Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Andritz AG Management Reports 2007

Nov 7, 2007

735_rns_2007-11-07_aa5c53fd-120d-4e7a-b0ed-259c70a45f3d.pdf

Management Reports

Open in viewer

Opens in your device viewer

finanzbericht 1. bis 3. Quartal 2007

Solide Entwicklung der Andritz-relevanten Märkte

Anstieg bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis

Andritz-Aktie outperformt ATX

LAGEBERICHT

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der Weltwirtschaft war im 3. Quartal 2007 vor allem durch die Krise am amerikanischen Subprime-Markt und den daraus resultierenden Einbruch des Hypothekenmarkts gekennzeichnet. Der Preissturz bei Immobilien und Liegenschaften gab Anlass zur Sorge, dass in Amerika die Konsumausgaben – in den vergangenen Jahren Haupttreiber des starken Wachstums des Bruttoinlandsprodukts – in Zukunft deutlich sinken könnten, was zu einer anhaltenden Dämpfung der Wirtschaft oder sogar Rezession führen könnte. Die amerikanische Notenbank (FED – Federal Reserve Board) senkte daher am 18. September 2007 den Leitzins um einen halben Prozentpunkt auf 4,75% und stellte den Banken erhebliche Geldmittel zur Verfügung, um einem möglichen Liquiditätsengpass entgegenzuwirken.

In Euroland stellte die Europäische Zentralbank (EZB) ebenfalls Geldmittel bereit, um die Liquiditätskrise zu stabilisieren, beließ jedoch wegen der anhaltend starken Wirtschaftsaktivitäten den Leitzins unverändert. Die positive Wirtschaftsentwicklung ist vor allem auf den unverändert hohen Inlandskonsum sowie den trotz der zunehmenden Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar unverändert hohen Export zurückzuführen. Auch in Asien blieb die Wirtschaftsentwicklung – basierend auf anhaltend hohen privaten Konsumausgaben sowie Unternehmensinvestitionen – im Berichtszeitraum unverändert stark.

Quellen: OECD, WIFO, OeNB, RZB, Volksbank

Geschäftsentwicklung

Umsatz

Der Umsatz im 3. Quartal 2007 betrug 762,6 MEUR und erhöhte sich damit um 3,7% gegenüber dem Referenzquartal des Vorjahres (3. Quartal 2006: 735,2 MEUR). Vor allem die Geschäftsbereiche Zellstoff und Papier, Wasserkraft sowie Futtermittel und Biomasse konnten den Umsatz im Jahresvergleich deutlich steigern.

Der Umsatz in den ersten drei Quartalen 2007 erhöhte sich auf 2.299,6 MEUR (1. bis 3. Quartal 2006: 1.702,6 MEUR). Das organische Wachstum der Gruppe betrug in den ersten drei Quartalen 2007 16,7%.

Auftragseingang

Der Auftragseingang im 3. Quartal 2007 betrug 614,4 MEUR und war damit um 21,8% niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (3. Quartal 2006: 785,8 MEUR). Dieser Rückgang ist vor allem auf die Verringerung des Auftragseingangs im Geschäftsbereich Zellstoff und Papier zurückzuführen. Dieser betrug im 3. Quartal 2007 185,6 MEUR und war damit um 51,2% niedriger als der hohe Wert des Vorjahreszeitraums (3. Quartal 2006: 380,1 MEUR). Alle anderen Geschäftsbereiche, vor allem Umwelt und Prozess sowie Futtermittel und Biomasse, verzeichneten eine solide Entwicklung des Auftragseingangs.

Der Auftragseingang in den ersten drei Quartalen 2007 betrug 2.651,9 MEUR und erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1. bis 3. Quartal 2006: 2.062,9 MEUR) um 28,6%.

Der Auftragsstand per 30.09.2007 betrug 3.722,4 MEUR und war damit geringfügig höher als der Vergleichswert des Vorjahres (30.09.2006: 3.561,9 MEUR). Damit verfügt die Andritz-Gruppe über eine gute Visibilität in Bezug auf die Umsatzentwicklung in den kommenden Monaten.

Ergebnis

Der Betriebserfolg (EBIT – Earnings before Interest and Taxes) erhöhte sich im 3. Quartal 2007 auf 50,2 MEUR (3. Quartal 2006: 42,0 MEUR). Die Rentabilität im 3. Quartal 2007 betrug 6,6% und war damit deutlich höher als im 3. Quartal 2006 (5,7%). Dies ist vor allem auf die sehr gute Ergebnisentwicklung der Geschäftsbereiche Zellstoff und Papier, Walz- und Bandbehandlungsanlagen sowie Wasserkraft zurückzuführen.

Der Betriebserfolg in den ersten drei Quartalen 2007 betrug 134,6 MEUR und erhöhte sich damit im Vergleich zum Referenzzeitraum des Vorjahres (1. bis 3. Quartal 2006: 99,7 MEUR) um 35,0%. Das Konzernergebnis nach Abzug von Minderheitsanteilen betrug 96,5 MEUR und stieg damit gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 41,5% an (1. bis 3. Quartal 2006: 68,2 MEUR).

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der Andritz-Gruppe per 30.09.2007 zeigte im Vergleich zum 31.12.2006 keine größeren Veränderungen.

Die Nettoliquidität (Flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens abzüglich zinstragender Finanzverbindlichkeiten) betrug per 30.09.2007 305,9 MEUR und war damit geringfügig niedriger als der sehr hohe Wert per Ende 2006 (31.12.2006: 365,7 MEUR). Die Eigenkapitalquote per 30.09.2007 betrug 18,9% (31.12.2006: 17,4%).

Wesentliche Risiken in den restlichen Monaten des Geschäftsjahres und Risikomanagement

Als global tätiges Unternehmen, das eine Vielzahl verschiedenster Märkte und Kunden bedient, ist die Gruppe in allen Geschäftsbereichen gewissen allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der Andritz-Gruppe in den restlichen Monaten des Geschäftsjahres 2007 beziehen sich vor allem auf die von der Gruppe bedienten Industrien und deren Abhängigkeit von der allgemeinen Konjunkturentwicklung, auf die Geschäftstätigkeit der Gruppe, Großaufträge sowie die Abarbeitung und Umsetzung des außerordentlich hohen Auftragsstands in Umsatz. Für detaillierte Informationen zu den wesentlichen Risiken für die Andritz-Gruppe wird auf den Andritz-Geschäftsbericht 2006 verwiesen.

Zur frühzeitigen Erkennung dieser Risiken hat Andritz ein bewährtes, konzernweites Kontroll- und Steuerungsmanagement implementiert, dessen Hauptaufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren und rasch Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dieses System ist ein wesentlicher Bestandteil des aktiven Risikomanagements der Gruppe.

Die Überwachung und das Management von Finanzrisiken sind wichtige Bestandteile des gruppenweiten Controllings und Rechnungswesens von Andritz. Laufendes Controlling und regelmäßiges Berichtswesen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass größere Risiken schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt identifiziert und – sofern notwendig – Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Das Zahlungsausfallsrisiko wird für einen Großteil der Projekte durch Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie durch Abschluss von Exportversicherungen weitgehend reduziert. Das Risiko bei Lieferungen in als politisch riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls versichert. Zins- und Wechselkursrisiken werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten, vor allem Devisentermingeschäften und Swaps, verringert und gesteuert. Bei nicht in Euro getätigten Geschäften (hauptsächlich solche in US-Dollar, Pfund Sterling und Schwedischen Kronen) wird häufig die Nettowährungsposition durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert. Cashflow-Risiken werden durch monatliche Cash-Reports überwacht. Es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Überwachungs- und Kontrollsysteme ausreichend wirksam sind.

Information gemäß § 87 (4) Börsegesetz

Es wurden in den ersten drei Quartalen 2007 keine Großgeschäfte mit nahe stehenden Personen und Unternehmen durchgeführt.

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

Wechselkursänderungen werden durch entsprechende Terminkontrakte abgesichert.

Kennzahlen 1. bis 3. Quartal 2007 (IFRS)

MEUR Q1-Q3 2006 Q1-Q3 2007 Veränderung Q3 2006 Q3 2007 Veränderung
Umsatz 1.702,6 2.299,6 +35,1% 735,2 762,6 +3,7%
Auftragseingang 2.062,9 2.651,9 +28,6% 785,8 614,4 -21,8%
Auftragsstand (per Ultimo) 3.561,9 3.722,4 +4,5% 3.561,9 3.722,4 +4,5%
EBITDA1) 122,7 169,1 +37,8% 52,5 61,2 +16,6%
EBITDA-Marge 7,2% 7,4% - 7,1% 8,0% -
EBITA2) 101,1 139,0 +37,5% 43,4 51,6 +18,9%
EBITA-Marge 5,9% 6,0% - 5,9% 6,8% -
Betriebserfolg (EBIT) 99,7 134,6 +35,0% 42,0 50,2 +19,5%
EBIT-Marge 5,9% 5,9% - 5,7% 6,6% -
Ergebnis vor Ertragsteuern 101,4 137,9 +36,0% 41,5 50,3 +21,2%
Konzernergebnis nach Minderheiten 68,2 96,5 +41,5% 28,2 34,9 +23,8%
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -35,6 16,3 +145,8% 52,4 -18,3 -134,9%
Investitionen3) 27,2 32,1 +18,0% 14,1 9,0 -36,2%
Mitarbeiter (per Ultimo) 10.010 11.200 +11,9% 10.010 11.200 +11,9%

1) EBITDA: Betriebsergebnis vor Abschreibungen

2) EBITA: Betriebsergebnis vor Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte aus Akquisitionen

3) Zugang zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten

Ausblick Andritz-Gruppe

Für die kommenden Monate erwartet Andritz eine unverändert gute Entwicklung seiner relevanten Märkte. In allen Geschäftsbereichen sollte die Projektaktivität auf einem zufrieden stellenden Niveau bleiben, wobei sich die Investitionen sowohl auf Neuanlagen als auch die Modernisierung/Erweiterung bestehender Anlagen konzentrieren sollten.

Basierend auf den Ergebnissen für die ersten drei Quartale 2007, der Zusammensetzung der Aufträge des bestehenden Auftragsstands sowie der hohen Projektaktivität in allen Andritz-Märkten erwartet Andritz für das Jahr 2007 einen Gruppenumsatz von rund 3,2 Milliarden Euro (Umsatz 2006: 2.709,7 MEUR). Das Konzernergebnis nach Steuern sollte sich proportional zum Umsatzanstieg erhöhen (Konzernergebnis nach Steuern 2006: 121,4 MEUR). Für das Gesamtjahr 2008

werden ein Anstieg des Gruppenumsatzes auf rund 3,5 Milliarden Euro und eine Erhöhung des Ergebnisses zumindest im Gleichschritt mit dem Umsatzanstieg erwartet.

Wichtige Ereignisse nach dem 30. September 2007

Zwischen dem Bilanzstichtag und der Veröffentlichung dieses Berichts gab es keine nennenswerten Ereignisse.

Erklärung gemäß § 87 (1) Börsegesetz

Hiermit erklärt der Vorstand der Andritz AG, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte, verkürzte Abschluss sowie der Lagebericht für die ersten drei Quartale 2007 nach bestem Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Andritz-Konzerns zum 30.09.2007 vermitteln.

Der Vorstand der Andritz AG Graz, 7. November 2007

Disclaimer:

Bestimmte Aussagen in diesem Bericht sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.

ZELLSTOFF UND PAPIER 05 Geschäftsbereiche Zellstoff und Papier

Im 3. Quartal 2007 setzten die Zellstoffpreise ihren seit den Vorquartalen dieses Jahres bestehenden Aufwärtstrend fort. Wegen der anhaltend starken Nachfrage internationaler Papierhersteller, des Forstarbeiter-Streiks in Britisch-Kolumbien und Unsicherheiten in Bezug auf eine mögliche Erhöhung der Exportzölle auf russisches Holz stieg der Preis für NBSK (Northern Bleached Softwood Kraft Pulp – nördlicher Langfasersulfatzellstoff) von rund 780 US-Dollar je Tonne Anfang Juli auf rund 830 US-Dollar je Tonne per Ende September 2007. Internationale Zellstoffproduzenten haben für die kommenden Monate weitere Preiserhöhungen angekündigt.

Im Gleichschritt mit dem Preis für NBSK erhöhte sich im 3. Quartal 2007 auch der Preis für Kurzfaserzellstoff (Birke und Eukalyptus). Starke Nachfrage sowie etwas später als erwartet in Betrieb genommene Kapazitäten in Südamerika führten zu einer Preiserhöhung bei Eukalyptuszellstoff von 700 US-Dollar Anfang Juli auf über 730 US-Dollar per Ende September. Die Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar dämpfte für europäische Konsumenten ein wenig die Auswirkungen der Preiserhöhungen.

Die Projektaktivität war im Berichtszeitraum unverändert zufrieden stellend, wobei sich bei Neuanlagen der Schwerpunkt erneut auf die südliche Hemisphäre (Südamerika, Australien und Asien) sowie China konzentrierte. Im Bereich der Modernisierung und Erweiterung bestehender Zellstofffabriken lag der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit unverändert in Europa und zum Teil in Nordamerika.

Marktentwicklung Geschäftsentwicklung

Der Umsatz des Geschäftsbereichs betrug im 3. Quartal 2007 338,8 MEUR und erhöhte sich damit im Vergleich zum Referenzquartal des Vorjahres (3. Quartal 2006: 319,5 MEUR) um 6,0%. Das EBITA entwickelte sich ebenso erfreulich und erreichte im 3. Quartal 2007 einen Betrag von 21,5 MEUR (3. Quartal 2006: 18,6 MEUR).

In den ersten drei Quartalen 2007 betrug der Umsatz des Geschäftsbereichs 1.043,5 MEUR, ein Anstieg von 21,5% im Vergleich zum Vorjahresreferenzwert (1. bis 3. Quartal 2006: 859,0 MEUR). Das EBITA erhöhte sich auf 60,5 MEUR (1. bis 3. Quartal 2006: 50,0 MEUR).

Die Division Holzplatztechnik hat bei Suzano Bahia Sul Papel e Celulose S.A., Werk Mucuri, Brasilien, drei Hackmaschinenlinien und Hackschnitzeltransportsysteme in Betrieb genommen. Im Werk Aracruz, ebenfalls Brasilien, wurde eine neue Hackmaschinenlinie in Betrieb gesetzt.

Die Division Faserlinie nahm für die neue Eukalyptus-Faserstofflinie von Suzano Bahia Sul Papel e Celulose S.A., Werk Mucuri, Brasilien, verschiedene Anlagen wie Wäsche und Sauerstoffbleiche, Ästeabscheider/-sortierer und Bleiche erfolgreich in Betrieb. Die Bleichlinie beinhaltet die vier größten bisher gelieferten DD-Wäscher.

Kennzahlen Zellstoff und Papier

MEUR Q1–Q3 2006 Q1–Q3 2007 Veränderung Q3 2006 Q3 2007 Veränderung
Umsatz 859,0 1.043,5 +21,5% 319,5 338,8 +6,0%
Auftragseingang 1.128,5 1.100,2 -2,5% 380,1 185,6 -51,2%
Auftragsstand (per Ultimo) 1.273,6 1.168,9 -8,2% 1.273,6 1.168,9 -8,2%
EBITDA 59,9 73,6 +22,9% 22,1 25,7 +16,3%
EBITDA-Marge 7,0% 7,1% - 6,9% 7,6% -
EBITA 50,0 60,5 +21,0% 18,6 21,5 +15,6%
EBITA-Marge 5,8% 5,8% - 5,8% 6,3% -
Mitarbeiter (per Ultimo) 3.767 4.546 +20,7% 3.767 4.546 +20,7%

Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss 1. bis 3. Quartal 2007

Die Division Laugenrückgewinnung hat im Berichtszeitraum mehrere große Anlagen, darunter den an SCA, Werk Obbola, Schweden, gelieferten High Energy Recovery Boiler (HERB), in Betrieb gesetzt.

Die Division Papiermaschinen meldet einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord für CrescentFormer, den PT Lontar Papyrus, Jambi, Indonesien, mit einer Andritz-Tissuemaschine aufgestellt hat. Die Maschine lief an drei aufeinander folgenden Tagen im Juli 2007 mit einer Geschwindigkeit von 2.125 m/min bei einem Flächengewicht von 13,5 g/m2 und überbot damit den im selben Werk im Jahr 2004 erreichten Rekordwert. Die an Procter & Gamble, Green Bay, Wisconsin, USA, gelieferte Andritz-Maschine ist erfolgreich angelaufen.

Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs im 3. Quartal 2007 betrug 185,6 MEUR und war damit um 51,2% niedriger als der hohe Wert des Vorjahreszeitraums (3. Quartal 2006: 380,1 MEUR). Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im 3. Quartal 2007 keine Großaufträge vergeben wurden. Der Auftragseingang in den ersten drei Quartalen 2007 erreichte einen Betrag von 1.100,2 MEUR und lag damit etwa auf Vorjahresniveau (1. bis 3. Quartal 2006: 1.128,5 MEUR).

Wichtige Auftragseingänge

  • Die Division Holzplatztechnik erhielt aus Russland einen Auftrag zur Lieferung einer Holzplatzanlage. Weiters orderten PT Sarana Bina Semesta Alam, Indonesien, eine HHQ-Hackanlage, Mondi Packaging Stambolijski EAD, Bulgarien, den Umbau einer Entrindungslinie und Tableros Talsa, S.L., Spanien, eine Hochleistungsschnecke.
  • Die Division Chemikalienrückgewinnung erhielt von Munksjö Paper, Schweden, den Auftrag zum Umbau eines Drehrohrofens im Zellstoffwerk Aspabruk. Weiters wird die Division an West Coast Paper Mills, Indien, eine Kaustifizierung mit X-Filter™ zur Behandlung von Grünlauge sowie einen CD-Filter für die Weißlaugenfiltration liefern.
  • Die Division Laugenrückgewinnung wird bei Zellstoff Pöls, Österreich, die Eindampfanlage umbauen, um Kapazität und Menge von Kondensat, das für andere Prozesse in der Fabrik wieder verwendet wird, zu erhöhen. Der Lieferumfang umfasst auch einen sechsstufigen Oberflächenkondensator und Kondensatstripper.
  • Die Division Papiermaschinen erhielt von Hebei Yongxin Paper Co., Ltd., Provinz Hebei, China, den Auftrag zur Lieferung einer kompletten Verpackungspapiermaschine mit 6,2 m Siebbreite samt Stoffaufbereitung, Roller und Automatisierungstechnik. Die Maschine ist für eine Jahresproduktion von über 400.000 Tonnen Kraftliner und Linerboard ausgelegt.
  • Der Verkauf in der Division Papierveredelung hat sich im Berichtszeitraum positiv entwickelt. Der PrimeCal Soft mit MatOn-Technologie ist weiterhin das gefragteste Produkt der Division. An mehrere chinesische Kunden wurden Glättwerke und Kalander verkauft.

  • Die Division Faserstoffaufbereitung erhielt von Georgia-Pacific, Green Bay, Wisconsin, USA, einen Auftrag zur Lieferung von Deinking-Anlagen inklusive FibreFlow®-Trommelauflöser, RotoWash, SpeedWasher, Sortierern und Cleanern. Stoffaufbereitungsanlagen wurden außerdem von Henan Yinge Industrial Investment Holding, Luoho City, Provinz Henan, China, und Weidmann, Rapperswil, Schweiz, geordert.

  • Die Division Refinersysteme erhielt von der Papierfabrik Louisenthal, Deutschland, den vierten Auftrag zur Lieferung einer Bleichanlage für die Erzeugung von Zellstoff auf Basis von Baumwollkämmlingen. PF Louisenthal betreibt selbst Andritz-Bleichanlagen in den eigenen Werken, beschafft diese aber auch für andere Hersteller von Banknotenpapier. Endkunde dieser vierten Bleichanlage ist Cartiere Miliani Fabriano S.p.A., Italien. Sun Paper Industry Joint Stock Co. Ltd., China, erteilte der Division einen Zusatzauftrag zur Lieferung eines Prozessleitsystems für die derzeit errichtete P-RCTM APMP-Anlage (Leistung: 260 Tagestonnen), mit welcher der Holzplatz, die Faserlinie und die Eindampfanlage gesteuert werden. Weiters erhielt die Division einen Auftrag für eine Wärmerückgewinnungsanlage aus Weißrussland.
  • Der Bereich Faserplattenanlagen wurde von Vezirkopru Orman Urunleri Ve Kagit San. A.S., Türkei, mit der Lieferung einer Druckzerfaserungsanlage für eine MDF-Anlage der Turanlar-Gruppe, Samsun, beauftragt. Eine weitere Druckzerfaserungsanlage mit einem 45/49" 1CP-Refiner wird der Bereich Faserplattenanlagen an Abinsk MDF, Russland, liefern. Dieser Auftrag wurde über die Firma IMAL, Italien, erteilt. Auch an Liaoning Taian Weiliban Woodworking Industry Co. Ltd., China, wird eine Druckzerfaserungsanlage – die vierte für die Guandong Weihua-Gruppe – geliefert.

  • Das Refinermahlplattengeschäft der Division Kundenspezifische Verschleißteile entwickelte sich im Berichtszeitraum sehr positiv. Höhepunkt war dabei ein über zwei Jahre laufender Rahmenvertrag, der mit Mondi abgeschlossen werden konnte. Das Geschäft mit Siebkörben und Rotoren liegt deutlich über dem Plan. Größere Aufträge erteilten Tamil Nadu Newsprint and Papers, Indien, sowie Paper Corea, Korea.

  • Die Division Kundenspezifisches Service-Zellstoffindustrie erhielt aus Schweden einen wichtigen Umbauauftrag für einen Rückgewinnungskessel. Weiters wurde die Division mit dem Umbau einer Waschpresse beauftragt. In Finnland konnte die Division für das Botnia-Werk Joutseno einen Dreijahres-Wartungsvertrag (OPE™-Vertrag) abschließen. Die vor kurzem akquirierte Firma Sindus Andritz, Brasilien, unterzeichnete mit Klabin einen Vertrag über die Wartung der kompletten Elektroausrüstungen und Instrumentierung. Sindus Andritz ist führender Anbieter von Instandhaltungen auf Outsourcing-Basis für Papier- und Zellstofffabriken in Brasilien. Mit Mondi Packaging Corporate Group hat die Division einen Vertrag über gemeinsame Entwicklungsarbeiten zur Optimierung des Betriebs von Refinersystemen und Reduzierung des Energieverbrauchs unterzeichnet.
  • Die Division Kundenspezifisches Service-Papierindustrie erhielt von Steti, Tschechien, Rottneros, Schweden, Klabin, Brasilien, und M-real Stockstadt, Deutschland, größere Aufträge für Entwässerungsanlagen. Bedeutende Service-Aufträge für Refinersysteme erteilten Yueyang und Jilin, China. WKI, Deutschland, und Jilin, China, bestellten Automatisierungssysteme. Große Ersatzteilaufträge für Stoffaufbereitungsanlagen erhielt die Division aus China, Indien und der Türkei.

Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss 1. bis 3. Quartal 2007 ANDRITZ Quartalsbericht 3/2007

Wasserkraft

Marktentwicklung

Die hohe Projektaktivität am Wasserkraftsektor setzte sich – insbesondere in China und Indien – auch im 3. Quartal 2007 fort. Eine Vielzahl neuer Wasserkraftwerke ist in Planung oder in Bau.

Die Investitionstätigkeit in Europa und Nordamerika konzentrierte sich vor allem auf Modernisierung, Rehabilitation und Kapazitätssteigerung bestehender Anlagen. Zur Sicherung der Netzstabilität blieb auch bei Pumpspeicheranlagen die Projekttätigkeit auf einem sehr hohen Niveau.

Zusätzlich zu staatlichen Investitionen nehmen in zahlreichen Ländern die Privatinvestitionen zu. Typische Beispiele dafür sind die Türkei, in der das neue Privatisierungsgesetz dazu geführt hat, dass sowohl in- als auch ausländische Investoren sich verstärkt um neue Projekte bemühen, und Kanada, wo vor allem in Britisch-Kolumbien der Privatsektor ein wesentlicher Treiber der Wasserkraftentwicklung geworden ist.

Auch der Markt für Kleinwasserkraftwerke entwickelte sich unverändert positiv. Zusätzlicher Treiber in diesem Segment sind die weltweiten Aktivitäten zum Klimaschutz und der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energiequellen.

Die starke Projektaktivität auf dem Sektor Pumpen für Bewässerung und Trinkwasser in Asien – insbesondere in China und Indien – setzte sich im 3. Quartal 2007 fort. Der Markt für Kreiselpumpen entwickelte sich vor allem in China unverändert gut. Andritz ist in dieser Region mit dem 60:40- Joint Venture Andritz-Kenflo in Foshan seit mehreren Jahren klarer Marktführer.

Geschäftsentwicklung

Der Umsatz des Geschäftsbereichs betrug im 3. Quartal 2007 227,5 MEUR und erhöhte sich damit um 24,1% gegenüber dem Referenzquartal des Vorjahres (Q3 2006: 183,3 MEUR). Alle Produktsegmente des Geschäftsbereichs verzeichneten eine positive Umsatzentwicklung.

Der Umsatz des Geschäftsbereichs in den ersten drei Quartalen 2007 betrug 602,0 MEUR (1. bis 3. Quartal 2006: 214,8 MEUR), das EBITA erreichte 30,6 MEUR (Q1-Q3 2006: 11,5 MEUR). Die EBITA-Marge lag mit 5,1% im Rahmen der Erwartungen.

Die Maschinenerneuerung im Donaukraftwerk Aschach von Verbund-Austrian Hydro Power (AHP) befindet sich in der Umsetzungsphase. Der Umbau des ersten von insgesamt vier Maschinensätzen wurde Ende März 2007 erfolgreich abgeschlossen; im 3. Quartal 2007 wurde mit den Arbeiten am zweiten Maschinensatz begonnen.

Im Jahr 2006 erhielt Andritz VA TECH HYDRO von der Salzburg AG den Auftrag zur Lieferung einer Pumpspeichereinheit mit 75 MVA für das Kavernenkraftwerk Hintermuhr. Nun wurde der Schleuderversuch des Generator-Rotors erfolgreich absolviert. Bei einer Durchgangsdrehzahl von 1.492 Umdrehungen pro Minute wirken auf den Rotor Kräfte bis zur 3.000-fachen Erdbeschleunigung. Damit hat Andritz VA TECH HYDRO erneut bewiesen, selbst in Grenzbereichen der Materialbelastbarkeit höchste Qualitätsansprüche zu erfüllen.

Kennzahlen Wasserkraft*)

MEUR Q1-Q3 2006 Q1-Q3 2007 Veränderung Q3 2006 Q3 2007 Veränderung
Umsatz 214,8 602,0 +180,3% 183,3 227,5 +24,1%
Auftragseingang 234,0 744,9 +218,3% 183,7 193,6 +5,4%
Auftragsstand (per Ultimo) 1.538,4 1.793,9 +16,6% 1.538,4 1.793,9 +16,6%
EBITDA 16,1 40,6 +152,2% 12,5 18,3 +46,4%
EBITDA-Marge 7,5% 6,7% - 6,8% 8,0% -
EBITA 11,5 30,6 +166,1% 9,1 15,1 +65,9%
EBITA-Marge 5,4% 5,1% - 5,0% 6,6% -
Mitarbeiter (per Ultimo) 3.604 3.916 +8,7% 3.604 3.916 +8,7%

*) VA TECH HYDRO wurde per 3. Quartal 2006 erstmals in den Konzernabschluss der Andritz-Gruppe einbezogen; für die Vergleichsperiode Q1-Q3 2006 sind keine Pro-forma-Zahlen verfügbar.

Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss 1. bis 3. Quartal 2007 Am 29. September 2007 konnte die Auslieferung des 500. Turbogenerators für Gasturbinen für General Electric (GE) aus dem Andritz VA TECH HYDRO-Werk in Weiz, Österreich, gefeiert werden. Es ist dies ein wichtiger Meilenstein in der nunmehr seit Anfang der 1990er Jahre bestehenden, sehr erfolgreichen Geschäftsbeziehung mit GE. Der Auftragseingang für Turbogeneratoren hat sich in den ersten drei Quartalen 2007 deutlich über den Erwartungen entwickelt.

Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs betrug im 3. Quartal 2007 193,6 MEUR, ein leichter Anstieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (Q3 2006: 183,7 MEUR). Alle Divisionen des Geschäftsbereichs verzeichneten eine solide und zufrieden stellende Entwicklung. Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs betrug in den ersten drei Quartalen 2007 744,9 MEUR (1. bis 3. Quartal 2006: 234,0 MEUR).

Wichtige Auftragseingänge

  • Peter Kiewit Sons Co., Richmond, Britisch-Kolumbien, Kanada, erteilte der VA TECH HYDRO Canada Inc. einen Großauftrag zur Lieferung der elektromechanischen Ausrüstung für die rund 190 km nordwestlich von Vancouver gelegenen Wasserkraftanlagen East Toba und Montrose. Die beiden Anlagen werden durchschnittlich 750 GWh Strom pro Jahr liefern. Das entspricht dem Strombedarf von rd. 75.000 Haushalten und einer Einsparung von ca. 455.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Bereits im 1. Halbjahr 2007 hatte Peter Kiewit Sons Co. aufgrund der seit langem bestehenden hervorragenden Kooperation Andritz VA TECH HYDRO einen Auftrag für die Lieferung der elektromechanischen Ausrüstungen für sechs Wasserkraftwerke in der Region Harrison Lake erteilt.
  • Andritz VA TECH HYDRO erhielt von der Cengiz-Gruppe, einem privaten türkischen Investor, den Auftrag zur Modernisierung der gesamten Sekundärtechnik im Kraftwerk Oymapinar, Türkei. Ziel ist es, ein vollautomatisiertes Kraftwerk mit Möglichkeit zur Fernsteuerung zu schaffen. Turbinenregler, Schutz- und Erregungseinrichtungen, Instrumentierungen, Automatik und übergeordnete Leittechnik werden auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Zusätzliche SCADA-, Synchronisierungs-, Online Monitoring- und Diagnosesysteme werden die Fernsteuerung ermöglichen. Das Kavernenkraftwerk liegt am Fluss Manavgat im Taurusgebirge, etwa 80 km östlich von Antalya. Es wurde Mitte der 1980er Jahre in Betrieb gesetzt und ist mit 4 x 138,5 MW Leistung ausgerüstet. Dieser Auftrag bedeutet für Andritz VA TECH HYDRO den Einstieg in den wachsenden Markt der Kraftwerkserneuerung in der Türkei.
  • Von der Vorarlberger Illwerke AG erhielt Andritz VA TECH HYDRO den Auftrag für die Erneuerung von zwei weiteren Rotoren der Motorgeneratoren im Pumpspeicherwerk Rodund I. Der Auftrag zur Erneuerung der ersten beiden Maschinen wurde bereits 2004 an Andritz VA TECH HYDRO erteilt. Die horizontalen Maschinen aus dem Jahr 1943 werden auf eine Leistungssteigerung von mehr als 20% vorbereitet, die nach einer zukünftigen Erneuerung der Statoren erzielt werden kann. Rodund I liegt im Vorarlberger Montafon im Westen Österreichs und leistet einen wichtigen Beitrag zur Lieferung von Regelund Spitzenenergie des europäischen Verbundnetzes. Darüber hinaus leisten die Vorarlberger Illwerke mit ihren Pumpspeicherwerken einen wesentlichen Beitrag zum Hochwasserschutz in der Region.
  • Für die regionale Verbundgesellschaft CVA (Compagnie Valdotaine des Eaux), Italien, wird die zur Andritz VA TECH HYDRO-Gruppe gehörende VA TECH Escher Wyss S.r.l. in Schio die elektromechanischen Ausrüstungen im Wasserkraftwerk Fauburg im Aosta-Tal mit einer Leistung von 10,4 MW modernisieren. Ausschlaggebend für den Erhalt dieses Auftrags waren die langjährigen guten Erfahrungen, die dieser Kunde mit Andritz VA TECH HYDRO gemacht hat.
  • Der Auftragseingang bei Kreiselpumpen entwickelte sich in den ersten drei Quartalen 2007 sehr gut. Bisher wurden rund 4.500 Stück Pumpen geordert, darunter sind einige größere Aufträge für Deutschland und Mittelkonsistenzpumpen der neuen MC-Serie für China. Insgesamt zeichnet sich bereits jetzt für die Kreiselpumpen ein neuer Rekordauftragseingang für 2007 ab.

ANDRITZ Quartalsbericht 3/2007

Walz- und Bandbehandlungsanlagen

Der Markt für Kohlenstoffstahl- und Edelstahlausrüstungen entwickelte sich im 3. Quartal 2007 unverändert positiv. In allen wichtigen Stahl produzierenden Regionen der Welt – insbesondere den USA, Europa, China und Indien – war die Projekttätigkeit gut, eine Reihe von Aufträgen für Neuanlagen sowie zur Modernisierung bestehender Fabriken wurde vergeben. Für das Gesamtjahr 2007 wird mit einem Anstieg der Rohstahlproduktion um ca. 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gerechnet.

Auch am Edelstahl-Sektor entwickelte sich die Projekttätigkeit bei der Modernisierung bestehender sowie beim Bau neuer Anlagen positiv. Die anhaltend starke Nachfrage nach Edelstahl – insbesondere aus den schnell wachsenden Wirtschaftsräumen wie Indien und China – war hierbei der Haupttreiber. Für das Gesamtjahr 2007 erwarten die Marktforscher einen Anstieg der weltweiten Edelstahlproduktion um rund 9 Prozent im Vergleich zu 2006.

Marktentwicklung Geschäftsentwicklung

Der Umsatz des Geschäftsbereichs betrug im 3. Quartal 2007 78,7 MEUR und war damit um 34,6% wesentlich niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (3. Quartal 2006: 120,4 MEUR). Zahlreiche Großaufträge befanden sich im Berichtszeitraum noch im Anfangsstadium der Abarbeitung und waren somit noch wenig umsatzwirksam. Durch den gesunkenen Umsatz verringerte sich im 3. Quartal 2007 auch das EBITA; es betrug 6,4 MEUR (3. Quartal 2006: 8,6 MEUR).

In den ersten drei Quartalen 2007 betrug der Umsatz 292,2 MEUR und lag damit praktisch auf dem Wert des Vorjahreszeitraums (1. bis 3. Quartal 2006: 294,8 MEUR). Das EBITA erhöhte sich in den ersten drei Quartalen 2007 auf 20,8 MEUR (1. bis 3. Quartal 2006: 18,4 MEUR).

Der Auftragseingang im 3. Quartal 2007 betrug 116,3 MEUR und lag damit in etwa auf dem sehr hohen Niveau des Vorjahresquartals (3. Quartal 2006: 116,8 MEUR). Der Auftragseingang in den ersten drei Quartalen 2007 erreichte 419,5 MEUR, was einem deutlichen Anstieg gegenüber dem Referenzwert des Vorjahres (1. bis 3. Quartal 2006: 316,5 MEUR) entspricht.

Kennzahlen Walz- und Bandbehandlungsanlagen

MEUR Q1-Q3 2006 Q1-Q3 2007 Veränderung Q3 2006 Q3 2007 Veränderung
Umsatz 294,8 292,2 -0,9% 120,4 78,7 -34,6%
Auftragseingang 316,5 419,5 +32,5% 116,8 116,3 -0,4%
Auftragsstand (per Ultimo) 474,1 529,2 +11,6% 474,1 529,2 +11,6%
EBITDA 20,0 22,8 +14,0% 9,1 7,0 -23,1%
EBITDA-Marge 6,8% 7,8% - 7,6% 8,9% -
EBITA 18,4 20,8 +13,0% 8,6 6,4 -25,6%
EBITA-Marge 6,2% 7,1% - 7,1% 8,1% -
Mitarbeiter (per Ultimo) 805 863 +7,2% 805 863 +7,2%

Wichtige Auftragseingänge

  • Outokumpu Stainless AB Thin Strip, Nyby, Schweden, bestellte eine Schleiflinie für hochlegierte austenitische und Duplex-Stähle mit einer Banddicke bis 6 mm und einer Bandbreite bis 1.600 mm. Die Anlage – es ist dies bereits die zweite Anlage von Andritz Sundwig für Nyby – hat eine Jahreskapazität von 120.000 Tonnen.
  • Andritz Sundwig erhielt von ThyssenKrupp AST, Terni, Italien, den Auftrag zur Erweiterung einer bestehenden Warmbandglüh- und -beizlinie für Edelstahlbänder mit einer maximalen Bandbreite von 1.600 mm und einer maximalen Dicke von 7,0 mm. Der Lieferumfang umfasst ein zweigerüstiges Tandem-S6-high-Walzwerk im Einlaufteil zum direkten Walzen auf dem verzunderten Warmband. Entsprechende Ausrüstungen wie S-Rollen zum Zugauf- und -abbau, Bandspeicher sowie Emulsionsfilteranlage und Hydraulik gehören ebenso zum Lieferumfang.
  • Von Arinox S.p.A., Italien, erhielt Andritz Sundwig den Auftrag zur Lieferung einer Längsteillinie für Präzisions-Edelstahlbänder. Dies ist bereits die zweite Präzisions-Längsteilanlage für Bandbreiten von max. 1.250 mm und Banddicken von 0,1 bis 1,5 mm, die Andritz Sundwig für Arinox liefert. Die erste Linie wurde 2006 bestellt und befindet sich derzeit in der Installationsphase.
  • An NLMK Novolipetzkij Metallurgitscheskij Kombinat, Lipezk, Russland, wird Andritz Sundwig eine Bandbeschichtungsanlage liefern. Die Anlage ist für Bänder mit einer maximalen Banddicke von 0,8 mm und einer maximalen Bandbreite von 1.250 mm konzipiert. Die Jahreskapazität beträgt 200.000 Tonnen. Eine ähnliche Linie wurde von Andritz Sundwig schon vor vier Jahren an Lipezk geliefert.
  • Baosteel Group Meishan, Nanjing, China, bestellte eine Säure-Regenerationsanlage mit einer Durchsatzleistung von 6.000 l/h.
  • Jiuquan Iron & Steel Co. (JISCO), Jiuquan, China, bestellte eine Säure-Regenerationsanlage mit einer Durchsatzleistung von 10.000 l/h für eine neue Tandem-Beizanlage.
  • POSCO, Pohang, Südkorea, gab die Lieferung der Beizsektion für eine neue Glüh- und Beizlinie für kaltgewalztes Edelstahlband für das Werk Pohang in Auftrag. Es wird dies eine der größten Glüh- und Beizlinien der Welt sein.
  • Taiyuan Iron & Steel Co. (TISCO), Taiyuan, China, bestellte eine Säure-Regenerationsanlage mit einer Leistung von 3.200 l/h für die bestehende Siliziumstahlbeizanlage. Die Anlage ist mit einer Silizium-Vorsedimentation und einer WAPUR-Anlage ausgerüstet, wodurch beim Beizen von Siliziumband eine hohe Oxidqualität erreicht wird.

Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss

  1. bis 3. Quartal 2007

UmwelT und Prozess

Im 3. Quartal 2007 entwickelte sich der Markt für Klärschlammentwässerungsanlagen vor allem in Asien und den USA weiterhin zufrieden stellend.

Bei den industriellen Anwendungen war in den meisten Märkten weltweit eine sehr hohe Projekttätigkeit in den Bereichen Petrochemie, Mineralienindustrie, Bergbau und Lebensmittelindustrie zu verzeichnen. Auch die Nachfrage nach Entwässerungsanlagen für Industrieschlämme entwickelte sich weiterhin gut.

Die Projektaktivität für Schlammtrocknungsanlagen konzentrierte sich auf Großbritannien, die arabischen Staaten und Südostasien. Aufgrund steigender Brennstoffpreise sollte sich die Nachfrage nach der Aufrüstung bestehender Trocknungsanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplungen, Wärmerückgewinnung und Anlagen mit integrierter Verbrennung positiv entwickeln.

Die steigende Nachfrage nach alternativen Brennstoffen hat eine sehr rege Projektaktivität bei Ausrüstungen und Systemen zum Trocknen von Hackschnitzeln und Sägespänen zur Erzeugung von Holzpellets zur Folge.

Marktentwicklung Geschäftsentwicklung

Der Umsatz des Geschäftsbereichs betrug im 3. Quartal 2007 81,8 MEUR und war damit praktisch unverändert gegenüber dem Vorjahreszeitraum (3. Quartal 2006: 82,3 MEUR). Das EBITA erhöhte sich auf 4,6 MEUR (3. Quartal 2006: 4,2 MEUR).

Der Umsatz des Geschäftsbereichs in den ersten drei Quartalen 2007 betrug 259,7 MEUR und war damit geringfügig höher als im Vorjahreszeitraum (1. bis 3. Quartal 2006: 249,6 MEUR). Das EBITA betrug 16,4 MEUR (1. bis 3. Quartal 2006: 13,9 MEUR).

Der Auftragseingang im 3. Quartal 2007 betrug 82,8 MEUR und war damit um 12,5% höher als im Referenzquartal des Vorjahres (3. Quartal 2006: 73,6 MEUR). Vor allem die Division Separation Technologies verzeichnete eine unverändert gute Entwicklung des Auftragseingangs. Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs in den ersten drei Quartalen 2007 betrug 271,7 MEUR (1. bis 3. Quartal 2006: 284,4 MEUR).

Wichtige Auftragseingänge

  • Im Bereich Schlammentwässerungsanlagen bestellten Kommunen und Kunden aus der chemischen Industrie sowie der Bergbau- und Mineralienindustrie in den USA, in Korea, China und Russland Zentrifugen und Filterpressen.
  • Ein großer amerikanischer PVC-Hersteller erteilte den Auftrag zur Lieferung einer schlüsselfertigen Fließbetttrocknungs- und -kühlanlage für Suspensions-PVC (S-PVC) einschließlich der mechanischen Entwässerung mit Andritz Bird-Vollmantelzentrifugen. Die Anlage wird im Mittleren Westen der USA errichtet. Die Trocknungsanlage ist für eine Jahresleistung von 300.000 Tonnen S-PVC in einer Linie ausgelegt und basiert auf der stationären Fließbetttrocknungstechnik von Andritz.
  • Vier Großzentrifugen wurden an einen Bisphenol-Hersteller in Korea verkauft.
  • Die Stadt Detroit bestellte sechs Großrechen für die Ableitung von Oberflächenwasser.
  • Ein russisches Goldwäsche-Unternehmen bestellte zwei Andritz-Großfilterpressen aufgrund ihrer besonderen Zuverlässigkeit.
  • An Nuh Cimento, einen der größten Zementhersteller der Türkei, wird eine Bandtrocknungsanlage mit einer Wasserverdampfungsleistung von 8,15 t/h geliefert.

Kennzahlen Umwelt und Prozess

-0,6%
+12,5%
-20,9%
+3,6%
-
+9,5%
-
+1,9%

Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss 1. bis 3. Quartal 2007

Futtermittel und Biomasse

Im Bereich Tierfutter entwickelte sich die Projekttätigkeit im 3. Quartal 2007 anhaltend gut. Die aktivsten Regionen waren Osteuropa, Russland sowie Zentral- und Südamerika.

Im Bereich Fischfutter (Süßwasser- und Meeresfische) wurden in Asien, Südamerika und den Mittelmeerländern neue Projekte gestartet. Die Haustierfutter erzeugende Industrie war ebenfalls sehr aktiv, insbesondere in Europa.

Bei neuen Holzpelletieranlagen war die Investitionstätigkeit vor allem in Nord- und Westeuropa, Nordamerika und den "neuen" Märkten Südeuropa und Südamerika sehr rege.

Marktentwicklung Geschäftsentwicklung Wichtige

Der Geschäftsbereich Futtermittel und Biomasse setzte seine positive Geschäftsentwicklung im 3. Quartal 2007 fort. Der Umsatz wuchs organisch um 20,9% auf 35,8 MEUR (3. Quartal 2006: 29,6 MEUR), und auch das EBITA war mit 4,0 MEUR deutlich höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (3. Quartal 2006: 2,9 MEUR).

Der Umsatz in den ersten drei Quartalen 2007 erhöhte sich um 21,1% auf 102,2 MEUR (1. bis 3. Quartal 2006: 84,4 MEUR). Das EBITA betrug 10,7 MEUR (1. bis 3. Quartal 2006: 7,3 MEUR).

Der Auftragseingang stieg im 3. Quartal 2007 auf 36,1 MEUR deutlich an und erhöhte sich gegenüber dem 3. Quartal 2006 (31,6 MEUR) um 14,2%. Vor allem Aufträge für Extrusionslinien sowie Holzpelletieranlagen waren für das starke organische Wachstum verantwortlich. In den ersten drei Quartalen 2007 betrug der Auftragseingang 115,6 MEUR, was einer Erhöhung um 16,2% gegenüber dem Referenzzeitraum des Vorjahres (1. bis 3. Quartal 2006: 99,5 MEUR) entspricht.

Auftragseingänge

  • Der Geschäftsbereich erhielt mehrere Großaufträge für Tierfutterprozessanlagen aus Osteuropa, Russland und Südamerika.
  • Bestellungen für Fischfutterextrusionsanlagen konnten hauptsächlich von Kunden aus Asien verbucht werden.
  • Im Bereich Holzpelletieranlagen erhielt der Geschäftsbereich eine Reihe von Aufträgen aus Nordamerika, Skandinavien, Südeuropa und Südamerika.

Kennzahlen Futtermittel und Biomasse

Q1-Q3 2006 Q1-Q3 2007 Veränderung Q3 2006 Q3 2007 Veränderung
84,4 102,2 +21,1% 29,6 35,8 +20,9%
99,5 115,6 +16,2% 31,6 36,1 +14,2%
38,7 42,9 +10,9% 38,7 42,9 +10,9%
8,9 12,0 +34,8% 3,3 4,5 +36,4%
10,5% 11,7% - 11,1% 12,6% -
7,3 10,7 +46,6% 2,9 4,0 +37,9%
8,6% 10,5% - 9,8% 11,2% -
531 547 +3,0% 531 547 +3,0%

15 Konzernabschluss 1. bis 3. Quartal 2007 Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

Konzern-Gewinnund -Verlustrechnung

für das 1. bis 3. Quartal 2007 (ungeprüft) und das 1. bis 3. Quartal 2006 (ungeprüft)

Q1-Q3 2007
(in TEUR)
Q1-Q3 2006
(in TEUR)
Q3 2007
(in TEUR)
Q3 2006
(in TEUR)
Umsatzerlöse 2.299.630 1.702.622 762.621 735.153
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 62.180 57.758 34.903 12.755
Aktivierte Eigenleistungen 1.761 1.589 553 1.110
2.363.571 1.761.969 798.077 749.018
Sonstige betriebliche Erträge 34.178 26.006 10.405 14.348
Materialaufwand (1.408.424) (1.055.737) (472.386) (434.070)
Personalaufwand (494.198) (360.368) (163.493) (159.720)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (326.074) (249.184) (111.432) (117.069)
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 169.053 122.686 61.171 52.507
Abschreibungen (34.455) (23.029) (11.012) (10.525)
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 134.598 99.657 50.159 41.982
Erträge/Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 833 803 (151) 218
Zinsergebnis 2.458 874 339 (989)
Sonstiges Finanzergebnis 23 57 (94) 292
Finanzergebnis 3.314 1.734 94 (479)
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 137.912 101.391 50.253 41.503
Steuern vom Einkommen und Ertrag (39.160) (31.056) (14.481) (12.527)
Konzernergebnis 98.752 70.335 35.772 28.976
Davon entfallen auf:
Die Gesellschafter der Muttergesellschaft 96.528 68.168 34.924 28.233
Anteile in Fremdbesitz 2.224 2.167 848 743
Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen Stückaktien 51.611.369 51.210.696 51.633.592 51.349.104
Gewinn je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 1,87 1,33 0,68 0,55
Potenzielle Verwässerung durch Aktienoptionen 261.762 364.796 285.985 372.044
Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen Stückaktien und Optionen 51.873.131 51.575.492 51.919.577 51.721.148
Verwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 1,86 1,32 0,67 0,55
  1. bis 3. Quartal 2007

KONZERNBILANZ

zum 30. September 2007 (ungeprüft) und 31. Dezember 2006 (angepasst)

30.09.2007 31.12.2006
(in TEUR) (in TEUR)
Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte 46.430 50.990
Firmenwerte 227.052 222.617
Sachanlagen 241.982 237.089
Anteile an assoziierten Unternehmen 6.780 6.222
Sonstige Finanzanlagen 31.232 32.738
Sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte 7.866 6.132
Aktive latente Steuern 70.048 58.969
Langfristige Vermögenswerte 631.390 614.757
Vorräte 292.778 213.728
Geleistete Anzahlungen 80.391 35.710
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 318.034 347.368
Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für Projekte,
soweit sie die dafür erhaltenen An- und Teilzahlungen übersteigen 392.060 346.777
Sonstige Forderungen 120.800
106.949
Rechnungsabgrenzungsposten 10.721 10.594
Wertpapiere des Umlaufvermögens 102.180 39.592
Flüssige Mittel 555.585 670.591
Kurzfristige Vermögenswerte
Summe Aktiva
1.872.549
2.503.939
1.771.309
2.386.066
Grundkapital
Kapitalrücklagen
104.000
36.476
94.510
45.966
Gewinnrücklagen 320.497
Auf Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallendes Eigenkapital 460.973
Anteile in Fremdbesitz 13.268
Summe Eigenkapital 474.241
Anleihen 292.266
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten - langfristig 24.809
Rückstellungen - langfristig 187.182
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing - langfristig 608
Sonstige Verbindlichkeiten - langfristig 8.030
Verbindlichkeiten aus latenten Steuern 92.511
Langfristige Verbindlichkeiten 605.406
Bankverbindlichkeiten - kurzfristig 33.543
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing - kurzfristig 624
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 278.088
Erhaltene An- und Teilzahlungen für Projekte, soweit sie die dafür realisierten Umsatzerlöse übersteigen 434.488
Erhaltene Anzahlungen 83.387
Rückstellungen - kurzfristig 187.533
Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern 20.712
Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig
Kurzfristige Verbindlichkeiten
385.917
1.424.292
262.352
402.828
11.712
414.540
296.358
21.826
182.002
778
8.144
80.093
589.201
24.900
599
340.682
391.934
70.730
204.106
22.605
326.769
1.382.325
  1. bis 3. Quartal 2007

17 Konzernabschluss 1. bis 3. Quartal 2007 Konzern-Eigenkapital

ENTWicklung des Konzern-eigenkapitals

für das 1. bis 3. Quartal 2007 (ungeprüft) und das 1. bis 3. Quartal 2006 (ungeprüft)

Anteile in Summe
Davon entfallen auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft Fremdbesitz Eigenkapital
Unter
schieds
Sonstige beträge aus
Kapital Gewinn IAS 39 Währungs
(in TEUR) Grundkapital rücklagen rücklagen Rücklage umrechnung Gesamt
Stand zum 1. Jänner 2006 94.510 45.966 191.429 (3.172) (8.316) 320.417 8.335 328.752
Differenzen aus der
Währungsumrechnung (10.511) (10.511) (63) (10.574)
Veränderung der IAS 39 Rücklage 9.901 9.901 (29) 9.872
Direkt im Eigenkapital berück
sichtigte Gewinne/Verluste
nach Ertragsteuern 0 0 0 9.901 (10.511) (610) (92) (702)
Konzernergebnis 68.168 68.168 2.167 70.335
Gesamtergebnis der Periode 0 0 68.168 9.901 (10.511) 67.558 2.075 69.633
Dividenden (25.550) (25.550) (583) (26.133)
Änderungen aus Akquisitionen (3.942) (3.942) 1.245 (2.697)
Veränderung eigene Aktien (712) (712) (712)
Sonstige Veränderungen 0 0
Stand zum 30. September 2006 94.510 45.966 229.393 6.729 (18.827) 357.771 11.072 368.843
Stand zum 1. Jänner 2007 94.510 45.966 283.725 673 (22.046) 402.828 11.712 414.540
Differenzen aus der
Währungsumrechnung (6.367) (6.367) 444 (5.923)
Veränderung der IAS 39 Rücklage 3.498 3.498 (34) 3.464
Direkt im Eigenkapital berück
sichtigte Gewinne/Verluste
nach Ertragsteuern 0 0 0 3.498 (6.367) (2.869) 410 (2.459)
Konzernergebnis 96.528 96.528 2.224 98.752
Gesamtergebnis der Periode 0 0 96.528 3.498 (6.367) 93.659 2.634 96.293
Dividenden (38.690) (38.690) (1.078) (39.768)
Änderungen aus Akquisitionen 0 0
Kapitalerhöhung aus
Gesellschaftsmitteln 9.490 (9.490) 0 0
Veränderung eigene Aktien 925 925 925
Sonstige Veränderungen 2.251 2.251 2.251
Stand zum 30. September 2007 104.000 36.476 344.739 4.171 (28.413) 460.973 13.268 474.241

Cashflow-Statement

für das 1. bis 3. Quartal 2007 (ungeprüft) und das 1. bis 3. Quartal 2006 (ungeprüft)

Konzern-Cashflow-Statement

Q1-Q3 2007 Q1-Q3 2006
(in TEUR) (in TEUR)
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 16.314 (35.648)
Cashflow aus Investitionstätigkeit (99.593) (40.500)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (31.727) 183.291
Veränderung des Finanzmittelbestands (115.006) 107.143
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 670.591 418.785
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 555.585 525.928

Cashflows aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften*

(in TEUR) Geschäftsbereich Gesamt Gesamt
(angepasst)
Zellstoff und Papier Q1-Q3 2007 Q1-Q3 2006
Flüssige Mittel (214) (214) (163.892)
Wertpapiere des Umlaufvermögens (807) (807) (673)
Forderungen (623) (623) (289.808)
Vorräte (179) (179) (86.852)
Immaterielle Vermögenswerte (2.400) (2.400) (44.134)
Sachanlagen (320) (320) (89.372)
Finanzanlagen 0 0 (16.331)
Verbindlichkeiten und Rückstellungen 1.765 1.765 552.864
Finanzverbindlichkeiten 0 0 20.444
Erworbenes Reinvermögen bzw. Schulden (2.778) (2.778) (117.754)
Flüssige Mittel 214 214 163.892
Firmenwerte (3.108) (3.108) (93.708)
Veränderung des auf Gesellschafter der Muttergesellschaft
entfallenden Eigenkapitals 0 0 (3.942)
Netto-Cashflow (5.672) (5.672) (51.512)

* Bewertet zu Transaktionskursen

Anhang Erläuterungen zum Konzern-Zwischenabschluss per 30.09.2007

Allgemeines

Der Finanzbericht zum 30.09.2007 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind – unter Berücksichtigung der Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) – erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 31.12.2006 wurden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen wird auf den Konzernabschluss zum 31.12.2006 verwiesen, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt.

Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.

Der Finanzbericht per 30.09.2007 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Veränderung des Konsolidierungskreises/Akquisitionen

Die folgenden Unternehmen waren im Vergleichszeitraum 01.01. bis 30.09.2006 nicht oder nur teilweise im Konzernabschluss der Andritz-Gruppe enthalten:

  • Küsters-Gruppe (Walz- und Kalandertechnologien für Papier und Nonwoven)
  • Pilão Equipamentos Ltda. (Serviceleistungen und -produkte für die Zellstoff- und Papierindustrie)
  • VA TECH HYDRO GmbH und ihre Tochterunternehmen (einer der weltweit führenden Anbieter von elektromechanischen Ausrüstungen und Services für Wasserkraftwerke)

  • CONTEC Decanter Inc. (Reparatur und Instandhaltung von Zentrifugen und Separatoren)

  • Bachofen + Meier, Sparte Streichanlagen (weltweiter Spezialist für Technologien und Systeme zur Papierbeschichtung)

Anfang Juni 2007 erwarb Andritz 50% an der brasilianischen Sindus Human Technology zu einem Preis von rund 5,9 MEUR. Sindus ist Spezialist für Serviceleistungen für die Papier- und Zellstoffindustrie und ergänzt das bestehende Servicegeschäft im Bereich Zellstoff und Papier. Sindus wird quotal in den Konzernabschluss einbezogen. Das neu akquirierte Unternehmen trug seit dem Erwerb 3,2 MEUR zum Umsatz und 0,4 MEUR zum EBIT der Andritz-Gruppe bei. Hätte die Akquisition zu Beginn des Geschäftsjahres stattgefunden, so wäre der Konzernumsatz auf 2.302,9 MEUR bzw. das EBIT auf 135,0 MEUR angestiegen.

Die erstmalige Einbeziehung der in 2006 erworbenen Unternehmen erfolgte auf Basis vorläufiger Werte. Die durchgeführten Anpassungen innerhalb der Zwölfmonatsfrist ergeben daher für den 31. Dezember 2006 folgende Veränderung in den angeführten Bilanzpositionen:

(in TEUR)

Firmenwerte 15.225
Sonstige kurzfristige Forderungen -1.750
Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig 13.475

Saisonalität des Geschäftsverlaufs

Der Geschäftsverlauf der Andritz-Gruppe ist im Allgemeinen durch keine Saisonalität gekennzeichnet.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

In den ersten drei Quartalen 2007 betrug der Umsatz der Andritz-Gruppe 2.299,6 MEUR und verbesserte sich damit um 35,1% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (1. bis 3. Quartal 2006: 1.702,6 MEUR). Das EBIT erreichte in den ersten drei Quartalen 2007 einen Betrag von 134,6 MEUR (1. bis 3. Quartal 2006: 99,7 MEUR).

Der Umsatz im 3. Quartal 2007 betrug 762,6 MEUR; gegenüber dem 3. Quartal 2006 (735,2 MEUR) bedeutet dies eine Steigerung um 3,7%. Das EBIT betrug im 3. Quartal 2007 50,2 MEUR (3. Quartal 2006: 42,0 MEUR).

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 29.03.2007 wurde am 3. Mai 2007 ein Aktiensplit von 1:4 durchgeführt, so dass sich die Gesamtzahl der Andritz-Aktien von 13 auf 52 Millionen erhöhte.

Die Bilanzsumme per 30.09.2007 betrug 2.503,9 MEUR und war damit um 117,9 MEUR höher als zum 31.12.2006. Das Nettoumlaufvermögen per 30.09.2007 betrug 12,0 MEUR.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden von der Andritz AG für das Geschäftsjahr 2006 insgesamt 38,7 MEUR an Dividenden ausgeschüttet. In den ersten drei Quartalen 2007 wurden keine eigenen Aktien zurückgekauft.

  1. bis 3. Quartal 2007

Erläuterungen zum Konzern-Cashflow-Statement

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in den ersten drei Quartalen 2007 16,3 MEUR (1. bis 3. Quartal 2006: -35,6 MEUR). Hauptgrund für den Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren die gute Ergebnisentwicklung sowie die Veränderung des Nettoumlaufvermögens.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug in den ersten drei Quartalen 2007 -99,6 MEUR (1. bis 3. Quartal 2006: -40,5 MEUR) und resultierte aus Investitionen in Sach- und immaterielles Anlagevermögen sowie Wertpapiere in Höhe von -93,9 MEUR sowie Auszahlungen für die Akquisition von Firmen bzw. Geschäftsbereichen.

Anmerkung: Am 3. Mai 2007 wurde die Andritz-Aktie im Verhältnis 1:4 gesplittet; die historischen Kurswerte wurden entsprechend angepasst.

Relative Kursperformance der Andritz-Aktie im Vergleich zum ATX seit Erstnotiz

Kursverlauf

In den ersten drei Quartalen 2007 erhöhte sich der Kurs der Andritz-Aktie um 20,0%. Damit konnte der ATX, der sich im selben Zeitraum um 0,7% verringerte, deutlich outperformt werden. Der höchste Schlusskurs im Berichtszeitraum betrug 54,00 Euro (13.7.2007), der niedrigste Schlusskurs wurde mit 38,12 Euro (12.1.2007) festgestellt.

Umsatz

Das durchschnittlich täglich gehandelte Volumen in Andritz-Aktien betrug in den ersten drei Quartalen 2007 410.758 Aktien (1. bis 3. Quartal 2006: 353.704 Aktien). Der höchste Stückumsatz betrug 1.755.770 Aktien (16.8.2007), der niedrigste 85.240 Aktien (2.1.2007).

Investor Relations

Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse für das 1. Halbjahr 2007 wurden über 60 Einzelgespräche mit institutionellen Anlegern in Montreal, Toronto, Singapur, Sydney, Tokio, London, Edinburgh, Madrid, Lissabon und Amsterdam geführt.

Die diesjährigen Andritz Investor Days, die von 22. bis 25. Oktober in China stattfanden, hatten die Aktivitäten von Andritz in China sowie den Geschäftsbereich Walz- und Bandbehandlungsanlagen als Präsentationsschwerpunkt. Besichtigt wurde das Edelstahlwerk von SKS ThyssenKrupp in Shanghai.

Ende August 2007 hat Credit Agricole Cheuvreux Frankfurt die Analysetätigkeit über Andritz aufgenommen. Damit erstellen nunmehr schon elf nationale und internationale Banken sowie Investmenthäuser in regelmäßigen Abständen Analysen über Andritz.

Eckdaten zur Andritz-Aktie

Q1-Q3 2006 Q1-Q3 2007 Q3 2006 Q3 2007
Höchster Schlusskurs (EUR) 40,13 54,00 34,25 54,00
Niedrigster Schlusskurs (EUR) 23,13 38,12 28,36 44,25
Schlusskurs per Ultimo (EUR) 30,08 48,45 30,08 48,45
Marktkapitalisierung per Ultimo (MEUR) 1.564,2 2.519,4 1.564,2 2.519,4
Performance +28,0% +20,0% -9,5% -2,1%
ATX-Gewichtung per Ultimo (%) 2,0174 2,9592 2,0174 2,9592
Durchschnittliches Handelsvolumen pro Tag 353.704 410.758 296.456 515.968
Quelle: Wiener Börse

Finanzkalender (vorläufig)

Gesamtjahr 2007 29. Februar 2008
Hauptversammlung 27. März 2008
Ex-Dividendentag 31. März 2008
Dividendenzahltag 4. April 2008
1. Quartal 2008 7. Mai 2008
1. Halbjahr 2008 1. August 2008
1. bis 3. Quartal 2008 7. November 2008
Weitere Informationen über geplante Road Shows, Teilnahme an Investorenkonferenzen etc. sind auf www.andritz.com verfügbar.

Kontakt: Andritz-Investor Relations, Dr. Michael Buchbauer, Stattegger Straße 18, 8045 Graz, Österreich Tel.: +43 316 6902 2722, Fax: +43 316 6902 465, www.andritz.com, [email protected]