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Apetit Oyj Management Reports 2018

Dec 18, 2019

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Management Reports

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Publication

apetito Aktiengesellschaft

Rheine

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Konzernlagebericht 2018

Grundlagen des apetito Konzerns

Geschäftsmodell des apetito Konzerns

Geschäftsbereiche und Produkte

Die Basis für die Geschäftstätigkeit des apetito Konzerns bilden die Gemeinschafts- und Individualverpflegung (Systemgeschäft) und das Retailgeschäft. Das Familienunternehmen apetito betreibt sein Geschäft international in verschiedenen Ländergesellschaften in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Kanada, Spanien, Österreich und Frankreich.

Gemeinschafts- und Individualverpflegung (Systemgeschäft)

In allen internationalen Gesellschaften erhalten Kindertagesstätten, Schulen, Unternehmen, Kliniken, Senioreneinrichtungen und "Essen auf Rädern"-Mahlzeitendienste von apetito spezifische Verpflegungslösungen in Form von Tiefkühlprodukten und -systemen. Auch Endkunden werden von apetito beliefert - direkt nach Hause, konventionell oder über Onlineshops bei apetito bestellt.

Retailgeschäft

Das Tochterunternehmen COSTA Meeresspezialitäten GmbH & Co. KG bietet im deutschen Lebensmitteleinzelhandel als führender Anbieter Meeresfrüchte, Fisch und Fischfilets sowie Fischgerichte an. In Frankreich agiert die COSTA France SAS mit Sitz in Paris als Vertriebsgesellschaft.

Die apetito convenience AG & Co. KG entwickelt in Deutschland vor allem Angebote für die Eigenmarken des Handels. Zudem bietet sie Produkte für den Fachgroßhandel, die Systemgastronomie und für Heimdienste an. Die niederländische Bonfait B.V. ist mit gekühlten Gerichten für den Lebensmitteleinzel- und -großhandel erfolgreich.

Standorte

Der Hauptsitz des apetito Konzerns liegt in Rheine, Deutschland. Weitere Standorte befinden sich in Emden und Hilter (Deutschland) sowie in Denekamp (Niederlande), Trowbridge (Großbritannien), Toronto (Kanada), Barcelona (Spanien), Wien (Österreich) und Paris (Frankreich).

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft verzeichnete 2018 im Vergleich zum Vorjahr ein leicht schwächeres Wachstum. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,7 Prozent, womit es 0,1 Prozentpunkt unter Vorjahresniveau liegt. Für 2019 prognostiziert der IWF eine um 0,2 Prozentpunkte geringeres Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent. 1 Begründet wird die gesunkene Wachstumserwartung vor allem mit aktuellen Handelskonflikten, dem noch unklaren Brexit und einem schwächeren Wirtschaftswachstum in China. 2

Der Optimismus, der noch im letzten Jahr die Erwartungen an das Wirtschaftswachstum in der Eurozone geprägt hat, ist getrübt. Für 2019 rechnet der IWF mit einem im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte geringeren Wachstum von 1,6 Prozent. Die EU-weite Erwerbstätigenquote entwickelte sich dagegen positiv auf 72,2 Prozent (Stand Januar 2019). 3

Die britische Konjunktur ist weiterhin von den Unsicherheiten rund um den bevorstehenden Brexit geschwächt: Der IWF rechnet für 2018 mit einem Wachstum von 1,4 Prozent für das Vereinigte Königreich. Für das Jahr 2019 wird mit einem um 0,1 Prozentpunkt stärkerem Wachstum von 1,5 Prozent gerechnet. Hierbei geht der IWF von einem Verhandlungsergebnis für den Brexit in 2019 aus. 4 In Spanien wuchs das reale BIP geschätzt um rund 2,8 Prozent 5 , in den Niederlanden um rund 3,2 Prozent 6 , was einer leichten Steigerung gegenüber 2017 entspricht. In Österreich wuchs das BIP mit 2,7 Prozent 7 und auch in Kanada stieg es mit gut 2 Prozent an 8 .

In Deutschland war die konjunkturelle Lage in 2018 zum neunten Jahr infolge von einem Wachstum gekennzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr fiel dieses mit 1,5 Prozent rund 0,7 Prozentpunkte geringer aus. 9 Das Wachstum wurde in 2018 vor allem durch den privaten Konsum gestützt. Zusätzlich haben sich gestiegene Investitionen von Unternehmen, der Bauboom und Konsumausgaben des Staates positiv auf das Wirtschaftswachstum ausgewirkt. 10 Die Prognose der IWF für das deutsche Wirtschaftswachstum 2019 beläuft sich auf 1,3 Prozent. 11 Als Gründe nennt der IWF vor allem die Dieselkriese der deutschen Automobilhersteller, Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Brexit und die - gesamt Europa betreffende - Haushaltsschieflage in Italien. 12

Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt wird erneut durch einen Höchststand bei der Zahl der Erwerbstätigen geprägt. Die Zahl der Erwerbstätigen lag 2018 rund 1,3 Prozent höher als im Vorjahr. Somit wurde die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahresdurchschnitt von knapp 44,8 Mio. Erwerbstätigen erbracht, das ist der höchste Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Eine höhere Erwerbsbeteiligung sowie die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland konnten altersbedingte demografische Effekte ausgleichen. 13

Die deutsche Wirtschaft startet damit grundsätzlich positiv in das Jahr 2019, Ökonomen rechnen jedoch mit einem deutlich verlangsamten Wachstum der Wirtschaftsleistung. Der IWF geht von einem um 0,6 Prozentpunkte geringeren Wachstum aus. Dies ist international einer der größten Rückschläge im Vergleich mit den entwickelten Volkswirtschaften 14 Entsprechend ist die Stimmung in deutschen Chefetagen zum Jahresbeginn 2019 verhalten: Das Münchner ifo-Institut teilte mit, dass der Geschäftsklimaindex im Dezember 2018 auf 101 Punkte sank. 15

Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2018 um 1,9 Prozent und liegt damit über Vorjahresniveau (1,8 Prozent). Die Preise für Nahrungsmittel stiegen um 1 Prozent. Im Einzelnen gab es im Nahrungsmittelsektor unterschiedliche Preisentwicklungen: Während der Index für Gemüse (8,1 Prozent) stark anstieg, sanken die Preise für Obst (-5,1 Prozent) im gleichen Zeitraum. 16

Branchenspezifische Rahmenbedingungen in Deutschland

Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) geht davon aus, dass die deutsche Ernährungsindustrie 2018 einen Branchenumsatz in Höhe von 180,0 Mrd. Euro erzielen wird. Das entspricht einer Steigerung von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert. Damit stabilisierte sich die Branchenkonjunktur nach einem sehr guten Jahr in 2017 auf hohem Niveau, entsprechend der Entwicklung der Gesamtkonjunktur. 17

Im Jahr 2018 nahm die Beliebtheit von Tiefkühlkost (TK) erneut weiter zu. Das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) berichtet, dass der Pro-Kopf-Verbrauch von Tiefkühlprodukten in Deutschland um 0,4 Prozent von 46,3 kg im Jahr 2017 auf 46,5 kg im Jahr 2018 anstieg. 18 Dies führte auch dazu dass der Gesamtmarkt für Tiefkühlkost inklusive Speiseeis 2018 im Umsatzvolumen um ca. 2,2 Prozent gewachsen ist. Treiber für dieses Wachstum war vor allem, bedingt durch den heißen Sommer, die Kategorie Speiseeis (Umsatzplus 13,4 Prozent). Auch Kartoffelprodukte (Umsatzplus 6%), TK-Fertiggerichte (Umsatzplus 3 Prozent) und TK-Obst (Umsatzplus 2,6 Prozent) konnten gegenüber dem Vorjahr wachsen. Mit der Ausnahme der Kategorie Speiseeis wuchsen die Handelsmarken in den genannten Kategorien regelmäßig stärker als Markenprodukte. TK-Pizza konnte im Jahr 2018 nur leicht wachsen (Umsatzplus 0,7 Prozent). TK-Backwaren wiesen kein Wachstum auf, TK-Gemüse hat in 2018 gegenüber dem Vorjahr um rund 2,7 Prozent verloren. 19

Geschäftsverlauf

Die Geschäftsaktivitäten des apetito Konzerns waren insgesamt erfolgreich, in allen Märkten wurden steigende Umsätze verzeichnet. So entwickelte sich die apetito AG im deutschen Systemgeschäft erfreulich: Die wesentlichen Märkte sowohl in der Gemeinschafts- als auch in der Individualverpflegung verzeichneten Zuwächse. Auch die britische Konzerngesellschaft apetito Ltd. verbesserte ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. In Kanada wurde insbesondere der Ausbau des Franchisegeschäfts erfolgreich fortgesetzt. iIn den Niederlanden lagen die Erlöse der apetito B.V. über Vorjahresniveau. Auch die Gesellschaft apetito Österreich verzeichnete im Berichtsjahr eine leicht positive Entwicklung. Das Joint Venture mit dem spanischen Cateringunternehmen ARCASA konnte seine Umsatzerlöse erneut deutlich steigern.

Im Retailgeschäft verzeichnete die COSTA Meeresspezialitäten GmbH & Co. KG erneut ein Umsatzplus. Auch konnte COSTA positive Nielsen Marktdaten vermelden: Die Marke konnte ihre Marktführerschaft in Deutschland in den drei Segmenten tiefgekühlte Fischfilets, Schalen- und Krustentiere sowie Weichtiere bestätigen und ausbauen. In Frankreich ist die Marke COSTA Markenmarktführer bei Crevetten und Muscheln. 20 Die apetito convenience AG & Co. KG erzielte im Berichtsjahr ein solides Umsatzplus; wiederholt entwickelte sich die niederländische Bonfait B.V. sehr erfolgreich.

Forschung und Entwicklung

Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat der apetito Konzern insgesamt 4,7 Mio. Euro für Forschung und Entwicklung aufgewendet, um für die verschiedenen System- und Retailmärkte passende Produktkonzepte zu entwickeln und Sortimente und Serviceangebote dem aktuellen Bedarf anzupassen. Internationale Fachkräfte, darunter Köche, Systementwickler und Lebensmitteltechnologen, geben in den Entwicklungsbereichen immer wieder innovative Impulse für die verschiedenen apetito Märkte. Bewährte Praxis ist ein kontinuierlicher fachlicher Austausch unserer internationalen Experten zu aktuellem Ernährungs-Know-how, von dem apetito vor allem im Bereich der Spezialernährung für Senioren profitiert. In den kommenden Jahren ist geplant, im apetito Konzern den Ausbau moderner Koch- und Produktionstechnologien stärker in den Fokus zu rücken.

Digitalisierung

Der Ausbau der Digitalisierung wurde im apetito Konzern auch im zurückliegenden Jahr weiter vorangetrieben. Experten für digitale Technologien und Online-Anwendungen arbeiteten an zukunftsgerichteten Lösungen für die verschiedenen Kundengruppen. Apps, Onlineshops und neue Software-Tools bieten einen vereinfachten Zugang zu unseren Angeboten und damit einen konkreten Nutzen für die Kunden. Videos geben Einblick in Prozessabläufe und erklären unsere Systeme. Letztlich geht es bei allen Digitalisierungsideen darum, unsere Services und Dienstleistungen in Summe noch attraktiver zu gestalten und innovative, trendgerechte Angebote zur Verfügung zu stellen. Im Berichtsjahr investierten die Gesellschaften des apetito Konzerns insgesamt 5,4 Mio. Euro für Digitalisierungsprojekte.

Care-Märkte

Was, wo und wie Senioren in Zukunft essen möchten und wie staatliche und wirtschaftliche Dienstleister diesen Vorstellungen gerecht werden können, das war bislang wenig bekannt. Antworten stellte apetito mit der Veröffentlichung einer Studie vor. Diese wurde erarbeitet in Zusammenarbeit mit dem Institut für Biomedizin des Alterns der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und gefördert durch die Karl-Düsterberg-Stiftung. Die Ergebnisse sind auf www.karl-duesterberg-stiftung.de veröffentlicht.

Für den deutschen Care-Markt wurde im Rahmen eines Sortimentswechsels an der Umsetzung vor allem regionaler Rezepturen und vegetarisch/veganer Produkte gearbeitet. Auch in der Individualverpflegung standen im Fokus der Produktentwickler neue fleischlose Gerichte.

Mit neuen Onlineshops für Full-Service-Partnerverbände modernisierte apetito im zurückliegenden Jahr sein Angebot für Wohlfahrtsorganisationen weiter. So können Tischgäste künftig rund um die Uhr bestellen, ihre Bestellungen einsehen oder ändern. Die Websites sind im jeweiligen Design der Partnerverbände gestaltet. Mehr als 60 sind mittlerweile online.

In Großbritannien startete der apetito Mahlzeitendienst "Wiltshire Farm Foods" eine neue Werbekampagne. Mit den TV-Spots soll den Menschen vermittelt werden, dass ein Essen auf Rädern-Dienst die Unabhängigkeit im Alter nicht einschränkt, sondern vielmehr verbessert, indem es ein eigenständiges Leben in den eigenen vier Wänden ermöglicht.

apetito Canada brachte im Berichtsjahr für die Kunden von "Heart to Home Meals" Suppen in deutlich verbesserter Qualität auf den Markt. Dazu war das Sortiment komplett neu entwickelt worden.

Steigender Pflegebedarf, Demenz und Mangelernährung sind auch im niederländischen Seniorenmarkt Topthemen. Die niederländische apetito B.V. verstärkte im Berichtsjahr ihre Beratungstätigkeit und stellte Interessierten auf verschiedenen Kongressen das "winVitalis"-Angebot an pürierten, hochkalorischen Mahlzeiten vor.

Die spanische ARCASA apetito fokussiert sich auf sein Kernsegment der Senioren- und Krankenhausverpflegung. Die Marke winVitalis ARCASA apetito für spezielle Ernährungslösungen wurde im Berichtsjahr neu eingeführt. Entwicklungsschwerpunkte im Produktsortiment lagen auf der Einführung von spanischen Reisgerichten und dem Ausbau des salzreduzierten Sortimentes. Auf digitaler Ebene wurde die Arbeit an einem online Speiseplansystem intensiviert.

Kita- und Schulverpflegung

"Free From für Kids" - so heißt ein neues Angebot für Kinder mit Lebensmittelunverträglichkeiten, das apetito im Markt kids & schools im Berichtsjahr auf den Markt gebracht hat. Mit insgesamt zwölf glutenfreien Lieblingsgerichten kann apetito damit die Betroffenen sowohl über einen Onlineshop zuhause als auch in Kitas und Schulen bedienen.

Zum Ende des Berichtsjahres endete die Entwicklungsphase einer neuen App für Schüler mit der Aufnahme in die Stores von Android und iOS. Mit der "ScApp" erhalten Schüler sämtliche Informationen aus dem Schulalltag sowie Angebote und Speisepläne aus den Mensen.

apetito Österreich intensivierte seine Präsenzen bei Messen und Kongressen im Bereich kids & schools. Insbesondere das Verkosten von Gerichten vermittelte ein gutes Bild von apetito als Verpflegungsanbieter.

Betriebsverpflegung

In Kantinen und Betriebsrestaurants in Deutschland werden immer häufiger Mahlzeiten durch einen schnellen Snack ersetzt. Ein neues To-Go-Konzept von apetito setzt genau dort an - inklusive biologisch abbaubarer Verpackungen, die eigens dafür eingesetzt werden. Auch die von den apetito Ernährungsexperten aufgesetzten Angebote zur "gesunden Mitarbeiterverpflegung", mit denen Gesundheitstage in Betriebsrestaurants unterstützt werden, finden sehr guten Anklang bei Kunden.

Retailgeschäft

COSTA

Um neben den bestehenden COSTA Kunden auch neue Verbrauchergruppen anzusprechen, hat COSTA im Frühjahr 2018 das Premium-Konzept für Fischfilets "Fisch in Sicht" auf den Markt gebracht und zum Jahresende um eine neue Sorte erweitert. Neu ist das innovative Verpackungskonzept - die Filets sind eingeschweißt in einer Verpackung mit Sichtfenster. Als weitere Produktneuheit kamen zwei Pastagerichte mit COSTA Fischspezialitäten in den deutschen Handel.

In Frankreich brachte COSTA Neuprodukte, wie Gambas du Pacifique und eine Paellamischung, in den Handel. Auch für den Bereich Cash & Carry sorgten neue Kreationen für Impulse insbesondere bei Kunden-Aktionen.

Sein deutsches Onlinegeschäft führte COSTA im Berichtsjahr weiter und nutzte den zusätzlichen Kanal über Onlinepartner, um insbesondere die Topseller des stationären Handels breiter zu vermarkten.

In Deutschland launchte COSTA einen vollkommen neuen Markenauftritt und schärfte damit seine Positionierung als Marke für Qualität, Genuss, Inspiration und mediterrane Lebensfreude.

Auf digitalem Gebiet verstärkte COSTA sein Engagement, vorrangig auf den Kanälen facebook YouTube und Instagram. Ziel ist es, die Endverbraucher auch online besser mit Markeninhalten zu erreichen.

Private Label

Für die verschiedenen Eigenmarken des deutschen Handels wurden von traditionellen einheimischen Rezepturen bis hin zu internationalen Kreationen neue Konzepte entwickelt. Auch für die eigene Handelsmarke entwickelte das Unternehmen neue Gerichte, darunter Insektenpasta, die vor allem dem Trend nach alternativen Proteinquellen entsprechen.

Bratnudeln, mediterrane Pfannengerichte und internationale Spezialitäten sorgten für immer neue Impulse im Tiefkühlsortiment in Deutschland und Europa. In den Handel gelangten diese meist zunächst über Testlistungen oder spezielle Aktionen.

Um relevante Trends in der Lebensmittelindustrie zu erkennen und zu nutzen arbeitete das Marketingteam in Expertenworkshops intensiv an der Trendforschung für Neuproduktkonzepte.

hansa

Als Partner für den Großverbraucher-Fachhandel und die Systemgastronomie nahm hansa zahlreiche Neuerungen ins Produktsortiment auf, darunter internationale Spezialitäten. Vor allem im Cash & Carry Markt verstärkte hansa mit der Eigenmarke "hansa GASTROLINE" sein bundesweites Engagement.

Bonfait

In den Niederlanden sind Kühlkostmahlzeiten aus dem Supermarktregal besonders beliebt. So war die Bonfait B.V. mit neuen Listungen insbesondere von italienischen und holländischen Spezialitäten erfolgreich.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Geschäftsentwicklung apetito Konzern

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind der Konzernumsatz und das operative Ergebnis, das als Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Sondereffekten definiert wird. Sondereffekte stellen unter anderem periodenfremde Erträge und Aufwendungen sowie sonstige Einmalaufwendungen ohne direkten Bezug zum operativen Geschäft dar.

Ertragslage

Die Ertragslage des apetito Konzerns entwickelte sich im Jahr 2018 erneut vorteilhaft. Folgende Darstellung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach betriebswirtschaftlichen Kriterien verdeutlicht die positive Entwicklung:

2018 2017
Mio. Euro % Mio. Euro %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 692 99 649 99
Bestandsveränderungen 2 1 5 1
Gesamtleistung 694 100 654 100
Materialaufwand -291 42 -276 42
Rohertrag 403 58 378 58
Personalaufwand -168 24 -158 24
Abschreibungen -21 3 -20 3
Sonstige betriebliche Aufwendungen -157 23 -152 23
Sonstige betriebliche Erträge 9 1 8 1
Operatives Ergebnis 66 9 56 10
Ergebnis vor Steuern 66 9 56 9
Ertragssteuern -18 3 -16 3
Konzernjahresüberschuss 48 7 40 6

Umsatzentwicklung

Der apetito Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen konsolidierten Umsatz von 692 Mio. Euro (Vorjahr: 649 Mio. Euro). Dies stellte ein erneutes Wachstum von 6,5 Prozent dar. Starkes Umsatzwachstum zeigte sich in den Gesellschaften COSTA, Bonfait, apetito Canada und apetito AG. Wechselkursbereinigt lag das Wachstum sogar bei 6,9 Prozent.

Ergebnisentwicklung

Im Berichtsjahr wurde eine um 40 Mio. Euro höhere Gesamtleistung erwirtschaftet. Die Rohertragsquote liegt unverändert bei 58 Prozent, der Rohertrag absolut erhöht um 25 Mio. Euro auf 403 Mio. Euro (Vorjahr 378 Mio. Euro).

Der Personalaufwand stieg um 6 Prozent auf 168 Mio. Euro, prozentual liegt er stabil bei 24 Prozent. Neben wechselkurs- und tarifbedingten Erhöhungen trug hierzu ein Personalaufbau vor dem Hintergrund der Ausrichtung für die Zukunft und der Investition in die Märkte bei. Das gilt für mehrere Konzerngesellschaften.

Wir haben im Berichtsjahr einige Großinvestitionen zur Kapazitätserweiterung fortgeführt. Da es sich hierbei im Wesentlichen um im Bau befindliche Anlagen handelt, sind die Abschreibungen für im Berichtsjahr aktivierte Anlagen auf gleichbleibendem Niveau zum Vorjahr, Auswirkungen werden sich vermehrt in den Folgejahren zeigen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist vor allem auf mehrabsatzbedingte sonstige Aufwendungen wie Transport- und Lagerkosten zurückzuführen.

Das operative Ergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 10 Mio. Euro auf 66 Mio. Euro.

Das Beteiligungsergebnis umfasst die "at equity"-bilanzierten Beteiligungen ARCASA & apetito S.L., apetito Service GmbH sowie apetito kids & schools GmbH, an denen die apetito AG jeweils 50 Prozent der Anteile hält. Die Ergebnisbeiträge sind im Rahmen unserer Erwartungen, befinden sich allerdings noch auf niedrigem Niveau.

Der Ertragssteueraufwand liegt entsprechend über dem Vorjahreswert.

Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich ebenso von 40 Mio. Euro auf 48 Mio. Euro.

Positive Ergebnisbeiträge generierten die apetito AG, apetito UK, apetito B.V. und Bonfait B.V. Die apetito convenience AG & Co. KG konnte ihre Ergebnislage des Vorjahres zwar verbessern, erzielte aber einen erneuten Verlust. Die kanadische Gesellschaft erwirtschaftet in diesem Jahr erstmalig ein positives Ergebnis. Die Anfang 2014 gegründete Tochtergesellschaft in Österreich war 2018 noch defizitär.

Finanzlage

Die Finanzlage des Konzerns hat sich weiter verbessert. Unser Ziel ist es, die für das Wachstum und Investitionen erforderlichen Mittel aus eigener Kraft zu erwirtschaften. Wie die folgenden Kennzahlen aus der Kapitalflussrechnung verdeutlichen, haben wir unsere Ziele erreicht:

2018

Mio. Euro
2017

Mio. Euro
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 67 55
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -45 -43
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -11 -11
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 12 1
Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 66 65
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 78 66

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Dies folgte vor allem aus den gestiegener laufender Geschäftstätigkeit.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden erneut größere Investitionen vorgenommen. Insgesamt lag der Cashflow aus der Investitionstätigkeit mit 45 Mio. Euro um 2 Mio. Euro über dem Vorjahr. So wurden beispielsweise am Standort in Rheine die Arbeiten für eine Küchenerweiterung weitestgehend fertiggestellt und die Arbeiten an den zugehörigen Sozialräumen aufgenommen. Vorbereitende Investitionstätigkeiten erfolgten am Standort Trowbridge.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit betrifft im Wesentlichen die an Aktionäre ausgezahlte Dividende und liegt auf Vorjahresniveau.

All dies führte dazu, dass die Zahlungsmittelbestände mit 78 Mio. Euro um 12 Mio. Euro über dem Vorjahr liegen.

Finanzschulden aus Finanzierungsleasing bestanden in Höhe von 1 Mio. Euro. Daneben existieren für den Konzern nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von etwa 22 Mio. Euro.

Der tägliche Liquiditätsfluss wird im Konzern systematisch bei der apetito AG gebündelt. Fremdwährungssicherungen werden zentral vom Bereich Treasury vorgenommen. Damit sichert sich das Unternehmen gegen zukünftige Wechselkursrisiken ab.

Vermögenslage

Die Vermögensstruktur des Konzerns entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr folgendermaßen:

31.12.2018 31.12.2017
Mio. Euro % Mio. Euro %
--- --- --- --- ---
Langfristig gebundenes Vermögen
Goodwill 4 1 4 1
Immaterielle Vermögensgegenstände 16 3 18 4
Sachanlagen 189 41 163 39
Finanzanlagen 1 0 1 0
Latente Steuern 1 0 1 0
Übrige langfristige Vermögenswerte 5 1 5 1
216 46 192 45
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Vorräte 85 19 89 21
Lieferforderungen 68 15 63 15
Übrige Forderungen und Abgrenzungen 11 3 11 3
Liquide Mittel 78 17 66 16
242 53 229 55
Bilanzsumme 458 100 420 100

Das langfristig gebundene Vermögen erhöhte sich um 24 Mio. Euro. Die Investitionen in Sachanlagen wurden im Berichtsjahr erneut auf erhöhtem Niveau vorgenommen und lagen weiterhin oberhalb der Abschreibungen.

Das kurzfristig gebundene Vermögen beläuft sich auf 53 Prozent der Bilanzsumme und ist im Berichtsjahr geprägt durch die Veränderungen der Lieferforderungen aus Umsatzwachstum und den Anstieg der liquiden Mittel in Höhe von 12 Mio. Euro.

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 38 Mio. Euro auf 458 Mio. Euro.

Die Kapitalstruktur des Konzerns wird in der folgenden Tabelle dargestellt:

31.12.2018 31.12.2017
Mio. Euro % Mio. Euro %
--- --- --- --- ---
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 8 2 8 2
Ausgleichsposten Fremdwährung -11 -2 -11 -3
Ausgleichsposten Pensionsrückstellung -7 -2 -7 -2
Erwirtschaftetes Eigenkapital 345 75 307 74
335 73 297 71
Langfristiges Fremdkapital
Rückstellungen für Pensionen 26 6 27 6
Finanzschulden 1 0 1 0
Latente Steuern 4 1 2 1
Sonstige langfristige Schulden 1 0 1 0
32 7 31 7
Kurzfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 3 1 5 1
Finanzschulden 1 0 2 0
Ertragssteuerverbindlichkeiten 3 1 3 1
Lieferantenverbindlichkeiten 55 12 53 13
Übrige kurzfristige Schulden 29 6 29 7
91 20 92 22
Bilanzsumme 458 100 420 100

Das Eigenkapital erhöhte sich um 38 Mio. Euro auf 335 Mio. Euro, was zu einer Eigenkapitalquote von 73 Prozent führte. Damit ist die Vermögenslage des Konzerns weiterhin sehr stabil.

Das langfristige Fremdkapital lag im Jahr 2018 nahezu konstant auf dem Niveau des Vorjahres.

Das kurzfristige Fremdkapital ist nahezu unverändert, wesentliche Position sind hier die Lieferantenverbindlichkeiten.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Im Berichtsjahr waren im Jahresdurchschnitt insgesamt 4.052 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Unternehmen des apetito Konzerns tätig (Vorjahr: 3.967). Davon arbeiteten 2.479 in Deutschland und 1.573 in den internationalen Gesellschaften.

In den deutschen Gesellschaften des apetito Konzerns sind anteilig rund 38 Prozent Frauen und 62 Prozent Männer beschäftigt. Die Fluktuationsrate bei der apetito AG liegt mit 8,4 Prozent etwas über dem Vorjahr. Der Anteil an befristeten Arbeitsverträgen beträgt in der apetito AG rund 8 Prozent.

Die traditionell lange durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in der apetito AG bleibt mit rund 16 Jahren auf hohem Niveau. Das Durchschnittsalter liegt mit 44,3 Jahren leicht unter dem Niveau der Vorjahre.

Im Fokus unserer Personalarbeit stand weiter das Gewinnen, Entwickeln und Binden passender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein eigens installiertes Recruiting-Team stellt künftig eine noch höhere Professionalität und Schnelligkeit bei der Kandidatensuche und der Besetzung offener Stellen sicher. Ein deutlich gestiegenes Bewerbungsaufkommen machte diesen Schritt notwendig. Das Interesse an apetito als Arbeitgeber ist weiter hoch. Das bestätigen die Zugriffszahlen auf die Website apetito.de/jobs, die im Jahr 2018 bei rund 37.340 lagen.

Die Entwicklung der bestehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war ein zweiter Schwerpunkt der Personalarbeit. Zahlreiche Maßnahmen wurden realisiert. So wurde der Prozess zur Leistungs- und Potenzialanalyse weiterentwickelt, ein Programm für neue Führungskräfte implementiert und das digitale Lernen forciert. Im Vorjahresvergleich konnten damit etwa 60 Prozent mehr Fach- und Führungskräfte in verantwortungsvollere Positionen weiterentwickelt werden.

Für die britische Gesellschaft standen digitale Projekte im Fokus, darunter der Aufbau eines Onboarding- und eines Mitarbeiter-Beurteilungsprozesses. Vor dem Hintergrund des Brexits entwickelte apetito UK Unterstützungsprogramme für die aus EU-Ländern stammenden Beschäftigten. Ziel der Gesellschaft ist es, als Arbeitgeber noch stärker die Werte Diversität und Inklusion in den Vordergrund zu stellen.

In den deutschen Gesellschaften des apetito Konzerns wurden im Berichtsjahr 71 junge Menschen in 13 verschiedenen Berufen ausgebildet. Das Ausbildungsangebot reichte von der Fachkraft für Lebensmitteltechnik über kaufmännische Berufe bis hin zum Fachinformatiker oder Berufskraftfahrer. Vorrangiges Ziel unserer Ausbildungsaktivitäten ist es, eigene Fachkräfte auszubilden und weiter zu beschäftigen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zur internen Unternehmenssteuerung sind weiterhin die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sowie Nachhaltigkeit.

Um eine größtmögliche Kundenzufriedenheit zu erzielen, besteht eine unserer wesentlichen Aufgaben als Verpflegungsspezialist darin, die passenden Produkte und Leistungen für unsere verschiedenen Kundengruppen bereitzustellen. Angesichts eines hohen Preisbewusstseins vor allem in den deutschen Märkten gehen wir hinsichtlich unseres Kostenmanagements sensibel vor.

Wir schätzen den intensiven Dialog mit unseren Kunden und nutzen dafür unterschiedliche Kanäle. Im deutschen Systemgeschäft stehen persönliche Gespräche über unseren Außendienst oder das Kunden-Dialog-Center im Vordergrund. Auch eine hohe Besucherfrequenz an unserem Hauptstandort in Rheine fördert diese Kultur. Zunehmend gewinnen aber digitale Möglichkeiten sich auszutauschen, an Bedeutung. Im deutschen Systemgeschäft führten wir im Berichtsjahr über das Kundenportal "mein apetito" erneut eine Kundenzufriedenheitsbefragung durch. Vor allem mit der Qualität und dem Geschmack der Gerichte sind die Kunden sehr zufrieden. 96 Prozent der Befragten würden apetito weiterempfehlen. Die Befragung ergab zudem, dass die Nutzung der Onlineplattformen, die apetito in Deutschland bietet, weiter steigt.

Im Retailgeschäft steht die digitale Kommunikation mit Endverbrauchern im Vordergrund. COSTA nutzt dazu beispielsweise Kanäle wie facebook, Instagram und YouTube und macht gute Erfahrungen. Zumeist langjährige Kontakte zu Kunden und Lieferpartnern fördern einen offenen Dialog und eine konstruktive Feedbackkultur.

Ein weiterer Beleg für die hohe Zufriedenheit unserer Kunden mit apetito als Partner sind die oft langjährigen Kundenbeziehungen. So feierten wir in Deutschland im Berichtsjahr mit 1.132 unserer Kunden Jubiläen der Zusammenarbeit. Darunter waren 70 Einrichtungen und Unternehmen, die seit 40 Jahren apetito Kunde sind. Auch bei unseren Lieferanten setzen wir auf partnerschaftliche und langfristige Geschäftsbeziehungen: Mit mehr als einem Drittel (34 Prozent) unserer Lieferpartner arbeiten wir bereits seit über 15 Jahren zusammen.

Nachhaltigkeit

apetito ist ein Familienunternehmen mit einer 60-jährigen Tradition. Von Anfang an stand es für die Gründerfamilie außer Frage, dass unternehmerisches Handeln, stets mit Verantwortung verbunden ist für Kunden, für Mitarbeiter und für die Gesellschaft, die es einem ermöglicht, zu wirtschaften. Mit dem Erfolg von apetito ist auch diese Verantwortung gewachsen.

Unser wichtigstes Prinzip darin ist Transparenz. Wir wollen, dass Kunden wie Mitarbeiter jederzeit erkennen können, wie wir die Herausforderung nachhaltigen Wirtschaftens angehen: Wie wir einkaufen, wie wir kochen, wie wir Frische schützen, wie wir Genuss für jeden schaffen und auch wie wir besten Service und Beratung bieten. Unter diesen Aspekten haben wir im Berichtsjahr ein umfassendes Kommunikationskonzept unter dem Leitgedanken "Gute Gründe" über diverse online und offline Maßnahmen veröffentlicht.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie kommunizieren wir auf unserer Unternehmenswebsite. Wir orientieren uns dabei am GRI Standard - einer internationalen Richtlinie zur systematischen Nachhaltigkeitsberichterstattung. Seit 2010 ist apetito Mitglied beim UN Global Compact. Die zehn Prinzipien sind in unserer Nachhaltigkeitsstrategie integriert. Der dazugehörige Fortschrittsbericht wird jährlich neu veröffentlicht und ist auf der Unternehmenswebsite ebenfalls einzusehen. Dort informieren wir über Fortschritte in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Die Global-Compact-Prinzipien sehen wir auch in Zukunft als die Grundlage für unser unternehmerisches Handeln an.

In Großbritannien bleiben Ethik und Nachhaltigkeit ebenfalls wesentliche Themen. Die Vermeidung von Lebensmittelabfällen und -verlusten wird von der Regierung im Hinblick auf die Courtauld-Vereinbarung sowie über das UN Sustainable Development Goal 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion) vorangetrieben. apetito UK ist Unterzeichner des Courtauld 2025, einer freiwilligen Vereinbarung zur Verbesserung der Nachhaltigkeit der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Die Vereinbarung verpflichtet uns zu einer 20-prozentigen Reduzierung der Lebensmittel- und Getränkeabfälle sowie einer 20-prozentigen Reduzierung der Treibhausgase, die durch den britischen Konsum von Lebensmitteln und Getränken entstehen. Damit das Vereinigte Königreich diese Ziele erreichen kann, ist die Food Waste Reduction Road Map (WRAP) entwickelt worden, an der apetito UK mitgewirkt hat.

Auf der politischen wie auch auf unserer Unternehmensagenda steht zudem das Thema Reduktionsstrategie. Sowohl für das internationale Systemgeschäft als auch für den Lebensmitteleinzelhandel arbeitet apetito daran, den Salzgehalt zu reduzieren und bewusst mit Zucker und Fetten zu arbeiten. Dazu hat sich apetito konkrete Ziele gesetzt. So soll im deutschen Systemgeschäft der Salzverbrauch in den kommenden drei Jahren um 30 Prozent reduziert werden.

2018 wurden die Standorte der apetito-Gruppe von unabhängigen Stellen zertifiziert. Dazu zählten ein Rezertifizierungsaudit nach DIN EN ISO 9001:2015 am Standort Rheine sowie in den ServiceCentern, MSC- und ASC-Zertifizierungen an den Standorten in Emden, Hilter, Rheine und Denekamp, ein Bio-Audit in Rheine und Hilter sowie in den ServiceCentern Frankfurt und München, eine Halal-Zertifizierung in Rheine, Zertifizierungen nach dem International Featured Standard (IFS) Food an den Standorten Hilter, Emden, Denekamp und Zentralbereiche in Rheine (Einkauf, Labor) sowie eine HACCP-Prüfung am Standort Rheine und in den ServiceCentern. Erneut belegten die positiven Prüfungsergebnisse das professionelle Qualitätsmanagement von apetito.

Darüber hinaus absolvierten wir im Berichtsjahr erneut eine RSPO-Zertifizierung in Emden, Hilter und Rheine mit Erfolg. Überprüft wurde hierbei der Einsatz von nachhaltig erzeugtem Palmöl nach den Grundsätzen des "Roundtable on Sustainable Palm Oil". Zertifizierungen nach "KAT-Ei" und "QS-Fleisch" an den Standorten Rheine und Hilter, nach "beter leven" am Standort Denekamp und Rheine sowie nach dem BRC Global Standard for Food Safety und OHSAS 18001 im britischen Trowbridge komplettierten die Liste der internationalen Qualitätsprüfungen.

Im Bereich Umweltmanagement erfolgte die Validierung nach EMAS III in Rheine sowie die jährliche Überwachung nach DIN EN ISO 14001 in Hilter, Emden und Trowbridge. Zudem wurde an den Standorten Hilter und Emden das Energiemanagementsystem gemäß DIN EN ISO 50001 auditiert. Die Prüfer bescheinigten dem Unternehmen eine weitere Verbesserung der Qualitäts-, Umwelt- und Hygieneleistungen auf beispielhaftem gutem Niveau. Einzelne Verbesserungsvorschläge nahmen wir zum Anlass, noch anspruchsvollere Ziele zu definieren.

Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren haben wir unsere Ziele erreicht, indem wir das hohe Niveau der Vorjahre halten konnten.

Chancen- und Risikobericht

Wesentliche Risiken

Risiken werden in der Reihenfolge ihrer Bedeutung erläutert. Für apetito als lebensmittelverarbeitender Konzern bestehen die größten Herausforderungen darin, die Qualität und Sicherheit der Produkte zu erhalten und weiter zu verbessern. Dies umfasst sowohl die Beschaffung als auch die Verarbeitung der Zutaten. Diesen Herausforderungen stellt sich der apetito Konzern mit einem umfassenden Qualitätsmanagementsystem, einem global agierenden Einkauf, einer starken Einbindung und Kontrolle der Lieferpartner sowie langfristigen Lieferpartnerschaften. Um hier auch in Zukunft gut gerüstet zu sein, wurde das Risiko- und Krisenmanagement der internationalen Gesellschaften 2018 weiter verfeinert und um ein strukturiertes Compliance-Management-System ergänzt.

Zu den beschaffungsmarktbezogenen Risiken zählen für den apetito Konzern volatile Märkte mit teilweise schwankenden Rohwarenpreisen und -Verfügbarkeiten. Das betrifft maßgeblich die Warengruppen Fleisch und Fisch, aber auch vermehrt Gemüse und Zutaten.

Zu den Markt- und Absatzrisiken führt der apetito Konzern regelmäßig ein Monitoring durch. Als flexibles und kundenorientiertes Unternehmen versetzen wir uns mithilfe von Marktforschung und einer ausgezeichneten Kundennähe in die Lage, zeitnah auf Marktanforderungen zu reagieren; durch eine breite Kundenbasis in diversifizierten Geschäftsfeldern ist die Gefahr von Abhängigkeiten eher gering. Den Preisdruck sowie gedeckelte Budgets bei öffentlichen und sozialen Einrichtungen bei gleichzeitig steigenden Preisen schätzen wir dagegen als kritischen Faktor ein.

In Großbritannien haben wir unsere größte Auslandsgesellschaft mit eigener Küche vor Ort. Die Entscheidung der Briten, aus der Europäischen Union auszutreten, hat für apetito deshalb zunächst nur eine Auswirkung in Form eines negativen Wechselkurseffektes und der dadurch entstehenden Einkaufspreiserhöhungen. Für diese Risiken haben wir durch geeignete Sicherungsmaßnahmen Vorsorge getroffen. Herausfordernd bleiben nach wie vor die Unsicherheiten und Unklarheiten aufgrund ausstehender politischer Entscheidungen. Unsere britische Gesellschaft selbst hat Maßnahmen ergriffen, um im Falle eines ungeordneten Austritts lieferfähig zu bleiben. Zudem laufen Vorbereitungen, im Falle eines Brexits die internationalen Beschäftigten weiter halten zu können.

Zur finanziellen Steuerung des apetito Konzerns trägt der Bereich Treasury & Risk bei. Wesentliches Ziel der Steuerungsmaßnahmen ist die jederzeitige Sicherstellung einer ausreichenden Liquiditätsausstattung aller Konzernunternehmen über eine optimierte Liquiditätsplanung. In Bezug auf die liquiden Mittel bestanden 2018 keine Risiken.

Ausfallrisiken werden bei apetito als gering eingeschätzt. Durch ein straffes Debitorenmanagement und ein deutlich verbessertes Mahnwesen konnten wir größere Zahlungsausfälle vermeiden.

Den Wechselkursrisiken begegnen wir mit einer konservativen Absicherungsstrategie und einem aktiven Währungsmanagement, das zentral gesteuert wird und sich im abgelaufenen Geschäftsjahr vor dem Hintergrund deutlicher Währungsschwankungen bewährt hat. Zu den Maßnahmen zählen sowohl zusätzliche Grundgeschäfte, um offene Währungspositionen zu vermindern bzw. zu schließen, als auch die üblichen Kurssicherungsinstrumente.

Trotz übersichtlicher Risiken arbeiten wir konsequent an der Weiterentwicklung unserer Controlling-Instrumente. Im Berichtsjahr erfolgte ein konzernweites Risk-Assessment für die Bereiche Compliance und Arbeitssicherheit. Auf dieser Grundlage arbeiten wir an neuen Leitlinien, um die Risiken noch besser zu managen. Vor diesem Hintergrund sehen wir keine nennenswerte Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Entwicklung des apetito Konzerns.

Die Beratungs- und Revisionsgesellschaft "apetito assist & service GmbH " unterstützte das Management der apetito Gruppe wie im Vorjahr bei der Beurteilung von unternehmensinternen Prozessen mit Fokus auf der effizienten Überprüfung und Weiterentwicklung unseres internen Kontrollsystems.

Wesentliche Chancen

Chancen werden in der Reihenfolge ihrer Bedeutung erläutert. Langfristiges Wachstumspotenzial sieht apetito weiterhin in dem Trend zur "alternden Gesellschaft". Das gilt für alle unsere internationalen Gesellschaften im Systemgeschäft. Eine wachsende Zahl von Senioren erreicht ein immer höheres Lebensalter, was oft mit gesundheitlichen Einschränkungen und einer steigenden Nachfrage nach spezifischen Kostformen einhergeht. apetito verfügt über umfassendes Know-how zu solch spezifischen Ernährungsfragen und bietet so seinen Kunden einen echten Mehrwert. Der erfolgreiche Ausbau der Sortimente vor allem für die deutschen und britischen Care-Märkte zeigt das Potenzial, das diese Märkte sowohl im Hinblick auf die B2B-Märkte als auch auf die Direktbelieferung zu Hause lebender Senioren bieten. Wir erwarten, dass der Anteil an älteren Menschen und auch an Demenz-Erkrankten in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Demzufolge wird auch der Bedarf an Ernährungslösungen speziell für diese Zielgruppe weiter zunehmen.

In Deutschland bestehen Wachstumsperspektiven auch im Markt für Kindertagesstätten und Schulen. Auch in Großbritannien ist der Einstieg in den Kita-Markt erfolgt. Die politischen Weichenstellungen auf Basis des Koalitionsvertrages der deutschen Bundesregierung bewerten wir sehr positiv. Wir haben den Dialog mit politischen Stakeholdern im Berichtjahr deutlich intensiviert und machen die Erfahrung, dass unsere Markt-Expertise gerne aufgenommen wird und unsere Forderungen in die politischen Prozesse Eingang finden. Mit neuen Sortimentsangeboten, wie "Free From ... für Kids", und auch mit unseren digitalen Vermarktungsangeboten sehen wir uns gut gerüstet.

Da digitale Angebote in den apetito Märkten immer breiteren Raum einnehmen, hat sich apetito technologisch wie auch personell darauf eingestellt. Neue Webshops, mobile Kommunikation und neu konzipierte Websites ebnen den Weg des Unternehmens, seine Innovationskraft und technologische Führerschaft in den Märkten weiter auszubauen.

Im Berichtsjahr in Deutschland gestartete Aktivitäten im Bereich New Business laufen erfolgversprechend an. Dazu zählen beispielsweise Kooperationen mit jungen Start-ups. Vorrangiges Ziel dieser Engagements ist es, Zugang zu neuartigen Technologien und Produkten zu bekommen, um so Zukunftsthemen frühzeitig zu besetzen.

COSTA sieht sich mit einem im zurückliegenden Jahr gelaunchten neuen Markenauftritt gut gerüstet für die Zukunft. Die damit verbundene Neupositionierung schärft das Markenbild und sorgt für eine eindeutige Differenzierung zum Wettbewerb.

In Großbritannien und Kanada stehen insbesondere die Franchisemodelle in der Endkundenvermarktung für weiteres Wachstumspotenzial, da das Interesse daran in beiden Ländern zunimmt. Im niederländischen Lebensmitteleinzelhandel wird das Konzept der "Ultra-Frische" - gekühlte Gerichte mit wenigen Tagen Haltbarkeit - weiterhin Wachstumstreiber sein, und auch in Österreich und in Spanien gehen wir von einer weiterhin guten Wachstumsperspektive aus. Das gilt ebenso für die apetito B.V. mit einer neu aufgesetzten Key-Account-Strategie.

Gesamtbeurteilung der Risiko- und Chancensituation

Die Gesamtsituation der erläuterten Einzelrisiken stellt sich für den apetito Konzern durch das Risikomanagementsystem als transparent und steuerbar dar. Von den vorgenannten Risiken sind aktuell die Qualitätsrisiken und die Preissteigerungsrisiken im Bereich Beschaffung als am bedeutendsten einzustufen. Zudem gewinnen IT-Risiken zunehmend an Bedeutung.

Als relevanteste Chancen bewerten wir die demografischen Entwicklungen sowie die Möglichkeiten der Digitalisierung.

Prognosebericht

Die angestrebte positive Geschäftsentwicklung lag im Berichtsjahr im Bereich des wechselkursbereinigten Umsatzwachstums leicht über den Erwartungen. Das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Sondereffekten lag im Geschäftsjahr bedingt durch die positive Entwicklung der im regulären Geschäftsverlauf gehaltenen Finanzderivate ebenfalls über den Erwartungen. In unserer Konzernstrategie haben wir uns bis 2021 erneut ambitionierte Wachstums- und Ertragsziele gesetzt. Die einzelnen Konzerngesellschaften haben dazu jeweils eigene Strategien und Maßnahmen entwickelt. Für das Geschäftsjahr 2019 streben wir eine positive Geschäftsentwicklung mit einem wechselkursbereinigten Umsatzwachstum von etwa 6 Prozent an. Das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Sondereffekten soll 2019 wieder leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen. Damit wollen wir unsere strategische Zielvorgabe - nachhaltig profitables Wachstum - festigen.

Ein hohes Vertrauen der Stakeholder in die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des Unternehmens ist Basis für eine langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit. Themen rund um eine verantwortliche Unternehmensführung spielen dabei eine wesentliche Rolle. Unter anderem mit einem soliden Qualitätsmanagement und einem fundierten Nachhaltigkeitsengagement sehen wir uns dafür gut aufgestellt.

Als verantwortungsbewusstes Familienunternehmen wird apetito seine Geschäftspolitik auch künftig langfristig ausrichten und zukunftsorientiert wachsen. Sowohl das Management als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen dazu bei, den gesellschaftlichen Auftrag von apetito zu realisieren. Der lautet: Wir wollen für Menschen in verschiedensten Lebenssituationen Ernährung immer besser machen. Mit individuellen, genussvollen Mahlzeiten sowie mit einfachen, passenden Lösungen.

1 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2019/01/11/weo-update-january-2019

2 http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/weltwirtschaftsforum-in-davos-oekonomen-warnen-vor-drei-risiken-a-1249218.html

3 https://www.destatis.de/Europa/DE/Staat/Vergleich/DEUVergleich.html

4 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2019/01/11/weo-update-january-2019

5 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14553/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-spanien/

6 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14547/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-den-niederlanden/

7 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14530/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-oesterreich/

8 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14532/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-kanada/

9 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/73760/umfrage/entwicklung-des-realen-bip-in-deutschland-bis-2011/

10 http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-wirtschaftswachstum-schwaecht-sich-ab-a-1248097.html

11 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2019/01/11/weo-update-january-2019

12 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/iwf-wirtschaftsprognose-101.html

13 https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2019/01/PD19_018_811.html

14 https://www.handelsblatt.com/politik/international/davos2019/weltwirtschaftsforum-davos-2019-daempfer-fuer-die-weltwirtschaft-deutschland-muss-mit-groesstem-rueckschlag-rechnen/23890484.html

15 http://www.cesifo-group.de/de/ifoHome/facts/Survey-Results/Business-Climate/Geschaeftsklima-Archiv/2019/Geschaeftsklima-20190125.html

16 https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2019/01/PD19_019_611.html

17 https://www.bve-online.de/presse/pressemitteilungen/pm-20190116

18 https://www.tiefkuehlkost.de/tk-fuer-alle/aktuelles/presse/pressemeldungen/pm-2018-009-halbjahresbilanz-2018

19 https://www.gfk.com/fileadmin/user_upload/dyna_content/DE/documents/News/Consumer_Index/GfK_Consumer_Index_12_2018.pdf

20 2018 AC Nielsen

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

Konzernanhang 31.12.2018

T€
31.12.2017

T€
A. Langfristige Vermögenswerte
1. Geschäfts- und Firmenwerte 6.1 3.655 3.655
2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 6.2 15.619 17.624
3. Grundstücke und Gebäude 6.3 79.336 67.436
4. Sonstige Sachanlagen 6.4 110.273 96.745
5. Finanzanlagen 6.5 29 3
6. Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 6.5 691 623
7. Latente Steuern 5.8 687 522
8. Sonstige Vermögenswerte 6.7 5.445 4.924
215.734 191.532
B. Kurzfristge Vermögenswerte
1. Vorräte 6.8 85.111 89.156
2. Ertragsteuerforderungen 6.9 785 1.736
3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.10 67.778 62.437
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.991 549
5. Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 6.11 8.964 8.755
6. Sonstige finanzielle Vermögenswerte 6.12 282 10
7. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.13 77.757 66.238
242.668 228.881
458.402 420.413
Passiva
Konzernanhang 31.12.2018

T€
31.12.2017

T€
A. Eigenkapital
1. Grundkapital 6.14 7.779 7.779
2. Rücklage für Fremdwährungsumrechnung 6.14 -11.032 -10.568
3. Rücklage für Pensionen 6.14 -7.154 -6.646
4. Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital 6.14 345.480 307.276
335.073 297.841
B. Langfristige Schulden
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.15 26.476 26.507
2. Finanzielle Verbindlichkeiten 6.16 1.195 1.308
3. Latente Steuern 5.8 3.578 2.229
4. Sonstige Rückstellungen 6.17 879 1.517
32.128 31.561
C. Kurzfristige Schulden
1. Rückstellungen 6.17 3.176 5.190
2. Finanzielle Verbindlichkeiten 6.16 776 2.382
3. Ertragsteuerverbindlichkeiten 5.8, 6.9 2.857 2.584
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.6 54.981 53.529
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.545 557
6. Sonstige Schulden und Abgrenzungen 6.18 27.866 26.769
91.201 91.011
458.402 420.413

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

Konzernanhang 2018

T€
2017

T€
1. Umsatzerlöse 5.1 691.776 649.301
2. Bestandsveränderung der Erzeugnisse 1.748 4.879
3. Sonstige Erträge 5.6 9.107 8.610
4. Materialaufwand 5.2 290.581 275.979
5. Personalaufwand 5.3 167.675 158.093
6. Abschreibungen 5.4 21.100 19.720
7. Sonstige Aufwendungen 5.5 156.710 152.331
8. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 66.565 56.667
9. Zinserträge 5.7 371 55
10. Zinsaufwendungen 5.7 506 680
11. Ergebnis aus at Equity bewerteten Beteiligungen 6.5 30 -15
12. Ergebnis vor Steuern 66.460 56.027
13. Ertragssteuern 5.8 18.056 15.914
14. Konzernergebnis nach Steuern 48.404 40.113

Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018

T€
2017

T€
Konzernergebnis nach Steuern 48.404 40.113
Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge
Posten, die künftig unter bestimmten Bedingungen in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
- Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung 464 1.919
Posten, die künftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
- Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen -507 -50
Summe direkt im Eigenkapital erfasster Aufwendungen und Erträge nach Steuern -43 1.869
Gesamtergebnis des Geschäftsjahres nach Steuern 48.361 41.982
- davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen 48.361 41.982

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018

Die apetito Aktiengesellschaft mit Sitz in Rheine/Deutschland (Bonifatiusstraße 305) stellt als oberste Muttergesellschaft den Konzernabschluss und den Konzernanhang auf. Die Gesellschaft ist eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts Steinfurt (HR B 4040).

Der apetito-Konzern produziert und vertreibt tiefgekühlte und gekühlte Fertiggerichte im In- und Ausland. Die Auslandsaktivitäten erstrecken sich auf Großbritannien, Frankreich, die Niederlande, Österreich, Spanien und Kanada.

1. Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der apetito AG zum 31. Dezember 2018 wurde in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards Board (IASB) - den International Accounting Standards (IAS) bzw. den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind - aufgestellt. Dabei wurden sämtliche zum 31. Dezember 2018 in der Europäischen Union anzuwendenden IAS bzw. IFRS sowie die entsprechenden Interpretationen des Standing Interpretation Committee (SIC) bzw. des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) beachtet. Die Anforderungen der vorstehenden Vorschriften wurden vollständig erfüllt, so dass der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Zahlungsströme des Geschäftsjahres vermittelt. Wesentliche Auswirkungen durch die in 2018 neu anzuwendenden Standards auf den vorliegenden Konzernabschluss der apetito AG haben sich dabei nicht ergeben.

Der Konzernabschluss nach IFRS wird auf der Grundlage von § 315e Abs. 3 HGB aufgestellt; die Voraussetzungen des § 315e HGB für die Befreiung von der Erstellung eines Konzernabschlusses nach deutschen Rechnungslegungsnormen sind erfüllt. Um die Gleichwertigkeit mit einem nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss sicherzustellen, werden alle über die Regelungen des IASB hinausgehenden gesetzlichen Angabe- und Erläuterungspflichten erfüllt.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind - soweit nicht anders vermerkt - in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Der Konzernabschluss basiert auf historischen Anschaffungskosten und wird in Übereinstimmung mit den nachfolgend erläuterten Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Dabei wird von der Fortführung der Geschäftstätigkeit ausgegangen. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang entsprechend erläutert. Vermögenswerte und Schulden sind entsprechend ihrer Restlaufzeit in langfristig (bei Fälligkeiten über einem Jahr) und kurzfristig aufgegliedert. Pensionsrückstellungen und latente Steuern werden generell als langfristig ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

2. Konsolidierung

2.1 Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss wurden alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, die durch die apetito AG beherrscht werden. Diese Beherrschung ergibt sich aus Rechten auf veränderliche Renditen sowie der Möglichkeit, auf diese Renditen durch Machtausübung über einen Investitionsempfänger Einfluss zu nehmen. Die Abschlüsse aller einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an vollkonsolidiert, an dem die Kontrolle auf das Mutterunternehmen übergegangen ist. Sie werden entkonsolidiert, wenn die Kontrolle endet. Diese Tochterunternehmen werden nach der Methode der Vollkonsolidierung erfasst. Dabei wird der Beteiligungsbuchwert dem anteiligen konsolidierungspflichtigen Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile (Erwerbsmethode) nach IFRS 3 gegenübergestellt. Das Eigenkapital ist dabei zwingend nach der Neubewertungsmethode zu ermitteln. IFRS 3 wird für sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach dem Übergangszeitpunkt (1. Januar 2006) angewendet.

Gemäß IFRS 3 werden im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten bei der Erstkonsolidierung mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Transaktionszeitpunkt bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten der Anteile das zum beizulegenden Zeitwert bewertete erworbene anteilige Nettovermögen, so wird ein Firmenwert ("Goodwill") angesetzt. Der Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern wird mindestens einmal jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen.

Beteiligungen an Joint Ventures werden gemäß IFRS 11 i.V.m. IAS 28 nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen wurden unter Berücksichtigung von Materialitätsgesichtspunkten eliminiert.

2.2 Konsolidierungskreis

Die apetito AG ist an den in den Konzernabschluss vollkonsolidierten Gesellschaften jeweils zu 100 % beteiligt.

Eine Aufstellung sämtlicher einbezogener Gesellschaften ist als Anlage beigefügt.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Personenhandelsgesellschaften

apetito convenience AG & Co. KG, Rheine (im Folgenden: apetito convenience)
COSTA Meeresspezialitäten GmbH & Co. KG, Emden (im Folgenden: Costa)

nehmen gemäß § 264b HGB Erleichterungen im Hinblick auf die Aufstellung und Offenlegung eines Jahresabschlusses und Lageberichts nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften in Anspruch.

Folgende in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften nehmen gemäß § 264 Abs. 3 HGB die Befreiung in Anspruch, den Jahresabschluss nicht entsprechend § 325 HGB offenzulegen:

Petito's Bistro Gastronomie GmbH, Rheine
MENÜLOGISTIK GmbH, Rheine
Hansa ActiVita GmbH, Rheine
Apetito New Business GmbH, Rheine (vormals: CoolMenü GmbH, Müllheim/Ruhr)
Hansa Tiefkühlmenü GmbH, Hilter
Menü Variant GmbH, Hilter

2.3 Konzernabschlussstichtag

Die Konzernbilanz ist auf den 31. Dezember, den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens, aufgestellt, der zugleich auch Bilanzstichtag aller einbezogenen Tochtergesellschaften ist.

2.4 Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen

Die Vermögenswerte und Schulden von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden gemäß IAS 21 zum am Stichtag geltenden Währungskurs umgerechnet.

Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgt zu historischen Kursen. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zu Durchschnittskursen des abgelaufenen Geschäftsjahres umgerechnet.

Die aus der Umrechnung resultierenden Währungsdifferenzen werden erfolgsneutral in der Rücklage für Währungsumrechnung erfasst.

Für die Umrechnung wurden folgende Wechselkurse berücksichtigt:

31.12.2018 Vorjahr
Stichtagskurs Durchschnittskurs Stichtagskurs Durchschnittskurs
--- --- --- --- ---
1 GBP = 1,118 EUR 1,130 EUR 1,127 EUR 1,142 EUR
1 CAD = 0,641 EUR 0,654 EUR 0,665 EUR 0,683 EUR

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

3.1 Aufwands- und Ertragsrealisierung

Erlöse aus dem Verkauf von Waren und Erzeugnissen sowie aus dem Verkauf von Küchen- und Gerätetechnik werden erfasst, wenn die geschuldete Lieferung erbracht wurde und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Kundenskonti und -rabatte sowie Warenrückgaben werden periodengerecht umsatzmindernd entsprechend den zugrundeliegenden Grundsätzen verbucht.

Daneben erzielt der Konzern Dienstleistungsumsätze u.a. aus der Vermietung von Küchen- und Gerätetechnik. Diese werden erfasst, sobald die Dienstleistung erbracht ist. Bei Vermietung werden die Umsätze periodengerecht übereinstimmend mit den jeweiligen Vertragsbedingungen erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Zinsen werden im Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand bzw. Ertrag erfasst.

3.2 Geschäfts- und Firmenwert ("Goodwill")

Der Beteiligungsbuchwert wird dem konsolidierungspflichtigen Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode (IFRS 3) gegenübergestellt. Der Unterschiedsbetrag zwischen übertragener Gegenleistung und anteiligem Nettovermögen wird dem Geschäfts- und Firmenwert zugeordnet. Bei vor dem Übergangszeitpunkt stattgefundenen Unternehmenszusammenschlüssen wurde gemäß IFRS 1 die Konsolidierungsmethode nach HGB beibehalten.

Es erfolgt keine planmäßige Abschreibung auf Geschäfts- und Firmenwerte; die Bewertung wird gemäß IFRS mindestens jährlich anhand eines Wertminderungstests (IAS 36) überprüft und der Geschäfts- und Firmenwert gegebenenfalls aufwandswirksam abgeschrieben.

3.3 Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern:

Software: drei bis fünf Jahre
Lizenzen, Belieferungsrechte: Vertragslaufzeit
Erworbene Kundenstämme: zwei bis vier Jahre
Erworbene Marken und sonstige Rechte: zwei bis zehn Jahre ggf. unter Berücksichtigung eines Restwerts

Im apetito-Konzern werden Entwicklungskosten nicht aktiviert, da der zukünftige wirtschaftliche Nutzen nicht zuverlässig bestimmt werden kann, solange Produkte nicht am Markt eingeführt sind.

3.4 Sachanlagen

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bilanziert. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzernweit einheitlich über die folgenden Nutzungsdauern:

Gebäude: 40 bis 50 Jahre
Außenanlagen: 15 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: fünf bis 25 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung: vier bis 25 Jahre
Fuhrpark: fünf bis neun Jahre
Küchen- und Gerätetechnik: sieben Jahre

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Erhaltene Investitionszuschüsse sowie Investitionszulagen mindern die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Finanzierungskosten sind im Fall qualifizierter Vermögenswerte Bestandteil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Kosten für die Reparatur von Sachanlagen werden grundsätzlich aufwandswirksam erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die Kosten zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des Vermögenswertes führen. Die zu aktivierenden Vermögenswerte werden für Zwecke der Abschreibungsbemessung getrennten Betrachtungen unterzogen, wenn wesentliche Bestandteile unterschiedliche wirtschaftliche Nutzungsdauern haben.

Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing ("finance lease"), bei denen im Wesentlichen alle Risiken und Nutzen im Zusammenhang mit dem Vermögenswert auf den Konzern übergehen, werden gemäß IAS 17 abzüglich kumulierter Abschreibungen als Sachanlagen angesetzt sowie eine entsprechende Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwerts des Vermögenswertes bzw. des niedrigeren Barwerts der Leasingzahlungen passiviert. Die Abschreibungen erfolgen nach den gleichen Grundsätzen wie beim übrigen Sachanlagevermögen, maximal jedoch über die Laufzeit des Leasingvertrags, sofern nicht hinreichend wahrscheinlich ist, dass Vermögenswerte nach Auslaufen des Vertrags erworben werden.

Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen werden in den sonstigen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen.

3.5 Wertminderung von Vermögenswerten ("Impairment-Test")

Immaterielle Vermögenswerte, die eine unbestimmbare Nutzungsdauer haben, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich sowie anlassbezogen auf Wertminderungsbedarf überprüft.

Die übrigen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen werden nach den Vorschriften des IAS 36 auf die Notwendigkeit außerplanmäßiger Abschreibungen überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte Umstände darauf schließen lassen, dass Wertminderungen vorliegen ("Impairment-Test"). Eine außerplanmäßige Abschreibung wird vorgenommen, wenn der Buchwert des betroffenen Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag überschreitet. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und Nutzungswert.

3.6 Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen.

Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Finanzinstrumenten werden als sonstige Erträge oder Aufwendungen erfasst. Wertminderungsaufwendungen werden als sonstige Aufwendungen und sonstige Ergebnisse aus Finanzinstrumenten - im Wesentlichen Zinsen - im Finanzergebnis erfasst.

3.6.1 Originäre finanzielle Vermögenswerte

Originäre finanzielle Vermögenswerte, die von apetito gehalten werden, sind der Kategorie "Ausgereichte Kredite und Forderungen" zugeordnet. Hierunter fallen originäre und erworbene Darlehen und Forderungen mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden. Zu dieser Kategorie zählen bei apetito insbesondere kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie langfristige Forderungen aus der Veräußerung von Küchen- und Gerätetechnik.

"Ausgereichte Kredite und Forderungen" werden gemäß IAS 39.43 erstmals zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind, bewertet. Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt bei marktüblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag, also zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird. Niedrig- oder unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung einer angemessenen Verzinsung mit dem diskontierten Betrag angesetzt.

Die Folgebewertung erfolgt gemäß IAS 39.46 (a) zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode, soweit der beizulegende Zeitwert nicht darunter liegt.

Bei Vorliegen objektiver Hinweise für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes wird die Wertminderung auf Basis der zu erwartenden Cashflows geschätzt und mit demjenigen Zinssatz kapitalisiert, der bei der erstmaligen Aktivierung zugrunde lag. Ergibt sich beim Vergleich mit dem Buchwert als Differenz ein Verlustbetrag, so wird dieser ergebniswirksam erfasst.

Vermögenswerte für die zu erwartende Verluste nach dem Expected Losses Modell im Sinne des IFRS 9 abzubilden sind, werden in Abhängigkeit von möglichen künftigen Verlustereignissen einer von drei Stufen zugeordnet (3-Stufen-Konzept). Bei allen Stufen erfolgt generell eine Wertberichtigung. Beim erstmaligen Bilanzansatz sind alle finanziellen Vermögenswerte der Stufe 1 zuzuordnen. Davon ausgenommen sind finanzielle Vermögenswerte, die bereits im Zugangszeitpunkt wertgemindert sind.

Stufe 1

Der Umfang der Erfassung erwarteter Verluste wird danach differenziert, ob sich das Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte seit ihrem Zugang wesentlich verschlechtert hat oder nicht. Liegt eine wesentliche Verschlechterung vor und ist das Ausfallrisiko am Stichtag nicht als niedrig einzustufen, sind ab diesem Zeitpunkt sämtliche Verluste über die gesamte Laufzeit zu erfassen (Stufen 2 und 3). Andernfalls sind nur die über die Laufzeit der Forderung zu erwartenden Verluste zu berücksichtigen, die aus künftigen, möglichen Verlustereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate resultieren.

Stufe 2

Sollte das Kreditrisiko nach dem Zugangszeitpunkt signifikant ansteigen, erfolgt ein Transfer des Finanzinstruments in Stufe 2. Bei Berechnung der Risikovorsorge müssen die erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit des finanziellen Vermögenswertes berücksichtigt werden.

Stufe 3

Der finanzielle Vermögenswert ist der Stufe 3 zuzuordnen, wenn sich dessen Kreditqualität weiter verschlechtert hat und objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen. Ein Vertragsbruch oder erhebliche finanziell Schwierigkeiten des Schuldners können z.B. einen objektiven Hinweis darstellen. Die Bemessung der Risikovorsorge erfolgt analog zu Stufe 1 und 2; allerdings muss die Ermittlung der effektiven Zinserträge auf den Nettobuchwert (nach Abzug der Risikovorsorge) angepasst werden.

Vereinfachter Ansatz

Ausnahmeregelungen bestehen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für Vertragsvermögenswerte nach IFRS 15. Das Stufenmodell kommt im Rahmen des vereinfachten Ansatzes nicht zur Anwendung.

Der Konzern wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu bemessen. Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale und Überfälligkeitstage zusammengefasst. Die erwarteten Verlustquoten beruhen auf den Zahlungsprofilen der Umsätze über eine Periode von 24 Monaten vor dem 31. Dezember 2018 und den entsprechenden historischen Ausfällen in dieser Periode. Die historischen Verlustquoten werden angepasst, um aktuelle und zukunftsorientierte Informationen zu makroökonomischen Faktoren abzubilden, die sich auf die Fähigkeit der Kunden, die Forderungen zu begleichen, auswirken. Der Konzern hat das Bruttoinlandsprodukt und die Arbeitslosenquoten der Länder, in denen er Produkte und Dienstleistungen verkauft, als relevanteste Faktoren identifiziert und passt die historischen Verlustquoten aufgrund der erwarteten Veränderungen bei diesen Faktoren an.

Der Konzern unterteilt seine Forderungen in zwei Risikoklassen und zwar in die Bereiche B2B und B2C mit unterschiedlichen Wertberichtigungsquoten:

Wertberichtigungsquoten für den Bereich B2C Wertberichtigungsquoten für den Bereich B2B
Nicht überfällig 0,10% des Buchwerts Nicht überfällig 0,05% des Buchwerts
0 - 30 Tage 0,20% des Buchwerts 0 - 30 Tage 0,10% des Buchwerts
31 - 60 Tage 0,30% des Buchwerts 31 - 60 Tage 0,15% des Buchwerts
61 - 90 Tage 0,40% des Buchwerts 61 - 90 Tage 0,20% des Buchwerts
mehr als 90 Tage 0,50% des Buchwerts mehr als 90 Tage 0,25% des Buchwerts

Im Vorjahr wurde die Wertminderung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des Modells der eingetretenen Verluste geschätzt. Wertminderungen auf Forderungen werden auf einem gesonderten Wertberichtigungskonto erfasst. Eine Ausbuchung der Forderungen erfolgt, sobald die entsprechende Forderung endgültig ausgefallen ist.

Spätere Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst.

Bei den kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen kurzfristigen Forderungen geht die Gesellschaft davon aus, dass der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

Der beizulegende Zeitwert der ausgereichten langfristigen Kredite und Forderungen wird, da kein aktiver Markt für diese Vermögenswerte existiert, durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsflüsse mit dem Marktzinssatz ermittelt.

3.6.2 Originäre finanzielle Verbindlichkeiten

Bei apetito umfassen die originären finanziellen Verbindlichkeiten insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Gesellschaftern, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Bewertung gemäß IAS 39.43 mit ihrem beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung der Transaktionskosten, die direkt der Aufnahme der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind, bewertet. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die finanziellen Verbindlichkeiten gemäß IAS 39.47 mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.

Der beizulegende Zeitwert der finanziellen Verbindlichkeiten entspricht in der Regel dem vereinnahmten Betrag. Gemäß IAS 17.20 erfolgt die Zugangsbewertung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zum beizulegenden Zeitwert oder - sofern niedriger - zum Barwert der Mindestleasingzahlungen. Der Ermittlung liegen die Verhältnisse zu Beginn des Leasingverhältnisses zugrunde. Die Diskontierung der Mindestleasingzahlungen erfolgt - soweit bekannt - mit dem Zinssatz, der dem Leasingvertrag zugrunde liegt. Sofern dieser Zinssatz nicht bekannt ist, wird der Grenzkapitalkostensatz des Leasingnehmers angewendet.

Finanzielle Verbindlichkeiten - oder Teile davon - werden ausgebucht, sobald die Verbindlichkeit getilgt ist, d.h. wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen oder aufgehoben sind.

Gewinne und Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten werden gemäß IAS 39.56 in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die finanzielle Verbindlichkeit ausgebucht wird. Die Amortisation von Transaktionskosten wird ebenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten geht die Gesellschaft davon aus, dass der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

Der beizulegende Zeitwert der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wird, da kein aktiver Markt für diese Verbindlichkeiten existiert, mittels finanzmathematischer Methoden durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsflüsse mit dem Marktzinssatz ermittelt.

3.6.3 Derivative Finanzinstrumente

An derivativen Finanzinstrumenten werden Devisentermingeschäfte genutzt, um Wareneinkäufe oder Verkäufe in Fremdwährungen abzusichern.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Marktbedingungen bezüglich der Wechselkurse, Zinssätze und Bonitäten ermittelt. Der beizulegende Zeitwert entspricht damit dem Betrag, den die Konzerngesellschaften bei Fälligstellung des Finanzinstrumentes zum Abschlussstichtag entweder erhalten oder zahlen müssten. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten werden sofort ergebniswirksam erfasst.

Positive Marktwerte der Finanzinstrumente werden unter den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und negative Marktwerte unter den übrigen kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

3.7 Latente Steuern

Gemäß IAS 12 werden aktive und passive latente Steuern unter Verwendung der Verbindlichkeiten-Methode für alle temporären Differenzen zwischen Buchwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld in der Bilanz nach Rechnungslegungsstandards des IASB und der steuerlichen Basis sowie für die zukünftige Nutzung steuerlicher Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass diese gegen zukünftiges zu versteuerndes Einkommen genutzt werden können.

Latente Steueransprüche und Schulden werden unter Anwendung der Steuersätze und der Gesetze, die am Bilanzstichtag bereits gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung des latenten Steueranspruchs bzw. der Begleichung der latenten Steuerschuld erwartet wird, bewertet.

Latente Steuerverbindlichkeiten aus zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen werden nicht angesetzt, da das Mutterunternehmen in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen zu steuern, und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarerer Zeit nicht umkehren werden.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und sich auf dasselbe Steuersubjekt beziehen.

3.8 Vorräte

Vorräte sind zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren wurden nach der Methode des gleitenden Durchschnitts ermittelt und ergeben sich aus den Einkaufspreisen zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch dem Produktionsprozess zuzurechnende Gemeinkosten einschließlich angemessener Abschreibungen auf Produktionsanlagen unter der Annahme einer Normalauslastung. Fremdkapitalzinsen werden, sofern sie nicht einem qualifizierten Vermögenswert direkt zuzuordnen sind, nicht in die Vorratsbewertung einbezogen, sondern in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.

Abwertungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem und ausreichendem Ausmaß vorgenommen. Soweit erforderlich, wird der niedrigere Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte erzielbare Verkaufspreis abzüglich geschätzter Kosten bis zur Fertigstellung und notwendiger Vertriebskosten.

Bei Wegfall der Gründe für eine Abwertung wird eine entsprechende Wertaufholung vorgenommen.

3.9 Zahlungsmittelbestand

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen und andere hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten.

3.10 Pensionsrückstellungen

Gemäß IAS 19 unterscheidet die Gesellschaft zwischen beitrags- und leistungsorientierten Plänen zur Altersversorgung.

Die Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pläne sind durch versicherungsmathematische Gutachten belegt. Die Rückstellungen wurden nach der Methode der laufenden Einmalprämie ("projected unit credit method") gemäß IAS 19 berechnet. Dabei wurden ein Zinssatz von 1,75 % (Vorjahr: 1,75 %) p.a., die Heubeck-Richttafeln 2018 G und Trendannahmen für die zukünftige Steigerung der Gehälter (0,0 %, Vorjahr 0,0 %) und Renten (2,0 %, Vorjahr 2,0 %) zugrunde gelegt. Der Rechnungszinssatz orientiert sich hierbei an erstklassigen festverzinslichen Industrieanleihen vergleichbarer Laufzeit am Bewertungsstichtag.

Der laufende Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand erfasst. Der Ausweis der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfolgt gemäß IAS 19.120 (c) erfolgsneutral im Eigenkapital. Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil ist in den Finanzaufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.

3.11 Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen umfassen alle erkennbaren rechtlichen und faktischen Verpflichtungen des Konzerns gegenüber Dritten, deren Erfüllung wahrscheinlich ist und deren Höhe zuverlässig eingeschätzt werden kann. Die Bewertung erfolgt gemäß IAS 37 zum erwarteten Erfüllungsbetrag.

Als Eventualverpflichtungen im Anhang angegeben werden mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, bei denen der Ressourcenabfluss aber nicht als wahrscheinlich eingeschätzt wird.

Zu den langfristigen Rückstellungen zählen Jubiläumszahlungen gegenüber Arbeitnehmern. Langfristige Rückstellungen werden auf Grundlage entsprechender Marktzinssätze mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert.

3.12 Transaktionen in Fremdwährungen

Einkäufe und Verkäufe in Fremdwährungen werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Tageskurs umgerechnet. Monetäre Bilanzposten in fremder Währung werden zum Mittelkurs des Bilanzstichtags angesetzt; dabei auftretende Währungsgewinne und -verluste werden ergebniswirksam erfasst.

3.13 Verwendung von Schätzungen

Die Aufstellung des IFRS-Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die Einfluss auf den Ausweis von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie auf den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen haben.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen sind insbesondere hinsichtlich der Festlegung der Abschreibungsdauern, der versicherungsmathematischen Parameter bei der Bewertung von Pensions-, Jubiläums- und Altersteilzeitrückstellungen sowie der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern getroffen worden. Die tatsächlichen Beträge können von den Beträgen abweichen, die sich aus diesen Schätzungen und Annahmen ergeben. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Bezüglich der Buchwerte dieser Positionen zum Stichtag und weiterer Angaben verweisen wir auf die Abschnitte 5.8, 6.2 bis 6.4, 6.14 und 6.16.

4. Anwendung neuer und geänderter IFRS-Standards

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Die folgenden Standards waren im Geschäftsjahr 2018 erstmalig anzuwenden:

Änderungen nach IFRS 9: Finanzinstrumente

IFRS 9 regelt die Klassifizierung, Bewertung und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, führt neue Vorschriften für das Hedge Accounting ein und implementiert ein neues Wertminderungsmodell für finanzielle Vermögenswerte.

Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns umfassen Fremdkapitalinstrumente, die derzeit als bis zur Endfälligkeit gehalten klassifiziert und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Diese Finanzinstrumente erfüllen die Voraussetzungen für eine Klassifizierung zu fortgeführten Anschaffungskosten gemäß IFRS 9. Der neue Standard hat keine Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung dieser finanziellen Vermögenswerte.

Auswirkungen auf die Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten ergeben sich nicht, da sich die neuen Vorschriften nur auf die Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten auswirken, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Der Konzern hat keine derartigen Verbindlichkeiten. Die Ausbuchungsregeln wurden aus IAS 39 Finanzinstrumente übertragen und wurden nicht geändert.

Die neuen Regeln für das Hedge Accounting werden die Bilanzierung von Sicherungsinstrumente stärker an Risikomanagementpraktiken anpassen. In der Regel können mehr Hedge-Beziehungen für Hedge Accounting in Frage kommen, da der Standard einen stärker auf Grundsätzen basierenden Ansatz vorsieht. Da derzeit keine Hedge-Beziehungen bestehen werden sich auch aus dieser Neuregelung keine Auswirkungen auf die Bilanzierung ergeben.

Das neue Wertminderungsmodell erfordert die Erfassung von Wertminderungsrückstellungen auf Basis von erwarteten Forderungsverlusten ("expected-credit-loss") anstatt nur auf Basis von aufgetretenen Forderungsausfällen, wie dies nach IAS 39 der Fall ist. Sie betrifft finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, mit FVOCI (fair value in other comprehensive income) bewertete Schuldinstrumente und Vertragsvermögenswerte nach IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden, Leasingforderungen, Kreditzusagen und bestimmten Finanzgarantien. Der Konzern hat keine wesentliche Erhöhung der Wertberichtigung für zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten (siehe 3.6.1).

Die neuen Regelungen des IFRS 9 wurden unter Inanspruchnahme der praktischen Erleichterungen, die gemäß dem Standard zulässig sind, rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 angewendet. Die Vorjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2017 wurden nicht angepasst, da sich unwesentliche Anpassungseffekte im zweistelligen TEUR-Bereich ergeben hätten.
Änderungen nach IFRS 15: Umsatzerlöse aus Kundenverträgen

Nach IFRS 15 sind Umsatzerlöse dann zu realisieren, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus diesen ziehen kann. Entscheidend ist nicht mehr die Übertragung wesentlicher Chancen und Risiken, wie noch nach den alten Regelungen des IAS 18 "Umsatzerlöse". Das neue Modell sieht zur Ermittlung der Umsatzrealisierung ein fünfstufiges Schema vor, wonach zunächst der Kundenvertrag und die darin enthaltenen separaten Leistungsverpflichtungen zu identifizieren sind. Anschließend ist der Transaktionspreis des Kundenvertrags zu ermitteln und auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen aufzuteilen. Abschließend ist nach dem neuen Modell für jede Leistungsverpflichtung Umsatz in Höhe des zugeordneten anteiligen Transaktionspreises zu realisieren, sobald die vereinbarte Leistung erbracht wurde bzw. der Kunde die Verfügungsmacht darüber erlangt hat. Hierbei ist anhand vorgegebener Kriterien zwischen zeitpunktbezogenen und zeitraumbezogenen Leistungserfüllungen zu unterscheiden, wobei es sich im Wesentlichen um zeitpunktbezogene Leistungserfüllungen handelt.

Das Management hat die Auswirkungen der Anwendung des neuen Standards auf den Konzernabschluss analysiert und hat dabei die Bereiche des Gerätegeschäfts und der Erlösschmälerungen identifiziert. Auswirkungen ergaben sich hieraus nicht.

Der Konzern wendet die modifizierte retrospektive Methode des Standards an. Dies bedeutet, dass die kumulativen Auswirkungen der Übernahme ab dem 1. Januar 2018 in den Gewinnrücklagen erfasst werden.

Bei erstmaliger Anwendung müssen keine Vergleichsangaben für im Abschluss enthaltene Vorjahresperioden erfolgen, da sich keine Auswirkungen ergeben haben.

Es wurden alle ab diesem Geschäftsjahr verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen umgesetzt. Aus der Erstanwendung der oben genannten Standards/Änderungen haben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

Das IASB und das IFRS IC haben folgende neue und geänderte Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2018 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren, aber bereits von der EU übernommen ("endorsed") waren.

Titel Erstmalige verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre ab
IFRS 16, Leasingverhältnisse 1. Januar 2019
Änderungen an IFRS 9: Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung 1. Januar 2019
IFRIC 23, Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung 1. Januar 2019

Standards, deren Anwendungszeitpunkt erst nach dem Bilanzstichtag liegt, wurden nicht vorzeitig angewendet.

Die aktuell erwarteten wesentlichen zukünftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss sind nachfolgend dargestellt:

IFRS 16, Leasingverhältnisse

Durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 im Geschäftsjahr 2019 wird sich die Bilanzsumme im unteren einstelligen Millionenbereich erhöhen, da die Gesellschaft bzw. ihre Tochtergesellschaften als Leasingnehmer die Vermögenswerte und zugleich Leasingverbindlichkeiten aus den Leasingverträgen, die im Wesentlichen aus Mietverträgen bestehen, anzusetzen hat. Aus dem Ansatz der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten werden zusätzliche Abschreibungen und Zinsaufwendungen resultieren und der operative Aufwand wird zurückgehen, da die Leasingaufwendungen künftig in den Abschreibungen und im Zinsergebnis ausgewiesen werden. Wesentliche Auswirkungen werden hieraus nicht erwartet.
Änderungen an IFRS 9: Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung

Nach den bisherigen Vorschriften von IFRS 9 in der aktuell gültigen Fassung ist die Zahlungsstrombedingung nicht erfüllt, wenn der Kreditgeber im Falle einer Kündigung durch den Kreditnehmer eine Ausgleichszahlung leisten müsste (z.T. als Vorfälligkeitsgewinn bezeichnet).

Durch die Neuregelung werden die bestehenden Vorschriften in IFRS 9 zu Kündigungsrechten dahingehend geändert, um auch bei negativen Ausgleichszahlungen eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (bzw. in Abhängigkeit des Geschäftsmodells erfolgsneutral zum Fair Value) zu ermöglichen.

Nach der Neuregelung ist das Vorzeichen der Ausgleichszahlung nicht relevant, d.h. in Abhängigkeit von dem bei Kündigung vorherrschenden Zinsniveau ist eine Zahlung auch zugunsten der Vertragspartei möglich, welche die vorzeitige Rückzahlung herbeiführt.

Die Berechnung dieser Ausgleichszahlung muss sowohl für den Fall einer Vorfälligkeitsentschädigung wie auch für den Fall eines Vorfälligkeitsgewinns dieselbe sein.

Der IASB hat davon Abstand genommen, das zweite Kriterium aus dem Entwurf (unerheblicher beizulegenden Zeitwert der Vorfälligkeitsregelung bei erstmaligem Ansatz des finanziellen Vermögenswerts) zu finalisieren. Wesentliche Auswirkungen werden hieraus nicht erwartet.
IFRIC 23, Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung

Die Bestimmung des zu versteuernden Ergebnisses oder steuerlichen Verlusts, des Steuerwerts (tax base), der noch nicht eingetretenen bzw. genutzten steuerlichen Gewinne oder Verluste sowie des Steuersatzes ist stets mit Unsicherheiten behaftet und hängt von der Anwendung der Steuergesetze bzw. der Anerkennung durch die Finanzverwaltung und Finanzgerichte ab.

IFRIC 23 enthält Anwendungshinweise zur Bilanzierung von tatsächlichen und latenten Steuerschulden und -ansprüchen nach IAS 12, bei denen Unsicherheiten in Bezug auf die ertragsteuerliche Behandlung bestehen.

Die neue Interpretation konkretisiert im Wesentlichen vier Fragestellungen. Zunächst hat ein Unternehmen das Bilanzierungsobjekt bei ertragsteuerlichen Unsicherheiten zu bestimmen. Dabei ist zu entscheiden, ob die Beurteilung der Unsicherheit für jeden Sachverhalt getrennt oder für mehrere Sachverhalte gemeinsam zu erfolgen hat. Die Entscheidung ist dahingehend zu treffen, welche Vorgehensweise eine bessere Indikation hinsichtlich der Auflösung der Unsicherheit liefert.

Darüber hinaus hat ein Unternehmen bei der Einschätzung der Auswirkungen durch Unsicherheiten bei der ertragsteuerlichen Behandlung davon auszugehen, dass die Steuerbehörden ihr Recht zur Überprüfung erklärter Beträge ausüben werden und dabei vollständige Kenntnis aller zugehörigen Informationen besitzen.

Ferner muss ein Unternehmen einschätzen, ob es wahrscheinlich (probable) ist, dass seine ertragsteuerliche Beurteilung eines strittigen Sachverhalts durch die Steuerbehörde akzeptiert werden wird. Kommt das Unternehmen zu der Einschätzung, dass die Steuerbehörden die entsprechende ertragsteuerliche Beurteilung akzeptieren werden, so hat es das zu versteuernde Einkommen bzw. den Ertrag, die steuerlichen Bemessungsgrundlagen, nicht genutzte steuerliche Verluste und Steuergutschriften sowie anzuwendende Steuersätze im Einklang mit seiner Einschätzung zu ermitteln. Wenn das Unternehmen hingegen zu der Einschätzung kommt, dass seine Beurteilung durch die Steuerbehörde nicht akzeptiert werden wird, so ist dieser Unsicherheitsfaktor bei der Bestimmung der zugehörigen Werte der Höhe nach zu berücksichtigen. Die Berücksichtigung von Unsicherheit kann entweder mit dem wahrscheinlichsten Wert oder mit dem Erwartungswert abgebildet werden. Dabei ist die Methode anzuwenden, welche eine bessere Indikation hinsichtlich der Auflösung der Unsicherheit liefert.

IFRIC 23 fordert darüber hinaus eine Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung der geforderten Beurteilungen und Einschätzungen, wenn sich die Tatsachen und Umstände, die die Grundlage für diese Beurteilungen und Einschätzungen gebildet haben, geändert haben. Anhang A der Interpretation enthält Anwendungsleitlinien zur Berücksichtigung geänderter Tatsachen und Umstände und veranschaulicht sie mit Beispielen.

Die kumulativen Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRIC 23 sind in den Gewinnrücklagen oder einer anderen sachgerechten Eigenkapitalposition zu Beginn der Berichtsperiode zu erfassen. Wesentliche Auswirkungen werden nicht erwartet.

Standards, Interpretationen und Änderungen zu veröffentlichten Standards, die noch nicht durch die EU übernommen wurden:

Titel Voraussichtliche erstmalige verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre ab
IFRS 14, Regulatorische Abgrenzungsposten (wird nicht durch die EU übernommen)
Änderung an IFRS 10 und IAS 28: Veräußerungen von Vermögenswerten eines Investors an bzw. Einbringung in sein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen noch festzulegen (ursprünglich 1. Januar 2016)
Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2015-2017) 1. Januar 2019
Änderungen an IAS 19: Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen 1. Januar 2019
Änderungen an IAS 28: Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 1. Januar 2019
Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in den IFRS 1. Januar 2020
IFRS 17, Versicherungsverträge 1. Januar 2021

Die erstmalige Anwendung dieser Standards und Interpretationen wird vorbehaltlich der Übernahme durch die EU zum Zeitpunkt der erstmaligen verpflichtenden Anwendung erfolgen.

5. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

5.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden wie im Vorjahr im Wesentlichen im Inland mit Tiefkühlartikeln erzielt. Die Konzernumsatzerlöse verteilen sich wie folgt:

2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Deutschland 435.956 406.481
EU-Ausland 241.672 230.064
Ausland außerhalb der EU 14.148 12.756
Konzern 691.776 649.301

Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen aus dem Verkauf von Gütern erwirtschaftet sowie in untergeordnetem Umfang aus Dienstleistungen.

5.2 Materialaufwand

In folgender Zusammensetzung:

2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Roh- und Handelswareneinsatz 282.130 268.938
Hilfs- und Betriebsstoffe 8.606 7.219
Abwertung auf Vorräte -202 -198
Aufwertung von in Vorjahren abgeschriebenen Vorräten 47 0
290.581 275.959

5.3 Personalaufwand

Der Personalaufwand unterteilt sich wie folgt:

2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Löhne und Gehälter 146.772 138.220
Sozialversicherungsbeiträge (Rentenversicherung) 12.421 11.859
Sozialversicherungsbeiträge (sonstige) 6.399 6.054
Aufwendungen für Altersversorgung 2.083 1.960
167.675 158.093

Der in der Zuführung zur Pensionsrückstellung enthaltene Zinsanteil wird in den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Im apetito-Konzern waren durchschnittlich beschäftigt:

2018 Vorjahr
Angestellte 1.847 1.851
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.568 1.459
Aushilfen 258 280
Auszubildende 57 56
Befristet Beschäftigte 322 285
4.052 3.931

5.4 Planmäßige Abschreibungen

In folgender Zusammensetzung:

2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Abschreibungen auf sonstige Sachanlagen 15.899 14.772
Abschreibungen auf Gebäude 2.889 2.494
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 2.312 2.454
21.100 19.720

5.5 Sonstige Aufwendungen

In folgender Zusammensetzung:

2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Frachten und Fremdlagerkosten 28.541 27.051
Vertriebs- und Marketingkosten 26.717 25.046
Versicherungen, Beiträge, Rechts- und Beratungskosten 16.808 13.734
Energie 15.331 14.425
Instandhaltung und Reparatur 13.797 13.766
Miete und Leasing 13.417 12.219
Zeitarbeit, sonstige Personalkosten 13.134 13.318
Fahrzeug- und Reisekosten 12.747 12.234
Übrige 16.218 20.538
156.710 152.331

In den übrigen sonstigen Aufwendungen sind Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 213 (Vorjahr: TEUR 1.986) enthalten.

5.6 Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge betreffen im Wesentlichen Kostenweiterbelastungen an Joint Ventures, Versicherungserstattungen, Erträge aus der Fair Value-Bewertung von Derivaten sowie Erträge aus dem Verkauf von Vermögenswerten des Anlagevermögens und Mieterträge. Gewinne aus der Fremdwährungsumrechnung belaufen sich auf über TEUR 1.603 (Vorjahr: TEUR 531).

5.7 Finanzergebnis

Zinserträge und Zinsaufwendungen setzen sich folgendermaßen zusammen:

2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Zinserträge Banken 132 34
Zinserträge aus langfristigen Verbindlichkeiten 222 0
Steuerzinsen 0 3
Kunden, sonstige 17 18
Summe Zinserträge 371 55
Zinsaufwand Pensionsrückstellung -452 -463
Zinsen Finanzleasing -43 -48
Kontokorrentzinsen -9 -33
Darlehenszinsen -1 -3
Steuerzinsen -1 -1
Sonstige 0 -132
Summe Zinsaufwand - 506 -680

Von den Zinserträgen entfallen TEUR 149 (Vorjahr: TEUR 56) auf finanzielle Vermögenswerte, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten eingestuft sind.

Von den Zinsaufwendungen entfallen TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 36) auf finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten eingestuft sind.

5.8 Ertragsteuern

Die Ertragsteuern setzen sich zusammen aus Gewerbe- und Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und den ausländischen Ertragssteuern.

Die Steueraufwendungen gliedern sich nach Herkunft wie folgt:

2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Laufende Steuern Inland 10.789 9.390
Laufende Steuern Ausland 4.341 5.665
Latente Steuern Inland 1.758 295
Latente Steuern Ausland 1.168 -9
Steuern für Vorjahre 0 573
Ertragssteueraufwand 18.056 15.914

Der erwartete Ertragssteueraufwand, der sich bei Anwendung des Steuersatzes der Konzernmuttergesellschaft apetito AG in Höhe von 31 % (Vorjahr: 31 %) auf das IFRS-Konzernergebnis vor Steuern ergeben hätte, lässt sich wie folgt auf die Ertragsteuern laut Gewinn- und Verlustrechnung überleiten:

2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 66.460 56.027
Erwarteter Ertragssteueraufwand (31 %) 20.603 17.368
Abweichende ausländische Steuersätze -2.812 -1.555
Periodenfremde Steuern 0 -573
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 270 183
Doppelbesteuerung Auslandsdividenden 264 171
Sonstige Effekte -268 -320
Ertragssteueraufwand 18.056 15.914

Bei in Deutschland ansässigen Konzerngesellschaften werden 15 % für die Körperschaftsteuer und 5,5 % für den Solidaritätszuschlag der geschuldeten Körperschaftsteuer abgeführt. Zusätzlich unterliegen diese Gesellschaften der Gewerbesteuer, deren Höhe sich in Abhängigkeit gemeindespezifischer Hebesätze bestimmt.

Die Auswirkungen abweichender ausländischer Steuersätze sind in der Überleitungsrechnung gesondert ausgewiesen.

Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus folgenden Effekten:

31.12.2018 Vorjahr
Aktive latente Steuern

TEUR
Passive latente Steuern

TEUR
Aktive latente Steuern

TEUR
Passive latente Steuern

TEUR
--- --- --- --- ---
Firmenwert 0 589 0 469
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 689 0 863
Sachanlagen 200 6.726 21 5.629
Finanzanlagen 30 0 0 0
Vorräte 0 178 0 374
Forderungen 0 104 15 34
Pensionsrückstellungen 3.718 0 3.714 0
Sonstige Rückstellungen 1.398 0 1.508 0
Verbindlichkeiten 49 0 404 0
Bruttowert 5.395 8.286 5.662 7.369
Saldierung -4.708 -4.708 -5.140 -5.140
Bilanzwert 687 3.578 522 2.229

Zum Stichtag bestanden noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge von TEUR 9.535 (Vorjahr: TEUR 9.398). Diese Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt nutzbar.

Daneben sind in der Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus den Pensionsrückstellungen aktive latente Steuern von TEUR 3.375 (Vorjahr: TEUR 3.147) enthalten. Damit ist im sonstigen Ergebnis aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten ein Ertrag aus latenten Steuern von TEUR 228 (Vorjahr: TEUR 23) enthalten.

Auswirkungen des UK-Antrags zum EU-Austritt auf die Ertragsteuern

Am 29. März 2017 hat die Regierung des Vereinigten Königreichs (UK) unter Bezugnahme auf Artikel 50 der Verträge von Lissabon beim Europäischen Rat den Austritt aus der EU beantragt. Es besteht ein anfänglicher Zeitrahmen von zwei Jahren für die EU und für UK, eine Vereinbarung über den Austritt und über die zukünftigen Beziehungen zueinander zu erzielen. Der Zeitrahmen kann verlängert werden. Derzeit bestehen große Unsicherheiten über den Zeitrahmen, den Austrittsprozess und die Ergebnisse der Austrittsverhandlungen zwischen der EU und UK. Offen ist daher auch die Frage, wie lange das EU-Recht noch für UK anzuwenden ist und welches Recht nach dem Austritt in UK anzuwenden sein wird. Der Steuerstatus UKs wird sich gegebenenfalls ändern mit möglichen Folgen für den Konzern. Die derzeitigen Unsicherheiten sind jedoch zu groß, um abschätzen zu können, ob, wie und wann sich der Steuerstatus ändert.

6. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Zur Entwicklung des Konzernanlagevermögens verweisen wir auf die Anlage zum Anhang.

6.1 Geschäfts- und Firmenwerte

Die Firmenwerte blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert:

Summe
apetito UK 273
Costa 3.382
Buchwert am 31. Dezember 2018 3.655

Gemäß IAS 36 wird der Firmenwert mindestens jährlich auf eine Wertminderung ("impairment-test") geprüft. Dabei wird der erzielbare Betrag im Sinne eines Nutzungswertes auf Basis von Cashflow-Prognosen aus dem internen Berichtswesen ermittelt. Diesen liegen die jeweiligen Planungen der CGU mit Planungshorizonten von drei bis fünf Jahren zugrunde. Bezüglich der Cashflows nach den Detail-Planungsrechnungen wird eine CGU-spezifische Wachstumsrate von 1 % (Vorjahr 1 % bzw. 2 %) unterstellt. Es wurde ein CGU-spezifischer WACC von gerundet 4,9 % (Vorjahr 4,6 %) vor Steuern verwendet. Aus der Werthaltigkeitsprüfung hat sich kein Abwertungsbedarf ergeben.

Die Unternehmensleitung ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Deutschland" und "UK" getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Wert wesentlich übersteigt. Eine tatsächliche Änderung des WACC um 1 % oder der Wachstumsrate um 1 % führte zu keinem Abschreibungsbedarf.

6.2 Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Im apetito-Konzern sind Entwicklungskosten nicht aktiviert worden, da der zukünftige wirtschaftliche Nutzen nicht zuverlässig bestimmt werden kann, solange die Produkte nicht am Markt eingeführt sind. Die Aufwendungen für die Produktentwicklung betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 4.299 (Vorjahr: TEUR 4.562).

6.3 Grundstücke und Gebäude

Ein Grundstück dient als Sicherheit für Eventualverbindlichkeiten gegenüber dem Land Niedersachsen. Die besicherten Verbindlichkeiten valutieren zum Bilanzstichtag mit TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 69).

6.4 Sonstige Sachanlagen

In den sonstigen Sachanlagen sind im Mietkauf-Verfahren erworbene Fahrzeuge samt technischem Equipment ausgewiesen (Restbuchwert zum Stichtag: 1.966 TEUR; Vorjahr: TEUR 1.915). Die Fahrzeuge sind der apetito Ltd. als wirtschaftliches Eigentum seit Vertragsbeginn zuzurechnen. Die Verträge haben eine Laufzeit zwischen 36 und 60 Monaten; der zugrundeliegende Zinssatz beträgt 6,0 %. Die korrespondierenden Verbindlichkeiten werden unter den langfristigen und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Erhaltene Investitionszuschüsse sowie Investitionszulagen mindern die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten um TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 2).

6.5 Finanzanlagen

Die Beteiligungen betreffen die 50%igen Kapitalanteile an den Gemeinschaftsunternehmen apetito kids & schools GmbH / Deutschland, apetito Arcasa S.L./Spanien sowie der apetito service GmbH/Deutschland. Der Konzern übt aufgrund der Beteiligungshöhe die Führung gemeinsam aus, da die Tätigkeiten der Gemeinschaftsunternehmen die Zustimmung der anderen beteiligten Parteien erfordern. Die Beteiligungen werden mit der Equity-Methode bewertet. Durch die Gemeinschaftsunternehmen wird die Vertriebsaktivität des Konzerns in jeweils abgegrenzten Teilbereichen gebündelt und erweitert. Die Gemeinschaftsunternehmen sind im Hinblick auf die Angabepflichten nach IFRS 12 aus Sicht des Konzerns als unwesentlich beurteilt worden.

In Bezug auf die Anteile an den Gemeinschaftsunternehmen sind der Gesellschaft folgende Posten zuzurechnen:

31.12.2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Gewinn 30 36

6.7 Langfristige sonstige Vermögenswerte

Die langfristigen sonstigen Vermögenswerte setzen sich folgendermaßen zusammen:

31.12.2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Lieferforderungen 3.704 3.687
Kundenzuschüsse (Verrechnung gegen Bonus) 386 469
Übrige 1.355 768
5.445 4.924

Die Lieferforderungen resultieren überwiegend aus dem Verkauf von Küchen- und Gerätetechnik der apetito AG. Die maximale Vertragslaufzeit beläuft sich auf 96 Monate. Für die Abzinsung werden marktübliche Zinssätze angewendet.

Bei Zugang werden alle Finanzinstrumente grundsätzlich in Stufe 1 eingeordnet. Der zu erfassende Wertminderungsaufwand bemisst sich auf dieser Stufe nach dem sog. erwarteten 12-Monats-Verlust. Darunter ist der Barwert der Zahlungsausfälle zu verstehen, der sich aus möglichen Ausfallereignissen in den kommenden zwölf Monaten nach dem Stichtag ergibt.

Hat sich das Kreditrisiko gegenüber dem Zugangszeitpunkt signifikant erhöht, erfolgt ein Transfer auf Stufe 2 des Wertminderungsmodells. Dies hat zur Folge, dass fortan eine Risikovorsorge in Höhe des Barwerts der über die gesamte Restlaufzeit erwarteten Verluste zu bilden ist. Als Indikator für eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos kann bspw. ein verschlechtertes Bonitätsrating des Schuldners gelten.

Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung vor (z.B. Insolvenzgefahr des Schuldners), ist der Vermögenswert schließlich in Stufe 3 einzuordnen. Die Ermittlung der zu erfassenden Risikoversorge ist dabei unverändert zu Stufe 2. Die Vereinnahmung von Zinserträgen im Rahmen der Effektivzinsmethode darf für diese Finanzinstrumente jedoch nur noch auf Basis des (wertgeminderten) Nettobuchwerts erfolgen.

Aus Wesentlichkeitsgründen, wurde auf die Bildung einer Risikovorsorge im Sinne des IFRS 9 verzichtet, es wird jedoch zu jedem Stichtag überprüft ob sich diese Sachverhalte geändert haben.

6.8 Vorräte

Das Vorratsvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Roh- und Handelswaren 48.744 54.237
Unfertige Erzeugnisse 61 43
Fertige Erzeugnisse 36.306 34.876
85.111 89.156

Soweit erforderlich, wurde der niedrigere Nettoveräußerungswert unter Berücksichtigung noch anfallender Vertriebs- und Herstellungskosten angesetzt. Die im Aufwand erfassten Wertminderungen auf Vorräte betragen TEUR 202 (Vorjahr: TEUR 0). Der Buchwert der abgewerteten Vorräte beträgt TEUR 345 (Vorjahr: TEUR 0). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Wertberichtigungen aus dem Vorjahr von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 179) aufgelöst, da die entsprechenden Bestände noch verwertet bzw. veräußert werden konnten.

Ein geringer Teil des Vorratsbestands wird zu Festwerten bilanziert (TEUR 2.463; Vorjahr: TEUR 2.723).

6.9 Kurzfristige Ertragsteuerforderungen und Ertragsteuerverbindlichkeiten

Der Ausweis der Ertragsteuerforderungen von TEUR 785 (Vorjahr: TEUR 1.736) betrifft hauptsächlich Steuerüberzahlungen in Deutschland. Die ausgewiesenen Ertragsteuerverbindlichkeiten von TEUR 2.857 (Vorjahr: TEUR 2.584) betreffen erwartete Nachzahlungen in den Niederlanden und UK. Der Ausweis erfolgt jeweils zum Nennwert.

6.10 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Bilanzwert setzt sich folgendermaßen zusammen:

31.12.2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Lieferforderungen - brutto 75.121 68.506
Nachgelagerte Kundenkonditionen -7.163 -5.933
Wertberichtigungen gemäß IFRS 9 -180 -136
67.778 62.437

Die Wertberichtigungen inkl. Anwendung IFRS 9 entwickelten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt:

2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Stand 1. Januar 136 326
Verbrauch -59 -181
Auflösung -29 -67
Zuführung aus Vollabschreibung 82 58
Zuführung gem. IFRS 9 50 0
Stand 31. Dezember 180 136

Die Wertberichtigung aufgrund von IFRS 9 setzt sich wie folgt zusammen:

B2B Sektor Inland Buchwert

in TEUR
Erwarteter Verlust

in TEUR
Wertberichtigung

in TEUR
Nicht überfällig 50.867 0,05% 25
0 - 30 Tage 8.441 0,10% 8
31 - 60 Tage 616 0,15% 1
61 - 90 Tage 200 0,20% 0
mehr als 90 Tage 908 0,25% 2
Summe 61.031 37
B2B Sektor Ausland Buchwert

in TEUR
Erwarteter Verlust

in TEUR
Wertberichtigung

in TEUR
Nicht überfällig 3.528 0,05% 2
0 - 30 Tage 676 0,10% 1
31 - 60 Tage 123 0,15% 0
61 - 90 Tage 78 0,20% 0
mehr als 90 Tage 75 0,25% 0
Summe 4.481 3
B2C Sektor Inland Buchwert

in T€
Erwarteter Verlust

in T€
Wertberichtigung

in T€
Nicht überfällig 463 0,10% 1
0 - 30 Tage 3.744 0,20% 7
31 - 60 Tage 207 0,30% 1
61 - 90 Tage 43 0,40% 0
mehr als 90 Tage 192 0,50% 1
Summe 4.649 10

6.11 Kurzfristige sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Der Bilanzwert setzt sich folgendermaßen zusammen:

31.12.2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Steuerforderungen (exklusive Ertragsteuern) 3.093 3.006
Forderungen gegen Lieferanten 1.010 750
Abgrenzungen 2.028 2.190
Übrige 2.833 2.809
8.964 8.755

6.12 Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte

Der Bilanzwert beinhaltet ausschließlich Derivate (TEUR 282, Vorjahr: TEUR 10).

6.13 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Der Bilanzausweis, der dem Finanzmittelfonds laut Kapitalflussrechnung entspricht, setzt sich folgendermaßen zusammen:

31.12.2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Kassenbestand 57 50
Guthaben bei Kreditinstituten 77.700 66.188
77.757 66.238

6.14 Eigenkapital

Die Veränderungsrechnung des Konzern-Eigenkapitals ist als Anlage II.5 beigefügt.

Das Gezeichnete Kapital ist mit TEUR 8.500 im Handelsregister eingetragen und in voller Höhe eingezahlt. Bei einer Anzahl von 300.000 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Aktien besteht wie im Vorjahr ein rechnerischer Anteil von EUR 28,34 je Aktie. Gegenüber dem Vorjahr blieb das gezeichnete Kapital unverändert.

Das gezeichnete Kapital laut Konzernbilanz liegt um TEUR 721 (Vorjahr: TEUR 721) unter dem eingetragenen Kapital. Grund hierfür war eine Saldierung mit eigenen Anteilen, die zum Zeitpunkt der Umstellung auf IFRS im Jahr 2007 bestanden und später eingezogen wurden.

In der Rücklage fürFremdwährungsumrechnung werden die Unterschiede aus der Währungsumrechnung der englischen und kanadischen Tochtergesellschaften erfasst.

In der Rücklage für Pensionen werden die Auswirkungen aus Zinssatzänderungen sowie der Änderung von Trendannahmen bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie die darauf entfallenden anteiligen latenten Steuern ausgewiesen.

Das Kapitalmanagement des apetito-Konzerns umfasst das gesamte bilanzielle Eigenkapital von TEUR 335.073 (Vorjahr: TEUR 297.841). Ziel des Kapitalmanagements ist es, eine ausreichende Kapitalausstattung des Konzerns sicherzustellen, um die Geschäftstätigkeit auszuüben und ggf. Akquisitionen tätigen zu können.

Der Konzern unterliegt keinen externen Kapitalanforderungen.

Das Management überprüft die Kapitalstruktur des Konzerns vierteljährlich anhand geeigneter Kennzahlen.

6.15 Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen aufgrund von Einzelzusagen an ehemalige und aktive Mitarbeiter, Vorstände und Geschäftsführer des apetito-Konzerns sowie für deren Hinterbliebene gebildet. Pensionsansprüche bestehen insbesondere für Führungskräfte einschließlich Vorständen und Geschäftsführern in Form von Einzelzusagen. Daneben wurden im Zuge von Unternehmenskäufen Pensionsverpflichtungen aus bestehenden Plänen übernommen. Bei ausländischen Konzerngesellschaften bestehen Pensionszusagen nur in geringem Umfang.

Für alle Mitarbeiter von Konzerngesellschaften in Deutschland besteht ein beitragsorientierter Plan im Rahmen der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung, in die der Arbeitgeber in Höhe des derzeit gültigen Beitragssatzes von 9,35 % (Arbeitgeber-Anteil) die rentenbeitragspflichtige Vergütung einzuzahlen hat. Ähnliche gesetzliche Verpflichtungen von untergeordneter Bedeutung bestehen in Frankreich, UK und Kanada. Die für diese Pläne geleisteten Beträge sind in der Erläuterung des Personalaufwands (Punkt 5.3) gesondert aufgeführt. Darüber hinaus bestehen in geringem Umfang defined contribution plans für einzelne Personen. Die Summe der Aufwendungen für diese Einzelzusagen ist für den Konzern von untergeordneter Bedeutung.

Die übrigen Versorgungssysteme innerhalb des Konzerns sind nahezu ausschließlich leistungsorientiert ("defined benefit plans").

Sämtliche Pläne sind nicht über Planvermögen finanziert. Da kein Planvermögen besteht, trägt der Konzern das Investitionsrisiko zur Bedienung der Pensionsansprüche. Weiterhin ist der Konzern durch die leistungsorientierten Pläne vor allem dem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Darüber hinaus besteht in geringerem Umfang ein Gehalts- sowie Langlebigkeitsrisiko.

Langlebigkeitsrisiko: Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus dem Plan wird auf Basis der bestmöglichen Schätzung der Sterbewahrscheinlichkeit der begünstigten Arbeitnehmer sowohl während des Arbeitsverhältnisses als auch nach dessen Beendigung ermittelt. Eine Zunahme der Lebenserwartung der begünstigten Arbeitnehmer führt zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit.

Zinsänderungsrisiko: Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus dem Plan wird unter Verwendung eines Abzinsungssatzes ermittelt, der auf der Grundlage erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen bestimmt wird. Ein Rückgang des Anleihezinssatzes führt zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit.

Gehaltsrisiko: Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus dem Plan wird - soweit dies jeweils vereinbart ist - auf Basis der zukünftigen Gehälter der begünstigten Arbeitnehmer ermittelt. Somit führen Gehaltserhöhungen der begünstigten Arbeitnehmer zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für die leistungsorientierte Altersversorgung erfolgt gemäß IAS 19 auf der Grundlage folgender versicherungsmathematischer Annahmen:

31.12.2018

%
Vorjahr

%
Rechnungszins 1,75 1,75
Gehaltstrend gemäß Zusage gemäß Zusage
Rententrend 2,00 2,00

Die versicherungsmathematischen Annahmen hinsichtlich der Lebenserwartung basieren auf den Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Im Geschäftsjahr entstanden folgende Aufwendungen für Pensionen:

2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Laufender Dienstzeitaufwand 136 149
Zinsaufwand 452 463
588 612

Die Pensionsrückstellungen in der Bilanz stimmen mit dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen überein und entwickelten sich wie folgt:

2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Rückstellung am 1. Januar 26.507 27.142
Zahlungen an Pensionäre -1.354 -1.318
Laufender Dienstzeitaufwand 136 149
Zinsaufwand 452 463
Versicherungsmathematische Verluste 735 71
Rückstellung am 31. Dezember 26.476 26.507

Die versicherungsmathematischen Verluste resultieren aus Änderungen der finanzmathematischen Annahmen sowie erfahrungsbedingten Anpassungen der übrigen versicherungsmathematischen Annahmen. Die kumulierten nach IAS 19.120 (c) erfassten versicherungsmathematischen Verluste belaufen sich auf TEUR 11.819 (Vorjahr: TEUR 11.084).

Die folgende Sensitivitätsanalyse in Form einer Szenarioanalyse zeigt, wie die leistungsorientierten Verpflichtungen durch mögliche Änderungen des Rechnungszinssatzes beeinflusst werden:

DBO1

TEUR
Current Service Cost

TEUR
Zinssatz ./. 1 %-Punkte 30.030 168
Zinssatz + 1 %-Punkte 23.567 107

1 DBO: "Defined Benefit Obligation". Versicherungsmathematischer Barwert der Ansprüche auf künftige Pensionsleistung.

Die Duration der Pensionsverpflichtung beträgt ca. 12 bis ca. 19 Jahre (Vorjahr: ca. 12 bis ca. 19 Jahre).

Für die nächste jährliche Berichtsperiode werden für die leistungsorientierten Pläne TEUR 585 (Vorjahr: TEUR 588) Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung, davon TEUR 134 (Vorjahr: TEUR 136) Dienstzeitaufwand und TEUR 451 (Vorjahr: TEUR 452) Zinsaufwand, erwartet. Weiterhin werden Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 1.390 (Vorjahr: TEUR 1.354) erwartet.

6.16 Finanzielle Verbindlichkeiten

kurzfristig

TEUR
1-5 Jahre

TEUR
31.12.2018 Summe

TEUR
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 776 1.195 1.971
kurzfristig

TEUR
1-5 Jahre

TEUR
31.12.2017 Summe

TEUR
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 794 1.308 2.102

Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten resultieren aus Finanzierungsleasing. Die Laufzeit erstreckt sich bis zum 31. Dezember 2019. Der Zinssatz beträgt 6,00 %; die Tilgung erfolgt monatlich.

Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen in etwa den Buchwerten.

6.17 Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2018 31.12.2017
< 1 Jahr

TEUR
1-5 Jahre

TEUR
>5 Jahre

TEUR
< 1 Jahr 1-5 Jahre

TEUR
>5 Jahre

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Jubiläumszahlungen 87 241 317 76 184 314
Drohverluste 2.621 0 0 4.648 291 0
Übrige 468 264 0 466 548 180
3.176 505 317 5.190 1.023 494

Jubiläumszahlungen erfolgen in den deutschen Konzerngesellschaften bei 10-, 25- und 40-jähriger Betriebszugehörigkeit von Mitarbeitern. Bei den Jubiläumsrückstellungen wird der erwartete Zahlungsmittelabfluss des Folgejahres als kurzfristig ausgewiesen. Die Rückstellungen für drohende Verluste wurden für bereits abgeschlossene Liefer- und Abnahmeverpflichtungen gebildet, bei denen die Erlöse nicht die Selbstkosten decken.

Die Entwicklung der Rückstellungen im Geschäftsjahr ergibt sich wie folgt:

1.1.2018

TEUR
Zuführung

TEUR
Verbrauch

TEUR
31.12.2018

TEUR
Jubiläen 574 66 0 640
Drohende Verluste 4.939 80 2.398 2.621
Übrige 1.194 60 460 794
6.707 206 2.858 4.055

6.18 Kurzfristige sonstige Schulden und Abgrenzungen

Die kurzfristigen sonstigen Schulden und Abgrenzungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 7.139 7.269
Verbindlichkeiten gegenüber Personal 11.480 8.073
Sozialversicherungsbeiträge 6 10
Lohnsteuer, Umsatzsteuer 1.670 2.247
Abgrenzungen 1.426 8.461
Übrige 6.145 709
27.866 26.769

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betreffen Boni und sonstige Rückvergütungen. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Personal werden ausstehende Lohn- und Gehaltszahlungen sowie Ansprüche aus Resturlaub, Boni, Tantiemen und Abfindungen ausgewiesen. Die Abgrenzungen wurden unter anderem für ausstehende Rechnungen gebildet.

7. Sonstige Angaben

7.1 Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten

Es bestehen keine nennenswerten Haftungsverhältnisse.

Zum Stichtag bestanden Eventualverbindlichkeiten aus Miet- und Vertragserfüllungsbürgschaften in Höhe von TEUR 436 (Vorjahr: TEUR 384). In der Vergangenheit ist die Gesellschaft aus derartigen Bürgschaften noch nicht in Anspruch genommen worden, so dass die Eintrittswahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme und ein damit verbundenes Risiko als sehr gering eingestuft werden.

7.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bestellobligo

TEUR
Leasing

TEUR
Miete

TEUR
Wartung, Dienstleistung

TEUR
Summe

TEUR
2019 7.966 3.131 1.408 2.162 14.667
2020 0 1.683 958 137 2.778
2021 0 397 700 82 1.179
2022 0 81 239 25 345
2023 0 0 36 23 59
7.966 5.292 3.341 2.429 19.028

Die Gesamtaufwendungen aus Leasing- und Mietverträgen beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf TEUR 13.417 (Vorjahr: TEUR 12.219). Die Leasingverhältnisse betreffen weit überwiegend die Überlassung von Kraftfahrzeugen zu üblichen Leasingvereinbarungen.

7.3 Finanzierungsleasing

Für die Anschaffung von Spezialfahrzeugen (Restbuchwert TEUR 1.966; Vorjahr: TEUR 1.915) wurden Mietkaufverträge abgeschlossen. Die entsprechenden Verbindlichkeiten werden unter den langfristigen und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die Mindestleasingzahlungen für die Restlaufzeiten dieser Verträge ergeben sich wie folgt:

31.12.2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Leasingzahlungen - innerhalb eines Jahres fällig 782 802
Leasingzahlungen - in einem bis fünf Jahren fällig 1.195 1.308
Abzüglich erwartete zukünftige Zinszahlungen -6 -8
Finanzverbindlichkeiten 1.971 2.102

Von den ausgewiesenen Finanzverbindlichkeiten sind TEUR 776 (Vorjahr: TEUR 794) kurzfristig und TEUR 1.195 (Vorjahr: TEUR 1.308) langfristig.

7.4 Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Nahestehende Personen

Nahestehende Personen gemäß IAS 24 sind das Management in Schlüsselpositionen. Dies sind im apetito Konzern die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der apetito AG.

Mitglieder des Vorstands der apetito AG:

Jörg Baumgart, Dipl.-Ökonom, Spelle

(Vorstand Finanzen und IT)
Paul Freeston, BA DipM, Trowbridge/UK

(Vorstand Sonderprojekte)
Guido Hildebrandt, Dipl.-Ökonom, Düsseldorf

(Sprecher des Vorstands, Vorstand Vertrieb und Marketing)
Christian Kessy, Dipl. Ing. Verfahrenstechnik, Rheine

(Vorstand Einkauf, Produktion und Personal)

Mitglieder des Aufsichtsrats der apetito AG

Wolfgang Düsterberg, Dipl.-Betriebswirt, Rheine (Vorsitzender)
Karl Düsterberg, Rheine (Ehrenvorsitzender, verstorben am 14. Juli 2014)
Gerd Peskes, Wirtschaftsprüfer, Düsseldorf (stellvertretender Vorsitzender)
Michael Düsterberg, Rechtsanwalt, Essen
Thomas Hinderer, Vorstandsvorsitzender der Eckes-Granini Group, Talheim/Neckar
Hans-Günter Trockels, Geschäftsführer der Kuchenmeister GmbH, Soest
Christian Berner, Dipl.-Ökonom, Hamburg
Reinhard Tegeder, Angestellter, Rheine (Arbeitnehmervertreter)
José Martins, Angestellter, Rheine (Arbeitnehmervertreter)
Tom Tenggara, Angestellter, Trowbridge/UK (Arbeitnehmervertreter apetito Ltd., UK)

Sonstige nahestehende Unternehmen gemäß IAS 24

Die Schwestergesellschaft apetito catering B.V. & Co. KG, Rheine, ist gemäß den Vorschriften des IAS 24 als nahestehendes Unternehmen zu klassifizieren. Im Einzelnen bestanden folgende Beziehungen:

2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Umsatzerlöse 12.880 12.033
Sonstige Aufwendungen 198 258
Forderungen am Stichtag 1.326 941
Verbindlichkeiten am Stichtag 25 6
Rückstellungen 0 23

Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Geschäftsbeziehungen aus Lieferungen und Dienstleistungen.

Die apetito kids & schools GmbH, Rheine, ist als Gemeinschaftsunternehmen gemäß den Vorschriften des IAS 24 als nahestehendes Unternehmen zu klassifizieren. Im Einzelnen bestanden folgende Beziehungen:

2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Sonstige Erträge 321 290
Sonstige Aufwendungen 6.546 6.042
Verbindlichkeiten am Stichtag 1.484 529

Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Geschäftsbeziehungen aus Dienstleistungen.

Die Arcasa & apetito S.L., Espluguet/Spanien, ist als Gemeinschaftsunternehmen gemäß den Vorschriften des IAS 24 als nahestehendes Unternehmen zu klassifizieren. Im Einzelnen bestanden folgende Beziehungen:

2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Umsatzerlöse 2.836 2.186
Forderungen am Stichtag 615 520

Es handelt sich hierbei um Geschäftsbeziehungen aus Lieferungen.

apetito service GmbH, Rheine

2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Umsatzerlöse 11 0
Zinserträge 9 0
Forderungen am Stichtag 1.314 0

Es handelt sich hierbei um Geschäftsbeziehungen aus Dienstleistungen.

Die Menüpartner GmbH, Berlin, ist gemäß den Vorschriften des IAS 24 als nahestehendes Unternehmen zu klassifizieren. Im Einzelnen bestanden folgende Beziehungen:

2018

TEUR
Vorjahr

TEUR
Umsatzerlöse 2.405 0
Sonstige Aufwendungen 211 0
Forderungen am Stichtag 827 0
Verbindlichkeiten am Stichtag 28 0
Rückstellungen 14 0

Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Geschäftsbeziehungen aus Lieferungen und Dienstleistungen.

7.5. Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat

(a) kurzfristig fällige Leistungen:

Die Gesamtbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder aus Festgehalt, Nebenleistungen und kurzfristiger erfolgsabhängiger Tantieme belaufen sich für das Geschäftsjahr 2018 auf TEUR 2.000 (Vorjahr: TEUR 1.963).

(b) Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses:

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber aktiven Vorstandsmitgliedern sind im Konzernabschluss TEUR 740 (Vorjahr: TEUR 675) zurückgestellt.

(c) Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses:

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsleitung der apetito Karl Düsterberg KG sowie Vorstandsmitgliedern sind im Jahresabschluss TEUR 13.589 (Vorjahr: TEUR 12.778) zurückgestellt. Die laufenden Bezüge dieses Personenkreises betrugen im Geschäftsjahr 2018 TEUR 756 (Vorjahr: TEUR 740).

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr TEUR 707 (Vorjahr: TEUR 714).

7.6. Finanzinstrumente

Zum 31. Dezember 2018 in folgender Zusammensetzung

Finanzielle Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert

TEUR
Erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert* )

TEUR
Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten

TEUR
Summe

TEUR
Außerhalb des Anwendungsbereichs des IFRS 9

TEUR
Buchwert lt. Bilanz

TEUR
Finanzanlagen 29 0 29 29 0 29
Langfristige sonstige Vermögenswerte 5.445 0 5.445 5.445 0 5.445
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 67.778 0 67.778 67.778 0 67.778
Kurzfristige sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 9.246 282 6.256 6.538 2.708 9.246
Zahlungsmittelbestand 77.757 0 0 77.757 0 77.757
SUMME 160.255 282 79.508 157.547 2.708 160.255
Finanzielle Schulden Beizulegender Zeitwert

TEUR
Erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert* )

TEUR
Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten

TEUR
Summe

TEUR
Außerhalb des Anwendungsbereichs des IFRS 9

TEUR
Buchwert lt. Bilanz

TEUR
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.195 0 0 0 1.195 1.195
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 776 0 0 0 776 776
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54.981 54.981 0 54.981 0 54.981
Kurzfristige sonstige Schulden und Abgrenzungen 0 0 0 0 27.866 27.866
SUMME 56.952 54.981 0 54.981 29.837 84.818

*) Freistehende Derivate

Zum 31. Dezember 2017 in folgender Zusammensetzung:

Finanzielle Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert

TEUR
Erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert* )

TEUR
Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten

TEUR
Summe

TEUR
Außerhalb des Anwendungsbereichs des IFRS 9

TEUR
Buchwert lt. Bilanz

TEUR
Finanzanlagen 3 0 3 3 0 3
Langfristige sonstige Vermögenswerte 4.924 0 4.924 4.924 0 4.924
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 62.437 0 62.437 62.437 0 62.437
Kurzfristige sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 8.765 10 5.976 5.986 2.779 8.765
Zahlungsmittelbestand 66.238 0 0 66.237 0 66.238
SUMME 142.367 10 139.577 132.367 2.770 142.367
Finanzielle Schulden Beizulegender Zeitwert

TEUR
Erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert** )

TEUR
Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten

TEUR
Summe

TEUR
Außerhalb des Anwendungsbereichs des IFRS 9

TEUR
Buchwert lt. Bilanz

TEUR
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.308 0 0 0 1.308 1.308
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2.382 0 0 0 2.382 2.382
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 53.529 53.529 0 53.529 0 53.529
Kurzfristige sonstige Schulden und Abgrenzungen 0 0 0 0 29.390 29.390
SUMME 57.014 53.529 0 53.529 32.875 84.404

*) Freistehende Derivate

Die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten der Kategorie ausgereichte Kredite und Forderungen betreffen im Wesentlichen die erfolgswirksamen Veränderungen der Wertberichtigungen von TEUR 179 (Vorjahr: TEUR 136). Alle übrigen Nettogewinne und -verluste sind von untergeordneter Bedeutung.

Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen in etwa ihren Buchwerten. Auch bei den übrigen Finanzinstrumenten entsprechen die beizulegenden Zeitwerte in etwa den Buchwerten.

Kreditrisiko: Zur Vermeidung von Zahlungsausfällen werden Kreditauskünfte und historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung herangezogen. Für erkennbare Einzelrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für deren Bewertung wurden als Bewertungsfaktoren der Zeitraum der Überfälligkeit der Forderung, das Zahlungsverhalten des Kunden sowie sonstige Bonitätsindikatoren verwendet. Zusätzlich werden im Produktgeschäft Teile des Ausfallrisikos über Warenkreditversicherungen abgedeckt. Die liquiden Mittel werden bei Großbanken angelegt. Ein signifikantes Ausfallrisiko besteht nicht. Zum Stichtag waren Forderungen gegen Kunden von insgesamt TEUR 11.127 (Vorjahr: TEUR 12.319) überfällig, für die keine Wertberichtigung gebildet wurde. Der überwiegende Teil dieser Forderungen ist weniger als 30 Tage überfällig und wird daher als voll werthaltig angesehen. Der Buchwert der ausgewiesenen Forderungen spiegelt das maximale Ausfallrisiko in etwa wider. Gegen den größten Einzelkunden des Konzerns bestehen Forderungen von TEUR 4.006 (Vorjahr: TEUR 9.346).

Zinsrisiko: Der Konzern hält verzinsliche Vermögenswerte. Die Größenordnung der daraus resultierenden Zinserträge ist für Jahresgewinn und -Cashflow nicht von wesentlicher Bedeutung. Insofern sind Änderungen des Marktzinses unwesentlich. Kurzfristige Kontokorrentkredite werden nur vereinzelt in Anspruch genommen, so dass kein wesentliches Risiko aufgrund von Zinssteigerungen besteht. Eine angenommene Zinssatzänderung von +/-50 Basispunkten würde etwa zu einem Ergebniseffekt von +/- TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 0) führen. Bilanzielle Eigenkapitaleffekte entstehen hieraus nicht.

Fremdwährungsrisiko: Auf der Absatzseite konzentriert sich die Geschäftstätigkeit des apetito-Konzerns ganz überwiegend auf den Euro-Raum sowie Großbritannien. Auf der Einkaufsseite werden Lieferungen hauptsächlich aus der Euro-Zone sowie aus Übersee auf Dollarbasis bezogen. Fremdwährungsrisiken sind sowohl auf der Absatz- wie auf der Beschaffungsseite als gering einzuschätzen. Eine Schwankung des USD-Kurses gegenüber dem Euro um +/-10 % würde aufgrund der sehr geringen Fremdwährungsverbindlichkeiten zu keinem nennenswerten Ergebniseffekt führen. Es ergeben sich keine bilanziellen Eigenkapitaleffekte. Dennoch sichern wir unsere geplanten Einkäufe in USD zu einem großen Teil mit Devisentermingeschäften ab. In den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten sind positive Marktwerte aus diesen Geschäften von TEUR 282 (Vorjahr: TEUR 10) aktiviert. Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der Devisentermingeschäfte beträgt TEUR -1.004 (Vorjahr: TEUR -1.004) und wird in den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte werden auf Basis der Marktbedingungen zum Bilanzstichtag anhand beobachtbarer Marktpreise (Inputfaktoren der Stufe 2) bestimmt.

Liquiditätsrisiko: Im apetito-Konzern werden kurz-, mittel- und langfristige Cashflow-Planungsrechnungen erstellt. Darüber hinaus erfolgen unterjährig Prognoserechnungen für das laufende Geschäftsjahr. Die erwarteten Liquiditätsabflüsse aus bestehenden Schulden setzen sich wie folgt zusammen:

Buchwert Zahlungsbetrag
31.12.2018

TEUR
2019

TEUR
2020-2023

TEUR
ab 2024

TEUR
--- --- --- --- ---
Finanzschulden 1.971 776 1.195 0
Lieferverbindlichkeiten 54.981 54.981 0 0
Übrige 29.412 29.412 0 0
86.364 85.169 1.195 0

Im Vorjahr bestanden folgende erwartete Liquiditätsabflüsse aus Schulden:

Buchwert Zahlungsbetrag
31.12.2017

TEUR
2018

TEUR
2019-2022

TEUR
ab 2023

TEUR
--- --- --- --- ---
Finanzschulden 3.690 2.382 1.308 0
Lieferverbindlichkeiten 53.529 53.529 0 0
Übrige 27.326 27.326 0 0
84.545 83.237 1.308 0

Als Liquiditätsreserve bestehen zudem offene Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 21,5 (Vorjahr: Mio. EUR 21,5).

7.7 Mitteilungspflichten nach § 20 AktG

Aktionäre der apetito AG, die interessenmäßig durch einen Stimmbindungs- und Poolvertrag verbunden sind, haben der Gesellschaft vorsorglich eine Mitteilung nach § 20 Abs. 1 AktG gemacht.

Die Aktien stehen im jeweiligen Alleineigentum der Aktionäre.

7.8 Honorar des Abschlussprüfers

Im vorliegenden Konzernabschluss sind Aufwendungen für Abschlussprüfung i.H.v. TEUR 173 (Vorjahr: TEUR 182), Steuerberatungsleistungen i.H.v. TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 38) und sonstige Beratungsleistungen des Abschlussprüfers i.H.v. TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 8) erfasst.

7.9 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

7.10 Genehmigung des Abschlusses

Am 5. April 2019 hat der Vorstand der apetito AG den Konzernabschluss zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.

7.11 Gewinnverwendung der apetito AG

Der Vorstand der apetito AG schlägt vor, aus dem aufgelaufenen Bilanzgewinn von EUR 216.533.908,55 der apetito AG eine Dividende von EUR 12.300.000,00 (EUR 41,00 pro Aktie) auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Rheine, den 5. April 2019

Der Vorstand

Guido Hildebrandt

Paul Freeston

Jörg Baumgart

Christian Kessy

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2018

Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Quote Eigenkapital

TEUR
Ergebnis 2018

TEUR
1. apetito kids & schools GmbH, Rheine 50 % 891 138
2. Hansa activita GmbH in Liquidation, Rheine 100 % 256 0 1)
3. Petito's Bistro Gastronomie GmbH, Rheine 100 % 51 0 1)
4. apetito New Business GmbH, Rheine (vormals: CoolMenü GmbH, Mülheim/Ruhr 100 % 250 0 1)
5. Menülogistik GmbH, Rheine 100 % 100 0 1)
6. apetito convenience AG & Co. KG, Rheine 100 % 3.733 -3.109
7. apetito convenience Verwaltungsgesellschaft mbH, Rheine 100 % 159 0
8. hansa Tiefkühlmenü GmbH, Hilter 100 % 30 0 1)
9. Menü-Variant GmbH, Hilter 100 % 43 0 1)
10. apetito B.V., Den Haag/Niederlande 100 % 7.799 418 3)
11. apetito (UK) Holdings Ltd., Trowbridge/Großbritannien 100 % 17.415 0 2),3),4)
12. apetito Ltd., Trowbridge/Großbritannien 100 % 55.013 2.392 2),3),5)
13. Bonfait B.V., Denekamp/Niederlande 100 % 12.287 1.885 3)
14. apetito Canada Holdings Ltd., Whitehorse/Kanada 100 % 3.063 -69 2),3)
15. apetito Canada Ltd., Brampton/Kanada 100 % -4.969 834 2),3)
16. Heart to Home meals Inc., Brampton/Kanada (vormals: Copper County Foods Inc.) 100 % -1.979 -267 2),3)
17. Copper Creek Farms Ltd., Brampton/Kanada 100 % -175 0 2),3)
18. COSTA Meeresspezialitäten GmbH & Co. KG, Emden 100 % 12.368 257
19. COSTA Meeresspezialitäten Verwaltungsgesellschaft mbH, Emden 100 % 106 3
20. Costa France SAS, Paris 100 % 104 19 3)
21. FFT Frozen Food Trading GmbH in Liquidation, Emden 100 % 57 0
22. Arcasa & apetito S.L., Barcelona/Spanien 50 % 419 -95 3)
23. apetito convenience Treuhand GmbH, Rheine 100% 25 0
24. apetito Österreich GmbH, Böheimkirchen/Österreich 100% 216 -521 3)
25. Mealshop Ltd., Wellingborough 100% 1.384 34 2)3)
26. WFF Crief Ltd., Pertshire/Großbritannien 100% 1.535 36 2)3)
27. WFF Bournemouth Ltd., Trowbridge/Großbritannien 100% 1.240 2 2)3)
28. apetito service GmbH, Rheine 50% 50 1
29. apetito Seedhouse GmbH, Rheine 100% 48 2
30. Ultimate Food Holdings Inc., Atlanta/USA 100% 1 0 2)3)
31. US Food Holdings LLC, Atlanta/USA 100% 1 0 2)3)
32. Food International Holdings LLC, Atlanta/USA 100% 1 0 2)3)
33. HTHM Franchising LLC, Atlanta/USA 100% 1 0 2)3)
34. HTHM Operations LLC, Atlanta/USA 100% 1 0 2)3)
35. HTHM Supply LLC, Atlanta/USA 100% 1 0 2)3)

1) Ergebnisabführungsverträge mit apetito AG oder apetito convenience AG & Co. KG

2) Eigenkapital zu Stichtagskursen, Ergebnis zu Durchschnittskursen

3) Ergebnis gemäß IFRS

4) Vom Jahresergebnis wurden TGBP 17.000 vorab an die apetito AG ausgeschüttet und sind im Jahresergebnis der

apetito AG enthalten.

5) Vom Jahresergebnis wurden umgerechnet TGBP 17.000 an die apetito (UK) Holdings Ltd. ausgeschüttet und sind in deren Jahresergebnis enthalten.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2018

T€
Zugang

T€
Abgang

T€
--- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene 17.574 1.731 431
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.655 0 0
3. Kundenstamm 10.319 398 1.190
4. Geleistete Anzahlungen 2.220 248 0
33.768 2.376 1.622
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 123.794 9.225 116
2. Sonstige Sachanlagen 230.622 28.282 10.249
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.474 9.333 0
362.891 46.841 10.365
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 696 69 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3 26 0
699 94 0
397.358 49.311 11.986
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Umbuchungen

T€
Währungsumrechnung

T€
31.12.2018

T€
--- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene 888 -21 19.740
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 3.655
3. Kundenstamm 11 -61 9.477
4. Geleistete Anzahlungen -1.760 -4 704
-861 -86 33.576
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.671 -137 138.438
2. Sonstige Sachanlagen 6.910 -480 255.086
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -11.720 -33 6.054
861 -649 399.578
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 765
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 29
0 0 794
0 -735 433.947
Abschreibungen
01.01.2018

T€
Zugang

T€
Abgang

T€
Währungsumrechnung

T€
31.12.2018

T€
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene 9.775 2.110 430 -11 11.451
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 0
3. Kundenstamm 2.714 202 76 -3 2.851
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
12.489 2.312 506 -13 14.302
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 56.358 2.889 70 -76 59.102
2. Sonstige Sachanlagen 142.352 15.899 6.994 -389 150.867
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
198.709 18.788 7.064 -464 209.969
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 74 0 0 0 74
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
74 0 0 0 74
211.272 21.100 7.570 -478 224.344
Restbuchwerte
31.12.2018

T€
31.12.2017

T€
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene 8.289 7.799
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.655 3.655
3. Kundenstamm 6.626 7.605
4. Geleistete Anzahlungen 704 2.220
19.274 21.279
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 79.336 67.436
2. Sonstige Sachanlagen 104.219 88.271
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.054 8.474
189.609 164.181
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 691 623
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 29 3
720 626
209.603 186.086

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2017

T€
Zugang

T€
Abgang

T€
--- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.114 2.548 180
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.655 0 0
3. Kundenstamm 9.635 1.657 787
4. Geleistete Anzahlungen 1.112 1.108 0
27.516 5.313 967
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 114.292 3.494 513
2. Sonstige Sachanlagen 216.814 21.590 14.617
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.338 15.806 120
341.444 40.890 15.250
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 682 14 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3 0 0
685 14 0
369.645 46.217 16.217
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Umbuchungen

T€
Währungsumrechnung

T€
31.12.2017

T€
--- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.130 -38 17.574
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 3.655
3. Kundenstamm 25 -211 10.319
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 2.220
2.155 -249 33.768
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.957 -435 123.795
2. Sonstige Sachanlagen 8.379 -1.544 230.622
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -17.491 -59 8.474
-2.155 -2.038 362.891
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 696
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 3
0 0 699
0 -2.287 397.358
Abschreibungen
01.01.2017

T€
Zugang

T€
Abgang

T€
Währungsumrechnung

T€
31.12.2017

T€
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene 8.448 1.515 180 -8 9.775
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 0
3. Kundenstamm 2.105 939 360 30 2.714
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
10.553 2.454 540 22 12.489
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 54.479 2.494 438 -176 56.359
2. Sonstige Sachanlagen 140.164 14.773 11.457 -1.129 142.351
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
194.643 17.267 11.895 -1.305 198.710
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 51 22 0 0 73
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
51 22 0 0 73
205.247 19.743 12.435 -1.283 211.272
Restbuchwerte
31.12.2017

T€
31.12.2016

T€
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene 7.799 4.666
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.655 3.655
3. Kundenstamm 7.605 7.530
4. Geleistete Anzahlungen 2.220 1.112
21.279 16.963
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 67.436 59.813
2. Sonstige Sachanlagen 88.271 76.650
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.474 10.338
164.181 146.801
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 623 631
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3 3
626 634
186.086 164.398

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018

T€
2017

T€
Konzernergebnis vor Steuern 66.460 56.027
- Ertragsteuerzahlungen -15.648 -20.172
+ Abschreibungen 21.100 19.720
-/+ Gewinne/ Verluste aus Anlagenabgängen -111 248
- Verminderung langfristiger Rückstellungen -885 -857
-/+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/ Aufwendungen -1.521 1.310
+/- Verminderung/ Erhöhung des Vorratsbestandes 4.063 -10.942
- Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte -7.535 -3.112
+ Erhöhung kurzfristiger Schulden 1.029 12.781
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 66.952 55.003
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 4.312 4.368
- Auszahlung für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -100 -1.828
- Auszahlung für Investitionen in das Anlagevermögen -48.759 -45.205
Cashflow aus der Investitonstätigkeit -44.547 -42.665
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -131 -487
- Finanzierung Beteiligungen -424 -71
- Auszahlungen an Unternehmenseigner -10.200 -10.200
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -10.755 -10.758
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes 11.650 1.580
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 66.238 65.161
+ wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes -131 -503
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 77.757 66.238

Konzerneigenkapitalspiegel

Grundkapital

T€
Rücklage für Fremdwährungsumrechnung

T€
Rücklage für Pensionen

T€
Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital

T€
Konzern Eigenkapital

T€
Stand 01.01.2017 7.779 -8.649 -6.597 277.363 269.896
Einstellung in die Fremdwährungsumrechnung 0 -1.919 0 0 -1.919
Veränderung der Rücklage für Pensionen 0 0 -49 0 -49
Ausschüttung 0 0 0 -10.200 -10.200
Konzernergebnis 0 0 0 40.113 40.113
Stand 31.12.2017 7.779 -10.568 -6.646 307.276 297.841
Einstellung in die Fremdwährungsumrechnung 0 -464 0 0 -464
Veränderung der Rücklage für Pensionen 0 0 -508 0 -508
Ausschüttung 0 0 0 -10.200 -10.200
Konzernergebnis 2018 0 0 0 48.404 48.404
Stand 31.12.2018 7.779 -11.032 -7.154 345.480 335.073

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die apetito Aktiengesellschaft, Rheine

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der apetito Aktiengesellschaft, Rheine und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der apetito Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Osnabrück, den 5. April 2019

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Achim Lienau, Wirtschaftsprüfer

ppa. Elisabeth Greve, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Damen und Herren,

Warum apetito?... Für eine Antwort auf diese Frage möchte ich in unsere Historie zurückblicken und die Leistung unserer Mitarbeiter hervorheben. Seit mehr als 60 Jahren arbeiten wir an den besten Ernährungslösungen für Menschen in verschiedensten Lebenssituationen. Heute können wir uns stolz Verpflegungsspezialist nennen. Das haben wir unseren klaren Zielen und festen Werten wie Kundennähe, Nachhaltigkeit und Innovationsfreude zu verdanken. Entscheidend für diesen Erfolg sind vor allem unsere Mitarbeiter. Weil sie die Werte von apetito leben und sich täglich für Qualität und Genuss einsetzen. Deshalb lautet meine Antwort: ...Weil wir Tag für Tag daran arbeiten, Essen für jeden immer besser zu machen.

Die langjährige gute Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat verlief auch im vergangenen Jahr 2018 erfolgreich und vertrauensvoll. Der Aufsichtsrat der apetito AG hat den Vorstand im Geschäftsjahr 2018 bei der Leitung des Unternehmens kontinuierlich beraten und überwacht. Der Aufsichtsrat wurde dabei durch regelmäßige schriftliche und mündliche Berichte des Vorstandes umfassend über den Gang der Geschäfte und der laufenden Investitionsvorhaben an den Produktionsstandorten sowie über die Lage und Entwicklung des Unternehmens, über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik und über die Unternehmensplanung unterrichtet.

In vier Sitzungen, davon je eine pro Quartal, wurden alle wichtigen Vorgänge eingehend mit dem Vorstand erörtert. Darüber hinaus haben mehrere Ausschuss-Sitzungen stattgefunden. Der Aufsichtsrat ließ sich regelmäßig durch Quartalsberichte zeitnah über die wesentlichen Kennzahlen des Unternehmens informieren.

Zustimmungspflichtigen Geschäften und Maßnahmen hat der Aufsichtsrat nach entsprechender Überprüfung seine Zustimmung erteilt.

Im Berichtszeitraum hat sich keine Änderung in der Zusammensetzung des Aufsichtsrates ergeben.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der apetito AG sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 wurden von der vom Aufsichtsrat beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG, Osnabrück, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer hat an der Aufsichtsratssitzung vom 7. Mai 2019, in der über die Feststellung des Jahresabschlusses 2018 zu beschließen war, teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und Lagebericht der apetito AG sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht geprüft und sich mit ihrem Inhalt sowie mit dem Bericht des Abschlussprüfers einverstanden erklärt. Nach abschließendem Ergebnis dieser Prüfung sind Einwände nicht zu erheben.

Dem vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss 2018 der apetito AG stimmt der Aufsichtsrat zu, so dass er nach § 172 AktG festgestellt ist. Dem Konzernabschluss stimmt der Aufsichtsrat ebenfalls zu.

Dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns 2018 schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die im Jahr 2018 geleistete erfolgreiche Arbeit.

Rheine, 7. Mai 2019

Der Aufsichtsrat

Wolfgang Düsterberg, Vorsitzender

Protokoll der Ordentlichen Hauptversammlung

der apetito AG

Punkt 3 der Tagesordnung:

Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns der apetito Aktiengesellschaft zur Ausschüttung einer Dividende

Der Vorsitzende stellte den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Abstimmung, der lautet:

Aus dem Bilanzgewinn der apetito AG von 216.533.908,55 € wird eine Dividende von 41,00 € pro Aktie, in Summe € 12.300.000,00 €, ausgeschüttet, und der verbleibende Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Die Abstimmung ergab: einstimmige Annahme ohne Stimmenthaltung

Der Vorsitzende gab das Ergebnis der Abstimmung bekannt, stellte den Beschluss fest und verkündete ihn.

(...)

Der Konzernabschluss zum 31.12.2018 wurde am 07.05.2019 gebilligt.