Annual Report • Feb 11, 2009
Annual Report
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HYBRID GROWTH by Birgit Knoechl
| Quartal 1– 3 | Quartal 1– 3 | |
|---|---|---|
| (in € Mio., Gewinn pro Aktie in €) | 2008/09 | 2007/08 |
| Gesamterlöse | 351,4 | 368,3 |
| Bruttogewinn | 59,2 | 67,6 |
| Bruttogewinnmarge | 16,8 % | 18,3 % |
| EBIT (Betriebsergebnis) | 2,3 | 33,8 |
| EBIT-Marge | 0,7 % | 9,2 % |
| EBITDA | 43,9 | 60,1 |
| EBITDA-Marge | 12,5 % | 16,3 % |
| Periodenüberschuss | -4,9 | 33,3 |
| Gewinn/Aktie *) | -0,20 | 1,46 |
| Bilanzsumme | 545,7 | 513,7 |
| CAPEX, netto | 47,1 | 83,3 |
| Eigenmittelquote | 44,1 % | 45,0 % |
| Nettoverschuldung | 189,6 | 157,2 |
| Verschuldungsgrad | 78,8 % | 68,0 % |
| ROE **) | -2,7 % | 20,2 % |
| Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter) | 6.374 | 6.452 |
*) Berechnet auf Basis des gewogenen Mittelwertes der im Umlauf befindlichen Aktien von 23.322.588
per 31. Dezember 2008 und 23.405.141 per 31. Dezember 2007 gemäß IFRS-Vorschriften. **)Berechnet auf Basis des durchschnittlichen Eigenkapitals in der Periode, annualisiert.
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
wir durchleben herausfordernde Zeiten. Ausgelöst wurde die derzeitige makroökonomische Situation von einer Immobilienkrise in den USA. In Jahren niedriger Zinsen vergaben US-Banken Kredite, ohne ausreichend auf die Bonität der Kreditnehmer zu achten. Als die Zinsen anstiegen, konnten viele Menschen ihren Kreditverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Die US-Banken kämpften somit mit massiven Forderungsausfällen. Da Kredite und Kreditrisiken heutzutage oft nicht bei einer Bank verbleiben, sondern verbrieft und weltweit gehandelt werden, waren die Auswirkungen bald weltweit spürbar.
Heute ist klar, dass die Immobilienkrise aber nur die erste Spekulationsblase war, die geplatzt ist. Fehleinschätzungen von Rating-Agenturen, falsche Incentivierungen und die sehr stark über Verschuldung getriebene wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre haben im Zusammenhang mit einer verstärkten Anwendung von Mark-to-Market-Bewertungsmethoden zu außergewöhnlich schnellen und starken Preisanstiegen in allen Asset-Klassen geführt. Diese durch neue Bilanzierungsregeln in die Unternehmenswelt gebrachten Bewertungserfordernisse ebenso wie die für Banken gültigen Basel-II-Regelungen wirken trendverstärkend – wie wir nunmehr feststellen müssen in beide Richtungen!
Spätestens nach den ersten Bankinsolvenzen und -verstaatlichungen nahm das Misstrauen unter den Finanzinstituten global zu. Dies führte dazu, dass Banken einander kaum noch Geld borgten und somit auch Neukredite an Unternehmen und Private äußerst restriktiv vergeben wurden. Fallende Assetpreise und restriktivere Kreditvergaben haben mittlerweile weltweit negative Auswirkungen auf das Konsum- und Investitionsverhalten. Dadurch gehen auch die Umsätze und Gewinne der Unternehmen zurück, worauf diese mit massiven Kostenreduktionen und Maßnahmen zum Personalabbau reagieren. Aus einer lokalen Immobilienkrise wurde eine weltweite Liquiditäts-, Nachfrageund mittlerweile Bonitätskrise.
Für AT&S war schon im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erkennbar, dass sich das realwirtschaftliche Umfeld eintrüben würde. In den darauf folgenden drei Monaten konnten wir dennoch ein gutes Ergebnis erzielen. Im dritten Quartal war Mitte November plötzlich ein scharfer Rückgang der Kundenaufträge zu verzeichnen. In der Regel zählt dieser Monat zu den stärksten im Geschäftsjahr der AT&S, bevor mit Dezember ein Abflauen der Nachfrage aufgrund der anstehenden Weihnachtsfeiertage eintritt. Anstatt Vollauslastung bedeutete das für November eine Unterauslastung, die sich im Dezember weiter verschärfte und – aufgrund der hohen Fixkosten – die Profitabilität des Unternehmens belastete. Dazu kamen signifikante Einmaleffekte.
Bereits in den letzten Jahren war ein Abwandern von Volumsaufträgen nach Asien zu beobachten. Diese Entwicklung wurde durch den schwachen US-Dollar, an dem sich viele asiatische Währungen orientieren, nochmals verstärkt. Alleine durch diesen Währungseffekt sanken die Produktionskosten in Asien gegenüber Österreich signifikant. Die Abwanderungstendenz zu asiatischen Standorten hatte mittlerweile einen Grad erreicht, der Kapazitätsanpassungen am österreichischen Standort Leoben-Hinterberg erforderlich machte. Die Produktionskapazitäten – gemessen in produzierter Leiterplatten-Fläche – wurden von 215.000 m² auf 130.000 m² reduziert. Einige der nicht mehr nutzbaren Maschinen werden im neuen Werk in Indien zum Einsatz kommen und die dortige Investitionssumme um etwa EUR 7,4 Mio. reduzieren. Im Zuge des Restrukturierungsprozesses werden zudem rund 293 eigene Mitarbeiter und 159 Leiharbeiter abgebaut. Der Mitarbeiterstand wird nach Abschluss der Restrukturierung rund 900 Personen betragen. Die mit diesen Maßnahmen verbundenen Kosten schlagen sich im dritten Quartal mit EUR 20,2 Mio. zu Buche, wobei rund die Hälfte dieses Betrages zahlungswirksam ist.
Trotz eines im Monat Oktober erstmalig auf EBIT-Basis positiven Ergebnisses und einer grundsätzlich positiven Einschätzung der Entwicklung der AT&S Korea musste der Geschäftsplan für diese Gesellschaft aufgrund des gesamtwirtschaftlichen Umfelds angepasst werden. Dies führte zu einer Firmenwertabschreibung in Höhe von EUR 5,6 Mio. Darüber hinaus wurden in diesem Zusammenhang Verlustvorträge in Höhe von EUR 1,4 Mio. abgeschrieben.
Es zeugt von der starken operativen Performance der AT&S, dass trotz der beträchtlichen Einmalbelastungen nach neun Monaten ein positives EBIT erzielt werden konnte. Bereinigt um die Einmaleffekte konnten wir über diesen Zeitraum äußerst solide Ergebnisse erwirtschaften:
Im dritten Quartal konnte ein um Einmaleffekte bereinigtes EBIT von EUR 7,5 Mio. erwirtschaftet werden, was einer EBIT-Marge von 6,4 % entspricht. Das bereinigte EBITDA betrug EUR 19,2 Mio., die EBITDA-Marge 16,4 %. Das bereinigte Konzernergebnis belief sich auf EUR 3,7 Mio., was in weiterer Folge einen Gewinn pro Aktie von EUR 0,17 bedeutet.
Auch AT&S spürt die Folgen der Wirtschaftskrise. Die globale Nachfrage nach Leiterplatten wird 2009 deutlich sinken, und es ist zu erwarten, dass der Preisdruck in einigen Bereichen zunehmen wird. Das Management ist sich bewusst, dass es nun verstärkt zwei Stoßrichtungen zu verfolgen gilt: einerseits striktestes Kostenmanagement, andererseits intensivierten Kampf um profitable Kundenaufträge.
Gruppenweit und alle Unternehmensebenen einschließend, wurde bereits ein umfangreiches Kostenreduktionsprogramm initiiert. Die Restrukturierung am Standort Leoben-Hinterberg wird die Kostenbasis ebenfalls deutlich senken. Die Investitionen (CAPEX) im folgenden Geschäftsjahr werden äußerst vorsichtig vorgenommen. In China und Indien werden uns ausreichend Gebäude und Infrastruktur zur Verfügung stehen, sodass wir, sollte es die Kundennachfrage erfordern, sehr schnell wieder Kapazitäten aufbauen können.
AT&S ist ein technologisch führendes Unternehmen in der Leiterplattenindustrie. Trotz der Wirtschaftskrise ist diese Position weiter auszubauen. Wir treiben die Entwicklung innovativer Starrflex-Leiterplatten-Technologien voran und arbeiten intensiv an der Industrialisierung der Einbettung von Chips in das Innere der Leiterplatte (Embedding). Zu diesem Zweck initiierte AT&S das von der EU geförderte Projekt "Hermes", im Rahmen dessen – zusammen mit namhaften internationalen Partnern aus der Industrie, der Automobilbranche und dem Bereich Luftfahrt – an der Industrialisierung der Embedding-Technologie gearbeitet wird.
Trotz einer stetigen Marktkonsolidierung ist die Leiterplattenindustrie in Europa mit mehr als 300 Unternehmen äußerst fragmentiert. Viele Unternehmen, die selbst in einer boomenden Wirtschaft nur minder erfolgreich agierten, profitierten in der Vergangenheit vom leichten Zugang zu Finanzmitteln. Einerseits waren Bankkredite relativ günstig, andererseits gab es viele Private-Equity-Gesellschaften, die zahlreich neues Kapital investierten. Im derzeitigen Marktumfeld legen Investoren aber ein verstärktes Augenmerk auf die Bonität ihrer Investments, sodass für etliche Unternehmen die Geldquellen versiegen. Das Resultat ist eine deutlich beschleunigte, aber äußerst gesunde Marktbereinigung.
Wir gehen davon aus, dass AT&S aufgrund der guten Finanzlage, der technologischen Führerschaft und der einmaligen strategischen Aufstellung mit Werken in Asien und Europa aus der Wirtschaftskrise als Gewinner hervorgehen wird.
Dr. Harald Sommerer Dkfm. Steen Hansen Ing. Heinz Moitzi Vorstandsvorsitzender Vorstand Vorstand
Mit freundlichen Grüßen
| AKTIEN | OPTIONEN | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand | Stand | % | Stand | Stand | Durchschn. | |||
| 30.09.2008 | Veränderung | 31.12.2008 | Kapital | 30.09.2008 Veränderung | 31.12.2008 | Ausübungspreis | ||
| Sommerer gesamt | 162.100 | 2.277 | 164.377 | 0,63% | ||||
| Harald Sommerer 1) | 41.500 | 2.277 | 43.777 | 0,17% | 180.000 | 0 | 180.000 | € 17,92 |
| H.S. Privatstiftung | 120.600 | 120.600 | 0,47% | |||||
| Steen Hansen 1) | 0 | 2.000 | 2.000 | 0,01% | 120.000 | 0 | 120.000 | € 17,92 |
| Heinz Moitzi 1) | 1.672 | 1.672 | 0,01% | 120.000 | 0 | 120.000 | € 17,92 | |
| Androsch gesamt | 6.016.519 | 6.016.519 | 23,23% | |||||
| Hannes Androsch | 445.853 | 445.853 | 1,72% | |||||
| Androsch Privatstiftung | 5.570.666 | 5.570.666 | 21,51% | |||||
| Dörflinger gesamt | 4.574.688 | 4.574.688 | 17,66% | |||||
| Willibald Dörflinger | 0 | 0 | 0,00% | |||||
| Dörflinger Privatstiftung | 4.574.688 | 4.574.688 | 17,66% | |||||
| Erich Schwarzbichler | 0 | 0 | 0,00% | |||||
| Georg Riedl | 9.290 | 9.290 | 0,04% | |||||
| Albert Hochleitner | 0 | 0 | 0,00% | |||||
| Karl Fink | 0 | 0 | 0,00% | |||||
| Wolfgang Fleck 2) | 0 | 0 | 0,00% | |||||
| Johann Fuchs | 4 | 4 | 0,00% | |||||
| Gerhard Fürstler 2) | 1 | 1 | 0,00% | |||||
| Markus Schumy | 0 | 0 | 0,00% | |||||
| Maximilian Sommerer | 2.500 | 2.500 | 0,01% | |||||
| Niklas Sommerer | 2.500 | 2.500 | 0,01% | |||||
| Clemens Sommerer | 2.500 | 2.500 | 0,01% | |||||
| Summe Directors' | ||||||||
| Holdings/Dealings | 10.771.774 | 4.277 | 10.776.051 | 41,61% | 420.000 | 0 | 420.000 | |
| Eigene Aktien 3) 4) | 2.577.412 | 0 | 2.577.412 | 9,95% | ||||
| Restliche ausgegebene Aktien | 12.550.814 | 12.546.537 | 48,44% | |||||
| Summe | 25.900.000 | 25.900.000 | 100,00% | 420.000 | 420.000 |
1) Optionen gemäß Stock-Option-Plan: Verfall von 20.000 Optionen von Dr. Harald Sommerer bzw. 15.000 Optionen von Dkfm. Steen Hansen wegen Nichtausübung.
2) Ab 17. September 2008 ist Herr Wolfgang Fleck anstelle von Herrn Gerhard Fürstler vom Betriebsrat delegiert.
3) Der rechnerische Betrag des Grundkapitals eigener Aktien betrug zum 31. Dezember 2008 EUR 2.835.153.
4) Rückgekaufte Aktien werden zur Durchführung des Mitarbeiterbeteiligungs- bzw. Stock-Option-Programms sowie für potenzielle Akquisitionen verwendet.
Am 15. Dezember 2008 fand der alljährliche Capital Markets Day statt. Zentrale Themen dieser Veranstaltung waren die Einflüsse der Wirtschaftskrise auf AT&S und die gesamte Branche sowie Maßnahmen und Strategien durch diese Marktphase. Darüber hinaus wurden die neuesten technologischen Errungenschaften und Projekte vorgestellt, welche die Position des Unternehmens als technologisch führender Betrieb seiner Industrie weiter festigen sollen.
Auch im vergangenen Quartal suchte das Management der AT&S den Kontakt mit Investoren. Neben einer Reihe von Einzelterminen in Österreich nahm das Unternehmen auch am 3. November 2008 an einer vom Börse-Express und dem Aktienforum veranstalteten Roadshow in Linz teil. Dabei konnte sich AT&S vor rund 120 in erster Linie Privatinvestoren präsentieren.
Den Talfahrten an den internationalen Börsen infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise konnte sich auch die AT&S-Aktie nicht entziehen. Nach einem starken Start zu Beginn des Geschäftsjahres 2008/09 mit einem Hoch von EUR 13,56 (Intraday) am 21. Mai 2008 schloss die Aktie per 31. Dezember 2008 bei EUR 3,30 und somit um 67 % unter dem Kurs per Anfang April 2008. Der ATX-Prime sank im gleichen Zeitraum um 57 %.
* Aufgrund des Börsewechsels: 1. April 2008 bis 19. Mai 2008 Kursverlauf der AT&S Aktie an der Deutschen Börse und ab 20. Mai 2008 an der Wiener Börse.
Interessierten Anlegern stehen umfassende Informationen auf unserer Homepage unter www.ats.net zur Verfügung.
| 31. Dezember 2008 | 31. Dezember 2007 | |
|---|---|---|
| Gewinn/Aktie | -0,20 | 1,46 |
| Höchstkurs | 13,56 | 20,44 |
| Tiefstkurs | 2,90 | 13,50 |
| Ultimokurs | 3,30 | 15,99 |
| Wiener Börse | |
|---|---|
| WP-Kennnummer | 969985 |
| ISIN-Code | AT0000969985 |
| Kürzel | ATS |
| Reuters RIC | ATSV.VI |
| Bloomberg | ATS AV |
Jahresergebnis 2008/09 14. Mai 2009 15. ordentliche Hauptversammlung 2. Juli 2009
Mag. Hans Lang Tel.: +43 1 68 300-9259 E-Mail: [email protected]
| 1. Oktober–31. Dezember 1. April–31. Dezember |
||||
|---|---|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2008 | 2007 | 2008 | 2007 |
| Umsatzerlöse | 117.134 | 126.634 | 351.359 | 368.332 |
| Herstellungskosten | (97.097) | (102.870) | (292.201) | (300.756) |
| Bruttogewinn | 20.037 | 23.764 | 59.158 | 67.576 |
| Vertriebskosten | (5.792) | (6.072) | (17.341) | (16.892) |
| Allgemeine Verwaltungskosten | (4.704) | (5.453) | (15.853) | (16.104) |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | (2.017) | 517 | 2.130 | 370 |
| Nicht wiederkehrende Posten | (25.761) | (1.132) | (25.761) | (1.132) |
| Betriebsergebnis | (18.237) | 11.624 | 2.333 | 33.818 |
| Finanzierungserträge | 502 | 4.228 | 8.018 | 9.088 |
| Finanzierungsaufwendungen | (3.223) | (2.635) | (10.999) | (6.559) |
| Finanzergebnis | (2.721) | 1.593 | (2.981) | 2.529 |
| Ergebnis vor Steuern | (20.958) | 13.217 | (648) | 36.347 |
| Ertragsteuern | (2.503) | (1.549) | (4.218) | (3.057) |
| Konzernergebnis | (23.461) | 11.668 | (4.866) | 33.290 |
| Davon den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnen | (23.277) | 12.147 | (4.653) | 34.168 |
| Davon Minderheiten zuzurechnen | (184) | (479) | (213) | (878) |
| Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des | ||||
| Mutterunternehmens zusteht (in EUR je Aktie): | ||||
| - unverwässert | -1,00 | 0,52 | -0,20 | 1,46 |
| - verwässert | -1,00 | 0,52 | -0,20 | 1,46 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf | ||||
| befindlichen Aktien – unverwässerter Wert (in tausend Stück) | 23.323 | 23.364 | 23.323 | 23.405 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf | ||||
| befindlichen Aktien – verwässerter Wert (in tausend Stück) | 23.323 | 23.368 | 23.323 | 23.409 |
| 31. Dezember | 31. März | |
|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2008 | 2008 |
| VERMÖGENSWERTE | ||
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Sachanlagen | 337.429 | 297.750 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.243 | 8.347 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 122 | 119 |
| Übergedeckte Pensionsansprüche | 141 | 424 |
| Aktive latente Steuern | 10.131 | 9.391 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 2.758 | 2.461 |
| 352.824 | 318.492 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 58.930 | 51.714 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 106.494 | 93.751 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 15.289 | 20.044 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 2.151 | 2.151 |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 168 | 84 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 9.841 | 9.364 |
| 192.873 | 177.108 | |
| Summe Vermögenswerte | 545.697 | 495.600 |
| EIGENKAPITAL | ||
| Gezeichnetes Kapital | 45.680 | 45.658 |
| Sonstige Rücklagen | (11.869) | (39.714) |
| Gewinnrücklagen | 206.918 | 219.817 |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital | 240.729 | 225.761 |
| Minderheitenanteile | 499 | 530 |
| Summe Eigenkapital | 241.228 | 226.291 |
| SCHULDEN | ||
| Langfristige Schulden | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 104.060 | 39.301 |
| Rückstellungen für Personalaufwand | 9.830 | 10.830 |
| Sonstige Rückstellungen | 7.907 | – |
| Passive latente Steuern | 9.492 | 7.280 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.234 | 1.852 |
| 133.523 | 59.263 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 64.792 | 75.790 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 101.240 | 130.126 |
| Laufende Ertragsteuerschulden | 3.279 | 2.418 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.635 | 1.712 |
| 170.946 | 210.046 | |
| Summe Schulden | 304.469 | 269.309 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 545.697 | 495.600 |
| 1. April–31. Dezember | ||
|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2008 | 2007 |
| Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| Konzernergebnis | (4.866) | 33.290 |
| Überleitungspositionen zum Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit: | ||
| Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen von Anlagevermögen | 41.540 | 26.252 |
| und von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | ||
| Ertragsteuern | 4.218 | 3.057 |
| Finanzierungsaufwendungen/(-erträge) | 2.981 | (2.529) |
| (Gewinne)/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen | (102) | 143 |
| Auflösung von Investitionszuschüssen | (961) | (2.370) |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert | 6.810 | 1.425 |
| Veränderungen des Working Capital: | ||
| - Vorräte | (4.762) | (7.162) |
| - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | (10.867) | (10.145) |
| - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | (8.805) | 8.946 |
| - Sonstige Rückstellungen | (73) | 101 |
| Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel | 25.113 | 51.008 |
| gezahlte Zinsen | (4.158) | (5.708) |
| erhaltene Zinsen | 222 | 213 |
| gezahlte Ertragsteuern | (2.016) | (3.670) |
| Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 19.161 | 41.843 |
| Geldfluss aus Investitionstätigkeit | ||
| Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen | ||
| und immateriellen Vermögenswerten | (47.368) | (83.650) |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen | ||
| und immateriellen Vermögenswerten | 284 | 367 |
| Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten | (3) | – |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten | 2.083 | 3.493 |
| Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit | (45.004) | (79.790) |
| Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten | 121.170 | 76.874 |
| Auszahlungen für die Rückzahlungen von finanziellen Verbindlichkeiten | (88.777) | (39.248) |
| Einzahlungen aus Investitionszuschüssen | 1.575 | 2.397 |
| Einzahlungen aus der Ausübung von Aktienoptionen | – | 651 |
| Auszahlungen für den Erwerb von eigenen Aktien | – | (4.540) |
| Dividendenzahlungen | (7.930) | (7.249) |
| Nettomittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit | 26.038 | 28.885 |
| Nettozunahme/(-abnahme) von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 195 | (9.062) |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang | 9.364 | 24.597 |
| Währungsgewinne/-verluste aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 282 | (1.099) |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Quartalsende | 9.841 | 14.436 |
| (in € 1.000) | Gezeichnetes Kapital |
Sonstige Rücklagen |
Gewinn rücklagen |
Den Gesellschaftern des Mutterunter nehmens zurechenbares Eigenkapital |
Minder heiten anteile |
Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31. März 2007 | 49.529 | (14.924) | 185.617 | 220.222 | 545 | 220.767 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | – | (12.843) | 190 | (12.653) | (4) | (12.657) |
| Direkt im Eigenkapital erfasste | ||||||
| Erträge/(Aufwendungen) | – | (12.843) | 190 | (12.653) | (4) | (12.657) |
| Konzernergebnis | – | – | 34.168 | 34.168 | (878) | 33.290 |
| Gesamtergebnis | – | (12.843) | 34.358 | 21.515 | (882) | 20.633 |
| Aktienoptionsprogramme: | ||||||
| - Wert der erbrachten Leistungen | 51 | – | – | 51 | – | 51 |
| - Veränderung Aktienoptionen | (182) | – | – | (182) | – | (182) |
| Veränderung eigener Anteile nach Steuern | (2.494) | – | – | (2.494) | – | (2.494) |
| Dividendenzahlung für 2006/07 | – | – | (7.249) | (7.249) | – | (7.249) |
| Umgliederung von auf Minderheitenanteile | ||||||
| entfallenden Verlusten | – | – | (863) | (863) | 863 | – |
| 31. Dezember 2007 | 46.904 | (27.767) | 211.863 | 231.000 | 526 | 231.526 |
| 31. März 2008 | 45.658 | (39.714) | 219.817 | 225.761 | 530 | 226.291 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | – | 27.845 | 56 | 27.901 | 8 | 27.909 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste | ||||||
| Erträge/(Aufwendungen) | – | 27.845 | 56 | 27.901 | 8 | 27.909 |
| Konzernergebnis | – | – | (4.653) | (4.653) | (213) | (4.866) |
| Gesamtergebnis | – | 27.845 | (4.597) | 23.248 | (205) | 23.043 |
| Aktienoptionsprogramme: | ||||||
| - Wert der erbrachten Leistungen | 22 | – | – | 22 | – | 22 |
| Dividendenzahlung für 2007/08 | – | – | (7.930) | (7.930) | – | (7.930) |
| Minderheitenanteile durch Unternehmens | ||||||
| erwerbe und Umgliederung von auf | ||||||
| Minderheitenanteile entfallenden Verlusten | – | – | (372) | (372) | 174 | (198) |
| 31. Dezember 2008 | 45.680 | (11.869) | 206.918 | 240.729 | 499 | 241.228 |
Die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2008/09:
| Nicht zugeordnet | ||||
|---|---|---|---|---|
| (in € 1.000) | Europa | Asien | und Konsolidierung | Konzern |
| Außenumsatz | 263.022 | 88.337 | – | 351.359 |
| Innenumsatz | – | 121.503 | (121.503) | – |
| Gesamterlöse | 263.022 | 209.840 | (121.503) | 351.359 |
| Segmentergebnis/Betriebsergebnis | (22.777) | 36.419 | (11.309) | 2.333 |
| Finanzergebnis | (2.981) | |||
| Ergebnis vor Steuern | (648) | |||
| Ertragsteuern | (4.218) | |||
| Konzernergebnis | (4.866) | |||
| Gesamtvermögen | 152.304 | 386.286 | 7.107 | 545.697 |
| Schulden | 62.383 | 43.396 | 198.690 | 304.469 |
| Investitionen | 7.193 | 33.270 | 738 | 41.201 |
| Abschreibungen der Sachanlagen | ||||
| und immateriellen Vermögenswerte | 11.375 | 29.351 | 814 | 41.540 |
Die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2007/08:
| Nicht zugeordnet | ||||
|---|---|---|---|---|
| (in € 1.000) | Europa | Asien | und Konsolidierung | Konzern |
| Außenumsatz | 279.693 | 88.639 | – | 368.332 |
| Innenumsatz | – | 106.457 | (106.457) | – |
| Gesamterlöse | 279.693 | 195.096 | (106.457) | 368.332 |
| Segmentergebnis/Betriebsergebnis | 12.221 | 36.178 | (14.581) | 33.818 |
| Finanzergebnis | 2.529 | |||
| Ergebnis vor Steuern | 36.347 | |||
| Ertragsteuern | (3.057) | |||
| Konzernergebnis | 33.290 | |||
| Gesamtvermögen | 164.039 | 355.110 | (5.468) | 513.681 |
| Schulden | 60.174 | 70.433 | 151.548 | 282.155 |
| Investitionen | 5.575 | 84.586 | 255 | 90.416 |
| Abschreibungen der Sachanlagen | ||||
| und immateriellen Vermögenswerte | 7.612 | 17.540 | 1.100 | 26.252 |
Die Umsatzerlöse nach Branchen stellen sich wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse nach Ländern stellen sich wie folgt dar:
Übrige 5.206 5.460
| 1. April–31. Dezember | 1. April–31. Dezember | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2008 | 2007 | (in € 1.000) | 2008 | 2007 | |
| Mobile Devices | 226.415 | 249.423 | Österreich | 15.449 | 15.834 | |
| Industrial | 78.680 | 74.793 | Deutschland | 79.884 | 88.884 | |
| Automotive | 35.040 | 36.487 | Ungarn | 40.982 | 30.190 | |
| Übrige | 11.224 | 7.629 | Sonstige EU | 23.523 | 23.263 | |
| 351.359 | 368.332 | Asien | 133.173 | 161.553 | ||
| Kanada, USA | 53.142 | 43.148 |
Das Gesamtvermögen wird von allen Geschäftsbereichen gemeinsam genutzt, sodass eine Branchenaufteilung und Zuordnung von Investitionen nicht dargestellt werden kann.
| Quartalsfinanzbericht 03 2008/09 | at&s | 11 | ||
|---|---|---|---|---|
| ---------------------------------- | ------ | -- | ---- | -- |
351.359 368.332
Der Zwischenbericht zum 31. Dezember 2008 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS), unter Berücksichtigung des IAS 34, und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.
Gegenüber dem Geschäftsjahr endend zum 31. März 2008 sind keine Unterschiede der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegeben.
Der Konzernzwischenabschluss beinhaltet nicht alle im Jahreskonzernabschluss enthaltene Informationen und sollte gemeinsam mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2008 gelesen werden.
Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Dezember 2008 ist ungeprüft, und es wurde auch keine externe prüferische Durchsicht durchgeführt.
Die Umsatzerlöse reduzierten sich in den ersten drei Quartalen dieses Geschäftsjahres gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um EUR 17,0 Mio. auf EUR 351,4 Mio. Dies entspricht einer Abweichung von 4,6 %. Während im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr noch Mengensteigerungen zu verzeichnen waren und vorwiegend der durchschnittlich geringere US-Dollar-Kurs den Umsatz reduzierte, waren im dritten Quartal die Absatzmengen der Leiterplattenproduktion im Vorjahresvergleich deutlich geringer. Die Umsätze im Servicegeschäft (Bestückung, Trading, Design) konnten insbesondere im aktuellen dritten Quartal deutlich gesteigert werden, wodurch sich die Gesamtabweichung der Umsatzerlöse auf 4,6% reduzierte.
In geographischer Hinsicht zeigt sich eine Produktionsausweitung in Asien, die insbesondere durch das im vorhergehenden Geschäftsjahr in Betrieb gegangene dritte Werk in China ermöglicht wurde. Auch die Mengen einzelner Werke in Österreich waren gegenüber dem Vorjahr einigermaßen stabil. Am Standort Leoben-Hinterberg ergab sich hingegen durch die laufende Verlagerung der Produktion von HDI-Leiterplattenmodellen nach Asien eine deutliche Mengenreduktion. Zur nachhaltigen Anpassung der Kapazitäten am Standort Leoben-Hinterberg wurden im dritten Quartal Restrukturierungsmaßnahmen beschlossen und mit deren Umsetzung begonnen.
Die Bruttogewinnmarge in den ersten drei Quartalen hat sich gegenüber dem Vorjahr von 18,3% auf 16,8% reduziert und führt ausgehend von dem geringeren Umsatz zu einem Rückgang des Bruttogewinnes um EUR 8,4 Mio.
Die geringere Bruttogewinnmarge widerspiegelt einerseits durchschnittlich niedrigere Verkaufspreise; andererseits hat die geringere Auslastung der Produktionskapazitäten, vor allem am Standort Leoben-Hinterberg, und die daraus resultierende stärkere anteilige Fixkostenbelastung zu dieser Entwicklung geführt. Die negative Auswirkung durch das Werk in Korea auf den Bruttogewinn hat sich hingegen gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert.
Die nicht wiederkehrenden Posten betreffen im aktuellen Geschäftsjahr mit EUR 5,6 Mio. die Wertminderung des gesamten Firmenwertes der AT&S Korea sowie mit EUR 20,2 Mio. Aufwendungen aus der Restrukturierung des Standortes Leoben-Hinterberg. Die Wertminderung des Firmenwertes der AT&S Korea war auf Basis des aus Anlass der geänderten marktwirtschaftlichen Entwicklungen anzupassenden langfristigen Geschäftsplanes dieser Gesellschaft vorzunehmen. Die Restrukturierungsaufwendungen für Leoben-Hinterberg beinhalten Personalaufwendungen aus einem vereinbarten Sozialplan zur Anpassung der Personalkapazitäten, weiters Wertminderungen von Anlagevermögen für nicht mehr benötigte Maschinen sowie die Rückstellungsdotierung für vorwiegend langfristige vertragliche Verpflichtungen.
Das Betriebsergebnis für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres ist ausgehend von dem geringeren Bruttoergebnis insbesondere durch nicht wiederkehrende Posten im dritten Quartal belastet und reduzierte sich daher gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von EUR 33,8 Mio. auf EUR 2,3 Mio. Das sonstige betriebliche Ergebnis resultiert insbesondere aus Kursschwankungen des US-Dollar gegenüber dem Euro. Weiters war das Vorjahr durch Anlaufverluste aus der Inbetriebnahme des dritten Werkes in China belastet.
Der Anstieg der Vertriebskosten zeigt den für verstärkte Vertriebsaktivitäten erhöhten Personalbedarf, während die Verwaltungsaufwendungen aufgrund geringerer Personalkosten unter dem Vorjahreswert liegen.
Die geringeren Finanzierungserträge gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum resultieren im Wesentlichen aus den Wechselkursentwicklungen. Durch die Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag war das Ergebnis aus Kurssicherungsinstrumenten negativ, während im vergangenen Geschäftsjahr aus den Kurssicherungsinstrumenten ein Ertrag resultierte.
Der Anstieg der Finanzierungsaufwendungen ist insbesondere auf die Aufwendungen aus Kurssicherungsinstrumenten zurückzuführen, wobei auch die höhere Nettoverschuldung im Vergleich zu vor einem Jahr zu einem etwas höheren Zinsaufwand führt. Das Finanzergebnis liegt in den ersten drei Quartalen letztlich um EUR 5,5 Mio. unter dem Vorjahr und führt per Saldo zu einem Aufwand.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergab sich ein Ansteigen des effektiven Steuersatzes im Konzern. Der Anstieg auf Basis des Konzernergebnisses resultiert grundsätzlich aus den sich ändernden Anteilen der einzelnen Gesellschaften mit abweichenden Steuersätzen und unterschiedlichen steuerlichen Regelungen am Konzernergebnis. Insbesondere wurden jedoch für einen Großteil der entstandenen ertragsteuerlichen Verlustvorträge keine aktiven latenten Steuern gebildet, da von einer Realisierbarkeit in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist. Zusätzlich wurden gegenüber dem letzten Bilanzstichtag latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von rund EUR 1,4 Mio. wertberichtigt.
Die Nettoverschuldung erhöhte sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um EUR 33,3 Mio. auf EUR 189,6 Mio., hauptsächlich durch Aufnahme langfristiger Finanzverbindlichkeiten. Am 27. Mai 2008 wurde eine Anleihe in Höhe von EUR 80 Mio. mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Zinssatz von 5,5% p.a. am Dritten Markt der Wiener Börse platziert. Dadurch wurde eine Umschichtung der Finanzierung vom kurzfristigen in den langfristigen Bereich und eine Verbesserung der Finanzierungsstruktur erreicht. Weiters sind im dritten Quartal durch den hohen Nettobestand des Working Capital zum Quartalsstichtag auch die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten angestiegen. Der Nettoverschuldungsgrad gegenüber dem letzten Bilanzstichtag erhöhte sich trotz deutlichem Anstieg des Eigenkapitals von 69% auf 79%. Im Vergleich zum dritten Quartalsabschluss vor einem Jahr ist die Nettoverschuldung um EUR 32,4 Mio. angestiegen.
Das Konzerneigenkapital erhöhte sich ausgehend von einem im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Konzernergebnis insbesondere aufgrund der positiven Währungsumrechnungsdifferenzen. Die positive Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im aktuellen Geschäftsjahr ist vorwiegend auf die Wechselkursveränderungen der funktionalen Währungen Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) und Hongkong Dollar (HKD) gegenüber dem Euro zurückzuführen. Das Gesamtergebnis beträgt letztlich für die ersten drei Quartale EUR 23,2 Mio. gegenüber EUR 21,5 Mio. im Vorjahresvergleichszeitraum.
In der 14. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2008 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Weiters wurde der Vorstand wieder für die Dauer von fünf Jahren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eigene Anteile auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für Unternehmenserwerbe.
Im Rahmen des Aktienrückkaufprogrammes wurden in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres keine weiteren eigenen Aktien erworben. Zum 31. Dezember 2008 hält der Konzern unverändert zum letzten Bilanzstichtag, unter Berücksichtigung der ausgeübten Aktienoptionen, 2.577.412 eigene Aktien (9,95% des Grundkapitals) mit einem Kaufpreis von EUR 46,6 Mio.
Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um EUR 22,7 Mio. reduziert. Das um EUR 38,2 Mio. geringere Konzernergebnis ist zu einem großen Teil durch in der Berichtsperiode zahlungsunwirksame Aufwendungen belastet. Diese betreffen neben der Firmenwertabschreibung vor allem die Restrukturierungsaufwendungen sowie die höheren laufenden Abschreibungen des erweiterten Werkes in China. Die stärkere Nettomittelverwendung für das Working Capital wirkt sich entsprechend negativ auf den operativen Cashflow aus.
Der Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt EUR 45,0 Mio. (Vorjahr: EUR 79,8 Mio.). Die deutliche Reduktion im Nettomittelabfluss ergibt sich vorwiegend aus den im vorjährigen Vergleichszeitraum höheren Investitionen. Die Auszahlungen für Investitionen belaufen sich auf EUR 47,4 Mio. (Vorjahr EUR 83,7 Mio.), wovon auf die Erweiterung des Standortes in China EUR 34,4 Mio. (Vorjahr EUR 76,8 Mio.) entfallen.
Der Nettomittelzufluss im Finanzierungsbereich in Höhe von EUR 26,0 Mio. in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten, wobei der zusätzliche Finanzmittelbedarf für Investitionstätigkeiten geringer als im Vorjahr war. Auch wurden keine weiteren eigenen Aktien erworben. Die Ausschüttung war etwas höher als im Jahr davor.
Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres wurden gemäß Beschluss in der Hauptversammlung vom 3. Juli 2008 pro Aktie EUR 0,34 aus dem Bilanzergebnis zum 31. März 2008 ausgeschüttet.
Die Gesellschaft notiert seit 20. Mai 2008 an der Wiener Börse im Marktsegment "Prime Market" und wird seit 15. September 2008, nach einer Phase des Doppellisting auf dem bisherigen Börseplatz Frankfurt, ausschließlich an der Wiener Börse gehandelt.
Im Zusammenhang mit diversen Projekten sind in ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres Honorare für die AIC Androsch International Management Consulting GmbH in Höhe von TEUR 275 angefallen.
Der Aufwand für Fremdfertigungsleistungen, die durch den Minderheitsgesellschaftern der AT&S Korea nahe stehende Unternehmen durchgeführt wurden, beläuft sich für die ersten drei Quartale des laufenden Geschäftsjahres auf TEUR 415.
Das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres verlief für AT&S zunächst unter den Erwartungen. Insbesondere war durch das makroökonomische Umfeld die Saisonalität, welche generell eine niedrige Auslastung im ersten und vierten Quartal und eine sehr gute Auslastung im zweiten und dritten Quartal bedeutet, besonders ausgeprägt. Im Verlauf des zweiten Quartals konnten Produktmix und Auslastung der Werke gesteigert werden, wodurch sich zunächst insbesondere die Ergebnissituation verbesserte. Im dritten Quartal ist durch die weltweiten Ereignisse in der Finanzwirtschaft und die daraus zu verzeichnenden Auswirkungen auf die Realwirtschaft vor allem im Kerngeschäftsbereich der produzierten Leiterplatten ein deutlicher Umsatzrückgang eingetreten. Die insbesondere seit November fehlenden Umsätze konnten nur teilweise durch zusätzliches Geschäft im Servicesegment (Design, Bestückung und Trading) ausgeglichen werden.
Aufgrund der großen Abhängigkeit des Geschäfts vom US-Dollar wirkte sich auch der um über 5 % geringere US-Dollar-Durchschnittskurs negativ auf die Umsatzentwicklung aus.
Der Großteil der Umsätze wird mit EUR 226 Mio. bzw. einem Umsatzanteil von 64 % trotz Umsatzrückgang weiterhin im Geschäftsbereich Mobile Devices erzielt. Der Bereich Industrial hat mit einem deutlichen Umsatzanstieg und dadurch erreichten Umsatzanteil von bereits 22 % als zweitgrößter Geschäftsbereich zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Der Großteil des Umsatzes wird mit annähernd 60 % bereits in den Produktionsstandorten in Asien, insbesondere in Shanghai, hergestellt. AT&S zählt als größter österreichischer Industrie-Investor in China auch zu den Top 30 Auslandsinvestments in Shanghai. Hinsichtlich der Zielmärkte unterstreicht die Umsatzausweitung in USA und Kanada das Engagement vor Ort. Die Umsätze in Asien zeigen hingegen einen deutlichen Rückgang.
Der generelle Preisdruck am internationalen Markt hat sich verstärkt bei den Margen in Europa gezeigt. Während der letzten Jahre wurden daher die Produktionskapazitäten in Asien ausgebaut und insbesondere Volumsaufträge im Bereich Mobile Devices nach China verlagert. Der aktuelle Nachfragerückgang durch die weltwirtschaftliche Situation hat diesen Trend noch verstärkt und erfordert, am Standort Leoben-Hinterberg nachhaltige kapazitätsmäßige Anpassungen vorzunehmen. Im Zuge eines Restrukturierungsprogrammes werden die Produktionskapazitäten in Leoben-Hinterberg an um ca. 40 % geringere Produktionsmengen angepasst. Der Restrukturierungsaufwand belastet das Betriebsergebnis im dritten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres mit EUR 20,2 Mio.
Im Verlauf der ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2008/09 sind grundsätzlich keine nennenswerten Änderungen der im Konzernabschluss 2007/08 ausführlich im Konzernanhang unter "II. Risikobericht" beschriebenen Risikokategorien aufgetreten. Die aktuellen Unsicherheiten im Bankensektor bewirken allgemein einen angespannten Kreditmarkt und Steigerungen bei den Finanzierungszinssätzen. Durch die Anleihenemission im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres konnten insbesondere das Liquiditätsrisiko, aber auch die konkreten Auswirkungen des Zinsänderungsrisikos für die AT&S weiter reduziert werden. Zur Absicherung der Währungsrisiken werden für die Nettopositionen in US-Dollar weiterhin Devisentermingeschäfte und Optionen abgeschlossen. Inwieweit sich die Finanzkrise auf die ausreichende Verfügbarkeit von Fremdmitteln auswirkt, ist derzeit noch nicht absehbar. Durch langfristige Finanzierungszusagen soll das Liquiditätsrisiko weiter reduziert werden.
Hinsichtlich der Chancen und Risiken aus der Entwicklung von externen Rahmenbedingungen für das gesamte Geschäftsjahr 2008/09 wird neben dem Geschäftsbereich Mobile Devices auch im Bereich Automotive von einem Marktrückgang auszugehen sein. Der verstärkten Bedeutung des Bereiches Industrial wird durch den Kapazitätsausbau am Standort Indien entsprochen, um auf Basis modernster Technologie kosteneffiziente Produktionsmöglichkeiten zu errichten. Doch auch im Industriebereich sind die weiteren Entwicklungen der Märkte aufmerksam zu verfolgen und die Investitionspläne im Bedarfsfall entsprechend anzupassen. Allgemein wird bei Investitionsvorhaben aufgrund der angespannten Kreditmarktsituation verstärkt auf die Erhaltung der gesunden Finanzstruktur und Liquiditätssituation der AT&S zu achten sein.
Mittelfristig wird erwartet, dass schwache Marktteilnehmer aus dem Wettbewerb ausscheiden und gut positionierte, bonitätsmäßig starke Unternehmen wie AT&S die Möglichkeit erhalten werden, Marktanteile zu gewinnen.
Weiters verfolgt AT&S zusätzliche Wachstums- und Diversifikationsmöglichkeiten in der Solarindustrie. Die ersten Tätigkeiten in diesem Bereich bestehen in der Entwicklung eines innovativen Solarmodulkonzeptes mit höherer Energieeffizienz, an welcher im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung mit Solland Solar, einem Hersteller von Standard- und Rückseitenkontaktzellen, gearbeitet wird. Erste Aktivitäten im Solarbereich sind in noch relativ geringem Ausmaß bereits für das nächstfolgende Geschäftsjahr am Standort Leoben-Hinterberg vorgesehen.
Aufgrund der schwierigen Einschätzbarkeit der künftigen weltwirtschaftlichen Entwicklung wurde bereits im Konzernlagebericht 2007/08 von einer exakten Prognose zum erwarteten Verlauf des Geschäftsjahres 2008/09 Abstand genommen. Nach einer Verbesserung vor allem der Ertragssituation im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal sind im aktuellen dritten Quartal die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft durch einen deutlichen Nachfragerückgang erkennbar. Die gegenwärtigen Entwicklungen deuten daraufhin, dass der Umsatz für das Geschäftsjahr 2008/09 unter dem Rekordwert des Vorjahres liegen wird. Auf Basis der Umsatzerwartung wird das Konzernergebnis für das gesamte laufende Geschäftsjahr auch unter Außerachtlassung der Einmaleffekte aus der Restrukturierung und Firmenwertabschreibung unter dem Rekordwert des Vorjahres liegen.
Leoben-Hinterberg, am 27. Jänner 2009
Der Vorstand
Dr. Harald Sommerer e.h. Dkfm. Steen Ejlskov Hansen e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.
AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft Am Euro Platz 1 1120 Wien, Österreich Tel.: +43 1 68 300-0 Fax: +43 1 68 300-9290
Investor Relations Mag. Hans Lang Tel.: +43 1 68 300-9259 E-Mail: [email protected]
Mag. Nikolaus Kreidl Mag. Hans Lang
den Inhalt verantwortlich AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft Fabriksgasse 13 8700 Leoben, Österreich
section.d design.communication GmbH
Künstlerkooperation section.a art.design.consulting GmbH
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