit Forschungseinrichtungen oder Lieferanten eingegangen.

Die Forschungsaktivitäten im Geschäftsjahr 2009/10 können in vier Projektpakete zusammengefasst werden:

Im Bereich "High-End-HDI" verfolgt AT&S eine Reihe von Weiterentwicklungsprojekten, wie feinere Leiterzugsgeometrien zur weiteren Miniaturisierung oder die Entwicklung neuer Produktionsprozesse zur Herstellung neuer Produkte sowie um bestehende Prozesse durch preisgünstigere Alternativen zu ersetzen.

"Made in Austria" betrifft eine Vielzahl von Projekten, um die Leiterplattenfertigung flexibler und effektiver zu gestalten und somit unter anderem in den österreichischen Werken kleinere Volumina und komplexere Produkte wettbewerbsfähig produzieren zu können. Beispielsweise können durch die 2.5DTM-Technologie massive Prozessvereinfachungen erreicht werden. Das Forschungsprojekt Thermal Management hat zum Ziel, thermische Energien aus der Leiterplatte auch über die Leiterplatte abzuführen, um Performance und Lebensdauer der Leiterplatte selbst sowie der Bauteile zu verlängern. Weiters wird an den Möglichkeiten zum Einsatz von Ink-Jet-Druck im Unterschied zum derzeit standardmäßig verwendeten Siebdruck geforscht.

KONZERNLAGEBERICHT

Die "Embedded Component Packaging Technology" soll ermöglichen, aktive und passive elektronische Bauteile in das Innere einer Leiterplatte einzubetten. Unter anderem wird in dem von der AT&S geleiteten und von der EU geförderten Hermes-Forschungsprojekt mit zehn weiteren prominenten Unternehmen aus verschiedensten Stufen der Wertschöpfungskette an einem Industriestandard für serientaugliche Einbettung von Chips in das Leiterplatteninnere gearbeitet.

In dem Projektpaket "Photovoltaik" werden Synergien der Prozesse zur Herstellung von Leiterplatten und der Herstellung von Photovoltaikpanelen genutzt, um ein technologisch neues Produkt herzustellen. AT&S fokussiert dabei auf die Entwicklung und Produktion von energieeffizienteren, rückseitenkontaktierten Photovoltaikpanelen.

Die Gesamtaufwendungen für Forschung & Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr 2009/10 auf EUR 20,7 Mio.

6. Wesentliche Risiken, Ungewissheiten und Chancen

Die Risiken, Ungewissheiten und Chancen von AT&S sind grundsätzlich von den weltweiten Entwicklungen am Leiterplattenmarkt geprägt. Die wesentlichen Risiken und Unsicherheiten, denen spezifisch der AT&S-Konzern ausgesetzt ist, sind im Konzernanhang unter "II. Risikobericht" erläutert.

Markt- und technologieseitig ist zu beobachten, dass der für AT&S bedeutende Markt für Mobiltelefone zunehmend in ein Low-Cost-Segment und ein hochtechnologisches High-End-Segment (z.B. für Smartphones) unterteilt werden muss. In dem gesamten Geschäftsfeld Mobile Devices wird sich AT&S konsequent auf das High-End-Segment konzentrieren und sich für diese Kunden als Leiterplatten-Universalanbieter positionieren. Das Marktsegment der Smartphones konnte selbst in dem vergangenen Krisenjahr ein Wachstum verzeichnen. Der Bereich Mobile Devices umfasst neben Mobiltelefonen auch einen steigenden Markt weiterer Anwendungen wie etwa Spielkonsolen, Digitalkameras und tragbare Music Player. Im gesamten Bereich Mobile Devices rechnen Analysten nach dem Krisenjahr 2009 für das Folgejahr wieder mit einem Wachstum von mehr als 7 %.

Auch am Industrial-Markt wird nach dem Einbruch im abgelaufenen Jahr im folgenden Geschäftsjahr ein kräftiges Wachstum von rund 11 % erwartet. Der Umsatzrückgang der AT&S ist in diesem Bereich im abgelaufenen Geschäftsjahr u.a. durch die starke Positionierung in Europa relativ gering ausgefallen. Durch die Marktbereinigung der Leiterplattenproduzenten ist die AT&S in Europa deutlich größter Leiterplattenlieferant. Weiters werden zusätzliche Möglichkeiten im Industriecomputer-Geschäft und Medical-Bereich gesehen.

Im Geschäftsfeld Automotive soll zusätzliches Wachstum in Europa durch intensivere Vertriebsaktivitäten generiert werden. Weiters besteht die Herausforderung und Chance, das heute primär europäische Geschäft auf globales Niveau zu heben.

KONZERNLAGEBERICHT

Als Vorteil gegenüber dem Mitbewerb werden die starke Kapitalausstattung, die technologische Spitzenposition und die Positionierung von AT&S durch die Kombination der Standorte in Österreich und Asien gesehen. Der europäische Markt kann durch schnelle Produktion und Lieferzeiten der österreichischen Werke sowie kostenvorteilhafte Produktionskapazitäten in Asien bedient werden. Für den globalen Markt besteht langjährige Erfahrung in der HDI-Technologie und das Werk in Shanghai ist nicht nur das größte Werk der AT&S-Gruppe, sondern überhaupt das größte auf HDI-Technologie spezialisierte Werk Chinas.

Hinsichtlich der Verwendung von Finanzinstrumenten und der Erläuterung des Finanzrisikomanagements wird ebenfalls auf den Risikobericht im Konzernhang verwiesen. Bei den Währungsrisiken haben sich die Auswirkungen auf das operative Ergebnis der AT&S dadurch reduziert, dass neben der Abhängigkeit des Umsatzes vom US-Dollar nun auch die Produktionskapazitäten großteils im erweiterten US-Dollar-Raum etabliert sind. Neben den Auswirkungen auf das Finanzergebnis zeigen sich Wechselkursveränderungen der funktionalen Währungen im Konzern gegenüber der Berichtswährung Euro daher vor allem ergebnisneutral im Eigenkapital. Aufgrund der geplanten Investitionen wird im folgenden Geschäftsjahr 2010/11 der Nettoverschuldungsgrad voraussichtlich den angestrebten Maximalwert von 80 % vorübergehend überschreiten, wobei bis Geschäftsjahresende aufgrund des erwarteten erhöhten Nettomittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit die Zielgröße von 80 % wieder erreichbar sein sollte.

7. Internes Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf das Rechnungswesen

Die AT&S hat sich einen Ethik- und Verhaltenskodex auferlegt, der beschreibt, wie AT&S ihre Geschäfte auf ethische und sozialverantwortliche Weise führt. Diese Richtlinien gelten für alle Aktivitäten weltweit, wobei jeder Mitarbeiter verantwortlich ist, sich bei der Ausübung seines Berufes und der täglichen Arbeit ausnahmslos an diesen Kodex zu halten. Für bestimmte Regionen, Länder oder Funktionen können auch strengere und detailliertere Regelungen gelten.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und Risikomanagement ist integrierter Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. In Anlehnung an das Rahmenkonzept von COSO (The Committee of Sponsoring Organization of the Treadway Commission) werden unter dem Begriff des unternehmensweiten Risikomanagements das eigentliche Risikomanagement sowie das interne Kontrollsystem (IKS) subsumiert. Die wesentlichen Merkmale des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie der internen Revision im AT&S-Konzern sind in einem unternehmensweiten Risikomanagement- und Revisionshandbuch festgehalten. Es wird unter anderem auf die Erläuterungen im Konzernanhang unter "II. Risikobericht" verwiesen.

KONZERNLAGEBERICHT

In organisatorischer Hinsicht ist direkt beim Vorstand eine Stabstelle eingerichtet, die sowohl die konzernweite Koordination des Risikomanagements und internen Kontrollsystems als auch die Tätigkeiten der internen Revision wahrnimmt bzw. leitet. Gemäß Geschäftsordnung für den Vorstand ist die Stabstelle dem Finanzvorstand (CFO) unterstellt. Die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, der internen Revision und des Risikomanagementsystems sowie die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sind unter anderem besondere Aufgabenbereiche des Prüfungsausschusses des Aufsichtrats. Neben der Einbindung des Prüfungsausschusses in den Rechnungslegungsprozess bei der Quartalsberichterstattung erfolgt daher eine regelmäßige Berichterstattung über Risikomanagement und Tätigkeiten der internen Revision an den Prüfungsausschuss (Risiko- und Revisionsbericht). Der Prüfungsausschuss berichtet wiederum an die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats.

Die Führungskräfte der AT&S sind als Risikoverantwortliche für die Identifikation, Analyse, Steuerung und Überwachung der Risiken in ihrem jeweiligen Bereich zuständig. Die lokale Geschäftsleitung der Werke ist darüber hinaus für die Umsetzung des Risikomanagementprozesses in ihren Zuständigkeitsbereichen verantwortlich. Risikomanagment-Koordinatoren in den Konzerngesellschaften unterstützen bei der Erfassung und Weiterleitung der Risikoinformationen die Konzernfunktion. Im Sinne einer effizienten Ausgestaltung entsprechend der Unternehmensgröße ist die organisatorische Betreuung des internen Kontrollsystems analog ausgestaltet.

Auf Basis der im Management Manual dokumentierten Geschäftsprozesse werden von den Prozessverantwortlichen für jeden Haupt- bzw. Teilprozess die jeweiligen Risiken beschrieben und bewertet. Bei der Risikoeinschätzung sind grundsätzlich alle potenziell negativen Faktoren, die die Zielerreichung einer Organisation bzw. eines Prozesses gefährden, vom Prozesseigentümer zu dokumentieren. Die Kontrollziele für die Finanzberichterstattung werden von den bestehenden Risiken abgeleitet und den Kategorien Existenz (nur tatsächlich vorhandene und genehmigte Geschäftsvorfälle werden verarbeitet), Eintritt/Periodenabgrenzung (Abbildung der Geschäftsvorfälle in richtiger Periode oder zeitnahe Verarbeitung), Vollständigkeit (Geschäftsvorfälle, Vermögen und Schulden werden vollständig erfasst), Bewertung (Geschäftsvorfälle wurden mit angemessenen Bewertungsmethoden oder richtig berechnet), Rechte & Pflichten (das Unternehmen hat das wirtschaftliche Eigentum über die Vermögenswerte, und Schulden sind tatsächlich Verpflichtungen des Unternehmens), Darstellung & Offenlegung (Ausweis im Jahresabschluss und anderen Berichten), Richtigkeit der Geschäftsvorfälle/Daten und Zugangsbeschränkung (Zugang zu IT-Systemen ist auf die Prozessverantwortlichen beschränkt) zugeordnet.

Die Dokumentation der internen Kontrollen (Geschäftsprozesse, Risiken, Kontrollmaßnahmen und Verantwortliche) erfolgt grundsätzlich in Form von Kontrollmatrizen, die in einer zentralen Management-Datenbank archiviert werden. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem beinhaltet dabei die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung im Sinne der beschriebenen Kontrollziele für die Finanzberichterstattung.

KONZERNLAGEBERICHT

Die Prozesse der Rechnungslegung und der Konzernrechnungslegung sind in gesonderten Verfahrensanweisungen dokumentiert. Grundlage für die Konzernberichterstattung bilden jeweils die lokalen Rechnungsabschlüsse, die in konzernweit einheitliche Berichterstattungen transformiert werden. Die einzelnen vorgelagerten Rechnungslegungsprozesse sind nach Möglichkeit konzernweit einheitlich ausgestaltet und werden in einem standardisierten Dokumentationsformat abgebildet. Neben den Erfordernissen der Konzernberichterstattung sind unterschiedliche lokale Regelungen entsprechend zu berücksichtigen, woraus zusätzliche Anforderungen an die Rechnungslegungsprozesse resultieren.

Die Grundlagen der Konzernrechnungslegung und -berichterstattung sind im konzernweiten "Group Accounting Manual" (Konzernbilanzierungshandbuch) festgelegt. Darin werden die wesentlichen Bilanzierungs- und Berichterstattungserfordernisse konzernweit einheitlich geregelt. Neben grundlegenden Darstellungen zur Bilanzierung von einzelnen Geschäftsfällen und Bewertungsvorgaben auf Basis der IFRS wird insbesondere auf konzernweit einheitlich wahrgenommene Wahlrechte eingegangen. Zur zeitlichen Organisation wird jährlich ein Terminplan für die gesamte interne und externe Berichterstattung erstellt, der neben den Berichtsterminvorgaben auch die geplanten Termine der Sitzungen des Aufsichtsrats und Prüfungsausschusses sowie der Pressekonferenzen enthält.

Die Steuerung der Prozesse zu Konzernrechnungslegung und Konzernlageberichterstellung erfolgen bei der AT&S durch den Bereich Group Accounting/Group Finance, der dem Finanzvorstand unterstellt ist. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss und sonstiger Berichtserfordernisse analysiert.

Die Erfassung, laufende Verbuchung und Bilanzierung der Geschäftsfälle erfolgt in den Produktions-Konzerngesellschaften im Wesentlichen mit einer einheitlichen und zentralen Softwarelösung von SAP. Die einzelnen Geschäftsfälle und Bewertungen können jeweils sowohl gemäß den konzerneinheitlichen IFRS als auch gemäß den lokalen Rechnungslegungsvorschriften verbucht werden, um diesen unterschiedlichen Anforderungen zu entsprechen. Bei einzelnen Tochtergesellschaften kommen insbesondere aufgrund der Größe andere Softwarelösungen zum Einsatz, die ebenfalls den Konzernberichtserfordernissen und lokalen Vorschriften entsprechen. Zur Konsolidierung und Konzernberichterstattung wird die zentrale Reportingsoftware Oracle-Enterprise Performance Management System eingesetzt. Für die Überleitung der Buchhaltungsdaten vom Primärsystem in die Konzernberichtssoftware sind automatische Schnittstellen eingerichtet.

Die interne Finanzberichterstattung erfolgt monatlich, wobei die Finanzinformationen der Tochtergesellschaften auf Konzernebene durch die Organisationseinheit Group Accounting überprüft und analysiert werden. Die monatliche Soll-Ist-Abweichung mit entsprechender Kommentierung der Werksergebnisse sowie des Konzernergebnisses wird intern an die Führungskräfte des Konzerns und an die Mitglieder des Aufsichtsrats berichtet. Zum Quartal werden umfassende Berichtspakete (Reporting Packages) mit allen relevanten Buchhaltungsdaten zu Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Geldflussrechnung sowie den Anhangsdarstellungen übermittelt. Diese Berichtspakete bilden die Basis für die externe quartalsweise Zwischenberichterstattung sowie Jahresberichterstattung des AT&S-Konzerns nach den IFRS.

KONZERNLAGEBERICHT

Die jährliche Budgeterstellung erfolgt durch den Bereich Group Controlling, der ebenfalls dem Finanzvorstand unterstellt ist. Auf Basis der Quartalsergebnisse und aktuellen Planungsinformationen werden unterjährig quartalsweise Vorschaurechnungen (Forecasts) für das verbleibende Geschäftsjahr erstellt. Die Vorschaurechnungen mit Kommentierung zum Budgetvergleich und Darstellungen zur Auswirkung von Chancen und Risiken bis Geschäftsjahresende werden an den Aufsichtsrat berichtet. Neben der regelmäßigen Berichterstattung werden Mehrjahresplanungen, projektbezogene Finanzinformationen oder Berechnungen über Investitionsvorhaben aufbereitet und an den Aufsichtsrat übermittelt.

Die Überwachung des gesamten internen Kontrollsystems und somit auch im Hinblick auf das Rechnungswesen und die Finanzberichterstattung erfolgt durch die prozessunabhängige Stabstelle Interne Revision, die dem Finanzvorstand unterstellt ist. Der Wirkungsbereich der internen Revision umfasst alle Funktionsbereiche und Gesellschaften des AT&S-Konzerns. Die Erteilung von Prüfungsaufträgen und die Behandlung der Prüfungsergebnisse obliegen dem Gesamtvorstand. Die Prüfungsaufträge werden durch Genehmigung des zumindest jährlich erstellten Revisionsplanes oder als Sonderauftrag durch den Vorstand erteilt. Der Revisionsplan sowie die Ergebnisse aus den internen Prüfungen werden unternehmensseitig an den Prüfungsausschuss berichtet.

8. Ausblick

Analysen gehen davon aus, dass die weltweiten Umsätze der Leiterplattenindustrie im Jahr 2010 in US-Dollar gemessen um rund 9 % steigen werden. Dabei wird der Markt in Asien sowohl produktionsseitig als auch nachfrageseitig voraussichtlich am stärksten wachsen, und das Geschäft in Europa sollte stabil bleiben. Für die Verkaufszahlen der Telefone im High-End-Segment werden gemäß Analystenmeinungen in den nächsten Jahren sogar durchschnittliche jährliche Wachstumsraten von 20 % erwartet. Auch für die Nachfrage nach hochkomplexen Leiterplatten für sonstige Produkte im Bereich Mobile Devices sowie in den Bereichen Industrial und Automotive wird eine starke Steigerung erwartet.

Um das erwartete Wachstum in den Geschäftsfeldern der AT&S ausreichend bedienen zu können, werden die Produktionskapazitäten im AT&S-Konzern ausgebaut, und so sind für das folgende Geschäftsjahr 2010/11 Investitionen von rund EUR 80 Mio. vorgesehen. In China werden rund EUR 55 Mio. zur Erweiterung der Kapazitäten für die Volumensproduktion von HDI-Leiterplatten investiert. In Indien betragen die geplanten noch erforderlichen Investitionen zur Fertigstellung des zweiten Werks bis Herbst 2010 rund EUR 10. Mio. Zur Stärkung des Standortes Leoben-Hinterberg als Technologiezentrum der AT&S und für Innovationen an den österreichischen Standorten sind ebenfalls rund EUR 10 Mio. vorgesehen.

KONZERNLAGEBERICHT

Mit den zusätzlichen Kapazitäten erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2010/11 einen Umsatz von rund EUR 435 Mio. und somit eine Steigerung von rund 17 % gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Profitabilität wird im ersten Halbjahr noch durch das Hochfahren der zusätzlichen Kapazitäten belastet sein. Weiters werden aufgrund der großen Nachfrage einige für das Werk in Indien vorgesehene Aufträge bis zur Fertigstellung des Werks vorübergehend noch in Leoben-Hinterberg gefertigt. Für das gesamte Geschäftsjahr 2010/11 wird eine EBIT-Marge von über 7 % erwartet.

Leoben-Hinterberg, am 10. Mai 2010

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Dkfm. Steen Ejlskov Hansen e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, Leoben-Hinterberg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis 31. März 2010 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2010, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2010 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt und den in Österreich ergänzend anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften entspricht. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2010 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis zum 31. März 2010 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 10. Mai 2010

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Dr. Aslan Milla Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Jahresabschluss zum 31. März 2010

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Seite
Bilanz 85
Gewinn- und Verlustrechnung 86
Anhang zum Jahresabschluss 87

BILANZ ZUM 31. MÄRZ 2010

(Vorjahr zum Vergleich)

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HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

9.127.646,63 1.861.147,10

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. APRIL 2009 BIS 31. MÄRZ 2010

(Vorjahr zum Vergleich)

2009/10
EUR
2008/09
EUR
1. Umsatzerlöse 267.112.022,69 339.556.133,39
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.979.698,62 -2.220.112,95
3.
4.
andere aktivierte Eigenleistungen
sonstige betriebliche Erträge
0,00 36.722,70
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 1.532.639,03 261.376,18
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 5.436.114,95 164.757,33
c) übrige 24.901.877,01 25.468.862,02
5. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand -194.833.754,33 -249.137.186,78
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.814.345,94 -15.411.548,18
6. Personalaufwand
a) Löhne -17.984.649,32 -28.113.406,33
b) Gehälter -22.805.075,11 -27.533.064,23
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeiter
vorsorgekassen -1.865.067,58 -1.919.107,45
d) Aufwendungen für Altersversorgung
e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt
-1.151.203,02 -469.636,92
abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -11.743.334,42 -15.468.480,39
f) sonstige Sozialaufwendungen -186.373,56 -219.668,29
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.908.528,44 -9.432.757,75
b) abzüglich Amortisation von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln 146.064,00 112.371,35
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 20 fallen -143.739,50 -166.527,87
b) übrige -29.194.043,22 -40.402.499,60
9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebsergebnis) 518.904,62 -24.893.773,77
10. Erträge aus Beteiligungen 11.961.271,27 110.228.531,06
davon aus verbundenen Unternehmen 11.961.271,27 110.228.531,06
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.527.347,64 2.336.118,34
davon aus verbundenen Unternehmen 2.527.347,64 2.332.953,34
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 607.470,72 847.740,45
13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und
Wertpapieren des Umlaufvermögens 17.047.550,09 6.069.752,36
14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
davon -1.982.334,04 -31.753.854,25
a) Abschreibungen -36.500,00 -18.959.004,00
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen -1.945.834,04 -12.794.850,25
davon aus Abschreibungen -1.579.735,00 -12.569.862,65
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
a) Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon aus verbundenen Unternehmen
-9.441.761,68
0,00
-14.763.361,00
-22.516,67
16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzergebnis) 20.719.544,00 72.964.926,96
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 21.238.448,62 48.071.153,19
18. außerordentliche Aufwendungen -33.262.558,98 -26.443.326,98
19. außerordentliches Ergebnis -33.262.558,98 -26.443.326,98
20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.588.247,19 -528.161,77
21. Jahresfehlbetrag/-überschuss -13.612.357,55 21.099.664,44
22. Anpassung Rücklage für eigene Anteile -13.660.284,00 18.918.204,00
23. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 41.416.531,02 5.596.728,42
24. Bilanzgewinn 14.143.889,47 45.614.596,86

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

ANHANG

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Seite
1. ALLGEMEINE ANGABEN 89
2. KONZERNVERHÄLTNISSE UND
UMSTRUKTURIERUNGSVORGÄNGE 90
3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 91
3.1.
Anlagevermögen
91
3.2.
Umlaufvermögen
92
3.3.
Rückstellungen
93
3.4.
Verbindlichkeiten
94
4. AUFGLIEDERUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER
BILANZ 95
4.1.
Anlagevermögen
95
4.2.
Zusatzangaben gemäß § 238 Z 2 UGB
97
4.3.
Ausleihungen gemäß § 227 UGB
98
4.4.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
98
4.5.
Eigenkapital
99
4.6.
Rückstellungen
102
4.7.
Verbindlichkeiten
108
4.8.
Dingliche Sicherheiten
109
4.9.
Haftungsverhältnisse gemäß § 199 UGB
110
4.10.
Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen
Sachanlagen 111
4.11.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
112
4.12.
Derivative Finanzinstrumente und außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 237 Z 8a
UGB 112
5. AUFGLIEDERUNGEN ZU POSTEN DER GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG 113

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

6. ZUSATZANGABEN GEMÄSS UGB 115
6.1.
Aktivierbare latente Steuern
115
6.2.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
115
6.3.
Organe, Arbeitnehmer
116

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz AT&S genannt) zum 31. März 2010 wurde gemäß den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der geltenden Fassung erstellt. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie die Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, wurden beachtet.

Insbesondere wurde bei der Bewertung von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen sowie der Grundsatz der Einzelbewertung von Vermögensgegenständen und Schulden beachtet. Dem Vorsichtsprinzip wurde durch Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und drohenden Verluste Rechnung getragen. Nur die am Abschlussstichtag realisierten Gewinne wurden ausgewiesen. Die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Fallen Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten unter mehrere Posten der Bilanz, erfolgt die Angabe bei den entsprechenden Posten.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

2. KONZERNVERHÄLTNISSE UND UMSTRUKTURIERUNGSVORGÄNGE

Seit dem 31. März 1999 übt die AT&S die Funktion eines Mutterunternehmens im Sinne des § 244 UGB aus.

Unter Anwendung der Bestimmungen des § 245a UGB werden ein Konzernabschluss nach international anerkannten Rechnungslegungsstandards (International Accounting Standards (IAS) und International Financial Reporting Standards (IFRS)), ergänzt um die unternehmensrechtlich verpflichtend vorgeschriebenen Erläuterungen und Anmerkungen, und ein Konzernlagebericht aufgestellt.

Die AT&S stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf.

Die Erleichterungsbestimmungen gemäß § 241 Abs. 3 UGB werden in Anspruch genommen.

Im Folgenden wird die gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungsmaßnahme des Geschäftsjahres dargestellt:

  • Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde aufgrund der schlechten Marktentwicklung das indische Leiterplattendesignunternehmen AT&S ECAD Technologies Private Limited an die USamerikanische Sienna-Gruppe verkauft.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

3.1. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Nutzungsdauer
immaterielle Vermögensgegenstände 4 - 10 Jahre
Bauten auf fremdem Grund 12 - 50 Jahre
technische Anlagen und Maschinen 5 - 15 Jahre
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre

Für Zugänge während der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wurde eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge während der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres eine halbe Jahresabschreibung angesetzt. Die Abschreibung für Zugänge erfolgt nach Maßgabe des Zeitpunktes ihrer Inbetriebnahme.

Die Möglichkeit der Sofortabschreibung von geringwertigen Vermögensgegenständen gemäß § 226 Abs. 3 UGB wurde in Anspruch genommen.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. entsprechend dem Niederstwertprinzip zum niedrigeren Marktwert (Kurswert) zum Bilanzstichtag.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

3.2. Umlaufvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Der im vorjährigen Bilanzposten "Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe" enthaltene Festwert für die Ersatzteile in Höhe von EUR 1.525.187,44 wurde im Geschäftsjahr 2009/10 aufgelöst. Die Ersatzteile werden nunmehr zu Anschaffungskosten abzüglich prozentueller Gruppenabschläge bewertet. Erhaltene Skonti, Boni sowie Frachtkosten und Zölle wurden berücksichtigt.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten.

Die Ermittlung der Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zum 31. März 2010 erfolgt auf Basis der Vollkosten, wie es § 203 Abs. 3 UGB als Wahlrecht vorsieht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Für erkennbare Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Fremdwährungsforderungen werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Kurswerten zum Bilanzstichtag. Im Zusammenhang mit Wertpapieren des Umlaufvermögens wurden Zuschreibungen in Höhe von EUR 737.440,32 (Vorjahr: EUR 163.150,51) aus steuerrechtlichen Gründen unterlassen.

Die Bewertung der eigenen Anteile erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Kurswert zum Bilanzstichtag. In diesem Zusammenhang wurde eine Zuschreibung in Höhe von EUR 13.660.284 verbucht.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

3.3. Rückstellungen

Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen erfolgt nach den Bewertungsvorschriften der IFRS (IAS 19) unter Anwendung der Korridormethode auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 5 % (Vorjahr: 5,25 %) und eines Pensionseintrittsalters gemäß den Bestimmungen der Pensionsreform 2003 sowie unter Berücksichtigung der betriebsindividuellen Fluktuation durch entsprechende Abschläge. Die Berechnung erfolgt unter Beachtung der Bestimmungen des Fachgutachtens KFS/RL 2 und 3 vom 5. Mai 2004 des Institutes für Betriebswirtschaft, Steuerrecht und Organisation der Kammer der Wirtschaftstreuhänder. Die Defined Benefit Obligation (DBO) beträgt zum Bilanzstichtag EUR 8.569.983.

Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach den Bewertungsvorschriften der IFRS (IAS 19) unter Anwendung der Korridormethode auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 5 % (Vorjahr: 5,25 %) unter Zugrundelegung der Sterbetafeln AVÖ 2008-P. Das Pensionseintrittsalter wurde gemäß den Bestimmungen der Pensionsreform 2003 ermittelt. Mit Stichtag 31. Dezember 1996, 31. Dezember 2001, 31. März 2003, 31. März 2005, 31. März 2007 sowie 31. März 2008 wurden Pensionsverpflichtungen teilweise an die APK Pensionskasse Aktiengesellschaft, Wien, übertragen. Die Defined Benefit Obligation (DBO) beträgt zum Bilanzstichtag EUR 968.027.

Die Berechnung der Rückstellung für Jubiläumsgelder erfolgt nach den Bewertungsvorschriften der IFRS (IAS 19) auf Grund der kollektivvertraglichen Ansprüche bei Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 5 % (Vorjahr: 5,25 %) sowie unter Berücksichtigung der betriebsindividuellen Fluktuation durch entsprechende Abschläge.

Bei der Berechnung der sonstigen Rückstellungen ist entsprechend den gesetzlichen Erfordernissen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ausreichend Rechnung getragen worden.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

3.4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

4. AUFGLIEDERUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ

4.1. Anlagevermögen

Zur Entwicklung der Posten des Anlagevermögens siehe Seite 96. Der in den Grundstücken und Bauten enthaltene Grundwert beträgt EUR 14.293,44 (Vorjahr: EUR 14.293,44).

Die Beteiligung an der AT&S Deutschland GmbH wurde um EUR 1.108.000,00 wertberichtigt. Der Buchwert in Höhe von EUR 1.053.000,00 entspricht nun dem Nutzwert (Value-in-use) der Gesellschaft, welcher aus zukünftigen Cashflows abgeleitet wurde.

Die Beteiligung an der AT&S Klagenfurt Leiterplatten GmbH wurde zu 100 % in Höhe von EUR 300.000,00 wertberichtigt.

Die Beteiligung an der DCC - Development Circuits & Components GmbH wurde um EUR 171.735,00 ausschüttungsbedingt teilwertberichtigt.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

Anlagenspiegel zum 31. März 2010

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ad 1) EUR174.999,75 davon im außerordentlichen Aufwand erfasst

ad 2) EUR13.531.196,51 davon im außerordentlichen Aufwand erfasst

EUR 13.706.196,26

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

4.2. Zusatzangaben gemäß § 238 Z 2 UGB

Buchwert
31. März 2010
EUR
Höhe
des
Anteils
%
Höhe des
Eigenkapitals
EUR
Ergebnis des
letzten
Geschäftsjahres
EUR
Buchwert
31. März 2009
EUR
Anteile an verbundenen Unternehmen
AT&S Verwaltungs GmbH & Co KG,
Augsburg, Deutschland
1.955.236,99 100 668.548,00 -153.196,00 1) 1.955.236,99
AT&S Deutschland GmbH, Nörvenich,
Deutschland
1.053.000,00 100 455.924,00 -95.197,00 1) 2.161.000,00
AT&S India Private Limited, Nanjangud,
Indien
10.898.516,89 100 12.556.921,00 -1.281.266,00 1) 10.898.516,89
AT&S (China) Company Limited, Shanghai,
China
111.893.000,00 100 192.429.192,00 8.516.932,00 1) 111.893.000,00
AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH,
Klagenfurt
0,00 77,32 628.986,10 -1.484.825,17 2) 300.000,00
DCC - Development Circuits & Components
GmbH, Wien
38.000,00 100 338.851,72 197.991,36 2) 209.735,00
AT&S Asia Pacific Limited, Hongkong,
China
77.875.865,92 100 80.294.909,00 2.850.217,00 1) 77.875.865,92
AT&S ECAD Technologies Private Limited,
Bangalore, Indien
0,00 - 3) 3) 0,00
AT&S Korea Co., Ltd., Ansan-City,
Südkorea
27.237.538,14 98,76 9.239.406,00 -1.193.915,00 1) 27.237.538,14
AT&S Americas, LLC, San Jose, USA 6.444,34 100 51.932,00 40.204,00 1) 6.444,34
Summe 230.957.602,28 232.537.337,28
Beteiligungen
IS Industrie-Service Dienstleistungs GmbH
in Liqu., Fohnsdorf
0,00 - 4) 4) 22.500,00
CEST Kompetenzzentrum für elektronische
Oberflächentechnologie GmbH,
Wiener Neustadt 2.380,00 6,80 5) 5) 2.380,00
Summe 2.380,00 24.880,00

1) Jahresabschluss zum 31. März 2010 nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS)

2) Jahresabschluss zum 31. März 2010 nach UGB

3) Mit Share-Sale-Agreement vom 20. April 2009 verkauft.

4) in Liquidation

5) keine Angabe

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

4.3. Ausleihungen gemäß § 227 UGB

Unter dem Posten "Ausleihungen an verbundene Unternehmen" ist ein Betrag in Höhe von EUR 10.506.446,05 (Vorjahr: TEUR 83) innerhalb eines Jahres fällig.

4.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

4.4.1. Zusatzangaben gemäß § 225 Abs. 3 und § 226 Abs. 5 UGB

Bilanzwert
am
31. März 2010
EUR
davon Restlauf
zeit mehr als
ein Jahr
EUR
46.285.148,11 0,00
14.549.380,76 0,00
7.927.232,57 0,00
68.761.761,44 0,00
Bilanzwert
am
davon Restlauf
zeit mehr als
31. März 2009
EUR
ein Jahr
EUR
57.364.931,36 0,00
25.172.198,45 0,00
8.672.789,54 0,00

Die Forderungen der Gesellschaft gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 3.785.999,60 (Vorjahr: EUR 2.190.556,95), aus sonstigen Forderungen in Höhe von EUR 10.756.267,98 (Vorjahr: EUR 22.978.028,32) und aus Forderungen aus Steuerumlagen in Höhe von EUR 7.113,18 (Vorjahr: EUR 3.613,18).

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

4.4.2. Nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksame Erträge

In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind folgende wesentliche Erträge enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden:

31. März 2010
EUR
31. März 2009
EUR
Energieabgabenrückvergütung 4.256.612,87 3.326.760,79
Forschungsleistungen 141.000,00 50.081,30
Zuschuss Altersteilzeit 168.740,66 165.507,90
Steuerfreie Prämien 1.829.205,96 480.612,93
Versicherungsvergütung 0,00 1.557.128,26
Summe 6.395.559,49 5.580.091,18

4.5. Eigenkapital

4.5.1. Grundkapital

Der Vorstand hat mit 20. April 2006 beschlossen, in Ausübung der Ermächtigung der 11. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2005 sowie nach Zustimmung durch den Aufsichtsrat mittels Umlaufbeschluss vom 7. April 2006 gemäß § 192 Abs. 3 AktG 2.100.000 eigene Aktien der gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG rückerworbenen eigenen Aktien gegen Auflösung einer Rücklage gemäß § 225 Abs. 5 Satz 2 UGB einzuziehen und somit das Grundkapital herabzusetzen. Der Einzug von 2.100.000 eigenen Aktien ist am 3. Mai 2006 erfolgt. Das Grundkapital beträgt somit EUR 28.490.000 und besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,10.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

4.5.1.1. Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde mit Beschluss der 11. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2005 ermächtigt, bis zum 4. Juli 2010 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 12.430.000, allenfalls in mehreren Tranchen, mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe von bis zu 11.300.000 auf den Inhaber lautenden nennbetragslosen Stückaktien gegen Bareinzahlung oder Sacheinlage, auch unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre, zu erhöhen und die näheren Ausgabebedingungen (insbesondere Ausgabekurs, Gegenstand der Sacheinlage, Inhalt der Aktienrechte, Ausschluss der Bezugsrechte etc.) mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Gemäß § 174 Abs. 2 AktG wurde der Vorstand in der 11. Hauptversammlung vom 5. Juli 2005 ermächtigt, bis 4. Juli 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrates Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100.000.000, auch in mehreren Tranchen, auszugeben, alle Bedingungen, die Ausgabe und das Umtauschverfahren der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

4.5.1.2. Bedingte Kapitalerhöhungen

In der 11. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2005 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu EUR 12.430.000 durch Ausgabe von bis zu 11.300.000 neuen auf Inhaber lautenden Stammaktien zur Gewährung von Bezugs- oder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibungen und Feststellung der Erfordernisse gemäß § 160 Abs. 2 AktG durchzuführen sowie die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen und über die Ermächtigung des Aufsichtsrates Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung haben die volle Dividendenberechtigung für das laufende Geschäftsjahr, in dem sie begeben werden.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

4.5.2. Eigene Anteile/Rücklage für eigene Anteile

In der 14. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2008 wurde der Vorstand neu ermächtigt, gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben, wobei der Erwerbskurs je zu erwerbender Stückaktie EUR 1,10 nicht unterschreiten und EUR 110 nicht überschreiten darf, und die erworbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen oder zur Durchführung des Mitarbeiterbeteiligungs- bzw. Stock-Option-Programmes der Gesellschaft zu verwenden.

Weiters wurde der Vorstand in der 14. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2008 ermächtigt, gemäß § 65 Abs. 1b AktG für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 3. Juli 2013 (dritten Juli Zweitausenddreizehn), mit Zustimmung des Aufsichtsrates und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung die erworbenen eigenen Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder sonstigen Vermögenswerten oder von Beteiligungen an Gesellschaften, Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder sonstigen Vermögenswerten und hierbei - sofern erforderlich das Bezugsrecht der Aktionäre gemäß § 65 Abs. 1b i.V.m. §§ 169 bis 171 AktG auszuschließen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden und ersetzt die in der letzten Hauptversammlung vom 3. Juli 2007 beschlossene Ermächtigung über die Veräußerung eigener Aktien.

Die AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft hält zum Bilanzstichtag 2.577.412 Stück eigene Anteile.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

Entwicklung des Postens
eigene Anteile
Stück Bilanzwert
EUR
Anteil am
Grundkapital
in %
Anfangsbestand 1.4.2009 2.577.412 7.603.365,55 9,95
Zuschreibung eigene Anteile zum 31.3.2010 13.660.284,00
Endbestand 31.3.2010 2.577.412 21.263.649,55 9,95 1)

1) Der Anteil am Grundkapital wurde berechnet mit der Anzahl der Stückaktien (25.900.000 Stück).

4.6. Rückstellungen

4.6.1. Sonstige Rückstellungen

Zusammensetzung:

31. März 2010
EUR
31. März 2009
EUR
nicht konsumierte Urlaube 2.625.935,54 3.072.673,68
sonstiger Personalaufwand 31.097,68 303.717,41
Urlaubszuschuss/Weihnachtsremuneration 1.749.024,00 2.092.106,01
ungewisse Verbindlichkeiten 1.067.856,00 6.152.994,00
Jubiläumsgelder 1.085.493,00 1.123.993,00
Drohverluste derivative Finanzinstrumente 1.785.759,06 2.869.488,14
Zeitausgleich 547.409,13 234.359,77
Drohverluste aus schwebenden Geschäften 807.920,20 291.397,20
Gewährleistung und Schadensfälle 708.266,42 804.112,84
Rechts- und Beratungsaufwand 185.392,87 223.011,39
Skonto Debitoren 224.527,94 220.378,01
Aktienoptionen 369.070,00 0,00
Restrukturierung Werk Leoben-Hinterberg 15.028.422,62 8.532.787,87
sonstige Rückstellungen < EUR 125.000 347.736,52 183.182,00
Summe 26.563.910,98 26.104.201,32

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

Der Posten "ungewisse Verbindlichkeiten" beinhaltet eine Rückstellung für Forschungs- und Entwicklungsrisiken sowie sonstige ungewisse Verpflichtungen. Im Geschäftsjahr 2009/10 ist ein Großteil der Entwicklungsrisiken weggefallen, daher wurde die Rückstellung entsprechend angepasst.

Unter dem Posten "Restrukturierung Werk Leoben-Hinterberg" sind im Wesentlichen Kosten im Zusammenhang mit zukünftigen Leasingzahlungen für ungenutzte Produktionsflächen enthalten.

4.6.1.1. Stock-Option-Plan (2005 bis 2008)

Auf Grund des Auslaufens des Stock-Option-Plans (2000 bis 2004) wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 8. November 2004 der Stock-Option-Plan (SOP 2005 von 2005 bis 2008) genehmigt. Die Zuteilung von Aktienoptionen kann im Zeitraum zwischen 1. April 2005 und 1. April 2008 erfolgen.

Jede dieser Optionen berechtigt

  • entweder zum Erwerb einer Stückaktie der AT&S zum Ausübungspreis oder
  • es kann anstelle von Aktien ein Barausgleich in Höhe des Differenzbetrages zwischen dem Ausübungspreis und dem Schlusskurs der AT&S-Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse bzw. an der Börse der Hauptnotierung der AT&S-Aktie am Tag der Ausübung des Bezugsrechtes durch den Optionsberechtigten verlangt werden.

Im Rahmen des "SOP 2005" wurden am 1. April 2005 187.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 15,46, am 1. April 2006 148.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 17,99, am 1. April 2007 149.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 22,57 und am 1. April 2008 137.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 15,67 zugeteilt. Der Stock-Option-Plan war befristet, der letzte Zuteilungstag war der 1. April 2008. Ausübungspreis:

Der Ausübungspreis der Aktienoptionen wird jeweils am Tag der Zuteilung bestimmt und entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der AT&S an der Frankfurter Wertpapierbörse bzw. an

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

der Börse der Hauptnotierung der Aktien der AT&S während der letzten sechs Kalendermonate, die dem Tag der jeweiligen Zuteilung vorausgehen, zuzüglich eines auf Basis dieses Durchschnitts berechneten Aufschlags in Höhe von 10 %. Als Kurs gilt der Schlusskurs im Xetra-Handel oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem. Der Ausübungspreis entspricht jedoch zumindest dem auf eine Aktie der AT&S entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals.

Ausübungszeitraum:

Die Ausübung der zugeteilten Aktienoptionen ist wie folgt gestaffelt:

  • 20 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von zwei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 30 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von drei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 50 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von vier Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.

Die Aktienoptionen können innerhalb einer Black-out-Periode nicht ausgeübt werden.

Voraussetzungen für die Ausübung:

Die Optionen können nur von Optionsberechtigten ausgeübt werden, die zum Zeitpunkt der Ausübung im aufrechten Anstellungs-/Dienstverhältnis mit einer Gesellschaft der AT&S-Gruppe stehen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Optionen noch innerhalb eines Jahres ab Beendigung des Anstellungs-/Dienstverhältnisses ausgeübt werden. Die Optionen sind nicht übertragbar und nicht verpfändbar.

Anzahl und Aufteilung der Ing. Willibald Dr. Harald Dkfm. Steen Ing. Heinz leitende
eingeräumten Optionen Dörflinger Sommerer E. Hansen Moitzi Angestellte gesamt
Stück Stück Stück Stück Stück Stück
1. April 2005 40.000 40.000 30.000 30.000 47.000 187.000
davon ausgelaufen -40.000 -40.000 -30.000 -30.000 -45.000 -185.000
davon ausgeübt 0 0 0 0 -2.000 -2.000
1. April 2006 0 40.000 30.000 30.000 48.000 148.000
davon ausgelaufen 0 0 0 0 -24.000 -24.000
1. April 2007 0 40.000 30.000 30.000 49.000 149.000
davon ausgelaufen 0 0 0 0 -25.000 -25.000
1. April 2008 0 40.000 30.000 30.000 37.000 137.000
davon ausgelaufen 0 0 0 0 -5.000 -5.000
Summe 0 120.000 90.000 90.000 80.000 380.000

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

Bewertung der Aktienoptionen zum Bilanzstichtag:

Die Bewertung dieser Aktienoptionen erfolgt zum beizulegenden Wert zum jeweiligen Bilanzstichtag unter Anwendung des Monte-Carlo-Verfahrens. Der beizulegende Wert der eingeräumten Aktienoptionen wird über deren Laufzeit verteilt bilanziell erfasst.

Beizulegender Wert der eingeräumten Aktienoptionen:

Zuteilung am: 1.4.2006 1.4.2007 1.4.2008
Beizulegender Wert zum 31. März 2010 EUR 3.616 EUR 7.800 EUR 61.264

4.6.1.2. Stock-Option-Plan (2009 bis 2012)

Auf Grund des Auslaufens des Stock-Option-Plans (2005 bis 2008) wurde in der 1. Sitzung des Nominierungs- und Vergütungsausschusses des Aufsichtsrates vom 17. März 2009 der Stock-Option-Plan (SOP 2009 von 2009 bis 2012) beschlossen, nachdem dieser in der 55. Aufsichtsratssitzung vom 16. Dezember 2008 zur Begutachtung vorgelegt wurde. Die Zuteilung von Aktienoptionen kann im Zeitraum zwischen 1. April 2009 und 1. April 2012 erfolgen.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

Jede dieser Optionen berechtigt

  • entweder zum Erwerb einer Stückaktie der AT&S zum Ausübungspreis oder
  • es kann anstelle von Aktien ein Barausgleich in Höhe des Differenzbetrages zwischen dem Ausübungspreis und dem Schlusskurs der AT&S-Aktie an der Wiener Börse bzw. an der Börse der Hauptnotierung der AT&S-Aktie am Tag der Ausübung des Bezugsrechtes durch den Optionsberechtigten verlangt werden.

Im Rahmen des "SOP 2009" wurden am 1. April 2009 138.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 3,86 zugeteilt.

Ausübungspreis:

Der Ausübungspreis der Aktienoptionen wird jeweils am Tag der Zuteilung bestimmt und entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der AT&S an der Wiener Börse bzw. an der Börse der Hauptnotierung der Aktien der AT&S während der letzten sechs Kalendermonate, die dem Tag der jeweiligen Zuteilung vorausgehen, zuzüglich eines auf Basis dieses Durchschnitts berechneten Aufschlags in Höhe von 10 %. Als Kurs gilt der Schlusskurs im Xetra-Handel oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem. Der Ausübungspreis entspricht jedoch zumindest dem auf eine Aktie der AT&S entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals.

Ausübungszeitraum:

Die Ausübung der zugeteilten Aktienoptionen ist wie folgt gestaffelt:

  • 20 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von zwei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 30 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von drei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 50 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von vier Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

Die Aktienoptionen können innerhalb einer Black-out-Periode nicht ausgeübt werden.

Voraussetzungen für die Ausübung:

Die Optionen können nur von Optionsberechtigten ausgeübt werden, die zum Zeitpunkt der Ausübung im aufrechten Anstellungs-/Dienstverhältnis mit einer Gesellschaft der AT&S-Gruppe stehen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Optionen noch innerhalb eines Jahres ab Beendigung des Anstellungs-/Dienstverhältnisses ausgeübt werden. Die Optionen sind nicht übertragbar und nicht verpfändbar.

Anzahl und Aufteilung der Dr. Harald Dkfm. Steen Ing. Heinz leitende
eingeräumten Optionen Sommerer E. Hansen Moitzi Angestellte gesamt
Stück Stück Stück Stück Stück
1. April 2009 40.000 30.000 30.000 38.000 138.000
davon ausgelaufen 0 0 0 -3.000 -3.000
Summe 40.000 30.000 30.000 35.000 135.000

Bewertung der Aktienoptionen zum Bilanzstichtag:

Die Bewertung dieser Aktienoptionen erfolgt zum beizulegenden Wert zum jeweiligen Bilanzstichtag unter Anwendung des Monte-Carlo-Verfahrens. Der beizulegende Wert der eingeräumten Aktienoptionen wird über deren Laufzeit verteilt bilanziell erfasst.

Beizulegender Wert der eingeräumten Aktienoptionen:

Zuteilung am: 1.4.2009
Beizulegender Wert zum 31. März 2010 EUR 637.680

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

4.7. Verbindlichkeiten

4.7.1. Zusatzangaben zu Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
Bezeichnung: Bilanzwert am
31. März 2010
EUR
von bis zu
einem Jahr
EUR
von mehr als
einem Jahr und
bis zu fünf
Jahren
EUR
von mehr
als fünf
Jahren
EUR
Anleihen 80.000.000,00 0,00 80.000.000,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
89.092.734,04 64.253.339,74 24.839.394,30 0,00
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
7.748.230,96 7.748.230,96 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
43.236.861,05 43.236.861,05 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 9.462.054,81 9.208.704,81 253.350,00 0,00
Summe 229.539.880,86 124.447.136,56 105.092.744,30 0,00
Restlaufzeit
Bezeichnung: Bilanzwert am
31. März 2009
EUR
von bis zu
einem Jahr
EUR
von mehr als
einem Jahr und
bis zu fünf
Jahren
EUR
von mehr
als fünf
Jahren
EUR
Anleihen 80.000.000,00 0,00 80.000.000,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
106.913.778,99 89.774.384,99 17.139.394,00 0,00
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
7.698.410,04 7.698.410,04 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
34.846.309,05 34.846.309,05 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 10.500.642,49 10.189.742,49 310.900,00 0,00
Summe 239.959.140,57 142.508.846,57 97.450.294,00 0,00

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 22.894.195,87 (Vorjahr: EUR 21.832.336,56) und aus Verbindlichkeiten aus Finanzierung in Höhe von EUR 20.342.665,18 (Vorjahr: EUR 13.013.972,49).

4.7.2. Nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksame Aufwendungen

Unter den "sonstigen Verbindlichkeiten" sind folgende wesentliche Aufwendungen enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden:

31. März 2010
EUR
31. März 2009
EUR
Zinsen Anleihe 3.712.876,71 3.764.444,44
Gebietskrankenkasse 1.063.071,14 1.377.393,25
Provisionsansprüche 61.057,27 99.921,73
Finanzamt 574.159,10 942.697,83
Löhne und Gehälter 1.286.125,61 1.874.848,80
Gemeinden 86.282,62 75.545,80
Summe 6.783.572,45 8.134.851,85

4.8. Dingliche Sicherheiten

Bilanzwert am
31. März 2010
EUR
davon dinglich
besichert
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 89.092.734,04 53.139.394,00
Vorjahr: 106.913.778,99 74.639.394,00

Als dingliche Sicherheiten gegenüber Kreditinstituten dienen einerseits die Exportforderungen sowie andererseits die Abtretung der Ansprüche und Rechte aus den Gesellschafterdarlehen an die AT&S (China) Company Limited, Shanghai, China, und die AT&S Korea Co., Ltd., Ansan-City, Südkorea.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

4.9. Haftungsverhältnisse gemäß § 199 UGB

Stand
31.3.2010
EUR
davon gegenüber
verbundenen
Unternehmen
EUR
aus Garantien 9.127.646,63 9.127.646,63
Vorjahr: 1.861.147,10 1.861.147,10

4.9.1. AT&S India Private Limited

Im Geschäftsjahr 2002/03 wurde ein Garantieübereinkommen zwischen der Deutschen Bank AG, Bangalore, Indien, und der AT&S geschlossen:

  • Übernahme der Haftung für einen Betriebsmittelkredit in Höhe von INR 180 Mio. (EUR 2,7 Mio.); der zum Bilanzstichtag aushaftende Betrag beläuft sich auf EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0 Mio.).

Im Geschäftsjahr 2003/2004 wurde ein Garantieübereinkommen zwischen der Royal Bank of Scotland, Bangalore, Indien (vormals ABN AMRO) und der AT&S geschlossen:

  • Übernahme der Haftung für einen Betriebsmittelkredit in Höhe von INR 100 Mio. (EUR 1,5 Mio.); der zum Bilanzstichtag aushaftende Betrag beläuft sich auf EUR 0 Mio. (Vorjahr: EUR 0 Mio.).

4.9.2. C2C Technologie für Leiterplatten GmbH

Zwischen der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft, Linz, und der AT&S wurde ein Bürgschaftsübereinkommen geschlossen, in dem die AT&S die Haftung für einen ERP-Kredit in Höhe von EUR 700.000 übernommen hat. Der zum Bilanzstichtag aushaftende Kreditbetrag beläuft sich auf EUR 0 (Vorjahr: EUR 128.000).

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

4.9.3. AT&S (China) Company Limited

Im Geschäftsjahr 2006/07 wurde ein Garantieübereinkommen zwischen der China Construction Bank, Shanghai, China, und der AT&S geschlossen:

  • Übernahme der Haftung für einen Kreditrahmen in Höhe von EUR 25 Mio. (Vorjahr: EUR 25 Mio.); der zum Bilanzstichtag aushaftende Betrag beläuft sich auf EUR 8,5 Mio. (Vorjahr: EUR 1,7 Mio.).

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurde zusätzlich ein Garantieübereinkommen zwischen der China Construction Bank, Shanghai, China, und der AT&S geschlossen:

  • Übernahme der Haftung für einen Kreditrahmen in Höhe von RMB 50 Mio.; der zum Bilanzstichtag aushaftende Betrag beläuft sich auf EUR 0,4 Mio.

4.10. Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

des folgenden
Geschäftsjahres
EUR
der folgenden
fünf
Geschäftsjahre
EUR
Verpflichtungen aus Sale-and-Lease-back-Transaktion 1.651.514,00 8.257.570,00
Vorjahr: 2.120.831,00 10.604.155,00
Verpflichtungen aus Mietverträgen 609.655,00 903.502,00
Vorjahr: 627.629,00 933.458,00
Summe 2.261.169,00 9.161.072,00
Vorjahr: 2.748.460,00 11.537.613,00

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

4.11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag waren für Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen Bestellungen in Höhe von EUR 1,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1,5 Mio.) offen.

4.12. Derivative Finanzinstrumente und außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 237 Z 8a UGB

In der AT&S werden derivative Finanzinstrumente zum Schutz gegen mögliche Zinssatz- und Wechselkursschwankungen und zur partiellen Abdeckung sowohl bestehender als auch erwarteter, aber noch nicht fixierter Fremdwährungsverpflichtungen bzw. Fremdwährungsforderungen abgeschlossen. Die zum 31. März 2010 offenen währungsabhängigen Produkte sind innerhalb eines Jahres fällig. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktwert und beträgt EUR -1.618.338,08.

Nominalwert Marktwert in
EUR
Buchwert in
EUR
31. März 2010 31. März 2010 31. März 2010
Währungsabhängige Produkte
Devisentermingeschäft USD 7.083.000,00 -254.401,96 -254.401,96
Swaps USD 28.218.337,50 -964.651,41 -1.132.072,39
Zinsabhängige Produkte
Swaps EUR 23.600.000,00 -399.284,71 -399.284,71
Summe -1.618.338,08 -1.785.759,06
Nominalwert Marktwert in
EUR
Buchwert in
EUR
31. März 2009 31. März 2009 31. März 2009
Währungsabhängige Produkte
Devisentermingeschäft USD 8.000.000,00 131.686,98 0,00
Swaps USD 51.157.750,00 -2.497.910,57 -2.869.488,14
Options USD 10.500.000,00 3.286,13 0,00
Zinsabhängige Produkte
Swaps EUR 10.000.000,00 32.524,09 0,00
Summe -2.330.413,37 -2.869.488,14

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

5. AUFGLIEDERUNGEN ZU POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2009/10
EUR
2008/09
EUR
1. Umsatzerlöse
Ausland 247.006.874,68 316.387.372,44
Inland 20.105.148,01 23.168.760,95
267.112.022,69 339.556.133,39
2009/10
EUR
2008/09
EUR
2. Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen
gegenüber verbundenen Unternehmen 1.442.598,03 159.692,43
gegenüber Dritten 90.041,00 101.683,75
1.532.639,03 261.376,18

Die Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren vorwiegend aus der Expansionen der asiatischen Tochtergesellschaften.

2009/10
EUR
2008/09
EUR
3. Personalaufwand
a) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte 420.347,45 100.236,89
übrige Arbeitnehmer 1.444.720,13 1.818.870,56
1.865.067,58 1.919.107,45

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von EUR 1.683.296,26 (Vorjahr: EUR 1.681.837,32) enthalten.

2009/10
EUR
2008/09
EUR
b) Aufwendungen für Altersversorgung
Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte 516.368,56 17.938,03
übrige Arbeitnehmer 634.834,46 451.698,89
1.151.203,02 469.636,92
2009/10
EUR
2008/09
EUR
3. Außerordentliche Aufwendungen
Ungenutzte Produktionsflächen 7.249.612,16 8.804.301,97
Abschreibungen Maschinen 13.706.196,26 2.423.909,35
Sozialplan Mitarbeiter inkl. Stiftung 12.306.750,56 9.410.115,66
Wertberichtigung AT&S Deutschland GmbH, Nörvenich,
Deutschland
0,00 5.805.000,00
33.262.558,98 26.443.326,98

Der Posten betrifft sämtliche Aufwendungen im Zusammenhang mit den zweiten vorgenommenen Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Leoben-Hinterberg.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

6. ZUSATZANGABEN GEMÄSS UGB

6.1. Aktivierbare latente Steuern

Vom Wahlrecht, latente Gewinnsteuern auf temporäre Differenzen zwischen dem unternehmensrechtlichen und dem steuerlichen Ergebnis zu aktivieren, wurde nicht Gebrauch gemacht. Der gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbare Betrag beträgt EUR 3.139.423 (Vorjahr: EUR 3.465.305).

6.2. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Gemäß dem Steuerreformgesetz 2005, BGBl. I 2004/57, beträgt der Körperschaftsteuersatz seit 1. Jänner 2005 25 %.

Gemäß § 9 Abs. 8 KStG 1988 hat die AT&S als Gruppenträger mit folgenden Töchtern (Gruppenmitgliedern) eine Unternehmensgruppe gebildet:

  • AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH
  • DCC Development Circuits & Components GmbH
  • AT&S Korea Co., Ltd., Ansan-City, Südkorea

Zum Zwecke des Ausgleichs der steuerlichen Wirkungen, die sich aus der Zurechnung der steuerlichen Ergebnisse ergeben, verpflichten sich die Vertragsparteien zur Entrichtung einer Steuerumlage. Die Steuerumlage wird im Wege einer fiktiven Veranlagung der einzelnen Gesellschaften ermittelt.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

Da keine latenten Gewinnsteuern aktiviert werden, hat die Unternehmensgruppe keine Ergebnisauswirkung auf den Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Die AT&S hat als Gruppenträger an die österreichischen Gruppenmitglieder Körperschaftsteuer in Höhe von EUR 3.500 verrechnet.

6.3. Organe, Arbeitnehmer

Die Durchschnittszahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter betrug:

2009/10 2008/09
Arbeiter 711 1.081
Angestellte 439 530
Gesamt 1.150 1.611

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates:

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Vorstand tätig:

  • − Dr. Harald SOMMERER (Vorsitzender bis 31. Jänner 2010)
  • − DI (FH) Andreas GERSTENMAYER (Vorsitzender seit 1. Februar 2010)
  • − Dkfm. Steen Ejlskov HANSEN
  • − Ing. Heinz MOITZI

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Aufsichtsratsmitglieder bestellt:

  • − Dkfm. Dr. Hannes ANDROSCH (Vorsitzender)
  • − Ing. Willibald DÖRFLINGER (1. Stellvertreter des Vorsitzenden)
  • − Dr. Erich SCHWARZBICHLER (2. Stellvertreter des Vorsitzenden bis 2. Juli 2009)
  • − Mag. Gerhard PICHLER (seit 2. Juli 2009)
  • − Dr. Georg RIEDL
  • − DI Albert HOCHLEITNER
  • − Dkfm. Karl FINK

Vom Betriebsrat waren delegiert:

  • − Johann FUCHS
  • − Wolfgang FLECK
  • − Günther WÖLFLER (seit 3. Juni 2009)
  • − Markus SCHUMY (bis 31. März 2009)

Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes:

2009/10 2008/09
fix variabel*) Summe fix variabel*) Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
DI (FH) Andreas
Gerstenmayer
58 -- 58 -- -- --
Dr. Harald Sommerer 457 423 880 457 -- 457
Dkfm. Steen E. Hansen 365 -- 365 366 -- 366
Ing. Heinz Moitzi 314 -- 314 316 -- 316
Gesamt 1.194 423 1.617 1.139 -- 1.139

*) Die variablen Bezüge des Vorstands betreffen die vertraglichen Abfertigungszahlungen und Abfindungen sonstiger Ansprüche im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung des Vorstandsvertrages.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

Anzahl der zum Bilanzstichtag gesamt gewährten Aktienoptionen nach Abzug der nicht ausgeübten ("expired") Aktienoptionen der Mitglieder des Vorstandes:

31. März
2010 2009
Dr. Harald Sommerer 160.000 160.000
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen 120.000 120.000
Ing. Heinz Moitzi 120.000 120.000
Summe 400.000 400.000

Die Aktienoptionen von Herrn Dr. Harald Sommerer waren mit Austrittsdatum am 31. Jänner 2010 fällig und sind bis spätestens 31. Jänner 2011 ausübbar.

Zum 31. März 2010 liegt der Ausübungspreis der Zuteilungen für den Vorstand vom 1. April 2006 in Höhe von EUR 17,99 (100.000 Stück), vom 1. April 2007 in Höhe von EUR 22,57 (100.000 Stück) und vom 1. April 2008 in Höhe von EUR 15,67 (100.000 Stück) über dem Tageskurs zum Bilanzstichtag (EUR 8,25).

Die Zuteilung vom 1. April 2009 in Höhe von EUR 3,86 (100.000 Stück) liegt unter dem Tageskurs zum Bilanzstichtag (EUR 8,25).

Für die Aufsichtsratsmitglieder sind Vergütungen in Höhe von EUR 68.300 (Vorjahr: EUR 70.200) angefallen.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2010

Aktienbesitz des Vorstandes und der Aufsichtsräte der Gesellschaft zum Bilanzstichtag:

Aktien
Stand
31.3.2010
Stand
31.3.2009
Veränderung
Vorstand
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen 2.000 2.000 0
Ing. Heinz Moitzi 1.672 1.672 0
Aufsichtsrat
Dkfm. Dr. Hannes Androsch 445.853 445.853 0
Androsch Privatstiftung 5.570.666 5.570.666 0
Dörflinger Privatstiftung 4.574.688 4.574.688 0
Mag. Gerhard Pichler 19.118 1) 19.118
Dr. Georg Riedl 9.290 9.290 0
Johann Fuchs 504 4 500

1) per 31. März 2009 noch kein Aufsichtsrat

Leoben-Hinterberg, am 10. Mai 2010

Der Vorstand

DI (FH) Andreas GERSTENMAYER e.h.

Dkfm. Steen Ejlskov HANSEN e.h. Ing. Heinz MOITZI e.h.

LAGEBERICHT

Lagebericht zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009/10

1. Unternehmensprofil

Die AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz "AT&S" genannt) zählt mit deren Tochtergesellschaften weltweit zu den führenden Unternehmen der Branche und ist in Europa und Indien mit Abstand der größte Leiterplattenproduzent. Neben einfachen Leiterplatten bietet AT&S vor allem hochkomplexe elektronische Verbindungselemente, die auf Grund des kundenseitig wachsenden Miniaturisierungsbedarfs im Produktportfolio der AT&S einen hohen Anteil ausmachen. Dabei steht insbesondere die HDI-Microvia-Technologie im Zentrum, die vor allem in mobilen Endgeräten wie Mobiltelefonen oder PDAs zum Einsatz kommt.

Mit einer globalen Präsenz über Tochtergesellschaften in Asien, Europa und den USA beliefert AT&S weltweit agierende Konzerne. Gleichzeitig bedient AT&S auch die Nachfrage von kleineren Unternehmen und fertigt Prototypen und Kleinserien. Die beiden Produktionsstandorte der AT&S befinden sich in Leoben-Hinterberg und in Fehring, die Produktionsstandorte der Tochtergesellschaften in Klagenfurt, Indien, China und Südkorea. Mit diesen Produktionskapazitäten ist AT&S in der Lage, sowohl die in Asien bestehende Volumensproduktion als auch das europäische Nischengeschäft zu bedienen.

AT&S ist auch technologisch einer der führenden Leiterplattenhersteller. Die hervorragenden Leistungen im Bereich Forschung und Entwicklung stellen eine dafür wesentliche Voraussetzung dar. AT&S arbeitet in Netzwerken aus Kunden, Lieferanten und Forschungseinrichtungen an immer neuen innovativen Techniken. Die laufende Optimierung der Geschäftsprozesse ist eines der wesentlichen Kernelemente der Unternehmensstrategie.

AT&S fertigt eine breite Palette an Leiterplatten: einseitige, doppelseitige, mehrlagige, HDI (High Density Interconnection, eine mehrlagige Leiterplatte mit extrem feinen Strukturen), flexible, starrflexible und semiflexible. Das Leistungsspektrum umfasst unterschiedlichste Techniken der Behandlung von Leiterplatten unter Einsatz verschiedener Basismaterialien.

Neben der Entwicklung und Herstellung von Leiterplatten für Groß-, Kleinserien und Prototypen bietet die AT&S ihren Kunden als Gesamtlösungsanbieter insbesondere Designleistungen an. Bis zum abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Angebot auch durch den Bereich Bestückungsleistungen und bis zum vorangegangenen Geschäftsjahr 2008/09 durch den Bereich Trading (Leiterplattenhandel von Drittherstellern) ergänzt, wobei diesbezügliche Aktivitäten aufgrund zu geringer Ertragsaussichten in Relation mit den damit verbundenen Risiken beendet wurden.

LAGEBERICHT

2. Geschäftsverlauf und Lage

Das Geschäftsjahr 2009/10 der AT&S war deutlich von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise geprägt. Die weltweite Leiterplattenproduktion ist im Vergleich zum Vorjahr um 15,8 % auf USD 40,6 Mrd. gesunken. Die verschärfte Wirtschaftslage und der neuerlich verstärkte Preisdruck führten Anfang Juni 2009 zu der Entscheidung, die Volumensproduktion des Standortes Leoben-Hinterberg komplett nach Asien zu verlagern, um nachhaltig ertragreich produzieren zu können. Im Werk Leoben-Hinterberg werden nunmehr – wie bereits an den beiden anderen österreichischen Standorten im AT&S-Konzern in Fehring und in Klagenfurt – ausschließlich Kleinserien und kurzfristige Spezialaufträge gefertigt.

Die Restrukturierung umfasst weitreichende Maßnahmen zur Effizienzsteigerung der österreichischen Standorte und dabei insbesondere die Anpassung der Produktionskapazitäten im Werk Leoben-Hinterberg an die aktuelle und künftig erwartete Auslastung. In bilanzieller Hinsicht wurden vor allem nicht mehr benötigte Produktionsmaschinen abgewertet und für die Leerstehungskosten von zusätzlichen nicht mehr genutzten Gebäudeflächen auf Basis der unkündbaren Immobilienleasingverpflichtungen Rückstellungen gebildet. Für den notwendigen Personalabbau wurde ein Sozialplan vereinbart. Die Gesamtaufwendungen der Restrukturierungsmaßnahmen sind in den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Umsatzerlöse der AT&S im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 in Höhe von EUR 267,1 Mio. bedeuten im Vorjahresvergleich einen Rückgang von EUR 72,4 Mio. bzw. 21 %. Besonders deutlich hat sich mit einer Abweichung von ca. 37 % der Umsatzanteil aus den in Leoben-Hinterberg produzierten Mengen reduziert. Weiters sind die projektabhängigen Umsätze im Servicegeschäft aufgrund der Beendigung einiger Aktivitäten in diesem Bereich stark zurückgegangen. Die Umsätze aus den in Fehring produzierten Mengen waren in Relation nur leicht rückläufig. Die in den asiatischen Tochtergesellschaften gefertigten Leiterplatten gewinnen durch die Verlagerung der Volumensproduktion nach Asien für die Umsatzerzielung der Konzernmuttergesellschaft AT&S immer mehr an Bedeutung.

Die geringe Auslastung der Produktionskapazitäten und die damit verbundene hohe anteilige Fixkostenbelastung wirkten sich insbesondere in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2009/10 negativ auf den Betriebserfolg aus. Weiters hat das Restrukturierungsprogramm am Standort Leoben-Hinterberg neben den damit verbundenen außerordentlichen Aufwendungen auch das laufende operative Ergebnis belastet. Letztlich konnte durch die umfassenden Restrukturierungsmaßnahmen des abgelaufenen und vorangegangenen Geschäftsjahres die Kapazitätsauslastung signifikant verbessert werden, wodurch der deutlich negative Betriebserfolg des ersten Halbjahres in der zweiten Geschäftsjahreshälfte ausgeglichen werden konnte. Gegenüber dem letzten Geschäftsjahr, das durch den Beginn der Wirtschaftskrise und eine schlechte Auslastung gekennzeichnet war, konnte der Betriebserfolg um EUR 25,4 Mio. verbessert werden und zeigt einen knapp positiven Wert.

Im Finanzergebnis führen im Geschäftsjahr 2009/10 Ausschüttungen der Tochterunternehmen, insbesondere der AT&S (China) Company Limited, sowie die Zuschreibung der eigenen

LAGEBERICHT

Anteile auf Basis des angestiegenen Börsekurswertes zu entsprechenden Erträgen. Das Nettoergebnis aus den derivativen Finanzinstrumenten war im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv. Letztlich zeigt der Finanzerfolg einen Nettoertrag in Höhe von EUR 20,7 Mio.

Auch in der Vermögensstruktur wird die steigende Bedeutung der Produktionsstandorte der asiatischen Tochtergesellschaften verdeutlicht. Die Finanzanlagen an verbundenen Unternehmen in Form von Beteiligungen und Ausleihungen betragen zum 31. März 2010 bereits über 65 % der Bilanzsumme.

Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31. März 2010 beträgt EUR 160,1 Mio. und reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 17,8 Mio. gemäß dem Jahresfehlbetrag und der im Geschäftsjahr 2009/10 vorgenommenen Gewinnausschüttung. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag von 37,6 % bedeutet eine leichte Reduktion gegenüber dem Vorjahreswert (39,3 %) und zeigt eine sehr gute Eigenkapitalausstattung.

Im Geschäftsjahr 2009/10 konnte die Nettoverschuldung der AT&S um EUR 25,1 Mio. auf EUR 147,7 Mio. reduziert werden. Die Nettoverschuldung errechnet sich aus der Anleihe und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie sonstigen Wertpapieren und Anteilen des Umlaufvermögens (ohne eigene Anteile). Der Nettoverschuldungsgrad, berechnet aus dem Verhältnis der Nettoverschuldung zu Eigenkapital, hat sich somit von 97 % im Vorjahr auf 92 % reduziert. Die Reduktion der Nettoverschuldung resultiert im Wesentlichen aus der Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die durch den positiven operativen Cashflow ermöglicht wurde.

Die Teilergebnisse der Geldflussrechnung zeigen im mehrjährigen Vergleich folgende Werte (berechnet gemäß Fachgutachten KFS/BW2 der österreichischen Kammer der Wirtschaftstreuhänder):

2009/10 2008/09 2007/08
TEUR TEUR TEUR
Netto-Geldfluss aus laufender
Geschäftstätigkeit 29.050 25.826 7.944
Netto-Geldfluss aus der Investitions
tätigkeit 1.024 -37.361 -58.850
Netto-Geldfluss aus der Finanzie
rungstätigkeit -22.757 10.865 50.749

Der im Geschäftsjahr 2009/10 weiter gesteigerte positive Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen auf die operative betriebliche Tätigkeit zurückzuführen, während im vergangenen Geschäftsjahr vorwiegend Dividendenzahlungen der Tochtergesellschaften zu dem positiven Wert führten.

Im Rahmen der Investitionstätigkeit der AT&S wurden im Geschäftsjahr 2009/10 insgesamt EUR 4,3 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände und in das Sachanlagevermögen investiert, weiters wurden Ausleihungen an Tochterunternehmen in Höhe von EUR 7,1 Mio. gewährt. Die Rückführungen von Ausleihungen und Einzahlungen aus Sachanlagenabgängen

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übersteigen die Auszahlungen und resultieren in einem positiven Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit.

Durch die Netto-Geldzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit und Investitionstätigkeit konnten die im Geschäftsjahr 2009/10 vorgenommene Ausschüttung bedient und die Bankverbindlichkeiten reduziert werden.

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 2009/10 in der AT&S 1.150 Mitarbeiter und damit um 461 Personen weniger als im Vorjahresdurchschnitt (2008/09: 1.611) tätig. Die Reduktion ist insbesondere auf die Kapazitätsanpassung am Standort Leoben-Hinterberg zurückzuführen. Es wurde ein Sozialplan vereinbart, der neben Abfertigungs- und Härteausgleichszahlungen die Einrichtung einer Arbeitsstiftung zur Finanzierung von Weiterbildungsprogrammen der ausgetretenen Mitarbeiter umfasste.

Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, stellen gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter einen wesentlichen Baustein dar. AT&S legt daher besonderen Wert auf internationale Aus- und Weiterbildungsprogramme. Auch in der Krise war die gezielte Weiterbildung für ausgewählte Mitarbeitergruppen ein wichtiger Erfolgsfaktor. Zur Nachwuchsförderung werden in Österreich Lehrlinge in sechs verschiedenen Berufsgruppen ausgebildet.

Das unternehmerische Denken und Handeln der Mitarbeiter fördert ein transparentes und leistungsorientiertes Vergütungssystem. Das Bonussystem basiert bis einschließlich Geschäftsjahr 2009/10 auf den Kenngrößen Economic Value Added und ROCE. Derzeit befindet sich eine Adaptierung des Bonussystems an geänderte Kriterien in Umsetzung.

Nachhaltiges Wirtschaften und der schonende Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen haben für die AT&S höchste Priorität. AT&S kombiniert die drei Faktoren Qualität – Umwelt – Mensch in einem integrierten Managementsystem. Dieses einheitliche Regelwerk basiert auf den internationalen Qualitätsnormen ISO 9001, ISO/TS 16949 (Qualitätsmanagement der Automobilindustrie), der Umweltnorm ISO 14001 sowie auf dem Standard OHSAS 18001 für den Bereich Sicherheit und Gesundheit. Regelmäßige interne Audits und Überprüfungen durch unabhängige Dritte bestätigten für das Geschäftsjahr 2009/10 die Einhaltung des Managementsystems.

Besonderes Anliegen sind Sicherheit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit der AT&S Mitarbeiter. Diesbezüglich durchgeführte Aktivitäten folgen dem Sicherheits- und Gesundheitsmanagement-Konzept der OHSAS 18001.

Zum Umweltschutz ist hervorzuheben, dass AT&S bereits im Geschäftsjahr 1996/97 als einer der ersten Leiterplattenhersteller das Umweltmanagement nach ISO 14001 eingeführt hat. Da AT&S weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus umweltschützende Maßnahmen setzt, wird das Unternehmen von Zertifizierungsstellen sogar als Vorreiter in Umweltfragen gesehen.

Die Reduktion bzw. Optimierung der eingesetzten Ressourcen und Materialien ist Teil der AT&S-Managementpolitik. Aktuelle Projekte betreffen die Reduzierung des Energiebedarfs

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bei Ätzanlagen sowie Recycling von Ätzlösungen und von Leiterplattenabfällen. Als wesentliche Rohstoffmaterialien wurden im Geschäftsjahr 2009/10 ca. 260 kg Gold, 385 Tonnen Kupfer und 3,5 Mio. Stück Laminate in den beiden Produktionsstandorten verbraucht. Der Energiebedarf unter Einbezug von Öl- und Gasverbrauch belief sich im Geschäftsjahr 2009/10 auf rund 75 Mio. kWh.

3. Bedeutende Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres

Anfang Mai 2010 hat der Vorstand beschlossen, nach den bisher bereits durchgeführten Kosteneinsparungsprogrammen und dem damit verbundenen Personalabbau weitere Anpassungen in der Verwaltungsstruktur vorzunehmen. Es sollen internationale und regionale Strukturen teilweise zusammengelegt und damit Synergien erschlossen werden. Zu diesem Zweck wurde die Entscheidung getroffen, den Standort Wien, an welchem bisher wesentliche Konzernfunktionen im Sinne eines Headquarters wahrgenommen wurden, mit Kalenderjahresende 2010 zu schließen und einzelne Funktionen an andere Standorte der AT&S bzw. deren Tochtergesellschaften zu verlagern. Die Rolle des Headquarters für den AT&S-Konzern wird seit diesem Vorstandsbeschluss dem Sitz der Gesellschaft und Produktionsstandort Leoben-Hinterberg zugeordnet.

4. Tochterunternehmen und Repräsentanzen

  • Um den steigenden Kapazitätsanforderungen und der Verlagerung der Massenproduktion im höchsten Technologiesegment gerecht zu werden, wurden bei der 100%-Tochter AT&S (China) Company Limited bereits im Laufe des vorherigen Geschäftsjahres zusätzliche Kapazitäten aufgebaut und die dritte Ausbaustufe in Betrieb genommen. Dadurch standen im gesamten Geschäftsjahr 2009/10 in Shanghai erhöhte Kapazitäten zur Verfügung und es wurden darüber hinaus zusätzliche Maschinen zur Optimierung der Gesamtauslastung und Beseitigung von Produktionsengpässen installiert. Gegen Ende des Geschäftsjahres wurde die Investition in eine weitere Produktionslinie beschlossen.
  • Bei der AT&S Korea Co., Ltd. ist trotz der gesamtwirtschaftlichen Situation und der besonderen Herausforderungen im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Stabilisierung erkennbar. Nach den erfolgreich umgesetzten umfassenden Maßnahmen der vergangenen Jahre zur Performanceverbesserung wurde im Geschäftsjahr 2009/10 verstärkt an Optimierungen der Kunden- und Kostenstruktur gearbeitet. Durch die verbesserte Kostenbasis und Finanzierungsstruktur konnte das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr signifikant verbessert werden. Die laufende Verbesserung der Kundenstruktur soll in weiterer Folge zu den gewünschten nachhaltigen Erträgen führen.
  • Bei der AT&S India Private Limited befindet sich die Errichtung einer zweiten Produktionsstätte in Umsetzung. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2009/10 wurden zunächst das Gebäude mit Infrastruktur sowie einzelne Produktionseinheiten zur Verbesserung der Performance des bestehenden Werks fertiggestellt. Aufgrund der verstärkten Nachfrage erfolgt seit Ende des Geschäftsjahres der Komplettausbau des zweiten Werks, wobei bereits im

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Herbst 2010 die Produktion anlaufen und bis Geschäftsjahresende 2010/11 Vollbetrieb erreicht sein soll.

5. Kapitalanteilsstruktur und Angaben zu Gesellschafterrechten

Zum Bilanzstichtag per 31. März 2010 beträgt das gezeichnete Kapital der Gesellschaft EUR 28.490.000 und besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,1 pro Aktie. Das Stimmrecht in der Hauptversammlung wird nach Stückaktien ausgeübt, wobei je eine Stückaktie das Recht auf eine Stimme gewährt. Sämtliche Aktien lauten auf Inhaber.

Die maßgeblichen Beteiligungen an der AT&S zum Bilanzstichtag stellen sich wie folgt dar:

Aktien % Kapital % Stimmrechte
Dörflinger Privatstiftung:
Franz-Josefs-Kai 5
A-1010 Wien
4.574.688 17,66 % 19,61 %
Androsch Privatstiftung:
Franz-Josefs-Kai 5
A-1010 Wien
5.570.666 21,51 % 23,89 %

Zum Bilanzstichtag werden 2.577.412 Stück eigene Aktien gehalten. Die zuletzt am 3. Juli 2008 beschlossene Ermächtigung des Vorstands, bis zu 10 % des Grundkapitals der AT&S AG am Markt binnen 30 Monaten zurückzukaufen, läuft somit bis 2. Jänner 2011. Die eigenen Aktien können zur Bedienung des Stock-Option-Plans der Gesellschaft verwendet oder auch veräußert werden.

Bis zum 4. Juli 2010 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu EUR 12.430.000 durch Ausgabe von bis zu 11.300.000 nennbetragslosen Inhaberstückaktien unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes zu erhöhen.

Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand auch bis zum 4. Juli 2010 bei Bedarf unter Ausschluss des Bezugsrechtes Wandelschuldverschreibungen von bis zu EUR 100.000.000 ausgeben. Zur Gewährung von Bezugs- oder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu EUR 12.430.000 durch die Ausgabe von bis zu 11.300.000 neuen Inhaberaktien zu erhöhen.

Weiterführend wird auf die Erläuterungen unter Punkt 4.5. "Eigenkapital" im Anhang zum Jahresabschluss verwiesen.

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6. Forschung und Entwicklung

Innerhalb der AT&S ist der Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) die treibende Kraft bei der Identifizierung neuer technologischer Verbindungslösungen. Einerseits umfasst dies die Optimierung aktueller Verfahren und Materialien bis hin zu deren Einführung in die Produktion, andererseits werden auch innovative Technologien zur Revolutionierung der Herstellung von Leiterplatten identifiziert und selbst entwickelt.

AT&S verfügt über einen zweistufigen Innovationsprozess. In den Forschungseinrichtungen des auch technologischen Headquarters Leoben-Hinterberg werden die Entwicklungen in den Bereichen Materialien, Prozesse und Applikationen bis zu dem Punkt durchgeführt, an dem die prinzipielle Machbarkeit der Technologie erreicht ist. Dieser Tätigkeitsbereich umfasst somit die Angewandte Forschung und Technologieevaluierung. Anschließend ist es Aufgabe der lokalen Abteilung für Technologieentwicklung und Implementierung in den Werken, die Prozesse und Produkte mittels experimenteller Entwicklung weiterzuentwickeln und neue Prozesse in den bestehenden Produktionsablauf zu integrieren, sodass mit einer massenproduktionstauglichen Ausbeute produziert werden kann.

Um auch künftig technologisch an der Weltspitze zu bleiben, arbeitet die AT&S mit zahlreichen externen Partnern zusammen. Einerseits werden kundenseitig Anforderungen und Ideen für zukünftige Produkte mitgeteilt, andererseits leitet AT&S aus zukünftigen Applikationen neue Techniken ab, wie etwa die Embedding Component Packaging Technologie (ECP® Technologie). Je nach Bedarf werden zusätzlich zu den eigenen Ressourcen auch Kooperationen mit Forschungseinrichtungen oder Lieferanten eingegangen.

Die Forschungsaktivitäten im Geschäftsjahr 2009/10 können in vier Projektpakete zusammengefasst werden:

Im Bereich "High-End-HDI" verfolgt AT&S eine Reihe von Weiterentwicklungsprojekten, wie feinere Leiterzugsgeometrien zur weiteren Miniaturisierung oder die Entwicklung neuer Produktionsprozesse zur Herstellung neuer Produkte sowie, um bestehende Prozesse durch preisgünstigere Alternativen zu ersetzen.

"Made in Austria" betrifft eine Vielzahl von Projekten, um die Leiterplattenfertigung flexibler und effektiver zu gestalten und somit unter anderem in den österreichischen Werken kleinere Volumina und komplexere Produkte wettbewerbsfähig produzieren zu können. Beispielsweise können durch die 2.5DTM Technologie massive Prozessvereinfachungen erreicht werden. Das Forschungsprojekt Thermal Management hat zum Ziel, thermische Energien aus der Leiterplatte auch über die Leiterplatte abzuführen, um Performance und Lebensdauer der Leiterplatte selbst sowie der Bauteile zu verlängern. Weiters wird an den Möglichkeiten zum Einsatz von Ink-Jet-Druck im Unterschied zum derzeit standardmäßig verwendeten Siebdruck geforscht.

Die "Embedded Component Packaging Technology" soll ermöglichen, aktive und passive elektronische Bauteile in das Innere einer Leiterplatte einzubetten. Unter anderem wird in dem von der AT&S geleiteten und von der EU geförderten Hermes-Forschungsprojekt mit zehn weiteren prominenten Unternehmen aus verschiedensten Stufen der Wertschöpfungskette an

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einem Industriestandard für serientaugliche Einbettung von Chips in das Leiterplatteninnere gearbeitet.

In dem Projektpaket "Photovoltaik" werden Synergien der Prozesse zur Herstellung von Leiterplatten und der Herstellung von Photovoltaikpanelen genutzt, um ein technologisch neues Produkt herzustellen. AT&S fokussiert dabei auf die Entwicklung und Produktion von energieeffizienteren, rückseitenkontaktierten Photovoltaikpanelen.

Die Gesamtaufwendungen für Forschung & Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr 2009/10 auf rund EUR 14 Mio.

7. Wesentliche Risiken, Ungewissheiten und Chancen

Die Risiken, Ungewissheiten und Chancen von AT&S sind grundsätzlich von den weltweiten Entwicklungen am Leiterplattenmarkt geprägt.

Markt- und technologieseitig ist zu beobachten, dass der für AT&S bedeutende Bereich Mobile Devices zunehmend in ein Low-Cost-Segment und ein hochtechnologisches High-End-Segment (z.B. für Smartphones) unterteilt werden muss. In dem gesamten Geschäftsfeld Mobile Devices wird sich AT&S unter expansiver Nutzung der Produktionskapazitäten in den Tochtergesellschaften verstärkt auf das High-End-Segment konzentrieren und sich für diese Kunden als Leiterplatten-Universalanbieter positionieren.

Auch am Industrial-Markt wird nach dem Einbruch im abgelaufenen Jahr im folgenden Geschäftsjahr ein kräftiges Wachstum erwartet. Durch die starke Positionierung in Europa ist der Umsatzrückgang der AT&S in diesem Bereich im abgelaufenen Geschäftsjahr relativ gering ausgefallen. Durch die Marktbereinigung der Leiterplattenproduzenten ist die AT&S nunmehr deutlich größter Leiterplattenlieferant in Europa und es werden zusätzliche Möglichkeiten im Industriecomputer-Geschäft und Medical-Bereich gesehen.

Im Geschäftsfeld Automotive soll zusätzliches Wachstum in Europa durch intensivere Vertriebsaktivitäten generiert werden. Weiters besteht die Herausforderung und Chance, das heute primär europäische Geschäft gemeinsam mit den Tochtergesellschaften auf globales Niveau zu heben.

Als Vorteil gegenüber dem Mitbewerb werden die starke Kapitalausstattung, die technologische Spitzenposition und die Positionierung von AT&S durch die Kombination der im Konzern verfügbaren Standorte in Österreich und in Asien gesehen. Der europäische Markt kann durch schnelle Produktion und Lieferzeiten der österreichischen Werke sowie kostenvorteilhafte Produktionskapazitäten in Asien bedient werden. Für den globalen Markt besteht langjährige Erfahrung in der HDI-Technologie und das Werk in Shanghai ist nicht nur das größte Werk der AT&S-Gruppe, sondern überhaupt das größte auf HDI-Technologie spezialisierte Werk Chinas.

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Finanzrisiken

Das Risikomanagement erfolgt durch das zentrale Treasury entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Richtlinien. Diese detaillierten, internen Richtlinien regeln die Zuständigkeiten, Handlungsparameter und Limite. Das Treasury identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten der AT&S. Der Vorstand gibt sowohl für das bereichsübergreifende Risikomanagement als auch für bestimmte Bereiche, wie z.B. den Umgang mit dem Fremdwährungsrisiko, das Zins- und Kreditrisiko, den Einsatz derivativer und nicht derivativer Finanzinstrumente sowie die Investition von Liquiditätsüberschüssen, Richtlinien vor. Das Risikomanagement der Finanzrisiken ist in das konzernweite Risikomanagementsystem integriert und somit Bestandteil der zeitnahen Berichterstattung an Führungskräfte, Vorstand und Aufsichtsrat.

Derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte, Optionen und Swaps werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Es wird auf die detaillierten Angaben unter Punkt 4.12. "Derivative Finanzinstrumente" im Anhang zum Jahresabschluss verwiesen.

Liquiditätsrisiken

Die AT&S verfügt über Liquiditätsreserven in Höhe von EUR 85,4 Mio. Davon entfallen auf liquide Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) und sonstige Wertpapiere und Anteile EUR 21,4 Mio. sowie EUR 64,0 Mio. auf bestehende, nicht ausgenützte Finanzierungsrahmen.

Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 11.300.000 neue Aktien aus genehmigtem Kapital zu emittieren sowie Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000 auszugeben, weiters die eigenen Anteile (zum Bilanzstichtag hält die AT&S 2.577.412 eigene Aktien) zu veräußern.

Die AT&S verfügt über einen deutlich positiven Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit. Neben den Nettozuflüssen aus der operativen betrieblichen Tätigkeit besteht die Möglichkeit, jährlich Ausschüttungen insbesondere aus der ertragreichen Tochtergesellschaft AT&S (China) Company Limited vorzunehmen.

Marktrisiken

Zinsänderungsrisiken

Aktivseitig bestehen geringe Zinsänderungsrisiken im Wertpapiervermögen. Sonstige Liquiditätsbestände werden überwiegend kurzfristig veranlagt, und der gesamte Wertpapierbestand ist jederzeit veräußerbar.

Passivseitig sind zum Bilanzstichtag 78 % des Gesamtbetrages aus Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unter Berücksichtigung der Zinssicherungsinstrumente fix

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verzinst. Die verbleibenden variabel verzinsten Kredite (22 %) weisen großteils eine Laufzeit von unter einem Jahr auf.

Währungsrisiken

Zur Absicherung der Währungsrisiken wird eine laufende Überwachung aller währungsrelevanten Risiken durchgeführt. Innerhalb der AT&S erfolgt die Kurssicherung von Transaktionsrisiken zunächst durch Schließen von Positionen (Netting), für offene Positionen werden bei Bedarf derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Evaluierung der Marktrisiken durch VAR

Die AT&S setzt zur Quantifizierung der Zins- und Währungsrisiken das Value-at-Risk-Konzept (VAR) ein. VAR ist ein Maß für das Marktpreisrisiko und zeigt den höchstmöglichen Verlust, der über einen bestimmten Zeitraum eintreten kann. Dabei werden die Korrelationen der verschiedenen Risikoelemente zueinander berücksichtigt.

Zusätzlich wird in einer so genannten GAP-Analyse der mögliche Verlust durch eine 1 %ige Preisänderung (Wechselkurs und Zinsen), bezogen auf die Fremdwährungs- bzw. Zinsnettoposition, ermittelt. Dabei werden keine Korrelationen der verschiedenen Risikoelemente zueinander berücksichtigt.

Kreditrisiko

Im Rahmen des starken Wachstums der vergangenen Jahre hat die AT&S intensive und langfristige Partnerschaften mit Schlüsselkunden aufgebaut, die zu einer gewissen Konzentration auf Kundenseite geführt haben. Um diesem potenziellen Risiko entgegenzuwirken, forciert AT&S die weitere Diversifikation im Kunden-, Branchen- und Produkt-Mix und konzentriert sich neben dem Bereich Telekommunikation zunehmend auch auf die Bereiche Automobil und Industrie. Um das bestehende Kundenportfolio weiter zu verbreitern, werden verstärkt Akzente in der Neukundengewinnung gesetzt und die Vertriebsstruktur entsprechend den Markterfordernissen weiterentwickelt.

Ein wesentlicher Anteil der Umsatzerlöse der AT&S entfiel im Geschäftsjahr 2009/10 mittelbar auf zwei im Bereich Mobile Devices tätige multinationale Konzerne. Die Forderungen gegenüber diesen Kunden betreffen zum 31. März 2010 lediglich 3 % der gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31. März 2009: 24 %). Aufgrund der vorwiegenden Lieferung an Auftragsfertiger (CEM – Contract Electronic Manufacturer) der mittelbaren Kunden besteht bei den Forderungen eine vergleichweise breite Streuung. So beträgt der höchste Anteil von Forderungen eines direkten Vertragspartners 25 % der gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Generell basiert die Kontrolle des Kreditrisikos auf einer laufenden Bonitätsprüfung und auf dem Abschluss von Kreditversicherungen für die einzelnen Kunden.

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8. Internes Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf das Rechnungswesen

Die AT&S hat sich einen Ethik- und Verhaltenskodex auferlegt, der beschreibt, wie AT&S ihre Geschäfte auf ethische und sozialverantwortliche Weise führt. Diese Richtlinien gelten für alle Aktivitäten der AT&S-Gruppe weltweit, wobei jeder Mitarbeiter verantwortlich ist, sich bei der Ausübung seines Berufes und der täglichen Arbeit ausnahmslos an diesen Kodex zu halten.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und Risikomanagement ist integrierter Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. In Anlehnung an das Rahmenkonzept von COSO (The Committee of Sponsoring Organization of the Treadway Commission) werden unter dem Begriff des unternehmensweiten Risikomanagements das eigentliche Risikomanagement sowie das interne Kontrollsystem (IKS) subsumiert. Die wesentlichen Merkmale des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie der internen Revision in der AT&S sind in einem konzernweiten Risikomanagement- und Revisionshandbuch festgehalten.

Das Risiko- und Chancenmanagement-System enthält in dem auf Konzernebene definierten Risikokatalog neben den Finanzrisiken weitere Risikokategorien, die sich insbesondere auf strategische Risiken, Markt- und Beschaffungsrisiken, Umfeldrisiken und operative sowie Organisationsrisiken beziehen. Der Risikokatalog, der einen Orientierungsrahmen für die Unternehmensbereiche bei der Risikoidentifikation darstellt, wird dynamisch an die sich verändernde Unternehmenssituation angepasst. Wichtigste Zielsetzung des konzernweiten Risiko- und Chancenmanagements ist die Optimierung der Gesamtrisikoposition bei gleichzeitiger Nutzung der sich bietenden Chancen. Es erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an die Führungs- und Aufsichtsgremien.

In organisatorischer Hinsicht ist direkt beim Vorstand eine Stabstelle eingerichtet, die sowohl die konzernweite Koordination des Risikomanagements und internen Kontrollsystems als auch die Tätigkeiten der internen Revision wahrnimmt bzw. leitet. Gemäß Geschäftsordnung für den Vorstand ist die Stabstelle dem Finanzvorstand (CFO) unterstellt. Die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, der internen Revision und des Risikomanagementsystems sowie die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sind unter anderem besondere Aufgabenbereiche des Prüfungsausschusses des Aufsichtrats. Neben der Einbindung des Prüfungsausschusses in den Rechnungslegungsprozess bei der Quartalsberichterstattung erfolgt daher eine regelmäßige Berichterstattung über Risikomanagement und Tätigkeiten der internen Revision an den Prüfungsausschuss (Risiko- und Revisionsbericht). Der Prüfungsausschuss berichtet wiederum an die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats.

Die Führungskräfte der AT&S sind als Risikoverantwortliche für die Identifikation, Analyse, Steuerung und Überwachung der Risiken in ihrem jeweiligen Bereich zuständig. Die lokale Werksleitung ist darüber hinaus für die Umsetzung des Risikomanagementprozesses in ihren Zuständigkeitsbereichen verantwortlich. Risikomanagment-Koordinatoren in der AT&S und deren Tochtergesellschaften unterstützen bei der Erfassung und Weiterleitung der Risikoinformationen. Im Sinne einer effizienten Ausgestaltung entsprechend der Unternehmensgröße ist die organisatorische Betreuung des internen Kontrollsystems analog ausgestaltet.

LAGEBERICHT

Auf Basis der im Management Manual dokumentierten Geschäftsprozesse werden von den Prozessverantwortlichen für jeden Haupt- bzw. Teilprozess die jeweiligen Risiken beschrieben und bewertet. Bei der Risikoeinschätzung sind grundsätzlich alle potenziell negativen Faktoren, die die Zielerreichung einer Organisation bzw. eines Prozesses gefährden, vom Prozesseigentümer zu dokumentieren. Die Kontrollziele für die Finanzberichterstattung werden von den bestehenden Risiken abgeleitet und den Kategorien Existenz (nur tatsächlich vorhandene und genehmigte Geschäftsvorfälle werden verarbeitet), Eintritt/Periodenabgrenzung (Abbildung der Geschäftsvorfälle in richtiger Periode oder zeitnahe Verarbeitung), Vollständigkeit (Geschäftsvorfälle, Vermögen und Schulden werden vollständig erfasst), Bewertung (Geschäftsvorfälle wurden mit angemessenen Bewertungsmethoden oder richtig berechnet), Rechte & Pflichten (Das Unternehmen hat das wirtschaftliche Eigentum über die Vermögenswerte und Schulden sind tatsächlich Verpflichtungen des Unternehmens), Darstellung & Offenlegung (Ausweis im Jahresabschluss und anderen Berichten), Richtigkeit der Geschäftsvorfälle/Daten und Zugangsbeschränkung (Zugang zu IT-Systemen ist auf die Prozessverantwortlichen beschränkt) zugeordnet.

Die Dokumentation der internen Kontrollen (Geschäftsprozesse, Risiken, Kontrollmaßnahmen und Verantwortliche) erfolgt grundsätzlich in Form von Kontrollmatrizen, die in einer zentralen Management-Datenbank archiviert werden. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem beinhaltet dabei die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung im Sinne der beschriebenen Kontrollziele für die Finanzberichterstattung.

Die Prozesse der Rechnungslegung sind in gesonderten Verfahrensanweisungen dokumentiert. Nach Möglichkeit sind diese konzernweit einheitlich ausgestaltet und werden in einem standardisierten Dokumentationsformat abgebildet. Aus den spezifischen österreichischen Regelungen resultieren zusätzlich Anforderungen an die Rechnungslegungsprozesse. Die Grundlagen der Rechnungslegung und Berichterstattung sind in den Prozessbeschreibungen und weiters in ausführlichen Verfahrensanweisungen dokumentiert, die auch in einem zentralen Management Manual archiviert sind. Darüber hinaus werden Arbeitsbehelfe zu Bewertungsläufen, Bilanzierungsvorgängen und organisatorischen Erfordernissen im Zusammenhang mit den Rechnungslegungs- und Jahresabschlussprozessen erstellt und laufend aktualisiert. Die Terminplanungen erfolgen im Einklang mit den Konzernerfordernissen.

Die Steuerung der Prozesse zu Rechnungslegung und Lageberichterstellung erfolgen bei der AT&S durch den Bereich Accounting Austria/Group Finance, der dem Finanzvorstand unterstellt ist. Aufgrund der gesellschaftsrechtlichen Struktur, wonach die AT&S sowohl über produzierende Werke als auch wesentliche Beteiligungen verfügt und somit Holding- bzw. Gruppenfunktionen wahrnimmt, resultiert eine integrierte organisatorische Ausgestaltung im Finanz- und Rechnungswesenbereich. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Jahresabschluss und sonstiger Berichtserfordernisse analysiert.

Die Erfassung, laufende Verbuchung und Bilanzierung der Geschäftsfälle erfolgt mit einer einheitlichen und zentralen Softwarelösung von SAP. Die einzelnen Geschäftsfälle und Bewertungen können jeweils sowohl gemäß den konzerneinheitlichen IFRS als auch gemäß den

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lokalen Rechnungslegungsvorschriften verbucht werden, um diesen unterschiedlichen Anforderungen zu entsprechen.

Die interne Finanzberichterstattung erfolgt monatlich als Bestandteil der Konzernberichterstattung, wobei die Finanzinformationen durch die Organisationseinheit Group Accounting (ebenfalls Teilbereich von Group Finance) überprüft und analysiert werden. Die monatliche Soll-Ist-Abweichung mit entsprechender Kommentierung der Werksergebnisse sowie des Gesellschaftsergebnisses wird intern an die Führungskräfte und an die Mitglieder des Aufsichtsrats berichtet.

Die jährliche Budgeterstellung erfolgt durch die Organisationseinheit Controlling Austria in Zusammenarbeit mit Group Controlling, wobei dieser Bereich ebenfalls dem Finanzvorstand unterstellt ist. Auf Basis der Quartalsergebnisse und aktuellen Planungsinformationen werden unterjährig quartalsweise Vorschaurechnungen (Forecasts) für das verbleibende Geschäftsjahr erstellt. Die Vorschaurechnungen mit Kommentierung zum Budgetvergleich und Darstellungen zur Auswirkung von Chancen und Risiken bis Geschäftsjahresende werden an den Aufsichtsrat berichtet. Neben der regelmäßigen Berichterstattung werden Mehrjahresplanungen, projektbezogene Finanzinformationen oder Berechnungen über Investitionsvorhaben aufbereitet und an den Aufsichtsrat übermittelt.

Die Überwachung des gesamten internen Kontrollsystems und somit auch im Hinblick auf das Rechnungswesen und die Finanzberichterstattung erfolgt durch die prozessunabhängige Stabstelle Interne Revision, die dem Finanzvorstand unterstellt ist. Der Wirkungsbereich der internen Revision umfasst alle Funktionsbereiche und Gesellschaften des AT&S-Konzerns, somit neben der AT&S auch deren Tochtergesellschaften. Die Erteilung von Prüfungsaufträgen und die Behandlung der Prüfungsergebnisse obliegen dem Gesamtvorstand. Die Prüfungsaufträge werden durch Genehmigung des zumindest jährlich erstellten Revisionsplanes oder als Sonderauftrag durch den Vorstand erteilt. Der Revisionsplan sowie die Ergebnisse aus den internen Prüfungen werden unternehmensseitig an den Prüfungsausschuss berichtet.

9. Ausblick

Analysen gehen davon aus, dass die weltweiten Umsätze der Leiterplattenindustrie im Jahr 2010 in US-Dollar gemessen um rund 9 % steigen werden. Dabei wird der Markt in Asien sowohl produktionsseitig als auch nachfrageseitig voraussichtlich am stärksten wachsen und das Geschäft in Europa sollte stabil bleiben. Für die Verkaufszahlen der Telefone im High-End-Segment werden gemäß Analystenmeinungen in den nächsten Jahren sogar durchschnittliche jährliche Wachstumsraten von 20 % erwartet. Auch für die Nachfrage nach hochkomplexen Leiterplatten für sonstige Produkte im Bereich Mobile Devices sowie in den Bereichen Industrial und Automotive wird eine starke Steigerung erwartet.

Um das erwartete Wachstum in den Geschäftsfeldern der AT&S ausreichend bedienen zu können, werden die Produktionskapazitäten vor allem in den Tochtergesellschaften der AT&S ausgebaut. Für das folgende Geschäftsjahr 2010/11 sind Investitionen in der AT&S (China) Company Limited von rund EUR 55 Mio. zur Erweiterung der Kapazitäten für die Volu-

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mensproduktion von HDI-Leiterplatten und in der AT&S India Private Limited von rund EUR 10 Mio. zur Fertigstellung des zweiten Werks vorgesehen. Zur Stärkung des Standortes Leoben-Hinterberg als Technologiezentrum der AT&S und für Innovationen an den österreichischen Standorten der AT&S sowie deren Tochtergesellschaft AT&S Klagenfurt Leiterplatten GmbH sind ebenfalls rund EUR 10 Mio. vorgesehen.

Mit den zusätzlichen Kapazitäten erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2010/11 einen Umsatz von rund EUR 330 Mio. und somit eine Steigerung von rund 24 % gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Anteil der in den Tochtergesellschaften produzierten Leiterplatten wird sich erwartungsgemäß überproportional entwickeln, da der prognostizierte Umsatzanstieg vor allem auf die in Asien produzierten Mengen zurückzuführen ist. Die Profitabilität wird im ersten Halbjahr noch durch einige für das Werk in Indien vorgesehene und bis zur Fertigstellung des Werks vorübergehend noch in Leoben-Hinterberg gefertigte Aufträge belastet sein. Für das gesamte Geschäftsjahr 2010/11 wird ein im Wesentlichen ausgeglichener Betriebserfolg und auf Basis möglicher Ausschüttungen aus den Tochtergesellschaften ein positiver Jahresüberschuss erwartet.

Leoben-Hinterberg, am 10. Mai 2010

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h.

Dkfm. Steen Ejlskov Hansen e.h.

Ing. Heinz Moitzi e.h.

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, Leoben-Hinterberg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis 31. März 2010 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2010, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2010 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2010 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis zum 31. März 2010 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 10. Mai 2010

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Dr. Aslan Milla Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Leoben-Hinterberg, am 10. Mai 2010

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Vorstandsvorsitzender

Dkfm. Steen Ejlskov Hansen e.h. Finanzvorstand

Ing. Heinz Moitzi e.h. Technikvorstand

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