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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG

Annual Report Aug 7, 2007

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Annual Report

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Highlights

  • * AT&S setzt Wachstumskurs fort: Umsatz um 9 % und EBIT um 33 % gesteigert, Ergebniszuwachs pro Aktie um 51 % auf EUR 0,40
  • * Produktmix und Auslastung bestätigen Trend in Richtung zunehmender Komplexität und Wachstum
  • * AT&S fördert Forschung des neuen Christian-Doppler-Labors an der Technischen Universität Wien für die Leiterplatte der Zukunft
  • * 25-jähriges Bestehen des Unternehmensstammsitzes in Leoben-Hinterberg: AT&S blickt auf eine langjährige Erfolgsgeschichte zurück

Sehr geehrte Damen und Herren, Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

auch im ersten Quartal 2007/08 konnte AT&S den dynamischen Wachstumskurs der letzten Jahre erfolgreich fortsetzen. So wurde bereits im zehnten Quartal in Folge ein Umsatzzuwachs gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres erzielt. Auch Produktmix und Auslastung verbesserten sich im letzten Quartal kontinuierlich. Insbesondere die Produktion der technologisch hochkomplexen HDI-Leiterplatten (High Density Interconnection) lag in allen dafür ausgerichteten Werken über Plan. War bis dato das Massengeschäft für HDI-Leiterplatten primär auf die Handheld-Industrie (Mobiltelefone, Digitalkameras etc.) ausgerichtet, so erschließen sich durch den allgemeinen Trend zu Miniaturisierung und höherer Funktionsvielfalt nun neue Anwendungsmöglichkeiten, wie beispielsweise in der Automobilindustrie. Die jahrelangen Erfahrungen, die AT&S im Handheld-Geschäft gesammelt hat, das umfassende Knowhow sowie die bestehenden technologischen Kapazitäten positionieren das Unternehmen hervorragend als Lieferant von HDI-Leiterplatten auch für andere Industriezweige.

Erfolgreich im ersten Quartal: Umsatz und Ergebnissteigerung

Der Umsatz der AT&S erreichte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2007/08 EUR 114,7 Mio. und lag somit um 9 % über dem Vorjahreswert. 65 % des Gesamtumsatzes hat AT&S im Telekombereich beziehungsweise mit Handheld-Produkten erwirtschaftet, 22 % steuerte der Bereich Industrial/Medical bei, und 11 % wurden mit Automotive-Kunden umgesetzt. Die Geschäftsfelder DCC/Trading und Design erwirtschafteten einen Anteil von 2 % am Gesamtumsatz, für das weitere Geschäftsjahr wird hier eine deutliche Steigerung erwartet.

Der Bruttogewinn konnte im Vergleich zum Vorjahr um 19 % auf EUR 18,8 Mio. gesteigert werden, damit erhöhte sich die Bruttogewinnmarge auf 16,4 %.

Überproportional erhöht hat AT&S in den ersten drei Monaten das EBIT, das mit EUR 7,8 Mio. um 33 % über dem Vergleichswert des Vorjahres lag, im Vergleich zum Vorquartal konnte das EBIT sogar um 78 % gesteigert werden. Die EBIT-Marge betrug 6,8 %, eine Verbesserung gegenüber dem ersten Quartal 2006/07 um 1,2 bzw. gegenüber dem Vorquartal um 2,8 Prozentpunkte.

Das Quartalsergebnis vor Steuern belief sich auf EUR 9,1 Mio. Dies ist im Jahresvergleich eine beträchtliche Steigerung von 53 %. Äußerst zufrieden stellend entwickelte sich im abgelaufenen Quartal auch der Periodenüberschuss (Net Income), der mit EUR 9,2 Mio. um 37 % über dem Vergleichswert der Vorperiode lag. Die Steuerquote betrug im ersten Quartal 1,8 % (positiver Steuerbeitrag). Somit erreichte das Ergebnis pro Aktie EUR 0,40. Dies entspricht einem Plus von 51 %.

Die Nettoverschuldung der AT&S betrug zum 30. Juni 2007 EUR 123,7 Mio. (EUR 74,2 Mio. vor einem Jahr), der daraus errechnete Verschuldungsgrad 54,5 %. Der Anstieg der Nettoverschuldung seit dem 31. März 2007 um EUR 13,1 Mio. ist im Wesentlichen auf Investitionen (CAPEX) in den weiteren Ausbau des Werks in Shanghai zurückzuführen.

Mit 5.972 Mitarbeitern per 30. Juni 2007 erreichte auch der Personalstand der AT&S ein neues Rekordniveau, wobei der Aufbau fast ausschließlich an den asiatischen Standorten, vor allem in China, stattgefunden hat, wohingegen die Mitarbeiterzahl in Europa konstant gehalten wurde.

Ausblick

Im Telekommunikationssegment verschiebt sich der Technologiemix weiter in Richtung "High End"-Produkte, wobei die Kunden zunehmend 3-n-3-Leiterplatten nachfragen. Vermehrt werden auch in der Automobilindustrie HDI-Leiterplatten eingesetzt, was sich auf die Geschäftsentwicklung der AT&S sehr positiv auswirken sollte. Dem anhaltenden Preisdruck wird AT&S durch weitere Produktivitätssteigerungen erfolgreich begegnen.

Aufgrund der Ergebnisse des ersten Quartals 2007/08 und der derzeitigen guten Auslastung der Werke ist das Management sehr zuversichtlich, die veröffentlichte Guidance für das Geschäftsjahr 2007/08 (Umsatz: EUR 540-550 Mio. und EPS: EUR 1,60-1,70) zu erreichen.

25 Jahre AT&S Leoben – eine langjährige Erfolgsgeschichte

Mit ihren Werken in China, Indien und nunmehr auch Korea hat sich AT&S in den vergangenen Jahren zu einem Global Player entwickelt. Dennoch ist das Unternehmen mit dem Stammwerk in Leoben sowie den Werken in Fehring und Klagenfurt zweifelsohne in Österreich verwurzelt. 25 Jahre Leoben-Hinterberg beweisen, dass wir stolz darauf sein können, was wir hier erreicht haben. Um die österreichischen Standorte gut zu positionieren und um für die kommenden Herausforderungen gerüstet zu sein, wurden in den vergangenen Jahren bereits entsprechende Investitionen getätigt. So sind die österreichischen Werke heute für die Produktion von Kleinserien- und Prototypen hervorragend aufgestellt, und auch der HDI-Bereich am Standort Leoben ist ein wesentlicher Bestandteil der AT&S-Strategie.

Internationales Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk schafft Zukunftsperspektiven

Um ihren Kunden auch künftig innovative und optimale Lösungen anbieten zu können, investiert AT&S massiv in Forschung & Entwicklung. Das Unternehmen unterhält daher nicht nur eigene Forschungsabteilungen in Österreich und China, sondern verfügt auch über ein internationales Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk und kooperiert eng mit zahlreichen Forschungsinstituten. So unterstützt AT&S beispielsweise in Kooperation mit der Christian-Doppler-Forschungsgesellschaft das neue Christian-Doppler-Labor an der Technischen Universität Wien, das sich der Grundlagenforschung für die Weiterentwicklung der Leiterplatte widmet.

Mit dieser vorausschauenden Denkweise, einem soliden Wachstumskonzept und aufgrund der guten Absatzprognosen sind wir davon überzeugt, unseren Wachstumskurs auch in Zukunft fortsetzen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Sommerer Vorstandsvorsitzender

Dkfm. Steen Hansen Vorstand

Ing. Heinz Moitzi Vorstand

Zwischenbericht nach IFRS

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnungen

1. April – 30. Juni
(in € 1.000) 2007 2006
Umsatzerlöse 114.595 104.577
Nebenerlöse 87 225
Gesamterlöse 114.682 104.802
Herstellkosten der zur Erzielung der
Gesamterlöse erbrachten Leistungen (95.870) (88.947)
Bruttogewinn 18.812 15.855
Vertriebskosten (5.447) (5.678)
Allgemeine Verwaltungskosten (5.429) (4.606)
Sonstiges betriebliches Ergebnis (169) 270
Betriebsergebnis 7.767 5.841
Finanzierungserträge 2.925 3.023
Finanzierungsaufwendungen (1.637) (2.028)
Finanzergebnis 1.288 95
Ergebnis vor Steuern 9.055 5.936
Ertragsteuern 160 766
Konzernergebnis 9.215 6.702
Davon Minderheitenanteile (160) (86)
Davon Aktionäre der Gesellschaft 9.375 6.788
Ergebnis je Aktie, das den Aktionären
der Gesellschaft zusteht:
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 0,40 0,26
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 0,40 0,26
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien – unverwässerter Wert (in tausend Stück) 23.498 25.743
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien – verwässerter Wert (in tausend Stück) 23.543 25.769

Konzernbilanzen

AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte

Sachanlagevermögen
265.112
240.268
Immaterielles Anlagevermögen
11.525
11.566
Langfristige Finanzinvestitionen
119
119
Sonstige langfristige Vermögenswerte
3.185
3.129
Latente Steuerabgrenzungen
8.292
7.089
288.233
262.171
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte
54.983
49.815
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte
3.864
3.865
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
81.729
75.723
Sonstiges Umlaufvermögen
19.362
22.235
Jederzeit verkaufbare Wertpapiere zu Marktwerten
64
61
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
13.607
13.477
Gebundene Barmittel
182
194
Liquide Mittel
16.454
24.403
190.245
189.773

Summe Aktiva
478.478
451.944
KONZERNEIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital
46.914
49.529
Rücklagen aus der Marktbewertung von
Finanzinstrumenten und sonstige Rücklagen
(14.532)
(14.924)
Einbehaltene Gewinne
195.934
186.559
Auf Minderheitenanteile entfallende Verluste
(1.112)
(942)
Den Aktionären der Gesellschaft zurechenbares Kapital
227.204
220.222
Minderheitenanteile
555
545
Summe Konzerneigenkapital
227.759
220.767
SCHULDEN
Langfristige Schulden
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
6.993
16.195
Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und
sonstige Dienstnehmeransprüche
10.910
10.890
Rückstellungen
80
200
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
3.742
3.475
Latente Steuerabgrenzungen
6.596
6.872
28.321
37.632
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
136.239
121.760
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
50.947
38.194
Steuerschulden
1.268
1.109
Rückstellungen
2.956
2.661
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
30.988
29.821
222.398
193.545
Summe Schulden
250.719
231.177
30. Juni 31. März
(in € 1.000) 2007 2007
Summe Passiva 478.478 451.944

Konzern-Geldflussrechnungen

(in € 1.000)
2007
2006
Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit

Konzernergebnis
9.215
6.702
Überleitungspositionen zum Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen,Wertminderungen und Aufholung von Wertminderungen
8.093
9.511
Sonstige, saldiert
(730)
(5.788)
Einzahlungen aus dem Abgang von erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte

6.420
Veränderungen Working Capital
807
(4.766)
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
37
(183)
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel
17.422
11.896
Bezahlte Zinsen
(1.560)
(929)
Bezahlte Ertragsteuern
(1.038)
(452)

Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit
14.824
10.515
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlage

und das immaterielle Anlagevermögen
(25.800)
(29.601)
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen
44
78
Einzahlungen/(Auszahlungen) aus Sicherungsgeschäften
324
435
Auszahlungen für den Zugang von jederzeit verkaufbaren Wertpapieren

(216)
Einzahlungen aus dem Abgang von jederzeit verkaufbaren Wertpapieren

21.341
Auszahlungen für Erwerbe von Tochtergesellschaften,
abzüglich dabei erworbener liquider Mittel

(1.215)
Einzahlungen/(Auszahlungen) aus gewährten Darlehen

3.201

Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit
(25.432)
(5.977)
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten
19.756
10.829
Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten
(14.627)
(18.114)
Sonstiges
408
203
Einzahlungen aus der Ausübung von Aktienoptionen
6
Auszahlungen für den Erwerb von eigenen Aktien
(2.796)
(6.247)

Nettomittelzufluss/(-abfluss) aus Finanzierungstätigkeit
2.747
(13.329)
Auswirkung von Wechselkursschwankungen auf den Fonds der liquiden Mittel
(100)
(713)

Abnahme liquider Mittel und gebundener Barmittel
(7.961)
(9.504)
Veränderung liquider Mittel und gebundener Barmittel

Anfangsbestand
24.597
28.343
Abnahme
(7.961)
(9.504)

Endbestand
16.636
18.839

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

Rücklagen aus der
Marktbewertung
von Finanzin-
Auf
Minderheiten-
anteile
Den Aktionären
der
Gesellschaft
Minder- Summe
(in € 1.000) Gezeichnetes
Kapital
strumenten und
sonstige Rücklagen
Einbehaltene
Gewinne
entfallende
Verluste
zurechenbares
Kapital
heiten-
anteile
Konzern-
eigenkapital
31. März 2006 91.272 (3.341) 163.197 (1.354) 249.774 538 250.312
Konzernergebnis 6.788 6.788 (86) 6.702
Umgliederung von auf Minderheiten
anteile entfallende Verluste (126) (126) 126
Übernahme Minderheitenanteile 6 6 (98) (92)
Jederzeit verkaufbare Wertpapiere,
nach Ertragsteuern:
– Veränderung aus der Bewertung zum
beizulegenden Zeitwert (47) (47) (47)
– Umgliederungen von im
Konzernergebnis enthaltenen (Gewinnen) (1.051) (1.051) (1.051)
– Steuereffekt aus der Bewertung zum
beizulegenden Zeitwert 165 165 165
Veränderung des Ausgleichspostens
aus der Währungsumrechnung (6.924) (6.924) (31) (6.955)
Stock-Option-Plan:
– Wert der erbrachten Leistungen 25 25 25
Veränderung eigener Aktien (6.247) (6.247) (6.247)
30. Juni 2006 85.050 (11.198) 169.991 (1.480) 242.363 449 242.812
31. März 2007 49.529 (14.924) 186.559 (942) 220.222 545 220.767
Konzernergebnis 9.375 9.375 (160) 9.215
Umgliederung von auf Minderheiten
anteile entfallende Verluste (170) (170) 170
Veränderung des Ausgleichspostens
aus der Währungsumrechnung 392 392 392
Stock-Option-Plan:
– Wert der erbrachten Leistungen 20 20 20
– Ausgeübte Aktienoptionen 1 1 1
Veränderung eigener Aktien (2.636) (2.636) (2.636)
30. Juni 2007 46.914 (14.532) 195.934 (1.112) 227.204 555 227.759

Segmentberichterstattung

a. Geographische Segmentierung

  1. Quartal des Geschäftsjahres 2007/08:
Nicht
zugeordnet und
(in € 1.000) Europa Asien Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 89.769 24.913 114.682
Innenumsatz 37.497 (37.497)
Gesamterlöse 89.769 62.410 (37.497) 114.682
Segmentergebnis/Betriebsergebnis 3.634 11.912 (7.779) 7.767
Finanzergebnis 1.288
Ergebnis vor Steuern 9.055
Ertragsteuern 160
Konzernergebnis 9.215
Gesamtvermögen 163.001 301.602 13.875 478.478
Verbindlichkeiten 61.429 49.700 367.349 478.478
Investitionen 1.290 29.711 166 31.167
Abschreibungen des Sachanlagevermögens
und des immateriellen Anlagevermögens 2.512 5.198 383 8.093

1. Quartal des Geschäftsjahres 2006/07:

Nicht
zugeordnet und
(in € 1.000) Europa Asien Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 88.694 16.108 104.802
Innenumsatz 25.870 (25.870)
Gesamterlöse 88.694 41.978 (25.870) 104.802
Segmentergebnis/Betriebsergebnis 5.908 6.948 (7.015) 5.841
Finanzergebnis 95
Ergebnis vor Steuern 5.936
Ertragsteuern 766
Konzernergebnis 6.702
Gesamtvermögen 205.339 226.077 11.670 443.086
Verbindlichkeiten 66.352 38.961 337.773 443.086
Investitionen
Abschreibungen des Sachanlagevermögens
1.898 31.101 75 33.074
und des immateriellen Anlagevermögens 4.661 4.426 424 9.511

b. Geschäftsbereichsinformationen

Die Umsatzerlöse nach Branchen stellen sich wie folgt dar:

1. April – 30. Juni
(in € 1.000) 2007 2006
Telekommunikation 74.841 64.466
Industrie 24.946 25.108
Automobil 12.413 9.603
Übrige 2.395 5.400
114.595 104.577

Das Gesamtvermögen wird von allen Geschäftsbereichen gemeinsam genutzt, sodass eine Branchenaufteilung und Zuordnung von Investitionen nicht dargestellt werden kann.

Die Umsatzerlöse nach Ländern stellen sich wie folgt dar:

1. April – 30. Juni
(in € 1.000) 2007 2006
Österreich 5.288 7.778
Deutschland 31.395 27.779
Ungarn 9.791 11.633
Sonstige EU 6.595 14.256
Asien 46.401 29.482
Kanada, USA 11.629 9.494
Übrige 3.496 4.155
114.595 104.577

Ergebnis- und Bilanzanalyse

Ertragslage Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um EUR 10,0 Mio. auf EUR 114,6 Mio. Dies entspricht einem Zuwachs von 9,6 %.

Maßgeblich dafür waren Mengensteigerungen, welche insbesondere durch das im vorhergehenden Geschäftsjahr in Betrieb gegangene zweite Werk in China ermöglicht wurden. Weiters wurden, neben einem Produktionswachstum des Standortes in Indien, die Mengen der Tofic mehr als verdoppelt.Die zur Vergleichsperiode des Vorjahres geringeren Mengen in den österreichischen Stammwerken konnten der Strategie entsprechend teilweise durch einen vorteilhaften Produktmix kompensiert werden.

Bruttogewinn

Die Kapazitätserweiterungen in Asien und die dadurch erzielten Verbesserungen der Kostenstruktur sowie die Steigerung des Anteils hochwertigerer Produkte, vor allem in der Branche Telekommunikation, führten zu einem im Vergleich mit dem ersten Quartal des Vorjahres um EUR 3,0 Mio höheren Bruttogewinn.Weiters wirkte sich die mit Stichtag 1. Jänner 2007 festgelegte Verlängerung der Nutzungsdauern von bestimmten Maschinen und maschinellen Anlagen positiv auf den Bruttogewinn aus.

In Prozent der Gesamterlöse bedeutet dies eine Steigerung der Bruttogewinn-Marge von 15,1 % auf 16,4 %.

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis erhöhte sich gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um EUR 1,9 Mio.,vorwiegend aufgrund des gesteigerten Bruttogewinnes.Weiters konnten die Vertriebskosten durch Einsparungen bei den Transportaufwendungen reduziert werden.Bei den Verwaltungsaufwendungen war durch den wachstumsbedingt erhöhten Personalbedarf ein Anstieg zu verzeichnen. Die Veränderung des sonstigen betrieblichen Ergebnisses gegenüber der Vergleichperiode des Vorjahres wurde einerseits durch geringere Erträge aus Zuschüssen der öffentlichen Hand beeinflusst, andererseits fielen im ersten Quartal geringere Anlaufkosten für die dritte Produktionseinheit in China an als im Vorjahr für das zweite Werk in China.

Finanzergebnis

Die hohen Finanzierungserträge des Vorjahres, die im Wesentlichen aus dem Verkauf von Wertpapieren resultierten, konnten im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres aufgrund von für die Konzernfinanzierungen positiven Wechselkursentwicklungen annähernd erreicht werden.

Durch die im Gegensatz zum Vorjahresvergleichszeitraum positiven Wechselkursentwicklungen der Konzernfinanzierungen waren die Finanzierungsaufwendungen entsprechend geringer. Der Zinsenaufwand hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erhöht. Das Finanzergebnis lag letztlich um EUR 1,2 Mio. über dem Vorjahr.

Ertragsteuern

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergab sich ein Ansteigen des effektiven Steuersatzes im Konzern. Der Anstieg auf Basis des Konzernergebnisses resultierte vorwiegend aus den unterschiedlichen Anteilen der Tochtergesellschaften mit abweichenden Steuersätzen am Konzernergebnis.

Bilanz

In der 11.ordentlichen Hauptversammlung vom 5.Juli 2005 und weiters in der 12. ordentlichen Hauptversammlung vom 4. Juli 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, jeweils binnen 18 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben.

Im Rahmen des Aktienrückkaufprogrammes wurden im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 158.440 eigene Aktien zu einem Kaufpreis von EUR 2,8 Mio.erworben.Zum 30.Juni 2007 hält der Konzern, unter Berücksichtigung der ausgeübten Aktienoptionen, 2.519.991 eigene Aktien mit einem Kaufpreis von EUR 45,6 Mio.

Cashflow

Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um EUR 4,3 Mio. erhöht.Ausschlaggebend dafür war hauptsächlich die positive Abweichung bei der Veränderung des Working Capital um EUR 5,5 Mio im Vorjahresvergleich.

Der Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug EUR 25,4 Mio. (Vorjahr: EUR 6,0 Mio.). Die Auszahlungen für Investitionen beliefen sich auf EUR 25,8 Mio.,wovon EUR 23,8 Mio.auf die Erweiterung des Standortes in China entfielen.Die starke Abweichung im Nettomittelabfluss ergab sich aus den im Vorjahresvergleichszeitraum erfolgten Wertpapierveräußerungen.

Der Cashflowzufluss im Finanzierungsbereich in Höhe von EUR 2,7 Mio.resultierte im Wesentlichen aus der Erhöhung von Finanzverbindlichkeiten und dem Rückkauf von eigenen Aktien.

Vermögens- und Finanzlage

Die Nettoverschuldung erhöhte sich im Vergleich zu vor einem Jahr um EUR 49,5 Mio.auf EUR 123,7 Mio.,hauptsächlich durch Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten. Das Konzerneigenkapital hat sich gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum positiv entwickelt. Die negative Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Vorjahr war maßgeblich durch die Veränderung des erfolgsneutralen Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung und durch den Kauf eigener Aktien beeinflusst.Im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres entwickelten sich die Wechselkurse der funktionalen Währungen im Vergleich zum Euro in Gesamtbetrachtung positiv, und der Erwerb eigener Aktien war geringer.

Anhang zum Zwischenbericht

Der Zwischenbericht zum 30. Juni 2007 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS), unter Berücksichtigung des IAS 34, und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Gegenüber dem Geschäftsjahr endend zum 31. März 2007 sind keine Unterschiede der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegeben.

Directors' Holdings und Dealings

AKTIEN OPTIONEN
Stand Verän- Stand % Stand Verän- Stand Durchschn.
31.03.2007 derung 30.06.2007 Kapital 31.03.2007 derung 30.06.2007 Ausübungspreis
Harald Sommerer 1) 40.000 1.500 41.500 0,16 % 132.000 40.000 172.000 € 17,16
H.S. Privatstiftung 100.600 100.600 0,39 %
Sommerer gesamt 140.600 142.100 0,55 %
Steen Hansen2) 0 0 0,00 % 84.000 30.000 114.000 € 18,28
Heinz Moitzi 3) 1.672 1.672 0,01 % 60.000 30.000 90.000 € 18,67
Hannes Androsch 445.853 445.853 1,72 %
Androsch Privatstiftung 5.570.666 5.570.666 21,51 %
Androsch gesamt 6.016.519 6.016.519 23,23 %
Willibald Dörflinger 0 0 0,00 %
Dörflinger Privatstiftung 4.574.688 4.574.688 17,66 %
Dörflinger gesamt 4.574.688 4.574.688 17,66 %
Erich Schwarzbichler 0 0 0,00 %
Georg Riedl 9.290 9.290 0,04 %
Albert Hochleitner 0 0 0,00 %
Karl Fink 0 0 0,00 %
Markus Schumy 0 0 0,00 %
Johann Fuchs 4 4 0,00 %
Gerhard Fürstler 1 1 0,00 %
Maximilian Sommerer 2.500 2.500 0,01 %
Niklas Sommerer 2.500 2.500 0,01 %
Clemens Sommerer 2.500 2.500 0,01 %
Summe Directors'
Holdings und Dealings 10.750.274 1.500 10.751.774 41,51 % 276.000 100.000 376.000
Eigene Aktien4) 5) 2.361.951 158.040 2.519.991 9,73 %
Restliche ausgegebene Aktien 12.787.775 12.628.235 48,76 %
Summe5) 25.900.000 25.900.000 100,00 % 276.000 100.000 376.000

1) Optionen (gemäß Stock-Option-Plan): Neuzuteilung von 40.000 Aktienoptionen am 1. April 2007 (8. Zuteilung).

2) Optionen (gemäß Stock-Option-Plan): Neuzuteilung von 30.000 Aktienoptionen am 1. April 2007 (4. Zuteilung).

3) Optionen (gemäß Stock-Option-Plan): Neuzuteilung von 30.000 Aktienoptionen am 1. April 2007 (3. Zuteilung).

4) Der rechnerische Betrag des Grundkapitals eigener Aktien betrug zum 30. Juni 2007 EUR 2.771.990.

5) Rückgekaufte Aktien werden zur Durchführung des Mitarbeiterbeteiligungs- bzw. Stock-Option-Programms sowie für potenzielle Akquisitionen verwendet.

Investor Relations

Aktienkursentwicklung

Die erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung,die AT&S in den ersten drei Monaten des laufenden Quartals erzielen konnte, spiegelte sich leider im Aktienkurs nicht wider. Nach einem positiven Start zu Beginn des Quartals mit einem Hoch von EUR 20,44 (intraday) am 16.April 2007 setzte ein Abwärtstrend ein,der am 7.Juni 2007 mit EUR 16,1 (intraday) seinen Tiefpunkt erreichte. Danach erholte sich die Aktie wieder und schloss zum Ende des ersten Quartals mit EUR 18,6 und somit um 3 % unter dem Eröffnungskurs.Die AT&S-Aktie lag damit deutlich unter der Performance des TecDAX, der ein Plus von 10 % verzeichnen konnte. Dennoch notierten sowohl der Schlusskurs als auch der Durchschnittskurs des ersten Quartals 2007/08 um rund 18,5 % höher als im ersten Quartal des Vorjahres.

Die Liquidität der Aktie entwickelte sich mit durchschnittlich 67.334 Stück bzw. EUR 1.250.564 pro Tag weiterhin positiv. Damit belegte das Unternehmen gemessen an der Liquidität den 22.Rang im TecDAX.Aus dem Blickwinkel der Marktkapitalisierung wurde der 35.Rang erzielt.

AT&S indiziert zu TecDAX

Persönliche Kommunikation von zentraler Bedeutung

Um das Vertrauen der Financial Community in die Aktie zu stärken und um neue Investoren zu gewinnen,standen im abgelaufenen Quartal wieder Roadshows in Frankfurt, Brüssel, Dublin sowie London auf dem IR-Programm.Außerdem war AT&S auch auf der Institutional Investors Conference in Zürs vertreten und veranstaltete im Mai 2007 einen Investors Lunch für institutionelle Investoren und Analysten in Wien.

Die 13. ordentliche Hauptversammlung der AT&S fand am 3. Juli im Congress Leoben statt.Sämtliche Beschlüsse wurden mit mehr als 99 % Zustimmung gefasst. Im Einzelnen wurde die Verwendung des Bilanzgewinns zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,31 je Aktie, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Festsetzung der Vergütung des Aufsichtsrates, die Wahl des Abschlussprüfers und des Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2007/08 sowie die Ermächtigung des Vorstandes zum Erwerb eigener Aktien und deren Verwendung beschlossen.So können die von AT&S erworbenen eigenen Aktien eingezogen oder zur Durchführung des Mitarbeiterbeteiligungsbzw. Stock-Option-Programmes verwendet werden.Außerdem wurde der Vorstand ermächtigt,die eigenen Aktien auch als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen zu veräußern.

Per 30.Juni 2007 hielt AT&S 2.519.991 eigene Aktien,das sind 9,7 % des Grundkapitals.Der Freefloat beträgt nunmehr 51,1 %.

Aktionärsstruktur

Interessierten Anlegern stehen umfassende Informationen auf unserer Homepage unter www.ats.net zur Verfügung.

AT&S Aktie

WP-Kennnummer 922230
ISIN-Code AT0000969985
Deutsche Börse AUS
Reuters RIC ATSV.DE
Bloomberg AUS:GR

Finanztermine

2. Quartal 2007/08 24. Oktober 2007
3. Quartal 2007/08 24. Jänner 2008
Jahresergebnis 2007/08 14. Mai 2008
14. ordentliche Hauptversammlung 3. Juli 2008

Kontakt Investor Relations

Mag. Hans Lang, Tel: +43 1 68 300-9259, E-Mail: [email protected]

Kennzahlen nach IFRS und Aktienkennzahlen

30. Juni 2007 30. Juni 2006
EBIT-Marge 6,8 % 5,6 %
EBITDA-Marge 13,8 % 14,7 %
Eigenmittelquote 47,5 % 54,7 %
Nettoverschuldung
123,7 Mio.

74,2 Mio.
Verschuldungsgrad 54,5 % 30,6 %
ROE *) 16,8 % 11,0 %
Gewinn/Aktie**)
0,40

0,26
Höchst-/Tiefstkurs
20,44/16,10

16,95/13,73
Ultimokurs
18,60

15,73
ø Tagesumsatz (Stück) 67.334 45.242
ø Tagesumsatz (EUR) 1.250.564 706.591

*) Berechnet auf Basis des durchschnittlichen Eigenkapitals in der Periode, annualisiert. **) Berechnet auf Basis des gewogenen Mittelwertes der im Umlauf befindlichen Aktien von

23.498.132 per 30.Juni 2007 und 25.743.183 per 30.Juni 2006 gemäß IFRS-Vorschriften.

AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft Fabriksgasse 13 8700 Leoben Österreich www.ats.net

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