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Apetit Oyj Management Reports 2019

Nov 17, 2020

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Management Reports

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Publication

apetito Aktiengesellschaft

Rheine

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

apetito

Konzernlagebericht 2019

Grundlagen des apetito Konzerns

Geschäftsmodell des apetito Konzerns

Geschäftsbereiche und Produkte

Die Basis für die Geschäftstätigkeit des apetito Konzerns bilden die Gemeinschafts- und Individualverpflegung (Systemgeschäft) und das Retailgeschäft. Das Familienunternehmen apetito betreibt sein Geschäft international in verschiedenen Ländergesellschaften in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Kanada, Spanien, Österreich, Frankreich und den USA.

Gemeinschafts - und Individualverpflegung (Systemgeschäft)

In allen internationalen Gesellschaften erhalten Kindertagesstätten, Schulen, Unternehmen, Kliniken, Senioreneinrichtungen und „Essen auf Rädern“-Mahlzeitendienste von apetito spezifische Verpflegungslösungen in Form von Tiefkühlprodukten und -systemen. Auch Endkunden werden von apetito beliefert - direkt nach Hause, konventionell oder über Onlineshops bei apetito bestellt.

Retailgeschäft

Das Tochterunternehmen COSTA Meeresspezialitäten GmbH & Co. KG bietet im deutschen Lebensmitteleinzelhandel als führender Anbieter Meeresfrüchte, Fisch und Fischfilets sowie Fischgerichte an. In Frankreich agiert die COSTA France SAS mit Sitz in Paris als Vertriebsgesellschaft. Die apetito convenience AG & Co. KG entwickelt in Deutschland vor allem Angebote für die Eigenmarken des Handels. Zudem bietet sie Produkte für den Fachgroßhandel, die Systemgastronomie und für Heimdienste an. Die niederländische Bonfait B.V. ist mit gekühlten Gerichten für den Lebensmitteleinzel- und -großhandel erfolgreich.

Standorte

Der Hauptsitz des apetito Konzerns liegt in Rheine, Deutschland. Weitere Standorte befinden sich in Emden und Hilter (Deutschland) sowie in Denekamp (Niederlande), Trowbridge (Großbritannien), Toronto und Ottawa (Kanada), Barcelona (Spanien), Wien (Österreich), Paris (Frankreich) und Boston (USA).

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das globale Wachstum hatte 2019 eine „Delle“ zu verkraften: Im zurückliegenden Jahr lag das Wachstum laut Internationalem Währungsfonds (IWF) lediglich bei 2,9 Prozent, 2018 waren es noch 3,6 Prozent. Positive Effekte zeigen sich in der Entspannung im Handelsstreit zwischen USA und China sowie in der weiterhin lockeren Geldpolitik der Zentralbanken, die den Konsum stärkt. Klima, Brexit, internationale Konflikte und nicht zuletzt der Ausbruch des Coronavirus machen jedoch langfristige Einschätzungen zunehmend schwierig.

Bis Anfang März 2020 zeigten Prognosen ein klares Bild: Die einzelnen Länder würden laut IWF sehr unterschiedlich vom weltweiten Aufschwung profitieren. In den USA werde sich das Wachstum abschwächen, in der Euro-Zone leicht zulegen. Für Deutschland ging der IWF 2020 von einem Plus von 1,1 Prozent aus, 2021 dann von 1,4 Prozent. Das wäre gegenüber 2019 mehr als eine Verdoppelung. (Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/iwf-prognose-weltwirtschaft-103.html). Seit dem Ausbruch des Coronavirus auch in Europa gehen Organisationen wie z.B. die OECD von einer deutlichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums aus. 1

Großbritannien verzeichnete 2019 ein leichtes Wirtschaftswachstum. Im 3. Quartal 2019 wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Großbritannien saisonbereinigt um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. 2

In Spanien schwächt sich das Wachstum ab. Stand Oktober 2019 lag das jährliche Wachstum des Bruttoinlandsprodukts bei 2,0 %, jedoch behält die Regierung die optimistische Prognose von 2,2 % für 2019 vorerst bei. 3

Die deutsche Wirtschaft wächst immer noch, das zehnte Jahr in Folge. Handelskonflikte, kriselnde Autobranche und Brexit-Chaos wirken sich allerdings auch auf die deutsche Wirtschaft aus: Sie ist 2019 so langsam gewachsen wie seit sechs Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt der größten Volkswirtschaft Europas legte nur noch um 0,6 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt bekannt gab. Quelle des Wachstums war im vergangenen Jahr laut Statistik vor allem der Konsum: Die privaten Konsumausgaben waren 1,6 Prozent höher als im Vorjahr. 4

Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat im vergangenen Jahr Rekordmarken gesetzt, sich zum Jahresende aber verschlechtert. Die Erwerbstätigenzahl stieg im Vergleich zum 4. Quartal 2018 um 0,7 %. Trotz des fortgesetzten Beschäftigungszuwachses schwächte sich die Dynamik am deutschen Arbeitsmarkt im Laufe des Jahres 2019 ab. Im 1. Quartal 2019 hatte die Zuwachsrate im Vorjahresvergleich noch 1,1 % betragen, im 2. Quartal 1,0 % und im 3. Quartal 0,8 %. 5

Im Jahresdurchschnitt 2019 ging die Arbeitslosenzahl auf 2,267 Millionen zurück. Als größte Wachstumsbremse sieht die Bundesagentur den Fachkräftemangel. Zum ersten Mal werde es zweifelsfrei keinen Zuwachs bei der erwerbstätigen Bevölkerung mehr geben. Das werde sich positiv auf die Zahl der Arbeitslosen auswirken: Denn Arbeitgeber würden es sich genau überlegen, ob sie jemandem kündigten. 6

Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2019 um 1,4 % gegenüber 2018. Die Jahresteuerungsrate lag 2019 damit niedriger als im Vorjahr (2018: +1,8 %). Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2019 gegenüber 2018 ebenfalls nur moderat um 1,4 %. Im Einzelnen gab es auch hier gegenläufige Preisentwicklungen: Deutlich teurer wurden Gemüse (+6,3 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+3,1 %). Günstiger hingegen für die Verbraucher wurden beispielsweise Speiseöle und Speisefette (-6,0 %) sowie Obst (-3,3 %). 7

Branchenspezifische Rahmenbedingungen in Deutschland

Anlässlich der Internationalen Grünen Woche 2020 veröffentlichte die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE) die Prognose der vorläufigen Jahresergebnisse 2019 der deutschen Ernährungsindustrie. Nach ersten Schätzungen konnte der Umsatz im Vorjahresvergleich um 2,2 Prozent auf 183,6 Milliarden Euro gesteigert werden. Damit stabilisierte sich die Branchenkonjunktur weiter auf hohem Niveau trotz eindeutiger Anzeichen eines gesamtwirtschaftlichen Abschwungs. Besonders erfreulich für die Branche entwickelte sich das Auslandsgeschäft. Nach einem Rückgang im Jahr 2018 konnten die Umsätze 2019 mit 61,4 Milliarden Euro um 3,2 Prozent gesteigert werden. Auch das Inlandsgeschäft ist weiterhin im Plus. Mit 122,2 Milliarden Euro konnte der Umsatz in Deutschland leicht gesteigert werden. 8

Angesichts des Ausbruchs des Coronavirus im ersten Quartal 2020 verweisen Branchenverbände wie DEHOGA für das aktuelle Jahr auf spürbare Konsequenzen: Umsatzeinbrüche und wegfallendes Neugeschäft schlagen sich bereits nieder. 9

Im Jahr 2019 wuchs der Umsatz von TK-Produkten inklusive Speiseeis laut Gesellschaft für Konsumforschung um 3,1 Prozent. Dieses Plus ist einem starken Umsatzwachstum von Tiefkühlkost zu verdanken. Das starke Umsatzplus im Bereich der TK-Produkte von 4,2 Prozent wiederum wird laut den GfK-Daten sowohl von den Handelsmarken (+4,4%) als auch den Marken (+4,1) getragen. Das kräftige Plus verdankt die Branche vor allem den starken Zuwächsen von 12,4 Prozent im Bereich der Kartoffelprodukte und von 7 Prozent für Fertiggerichte, dicht gefolgt von TK Fisch/Meeresfrüchten (+5,7%) sowie der TK-Pizza (+3,7%). 10

Im Jahr 2019 nahm die Beliebtheit von Tiefkühlkost (TK) erneut zu. Das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) berichtet, dass der Pro-Kopf-Verbrauch von Tiefkühlprodukten in Deutschland im Jahr 2019 bei 46,9 kg lag (Vorjahr: 46,3 kg).

Geschäftsverlauf

Die Geschäftsaktivitäten des apetito Konzerns waren insgesamt relativ erfolgreich. Nahezu alle Märkte verzeichneten zwar steigende Umsätze, jedoch bleibt das Ergebnis unter Vorjahresniveau.

So entwickelte sich der Umsatz bei der apetito AG im deutschen Systemgeschäft erfreulich: Die wesentlichen Märkte sowohl in der Gemeinschafts- als auch in der Individualverpflegung notierten Zuwächse. Auch die britische Konzerngesellschaft apetito Ltd. verbesserte ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. In Kanada stieg der Umsatz auch durch Zukauf eines Unternehmens, das im Gesundheitsmarkt tätig ist. In den Niederlanden lagen die Erlöse der apetito B.V. über Vorjahresniveau. Auch die Gesellschaft apetito Österreich verzeichnete im Berichtsjahr eine positive Entwicklung. Das Joint Venture mit dem spanischen Cateringunternehmen ARCASA konnte seine Umsatzerlöse erneut steigern.

Im Retailgeschäft verzeichnete die COSTA Meeresspezialitäten GmbH & Co. KG planmäßig einen Umsatzrückgang, vorwiegend aufgrund einer Anpassung der Sortimente. Nichtsdestotrotz konnte COSTA ihre Marktführerschaft in Deutschland in den drei Segmenten tiefgekühlte Fischfilets, Schalen- und Krustentiere sowie Weichtiere bestätigen. Im Bereich der Fertiggerichte hat COSTA das Sortiment zielführend erweitert und konnte in Konsequenz einen deutlichen Umsatzanstieg verbuchen. (Quelle: Nielsen MarketTrack, LEH+DM, Marktanteil Umsatz, MAT Dezember 2019). In Frankreich ist die Marke COSTA Markenmarktführer bei Crevetten und Muscheln (Quelle: IRI, Total HMSM, Marktanteil Umsatz, MAT Dezember 2019).

Die apetito convenience AG & Co. KG erzielte im Berichtsjahr erneut ein Umsatzplus. Wiederholt steigerte die niederländische Bonfait B.V. ihren Umsatz sehr deutlich. Hier haben wir signifikant Testmärkte in Deutschland bedient.

Forschung und Entwicklung

Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat der apetito Konzern insgesamt 4,7 Mio. Euro für Forschung und Entwicklung aufgewendet, um für die verschiedenen System- und Retailmärkte passende Produktkonzepte zu entwickeln und Sortimente und Serviceangebote dem aktuellen Bedarf anzupassen. Internationale Fachkräfte, darunter Köche, Systementwickler und Lebensmitteltechnologen, geben in den Entwicklungsbereichen immer wieder innovative Impulse für die verschiedenen apetito Märkte. Bewährte Praxis ist ein kontinuierlicher fachlicher Austausch unserer internationalen Experten zu aktuellem Ernährungs-Know-how, von dem apetito vor allem im Bereich der Spezialernährung für Senioren profitiert. In den kommenden Jahren ist geplant, im apetito Konzern den Ausbau moderner Koch- und Produktionstechnologien wieder stärker in den Fokus zu rücken. Im Fokus stand im Berichtsjahr zudem die Verpackungsentwicklung, die an alternativen, noch nachhaltigeren Lösungen arbeitet, die den komplexen Anforderungen unserer Produkte sowie den Wünschen unserer Kunden entsprechen.

Die digitale Transformation der Geschäftsmodelle wurde im apetito Konzern auch im zurückliegenden Jahr weiter vorangetrieben. Experten für digitale Technologien und Online-Anwendungen arbeiteten an zukunftsgerichteten Lösungen für die verschiedenen Kundengruppen. Apps, Onlineshops und neue Software-Tools bieten einen vereinfachten Zugang zu unseren Angeboten und damit einen konkreten Nutzen für die Kunden. Videos geben Einblick in Prozessabläufe und erklären unsere Systeme. Letztlich geht es bei allen Digitalisierungsideen darum, unsere Services und Dienstleistungen in Summe noch attraktiver zu gestalten und innovative, trendgerechte Angebote zur Verfügung zu stellen. Im Berichtsjahr investierten die Gesellschaften des apetito Konzerns insgesamt erneut ca. 5 Mio. Euro für Digitalisierungsprojekte.

Systemgeschäft

Die apetito AG brachte im Berichtsjahr in Deutschland ein neues Gourmet-Angebot für Patienten und Senioren auf den Markt. Das Premium-Sortiment bedient sowohl die zunehmend höheren Ansprüche der Wahlleistungspatienten in Kliniken als auch die der Tischgäste der Landhausküche. Für den deutschen Klinikmarkt arbeitete die apetito AG an der Entwicklung einer Applikation zur eigenständigen Essensbestellung durch die Patienten. Auch die Landhausküche entwickelte eine Applikation, die als Informationssystem für Angehörige von Senioren dienen soll. Ein Test beider Systeme ist für 2020 geplant. Nach umfassender Entwicklungsarbeit können Essen auf Rädern Kunden seit dem zurückliegenden Jahr mit der MikroTop eine neue Generation einer intelligenten Mikrowelle nutzen. Immer mehr Wohlfahrtsorganisationen setzen auf Digitalisierung und bieten als Full-Service-Partnerverbände von apetito ihr Angebot über von apetito entwickelte Onlineshops an. Im Bereich der Betriebsverpflegung in Deutschland bietet die apetito AG ihren Kunden mit mylunch einen Online-Assistenten, der Speisepläne anzeigt und Bestellungen abwickelt.

In Großbritannien investierte Wiltshire Farm Foods gezielt in Marktforschung und Datenanalyse, um seine Marketingmaßnahmen noch fokussierter auszurichten. Für die Produktentwickler stand der weitere Ausbau des Sortimentes insbesondere für Menschen mit Kau- und Schluckbeschwerden im Vordergrund.

In Kanada prägte der im Mai 2019 erfolgte Zukauf des kanadischen Unternehmens „Healthcare Food Services“ das Geschäftsjahr. Gemeinsam arbeiteten beide Gesellschaften daran, im rasant wachsenden Bereich des Menüservices die Marke „Heart to Home Meals“ weiterzuentwickeln. Diese betreibt apetito nach dem britischen Modell „Wiltshire Farm Foods“ bereits mit Erfolg in Kanada. apetito Canada Ltd. stellte im Berichtsjahr zudem eine neue Website online.

Nach monatelangen Vorbereitungen zum Aufbau des Geschäftes in den USA belieferte die dortige Gesellschaft im Sommer die ersten Kunden.

Die niederländische apetito B.V. ging im Berichtsjahr mit einem neuen Shop online, der einige Möglichkeiten der Personalisierung bietet und so die Nutzer gezielter anspricht. Darin integriert ist ein Bezahlsystem iDeal.

Die spanische ARCASA apetito baute ihr Sortiment an landestypischen Rezepturen deutlich aus. Deutsche und spanische Entwickler legten Wert auf einen für Spanien üblichen sehr geringen Salzgehalt, auf viel Fisch und viel Gemüse. Eine eigens entwickelte spezielle Ernährung für Krebspatienten in Kliniken wurde gar mit einem Preis ausgezeichnet. Mittlerweile umfasst das Sortiment bereits rund hundert eigenständige Produkte für den spanischen Markt.

Die Gesellschaft apetito kids & schools in Deutschland baute ihr Sortiment an vegetarischen und an Bio-Produkten deutlich aus. Der Anteil an vegetarischen Gerichten liegt heute bei rund 60 Prozent. Die im Vorjahr entwickelte Applikation für Schüler ging im Berichtsjahr in den Test bei Schulen. Die „ScApp“ bündelt alle Informationen zur Kommunikation zwischen Schule, Schülern und Eltern in einer App. Für das spezielle glutenfreie Produktangebot wurde eine Online-Kampagne gestartet: Unter Hashtags wie glutenfreifürkinder setzte die Kampagne auf Mundpropaganda in Verbindung mit sozialen Medien.

apetito Österreich baute im Berichtsjahr sein Sortiment um weitere landestypische Spezialitäten aus. Durch diese gezielte Sortimentsarbeit soll unter anderem der Ausbau des Kita- und Schulmarktes vorangetrieben werden.

Retailgeschäft

Verbunden mit umfassender Marktforschung und Entwicklungsarbeit präsentierte sich COSTA in Deutschland mit einem komplett neuen Markenauftritt. Ein spezielles Markenerlebnis vermittelte dazu ein Foodtruck, der die Marke COSTA bei Kunden und Endverbrauchern erlebbar machte. Auch die Website wurde neu konzipiert. Auf digitalem Gebiet verstärkte COSTA sein Engagement, vorrangig auf den Kanälen Facebook, YouTube und Instagram. Ziel ist es, die Endverbraucher auch online besser mit Markeninhalten zu erreichen.

Für die verschiedenen Eigenmarken des deutschen Handels lag der Schwerpunkt der Sortimentsarbeit auf der Neuentwicklung von Produktkonzepten. Bewährte wie auch trendige Rezepturen sind gefragt. Proteinreiche Low-Carb-Gerichte sind Beispiele für Neuentwicklungen: Geraspelter Brokkoli oder Blumenkohl bildet dafür die Grundlage. Aber auch die Suche nach modernen Verpackungsformen und -größen ist Bestandteil der Entwicklungsarbeit.

In den Niederlanden sind Kühlkostmahlzeiten aus dem Supermarktregal besonders beliebt - in Deutschland besteht hier noch Nachholbedarf. Sehr erfreulich für die Gesellschaft Bonfait B.V. deshalb der erfolgreiche Einstieg in den deutschen Markt. Dem zugrunde lag die Entwicklung von vier exklusiven Sortimenten für einen deutschen Discounter.

Business Development

Die stärksten Veränderungen in den kommenden Jahren erwarten Zukunftsforscher in der Healthcare- und Food-Branche. Dabei geht es nicht nur darum, was wir in Zukunft essen, sondern auch, wie es zubereitet und serviert wird. Die apetito AG in Deutschland fördert dazu ein Start-up, das einen Kochroboter entwickelt hat, und testet diesen. Gemeinsam mit 2b AHEAD Ventures, einem Incubator und Company Builder, sucht die apetito AG nach Geschäftsmodellen der Zukunft

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Geschäftsentwicklung apetito Konzern

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind der Konzernumsatz und das operative Ergebnis, das als Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Sondereffekten definiert wird. Sondereffekte stellen unter anderem periodenfremde Erträge und Aufwendungen sowie sonstige Einmalaufwendungen ohne direkten Bezug zum operativen Geschäft dar.

Ertragslage

Die Ertragslage des apetito Konzerns entwickelte sich im Jahr 2019 erneut vorteilhaft. Folgende Darstellung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach betriebswirtschaftlichen Kriterien verdeutlicht die positive Entwicklung:

2019 2018
Mio. Euro % Mio. Euro %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 741 99 692 99
Bestandsveränderungen 3 1 2 1
Aktivierte Eigenleistungen 1 0 0 0
Gesamtleistung 745 100 694 100
Materialaufwand -305 41 -291 42
Rohertrag 440 59 403 58
Personalaufwand -184 25 -168 24
Abschreibungen 1) -31 4 -21 3
Sonstige betriebliche Aufwendungen -169 23 -157 23
Sonstige betriebliche Erträge 8 1 9 1
Operatives Ergebnis 64 9 66 9
Ertragssteuern -17 3 -18 3
Konzernjahresüberschuss 47 6 48 6

1) Betrifft die planmäßige Abschreibungen für Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sowie die Abschreibungen aufgrund der Anwendung des IFRS 16. Die Erstanwendung erfolgt zum 01.01.2019. Weitere Erläuterungen zum IFRS 16 werden im Anhang aufgeführt.

Umsatzentwicklung

Nach 692 Mio. EUR im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz des apetito Konzerns in 2019 um rund 7 % auf 741 Mio. EUR. Erfreulicherweise steigerten fast alle operativ tätigen Gesellschaften ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zusätzlich wirkte sich das aktuelle Wechselkursniveau positiv auf die Umsatzentwicklung aus. Wechselkursbereinigt lag das Wachstum damit bei 6,8 Prozent. Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurden im apetito Konzern 63,4 % des Umsatzes in Deutschland, 33,5 % im EU-Ausland und 3,1 % in Nordamerika erzielt. Zusätzlich positive Effekte auf das Umsatzwachstum ergaben sich aus dem im Mai 2019 erfolgten Zukauf in Kanada.

Ergebnisentwicklung

Im Berichtsjahr wurde eine um 51 Mio. Euro höhere Gesamtleistung erwirtschaftet. Der Rohertrag erhöhte sich um 37 Mio. Euro auf nun 440 Mio. Euro.

Der Personalaufwand stieg im Berichtsjahr von 168 Mio. EUR auf 184 Mio. Euro, prozentual lag er stabil bei ca. 25 Prozent. In verschiedenen Konzerngesellschaften trug neben tarifbedingten Erhöhungen hierzu ein Personalaufbau vor dem Hintergrund der Ausrichtung für die Zukunft und der Investition in die Märkte bei.

Wir haben auch in diesem Berichtsjahr wieder einige Großinvestitionen zur Kapazitätserweiterung fertigstellen können. Dies und die Veränderung durch den IFRS 16 zeigen sich nun in dem Anstieg der planmäßigen Abschreibungen um 10 Mio. Euro auf 31 Mio. Euro.

Neben den bisher dargestellten Effekten sind insbesondere die Kosten für Frachten und Energie von Bedeutung. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist vor allem auf solche mehrabsatzbedingten sonstigen Aufwendungen wie Transport- und Lager- und Energiekosten zurückzuführen.

Das operative Ergebnis lag mit ca. 9% vom Umsatz stabil auf dem Niveau des Vorjahres, absolut reduzierte es sich im Vergleich zum Vorjahr um 2 Mio. Euro auf 64 Mio. Euro.

Positive Ergebnisbeiträge generierten die apetito AG, apetito UK, apetito B.V. und Bonfait B.V. Die apetito convenience AG & Co. KG konnte ihre Ergebnislage des Vorjahres zwar verbessern, erzielte aber einen erneuten Verlust. Das kanadische Geschäft erwirtschaftet in diesem Jahr erneut ein positives Ergebnis. Dies lag aufgrund von Integrationsaufwand der neue erworbenen Gesellschaft apetito HFS Ltd. unterhalb des Vorjahres. Die Anfang 2014 gegründete Tochtergesellschaft in Österreich war 2019 noch defizitär.

Das Beteiligungsergebnis umfasst die „at equity“-bilanzierten Beteiligungen ARCASA & apetito S.L., apetito Service GmbH sowie apetito kids & schools GmbH, an denen die apetito AG jeweils 50 Prozent der Anteile hält. Die Ergebnisbeiträge sind im Rahmen unserer Erwartungen, befinden sich allerdings noch auf niedrigem Niveau.

Der Ertragssteueraufwand liegt unter dem Vorjahreswert.

Der Konzernjahresüberschuss reduzierte sich von 48 Mio. Euro auf 47 Mio. Euro.

Finanzlage

Die Finanzlage des Konzerns hat sich weiter verbessert. Unser Ziel ist es, die für das Wachstum und Investitionen erforderlichen Mittel aus eigener Kraft zu erwirtschaften. Wie die folgenden Kennzahlen aus der Kapitalflussrechnung verdeutlichen, haben wir unsere Ziele erreicht:

2019

Mio. Euro
2018

Mio. Euro
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 106 67
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 1 -76 -45
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1 -28 -11
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 2 12
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelbestandes 0 1
Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 78 66
Finanzmittelbestand aus Erstkonsolidierung 1 0
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 81 78

1 Betrifft zahlungswirksame Veränderungen für Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung des IFRS 16. Die Erstanwendung erfolgte zum 01.01.2019.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Dies folgte vor allem aus den gestiegen Cash Earnings.

Im Geschäftsjahr 2019 wurden erneut größere Investitionen vorgenommen, insgesamt lagen die Auszahlungen für Investitionen, ohne Berücksichtigung des IFRS 16, mit 50Mio. Euro um 1 Mio. Euro über dem Vorjahr. So wurden beispielsweise am Standort in Rheine die Arbeiten für eine Küchenerweiterung und die zugehörigen Sozialräumen fertiggestellt. Vorbereitende Investitionstätigkeiten erfolgten für den Neubau des Betriebsrestaurants. Das kanadische Geschäft investierte in die apetito HFS Ltd. um gemeinsam die Bearbeitung „Healthcare“-Markt zu verbessern.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit betrifft im Wesentlichen die an Aktionäre ausgezahlte Dividende und die Tilgung der Leasingverbindlichkeiten aus IFRS 16.

All dies führte dazu, dass die Zahlungsmittelbestände mit 81 Mio. Euro um 3 Mio. Euro über dem Vorjahr liegen.

Vermögenslage

Die Vermögensstruktur des Konzerns entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr folgendermaßen:

31.12.2019 31.12.2018
Mio. Euro % Mio. Euro %
--- --- --- --- ---
Langfristig gebundenes Vermögen
Goodwill 4 1 4 1
Immaterielle Vermögensgegenstände 20 2 16 3
Sachanlagen 230 44 189 41
Finanzanlagen 1 1 1 0
Latente Steuern 1 1 1 0
Übrige langfristige Vermögenswerte 4 1 5 1
260 50 216 47
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Vorräte 90 17 85 19
Lieferforderungen 77 15 68 15
Übrige Forderungen und Abgrenzungen 15 2 11 2
Liquide Mittel 81 16 78 17
263 50 243 53
Bilanzsumme 523 100 459 100

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 64 Mio. Euro auf 523 Mio. Euro.

Das langfristig gebundene Vermögen erhöhte sich auch durch Neuinvestitionen und die Aktivierung von Nutzungsrechten aus Leasingvermögen im Zusammenhang mit IFRS 16 um 45Mio. Euro. Die Investitionen in Sachanlagen wurden im Berichtsjahr erneut auf erhöhtem Niveau vorgenommen und lagen weiterhin oberhalb der Abschreibungen.

Das kurzfristig gebundene Vermögen beläuft sich auf 50 Prozent der Bilanzsumme und ist im Berichtsjahr geprägt durch die Veränderungen der Lieferforderungen aus Umsatzwachstum und den Anstieg der Vorräte von 15 Mio. Euro.

Die Kapitalstruktur des Konzerns wird in der folgenden Tabelle dargestellt:

31.12.2019 31.12.2018
Mio. Euro % Mio. Euro %
--- --- --- --- ---
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 8 2 8 2
Ausgleichsposten Fremdwährung -7 -1 -11 -2
Ausgleichsposten Pensionsrückstellung -9 -2 -7 -2
Erwirtschaftetes Eigenkapital 379 72 345 75
371 71 335 73
Langfristiges Fremdkapital
Rückstellungen für Pensionen 29 6 26 6
Finanzschulden 1 13 2 1 0
Latente Steuern 4 1 4 1
Sonstige langfristige Schulden 1 0 1 0
47 9 32 7
Kurzfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 2 0 3 1
Finanzschulden 1) 6 1 1 0
Ertragssteuerverbindlichkeiten 4 1 3 1
Lieferantenverbindlichkeiten 56 11 55 12
Übrige kurzfristige Schulden 37 7 29 6
105 20 91 20
Bilanzsumme 523 100 459 100

1) Beinhaltet Positionen im Zusammenhang mit IFRS 16

Das Eigenkapital erhöhte sich um 36 Mio. Euro auf 371 Mio. Euro, was zu einer Eigenkapitalquote von 71 Prozent führte. Damit ist die Vermögenslage des Konzerns weiterhin sehr stabil.

Das langfristige Fremdkapital lag im Jahr 2019 mit 47 Mio. rund 15 Mio. über dem Niveau des Vorjahres.

Das kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich leicht, wesentliche Position sind hier die Lieferantenverbindlichkeiten.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Im Berichtsjahr waren im Jahresdurchschnitt insgesamt 4.326 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Unternehmen des apetito Konzerns tätig (Vorjahr: 4.052). Davon arbeiteten 2.633 in Deutschland und 1.693 in den internationalen Gesellschaften.

In den deutschen Gesellschaften des apetito Konzerns sind anteilig rund 39 Prozent Frauen und 61 Prozent Männer beschäftigt. Die Fluktuationsrate bei der apetito AG liegt mit 8,1 Prozent etwas unter dem Vorjahr. Der Anteil an befristeten Arbeitsverträgen beträgt in der apetito AG rund 8 Prozent.

Die traditionell lange durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in der apetito AG ist mit rund 13 Jahren weiter auf hohem Niveau. Das Durchschnittsalter liegt mit 44,2 Jahren leicht unter dem Niveau der Vorjahre.

Im Fokus unserer Personalarbeit stand neben der Gewinnung neuer Mitarbeiter und der Entwicklung bestehender Mitarbeiter ebenso die Begleitung und Steuerung von Organisationsveränderungen.

In diesem Zusammenhang wurde in Deutschland der Bereich Personal anhand der Wachstumsstrategie des Unternehmens neu ausgerichtet und um das Themenfeld Transformation/Change erweitert, um künftig Veränderungsprozesse innerhalb des Unternehmens professionell managen zu können. Darüber hinaus wurden auch im Rahmen des Employer Brandings die Social-Media-Aktivitäten weiter ausgebaut, um die Sichtbarkeit von apetito auf den relevanten Medienkanälen zu erhöhen. Ziel ist, auch zukünftig für alle Bedarfe an Mitarbeitern und Auszubildenden ausreichend geeignete Bewerbungen zu erhalten, um dadurch das Besetzen von Funktionen zeitnah mit den besten Kandidaten vollziehen zu können. So wurde beispielsweise bei der apetito AG erstmals ein Instagram-Kanal ins Leben gerufen, der durch die Auszubildenden des Unternehmens betrieben wird. Darüber hinaus wurden die Arbeitgeber-Aktivitäten auf Facebook deutlich ausgebaut und auch das Karrierenetzwerk XING verstärkt zur Ansprache von potentiellen Bewerben genutzt.

In den deutschen Gesellschaften des apetito Konzerns wurden im zurückliegenden Jahr 83 junge Menschen in 13 verschiedenen Berufen ausgebildet. Das Ausbildungsangebot reichte von der Fachkraft für Lebensmitteltechnik über kaufmännische Berufe bis hin zum Fachinformatiker oder Berufskraftfahrer. Vorrangiges Ziel unserer Ausbildungsaktivitäten ist es, eigene Fachkräfte auszubilden und weiter zu beschäftigen. Darüber hinaus weiteten wir die Ausbildungsstationen standortübergreifend national und international aus.

Die britische apetito UK setzte ihr langjähriges Bemühen fort, Hochschulabsolventen und Auszubildende für eine Reihe von Ausbildungsberufen zu rekrutieren. Ziel ist es, für den künftigen Bedarf ausreichend Talente an Mitarbeitern und Führungskräften zu gewinnen. Mit Erfolg: Mittlerweile sind bereits 36 Auszubildende am Standort Trowbridge beschäftigt. Viele konnten sich in Positionen entwickeln, die für die weitere Entwicklung der Gesellschaft entscheidend sind.

Die niederländischen Gesellschaft Bonfait B.V. fokussierte sich im Berichtsjahr darauf, das Wachstum zu bewältigen. Wesentliche Herausforderung in dem Zuge war die Suche nach geeigneten Fachkräften für den Produktionsbereich sowie das Sicherstellen einer angemessenen Einarbeitung, um eine kurzfristige Einsatzfähigkeit zu gewährleisten.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zur internen Unternehmenssteuerung sind weiterhin die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sowie Nachhaltigkeit.

Um eine größtmögliche Kundenzufriedenheit zu erzielen, besteht eine unserer wesentlichen Aufgaben als Verpflegungsspezialist darin, die passenden Produkte und Leistungen für unsere verschiedenen Kundengruppen bereitzustellen. Angesichts eines hohen Preisbewusstseins vor allem in den deutschen Märkten gehen wir hinsichtlich unseres Kostenmanagements sensibel vor.

Wir schätzen den intensiven Dialog mit unseren Kunden und nutzen dafür unterschiedlichste Kanäle. Im deutschen Systemgeschäft stehen persönliche Gespräche über unseren Außendienst oder das Kunden-Dialog-Center im Vordergrund. Auch eine hohe Besucherfrequenz an unserem Hauptstandort in Rheine fördert diese Kultur. Zunehmend gewinnen aber digitale Möglichkeiten, sich auszutauschen, an Bedeutung. Im deutschen Systemgeschäft führten wir im Berichtsjahr über das Kundenportal „mein apetito“ erneut eine Kundenzufriedenheitsbefragung durch. Vor allem mit der Qualität und dem Geschmack der Gerichte sind die Kunden sehr zufrieden. 95 Prozent der Befragten würden apetito weiterempfehlen.

Im Retailgeschäft steht die digitale Kommunikation mit Endverbrauchern im Vordergrund. COSTA nutzt dazu beispielsweise Kanäle wie Facebook, Instagram und YouTube und macht gute Erfahrungen. Zumeist langjährige Kontakte zu Kunden und Lieferpartnern fördern einen offenen Dialog und eine konstruktive Feedbackkultur.

Ein weiterer Beleg für die hohe Zufriedenheit unserer Kunden mit apetito als Partner sind die oft langjährigen Kundenbeziehungen. So feierten wir in Deutschland im Berichtsjahr mit knapp 500 unserer Kunden Jubiläen der Zusammenarbeit. Darunter waren zahlreiche Einrichtungen und Unternehmen, die seit 40 Jahren apetito Kunde sind.

Megatrend Nachhaltigkeit : Systematische Ausrichtung weiter im Fokus

Das Thema Nachhaltigkeit hat sich im Berichtsjahr mehr und mehr zu einem Megatrend entwickelt. Die von Greta Thunberg initiierten „Schulstreiks für das Klima“ sind zur globalen Bewegung geworden. Sie hat die Sensibilität für Klimaschutz weltweit deutlich erhöht.

Für apetito gehört das Nachhaltigkeitsengagement seit Jahrzehnten zum Unternehmenserfolg. Es ist in der Unternehmensstrategie des apetito Konzerns verankert und gilt für alle Unternehmensbereiche. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie 2030 unterstützt die 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Sustainable Development Goals (SDG). So beeinflussen Nachhaltigkeitsaspekte, wie Klimaschutz, Menschenrechte, die Herkunft von Zutaten oder auch das Optimieren von Verpackungen, zunehmend unser Handeln im apetito Konzern. In der überarbeiteten Konzernstrategie 2023 sind aus diesem Grund konzernweite, übergreifende Nachhaltigkeitsziele definiert. Aufgabe der einzelnen Business Units ist es, im Verlauf des Jahres 2020 dazu eigene messbare Ziele und Maßnahmen zu erarbeiten.

Die apetito AG hat im Berichtsjahr seine Markenmission neu formuliert. „apetito. Einfach immer besser“ greift nun das Thema Nachhaltigkeit als konkretes Bestreben auch höchster Ebene auf.

Im zurückliegenden Jahr veröffentlichte die apetito AG erstmalig einen online Nachhaltigkeitsbericht, der sich nach dem internationalen Standard zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, der Global Reporting Initiative (GRI), ausrichtet. In digitaler Form gibt der Bericht Auskunft über Ansprüche, Maßnahmen und Fortschritte in allen Handlungsfeldern.

Neben den konkreten Nachhaltigkeitsthemen an denen apetito arbeitet, stand im Berichtsjahr das ganzheitliche Management im Fokus. Bereits 2010 dem UN Global Compact beigetreten, hat die apetito AG ihr zentrales Nachhaltigkeitsmanagement nach dem ZNU Standard Nachhaltiger Wirtschaften im Jahr 2019 erfolgreich zertifizieren lassen und belegt damit sein fundiertes Engagement für eine nachhaltigere Unternehmensführung in den Dimensionen Wirtschaft, Umwelt und Soziales. Der Vergabe des Zertifikats ging ein aufwendiges Prüfverfahren durch den TÜV Rheinland voraus. Besonders positiv hoben die Zertifizierer das hohe Niveau bzw. die großen Fortschritte in Sachen Umwelt- und Arbeitsschutz hervor sowie den Einsatz von 100 Prozent zertifiziertem Ökostrom, die Entwicklung nachhaltigerer Produkt- und Verpackungslösungen und die umfangreichen Benefits für die Mitarbeiter.

Der Grundsatz für die apetito Ltd in Großbritannien ist es ebenfalls, ethisch und nachhaltig zu handeln und dabei das Niveau stetig zu erhöhen. Die Themen reichen von einer Diversity-Strategie über die nachhaltigere Lieferkette, dem Umweltmanagement nach DIN ISO 140001 bis hin zum gesellschaftlichen Engagement. Auch die Themen nachhaltigere Verpackung und Lebensmittelabfälle gelten in Großbritannien als Top-Thema. Als Unterzeichner sowohl der Courtauld-Verpflichtungen als auch des Kunststoffpakts berichtet das Unternehmen regelmäßig über Fortschritte. In 2020 ist die Einführung einer neuen Kunststoffschale geplant, die zu 100% wiederverwertbar ist. Begonnen wurde mit dem Übergang im Herbst 2019. Die verschiedenen Modelle sollen im Laufe des Jahres 2020 schrittweise eingeführt werden. Die Fortschritte der apetito Ltd wurde durch die Verleihung des Queens Award for Enterprise gewürdigt.

Auch für COSTA, der in Deutschland führenden Marke für TK Fisch und Meeresfrüchte, ist ein schonender Umgang mit Ressourcen und nachhaltiges Handeln selbstverständlich.

Jetzt arbeitet das Unternehmen daran, die Nachhaltigkeitsstrategie zukunftsfähig auf den Weg zu bringen. Dazu hat sich ein Nachhaltigkeits-Team aus allen Bereichen des Unternehmens gebildet. Entsprechend der UN SDGs sowie der Stakeholder-Anforderungen wurden die für COSTA wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen systematisch erfasst und priorisiert. Im nächsten Schritt sollen zu den Top-Themen klare Positionierungen und Ziele erarbeitet werden, die ebenfalls auf die Konzern-Nachhaltigkeitsziele einzahlen und die Marke COSTA als nachhaltigeres Unternehmen stärken.

2019 wurden die Standorte der apetito-Gruppe von unabhängigen Stellen zertifiziert. Dazu zählten ein Erhaltungsaudit nach DIN EN ISO 9001:2015 am Standort Rheine sowie in den ServiceCentern, MSC- und ASC-Zertifizierungen an den Standorten in Emden, Hilter, Rheine und Denekamp, ein Bio-Audit in Rheine und Hilter sowie in den ServiceCentern Frankfurt und München, eine Halal-Zertifizierung in Rheine, Zertifizierungen nach dem International Featured Standard (IFS) Food an den Standorten Hilter, Emden, Denekamp und Zentralbereiche in Rheine (Einkauf, Labor) sowie eine HACCP-Prüfung am Standort Rheine und in den ServiceCentern. Erneut belegten die positiven Prüfungsergebnisse das professionelle Qualitätsmanagement von apetito.

Erstmalig hat die apetito AG in Rheine das zentrale Nachhaltigkeitsmanagement nach dem ZNU-Standard zertifizieren lassen. Es belegt das nachhaltige Engagement in den Dimensionen Wirtschaft, Umwelt und Soziales.

Darüber hinaus absolvierten wir im Berichtsjahr erneut eine RSPO-Zertifizierung in Emden, Hilter und Rheine mit Erfolg. Überprüft wurde hierbei der Einsatz von nachhaltig erzeugtem Palmöl nach den Grundsätzen des „Roundtable on Sustainable Palm Oil“. Zertifizierungen nach „KAT-Ei“ und „QS-Fleisch“ an den Standorten Rheine und Hilter, nach „beter leven“ am Standort Denekamp sowie nach dem BRC Global Standard for Food Safety und OHSAS 18001 im britischen Trowbridge komplettierten die Liste der internationalen Qualitätsprüfungen.

Im Bereich Umweltmanagement erfolgte die Validierung nach EMAS III in Rheine sowie die jährliche Überwachung nach DIN EN ISO 14001 in Hilter, Emden und Trowbridge. Zudem wurde an den Standorten Hilter und Emden das Energiemanagementsystem gemäß DIN EN ISO 50001 auditiert. Die Prüfer bescheinigten dem Unternehmen eine weitere Verbesserung der Qualitäts-, Umwelt- und Hygieneleistungen auf beispielhaftem gutem Niveau. Einzelne Verbesserungsvorschläge nahmen wir zum Anlass, noch anspruchsvollere Ziele zu definieren.

Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren haben wir unsere Ziele erreicht, indem wir das hohe Niveau der Vorjahre halten konnten.

Chancen- und Risikobericht

Die Chancen und Risiken werden in hierarchischer Reihenfolge angegeben.

Wesentliche Risiken

Für apetito als lebensmittelverarbeitender Konzern bestehen die größten Herausforderungen darin, die Qualität und Sicherheit der Produkte zu erhalten und weiter zu verbessern. Dies umfasst sowohl die Beschaffung als auch die Verarbeitung der Zutaten. Diesen Herausforderungen stellt sich der apetito Konzern mit einem umfassenden Qualitätsmanagementsystem, einem global agierenden Einkauf, einer starken Einbindung und Kontrolle der Lieferpartner sowie langfristigen Lieferpartnerschaften. Um hier auch in Zukunft gut gerüstet zu sein, wurde im Berichtsjahr 2019 eine konzernweite Risiko-Inventur in allen internationalen Gesellschaften durchgeführt. Der im März 2019 bestellte Compliance-Beauftragte hat diese Inventur begleitet.

Zu den beschaffungsmarktbezogenen Risiken zählen für den apetito Konzern volatile Märkte mit teilweise schwankenden Rohwarenpreisen und -verfügbarkeiten. Hervorzuheben ist der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest sowie die Auswirkungen der Dürre in Europa. Das betrifft maßgeblich die Warengruppen Fleisch und Fisch, aber auch vermehrt Gemüse und Zutaten.

Zu den Markt- und Absatzrisiken führt der apetito Konzern regelmäßig ein Monitoring durch. Als flexibles und kundenorientiertes Unternehmen versetzen wir uns mithilfe von Marktforschung und einer ausgezeichneten Kundennähe in die Lage, zeitnah auf Marktanforderungen zu reagieren; durch eine breite Kundenbasis in diversifizierten Geschäftsfeldern ist die Gefahr von Abhängigkeiten eher gering. Den Preisdruck sowie gedeckelte Budgets bei öffentlichen und sozialen Einrichtungen bei gleichzeitig steigenden Preisen schätzen wir dagegen als kritischen Faktor ein. Im Bereich der kommunalen Kitas und Schulen in Deutschland läuft ein starker Trend hin zu Ausschreibungen mit kurzen Laufzeiten den von uns angestrebten langfristigen Kundenbeziehungen entgegen.

Die im Berichtsjahr schon deutlich sichtbare Verschiebung im Bereich der deutschen Menülogistik von einer zentralen hin zu einer mehr und mehr dezentralen Logistik wird auch in den kommenden Jahren die Logistikkosten belasten. Mit einer auf vier Jahre ausgelegten Logistik-Strategie „Neue_Wege“ soll die Umstellung des Geschäftes bewältigt werden.

In Großbritannien haben wir unsere größte Auslandsgesellschaft mit eigener Küche vor Ort. Der Ende Januar 2020 erfolgte Austritt der Briten aus der Europäischen Union hat für den apetito Konzern eine Auswirkung in Form eines negativen Wechselkurseffektes und der dadurch entstehenden Einkaufspreiserhöhungen. Auch die Verfügbarkeit europäischer Rohwaren für den britischen Markt gilt als Unsicherheit. Für diese Risiken haben wir durch geeignete Sicherungsmaßnahmen Vorsorge getroffen. Herausfordernd bleiben nach wie vor der allgemeine Rückgang der britischen Wirtschaft sowie die Unsicherheiten und Unklarheiten aufgrund der bis Ende 2020 anstehenden Vertragsverhandlungen zu zahllosen Themen. Unsere britische Gesellschaft selbst hat Maßnahmen ergriffen, um in jedem Falle lieferfähig zu bleiben. Zudem sind Vorbereitungen getroffen, die internationalen Beschäftigten weiter halten zu können.

Zur finanziellen Steuerung des apetito Konzerns trägt der Bereich Treasury & Risk bei. Wesentliches Ziel der Steuerungsmaßnahmen ist die jederzeitige Sicherstellung einer ausreichenden Liquiditätsausstattung aller Konzernunternehmen über eine optimierte Liquiditätsplanung. In Bezug auf die liquiden Mittel bestanden 2019 keine Risiken.

Ausfallrisiken werden bei apetito als gering eingeschätzt. Durch ein straffes Debitorenmanagement und ein deutlich verbessertes Mahnwesen konnten wir größere Zahlungsausfälle vermeiden. Auf niedrigem Niveau beobachten wir in einzelnen Bereichen Insolvenzmeldungen.

Den Wechselkursrisiken begegnen wir mit einer konservativen Absicherungsstrategie und einem aktiven Währungsmanagement, das zentral gesteuert wird und sich im abgelaufenen Geschäftsjahr vor dem Hintergrund deutlicher Währungsschwankungen bewährt hat. Zu den Maßnahmen zählen sowohl zusätzliche Grundgeschäfte, um offene Währungspositionen zu vermindern bzw. zu schließen, als auch die üblichen Kurssicherungsinstrumente.

Trotz übersichtlicher Risiken arbeiten wir konsequent an der Weiterentwicklung unserer Controlling-Instrumente. Vor diesem Hintergrund sehen wir keine nennenswerte Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Entwicklung des apetito Konzerns.

Das Themenfeld Arbeitssicherheit haben wir im Berichtsjahr konsequent weiterentwickelt. Dazu zählen eine neu aufgestellte Sicherheitsorganisation und ein standortübergreifendes Sicherheitsmanagementsystem. Der Erfolg dieser Aktivitäten zeigt sich bereits in einer nachhaltigen Reduktion der Unfallzahlen am Standort Rheine. So wurde das Ziel der Unfallhalbierung bereits ein Jahr früher erreicht. Verschiedene Lenkungsgremien beschäftigen sich mit der weiteren Zusammenführung des Arbeitssicherheitsprogramms und dem standortübergreifenden „Lernen und Verbessern“. Die Einführung von Lean Management, die wir in den letzten Jahren vorangetrieben haben, wirkt unterstützend bei den vielen täglichen Aktivitäten.

Beim Thema Brandschutz arbeitet der apetito Konzern sehr eng mit den jeweiligen Brandversicherern zusammen, um auch weiterhin den Stand der Technik abzubilden. So wollen wir eine nachhaltige Absicherung des Unternehmens gewährleisten. Eine mittel- und langfristig ausgelegte Investitionsplanung unterstützt das Brandschutzprogramm von apetito.

Im Berichtsjahr erfolgte die Bestellung eines Beauftragten für den übergeordneten Brandschutz im Bereich Kontinental-Europa. Zudem wurden durch den führenden Versicherer der bestehenden Sach-/Ertragsausfallversicherung Brandschutz-Audits durchgeführt.

Die Beratungs- und Revisionsgesellschaft „apetito assist & service GmbH “ unterstützte das Management der apetito Gruppe wie im Vorjahr bei der Beurteilung von unternehmensinternen Prozessen mit Fokus auf der effizienten Überprüfung und Weiterentwicklung unseres internen Kontrollsystems.

Der Ausbruch des Coronavirus birgt gewisse Risiken insbesondere im Bereich Kitas und Schulen. Unsere Lieferketten sehen wir aktuell wenig betroffen, z.B. da wir kaum in China sourcen. Da sich zwar spürbare Konsequenzen im Bereich Kitas und Schulen abzeichnen allerdings andere Bereiche positive Geschäftsentwicklungen zeigen, ist eine langfristige Einschätzung zunehmend schwierig.

Wesentliche Chancen

Langfristiges Wachstumspotenzial sieht apetito weiterhin in dem Trend zur „alternden Gesellschaft“. Das gilt für alle unsere internationalen Gesellschaften im Systemgeschäft. Eine wachsende Zahl von Senioren erreicht ein immer höheres Lebensalter, was oft mit gesundheitlichen Einschränkungen und einer steigenden Nachfrage nach spezifischen Kostformen einhergeht. apetito verfügt über umfassendes Know-how zu solch spezifischen Ernährungsfragen und bietet so seinen Kunden einen echten Mehrwert. Der erfolgreiche Ausbau der Sortimente vor allem für die deutschen und britischen Care-Märkte zeigt das Potenzial, das diese Märkte sowohl im Hinblick auf die B2B-Märkte als auch auf die Direktbelieferung zu Hause lebender Senioren bieten. Wir erwarten, dass der Anteil an älteren Menschen und auch an Demenz-Erkrankten in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Demzufolge wird auch der Bedarf an Ernährungslösungen speziell für diese Zielgruppe weiter zunehmen.

In Deutschland bestehen Wachstumsperspektiven auch im Markt für Kindertagesstätten und Schulen. Die politischen Weichenstellungen auf Basis des Koalitionsvertrages der deutschen Bundesregierung bewerten wir sehr positiv. Wir haben den Dialog mit politischen Stakeholdern im Berichtsjahr deutlich intensiviert und machen die Erfahrung, dass unsere Markt-Expertise gerne aufgenommen wird und unsere Forderungen in die politischen Prozesse Eingang finden. Mit neuen Sortimentsangeboten und auch mit unseren digitalen Vermarktungsangeboten sehen wir uns gut gerüstet.

Die Aktivitäten im Bereich New Business in Deutschland haben wir im Berichtsjahr deutlich ausgebaut. Dazu zählen beispielsweise Kooperationen mit Start-ups. Vorrangiges Ziel dieser Engagements ist es, Zugang zu neuartigen Technologien und Produkten zu bekommen, um so Zukunftsthemen frühzeitig zu besetzen.

COSTA sieht sich mit dem neuen Markenauftritt gut gerüstet für die Zukunft. Die damit verbundene Neupositionierung schärft das Markenbild und sorgt für eine eindeutige Differenzierung zum Wettbewerb.

In Großbritannien und Kanada stehen insbesondere die Franchisemodelle in der Endkundenvermarktung für weiteres Wachstumspotenzial, da das Interesse daran in beiden Ländern zunimmt. Der Zukauf der kanadischen Gesellschaft HFS sowie die Gründung einer Gesellschaft in den USA ermöglicht uns weitere Wachstumsperspektiven in unserem dortigen Kerngeschäft. Im niederländischen Retailgeschäft wird der Ausbau des Exports in europäische Länder Wachstumstreiber sein.

Gesamtbeurteilung der Risiko - und Chancensituation

Die Gesamtsituation der erläuterten Einzelrisiken stellt sich für den apetito Konzern durch das Risikomanagementsystem als transparent und steuerbar dar. Von den vorgenannten Risiken sind aktuell die Qualitätsrisiken und die Preissteigerungsrisiken im Bereich Beschaffung als am bedeutendsten einzustufen. Zudem gewinnen IT-Risiken zunehmend an Bedeutung.

Als relevanteste Chancen bewerten wir die demografischen Entwicklungen sowie die Möglichkeiten der Digitalisierung.

Prognosebericht

Trotz guter Umsatzentwicklung lag die angestrebte positive Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr leicht unter den Erwartungen. Gründe dafür liegen in der hohen Komplexität unserer Prozesse, steigenden Rohwarenpreisen und schwierigen Beschaffungsmärkte sowie in der inflationsbedingten Steigerung der Energie- und Treibstoffkosten.

In unserer aktuell überarbeiteten Konzernstrategie haben wir uns bis 2023 erneut ambitionierte Wachstums- und Ertragsziele gesetzt. Die einzelnen Konzerngesellschaften haben dazu jeweils eigene Strategien und Maßnahmen entwickelt. Um unsere Konzernstrategie umzusetzen haben wir für die mittlere Zukunft umfassende Investitionen geplant. Für das Geschäftsjahr 2020 streben wir eine positive Geschäftsentwicklung mit einem wechselkursbereinigten Umsatzwachstum von etwa 7 Prozent an. Das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Sondereffekten soll 2020 wieder über dem Niveau des Vorjahres liegen. Damit wollen wir unsere strategische Zielvorgabe - nachhaltig profitables Wachstum - festigen. Der Ausbruch des Coronavirus birgt gewisse Risiken insbesondere im Bereich Kitas und Schulen. Einrichtungen reagieren grundsätzlich schnell auf Krisen und werden geschlossen. Unsere Lieferketten sehen wir aktuell wenig betroffen, z.B. da wir kaum in China sourcen. In der aktuellen Situation ist es allerdings schwierig, zuverlässige Prognosen abzugeben.

Aufgrund der nicht absehbaren Entwicklung in Bezug auf den Coronavirus wird auf eine weitergehende Prognose verzichtet.

Ein hohes Vertrauen der Stakeholder in die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des Unternehmens ist Basis für eine langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit. Themen rund um eine verantwortliche Unternehmensführung spielen dabei eine wesentliche Rolle. Unter anderem mit einem soliden Qualitätsmanagement und einem fundierten Nachhaltigkeitsengagement sehen wir uns dafür konzernweit gut aufgestellt.

Als verantwortungsbewusstes Familienunternehmen wird apetito seine Geschäftspolitik auch künftig langfristig ausrichten und zukunftsorientiert wachsen. Sowohl das Management als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen dazu bei, den gesellschaftlichen Auftrag von apetito zu realisieren. Der lautet: Wir wollen für Menschen in verschiedensten Lebenssituationen jeden Tag gutes Essen anbieten. Unser Anspruch ist deshalb einfach formuliert: apetito. Einfach immer besser.

1 Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/oecd-prognose-das-coronavirus-verhagelt-die-erholung-der-weltwirtschaft/25599864.html?ticket=ST-4953844-BQvMxRjLIhKpSP-vbLeda-ap4

2 Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/215592/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandspro-dukts-bip-in-grossbritannien-nach-quartalen/

3 Quelle: https://www.ahk.es/newsroom/news/news-details/spaniens-wirtschaft-verzeichnet-das-geringste-wachstum-seit-dem-ende-der-wirtschaftskrise

4 Quellen: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/deutschland-bip-101.html und https://www.destatis.de/ DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/02/PD20_045_811.html

5 Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/02/PD20_049_13321.html

6 Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bundesagentur-arbeitsmarkt-zahlen-101.html

7 Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/01/PD20_019_611.html

8 Quelle: https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-20200115-konjunkturdaten

9 Quelle: https://www.dehoga-bundesverband.de/presse-news/aktuelles/ergebnis-der-dehoga-blitzumfrage-vom-45-maerz-zu-coronavirus-folgen/

10 Quelle: https://www.gfk.com/de/ insights/news/consumer-index-dezember-2019/

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

Konzern anhang 31.12.2019

T€
31.12.2018

T€
A. Langfristige Vermögenswerte
1. Geschäfts- und Firmenwerte 6.1 4.093 3.655
2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 6.2 20.461 15.619
3. Grundstücke und Gebäude 6.3 102.300 79.336
4. Sonstige Sachanlagen 6.4 127.809 110.273
5. Finanzanlagen 6.5 53 29
6. Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 6.5 845 691
7. Latente Steuern 5.8 491 687
8. Sonstige Vermögenswerte 6.7 4.327 5.445
260.379 215.734
B. Kurzfristge Vermögenswerte
1. Vorräte 6.8 90.163 85.111
2. Ertragsteuerforderungen 6.9 1.181 785
3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.10 76.890 67.778
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 2.517 1.991
5. Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 6.11 11.209 8.964
6. Sonstige finanzielle Vermögenswerte 6.12 236 282
7. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.13 80.532 77.757
262.728 242.668
523.107 458.402
Passiva
Konzernanhang 31.12.2019

T€
31.12.2018

T€
A. Eigenkapital
1. Grundkapital 6.14 7.779 7.779
2. Rücklage für Fremdwährungsumrechnung 6.14 -7.460 -11.032
3. Rücklage für Pensionen 6.14 -9.317 -7.154
4. Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital 6.14 379.987 345.480
370.988 335.073
B. Langfristige Schulden
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.15 28.806 26.476
2. Finanzielle Verbindlichkeiten 6.16 13.069 1.195
3. Latente Steuern 5.8 3.791 3.578
4. Sonstige Rückstellungen 6.17 787 879
46.454 32.128
C. Kurzfristige Schulden
1. Rückstellungen 6.17 2.339 3.176
2. Finanzielle Verbindlichkeiten 6.16 6.360 776
3. Ertragsteuerverbindlichkeiten 5.8, 6.9 3.854 2.857
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.6 56.153 54.981
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 1.412 1.545
6. Sonstige Schulden und Abgrenzungen 6.18 35.548 27.866
105.666 91.201
523.107 458.402

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

Konzernanhang 2019

T€
2018

T€
1. Umsatzerlöse 5.1 741.097 691.776
2. Bestandsveränderung der Erzeugnisse und aktivierte Eigenleistungen 4.142 1.748
3. Sonstige Erträge 5.6 8.254 9.107
4. Materialaufwand 5.2 305.018 290.581
5. Personalaufwand 5.3 184.427 167.675
6. Abschreibungen 5.4 31.063 21.100
7. Sonstige Aufwendungen 5.5 167.556 156.710
8. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 65.429 66.565
9. Zinserträge 5.7 0 371
10. Zinsaufwendungen 5.7 1.036 506
11. Ergebnis aus at Equity bewerteten Beteiligungen 6.5 2 30
12. Ergebnis vor Steuern 64.395 66.460
13. Ertragssteuern 5.8 17.588 18.056
14. Konzernergebnis nach Steuern 46.807 48.404

Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2019

T€
2018

T€
Konzernergebnis nach Steuern 46.807 48.404
Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge
Posten, die künftig unter bestimmten Bedingungen in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
- Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung -3.572 464
Posten, die künftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
- Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen -2.164 -507
Summe direkt im Eigenkapital erfasster Aufwendungen und Erträge nach Steuern -5.736 -43
Gesamtergebnis des Geschäftsjahres nach Steuern 41.071 48.361
- davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen 41.071 48.361

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2019 2018
Konzernergebnis vor Steuern und Beteiligungsergebnis 64.393 66.460
- Ertragsteuerzahlungen -16.579 -15.648
+ Abschreibungen 31.063 21.100
- Gewinne aus Anlagenabgängen -344 -111
- Verminderung langfristiger Rückstellungen -164 -885
+ Veränderung langfristiger Leasingverbindlichkeiten 30.250 0
- Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -6.266 -1.521
+/- Verminderung/ Erhöhung des Vorratsbestandes -4.083 4.063
- Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte -3.042 -7.535
+ Erhöhung kurzfristiger Schulden 11.030 1.029
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 106.258 66.952
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 5.860 4.312
- Auszahlung für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -11.815 -100
- Aktivierung Nutzungsrecht Leasing -31.813 0
- Auszahlung für Investitionen in das Anlagevermögen -38.731 -48.759
Cashflow aus der Investitonstätigkeit -76.499 -44.547
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten 0 -131
- Finanzierung Beteiligungen -657 -424
- Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -14.496 0
- Zinsen für Leasingverbindlichkeiten -510 0
- Auszahlungen an Unternehmenseigner -12.300 -10.200
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -27.964 -10.755
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes 1.795 11.650
+/- Veränderung Zahlungsmittelbestand IFRS 16 -79 0
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 77.757 66.238
+ wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes 60 -131
+ Cash aus Erstkonsolidierung 1.000 0
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 80.532 77.757

Konzerneigenkapitalspiegel

Grundkapital

T€
Rücklage für Fremdwährungsumrechnung

T€
Rücklage für Pensionen

T€
Erwirtschaftetes KonzernEigenkapital

T€
Konzern Eigenkapital

T€
Stand 01.01.2018 7.779 -10.568 -6.646 307.276 297.841
Einstellung in die Fremdwährungsumrechnung 0 -464 0 0 -464
Veränderung der Rücklage für Pensionen 0 0 -508 0 -508
Ausschüttung 0 0 0 -10.200 -10.200
Konzernergebnis 2018 0 0 0 48.404 48.404
Stand 31.12.2018 7.779 -11.032 -7.154 345.480 335.073
Auflösung aus der Fremdwährungsumrechnung 0 3.572 0 0 3.572
Veränderung der Rücklage für Pensionen 0 0 -2.163 0 -2.163
Ausschüttung 0 0 0 -12.300 -12.300
Konzernergebnis 2019 0 0 0 46.807 46.807
Stand 31.12.2019 7.779 -7.460 -9.317 379.987 370.988

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019

Die apetito Aktiengesellschaft mit Sitz in Rheine/Deutschland (Bonifatiusstraße 305) stellt als oberste Muttergesellschaft den Konzernabschluss und den Konzernanhang auf. Die Gesellschaft ist eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts Steinfurt (HR B 4040).

Der apetito-Konzern produziert und vertreibt tiefgekühlte und gekühlte Fertiggerichte im In- und Ausland. Die Auslandsaktivitäten erstrecken sich auf Großbritannien, Frankreich, die Niederlande, Österreich, Spanien und Nordamerika.

1. Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der apetito AG zum 31. Dezember 2019 wurde in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards Board (IASB) - den International Accounting Standards (IAS) bzw. den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind - aufgestellt. Dabei wurden sämtliche zum 31. Dezember 2019 in der Europäischen Union anzuwendenden IAS bzw. IFRS sowie die entsprechenden Interpretationen des Standing Interpretation Committee (SIC) bzw. des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) beachtet. Die Anforderungen der vorstehenden Vorschriften wurden vollständig erfüllt, so dass der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Zahlungsströme des Geschäftsjahres vermittelt. Seit Beginn des Geschäftsjahres werden die Neuregelungen des IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ angewendet. Entsprechend der gewählten Übergangsmethode, der modifizierten retrospektiven Anwendung, erfolgt keine Anpassung der Vorjahreszahlen. Der IFRS 16 führt dazu, dass ein Leasingnehmer die Mehrheit der Leasingverhältnisse als Nutzungsrechte oder „Right of Use“ und Leasingverbindlichkeit bilanziell zu erfassen hat. Der IAS 17 und damit die Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating Leasingverhältnissen auf Leasingnehmer-Seite wird abgelöst. Die Leasingverbindlichkeit ist in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen zu bilden. Das Nutzungsrecht entspricht bei der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit zuzüglich Nebenkosten. Für kurzfriste Leasingverhältnisse, mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr, sowie für „Low-Value-Assets“ besteht ein Wahlrecht für die Erfassung des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit. Von dieser Erleichterungsvorschrift macht der apetito Konzern Gebrauch und erfasst die Leasingzahlungen als operativen Aufwand. Im Rahmen der Folgebewertung wird das Nutzungsrecht über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ggf., wenn nötig außerplanmäßig abgeschrieben. Die Leasingverbindlichkeit wird in den Folgeperioden aufgezinst und erfolgsneutral um die Leasingzahlungen verringert.

Der Konzernabschluss nach IFRS wird auf der Grundlage von § 315e Abs. 3 HGB aufgestellt; die Voraussetzungen des § 315e HGB für die Befreiung von der Erstellung eines Konzernabschlusses nach deutschen Rechnungslegungsnormen sind erfüllt. Um die Gleichwertigkeit mit einem nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss sicherzustellen, werden alle über die Regelungen des IASB hinausgehenden gesetzlichen Angabe- und Erläuterungspflichten erfüllt.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind - soweit nicht anders vermerkt - in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Der Konzernabschluss basiert auf historischen Anschaffungskosten und wird in Übereinstimmung mit den nachfolgend erläuterten Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Dabei wird von der Fortführung der Geschäftstätigkeit ausgegangen. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang entsprechend erläutert. Vermögenswerte und Schulden sind entsprechend ihrer Restlaufzeit in langfristig (bei Fälligkeiten über einem Jahr) und kurzfristig aufgegliedert. Pensionsrückstellungen und latente Steuern werden generell als langfristig ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

2. Konsolidierung

2.1 Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss wurden alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, die durch die apetito AG beherrscht werden. Diese Beherrschung ergibt sich aus Rechten auf veränderliche Renditen sowie der Möglichkeit, auf diese Renditen durch Machtausübung über einen Investitionsempfänger Einfluss zu nehmen. Die Abschlüsse aller einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an vollkonsolidiert, an dem die Kontrolle auf das Mutterunternehmen übergegangen ist. Sie werden entkonsolidiert, wenn die Kontrolle endet. Diese Tochterunternehmen werden nach der Methode der Vollkonsolidierung erfasst. Dabei wird der Beteiligungsbuchwert dem anteiligen konsolidierungspflichtigen Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile (Erwerbsmethode) nach IFRS 3 gegenübergestellt. Das Eigenkapital ist dabei zwingend nach der Neubewertungsmethode zu ermitteln. IFRS 3 wird für sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach dem Übergangszeitpunkt (1. Januar 2006) angewendet.

Gemäß IFRS 3 werden im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten bei der Erstkonsolidierung mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Transaktionszeitpunkt bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten der Anteile das zum beizulegenden Zeitwert bewertete erworbene anteilige Nettovermögen, so wird ein Firmenwert ("Goodwill") angesetzt. Der Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern wird mindestens einmal jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen.

Beteiligungen an Joint Ventures werden gemäß IFRS 11 i.V.m. IAS 28 nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen wurden unter Berücksichtigung von Materialitätsgesichtspunkten eliminiert.

2.2 Konsolidierungskreis

Die apetito AG ist an den in den Konzernabschluss vollkonsolidierten Gesellschaften jeweils zu 100 % beteiligt.

Eine Aufstellung sämtlicher einbezogener Gesellschaften ist als Anlage beigefügt.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Personenhandelsgesellschaften

apetito convenience AG & Co. KG, Rheine (im Folgenden: apetito convenience)
COSTA Meeresspezialitäten GmbH & Co. KG, Emden (im Folgenden: Costa)

nehmen gemäß § 264b HGB Erleichterungen im Hinblick auf die Aufstellung und Offenlegung eines Jahresabschlusses und Lageberichts nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften in Anspruch.

Folgende in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften nehmen gemäß § 264 Abs. 3 HGB die Befreiung in Anspruch, den Jahresabschluss nicht entsprechend § 325 HGB offenzulegen:

Petito's Bistro Gastronomie GmbH, Rheine
MENÜLOGISTIK GmbH, Rheine
Hansa ActiVita GmbH, Rheine
Apetito New Business GmbH, Rheine (vormals: CoolMenü GmbH, Müllheim/Ruhr)
Hansa Tiefkühlmenü GmbH, Hilter
Menü Variant GmbH, Hilter

Am 2. Mai 2019 erwarb die apetito HFS Ltd. (vormals apetito 2019 Food Canada Ltd.) eine 100%ige Tochtergesellschaft der apetito Holdings (Canada) Ltd. eine 100%ige Tochtergesellschaft der apetito AG, die nachfolgend aufgeführten Assets der Healthcare Food Services Inc., einen führenden Experten in der Herstellung von Gesundheitsnahrung, zu einem Kaufpreis von CAD 17 Mio. Der Kauf ist Teil der Wachstumsstrategie in Nordamerika.

Mit dem Erwerb der Gesellschaften wurden unwesentliche Zahlungsmitteläquivalente von TCAD 1 übernommen. In der folgenden Übersicht sind die im Rahmen des Kaufs übernommenen Vermögenswerte jeweils zum Fair value zum Erstkonsolidierungszeitpunkt der Gesellschaft dargestellt:

TCAD apetito HFS Ltd
Goodwill 639
Immaterielle Vermögenswerte 3
Sachanlagen 13.856
Langfristige Vermögenswerte 0
Kurzfristige Vermögenswerte 3.930
Langfristige Verbindlichkeiten 0
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.216
Nettovermögen 17.212

Der Goodwill ergibt sich insbesondere aus der Nutzung von Synergieeffekten und Marktzugängen bzw. Markteintritte.

Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf TCAD 1.800.

Die mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundenen Kosten nach IFRS 3.B64(m) betragen TCAD 450.

Erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen wurden die im Jahr 2018 gegründeten US-amerikanischen Gesellschaften. Im Geschäftsjahr 2018 wurden diese aufgrund der untergeordneten Bedeutung in Bezug auf die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht einbezogen. Es handelt sich um die folgenden Gesellschaften:

Ultimate Food Holding Inc., Atlanta/USA
Food Inter-National Holdings LLC, Atlanta/USA
US Food Holdings LLC, Atlanta/USA
HTHM Operations LLC, Atlanta/USA
HTHM Franchising LLC, Atlanta/USA
HTHM Supply LLC, Atlanta/USA

2.3 Konzernabschlussstichtag

Die Konzernbilanz ist auf den 31. Dezember, den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens, aufgestellt, der zugleich auch Bilanzstichtag aller einbezogenen Tochtergesellschaften ist.

2.4 Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen

Die Vermögenswerte und Schulden von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden gemäß IAS 21 zum am Stichtag geltenden Währungskurs umgerechnet.

Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgt zu historischen Kursen. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zu Durchschnittskursen des abgelaufenen Geschäftsjahres umgerechnet.

Die aus der Umrechnung resultierenden Währungsdifferenzen werden erfolgsneutral in der Rücklage für Währungsumrechnung erfasst.

Für die Umrechnung wurden folgende Wechselkurse berücksichtigt:

31.12.2019 Vorjahr
Stichtagskurs Durchschnittskurs Stichtagskurs Durchschnittskurs
--- --- --- --- ---
1 GBP = 1,175 EUR 1,140 EUR 1,118 EUR 1,130 EUR
1 CAD = 0,685 EUR 0,673 EUR 0,641 EUR 0,654 EUR
1 USD = 0,890 EUR 0,893 EUR entfällt entfällt

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

3.1 Aufwands - und Ertragsrealisierung

Erlöse aus dem Verkauf von Waren und Erzeugnissen sowie aus dem Verkauf von Küchen- und Gerätetechnik werden erfasst, wenn die geschuldete Lieferung erbracht wurde und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Kundenskonti und -rabatte sowie Warenrückgaben werden periodengerecht umsatzmindernd entsprechend den zugrundeliegenden Grundsätzen verbucht.

Daneben erzielt der Konzern Dienstleistungsumsätze u.a. aus der Vermietung von Küchen- und Gerätetechnik. Diese werden erfasst, sobald die Dienstleistung erbracht ist. Bei Vermietung werden die Umsätze periodengerecht übereinstimmend mit den jeweiligen Vertragsbedingungen erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Zinsen werden im Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand bzw. Ertrag erfasst.

3.2 Geschäfts - und Firmenwert ("Goodwill")

Der Beteiligungsbuchwert wird dem konsolidierungspflichtigen Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode (IFRS 3) gegenübergestellt. Der Unterschiedsbetrag zwischen übertragener Gegenleistung und anteiligem Nettovermögen wird dem Geschäfts- und Firmenwert zugeordnet. Bei vor dem Übergangszeitpunkt stattgefundenen Unternehmenszusammenschlüssen wurde gemäß IFRS 1 die Konsolidierungsmethode nach HGB beibehalten.

Es erfolgt keine planmäßige Abschreibung auf Geschäfts- und Firmenwerte; die Bewertung wird gemäß IFRS mindestens jährlich anhand eines Wertminderungstests (IAS 36) überprüft und der Geschäfts- und Firmenwert gegebenenfalls aufwandswirksam abgeschrieben.

3.3 Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern:

Software: drei bis fünf Jahre
Lizenzen, Belieferungsrechte: Vertragslaufzeit
Erworbene Kundenstämme: zwei bis vier Jahre
Erworbene Marken und sonstige Rechte: zwei bis zehn Jahre ggf. unter Berücksichtigung eines Restwerts

Im apetito-Konzern werden Entwicklungskosten aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht.

3.4 Sachanlagen

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bilanziert. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzernweit einheitlich über die folgenden Nutzungsdauern:

Gebäude: 40 bis 50 Jahre
Außenanlagen: 15 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: fünf bis 25 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung: vier bis 25 Jahre
Fuhrpark: fünf bis neun Jahre
Küchen- und Gerätetechnik: sieben Jahre

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Erhaltene Investitionszuschüsse sowie Investitionszulagen mindern die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Finanzierungskosten sind im Fall qualifizierter Vermögenswerte Bestandteil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Kosten für die Reparatur von Sachanlagen werden grundsätzlich aufwandswirksam erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die Kosten zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des Vermögenswertes führen. Die zu aktivierenden Vermögenswerte werden für Zwecke der Abschreibungsbemessung getrennten Betrachtungen unterzogen, wenn wesentliche Bestandteile unterschiedliche wirtschaftliche Nutzungsdauern haben.

Die Kosten selbsterstellter Sachanlagen umfassen alle Einzelkosten sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens.

Leasingverhältnisse

Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der das Recht auf Nutzung eines Leasinggegenstands für einen vereinbarten Zeitraum gegen Entgelt überträgt. Bis zum 31. Dezember 2018 wurde ein Leasingverhältnis als eine Vereinbarung definiert, in der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht an der Nutzung eines Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum überträgt. Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wurde gemäß IAS 17 dann dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen aus dem Leasinggegenstand trug. Sofern das wirtschaftliche Eigentum dem Konzern als Leasingnehmer zuzurechnen war, erfolgte die Aktivierung zum Zeitpunkt des Nutzungsbeginns zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser den Zeitwert unterschritt. In gleicher Höhe wurde eine Leasingverbindlichkeit unter den langfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Die Abschreibungen erfolgten nach den gleichen Grundsätzen wie beim übrigen Sachanlagevermögen, maximal jedoch über die Laufzeit des Leasingvertrags, sofern nicht hinreichend wahrscheinlich war, dass Vermögenswerte nach Auslaufen des Vertrags erworben werden. Seit dem 1. Januar 2019 bilanziert der Konzern als Leasingnehmer grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse in der Bilanz Vermögenswerte für die Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen zu Barwerten. Leasingverträge bestehen im Wesentlichen für Fahrzeuge, Softwarelizenzen und Mietverhältnisse. Nutzungsrechte werden mit den Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:

Barwert der Leasingverbindlichkeit,
bei oder vor der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen abzüglich erhaltener Leasinganreize,
anfängliche direkte Kosten und
Rückbauverpflichtungen.

Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Abschreibung auf Nutzungsrechte wird linear über den Zeitraum des Vertragsverhältnisses vorgenommen. Für Leasinggegenstände von geringem Wert und für kurzfristige Leasingverhältnisse (weniger als zwölf Monate) wird von den Anwendungserleichterungen Gebrauch gemacht und die Zahlungen linear als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen werden in den sonstigen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen.

3.5 Wertminderung von Vermögenswerten ("Impairment - Test")

Immaterielle Vermögenswerte, die eine unbestimmbare Nutzungsdauer haben, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich sowie anlassbezogen auf Wertminderungsbedarf überprüft.

Die übrigen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen werden nach den Vorschriften des IAS 36 auf die Notwendigkeit außerplanmäßiger Abschreibungen überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte Umstände darauf schließen lassen, dass Wertminderungen vorliegen ("Impairment-Test"). Eine außerplanmäßige Abschreibung wird vorgenommen, wenn der Buchwert des betroffenen Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag überschreitet. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und Nutzungswert.

3. 6 Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen.

Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Finanzinstrumenten werden als sonstige Erträge oder Aufwendungen erfasst. Wertminderungsaufwendungen werden als sonstige Aufwendungen und sonstige Ergebnisse aus Finanzinstrumenten - im Wesentlichen Zinsen - im Finanzergebnis erfasst.

3.6.1 Originäre finanzielle Vermögenswerte

Originäre finanzielle Vermögenswerte, die von apetito gehalten werden, sind der Kategorie "Ausgereichte Kredite und Forderungen" zugeordnet. Hierunter fallen originäre und erworbene Darlehen und Forderungen mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden. Zu dieser Kategorie zählen bei apetito insbesondere kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie langfristige Forderungen aus der Veräußerung von Küchen- und Gerätetechnik.

"Ausgereichte Kredite und Forderungen" werden gemäß IAS 39.43 erstmals zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind, bewertet. Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt bei marktüblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag, also zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird. Niedrig- oder unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung einer angemessenen Verzinsung mit dem diskontierten Betrag angesetzt.

Die Folgebewertung erfolgt gemäß IAS 39.46 (a) zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode, soweit der beizulegende Zeitwert nicht darunter liegt.

Bei Vorliegen objektiver Hinweise für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes wird die Wertminderung auf Basis der zu erwartenden Cashflows geschätzt und mit demjenigen Zinssatz kapitalisiert, der bei der erstmaligen Aktivierung zugrunde lag. Ergibt sich beim Vergleich mit dem Buchwert als Differenz ein Verlustbetrag, so wird dieser ergebniswirksam erfasst.

Vermögenswerte für die zu erwartende Verluste nach dem Expected Losses Modell im Sinne des IFRS 9 abzubilden sind, werden in Abhängigkeit von möglichen künftigen Verlustereignissen einer von drei Stufen zugeordnet (3-Stufen-Konzept). Bei allen Stufen erfolgt generell eine Wertberichtigung. Beim erstmaligen Bilanzansatz sind alle finanziellen Vermögenswerte der Stufe 1 zuzuordnen. Davon ausgenommen sind finanzielle Vermögenswerte, die bereits im Zugangszeitpunkt wertgemindert sind.

Stufe 1

Der Umfang der Erfassung erwarteter Verluste wird danach differenziert, ob sich das Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte seit ihrem Zugang wesentlich verschlechtert hat oder nicht. Liegt eine wesentliche Verschlechterung vor und ist das Ausfallrisiko am Stichtag nicht als niedrig einzustufen, sind ab diesem Zeitpunkt sämtliche Verluste über die gesamte Laufzeit zu erfassen (Stufen 2 und 3). Andernfalls sind nur die über die Laufzeit der Forderung zu erwartenden Verluste zu berücksichtigen, die aus künftigen, möglichen Verlustereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate resultieren.

Stufe 2

Sollte das Kreditrisiko nach dem Zugangszeitpunkt signifikant ansteigen, erfolgt ein Transfer des Finanzinstruments in Stufe 2. Bei Berechnung der Risikovorsorge müssen die erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit des finanziellen Vermögenswertes berücksichtigt werden.

Stufe 3

Der finanzielle Vermögenswert ist der Stufe 3 zuzuordnen, wenn sich dessen Kreditqualität weiter verschlechtert hat und objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen. Ein Vertragsbruch oder erhebliche finanziell Schwierigkeiten des Schuldners können z.B. einen objektiven Hinweis darstellen. Die Bemessung der Risikovorsorge erfolgt analog zu Stufe 1 und 2; allerdings muss die Ermittlung der effektiven Zinserträge auf den Nettobuchwert (nach Abzug der Risikovorsorge) angepasst werden.

Vereinfachter Ansatz

Ausnahmeregelungen bestehen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für Vertragsvermögenswerte nach IFRS 15. Das Stufenmodell kommt im Rahmen des vereinfachten Ansatzes nicht zur Anwendung.

Der Konzern wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu bemessen. Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale und Überfälligkeitstage zusammengefasst. Die erwarteten Verlustquoten beruhen auf den Zahlungsprofilen der Umsätze über eine Periode von 24 Monaten vor dem 31. Dezember 2019 und den entsprechenden historischen Ausfällen in dieser Periode. Die historischen Verlustquoten werden angepasst, um aktuelle und zukunftsorientierte Informationen zu makroökonomischen Faktoren abzubilden, die sich auf die Fähigkeit der Kunden, die Forderungen zu begleichen, auswirken. Der Konzern hat das Bruttoinlandsprodukt und die Arbeitslosenquoten der Länder, in denen er Produkte und Dienstleistungen verkauft, als relevanteste Faktoren identifiziert und passt die historischen Verlustquoten aufgrund der erwarteten Veränderungen bei diesen Faktoren an.

Der Konzern unterteilt seine Forderungen in zwei Risikoklassen und zwar in die Bereiche B2B und B2C mit unterschiedlichen Wertberichtigungsquoten:

Wertberichtigungsquoten für den Bereich B2C Wertberichtigungsquoten für den Bereich B2B
Nicht überfällig 0,10% des Buchwerts Nicht überfällig 0,05% des Buchwerts
0 - 30 Tage 0,20% des Buchwerts 0 - 30 Tage 0,10% des Buchwerts
31 - 60 Tage 0,30% des Buchwerts 31 - 60 Tage 0,15% des Buchwerts
61 - 90 Tage 0,40% des Buchwerts 61 - 90 Tage 0,20% des Buchwerts
mehr als 90 Tage 0,50% des Buchwerts mehr als 90 Tage 0,25% des Buchwerts

Im Vorjahr wurde die Wertminderung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des Modells der eingetretenen Verluste geschätzt. Wertminderungen auf Forderungen werden auf einem gesonderten Wertberichtigungskonto erfasst. Eine Ausbuchung der Forderungen erfolgt, sobald die entsprechende Forderung endgültig ausgefallen ist.

Spätere Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst.

Bei den kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen kurzfristigen Forderungen geht die Gesellschaft davon aus, dass der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

Der beizulegende Zeitwert der ausgereichten langfristigen Kredite und Forderungen wird, da kein aktiver Markt für diese Vermögenswerte existiert, durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsflüsse mit dem Marktzinssatz ermittelt.

3.6.2 Originäre finanzielle Verbindlichkeiten

Bei apetito umfassen die originären finanziellen Verbindlichkeiten insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Gesellschaftern, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie bis zum 31.12.2018 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing gemäß IAS 17 und ab dem 1.1.2019 Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gemäß IFRS 16.

Originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Bewertung gemäß IAS 39.43 mit ihrem beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung der Transaktionskosten, die direkt der Aufnahme der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind, bewertet. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die finanziellen Verbindlichkeiten gemäß IAS 39.47 mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.

Finanzielle Verbindlichkeiten - oder Teile davon - werden ausgebucht, sobald die Verbindlichkeit getilgt ist, d.h. wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen oder aufgehoben sind.

Gewinne und Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten werden gemäß IAS 39.56 in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die finanzielle Verbindlichkeit ausgebucht wird. Die Amortisation von Transaktionskosten wird ebenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten geht die Gesellschaft davon aus, dass der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

Der beizulegende Zeitwert der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wird, da kein aktiver Markt für diese Verbindlichkeiten existiert, mittels finanzmathematischer Methoden durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsflüsse mit dem Marktzinssatz ermittelt.

Seit dem 1. Januar 2019 bilanziert der Konzern als Leasingnehmer grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse in der Bilanz Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu Barwerten gemäß IFRS 16.26. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten folgende Leasingzahlungen:

Feste Zahlungen, abzüglich vom Leasinggeber zu leistender Leasinganreize,
variable Zahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind,
erwartete Restwertzahlungen aus Restwertgarantien,
den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wurde und
Vertragsstrafen für die Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in dessen Laufzeit berücksichtigt ist, dass eine Kündigungsoption in Anspruch genommen wird.

Leasingzahlungen werden mit dem Zinssatz abgezinst, der dem Leasingverhältnis implizit zugrunde liegt, sofern dieser bestimmbar ist. Ansonsten erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz.

Bei Verträgen, die neben Leasingkomponenten auch Nicht-Leasingkomponenten enthalten, wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auf eine Trennung dieser Komponenten zu verzichten.

Eine Reihe von Leasingverträgen, insbesondere von Immobilien, enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Derartige Vertragskonditionen bieten dem Konzern eine größtmögliche betriebliche Flexibilität. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Laufzeitänderungen aus der Ausübung bzw. Nicht-Ausübung solcher Optionen werden bei der Vertragslaufzeit nur berücksichtigt, wenn sie hinreichend sicher sind.

3.6.3 Derivative Finanzinstrumente

An derivativen Finanzinstrumenten werden Devisentermingeschäfte genutzt, um Wareneinkäufe oder Verkäufe in Fremdwährungen abzusichern.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Marktbedingungen bezüglich der Wechselkurse, Zinssätze und Bonitäten ermittelt. Der beizulegende Zeitwert entspricht damit dem Betrag, den die Konzerngesellschaften bei Fälligstellung des Finanzinstrumentes zum Abschlussstichtag entweder erhalten oder zahlen müssten. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten werden sofort ergebniswirksam erfasst.

Positive Marktwerte der Finanzinstrumente werden unter den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und negative Marktwerte unter den übrigen kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

3.7 Latente Steuern

Gemäß IAS 12 werden aktive und passive latente Steuern unter Verwendung der Verbindlichkeiten-Methode für alle temporären Differenzen zwischen Buchwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld in der Bilanz nach Rechnungslegungsstandards des IASB und der steuerlichen Basis sowie für die zukünftige Nutzung steuerlicher Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass diese gegen zukünftiges zu versteuerndes Einkommen genutzt werden können.

Latente Steueransprüche und Schulden werden unter Anwendung der Steuersätze und der Gesetze, die am Bilanzstichtag bereits gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung des latenten Steueranspruchs bzw. der Begleichung der latenten Steuerschuld erwartet wird, bewertet.

Latente Steuerverbindlichkeiten aus zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen werden nicht angesetzt, da das Mutterunternehmen in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen zu steuern, und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarerer Zeit nicht umkehren werden.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und sich auf dasselbe Steuersubjekt beziehen.

3.8 Vorräte

Vorräte sind zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren wurden nach der Methode des gleitenden Durchschnitts ermittelt und ergeben sich aus den Einkaufspreisen zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch dem Produktionsprozess zuzurechnende Gemeinkosten einschließlich angemessener Abschreibungen auf Produktionsanlagen unter der Annahme einer Normalauslastung. Fremdkapitalzinsen werden, sofern sie nicht einem qualifizierten Vermögenswert direkt zuzuordnen sind, nicht in die Vorratsbewertung einbezogen, sondern in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.

Abwertungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem und ausreichendem Ausmaß vorgenommen. Soweit erforderlich, wird der niedrigere Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte erzielbare Verkaufspreis abzüglich geschätzter Kosten bis zur Fertigstellung und notwendiger Vertriebskosten.

Bei Wegfall der Gründe für eine Abwertung wird eine entsprechende Wertaufholung vorgenommen.

3.9 Zahlungsmittelbestand

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen und andere hoch-liquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten.

3.10 Pensionsrückstellungen

Gemäß IAS 19 unterscheidet die Gesellschaft zwischen beitrags- und leistungsorientierten Plänen zur Altersversorgung.

Die Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pläne sind durch versicherungsmathematische Gutachten belegt. Die Rückstellungen wurden nach der Methode der laufenden Einmalprämie ("projected unit credit method") gemäß IAS 19 berechnet. Dabei wurden ein Zinssatz von 0,90 % (Vorjahr: 1,75 %) p.a., die Heubeck-Richttafeln 2019 G und Trendannahmen für die zukünftige Steigerung der Gehälter (0,0 %, Vorjahr 0,0 %) und Renten (2,0 %, Vorjahr 2,0 %) zugrunde gelegt. Der Rechnungszinssatz orientiert sich hierbei an erstklassigen festverzinslichen Industrieanleihen vergleichbarer Laufzeit am Bewertungsstichtag.

Der laufende Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand erfasst. Der Ausweis der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfolgt gemäß IAS 19.120 (c) erfolgsneutral im Eigenkapital. Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil ist in den Finanzaufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.

3.11 Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen umfassen alle erkennbaren rechtlichen und faktischen Verpflichtungen des Konzerns gegenüber Dritten, deren Erfüllung wahrscheinlich ist und deren Höhe zuverlässig eingeschätzt werden kann. Die Bewertung erfolgt gemäß IAS 37 zum erwarteten Erfüllungsbetrag.

Als Eventualverpflichtungen im Anhang angegeben werden mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, bei denen der Ressourcenabfluss aber nicht als wahrscheinlich eingeschätzt wird.

Zu den langfristigen Rückstellungen zählen Jubiläumszahlungen gegenüber Arbeitnehmern. Langfristige Rückstellungen werden auf Grundlage entsprechender Marktzinssätze mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert.

3.12 Transaktionen in Fremdwährungen

Einkäufe und Verkäufe in Fremdwährungen werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Tageskurs umgerechnet. Monetäre Bilanzposten in fremder Währung werden zum Mittelkurs des Bilanzstichtags angesetzt; dabei auftretende Währungsgewinne und -verluste werden ergebniswirksam erfasst.

3.13 Verwendung von Schätzungen

Die Aufstellung des IFRS-Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die Einfluss auf den Ausweis von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie auf den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen haben.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen sind insbesondere hinsichtlich der Festlegung der Abschreibungsdauern, der versicherungsmathematischen Parameter bei der Bewertung von Pensions-, Jubiläums- und Altersteilzeitrückstellungen sowie der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern getroffen worden. Die tatsächlichen Beträge können von den Beträgen abweichen, die sich aus diesen Schätzungen und Annahmen ergeben. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Bezüglich der Buchwerte dieser Positionen zum Stichtag und weiterer Angaben verweisen wir auf die Abschnitte 5.8, 6.2 bis 6.4, 6.14 und 6.16.

4. Anwendung neuer und geänderter IFRS-Standards

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Die folgenden Standards waren im Geschäftsjahr 2019 erstmalig anzuwenden:

Änderungen nach IFRS 9: Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung
Nach den bisherigen Vorschriften von IFRS 9 in der aktuell gültigen Fassung ist die Zahlungsstrombedingung nicht erfüllt, wenn der Kreditgeber im Falle einer Kündigung durch den Kreditnehmer eine Ausgleichszahlung leisten müsste (z.T. als Vorfälligkeitsgewinn bezeichnet).
Durch die Neuregelung werden die bestehenden Vorschriften in IFRS 9 zu Kündigungsrechten dahingehend geändert, um auch bei negativen Ausgleichszahlungen eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (bzw. in Abhängigkeit des Geschäftsmodells erfolgsneutral zum Fair Value) zu ermöglichen.
Nach der Neuregelung ist das Vorzeichen der Ausgleichszahlung nicht relevant, d.h. in Abhängigkeit von dem bei Kündigung vorherrschenden Zinsniveau ist eine Zahlung auch zugunsten der Vertragspartei möglich, welche die vorzeitige Rückzahlung herbeiführt.
Die Berechnung dieser Ausgleichszahlung muss sowohl für den Fall einer Vorfälligkeitsentschädigung wie auch für den Fall eines Vorfälligkeitsgewinns dieselbe sein.
Der IASB hat davon Abstand genommen, das zweite Kriterium aus dem Entwurf (unerheblicher beizulegenden Zeitwert der Vorfälligkeitsregelung bei erstmaligem Ansatz des finanziellen Vermögenswerts) zu finalisieren. Wesentliche Auswirkungen werden hieraus nicht erwartet.
Änderungen nach IFRS 16: Leasingverhältnisse
Durch die Erstanwendung des IFRS 16 im Geschäftsjahr 2019 werden Leasingverhältnisse erweitert abgebildet, was die Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns beeinflusst. Durch die erstmalige Anwendung hat sich die Bilanzsumme im unteren zweistelligen Millionenbereich erhöht, da die Konzerngesellschaften als Leasingnehmer die Vermögenswerte und zugleich Leasingverbindlichkeiten aus den Leasingverträgen anzusetzen haben. Aus dem Ansatz der Nutzungsrechte resultieren zusätzliche Abschreibungen. Der frühere operative Aufwand aus den Leasingaufwendungen gliedert sich nun in einen Zins- und Tilgungsanteil, wobei der Zinsanteil unter dem Finanzergebnis ausgewiesen wird und der Tilgungsanteil die Leasingverbindlichkeit mindert. Somit ist der operative Aufwand zurückgegangen. IFRS 16 enthält das Wahlrecht zur Anwendung einer vereinfachten Übergangsmethode, bei deren Inanspruchnahme auf die Vergleichsinformationen für die Vorperiode verzichtet wird (vollständige retrospektive Anwendung). apetito wendet diese Methode an.
Mit der zuvor beschriebenen Erstanwendung des IFRS 16 erfasste der Konzern Leasingverbindlichkeiten für zuvor unter IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse klassifizierte Leasingverhältnisse. Diese Verbindlichkeiten werden zum Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen, abgezinst mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers zum 1. Januar 2019 bewertet. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers, der auf die Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 angewendet wurde, beträgt 2,3%.
Für zuvor als Finanzierungsleasingverhältnisse eingestufte Leasingverhältnisse werden der unmittelbar vor der Erstanwendung des IFRS 16 bestehende Buchwert des geleasten Vermögenswerts nach IFRS 17 sowie der Buchwert der Leasingverbindlichkeit nach IAS 17 als erstmaliger Buchwert des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit nach IFRS 16 angesetzt. Die Bewertungsprinzipien nach IFRS 16 werden erst danach angewendet. Bewertungsanpassungen resultierten hieraus nicht.
Bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 hat der Konzern teilweise folgende Erleichterungen in Anspruch genommen:
Die Anwendung eines einzigen Abzinsungssatzes auf ein Portfolio ähnlich ausgestalteter Leasingverträge (betrifft europäische Gesellschaften)
Die Bilanzierung von Leasingverträgen, die zum 1. Januar 2019 eine Restlaufzeit von weniger als 12 Monaten aufwiesen (kurzfristige Leasingverhältnisse)
Die Nichtberücksichtigung anfänglicher direkter Kosten bei der Bewertung der Nutzungsrechte zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung.
Der Konzern hat sich dazu entschieden, für Leasingverträge, die vor dem Übergangszeitpunkt abgeschlossen wurden, nicht neu zu überprüfen, ob ein Vertrag zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, sondern die bisherige unter IAS 17 und IFRIC 4 getroffene Einschätzung beizubehalten.
Überleitung der Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen zur angesetzten Leasingverbindlichkeit zum 1. Januar 2019:
Mio. €
Zum 31. Dezember 2018 angegebene Verpflichtung aus Operating-Leasingverhältnissen 12,7
Mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar 2019 (Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16) abgezinst 12,7
Zzgl. zum 31. Dezember 2018 bilanzierte Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 2,0
Abzgl. kurzfristige Leasingverhältnisse, die linear als Aufwand erfasst werden 1,8
Abzgl. Leasingverhältnisse über Vermögenswerte mit geringem Wert, die linear als Aufwand erfasst werden 0,8
Am 1. Januar 2019 bilanzierte Leasingverbindlichkeiten 12,1
Hiervon sind:
Kurzfristige Verbindlichkeiten 4,3 Mio. €
Langfristige Verbindlichkeiten 7,8 Mio. €
IFRIC 23: Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung
Die Bestimmung des zu versteuernden Ergebnisses oder steuerlichen Verlusts, des Steuerwerts (tax base), der noch nicht eingetretenen bzw. genutzten steuerlichen Gewinne oder Verluste sowie des Steuersatzes ist stets mit Unsicherheiten behaftet und hängt von der Anwendung der Steuergesetze bzw. der Anerkennung durch die Finanzverwaltung und Finanzgerichte ab.
IFRIC 23 enthält Anwendungshinweise zur Bilanzierung von tatsächlichen und latenten Steuerschulden und -ansprüchen nach IAS 12, bei denen Unsicherheiten in Bezug auf die ertragsteuerliche Behandlung bestehen.
Die neue Interpretation konkretisiert im Wesentlichen vier Fragestellungen. Zunächst hat ein Unternehmen das Bilanzierungsobjekt bei ertragsteuerlichen Unsicherheiten zu bestimmen. Dabei ist zu entscheiden, ob die Beurteilung der Unsicherheit für jeden Sachverhalt getrennt oder für mehrere Sachverhalte gemeinsam zu erfolgen hat. Die Entscheidung ist dahingehend zu treffen, welche Vorgehensweise eine bessere Indikation hinsichtlich der Auflösung der Unsicherheit liefert.
Darüber hinaus hat ein Unternehmen bei der Einschätzung der Auswirkungen durch Unsicherheiten bei der ertragsteuerlichen Behandlung davon auszugehen, dass die Steuerbehörden ihr Recht zur Überprüfung erklärter Beträge ausüben werden und dabei vollständige Kenntnis aller zugehörigen Informationen besitzen.
Ferner muss ein Unternehmen einschätzen, ob es wahrscheinlich (probable) ist, dass seine ertragsteuerliche Beurteilung eines strittigen Sachverhalts durch die Steuerbehörde akzeptiert werden wird. Kommt das Unternehmen zu der Einschätzung, dass die Steuerbehörden die entsprechende ertragsteuerliche Beurteilung akzeptieren werden, so hat es das zu versteuernde Einkommen bzw. den Ertrag, die steuerlichen Bemessungsgrundlagen, nicht genutzte steuerliche Verluste und Steuergutschriften sowie anzuwendende Steuersätze im Einklang mit seiner Einschätzung zu ermitteln. Wenn das Unternehmen hingegen zu der Einschätzung kommt, dass seine Beurteilung durch die Steuerbehörde nicht akzeptiert werden wird, so ist dieser Unsicherheitsfaktor bei der Bestimmung der zugehörigen Werte der Höhe nach zu berücksichtigen. Die Berücksichtigung von Unsicherheit kann entweder mit dem wahrscheinlichsten Wert oder mit dem Erwartungswert abgebildet werden. Dabei ist die Methode anzuwenden, welche eine bessere Indikation hinsichtlich der Auflösung der Unsicherheit liefert.
IFRIC 23 fordert darüber hinaus eine Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung der geforderten Beurteilungen und Einschätzungen, wenn sich die Tatsachen und Umstände, die die Grundlage für diese Beurteilungen und Einschätzungen gebildet haben, geändert haben. Anhang A der Interpretation enthält Anwendungsleitlinien zur Berücksichtigung geänderter Tatsachen und Umstände und veranschaulicht sie mit Beispielen.
Die kumulativen Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRIC 23 sind in den Gewinnrücklagen oder einer anderen sachgerechten Eigenkapitalposition zu Beginn der Berichtsperiode zu erfassen.

Es wurden alle ab diesem Geschäftsjahr verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen umgesetzt. Aus der Erstanwendung der oben genannten Standards/Änderungen haben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

Das IASB und das IFRS IC haben keine neuen und geänderten Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2019 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren, aber bereits von der EU übernommen ("endorsed") waren.

Standards, deren Anwendungszeitpunkt erst nach dem Bilanzstichtag liegt, wurden nicht vorzeitig angewendet.

Standards, Interpretationen und Änderungen zu veröffentlichten Standards, die noch nicht durch die EU übernommen wurden:

Titel Voraussichtliche erstmalige verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre ab
IFRS 14, Regulatorische Abgrenzungsposten (wird nicht durch die EU übernommen)
Änderung an IFRS 10 und IAS 28: Veräußerungen von Vermögenswerten eines Investors an bzw. Einbringung in sein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen noch festzulegen (ursprünglich 1. Januar 2016)
Änderung an IFRS 3: Definition eines Geschäftsbetriebs 1. Januar 2020
Änderungen an IAS 1 und IAS 8: Definition von Wesentlichkeit 1. Januar 2020
Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in den IFRS 1. Januar 2020
Änderungen an IFRS 9, IAS 39 and IFRS 7: Reform der Referenzzinssätze 1. Januar 2020
IFRS 17, Versicherungsverträge 1. Januar 2021

Die erstmalige Anwendung dieser Standards und Interpretationen werden vorbehaltlich der Übernahme durch die EU zum Zeitpunkt der erstmaligen verpflichtenden Anwendung erfolgen.

5. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

5.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden wie im Vorjahr im Wesentlichen im Inland mit Tiefkühlartikeln erzielt. Die Konzernumsatzerlöse verteilen sich wie folgt:

2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Deutschland 469.722 435.956
EU-Ausland 247.996 241.672
Ausland außerhalb der EU 23.355 14.148
Konzern 741.097 691.776

Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen aus dem Verkauf von Gütern erwirtschaftet sowie in untergeordnetem Umfang aus Dienstleistungen.

5.2 Materialaufwand

In folgender Zusammensetzung:

2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Roh- und Handelswareneinsatz 295.005 282.130
Hilfs- und Betriebsstoffe 10.097 8.606
Abwertung auf Vorräte -115 -202
Aufwertung von in Vorjahren abgeschriebenen Vorräten 31 47
305.018 290.581

5.3 Personalaufwand

Der Personalaufwand unterteilt sich wie folgt:

2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Löhne und Gehälter 160.243 146.772
Sozialversicherungsbeiträge (Rentenversicherung) 14.518 12.421
Sozialversicherungsbeiträge (sonstige) 7.377 6.399
Aufwertung für Altersversorgung 2.289 2.083
184.427 167.675

Der in der Zuführung zur Pensionsrückstellung enthaltene Zinsanteil wird in den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Im apetito-Konzern waren durchschnittlich beschäftigt:

2019 Vorjahr
Angestellte 1.988 1.847
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.687 1.568
Aushilfen 280 258
Auszubildende 61 57
Befristet Beschäftigte 310 322
4.326 4.052

5.4 Planmäßige Abschreibungen

In folgender Zusammensetzung:

2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Abschreibungen auf sonstige Sachanlagen 16.612 15.899
Abschreibungen auf Gebäude 3.448 2.889
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 2.750 2.312
Abschreibungen auf Nutzungsrechte 8.253 -
davon auf Grundstücke und Gebäude 2.365 -
davon auf Fahrzeuge 2.398 -
davon auf Software 1.007 -
31.063 21.100

5.5 Sonstige Aufwendungen

In folgender Zusammensetzung:

2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Frachten und Fremdlagerkosten 32.568 28.541
Vertriebs- und Marketingkosten 27.955 26.717
Versicherungen, Beiträge, Rechts- und Beratungskosten 16.168 16.808
Energie 17.851 15.331
Instandhaltung und Reparatur 15.425 13.797
Miete und Leasing 7.537 13.417
davon für kurzfristige Leasingverhältnisse 1.824 -
davon für Leasingverhältnisse über VG mit geringem Wert 847 -
Zeitarbeit, sonstige Personalkosten 13.595 13.134
Fahrzeug- und Reisekosten 13.490 12.747
Übrige 22.967 16.218
167.556 156.710

In den übrigen sonstigen Aufwendungen sind Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.190 (Vorjahr: TEUR 213) enthalten.

5.6 Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge betreffen im Wesentlichen Kostenweiterbelastungen an Joint Ventures, Versicherungserstattungen, Erträge aus der Fair Value-Bewertung von Derivaten sowie Erträge aus dem Verkauf von Vermögenswerten des Anlagevermögens und Mieterträge. Gewinne aus der Fremdwährungsumrechnung belaufen sich auf über TEUR 771 (Vorjahr: TEUR 1.603).

5.7 Finanzergebnis

Zinserträge und Zinsaufwendungen setzen sich folgendermaßen zusammen:

Zinserträge 2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Zinserträge Banken 86 132
Zinserträge aus langfristigen Verbindlichkeiten 0 222
Kunden, sonstige 21 17
Summe Zinserträge 107 371
Zinsaufwand 2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Zinsaufwand Pensionsrückstellung -451 -452
Zinsaufwand aus langfristigen Verbindlichkeiten -164 -
Zinsen Finanzleasing 0 -43
Zinsen nach IFRS 16 -507 0
Kontokorrentzinsen -3 -9
Darlehenszinsen -2 -1
Steuerzinsen -16 -1
Summe Zinsaufwand -1.143 - 506

Von den Zinserträgen entfallen TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 149) auf finanzielle Vermögenswerte, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten eingestuft sind.

Von den Zinsaufwendungen entfallen TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 11) auf finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten eingestuft sind.

5.8 Ertragsteuern

Die Ertragsteuern setzen sich zusammen aus Gewerbe- und Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und den ausländischen Ertragssteuern.

Die Steueraufwendungen gliedern sich nach Herkunft wie folgt:

2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Laufende Steuern Inland 11.037 10.789
Laufende Steuern Ausland 5.160 4.341
Latente Steuern Inland 1.330 1.758
Latente Steuern Ausland 60 1.168
Steuern für Vorjahre 1 0
Ertragssteueraufwand 17.588 18.056

Der erwartete Ertragssteueraufwand, der sich bei Anwendung des Steuersatzes der Konzernmuttergesellschaft apetito AG in Höhe von 31 % (Vorjahr: 31 %) auf das IFRS-Konzernergebnis vor Steuern ergeben hätte, lässt sich wie folgt auf die Ertragsteuern laut Gewinn- und Verlustrechnung überleiten:

2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 64.393 66.460
Erwarteter Ertragssteueraufwand (31 %) 19.962 20.603
Abweichende ausländische Steuersätze -2.766 -2.812
Periodenfremde Steuern 1 0
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 282 270
Doppelbesteuerung Auslandsdividenden 155 264
Sonstige Effekte -46 -268
Ertragssteueraufwand 17.587 18.056

Bei in Deutschland ansässigen Konzerngesellschaften werden 15 % für die Körperschaftsteuer und 5,5 % für den Solidaritätszuschlag der geschuldeten Körperschaftsteuer abgeführt. Zusätzlich unterliegen diese Gesellschaften der Gewerbesteuer, deren Höhe sich in Abhängigkeit gemeindespezifischer Hebesätze bestimmt.

Die Auswirkungen abweichender ausländischer Steuersätze sind in der Überleitungsrechnung gesondert ausgewiesen.

Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus folgenden Effekten:

31.12.2019 Vorjahr
Aktive latente Steuern

TEUR
Passive latente Steuern

TEUR
Aktive latente Steuern

TEUR
Passive latente Steuern

TEUR
--- --- --- --- ---
Firmenwert 0 709 0 589
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 797 0 689
Sachanlagen -67 7.530 200 6.726
Finanzanlagen 30 0 30 0
Vorräte 168 62 0 178
Forderungen 58 31 0 104
Pensionsrückstellungen 4.413 0 3.718 0
Sonstige Rückstellungen 1.326 0 1.398 0
Verbindlichkeiten 0 99 49 0
Bruttowert 5.928 9.228 5.395 8.286
Saldierung -5.437 -5.437 -4.708 -4.708
Bilanzwert 491 3.791 687 3.578

Zum Stichtag bestanden noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge von TEUR 7.776 (Vorjahr: TEUR 9.535). Diese Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt nutzbar.

Daneben sind in der Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus den Pensionsrückstellungen aktive latente Steuern von TEUR 4.346 (Vorjahr: TEUR 3.375) enthalten. Damit ist im sonstigen Ergebnis aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten ein Ertrag aus latenten Steuern von TEUR 971 (Vorjahr: TEUR 228) enthalten.

Auswirkungen des UK - Antrags zum EU - Austritt auf die Ertragsteuern

Der EU-Austritt des Vereinigten Königreichs erfolgte am 31. Januar 2020. In dem Abkommen ist eine Übergangsphase bis zum 31. Dezember 2020 vorgesehen, in der die langfristigen Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union neu ausgehandelt werden sollen. Derzeit bestehen noch Unsicherheiten über den Zeitrahmen und über die zukünftigen Beziehungen zwischen der EU und UK. Offen ist daher auch die Frage, wie lange das EU-Recht noch für UK anzuwenden ist und welches Recht nach dem Ende der Übergangsphase in UK anzuwenden sein wird. Der Steuerstatus UKs wird sich gegebenenfalls ändern mit möglichen Folgen für den Konzern. Die derzeitigen Unsicherheiten sind jedoch zu groß, um abschätzen zu können, ob, wie und wann sich der Steuerstatus ändert.

6. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Zur Entwicklung des Konzernanlagevermögens verweisen wir auf die Anlage zum Anhang.

6.1 Geschäfts - und Firmenwerte

Die Firmenwerte haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 438 erhöht. Dieser Zugang erfolgte im Rahmen des Unternehmenskaufs in Kanada. Der Firmenwert zum 31. Dezember 2019 setzt sich aus folgenden Einzelpositionen zusammen:

TEUR
apetito UK 273
apetito Kanada 438
Costa 3.382
Buchwert am 31. Dezember 2019 4.093

Gemäß IAS 36 wird der Firmenwert mindestens jährlich auf eine Wertminderung ("impairment-test") geprüft. Dabei wird der erzielbare Betrag im Sinne eines Nutzungswertes auf Basis von Cashflow-Prognosen aus dem internen Berichtswesen ermittelt. Diesen liegen die jeweiligen Planungen der CGU mit Planungshorizonten von drei bis fünf Jahren zugrunde. Bezüglich der Cashflows nach den Detail-Planungsrechnungen wird eine CGU-spezifische Wachstumsrate von 1 % (Vorjahr 1 %) unterstellt. Es wurde ein CGU-spezifischer WACC von gerundet 5,0% (Vorjahr 4,9 %) vor Steuern verwendet. Aus der Werthaltigkeitsprüfung hat sich kein Abwertungsbedarf ergeben.

Die Unternehmensleitung ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Deutschland" und "UK" getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Wert wesentlich übersteigt. Eine tatsächliche Änderung des WACC um 1 % oder der Wachstumsrate um 1 % führte zu keinem Abschreibungsbedarf.

6.2 Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 Jahren linear abgeschrieben. Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen für Belieferungsrechte, Know-How und Software drei bis fünf sowie für Markenrechte fünf Jahre.

6.3 Grundstücke und Gebäude

Ein Grundstück dient als Sicherheit für Eventualverbindlichkeiten gegenüber dem Land Niedersachsen. Die besicherten Verbindlichkeiten valutieren zum Bilanzstichtag mit TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 69).

In den Grundstücken und Gebäuden werden zum Bilanzstichtag Nutzungsrechte in Höhe von TEUR 11.406 aus der Erstanwendung des IFRS 16 ausgewiesen. Wir verweisen auf die Anhangangabe 4 zu Angaben über die Auswirkungen von Änderungen der Rechnungslegungsmethoden und auf den Konzernanlagespiegel als Anlage zum Anhang.

6.4 Sonstige Sachanlagen

Erhaltene Investitionszuschüsse sowie Investitionszulagen mindern die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten um TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1).

In den sonstigen Sachanlagen werden zum Bilanzstichtag Nutzungsrechte in Höhe von TEUR 12.256 aus der Erstanwendung des IFRS 16 ausgewiesen. Wir verweisen auf die Anhangangabe 4 zu Angaben über die Auswirkungen von Änderungen der Rechnungslegungsmethoden und auf den Konzernanlagespiegel als Anlage zum Anhang.

6.5 Finanzanlagen

Die Beteiligungen betreffen die 50%igen Kapitalanteile an den Gemeinschaftsunternehmen apetito kids & schools GmbH / Deutschland, apetito Arcasa S.L./Spanien sowie der apetito service GmbH/Deutschland. Der Konzern übt aufgrund der Beteiligungshöhe die Führung gemeinsam aus, da die Tätigkeiten der Gemeinschaftsunternehmen die Zustimmung der anderen beteiligten Parteien erfordern. Die Beteiligungen werden mit der Equity-Methode bewertet. Durch die Gemeinschaftsunternehmen wird die Vertriebsaktivität des Konzerns in jeweils abgegrenzten Teilbereichen gebündelt und erweitert. Die Gemeinschaftsunternehmen sind im Hinblick auf die Angabepflichten nach IFRS 12 aus Sicht des Konzerns als unwesentlich beurteilt worden.

In Bezug auf die Anteile an den Gemeinschaftsunternehmen sind der Gesellschaft folgende Posten zuzurechnen:

31.12.2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Gewinn 2 30

6.7 Langfristige sonstige Vermögenswerte

Die langfristigen sonstigen Vermögenswerte setzen sich folgendermaßen zusammen:

31.12.2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Lieferforderungen 4.165 3.704
Kundenzuschüsse (Verrechnung gegen Bonus) 88 386
Übrige 74 1.355
4.327 5.445

Die Lieferforderungen resultieren überwiegend aus dem Verkauf von Küchen- und Gerätetechnik der apetito AG. Die maximale Vertragslaufzeit beläuft sich auf 96 Monate. Für die Abzinsung werden marktübliche Zinssätze angewendet.

Bei Zugang werden alle Finanzinstrumente grundsätzlich in Stufe 1 eingeordnet. Der zu erfassende Wertminderungsaufwand bemisst sich auf dieser Stufe nach dem sog. erwarteten 12-Monats-Verlust. Darunter ist der Barwert der Zahlungsausfälle zu verstehen, der sich aus möglichen Ausfallereignissen in den kommenden zwölf Monaten nach dem Stichtag ergibt.

Hat sich das Kreditrisiko gegenüber dem Zugangszeitpunkt signifikant erhöht, erfolgt ein Transfer auf Stufe 2 des Wertminderungsmodells. Dies hat zur Folge, dass fortan eine Risikovorsorge in Höhe des Barwerts, der über die gesamte Restlaufzeit erwarteten Verluste zu bilden ist. Als Indikator für eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos kann bspw. ein verschlechtertes Bonitätsrating des Schuldners gelten.

Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung vor (z.B. Insolvenzgefahr des Schuldners), ist der Vermögenswert schließlich in Stufe 3 einzuordnen. Die Ermittlung der zu erfassenden Risikoversorge ist dabei unverändert zu Stufe 2. Die Vereinnahmung von Zinserträgen im Rahmen der Effektivzinsmethode darf für diese Finanzinstrumente jedoch nur noch auf Basis des (wertgeminderten) Nettobuchwerts erfolgen.

Aus Wesentlichkeitsgründen, wurde auf die Bildung einer Risikovorsorge im Sinne des IFRS 9 verzichtet, es wird jedoch zu jedem Stichtag überprüft ob sich diese Sachverhalte geändert haben.

6.8 Vorräte

Das Vorratsvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Roh- und Handelswaren 57.636 48.744
Unfertige Erzeugnisse 0 61
Fertige Erzeugnisse 32.527 36.306
90.163 85.111

Soweit erforderlich, wurde der niedrigere Nettoveräußerungswert unter Berücksichtigung noch anfallender Vertriebs- und Herstellungskosten angesetzt. Die im Aufwand erfassten Wertminderungen auf Vorräte betragen TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 202). Der Buchwert der abgewerteten Vorräte beträgt TEUR 322 (Vorjahr: TEUR 345). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Wertberichtigungen aus dem Vorjahr von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 47) aufgelöst, da die entsprechenden Bestände noch verwertet bzw. veräußert werden konnten.

Ein geringer Teil des Vorratsbestands wird zu Festwerten bilanziert (TEUR 2.828; Vorjahr: TEUR 2.463).

6.9 Kurzfristige Ertragsteuerforderungen und Ertragsteuerverbindlichkeiten

Der Ausweis der Ertragsteuerforderungen von TEUR 1.181 (Vorjahr: TEUR 785) betrifft hauptsächlich Steuerüberzahlungen in Deutschland. Die ausgewiesenen Ertragsteuerverbindlichkeiten von TEUR 3.854 (Vorjahr: TEUR 2.857) betreffen erwartete Nachzahlungen in UK und Deutschland. Der Ausweis erfolgt jeweils zum Nennwert.

6.10 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Bilanzwert setzt sich folgendermaßen zusammen:

31.12.2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Lieferforderungen - brutto 78.283 75.121
Nachgelagerte Kundenkonditionen -1.230 -7.163
Wertberichtigungen gemäß IFRS 9 -163 -180
76.890 67.778

Die Wertberichtigungen inkl. Anwendung IFRS 9 entwickelten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt:

2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Stand 1. Januar 180 136
Verbrauch -51 -59
Auflösung -52 -29
Zuführung aus Vollabschreibung 85 82
Zuführung gem. IFRS 9 1 50
Stand 31. Dezember 163 180

Die Wertberichtigung aufgrund von IFRS 9 setzt sich wie folgt zusammen:

B2B Sektor Inland Buchwert

in TEUR
Erwarteter Verlust

in %
Wertberichtigung

in TEUR
Nicht überfällig 46.427 0,05% 23
0 - 30 Tage 10.067 0,10% 10
31 - 60 Tage 1.374 0,15% 2
61 - 90 Tage 393 0,20% 1
mehr als 90 Tage 2.149 0,25% 5
Summe 60.410 41
B2B Sektor Ausland Buchwert

in TEUR
Erwarteter Verlust

in %
Wertberichtigung

in TEUR
Nicht überfällig 3.950 0,05% 2
0 - 30 Tage 436 0,10% 1
31 - 60 Tage 61 0,15% 0
61 - 90 Tage 36 0,20% 0
mehr als 90 Tage 22 0,25% 0
Summe 4.505 3
B2C Sektor Inland Buchwert

in TEUR
Erwarteter Verlust

in %
Wertberichtigung

in TEUR
Nicht überfällig 4.876 0,10% 5
0 - 30 Tage -1 0,20% 0
31 - 60 Tage 219 0,30% 1
61 - 90 Tage 56 0,40% 0
mehr als 90 Tage 178 0,50% 1
Summe 5.328 7

6.11 Kurzfristige sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Der Bilanzwert setzt sich folgendermaßen zusammen:

31.12.2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Steuerforderungen (exklusive Ertragsteuern) 2.577 3.093
Forderungen gegen Lieferanten 1.070 1.010
Abgrenzungen 1.000 2.028
Übrige 6.562 2.833
11.209 8.964

6.12 Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte

Der Bilanzwert beinhaltet ausschließlich Derivate (TEUR 236, Vorjahr: TEUR 282).

6.13 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Der Bilanzausweis, der dem Finanzmittelfonds laut Kapitalflussrechnung entspricht, setzt sich folgendermaßen zusammen:

31.12.2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Kassenbestand 314 57
Guthaben bei Kreditinstituten 80.218 77.700
80.532 77.757

Im Berichtsjahr sind Zahlungsmittelabflüsse gemäß IFRS 16.53 (g) in Höhe von TEUR 14.468 entstanden.

6.14 Eigenkapital

Die Veränderungsrechnung des Konzern-Eigenkapitals ist als Anlage II.5 beigefügt.

Das Gezeichnete Kapital ist mit TEUR 8.500 im Handelsregister eingetragen und in voller Höhe eingezahlt. Bei einer Anzahl von 300.000 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Aktien besteht wie im Vorjahr ein rechnerischer Anteil von EUR 28,34 je Aktie. Gegenüber dem Vorjahr blieb das gezeichnete Kapital unverändert.

Das gezeichnete Kapital laut Konzernbilanz liegt um TEUR 721 (Vorjahr: TEUR 721) unter dem eingetragenen Kapital. Grund hierfür war eine Saldierung mit eigenen Anteilen, die zum Zeitpunkt der Umstellung auf IFRS im Jahr 2007 bestanden und später eingezogen wurden.

In der Rücklage für Fremdwährungsumrechnung werden die Unterschiede aus der Währungsumrechnung der englischen, kanadischen und amerikanischen Tochtergesellschaften erfasst.

In der Rücklage für Pensionen werden die Auswirkungen aus Zinssatzänderungen sowie der Änderung von Trendannahmen bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie die darauf entfallenden anteiligen latenten Steuern ausgewiesen.

Das Kapitalmanagement des apetito-Konzerns umfasst das gesamte bilanzielle Eigenkapital von TEUR 370.988 (Vorjahr: TEUR 335.073). Ziel des Kapitalmanagements ist es, eine ausreichende Kapitalausstattung des Konzerns sicherzustellen, um die Geschäftstätigkeit auszuüben und ggf. Akquisitionen tätigen zu können.

Der Konzern unterliegt keinen externen Kapitalanforderungen.

Das Management überprüft die Kapitalstruktur des Konzerns vierteljährlich anhand geeigneter Kennzahlen.

6.15 Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen aufgrund von Einzelzusagen an ehemalige und aktive Mitarbeiter, Vorstände und Geschäftsführer des apetito-Konzerns sowie für deren Hinterbliebene gebildet. Pensionsansprüche bestehen insbesondere für Führungskräfte einschließlich Vorständen und Geschäftsführern in Form von Einzelzusagen. Daneben wurden im Zuge von Unternehmenskäufen Pensionsverpflichtungen aus bestehenden Plänen übernommen. Bei ausländischen Konzerngesellschaften bestehen Pensionszusagen nur in geringem Umfang.

Für alle Mitarbeiter von Konzerngesellschaften in Deutschland besteht ein beitragsorientierter Plan im Rahmen der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung, in die der Arbeitgeber in Höhe des derzeit gültigen Beitragssatzes von 9,35 % (Arbeitgeber-Anteil) die rentenbeitragspflichtige Vergütung einzuzahlen hat. Ähnliche gesetzliche Verpflichtungen von untergeordneter Bedeutung bestehen in Frankreich, UK und Kanada. Die für diese Pläne geleisteten Beträge sind in der Erläuterung des Personalaufwands (Punkt 5.3) gesondert aufgeführt. Darüber hinaus bestehen in geringem Umfang defined contribution plans für einzelne Personen. Die Summe der Aufwendungen für diese Einzelzusagen ist für den Konzern von untergeordneter Bedeutung.

Die übrigen Versorgungssysteme innerhalb des Konzerns sind nahezu ausschließlich leistungsorientiert ("defined benefit plans").

Sämtliche Pläne sind nicht über Planvermögen finanziert. Da kein Planvermögen besteht, trägt der Konzern das Investitionsrisiko zur Bedienung der Pensionsansprüche. Weiterhin ist der Konzern durch die leistungsorientierten Pläne vor allem dem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Darüber hinaus besteht in geringerem Umfang ein Gehalts- sowie Langlebigkeitsrisiko.

Langlebigkeitsrisiko: Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus dem Plan wird auf Basis der bestmöglichen Schätzung der Sterbewahrscheinlichkeit der begünstigten Arbeitnehmer sowohl während des Arbeitsverhältnisses als auch nach dessen Beendigung ermittelt. Eine Zunahme der Lebenserwartung der begünstigten Arbeitnehmer führt zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit.

Zinsänderungsrisiko: Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus dem Plan wird unter Verwendung eines Abzinsungssatzes ermittelt, der auf der Grundlage erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen bestimmt wird. Ein Rückgang des Anleihezinssatzes führt zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit.

Gehaltsrisiko: Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus dem Plan wird - soweit dies jeweils vereinbart ist - auf Basis der zukünftigen Gehälter der begünstigten Arbeitnehmer ermittelt. Somit führen Gehaltserhöhungen der begünstigten Arbeitnehmer zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für die leistungsorientierte Altersversorgung erfolgt gemäß IAS 19 auf der Grundlage folgender versicherungsmathematischer Annahmen:

31.12.2019

%
Vorjahr

%
Rechnungszins 0,90 1,75
Gehaltstrend gemäß Zusage gemäß Zusage
Rententrend 2,00 2,00

Die versicherungsmathematischen Annahmen hinsichtlich der Lebenserwartung basieren auf den Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Im Geschäftsjahr entstanden folgende Aufwendungen für Pensionen:

2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Laufender Dienstzeitaufwand 133 136
Zinsaufwand 451 452
584 588

Die Pensionsrückstellungen in der Bilanz stimmen mit dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen überein und entwickelten sich wie folgt:

2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Rückstellung am 1. Januar 26.476 26.507
Zahlungen an Pensionäre -1.390 -1.354
Laufender Dienstzeitaufwand 133 136
Zinsaufwand 451 452
Versicherungsmathematische Verluste 3.136 735
Rückstellung am 31. Dezember 28.806 26.476

Die versicherungsmathematischen Verluste resultieren aus Änderungen der finanzmathematischen Annahmen sowie erfahrungsbedingten Anpassungen der übrigen versicherungsmathematischen Annahmen. Die kumulierten nach IAS 19.120 (c) erfassten versicherungsmathematischen Verluste belaufen sich auf TEUR 14.955 (Vorjahr: TEUR 11.819).

Die folgende Sensitivitätsanalyse in Form einer Szenarioanalyse zeigt, wie die leistungsorientierten Verpflichtungen durch mögliche Änderungen des Rechnungszinssatzes beeinflusst werden:

DBO 1)

TEUR
Current Service Cost

TEUR
Zinssatz ./. 1 %-Punkte 32.845 198
Zinssatz + 1 %-Punkte 25.521 124

1) DBO: "Defined Benefit Obligation". Versicherungsmathematischer Barwert der Ansprüche auf künftige Pensionsleistung.

Die Duration der Pensionsverpflichtung beträgt ca. 12 bis ca. 19 Jahre (Vorjahr: ca. 12 bis ca. 19 Jahre).

Für die nächste jährliche Berichtsperiode werden für die leistungsorientierten Pläne TEUR 408 (Vorjahr: TEUR 585) Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung, davon TEUR 155 (Vorjahr: TEUR 134) Dienstzeitaufwand und TEUR 253 (Vorjahr: TEUR 451) Zinsaufwand, erwartet. Weiterhin werden Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 1.421 (Vorjahr: TEUR 1.390) erwartet.

6.16 Finanzielle Verbindlichkeiten

Am 31. Dezember 2018 hatte der Konzern im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen, deren Laufzeit bis zu einem Jahr liegt, verschiedene Gegenstände des Sachanlagevermögens mit einem Buchwert von TEUR 1.966 geleast. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen wurden bis einschließlich 31. Dezember 2018 unter den Finanzverbindlichkeiten erfasst, jedoch im Zuge der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 zum 1. Januar 2019 umgegliedert und als Leasingverbindlichkeit ausgewiesen. Siehe Anhangangabe 4 zu weiteren Erläuterungen hinsichtlich der geänderten Bilanzierungsmethode für Leasingverhältnisse.

31. Dezember 2019 kurzfristig

TEUR
1-5 Jahre

TEUR
Summe

TEUR
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 4.756 13.069 17.825
31. Dezember 2018 kurzfristig

TEUR
1-5 Jahre

TEUR
Summe

TEUR
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 776 1.195 1.971

6.17 Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2019 31.12.2018
< 1 Jahr

TEUR
1-5 Jahre

TEUR
< 5 Jahre

TEUR
< 1 Jahr 1-5 Jahre

TEUR
< 5 Jahre

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Jubiläumszahlungen 24 326 344 87 241 317
Drohverluste 1.791 0 0 2.621 0 0
Übrige 524 117 0 468 264 0
2.339 443 344 3.176 505 317

Jubiläumszahlungen erfolgen in den deutschen Konzerngesellschaften bei 10-, 25- und 40-jähriger Betriebszugehörigkeit von Mitarbeitern. Bei den Jubiläumsrückstellungen wird der erwartete Zahlungsmittelabfluss des Folgejahres als kurzfristig ausgewiesen. Die Rückstellungen für drohende Verluste wurden für bereits abgeschlossene Liefer- und Abnahmeverpflichtungen gebildet, bei denen die Erlöse nicht die Selbstkosten decken.

Die Entwicklung der Rückstellungen im Geschäftsjahr ergibt sich wie folgt:

1.1.2019

TEUR
Zuführung

TEUR
Verbrauch

TEUR
31.12.2019

TEUR
Jubiläen 640 55 1 696
Drohende Verluste 2.621 121 951 1.791
Übrige 794 19 174 639
4.055 62 739 3.378

6.18 Kurzfristige sonstige Schulden und Abgrenzungen

Die kurzfristigen sonstigen Schulden und Abgrenzungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 10.982 7.139
Verbindlichkeiten gegenüber Personal 11.909 11.480
Verbindlichkeiten IFRS 16 4.756 -
Sozialversicherungsbeiträge 880 6
Lohnsteuer, Umsatzsteuer 1.402 1.670
Abgrenzungen 71 1.426
Übrige 5.548 6.145
35.548 27.866

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betreffen Boni und sonstige Rückvergütungen. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Personal werden ausstehende Lohn- und Gehaltszahlungen sowie Ansprüche aus Resturlaub, Boni, Tantiemen und Abfindungen ausgewiesen. Die Abgrenzungen wurden unter anderem für ausstehende Rechnungen gebildet.

7. Sonstige Angaben

7.1 Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten

Es bestehen keine nennenswerten Haftungsverhältnisse.

Zum Stichtag bestanden Eventualverbindlichkeiten aus Miet- und Vertragserfüllungsbürgschaften in Höhe von TEUR 556 (Vorjahr: TEUR 436). In der Vergangenheit ist die Gesellschaft aus derartigen Bürgschaften noch nicht in Anspruch genommen worden, so dass die Eintrittswahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme und ein damit verbundenes Risiko als sehr gering eingestuft werden.

7.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Miete

TEUR
Wartung, Dienstleistung

TEUR
Summe

TEUR
2020 1.557 2.819 4.376
2021 1.042 361 1.403
2022 769 131 900
2023 638 73 711
2024 117 0 117
4.123 3.384 7.507

Die Gesamtaufwendungen aus Mietverträgen beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf TEUR 7.537. Im Vorjahr wurden darüber hinaus in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen auch Leasingaufwendungen ausgewiesen. Die Gesamtaufwendungen aus Leasing und Mietverträgen betrugen im Vorjahr TEUR 13.417.

7. 3 Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Nahestehende Personen

Nahestehende Personen gemäß IAS 24 sind das Management in Schlüsselpositionen. Dies sind im apetito Konzern die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der apetito AG.

Mitglieder des Vorstands der apetito AG:

Jörg Baumgart, Dipl.-Ökonom, Spelle

(Vorstand Finanzen und IT)
Paul Freeston, BA DipM, Trowbridge/UK

(Vorstand Sonderprojekte)
Guido Hildebrandt, Dipl.-Ökonom, Düsseldorf

(Sprecher des Vorstands, Vorstand Vertrieb und Marketing)
Christian Kessy, Dipl. Ing. Verfahrenstechnik, Rheine

(Vorstand Einkauf, Produktion und Personal)

Mitglieder des Aufsichtsrats der apetito AG

Wolfgang Düsterberg, Dipl.-Betriebswirt, Rheine (Vorsitzender)
Karl Düsterberg, Rheine (Ehrenvorsitzender, verstorben am 14. Juli 2014)
Gerd Peskes, Wirtschaftsprüfer, Düsseldorf (stellvertretender Vorsitzender)
Michael Düsterberg, Rechtsanwalt, Essen (bis 05/2019)
Dr. Tobias Bürgers, München (ab 05/2019)
Thomas Hinderer, Vorstandsvorsitzender der Eckes-Granini Group, Talheim/Neckar
Hans-Günter Trockels, Geschäftsführer der Kuchenmeister GmbH, Soest
Christian Berner, Dipl.-Ökonom, Hamburg
Reinhard Tegeder, Angestellter, Rheine (Arbeitnehmervertreter)
José Martins, Angestellter, Rheine (Arbeitnehmervertreter)
Tom Tenggara, Angestellter, Trowbridge/UK (Arbeitnehmervertreter apetito Ltd., UK)

Sonstige nahestehende Unternehmen gemäß IAS 24

Die Schwestergesellschaft apetito catering B.V. & Co. KG, Rheine, ist gemäß den Vorschriften des IAS 24 als nahestehendes Unternehmen zu klassifizieren. Im Einzelnen bestanden folgende Beziehungen:

2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Umsatzerlöse 13.436 12.880
Sonstige Aufwendungen 156 198
Forderungen am Stichtag 1.425 1.326
Verbindlichkeiten am Stichtag 55 25

Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Geschäftsbeziehungen aus Lieferungen und Dienstleistungen.

Die apetito kids & schools GmbH, Rheine, ist als Gemeinschaftsunternehmen gemäß den Vorschriften des IAS 24 als nahestehendes Unternehmen zu klassifizieren. Im Einzelnen bestanden folgende Beziehungen:

2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Sonstige Erträge 336 321
Sonstige Aufwendungen 6.829 6.546
Verbindlichkeiten am Stichtag 1.342 1.484

Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Geschäftsbeziehungen aus Dienstleistungen.

Die Arcasa & apetito S.L., Espluguet/Spanien, ist als Gemeinschaftsunternehmen gemäß den Vorschriften des IAS 24 als nahestehendes Unternehmen zu klassifizieren. Im Einzelnen bestanden folgende Beziehungen:

2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Umsatzerlöse 3.527 2.836
Forderungen am Stichtag 1.087 615

Es handelt sich hierbei um Geschäftsbeziehungen aus Lieferungen.

apetito Leasing GmbH, Rheine

2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Umsatzerlöse 23 11
Zinserträge 16 9
Forderungen am Stichtag 1.320 1.314

Es handelt sich hierbei um Geschäftsbeziehungen aus Dienstleistungen.

Die Menüpartner GmbH, Berlin, ist gemäß den Vorschriften des IAS 24 als nahestehendes Unternehmen zu klassifizieren. Im Einzelnen bestanden folgende Beziehungen:

2019

TEUR
Vorjahr

TEUR
Umsatzerlöse 3.101 2.405
Sonstige Aufwendungen 274 211
Forderungen am Stichtag 288 827
Verbindlichkeiten am Stichtag 56 28
Rückstellungen 203 14

Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Geschäftsbeziehungen aus Lieferungen und Dienstleistungen. Darüber hinaus hat die apetito AG einen Kundenstamm von der Menüpartner GmbH übernommen.

7. 4 . Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat

(a) kurzfristig fällige Leistungen:

Die Gesamtbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder aus Festgehalt, Nebenleistungen und kurzfristiger erfolgsabhängiger Tantieme belaufen sich für das Geschäftsjahr 2019 auf TEUR 2.168 (Vorjahr: TEUR 2.000).

(b) Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses:

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber aktiven Vorstandsmitgliedern sind im Konzernabschluss TEUR 1.012 (Vorjahr: TEUR 740) zurückgestellt.

(c) Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses:

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsleitung der apetito Karl Düsterberg KG sowie Vorstandsmitgliedern sind im Jahresabschluss TEUR14.207 (Vorjahr: TEUR 13.589) zurückgestellt. Die laufenden Bezüge dieses Personenkreises betrugen im Geschäftsjahr 2018 TEUR 896 (Vorjahr: TEUR 756).

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr TEUR 724 (Vorjahr: TEUR 707).

7. 5 . Finanzinstrumente

Zum 31. Dezember 2019 in folgender Zusammensetzung

Finanzielle Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert

TEUR
Erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert *)

TEUR
Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten

TEUR
Summe

TEUR
Außerhalb des Anwendungsbereichs des IFRS 9

TEUR
Buchwert lt. Bilanz

TEUR
Finanzanlagen 53 0 53 53 0 53
Langfristige sonstige Vermögenswerte 4.327 0 4.327 4.327 0 4.327
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 76.890 0 76.890 76.890 0 76.890
Kurzfristige sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 11.445 236 4.647 4.883 6.562 11.445
Zahlungsmittelbestand 80.532 80.532
SUMME 173.247 236 85.917 86.153 6.562 173.247
Finanzielle Schulden Beizulegender Zeitwert

TEUR
Erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert *)

TEUR
Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten

TEUR
Summe

TEUR
Außerhalb des Anwendungsbereichs des IFRS 9

TEUR
Buchwert lt. Bilanz

TEUR
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 13.069 0 0 0 13.069 13.069
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 6.360 0 0 0 6.360 6.360
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 56.153 56.153 0 56.153 0 56.153
Kurzfristige sonstige Schulden und Abgrenzungen 0 0 0 0 35.548 35.548
SUMME 75.582 56.153 0 56.153 54.977 111.130

*) Freistehende Derivate

Zum 31. Dezember 2018 in folgender Zusammensetzung:

Finanzielle Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert

TEUR
Erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert *)

TEUR
Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten

TEUR
Summe

TEUR
Außerhalb des Anwendungsbereichs des IFRS 9

TEUR
Buchwert lt. Bilanz

TEUR
Finanzanlagen 29 0 29 29 0 29
Langfristige sonstige Vermögenswerte 5.445 0 5.445 5.445 0 5.445
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 67.778 0 67.778 67.778 0 67.778
Kurzfristige sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 9.246 282 6.256 6.538 2.779 9.246
Zahlungsmittelbestand 77.757 0 0 77.757 0 77.757
SUMME 160.255 282 79.508 157.547 2.770 160.255
Finanzielle Schulden Beizulegender Zeitwert

TEUR
Erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert **)

TEUR
Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten

TEUR
Summe

TEUR
Außerhalb des Anwendungsbereichs des IFRS 9

TEUR
Buchwert lt. Bilanz

TEUR
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.195 0 0 0 1.195 1.195
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 776 0 0 0 776 776
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54.981 54.981 0 54.981 0 54.981
Kurzfristige sonstige Schulden und Abgrenzungen 0 0 0 0 27.866 27.866
SUMME 56.952 54.981 0 54.981 29.837 84.818

*) Freistehende Derivate

Die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten der Kategorie ausgereichte Kredite und Forderungen betreffen im Wesentlichen die erfolgswirksamen Veränderungen der Wertberichtigungen von TEUR 163 (Vorjahr: TEUR 179). Alle übrigen Nettogewinne und -verluste sind von untergeordneter Bedeutung.

Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen in etwa ihren Buchwerten. Auch bei den übrigen Finanzinstrumenten entsprechen die beizulegenden Zeitwerte in etwa den Buchwerten.

Kreditrisiko: Zur Vermeidung von Zahlungsausfällen werden Kreditauskünfte und historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung herangezogen. Für erkennbare Einzelrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für deren Bewertung wurden als Bewertungsfaktoren der Zeitraum der Überfälligkeit der Forderung, das Zahlungsverhalten des Kunden sowie sonstige Bonitätsindikatoren verwendet. Zusätzlich werden im Produktgeschäft Teile des Ausfallrisikos über Warenkreditversicherungen abgedeckt. Die liquiden Mittel werden bei Großbanken angelegt. Ein signifikantes Ausfallrisiko besteht nicht. Zum Stichtag waren Forderungen gegen Kunden von insgesamt TEUR 14.989 (Vorjahr: TEUR 11.127) überfällig. Der überwiegende Teil dieser Forderungen ist weniger als 30 Tage überfällig und wird daher als voll werthaltig angesehen. Der Buchwert der ausgewiesenen Forderungen spiegelt das maximale Ausfallrisiko in etwa wider. Gegen den größten Einzelkunden des Konzerns bestehen Forderungen von TEUR 4.121 (Vorjahr: TEUR 4.006).

Zinsrisiko: Der Konzern hält verzinsliche Vermögenswerte. Die Größenordnung der daraus resultierenden Zinserträge ist für Jahresgewinn und -Cashflow nicht von wesentlicher Bedeutung. Insofern sind Änderungen des Marktzinses unwesentlich. Kurzfristige Kontokorrentkredite werden nur vereinzelt in Anspruch genommen, so dass kein wesentliches Risiko aufgrund von Zinssteigerungen besteht. Eine angenommene Zinssatzänderung von +/-50 Basispunkten würde etwa zu einem Ergebniseffekt von +/- TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 25) führen. Bilanzielle Eigenkapitaleffekte entstehen hieraus nicht.

Fremdwährungsrisiko: Auf der Absatzseite konzentriert sich die Geschäftstätigkeit des apetito-Konzerns ganz überwiegend auf den Euro-Raum sowie Großbritannien. Auf der Einkaufsseite werden Lieferungen hauptsächlich aus der Euro-Zone sowie aus Übersee auf Dollarbasis bezogen. Fremdwährungsrisiken sind sowohl auf der Absatz- wie auf der Beschaffungsseite als gering einzuschätzen. Eine Schwankung des USD-Kurses gegenüber dem Euro um +/-10 % würde aufgrund der sehr geringen Fremdwährungsverbindlichkeiten zu keinem nennenswerten Ergebniseffekt führen. Es ergeben sich keine bilanziellen Eigenkapitaleffekte. Dennoch sichern wir unsere geplanten Einkäufe in USD zu einem großen Teil mit Devisentermingeschäften ab. In den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten sind positive Marktwerte aus diesen Geschäften von TEUR 236 (Vorjahr: TEUR 282) aktiviert. Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der Devisentermingeschäfte beträgt TEUR -1.463 (Vorjahr: TEUR -1.004) und wird in den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte werden auf Basis der Marktbedingungen zum Bilanzstichtag anhand beobachtbarer Marktpreise (Inputfaktoren der Stufe 2) bestimmt.

Liquiditätsrisiko: Im apetito-Konzern werden kurz-, mittel- und langfristige Cashflow-Planungsrechnungen erstellt. Darüber hinaus erfolgen unterjährig Prognoserechnungen für das laufende Geschäftsjahr. Die erwarteten Liquiditätsabflüsse aus bestehenden Schulden setzen sich wie folgt zusammen:

Buchwert Zahlungsbetrag
31.12.2019

TEUR
2020

TEUR
2021-2024

TEUR
ab 2025

TEUR
--- --- --- --- ---
Finanzschulden 19.429 6.360 8.171 0
Lieferverbindlichkeiten 56.153 56.153 0 0
Übrige 35.548 35.548 0 0
111.130 98.061 8.171 0

Im Vorjahr bestanden folgende erwartete Liquiditätsabflüsse aus Schulden:

Buchwert Zahlungsbetrag
31.12.2018

TEUR
2019

TEUR
2020-2023

TEUR
ab 2024

TEUR
--- --- --- --- ---
Finanzschulden 1.971 776 1.195 0
Lieferverbindlichkeiten 54.981 54.981 0 0
Übrige 29.412 29.412 0 0
86.364 85.169 1.195 0

Als Liquiditätsreserve bestehen zudem offene Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 21,5 (Vorjahr: Mio. EUR 21,5).

7. 6 Mitteilungspflichten nach § 20 AktG

Aktionäre der apetito AG, die interessenmäßig durch einen Stimmbindungs- und Poolvertrag verbunden sind, haben der Gesellschaft vorsorglich eine Mitteilung nach § 20 Abs. 1 AktG gemacht.

Die Aktien stehen im jeweiligen Alleineigentum der Aktionäre.

7. 7 Honorar des Abschlussprüfers

Im vorliegenden Konzernabschluss sind Aufwendungen für Abschlussprüfung i.H.v. 172 TEUR (Vorjahr: TEUR 173), Steuerberatungsleistungen i.H.v. TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 48) und sonstige Beratungsleistungen des Abschlussprüfers i.H.v. TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 8) erfasst.

7. 8 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die seit Mitte März 2020 verstärkt auftretende Covid-19-Pandemie hat voraussichtlich einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, der aktuell noch nicht quantifizierbar ist. Darüber hinaus liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt wurden, vor.

7. 9 Genehmigung des Abschlusses

Am 25. März 2020 hat der Vorstand der apetito AG den Konzernabschluss zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.

7.10 Gewinnverwendung der apetito AG

Der Vorstand der apetito AG schlägt vor, aus dem aufgelaufenen Bilanzgewinn von EUR 242.871.676,22 der apetito AG eine Dividende von EUR 11.700.000,00 (EUR 39,00 pro Aktie) auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Rheine, den 25. März 2020

Der Vorstand

Guido Hildebrandt

Paul Freeston

Jörg Baumgart

Christian Kessy

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2019

Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Quote Eigenkapital

TEUR
Ergebnis 2019

TEUR
1. apetito kids & schools GmbH, Rheine 50 % 983 105
2. Hansa activita GmbH in Liquidation, Rheine 100 % 256 0 1)
3. Petito's Bistro Gastronomie GmbH, Rheine 100 % 51 0 1)
4. New Business GmbH, Rheine (vormals: apetito New Business) 100 % 250 0 1)
5. Menülogistik GmbH, Rheine 100 % 113 0 1)
6. apetito convenience AG & Co. KG, Rheine 100 % 1.739 -1.994
7. apetito convenience Verwaltungsgesellschaft mbH, Rheine 100 % 159 0
8. hansa Tiefkühlmenü GmbH, Hilter 100 % 30 0 1)
9. Menü-Variant GmbH, Hilter 100 % 43 0 1)
10. apetito B.V., Den Haag/Niederlande 100 % 7.896 113 3)
11. apetito (UK) Holdings Ltd., Trowbridge/Großbritannien 100 % 18.311 0 2),3),4)
12. apetito Ltd., Trowbridge/Großbritannien 100 % 67.774 9.639 2),3),5)
13. Bonfait B.V., Denekamp/Niederlande 100 % 13.084 791 3)
14. apetito Canada Holdings Ltd., Whitehorse/Kanada 100 % 14.769 -291 2),3)
15. apetito Canada Ltd., Brampton/Kanada 100 % -4.696 606 2),3)
16. Heart to Home meals Inc., Brampton/Kanada (vormals: Copper County Foods Inc.) 100 % -2.020 -94 2),3)
17. Copper Creek Farms Ltd., Brampton/Kanada 100 % -187 0 2),3)
18. COSTA Meeresspezialitäten GmbH & Co. KG, Emden 100 % 11.550 3.861
19. COSTA Meeresspezialitäten Verwaltungsgesellschaft mbH, Emden 100 % 110 4
20. Costa France SAS, Paris 100 % 123 18 3)
21. FFT Frozen Food Trading GmbH in Liquidation, Emden 100 % 57 0
22. Arcasa & apetito S.L., Barcelona/Spanien 50 % 313 -107 3)
23. apetito convenience Treuhand GmbH, Rheine 100% 25 0
24. apetito Österreich GmbH, Böheimkirchen/Österreich 100% 280 -286 3)
25. Mealshop Ltd., Wellingborough 100% 1.526 69 2)3)
26. WFF Crief Ltd., Pertshire/Großbritannien 100% 1.758 140 2)3)
27. WFF Bournemouth Ltd., Trowbridge/Großbritannien 100% 1.330 26 2)3)
28. apetito Leasing GmbH, Rheine (vormals: apetito service GmbH) 50% 52 -6
29. apetito Seedhouse GmbH, Rheine 100% 48 1
30. Ultimate Food Holdings Inc., Atlanta/USA 100% 9 -14 2)3)
31. US Food Holdings LLC, Atlanta/USA 100% 21 0 2)3)
32. Food International Holdings LLC, Atlanta/USA 100% -2 -2 2)3)
33. HTHM Franchising LLC, Atlanta/USA 100% 1 -2 2)3)
34. HTHM Operations LLC, Atlanta/USA 100% -977 -999 2)3)
35. HTHM Supply LLC, Atlanta/USA 100% 5 4 2)3)
36. apetito HFS Ltd., Ottawa/Kanada 100% 11.502 -284 2)3)

1) Ergebnisabführungsverträge mit apetito AG oder apetito convenience AG & Co. KG

2) Eigenkapital zu Stichtagskursen, Ergebnis zu Durchschnittskursen

3) Ergebnis gemäß IFRS

4) Vom Jahresergebnis wurden TGBP 10.000 vorab an die apetito AG ausgeschüttet und sind im Jahresergebnis der apetito AG enthalten.

5) Vom Jahresergebnis wurden umgerechnet TGBP 10.000 an die apetito (UK) Holdings Ltd. ausgeschüttet und sind in deren Jahresergebnis enthalten.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2019

T€
Zugänge bei erstmaliger Anwendung von IFRS 16

T€
angepasster Stand zum 01.01.2019

T€
Zugang

T€
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 19.740 0 19.740 3.223
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.655 0 3.655 438
3. Kundenstamm 9.477 0 9.477 1.391
4. Geleistete Anzahlungen 704 0 704 1.445
5. Nutzugsrechte 0 2.461 2.461 0
33.576 2.461 36.037 6.496
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 138.438 0 138.438 13.484
2. Sonstige Sachanlagen 255.245 0 255.245 25.560
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.054 0 6.054 4.241
4. Nutzugsrechte 0 26.901 26.901 7.880
399.737 26.901 426.638 51.165
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 765 0 765 126
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 29 0 29 25
794 0 794 151
434.106 29.362 463.468 57.812
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Abgang

T€
Umbuchungen

T€
Währungsumrechnung

T€
31.12.2019

T€
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 670 563 181 23.038
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 4.093
3. Kundenstamm 496 0 330 10.701
4. Geleistete Anzahlungen 0 -270 17 1.896
5. Nutzugsrechte 0 0 0 2.461
1.166 293 528 42.188
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20 1.163 619 153.683
2. Sonstige Sachanlagen 9.739 2.920 2.501 276.486
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.496 -3.678 142 5.263
4. Nutzugsrechte 1.069 0 236 33.948
12.324 405 3.498 469.381
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -28 0 0 918
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 53
-28 0 0 972
13.463 698 4.026 512.541
Abschreibungen
01.01.2019

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Zugang

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Abgang

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Umbuchungen

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Währungsumrechnung

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31.12.2019

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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 11.451 2.643 445 80 13.729
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 0 0
3. Kundenstamm 2.851 107 0 -74 15 2.899
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
5. Nutzugsrechte 0 1.007 0 0 0 1.007
14.302 3.757 445 -74 95 17.635
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 59.102 3.448 20 0 259 62.789
2. Sonstige Sachanlagen 148.215 16.612 5.251 1 1.787 161.364
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
4. Nutzugsrechte 2.810 7.246 0 0 230 10.286
209.969 27.306 5.271 1 2.277 234.439
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 74 0 0 0 0 74
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0 0
74 0 0 0 0 74
224.344 31.063 5.717 -73 2.372 252.147
Restbuchwerte
31.12.2019

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31.12.2018

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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 9.309 8.289
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.093 3.655
3. Kundenstamm 7.802 6.626
4. Geleistete Anzahlungen 1.896 704
5. Nutzugsrechte 1.454 0
24.553 19.274
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 90.894 79.336
2. Sonstige Sachanlagen 110.289 107.030
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.263 6.054
4. Nutzugsrechte 23.662 1.786
230.109 194.207
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 845 691
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 53 29
898 720
255.560 214.200
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2018

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angepasster Stand zum 01.01.2018

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Zugang

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Abgang

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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 17.574 17.574 1.731 431
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.655 3.655 0 0
3. Kundenstamm 10.319 10.319 398 1.190
4. Geleistete Anzahlungen 2.220 2.220 248 0
33.768 33.768 2.376 1.622
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 123.794 123.794 9.225 116
2. Sonstige Sachanlagen 230.622 230.622 28.282 10.249
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.474 8.474 9.333 0
362.891 362.891 46.841 10.365
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 696 696 69 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3 3 26 0
699 699 94 0
397.358 397.358 49.311 11.986
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Umbuchungen

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Währungsumrechnung

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31.12.2018

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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 888 -21 19.740
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 3.655
3. Kundenstamm 11 -61 9.477
4. Geleistete Anzahlungen -1.760 -4 704
-861 -86 33.576
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.671 -137 138.438
2. Sonstige Sachanlagen 6.910 -480 255.086
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -11.720 -33 6.054
861 -649 399.578
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 765
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 29
0 0 794
0 -735 433.947
Abschreibungen
01.01.2018

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Zugang

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Abgang

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Umbuchungen

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Währungsumrechnung

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31.12.2018

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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 9.775 2.110 430 0 -11 11.451
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 0 0
3. Kundenstamm 2.714 202 76 0 -3 2.851
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
12.489 2.312 506 0 -13 14.302
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 56.358 2.889 70 0 -76 59.102
2. Sonstige Sachanlagen 142.352 15.899 6.994 0 -389 150.867
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
198.709 18.788 7.064 0 -464 209.969
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 74 0 0 0 0 74
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0 0
74 0 0 0 0 74
211.272 21.100 7.570 0 -478 224.344
Restbuchwerte
31.12.2018

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31.12.2017

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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 8.289 7.799
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.655 3.655
3. Kundenstamm 6.626 7.605
4. Geleistete Anzahlungen 704 2.220
19.274 21.279
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 79.336 67.436
2. Sonstige Sachanlagen 104.219 88.271
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.054 8.474
189.609 164.181
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 691 623
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 29 3
720 626
209.603 186.086

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die apetito Aktiengesellschaft, Rheine

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der apetito Aktiengesellschaft, Rheine, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der apetito AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht – ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen –, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Osnabrück, den 25. März 2020

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Achim Lienau, Wirtschaftsprüfer

ppa. Elisabeth Greve, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei apetito haben wir ein sehr klares Verständnis unseres Geschäftes, das gleichzeitig ein gesellschaftlicher Auftrag und unser Anspruch ist: Wir bieten jeden Tag Menschen in den verschiedensten Lebenssituationen ein gutes Essen. Ob klein oder groß, ob in Deutschland, in Großbritannien oder in den Niederlanden, ob in Unternehmen oder im Supermarkt, ob krank oder gesund, ob Fleisch-Fan oder Veganer. Das, was wir tun, ist etwas grundlegend Sinnvolles. In Zeiten des Coronavirus sind damit besondere Herausforderungen verbunden. Insbesondere gilt das für alte Menschen zuhause, die über Essen auf Rädern-Dienste versorgt werden. Besondere Sorgfalt ist gefragt, um Risiken zu vermeiden. Doch gerade in diesen Krisenzeiten durften wir erleben, dass die Werte, die uns und unsere Kultur seit Jahren auszeichnen, tatsächlich gelebt werden. Zusammenhalt, Solidarität und ein partnerschaftliches Miteinander sind erlebbar - und deshalb macht es Freude und spornt uns an, einfach immer besser zu sein.

Die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat der apetito AG verlief auch im vergangenen Jahr 2019 konstruktiv und vertrauensvoll. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand im abgelaufenen Geschäftsjahr gemäß den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Der Aufsichtsrat wurde dabei durch regelmäßige schriftliche und mündliche Berichte des Vorstandes umfassend über den Gang der Geschäfte und der laufenden Investitionsvorhaben an den Produktionsstandorten sowie über die Lage und Entwicklung des Unternehmens, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik unterrichtet und war in alle wesentlichen Entscheidungen des Vorstandes eingebunden.

In vier Sitzungen, davon je eine pro Quartal, wurden alle wichtigen Vorgänge eingehend mit dem Vorstand erörtert. Darüber hinaus haben mehrere Ausschuss-Sitzungen stattgefunden. Der Aufsichtsrat ließ sich regelmäßig durch Quartalsberichte zeitnah über die wesentlichen Kennzahlen des Unternehmens informieren.

Zustimmungspflichtigen Geschäften und Maßnahmen hat der Aufsichtsrat nach entsprechender Überprüfung seine Zustimmung erteilt.

Im Berichtszeitraum hat sich eine Änderung in der Zusammensetzung des Aufsichtsrates ergeben: Herr Michael Düsterberg ist zum Ende der Hauptversammlung vom 7. Mai 2019 als Mitglied des Aufsichtsrates ausgeschieden. Für ihn wurde Herr Dr. Tobias Bürgers am 7. Mai 2019 von der Hauptversammlung gemäß § 101 AktG zum neuen Mitglied des Aufsichtsrates gewählt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der apetito AG sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 wurden von der vom Aufsichtsrat beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG, Osnabrück, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer hat an der Aufsichtsratssitzung vom 15. Juli 2020, in der über die Feststellung des Jahresabschlusses 2019 zu beschließen war, teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und Lagebericht der apetito AG sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht geprüft und sich mit ihrem Inhalt sowie mit dem Bericht des Abschlussprüfers einverstanden erklärt. Nach abschließendem Ergebnis dieser Prüfung sind Einwände nicht zu erheben.

Dem vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss 2019 der apetito AG stimmt der Aufsichtsrat zu, so dass er nach § 172 AktG festgestellt ist. Dem Konzernabschluss stimmt der Aufsichtsrat ebenfalls zu.

Dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns 2019 schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die im Jahr 2019 geleistete erfolgreiche Arbeit.

Rheine, 15. Juli 2020

Der Aufsichtsrat

Wolfgang Düsterberg, Vorsitzender

Auszug aus dem Protokoll der Ordentlichen Hauptversammlung der apetito AG

Punkt 3 der Tagesordnung:

Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns der apetito Aktiengesellschaft zur Ausschüttung einer Dividende

Der Vorsitzende stellte den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Abstimmung, der lautet:

Aus dem Bilanzgewinn der apetito AG von 242.871.676,22 EUR wird eine Dividende von 39,00 € pro Aktie, in Summe € 11.700.000,00 EUR, ausgeschüttet, und der verbleibende Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Die Abstimmung ergab: einstimmige Annahme ohne Stimmenthaltung

Der Vorsitzende gab das Ergebnis der Abstimmung bekannt, stellte den Beschluss fest und verkündete ihn.