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Andritz AG Interim / Quarterly Report 2011

May 6, 2011

735_rns_2011-05-06_e6edbf29-eede-4b05-828f-fd5b1fcc7ec8.pdf

Interim / Quarterly Report

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Kennzahlen der ANDRITZ-GRUPPE

(Gemäß IFRS) Einheit Q1 2011 Q1 2010 +/- 2010
Auftragseingang MEUR 1.666,0 908,4 83,4% 4.131,9
Auftragsstand (per Ultimo) MEUR 6.388,0 4.724,3 35,2% 5.290,9
Umsatz MEUR 923,7 732,3 26,1% 3.553,8
EBITDA1) MEUR 68,7 55,6 23,6% 307,3
EBITA2) MEUR 56,1 43,7 28,4% 257,6
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) MEUR 52,0 41,4 25,6% 245,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) MEUR 55,0 43,3 27,0% 247,9
Konzern-Ergebnis (vor Abzug von Minderheitsanteilen) MEUR 38,8 30,2 28,5% 177,0
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit MEUR 151,1 238,4 -36,6% 704,5
Investitionen3) MEUR 10,3 13,9 -25,9% 68,8
Anlagevermögen MEUR 869,0 761,2 14,2% 858,9
Umlaufvermögen MEUR 3.392,7 2.776,8 22,2% 3.176,9
Summe Eigenkapital4) MEUR 729,1 671,2 8,6% 794,4
Rückstellungen MEUR 634,3 551,9 14,9% 582,8
Sonstige Verbindlichkeiten MEUR 2.898,3 2.314,9 25,2% 2.658,6
Bilanzsumme MEUR 4.261,7 3.538,0 20,5% 4.035,8
Eigenkapitalquote5) % 17,1 19,0 - 19,7
Nettoliquidität6) MEUR 1.312,0 897,7 46,2% 1.177,0
Nettoverschuldung7) MEUR -1.135,1 -744,9 -52,4% -992,0
Nettoumlaufvermögen8) MEUR -725,9 -316,0 -129,7% -556,1
Capital employed9) MEUR -254,6 93,1 -373,5% -86,0
Verschuldungsgrad10) % -155,7 -111,0 - -124,9
EBITDA-Marge % 7,4 7,6 - 8,6
EBITA-Marge % 6,1 6,0 - 7,2
EBIT-Marge % 5,6 5,7 - 6,9
Konzernergebnis/Umsatz % 4,2 4,1 - 5,0
Mitarbeiter (per Ultimo, ohne Lehrlinge) - 15.856 13.370 18,6% 14.655

1) Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen 2) Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen für im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierte und vom Firmenwert getrennt angesetzte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 4.193 TEUR in Q1 2011 (2.321 TEUR in Q1 2010, 12.158 TEUR in 2010) 3) Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 4) Summe Eigenkapital inkl. Minderheitsanteile 5) Summe Eigenkapital/Bilanzsumme 6) Flüssige Mittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten 7) Verzinsliches Fremdkapital inkl. Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder abzüglich flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens 8) Langfristige Forderungen plus kurzfristige Vermögenswerte (exkl. Wertpapiere des Umlaufvermögens und flüssige Mittel) abzüglich sonstige langfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Verbindlichkeiten (exkl. Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen) 9) Nettoumlaufvermögen plus immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 10) Nettoverschuldung/Summe Eigenkapital

Finanzterminkalender 2011 und 2012 (vorläufig)

Ergebnisse 1. Halbjahr 2011
Ergebnisse 1.–3. Quartal 2011
Ergebnisse Geschäftsjahr 2011
Ordentliche Hauptversammlung
Ex-Dividende
Dividendenzahltag
Ergebnisse 1. Quartal 2012
Ergebnisse 1. Halbjahr 2012
Ergebnisse 1.–3. Quartal 2012

Den laufend aktualisierten Finanzterminkalender sowie Informationen zur ANDRITZ-Aktie finden Sie auf der Investor-Relations-Seite der ANDRITZ-Homepage: www.andritz.com/aktie

Kennzahlen der Geschäftsbereiche

HYDRO Einheit Q1 2011 Q1 2010 +/- 2010
Auftragseingang MEUR 583,9 391,4 49,2% 1.870,1
Auftragsstand (per Ultimo) MEUR 3.633,4 3.024,8 20,1% 3.376,0
Umsatz MEUR 364,5 349,0 4,4% 1.579,2
EBITDA MEUR 32,7 28,4 15,1% 139,9
EBITDA-Marge % 9,0 8,1 - 8,9
EBITA MEUR 27,1 23,0 17,8% 118,0
EBITA-Marge % 7,4 6,6 - 7,5
Mitarbeiter (per Ultimo) - 7.266 6.065 19,8% 6.530
PULP & PAPER Einheit Q1 2011 Q1 2010 +/- 2010
Auftragseingang MEUR 811,1 340,1 138,5% 1.388,4
Auftragsstand (per Ultimo) MEUR 1.862,4 917,6 103,0% 1.099,6
Umsatz MEUR 367,0 217,0 69,1% 1.105,3
EBITDA MEUR 24,6 15,7 56,7% 98,4
EBITDA-Marge % 6,7 7,2 - 8,9
EBITA MEUR 20,1 11,4 76,3% 80,7
EBITA-Marge % 5,5 5,3 - 7,3
Mitarbeiter (per Ultimo) - 5.345 4.387 21,8% 4.851
METALS Einheit Q1 2011 Q1 2010 +/- 2010
Auftragseingang MEUR 104,7 42,7 145,2% 302,7
Auftragsstand (per Ultimo) MEUR 554,3 535,2 3,6% 521,0
Umsatz MEUR 71,1 78,0 -8,8% 340,2
EBITDA MEUR 3,7 4,5 -17,8% 21,2
EBITDA-Marge % 5,2 5,8 - 6,2
EBITA MEUR 3,2 3,8 -15,8% 18,4
EBITA-Marge % 4,5 4,9 - 5,4
Mitarbeiter (per Ultimo) - 918 983 -6,6% 937
ENVIRONMENT & PROCESS Einheit Q1 2011 Q1 2010 +/- 2010
Auftragseingang MEUR 130,9 89,2 46,7% 424,3
Auftragsstand (per Ultimo) MEUR 285,4 176,3 61,9% 242,3
Umsatz MEUR 87,6 55,7 57,3% 375,4
EBITDA MEUR 6,1 4,1 48,8% 34,8
EBITDA-Marge % 7,0 7,4 - 9,3
EBITA MEUR 4,6 3,0 53,3% 29,5
EBITA-Marge % 5,3 5,4 - 7,9
Mitarbeiter (per Ultimo) - 1.790 1.431 25,1% 1.816
FEED & BIOFUEL Einheit Q1 2011 Q1 2010 +/- 2010
Auftragseingang MEUR 35,4 45,0 -21,3% 146,4
Auftragsstand (per Ultimo) MEUR 52,5 70,4 -25,4% 52,0
Umsatz MEUR 33,5 32,6 2,8% 153,7
EBITDA MEUR 1,6 2,9 -44,8% 13,0
EBITDA-Marge % 4,8 8,9 - 8,5
EBITA MEUR 1,1 2,5 -56,0% 11,0
EBITA-Marge % 3,3 7,7 - 7,2
Mitarbeiter (per Ultimo) - 537 504 6,5% 522

Lagebericht 03 Erklärung gemäß § 87 (1) Börsegesetz 08 Geschäftsbereiche 09 HYDRO 09 PULP & PAPER 10 METALS 12 ENVIRONMENT & PROCESS 13 FEED & BIOFUEL 14 Konzern-Abschluss

der ANDRITZ-GRUPPE 16
Konzern-Bilanz 16
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung 17
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 18
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 19
Konzern-Cashflow-Statement 20
Cashflow aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften 20
Anhang 21

Aktie 23

Lagebericht

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Im 1. Quartal 2011 setzte sich die wirtschaftliche Erholung in den wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt fort. In Europa und in den USA lassen die veröffentlichten Wirtschaftsdaten sowie die Vorlaufindikatoren eine weitere Festigung der Konjunktur in den kommenden Quartalen erwarten. Zunehmend sind jedoch Anzeichen steigender Inflation feststellbar.

In den USA kam es im Berichtszeitraum zu einer weiteren Erholung der Wirtschaft. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich von 10,0% zu Anfang des Jahres auf 8,8% per Ende März 2011. Allein im Feber und März wurden in der Privatwirtschaft jeweils mehr als 200.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, die Vorlaufindikatoren lassen eine Fortsetzung dieses Trends in den kommenden Monaten erwarten. Aufgrund der gestiegenen Energie- und Nahrungsmittelpreise ist die Inflationsrate im Berichtsquartal allerdings deutlich angestiegen, die Kernrate (ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise) blieb jedoch auf einem niedrigen Niveau. Aus diesem Grund erwarten die Wirtschaftsforscher, dass die amerikanische Notenbank FED die Leitzinsen vorerst nicht erhöhen wird.

Eine ähnliche Entwicklung ist auch in Europa feststellbar. Die wirtschaftlichen Aktivitäten in der Euro-Zone sind im Berichtszeitraum weiter angestiegen, wobei insbesondere in Deutschland ein starkes Wirtschaftswachstum zu verzeichnen war. Ebenso wie in den USA ist die Inflationsrate deutlich angestiegen, allein im März erhöhte sich die Teuerung um 2,6% gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Aus diesem Grund hat die besonders auf Preisstabilität ausgerichtete Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen Anfang April 2011 um 25 Basispunkte auf 1,25% angehoben. Portugal ist nach Griechenland und Irland das dritte Land der Euro-Zone, das bei der EU um Finanzhilfe zur Bewältigung der Schuldenkrise angesucht hat.

In Asien und den anderen großen aufstrebenden Regionen setzte sich die solide Entwicklung der Wirtschaft im Berichtszeitraum fort. Aufgrund des anhaltend starken Wachstums sowie aufkeimender Inflation hat die chinesische Notenbank ihre geldpolitische Straffung fortgesetzt und Anfang April den Leitzins um 25 Basispunkte erhöht. Die japanische Notenbank hat auf die Erdbebenkatastrophe mit einer deutlichen Ausweitung der Liquidität für das Bankensystem reagiert und rund acht Milliarden Euro bereitgestellt; die Leitzinsen wurden jedoch nicht gesenkt.

Quelle: OECD

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Umsatz

Im 1. Quartal 2011 betrug der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE 923,7 MEUR und lag damit um 26,1% über dem Vergleichswert des Vorjahrs (Q1 2010: 732,3 MEUR). Während der Umsatz in den Geschäftsbereichen PULP & PAPER sowie ENVIRONMENT & PROCESS im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich anstieg, ging der Umsatz im Bereich METALS etwas zurück.

Anteil Serviceumsatz am Umsatz der Gruppe und der Geschäftsbereiche

Q1 2011 Q1 2010
ANDRITZ-GRUPPE 27% 27%
HYDRO 22% 21%
PULP & PAPER 31% 42%
METALS 8% 4%
ENVIRONMENT & PROCESS 36% 35%
FEED & BIOFUEL 54% 46%

Auftragseingang

Der Auftragseingang der Gruppe entwickelte sich im 1. Quartal 2011 sehr erfreulich: Mit 1.666,0 MEUR lag er deutlich über dem Wert des Vorjahresquartals (+83,4% vs. Q1 2010: 908,4 MEUR). Bis auf FEED & BIOFUEL konnten alle Geschäftsbereiche den Auftragseingang im Jahresvergleich deutlich steigern.

Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs HYDRO betrug 583,9 MEUR und erhöhte sich damit um 49,2% gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahrs (Q1 2010: 391,4 MEUR).

Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs PULP & PAPER hat sich im Jahresvergleich auf 811,1 MEUR mehr als verdoppelt (Q1 2010: 340,1 MEUR); dies ist im Wesentlichen auf den Erhalt des Großauftrags von Eldorado Brasil zurückzuführen.

Trotz unverändert schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auf den internationalen Stahlmärkten entwickelte sich der Auftragseingang des Geschäftsbereichs METALS sehr erfreulich und lag mit 104,7 MEUR deutlich über dem sehr niedrigen Vergleichswert des Vorjahrs (Q1 2010: 42,7 MEUR).

Einen weiteren Anstieg des Auftragseingangs konnte der Geschäftsbereich ENVIRONMENT & PROCESS verzeichnen: Mit 130,9 MEUR lag der Auftragseingang im 1. Quartal 2011 um 46,7% über dem Wert des Vorjahresquartals (Q1 2010: 89,2 MEUR), was sowohl auf organisches Wachstum als auch die Erstkonsolidierung von neu erworbenen Firmen zurückzuführen ist.

Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs FEED & BIOFUEL betrug 35,4 MEUR und lag damit unter dem hohen Vergleichswert des Vorjahrs (-21,3% vs. Q1 2010: 45,0 MEUR).

Auftragsstand

Der Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE per 31. März 2011 erreichte mit 6.388,0 MEUR einen neuen Rekordwert; im Vergleich zum Ultimo des Vorjahrs ist dies ein Anstieg um 20,7% (31. Dezember 2010: 5.290,9 MEUR).

Ergebnis

Das EBITA der ANDRITZ-GRUPPE im 1. Quartal 2011 erhöhte sich im Jahresvergleich um 28,4% auf 56,1 MEUR (Q1 2010: 43,7 MEUR) und stieg so etwas stärker als der Umsatz an. Damit erhöhte sich die Rentabilität (EBITA-Marge) der Gruppe leicht auf 6,1% (Q1 2010: 6,0%).

Einen deutlichen Anstieg des Ergebnisses konnten die Geschäftsbereiche HYDRO, PULP & PAPER sowie ENVIRONMENT & PROCESS verzeichnen, im Bereich METALS ging das Ergebnis leicht zurück. FEED & BIOFUEL verzeichnete aufgrund von Kostenüberschreitungen bei einzelnen Aufträgen ein deutlich gesunkenes Ergebnis.

Das Finanz-Ergebnis betrug 3,0 MEUR und lag damit deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahrs (Q1 2010: 1,9 MEUR).

Das Konzern-Ergebnis (nach Abzug von Minderheitsanteilen) der ANDRITZ-GRUPPE betrug 37,0 MEUR und lag damit um 28,0% über dem Vergleichswert des Vorjahrs (Q1 2010: 28,9 MEUR).

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme der Gruppe per 31. März 2011 stieg auf 4.261,7 MEUR an (31. Dezember 2010: 4.035,8 MEUR). Die Eigenkapitalquote betrug 17,1% (31. Dezember 2010: 19,7%).

Die liquiden Mittel (flüssige Mittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens) per 31. März 2011 betrugen 1.726,2 MEUR (31. Dezember 2010: 1.594,7 MEUR). Die Nettoliquidität (liquide Mittel plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten) stieg auf 1.312,0 MEUR an und lag damit ebenfalls deutlich über dem Wert zum Ende des Vorjahrs (31. Dezember 2010: 1.177,0 MEUR). Dieser Anstieg ist v. a. auf den Erhalt von Anzahlungen für einige Großprojekte zurückzuführen.

Zusätzlich zur hohen Nettoliquidität stehen der ANDRITZ-GRUPPE derzeit auch folgende Kredit- und Avallinien für Vertragserfüllungen, Anzahlungen, Gewährleistungen etc. zur Verfügung:

  • Kreditlinien: 215 MEUR, davon 53 MEUR ausgenützt
  • Avallinien: 4.569 MEUR, davon 2.344 MEUR ausgenützt

keiten: 9%

Aktiva
902,1
MEUR
1.633,4
MEUR
1,726,2
MEUR
Langfristiges
Vermögen: 21%
Passiva
Sonstiges kurz fristiges Vermögen: 38% Flüssige Mittel und Wertpapiere
des Umlaufvermögens: 41%
729,1
MEUR
428,9
MEUR
360,9
MEUR
2.742,8
MEUR
Summe Eigenkapital
inkl. Anteile in Fremd
besitz: 17%
Finanzverbind
lichkeiten:
10%
Sonstige
langfristige
Verbindlich
Sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten: 64%

Mitarbeiter

Der Mitarbeiterstand der ANDRITZ-GRUPPE per 31. März 2011 betrug 15.856, im Vergleich zum Stichtag des Vorjahrs ein Anstieg von 18,6% (31. März 2010: 13.370 Mitarbeiter). Dieser Anstieg ist insbesondere auf die Erstkonsolidierung neu erworbener Unternehmen zurückzuführen.

Akquisition

Im Jänner 2011 hat ANDRITZ die AE&E Austria GmbH & Co KG, nunmehr ANDRITZ Energy & Environment, erworben und damit sein Produktangebot im Geschäftsbereich PULP & PAPER erweitert. ANDRITZ Energy & Environment ist u. a. Spezialist für Wirbelschichttechnologie in Kesselanlagen sowie Rauchgasreinigungsanlagen.

Wesentliche Risiken in den restlichen Monaten des Geschäftsjahrs und Risikomanagement

Die ANDRITZ-GRUPPE hat ein konzernweites Kontroll- und Steuerungsmanagement implementiert, dessen Aufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren und – falls erforderlich – rasch Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dieses System ist ein wesentlicher Bestandteil des aktiven Risikomanagements der Gruppe. Es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Überwachungs- und Kontrollsysteme ausreichend wirksam sind.

Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der Gruppe in den verbleibenden Monaten des Geschäftsjahrs 2011 beziehen sich v. a. auf die Abhängigkeit der Gruppe von der allgemeinen Konjunkturentwicklung und der Entwicklung der von ihr bedienten Industrien, den Erhalt von Großaufträgen und deren Risiken sowie die Erzielung der entsprechenden Umsatzerlöse aus dem hohen Auftragsstand. Darüber hinaus stellen bei der Abwicklung von Aufträgen unerwartete Kostensteigerungen und Schwierigkeiten bei der Erreichung der garantierten Leistungsparameter der von ANDRITZ gelieferten Anlagen wesentliche Risiken dar. Die globale wirtschaftliche Entwicklung stellt ein maßgebliches Risiko für die finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE dar und könnte zu Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zur Verzögerung oder Einstellung laufender Projekte führen. Die Stornierung bestehender Aufträge könnte den Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen, was sich wiederum negativ auf die Kapazitätsauslastung der Produktionsstätten der Gruppe auswirken könnte.

Eine negative Konjunkturentwicklung kann auch eine vollständige oder teilweise Abschreibung einzelner im Zuge von Akquisitionen entstandener Firmenwerte notwendig machen, wenn die wirtschaftlichen Ziele nicht erreicht werden können. Dies könnte die Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beeinflussen. Abseits davon besteht jederzeit das Risiko, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise oder gänzlich wertberichtigt werden müssen.

Das Zahlungsausfallsrisiko von Kunden wird zwar für einen Großteil der Aufträge durch Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie durch Abschluss von Exportversicherungen reduziert, jedoch können einzelne Zahlungsausfälle einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der Gruppe haben. Das Risiko für Lieferungen in als politisch durchschnittlich riskant oder sehr riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls in großem Ausmaß versichert. Zins- und Wechselkursrisiken werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten – v. a. Devisentermingeschäfte und Swaps – minimiert und gesteuert. Bei in Fremdwährung fakturierten Aufträgen (hauptsächlich solchen in US-Dollar, Kanadischen Dollar und Schweizer Franken) wird die Nettowährungsposition durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert. Cashflow-Risiken werden über monatliche Cashflow-Berichte überwacht.

Die ANDRITZ-GRUPPE ist hinsichtlich Liquidität sehr gut positioniert und verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven sowie einen gesicherten Zugang zu Liquidität. Die Gruppe vermeidet es, von einer einzigen Bank oder von nur wenigen Banken abhängig zu sein. Zur Sicherstellung der Unabhängigkeit wird bei allen wichtigen Finanzprodukten (flüssige Mittel, Finanzverbindlichkeiten, Finanzanlagevermögen, Garantien und Derivate) jeweils nur ein bestimmtes Volumen mit einer Bank abgewickelt. Dennoch würde die Insolvenz einzelner oder mehrerer Banken einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung und das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE haben. Darüber hinaus kann eine Verschlechterung der Einschätzung der Bonität von ANDRITZ durch mehrere Banken den finanziellen Spielraum von ANDRITZ, insbesondere im Hinblick auf zu erstellende Avale, einschränken.

Geld wird weitgehend in risikoarme Finanzanlagen investiert, wie z. B. in Staatsanleihen, staatsgarantierte Anleihen, Wertpapierfonds zur Deckung der Pensionsverpflichtungen oder Termingelder. Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten können jedoch zu einer ungünstigen Preisentwicklung bei verschiedenen Wertpapieren, in welche die Gruppe investiert hat (z. B. Wertpapierfonds oder Anleihen), oder zu deren Unhandelbarkeit führen. Dies könnte sich aufgrund notwendig werdender Abwertungen oder Wertberichtigungen negativ auf das Finanzergebnis oder das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE auswirken. Durch die Krise erhöht sich zudem das Ausfallsrisiko einzelner Emittenten der Wertpapiere bzw. der Kunden.

Weitere Informationen über die Risiken der ANDRITZ-GRUPPE sind dem ANDRITZ-Jahresfinanzbericht 2010 zu entnehmen.

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

Wechselkursänderungen werden durch entsprechende Terminkontrakte abgesichert.

Information gemäß § 87 (4) Börsegesetz

Im 1. Quartal 2011 wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Personen und Unternehmen durchgeführt.

Wichtige Ereignisse nach dem 31. März 2011

Die Situation der Weltwirtschaft sowie an den Finanzmärkten hat sich in der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Veröffentlichung dieses Berichts nicht wesentlich geändert.

AUSBLICK

Gemäß den Prognosen führender Wirtschaftsexperten ist für 2011 von einer weiteren Erholung der Weltwirtschaft auszugehen. Die aufstrebenden Länder Asiens und Südamerikas werden aus heutiger Sicht ihr hohes Wachstum in den kommenden Quartalen fortsetzen, für Europa und Nordamerika ist mit einem weiteren Anziehen der wirtschaftlichen Aktivitäten zu rechnen. Aufgrund ansteigender Inflation erwarten die Wirtschaftsforscher, dass sowohl die amerikanische Zentralbank FED als auch die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen bis zum Jahresende anheben werden.

Auf Basis dieser globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der erwarteten Entwicklung für die ANDRITZ-relevanten Märkte erwartet die ANDRITZ-GRUPPE in allen ihren Geschäftsbereichen – mit Ausnahme von METALS – unverändert ein gutes Marktumfeld und solide Projektaktivität. Im Geschäftsbereich METALS wird mit einer Fortsetzung der moderaten Projekt- und Investitionstätigkeit zumindest bis zum Jahresende gerechnet.

Auf Basis dieser Erwartungen und des Auftragsstands von knapp 6,4 Milliarden Euro per 31. März 2011 erwartet die ANDRITZ-GRUPPE für das Geschäftsjahr 2011 aus heutiger Sicht einen deutlichen Umsatzanstieg im Vergleich zum Gesamtjahr 2010. Auch beim Konzern-Ergebnis ist mit einer Steigerung im Jahresvergleich zu rechnen.

Erklärung gemäß § 87 (1) Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzern-Zwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Quartalslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Graz, 6. Mai 2011

Der Vorstand der ANDRITZ AG

Wolfgang Leitner Vorstandsvorsitzender

Franz Hofmann Bis 31. März 2011 als Vorstandsmitglied verantwortlich für METALS und ENVIRONMENT & PROCESS

Karl Hornhofer PULP & PAPER (Neuanlagen)

Humbert Köfler

PULP & PAPER (Service & Systemlösungen), ENVIRONMENT & PROCESS

Friedrich Papst METALS, FEED & BIOFUEL, HYDRO

Wolfgang Semper Seit 1. April 2011 als Vorstandsmitglied verantwortlich für HYDRO

Anmerkung: Franz Hofmann, als Vorstandsmitglied verantwortlich für die Geschäftsbereiche METALS und ENVIRONMENT & PROCESS, ist mit 31. März 2011 in den Ruhestand getreten. Per 1. April 2011 wurde Wolfgang Semper neu in den Vorstand der ANDRITZ AG bestellt. Die oben angeführten Verantwortungsbereiche sind ab 1. April 2011 gültig.

HYDRO

MARKTENTWICKLUNG

Im Berichtszeitraum hielt die solide Projektaktivität für Wasserkraftwerksausrüstungen weltweit an. Die Investitionen konzentrierten sich in Europa und Nordamerika unverändert v. a. auf die Modernisierung und Rehabilitation bestehender Wasserkraftwerke einschließlich Pumpspeicherkraftwerken sowie auf Neubau und Erweiterung von Kleinwasserkraftwerken. Anhaltend gute Projektaktivität für neue Wasserkraftwerke wurde in den Emerging Markets, v. a. in Südamerika und Indien, verzeichnet. Die Investitionstätigkeit im Bereich Pumpen war ebenfalls gut, insbesondere im Bewässerungs- und Trinkwassersektor im Mittleren Osten und in Indien.

WICHTIGE AUFTRÄGE

British Columbia Hydro & Power Authority beauftragte ANDRITZ HYDRO mit der Lieferung und Inbetriebnahme von zwei neuen 520-MW-Francisturbinen und 570-MVA-Generatoreinheiten für das Wasserkraftwerk Mica, Kanada. Dieses Kavernenkraftwerk wurde 1976 mit vier 444-MW-Francisturbinen und Generatoren in Betrieb gesetzt. Für die aktuelle Erweiterung mit zwei Maschinensätzen wurde bereits damals baulich vorgesorgt.

Für das neue Pumpspeicherkraftwerk Hongrin-Leman Plus, Schweiz, erhielt der Geschäftsbereich von Forces Motrices Hongrin-Leman S.A. den Auftrag zur Lieferung und Inbetriebnahme der elektromechanischen Ausrüstung, bestehend aus zwei Peltonturbinen (je 120 MW Leistung) und zwei Generatoren (je 130 MVA).

ENEL, Italien, beauftragte ANDRITZ HYDRO mit der Lieferung und Inbetriebnahme der elektromechanischen Ausrüstung für das Kraftwerk Soverzene. Der Lieferumfang umfasst vier 58-MW-Francisturbinen sowie vier 60-MVA-Generatoren.

Im Auftrag von Jämtkraft AB, Schweden, wird der Geschäftsbereich für das Wasserkraftwerk Hissmofors die komplette elektromechanische Ausrüstung liefern: zwei 34-MW-Kaplanturbinen, zwei Synchrongeneratoren sowie die elektrische Ausrüstung.

In Portugal wurden zwei Aufträge verbucht: Für Electricidade de Portugal (EDP) wird ANDRITZ HYDRO in einem Konsortium die elektromechanische Ausrüstung für das Wasserkraftwerk Ribeiradio liefern (bestehend aus drei Wehrfeldern und einem 78-MVA-Generator); im Auftrag von Greenvouga wird das Kleinwasserkraftwerk Ermida ausgerüstet.

Im Auftrag von Maggi, Brasilien, liefert ANDRITZ HYDRO die gesamte elektromechanische Ausrüstung für die Wasserkraftwerke Ilha Comprida (2 x 10 MW) und Segredo (2 x 14 MW).

Im Berichtszeitraum erhielt der Geschäftsbereich Aufträge zur Lieferung von elektromechanischen Ausrüstungen für sieben Kleinwasserkraftwerke in der Türkei.

Im Wasserkraftwerk Bärenburg, Schweiz, werden im Auftrag von Kraftwerke Hinterrhein AG vier Francisturbinen erneuert.

Die Division Pumpen erhielt im Berichtszeitraum eine Reihe von wichtigen Aufträgen, darunter die Aufträge zur Lieferung von 60 Kreiselpumpen für eine Wasseraufbereitungsanlage in Singapur sowie von 319 Prozesspumpen für eine neue Papiermaschine von Nine Dragons Paper in China.

Land Kunde Lieferumfang/Projektbeschreibung
China East China Kraftwerksautomatisierung für
Grid Company das Wasserkraftwerk Xinanjiang
Marokko Indra Sistemas SA Turbinen-Modernisierung
Nigeria Shiroro Generator-Revision und
Hydroelectric PLC -Erneuerung im Wasserkraftwerk Shiroro
Norwegen Norsk Hydro Erneuerung von drei Francisturbinen und mechanische
Produksjon AS Erneuerungen im Wasserkraftwerk Rjukanstrengen
Panama UTE Plaza Elektromechanische Ausrüstung für
Caisan (Cobra) das Kleinwasserkraftwerk El Alto

PULP & PAPER

MARKTENTWICKLUNG

Der Zellstoffmarkt entwickelte sich im 1. Quartal 2011 stabil. Angebot und Nachfrage waren im Jänner und Feber des Berichtsquartals sehr ausgeglichen, wodurch es zu keinen größeren Preisbewegungen am Markt kam. Erst im Verlauf des Monats März führte insbesondere die steigende Nachfrage aus Asien, v. a. aus China, sowohl bei Lang- als auch Kurzfaserzellstoff zu Preiserhöhungen. So stieg der Preis für NBSK (Northern Bleached Softwood Kraft Pulp – nördlicher Langfasersulfatzellstoff) von rd. 950 US-Dollar je Tonne im Jänner 2011 auf mehr als 1.000 US-Dollar bis Ende März 2011 an, der Preis für Kurzfaserzellstoff (Birke und Eukalyptus) erhöhte sich von rd. 850 US-Dollar je Tonne Anfang 2011 auf rd. 880 US-Dollar per Ende März 2011.

Die Projektaktivität für Zellstoffausrüstungen war im 1. Quartal 2011 sowohl für Neuanlagen als auch für Modernisierungen auf hohem Niveau, in Südamerika wurden einige Aufträge für neue Zellstoffwerke vergeben. Ansteigende Projektaktivität war im Bereich Umrüstung bestehender Zellstoffwerke zu Anlagen für die Herstellung von Dissolvingzellstoff zu verzeichnen, der in erhöhtem Maß als Substitut für Baumwolle verwendet wird.

WICHTIGE EREIGNISSE

Die beiden für das APP-Werk Jingui, Provinz Guangxi, China, gelieferten und in Rekordzeit in Betrieb genommenen P-RC APMP-Holzstofflinien bedeuten einen neuen Produktionsrekord für Einzellinien zur Erzeugung von Holzstoff in China. Zu den im 1. Quartal 2011 ebenfalls in Betrieb genommenen Holzstoffproduktionssystemen zählen weiters ein Niederkonsistenz-Refinersystem für Estonian Cell AS, Estland, ein RT-RTS-System für Fujian Nanping Paper Co Ltd., China, sowie ein Advanced TMP-System für UPM Kymmene, Österreich.

Shouguang Meilun Paper Co. Ltd., China, nahm eine PrimeLine-Tissuemaschine in Betrieb. Nach einem von ANDRITZ PULP & PAPER durchgeführten Trocknerumbau (einschließlich Montage einer PrimeCoat-Filmpresse) nahm Smurfit Kappa Hoya Papier und Karton GmbH, Deutschland, eine Papiermaschine in Betrieb.

MDF-Druckzerfaserungssysteme wurden für Sichuan Guodong Construction Co. Ltd., Sichuan Nanchong Guodong Forestry Technology Co. Ltd. und Taihe Dongdun Timber Industry Co. Ltd., China, sowie für Holzwerke Gebr. Schneider GmbH, Deutschland, in Betrieb genommen.

Im April 2011 setzte ANDRITZ den Auftrag von Montes del Plata (Joint-Venture-Unternehmen von Stora Enso und Arauco) zur Lieferung von Produktionstechnologien und Ausrüstungen für das neue Zellstoffwerk (Jahreskapazität: 1,3 Millionen Tonnen Eukalyptus-Marktzellstoff) in Punta Pereira, Uruguay, in Kraft. Der Lieferumfang umfasst die EPC-Lieferung der kompletten Faserlinie sowie der Rückgewinnungsanlage inklusive sämtlicher relevanter Prozessstufen. Der Auftrag wird im 2. Quartal 2011 als Auftragseingang gebucht.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Eldorado Papel e Celulose Ltda. beauftragte ANDRITZ mit der EPC-Lieferung einer kompletten Zellstoffproduktionslinie inklusive Holzplatz, Faserlinie (Kocherei, Wäsche, Bleiche), Zellstofftrocknung (mit automatischer Ballenlinie) sowie Weißlaugenanlage für ein neues Zellstoffwerk in Três Lagoas, Brasilien. Mit einer Jahresproduktion von rd. 1,5 Millionen t gebleichtem Eukalyptus-Marktzellstoff wird Eldorado die größte Zellstoffanlage der Welt sein.

Gemeinsam mit dem Joint-Venture-Partner ENMAS ANDRITZ Pvt. Ltd. wird der Geschäftsbereich für JK Paper, Indien, eine Faserlinie sowie eine Rückgewinnungsanlage liefern. Dies wird die größte Lieferung des Geschäftsbereichs nach Indien sein.

Für ein neues Zellstoffwerk in Laos orderte Sun Paper Holding Lao Co. Ausrüstungen für den Hackschnitzelund Rindentransport, eine komplette Faserlinie (kontinuierlicher Kocher, Wäsche, Sauerstoffdelignifizierung, Sortierung und Bleiche) sowie eine Zellstofftrocknungslinie und Weißlaugenanlage.

Eine Gasifizierungsanlage liefert der Geschäftsbereich für das Joutseno-Werk von Metsä-Botnia in Finnland. Hämeenkyrön Voima Oy, Finnland, und Graphic Packaging International, USA, bestellten jeweils einen Biomassekessel.

Der Geschäftsbereich liefert auf EPC-Basis zwei CFB-Boiler (CFB: Circulating Fluidized Bed – zirkulierende Wirbelschicht) mit einer Dampfleistung von 440 t/h und zwei Rauchgasreinigungssysteme an das Konsortium Vitkovice Power Engineering a.s. und BTG Energy, das für Adularya Enerji Elektrik Uretimi Ve Madencilik A.S., Türkei, ein Kraftwerk errichtet. OTV S.A. orderte für ein Joint-Venture-Unternehmen, das die größte Schlammaufbereitungsanlage Hongkongs baut, vier BFB-Boiler (BFB: Bubbling Fluidized Bed – stationäre Wirbelschicht) mit einer Leistung von 31,5 t/h. Und an IHI Corporation (JP), Deutschland, wird eine Rauchgasentschwefelungslinie für eine Neuanlage geliefert werden.

Hebei Changtai Industry Co., China, bestellte sieben Stoffaufläufe, eine PrimePress X-Schuhpresse, ein Prime-Cal-Glättwerk, eine PrimeCoat-Filmpresse sowie ein PrimeAir Glide-Luftumkehrsystem.

Jiangsu Bohui Paper Industry Co., Ltd., China, beauftragte ANDRITZ mit der Lieferung des Konstantteils für eine neue Dreilagenmaschine. Diese Maschine wird die größte Kartonmaschine der Welt sein.

Von Fibria erhielt der Geschäftsbereich einen Sechs-Jahres-Servicevertrag zur Optimierung der Prozessleistung der drei wichtigsten Zellstoffwerke von Fibria in Brasilien.

Für die Herstellung von Viskosezellstoff im Zellstoffwerk von Chenming Zhanjiang Pulp & Paper Co. Ltd., China, wird der Geschäftsbereich die Kocherei umbauen.

Solikamskbumprom, Russland, beauftragte den Geschäftsbereich mit der Modernisierung der beiden von ANDRITZ gelieferten TMP-Anlagen. Dabei wird der besonders energieeffiziente und Ressourcen schonende A-TMP-Prozess implementiert.

Land Kunde Lieferumfang/Projektbeschreibung
Brasilien Fibria Trocknerumbau
China Sichuan QianWei Fengsheng Paper Sortierungs- und Mittelkonsistenzausrüstungen
China Sun Paper Umbau der Kocherei, HC-Mahlplatten
China Jiangxi Lee und Man Paper Manufacturing Zwei Papiermaschinenkonstantteile
China Diverse Kunden Vier MDF-Druckzerfaserungssysteme
Deutschland W. Hamburger GmbH PrimeCoat-Filmpresse und PrimeAir Glide-System
Indonesien PT Riau Andalan Pulp and Paper Umbau der Kaustifizierung
Österreich Zellstoff Pöls AG HHQ-Chipper™
Schweden M-real Modernisierung des Eindampfers
Slowakei MOL Hungarian Oil and Gas Rauchgasentschwefelungsanlage
Tschechische Mondi Modernisierung
Republik Steti des Eindampfers

METALS

MARKTENTWICKLUNG

Die weltweite Projektaktivität für Anlagen und Ausrüstungen zur Herstellung und Verarbeitung von Edelstahl-, Kohlenstoffstahl- und Nichteisenmetall-Bändern entwickelte sich im Berichtszeitraum weiterhin moderat. Während sich in Europa und Nordamerika der Markt unverändert schwach zeigte und keine größeren Neu- bzw. Modernisierungsinvestitionen getätigt wurden, war die Projektaktivität in den Emerging Markets aufgrund solider Nachfrage seitens der Endverbraucherindustrien und der damit einhergehenden hohen Kapazitätsauslastung der Edelstahlwerke unverändert gut. Insbesondere im Edelstahlbereich befinden sich in China, Südamerika und Europa einige Projekte in Planung bzw. Umsetzung. Im Bereich Industrieöfen nahm die Projektaktivität zu.

WICHTIGE EREIGNISSE

In Rekordzeit – zweieinhalb Monate früher als vertraglich garantiert – wurde die an Zhangjiagang Pohang Stainless Steel Co., Ltd., China, gelieferte Glüh- und Beizlinie in Betrieb genommen.

Ebenfalls erfolgreich in Betrieb genommen wurden die an Saarschmiede GmbH, Deutschland, gelieferten 21 Vergüteöfen für den Neubau der Schmiede Forge Saar. Die Öfen werden zur Wärmebehandlung von Schmiedeformstücken sowie zum Härten und Anlassen von Schmiedeteilen und Wellen eingesetzt und sind für unterschiedliche Chargengrößen von bis zu 300 t ausgelegt.

An Ferdinand von Hagen Söhne & Koch GmbH & Co. KG, Deutschland, ein Zulieferunternehmen der Automobilindustrie, wurde eine 800 t schwere Servopresse übergeben.

WICHTIGE AUFTRÄGE

ANDRITZ METALS wurde von Bahru Stainless SHN BHD, einem Joint Venture von Acerinox SA., Spanien, und Nisshin Steel, Japan, mit der Lieferung einer Glüh- und Beizlinie zur Produktion von Edelstahlkaltband beauftragt. Der Lieferumfang beinhaltet die komplette mechanische Ausrüstung, den Ofen- und Beizteil, das Inline-Dressierwalzwerk, die Elektrik und Automatisierung sowie die komplette Montage. Die Anlage wird Kaltband in einem Dickenbereich von 0,25–2,5 mm bei einer maximalen Breite von 1.600 mm produzieren.

Von Steel Plantech, Japan, erhielt der Geschäftsbereich den Auftrag zur Lieferung einer Beizlinie für ein Stahlwerk von China Steel Sumikin, Vietnam.

An JSC Rosskat, Russland, wird ANDRITZ zwei Kupfer-Kippofenanlagen mit einem Fassungsvermögen von jeweils 75 t liefern. Die Anlagen werden zum Schmelzen und Raffinieren unterschiedlicher Kupferschrottqualitäten eingesetzt. Mit dem Kupfer werden anschließend u. a. Anodenprodukte hergestellt. Die Kippofenanlagen zeichnen sich durch besondere Produktionseffizienz, Wirtschaftlichkeit (dank geringem Instandhaltungsaufwand) und Umweltfreundlichkeit aus.

V&M Deutschland GmbH beauftragte den Geschäftsbereich mit der Modernisierung eines Drehherdofens. Zur Reduzierung des Energieverbrauchs bei gleichzeitiger Erhöhung der Durchsatzleistung wird das Beheizungssystem auf regenerative Brennertechnologie umgestellt. Damit werden auch die Emissionen der Anlage deutlich reduziert.

Eine 1.500 t schwere Presse mit Servoantrieb für die Produktion von Zylinderkopfdichtungen für die Automobilindustrie wird ANDRITZ an Elring Klinger AG, Deutschland, liefern.

Land Kunde Lieferumfang/Projektbeschreibung
Deutschland Thyssen Krupp Steel Europe AG Umbau eines Stoßofens
Deutschland Deutsche Edelstahlwerke GmbH Modernisierung eines Hubherdofens
Indien MET-TECH Lieferung eines Trommelofens
Österreich Böhler Edelstahl
GmbH & Co. KG
Neubau eines Herdwagenschmiedeofens, Lieferung
von zwei Kammeröfen, Umbau eines Rollenherdofens
Slowenien Metal Ravne D.O.O Neubau von zwei Herdwagenöfen

ENVIRONMENT & PROCESS

MARKTENTWICKLUNG

Die Projektaktivität für kommunale Schlammentwässerungsanlagen entwickelte sich im Berichtszeitraum, insbesondere in Asien (v. a. in China), solide. Im Bereich industrieller Prozessanwendungen war die Investitionstätigkeit sehr zufriedenstellend. Die Schwerpunkte bildeten dabei die chemische Industrie sowie die Bergbauindustrie, wobei sich die Bergbauaktivitäten auf Asien (v. a. Indien) sowie Südamerika und Südafrika (hauptsächlich Systeme für die Entwässerung von Kohle und Metallerzen) konzentrierten.

Ansteigende Projektaktivität wurde bei kommunalen Schlammtrocknungsanlagen verzeichnet, insbesondere in Nordamerika und Europa (v. a. Türkei und Polen). Die Nachfrage nach Trocknungsanlagen im Industriebereich (besonders für Trocknung von Kali) war leicht ansteigend.

WICHTIGE EREIGNISSE

Erfolgreich in Betrieb genommen wurde die erste von sechs vom Geschäftsbereich gelieferten Trocknungstrommeln für die Klärschlammtrocknungsanlage Daldowie in Glasgow, Schottland. Daldowie ist eines der größten Schlammtrocknungszentren Europas, das Schlamm aus einigen hundert Kläranlagen im Westen Schottlands für die Pelletherstellung aufbereitet.

Mit der Entwicklung der "Safe-T-Box" konnte ANDRITZ deutlich die Sicherheitstechnik für Bandtrocknungsanlagen verbessern. Die "Safe-T-Box" wurde entsprechend den Anforderungen der neuen EU-Maschinenrichtlinie entwickelt und erreicht die anspruchsvolle Sicherheitskategorie SIL 2 (Safety Integrity Level). Die "Safe-T-Box" überwacht unabhängig und parallel zur vorhandenen Steuerung wichtige Sicherheitsparameter der Anlage und verhindert durch Auslösung der Sicherheitseinrichtungen ein Überschreiten der Grenzwerte. In Radom, Polen, und Taiji, Frankreich, wurden bereits die ersten Bandtrocknungsanlagen mit der "Safe-T-Box" ausgestattet.

Die Planungs- und Engineering-Arbeiten für die Errichtung einer Pilotanlage zur Torrefizierung von Biomasse in Frohnleiten, Österreich, wurden erfolgreich abgeschlossen.

WICHTIGE AUFTRÄGE

ANDRITZ Delkor erhielt von Alstom Power den Auftrag zur Lieferung von vier horizontalen Vakuumbandfiltern für das Kraftwerk Kusile, Südafrika. Die Filter sind Teil der ersten nassen Rauchgasentschwefelungsanlage Afrikas.

Oy Metsä-Botnia Ab, Finnland, bestellte eine Vergasungsanlage für Rinde. ANDRITZ ENVIRONMENT & PROCESS liefert dazu einen neuartigen Bandtrockner, der die Rinde für die Vergasung energieeffizient auf 85% Trockensubstanz trocknet.

An Cargill, Inc., USA, wird der Geschäftsbereich einen Fliessbettkühler zur Trocknung und Kühlung von synthetisch hergestelltem Süßstoff liefern.

Hengli Petrochemical (Dalian) Co., Ltd., China, orderte zwölf Trommelfilter mit einer Filterfläche von jeweils 12 m2. Hengli Petrochemical errichtet die weltweit größte chemische Produktionsstätte für Terephthalsäure, die für die Herstellung von Kunststoff benötigt wird.

Land Kunde Lieferumfang/Projektbeschreibung
China Jiaxing Petrochemical Co., Ltd. Vier Trommelfilter für die petrochemische Verarbeitung
China Sichuan Shuncheng Zwei horizontale Schälzentrifugen
Chemical Corp., Ltd. zur Produktion von Agrochemikalien
China Hainan Yisheng Petrochemical Vier Trommelfilter für die petrochemische Industrie
Russland MPO Drei Hochleistungs-Siebbandpressen
Kuzbass für die Entwässerung von Kohle
Russland Eurochem Zwei Vakuumbandfilter für die Kaliproduktion
USA Trinity River Zwei Hydrasieve®-Rechen für die
Authority Dallas Behandlung von kommunalem Klärschlamm

FEED & BIOFUEL

MARKTENTWICKLUNG

Die Projektaktivität im Bereich Tierfutter entwickelte sich im Berichtszeitraum insbesondere in Mittel- und Südamerika, Asien und Osteuropa solide. Viele Projekte wurden zur weiteren Abwicklung oder Entscheidung freigegeben. Die Projektaktivität im Bereich Fischfutter (v. a. in Asien und Südamerika) und im Haustiersektor (v. a. in Westeuropa, Mittel- und Südamerika) entwickelte sich ebenfalls positiv.

Im Bereich Biomasse-/Holzpelletierungsanlagen hielt die unverändert gute Projektaktivität an, insbesondere in Europa, Nordamerika und in zunehmendem Ausmaß in den Emerging Markets Südamerikas und Asiens.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Im Bereich Tierfutter erhielt der Geschäftsbereich im Berichtszeitraum mehrere Aufträge, darunter den Auftrag zur Lieferung von Tierfutter-Produktionslinien in der Ukraine, einen Auftrag für die Erweiterung einer Vormischanlage für Tierfutter in Polen sowie den Auftrag zur Lieferung von Pelletierungsanlagen für Milchviehfutter in Indien.

An einen Kunden in Costa Rica liefert ANDRITZ auf EPC-Basis eine Fischfutteranlage für Buntbarsch und andere Warmwasserfischarten mit einer Jahreskapazität von 50.000 t. Weitere Aufträge für Extruderlinien wurden von Kunden aus Asien verbucht.

Im Bereich Biomasse-/Holzpelletierungslinien liefert der Geschäftsbereich u. a. eine Pelletierungsanlage für Stroh in Polen (Jahresleistung: 25.000 t).

Konzern-Abschluss
der ANDRITZ-GRUPPE 16
Konzern-Bilanz 16
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung 17
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 18
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 19
Konzern-Cashflow-Statement 20
Cashflow aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften 20
Anhang 21

Konzern-Bilanz

Zum 31. März 2011 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) 31. März 2011 31. Dezember 2010
AKTIVA
Immaterielle Vermögenswerte 69.165 62.042
Firmenwerte 266.446 255.063
Sachanlagen 402.095 408.023
Anteile an assoziierten Unternehmen 22.770 22.110
Sonstige Finanzanlagen 22.234 19.986
Langfristige Forderungen und sonstige langfristige Vermögenswerte 33.118 39.309
Aktive latente Steuern 86.241 91.704
Langfristige Vermögenswerte 902.069 898.237
Vorräte 357.653 334.912
Geleistete Anzahlungen 134.452 105.752
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 501.397 510.148
Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für Projekte,
soweit sie dafür erhaltene An- und Teilzahlungen übersteigen 342.948 339.886
Sonstige kurzfristige Forderungen 297.055 252.159
Wertpapiere des Umlaufvermögens 369.201 406.728
Flüssige Mittel 1.356.969 1.187.946
Kurzfristige Vermögenswerte 3.359.675 3.137.531
SUMME AKTIVA 4.261.744 4.035.768
PASSIVA
Grundkapital 104.000 104.000
Kapitalrücklagen 36.476 36.476
Gewinnrücklagen 549.852 616.141
Auf Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallendes Eigenkapital 690.328 756.617
Minderheitsanteile 38.732 37.763
Summe Eigenkapital 729.060 794.380
Anleihen − langfristig 364.768 372.880
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten − langfristig 18.168 19.128
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing − langfristig 7.997 8.163
Rückstellungen − langfristig 270.921 218.968
Sonstige Verbindlichkeiten − langfristig 13.082 14.639
Verbindlichkeiten aus latenten Steuern 76.939 79.796
Langfristige Verbindlichkeiten 751.875 713.574
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten − kurzfristig 37.267 39.669
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing − kurzfristig 713 748
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 300.536 305.340
Erhaltene An- und Teilzahlungen für Projekte, soweit
sie die dafür realisierte Umsatzerlöse übersteigen 1.137.717 993.706
Erhaltene Anzahlungen 68.257 91.358
Rückstellungen − kurzfristig 363.375 363.784
Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern 41.032 46.038
Sonstige Verbindlichkeiten − kurzfristig 831.912 687.171
Kurzfristige Verbindlichkeiten 2.780.809 2.527.814
SUMME PASSIVA 4.261.744 4.035.768

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

Für das 1. Quartal 2011 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) Q1 2011 Q1 2010
Umsatzerlöse 923.721 732.324
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 19.587 15.098
Aktivierte Eigenleistungen 77 360
943.385 747.782
Sonstige betriebliche Erträge 22.986 17.104
Materialaufwand (532.502) (415.494)
Personalaufwand (235.120) (193.302)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (130.064) (100.464)
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 68.685 55.626
Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen (16.735) (14.205)
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 51.950 41.421
Erträge/(Aufwendungen) aus assoziierten Unternehmen 658 230
Zinsergebnis 2.324 1.438
Sonstiges Finanzergebnis 37 215
Finanzergebnis 3.019 1.883
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 54.969 43.304
Steuern vom Einkommen und Ertrag (16.161) (13.085)
KONZERN-ERGEBNIS 38.808 30.219
Davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 37.011 28.925
Minderheitsanteile 1.797 1.294
Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen Stückaktien 50.945.987 51.679.609
Gewinn je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 0,73 0,56
Potenzielle Verwässerung durch Aktienoptionen 669.141 198.475
Gewogene durchschnittliche Anzahl an
nennwertlosen Stückaktien und Optionen 51.615.128 51.878.084
Verwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 0,72 0,56

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Für das 1. Quartal 2011 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) Q1 2011 Q1 2010
Konzern-Ergebnis 38.808 30.219
Differenzen aus der Währungsumrechnung (16.847) 19.461
Veränderung der IAS 39-Rücklage, nach Ertragsteuern (1.343) 1.572
Sonstiges Ergebnis der Periode (18.190) 21.033
Gesamtergebnis der Periode 20.618 51.252
Davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 19.756 48.828
Minderheitsanteile 862 2.424

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Für das 1. Quartal 2011 (verkürzt, ungeprüft)

Davon entfallen auf Gesellschafter der Muttergesellschaft Minder
heits
anteile
Summe
Eigen
kapital
(in TEUR) Grund
kapital
Kapi
tal
rück
lagen
Sonstige
Gewinn
rück
lagen
IAS 39-
Rück
lage
Versiche
rungsma
thema
tische
Gewinne/
(Verluste)
Unter
schieds
beträge
aus Wäh
rungsum
rechnung
Gesamt
Stand zum
1. Jänner 2010 104.000 36.476 521.366 1.157 (4.802) (28.847) 629.350 34.142 663.492
Gesamtergebnis
der Periode
28.925 1.605 18.298 48.828 2.424 51.252
Dividenden (51.741) (51.741) 0 (51.741)
Änderungen aus
Akquisitionen
0 471 471
Kaptitalerhöhungen 0 0
Veränderung
eigene Aktien
6.859 6.859 6.859
Sonstige
Veränderungen
1.127 (255) 872 872
STAND ZUM
31. MÄRZ 2010
104.000 36.476 506.536 2.762 (4.802) (10.804) 634.168 37.037 671.205
Stand zum
1. Jänner 2011
104.000 36.476 613.575 1.648 (1.693) 2.611 756.617 37.763 794.380
Gesamtergebnis
der Periode
37.011 (1.337) (15.918) 19.756 862 20.618
Dividenden (86.857) (86.857) (2.382) (89.239)
Änderungen aus
Akquisitionen
0 0
Kaptitalerhöhungen 0 2.489 2.489
Veränderung
eigene Aktien
177 177 177
Sonstige
Veränderungen
635 635 635
STAND ZUM
31. MÄRZ 2011
104.000 36.476 564.541 311 (1.693) (13.307) 690.328 38.732 729.060

Konzern-Cashflow-Statement

Für das 1. Quartal 2011 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) Q1 2011 Q1 2010
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 151.100 238.402
Cashflow aus Investitionstätigkeit 22.243 (122.711)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (4.320) 1.503
Veränderung des Finanzmittelbestands 169.023 117.194
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 1.187.946 709.532
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 1.356.969 826.726

Cashflow aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften*

Für das 1. Quartal 2011 (verkürzt, ungeprüft)

Geschäftsbereich Gesamt Gesamt
(in TEUR) PP1) Q1 2011 Q1 2010
Immaterielle Vermögenswerte 11.826 11.826 6.754
Sachanlagen 474 474 1.584
Vorräte 0 0 5.652
Forderungen 40.208 40.208 4.922
Verbindlichkeiten (43.100) (43.100) (10.491)
Nicht verzinsliches Nettovermögen 9.408 9.408 8.421
Flüssige Mittel 0 0 874
Finanzanlagevermögen 1.728 1.728 0
Finanzverbindlichkeiten 0 0 (3.333)
Firmenwerte 12.864 12.864 5.538
Kaufpreis gesamt 24.000 24.000 11.500
In bar entrichteter Kaufpreis 0 0 (11.500)
Erworbene Flüssige Mittel 0 0 874
Netto-Cashflow 0 0 (10.626)
Verbindlichkeiten aus nicht bezahltem Kaufpreis (24.000) (24.000) 0
Nicht in bar entrichteter Kaufpreis (24.000) (24.000) 0

* bewertet zu Transaktionskursen

1) PP = PULP & PAPER

Anhang

Erläuterungen zum Konzern-Zwischenabschluss per 31. März 2011

Allgemeines

Der Zwischenabschluss zum 31. März 2011 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Berücksichtigung der Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31. Dezember 2010 wurden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen wird auf den Konzern-Abschluss zum 31. Dezember 2010 verwiesen, der die Basis für den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss darstellt.

Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.

Der Zwischenabschluss per 31. März 2011 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Anwendung von neuen Standards

Seit dem 1. Jänner 2011 wendet ANDRITZ folgende geänderte Standards und Interpretationen an:

IAS 24 (überarbeitet) Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen

IAS 32 (überarbeitet) Finanzinstrumente: Darstellung (Klassifizierung von Bezugsrechten)

IFRIC 14: Änderungen an IFRIC 14

Die Anwendung dieser Standards und Interpretationen hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Kurzfassung des konsolidierten Zwischenabschlusses.

Veränderung des Konsolidierungskreises

Die folgenden Unternehmen waren im Vergleichszeitraum 1. Jänner–31. März 2010 nicht oder nur teilweise im Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE enthalten:

  • ANDRITZ Biax S.A.S.: Anlagen und Systeme zur Herstellung von biaxial verstreckten Kunststofffolien
  • ANDRITZ Perfojet S.A.S.: Maschinen und Anlagen für die Herstellung von Vliesstoffen (Nonwovens)
  • ANDRITZ Frautech S.r.l.: Separatoren für Anwendungen in der Milch- und Olivenölindustrie
  • ANDRITZ Delkor Capital Equipment: Entwässerungsaggregate, v. a. für die Bergbauindustrie
  • ANDRITZ KMPT-Gruppe: mechanische und thermische Fest-Flüssig-Trennung, insbesondere für die chemische und pharmazeutische Industrie
  • ANDRITZ Ritz-Gruppe: Pumpen für Wasserversorgung, Bergbau, Off-Shore und Unterwasser (Sub-Sea)
  • ANDRITZ Energy & Environment: Anlagen für Wirbelschichttechnologie in Kesselanlagen sowie Rauchgasreinigungsanlagen

Die erstmalige Einbeziehung der in 2010/2011 erworbenen Unternehmen/Geschäftsfelder erfolgte auf Basis vorläufiger Werte.

Saisonalität des Geschäftsverlaufs

Der Geschäftsverlauf der ANDRITZ-GRUPPE ist im Allgemeinen durch keine Saisonalität gekennzeichnet.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn und -Verlustrechnung

Im 1. Quartal 2011 betrug der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE 923,7 MEUR und lag damit um 26,1% über dem Vergleichswert des Vorjahrs (Q1 2010: 732,3 MEUR). Der Betriebserfolg (EBIT) der Gruppe betrug 52,0 MEUR (Q1 2010: 41,4 MEUR).

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Die Bilanzsumme der ANDRITZ GRUPPE per 31. März 2011 stieg auf 4.261,7 MEUR an und war damit um 225,9 MEUR höher als zum 31. Dezember 2010 (4.035,8 MEUR). Das Nettoumlaufvermögen per 31. März 2011 betrug -725,9 MEUR (31. Dezember 2010: -556,1 MEUR).

Im laufenden Geschäftsjahr wurden von der ANDRITZ AG für das Geschäftsjahr 2010 86,9 MEUR an Dividenden ausgeschüttet. Im 1. Quartal 2011 wurden keine Aktien zurückgekauft.

Erläuterungen zum Konzern-Cashflow-Statement

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im 1. Quartal 2011 151,1 MEUR (Q1 2010: 238,4 MEUR). Dieser Rückgang war v. a. auf einen Rückgang der erhaltenen Projektzahlungen zurückzuführen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im 1. Quartal 2011 22,2 MEUR (Q1 2010: -122,7 MEUR) und resultierte hauptsächlich aus Einzahlungen aus dem Verkauf kurzfristiger Veranlagung liquider Mittel von 37,5 MEUR (Q1 2010: Auszahlung für die Veranlagung liquider Mittel von -97,2 MEUR) sowie Investitionen in Sach- und immaterielles Anlagevermögen von -10,3 MEUR (Q1 2010: -13,9 MEUR).

Aktie

Relative Kursperformance der ANDRITZ-Aktie im Vergleich zum ATX (1. April 2010–31. März 2011)

Quelle: Wiener Börse

Kursentwicklung

Nach einer deutlichen Kurssteigerung von 68% im Jahr 2010, sank der Kurs der ANDRITZ-Aktie im 1. Quartal 2011 um 5,2%, während der ATX, der führende Aktienindex der Wiener Börse, im selben Zeitraum praktisch unverändert blieb (+0,5%).

Der höchste Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie wurde im Berichtszeitraum mit 70,24 EUR verzeichnet (4. Jänner 2011), der niedrigste Schlusskurs betrug 59,61 EUR (24. Feber 2011).

Handelsvolumen

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der ANDRITZ-Aktie (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht) betrug im 1. Quartal 2011 295.131 Aktien (Q1 2010: 246.381 Aktien). Der höchste Umsatz wurde am 18. März 2011 (928.770 Aktien), der niedrigste am 3. Jänner 2011 (82.436 Aktien) erzielt.

Hauptversammlung

In der am 29. März 2011 abgehaltenen 104. ordentlichen Hauptversammlung der ANDRITZ AG wurde für das Geschäftsjahr 2010 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 1,70 EUR pro Aktie beschlossen (+70% vs. 2009: 1,00 EUR pro Aktie).

Klaus Ritter, Mitglied des Aufsichtsrats seit 2004, wurde bis zur Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2015 beschließt, wiedergewählt.

Der Vorstand wurde zum Rückerwerb eigener Aktien (bis zu 10% des Grundkapitals der ANDRITZ AG) bevollmächtigt. Das Rückerwerbsprogramm endet am 30. September 2013.

Investor Relations

Im 1. Quartal 2011 wurden mit internationalen institutionellen Anlegern und Finanzanalysten Gespräche in Chicago, Denver, London, München, New York, Tokio und Zürich geführt. Darüber hinaus hat ANDRITZ sich bei zahlreichen internationalen Investorenkonferenzen präsentiert.

Kennzahlen der ANDRITZ-Aktie

Einheit Q1 2011 Q1 2010 2010
Höchster Schlusskurs EUR 70,24 46,26 68,92
Niedrigster Schlusskurs EUR 59,61 39,49 39,49
Schlusskurs (per Ultimo) EUR 65,79 43,85 68,79
Marktkapitalisierung (per Ultimo) MEUR 3.421,1 2.280,2 3.577,1
Performance % -5,2 +7,0 +67,8
ATX-Gewichtung (per Ultimo) % 6,4967 4,5608 7,3211
Durchschnittliches Handelsvolumen pro Tag Stück Aktie 295.131 246.381 230.773

Quelle: Wiener Börse

Eckdaten zur ANDRITZ-Aktie

ISIN-Code AT0000730007
Tag der Erstnotiz 25. Juni 2001
Aktiengattung Inhaberaktien
Aktienzahl 52 Millionen
Genehmigtes Kapital Keines
Streubesitz Rd. 71%
Börse Wien (Prime Market)
Ticker-Symbole Reuters: ANDR.VI; Bloomberg: ANDR, AV
Börse-Indizes ATX, ATX five, ATXPrime, WBI

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ANDRITZ AG Investor Relations Stattegger Straße 18, 8045 Graz, Österreich Tel.: +43 (316) 6902 2722, [email protected]

Für den Inhalt verantwortlich:

Michael Buchbauer

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