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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG

Annual / Quarterly Financial Statement Jul 30, 2009

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Annual / Quarterly Financial Statement

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JAHRESFINANZBERICHT ZUM 31. MÄRZ 2009

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Seite
Konzernabschluss zum 31. März 2009 1
Einzelabschluss zum 31. März 2009 78
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 114

Konzernabschluss zum 31. März 2009

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Seite

Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung 2
Konzernbilanz 3
Konzern-Geldflussrechnung 4
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 5
Anhang zum Konzernabschluss 6
Lagebericht zum Konzernabschluss 68
Bestätigungsvermerk 76

KONZERN-GEWINN- UND VERLUST-RECHNUNG

Geschäftsjahr endend zum 31. März
(in € 1.000) Erläuterung 2009 2008
Umsatzerlöse 1 449.881 485.744
Herstellungskosten 2 (383.528) (396.458)
Bruttogewinn 66.353 89.286
Vertriebskosten 2 (22.427) (23.097)
Allgemeine Verwaltungskosten 2 (21.236) (21.734)
Sonstiges betriebliches Ergebnis 4 3.892 (1.227)
Nicht wiederkehrende Posten 5 (27.642) (1.113)
Betriebsergebnis (1.060) 42.115
Finanzierungserträge
Finanzierungsaufwendungen
6
6
15.795
(14.530)
11.377
(8.253)
Finanzergebnis 1.265 3.124
Ergebnis vor Steuern
Ertragsteuern
7 205
(5.992)
45.239
(3.949)
Konzernjahresergebnis (5.787) 41.290
Davon den Gesellschaftern des Mutterunternehmens
zuzurechnen
Davon Minderheiten zuzurechnen
(5.376)
(411)
42.691
(1.401)
Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des Mutterunter
nehmens zusteht (in EUR je Aktie):
- unverwässert
24 (0,23) 1,83
- verwässert (0,23) 1,83

KONZERNBILANZ

31. März
(in € 1.000) Erläuterung 2009 2008
VERMÖGENSWERTE
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 8 349.853 297.750
Immaterielle Vermögenswerte 9 2.238 8.347
Finanzielle Vermögenswerte 13 122 119
Übergedeckte Pensionsansprüche 18 46 424
Aktive latente Steuern 7 9.962 9.391
Sonstige langfristige Vermögenswerte 10 3.066 2.461
365.287 318.492
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 11 46.998 51.714
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Forderungen 12 101.013 93.751
Finanzielle Vermögenswerte 13 14.013 20.044
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 14 2.151 2.151
Laufende Ertragsteuerforderungen 322 84
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15 7.031 9.364
171.528 177.108
Summe Vermögenswerte 536.815 495.600
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 23 45.680 45.658
Sonstige Rücklagen 561 (39.714)
Gewinnrücklagen 205.999 219.817
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens
zurechenbares Eigenkapital 252.240 225.761
Minderheitenanteile 494 530
Summe Eigenkapital 252.734 226.291
SCHULDEN
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten 17 97.060 39.301
Rückstellungen für Personalaufwand 18 9.751 10.830
Sonstige Rückstellungen 19 7.322 --
Passive latente Steuern 7 9.845 7.280
Sonstige Verbindlichkeiten 16 2.172 1.852
126.150 59.263
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten 16 53.022 75.790
Finanzielle Verbindlichkeiten
Laufende Ertragsteuerschulden
17 98.485
3.449
130.126
2.418
Sonstige Rückstellungen 19 2.975 1.712
157.931 210.046
Summe Schulden 284.081 269.309
Summe Eigenkapital und Schulden 536.815 495.600

KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG

Geschäftsjahr endend zum 31. März
(in € 1.000) 2009 2008
Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis (5.787) 41.290
Überleitungspositionen zum Nettogeldfluss aus laufender Geschäfts
tätigkeit:
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen von Anlage
vermögen und von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 53.436 37.695
Veränderung langfristiger Rückstellungen 6.528 272
Ertragsteuern 5.992 3.949
Finanzierungsaufwendungen/(-erträge) (1.265) (3.124)
(Gewinne)/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen 88 789
Auflösung von Investitionszuschüssen (1.105) (2.597)
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert 1.303 (712)
Veränderungen des Working Capital:
- Vorräte 8.210 (4.156)
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (4.357) (1.906)
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten (18.459) 3.575
- Sonstige Rückstellungen
1.251 (869)
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 45.835 74.206
gezahlte Zinsen (5.243) (7.737)
erhaltene Zinsen und Dividendenerträge 966 952
gezahlte Ertragsteuern (2.825) (5.593)
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 38.733 61.828
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten (59.058) (103.363)
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten 256 481
Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten (3) --
Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten 3.085 4.513
Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit (55.720) (98.369)
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 118.546 74.570
Auszahlungen für die Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten (97.888) (42.910)
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 1.645 2.477
Einzahlungen aus der Ausübung von Aktienoptionen -- 651
Auszahlungen für den Erwerb von eigenen Aktien -- (4.590)
Dividendenzahlungen (7.930) (7.249)
Nettomittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit 14.373 22.949
Nettoabnahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (2.614) (13.592)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang 9.364 24.597
Währungsgewinne/(-verluste) aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel
äquivalenten 281 (1.641)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresende 7.031 9.364

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

(in € 1.000) Gezeichnetes
Kapital
Sonstige
Rücklagen
Gewinn
rücklagen
Den
Gesellschaftern
des Mutter
unternehmens
zurechenbares
Eigenkapital
Minderheiten
anteile
Summe
Eigenkapital
31. März 2007 49.529 (14.924) 185.617 220.222 545 220.767
Gewinne/(Verluste) nach Steuern aus der
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
von zur Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerten -- 7 -- 7 -- 7
Währungsumrechnungsdifferenzen -- (24.797) 156 (24.641) (12) (24.653)
Direkt im Eigenkapital erfasste
Erträge/(Aufwendungen)
-- (24.790) 156 (24.634) (12) (24.646)
Konzernjahresergebnis -- -- 42.691 42.691 (1.401) 41.290
Gesamtergebnis in 2007/08 -- (24.790) 42.847 18.057 (1.413) 16.644
Aktienoptionsprogramme:
- Wert der erbrachten Leistungen
66 -- -- 66 -- 66
- Veränderung Aktienoptionen (182) -- -- (182) -- (182)
Veränderung eigener Anteile nach Steuern (3.755) -- -- (3.755) -- (3.755)
Dividendenzahlung für 2006/07 -- -- (7.249) (7.249) -- (7.249)
Minderheitenanteile durch Unternehmens
erwerbe und Umgliederung von auf Min
derheitenanteile entfallenden Verlusten -- -- (1.398) (1.398) 1.398 --
31. März 2008 45.658 (39.714) 219.817 225.761 530 226.291
Gewinne/(Verluste) nach Steuern aus der
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
von zur Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerten
-- (17) -- --
Währungsumrechnungsdifferenzen -- 40.292 -- (17)
40.292
8 (17)
40.300
Direkt im Eigenkapital erfasste
Erträge/(Aufwendungen)
-- 40.275 -- 40.275 8 40.283
Konzernjahresergebnis -- -- (5.376) (5.376) (411) (5.787)
Gesamtergebnis in 2008/09 -- 40.275 (5.376) 34.899 (403) 34.496
Aktienoptionsprogramme:
- Wert der erbrachten Leistungen 22 -- -- 22 -- 22
Dividendenzahlung für 2007/08 -- -- (7.930) (7.930) -- (7.930)
Minderheitenanteile durch Unternehmens
erwerbe und Umgliederung von auf Min
derheitenanteile entfallenden Verlusten -- -- (512) (512) 367 (145)
31. März 2009 45.680 561 205.999 252.240 494 252.734

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

I. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

A. Allgemeines

AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz "die Gesellschaft" und mit ihren Tochtergesellschaften "der Konzern" genannt) wurde in Österreich gegründet. Der Sitz der Gesellschaft ist in Österreich, Fabriksgasse 13, A-8700 Leoben-Hinterberg.

Unternehmensgegenstand ist die Fertigung und der Vertrieb von Leiterplatten und die Durchführung von damit verbundenen Dienstleistungen primär für die Telekommunikations-, Automobil- und Industrieelektronik. Die Produkte werden großteils im europäischen und asiatischen Raum direkt bei den Erstausrüstern (OEM - Original Equipment Manufacturer) und zu einem geringeren Teil bei Auftragsfertigern (CEM - Contract Electronic Manufacturer) abgesetzt.

Die Gesellschaft notiert seit 20. Mai 2008 an der Wiener Börse, Österreich, im Marktsegment Prime Market und wird seit 15. September 2008, nach einer Phase des Doppellisting auf dem bisherigen Börseplatz Frankfurt am Main, ausschließlich an der Wiener Börse gehandelt. Vor dem Wechsel des Börseplatzes notierte die Gesellschaft seit 16. Juli 1999 an der Frankfurter Börse, Deutschland, im Segment Prime Standard.

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 245a UGB in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS) und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses herangezogenen Bewertungsgrundlagen basieren auf historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten - mit Ausnahme der Wertpapiere und der derivativen Finanzinstrumente, die mit dem beizulegenden Zeitwert bzw. zu Marktwerten bewertet werden.

a. Konsolidierungsgrundsätze

Abschlussstichtag für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. März 2009 mit folgender Ausnahme: Aufgrund der gesetzlichen Lage in China entspricht das Geschäftsjahr der AT&S (China) Company Limited dem Kalenderjahr (31. Dezember 2008), sodass die Einbeziehung auf Basis eines Zwischenabschlusses zum 31. März 2009 erfolgte.

Der Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 13. Mai 2009 zur Veröffentlichung freigegeben. Der Einzelabschluss der Gesellschaft, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, wird am 10. Juni 2009 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und Feststellung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Gesellschafter können diesen Einzelabschluss in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind - neben der Gesellschaft - folgende Tochterunternehmen ab dem Zeitpunkt einbezogen und vollkonsolidiert, ab dem die Gesellschaft die Möglichkeit hat, die Finanzund Geschäftspolitik des Tochterunternehmens zu bestimmen, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %:

  • AT&S India Private Limited, Indien (im Folgenden AT&S Indien genannt, Anteil 100 %),
  • AT&S Verwaltungs GmbH & Co KG, Deutschland (Anteil 100 %),
  • AT&S Deutschland GmbH, Deutschland (Anteil 100 %),
  • C2C Technologie für Leiterplatten GmbH, Österreich (Anteil 100 %),
  • AT&S (China) Company Limited, China (im Folgenden AT&S China genannt, Anteil 100 %),
  • DCC Development Circuits & Components GmbH, Österreich (Anteil 100 %),
  • AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH, Österreich (Anteil 77,32 %),
  • AT&S Asia Pacific Limited, Hongkong (im Folgenden AT&S Asia Pacific genannt, Anteil 100 %),
  • AT&S Japan K.K., Japan (Anteil 100 %),
  • AT&S ECAD Technologies Private Limited, Indien (im Folgenden AT&S ECAD genannt, Anteil 94,20 %),
  • AT&S ECAD Technologies Inc., USA (Anteil 94,20 %),
  • AT&S Korea Co., Ltd., Südkorea (im Folgenden AT&S Korea genannt, Anteil 98,76 %),
  • AT&S Americas LLC, USA (im Folgenden AT&S Americas genannt, Anteil 100 %).

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitsanteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst.

Konsolidierungsmethoden

Alle wesentlichen Konzernsalden und -transaktionen wurden eliminiert, damit der Konzernabschluss die Rechnungslegungsinformationen über den Konzern so darstellt, als würde es sich bei dem Konzern um ein einziges Unternehmen handeln.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach den Bestimmungen des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse" (Consolidated and Separate Financial Statements). Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Zwischenergebnisse im Anlage- und Vorratsvermögen werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Im Übrigen werden für alle einbezogenen Tochterunternehmen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.

Der Konzern betrachtet Transaktionen mit Minderheiten als Transaktionen mit Eigenkapitalgebern des Konzerns. Bei Käufen von Minderheitenanteilen wird die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem zuordenbaren erworbenen Anteil am Nettoreinvermögen des Tochterunternehmens vom Eigenkapital abgezogen. Gewinne oder Verluste aus Veräußerungen an Minderheiten werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst. Bei Verkäufen an Minderheiten wird die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem zuordenbaren veräußerten Anteil am Nettoreinvermögen des Tochterunternehmens auch im Eigenkapital erfasst.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

b. Segmentinformationen

Als geographisches Segment wird eine unterscheidbare Teilaktivität eines Unternehmens bezeichnet, die Produkte oder Dienstleistungen innerhalb eines spezifischen wirtschaftlichen Umfeldes anbietet oder erbringt und die Risiken und Erträgen ausgesetzt ist, die sich von Teilaktivitäten unterscheiden, die in anderen wirtschaftlichen Umfeldern ausgeführt werden.

Als Geschäftssegment wird eine unterscheidbare Teilaktivität eines Unternehmens bezeichnet, die ein individuelles Produkt oder eine Dienstleistung oder eine Gruppe ähnlicher Produkte oder Dienstleistungen erstellt oder erbringt und die Risiken und Erträgen ausgesetzt ist, die sich von denen anderer Geschäftssegmente unterscheiden.

c. Fremdwährungen

Die Konzernwährung ist der Euro (EUR). Die funktionale Währung ausländischer Tochterunternehmen ist die jeweilige Landeswährung.

Ausländische Gesellschaften

Die Umrechnung der Bilanzen der AT&S Indien, AT&S China, AT&S Asia Pacific, AT&S Japan K.K., AT&S ECAD, AT&S ECAD Technologies Inc., AT&S Korea und AT&S Americas erfolgt mit Ausnahme der Eigenkapitalpositionen (historischer Kurs) mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlust-Rechnungen erfolgt mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres. Die Auswirkungen von Wechselkursveränderungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Fremdwährungstransaktionen

In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsposten zum Umrechnungskurs des Entstehungstages bewertet. Monetäre Posten werden zum Bilanzstichtag mit dem Kurs des Abschlussstichtages umgerechnet; nicht monetäre Posten, die nach dem Anschaffungskostenprinzip bilanziert worden sind, werden unverändert mit dem Kurs der Erstbuchung ausgewiesen. Die Währungsdifferenzen aus der Umrechnung monetärer Posten - mit Ausnahme jener aus "Jederzeit verkaufbare Wertpapiere" werden erfolgswirksam erfasst. Die Währungsdifferenzen aus "Jederzeit verkaufbare Wertpapiere" werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

d. Ertragsrealisierung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden abzüglich Umsatzsteuer und Erlösschmälerungen entsprechend den Incoterms zum Zeitpunkt der Eigentumsübertragung an den Kunden realisiert. Transportkosten im Zusammenhang mit den Umsatzerlösen sind in den Vertriebskosten ausgewiesen.

Zinserträge

Die Zinserträge werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Vermögenswertes erfasst.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

e. Ertragsteuern

Die Ertragsteuerbelastung basiert auf dem Jahresgewinn und berücksichtigt latente Steuern.

Aktive und passive Steuerabgrenzungen werden im Konzern unter Anwendung der bilanzorientierten Methode angesetzt. Dabei wird der erwartete Steuereffekt aus Differenzen zwischen den Buchwerten im Konzernabschluss und den steuerlichen Buchwerten, die sich in den Folgejahren wieder ausgleichen, durch Bildung von aktiven und passiven latenten Steuerpositionen berücksichtigt. Bei der Berechnung des Steuereffekts wurde der derzeit jeweils gültige oder verbindlich verlautbarte Steuersatz unterstellt.

Steuerabgrenzungen ergeben sich aus der Bewertung bestimmter Positionen der Vermögenswerte und Schulden sowie steuerlichen Verlustvorträgen und Firmenwertabschreibungen.

Latente Steuern auf die - erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten - noch nicht realisierten Gewinne/Verluste von jederzeit verkaufbaren Wertpapieren werden ebenso erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Aktive latente Steuerabgrenzungen auf Verlustvorträge sind nach IFRS zu bilden, wenn angenommen werden kann, dass diese durch zukünftige steuerliche Gewinne genutzt werden können.

Latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

f. Sachanlagen

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Anschaffungsnebenkosten und Erweiterungsinvestitionen werden aktiviert, hingegen werden Instandhaltungsaufwendungen in jener Periode aufwandswirksam erfasst, in der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden in jener Periode erfolgswirksam als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Die Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagen abgeschrieben, ab dem sie sich im betriebsbereiten Zustand befinden. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis. Grundstücke werden nicht abgeschrieben.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibung liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Gebäude und Bauten 15 - 50 Jahre
Maschinen und technische Anlagen 5 - 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 - 10 Jahre

Abschreibungsdauer und Abschreibungsmethode werden jährlich zum Ende des Geschäftsjahres überprüft.

Erwartete Abbruch- und Entsorgungskosten am Ende der Nutzungsdauer werden als Teil der Anschaffungskosten aktiviert und in eine Rückstellung eingestellt. Voraussetzung dafür ist eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten und dass eine Schätzung zuverlässig durchgeführt werden kann.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Gemietete Sachanlagen, bei denen der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen innehat und die wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind, werden entsprechend IAS 17 "Leasingverhältnisse" (Leases) mit dem Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Anlagegegenstandes. Ist zu Beginn des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sichergestellt, dass das Eigentum auf den Leasingnehmer übergehen wird, so wird der Vermögenswert über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer, abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind abgezinst passiviert. Die laufenden Zahlungen der Leasingraten werden in Tilgungsanteil und Finanzierungskosten aufgeteilt.

Die überlassenen Gegenstände aller anderen Leasing- und Pachtverträge werden als operatives Leasing behandelt und dem Vermieter oder Verpächter zugerechnet. Die Mietzahlungen werden als Aufwand erfasst.

Die aus der Stilllegung oder aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens resultierenden Gewinne oder Verluste, die sich aus der Differenz zwischen Nettoveräußerungswert und Buchwert ergeben, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst.

g. Immaterielle Vermögenswerte

Patente, Markenrechte und Lizenzen

Ausgaben für erworbene Patente, Markenrechte und Lizenzen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert und linear über ihre gewöhnliche Nutzungsdauer von 4 bis 10 Jahren abgeschrieben. Abschreibungsdauer und Abschreibungsmethode werden jährlich zum Ende des Geschäftsjahres überprüft.

Firmenwerte

Der Geschäfts- oder Firmenwert, der den Überschuss der Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Erwerbers an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens darstellt, wird zum Erwerbszeitpunkt als immaterieller Vermögenswert angesetzt.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden ergebniswirksam im Jahr ihres Entstehens in den Herstellungskosten erfasst. Entwicklungskosten stellen ebenfalls Periodenaufwand dar. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die folgenden Nachweise kumulativ erbracht werden können:

  • Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes ist gegeben, damit er zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung stehen wird.
  • Die Absicht besteht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen.
  • Die Fähigkeit ist vorhanden, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.
  • Wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen Nutzen erzielen wird, ist nachweisbar.
  • Die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können, ist gegeben.
  • Es besteht die Fähigkeit zur verlässlichen Bestimmung der im Rahmen der Entwicklung des immateriellen Vermögenswertes zurechenbaren Aufwendungen.

Im vorliegenden Konzernabschluss wurden keine Entwicklungskosten aktiviert.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

h. Abschreibungen für Wertverluste und Zuschreibungen auf Sachanlagen, immaterielles Anlagevermögen und zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Die Werthaltigkeit der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte wird regelmäßig daraufhin überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Liegt der erzielbare Betrag des jeweiligen Anlagegegenstandes unter dem Buchwert, erfolgt eine Abschreibung für Wertverluste (Impairment) in Höhe des Unterschiedsbetrages. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende seiner Nutzungsdauer erwartet werden.

Es wird jährlich untersucht, ob eine Wertminderung (Impairment) des Geschäfts- oder Firmenwertes vorliegt. Falls unterjährig Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte, erfolgt eine sofortige Überprüfung. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units) verteilt.

Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst werden wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung.

Fällt die Ursache für eine in der Vergangenheit erfolgte Abschreibung für Wertverluste weg, wird, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes, eine Zuschreibung für Wertaufholung auf die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen.

i. Vorräte

Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Veräußerungskosten. Anschaffungskosten werden durch die FIFO-Methode (first-in, first-out) ermittelt. Bei der Ermittlung der Herstellkosten für unfertige und fertige Erzeugnisse werden Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne und andere direkt zurechenbare Kosten sowie angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Zinsen werden nicht angesetzt.

j. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Die Forderungen werden zum Nennwert, abzüglich Wertberichtigungen für mögliche Ausfälle, bilanziert. Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Risikovorsorgen decken alle erkennbaren Bonitäts- und Länderrisiken ab.

k. Finanzielle Vermögenswerte

Ansatz und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgen nach dem Erfüllungsdatum. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Der Erstansatz erfolgt, außer bei den "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten" finanziellen Vermögenswerten, zuzüglich der Transaktionskosten.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Finanzielle Vermögenswerte werden in nachfolgend erläuterte Kategorien unterteilt. Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck der finanziellen Vermögenswerte ab und wird jährlich überprüft.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Finanzinstrumente, die hauptsächlich mit der Absicht erworben wurden, einen Gewinn aus kurzfristigen Schwankungen des Preises oder der Händlermarge zu erzielen, sind als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt zu Zeitwerten exklusive Transaktionskosten, in späteren Perioden zum jeweils aktuellen Marktwert. Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste werden in der Gewinnund Verlust-Rechnung im Finanzergebnis erfasst. Dies betrifft im Wesentlichen zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere. Derivative Finanzinstrumente gehören ebenfalls dieser Kategorie an, sofern nicht das "Hedge Accounting" zur Anwendung gelangt (siehe l. Derivative Finanzinstrumente).

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere

Die bis zur Endfälligkeit gehaltenen Wertpapiere werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Gegebenenfalls erforderliche Wertminderungen werden erfolgswirksam vorgenommen.

Ausleihungen und Forderungen

Ausleihungen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. In der Bilanz werden diesbezügliche Vermögenswerte unter der Position "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" ausgewiesen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte betreffen jederzeit verkaufbare Wertpapiere (Securities Available-for-Sale). Es handelt sich dabei um Wertpapiere, die nach Meinung des Managements als Reaktion auf einen - oder wegen eines - erwarteten Liquiditätsbedarf/s oder aufgrund erwarteter Änderungen von Zinssätzen, Wechselkursen oder Aktienkursen verkauft werden können, wobei die Einteilung in lang- und kurzfristige Aktiva in Übereinstimmung mit der voraussichtlichen Behaltedauer erfolgt.

Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten zuzüglich Transaktionskosten, in späteren Perioden zum jeweils aktuellen Marktwert. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden abzüglich entsprechender Ertragsteuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, bis diese Wertpapiere verkauft oder als wertgemindert eingestuft werden.

Zins- und Dividendenerträge aus jederzeit verkaufbaren Wertpapieren werden in der Gewinn- und Verlust-Rechnung im Finanzergebnis erfasst.

Bei der Veräußerung von jederzeit verkaufbaren Wertpapieren wird der kumulierte und bis dahin im Eigenkapital erfasste nicht realisierte Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlust-Rechnung der Berichtsperiode im Finanzergebnis erfasst.

Sobald ein jederzeit verkaufbares Wertpapier als wertgemindert eingestuft wird, wird der bis dahin im Eigenkapital erfasste, kumulierte nicht realisierte Verlust in der Gewinn- und Verlust-Rechnung im Finanzergebnis erfasst. Eine Wertminderung ist dann gegeben, wenn Hinweise darauf bestehen, dass der beizulegende Zeitwert unter den Buchwert gesunken ist. Dies ist insbesondere dann gegeben, wenn der Rückgang des Marktpreises ein solches Ausmaß annimmt, dass eine Wertaufholung auf den Anschaffungswert innerhalb eines vorhersehbaren Zeitraums vernünftigerweise nicht erwartet werden kann. Eine Werthaltigkeitsprüfung erfolgt zu jedem Bilanzstichtag.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Weiters werden unter den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten jene finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen, die keiner der anderen der dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Wenn sich für nicht börsenotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen lässt, werden diese finanziellen Vermögenswerte mit den Anschaffungskosten bewertet. Gegebenenfalls erforderliche Wertminderungen werden erfolgswirksam vorgenommen, wobei diesbezügliche Wertminderungen nicht rückgängig gemacht werden.

l. Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern schließt derivative Finanzgeschäfte ab, um sich gegen Währungsschwankungen bei Transaktionen in Fremdwährung - in erster Linie in US-Dollar - abzusichern. Diese Instrumente betreffen hauptsächlich Devisentermingeschäfte, Währungsoptionen sowie Währungsswaps und werden abgeschlossen, um den Konzern gegen Wechselkursschwankungen - durch Fixierung von zukünftigen Wechselkursen für Fremdwährungsaktiva und -passiva - zu schützen.

Der Konzern schließt weiters Zinsswaps ab, um sich gegen Zinssatzschwankungen abzusichern.

Wertschwankungen der gesicherten Position werden durch korrespondierende Wertschwankungen des Termingeschäfts ausgeglichen. Der Konzern setzt keine Finanzinstrumente für spekulative Zwecke ein.

Die erstmalige Erfassung bei Vertragsabschluss und die Folgebewertung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt mit deren Marktwerten. Das "Hedge Accounting" gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" (Financial Instruments: Recognition and Measurement) kommt derzeit nicht zur Anwendung, sodass unrealisierte Gewinne und Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten in der Gewinn- und Verlust-Rechnung im Finanzergebnis erfasst werden.

m. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Termingelder, täglich fällige Bankguthaben sowie kurzfristige, hoch liquide Veranlagungen mit einer Gesamtlaufzeit von bis zu drei Monaten (Commercial Papers und Geldmarktfonds).

n. Minderheitenanteile

Die Minderheitenanteile stellen sich wie folgt dar:

  • 22,68 % betreffen das Eigenkapital an der AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH,
  • 5,80 % betreffen das Eigenkapital an der AT&S ECAD,
  • 1,24 % betreffen das Eigenkapital an der AT&S Korea.

Die auf Minderheitenanteile entfallenden Verluste können den auf diese Anteile entfallenden Anteil am Eigenkapital dieser Gesellschaften übersteigen. Der übersteigende Betrag und jeder weitere auf Minderheitenanteile entfallende Verlust wird gegen die Mehrheitsbeteiligung am Konzerneigenkapital verrechnet, mit Ausnahme des Betrages, für den die Minderheiten eine verbindliche Verpflichtung besitzen und in der Lage sind, die Verluste auszugleichen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

o. Rückstellungen

Rückstellungen werden bilanziert, wenn der Konzern eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten hat, die auf vorangegangenen Ereignissen beruht, und es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen notwendig sein werden, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können, und der Betrag verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und der jeweiligen Neueinschätzung angepasst.

Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert.

p. Rückstellungen für Personalaufwand

Rückstellungen für Pensionen

Im Konzern bestehen für die betriebliche Altersvorsorge verschiedene beitrags- und leistungsorientierte Versorgungssysteme.

Bei beitragsorientierten Pensionszusagen (Defined Contribution) werden die Zusagen durch fixierte Beträge an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen geleistet. Diese Beiträge werden im Personalaufwand ausgewiesen. Eine Rückstellung ist nicht zu bilden, da über die festgelegten Beträge hinaus keine weiteren Verpflichtungen gegeben sind.

Für Vorstände und bestimmte leitende Angestellte bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen (Defined Benefit), die zu jedem Bilanzstichtag durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker bewertet werden. Die Verpflichtung des Konzerns besteht darin, die zugesagten Leistungen an aktive und ausgeschiedene Vorstände und leitende Angestellte sowie deren Angehörige zu erfüllen. Die sich nach der Methode laufender Einmalprämien des Anwartschaftsansammlungsverfahrens (Projected Unit Credit Method) ergebende Pensionsverpflichtung wird bei einem fondsfinanzierten Versorgungssystem in Höhe des Vermögens des Fonds gekürzt. Der Barwert der Anwartschaft wird aufgrund der geleisteten Dienstjahre, der erwarteten Gehaltsentwicklung und der Rentenanpassungen berechnet.

Soweit das Fondsvermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen passiviert. Übersteigt das Fondsvermögen die Pensionsverpflichtung, wird der übersteigende Wert unter den überdeckten Pensionsansprüchen ausgewiesen.

Der im jeweiligen Geschäftsjahr erfasste Personalaufwand basiert auf Erwartungswerten und beinhaltet die erworbenen Ansprüche, den Zinsaufwand, die versicherungstechnischen Ergebnisse unter Anwendung der Korridormethode sowie die Veranlagungsergebnisse der zur Deckung vorgesehenen Vermögenswerte.

Zu jedem Bilanzstichtag ergeben sich aufgrund der Änderung von versicherungsmathematischen Schätzannahmen (Fluktuationsrate, aktueller Marktzinssatz erstrangiger festverzinslicher Industrieanleihen, Gehaltsniveau sowie die tatsächlichen Erträge aus dem zweckgebundenen Vermögen des Pensionsfonds) wertmäßige Auswirkungen, die als versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste bezeichnet werden. Diese versicherungstechnischen Ergebnisse werden unter Anwendung der Korridormethode gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" (Employee Benefits) bilanziert. Die Verteilung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten außerhalb des Korridors (10 % des Barwertes der Verpflichtung oder des dem Planvermögen beizulegenden Zeitwerts) erfolgt über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer, jene innerhalb des Korridors werden nicht angesetzt.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Rückstellungen für Abfertigungen

Abfertigungen sind aufgrund arbeitsrechtlicher Bestimmungen im Wesentlichen bei Kündigungen durch den Dienstgeber sowie bei Pensionsantritt zu bezahlen. Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgt zu jedem Bilanzstichtag durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker.

Für bis einschließlich 2002 eingetretene Mitarbeiter der österreichischen Gesellschaften bestehen direkte Verpflichtungen, welche den wesentlichen Teil der Abfertigungsverpflichtungen des Konzerns darstellen. Diese Verpflichtungen werden, unter Anwendung des IAS 19, nach dem Anwartschaftsansammlungsverfahren unter Berücksichtigung der Korridormethode bewertet und stellen ungedeckte Abfertigungsansprüche dar. Die Verteilung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten außerhalb des Korridors erfolgt über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer. Für seit dem 1. Jänner 2003 eingetretene Mitarbeiter wird der Abfertigungsanspruch durch laufende Beiträge in eine Mitarbeitervorsorgekasse (MVK) abgegolten. Diese laufenden Beiträge werden im Personalaufwand ausgewiesen. Eine darüber hinausgehende Verpflichtung des Unternehmens besteht nicht.

Für Mitarbeiter der Gesellschaften in Indien sind die Abfertigungsansprüche durch Lebensversicherungen gedeckt. Weiters bestehen bei den Mitarbeitern in Südkorea Abfertigungsansprüche.

Der im jeweiligen Geschäftsjahr erfasste Personalaufwand basiert auf Erwartungswerten und beinhaltet die erworbenen Ansprüche, den Zinsaufwand sowie die versicherungstechnischen Ergebnisse unter Anwendung der Korridormethode.

Rückstellungen für sonstige Dienstnehmeransprüche

Die Personalrückstellungen für sonstige Dienstnehmeransprüche beinhalten Rückstellungen für Jubiläumsgelder und betreffen die Mitarbeiter in Österreich und China.

Jubiläumsgelder sind kollektivvertraglich festgelegte, einmalige, vom Entgelt und der Betriebszugehörigkeit abhängige Sonderzahlungen. Das Erreichen einer Anzahl von Dienstjahren, die ununterbrochen sein müssen, ist Voraussetzung. Die Bewertung erfolgt nach dem Anwartschaftsansammlungsverfahren unter Zugrundelegung derselben Parameter wie bei den Abfertigungen, jedoch ohne Berücksichtigung der Korridormethode. Der im jeweiligen Geschäftsjahr erfasste Personalaufwand beinhaltet die erworbenen Ansprüche, den Zinsaufwand und die versicherungstechnischen Ergebnisse. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker die Bewertung der Verpflichtung.

q. Aktienorientierte Mitarbeitervergütungen

Der Konzern hat sowohl einen aktienbasierten Vergütungsplan, der durch die Ausgabe eigener Anteile bedient wird, als auch einen aktienbasierten Vergütungsplan, mit wahlweisem Barausgleich oder Ausgleich durch eigene Anteile, aufgelegt. Diese aktienorientierten Mitarbeitervergütungen (Stock-Option-Pläne) werden gemäß IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" (Share-based Payment) bilanziert.

Der beizulegende Zeitwert der von den Mitarbeitern als Gegenleistung für die Gewährung der Aktienoptionen erbrachten Arbeitsleistung wird als Aufwand erfasst. Der Konzern berücksichtigt eine entsprechende Zunahme im Eigenkapital, wenn ein Ausgleich für die erbrachten Arbeitsleistungen durch Ausgabe eigener Anteile erfolgt. Es wird auf Punkt 23 "Gezeichnetes Kapital" verwiesen. Der Konzern berücksichtigt eine Zunahme als Verbindlichkeit, wenn wahlweise ein Barausgleich oder Ausgleich durch Ausgabe eigener Anteile erfolgt. Es wird auf Punkt 16 "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

r. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten angesetzt und in Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages bewertet.

s. Öffentliche Zuwendungen

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendungen erfüllt.

Öffentliche Zuwendungen für Kosten werden über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Kompensation sie gewährt werden, anfallen. Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden als Abgrenzungsposten innerhalb der Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst. Die erfolgswirksame Erfassung wird im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

t. Eventualschulden, -forderungen und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eventualschulden werden in der Bilanz nicht berücksichtigt, aber im Anhang erläutert. Sie werden dann nicht offen gelegt, wenn der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen unwahrscheinlich ist.

Eine Eventualforderung wird im Konzernabschluss nicht berücksichtigt, aber offen gelegt, wenn der Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

u. Neue Rechnungslegungsvorschriften

Im Konzernabschluss werden die am Bilanzstichtag bereits verpflichtend in Kraft getretenen IFRS angewendet. Der IASB hat Änderungen bei bestehenden Standards verabschiedet sowie neue Standards und Interpretationen herausgegeben, die ab 2008/09 verpflichtend anzuwenden sind. Diese Regelungen sind auch in der EU anzuwenden und betreffen folgende Standards:

  • IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" (Änderung: Umgliederung von finanziellen Vermögenswerten)
  • IFRIC 11 "IFRS 2 Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen" (Klärung der Ausweisfrage von aktienbasierten Vergütungen in den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften)

Die Änderung dieser Regelungen hatte keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Der IASB hat weitere Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2008/09 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Die folgenden Standards und Interpretationen wurden bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses von der EU übernommen und im offiziellen Journal veröffentlicht:

  • IFRS 8 "Geschäftssegmente" ersetzt IAS 14 "Segmentberichterstattung" (Anwendung des "Management Approach", wonach Geschäftssegmente wie bei der internen Berichterstattung des Managements verwendet werden)
  • IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme"
  • IFRIC 14 "IAS 19 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung"
  • IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" und IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse (Änderung: Ansatz des Beteiligungsbuchwertes des Tochterunternehmens im IFRS-Einzelabschluss des Mutterunternehmens)
  • IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und "IAS 1 (2007)" ersetzen den bestehenden IAS 1
  • IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" (Änderung: Ausübungsbedingungen und Kündigungen)
  • IAS 23 "Fremdkapitalkosten" (Änderung: Verpflichtende Aktivierung von Fremdkapitalkosten für einen qualifizierten Vermögenswert)
  • IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" und IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" (Änderung: Kündbare Finanzinstrumente und Verpflichtungen aus Kündigungen)

Die Änderungen sind für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen. Der Konzern wird daher diese Neuregelungen ab dem Geschäftsjahr 2009/10 anwenden. Aus derzeitiger Sicht sind keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu erwarten, wobei keine abschließende Beurteilung vorgenommen werden kann. Auswirkungen ergeben sich jedenfalls auf Teile der Abschlussdarstellung.

Weiters wurden im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprojekts des IASB im Mai 2008 insgesamt 20 Standards geändert, welche ebenfalls von der EU bereits übernommen wurden und im Geschäftsjahr 2008/09 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Änderungen:

  • IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" und entsprechende Änderung von IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" (Änderung: Plan zur Veräußerung von Anteilen an einem Tochterunternehmen, die zum Verlust der Beherrschung führt)
  • IAS 23 "Fremdkapitalkosten" (Änderung: Bestandteile der Fremdkapitalkosten)
  • IAS 16 "Sachanlagen" (Änderung: Verkauf von zu Vermietungszwecken gehaltenen Vermögenswerten sowie erzielbarer Betrag)
  • IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" (Änderung: Eventualverbindlichkeiten)
  • IAS 20 "Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand" (Änderung: Bilanzierung von unterverzinslichen Darlehen der öffentlichen Hand)
  • IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" (Änderung: Bewertung von zur Veräußerung gehaltenen Tochterunternehmen im Einzelabschluss des Mutterunternehmens)
  • IAS 28 "Anteile an assoziierte Unternehmen" (Änderung: Wertaufholungsverbot und Goodwill sowie Angaben für Anteile an assoziierten Unternehmen und gemeinschaftlich geführten Unternehmen)
  • IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" (Änderung: Beschreibung der Bewertungsbasis in Jahresabschlüssen)
  • IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" (Änderung: Anhangangaben zur Ermittlung des erzielbaren Betrags bei der Anwendung des Fair-value-less-cost-to-sell)

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

  • IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" (Änderung: Werbung und Verkaufsförderung sowie anzuwendende Abschreibungsmethode)
  • IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" (Änderungen: Umklassifizierung von Finanzinstrumenten, Anpassung des Effektivzinssatzes sowie Sicherungsbeziehung und Segmentberichterstattung)
  • IAS 40 "Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien" (Änderungen: Immobilien, die für die zukünftige Nutzung als Finanzinvestition erstellt oder entwickelt werden sowie Unmöglichkeit der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts)
  • IAS 41 "Landwirtschaft" (Änderungen: Berechnung des beizulegenden Zeitwerts sowie Marktzinssatz bei der Diskontierung künftiger Cashflows)

Die Änderungen sind für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen, mit Ausnahme der Änderung des IFRS 5 und IFRS 1 (anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen). Der Konzern wird daher diese Neuregelungen ab dem Geschäftsjahr 2009/10 (bzw. die Änderungen von IFRS 5 und IFRS 1 ab dem Geschäftsjahr 2010/11) anwenden. Aus derzeitiger Sicht sind keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns zu erwarten.

Folgende Standardänderungen im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprojekts des IASB vom Mai 2008 betreffen Formulierungsänderungen oder redaktionelle Änderungen, die keine oder nur minimale Auswirkungen auf die Bilanzierung haben. Die Änderungen sind für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen. Der Konzern wird daher diese Neuregelungen ab dem Geschäftsjahr 2009/10 anwenden:

  • IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" (Änderung: Darstellung des Finanzergebnisses)
  • IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler" (Änderung: Leitlinien)
  • IAS 10 "Ereignisse nach dem Abschlussstichtag" (Änderung: Dividenden, die nach dem Bilanzstichtag, aber vor der Freigabe des Abschlusses zur Veröffentlichung beschlossen wurden)
  • IAS 18 "Umsatzerlöse" (Änderung: Kosten der Darlehensbegebung)
  • IAS 20 "Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand" (Änderung: Anpassung der Terminologie)
  • IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" (Änderung: Anpassung der Terminologie)
  • IAS 34 "Zwischenberichterstattung" (Änderung: Ergebnisse je Aktie)
  • IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" (Änderung: Anpassung der Terminologie)
  • IAS 41 "Landwirtschaft" (Änderung: Anpassung der Terminologie; Änderung eines Beispiels)

Die folgenden Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen wurden vom IASB bzw. IFRIC verabschiedet, aber bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses noch nicht von der EU übernommen:

  • IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" und IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" (Änderungen: Erfassung von Kosten eines Unternehmenszusammenschlusses, Wahlrecht Full-Goodwill-Methode; Klarstellungen zu stufenweisem Erwerb und sonstige Überarbeitung)
  • IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards"
  • IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" (Änderung: Zulässige Grundgeschäfte im Rahmen von Sicherungsbeziehungen)
  • IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" (Änderung: Umgliederung von finanziellen Vermögenswerten)
  • IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" (Änderung: Verbesserung der Darstellung von Angaben zu Finanzinstrumenten)
  • IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen"

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

  • IFRIC 15 "Immobilienfertigungsaufträge"
  • IFRIC 16 "Zur Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb"
  • IFRIC 17 "Sachdividenden an Eigentümer"
  • IFRIC 18 "Übertragung eines Vermögenswerts durch einen Kunden"
  • IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate" und IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" (Änderung: Eingebettete Derivate)

Im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprojekts des IASB wurden im April 2009 insgesamt 10 Standards und 2 Interpretationen geändert. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Änderungen, die ebenfalls bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses noch nicht von der EU übernommen wurden:

  • IFRS 2 "Anteilbasierte Vergütung" (Änderung: Klarstellung des Bereichs von IFRS 2 und zusätzliche Änderungen als Folge der Neufassung der IFRS 3)
  • IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" (Änderung: Klarstellung der Einstufungsverpflichtungen sowie Erweiterung der Darstellungsverpflichtungen)
  • IFRS 8 "Geschäftssegmente" (Änderung: Darstellungsverpflichtungen über das Ergebnis und über die Vermögenswerte und Schulden der Geschäftssegmente)
  • IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" (Änderung: Klarstellung der Klassifikationsverpflichtungen der Schulden und Verbindlichkeiten der wandelbaren Instrumente)
  • IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" (Änderung: Es wird klargestellt, dass nur Ausgaben, die zu einer Erfassung eines Vermögenswertes führen, unter Cashflows aus Investitionstätigkeit zu erfassen sind)
  • IAS 17 "Leasingverhältnisse" (Änderung: Neueinstufung von Leasingverhältnissen mit Grundstücks- und Gebäudekomponenten bzw. eines Grundstücks, das eine unbegrenzte wirtschaftliche Nutzungsdauer besitzt)
  • IAS 18 "Umsatzerlöse" (Änderung: Verbesserung der Kriterien für die Einstufung des Unternehmens als Auftraggeber oder als Auftragnehmer)
  • IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" (Änderung: Klarstellung der Zuordnung des Geschäfts- oder Firmenwertes zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten)
  • IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" (Änderungen: Klarstellung der Bewertung des beizulegenden Zeitwerts eines bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen immateriellen Vermögenswerts und zusätzlicher Änderungen als Folge der Überarbeitung von IFRS 3)
  • IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" (Änderung: Klarstellung der Beurteilung der Verbindung der eingebetteten Derivate mit dem Basisvertrag im Falle von Strafen sowie Verträge zwischen Parteien eines Unternehmenszusammenschlusses)
  • IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate" (Änderung: Klarstellung des Umfangs von IFRIC 9 und zusätzliche Änderungen als Folge der Überarbeitung des IFRS 3)
  • IFRIC 16 "Zur Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb" (Änderung: Klarstellung der Abgrenzungen zu Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb)

Die Auswirkungen dieser Neuregelungen, die bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses noch nicht von der EU übernommen wurden, können noch nicht verlässlich abgeschätzt werden.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

C. Kritische Schätzungen und Annahmen bei der Bilanzierung und Bewertung

Der Konzern trifft Schätzungen und Annahmen zur Festlegung des Wertes der angegebenen Aktiva, Passiva, Umsatzerlöse und Aufwendungen sowie sonstiger finanzieller Verpflichtungen und Eventualforderungen und -schulden. Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen. Die tatsächlichen Ergebnisse können in Zukunft von diesen Schätzungen abweichen. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass die Annahmen angemessen sind.

Ermittlung der Anwartschaftsbarwerte für Personalverpflichtungen

Der Barwert der langfristigen Personalverpflichtungen hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen (siehe I.B.p. "Rückstellungen für Personalaufwand"). Eine Reduktion des Zinssatzes (versicherungsmathematischer Parameter) von 5,25 % auf 4,75 % hätte zum 31. März 2009 folgende Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert der Pensionsund Abfertigungsansprüche:

(in € 1.000) Pensionsansprüche Abfertigungsansprüche
Erhöhung Barwert der Verpflichtung 775 743

Eine Erhöhung des Zinssatzes (versicherungsmathematischer Parameter) von 5,25 % auf 5,75 % hätte zum 31. März 2009 folgende Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert der Pensions- und Abfertigungsansprüche:

(in € 1.000) Pensionsansprüche Abfertigungsansprüche
Reduktion Barwert der Verpflichtung 687 675

Es wird auf Punkt 18 "Rückstellungen für Personalaufwand" verwiesen.

Bewertung der latenten Steuern und laufenden Ertragsteuerschulden

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften), die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Eine künftige Änderung der Steuersätze hätte auch Auswirkungen auf die zum aktuellen Bilanzstichtag aktivierten latenten Steuern. Weiters können Abweichungen hinsichtlich der Interpretation von Steuervorschriften seitens der Finanzverwaltung zu einer Änderung von Ertragsteuerschulden führen.

Für ertragsteuerliche Verlustvorträge im Konzern wurden aktive latente Steuern in Höhe von EUR 29,6 Mio. nicht gebildet. Der Großteil dieser nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge ist unbegrenzt vortragsfähig. Falls in weiterer Folge von einer Realisierbarkeit ausgegangen werden sollte, wären diese aktiven Steuerlatenzen anzusetzen und ein entsprechender Steuerertrag auszuweisen. Es wird auf Punkt 7 "Ertragsteuern" verwiesen.

Sonstige Schätzungen und Annahmen

Weiters erfolgen Schätzungen, die Wertminderungen (Impairment) des Anlagevermögens, die Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten, die Restrukturierung des Standortes Leoben-Hinterberg, Forderungswertberichtigungen und Vorratsbewertungen betreffen. Es wird insbesondere auf Punkt 4 "Sonstiges betriebliches Ergebnis", Punkt 5 "Nicht wiederkehrende Posten" und Punkt 19 "Sonstige Rückstellungen" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

II. RISIKOBERICHT

Finanzrisiken

Das Risikomanagement erfolgt durch das zentrale Treasury entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Richtlinien. Diese internen Richtlinien regeln Zuständigkeiten, Handlungsparameter und Limite. Das zentrale Treasury identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten des Konzerns. Der Vorstand gibt sowohl für das bereichsübergreifende Risikomanagement als auch für bestimmte Bereiche, wie z. B. den Umgang mit dem Fremdwährungsrisiko, dem Zins- und Kreditrisiko, dem Einsatz derivativer und nicht-derivativer Finanzinstrumente sowie der Investition von Liquiditätsüberschüssen, Richtlinien vor.

Zu den Kreditrisiken und derivativen Finanzinstrumenten finden sich detaillierte Angaben unter Punkt I.B.l. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Derivative Finanzinstrumente" und Punkt 20 "Derivative Finanzinstrumente". Derivative Finanzinstrumente, wie Devisentermingeschäfte, Optionen und Swaps, werden im Konzern ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über Liquiditätsreserven in Höhe von TEUR 66.898. Davon entfallen TEUR 20.602 auf Zahlungsmittel(äquivalente) sowie zu Handelszwecken gehaltene und jederzeit verkaufbare Wertpapiere und TEUR 46.296 auf bestehende, nicht ausgenützte Finanzierungsrahmen.

Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zu 11.300.000 neue Aktien aus genehmigtem Kapital zu emittieren sowie Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000 auszugeben, weiters die eigenen Anteile (zum Bilanzstichtag hält der Konzern 2.577.412 eigene Aktien) zu veräußern.

Der Konzern verfügt zudem über einen deutlich positiven operativen Cashflow. Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 38.733 für das Geschäftsjahr 2008/09 (2007/08: TEUR 61.828).

Zu den Liquiditätsrisiken wird weiters auf die detaillierten Angaben unter Punkt 17 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen. Zusätzlich zu den am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden langfristigen Finanzierungen hat die Gesellschaft eine verbindliche Kreditzusage in Höhe von EUR 37 Mio. mit einer Laufzeit von fünf Jahren erhalten.

Marktrisiken

Zinsänderungsrisiken

Aktivseitig bestehen geringe Zinsänderungsrisiken im Wertpapiervermögen. Sonstige Liquiditätsbestände werden überwiegend kurzfristig veranlagt, und der gesamte Wertpapierbestand ist jederzeit veräußerbar. Es wird auf Punkt 13 "Finanzielle Vermögenswerte" und Punkt 15 "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" verwiesen.

Passivseitig sind zum Bilanzstichtag 78 % des Gesamtbetrages aus Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten fix verzinst. Die verbleibenden variabel verzinsten Kredite (22 %) weisen vorwiegend eine Laufzeit von unter einem Jahr auf. Es wird weiters auf Punkt 17 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Währungsrisiken

Zur Absicherung der Währungsrisiken wird eine laufende Überwachung aller Transaktions-, Umrechnungs- und ökonomischen Risiken durchgeführt. Innerhalb des Konzerns erfolgt die Kurssicherung von Transaktionsrisiken zunächst durch Schließen von Positionen (Netting), für offene Positionen werden zum Teil derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Durch die Tochterunternehmen in Asien bestehen Kursrisiken aus den lokalen Währungen. Sicherungsgeschäfte vor Ort sind aufgrund gesetzlicher Bestimmungen teilweise nur eingeschränkt möglich, außerdem ergeben sich Beschränkungen durch die Illiquidität der Währungen. Bei Bedarf wird das Risiko nach Europa transferiert und dort abgesichert.

Evaluierung der Marktrisiken durch VAR und Sensitivitätsanalysen

Der Konzern setzt zur Quantifizierung der Zins- und Währungsrisiken das Value-at-Risk-Konzept (VAR) ein. VAR ist ein Maß für das Marktpreisrisiko und zeigt den höchstmöglichen Verlust, der über einen bestimmten Zeitraum eintreten kann. Dabei werden die Korrelationen der verschiedenen Risikoelemente zueinander berücksichtigt.

Zusätzlich wird in einer so genannten GAP-Analyse der mögliche Verlust durch eine 1%ige Preisänderung (Wechselkurs und Zinsen) bezogen auf die Fremdwährungs- bzw. Zinsnettoposition ermittelt. Dabei werden keine Korrelationen der verschiedenen Risikoelemente zueinander berücksichtigt.

Wären die Zinssätze zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher (bzw. niedriger) gewesen, wäre auf Basis der Finanzierungsstruktur zum Bilanzstichtag das Konzernjahresergebnis um EUR 0,5 Mio. (2007/08: EUR 1,2 Mio.) geringer (bzw. höher) ausgefallen, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären. Dies wäre im Wesentlichen auf höhere (bzw. niedrigere) Zinsaufwendungen für variabel verzinste Finanzschulden zurückzuführen gewesen. Weitere Komponenten des Eigenkapitals wären nicht unmittelbar betroffen. Der Auswirkung dieser Zinssatz-Sensitivitätsanalyse liegt die Annahme zu Grunde, dass die Zinssätze jeweils während des gesamten Geschäftsjahres um 100 Basispunkte abweichen würden.

Hätte sich zum Bilanzstichtag der Kurs des Euro gegenüber sämtlichen Währungen um 1 % erhöht (bzw. reduziert), wäre das Konzernjahresergebnis um EUR 0,6 Mio. (2007/08: EUR 0,4 Mio.) geringer (bzw. höher) ausgefallen, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären. Dies wäre im Wesentlichen auf die Bewertung von auf US-Dollar basierenden Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und zum beizulegenden Zeitwert bewertete derivative Finanzinstrumente zurückzuführen gewesen. Weitere Komponenten des Eigenkapitals wären im Sinne dieser Währungskurs-Sensitivitätsanalyse nicht unmittelbar betroffen.

Hätte sich zum Bilanzstichtag der Kurs des US-Dollar gegenüber sämtlichen Währungen um 1 % erhöht (bzw. reduziert), wäre das Konzernjahresergebnis um EUR 1,7 Mio. (2007/08: EUR 0,9 Mio.) höher (bzw. geringer) ausgefallen, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären. Dies wäre im Wesentlichen auf die Bewertung von auf US-Dollar basierenden Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und zum beizulegenden Zeitwert bewertete derivative Finanzinstrumente zurückzuführen gewesen. Weitere Komponenten des Eigenkapitals wären im Sinne dieser Währungskurs-Sensitivitätsanalyse nicht unmittelbar betroffen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Bei der Währungskurs-Sensitivitätsanalyse wird auf Basis der Fremdwährungsnettopositionen zum Bilanzstichtag und der budgetgemäß für die nächsten 12 Monate erwarteten Entwicklung der Nettogeldflüsse unter Berücksichtigung der derivativen Finanzinstrumente der entsprechende Ergebniseffekt berechnet. Die Angaben zu den Auswirkungen auf das Konzernjahresergebnis beinhalten daher auch die Ergebniseffekte der Nettogeldflüsse für die nächsten 12 Monate. Die Finanzierungen innerhalb des Konzerns zwischen den Konzerngesellschaften sowie wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.

Kreditrisiko

Im Rahmen des starken Wachstums der vergangenen Jahre hat der Konzern intensive und langfristige Partnerschaften mit Schlüsselkunden aufgebaut, die zu einer gewissen Konzentration auf Kundenseite geführt haben. Um diesem potenziellen Risiko entgegenzuwirken, forciert der Konzern die weitere Diversifikation im Kunden-, Branchen- und Produkt-Mix und konzentriert sich neben dem Bereich Mobile Devices zunehmend auch auf die Bereiche Industrial und Automotive. Um das bestehende Kundenportfolio weiter zu verbreitern, werden laufend verstärkt Akzente in der Neukundengewinnung gesetzt und die Vertriebsstruktur entsprechend den Markterfordernissen weiterentwickelt. Das erwartete und teilweise bereits eingetretene Ausscheiden von schwachen Marktteilnehmern in der Leiterplattenproduktion bietet auch in der Krise für den Konzern Möglichkeiten, neben Marktanteilen auch Neukunden zu gewinnen.

Ein wesentlicher Anteil der Umsatzerlöse im Konzern entfällt mittelbar auf zwei im Bereich Mobile Devices tätige multinationale Konzerne. Im Konzern bestehen wesentliche Forderungen gegenüber diesen Kunden, die zum 31. März 2009 35 % der gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31. März 2008: 33 %) betreffen. Die Bonität dieser Kunden wird überwacht.

Generell basiert die Kontrolle des Kreditrisikos auf einer laufenden Bonitätsprüfung und auf dem Abschluss von Kreditversicherungen für Kunden im Konzern.

Es wird auf die detaillierten Angaben unter Punkt 12 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" verwiesen.

Technologierisiken

Um eine eventuelle Verdrängung von der Technologiespitze auszuschließen, räumt der Konzern der Innovationskraft und damit einer intensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeit einen hohen Stellenwert ein. Der Konzern hat daher auch im abgelaufenen Geschäftsjahr Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auf hohem Niveau durchgeführt und sich schwerpunktmäßig für neue Prozesse, Produkte und Designlösungen eingesetzt. Darüber hinaus wurde auch in Richtung neuer Kundensegmente, etwa für den Bereich Photovoltaik, geforscht. Insbesondere hat der Konzern dabei nachhaltig das bestehende Technologie- und Forschungsnetzwerk intensiviert. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns erfolgen oft unter Einbeziehung zahlreicher externer Partner. Neben der Berücksichtigung von Kundenanforderungen und –ideen werden projektweise Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, Lieferanten oder sonstigen Technologieunternehmen eingegangen. Durch diese aktive Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist der Konzern in der Lage, technologische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, mitzugestalten und Produkte rasch zur Marktreife zu bringen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Kapitalrisikomanagement

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den anderen Interessenten die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer geeigneten Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten zu optimieren. Dazu passt der Konzern je nach Erfordernis die Dividendenzahlungen an die Anteilseigner an, nimmt Kapitalrückzahlungen an Anteilseigner vor (Einziehung eigener Aktien), gibt neue Anteile heraus oder verändert den Bestand von Vermögenswerten.

Branchenüblich überwacht der Konzern sein Kapital auf Basis des Nettoverschuldungsgrads ("net gearing"), berechnet aus dem Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum Eigenkapital. Die Nettofinanzverbindlichkeiten errechnen sich aus den finanziellen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie finanzielle Vermögenswerte. Die einzelnen Werte zur Berechnung der Nettofinanzverbindlichkeiten sowie das Eigenkapital sind direkt der Konzernbilanz zu entnehmen.

Unverändert zum Vorjahr besteht die Strategie des Konzerns darin, grundsätzlich einen Verschuldungsgrad bis zu 80 % aufrecht zu erhalten, um sich weiterhin den Zugang zu Fremdmitteln zu vertretbaren Kosten zu sichern. Der Nettoverschuldungsgrad zum 31. März 2009 beträgt 69 % (31. März 2008: 62 %). Die Berechnung wurde gegenüber der Darstellung im Konzernabschluss des vergangenen Geschäftsjahres vereinfacht bzw. werden die Rückstellungen für Personalaufwand entsprechend dem Ausweis der Zinskomponente im Personalaufwand nicht den Nettofinanzverbindlichkeiten zugezählt.

III. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentinformationen werden nach folgenden Kriterien dargestellt:

Geographische Segmentierung

Die geographische Segmentierung bildet das primäre Berichtsformat und erfolgt nach den Standorten der Produktionsanlagen, die sich im Konzern in Europa und Asien befinden.

Geschäftsbereiche

Geschäftsbereiche bilden das sekundäre Berichtsformat. Der Konzern betreibt den größten Teil seiner Geschäftsaktivitäten in den folgenden Bereichen:

  • Mobile Devices
  • Industrial
  • Automotive

Alle anderen kleineren Geschäftsfelder sind in "Übrige" zusammengefasst.

Übertragungen und Transaktionen zwischen den Segmenten erfolgen zu marktüblichen Bedingungen, wie sie mit Dritten zur Anwendung kämen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

a. Geographische Segmentierung

Geschäftsjahr 2008/09:

Nicht zugeord
net und
(in € 1.000) Europa Asien Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 335.299 114.582 -- 449.881
Innenumsatz -- 159.938 (159.938) --
Gesamterlöse 335.299 274.520 (159.938) 449.881
Segmentergebnis/Betriebsergebnis (28.645) 42.844 (15.259) (1.060)
Finanzergebnis 1.265
Ergebnis vor Steuern 205
Ertragsteuern (5.992)
Konzernjahresergebnis (5.787)
Vermögenswerte 134.333 391.862 10.620 536.815
Schulden 60.253 34.199 189.629 284.081
Investitionen 9.191 39.375 725 49.291
Abschreibungen der Sachanlagen und
immateriellen Vermögenswerte 13.563 38.747 1.126 53.436

Wesentliche Effekte auf das Segmentergebnis:

Nicht zugeord
net und
(in € 1.000) Europa Asien Konsolidierung Konzern
Nicht wiederkehrende Posten 21.996 5.646 -- 27.642

Es wird auf Punkt 5 "Nicht wiederkehrende Posten" verwiesen.

Geschäftsjahr 2007/08:

Nicht zugeord
net und
(in € 1.000) Europa Asien Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 371.673 114.071 -- 485.744
Innenumsatz -- 142.562 (142.562) --
Gesamterlöse 371.673 256.633 (142.562) 485.744
Segmentergebnis/Betriebsergebnis 13.755 47.966 (19.606) 42.115
Finanzergebnis 3.124
Ergebnis vor Steuern 45.239
Ertragsteuern (3.949)
Konzernjahresergebnis 41.290
Vermögenswerte 164.566 343.968 (12.934) 495.600
Schulden 65.918 65.226 138.165 269.309
Investitionen 8.448 102.674 298 111.420
Abschreibungen der Sachanlagen und immate
riellen Vermögenswerte 10.151 24.436 1.394 35.981

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Wesentliche Effekte auf das Segmentergebnis:

Nicht zugeord
net und
(in € 1.000) Europa Asien Konsolidierung Konzern
Wertminderungen 1.714 137 -- 1.851
Nicht wiederkehrende Posten -- 1.113 -- 1.113
Wertaufholungen -- 272 -- 272

Es wird auf Punkt 5 "Nicht wiederkehrende Posten", Punkt 8 "Sachanlagen" und Punkt 9 "Immaterielle Vermögenswerte" verwiesen.

b. Geschäftsbereiche

Die Umsatzerlöse nach Branchen stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09
2007/08
Mobile Devices 287.538 323.371
Industrial 107.001 102.377
Automotive 41.298 50.234
Übrige 14.044 9.762
449.881 485.744

Der übrige Bereich betrifft im Wesentlichen das Servicesegment (Design, Bestückung und Trading).

Das Gesamtvermögen wird von allen Geschäftsbereichen gemeinsam genutzt, sodass eine Branchenaufteilung und Zuordnung von Investitionen nicht dargestellt werden kann.

Die Umsatzerlöse nach Ländern stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08
Österreich 20.038 22.022
Deutschland 92.169 120.033
Ungarn 52.149 44.626
Sonstige EU 34.113 31.862
Asien 175.060 203.237
Kanada, USA 70.476 57.977
Übrige 5.876 5.987
449.881 485.744

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUST-RECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08
Haupterlöse 449.666 485.430
Nebenerlöse 215 314
449.881 485.744

2. Aufwandsarten

Die Aufwandsarten der Herstellungskosten, Vertriebskosten und Allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08
Materialaufwand 172.571 191.711
Personalaufwand 105.839 115.592
Abschreibungen 44.192 35.003
Bezogene Leistungen inkl. Leiharbeiter 24.489 29.677
Instandhaltung (inkl. Ersatzteile) 22.072 21.279
Energie 21.813 21.288
Frachtkosten 7.689 8.519
Bestandsveränderung Vorräte 7.395 (2.816)
Miet- und Leasingaufwendungen 6.221 5.202
Sonstiges 14.910 15.834
427.191 441.289

Die Position "Sonstiges" betrifft in den Geschäftsjahren 2008/09 und 2007/08 vorwiegend Reisekosten, Rechts- und Beratungsaufwendungen sowie Versicherungsaufwendungen.

3. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Dem Konzern sind für die Geschäftsjahre 2008/09 und 2007/08 Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von TEUR 8.590 bzw. TEUR 8.651 entstanden. Bei den angegebenen Beträgen handelt es sich nur um die direkt zuordenbaren Kosten, die ergebniswirksam in den Herstellungskosten erfasst werden.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

4. Sonstiges betriebliches Ergebnis

Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08
Erträge aus der Auflösung von Investitions
zuschüssen aus öffentlichen Mitteln 843 2.064
Aufwendungen/Erträge aus Wechselkursdif
ferenzen 1.639 (1.475)
Verluste aus Anlagenabgängen (89) (789)
Wertaufholungen/Wertminderungen von
Sachanlagen *) 1 135
Wertminderungen von zur Veräußerung
gehaltenen Vermögenswerten **) -- (1.714)
Anlaufverluste ***) (380) (2.058)
Versicherungsvergütungen -- 15
Übrige Erträge 1.878 2.595
3.892 (1.227)

*) Es wird auf Punkt 8 "Sachanlagen" verwiesen.

**) Es wird auf Punkt 14 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" verwiesen.

***) Die Anlaufverluste in 2008/09 stehen in Verbindung mit der Errichtung des zweiten Werkes in Indien und die Anlaufverluste in 2007/08 mit der Errichtung des dritten Werkes in China.

Die Position "Übrige Erträge" betrifft in den Geschäftsjahren 2008/09 und 2007/08 im Wesentlichen Erträge aus Exportvergütungen in Asien.

5. Nicht wiederkehrende Posten

Die nicht wiederkehrenden Posten stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08
Wertminderungen Firmenwerte (5.426) (1.113)
Wertminderungen sonstige immaterielle
Vermögenswerte (108) --
Wertminderungen Sachanlagen (3.706) --
Verluste aus Anlagenabgängen (13) --
Personalaufwendungen (8.866) --
Nettokosten aus sonstigen vertraglichen
Verpflichtungen (9.605) --
Erträge aus der Auflösung von Restrukturie
rungsrückstellungen 82 --
(27.642) (1.113)

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Wertminderungen Firmenwerte

Die Wertminderungen der Firmenwerte betreffen die Abwertung des Firmenwertes der AT&S Korea im Geschäftsjahr 2008/09 bzw. der AT&S ECAD im vergangenen Geschäftsjahr 2007/08. Es wird auf Punkt 9 "Immaterielle Vermögenswerte" verwiesen.

Restrukturierung Leoben-Hinterberg

Im Zusammenhang mit der Restrukturierung des Produktionsstandortes Leoben-Hinterberg, Österreich, sind im Geschäftsjahr 2008/09 nicht wiederkehrende Aufwendungen in Höhe von TEUR 20.971 entstanden. Diesbezügliche Aufwandsposten stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09
Wertminderungen Sachanlagen (3.582)
Wertminderungen Immaterielle Vermögens
werte (12)
Personalaufwendungen (7.788)
Nettokosten aus sonstigen vertraglichen
Verpflichtungen (9.589)
(20.971)

Die Restrukturierung des Standortes Leoben-Hinterberg umfasst die Anpassung der Produktionskapazitäten an die künftig erwartete Auslastung des Werkes. Nicht mehr benötigte Produktionsmaschinen wurden entsprechend abgewertet. Die Personalaufwendungen resultieren aus einem im dritten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres vereinbarten Sozialplan. Die Nettokosten aus sonstigen vertraglichen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen die für die nicht genutzten Gebäudeflächen bereits angefallenen und künftigen Leerstehungskosten auf Basis der nicht kündbaren Immobilienleasingverpflichtungen, weiters sonstige aufwandsmäßig zu erfassende Vertragsverpflichtungen. Es wird ergänzend auf Punkt 8 "Sachanlagen", Punkt 9 "Immaterielle Vermögenswerte" und Punkt 19 "Sonstige Rückstellungen" verwiesen.

Sonstige nicht wiederkehrende Aufwendungen

Die sonstigen nicht wiederkehrenden Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 1.078 sind auf ein im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 konzernweit durchgeführtes Kosteneinsparungsprogramm und den damit verbundenen Personalabbau insbesondere im Gemeinkostenbereich zurückzuführen. Von dem Kosteneinsparungsprogramm waren auch Anlagevermögenswerte betroffen. Es wird auf Punkt 8 "Sachanlagen" und Punkt 9 "Immaterielle Vermögenswerte" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

6. Finanzergebnis

Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08
Zinserträge aus zum beizulegenden Zeitwert bewerte
ten finanziellen Vermögenswerten und jederzeit
verkaufbaren Wertpapieren 706 660
Sonstige Zinserträge 260 292
Gewinne aus dem Verkauf von Zahlungsmittel
äquivalenten 8 881
Realisierte Erträge aus derivativen Finanzinstrumen
ten, netto -- 4.513
Gewinne aus der Bewertung von derivativen
Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert,
netto -- 4.169
Fremdwährungsgewinne, netto 14.764 862
Sonstige finanzielle Erträge 57 --
Finanzierungserträge 15.795 11.377
Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten (8.764) (7.650)
Zinsaufwendungen aus Finanzierungsleasing (76) (144)
Realisierte Erträge aus derivativen Finanzinstrumen
ten, netto 2.755 --
Verluste aus der Bewertung von derivativen
Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert,
netto (8.029) --
Sonstige finanzielle Aufwendungen (416) (459)
Finanzierungsaufwendungen (14.530) (8.253)
Finanzergebnis 1.265 3.124

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

7. Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08
Laufende Ertragsteuern 3.367 7.059
Latente Steuern 2.625 (3.110)
Summe Steueraufwand 5.992 3.949

Die Abweichung zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand im Konzern und dem theoretischen Steueraufwand, der sich unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes ergibt, erklärt sich wie folgt:

Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08
Steueraufwand bei österreichischem Steuersatz 51 11.310
Effekt aus abweichenden Steuersätzen im Ausland (11.527) (10.080)
Nicht anrechenbare, ausländische Quellensteuern 4.292 1.867
Effekt aus der Veränderung nicht berücksichtigter
steuerlicher Verluste und temporärer Unterschiede 16.475 3.268
Effekt aus der Änderung von Steuersätzen (1.268) (1.744)
Effekt aus permanenten Differenzen (1.821) (1.007)
Effekt aus Steuern aus Vorperioden (235) 329
Sonstige Steuereffekte, saldiert 25 6
Summe Steueraufwand 5.992 3.949

Die aktiven und passiven latenten Steuern entfallen auf folgende Bilanzpositionen und Verlustvorträge:

31. März
(in € 1.000) 2009 2008
Aktive latente Steuerabgrenzung
Ertragsteuerliche Verlustvorträge
inkl. steuerlicher Firmenwerte 3.459 5.411
Anlagevermögen 5.625 3.163
Vorräte 1.264 1.155
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 129 302
Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen
und sonstige Dienstnehmeransprüche 972 1.001
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 48 967
Temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochterun
ternehmen 1.705 508
Übrige 12 174
Aktive latente Steuern 13.214 12.681

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Passive latente Steuerabgrenzung
Anlagevermögen (2.662) (3.407)
Noch nicht realisierte Gewinne aus jederzeit ver
kaufbaren Wertpapieren, erfolgsneutral im Eigenka
pital erfasst (8) (19)
Rückstellungen für Abfertigungen (692) (775)
Fremdwährungsbewertung (2.364) (1.621)
Temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochterun
ternehmen (4.589) (1.152)
Sonstige steuerbare temporäre Differenzen (2.725) (3.573)
Übrige (57) (23)
Passive latente Steuern (13.097) (10.570)
Aktive latente Steuern, saldiert 117 2.111

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden dann saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden gegeben ist, und wenn sie von der gleichen Steuerbehörde behoben werden. Nach Saldierung ergeben sich folgende Beträge:

31. März
(in € 1.000) 2009 2008
Aktive latente Steuern:
- langfristig 7.876 6.761
- kurzfristig 2.086 2.630
9.962 9.391
Passive latente Steuern:
- langfristig (6.740) (5.123)
- kurzfristig (3.105) (2.157)
(9.845) (7.280)
Aktive latente Steuern, saldiert 117 2.111

Zum 31. März 2009 verfügt der Konzern über ertragsteuerliche Verlustvorträge und steuerliche Firmenwertabschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 135.308 (zum 31. März 2008 TEUR 54.911). Für darin enthaltene Verlustvorträge in Höhe von TEUR 120.673 (zum 31. März 2008 TEUR 34.757) wurden keine aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 29.588 (zum 31. März 2008 TEUR 8.866) gebildet, da von einer Realisierbarkeit in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist. Davon entfallen latente Steuern in Höhe von TEUR 9.519 (zum 31. März 2008 TEUR 4.789) auf die Bewertung von eigenen Anteilen, wodurch eine diesbezügliche Aktivierung ergebnisneutral im Konzerneigenkapital auszuweisen wäre.

Die Veränderung der saldierten latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08
Buchwert am Beginn des Geschäftsjahres 2.111 217
Währungsdifferenzen 622 (1.228)
Ertrag/(Aufwand) in der Gewinn- und
Verlustrechnung (2.625) 3.110
Im Eigenkapital erfasste Ertragsteuern 9 12
Buchwert am Ende des Geschäftsjahres 117 2.111

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

V. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

8. Sachanlagen

Andere Anlagen, Geleistete
Grundstücke, Maschinen und Betriebs- und Anzahlungen
Gebäude und technische Geschäftsaus und Anlagen
(in € 1.000) Bauten Anlagen stattung in Bau Total
Buchwert 31. März 2008 45.002 225.630 5.685 21.433 297.750
Umrechnungsdifferenzen 8.097 38.970 320 3.552 50.939
Zugänge 1.247 13.184 2.233 32.011 48.675
Abgänge (3) (238) (93) -- (334)
Umbuchungen -- 41.355 57 (41.412) --
Wertminderungen -- (3.264) (442) -- (3.706)
Wertaufholungen -- 1 -- -- 1
Abschreibungen, laufend (2.692) (38.728) (2.052) -- (43.472)
Buchwert 31. März 2009 51.651 276.910 5.708 15.584 349.853
Zum 31. März 2009
Bruttowert 61.261 591.115 21.607 15.584 689.567
Abschreibungen, kumu
liert (9.610) (314.205) (15.899) -- (339.714)
Buchwert 51.651 276.910 5.708 15.584 349.853
Andere Anlagen, Geleistete
Grundstücke, Maschinen und Betriebs- und Anzahlungen
Gebäude und technische Geschäftsaus und Anlagen
(in € 1.000) Bauten Anlagen stattung in Bau Total
Buchwert 31. März 2007 33.574 180.135 6.140 20.419 240.268
Umrechnungsdifferenzen (3.603) (12.978) (243) (1.589) (18.413)
Zugänge 17.056 88.192 2.251 3.379 110.878
Abgänge -- (673) (207) -- (880)
Umbuchungen -- 776 -- (776) --
Wertminderungen -- (137) -- -- (137)
Wertaufholungen -- 272 -- -- 272
Abschreibungen, laufend (2.025) (29.957) (2.256) -- (34.238)
Buchwert 31. März 2008 45.002 225.630 5.685 21.433 297.750
Zum 31. März 2008
Bruttowert 50.888 495.038 21.531 21.433 588.890
Abschreibungen, kumu
liert (5.886) (269.408) (15.846) -- (291.140)
Buchwert 45.002 225.630 5.685 21.433 297.750

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Der in Grundstücke, Gebäude und Bauten enthaltene Grundwert beträgt TEUR 1.280 (TEUR 1.470 zum 31. März 2008).

Die laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in den Herstellungskosten, Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.

Wertminderungen

Einige Sachanlagegegenstände, welche die Kriterien für eine Wertminderung erfüllten, wurden auf den erzielbaren Betrag abgewertet. Die Wertminderungen im Geschäftsjahr 2008/09 in Höhe von TEUR 3.706 sind ausschließlich auf Restrukturierungs- und Kosteneinsparungsmaßnahmen zurückzuführen. Die Ermittlung dieser Werte beruht auf verfügbaren Einschätzungen für die Veräußerung dieser Anlagen aufgrund von markt- und fremdüblichen Bedingungen. Es wird auf Punkt 5 "Nicht wiederkehrende Posten" verwiesen.

Wertaufholungen

Eine im Geschäftsjahr 2006/07 für eine Maschine durchgeführte Wertminderung wurde im Geschäftsjahr 2007/08 in Höhe von TEUR 272 aufgehoben. Diese Wertaufholung basierte auf der Änderung der Grundlage des erzielbaren Betrages im Zusammenhang mit der Anschaffung einer Ersatzmaschine.

Finanzierungsleasing

Im Sachanlagevermögen sind die folgenden Beträge für geleaste Anlagen aus Finanzierungsleasingverhältnissen enthalten:

31. März
(in € 1.000) 2009 2008
Maschinen und technische Anlagen -- 9.636
Kumulierte Abschreibungen -- (5.651)
Buchwert -- 3.985
31. März
(in € 1.000) 2009 2008
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung -- 29
Kumulierte Abschreibungen -- (22)
Buchwert -- 7

Belastungen

Im Zusammenhang mit der Besicherung diverser Finanzierungsverträge sind Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.772 (TEUR 2.680 zum 31. März 2008) belastet. Weiters wurden ursprünglich Teile der Sachanlagen über bereits abbezahltes Finanzierungsleasing erworben.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

9. Immaterielle Vermögenswerte

Gewerbliche Schutz
rechte und ähnliche Sonstiges
Rechte und Vorteile immaterielles
sowie daraus abgelei Anlage
(in € 1.000) tete Lizenzen Firmenwerte vermögen Total
Buchwert 31. März 2008 2.331 5.910 106 8.347
Umrechnungsdifferenzen 29 (484) -- (455)
Zugänge 617 -- -- 617
Abgänge (11) -- -- (11)
Wertminderungen (108) (5.426) -- (5.534)
Abschreibungen, laufend (722) -- (4) (726)
Buchwert 31. März 2009 2.136 -- 102 2.238
Zum 31. März 2009
Bruttowert 12.786 5.052 131 17.969
Abschreibungen, kumuliert (10.650) (5.052) (29) (15.731)
Buchwert 2.136 -- 102 2.238
Gewerbliche Schutz
rechte und ähnliche
Rechte und Vorteile
Sonstiges
immaterielles
sowie daraus abgelei Anlage
(in € 1.000) tete Lizenzen Firmenwerte vermögen Total
Buchwert 31. März 2007 3.065 8.486 15 11.566
Umrechnungsdifferenzen (31) (1.463) -- (1.494)
Zugänge 440 -- 102 542
Abgänge (389) -- -- (389)
Wertminderungen -- (1.113) -- (1.113)
Abschreibungen, laufend (754) -- (11) (765)
Buchwert 31. März 2008 2.331 5.910 106 8.347
Zum 31. März 2008
Bruttowert 13.051 5.910 134 19.095
Abschreibungen, kumuliert (10.720) -- (28) (10.748)
Buchwert 2.331 5.910 106 8.347

Die laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in den Herstellungskosten, Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Wertminderungen

Die Wertminderungen im Geschäftsjahr 2008/09 betreffen mit TEUR 5.426 vorwiegend die Abwertung des gesamten Firmenwertes der AT&S Korea auf Basis des nachfolgend erläuterten Wertminderungstests für Firmenwerte. Die sonstigen Wertminderungen im Geschäftsjahr 2008/09 in Höhe von TEUR 108 sind ausschließlich auf Restrukturierungs- und Kosteneinsparungsmaßnahmen zurückzuführen. Die Ermittlung dieser Werte beruht auf verfügbaren Einschätzungen für die Veräußerung dieser Anlagen aufgrund von markt- und fremdüblichen Bedingungen. Es wird auf Punkt 5 "Nicht wiederkehrende Posten" verwiesen.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2007/08 führte der Werthaltigkeitstest der AT&S ECAD zur Wertminderung des gesamten Firmenwertes in Höhe von TEUR 1.113.

Wertminderungstest für Firmenwerte

Der Firmenwert ist zum Zweck des Werthaltigkeitstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Cash Generating Unit) AT&S Korea und dem Segment Asien zuzurechnen.

Aus Anlass der geänderten marktwirtschaftlichen Entwicklungen wurde der langfristige Geschäftsplan der AT&S Korea im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 überarbeitet und ein Wertminderungstest durchgeführt.

Der Nutzwert (Value-in-Use) wurde aus zukünftigen Cashflows, die auf einer vom Management verabschiedeten detaillierten Planungsrechnung basieren, abgeleitet. Zur Bestimmung des Nutzwertes der AT&S Korea wurde ein detaillierter Planungszeitraum von sieben Jahren herangezogen.

Die Cashflows nach dem Planungshorizont wurden auf Basis einer angenommenen Wachstumsrate hochgerechnet, die sich an der durchschnittlichen langfristigen Wachstumsrate innerhalb der Branche anlehnt, in der das Unternehmen tätig ist.

Annahmen für die Berechnung des Nutzwertes (Value-in-Use) der AT&S Korea:

Bruttogewinn-Marge1 12,1 %
Wachstumsrate2 3,0 %
Diskontierungssatz3 15,9 %

1 Budgetierte Bruttogewinn-Marge

2 Gewichtete, durchschnittliche Wachstumsrate für die Hochrechnung der Cashflows nach dem

7-Jahres-Planungshorizont

3 Diskontierungssatz vor Steuern

Das Management ermittelte die budgetierte Bruttogewinn-Marge unter Berücksichtigung der historischen Ergebnisse sowie der erwarteten zukünftigen Marktentwicklung. Die angewandte Wachstumsrate reflektiert die Branchenerwartung. Der Diskontierungssatz versteht sich vor Steuern und beinhaltet die spezifischen Branchenrisiken.

Das Ergebnis des Werthaltigkeitstests führte zur Wertminderung des gesamten Firmenwertes der AT&S Korea in Höhe von TEUR 5.426

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

10. Sonstige langfristige Vermögenswerte

31. März
(in € 1.000) 2009 2008
Vorauszahlungen 1.887 1.577
Gegebene Kautionen 1.128 861
Sonstige langfristige Forderungen 51 23
Buchwert 3.066 2.461

Die Vorauszahlungen betreffen langfristige Mietvorauszahlungen für das Betriebsgrundstück in China.

11. Vorräte

31. März
(in € 1.000) 2009 2008
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.207 17.974
Unfertige Erzeugnisse 8.963 13.334
Fertige Erzeugnisse 19.828 20.406
Buchwert 46.998 51.714

Der Stand der Wertberichtigungen von Vorräten beträgt zum 31. März 2009 TEUR 8.979 (TEUR 4.340 zum 31. März 2008).

Im Zusammenhang mit diversen Finanzierungsverträgen dienen Vorräte in Höhe von TEUR 0 (TEUR 750 zum 31. März 2008) als Besicherung. Es wird auf Punkt 17 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

12. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen stellen sich wie folgt dar:

31. März
(in € 1.000) 2009 2008
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 86.001 78.229
Umsatzsteuerforderungen 6.803 8.799
Energieabgabenrückvergütungen 3.511 2.264
Vorauszahlungen 2.327 633
Versicherungsvergütungen 1.573 1.010
Kautionen 1.014 244
Zuschüsse öffentlicher Hand, noch nicht
erhalten -- 166
Übrige Forderungen 763 3.314
Wertberichtigungen (979) (908)
101.013 93.751

Die übrigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Abgrenzungspositionen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Restlaufzeiten von Forderungen

Sämtliche Forderungen zum 31. März 2009 und 31. März 2008 weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Factoring

Zum Bilanzstichtag 31. März 2009 waren Forderungen in Höhe von TEUR 6.072 (TEUR 11.059 zum 31. März 2008) im Rahmen eines echten Factoring an eine Bank übertragen.

Im Zusammenhang mit diversen Finanzierungsverträgen dienen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 36.000 (TEUR 43.200 zum 31. März 2008) als Besicherung. Es wird auf Punkt 17 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen.

Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen entsprechen annähernd den jeweils beizulegenden Zeitwerten.

Entwicklung Überfälligkeiten und Wertberichtigungen

Zum 31. März 2009:

Buchwert davon: nicht
wertgemindert
davon: nicht wertgemindert und nicht versichert
und in den folgenden Zeitbändern überfällig
(in € 1.000) und nicht
überfällig
bzw. ver
sichert
weniger als
3 Monate
zwischen
3 und 6
Monaten
zwischen
6 und 12
Monaten
mehr als 12
Monate
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen 101.013 92.555 7.868 263 240 87
Zum 31. März 2008: Buchwert davon: nicht
wertgemindert
davon: nicht wertgemindert und nicht versichert
und in den folgenden Zeitbändern überfällig
und nicht
überfällig
zwischen zwischen
bzw. ver weniger als 3 und 6 6 und 12 mehr als 12
(in € 1.000) sichert 3 Monate Monaten Monaten Monate
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen 93.751 91.855 1.425 110 40 321

Bei den nicht wertgeminderten überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen bestehen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen, dass den Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen wird.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Wertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen entwickelten sich wie folgt:

Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08
Wertberichtigungen am Beginn des Geschäftsjahres 908 888
Verwendung (81) (434)
Auflösung (141) (119)
Zuführung 358 590
Umrechnungsdifferenzen (65) (17)
Wertberichtigungen am Ende des Geschäftsjahres 979 908

13. Finanzielle Vermögenswerte

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

(in € 1.000) 31. März 2009 davon lang
fristig
davon kurz
fristig
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte 13.987 -- 13.987
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermö
genswerte 148 122 26
14.135 122 14.013
davon lang davon kurz
(in € 1.000)
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
31. März 2008 fristig fristig
bewertete finanzielle Vermögenswerte 19.969 -- 19.969
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermö
genswerte 194 119 75

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Die Marktwerte der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte entsprechen den Buchwerten und stellen sich wie folgt dar:

31. März
(in € 1.000) 2009 2008
Anleihen 13.448 13.391
Derivative Finanzinstrumente*) 539 6.578
13.987 19.969

*) Es wird auf Punkt 20 "Derivative Finanzinstrumente" verwiesen.

Sämtliche Anleihen werden in der Nominalwährung Euro gehalten.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere

31. März
(in € 1.000) 2009 2008
Anschaffungskosten 1.000 1.000
Wertberichtigung (1.000) (1.000)
Buchwert -- --

Die bis zur Endfälligkeit gehaltenen Wertpapiere betreffen Wandelanleihen der Adcon Telemetry AG, Klosterneuburg. Aufgrund des laufenden Konkursverfahrens der Adcon Telemetry AG sind diese Wandelanleihen zur Gänze abgewertet.

Die bis zur Endfälligkeit gehaltenen Wertpapiere werden in der Nominalwährung Euro gehalten.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

31. März
(in € 1.000) 2009 2008
Jederzeit verkaufbare Wertpapiere, zu
Marktwerten 123 171
Sonstige zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 25 23
Buchwert 148 194

Die jederzeit verkaufbaren Wertpapiere, zu Marktwerten entwickelten sich wie folgt:

Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08
Buchwert am Beginn des
Geschäftsjahres 171 157
Abgänge (19) --
Noch nicht realisierte Gewinne/(Verluste)
aus der laufenden Periode im Eigenkapital
erfasst (26) 21
Umrechnungsdifferenzen (3) (7)
Buchwert am Ende des
Geschäftsjahres 123 171

Sämtliche jederzeit verkaufbare Wertpapiere werden in der Nominalwährung Euro gehalten.

Die sonstigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte betreffen eine Beteiligung und sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

14. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08
Buchwert am Beginn des
Geschäftsjahres 2.151 3.865
Wertminderungen -- (1.714)
Buchwert am Ende des
Geschäftsjahres 2.151 2.151

Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte betreffen das Grundstück und Betriebsgebäude der AT&S Verwaltungs GmbH & Co KG, Deutschland. Im Geschäftsjahr 2007/08 wurde bereits eine Abwertung vorgenommen, nachdem die Verkaufsverhandlungen noch zu keiner wirksamen Veräußerung geführt hatten.

Am 13. Mai 2008 wurde ein beiderseitig verbindliches Kaufvertragsangebot mit aufschiebender Bedingung betreffend das Grundstück und Betriebsgebäude abgeschlossen. Demgemäß ist der Erwerber verpflichtet, das Angebot bis spätestens 20. April 2009 anzunehmen, wenn diesem rechtlich bindende Miet- bzw. Pachtvertragsangebote in einem definierten Mindestausmaß vorliegen. Der Nettokaufpreis ist innerhalb einer Bandbreite festgelegt und orientiert sich an der Netto-Mietrendite. Vom potentiellen Erwerber wurde über die Einreichung einer Bauvoranfrage bei der Stadt Augsburg informiert, wobei bis zum 20. April 2009 keine ausreichenden rechtlich bindenden Miet- bzw. Pachtvertragsangebote vorgelegen sind. Eine kurzfristige Verlängerung des Kaufvertragsangebotes ist in Verhandlung.

Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte betreffen das Segment Europa.

15. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

31. März
(in € 1.000) 2009 2008
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassen
bestand 4.250 7.848
Termingelder 2.304 794
Gebundene Barmittel 477 722
Buchwert 7.031 9.364

Die gebundenen Barmittel ("restricted cash") betreffen zum 31. März 2009 AT&S Indien und AT&S China (zum 31. März 2008 AT&S Korea, AT&S ECAD und AT&S Indien).

Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen den jeweils beizulegenden Zeitwerten.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

16. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
von mehr als
einem
31. März bis zu einem Jahr und bis von mehr als
(in € 1.000) 2009 Jahr fünf Jahre fünf Jahren
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 32.826 32.826 -- --
Zuschüsse der öffentlichen
Hand 1.582 197 1.239 146
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern
und sonstigen öffentlichen Abgabestellen 2.610 2.610 -- --
Verbindlichkeiten gegenüber Sozial
versicherungsträgern 1.789 1.789 -- --
Verbindlichkeiten aus nicht konsumierten
Urlauben 4.117 4.117 -- --
Verbindlichkeiten gegenüber Dienst
nehmern 7.987 7.987 -- --
Übrige Verbindlichkeiten 4.283 3.496 787 --
Buchwert 55.194 53.022 2.026 146
Restlaufzeit
von mehr als
einem
31. März bis zu einem Jahr und bis von mehr als
(in € 1.000) 2008 Jahr fünf Jahre fünf Jahren
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 47.165 47.165 -- --
Zuschüsse der öffentlichen
Hand 1.207 215 700 292
Verbindlichkeiten aus Aktienoptionen 63 -- 63 --
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern
und sonstigen öffentlichen Abgabestellen 3.385 3.385 -- --
Verbindlichkeiten gegenüber Sozial
versicherungsträgern 1.917 1.917 -- --
Verbindlichkeiten aus nicht konsumierten
Urlauben 5.121 5.121 -- --
Verbindlichkeiten gegenüber Dienst
nehmern 10.595 10.595 -- --
Übrige Verbindlichkeiten 8.189 7.392 797 --
Buchwert 77.642 75.790 1.560 292

Die Buchwerte der ausgewiesenen Verbindlichkeiten entsprechen annähernd den jeweils beizulegenden Zeitwerten.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Zuschüsse der öffentlichen Hand

Die Zuschüsse der öffentlichen Hand betreffen großteils Zuschüsse für Sachanlagevermögen und werden entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagen ertragswirksam aufgelöst. Die zu erfüllenden Bedingungen stellten sich im Wesentlichen wie folgt dar, wobei die Erfüllungsfristen zum Bilanzstichtag bereits abgelaufen sind:

  • Verpflichtung zu einer Mindestbeschäftigtenzahl,
  • Verpflichtung zu einer Mindestbehaltefrist der geförderten Sachanlagen,
  • Verpflichtung, den Geschäftsbetrieb während des gesamten Förderungszeitraumes aufrechtzuerhalten.

Weiters hat der Konzern im Rahmen eines von der EU geförderten Forschungsprojektes Zuschüsse für Projektkosten erhalten, welche entsprechend den angefallenen Kosten und der Förderquote anteilig ertragsmäßig erfasst werden bzw. der Abgrenzungsbetrag in den Verbindlichkeiten enthalten ist.

Verbindlichkeiten aus Aktienoptionen

In der Aufsichtsratssitzung vom 8. November 2004 wurde ein Stock-Option-Plan (2005-2008) zur Gewährung von Aktienoptionen mit wahlweisem Barausgleich oder Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer und leitende Angestellte genehmigt. Es wird auf Punkt I.B.q. "Aktienorientierte Mitarbeitervergütungen" verwiesen.

Jede dieser Optionen berechtigt entweder

  • zum Erwerb von Aktien (Equity-settled Share-based Payment Transactions) oder
  • es kann ein Barausgleich (Cash-settled Share-based Payment Transactions) in Höhe des Differenzbetrages zwischen dem Ausübungspreis und dem Schlusskurs der AT&S-Aktie an der Börse der Hauptnotierung der AT&S-Aktie am Tag der Ausübung des Bezugsrechtes durch den Optionsberechtigten verlangt werden.

Die Zuteilung von Aktienoptionen kann im Zeitraum zwischen 1. April 2005 und 1. April 2008 erfolgen.

Der Ausübungspreis wird jeweils am Tag der Zuteilung bestimmt und errechnet sich aus dem Durchschnittspreis der AT&S-Aktie über einen Zeitraum von sechs Kalendermonaten vor dem Tag der jeweiligen Zuteilung. Auf diesen Durchschnittspreis wird ein Aufschlag von 10 % hinzugerechnet. Der Ausübungspreis entspricht jedoch zumindest dem auf eine Aktie der Gesellschaft entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals.

Die Ausübbarkeit der zugeteilten Aktienoptionen erfolgt gestaffelt, wobei 20 % der zugeteilten Aktienoptionen nach zwei Jahren, 30 % nach drei Jahren und 50 % nach vier Jahren ausübbar sind. Nicht ausgeübte Aktienoptionen können nach Ablauf der nächstfolgenden Wartefrist ausgeübt werden. Zugeteilte Aktienoptionen, die nicht spätestens bis zum Ablauf von fünf Jahren nach dem Zuteilungstag ausgeübt werden, verfallen ersatzlos und endgültig.

Aktienoptionen können nach Ablauf der Wartefrist, jedoch nicht während einer Sperrfrist, zur Gänze oder auch nur teilweise ausgeübt werden.

Für die Bewertung des Stock-Option-Plans wendet der Konzern die Bestimmungen des IFRS 2 für "Aktienbasierte Vergütung" (Share-based Payment) an.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die nachfolgende Tabelle zeigt Informationen bezüglich aller bis zum 31. März 2009 zugeteilten Aktienoptionen.

Zuteilungstag Zuteilungstag Zuteilungstag Zuteilungstag
1. April 1. April 1. April 1. April
2008 2007 2006 2005
Ausübungspreis (in €) 15,67 22,57 17,99 15,46
31. März 2007 -- -- 143.000 124.500
Gewährte Aktienoptionen -- 149.000 -- --
Verwirkte Aktienoptionen -- 20.000 15.000 4.000
Ausgeübte Aktienoptionen -- -- -- 2.000
Verfallene Aktienoptionen -- -- -- --
31. März 2008 -- 129.000 128.000 118.500
Gewährte Aktienoptionen 137.000 -- -- --
Verwirkte Aktienoptionen -- -- -- --
Ausgeübte Aktienoptionen -- -- -- --
Verfallene Aktienoptionen -- -- -- --
31. März 2009 137.000 129.000 128.000 118.500
Restliche Vertragslaufzeiten
der gewährten Aktienoptionen 4 Jahre 3 Jahre 2 Jahre 1 Jahr

Die Bewertung dieser Aktienoptionen erfolgt zum beizulegenden Wert zum jeweiligen Bilanzstichtag unter Anwendung des Monte-Carlo-Verfahrens, basierend auf Modellannahmen. Zum 31. März 2009 beträgt der beizulegende Zeitwert der zum 1. April 2008, 2007, 2006 und 2005 gewährten Aktienoptionen jeweils TEUR 0. Zum 31. März 2008 war der beizulegende Zeitwert der zum 1. April 2007 gewährten Aktienoptionen TEUR 56, der zum 1. April 2006 gewährten Aktienoptionen TEUR 53 und der zum 1. April 2005 gewährten Aktienoptionen TEUR 34. Es wird weiters auf Punkt 28 "Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen und Unternehmen" verwiesen.

Die nachfolgend angeführten Bewertungsparameter können von später am Markt realisierten Werten für sämtliche zum 1. April 2005, zum 1. April 2006, zum 1. April 2007 und zum 1. April 2008 zugeteilten Aktienoptionen abweichen:

Risikofreier Zinssatz 3,07 - 3,33%
Volatilität 40,22%
Dividende je Aktie 0,18
Gewichtete durchschnittliche
Laufzeiten der gewährten
Aktienoptionen 3,6 Jahre
Erwartete Laufzeit der
Optionen (in Monaten) 28,5 - 52,5

Die Berechnung der Volatilität erfolgt auf Basis der täglichen Aktienkurse ab 1. Jänner 2003 bis zum Bilanzstichtag.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

In der 1. Sitzung des Nominierungs- und Vergütungsausschusses des Aufsichtsrates vom 17. März 2009 wurde ein weiterer Stock-Option-Plan beschlossen, nachdem dieser in der 55. Aufsichtsratssitzung vom 16. Dezember 2008 zur Begutachtung vorgelegt wurde. Dieser Stock-Option-Plan 2009- 2012 zur Gewährung von Aktienoptionen mit wahlweisem Barausgleich oder Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer und leitende Angestellte entspricht dem Stock-Option-Plan 2005-2008. Jede dieser Optionen berechtigt entweder zum Erwerb von Aktien oder es kann ein Barausgleich verlangt werden, auf den sechsmonatigen Durchschnittspreis wird ein Aufschlag von 10 % hinzugerechnet und die Ausübbarkeit der zugeteilten Aktienoptionen erfolgt gestaffelt, wobei 20 % der zugeteilten Aktienoptionen nach zwei Jahren, 30 % nach drei Jahren und 50 % nach vier Jahren ausübbar sind. Nicht ausgeübte Aktienoptionen können nach Ablauf der nächstfolgenden Wartefrist ausgeübt werden.

Die Zuteilung von Aktienoptionen kann im Zeitraum zwischen 1. April 2009 und 1. April 2012 erfolgen.

Übrige Verbindlichkeiten

Bei den übrigen Verbindlichkeiten handelt es sich vor allem um abgegrenzte Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen, kreditorische Debitoren, Pensionsverbindlichkeiten und sonstige Abgrenzungen sowie einbehaltene Kautionen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

17. Finanzielle Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
von mehr als
einem Jahr
und bis fünf
von mehr als Zinssatz
(in € 1.000) 31. März 2009 bis zu einem Jahr Jahre fünf Jahren in %
Anleihen 83.374 3.764 79.610 -- 5,5
Exportkredite 36.000 36.000 -- -- 3,0
Kredite öffentlicher Hand:
- European Recovery Program 128 128 -- -- 1,5
- Öffentliche Stellen 340 29 311 -- 2,0 - 2,5
Sonstige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
72.834 55.695 17.139 -- 1,2 – 3,85
Derivative Finanzin
strumente*) 2.869 2.869 -- --
Buchwert 195.545 98.485 97.060 --
(in € 1.000) 31. März 2008 bis zu einem Jahr von mehr als
einem Jahr
und bis fünf
Jahre
von mehr als
fünf Jahren
Zinssatz
in %
Exportkredite 36.475 36.475 -- -- 4,9
Kredite öffentlicher Hand:
- European Recovery Program 256 128 128 -- 1,5
- Öffentliche Stellen 578 353 225 -- 2,0 - 2,5
Sonstige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
128.012 89.373 38.639 -- 2,5 – 6,4
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing 3.507 3.507 -- -- 5,98
Derivative Finanzinstrumente*) 599 290 309 --
Buchwert 169.427 130.126 39.301 --

*) Es wird auf Punkt 20 "Derivative Finanzinstrumente" verwiesen.

Die Anleihen mit einem Gesamtnennbetrag von EUR 80 Mio. wurden am 27. Mai 2008 mit einer Laufzeit von fünf Jahren am Dritten Markt der Wiener Börse von der Gesellschaft platziert. Die Anleihe in einer Stückelung von EUR 50.000,- ist gemäß § 3 Abs. 1 Z 9 KMG von der Prospektpflicht befreit. Die jährliche Fixverzinsung in Höhe von 5,50 % vom Nennwert ist nachträglich am 27. Mai eines jeden Jahres zahlbar. Es besteht kein ordentliches Kündigungsrecht der Anleihegläubiger. Ein außerordentliches Kündigungsrecht ist im Wesentlichen bei folgenden Ereignissen bei der Gesellschaft oder einer ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften vereinbart:

  • Einstellung von Zahlungen oder Bekanntgabe von Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung,
  • Konkurs- oder sonstiges Insolvenzverfahren (Ausnahme: gerichtlicher Ausgleich) oder Liquidation,
  • Wesentliche Verschlechterung der Finanz- und Ertragslage durch überwiegende Einstellung der Geschäftstätigkeit, Veräußerung wesentlicher Teile der Vermögenswerte oder nicht fremdüblicher Geschäfte mit verbundenen Unternehmen

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

  • Kontrollwechsel im Sinne des österreichischen Übernahmegesetzes, wenn dieser zu einer wesentlichen Beeinträchtigung zur Erfüllung der Anleiheverpflichtungen führt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen neben dem laufenden Liquiditätsbedarf zu einem großen Teil langfristige Finanzierungen der Werke in China und Südkorea. Insbesondere für den Ausbau des Werkes in China besteht ein Finanzierungspaket (auf Basis einer Garantie G4 der Republik Österreich), welches in Halbjahresraten bis 31. März 2011 rückzuführen ist. Die Zinsen auf die Restlaufzeit sind großteils fixiert und teilweise variabel. Die wesentlichen Vertragsbedingungen stellen sich folgendermaßen dar:

  • Aufrechterhaltung der 100%-Beteiligung an der AT&S China,
  • Bestehen der Garantie G4,
  • keine Belastungen hinsichtlich der Beteiligungen.

Die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. März 2009 stellen sich in den nächsten Geschäftsjahren wie folgt dar:

Sonstige
Verbindlich
Kredite keiten gegen Derivative
öffentlicher über Finanz
(in € 1.000) Anleihen Exportkredite Hand Kreditinstituten instrumente
2009/10
Tilgung -- 36.000 157 55.695 2.869
Zinsen fix 4.461 -- 8 1.065 --
Zinsen variabel -- -- -- 157 --
2010/11
Tilgung -- -- 177 14.000 --
Zinsen fix 4.461 -- 6 479 --
Zinsen variabel -- -- -- -- --
2011/12
Tilgung -- -- 94 3.139 --
Zinsen fix 4.461 -- 2 13 --
Zinsen variabel -- -- -- -- --
2012/13
Tilgung -- -- 40 -- --
Zinsen fix 4.461 -- 1 -- --
Zinsen variabel -- -- -- -- --
2013/14
Tilgung 80.000 -- -- -- --
Zinsen fix 697 -- -- -- --
Zinsen variabel -- -- -- -- --

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Zum Vorjahresstichtag 31. März 2008 stellten sich die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zinsund Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten in den nächsten Geschäftsjahren wie folgt dar:

Sonstige Ver Verbindlich
bindlichkeiten keiten aus Derivative
Kredite gegenüber Finanzierungs Finanz
(in € 1.000) Exportkredite öffentlicher Hand Kreditinstituten leasing instrumente
2008/09
Tilgung 36.475 481 89.373 3.507 290
Zinsen fix 12 9 1.780 -- --
Zinsen variabel 1.789 -- 910 -- --
2009/10
Tilgung -- 168 21.500 -- 290
Zinsen fix -- 5 1.010 -- --
Zinsen variabel -- -- 102 -- --
2010/11
Tilgung -- 152 14.000 -- 19
Zinsen fix -- 3 479 -- --
Zinsen variabel -- -- -- -- --
2011/12
Tilgung -- 33 3.139 -- --
Zinsen fix -- -- 13 -- --
Zinsen variabel -- -- -- -- --

Die Anleihen, Exportkredite, Kredite der öffentlichen Hand und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen teilweise eine nicht marktübliche Verzinsung auf. Aus diesem Grund kann es zu Abweichungen zwischen deren Marktwerten und Buchwerten kommen.

Buchwerte
31. März
Geschätzte Marktwerte
31. März
(in € 1.000) 2009 2008 2009 2008
Anleihen 83.374 -- 77.932 --
Exportkredite 36.000 36.475 36.000 36.629
Kredite öffentlicher Hand 468 834 469 814
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 72.834 128.012 71.138 127.702
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing -- 3.507 -- 3.507
Derivative Finanzinstrumente 2.869 599 2.869 599
195.545 169.427 188.408 169.251

Die Berechnung der Marktwerte basiert auf der derzeitigen Effektivverzinsung von Krediten und Anleihen mit ähnlicher Laufzeit, die dem Konzern zur Verfügung stehen würden.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

31. März
(in € 1.000) 2009 2008
Euro 193.712 165.618
Koreanische Won 1.474 2.680
US-Dollar 27 34
Japanische Yen 271 338
Indische Rupien 61 757
195.545 169.427

Die Buchwerte der finanziellen Verbindlichkeiten nach Währungen stellen sich wie folgt dar:

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

  • durch Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.772 (zum 31. März 2008: TEUR 2.680). Es wird auf Punkt 8 "Sachanlagen" verwiesen;
  • durch Vorratsvermögen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 36.000 (zum 31. März 2008: TEUR 43.950). Es wird auf Punkt 11 "Vorräte" und Punkt 12 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" verwiesen;
  • durch die Abtretung der Rechte aus der Absicherung des politischen Risikos für den Standort in China in Höhe von TEUR 35.500 zum 31. März 2009 (zum 31. März 2008: TEUR 66.250) sowie für den Standort in Südkorea in Höhe von TEUR 3.139 (zum 31. März 2008: TEUR 3.139).

Die Kreditrahmen der Finanzierungsverbindlichkeiten zum 31. März 2009 stellen sich wie folgt dar:

(in € 1.000) Kreditrahmen Ausgenützt
Exportkreditrahmen – gesichert 36.000 36.000
Sonstige Kreditrahmen – gesichert 142.972 124.416
Kreditrahmen – ungesichert 60.000 32.260
238.972 192.676

Leasingverhältnisse

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren operativen Leasing- und Mietverhältnissen stellen sich wie folgt dar:

31. März
(in € 1.000) 2009 2008
Bis zu einem Jahr 3.541 3.881
Von einem Jahr bis fünf Jahre 10.090 12.370
Mehr als fünf Jahre 16.510 21.687
Summe der
Mindestzahlungen 30.141 37.938

Im Konzern bestehen mehrere operative Leasingverträge für die Anmietung von Büroräumen, Grundstücken und Produktionshallen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung und technische Anlagen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Verpflichtungen aus operativen Leasingverhältnissen betreffen zum Großteil ein im Geschäftsjahr 2006/07 durchgeführtes Sale-and-Lease-back für Betriebsgrundstücke und -gebäude in Leoben-Hinterberg und Fehring, Österreich, mit einer unkündbaren Leasingdauer bis Dezember 2021.

Die bisherigen Finanzierungsleasingverträge sind im Geschäftsjahr 2008/09 ausgelaufen.

Die geleisteten Zahlungen für unkündbare Leasing- und Mietaufwendungen stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08
Leasing- und Mietaufwand 4.023 3.531

18. Rückstellungen für Personalaufwand

Die Rückstellungen für Personalaufwand betreffen Pensionszusagen, Abfertigungsansprüche und sonstige Dienstnehmeransprüche.

Beitragsorientierte Pensionspläne

Für einen Großteil der Beschäftigten in Österreich und einen Teil der Mitarbeiter in Indien bestehen beitragsorientierte Pensionspläne, die an eine Pensionskasse ausgelagert sind. Für die Beschäftigten in Österreich wurden im Geschäftsjahr 2008/09 die Pensionspläne durch eine Er- und Ablebensversicherung ergänzt. Die Arbeitgeberbeiträge bemessen sich nach einem bestimmten Prozentsatz der laufenden Bezüge und am erzielten Jahresüberschuss der Gesellschaft. Die Beitragszahlungen betrugen TEUR 450 im Geschäftsjahr 2008/09 und TEUR 347 im Geschäftsjahr 2007/08.

Leistungsorientierte Pensionspläne

Für Mitglieder des Vorstandes und für leitende Angestellte bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen ohne das Erfordernis von eigenen Mitarbeiterbeiträgen. Pensionszusagen an Mitglieder des Vorstandes und an andere Führungskräfte sind teilweise durch Vermögensmittel in Pensionskassen fondsfinanziert ("funded"), teilweise nicht fondsfinanziert ("unfunded").

Die Pensionsansprüche des Vorstandes und der Führungskräfte sind von deren Bezügen und Dienstzeiten abhängig.

Fondsfinanzierte Abfertigungsansprüche

Den Mitarbeitern in Indien steht im Falle der Pensionierung sowie bei vorzeitigem Austritt unter bestimmten Umständen eine Abfertigung zu, deren Höhe von der Dauer des Arbeitsverhältnisses und der Höhe des Arbeitsentgeltes abhängt. Die Abfertigungen bewegen sich zwischen einem halben Monatsentgelt pro Dienstjahr und einem fixierten Höchstbetrag. Die Abfertigungsansprüche sind durch eine Lebensversicherung gedeckt.

Nicht fondsfinanzierte Abfertigungsansprüche

Den Mitarbeitern in Österreich und Korea steht im Falle der Pensionierung generell sowie bei Beendigung des Dienstverhältnisses unter bestimmten Umständen eine Abfertigung zu, deren Höhe von der Dauer des Arbeitsverhältnisses und der Höhe des Arbeitsentgeltes abhängt. Die Abfertigung beträgt in Österreich je nach Dienstzeit 2 bis 12 Zwölftel des Jahresgehaltes, in Korea einen ebenfalls je nach Dienstzeitzeit fixierten entgeltabhängigen Betrag.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Für seit dem 1. Jänner 2003 in Österreich eintretende Mitarbeiter wird dieser Anspruch durch laufende Beiträge in eine Mitarbeitervorsorgekasse abgegolten. Die Beitragszahlungen im Geschäftsjahr 2008/09 betrugen TEUR 358 und für 2007/08 TEUR 352.

Sonstige Dienstnehmeransprüche

Den Mitarbeitern der Gesellschaften in Österreich und China gebühren bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder, wobei Anspruchsberechtigung und Höhe kollektivvertraglich geregelt sind.

Die Bewertung erfolgt im Wesentlichen analog dem Verfahren für Abfertigungen unter Zugrundelegung derselben Parameter, jedoch ohne Berücksichtigung der Korridormethode.

Die Aufwendungen für (leistungsorientierte) Pensionszusagen, Abfertigungsansprüche und sonstige Dienstnehmeransprüche setzen sich folgendermaßen zusammen:

Abfertigungs Sonstige
Pensionsansprüche ansprüche Dienstnehmeransprüche
Geschäftsjahr Geschäftsjahr Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08 2008/09 2007/08 2008/09 2007/08
Laufender Dienstzeitaufwand 188 204 1.267 1.329 259 352
Zinsaufwand 433 402 626 527 96 85
Nachzuverrechnender
Dienstzeitaufwand 195 195 -- -- -- --
Erwartetes Veranlagungser
gebnis der zur Deckung
vorgesehenen Vermögens
werte (395) (363) (13) (14) -- --
Versicherungsmathematische
Verluste/(Gewinne) 32 25 159 177 (129) (152)
Summe Aufwendungen 453 463 2.039 2.019 226 285

Die Aufwendungen für Pensionszusagen, Abfertigungsansprüche und sonstige Dienstnehmeransprüche werden in den Herstellungskosten, Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.

In der Bilanz sind folgende Ansprüche abgegrenzt:

31. März
(in € 1.000) 2009 2008
(Übergedeckte) Pensionsansprüche (46) (424)
Untergedeckte Pensionsansprüche 953 878
Untergedeckte Abfertigungsansprüche 6.554 7.983
Sonstige Dienstnehmeransprüche 2.244 1.969
Rückstellungen für Personalaufwand 9.751 10.830
Abgrenzung für Pensionen, Abfertigungen und
sonstige Dienstnehmeransprüche, saldiert
9.705 10.406

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Pensionsansprüche und Abfertigungsansprüche stellen sich wie folgt dar:

Pensionsansprüche Abfertigungsansprüche
31. März 31. März
(in € 1.000) 2009 2008 2009 2008
Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen 8.381 7.811 392 383
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens (6.769) (8.042) (184) (160)
1.612 (231) 208 223
Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflich
tungen 900 825 10.653 11.948
Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeit
aufwand -- (195) -- --
Nicht realisierte versicherungsmathematische
Gewinne/(Verluste) (1.605) 55 (4.307) (4.188)
Bilanzierte Rückstellungen/(Forderungen), netto 907 454 6.554 7.983
davon Forderungen (übergedeckte Ansprüche) (46) (424) -- --
davon Rückstellungen (untergedeckte Ansprü
che) 953 878 6.554 7.983

Der Barwert der erwarteten Pensionsansprüche, die Entwicklung des zur Deckung vorgesehenen Planvermögens und der Deckungsstatus stellen sich folgendermaßen dar:

Fondsfinanzierte Pensions
ansprüche
Geschäftsjahr
Nicht fondsfinanzierte Pensions
ansprüche
Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08 2008/09 2007/08
Barwert der Pensionsverpflich
tung
Barwert am Beginn der Ge 7.811 7.670 825 919
schäftsjahres
Umrechnungsdifferenzen -- 2 -- --
Laufender Dienstzeitaufwand 188 147 -- 57
Zinsaufwand 390 358 43 43
Umgliederung nicht fondsfinan
zierter Pensionsansprüche in
fondsfinanzierte Pensionsansprü
che -- 173 -- (173)
Versicherungsmathematische
Verluste/(Gewinne) 142 (342) 32 (21)
Auszahlungen (150) (197) -- --
Barwert am Ende des Geschäfts
jahres 8.381 7.811 900 825
Beizulegender Zeitwert des
Planvermögens
Zeitwert am Beginn des Ge 8.042 7.009
schäftsjahres
Einzahlungen -- 422
Erwartetes Veranlagungsergebnis 395 363
Versicherungsmathematische
Gewinne/(Verluste) (1.518) 445
Auszahlungen (150) (197)
Zeitwert am Ende des Geschäfts
jahres 6.769 8.042
Deckungsstatus fondsfinanzierte
Pensionspläne 1.612 (231)

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Das zur Deckung vorgesehene Planvermögen ist in Pensionskassen ausgegliedert. Die Streuung der Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

31. März
(in %) 2009 2008
Anleihen 47 % 41 %
Aktien 24 % 35 %
Immobilien 4 % 4 %
Liquide Mittel 25 % 20 %
100 % 100 %

Die Gesamtentwicklung der fondsfinanzierten und nicht fondsfinanzierten Abfertigungsansprüche stellt sich wie folgt dar:

Fondsfinanzierte Abfertigungsan Nicht fondsfinanzierte Abferti
gungsansprüche
sprüche
Geschäftsjahr Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08 2008/09 2007/08
Barwert der Abfertigungsver
pflichtung
Barwert am Beginn des Ge
schäftsjahres
383 344 11.948 11.145
Umrechnungsdifferenzen (25) (35) (64) (108)
Dienstzeitaufwand 37 33 1.230 1.296
Zinsaufwand 29 25 598 502
Versicherungsmathematische
Verluste/(Gewinne) (18) 35 298 887
Auszahlungen (14) (19) (3.357) (1.774)
Barwert am Ende des Geschäfts
jahres 392 383 10.653 11.948
Beizulegender Zeitwert des
Planvermögens
Zeitwert am Beginn des Ge
schäftsjahres
160 168
Umrechnungsdifferenzen (11) (15)
Einzahlungen 34 (8)
Erwartetes Veranlagungsergebnis 13 14
Versicherungsmathematische
Gewinne/(Verluste) 2 11
Auszahlungen (14) (10)
Zeitwert am Ende des Geschäfts
jahres 184 160
Deckungsstatus fondsfinanzierte
Abfertigungsansprüche 208 223

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Gesamtentwicklung der sonstigen Dienstnehmeransprüche (Jubiläumsgelder) stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08
Barwert am Beginn des Geschäftsjahres 1.969 1.836
Umrechnungsdifferenzen 174 (55)
Dienstzeitaufwand 259 352
Zinsaufwand 96 86
Versicherungsmathematische
Verluste/(Gewinne) (129) (152)
Auszahlungen (125) (98)
Barwert am Ende des Geschäftsjahres 2.244 1.969

Es wurden folgende versicherungsmathematische Parameter angewendet:

Sonstige Dienstnehmer
ansprüche
Pensionsansprüche Abfertigungsansprüche (Jubiläumsgelder)
31. März 31. März 31. März
2009 2008 2009 2008 2009 2008
Zinssatz 5,25 % 5,25 % 5,25 - 8 % 5,25 - 8 % 4 - 5,25% 4 - 8 %
Erwartete Rendite
auf Planvermögen 4,44 % 5,13% 8 % 8 % -- --
Erwartete Gehalts
steigerung 2,5 % 2,5 % 3,25 - 10 % 3,25 - 7 % 3,25 - 10 % 3,25 - 10 %
Künftige Pensionser
höhung 2,25 % 2,25 % -- -- -- --
Pensionsalter
(Frauen/Männer) 58-65 58-65 Individuell
gemäß Pensions
reform 2003
Individuell
gemäß Pensions
reform 2003
-- --

19. Sonstige Rückstellungen

Gewähr Stilllegung Standortverlegung Restrukturierung Sonstiges
(in € 1.000) Summe leistung Augsburg Fohnsdorf Leoben
Buchwert 31. März 2008 1.712 624 104 526 -- 458
Verwendung (901) (286) (65) (460) -- (90)
Auflösung (411) (133) -- (66) -- (212)
Zuführung 9.886 1.035 -- -- 8.533 318
Umrechnungsdifferenzen 11 25 -- -- -- (14)
Buchwert 31. März 2009 10.297 1.265 39 -- 8.533 460
31. März
(in € 1.000) 2009 2008
davon langfristig 7.322 --
davon kurzfristig 2.975 1.712
Buchwert 10.297 1.712

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Rückstellung für Gewährleistung

Die Rückstellung für Gewährleistung betrifft die Kosten der bereits entstandenen und zu erwartenden Reklamationen für die noch im Gewährleistungszeitraum befindlichen Produkte. Der rückgestellte Betrag ist eine auf Basis von Erfahrungswerten und konkreten Sachverhalten durchgeführte bestmögliche Schätzung dieser erwarteten Kosten, welche aufgrund der Unsicherheit hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunkts nicht bereits als Schulden ausgewiesen werden.

Rückstellung für Stilllegung Augsburg

Aufgrund des wirtschaftlichen Rückganges der OEM-Industrie (Original Equipment Manufacturer Industry), der einen direkten Einfluss auf die Leiterplattenindustrie nahm, hat sich die Gesellschaft am 4. Oktober 2001 dazu entschlossen, zur Verbesserung der Kostenstruktur im Konzern das Werk in Augsburg, Deutschland, stillzulegen. Davon waren beide Kommanditgesellschaften, die AT&S Augsburg GmbH & Co. KG sowie die AT&S Verwaltungs GmbH & Co KG, wirtschaftlich betroffen. Die Rückstellung betrifft Kosten aus vertraglichen Verpflichtungen.

Rückstellung für Standortverlegung Fohnsdorf

Die Verlegung der Produktion des Standortes Fohnsdorf, Österreich, ins nahe gelegene Werk Leoben-Hinterberg, Österreich, wurde im Jänner 2006 abgeschlossen. Die Rückstellung betraf zum 31. März 2008 Kosten aus vertraglichen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 306 und sonstige Kosten in Höhe von TEUR 220. Diese Rückstellung wurde im Geschäftsjahr 2008/09 verbraucht bzw. der Restbetrag aufgelöst.

Rückstellung für Restrukturierung Leoben-Hinterberg

Diese Rückstellung für Kosten aus vertraglichen Verpflichtungen betrifft die künftigen Leerstehungskosten für die nicht mehr genutzten Gebäudeflächen auf Basis der nicht kündbaren Immobilienleasingverpflichtungen. Die Rückstellung wurde in Höhe des Barwertes der überwiegend langfristig erwarteten Ausgaben angesetzt. Zur Gesamtdarstellung der Restrukturierung des Standortes Leoben-Hinterberg wird auf Punkt 5 "Nicht wiederkehrende Posten" verwiesen.

Sonstige

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich um Rückstellungen für sonstige belastende Verträge.

20. Derivative Finanzinstrumente

Die derivativen Finanzinstrumente betreffen vor allem Währungsoptionen, Währungsswaps, Zinsswaps und Devisentermingeschäfte. Gesichert werden hauptsächlich Anlagenkäufe, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungen im Zusammenhang mit Krediten.

Der Buchwert der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns entspricht dem Marktwert. Der Marktwert entspricht jenem Betrag, der bei einer Abrechnung der Transaktion zum Bilanzstichtag aufzuwenden wäre bzw. erlöst werden würde.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

31. März 2009 31. März 2008
(in € 1.000) Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Devisentermingeschäfte
zu Marktwerten
131 -- 2.558 --
Währungsswaps
zu Marktwerten
Währungsoptionen
372 2.869 3.476 --
zu Marktwerten
Zinsswaps
3 -- 544 --
zu Marktwerten 33 -- -- 599
Summe Marktwerte 539 2.869 6.578 599
abzüglich kurzfristiger
Anteil:
Devisentermingeschäfte
zu Marktwerten
131 -- 2.558 --
Währungsswaps
zu Marktwerten
Währungsoptionen
372 2.869 3.476 --
zu Marktwerten
Zinsswaps
3 -- 544 --
zu Marktwerten 33 -- -- 290
Langfristiger Anteil -- -- -- 309

Die Nominalbeträge und die Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente im Zusammenhang mit der Absicherung von Wechselkursschwankungen stellen sich nach Währungen wie folgt dar:

31. März 2009 31. März 2008
Nominalbetrag
(in 1.000 Landes Marktwert (in 1.000 Landeswäh Marktwert
Währung währung) (in € 1.000) rung) (in € 1.000)
US-Dollar 67.158 (2.363) 70.267 6.578

Die Nominalbeträge und die Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente im Zusammenhang mit der Absicherung von Zinssatzschwankungen stellen sich nach Währungen wie folgt dar:

31. März 2009 31. März 2008
Nominalbetrag Nominalbetrag
(in 1.000 Landes Marktwert (in 1.000 Landeswäh Marktwert
Währung währung) (in € 1.000) rung) (in € 1.000)
Euro 10.000 33 10.000 (599)

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Restlaufzeiten der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

31. März
(in Monaten) 2009 2008
Devisentermingeschäfte 10 10
Währungsswaps 10 12
Währungsoptionen 3 3
Zinsswaps 15 27

Zum 31. März 2009 ist der feste Zinssatz der Zinsswaps 2,9 %, der variable Zinssatz basiert auf EUR-Swap-Sätzen (CMS Constant-Maturity-Swap-Sätzen).

21. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Die Zusammenfassung der Buchwerte und Wertansätze der in den einzelnen Bilanzpositionen enthaltenen Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

(Fortgeführte)
(in € 1.000) Zeitwerte Zeitwerte Anschaffungs
31. März 2009 erfolgswirksam erfolgsneutral kosten Buchwerte
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte -- 97 25 122
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen -- -- 87.358 87.358
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und
13.987 26 -- 14.013
Zahlungsmitteläquivalente -- -- 7.031 7.031
Schulden
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten -- -- 97.060 97.060
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten -- -- 40.813 40.813
Finanzielle Verbindlichkeiten 2.869 -- 95.616 98.485

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

(in € 1.000) Zeitwerte Zeitwerte (Fortgeführte)
Anschaffungs
31. März 2008 erfolgswirksam erfolgsneutral kosten Buchwerte
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte -- 96 23 119
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen -- -- 81.811 81.811
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und
19.969 75 -- 20.044
Zahlungsmitteläquivalente -- -- 9.364 9.364
Schulden
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten 309 -- 38.992 39.301
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten -- -- 57.760 57.760
Finanzielle Verbindlichkeiten 290 -- 129.836 130.126

22. Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen

In Bezug auf unkündbare Leasing- und Mietverträge wird auf Punkt 17 "Finanzielle Verbindlichkeiten" verwiesen. Zum 31. März 2009 bestehen im Konzern sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 6.264 (TEUR 20.413 zum 31. März 2008) im Zusammenhang mit verbindlich kontrahierten Investitionsvorhaben. Weiters bestehen zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse gegenüber der Zollbehörde sowie aus Bankgarantien in Höhe von TEUR 2 (TEUR 350 zum 31. März 2008). Andere Garantien bzw. sonstige Haftungszusagen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb sind zum Bilanzstichtag nicht gegeben.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

23. Gezeichnetes Kapital

Im Umlauf
befindliche
Kapital Stock Eigene Aktien Gezeichnetes
Aktien Grundkapital rücklage Options (nach Steuern) Kapital
(in 1.000
Stück) (in € 1.000) (in € 1.000) (in € 1.000) (in € 1.000) (in € 1.000)
31. März 2007 23.538 28.490 63.265 371 (42.597) 49.529
Aktienoptionsprogramme:
Wert der erbrachten
Leistungen
Veränderung
-- -- -- 66 -- 66
Aktienoptionen -- -- 29 (211) -- (182)
Veränderung
eigener Aktien (215) -- -- -- (3.755) (3.755)
31. März 2008 23.323 28.490 63.294 226 (46.352) 45.658
Aktienoptionsprogramme:
Wert der erbrachten
Leistungen
Veränderung
-- -- -- 22 -- 22
Aktienoptionen -- -- 248 (248) -- --
Veränderung
eigener Aktien -- -- -- -- -- --
31. März 2009 23.323 28.490 63.542 -- (46.352) 45.680

Grundkapital

Das Grundkapital zum 31. März 2009 in Höhe von TEUR 28.490 besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,1.

Im Umlauf befindliche Aktien

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt 25.900.000 Stück. Zum Stichtag 31. März 2009 hält der Konzern 2.577.412 eigene Aktien, 23.322.588 Aktien befanden sich im Umlauf.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde mit Beschluss der 11. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2005 ermächtigt, bis zum 4. Juli 2010 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu TEUR 12.430, allenfalls in mehreren Tranchen, mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe von bis zu 11.300.000 auf den Inhaber lautenden nennbetragslosen Stückaktien gegen Bareinzahlung oder Sacheinlage, auch unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre, zu erhöhen und die näheren Ausgabebedingungen mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Wandelschuldverschreibungen

In der 11. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2005 wurde der Vorstand ermächtigt, gemäß § 174 Abs. 2 AktG bis 4. Juli 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrates Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000, auch in mehreren Tranchen, auszugeben, alle Bedingungen, die Ausgabe und das Umtauschverfahren der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Bedingte Kapitalerhöhung

In der 9. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2003 wurde der Vorstand gemäß § 159 Abs. 3 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 3. Juli 2008 eine bedingte Kapitalerhöhung zur Einräumung von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft, leitende Angestellte und Arbeitnehmer der Gesellschaft und verbundener Unternehmen um bis zu TEUR 2.970 durch Ausgabe von bis zu 2.700.000 Stück neuen auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinzahlung durchzuführen (genehmigtes bedingtes Kapital).

In der 11. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2005 erfolgte die Beschlussfassung über die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu TEUR 12.430 durch Ausgabe von bis zu 11.300.000 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stammaktien zur Gewährung von Bezugs- oder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibungen und Feststellung der Erfordernisse gemäß § 160 Abs. 2 AktG über die Ermächtigung des Vorstandes, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen und über die Ermächtigung des Aufsichtsrates, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung haben die volle Dividendenberechtigung für das laufende Geschäftsjahr, in dem sie begeben werden.

Eigene Aktien

Zuletzt in der 14. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2008 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, gemäß § 65 Abs. 1 Z. 8 AktG binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben, wobei der Erwerbskurs je zu erwerbender Stückaktie EUR 1,10 nicht unterschreiten und EUR 110 nicht überschreiten darf, sowie die erworbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen oder zur Durchführung des Mitarbeiterbeteiligungs- bzw. Stock-Option-Plans der Gesellschaft zu verwenden. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Der Konzern hat seit 15. Mai 2006 insgesamt 2.632.432 eigene Aktien zum jeweiligen Börsekurswert im Gesamtwert von TEUR 47.484 gekauft. Im Geschäftsjahr 2008/09 wurden Aktien weder gekauft noch zur Bedienung des Stock-Option-Plans der Gesellschaft verwendet. Zum 31. März 2009 hält der Konzern unverändert zum letzten Bilanzstichtag 2.577.412 eigene Aktien (9,95% des Grundkapitals) mit einem Gesamtkaufpreis von TEUR 46.577.

In der 14. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2008 wurde der Vorstand erneut gemäß § 65 Abs. 1b AktG ermächtigt, für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 3. Juli 2013, mit Zustimmung des Aufsichtsrates und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung die erworbenen eigenen Anteile auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Beteiligungen, und hierbei soweit erforderlich - das Bezugsrecht der Aktionäre gemäß §§ 169 bis 179 AktG auszuschließen, wobei die Ermächtigung ganz oder in Teilen ausgeübt werden kann.

Dividende pro Aktie

Im Geschäftsjahr 2008/09 wurden pro Aktie EUR 0,34 (im Geschäftsjahr 2007/08 EUR 0,31) an Dividenden ausgeschüttet.

Aktienoptionsprogramme mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente

In der Aufsichtsratssitzung vom 15. Juni 2000 wurde ein Stock-Option-Plan zur Gewährung von Aktienoptionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer und leitende Angestellte genehmigt. Es wird auf Punkt I.B.q. "Aktienorientierte Mitarbeitervergütungen" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Zuteilung von Aktienoptionen kann über den Zeitraum zwischen 1. August 2000 und 1. April 2004 erfolgen. Der Ausübungspreis wird jeweils am Tag der Zuteilung bestimmt und errechnet sich aus dem Durchschnittspreis der AT&S-Aktie über einen Zeitraum von drei Kalendermonaten vor dem Tag der jeweiligen Zuteilung. Auf diesen Durchschnittspreis wird ein Aufschlag von 10 % hinzugerechnet. Die Ausübbarkeit der zugeteilten Aktienoptionen erfolgt gestaffelt, wobei 20 % der zugeteilten Aktienoptionen nach zwei Jahren, 30 % nach drei Jahren und 50 % nach vier Jahren ausübbar sind. Aktienoptionen können nur innerhalb eines Ausübungsfensters von drei Monaten, beginnend mit 1. Juli des jeweiligen Geschäftsjahres, ausgeübt werden. Die Optionen sind nicht übertragbar und handelbar. Jede Option berechtigt zum Erwerb einer Aktie (Equity-settled Share-based Payment Transactions).

Die nachfolgende Tabelle zeigt Informationen bezüglich aller bis zum 31. März 2009 zugeteilten Aktienoptionen:

Zuteilungstag
1. April 1. April
(in Stück) 2004 2003
Ausübungspreis (in €) 16,81 8,63
31. März 2007 64.000 28.000
Gewährte Aktienoptionen -- --
Verwirkte Aktienoptionen 3.500 --
Ausgeübte Aktienoptionen 24.000 28.000
Verfallene Aktienoptionen -- --
31. März 2008 36.500 --
Gewährte Aktienoptionen -- --
Verwirkte Aktienoptionen 36.500 --
Ausgeübte Aktienoptionen -- --
Verfallene Aktienoptionen -- --
31. März 2009 -- --

Der gewichtete Durchschnittskurs der ausgeübten Aktienoptionen am Tag der Ausübung betrug EUR 12,61 für den gesamten Stock-Option-Plan.

IFRS 2 regelt im Rahmen ihrer Übergangsbestimmungen die Behandlung von gewährten Aktienoptionen, die vor dem 1. Jänner 2005 zugeteilt wurden. So besteht ein Wahlrecht, Verpflichtungen aus Aktienoptionen entweder nur für jene Aktienoptionen, die nach dem 7. November 2002 zugeteilt wurden, oder für die gesamten zugeteilten Aktienoptionen zu erfassen.

Der Konzern nimmt das Wahlrecht insofern in Anspruch, dass nur jene Verpflichtungen aus Aktienoptionen, die nach dem 7. November 2002 zugeteilt wurden, erfasst werden.

Die Bewertung dieser Aktienoptionen erfolgte zum beizulegenden Wert zum jeweiligen Zuteilungsstichtag unter Anwendung des Black-Scholes-Optionspreisbewertungsmodells, basierend auf Modellannahmen. Der Ausübungszeitraum ist im Geschäftsjahr 2008/09 ausgelaufen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

VI. SONSTIGE ANGABEN

24. Ergebnis je Aktie

Der Gewinn je Aktie ist gemäß IAS 33 "Ergebnis je Aktie" (Earnings per Share) berechnet.

Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt 25.900.000 Stück. Zum Stichtag 31. März 2009 wurden 2.577.412 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden.

Der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie betrug 23,3 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2008/09 bzw. 23,4 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2007/08.

Der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie betrug 23,3 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2008/09 bzw. 23,4 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2007/08.

Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des verwässerten gewichteten Durchschnitts der im Umlauf befindlichen Aktien für die angegebenen Perioden:

Geschäftsjahr
(in 1.000 Stück) 2008/09 2007/08
Gewichteter Durchschnitt der im
Umlauf befindlichen Aktien –
Basisberechnung 23.323 23.385
Verwässernde Auswirkung der
Optionen -- --
Gewichteter Durchschnitt der im
Umlauf befindlichen Aktien –
verwässerter Wert 23.323 23.385

Unverwässertes Ergebnis je Aktie

Die Basisberechnung des Ergebnisses pro Aktie wird ermittelt, indem man das Konzernergebnis der jeweiligen Periode, das den Aktionären der Gesellschaft zuzurechnen ist, durch den gewogenen Mittelwert der im Umlauf befindlichen Stammaktien der jeweiligen Periode dividiert.

Geschäftsjahr
2008/09 2007/08
Konzernergebnis (in € 1.000) (5.376) 42.691
Gewichteter Durchschnitt der im
Umlauf befindlichen Aktien –
Basisberechnung (in 1.000 Stück) 23.323 23.385
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) (0,23) 1,83

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Verwässertes Ergebnis je Aktie

Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem man das Konzernergebnis der jeweiligen Periode, das den Aktionären der Gesellschaft zuzurechnen ist, durch den gewogenen Mittelwert der Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien zuzüglich der Anzahl der möglichen ausständigen Stammaktien der jeweiligen Periode dividiert. Die möglichen ausständigen Stammaktien setzen sich aus den zusätzlich auszugebenden Aktien für ausübbare Optionen zusammen und sind im verwässerten Ergebnis pro Aktie unter der Annahme, dass diese Aktien verwässert sind, enthalten.

Geschäftsjahr
2008/09 2007/08
Konzernergebnis (in € 1.000) (5.376) 42.691
Gewichteter Durchschnitt der im
Umlauf befindlichen Aktien –
verwässerter Wert (in 1.000 Stück) 23.323 23.385
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) (0,23) 1,83

Die eigenen Aktien, die zur Bedienung des Stock-Option-Plans reserviert sind, führen nach IAS 33 zu keiner Verwässerung der ausgegebenen Aktien.

25. Vorschlag für die Gewinnverteilung

Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischem Unternehmensrecht aufgestellte Einzelabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft zum 31. März 2009 die Grundlage für die Dividendenausschüttung. Dieser Jahresabschluss weist zum 31. März 2009 einbehaltene Gewinne von TEUR 45.615 (TEUR 13.526 zum 31. März 2008) aus.

Die Ausschüttung unterliegt der Zustimmung der Hauptversammlung. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus den einbehaltenen Gewinnen von TEUR 45.615 eine Dividende je ausstehender Aktie in Höhe von EUR 0,18 auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

26. Akquisitionen und Liquidationen

Anteilserwerbe

In der 56. Aufsichtsratssitzung vom 17. März 2009 wurde dem Antrag auf Kapitalerhöhung bei der AT&S Korea zugestimmt. Die Kapitalerhöhung in Höhe von KRW 36.000 Mio. bzw. umgerechnet rund EUR 20 Mio. wurde im März 2009 durchgeführt. Aufgrund des Verzichts der Minderheitengesellschafter auf Teilnahme an der Kapitalerhöhung beträgt der Anteil der Gesellschaft an der AT&S Korea nunmehr 98,76 %.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

27. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Veräußerung der AT&S ECAD

In der 56. Aufsichtsratssitzung vom 17. März 2009 wurde einem möglichen Verkauf der AT&S ECAD zugestimmt. Mit Kaufvertrag vom 20. April 2009 wurde seitens der Gesellschaft mit dem Käufer vereinbart, sämtliche Anteile der Gesellschaft an der AT&S ECAD zu einem fixierten Verkaufspreis zu veräußern. Die Veräußerung betrifft weiters die Tochtergesellschaft AT&S ECAD Technologies Inc., USA. Insgesamt hat der Verkauf der AT&S ECAD jedoch nur unwesentliche Auswirkungen auf den Konzern.

28. Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen und Unternehmen

Im Zusammenhang mit diversen Akquisitionen und Projekten hat der Konzern Leistungen von Beratungsfirmen, die im Besitz des Vorsitzenden des Aufsichtsrates (AIC Androsch International Management Consulting GmbH) bzw. von einem Aufsichtsratsmitglied (Dörflinger Management & Beteiligungs GmbH) stehen, erhalten. Die dabei angefallenen Honorare stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08
AIC Androsch International Management
Consulting GmbH 366 367
Dörflinger Management & Beteiligungs GmbH 9 6
375 373

Weiters sind bestimmte Fertigungsprozesse der AT&S Korea ausgelagert. Ein Teil dieser Fremdfertigungsleistungen wurde von Minderheitsgesellschaftern nahe stehenden Personen durchgeführt und beläuft sich für das Geschäftsjahr 2008/09 auf TEUR 432 (2007/08: TEUR 1.251). Die ausstehenden Verpflichtungen zum 31. März 2009 betrugen TEUR 25 (31. März 2008: TEUR 382).

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr 2008/09 und bis zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses waren folgende Personen als Vorstand tätig:

  • Dr. Harald Sommerer (Vorsitzender)
  • Dkfm. Steen Ejlskov Hansen
  • Ing. Heinz Moitzi

Im Geschäftsjahr 2008/09 waren folgende Personen als Aufsichtsratsmitglieder bestellt:

  • Dkfm. Dr. Hannes Androsch (Vorsitzender)
  • Ing. Willibald Dörflinger (1. Stellvertreter des Vorsitzenden)
  • Dr. Erich Schwarzbichler (2. Stellvertreter des Vorsitzenden)
  • Dr. Georg Riedl
  • Dipl.-Ing. Albert Hochleitner
  • Dkfm. Karl Fink

Vom Betriebsrat waren delegiert:

  • Johann Fuchs
  • Wolfgang Fleck (seit 3. September 2008)
  • Gerhard Fürstler (bis 3. September 2008)
  • Markus Schumy

Die Anzahl der zugeteilten Aktienoptionen und der Personalaufwand aus zugeteilten Aktienoptionen stellen sich wie folgt dar:

Anzahl der zugeteilten
Aktienoptionen Personalaufwand
31. März Geschäftsjahr
(in Stück) (in € 1.000)
2009 2008 2008/09 2007/08
Dr. Harald Sommerer 160.000 140.000 10 119
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen 120.000 105.000 8 92
Ing. Heinz Moitzi 120.000 90.000 16 122
Vorstandsmitglieder gesamt 400.000 335.000 34 333
Andere Führungskräfte gesamt 112.500 77.000 7 131
512.500 412.000 41 464

Es wird auf Punkt 16 "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten" und Punkt 23 "Gezeichnetes Kapital" verwiesen.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes und der leitenden Angestellten:

Geschäftsjahr 2008/09 Geschäftsjahr 2007/08
(in € 1.000) Fix Variabel* Summe Fix Variabel* Summe
Dr. Harald Sommerer 457 -- 457 456 463 919
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen 366 -- 366 366 232 598
Ing. Heinz Moitzi 316 -- 316 266 156 422
Leitende Angestellte 2.907 -- 2.907 2.997 719 3.716
4.046 5.655

* In den variablen Bezügen des Vorstandes und der leitenden Angestellten sind folgende Sachbezüge aus Aktienoptionen inkludiert:

Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08
Dr. Harald Sommerer -- 184
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen -- 13
Leitende Angestellte -- 15
-- 212

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen der Mitglieder des Vorstandes und der leitenden Angestellten:

Abfertigungen
Geschäftsjahr
Pensionen
Geschäftsjahr
(in € 1.000) 2008/09 2007/08 2008/09 2007/08
Vorstandsmitglieder und
leitende Angestellte 109 205 476 529

Gesamtvergütung für persönlich erbrachte Leistungen der Mitglieder des Aufsichtsrates:

Geschäftsjahr 2008/09 Geschäftsjahr 2007/08
(in € 1.000) Fix Variabel Summe Fix Variabel Summe
Dkfm. Dr. Hannes Androsch 18 -- 18 18 11 29
Ing. Willibald Dörflinger 9 -- 9 9 5 14
Dr. Erich Schwarzbichler 11 -- 11 15 5 20
Dr. Georg Riedl 11 -- 11 9 5 14
Dipl.-Ing. Albert Hochleitner 10 -- 10 9 5 14
Dkfm. Karl Fink 11 -- 11 9 5 14
70 -- 70 69 36 105

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

Aktienbesitz der Mitglieder des Vorstandes, des Aufsichtsrates und deren Familienangehöriger zum 31. März 2009:

Summe Aktien
(in Stück) Aktien Optionen und Optionen % Kapital
Vorstandsmitglieder 47.449 400.000 447.449 1,73
Aufsichtsratsmitglieder:
Dkfm. Dr. Hannes Androsch 445.853 -- 445.853 1,72
Übrige Aufsichtsratsmitglieder 9.295 -- 9.295 0,03
Summe Aufsichtsratsmitglieder 455.148 -- 455.148 1,75
Privatstiftungen:
Dörflinger Privatstiftung 4.574.688 -- 4.574.688 17,66
Sommerer Privatstiftung 120.600 -- 120.600 0,47
Androsch Privatstiftung 5.570.666 -- 5.570.666 21,51
Summe Privatstiftungen 10.265.954 -- 10.265.954 39,64
Familienangehörige der Vorstandsmit
glieder 7.500 -- 7.500 0,03
10.776.051 400.000 11.176.051 43,15

29. Personalstand

Die Durchschnittszahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter betrug:

Geschäftsjahr
2008/09 2007/08
Arbeiter 4.931 4.919
Angestellte 1.388 1.354
6.319 6.273

Die Ermittlung des Personalstandes beinhaltet Leihpersonal im Bereich der Arbeiter für das Geschäftsjahr 2008/09 in durchschnittlicher Höhe von 2.734 und für das Geschäftsjahr 2007/08 in durchschnittlicher Höhe von 2.547.

Leoben-Hinterberg, am 13. Mai 2009

Der Vorstand:

Dr. Harald Sommerer e.h.

Dkfm. Steen Ejlskov Hansen e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

KONZERNLAGEBERICHT

1. Unternehmensprofil

AT&S zählt weltweit zu den führenden Unternehmen der Branche und ist in Europa und Indien bereits der größte Leiterplattenproduzent. Neben einfachen Leiterplatten bietet AT&S vor allem hochkomplexe elektronische Verbindungselemente, die auf Grund des kundenseitig wachsenden Miniaturisierungsbedarfs im Produktportfolio der AT&S einen hohen Anteil ausmachen. Dabei steht insbesondere die HDI-Microvia-Technologie im Zentrum, die vor allem in mobilen Endgeräten wie Mobiltelefonen oder PDAs zum Einsatz kommt.

Im Laufe der Zeit haben sich Mobiltelefone zu Multimediageräten mit GPS, Kamera, Fernsehen und sonstigen Zusatzfunktionen entwickelt. Die Branche Mobile Devices umfasst daher neben Mobiltelefonen auch Digitalkameras, Musik-, Videoplayer usw. Zunehmende Nachfrage nach technologisch komplexen Bauteilen ist auch im Bereich Industrial, der insbesondere Industrieelektronik, Mess- und Regeltechnik, Medizintechnik sowie Luftfahrt umfasst, zu verzeichnen. In der Regel sind in diesem Bereich viele kleine Aufträge verschiedener Technologien und Spezifikationen zu fertigen. Auch im Automotive-Bereich steigt die Komplexität der Leiterplatten aufgrund der immer leistungsfähigeren in Automobilen verbauten Elektronik, getrieben durch die Bauteilhersteller und die erhöhte Anzahl der benötigten Input/Output-Kanäle. Neben Standardleiterplatten kommt daher vermehrt die HDI-Technologie zur Anwendung.

Mit einer globalen Präsenz in Asien und Europa beliefert AT&S weltweit agierende Konzerne. Gleichzeitig bedient AT&S auch die Nachfrage von kleineren Unternehmen und fertigt Prototypen und Kleinserien. Mit ihren gegenwärtigen Produktionskapazitäten ist AT&S in der Lage, sowohl die vorwiegend in Asien bestehende Volumenproduktion als auch das europäische Nischengeschäft zu bedienen.

AT&S ist auch technologisch einer der führenden Leiterplattenhersteller. Die hervorragenden Leistungen im Bereich Forschung und Entwicklung stellen eine dafür wesentliche Voraussetzung dar. AT&S arbeitet in Netzwerken aus Kunden, Lieferanten und Forschungseinrichtungen an immer neuen innovativen Techniken. Darüber hinaus besitzt das Unternehmen profunde langjährige Erfahrung im Bereich der industriellen Großserienfertigung. Die laufende Optimierung der Geschäftsprozesse ist eines der wesentlichen Kernelemente der Unternehmensstrategie.

AT&S fertigt eine breite Palette an Leiterplatten: einseitige, doppelseitige, mehrlagige, HDI (High Density Interconnection, eine mehrlagige Leiterplatte mit extrem feinen Strukturen), flexible, starr-flexible und semi-flexible. Das Leistungsspektrum umfasst unterschiedlichste Techniken der Behandlung von Leiterplatten unter Einsatz verschiedener Basismaterialien.

Neben der Entwicklung und Herstellung von Leiterplatten für Groß-, Kleinserien und Prototypen bietet die AT&S ihren Kunden als Gesamtlösungsanbieter verschiedene Zusatzleistungen wie Design und Bestückung von Leiterplatten an. Bis zum abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Angebot auch durch den Bereich Trading (Leiterplattenhandel von Drittherstellern) ergänzt, wobei diesbezügliche Aktivitäten aufgrund zu geringer Ertragsaussichten in Relation mit den damit verbundenen Risiken nunmehr beendet werden.

KONZERNLAGEBERICHT

2. Geschäftsverlauf und Lage

Das Geschäftsjahr 2008/09 des AT&S Konzerns war deutlich von den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen beeinflusst. Schon das erste Quartal verlief unter den Erwartungen. Im zweiten Quartal konnte zwar durch eine relativ gute Auslastung der Werke und einen vorteilhaften Produktmix vorübergehend die Ergebnissituation verbessert werden, jedoch war Mitte November ein signifikanter Rückgang der Kundenaufträge zu verzeichnen. Aufgrund des hohen Umsatzanteils des Bereiches Mobile Devices unterliegt das Gesamtgeschäft des AT&S Konzerns einer Saisonalität, wodurch in der Regel das erste und vierte Quartal durch eine niedrige Auslastung und das zweite und dritte Quartal des Geschäftsjahres durch eine sehr gute Auslastung gekennzeichnet sind. Im Geschäftsjahr 2008/09 bedeutete jedoch der Auftragsrückgang bereits für November anstatt Vollauslastung eine Unterauslastung aller Werke, die bis zum Ende des Geschäftsjahres andauerte.

In dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld war daher im Geschäftsjahr 2008/09 nach vielen Wachstumsjahren ein leichter Rückgang der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die Reduktion in Höhe von EUR 35,9 Mio. entspricht einer Abweichung von -7,4 %, wobei entsprechend den weltwirtschaftlichen Entwicklungen das vierte Quartal mit einem Mindererlös von EUR 18,9 Mio. im Vorjahresvergleich besonders deutlich betroffen war.

Mobile Devices ist mit EUR 287,5 Mio. Verkaufserlösen bzw. einem Umsatzanteil von 64 % trotz Umsatzrückgang weiterhin der mit Abstand größte Geschäftsbereich des AT&S Konzerns. Der Bereich Industrial konnte gegenüber dem Vorjahr sogar die Umsätze steigern und so gewinnt dieser zweitgrößte Geschäftsbereich mit einem Umsatzanteil von bereits 24 % bzw. EUR 107 Mio. immer mehr an Bedeutung. Im drittgrößten Geschäftsbereich Automotive zeigt sich die weltweite Automobilkrise in einem Erlösrückgang von annähernd 18 %. Die projektabhängigen Umsätze im Servicegeschäft konnten hingegen im Vergleich zum letzten Jahr sogar deutlich gesteigert werden.

In geographischer Hinsicht ist die laufende Ausweitung der Produktion nach Asien erkennbar, wobei die Massenproduktion im HDI-Bereich nun bereits fast zur Gänze in den Werken in Shanghai erfolgt. Diese Entwicklung folgt dem Industrietrend und ist notwendig, um weiterhin auf den internationalen Märkten konkurrenzfähig in höchster Qualität produzieren zu können. In den österreichischen Werken sind aufgrund der hohen Personalkosten in der Massenproduktion kaum positive Margen erzielbar. Von den Gesamterlösen werden bereits 61 % (im Vorjahr 53 %) in Asien produziert.

Bei der Umsatzverteilung nach Ländern haben sich neben Verschiebungen der Produktionsstandorte der Kunden innerhalb Europas nach Zentral- und Osteuropa, ein Rückgang in Asien und eine Ausweitung in USA und Kanada gezeigt. Durch die vor etwas über einem Jahr gegründete Vertriebsgesellschaft AT&S Americas kann dieser Markt nun kundennahe betreut werden.

Die verstärkte Ausrichtung der österreichischen Produktionsstandorte auf das europäische Nischengeschäft von Kleinserien und kurzfristige Spezialaufträge hat am Standort Leoben-Hinterberg ein Restrukturierungsprogramm erforderlich gemacht. Es wurden dort die Produktionskapazitäten an um ca. 40 % geringere Produktionsmengen ausgerichtet. Neben den damit

KONZERNLAGEBERICHT

verbundenen nicht wiederkehrenden Aufwendungen in Höhe von EUR 21 Mio. haben sich die Umstellungsmaßnahmen auch auf das laufende Produktionsergebnis negativ ausgewirkt.

Die Bruttogewinnmarge hat sich insbesondere durch die geringere Auslastung der Produktionskapazitäten im AT&S Konzern und der damit verbundenen hohen anteiligen Fixkostenbelastung gegenüber dem Vorjahr von 18,4 % auf 14,7 % bzw. der Bruttogewinn um EUR 22,9 Mio. reduziert.

Das Betriebsergebnis ist ausgehend von dem geringeren Bruttoergebnis weiters durch nicht wiederkehrende Aufwendungen in Höhe von EUR 27,6 Mio. aus der Restrukturierung des Standortes Leoben-Hinterberg, der Firmenwertabschreibung AT&S Korea und dem konzernweit durchgeführten Kosteneinsparungsprogramm belastet und zeigt eine rote Null. Das um die nicht wiederkehrenden Posten bereinigte Betriebsergebnis ergibt im Geschäftsjahr 2008/09 einen positiven Wert von EUR 26,6 Mio. gegenüber einem bereinigten Vorjahreswert von EUR 43,2 Mio. Die bereinigte EBIT-Marge beträgt demgemäß 5,9 % und hat sich daher um 3 Prozentpunkte gegenüber dem analog berechneten Vorjahreswert reduziert.

Das Konzerneigenkapital zum Bilanzstichtag 31. März 2009 beträgt EUR 252,7 Mio. und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 26,4 Mio., trotz negativem Konzernjahresergebnis wegen der direkt im Eigenkapital erfassten Währungsaufwertungen. Die Eigenmittelquote von 47 % bedeutet einen Anstieg von rund 1,5 Prozentpunkten gegenüber dem vorgehenden Bilanzstichtag und zeigt eine starke Eigenkapitalausstattung.

Die Nettoverschuldung des AT&S Konzerns ist im Geschäftjahr 2008/09 um EUR 34,5 Mio. auf EUR 174,4 Mio. angestiegen. Im Wesentlichen resultiert die erhöhte Nettoverschuldung aus zusätzlich aufgenommenen Fremdmitteln zur Finanzierung der Kapazitätserweiterungen in China. Damit ist der Verschuldungsgrad von 62,0 % im Vorjahr auf 69,1 % angestiegen. Im Geschäftsjahr 2008/09 wurde insbesondere durch die Platzierung einer Anleihe auf langfristige Finanzierungen umgeschichtet. Zur Berechnungsmethode der Kennzahlen bzw. weiterführende Erläuterungen wird auf den Risikobericht im Anhang zum Konzernabschluss verwiesen.

Im Rahmen der Investitionstätigkeit der AT&S erfolgten im Geschäftsjahr 2008/09 insgesamt EUR 49,3 Mio. Zugänge zu Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Vorwiegend betreffen die Investitionen den Ausbau in China, aber auch die Modernisierung der österreichischen Werke und den Werksausbau in Indien.

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 2008/09 in der AT&S 6.319 Mitarbeiter und damit um 46 Personen mehr als im Vorjahresdurchschnitt (2007/08: 6.273) tätig. Gegen Ende des aktuellen Geschäftsjahres hat sich jedoch der Mitarbeiterstand insbesondere durch die Kapazitätsanpassung am Standort Leoben-Hinterberg reduziert. Während in China und Indien die natürliche Fluktuation zur Anpassung des Personalstandes an das zurückgegangene Auslastungsniveau im Wesentlichen ausreichte, wurde für den Standort Leoben-Hinterberg ein Sozialplan vereinbart, der neben Abfertigungs- und Härteausgleichszahlungen die Einrichtung einer Arbeitsstiftung zur Finanzierung von Weiterbildungsprogrammen der ausgetretenen Mitarbeiter umfasste.

KONZERNLAGEBERICHT

Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, stellen gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter einen wesentlichen Baustein dar. AT&S legt daher besonderen Wert auf internationale Aus- und Weiterbildungsprogramme, die neben den fachlichen Kompetenzen auch die interkulturellen Fähigkeiten weiterentwickeln. Flankierend hierzu fördert ein transparentes und leistungsorientiertes Vergütungssystem (basierend auf Economic Value Added und ROCE) das unternehmerische Denken und Handeln der Mitarbeiter.

Nachhaltiges Wirtschaften und der schonende Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen haben für die AT&S höchste Priorität. AT&S kombiniert die drei Faktoren Qualität – Umwelt – Mensch in einem integrierten Managementsystem. Dieses einheitliche Regelwerk basiert auf den internationalen Qualitätsnormen ISO 9001: 2000, ISO/TS 16949 (Qualitätsmanagement der Automobilindustrie), der Umweltnorm ISO 14001 sowie auf dem Standard OHSAS 18001 für den Bereich Sicherheit und Gesundheit. Regelmäßige interne Audits und Überprüfungen durch unabhängige Dritte bestätigten für das Geschäftsjahr 2008/09 die Einhaltung des Managementsystems. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde auch das Werk in Korea integriert und überprüft, wonach nun alle AT&S Standorte weltweit entsprechend zertifiziert sind.

Zum Umweltschutz ist weiters hervorzuheben, dass die AT&S bereits im Geschäftsjahr 1996/97 als einer der ersten Leiterplattenhersteller das Umweltmanagement nach ISO 14001 eingeführt hat. Da AT&S weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus umweltschützende Maßnahmen setzt, wird die AT&S von Zertifizierungsstellen sogar als Vorreiter in Umweltfragen gesehen.

Hinsichtlich bedeutender Ereignisse nach dem Bilanzstichtag wird auf die Erläuterungen im Anhang zum Konzernabschluss, Punkt IV.27. "Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" verwiesen.

3. Tochterunternehmen und Repräsentanzen

  • Um den steigenden Kapazitätsanforderungen und der Verlagerung der Massenproduktion im höchsten Technologiesegment gerecht zu werden, wurden bei der 100%-Tochter AT&S (China) Company Limited zusätzliche Kapazitäten aufgebaut. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde in Shanghai die dritte Ausbaustufe in Betrieb genommen. AT&S zählt als größter österreichischer Industrie-Investor in China auch zu den Top 30 Auslandsinvestments in Shanghai.
  • Bei der AT&S Korea wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Reihe von Maßnahmen zur Performanceverbesserung erfolgreich umgesetzt. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung musste der Geschäftsplan aufgrund der geänderten gesamtwirtschaftlichen Situation angepasst werden. Daraus resultieren zwar entsprechende Abwertungen im Konzernabschluss, die Einschätzung der künftigen Entwicklung der AT&S Korea wird jedoch grundsätzlich positiv gesehen. Um an diesem Standort auch lokal eine optimale Finanzierungsstruktur auszuweisen, wurde das Eigenkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von neuen Anteilen um KRW 36 Mrd. (ca. EUR 20 Mio.) im März 2009 erhöht, die zur Gänze von der Konzernmuttergesellschaft gezeichnet wurden. Der Anteil an der AT&S Korea beträgt nunmehr 98,76 %.

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• Im Geschäftsjahr 2008/09 wurde in Indien basierend auf einer Vollauslastung des bestehenden dortigen Werkes sowie der noch am Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres steigenden Nachfrage die Errichtung einer zweiten Produktionsstätte der AT&S India beschlossen. Aufgrund des durch die Wirtschaftskrise bedingten Nachfragerückgangs werden vorerst nur das Gebäude mit Infrastruktur sowie einzelne Produktionseinheiten zur Verbesserung der Performance des bestehenden Werkes bis gegen Ende des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2009/10 installiert. Der Komplettausbau des zweiten Werkes kann bei Bedarf relativ kurzfristig umgesetzt werden.

4. Kapitalanteilsstruktur und Angaben zu Gesellschafterrechten

Zum Bilanzstichtag per 31. März 2009 beträgt das gezeichnete Kapital der Gesellschaft EUR 28.490.000 und besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,1 pro Aktie. Das Stimmrecht in der Hauptversammlung wird nach Stückaktien ausgeübt, wobei je eine Stückaktie das Recht auf eine Stimme gewährt. Sämtliche Aktien lauten auf Inhaber.

Die maßgeblichen Beteiligungen an der Konzernmuttergesellschaft AT&S AG zum Bilanzstichtag stellen sich wie folgt dar:

Aktien % Kapital % Stimmrechte
Dörflinger-Privatstiftung:
Franz-Josefs-Kai 5
A-1010 Wien
4.574.688 17,66 % 19,61 %
Androsch Privatstiftung:
Franz-Josefs-Kai 5
A-1010 Wien
5.570.666 21,51 % 23,89 %

Zum Bilanzstichtag werden 2.577.412 Stück eigene Aktien gehalten. Die erneut am 3. Juli 2008 beschlossene Ermächtigung des Vorstandes, bis zu 10 % des Grundkapitals der AT&S AG am Markt binnen 30 Monaten zurückzukaufen, läuft somit bis 2. Jänner 2011. Die eigenen Aktien können zur Bedienung des Stock-Option-Plans der Gesellschaft verwendet oder auch veräußert werden.

Bis zum 3. Juli 2008 war der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, zur Einräumung von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, leitende Angestellte und Arbeitnehmer eine bedingte Kapitalerhöhung um bis zu EUR 2.970.000 durch Ausgabe neuer Inhaberaktien durchzuführen.

Bis zum 4. Juli 2010 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis zu EUR 12.430.000 durch Ausgabe von bis zu 11.300.000 nennbetragslosen Inhaberstückaktien unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes zu erhöhen.

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Mit Zustimmung des Aufsichtsrates kann der Vorstand bis zum 4. Juli 2010 bei Bedarf unter Ausschluss des Bezugsrechtes Wandelschuldverschreibungen von bis zu EUR 100.000.000 ausgeben. Zur Gewährung von Bezugs- oder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu EUR 12.430.000 durch die Ausgabe von bis zu 11.300.000 neue Inhaberaktien zu erhöhen.

Weiterführend wird auf die Erläuterungen im Anhang zum Konzernabschluss, Punkt IV.23. "Gezeichnetes Kapital" verwiesen.

5. Forschung und Entwicklung

Innerhalb der AT&S ist der Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) die treibende Kraft bei der Identifizierung neuer technologischer Verbindungslösungen. Einerseits umfasst dies die Optimierung aktueller Verfahren und Materialien bis hin zu deren Einführung in die Produktion, andererseits werden auch innovative Technologien zur Revolutionierung der Herstellung von Leiterplatten identifiziert und selbst entwickelt.

AT&S verfügt im Wesentlichen über zwei F&E-Einrichtungen, in Leoben-Hinterberg und in Shanghai. Deren Hauptaufgabe liegt in der angewandten Forschung bis zur prinzipiellen Machbarkeit der jeweiligen Technologie, wobei am österreichischen Standort zusätzlich die Identifizierung und Vorevaluierung neuer Technologien erfolgt. In Zusammenarbeit mit der lokalen Technik in den Werken werden die Prozess- und Produktinnovationen mittels experimenteller Entwicklung weiter vorangetrieben. Weiters sind neue Prozesse in den bestehenden Produktionsablauf zu integrieren.

Um auch künftig technologisch an der Weltspitze zu bleiben, arbeitet die AT&S mit zahlreichen externen Partnern zusammen. Einerseits werden kundenseitig Anforderungen und Ideen für zukünftige Produkte mitgeteilt, andererseits leitet AT&S aus zukünftigen Applikationen neue Techniken ab, wie etwa Embedding. Je nach Bedarf werden zusätzlich zu den eigenen Ressourcen auch Kooperationen mit Forschungseinrichtungen oder Lieferanten eingegangen.

Im Geschäftsjahr 2008/09 stellte der Bereich "Embedded Components" einen zentralen Forschungsschwerpunkt dar. Durch die Direkteinbettung von elektronischen Bauteilen in das Innere der Leiterplatte wird neben Kosteneinsparungen zusätzlicher Platz auf der Leiterplattenoberfläche gewonnen und die Zuverlässigkeit erhöht. Im Rahmen des mehrjährigen von AT&S geleiteten Forschungsprojektes "Hermes" wird in Zusammenarbeit mit zehn weiteren prominenten Unternehmen aus verschiedensten Stufen der Wertschöpfungskette an einem Industriestandard für die serientaugliche Einbettung von Chips gearbeitet. Weiters wird im Hochtechnologiesegment der HDI-Leiterplatten insbesondere an Möglichkeiten zur weiteren Miniaturisierung und der Entwicklung neuer Herstellungsprozesse und preisgünstigerer Alternativprozesse gearbeitet. Schwerpunktmäßig befasst sich AT&S auch in einer Vielzahl von Projekten mit neuen Produktionstechnologien zu einer flexibleren und effektiveren Leiterplattenfertigung, um speziell in den österreichischen Werken kleinere Volumina und komplexere Produkte wettbewerbsfähig produzieren zu können. Die Forschungstätigkeiten im Bereich der Photovoltaik fokussieren auf die Entwicklung und Produktion von energieeffizienteren, rückseitenkontaktierten Photovoltaikpanelen.

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6. Wesentliche Risiken, Ungewissheiten und Chancen

Die Risiken, Ungewissheiten und Chancen von AT&S sind grundsätzlich von den weltweiten Entwicklungen am Leiterplattenmarkt geprägt. Die wesentlichen Risiken und Unsicherheiten, denen spezifisch der AT&S Konzern ausgesetzt ist, sind im Konzernanhang unter "II. Risikobericht" erläutert.

Markt- und technologieseitig ist zu beobachten, dass der für AT&S bedeutende Bereich Mobile Devices zunehmend in ein Low-Cost-Segment und ein hochtechnologisches High-End-Segment (z.B. für Smartphones) unterteilt werden muss. Aufgrund der Kernkompetenzen und derzeitiger Positionierung der AT&S wird sich der Konzern zukünftig verstärkt auf das High-End-Segment konzentrieren. In diesem Zielmarkt mit dem auch weitaus interessanteren Ertragspotential wird AT&S weiterhin eine Wachstumsstrategie verfolgen.

Hinsichtlich der Verwendung von Finanzinstrumenten und der Erläuterung des Finanzrisikomanagements wird ebenfalls auf den Risikobericht im Konzernhang verwiesen.

Als Chancen und Vorteil gegenüber dem Mitbewerb werden insbesondere im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld die starke Kapitalausstattung und die technologische Spitzenposition von AT&S gesehen. Wie sich anhand von Einzelfällen bereits zeigt, wird erwartet, dass schwache Marktteilnehmer aus dem Wettbewerb ausscheiden und gut positionierte, bonitätsmäßig starke Unternehmen wie AT&S die Möglichkeit erhalten werden, in einzelnen Zielmärkten sogar Anteile zu gewinnen.

7. Ausblick

Analysen gehen davon aus, dass die weltweiten Umsätze der Leiterplattenindustrie im Jahr 2009 in US-Dollar gemessen um rund 16 % sinken werden. Es ist nicht zu erwarten, dass sich AT&S diesem Trend entziehen können wird. Aufgrund der allgemeinen Marktentwicklung und der Neuausrichtung der Strategie im Bereich Mobile Devices im Sinne einer nachhaltigen Ertragsoptimierung erwartet das Management für das folgende Geschäftsjahr 2009/10 einen Umsatzrückgang.

Die weltweit im AT&S Konzern installierten Produktionskapazitäten sind in Anbetracht der makroökonomischen Entwicklungen ausreichend, und somit ist es möglich, die Investitionstätigkeit für das folgende Geschäftsjahr 2009/10 auf ein geringes Ausmaß zu beschränken. Von den für das Folgejahr geplanten Investitionen in Höhe von rund EUR 30 Mio. entfällt rund die Hälfte auf Projekte, die bereits im Geschäftsjahr 2008/09 begonnen wurden. Unter anderem wurde auch zeitlich der Ausbau des Produktionsstandortes in Indien an das gegenwärtig erforderliche Ausmaß angepasst.

Im folgenden Geschäftsjahr werden die einzelnen Werke verstärkt auf die jeweiligen Marktund Produktionsanforderungen auszurichten sein. Der Trend wird weiterhin in Richtung Verlagerung von Massenproduktion nach Asien und Verbesserung der Performance und Kostenstruktur der österreichischen Werke für Kleinserien und Bedienung von Nischenmärkten gehen. Auch wenn im Geschäftsjahr 2009/10 die im abgelaufenen Geschäftsjahr getätig-

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ten Restrukturierungsmaßnahmen greifen und weitere Kosteneinsparungen umsetzbar sein sollten, ist eine Jahresergebnisprognose aus derzeitiger Sicht nur eingeschränkt möglich. Für die laufende Geschäftstätigkeit ohne Einmaleffekte ist jedoch von einem Rückgang auszugehen. Mit einer nachhaltigen Ertragsverbesserung wird erst nach einer allgemeinen Erholung der Märkte gerechnet.

Leoben-Hinterberg, am 13. Mai 2009

Der Vorstand

Dr. Harald Sommerer e.h.

Dkfm. Steen Ejlskov Hansen e.h.

Ing. Heinz Moitzi e.h.

Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers)

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, Leoben-Hinterberg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2008 bis zum 31. März 2009 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2009, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2009 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch, um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern

vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2009 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2008 bis zum 31. März 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Wien, den 13. Mai 2009

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Dr. Aslan Milla Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Einzelabschluss zum 31. März 2009

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Seite
Bilanz 79
Gewinn- und Verlustrechnung 81
Anhang zum Einzelabschluss 83
Lagebericht zum Einzelabschluss 104
Bestätigungsvermerk 112

BILANZ ZUM 31. MÄRZ 2009 (Vorjahr zum Vergleich)

A K T I V A 31. März 2009
EUR
31. März 2008
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 1.863.090,15 1.871.766,20
2. geleistete Anzahlungen 101.584,72 101.584,72
1.964.674,87 1.973.350,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf fremdem Grund 353.315,91 316.834,72
2. technische Anlagen und Maschinen 28.307.522,25 29.491.960,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.508.914,15 2.548.557,51
4. geleistete Anzahlungen 292.734,83 130.619,97
31.462.487,14 32.487.972,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 232.537.337,28 183.758.491,11
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 52.311.202,31 46.208.958,99
3. Beteiligungen 24.880,00 22.500,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 92.003,81 92.003,81
5. sonstige Ausleihungen 885.307,14 501.161,40
285.850.730,54 230.583.115,31
319.277.892,55 265.044.438,43
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.243.232,38 5.169.883,05
2. unfertige Erzeugnisse 3.108.262,05 5.868.903,92
3. fertige Erzeugnisse und Waren 11.322.978,16 14.941.540,04
19.674.472,59 25.980.327,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 57.364.931,36 55.629.939,00
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 25.172.198,45 24.720.164,32
3. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 8.672.789,54 8.478.546,62
91.209.919,35 88.828.649,94
III. Wertpapiere und Anteile
1. sonstige Wertpapiere und Anteile 13.285.069,07 13.325.869,07
2. eigene Anteile 7.603.365,55 26.521.569,55
20.888.434,62 39.847.438,62
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 765.789,25 1.435.715,93
132.538.615,81 156.092.131,50
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.049.734,93 1.060.370,56
SUMME AKTIVA 452.866.243,29 422.196.940,49

BILANZ ZUM 31. MÄRZ 2009 (Vorjahr zum Vergleich)

31. März 2009
EUR
31. März 2008
EUR
28.490.000,00 28.490.000,00
93.340.702,50 93.340.702,50
2.849.000,00
7.603.365,55
2.849.000,00
26.521.569,55
45.614.596,86
5.596.728,42
177.897.664,91
13.526.408,34
24.209.734,18
164.727.680,39
1.524.991,99 1.080.769,18
5.838.456,01
899.917,00
641.871,49
26.104.201,32
33.484.445,82
7.253.704,60
824.794,00
636.621,49
20.521.912,46
29.237.032,55
80.000.000,00
106.913.778,99
7.698.410,04
34.846.309,05
10.500.642,49
1.333.244,86
1.377.393,25
239.959.140,57
0,00
159.873.552,97
11.263.733,54
49.466.514,47
6.547.657,39
1.437.724,72
1.605.818,79
227.151.458,37
SUMME PASSIVA 452.866.243,29 422.196.940,49
HAFTUNGSVERHÄLTNISSE 1.861.147,10 6.945.687,67

GEWINN- UND VERLUST-RECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. APRIL 2008 BIS 31. MÄRZ 2009 (Vorjahr zum Vergleich)

2008/09 2007/08
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 339.556.133,39 374.708.853,05
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.220.112,95 -1.445.439,68
3. andere aktivierte Eigenleistungen 36.722,70 11.216,53
4. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 261.376,18 400.312,18
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 164.757,33 1.330.712,29
c) übrige 25.468.862,02 13.885.738,08
5. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand -249.137.186,78 -247.355.811,26
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -15.411.548,18 -18.708.639,05
6. Personalaufwand
a) Löhne -28.113.406,33 -34.242.461,16
b) Gehälter -27.533.064,23 -29.572.060,05
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeiter
vorsorgekassen -1.919.107,45 -1.766.789,80
d) Aufwendungen für Altersversorgung -469.636,92 -175.635,88
e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt
abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -15.468.480,39 -17.039.256,25
f) sonstige Sozialaufwendungen -219.668,29 -184.683,40
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -9.432.757,75 -10.040.870,54
b) abzüglich Amortisation von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln 112.371,35 184.220,59
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 20 fallen -166.527,87 -317.430,09
b) übrige -40.402.499,60 -37.031.163,53
9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebsergebnis) -24.893.773,77 -7.359.187,97
10. Erträge aus Beteiligungen 110.228.531,06 3.563.635,00
davon aus verbundenen Unternehmen 110.228.531,06 3.563.635,00
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.336.118,34 2.048.889,64
davon aus verbundenen Unternehmen 2.332.953,34 2.045.998,77
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 847.740,45 793.641,93
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 2.052,39
13. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens 6.069.752,36 6.512.529,98
14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
davon sind gesondert auszuweisen -31.753.854,25 -22.188.268,24
a) Abschreibungen -18.959.004,00 -19.307.767,00
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen -12.794.850,25 -2.880.501,24
davon aus Abschreibungen -12.569.862,65 -2.704.051,05
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
a) Zinsen und ähnliche Aufwendungen -14.763.361,00 -9.297.535,70
davon aus verbundenen Unternehmen -22.516,67 -84.697,99
b) abzüglich Amortisation von Zinsenzuschüssen aus öffentlichen Mitteln 0,00 1.890,07
16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzergebnis) 72.964.926,96 -18.565.217,32
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/zu übertragen 48.071.153,19 -25.924.405,29

GEWINN- UND VERLUST-RECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. APRIL 2008 BIS 31. MÄRZ 2009 (Vorjahr zum Vergleich)

2008/09
EUR
2007/08
EUR
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/Übertrag 48.071.153,19 -25.924.405,29
18. außerordentliche Aufwendungen -26.443.326,98 0,00
19. außerordentliches Ergebnis -26.443.326,98 0,00
20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -528.161,77 -160.967,15
21. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 21.099.664,44 -26.085.372,44
22. Anpassung Rücklage für eigene Anteile 18.918.204,00 15.402.046,60
23. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.596.728,42 24.209.734,18
24. Bilanzgewinn 45.614.596,86 13.526.408,34

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz AT&S genannt) zum 31. März 2009 wurde gemäß den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der geltenden Fassung erstellt. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie die Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, wurden beachtet.

Insbesondere wurde bei der Bewertung von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen sowie der Grundsatz der Einzelbewertung von Vermögensgegenständen und Schulden beachtet. Dem Vorsichtsprinzip wurde durch Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und drohenden Verluste Rechnung getragen. Nur die am Abschlussstichtag realisierten Gewinne wurden ausgewiesen. Die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Fallen Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten unter mehrere Posten der Bilanz, erfolgt die Angabe bei den entsprechenden Posten.

Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagekraft wurde die Gliederung der Posten des Jahresabschlusses teilweise geändert und zur Gewährung der Vergleichbarkeit die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst.

2. KONZERNVERHÄLTNISSE UND UMSTRUKTURIERUNGSVORGÄNGE

Seit dem 31. März 1999 übt die AT&S die Funktion eines Mutterunternehmens im Sinne des § 244 UGB aus.

In den Geschäftsjahren von 1999/2000 bis 2003/04 wurden unter Anwendung der Bestimmungen des § 245a UGB ein Konzernabschluss nach in den USA allgemein anerkannten Rechnungslegungsstandards (US Generally Accepted Accounting Principles), ergänzt um die unternehmensrechtlich verpflichtend vorgeschriebenen Erläuterungen und Anmerkungen, und ein Konzernlagebericht aufgestellt.

Seit dem Geschäftsjahr 2004/05 werden unter Anwendung der Bestimmungen des § 245a UGB ein Konzernabschluss nach international anerkannten Rechnungslegungsstandards (International Accounting Standards (IAS) und International Financial Reporting Standards (IFRS)), ergänzt um die unternehmensrechtlich verpflichtend vorgeschriebenen Erläuterungen und Anmerkungen, und ein Konzernlagebericht aufgestellt.

Die AT&S stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf.

Im Folgenden werden die wesentlichen Umstrukturierungsmaßnahmen des Geschäftsjahres dargestellt:

  • Im Geschäftsjahr erfolgte bei der AT&S (China) Company Limited, Shanghai, China, eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmittel in Höhe von EUR 46.900.900,00.
  • Mit Abtretungsvertrag vom 6. März 2006 (wirksam per 20. April 2006) wurden rückwirkend zum 1. April 2006 59 % der Anteile an der Tofic Co. Ltd. (nunmehr AT&S Korea Co., Ltd.), Ansan-

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

City, Südkorea, erworben und im Anschluss daran eine Kapitalerhöhung um KRW 4.000 Mio. durchgeführt, wodurch sich der Anteil der AT&S auf 86,3 % erhöht hatte. Im Geschäftsjahr 2007/08 wurde eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von KRW 24.000 Mio. durchgeführt, wodurch sich der Anteil der AT&S auf 97,27 % erhöht hatte. Mit Generalversammlungsbeschluss vom 17. März 2009 wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von KRW 36.000 Mio. durchgeführt. Der Anteil beläuft sich nun auf 98,76 %.

  • Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Anteile der AT&S ECAD Technologies Private Limited um EUR 197.862,65 übernommen, wodurch sich der Anteil der AT&S auf 94,20 % erhöht hat.
  • Mit Eintragung vom 15. März 2008 wurde die amerikanische Vertriebstochter AT&S Americas LLC in San Jose, Kalifornien, USA, registriert. Im Geschäftsjahr wurde der 100%ige Anteil in Höhe von USD 10.000 (EUR 6.444,34) eingezahlt.

3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

3.1. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Nutzungsdauer
immaterielle Vermögensgegenstände 4 - 10 Jahre
Bauten auf fremdem Grund 12 - 50 Jahre
technische Anlagen und Maschinen 5 - 15 Jahre
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 - 10 Jahre

Für Zugänge während der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wurde eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge während der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres eine halbe Jahresabschreibung angesetzt. Die Abschreibung für Zugänge erfolgt nach Maßgabe des Zeitpunktes ihrer Inbetriebnahme.

Die Möglichkeit der Sofortabschreibung von geringwertigen Vermögensgegenständen gemäß § 226 Abs. 3 UGB wurde in Anspruch genommen.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. entsprechend dem Niederstwertprinzip zum niedrigeren Marktwert (Kurswert) zum Bilanzstichtag.

3.2. Umlaufvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Da der Bestand an Ersatzteilen für Maschinen und Anlagen in seiner Größe, seinem Wert und seiner Zusammensetzung nur geringen Veränderungen unterliegt und der Gesamtwert von untergeordneter Bedeutung ist, wird für diese Bestände ein Festwert angesetzt. Laufende Zukäufe werden sofort aufwandswirksam erfasst. Der im Bilanzposten "Roh-, Hilfs- und Be-

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

triebsstoffe" enthaltene Festwert für die Ersatzteile beträgt EUR 1.525.187,44 (Vorjahr: EUR 1.525.187,44). Der Ersatzteilbestand wurde im Geschäftsjahr 2006/07 überprüft. Erhaltene Skonti, Boni sowie Frachtkosten und Zölle wurden berücksichtigt.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten.

Die Ermittlung der Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zum 31. März 2009 erfolgt auf Basis der Vollkosten, wie es § 203 Abs. 3 UGB als Wahlrecht vorsieht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Für erkennbare Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Fremdwährungsforderungen werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens und der eigenen Anteile erfolgt zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Kurswerten zum Bilanzstichtag. Im Zusammenhang mit Wertpapieren des Umlaufvermögens wurden Zuschreibungen in Höhe von EUR 163.150,51 (Vorjahr: EUR 65.260,20) aus steuerrechtlichen Gründen unterlassen.

3.3. Rückstellungen

Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen erfolgt nach den Bewertungsvorschriften der IFRS (IAS 19) unter Anwendung der Korridormethode auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 5,25 % (Vorjahr: 5,25 %) und eines Pensionseintrittsalters gemäß den Bestimmungen der Pensionsreform 2003 sowie unter Berücksichtigung der betriebsindividuellen Fluktuation durch entsprechende Abschläge. Die Berechnung erfolgt unter Beachtung der Bestimmungen des Fachgutachtens KFS/RL 2 und 3 vom 5. Mai 2004 des Institutes für Betriebswirtschaft, Steuerrecht und Organisation der Kammer der Wirtschaftstreuhänder.

Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach den Bewertungsvorschriften der IFRS (IAS 19) unter Anwendung der Korridormethode auf Basis eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 5,25 % (Vorjahr: 5,25 %) unter Zugrundelegung der Sterbetafeln AVÖ 2008-P. Das Pensionseintrittsalter wurde gemäß den Bestimmungen der Pensionsreform 2003 ermittelt. Mit Stichtag 31. Dezember 1996, 31. Dezember 2001, 31. März 2003, 31. März 2005, 31. März 2007 sowie 31. März 2008 wurden Pensionsverpflichtungen teilweise an die APK-Pensionskasse Aktiengesellschaft, Wien, übertragen.

Die Berechnung der Rückstellung für Jubiläumsgelder erfolgt nach den Bewertungsvorschriften der IFRS (IAS 19) aufgrund der kollektivvertraglichen Ansprüche bei Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 5,25 % (Vorjahr: 5,25 %) sowie unter Berücksichtigung der betriebsindividuellen Fluktuation durch entsprechende Abschläge.

Bei der Berechnung der sonstigen Rückstellungen ist entsprechend den gesetzlichen Erfordernissen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ausreichend Rechnung getragen worden.

3.4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

4. AUFGLIEDERUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ

4.1. Anlagevermögen

Zur Entwicklung der Posten des Anlagevermögens siehe Seite 8. Der in den Grundstücken und Bauten enthaltene Grundwert beträgt EUR 14.293,44 (Vorjahr: EUR 14.293,44).

Die Beteiligung an der AT&S Korea Co., Ltd wurde um EUR 12.372.000,00 wertberechtigt. Der Buchwert in Höhe von EUR 27.237.538,14 entspricht nun dem Nutzwert (Value-in-use) der Gesellschaft, welcher aus zukünftigen Cashflows abgeleitet wurde.

Die Beteiligung an der AT&S Deutschland GmbH wurde um EUR 5.805.000,00 wertberichtigt. Der Buchwert in Höhe von EUR 2.161.000,00 entspricht ebenso dem Nutzwert (Value-in-use) der Gesellschaft.

Die im laufenden Geschäftsjahr durchgeführte Beteiligungserhöhung in Höhe von EUR 197.862,65 an der AT&S ECAD Technologies Private Limited, Bangalore, Indien, wurde zu 100 % wertberichtigt.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

Anlagenspiegel zum 31.03.2009

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8.063,00 davon im außerordentlichen Aufwand erfasst

ad 2)2.415.846,35 davon im außerordentlichen Aufwand erfasst

ad 3)5.805.000,00 davon im außerordentlichen Aufwand erfasst

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

4.2. Zusatzangaben gemäß § 238 Z 2 UGB

Buchwert
31. März 2009
EUR
Höhe
des
Anteils
%
Höhe des
Eigenkapitals
EUR
Ergebnis des
letzten
Geschäftsjahres
EUR
Buchwert
31. März 2008
EUR
Anteile an verbundenen Unternehmen
AT&S Verwaltungs GmbH & Co KG,
Augsburg, Deutschland
1.955.236,99 100 821.744,00 -164.321,00 1) 1.955.236,99
AT&S Deutschland GmbH, Nörvenich,
Deutschland
2.161.000,00 100 1.351.121,00 162.017,00 1) 7.966.000,00
AT&S India Private Limited, Nanjangud,
Indien
10.898.516,89 100 12.658.590,00 -570.057,00 1) 10.898.516,89
AT&S (China) Company Limited, Shanghai,
China
111.893.000,00 100 198.375.870,00 55.277.130,00 1) 64.992.100,00
AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH,
Klagenfurt
300.000,00 77,32 2.113.811,27 -515.492,10 2) 300.000,00
DCC - Development Circuits & Components
GmbH, Wien
209.735,00 100 340.859,36 54.023,34 2) 209.735,00
AT&S Asia Pacific Limited, Hongkong,
China
77.875.865,92 100 78.657.509,00 445.544,00 1) 77.875.865,92
AT&S ECAD Technologies Private Limited,
Bangalore, Indien
0,00 94,20 78.047,00 -201.893,00 1) 0,00
AT&S Korea Co., Ltd., Ansan-City, Südko
rea
27.237.538,14 98,76 8.837.452,00 -10.026.751,00 1) 19.561.036,31
AT&S Americas, LLC., San Jose, Kalifornien 6.444,34 100 10.251,00 2.565,00 0,00
Summe 232.537.337,28 183.758.491,11
Beteiligungen
IS Industrie-Service Dienstleistungs GmbH
in Liqu., Fohnsdorf
22.500,00 45 53.225,42 3.225,42 3) 22.500,00
CEST Kompetenzzentrum für elektronische
Oberflächentechnologie GmbH,
Wiener Neustadt 2.380,00 6,80 4) 4) 0,00
Summe 24.880,00 22.500,00

1) Jahresabschluss zum 31. März 2009 nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS)

2) Jahresabschluss zum 31. März 2009 nach UGB

3) vorläufiger Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 nach UGB

4) keine Angabe

4.3. Ausleihungen gemäß § 227 UGB

Unter dem Posten "Ausleihungen an verbundene Unternehmen" ist ein Betrag in Höhe von EUR 83.370,00 (Vorjahr: TEUR 11.776) innerhalb eines Jahres fällig.

4.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

Bilanzwert
am
31. März 2009
EUR
davon Restlauf
zeit mehr als
ein Jahr
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 57.364.931,36 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 25.172.198,45 0,00
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 8.672.789,54 0,00
Summe 91.209.919,35 0,00
Bilanzwert
am
31. März 2008
EUR
davon Restlauf
zeit mehr als
ein Jahr
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 55.629.939,00 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 24.720.164,32 0,00
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 8.478.546,62 0,00
Summe 88.828.649,94 0,00

4.4.1. Zusatzangaben gemäß § 225 Abs. 3 und § 226 Abs. 5 UGB

Die Forderungen der Gesellschaft gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2.190.556,95 (Vorjahr EUR 22.705.509,32), aus Forderungen aus Sonstige in Höhe von EUR 22.978.028,32 (Vorjahr EUR 1.500.000) und aus Forderungen aus Steuerumlagen in Höhe von EUR 3.613,18 (Vorjahr EUR 514.655,00).

4.4.2. Nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksame Erträge

In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind folgende wesentliche Erträge enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden:

31. März 2009
EUR
31. März 2008
EUR
Energieabgabenrückvergütung 3.326.760,79 2.069.380,79
HTP High Tech Plastics GmbH
(vormals HTP Fohnsdorf GmbH)
0,00 65.760,00
Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln 0,00 153.835,95
Zuschuss Altersteilzeit 165.507,90 216.078,48
Steuerfreie Prämien 480.612,93 249.161,80
Versicherungsvergütung 1.557.128,26 1.009.709,81
Summe 5.530.009,88 3.763.926,83

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

4.5. Eigenkapital

4.5.1. Grundkapital

Der Vorstand hat mit 20. April 2006 beschlossen, in Ausübung der Ermächtigung der 11. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2005 sowie nach Zustimmung durch den Aufsichtsrat mittels Umlaufbeschluss vom 7. April 2006 gemäß § 192 Abs. 3 AktG 2.100.000 eigene Aktien der gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG rückerworbenen eigenen Aktien gegen Auflösung einer Rücklage gemäß § 225 Abs. 5 Satz 2 UGB einzuziehen und somit das Grundkapital herabzusetzen. Der Einzug von 2.100.000 eigenen Aktien ist am 3. Mai 2006 erfolgt. Das Grundkapital beträgt somit EUR 28.490.000 und besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,10.

4.5.1.1. Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde mit Beschluss der 11. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2005 ermächtigt, bis zum 4. Juli 2010 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 12.430.000, allenfalls in mehreren Tranchen, mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe von bis zu 11.300.000 auf den Inhaber lautenden nennbetragslosen Stückaktien gegen Bareinzahlung oder Sacheinlage, auch unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre, zu erhöhen und die näheren Ausgabebedingungen (insbesondere Ausgabekurs, Gegenstand der Sacheinlage, Inhalt der Aktienrechte, Ausschluss der Bezugsrechte etc.) mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Gemäß § 174 Abs. 2 AktG wurde der Vorstand in der 11. Hauptversammlung vom 5. Juli 2005 ermächtigt, bis 4. Juli 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrates Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100.000.000, auch in mehreren Tranchen, auszugeben, alle Bedingungen, die Ausgabe und das Umtauschverfahren der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

4.5.1.2. Bedingte Kapitalerhöhungen

In der 9. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2003 wurde der Vorstand gemäß § 159 Abs. 3 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 3. Juli 2008 eine bedingte Kapitalerhöhung zur Einräumung von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft, leitende Angestellte und Arbeitnehmer der Gesellschaft und verbundene Unternehmen um bis zu EUR 2.970.000 durch Ausgabe von bis zu 2.700.000 Stück neuen auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlage durchzuführen (genehmigtes bedingtes Kapital).

In der 11. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2005 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu EUR 12.430.000 durch Ausgabe von bis zu 11.300.000 neuen auf Inhaber lautenden Stammaktien zur Gewährung von Bezugs- oder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibungen und Feststellung der Erfordernisse gemäß § 160 Abs. 2 AktG durchzuführen sowie die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen und über die Ermächtigung des Aufsichtsrates Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung haben die volle Dividendenberechtigung für das laufende Geschäftsjahr, in dem sie begeben werden.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

4.5.2. Eigene Anteile/Rücklage für eigene Anteile

In der 14. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2008 wurde der Vorstand neu ermächtigt, gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG binnen 30 Monaten (Vorjahr binnen 18 Monate) ab Beschlussfassung eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben, wobei der Erwerbskurs je zu erwerbender Stückaktie EUR 1,10 nicht unterschreiten und EUR 110 nicht überschreiten darf, und die erworbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen oder zur Durchführung des Mitarbeiterbeteiligungs- bzw. Stock-Option-Programmes der Gesellschaft zu verwenden.

Weiters wurde der Vorstand in der 14. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2008 ermächtigt, gemäß § 65 Abs. 1b AktG für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 3. Juli 2013 (dritten Juli zweitausenddreizehn), mit Zustimmung des Aufsichtsrates und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung die erworbenen eigenen Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder sonstigen Vermögenswerten oder von Beteiligungen an Gesellschaften, Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder sonstigen Vermögenswerten und hierbei - sofern erforderlich das Bezugsrecht der Aktionäre gemäß § 65 Abs. 1b i.V.m. §§ 169 bis 171 AktG auszuschließen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden und ersetzt die in der letzten Hauptversammlung vom 3. Juli 2007 beschlossene Ermächtigung über die Veräußerung eigener Aktien.

Die AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft hält zum Bilanzstichtag 2.577.412 Stück eigene Anteile.

Entwicklung des Postens
eigene Anteile
Stück Bilanzwert
EUR
Anteil am
Grundkapital
in %
Anfangsbestand 1.4.2008 2.577.412 26.521.569,55 9,95
Abwertung eigene Anteile zum 31.3.2009 -18.918.204,00
Endbestand 31.3.2009 2.577.412 7.603.365,55 9,95 1)

1) Der Anteil am Grundkapital wurde berechnet mit der Anzahl der Stückaktien (25.900.000 Stück).

4.5.2.1. Stock-Option-Plan 1

Auf Basis des in der Aufsichtsratssitzung vom 15. Juni 2000 genehmigten Stock-Option-Plans wurden am 1. August 2000 103.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 43,90, am 1. April 2001 108.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 33,34, am 1. April 2002 105.500 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 14,18, am 1. April 2003 122.500 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 8,63 und am 1. April 2004 146.500 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 16,81 ausgegeben. Der Stock-Option-Plan war befristet, der letzte Zuteilungstag war der 1. April 2004.

Anzahl und Aufteilung der
eingeräumten Optionen
Ing. Willibald
Dörflinger
Dr. Harald
Sommerer
Dkfm. Steen E.
Hansen
leitende
Angestellte
gesamt
Stück Stück Stück Stück Stück
1. April 2004 40.000 40.000 30.000 36.500 146.500
davon ausgelaufen -40.000 -20.000 -15.000 -30.900 -105.900
davon ausgeübt 0 -20.000 -15.000 -5.600 -40.600
Summe 0 0 0 0 0

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

Eine Aktienoption berechtigt zum Erwerb einer Stammaktie der AT&S.

Bewertung der Aktienoptionen zum Bilanzstichtag:

Zum Bilanzstichtag 31. März 2009 ist der Ausübungszeitraum der im Stock-Option-Plan 1 zugeteilten Aktienoptionen endgültig ausgelaufen.

4.5.2.2. Stock-Option-Plan 2

Aufgrund des Auslaufens des Stock-Option-Plans 1 (2000 bis 2004) wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 8. November 2004 der Stock-Option-Plan 2 (SOP 2005 von 2005 bis 2008) genehmigt. Die Zuteilung von Aktienoptionen kann im Zeitraum zwischen 1. April 2005 und 1. April 2008 erfolgen.

Jede dieser Optionen berechtigt

  • entweder zum Erwerb einer Stückaktie der AT&S zum Ausübungspreis oder
  • es kann anstelle von Aktien ein Barausgleich in Höhe des Differenzbetrages zwischen dem Ausübungspreis und dem Schlusskurs der AT&S-Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse bzw. an der Börse der Hauptnotierung der AT&S-Aktie am Tag der Ausübung des Bezugsrechtes durch den Optionsberechtigten verlangt werden.

Im Rahmen des "SOP 2005" wurden am 1. April 2005 187.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 15,46, am 1. April 2006 148.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 17,99, am 1. April 2007 149.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 22,57 und am 1. April 2008 137.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von je EUR 15,67 zugeteilt. Der Stock-Option-Plan war befristet, der letzte Zuteilungstag war der 1. April 2008.

Ausübungspreis:

Der Ausübungspreis der Aktienoptionen wird jeweils am Tag der Zuteilung bestimmt und entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der AT&S an der Frankfurter Wertpapierbörse bzw. an der Börse der Hauptnotierung der Aktien der AT&S während der letzten sechs Kalendermonate, die dem Tag der jeweiligen Zuteilung vorausgehen, zuzüglich eines auf Basis dieses Durchschnitts berechneten Aufschlags in Höhe von 10 %. Als Kurs gilt der Schlusskurs im Xetra-Handel oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem. Der Ausübungspreis entspricht jedoch zumindest dem auf eine Aktie der AT&S entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

Ausübungszeitraum:

Die Ausübung der zugeteilten Aktienoptionen ist wie folgt gestaffelt:

  • 20 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von zwei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 30 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von drei Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.
  • 50 % der zugeteilten Aktienoptionen können jeweils nach Ablauf von vier Jahren nach ihrer Zuteilung ausgeübt werden.

Die Aktienoptionen können innerhalb einer Black-out-Periode nicht ausgeübt werden.

Voraussetzungen für die Ausübung:

Die Optionen können nur von Optionsberechtigten ausgeübt werden, die zum Zeitpunkt der Ausübung im aufrechten Anstellungs-/Dienstverhältnis mit einer Gesellschaft der AT&S-Gruppe stehen. Die Optionen sind nicht übertragbar und nicht verpfändbar.

Anzahl und Aufteilung Ing. Willibald Dr. Harald Dkfm. Steen Ing. Heinz leitende
der eingeräumten Option Dörflinger Sommerer E. Hansen Moitzi Angestellte gesamt
Stück Stück Stück Stück Stück Stück
1. April 2005 40.000 40.000 30.000 30.000 47.000 187.000
davon ausgelaufen -40.000 0 0 0 -26.500 -66.500
davon ausgeübt 0 0 0 0 -2.000 -2.000
1. April 2006 0 40.000 30.000 30.000 48.000 148.000
davon ausgelaufen 0 0 0 0 -20.000 -20.000
1. April 2007 0 40.000 30.000 30.000 49.000 149.000
davon ausgelaufen 0 0 0 0 -20.000 -20.000
1. April 2008 0 40.000 30.000 30.000 37.000 137.000
Summe 0 160.000 120.000 120.000 112.500 512.500

Bewertung der Aktienoptionen zum Bilanzstichtag:

Zum Bilanzstichtag am 31. März 2009 unterschritt der Börsenkurs den Ausübungspreis der am 1. April 2005, am 1. April 2006, am 1. April 2007 und am 1. April 2008 zugeteilten Aktienoptionen. Für Verpflichtungen aus dem Stock-Option-Programm wurde daher keine Rückstellung für den Stock-Option-Plan 2 eingestellt.

Beizulegender Wert der eingeräumten Aktienoptionen:

Zuteilung am: 1.4.2005 1.4.2006 1.4.2007 1.4.2008
Beizulegender Wert zum 31. März 2009 EUR 0,000 EUR 0,000 EUR 0,000 EUR 0,000

Die Bewertung dieser Aktienoptionen erfolgt zum jeweiligen Bilanzstichtag unter Anwendung des Monte-Carlo-Verfahrens.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

4.6. Rückstellungen

4.6.1. Sonstige Rückstellungen

Zusammensetzung:

31. März 2009
EUR
31. März 2008
EUR
nicht konsumierte Urlaube 3.072.673,68 4.231.193,75
sonstiger Personalaufwand 303.717,41 2.990.620,00
Urlaubszuschuss/Weihnachtsremuneration 2.092.106,01 2.614.837,14
ungewisse Verbindlichkeiten 6.152.994,00 6.152.994,00
Jubiläumsgelder 1.123.993,00 1.153.199,00
Betriebsübersiedlung Fohnsdorf 0,00 525.963,23
Drohverluste derivative Finanzinstrumente 2.869.488,14 599.121,11
Zeitausgleich 234.359,77 859.365,19
Drohverluste aus schwebenden Geschäften 291.397,20 106.193,27
Gewährleistung und Schadensfälle 804.112,84 647.908,90
Rechts- und Beratungsaufwand 223.011,39 212.331,45
Skonto Debitoren 220.378,01 128.965,42
Restrukturierung Werk Leoben-Hinterberg 8.532.787,87 0,00
sonstige Rückstellungen < EUR 125.000 183.182,00 299.220,00
Summe 26.104.201,32 20.521.912,46

Der Posten "ungewisse Verbindlichkeiten" beinhaltet eine Rückstellung für Forschungs- und Entwicklungsrisiken sowie sonstige ungewisse Verpflichtungen.

Unter dem Posten "Restrukturierung Werk Leoben-Hinterberg" sind im Wesentlichen Kosten im Zusammenhang mit zukünftigen Leasingzahlungen für ungenutzte Produktionsflächen enthalten.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

4.7. Verbindlichkeiten

4.7.1. Zusatzangaben zu Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
Bezeichnung: Bilanzwert am
31. März 2009
EUR
von bis zu
einem Jahr
EUR
von mehr als
einem Jahr und
bis zu fünf
Jahren
EUR
von mehr
als fünf
Jahren
EUR
Anleihe 80.000.000,00 0,00 80.000.000,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
106.913.778,99 89.774.384,99 17.139.394,00 0,00
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
7.698.410,04 7.698.410,04 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
34.846.309,05 34.846.309,05 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 10.500.642,49 10.189.742,49 310.900,00 0,00
Summe 239.959.140,57 142.508.846,57 97.450.294,00 0,00
Restlaufzeit
Bezeichnung: Bilanzwert am
31. März 2008
EUR
von bis zu
einem Jahr
EUR
von mehr als
einem Jahr und
bis zu fünf
Jahren
EUR
von mehr
als fünf
Jahren
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
159.873.552,97 121.234.158,97 38.639.394,00 0,00
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
11.263.733,54 11.263.733,54 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
49.466.514,47 49.466.514,47 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 6.547.657,39 6.322.457,39 225.200,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 21.832.336,56 (Vorjahr EUR 27.566.514,47) und aus Verbindlichkeiten aus Finanzierung in Höhe von EUR 13.013.972,49 (Vorjahr 21.900.000,00).

4.7.2. Nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksame Aufwendungen

Unter den "sonstigen Verbindlichkeiten" sind folgende wesentliche Aufwendungen enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden:

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

31. März 2009
EUR
31. März 2008
EUR
Gebietskrankenkasse 1.377.393,25 1.605.818,79
Provisionsansprüche 99.921,73 72.109,56
Versicherungen 328,94 182.387,24
Finanzamt 942.697,83 828.410,38
Löhne und Gehälter 1.874.848,80 918.545,70
Gemeinden 75.545,80 96.921,87
Summe 4.370.736,35 3.704.193,54

4.8. Dingliche Sicherheiten

Bilanzwert am
31. März 2009
EUR
davon dinglich
besichert
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 106.913.778,99 74.639.394,00
Vorjahr: 159.873.552,97 117.886.723,00

Als dingliche Sicherheiten gegenüber Kreditinstituten dienen einerseits die Exportforderungen sowie andererseits die Abtretung der Ansprüche und Rechte aus dem Gesellschafterdarlehen an die AT&S (China) Company Limited, Shanghai, China und der AT&S Korea Co., Ltd., Ansan-City, Südkorea.

4.9. Haftungsverhältnisse

Stand
31.3.2009
EUR
davon gegenüber
verbundenen
Unternehmen
EUR
aus Garantien 1.861.147,10 1.861.147,10
Vorjahr: 6.945.687,67 6.945.687,67

4.9.1. AT&S India Private Limited

Im Geschäftsjahr 2002/03 wurde ein Garantieübereinkommen zwischen der Deutschen Bank AG, Bangalore, Indien, und der AT&S geschlossen:

  • Übernahme der Haftung für einen Betriebsmittelkredit in Höhe von INR 180 Mio. (EUR 2,7 Mio.); der zum Bilanzstichtag aushaftende Betrag beläuft sich auf EUR 0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,01 Mio.).
  • Übernahme der Haftung für ein Termingeschäft in Höhe von EUR 1,5 Mio., der zum Bilanzstichtag aushaftende Betrag beläuft sich auf EUR 0 Mio. (Vorjahr: EUR 0).

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

4.9.2. C2C Technologie für Leiterplatten GmbH

Zwischen der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich und der AT&S wurde ein Bürgschaftsübereinkommen geschlossen, in dem die AT&S die Haftung für einen ERP-Kredit in Höhe von EUR 700.000 übernommen hat. Der zum Bilanzstichtag aushaftende Kreditbetrag beläuft sich auf EUR 128.000 (Vorjahr: EUR 256.000).

4.9.3. AT&S (China) Company Limited

Im Geschäftsjahr 2006/07 wurde ein Garantieübereinkommen zwischen der China Construction Bank, Shanghai, China, und der AT&S geschlossen:

  • Übernahme der Haftung für einen Kreditrahmen in Höhe von EUR 25 Mio. (Vorjahr: EUR 25 Mio.); der zum Bilanzstichtag aushaftende Betrag beläuft sich auf EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 6,7 Mio.).

4.10. Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

des folgenden
Geschäftsjahres
EUR
der folgenden
fünf
Geschäftsjahre
EUR
Verpflichtungen aus Sale-and-Lease-back-Transaktion 2.120.831,00 10.604.155,00
Vorjahr: 2.478.480,00 12.392.400,00
Verpflichtungen aus Mietverträgen 627.629,00 933.458,00
Vorjahr: 658.109,00 2.303.605,00
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 0,00 0,00
Vorjahr: 3.686.604,00 3.905.574,00
Summe 2.748.460,00 11.537.613,00
Vorjahr: 6.823.193,00 18.601.579,00

4.11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag waren für Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen Bestellungen in Höhe von EUR 1,5 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.) offen.

4.12. Derivative Finanzinstrumente

In der AT&S werden derivative Finanzinstrumente zum Schutz gegen mögliche Zinssatz- und Wechselkursschwankungen und zur partiellen Abdeckung sowohl bestehender als auch erwarteter, aber noch nicht fixierter Fremdwährungsverpflichtungen bzw. Fremdwährungsforderungen abgeschlossen. Die zum 31. März 2009 offenen währungsabhängigen Produkte sind innerhalb eines Jahres fällig. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktwert und beträgt EUR - 2.330.413,37.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

Nominalwert Marktwert in
EUR
Buchwert in
EUR
31. März 2009 31. März 2009 31. März 2009
Währungsabhängige Produkte
Devisentermingeschäft USD 8.000.000,00 131.686,98 0,00
Swaps USD 51.157.750,00 -2.497.910,57 -2.869.488,14
Options USD 10.500.000,00 3.286,13 0,00
Zinsabhängige Produkte
Swaps EUR 10.000.000,00 32.524,09 0,00
Summe -2.330.413,37 -2.869.488,14
Nominalwert Marktwert in
EUR
Buchwert in
EUR
31. März 2008 31. März 2008 31. März 2008
Währungsabhängige Produkte
Devisentermingeschäft USD 20.212.500,00 2.478.211,71 0,00
Swaps USD 41.362.249,50 3.274.945,40 -242,98
Options USD 7.500.000,00 544.079,01 0,00
Zinsabhängige Produkte
Swaps EUR 10.000.000,00 -598.878,13 -598.878,13

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

5. AUFGLIEDERUNGEN ZU POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2008/09
EUR
2007/08
EUR
1. Umsatzerlöse
Ausland 316.387.372,44 348.044.883,54
Inland 23.168.760,95 26.663.969,51
339.556.133,39 374.708.853,05
2. Personalaufwand 2008/09
EUR
2007/08
EUR
a) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte 100.236,89 109.743,31
übrige Arbeitnehmer 1.818.870,56 1.657.046,49
1.919.107,45 1.766.789,80

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von EUR 1.681.837,32 (Vorjahr: EUR 1.524.722,48) enthalten.

2008/09
EUR
2007/08
EUR
b) Aufwendungen für Altersversorgung
Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte 17.938,03 181.743,13
übrige Arbeitnehmer 451.698,89 -6.107,25
469.636,92 175.635,88
2008/09
EUR
2007/08
EUR
3. Außerordentliche Aufwendungen
Ungenutzte Produktionsflächen 8.804.301,97 0,00
Abschreibungen Maschinen 2.423.909,35 0,00
Sozialplan Mitarbeiter inkl. Stiftung 9.410.115,66 0,00

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

Wertberichtigung AT&S Deutschland GmbH, Nörvenich,
Deutschland
5.805.000,00 0,00
26.443.326,98 0,00

Der Posten betrifft sämtliche Aufwendungen im Zusammenhang mit den vorgenommenen Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Leoben-Hinterberg.

6. ZUSATZANGABEN GEMÄSS UGB

6.1. Aktivierbare latente Steuern

Vom Wahlrecht, latente Gewinnsteuern auf temporäre Differenzen zwischen dem unternehmensrechtlichen und dem steuerlichen Ergebnis zu aktivieren, wurde nicht Gebrauch gemacht. Der gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbare Betrag beträgt EUR 3.465.305 (Vorjahr: EUR 2.236.878).

6.2. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Gemäß dem Steuerreformgesetz 2005, BGBl. I 2004/57, beträgt der Körperschaftsteuersatz seit 1. Jänner 2005 25 %.

Gemäß § 9 Abs. 8 KStG 1988 hat die AT&S als Gruppenträger mit folgenden Töchtern (Gruppenmitgliedern) eine Unternehmensgruppe gebildet:

  • AT & S Klagenfurt Leiterplatten GmbH
  • DCC Development Circuits & Components GmbH
  • AT&S Korea Co., Ltd., Ansan-City, Südkorea

Da keine latenten Gewinnsteuern aktiviert werden, hat die Unternehmensgruppe keine Ergebnisauswirkung auf den Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Die AT&S hat als Gruppenträger an die österreichischen Gruppenmitglieder Körperschaftsteuer in Höhe von EUR 19.757,78 verrechnet.

6.3. Organe, Arbeitnehmer

Die Durchschnittszahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter betrug:

2008/09 2007/08
1.081 1.278
530 543
1.611 1.821

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates:

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Vorstand tätig:

  • − Dr. Harald SOMMERER (Vorsitzender)
  • − Dkfm. Steen Ejlskov HANSEN
  • − Ing. Heinz MOITZI

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Aufsichtsratsmitglieder bestellt:

  • − Dkfm. Dr. Hannes ANDROSCH (Vorsitzender)
  • − Ing. Willibald DÖRFLINGER (1. Stellvertreter des Vorsitzenden)
  • − Dr. Erich SCHWARZBICHLER (2. Stellvertreter des Vorsitzenden)
  • − Dr. Georg RIEDL
  • − DI Albert HOCHLEITNER
  • − Dkfm. Karl FINK

Vom Betriebsrat waren delegiert:

  • − Johann FUCHS
  • − Wolfgang FLECK, seit 3. September 2008
  • − Gerhard FÜRSTLER, bis 3. September 2008
  • − Markus SCHUMY

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

2008/09 2007/08
fix variabel*) Summe fix variabel*) Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Dr. Harald Sommerer 457 -- 457 456 463 919
Dkfm. Steen E. Hansen 366 -- 366 366 232 598
Ing. Heinz Moitzi 316 -- 316 266 156 422
Gesamt 1.139 -- 1.139 1.088 851 1.939

Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes:

*) In den variablen Bezügen des Vorstandes sind folgende Sachbezüge aus Aktienoptionen inkludiert:

2008/09
TEUR
2007/08
TEUR
Dr. Harald Sommerer 0 184
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen 0 13
0 197

Anzahl der zum Bilanzstichtag gesamt gewährten Aktienoptionen nach Abzug der nicht ausgeübten ("expired") Aktienoptionen der Mitglieder des Vorstandes:

31. März
2009 2008
Dr. Harald Sommerer 160.000 140.000
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen 120.000 105.000
Ing. Heinz Moitzi 120.000 90.000
Summe 400.000 335.000

Zum 31. März 2009 liegt der Ausübungspreis der Zuteilungen für den Vorstand vom 1. April 2005 in Höhe von EUR 15,46 (100.000 Stück), vom 1. April 2006 in Höhe von EUR 17,99 (100.000 Stück), vom 1. April 2007 in Höhe von EUR 22,57 (100.000 Stück) und vom 1. April 2008 in Höhe von EUR 15,67 (100.000 Stück) über dem Tageskurs zum Bilanzstichtag (EUR 2,95).

Für die Aufsichtsratsmitglieder sind Vergütungen in Höhe von EUR 70.200 (Vorjahr: EUR 105.410) angefallen.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. MÄRZ 2009

Aktienbesitz des Vorstandes und der Aufsichtsräte der Gesellschaft zum 31. März 2009:

Aktien
Stand
31.3.2009
Stand
31.3.2008
Veränderung
Vorstand
Dr. Harald Sommerer 43.777 41.500 2.277
Sommerer Privatstiftung 120.600 120.600 0
Dkfm. Steen Ejlskov Hansen 2.000 0 2.000
Ing. Heinz Moitzi 1.672 1.672 0
Familienangehörige der Vorstandsmitglieder 7.500 7.500 0
Aufsichtsrat
Dkfm. Dr. Hannes Androsch 445.853 445.853 0
Androsch Privatstiftung 5.570.666 5.570.666 0
Dörflinger-Privatstiftung 4.574.688 4.574.688 0
Dr. Georg Riedl 9.290 9.290 0
Johann Fuchs 4 4 0
Gerhard Fürstler 1 1 0

Leoben-Hinterberg, am 13. Mai 2009

Der Vorstand:

Dr. Harald SOMMERER e.h.

Dkfm. Steen Ejlskov HANSEN e.h. Ing. Heinz MOITZI e.h.

LAGEBERICHT ZUM EINZELABSCHLUSS 2008/09

1. Unternehmensprofil

Die AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz "AT&S" genannt) zählt mit deren Tochtergesellschaften weltweit zu den führenden Unternehmen der Branche und ist in Europa und Indien der größte Leiterplattenproduzent. Neben einfachen Leiterplatten bietet AT&S vor allem hochkomplexe elektronische Verbindungselemente, die auf Grund des kundenseitig wachsenden Miniaturisierungsbedarfs im Produktportfolio der AT&S einen hohen Anteil ausmachen. Dabei steht insbesondere die HDI/Microvia- Technologie im Zentrum, die vor allem in mobilen Endgeräten wie Mobiltelefonen oder PDA's zum Einsatz kommt.

Mit einer globalen Präsenz über Tochtergesellschaften in Asien, Europa und den USA beliefert AT&S weltweit agierende Konzerne. Gleichzeitig bedient AT&S auch die Nachfrage von kleineren Unternehmen und fertigt Prototypen und Kleinserien. Die beiden Produktionsstandorte der AT&S befinden sich in Leoben-Hinterberg und in Fehring, die Produktionsstandorte der Tochtergesellschaften in Klagenfurt, Indien, Shanghai und Südkorea. Mit diesen Produktionskapazitäten ist AT&S in der Lage, sowohl die vorwiegend in Asien bestehende Volumenproduktion als auch das europäische Nischengeschäft zu bedienen.

AT&S ist auch technologisch einer der führenden Leiterplattenhersteller. Die hervorragenden Leistungen im Bereich Forschung und Entwicklung stellen eine dafür wesentliche Voraussetzung dar. AT&S arbeitet in Netzwerken aus Kunden, Lieferanten und Forschungseinrichtungen an immer neuen innovativen Techniken. Die laufende Optimierung der Geschäftsprozesse ist eines der wesentlichen Kernelemente der Unternehmensstrategie.

AT&S fertigt eine breite Palette an Leiterplatten: einseitige, doppelseitige, mehrlagige, HDI (High Density Interconnection, eine mehrlagige Leiterplatte mit extrem feinen Strukturen), flexible, starrflexible und semi-flexible. Das Leistungsspektrum umfasst unterschiedlichste Techniken der Behandlung von Leiterplatten unter Einsatz verschiedener Basismaterialien.

Neben der Entwicklung und Herstellung von Leiterplatten für Groß-, Kleinserien und Prototypen bietet die AT&S ihren Kunden als Gesamtlösungsanbieter verschiedene Zusatzleistungen wie Design und Bestückung von Leiterplatten an. Bis zum abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Angebot auch durch den Bereich Trading (Leiterplattenhandel von Drittherstellern) ergänzt, wobei diesbezügliche Aktivitäten aufgrund zu geringer Ertragsaussichten in Relation mit den damit verbundenen Risiken nunmehr beendet werden.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Das Geschäftsjahr 2008/09 der AT&S war deutlich von den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen beeinflusst. Nach einer bereits relativ schlechten Auslastung insbesondere des Werkes in Leoben-Hinterberg war ab Mitte November ein signifikanter Rückgang der Kundenaufträge zu verzeichnen. Diese Entwicklungen haben den Trend der laufenden Verlagerung der Massenproduktion nach Asien, insbesondere im HDI-Bereich, noch verstärkt und am Standort Leoben-Hinterberg im Geschäftsjahr 2008/09 ein Restrukturierungsprogramm erforderlich gemacht.

Die Restrukturierung umfasst die Anpassung der Produktionskapazitäten an die künftig erwartete Auslastung des Werkes. In bilanzieller Hinsicht wurden nicht mehr benötigte Produktionsmaschinen entsprechend abgewertet und für die Leerstehungskosten der nicht mehr genutzten Gebäudeflächen auf Basis der unkündbaren Immobilienleasingverpflichtungen Rückstellungen gebildet.

LAGEBERICHT ZUM EINZELABSCHLUSS 2008/09

Die Umsatzerlöse der AT&S im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 in Höhe von EUR 339,6 Mio. bedeuten im Vorjahresvergleich einen Rückgang von EUR 35,2 Mio. bzw. 9,4 %. Besonders deutlich hat sich mit einer Abweichung von ca. 40 % der Umsatzanteil aus den in Leoben-Hinterberg produzierten Mengen reduziert. Die Umsätze aus den in Fehring produzierten Mengen waren hingegen nur leicht rückläufig. Die asiatischen Tochtergesellschaften gewinnen für die Umsatzerzielung der Konzernmuttergesellschaft AT&S immer mehr an Bedeutung.

Das Restrukturierungsprogramm am Standort Leoben-Hinterberg hat neben den damit verbundenen außerordentlichen Aufwendungen auch das laufende Ergebnis belastet. Die Umstellungsmaßnahmen und die schlechte Auslastung insbesondere in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres haben zu einem negativen Betriebsergebnis in Höhe von EUR 24,9 Mio. und somit zu einer Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr um EUR 17,5 Mio. geführt.

Im Finanzergebnis konnten im Geschäftsjahr 2008/09 umfassende Ausschüttungen der Tochterunternehmen, insbesondere der AT&S (China) Company Limited sowie der AT&S Asia Pacific Limited, verbucht werden. Die Beteiligung an der AT&S Korea wurde auf Basis des für diesen Produktionsstandort angepassten Geschäftsplans um EUR 12,4 Mio. auf EUR 27,2 Mio. wertberichtigt. Letztlich zeigt das Finanzergebnis einen deutlichen Nettoertrag in Höhe von EUR 73,0 Mio.

Auch in der Vermögensstruktur wird die steigende Bedeutung der Produktionsstandorte der asiatischen Tochtergesellschaften verdeutlicht. Die Finanzanlagen an verbundenen Unternehmen in Form von Anteilen und Ausleihungen betragen zum 31. März 2009 über 60 % der Bilanzsumme.

Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31. März 2009 beträgt EUR 177,9 Mio. und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 13,2 Mio. Die Eigenkapitalquote von 39,3 % entspricht dem Vorjahreswert (39,0 %) und zeigt eine sehr gute Eigenkapitalausstattung.

Im Geschäftsjahr 2008/09 ist die Nettoverschuldung der AT&S um EUR 27,8 Mio. auf EUR 172,9 Mio. angestiegen. Die Nettoverschuldung errechnet sich aus der Anleihe und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie sonstigen Wertpapieren und Anteilen des Umlaufvermögens (ohne eigene Anteile). Der Nettoverschuldungsgrad, berechnet aus dem Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zu Eigenkapital ist damit von 88 % im Vorjahr auf 97 % angestiegen. Die Erhöhung der Nettoverschuldung resultiert im Wesentlichen aus zusätzlich aufgenommenen Fremdmitteln zur Finanzierung von Kapitalerhöhungen bzw. Ausleihungen an die Tochterunternehmen.

Die Teilergebnisse der Geldflussrechnung zeigen im mehrjährigen Vergleich folgende Werte (berechnet gemäß Fachgutachten der österreichischen Kammer der Wirtschaftstreuhänder):

2008/09 2007/08 2006/07
TEUR TEUR TEUR
Netto-Geldfluss aus laufender Ge
schäftstätigkeit 25.826 7.944 -6.420
Netto-Geldfluss aus der Investitions
tätigkeit -37.361 -58.850 -59.123
Netto-Geldfluss aus der Finanzie
rungstätigkeit 10.865 50.749 35.975

Der im Geschäftsjahr 2008/09 angestiegene und deutlich positive Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen auf Dividendenzahlungen der Tochtergesellschaften zurückzuführen.

LAGEBERICHT ZUM EINZELABSCHLUSS 2008/09

Im Rahmen der Investitionstätigkeit der AT&S wurden insgesamt EUR 10,9 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände und in das Sachanlagevermögen investiert, weiters wurde eine Kapitalerhöhung des Tochterunternehmens AT&S Korea in Höhe von EUR 20 Mio. durchgeführt.

Der durchschnittliche Mitarbeiterstand der AT&S betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.611 und liegt damit um 210 Personen unter dem Vorjahr (2007/08: 1.821). Die Reduktion ist insbesondere auf die Kapazitätsanpassung am Standort Leoben-Hinterberg zurückzuführen. Es wurde ein Sozialplan vereinbart, der neben Abfertigungs- und Härteausgleichszahlungen die Einrichtung einer Arbeitsstiftung zur Finanzierung von Weiterbildungsprogrammen der ausgetretenen Mitarbeiter umfasste.

Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, stellen gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter einen wesentlichen Baustein dar. AT&S legt daher besonderen Wert auf internationale Aus- und Weiterbildungsprogramme. Flankierend hiezu fördert ein transparentes und leistungsorientiertes Vergütungssystem (basierend auf Economic Value Added und ROCE) das unternehmerische Denken und Handeln der Mitarbeiter.

Nachhaltiges Wirtschaften und der schonende Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen haben für die AT&S höchste Priorität. AT&S kombiniert die drei Faktoren Qualität – Umwelt – Mensch in einem integrierten Managementsystem. Dieses einheitliche Regelwerk basiert auf den internationalen Qualitätsnormen ISO 9001: 2000, ISO/TS 16949 (Qualitätsmanagement der Automobilindustrie), der Umweltnorm ISO 14001 sowie auf dem Standard OHSAS 18001 für den Bereich Sicherheit und Gesundheit. Regelmäßige interne Audits und Überprüfungen durch unabhängige Dritte bestätigten für das Geschäftsjahr 2008/09 die Einhaltung des Managementsystems.

Zum Umweltschutz ist weiters hervorzuheben, dass AT&S bereits im Geschäftsjahr 1996/97 als einer der ersten Leiterplattenhersteller das Umweltmanagement nach ISO 14001 eingeführt hat. Da AT&S weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus umweltschützende Maßnahmen setzt, wird das Unternehmen von Zertifizierungsstellen sogar als Vorreiter in Umweltfragen gesehen.

3. Bedeutende Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres

In der 56. Aufsichtsratssitzung vom 17. März 2009 wurde einem möglichen Verkauf der AT&S E-CAD Technologies Private Limited zugestimmt. Mit Kaufvertrag vom 20. April 2009 wurde seitens der Gesellschaft mit dem Käufer vereinbart, sämtliche Anteile der Gesellschaft an der AT&S ECAD zu einem fixierten Verkaufspreis zu veräußern. Insgesamt hat der Verkauf der AT&S ECAD jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die AT&S.

4. Tochterunternehmen und Repräsentanzen

  • Um den steigenden Kapazitätsanforderungen und der Verlagerung der Massenproduktion im höchsten Technologiesegment gerecht zu werden, wurden bei der 100-%-Tochter AT&S (China) Company Limited zusätzliche Kapazitäten aufgebaut und im abgelaufenen Geschäftsjahr die dritte Ausbaustufe in Betrieb genommen. AT&S zählt als größter österreichischer Industrie-Investor in China auch zu den Top 30 Auslandsinvestments in Shanghai. Der Buchwert der Beteiligung beträgt nach Kapitalerhöhung EUR 111,9 Mio.
  • Bei der AT&S Korea Co., Ltd. wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Reihe von Maßnahmen zur Performanceverbesserung erfolgreich umgesetzt. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung musste der Geschäftsplan aufgrund der geänderten gesamtwirtschaftlichen Situation angepasst werden. Daraus resultiert die entsprechende Abwertung der Beteiligung im Geschäftsjahr 2008/09, die Einschätzung

LAGEBERICHT ZUM EINZELABSCHLUSS 2008/09

der künftigen Entwicklung der AT&S Korea wird jedoch grundsätzlich positiv gesehen. Um an diesem Standort auch lokal eine optimale Finanzierungsstruktur auszuweisen, wurde das Eigenkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von neuen Anteilen um KRW 36 Mrd. (ca. EUR 20 Mio.) im März 2009 erhöht, die zur Gänze von der AT&S gezeichnet wurden. Der Anteil an der AT&S Korea beträgt nunmehr 98,76 %.

• In Indien wurde im Geschäftsjahr 2008/09 basierend auf einer Vollauslastung des bestehenden dortigen Werkes sowie der noch am Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres steigenden Nachfrage die Errichtung eines zweiten Werkes der AT&S India Private Limited beschlossen. Aufgrund des durch die Wirtschaftskrise bedingten Nachfragerückgangs werden vorerst nur das Gebäude mit Infrastruktur sowie einzelne Produktionseinheiten zur Verbesserung der Performance des bestehenden Werks installiert. Der Komplettausbau des zweiten Werks kann bei Bedarf relativ kurzfristig umgesetzt werden.

5. Kapitalanteilsstruktur und Angaben zu Gesellschafterrechten

Zum Bilanzstichtag per 31. März 2009 beträgt das gezeichnete Kapital der Gesellschaft EUR 28.490.000 und besteht aus 25.900.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,1 pro Aktie. Das Stimmrecht in der Hauptversammlung wird nach Stückaktien ausgeübt, wobei je eine Stückaktie das Recht auf eine Stimme gewährt. Sämtliche Aktien lauten auf Inhaber.

Die maßgeblichen Beteiligungen an der AT&S zum Bilanzstichtag stellen sich wie folgt dar:

Aktien % Kapital % Stimmrechte
Dörflinger-Privatstiftung:
Franz-Josefs-Kai 5
A-1010 Wien
4.574.688 17,66 % 19,61 %
Androsch Privatstiftung:
Franz-Josefs-Kai 5
A-1010 Wien
5.570.666 21,51 % 23,89 %

Zum Bilanzstichtag werden 2.577.412 Stück eigene Aktien gehalten. Die erneut am 3. Juli 2008 beschlossene Ermächtigung des Vorstandes, bis zu 10 % des Grundkapitals der AT&S AG am Markt binnen 30 Monaten zurückzukaufen, läuft somit bis 2. Jänner 2011. Die eigenen Aktien können zur Bedienung des Stock-Option-Plans der Gesellschaft verwendet oder auch veräußert werden.

Bis zum 3. Juli 2008 war der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, zur Einräumung von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, leitende Angestellte und Arbeitnehmer eine bedingte Kapitalerhöhung um bis zu EUR 2.970.000 durch Ausgabe neuer Inhaberaktien durchzuführen.

Bis zum 4. Juli 2010 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis zu EUR 12.430.000 durch Ausgabe von bis zu 11.300.000 nennbetragslosen Inhaberstückaktien unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes zu erhöhen.

Mit Zustimmung des Aufsichtsrates kann der Vorstand bis zum 4. Juli 2010 bei Bedarf unter Ausschluss des Bezugsrechtes Wandelschuldverschreibungen von bis zu EUR 100.000.000 ausgeben. Zur Gewährung von Bezugs- oder Umtauschrechten an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibung ist

LAGEBERICHT ZUM EINZELABSCHLUSS 2008/09

der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu EUR 12.430.000 durch die Ausgabe von bis zu 11.300.000 neue Inhaberaktien zu erhöhen.

Weiterführend wird auf die Erläuterungen unter Punkt 4.5. "Eigenkapital" im Anhang zum Jahresabschluss verwiesen.

6. Forschung und Entwicklung

Innerhalb der AT&S ist der Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) die treibende Kraft bei der Identifizierung neuer technologischer Verbindungslösungen. Einerseits umfasst dies die Optimierung aktueller Verfahren und Materialien bis hin zu deren Einführung in die Produktion, andererseits werden auch innovative Technologien zur Revolutionierung der Herstellung von Leiterplatten identifiziert und selbst entwickelt.

Die F&E Einrichtung in Leoben-Hinterberg hat dabei nicht nur für die österreichischen Produktionsstandorte, sondern auch für die Werke in den Tochtergesellschaften zentrale Bedeutung. Die Hauptaufgabe liegt in der angewandten Forschung bis zur prinzipiellen Machbarkeit der jeweiligen Technologie, wobei zusätzlich die Identifizierung und Vorevaluierung neuer Technologien erfolgt. In Zusammenarbeit mit der Technik in den Werken werden die Prozess- und Produktinnovationen mittels experimenteller Entwicklung weiter vorangetrieben. Weiters sind neue Prozesse in den bestehenden Produktionsablauf zu integrieren.

Um auch künftig technologisch an der Weltspitze zu bleiben, arbeitet die AT&S mit zahlreichen externen Partnern zusammen. Einerseits werden kundenseitig Anforderungen und Ideen für zukünftige Produkte mitgeteilt, andererseits leitet AT&S aus zukünftigen Applikationen neue Techniken ab, wie etwa Embedding. Je nach Bedarf werden zusätzlich zu den eigenen Ressourcen auch Kooperationen mit Forschungseinrichtungen oder Lieferanten eingegangen.

Im Geschäftsjahr 2008/09 stellte der Bereich "Embedded Components" einen zentralen Forschungsschwerpunkt dar. Durch die Direkteinbettung von elektronischen Bauteilen in das Innere der Leiterplatte wird neben Kosteneinsparungen zusätzlicher Platz auf der Leiterplattenoberfläche gewonnen und die Zuverlässigkeit erhöht. Im Rahmen des mehrjährigen von der AT&S geleiteten Forschungsprojektes "Hermes" wird in Zusammenarbeit mit zehn weiteren prominenten Unternehmen aus verschiedensten Stufen der Wertschöpfungskette an einem Industriestandard für die serientaugliche Einbettung von Chips gearbeitet. Weiters wird im Hochtechnologiesegment der HDI Leiterplatten insbesondere an Möglichkeiten zur weiteren Miniaturisierung und der Entwicklung neuer Herstellungsprozesse und preisgünstigerer Alternativprozesse gearbeitet. Schwerpunktmäßig befasst sich die AT&S auch in einer Vielzahl von Projekten mit neuen Produktionstechnologien zu einer flexibleren und effektiveren Leiterplattenfertigung, um speziell in den österreichischen Werken kleinere Volumina und komplexere Produkte wettbewerbsfähig produzieren zu können. Die Forschungstätigkeiten im Bereich der Photovoltaik fokussieren auf die Entwicklung und Produktion von energieeffizienteren, rückseitenkontaktierten Photovoltaikpanelen.

7. Wesentliche Risiken, Ungewissheiten und Chancen

Die Risiken, Ungewissheiten und Chancen von AT&S sind grundsätzlich von den weltweiten Entwicklungen am Leiterplattenmarkt geprägt.

Markt- und technologieseitig ist zu beobachten, dass der für AT&S bedeutende Bereich Mobile Devices zunehmend in ein Low-Cost-Segment und ein hochtechnologisches High-End-Segment (z.B. für

LAGEBERICHT ZUM EINZELABSCHLUSS 2008/09

Smartphones) unterteilt werden muss. Aufgrund der Kernkompetenzen und derzeitiger Positionierung wird sich AT&S gemeinsam mit den Tochtergesellschaften verstärkt auf das High-End-Segment konzentrieren. In diesem Zielmarkt mit dem auch weitaus interessanteren Ertragspotential wird AT&S weiterhin eine Wachstumsstrategie verfolgen.

In geographischer Hinsicht ist die laufende Ausweitung der Produktion nach Asien erkennbar, wobei die Massenproduktion im HDI-Bereich nun bereits fast zu Gänze in der Tochtergesellschaft AT&S China in Shanghai erfolgt. Diese Entwicklung folgt dem Industrietrend und ist notwendig, um weiterhin auf den internationalen Märkten konkurrenzfähig in höchster Qualität produzieren zu können. In den österreichischen Werken sind aufgrund der hohen Personalkosten in der Massenproduktion kaum positive Margen erzielbar. Die österreichischen Produktionsstandorte der AT&S sind daher auf die Fertigung von kleineren Volumina und komplexeren Produkten auszurichten.

Als Chancen und Vorteil gegenüber dem Mitbewerb werden insbesondere im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld die starke Kapitalausstattung und die technologische Spitzenposition von AT&S gesehen. Wie sich anhand von Einzelfällen bereits zeigt, wird erwartet, dass schwache Marktteilnehmer aus dem Wettbewerb ausscheiden und gut positionierte, bonitätsmäßig starke Unternehmen wie AT&S die Möglichkeit erhalten werden, in einzelnen Zielmärkten sogar Anteile zu gewinnen.

Finanzrisiken

Das Risikomanagement erfolgt durch das zentrale Treasury entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Richtlinien. Diese detaillierten, internen Richtlinien regeln die Zuständigkeiten, Handlungsparameter und Limite. Das Treasury identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten der AT&S. Der Vorstand gibt sowohl für das bereichsübergreifende Risikomanagement als auch für bestimmte Bereiche, wie z.B. den Umgang mit dem Fremdwährungsrisiko, das Zins- und Kreditrisiko, den Einsatz derivativer und nicht derivativer Finanzinstrumente sowie die Investition von Liquiditätsüberschüssen, Richtlinien vor.

Derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte, Optionen und Swaps werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Es wird auf die detaillierten Angaben unter Punkt 4.12. "Derivative Finanzinstrumente" im Anhang zum Jahresabschluss verwiesen.

Liquiditätsrisiken

Die AT&S verfügt über Liquiditätsreserven in Höhe von EUR 62 Mio. Davon entfallen auf liquide Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) und sonstige Wertpapiere und Anteile EUR 14,1 Mio. sowie EUR 47,9 Mio. auf bestehende, nicht ausgenützte Finanzierungsrahmen.

Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zu 11.300.000 neue Aktien aus genehmigtem Kapital zu emittieren sowie Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000 auszugeben, weiters die eigenen Anteile (zum Bilanzstichtag hält die AT&S 2.577.412 eigene Aktien) zu veräußern.

LAGEBERICHT ZUM EINZELABSCHLUSS 2008/09

Marktrisiken

Zinsänderungsrisiken

Aktivseitig bestehen geringe Zinsänderungsrisiken im Wertpapiervermögen. Sonstige Liquiditätsbestände werden überwiegend kurzfristig veranlagt, und der gesamte Wertpapierbestand ist jederzeit veräußerbar.

Passivseitig sind zum Bilanzstichtag 79 % des Gesamtbetrages aus Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten fix verzinst. Die verbleibenden variabel verzinsten Kredite (21 %) weisen großteils eine Laufzeit von unter einem Jahr auf.

Währungsrisiken

Zur Absicherung der Währungsrisiken wird eine laufende Überwachung aller währungsrelevanten Risiken durchgeführt. Innerhalb der AT&S erfolgt die Kurssicherung von Transaktionsrisiken zunächst durch Schließen von Positionen (Netting), für offene Positionen werden bei Bedarf derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Evaluierung der Marktrisiken durch VAR

Die AT&S setzt zur Quantifizierung der Zins- und Währungsrisiken das Value-at-Risk-Konzept (VAR) ein. VAR ist ein Maß für das Marktpreisrisiko und zeigt den höchstmöglichen Verlust, der über einen bestimmten Zeitraum eintreten kann. Dabei werden die Korrelationen der verschiedenen Risikoelemente zueinander berücksichtigt.

Zusätzlich wird in einer so genannten GAP-Analyse der mögliche Verlust durch eine 1 %ige Preisänderung (Wechselkurs und Zinsen), bezogen auf die Fremdwährungs- bzw. Zinsnettoposition, ermittelt. Dabei werden keine Korrelationen der verschiedenen Risikoelemente zueinander berücksichtigt.

Kreditrisiko

Im Rahmen des starken Wachstums der vergangenen Jahre hat die AT&S intensive und langfristige Partnerschaften mit Schlüsselkunden aufgebaut, die zu einer gewissen Konzentration auf Kundenseite geführt haben. Um diesem potenziellen Risiko entgegenzuwirken, forciert AT&S die weitere Diversifikation im Kunden-, Branchen- und Produkt-Mix und konzentriert sich neben dem Bereich Telekommunikation zunehmend auch auf die Bereiche Automobil und Industrie. Um das bestehende Kundenportfolio weiter zu verbreitern, werden verstärkt Akzente in der Neukundengewinnung gesetzt und die Vertriebsstruktur entsprechend den Markterfordernissen weiterentwickelt.

Generell basiert die Kontrolle des Kreditrisikos auf einer laufenden Bonitätsprüfung und auf dem Abschluss von Kreditversicherungen für die einzelnen Kunden.

8. Ausblick

Analysen gehen davon aus, dass die weltweiten Umsätze der Leiterplattenindustrie im Jahr 2009 in US-Dollar gemessen um rund 16 % sinken werden. Es ist nicht zu erwarten, dass sich AT&S diesem Trend entziehen können wird. Aufgrund der allgemeinen Marktentwicklung und der Neuausrichtung der Strategie im Bereich Mobile Devices im Sinne einer nachhaltigen Ertragsoptimierung erwartet das Management für das folgende Geschäftsjahr 2009/10 einen Umsatzrückgang.

LAGEBERICHT ZUM EINZELABSCHLUSS 2008/09

Die Investitionstätigkeit für das Geschäftsjahr 2009/10 wird auf ein geringes Ausmaß beschränkt werden, nachdem die Produktionskapazitäten der AT&S AG und deren Tochtergesellschaften in Anbetracht der makroökonomischen Entwicklungen jedenfalls ausreichend sind.

Die einzelnen Werke werden verstärkt auf die konkreten Markt- und Produktionsanforderungen auszurichten sein. Der Trend wird weiterhin in Richtung Verlagerung von Massenproduktion nach Asien in die vorhandenen Tochtergesellschaften und Verbesserung der Performance und Kostenstruktur der österreichischen Werke für Kleinserien und Bedienung von Nischenmärkten gehen. Auch wenn im Geschäftsjahr 2009/10 die im abgelaufenen Geschäftsjahr getätigten Restrukturierungsmaßnahmen greifen und weitere Kosteneinsparungen umsetzbar sein sollten, ist eine Jahresergebnisprognose aus derzeitiger Sicht nur eingeschränkt möglich. Für die laufende Geschäftstätigkeit ist jedoch von einem Rückgang auszugehen. Mit einer nachhaltigen Ertragsverbesserung wird erst nach einer allgemeinen Erholung der Märkte gerechnet.

Leoben-Hinterberg, am 13. Mai 2009

Der Vorstand

Dr. Harald Sommerer e.h.

Dkfm. Steen Ejlskov Hansen e.h.

Ing. Heinz Moitzi e.h.

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, Leoben-Hinterberg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2008 bis 31. März 2009 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2009, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2009 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungsund Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2009 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2008 bis zum 31. März 2009 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Wien, den 13. Mai 2009

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Dr. Aslan Milla Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Leoben-Hinterberg, am 13. Mai 2009

Der Vorstand

Dr. Harald Sommerer Vorstandsvorsitzender

Dkfm. Steen Ejlskov Hansen Vorstand

Ing. Heinz Moitzi Vorstand

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