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Andritz AG Interim / Quarterly Report 2013

Aug 7, 2013

735_ir_2013-08-07_76c60883-4311-413a-916c-80975655130e.pdf

Interim / Quarterly Report

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FINANZBERICHT 1. HALBJAHR 2013

Im Rahmen der Erweiterung der Wasserkraftwerke Innertkirchen 1 (siehe Grafik) und Handeck 2 beauftragte das Energieversorgungsunternehmen Kraftwerke Oberhasli, Schweiz, ANDRITZ HYDRO mit der Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von zwei Peltonturbinen (Leistung: 150 bzw. 90 Megawatt) sowie eines Synchrongenerators. Die Modernisierung der vor mehr als 60 Jahren errichteten Kraftwerke leistet einen wesentlichen Beitrag zur Abdeckung des Spitzenenergiebedarfs zum Ausgleich volatiler Wind- und Sonnenenergie. Die durch die Modernisierung jährlich zusätzlich gewonnenen 70 Gigawattstunden decken den Strombedarf von mehr als 14.000 Haushalten ab.

Kennzahlen ANDRITZ-GRUPPE 2
Kennzahlen Geschäftsbereiche 3
Lagebericht 4
Erklärung gemäß § 87 (1) Börsegesetz 11
Geschäftsbereiche
HYDRO
PULP & PAPER
METALS
SEPARATION
12
12
13
15
17
Konzern-Abschluss
der ANDRITZ-GRUPPE
Konzern-Bilanz
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
Konzern-Cashflow-Statement
Cashflow aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften
Anhang
18
18
19
20
21
22
22
23

KENNZAHLEN ANDRITZ-GRUPPE

Einheit H1 2013 H1 2012 +/- Q2 2013 Q2 2012 +/- 2012
Auftragseingang MEUR 2.526,0 2.554,4 -1,1% 1.237,7 1.193,2 +3,7% 4.924,4
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 7.644,4 6.935,9 +10,2% 7.644,4 6.935,9 +10,2% 6.614,8
Umsatz MEUR 2.610,1 2.437,8 +7,1% 1.446,3 1.252,1 +15,5% 5.176,9
Umsatzrendite1) % 2,5 5,9 - 4,3 6,1 - 6,5
EBITDA2) MEUR 136,0 184,7 -26,4% 104,0 98,2 +5,9% 418,6
EBITA3) MEUR 96,9 155,6 -37,7% 82,7 83,1 -0,5% 357,8
Ergebnis vor Zinsen und Steuern
(EBIT)
MEUR 65,9 143,1 -53,9% 62,8 76,4 -17,8% 334,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) MEUR 62,8 149,8 -58,1% 60,8 79,7 -23,7% 331,6
Konzern-Ergebnis (vor Abzug von
nicht beherrschenden Anteilen)
MEUR 44,8 107,5 -58,3% 43,0 57,1 -24,7% 242,2
Konzern-Ergebnis (nach Abzug
von nicht beherrschenden
Anteilen)
MEUR 46,9 108,7 -56,9% 42,8 58,2 -26,5% 243,6
Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit
MEUR -86,5 115,1 -175,2% -6,8 77,9 -108,7% 346,5
Investitionen4) MEUR 44,4 34,5 +28,7% 23,0 15,0 +53,3% 109,1
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter
(per ultimo, ohne Lehrlinge)
- 23.849 17.420 +36,9% 23.849 17.420 +36,9% 17.865
Anlagevermögen MEUR 1.818,1 1.289,6 +41,0% 1.818,1 1.289,6 +41,0% 1.390,5
Umlaufvermögen MEUR 3.694,6 3.367,8 +9,7% 3.694,6 3.367,8 +9,7% 3.770,5
Summe Eigenkapital5) MEUR 949,1 944,1 +0,5% 949,1 944,1 +0,5% 1.033,8
Rückstellungen MEUR 901,3 681,2 +32,3% 901,3 681,2 +32,3% 725,4
Verbindlichkeiten MEUR 3.662,3 3.032,1 +20,8% 3.662,3 3.032,1 +20,8% 3.401,8
Bilanzsumme MEUR 5.512,7 4.657,4 +18,4% 5.512,7 4.657,4 +18,4% 5.161,0
Eigenkapitalquote6) % 17,2 20,3 - 17,2 20,3 - 20,0
Eigenkapitalrentabilität7) % 6,6 15,9 - 6,4 8,4 - 32,1
Gesamtkapitalrentabilität8) % 1,2 3,1 - 1,1 1,6 - 6,5
Bruttoliquidität9) MEUR 1.459,2 1.631,2 -10,5% 1.459,2 1.631,2 -10,5% 2.047,8
Nettoliquidität10) MEUR 817,7 1.205,0 -32,1% 817,7 1.205,0 -32,1% 1.285,7
Nettoverschuldung11) MEUR -498,4 -1.005,0 +50,4% -498,4 -1.005,0 +50,4% -1.053,3
Nettoumlaufvermögen12) MEUR -524,5 -608,5 -13,8% -524,5 -608,5 -13,8% -631,5
Capital employed13) MEUR 518,3 -55,8 -10,3 518,3 -55,8 -10,3 -36,2
Verschuldungsgrad14) % -52,5 -106,5 - -52,5 -106,5 - -101,9
EBITDA-Marge % 5,2 7,6 - 7,2 7,8 - 8,1
EBITA-Marge % 3,7 6,4 - 5,7 6,6 - 6,9
EBIT-Marge % 2,5 5,9 - 4,3 6,1 - 6,5
Konzern-Ergebnis15)/Umsatz % 1,7 4,4 - 3,0 4,6 - 4,7
EV16)/EBITDA - 24,1 16,3 - 31,6 30,6 - 9,0
Abschreibungen/Umsatz % 2,7 1,7 - 2,8 1,6 - 1,6

1) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Umsatz 2) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 3) Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen für im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierte und vom Firmenwert getrennt angesetzte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 31.025 TEUR (12.495 TEUR in H1 2012, 22.942 TEUR in 2012) sowie Wertminderungsverlust der Firmenwerte in Höhe von 0 TEUR (0 TEUR in H1 2012, 397 TEUR in 2012) 4) Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 5) Summe Eigenkapital inkl. nicht beherrschende Anteile 6) Summe Eigenkapital/Bilanzsumme 7) Ergebnis vor Steuern/Summe Eigenkapital 8) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Bilanzsumme 9) Zahlungsmittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Schuldscheindarlehen 10) Zahlungsmittel plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten 11) Verzinsliches Fremdkapital inkl. Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Schuldscheindarlehen 12) Langfristige Forderungen plus kurzfristige Vermögenswerte (exkl. Zahlungsmittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Schuldscheindarlehen) abzüglich sonstige langfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Verbindlichkeiten (exkl. Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen) 13) Nettoumlaufvermögen plus immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 14) Nettoverschuldung/Summe Eigenkapital 15) Konzern-Ergebnis (vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) 16) EV (Enterprise Value): Marktkapitalisierung per Ultimo minus Nettoliquidität

Alle Zahlen gemäß IFRS. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten. MEUR = Million Euro. TEUR = Tausend Euro.

Der Schuler-Konzern wurde per 1. März 2013 in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE einbezogen. Für die Vergleichsperioden des Vorjahrs sind keine Pro-forma-Zahlen verfügbar.

Der Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL wurde per 1. Jänner 2013 dem Geschäftsbereich SEPARATION zugeordnet. Die Vergleichswerte des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst.

KENNZAHLEN GESCHÄFTSBEREICHE

HYDRO Einheit H1 2013 H1 2012 +/- Q2 2013 Q2 2012 +/- 2012
Auftragseingang MEUR 854,3 1.113,2 -23,3% 280,1 515,7 -45,7% 2.008,4
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 3.795,4 3.990,1 -4,9% 3.795,4 3.990,1 -4,9% 3.842,3
Umsatz MEUR 850,6 807,0 +5,4% 469,4 403,6 +16,3% 1.836,8
EBITDA MEUR 76,2 74,7 +2,0% 42,2 37,5 +12,5% 182,4
EBITDA-Marge % 9,0 9,3 - 9,0 9,3 - 9,9
EBITA MEUR 61,3 60,3 +1,7% 34,7 30,1 +15,3% 153,2
EBITA-Marge % 7,2 7,5 - 7,4 7,5 - 8,3
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter
(per ultimo, ohne Lehrlinge)
- 7.782 7.386 +5,4% 7.782 7.386 +5,4% 7.469
PULP & PAPER Einheit H1 2013 H1 2012 +/- Q2 2013 Q2 2012 +/- 2012
Auftragseingang MEUR 815,0 981,2 -16,9% 391,5 451,8 -13,3% 1.962,4
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 1.892,6 2.108,9 -10,3% 1.892,6 2.108,9 -10,3% 2.018,1
Umsatz MEUR 932,2 1.163,7 -19,9% 479,8 600,2 -20,1% 2.282,2
EBITDA MEUR 10,0 78,5 -87,3% 28,1 43,2 -35,0% 156,2
EBITDA-Marge % 1,1 6,7 - 5,9 7,2 - 6,8
EBITA MEUR -1,5 68,1 -102,2% 22,2 37,7 -41,1% 134,6
EBITA-Marge % -0,2 5,9 - 4,6 6,3 - 5,9
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter
(per ultimo, ohne Lehrlinge)
- 6.902 6.599 +4,6% 6.902 6.599 +4,6% 6.774
METALS* Einheit H1 2013 H1 2012 +/- Q2 2013 Q2 2012 +/- 2012
Auftragseingang MEUR 534,5 111,3 +380,2% 390,0 47,0 +729,8% 324,2
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 1.569,8 453,6 +246,1% 1.569,8 453,6 +246,1% 451,4
Umsatz MEUR 549,2 176,7 +210,8% 347,2 87,3 +297,7% 404,7
EBITDA MEUR 45,1 10,6 +325,5% 29,4 5,9 +398,3% 28,0
EBITDA-Marge % 8,2 6,0 - 8,5 6,8 - 6,9
EBITA MEUR 37,3 9,6 +288,5% 23,9 5,4 +342,6% 25,1
EBITA-Marge % 6,8 5,4 - 6,9 6,2 - 6,2
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter
(per ultimo, ohne Lehrlinge) - 6.383 1.076 +493,2% 6.383 1.076 +493,2% 1.129

* Der Schuler-Konzern wurde per 1. März 2013 in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE einbezogen und ist dem Geschäftsbereich METALS zugeordnet. Für die Vergleichsperioden des Vorjahrs sind keine Pro-forma-Zahlen verfügbar.

SEPARATION* Einheit H1 2013 H1 2012 +/- Q2 2013 Q2 2012 +/- 2012
Auftragseingang MEUR 322,2 348,6 -7,6% 176,1 178,6 -1,4% 629,4
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 386,6 383,3 +0,9% 386,6 383,3 +0,9% 303,0
Umsatz MEUR 278,1 290,4 -4,2% 149,9 161,0 -6,9% 653,2
EBITDA MEUR 4,7 20,9 -77,5% 4,3 11,6 -62,9% 52,0
EBITDA-Marge % 1,7 7,2 - 2,9 7,2 - 8,0
EBITA MEUR -0,2 17,6 -101,1% 1,9 9,9 -80,8% 44,9
EBITA-Marge % -0,1 6,1 - 1,3 6,1 - 6,9
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter
(per ultimo, ohne Lehrlinge)
- 2.783 2.359 +18,0% 2.783 2.359 +18,0% 2.493

* Der Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL wurde per 1. Jänner 2013 dem Geschäftsbereich SEPARATION zugeordnet. Die Vergleichswerte des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst.

LAGEBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Im 2. Quartal 2013 kam es in den großen Wirtschaftsregionen zu keiner wesentlichen Änderung der konjunkturellen Entwicklung. Wie auch in den Vorquartalen war die Wirtschaftsentwicklung stabil, allerdings auf insgesamt mäßigem Niveau.

In den USA wird – nach einem annualisierten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,4% im 1. Quartal 2013 – im Berichtsquartal ein leichter Rückgang des BIP-Wachstums auf rund 2,0% erwartet. Die Gründe dafür sind ein geringer Rückgang der Privatkonsumausgaben sowie die automatischen Ausgabenkürzungen des Staates im Zusammenhang mit der Konsolidierung des Budgets. Die Arbeitslosenquote war mit rund 7,6% stabil. Für das zweite Halbjahr gehen Wirtschaftsexperten von keiner wesentlichen Änderung der gesamtwirtschaftlichen Lage in den USA aus. Die amerikanische Notenbank hat angekündigt, die Anleihenkäufe zu reduzieren, sobald sich auf dem Arbeitsmarkt eine deutliche Verbesserung abzeichnet bzw. sich die Wirtschaft nachhaltig verbessert.

Auch in Europa verharrte die Wirtschaft auf niedrigem Niveau, wobei einige Länder der Euro-Zone sogar ein negatives BIP-Wachstum verzeichneten. Die wirtschaftlichen Vorlaufindikatoren lassen jedoch für das zweite Halbjahr eine leichte Wirtschaftserholung erwarten, weshalb die Europäische Zentralbank die Leitzinsen nicht weiter gesenkt hat.

In den Emerging Markets war ebenso keine wesentliche Veränderung der konjunkturellen Situation zu verzeichnen. In China und Brasilien war die Exportwirtschaft weiterhin von der globalen Wirtschaftsschwäche betroffen, in Brasilien blieb darüber hinaus auch der Privatkonsum sehr schwach. Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass Brasilien auch heuer nur ein sehr geringes Wirtschaftswachstum aufweisen wird.

Quellen: Research-Berichte verschiedener Banken, OECD

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Anmerkungen

  • Alle Zahlen gemäß IFRS
  • Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.
  • MEUR = Million Euro; TEUR = Tausend Euro
  • Der Schuler-Konzern wurde per 1. März 2013 in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE einbezogen. Für die Vergleichsperioden des Vorjahrs sind keine Pro-forma-Zahlen verfügbar. Schuler ist dem Geschäftsbereich METALS zugeordnet.
  • Der Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL wurde per 1. Jänner 2013 dem Geschäftsbereich SEPARATION zugeordnet. Die Werte des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst.

Umsatz

Der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE im 2. Quartal 2013 betrug 1.446,3 MEUR und war damit um 15,5% höher als im Vorjahresvergleichsquartal (Q2 2012: 1.252,1 MEUR). Dieser Anstieg ist auf die Konsolidierung des Schuler-Konzerns zurückzuführen, der im Berichtsquartal 265,4 MEUR zum Umsatz beitrug; ohne Schuler wäre der Umsatz der Gruppe um 5,7% gesunken. Während der Umsatz im Geschäftsbereich HYDRO im Jahresvergleich deutlich anstieg (+16,3%), verringerte er sich im Geschäftsbereich PULP & PAPER um 20,1%, da im Vorjahresquartal zwei Zellstoffgroßprojekte stark umsatzwirksam waren. Der Geschäftsbereich METALS verzeichnete aufgrund der Konsolidierung des Schuler-Konzerns einen signifikanten Umsatzanstieg; ohne Schuler wäre der Umsatz des Geschäftsbereichs METALS gesunken (-6,3%). Im Geschäftsbereich SEPARATION sank der Umsatz im Quartalsvergleich um 6,9%.

Im 1. Halbjahr 2013 erzielte die Gruppe einen Umsatz von 2.610,1 MEUR, was einem Plus von 7,1% gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahrs entspricht (H1 2012: 2.437,8 MEUR); ohne die Konsolidierung des Schuler-Konzerns hätte der Umsatz 2.236,0 MEUR betragen und wäre damit im Halbjahresvergleich um 8,3% gesunken.

Anteil Serviceumsatz am Umsatz der Gruppe und der Geschäftsbereiche in %

H1 2013 H1 2012 Q2 2013 Q2 2012
ANDRITZ-GRUPPE 29 25 30 26
HYDRO 25 23 26 25
PULP & PAPER 38 27 42 28
METALS 16 6 16 5
SEPARATION 39 37 38 34

Auftragseingang

Der Auftragseingang der ANDRITZ-GRUPPE im 2. Quartal 2013 ist im Jahresvergleich um 3,7% auf 1.237,7 MEUR angestiegen (Q2 2012: 1.193,2 MEUR), wobei der Schuler-Konzern 235,0 MEUR beitrug. Die Entwicklung der Geschäftsbereiche im Detail:

  • HYDRO: Mit 280,1 MEUR lag der Auftragseingang deutlich unter dem hohen Niveau des Vorjahresquartals (-45,7% versus Q2 2012: 515,7 MEUR), da im Berichtsquartal keine größeren Aufträge für Wasserkraftmodernisierungen und Neuanlagen vergeben wurden.
  • PULP & PAPER: Der Auftragseingang betrug 391,5 MEUR im Jahresvergleich ein Rückgang von 13,3% (Q2 2012: 451,8 MEUR).
  • Mit 390,0 MEUR entwickelte sich der Auftragseingang im Geschäftsbereich METALS sehr positiv (Q2 2012: 47,0 MEUR). Dieser starke Anstieg ist sowohl auf die Konsolidierung des Schuler-Konzerns als auch auf die gute Entwicklung in einzelnen anderen Geschäftsbereichssegmenten zurückzuführen.
  • SEPARATION: Der Auftragseingang erreichte mit 176,1 MEUR beinahe das Niveau des Vorjahrs (-1,4% versus Q2 2012: 178,6 MEUR).

Im 1. Halbjahr 2013 lag der Auftragseingang der Gruppe mit 2.526,0 MEUR geringfügig unter dem Vorjahresvergleichswert (-1,1% versus H1 2012: 2.554,4 MEUR). Auf den Schuler-Konzern entfielen 331,0 MEUR – ohne dessen Konsolidierung wäre der Auftragseingang der Gruppe daher im Jahresvergleich um 14,1% gesunken. Bis auf den Geschäftsbereich METALS war der Auftragseingang in allen Geschäftsbereichen rückläufig:

H1 2013 (MEUR) H1 2012 (MEUR) +/- (in %)
HYDRO 854,3 1.113,2 -23,3
PULP & PAPER 815,0 981,2 -16,9
METALS 534,5 111,3 +380,2
SEPARATION 322,2 348,6 -7,6

Auftragsstand

Der Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE per 30. Juni 2013 betrug 7.644,4 MEUR – im Vergleich zum Ende des Vorjahrs ein Anstieg um 15,6% (31. Dezember 2012: 6.614,8 MEUR). Der Schuler-Konzern trug zum Auftragsstand 1.095,5 MEUR bei.

Ergebnis

Das EBITA der Gruppe im 2. Quartal 2013 betrug 82,7 MEUR und lag damit praktisch auf dem Niveau des Vergleichsquartals des Vorjahrs (-0,5% versus Q2 2012: 83,1 MEUR). Die EBITA-Marge erreichte 5,7% (Q2 2012: 6,6%). Dieser deutliche Rückgang ist insbesondere auf Ergebnisminderungen in den Geschäftsbereichen PULP & PAPER (Projektmix) und SEPARATION (Mehrkosten aufgrund technischer Probleme bei der Markteinführung einer neuen Produktserie in China) zurückzuführen. Das Ergebnis der anderen Geschäftsbereiche entwickelte sich zufriedenstellend. Im Bereich HYDRO erhöhte sich das EBITA im Jahresvergleich um 15,3% auf 34,7 MEUR (Q2 2012: 30,1 MEUR), die EBITA-Marge betrug 7,4% (Q2 2012: 7,5%). Aufgrund der Konsolidierung von Schuler verzeichnete der Geschäftsbereich METALS einen Anstieg des EBITA auf 23,9 MEUR (Q2 2012: 5,4 MEUR) und der EBITA-Marge auf 6,9% (Q2 2012: 6,2%).

Im 1. Halbjahr 2013 betrugen das EBITA der Gruppe 96,9 MEUR (-37,7% versus H1 2012: 155,6 MEUR) und die EBITA-Marge 3,7% (H1 2012: 6,4%). Diese deutliche Verschlechterung ist insbesondere auf Ergebnisrückgänge in den Geschäftsbereichen PULP & PAPER (im 1. Quartal 2013 wurde eine Rückstellung im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich für Kostenüberschreitungen im Zusammenhang mit Lieferungen von Produktionstechnologien und Ausrüstungen für ein Zellstoffwerk in Uruguay gebildet) sowie SEPARATION zurückzuführen.

Das Finanz-Ergebnis der Gruppe im 1. Halbjahr 2013 verringerte sich deutlich auf -3,1 MEUR (H1 2012: 6,7 MEUR). Dieser Rückgang ist insbesondere auf Aufwendungen für den Zinsswap im Zusammenhang mit der 2012 begebenen Unternehmensanleihe sowie das im Jahresvergleich allgemein gesunkene Zinsniveau und die insgesamt geringere Durchschnitts-Nettoliquidität zurückzuführen.

Das Konzern-Ergebnis (nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) betrug im 1. Halbjahr 2013 44,8 MEUR und lag damit deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahrs (-56,9% versus H1 2012: 108,7 MEUR).

Vermögens- und Kapitalstruktur

Aufgrund der erstmaligen Konsolidierung des Schuler-Konzerns erhöhte sich die Bilanzsumme der ANDRITZ-GRUPPE per 30. Juni 2013 deutlich auf 5.512,7 MEUR (31. Dezember 2012: 5.161,0 MEUR). Damit verringerte sich die Eigenkapitalquote auf 17,2% (31. Dezember 2012: 20,0%).

Die Bruttoliquidität (Zahlungsmittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Schuldscheindarlehen) per 30. Juni 2013 betrug 1.459,2 MEUR (31. Dezember 2012: 2.047,8 MEUR), die Nettoliquidität (Bruttoliquidität plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten) 817,7 MEUR (31. Dezember 2012: 1.285,7 MEUR).

Zusätzlich zur hohen Nettoliquidität stehen der ANDRITZ-GRUPPE derzeit folgende Kredit- und Avallinien für Vertragserfüllungen, Anzahlungen, Gewährleistungen etc. zur Verfügung:

  • Kreditlinien: 335 MEUR, davon 123 MEUR ausgenutzt
  • Avallinien: 5.517 MEUR, davon 2.926 MEUR ausgenutzt
Aktiva
1.903,8
MEUR
2.297,7
MEUR
1.311,2
MEUR
Langfristiges
Vermögen: 35%
Sonstiges kurz
fristiges Vermögen: 41%
Flüssige Mittel und Wertpapiere
des Umlaufvermögens: 24%
Passiva
949,1
MEUR
654,1
MEUR
640,3
MEUR
3.269,2
MEUR
Summe Eigenkapital
inkl. nicht beherrschende
Anteile: 17%
Finanzver
bindlich
keiten: 12%
Sonstige
langfristige
Verbindlich
keiten: 12%
Sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten: 59%

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die ANDRITZ-GRUPPE beschäftigte per 30. Juni 2013 23.849 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2012: 17.865 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter). Dieser starke Anstieg ist vor allem auf die Konsolidierung des Schuler-Konzerns mit 5.292 Beschäftigten per 30. Juni 2013 zurückzuführen.

Wesentliche Risiken in den restlichen Monaten des Geschäftsjahrs und Risikomanagement

Die ANDRITZ-GRUPPE hat ein konzernweites Kontroll- und Steuerungsmanagement implementiert, dessen Aufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren und – falls erforderlich – rasch Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dieses System ist ein wesentlicher Bestandteil des aktiven Risikomanagements der Gruppe. Es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Überwachungs- und Kontrollsysteme ausreichend wirksam sind.

Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beziehen sich vor allem auf die Abhängigkeit der Gruppe von der allgemeinen Konjunkturentwicklung und der Entwicklung der von ihr bedienten Industrien, den Erhalt von Großaufträgen und die Erzielung der entsprechenden Umsatzerlöse aus dem hohen Auftragsstand. Darüber hinaus stellen bei der Abwicklung von Aufträgen unerwartete Kostensteigerungen wesentliche Risiken dar, insbesondere bei sogenannten Turnkey- oder EPC-Aufträgen, bei denen die Gruppe zusätzlich zur Lieferung von Ausrüstungen und Systemen von ANDRITZ auch die Verantwortung für Engineering, Bau und Montage von Fabriken übernimmt. Derartige Projekte bergen hohe Risiken in Bezug auf die Zusammenarbeit mit Drittparteien, die mit Engineering-, Bau- und Montageleistungen beauftragt werden, in sich (z. B. Streiks oder Nichteinhaltung von Terminen). Verzögerungen und Schwierigkeiten bei der Erreichung der garantierten Leistungsparameter der von ANDRITZ gelieferten Anlagen stellen ebenso wesentliche Risiken dar.

Laufende Streiks bei der Baustelle für ein Zellstoffwerk in Südamerika, für das ANDRITZ Produktionstechnologien und Ausrüstungen liefert, können zu weiteren Verzögerungen des Projekts führen, sodass dadurch der geplante Inbetriebnahmetermin nicht eingehalten werden könnte. Dies könnte – zusätzlich zu den im 1. Quartal 2013 gebildeten Rückstellungen – weitere finanzielle Vorsorgen notwendig machen.

Eine mögliche fehlerhafte Funktion der von ANDRITZ gelieferten Komponenten und Systeme kann gravierende Folgen für Menschen und materielles Vermögen haben. Die finanziellen Schwierigkeiten einzelner Euro-Länder und die unverändert schwierige gesamtwirtschaftliche Entwicklung (insbesondere in Europa und den USA) bedeuten ebenso ein ernstes Risiko für die finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE. Weiters stellt eine mögliche stärkere Abschwächung der wirtschaftlichen Aktivitäten in den Emerging Markets ein Risiko für die Gruppe dar. Die Wirtschaftsschwäche könnte zu Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zur Verzögerung oder Einstellung laufender Projekte führen. Die Stornierung bestehender Aufträge könnte den Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen, was sich wiederum negativ auf die Kapazitätsauslastung der Produktionsstätten der Gruppe auswirken könnte.

Auch eine vollständige oder teilweise Abschreibung einzelner im Zuge von Akquisitionen entstandener Firmenwerte könnte die Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beeinflussen, wenn die wirtschaftlichen Ziele für diese Firmen nicht erreicht werden können. Abseits davon besteht jederzeit das Risiko, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise oder gänzlich wertberichtigt werden müssen.

Per 1. März 2013 erfolgte die Konsolidierung des Schuler-Konzerns in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE. Da Schuler rund 80% des Umsatzes in der Automobilindustrie erzielt, die in der Regel starken zyklischen Schwankungen ausgesetzt ist, kann diese Akquisition möglicherweise auch eine negative Auswirkung auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE haben. Auch können allenfalls erforderliche Vorsorgen für das im Jahr 2011 von Schuler zur Integration von Müller Weingarten initiierte Wachstums- und Strategieprogramm "ZusammenWachsen" das Ergebnis von Schuler und damit auch das der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen.

Das Zahlungsausfallsrisiko von Kunden wird für einen Großteil der Aufträge durch Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie durch Abschluss von Exportversicherungen reduziert, jedoch können einzelne Zahlungsausfälle einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der Gruppe haben. Das Risiko für Lieferungen in als politisch durchschnittlich riskant oder sehr riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls in großem Ausmaß versichert. Wechselkursrisiken im Zusammenhang mit der Abwicklung des Auftragsstands werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten – vor allem Devisentermingeschäfte und Swaps – minimiert und gesteuert. Bei in Fremdwährung fakturierten Aufträgen (hauptsächlich solchen in US-Dollar und Schweizer Franken) wird die Nettowährungsposition durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert. Cashflow-Risiken werden über monatliche Cashflow-Berichte überwacht.

Zur bestmöglichen Reduktion der finanziellen Risiken und zur besseren Überwachung, Kontrolle und Bewertung der Finanz- und Liquiditätsposition hat die ANDRITZ-GRUPPE umfassende Treasury-Richtlinien und ein transparentes Informationssystem implementiert.

Die ANDRITZ-GRUPPE ist hinsichtlich Liquidität sehr gut positioniert und verfügt über hohe Liquiditätsreserven sowie einen gesicherten Zugang zu Liquidität. Die Gruppe vermeidet es, von einer einzigen Bank oder von nur wenigen Banken abhängig zu sein. Zur Sicherstellung der Unabhängigkeit wird bei allen wichtigen Finanzprodukten (flüssige Mittel, Finanzverbindlichkeiten, Finanzanlagevermögen, Garantien und Derivate) jeweils nur ein bestimmtes Volumen mit einer Bank abgewickelt. Durch diese Diversifikation versucht ANDRITZ, das Kontrahentenrisiko bestmöglich zu minimieren. Dennoch würde die Insolvenz einzelner oder mehrerer Banken einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung und das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE haben. Darüber hinaus kann eine Verschlechterung der Einschätzung der Bonität von ANDRITZ durch mehrere Banken den finanziellen Spielraum von ANDRITZ, insbesondere im Hinblick auf zu erstellende Avale, einschränken.

ANDRITZ verfolgt eine risikoaverse Veranlagungsstrategie. Geld wird weitgehend in risikoarme Finanzanlagen investiert, wie zum Beispiel in Staatsanleihen, staatsgarantierte Anleihen, Wertpapierfonds zur Deckung der Pensionsverpflichtungen, einlagengesicherte Schuldscheindarlehen oder Termingelder. Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten können jedoch zu einer ungünstigen Preisentwicklung bei verschiedenen Wertpapieren, in welche die Gruppe investiert hat (zum Beispiel Wertpapierfonds oder Anleihen), oder zu deren Unhandelbarkeit führen. Dies könnte sich aufgrund notwendig werdender Abwertungen oder Wertberichtigungen negativ auf das Finanzergebnis oder das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE auswirken. Durch die Krise erhöht sich zudem das Ausfallsrisiko einzelner Emittenten der Wertpapiere bzw. der Kunden. Der Vorstand wird in regelmäßigen Abständen über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposure in der ANDRITZ-GRUPPE informiert.

Aufgrund der aktuellen Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union ist das Risiko eines kompletten oder teilweisen Zerfalls der Euro-Zone und eines damit verbundenen möglichen Zusammenbruchs des Euro-Währungssystems gegeben. Dies würde sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit negativ auf die Finanz-, Liquiditäts- und Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE auswirken.

Weitere Informationen über die Risiken der ANDRITZ-GRUPPE sind dem ANDRITZ-Jahresfinanzbericht 2012 zu entnehmen.

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

Wechselkursänderungen im Zusammenhang mit der Abarbeitung des Auftragsstands werden durch entsprechende Terminkontrakte weitgehend abgesichert. Bei neuen Projekten können Wechselkursänderungen die Wettbewerbsposition der ANDRITZ-GRUPPE sowohl positiv als auch negativ beeinflussen.

Information gemäß § 87 (4) Börsegesetz

Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen durchgeführt.

Wichtige Ereignisse nach dem 30. Juni 2013

Die Situation der Weltwirtschaft sowie an den Finanzmärkten hat sich in der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Veröffentlichung dieses Berichts nicht wesentlich geändert. Bestimmende Faktoren bleiben weiterhin die Wirtschaftsschwäche und die Staatsschuldenkrisen in Europa und den USA.

AUSBLICK

Führende Wirtschaftsexperten erwarten für die kommenden Monate in den wichtigsten Regionen der Welt keine wesentliche Änderung der wirtschaftlichen Entwicklung. Die meisten Wirtschaftsindikatoren signalisieren zwar eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau, lassen jedoch keine nachhaltige Erholung der Weltwirtschaft in den kommenden Quartalen erwarten.

Bestimmende Faktoren sowohl in den USA als auch in Europa werden unverändert die Staatsschuldenkrise sowie die damit einhergehenden Budget-Konsolidierungsmaßnahmen sein, die zu einer deutlichen Kürzung der Staatsausgaben führen werden. Auch in den Emerging Markets (China und Südamerika) ist keine nachhaltige Beschleunigung des Wachstums zu erwarten, da sich die Exporte in die USA und nach Europa aufgrund der dortigen Wirtschaftsschwäche nicht nachhaltig erholen werden.

Angesichts dieser erwarteten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist für die verbleibenden Monate des Geschäftsjahrs 2013 für die von der ANDRITZ-GRUPPE (inklusive Schuler-Konzern) bedienten Märkte von einer unverändert verhaltenen Projektaktivität auszugehen. Dies dürfte auch für einzelne von Kundenseite bereits angekündigte Großprojekte gelten.

Betreffend Kostenüberschreitungen im Zusammenhang mit Lieferungen von Produktionstechnologien und Ausrüstungen für ein Zellstoffwerk wurden die nach heutigem Wissensstand erforderlichen Rückstellungen gebildet. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in den kommenden Quartalen weitere finanzielle Vorsorgen getroffen werden müssen.

Die Integration der ab 1. März 2013 konsolidierten Schuler-Gruppe läuft plangemäß, organisatorische und operative Maßnahmen werden in den kommenden Monaten durchgeführt.

Auf Basis dieser Erwartungen, des Auftragsstands sowie der per 1. März 2013 erfolgten Konsolidierung des Schuler-Konzerns erwartet die ANDRITZ-GRUPPE für das Geschäftsjahr 2013 im Jahresvergleich einen Anstieg des Umsatzes. Das Konzern-Ergebnis wird jedoch durch die deutliche Ergebnisverschlechterung in den Geschäftsbereichen PULP & PAPER und SEPARATION sowie die im Zusammenhang mit der Akquisition von Schuler planmäßig erfolgenden Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten deutlich unter dem Vorjahresvergleichswert liegen.

Sollte sich in den kommenden Monaten die globale Weltwirtschaft erneut stärker eintrüben, ist mit negativen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE zu rechnen. Dies könnte zu notwendigen organisatorischen und kapazitiven Anpassungen und möglicherweise daraus entstehenden finanziellen Vorsorgen führen, die das Ergebnis negativ beeinträchtigen könnten.

Disclaimer:

Bestimmte Aussagen in diesem Bericht sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.

ERKLÄRUNG GEMÄSS § 87 (1) BÖRSEGESETZ

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzern-Zwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Graz, 7. August 2013

Der Vorstand der ANDRITZ AG

Vorstandsvorsitzender PULP & PAPER

(Neuanlagen)

Wolfgang Leitner Karl Hornhofer Humbert Köfler Friedrich Papst Wolfgang Semper PULP & PAPER (Service & Systemlösungen), SEPARATION

METALS, HYDRO (Pumpen)

HYDRO

HYDRO

MARKTENTWICKLUNG

Die Projektaktivität für elektromechanische Ausrüstungen von Wasserkraftwerken war im 2. Quartal 2013 zufriedenstellend, lag jedoch unter dem sehr hohen Niveau der Vorjahre. Die Investitionstätigkeit allerdings war verhalten, Aufträge wurden im Berichtszeitraum nur selektiv vergeben. Insgesamt ist die Projektsituation weltweit jedoch gut. Zusätzlich zu verschiedenen Modernisierungs- und Rehabilitationsprojekten in Europa und Nordamerika sind in den Emerging Markets, insbesondere in Südamerika und Afrika, einige neue Wasserkraftwerksprojekte in Umsetzung bzw. in der Projektierungsphase. Gut entwickelte sich der Markt für Ausrüstungen von Kleinwasserkraftwerken. Die Investitionsaktivitäten im Bereich Pumpen sind zufriedenstellend.

WICHTIGE EREIGNISSE

ANDRITZ HYDRO verzeichnete im Berichtszeitraum die erfolgreiche Kundenübergabe zahlreicher Maschinen; darunter die erste Maschine für das Wasserkraftwerk Rio Macho, Costa Rica, vier Maschinen für das Wasserkraftwerk Maua, Brasilien, sowie alle 20 Maschinen für das Wasserkraftwerk Lower Olt, Rumänien.

Im Rahmen der Modernisierung des Laufkraftwerks Ybbs-Persenbeug, Österreich, wurden als erster wichtiger Meilenstein die Modellversuche der Turbinen erfolgreich abgeschlossen. Das Donaukraftwerk von VERBUND liefert derzeit mit einer Gesamtleistung von 236 Megawatt Strom für 380.000 Haushalte und wird durch neue Hydraulik- und Elektriktechnologien, verbesserte Werkstoffe und Fertigungstechniken sowie digitale Regelungen ab 2020 Strom für zusätzlich 17.000 Haushalte erzeugen.

ANDRITZ HYDRO hat seine globale Marktpräsenz weiter ausgebaut. Um die Betreuung der Kunden vor Ort zu verbessern, wurden zusätzlich zum bestehenden Vertriebsnetz neue lokale Niederlassungen in Portugal (Porto), Myanmar (Yangon) und Georgien (Tbilisi) eröffnet.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Für BKK Produksjon, das zweitgrößte Energieversorgungsunternehmen Norwegens, liefert der Geschäftsbereich zwei 90-Megawatt-Francisturbinen, Generatoren und Zusatzausrüstung für das Wasserkraftwerk Matre-Haugsdal.

Kraftwerke Oberhasli, Schweiz, beauftragte im Rahmen der Erweiterung der Wasserkraftwerke Innertkirchen 1 und Handeck 2 die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von zwei Peltonturbinen (150 bzw. 90 Megawatt) sowie eines Synchrongenerators (165 Megavoltampere). Die Modernisierung der beiden vor mehr als 60 Jahren errichteten Kraftwerke leistet einen wesentlichen Beitrag zur Abdeckung des Spitzenenergiebedarfs zum Ausgleich volatiler Wind- und Sonnenenergie. Die durch die Modernisierung jährlich zusätzlich gewonnenen 70 Gigawattstunden decken den Strombedarf von mehr als 14.000 Haushalten ab.

Für das Wasserkraftwerk San Pedro II von Iberdrola, Spanien, wird die elektromechanische Ausrüstung für eine 22-Megawatt-Rohrturbine inklusive Generator geliefert und in Betrieb genommen.

Von Transalta, Kanada, erhielt der Geschäftsbereich den Auftrag zur Modernisierung der elektromechanischen Ausrüstung des Wasserkraftwerks Spray 1.

AES Tiete beauftragte ANDRITZ HYDRO mit der Modernisierung der elektromechanischen Ausrüstung des Wasserkraftwerks Barra Bonita, Brasilien.

Für Shiroro Hydroelectric, Nigeria, wird die Maschine 3 im Wasserkraftwerk Shiroro modernisiert. Der Lieferumfang beinhaltet die komplette Demontage der Maschine, den Austausch von Verschleißteilen, eine neue Sensorik sowie ein neues Kühlwassersystem. Shiroro, mit vier 155-Megawatt-Francisturbinen ausgestattet, ist das wichtigste Wasserkraftwerk Nigerias und versorgt die Hauptstadt Abuja mit elektrischer Energie.

NB Power, Kanada, beauftragte die Rehabilitierung der Maschine 1 (33-Megawatt-Kaplanturbine) im Wasserkraftwerk Beechwood, das bereits seit 1957 in Betrieb ist. Der Auftrag umfasst Demontage, Inspektion, Reparatur und Montage der Maschine.

Im Bereich der elektromechanischen Ausrüstung von Kleinwasserkraftwerken wurden im Berichtszeitraum, insbesondere in Nord- und Südamerika sowie in Asien, zahlreiche Aufträge verzeichnet.

Im Bereich Pumpen wurde unter anderem die Lieferung von Kühlwasserpumpen für ein thermisches Kraftwerk in den Niederlanden sowie von Standardpumpen für eine Zellstoffanlage in Indonesien beauftragt.

PULP & PAPER

MARKTENTWICKLUNG

Der internationale Zellstoffmarkt entwickelte sich im 2. Quartal 2013 positiv. Aufgrund solider Nachfrage, insbesondere seitens der Hersteller von Spezial- und Tissuepapier, konnten die Zellstoffproduzenten im Verlauf des Berichtsquartals leichte Preiserhöhungen durchsetzen. So stieg der Preis für Langfaserzellstoff NBSK (Northern Bleached Softwood Kraft) von rund 840 US-Dollar per Anfang April auf rund 860 US-Dollar per Ende Juni 2013.

Auch beim Kurzfaserzellstoff kam es im Berichtsquartal zu Preisanhebungen. Gute Nachfrage aus China sowie ein insgesamt knappes Angebot ließen den Preis für Eukalyptuszellstoff von rund 790 US-Dollar per Anfang April auf rund 840 US-Dollar per Ende Juni 2013 ansteigen.

In diesem Umfeld hat sich der Markt für Zellstoffausrüstungen im Berichtsquartal solide entwickelt, und es wurden eine Reihe von Modernisierungsaufträgen sowie eine komplette neue Zellstoffproduktionslinie in Brasilien vergeben. Das Wettbewerbsumfeld für Lieferanten von Zellstoffausrüstungen war weiter von einem hohen Preisdruck, insbesondere bei Zellstoffgroßprojekten, gekennzeichnet.

WICHTIGE EREIGNISSE

Metsä Fibre, Finnland, hat die weltweit größte Polysulfid-Kocherei in einer Linie im Werk Joutseno in Betrieb genommen. Der Geschäftsbereich lieferte die Technologie für die Polysulfid-Vorbereitung sowie die Modifikation des Kochers für die Produktion von hochwertigerem Zellstoff aus Weichholz. Durch den Einsatz von Polysulfid-Kochlauge können einzelne Zellstoffeigenschaften verbessert werden, was den Papierproduzenten zugutekommt, und auch die Faserausbeute während der Zellstoffproduktion gesteigert werden.

In China nahmen Anhui China Tobacco Recon und Jiangsu Bohui Stoffaufbereitungs- und Konstantteilanlagen und Jiangxi Lee & Man einen kompletten Papiermaschinenkonstantteil in Betrieb.

Nach Abschluss der Nachrüstarbeiten durch ANDRITZ nahm OAO Ilim Group, Russland, einen Rückgewinnungskessel im Werk Kotlas in Betrieb. Der ANDRITZ-Lieferumfang umfasste Engineering, Beschaffung und Montageüberwachung für den Umbau des unteren Teils der Kesselbrennkammer sowie neue Zuführ- und Transportsysteme.

Der Geschäftsbereich erhöhte die Kapazität einer Eindampfanlage für ENCE, Spanien, und lieferte auch ein Brennersystem für den Rückgewinnungskessel. Die Montage wurde innerhalb kürzester Zeit während des jährlichen Betriebsstillstands durchgeführt.

In der Faserplattenindustrie wurden Druckzerfaserungssysteme für die MDF-Produktion von den beiden chinesischen Unternehmen Yangzhou Liyou Panelboard und Jiangsu Huifeng Huaihe Wood Industry sowie von Pavatex, Frankreich, in Betrieb genommen.

Daelim, Südkorea, nahm eine Produktionslinie von ANDRITZ Biax zur Herstellung von BOPP-Folien (Biaxially Oriented Polypropylene) in Betrieb. Die neue Linie hat eine Breite von 8,7 Metern und ist für eine Jahresproduktion von rund 38.600 Tonnen ausgelegt. Die Kunststofffolien mit einer Stärke von 10-60 Mikrometer werden vorwiegend in der Verpackungsindustrie eingesetzt.

Im Bereich Vliesstoffe eröffnete der Geschäftsbereich ein neues Technikum einschließlich einer Pilotlinie für den Nadelvliesmarkt in Elbeuf, Frankreich. Im Technikum Montbonnot, Frankreich, wurde die Pilotanlage um die schnellste Spunlace-Linie der Welt erweitert.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Zhejiang Jinghxing Paper, einer der größten asiatischen Produzenten von Linerboard, steigt in den Tissuepapiermarkt ein und bestellte zwei Tissuepapiermaschinen mit Stahlzylindern einschließlich Zylinderdeckelisolierung (Durchmesser der Zylinder: 18 Fuß). Die Maschinen, auf denen Tissuepapiere für hochwertige Gesichtstücher und Toilettenpapiere hergestellt werden, sind für eine Geschwindigkeit von 1.900 Meter pro Minute und eine Breite von 2,85 Meter ausgelegt.

Mit dem Kauf von zwei Tissuepapiermaschinen mit 18-Fuß-Stahlzylindern steigt Shandong Sun Paper, ein führender chinesischer Papier- und Zellstoffhersteller, ebenfalls in das Tissuepapiergeschäft ein. Die Maschinen werden eine Breite von 5,62 Meter und eine Auslegungsgeschwindigkeit von 2.000 Meter pro Minute haben und sind für die Produktion von hochwertigen Gesichtstüchern und Toilettenpapier vorgesehen. Der Lieferumfang beinhaltet auch die komplette Stoffaufbereitung sowie die Automatisierungstechnik.

Kartonsan, Türkei, beauftragte die Modernisierung einer Kartonmaschine und der dazugehörigen Stoffaufbereitungssysteme. Die Modernisierung wird die Jahresproduktion von Duplex- und Triplex-Karton von 100.000 auf 160.000 Tonnen erhöhen.

Bohui Paper, China, orderte eine neue Vorbehandlungsstufe für die BCTMP-Linie. Die Kartonlinie weist eine Kapazität von rund 600 Tonnen pro Tag auf und umfasst einen ANDRITZ-Impressafiner MSD, einen Imprägnator sowie ein Austragsystem für den Hackschnitzelsilo. Bohui Paper gehört zu den führenden chinesischen Produzenten von Faltschachtelkarton, Testliner, Kraftliner sowie Schreib- und Druckpapieren.

Für UPM Wisaforest, Finnland, wird der Geschäftsbereich Waschsysteme der Faserlinie modernisieren und zwei DD-Wäscher (DD: Drum Displacer) überholen, die aus einem anderen UPM-Werk in Finnland verlagert werden.

Von Horizon Pulp & Paper, Estland, erhielt der Geschäftsbereich den Auftrag zur Modernisierung des Holzplatzes inklusive Lieferung einer neuen Entrindungslinie.

Für Stora Enso Nymölla und Domsjö Fabriker, Schweden, wird ANDRITZ einen bestehenden Kocher umbauen. Für den Rückgewinnungskessel von Nymölla liefert der Geschäftsbereich Wärmetauscher für die Vorwärmung der Verbrennungsluft und einen Economizer für die Vorwärmung des Speisewassers. Der Lieferumfang für den Sulfitlaugenkessel von Domsjö Fabriker umfasst den Austausch der Überhitzer- und Verdampferheizflächen sowie den Teilaustausch der Vorder- und Rückwand des Laugenkessels. Dank der ANDRITZ-Technologien wird der Wirkungsgrad um bis zu 20% erhöht werden.

Chongqing Lee & Man Paper Manufacturing, China, bestellte eine neue Altpapieraufbereitungslinie für alte Verpackungspapiere sowie einen Papiermaschinenkonstantteil.

PMP, Polen, und Pindo Deli Paper Perawang Mills, Indonesien, orderten Systeme für die Stoffaufbereitung und den Konstantteil für eine Tissuepapiermaschine.

In der Faserplattenindustrie erhielt der Geschäftsbereich Aufträge zur Lieferung von Druckzerfaserungssystemen für die MDF-Produktion von Henan Puyang Guangming Panel Board, China, sowie von den beiden türkischen Unternehmen Longteng Wood und Beypan Entegre Orman Ürünleri Sanayi ve Ticaret Anonim Sirket.

Mit Bahia Speciality Cellulose, Brasilien, unterzeichnete ANDRITZ einen Fünfjahresvertrag für Wartung und Instandhaltung einer kompletten Zellstofffabrik. Der Kunde will damit die Gesamtkosten für die Instandhaltung und Wartung senken und die Produktion dank einer verbesserten Verfügbarkeit der Anlage erhöhen.

Im Bereich Vliesstoffe bestellte Summit, Thailand, eine neue Nadelvlieslinie; eine Spunlace-Linie wird an Avangarde, Russland, geliefert.

METALS

MARKTENTWICKLUNG

Im Bereich der Umformtechnik für die Automobil- und Automobilzulieferindustrie wurde im 2. Quartal 2013 trotz Anzeichen einer Nachfrageabschwächung eine insgesamt zufriedenstellende, regional jedoch differenzierte Projektaktivität verzeichnet. Während die Investitionstätigkeit in weiten Teilen Europas sowie in Russland, Indien und Japan zurückhaltend war, kam es in Deutschland, China, Südamerika und den USA zu zahlreichen Auftragsvergaben.

Die Projektaktivität im Bereich Anlagen und Ausrüstungen zur Herstellung und Verarbeitung von Bändern aus Edelstahl war aufgrund der unverändert vorhandenen Überkapazitäten in der internationalen Stahl-/ Edelstahlindustrie sowie der konjunkturell bedingten Schwäche der Edelstahlnachfrage weiterhin sehr gering. Zufriedenstellend war hingegen die Investitionsaktivität für Kohlenstoffstahlanlagen und Industrieöfen, wo es insbesondere in China und Südostasien zu Auftragsvergaben kam.

WICHTIGE EREIGNISSE

Erfolgreich in Betrieb genommen wurde eine an Bonatrans Group, Tschechische Republik, gelieferte Ofenanlage, in der jährlich 400.000 Eisenbahnräder vergütet werden.

Ebenfalls erfolgreich ging eine an Tianjin TISCO & TPCO Stainless Steel, China, gelieferte Regenerationsanlage für Mischsäure in Betrieb. Die Anlage verfügt über eine Kapazität von 7.500 Liter pro Stunde und ist bereits die vierte Anlage dieser Art für die TISCO-Gruppe.

ANDRITZ Soutec nahm für AMTB in San Luis Potosí, Mexiko, zwei Laserschweißanlagen in Betrieb.

Für Kunden der Automobil- und Automobilzulieferindustrie hat Schuler einen neuen Laserschneider für Platinen präsentiert. Die neue DynamicFlow-Technologie ermöglicht das Schneiden von Platinen bei kontinuierlicher Bandzuführung, wobei drei parallel arbeitende Laserköpfe für eine besonders hohe Ausbringung sorgen. Der energieeffiziente Laserschneider ist in der Verarbeitung unterschiedlicher Materialien und in der Herstellung verschiedener Platinenformen außerordentlich flexibel.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Schuler erhielt von einem deutschen Premiumautomobilhersteller für dessen Produktionsstandort in Mexiko den Auftrag zur Lieferung einer sechsstufigen Pressenlinie mit ServoDirekt-Technologie zur Fertigung von Innen- und Außenhautteilen für Personenkraftwagen. Die Pressenlinie umfasst eine Kopfpresse mit einer Presskraft von 21.000 Kilonewton und fünf Folgepressen (jeweils 12.000 Kilonewton). Die maximale Ausbringung der Gesamtanlage beträgt 17 Hübe pro Minute. Der Lieferumfang beinhaltet auch den automatisierten Teiletransport zwischen den einzelnen Pressenstufen, die Automation für die Materialzuführung sowie eine Tryout-Presse mit 21.000 Kilonewton Presskraft, um den Einarbeitungsaufwand zu reduzieren.

Ebenfalls an einen deutschen Premiumautomobilhersteller liefert Schuler eine mechanische Transferpresse mit einer Presskraft von 12.500 Kilonewton zur Halbwarmumformung von Kugelnaben mit einer Ausbringung von 20 Teilen pro Minute. Der Lieferumfang beinhaltet auch ein Transfersystem für den effizienten Teiletransport, Werkzeuge, Ofen und Zuführung.

XCMG Railway Equipment, China, beauftragte Schuler mit der Lieferung einer Transferpresse (Presskraft: 35.000 Kilonewton) einschließlich Transfersystem, Werkzeuge und Zuführung zur Warmumformung von Kettengliedern für Raupen, Bagger und andere Baumaschinen. Die Anlage wird rund 20 Teile pro Minute produzieren.

Drei vollautomatisierte Schmiedelinien zur Herstellung von Getriebeteilen orderte Shanghai Automotive Gear Works, China. Schuler wird zwei Warmschmiedeanlagen (Presskraft: 2.000 bzw. 25.00 Kilonewton) und eine Kaltschmiedeanlage (12.500 Kilonewton) inklusive Zusatzausrüstung liefern.

Fünf Werkzeugsätze für die Produktion von Karosseriewerkzeugen für Türaußenteile von Mittelklasse- und Sportwagen wird Schuler an einen deutschen Premiumautomobilhersteller liefern. Der Auftrag umfasst das Engineering, die Werkzeuganfertigung sowie die Inbetriebnahme der Werkzeugsätze auf den Produktionspressen.

Tangshan Iron and Steel Group, China, beauftragte ANDRITZ METALS mit der Lieferung von Öfen und Prozessausrüstung für eine Feuerverzinkungsanlage (Jahreskapazität: 415.000 Tonnen) und eine kontinuierliche Glühlinie (Jahreskapazität: 770.000 Tonnen). Beide Linien verarbeiten für die Produktion hochfester Stähle für die Automobilindustrie Bandabmessungen von 0,2-2,5 Millimeter Dicke und 700-1.600 Millimeter Breite.

An Longkou Nanshan Aluminium Rolling New Material, China, liefert der Geschäftsbereich eine Streckrichtlinie für kaltgewalzte Aluminiumbänder mit einer Jahreskapazität von 90.000 Tonnen.

Shandong Nanshan Aluminum, China, orderte acht Schmelz- und Halteöfen zur Herstellung besonders harter Aluminiumlegierungen.

ANDRITZ Soutec erhielt von Baosteel Chongqing, China, den Auftrag zur Lieferung einer linearen Laserschweißanlage, mit der Karosserieteile für den Automobilhersteller Wuling produziert werden.

Eine Bremsbackenschweißmaschine liefert ANDRITZ Soutec an TRW, Brasilien. TRW wird mit dieser Anlage Fahrzeugteile für VW, Fiat und Ford herstellen.

SEPARATION

MARKTENTWICKLUNG

Die globale Investitionstätigkeit für Anlagen zur Fest-Flüssig-Trennung war im zweiten Quartal 2013 verhalten, wobei sich die einzelnen Industrien unterschiedlich entwickelten. Während die Investitions- und Projektaktivität im kommunalen und industriellen Abwasserbereich sowie in der Lebensmittelindustrie relativ solide war, zeigten die chemische Industrie, der Bergbau und die Mineralienindustrie geringe Projektaktivität; die beiden letzteren waren durch sinkende Rohstoffpreise und die Wirtschaftsabschwächung in einigen Regionen negativ beeinflusst, was bei mehreren Projekten zu Verschiebungen oder Stornierungen führte. Die Projektaktivität in der Tierfutterindustrie war zufriedenstellend, gute Projektaktivität wurde im Bereich Spezialtierfutter (Fisch- und Haustierfutter) verzeichnet.

WICHTIGE EREIGNISSE

Sechs Paddeltrocknerlinien mit einer Kapazität von 100 Tonnen Nassschlamm pro Tag und Linie wurden in der Abwasserreinigungsanlage Ambarli, Türkei, in Betrieb genommen. Damit ist Ambarli die größte Paddeltrockneranlage der Welt.

Erfolgreich abgeschlossen wurde die Inbetriebnahme der weltweit vier größten Eindickungszentrifugen für Schlamm in Columbus, Ohio, USA.

Die größte Weinkellerei Südamerikas nahm einen ANDRITZ-Separator in Betrieb. Die Separatorleistung übertraf die Erwartungen, insbesondere in Hinblick auf die Optimierung der Weinklärung.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Der Geschäftsbereich erhielt den Auftrag zur Lieferung von vier Zentrifugen für die Wasseraufbereitungsanlage Pantai, Malaysia. Die Anlage beliefert die Stadt Kuala Lumpur mit Trinkwasser.

Für das Bergwerk Cerro Verde, Peru, wurden zehn große Bandpressen für die Abwasseraufbereitung geordert.

Im Bereich Kaliindustrie werden an EuroChem, Russland, 14 Eindicker geliefert. EuroChem zählt zu den drei führenden Stickstoff- und Phosphatdüngemittelherstellern Europas. Drei Schubzentrifugen wurde von Uralkali, Russland, bestellt.

Der größte indische Hersteller von Paraxylol beauftragte ANDRITZ SEPARATION mit der Lieferung von Siebmantelzentrifugen.

Ein chinesischer PVC-Hersteller orderte ein Fließbetttrocknersystem für die Trocknung von in Polymerisationsreaktoren erzeugtem PVC.

Ein Fließbetttrocknersystem für L-Lysin, das als Zusatzstoff in Tierfutter eingesetzt wird, wird einem brasilianischen Kunden geliefert.

Aus der Getränkeindustrie erhielt der Geschäftsbereich Aufträge zur Lieferung einer dynamischen Cross-Flow-Filtrationsanlage für eine Weinkellerei in Osteuropa und von Separatoren für einen Bierbrauer in den USA.

Im Bereich Futtermittel erhielt ANDRITZ mehrere Aufträge für neue Futtermittellinien aus Asien, Lateinamerika und Europa. Aufträge für Fischfutter-Extruderlinien wurden von Kunden aus Asien sowie Europa, Aufträge für Haustierfutter-Extruderlinien aus Lateinamerika und Europa verbucht.

KONZERN-BILANZ

Zum 30. Juni 2013 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) 30. Juni 2013 31. Dezember 2012
AKTIVA
Immaterielle Vermögenswerte 369.953 101.110
Firmenwerte 508.159 317.775
Sachanlagen 672.870 494.187
Anteile an assoziierten Unternehmen 603 555
Sonstige Finanzanlagen 100.167 355.288
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.444 21.385
Sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte 67.182 74.851
Aktive latente Steuern 166.397 121.579
Langfristige Vermögenswerte 1.903.775 1.486.730
Vorräte 608.660 405.317
Geleistete Anzahlungen 170.082 181.196
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 623.415 606.548
Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für Projekte, soweit sie
dafür erhaltene An- und Teilzahlungen übersteigen 506.290 320.718
Sonstige kurzfristige Forderungen 389.201 342.122
Wertpapiere des Umlaufvermögens 240.844 325.486
Zahlungsmittel 1.070.392 1.492.848
Kurzfristige Vermögenswerte 3.608.884 3.674.235
SUMME AKTIVA 5.512.659 5.160.965
PASSIVA
Grundkapital 104.000 104.000
Kapitalrücklagen 36.476 36.476
Gewinnrücklagen 767.386 867.017
Auf Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallendes
Eigenkapital 907.862 1.007.493
Nicht beherrschende Anteile 41.217 26.302
Summe Eigenkapital 949.079 1.033.795
Anleihen - langfristig 512.556 525.099
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten - langfristig 42.838 9.667
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing - langfristig 15.677 16.061
Rückstellungen - langfristig 426.955 312.226
Sonstige Verbindlichkeiten - langfristig 34.863 13.182
Verbindlichkeiten aus latenten Steuern 178.461 93.912
Langfristige Verbindlichkeiten 1.211.350 970.147
Anleihen - kurzfristig 0 186.654
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten - kurzfristig 81.852 51.797
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing - kurzfristig 1.207 1.364
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 436.828 420.369
Erhaltene An- und Teilzahlungen für Projekte, soweit sie die dafür
realisierte Umsatzerlöse übersteigen 1.173.823 1.090.860
Erhaltene Anzahlungen 145.117 63.759
Rückstellungen - kurzfristig 474.296 413.221
Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern 31.962 50.740
Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig 1.007.145 878.259
Kurzfristige Verbindlichkeiten 3.352.230 3.157.023
SUMME PASSIVA 5.512.659 5.160.965

KONZERN-GEWINN-UND -VERLUSTRECHNUNG

Für das 1. Halbjahr 2013 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) H1 2013 H1 2012 Q2 2013 Q2 2012
Umsatzerlöse 2.610.071 2.437.836 1.446.283 1.252.179
Veränderung des Bestandes an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen 18.506 39.021 -12.407 10.904
Aktivierte Eigenleistungen 1.619 233 1.170 165
2.630.196 2.477.090 1.435.046 1.263.248
Sonstige betriebliche Erträge 47.582 35.755 20.764 18.334
Materialaufwand -1.446.327 -1.466.873 -754.463 -737.476
Personalaufwand -724.407 -553.624 -397.635 -284.027
Sonstige betriebliche Aufwendungen -371.013 -307.644 -199.727 -161.883
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und
Abschreibungen (EBITDA) 136.031 184.704 103.985 98.196
Abschreibungen und Wertminderungen von
immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -70.159 -41.566 -41.187 -21.710
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 65.872 143.138 62.798 76.486
Erträge/Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 31 -775 102 76
Zins-Ergebnis -3.398 6.443 -2.098 2.147
Sonstiges Finanz-Ergebnis 320 1.040 4 994
Finanz-Ergebnis -3.047 6.708 -1.992 3.217
Ergebnis vor Steuern (EBT) 62.825 149.846 60.806 79.703
Steuern vom Einkommen und Ertrag -17.980 -42.337 -17.764 -22.629
KONZERN-ERGEBNIS 44.845 107.509 43.042 57.074
Davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 46.895 108.725 42.793 58.262
Nicht beherrschende Anteile -2.050 -1.216 249 -1.188
Gewogene durchschnittliche Anzahl an
nennwertlosen Stückaktien 103.237.134 103.226.480 103.219.425 103.251.836
Gewinn je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 0,45 1,05 0,41 0,56
Potenzielle Verwässerung durch Aktienoptionen 1.154.893 719.181 862.567 769.520
Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen
Stückaktien und Optionen
104.392.027 103.945.661 104.081.992 104.021.356
Verwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in
EUR)
0,45 1,05 0,41 0,56

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Für das 1. Halbjahr 2013 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) H1 2013 H1 2012 Q2 2013 Q2 2012
Konzern-Ergebnis 44.845 107.509 43.042 57.074
Posten, die unter bestimmten Bedingungen
nachträglich in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden:
Unterschiede aus der Währungsumrechnung, nach
Ertragsteuern
-7.351 1.446 -21.367 6.371
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte,
nach Ertragsteuern
-811 1.530 -435 539
Absicherung von Zahlungsströmen, nach Ertragsteuern -1.423 0 -970 0
Posten, die nicht nachträglich in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden:
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste, nach
Ertragsteuern 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis der Periode -9.585 2.976 -22.772 6.910
GESAMTERGEBNIS DER PERIODE 35.260 110.485 20.270 63.984
Davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 38.847 113.269 23.076 66.618
Nicht beherrschende Anteile -3.587 -2.784 -2.805 -2.634

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS

Für das 1. Halbjahr 2013 (verkürzt, ungeprüft)

Davon entfallen auf Gesellschafter der Muttergesellschaft Nicht
beherr
schende
Anteile
Summe
Eigen
kapital
(in TEUR) Grund
kapital
Kapital
rück
lagen
Sonstige
Gewinn
rück
lagen
IAS
39-
Rück
lage
Versiche
rungsma
thema
tische
Gewinne/
Verluste
Unter
schieds
beträge
aus Wäh
rungsum
rechnung
Gesamt
STAND ZUM
1. JÄNNER 2012
104.000 36.476 774.104 189 -18.751 651 896.669 42.204 938.873
Gesamtergebnis der
Periode
108.725 1.526 3.018 113.269 -2.784 110.485
Dividenden -113.551 -113.551 -3.936 -117.487
Änderungen aus
Akquisitionen
6.586 6.586
Veränderung eigene
Aktien
1.808 1.808 1.808
Sonstige
Veränderungen
2.954 2.954 917 3.871
STAND ZUM
30. JUNI 2012
104.000 36.476 774.040 1.715 -18.751 3.669 901.149 42.987 944.136
STAND ZUM
1. JÄNNER 2013
104.000 36.476 909.120 695 -35.388 -7.410 1.007.493 26.302 1.033.795
Gesamtergebnis der
Periode
46.895 -2.172 -5.876 38.847 -3.587 35.260
Dividenden -123.738 -123.738 -638 -124.376
Änderungen aus
Akquisitionen
-4.347 -4.347 19.140 14.793
Veränderung eigene
Aktien
-6.754 -6.754 -6.754
Sonstige
Veränderungen
-3.612 -27 -3.639 -3.639
STAND ZUM
30. JUNI 2013
104.000 36.476 817.564 -1.477 -35.415 -13.286 907.862 41.217 949.079

KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT

Für das 1. Halbjahr 2013 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) H1 2013 H1 2012
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -86.486 115.061
Cashflow aus Investitionstätigkeit 45.962 -92.517
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -369.712 -102.035
Veränderung der Zahlungsmittel -410.236 -79.491
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel -12.220 4.093
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 1.492.848 1.169.888
Zahlungsmittel am Ende der Periode 1.070.392 1.094.490

Der Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel wird gem. IAS 7.28 getrennt ausgewiesen. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst.

CASHFLOW AUS DEM ERWERB VON TOCHTERGESELLSCHAFTEN*

Für das 1. Halbjahr 2013 (verkürzt, ungeprüft)

Geschäfts
bereich Gesamt Gesamt
(in TEUR) ME1) SE2) H1 2013 H1 2012
Immaterielle Vermögenswerte 295.712 4.511 300.223 23.553
Sachanlagen 175.092 1.451 176.543 4.038
Vorräte 159.922 6.389 166.311 3.865
Forderungen 271.399 3.279 274.678 11.912
Verbindlichkeiten exkl. Finanzverbindlichkeiten -725.721 -7.414 -733.135 -23.170
Nicht verzinsliches Nettovermögen 176.404 8.216 184.620 20.198
Zahlungsmittel 331.084 1.973 333.057 10.023
Finanzanlagevermögen 2.626 0 2.626 0
Finanzverbindlichkeiten -107.519 -2.433 -109.952 -9
Firmenwerte 187.499 3.526 191.025 14.034
Nicht beherrschende Anteile -28.787 -1.551 -30.338 -6.586
Kaufpreis gesamt 561.307 9.731 571.038 37.660
In bar entrichteter Kaufpreis -411.152 -8.036 -419.188 -26.206
Erworbene Zahlungsmittel 331.084 1.973 333.057 10.023
NETTO-CASHFLOW -80.068 -6.063 -86.131 -16.183
Verbindlichkeiten aus nicht bezahltem Kaufpreis -1.700 -1.696 -3.396 -1.647
Zeitwert der vor Akquisition gehaltenen Anteile -148.454 0 -148.454 -9.807
NICHT IN BAR ENTRICHTETER KAUFPREIS -150.154 -1.696 -151.850 -11.454

* Bewertet zu Transaktionskursen

1) ME = METALS

2) SE = SEPARATION

Die erstmalige Einbeziehung der in 2013 erworbenen Unternehmen erfolgt auf Basis vorläufiger Werte. Die endgültige Feststellung der im Cashflow aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften angegebenen Bilanzpositionen erfolgt gemäß den Bestimmungen für die Erstkonsolidierung des IFRS 3 (überarbeitet) "Unternehmenszusammenschlüsse".

Der Cashflow im Geschäftsbereich METALS betrifft im Wesentlichen den Schuler-Konzern, Deutschland.

ANHANG

Erläuterungen zum Konzern-Zwischenabschluss per 30. Juni 2013

Allgemeines

Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2013 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Berücksichtigung der Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31. Dezember 2012 wurden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen wird auf den Konzern-Abschluss zum 31. Dezember 2012 verwiesen, der die Basis für den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss darstellt.

Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.

Der Zwischenabschluss per 30. Juni 2013 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Anwendung von neuen Standards

Seit dem 1. Jänner 2013 wendet ANDRITZ folgende neue Standards an:

  • Ergänzungen zu IAS 1: Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses
  • IAS 19 (überarbeitet 2011): Leistungen an Arbeitnehmer
  • Ergänzungen zu IAS 12: Latente Steuern Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte
  • Ergänzungen zu IFRS 7: Angaben zu Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
  • IFRS 13: Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

Die Anwendung dieser neuen Standards hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Kurzfassung des konsolidierten Zwischenabschlusses.

Entwicklung Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich wie folgt entwickelt:

Vollkonsolidierung Equity-Methode
Bestand zum 1. Jänner 2013 117 4
Zugänge aus Unternehmenserwerben 30 0
Änderung der Konsolidierungsmethode
Zugänge 1 0
Abgänge -2 0
Umgründungen -1 0
Bestand zum 30. Juni 2013 145 4

Akquisitionen

Die folgenden Unternehmen waren im Vergleichszeitraum 1. Jänner bis 30. Juni 2012 nicht oder nur teilweise im Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE enthalten:

2012 erworben

  • ANDRITZ Bricmont Inc. (100%): Ofenanlagen für die Aluminium- und Stahlindustrie
  • ANDRITZ (Wuxi) Nonwoven Technology Co. Ltd. (100%): Anlagen zur Produktion von Trockenvlies, vor allem für Anwendungen im Textil- und Hygienebereich
  • Soutec AG, Schweiz (100%): Laser- und Rollnaht-Widerstandsschweißsystemen für die Metall verarbeitende Industrie
  • Allied Environmental Solution, Inc., USA (100%): Rauchgasreinigungssysteme für Energieversorger und Energie erzeugende Industrien
  • Royal GMF-Gouda (Goudsche Machinefabriek), Niederlande (100%): Hersteller von Trocknungssystemen für die Lebensmittelindustrie, die chemische Industrie sowie für den kommunalen Umweltbereich

2013 erworben

  • Shanghai Shende Machinery Co. Ltd., China (80%): Anlagen zur Produktion von Tier-/Fischfutterpellets im mittleren Kapazitätsbereich
  • Schuler-Konzern, Deutschland (92,8% mit Closing des Übernahmeangebots): Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Verfahrens-Know-how und Dienstleistungen im Bereich der Umformtechnik für die Metall verarbeitende Industrie
  • FBB Engineering GmbH, Deutschland (100%): Brenner und feuerfeste Bauteile für die Stahl- und Aluminiumindustrie

Die geschätzten Zeitwerte der in 2013 erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Basis von Transaktionskursen sind wie folgt:

Anpassungen an
IFRS den beizulegenden Beizulegender
(in TEUR) Buchwerte Zeitwert Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 8.226 291.997 300.223
Sachanlagen 156.543 20.000 176.543
Vorräte 166.311 0 166.311
Forderungen 274.678 0 274.678
Verbindlichkeiten -625.746 -107.389 -733.135
Nicht verzinsliches Nettovermögen -19.988 204.608 184.620
Zahlungsmittel 333.057 0 333.057
Finanzanlagevermögen 2.626 0 2.626
Finanzverbindlichkeiten -109.952 0 -109.952
Firmenwerte 0 191.025 191.025
Nicht beherrschende Anteile -30.338 0 -30.338
Nettovermögen 175.405 395.633 571.038

Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen

Nach Erlangung der Beherrschung am Schuler-Konzern im Februar 2013 erwarb ANDRITZ zusätzliche Anteile. Die ANDRITZ-GRUPPE erfasste diese Änderung der Beteiligungsquote als Eigenkapitaltransaktion.

Saisonalität des Geschäftsverlaufs

Der Geschäftsverlauf der ANDRITZ-GRUPPE ist im Allgemeinen durch keine Saisonalität gekennzeichnet.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn und -Verlustrechnung

Im 1. Halbjahr 2013 betrug der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE 2.610,1 MEUR und lag damit um 7,1% über dem Vergleichswert des Vorjahrs (H1 2012: 2.437,8 MEUR). Der Betriebserfolg (EBIT) erreichte 65,9 MEUR (H1 2012: 143,1 MEUR).

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Die Bilanzsumme der ANDRITZ-GRUPPE per 30. Juni 2013 stieg auf 5.512,7 MEUR an und war damit um 351,7 MEUR höher als zum 31. Dezember 2012 (5.161,0 MEUR). Das Nettoumlaufvermögen per 30. Juni 2013 betrug -524,5 MEUR (31. Dezember 2012: -631,5 MEUR).

Im laufenden Geschäftsjahr wurden von der ANDRITZ AG für das Geschäftsjahr 2012 123,7 MEUR an Dividenden ausgeschüttet. Im 1. Halbjahr 2013 wurden 370.000 Aktien zurückgekauft sowie 489.439 Aktien an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ANDRITZ ausgegeben.

Erläuterungen zum Konzern-Cashflow-Statement

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im 1. Halbjahr 2013 -86,5 MEUR (H1 2012: 115,1 MEUR). Dieser Rückgang ist vor allem auf projektbedingte Veränderungen des Umlaufvermögens (working capital) zurückzuführen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im 1. Halbjahr 2013 46,0 MEUR (H1 2012: -92,5 MEUR). Die Veränderung resultiert hauptsächlich aus Akquisitionen (-86,1 MEUR in H1 2013 versus -16,2 MEUR in H1 2012), Investitionen in Sach- und immaterielles Anlagevermögen von -44,4 MEUR (H1 2012: -34,5 MEUR), Einzahlungen aus Wertpapieren und dem Finanzanlagevermögen (+176,5 MEUR in H1 2013 versus -41,8 MEUR in H1 2012).

Segmentberichterstattung

Die Segmentinformationen werden nach folgenden Kriterien dargestellt:

Geschäftsbereiche

Die ANDRITZ-GRUPPE betreibt ihre Geschäftsaktivitäten in folgenden Geschäftsbereichen:

  • HYDRO (HY)
  • PULP & PAPER (PP)
  • METALS (ME)
  • SEPARATION (SE)

Der Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL wurde per 1. Jänner 2013 dem Geschäftsbereich SEPARATION zugeordnet. Die Vergleichswerte des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst.

Geschäftsinformationen per 30. Juni 2013:

Über
(in TEUR) HY PP ME SE leitung Gesamt
Umsatz 850.588 932.140 549.232 278.111 0 2.610.071
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und
Abschreibungen (EBITDA) 76.278 9.981 45.108 4.664 0 136.031
Summe Aktiva 1.272.112 932.963 1.317.951 513.732 1.475.901 5.512.659
Summe Passiva exkl. Summe
Eigenkapital 1.232.455 1.017.538 682.913 252.441 1.378.233 4.563.580
Investitionen 18.730 11.410 10.820 3.413 0 44.373
Abschreibungen und Wertminderungen
von immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen 17.464 16.273 27.333 9.089 0 70.159
Anteile am Jahresüberschuss/
-fehlbetrag von assoziierten
Unternehmen 0 31 0 0 0 31
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 603 0 0 0 603

Geschäftsinformationen per 30. Juni 2012:

Über
(in TEUR) HY PP ME SE leitung Gesamt
Umsatz 807.049 1.163.699 176.730 290.358 0 2.437.836
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und
Abschreibungen (EBITDA)
74.734 78.443 10.643 20.884 0 184.704
Summe Aktiva 1.395.922 954.081 220.975 449.889 1.636.514 4.657.381
Summe Passiva exkl. Summe
Eigenkapital
1.411.216 1.035.184 204.867 240.618 821.360 3.713.245
Investitionen 22.037 8.045 762 3.615 0 34.459
Abschreibungen und Wertminderungen
von immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen
20.241 11.200 5.275 4.850 0 41.566
Anteile am Jahresüberschuss/
-fehlbetrag von assoziierten
Unternehmen
-873 98 0 0 0 -775
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 1.053 0 0 0 1.053

Fair-Value-Hierarchie

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind im Folgenden beschrieben:

  • Stufe 1: Notierte Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten an aktiven Märkten.
  • Stufe 2: Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt (z. B. Preise) oder indirekt (z. B. abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind.
  • Stufe 3: Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die untenstehende Tabelle zeigt eine Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie. Diese unterscheidet Fair Values nach Bedeutung der in die Bewertung einbezogenen Inputparameter und verdeutlicht, inwiefern beobachtbare Marktdaten bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verfügbar sind.

Gesamt zum davon davon davon
(in TEUR) 30. Juni 2013 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert -
Handelsaktiva
Derivate 14.263 0 14.263 0
Eingebettete Derivate 25.463 0 25.463 0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
Wertpapiere des Anlagevermögens 2.374 2.374 0 0
Wertpapiere des Umlaufvermögens 240.844 240.844 0 0
Sonstige Forderungen
Derivate (Hedge Accounting) 12.863 12.863
295.807 243.218 52.589 0
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert -
Handelspassiva
Derivate 31.437 0 31.437 0
Eingebettete Derivate 7.547 0 7.547 0
Sonstige Verbindlichkeiten
Derivate (Hedge Accounting) 2.327 0 2.327
41.311 0 41.311 0

AKTIE

Relative Kursentwicklung der ANDRITZ-Aktie im Vergleich zum ATX (1. Juli 2012-30. Juni 2013)

Kursentwicklung

Die Entwicklung der internationalen Finanzmärkte war im 1. Halbjahr 2013 nach wie vor von der Euro- und Staatsschuldenkrise sowie den unsicheren allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt. Innerhalb eines unverändert volatilen Börsenumfelds sowie aufgrund diverser Rückstufungen als Folge des unerwartet deutlichen Ergebnisrückgangs im 1. Quartal 2013 (siehe Lagebericht) fiel der Kurs der ANDRITZ-Aktie im Berichtszeitraum um 21,6%. Im selben Zeitraum verlor der ATX, der führende Aktienindex der Wiener Börse, 10,2% an Wert.

Der höchste Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im 1. Halbjahr 2013 betrug 54,94 EUR (11. März 2013), der niedrigste Schlusskurs 37,93 EUR (24. Juni 2013).

Handelsvolumen

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der ANDRITZ-Aktie (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht) betrug 324.315 Aktien (H1 2012: 443.182 Aktien). Der höchste Tagesumsatz wurde am 2. Mai 2013 mit 4.659.374 Aktien und der niedrigste Tagesumsatz am 21. Jänner 2013 mit 95.384 Aktien erzielt.

Investor Relations

Im Rahmen der Verleihung des Wiener-Börse-Preises 2013 wurde ANDRITZ erneut für seine Leistungen im Bereich Investor Relations ausgezeichnet. In der Hauptkategorie "ATX-Preis" erzielte ANDRITZ den 2. Platz (nach Platz 1 im Vorjahr). Dieser Preis zeichnet jene Unternehmen des Leitindex der Wiener Börse aus, die am österreichischen Kapitalmarkt in der Informationspolitik hervorragende Arbeit leisten. Zusätzlich wurde ANDRITZ in der zum zweiten Mal bewerteten Kategorie "Privatanleger-Preis" mit dem 1. Platz ausgezeichnet. Hierbei stehen insbesondere die Qualität der Geschäftsberichte und der Medienarbeit sowie die Informationspolitik gegenüber Privatanlegern im Mittelpunkt.

ANDRITZ wurde in den von der Wiener Börse neu begründeten Index "ATX Global Players" aufgenommen. Der Index enthält 15 Unternehmen des Prime-Market-Segments der Wiener Börse, die jeweils mindestens 20% ihres Umsatzes außerhalb Europas erzielen. Mit einem Anteil von 20% an der Indexkapitalisierung war ANDRITZ per 30. Juni 2013 der größte Wert dieses neuen Index.

Im 2. Quartal 2013 wurden mit internationalen institutionellen Anlegern und Finanzanalysten Gespräche in Amsterdam, Boston, Brüssel, Chicago, Edinburgh, Frankfurt, Genf, Helsinki, Kopenhagen, London, New York und Paris geführt.

Kennzahlen der ANDRITZ-Aktie Einheit H1 2013 H1 2012 Q2 2013 Q2 2012 2012
Höchster Schlusskurs EUR 54,94 42,76 52,80 42,76 50,00
Niedrigster Schlusskurs EUR 37,93 32,83 37,93 35,66 32,83
Schlusskurs (per ultimo) EUR 39,43 40,52 39,43 40,52 48,54
Marktkapitalisierung (per ultimo) MEUR 4.100,2 4.214,1 4.100,2 4.214,1 5.048,2
Performance % -21,6 +23,4 -25,3 +9,1 +47,9
ATX-Gewichtung (per ultimo) % 9,3035 11,2075 9,3035 11,2075 10,6128
Durchschnittliches Handelsvolumen Stück 324.315 443.182 432.487 579.148 345.754

Quelle: Wiener Börse

Eckdaten zur ANDRITZ-Aktie

ISIN-Code AT0000730007
Tag der Erstnotiz 25. Juni 2001
Aktiengattung Inhaberaktien
Aktienzahl 104 Millionen
Genehmigtes Kapital Keines
Streubesitz Rund 70%
Börse Wien (Prime Market)
Ticker-Symbole Reuters: ANDR.VI; Bloomberg: ANDR, AV
Börsenindizes ATX, ATX five, ATX Global Players, ATXPrime, WBI

Finanzterminkalender 2013 und 2014 (vorläufig)

6. November 2013 Ergebnisse 1. bis 3. Quartal 2013
28. Februar 2014 Ergebnisse Geschäftsjahr 2013
21. März 2014 Ordentliche Hauptversammlung
25. März 2014 Ex-Dividende
27. März 2014 Dividendenzahltag
6. Mai 2014 Ergebnisse 1. Quartal 2014
7. August 2014 Ergebnisse 1. Halbjahr 2014
6. November 2014 Ergebnisse 1. bis 3. Quartal 2014

Den laufend aktualisierten Finanzterminkalender sowie Informationen zur ANDRITZ-Aktie finden Sie auf der Investor-Relations-Seite der ANDRITZ-Homepage: www.andritz.com/aktie

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