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Andritz AG Interim / Quarterly Report 2016

Nov 4, 2016

735_10-q_2016-11-04_0aaf7226-674a-4d17-89be-7e3ba323ad17.pdf

Interim / Quarterly Report

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Kennzahlen ANDRITZ-GRUPPE 02
Kennzahlen Geschäftsbereiche 03
Lagebericht 04
Geschäftsbereiche
HYDRO
PULP & PAPER
METALS
SEPARATION
11
11
12
14
15
Konzernabschluss
der ANDRITZ-GRUPPE
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzerngesamtergebnisrechnung
Konzernbilanz
Konzern-Cashflow-Statement
Entwicklung des Konzerneigenkapitals
16
16
17
18
19
20
Erklärung gemäß § 87 (1) Börsegesetz 21
Aktie 22

KENNZAHLEN ANDRITZ-GRUPPE

Q1-Q3 Q1-Q3
Einheit 2016 2015* +/- Q3 2016 Q3 2015* +/- 2015
Auftragseingang MEUR 4.036,5 3.767,6 +7,1% 1.470,1 1.187,6 +23,8% 6.017,7
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 7.043,6 6.891,8 +2,2% 7.043,6 6.891,8 +2,2% 7.324,2
Umsatz MEUR 4.239,3 4.589,1 -7,6% 1.478,1 1.583,5 -6,7% 6.377,2
Umsatzrendite1) % 6,2 5,6 - 6,7 6,3 - 5,8
EBITDA2) MEUR 363,5 364,1 -0,2% 133,9 133,2 +0,5% 534,7
EBITA3) MEUR 292,1 295,0 -1,0% 109,1 110,1 -0,9% 429,0
Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT) MEUR 261,8 259,1 +1,0% 98,8 99,5 -0,7% 369,1
Ergebnis vor Steuern (EBT) MEUR 277,5 263,1 +5,5% 105,6 96,7 +9,2% 376,4
Konzernergebnis
(vor Abzug von nicht
beherrschenden Anteilen) MEUR 194,3 183,5 +5,9% 73,9 67,6 +9,3% 270,4
Konzernergebnis
(nach Abzug von nicht
beherrschenden Anteilen) MEUR 194,2 181,3 +7,1% 73,9 67,4 +9,6% 267,7
Cashflow aus betrieblicher
Tätigkeit MEUR 345,7 132,8 +160,3% 145,1 140,6 +3,2% 179,4
Investitionen4) MEUR 76,3 59,7 +27,8% 31,5 23,4 +34,6% 101,4
Mitarbeiter (per ultimo, ohne
Lehrlinge) - 25.547 24.769 +3,1% 25.547 24.769 +3,1% 24.508
Langfristige Vermögenswerte MEUR 1.905,4 1.918,2 -0,7% 1.905,4 1.918,2 -0,7% 1.844,7
Kurzfristige Vermögenswerte MEUR 4.105,1 3.802,9 +7,9% 4.105,1 3.802,9 +7,9% 3.933,3
Summe Eigenkapital5) MEUR 1.228,9 1.105,5 +11,2% 1.228,9 1.105,5 +11,2% 1.215,6
Rückstellungen MEUR 1.140,8 1.056,1 +8,0% 1.140,8 1.056,1 +8,0% 1.130,4
Verbindlichkeiten MEUR 3.640,8 3.559,5 +2,3% 3.640,8 3.559,5 +2,3% 3.432,0
Bilanzsumme MEUR 6.010,5 5.721,1 +5,1% 6.010,5 5.721,1 +5,1% 5.778,0
Eigenkapitalquote6) % 20,4 19,3 - 20,4 19,3 - 21,0
Eigenkapitalrentabilität7) % 22,6 23,8 - 8,6 8,7 - 31,0
Gesamtkapitalrentabilität8) % 4,4 4,5 - 1,6 1,7 - 6,4
Bruttoliquidität9) MEUR 1.494,9 1.367,1 +9,3% 1.494,9 1.367,1 +9,3% 1.449,4
Nettoliquidität10) MEUR 974,0 930,3 +4,7% 974,0 930,3 +4,7% 984,0
Nettoverschuldung11) MEUR -542,5 -524,1 -3,5% -542,5 -524,1 -3,5% -601,6
Nettoumlaufvermögen12) MEUR -261,0 -354,1 +26,3% -261,0 -354,1 +26,3% -182,1
Capital employed13) MEUR 727,2 575,1 +26,4% 727,2 575,1 +26,4% 736,7
Verschuldungsgrad14) % -44,1 -47,4 +7,0% -44,1 -47,4 +7,0% -49,5
EBITDA-Marge % 8,6 7,9 - 9,1 8,4 - 8,4
EBITA-Marge % 6,9 6,4 - 7,4 7,0 - 6,7
EBIT-Marge % 6,2 5,6 - 6,7 6,3 - 5,8
Konzernergebnis15)/Umsatz % 4,6 4,0 - 5,0 4,3 - 4,2
Abschreibungen/Umsatz % 2,4 2,2 - 2,4 2,1 - 2,4

* Angepasst, siehe Finanzbericht 2015, Kapitel Konzernanhang "C) Angaben zu Anpassungen aus früheren Perioden".

1) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Umsatz 2) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 3) Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen für im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierte und vom Firmenwert getrennt angesetzte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 30.382 TEUR (33.952 TEUR in Q1-Q3 2015, 44.644 TEUR 2015) sowie Wertminderungsverlust der Firmenwerte in Höhe von 0 TEUR (1.955 TEUR in Q1-Q3 2015, 15.273 TEUR 2015) 4) Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 5) Summe Eigenkapital inkl. nicht beherrschende Anteile 6) Summe Eigenkapital/Bilanzsumme 7) Ergebnis vor Steuern/Summe Eigenkapital 8) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Bilanzsumme 9) Zahlungsmittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Schuldscheindarlehen 10) Zahlungsmittel plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten 11) Verzinsliches Fremdkapital inkl. Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Schuldscheindarlehen 12) Langfristige Forderungen plus kurzfristige Vermögenswerte (exkl. Zahlungsmittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Schuldscheindarlehen) abzüglich sonstige langfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Verbindlichkeiten (exkl. Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen) 13) Nettoumlaufvermögen plus immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 14) Nettoverschuldung/Summe Eigenkapital 15) Konzernergebnis (vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen)

Alle Zahlen gemäß IFRS. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten. MEUR = Million Euro. TEUR = Tausend Euro.

KENNZAHLEN GESCHÄFTSBEREICHE

HYDRO

Einheit Q1-Q3
2016
Q1-Q3
2015
+/- Q3 2016 Q3 2015 +/- 2015
Auftragseingang MEUR 1.060,9 1.122,0 -5,4% 469,5 327,3 +43,4% 1.718,7
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 3.393,5 3.585,8 -5,4% 3.393,5 3.585,8 -5,4% 3.640,9
Umsatz MEUR 1.179,7 1.309,6 -9,9% 372,4 443,3 -16,0% 1.834,8
EBITDA MEUR 105,8 116,1 -8,9% 34,0 42,3 -19,6% 183,6
EBITDA-Marge % 9,0 8,9 - 9,1 9,5 - 10,0
EBITA MEUR 82,4 91,6 -10,0% 26,4 33,6 -21,4% 145,3
EBITA-Marge % 7,0 7,0 - 7,1 7,6 - 7,9
Mitarbeiter (per ultimo, ohne
Lehrlinge)
- 7.626 8.474 -10,0% 7.626 8.474 -10,0% 8.230

PULP & PAPER

Einheit Q1-Q3
2016
Q1-Q3
2015
+/- Q3 2016 Q3 2015 +/- 2015
Auftragseingang MEUR 1.351,0 1.255,7 +7,6% 435,0 346,8 +25,4% 2.263,9
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 1.790,6 1.609,6 +11,2% 1.790,6 1.609,6 +11,2% 1.998,6
Umsatz MEUR 1.534,0 1.586,4 -3,3% 553,6 542,5 +2,0% 2.196,3
EBITDA MEUR 150,8 167,4 -9,9% 60,4 85,7 -29,5% 214,8
EBITDA-Marge % 9,8 10,6 - 10,9 15,8 - 9,8
EBITA MEUR 132,1 149,5 -11,6% 53,9 79,6 -32,3% 190,9
EBITA-Marge % 8,6 9,4 - 9,7 14,7 - 8,7
Mitarbeiter (per ultimo, ohne
Lehrlinge) - 7.546 7.226 +4,4% 7.546 7.226 +4,4% 7.324

METALS

Q1-Q3 Q1-Q3
Einheit 2016 2015 +/- Q3 2016 Q3 2015 +/- 2015
Auftragseingang MEUR 1.179,5 953,8 +23,7% 410,8 358,4 +14,6% 1.438,6
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 1.484,4 1.326,9 +11,9% 1.484,4 1.326,9 +11,9% 1.332,5
Umsatz MEUR 1.110,3 1.239,8 -10,4% 406,7 443,7 -8,3% 1.718,1
EBITDA MEUR 87,5 58,2 +50,3% 34,4 -2,2 +1.663,6% 104,8
EBITDA-Marge % 7,9 4,7 - 8,5 -0,5 - 6,1
EBITA MEUR 64,8 38,3 +69,2% 26,0 -8,9 +392,1% 70,5
EBITA-Marge % 5,8 3,1 - 6,4 -2,0 - 4,1
Mitarbeiter (per ultimo, ohne
Lehrlinge) - 7.605 6.272 +21,3% 7.605 6.272 +21,3% 6.160

SEPARATION

Einheit Q1-Q3
2016
Q1-Q3
2015
+/- Q3 2016 Q3 2015 +/- 2015
Auftragseingang MEUR 445,1 436,1 +2,1% 154,8 155,1 -0,2% 596,5
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 375,1 369,5 +1,5% 375,1 369,5 +1,5% 352,2
Umsatz MEUR 415,3 453,3 -8,4% 145,4 154,0 -5,6% 628,0
EBITDA MEUR 19,4 22,4 -13,4% 5,1 7,4 -31,1% 31,5
EBITDA-Marge % 4,7 4,9 - 3,5 4,8 - 5,0
EBITA MEUR 12,8 15,6 -17,9% 2,8 5,8 -51,7% 22,3
EBITA-Marge % 3,1 3,4 - 1,9 3,8 - 3,6
Mitarbeiter (per ultimo, ohne
Lehrlinge) - 2.770 2.797 -1,0% 2.770 2.797 -1,0% 2.794

LAGEBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt wiesen auch im 3. Quartal 2016 ein unverändert niedriges Wachstum auf. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nahm ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft erneut zurück und erwartet nun für 2016 bzw. 2017 ein Wirtschaftswachstum von 2,9% (vorher: 3,0%) bzw. 3,2% (vorher: 3,3%). Der Hauptgrund dafür liegt in einem schwachen Welthandel, der gemäß Einschätzung der Welthandelsorganisation (WTO) 2016 das niedrigste Wachstum (+1,7% gegenüber vorher 2,8%) seit der Finanzkrise aufweisen wird. Ursachen dafür sind die wirtschaftliche Abkühlung in China und Brasilien sowie das gegenüber den Vorjahren geringere Wirtschaftswachstum in Nordamerika.

Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone verzeichnete zwar im Berichtsquartal einen moderaten Aufschwung, allerdings haben viele Wirtschaftsexperten die Konjunkturprognose für den Euroraum durch das Votum Großbritanniens für einen EU-Austritt nach unten korrigiert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Euroraums soll 2016 um 1,5% (vorher: 1,6%) und 2017 um 1,4% (vorher: 1,7%) zulegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) kündigte an, den Leitzinssatz in der Eurozone unverändert auf dem Rekordtief von 0,0% zu belassen. Das quantitative Lockerungsprogramm der EZB, wonach monatlich Staats- und Unternehmensanleihen im Wert von rund 80 Milliarden Euro gekauft werden, wird unverändert bis ins Jahr 2017 fortgesetzt. Das billige Geld soll die Konjunktur in der Eurozone ankurbeln und die anhaltend niedrige Inflation wieder in Richtung der EZB-Zielmarke von knapp unter 2,0% anheben.

In den USA entwickelte sich das Wirtschaftswachstum moderat. Der Privatkonsum, der in den USA rund 70% der gesamten Wirtschaftsleistung ausmacht, entwickelte sich in den letzten Monaten etwas schwächer als erwartet. Die OECD-Wachstumsprognose für das laufende Jahr wurde deutlich von 1,8% auf 1,4% gesenkt. Die Arbeitslosenquote lag bei rund 5,0%. Die Erholung am Arbeitsmarkt setzte sich insgesamt fort, allerdings etwas verlangsamt. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (FED) kündigte an, den Leitzinssatz vorerst unverändert in einer Spanne zwischen 0,25-0,50% zu belassen.

Das Wachstum in den wichtigsten aufstrebenden Ländern blieb im Berichtszeitraum weiterhin auf einem mäßigen Niveau. Die Wirtschaft in China ist in den letzten Monaten wieder etwas stärker gewachsen, insbesondere die Nachfrage nach Autos zog kräftig an. China hat sich für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 6,5-7% zum Ziel gesetzt. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat jedoch im September vor einer Kreditblase in China gewarnt, da das extrem starke Kreditwachstum inzwischen um mehr als das Dreifache über dem Wert liegt, der eine gefährliche Entwicklung anzeigt. Die Verschuldung konzentriert sich dabei auf Branchen, die unter Überkapazitäten leiden (insbesondere im Immobilien- und Bausektor), außerdem befinden sich viele hochverschuldete Unternehmen im Staatsbesitz.

Brasilien steckt weiter in wirtschaftlicher Rezession und hat weitreichende Reformen und ein Sparprogramm angekündigt. Mit Hilfe eines Privatisierungsprogramms möchte man gegen die Rezession ankämpfen. Russlands Wirtschaft befindet sich nach zwei Jahren in der Rezession langsam wieder auf dem Weg der Besserung, Wirtschaftsexperten erwarten jedoch keine schnelle Erholung.

Quellen: Research-Berichte verschiedener Banken, OECD

MARKTENTWICKLUNG

HYDRO

Die weltweite Investitions- und Projektaktivität für elektromechanische Ausrüstungen für Wasserkraftwerke blieb auch im 3. Quartal 2016 unverändert auf verhaltenem Niveau – selektiv wurden einige mittelgroße Projekte in Europa und Asien vergeben. Bedingt durch die anhaltend schwierigen Marktbedingungen, die von niedrigen Strom- und Energiepreisen geprägt sind, wurden viele Modernisierungs- und Rehabilitationsprojekte, vor allem in Europa, bis auf Weiteres verschoben. In den Emerging Markets, insbesondere in Afrika und Südamerika, befinden sich einige neue Wasserkraftwerksprojekte in der Planungsphase, deren Vergabe allerdings erst mittelfristig erwartet wird. In den Bereichen Kleinwasserkraft und Pumpen wurde eine zufriedenstellende Projektaktivität verzeichnet.

PULP & PAPER

Der internationale Zellstoffmarkt zeigte im 3. Quartal 2016 eine, je nach Zellstoffsorte, differenzierte Entwicklung. Während sich der Preis für Langfaserzellstoff NBSK (Northern Bleached Softwood Kraft) auf einem stabilen Niveau bei rund 810 US-Dollar je Tonne halten konnte, war der Preis für Kurzfaserzellstoff (Eukalyptus) erneut leicht rückläufig und verringerte sich von rund 680 US-Dollar je Tonne per Ende Juni 2016 auf rund 660 US-Dollar je Tonne per ultimo September 2016. Die gewöhnlich schwachen Sommermonate sowie die Erwartung neuer Zellstoffproduktionskapazitäten, die in den kommenden Quartalen auf den Markt kommen, waren der Hauptgrund für die leicht rückläufige Preisentwicklung.

Der Markt für Zellstoffausrüstungen verzeichnete im Berichtsquartal eine insgesamt zufriedenstellende Projektaktivität, vor allem für Modernisierungen bestehender Zellstoffwerke. Es wurden zwar keine neuen Zellstoffwerke vergeben, jedoch befinden sich einige Projekte in der Planungsphase, deren Umsetzung/Vergabe mittelfristig zu erwarten ist.

METALS

Im Bereich der Umformtechnik für die Automobil- und Automobilzulieferindustrie (Marktsegment Schuler) wurde im 3. Quartal 2016 eine insgesamt zufriedenstellende Projekt- und Investitionsaktivität verzeichnet; es gab einige wichtige Auftragsvergaben durch internationale Automobilhersteller und deren Zulieferer.

Die Projektaktivität für Ausrüstungen zur Herstellung und Verarbeitung von Bändern aus Edelstahl und Kohlenstoffstahl war unverändert niedrig. Selektive Projekte zielten vorwiegend auf die Modernisierung und Verbesserung der Produktivität und der Energieeffizienz bestehender Anlagen ab, Neuinvestitionen wurden angesichts anhaltend niedriger Kapazitätsauslastungen weiterhin kaum getätigt. Im Bereich Aluminium lag die Projekt- und Investitionsaktivität unter dem guten Niveau des Vorjahrs.

SEPARATION

Der globale Markt für Ausrüstungen zur Fest-Flüssig-Trennung zeigte im 3. Quartal 2016 eine unverändert differenzierte Entwicklung. Während die Investitions- und Projektaktivität in den Bereichen Umwelt, chemische Industrie und Bergbau zufriedenstellend war, blieb die Nachfrage aus dem Bereich Lebensmittel unverändert gering. In der Futtermittelindustrie war die Projektaktivität für herkömmliches Tierfutter und Spezialtierfutter unverändert solide. Gute Projektaktivität wurde auch im Bereich Biomassepelletierung verzeichnet.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Anmerkungen

  • Alle Zahlen gemäß IFRS
  • Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.
  • MEUR = Million Euro, TEUR = Tausend Euro

Umsatz

Der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE im 3. Quartal 2016 betrug 1.478,1 MEUR und lag damit um 6,7% unter dem hohen Vorjahresvergleichswert (Q3 2015: 1.583,5 MEUR). Dieser Rückgang ist vor allem auf den Geschäftsbereich HYDRO zurückzuführen, dessen Umsatz sich projektbedingt deutlich auf 372,4 MEUR reduzierte (-16,0% versus Q3 2015: 443,3 MEUR). Während der Umsatz im Geschäftsbereich PULP & PAPER (+2,0%) im Jahresvergleich leicht anstieg, war er in den Bereichen METALS (-8,3%) und SEPARATION (-5,6%) rückläufig.

Der Umsatz der Gruppe in den ersten drei Quartalen 2016 betrug 4.239,3 MEUR, was einem Rückgang von 7,6% gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahrs entspricht (Q1-Q3 2015: 4.589,1 MEUR). Die Umsatzentwicklung der Geschäftsbereiche im Überblick:

Einheit Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015 +/-
HYDRO MEUR 1.179,7 1.309,6 -9,9%
PULP & PAPER MEUR 1.534,0 1.586,4 -3,3%
METALS MEUR 1.110,3 1.239,8 -10,4%
SEPARATION MEUR 415,3 453,3 -8,4%

Anteil Serviceumsatz am Umsatz der Gruppe und der Geschäftsbereiche in %

Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015 Q3 2016 Q3 2015
ANDRITZ-GRUPPE 32 29 32 30
HYDRO 27 25 28 25
PULP & PAPER 40 36 37 37
METALS 22 19 23 19
SEPARATION 48 44 47 45

Auftragseingang

Der Auftragseingang der Gruppe betrug im 3. Quartal 2016 1.470,1 MEUR und erhöhte sich damit um 23,8% gegenüber dem niedrigen Vorjahresvergleichswert (Q3 2015: 1.187,6 MEUR). Er lag auch deutlich über den Werten der beiden Vorquartale (+11,5% versus Q2 2016: 1.319,0 MEUR; +17,9% versus Q1 2016: 1.247,4 MEUR). Die Entwicklung der Geschäftsbereiche im 3. Quartal 2016 im Detail:

  • HYDRO: Mit 469,5 MEUR erreichte der Auftragseingang angesichts des unverändert schwierigen Marktumfelds ein sehr erfreuliches Niveau und lag deutlich über dem niedrigen Vorjahresvergleichswert (+43,4% versus Q3 2015: 327,3 MEUR). Dieser starke Anstieg ist insbesondere auf die Verbuchung einiger mittelgroßer Aufträge in Europa und Asien zurückzuführen.
  • PULP & PAPER: Der Auftragseingang betrug 435,0 MEUR und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal deutlich (+25,4% versus Q3 2015: 346,8 MEUR).
  • METALS: Mit 410,8 MEUR entwickelte sich der Auftragseingang ebenfalls sehr erfreulich (+14,6% versus Q3 2015: 358,4 MEUR). Der Bereich Metallumformung für die Automobil- und Automobilzulieferindustrie (Schuler) erhielt im Berichtszeitraum einige mittelgroße Aufträge aus Europa, den USA und China.
  • SEPARATION: Der Auftragseingang betrug 154,8 MEUR und lag damit praktisch auf dem Niveau des Vorjahresvergleichswerts (-0,2% versus Q3 2015: 155,1 MEUR).

In den ersten drei Quartalen 2016 lag der Auftragseingang der Gruppe mit 4.036,5 MEUR um 7,1% über dem Vorjahresvergleichswert (Q1-Q3 2015: 3.767,6 MEUR). Während die Geschäftsbereiche PULP & PAPER (+7,6% versus Q1-Q3 2015: 1.255,7 MEUR), METALS (+23,7% versus Q1-Q3 2015: 953,8 MEUR) und SEPARATION (+2,1% versus Q1-Q3 2015: 436,1 MEUR) im Jahresvergleich den Auftragseingang erhöhen konnten, lag der Auftragseingang des Geschäftsbereichs HYDRO um 5,4% unter dem Vorjahresvergleichswert (Q1-Q3 2015: 1.122,0 MEUR).

Auftragsstand

Der Auftragsstand der Gruppe per 30. September 2016 betrug 7.043,6 MEUR (-3,8% versus 31. Dezember 2015: 7.324,2 MEUR).

Ergebnis

Das EBITA der Gruppe betrug im 3. Quartal 2016 109,1 MEUR und lag trotz des Umsatzrückgangs praktisch auf dem Niveau des Vorjahresvergleichswerts (-0,9% versus Q3 2015: 110,1 MEUR). Damit stieg die EBITA-Marge auf ein solides Niveau von 7,4% (Q3 2015: 7,0%).

Die Entwicklung der Rentabilität im 3. Quartal 2016 stellt sich in den Geschäftsbereichen wie folgt dar:

  • Die EBITA-Marge im Geschäftsbereich HYDRO sank im Jahresvergleich auf 7,1% (Q3 2015: 7,6%), was in erster Linie auf den niedrigeren Umsatz zurückzuführen ist.
  • Im Geschäftsbereich PULP & PAPER betrug die Rentabilität 9,7% und erreichte damit einen sehr erfreulichen Wert; sie lag jedoch unter dem sehr hohen Niveau des Vorjahresvergleichswerts (Q3 2015: 14,7%), der projektbedingte Einmalverbesserungen von rund 30 MEUR enthielt.
  • Die EBITA-Marge im Geschäftsbereich METALS erreichte 6,4% und lag damit deutlich über dem Vorjahresvergleichswert (Q3 2015: -2,0%), der durch finanzielle Vorsorgen von rund 55 MEUR für die Optimierung der Wertschöpfungskette bei Schuler negativ belastet war.
  • Im Geschäftsbereich SEPARATION betrug die EBITA-Marge 1,9% und lag damit weiter auf einem nicht zufriedenstellenden Niveau (Q3 2015: 3,8%).

In den ersten drei Quartalen 2016 betrug das EBITA der Gruppe 292,1 MEUR und lag damit trotz Umsatzrückgangs nur geringfügig unter dem Vorjahresvergleichswert (-1,0% versus Q1-Q3 2015: 295,0 MEUR). Die Rentabilität (EBITA-Marge) stieg auf 6,9% (Q1-Q3 2015: 6,4%) an.

Das Finanzergebnis erhöhte sich auf 15,7 MEUR (Q1-Q3 2015: 4,0 MEUR). Dieser Anstieg resultiert vor allem aus einer deutlichen Verbesserung des sonstigen Finanzergebnisses, das sich durch die stichtagsbezogene Bewertung von konzerninternen Darlehen und Bankguthaben in Fremdwährung gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum deutlich erhöhte.

Das Konzernergebnis (nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) erreichte 194,2 MEUR und lag damit über dem Vergleichswert des Vorjahrs (Q1-Q3 2015: 181,3 MEUR).

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Vermögens- und Kapitalstruktur per 30. September 2016 war unverändert solide. Die Bilanzsumme betrug 6.010,5 MEUR (31. Dezember 2015: 5.778,0 MEUR), die Eigenkapitalquote 20,4% (31. Dezember 2015: 21,0%).

Die Bruttoliquidität (Zahlungsmittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Schuldscheindarlehen) per 30. September 2016 betrug 1.494,9 MEUR (31. Dezember 2015: 1.449,4 MEUR), die Nettoliquidität (Bruttoliquidität plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten) 974,0 MEUR (31. Dezember 2015: 984,0 MEUR).

Zusätzlich zur hohen Nettoliquidität stehen der ANDRITZ-GRUPPE folgende Kredit- und Avallinien für Vertragserfüllungen, Anzahlungen, Gewährleistungen etc. zur Verfügung:

  • Kreditlinien: 254 MEUR, davon 144 MEUR ausgenutzt
  • Avallinien: 6.299 MEUR, davon 2.921 MEUR ausgenutzt
Aktiva
1.905,4
MEUR
2.710,2
MEUR
1.394,9
MEUR
Langfristiges
Vermögen: 32%
Sonstiges kurz
fristiges Vermögen: 45%
Flüssige Mittel und Wertpapiere
des Umlaufvermögens: 23%
Passiva
1.228,9
MEUR
538,6
MEUR
912,8
MEUR
3.330,2
MEUR
Summe Eigenkapital
inkl. nicht beherrschende
Anteile: 20%
Finanzver
bindlich
keiten: 9%
Sonstige
langfristige
Schulden: 15%
Sonstige kurzfristige
Schulden: 56%

Mitarbeiter

ANDRITZ beschäftigte per 30. September 2016 25.547 Mitarbeiter (31. Dezember 2015: 24.508 Mitarbeiter). Dieser Anstieg ist auf die erstmalige Konsolidierung von AWEBA Werkzeugbau GmbH Aue, Deutschland, samt Tochtergesellschaften, sowie Yangzhou Metal Forming Machine Tool Co., Ltd. (Yadon) zurückzuführen. Beide Firmen zusammen beschäftigen 1.583 Mitarbeiter (AWEBA: 568 Mitarbeiter, Yadon: 1.015 Mitarbeiter).

Wesentliche Risiken in den restlichen Monaten des Geschäftsjahrs Allgemeine Risiken

Die ANDRITZ-GRUPPE ist ein global agierendes Unternehmen, das eine Vielzahl verschiedenster industrieller Märkte und Kunden beliefert. Als solches ist die Gruppe gewissen allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. ANDRITZ verfügt über ein konzernweites Kontroll- und Steuerungssystem, dessen Hauptaufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren, um nach Möglichkeit rasch Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dieses System ist ein wesentlicher Bestandteil des aktiven Risikomanagements innerhalb der Gruppe. Es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Überwachungs- und Kontrollsysteme effektiv genug sind.

Eine detaillierte Darstellung möglicher Unternehmensrisiken sowie Informationen zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem können dem ANDRITZ-Jahresfinanzbericht 2015 entnommen werden.

Aktuelle Risiken

Die unverändert schwierige gesamtwirtschaftliche Entwicklung (insbesondere in Europa und in einzelnen Emerging Markets) stellt ein ernst zu nehmendes Risiko für die finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE dar. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union sind derzeit nicht abschätzbar, könnten aber laut Markt- und Wirtschaftsexperten das Wirtschaftswachstum in Europa und weltweit beeinträchtigen. Sollte sich das Wirtschaftswachstum in Europa als Folge des Austritts Großbritanniens deutlich verringern, so könnte dies einen negativen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE haben, da Europa mit durchschnittlich 35 bis 40% Anteil am Gesamtumsatz die wichtigste Wirtschaftsregion für die ANDRITZ-GRUPPE darstellt. Das direkte Geschäftsvolumen der ANDRITZ-GRUPPE in Großbritannien ist jedoch als sehr gering einzustufen. Die anhaltende Schwäche der wirtschaftlichen Entwicklung in Brasilien, China und Russland kann sich ebenso negativ in einzelnen Geschäftsbereichen und in weiterer Folge auf die Geschäftsentwicklung der Gruppe auswirken.

ANDRITZ HYDRO S.A., Brasilien, ist mit arbeits- und steuerrechtlichen Forderungen basierend auf einer angeblichen gesamtschuldnerischen Haftung mit der Inepar-Gruppe konfrontiert, die aus der früheren Minderheitsbeteiligung an Inepar resultieren. ANDRITZ ficht die arbeitsrechtlichen Forderungen in mehreren arbeitsgerichtlichen Verfahren in Brasilien vehement an. Die ebenfalls angefochtenen steuerrechtlichen Forderungen sind mittlerweile aufgrund der Teilnahme von Inepar am staatlichen Steueramnestieprogramm (REFIS) ausgesetzt. Einige Berufungen durch ANDRITZ in Bezug auf diese Forderungen sind jedoch noch aktiv. Falls Inepar die Verpflichtungen im Rahmen des REFIS-Programms nicht einhält oder die Teilnahme von Inepar am REFIS-Programm nicht bestätigt wird, könnten die Steuerverfahren gegen ANDRITZ HYDRO S.A. wieder aufgenommen werden.

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

Wechselkursänderungen im Zusammenhang mit der Abarbeitung des Auftragsstands werden durch die Verwendung von Devisentermingeschäften und Swaps weitgehend abgesichert. Bei in Fremdwährung fakturierten Aufträgen wird die Nettowährungsposition durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert. Wechselkursrisiken aus der Bilanzierung des Eigenkapitals werden nicht abgesichert.

Die Abwertung des Euro gegenüber vielen anderen Währungen könnte sich auch umrechnungsbedingt positiv auf das Eigenkapital sowie die Umsatz- und Ertragsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE auswirken (Translationseffekt). Die Auswirkungen der jüngsten Abwertung des britischen Pfunds gegenüber dem Euro nach dem Brexit-Referendum sind als nicht wesentlich für die ANDRITZ-GRUPPE einzustufen.

Information gemäß § 87 (4) Börsegesetz

Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen durchgeführt.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

AUSBLICK

Wirtschaftsexperten erwarten auch für die kommenden Monate keine wesentlichen Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Während sich die Wirtschaft in den USA weiterhin leicht erholen sollte, wird für Europa eine unverändert verhaltene Entwicklung des ohnehin sehr niedrigen Wirtschaftswachstums erwartet. Auch von den für die Entwicklung der Weltwirtschaft bedeutenden Ländern der Emerging Markets sind keine nachhaltigen Wachstumsimpulse auf der Nachfrageseite zu erwarten. Während Brasilien nach wie vor in wirtschaftlicher Rezession verharren sollte, kommt Russlands Wirtschaft langsam in Schwung, dürfte jedoch auch im kommenden Jahr nur mäßiges Wachstum aufweisen. In China bleiben neben der privaten Konsumnachfrage die Staats- und Infrastrukturinvestitionen die wichtigsten Wachstumstreiber, die Exportwirtschaft leidet unter der allgemeinen Schwäche der Weltwirtschaft.

Die Aussichten für die ANDRITZ-Geschäftsbereiche haben sich im Vergleich zum Vorquartal im Wesentlichen nicht verändert. Im Geschäftsbereich HYDRO ist – bedingt durch die unverändert niedrigen Strom- und Energiepreise – mit einem anhaltend schwierigen Umfeld zu rechnen. Viele Modernisierungsprojekte sind nach wie vor verschoben oder vorübergehend gestoppt. Einige größere neue Wasserkraftwerksprojekte sind zwar in Planung, jedoch ist die Vergabe dieser Projekte erst mittel- bis langfristig zu erwarten. Im Geschäftsbereich PULP & PAPER wird weiterhin mit einer guten Projektaktivität, wenngleich auch unter dem außerordentlich hohen Niveau des Vorjahrs, gerechnet. Im Bereich Metallumformung (Schuler, Geschäftsbereich METALS) ist von einer – im Vergleich zum Vorjahr – etwas verbesserten Projekt- und Investitionsaktivität auszugehen. Im Segment der Anlagen zur Produktion von Edelstahl-/Stahlbändern wird weiterhin geringe Investitionsaktivität erwartet. Mit einer unverändert mäßigen Projektaktivität wird auch für den Geschäftsbereich SEPARATION gerechnet.

Auf Basis der aktuellen Geschäftsergebnisse rechnet ANDRITZ für das Geschäftsjahr 2016 aus heutiger Sicht mit einem Rückgang des Gruppenumsatzes gegenüber 2015 bei gleichzeitig solider Entwicklung der Rentabilität.

Sollte sich in den kommenden Monaten das globale Wirtschaftswachstum jedoch stärker eintrüben, ist mit negativen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung von ANDRITZ zu rechnen. Dies könnte zu organisatorischen und kapazitiven Anpassungen sowie möglicherweise daraus entstehenden finanziellen Vorsorgen führen, die das Ergebnis der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinträchtigen könnten.

HYDRO

WICHTIGE EREIGNISSE

Die für das Wasserkraftwerk Santo Antônio, Brasilien, gelieferten Rohrturbinen wurden erfolgreich in Betrieb genommen. Santo Antônio zählt mit einer installierten Leistung von 3.568 Megawatt zu den größten Wasserkraftwerken der Welt. Die von ANDRITZ HYDRO gelieferten Rohrturbinen zählen mit einer Leistung von jeweils 71,6 Megawatt zu den weltgrößten ihrer Art und zeichnen sich durch einen enormen Durchmesser von 8.410 Millimeter aus.

In Costa Rica wurde das Wasserkraftwerk Reventazon, das größte Wasserkraftwerk Mittelamerikas, offiziell in Betrieb genommen. ANDRITZ HYDRO lieferte vier 74-Megawatt-Francisturbinen, Generatoren, Absperrorgane und die elektrische Ausrüstung.

WICHTIGE AUFTRÄGE

ANDRITZ HYDRO erhielt vom spanischen Energieversorger Iberdrola S.A. den Auftrag zur Lieferung der elektround hydromechanischen Ausrüstung für das neu zu errichtende Pumpspeicher-Wasserkraftwerk Gouvães, Portugal. Zum Lieferumfang gehören vier 220-Megawatt-Pumpturbinen, Kugelschieber, vier Motor-Generatoren sowie Druckrohrleitungen mit einem Gesamtgewicht von 12.000 Tonnen.

Phonesack Group Ltd beauftragte ANDRITZ HYDRO mit der Lieferung und Inbetriebnahme der elektromechanischen Ausrüstung, darunter drei Francis-Maschinensätze für das 670-Megawatt-Wasserkraftwerk Nam Theun I in der Demokratischen Volksrepublik Laos.

Für das Wasserkraftwerk Yusufeli, Türkei, wird der Geschäftsbereich im Auftrag von DSI die gesamte elektromechanische Ausrüstung, darunter drei 186-Megawatt–Maschinensätze, liefern.

Société en Commandite Hydroélectrique Mar, Kanada, erneuert das Wasserkraftwerk Mc Cormick. Zum Lieferumfang von ANDRITZ HYDRO gehören Sanierungs- und Umbauarbeiten an Turbine und Generator für die beiden 47-Megawatt-Maschinensätze #1 und #2.

Im Auftrag des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich, Schweiz, erneuert ANDRITZ HYDRO die elektromechanische Turbinen- und Generatorausrüstung der drei Maschinensätze (Gesamtleistung: 25 Megawatt) im Wasserkraftwerk Wettingen.

ANDRITZ HYDRO erhielt einen Auftrag von Ontario Power Generation, Kanada, zur Erneuerung, Lieferung und Inbetriebnahme von acht Erregungssystemen für das Wasserkraftwerk Chat Falls.

Für das Kleinwasserkraftwerk Upper Nam Htum, Myanmar, liefert der Geschäftsbereich im Auftrag des Ministry of Electric Power (MOEP) die gesamte hydro- und elektromechanische Ausrüstung.

Für ein großes Trinkwasserversorgungsprojekt in Atlanta, USA, wurde der Geschäftsbereich mit der Lieferung von drei doppelflutigen Unterwassermotorpumpen beauftragt.

Für ein Zellstoffwerk in Huanggang, China, werden 178 Pumpensets und neun Rührwerke geliefert. Die Anlage ist die größte ihrer Art in China zur Erzeugung von gelöstem Zellstoff.

PULP & PAPER

WICHTIGE EREIGNISSE

Guangdong Shaoneng Group, China, nahm eine neue PrimeLineCOMPACT II-Tissuepapiermaschine mit Stahlzylinder in Betrieb. ANDRITZ lieferte auch die Stoffaufbereitung, die Automatisierungstechnik sowie die Motorantriebe.

St. Croix Tissue, USA, setzte in diesem Jahr die zweite von ANDRITZ gelieferte PrimeLineTM-Tissuepapiermaschine in Betrieb.

Nach der von ANDRITZ durchgeführten Modernisierung des Trocknungssystems für Kalkschlamm mit der neuen LimeFlash-Technologie nahm Zellstoff Rosenthal, Deutschland, einen Drehrohrofen, in Betrieb.

Smurfit Kappa, Schweden, setzte die Eindampfanlage für das Werk Piteå in Betrieb, für die ANDRITZ mehrere neue Maschinen zur Erhöhung der Kapazität lieferte.

Vinda Paper, China, nahm eine neue Stoffaufbereitungslinie für das Werk Sanjiang in Betrieb. Ebenfalls in China setzte Nine Dragons Cleaner-Systeme für fünf Papiermaschinen in Betrieb. Sun Paper nahm eine Aufbereitungslinie für gebrauchte Verpackungspapiere (OCC), Rejektbehandlungssysteme, eine Stoffaufbereitung, einen Konstantteil und einen neuen Stoffauflöser in Betrieb.

Das erste Refinersteuerungssystem – Hydraulic Commander – wurde bei einem Refiner der Serie M eines Mitbewerbers bei BHW Beeskow Holzwerkstoffe, Deutschland, installiert und erfolgreich in Betrieb gesetzt.

Im Bereich MDF wurde ein Druckzerfaserungssystem für Shanghai SongRui Enterprise Development, China, in Betrieb genommen.

ANDRITZ führte – nach erfolgreichem Abschluss der Pilotversuche – die neue Rindenpressentechnologie (HQ-Press), die den Feuchtegehalt der Rinden für Biomasse reduziert und so den Brennstoffwert erhöht, am Markt ein.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Die Heinzel-Gruppe, Österreich, beauftragte den Geschäftsbereich mit dem Umbau einer bestehenden Papiermaschine für die Produktion von Verpackungspapieren im Werk Laakirchen. Der Lieferumfang umfasst einen neuen Stoffauflauf, die Verdünnungswasserregelung, den Gap Former, die Filmpresse, die Nachtrockenpartie und ein Bahnüberführungssystem ohne Seilführung. Der Geschäftsbereich wird auch die OCC-Linie, den Konstantteil, das Schlamm- und das Rejektbehandlungssystem umbauen.

In den USA erhielt ANDRITZ von Sappi North America den Auftrag zur Lieferung einer Entrindungslinie sowie von Holzplatzausrüstungen mit hoher Kapazität, einschließlich einer neuen Entrindungstrommel, einer Hackmaschine XXL-HHQ sowie eines Zustandsüberwachungssystems ChipperEKG für das Werk Somerset in Skowhegan, Maine.

JSC Volga, Russland, beauftragte ANDRITZ mit der Lieferung einer modernen ATMP-Linie (Advanced Thermo-Mechanical Pulp) für die Produktion von Langfaserzellstoff. Ebenfalls in Russland setzt Naberezhnye Chelny die Modernisierung seiner Papiermaschine zur Erhöhung der Produktionskapazität fort. ANDRITZ wird eine Leimpresse, einen Horizontalroller, den Maschinenantrieb sowie zwei Ausschussauflöser liefern.

UPM, Finnland, bestellte Ausrüstungen zur Modernisierung der Faserlinie für Kurzfaserzellstoff, der Eindampfanlage sowie der Weißlaugenanlage für das Werk Kymi. Ebenfalls in Finnland beauftragte Stora Enso ANDRITZ mit der Lieferung von Ausrüstungen für die Modernisierung der Faserlinie, einschließlich eines neuen DD-Wäschers für die Braunstoffwäsche sowie Systemen für den Umbau der Bleichanlage von einstufiger auf zweistufige Sauerstoff-Delignifizierung für das Werk Kemi. Der Auftrag ist Teil eines Programms, das die Abwässer der Fabrik reduzieren und sowohl die Kosten- als auch die Energieeffizienz erhöhen soll.

Suzano Papel e Celulose, Brasilien, bestellte neue Systeme für die Faserlinie sowie den nachträglichen Einbau einer Eindampfanlage, inklusive Einbau eines Vorverdampfers MVR (Mechanical Vapor Recompression) zur Erhöhung der Produktionskapazität für das Werk Mucuri. Ebenfalls in Brasilien beauftragte Eldorado Celulose den Geschäftsbereich mit der Prozessoptimierung (OPP-Service – Optimization of Process Performance) im Werk Três Lagoas. Darüber hinaus orderte Fibria die Abbeiztechnologie für zwei Eindampfanlagen für das Werk Jacereí. Dabei handelt es sich um die erste Lieferung für eine Eindampfanlage mit Lamellentechnologie in Brasilien und um die erste Lieferung für eine Eindampfanlage mit Röhrentechnologie weltweit.

Smurfit Kappa, Schweden, beauftragte den Geschäftsbereich mit der Optimierung der Betriebsleistung (OPP-Service) im Werk Piteå. Dies ist der erste OPP-Auftrag für ANDRITZ in Schweden.

Bashundhara Paper Mills Limited, Bangladesch, beauftragte den Geschäftsbereich mit der Lieferung einer schlüsselfertigen Tissue-Produktionslinie, inklusive der kompletten Stoffaufbereitungsanlage, einer PrimeLineCOMPACT VI-Tissuemaschine, Automatisierungstechnik und Elektrifizierung.

ANDRITZ erhielt von Caima Indústria de Celulose, Portugal, den Auftrag zum Umbau einer Cutter- und Ballenlinie.

Sappi Southern Africa beauftragte ANDRITZ mit dem Umbau des Economizer-Teils für einen installierten Sulfitkocher im Werk Sappi Saiccor.

Shandong Bohui Paper, China, beauftragte den Geschäftsbereich mit der Modernisierung seiner BCTMP-Linie durch den Einbau eines LC-Refiners und eines Niederkonsistenz-Systems.

Metsä Tissue, Deutschland, bestellte ein neues FibreFlow-Trommelauflösersystem für die Aufbereitung von Altpapierfasern im Werk Kreuzau.

Im Bereich MDF erhielt der Geschäftsbereich einen Auftrag von Dieffenbacher zur Lieferung eines Hackschnitzelwäsche- und Druckzerfaserungssystems für Placas do Brasil.

METALS

WICHTIGE EREIGNISSE

Schuler eröffnete das erste Technikzentrum für Umformtechnik-Anlagen in Tianjin, China. Das Servo TechCenter bietet Automobilherstellern, Zulieferern und weiteren blechverarbeitenden Unternehmen die Möglichkeit, eine Servo-Presse der neuesten Generation in Aktion zu erleben. Kunden können selbst Versuche auf der TwinServo-Presse durchführen. Außerdem können sie die Effizienz der eigenen Produktionsprozesse erhöhen und die Option der abwechselnden Produktion nutzen. Ebenso bietet Tianjin praxisorientierte Schulungen für Mitarbeiter.

Der Geschäftsbereich erhielt nach erfolgreicher Inbetriebnahme – vier Wochen vor dem geplanten Termin – von Baosteel, China, die Abnahme für das Single-Stand-S6-High-Kaltwalzgerüst. Es ist dies das erste Kaltwalzgerüst für hochfeste Stähle in China.

ANDRITZ METALS erhielt von Arinox, Italien, die Abnahme für das weltweit erste 62 Zoll breite 20-Rollen-Präzisionswalzwerk im 4-Säulen-Design, auf dem Enddicken bis zu 70 μm gefertigt werden können.

Taigang Group International Trade Co., China, bestätigte die Endabnahme für die Mischsäure-Regenerationsanlage, die der Geschäftsbereich für Taiyuan Iron & Steel Co., China, errichtete.

ANDRITZ METALS erhielt von ThyssenKrupp Rasselstein, Deutschland, die Abnahme für die Erneuerung der Elektrik und Mechanik am Durchlaufglühofen 4.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Von einem chinesischen Automobilhersteller erhielt Schuler einen Großauftrag zur Lieferung von zwei Servo-Pressenlinien und zwei Servo-Einarbeitungspressen. Die ServoDirekt-Technologie von Schuler führt zu einer höheren Ausbringungsleistung und mehr Flexibilität in der Produktion.

Schuler erhielt mehrere Aufträge zur Lieferung von Formhärte-Anlagen. Zu den Kunden gehören Automobilhersteller und Zulieferer mit Standorten in China, Mexiko, den USA und der Türkei. Beim Formhärten wird Stahlblech auf 930 Grad Celsius erhitzt und im anschließenden Umformprozess gekühlt und damit gehärtet. Dadurch lassen sich besonders leichte Autoteile mit hohen Festigkeiten produzieren.

Ein US-amerikanischer Automobilhersteller bestellte bei Schuler eine Schnittlinie mit externer Coil-Vorbereitung zur Produktion von Platinen. Die Linie wird bei der Herstellung eines Elektrofahrzeugs zum Einsatz kommen.

Ein chinesischer Automobilzulieferer orderte eine Zugankerpresse mit 27.000 Kilonewton Presskraft. Weitere Zuganker- und Monoblock-Pressen wurden von verschiedenen Automobilzulieferern in Deutschland und Österreich bestellt.

SEPARATION

WICHTIGE EREIGNISSE

Der Geschäftsbereich entwickelte eine neue Generation von Dekanterzentrifugen, die für Feststoffe im Zulauf – von dünnflüssigem Gemisch bis zu Materialströmen mit hoher Feststoffbeladung – verwendet werden und alle Arten von Schlämmen (von Lebensmitteln bis zu abrasiven Mineralien, von klebrig bis staubförmig und von leicht bis schwer) verarbeiten können.

ANDRITZ SEPARATION führte ein neues Produkt für die Pharmaindustrie ein. Die Pharma-Schälzentrifuge PUREVO garantiert höchste Produktreinheit, höchsten Ertrag sowie maximale Flexibilität.

ANDRITZ und CONQORD OIL, ein im Bereich der Herstellung von Schmierölen und -emulsionen weltweit operierendes Unternehmen, das in der Metallverarbeitung tätig ist, haben eine strategische Partnerschaftsvereinbarung über die Lieferung von Separatoren für die Reinigung von Kühlmitteln, Waschflüssigkeiten und Industrieölen abgeschlossen. Für die Behandlung von Industrieölen wird ANDRITZ auf Schlitten montierte, sofort betriebsbereite Separatoren, ausgeführt als Konzentratoren für die Kühlmittel- und Waschflüssigkeitsbehandlung, sowie Separatoren in einer Ausführung als Reiniger und Klärer liefern. Diese Partnerschaft stellt für ANDRITZ den Eintritt in den italienischen Metallverarbeitungsmarkt und die spätere Expansion dar.

WICHTIGE AUFTRÄGE

ANDRITZ verkaufte drei große Seitenholm-Filterpressen an einen Zuckerproduzenten in der Schweiz und vier Seitenholm-Kammerfilterpressen für die Herstellung von Pektin an einen Kunden in Brasilien. In Italien wurde ein Nachfolgeauftrag für einen Olivenöldekanter verzeichnet.

Mehrere Aufträge für Separatoren für die Milchindustrie wurden von Kunden in Indien und Brasilien erteilt.

Ein Kunde in Serbien bestellte eine Trommeltrocknungslinie zur Herstellung von Babynahrung auf Getreidebasis.

Um die Schlammaufbereitung zu optimieren, beauftragte ein Kunde in Großbritannien den Geschäftsbereich mit der Lieferung von acht PowerDrum-Trommeleindickern.

Der Geschäftsbereich erhielt von einem der führenden chinesischen Unternehmen für die Erdöl- und Gasförderung den Auftrag zur Lieferung dreier Vollmantelzentrifugen sowie eines Pakets für eine verfahrenstechnische Anlage mit einem Fließbetttrockner für eine neue HDPE-Anlage (High Density Polyethylene) in Yanan, China. Engineering, Beschaffung, Inbetriebnahme und Schulung sind ebenfalls Teil des Lieferumfangs.

Ein großes Petrochemie-Unternehmen in Saudi-Arabien bestellte einen A10-Dekanter. Mehrere Aufträge für Schneckenpressen wurden in den USA und Kanada verbucht. Weiters orderte ein russischer Kunde die neue Hochdruckpresse CPF3000SMX, die die Entwässerung von rund 30 Tonnen Trockensubstanz ermöglicht.

Für einen Kunden in Indien liefert ANDRITZ zwei KMPT-Helixtrockner. Aufgrund seiner ausgeklügelten Technologie wurde – ebenso in Indien – ein Vakuumtrommelfilter für Feinchemikalien verkauft. Drei KMPT-HZ-Siphonschälzentrifugen wurden an einen Kunden in der Stärkeindustrie in Thailand und drei KMPT-Schubzentrifugen an Kunden in China und Taiwan verkauft.

Mehrere Aufträge für Tier- und Fischfutterlinien sowie für Pelletierungsanlagen wurden für Kunden in Europa, Asien, Nordamerika und Südamerika verbucht. Im Bereich der Biomassepelletierung erhielt der Geschäftsbereich Aufträge von Kunden in Asien.

KONZERN-GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG

Für die ersten drei Quartale 2016 (ungeprüft)

(in TEUR) Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015 Q3 2016 Q3 2015
Umsatz 4.239.295 4.589.053 1.478.106 1.583.474
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen 85.189 59.862 38.256 5.432
Aktivierte Eigenleistungen 3.145 7.265 1.245 2.268
4.327.629 4.656.180 1.517.607 1.591.174
Sonstige betriebliche Erträge 137.961 103.370 32.215 23.118
Materialaufwand -2.207.936 -2.457.251 -801.211 -825.311
Personalaufwand -1.236.584 -1.289.055 -407.740 -440.847
Sonstige betriebliche Aufwendungen -657.545 -649.183 -206.982 -215.016
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und
Abschreibungen (EBITDA)
363.525 364.061 133.889 133.118
Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen
-101.760 -102.998 -35.097 -33.639
Wertminderung Firmenwerte 0 -1.955 0 -2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 261.765 259.108 98.792 99.477
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 61 -89 72 -69
Zinserträge 31.291 33.467 12.643 6.790
Zinsaufwendungen -22.217 -23.828 -7.260 -9.020
Sonstiges Finanzergebnis 6.561 -5.557 1.381 -455
Finanzergebnis 15.696 3.993 6.836 -2.754
Ergebnis vor Steuern (EBT) 277.461 263.101 105.628 96.723
Ertragsteuern -83.210 -79.633 -31.715 -29.134
KONZERNERGEBNIS 194.251 183.468 73.913 67.589
Davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 194.181 181.267 73.932 67.401
Nicht beherrschende Anteile 70 2.201 -19 188
Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen
Stückaktien
102.112.228 103.173.835 102.095.346 103.086.647
Unverwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie
(in EUR)
1,90 1,76 0,72 0,66
Potenzielle Verwässerung durch Aktienoptionen 0 589.603 0 389.256
Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen
Stückaktien und Optionen
102.112.228 103.763.438 102.095.346 103.475.903
Verwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie
(in EUR)
1,90 1,75 0,72 0,65

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG

Für die ersten drei Quartale 2016 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015* Q3 2016 Q3 2015*
KONZERNERGEBNIS 194.251 183.468 73.913 67.589
Posten, die unter bestimmten Bedingungen in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden:
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer
Geschäftsbetriebe
-3.984 9.137 -4.583 -24.268
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte, nach Ertragsteuern
-1.285 2.053 1.388 2.081
Absicherung von Zahlungsströmen, nach
Ertragsteuern
3.746 395 576 2.385
Posten, die nicht in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert werden:
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste, nach
Ertragsteuern
-33.810 0 -7.517 0
SONSTIGES ERGEBNIS -35.333 11.585 -10.136 -19.802
GESAMTERGEBNIS 158.918 195.053 63.777 47.787
Davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 159.222 193.665 63.958 48.260
Nicht beherrschende Anteile -304 1.388 -181 -473

* Angepasst, siehe Finanzbericht 2015, Kapitel Konzernanhang "C) Angaben zu Anpassungen aus früheren Perioden".

KONZERNBILANZ

Zum 30. September 2016 (ungeprüft)

(in TEUR) 30. September 2016 31. Dezember 2015
AKTIVA
Immaterielle Vermögenswerte 200.908 203.397
Firmenwerte 576.449 528.515
Sachanlagen 787.340 715.394
Anteile an assoziierten Unternehmen 2.686 0
Sonstige Finanzanlagen 84.957 140.585
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.886 11.450
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 51.501 62.105
Aktive latente Steuern 182.691 183.284
Langfristige Vermögenswerte 1.905.418 1.844.730
Vorräte 816.313 665.419
Geleistete Anzahlungen 117.635 126.664
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 701.257 735.375
Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für laufende Projekte,
soweit sie dafür erhaltene An- und Teilzahlungen übersteigen 621.975 711.062
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 453.034 335.415
Wertpapiere des Umlaufvermögens 90.780 103.618
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.304.099 1.255.746
Kurzfristige Vermögenswerte 4.105.093 3.933.299
SUMME AKTIVA 6.010.511 5.778.029
PASSIVA
Grundkapital 104.000 104.000
Kapitalrücklagen 36.476 36.476
Gewinnrücklagen 1.071.755 1.057.557
Auf Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallendes
Eigenkapital 1.212.231 1.198.033
Nicht beherrschende Anteile 16.639 17.543
Summe Eigenkapital 1.228.870 1.215.576
Anleihen 361.787 364.984
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten 102.865 74.785
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 16.106 15.018
Rückstellungen 640.880 606.262
Sonstige Verbindlichkeiten 111.268 62.414
Passive latente Steuern 160.679 159.168
Langfristige Schulden 1.393.585 1.282.631
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten 56.851 27.633
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 989 868
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 484.368 478.464
Erhaltene An- und Teilzahlungen für laufende Projekte, soweit sie die
dafür realisierten Umsatzerlöse übersteigen 1.134.629 1.044.976
Erhaltene Anzahlungen 296.493 268.756
Rückstellungen 499.875 524.134
Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern 28.577 24.926
Sonstige Verbindlichkeiten 886.274 910.065
Kurzfristige Schulden 3.388.056 3.279.822
SUMME PASSIVA 6.010.511 5.778.029

KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT

Für die ersten drei Quartale 2016 (ungeprüft)

Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015
Ergebnis vor Steuern (EBT) 277.461 263.101
Zinsergebnis -9.074 -9.639
Ab- und Zuschreibungen sowie Wertminderungsverlust auf das
Anlagevermögen 101.760 104.953
Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen -61 89
Veränderung der Rückstellungen -45.839 10.461
Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen -1.539 -644
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen 8.914 -7.356
Cashflow aus dem Ergebnis 331.622 360.965
Veränderung der Vorräte -97.820 -52.326
Veränderung der geleisteten Anzahlungen 10.058 -8.726
Veränderung der Forderungen 63.196 117.310
Veränderung der Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für laufende
Projekte, soweit sie dafür erhaltene An- und Teilzahlungen übersteigen
97.668 -95.940
Veränderung der erhaltenen Anzahlungen 709 9.294
Veränderung der Verbindlichkeiten -85.457 -77.076
Veränderung der erhaltenen An- und Teilzahlungen für laufende Projekte, soweit
sie die dafür realisierten Umsatzerlöse übersteigen 81.574 -43.497
Veränderung des Nettoumlaufvermögens 69.928 -150.961
Erhaltene Zinsen 27.749 23.156
Gezahlte Zinsen -17.371 -18.048
Erhaltene Dividenden 2.076 8
Gezahlte Ertragsteuern -68.307 -82.275
CASHFLOW AUS BETRIEBLICHER TÄTIGKEIT 345.697 132.845
Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) 13.806 2.972
Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -78.667 -61.317
Auszahlungen für Finanzanlagevermögen -8.902 -49.307
Netto-Cashflow aus Unternehmenserwerben -98.717 -10.061
Einzahlungen aus Wertpapieren und anderen kurzfristigen finanziellen
Vermögenswerten 107.275 168.787
Auszahlungen für Wertpapiere und andere kurzfristige finanzielle
Vermögenswerte -106.133 -63.892
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT -171.338 -12.818
Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen 0 -150.000
Erwerb eigener Anleihen -2.947 -2.032
Zuflüsse aus sonstigen Finanzverbindlichkeiten 42.347 20.475
Rückzahlungen von sonstigen Finanzverbindlichkeiten -33.690 -54.214
Gezahlte Dividenden durch ANDRITZ AG -137.802 -103.240
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 0 -17.935
Dividendenzahlung an nicht beherrschende sowie frühere Anteilsinhaber -2.458 -734
Erlöse aus der Ausgabe eigener Aktien 0 1.530
Erwerb eigener Aktien -10.723 -26.954
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT -145.273 -333.104
VERÄNDERUNG DER ZAHLUNGSMITTEL UND
ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE 29.086 -213.077
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
19.267 -35.751
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE AM ANFANG
DER PERIODE
1.255.746 1.457.335
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE AM ENDE
DER PERIODE
1.304.099 1.208.507

* Änderung der Darstellung gegenüber dem Vorjahr.

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

Für die ersten drei Quartale 2016 (ungeprüft)

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* Angepasst, siehe Finanzbericht 2015, Kapitel Konzernanhang "C) Angaben zu Anpassungen aus früheren Perioden".

ERKLÄRUNG GEMÄSS § 87 (1) BÖRSEGESETZ

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Graz, November 2016

Der Vorstand der ANDRITZ AG

Vorstandsvorsitzender PULP & PAPER

Wolfgang Leitner Humbert Köfler Joachim Schönbeck Wolfgang Semper

(Service & Systemlösungen), SEPARATION

PULP & PAPER

METALS

(Neuanlagen),

HYDRO

AKTIE

Relative Kursentwicklung der ANDRITZ-Aktie im Vergleich zum ATX (1. Oktober 2015-30. September 2016)

Quelle: Wiener Börse

Kursentwicklung

Die Entwicklung der internationalen Finanzmärkte war im Berichtszeitraum von anhaltender Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung der Weltwirtschaft, von steigenden Ölpreisen, von der konjunkturellen Abkühlung in China und vom Votum Großbritanniens für einen Austritt aus der Europäischen Union geprägt. In diesem Umfeld stieg der Kurs der ANDRITZ-Aktie in den ersten drei Quartalen 2016 um 7,6% bzw. um 14,1% im 3. Quartal 2016. Der ATX, der führende Aktienindex der Wiener Börse, verzeichnete im selben Zeitraum ein Plus von 0,3% bzw. 14,8%. Der höchste Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie betrug 49,70 EUR (20. April 2016), der niedrigste Schlusskurs 38,69 EUR (11. Februar 2016).

Handelsvolumen

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der ANDRITZ-Aktie (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht) betrug in den ersten drei Quartalen 2016 349.642 Aktien (Q1-Q3 2015: 361.542 Aktien). Der höchste Tagesumsatz wurde am 17. Juni 2016 mit 1.298.738 Aktien, der niedrigste Tagesumsatz am 22. Juli 2016 mit 112.560 Aktien verzeichnet.

Investor Relations

Im 3. Quartal 2016 wurden mit internationalen institutionellen Anlegern und Finanzanalysten Gespräche in Frankfurt, London, Melbourne, München, New York, Sydney und Toronto geführt.

Kennzahlen der ANDRITZ-Aktie

Q1-Q3 Q1-Q3
Einheit 2016 2015 Q3 2016 Q3 2015 2015
Höchster Schlusskurs EUR 49,70 57,49 49,01 53,69 57,49
Niedrigster Schlusskurs EUR 38,69 38,14 41,98 38,14 38,14
Schlusskurs (per ultimo) EUR 48,46 40,24 48,46 40,24 45,05
Marktkapitalisierung (per ultimo) MEUR 5.039,3 4.185,0 5.039,3 4.185,0 4.685,2
Performance % +7,6 -12,5 +14,1 -23,3 -2,1
ATX-Gewichtung (per ultimo) % 9,9711 9,2950 9,9711 9,2950 9,5854
Durchschnittliches Handelsvolumen Stück 349.642 361.542 251.648 388.371 355.821

Quelle: Wiener Börse

Eckdaten zur ANDRITZ-Aktie

AT0000730007
25. Juni 2001
Inhaberaktien
104 Millionen
keines
< 70%
Wien (Prime Market)
Reuters: ANDR.VI; Bloomberg: ANDR, AV
ATX, ATX five, ATX Global Players, ATX Prime, WBI

Finanzterminkalender 2016 und 2017

4. November 2016 Ergebnisse 1. bis 3. Quartal 2016
3. März 2017 Ergebnisse Geschäftsjahr 2016
28. März 2017 Ordentliche Hauptversammlung
30. März 2017 Ex-Dividende
31. März 2017 Nachweisstichtag Dividende
3. April 2017 Dividendenzahltag
4. Mai 2017 Ergebnisse 1. Quartal 2017
4. August 2017 Ergebnisse 1. Halbjahr 2017
3. November 2017 Ergebnisse 1. bis 3. Quartal 2017

Den laufend aktualisierten Finanzterminkalender sowie Informationen zur ANDRITZ-Aktie finden Sie auf der Investor-Relations-Seite der ANDRITZ-Homepage: www.andritz.com/aktie.

Disclaimer:

Bestimmte Aussagen in diesem Bericht sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Bericht auf geschlechtsspezifische Formulierungen verzichtet. Alle personenbezogenen Bezeichnungen beziehen sich auf beide Geschlechter.