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Andritz AG — Audit Report / Information 2019
Feb 3, 2021
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Audit Report / Information
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Publication
Andritz Fabrics and Rolls AG (vormals: Stowe Woodward Aktiengesellschaft)
Düren
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019
Bilanz zum 31. Dezember 2019
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||||
| Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 8.354.327,88 | 8.400.341,53 | ||
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.680.430,07 | 1.255.871,41 | ||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 897.746,73 | 823.544,02 | ||
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 2.053.551,34 | 474.023,29 | ||
| 12.986.056,02 | 10.953.780,25 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 1.726.098,49 | 1.430.356,81 | ||
| 2. Unfertige Erzeugnisse | 1.470.465,87 | 1.693.686,79 | ||
| 3. Fertige Erzeugnisse | 859.837,88 | 4.056.402,24 | 574.672,30 | 3.698.715,90 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.773.228,64 | 3.363.567,10 | ||
| 2. Forderungen gegen verbundenen Unternehmen | 8.144.312,92 | 10.687.359,80 | ||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 281.173,13 | 11.198.714,69 | 122.543,62 | 14.173.470,52 |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 75.522,22 | 232.572,28 | ||
| 15.330.639,15 | 18.104.758,70 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 42.412,22 | 33.702,18 | ||
| 28.359.107,39 | 29.092.241,13 |
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 736.260,00 | 736.260,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 15.957.062,73 | 15.957.062,73 | ||
| III. Gewinnrücklagen | ||||
| 1. Gesetzliche Rücklagen | 73.626,00 | 73.626,00 | ||
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 970.936,20 | 1.044.562,20 | 970.936,20 | 1.044.562,20 |
| 17.737.884,93 | 17.737.884,93 | |||
| B. Rückstellungen | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 3.637.133,00 | 3.662.737,00 | ||
| 2. Sonstige Rückstellungen | 2.031.170,53 | 2.045.714,82 | ||
| 5.668.303,53 | 5.708.451,82 | |||
| C. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 40.718,60 | 103.381,02 | ||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.609.942,08 | 2.913.685,40 | ||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.968.427,28 | 2.300.206,37 | ||
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 333.830,97 | 328.631,59 | ||
| - davon aus Steuern EUR 120.803,33 (i. Vj. EUR 120.686,76) - | ||||
| 4.952.918,93 | 5.645.904,38 | |||
| 28.359.107,39 | 29.092.241,13 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
| 2019 | 2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 30.826.972,99 | 28.689.655,68 | ||
| 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 61.944,66 | 887.045,96 | ||
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 234.083,16 | 31.123.000,81 | 1.739.525,19 | 31.316.226,83 |
| - davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 3.727,08 (i. Vj. EUR 12.188,67) - | ||||
| 4. Materialaufwand | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 9.684.080,92 | 8.975.849,60 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 2.388.070,62 | 12.072.151,54 | 2.573.363,82 | 11.549.213,42 |
| 5. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | 9.051.781,35 | 9.080.788,09 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 2.039.368,90 | 11.091.150,25 | 1.903.926,65 | 10.984.714,74 |
| - davon für Altersversorgung EUR 246.972,84 (i. Vj. EUR 319.786,87) - | ||||
| 6. Abschreibungen auf Sachanlagen | 922.411,28 | 1.071.114,82 | ||
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 5.934.498,37 | 5.406.131,16 | ||
| - davon aus Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 10.160,48 (i. Vj. EUR 13.724,57) | ||||
| 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 231.545,49 | 270.881,90 | ||
| - davon aus Aufzinsung EUR 221.116,00 (i. Vj. 235.805,00) - | ||||
| 9. Ergebnis vor sonstigen Steuern und Ergebnisabführung | 871.243,88 | 2.034.170,79 | ||
| 10. Sonstige Steuern | 63.831,79 | 84.679,31 | ||
| 11. Aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn | 807.412,09 | 1.949.491,48 | ||
| 12. Jahresüberschuss/Bilanzgewinn | 0,00 | 0,00 |
Anhang für 2019
I. Allgemeine Hinweise
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 HGB.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Der Jahresabschluss wird in Euro („EUR“) aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert (§ 275 Abs. 2 HGB).
Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden Angaben zur Mitzugehörigkeit und sonstige davon-Angaben zu Posten der Bilanz teilweise in den Anhang aufgenommen.
Die Gesellschaft ist unter der Firma Andritz Fabrics and Rolls AG mit Sitz in Düren im Handelsregister des Amtsgerichts Düren unter der Nummer HRB 2635 eingetragen.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode planmäßig abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Zugänge von EUR 250,00 bis zu einem Wert von EUR 1.000,00 werden zu einem Sammelposten zusammengefasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Das steuerliche Sammelpostenverfahren wird aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu gleitenden durchschnittlichen Anschaffungskosten aktiviert.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.
In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, das heißt es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für anfallende Kosten vorgenommen.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt.
Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.
Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der „Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G“ ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der Durchschnittszins der letzten zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren verwendet. Der Rechnungszins zum 31. Dezember 2019 wurde mit 2,71 % (Vj 3,21 %) angesetzt. In die Bewertung wurden Annahmen zu der Dynamik der Anpassung der laufenden Renten i.H.v. 1,75% berücksichtigt.
Die Bewertung der Altersteilzeitrückstellung erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Dabei wurde ein durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gem. § 253 Abs. 2 HGB i.H.v. 0,64 % (Vorjahr 0,82 %) sowie eine erwartete Dynamik der anrechenbaren Bezüge von 2 % (Vorjahr 2 %) zugrunde gelegt. Zudem wurden die Sterbetafeln nach Prof. Dr. Heubeck aus dem Jahr 2018 (2018 G) verwendet.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro:
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungsdifferenzen.
III. Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.773 | 3.364 |
| davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0 | 0 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 8.144 | 10.687 |
| davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0 | 0 |
| davon aus Cashpooling | 6.334 | 8.576 |
| davon aus Lieferungen und Leistungen | 1.811 | 2.111 |
| davon gegen Gesellschafter | 185 | 365 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 281 | 123 |
| davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 68 | 75 |
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gesellschaft ist voll eingezahlt. Dieses beträgt EUR 736.260,00.
Das Grundkapital ist unverändert eingeteilt in 14.400 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Rücklagen
Im Berichtsjahr veränderten sich die Kapital- und Gewinnrücklagen nicht.
Rückstellungen
Im Berichtsjahr sind die Rückstellungen für Pensionen durch laufende Pensionszahlungen bei gleichzeitiger Aufzinsung leicht gesunken auf TEUR 3.637 (Vj. TEUR 3.663).
Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre zu einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre beträgt nach § 253 Abs. 6 HGB TEUR 169 (Vj. TEUR 210).
Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Altersteilzeitansprüche in Höhe von TEUR 609 (Vj. TEUR 473), Urlaubsansprüche in Höhe von TEUR 195 (Vj. TEUR 185), Jubiläen in Höhe von TEUR 297 (Vj. TEUR 237), Gewährleistungsansprüche in Höhe von TEUR 147 (Vj. TEUR 191), Überstunden in Höhe von TEUR 180 (Vj. TEUR 185), Abfindungszahlungen in Höhe von TEUR 99 (Vj. TEUR 316) und für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 148 (Vj. TEUR 80) gebildet.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 43 (Vj. TEUR 97) und betreffen ausschließlich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert.
Zusammensetzung der Verbindlichkeiten
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| 1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 41 | 103 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.610 | 2.914 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.968 | 2.300 |
| davon aus Ergebnisabführung | 807 | 1.949 |
| davon aus Lieferungen und Leistungen | 1.161 | 351 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 334 | 329 |
| davon aus Steuern | 121 | 121 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betrugen TEUR 807 (Vj. TEUR 1.949).
IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Gesellschaft hat Verpflichtungen aus mehrjährigen Miet- und Leasingverträgen, die zwischen 2020 und 2025 enden. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden nicht kündbaren Verträge summieren sich die in den folgenden Jahren zu zahlenden Beträge wie folgt:
| TEUR | |
|---|---|
| Kleiner 1 Jahr | 1.602 |
| Größer 1 Jahr | 510 |
Darüber hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken.
V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres betragen 30.827 TEUR (Vj. 28.690 TEUR).
Sonstige betriebliche Aufwendungen
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Vertriebsaufwand | 1.640 | 1.529 |
| Verwaltungsaufwand | 1.118 | 1.065 |
| Betriebsaufwand | 814 | 700 |
| Übrige | 2.362 | 2.112 |
| 5.934 | 5.406 |
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen / Übrige sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 10 (Vj. TEUR 14) enthalten.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Gesellschaft schloss mit Wirkung zum 1. Januar 2001 einen Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Robec Walzen GmbH, Düren, (ehemals Stowe Woodward Forschungs- und Entwicklungs GmbH, umbenannt in 2005). Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft weist die Gesellschaft daher grundsätzlich keinen Aufwand oder Ertrag für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus.
Aufwand aus der Ergebnisabführung
Aufgrund des existierenden Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrags wurde der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 807 (Vj. TEUR 1.949) an die Robec Walzen GmbH, Düren, abgeführt und hierfür eine Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschaft erfasst.
VI. Sonstige Angaben
Organe
Aufsichtsrat
Gemäß § 96 Aktiengesetz i. V. m. § 76 Betriebsverfassungsgesetz 1952 hat die Gesellschaft einen Aufsichtsrat; diesem gehören an:
| Michael Francis Bly, Raleigh, North Carolina, USA, Aufsichtsratsvorsitzender (Executive Vice President), Xerium Technologies Inc. - Austritt 27. März 2020 | |
| David Michael James, Raleigh, North Carolina, USA, Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden (Vice President Operations), Xerium Technologies Inc. - Austritt 06. März 2019 | |
| Helmut Müller, Düren, Deutschland, Aufsichtsratsmitglied, Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden, Managing Director Andritz Kufferath GmbH - Eintritt 06. März 2019, Austritt 27. März 2020 | |
| Dietmar Heinisser, Graz, Österreich, Aufsichtsratsmitglied, Sr. VP & Global Division Manager Pulp & Paper Services - Eintritt 27. März 2020 | |
| Oliver Baumann, Reutlingen, Deutschland, VP Machine Clothing Technology - Eintritt 27. März 2020 | |
| Heinz-Dieter Dietz, Düren, Deutschland, Arbeitnehmervertreter (Starkstromelektriker), Andritz Fabrics and Rolls AG |
Ein neuer Vorsitzender wird in der kommenden Aufsichtsratssitzung gewählt.
Die Wahl der von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats erfolgt gemäß § 5 der Satzung auf jeweils vier Jahre.
Vorstand und Vertretung
Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
| Harald Weimer, Nußloch, | |
| President PFR EMEA - Vorsitzender | |
| Bernd Hahne, Nideggen | |
| Vice President Operation Rolls EMEA |
Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft alleine. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, so wird die Gesellschaft entweder durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch den Vorstandsvorsitzenden gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
Gesamtbezüge des Vorstands
Auf die in § 285 Nr. 9a HGB geforderte Angabe der an die Vorstandsmitglieder für ihre Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats
Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf TEUR 4.
Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats
Die laufenden Pensionszahlungen für ehemalige Vorstandsmitglieder betrugen im Berichtsjahr TEUR 268 (Vj. TEUR 261).
Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2019 auf TEUR 2.594 (Vj. TEUR 2.583).
Außerbilanzielle Geschäfte
Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestanden Operating-Leasing-Verträge, die aus Wirtschaftlichkeits- und Liquiditätsgründen abgeschlossen wurden. Es sind keine besonderen Risiken hieraus ersichtlich.
Mitarbeiter
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug:
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Produktionsmitarbeiter | 114 | 110 |
| Verwaltung, Vertrieb, Entwicklung | 30 | 30 |
| 144 | 140 |
Konzernverhältnisse
Am Grundkapital der Gesellschaft ist die Robec Walzen GmbH, Düren, (ehemalige Stowe Woodward Forschungs- und Entwicklungs GmbH) mit 99,55 % beteiligt.
Die Robec Walzen GmbH, Düren, gehört seit dem 17. Oktober 2018 über die Andritz Fabrics and Rolls Germany Holding GmbH, Reutlingen, wie auch die Xerium Technologies Ltd., London/ UK, und XTI LLC, Raleigh/ USA, zur Andritz AG, Graz/ Österreich.
Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Andritz AG, Graz/ Österreich, einbezogen. Der Abschluss ist am Sitz der Andritz AG, Graz/ Österreich, erhältlich. Die Andritz Fabrics and Rolls AG, Düren, steht damit unter der einheitlichen Leitung der Andritz AG, Graz/ Österreich. Als verbundene Unternehmen sind somit alle Unternehmen der Andritz-Gruppe anzusehen.
Mit der Robec Walzen GmbH, Düren, besteht mit Wirkung vom 1. Januar 2001 ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag. Die Hauptversammlung vom 19. Juni 2001 hat diesem Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag zugestimmt. Die Eintragung ins Handelsregister Düren erfolgte am 23. November 2001.
Gewinnverwendung
Aufgrund des Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrags mit der Robec Walzen GmbH, Düren, als beherrschendes Unternehmen wird das Jahresergebnis an die Obergesellschaft abgeführt bzw. der Jahresfehlbetrag von dieser ausgeglichen. Der Bilanzgewinn beträgt daher Null.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Seit Januar 2020 breitet sich das Coronavirus SARS-CoV-2 weltweit weiter aus (Corona- virus-Pandemie). Laut Schätzung des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) vom 19. Mai 2020 wird erwartet, dass die deutsche Wirtschaftsleistung gegenüber 2019 um rd. 7 % sinken wird.
Für die Andritz Fabrics and Rolls AG erwarten wir für das Geschäftsjahr 2020 keinen wesentlichen Effekt auf die Umsatzerlöse, da die Auswirkungen der Pandemie vermehrt in der Konsumgüterindustrie zu beobachten sind. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses zeigen sich keine Rückgänge im Bereich der Auftragseingänge, der Produktion und des Absatzes. Das Management der Andritz Fabrics and Rolls AG hat daher bislang keine Änderung in Bezug auf die Erwartungen des Geschäftsjahrs vorgenommen. Dies kann sich jedoch im Geschäftsjahr aufgrund der Unsicherheit, die aktuell in Bezug auf die Pandemie und deren weiteren Ausbreitung besteht, verändern. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Lagebericht im Kapitel 6. Ausblick.
Düren, den 29. Juni 2020
Andritz Fabrics and Rolls AG
Der Vorstand
Harald Weimer
Bernd Hahne
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2019 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 31.12.2019 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 19.297.993,65 | 194.357,87 | 0,00 | 101.482,10 | 19.593.833,62 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 27.322.928,64 | 414.946,65 | 3.636,10 | 357.199,99 | 28.091.439,18 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.968.821,39 | 314.107,65 | 238.389,34 | 0,00 | 8.044.539,70 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 474.023,29 | 2.038.210,14 | 0,00 | -458.682,09 | 2.053.551,34 |
| 55.063.766,97 | 2.961.622,31 | 242.025,44 | 0,00 | 57.783.363,84 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2019 | Abschreibungen des Geschäftsjahres | Abgänge | 31.12.2019 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 10.897.652,12 | 341.853,62 | 0,00 | 11.239.505,74 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 26.067.057,23 | 347.264,12 | 3.312,24 | 26.411.009,11 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.145.277,37 | 233.293,54 | 231.777,94 | 7.146.792,97 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 44.109.986,72 | 922.411,28 | 235.090,18 | 44.797.307,82 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| --- | --- | --- |
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 8.354.327,88 | 8.400.341,53 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.680.430,07 | 1.255.871,41 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 897.746,73 | 823.544,02 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 2.053.551,34 | 474.023,29 |
| 12.986.056,02 | 10.953.780,25 |
Lagebericht 2019
1 Grundlagen der Gesellschaft und des Konzerns
1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft
Der Unternehmensgegenstand der Andritz Fabrics and Rolls AG, Düren, ist die Fertigung von Breitstreckwalzen, Shoe Press Belts sowie Walzenbezüge. In Deutschland ist die Gesellschaft einer der Marktführer in ihrem Segment. Die Gesellschaft ist Teil des Andritz Konzerns aus Österreich. Die Andritz AG, Graz/Österreich, hat 280 Standorte in 40 Ländern und beschäftigt rund 29.000 Mitarbeiter weltweit.
1.2 Ziele und Strategien
Die Andritz Fabrics and Rolls AG, Düren, als Konzerngesellschaft der Andritz AG, Graz/Österreich, fertigt Produkte, die bei der Produktion und Veredelung von Rohmaterialien in fertige Papierprodukte, Papierverpackungen und verwandte Produkte genutzt werden.
Die Gesellschaft setzt ihr Portfolio an Produkt- und Fertigungstechnologien sowie ihre langjährige Industrieerfahrung ein, um ihre Kunden bei der Papierproduktion zu unterstützen. Dabei steht die Erreichung einer hohen Fertigungsqualität bei den Kunden der Andritz Fabrics and Rolls AG, Düren, im Mittelpunkt der unternehmerischen Bemühungen.
Diese Kundenlösungen sind Ergebnis von langjährigen Investitionen in den Produktionsprozess.
1.3 Steuerungssystem
Die Gesellschaft wird nach Kennzahlen und Zielvorgaben des Mutterkonzerns gesteuert. Die zentralen Leistungsindikatoren sind Umsatz, EBITDA (Ergebnis vor sonstigen Steuern und Ergebnisabführung zzgl. Zinsen und ähnliche Aufwendungen und Abschreibungen auf Sachanlagen), Ergebnis vor Steuern und der Auftragseingang. Die Festlegung erfolgt dabei im Rahmen eines integrierten Vorschau- und Budgetierungsprozesses gemeinsam mit der Muttergesellschaft in Österreich.
1.4 Forschung und Entwicklung
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind in 2019 innerhalb der Andritz Fabrics and Rolls (AFR) Gruppe in den USA konzentriert. Die Kosten des zentralen Bereichs Forschung und Entwicklung werden per Umlage an die einzelnen Konzerngesellschaften weiterbelastet.
Der Fokus von Forschung und Entwicklung der AFR Gruppe liegt auf der Erweiterung von Marktanteilen, der Expansion in neue Märkte und Produkte sowie in der Verbesserung von Margen und Erträgen.
Das Portfolio der Andritz Gruppe an gewerblichen Schutzrechten wird permanent erweitert. Die R&D Strategie der Gruppe liegt in der Komplettierung von Produktlinien, der Entwicklung von Produkten und Services der nächsten Generation sowie der Reduktion von Ausschusskosten.
Dabei liegt ein Fokus in der Weiterentwicklung von Gummiwalzen im Coating Bereich moderner Papiermaschinen, um den Auftrag des Coating kontinuierlich für den Anwender zu verbessern. Weiterhin werden die Polyurethan Beschichtungen für alle Funktionswalzen, speziell in der Pressenpartie und in der Streichmaschine optimiert, um den Verschleiß in der Anwendung zu verringern und die Laufzeit des Bezuges zu verlängern.
Die Entwicklung der SMART-Technologie, eine Technologie zur berührungslosen Messung des Nip-Drucks (Non Impacting Printing) wird für Saugpresswalzen erweitert. Hierbei geht es besonders um den großen Vorteil für unseren Kunden, den aktuell anstehenden Nip-Druck zu messen und mittels kabelloser Übertragung am Bildschirm darstellen zu lassen.
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Allgemein
Im Jahr 2019 stieg das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Somit wuchs die deutsche Wirtschaft zwar das zehnte Jahr in Folge, gegenüber zum Vorjahr jedoch deutlich abgeschwächt.
Für den Papiermarkt hat dies jedoch nur bedingt Auswirkungen. Wachstumssteigerungen im Bereich der Verpackungsmaterialien für den Versandhandel und im Bereich der Hygienepapiere werden durch Reduzierungen der Printmedien durch die neuen Medien negativ beeinflusst.
2.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die globale Produktion von Papier und Pappe hat 2019 89,2 Millionen Tonnen erreicht, was einem Rückgang von 3,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Jahr 2019 belief sich die gesamte Zellstoffproduktion auf 37,2 Millionen Tonnen, was einem Anstieg von 0,8 % gegenüber 2018 entspricht.
Diese war maßgeblich durch eine um 9,4 % reduzierte Produktionsmenge von Zeitungsdruckpapieren und eine um 3,3 % reduzierte Produktionsmenge von Schreib- und Druckpapieren beeinflusst. Verpackungspapiere verzeichneten einen Zuwachs um 0,2 % und Hygienepapiere um 0,8%.
Die europäische Papierindustrie entwickelte sich im Jahr 2019 analog zum globalen Papiermarkt. Für die Jahre 2020 und 2021 sind - vor Ausbruch der Corona-Pandemie Anfang 2020 - erhebliche Kapazitätserweiterungen für Verpackungsmaschinen geplant, wohingegen bei den grafischen Papieren Kapazitätsreduzierungen analog zum Nachfragerückgang angekündigt wurden.
Die Strategie der Unternehmensgruppe liegt dabei in der Erzielung von hohen Marktanteilen in den Wachstumsmärkten sowie der Optimierung der jeweiligen Cash Flows in den sich eher konsolidierenden Absatzregionen.
2.3 Geschäftsverlauf
Der Auftragseingang belief sich in 2019 auf rund 29,5 Mio EUR und damit 4,98 % über dem Vorjahr 2018 (Auftragseingang 28,1 Mio EUR). Diese Entwicklung ist zum einen durch einen Großauftrag für Neuwalzen im Bereich Breitstreckwalzen begründet. Zum anderen partizipierte die Gesellschaft im Jahr 2019 an deutlich höheren Aufträgen aus dem Projektgeschäft des Konzerns im Bereich Walzenbeschichtungen. Hier machte sich im Geschäftsjahr die gute Entwicklung der Shoe Press Belts bemerkbar, welche durch Neuprojekte der Andritz Küsters GmbH in Krefeld zu einem deutlich gestiegenen Umsatz geführt hat.
Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2019 stiegen gegenüber dem Vorjahr 2018 auf 30,8 Mio EUR (Vj. 28,7 Mio EUR). Damit folgt der Umsatz den Auftragseingängen mit der zuvor erläuterten Begründung.
Das EBITDA von 1,8 Mio EUR (Vj. 3,1 Mio EUR) belief sich dagegen deutlich unter dem des Vorjahres. In 2018 war ein Einmaleffekt aus der Erstattung von Lizenzgebühren von verbundenen Unternehmen in Höhe von 1,4 Mio EUR enthalten.
2.4 Lage
In der deutschen und europäischen Papierindustrie ist nach wie vor von einem sich konsolidierenden Markt auszugehen. Der Markt ist dabei geprägt von Werksschließungen und Übernahmen der kleineren Papierproduzenten durch große Konzerne. Durch die Zentralisierung von Einkaufsabteilungen bei den Papierproduzenten verschärft sich die Situation bei den Zulieferbetrieben. Ersatzinvestitionen werden von der Papierindustrie gestreckt bzw. aufgeschoben. Teilweise werden nicht oder schlecht ausgelastete Papiermaschinen auch vollständig stillgelegt. Bei Neuinvestitionen werden mehr und mehr kleinere Maschinen bevorzugt.
Das Geschäftsjahr 2019 entwickelte sich in Bezug auf die Umsätze der Gesellschaft positiv zum Vorjahr.
Diese Entwicklung war maßgeblich durch drei Effekte geprägt. Das Projektgeschäft, maßgeblich durch die Konzernmutter geprägt, war deutlich stärker als ursprünglich prognostiziert. Dieses hat zwar zur Konsequenz, dass der Verkaufspreis der einzelnen Walzenbezüge durch den entsprechenden Wiederverkaufsrabatt für Original Equipment Manufacturer (OEM) geringer ausfällt, durch deutlich mehr Volumen aber kompensiert werden konnte. Weiterhin wurden Preiserhöhungen im Markt durchgesetzt, die einen positiven Erlös im Endkundengeschäft zur Folge hatte. Im Bereich Breitstreckwalzen wurde ein großes Neuwalzenprojekt für Neumaschinen gewonnen, welches ebenfalls zur Verbesserung der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr geführt hat.
2.4.1 Ertragslage
Das operative Ergebnis 2019 hat sich im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr 2018 verbessert. Auf Basis der Umsatzerlöse von 30,8 Mio EUR (Vj. 28,7 Mio EUR) blieb der Materialaufwand mit 39,2 % des Umsatzes leicht unter Vorjahresniveau (40,3 %). Dieses ist maßgeblich auf den veränderten Mixeffekt durch mehr Neuwalzen im Bereich Breitstreckwalzen und höheres Projektgeschäft im Bereich OEM begründet.
Der sonstige betriebliche Ertrag in Höhe von 234 TEUR (Vj. 1.740 TEUR) ist aufgrund des Wegfalls der einmaligen Gutschrift der Lizenzgebühren aus 2018 deutlich geringer. Hier betrug der Einmaleffekt rund 1,4 Mio Euro.
Der Personalaufwand blieb mit 11,1 Mio EUR in 2019 auf Vorjahresniveau (11,0 Mio EUR) und betrug somit in Bezug auf den erzielten Umsatz 36,0 % (Vj. 38,3 %). Einsparungen im Bereich der Überstunden (-139 TEUR), der Abfindungen (-272 TEUR) und des Urlaubsgeldes (-91 TEUR) kompensierten den absoluten Anstieg der Löhne und Gehälter. Der absolute Anstieg der Mitarbeiterzahl auf 144 in 2019 führte aufgrund der Gehaltsstrukturen der Ein- und Austritte zu keinem erhöhten Aufwand.
Die Abschreibungen in Höhe von 922 TEUR sind leicht niedriger als in 2018 (1,1 Mio EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 5,9 Mio EUR lagen über Vorjahr (5,4 Mio EUR). Ein Anstieg der Reklamationsaufwendungen ist mit 234 TEUR der wesentliche Faktor. In Bezug auf den Umsatz war dies eine Steigerung von 18,8 % in 2018 auf nunmehr 19,3 % in 2019.
Das Ergebnis vor sonstigen Steuern und Ergebnisabführung fiel nach einem Gewinn in Höhe von 1.949 TEUR in 2018 mit einem Gewinn in Höhe von 807 TEUR in 2019 schlechter aus. Unter Berücksichtigung des Einmaleffektes aus der Lizenzgutschrift in Höhe von 1,4 Mio. EUR in 2018 liegt das operative Ergebnis von 807 TEUR aber deutlich über Vorjahresniveau (bereinigt 549 TEUR).
Der Jahresüberschuss der Gesellschaft wird aufgrund des vorliegenden Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrages vollständig an die Robec Walzen GmbH, Düren, in Höhe von 807 TEUR (Vj. 1.949 TEUR) abgeführt.
2.4.2 Finanzlage, Kapitalstruktur und Vermögenslage
Die Gesellschaft weist bei einer Bilanzsumme von 28,4 Mio EUR eine Eigenkapitalquote von 62,5 % aus und ist somit sehr solide aufgestellt. Das gezeichnete Kapital beträgt 736.260,00 EUR, die Kapitalrücklagen betragen 16,0 Mio EUR, die Gewinnrücklagen 1,0 Mio EUR. Gegenüber dem Vorjahr ist die Eigenkapitalquote auf 62,5 % (Vj. 61,0 %) gestiegen, bedingt durch die gesunkene Bilanzsumme.
Die Rückstellungen in Höhe von 5,7 Mio EUR setzen sich analog zum Vorjahr aus Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 3,7 Mio EUR sowie aus Sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2,0 Mio EUR zusammen.
Die Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zusammen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen mit 2,6 Mio EUR gegenüber dem Vorjahreswert (Vj. 2,9 Mio EUR) etwas ab und entsprachen damit 9,2 % der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum Bilanzstichtag 2019 2,0 Mio EUR und lagen damit unter dem Wert des Vorjahres in Höhe von 2,3 Mio EUR. Insgesamt repräsentieren die Verbindlichkeiten 17,5 % der Bilanzsumme (Vj. 19,4 %).
Die Forderungen setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusammen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrugen zum Bilanzstichtag 2019 8,1 Mio EUR und lagen damit unter dem Wert des Vorjahres in Höhe von 10,7 Mio EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen mit 2,8 Mio EUR gegenüber dem Vorjahreswert (Vj. 3,4 Mio EUR) aufgrund der geringeren Umsätze in den letzten beiden Monaten des Jahres 2019 ab (4.025 TEUR, Vj. 4.528 TEUR).
Die Gesellschaft ist in das Cash Pooling des Konzerns eingebunden. Über das Cash Pooling Verfahren erfolgt das zentrale Management von überschüssiger Liquidität oder kurzfristiger Liquiditätsbedarfe. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist dadurch zu jedem Zeitpunkt sichergestellt. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die Forderungen aus dem Cash Pooling auf 6,3 Mio EUR (Vj. 8,9 Mio EUR).
Der Vorstand ist mit der Entwicklung des Geschäftsjahres zufrieden. Der Umsatz konnte gesteigert werden. Das Ergebnis vor sonstigen Steuern und Ergebnisabführung lag nach Bereinigung des Einmaleffektes i.H.v. 1,4 Mio. EUR im Vorjahr mit 871 TEUR leicht über der Erwartungshaltung.
3. Prognose- Chancen- und Risikobericht
3.1 Prognosebericht
In der deutschen und europäischen Papierindustrie ist nach wie vor von einem sich konsolidierenden Markt auszugehen.
Ersatzinvestitionen werden von der Papierindustrie gestreckt bzw. aufgeschoben. Teilweise werden nicht oder schlecht ausgelastete Papiermaschinen auch vollständig stillgelegt. Von einem konstanten, sich verstetigenden Wachstumstrend kann für die Gesellschaft derzeit nicht ausgegangen werden. Die Situation bleibt somit für die Gesellschaft im Papiermarkt grundsätzlich deutlich angespannt. Da sich auf der Absatz- und Umsatzseite keine wesentlichen Wachstumsimpulse ergeben werden, müssen die Kosten der Gesellschaft weiter optimiert werden. Alle Strukturen und Prozesse werden dabei einer permanenten Überprüfung und Optimierung hinsichtlich der Kostensituation unterzogen. Eine weitere Diskussion, ob die Struktur mit den beiden Werken bestehen bleibt, liegt nach den Werkschließungen von Heidenheim und Mount Hope in 2014 nicht vor.
Aufgrund der Covid-19 Pandemie geht die Gesellschaft von einer schrumpfenden Konjunktur im Jahr 2020 aus. Die BIP-Prognosen für Deutschland als auch für Europa sehen einen Rückgang voraus. Anschließend wird jedoch grundsätzlich von positiven Aufholeffekten ausgegangen.
Zur Prognose für das folgende Geschäftsjahr verweisen wir auf das Kapitel zu Ausblick.
3.2 Risikobericht und Risikomanagementsystem
Das Risikomanagement der Andritz Fabrics and Rolls AG, Düren, umfasst die Gesamtheit aller Maßnahmen zu einem systematischen und transparenten Umgang mit Risiken und ist durch seine Verzahnung mit den Controlling-Prozessen ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Das Risikomanagementsystem wird permanent weiterentwickelt, um die gesetzlich geforderte Risikofrüherkennung zu erfüllen. Dabei setzen wir alle Vorgaben vom Vorstand und Aufsichtsrat zu den Systemanforderungen zeitnah um.
Unsere Methoden und Werkzeuge zur Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Berichterstattung von Risiken verbessern wir kontinuierlich. Die standardisierten Risikomanagement-Prozesse stellen sicher, dass Vorstand und Aufsichtsrat zeitnah und strukturiert über die aktuelle Risikosituation der Gesellschaft informiert werden. Aus heutiger Sicht sind die Risiken für die Gesellschaft begrenzt und es liegen keine den Bestand gefährdenden Risiken vor.
3.2.1 Merkmale des Risikomanagementsystems
Dem Risikomanagement der Gesellschaft obliegt die Aufgabe, das Risikomanagementsystem kontinuierlich in Richtung Best Practice weiterzuentwickeln und bei Bedarf neuen Erkenntnissen und Anforderungen anzupassen. Die Gesellschaft ist dabei eingebunden in das Risikomanagementsystem des Andritz Konzerns. Dort werden verbindliche Vorgaben für den Risikomanagement-Prozess formuliert und die einzelnen Risikomanagement-Instrumente konzernweit nach Möglichkeit harmonisiert.
Zu den Aktivitäten im Rahmen einer Risikoinventur gehört es, zu den einzelnen identifizierten und bewerteten Risiken Maßnahmen zur Risikosteuerung zu formulieren und deren Umsetzung systematisch nachzuverfolgen. Die nicht in den monatlich aktualisierten Forecasts bzw. im Budget berücksichtigten Chancen und Risiken werden über die eingerichteten Berichtswege an die Konzernleitung kommuniziert. Im Budgetierungsprozess und bei Bedarf betrachten wir darüber hinaus Korridore der Ergebnis- und Cash-Größen auf Basis verschiedener Szenarien sowie gesamtwirtschaftliche Risiken über konzernweite Risikoszenarien.
Über auftretende Ad-hoc-Risiken werden die Risikomanagement-Verantwortlichen unverzüglich informiert; die Risiken werden zusätzlich auf den eingerichteten Berichtswegen dokumentiert. Auch die bereits über Rückstellungen bilanziell berücksichtigten Risiken sind Bestandteil standardisierter Analysen und der Berichterstattung im Konzern-Risikomanagement. Damit stellen wir auch für diese Risiken eine systematische Risikosteuerung sicher.
3.2.2 Risiken
Die folgenden Risikogruppen sind von der Gesellschaft identifiziert worden und Teil des Risikomanagementsystems:
| ― | Finanzwirtschaftliche Risiken |
| ― | Risiken aus Verkäufen, Erwerben und Restrukturierungen |
| ― | Auftragsrisiken |
| ― | Absatzrisiken |
| ― | Risiken in Ländern mit Handelsbeschränkungen |
| ― | Beschaffungsrisiken |
| ― | Umweltrisiken |
| ― | Rechtliche Risiken aus Klagen und Ansprüchen Dritter |
| ― | Compliance Risiken |
| ― | Risiken der Informationssicherheit |
| ― | Risiken aus Pensions- und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen |
| ― | Personalrisiken |
| ― | Risiken der zukünftigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung |
Aufgrund der Risikoanalyse ergeben sich aus Sicht der Gesellschaft die folgenden wesentlichen Risiken für die Andritz Fabrics and Rolls AG, die in absteigender Bedeutungsreihenfolge aufgeführt sind:
- Die Gesellschaft sieht ein Risiko aufgrund des Sars-CoV-2 Virus (sogenanntes „Corona-Virus“), das durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu einer Pandemie erklärt wurde. Während der Ausbreitung des Virus hat die Gesundheit der Mitarbeiter der Gesellschaft jederzeit Priorität. Daher hat die Gesellschaft frühzeitig Vorkehrungen getroffen und an alle Standorte kommuniziert. Die Produktion findet aktuell in beiden Werken unter erhöhten Hygienemaßnahmen unverändert statt.
- Darüber hinaus besteht ein wirtschaftliches Risiko dahingehend, dass einzelne Kunden in nicht systemrelevanten Bereichen durch die Pandemie in eine finanzielle Schieflage geraten könnten oder sich Wartungsaufträge in einzelnen Bereichen verzögern. Des Weiteren kann es bei Zulieferern zu Problemen kommen und damit die Produktion der Gesellschaft eingeschränkt werden. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) erwartet für das Jahr 2020 mit Stand vom 19. Mai 2020 eine um rd. 7% sinkende Wirtschaftsleistung für Deutschland. Die Auswirkungen werden durch den Vorstand permanent geprüft und überwacht. Zum aktuellen Zeitpunkt sind keine wesentlichen Auswirkungen mit einem entsprechenden Risiko für die Andritz Fabrics and Rolls AG auf Seiten der Kunden oder Zulieferer absehbar. Zu den Chancen, die aus der Pandemie für die Gesellschaft entstehen, verweisen wir auf das folgende Kapitel 3.3.
- Aufgrund des in der Prognose angeführten, sich konsolidierenden Marktes und den daraus resultierenden Werksschließungen sowie den Übernahmen von kleineren Papierproduzenten besteht ein erhöhtes Risiko von Kundeninsolvenzen, die sich negativ auf die Ertragslage auswirken können.
- Die Neuorientierung in der Papierbranche sowie die Verlagerung von Print- zu Verpackungs- und Hygienepapieren zieht eine stetige Anpassung und Weiterentwicklung der bisherigen Technologien und Produkten zur Papierherstellung nach sich. Dies birgt für die Andritz Fabrics and Rolls AG ein erhöhtes Risiko, durch veraltete Produkte am Markt nicht mehr wettbewerbsfähig zu sein.
- Mit Datum vom 24. September 2019 erhob ein Minderheitsaktionär Klage gegen die Gesellschaft zur Anfechtung des Hauptversammlungsbeschlusses vom 27. Juni 2019 über die Aufhebung der Wahl der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 und stattdessen der Wahl der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018. Gleichzeitig erhob der Minderheitsaktionär Klage gegen die Gesellschaft wegen Nichtigkeit des festgestellten Jahresabschlusses für das am 31. Dezember endende Geschäftsjahr 2018 und Anfechtung von Hauptversammlungsbeschlüssen hinsichtlich der am 29. August 2019 gefassten Beschlüsse über die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018. Das Landgericht Köln hat mit Datum vom 30. April 2020 im Sinne des Klägers geurteilt. Wir haben Berufung gegen diese beiden Urteile eingelegt. Wir halten daran fest, dass die Wahl der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, zum gesetzlichen Abschlussprüfer rechtmäßig erfolgte. Sollten die Urteile in der folgenden Instanz rechtswirksam werden, so besteht das Risiko, dass der Jahresabschluss 2018 erneut geprüft und festgestellt werden muss.
3.3. Chancenbericht
Die Gesellschaft agiert in einem Marktumfeld, in dem sich neue Chancen eröffnen. Zum einen ist der klassische Papiermarkt der Printmedien rückläufig, andererseits konnten wir Zuwächse in der Verpackungsindustrie und bei den Tissue Papers verzeichnen. Weiterhin ergeben sich neue Potentiale im Projektgeschäft für neue Papiermaschinen oder Maschinenumbauten durch die Konzernmutter Andritz AG in Graz.
Diese systematisch zu erkennen und zu nutzen - und dabei unnötige Risiken zu vermeiden - ist ein wesentlicher Faktor zur Bestandssicherung des Unternehmens. Wenn die Chancen ihrer Art oder ihrem Umfang nach vereinbarte Risikotoleranzen überschreiten, mindern wir dieses Risiko durch eine enge Verknüpfung von Chancen- und Risikomanagement. Bei Chancen kann es sich um interne oder externe Potenziale handeln. Unser Chancenmanagement orientiert sich eng an unserer Strategie für kundenorientierte Innovation und nachhaltiges Wachstum.
Im Rahmen unseres Chancenmanagements werten wir Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie Umfeldszenarien aus und befassen uns mit der Ausrichtung unseres Produktportfolios, den Kostentreibern sowie den kritischen Erfolgsfaktoren unserer Branche. Daraus werden konkrete Marktchancen abgeleitet, die die Geschäftsleitung im Rahmen der Budget- und Forecast-Planung und der Zielvereinbarungen mit dem operativen Management abstimmt.
Chancen durch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows. Unsere mittelfristigen Perspektiven basieren auf der Erwartung, dass die künftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unserer Darstellung im Kapitel Ausblick dieses Lageberichts entsprechen.
Durch die Corona Pandemie wird laut Schätzung des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) vom 19. Mai 2020 erwartet, dass die deutsche Wirtschaftsleistung gegenüber 2019 um rd. 7 % sinken wird. Da die Gesellschaft allerdings auch Kunden im Bereich Hygieneartikel-Papier und Verpackungskartons hat, die auf Grund Ihres Angebots als Gewinner der Krise einzustufen sind, bestehen für die Andritz Fabrics and Rolls AG auch bestimmte Chancen in Bezug auf die derzeitige Pandemie.
Chancen durch Forschung und Entwicklung
Der Fortbestand der Gesellschaft hängt vor allem von den Fähigkeiten ab, innovative Lösungen auf den Markt zu bringen und kontinuierlich Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen. Daher arbeiten wir auch weiterhin daran, die Forschung und Entwicklung zu verbessern, und stärker mit unseren Kunden zu kooperieren.
Sollte die Gesellschaft bzw. der Konzern in Forschung und Entwicklung bessere Fortschritte machen als derzeit erwartet, könnte dies dazu führen, dass mehr neue und verbesserte Produkte auf den Markt gebracht werden oder neue Produkte früher als derzeit geplant zur Verfügung stehen. Dies könnte sich positiv auf die Umsätze, die Ertragslage und die Cashflows auswirken und dazu führen, dass der Ausblick und die mittelfristigen Perspektiven übertroffen werden.
Chancen durch Kundenbeziehungen
Die Gesellschaft vermarktet ihre Produkte und Services nach Regionen und Produkten/ Produktgruppen. Die Gesellschaft sowie der Konzern optimieren ihr Vermarktungskonzept, um unsere Kundenlösungen effektiv zu vertreiben und unsere Kundenbeziehungen zu intensivieren. Diese Kundenbeziehungen sind auch Anknüpfungspunkt zur Erweiterung des Produkt- und Serviceportfolios. Auch künftig wird die Gesellschaft aktiv nach neuen Chancen suchen, um den Mehrwert für die Kunden noch stärker als derzeit erwartet zu steigern. Sollten sich diese Möglichkeiten schneller als derzeit erwartet entwickeln, könnte sich dies positiv auf Umsätze, die Ertragslage und die Cashflows auswirken und dazu führen, dass die Gesellschaft den Ausblick und die mittelfristigen Perspektiven übertrifft.
4. Bestehende Zweigniederlassungen
Per Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2019 hatte die Andritz Fabrics and Rolls AG, Düren, zwei Werke an zwei Produktionsstandorten. Dies waren die Werke Düren sowie das Werk Schloß Holte. Es handelt sich dabei nicht um Zweigniedererlassungen gem. § 289 Abs. 2 Nr. 4 HGB.
5. Investitionen in 2019
Die Investitionen im Geschäftsjahr 2019 betrugen insgesamt 2.962 TEUR. Durch die Weiterentwicklung der Shoe Press Belts und den erfolgreichen Vertrieb des Produktes wurden die Produktionskapazitäten am Standort Düren für dieses Produkt erhöht. Dabei wurde maßgeblich in einen neuen Heizofen, ein neues Außenlager sowie in eine neue Schleifbank investiert. Bei den weiteren Investitionen handelte es sich zum einen um Modernisierungen in den Bereichen technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.
6. Ausblick
In den ersten fünf Monaten 2020 lag der Auftragseingang 8,1 % über dem vergleichbaren Vorjahreswert der ersten fünf Monate 2019. Der Umsatz lag für die ersten fünf Monate 2020 3,7 % unter dem Vorjahr und 4,3% unter den geplanten Umsatzerlösen. Gleichwohl zeigt der Monatsabschluss Mai aufgrund verbesserter Margen ein EBITDA über Planniveau.
Der weitere Ausblick der Gesellschaft ist aufgrund der aktuellen Corona Pandemie schwierig für das komplette Geschäftsjahr zu prognostizieren. Durch die gestiegene Nachfrage an Hygiene- und Verpackungsmaterialien sind in diesen Segmenten der Papierindustrie weiteres Wachstum und stabile Umsätze zu erwarten. Allerdings wird es vermutlich zu Verzögerungen in der Nachfrage im Bereich des Projektgeschäftes für Um- und Neubauten von Maschinen geben, so dass hier ein Rückgang des Umsatzes im Laufe des Jahres 2020 zu erwarten ist.
In Summe gehen wir aktuell davon aus, dass wir die Umsatzziele entsprechend des Budgets 2020 erreichen, das mit 30,7 Mio EUR auf gleichem Niveau wie 2019 liegt. Der Auftragseingang ist mit 29,6 Mio. Euro ebenfalls auf Vorjahreswert budgetiert (Vj. 29,3 Mio. EUR). Wir erwarten entsprechend des Budgets 2020 ein EBITDA von 2,3 Mio EUR.
2020 werden voraussichtlich 800 TEUR in die Modernisierung der technischen Anlagen und Maschinen investiert.
Ungeachtet dessen liegt der Fokus der Gesellschaft darauf, in einer aktuell sehr volatilen Marktsituation die Kostenstrukturen und die Auslastung entsprechend anzupassen und zu optimieren.
Düren, 29. Juni 2020
**Andritz Fabrics and Rolls AG
Düren**
Harald Weimer, Vorstand
Bernd Hahne, Vorstand
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Andritz Fabrics and Rolls AG (bis 29. August 2019: Stowe Woodward AG), Düren
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Andritz Fabrics and Rolls AG (bis 29. August 2019: Stowe Woodward AG), Düren - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Andritz Fabrics and Rolls AG (bis 29. August 2019: Stowe Woodward AG), Düren, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter-falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 29. Juni 2020
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Engel, Wirtschaftsprüferin
Loschelder, Wirtschaftsprüferin