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Andritz AG Interim / Quarterly Report 2009

May 7, 2009

735_rns_2009-05-07_b6c8bcf5-8e78-44b8-b580-22863dd7a598.pdf

Interim / Quarterly Report

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KENNZAHLEN
DER
AN
DRITZ
-GRU
PPE
03
LA
GEBERICHT
04
Geschäftsbereiche
HYDRO
PULP
&
PAPER
METALS
ENVIRONMENT
&
PROCESS
FEED
&
BIOFUEL
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Konzern-Abschluss
der Andritz-g
rupp
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Konzern-Gewinn-
und
-Verlustrechnung
Konzernbilanz
Konzern-Cashflow-Statement
Cashflows
aus
dem
Erwerb
von
Tochtergesellschaften
Gesamteinkommensrechnung
Entwicklung
des
Konzern-Eigenkapitals
Anhang
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andritz-ak
tie
27

kennzahlen der Andritz-Gruppe auf einen Blick

(Gemäß IFRS) Einheit Q1 2009 Q1 2008* +/- 2008
Auftragseingang MEUR 981,4 1.195,7 -17,9% 3.705,3
Auftragsstand (per Ultimo) MEUR 4.464,0 4.321
,4
+3,3% 4.277,4
Umsatz MEUR 790,1 750,9 +5,2% 3.609,8
EBITDA1) MEUR 56,2 56,6 -0,7% 278,2
EBITA2) MEUR 43,7 45,5 -4,0% 233
,2
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) MEUR 41,6 44,0 -5,5% 218,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) MEUR 37,4 43,5 -14,0% 210,5
Konzernergebnis (vor Abzug von Fremdanteilen) MEUR 26,3 31,2 -15,7% 147,0
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit MEUR 55,0 82,7 -33,5% 255,0
Investitionen3) MEUR 22,9 13,9 +64,7% 69,7
Anlagevermögen MEUR 737,9 635,9 +16,0% 732,1
Umlaufvermögen MEUR 2.428,1 2.112
,8
+14,9% 2.354,2
Summe Eigenkapital4) MEUR 558,7 446,8 +25,0% 577,4
Rückstellungen MEUR 481,2 400,3 +20,2% 477,3
Sonstige Verbindlichkeiten MEUR 2.126,1 1.901,6 +11,8% 2.031,6
Bilanzsumme MEUR 3.166,0 2.748,7 +15,2% 3.086,3
Eigenkapitalquote5) % 17,6 16,3 - 18,7
Nettoliquidität6) MEUR 457,8 303,1 +51,0% 408,9
Nettoverschuldung7) MEUR -291,9 -146,4 +99,4% -242,9
Nettoumlaufvermögen8) MEUR -46,1 1,6 -2.981,3% 22,7
Capital employed9) MEUR 343,8 311
,9
+10,2% 406,8
Verschuldungsgrad10) % -52,2 -32,8 - -42,1
EBITDA-Marge % 7,1 7,5 - 7,7
EBITA-Marge % 5,5 6,1 - 6,5
EBIT-Marge % 5,3 5,9 - 6,1
Konzernergebnis/Umsatz % 3,3 4,2 - 4,1
Mitarbeiter (per Ultimo ohne Lehrlinge) - 13.600 12.284 +10,7% 13.707

* angepasst

1) Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen

2) Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen für im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierte und vom Firmenwert getrennt an- gesetzte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 2.121 TEUR in Q1 2009 (1.557 TEUR in Q1 2008, 7.862 in 2008) sowie Wertminderungsverlust Firmenwert in Höhe von 0 in Q1 2009 (0 in Q1 2008, 6.783 TEUR in 2008)

3) Zugänge zu Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

4) Summe Eigenkapital inkl. Anteile in Fremdbesitz

5) Summe Eigenkapital/Bilanzsumme

6) Flüssige Mittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten

7) Verzinsliches Fremdkapital inklusive Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder abzüglich Flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens

8) Langfristige Forderungen plus Kurzfristige Vermögenswerte (exklusive Wertpapiere des Umlaufvermögens und Flüssige Mittel) abzüglich Sonstige lang- fristige Verbindlichkeiten und Kurzfristige Verbindlichkeiten (exklusive Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen)

9) Nettoumlaufvermögen plus Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

10) Nettoverschuldung/Summe Eigenkapital

Lagebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im 1. Quartal 2009 war die Entwicklung der Weltwirtschaft weiterhin durch die globale Finanzund Wirtschaftskrise stark negativ beeinflusst.

Das Bruttoinlandsprodukt der USA ist im 1. Quartal 2009 auf Jahresbasis um 6,1% gesunken, nachdem es im vierten Quartal 2008 bereits um 6,3% zurückgegangen war. Die Hauptgründe dafür sind der starke Rückgang der Exporte, der gesunkene Privatkonsum und die Abnahme der Unternehmensinvestitionen; teilweise wird dies durch die Staatsausgaben seitens der amerikanischen Regierung ausgeglichen.

Auch in Europa war die wirtschaftliche Entwicklung v.a. durch die Turbulenzen auf dem globalen Finanzmarkt und die Verlangsamung der Wirtschaftsaktivitäten in allen Ländern Europas geprägt. Insbesondere die exportorientierten Länder litten unter der Wirtschaftsschwäche der USA und Asiens. Auch der Privatkonsum war in den meisten Ländern Europas im Sinken begriffen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzinssatz auf 1,25% – einen historischen Tiefststand – gesenkt. Für 2009 sagt die EZB für Euroland einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 2–3% voraus.

In den meisten Ländern Asiens war im 1. Quartal 2009 ebenfalls eine Verlangsamung der Wirtschaftsentwicklung festzustellen. Die japanische Wirtschaft rutschte in eine Rezession, in China war in den meisten Branchen der Industrie aufgrund der abnehmenden Exporte und der Abschwächung des Inlandsverbrauchs eine wirtschaftliche Abkühlung festzustellen.

Quelle: OECD

Geschäftsentwicklung

Umsatz

Im 1. Quartal 2009 betrug der Umsatz der Andritz-Gruppe 790,1 MEUR, ein Anstieg von 5,2% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs (Q1 2008: 750,9 MEUR).

Während die Geschäftsbereiche HYDRO, METALS sowie ENVIRONMENT & PROCESS Umsatzzuwächse verzeichnen konnten, ging der Umsatz im Bereich PULP & PAPER gegenüber dem Vergleichzeitraum des Vorjahrs zurück. Dieser Rückgang war v. a. auf den geringeren Umsatz im Neuanlagengeschäft – bedingt durch die schwache Marktaktivität bei Ausrüstungen für Zellstoff-Anlagen – zurückzuführen.

Umsatz nach Geschäftsbereichen Q1 2009 (Q1 2008) in %

Umsatz nach Regionen Q1 2009 (Q1 2008) in %

Anteil Service-Umsatz am Gesamt-Umsatz des Geschäftsbereichs Q1 2009 (Q1 2008) in %

Q1 2009 Q1 2008
ANDRITZ-GRUPPE 27 25
HYDRO 23 26
PULP & PAPER 40 29
METALS 3 4
ENVIRONMENT & PROCESS 28 30
FEED & BIOFUEL 56 49

Auftragseingang

Im 1. Quartal 2009 betrug der Auftragseingang der Andritz-Gruppe 981,4 MEUR und verringerte sich damit gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs um 17,9% (Q1 2008: 1.195,7 MEUR).

Trotz der anhaltend negativen Entwicklung der Weltwirtschaft entwickelte sich der Auftragseingang des Geschäftsbereichs HYDRO unverändert positiv. Er betrug im 1. Quartal 2009 574,2 MEUR und übertraf damit den Stand zum 1. Quartal des Vorjahrs um 46,4% (Q1 2008: 392,2 MEUR). Alle Divisionen des Geschäftsbereichs verzeichneten eine sehr gute Auftragseingangsentwicklung.

Im Gegensatz zum Geschäftsbereich HYDRO ging der Auftragseingang der anderen Geschäftsbereiche im Vergleich zu den hohen Niveaus der Vorjahreswerte deutlich zurück.

Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs PULP & PAPER verringerte sich von 417,3 MEUR im 1. Quartal 2008 auf 164,7 MEUR im 1. Quartal 2009. Während sich das Service-Geschäft relativ solide entwickelte und nur leicht unter dem Vorjahresniveau lag, war der Auftragseingang im Bereich Neuanlagen sehr niedrig; im Berichtszeitraum wurden keine Aufträge für neue Zellstoff-Fabriken oder größere Umbauprojekte vergeben.

Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs METALS entwickelte sich im 1. Quartal 2009 mit 123,6 MEUR zwar gut, er war jedoch deutlich niedriger als im Vorjahreszeitraum (Q1 2008: 244,5 MEUR). Die Projektaktivität war zwar insgesamt gering, in einigen Regionen wurden jedoch einzelne Projekte vergeben.

Auch der Geschäftsbereich ENVIRONMENT & PROCESS verzeichnete einen Rückgang im Auftragseingang – mit 84,3 MEUR im 1. Quartal 2009 verringerte er sich gegenüber dem sehr hohen Wert des 1. Quartals 2008 (99,0 MEUR) um 14,8%. Rückläufig war dabei insbesondere der Auftragseingang im Bereich Industrie-Kunden.

Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs FEED & BIOFUEL betrug im 1. Quartal 2009 34,6 MEUR (Q1 2008: 42,7 MEUR). Insgesamt nahm die Projektaktivität im Berichtszeitraum ab, v. a. der Markt in Nordamerika entwickelte sich sehr schwach.

Auftragseingang nach Geschäftsbereichen Q1 2009 (Q1 2008) in %

Auftragseingang nach Regionen Q1 2009 (Q1 2008) in %

Auftragsstand

Der Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE per 31. März 2009 betrug 4.464,0 MEUR, ein Anstieg um 3,3% im Vergleich zum Stichtag des Vorjahrs (31. März 2008: 4.321,4 MEUR).

Auftragsstand nach Geschäftsbereichen per 31. März 2009 (31. März 2008) in %

Auftragsstand nach Regionen per 31. März 2009 (31. März 2008) in %

Ergebnis

Trotz des Umsatzanstiegs verringerte sich das EBITA der ANDRITZ-GRUPPE im 1. Quartal 2009 auf 43,7 MEUR (Q1 2008: 45,5 MEUR). Damit einhergehend sank die EBITA-Marge der Gruppe auf 5,5% (Q1 2008: 6,1%). Dies war insbesondere auf den deutlichen Ergebnisrückgang im Geschäftsbereich PULP & PAPER – als Folge des geringeren Umsatzes und niedrigerer Kapazitätsauslastung v. a. im Bereich Neuanlagen – zurückzuführen. Auch das EBITA des Geschäftsbereichs FEED & BIOFUEL ging im Jahresvergleich zurück – insbesondere wegen niedrigerer Kapazitätsauslastung des Geschäftsbereichs in Nordamerika.

Das Ergebnis der Geschäftsbereiche HYDRO sowie ENVIRONMENT & PROCESS hingegen erhöhte sich im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahrs. Insbesondere der Geschäftsbereich HYDRO verzeichnete eine unverändert positive Ergebnisentwicklung und konnte seine Rentabilität weiter steigern.

Das Finanzergebnis betrug -4,2 MEUR und war somit gegenüber dem 1. Quartal 2008 (-0,5 MEUR) stark rückläufig. Dies ist v. a. auf die aufgrund der globalen Finanzkrise erforderliche Marktbewertung von veranlagten Geldmarktfonds zurückzuführen.

Das Konzernergebnis der ANDRITZ-GRUPPE nach Abzug von Minderheitsanteilen betrug 25,7 MEUR und lag damit um 14,9% unter dem Vergleichswert des Vorjahrs (Q1 2008: 30,2 MEUR).

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme per 31. März 2009 stieg auf 3.166,0 MEUR an (31. Dezember 2008: 3.086,3 MEUR), die Eigenkapitalquote betrug 17,6% (31. Dezember 2008: 18,7%).

Die liquiden Mittel (Flüssige Mittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens) per 31. März 2009 betrugen 876,8 MEUR (31. Dezember 2008: 821,8 MEUR). Die Netto-Liquidität (Liquide Mittel plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten) stieg auf 457,8 MEUR an und lag damit über dem Wert zum Ende des Vorjahrs (31. Dezember 2008: 408,9 MEUR).

Aktiva

776,7 1.512,5 876,8
MEUR MEUR MEUR
Langfristiges Sonstiges kurzfristiges Flüssige Mittel und Wertpapiere
Vermögen: 24% Vermögen: 48% des Umlaufvermögens: 28%

Passiva

558,7 442,6 320,7 1.844,0
MEUR MEUR MEUR MEUR
Summe Eigen
kapital inkl. Anteile
in Fremdbesitz:
18%
Finanzverbind
lichkeiten:
14%
Sonstige
langfristige
Verbind
lichkeiten:
10%
Sonstige
kurzfristige
Verbindlichkeiten:
58%

Mitarbeiter

Der Mitarbeiterstand der ANDRITZ-GRUPPE per 31. März 2009 betrug 13.600, im Vergleich zum Stichtag des Vorjahrs ein Anstieg von 10,7% (31. März 2008: 12.284 Mitarbeiter). Im Vergleich zum 31. Dezember 2008 (13.707 Mitarbeiter) ging der Mitarbeiterstand allerdings leicht zurück.

Mitarbeiter nach Regionen per 31. März 2009 (31. März 2008) in %

Wesentliche Risiken in den restlichen Monaten des Geschäftsjahrs und Risikomanagement

Die Andritz-GRUPPE hat ein konzernweites Kontroll- und Steuerungsmanagement implementiert, dessen Aufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren und – falls erforderlich – rasch Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dieses System ist ein wesentlicher Bestandteil des aktiven Risikomanagements der Gruppe. Es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Überwachungs- und Kontrollsysteme ausreichend wirksam sind.

Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der Andritz-Gruppe in den verbleibenden Monaten des Geschäftsjahrs 2009 beziehen sich v. a. auf die Abhängigkeit der Gruppe von der allgemeinen Konjunkturentwicklung und der Entwicklung der von ihr bedienten Industrien, den Erhalt von Großaufträgen und die Erzielung der entsprechenden Umsatzerlöse aus dem hohen Auftragsstand. Die anhaltende Finanzkrise und die starke wirtschaftliche Verlangsamung in den wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt stellen darüber hinaus für die finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE im Geschäftsjahr 2009 ein ernstes Risiko dar. Die weltweite Wirtschaftsschwäche könnte zu Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zur Verzögerung oder Einstellung laufender Projekte führen. Die Stornierung bestehender Aufträge könnte den Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen, was sich wiederum negativ auf die Kapazitätsauslastung der Produktionsstätten der Gruppe auswirken könnte.

Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise könnte auch eine vollständige oder teilweise Abschreibung einzelner im Zuge von Akquisitionen entstandener Firmenwerte notwendig machen, wenn die wirtschaftlichen Ziele nicht erreicht werden können. Dies könnte die Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beeinflussen.

Das Zahlungsausfallrisiko von Kunden wird für einen Großteil der Aufträge durch Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie durch Abschluss von Exportversicherungen reduziert. Das Risiko für Lieferungen in als politisch durchschnittlich riskant oder sehr riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls in großem Ausmaß versichert. Zins- und Wechselkursrisiken werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten – v. a. Devisentermingeschäfte und Swaps – eingeschränkt und gesteuert. Bei nicht in Euro getätigten Geschäften (hauptsächlich solchen in US-Dollar, Pfund Sterling und Schwedischen Kronen) wird die Nettowährungsposition durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert. Cashflow-Risiken werden über monatliche Cashflow-Berichte überwacht.

Die ANDRITZ-GRUPPE ist hinsichtlich Liquidität sehr gut positioniert und verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven sowie einen gesicherten Zugang zu Liquidität. Die Gruppe vermeidet es, von einer einzigen Bank oder von nur wenigen Banken abhängig zu sein. Zur Sicherstellung der Unabhängigkeit wird bei allen wichtigen Finanz-Produkten (flüssige Mittel, Finanzverbindlichkeiten, Finanzanlagevermögen, Garantien und Derivate) jeweils nur ein bestimmtes Volumen mit einer Bank abgewickelt.

Geld wird ausschließlich in risikoarme Finanzanlagen investiert, wie z. B. in Staatsanleihen, Geldmarktfonds oder Termin- und Taggelder. Die Finanzmarktkrise und deren Auswirkungen haben jedoch zu einer ungünstigen Preisentwicklung bei verschiedenen Wertpapieren, in welche die Gruppe investiert hat (z. B. Geldmarktfonds oder Anleihen), oder zu deren Unhandelbarkeit geführt. Dies könnte sich aufgrund notwendig werdender Abwertungen oder Wertberichtigungen negativ auf das Finanzergebnis oder das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE auswirken. Durch die Krise erhöht sich zudem das Ausfallsrisiko einzelner Emittenten der Wertpapiere bzw. der Kunden.

Detailinformationen über die wesentlichen Risiken der Andritz-Gruppe sind dem ANDRITZ-Geschäftsbericht 2008 zu entnehmen.

Information gemäß § 87 (4) Börsegesetz

Im 1. Quartal 2009 wurden keine Großgeschäfte mit nahe stehenden Personen und Unternehmen durchgeführt.

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

Wechselkursänderungen werden durch entsprechende Terminkontrakte abgesichert.

Ausblick für die ANDRITZ-GRUPPE

Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise beeinflusst weiterhin stark alle wesentlichen Bereiche und Industriezweige der Realwirtschaft. Gemäß den Prognosen von führenden Wirtschaftsexperten wird die Krise noch bis zum Ende 2009 und sogar noch bis in das Jahr 2010 anhalten.

Aufgrund des gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfelds und der anhaltenden Unsicherheit, wie lange die Finanz- und Wirtschaftskrise noch andauern wird, ist eine zuverlässige Prognose hinsichtlich der Auswirkungen auf das Geschäft der ANDRITZ-GRUPPE – v. a. in Bezug auf die Entwicklung des Auftragseingangs in den kommenden Quartalen – sehr schwer möglich. Die Geschäftsbereiche HYDRO, ENVIRONMENT & PROCESS sowie FEED & BIOFUEL sollten von der allgemeinen Wirtschaftslage weniger betroffen sein und damit die negativen Auswirkungen von wahrscheinlichen Rückgängen beim Auftragseingang in den Bereichen PULP & PAPER sowie METALS mildern helfen können.

Auf Basis dieser Rahmenbedingungen sowie der erwarteten Entwicklung der Projektaktivität in den einzelnen Geschäftsbereichen erwartet die ANDRITZ-GRUPPE für das Geschäftsjahr 2009 einen Rückgang des Umsatzes um ca. 15% sowie eine Verringerung des Konzernergebnisses im Vergleich zu 2008. Sollte sich die globale Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 noch weiter verschärfen oder bis 2010 andauern, so wären mit großer Wahrscheinlichkeit weitere Umstrukturierungsaufwendungen notwendig, welche die Ergebnisentwicklung 2009 beeinflussen würden.

Wichtige Ereignisse nach dem 31. März 2009

Die internationale Wirtschafts- und Finanzkrise hat sich in der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Veröffentlichung dieses Berichts fortgesetzt. Dieses negative makroökonomische Umfeld könnte sich in der Zukunft auf die Geschäftsentwicklung der Andritz-Gruppe negativ auswirken.

Erklärung gemäß § 87 (1) Börsegesetz

Hiermit erklärt der Vorstand der Andritz AG, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte, verkürzte Abschluss sowie der Lagebericht für das 1. Quartal 2009 ein möglichst getreues Bild der Finanzlage der ANDRITZ-GRUPPE zum 31. März 2009 und der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für den Berichtszeitraum 1. Jänner 2009 bis 31. März 2009 vermitteln.

Der Vorstand der ANDRITZ AG Graz, im Mai 2009

Geschäftsbereiche
HYDRO
PULP
&
PAPER
METALS
ENVIRONMENT
&
PROCESS
FEED
&
BIOFUEL
10
11
13
15
17
18
Konzern-Abschluss
der Andritz-g
rupp
e
Konzern-Gewinn-
und
-Verlustrechnung
Konzernbilanz
Konzern-Cashflow-Statement
Cashflows
aus
dem
Erwerb
von
Tochtergesellschaften
Gesamteinkommensrechnung
Entwicklung
des
Konzern-Eigenkapitals
Anhang
19
20
21
22
22
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24
25

andritz-aktie 27

HYDRO

Kennzahlen Einheit Q1 2009 Q1 2008* +/- 2008
Auftragseingang MEUR 574,2 392,2 +46,4% 1.543,4
Auftragsstand (per Ultimo) MEUR 2.823,6 2.127,1 +32,7% 2.590,1
Umsatz MEUR 316,6 217,6 +45,5% 1.205,9
EBITDA MEUR 25,8 17,5 +47,4% 105,7
EBITDA-Marge % 8,1 8,0 - 8,8
EBITA MEUR 20,5 13,2 +55,3% 87,9
EBITA-Marge % 6,5 6,1 - 7,3
Mitarbeiter (per Ultimo) - 5.798 4.519 +28,3% 5.606

* angepasst

Marktentwicklung

Die Projektaktivität für Wasserkraftwerksausrüstungen blieb im 1. Quartal 2009 auf einem unverändert hohen Niveau. Vor allem in Europa und Nordamerika herrschte anhaltend große Nachfrage nach Modernisierungen bzw. Aufrüstungen bestehender Wasserkraftwerke. Nahezu die Hälfte dieser Kraftwerke hat eine Altersgrenze erreicht, bei der Modernisierungen und Ausrüstungen mit neuesten Technologien deutliche ökonomische Vorteile bringen. Auf ebenfalls hohem Niveau befand sich die Projekttätigkeit bei Pumpspeicherkraftwerken zur Sicherung der Netzstabilität sowie bei Investitionen für Kleinwasserkraftwerke.

Auch in den aufstrebenden Ländern Asiens und Südamerikas war die Projektaktivität im Berichtszeitraum sehr hoch. Das starke Wirtschaftswachstum in Regionen wie China, Indien oder Brasilien sowie die insgesamt zunehmende Bedeutung des Umwelt- und Klimaschutzes waren die Haupttreiber dieser Entwicklung. Zahlreiche Projekte für neue Wasserkraftwerke befinden sich in Planung bzw. stehen vor ihrer Vergabe.

Auch im Bereich Pumpen und Turbogeneratoren war weltweit eine große Nachfrage zu verzeichnen. Dies ist v.a. auf die erhöhte Investitionsbereitschaft der Energiewirtschaft in Europa und Asien – insbesondere beim Bau neuer thermischer Kraftwerke – zurückzuführen. Ebenso positiv entwickelte sich die Projektaktivität bei Pumpen für Bewässerung und Trinkwasseranlagen, v. a. in Asien.

Wichtige Ereignisse

Für zahlreiche Kunden wurden weltweit Modernisierungs- und Rehabilitationsarbeiten abgeschlossen, u. a. für folgende Wasserkraftwerke: High Falls, Kanada; Sir Adam Beck I, Kanada (der Kunde Ontario Power Generation hat ANDRITZ HYDRO mittlerweile bereits einen weiteren Auftrag erteilt); John H. Kerr, eine vom US Army Corps of Engineers betriebene Anlage in Nordamerika; Mossyrock von Tacoma Power, USA; Tarbela, Pakistan; Rouna von PNG Power, Papua-Neuguinea; Oymapinar der Cengiz-Gruppe, Türkei.

Für das staatliche bulgarische Energieunternehmen NEK modernisiert ANDRITZ HYDRO die Wasserkraftwerke Kardjali, Studen Kladenets und Ivailovgrad der Dolna Arda-Kaskade. Im März 2009 wurde die neue Maschine 5 des Kraftwerks Studen Kladenets erfolgreich übergeben. Das Kraftwerk wurde um eine vertikale Francis-Maschine (20 MW) erweitert.

In einem thermischen Kraftwerk in China wurden im 1. Quartal 2009 vier Kühlwasserpumpen erfolgreich in Betrieb genommen. Nach intensiven Entwicklungsarbeiten wurde die erste Inbetriebnahme von Mittelkonsistenzpumpen der Serie MC erfolgreich abgeschlossen.

Die Produktion von ANDRITZ-Turbogeneratoren erreichte im Berichtsquartal neue Rekordwerte: Im Berichtszeitraum wurden von ANDRITZ HYDRO 25 Turbogeneratoren ausgeliefert, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem 1. Quartal 2008 bedeutet.

Wichtige Auftragseingänge

ANDRITZ HYDRO Inepar Brasilien, jenes Joint Venture, an dem ANDRITZ im Juni 2008 von General Electric (GE) den Mehrheitsanteil erworben hat, konnte im Berichtszeitraum zwei wichtige Auftragseingänge verzeichnen: von Construtora Triunfo S/A den Auftrag zur Lieferung der hydraulischen Ausrüstung für die brasilianischen Kraftwerke Salto und Salto do Rio Verdinho sowie vom Konsortium Copel und Eletrosul, zwei der wichtigsten staatlichen Energieunternehmen Brasiliens, den Auftrag zur Lieferung der elektromechanischen Ausrüstung des Kraftwerks Maua.

Vom kanadischen Energieversorger SaskPower wurde ANDRITZ HYDRO mit Sanierungsarbeiten im Wasserkraftwerk E.B. Campbell beauftragt. Der Auftrag umfasst u. a. die Lieferung verbesserter Francisturbinen-Laufräder und die Generalsanierung der Turbinen und Generatoren von zwei bestehenden Maschinensätzen.

Von einem privaten kolumbianischen Investor wurde der Geschäftsbereich zur Lieferung von jeweils zwei Pelton- und Francis-Maschinen für die Kleinkraftwerke Montanitas, Alto und Bajo Tulua beauftragt.

Electricidade de Portugal (EDP) hat dem Konsortium ANDRITZ HYDRO/ENSULMECI einen Auftrag zur Lieferung und Montage der gesamten elektromechanischen Ausrüstung für zwei Pumpspeicherwerke des Wasserkraftwerksprojekts Baixo Sabor erteilt. Für beide Anlagen werden in den Forschungs- und Entwicklungslabors von ANDRITZ HYDRO Modellversuche durchgeführt, um die Hydraulik zu optimieren.

Land Kunde Lieferumfang/Projektbeschreibung
Peru Electroandes Folgeauftrag zur Lieferung eines weiteren Pelton-Lauf
rads – damit werden alle fünf Maschinen des Was
serkraftwerks Yaupi mit MicroGussTM-Peltonrädern
ausgestattet sein. ANDRITZ HYDRO konnte weltweit
bisher 350 dieser Laufräder ausliefern.
Peru EGASE Zwei Aufträge für Design, Lieferung, Montage und In
betriebnahme von Francis-Laufrädern für die Wasser
kraftwerke Charcani III und Charcani IV.
Finnland Savon Voima Erneuerung der Kaplan-Turbinen im Wasserkraftwerk
Karjalankoski.
Schweden Vattenfall AB Vattenkraft Modernisierung einer Kaplan-Turbine im Wasserkraft
werk Lasele.
Türkei Limak Energy Lieferung der kompletten elektromechanischen Ausrüs
tung für das Wasserkraftwerk Alkumru.
Kasachstan vertraulich Lieferung von u. a. drei Pelton-Laufrädern für das Was
serkraftwerk Moinak, die zu den größten jemals gefer
tigten Pelton-Laufrädern der Welt zählen.
China vertraulich Lieferung von je vier Kühlwasserpumpen für zwei Kraft
werke in China.

Weitere wichtige Auftragseingänge auf einen Blick

PULP & PAPER

Kennzahlen Einheit Q1 2009 Q1 2008* +/- 2008
Auftragseingang MEUR 164,7 417,3 -60,5% 1.033,8
Auftragsstand (per Ultimo) MEUR 683,4 1.151,5 -40,7% 752,8
Umsatz MEUR 233
,7
319,1 -26,8% 1.326,6
EBITDA MEUR 13,3 23,4 -43,2% 84,5
EBITDA-Marge % 5,7 7,3 - 6,4
EBITA MEUR 8,5 19,0 -55,3% 66,3
EBITA-Marge % 3,6 6,0 - 5,0
Mitarbeiter (per Ultimo) - 4.766 4.860 -1,9% 5.102
*
angepasst

Marktentwicklung

Angesichts der globalen Wirtschaftskrise war im 1. Quartal 2009 ein starker Rückgang der Zellstoff-Preise zu verzeichnen. Aufgrund der nachlassenden Nachfrage und des Abbaus von Zellstoff-Vorräten sank der Preis für NBSK (Northern Bleached Softwood Kraft Pulp – nördlicher Langfasersulfat-Zellstoff) von rund 640 US-Dollar je Tonne Anfang Jänner 2009 auf rund 580 US-Dollar je Tonne Ende März 2009.

Auch beim Preis für Kurzfaser-Zellstoff (Birke und Eukalyptus) kam es im 1. Quartal 2009 zu einem deutlichen Verfall: er sank von rund 590 US-Dollar im Jänner 2009 auf rund 500 US-Dollar Ende März 2009.

Aufgrund dieses schwierigen wirtschaftlichen Umfelds blieb die Projektaktivität sowohl bei neuen Zellstoff-Anlagen wie auch bei Umbauten bestehender Anlagen im 1. Quartal 2009 sehr verhalten. Es wurden keine neuen Zellstoff-Anlagen oder größere Umbauten bestehender Anlagen vergeben.

Wichtige Inbetriebnahmen und Entwick- lungen

Im März ging die im Auftrag von Celulosas de Asturias, S.A., Spanien, ein Unternehmen der ENCE-Gruppe, umgebaute Trocknungsanlage wieder erfolgreich in Betrieb. Der Auftrag umfasste auch die Lieferung neuer Ausrüstungen. Mit 400 t/d pro Meter Arbeitsbreite hält die umgebaute Trocknungslinie nunmehr den Weltrekord für die höchste spezifische Produktionsleistung. Weiters wurde der an diesen Kunden gelieferte ANDRITZ-Biomassekessel im Februar 2009 erfolgreich in Betrieb gesetzt und übernommen.

Im Jänner wurde bei Cellulose Beira Industrial S.A. (Celbi), Portugal, ein neuer LimeKiln™-Drehrohrofen in Betrieb genommen. In Europa ist dies die erste Lieferung eines LimeKiln™-Drehrohrofens auf EPC-Basis.

Zur weiteren Senkung der Energiekosten von Kundenanlagen bringt der Geschäftsbereich eine neue Niederenergie-Refinermahlplatte für Holzstoff auf den Markt. Die Ergebnisse sind vielversprechend, es können bis zu 30% Energie eingespart werden.

Wichtige Auftragseingänge

Mondi Steti a.s., Tschechische Republik, bestellte eine Entrindungstrommel, die eine bestehende Trommel ersetzen wird. Mit der neuen Trommel wird die Kapazität – bei gleichzeitiger Senkung der Wartungskosten und des Energieverbrauchs – gesteigert.

Von Södra Cell, Schweden, erhielt der Geschäftsbereich den Auftrag zur Lieferung von Schlüsselkomponenten und Service-Leistungen im Rahmen des Umbaus eines Rückgewinnungskessels im Werk Värö. Durch den Umbau werden die Hochdruckdampf-Erzeugung sowie die Stromproduktion des von ANDRITZ im Jahr 2003 gelieferten Rückgewinnungskessels erhöht. Weiters erhielt der Geschäftsbereich einen Folgeauftrag für die Lieferung eines Rauchgaskühlers, mit dem der Energiegehalt des Rauchgases, der durch ein Vorwärmen des Speisewassers erhöht wird, genutzt werden kann.

An die Guodong-Gruppe, China, werden drei Druckzerfaserungsanlagen für MDF geliefert: Zwei dieser Anlagen bestellte Siempelkamp, Deutschland, für Sichuan Guodong Construction Co. Ltd., die dritte Anlage, die in der neuen MDF-Anlage der Sichuan Nanchong Guodong Forestry Technology Co. Ltd. eingebaut wird, wurde von Dieffenbacher, Deutschland, in Auftrag gegeben. Einschließlich dieser Aufträge wurden bislang nahezu 100 ANDRITZ-Faserstoffaufbereitungssysteme für MDF-Anlagen nach China verkauft.

Weitere wichtige Auftragseingänge auf einen Blick

Land Kunde Lieferumfang/Projektbeschreibung
China MCC Meili Paper
Industry Co. Ltd.
Ausrüstung für Sauerstoffdelignifizierung und Bleiche.
China Yingang Group Lieferung einer Druckzerfaserungsanlage.
Südafrika Mondi Ltd. Stripperanlage für Faulkondensat.
USA Weyerhaeuser Umbau eines Rückgewinnungskessels.
Kanada Domtar Umbau eines Rückgewinnungskessels.
Norwegen Norske Skogindustrier Lieferung einer TMP-Wärmerückgewinnungsanlage.
Finnland Stora Enso PrimePress X Presse.
Schweden Mönsterås Umbau der Wärmerückgewinnungsanlage.
Chile CMPC Celulosa Abgasanlage für Brüdensystem.
Finnland Metsä Botnia Umbau eines DD-Wäschers.
Norwegen Borregaard Ltd. Modernisierung der Holzplatz-Linie.

metals

Kennzahlen Einheit Q1 2009 Q1 2008* +/- 2008
Auftragseingang MEUR 123
,6
244,5 -49,4% 611,5
Auftragsstand (per Ultimo) MEUR 740,1 810,0 -8,6% 736,2
Umsatz MEUR 135,0 113
,2
+19,3% 566,2
EBITDA MEUR 8,6 7,9 +8,9% 42,6
EBITDA-Marge % 6,4 7,0 - 7,5
EBITA MEUR 7,9 7,2 +9,7% 40,1
EBITA-Marge % 5,9 6,4 - 7,1
Mitarbeiter (per Ultimo) - 1.025 945 +8,5% 996

* angepasst

Marktentwicklung

Der Markt für Stahlausrüstungen entwickelte sich im 1. Quartal 2009 sehr schwach. Die in Folge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise stark gesunkene Nachfrage nach Stahlprodukten machte deutliche Produktionsrückgänge und Kapazitätsstilllegungen in der Stahl-Industrie erforderlich. Gemäß Informationen der World Steel Association ist die globale Rohstahl-Produktion im 1. Quartal 2009 um 22,8% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken.

Auch am Edelstahlmarkt waren im Berichtszeitraum deutliche Produktionsrückgänge zu verzeichnen. Vor allem die stark gesunkene Nachfrage der Automobil- und Haushaltsgeräte-Industrie führte zu teilweise stark rückläufigen Kapazitätsauslastungen bei den Edelstahlproduzenten. Damit einhergehend kamen auch die Edelstahlpreise unter Druck.

In diesem sehr schwierigen Marktumfeld war ein deutlicher Rückgang der Projektaktivität zu verzeichnen. Einige Projekte wurden storniert bzw. Projektentscheidungen wurden verschoben.

Wichtige Auftragsübergaben

ANDRITZ METALS konnte im Berichtszeitraum zahlreiche Aufträge erfolgreich abschließen. So wurden z. B. an den größten indischen Edelstahlhersteller, JSL Limited, zwei Edelstahl-Fertigungslinien übergeben: dabei wurde im Werk Hisar eine Glüh-, Beiz- und Walzlinie für Kaltband mit einer Jahreskapazität von ca. 250.000 t neu errichtet und eine bestehende Glüh- und Beizlinie für Warmband modernisiert.

Besonders erfolgreich entwickelte sich das im März des Vorjahrs erworbene Unternehmen ANDRITZ Maerz: An NTMK, Evraz-Gruppe, Russland, wurde im Berichtszeitraum eine Wärmebehandlungsanlage für Eisenbahnräder übergeben; Breitenfeld Edelstahl AG, Österreich, startete die Produktion mit drei weiteren Herdwagenglühöfen von ANDRITZ Maerz; die Erweiterung der Wärmebehandlungskapazität bei Metal Ravne D.O.O., Slowenien, wurde erfolgreich abgeschlossen; während der Lieferung eines Herdwagenschmiedeofens an Cogne Acciai Speciali Spa, Italien, orderte der Kunde eine weitere Ofenanlage.

Wichtige Auftragseingänge

Bahru Stainless SHN BHD in Malaysia (ein Joint Venture von Acerinox S.A., Spanien, und Nisshin Steel, Japan) erteilte ANDRITZ METALS den Auftrag zur Lieferung einer kontinuierlichen Glühund Beizlinie für warm- und kaltgewalztes Edelstahlband (Jahreskapazität ca. 540.000 t), eines Dressierwalzwerks, von drei Walzenschleifmaschinen und einer Mischsäure-Regenerationsanlage. Dies ist der zweite Großauftrag, den der Geschäftsbereich innerhalb der vergangenen drei Jahre von der Acerinox-Gruppe erhalten hat.

An Baoji Titanium Industry Co. Ltd., den größten Titan-Produzenten Chinas, wird der Geschäftsbereich eine kontinuierliche Beizanlage für warm- und kaltgewalztes Titanband für die Automobil- und die Luftfahrt-Industrie (Jahreskapazität ca. 20.000 t) sowie ein 20-Rollen-Kaltwalzwerk, mit dem Titan- und Edelstahl-Band verarbeitet wird, liefern.

Taiyuan Iron and Steel (Group) Co., Ltd., Chinas größter Edelstahl-Produzent, orderte zwei 20-Rollen-Walzwerke für das Werk in Taiyuan. Beide Walzwerke sind speziell zum Walzen von Präzisions-Edelstahlbändern ausgelegt und haben eine Jahreskapazität von 22.000 t.

Weitere wichtige Auftragseingänge auf einen Blick

Land Kunde Lieferumfang/Projektbeschreibung
Österreich Böhler-Uddeholm Lieferung von zwei Walzenschleifmaschinen.
Korea Posco Lieferung einer Walzenschleifmaschine.
Deutschland Dirostahl Lieferung eines Drehtellerofens zur Erwärmung von
Stahlblöcken.

ENVIRONMENT & PROCESS

Kennzahlen Einheit Q1 2009 Q1 2008* +/- 2008
Auftragseingang MEUR 84,3 99,0 -14,8% 361,2
Auftragsstand (per Ultimo) MEUR 169,4 190,2 -10,9% 151,8
Umsatz MEUR 70,8 66,3 +6,8% 366,6
EBITDA MEUR 5,4 4,0 +35,0% 32,1
EBITDA-Marge % 7,6 6,0 - 8,8
EBITA MEUR 4,2 2,8 +50,0% 27,3
EBITA-Marge % 5,9 4,2 - 7,4
Mitarbeiter (per Ultimo) - 1.423 1.388 +2,5% 1.437

* angepasst

Marktentwicklung

Die Marktentwicklung für Schlammentwässerungsanlagen verlief im 1. Quartal 2009 in den meisten Teilen der Welt weiterhin auf einem zufriedenstellenden Niveau; insbesondere in China war die Projektaktivität solide.

Im Gleichschritt mit dem Rückgang der Weltwirtschaft kam es zu einer deutlichen Verlangsamung der Projektaktivität bei Industrie-Prozessanwendungen v. a. in der petrochemischen Industrie sowie in der Mineralien- und Bergbau-Industrie.

Die Projektaktivität im Markt für Trocknungsanlagen verlangsamte sich überall auf der Welt noch weiter. Investitionsentscheidungen wurden hinausgezögert und/oder Projekte verschoben. Relativ stabil blieb die Nachfrage für Anlagen zur Trocknung von Biomasse (Sägespäne/Hackschnitzel) in Westeuropa und Skandinavien.

Wichtiges Ereignis

ANDRITZ ENVIRONMENT & PROCESS eröffnete in Whitbank, Südafrika, ein Reparaturzentrum für Zentrifugen und vergrößerte damit das Service-Netzwerk weiter. Zur bestmöglichen Betreuung der lokalen Kohlebergwerke wurde auch ein Ersatzteillager errichtet.

Wichtige Auftragseingänge

Der Geschäftsbereich hat aus China Aufträge zur Lieferung von mehreren Großfilterpressen erhalten, die für die Trinkwasserbehandlung und für eine Kohleverflüssigungsanlage der Shenhua-Gruppe eingesetzt werden. Ein wichtiger Auftrag über die Lieferung von sieben großen Kommunalschlamm-Zentrifugen wurde für die Stadt Doha, Katar, verbucht.

Der Auftragseingang im Bereich thermische Trocknung umfasste u. a. die Modernisierung und Rehabilitation von kommunalen Schlammtrocknungsanlagen in den USA (für Ocean County Utility Authority) und in Deutschland (für EnBW Kraftwerke) sowie die Lieferung eines Natriumsulfat-Trockners in China.

Weitere wichtige Auftragseingänge auf einen Blick

Land Kunde Lieferumfang/Projektbeschreibung
Brasilien Abengoa Lieferung von zwei Entwässerungsanlagen zur Behandlung von
Flugasche aus dem Dampfkessel von Zuckerfabriken.
Rumänien Constanza Lieferung der ersten Zentrifugen mit dem patentierten TC-Antrieb
(TC: Transmission Co-axial) für Rumänien.
Mexiko Pemex Zwei große Zentrifugen für die Petrochemie.
Weißrussland Belurs Zwei große Siebmantel-Zentrifugen für Potasche.
Kanada Suncor Vier Zentrifugen zur Entwässerung von Teersand-Rückständen.
USA, Texas Trinity River
Valley Authority
Rechen-Anlage für ein Klärwerk.

FEED & BIOFUEL

Kennzahlen Einheit Q1 2009 Q1 2008* +/- 2008
Auftragseingang MEUR 34,6 42,7 -19,0% 155,4
Auftragsstand (per Ultimo) MEUR 47,5 42,6 +11,5% 46,5
Umsatz MEUR 34,0 34,7 -2,0% 144,5
EBITDA MEUR 3,1 3,8 -18,4% 13,3
EBITDA-Marge % 9,1 11,0 - 9,2
EBITA MEUR 2,6 3,3 -21,2% 11,6
EBITA-Marge % 7,6 9,5 - 8,0
Mitarbeiter (per Ultimo) - 588 572 +2,8% 566

* angepasst

Marktentwicklung

Die Projektaktivität im Bereich Tierfutter-Anlagen war im 1. Quartal 2009 in den meisten Regionen von der weltweiten Wirtschaftsschwäche beeinflusst. Viele Projekte wurden entweder zurückgestellt oder deren Vergabe wurde verschoben. Im Bereich Spezialfutter-Anlagen wurde – insbesondere bei Fischfutter, aber auch bei Heimtierfutter – nur sehr geringe Projektaktivität verzeichnet.

Im Bereich Biomasse-/Holz-Pelletierung war die Projektaktivität insbesondere in Nordskandinavien, aber auch in Osteuropa und Südamerika, zufriedenstellend.

Wichtige Inbetriebnahmen

ANDRITZ FEED & BIOFUEL konnte im Berichtszeitraum mehrere Inbetriebnahmen erfolgreich abschließen, darunter Pelletier-Anlagen für BP India (Pelletierung von Zuckerrohrbagasse), für Volchansky, Ukraine (Pelletierung von Sonnenblumenschalen) und Hekotek Grums, Schweden (Holzpelletier-Anlage mit einer Kapazität von 15 t/h).

Der Geschäftsbereich erhielt von BioWood Norway AS den Auftrag zur Lieferung einer Holzpelletier-Anlage mit einer Jahresleistung von 450.000 t Holzpellets; die Anlage besteht aus vier einzelnen Produktionslinien mit jeweils vier Pellet-Pressen. Es ist dies der größte Einzelauftrag, den ANDRITZ FEED & BIOFUEL je erhalten hat.

Konzern-Abschluss der Andritz-gruppe 19

Konzern-Gewinn-
und
-Verlustrechnung
20
Konzernbilanz 21
Konzern-Cashflow-Statement 22
Cashflows
aus
dem
Erwerb
von
Tochtergesellschaften
22
Gesamteinkommensrechnung 23
Entwicklung
des
Konzern-Eigenkapitals
24
Anhang 25

andritz-aktie 27

konzern-gewinnund -verlustrechnung Für Q1 2009 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) Q1 2009 Q1 2008*
Umsatzerlöse 790.050 750.882
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 32.301 25.599
Aktivierte Eigenleistungen 115 60
822.466 776.541
Sonstige betriebliche Erträge 14.599 10.405
Materialaufwand (487.378) (451.988)
Personalaufwand (192.867) (176.231
)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (100.598) (102.096)
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITD
A)
56.222 56.631
Abschreibungen und Wertminderungsverlust immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (14.632) (12.592)
Wertminderungsverlust Firmenwert 0 0
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 41.590 44.039
Erträge/Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 426 300
Zinsergebnis 400 (932)
Sonstiges Finanzergebnis (5.018) 114
Finanzergebnis (4.192) (518)
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 37.398 43.521
Steuern vom Einkommen und Ertrag (11.136) (12.289)
KONZ
ERNERGEBNIS
26.262 31.232
Davon entfallen auf:
Die Gesellschafter der Muttergesellschaft 25.689 30.218
Anteile in Fremdbesitz 573 1.014
Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen Stückaktien 51.200.726 51.093.009
Gewinn je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 0,50 0,59
Potenzielle Verwässerung durch Aktienoptionen 0 64.556
Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen Stückaktien und Optionen 51.200.726 51.157.565
Verwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 0,50 0,59

* angepasst

konzern-Bilanz Zum 31. März 2009 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) 31. 03. 2009 31. 12. 2008
AKTIVA
Immaterielle Vermögenswerte 53.326 56.391
Firmenwerte 228.084 226.999
Sachanlagen 336.559 327.734
Anteile an assoziierten Unternehmen 9.800 9.300
Sonstige Finanzanlagen 32.253 35.461
Langfristige Forderungen und sonstige langfristige Vermögenswerte 38.745 32.608
Aktive latente Steuern 77.894 76.246
Langfristige Vermögenswerte 776.661 764.739
Vorräte 400.243 360.051
Geleistete Anzahlungen 78.489 97.984
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 397.481 424.947
Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für Projekte,
soweit sie dafür erhaltene An- und Teilzahlungen übersteigen
454.646 445.548
Sonstige kurzfristige Forderungen 171.664 160.186
Rechnungsabgrenzungsposten 10.005 11.084
Wertpapiere des Umlaufvermögens 273.616 263.314
Flüssige Mittel 603.212 558.448
Kurzfristige Vermögenswerte 2.389.356 2.321.562
SUMME AKTIVA 3.166.017 3.086.301
PASSIVA
Grundkapital 104.000 104.000
Kapitalrücklagen 36.476 36.476
Gewinnrücklagen 381.884 402.029
Auf Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallendes Eigenkapital 522.360 542.505
Anteile in Fremdbesitz 36.360 34.877
Summe Eigenkapital 558.720 577.382
Anleihen – langfristig 373.625 369.023
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten – langfristig 24.657 25.163
Rückstellungen – langfristig 215.074 217.147
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing – langfristig 867 858
Sonstige Verbindlichkeiten – langfristig 19.614 16.989
Verbindlichkeiten aus latenten Steuern 86.012 89.992
Langfristige Verbindlichkeiten 719.849 719.172
Anleihen – kurzfristig 0 0
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten – kurzfristig 43.275 36.334
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing – kurzfristig 215 523
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 252.933 306.295
Erhaltene An- und Teilzahlungen für Projekte,
soweit sie die dafür realisierte Umsatzerlöse übersteigen
668.522 621.177
Erhaltene Anzahlungen 51.215 57.629
Rückstellungen – kurzfristig 266.156 260.125
Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern 30.040 34.614
Sonstige Verbindlichkeiten – kurzfristig 575.092 473.050
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.887.448 1.789.747
SUMME PASSIVA 3.166.017 3.086.301

Konzern-Cashflow- Statement Für Q1 2009 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) Q1 2009 Q1 2008
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 54.890 82.684
Cashflow aus Investitionstätigkeit (16.352) (24.967)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 6.136 145.014
Veränderung des Finanzmittelbestands 44.764 202.731
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 558.448 496.926
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 603.212 699.657

Cashflows aus dem erwerb von tochtergesellschaften Für Q1 2009 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) HYDRO Gesamt
Q1 2009
Gesamt
Q1 2008
Immaterielle Vermögenswerte 0 0 95
Sachanlagen 0 0 3.955
Vorräte 0 0 8.224
Forderungen 0 0 36.928
Verbindlichkeiten 0 0 (40.543)
Nicht verzinsliches Nettovermögen 0 0 8.659
Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0 11
Flüssige Mittel 0 0 2.140
Finanzverbindlichkeiten 0 0 (1.748)
Firmenwerte 0 0 4.406
Kaufpreis für bisher unter Anwendung
der Equity-Methode bilanzierte Investitionen
0 0 (64)
Kaufpreis gesamt 0 0 13.404
In bar entrichteter Kaufpreis 0 0 (13.404)
Veränderung von Forderungen/Verbindlichkeiten
aus nicht bezahltem Kaufpreis
13.742 13.742 0
Erworbene Flüssige Mittel 0 0 2.140
Netto-Cashflow 13.742 13.742 (11.264)

Gesamteinkommens-Rechnung Für Q1 2009 (verkürzt, ungeprüft)

Q1 2009 Q1 2008
(in TEUR) Gesamt davon
entfallen
auf Gesell
schafter
der Mutter
gesell
schaft
davon
entfallen
auf Anteile
in Fremd
besitz
Gesamt davon
entfallen
auf Gesell
schafter
der Mutter
gesell
schaft
davon
entfallen
auf Anteile
in Fremd
besitz
Differenzen aus der Währungsumrechnung 8.296 7.370 926 (13.475) (13.355) (120)
Versicherungsmathematische
Gewinne/(Verluste)
0 0 0 0 0 0
Veränderung der IAS 39-Rücklage 1.927 1.943 (16) (2.447) (2.441) (6)
Direkt im Eigenkapital berücksichtigtes
Ergebnis nach Ertragsteuern
10.223 9.313 910 (15.922) (15.796) (126)
Konzernergebnis 26.262 25.689 573 31.232 30.218 1.014
Gesamtergebnis der Periode 36.485 35.002 1.483 15.310 14.422 888

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Für Q1 2009 (verkürzt, ungeprüft)

Davon entfallen auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft Anteile in
Fremd
besitz
Summe
Eigen
kapital
(in TEUR) Grund
kapital
Kapital
rück
lagen
Sonstige
Gewinn
rück
lagen
IAS 39
Rück
lage
Versiche
rungsma
thema
tische
Gewinne/
(Verluste)
Unter
schieds
beträge
aus Wäh
rungsum
rechnung Gesamt
Stand zum 1. Jänner 2008* 104.000 36.476 368.447 644 (7.734) (34.424) 467.409 14.166 481.575
Gesamtergebnis der Periode 30.218 (2.441) 0 (13.355) 14.422 888 15.310
Dividenden (51.087) (51.087) (51.087)
Änderungen aus Akquisitionen 0 420 420
Veränderung eigene Aktien (966) (966) (966)
Sonstige Veränderungen 1.576 1.576 1.576
STAND
ZUM 31. MÄRZ 2008
104.000 36.476 348.188 (1.797) (7.734) (47.779) 431.354 15.474 446.828
Stand zum 1. Jänner 2009 104.000 36.476 465.479 (4.837) (13.890) (44.723) 542.505 34.877 577.382
Gesamtergebnis der Periode 25.689 1.943 0 7.370 35.002 1.483 36.485
Dividenden (56.321
)
(56.321
)
(56.321
)
Änderungen aus Akquisitionen 0 0
Veränderung eigene Aktien 0 0
Sonstige Veränderungen 1.174 1.174 1.174
STAND
ZUM 31. MÄRZ 2009
104.000 36.476 436.021 (2.894) (13.890) (37.353) 522.360 36.360 558.720

* angepasst

Anhang Erläuterungen zum Konzern-Zwischenabschluss per 31. März 2009

Allgemeines

Der Zwischenabschluss zum 31. März 2009 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Berücksichtigung der Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31. Dezember 2008 wurden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen wird auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 verwiesen, der die Basis für den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss darstellt.

Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.

Der Zwischenabschluss per 31. März 2009 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Anwendung von neuen Standards

Der Standard IAS 23 (revidiert) "Fremdkapitalkosten" wurde von der Europäischen Union im Dezember 2008 übernommen. ANDRITZ wendet den neuen Standard mit dem am 1. Jänner 2009 beginnenden Geschäftsjahr an. Fertigungsaufträge werden im Wesentlichen durch erhaltene Anund Teilzahlungen von Kunden finanziert. Die Bankverbindlichkeiten und Anleihen der ANDRITZ-GRUPPE werden zur Finanzierung von Liquiditätsreserven aufgenommen. Damit hat die Änderung des Standards keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der ANDRITZ-GRUPPE.

ANDRITZ wendet den Standard IFRS 8 "Operative Segmente" mit dem am 1. Jänner 2009 beginnenden Geschäftsjahr an. Der neue Standard hat keine Auswirkung auf die Segment-Berichtsstruktur.

Veränderung des Konsolidierungskreises

Die folgenden Unternehmen waren im Vergleichszeitraum 1. Jänner–31. März 2008 nicht oder nur teilweise im Konzernabschluss der Andritz-Gruppe enthalten:

  • Maerz Industrieofenanlagen GmbH: Wärmebehandlungsanlagen und Schmelzöfen;
  • einzelne Vermögenswerte von GE (General Electric Company) Energy: Wasserkraft-Technologie;
  • GEHI (Mehrheitsbeteiligung am Joint Venture General Electric Hydro Inepar): Wasserkraft-Technologie;
  • Kufferath: Service-Unternehmen für die Zellstoff- und Papier-Industrie.

Die erstmalige Einbeziehung der in 2008 erworbenen Unternehmen/Geschäftsfelder erfolgte auf Basis vorläufiger Werte.

Saisonalität des Geschäftsverlaufs

Der Geschäftsverlauf der ANDRITZ-GRUPPE ist im Allgemeinen durch keine Saisonalität gekennzeichnet.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

Im 1. Quartal 2009 betrug der Umsatz der Andritz-Gruppe 790,1 MEUR, er erhöhte sich damit um 5,2% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs (Q1 2008: 750,9 MEUR). Der Betriebserfolg (EBIT) der Gruppe betrug 41,6 MEUR (Q1 2008: 44,0 MEUR).

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Die Bilanzsumme der ANDRITZ GRUPPE per 31. März 2009 betrug 3.166,0 MEUR und war damit um 79,7 MEUR höher als zum 31. Dezember 2008 (3.086,3 MEUR). Das Nettoumlaufvermögen per 31. März 2009 betrug -46,1 MEUR (31. Dezember 2008: 22,7 MEUR).

Im laufenden Geschäftsjahr wurden von der ANDRITZ AG für das Geschäftsjahr 2008 56,3 MEUR an Dividenden ausgeschüttet. Im 1. Quartal 2009 wurden keine Aktien zurückgekauft.

Erläuterungen zum Konzern-Cashflow-Statement

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erreichte im 1. Quartal 2009 55,0 MEUR (Q1 2008: 82,7 MEUR). Dieser Rückgang gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahrs war v. a. auf die Veränderungen im Nettoumlaufvermögen zurückzuführen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im 1. Quartal 2009 -16,4 MEUR (Q1 2008: -25,0 MEUR) und resultierte aus Investitionen in Sach- und immaterielles Anlagevermögen von -22,9 MEUR sowie aus Veränderungen von Forderungen/Verbindlichkeiten aus nicht bezahltem Kaufpreis im Zusammenhang mit Akquisitionen.

ANDRITZ-Aktie

Relative Kursperformance der ANDRITZ-Aktie im Vergleich zum ATX (1. April 2008–31. März 2009)

120%
100%
80% AND
RITZ
60% ATX
40%
20%
0% April '08 Mai '08 Juni '08 Juli '08 Aug. '08 Sept. '08 Okt. '08 Nov. '08 Dez. '09 Jän. '09 Feb. '09 März '09

Kursentwicklung

140%

Im 1. Quartal 2009 verlief die Kursentwicklung der Andritz-Aktie trotz des unverändert schwierigen und volatilen Umfelds weiterhin sehr solide. Der Kurs der Andritz-Aktie stieg um 20,7% an und konnte damit den ATX, den führenden Aktien-Index der Wiener Börse, der im selben Zeitraum um 6,4% fiel, erneut outperformen.

Der höchste Schlusskurs der Andritz-Aktie wurde im Berichtszeitraum mit 25,25 Euro verzeichnet (6. Februar 2009), der niedrigste Schlusskurs betrug 19,20 Euro (2. Jänner 2009).

Handelsvolumen*

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen betrug im 1. Quartal 2009 339.641 Aktien (Q1 2008: 542.082 Aktien). Der höchste Umsatz wurde am 27. Februar 2009 (931.640 Aktien), der niedrigste am 16. März 2009 (78.622 Aktien) erzielt. * Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht

Hauptversammlung

In der am 27. März 2009 abgehaltenen 102. Hauptversammlung der Aktionäre der ANDRITZ AG wurde beschlossen, für das Jahr 2008 eine Dividende in Höhe von 1,10 Euro pro Aktie auszuzahlen; das entspricht einer Erhöhung von 10% gegenüber der Dividende für das Geschäftsjahr 2007 (1,00 Euro pro Aktie).

Hon. Prof. DDr. Hellwig Torggler, seit 2000 Mitglied des Aufsichtsrats der ANDRITZ AG und seit 2004 stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, sowie Dipl.-Ing. Peter Mitterbauer, seit 2003 Mitglied des Aufsichtsrats der ANDRITZ AG, wurden in den Aufsichtsrat der ANDRITZ AG wiedergewählt.

Alle zur Beschlussfassung vorgelegten Tagesordnungspunkte wurden von den bei der Hauptversammlung anwesenden Aktionären angenommen.

Investor Relations

Im 1. Quartal 2009 wurden mit internationalen institutionellen Anlegern Meetings in Philadelphia, Boston, Chicago, New York, Tokio, London, Frankfurt, Edinburgh, Dublin und Zürich abgehalten.

Weiters stellte sich ANDRITZ bei der German Corporate Conference von Cheuvreux in Frankfurt, Deutschland, der Investor Conference von Unicredit in Kitzbühel, Österreich, und der Pan European Small & Mid Cap Conference von Deutsche Bank in London, Großbritannien, vor.

Weitere Informationen zu geplanten Roadshows, Teilnahmen an Investoren-Konferenzen etc. sind auf www.andritz.com verfügbar.

ANDRITZ-Aktie im Überblick

Einheit Q1 2009 Q1 2008 2008
Höchster Schlusskurs EUR 25,25 39,81 43,53
Niedrigster Schlusskurs EUR 19,20 30,94 15,96
Schlusskurs per Ultimo EUR 23,16 34,77 18,16
Marktkapitalisierung per Ultimo MEUR 1.204,3 1.808,0 944,3
Performance % +20,7 -12,7 -54,4
ATX-Gewichtung per Ultimo % 3,7905 2,4619 2,9209
Durchschnittliches Handelsvolumen pro Tag Stück 339.641 542.082 488.638

Quelle: Wiener Börse

Eckdaten zur ANDRITZ-Aktie

ISIN Code AT0000730007
Tag der Erstnotiz 25. Juni 2001
Aktiengattung Inhaberaktien
Aktienzahl 52 Millionen
Genehmigtes Kapital keines
Streubesitz ca. 71%
Börse Wien (Prime Market)
Ticker-Symbole Reuters: ANDR.VI; Bloomberg: ANDR, AV
Börse-Indizes ATX, ATXPrime, WBI

Finanztermin-Kalender

7. August 2009 Ergebnisse 1. Halbjahr 2009
6. November 2009 Ergebnisse 1. bis 3. Quartal 2009

disclaimer

Bestimmte Aussagen in diesem Bericht sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.

Impressum

Herausgeber:

ANDRITZ AG Stattegger Straße 18 8045 Graz Österreich

Für den Inhalt verantwortlich:

Dr. Michael Buchbauer

ANDRITZ Investor Relations

Petra Wolf Tel.: +43.316.6902-2722 Fax.: +43.316.6902-465 [email protected] www.andritz.com

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Im Geschäftsbericht 2008 der ANDRITZ-GRUPPE finden Sie weitere Informationen: Interview mit Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender der ANDRITZ AG, Global Care (die Herausforderungen zum weltweiten Umwelt- und Klimaschutz – und die Antworten von ANDRITZ darauf), Strategie, die ANDRITZ-Aktie, die fünf ANDRITZ-Geschäftsbereiche, Ferti-

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