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Andritz AG — Audit Report / Information 2014
Dec 1, 2015
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Audit Report / Information
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Publication
Stowe Woodward Aktiengesellschaft
Düren
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014
A. Prüfungsauftrag
Der Aufsichtsrat der Stowe Woodward AG, Düren (im Folgenden kurz: „die Gesellschaft" oder „Stowe AG"), hat uns aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 27. August 2014 mit der Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2014 unter Einbeziehung der zugrunde liegenden Buchführung und des Lageberichts beauftragt.
Bei unserer Abschlussprüfung haben wir die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet.
Für diesen Auftrag gelten, auch im Verhältnis zu Dritten, unsere als Anlage beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2002. Wir verweisen ergänzend auf die dort in Ziffer 9 enthaltenen Haftungsregelungen und auf den Haftungsausschluss gegenüber Dritten sowie die weiteren Bestimmungen der beigefügten Anlage „Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt".
Unsere Berichterstattung erfolgt nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf (IDW PS 450).
B. Grundsätzliche Feststellungen
I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung durch die gesetzlichen Vertreter
Die Darstellung und Beurteilung der Lage des Unternehmens und seiner voraussichtlichen Entwicklung durch den Vorstand im Jahresabschluss und im Lagebericht halten wir für zutreffend.
Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft
Hervorzuheben sind insbesondere die folgenden Aspekte:
| • | Die Schließung der Schwesterwerke in Heidenheim und Mount Hope erfolgte im Rahmen der europaweiten Konsolidierung und Optimierung der Produktionsstruktur des Xerium Konzerns. Die Übernahme des Kundenstamms des vormaligen Werkes in Heidenheim und Frankreich in die Strukturen der Stowe AG führte hier zu einer verbesserten Auslastung der Produktionsanlagen. |
| • | Der Auftragseingang belief sich in 2014 auf 30,1 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr 2013 (Auftragseingang 30 Mio. EUR) konnte somit das Vorjahresniveau gehalten werden. |
| • | Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2014 sind gegenüber dem Vorjahr 2013 deutlich gesunken. Die Bruttoerlöse abzgl. Erlösschmälerungen beliefen sich in 2014 auf 29,5 Mio. EUR, der Vorjahreswert betrug hingegen 32,2 Mio. EUR. Dies ist insbesondere auf eine generelle Marktschwäche in Europa im Bereich der grafischen Papiere zurückzuführen. Es wurden in 2014 im Vergleich zu 2013 deutlich weniger Walzen Gummierungen und Beschichtungen im Bereich Composite Compound verkauft sowie auch deutlich weniger Serviceleistungen in diesem Bereich. |
| • | Die Ertragslage hat sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2013 negativ entwickelt, was hauptsächlich auf die Sondereffekte der Werkschließungen, den damit verbundenen Abfindungszahlungen und den Anlaufkosten der Umstrukturierung zurück zu führen ist. Auf Basis von Umsatzerlösen von 29,5 Mio. EUR (Vorjahr: 32,2 Mio. EUR) stieg der Materialaufwand auf 35,6% des Umsatzes (Vorjahr: 33,5%). |
| • | Der Personalaufwand stieg absolut von 11,6 Mio. EUR in 2013 auf 14,6 Mio. EUR und ist wie oben erwähnt auf die Umstrukturierung zurück zu führen. In Bezug auf den erzielten Umsatz stieg der Aufwand auf nunmehr 49,5% (Vorjahr: 36,0%). |
| • | Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank von einem Gewinn in Höhe von 2,7 Mio. EUR in 2013 auf einen Verlust in Höhe von 2,2 Mio. EUR in 2014. Einhergehend reduzierte sich auch die Umsatzrentabilität von 8,4% in 2013 auf -7,5% in 2014. |
| • | Die Gesellschaft weist bei einer Bilanzsumme von 29,1 Mio. EUR eine Eigenkapitalquote von 60,9% aus. Gegenüber dem Vorjahr ist die Eigenkapitalquote leicht angestiegen (Vorjahr: 58,1%), im Wesentlichen bedingt durch das etwas geringere Geschäftsvolumen und den Rückgang von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. |
| • | Die Gesellschaft ist in das Cash Pooling des Konzerns eingebunden. Über das Cash Pooling Verfahren erfolgt das zentrale Management von überschüssiger Liquidität oder kurzfristiger Liquiditätsbedarfe. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist dadurch zu jedem Zeitpunkt sichergestellt. |
Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Die Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung der Stowe AG im Lagebericht basiert auf Annahmen, bei denen Beurteilungsspielräume vorhanden sind. Wir halten diese Darstellung für plausibel. In diesem Zusammenhang ist insbesondere auf folgende Kernaussagen hinzuweisen:
| • | In der deutschen und europäischen Papierindustrie ist nach wie vor von einem sich konsolidierenden Markt auszugehen. Der Markt ist dabei geprägt von Werksschließungen und Übernahmen der kleineren Papierproduzenten durch große Konzerne. |
| • | Die Stowe AG bleibt unter nachhaltigem Druck, Ihre Produktionskapazitäten und Strukturen einer fortwährenden Überprüfung und Optimierung zu unterziehen. |
| • | Innerhalb des Verbunds der europäischen Werke sollen weiterhin Synergieeffekte analysiert und realisiert werden. Nachhaltige Effekte im Bereich der Personalkosten sowie der allgemeinen Verwaltungskosten werden durch die in 2014 erfolgte Schließung der Werke Heidenheim und Mount Hope und der damit verbundenen Konsolidierung der Produktionsstandorte in Deutschland erwartet. |
| • | Für das Geschäftsjahr 2015 geht die Gesellschaft von einem positiven Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 4,5 Mio. EUR aus. Bei Umsätzen auf Vorjahresniveau soll die Verbesserung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 um 6,7 Mio. EUR im Wesentlichen durch Kosteneinsparungen erreicht werden. |
II. Unregelmäßigkeiten
Bei der Durchführung der Abschlussprüfung haben wir die im Folgenden aufgeführte Tatsache festgestellt, die einen Verstoß gegen gesetzliche Vorschriften oder den Gesellschaftsvertrag darstellt oder erkennen lässt:
| • | Entgegen der Vorschrift des § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB haben die gesetzlichen Vertreter den Jahresabschluss und den Lagebericht nicht in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2015 für das Geschäftsjahr 2014 aufgestellt. Wir haben die Geschäftsführung auf die Aufstellungsfrist hingewiesen. |
C. Analyse der wirtschaftlichen Verhältnisse
I. Wirtschaftliche Grundlagen
Unternehmensgegenstand ist die Herstellung, die Reparatur und der Vertrieb von Walzen und Walzenbeschichtungen sowie von anderen Artikeln aus Metall, Gummi, Kunststoffen und verwandten Grundstoffen. Im Wesentlichen werden Walzen und Walzenbeschichtungen für Papiermaschinen hergestellt, vertrieben und gewartet.
II. Mehrjahresvergleich
| 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | TEUR | 29.486 | 32.227 | 28.634 | 33.996 | 33.920 |
| Gesamtleistung | TEUR | 29.746 | 32.234 | 29.130 | 33.871 | 33.834 |
| Materialaufwand | TEUR | 10.522 | 10.838 | 10.621 | 12.303 | 10.841 |
| von Gesamtleistung | % | 35,4 | 33,6 | 36,5 | 36,3 | 32,0 |
| Personalaufwand | TEUR | 14.607 | 11.569 | 10.796 | 10.644 | 11.086 |
| von Gesamtleistung | % | 49,1 | 35,9 | 37,1 | 31,4 | 32,8 |
| Anzahl Mitarbeiter | Ø | 153 | 164 | 161 | 166 | 167 |
| Umsatz je Mitarbeiter | TEUR | 193 | 197 | 178 | 205 | 203 |
| Jahresergebnis 1 | TEUR | -2.327 | 2.614 | 1.299 | 3.785 | 5.566 |
| Cashflow i. e. S. 2 | TEUR | -682 | 4.484 | 3.095 | 6.269 | 7.434 |
| vom Umsatz | % | -2,3 | 13,9 | 10,8 | 18,4 | 21,9 |
| Investitionen | TEUR | 1.318 | 1.180 | 1.029 | 1.271 | 1.207 |
| Abschreibungen | TEUR | 1.657 | 1.856 | 1.896 | 1.936 | 1.907 |
| Eigenkapital | TEUR | 17.738 | 17.738 | 17.738 | 17.738 | 17.738 |
| vom Gesamtkapital | % | 61,6 | 58,1 | 61,7 | 58,9 | 54,2 |
1 Das Jahresergebnis stellt das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung dar.
2 Der Cashflow im engeren Sinne stellt die Summe aus dem Jahresergebnis vor Ergebnisabführung, die Abschreibungen sowie die Veränderung der Pensionsrückstellung dar.
D. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung
Gegenstand der Prüfung
Im Rahmen des uns erteilten Auftrags haben wir gemäß § 317 HGB die Buchführung, den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - und den Lagebericht auf die Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften geprüft.
Beurteilungskriterien für unsere Prüfung des Jahresabschlusses waren die Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 HGB sowie die Sondervorschriften des Aktiengesetzes. Ergänzende Bilanzierungsbestimmungen aus der Satzung ergeben sich nicht. Prüfungskriterien für den Lagebericht waren die Vorschriften des § 289 HGB.
Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Buchführung, das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem, den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie die uns erteilten Auskünfte und vorgelegten Unterlagen. Unsere Aufgabe ist es, diese Unterlagen und Angaben im Rahmen unserer pflichtgemäßen Prüfung zu beurteilen.
Art und Umfang der Prüfung
Unsere Prüfung haben wir gemäß den Vorschriften der §§ 316 ff. HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.
Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht frei von wesentlichen Unrichtigkeiten und Verstößen sind.
Auf dieser Basis haben wir die Prüfung des Jahresabschlusses mit der Zielsetzung angelegt, solche Unrichtigkeiten und Verstöße gegen die gesetzlichen Vorschriften zur Rechnungslegung zu erkennen, die sich auf die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage i. 5. d. § 264 Abs. 2 HGB wesentlich auswirken.
Grundlage unseres risiko- und prozessorientierten Prüfungsvorgehens ist die Erarbeitung einer Prüfungsstrategie. Diese basiert auf der Beurteilung des wirtschaftlichen und rechtlichen Umfelds des Unternehmens, seiner Ziele, Strategien und Geschäftsrisiken, die wir anhand kritischer Erfolgsfaktoren beurteilen. Die darauf aufbauende Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und dessen Wirksamkeit ergänzen wir durch Prozessanalysen, die wir turnusmäßig, insbesondere aber bei organisatorischen Umstellungen und Verfahrensänderungen mit dem Ziel durchführen, deren Einfluss auf relevante Jahresabschlussposten zu ermitteln und so die Geschäftsrisiken sowie unser Prüfungsrisiko einschätzen zu können. Die Erkenntnisse aus der Prüfung der Prozesse und des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems haben wir bei der Auswahl der analytischen Prüfungshandlungen (Plausibilitätsbeurteilungen) und der Einzelfallprüfungen hin-sichtlich der Bestandsnachweise, des Ansatzes, des Ausweises und der Bewertung im Jahresabschluss berücksichtigt. Im unternehmensindividuellen Prüfungsprogramm haben wir die Schwerpunkte unserer Prüfung, Art und Umfang der Prüfungshandlungen sowie den zeitlichen Prüfungsablauf und den Einsatz von Mitarbeitern festgelegt. Hierbei haben wir die Grundsätze der Wesentlichkeit und der Risikoorientierung beachtet und daher unser Prüfungsurteil überwiegend auf der Basis von Stichproben getroffen.
Die Arbeit eines vom Unternehmen eingesetzten Versicherungsmathematikers wurde für unsere Prüfung der Bilanzierung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen als Prüfungsnachweis verwendet. Wir haben, soweit notwendig, unter Berücksichtigung der Bedeutung der Tätigkeit des Sachverständigen für die Ziele unserer Abschlussprüfung die Kompetenz, die Fähigkeiten und die Objektivität des Sachverständigen beurteilt, ein Verständnis von der Tätigkeit des Sachverständigen gewonnen und die Eignung der Tätigkeit des Sachverständigen als Prüfungsnachweis für die relevante Aussage beurteilt.
Unsere Prüfungsstrategie für das Berichtsjahr hat zu folgenden Schwerpunkten des Prüfungsprogramms geführt:
| • | Analyse des Prozesses der Jahresabschlusserstellung |
| • | Mengengerüst und Bewertung der Vorräte |
| • | Ansatz und Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
| • | Vollständigkeit und Bewertung der sonstigen Rückstellungen |
| • | Umsatzrealisierung |
| • | Ansatz, Ausweis und Bewertung der Pensionsrückstellungen |
Weiterhin haben wir folgende Standardprüfungshandlungen vorgenommen:
| • | Von der zutreffenden Bilanzierung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wir uns durch Einholung von Saldenbestätigungen in Stichproben überzeugt. |
| • | Bankbestätigungen wurden von Kreditinstituten eingeholt. Rechtsanwaltsbestätigungen und Steuerberaterbestätigung wurden erbeten und ausgewertet. |
| • | An der körperlichen Bestandsaufnahme der Vorräte haben wir beobachtend teilgenommen. |
Ziel unserer Prüfungshandlungen im Rahmen der Prüfung des Lageberichts war es festzustellen, ob der Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss steht und ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens vermittelt sowie ob die Chancen und die Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dargestellt sind. In diesem Rahmen waren die Vollständigkeit und - soweit es sich um prognostische Angaben handelt - Plausibilität der Angaben zu prüfen. Wir haben die Angaben unter Berücksichtigung unserer Erkenntnisse, die wir während der Abschlussprüfung gewonnen haben, beurteilt.
Alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise sind erteilt worden. Der Vorstand hat uns die Vollständigkeit dieser Aufklärungen und Nachweise sowie der Buch-führung, des Jahresabschlusses und des Lageberichts schriftlich bestätigt.
E. Feststellungen zur Rechnungslegung
I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung
1. Vorjahresabschluss
Der Vorjahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat am 16. Juni 2014 gebilligt und damit festgestellt.
Der Vorjahresabschluss wurde offen gelegt (Bundesanzeiger vom 28. August 2014).
2. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen
Die Organisation der Buchführung, das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem, der Datenfluss und das Belegwesen ermöglichen die vollständige, richtige, zeitgerechte und geordnete Erfassung und Buchung der Geschäftsvorfälle.
Die aus weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen haben zu einer ordnungsgemäßen Abbildung in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht geführt.
Die Buchführung entspricht nach unseren Feststellungen den gesetzlichen Vorschriften.
3. Jahresabschluss
Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss und die dafür angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den gesetzlichen Vorschriften.
Aufbauend auf der von uns geprüften Vorjahresbilanz ist der vorliegende Jahresabschluss aus den Zahlen der Buchführung und aus den weiteren geprüften Unterlagen richtig entwickelt worden.
Die Angaben im Anhang sind vollständig und zutreffend.
Die Gesellschaft macht hinsichtlich der Angaben zu der Vorstandsvergütung von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB nach unserer pflichtgemäßen Beurteilung zu Recht Gebrauch. Die Gesellschaft hat in Erwartung des Eintritts der entsprechenden Voraussetzungen von der Erleichterung des § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch gemacht und auf die Angabe und Aufschlüsselung des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars verzichtet.
4. Lagebericht
Der Lagebericht steht mit dem Jahresabschluss und unseren bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen im Einklang und vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens. Unsere Prüfung nach § 317 Abs. 2 Satz 2 HGB hat zu dem Ergebnis geführt, dass im Lagebericht die wesentlichen Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dargestellt sind. Die Angaben nach § 289 Abs. 2 HGB sind vollständig und zutreffend.
II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses
1. Wesentliche Bewertungsgrundlagen
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Anhang (Anlage 3) der Gesellschaft dargestellt.
Bewertungsgrundlagen mit wesentlichem Einfluss auf die Gesamtaussage des Jahresabschlusses betreffen insbesondere:
Vorräte
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Abwertungen werden anhand der Altersstruktur der Vorräte ermittelt. Die Abschläge beginnen bei 50 % bei einem Alter von über einem Jahr und betragen bis zu 100 % bei einem Alter von über 2 Jahren.
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen
Es bestehen bei der Gesellschaft unmittelbare Pensionsverpflichtungen aufgrund von Einzelzusagen und einer allgemeinen Versorgungsregelung. Die Versorgungszusagen werden teilweise durch unverpfändete Rückdeckungsversicherungen und insbesondere durch das Nettovermögen der Gesellschaft gedeckt.
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde unverändert zum Vorjahr mit dem vollen Rückstellungswert angesetzt. Hierbei wurde vereinfachend für die Diskontierung entsprechend des § 253 Abs. 2 5. 2 HGB pauschaliert eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren zu Grunde gelegt, obwohl einige der Pensionäre mit höheren Ansprüchen schon ein Lebensalter > 75 Jahre aufweisen. Ein laufzeitadäquaterer Diskontierungssatz würde eine etwas höhte Pensionsverpflichtung implizieren.
2. Zusammenfassende Beurteilung
Nach unserer pflichtgemäß durchgeführten Prüfung sind wir - unter Würdigung der erläuterten wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen - zu der Beurteilung gelangt, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
F. Bestätigungsvermerk
Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
„Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stowe Woodward AG, Düren, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Köln, 26. Juni 2015
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Senghaas, Wirtschaftsprüfer
Mezger, Wirtschaftsprüfer