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Andritz AG Interim / Quarterly Report 2017

Aug 4, 2017

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Interim / Quarterly Report

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FINANZBERICHT 1. HALBJAHR 2017

Kennzahlen im Überblick

ANDRITZ-GRUPPE
Geschäftsbereiche
02
03
Lagebericht 04
Geschäftsbereiche
HYDRO 13
PULP & PAPER
METALS
14
16
SEPARATION 18
Konzernabschluss
der ANDRITZ-GRUPPE
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 19
Konzerngesamtergebnisrechnung
Konzernbilanz
20
21
Konzern-Cashflow-Statement 22
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 24
Konzernanhang 25
Erklärung des Vorstands 36
Aktie 37
Glossar 39

KENNZAHLEN DER ANDRITZ-GRUPPE

Einheit H1 2017 H1 2016 +/- Q2 2017 Q2 2016 +/- 2016
Auftragseingang MEUR 2.771,3 2.566,4 +8,0% 1.211,3 1.319,0 -8,2% 5.568,8
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 6.849,1 7.076,3 -3,2% 6.849,1 7.076,3 -3,2% 6.789,2
Umsatz MEUR 2.779,0 2.761,2 +0,6% 1.392,8 1.475,6 -5,6% 6.039,0
Umsatzrendite % 6,7 5,9 - 7,1 6,0 - 6,4
EBITDA MEUR 253,5 229,6 +10,4% 132,8 122,9 +8,1% 542,4
EBITA1) MEUR 207,3 183,0 +13,3% 109,9 99,1 +10,9% 442,1
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) MEUR 185,4 163,0 +13,7% 98,5 88,8 +10,9% 385,8
Ergebnis vor Steuern (EBT) MEUR 188,9 171,8 +10,0% 98,6 96,9 +1,8% 398,4
Konzernergebnis (vor Abzug von nicht
beherrschenden Anteilen)
MEUR 131,8 120,3 +9,6% 68,7 67,7 +1,5% 274,8
Konzernergebnis (nach Abzug von
nicht beherrschenden Anteilen)
MEUR 130,8 120,2 +8,8% 67,8 67,7 +0,1% 274,6
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit MEUR 81,5 200,6 -59,4% -66,2 33,1 -300,0% 366,6
Investitionen MEUR 55,9 44,8 +24,8% 26,9 28,3 -4,9% 119,5
Mitarbeiter (per ultimo, ohne Lehrlinge) - 25.390 25.737 -1,3% 25.390 25.737 -1,3% 25.162
Langfristige Vermögenswerte MEUR 1.903,9 1.928,9 -1,3% 1.903,9 1.928,9 -1,3% 1.913,7
Kurzfristige Vermögenswerte MEUR 4.430,2 3.954,3 +12,0% 4.430,2 3.954,3 +12,0% 4.284,9
Summe Eigenkapital MEUR 1.277,3 1.164,0 +9,7% 1.277,3 1.164,0 +9,7% 1.344,2
Langfristige Schulden MEUR 1.665,5 1.393,7 +19,5% 1.665,5 1.393,7 +19,5% 1.306,1
Kurzfristige Schulden MEUR 3.391,3 3.325,5 +2,0% 3.391,3 3.325,5 +2,0% 3.548,3
Bilanzsumme MEUR 6.334,1 5.883,2 +7,7% 6.334,1 5.883,2 +7,7% 6.198,6
Eigenkapitalquote % 20,2 19,8 - 20,2 19,8 - 21,7
Eigenkapitalrentabilität % 14,8 14,8 - 7,7 8,3 - 29,6
Gesamtkapitalrentabilität % 2,9 2,8 - 1,6 1,5 - 6,2
Bruttoliquidität MEUR 1.758,6 1.358,2 +29,5% 1.758,6 1.358,2 +29,5% 1.507,1
Nettoliquidität MEUR 817,6 863,0 -5,3% 817,6 863,0 -5,3% 945,3
Nettoverschuldung MEUR -427,2 -441,0 +3,1% -427,2 -441,0 +3,1% -550,2
Nettoumlaufvermögen MEUR -121,4 -232,2 +47,7% -121,4 -232,2 +47,7% -215,8
Capital employed MEUR 838,0 765,9 +9,4% 838,0 765,9 +9,4% 772,2
Verschuldungsgrad % -33,4 -37,9 +11,9% -33,4 -37,9 +11,9% -40,9
EBITDA-Marge % 9,1 8,3 - 9,5 8,3 - 9,0
EBITA-Marge % 7,5 6,6 - 7,9 6,7 - 7,3
EBIT-Marge % 6,7 5,9 - 7,1 6,0 - 6,4
Konzernergebnis/Umsatz % 4,7 4,4 - 4,9 4,6 - 4,6
Abschreibungen/Umsatz % 2,5 2,4 - 2,5 2,3 - 2,4

1) Die Abschreibungen für im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierte und vom Firmenwert getrennt angesetzte immaterielle Vermögenswerte betragen 21.871 TEUR (H1 2016: 20.025 TEUR; 2016: 41.913 TEUR); der Wertminderungsaufwand der Firmenwerte beträgt 0 TEUR (Q2 2016: 0 TEUR; 2016: 14.379 TEUR).

Alle Zahlen gemäß IFRS. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.

KENNZAHLEN DER GESCHÄFTSBEREICHE

HYDRO

Einheit H1 2017 H1 2016 +/- Q2 2017 Q2 2016 +/- 2016
MEUR 514,0 591,4 -13,1% 204,5 339,4 -39,7% 1.500,3
MEUR 3.089,5 3.324,8 -7,1% 3.089,5 3.324,8 -7,1% 3.269,6
MEUR 724,6 807,3 -10,2% 368,7 439,4 -16,1% 1.752,4
MEUR 57,2 71,8 -20,3% 28,1 40,3 -30,3% 167,2
% 7,9 8,9 - 7,6 9,2 - 9,5
MEUR 43,2 56,0 -22,9% 21,1 32,3 -34,7% 127,6
% 6,0 6,9 - 5,7 7,4 - 7,3
- 7.215 7.683 -6,1% 7.215 7.683 -6,1% 7.260

PULP & PAPER

Einheit H1 2017 H1 2016 +/- Q2 2017 Q2 2016 +/- 2016
Auftragseingang MEUR 1.124,9 916,0 +22,8% 471,6 370,4 +27,3% 1.919,5
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 1.971,5 1.898,4 +3,9% 1.971,5 1.898,4 +3,9% 1.803,3
Umsatz MEUR 990,9 980,4 +1,1% 482,2 522,8 -7,8% 2.094,4
EBITDA MEUR 97,4 90,4 +7,7% 44,8 44,0 +1,8% 207,7
EBITDA-Marge % 9,8 9,2 - 9,3 8,4 - 9,9
EBITA MEUR 84,7 78,2 +8,3% 38,4 38,0 +1,1% 182,2
EBITA-Marge % 8,5 8,0 - 8,0 7,3 - 8,7
Mitarbeiter (per ultimo, ohne Lehrlinge) - 7.926 7.638 +3,8% 7.926 7.638 +3,8% 7.522

METALS

Einheit H1 2017 H1 2016 +/- Q2 2017 Q2 2016 +/- 2016
Auftragseingang MEUR 814,2 768,7 +5,9% 371,5 469,4 -20,9% 1.551,5
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 1.389,3 1.487,5 -6,6% 1.389,3 1.487,5 -6,6% 1.369,0
Umsatz MEUR 792,3 703,6 +12,6% 394,8 370,6 +6,5% 1.598,4
EBITDA MEUR 82,4 53,1 +55,2% 51,4 29,2 +76,0% 141,7
EBITDA-Marge % 10,4 7,5 - 13,0 7,9 - 8,9
EBITA MEUR 67,3 38,8 +73,5% 44,1 21,5 +105,1% 115,2
EBITA-Marge % 8,5 5,5 - 11,2 5,8 - 7,2
Mitarbeiter (per ultimo, ohne Lehrlinge) - 7.454 7.647 -2,5% 7.454 7.647 -2,5% 7.608

SEPARATION

Einheit H1 2017 H1 2016 +/- Q2 2017 Q2 2016 +/- 2016
Auftragseingang MEUR 318,2 290,3 +9,6% 163,7 139,8 +17,1% 597,5
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 398,8 365,6 +9,1% 398,8 365,6 +9,1% 347,3
Umsatz MEUR 271,2 269,9 +0,5% 147,1 142,8 +3,0% 593,8
EBITDA MEUR 16,5 14,3 +15,4% 8,5 9,4 -9,6% 25,8
EBITDA-Marge % 6,1 5,3 - 5,8 6,6 - 4,3
EBITA MEUR 12,1 10,0 +21,0% 6,3 7,3 -13,7% 17,1
EBITA-Marge % 4,5 3,7 - 4,3 5,1 - 2,9
Mitarbeiter (per ultimo, ohne Lehrlinge) - 2.795 2.769 +0,9% 2.795 2.769 +0,9% 2.772

LAGEBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Im Berichtszeitraum setzte sich der wirtschaftliche Erholungskurs in den wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt weiter fort.

Aufgrund des anhaltend soliden Wirtschaftswachstums der US-Wirtschaft erhöhte die amerikanische Notenbank Federal Reserve (FED) Mitte Juni den Leitzinssatz erneut um 0,25%-Punkte auf eine Spanne von 1,00 bis 1,25% und deutete auf eine weitere Anhebung in diesem Jahr hin. Getragen wird dieser Wirtschaftsaufschwung vor allem vom anhaltend hohen Privatkonsum, der rund 70% zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt. Die Arbeitslosenquote hat mit 4,3% einen historisch niedrigen Wert erreicht.

Die Wirtschaft in Europa verzeichnete im Berichtszeitraum ebenfalls einen Aufschwung, insbesondere Spanien, Deutschland, Frankreich und Italien zeigten ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Impulse kamen zum einen von einer verstärkten globalen Nachfrage, die die Exportwirtschaft belebte, zum anderen auch von ansteigendem Binnenkonsum und Investitionen als Folge der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Diese hat den Leitzins trotz etwas verbesserter Konjunktur und leicht steigender Inflation auf dem Rekordtief von 0,0% belassen und setzt das Anleihenkaufprogramm noch bis mindestens Ende des Jahres fort.

Das Wachstum in den wichtigsten aufstrebenden Ländern verzeichnete im Berichtszeitraum einen leichten Aufwärtstrend. Chinas Wirtschaft zeigte eine leichte Belebung der wirtschaftlichen Aktivitäten und wird nach Angaben der Regierung ihr Wachstumsziel von 6,5% für dieses Jahr erreichen. Brasiliens Wirtschaft erzielte im 2. Quartal 2017 – nach acht Quartalen mit schrumpfender Wirtschaftsleistung in Folge – erstmals wieder einen leichten Anstieg. Zur weiteren Ankurbelung der Konjunktur senkte die brasilianische Notenbank den Leitzinssatz auf 10,25%, den tiefsten Wert seit mehr als drei Jahren. Auch Russlands Wirtschaft befindet sich – nach Jahren der Rezession – wieder auf leichtem Wachstumskurs.

Quellen: Research-Berichte verschiedener Banken, OECD

MARKTENTWICKLUNG

HYDRO

Die weltweite Investitions- und Projektaktivität für elektromechanische Ausrüstungen für Wasserkraftwerke war im 2. Quartal 2017 schwach – selektiv wurden nur einige wenige Projekte in Europa und Asien vergeben. Bedingt durch die anhaltend schwierigen Marktbedingungen, die von niedrigen Strom- und Energiepreisen geprägt sind, wurden viele Modernisierungs- und Rehabilitationsprojekte, vor allem in Europa, bis auf Weiteres verschoben. In den Emerging Markets, insbesondere in Asien, Afrika und Südamerika, befinden sich einige neue Wasserkraftwerksprojekte in der Planungsphase. Im Bereich Pumpen wurde eine unverändert zufriedenstellende Projektaktivität verzeichnet.

PULP & PAPER

Der internationale Zellstoffmarkt entwickelte sich im zweiten Quartal 2017 unverändert positiv. Angesichts einer anhaltend hohen Zellstoffnachfrage – insbesondere von chinesischen Papierproduzenten – bei gleichzeitig stabilem Angebot stieg der Preis für Kurzfaserzellstoff (Eukalyptus) von rund 720 US-Dollar je Tonne per Ende März 2017 auf rund 830 US-Dollar je Tonne per ultimo Juni 2017 an. Der Preis für Langfaserzellstoff NBSK (Northern Bleached Softwood Kraft) erhöhte sich ebenfalls von rund 830 US-Dollar je Tonne per Ende März 2017 auf rund 890 US-Dollar je Tonne per ultimo Juni 2017.

Der Markt für Zellstoffausrüstungen verzeichnete im Berichtszeitraum eine insgesamt zufriedenstellende Projektaktivität, vor allem für Modernisierungen bestehender Zellstoffwerke. Es wurden jedoch keine Aufträge zum Bau neuer Zellstoffwerke vergeben.

METALS

Im Bereich der Umformtechnik für die Automobil- und Automobilzulieferindustrie (Schuler) wurde im 2. Quartal 2017 eine zufriedenstellende Projektaktivität verzeichnet; wobei es jedoch nur einige wenige Auftragsvergaben durch internationale Automobilhersteller bzw. deren Zulieferer gab. Weiterhin erfreulich entwickelte sich die Projekt- und Investitionsaktivität am von Yadon bedienten Marktsegment in der chinesischen Automobilzulieferindustrie. Die Projektaktivität für Ausrüstungen zur Herstellung und Verarbeitung von Bändern aus Edelstahl und Kohlenstoffstahl stieg im Berichtszeitraum – allerdings ausgehend vom sehr niedrigen Niveau der letzten Jahre – weiter leicht an. Haupttreiber für die Investitionen – allen voran in Asien und Nordamerika – waren die international steigenden Stahlpreise und die damit einhergehende verbesserte wirtschaftliche Lage vieler Stahlproduzenten. Die Wettbewerbsintensität am Ausrüstungsmarkt blieb jedoch trotz des etwas besseren Marktumfelds unverändert herausfordernd.

SEPARATION

Der globale Markt für Ausrüstungen zur Fest-Flüssig-Trennung zeigte im Berichtsquartal eine leicht verbesserte Entwicklung. Während die Projektaktivität sowohl in der chemischen Industrie als auch in den Bereichen Umwelt- und Bergbau zufriedenstellend war, blieb die Nachfrage aus der Lebensmittelindustrie weiterhin gering. In der Futtermittelindustrie war die Projektaktivität für herkömmliches Tierfutter und Spezialtierfutter unverändert zufriedenstellend.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Umsatz

Der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE im 2. Quartal 2017 betrug 1.392,8 MEUR und lag damit um 5,6% unter dem Vorjahresvergleichswert (Q2 2016: 1.475,6 MEUR). Der Umsatz im Geschäftsbereich HYDRO sank im Quartalsvergleich deutlich (-16,1%), was auf den rückläufigen Auftragseingang der letzten Jahre und die damit verbundene niedrigere Umsatzgenerierung zurückzuführen ist. Ebenso lag der Umsatz im Geschäftsbereich PULP & PAPER um 7,8% unter dem Vorjahresvergleichsquartal, dessen Umsatz durch die Abarbeitung eines Großauftrags für ein neues Zellstoffwerk positiv beeinflusst worden war. Der Umsatz im Geschäftsbereich METALS stieg im Jahresvergleich um 6,5% an. Während der Umsatz im Bereich Metallumformung deutlich anstieg, war er im Bereich METALS Processing rückläufig. Der Geschäftsbereich SEPARATION konnte den Umsatz im Jahresvergleich geringfügig (+3,0%) steigern.

Der Umsatz der Gruppe im ersten Halbjahr 2017 betrug 2.779,0 und lag damit praktisch auf dem Niveau des Vorjahresvergleichswerts (H1 2016: 2.761,2 MEUR). Die Umsatzentwicklung der Geschäftsbereiche im Überblick:

Einheit H1 2017 H1 2016 +/-
HYDRO MEUR 724,6 807,3 -10,2%
PULP & PAPER MEUR 990,9 980,4 +1,1%
METALS MEUR 792,3 703,6 +12,6%
SEPARATION MEUR 271,2 269,9 +0,5%

A B C D E F Umsatz nach Regionen H1 2017 in % (H1 2016) A B C D E F 38 21 15 12 10 4 (38) (21) (11) (11) (14) (5) Europa Nordamerika China Asien (ohne China) Südamerika Afrika, Australien

Anteil Serviceumsatz am Umsatz der Gruppe und der Geschäftsbereiche in %

H1 2017 H1 2016 Q2 2017 Q2 2016
ANDRITZ-GRUPPE 34 33 35 31
HYDRO 28 26 28 25
PULP & PAPER 43 42 45 41
METALS 23 22 23 20
SEPARATION 50 48 47 46

Auftragseingang

Der Auftragseingang der Gruppe betrug im 2. Quartal 2017 1.211,3 MEUR und lag mit um 8,2% unter dem Vergleichsquartal des Vorjahrs (Q2 2016: 1.319,0 MEUR). Die Entwicklung der Geschäftsbereiche im Detail:

  • HYDRO: Der Auftragseingang erreichte mit 204,5 MEUR einen sehr niedrigen Wert und lag damit deutlich unter dem Vorjahresvergleichsquartal (-39,7% versus Q2 2016: 339,4 MEUR). Dieser deutliche Rückgang ist auf das unverändert schwierige Marktumfeld, das von niedrigen Strom- und Energiepreisen geprägt ist, zurückzuführen. Viele Modernisierungsprojekte – vor allem in Europa – sind nach wie vor verschoben bzw. vorübergehend gestoppt. Darüber hinaus wurden im Berichtszeitraum auch keine neuen großen Wasserkraftwerksprojekte vergeben.
  • PULP & PAPER: Mit 471,6 MEUR erreichte der Auftragseingang ein gutes Niveau (+27,3% versus Q2 2016: 370,4 MEUR), wobei sowohl der Bereich Capital als auch der Bereich Service Zuwächse verzeichnen konnten.
  • METALS: Der Auftragseingang betrug 371,5 MEUR und lag damit um 20,9% unter dem sehr hohen Vorjahresvergleichsquartal (Q2 2016: 469,4 MEUR), das einige Großaufträge im Bereich Metallumformung für die Automobil- und Automobilzulieferindustrie enthalten hatte. Positiv entwickelte sich der Bereich METALS Processing, der im Jahresvergleich den Auftragseingang steigern konnte.
  • SEPARATION: Mit 163,7 MEUR entwickelte sich der Auftragseingang sehr erfreulich (+17,1% versus Q2 2016: 139,8 MEUR). Sowohl im Bereich Fest-Flüssig-Trennung als auch im Bereich Feed Technologies konnte der Auftragseingang im Jahresvergleich gesteigert werden.

Im 1. Halbjahr 2017 lag der Auftragseingang der Gruppe mit 2.771,3 MEUR um 8,0% über dem Vorjahresvergleichswert (H1 2016: 2.566,4 MEUR). Während der Auftragseingang im Geschäftsbereich HYDRO im Jahresvergleich deutlich sank (-13,1% versus H1 2016: 591,4 MEUR), stieg er im Geschäftsbereich PULP & PAPER stark an (+22,8% versus H1 2016: 916,0 MEUR). Der Auftragseingang in den Geschäftsbereichen METALS (+5,9% versus H1 2016: 768,7 MEUR) und SEPARATION (+9,6% versus H1 2016: 290,3 MEUR) konnte im Jahresvergleich ebenfalls zulegen.

ANDRITZ–Finanzbericht H1 2017 Lagebericht

Auftragsstand

Der Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE per 30. Juni 2017 betrug 6.849,1 MEUR (+0,9% versus 31. Dezember 2016: 6.789,2 MEUR).

Ergebnis

Das Ergebnis der Gruppe war im 2. Quartal 2017 durch einen Sondereffekt von insgesamt rund 25 MEUR, der im Wesentlichen aus dem Verkauf des Schuler-Technikzentrums in Tianjin, China, resultiert, positiv beeinflusst. Daher lag das EBITA trotz Umsatzrückgangs mit 109,9 MEUR um 10,9% über dem Vorjahresvergleichsquartal (Q2 2016: 99,1 MEUR) und stieg damit stärker als der Umsatz an. Die Rentabilität (EBITA-Marge) erhöhte sich auf 7,9% (Q2 2016: 6,7%). Ohne diesen Sondereffekt hätte das EBITA der Gruppe 86,5 MEUR und die EBITA-Marge 6,2% betragen.

Die Entwicklung nach Geschäftsbereichen:

  • Im Geschäftsbereich HYDRO führte der Umsatzrückgang zu einer rückläufigen Ergebnis- und Rentabilitätsentwicklung – die EBITA-Marge lag mit 5,7% unter dem Vorjahresvergleichswert (Q2 2016: 7,4%).
  • Im Geschäftsbereich PULP & PAPER erhöhte sich die Rentabilität trotz Umsatzrückgangs auf 8,0% und lag damit über dem Vorjahresvergleichswert (Q2 2016: 7,3%). Sowohl der Bereich Capital als auch der Bereich Service entwickelten sich positiv.
  • Die EBITA-Marge im Geschäftsbereich METALS stieg deutlich auf 11,2% (Q2 2016: 5,8%) an, was in erster Linie auf den oben genannten Sondereffekt zurückzuführen ist. Ohne diesen Sondereffekt erreichte die EBITA-Marge mit 4,8% ein niedriges Niveau. Sowohl der Bereich Metallumformung (Schuler) als auch der Bereich METALS Processing verzeichneten im Berichtsquartal eine unbefriedigende Entwicklung.
  • Im Geschäftsbereich SEPARATION betrug die EBITA-Marge 4,3% (Q2 2016: 5,1%).

Im ersten Halbjahr 2017 betrug das EBITA der Gruppe 207,3 MEUR und lag damit deutlich über dem Vorjahresvergleichswert (+13,3% versus H1 2016: 183,0 MEUR). Die Rentabilität stieg auf ein erfreuliches Niveau von 7,5% (H1 2016: 6,6%) an. Ohne den Sondereffekt hätten das EBITA der Gruppe 182,3 MEUR bzw. die Rentabilität 6,6% betragen.

Das Finanzergebnis reduzierte sich deutlich auf 3,5 MEUR (H1 2016: 8,8 MEUR). Dieser starke Rückgang ist im Wesentlichen auf den Rückgang des allgemeinen Zinsniveaus zurückzuführen.

Das Konzernergebnis (vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) betrug 131,8 MEUR (+9,6% versus H1 2016: 120,3 MEUR), wovon 130,8 MEUR (H1 2016: 120,2 MEUR) auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft und 1,0 MEUR (H1 2016: 0,1 MEUR) auf nicht beherrschende Anteile entfielen.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Vermögens- und Kapitalstruktur per 30. Juni 2017 war unverändert solide. Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 6.334,1 MEUR (31. Dezember 2016: 6.198,6 MEUR), die Eigenkapitalquote betrug 20,2% (31. Dezember 2016: 21,7%).

Die Bruttoliquidität per 30. Juni 2017 betrug 1.758,6 MEUR (per ultimo 2016: 1.507,1 MEUR), die Nettoliquidität lag bei 817,6 MEUR (per ultimo 2016: 945,3 MEUR). Der Anstieg der Bruttoliquidität ist im Wesentlichen auf die Aufnahme eines fixverzinsten, langfristigen Schuldscheindarlehens mit einem Volumen von 400 MEUR im Juni 2017 zurückzuführen.

Zusätzlich zur hohen Liquidität standen der ANDRITZ-GRUPPE per 30. Juni 2017 folgende Kredit- und Avallinien für Vertragserfüllungen, Anzahlungen, Gewährleistungen etc. zur Verfügung:

  • Kreditlinien: 210 MEUR, davon 171 MEUR ausgenutzt
  • Avallinien: 6.201 MEUR, davon 3.010 MEUR ausgenutzt
Aktiva
A B C
A L a n g f r i s t i g e s V e r m ö g e n : 3 0 % 1.903,9 MEUR
B Sonstiges kurzfristiges Vermögen: 44% 2.761,6 MEUR
C Flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens: 26% 1.668,6 MEUR
Passiva
A B C D
A Summe Eigenkapital inkl. nicht beherrschende Anteile: 20% 1.277,3 MEUR
B Finanzverbindlichkeiten: 15% 953,0 MEUR
C Sonstige langfristige Schulden: 13% 805,0 MEUR
D Sonstige kurzfristige Schulden: 52% 3.298,8 MEUR

Mitarbeiter

ANDRITZ beschäftigte per 30. Juni 2017 25.390 Mitarbeiter (31. Dezember 2016: 25.162 Mitarbeiter).

Wesentliche Risiken in den restlichen Monaten des Geschäftsjahrs

Allgemeine Risiken

Die ANDRITZ-GRUPPE ist ein global agierendes Unternehmen, das eine Vielzahl verschiedenster industrieller Märkte und Kunden beliefert. Als solches ist die Gruppe gewissen allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Das von der ANDRITZ-GRUPPE schon seit vielen Jahren durchgeführte aktive Risikomanagement dient sowohl der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestands als auch der Wertsteigerung und stellt somit auch einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die gesamte Gruppe dar. Im Sinne einer wertorientierten Unternehmensführung ist Risikomanagement integrierter Bestandteil der Geschäftsprozesse und erstreckt sich über sämtliche strategische und operative Ebenen.

ANDRITZ verfügt über ein konzernweites internes Kontrollsystem (IKS), dessen Hauptaufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren, um nach Möglichkeit rasch Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dieses System stellt ein wichtiges Element in der aktiven Unternehmenssteuerung dar. Es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Überwachungs- und Kontrollsysteme effektiv genug sind.

Eine detaillierte Darstellung möglicher Unternehmensrisiken sowie Informationen zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem können dem ANDRITZ-Finanzbericht 2016 entnommen werden.

Aktuelle Risiken

Die unverändert schwierige gesamtwirtschaftliche Entwicklung (insbesondere in Europa und in einzelnen Emerging Markets) stellt ein ernst zu nehmendes Risiko für die finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE dar. Die langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union sind derzeit noch nicht abschätzbar, der Einfluss wird aber eher als gering eingestuft. Sollte sich das Wirtschaftswachstum in Europa in Folge dessen jedoch deutlich verringern, so könnte dies einen negativen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE haben, da Europa mit durchschnittlich 35 bis 40% Anteil am Gesamtumsatz die wichtigste Wirtschaftsregion für die ANDRITZ-GRUPPE darstellt. Das direkte Geschäftsvolumen der ANDRITZ-GRUPPE in Großbritannien ist jedoch als sehr gering einzustufen.

Die mittel- bis langfristigen Auswirkungen der Trump-Administration auf die Weltwirtschaft sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzbar. ANDRITZ verfügt in den USA über eine starke lokale Präsenz mit über 20 Produktions- und Servicestandorten und knapp 2.000 Mitarbeitern. Alle vier Geschäftsbereiche sind in den USA vertreten. Aus heutiger Sicht sind die Auswirkungen auf ANDRITZ daher als nicht wesentlich einzustufen. Sollten jedoch weitere regulatorische Maßnahmen erfolgen, die nicht-amerikanische Unternehmen negativ betreffen, dann könnten die Auswirkungen auf ANDRITZ doch wesentlich sein.

Die anhaltende Schwäche der wirtschaftlichen Entwicklung in einzelnen Emerging Markets, vor allem in Brasilien, kann sich negativ in einzelnen Geschäftsbereichen und in weiterer Folge auf die Geschäftsentwicklung der Gruppe auswirken.

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

Wechselkursänderungen im Zusammenhang mit der Abarbeitung des Auftragsstands werden durch die Verwendung von Devisentermingeschäften und Swaps weitgehend abgesichert. Bei in Fremdwährung fakturierten Aufträgen wird die Nettowährungsposition durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert. Wechselkursrisiken aus der Bilanzierung des Eigenkapitals werden nicht abgesichert.

Die Veränderung des Euro gegenüber vielen anderen Währungen könnte sich umrechnungsbedingt sowohl positiv als auch negativ auf das Eigenkapital sowie die Umsatz- und Ertragsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE auswirken (Translationseffekt).

AUSBLICK

Wirtschaftsexperten erwarten für die verbleibenden Monate des Jahres 2017 eine anhaltend positive Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den wichtigsten Weltwirtschaftsregionen.

Die Aussichten für die ANDRITZ-Geschäftsbereiche sind im Vergleich zum Vorquartal im Wesentlichen unverändert. Im Geschäftsbereich HYDRO ist mit einem anhaltend schwierigen Umfeld zu rechnen. Viele Modernisierungsprojekte, vor allem in Europa, sind aufgrund der unverändert niedrigen Stromgroßhandelspreise nach wie vor verschoben oder vorübergehend gestoppt. Einige größere neue Wasserkraftwerksprojekte, vor allem in Südostasien und Afrika, sind zwar in Planung, jedoch ist die Vergabe dieser Projekte erst mittel- bis langfristig zu erwarten. Im Geschäftsbereich PULP & PAPER wird mit einem insgesamt unverändert soliden Marktumfeld, insbesondere für die Modernisierung bestehender Anlagen, gerechnet. Aus heutiger Sicht wird jedoch heuer mit großer Wahrscheinlichkeit kein Auftrag zur Errichtung einer neuen Zellstoffproduktionsanlage vergeben werden. Auch in den Geschäftsbereichen METALS und SEPARATION wird eine unverändert zufriedenstellende Projektaktivität erwartet.

Auf Basis der Geschäftsergebnisse für das 1. Halbjahr 2017 und der vorherrschenden Projektaktivität in den ANDRITZ-Geschäftsbereichen, erwartet die ANDRITZ-GRUPPE für das Gesamtjahr 2017 aus heutiger Sicht einen leichten Rückgang des Umsatzes. Die Rentabilität (EBITA-Marge) sollte jedoch aus heutiger Sicht zumindest das solide Niveau des Vorjahrs erreichen.

Sollte sich in den kommenden Monaten die globale Weltwirtschaft jedoch entgegen den allgemeinen Erwartungen eintrüben, ist mit negativen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung von ANDRITZ zu rechnen. Dies könnte organisatorische und kapazitive Anpassungen sowie möglicherweise daraus entstehende finanzielle Vorsorgen notwendig machen, die das Ergebnis der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinträchtigen könnten.

HYDRO

WICHTIGE EREIGNISSE

ANDRITZ HYDRO nahm das Wasserkraftwerk Teesta Stage III – eines der größten Wasserkraftwerke Indiens mit einer installierten Leistung von 1.200 MW – erfolgreich in Betrieb. Der Lieferumfang umfasste die elektromechanische Ausrüstung inklusive sechs Pelton-Maschinen, Energieversorgung sowie Montage und Inbetriebnahme. Mit einer jährlichen Leistung von 5.269 GWh elektrischer Energie trägt das Wasserkraftwerk Teesta Stage III erheblich dazu bei, den Strombedarf Indiens abzudecken.

ANDRITZ HYDRO erhielt von Tijoá Energética, Brasilien, den Auftrag zur Nachrüstung für einen der insgesamt fünf Generatoren, Reparatur des Laufrads sowie zum Einbau eines neuen Erregungssystems HIPASE-E für das Wasserkraftwerk Três Irmãos – das größte Kraftwerk am Tietê Fluss mit einer installierten Gesamtleistung von 807,5 MW. Es war der erste Auftrag für das neue, integrierte Erregungssystem HIPASE-E in Brasilien. Die Ausführung des Auftrags dauerte nur zehn Monate. Der Maschinensatz wurde im Mai 2017 wieder erfolgreich in Betrieb genommen und liefert jetzt kontinuierlich Strom an das öffentliche Versorgungsnetz.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Iberdrola S.A., Portugal, beauftragte ANDRITZ HYDRO mit der Lieferung und Montageüberwachung von Dammtafeln sowie Radial- und Rollschützen für drei Wasserkraftwerke.

ANDRITZ HYDRO unterzeichnete einen neuen Vertrag für die elektromechanische Ausrüstung des Wasserkraftwerkprojekts Parnai mit einer Leistung von 3 x 12,5 MW im Bezirk Poonch des indischen Bundesstaates Jammu und Kashmir. Der Lieferumfang umfasst ein komplettes "from water to wire"-Paket. Ein wichtiger Teil dieses Auftrags ist – aufgrund des hohen Sandanteils im Suran-Fluss – die Hartmetallbeschichtung des Laufrads und der Düsen.

Der Geschäftsbereich erhielt von Xuan Thien Ninh Binh Co. Ltd., Vietnam, den Auftrag zur Lieferung von Rohrturbinen für die Wasserkraftwerke Thac Ca 2 (1x 16 MW) und Dong Sung (1x 20 MW).

Brookfield Renewable Power, Kanada, beauftragte ANDRITZ HYDRO mit der Sanierung eines Kaplan-Maschinensatzes (26 MW), einschließlich eines neuen Laufrads, Neubewicklung des Generators, neuer Komponenten sowie eines Überwachungssystems im Wasserkraftwerk Gartshore. ANDRITZ HYDRO arbeitete bereits in der Vergangenheit sehr erfolgreich bei anderen Sanierungsprojekten mit Brookfield Renewable Power zusammen, z.B. bei High Falls, Aubrey Falls und Wells.

Der Geschäftsbereich liefert die elektromechanische Ausrüstung für die Kleinwasserkraftwerke Vassenden, Norwegen, Konor Olon und Kok Say, Kirgisien, Sapidhara, Indien und Houay Kapheu, Laos.

BETC NANALA, Madagaskar, beauftragte ANDRITZ HYDRO mit der Lieferung der elektromechanischen Ausrüstung für die Miniwasserkraftanlage Ambatomanoina. Das Ziel des Projekts ist es, mit einer 9,15 km langen Übertragungsleitung und einem 8,32 km langen Verteilnetz elektrische Energie aus einer 100 kW-Miniwasserkraftanlage am Mananara-Fluss bereitzustellen. Der Großteil der einheimischen Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft. Dieses Mini-Grid-Projekt ist das erste seiner Art von ANDRITZ HYDRO und stellt einen wichtigen Meilenstein in diesem neuen Marktsegment dar.

PULP & PAPER

WICHTIGE EREIGNISSE

Nippon Paper Chemical Co., Ltd., Japan, setzte den ersten MVR-Eindampfer (Mechanical Vapor Recompression) für die Eindampfung von Magnesiumsulfitlauge in Gotsu in Betrieb. Diese erste MVR-Eindampfanlage für Sulfitlauge in Japan verdeutlicht das ausgezeichnete Know-how von ANDRITZ im Bereich der energieeffizienten Eindampfung von Sulfitlauge.

Hengan Group, China, nahm die 13. ANDRITZ-Tissuemaschine in Chongqing in Betrieb. Der Lieferumfang umfasste die komplette Stoffaufbereitung sowie die Automatisierung. Ebenfalls in China setzte Hebei Yihoucheng Commodity Co., Ltd. eine PrimeLineCOMPACT II Tissuemaschine mit Stoffaufbereitung, Antrieben und Automatisierung in Baoding, Provinz Hebei, in Betrieb.

ANDRITZ unterzeichnete einen Vertrag zum Erwerb von Paperchine, Inc., einem globalen Lieferanten hochwertiger Komponenten und Serviceleistungen für führende Produzenten in der Papierindustrie. Inklusive Tochtergesellschaften beschäftigt das Unternehmen insgesamt rund 180 Mitarbeiter und verfügt über Betriebsstätten in den USA, Kanada, Thailand und Deutschland. Der Erwerb von Paperchine stärkt die Präsenz von ANDRITZ in Nordamerika und fügt zum Produktangebot für internationale Kunden neue Produkte und die dazugehörigen Serviceleistungen hinzu. Das Closing der Transaktion erfolgte im Juni 2017.

ANDRITZ und PulpEye haben eine Kooperationsvereinbarung für die exklusive Vermarktung und den Vertrieb der Pulp-Eye-Analysentechnologie in den von ANDRITZ PULP & PAPER angebotenen Gesamtpaketen geschlossen. PulpEye ist ein innovatives Unternehmen im Bereich der Messtechnik mit globalem Fokus auf Online-Anwendungen zur Analyse der Stoffqualität.

WICHTIGE AUFTRÄGE

ANDRITZ hat von AO Knauf Petroboard den Auftrag zum Umbau der Kartonmaschine KM2 im Werk Kommunar, Russland, erhalten. Der Umbau umfasst die Lieferung einer neuen Siebpartie mit drei PrimeForm SW Langsieben sowie neue PrimeFlow SW Stoffaufläufe, wovon einer ein PrimeProfiler F Verdünnungswassersystem enthält. ANDRITZ liefert auch die Hauptkomponenten der Konstantteile, mehrere ModuScreen HB-E Sortierer, ein Faserrückgewinnungssystem, einen neuen Mehrmotorenantrieb für die komplette Maschine sowie die komplette Elektrifizierung und Automatisierung für die Ausrüstung.

In China erhielt ANDRITZ von Shandong Bohui Paper Industry Co., Ltd. Aufträge für die Lieferung von FibreFlow Auflösetrommel-, Deinking-, Refining-, Ausschussaufbereitungs- und Rejektbehandlungssystemen für das Werk Zibo, Shandong. Jiangsu Bohui Paper Industry Co., Ltd. bestellte die weltweit größte Holzstofflinie für Hartholz auf Basis der P-RC-APMP-Technologie inklusive Holzplatztechnik und Automatisierung sowie eines Aufschlussund Ausschusssystems für die PM4 im Werk Dafeng, Jiangsu.

Nine Dragons, China, bestellte zwei identische Ausschuss- und Feinrejektbehandlungssysteme für die Fabriken in Quanzhou und Chongqing.

Von Sappi, Südafrika, wurde der Geschäftsbereich mit dem Umbau der Bleichanlage 4 im Werk Saiccor und der Modernisierung der Ballenlinie inklusive Umbau des Formatablegers sowie Lieferung einer neuen Ballenpresse im Werk Ngodwana beauftragt.

Den ersten Auftrag aus Russland für eine FibreFlow-Auflösetrommel erhielt der Geschäftsbereich von Naberezhnye Chelny Paper Mill. Der Lieferumfang enthält auch ein neues Rejektbehandlungssystem.

ANDRITZ wurde mit dem Austausch der alten Gusszylinder durch 20 neue PrimeDry Stahlzylinder für Blue Paper Strasbourg, Frankreich, beauftragt. Diese werden die größten Stahlzylinder der Welt mit einer Mantellänge von 9,4 m sein.

Im Bereich MDF erhielt der Geschäftsbereich Aufträge zur Lieferung neuer Druckzerfaserungssysteme von JSC Pavlovsky derevoobrabatyvayuschy kombinat, Russland, Anhui Jiahe Wood Industry Co., Ltd., China, sowie von Hunton Isolasjon AS, Norwegen.

METALS

WICHTIGE EREIGNISSE

Schuler wurde als Preisträger im Wettbewerb "100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg" ausgezeichnet. Gesucht waren innovative Konzepte aus der Wirtschaft, die mit der intelligenten Vernetzung von Produktionsund Wertschöpfungsprozessen erfolgreich sind. Schuler entwickelte unter dem Namen "Smart Press Shop" Lösungen, mit denen sich die Prozesssicherheit und die Wirtschaftlichkeit in der Umformtechnik erhöhen lassen.

ANDRITZ hat einen Anteil von 50,1% am britischen Laserhersteller Powerlase Photonics Ltd erworben. Powerlase ist auf die Erzeugung von diodengepumpten Hochleistungs-Festkörperlasern mit Pico- und Nanosekunden-Laserpulsen spezialisiert. Das Hightech-Unternehmen beliefert internationale Kunden aus der Photovoltaik-, Mikroelektronik-, Automobil- sowie der Luft- und Raumfahrtindustrie. Bereits seit einiger Zeit setzt ANDRITZ Soutec erfolgreich die Hochleistungslaser von Powerlase für ihre weltweit bewährten Ablationssysteme zum Abtragen von Beschichtungen auf Metallen, zum Beispiel bei der Fertigung von Tailored Welded Blanks in der Automobilindustrie, ein.

Constellium (Neuf-Brisach, Frankreich), unterzeichnete am 5. April 2017 das finale Abnahmeprotokoll für die von ANDRITZ METALS gelieferte kontinuierliche Glüh- und Beizlinie sowie die Adjustageanlage. Die Anlage wurde termingerecht errichtet und konnte sogar vorzeitig in Betrieb gehen.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Für ein renommiertes Unternehmen in der Massivumformung entwickelte Schuler eine neue Servo-Schmiedepresse. Mit der MSE 2000 können in der gleichen Zeit deutlich mehr Teile als mit herkömmlichen Schmiedepressen produziert werden. Gleichzeitig verlängert sich die Lebensdauer des Gesenks signifikant, während sich der Energiebedarf der gesamten Maschine reduziert.

Vom deutschen Automobilzulieferer ElringKlinger erhielt Schuler den Auftrag zur Lieferung von insgesamt acht Pressen: Sechs hydraulische Monoblock-Maschinen mit einer Presskraft zwischen 250 und 320 Tonnen werden an Standorten in Ungarn und den USA zum Einsatz kommen, eine 400 Tonnen starke Presse der HPX-Baureihe ist für einen Standort in Spanien und eine 1.600-Tonnen-Maschine mit innovativer TwinServo-Technologie für einen Standort in Deutschland bestimmt.

Erfolgreich startete die neu eingeführte Schuler-Division "Automotive New Markets": Ein chinesischer Automobilhersteller orderte zwei Transferpressen (Presskraft: 1.600 Tonnen). Das Ziel der neuen Division besteht darin, die Präsenz sowie den Vertrieb in neuen Märkten auszubauen.

Von einem französischen Automobilhersteller und einem chinesischen Joint Venture erhielt Schuler einen Auftrag zur Lieferung von jeweils einer Platinenschneidanlage. Auf diesen Anlagen entstehen Blechzuschnitte, die im nächsten Schritt mit Pressen zu Karosserie- und Strukturteilen umgeformt werden.

ANDRITZ wurde vom Stahlproduzenten ArcelorMittal mit der Lieferung zweier neuer decken- und bodenbefeuerter Hubbalkenöfen für dessen 80-Zoll-Warmwalzanlage in Burns Harbor, Indiana, USA beauftragt. Der Lieferumfang umfasst Design, Lieferung, Montageüberwachung und Inbetriebnahme der neuen Öfen sowie die umfassende Schulung des Betriebs- und Wartungspersonals. Jeder der beiden Öfen mit einem Durchsatz von 500 t/Stunde wird Brammen aus Kohlenstoffstahl erwärmen. Die Verbrennungsanlagen beinhalten ANDRITZ-Low-NOx-Brenner, die die Emissionen senken werden. Durch die langen, unbefeuerten Vorwärmzonen, die individuelle Brennersteuerung sowie die verbesserte Isolierung inklusive effizienter ANDRITZ-Isolierung der Schlitten werden die Öfen den Gesamtenergieverbrauch der Anlage reduzieren. Die Inbetriebnahme der Öfen, die die bestehenden Stoßöfen ersetzen werden, ist für 2020 geplant.

Risse + Wilke Kaltband GmbH & Co. KG, Deutschland, beauftragte ANDRITZ METALS mit dem Bau eines neuen Kaltwalzwerks inklusive Elektrik und Automatisierung. Das Kaltwalzwerk mit ANDRITZ-4-High-Technologie, die die Bandqualität verbessern und die Produktivität steigern wird, ist für Breiten von 750 mm und Dicken von bis zu 5 mm ausgelegt. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das 3. Quartal 2018 geplant.

JSW Steel, Indien, beauftragte ANDRITZ mit der Lieferung einer kontinuierlichen Beizlinie sowie von fünf Salzsäure-Regenerationsanlagen für mehrere Standorte.

ArcelorMittal, USA, beauftragte den Geschäftsbereich mit der Lieferung von vier SOUBLATE-Ablationsanlagen, die Türrahmenringe für das Schweissen in den nachgelagerten Soutec-Laserschweisssystemen SOUTRAC vorbereiten. Der Auftrag ist zugleich auch der erste Auftrag für SOUBLATE-Ablationsanlagen in den USA.

Salzgitter Europlatinen GmbH, Deutschland, orderte eine SOUSPEED-Laserschweissanlage zur Herstellung von Tailored Blanks in höchster Qualität.

SEPARATION

WICHTIGE EREIGNISSE

ANDRITZ SEPARATION führte SmartLIFT ein – eine Hebevorrichtung für die Wartung von Filterpressen, die die Stillstandzeiten um bis zu 40% reduzieren kann. Dieses neue hydraulische Hebesystem für Overhead-Filterpressen macht den Filtertuchwechsel einfacher, sicherer und schneller und wird über dem Querbalken installiert, um maximale Flexibilität zu erzielen. Das System ist für alle Marken und Typen von Overhead-Filterpressen geeignet.

Für einen Kunden in Deutschland hat der Geschäftsbereich den weltweit größten Trommeltrockner für entwässerten Klärschlamm, der in einer einzelnen Trocknungslinie eingebaut wurde, erfolgreich installiert. Das Trommeltrocknungssystem DDS 120 weist ein Wasserverdampfungsvermögen von 14 Tonnen pro Stunde auf und ermöglicht die Produktion von Ersatzbrennstoff aus getrocknetem Klärschlamm. Gleichzeitig werden auch Brennstoffverbrauch und -kosten gesenkt. Darüber hinaus konnte ein signifikanter Anstieg an Aufträgen für Dekanter für Anwendungen im Umweltbereich verzeichnet werden.

Für einen Kunden in der Bergbauindustrie hat ANDRITZ SEPARATION erfolgreich eine sehr große Filterpresse (2,5 m x 2,5 m) installiert. Das erste Großprojekt dieser Art wurde in Südamerika umgesetzt.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Für einen Kunden in den USA liefert der Geschäftsbereich drei Dekanter für Anwendungen in der Sojamilchproduktion.

Ein indischer Produzent von pflanzlichem Eiweiß und Ölen beauftragte den Geschäftsbereich mit der Lieferung einer Seitenholm-Membranfilterpresse.

Fünf verschiedene Brauereien in den USA bestellten ANDRITZ-Separatoren für die Herstellung hochwertiger Bier- und Mostsorten. Der Geschäftsbereich erhielt mehrere Aufträge zur Lieferung von Separatoren, die in der Molkereiindustrie sowie für Öle – von Mineralöl über Olivenöl bis hin zu Kokosöl – bei Kunden in Brasilien, Indien, Italien, Spanien und Thailand zum Einsatz kommen.

In der Petrochemie- und Polymerindustrie verkaufte ANDRITZ SEPARATION mehrere Schubzentrifugen an Kunden in Korea und den USA. Ein marokkanischer Kunde aus der Agrarchemie bestellte einen Tellerfilter.

Ein deutscher Produzent von Natriumkarbonat bestellte ein Fließbettsystem. In der Türkei orderte ein weiterer Natriumkarbonatproduzent Hilfseinrichtungen zur Erhöhung der Anlagenleistung.

ANDRITZ SEPARATION positionierte sich erfolgreich als wichtiger Lieferant für Ausrüstungen, die im Herstellungsverfahren für Lithium Verwendung finden, wie beispielsweise Schubzentrifugen, Schälzentrifugen, Eindicker, horizontale Vakuumfilter und Trockner. In diesem Bereich wurden mehrere Aufträge gebucht.

Im Bereich Bergbau und Mineralien wurden in China mehrere Großaufträge für Gipszentrifugen an ANDRITZ als einen der Marktführer für die Technologie der Gipsneutralisation vergeben. Ein chilenischer Produzent von Lithiumcarbonat bestellte fünf horizontale Schälzentrifugen.

KONZERN-GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG

Für das 1. Halbjahr 2017 (ungeprüft)

(in TEUR) H1 2017 H1 2016 Q2 2017 Q2 2016
Umsatz 2.778.998 2.761.189 1.392.776 1.475.553
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 88.616 46.933 36.139 26.112
Aktivierte Eigenleistungen 4.806 1.900 2.378 1.169
2.872.420 2.810.022 1.431.293 1.502.834
Sonstige betriebliche Erträge 95.881 41.852 62.014 4.046
Materialaufwand -1.421.743 -1.406.725 -692.523 -764.016
Personalaufwand -863.279 -828.844 -436.517 -418.906
Sonstige betriebliche Aufwendungen -429.777 -386.669 -231.434 -201.022
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 253.502 229.636 132.833 122.936
Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen
-68.063 -66.663 -34.338 -34.117
Wertminderung Geschäfts- oder Firmenwerte 0 0 0 0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 185.439 162.973 98.495 88.819
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -315 -11 8 60
Zinserträge 19.436 18.648 8.832 9.869
Zinsaufwendungen -18.822 -14.957 -9.415 -7.180
Sonstiges Finanzergebnis 3.129 5.180 623 5.361
Finanzergebnis 3.428 8.860 48 8.110
Ergebnis vor Steuern (EBT) 188.867 171.833 98.543 96.929
Ertragsteuern -57.027 -51.495 -29.803 -29.155
KONZERNERGEBNIS 131.840 120.338 68.740 67.774
Davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 130.806 120.249 67.846 67.710
Nicht beherrschende Anteile 1.034 89 894 64
Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen Stückaktien 102.064.742 102.119.463 102.068.137 102.090.335
Unverwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 1,28 1,18 0,66 0,67
Potenzielle Verwässerung durch Aktienoptionen 124.194 0 174.035 0
Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen Stückaktien und
Optionen
102.188.936 102.119.463 102.242.172 102.090.335
Verwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 1,28 1,18 0,66 0,67

KONZERNGESAMTERGEBNIS-RECHNUNG

Für das 1. Halbjahr 2017 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) H1 2017 H1 2016 Q2 2017 Q2 2016
KONZERNERGEBNIS 131.840 120.338 68.740 67.774
Posten, die unter bestimmten Bedingungen in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert werden:
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe -40.781 599 -39.326 19.066
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen
Vermögenswerten, nach Ertragsteuern
-5.857 -2.673 -7.212 918
Ergebnis aus der Absicherung von Zahlungsströmen,
nach Ertragsteuern
389 3.170 -269 248
Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert
werden:
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste, nach Ertragsteuern 0 -26.293 0 -26.293
SONSTIGES ERGEBNIS -46.249 -25.197 -46.807 -6.061
GESAMTERGEBNIS 85.591 95.141 21.933 61.713
Davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 85.244 95.264 21.693 61.528
Nicht beherrschende Anteile 347 -123 240 185

KONZERNBILANZ

Zum 30. Juni 2017 (ungeprüft)

(in TEUR) 30. Juni 2017 31. Dezember 2016
AKTIVA
Immaterielle Vermögenswerte 177.660 201.253
Geschäfts- oder Firmenwerte 557.296 563.427
Sachanlagen 781.706 786.688
Anteile an assoziierten Unternehmen 6.175 6.830
Sonstige Finanzanlagen 132.043 100.652
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.761 14.431
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 48.075 52.922
Aktive latente Steuern 181.193 187.528
Langfristige Vermögenswerte 1.903.909 1.913.731
Vorräte 832.019 736.889
Geleistete Anzahlungen 107.268 105.709
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 790.428 840.138
Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für laufende Projekte, soweit sie dafür erhaltene An- und
Teilzahlungen übersteigen
669.116 726.307
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 322.444 404.402
Forderungen aus laufenden Steuern 40.317 35.557
Wertpapiere des Umlaufvermögens 130.133 110.796
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.538.462 1.296.336
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0 28.723
Kurzfristige Vermögenswerte 4.430.187 4.284.857
SUMME AKTIVA 6.334.096 6.198.588
PASSIVA
Grundkapital
104.000 104.000
Kapitalrücklagen 36.476 36.476
Gewinnrücklagen 1.113.832 1.187.027
Auf Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallendes Eigenkapital 1.254.308 1.327.503
Nicht beherrschende Anteile 22.947 16.728
Summe Eigenkapital 1.277.255 1.344.231
Anleihen 356.152 359.325
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten 486.359 118.433
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 18.009 18.880
Rückstellungen 594.653 586.534
Sonstige Verbindlichkeiten 104.388 118.595
Passive latente Steuern 105.933 104.300
Langfristige Schulden 1.665.494 1.306.067
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten 91.454 78.922
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 1.064 1.384
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 430.458 499.737
Erhaltene An- und Teilzahlungen für laufende Projekte, soweit sie die dafür realisierten Umsatzerlöse
übersteigen
1.128.258 1.117.963
Erhaltene Anzahlungen 292.854 256.690
Rückstellungen 482.433 532.317
Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern 82.121 101.056
Sonstige Verbindlichkeiten 882.705 958.072
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 0 2.149
Kurzfristige Schulden 3.391.347 3.548.290
SUMME PASSIVA 6.334.096 6.198.588

KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT

Für das 1. Halbjahr 2017 (ungeprüft)

(in TEUR) H1 2017 H1 2016
Ergebnis vor Steuern (EBT) 188.867 171.833
Zinsergebnis -614 -3.691
Abschreibungen, Wertminderungen sowie Wertaufholungen auf das Anlagevermögen 68.063 66.663
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 315 11
Veränderung der Rückstellungen -30.741 -35.565
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen -23.429 -1.520
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen -7.287 3.188
Cashflow aus dem Ergebnis 195.174 200.919
Veränderung der Vorräte -104.333 -59.409
Veränderung der geleisteten Anzahlungen -5.169 1.588
Veränderung der Forderungen 53.479 32.918
Veränderung der Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für laufende Projekte, soweit sie dafür
erhaltene An- und Teilzahlungen übersteigen
38.880 112.451
Veränderung der erhaltenen Anzahlungen 42.923 -10.677
Veränderung der Verbindlichkeiten -101.714 -103.243
Veränderung der erhaltenen An- und Teilzahlungen für laufende Projekte, soweit sie die dafür realisier
ten Umsatzerlöse übersteigen
34.428 66.895
Veränderung des Nettoumlaufvermögens -41.506 40.523
Erhaltene Zinsen 18.344 15.682
Gezahlte Zinsen -14.420 -10.939
Erhaltene Dividenden 0 1.707
Gezahlte Ertragsteuern -76.065 -47.265
CASHFLOW AUS BETRIEBLICHER TÄTIGKEIT 81.527 200.627
Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) 12.637 7.832
Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -56.668 -48.585
Auszahlungen für Finanzanlagevermögen -42.240 -2.484
Netto-Cashflow aus Unternehmenserwerben -12.696 -98.983
Netto-Cashflow aus Unternehmensveräußerungen 23.966 0
Einzahlungen aus Wertpapieren und anderen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten 67.621 65.335
Auszahlungen für Wertpapiere und andere kurzfristige finanzielle Vermögenswerte -40.637 -45.571
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT -48.017 -122.456
Begebung von Schuldscheindarlehen 400.000 0
Erwerb eigener Anleihen 0 -2.947
Zuflüsse aus sonstigen Finanzverbindlichkeiten 23.467 13.903
Rückzahlungen von sonstigen Finanzverbindlichkeiten -26.709 -31.206
Gezahlte Dividenden durch ANDRITZ AG -153.090 -137.802
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen sowie Zahlungen an frühere Eigentümer -796 0
Dividendenzahlung an nicht beherrschende sowie frühere Anteilsinhaber -483 -2.446
Erwerb eigener Aktien -541 -10.723
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT 241.848 -171.221

ANDRITZ–Finanzbericht H1 2017 Konzern-Cashflow-Statement

(in TEUR) H1 2017 H1 2016
VERÄNDERUNG DER ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE 275.358 -93.050
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -34.349 24.953
Konsolidierungskreisbedingte Veränderungen von Zahlungsmitteln und
Zahlungsmitteläquivalenten
1.117 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 1.296.336 1.255.746
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 1.538.462 1.187.649

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

Für das 1. Halbjahr 2017 (ungeprüft)

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22.
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1.2
77.
255

KONZERNANHANG

Zum 30. Juni 2017

A) ALLGEMEINES

Die ANDRITZ AG ist eine Gesellschaft nach österreichischem Recht und notiert seit Juni 2001 an der Wiener Börse. Die ANDRITZ-GRUPPE (der "Konzern" oder "ANDRITZ") ist ein führender Hersteller von hochtechnologischen Industriemaschinen und -anlagen und arbeitet in vier strategischen Geschäftsbereichen: HYDRO, PULP & PAPER, METALS sowie SEPARATION.

Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.

Der Geschäftsverlauf der ANDRITZ-GRUPPE ist im Allgemeinen durch keine Saisonalität gekennzeichnet.

Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2017 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

B) GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2017 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Berücksichtigung der Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31. Dezember 2016 wurden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen wird auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 verwiesen, der die Basis für den vorliegenden Konzernzwischenabschluss darstellt.

Erstmalig anzuwendende Standards und Interpretationen

Für das am 1. Jänner 2017 beginnende Geschäftsjahr wurden von ANDRITZ keine neuen bzw. geänderten Standards angewendet.

Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Standards und Interpretationen

Die nachfolgenden vom IASB veröffentlichten Rechnungslegungsverlautbarungen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und sind auch von ANDRITZ bislang noch nicht angewendet worden:

Standard/Interpretation Titel Erstmals gültig für
Geschäftsjahre
beginnend am oder
nach dem
Von der EU übernommen
IAS 7 Änderung: Angabeninitiative 1. Jänner 2017 geplant Q4 2017
IAS 12 Änderung: Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisier
te Verluste
1. Jänner 2017 geplant Q4 2017
IFRS 9 Finanzinstrumente 1. Jänner 2018 22. November 2016
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen 1. Jänner 2018 22. September 2016
IFRS 15 Klarstellung: Umsatzerlöse aus Kundenverträgen 1. Jänner 2018 geplant Q4 2017
IAS 40 Änderung: Übertragungen von als Finanzinvestition gehal
tenen Immobilien
1. Jänner 2018 geplant Q4 2017
IFRS 1, IFRS 12, IAS 28 Jährliche Verbesserungen der IFRS
(Zyklus 2014-2016)
1. Jänner 2017/
1. Jänner 2018
geplant Q4 2017
IFRS 2 Änderung: Klassifizierung und Bewertung von Geschäfts
vorfällen mit anteilsbasierter Vergütung
1. Jänner 2018 geplant Q4 2017
IFRS 4 Änderung: Anwendung des IFRS 9 Finanzinstrumente mit
IFRS 4 Versicherungsverträge
1. Jänner 2018 geplant Q4 2017
IFRIC 22 Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Fremdwährungs
transaktionen
1. Jänner 2018 geplant Q4 2017
IFRS 16 Leasing 1. Jänner 2019 geplant Q4 2017
IFRIC 23 Steuerrisikopositionen aus Ertragsteuern 1. Jänner 2019 geplant 2018
IFRS 10 und IAS 28 Änderung: Veräußerung von Vermögenswerten eines
Investors an bzw. Einbringung in ein assoziiertes Unter
nehmen oder Gemeinschaftsunternehmen
auf einen noch zu
bestimmenden Zeitpunkt
verschoben
offen

ANDRITZ wendet IFRS 15 für das Geschäftsjahr beginnend am 1. Jänner 2018 an. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet. IFRS 9 erfordert vom Konzern die Anpassung seiner Rechnungslegungsprozesse und internen Kontrollen im Zusammenhang mit der Darstellung von Finanzinstrumenten, wobei diese Anpassungen noch nicht abgeschlossen sind. Die Auswirkungen der Anwendung des IFRS 16 auf den Konzernabschluss werden derzeit ebenso von ANDRITZ beurteilt. Die sonstigen in der Tabelle genannten neuen oder geänderten Standards haben voraussichtlich keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

C) KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der Konzernzwischenabschluss beinhaltet die ANDRITZ AG und die von ihr kontrollierten Unternehmen, sofern deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Der Konsolidierungskreis hat sich wie folgt entwickelt:

2017 2016
Vollkonsolidierung Equity-Methode Vollkonsolidierung Equity-Methode
Bestand zum 1. Jänner 139 4 134 3
Zugänge aus Unternehmenserwerben 4 7 1
Abgänge aus Unternehmensveräußerungen -1
Neugründungen 1
Zugänge aus der Änderung der Konsolidierungsmethode 1 1
Abgänge aus der Änderung der Konsolidierungsmethode
Umgründungen -4 -2
Bestand zum 31. Dezember 140 4 140 4
Davon entfallen auf:
Inländische Unternehmen 6 0 6 0
Ausländische Unternehmen 134 4 134 4

D) AKQUISITIONEN

Paperchine

Die ANDRITZ-GRUPPE hat 100% an der Paperchine, Inc., USA, samt Tochtergesellschaften erworben. Das bisher im Eigentum der AstenJohnson Holdings Ltd. mit Sitz in Charleston, South Carolina, stehende Unternehmen beschäftigt insgesamt rund 180 Mitarbeiter und verfügt über Niederlassungen in den USA, Kanada, Thailand und Deutschland. Paperchine ist ein globaler Lieferant hochwertiger Komponenten und Serviceleistungen für führende Produzenten in der Papierindustrie. Der Erwerb von Paperchine stärkt die Präsenz von ANDRITZ in Nordamerika und fügt zum Produktangebot für internationale Kunden neue Produkte wie den horizontalen GapFormer, den SigmaPro-Stoffauflauf, Entwässerungssysteme (ehemals Johnson Foils), Befeuchtungseinrichtungen (ehemals VIB) und die dazugehörigen Serviceleistungen hinzu. Diese Akquisition erweitert das Produktportfolio des Geschäftsbereichs PULP & PAPER. Das Closing der Transaktion fand Ende Juni 2017 statt.

Auf Basis der Kaufpreisallokation ergab sich aus einem günstigen Kauf ("Lucky Buy") ein negativer Geschäftsoder Firmenwert ("Badwill") zum 30. Juni 2017 in Höhe von -1.529 TEUR, der nach erneuter Prüfung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden als sonstiger betrieblicher Ertrag realisiert wurde.

Weitere Akquisition

Im April 2017 erwarb die ANDRITZ-GRUPPE 50,1% an dem Laserhersteller Powerlase Holdings Limited, Crawley, Großbritannien, samt Tochtergesellschaften. Das Hightech-Unternehmen beliefert internationale Kunden aus der Photovoltaik-, Mikroelektronik-, Automobil- sowie Luft- und Raumfahrtindustrie. Diese Akquisition erweitert das Produktportfolio des Geschäftsbereichs METALS. Aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde auf die Einbeziehung dieser Gesellschaft verzichtet.

Vorläufige beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt

Die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden sind wie folgt:

(in TEUR) Gesamt
Immaterielle Vermögenswerte 438
Sachanlagen 5.522
Vorräte 9.279
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.257
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10
Übrige Vermögenswerte 550
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -3.847
Übrige Schulden -2.332
Nettovermögen 14.877
Nicht beherrschende Anteile 0
Geschäfts- oder Firmenwert -1.529
ÜBERTRAGENE GEGENLEISTUNG 13.347

Direkt mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Transaktionskosten werden als Aufwand der Periode berücksichtigt. In den übernommenen Forderungen sind keine Forderungen enthalten, die voraussichtlich uneinbringlich sein werden.

Seit der erstmaligen Konsolidierung am 30. Juni 2017 hat die Akquisition Umsatzerlöse in Höhe von 0 TEUR erzielt und ein EBIT in Höhe von 0 TEUR zur ANDRITZ-GRUPPE beigetragen. Hätte die Akquisition zu Beginn des Geschäftsjahrs 2017 stattgefunden, hätte sie Umsatzerlöse in Höhe von 20.094 TEUR erzielt sowie ein EBIT in Höhe von 162 TEUR beigetragen.

Die erstmalige Einbeziehung aller erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden der erworbenen Unternehmen erfolgt aus Zeitgründen und aufgrund noch nicht finaler Bewertungen auf Basis vorläufiger Werte. Die endgültige Feststellung der angegebenen Bilanzpositionen erfolgt gemäß den Bestimmungen für die Erstkonsolidierung des IFRS 3 (überarbeitet) "Unternehmenszusammenschlüsse".

E) ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUST-RECHNUNG UND ZUR KONZERNBILANZ

Im ersten Halbjahr 2017 betrug der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE 2.778.998 TEUR und lag damit um 0,6% über dem Vergleichswert des Vorjahrs (H1 2016: 2.761.189 TEUR). Der Betriebserfolg (EBIT) erreichte 185.439 TEUR (H1 2016: 162.973 TEUR).

Die Bilanzsumme der ANDRITZ-GRUPPE zum 30. Juni 2016 betrug 6.334.096 TEUR und war damit um 135.508 TEUR höher als zum 31. Dezember 2016 (6.198.588 TEUR). Das Nettoumlaufvermögen per 30. Juni 2016 betrug -121.356 TEUR (31. Dezember 2016: -215.706 TEUR).

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen im ersten Halbjahr 2017 betrugen 55.920 TEUR. Aus Konsolidierungskreisänderungen wurden Zugänge in Höhe von 6.027 TEUR erfasst. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich auf 68.063 TEUR.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Im Geschäftsbereich METALS wurde im Geschäftsjahr 2016 der Verkauf eines Technikzentrums im nordchinesischen Tianjin mit Kaufvertrag vom Februar 2017 eingeleitet. Der endgültige Vollzug des Kaufvertrags (Closing) fand im April 2017 statt. Aus dem Verkauf ergab sich ein Gewinn in Höhe von 17.935 TEUR. Dieser wurde in den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2016 ebenso im Geschäftsbereich METALS die Veräußerung von großen Teilen eines Betriebsgeländes in Deutschland beschlossen. Aus dem Verkauf, der im Mai 2017 stattfand, ergab sich ein Gewinn in Höhe von 4.864 TEUR. Dieser wurde in den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Eigenkapital

Dividenden

Die Ausschüttung für 2016 in Höhe von 153.090 TEUR – das entspricht einer Dividende von 1,50 EUR je Aktie – wurde vom Vorstand vorgeschlagen und in der 110. ordentlichen Hauptversammlung am 28. März 2017 beschlossen. Die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 3. April 2017.

Eigene Aktien

Im ersten Halbjahr 2017 wurden 10.000 Aktien zurückgekauft. 25.842 Aktien wurden an Mitarbeiter von ANDRITZ im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsaktionen ausgegeben.

Nicht beherrschende Anteile

Im ersten Halbjahr 2017 erwarb ANDRITZ Anteile in Höhe von 40,12% an der ANDRITZ HYDRO Hammerfest AS und somit die restlichen Minderheiten an der ANDRITZ HYDRO Hammerfest AS und an der ANDRITZ HYDRO Hammerfest (UK) Limited. Die ANDRITZ-GRUPPE erfasste diese Änderung der Beteiligungsquote als Eigenkapitaltransaktion.

Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten

Schuldscheindarlehen

Die ANDRITZ AG hat im 2. Quartal 2017 ein Schuldscheindarlehen mit einem Emissionsvolumen von 400.000 TEUR zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung inklusive Refinanzierung und für mögliche Akquisitionen begeben. Die Emission war deutlich überzeichnet und wurde in zwei fixverzinste Tranchen mit Laufzeiten von sieben und zehn Jahren begeben.

F) SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die ANDRITZ-GRUPPE betreibt ihre Geschäftsaktivitäten in den folgenden Geschäftsbereichen:

  • HYDRO (HY)
  • PULP & PAPER (PP)
  • METALS (ME)
  • SEPARATION (SE)

Geschäftsbereichsinformationen für das 1. Halbjahr 2017

(in TEUR) HY PP ME SE Gesamt
Umsatz 724.601 990.933 792.311 271.153 2.778.998
EBITDA 57.150 97.382 82.442 16.528 253.502
EBITA 43.274 84.704 67.264 12.066 207.308
Investitionen 17.793 20.895 13.315 3.912 55.915
Abschreibungen und Wertminderungen
von immateriellen Vermögenswerten und
Sachanlagen
16.800 14.025 31.376 5.862 68.063
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0 -17 -298 0 -315
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 6.175 0 6.175

Geschäftsbereichsinformationen für das 1. Halbjahr 2016

(in TEUR) HY PP ME SE Gesamt
Umsatz 807.323 980.395 703.613 269.858 2.761.189
EBITDA 71.773 90.424 53.129 14.310 229.636
EBITA 56.035 78.163 38.841 9.959 182.998
Investitionen 9.447 15.279 15.870 4.228 44.824
Abschreibungen und Wertminderungen
von immateriellen Vermögenswerten und
Sachanlagen
16.668 15.653 28.582 5.760 66.663
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0 -11 0 0 -11
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 0

G) ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2017 81.527 TEUR (H1 2016: 200.627 TEUR). Der Rückgang ist vor allem auf projektbedingte Veränderungen des Nettoumlaufvermögens zurückzuführen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2017 -48.017 TEUR (H1 2016: -122.456 TEUR). Die Veränderung resultiert hauptsächlich aus höheren Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Finanzanlagen. Demgegenüber stehen jedoch niedrigere Auszahlungen für Unternehmenserwerbe sowie Zuflüsse aus dem Verkauf eines Unternehmens.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2017 241.848 TEUR (H1 2016: -171.221 TEUR). Die Veränderung ist vor allem auf die Begebung eines Schuldscheindarlehens im Juni 2017 (Nominale: 400.000 TEUR) zurückzuführen.

Der Netto-Cashflow aus den Unternehmenserwerben setzt sich folgendermaßen zusammen:

(in TEUR) H1 2017 H1 2016
Nettovermögen 14.877 126.708
Nicht beherrschende Anteile 0 0
Geschäfts- oder Firmenwerte -1.529 48.197
ÜBERTRAGENE GEGENLEISTUNG 13.347 174.905
Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -10 -12.549
Verbindlichkeiten aus nicht bezahltem Kaufpreis (inkl. bedingter Gegenleistungen) -641 -63.373
Beizulegender Zeitwert bisher gehaltener Anteile 0 0
NETTO-CASHFLOW AUS UNTERNEHMENSERWERBEN
12.696
98.983

Die Cashflows aus Unternehmensakquisitionen sind zu Transaktionskursen bewertet. Die erstmalige Einbeziehung der im ersten Halbjahr 2017 erworbenen Unternehmen erfolgt auf Basis vorläufiger Werte.

H) FINANZINSTRUMENTE

Bewertungstechniken

Klasse Bewertungstechniken für die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte
Derivate, übrige sonstige Finanzanlagen, Schuldscheindarle
hen, Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten, Verpflich
tungen aus Finanzierungsleasing sowie bedingte
Gegenleistungen
Das Bewertungsmodell berücksichtigt den Barwert der erwarteten Cash
flows, diskontiert mit einem risikoadjustierten, für die Restlaufzeit geltenden
Diskontierungszins.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige
Forderungen und Vermögenswerte, Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente, Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten
Diese Klassen von finanziellen Vermögenswerten und Schulden werden
aufgrund der im Wesentlichen kurzen Restlaufzeiten zum Buchwert, der
einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar
stellt, abgebildet.
Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen und sonstige
Beteiligungen
Für diese Finanzinstrumente liegen keine auf einem aktiven Markt notierten
Preise vor. Sie werden zu Anschaffungskosten angesetzt, da der beizulegen
de Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann.

Einstufungen und beizulegende Zeitwerte

Die nachstehenden Tabellen zeigen die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden, einschließlich ihrer Stufen in der Fair-Value-Hierarchie. Sie enthalten keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt:

ANDRITZ–Finanzbericht H1 2017 Konzernanhang

Zum 30. Juni 2017

(in TEUR) Buchwert Beizulegender Zeitwert
Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Wertpapiere des Anlagevermögens 53.025 53.025 53.025
Wertpapiere des Umlaufvermögens 130.133 130.133 130.133
Derivate 84.277 84.277 84.277
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
267.435
Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen und sonstige
Beteiligungen
11.756
Übrige sonstige Finanzanlagen 7.262 7.649 7.649
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 810.189
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 256.242
Schuldscheindarlehen 90.000 89.697 89.697
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.538.462
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle
Vermögenswerte
2.713.911
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE 2.981.346
Derivate 53.563 53.563 53.563
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden 53.563
Anleihen 356.152 366.143 366.143
Schuldscheindarlehen 399.003 398.299 398.299
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten 178.810 182.567 182.567
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 19.073 19.624 19.624
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 430.458
Bedingte Gegenleistungen 61.221 59.894 59.894
Sonstige Verbindlichkeiten 872.309
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle
Schulden
2.317.026
FINANZIELLE SCHULDEN 2.370.589

ANDRITZ–Finanzbericht H1 2017 Konzernanhang

Zum 31. Dezember 2016

(in TEUR) Buchwert Beizulegender Zeitwert
Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Wertpapiere des Anlagevermögens 61.571 61.571 61.571
Wertpapiere des Umlaufvermögens 110.796 110.796 110.796
Derivate 106.923 106.923 106.923
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
279.290
Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen und sonstige
Beteiligungen
11.671
Übrige sonstige Finanzanlagen 7.410 7.917 7.917
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 854.569
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 270.401
Schuldscheindarlehen 100.000 99.790 99.790
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.296.336
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle
Vermögenswerte
2.540.387
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE 2.819.677
Derivate 85.440 85.440 85.440
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden 85.440
Anleihe 359.325 371.289 371.289
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten 197.355 201.859 201.859
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 20.264 19.034 19.034
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 499.737
Bedingte Gegenleistungen 62.207 60.281 60.281
Sonstige Verbindlichkeiten 929.020
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle
Schulden
2.067.908
FINANZIELLE SCHULDEN 2.153.348

I) NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten Tochterunternehmen werden nur in unwesentlichem Ausmaß getätigt und bestehen aus Geschäftsbeziehungen in Form von Lieferungen und Dienstleistungen. Diese Geschäfte erfolgen ausschließlich auf Basis marktüblicher Bedingungen.

Es gab keine Veränderungen bei Geschäften mit nahestehenden Personen, die im letzten Jahresfinanzbericht dargelegt wurden und welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns während der ersten sechs Monate des aktuellen Geschäftsjahrs wesentlich beeinflusst haben.

J) EREIGNISSE NACH DEM 30. JUNI 2017

Es gab keine außerordentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS

Erklärung des Vorstands der ANDRITZ AG gemäß § 82 Abs. 4 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Graz, August 2017

Der Vorstand der ANDRITZ AG

Vorstandsvorsitzender PULP & PAPER

Wolfgang Leitner Humbert Köfler Joachim Schönbeck Wolfgang Semper Mark von Laer

(Service & Systemlösungen), SEPARATION

PULP & PAPER (Neuanlagen), METALS

HYDRO Finanzvorstand

ANDRITZ–Finanzbericht H1 2017 Aktie

AKTIE

RELATIVE KURSENTWICKLUNG DER ANDRITZ-AKTIE IM VERGLEICH ZUM ATX (1. JULI 2016 - 30. JUNI 2017)

Kursentwicklung

Die Entwicklung der internationalen Finanzmärkte war im Berichtszeitraum insbesondere vom wirtschaftlichen Erholungskurs in den wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt geprägt. In diesem Umfeld stieg der Kurs der ANDRITZ-Aktie im ersten Halbjahr 2017 um 10,6%. Der ATX, der führende Aktienindex der Wiener Börse, verzeichnete im selben Zeitraum aufgrund der hohen Gewichtung der Bankwerte und eines Erdöl- und Erdgaskonzerns, ein deutliches Plus von 18,6%. Der höchste Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie betrug 54,87 EUR (9. Mai 2017), der niedrigste Schlusskurs 46,89 EUR (31. März 2017).

Handelsvolumen

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der ANDRITZ-Aktie (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht) betrug im ersten Halbjahr 2017 288.440 Aktien (H1 2016: 401.427 Aktien). Der höchste Tagesumsatz wurde am 17. März 2017 mit 950.926 Aktien, der niedrigste Tagesumsatz am 2. Jänner 2017 mit 75.130 Aktien verzeichnet.

Investor Relations

Im 2. Quartal 2017 wurden mit internationalen institutionellen Anlegern und Finanzanalysten Gespräche in Berlin, Chicago, Genf, Graz, Linz, London, Montréal, New York, Paris, Sydney und Tokio geführt.

Kennzahlen der ANDRITZ-Aktie

Einheit H1 2017 H1 2016 Q2 2017 Q2 2016 2016
Höchster Schlusskurs EUR 54,87 49,70 54,87 49,70 49,70
Niedrigster Schlusskurs EUR 46,89 38,69 48,00 40,19 38,69
Schlusskurs (per ultimo) EUR 52,74 42,47 52,74 42,47 47,70
Marktkapitalisierung (per ultimo) MEUR 5.485,0 4.416,9 5.485,0 4.416,9 4.960,3
Performance % +10,6 -2,1 +12,5 -9,1 +5,9
ATX-Gewichtung (per ultimo) % 7,8199 9,9475 7,8199 9,9475 9,0018
Durchschnittliches Handelsvolumen Stück 288.440 401.427 307.475 374.452 317.558

Eckdaten zur ANDRITZ-Aktie

ISIN-Code AT0000730007
Tag der Erstnotiz 25. Juni 2001
Aktiengattung Inhaberaktien
Aktienzahl 104 Millionen
Genehmigtes Kapital keines
Streubesitz < 70%
Börse Wien (Prime Market)
Ticker-Symbole Reuters: ANDR.VI; Bloomberg: ANDR, AV
Börsenindizes ATX, ATX five, ATX Global Players, ATX Prime, WBI

Finanzterminkalender 2017 und 2018 (vorläufig)

4. August 2017 Ergebnisse 1. Halbjahr 2017
3. November 2017 Ergebnisse 1. bis 3. Quartal 2017
2. März 2018 Ergebnisse Geschäftsjahr 2017
13. März 2018 Nachweisstichtag Hauptversammlung
23. März 2018 Ordentliche Hauptversammlung
27. März 2018 Ex-Dividende
28. März 2018 Nachweisstichtag Dividende
29. März 2018 Dividendenzahltag
3. Mai 2018 Ergebnisse 1. Quartal 2018
2. August 2018 Ergebnisse 1. Halbjahr 2018
6. November 2018 Ergebnisse 1. bis 3. Quartal 2018

Den laufend aktualisierten Finanzterminkalender sowie Informationen zur ANDRITZ-Aktie finden Sie auf der Investor-Relations-Seite der ANDRITZ-Homepage: www.andritz.com/aktie.

GLOSSAR

ATX

Austrian Traded Index, der führende Leitindex der Wiener Börse.

ATX-Gewichtung

Gewichtung der ANDRITZ-Aktie im ATX, basierend auf der Berechnung der Wiener Börse. Die Gewichtung erfolgt nach dem Börsenwert im Streubesitz (Marktkapitalisierung der Streubesitzanteile).

Auftragseingang

Der Auftragseingang entspricht den geschätzten Umsatzerlösen der in Kraft gesetzten Aufträge unter Berücksichtigung von Änderungen und Korrekturen des Auftragswerts; Absichtserklärungen sind nicht Teil des Auftragseingangs.

Auftragsstand

Der Auftragsstand stellt die aktuellen Kundenaufträge im Berichtszeitpunkt dar und wird im Wesentlichen ermittelt als Auftragsstand am Beginn der Berichtsperiode erhöht um neue Auftragseingänge in der Berichtsperiode und vermindert um die Erfassung der Umsatzerlöse der Berichtsperiode.

Ausschüttungsquote

Anteil des Konzernergebnisses, welcher an die Aktionäre ausgeschüttet wird bzw. Dividende je Aktie/Gewinn je Aktie.

Avale

Diese umfassen Bietungs-, Vertragserfüllungs-, Anzahlungs-, Performance- und Gewährleistungsgarantien bzw. -bürgschaften zu Lasten der ANDRITZ-GRUPPE.

Bruttoliquidität

Zahlungsmittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Schuldscheindarlehen.

Capital employed

Nettoumlaufvermögen plus immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Dividende je Aktie

Teil des Gewinns je Aktie, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Durchschnittliches Handelsvolumen

Anzahl an Aktien, welche durchschnittlich pro Tag unter Anwendung der von der Wiener Börse veröffentlichten Doppelzählung gehandelt wird.

EBIT

Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

EBITA

Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen für im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierte und vom Geschäfts- oder Firmenwert getrennt angesetzte immaterielle Vermögenswerte sowie Wertminderungsaufwendungen für Geschäfts- oder Firmenwerte.

EBITDA

Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.

EBT

Ergebnis vor Steuern.

Eigenkapitalquote Summe Eigenkapital/Bilanzsumme.

Eigenkapitalrentabilität

Ergebnis vor Steuern/Summe Eigenkapital.

Gesamtkapitalrentabilität

Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Bilanzsumme.

Gewinn je Aktie

Konzernergebnis der Gesellschafter der Muttergesellschaft/gewogene durchschnittliche Anzahl an Aktien.

HY

Geschäftsbereich HYDRO.

Investitionen

Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

Marktkapitalisierung

Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien multipliziert mit dem Periodenschlusskurs.

ME

39

Geschäftsbereich METALS.

ANDRITZ–Finanzbericht H1 2017 Glossar

MEUR

Millionen Euro.

Mitarbeiter Mitarbeiterzahl ohne Lehrlinge.

Nettoliquidität

Bruttoliquidität plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten.

Nettoumlaufvermögen

Langfristige Forderungen plus kurzfristige Vermögenswerte (exkl. Wertpapiere des Umlaufvermögens, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Schuldscheindarlehen) abzüglich sonstiger langfristige und kurzfristige Schulden (exkl. Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen).

Nettoverschuldung

Verzinsliches Fremdkapital inkl. Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Schuldscheindarlehen.

PP

Geschäftsbereich PULP & PAPER.

Performance der ANDRITZ-Aktie

Prozentuelle Kursveränderung der ANDRITZ-Aktie in einem bestimmten Zeitraum.

ROE

ROE (Return On Equity): Konzernergebnis/Summe Eigenkapital.

SE

Geschäftsbereich SEPARATION.

Summe Eigenkapital

Summe Eigenkapital inkl. nicht beherrschender Anteile.

TEUR

Tausend Euro.

Umsatzrendite

Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Umsatz.

Verschuldungsgrad

Nettoverschuldung/Summe Eigenkapital.

ANDRITZ–Finanzbericht H1 2017

Kontakt und Impressum

ANDRITZ AG Stattegger Straße 18 8045 Graz, Österreich [email protected] Inhouse produziert mit firesys

Disclaimer:

Bestimmte Aussagen in diesem Bericht sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Bericht auf geschlechtsspezifische Formulierungen verzichtet. Alle personenbezogenen Bezeichnungen beziehen sich auf beide Geschlechter.