Annual Report • May 11, 2022
Annual Report
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WKN 520 958 | ISIN DE 0005209589

artec technologies AG | Mühlenstraße 15-18 | 49356 Diepholz | www.artec.de
| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| In Mio.€ | In Mio.€ | |
| Umsatzerlöse | 2,55 | 3,08 |
| EBITDA | 0,27 | 0,34 |
| EBITDA-Marge | 9,20% | 9,50% |
| EBIT | -0,38 | -0,23 |
| EBIT-Marge | -12,80% | -6,50% |
| EAT/Jahresüberschuss | -0,16 | 0,17 |
| EAT-Marge | -5,3% | 4,9% |
| Materialaufwandsquote | 31,9% | 32,7% |
| Abschreibungsquote | 22% | 16% |
| Handelsspanne | 68% | 67% |
| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| In Mio.€ | In Mio.€ | |
| Cashflow | ||
| lf. Geschäftstätigkeit | 595 | 121 |
| Investitionstätigkeit | -524 | -669 |
| Finanzierungstätigkeit | -20 | 476 |
| v.d.Finanzmittelfonds | 52 | -72 |
| Ende der Periode | 518 | 466 |
| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| In Mio.€ | In Mio.€ | |
| Bilanzsumme | 4,46 | 4,61 |
| Eigenkapitalquote | 84% | 84% |
| Verbindlichkeitenquote | 13% | 14% |
| Verbindlichkeitenquote LuL | 2% | 1% |
| Anlageintensität | 58% | 59% |
| Anlagedeckung | 144% | 143% |
| Forderungsquote LuL | 8% | 14% |
| Quote der flüssigen Mittel | 12% | 10% |
| Aktien im Umlauf | 2,86 Mio. |
|---|---|
| Kurs (Xetra)(€) | 2,44 |
| Marktkapitalisierung (€) | 7 Mio. |
| Bericht des Aufsichtsrats | 7 |
|---|---|
| Jahresabschlussprüfung | 12 |
| Organe der Gesellschaft | 13 |
| Geschäftsfelder | 16 |
| Wiedergabe des Bestätigungsvermerks | 20 |
| Bilanz | 24 |
| Cashflow | 27 |
| Anhang für das Geschäftsjahr 2021 | 28 |
| A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss | 28 |
| B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden | 28 |
| C. Angaben und Erläuterungen zu Posten des Jahresabschlusses | 30 |
| D. Sonstige Pflichtangaben | 34 |
Der vorliegende Geschäftsbericht der artec technologies AG entspricht einem Jahresabschluss nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften des Aktiengesetzes. Der Bericht dient lediglich Informationszwecken im Rahmen der Veröffentlichungspflichten der artec technologies AG gemäß den AGB der Deutsche Börse AG für den Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse. Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie zur Geschäfts-, Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der artec technologies AG. Diese Aussagen beruhen auf den derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen des Unternehmens und unterliegen insofern Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächliche wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweicht. Die zukunftsgerichteten Aussagen haben nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Geschäftsberichts Gültigkeit. artec technologies beabsichtigt nicht, die zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren und übernimmt dafür keine Verpflichtung.
vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Pandemie und sich verschärfenden Probleme innerhalb der globalen Lieferketten fährt der Wachstumsmotor der Weltwirtschaft derzeit mit angezogener Handbremse. Dies gilt auch für die Entwicklung der artec technologies AG. Auf der einen Seite stellen uns Lieferschwierigkeiten und Preiserhöhungen von benötigter Hardware immer wieder vor Herausforderungen. Und auf der anderen Seite erschweren Reisebeschränkungen und verzögerte Auftragserteilungen den Absatz. Aufgrund dieser schwierigen Gemengelage bewerten wir die operative Entwicklung der artec im Jahr 2021 als zufriedenstellend und die starken ersten Monate des laufenden Jahres 2022 lassen uns optimistisch in die Zukunft schauen.
Der Berichtszeitraum 2021 war ein weiteres Jahr mit hohem Homeofficeanteil und vielen Sonderregelungen. Da alle für die artec wichtigen Messen ausgefallen sind und auch die Reisetätigkeit stark eingeschränkt war, hat sich z.B. die Neukundenakquisition auf ein Minimum reduziert. Kunden wie Regierungen, Betreiber von Sicherheitssystemen sowie Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) zeigen weiterhin Investitionsbereitschaft, jedoch verschieben sich Projekte wegen der Einschränkungen durch die Pandemie. Entsprechend ist der Umsatz von artec im Jahr 2021 von € 3,08 Mio. auf € 2,55 Mio. gesunken. Der Rückgang resultiert aus einer Investitionszurückhaltung unserer ausländischen Kunden im Geschäftsfeld Broadcast und Medien, darunter ein größerer geplanter Auftrag aus Qatar. Im Geschäftsbereich Videosicherheitstechnik für zivile Kunden und BOS wurden die Ziele erreicht und der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Dieser Bereich trägt inzwischen rund 80% zum Gesamtumsatz von artec bei.
Auf die Investitionszurückhaltung unserer Kunden haben wir reagiert und im Berichtsjahr ein Kosteneinsparungsprogramm umgesetzt. Durch die Reduzierung von u.a. Reisekosten, Marketingausgaben und Fremdarbeiten/Provisionen konnten wir die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 25,4% auf T€ 479 reduzieren. Die Personalkosten haben wir - ohne Leistungsreduzierung - um 10,7% reduzieren können.
Das operative Ergebnis vor Steuern, Abschreibung und Zinsen (EBITDA) fiel mit T€ 272 (2020: T€ 340) erneut positiv aus. Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde durch Abschreibungen in Höhe von T€ 653 (2020: T€ 572) belastet und lag bei T€ -380 (2020: T€ -232). Das Ergebnis nach Steuern (EAT) ist bedingt durch einen Sicherheitsabschlag auf die Fünfjahresplanung der Gesellschaft und eine damit einhergehende Reduzierung der latenten Steuern mit T€ -158 (2020: T€ 174) festgestellt worden. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war mit € 0,595 Mio. auch im Jahr 2021 positiv (2020: € 0,121 Mio.).
artec verfügte auch Ende 2021 über eine sehr solide Finanz- und Vermögenslage. Die Eigenkapitalquote unserer Gesellschaft beträgt unverändert starke 84% und liegt somit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die durchschnittliche EK-Quote von mittelständischen Unternehmen in Deutschland (10-49 Mitarbeiter) lag 2020 bei 30% (Quelle: statista). Die Verbindlichkeitenquote zur Bilanzsumme lag zum Bilanzstichtag bei 13% (2020: 14%). Die Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände wurden im Vergleich zum Vorjahr von € 0,67 Mio. auf € 0,37 Mio. reduziert, so auch die Forderungen aus LuL von € 0,66 Mio. auf € 0,36 Mio. Zum Bilanzstichtag verfügte artec über flüssige Mittel in Höhe von € 0,52 Mio. (2020: € 0,47 Mio.).
Der Blick in die Zukunft ist momentan mit sehr großen Unsicherheiten behaftet. Viele Faktoren wie die anhaltende Covid-19-Pandemie, die kriegerische Auseinandersetzung Russlands mit der Ukraine und eine mögliche Rezession machen eine verlässliche Prognose für den Geschäftsverlauf in 2022 zum jetzigen Zeitpunkt praktisch unmöglich. Auch wenn wir keine gravierenden negativen Auswirkungen der Krisensituation auf unsere gegenwärtige und zukünftige Geschäftsentwicklung sehen. artec ist schlank aufgestellt und solide finanziert. Auch die grundsätzlich positiven Aussichten bleiben bestehen. artec ist als Spezialist für die Sammlung, Speicherung und Analyse von Daten aus unterschiedlichsten Quellen in Zukunftsmärkten aktiv. Das Interesse an unseren Lösungen im BOS-Bereich – insbesondere der Multieye BOS Manager – ist groß und auch im Broadcast-Segment ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich der Investitionsstau löst. Doch zunächst bleibt unser Umsatz schwer planbar. Dies hat auch der Jahreswechsel 2021/22 gezeigt. Nachdem Aufträge erst verzögert eingegangen sind, lag unser Umsatz in den ersten beiden Monaten 2022 um 50% über dem Vorjahreswert. Dies ist erfreulich, jedoch noch keine Tendenz für die Entwicklung im Gesamtjahr.
Bei Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, bedanke ich mich für das Vertrauen und die Treue, die Sie uns erwiesen haben und hoffe, dass Sie uns auch in Zukunft gewogen bleiben. Ebenso bedanke ich mich bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern.
Ihr Thomas Hoffmann
der Aufsichtsrat der artec technologies AG hat im Geschäftsjahr 2021 die ihm obliegenden Aufgaben nach Gesetz und Satzung ordnungsgemäß wahrgenommen.
Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Arbeit des Vorstandes, die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien regelmäßig überwacht und begleitet.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben dafür fortlaufend mit dem Vorstand und den leitenden Angestellten der Gesellschaft Kontakt gehalten und sich über den Geschäftsverlauf und wesentliche Vorgänge informiert. Dabei hat sich der Aufsichtsrat gründlich über mögliche interne und externe
Risiken für den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft informieren lassen. Die Ergebnisse dieser Erörterungen sind in die Maßnahmen, Entscheidungen und Beschlüsse von Vorstand und Aufsichtsrat eingeflossen.
Bedeutende Sachverhalte hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit den übrigen Aufsichtsratsmitgliedern besprochen und sie in die laufende Aufsichtsratsarbeit einbezogen.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend über alle wichtigen Aspekte der Unternehmensplanung und der strategischen und laufenden Geschäftsentwicklung durch den Vorstand berichten lassen. Wir hatten damit stets ausreichend Gelegenheit, uns im Plenum des Aufsichtsrats mit den Berichten, Anträgen und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen sowie Anregungen einzubringen.
Wir hatten damit stets ausreichend Gelegenheit, uns im Plenum des Aufsichtsrats mit den Berichten, Anträgen und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzu-setzen sowie Anregungen einzubringen.
Alle zustimmungspflichtigen Angelegenheiten hat der Vorstand dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Entscheidung vorgelegt. Vom Aufsichtsrat erteilte Zustimmungen und Genehmigungen erfolgten stets nach ausführlicher Prüfung der Unterlagen und gegebenenfalls ergänzender Erläuterungen durch den Vorstand und die leitenden Angestellten der Gesellschaft.
Die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung von Vorstand und Aufsichtsrat verliefen in allen Fällen auf Basis gründlicher, sachgerechter Information und Diskussion einvernehmlich, zügig und erfolgreich.


Der Aufsichtsrat der artec technologies AG trat im Geschäftsjahr 2021 zu fünf ordentlichen Sitzungen zusammen.
In den Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichterstattung des Vorstands über die Lage der Gesellschaft, das wirtschaftliche Umfeld, die Umsatz- und Kostenentwicklung sowie wesentliche Geschäftsvorfälle und potenzielle Risiken besprochen.
In der Sitzung am 11.03.2021 wurden schwerpunktmäßig die finanzielle und wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sowie die Unternehmensstrategie 2021 und Planbilanz 2021-2024 erörtert. Darüber hinaus wurden die Sitzungstermine des Aufsichtsrats und der Termin für die ordentliche Hauptversammlung, die 2021
nochmals aufgrund der Pandemie virtuell stattgefunden hat, vereinbart.
In der Sitzung am 05.05.2021 wurde dem Aufsichtsrat der testierte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 vorgelegt und durch den Vorstand erläutert. Dieser wurde sodann nach gründlicher Besprechung durch den Aufsichtsrat gebilligt und damit festgestellt. Ferner wurde die finanzielle und wirtschaftliche Lage der Gesellschaft erörtert, ebenso wie Lösungsansätze, für die sich abzeichnende Problematik ENGPÄSSE BEI DER WARENBESCHAFFUNG zu entwickeln.
Am 09.07.2021 trat der Aufsichtsrat zu einer Präsenzsitzung im Anschluss an die Hauptversammlung der Gesellschaft zusammen. Wesentlicher Gegenstand dieser Sitzung war die Vorstellung geplanter Vertriebsaktivitäten durch den Vorstand sowie die leitenden Angestellten der Gesellschaft und die Evaluierung von Möglichkeiten zur Sicherstellung der Unternehmensfinanzierung.
Am 07.09.2021 haben sich der Aufsichtsrat und Vorstand mit dem Verlauf des ersten Halbjahres sowie der Erstellung des Halbjahresberichts auseinandergesetzt. Ein weiteres Thema war die Erörterung von Möglichkeiten zur Begabe eines elektronischen Wertpapiers, das sog. Projekt SECURITY TOKEN OFFERING.
In der Sitzung des Aufsichtsrates vom 15.12.2021 hat der Vorstand die finanzielle und wirtschaftliche Lage der Gesellschaft dargestellt sowie einen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022 gegeben. Des Weiteren wurden die Themen ENGPÄSSE BEI DER WARENBESCHAFFUNG sowie SECURITY TOKEN OFFERING intensiv diskutiert.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der artec technologies AG für das Geschäftsjahr 2021 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Kohl & Zerhusen GmbH, Steinfeld, geprüft. Den Prüfauftrag dazu hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 09.07.2021 erteilt.
Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss der artec technologies AG für das Geschäftsjahr 2021 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Abschlussprüfer hat in seinem Bericht das Risikomanagement- und Überwachungssystem des Vorstands dargestellt und festgestellt, dass er es für geeignet hält, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Die Abschlussunterlagen und der Prüfbericht des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat vor. Sie wurden vom Aufsichtsrat eingehend geprüft und erörtert.
Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen und im Rahmen seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Er hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der artec technologies AG für das Geschäftsjahr 2021 in seiner Sitzung vom 30. März 2022 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der artec technologies AG nach § 172 AktG festgestellt.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der artec technologies AG sehr herzlich für ihren außerordentlichen Einsatz und ihre Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Frankfurt, im April 2022 Für den Aufsichtsrat
Veith Hamper (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Die artec technologies AG wurde bis zum 31.03.2020 von Dipl.-Ing. Ingo Hoffmann und Kaufmann Thomas Hoffmann gemeinsam geleitet. Nachdem Ingo Hoffmann altersbedingt sein Amt als Vorstand zum 31.03.2020 beendet hat, wird die Gesellschaft von Alleinvorstand Thomas Hoffmann vertreten.
Ingo Hoffmann steht weiterhin in beratender Funktion für die Gesellschaft zur Verfügung und konzentriert sich auf die technologische Weiterentwicklung des Unternehmens.
Thomas Hoffmann ist Unternehmer und Manager mit internationaler Erfahrung. Nach einer Ausbildung in Betriebswirtschaft in London arbeitete er im Ausland als technischer Kaufmann für einen deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten. Nach Gründung der artec technologies war Thomas Hoffmann verantwortlich für die wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens. Als Mitglied der Geschäftsführung ist er verantwortlich für die Geschäftsentwicklung, Vertrieb, Investor Relations und Personalmanagement. Seit Gründung von artec technologies leitet Thomas Hoffmann die wirtschaftlichen Geschicke des Unternehmens.

Aufsichtsratsvorsitzender: Veith Hamper (Frankfurt a. M., Rechtsanwalt)
stellv. Aufsichtsratsvorsitzender: Ingo Hoffmann (Diepholz, Diplom-Ingenieur)
Aufsichtsrat Ingo Estermann (Lohne, MBA)


Die artec technologies AG wurde am 14.06.2000 gegründet. Der Geschäftssitz ist Diepholz, Mühlenstraße 15-18.
Die artec technologies AG wurde bis zum 31.03.2020 von Dipl.-Ing. Ingo Hoffmann und Kaufmann Thomas Hoffmann gemeinsam geleitet. Nachdem Ingo Hoffmann altersbedingt sein Amt als Vorstand zum 31.03.2020 beendet hat, wird die Gesellschaft von Alleinvorstand Thomas Hoffmann vertreten.
Produktplattformen der artec technologies AG...




Die artec technologies AG entwickelt und produziert innovative Software- und Systemlösungen für die Übertragung, Aufzeichnung und Auswertung von Video-, Audio- und Metadaten in Netzwerken und Internet. Kunden nutzen seit dem Jahr 2000 die Produktplattformen MULTIEYE® für Videosicherheitslösungen und XENTAURIX® für Media & Broadcast Streaming und Recording Anwendungen.


Unter dem Markennamen MULTIEYE steht ein umfassendes Produktsortiment zur Erstellung von Video- Überwachungsanlagen und -Informationssystemen mit hoher Bildauflösung zur Verfügung. Unsere Produkte und Systemlösungen sind so multifunktional, dass sie dem Kunden einerseits Mehrwert bieten und andererseits auch für Aufgaben zur Video-Qualitätssicherung, Produktionskontrolle, Verkaufsförderung oder zur Maximierung der Betriebssicherheit eingesetzt werden.

Eine Vielzahl von Software Modulen steht für MULTIEYE zur Verfügung, von der datenschutzkonformen Videoüberwachung mit MULTIEYE PrivacyShield, MULTIEYE Kennzeichenerkennung, über Kassendatenerfassung und Aufzeichnung bis hin zu dem MULTIEYE PeopleCounter zur Messung der Kundenfrequentierung in Ladengeschäften.



XENTAURIX Media & Broadcast Systeme werden zur Netzwerk/Internet-basierten Übertragung, Aufzeichnung und Wiedergabe von TV, Hörfunk, Video und Metadaten in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen eingesetzt: Fernseh-/Hörfunkstationen, IPTV- und Kabelnetzbetreiber verwenden unsere Produkte als Langzeit-Videorecorder für den gesetzlichen Sendenachweis (Compliance). TV-Stationen nutzen das System zusätzlich, um Videoclips für ihre Mediatheken zu erstellen sowie zur Analyse von TV-Zuschauerquoten.

Unternehmen, Medienbeobachter oder Institute recherchieren mit XENTAURIX Systemen in TV- und Radioaufzeichnungen nach relevanten Themen und Medieninhalten. Im Weiterbildungsbereich werden unsere Produkte als hochmodernes, wegweisendes ELearning System erfolgreich eingesetzt. Das neue XENTAURIX "Mobile-TV" wird in Zukunft auf allen gängigen Smart Phones und Tablets von geschlossenen Benutzergruppen genutzt mit Live und zeitversetzter Streamingwiedergabe.

Das MULTIEYE BOS Video Management System ist eine komplette Videoüberwachungsplattform, speziell für Sicherheitsbehörden entwickelt, bestehend aus mobilen Videorecordern mit LTE Übertragung, Proxyservern mit zentraler Aufzeichnung, Konfigurations- und Administrationsserver sowie mobilen wie auch stationären Abfragestationen.


Herausragende Merkmale bei dem System sind die zentrale Equipmentverwaltung, Administration und einsatzspezifische Konfiguration und Zusammenstellung von Mobilrecordern, LTE-Routern, Videokameras sowie VPN-Einstellungen über vordefinierte Presets.
Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 (Anlagen 1 bis 3) der artec technologies AG, Diepholz, den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:
An die artec technologies AG, Diepholz
Wir haben den Jahresabschluss der artec technologies AG – bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungsund Bewertungsmethoden – geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss zu dienen.
Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich,

auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.
Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/ hgb-ja-o-lb-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks."
Wir erstatten diesen Prüfungsbericht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F.).
Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

Steinfeld, den 29. März 2022
| Aktiva | EUR | 31.12.2021 EUR |
31.12.2020 TEUR |
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
2.014.626,19 | 2.108 | |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
84.553,00 | 105 | |
| 2.099.179,19 | |||
| II. Sachanlagen | |||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 187.969,00 | 201 | |
| 187.969,00 | |||
| III. Finanzanlagen | |||
| Sonstige Ausleihungen | 308.080,38 | 303 | |
| 308.080,38 | |||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | |||
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 109.318,17 | 119 | |
| 109.318,17 | |||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 364.735,51 | 664 | |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 9.113,56 | 5 | |
| 373.849,07 | |||
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks |
517.617,14 | 466 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 18.837,99 | 20 | |
| D. Aktive latente Steuern | 849.437,61 | 620 | |
| 4.464.288,55 | 4.610 |


| Passiva | EUR | 31.12.2021 EUR |
31.12.2020 TEUR |
|---|---|---|---|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | |||
| Grundkapital | 2.861.650,00 | 2.862 | |
| Abzüglich Nennwert eigener Anteile | -13.700,00 | - 14 | |
| II. Kapitalrücklage | 4.883.192,02 | 4.883 | |
| III. Rücklage wegen eigener Anteile | 13.700,00 | 14 | |
| IV. Bilanzverlust davon Verlustvortrag 3.853.073,68€ |
-4.011.031,25 | - 3.853 | |
| 3.733.810,77 | 3.892 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| Sonstige Rückstellungen | 87.742,55 | 63 | |
| 87.742,55 | |||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 420.749,34 € |
456.353,09 | 476 | |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 71.023,59 € |
71.023,59 | 59 | |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten - davon aus Steuern 68.228,06 € (Vorjahr: 102.578,65 €) - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 3.596,95 € (Vorjahr: 6.342,28 €) - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 72.510,35 € |
72.510,35 | 110 | |
| 599.887,03 | |||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | |||
| 42.848,20 | 11 | ||
| 4.464.288,55 | 4.610 |
| GuV | 2021 | 2020 | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 2.545.993,32 | 3.080 | |
| 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
-9.431,15 | - 53 | |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 416.353,63 | 503 | |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 57.810,64 | 40 | |
| Gesamtleistung | 3.010.726,44 | 3.570 | |
| 5. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren |
858.677,40 | 1.076 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 78.040,15 | 936.717,55 | 45 |
| Rohergebnis | 2.074.008,89 | 2.450 | |
| 6. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 1.105.901,30 | 1.227 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung |
222.364,55 | 246 | |
| - davon für Altersversorgung 1.220,00 € | 1.328.265,85 | ||
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
652.604,02 | 572 | |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen - davon aus Währungsumrechnung 1.402,85 € |
479.439,02 | 643 | |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 6.095,34 | 6 | |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 7.044,41 | -949,07 | 2 |
| 11. Ergebnis vor Steuern | -387.249,07 | - 233 | |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - davon latente Steuern -229.553,34 € |
-229.553,34 | - 408 | |
| 13. Ergebnis nach Steuern | -157.695,73 | 174 | |
| 14. Sonstige Steuern | 261,84 | 1 | |
| 15. Jahresfehlbetrag (Jahresüberschuss) | -157.957,57 | 174 | |
| 16. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -3.853.073,68 | - 4.027 | |
| 17. Bilanzverlust | -4.011.031,25 | - 3.853 |


Kapitalflussrechnung (EUR)
| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit |
+595 | +121 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit |
-524 | -669 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit |
-20 | +476 |
| Verminderung/ Erhöhung des Finanzmittelfonds |
+52 | -72 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode |
+518 | +466 |
| Firma: | artec technologies AG |
|---|---|
| Sitz: | Diepholz |
| Registergericht: | Amtsgericht Walsrode |
| Nummer beim Handelsregister: | HRB 100341 |
Der Jahresabschluss der artec technologies AG vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Die Darstellungs-, Ansatz- und Bewertungsstetigkeit in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist grundsätzlich beibehalten.
Herstellungskosten beinhalten grundsätzlich keine Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen, für freiwillige soziale Leistungen, für betriebliche Altersversorgung sowie keine Fremdkapitalzinsen.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Herstellungskosten unter Einbeziehung angemessener Teile der Gemeinkosten bewertet. Fertiggestellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden auf Grundlage ihrer erwarteten Lebenszyklen abgeschrieben.
Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode.
Das Finanzanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bzw. den fortgeführten niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Das Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung der Erzeugnisse beachtet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen ausgewiesen.
Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.
Die aufgrund des Auseinanderfallens von Handelsbilanz und Steuerbilanz gebildeten latenten Steuern berücksichtigen künftige Steuerbelastungen und -entlastungen und sind unter Zugrundelegung des unternehmensindividuellen Steuersatzes im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet.
Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennwert angesetzt. Eigene Anteile sind vom gezeichneten Kapital offen abgesetzt worden.
Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind ausreichend bemessen und nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in der Höhe notwendig.
Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert worden.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.
Geschäftsvorfälle in fremden Währungen sind im laufenden Geschäftsjahr mit aktuellen Kursen umgerechnet worden.
Gegenüber dem Vorjahr wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nicht geändert.
Das Anlagevermögen entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt:

| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | Stand 01.01.2021 EUR |
Zugänge 2021 EUR |
Abgänge 2021 EUR |
Stand 31.12.2021 EUR |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
3.824.520,11 | 416.353,63 | 157.201,53 | 4.083.672,21 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
201.209,20 | 57.457,03 | 0,00 | 258.666,23 |
| 4.025.729,31 | 473.810,66 | 157.201,53 | 4.342.338,44 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
301.294,74 | 56.017,57 | 20.182,18 | 337.130,13 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Sonstige Ausleihungen | 302.632,83 | 7.496,14 | 2.048,59 | 308.080,38 |
| 4.629.656,88 | 537.324,37 | 179.432,30 | 4.987.548,95 |
| Buchwerte | Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2020 EUR |
Stand 31.12.2021 EUR |
Stand 31.12.2021 EUR |
Abgänge 2021 EUR |
Zugänge 2021 EUR |
Stand 01.01.2021 EUR |
| 2.108.477,98 | 2.014.626,19 | 2.069.046,02 | 157.199,53 | 510.203,42 | 1.716.042,13 |
| 105.130,00 | 84.553,00 | 174.113,23 | 0,00 | 78.034,03 | 96.079,20 |
| 2.213.607,98 | 2.099.179,19 | 2.243.159,25 | 157.199,53 | 588.237,45 | 1.812.121,33 |
| 200.576,00 | 187.969,00 | 149.161,13 | 15.924,18 | 64.366,57 | 100.718,74 |
| 302.632,83 | 308.080,38 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2.716.816,81 | 2.595.228,57 | 2.392.320,38 | 173.123,71 | 652.604,02 | 1.912.840,07 |


Forderungen und Verbindlichkeiten
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit |
|||
|---|---|---|---|
| unter einem Jahr |
über einem Jahr |
insgesamt | |
| EUR | EUR | EUR | |
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
364.735,51 | 0,00 | 364.735,51 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 9.113,56 | 0,00 | 9.113,56 |
| 373.849,07 | 0,00 | 373.849,07 |
| Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|
| unter einem Jahr EUR |
ein bis fünf Jahre EUR |
über fünf Jahre EUR |
insgesamt EUR |
|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
420.749,34 | 35.603,75 | 0,00 | 456.353,09 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
71.023,59 | 0,00 | 0,00 | 71.023,59 |
| 2. Sonstige Verbindlichkeiten | 72.510,35 | 0,00 | 0,00 | 72.510,35 |
| 564.283,28 | 35.603,75 | 0,00 | 599.887,03 |
Die artec technologies AG hielt zum 1. Januar 2015 14.700 eigene nennwertlose Stückaktien. Auf diese eigenen Aktien entfiel ein Grundkapital in Höhe von 14.700 €. Die eigenen Aktien sind im Verlauf der Geschäftsjahre 2008 und 2009 erworben worden. Der Erwerb erfolgte aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung, der ein Aktienrückkaufprogramm ermöglichte. Im Geschäftsjahr 2015 wurden 1.000 Stückaktien mit einem Grundkapital von 1 € je Aktie zum Kaufpreis von 1,65 € je Aktie verkauft. Der Kaufpreis ist in die Kapitalrücklage eingestellt worden. Somit hält die artec technologies AG ab dem Geschäftsjahr 2016 noch 13.700 eigene nennwertlose Stückaktien. Auf diese eigenen Aktien entfällt ein Grundkapital in Höhe von 13.700 €. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 0,48 %.
Der Bilanzverlust entwickelte sich wie folgt:
| -4.011.031,25 € |
|---|
| -157.957,57 € |
| -3.853.073,68 € |
Zum 31. Dezember 2021 besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 2.864.063,80 €. Diese setzt sich wie folgt zusammen:
| 2.864.063,80 | |
|---|---|
| 1.429.145,32 | |
| Zuzüglich aktive latente Steuern | 1.434.918,48 |
| Selbsterstellte immaterielle Vermögens gegenstände Abzüglich zugehörige passive latente Steuern |
2.014.626,19 -579.707,71 |

Es bestehen Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Diese Unterschiede führen zu passiven latenten Steuern.
Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Diesen Erwartungen liegt eine Planungsrechnung für die Jahre 2022 bis 2026 zugrunde, basierend auf eine Vertriebsstrategie, die gemeinsam mit dem Aufsichtsrat erarbeitet wurde. Von den Planwerten der in den nächsten fünf Jahren nutzbaren Verlustvorträge wurde ein Sicherheitsabschlag vorgenommen der untere Rahmen der Planungen berücksichtigt.
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von rund 28,78% und resultiert aus folgenden Sachverhalten:
| EUR | |
|---|---|
| Differenzen zu aktiven latenten Steuern Verlustvorträge |
4.966.623,24 |
| Differenzen zu passiven latenten Steuern Selbst geschaffene Immaterielle Vermögensgegenstände |
2.014.626,19 |

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden saldiert auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen und haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| Stand am 01.01.2021 EUR |
Veränderung EUR |
Stand am 31.12.2021 EUR |
|
|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | 1.226.598,07 | 202.547,25 | 1.429.145,32 |
| Passive latente Steuern | 606.713,80 | -27.006,09 | 579.707,71 |
| Bilanzausweis (aktivischer Überhang) | 619.884,27 | 229.553,34 | 849.437,61 |
Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen außerbilanzielle Geschäfte in Form von Miet-, Leasing- und sonstigen Verträgen mit folgenden geschätzten Belastungen:
| Fälligkeiten | EUR |
|---|---|
| Fällig bis zum 31. Dezember 2022 | 45.728,38 |
| Fällig 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2026 | 164.042,42 |
| Fällig nach dem 31. Dezember 2026 (jährlich) | 37.988,38 |
| 247.759,18 |
Bei den außerbilanziellen Geschäften handelt es sich um Miet- und Pachtverträge über die Anmietung betriebsnotwendiger Vermögensgegenstände. Besondere Vorteile oder Risiken und finanzielle Auswirkungen aus diesen Geschäften ergeben sich nicht.

Nach dem Bilanzstichtag sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten:
Die artec technologies AG ("Emittentin") emittiert ab März 2022 als elektronische Wertpapiere begebene Wandelschuldverschreibungen. Die Krypto-Unternehmenswandelanleihe der artec technologies AG kann von institutionellen und privaten Anlegern gezeichnet werden. Die Emission hat ein Volumen von bis zu 1.999.984,00 Euro und erfolgt auf Basis des am 10. Juni 2021 in Kraft getretenen Gesetzes über elektronische Wertpapiere (eWpG). Das elektronische Wertpapier hat eine Laufzeit von drei Jahren und einen Zinssatz von 3 % p.a. Der Nennbetrag der als Kryptowertpapier ausgegebenen Wandelschuldverschreibung beträgt 28 Euro. Mindestanzahl für die Zeichnung ist ein Kryptowertpapier. Am Ende der Laufzeit erfolgt eine Pflichtwandlung der zu diesem Zeitpunkt noch ausstehenden Krypto-Unternehmenswandelanleihen in artec-Aktien zu einem Wandlungspreis von 2,80 Euro Aktie und im Verhältnis 1 zu 10 – vorbehaltlich einer Anpassung gemäß den Anleihebedingungen. Die Emission erfolgt prospektfrei mit einem Basisinformationsblatt gemäß §§ 3 Nr. 2, 4 Abs. 1 Satz 4 WpPG ("BIB"). Die Emissionserlöse werden u. a. verwendet für Vertrieb und Marketing, Produktweiterentwicklungen und Ausbau der artec Cloud.
Ein direkter Einfluss des Ukraine-Konflikts auf die zukünftige Geschäftsentwicklung der artec ist nicht anzunehmen, da die Gesellschaft weder in der Ukraine noch in Russland aktiv ist und keine direkten Geschäftsbeziehungen dorthin bestehen. Mit den Lösungen im Bereich der Videosicherheit bietet die artec kein abstraktes EDV-Produkt an, sondern leistet einen positiven Beitrag zum Schutz von Personen und Sachwerten. Mögliche Auswirkungen auf Lieferketten hinsichtlich Energiebedarf und Kreditversorgung hätten allerdings mittelbar auch Einfluss auf die artec.
Der Personalbestand setzte sich im Geschäftsjahr 2021 im Durchschnitt aus 20 Mitarbeitern (ohne Vorstände / ohne Auszubildende) zusammen.
Kaufmann Thomas Hoffmann, Diepholz.
Herrn Veith Hamper (Rechtsanwalt), Frankfurt am Main Herrn Ingo Hoffmann (Dipl.-Ingenieur), Diepholz
Herrn Ingo Estermann (MBA), Diepholz
Die Darlehen werden mit 2 % verzinst und haben sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt entwickelt:
| Stand 01.01.2021 | Zinsen 2021 | Tilgung/Neuaufnahme | Stand 31.12.2021 | |
|---|---|---|---|---|
| Darlehen Thomas Hoffmann | 259.747,75 € | 5.242,81 € | 0,00 € | 264.990,56 € |
| Darlehen Ingo Hoffmann | 42.237,29 € | 852,53 € | 0,00 € | 43.089,82 € |
Diepholz, den 29. März 2022 artec technologies AG Vorstand -





Mühlenstraße 15-18 49356 Diepholz
Tel. +49 5441 59950 Fax +49 5441 599570 [email protected] www.artec.de
© artec technologies AG, April 2022. CVoD®, MULTIEYE® und XENTAURIX® sind eingetragene Marken der artec technologies AG.
artec technologies AG » Videoüberwachung/-sicherheit | Broadcast und Media Systeme
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