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Andritz AG Annual Report 2018

Feb 21, 2020

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Annual Report

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Publication

Andritz Fabrics and Rolls AG

(vormals: Stowe Woodward Aktiengesellschaft)

Düren

Jahresabschluss

zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Bilanz

zum 31. Dezember 2018

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 8.400.341,53 8.517.279,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.255.871,41 1.630.868,12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 823.544,02 964.221,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 474.023,29 127.035,00
10.953.780,25 11.239.403,22
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.430.356,81 1.337.332,01
2. Unfertige Erzeugnisse 1.693.686,79 1.186.966,29
3. Fertige Erzeugnisse 574.672,30 3.698.715,90 194.346,84 2.718.645,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.363.567,10 2.935.333,39
2. Forderungen gegen verbundenen Unternehmen 10.687.359,80 10.572.543,68
3. Sonstige Vermögensgegenstände 122.543,62 14.173.470,52 246.641,82 13.754.518,89
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 232.572,28 15.054,68
18.104.758,70 16.488.218,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 33.702,18 73.804,69
29.092.241,13 27.801.426,62
31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 736.260,00 736.260,00
II. Kapitalrücklage 15.957.062,73 15.957.062,73
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklagen 73.626,00 73.626,00
2. Andere Gewinnrücklagen 970.936,20 1.044.562,20 970.936,20 1.044.562,20
17.737.884,93 17.737.884,93
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 3.662.737,00 3.621.675,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.045.714,82 2.045.737,22
5.708.451,82 5.667.412,22
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 103.381,02 33.400,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.913.685,40 1.913.355,64
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.300.206,37 2.176.075,81
4. Sonstige Verbindlichkeiten 328.631,59 273298,02
- davon aus Steuern EUR 120.686,76 (Vj. EUR 117.115,63) -
5.645.904,38 4.396.129,47
29.092.241,13 27.801.426,62

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018 2017
EUR EUR EUR
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 28.689.655,68 27.195.934,99
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 887.045,96 -224.914,58
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.739.525,19 794.229,63
- davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 12.188,67 (i. Vj. EUR 17.841,80) -
31.316.226,83 27.765.250,04
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 8.975.849,60 8.101.735,09
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.573.363,82 2.064.006,36
11.549.213,42 10.165.741,45
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.080.788,09 8.372.456,45
1.903.926,65 1.724.535,13
- davon für Altersversorgung EUR 319.786,87 (1. Vj. EUR 150.364,47) -
10.984.714,74 10.096.991,58
6. Abschreibungen auf Sachanlagen 1.071.114,82 1.273.025,66
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.406.131,16 5.358.051,09
- davon aus Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 13.724,57 (i.Vj.: EUR 19.724,97)
29.011.174,14 26.893.809,78
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 270.881,90 240.013,31
- davon aus Aufzinsung EUR 235.805,00 (i.Vj. 218.913,00) -
9. Ergebnis vor sonstigen Steuern und Ergebnisabführung 2.034.170,79 631.426,95
10. Sonstige Steuern 84.679,31 78.685,43
11. Aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 1.949.491,48 552.741,52
12. Jahresüberschuss/Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für 2018

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 HGB.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wird in Euro („EUR") aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert (§ 275 Abs. 2 HGB).

Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden Angaben zur Mitzugehörigkeit und sonstige davon-Angaben zu Posten der Bilanz teilweise in den Anhang aufgenommen.

Registerinformation

Die Gesellschaft ist unter der Firma Stowe Woodward Aktiengesellschaft mit Sitz in Düren im Handelsregister des Amtsgerichts Düren unter der Nummer HRB 2635 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode planmäßig abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Zugänge von EUR 250,00 bis zu einem Wert von EUR 1.000,00 werden zu einem Sammelposten zusammengefasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Das steuerliche Sammelpostenverfahren wird aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu gleitenden durchschnittlichen Anschaffungskosten aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, das heißt es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für anfallende Kosten vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsrechtlichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt.

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der „Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" (Vorjahre "Richttafeln 2005 G") ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der Durchschnittszins der letzten zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren verwendet. Der Rechnungszins zum 31. Dezember 2018 wurde mit 3,21 % (Vj 3,68 %) p. a. angesetzt. In die Bewertung wurden Annahmen zu der Dynamik der Anpassung der laufenden Renten i.H.v. 1,75% berücksichtigt.

Die Bewertung der Altersteilzeitrückstellung erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Dabei wurde ein durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gem. § 253 Abs. 2 HGB i.H.v. 0,82% (Vorjahr 1,33%) sowie eine erwartete Dynamik der anrechenbaren Bezüge 2% (Vorjahr 2%) zugrunde gelegt. Zudem wurden die Sterbetafeln nach Prof. Dr. Heubeck aus dem Jahr 2018 (2018 G) verwendet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftigen kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungsdifferenzen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2018 31.12.2017
TEUR TEUR
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.364 2.935
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.687 10.573
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
davon aus Lieferungen und Leistungen 2.111 2.917
Sonstige Vermögensgegenstände 123 247
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 75 104

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten solche gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 365 (Vj. TEUR 67). Zudem ist in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen eine Forderung aus dem konzerneigenen Cashpool in Höhe von TEUR 8.576 (Vj. TEUR 7.655) enthalten.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gesellschaft ist voll eingezahlt. Dieses beträgt EUR 736.260,00.

Das Grundkapital ist unverändert eingeteilt in 14.400 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Rücklagen

Im Berichtsjahr veränderten sich die Kapital- und Gewinnrücklagen nicht.

Rückstellungen

Im Berichtsjahr sind die Rückstellungen für Pensionen leicht angestiegen auf TEUR 3.663 (VJ. TEUR 3.622).

Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre zu einer Abzinsung mit dem mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre beträgt nach § 253 Abs. 6 HGB TEUR 210 (Vj. TEUR 208).

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Altersteilzeitansprüche in Höhe von TEUR 473 (Vj. TEUR 428), Urlaubsansprüche in Höhe von TEUR 185 (Vj. TEUR 171), Jubiläen in Höhe von TEUR 237 (Vj. TEUR 193), Gewährleistungsansprüche in Höhe von TEUR 191 (Vj. TEUR 249), Überstunden in Höhe von TEUR 185 (Vj. TEUR 140), Abfindungszahlungen in Höhe von TEUR 316 (Vj. TEUR 171) und für Warenlieferungen in Höhe von TEUR 80 (Vj. TEUR 138) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 97 und betreffen ausschließlich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Zusammensetzung der Verbindlichkeiten

31.12.2018 31.12.2017
TEUR TEUR
--- --- ---
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 103 33
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.914 1.913
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.300 2.176
davon aus Ergebnisabführung 1.949 553
davon aus Lieferungen und Leistungen 351 1.623
4. Sonstige Verbindlichkeiten 329 273
davon aus Steuern 121 117

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betrugen TEUR 1.949 (Vj. TEUR 553).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Verpflichtungen aus mehrjährigen Miet- und Leasingverträgen, die zwischen 2019 und 2025 enden. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden nicht kündbaren Verträge summieren sich die in den folgenden Jahren zu zahlenden Beträge wie folgt:

TEUR
Kleiner 1 Jahr 1.971
Grösser 1 Jahr 652

Darüber hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres betragen 28.690 TEUR (Vj. 27.196 TEUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2018 2017
TEUR TEUR
--- --- ---
Vertriebsaufwand 1.529 1.410
Verwaltungsaufwand 1.065 1.258
Betriebsaufwand 700 626
Übrige 2.112 2.065
5.406 5.358

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen/ Übrige sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 14 (Vj. TEUR 20) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft schloss mit Wirkung zum 1. Januar 2001 einen Ergebnisabführungsund Beherrschungsvertrag mit der Robec Walzen GmbH, Düren, (ehemals Stowe Woodward Forschungs- und Entwicklungs GmbH, umbenannt in 2005). Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft weist die Gesellschaft daher grundsätzlich keinen Aufwand oder Ertrag für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus.

Aufwand aus der Ergebnisabführung

Aufgrund des existierenden Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrags wurde der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.949 (Vj. ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 553) an die Robec Walzen GmbH, Düren abgeführt und hierfür eine Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschaft erfasst.

Sonstige Angaben

Organe

Aufsichtsrat

Gemäß § 96 Aktiengesetz i. V. m. § 76 Betriebsverfassungsgesetz 1952 hat die Gesellschaft einen Aufsichtsrat; diesem gehörten zum Bilanzstichtag an:

Michael Francis Bly, Raleigh, North Carolina, USA, Aufsichtsratsvorsitzender seit 18. Juli 2016 (Executive Vice President), Xerium Technologies Inc.
David Michael James, Raleigh, North Carolina, USA, Aufsichtsratsmitglied, Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden, (Vice President Finance), Xerium Technologies Inc.
Heinz-Dieter Dietz, Düren, Deutschland, Arbeitnehmervertreter, (Starkstromelektriker) Stowe Woodward AG

Die Wahl der von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats erfolgt gemäß § 5 der Satzung auf jeweils vier Jahre.

Vorstand und Vertretung

Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Harald Weimer, Nußloch,

President Xerium Europe

Per 27.02.2019 ist als zusätzliches Vorstandsmitglied bestellt:

Bernd Hahne, Nideggen

Vice President Operation Rolls EMEA

Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft alleine. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, so wird die Gesellschaft durch den Vorstandsvorsitzenden gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Herr Harald Weimer und Herr Bernd Hahne vertreten die Gesellschaft jedoch jeweils alleine.

Gesamtbezüge des Vorstands

Auf die in § 285 Nr. 9a HGB geforderte Angabe der an die Vorstandsmitglieder für ihre Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf TEUR 4.

Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats

Die laufenden Pensionszahlungen für ehemalige Vorstandsmitglieder betrugen im Berichtsjahr TEUR 261 (Vj. TEUR 255).

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2018 auf TEUR 2.583 (Vj. TEUR 2.522).

Außerbilanzielle Geschäfte

Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestanden Operating-Leasing-Verträge, die aus Wirtschaftlichkeits- und Liquiditätsgründen abgeschlossen wurden. Es sind keine besonderen Risiken hieraus ersichtlich.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug:

2018 2017
Produktionsmitarbeiter 110 110
Verwaltung, Vertrieb, Entwicklung 30 29
140 139

Konzernverhältnisse

Am Grundkapital der Gesellschaft ist die Robec Walzen GmbH, Düren, (ehemalige Stowe Woodward Forschungs- und Entwicklungs GmbH) mit 99,55 % beteiligt.

Die Robec Walzen GmbH, Düren, gehört seit dem 17. Oktober 2018 über die Andritz Fabrics and Rolls Germany Holding GmbH, Reutlingen wie auch die Xerium Technologies Ltd., London/ UK, und XTI LLC, Raleigh/ USA, zur Andritz AG, Graz/ Österreich.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Xerium Technologies Inc., Youngsville/ USA einbezogen, die wiederum in den Konzernabschluss der Andritz AG, Graz/ Österreich, als höchster Konzernspitze einbezogen wird. Der Abschluss ist am Sitz der Andritz AG, Graz/ Österreich, erhältlich. Die Stowe Woodward AG, Düren, steht damit unter der einheitlichen Leitung der Andritz AG, Graz/ Österreich. Als verbundene Unternehmen sind somit alle Unternehmen der Andritz-Gruppe anzusehen.

Mit der Robec Walzen GmbH, Düren, besteht mit Wirkung vom 1. Januar 2001 ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag. Die Hauptversammlung vom 19. Juni 2001 hat diesem Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag zugestimmt. Die Eintragung ins Handelsregister Düren erfolgte am 23. November 2001.

Gewinnverwendung

Aufgrund des Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrags mit der Robec Walzen GmbH, Düren, als beherrschendes Unternehmen wird das Jahresergebnis an die Obergesellschaft abgeführt bzw. der Jahresfehlbetrag von dieser ausgeglichen. Der Bilanzgewinn beträgt daher Null.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Düren, 28. Juni 2019

Stowe Woodward AG

Der Vorstand

Harald Weimer

Bernd Hahne

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2018 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2018
--- --- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 19.079.521,85 76.436,80 0,00 142.035,00 19.297.993,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.253.130,84 69.797,80 0,00 0,00 27.322.928,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.937.834,34 150.233,96 119.246,91 0,00 7.968.821,39
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 127.035,00 489.023,29 0,00 -142.035,00 474.023,29
54.397.522,03 785.491,85 119.246,91 0,00 55.063.766,97
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2018 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2018 31.12.2018 31.12.2017
--- --- --- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- --- ---
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 10.562.242,76 335.409,36 0,00 10.897.652,12 8.400.341,53 8.517.279,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.622.262,72 444.794,51 0,00 26.067.057,23 1.255.871,41 1.630.868,12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.973.613,33 290.910,95 119.246,91 7.145.277,37 823.544,02 964.221,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 474.023,29 127.035,00
43.158.118,81 1.071.114,82 119.246,91 44.109.986,72 10.953.780,25 11.239.403,22

Lagebericht 2018

1 Grundlagen der Gesellschaft und des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft

Der Unternehmensgegenstand der Stowe Woodward AG, Düren, ist die Fertigung von Breitstreckwalzen sowie Walzenbezügen. In Deutschland ist die Gesellschaft einer der Marktführer in ihrem Segment. Der ehemalige Mutterkonzern Xerium aus den USA wurde am 17.10.2018 vom Andritz Konzern aus Österreich gekauft. Die Gesellschaft ist seitdem somit Teil des Andritz Konzerns aus Österreich. Die Andritz AG, Graz/Österreich, hat 280 Standorte in 40 Ländern und beschäftigt rund 29.000 Mitarbeiter weltweit.

1.2 Ziele und Strategien

Die Stowe Woodward AG, Düren, als Konzerngesellschaft der Andritz AG, Graz/Österreich, fertigt Produkte, die eine entscheidende Rolle bei der Produktion und Veredelung von Rohmaterialien in fertige Papierprodukte, Papierverpackungen und verwandte Produkte inne haben.

Die Gesellschaft setzt ihr breites Portfolio an Produkt- und Fertigungstechnologien sowie ihre umfangreiche und langjährige Industrieerfahrung ein, um ihre Kunden mit maßgeschneiderten Lösungen bei der Papierproduktion zu unterstützen. Dabei steht die Erreichung einer hohen Fertigungsqualität als auch die kosteneffektive Produktion bei den Kunden der Stowe Woodward AG, Düren, im Mittelpunkt der unternehmerischen Bemühungen.

Diese Kundenlösungen sind Ergebnis von langjährigen und intensiven Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie eines ausgefeilten Produktionsprozesses.

1.3 Steuerungssystem

Die Gesellschaft wird nach Kennzahlen und Zielvorgaben des Mutterkonzerns gesteuert. Die zentralen Leistungsindikatoren sind Umsatz, EBITDA (Ergebnis vor sonstigen Steuern und Ergebnisabführung zzgl. Zinsen und ähnliche Aufwendungen und Abschreibungen auf Sachanlagen), Ergebnis vor Steuern und der Auftragseingang. Die Festlegung erfolgt dabei im Rahmen eines integrierten Vorschau- und Budgetierungsprozesses gemeinsam mit der Muttergesellschaft in Österreich.

1.4 Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind nach wie vor in 2018 innerhalb der ehemaligen Xerium Gruppe in den USA konzentriert. Die Kosten des zentralen Bereichs Forschung und Entwicklung werden per Umlage an die einzelnen Konzerngesellschaften weiterbelastet.

Der Fokus von Forschung und Entwicklung der Xerium Gruppe liegt auf der Erweiterung von Marktanteilen, der Expansion in neue Märkte und Produkte sowie in der Verbesserung von Margen und Erträgen.

Die Xerium Gruppe ist Pionier in der Entwicklung von Technologien, die zwischenzeitlich zum Industriestandard geworden sind. Das Portfolio an gewerblichen Schutzrechten wird permanent erweitert. Die R&D Strategie der Gruppe liegt in der Komplettierung von Produktlinien, der Entwicklung von Produkten und Services der nächsten Generation sowie der Reduktion von Ausschusskosten.

Nach wie vor ist die Entwicklung der SMART-Technologie, eine Technologie zur berührungslosen Messung des Nip-Drucks (Non Impacting Printing) von großer Bedeutung. Dieses System bietet unseren Kunden den großen Vorteil, den aktuell anstehenden Nip-Druck zu messen und mittels kabelloser Übertragung am Bildschirm darstellen zu lassen. Viele Kunden nutzen dieses System aktiv, um Anpassungen oder Korrekturen an der laufenden Maschine vorzunehmen, was in dieser Form zuvor unmöglich war. Diese Messeinrichtung kann zwischenzeitlich in alle gängigen Walzenbezüge (Gummi, Polyurethan und Composite Bezüge) eingebaut werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Allgemein

Die Weltwirtschaft befindet sich 2018 noch in einer Hausse. Insgesamt ist die gesamtwirtschaftliche Entwicklung weltweit positiv zu sehen. Dies hat jedoch nur bedingt Auswirkungen auf den Papiermarkt, da insbesondere neue Medien Nachfragesteigerungen verhindern. Allgemein lässt sich festhalten, dass der Papiermarkt weltweit weitestgehend stagniert und lediglich marginale Wachstumstendenzen aufweist.

2.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die globale Papierindustrie war im Jahresvergleich 2018 zu 2017 mit einer 0,7%igen Produktionsmengenreduzierung konfrontiert. Diese war maßgeblich durch eine um 7,5% reduzierte Produktionsmenge von Zeitungsdruckpapieren und eine um 3,5% reduzierte Produktionsmenge von Schreib- und Druckpapieren beeinflusst. Verpackungspapiere verzeichneten einen Zuwachs um 0,8% und Hygienepapiere um 3,0%. Laut Prognosen (Numera) werden sich die Produktionsmengen bis zum Jahr 2023 insgesamt um 0,9% erhöhen.

Die europäische Papierindustrie entwickelte sich im Jahr 2018 analog zum globalen Papiermarkt. Die Produktionsmenge verzeichnete ein Minus von 0,6%, entscheidend beeinflusst durch eine um 8,4% reduzierte Menge an Zeitungsdruckpapieren und einer um 4,2% reduzierten Menge an Schreib- und Druckpapieren. Dem gegenüber verzeichneten Verpackungspapiere einen Zuwachs von 1,7% und Hygienepapiere einen Zuwachs von 2,2%. Für die Jahre 2020 und 2021 sind erhebliche Kapazitätserweiterungen für Verpackungsmaschinen geplant wohingegen bei den grafischen Papieren Kapazitätsreduzierungen analog zum Nachfragerückgang angekündigt wurden (UPM).

Die Strategie der Unternehmensgruppe liegt dabei in der Erzielung von hohen Marktanteilen in den Wachstumsmärkten sowie der Optimierung der jeweiligen Cash Flows in den sich eher konsolidierenden Absatzregionen.

2.3 Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang belief sich in 2018 auf rund 28,1 Mio EUR und ist daher 8,08 % über dem Vorjahr 2017 (Auftragseingang 26,0 Mio EUR), was maßgeblich durch zwei Großaufträge im Breitstreckwalzenbereich begründet ist. Ansonsten entwickelt sich der Markt gemäß den Vorjahren rückläufig aufgrund von geringeren OEM-Aufträgen durch Maschinenfabriken sowie eine Veränderung des Walzenportfolios am Markt hin zu kleineren und weniger bedeutenden Walzen.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2018 haben gegenüber dem Vorjahr 2017 etwas zugenommen. Die Umsatzerlöse beliefen sich in 2018 auf 28,7 Mio EUR, der Vorjahreswert 2017 betrug 27,2 Mio EUR.

Die Entwicklung des EBITDA von 3,4 Mio EUR (Vj. 2,1 Mio EUR) und dem Ergebnis vor Steuern von 2,0 Mio EUR (Vj 0,6 Mio EUR) war dagegen deutlich positiv, was unter anderem aus der Erstattung von Lizenzgebühren von verbundenen Unternehmen resultiert.

2.4 Lage

In der deutschen und europäischen Papierindustrie ist nach wie vor von einem sich konsolidierenden Markt auszugehen. Der Markt ist dabei geprägt von Werksschließungen und Übernahmen der kleineren Papierproduzenten durch große Konzerne. Durch die Zentralisierung von Einkaufsabteilungen bei den Papierproduzenten verschärft sich die Situation bei den Zulieferbetrieben. Ersatzinvestitionen werden von der Papierindustrie gestreckt bzw. aufgeschoben. Teilweise werden nicht oder schlecht ausgelastete Papiermaschinen auch vollständig stillgelegt. Bei Neuinvestitionen werden mehr und mehr kleinere Maschinen bevorzugt. Diese lassen sich flexibler einsetzen und ermöglichen damit den Herstellern ein flexibleres Reagieren auf Marktschwankungen. Das Geschäftsjahr 2018 entwickelte sich in Bezug auf die Umsätze der Gesellschaft positiv zum Vorjahr.

Angesichts dieser Rahmenbedingungen - in Vorjahren reduzierte Umsätze sowie ein unter Konsolidierungsdruck stehender Absatzmarkt - ist die Gesellschaft gezwungen, die eigene Kostensituation weiterhin zu optimieren. Die in 2007 eingeführte Arbeitszeitverlängerung konnte aufgrund der in 2016 neu verhandelten Verlängerung der Betriebsvereinbarung aufrechterhalten werden, was sich für die Stückkosten günstig auswirkte.

Wie im Vorjahr zeigten sich die Preise im Rohstoffsektor 2018 relativ stabil. Dagegen hielt im Stahlsektor die anhaltende leichte Preissteigerung aus 2017 an.

Aufgrund der bestehenden Verträge für Erdgas und Strom entstanden gegenüber den Vorjahren trotz der veränderten Marktlage mit steigenden Kosten keine wesentlichen Mehrkosten für Energie in 2018.

2.4.1 Ertragslage

Die Ertragslage 2018 hat sich im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr 2017 verbessert. Auf Basis von Umsatzerlösen von 28,7 Mio EUR (Vorjahr: 27,2 Mio) hatten wir einen leichten Anstieg beim Materialaufwand auf 40,3 % des Umsatzes (Vorjahr: 37,4 %) durch einen Anstieg der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu verzeichnen.

Der sonstige betriebliche Ertrag ist durch die Gutschrift der Lizenzgebühren von 1,4 Mio EUR im Vergleich zum Vorjahr deutlich höher. Dagegen waren im Vorjahr noch Erträge aus Anlagenabgang durch den Verkauf der Anlage in Heidenheim enthalten.

Der Personalaufwand stieg absolut von 10,1 Mio EUR in 2017 auf 11,0 Mio EUR und betrug somit in Bezug auf den erzielten Umsatz 38,3 % (Vorjahr: 37,1 %). Der Anstieg ist vor allem auf einen deutlichen Anstieg der Überstunden (+210 TEUR), Abfindungen (+171 TEUR) und des Bonus (+148 TEUR), im Vergleich zum Vorjahr, zurückzuführen.

Die Abschreibungen in Höhe von 1,1 Mio EUR sind leicht niedriger als im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen leicht von 5,36 Mio EUR des Vorjahres auf nunmehr 5,41 Mio EUR in 2018. In Bezug auf den Umsatz war dies eine Senkung von 19,7 % in 2017 auf nunmehr 18,8 % in 2018.

Das Ergebnis vor sonstigen Steuern und Ergebnisabführung fiel nach einem Gewinn in Höhe von 553 TEUR in 2017 mit einem Gewinn in Höhe von 1.949 TEUR in 2018 wesentlich besser aus. Dies ist vor allem auf die Gutschrift der Lizenzgebühren 2017 im Dezember 2018 zurückzuführen.

Der Jahresüberschuss der Gesellschaft wird aufgrund des vorliegenden Gewinnabführungsund Beherrschungsvertrages vollständig an die Robec Walzen GmbH, Düren, in Höhe von 1.949 TEUR abgeführt.

2.4.2 Finanzlage, Kapitalstruktur und Vermögenslage

Die Gesellschaft weist bei einer Bilanzsumme von 29 Mio EUR eine Eigenkapitalquote von 61,0 % aus und ist somit sehr solide aufgestellt. Das gezeichnete Kapital beträgt 736.260 EUR, die Kapitalrücklagen betragen 16,0 Mio EUR, die Gewinnrücklagen 1,0 Mio EUR. Gegenüber dem Vorjahr ist die Eigenkapitalquote etwas gesunken (Vorjahr: 2017: 63,8 %), im Wesentlichen bedingt durch einen erhöhten Lagerbestand und somit einer erhöhten Bilanzsumme.

Die Rückstellungen in Höhe von 5,7 Mio EUR (Vorjahr: 2017 5,7 Mio EUR) setzen sich aus Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 3,7 Mio EUR (Vorjahr 2017: 3,6 Mio EUR) zusammen sowie aus Sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2,0 Mio EUR (Vorjahr 2017: 2,0 Mio). Somit gibt es insgesamt im Bereich der Rückstellungen keine wesentlichen Veränderung zum Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zusammen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen mit 2,9 Mio EUR gegenüber dem Vorjahreswert (Vorjahr 2017: 1,9 Mio EUR) stark zu und entsprachen damit 10,0 % der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum Bilanzstichtag 2018 2,3 Mio EUR und lagen damit über dem Wert des Vorjahres in Höhe von 2,2 Mio EUR. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Insgesamt repräsentieren die Verbindlichkeiten 19,4 % der Bilanzsumme (Vorjahr 2017: 15,8 %).

Die Forderungen setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusammen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum Bilanzstichtag 2018 10,7 Mio EUR und lagen damit über dem Wert des Vorjahres in Höhe von 10,6 Mio EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen mit 3,4 Mio EUR gegenüber dem Vorjahreswert (Vorjahr 2017: 2,9 Mio EUR) aufgrund des Geschäftsverlaufes im letzten Quartal deutlich zu.

Die Gesellschaft ist in das Cash Pooling des Konzerns eingebunden. Über das Cash Pooling Verfahren erfolgt das zentrale Management von überschüssiger Liquidität oder kurzfristiger Liquiditätsbedarfe. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist dadurch zu jedem Zeitpunkt sichergestellt.

Der Vorstand ist mit der Entwicklung des Geschäftsjahres zufrieden. Der Umsatz konnte gesteigert werden. Das Ergebnis sowie der Umsatz lagen leicht über der Erwartungshaltung des Vorjahres.

3. Prognose- Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

In der deutschen und europäischen Papierindustrie ist nach wie vor von einem sich konsolidierenden Markt auszugehen. Der Markt ist dabei geprägt von Werksschließungen und Übernahmen der kleineren Papierproduzenten durch große Konzerne.

Ersatzinvestitionen werden von der Papierindustrie gestreckt bzw. aufgeschoben. Teilweise werden nicht oder schlecht ausgelastete Papiermaschinen auch vollständig still gelegt. Von einem konstanten, sich verstetigenden Wachstumstrend kann für die Gesellschaft derzeit nicht ausgegangen werden. Die Situation bleibt somit für die Gesellschaft im Papiermarkt grundsätzlich deutlich angespannt. Da sich auf der Absatz- und Umsatzseite keine wesentlichen Wachstumsimpulse ergeben werden, müssen die Kosten der Gesellschaft weiter optimiert werden. Alle Strukturen und Prozesse werden dabei einer permanenten Überprüfung und Optimierung hinsichtlich der Kostensituation unterzogen. Eine weitere Diskussion, ob die Struktur mit den beiden Werken bestehen bleibt, liegt nach den Werkschließungen von Heidenheim und Mount Hope in 2014 nicht vor.

Zur Prognose für das folgende Geschäftsjahr verweisen wir auf das Kapitel zu Ausblick.

3.2 Risikobericht und Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement der Stowe Woodward AG, Düren, umfasst die Gesamtheit aller Maßnahmen zu einem systematischen und transparenten Umgang mit Risiken und ist durch seine Verzahnung mit den Controlling-Prozessen ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Das Risikomanagementsystem wird permanent weiterentwickelt, um die gesetzlich geforderte Risikofrüherkennung zu erfüllen. Dabei setzen wir alle Vorgaben vom Vorstand und Aufsichtsrat zu den Systemanforderungen zeitnah um.

Unsere Methoden und Werkzeuge zur Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Berichterstattung von Risiken verbessern wir kontinuierlich. Die standardisierten Risikomanagement-Prozesse stellen sicher, dass Vorstand und Aufsichtsrat zeitnah und strukturiert über die aktuelle Risikosituation der Gesellschaft informiert werden. Aus heutiger Sicht sind die Risiken für die Gesellschaft begrenzt und es liegen keine den Bestand gefährdenden Risiken vor.

3.2.1 Merkmale des Risikomanagementsystems

Dem Risikomanagement der Gesellschaft obliegt die Aufgabe, das Risikomanagementsystem kontinuierlich in Richtung Best Practice weiterzuentwickeln und bei Bedarf neuen Erkenntnissen und Anforderungen anzupassen. Die Gesellschaft ist dabei eingebunden in das Risikomanagementsystem des Andritz Konzerns. Dort werden verbindliche Vorgaben für den Risikomanagement-Prozess formuliert und die einzelnen Risikomanagement-Instrumente konzernweit nach Möglichkeit harmonisiert.

Zu den Aktivitäten im Rahmen einer Risikoinventur gehört es, zu den einzelnen identifizierten und bewerteten Risiken Maßnahmen zur Risikosteuerung zu formulieren und deren Umsetzung systematisch nachzuverfolgen. Die nicht in den monatlich aktualisierten Forecasts bzw. im Budget berücksichtigten Chancen und Risiken werden über die eingerichteten Berichtswege an die Konzernleitung kommuniziert. Im Budgetierungsprozess und bei Bedarf betrachten wir darüber hinaus Korridore der Ergebnis- und Cash-Größen auf Basis verschiedener Szenarien sowie gesamtwirtschaftliche Risiken über konzernweite Risikoszenarien.

Über auftretende Ad-hoc-Risiken werden die Risikomanagement-Verantwortlichen unverzüglich informiert; die Risiken werden zusätzlich auf den eingerichteten Berichtswegen dokumentiert. Auch die bereits über Rückstellungen bilanziell berücksichtigten Risiken sind Bestandteil standardisierter Analysen und der Berichterstattung im Konzern-Risikomanagement. Damit stellen wir auch für diese Risiken eine systematische Risikosteuerung sicher.

3.2.2 Risiken

Die folgenden Risikogruppen sind von der Gesellschaft identifiziert worden und Teil des Risikomanagementsystems:

Finanzwirtschaftliche Risiken
Risiken aus Verkäufen, Erwerben und Restrukturierungen
Auftragsrisiken
Absatzrisiken
Risiken in Ländern mit Handelsbeschränkungen
Beschaffungsrisiken
Umweltrisiken
Rechtliche Risiken aus Klagen und Ansprüchen Dritter
Compliance Risiken
Risiken der Informationssicherheit
Risiken aus Pensions- und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen
Personalrisiken
Risiken der zukünftigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Aufgrund der Risikoanalyse ergeben sich aus Sicht der Gesellschaft die folgenden wesentlichen Risiken für die Stowe Woodward AG:

Aufgrund des in der Prognose angeführten, sich konsolidierenden Marktes und den daraus resultierenden Werksschließungen sowie den Übernahmen von kleineren Papierproduzenten besteht ein erhöhtes Risiko von Kundeninsolvenzen, die sich negativ auf die Ertragslage auswirken können.
Die Neuorientierung in der Papierbranche sowie die Verlagerung von Print- zu Verpackungs- und Hygienepapieren zieht eine stetige Anpassung und Weiterentwicklung der bisherigen Technologien und Produkten zur Papierherstellung nach sich. Dies birgt für die Stowe Woodward AG ein erhöhtes Risiko, durch veraltete Produkte am Markt nicht mehr wettbewerbsfähig zu sein.

3.3. Chancenbericht

Die Gesellschaft agiert in einem Marktumfeld, in dem sich neue Chancen eröffnen. Zum einen ist der klassische Papiermarkt der Printmedien rückläufig, andererseits konnten wir Zuwächse in der Verpackungsindustrie und bei den Tissue Papers verzeichnen. Diese systematisch zu erkennen und zu nutzen - und dabei unnötige Risiken zu vermeiden - ist ein wesentlicher Faktor zur Bestandssicherung des Unternehmens. Wenn die Chancen ihrer Art oder ihrem Umfang nach vereinbarte Risikotoleranzen überschreiten, mindern wir dieses Risiko durch eine enge Verknüpfung von Chancen- und Risikomanagement. Bei Chancen kann es sich um interne oder externe Potenziale handeln. Unser Chancenmanagement orientiert sich eng an unserer Strategie für kundenorientierte Innovation und nachhaltiges Wachstum.

Im Rahmen unseres Chancenmanagements werten wir Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie Umfeldszenarien aus und befassen uns mit der Ausrichtung unseres Produktportfolios, den Kostentreibern sowie den kritischen Erfolgsfaktoren unserer Branche. Daraus werden konkrete Marktchancen abgeleitet, die die Geschäftsleitung im Rahmen der Budget- und Forecast-Planung und der Zielvereinbarungen mit dem operativen Management abstimmt.

Chancen durch eine positive wirtschaftliche Entwicklung

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows. Unsere mittelfristigen Perspektiven basieren auf der Erwartung, dass die künftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unserer Darstellung im Kapitel Ausblick dieses Lageberichts entsprechen.

Chancen durch Forschung und Entwicklung

Der Fortbestand der Gesellschaft hängt vor allem von den Fähigkeiten ab, innovative Lösungen auf den Markt zu bringen und kontinuierlich Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen. Daher arbeiten wir auch weiterhin daran, die Effektivität unserer Forschung und Entwicklung zu erhöhen, die Innovationszyklen durch schlanke Entwicklungsmethoden zu verkürzen und stärker mit unseren Kunden zu kooperieren.

Sollte die Gesellschaft bzw. der Konzern in Forschung und Entwicklung bessere Fortschritte machen als derzeit erwartet, könnte dies dazu führen, dass mehr neue und verbesserte Produkte auf den Markt gebracht werden oder neue Produkte früher als derzeit geplant zur Verfügung stehen. Dies könnte sich positiv auf die Umsätze, die Ertragslage und die Cashflows auswirken und dazu führen, dass der Ausblick und die mittelfristigen Perspektiven übertroffen werden.

Chancen durch Kundenbeziehungen

Die Gesellschaft vermarktet ihre Produkte und Services nach Regionen und Produkten/ Produktgruppen. Die Gesellschaft sowie der Konzern optimieren ihr Vermarktungskonzept, um unsere Kundenlösungen effektiv zu vertreiben und unsere Kundenbeziehungen zu intensivieren. Diese Kundenbeziehungen sind auch Anknüpfungspunkt zur Erweiterung des Produkt-und Serviceportfolios. Auch künftig wird die Gesellschaft aktiv nach neuen Chancen suchen, um den Mehrwert für die Kunden noch stärker als derzeit erwartet zu steigern. Sollten sich diese Möglichkeiten schneller als derzeit erwartet entwickeln, könnte sich dies positiv auf Umsätze, die Ertragslage und die Cashflows auswirken und dazu führen, dass die Gesellschaft den Ausblick und die mittelfristigen Perspektiven übertrifft.

4. Bestehende Zweigniederlassungen

Per Bilanzstichtag zum 31.12.2018 hatte die Stowe Woodward AG, Düren, zwei Werke an zwei Produktionsstandorten. Dies waren die Werke Düren sowie das Werk Schloß Holte. Es handelt sich dabei nicht um Zweigniedererlassungen gem. § 289 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Die Werke in Heidenheim und Mount Hope wurden 2014 geschlossen.

5. Auswirkungen der Schließung der Werke Heidenheim und Mount Hope

Im Dezember des vorigen Geschäftsjahres konnte der Verkauf des Werksgeländes in Heidenheim realisiert werden. Der Verkaufserlös betrug im Vorjahr 1,4 Mio EUR. Dem gegenüber stand im Vorjahr ein Verlust aus Anlagenabgang von 806 TEUR.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine weiteren Werksschließungen durchgeführt.

6. Investitionen in 2018

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2018 betrugen 786 TEUR (Vj 321 TEUR). Im Wesentlichen handelte es sich dabei um Modernisierungen in den Bereichen technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.

7. Ausblick

In den ersten vier Monaten 2019 lagen der Auftragseingang sowie der Umsatz deutlich über dem Vorjahr. Somit startete das Geschäftsjahr 2019 besser gegenüber dem Vorjahr. Trotzdem erwartet die Gesellschaft im weiteren Verlauf keine deutliche Veränderung gegenüber dem Vorjahrumsatz aufgrund des stagnierenden Marktes der Papierindustrie. Erwartet wird ein EBITDA, welches deutlich über dem aktuellen Jahr liegt sowie ein positives Ergebnis vor sonstigen Steuern und Ergebnisabführung leicht über dem Vorjahresniveau.

2019 werden 1,8 Mio EUR für Kauf und Installation einer neuen Schleifbank, sowie 220 TEUR für den Ausbau eines neuen Kistenlagers investiert. Ansonsten werden Ersatzinvestitionen getätigt. Dabei gehen wir von einer zurückhaltenden Entwicklung im gesamten Jahr 2019 aus und rechnen mit gleichbleibenden Investitionen im Vergleich zu 2018.

Ungeachtet dessen steht die Gesellschaft unter anhaltendem Druck, ihre Kostenstrukturen weiter zu optimieren und die Auslastung zu verbessern. Nachhaltige Effekte werden durch die Aufnahme in den Andritz-Konzern erwartet.

Düren, 28. Juni 2019

**STOWE WOODWARD AG

Düren**

Harald Weimer, Vorstand

Bernd Hahne, Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Stowe Woodward AG, Düren

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stowe Woodward AG, Düren - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stowe Woodward AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Essen, den 1. Juli 2019

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Zender, Wirtschaftsprüfer

Engel, Wirtschaftsprüferin