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Apetit Oyj Audit Report / Information 2021

Feb 6, 2023

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Audit Report / Information

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Publication

apetito Aktiengesellschaft

Rheine

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht 2021

apetito AG

Grundlagen der apetito AG

Geschäftsmodell der apetito AG

Geschäftsbereiche und Produkte

Die Basis für die Geschäftstätigkeit der apetito AG bildet die Gemeinschafts- und Individualverpflegung (Systemgeschäft) und das Retailgeschäft. Das Familienunternehmen apetito betreibt sein Geschäft international in verschiedenen Ländergesellschaften in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Kanada, Spanien, Österreich, Frankreich und den USA.

Gemeinschafts- und Individualverpflegung (Systemgeschäft)

In allen internationalen Gesellschaften erhalten Kindertagesstätten, Schulen, Unternehmen, Kliniken, Senioreneinrichtungen und „Essen auf Rädern“-Mahlzeitendienste von apetito spezifische Verpflegungslösungen in Form von Tiefkühlprodukten und -systemen. Auch Endkunden werden von apetito beliefert - direkt nach Hause, konventionell oder über Onlineshops bei apetito bestellt.

Retailgeschäft

Das Tochterunternehmen COSTA Meeresspezialitäten GmbH & Co. KG bietet im deutschen Lebensmitteleinzelhandel als führender Anbieter Meeresfrüchte, Fisch und Fischfilets sowie Fischgerichte an. In Frankreich agiert die COSTA France SAS mit Sitz in Paris als Vertriebsgesellschaft. In einem zurückgehenden Markt konnte COSTA in Deutschland und in Frankreich seinen Marktanteil weiter ausbauen. In Deutschland ist COSTA weiter Marktführer für TK-Fischfilets (Quelle: IRI, LEH Total, Kategorie TK Gerichte, FY 2021). In Frankreich hat COSTA seine Marktführerschaft im Bereich TK-Meeresfrüchte behauptet und ist im Segment der Naturfischfilets stark gewachsen (Quelle: IRI, Total HM&SM, Kategorie TK Fisch & Meeresfrüchte, FY 2021). Die apetito convenience AG & Co. KG entwickelt in Deutschland vor allem Angebote für die Eigenmarken des Handels. Zudem bietet sie Produkte für den Fachgroßhandel, die Systemgastronomie und für Heimdienste an. Die Gesellschaft wurde zum 2. August 2021 veräußert.

Standorte

Der Hauptsitz des apetito AG Konzerns liegt in Rheine, Deutschland. Weitere Standorte befinden sich in Emden und Hilter (bis zum 2. August 2021) (Deutschland) sowie in Denekamp (Niederlande), Trowbridge (Großbritannien), Toronto und Ottawa (Kanada), Barcelona (Spanien), Wien (Österreich), Paris (Frankreich) und Boston (USA).

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft startet laut Internationalem Währungsfonds (IWF) schwächer als erwartet in das laufende Jahr 2022. Die globale Wirtschaft wird demnach 2022 um geschätzte 4,4 % wachsen. Das sind 0,5 Prozentpunkte weniger als noch im Oktober angenommen. Dafür macht der IWF eine Reihe von Entwicklungen verantwortlich: Die mit der Verbreitung der neuen Omikron-Variante des Coronavirus einhergehenden Mobilitätsbeschränkungen, die höhere Inflation aufgrund steigender Energiepreise und Versorgungsunterbrechungen sowie die langsamere Erholung des privaten Konsums. Für Deutschland etwa rechnet der IWF nur noch mit einem Wachstum von 3,8 Prozent. (Quellen: Infografik: IWF senkt Prognose für Wirtschaftswachstum | Statista und Weltwirtschaft: IWF erwartet für 2022 weniger Wachstum | tagesschau.de)

Der im Februar 2022 begonnene Krieg in der Ukraine hat Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft. Laut IWF sind die Energie- und Rohstoffpreise in die Höhe geschnellt, was den Inflationsdruck aufgrund von Unterbrechungen der Lieferkette und der Erholung von der Covid-19-Pandemie verstärkt. Preisschocks werden sich weltweit auswirken, insbesondere auf arme Haushalte, für die Lebensmittel und Treibstoff einen höheren Anteil an den Ausgaben ausmachen. Mit Ausbruch des Krieges ist der wirtschaftliche Schaden umso verheerender. (Quelle: Stabserklärung des IWF zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine (imf.org))

Im Oktober 2021 hatte der IWF für das Berichtsjahr ein Wachstum der Weltwirtschaft von 5,9 % prognostiziert. Für Deutschland korrigierte der IWF seine Prognose für das Jahr um 0,5 Prozentpunkte nach unten: Das Bruttoinlandsprodukt solle 2021 um 3,1 Prozent wachsen. Die Prognose für die Eurozone hob der IWF für 2021 um 0,4 Prozentpunkte auf 5 Prozent an - teils getragen von einem stärkeren erwarteten Wachstum in Italien und Frankreich. (Quelle: IWF senkt Prognose für Wachstum der Weltwirtschaft leicht (faz.net)

Die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) ging Ende 2021 von einer weltweiten Konjunkturerholung aus: So solle die globale Wirtschaft im Berichtsjahr um 5,6 Prozent zulegen, 2022 dann um 4,5 Prozent und 2023 um 3,2 Prozent. Vorsichtiger Optimismus trotz enormer Unsicherheit und Risiken - von der Corona-Krise über Lieferengpässe bis hin zur Inflation. Die Erholung werde allerdings durch Engpässe beeinträchtigt, der private Konsum dürfte dagegen im nächsten Jahr merklich ansteigen. Zudem würden die niedrigen Zinssätze und der zunehmende Kapazitätsdruck eine große Investitionstätigkeit der Unternehmen fördern. Die Inflationsentwicklung bleibt nach Einschätzung der OECD ein Risiko; in Deutschland lag die Inflationsrate zum Ende des Berichtsjahres mit 5,2 Prozent auf dem höchsten Stand seit fast 30 Jahren. (Quelle: Konjunktur: OECD prognostiziert Aufschwung für Deutschland | ZEIT ONLINE) So stiegen die Preise im Einzelhandel im Jahr 2021 im Mittel um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vorjahr um rund 3,1 Prozent. Besonders stark stiegen dabei die Lebensmittelpreise bei Speisefetten und -ölen, bei Molkereiprodukten und bei Gemüse. (Quelle: Entwicklung der Einzelhandels- und Verbraucherpreise in Deutschland bis 2021 | Statista)

In Deutschland war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2021 nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Vorjahr. Die konjunkturelle Entwicklung war stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Verarbeitenden Gewerbe deutlich um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fiel das Wirtschaftswachstum aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen mit einem Plus von 3,0 % etwas verhalten aus. Im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit wurde der Rückgang der Wirtschaftsleistung aus dem Krisenjahr 2020 im Jahr 2021 nahezu kompensiert. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stabilisierten sich 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres und sind damit noch weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren etwa genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. Allerdings arbeiteten viele Erwerbstätige nun in anderen Wirtschaftsbereichen oder anderen Beschäftigungsverhältnissen als zuvor. (Quelle: Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 um 2,7% gestiegen - Statistisches Bundesamt (destatis.de))

Branchenspezifische Rahmenbedingungen in Deutschland

Im Januar 2021 veröffentlichte die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE) eine Schätzung der Jahresergebnisse 2021 der deutschen Ernährungsindustrie: Aufgrund der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie verzögert sich die wirtschaftliche Erholung der deutschen Ernährungsindustrie weiter: Über alle Teilbranchen hinweg wurde im Jahr 2021 ein Umsatz von 182,4 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Minus von 1,6 Prozent zum Vorjahr. Besonders schwächelte dabei die Konjunktur im Inland, dem wichtigsten Absatzmarkt der Branche. Nach einem stabilen Ergebnis in 2020 gingen die Umsätze 2021 hierzulande mit 119,2 Milliarden Euro um minus 3,9 Prozent zurück. Dabei dämpften mäßige Verkaufspreiserhöhungen noch den Rückgang, die verkaufte Menge fiel insgesamt sogar um schätzungsweise 5,7 Prozent. Das Auslandsgeschäft hingegen konnte die Verluste aus dem Vorjahr wettmachen und wuchs um plus 2,9 Prozent. Die deutsche Ernährungsindustrie kämpft weiterhin mit den gedämpften privaten Konsumausgaben, den Einschränkungen im Außer-Haus-Markt und den schwer beim Kunden durchzusetzenden, steigenden Produktionskosten. Neben rückläufigen Absatzzahlen forderten die starken Kostensteigerungen die Branche 2021 heraus. Der Blick in die Zukunft fällt durchwachsen aus: Stagnierende Absatzzahlen und weitere Kostensteigerungen ohne entsprechende Erlöse können die konjunkturelle Gesundung der deutschen Ernährungsindustrie auch im kommenden Jahr bedrohen. Die Ernährungsindustrie ist mit über 610.000 Beschäftigten in rund 6.100 Betrieben der viertgrößte Industriezweig Deutschlands. 90 Prozent der Unternehmen der deutschen Ernährungsindustrie gehören dem Mittelstand an. Die Exportquote von 35 Prozent zeigt, dass Kunden auf der ganzen Welt die Qualität deutscher Lebensmittel schätzen. (Quelle: BVE - Jahresschätzung der Ernährungsindustrie 2021: Wirtschaftliche Erholung bleibt aus (bve-online.de))

Die BVE verweist auf den monatlich erscheinenden ifo-Geschäftsklimaindex als Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Im Januar 2022 hat sich die Stimmung der Lebensmittelhersteller moderat aufgehellt. Der Saldo des Geschäftsklimas ist auf minus 5,0 Punkte gestiegen, nach minus 10,8 Punkten im Vormonat. Die Januarerhebung der GfK geht in die gleiche Richtung. Demnach wurde der Abwärtstrend der Verbraucherstimmung im Januar gestoppt, sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung verbesserten sich gegenüber dem Vormonat. Der Konsumklimaindex lag im Januar bei minus 6,9 Punkten und sank damit um 5,1 Punkte im Vormonatsvergleich. (Quelle: BVE - BVE-Konjunkturreport Ernährungsindustrie 02-22 (bve-online.de))

Der Branchenverband DEHOGA verweist auf die Notwendigkeit von Corona Lockerungen: Unternehmer wie Mitarbeiter benötigten dringend verlässliche Perspektiven und Planungssicherheit. Von zentraler Bedeutung sei zudem die Entfristung der Mehrwertsteuersenkung über den 31. Dezember 2022 hinaus. (Quelle: DEHOGA Bundesverband: DEHOGA-Appell zum Corona-Gipfel am Mittwoch: Lockerungen der Corona-Maßnahmen müssen jetzt kommen (dehoga-bundesverband.de))

Für das Jahr 2021 erwartet das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) wieder eine Steigerung beim Absatz von Tiefkühlkost (TK). Der Pro-Kopf-Verbrauch von Tiefkühlprodukten in Deutschland wird bei etwa 46,1 kg liegen (Vorjahr: 44,8 kg). Grund für den Anstieg ist eine Stabilisierung des Einkaufs- und Konsumverhaltens im zweiten Corona-Jahr. Noch stärker wirkt sich die Normalisierung im Außer-Haus-Markt aus, der auch vielfach auf die Vorzüge der Tiefkühlung setzt.

Geschäftsverlauf

Die Corona-Pandemie wirkte sich im Berichtsjahr 2021 noch deutlich auf die Geschäftsaktivitäten der apetito AG aus. Die Effekte in einzelnen Märkten waren im Jahresverlauf teils stark schwankend - positiv wie negativ. Insgesamt erreichte die apetito AG am Jahresende ein Umsatzplus, das Ergebnis lag allerdings unter Vorjahresniveau.

Auch die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften zeigen vergleichbare Tendenzen: Die B-to-B-Märkte stabilisierten sich, die Umsatzentwicklung in den B-to-C-Märkten schwächte sich im Vergleich zum Vorjahr zwar ab, blieb aber positiv. Im Detail ergaben sich folgende Effekte in den Konzerngesellschaften: Die apetito AG erreichte im deutschen Systemgeschäft wieder ein Umsatzplus. Die Care-Märkte verzeichneten Zuwachs, ebenso der Bereich Kitas und Schulen. Die Betriebsverpflegung dagegen notierte corona-bedingt erneut Umsatzrückgänge.

Die britische Konzerngesellschaft apetito Ltd. verbesserte ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr abermals. Das gleiche gilt für das noch junge amerikanische Geschäft. Der Umsatz der kanadischen Gesellschaft apetito HFS Ltd. ging leicht zurück. In den Niederlanden lagen die Erlöse der apetito B.V. leicht unter Vorjahresniveau. Das Joint Venture mit dem spanischen Cateringunternehmen ARCASA apetito konnte seine Umsatzerlöse erneut steigern.

Im Retailgeschäft erzielte die apetito convenience AG & Co. KG, die im Jahresverlauf veräußert wurde, im Berichtsjahr ein Umsatzplus, während die COSTA Meeresspezialitäten GmbH & Co. KG einen leichten Umsatzrückgang verzeichnete.

Forschung und Entwicklung

Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat der apetito AG Konzern insgesamt 2,2 Mio. Euro für Forschung und Entwicklung aufgewendet, um für die verschiedenen Systemmärkte passende Produktkonzepte zu entwickeln und Serviceangebote dem aktuellen Bedarf anzupassen. Im zweiten Jahr der Corona-Pandemie waren vor allem Ideen gefragt, wie trotz umfassender Kontaktbeschränkungen die gezielte Kundenansprache möglich ist. Ein Umdenken war nötig in vielen Bereichen. So wurde im Berichtsjahr die Kommunikation über die sozialen Medien verstärkt und neue digitale Kanäle aufgebaut. Im deutschen Systemgeschäft wurden zielgruppengerechte Apps entwickelt: Im Bereich der Landhausküche beispielsweise informiert eine LHK-App entfernt lebende Angehörige über den Verpflegungsstatus der von apetito versorgten Senioren. Im Markt Kids & Schools befindet sich eine mit einem Kooperationspartner entwickelte App im Aufbau. Eine Herausforderung in Corona Zeiten war es, Interessenten die apetito Produkte nahezubringen, schließlich ist der Geschmack der Mahlzeiten ein wesentliches Entscheidungskriterium bei der Wahl eines Verpflegungspartners. Ein neu entwickeltes digitales Probeessen machte dies möglich, das in Deutschland marktübergreifend erfolgreich eingesetzt wurde. In der apetito AG wurden für den Ausbau der Digitalisierung im Berichtsjahr insgesamt rund 6,7 Mio. Euro aufgewendet. Der Umsatzanteil, der über digitale Tools erwirtschaftet wird, steigt insbesondere im B-to-B-Geschäft kontinuierlich an.

Das Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit hat sich im Berichtsjahr erneut verstärkt. Das beförderte die Nachfrage nach fleischlosen Mahlzeiten oder nach Fleisch-Ersatz weiter. Neue Kreationen fanden Eingang in die apetito Sortimente. Auch im Bereich der Produktverpackungen wurden Innovationen im Markt eingeführt.

Business Development

Als Alternativen zum traditionellen Betriebsverpflegungsgeschäft in Deutschland hat die apetito AG verschiedene Angebotsformen entwickelt, die auf die Verpflegung für Mitarbeitende im Homeoffice setzen. So befinden sich stationäre Tiefkühlschränke mit digitaler Menü-Bestell-Möglichkeit ebenso im Test wie Bestellwege über den Onlineshop mit Auslieferung über die apetito Service-Center. Beide Systeme setzen auf attraktive junge Gerichte.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Geschäftsentwicklung apetito AG

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz und das operative Ergebnis, das als Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Sondereffekten definiert wird. Sondereffekte stellen unter anderem periodenfremde Erträge und Aufwendungen sowie sonstige Einmalaufwendungen ohne direkten Bezug zum operativen Geschäft dar.

Ertragslage

Die apetito AG blickt grundsätzlich auf ein Jahr mit differenzierten Entwicklungen zurück. Folgende Darstellung der Gewinn-und-Verlustrechnung nach betriebswirtschaftlichen Kriterien verdeutlicht die Entwicklung:

2021 2020
Mio. Euro % Mio. Euro %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 355 99 338 99
Bestandsveränderungen 1 1 2 1
Gesamtleistung 356 100 340 100
Materialaufwand -125 -35 -123 -36
Rohertrag 231 65 217 64
Personalaufwand -105 -29 -102 -30
Abschreibungen -21 -6 -18 -5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -95 -27 -87 -26
Sonstige betriebliche Erträge 5 1 18 5
Operatives Ergebnis 15 4 28 8
Zinsergebnis und Beteiligungsergebnis 7 2 32 9
Ergebnis vor Steuern 22 6 60 18
Ertragssteuern -4 -1 -5 -2
Jahresüberschuss 18 5 55 16

Umsatzentwicklung

Nach 338 Mio. EUR im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz der apetito AG im Jahr 2021 und liegt nun bei 355 Mio. EUR, dies lag am unteren Ende unserer Erwartungen. Die einzelnen Vertriebsbereiche verliefen dabei weiterhin bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie sehr unterschiedlich, aber nicht in derselben Ausprägung wie im Vorjahr. Während sich die B2C-Märkte weiterhin positiv entwickelten wurden die B2B-Märkte durch weitere Lockdown-Maßnahmen negativ beeinflusst.

Ergebnisentwicklung

Im Berichtsjahr wurde eine um 16 Mio. EUR höhere Gesamtleistung erwirtschaftet. Der Rohertrag erhöhte sich ebenfalls um 14 Mio. Euro auf nun 231 Mio. EUR.

Der Personalaufwand stieg im Berichtsjahr von 102 Mio. EUR auf 105 Mio. EUR, prozentual lag er bei ca. 29 Prozent. Neben tarifbedingten Erhöhungen und der Auszahlung einer Corona Prämie trug hierzu ein Personalaufbau insbesondere im Bereich der Verwaltung/IT bei.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist vor allem auf mehrabsatzbedingte sonstige Aufwendungen wie Transport- und Lagerkosten zurückzuführen. Des Weiteren gab es höhere Aufwendungen für Reparatur-und Instandhaltungskosten sowie Marketingkosten. Der Verlust aus dem Verkauf der apetito convenience AG & Co. KG beinträchtige ebenfalls das Ergebnis in diesem Jahr.

Das operative Ergebnis lag mit 15 Mio. EUR deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Bezieht man aber den positiven Effekt durch den Verkauf der Bonfait B.V. im letzten Jahr und den negativen Effekt aus dem Verkauf der convenience AG & Co.KG in diesem Jahr nicht mit ein, ist keine wesentliche Veränderung des operativen Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.

Der Rückgang des Zins- und Beteiligungsergebnisses auf 7 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf den Wegfall des Beteiligungsergbnisses von der apetito UK Holdings Ltd. zurückzuführen. Dies ist mit einer Vereinbarung im Vorgriff auf zukünftige Investitionen am Standort in der UK zu begründen.

Der Ertragssteueraufwand liegt unter dem Vorjahreswert.

Insgesamt verringerte sich der Jahresüberschuss von 55 Mio. Euro auf 18 Mio. EUR.

Finanzlage

Die Finanzlage des Konzerns hat sich leicht verbessert.

Unser Ziel ist es, die für das Wachstum und Investitionen erforderlichen Mittel aus eigener Kraft zu erwirtschaften. Wie die folgenden Kennzahlen aus der Kapitalflussrechnung verdeutlichen, haben wir unsere Ziele erreicht:

2021

Mio. Euro
2020

Mio. Euro
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 36 19
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -18 -28
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7 26
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 11 17
Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 66 49
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 77 66

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg im Vergleich zum Vorjahr stark an. Dies resultiert insbesondere aus dem hohen operativen Ergebnis.

Auszahlungen für Investitionen wurden im Geschäftsjahr 2021 aufgrund der anhaltenden Corona-Situation weiterhin moderat durchgeführt. Die Auszahlungen für Investitionen lagen daher 10 Mio. EUR unter dem Vorjahr.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit betrifft im Wesentlichen die an Aktionäre ausgezahlte Dividende.

Insgesamt lag der Zahlungsmittelbestand Ende 2021 mit 77 Mio. EUR um 11 Mio. EUR über dem Vorjahr.

Vermögenslage

Die Vermögensstruktur der apetito AG entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr folgendermaßen:

31.12.2021 31.12.2020
Mio. Euro % Mio. Euro %
--- --- --- --- ---
Langfristig gebundenes Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 8 2 8 2
Sachanlagen 121 31 124 33
Finanzanlagen 53 14 54 14
182 47 186 49
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Vorräte 39 10 38 10
Lieferforderungen 28 7 23 6
Forderungen an verbundene Unternehmen 44 11 48 13
Forderungen an Beteiligungsunternehmen 2 1 1 0
Übrige Forderungen und Abgrenzungen 15 4 20 5
Liquide Mittel 77 20 66 17
205 53 196 51
Bilanzsumme 387 100 382 100

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5 Mio. Euro auf 387 Mio. Euro.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen 22 Mio. EUR. Die Investitionssumme war im Wesentlichen durch Erweiterungsinvestitionen, hauptsächlich im Bereich Software, Technische Anlagen und Betriebsausstattung bestimmt. Das langfristig gebundene Vermögen verringerte sich leicht um 4 Mio. EUR.

Das kurzfristig gebundene Vermögen beläuft sich auf 53 Prozent der Bilanzsumme und ist im Berichtsjahr geprägt durch einen Anstieg der liquiden Mittel von 11 Mio. EUR und einem Rückgang der Lieferforderungen von 5 Mio. EUR. Das hohe Niveau der Vorräte zur Sicherung der Lieferfähigkeit wurde im Berichtsjahr gehalten.

Die Kapitalstruktur der apetito AG wird in der folgenden Tabelle dargestellt:

31.12.2021 31.12.2020
Mio. Euro % Mio. Euro %
--- --- --- --- ---
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 9 2 9 2
Kapitalrücklage 30 8 30 8
Bilanzgewinn 291 75 286 75
330 85 324 85
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen 17 4 17 4
Steuerrückstellung 0 0 2 1
Sonstige langfristige Schulden 11 4 10 3
28 8 29 8
Verbindlichkeiten
Lieferantenverbindlichkeiten 22 6 21 5
Verbindlichkeiten ggü. Verbundenen Unternehmen 1 0 1 0
Verbindlichkeiten ggü. Beteiligungsunternehmen 1 0 2 1
Übrige Verbindlichkeiten 5 1 5 1
29 7 29 7
Bilanzsumme 387 100 382 100

Das Eigenkapital erhöhte sich um 6 Mio. Euro auf 330 Mio. EUR, dabei blieb es bei einer Eigenkapitalquote von 85 %. Damit ist die Vermögenslage der apetito AG weiterhin sehr stabil.

Die Rückstellungen und die kurzfristigen Verbindlichkeiten lagen im Jahr 2021 auf dem Niveau des Vorjahres.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Im Berichtsjahr waren im Jahresdurchschnitt insgesamt 1.919 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die apetito AG tätig (Vorjahr: 1.829).

In den deutschen Gesellschaften des apetito AG Konzerns sind anteilig rund 41 % Frauen und 59 % Männer beschäftigt. Die Fluktuationsrate bei der apetito AG liegt mit 11,2 % über dem Vorjahr (8,8 %). Der Anteil an befristeten Arbeitsverträgen beträgt in der apetito AG rund 7 %.

Die traditionell lange durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in der apetito AG ist mit rund 13 Jahren weiter auf hohem Niveau. Das Durchschnittsalter liegt mit 44,1 Jahren leicht über dem Niveau der Vorjahre.

Im Fokus unserer Personalarbeit stand neben der Bewältigung der Pandemie und deren Folgen der Ausbau unserer Recruiting- und Digitalisierungsaktivitäten. So konnten wir zur effektiveren Kandidatengewinnung eine Active Sourcing-Strategie erfolgreich umsetzen und somit dem Fachkräftemangel insbesondere in Expertenfunktionen entgegenwirken. Ebenso haben wir im Bereich Social Media neue Akzente setzen können und haben erstmals über 10.000 Follower über alle unsere Kanäle gewinnen können - damit haben wir unsere Reichweite bundesweit signifikant gesteigert.

Darüber hinaus wurden bei der apetito AG diverse Nachhaltigkeitsinitiativen umgesetzt - so erhielten wir erneut die Zertifizierungen „Fair Company“ und „Faire Ausbildung“. Die Personalarbeit wurde konzernweit stark durch die Corona-Pandemie beeinflusst, so dass das Krisenmanagement sowie die kontinuierliche Anpassung an veränderte Arbeitsbedingungen im Mittelpunkt standen.

Die Personalarbeit in den internationalen Gesellschaften fokussierte sich im Wesentlichen auf die Bewältigung der Pandemie und den Folgen daraus.

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Lockdown-Maßnahmen hatten im Berichtsjahr insbesondere für das Systemgeschäft teils erhebliche Auswirkungen. Einige Bereiche waren nicht voll ausgelastet. Für diese Bereiche setzte die apetito AG Kurzarbeit als sinnvolle Maßnahme ein. Kündigungen konnten dadurch vollständig vermieden werden.

Gezielte Employer Branding Maßnahmen gewannen an den deutschen Standorten an Bedeutung, um die benötigten Fachkräfte zu gewinnen. Für die Produktion am Standort Rheine erwies sich beispielsweise ein Netzwerk nach Portugal als gute Basis für eine ebenso ungewöhnliche wie erfolgreiche Recruiting-Kampagne.

Die vielfältigen Herausforderungen im zweiten Pandemie-Jahr 2021 zeigten in besonderer Weise die starke Unternehmenskultur bei apetito, die von einer ausgeprägten Solidarität und einer hohen Flexibilität der Mitarbeitenden gekennzeichnet war. Ob Hilfestellung bei Krankheitsausfällen, spontane Unterstützung bei besonderen Marketing-Maßnahmen, Neukundenstarts digital oder auch an einem Feiertag: In der apetito AG gab es zahlreiche Beispiele für die hohe Bereitschaft der Mitarbeitenden, in besonderen Situationen partnerschaftlich und agil zu handeln.

Die Art und Weise der Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander hat sich in den beiden Corona-Jahren stark gewandelt. Digital, hybrid, mobil und Homeoffice sind die Schlagworte, die die internationalen apetito Gesellschaften auch in Zukunft prägen werden. Der Erfolg gibt dem „neuen Arbeiten“ recht, wenngleich auch sichtbar geworden ist, dass das soziale Miteinander am Arbeitsplatz ebenso notwendig ist. Die apetito AG am Standort Rheine wird diesen Veränderungen am Büroarbeitsplatz mit seinem Konzept #mywork gerecht. In den kommenden Jahren werden sich damit viele Standard-Büroarbeitsplätze zu flexiblen Arbeitsorten entwickeln. Die ortsgebundenen Arbeitsplätze werden ebenso weiterentwickelt wie der „digitalen Arbeitsplatz“ mehr und mehr Einzug hält. Der damit verbundene kulturelle Wandel wird systematisch begleitet.

In der apetito AG wurden im zurückliegenden Jahr 79 junge Menschen in 10 verschiedenen Berufen ausgebildet. Das Ausbildungsangebot reichte von der Fachkraft für Lebensmitteltechnik über kaufmännische Berufe bis hin zum Fachinformatiker oder Berufskraftfahrer. Vorrangiges Ziel unserer Ausbildungsaktivitäten ist es, eigene Fachkräfte auszubilden und weiter zu beschäftigen.

Erklärung zur Unternehmensführung

2018 fasste der Aufsichtsrat der apetito AG den Beschluss, dass die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und Vorstand der apetito AG unverändert bei 0 verbleibt. Grund sind die bestehenden Laufzeiten der abgeschlossenen Verträge mit den Mitgliedern beider Gremien. Durch die zwischenzeitlich neue Zusammensetzung des Aufsichtsrates beträgt der Anteil an Frauen im Aufsichtsrat rund 20 %. Die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands (Hauptabteilungsleiter und Abteilungsleiter) sollen in dem nächsten Jahr mit einem Frauenanteil von gut einem Viertel (mindestens 26 %) besetzt sein. Im Geschäftsjahr 2021 haben wir dieses Ziel über beide Ebenen mit ca. 25 % nur leicht unterschritten. In der ersten Ebene unterhalb des Vorstandes liegt der Anteil allerdings bei ca. 31% und in der zweiten Ebene bei ca. 24%.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zur internen Unternehmenssteuerung sind weiterhin die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sowie Nachhaltigkeit.

Um eine größtmögliche Kundenzufriedenheit zu erzielen, besteht eine unserer wesentlichen Aufgaben als Verpflegungsspezialist darin, die passenden Produkte und Leistungen für unsere verschiedenen Kundengruppen bereitzustellen. Angesichts eines hohen Preisbewusstseins vor allem in den deutschen Märkten gehen wir hinsichtlich unseres Kostenmanagements sensibel vor.

Wir schätzen den intensiven Dialog mit unseren Kunden und nutzen dafür unterschiedlichste Kanäle. Im zweiten Pandemie-Jahr standen dabei erneut digitale Kanäle im Vordergrund. Gleichzeitig zeigte sich, dass die Kunden im Systemgeschäft dennoch Möglichkeiten des persönlichen Austausches suchten - immer unter klar geregelten Corona-Hygienebedingungen. Digitale Seminar-Angebote wurden von den Kunden intensiv genutzt. Mit einer virtuellen Messe-Plattform konnten Kunden in Deutschland apetito Neuheiten und auch das Unternehmen mit seinen Werten und Botschaften erleben - ganz ohne Reisetätigkeit. Im deutschen Systemgeschäft führten wir im Berichtsjahr unter anderem über das Kundenportal „mein apetito“ erneut eine Kundenzufriedenheitsbefragung durch. Vor allem mit der Qualität, der Optik und dem Geschmack der Gerichte sind die Kunden sehr zufrieden. 95 % der Befragten würden apetito weiterempfehlen.

Ein weiterer Beleg für die hohe Zufriedenheit unserer Kunden mit der apetito AG als Partner sind die oft langjährigen Kundenbeziehungen. So feierten wir im Berichtsjahr mit 532 unserer Kunden Jubiläen der Zusammenarbeit. Darunter waren 20 Einrichtungen und Unternehmen, die seit 40 Jahren apetito Kunde sind.

Nachhaltigkeit: Weiterentwicklung der Ziele in den Business Units

Als verantwortungsbewusstes und zukunftsorientiertes Familienunternehmen steht apetito für Verlässlichkeit und Kontinuität. Wir wachsen, sind profitabel und investieren in unsere Märkte und Standorte. Dabei richten wir unseren Blick verstärkt auf Mensch, Natur und Umwelt. apetito versteht langfristiges Nachhaltigkeitsengagement als Grundprinzip seines Handelns in allen Unternehmensbereichen. Die Verpflichtung zu ethischem und nachhaltigem Handeln ist integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie.

Entsprechend des eigenen Anspruchs von apetito, unser Umfeld positiv zu beeinflussen und einen relevanten Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung zu leisten, haben wir bei der der Formulierung unserer Ziele auch die Agenda 2030 sowie die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen einbezogen. Mit unseren Nachhaltigkeitszielen und -aktivitäten möchten wir einen relevanten Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der SDGs leisten - entsprechend unserer Geschäftstätigkeit fokussieren wir uns insbesondere auf die SDGs 2,3,8 sowie 12 bis 15. Die definierten Konzern-Nachhaltigkeitsziele 2030 bilden den Rahmen für die Nachhaltigkeitsaktivitäten der einzelnen Gesellschaften im apetito AG Konzern, die daraus ihr mittel- bis langfristiges Zielprogramm ableiten.

Unter dem Dach der Mission „apetito. Einfach immer besser“ sind Qualität, Produkt- und Arbeitssicherheit, Umweltschutz, die Förderung von Gesundheit und Lebensqualität integrierte Bestandteile der regelmäßig von der Geschäftsleitung bewerteten Managementsysteme. Das zentrale Nachhaltigkeitsmanagement der apetito AG in Rheine ist vom TÜV Rheinland nach ZNU-Standard „Nachhaltiger Wirtschaften“ zertifiziert (ZNU: Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung, Universität Witten/Herdecke); jährlich finden Überwachungs- bzw. Wiederholungsaudits statt. Das im Berichtsjahr anstehende Überwachungsaudit wurde erfolgreich absolviert.

2021 wurden die Standorte der apetito Gruppe von unabhängigen Stellen zertifiziert. In Rheine erfolgte die jährliche Überwachung des QM-Systems nach DIN EN ISO 9001. Das Lebensmittelsicherheitskonzept wurde in Rheine nach HACCP-Anforderungen zertifiziert. Darüber hinaus absolvierten wir MSC- und ASC-Zertifizierungen, ein Bio-Audit, sowie eine RSPO-Zertifizierung mit Erfolg. Überprüft wurde hierbei der Einsatz von nachhaltig erzeugtem Palmöl nach den Grundsätzen des „Roundtable on Sustainable Palm Oil“. Zertifizierungen nach „KAT-Ei“ und „QS-Fleisch“ komplettierten die Liste der internationalen Qualitätsprüfungen. Erneut belegten die positiven Prüfungsergebnisse das professionelle Qualitätsmanagement der apetito AG. Neu ist die Zertifizierung nach dem Fairtrade-Standard für das Sortiment in Rheine. Mit Einführung des neuen Sortiments am 18.10.2021 bietet die apetito AG ihren Kunden jetzt vier Fairtrade-Artikel im Marktsortiment der Bereiche Kids & Schools und Multi Plus an. Die Produktzertifizierung der Artikel mit Fairtrade-Reis und Fairtrade-Kakao erfolgte durch die unabhängige Zertifizierungsstelle FLOCERT. Die Auditierung des Werks Rheine wurde für das Jahr 2022 angesetzt.

Im Bereich Umweltmanagement erfolgte die Validierung nach EMAS III. Aktuelle Informationen zu den Nachhaltigkeitsmaßnahmen und -fortschritten der apetito AG werden jährlich im Online-Nachhaltigkeitsbericht, orientiert am Standard der Global Reporting Initiative, veröffentlicht.

Die Prüfer bescheinigten dem Unternehmen eine weitere Verbesserung der Qualitäts-, Umwelt- und Hygieneleistungen auf beispielhaftem gutem Niveau. Einzelne Verbesserungsvorschläge nahmen wir zum Anlass, noch anspruchsvollere Ziele zu definieren.

Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren haben wir unsere Ziele erreicht, indem wir das hohe Niveau der Vorjahre halten konnten.

Chancen- und Risikobericht

Die Chancen und Risiken werden in absteigender Bedeutung angegeben.

Wesentliche Risiken

Für apetito als lebensmittelverarbeitendes Unternehmen bestehen die größten Herausforderungen darin, die Qualität und Sicherheit der Produkte zu erhalten und weiter zu verbessern. Dies umfasst sowohl die Beschaffung als auch die Verarbeitung der Zutaten. Diesen Herausforderungen stellt sich die apetito AG mit einem umfassenden Qualitätsmanagementsystem, einem global agierenden Einkauf, einer starken Einbindung und Kontrolle der Lieferpartner sowie langfristigen Lieferpartnerschaften. Im Berichtsjahr 2021 wurde seitens des Risikomanagements eine konzernweite Inventuraufnahme aller Risiken inklusive deren Bewertung vorgenommen.

Die Corona-Pandemie stellte die apetito AG auch im zweiten Pandemie-Jahr vor erhebliche Herausforderungen, denen wir mit unterschiedlichen Maßnahmen begegneten. Ein Corona-Krisenteam koordinierte weiterhin sämtliche Maßnahmen, Handlungsanweisungen und Kommunikation und war Ansprechpartner für alle Mitarbeitenden. Das Hauptaugenmerk aller Aktivitäten galt weiter dem Gesunderhalten der Beschäftigten und das zuverlässige Sicherstellen unserer Angebote und Serviceleistungen. Für relevante Bereiche existieren präventive Business-Continuity-Pläne, die bei Bedarf zeitnah greifen. Den engen Kontakt zu Behörden haben die Krisenteams aufrechterhalten. Am Produktionsstandort Rheine erfolgten umfassende Corona-Testungen, zudem bot die apetito AG ihren Mitarbeitenden und den mit ihnen in einem Haushalt lebenden Angehörigen Impfungen an. Dies erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt und stieß auf großes Interesse. Unser insgesamt auf maximale Vorsicht und Weitsicht ausgerichtetes Verhalten erwies sich als erfolgreich, so dass eine Verbreitung des Coronavirus bis heute auf sehr niedrigem Niveau gehalten werden konnte.

Zu den beschaffungsmarktbezogenen Risiken zählen für die apetito AG volatile Märkte mit teilweise schwankenden Rohwarenpreisen und -verfügbarkeiten. Hervorzuheben sind die Corona-bedingten Störungen in der Lieferkette sowie der Krieg in der Ukraine mit seinen Auswirkungen auf Energie- und Rohstoffpreise. Auch der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest sowie die Auswirkungen der Dürre in Europa bleiben als Risiken bestehen. Das betrifft maßgeblich die Warengruppen Fleisch und Fisch, aber auch vermehrt Gemüse und Zutaten.

Zu den Markt- und Absatzrisiken führt die apetito AG regelmäßig ein Monitoring durch. Als flexibles und kundenorientiertes Unternehmen versetzen wir uns mithilfe von Marktforschung und einer ausgezeichneten Kundennähe in die Lage, zeitnah auf Marktanforderungen zu reagieren; durch eine breite Kundenbasis in diversifizierten Geschäftsfeldern ist die Gefahr von Abhängigkeiten eher gering. Den Preisdruck sowie gedeckelte Budgets bei öffentlichen und sozialen Einrichtungen bei gleichzeitig steigenden Preisen schätzen wir weiterhin als kritischen Faktor ein. Die Pandemie wird in unseren Systemmärkten zu dauerhaften Veränderungen führen, die teils nach neuen Lösungen verlangen.

Die bereits im Berichtsjahr deutlich sichtbare Verschiebung einiger Geschäftsmodelle hin zu einer dezentralen Abwicklung mit höheren Logistikanteilen (letzte Meile) wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Dem begegnen wir mit unserer mittelfristig ausgelegten Logistik-Strategie „Neue_Wege“, mit der wir die Umstellung unseres Geschäftes über eine professionelle Logistikinfrastruktur sicherstellen wollen.

Die größte ausländische Tochtergesellschaft von apetito mit einer eigenen Produktionsstätte befindet sich in Großbritannien. Im Berichtsjahr sahen sich die britischen Kollegen erheblich mit der Bewältigung von aus dem Brexit resultierenden neuen Rechtsvorschriften konfrontiert. Das betraf insbesondere die wichtigen Lieferbeziehungen zu Irland. Auch wenn dieser Exportprozess mittlerweile weitgehend läuft, so gilt es, im laufenden Jahr weiter zu optimieren und Kosten zu minimieren. Um Wechselkursschwankungen so weit wie möglich zu dämpfen und die wirtschaftlichen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten, besteht zwischen britischen und deutschen Kollegen seit Jahren ein regelmäßiger Austausch.

Zur finanziellen Steuerung der apetito AG trägt der Bereich Treasury & Risk bei. Wesentliches Ziel der Steuerungsmaßnahmen ist die jederzeitige Sicherstellung einer ausreichenden Liquiditätsausstattung aller Konzernunternehmen über eine optimierte Liquiditätsplanung. In Bezug auf die Liquiditätslage bestanden 2021 keine Risiken. Allerdings wurden die Strafzinsen auf Geldanlagen durch die Banken aufgrund des anhaltenden niedrigen Zinsniveaus in der EU an die Anleger 1:1 weitergegeben.

Ausfallrisiken werden bei apetito als gering eingeschätzt. Durch ein straffes Debitorenmanagement und ein sehr straff organisiertes Mahnwesen konnten wir größere Zahlungsausfälle vermeiden. Insolvenzen blieben im großen Umfang bei Lieferanten und Kunden aus.

Den Wechselkursrisiken begegnen wir mit einer konservativen Absicherungsstrategie und einem aktiven Währungsmanagement, das zentral gesteuert wird und sich im abgelaufenen Geschäftsjahr vor dem Hintergrund deutlicher Währungsschwankungen bewährt hat. Zu den Maßnahmen zählen sowohl zusätzliche Grundgeschäfte, um offene Währungspositionen zu vermindern bzw. zu schließen, als auch die üblichen Kurssicherungsinstrumente.

Trotz übersichtlicher Risiken arbeiten wir konsequent an der Weiterentwicklung unserer Controlling-Instrumente. Diese Instrumente haben sich besonders im 2. Jahr der Corona Pandemie sehr bewährt. Checks, Überwachungen und Limitvergaben führten dazu, dass es weiterhin keine wesentlichen Beeinträchtigungen für die apetito AG gab.

Im IT-Umfeld gewinnen Cyber-Risiken im Zusammenhang mit möglichen Hacker-Attacken zunehmend an Bedeutung. Es sind erhebliche Anstrengungen erforderlich, um dem entgegenzuwirken.

Das Themenfeld Arbeitssicherheit haben wir im Berichtsjahr konsequent weiterentwickelt und forcieren den Arbeitsschutz insbesondere dadurch, dass wir unsere Mitarbeitenden für das sogenannte BBS (Behavior Based Safety), also der verhaltensbedingten Unfallprävention, sensibilisieren und qualifizieren. Zusätzlich schulen wir die Führungskräfte in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft. Ziel ist es, sich mittelfristig nach einem Arbeitsschutz-Managementsystem zertifizieren zu lassen.Beim Thema Brandschutz arbeitet die apetito AG sehr eng mit einem Versicherungsmakler und den jeweiligen Brandversicherern zusammen, um auch weiterhin den Stand der Technik abzubilden. So wollen wir eine nachhaltige Absicherung des Unternehmens gewährleisten. Diesem Zweck dient auch die konzernweite Brandschutzrichtlinie. Eine mittel- und langfristig ausgelegte Investitionsplanung unterstützt das Brandschutzprogramm von apetito.

Die Beratungs- und Revisionsgesellschaft „apetito assist & service GmbH “ unterstützte das Management der apetito Gruppe wie im Vorjahr bei der Beurteilung von unternehmensinternen Prozessen mit Fokus auf der effizienten Überprüfung und Weiterentwicklung unseres internen Kontrollsystems.

Die Corona-Pandemie birgt auch im laufenden Jahr Herausforderungen - sowohl für die die Märkte der Gemeinschaftsverpflegung als auch mit Blick auf die notwendigen neuen Zusammenarbeitsmodelle für die Mitarbeitenden. Die Corona-Pandemie hatte im Berichtsjahr nur sehr geringe Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit unserer direkten Materialien. Die Situation verschärft sich allerdings deutlich durch den Krieg in der Ukraine mit seinen weltweiten Auswirkungen.

Wesentliche Chancen

In den Märkten der Individualverpflegung erwarten wir mit und nach Corona weiter positive Geschäftsentwicklungen, da sich das Bestreben nach sicherer und convenienter Ernährung, die die Angebote der apetito AG bieten, vor allem im häuslichen Umfeld und bei Senioren weiter fortsetzen wird. Langfristiges Wachstumspotenzial sieht apetito weiterhin in dem Trend zur „alternden Gesellschaft“, was oft mit gesundheitlichen Einschränkungen der Senioren und einer steigenden Nachfrage nach spezifischen Kostformen einhergeht. apetito verfügt über umfassendes Know-how zu solch spezifischen Ernährungsfragen und bietet so seinen Kunden einen echten Mehrwert - auch mit Blick auf eine hohe hygienische Sicherheit unserer Produkte und Angebotssysteme. Die Corona-Pandemie verstärkt diese Entwicklung noch. Der erfolgreiche Ausbau der Sortimente vor allem für die Care-Märkte zeigt das Potenzial, das diese Märkte sowohl im Hinblick auf die B-to-B Märkte als auch auf die Direktbelieferung zu Hause lebender Senioren bieten. Wir erwarten, dass der Anteil an älteren Menschen in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Demzufolge wird auch der Bedarf an Ernährungslösungen speziell für diese Zielgruppe weiter zunehmen.

In Deutschland bestehen Wachstumsperspektiven auch im Markt für Kindertagesstätten und Schulen. Mit neuen Sortimentsangeboten, zeitgemäßen Verpackungslösungen und auch mit unseren digitalen Vermarktungsangeboten sehen wir uns gut gerüstet.

Gesamtbeurteilung der Risiko- und Chancensituation

Die Gesamtsituation der erläuterten Einzelrisiken stellt sich für die apetito AG durch das Risikomanagementsystem als transparent und steuerbar dar. Von den vorgenannten Risiken sind aktuell die Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie sowie die Qualitätsrisiken und die Preissteigerungsrisiken im Bereich Beschaffung als am bedeutendsten einzustufen. Zudem gewinnen Cyber-Risiken im Zusammenhang mit möglichen Hacker-Attacken an Bedeutung. Zunehmend sind Anstrengungen erforderlich, dem entgegenzuwirken.

Als relevanteste Chancen bewerten wir die demografischen Entwicklungen sowie die Möglichkeiten der Digitalisierung.

Prognosebericht

Trotz positiver Umsatzentwicklung lag die angestrebte positive Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr unter den Erwartungen. Gründe dafür liegen erneut in den zwar für die Geschäftsfelder unterschiedlichen, in Summe jedoch gravierenden Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Wir arbeiten an einem Update unserer Konzernstrategie, in der wir uns bis 2025 erneut ambitionierte Wachstums- und Ertragsziele setzen wollen. Die einzelnen Konzerngesellschaften haben dazu ihre jeweiligen Strategien Corona-bedingt angepasst. Um unsere Konzernstrategie umzusetzen, haben wir für die mittlere Zukunft weiterhin umfassende Investitionen geplant. Für das Geschäftsjahr 2022 streben wir eine positive Geschäftsentwicklung mit einem wechselkursbereinigten Umsatzwachstum von etwa 7-8 % an. Mit Blick auf das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Sondereffekten wollen wir in 2022 - in Abhängigkeit von der Pandemieentwicklung - wieder anknüpfen an die positiven Entwicklungen der Vorjahre und moderat wachsen. Damit wollen wir unsere bestehende strategische Zielvorgabe - nachhaltig profitables Wachstum - weiter festigen. Allerdings sind Planungen aktuell noch immer unsicher und abhängig von den Rahmenbedingungen. Wir reagieren darauf mit einem konsequenten Monitoring der wesentlichen Parameter.

Das Coronavirus und insbesondere die erwartbare weitere Verbreitung von Virusvarianten birgt weiterhin Risiken insbesondere in unseren Gemeinschaftsverpflegungsmärkten. Die durch das Coronavirus veränderten Arbeitswelten werden sich auch in Zukunft auf Verpflegungsbereiche auswirken und diese nachhaltig erneuern.

Unsere Lieferketten sehen wir durch die aktuellen Krisen stark betroffen. Die dadurch verursachten erheblichen Auswirkungen auf die Preisentwicklung für Energie und Rohstoffe sind aktuell noch nicht vollständig absehbar, wirken aber jetzt bereits nachhaltig.

Ein hohes Vertrauen der Stakeholder in die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des Unternehmens ist Basis für eine langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit. Themen rund um eine verantwortliche Unternehmensführung spielen dabei eine wesentliche Rolle. Unter anderem mit einem soliden Qualitätsmanagement, einem fundierten Nachhaltigkeitsengagement und einer breit aufgestellten Weiterentwicklung im Bereich Digitalisierung sehen wir uns dafür gut gerüstet.

Als verantwortungsbewusstes Familienunternehmen wird die apetito AG ihre Geschäftspolitik auch künftig langfristig ausrichten und zukunftsorientiert wachsen. Sowohl das Management als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen dazu bei, den gesellschaftlichen Auftrag von apetito zu realisieren - nämlich für Menschen in verschiedensten Lebenssituationen jeden Tag gutes Essen anzubieten. Dafür ist in der apetito AG immer wieder ein „Umdenken“ erforderlich. Daran arbeiten wir gemeinsam im „Team apetito“.

Bilanz zum 31. Dezember 2021

apetitio Aktiengesellschaft, Rheine

HRB 4040, Amtgericht Steinfurt

Aktiva

31.12.2021

31.12.2020

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.038.220,72 4.268.454,00
2. Entgeltlich erworbener Kundenstamm 32.334,00 68.446,00
3. Geleistete Anzahlungen 1.455.115,00 3.327.109,00
7.525.669,72 7.664.009,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 50.507.884,70 52.690.987,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.502.466,99 36.402.326,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.425.688,03 29.116.223,31
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.481.372,51 6.015.920,32
120.917.412,23 124.225.457,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 47.880.723,19 48.357.884,19
2. Beteiligungen 5.582.399,99 5.582.399,99
53.463.123,18 53.940.284,18
181.906.205,13 185.829.750,51
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.090.214,63 14.123.265,86
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 24.394.406,77 23.465.566,98
39.484.621,40 37.588.832,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.467.099,95 23.250.584,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 43.719.771,31 47.627.335,05
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.820.831,11 858.328,93
4. Sonstige Vermögensgegenstände 14.364.870,03 19.709.505,30
88.372.572,40 91.445.754,16
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 76.672.920,01 66.482.411,23
204.530.113,81 195.516.998,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 755.610,80 879.298,08
387.191.929,74 382.226.046,82
Passiva
31.12.2021

31.12.2020

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 8.500.000,00 8.500.000,00
II. Kapitalrücklage 29.869.681,93 29.869.681,93
III. Bilanzgewinn 291.360.407,68 285.850.887,96
329.730.089,61 324.220.569,89
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 17.585.545,00 17.331.288,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 1.523.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 10.516.534,80 10.189.557,29
28.102.079,80 29.043.845,29
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.652.518,65 21.196.676,71
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 835.036,20 1.184.860,15
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.065.578,59 1.610.325,47
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.806.626,89 4.955.401,58
29.359.760,33 28.947.263,91
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 14.367,73
387.191.929,74 382.226.046,82

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021

2020

1. Umsatzerlöse 354.785.012,21 338.139.439,00
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 459.357,05 1.500.311,79
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 307.231,32 266.792,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.537.840,16 17.829.690,63
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie
für bezogene Waren 116.400.853,89 113.430.428,67
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.683.644,46 9.174.011,08
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 88.090.358,14 84.711.512,46
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 17.377.235,02 16.973.618,23
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 20.905.497,90 17.653.774,88
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 94.627.511,45 86.792.229,77
9. Erträge aus Beteiligungen 6.843.344,52 31.024.391,42
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 84.084,63 148.563,51
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 563.164,05 651.386,81
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme 52.401,84 58.462,48
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 528.444,06 459.726,46
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.504.471,11 5.345.798,67
15. Ergebnis nach Steuern 18.409.616,07 54.961.012,46
16. Sonstige Steuern 300.096,35 281.800,72
17. Jahresüberschuss 18.109.519,72 54.679.211,74
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 285.850.887,96 242.871.676,22
19. Ausschüttung an Anteilseigner 12.600.000,00 11.700.000,00
20. Bilanzgewinn 291.360.407,68 285.850.887,96

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Grundlagen

Die apetito AG, Rheine ist beim Registergericht Steinfurt unter der Handelsregisternummer HR B 4040 gemeldet.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches erstellt. Ergänzend waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Vermerke, die wahlweise in Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu machen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung erfolgte nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear sowie beim beweglichen Anlagevermögen bis 2009 degressiv mit linearer Restabschreibung und für Zugänge ab 2010 linear vorgenommen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden über Nutzungsdauern zwischen zwei und 40 Jahren vorgenommen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern liegen für Gebäude zwischen 33 und 40 Jahren, für Außenanlagen bei 15 Jahren und für technische Anlagen, Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und 15 Jahren. Für Vermögensgegenstände, die vor dem 1. Januar 2010 angeschafft wurden und degressiv abgeschrieben werden, wird das Wahlrecht des Artikels 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB zur Fortführung der alten Wertansätze in Anspruch genommen. Im Rahmen des zweiten Corona-Steuerhilfegesetzes und einer vorübergehenden Wiedereinführung der degressiven Abschreibung ab dem 01.01.2020 wurden alle beweglichen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die nach dem 31. Dezember 2019 und vor dem 1. Januar 2022 aktiviert wurden, mit max. 25 % abgeschrieben (= max. der 2,5 fache Wert des linearen Abschreibungssatzes). Die Aufwendungen für degressive Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 4.655.

Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag bewertet.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden zum Zeitpunkt des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 150 und bis zu € 1.000 betragen, wurde bis 2017 ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Abschreibungen auf Finanzanlagen berücksichtigt, sofern es sich um voraussichtlich nicht vorübergehende Wertminderungen handelt. Dabei wurden zur Bestimmung des niedrigeren beizulegenden Zeitwerts gemäß IDW RS HFA 10 die Grundsätze der Unternehmensbewertung nach IDW S 1 berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt ausgehend von der aktuellen Mittelfristplanung für die Beteiligungsunternehmen für die Jahre 2022 bis 2025.

Unter den Beteiligungen werden Anteile an Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen. Diese sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, gegebenenfalls zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind grundsätzlich zu den Anschaffungskosten unter Anwendung der fortlaufenden Durchschnittsmethode bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch anteilige angemessene Gemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Ein Teil des Vorratsbestands wird zu Festwerten bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Langfristige Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betreffen Forderungen aus Geräteverkäufen/-vermietungen und wurden mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz von 0.40 % (Vorjahr: 0,54 %) diskontiert.

Die liquiden Mittel wurden mit den Nominalwerten aktiviert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird nicht mehr auf der Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,35 %) zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre, welcher sich für 2021 auf 1.87 % beläuft. Der Differenzbetrag der Rückstellung aus den beiden unterschiedlichen Zinssätzen von TEUR 1.030 ist gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt. Die Pensionsrückstellungen wurden durch versicherungsmathematische Gutachten belegt. Im Geschäftsjahr wurden die Rückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet. Dabei wurden als Rechnungszins 1.87 % (Vorjahr 2,30 %) gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung, als Rententrend 2 % p.a. (Vorjahr: 2 %), als Gehaltstrend 0 % p.a. (Vorjahr: 0 %), als erwartete Fluktuation 0 % (Vorjahr: 0 %) sowie die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Der in der Rückstellungsdotierung enthaltene Zinsanteil in Höhe von TEUR 387 (Vorjahr: TEUR 443) wird nicht im Personalaufwand, sondern gesondert im Zinsaufwand ausgewiesen. Darin enthalten sind auch Effekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes gegenüber dem Vorjahr.

Jubiläumszahlungen erfolgen bei 10-, 25- und 40-jähriger Betriebszugehörigkeit von Mitarbeitern. Die Berechnung der entsprechenden Rückstellung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Rechnungszinsfuß von 1.35 % (Vorjahr: 1,60 %) und einer Fluktuation von 0 % (Vorjahr 0 %).

Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgte unter Berücksichtigung des IDW RS HFA 3, wobei die Aufstockungsbeträge wirtschaftlich Entlohnungscharakter haben. Der Bewertung liegt ein Rechnungszinsfuß von 0.40 % (Vorjahr: 0,64 %) und ein Gehaltstrend von 2.5 % (Vorjahr: 2,5 %) zugrunde.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind zu dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der apetito AG ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt dabei auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes von aktuell 31,0 % (Vorjahr: 31,0 %), der Körperschaftsteuer, Gewerbeertragsteuer und des Solidaritätszuschlags. Abweichend hiervon werden latente Steuern aus dem unterschiedlichen Wertansatz der Beteiligung an der COSTA Meeresspezialitäten GmbH & Co. KG in der Rechtsform einer Personengesellschaft auf Basis eines kombinierten Ertragssteuersatzes von derzeit 15,8 % ermittelt, der lediglich Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag beinhaltet. Zum Bilanzstichtag ergab sich insgesamt ein aktiver Überhang latenter Steuern, der unter Berücksichtigung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht in der Bilanz angesetzt wird. Das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB zum unverrechneten Ansatz der ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern wurde ebenfalls nicht in Anspruch genommen, da der verrechnete Ausweis ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage besser vermittelt.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagengitter (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2021

TEUR
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr

TEUR
31.12.2020

TEUR
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.467 2.683 23.251 2.739
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 44.065 0 47.627 0
Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen 1.821 0 858 0
Sonstige Vermögensgegenstände 14.020 0 19.710 15
88.373 2.683 91.446 2.754

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 1.861 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 5.715) und im Übrigen Forderungen aus Darlehen und dem Cash-Pooling. Von den Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen betreffen TEUR 1.821 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 858).

Latente Steuern

Aktive latente Steuern resultieren aus den unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz auf Sachanlagevermögen (TEUR 140; Vorjahr: TEUR 311), Beteiligung an der apetito convenience AG & Co. KG, Rheine (TEUR 0, Vorjahr: TEUR 6.706), Beteiligung an der Menülogistik, Rheine (TEUR 11, Vorjahr: TEUR 11), Beteiligung an der Arcasa & apetito S.L., Barcelona/Spanien (TEUR 9; Vorjahr 0), Beteiligungen an der hansa Tiefkühlmenü GmbH, Hilter und der Menü-Variant GmbH, Hilter (TEUR 30; Vorjahr 0), Vorräten (TEUR 1, Vorjahr: TEUR 4), Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 1.213; Vorjahr: TEUR 2.412) und Rückstellungen (TEUR 2.576; Vorjahr: TEUR 2.509).

Passive latente Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Steuer- und Handelsbilanz in Bezug auf die Beteiligung an der COSTA Meeresspezialitäten GmbH & Co. KG, Emden, (TEUR 1.020; Vorjahr: TEUR 770), Beteiligung an der der apetito convenience Verwaltungsgesellschaft mbH, Rheine (TEUR 4; Vorjahr TEUR 0) und sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 0, Vorjahr TEUR 0).

Aufgrund des Überhangs der aktiven latenten Steuern wird vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und auf einen Ansatz dieses Überhangs verzichtet.

Eigenkapital

Das Grundkapital ist eingeteilt in 300.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Alle Stückaktien sind Stammaktien.

Der Bilanzgewinn hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

TEUR
Stand am 31. Dezember 2020 285.851
Ausschüttung Geschäftsjahr 2021 -12.600
Jahresüberschuss Geschäftsjahr 2021 18.110
Stand am 31. Dezember 2021 291.361

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden u.a. für Gratifikationen, Resturlaubsansprüche, Gleitzeitkonten, Abfindungen, Jubiläumszahlungen, ausstehende Rechnungen, Jahresabschlusskosten, drohende Verluste und andere ungewisse Verbindlichkeiten gebildet.

Verbindlichkeiten apetito AG

31.12.2021

TEUR
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr

TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.652 22.652
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 835 835
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.066 1.066
Sonstige Verbindlichkeiten 4.807 4.807
davon aus Steuern: TEUR 1.348
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 0
29.360 29.360
31.12.2020

TEUR
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr

TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.197 21.197
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.185 1.185
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.610 1.610
Sonstige Verbindlichkeiten 4.955 4.955
davon aus Steuern: TEUR 1.295
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 0
28.947 28.947

Von den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 442 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 983). Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen sonstige Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen betreffen, wie im Vorjahr, ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Mietbürgschaften über insgesamt TEUR 651 (Vorjahr: TEUR 466).

In der Vergangenheit ist die Gesellschaft aus derartigen Haftungsverhältnissen noch nicht in Anspruch genommen worden, so dass die Eintrittswahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme und ein damit verbundenes Risiko aufgrund der aktuellen Bonität der Schuldner als sehr gering eingestuft werden.

Aus der Bilanz nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB

Es bestehen Leasing-, Miet- und Wartungsverträge. Daraus ergeben sich mittel- bis langfristig folgende jährliche Verpflichtungen:

Bestellobligo

TEUR
Leasing

TEUR
Miete

TEUR
Wartung, Dienstleistung

TEUR
Summe

TEUR
2022 2.881 2.225 6.197 10.350 21.653
2023 7.784 1.770 5.227 5.934 20.715
2024 3.267 1.205 3.447 99 8.018
2025 0 148 2.345 4 2.497
2026 0 98 2.037 4 2.139
13.932 5.446 19.253 16.391 55.022

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der apetito AG gliedern sich wie folgt:

2021

TEUR
Vorjahr

TEUR
Tiefkühlwaren 331.351 313.783
Gerätegeschäft 11.148 11.009
Konzernumlage 8.157 10.319
Sonstige Umlagen 1.855 1.946
Übrige 2.274 1.082
354.785 338.139

Die Umsatzerlöse wurden weit überwiegend im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Schadenersatzleistungen (TEUR 3.032; Vorjahr TEUR 400), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 368; Vorjahr: TEUR 752), sowie Erträge aus der Umrechnung von Fremdwährungen (TEUR 1.329; Vorjahr: TEUR 848).

Personalaufwand

In den sozialen Abgaben werden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 1.045 (Vorjahr: TEUR 1.315) ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 271 (Vorjahr: TEUR 1.826) sowie Verluste aus der Veräußerung von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 2.453 (Vorjahr: TEUR 0).

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen, wie im Vorjahr, ausschließlich verbundene Unternehmen.

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Von den Zinserträgen betreffen TEUR 522 (Vorjahr: TEUR 533) verbundene Unternehmen. Die Aufzinsung von langfristigen Forderungen führte im Berichtsjahr zu einem Zinsertrag von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 55).

Von den Zinsaufwendungen betreffen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) verbundene Unternehmen, sowie TEUR 431 (Vorjahr: TEUR 443) die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich aus Gewerbeertragsteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag zusammen. Darin sind Aufwendungen von TEUR 460 (Vorjahr TEUR 616) für Steuernachzahlungen (periodenfremde Aufwendungen) für Vorjahre enthalten.

Finanzderivate

Für die Absicherung von USD Wareneinkäufen setzt die apetito AG Devisentermingeschäfte ein.

Zum Bilanzstichtag bestehen USD Währungsterminkäufe für TEUR 2.278 (TUSD 2.700). Diese dienen dem Ausgleich des Risikos aus Zahlungsstromänderungen. Der Zeitwert des währungsbezogenen USD-Geschäfts liegt zum Bilanzstichtag bei TEUR 84 und deckt das gegenläufige Zahlungsstromrisiko vollständig.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2021 Vorjahr
Angestellte 853 814
Gewerbliche Arbeitnehmer 795 783
Aushilfen 81 91
Befristet Beschäftigte 112 121
1.841 1.809
Auszubildende 78 63
1.919 1.872

Mitglieder des Vorstands der apetito AG

Guido Hildebrandt, Dipl.-Ökonom, Düsseldorf (Sprecher des Vorstands, Vorstand Vertrieb und Marketing).
Jörg Baumgart, Dipl.-Ökonom, Spelle (Vorstand Finanzen und IT)
Paul Freeston, BA DipM, Trowbridge/UK (Vorstand Sonderprojekte)
Christian Kessy, Dipl. Ing. Verfahrenstechnik, Rheine (Vorstand Einkauf, Produktion und Personal)

Die Gesamtbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder aus Festgehalt, Nebenleistungen und kurzfristiger erfolgsabhängiger Tantieme belaufen sich für das Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 2.211 (Vorjahr: TEUR 2.177).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsleitung der apetito Karl Düsterberg KG sowie Vorstandsmitgliedern sind im Jahresabschluss TEUR 10.604 (Vorjahr: TEUR 14.672) zurückgestellt. Die laufenden Bezüge dieses Personenkreises betrugen im Geschäftsjahr 2021 TEUR 801 (Vorjahr: TEUR 918).

Weitere Angaben und Erläuterungen

Aufstellung des Anteilsbesitzes der apetito AG

Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Quote Eigenkapital

TEUR
Ergebnis 2021

TEUR
1. apetito kids & schools GmbH, Rheine 50 % 1.300 128
2. Petito's Bistro Gastronomie GmbH, Rheine 100 % 51 0 1)
3. New Business GmbH, Rheine 100 % 250 0 1)
4. apetito Seedhouse GmbH, Rheine 100% 45 -1
5. Menülogistik GmbH, Rheine 100 % 110 0 1)
6. apetito convenience Verwaltungsgesellschaft mbH, Rheine 100 % 157 -1
7. apetito convenience Treuhand GmbH, Rheine 100% 25 0
8. apetito Leasing GmbH, Rheine 50% 2.551 -2
9. apetito 1. Verwaltungs GmbH, Rheine 100 % 43 0 1)
10. apetito 2. Verwaltungs GmbH, Rheine 100 % 30 0 1)
11. Costa Meeresspezialitäten GmbH & Co. KG, Emden 100 % 11.544 6.843
12. Costa Meeresspezialitäten Verwaltungsgesellschaft mbH, Emden 100 % 115 3
13. Costa France SAS, Paris/Frankreich 100 % 173 28 3)
14. Arcasa & apetito S.L., Barcelona/Spanien 50 % 834 -369 3)
15. apetito Österreich GmbH, Böheimkirchen/Österreich 100% 202 -531 3)
16. apetito B.V., Den Haag/Niederlande 100 % 5.174 345 3)
17. apetito Canada Holdings Ltd., Whitehorse/Kanada 100 % 14.948 0 2),3)
28. Heart to Home meals Inc., Brampton/Kanada 100 % -1.595 253 2),3)
19. apetito HFS Ltd, Ottawa/Kanada 100 % 5.949 -1.637 2),3)
20. WFF (North London) Ltd., Trowbridge/Großbritannien 100% 106 3 2)3)
21. WFF Crief Ltd., Pertshire/Großbritannien 100% 0 0 3)
22. Lyntony Foods Ltd., Trowbridge/Großbritannien 100% 73 -10 2) , 3)
23. WFF Munster Ltd., Munster/Irland 100 % -509 -243 2) , 3)
24. TR Thornhill Ltd., Trowbridge/Großbritannien 100 % 7 7 2),3)
25. WFF Chigwell Ltd., Trowbridge/Großbritannien 100 % 169 -16 2),3)
26. Food@Home Ltd., Trowbridge/Großbritannien 100 % 8 -8 2),3)
27. WFF Ltd., Trowbridge/Großbritannien 100 % 0 0 3)
28. apetito Ltd., Trowbridge/Großbritannien 100 % 103.385 29.504 2),3)
29. apetito (UK) Holdings Ltd., Trowbridge/Großbritannien 100 % 18.540 0 2),3)
30. Bate O’Brien Partnership Ltd., Trowbridge/Großbritannien 100 % -39 -38 2),3)
31. Ultimate Food Holdings Inc., Atlanta/USA 100% -39 -14 2) , 3)
32. US Food Holdings LLC, Atlanta/USA 100% 20 0 2) , 3)
33. Food International Holdings LLC, Atlanta/USA 100% -7 0 2) , 3)
34. HTHM Franchising LLC, Atlanta/USA 100% 0 0 3)
35. HTHM Operations LLC, Atlanta/USA 100% -5.139 -2.138 2) , 3)
36. HTHM Supply LLC, Atlanta/USA 100% 215 157 2) , 3)
37. EATCLEVER UG, Hamburg 25% 908 1.932

1) Ergebnisabführungsverträge mit apetito AG

2) Eigenkapital zu Stichtagskursen, Ergebnis zu Durchschnittskursen

3) Ergebnis gemäß IFRS

Mitglieder des Aufsichtsrats der apetito AG

Thomas Hinderer, Diplom-Kaufmann, Tätigkeit in mehreren Aufsichtsräten, Berg (Aufsichtsratsvorsitzender)
Robert Düsterberg, B.Sc. BWL, Unternehmer, Osnabrück
Christian Berner, Diplom Volkswirt, Unternehmer, Hamburg
Dr. Tobias Bürgers, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht Noerr, München
Kerstin Cueni, M.A. Marketing Management, Unternehmerin, Ratingen
Karl Düsterberg, B.Sc. Environmental Policy, Unternehmer, Miami/Florida
Phillip Eissing, Kaufmann BBA, Gesellschafter JPKE Vermögensverwaltung GmbH, Hamburg
Hans-Günter Trockels, Kaufmann, Geschäftsführer Kuchenmeister GmbH, Soest
Jose Martins, Arbeitnehmer apetito AG, Rheine (Arbeitnehmervertreter)
Carmen Mersch, Arbeitnehmerin apetito AG, Rheine (Arbeitnehmervertreterin)
Tom Tenggara, Arbeitnehmer apetito Ltd., Trowbridge/UK (Arbeitnehmervertreter)
Bas Lammerting, Arbeitnehmer apetito B.V., Denekamp / NL (Arbeitnehmervertreter)

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr TEUR 696 (Vorjahr: TEUR 707).

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB im Anhang zum Konzernabschluss angegeben.

Konzernverhältnisse

Die apetito AG, Rheine, und die im Anhang aufgeführten Gesellschaften sind Mutter- und Tochterunternehmen im Sinne von § 290 Abs. 2 HGB und / oder verbundene Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB. Die apetito AG, Rheine, stellt als oberstes Mutterunternehmen im Sinne des § 290 Abs.1 HGB einen Konzernabschluss und -lagebericht auf, der im Bundesanzeiger offengelegt wird.

Mitteilungspflichten nach § 20 AktG

Aktionäre der apetito AG, die interessenmäßig durch einen Stimmbindungs- und Pool-Vertrag verbunden sind, haben der Gesellschaft vorsorglich eine Mitteilung nach § 20 Abs. 1 AktG gemacht.

Die Aktien stehen im jeweiligen Alleineigentum der Aktionäre.

Gewinnverwendung

Der Vorstand schlägt vor, EUR 12.600.000 (EUR 42,00 pro Aktie) als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Die Corona-Pandemie birgt auch im laufenden Jahr Herausforderungen, vor allem im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung, hatte aber im Berichtsjahr nur sehr geringe Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit unserer direkten Materialien. Die Situation verschärft sich allerdings deutlich durch den Krieg in der Ukraine mit seinen weltweiten Auswirkungen. Über das konkrete Ausmaß dieser Auswirkungen, können wir zur Zeit noch keine verlässlichen Einschätzungen abgeben.

Rheine, den 7 April 2022

Der Vorstand

Jörg Baumgart

Paul Freeston

Guido Hildebrandt

Christian Kessy

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2021

Zugänge

Umbuchungen

Abgänge

31.12.2021

--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.084.152,22 2.522.916,29 2.911.066,65 185.167,35 23.332.967,81
2. Entgeltlich erworbener Kundenstamm 183.820,77 0,00 0,00 0,00 183.820,77
3. Geleistete Anzahlungen 3.327.109,00 469.394,00 -2.341.388,00 0,00 1.455.115,00
21.595.081,99 2.992.310,29 569.678,65 185.167,35 24.971.903,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 100.303.882,77 165.097,88 31.887,34 454.987,73 100.045.880,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 99.309.871,05 3.637.324,23 1.906.553,05 921.083,94 103.932.664,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 65.260.925,61 12.705.701,99 79.402,64 7.382.072,73 70.663.957,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.015.920,32 2.459.326,19 -2.587.521,68 406.352,32 5.481.372,51
270.890.599,75 18.967.450,29 -569.678,65 9.164.496,72 280.123.874,67
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 109.168.575,84 522.839,00 0,00 56.810.691,65 52.880.723,19
2. Beteiligungen 5.582.399,99 0,00 0,00 0,00 5.582.399,99
114.750.975,83 522.839,00 0,00 56.810.691,65 58.463.123,18
407.236.657,57 22.482.599,58 0,00 66.160.355,72 363.558.901,43
Abschreibungen
01.01.2021

Zugänge

Abgänge

31.12.2021

--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.815.698,22 3.662.524,22 183.475,35 17.294.747,09
2. Entgeltlich erworbener Kundenstamm 115.374,77 36.112,00 0,00 151.486,77
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
13.931.072,99 3.698.636,22 183.475,35 17.446.233,86
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 47.612.895,07 2.275.566,22 350.465,73 49.537.995,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 62.907.545,05 6.404.696,22 882.043,87 68.430.197,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.144.702,30 8.526.599,24 3.433.032,06 41.238.269,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
146.665.142,42 17.206.861,68 4.665.541,66 159.206.462,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 60.810.691,65 0,00 55.810.691,65 5.000.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
60.810.691,65 0,00 55.810.691,65 5.000.000,00
221.406.907,06 20.905.497,90 60.659.708,66 181.652.696,30
Restbuchwerte
31.12.2021

31.12.2020

--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.038.220,72 4.268.454,00
2. Entgeltlich erworbener Kundenstamm 32.334,00 68.446,00
3. Geleistete Anzahlungen 1.455.115,00 3.327.109,00
7.525.669,72 7.664.009,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 50.507.884,70 52.690.987,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.502.466,99 36.402.326,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.425.688,03 29.116.223,31
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.481.372,51 6.015.920,32
120.917.412,23 124.225.457,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 47.880.723,19 48.357.884,19
2. Beteiligungen 5.582.399,99 5.582.399,99
53.463.123,18 53.940.284,18
181.906.205,13 185.829.750,51

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die apetito Aktiengesellschaft, Rheine

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der apetito Aktiengesellschaft, Rheine, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der apetito Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Osnabrück, den 7. April 2022

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Achim Lienau, Wirtschaftsprüfer

ppa. David Benjamin Lecomte, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

während der Corona-Pandemie hat apetito Flexibilität bewiesen und sich schnell auf verändernde Rahmenbedingungen eingestellt. Es hat ein Umdenken in vielen Bereichen stattgefunden.

Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat der apetito AG war auch im abgelaufenen Jahr intensiv und vertrauensvoll. Auch diese Abstimmungen standen im Zeichen von „Umdenken“: Häufiger wurde sich digital statt in Präsenz zusammengeschaltet, um wichtige Weichen für die Zukunft zu stellen.

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand im abgelaufenen Geschäftsjahr gemäß den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Der Aufsichtsrat wurde dabei durch regelmäßige schriftliche und mündliche Berichte des Vorstandes umfassend über den Gang der Geschäfte informiert. Insbesondere zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Geschäft sowie zu den umfangreichen Schutz- und Vorsorgemaßnahmen, die im Zusammenhang mit COVID-19 für Mitarbeitende und Kunden getroffen wurden, standen Vorstand und Aufsichtsrat in ständigem, intensivem Austausch. Weitere Themen betrafen die laufenden Investitionsvorhaben an den Produktionsstandorten, die Digitale Transformation sowie eine adaptive Unternehmensplanung in Krisenzeiten. Der Aufsichtsrat wurde umfassend über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik unterrichtet und war in alle wesentlichen Entscheidungen des Vorstandes eingebunden.

In vier Sitzungen, je eine pro Quartal, wurden alle wichtigen Entwicklungen eingehend mit dem Vorstand erörtert. Darüber hinaus haben mehrere Ausschuss-Sitzungen sowie regelmäßige Telefon- und Videokonferenzen zum Thema COVID-19 stattgefunden. Der Aufsichtsrat wurde zudem regelmäßig durch Quartalsberichte zeitnah über die wesentlichen Kennzahlen des Unternehmens informiert. Darüber hinaus hat er nach entsprechender Prüfung und Beratung über Budgetplanungen, Vertragsabschlüsse mit wesentlicher Bedeutung und zustimmungspflichtige Geschäfte entschieden. Auf anstehende Beschlüsse bereitete sich das Aufsichtsgremium regelmäßig anhand von Unterlagen vor, die der Vorstand vorab zur Verfügung gestellt hat. Außerdem wurde der Aufsichtsrat über besondere Vorgänge in Kenntnis gesetzt.

Im Berichtszeitraum hat sich eine Veränderung in der Zusammensetzung des Aufsichtsrates ergeben: Bas Lammertink wurde von der Hauptversammlung am 26. April 2021 zum Arbeitnehmervertreter der niederländischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Aufsichtsrat der apetito AG gewählt gem. § 5 der Mitbestimmungsvereinbarung vom 27. Januar 2010.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der apetito AG sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 wurden von der vom Aufsichtsrat beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH, Osnabrück, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer hat an der Aufsichtsratssitzung vom 12. Mai 2022, in der über die Feststellung des Jahresabschlusses 2021 zu beschließen war, teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und Lagebericht der apetito AG sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht geprüft und sich mit ihrem Inhalt sowie mit dem Bericht des Abschlussprüfers einverstanden erklärt. Nach abschließendem Ergebnis dieser Prüfung sind Einwände nicht zu erheben.

Dem vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss 2021 der apetito AG stimmt der Aufsichtsrat zu, so dass er nach § 172 AktG festgestellt ist. Dem Konzernabschluss stimmt der Aufsichtsrat ebenfalls zu.

Dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns 2021 schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die hohe Motivation und die erfolgreiche Arbeit im vergangenen Jahr 2021.

Rheine, 12. Mai 2022

Der Aufsichtsrat

Thomas Hinderer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Auszug aus dem Protokoll der Ordentlichen Hauptversammlung der apetito AG

Punkt 3 der Tagesordnung:

Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns der apetito Aktiengesellschaft zur Ausschüttung einer Dividende

Der Vorsitzende stellte den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Abstimmung, der lautet:

Aus dem Bilanzgewinn der apetito AG von 291.360.407,68 EUR wird eine Dividende von 42,00 € pro Aktie, in Summe € 12.600.000,00 EUR, ausgeschüttet, und der verbleibende Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Abstimmung ergab: einstimmige Annahme ohne Stimmenthaltung

Der Vorsitzende gab das Ergebnis der Abstimmung bekannt, stellte den Beschluss fest und verkündete ihn.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 12.5.2022 festgestellt.