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Andritz AG — Interim / Quarterly Report 2009
Oct 15, 2009
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Interim / Quarterly Report
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| KENNZAHLEN DER ANDRITZ-GRUPPE | 03 |
|---|---|
| LAGEBERICHT | 04 |
| Gesch äftsbereiche HYDRO PULP & PAPER METALS ENVIRONMENT & PROCESS FEED & BIOFUEL |
10 11 13 15 16 17 |
| Konzern -Ab schlu ss der Andritz -gruppe Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung Konzern-Bilanz Konzern-Cashflow-Statement Cashflows aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften Gesamteinkommensrechnung Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Anhang |
18 19 20 21 21 22 23 24 |
| andritz -aktie |
26 |
kennzahlen der Andritz- Gruppe auf einen Blick
| (Gemäß IFRS) | Einheit | H1 2009 H1 2008* | +/- | Q2 2009 Q2 2008* | +/- | 2008 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | MEUR | 1.712,7 | 2.128,7 | -19,5% | 731,3 | 933,0 | -21,6% | 3.705,3 |
| Auftragsstand (per Ultimo) | MEUR | 4.426,9 | 4.619,5 | -4,2% | 4.426,9 | 4.619,5 | -4,2% | 4.277,4 |
| Umsatz | MEUR | 1.574,1 | 1.650,0 | -4,6% | 784,0 | 899,1 | -12,8% | 3.609,8 |
| EBITDA1) | MEUR | 89,2 | 126,6 | -29,5% | 33,0 | 70,0 | -52,9% | 278,2 |
| EBITA2) (exkl. Restrukturierungs aufwendungen) |
MEUR | 80,8 | 104,5 | -22,7% | 37,1 | 59,0 | -37,1% | 246,8 |
| EBITA (inkl. Restrukturierungs aufwendungen) |
MEUR | 56,5 | 104,5 | -45,9% | 12,8 | 59,0 | -78,3% | 233 ,2 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) |
MEUR | 52,0 | 101,4 | -48,7% | 10,4 | 57,4 | -81,9% | 218,5 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | MEUR | 49,1 | 100,5 | -51,1% | 11,7 | 57,0 | -79,5% | 210,5 |
| Konzernergebnis (vor Abzug von Fremdanteilen) |
MEUR | 34,5 | 72,0 | -52,1% | 8,2 | 40,8 | -79,9% | 147,0 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit |
MEUR | 117,6 | 126,2 | -6,8% | 62,6 | -7,6 | +923,7% | 255,0 |
| Investitionen3) | MEUR | 40,2 | 27,7 | +45,1% | 17,3 | 13,8 | +25,4% | 69,7 |
| Anlagevermögen | MEUR | 739,9 | 693,9 | +6,6% | 739,9 | 693,9 | +6,6% | 732,1 |
| Umlaufvermögen | MEUR | 2.359,8 | 2.264,0 | +4,2% | 2.359,8 | 2.264,0 | +4,2% | 2.354,2 |
| Summe Eigenkapital4) | MEUR | 570,4 | 519,8 | +9,7% | 570,4 | 519,8 | +9,7% | 577,4 |
| Rückstellungen | MEUR | 503,4 | 472,4 | +6,6% | 503,4 | 472,4 | +6,6% | 477,3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | MEUR | 2.025,9 | 1.965,7 | +3,1% | 2.025,9 | 1.965,7 | +3,1% | 2.031,6 |
| Bilanzsumme | MEUR | 3.099,7 | 2.957,9 | +4,8% | 3.099,7 | 2.957,9 | +4,8% | 3.086,3 |
| Eigenkapitalquote5) | % | 18,4 | 17,6 | - | 18,4 | 17,6 | - | 18,7 |
| Nettoliquidität6) | MEUR | 443,7 | 366,4 | +21,1% | 443,7 | 366,4 | +21,1% | 408,9 |
| Nettoverschuldung7) | MEUR | -279,5 | -204,5 | -36,7% | -279,5 | -204,5 | -36,7% | -242,9 |
| Nettoumlaufvermögen8) | MEUR | -1,6 | 25,3 | -106,3% | -1,6 | 25,3 | -106,3% | 22,7 |
| Capital employed9) | MEUR | 388,1 | 375,6 | +3,3% | 388,1 | 375,6 | +3,3% | 406,8 |
| Verschuldungsgrad10) | % | -49,0 | -39,3 | - | -49,0 | -39,3 | - | -42,1 |
| EBITDA-Marge | % | 5,7 | 7,7 | - | 4,2 | 7,8 | - | 7,7 |
| EBITA-Marge (exkl. Restrukturierungs aufwendungen) |
% | 5,1 | 6,3 | - | 4,7 | 6,6 | - | 6,8 |
| EBITA-Marge (inkl. Restrukturierungs aufwendungen) |
% | 3,6 | 6,3 | - | 1,6 | 6,6 | - | 6,5 |
| EBIT-Marge | % | 3,3 | 6,1 | - | 1,3 | 6,3 | - | 6,1 |
| Konzernergebnis/Umsatz | % | 2,2 | 4,4 | - | 1,0 | 4,5 | - | 4,1 |
| Mitarbeiter (per Ultimo ohne Lehrlinge) | - | 13.397 | 12.949 | +3,5% | 13.397 | 12.949 | +3,5% | 13.707 |
* angepasst
1) Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen
2) Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen für im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierte und vom Firmenwert getrennt an- gesetzte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 4.560 TEUR in H1 2009 (3.111 TEUR in H1 2008; 7.862 in 2008) sowie Wertminderungsverlust Firmenwert in Höhe von 0 in H1 2009 (0 in H1 2008; 6.783 TEUR in 2008)
3) Zugänge zu Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
4) Summe Eigenkapital inkl. Anteile in Fremdbesitz 5) Summe Eigenkapital/Bilanzsumme
6) Flüssige Mittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten
7) Verzinsliches Fremdkapital inklusive Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder abzüglich Flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens
8) Langfristige Forderungen plus Kurzfristige Vermögenswerte (exklusive Wertpapiere des Umlaufvermögens und Flüssige Mittel) abzüglich Sonstige lang- fristige Verbindlichkeiten und Kurzfristige Verbindlichkeiten (exklusive Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen)
9) Nettoumlaufvermögen plus Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
10) Nettoverschuldung/Summe Eigenkapital
Lagebericht
Wirt- schaftliche Rahmen- bedingungen
Im 2. Quartal 2009 setzte sich die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft fort. Die meisten veröffentlichten Wirtschafts-Vorlauf-Indikatoren, welche die Wirtschaftsentwicklung in den kommenden Monaten abbilden, haben sich zwar stabilisiert und haben zum Teil auch nach oben gedreht, befinden sich aber immer noch auf sehr tiefen und rezessiven Niveaus.
Auch in den USA hat sich die Wirtschaftsabschwächung im 2. Quartal 2009 verlangsamt. Der für die amerikanische Wirtschaft wichtige Privatkonsum hat sich – allerdings auf sehr tiefem Niveau – eingependelt; ebenso sind auch am Häusermarkt erste Anzeichen einer Stabilisierung feststellbar. Nach einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 6,1% im 1. Quartal 2009 wird für das 2. Quartal 2009 eine Verringerung um 3% auf Jahresbasis erwartet.
Eine ähnliche Entwicklung war auch in Europa feststellbar, obgleich viele Wirtschaftsindikatoren für die kommenden Monate eine weitere Abschwächung bzw. ein Verharren auf tiefem Niveau signalisieren. Insbesondere die stark exportorientierten Länder, wie beispielsweise Deutschland oder Österreich, leiden unter der globalen Wirtschaftsschwäche. Dies wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt, und damit letztendlich auf den Privatkonsum, aus. Wirtschaftsforscher haben in den vergangenen Wochen ihre Wirtschaftsprognose für Euroland deutlich reduziert und erwarten nun für 2009 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 4 bis 5%.
Auch in Asien hat sich die Wirtschaft weiter abgeschwächt. Die japanische Wirtschaft rutschte in eine Rezession, in China war aufgrund der abnehmenden Exporte und der Abschwächung des Inlandsverbrauchs ebenfalls eine wirtschaftliche Abkühlung festzustellen. Die von der Regierung initiierten Stimulus-Programme zur Belebung der Wirtschaft haben jedoch im Verlauf des 2. Quartals 2009 zu einem Anziehen der Wirtschaftsaktivitäten geführt. Das Bruttoinlandsprodukt ist im 2. Quartal 2009 um 7,9% im Jahresvergleich gewachsen, nach 6,1% im 1. Quartal 2009.
Quelle: OECD
Geschäftsentwicklung
Umsatz
Im 1. Halbjahr 2009 betrug der Umsatz der Andritz-Gruppe 1.574,1 MEUR, ein leichter Rückgang von 4,6% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs (H1 2008: 1.650,0 MEUR). Während der Geschäftsbereich HYDRO einen Umsatzzuwachs verzeichnete, ging der Umsatz in den übrigen Geschäftsbereichen zurück.
Der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE im 2. Quartal 2009 betrug 784,0 MEUR (Q2 2008: 899,1 MEUR).
Umsatz nach Regionen H1 2009 (H1 2008) in %
Anteil Service-Umsatz am Gesamt-Umsatz des Geschäftsbereichs H1 2009 (H1 2008) in %
| H1 2009 | H1 2008 | Q2 2009 | Q2 2008 | |
|---|---|---|---|---|
| ANDRITZ-GRUPPE | 27 | 25 | 28 | 24 |
| HYDRO | 24 | 24 | 25 | 22 |
| PULP & PAPER | 40 | 30 | 40 | 31 |
| METALS | 3 | 3 | 4 | 3 |
| ENVIRONMENT & PROCESS | 28 | 28 | 28 | 26 |
| FEED & BIOFUEL | 57 | 50 | 58 | 51 |
Auftragseingang
Im 1. Halbjahr 2009 betrug der Auftragseingang der Andritz-Gruppe 1.712,7 MEUR und lag damit deutlich unter dem überproportional hohen Vergleichswert des Vorjahrs (H1 2008: 2.128,7 MEUR).
Der Geschäftsbereich HYDRO entwickelte sich unverändert positiv: Er konnte im 1. Halbjahr 2009 einen Auftragseingang von 1.054,5 MEUR erzielen und damit den Vergleichswert des Vorjahrs um 37,1% übertreffen (H1 2008: 769,2 MEUR); alle Divisionen des Geschäftsbereichs verzeichneten eine sehr gute Auftragseingangsentwicklung.
Im Gegensatz zum Geschäftsbereich HYDRO ging der Auftragseingang der anderen Geschäftsbereiche im Jahresvergleich zum Teil deutlich zurück.
Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs PULP & PAPER verringerte sich im Berichtszeitraum deutlich auf 302,8 MEUR (H1 2008: 711,5 MEUR). Während sich das Service-Geschäft relativ solide entwickelte (allerdings auch unter dem Vorjahresvergleichswert lag), war der Auftragseingang im Bereich Neuanlagen sehr niedrig; im Berichtszeitraum wurden keine Aufträge für neue Zellstoff-Fabriken oder größere Umbau- bzw. Modernisierungsprojekte vergeben. Am Ende des 2. Quartals 2009 hat sich die Projektaktivität in China leicht erhöht. Dabei hat ANDRITZ den Auftrag zur Lieferung sämtlicher Prozess-Technologien für eine neue Zellstoff-Anlage gewonnen (Details siehe Geschäftsbereich PULP & PAPER). Das Inkrafttreten dieses Vertrags wird im Verlauf des 3. Quartals 2009 erwartet.
Die Entwicklung des Auftragseingangs des Geschäftsbereichs METALS war von den anhaltend schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen gekennzeichnet. Der Auftragseingang lag mit 145,3 MEUR im 1. Halbjahr 2009 deutlich unter dem hohen Vergleichswert des Vorjahrs (H1 2008: 362,6 MEUR).
Im Geschäftsbereich ENVIRONMENT & PROCESS betrug der Auftragseingang im Berichtszeitraum 153,0 MEUR (H1 2008: 198,9 MEUR). Insbesondere im Bereich industrieller Prozess-Anwendungen war angesichts des schwachen wirtschaftlichen Umfelds ein deutlicher Rückgang in der Nachfrage feststellbar. Ebenso war im Bereich thermische Trocknung die Projektaktivität unverändert niedrig.
Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs FEED & BIOFUEL verringerte sich im 1. Halbjahr 2009 auf 57,1 MEUR (H1 2008: 86,5 MEUR) sehr deutlich. Sowohl bei Futtermittelanlagen als auch Anlagen zur Biomasse-Pelletierung ging die Projektaktivität, v. a. im 2. Quartal, zurück. Insbesondere in Nordamerika war eine schwache Nachfrageentwicklung feststellbar.
Der Auftragseingang der Gruppe im 2. Quartal 2009 betrug 731,3 MEUR (Q2 2008: 933,0 MEUR). Während der Auftragseingang des Geschäftsbereichs HYDRO im Jahresvergleich anstieg, war in den anderen Geschäftsbereichen ein Rückgang des Auftragseingangs zu verzeichnen.
Auftragseingang nach Geschäftsbereichen H1 2009 (H1 2008) in %
Auftragseingang nach Regionen H1 2009 (H1 2008) in %
Auftragsstand
Der Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE per 30. Juni 2009 betrug 4.426,9 MEUR, ein Rückgang um 4,2% im Vergleich zum Stichtag des Vorjahrs (30. Juni 2008: 4.619,5 MEUR).
Auftragsstand nach Geschäftsbereichen per 30. Juni 2009 (30. Juni 2008) in %
Auftragsstand nach Regionen per 30. Juni 2009 (30. Juni 2008) in %
Ergebnis
Das EBITA der ANDRITZ-GRUPPE betrug im 1. Halbjahr 2009 56,5 MEUR und lag damit deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahrs (H1 2008: 104,5 MEUR). Die EBITA-Marge der Gruppe verringerte sich auf 3,6% (H1 2008: 6,3%). Dieser Rückgang ist v. a. auf im 2. Quartal 2009 verbuchte Restrukturierungsaufwendungen in der Höhe von rund 24 MEUR zurückzuführen, die im Wesentlichen konjunkturbedingt notwendige, kapazitive Anpassungen und operative Restrukturierungen in einigen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen der Gruppe, insbesondere im Bereich PULP & PAPER, betreffen. Exklusive dieser Restrukturierungsaufwendungen beträgt das EBITA im 1. Halbjahr 2009 80,8 MEUR, was einer EBITA-Marge von 5,1% entspricht (H1 2008: 6,3%).
Die Restrukturierungsmaßnahmen werden in den kommenden Monaten umgesetzt; die daraus resultierenden Einsparungseffekte werden sich v. a. im Geschäftsjahr 2010 positiv auf das operative Ergebnis niederschlagen.
Aufgrund der Aufwendungen für Restrukturierung lag das EBITA der ANDRITZ-GRUPPE im 2. Quartal 2009 mit 12,8 MEUR sehr deutlich unter dem Wert des 2. Quartals 2008 (59,0 MEUR). Exklusive der Restrukturierungsaufwendungen beträgt das EBITA im 2. Quartal 2009 37,1 MEUR, was einer EBITA-Marge von 4,7% entspricht (Q2 2008: 6,6%).
Das Finanzergebnis im 1. Halbjahr 2009 betrug -2,9 MEUR (H1 2008: -0,9 MEUR).
Das Konzernergebnis der ANDRITZ-GRUPPE nach Abzug von Anteilen in Fremdbesitz betrug im 1. Halbjahr 2009 32,5 MEUR (-53,4% vs. H1 2008: 69,8 MEUR).
Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme per 30. Juni 2009 stieg leicht auf 3.099,7 MEUR an (31. Dezember 2008: 3.086,3 MEUR), die Eigenkapitalquote betrug 18,4% (31. Dezember 2008: 18,7%).
Die liquiden Mittel (Flüssige Mittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens) per 30. Juni 2009 betrugen 845,8 MEUR (31. Dezember 2008: 821,8 MEUR). Die Netto-Liquidität (Liquide Mittel plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten) stieg auf 443,7 MEUR an und lag damit über dem Wert zum Ende des Vorjahrs (31. Dezember 2008: 408,9 MEUR).
| Aktiva | ||||
|---|---|---|---|---|
| 781,8 MEUR |
1.472,1 MEUR |
845,8 MEUR |
||
| Langfristiges Vermögen: 25% Passiva |
Vermögen: 48% | Sonstiges kurzfristiges | Flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens: 27% |
|
| 570,4 MEUR |
423,5 MEUR |
320,1 MEUR |
1.785,7 MEUR |
|
| Summe Eigen kapital inkl. Anteile in Fremdbesitz: 18% |
Finanzverbind lichkeiten: 14% |
Sonstige langfristige Verbind lichkeiten: 10% |
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten: 58% |
Mitarbeiter
Der Mitarbeiterstand der ANDRITZ-GRUPPE per 30. Juni 2009 betrug 13.397, im Vergleich zum Stichtag des Vorjahrs ein Anstieg von 3,5% (30. Juni 2008: 12.949 Mitarbeiter). Im Vergleich zum 31. Dezember 2008 (13.707 Mitarbeiter) ging der Mitarbeiterstand allerdings leicht zurück.
Mitarbeiter nach Regionen per 30. Juni 2009 (30. Juni 2008) in %
Wesentliche Risiken in den restlichen Monaten des Geschäftsjahrs und Risikomanagement
Die Andritz-GRUPPE hat ein konzernweites Kontroll- und Steuerungsmanagement implementiert, dessen Aufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren und – falls erforderlich – rasch Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dieses System ist ein wesentlicher Bestandteil des aktiven Risikomanagements der Gruppe. Es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Überwachungs- und Kontrollsysteme ausreichend wirksam sind.
Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der Andritz-Gruppe in den verbleibenden Monaten des Geschäftsjahrs 2009 beziehen sich v. a. auf die Abhängigkeit der Gruppe von der allgemeinen Konjunkturentwicklung und der Entwicklung der von ihr bedienten Industrien, den Erhalt von Großaufträgen und die Erzielung der entsprechenden Umsatzerlöse aus dem hohen Auftragsstand. Die anhaltende Finanzkrise und die starke wirtschaftliche Verlangsamung in den wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt stellen darüber hinaus für die finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE im Geschäftsjahr 2009 ein ernstes Risiko dar. Die weltweite Wirtschaftsschwäche könnte zu weiteren Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zur Verzögerung oder Einstellung laufender Projekte führen. Die Stornierung bestehender Aufträge könnte den Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen, was sich wiederum negativ auf die Kapazitätsauslastung der Produktionsstätten der Gruppe auswirken könnte.
Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise könnte auch eine vollständige oder teilweise Abschreibung einzelner im Zuge von Akquisitionen entstandener Firmenwerte notwendig machen, wenn die wirtschaftlichen Ziele nicht erreicht werden können. Dies könnte die Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beeinflussen.
Das Zahlungsausfallrisiko von Kunden wird für einen Großteil der Aufträge durch Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie durch Abschluss von Exportversicherungen reduziert. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise oder gänzlich wertberichtigt werden müssen.
Das Risiko für Lieferungen in als politisch durchschnittlich riskant oder sehr riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls in großem Ausmaß versichert. Zins- und Wechselkursrisiken werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten – v. a. Devisentermingeschäfte und Swaps – eingeschränkt und gesteuert. Bei nicht in Euro getätigten Geschäften (hauptsächlich solchen in US-Dollar, Pfund Sterling und Schwedischen Kronen) wird die Nettowährungsposition durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert. Cashflow-Risiken werden über monatliche Cashflow-Berichte überwacht.
Die ANDRITZ-GRUPPE ist hinsichtlich Liquidität sehr gut positioniert und verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven sowie einen gesicherten Zugang zu Liquidität. Die Gruppe vermeidet es, von einer einzigen Bank oder von nur wenigen Banken abhängig zu sein. Zur Sicherstellung der Unabhängigkeit wird bei allen wichtigen Finanz-Produkten (flüssige Mittel, Finanzverbindlichkeiten, Finanzanlagevermögen, Garantien und Derivate) jeweils nur ein bestimmtes Volumen mit einer Bank abgewickelt.
Geld wird ausschließlich in risikoarme Finanzanlagen investiert, wie z. B. in Staatsanleihen, Geldmarktfonds oder Termin- und Taggelder. Die Finanzmarktkrise und deren Auswirkungen haben jedoch zu einer ungünstigen Preisentwicklung bei verschiedenen Wertpapieren, in welche die Gruppe investiert hat (z. B. Geldmarktfonds oder Anleihen), oder zu deren Unhandelbarkeit geführt. Dies könnte sich aufgrund notwendig werdender Abwertungen oder Wertberichtigungen negativ auf das Finanzergebnis oder das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE auswirken. Durch die Krise erhöht sich zudem das Ausfallsrisiko einzelner Emittenten der Wertpapiere bzw. der Kunden.
Detailinformationen über die wesentlichen Risiken der Andritz-Gruppe sind dem ANDRITZ-Geschäftsbericht 2008 zu entnehmen.
Information gemäß § 87 (4) Börsegesetz
Im 1. Halbjahr 2009 wurden keine Großgeschäfte mit nahe stehenden Personen und Unternehmen durchgeführt.
Auswirkungen von Wechselkursänderungen
Wechselkursänderungen werden durch entsprechende Terminkontrakte abgesichert.
Ausblick für die ANDRITZ-GRUPPE
Gemäß den Prognosen führender Wirtschaftsexperten wird sich die Finanz- und Wirtschaftskrise zumindest im 2. Halbjahr 2009, wahrscheinlich auch im 1. Halbjahr 2010, fortsetzen und damit die Entwicklung der Realwirtschaft bis weit in das kommende Jahr negativ beeinträchtigen. Trotz einzelner Anzeichen einer leichten Wirtschaftsbelebung in einzelnen Regionen, kann ein nachhaltiger Wirtschaftsaufschwung aus heutiger Sicht nicht ausgemacht werden.
Aufgrund der anhaltenden Unsicherheit hinsichtlich der Dauer und Intensität der Finanz- und Wirtschaftskrise und welche Auswirkungen sie auf die Realwirtschaft hat, ist eine zuverlässige Prognose über die Auswirkungen auf das Geschäft der ANDRITZ-GRUPPE – v. a. in Bezug auf die Entwicklung des Auftragseingangs in den kommenden Quartalen – sehr schwer möglich. Während in den Geschäftsbereichen PULP & PAPER sowie METALS im Jahresvergleich deutliche Rückgänge beim Auftragseingang zu erwarten sind, sollte der Bereich HYDRO 2009 eine unverändert gute Entwicklung des Auftragseingangs verzeichnen.
Auf Basis dieser wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der erwarteten Entwicklung der Projektaktivität in den einzelnen Geschäftsbereichen erwartet die ANDRITZ-GRUPPE für das Geschäftsjahr 2009 unverändert einen Rückgang des Umsatzes um ca. 15%. Mit dem Umsatzrückgang wird auch eine Verringerung des Konzernergebnisses im Vergleich zu 2008 erwartet, deren Ausmaß u. a. auch durch die im Zusammenhang mit der weltweiten Wirtschaftskrise durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen beeinflusst wird.
Wichtige Ereignisse nach dem 30. Juni 2009
Die internationale Wirtschafts- und Finanzkrise hat sich in der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Veröffentlichung dieses Berichts fortgesetzt. Dieses negative makroökonomische Umfeld könnte sich in der Zukunft auf die Geschäftsentwicklung der Andritz-Gruppe negativ auswirken.
Erklärung gemäß § 87 (1) Börsegesetz
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzern-Zwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahres-Lagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Graz, im August 2009
Der Vorstand der ANDRITZ AG
(Vorstands vorsitzender)
W. Leitner F. Hofmann K. Hornhofer H. Köfler F. Papst
| Gesch äftsbereiche HYDRO PULP & PAPER METALS ENVIRONMENT & PROCESS FEED & BIOFUEL |
10 11 13 15 16 17 |
|---|---|
| Konzern -Ab schlu ss der Andritz -gruppe Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung Konzern-Bilanz Konzern-Cashflow-Statement Cashflows aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften Gesamteinkommensrechnung Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Anhang |
18 19 20 21 21 22 23 24 |
andritz-aktie 26
HYDRO
Markt- entwicklung
Die Projektaktivität für Wasserkraftwerksausrüstungen blieb im 2. Quartal 2009 auf einem unverändert hohen Niveau. Insbesondere in Europa und Nordamerika herrschte anhaltend große Nachfrage nach Modernisierungen bzw. Aufrüstungen bestehender Wasserkraftwerke. Auch in den aufstrebenden Ländern Asiens und Südamerikas war die Projektaktivität im Berichtszeitraum sehr hoch, zahlreiche Projekte für neue Wasserkraftwerke befinden sich in Planung bzw. stehen vor ihrer Vergabe.
Auch in den Bereichen Pumpen (v. a. Kühlwasserpumpen für thermische Kraftwerke sowie Pumpen für Bewässerung und Trinkwasser) sowie Turbogeneratoren war im Berichtszeitraum weltweit eine gute Nachfrage zu verzeichnen.
Wichtige Auftragseingänge
Vom brasilianischen Energieversorger Energia Sustentável do Brasil (ENERSUS) erhielt der Geschäftsbereich den Auftrag zur Lieferung, Montage, Überwachung und Inbetriebnahme der Ausrüstungen für das im Norden Brasiliens gelegene Wasserkraftwerk Jirau. ANDRITZ HYDRO Brasil wird insgesamt acht Rohr-Turbinen (mit je 76,55 MW die leistungsstärksten der Welt), Generatoren und 28 Spannungsregler für die Generatoren liefern.
ANDRITZ HYDRO erhielt von Himachal Pradesh Power Corporation Ltd. (HPPCL) den Auftrag zur Ausrüstung des Wasserkraftwerks Sawra Kuddu. Der Lieferumfang umfasst Design, Lieferung, Montage und Inbetriebsetzung von drei Turbinen-Generatorsätzen mit je 37 MW Leistung inklusive der Transformatoren, der Schaltanlage und der elektrischen Krafthausausrüstung. Dieser Auftrag unterstreicht erneut die ausgezeichnete Marktposition des Geschäftsbereichs auf dem schnell wachsenden Wasserkraftmarkt in Indien, wo ANDRITZ HYDRO seit mehr als 100 Jahren aktiv ist und bisher mehr als 150 Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von rund 11.000 MW ausgerüstet hat.
Das Konsortium der Firmen ANDRITZ HYDRO Brasil, ANDRITZ HYDRO Inepar und IESA Projetos erhielt von der brasilianischen Elektrizitätsgesellschaft Furnas Centrais Elétricas den Auftrag zur Lieferung und Montage der elektromechanischen Ausrüstung für das Wasserkraftwerk Batalha. Der Lieferumfang umfasst zwei Kaplan-Turbinen (Leistung je 26,87 MW), Generatoren, Drehzahlregler, digitale Erregereinrichtungen, hydromechanische und elektromechanische Ausrüstung, Kräne, Montage und Inbetriebnahme. Das Wasserkraftwerk Batalha wird Elektrizität für mehr als 130.000 Personen liefern und damit beitragen, den wachsenden Strombedarf Brasiliens abzudecken.
Für ein chinesisches Wasserversorgungsprojekt konnte im Berichtszeitraum ein Großauftrag für die Lieferung von zwölf doppelflutigen Spiralgehäusepumpen verbucht werden.
Die Energie Steiermark AG, Österreich, hat ANDRITZ HYDRO im Juli 2009 mit der Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von vier Rohrturbinen mit einem Laufraddurchmesser von je 3.600 mm inklusive Drehzahlregler sowie Generatoren und Erregungssysteme für die Wasserkraftwerke Gössendorf und Kalsdorf, die südlich von Graz gebaut werden, beauftragt.
| KENNZAHLEN | Einheit | H1 2009 | H1 2008* | +/- | Q2 2009 | Q2 2008* | +/- | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | MEUR | 1.054,5 | 769,2 | +37,1% | 480,3 | 377,0 | +27,4% | 1.543,4 |
| Auftragsstand (per Ultimo) | MEUR | 2.984,4 | 2.491,9 | +19,8% | 2.984,4 | 2.491,9 | +19,8% | 2.590,1 |
| Umsatz | MEUR | 650,4 | 490,6 | +32,6% | 333 ,8 |
273,0 | +22,3% | 1.205,9 |
| EBITDA | MEUR | 50,8 | 38,0 | +33,7% | 25,0 | 20,5 | +22,0% | 105,7 |
| EBITDA-Marge | % | 7,8 | 7,7 | - | 7,5 | 7,2 | - | 8,8 |
| EBITA | MEUR | 37,1 | 29,4 | +26,2% | 16,6 | 16,2 | +2,5% | 87,9 |
| EBITA-Marge | % | 5,7 | 6,0 | - | 5,0 | 5,6 | - | 7,3 |
| Mitarbeiter (per Ultimo) | - | 5.863 | 5.256 | +11,5% | 5.863 | 5.256 | +11,5% | 5.606 |
Weitere wichtige Auftragseingänge auf einen Blick
| Land | Kunde | Lieferumfang/Projektbeschreibung |
|---|---|---|
| Philippinen | SN Aboitiz Power Magat Inc. |
Erneuerung des gesamten Kraftwerks Ambuklao |
| Türkei | Girisim Elektrik | Lieferung von zwei 10 MW Pelton Vertikal 5-Jets für das Wasserkraftwerk Bilav |
| Chile | Astaldi | Zwei Francis-Turbinen für die Anlage Chacayes |
| Türkei | Akkanat Holding | Zwei 15 MW Pelton Vertikal 6-Jets für das Wasser kraftwerk Gunder |
| Österreich | Verbund Austrian Hydro Power |
Generalüberholung der Maschine 3 der Anlage Hieflau |
| Deutschland | EnBW | Kegelradrohr-Turbine (2 MW) für die Anlage Karlsruhe |
| Mexiko | Power Machines Mexico de Mexico S.A. de C.V. |
Francis-Turbine (2 MW) für das Wasserkraftwerk La Yesca |
| Schweiz | AG Kraftwerk Wägital | Erneuerung von vier Francis-Turbinen für die Anlage Rempen |
| Brasilien | DM Construtora de Obras Lta |
Zwei 70 MW Francis-Turbinen für das Wasserkraft werk São Francisco |
| Norwegen | SKS Produksjon AS | Turbinen-Upgrade in der Anlage Sjonsta |
| Indien | Meghalaya State Electricity Board |
Zwei 20 MW Francis-Turbinen für die Anlage Umtru |
| Deutschland | RWE | Turbinen-Revision im Wasserkraftwerk Waldeck II |
| Schweiz | Mattmark AG | Erneuerung von zwei Francis-Turbinen in der Anlage Zermeiggern |
PULP & PAPER
Der globale Zellstoff-Markt entwickelte sich im 2. Quartal 2009 unverändert schwach, wobei jedoch im Bereich Langfaser Ende Mai/Anfang Juni erste Anzeichen einer leichten Erholung feststellbar waren. Bedingt durch die rückläufigen Zellstoff-Lagerbestände, die auf Kapazitätsreduktionen zahlreicher Zellstoff-Produzenten zurückzuführen sind, eine leicht anziehende Nachfrage aus China sowie die erfolgten Kapazitätsschließungen, insbesondere in Nordamerika, kam es zu einer weltweiten Angebotsverknappung, sodass erste Preiserhöhungen bei NBSK (Northern Bleached Softwood Kraft Pulp – nördlicher Langfasersulfat-Zellstoff) auf rund 600 US-Dollar je Tonne durchgeführt werden konnten. Auch der starke kanadische Dollar, der sich negativ auf die Ertragslage der kanadischen Zellstoff-Produzenten ausgewirkt hatte, wirkte bei diesen Preiserhöhungsforderungen unterstützend.
Der Markt für Kurzfaser-Zellstoff (Birke und Eukalyptus) blieb im 2. Quartal 2009 auf unverändert niedrigem Niveau. Da in Südamerika nur sehr wenige Produktionskapazitäten zurückgefahren und auch teilweise neue Anlagen in Betrieb genommen wurden, gab es weltweit ein unverändertes Zellstoff-Überangebot. Aus diesem Grund waren Preiserhöhungen seitens der Zellstoff-Hersteller nicht durchsetzbar.
Aufgrund dieses schwierigen wirtschaftlichen Umfelds war die Projektaktivität sowohl bei neuen Zellstoff-Anlagen als auch bei Umbauten bestehender Anlagen im 2. Quartal 2009 sehr niedrig. Es wurden keine neuen Zellstoff-Anlagen oder größeren Umbauten bestehender Anlagen vergeben.
Markt- entwicklung
Das Projekt Horizonte von VCP in Brasilien – die größte Faserlinie der Welt – wurde erfolgreich in Betrieb genommen. ANDRITZ PULP & PAPER lieferte die Faserlinie, Zellstoff-Trocknung und Ballenlinie, sowie die Weißlaugenanlage. Die Anlage ist ausgelegt für eine Produktion von 1.250.000 t gebleichter Eukalyptus-Zellstoff pro Jahr.
Der Geschäftsbereich konnte die erste große Verpackungspapierlinie erfolgreich in Betrieb setzen: die an Hebei Yongxin Paper Co. Ltd. in China gelieferte Anlage ist eine Komplettlösung von ANDRITZ – von der Stoffaufbereitung bis zur Papier-Maschine und bis zum Roller, inklusive der kompletten Automatisierungstechnik für die Anlage.
Die erste AWP-Waschpresse, ein von ANDRITZ PULP & PAPER neu entwickeltes Waschsystem, ging im Juni im Stora Enso-Werk Skutskär in Schweden in Betrieb.
In Brasilien wurde eine Hackschnitzellinie mit der größten Kapazität weltweit für Veracel Celulose S/A in Betrieb genommen.
Im 2. Quartal 2009 wurden vom Geschäftsbereich drei Systeme für die Herstellung von Holzfaserplatten in Betrieb gesetzt: im April wurden die ersten Fasern mit einem neuen Druckzerfaserungssystem für ShaanXi Zhong Xing Timber Co. Ltd. in China produziert; im Mai wurde eine komplette Faserstoffaufbereitungsanlage – einschließlich des größten Druckzerfaserungssystems der Welt – für Duratex S.A. in Brasilien in Betrieb genommen; und im Juni setzte OMO Wood, Nigeria, ein neues Druckzerfaserungssystem für MDF in Betrieb.
| KENNZAHLEN | Einheit | H1 2009 | H1 2008* | +/- | Q2 2009 | Q2 2008* | +/- | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | MEUR | 302,8 | 711,5 | -57,4% | 138,1 | 294,2 | -53,1% | 1.033,8 |
| Auftragsstand (per Ultimo) | MEUR | 588,9 | 1.090,8 | -46,0% | 588,9 | 1.090,8 | -46,0% | 752,8 |
| Umsatz | MEUR | 465,8 | 670,1 | -30,5% | 232 ,1 |
351,0 | -33,9% | 1.326,6 |
| EBITDA | MEUR | 14,4 | 48,7 | -70,4% | 1,1 | 25,3 | -95,7% | 84,5 |
| EBITDA-Marge | % | 3,1 | 7,3 | - | 0,5 | 7,2 | - | 6,4 |
| EBITA | MEUR | 0,2 | 39,9 | -99,5% | -8,3 | 20,9 | -139,7% | 66,3 |
| EBITA-Marge | % | 0,0 | 6,0 | - | -3,6 | 5,9 | - | 5,0 |
| Mitarbeiter (per Ultimo) | - | 4.533 | 4.750 | -4,6% | 4.533 | 4.750 | -4,6% | 5.102 |
Das Geschäftsbereich führt aktuell neue Service-Produkte ein: neue Refiner-Mahlplatten (Serie LemaxX Spiral™ 200) werden am nordamerikanischen Markt eingeführt; die erste industrielle Anwendung von "Pulse Express" Entstipper-Platten wurde in einem Werk in Österreich installiert; und ein neuer Ro-Tec DolphinTM-Rotor für Sortierer wurde am Markt eingeführt – der Rotor soll den Energieverbrauch um mindestens 25% reduzieren.
Wichtige Auftragseingänge
Von Fortum Termest in Pärnu, Estland, erhielt der Geschäftsbereich den Auftrag zur Lieferung eines Beschickungssystems für einen Biomassekessel sowie zur Lieferung einer Aschetransportanlage. Diese Lieferung ergänzt den Auftrag desselben Kunden für einen Biomasse-Verbrennungskessel einer Kraft-Wärme-Koppelungsanlage.
An Fujian Yongan Forestry (Group) Joint Stock Co. Ltd. in Fujian, China, liefert ANDRITZ PULP & PAPER ein MDF-Druckzerfaserungssystem (Kapazität: 720 t/d); die Inbetriebnahme ist für 2010 vorgesehen.
Zhejiang JingXing in Pinhu, China, orderte eine neue Altpapier-Aufbereitungsanlage für gemischten Büropapier-Abfall mit einer Leistung von 250 t/d. Der Lieferumfang beinhaltet Stoffaufbereitung, Konstantteil, Eindickung und Refineranlage. Die Inbetriebnahme ist für April 2010 geplant.
Ein Holzstoff-Produktionssystem (RT-RTS™ TMP-Technologie) wurde von Fujian Nanping Paper Co., Ltd., Provinz Fujian, China, bestellt. Die neue Anlage, bei der als Rohmaterial Kiefernholz verwendet wird, wird täglich 450–500 t Zeitungs-, Druck- und Leicht-Papier erzeugen. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2010 vorgesehen.
Cartulinas CMPC S.A., Chile, orderte vom Geschäftsbereich ein Service-Paket für die Wartung und technische Betreuung seiner Produktionsanlagen, um Standzeiten und Reparaturstunden der Maschinen – bei gleichzeitiger Erhöhung der Lauffähigkeit – zu verringern. Der Auftrag beinhaltet zusätzlich ein Ersatzteilpaket für verschiedene Ausrüstungen im Werk.
Im Juli 2009 erhielt ANDRITZ PULP & PAPER von Zhanjiang Chenming Pulp & Paper Co., Ltd., einem Tochterunternehmen von Shandong Chenming Paper, den Auftrag zur Lieferung sämtlicher Prozess-Technologien für eine neue Anlage zur Herstellung von gebleichtem Kraftzellstoff aus Hartholz (Kapazität der Anlage: 700.000 t/a) sowie zur Lieferung der kompletten Stoffaufbereitung und des Konstantteils für eine Feinpapier-Maschine dieser Fabrik. Die Inbetriebnahme des Zellstoff-Werks ist für Mitte 2011 geplant.
An Shouguang Meilun Paper Co., Ltd., ein weiteres Unternehmen der Chenming-Gruppe in China, wird der Geschäftsbereich für ein Werk in der Provinz Shandong eine PrimeLine Tissue-Maschine, ausgelegt für eine maximale Geschwindigkeit von 2.000 m/min, einschließlich Stoffaufbereitung, Konstantteil und Automatisierungssystem liefern. Die Inbetriebnahme der Tissue-Maschine ist für Ende 2010 geplant.
| Land | Kunde | Lieferumfang/Projektbeschreibung |
|---|---|---|
| Indonesien | Pelita Cengkaeng | Lieferung einer OCC-Linie für 1.150 t/d inklusive Fraktionierung |
| Japan | National Printing Bureau | Refinersystem |
| Saudi-Arabien | Obeikan Paper | Stoffaufbereitungskomponenten |
| China | Fujian Nanping Paper | Zwei CenterScrew™ Hackschnitzel-Austragsschnecken für den Holzplatz |
| Diverse | Norske Skog | Erneuerung des Liefervertrags für HC-Refiner-Mahl platten |
| USA | Clearwater Paper Corporation |
Umbau des M&D-Kochers |
| Russland | JTI Yelets | Umbau der Pressenpartie |
Weitere wichtige Auftragseingänge auf einen Blick
metals
Markt- entwicklung
Der Markt für Kohlenstoffstahl-Anlagen entwickelte sich im 2. Quartal 2009 sehr schwach. Die in Folge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise weltweit stark gesunkene Nachfrage nach Stahlprodukten führte zu deutlichen Produktionsrückgängen und Kapazitätsstilllegungen bei praktisch allen Stahlproduzenten. Viele dieser Stahlunternehmen haben dementsprechend ihre Investitionspläne deutlich gekürzt bzw. auf Eis gelegt. Gemäß Informationen und Schätzungen der World Steel Association ist die globale Rohstahl-Produktion im 1. Halbjahr 2009 um mehr als 20% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken.
Eine ähnliche Entwicklung war auch auf dem Edelstahlmarkt zu verzeichnen. Die stark gesunkene Nachfrage der Automobil- und Haushaltsgeräte-Industrie führte weltweit zu teilweise stark rückläufigen Kapazitätsauslastungen bei Edelstahlproduzenten. Viele Projekte für Neuinvestitionen bzw. Modernisierungen wurden verschoben.
Wichtige Ereignisse
An Gutbrod, ein Tochterunternehmen der voestalpine in Deutschland, wurde die größte je von ANDRITZ METALS entwickelte Exzenter-Presse mit einer Presskraft von 26.000 kN erfolgreich übergeben. Eine ebenfalls neu entwickelte Exzenter-Presse (Presskraft 10.000 kN) wurde an Tower Automotiv, Polen, übergeben.
Im Berichtszeitraum wurden mehrere Salzsäure-Regenerationsanlagen erfolgreich übergeben, darunter an Baoshan Iron & Steel, China (aufgrund der guten Kundenbeziehungen ist dies bereits die fünfte Salzsäure-Regenerationsanlage, die der Geschäftsbereich METALS an Baoshan Iron & Steel geliefert hat), an Al Ghurair Iron & Steel, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, sowie an Dharampal Premchand Ltd., Indien.
ANDRITZ Maerz konnte im 2. Quartal 2009 u. a. drei Aufträge für Kunden in Deutschland erfolgreich abschließen: Neubau eines Rollenherdofens für Bleche für die Dillinger Hütte, Lieferung einer Doppelkammerofenanlage an die Schmiedewerke Gröditz sowie Lieferung von zwei Herdwagenöfen mit Umwälzung für die Maschinenfabrik Alfing Kesser GmbH.
Wichtige Auftragseingänge
ANDRITZ METALS erhielt von Baoshan Iron & Steel (Baosteel), China, den Auftrag zum Umbau der bestehenden Querteilanlage für Dickband einschließlich des kompletten elektronischen Antriebs- und Steuerungssystems.
An Hebei Shougang Qian'an Steel Co., China, wird der Geschäftsbereich eine Regenerationsanlage für Salzsäure inklusive einer Abbeize-Reinigung sowie drei Vorsedimentationsanlagen liefern.
Weitere wichtige Auftragseingänge auf einen Blick
| Land | Kunde | Lieferumfang/Projektbeschreibung |
|---|---|---|
| China | Baoshan Iron & Steel (Baosteel) |
Folgeauftrag zur Lieferung einer Neolyt-Beizsektion für das Baosteel-Werk Shanghai No. 1 |
| Korea | POSCO Electrical Steel Works Pohang Iron and Steel Co., Ltd. |
Lieferung einer Walzenschleifmaschine |
| KENNZAHLEN | Einheit | H1 2009 | H1 2008* | +/- | Q2 2009 | Q2 2008* | +/- | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | MEUR | 145,3 | 362,6 | -59,9% | 21,7 | 118,1 | -81,6% | 611,5 |
| Auftragsstand (per Ultimo) | MEUR | 651,0 | 781,9 | -16,7% | 651,0 | 781,9 | -16,7% | 736,2 |
| Umsatz | MEUR | 243,6 | 267,8 | -9,0% | 108,6 | 154,6 | -29,8% | 566,2 |
| EBITDA | MEUR | 10,9 | 22,0 | -50,5% | 2,3 | 14,1 | -83,7% | 42,6 |
| EBITDA-Marge | % | 4,5 | 8,2 | - | 2,1 | 9,0 | - | 7,5 |
| EBITA | MEUR | 9,4 | 20,5 | -54,1% | 1,5 | 13,3 | -88,7% | 40,1 |
| EBITA-Marge | % | 3,9 | 7,7 | - | 1,4 | 8,5 | - | 7,1 |
| Mitarbeiter (per Ultimo) | - | 1.012 | 970 | +4,3% | 1.012 | 970 | +4,3% | 996 |
ENVIRONMENT & PROCESS
Markt- entwicklung
Die Marktentwicklung für Schlammentwässerungsanlagen verlief im zweiten Quartal 2009 in den meisten Regionen der Welt weiterhin auf einem zufriedenstellenden Niveau. Insbesondere in China entwickelte sich im Berichtszeitraum die Investitionstätigkeit sehr solide.
Bei industriellen Prozess-Anwendungen kam es zu einer deutlichen Verlangsamung der Projektaktivität, v. a. in der petrochemischen Indsutrie sowie in der Mineralien- und Bergbau-Industrie.
Im Bereich Schlammtrocknungsanlagen war die Investitionstätigkeit im 2. Quartal 2009 weiterhin sehr niedrig. Sowohl in der Privatwirtschaft als auch im öffentlichen Bereich wurden die meisten Investitionsentscheidungen und Projekte verschoben bzw. zwischenzeitig gestoppt. Allerdings wurde in China und Korea steigende Investitionstätigkeit für Schlammtrocknungsanlagen aufgrund der dort gestarteten Programme zur Belebung der Wirtschaft verzeichnet. Relativ stabil verlief die Nachfrageentwicklung bei Trocknungsanlagen für Biomasse (Sägespäne/Hackschnitzel) in Westeuropa und Skandinavien.
Wichtiges Ereignis
Im vom "China Water Web" erstellten Kundenzufriedenheitsbericht, der 100 Wasser- und Abwasseraufbereitungsanlagen umfasst, erreichte ANDRITZ den 1. Platz für Schlammentwässerungsanlagen in fünf von sieben Kategorien. Damit wird die führende Position von ANDRITZ ENVIRONMENT & PROCESS in diesem Markt bestätigt.
Von PCS Rocanville, Kanada, erhielt der Geschäftsbereich den Auftrag zur Lieferung von elf Zentrifugen für Pott-Asche.
Polymetal, Russland, bestellte eine weitere Filterpressenanlage für Goldwäsche – die dritte Linie dieser Art, die ANDRITZ ENVIRONMENT & PROCESS an diesen Kunden liefern wird.
Weitere wichtige Auftragseingänge auf einen Blick
| Land | Kunde | Lieferumfang/Projektbeschreibung |
|---|---|---|
| China | Chengdu Water |
Lieferung von drei Großfilterpressen-Anlagen für die Schlamm entwässerung |
| USA | DE-CAL Inc. | Zentrifugen für die Entwässerung von Schlamm |
| China | Taggart | Zwei hyperbare Filter für die Feinkohle-Entwässerung |
| China | China Petroleum |
Drei Zentrifugen für die Entwässerung von HDPE (High Density Polyethylene) |
| Singapur | De Smet | Neun Membran-Filterpressen für Anlagen in Malaysien und China |
| Einheit | H1 2009 | H1 2008* | +/- | Q2 2009 | Q2 2008* | +/- | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| MEUR | 153,0 | 198,9 | -23,1% | 68,7 | 99,9 | -31,2% | 361,2 |
| MEUR | 161,0 | 204,9 | -21,4% | 161,0 | 204,9 | -21,4% | 151,8 |
| MEUR | 151,8 | 150,5 | +0,9% | 81,0 | 84,2 | -3,8% | 366,6 |
| MEUR | 10,3 | 10,9 | -5,5% | 4,9 | 6,9 | -29,0% | 32,1 |
| % | 6,8 | 7,2 | - | 6,0 | 8,2 | - | 8,8 |
| MEUR | 7,9 | 8,4 | -6,0% | 3,7 | 5,6 | -33,9% | 27,3 |
| % | 5,2 | 5,6 | - | 4,6 | 6,7 | - | 7,4 |
| - | 1.424 | 1.413 | +0,8% | 1.424 | 1.413 | +0,8% | 1.437 |
FEED & BIOFUEL
Markt- entwicklung
Während des 2. Quartals 2009 wurde die Projektaktivität im Bereich Tierfutter weiterhin von der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise beeinflusst. Infolge der geringen Nachfrage seitens der Endverbraucher sowie der mangelnden Finanzierung wurden viele Projekte auf Eis gelegt oder Projektentscheidungen verschoben. Im Bereich Spezialfutter – v. a. bei Fischfutter, aber auch bei Heimtierfutter – war nur geringe Projektaktivität zu verzeichnen. In manchen Regionen wurde eine leichte Erholung der Projektaktivität festgestellt.
Auf dem Markt für Biomasse-/Holz-Pelletierung entwickelte sich die Projektaktivität insbesondere in Nordeuropa, jedoch auch in Osteuropa und Südamerika, zufriedenstellend. Ebenso wie im Bereich Tierfutter-Anlagen wurden jedoch viele, zum Teil größere Projekte aufgrund fehlender Finanzierungsmöglichkeiten kurzfristig gestoppt oder verschoben.
Wichtiges Ereignis
Zusammen mit dem Geschäftsbereich ENVIRONMENT & PROCESS (verantwortlich für die Lieferung eines Biomasse-Bandtrockners) liefert ANDRITZ FEED & BIOFUEL Maschinen für eine Holzpelletier-Anlage mit einer Jahresproduktion von 160.000 t an Stora Enso, Schweden. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2009 vorgesehen.
Wichtige Auftragseingänge
Das Geschäftsbereich erhielt im Berichtszeitraum mehrere Aufträge für die Lieferung von Prozesslinien für Tierfutter-Anlagen, insbesondere aus Südamerika und Asien, sowie für Holzpelletierung, ebenfalls vorwiegend aus Südamerika und Asien.
An Lifland, Island, wird ANDRITZ FEED & BIOFUEL eine komplette Prozesslinie zur Herstellung von Tierfutter liefern; die Inbetriebnahme ist für 2010 geplant. Mit dieser neuen Anlage (Kapazität: ca. 50.000 t/a) wird Lifland rd. 60% der gesamten Tierfutter-Produktion Islands abdecken.
| KENNZAHLEN | Einheit | H1 2009 | H1 2008* | +/- | Q2 2009 | Q2 2008* | +/- | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | MEUR | 57,1 | 86,5 | -34,0% | 22,5 | 43,8 | -48,6% | 155,4 |
| Auftragsstand (per Ultimo) | MEUR | 41,6 | 50,0 | -16,8% | 41,6 | 50,0 | -16,8% | 46,5 |
| Umsatz | MEUR | 62,5 | 71,0 | -12,0% | 28,5 | 36,3 | -21,5% | 144,5 |
| EBITDA | MEUR | 2,8 | 7,0 | -60,0% | -0,3 | 3,2 | -109,4% | 13,3 |
| EBITDA-Marge | % | 4,5 | 9,9 | - | -1,1 | 8,5 | - | 9,2 |
| EBITA | MEUR | 1,9 | 6,3 | -69,8% | -0,7 | 3,0 | -123,3% | 11,6 |
| EBITA-Marge | % | 3,0 | 8,9 | - | -2,5 | 8,0 | - | 8,0 |
| Mitarbeiter (per Ultimo) | - | 567 | 560 | +1,3% | 567 | 560 | +1,3% | 566 |
Konzern-Abschluss der Andritz-gruppe 18
| Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung |
19 |
|---|---|
| Konzern-Bilanz | 20 |
| Konzern-Cashflow-Statement | 21 |
| Cashflows aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften |
21 |
| Gesamteinkommensrechnung | 22 |
| Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals |
23 |
| Anhang | 24 |
andritz-aktie 26
konzern-gewinnund -verlustrechnung Für H1 2009 (verkürzt, ungeprüft)
| (in TEUR) | H1 2009 | H1 2008* | Q2 2009 | Q2 2008* |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.574.088 | 1.650.042 | 784.038 | 899.160 |
| Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 36.497 | 61.588 | 4.196 | 35.989 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 251 | 170 | 136 | 110 |
| 1.610.836 | 1.711.800 | 788.370 | 935.259 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 28.056 | 26.695 | 13.457 | 16.290 |
| Materialaufwand | (924.462) | (1.019.951) | (437.084) | (567.963) |
| Personalaufwand | (400.162) | (362.797) | (207.295) | (186.566) |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (225.111) | (229.134) | (124.513) | (127.038) |
| Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen | ||||
| (EBITD A) |
89.157 | 126.613 | 32.935 | 69.982 |
| Abschreibungen und Wertminderungsverlust immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
(37.201) | (25.170) | (22.569) | (12.578) |
| Wertminderungsverlust Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 51.956 | 101.443 | 10.366 | 57.404 |
| Erträge/Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen | 631 | 525 | 205 | 225 |
| Zinsergebnis | 867 | (1.790) | 467 | (858) |
| Sonstiges Finanzergebnis | (4.364) | 276 | 654 | 162 |
| Finanzergebnis | (2.866) | (989) | 1.326 | (471) |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 49.090 | 100.454 | 11.692 | 56.933 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | (14.549) | (28.439) | (3.413) | (16.150) |
| KONZ ERNERGEBNIS |
34.541 | 72.015 | 8.279 | 40.783 |
| Davon entfallen auf: | ||||
| Die Gesellschafter der Muttergesellschaft | 32.541 | 69.805 | 6.852 | 39.587 |
| Anteile in Fremdbesitz | 2.000 | 2.210 | 1.427 | 1.196 |
| Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen Stückaktien | 51.208.069 | 51.142.761 | 51.213.576 | 51.178.450 |
| Gewinn je nennwertloser Stückaktie (in EUR) | 0,64 | 1,36 | 0,13 | 0,77 |
| Potenzielle Verwässerung durch Aktienoptionen | 0 | 123.816 | 0 | 166.147 |
| Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen Stückaktien und Optionen |
51.208.069 | 51.266.577 | 51.213.576 | 51.344.597 |
| Verwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in EUR) | 0,64 | 1,36 | 0,13 | 0,77 |
| * angepasst |
konzern-Bilanz Zum 30. Juni 2009 (verkürzt, ungeprüft)
| (in TEUR) | 30. 06. 2009 | 31. 12. 2008 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 50.274 | 56.391 |
| Firmenwerte | 227.316 | 226.999 |
| Sachanlagen | 339.403 | 327.734 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 9.640 | 9.300 |
| Sonstige Finanzanlagen | 31.548 | 35.461 |
| Langfristige Forderungen und sonstige langfristige Vermögenswerte | 41.934 | 32.608 |
| Aktive latente Steuern | 81.696 | 76.246 |
| Langfristige Vermögenswerte | 781.811 | 764.739 |
| Vorräte | 393.407 | 360.051 |
| Geleistete Anzahlungen | 89.412 | 97.984 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 406.981 | 424.947 |
| Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für Projekte, soweit sie dafür erhaltene An- und Teilzahlungen übersteigen |
408.402 | 445.548 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 159.504 | 160.186 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 14.324 | 11.084 |
| Wertpapiere des Umlaufvermögens | 306.660 | 263.314 |
| Flüssige Mittel | 539.174 | 558.448 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.317.864 | 2.321.562 |
| SUMME AKTIVA | 3.099.675 | 3.086.301 |
| PASSIVA | ||
| Grundkapital | 104.000 | 104.000 |
| Kapitalrücklagen | 36.476 | 36.476 |
| Gewinnrücklagen | 393.147 | 402.029 |
| Auf Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallendes Eigenkapital | 533.623 | 542.505 |
| Anteile in Fremdbesitz | 36.757 | 34.877 |
| Summe Eigenkapital | 570.380 | 577.382 |
| Anleihen – langfristig | 371.399 | 369.023 |
| Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten – langfristig | 18.903 | 25.163 |
| Rückstellungen – langfristig | 209.578 | 217.147 |
| Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing – langfristig | 842 | 858 |
| Sonstige Verbindlichkeiten – langfristig | 23.737 | 16.989 |
| Verbindlichkeiten aus latenten Steuern | 86.784 | 89.992 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 711.243 | 719.172 |
| Anleihen – kurzfristig | 0 | 0 |
| Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten – kurzfristig | 31.993 | 36.334 |
| Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing – kurzfristig | 406 | 523 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 234.568 | 306.295 |
| Erhaltene An- und Teilzahlungen für Projekte, soweit sie die dafür realisierte Umsatzerlöse übersteigen |
704.330 | 621.177 |
| Erhaltene Anzahlungen | 47.154 | 57.629 |
| Rückstellungen – kurzfristig | 293.835 | 260.125 |
| Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern | 29.776 | 34.614 |
| Sonstige Verbindlichkeiten – kurzfristig | 475.990 | 473.050 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.818.052 | 1.789.747 |
| SUMME PASSIVA | 3.099.675 | 3.086.301 |
Konzern-Cashflow- Statement Für H1 2009 (verkürzt, ungeprüft)
| (in TEUR) | H1 2009 | H1 2008 |
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 117.572 | 126.209 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | (67.374) | 43.946 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | (69.472) | 7.044 |
| Veränderung des Finanzmittelbestands | (19.274) | 177.199 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 558.448 | 496.926 |
| Finanzmittelbes tand am Ende der Perio de |
539.174 | 674.125 |
Cashflows aus dem erwerb von tochter- gesellschaften Für H1 2009 (verkürzt, ungeprüft)
| (in TEUR) | HYDRO | Gesamt H1 2009 |
Gesamt H1 2008 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 11.649 |
| Sachanlagen | 0 | 0 | 27.707 |
| Vorräte | 0 | 0 | 44.533 |
| Forderungen | 0 | 0 | 85.072 |
| Verbindlichkeiten | 0 | 0 | (227.293) |
| Nicht verzinsliches Nettovermögen | 0 | 0 | (58.332) |
| Finanzanlagen | 0 | 0 | 1.764 |
| Flüssige Mittel | 0 | 0 | 38.043 |
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 | (7.638) |
| Firmenwerte | 0 | 0 | 9.314 |
| Kaufpreis für bisher unter Anwendung der Equity-Methode bilanzierte Investitionen |
0 | 0 | (64) |
| Veränderung der Anteile im Fremdbesitz | 0 | 0 | (17.917) |
| Veränderung des auf Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallenden Eigenkapitals |
0 | 0 | 245 |
| Kaufpreis gesamt | 0 | 0 | (34.585) |
| In bar entrichteter Kaufpreis | 0 | 0 | 34.585 |
| Veränderung von Forderungen/Verbindlichkeiten aus nicht bezahltem Kaufpreis |
6.504 | 6.504 | 0 |
| Erworbene Flüssige Mittel | 0 | 0 | 38.043 |
| Ne tto-Cashflow |
6.504 | 6.504 | 72.628 |
Gesamteinkommens-Rechnung Für H1 2009 (verkürzt, ungeprüft)
| H1 2008 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | Gesamt | davon entfallen auf Gesell schafter der Mutter gesell schaft |
H1 2009 davon entfallen auf Anteile in Fremd besitz |
Gesamt | davon entfallen auf Gesell schafter der Mutterge sellschaft |
davon entfallen auf Anteile in Fremd besitz |
|
| Differenzen aus der Währungsumrechnung | 11.304 | 8.650 | 2.654 | (8.976) | (9.023) | 47 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne/ (Verluste) |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Veränderung der IAS 39-Rücklage | 3.543 | 3.510 | 33 | (1.820) | (1.816) | (4) | |
| Direkt im Eigenkapital berücksichtigtes Ergebnis nach Ertragsteuern |
14.847 | 12.160 | 2.687 | (10.796) | (10.839) | 43 | |
| Konzernergebnis | 34.541 | 32.541 | 2.000 | 72.015 | 69.805 | 2.210 | |
| Gesam tergeb nis der Perio de |
49.388 | 44.701 | 4.687 | 61.219 | 58.966 | 2.253 |
Für Q2 2009 (verkürzt, ungeprüft)
| Q2 2009 | Q2 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | Gesamt | davon entfallen auf Gesell schafter der Mutter gesell schaft |
davon entfallen auf Anteile in Fremd besitz |
Gesamt | davon entfallen auf Gesell schafter der Mutterge sellschaft |
davon entfallen auf Anteile in Fremd besitz |
| Differenzen aus der Währungsumrechnung | 3.008 | 1.280 | 1.728 | 4.499 | 4.332 | 167 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/ (Verluste) |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Veränderung der IAS 39-Rücklage | 1.616 | 1.567 | 49 | 627 | 625 | 2 |
| Direkt im Eigenkapital berücksichtigtes Ergebnis nach Ertragsteuern |
4.624 | 2.847 | 1.777 | 5.126 | 4.957 | 169 |
| Konzernergebnis | 8.279 | 6.852 | 1.427 | 40.783 | 39.587 | 1.196 |
| Gesam tergeb nis der Perio de |
12.903 | 9.699 | 3.204 | 45.909 | 44.544 | 1.365 |
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Für H1 2009 (verkürzt, ungeprüft)
| Davon entfallen auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft | Anteile in Fremd besitz |
Summe Eigen kapital |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | Grund kapital |
Kapital rück lagen |
Sonstige Gewinn rück lagen |
IAS 39 Rück lage |
Versiche rungsma thema tische Gewinne/ (Verluste) |
Unter schieds beträge aus Wäh rungsum rechnung Gesamt |
|||
| Stand zum 1. Jänner 2008* | 104.000 | 36.476 | 368.447 | 644 | (7.734) | (34.424) | 467.409 | 14.166 | 481.575 |
| Gesamtergebnis der Periode | 69.805 | (1.816) | 0 | (9.023) | 58.966 | 2.253 | 61.219 | ||
| Dividenden | (51.087) | (51.087) | (1.498) | (52.585) | |||||
| Änderungen aus Akquisitionen | (245) | (245) | 18.337 | 18.092 | |||||
| Veränderung eigene Aktien | 9.419 | 9.419 | 9.419 | ||||||
| Sonstige Veränderungen | 2.108 | 2.108 | 2.108 | ||||||
| STAND ZUM 30. JUNI 2008 |
104.000 | 36.476 | 398.447 | (1.172) | (7.734) | (43.447) | 486.570 | 33.258 | 519.828 |
| Stand zum 1. Jänner 2009 | 104.000 | 36.476 | 465.479 | (4.837) | (13.890) | (44.723) | 542.505 | 34.877 | 577.382 |
| Gesamtergebnis der Periode | 32.541 | 3.510 | 0 | 8.650 | 44.701 | 4.687 | 49.388 | ||
| Dividenden | (56.321) | (56.321) | (2.807) | (59.128) | |||||
| Änderungen aus Akquisitionen | 0 | 0 | |||||||
| Veränderung eigene Aktien | 389 | 389 | 389 | ||||||
| Sonstige Veränderungen | 2.349 | 2.349 | 2.349 | ||||||
| STAND ZUM 30. JUNI 2009 |
104.000 | 36.476 | 444.437 | (1.327) | (13.890) | (36.073) | 533.623 | 36.757 | 570.380 |
Anhang Erläuterungen zum Konzern-Zwischenabschluss per 30. Juni 2009
Allgemeines
Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2009 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Berücksichtigung der Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31. Dezember 2008 wurden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen wird auf den Konzern-Abschluss zum 31. Dezember 2008 verwiesen, der die Basis für den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss darstellt.
Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.
Der Zwischenabschluss per 30. Juni 2009 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Anwendung von neuen Standards
Der Standard IAS 23 (revidiert) "Fremdkapitalkosten" wurde von der Europäischen Union im Dezember 2008 übernommen, wonach Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierenden Vermögenswerts zugeordnet werden können, Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts sind und aktiviert werden müssen. ANDRITZ wendet den neuen Standard mit dem am 1. Jänner 2009 beginnenden Geschäftsjahr an. Fertigungsaufträge werden im Wesentlichen durch erhaltene An- und Teilzahlungen von Kunden finanziert. Die Bankverbindlichkeiten und Anleihen der ANDRITZ-GRUPPE werden zur Finanzierung von Liquiditätsreserven aufgenommen. Damit hat die Änderung des Standards bislang keine Auswirkung auf den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE.
ANDRITZ wendet den Standard IFRS 8 "Operative Segmente" mit dem am 1. Jänner 2009 beginnenden Geschäftsjahr an. Der neue Standard hat keine Auswirkung auf die Segment-Berichtsstruktur.
Veränderung des Konsolidierungskreises
Die folgenden Unternehmen waren im Vergleichszeitraum 1. Jänner–30. Juni 2008 nicht oder nur teilweise im Konzern-Abschluss der Andritz-Gruppe enthalten:
- Maerz Industrieofenanlagen GmbH: Wärmebehandlungsanlagen und Schmelzöfen;
- einzelne Vermögenswerte von GE (General Electric Company) Energy: Wasserkraft-Technologie;
- GEHI (Mehrheitsbeteiligung am Joint Venture General Electric Hydro Inepar): Wasserkraft-Technologie;
- Kufferath: Service-Unternehmen für die Zellstoff- und Papier-Industrie.
Die erstmalige Einbeziehung der in 2008 erworbenen Unternehmen/Geschäftsfelder erfolgte auf Basis vorläufiger Werte.
Saisonalität des Geschäftsverlaufs
Der Geschäftsverlauf der ANDRITZ-GRUPPE ist im Allgemeinen durch keine Saisonalität gekennzeichnet.
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung
Im 1. Halbjahr 2009 betrug der Umsatz der Andritz-Gruppe 1.574,1 MEUR, ein Rückgang von 4,6% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs (H1 2008: 1.650,0 MEUR). Der Betriebserfolg (EBIT) der Gruppe betrug 52,0 MEUR und lag damit deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahrs (H1 2008: 101,4 MEUR). Dieser Rückgang ist v. a. auf im 2. Quartal 2009 verbuchte Restrukturierungsaufwendungen in der Höhe von rund 24 MEUR zurückzuführen, die im Wesentlichen konjunkturbedingt notwendige, kapazitive Anpassungen und operative Restrukturierungen in einigen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen der Gruppe, insbesondere im Bereich PULP & PAPER, betreffen.
Der Gruppen-Umsatz im 2. Quartal 2009 betrug 784,0 MEUR (Q2 2008: 899,1 MEUR). Der Betriebserfolg (EBIT) der Gruppe betrug im 2. Quartal 2009 10,4 MEUR (Q2 2008: 57,4 MEUR).
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
Die Bilanzsumme der ANDRITZ GRUPPE per 30. Juni 2009 betrug 3.099,7 MEUR und war damit um 13,4 MEUR höher als zum 31. Dezember 2008 (3.086,3 MEUR). Das Nettoumlaufvermögen per 30. Juni 2009 betrug -1,6 MEUR (31. Dezember 2008: 22,7 MEUR).
Im laufenden Geschäftsjahr wurden von der ANDRITZ AG für das Geschäftsjahr 2008 56,3 MEUR an Dividenden ausgeschüttet. Im 1. Halbjahr 2009 wurden keine Aktien zurückgekauft.
Erläuterungen zum Konzern-Cashflow-Statement
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erreichte im 1. Halbjahr 2009 117,6 MEUR (H1 2008: 126,2 MEUR). Dieser trotz der deutlichen Ergebnisverringerung geringe Rückgang gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahrs resultiert aus Veränderungen im Nettoumlaufvermögen und erklärt sich auch aus dem Umstand, dass die Restrukturierungsaufwendungen zum Großteil noch nicht zahlungswirksam sind.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit im 1. Halbjahr 2009 betrug -67,4 MEUR (H1 2008: 43,9 MEUR) und resultierte aus Investitionen in Sach- und immaterielles Anlagevermögen von -40,2 MEUR sowie aus Wertpapierkäufen und Veränderungen von Forderungen/Verbindlichkeiten aus nicht bezahltem Kaufpreis im Zusammenhang mit Akquisitionen.
ANDRITZ-Aktie
Relative Kursperformance der ANDRITZ-Aktie im Vergleich zum ATX (1. Juli 2008–30. Juni 2009)
Kursentwicklung
Der Kurs der Andritz-Aktie entwickelte sich im 1. Halbjahr 2009 sehr zufriedenstellend und stieg um 55,7% an. Damit wurde der ATX, der führende Aktien-Index der Wiener Börse, der im selben Zeitraum um 15,8% anstieg, erneut outperformt.
Der höchste Schlusskurs der Andritz-Aktie wurde im Berichtszeitraum mit 30,71 Euro verzeichnet (4. Juni 2009), der niedrigste Schlusskurs betrug 17,50 Euro (9. März 2009).
Handelsvolumen*
Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen betrug im 1. Halbjahr 2009 341.625 Aktien (H1 2008: 458.047 Aktien). Der höchste Umsatz wurde am 27. Februar 2009 (931.640 Aktien), der niedrigste am 16. März 2009 (78.622 Aktien) erzielt.
* Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht.
Investor Relations
Im Rahmen des Wiener Börse-Preises 2009 wurde ANDRITZ erneut für seine umfassenden Investor-Relations-Aktivitäten ausgezeichnet: ANDRITZ erreichte in der Hauptkategorie "ATX-Preis", der jene Unternehmen des Leitindex der Wiener Börse auszeichnet, die am österreichischen Kapitalmarkt hervorragende Arbeit hinsichtlich Transparenz und Informationspolitik leisten, den 2. Platz. Bereits im Vorjahr hatte ANDRITZ in dieser Kategorie den 1. Platz belegt.
Bei der Beurteilung des "ATX-Preises" wurden u. a. Qualität der Finanzberichte (z. B. Informationsgehalt und Übersichtlichkeit), Investor Relations (z. B. Erreichbarkeit, Bereitschaft zu Roadshows, Informationen im Internet), Strategie und Unternehmensführung (Klarheit und Detailliertheitsgrad der Strategie, Treffsicherheit der Prognosen, Risikohinweise, Glaubwürdigkeit des Managements) und markttechnische Faktoren berücksichtigt.
Die ANDRITZ-GRUPPE wurde seit dem Börsegang im Jahr 2001 bereits mehrfach für ihre Investor Relations-Tätigkeit ausgezeichnet, u. a. auch für besondere Leistungen in den Bereichen Corporate Governance und Investor Relations-Online.
Im 2. Quartal 2009 wurden Investoren-Gespräche bzw. -Präsentationen in London, Paris, Mailand, New York, Denver, San Francisco, Zürich, Frankfurt, Brüssel, Köln und Düsseldorf abgehalten.
ANDRITZ-Aktie im Überblick
| Einheit | H1 2009 | H1 2008 | Q2 2009 | Q2 2008 | 2008 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchster Schlusskurs | EUR | 30,71 | 43,53 | 30,71 | 43,53 | 43,53 |
| Niedrigster Schlusskurs | EUR | 17,50 | 30,94 | 21,92 | 34,15 | 15,96 |
| Schlusskurs per Ultimo | EUR | 29,90 | 40,05 | 29,90 | 40,05 | 18,16 |
| Marktkapitalisierung per Ultimo | MEUR | 1.554,8 | 2.082,6 | 1.554,8 | 2.082,6 | 944,3 |
| Performance | % | +55,7 | +0,6 | +36,4 | +15,4 | -54,4 |
| ATX-Gewichtung per Ultimo | % | 3,9576 | 2,6837 | 3,9576 | 2,6837 | 2,9209 |
| Durchschnittliches Handelsvolumen pro Tag |
Stück | 341.625 | 458.047 | 343.710 | 374.012 | 488.638 |
Quelle: Wiener Börse
Eckdaten zur ANDRITZ-Aktie
| ISIN Code | AT0000730007 |
|---|---|
| Tag der Erstnotiz | 25. Juni 2001 |
| Aktiengattung | Inhaberaktien |
| Aktienzahl | 52 Millionen |
| Genehmigtes Kapital | keines |
| Streubesitz | ca. 71% |
| Börse | Wien (Prime Market) |
| Ticker-Symbole | Reuters: ANDR.VI; Bloomberg: ANDR, AV |
| Börse-Indizes | ATX, ATXPrime, WBI |
Finanztermin-Kalender
- November 2009 Ergebnisse 1. bis 3. Quartal 2009
Der ständig aktualisierte Finanzkalender sowie weitere Informationen zu geplanten Roadshows, Teilnahmen an Investoren-Konferenzen etc. sind auf www.andritz.com verfügbar.
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Bestimmte Aussagen in diesem Bericht sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.
Impressum
Herausgeber:
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Für den Inhalt verantwortlich:
Dr. Michael Buchbauer
ANDRITZ Investor Relations
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Im Geschäftsbericht 2008 der ANDRITZ-GRUPPE finden Sie weitere Informationen: Interview mit Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender der ANDRITZ AG, Global Care (die Herausforderungen zum weltweiten Umwelt- und Klimaschutz – und die Antworten von ANDRITZ darauf), Strategie, die ANDRITZ-Aktie, die fünf ANDRITZ-Geschäftsbereiche, Ferti-
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