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Artec Technologies AG

Annual Report Jun 2, 2023

4579_10-k_2023-06-02_f3c49c2d-10d0-40e8-b4f4-607c96bcd071.pdf

Annual Report

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Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022

WKN 520 958 | ISIN DE 0005209589

artec technologies AG | Mühlenstraße 15-18 | 49356 Diepholz | www.artec.de

Kennzahlen auf einen Blick

zur Erfolgslage zur Liquidität

2022 2021
In Mio.€ In Mio.€
Umsatzerlöse 2,50 2,55
EBITDA 0,15 0,27
EBITDA-Marge 5% 9%
EBIT -0,55 -0,38
EBIT-Marge -19% -13%
EAT/Jahresüberschuss -1,05 -0,16
EAT-Marge -36% -5%
Materialaufwandsquote 30% 32%
Abschreibungsquote 24% 22%
Handelsspanne 70% 68%
2022 2021
In Mio.€ In Mio.€
Cashflow
lf. Geschäftstätigkeit 228 595
Investitionstätigkeit -442 -524
Finanzierungstätigkeit -58 -20
v.d.Finanzmittelfonds -273 52
Ende der Periode 245 518
2022 2021
In Mio.€ In Mio.€
Bilanzsumme 3,28 4,46
Eigenkapitalquote 82% 84%
Verbindlichkeitenquote 15% 13%
Verbindlichkeitenquote LuL 2% 2%
Anlagedeckung 115% 144%
Forderungsquote LuL 7% 8%

zur Vermögenslage zur Aktie zum 31.12.2022

Aktien im Umlauf 2,86 Mio.
Kurs (Xetra)(€) 1,74
Marktkapitalisierung (€) 4,98 Mio

Inhaltsverzeichnis

Bericht des Aufsichtsrats 14
Jahresabschlussprüfung 19
Organe der Gesellschaft 20
Geschäftsfelder 24
Wiedergabe des Bestätigungsvermerks 27
Bilanz 31
Kapitalflussrechnung 34
Anhang für das Geschäftsjahr 2022 35
A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 35
B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 35
C. Angaben und Erläuterungen zu Posten des Jahresabschlusses 37
D. Sonstige Pflichtangaben 41

Hinweis »

Der vorliegende Geschäftsbericht der artec technologies AG entspricht einem Jahresabschluss nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften des Aktiengesetzes. Der Bericht dient lediglich Informationszwecken im Rahmen der Veröffentlichungspflichten der artec technologies AG gemäß den AGB der Deutsche Börse AG für den Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse. Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie zur Geschäfts-, Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der artec technologies AG. Diese Aussagen beruhen auf den derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen des Unternehmens und unterliegen insofern Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächliche wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweicht. Die zukunftsgerichteten Aussagen haben nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Geschäftsberichts Gültigkeit. artec technologies beabsichtigt nicht, die zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren und übernimmt dafür keine Verpflichtung.

Sehr geehrte Aktionäre, Geschäftspartner und Freunde,

im ersten Halbjahr 2022 hat die artec technologies AG ein deutliches Umsatzplus und eine verbesserte Ergebnissituation verzeichnet. In der zweiten Jahreshälfte konnten wir an diese positive Entwicklung leider nicht anschließen. Die Nachfrage nach unseren Produktlinien war zwar weiterhin hoch, doch einige größere Auftragseingänge konnten nicht mehr in 2022 ergebniswirksam ausgeliefert werden. Zum anderen wurde die Auslieferung von Bestellungen durch eine anhaltend schwierige Materialbeschaffung verlangsamt. Daher ging der Umsatz im Gesamtjahr 2022 leicht um 1,64 % auf 2,50 Mio. EUR zurück. Die Lieferkettenproblematik ist zwar weiterhin vorhanden, aber im laufenden Jahr erwarten wir ein zweistelliges Umsatzwachstum beispielsweise durch den im März 2023 erhaltenen Folgeauftrag unseres Großkunden aus Qatar. Auch die Ertragslage sollte sich allein durch den Wegfall der außerordentlichen Kosten spürbar verbessern.

Ertragslage in 2022 unbefriedigend, gute Vermögens- und Finanzlage

Der Umsatzrückgang spiegelte sich in der Ertragslage von artec in 2022 wider. So konnte der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 28 % auf 0,61 Mio. EUR nicht kompensiert werden. Dieser Anstieg geht hauptsächlich auf die einmaligen Kosten für die Emission einer Unternehmenswandelanleihe zurück. Aufgrund der allgemeinen Verunsicherung hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen der kriegerischen Handlungen in der Ukraine und des stark steigenden Zinsniveaus in Deutschland gestaltete sich die Platzierung der Schuldverschreibungen schwierig. Die Bewerbung haben wir daher vorzeitig eingestellt. Allerdings steht die elektronische Schuldverschreibung durch den Eintrag in ein Krypto-Wertpapierregister als alternative Finanzierungsoption für die Gesellschaft bis zum Fälligkeitstermin im März 2025 zur Verfügung.

Auch wenn die Ertragslage in 2022 unbefriedigend war, steht artec weiterhin auf einem finanziell soliden Fundament. Unsere Eigenkapitalquote liegt bei über 80 % und die Deutschen Bundesbank hat uns im Rahmen der jährlichen Bonitätsanalyse auch in 2022 mit "notenbankfähig" klassifiziert.

Aufträge bestätigen technologisch führende Position im globalen Wettbewerb

An den Ausgaben für Forschung und Entwicklung haben wir bewusst nicht massiv gespart. Die hervorragende technologische Position von artec ist essenziell für den langfristigen Erfolg der Gesellschaft. Dass sich artec im globalen Wettbewerb in der technologischen Spitzengruppe befindet, haben wir auch 2022 wieder unter Beweis gestellt.

So hat artec technologies für ein Nato-Mitgliedsland eine Spezialsoftware zur Aufzeichnung und Verarbeitung von Video- und Metadaten für den maritimen Einsatz entwickelt. Grundlage für die Neuentwicklung ist die Eigenmarke XENTAURIX®, die unter der artec Aufzeichnungs- und Verarbeitungssysteme für unterschiedlichste Daten und Branchen anbietet. Nach einem erfolgreichen Feldtest in den vergangenen Monaten haben die Seestreitkräfte des Nato-Mitgliedslandes einen Initialauftrag für das XENTAURIX® Spezialsystem, bestehend aus Soft- und Hardware, für den Einsatz in einem Schiff erteilt.

Der bereits erwähnte Auftrag aus Qatar verdeutlich ebenfalls unsere technologische Stärke. Die Nachrichtenagentur mit Sitz in Qatar setzt bei der Modernisierung ihres Medien-Informationssystems erneut auf unsere XENTAURIX® Plattform. Gemeinsam mit unserem lokalen Kooperationspartner haben wir uns erfolgreich in einem Ausschreibungsverfahren durchgesetzt und den Zuschlag für die Soft- und Hardware-Modernisierung des TV-, Web-TV- und Radio-Informationssystems der Nachrichtenagentur erhalten. Der Auftrag beinhaltet mehrjährige Service- und Supportleistungen. Mit der neuesten XENTAURIX®-Version wird die Nachrichtenagentur über 400 Medienkanälen aufzeichnen können und ihr werden rund 870.000 Videostunden zur Analyse und Recherche zur Verfügung stehen. Damit wird die Anlage eines der größten Medien-Informationssysteme im Mittleren Osten sein.

Diese Aufträge verdeutlichen, dass artec national und international gut positioniert ist und nachhaltige Wachstumsperspektiven besitzt. Nach der unbefriedigenden Umsatz- und Ertragsentwicklung in 2022 sind wir zuversichtlich im laufenden Jahr wieder auf den Wachstumskurs zurückzukehren.

Geschäftsverlauf

Im ersten Halbjahr des Berichtszeitraums konnte die artec technologies AG ein deutliches Umsatzplus und eine verbesserte Ergebnissituation verzeichnen, was hauptsächlich auf einen hohen Auftragsbestand zu Beginn des Jahres 2022 zurückzuführen war. Leider konnte diese positive Entwicklung im zweiten Halbjahr nicht fortgesetzt werden.

Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Ukraine-Krieges sowie Lieferkettenproblemen und der anhaltenden globalen COVID-19-Pandemie verzeichnete die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 einen leichten Umsatzrückgang von 0,042 Mio. EUR (1,64%), was einem Gesamtumsatz von 2,50 Mio. EUR entspricht. Obwohl sich im zweiten Halbjahr eine steigende Nachfrage nach beiden Produktlinien zeigte, konnten diese Anfragen nur teilweise in Aufträge umgesetzt werden.

Sowohl die Umsatzentwicklung in den Vertriebsregionen europäisches Ausland und Drittländer sowie das Geschäftsfeld mit Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in Deutschland verzeichneten einen leichten Umsatzrückgang. Der Rückgang des Gesamtumsatzes bei gleichzeitig gestiegenen Betriebs- und Verwaltungskosten führte insbesondere durch einmalige Aufwendungen für die Emission einer Unternehmensanleihe im zweiten Halbjahr zu einem deutlichen Fehlbetrag und einer entsprechenden Verschlechterung der Ergebniskennzahlen.

Das EBITDA (Brutto-Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen) beträgt somit 0,15 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 0,27 Mio. EUR.

Das EBIT (Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern) des Geschäftsjahres von -0,55 Mio. EUR liegt um 0,17 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: -0,38 Mio. EUR). Der Jahresfehlbetrag hat sich um 0,89 Mio. EUR auf -1,05 Mio. EUR (Vorjahr: -0,16 Mio. EUR) verschlechtert.

Das EAT (Gewinn nach Steuern) beträgt -1,05 Mio. EUR (Vorjahr -0,16 Mio. EUR). Der deutliche Anstieg des Fehlbetrags ist durch die latenten Steuern zu begründen.

Zu den latenten Steuern:

Es gibt Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz, die voraussichtlich in den kommenden Geschäftsjahren abgebaut werden. Diese Unterschiede führen zu passiven latenten Steuern. Im Wesentlichen betrifft dies die seit 2010 praktizierte Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (eigene Software-Entwicklungen) in der Handelsbilanz.

Gleichzeitig bestehen körperschafts- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge. Entsprechend unserer Planungsrechnung für die Jahre 2023 bis 2027 erwarten wir, dass diese Verlustvorträge in den kommenden fünf Jahren zu einem erheblichen Teil für die steuerliche Verlustverrechnung genutzt werden können. Dieser voraussichtlich erzielbare Steuervorteil führt wiederum zu aktiven latenten Steuern. Bei der Ermittlung der aktiven latenten Steuern auf die Verlustvorträge wurde ein Sicherheitsabschlag auf die Planungsrechnung vorgenommen.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von rund 28,78%. Aus der Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ergibt sich ein Aktivüberhang, der im Jahresabschluss zum 31. 12.2022 mit 0,36 Mio. EUR als aktive latente Steuern ausgewiesen wird.

Forschung und Entwicklung

Im Berichtszeitraum beschäftigte die artec technologies AG 11 Mitarbeiter im Bereich Produktmanagement und Produktentwicklung. Für diese Aufgaben wurden insgesamt 0,37 Mio. EUR an Forschungs- und Entwicklungskosten aufgewendet, die als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert wurden. Die Schwerpunkte lagen dabei, wie in den Vorjahren, auf der Entwicklung neuer Hard- und Softwareprodukte sowie der Optimierung bestehender Produktgruppen. Lediglich für das Produkt XentauriX erfolgte in geringem Maße eine Fremdvergabe von Software-Entwicklungstätigkeiten.

Zu den wesentlichen Neuerungen im Leistungsangebot der Software gehören:

Dynamische Metadatenanpassung

Eine dynamische Anpassung von Metadaten in Echtzeit sind Informationen, die beschreiben, was in einem bestimmten Datensatz enthalten ist. Eine dynamische Anpassung dieser Metadaten kann beispielsweise bei der Suche nach bestimmten Inhalten oder der Organisation von Daten helfen, indem sie sicherstellt, dass die Metadaten aktuell und relevant sind. Ein Beispiel für eine dynamische Metadatenanpassung ist die automatische Verschlagwortung von Inhalten in einer Datenbank basierend auf der tatsächlichen Sprache und dem Kontext der Inhalte.

Integration automatisierter Spracherkennung und Übersetzung in eine andere Sprache

Die automatische Spracherkennung und Übersetzung ermöglicht es, Audio- oder Videoinhalte in Echtzeit zu transkribieren und übersetzen, was Zeit und Ressourcen spart.

Diese basiert auf künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning-Technologien. Ein Anwendungsbeispiel ist die Verwendung in einem Audio-Videorekorder, z.B. bei behördlichen Vernehmungen.

Mit dem System können sowohl Audio- als auch Videodaten gleichzeitig aufgezeichnet werden. Durch die automatische Umwandlung des gesprochenen Wortes in Text und dessen Übersetzung ist eine vollständige Dokumentation des Interviews gewährleistet.

Automatische Werbeerkennung

Die automatische Werbeerkennung (auch Ad Detection genannt) basiert in der Regel auf der Analyse von Audio- oder Videoinhalten. Diese ist die in der Lage, Werbeblöcke innerhalb einer Sendung oder eines Videos zu erkennen und zu klassifizieren. Sobald die Werbeblöcke erkannt wurden, können verschiedene Aktionen ausgeführt werden, wie zum Beispiel das automatische Entfernen der

Werbung aus einer Aufzeichnung oder die gezielte Platzierung von Werbung in einem Video-Player. Die Werbeerkennung stellt somit eine wichtige Funktion für Werbetreibende und Vermarkter dar, um ihre Werbung effektiv zu platzieren und das Nutzererlebnis zu verbessern.

Multieye Surveillance Tower for Observation and Remote Monitoring

MULTIEYE STORM ist ein mobiler Hi-Tech Kameraturm der neuesten Generation, der unter der Federführung von artec technologies AG und in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner Vivotek entwickelt wurde. Der STORM ermöglicht mobile Videoobservierung mit integrierter KI-Videoanalyse und ist mit hochmoderner Sensorik, autarker Stromversorgung und sicherer Übertragungstechnik ausgestattet. Die Übertragung erfolgt per VPN mit maximaler Verschlüsselung und Sicherheit. STORM eignet sich ideal für den Einsatz in Leitständen für Objekt- und Personenschutz.

Multieye Transportables System für flexible Observierungsmaßnahmen

Das MULTIEYE MOVES Videosystem von artec technologies AG ist ein transportables System, das aus robusten, wettergeschützten Sende- und Empfangskoffern besteht. Es beinhaltet unsere MULTIEYE 3 Rekorder und ist speziell für flexible Observationsmaßnahmen konzipiert. Das System eignet sich sowohl für B.O.S. Einsätze (Behörden, Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) als auch für kommerzielle Anwendungen. Die Videodaten werden durch modernste LTE/5G Router übertragen und mit maximaler Verschlüsselung und Sicherheit "Made in Germany" gesichert.

Ertragslage

Die artec technologies AG verzeichnete im Geschäftsjahr 2022 einen Rückgang des Umsatzes um 1,64% auf 2,50 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzerlöse beinhalten Einnahmen aus verschiedenen Geschäftsmodellen wie wiederkehrenden Umsätzen und Projektgeschäften. Wiederkehrende Umsätze beziehen sich auf langfristige Verbindungen mit Endkunden, wie beispielsweise Miete für Hard- und Software, Nutzung des XentauriX Cloud Services und regelmäßigen Dienstleistungen wie Wartung und Upgrades.

10 Geschäftsverlauf

Unter Berücksichtigung des § 248 Abs. 2 HGB wurden eigene Entwicklungskosten in Höhe von 0,37 Mio. EUR aktiviert und als "Aktivierte Eigenleistungen" in der GuV-Posten ausgewiesen. Die Gesamtleistung im Jahr 2022 (bestehend aus Umsatzerlösen, sonstigen Erträgen und aktivierten Eigenleistungen) sank um 3,6 % auf 2,90 Mio. EUR.

Die Materialeinsatzquote mit 30% und die Personalaufwandsquote mit 46%, jeweils bezogen auf die Gesamtleistung, blieben im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Die Abschreibungen beliefen sich im Jahr 2022 auf 0,70 Mio. EUR, was einer Erhöhung von 0,04 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies ist hauptsächlich auf erhöhte Abschreibungen auf die aktivierten Eigenleistungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 28% auf 0,61 Mio. EUR im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr an. Dieser Anstieg geht hauptsächlich auf die einmaligen Kosten für die Emission einer Unternehmenswandelanleihe zurück.

Die Krypto-Unternehmenswandelanleihe der artec technologies AG (ISIN: DE000A3MQPZ8) wurde mit Veröffentlichungsdatum 28.3.2022 in das Krypto-Wertpapierregister der Cashlink Technologies GmbH/Frankfurt eingetragen. Das Krypto-Wertpapierregister wird auf der "Polygon PoS" Blockchain betrieben. Die Gesellschaft hat Schuldverschreibungen in Form von Pflichtwandelanleihen als elektronische Wertpapiere nach dem eWpG (Gesetz über elektronische Wertpapiere vom 3. Juni 2021) im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 1.999.984,00 ausgegeben. Diese waren aufgeteilt in 71.428 Stück mit einem Nennbetrag von EUR 28,00 je Schuldverschreibung, welche zum Ende der Laufzeit in jeweils 10 Aktien der artec technologies AG gewandelt werden. Aufgrund der allgemeinen Verunsicherung hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen der kriegerischen Handlungen in der Ukraine, die zeitgleich mit der Veröffentlichung der Anliehe begannen, fiel die Nachfrage dem allgemeinen Markttrend folgend deutlich hinter unsere Erwartungen zurück. Die Bewerbung wurde daher vorzeitig eingestellt. Die elektronische Schuldverschreibung steht als alternative Finanzierungsoption für die Gesellschaft bis zum Fälligkeitstermin der Schuldverschreibung im März 2025 zur Verfügung.

Vermögenslage

Die Bilanz der artec technologies wird von den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen geprägt. Diese wurden zu Herstellungskosten bewertet und entsprechend der zu erwarteten Lebenszyklen abgeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Buchwert der betreffenden Vermögensgegenstände um 7% auf 1,88 Mio. EUR reduziert. Dies entspricht einem Anteil von 57% (45%) an der Bilanzsumme in Höhe von 3,3 Mio. EUR. Die aktivierten Steuern schlagen mit weiteren 0,36 Mio. EUR bzw. 11% auf der Aktivseite zu Buche.

Im Vergleich zum Vorjahr (0,11 Mio. EUR) ging der Vorratsbestand aufgrund von Lieferengpässen und dem reduzierten Auftragsumfang zum Jahresende auf 0,09 Mio. EUR zurück. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag waren zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung vollständig ausgeglichen. Auch im Berichtsjahr gab es keine Forderungsausfälle zu beklagen. Die Zahlungsmittel haben sich gegenüber dem Vorjahr auf 0,24 Mio. EUR zum 31.12.2022 reduziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus einem Darlehen bei der KFW, das mit 1% verzinst und bis zum Ende der Laufzeit 09/2026 getilgt wird.

Das Eigenkapital ist im Wesentlichen bedingt durch den Jahresfehlbetrag in Höhe von 1,05 Mio. EUR mit 2,69 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Die Eigenkapitalquote hat sich bei einer reduzierten Bilanzsumme von 3,28 Mio. EUR auf 82% (Vorjahr 84%) verringert.

Finanzlage

Im Berichtsjahr konnte mit 0,23 Mio. EUR (Vorjahr 0,60 Mio. EUR) ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erzielt werden. Dieser wurde gestützt durch die zum Stichtag etwas geringere Mittelbindung im Bereich der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Aus der Investitionstätigkeit sind im Berichtsjahr 0,44 Mio. EUR (Vorjahr 0,52 Mio. EUR) abgeflossen. Hauptfaktoren sind hier die Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (0,43 Mio. EUR), die auch die aktivierten Eigenleistungen beinhalten.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von -0,06 Mio. EUR (Vorjahr 0,02 Mio. EUR) resultiert hauptsächlich aus der Rückzahlung von Finanzkrediten an die KfW.

In der Gesamtbetrachtung ist der Finanzmittelfonds, der ausschließlich aus liquiden Mitteln besteht, gegenüber dem Vorjahr um 0,27 Mio. EUR auf 0,25 Mio. EUR zurückgegangen.

Prognosebericht

Der Vorstand erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatzkorridor zwischen 3,0 und 4,0 Mio. EUR aufgrund einer deutlichen Zunahme von Nachfragen und der Anzahl der Angebote in beiden Geschäftsfeldern im Vergleich zum Vorjahr. Besonders bei den Bestandskunden im Mittleren Osten besteht ein dringender Bedarf an Software-Updates und Hardware-Modernisierungen der von artec technologies AG gelieferten Systeme. Erste Teillieferungen im Wert von 0,35 Mio. EUR werden im Mai in den Mittleren Osten versendet. Die Prognose für den Auftragseingang im laufenden Geschäftsjahr sieht für den Mittleren Osten ca. 1,0 - 1,2 Mio. EUR, für Südost/ Süd Europa ca. 0,4 - 0,5 Mio. EUR, für den Rest der Welt 0,2 Mio. EUR und für die DACH Region 2,0 - 2,5 Mio. EUR vor. Der Umsatz ist abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Lage und den Auswirkungen der nach wie vor bestehenden globalen Beschaffungssituation für elektronische Komponenten, insbesondere Halbleitern, Prozessoren und Chips, sowie den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs.

Die obigen Aussagen sind Prognosen für die Zukunft.

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,

der Aufsichtsrat der artec technologies AG hat im Geschäftsjahr 2022 die ihm obliegenden Aufgaben nach Gesetz und Satzung ordnungsgemäß wahrgenommen.

Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Arbeit des Vorstands, die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien regelmäßig überwacht und begleitet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben dafür fortlaufend mit dem Vorstand und den leitenden Angestellten der Gesellschaft Kontakt gehalten und sich über den Geschäftsverlauf und wesentliche Vorgänge informiert. Dabei hat sich der Aufsichtsrat gründlich über mögliche interne und externe

Risiken für den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft informieren lassen. Die Ergebnisse dieser Erörterungen sind in die Maßnahmen, Entscheidungen und Beschlüsse von Vorstand und Aufsichtsrat eingeflossen.

Bedeutende Sachverhalte hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit den übrigen Aufsichtsratsmitgliedern besprochen und sie in die laufende Aufsichtsratsarbeit einbezogen.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend über alle wichtigen Aspekte der Unternehmensplanung und der

strategischen und laufenden Geschäftsentwicklung durch den Vorstand berichten lassen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates hatten damit stets ausreichend Gelegenheit, sich im Plenum des Aufsichtsrats mit den Berichten, Anträgen und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen sowie Anregungen einzubringen.

Alle zustimmungspflichtigen Angelegenheiten hat der Vorstand dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Entscheidung vorgelegt. Vom Aufsichtsrat erteilte Zustimmungen und Genehmigungen erfolgten stets nach ausführlicher Prüfung der Unterlagen und gegebenenfalls ergänzender Erläuterungen durch den Vorstand und die leitenden Angestellten der Gesellschaft.

Die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung von Vorstand und Aufsichtsrat verliefen in allen Fällen auf Basis gründlicher, sachgerechter Information und Diskussion kollegial, zügig und erfolgreich.

Aufsichtsratssitzungen

Der Aufsichtsrat der artec technologies AG trat im Geschäftsjahr 2022 zu vier ordentlichen Sitzungen und einer außerordentlichen Sitzung zusammen.

In den Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichterstattung des Vorstands über die Lage der Gesellschaft, das wirtschaftliche Umfeld, die Umsatz- und Kostenentwicklung sowie wesentliche Geschäftsvorfälle und potenzielle Risiken besprochen.

Im Einzelnen hat sich der Aufsichtsrat mit folgenden Themen auseinandergesetzt:

Außerordentliche Sitzung am 25.01.2022

Gegenstand der außerordentlichen Sitzung am 25.01.2022 war die Begebung einer Unternehmenswandelanleihe der Gesellschaft in Form elektronischer Wertpapiere. Der Vorstand erläuterte ausführlich die Hintergründe der geplanten Emission nebst deren Zeitplan und begründete die geringfügige Verlegung des Starts um eine Woche.

Sitzung am 30.03.2022

In der Sitzung am 30.03.2022 wurde dem Aufsichtsrat der testierte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 vorgelegt und durch den Vorstand erläutert. Dieser wurde sodann nach gründlicher Besprechung durch den Aufsichtsrat gebilligt und damit festgestellt. Ferner wurde die finanzielle und wirtschaftliche Lage der Gesellschaft erörtert. Es wurde festgelegt, die Hauptversammlung nochmals virtuell abzuhalten, ebenso wurde der Termin für die Hauptversammlung bestimmt.

Sitzung am 03.06.2022

Am 03.06.2022 trat der Aufsichtsrat zu einer Präsenzsitzung im Anschluss an die Hauptversammlung der Gesellschaft zusammen. Wesentlicher Gegenstand dieser Sitzung war die Berichterstattung des Vorstands über den bisherigen Geschäftsverlauf in 2022 sowie des derzeitigen Auftragsbestands und Stand der aktuellen Verhandlungen offener Angebote.

Sitzung am 05.10.2022

Am 05.10.2022 haben sich der Aufsichtsrat und Vorstand mit dem Verlauf des ersten Halbjahres sowie der Erstellung des Halbjahresberichts auseinandergesetzt. Der Vorstand hat von der Messe IBC berichtet, die im Jahr 2022 wieder erstmalig stattfand und hat über den Status der Messenachbereitung berichtet.

Sitzung am 20.12.2022

In der Sitzung des Aufsichtsrates vom 20.12.2022 hat der Vorstand einen Rückblick auf das Geschäftsjahr 2022 gegeben. Ebenso wurde die finanzielle und wirtschaftliche Lage der Gesellschaft dargestellt und ein Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023 gegeben.

Jahresabschlussprüfung

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der artec technologies AG für das Geschäftsjahr 2022 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Kohl & Zerhusen GmbH, Steinfeld, geprüft. Den Prüfauftrag dazu hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 03.06.2022 erteilt.

Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss der artec technologies AG für das Geschäftsjahr 2022 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Abschlussprüfer hat in seinem Bericht das Risikomanagement- und Überwachungssystem des Vorstands dargestellt und festgestellt, dass er es für geeignet hält, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Die Abschlussunterlagen und der Prüfbericht des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat vor. Sie wurden vom Aufsichtsrat eingehend geprüft und erörtert. Der Abschlussprüfer bot Gelegenheit zu Erörterung allfälliger Fragen im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss, die vollumfänglich beantwortet wurden.

Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen und im Rahmen seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Er hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der artec technologies AG für das Geschäftsjahr 2022 in seiner Sitzung vom 26.04.2023 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der artec technologies AG nach § 172 AktG festgestellt.

Dank

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der artec technologies AG sehr herzlich für ihren außerordentlichen Einsatz und ihre Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Frankfurt, im Mai 2023 Für den Aufsichtsrat

Veith Hamper (Vorsitzender des Aufsichtsrats

Organe der Gesellschaft

Die artec technologies AG wurde bis zum 31.03.2020 von Dipl.-Ing. Ingo Hoffmann und Kaufmann Thomas Hoffmann gemeinsam geleitet. Nachdem Ingo Hoffmann altersbedingt sein Amt als Vorstand zum 31.03.2020 beendet hat, wird die Gesellschaft von Alleinvorstand Thomas Hoffmann vertreten.

Ingo Hoffmann steht weiterhin in beratender Funktion für die Gesellschaft zur Verfügung und konzentriert sich auf die technologische Weiterentwicklung des Unternehmens.

Thomas Hoffmann ist Unternehmer und Manager mit internationaler Erfahrung. Nach einer Ausbildung in Betriebswirtschaft in London arbeitete er im Ausland als technischer Kaufmann für einen deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten. Nach Gründung der artec technologies war Thomas Hoffmann verantwortlich für die wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens. Als Mitglied der Geschäftsführung ist er verantwortlich für die Geschäftsentwicklung, Vertrieb, Investor Relations und Personalmanagement. Seit Gründung von artec technologies leitet Thomas Hoffmann die wirtschaftlichen Geschicke des Unternehmens.

Aufsichtsratsvorsitzender: Veith Hamper (Frankfurt a. M., Rechtsanwalt)

stellv. Aufsichtsratsvorsitzender: Ingo Hoffmann (Diepholz, Diplom-Ingenieur)

Aufsichtsrat Ingo Estermann (Lohne, MBA)

Die artec technologies AG wurde am 14.06.2000 gegründet. Der Geschäftssitz ist Diepholz, Mühlenstraße 15-18.

Die artec technologies AG wurde bis zum 31.03.2020 von Dipl.-Ing. Ingo Hoffmann und Kaufmann Thomas Hoffmann gemeinsam geleitet. Nachdem Ingo Hoffmann altersbedingt sein Amt als Vorstand zum 31.03.2020 beendet hat, wird die Gesellschaft von Alleinvorstand Thomas Hoffmann vertreten.

Produktplattformen der artec technologies AG...

Die artec technologies AG entwickelt und produziert innovative Software- und Systemlösungen für die Übertragung, Aufzeichnung und Auswertung von Video-, Audio- und Metadaten in Netzwerken und Internet. Kunden nutzen seit dem Jahr 2000 die Produktplattformen MULTIEYE® für Videosicherheitslösungen und XENTAURIX® für Media & Broadcast Streaming und Recording Anwendungen.

Videosicherheits- und Informationssysteme

Unter dem Markennamen MULTIEYE steht ein umfassendes Produktsortiment zur Erstellung von Video- Überwachungsanlagen und -Informationssystemen mit hoher Bildauflösung zur Verfügung. Unsere Produkte und Systemlösungen sind so multifunktional, dass sie dem Kunden einerseits Mehrwert bieten und andererseits auch für Aufgaben zur Video-Qualitätssicherung, Produktionskontrolle, Verkaufsförderung oder zur Maximierung der Betriebssicherheit eingesetzt werden.

Eine Vielzahl von Software Modulen steht für MULTIEYE zur Verfügung, von der datenschutzkonformen Videoüberwachung mit MULTIEYE PrivacyShield, MULTIEYE Kennzeichenerkennung, über Kassendatenerfassung und Aufzeichnung bis hin zu dem MULTIEYE PeopleCounter zur Messung der Kundenfrequentierung in Ladengeschäften.

Media & Broadcast

XENTAURIX Media & Broadcast Systeme werden zur Netzwerk/Internet-basierten Übertragung, Aufzeichnung und Wiedergabe von TV, Hörfunk, Video und Metadaten in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen eingesetzt: Fernseh-/Hörfunkstationen, IPTV- und Kabelnetzbetreiber verwenden unsere Produkte als Langzeit-Videorecorder für den gesetzlichen Sendenachweis (Compliance). TV-Stationen nutzen das System zusätzlich, um Videoclips für ihre Mediatheken zu erstellen sowie zur Analyse von TV-Zuschauerquoten.

Unternehmen, Medienbeobachter oder Institute recherchieren mit XENTAURIX Systemen in TV- und Radioaufzeichnungen nach relevanten Themen und Medieninhalten. Im Weiterbildungsbereich werden unsere Produkte als hochmodernes, wegweisendes ELearning System erfolgreich eingesetzt. Das neue XENTAURIX "Mobile-TV" wird in Zukunft auf allen gängigen Smart Phones und Tablets von geschlossenen Benutzergruppen genutzt mit Live und zeitversetzter Streamingwiedergabe.

MULTIEYE BOS Video Management System

Das MULTIEYE BOS Video Management System ist eine komplette Videoüberwachungsplattform, speziell für Sicherheitsbehörden entwickelt, bestehend aus mobilen Videorecordern mit LTE Übertragung, Proxyservern mit zentraler Aufzeichnung, Konfigurations- und Administrationsserver sowie mobilen wie auch stationären Abfragestationen.

Herausragende Merkmale bei dem System sind die zentrale Equipmentverwaltung, Administration und einsatzspezifische Konfiguration und Zusammenstellung von Mobilrecordern, LTE-Routern, Videokameras sowie VPN-Einstellungen über vordefinierte Presets.

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und Schlussbemerkung

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 (Anlagen 1 bis 3) der artec technologies AG, Diepholz, den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die artec technologies AG, Diepholz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der artec technologies AG – bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungsund Bewertungsmethoden – geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der

Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Ent-scheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/ hgb-ja-o-lb-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks."

Wir erstatten diesen Prüfungsbericht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F.).

Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

Steinfeld, den 25. April 2023

Bilanz

Aktiva EUR 31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte
1.874.033,87 2.015
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz
rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
11.987,00 85
1.886.020,87
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 157.345,00 188
157.345,00
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 304.298,77 308
304.298,77
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 88.403,67 109
88.403,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 222.515,02 365
2. Sonstige Vermögensgegenstände 5.806,67 9
228.321,69
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben,
Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
244.904,65 518
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.283,91 19
D. Aktive latente Steuern 355.060,92 849
3.280.639,48 4.464

Passiva EUR 31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
Grundkapital 2.861.650,00 2.862
Abzüglich Nennwert eigener Anteile -13.450,00 - 14
II. Kapitalrücklage 4.883.752,02 4.883
III. Rücklage wegen eigener Anteile 13.450,00 14
IV. Bilanzverlust
davon Verlustvortrag -4.011.031,25€
-5.056.939,90 - 4.011
2.688.462,12 3.734
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 78.477,18 88
78.477,18
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen
- davon kovertibel 9.156,00 €
- davon mit einer Restlaufzeit bis
zu einem Jahr 9.156,00 €
9.156,00 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
129.723,75 €
388.543,75 456
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
65.315,58 €
65.315,58 71
4. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern 38.170,46 € (Vorjahr: 68.228,06 €)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
1.842,71 € (Vorjahr: 3.596,95 €)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 40.593,26 €
40.593,26 73
503.608,59
D. Rechnungsabgrenzungsposten
10.091,59 43
3.280.639,48 4.464
GuV 2022 2021
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 2.504.184,23 2.546
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen
-20.914,50 - 9
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 367.632,95 416
4. Sonstige betriebliche Erträge
- davon aus Währungsumrechnung 1.480,49 €
52.387,80 58
Gesamtleistung 2.903.290,48 3.011
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
742.341,32 859
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 98.933,40 841.274,72 78
Rohergebnis 2.062.015,76 2.074
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.079.539,80 1.106
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
224.044,80 222
- davon für Altersversorgung 2.300,40 € 1.303.584,60
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens
gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
696.045,15 653
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- davon aus Währungsumrechnung 465,42 €
613.407,82 479
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.389,60 6
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.160,32 229,28 7
11. Ergebnis vor Steuern -550.792,53 - 387
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
- davon latente Steuern 494.376,69 €
494.376,69 - 230
13. Ergebnis nach Steuern -1.045.169,22 - 158
14. Sonstige Steuern 739,43 0
15. Jahresfehlbetrag -1.045.908,65 - 158
16. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -4.011.031,25 - 3.853
17. Bilanzverlust -5.056.939,90 - 4.011

Kapitalflussrechnung

Kapitalflussrechnung (EUR)

2022 2021
TEUR TEUR
Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit
+228 +595
Cashflow aus
der Investitionstätigkeit
-442 -524
Cashflow aus
der Finanzierungstätigkeit
-58 -20
Verminderung/ Erhöhung
des Finanzmittelfonds
+273 +52
Finanzmittelfonds
am Ende der Periode
+245 +518

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Firma: artec technologies AG
Sitz: Diepholz
Registergericht: Amtsgericht Walsrode
Nummer beim Handelsregister: HRB 100341

Der Jahresabschluss der artec technologies AG vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Darstellungs-, Ansatz- und Bewertungsstetigkeit in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist grundsätzlich beibehalten.

Herstellungskosten beinhalten grundsätzlich keine Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen, für freiwillige soziale Leistungen, für betriebliche Altersversorgung sowie keine Fremdkapitalzinsen.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Herstellungskosten unter Einbeziehung angemessener Teile der Gemeinkosten bewertet. Fertiggestellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden auf Grundlage ihrer erwarteten Lebenszyklen abgeschrieben.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode.

Das Finanzanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bzw. den fortgeführten niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Das Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung der Erzeugnisse beachtet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen ausgewiesen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Die aufgrund des Auseinanderfallens von Handelsbilanz und Steuerbilanz gebildeten latenten Steuern berücksichtigen künftige Steuerbelastungen und -entlastungen und sind unter Zugrundelegung des unternehmensindividuellen Steuersatzes im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet.

Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennwert angesetzt. Eigene Anteile sind vom gezeichneten Kapital offen abgesetzt worden.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind ausreichend bemessen und nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in der Höhe notwendig.

Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert worden.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Geschäftsvorfälle in fremden Währungen sind im laufenden Geschäftsjahr mit aktuellen Kursen umgerechnet worden.

Gegenüber dem Vorjahr wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nicht geändert.

C. Angaben und Erläuterungen zu Posten des Jahresabschlusses

Das Anlagevermögen entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt:

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anlagevermögen Stand
01.01.2022
EUR
Zugänge
2022
EUR
Abgänge
2022
EUR
Stand
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene
gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte
und Werte
4.083.672,21 367.632,95 0,00 4.451.305,16
2. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
258.666,23 58.445,24 0,00 317.111,47
4.342.338,44 426.078,19 0,00 4.768.416,63
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
337.130,13 26.186,64 6.389,60 356.927,17
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 308.080,38 6.218,39 10.000,00 304.298,77
4.987.548,95 458.483,22 16.389,60 5.429.642,57
Buchwerte Abschreibungen
Stand
31.12.2021
Stand
31.12.2022
Stand
31.12.2022
Abgänge
2022
Zugänge
2022
Stand
01.01.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
2.014.626,19 1.874.033,87 2.577.271,29 0,00 508.225,27 2.069.046,02
84.553,00 11.987,00 305.124,47 0,00 131.011,24 174.113,23
2.099.179,19 1.886.020,87 2.882.395,76 0,00 639.236,51 2.243.159,25
187.969,00 157.345,00 199.582,17 6.387,60 56.808,64 149.161,13
308.080,38 304.298,77 0,00 0,00 0,00 0,00
2.595.228,57 2.347.664,64
3.081.977,93 6.387,60 696.045,15 2.392.320,38

Forderungen und Verbindlichkeiten

Forderungen und Verbindlichkeiten

Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
mit einer Restlaufzeit
unter
einem Jahr
über
einem Jahr
insgesamt
EUR EUR EUR
1. Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
222.515,02 0,00 222.515,02
2. Sonstige Vermögensgegenstände 5.806,67 0,00 5.806,67
228.321,69 0,00 228.321,69
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
unter
einem Jahr
EUR
ein bis
fünf Jahre
EUR
über
fünf Jahre
EUR
insgesamt
EUR
1. Anleihen 9.156,00 0,00 0,00 9.156,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
129.723,75 258.820,00 0,00 388.543,75
3. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
65.315,58 0,00 0,00 65.315,58
4. Sonstige Verbindlichkeiten 40.593,26 0,00 0,00 40.593,26
244.788,59 258.820,00 0,00 503.608,59

D. Sonstige Pflichtangaben

1. Anzahl der eigenen Aktien

Die artec technologies AG hielt zum 1. Januar 2015 14.700 eigene nennwertlose Stückaktien. Auf diese eigenen Aktien entfiel ein Grundkapital in Höhe von 14.700 €. Die eigenen Aktien sind im Verlauf der Geschäftsjahre 2008 und 2009 erworben worden. Der Erwerb erfolgte aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung, der ein Aktienrückkaufprogramm ermöglichte. Im Geschäftsjahr 2015 wurden 1.000 Stückaktien mit einem Grundkapital von 1 € je Aktie zum Kaufpreis von 1,65 € je Aktie verkauft. Der Kaufpreis ist in die Kapitalrücklage eingestellt worden. Somit hält die artec technologies AG ab dem Geschäftsjahr 2016 noch 13.700 eigene nennwertlose Stückaktien. Auf diese eigenen Aktien entfällt ein Grundkapital in Höhe von 13.700 €. Im Geschäftsjahr 2022 wurden 250 Stückaktien mit einem Grundkapital von 1 € je Aktie zum Kaufpreis von 2,24 € je Aktie verkauft. Der Kaufpreis ist in die Kapitalrücklage eingestellt worden. Somit hält die artec technologies AG ab dem Geschäftsjahr 2022 noch 13.450 eigene nennwertlose Stückaktien. Auf diese eigenen Aktien entfällt ein Grundkapital in Höhe von 13.450 €. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 0,47 %.

2. Entwicklung des Bilanzverlustes

Der Bilanzverlust entwickelte sich wie folgt:

Bilanzverlust zum 31. Dezember 2022: -5.056.939,90 €
Jahresergebnis 2022 -1.045.908,65 €
Verlustvortrag zum 31. Dezember 2021: -4.011.031,25 €

3. Aufgliederung der Betrages nach § 268 Abs. 8 HGB (Ausschüttungssperre)

Zum 31. Dezember 2022 besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 2.229.094,79 €. Diese setzt sich wie folgt zusammen:

2.229.094,79
Zuzüglich aktive latente Steuern 1.334.780,71
894.314,08
Selbsterstellte immaterielle Vermögens
gegenstände Abzüglich zugehörige passive
latente Steuern
1.874.033,87
-539.253,16

4. Latente Steuern

Es bestehen Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Diese Unterschiede führen zu passiven latenten Steuern.

Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Diesen Erwartungen liegt eine Planungsrechnung für die Jahre 2023 bis 2027 zugrunde, basierend auf eine Vertriebsstrategie, die gemeinsam mit dem Aufsichtsrat erarbeitet wurde. Von den Planwerten der in den nächsten fünf Jahren nutzbaren Verlustvorträge wurde ein Sicherheitsabschlag vorgenommen.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von rund 28,78% und resultiert aus folgenden Sachverhalten:

EUR
Differenzen zu aktiven latenten Steuern
Verlustvorträge
3.107.957,30
Differenzen zu passiven latenten Steuern
Selbst geschaffene Immaterielle
Vermögensgegenstände
1.874.033,87

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden saldiert auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen und haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand am
01.01.2022
EUR
Veränderung
EUR
Stand am
31.12.2022
EUR
Aktive latente Steuern 1.429.145,32 -534.831,24 894.314,08
Passive latente Steuern 579.707,71 -40.454,55 539.253,16
Bilanzausweis (aktivischer Überhang) 849.437,61 -494.376,69 355.060,92

4. Außerbilanzielle Geschäfte

Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen außerbilanzielle Geschäfte in Form von Miet-, Leasing- und sonstigen Verträgen mit folgenden geschätzten Belastungen:

Fälligkeiten EUR
Fällig bis zum 31. Dezember 2023 45.607,36
Fällig 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2027 156.302,42
Fällig nach dem 31. Dezember 2027 (jährlich) 37.867,36
239.777,14

Bei den außerbilanziellen Geschäften handelt es sich um Miet- und Pachtverträge über die Anmietung betriebsnotwendiger Vermögensgegenstände. Besondere Vorteile oder Risiken und finanzielle Auswirkungen aus diesen Geschäften ergeben sich nicht.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

7. Mitarbeiterzahl

Der Personalbestand setzte sich im Geschäftsjahr 2022 im Durchschnitt aus 21 Mitarbeitern (ohne Vorstände /ohne Auszubildende) zusammen.

8. Organe der Gesellschaft

Dem Vorstand der Gesellschaft mit dem Recht zur gemeinsamen Vertretung gehört an:

Kaufmann Thomas Hoffmann, Diepholz.

Der Aufsichtsrat besteht aus:

Herrn Veith Hamper (Rechtsanwalt), Frankfurt am Main Herrn Ingo Hoffmann (Dipl.-Ingenieur), Diepholz Herrn Ingo Estermann (MBA), Diepholz

9. Gewährte Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse Gewährte Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse

Die Darlehen werden mit 2 % verzinst und haben sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt entwickelt:

Stand 01.01.2022 Zinsen 2021 Tilgung/Neuaufnahme Stand 31.12.2022
Darlehen Thomas Hoffmann 264.990,56 € 5.348,65 € 0,00 € 270.339,21 €
Darlehen Ingo Hoffmann 43.089,82 € 869,74 € -10.000,00 € 33.959,56 €

Diepholz, den 25. April 2023

artec technologies AG Vorstand -

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