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Andritz AG Interim / Quarterly Report 2013

Nov 6, 2013

735_rns_2013-11-06_48dd9e7d-bba0-4da1-8153-afcd1b4a8f7c.pdf

Interim / Quarterly Report

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FINANZBERICHT 1.-3. QUARTAL 2013

Gemeinsamer Auftrag für ANDRITZ und Schuler: Für den Ausbau seiner Bahnsparte hat Kardemir, Türkei, eine Schuler-Fertigungslinie zur Herstellung von jährlich bis zu 200.000 Eisenbahnrädern geordert (die Zeichnung zeigt einen Hochgeschwindigkeitszug von Turkish State Railways). Zudem liefert Schuler als Systemlieferant Maschinen zur mechanischen Bearbeitung sowie die Test- und Prüftechnik – die Anlage zur Wärmebehandlung kommt von ANDRITZ.

Kennzahlen ANDRITZ-GRUPPE 2
Kennzahlen Geschäftsbereiche 3
Lagebericht 4
Geschäftsbereiche
HYDRO
PULP & PAPER
METALS
SEPARATION
11
11
12
14
15
Konzern-Abschluss
der ANDRITZ-GRUPPE
Konzern-Bilanz
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
Konzern-Cashflow-Statement
Cashflow aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften
Anhang
16
16
17
18
19
20
20
21
Erklärung gemäß § 87 (1) Börsegesetz 25
Aktie 26

KENNZAHLEN ANDRITZ-GRUPPE

Q1-Q3 Q1-Q3
Einheit 2013 2012 +/- Q3 2013 Q3 2012 +/- 2012
Auftragseingang MEUR 4.051,3 3.793,2 +6,8% 1.525,3 1.238,8 +23,1% 4.924,4
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 7.464,5 6.929,8 +7,7% 7.464,5 6.929,8 +7,7% 6.614,8
Umsatz MEUR 4.144,6 3.703,3 +11,9% 1.534,5 1.265,5 +21,3% 5.176,9
Umsatzrendite1) % 2,8 6,1 - 3,3 6,4 - 6,5
EBITDA2) MEUR 229,3 286,1 -19,9% 93,3 101,4 -8,0% 418,6
EBITA3) MEUR 167,0 242,1 -31,0% 70,1 86,5 -19,0% 357,8
Ergebnis vor Zinsen und Steuern
(EBIT) MEUR 116,2 224,0 -48,1% 50,3 80,9 -37,8% 334,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) MEUR 110,8 231,0 -52,0% 48,0 81,2 -40,9% 331,6
Konzern-Ergebnis (vor Abzug von
nicht beherrschenden Anteilen)
MEUR 77,6 166,2 -53,3% 32,8 58,7 -44,1% 242,2
Konzern-Ergebnis (nach Abzug
von nicht beherrschenden
Anteilen) MEUR 78,8 167,2 -52,9% 31,9 58,5 -45,5% 243,6
Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit
MEUR -81,1 221,8 -136,6% 5,4 106,7 -94,9% 346,5
Investitionen4) MEUR 65,5 52,3 +25,2% 21,1 17,8 +18,5% 109,1
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter
(per ultimo, ohne Lehrlinge) - 23.939 17.686 +35,4% 23.939 17.686 +35,4% 17.865
Anlagevermögen MEUR 1.744,4 1.285,1 +35,7% 1.744,4 1.285,1 +35,7% 1.390,5
Umlaufvermögen MEUR 3.610,7 3.818,6 -5,4% 3.610,7 3.818,6 -5,4% 3.770,5
Summe Eigenkapital5) MEUR 961,7 989,7 -2,8% 961,7 989,7 -2,8% 1.033,8
Rückstellungen MEUR 917,4 688,1 +33,3% 917,4 688,1 +33,3% 725,4
Verbindlichkeiten MEUR 3.476,0 3.425,9 +1,5% 3.476,0 3.425,9 +1,5% 3.401,8
Bilanzsumme MEUR 5.355,1 5.103,7 +4,9% 5.355,1 5.103,7 +4,9% 5.161,0
Eigenkapitalquote6) % 18,0 19,4 - 18,0 19,4 - 20,0
Eigenkapitalrentabilität7) % 11,5 23,3 - 5,0 8,2 - 32,1
Gesamtkapitalrentabilität8) % 2,2 4,4 - 0,9 1,6 - 6,5
Bruttoliquidität9) MEUR 1.410,9 2.059,3 -31,5% 1.410,9 2.059,3 -31,5% 2.047,8
Nettoliquidität10) MEUR 782,3 1.286,4 -39,2% 782,3 1.286,4 -39,2% 1.285,7
Nettoverschuldung11) MEUR -467,6 -1.080,5 +56,7% -467,6 -1.080,5 +56,7% -1.053,3
Nettoumlaufvermögen12) MEUR -435,6 -638,7 -31,8% -435,6 -638,7 -31,8% -631,5
Capital employed13) MEUR 584,1 -78,7 -8,4 584,1 -78,7 -8,4 -36,2
Verschuldungsgrad14) % -48,6 -109,2 - -48,6 -109,2 - -101,9
EBITDA-Marge % 5,5 7,7 - 6,1 8,0 - 8,1
EBITA-Marge % 4,0 6,5 - 4,6 6,8 - 6,9
EBIT-Marge % 2,8 6,0 - 3,3 6,4 - 6,5
Konzern-Ergebnis15)/Umsatz % 1,9 4,5 - 2,1 4,6 - 4,7
EV16)/EBITDA - 16,3 11,5 - 40,1 32,5 - 9,0
Abschreibungen/Umsatz % 2,7 1,7 - 2,8 1,7 - 1,6

1) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Umsatz 2) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 3) Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen für im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierte und vom Firmenwert getrennt angesetzte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 50.827 TEUR (18.023 TEUR in Q1-Q3 2012, 22.942 TEUR in 2012) sowie Wertminderungsverlust der Firmenwerte in Höhe von 0 TEUR (0 TEUR in Q1-Q3 2012, 397 TEUR in 2012) 4) Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 5) Summe Eigenkapital inkl. nicht beherrschende Anteile 6) Summe Eigenkapital/Bilanzsumme 7) Ergebnis vor Steuern/Summe Eigenkapital 8) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Bilanzsumme 9) Zahlungsmittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Schuldscheindarlehen 10) Zahlungsmittel plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten 11) Verzinsliches Fremdkapital inkl. Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Schuldscheindarlehen 12) Langfristige Forderungen plus kurzfristige Vermögenswerte (exkl. Zahlungsmittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Schuldscheindarlehen) abzüglich sonstige langfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Verbindlichkeiten (exkl. Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen) 13) Nettoumlaufvermögen plus immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 14) Nettoverschuldung/Summe Eigenkapital 15) Konzern-Ergebnis (vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) 16) EV (Enterprise Value): Marktkapitalisierung per Ultimo minus Nettoliquidität

Alle Zahlen gemäß IFRS. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten. MEUR = Million Euro. TEUR = Tausend Euro.

Der Schuler-Konzern wurde per 1. März 2013 in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE einbezogen. Für die Vergleichsperioden des Vorjahrs sind keine Pro-forma-Zahlen verfügbar.

Der Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL wurde per 1. Jänner 2013 dem Geschäftsbereich SEPARATION zugeordnet. Die Vergleichswerte des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst.

KENNZAHLEN GESCHÄFTSBEREICHE

HYDRO Einheit Q1-Q3
2013
Q1-Q3
2012
+/- Q3 2013 Q3 2012 +/- 2012
Auftragseingang MEUR 1.221,6 1.504,6 -18,8% 367,3 391,4 -6,2% 2.008,4
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 3.637,4 3.944,6 -7,8% 3.637,4 3.944,6 -7,8% 3.842,3
Umsatz MEUR 1.301,5 1.245,7 +4,5% 450,9 438,7 +2,8% 1.836,8
EBITDA MEUR 121,2 114,0 +6,3% 45,0 39,3 +14,5% 182,4
EBITDA-Marge % 9,3 9,2 - 10,0 9,0 - 9,9
EBITA MEUR 99,3 92,4 +7,5% 38,0 32,1 +18,4% 153,2
EBITA-Marge % 7,6 7,4 - 8,4 7,3 - 8,3
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter
(per ultimo, ohne Lehrlinge)
- 7.712 7.534 +2,4% 7.712 7.534 +2,4% 7.469
Q1-Q3 Q1-Q3
PULP & PAPER Einheit 2013 2012 +/- Q3 2013 Q3 2012 +/- 2012
Auftragseingang MEUR 1.417,3 1.523,3 -7,0% 602,3 542,1 +11,1% 1.962,4
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 1.956,0 2.088,7 -6,4% 1.956,0 2.088,7 -6,4% 2.018,1
Umsatz MEUR 1.456,7 1.724,8 -15,5% 524,5 561,1 -6,5% 2.282,2
EBITDA MEUR 8,2 121,7 -93,3% -1,8 43,2 -104,2% 156,2
EBITDA-Marge % 0,6 7,1 - -0,3 7,7 - 6,8
EBITA MEUR -9,2 106,0 -108,7% -7,7 37,9 -120,3% 134,6
EBITA-Marge % -0,6 6,1 - -1,5 6,8 - 5,9
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter
(per ultimo, ohne Lehrlinge)
- 7.075 6.677 +6,0% 7.075 6.677 +6,0% 6.774
Q1-Q3 Q1-Q3
METALS* Einheit 2013 2012 +/- Q3 2013 Q3 2012 +/- 2012
Auftragseingang MEUR 958,3 270,8 +253,9% 423,8 159,5 +165,7% 324,2
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 1.500,3 512,3 +192,9% 1.500,3 512,3 +192,9% 451,4
Umsatz MEUR 962,9 294,4 +227,1% 413,7 117,7 +251,5% 404,7
EBITDA MEUR 90,2 19,3 +367,4% 45,1 8,7 +418,4% 28,0
EBITDA-Marge % 9,4 6,6 - 10,9 7,4 - 6,9
EBITA MEUR 74,7 17,6 +324,4% 37,4 8,0 +367,5% 25,1
EBITA-Marge % 7,8 6,0 - 9,0 6,8 - 6,2
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter
(per ultimo, ohne Lehrlinge) - 6.309 1.146 +450,5% 6.309 1.146 +450,5% 1.129

* Der Schuler-Konzern wurde per 1. März 2013 in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE einbezogen und ist dem Geschäftsbereich METALS zugeordnet. Für die Vergleichsperioden des Vorjahrs sind keine Pro-forma-Zahlen verfügbar.

Q1-Q3 Q1-Q3
SEPARATION* Einheit 2013 2012 +/- Q3 2013 Q3 2012 +/- 2012
Auftragseingang MEUR 454,1 494,5 -8,2% 131,9 145,8 -9,5% 629,4
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 370,8 384,2 -3,5% 370,8 384,2 -3,5% 303,0
Umsatz MEUR 423,5 438,5 -3,4% 145,4 148,1 -1,8% 653,2
EBITDA MEUR 9,7 31,1 -68,8% 5,0 10,2 -51,0% 52,0
EBITDA-Marge % 2,3 7,1 - 3,4 6,9 - 8,0
EBITA MEUR 2,2 26,1 -91,6% 2,4 8,5 -71,8% 44,9
EBITA-Marge % 0,5 6,0 - 1,7 5,7 - 6,9
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter
(per ultimo, ohne Lehrlinge) - 2.843 2.329 +22,1% 2.843 2.329 +22,1% 2.493

* Der Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL wurde per 1. Jänner 2013 dem Geschäftsbereich SEPARATION zugeordnet. Die Vergleichswerte des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst.

LAGEBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die Wirtschaft in den wichtigsten Industrieregionen der Welt zeigte im 3. Quartal 2013 weitere Anzeichen einer Erholung.

In den USA setzte sich sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungsbereich das Wachstum fort, der Privatkonsum blieb auf gutem Niveau stabil. Die Arbeitslosenquote verringerte sich im August 2013 auf 7,3%, bis Jahresende erwarten Wirtschaftsexperten einen weiteren Rückgang auf 7,0%. Die amerikanische Notenbank FED hat angekündigt, dass sie bis auf Weiteres ihre Geldpolitik nicht ändern und weiter Anleihenkäufe im Umfang von 85 Milliarden US-Dollar monatlich tätigen wird.

Auch in Europa hellte sich das Wirtschaftsbild weiter auf. Die veröffentlichten Daten lassen eine Fortsetzung der – allerdings nur leichten – Erholung in den kommenden Quartalen erwarten. Auch die Wirtschaftsleistung der meisten Peripherieländer Südeuropas sollte gemäß Erwartung der Wirtschaftsexperten zulegen.

In den Emerging Markets ist eine unverändert differenzierte Entwicklung feststellbar. Während sich in China die Wirtschaft im Berichtsquartal bedingt durch steigende Exporte und eine erhöhte Industrieproduktion weiter erholte, blieb die Wirtschaftsleistung in Brasilien und Indien weiter stagnierend. Insbesondere in Brasilien führten hohe Geldabflüsse ausländischer Investoren zu einer massiven Abwertung der lokalen Währung. Die damit einhergehende restriktivere Zinspolitik der Notenbank wirkte stark belastend auf das Konsum- und Investitionsverhalten. Ähnliche Entwicklungen gab es auch in anderen aufstrebenden Ländern (z. B. Indonesien).

Quellen: Research-Berichte verschiedener Banken, OECD

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

  • Anmerkungen Alle Zahlen gemäß IFRS
  • Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.
  • MEUR = Million Euro; TEUR = Tausend Euro
  • Der Schuler-Konzern wurde per 1. März 2013 in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE einbezogen. Für die Vergleichsperioden des Vorjahrs sind keine Pro-forma-Zahlen verfügbar. Schuler ist dem Geschäftsbereich METALS zugeordnet.
  • Der Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL wurde per 1. Jänner 2013 dem Geschäftsbereich SEPARATION zugeordnet. Die Werte des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst.

Umsatz

Der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE im 3. Quartal 2013 betrug 1.534,5 MEUR und war damit um 21,3% höher als im Vorjahresvergleichsquartal (Q3 2012: 1.265,5 MEUR). Dieser Anstieg ist auf die Konsolidierung des Schuler-Konzerns zurückzuführen, der im Berichtsquartal 333,9 MEUR zum Umsatz beitrug; ohne Schuler wäre der Umsatz der Gruppe um 5,1% gesunken. Während der Umsatz im Geschäftsbereich HYDRO im Jahresvergleich um 2,8% leicht anstieg, verringerte er sich im Geschäftsbereich PULP & PAPER um 6,5%, da im Vorjahresquartal zwei Zellstoffgroßprojekte stark umsatzwirksam waren. Der Geschäftsbereich METALS verzeichnete aufgrund der Konsolidierung des Schuler-Konzerns einen signifikanten Umsatzanstieg; ohne Schuler wäre der Umsatz des Geschäftsbereichs METALS gesunken (-32,2%). Im Geschäftsbereich SEPARATION sank der Umsatz im Quartalsvergleich leicht um 1,8%.

In den ersten drei Quartalen 2013 erzielte die Gruppe einen Umsatz von 4.144,6 MEUR, was einem Plus von 11,9% gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahrs entspricht (Q1-Q3 2012: 3.703,3 MEUR); ohne die Konsolidierung des Schuler-Konzerns hätte der Umsatz 3.436,6 MEUR betragen und wäre damit im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2012 um 7,2% gesunken.

Anteil Serviceumsatz am Umsatz der Gruppe und der Geschäftsbereiche in %

Q1-Q3 2013 Q1-Q3 2012 Q3 2013 Q3 2012
ANDRITZ-GRUPPE 28 26 27 26
HYDRO 25 24 24 26
PULP & PAPER 36 27 33 28
METALS 17 6 19 6
SEPARATION 40 37 40 38

Auftragseingang

Der Auftragseingang der ANDRITZ-GRUPPE im 3. Quartal 2013 ist im Jahresvergleich um 23,1% auf 1.525,3 MEUR angestiegen (Q3 2012: 1.238,8 MEUR), wobei der Schuler-Konzern 326,8 MEUR beitrug. Die Entwicklung der Geschäftsbereiche im Detail:

  • HYDRO: Mit 367,3 MEUR lag der Auftragseingang um 6,2% unter dem guten Niveau des Vorjahresquartals (Q3 2012: 391,4 MEUR).
  • PULP & PAPER: Der Auftragseingang erreichte mit 602,3 MEUR einen sehr hohen Wert, was auf die Verbuchung eines größeren Auftrags aus Chile (Details siehe Kapitel Geschäftsbereich PULP & PAPER) zurückzuführen ist. Damit stieg der Auftragseingang im Jahresvergleich um 11,1% an (Q3 2012: 542,1 MEUR).
  • Mit 423,8 MEUR entwickelte sich der Auftragseingang im Geschäftsbereich METALS sehr positiv (Q3 2012: 159,5 MEUR). Dieser starke Anstieg ist auf die Konsolidierung des Schuler-Konzerns zurückzuführen.
  • SEPARATION: Der Auftragseingang erreichte 131,9 MEUR, was im Jahresvergleich einem Rückgang von 9,5% entspricht (Q3 2012: 145,8 MEUR).

In den ersten drei Quartalen 2013 lag der Auftragseingang der Gruppe mit 4.051,3 MEUR um 6,8% über dem Vorjahresvergleichswert (Q1-Q3 2012: 3.793,2 MEUR). Auf den Schuler-Konzern entfielen 657,8 MEUR – ohne dessen Konsolidierung wäre der Auftragseingang der Gruppe im Jahresvergleich um 10,5% gesunken. Bis auf den Geschäftsbereich METALS war der Auftragseingang in allen Geschäftsbereichen rückläufig:

Q1-Q3 2013
(MEUR)
Q1-Q3 2012
(MEUR)
+/- (in %)
HYDRO 1.221,6 1.504,6 -18,8
PULP & PAPER 1.417,3 1.523,3 -7,0
METALS 958,3 270,8 +253,9
SEPARATION 454,1 494,5 -8,2

Auftragsstand

Der Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE per 30. September 2013 betrug 7.464,5 MEUR – im Vergleich zum Ende des Vorjahrs ein Anstieg um 12,8% (31. Dezember 2012: 6.614,8 MEUR). Der Schuler-Konzern trug zum Auftragsstand 1.088,4 MEUR bei.

Ergebnis

Das EBITA der Gruppe im 3. Quartal 2013 betrug 70,1 MEUR und lag damit um 19,0% unter dem Wert des Vergleichsquartals des Vorjahrs (Q3 2012: 86,5 MEUR). Die EBITA-Marge erreichte 4,6% (Q3 2012: 6,8%). Dieser deutliche Rückgang ist insbesondere auf Ergebnisrückgänge in den Geschäftsbereichen PULP & PAPER (weitere Rückstellung im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich für Kostenüberschreitungen im Zusammenhang mit Lieferungen von Produktionstechnologien und Ausrüstungen für ein Zellstoffwerk in Südamerika) und SEPARATION (Mehrkosten aufgrund technischer Probleme bei der Markteinführung einer neuen Produktserie in China) zurückzuführen. Das Ergebnis der anderen Geschäftsbereiche entwickelte sich zufriedenstellend. Im Bereich HYDRO erhöhte sich das EBITA im Jahresvergleich um 18,4% auf 38,0 MEUR (Q3 2012: 32,1 MEUR), die EBITA-Marge betrug 8,4% (Q3 2012: 7,3%). Aufgrund der Konsolidierung von Schuler verzeichnete der Geschäftsbereich METALS einen Anstieg des EBITA auf 37,4 MEUR (Q3 2012: 8,0 MEUR) und der EBITA-Marge auf 9,0% (Q3 2012: 6,8%).

In den ersten drei Quartalen 2013 betrugen das EBITA der Gruppe 167,0 MEUR (-31,0% versus Q1-Q3 2012: 242,1 MEUR) und die EBITA-Marge 4,0% (Q1-Q3 2012: 6,5%). Diese deutliche Verschlechterung ist insbesondere auf Ergebnisrückgänge in den Geschäftsbereichen PULP & PAPER (im 1. Quartal 2013 wurde eine Rückstellung im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich für Kostenüberschreitungen im Zusammenhang mit Lieferungen von Produktionstechnologien und Ausrüstungen für ein Zellstoffwerk in Südamerika gebildet) sowie SEPARATION zurückzuführen.

Das Finanz-Ergebnis der Gruppe in den ersten drei Quartalen 2013 verringerte sich deutlich auf -5,4 MEUR (Q1-Q3 2012: 7,0 MEUR). Dieser Rückgang ist insbesondere auf Aufwendungen für den Zinsswap im Zusammenhang mit der 2012 begebenen Unternehmensanleihe sowie das im Jahresvergleich allgemein gesunkene Zinsniveau und die insgesamt geringere Durchschnitts-Nettoliquidität zurückzuführen.

Das Konzern-Ergebnis (nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) betrug in den ersten drei Quartalen 2013 78,8 MEUR und lag damit deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahrs (-52,9% versus Q1-Q3 2012: 167,2 MEUR).

Vermögens- und Kapitalstruktur

Aufgrund der erstmaligen Konsolidierung des Schuler-Konzerns erhöhte sich die Bilanzsumme der ANDRITZ-GRUPPE per 30. September 2013 auf 5.355,1 MEUR (31. Dezember 2012: 5.161,0 MEUR). Damit verringerte sich die Eigenkapitalquote auf 18,0% (31. Dezember 2012: 20,0%).

Die Bruttoliquidität (Zahlungsmittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Schuldscheindarlehen) per 30. September 2013 betrug 1.410,9 MEUR (31. Dezember 2012: 2.047,8 MEUR), die Nettoliquidität (Bruttoliquidität plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten) lag bedingt durch die Akquisition von Schuler mit 782,3 MEUR deutlich unter dem Wert zum 31. Dezember 2012 (1.285,7 MEUR).

Zusätzlich zur hohen Nettoliquidität stehen der ANDRITZ-GRUPPE derzeit folgende Kredit- und Avallinien für Vertragserfüllungen, Anzahlungen, Gewährleistungen etc. zur Verfügung:

  • Kreditlinien: 339 MEUR, davon 112 MEUR ausgenutzt
  • Avallinien: 5.447 MEUR, davon 2.916 MEUR ausgenutzt
Aktiva
1.816,6
2.270,6
MEUR
MEUR
1.267,9
MEUR
Langfristiges
Sonstiges kurz
Vermögen: 34%
fristiges Vermögen: 42% Flüssige Mittel und Wertpapiere
des Umlaufvermögens: 24%
Passiva
961,7
MEUR
640,3
MEUR
636,0
MEUR
3.117,1
MEUR
Summe Eigenkapital
inkl. nicht beherrschende
Anteile: 18%
Finanzver
bindlich
keiten: 12%
Sonstige
langfristige
Verbindlich
keiten: 12%
Sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten: 58%

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

ANDRITZ beschäftigte per 30. September 2013 23.939 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2012: 17.865 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter). Dieser starke Anstieg ist vor allem auf die Konsolidierung des Schuler-Konzerns mit 5.227 Beschäftigten per 30. September 2013 zurückzuführen.

Wesentliche Risiken in den restlichen Monaten des Geschäftsjahrs und Risikomanagement

Die ANDRITZ-GRUPPE hat ein konzernweites Kontroll- und Steuerungsmanagement implementiert, dessen Aufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren und – falls erforderlich – rasch Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dieses System ist ein wesentlicher Bestandteil des aktiven Risikomanagements der Gruppe. Es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Überwachungs- und Kontrollsysteme ausreichend wirksam sind.

Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beziehen sich vor allem auf die Abhängigkeit der Gruppe von der allgemeinen Konjunkturentwicklung und der Entwicklung der von ihr bedienten Industrien, auf den Erhalt von Großaufträgen und auf die Erzielung der entsprechenden Umsatzerlöse aus dem hohen Auftragsstand. Darüber hinaus stellen bei der Abwicklung von Aufträgen unerwartete Kostensteigerungen wesentliche Risiken dar, insbesondere bei sogenannten Turnkey- oder EPC-Aufträgen, bei denen die Gruppe zusätzlich zur Lieferung von ANDRITZ-Ausrüstungen und -Systemen auch die Verantwortung für Engineering, Bau und Montage von Anlagen übernimmt. Derartige Projekte bergen hohe Risiken in Bezug auf die Zusammenarbeit mit Drittparteien, die mit Engineering-, Bau- und Montageleistungen beauftragt werden, in sich (Risiken wie z. B. Streiks oder Nichteinhaltung von Terminen). Verzögerungen und Schwierigkeiten bei der Erreichung der garantierten Leistungsparameter der von ANDRITZ gelieferten Anlagen stellen ebenso wesentliche Risiken dar.

Laufende Streiks auf der Baustelle für ein Zellstoffwerk in Südamerika, für das ANDRITZ Produktionstechnologien und Ausrüstungen auf EPC-Basis liefert, können zu weiteren Verzögerungen bei der Inbetriebnahme führen. Dies könnte – zusätzlich zu den bereits gebildeten Rückstellungen – weitere finanzielle Vorsorgen notwendig machen.

Eine mögliche fehlerhafte Funktion der von ANDRITZ gelieferten Komponenten und Systeme kann gravierende Folgen für Menschen und materielles Vermögen haben. Die finanziellen Schwierigkeiten einzelner Euro-Länder und die unverändert schwierige gesamtwirtschaftliche Entwicklung (insbesondere in Europa und den USA) bedeuten ebenso ein ernstes Risiko für die finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE. Weiters stellt eine mögliche stärkere Abschwächung der wirtschaftlichen Aktivitäten in den Emerging Markets ein Risiko für die Gruppe dar. Die Wirtschaftsschwäche könnte zu Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zur Verzögerung oder Einstellung laufender Projekte führen. Die Stornierung bestehender Aufträge könnte den Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen, was sich wiederum negativ auf die Kapazitätsauslastung der Produktionsstätten der Gruppe auswirken könnte.

Auch eine vollständige oder teilweise Abschreibung einzelner im Zuge von Akquisitionen entstandener Firmenwerte könnte die Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beeinflussen, wenn die wirtschaftlichen Ziele für diese Firmen nicht erreicht werden können. Abseits davon besteht jederzeit das Risiko, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise oder gänzlich wertberichtigt werden müssen.

Per 1. März 2013 erfolgte die Konsolidierung des Schuler-Konzerns in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE. Da Schuler rund 80% des Umsatzes in der Automobilindustrie erzielt, die in der Regel starken zyklischen Schwankungen ausgesetzt ist, kann diese Akquisition möglicherweise auch eine negative Auswirkung auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE haben. Auch werden finanzielle Vorsorgen für die Fortsetzung des von Schuler im Jahr 2011 zur Integration von Müller Weingarten initiierten Wachstums- und Strategieprogramms "ZusammenWachsen" das Ergebnis von Schuler, und damit auch das der ANDRITZ-GRUPPE, in den Jahren 2013 und 2014 negativ beeinflussen.

Die Gruppe ist bestrebt, das Zahlungsausfallsrisiko von Kunden bestmöglich durch Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie durch Abschluss von Exportversicherungen zu reduzieren. Es kann jedoch dennoch nicht ausgeschlossen werden, dass es einzelne Zahlungsausfälle gibt, die im Eintrittsfall einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der Gruppe haben. Das Risiko für Lieferungen in als politisch durchschnittlich riskant oder sehr riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls umfassend versichert. Nicht immer sind jedoch die Voraussetzungen für eine vollständige Absicherung gegeben. Wechselkursrisiken im Zusammenhang mit der Abwicklung des Auftragsstands werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten – vor allem Devisentermingeschäfte und Swaps – minimiert und gesteuert. Bei in Fremdwährung fakturierten Aufträgen (hauptsächlich solchen in US-Dollar und Schweizer Franken) wird die Nettowährungsposition durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert. Cashflow-Risiken werden über monatliche Cashflow-Berichte überwacht.

Zur bestmöglichen Reduktion der finanziellen Risiken und zur besseren Überwachung, Kontrolle und Bewertung der Finanz- und Liquiditätsposition hat die ANDRITZ-GRUPPE umfassende Treasury-Richtlinien und ein transparentes Informationssystem implementiert.

Die ANDRITZ-GRUPPE ist hinsichtlich Liquidität sehr gut positioniert und verfügt über hohe Liquiditätsreserven. Die Gruppe vermeidet es, von einer einzigen Bank oder von nur wenigen Banken abhängig zu sein. Zur Sicherstellung der Unabhängigkeit wird bei allen wichtigen Finanzprodukten (flüssige Mittel, Finanzverbindlichkeiten, Finanzanlagevermögen, Garantien und Derivate) jeweils nur ein bestimmtes Volumen mit einer Bank abgewickelt. Durch diese Diversifikation versucht ANDRITZ, das Kontrahentenrisiko bestmöglich zu minimieren. Dennoch würde die Insolvenz einzelner oder mehrerer Banken einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung und das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE haben. Darüber hinaus kann eine Verschlechterung der Einschätzung der Bonität von ANDRITZ durch mehrere Banken den finanziellen Spielraum von ANDRITZ, insbesondere im Hinblick auf zu erstellende Avale, einschränken.

ANDRITZ verfolgt eine risikoaverse Veranlagungsstrategie. Geld wird weitgehend in risikoarme Finanzanlagen investiert, wie zum Beispiel in Staatsanleihen, staatsgarantierte Anleihen, Wertpapierfonds zur Deckung der Pensionsverpflichtungen, einlagengesicherte Schuldscheindarlehen oder Termingelder. Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten können jedoch zu einer ungünstigen Preisentwicklung bei verschiedenen Wertpapieren, in welche die Gruppe investiert hat (zum Beispiel Wertpapierfonds oder Anleihen), oder zu deren Unhandelbarkeit führen. Dies könnte sich aufgrund notwendig werdender Abwertungen oder Wertberichtigungen negativ auf das Finanzergebnis oder das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE auswirken. Durch die Krise erhöht sich zudem das Ausfallsrisiko einzelner Emittenten der Wertpapiere bzw. der Kunden. Der Vorstand wird in regelmäßigen Abständen über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposure in der ANDRITZ-GRUPPE informiert.

Aufgrund der aktuellen Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union ist das Risiko eines kompletten oder teilweisen Zerfalls der Euro-Zone und eines damit verbundenen möglichen Zusammenbruchs des Euro-Währungssystems gegeben. Dies würde sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit negativ auf die Finanz-, Liquiditäts- und Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE auswirken.

Weitere Informationen über die Risiken der ANDRITZ-GRUPPE sind dem ANDRITZ-Jahresfinanzbericht 2012 zu entnehmen.

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

Wechselkursänderungen im Zusammenhang mit der Abarbeitung des Auftragsstands werden durch entsprechende Terminkontrakte weitgehend abgesichert. Bei neuen Projekten können Wechselkursänderungen die Wettbewerbsposition der ANDRITZ-GRUPPE sowohl positiv als auch negativ beeinflussen.

Information gemäß § 87 (4) Börsegesetz

Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen durchgeführt.

Wichtige Ereignisse nach dem 30. September 2013

Für die Fortsetzung des von Schuler im Jahr 2011 zur Integration von Müller Weingarten initiierten Wachstumsund Strategieprogramms "ZusammenWachsen" hat Schuler Ende Oktober 2013 kapazitive und organisatorische Maßnahmen beschlossen, die in den kommenden zwei Jahren umgesetzt werden sollen. Der damit einhergehende erwartete finanzielle Aufwand wird auf insgesamt rund 50 MEUR geschätzt, wobei zu erwarten ist, dass rund 35 MEUR noch im Jahr 2013 und rund 15 MEUR im Verlauf des Jahres 2014 als Rückstellungen gebucht werden.

Die Situation der Weltwirtschaft sowie an den Finanzmärkten hat sich in der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Veröffentlichung dieses Berichts nicht wesentlich geändert. Bestimmende Faktoren bleiben weiterhin die Wirtschaftsschwäche und die Staatsschuldenkrisen in Europa und den USA.

AUSBLICK

Führende Wirtschaftsexperten erwarten für die kommenden Monate in den wichtigsten Regionen der Welt keine wesentliche Änderung der wirtschaftlichen Entwicklung. Die meisten Wirtschaftsindikatoren signalisieren zwar eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau, lassen jedoch keine nachhaltige Erholung der Weltwirtschaft in den kommenden Quartalen erwarten.

Angesichts dieser erwarteten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist für die verbleibenden Monate des Geschäftsjahrs 2013 für die von der ANDRITZ-GRUPPE (inklusive Schuler-Konzern) bedienten Märkte von einer unverändert verhaltenen Projektaktivität auszugehen. Dies dürfte auch für einzelne von Kundenseite bereits angekündigte Großprojekte gelten.

Betreffend Kostenüberschreitungen im Zusammenhang mit Lieferungen von Produktionstechnologien und Ausrüstungen für ein Zellstoffwerk wurden die nach heutigem Wissensstand erforderlichen Rückstellungen gebildet. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in den kommenden Quartalen weitere finanzielle Vorsorgen getroffen werden müssen.

Auf Basis dieser Erwartungen, des Auftragsstands sowie der per 1. März 2013 erfolgten Konsolidierung des Schuler-Konzerns erwartet die ANDRITZ-GRUPPE für das Geschäftsjahr 2013 im Jahresvergleich einen Anstieg des Umsatzes. Das Konzern-Ergebnis wird jedoch durch die deutliche Ergebnisverschlechterung in den Geschäftsbereichen PULP & PAPER und SEPARATION, die im Zusammenhang mit der Akquisition von Schuler planmäßig erfolgenden Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten sowie die Rückstellungen im Zusammenhang mit den bei Schuler geplanten strukturverbessernden Maßnahmen deutlich unter dem Vorjahresvergleichswert liegen.

Sollte sich in den kommenden Monaten die globale Weltwirtschaft erneut stärker eintrüben, ist mit negativen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE zu rechnen. Dies könnte zu notwendigen organisatorischen und kapazitiven Anpassungen und möglicherweise daraus entstehenden finanziellen Vorsorgen führen, die das Ergebnis negativ beeinträchtigen könnten.

Disclaimer:

Bestimmte Aussagen in diesem Bericht sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.

HYDRO

MARKTENTWICKLUNG

Die weltweite Projektaktivität für elektromechanische Ausrüstungen von Wasserkraftwerken war im 3. Quartal 2013 zufriedenstellend, lag jedoch weiter deutlich unter dem sehr hohen Niveau der Vorjahre. Zusätzlich zu verschiedenen Modernisierungs- und Rehabilitationsprojekten in Europa und Nordamerika sind in den Emerging Markets, insbesondere in Südamerika und Afrika, mittelfristig einige neue Wasserkraftwerksprojekte in Umsetzung bzw. in der Projektierungsphase. Gut war die Projektaktivität in den Bereichen Kleinwasserkraft und Pumpen. Die Investitionstätigkeit zeigte sich allerdings verhalten, Aufträge wurden im Berichtszeitraum nur selektiv vergeben.

WICHTIGE EREIGNISSE

Energji Ashta, ein albanisches Tochterunternehmen der österreichischen Energieversorger Verbund und EVN, hat die Hydromatrix-Anlage für das Wasserkraftwerksprojekt Ashta übernommen. ANDRITZ HYDRO lieferte für die beiden Kraftwerksstufen Ashta 1 und Ashta 2 insgesamt 90 Hydromatrix-Einheiten. Mit 53 Megawatt ist Ashta die leistungsstärkste Hydromatrix-Anlage der Welt. Das vom Geschäftsbereich entwickelte Hydromatrix-Konzept besteht aus einer Matrix von vormontierten Modulen kleiner Turbinen-Generator-Einheiten, die flexibel zu verschiedenen Kraftwerksanordnungen zusammengesetzt werden können.

Mit der Lieferung eines neuen 24-Megawatt-Maschinensatzes und der Leistungssteigerung von zwei Kaplanturbinen um 20% auf jeweils 24 Megawatt wurde im Auftrag von Kenya Electricity Generating Company das Wasserkraftwerksprojekt Kindaruma, Kenia, erfolgreich abgeschlossen. Die beiden bestehenden Turbinen sind seit 1968 in Betrieb.

Im Kohlekraftwerk Moorburg, Deutschland, wurden im Auftrag von Vattenfall die Hauptkühlwasserpumpen für die Blöcke A und B sowie die Hybridkühlturmpumpen für Block B erfolgreich in Betrieb genommen.

Drei Unterwassermotorpumpen mit einer Leistung von jeweils bis zu 4 Megawatt wurden an einen Kunden in China übergeben. Die Pumpen sind die weltweit größten ihrer Art und dienen in einem Bergwerk als Notfallaggregate, um die Mine im Ernstfall schnell entwässern zu können.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Volta River Authority beauftragte ANDRITZ HYDRO mit der Erneuerung der elektromechanischen Ausrüstung des Wasserkraftwerks Kpong, Ghana. Der Auftrag umfasst Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von vier 45,7-Megawatt-Kaplanturbinen, vier Generatoren, Transformatoren sowie Zusatzausrüstungen.

Für PT Perusahaan Listrik Negara, Indonesien, liefert der Geschäftsbereich vier Franicsturbinen mit einer Leistung von jeweils 23 Megawatt, vier Generatoren sowie die Zusatzausrüstung für das Wasserkraftwerk Peusangan.

ANDRITZ HYDRO wurde im Rahmen eines Konsortiums von Kalehan Enerji, Türkei, mit der Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von drei Generatoren mit einer Leistung von jeweils 235 Megavoltampere für das neu zu errichtende Wasserkraftwerk Upper Kaleköy beauftragt. Das Wasserkraftwerk verfügt über eine Gesamtleistung von 636 Megawatt und wird mit einer jährlichen Produktion von rund 1.470 Gigawattstunden den Strombedarf von mehr als 150.000 Haushalten in der Türkei abdecken.

POSCO Engineering and Construction Company beauftragte Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der elektromechanischen Ausrüstung für das Wasserkraftwerk Nam Lik 1, Demokratische Volksrepublik Laos. Der Lieferumfang umfasst zwei Rohrturbinen (jeweils 32,3 Megawatt), horizontale Generatoren, mechanische Ausstattungen, elektrische Anlagen, Wehre und Zusatzausrüstung. Die im Wasserkraftwerk Nam Lik 1 erzeugte elektrische Energie wird rund 200.000 Menschen in Laos mit elektrischer Energie aus erneuerbaren Ressourcen versorgen.

Im Bereich Kleinwasserkraft erhielt ANDRITZ HYDRO im Berichtszeitraum insbesondere in Nord- und Südamerika sowie in Asien zahlreiche Aufträge. So wird für Nam Can Hydro Electric JSC die gesamte elektromechanische Ausrüstung inklusive Turbine und Generator für das Kleinwasserkraftwerk Nam Can 2, Vietnam, geliefert.

PULP & PAPER

MARKTENTWICKLUNG

Die Entwicklung des internationalen Zellstoffmarkts war im 3. Quartal 2013 insgesamt solide, wobei sich die Bereiche Lang- und Kurzfaserzellstoff unterschiedlich entwickelten.

Der Markt für Langfaserzellstoff NBSK (Northern Bleached Softwood Kraft) zeigte sich trotz der üblichen eher schwachen Sommermonate relativ robust. Zusätzlich zu den wartungsbedingten Produktionsstillständen, die in der nördlichen Hemisphäre in der Regel im Sommer durchgeführt werden, gab es bei einzelnen Zellstoffherstellern einige nicht geplante technische Unterbrechungen, die zu einer Verringerung des Angebots führten. Gleichzeitig blieb die Nachfrage nach Zellstoff zur Produktion von Tissuepapier sowie Verpackungs- und Spezialpapieren auf gutem Niveau. Damit einhergehend blieb der Preis von NBSK bei rund 860 US-Dollar je Tonne auf hohem Niveau stabil. Anders dagegen die Entwicklung bei Kurzfaserzellstoff (Eukalyptus): Bedingt durch ein Überangebot waren die Zellstoffhersteller gezwungen, in den Sommermonaten Preisnachlässe zu gewähren, sodass sich der Preis für Eukalyptuszellstoff von 840 US-Dollar je Tonne per Ende Juni 2013 auf rund 780 US-Dollar je Tonne per Ende September reduzierte.

Der Markt für Zellstoffausrüstungen war im 3. Quartal 2013 solide. Neben einer Reihe von Modernisierungsprojekten war auch die Projektaktivität für neue Zellstoffwerke gut. Die Wettbewerbssituation bei Lieferanten für Zellstoffausrüstungen blieb weiter sehr angespannt, insbesondere bei Großprojekten setzte sich der hohe Preisdruck weiter fort.

WICHTIGE EREIGNISSE

Die von ANDRITZ PULP & PAPER an Ganzhou Hwagain Paper, China, gelieferte Tissuepapiermaschine mit Schuhpresstechnologie konnte in nur 15 Minuten – vom Start der Stoffpumpe bis das erste Papier am Roller war – in Betrieb genommen werden. Der Geschäftsbereich lieferte auch die Stoffaufbereitung und die Automatisierungstechnik.

SFT Group, Russland, nahm eine Papiermaschine in Betrieb, die aus Finnland verlegt und von ANDRITZ von der Produktion weißen Papiers auf die Produktion von hochwertigen Verpackungspapieren umgestellt worden war. Die neue, von ANDRITZ gelieferte Linie zur Stoffaufbereitung für OCC (Old Corrugated Containers) ist ebenfalls bereits in Betrieb.

Nach Abschluss der von ANDRITZ durchgeführten umfangreichen Modernisierung von Holzplatz, Faserlinie, Weißlaugenanlage, Eindampfanlage und Rückgewinnungskessel konnte das JKPM-Zellstoffwerk, Indien, wieder in Betrieb genommen werden. Tamil Nadu Newsprint and Paper, Indien, nahm eine 3-Loop-Deinkinganlage in Betrieb.

Im Auftrag von POSCO E&C, Südkorea, nahm der Geschäftsbereich eine zirkulierende Wirbelschichtkesselanlage erfolgreich in Betrieb; der Endkunde ist Korean East West Power, ein staatlicher Energieversorger.

Ein schlüsselfertiger Rückgewinnungskessel ging im Mondi-Werk Frantschach, Österreich, in Betrieb. Ebenfalls nahm ANDRITZ einen Biomassedampfkessel, der als Brennstoff Holz und Schlamm aus einem Vorklärbecken einsetzt, für Graphic Packaging International, USA, in Betrieb.

Nine Dragons Paper Industries, China, setzte eine OCC-Aufbereitungslinie (Old Corrugated Containers) und zwei Konstantteile in Betrieb. Hebei Changtai, China, nahm eine Stoffaufbereitung und Vipap Videm Krško, Slowenien, eine modernisierte Deinkinganlage in Betrieb. Nach Modernisierung der Linie zur Herstellung von weiß gedecktem Karton nahm der Geschäftsbereich auch Stoffaufbereitungskomponenten für UMKA, Serbien, in Betrieb.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Für eine neue Produktionsanlage gab Shin-Ei Paper, Japan, zwei Tissuepapiermaschinen mit Stahlzylindern in Auftrag.

Für Celulosa Beira Industrial (Celbi), Portugal, wird ANDRITZ eine Zellstofftrocknungslinie sowie eine Kocher- und Sortieranlage modernisieren sowie einen Vorverdampfer installieren. Die Trocknungslinie hält derzeit den Weltrekord für den höchsten spezifischen Durchsatz pro Meter.

Von Mjölby-Svartadalen Energi, Schweden, erhielt der Geschäftsbereich den Auftrag zur Lieferung eines mit Biomasse befeuerten Kessels für ein Heizkraftwerk. Der Lieferumfang beinhaltet eine stationäre Wirbelschichtkesselanlage, eine Rauchgasreinigungsanlage und eine Dampfturbine mit Nebenaggregaten.

Empresa Eléctrica Guacolda, Chile, orderte drei Rauchgasreinigungsanlagen, vier Entsalzungssysteme sowie eine Entstickungsanlage für ein mit Kohle befeuertes Dampfkraftwerk.

An Xuan Yuan Industrial Development, den chinesischen Generalunternehmer für das Projekt Dobrush, Weißrussland, werden Holzstoffproduktionsanlagen basierend auf der P-RC APMP-Technologie, ein Holzplatz, die Stoffaufbereitung sowie Konstantteil und Automatisierung geliefert.

Von Suzano Papel e Celulose, Brasilien, erhielt der Geschäftsbereich den Auftrag zur Lieferung einer neuen Kocherei und zur Modernisierung der Eindampfanlage, um die Qualität des Kondensats zu erhöhen. Der Lieferumfang beinhaltet auch eine neue Methanolverflüssigungsanlage.

Für Papelera Guipuzcoana de Zicuñaga, Spanien, wird eine Eindampfanlage modernisiert. Die Lieferung enthält den ersten Kastenoberflächenkondensator in Modulbauweise.

Mondi Richards Bay, Südafrika, bestellte von ANDRITZ Sindus OPP-Leistungen (Optimization of Process Performance) für die Faserlinie. Weitere OPP-Verträge wurden mit Smurfit Kappa, Österreich, und Klabin, Brasilien, abgeschlossen. Klabin gab auch neue Sägedecks für den Holzplatz in Auftrag.

Stora Enso, Schweden, beauftragte die Lieferung einer neuen Schlammentwässerungslinie, den Umbau einer bestehenden Siebbandpresse sowie die Modernisierung der Kocherei, der Sortieranlage und der Waschsysteme für das Werk Skoghall.

Sappi Fine Paper, USA, orderte die Modernisierung eines Kalkofens und den Einbau eines Sektorkühlers.

An Tochterunternehmen der Gold Hong Ye Paper Group, China, werden Stoffaufbereitungskomponenten für vier verschiedene Tissuepapiermaschinen in drei Werken geliefert.

Von ZheJiang JingXing Paper, China, erhielt der Geschäftsbereich den Auftrag zur Lieferung von Stoffaufbereitungskomponenten und Konstantteilsystemen, um die Qualität der Papierprodukte des Kunden zu erhöhen.

Die Holzwerkstoffhersteller ZRK Industries, Pakistan, und Hubei Songzi Hangsen Wood Industry, China, beauftragten die Lieferung von Druckzerfaserungsanlagen für neue MDF-Werke.

Elektronikai Hulladékhasznosító, Ungarn, orderte vom kürzlich erworbenen Unternehmen ANDRITZ MeWa eine schlüsselfertige Aufbereitungsanlage für Elektro- und Elektronikschrott sowie für die fachgerechte Entsorgung von Kühlgeräten.

METALS

MARKTENTWICKLUNG

Im Bereich der Umformtechnik für die Automobil- und Automobilzulieferindustrie wurde im 3. Quartal 2013 – trotz Anzeichen einer Nachfrageabschwächung – eine zufriedenstellende Projektaktivität verzeichnet.

Aufgrund der unverändert vorhandenen Überkapazitäten in der internationalen Stahl-/Edelstahlindustrie sowie der konjunkturell bedingt schwachen Edelstahlnachfrage war die Projektaktivität im Bereich Anlagen und Ausrüstungen zur Herstellung und Verarbeitung von Bändern aus Edelstahl weiterhin sehr gering. Zufriedenstellend war hingegen die Investitionstätigkeit bei Industrieofenanlagen, insbesondere in der Aluminiumindustrie.

WICHTIGE EREIGNISSE

Schuler hat am Standort Erfurt, Deutschland, eine neue 16.000 Kilonewton starke Gesenkschmiedepresse mit ServoDirekt-Technologie präsentiert, die kürzere Druckberührzeiten und eine höhere Produktionsleistung bietet. Mit der innovativen Anlage, die für einen Automobilhersteller gebaut wurde, ist nun auch in der Massivumformung die Stößelbewegung frei programmierbar.

In der Rekordzeit von nur sechs Wochen hat ANDRITZ METALS die Elektrotechnik und die Automatisierung eines Duo-Reversierwalzgerüsts bei Böhler Bleche, Österreich, umgebaut. Mit dem modernisierten Walzwerk, das eine vollautomatische Steuerung und Dickenmessanlage umfasst, können jährlich zusätzliche 2.000 Tonnen an Premium-Edelstahlblechen gefertigt werden.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Für den Ausbau seiner Bahnsparte hat Karabük Iron & Steel Industry and Trade (Kardemir), Türkei, eine Schuler-Fertigungslinie zur Herstellung von jährlich bis zu 200.000 Eisenbahnrädern geordert. Zudem liefert Schuler als Systemlieferant Maschinen zur mechanischen Bearbeitung, die Test- und Prüftechnik sowie eine Anlage zur Wärmebehandlung von ANDRITZ Maerz.

Schuler erhielt von einem deutschen Premiumautomobilhersteller den Auftrag zur Lieferung einer Tryout-Presse mit 25.000 Kilonewton Presskraft. Auf dieser Presse werden Werkzeuge für eine vom Kunden bereits bestellte Servopressenlinie eingearbeitet und Überholungsarbeiten durchgeführt.

Für einen deutschen Premiumautomobilhersteller in China wird Schuler eine 6-stufige Pressenlinie mit Schwungradantrieb und Crossbar-Feeder-Automatisierung fertigen. Es ist die sechste vom Kunden bestellte Linie dieser Art innerhalb von vier Jahren. Auf dieser Pressenlinie mit einer Gesamtpresskraft von 81.000 Kilonewton sollen Karosseriegroßteile für ein neues Fahrzeug hergestellt werden.

Weser-Metall-Umformtechnik, Deutschland, bestellte eine Servopresse in Zugankerbauweise mit 20.000 Kilonewton Presskraft, die bis zu 34 Hübe pro Minute erreicht. Zum Lieferumfang gehören Bandzuführanlage, Walzenvorschub und Transfer. Das Unternehmen fertigt auf der Presse Stanz-und Umformteile für die Automobil- und Konsumgüterindustrie.

An Beslag & Metall, Schweden, liefert Schuler eine 25.000-Kilonewton-Servopresse in Zugankerbauweise mit Transferautomation und Transportmagnetband zur Restbandverarbeitung. Das Zulieferunternehmen fertigt Dickblechteile bis 10 Millimeter sowie Strukturteile für die Automobilindustrie.

Tubex, Deutschland, orderte eine weitere Hochleistungslinie für die Herstellung von Monoblock-Aerosoldosen aus Aluminium für Körperpflegeprodukte. Auf der Linie werden pro Minute bis zu 240 Dosen mit einem maximalen Durchmesser von 50 Millimeter im Fließpressverfahren produziert. Die Anlage besteht aus Fließdruckpresse, Beschneide- und Bürstautomat, Waschmaschine mit Trockner, Innenlackiermaschine mit -ofen, Lackier- und 9-Farbendruckmaschine sowie Einziehmaschine mit drei zwischengeschalteten Speichern.

Eine neue Doppelkammerofen-Vergüteanlage, bestehend aus einer vollautomatischen Wärmbehandlungsanlage, einem Chargiersystem und einer automatisch betriebenen Härteeinrichtung, liefert ANDRITZ METALS an Metal Ravne, Slowenien.

An Henan Tongren Aluminum Industry, China, liefert ANDRITZ zwölf Schmelz- und Halteöfen zur Herstellung besonders harter Aluminiumlegierungen.

Baosteel India orderte eine Laserschweißanlage von ANDRITZ Soutec. Die Anlage wird für lineare Schweißnähte in der Herstellung von Stahlteilen für die Automobilindustrie eingesetzt. An Westfalia Metallschlauchtechnik, Deutschland, liefert ANDRITZ Soutec eine Spezial-Widerstandsschweißmaschine für das Schweißen von gasdichten Verbindungsschläuchen.

SEPARATION

MARKTENTWICKLUNG

Die Investitionstätigkeit für Ausrüstungen zur Fest-Flüssig-Trennung entwickelte sich im 3. Quartal 2013 in den von ANDRITZ bedienten Industrien unterschiedlich. Angetrieben vom Bevölkerungswachstum und den immer strenger werdenden Umweltauflagen waren die Investitions- und Projektaktivität in der kommunalen und industriellen Abwasserbehandlung sowie in der Lebensmittelindustrie relativ solide. In der chemischen Industrie gab es nur geringe Projektaktivität sowie mehrere Projektverzögerungen bzw. -stornierungen. Die Investitionstätigkeit in der Bergbauindustrie zeigte sich weiterhin schwach. Die Projektaktivität im Servicebereich war zufriedenstellend, vor allem in Nordamerika und Australien.

Im Bereich Tierfutter wurde insbesondere in Asien, Südamerika und Europa gute Projektaktivität – sowohl für Erweiterungsprojekte als auch für Neuanlagen – verzeichnet. Das Segment Spezialtierfutter (Fisch- und Haustierfutter) zeigte in Asien, Ost- und Westeuropa sowie Südamerika relativ gute Projektaktivität.

WICHTIGE EREIGNISSE

Mehrere ANDRITZ-Separatoren für Kleinbrauereien in den USA sowie ein Separator zur Teeproduktion in China wurden erfolgreich in Betrieb genommen.

Nach erfolgreichen Leistungstests und Erreichung der Leistungsgarantiewerte wurde die ANDRITZ-Demonstrationsanlage für Biomassetorrefizierung in Frohnleiten, Österreich, an ein Betreiberkonsortium verkauft. Der Geschäftsbereich wird die Anlage weiterhin für Testzwecke nutzen.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Dekanter werden für die Wasseraufbereitungsanlage einer Großstadt in Rumänien geliefert. In dieser Anlage wurden bereits mehrere ANDRITZ-Maschinen installiert, wobei deren Leistung und das ANDRITZ-Serviceangebot bei der Vergabe des aktuellen Dekanter-Auftrags entscheidend waren.

Einen weiteren Folgeauftrag verzeichnete der Geschäftsbereich mit der Lieferung einer Dekanterzentrifuge für die Abwasseraufbereitungsanlage der Stadt Singapur.

Für die kommunale Feststoffbrennanlage in Swindon, Großbritannien, wird eine thermische Trocknungsanlage geliefert. Die Lieferung basiert auf der kürzlich erworbenen Trocknungstechnologie von Vandenbroek Thermal Processing, Niederlande.

Einer der größten Betreiber von Entsalzungsanlagen im Nahen Osten beauftragte den Geschäftsbereich mit der Lieferung von Dekantern und Förderanlagen. Die Anlage versorgt die Stadt Dubai mit Trinkwasser.

Sarda Minen, Indien, orderte sechs Membranfilterpressen sowie Engineering für eine komplette Filtrationsanlage in der größten Entwässerungsanlage Indiens, die Eisenerzwaschschlamm aufbereitet. Ebenfalls nach Indien werden für Binani Zinc sieben Membranfilterpressen zur Entwässerung von ausgelaugtem Zinkschlamm geliefert.

Eines der führenden agrochemischen Unternehmen weltweit orderte einen Helixtrockner zur Aufbereitung von Fungiziden.

Einen Auftrag für Schubzentrifugen erhielt der Geschäftsbereich von einem führenden Paraxylol-Hersteller in China. Die Zentrifugen werden in einer Pilotanlage des Kunden installiert.

Für Kunden der europäischen Getränkeindustrie präsentierte der Geschäftsbereich kürzlich einen neuen Membranfilter, mit dem in unterschiedlichen Verfahrensstufen Wein rückgewonnen werden kann. Basierend auf dieser Technologie erhielt ANDRITZ nun je einen Auftrag aus Italien und Bulgarien zur Lieferung von dynamischen Cross-Flow-Filtern.

Ein Kunde aus der Milchverarbeitungsindustrie in Irland bestellte Dekanter für die Erweiterung der Kasein-Leistungskapazität, um den wachsenden Markt für Zutaten aus Milchprodukten besser bedienen zu können.

Von Kunden in der Tierfutterindustrie in Asien, Südamerika und Europa erhielt der Geschäftsbereich mehrere Aufträge für die Lieferung neuer Futtermittellinien. Unter den Aufträgen für Extrusionslinien zur Produktion von Fischfutter finden sich die Lieferungen von Hochleistungs-Extrusionstechnologien für ein chinesisches Fischfutterwerk sowie einer Extrusionslinie zur Herstellung von Fischfutter für Meerestiere im Mittelmeergebiet. Extrusionslinien für Haustierfutter werden an Kunden in Südamerika und Europa geliefert.

KONZERN-BILANZ

Zum 30. September 2013 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) 30. September 2013 31. Dezember 2012
AKTIVA
Immaterielle Vermögenswerte 352.520 101.110
Firmenwerte 506.696 317.775
Sachanlagen 667.136 494.187
Anteile an assoziierten Unternehmen 557 555
Sonstige Finanzanlagen 44.670 355.288
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.770 21.385
Sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte 59.423 74.851
Aktive latente Steuern 172.781 121.579
Langfristige Vermögenswerte 1.816.553 1.486.730
Vorräte 612.702 405.317
Geleistete Anzahlungen 185.952 181.196
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 592.781 606.548
Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für Projekte, soweit sie
dafür erhaltene An- und Teilzahlungen übersteigen 458.538 320.718
Sonstige kurzfristige Forderungen 420.695 342.122
Wertpapiere des Umlaufvermögens 194.896 325.486
Zahlungsmittel 1.072.967 1.492.848
Kurzfristige Vermögenswerte 3.538.531 3.674.235
SUMME AKTIVA 5.355.084 5.160.965
PASSIVA
Grundkapital 104.000 104.000
Kapitalrücklagen 36.476 36.476
Gewinnrücklagen 783.276 867.017
Auf Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallendes
Eigenkapital 923.752 1.007.493
Nicht beherrschende Anteile 37.964 26.302
Summe Eigenkapital 961.716 1.033.795
Anleihen - langfristig 511.775 525.099
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten - langfristig 39.548 9.667
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing - langfristig 15.452 16.061
Rückstellungen - langfristig 424.161 312.226
Sonstige Verbindlichkeiten - langfristig 31.738 13.182
Verbindlichkeiten aus latenten Steuern 180.127 93.912
Langfristige Verbindlichkeiten 1.202.801 970.147
Anleihen - kurzfristig 0 186.654
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten - kurzfristig 72.384 51.797
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing - kurzfristig 1.133 1.364
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 433.073 420.369
Erhaltene An- und Teilzahlungen für Projekte, soweit sie die dafür
realisierte Umsatzerlöse übersteigen 987.071 1.090.860
Erhaltene Anzahlungen 133.571 63.759
Rückstellungen - kurzfristig 493.278 413.221
Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern 27.975 50.740
Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig 1.042.082 878.259
Kurzfristige Verbindlichkeiten 3.190.567 3.157.023
SUMME PASSIVA 5.355.084 5.160.965

KONZERN-GEWINN-UND -VERLUSTRECHNUNG

Für die ersten drei Quartale 2013 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) Q1-Q3 2013 Q1-Q3 2012 Q3 2013 Q3 2012
Umsatzerlöse 4.144.623 3.703.335 1.534.552 1.265.499
Veränderung des Bestandes an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen 36.795 25.443 18.289 -13.578
Aktivierte Eigenleistungen 2.116 1.026 497 793
4.183.534 3.729.804 1.553.338 1.252.714
Sonstige betriebliche Erträge 65.610 51.801 18.028 16.046
Materialaufwand -2.343.191 -2.202.833 -896.864 -735.960
Personalaufwand -1.099.380 -830.968 -374.973 -277.344
Sonstige betriebliche Aufwendungen -577.248 -461.695 -206.235 -154.051
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und
Abschreibungen (EBITDA) 229.325 286.109 93.294 101.405
Abschreibungen und Wertminderungen von
immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -113.121 -62.065 -42.962 -20.499
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 116.204 224.044 50.332 80.906
Erträge/Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen -119 -997 -150 -222
Zins-Ergebnis -6.274 6.318 -2.876 -125
Sonstiges Finanz-Ergebnis 996 1.634 676 594
Finanz-Ergebnis -5.397 6.955 -2.350 247
Ergebnis vor Steuern (EBT) 110.807 230.999 47.982 81.153
Steuern vom Einkommen und Ertrag -33.242 -64.801 -15.262 -22.464
KONZERN-ERGEBNIS 77.565 166.198 32.720 58.689
Davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 78.843 167.156 31.948 58.431
Nicht beherrschende Anteile -1.278 -958 772 258
Gewogene durchschnittliche Anzahl an
nennwertlosen Stückaktien 103.319.114 103.236.656 103.477.846 103.260.229
Gewinn je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 0,76 1,62 0,31 0,57
Potenzielle Verwässerung durch Aktienoptionen 927.780 795.866 443.109 888.954
Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen
Stückaktien und Optionen
104.246.894 104.032.522 103.920.955 104.149.183
Verwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in
EUR)
0,76 1,61 0,31 0,56

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Für die ersten drei Quartale 2013 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) Q1-Q3 2013 Q1-Q3 2012 Q3 2013 Q3 2012
Konzern-Ergebnis 77.565 166.198 32.720 58.689
Posten, die unter bestimmten Bedingungen
nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden:
Unterschiede aus der Währungsumrechnung, nach
Ertragsteuern
-26.610 -8 -19.259 -1.454
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte,
nach Ertragsteuern
-734 -10.975 77 -12.505
Absicherung von Zahlungsströmen, nach Ertragsteuern -351 0 1.072 0
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert werden:
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste, nach
Ertragsteuern 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis der Periode -27.695 -10.983 -18.110 -13.959
GESAMTERGEBNIS DER PERIODE 49.870 155.215 14.610 44.730
Davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 54.756 158.060 15.909 44.791
Nicht beherrschende Anteile -4.886 -2.845 -1.299 -61

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS

Für die ersten drei Quartale 2013 (verkürzt, ungeprüft)

Nicht
beherr
schende
Summe
Eigen
(in TEUR) Grund
kapital
Kapi
tal
rück
lagen
Sonstige
Gewinn
rück
lagen
IAS 39-
Rück
lage
Versiche
rungsma
thema
tische
Gewinne/
Verluste
Davon entfallen auf Gesellschafter der Muttergesellschaft
Unter
schieds
beträge
aus Wäh
rungsum
rechnung
Gesamt Anteile kapital
STAND ZUM
1. JÄNNER 2012
104.000 36.476 774.104 189 -18.751 651 896.669 42.204 938.873
Gesamtergebnis
der Periode
167.156 -10.982 1.886 158.060 -2.845 155.215
Dividenden -113.551 -113.551 -3.936 -117.487
Änderungen aus
Akquisitionen
6.586 6.586
Veränderung
eigene Aktien
1.853 1.853 1.853
Sonstige
Veränderungen
4.695 4.695 4.695
STAND ZUM
30. SEPTEM
BER 2012
104.000 36.476 834.257 -10.793 -18.751 2.537 947.726 42.009 989.735
STAND ZUM
1. JÄNNER 2013
104.000 36.476 909.120 695 -35.388 -7.410 1.007.493 26.302 1.033.795
Gesamtergebnis
der Periode
78.843 -1.071 -23.016 54.756 -4.886 49.870
Dividenden -123.738 -123.738 -638 -124.376
Änderungen aus
Akquisitionen
-6.756 -6.756 17.186 10.430
Veränderung
eigene Aktien
-2.689 -2.689 -2.689
Sonstige
Veränderungen
-5.287 -27 -5.314 -5.314
STAND ZUM
30. SEPTEM
BER 2013 104.000 36.476 849.493 -376 -35.415 -30.426 923.752 37.964 961.716

KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT

Für die ersten drei Quartale 2013 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) Q1-Q3 2013 Q1-Q3 2012
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -81.099 221.839
Cashflow aus Investitionstätigkeit 70.529 -157.037
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -377.630 246.159
Veränderung der Zahlungsmittel -388.200 310.961
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel -31.681 -1.756
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 1.492.848 1.169.888
Zahlungsmittel am Ende der Periode 1.072.967 1.479.093

Der Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel wird gem. IAS 7.28 getrennt ausgewiesen. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst.

CASHFLOW AUS DEM ERWERB VON TOCHTERGESELLSCHAFTEN*

Für die ersten drei Quartale 2013 (verkürzt, ungeprüft)

Geschäfts
bereich Gesamt Gesamt
(in TEUR) PP1) ME2) SE3) Q1-Q3 2013 Q1-Q3 2012
Immaterielle Vermögenswerte 2.191 295.712 5.435 303.338 30.547
Sachanlagen 1.091 175.092 1.451 177.634 5.873
Vorräte 7.505 159.922 6.389 173.816 6.876
Forderungen 456 271.399 3.279 275.134 19.527
Verbindlichkeiten exkl. Finanzverbindlichkeiten -2.973 -725.721 -7.511 -736.205 -36.744
Nicht verzinsliches Nettovermögen 8.270 176.404 9.043 193.717 26.079
Zahlungsmittel 4.882 331.084 1.973 337.939 11.024
Finanzanlagevermögen 366 2.626 0 2.992 797
Finanzverbindlichkeiten -18 -107.519 -2.433 -109.970 -11.362
Firmenwerte 0 187.499 3.293 190.792 19.247
Nicht beherrschende Anteile 0 -28.787 -1.610 -30.397 -6.586
Kaufpreis gesamt 13.500 561.307 10.266 585.073 39.199
In bar entrichteter Kaufpreis -9.800 -411.152 -8.571 -429.523 -27.122
Erworbene Zahlungsmittel 4.882 331.084 1.973 337.939 11.024
NETTO-CASHFLOW -4.918 -80.068 -6.598 -91.584 -16.098
Verbindlichkeiten aus nicht bezahltem Kaufpreis -200 -1.700 -1.696 -3.596 -2.272
Zeitwert der vor Akquisition gehaltenen Anteile -3.500 -148.454 0 -151.954 -9.807
NICHT IN BAR ENTRICHTETER KAUFPREIS -3.700 -150.154 -1.696 -155.550 -12.079

* Bewertet zu Transaktionskursen

1) PP = PULP & PAPER

2) ME = METALS

3) SE = SEPARATION

Die erstmalige Einbeziehung der in 2013 erworbenen Unternehmen erfolgt auf Basis vorläufiger Werte. Die endgültige Feststellung der im Cashflow aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften angegebenen Bilanzpositionen erfolgt gemäß den Bestimmungen für die Erstkonsolidierung des IFRS 3 (überarbeitet) "Unternehmenszusammenschlüsse".

Der Cashflow im Geschäftsbereich METALS betrifft im Wesentlichen den Schuler-Konzern, Deutschland.

ANHANG

Erläuterungen zum Konzern-Zwischenabschluss per 30. September 2013

Allgemeines

Der Zwischenabschluss zum 30. September 2013 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Berücksichtigung der Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31. Dezember 2012 wurden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen wird auf den Konzern-Abschluss zum 31. Dezember 2012 verwiesen, der die Basis für den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss darstellt.

Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.

Der Zwischenabschluss per 30. September 2013 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Anwendung von neuen Standards

Seit dem 1. Jänner 2013 wendet ANDRITZ folgende neue Standards an:

  • Ergänzungen zu IAS 1: Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses
  • IAS 19 (überarbeitet 2011): Leistungen an Arbeitnehmer
  • Ergänzungen zu IAS 12: Latente Steuern Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte
  • Ergänzungen zu IFRS 7: Angaben zu Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
  • IFRS 13: Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

Die Anwendung dieser neuen Standards hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Kurzfassung des konsolidierten Zwischenabschlusses.

Entwicklung Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich wie folgt entwickelt:

Vollkonsolidierung Equity-Methode
Bestand zum 1. Jänner 2013 117 4
Zugänge aus Unternehmenserwerben 34 0
Änderung der Konsolidierungsmethode
Zugänge 2 0
Abgänge -3 0
Umgründungen -2 0
Bestand zum 30. September 2013 148 4

Akquisitionen

Die folgenden Unternehmen waren im Vergleichszeitraum 1. Jänner bis 30. September 2012 nicht oder nur teilweise im Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE enthalten:

2012 erworben

  • ANDRITZ Bricmont Inc. (100%): Ofenanlagen für die Aluminium- und Stahlindustrie
  • ANDRITZ (Wuxi) Nonwoven Technology Co. Ltd. (100%): Anlagen zur Produktion von Trockenvlies, vor allem für Anwendungen im Textil- und Hygienebereich
  • Soutec AG, Schweiz (100%): Laser- und Rollnaht-Widerstandsschweißsysteme für die Metall verarbeitende Industrie
  • Allied Environmental Solution, Inc., USA (100%): Rauchgasreinigungssysteme für Energieversorger und Energie erzeugende Industrien
  • Royal GMF-Gouda (Goudsche Machinefabriek), Niederlande (100%): Hersteller von Trocknungssystemen für die Lebensmittelindustrie, die chemische Industrie sowie für den kommunalen Umweltbereich

2013 erworben

  • Shanghai Shende Machinery Co. Ltd., China (80%): Anlagen zur Produktion von Tier-/Fischfutterpellets im mittleren Kapazitätsbereich
  • Schuler-Konzern, Deutschland (92,8% mit Closing des Übernahmeangebots): Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Verfahrens-Know-how und Dienstleistungen im Bereich der Umformtechnik für die Metall verarbeitende Industrie
  • FBB Engineering GmbH, Deutschland (100%): Brenner und feuerfeste Bauteile für die Stahl- und Aluminiumindustrie

  • ANDRITZ MeWa GmbH, Deutschland (100%): Engineering und Service für Recyclingmaschinen und komplette Anlagenlösungen

  • Modul-Gruppe, Deutschland (weitere 50%): Maschinen und Anlagen zur Holzbehandlung; die ersten 50% wurden 2010 erworben
  • Einzelne Vermögenswerte von Vandenbroek Thermal Processing B.V., Niederlande: thermische Schlammtrocknungstechnologien

Die geschätzten Zeitwerte der in 2013 erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Basis von Transaktionskursen sind wie folgt:

Anpassungen an
IFRS den beizulegenden Beizulegender
(in TEUR) Buchwerte Zeitwert Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 8.244 295.094 303.338
Sachanlagen 157.634 20.000 177.634
Vorräte 173.816 0 173.816
Forderungen 275.134 0 275.134
Verbindlichkeiten -628.606 -107.599 -736.205
Nicht verzinsliches Nettovermögen -13.778 207.495 193.717
Zahlungsmittel 337.939 0 337.939
Finanzanlagevermögen 2.992 0 2.992
Finanzverbindlichkeiten -109.970 0 -109.970
Firmenwerte 0 190.792 190.792
Nicht beherrschende Anteile -30.397 0 -30.397
Nettovermögen 186.786 398.287 585.073

Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen

Nach Erlangung der Beherrschung am Schuler-Konzern im Februar 2013 erwarb ANDRITZ zusätzliche Anteile. Die ANDRITZ-GRUPPE erfasste diese Änderung der Beteiligungsquote als Eigenkapitaltransaktion.

Saisonalität des Geschäftsverlaufs

Der Geschäftsverlauf der ANDRITZ-GRUPPE ist im Allgemeinen durch keine Saisonalität gekennzeichnet.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn und -Verlustrechnung

Im 3. Quartal 2013 betrug der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE 1.534,5 MEUR und lag damit um 21,3% über dem Vergleichswert des Vorjahrs (Q3 2012: 1.265,5 MEUR). Der Betriebserfolg (EBIT) erreichte 50,3 MEUR (Q3 2012: 80,9 MEUR).

In den ersten drei Quartalen 2013 betrug der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE 4.144,6 MEUR und lag damit um 11,9% über dem Vergleichswert des Vorjahrs (Q1-Q3 2012: 3.703,3 MEUR). Der Betriebserfolg (EBIT) erreichte 116,2 MEUR (Q1-Q3 2012: 224,0 MEUR).

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Die Bilanzsumme der ANDRITZ-GRUPPE per 30. September 2013 stieg auf 5.355,1 MEUR an und war damit um 194,1 MEUR höher als zum 31. Dezember 2012 (5.161,0 MEUR). Das Nettoumlaufvermögen per 30. September 2013 betrug -435,6 MEUR (31. Dezember 2012: -631,5 MEUR).

Im laufenden Geschäftsjahr wurden von der ANDRITZ AG für das Geschäftsjahr 2012 123,7 MEUR an Dividenden ausgeschüttet. In den ersten drei Quartalen 2013 wurden 410.600 Aktien zurückgekauft sowie 740.361 Aktien an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ANDRITZ (im Wesentlichen im Rahmen von Aktienoptionsprogrammen) ausgegeben.

Erläuterungen zum Konzern-Cashflow-Statement

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug den ersten drei Quartalen 2013 -81,1 MEUR (Q1-Q3 2012: 221,8 MEUR). Dieser Rückgang ist vor allem auf projektbedingte Veränderungen des Umlaufvermögens (working capital) zurückzuführen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug in den ersten drei Quartalen 2013 70,5 MEUR (Q1-Q3 2012: -157,0 MEUR). Die Veränderung resultiert hauptsächlich aus Akquisitionen (-91,6 MEUR in Q1-Q3 2013 versus -16,1 MEUR in Q1-Q3 2012), Investitionen in Sach- und immaterielles Anlagevermögen von -65,5 MEUR (Q1-Q3 2012: -52,3 MEUR) sowie Nettoerlösen aus dem Verkauf von Wertpapieren (+227,6 MEUR in Q1-Q3 2013 versus -88,6 MEUR in Q1-Q3 2012).

Segmentberichterstattung

Die Segmentinformationen werden nach folgenden Kriterien dargestellt:

Geschäftsbereiche

Die ANDRITZ-GRUPPE betreibt ihre Geschäftsaktivitäten in folgenden Geschäftsbereichen:

  • HYDRO (HY)
  • PULP & PAPER (PP)
  • METALS (ME)
  • SEPARATION (SE)

Der Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL wurde per 1. Jänner 2013 dem Geschäftsbereich SEPARATION zugeordnet. Die Vergleichswerte des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst.

Geschäftsinformationen per 30. September 2013:

Über
(in TEUR) HY PP ME SE leitung Gesamt
Umsatz 1.301.516 1.456.665 962.907 423.535 0 4.144.623
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und
Abschreibungen (EBITDA)
121.215 8.221 90.233 9.656 0 229.325
Summe Aktiva 1.279.121 912.741 1.184.489 523.321 1.455.412 5.355.084
Summe Passiva exkl. Summe
Eigenkapital
1.208.956 976.083 517.361 269.261 1.421.707 4.393.368
Investitionen 26.519 16.647 17.635 4.674 0 65.475
Abschreibungen und Wertminderungen
von immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen
25.440 24.505 49.194 13.982 0 113.121
Anteile am Jahresüberschuss/
-fehlbetrag von assoziierten
Unternehmen 0 -119 0 0 0 -119
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 557 0 0 0 557

Geschäftsinformationen per 30. September 2012:

Über
(in TEUR) HY PP ME SE leitung Gesamt
Umsatz 1.245.712 1.724.782 294.390 438.451 0 3.703.335
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und
Abschreibungen (EBITDA) 113.986 121.712 19.319 31.092 0 286.109
Summe Aktiva 1.414.953 933.210 246.141 473.013 2.036.369 5.103.686
Summe Passiva exkl. Summe
Eigenkapital 1.424.931 1.084.552 213.258 244.895 1.146.315 4.113.951
Investitionen 33.764 12.158 1.076 5.342 0 52.340
Abschreibungen und Wertminderungen
von immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen 29.186 22.018 3.493 7.368 0 62.065
Anteile am Jahresüberschuss/
-fehlbetrag von assoziierten
Unternehmen -872 -125 0 0 0 -997
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 830 0 0 0 830

Fair-Value-Hierarchie

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind im Folgenden beschrieben:

  • Stufe 1: Notierte Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten an aktiven Märkten.
  • Stufe 2: Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt (z. B. Preise) oder indirekt (z. B. abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind.
  • Stufe 3: Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die untenstehende Tabelle zeigt eine Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie. Diese unterscheidet Fair Values nach Bedeutung der in die Bewertung einbezogenen Inputparameter und verdeutlicht, inwiefern beobachtbare Marktdaten bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verfügbar sind.

(in TEUR) Gesamt zum
30. Septem
ber 2013
davon
Stufe 1
davon
Stufe 2
davon
Stufe 3
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert -
Handelsaktiva
Derivate 23.559 0 23.559 0
Eingebettete Derivate 21.653 0 21.653 0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
Wertpapiere des Anlagevermögens 2.321 2.321 0 0
Wertpapiere des Umlaufvermögens 194.896 194.896 0 0
Sonstige Forderungen
Derivate (Hedge Accounting) 12.254 12.254
254.683 197.217 57.466 0
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert -
Handelspassiva
Derivate 25.535 0 25.535 0
Eingebettete Derivate 13.832 0 13.832 0
Sonstige Verbindlichkeiten
Derivate (Hedge Accounting) 526 0 526
39.893 0 39.893 0

Wichtige Ereignisse nach dem 30. September 2013

Für die Fortsetzung des von Schuler im Jahr 2011 zur Integration von Müller Weingarten initiierten Wachstumsund Strategieprogramms "ZusammenWachsen" hat Schuler Ende Oktober 2013 kapazitive und organisatorische Maßnahmen beschlossen, die in den kommenden zwei Jahren umgesetzt werden sollen. Der damit einhergehende erwartete finanzielle Aufwand wird auf insgesamt rund 50 MEUR geschätzt, wobei zu erwarten ist, dass rund 35 MEUR noch im Jahr 2013 und rund 15 MEUR im Verlauf des Jahres 2014 als Rückstellungen gebucht werden.

ERKLÄRUNG GEMÄSS § 87 (1) BÖRSEGESETZ

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzern-Zwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Graz, 6. November 2013

Der Vorstand der ANDRITZ AG

Vorstandsvorsitzender PULP & PAPER

(Neuanlagen)

Wolfgang Leitner Karl Hornhofer Humbert Köfler Friedrich Papst Wolfgang Semper PULP & PAPER (Service & Systemlösungen), SEPARATION

METALS, HYDRO (Pumpen)

HYDRO

AKTIE

Relative Kursentwicklung der ANDRITZ-Aktie im Vergleich zum ATX (1. Oktober 2012-30. September 2013)

Kursentwicklung

Die Entwicklung der internationalen Finanzmärkte war den ersten drei Quartalen 2013 nach wie vor von der Euro- und Staatsschuldenkrise sowie den unsicheren allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt. Innerhalb eines unverändert volatilen Börsenumfelds sowie aufgrund diverser Rückstufungen als Folge des unerwartet deutlichen Ergebnisrückgangs im 1. Quartal 2013 fiel der Kurs der ANDRITZ-Aktie im Berichtszeitraum um 13,6%. Im selben Zeitraum stieg der ATX, der führende Aktienindex der Wiener Börse, um 2,1% an.

Der höchste Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie in den ersten drei Quartalen 2013 betrug 54,94 EUR (11. März 2013), der niedrigste Schlusskurs 37,93 EUR (24. Juni 2013).

Handelsvolumen

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der ANDRITZ-Aktie (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht) betrug 326.011 Aktien (Q1-Q3 2012: 386.423 Aktien). Der höchste Tagesumsatz wurde am 2. Mai 2013 mit 4.659.374 Aktien und der niedrigste Tagesumsatz am 21. Jänner 2013 mit 95.384 Aktien erzielt.

Investor Relations

Im 3. Quartal 2013 wurden mit internationalen institutionellen Anlegern und Finanzanalysten Gespräche in Frankfurt, London, Melbourne, München, New York, Paris, Tokio, Toronto, San Francisco, Singapur und Sydney geführt.

Q1-Q3 Q1-Q3
Kennzahlen der ANDRITZ-Aktie Einheit 2013 2012 Q3 2013 Q3 2012 2012
Höchster Schlusskurs EUR 54,94 46,30 44,70 46,30 50,00
Niedrigster Schlusskurs EUR 37,93 32,83 38,39 39,82 32,83
Schlusskurs (per ultimo) EUR 43,46 44,07 43,46 44,07 48,54
Marktkapitalisierung (per ultimo) MEUR 4.519,3 4.583,3 4.519,3 4.583,3 5.048,2
Performance % -13,6 +34,2 +9,5 +7,5 +47,9
ATX-Gewichtung (per ultimo) % 8,8773 11,4920 8,8773 11,4920 10,6128
Durchschnittliches Handelsvolumen Stück 326.011 386.423 329.193 277.338 345.754

Quelle: Wiener Börse

Eckdaten zur ANDRITZ-Aktie

ISIN-Code AT0000730007
Tag der Erstnotiz 25. Juni 2001
Aktiengattung Inhaberaktien
Aktienzahl 104 Millionen
Genehmigtes Kapital Keines
Streubesitz Rund 70%
Börse Wien (Prime Market)
Ticker-Symbole Reuters: ANDR.VI; Bloomberg: ANDR, AV
Börsenindizes ATX, ATX five, ATX Global Players, ATXPrime, WBI
Finanzterminkalender 2014
28. Februar 2014 Ergebnisse Geschäftsjahr 2013
21. März 2014 Ordentliche Hauptversammlung
25. März 2014 Ex-Dividende
27. März 2014 Dividendenzahltag
6. Mai 2014 Ergebnisse 1. Quartal 2014
7. August 2014 Ergebnisse 1. Halbjahr 2014
6. November 2014 Ergebnisse 1. bis 3. Quartal 2014

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