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Andritz AG Annual Report 2013

Feb 28, 2014

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Annual Report

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Global technology, easy life.

Leben ohne technologischen Fortschritt ist kaum denkbar. Dieser Fortschritt erleichtert uns allen das tägliche Leben, bringt Wohlstand und sorgt oftmals sogar für das Überleben. In ANDRITZ-Technologie steckt viel Leben und Fortschritt – so wie in unserem täglichen Leben viel ANDRITZ-Technologie steckt: ob der Strom aus der Steckdose, der Verpackungskarton, das Auto oder die Babynahrung. Im Geschäftsbericht 2013 zeigen wir Ihnen mehr als 100 Produkte, die mit Maschinen und Technologien von ANDRITZ erzeugt werden. Lassen Sie sich überraschen, wie viel ANDRITZ-Technologie auch in Ihrem Leben steckt! Der Geschäftsbericht steht so wie der Jahresfinanzbericht 2013 auf der ANDRITZ-Website unter www.andritz.com als Download zur Verfügung – oder Sie fordern kostenlose Druckexemplare per E-Mail an: [email protected].

KENNZAHLEN DER ANDRITZ-GRUPPE

Einheit 2013 2012* 2011 2010 2009
Auftragseingang MEUR 5.611,0 4.924,4 5.706,9 4.131,9 3.349,3
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 7.388,5 6.614,8 6.683,1 5.290,9 4.434,5
Umsatz MEUR 5.710,8 5.176,9 4.596,0 3.553,8 3.197,5
Umsatzrendite1) % 1,6 6,5 6,8 6,9 4,6
EBITDA2) MEUR 255,2 418,6 386,2 307,3 218,2
EBITA3) MEUR 164,1 357,8 331,5 257,6 164,1
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) MEUR 89,8 334,5 312,7 245,5 147,1
Ergebnis vor Steuern (EBT) MEUR 80,3 330,4 321,7 247,9 149,6
Konzern-Ergebnis
(vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen)
MEUR 53,2 241,3 231,5 177,0 102,9
Konzern-Ergebnis
(nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) MEUR 66,6 242,7 230,7 179,6 96,8
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit MEUR 93,7 346,5 433,8 704,5 345,7
Investitionen4) MEUR 111,4 109,1 77,0 68,8 70,5
Free Cashflow5) MEUR -11,5 239,7 361,1 644,9 285,6
Free Cashflow je Aktie6) EUR -0,1 2,3 3,5 6,2 2,7
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter (per ultimo, ohne Lehrlinge) - 23.713 17.865 16.750 14.655 13.049
Anlagevermögen MEUR 1.759,0 1.390,8 1.151,8 858,9 731,4
Umlaufvermögen MEUR 3.812,4 3.770,2 3.414,8 3.176,9 2.577,9
Summe Eigenkapital7) MEUR 929,5 1.033,8 938,9 794,4 663,5
Rückstellungen MEUR 993,6 725,4 667,3 582,8 529,9
Verbindlichkeiten MEUR 3.648,3 3.401,8 2.960,4 2.658,6 2.115,9
Bilanzsumme MEUR 5.571,4 5.161,0 4.566,6 4.035,8 3.309,3
Eigenkapitalquote8) % 16,7 20,0 20,6 19,7 20,0
Eigenkapitalrentabilität9) % 8,6 32,0 34,3 31,2 22,5
Gesamtkapitalrentabilität10) % 1,6 6,5 6,8 6,1 4,4
Bruttoliquidität11) MEUR 1.517,0 2.047,8 1.814,5 1.594,7 1.082,1
Nettoliquidität12) MEUR 893,1 1.285,7 1.400,6 1.177,0 677,9
Nettoverschuldung13) MEUR -585,0 -1.053,3 -1.198,4 -992,0 -505,3
Nettoumlaufvermögen14) MEUR -539,4 -631,8 -639,2 -556,1 -104,3
Capital employed15) MEUR 443,6 -36,5 -128,6 -86,0 285,9
Verschuldungsgrad16) % -62,9 -101,9 -127,6 -124,9 -76,2
EBITDA-Marge % 4,5 8,1 8,4 8,6 6,8
EBITA-Marge % 2,9 6,9 7,2 7,2 5,1
EBIT-Marge % 1,6 6,5 6,8 6,9 4,6
Konzern-Ergebnis/Umsatz % 0,9 4,7 5,0 5,0 3,2
ROE17) % 5,7 23,3 24,7 22,3 15,5
EV18)/EBITDA - 15,1 9,0 5,0 7,8 6,5
Abschreibungen/Umsatz % 2,8 1,6 1,6 1,7 2,0

* Angepasst aufgrund von IAS19 sowie IFRS 3

1) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Umsatz 2) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 3) Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen für im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierte und vom Firmenwert getrennt angesetzte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 70.529 (2012: TEUR 22.942) sowie Wertminderungsverlust Firmenwert in Höhe von TEUR 3.800 (2012: TEUR 397) 4) Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 5) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen plus Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 6) Free Cashflow/Aktiengesamtzahl 7) Summe Eigenkapital inkl. nicht beherrschende Anteile 8) Summe Eigenkapital/Bilanzsumme 9) Ergebnis vor Steuern/Summe Eigenkapital 10) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Bilanzsumme 11) Zahlungsmittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Schuldscheindarlehen 12) Bruttoliquidität plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten 13) Verzinsliches Fremdkapital inkl. Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Schuldscheindarlehen 14) Langfristige Forderungen plus kurzfristige Vermögenswerte (exkl. Wertpapiere des Umlaufvermögens, Zahlungsmittel sowie Schuldscheindarlehen) abzüglich sonstige langfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Verbindlichkeiten (exkl. Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen) 15) Nettoumlaufvermögen plus immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 16) Nettoverschuldung/Summe Eigenkapital 17) ROE (Return On Equity): Konzern-Ergebnis/Summe Eigenkapital 18) EV (Enterprise Value): Marktkapitalisierung per Ultimo minus Nettoliquidität

Alle Zahlen gemäß IFRS. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten. MEUR = Million Euro. TEUR = Tausend Euro.

Der Schuler-Konzern wurde per 1. März 2013 in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE einbezogen. Für die Vergleichsperioden der Vorjahre sind keine Pro-forma-Zahlen verfügbar.

KENNZAHLEN DER GESCHÄFTSBEREICHE

HYDRO Einheit 2013 2012 2011 2010 2009
Auftragseingang MEUR 1.865,4 2.008,4 2.096,2 1.870,1 1.693,9
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 3.722,4 3.842,3 3.671,4 3.376,0 2.894,5
Umsatz MEUR 1.804,8 1.836,8 1.772,9 1.579,2 1.378,0
EBITDA MEUR 176,8 182,4 174,3 139,9 120,9
EBITDA-Marge % 9,8 9,9 9,8 8,9 8,8
EBITA MEUR 146,9 153,2 147,7 118,0 100,5
EBITA-Marge % 8,1 8,3 8,3 7,5 7,3
Investitionen MEUR 44,5 56,7 44,3 41,5 44,5
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter (per ultimo, ohne Lehrlinge) - 7.445 7.469 7.285 6.530 5.993
PULP & PAPER Einheit 2013 2012 2011 2010 2009
Auftragseingang MEUR 1.907,7 1.962,4 2.694,1 1.415,5 940,0
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 1.885,6 2.018,1 2.230,0 1.107,3 782,6
Umsatz MEUR 2.005,3 2.282,2 1.884,9 1.129,8 925,5
EBITDA MEUR -11,5 156,2 138,1 99,9 41,7
EBITDA-Marge % -0,6 6,8 7,3 8,8 4,5
EBITA MEUR -35,7 134,6 120,4 82,2 17,2
EBITA-Marge % -1,8 5,9 6,4 7,3 1,9
Investitionen MEUR 26,0 36,4 22,5 18,4 17,8
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter (per ultimo, ohne Lehrlinge) - 7.136 6.774 6.208 5.046 4.418
METALS Einheit 2013 2012 2011 2010 2009
Auftragseingang MEUR 1.233,8 324,2 318,6 302,7 296,2
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 1.427,6 451,4 465,1 521,0 564,1
Umsatz MEUR 1.311,0 404,7 372,7 340,2 473,4
EBITDA MEUR 76,6 28,0 21,5 21,2 23,2
EBITDA-Marge % 5,8 6,9 5,8 6,2 4,9
EBITA MEUR 53,5 25,1 19,4 18,4 20,5
EBITA-Marge % 4,1 6,2 5,2 5,4 4,3
Investitionen MEUR 32,7 2,6 1,8 1,9 2,0
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter (per ultimo, ohne Lehrlinge) - 6.300 1.129 945 937 971

Der Schuler-Konzern wurde per 1. März 2013 in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE einbezogen und ist dem Geschäftsbereich METALS zugeordnet. Für die Vergleichsperioden der Vorjahre sind keine Pro-forma-Zahlen verfügbar.

SEPARATION Einheit 2013 2012 2011 2010 2009
Auftragseingang MEUR 604,1 629,4 598,0 543,6 419,2
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 352,9 303,0 316,6 286,6 193,3
Umsatz MEUR 589,7 653,2 565,5 504,6 420,6
EBITDA MEUR 13,3 52,0 52,3 46,3 32,4
EBITDA-Marge % 2,3 8,0 9,2 9,2 7,7
EBITA MEUR -0,6 44,9 44,0 39,0 25,9
EBITA-Marge % -0,1 6,9 7,8 7,7 6,2
Investitionen MEUR 8,2 13,4 8,4 5,5 6,2
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter (per ultimo, ohne Lehrlinge) - 2.832 2.493 2.312 2.143 1.667

Der Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL wurde per 1. Jänner 2013 dem Geschäftsbereich SEPARATION zugeordnet. Die Vergleichswerte der Vorjahre wurden entsprechend angepasst.

UNTERNEHMENSPROFIL UND MARKTENTWICKLUNG 2013

ANDRITZ-GRUPPE

Die ANDRITZ-GRUPPE ist einer der weltweit führenden Lieferanten von Anlagen, Ausrüstungen und Serviceleistungen für Wasserkraftwerke, die Zellstoff- und Papierindustrie, die Metall verarbeitende Industrie und Stahlindustrie sowie die kommunale und industrielle Fest-Flüssig-Trennung. Der Hauptsitz des börsennotierten internationalen Technologiekonzerns, der rund 23.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, befindet sich in Graz, Österreich. ANDRITZ verfügt über mehr als 220 Produktionsstätten sowie Service- und Vertriebsgesellschaften auf der ganzen Welt. Die ANDRITZ-GRUPPE zählt in allen ihren vier Geschäftsbereichen zu den Weltmarktführern. Diese Position zu festigen und weiter auszubauen gehört zu den übergeordneten strategischen Zielen. Gleichzeitig soll die Fortsetzung des langfristigen, profitablen Wachstums sichergestellt werden.

ANDRITZ HYDRO

Der Geschäftsbereich liefert elektromechanische Ausrüstungen für Wasserkraftwerke. Mit mehr als 170 Jahren kumulierter Erfahrung und mehr als 30.000 gelieferten Turbinen mit einer Gesamtleistung von rund 420.000 Megawatt ist der Geschäftsbereich einer der weltweit führenden Systemanbieter, der die komplette Produktpalette einschließlich Turbinen, Generatoren und Zusatzausrüstungen aller Typen und Größen liefert: "from water to wire" für die Kleinwasserkraft bis hin zu großen Wasserkraftwerken mit mehr als 800 Megawatt Leistung pro Turbineneinheit. ANDRITZ HYDRO nimmt auch eine führende Position im Wachstumsmarkt der Instandhaltung, Erneuerung und Leistungserhöhung bestehender Wasserkraftanlagen ein. Dem Geschäftsbereich zugeordnet sind weiters die Bereiche Pumpen (für Wassertransport, Bewässerung und Anwendungen in unterschiedlichen Industrien) sowie Turbogeneratoren für thermische Kraftwerke.

Marktentwicklung 2013

Die weltweite Projektaktivität für elektromechanische Ausrüstungen von Wasserkraftwerken war 2013 zufriedenstellend, sie lag jedoch deutlich unter dem sehr hohen Niveau der Vorjahre. Die Investitionstätigkeit zeigte sich insgesamt verhalten. Zusätzlich zu Modernisierungs- und Rehabilitationsprojekten in Europa und Nordamerika waren in den Emerging Markets, insbesondere in Südamerika und Afrika, einige neue Wasserkraftwerksprojekte in der Umsetzung oder in der Projektierungsphase. In den Bereichen Kleinwasserkraft und Pumpen war die Projektaktivität zufriedenstellend.

ANDRITZ PULP & PAPER

Der Geschäftsbereich ist ein weltweit führender Anbieter von Anlagen, Systemen und Serviceleistungen für die Erzeugung und Weiterverarbeitung aller Arten von Faserstoffen, Papier, Tissuepapier und Karton. Die Technologien umfassen die Verarbeitung von Holz, Einjahrespflanzen und Altpapier, die Erzeugung von Zellstoff, Holzstoff und Recyclingfaserstoffen, die Rückgewinnung und Wiederverwertung von Chemikalien, die Aufbereitung des Papiermaschineneintrags, die Erzeugung von Papier, Tissuepapier und Karton, die Veredelung und Beschichtung von Papier sowie die Rejekt- und Schlammbehandlung. Das Serviceangebot inkludiert Modernisierungen, Umbauten, Ersatz- und Verschleißteile, Wartung und Instandhaltung sowie Maschinentransfer und Gebrauchtanlagen. Dem Geschäftsbereich zugeordnet sind auch die Bereiche Biomasse-, Dampf- und Rückgewinnungskessel sowie Gasifizierungsanlagen für die Energieerzeugung, Rauchgasreinigungsanlagen, Produktionstechnologien für Biotreibstoffe der zweiten Generation und für Biomassepelletierung, Biomassetorrefizierung, Anlagen zur Produktion von Vliesstoffen, Viskosezellstoff, Kunststofffolien und Faserplatten (MDF) sowie Recyclinganlagen.

Marktentwicklung 2013

Der internationale Zellstoffmarkt entwickelte sich 2013 positiv. Ansteigende Nachfrage, insbesondere von internationalen Tissue- und Verpackungspapierproduzenten, bei gleichzeitig stabilem Angebot führte zu einem Anstieg des Preises für Langfaserzellstoff NBSK (Northern Bleached Softwood Kraft) von rund 790 US-Dollar je Tonne Anfang Jänner auf circa 860 US-Dollar je Tonne per Ende 2013. Auch der Preis für Kurzfaserzellstoff (zum Beispiel Eukalyptuszellstoff) stieg von rund 750 US-Dollar je Tonne Anfang Jänner auf rund 780 US-Dollar je Tonne per Ende 2013 leicht an. Während das erste Halbjahr noch von deutlichen Preissteigerungen aufgrund guter Nachfrage aus China geprägt war, gab es im zweiten Halbjahr aufgrund neuer Kapazitäten ein Überangebot, das zu leichten Preisreduktionen führte. Der Markt für Zellstoffausrüstungen entwickelte sich sehr gut. Es wurde eine Reihe von größeren Modernisierungsaufträgen vergeben. Auch die Investitionstätigkeit und Projektaktivität bei neuen Zellstoffwerken war hoch. Das Wettbewerbsumfeld für Lieferanten von Zellstoffausrüstungen war jedoch weiter von einem hohen Preisdruck, insbesondere bei Großprojekten, gekennzeichnet.

ANDRITZ METALS

Der Geschäftsbereich zählt zu den weltweit führenden Lieferanten von kompletten Linien für die Herstellung und Weiterverarbeitung von Kaltband aus Edelstahl, bestehend aus Anlagen zum Kaltwalzen, zur Wärmebehandlung, Oberflächenveredelung, Bandbeschichtung und -veredelung, zum Stanzen und Tiefziehen sowie zum Regenerieren von Beizsäuren. Darüber hinaus liefert der Geschäftsbereich Linien für die Herstellung und Weiterverarbeitung von Bändern aus Kohlenstoffstahl und Nicht-Eisen-Metallen, Widerstandsschweißsysteme für die Metall verarbeitende Industrie sowie schlüsselfertige Ofensysteme für die Stahl-, Kupfer- und Aluminiumindustrie. Dem Geschäftsbereich zugeordnet ist auch der ab 1. März 2013 vollkonsolidierte Schuler-Konzern, Deutschland. Als Technologie- und Weltmarktführer in der Metallumformung liefert Schuler Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Verfahrens-Know-how und Dienstleistungen für die gesamte Metall verarbeitende Industrie. Zu den Kunden gehören Automobilhersteller und -zulieferer sowie Unternehmen aus der Schmiede-, Hausgeräte-, Verpackungs-, Energie- und Elektroindustrie. Außerdem ist Schuler führend auf dem Gebiet der Münzprägetechnik und realisiert Systemlösungen in der Luft-, Raumfahrt- und Eisenbahnindustrie.

Marktentwicklung 2013

Im Bereich der Umformtechnik für die Automobil- und Automobilzulieferindustrie wurde 2013 – trotz Anzeichen einer Nachfrageabschwächung – eine zufriedenstellende Projektaktivität verzeichnet. Aufgrund der unverändert vorhandenen Überkapazitäten in der internationalen Stahl- und Edelstahlindustrie sowie der konjunkturell bedingt schwachen Edelstahlnachfrage war die Projektaktivität im Bereich Anlagen und Ausrüstungen zur Herstellung und Verarbeitung von Bändern aus Edelstahl weiterhin sehr gering. Zufriedenstellend war hingegen die Investitionstätigkeit bei Industrieofenanlagen.

ANDRITZ SEPARATION

Der Geschäftsbereich ist einer der führenden Lieferanten von Technologien und Serviceleistungen im Bereich der Fest-Flüssig-Trennung und thermischen Behandlung für den Umweltbereich (insbesondere kommunale und industrielle Abwasserbehandlung), für den Bergbau und die Mineralienaufbereitung, die chemische Industrie sowie die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Das umfangreiche Angebot umfasst Zentrifugen, Filter, thermische Systeme, Rechen, Eindicker, Separatoren und Förderanlagen. Weiters liefert der Geschäftsbereich Anlagen zur Produktion von Tierfutterpellets sowie zur Biomassetorrefizierung. Basierend auf 150 Jahren Erfahrung, ist ANDRITZ SEPARATION langfristiger Servicepartner für die gesamte Lebensdauer von Kundenanlagen – einschließlich Lieferung von Verschleiß- und Ersatzteilen, Modernisierung und Prozessoptimierung.

Marktentwicklung 2013

Die Investitionstätigkeit für Ausrüstungen zur Fest-Flüssig-Trennung entwickelte sich 2013 in den von ANDRITZ bedienten Industrien unterschiedlich. Angetrieben vom Bevölkerungswachstum in den Emerging Markets und den immer strenger werdenden Umweltauflagen war die Investitions- und Projektaktivität in der kommunalen und industriellen Abwasserbehandlung sowie in der Lebensmittelindustrie relativ solide. In der chemischen Industrie gab es nur geringe Projektaktivität sowie mehrere Projektverzögerungen bzw. -stornierungen. Die Investitionstätigkeit in der Bergbauindustrie zeigte sich weiterhin schwach. Im Bereich Tierfutter wurde gute Projektaktivität – sowohl für Erweiterungsprojekte als auch für Neuanlagen – verzeichnet.

DIE ANDRITZ-AKTIE

Relative Kursentwicklung der ANDRITZ-Aktie im Vergleich zum ATX seit Börsengang

Kennzahlen der ANDRITZ-Aktie Einheit 2013 2012 2011 2010 2009
Gewinn je Aktie EUR 0,64 2,35 2,25 1,74 0,95
Dividende je Aktie EUR 0,50* 1,20 1,10 0,85 0,50
Ausschüttungsquote % 78,1 51,1 49,0 48,9 52,9
Eigenmittel je Aktie EUR 8,70 9,76 8,75 7,34 6,14
Höchster Schlusskurs EUR 54,94 50,00 37,75 34,46 20,97
Niedrigster Schlusskurs EUR 37,93 32,83 27,41 19,75 8,75
Jahresschlusskurs EUR 45,59 48,54 32,05 34,40 20,26
Marktkapitalisierung (per ultimo) MEUR 4.741,4 5.048,2 3.333,2 3.577,1 2.107,0
Performance % -9,4 +47,9 -7,6 +67,8 +111,0
ATX-Gewichtung (per ultimo) % 9,5082 10,6128 9,2705 7,3211 4,3701
Durchschnittliches Handelsvolumen Stück 316.787 345.754 568.138 461.546 614.058

* Vorschlag an die Hauptversammlung

Eckdaten zur ANDRITZ-Aktie

ISIN-Code AT0000730007
Tag der Erstnotiz 25. Juni 2001
Aktiengattung Inhaberaktien
Aktienzahl 104 Millionen
Genehmigtes Kapital Keines
Streubesitz Rund 70%
Börse Wien (Prime Market)
Ticker-Symbole Reuters: ANDR.VI; Bloomberg: ANDR, AV
Börsenindizes ATX, ATX Global Players, ATX Prime, WBI
Finanzterminkalender 2014
28. Februar 2014 Ergebnisse Geschäftsjahr 2013
21. März 2014 Ordentliche Hauptversammlung
25. März 2014 Ex-Dividende
27. März 2014 Dividendenzahltag
6. Mai 2014 Ergebnisse 1. Quartal 2014
7. August 2014 Ergebnisse 1. Halbjahr 2014
6. November 2014 Ergebnisse 1. bis 3. Quartal 2014

Den laufend aktualisierten Finanzterminkalender sowie Informationen zur ANDRITZ-Aktie finden Sie auf der Investor-Relations-Seite der ANDRITZ-Homepage: www.andritz.com/aktie.

Lagebericht 07
Corporate-Governance-Bericht 21
Unternehmensrisiken 25
Bericht des Aufsichtsrats 30
Konzern-Abschluss 2013
der ANDRITZ-GRUPPE
Konzern-Gewinn-und -Verlustrechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Konzern-Bilanz
Konzern-Cashflow-Statement
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
Konzern-Anhang
Erklärung des Vorstands gemäß § 82 (4) Börsegesetz
31
32
33
34
35
36
37
102
Bestätigungsvermerk – Konzern-Abschluss
Bestätigungsvermerk – Jahresabschluss ANDRITZ AG
103
105

LAGEBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die Weltwirtschaft hat sich im Verlauf des Jahres 2013 zeitlich gesehen differenziert entwickelt. Während das erste Halbjahr von einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau geprägt war, gab es im zweiten Halbjahr klar erkennbare Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung in allen wichtigen Wirtschaftsregionen der Welt.

In den USA war der Wirtschaftsaufschwung bereits im ersten Quartal 2013 erkennbar, allerdings ausgehend von einem tiefen Niveau. Der Privatkonsum, der die wesentliche Triebfeder für das BIP-Wachstum in den USA ist, stieg im Verlauf des Jahres stetig an. Die Arbeitslosenquote ging zurück und erreichte mit Jahresende einen Wert von rund 7%. Die amerikanische Notenbank FED kündigte an, dass sie ihre expansive Geldpolitik vorerst nicht ändern und weiter Anleihenkäufe im Umfang von 85 Milliarden US-Dollar monatlich tätigen wird.

In Europa verharrte die Wirtschaft im Berichtsjahr sehr lange auf niedrigem Niveau, wobei einige Länder der Euro-Zone sogar ein negatives BIP-Wachstum im ersten Halbjahr 2013 verzeichneten. Ab dem dritten Quartal 2013 kam es jedoch zu einer deutlichen Wirtschaftserholung im Euro-Raum, wobei auch die Wirtschaftsleistung der meisten Peripherieländer Südeuropas zulegen konnte. Die Europäische Zentralbank kündigte an, angesichts der immer noch schwachen Wirtschaftsentwicklung, der unverändert hohen Arbeitslosenquote im Euro-Raum sowie der weiterhin niedrigen Inflation ihre Geldpolitik unverändert zu lassen.

In den Emerging Markets war eine regional differenzierte Entwicklung zu verzeichnen. Während sich in China die Wirtschaft im Jahresverlauf erholte, blieb sie in den meisten anderen aufstrebenden Ländern, insbesondere in Brasilien und Indien, auf unverändert tiefem Niveau. Hohe Geldabflüsse ausländischer Investoren führten teilweise zu einer massiven Abwertung der lokalen Währungen. Die damit einhergehende restriktivere Zinspolitik der Notenbanken wirkte stark belastend auf das Konsum- und Investitionsverhalten.

Quellen: Research-Berichte verschiedener Banken, OECD

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Anmerkungen

  • Alle Zahlen gemäß IFRS.
  • Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.
  • MEUR = Million Euro; TEUR = Tausend Euro
  • Der Schuler-Konzern wurde per 1. März 2013 in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE einbezogen. Für die Vergleichsperioden der Vorjahre sind keine Pro-forma-Zahlen verfügbar. Schuler ist dem Geschäftsbereich METALS zugeordnet.
  • Der Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL wurde per 1. Jänner 2013 dem Geschäftsbereich SEPARATION zugeordnet. Die Werte des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst.

Veränderung des Konsolidierungskreises/Akquisitionen

Die folgenden Unternehmen waren im Geschäftsjahr 2012 nicht oder nur teilweise im Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE enthalten:

  • ANDRITZ (Wuxi) Nonwoven Technology Co. Ltd.: Anlagen zur Produktion von Trockenvlies, vor allem für Anwendungen im Textil- und Hygienebereich
  • ANDRITZ Bricmont Inc.: Ofenanlagen für die Aluminium- und Stahlindustrie
  • ANDRITZ HYDRO Hammerfest: Technologien zur Energieerzeugung aus küstennahen Gezeitenströmungen
  • Soutec AG, Schweiz: Laser- und Rollnaht-Widerstandsschweißsysteme für die Metall verarbeitende Industrie
  • ANDRITZ Environmental Solutions Inc.: Rauchgasreinigungssysteme für Energieversorger und Energie erzeugende Industrien
  • Royal GMF-Gouda (Goudsche Machinefabriek): Trocknungssysteme für die Lebensmittelindustrie, die chemische Industrie sowie für den kommunalen Umweltbereich

Folgende Unternehmen wurden 2013 im Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE neu konsolidiert:

  • Shanghai Shende Machinery Co. Ltd., China (80%): Anlagen zur Produktion von Tier-/Fischfutterpellets im mittleren Kapazitätsbereich
  • Schuler-Konzern, Deutschland (mehr als 95%): Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Verfahrens-Know-how und Dienstleistungen im Bereich der Umformtechnik für die Metall verarbeitende Industrie
  • FBB Engineering GmbH, Deutschland (100%): Brenner und feuerfeste Bauteile für die Stahl- und Aluminiumindustrie
  • ANDRITZ MeWa GmbH, Deutschland (100%): Engineering und Service für Recyclingmaschinen und komplette Anlagenlösungen
  • Modul-Gruppe, Deutschland (weitere 50%): Maschinen und Anlagen für Faserplatten (MDF); die ersten 50% wurden 2010 erworben

  • Einzelne Vermögenswerte von Vandenbroek Thermal Processing B.V., Niederlande: thermische Schlammtrocknungstechnologien

  • Einzelne Vermögenswerte von Hydreo Engineering, Frankreich: Ausrüstung für Kleinwasserkraftwerke
  • Warkaus Works Oy, Finnland (weitere 50%): Fertigung für Rückgewinnungskessel und Kraftwerkskesselanlagen

Die erstmalige Einbeziehung der in 2013 erworbenen Unternehmen/Geschäftsfelder erfolgte auf Basis vorläufiger Werte.

Umsatz

Der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE im Geschäftsjahr 2013 betrug 5.710,8 MEUR und lag damit um 10,3% über dem Vorjahresvergleichswert (2012: 5.176,9 MEUR). Dieser Anstieg ist auf die Konsolidierung des Schuler-Konzerns zurückzuführen, der seit der Erstkonsolidierung per 1. März 2013 im Berichtszeitraum 966,6 MEUR zum Umsatz beitrug; ohne Schuler wäre der Umsatz der Gruppe um 8,4% gesunken. Die Entwicklung der Geschäftsbereiche im Detail:

  • HYDRO: Mit 1.804,8 MEUR lag der Umsatz nur geringfügig unter dem Vorjahresniveau (-1,7% versus 2012: 1.836,8 MEUR).
  • PULP & PAPER: Der Umsatz betrug 2.005,3 MEUR und war damit deutlich niedriger als der sehr hohe Wert von 2012, der Umsätze aus der Abarbeitung von zwei großen Zellstoffprojekten enthielt (-12,1% versus 2012: 2.282,2 MEUR).
  • METALS: Aufgrund der Konsolidierung des Schuler-Konzerns verzeichnete der Geschäftsbereich einen signifikanten Anstieg des Umsatzes auf 1.311,0 MEUR (2012: 404,7 MEUR); ohne Schuler wäre der Umsatz des Geschäftsbereichs im Jahresvergleich um 14,9% gesunken.
  • SEPARATION: Mit 589,7 MEUR lag der Umsatz um 9,7% unter dem Vorjahresvergleichswert (2012: 653,2 MEUR).
2013 2012
ANDRITZ-GRUPPE 28 26
HYDRO 25 24
PULP & PAPER 36 29
METALS 17 6
SEPARATION 39 35

Auftragseingang

Der Auftragseingang der Gruppe ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 13,9% auf 5.611,0 MEUR angestiegen (2012: 4.924,4 MEUR), wobei der Schuler-Konzern 868,4 MEUR beitrug; ohne Schuler wäre der Auftragseingang der Gruppe um 3,7% gesunken. Der Auftragseingang im Geschäftsbereich HYDRO ist im Vergleich zum sehr hohen Niveau des Vorjahrs zurückgegangen. Im Geschäftsbereich PULP & PAPER war der Auftragseingang zufriedenstellend und erreichte annähernd den hohen Wert des Vorjahrs. Die Entwicklung der Geschäftsbereiche im Detail:

2013 (MEUR) 2012 (MEUR) +/- (%)
HYDRO 1.865,4 2.008,4 -7,1
PULP & PAPER 1.907,7 1.962,4 -2,8
METALS 1.233,8 324,2 +280,6
SEPARATION 604,1 629,4 -4,0

Auftragsstand

Der Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE per 31. Dezember 2013 betrug 7.388,5 MEUR – im Vergleich zum Ende des Vorjahrs ein Anstieg um 11,7% (31. Dezember 2012: 6.614,8 MEUR). Der Schuler-Konzern trug zum Auftragsstand 1.040,4 MEUR bei.

Ergebnis

Die Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen betrugen 2013 161,6 MEUR (2012: 83,7 MEUR). Diese Erhöhung ist insbesondere auf laufende Abschreibungen bei Schuler (rund 20 MEUR) und zusätzliche Abschreibungen von immateriellen Vermögensgegenständen im Zusammenhang mit der Schuler-Akquisition (rund 40 MEUR) zurückzuführen.

Das EBITA der Gruppe betrug im Berichtsjahr 164,1 MEUR und lag damit um 54,1% unter dem Vorjahresvergleichswert (2012: 357,8 MEUR). Die EBITA-Marge sank auf 2,9% (2012: 6,9%). Die wesentlichen Gründe für diesen deutlichen Rückgang sind wie folgt:

PULP & PAPER: hohe Rückstellungen und Aufwendungen für Kostenüberschreitungen im Zusammenhang mit Lieferungen für ein Zellstoffwerk in Südamerika.

  • SEPARATION: Mehrkosten bei der Markteinführung einer neuen Produktserie in China.
  • METALS: Rückstellungen und Aufwendungen (rund 40 MEUR) für die Fortsetzung des vom Schuler-Konzern 2011 zur Integration von Müller Weingarten initiierten Wachstums- und Strategieprojekts.

2013 wurden für die Gruppe eine Firmenwertminderung in Höhe von 3,8 MEUR (2012: 0,4 MEUR) sowie eine Wertminderung für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 7,1 MEUR erfasst (2012: 0,5 MEUR).

Das Finanz-Ergebnis im Geschäftsjahr 2013 verringerte sich deutlich auf -9,5 MEUR (2012: -4,1 MEUR). Dieser Rückgang ist insbesondere auf Zinsaufwendungen für die 2012 begebene Unternehmensanleihe sowie das im Jahresvergleich allgemein gesunkene Zinsniveau und die insgesamt geringere durchschnittliche Nettoliquidität zurückzuführen.

Die Steuerquote betrug 2013 33,7% (2012: 27,0%); dieser deutliche Anstieg ist vor allem auf Steuersatzänderungen und höhere, nicht abzugsfähige Quellensteuern zurückzuführen (siehe Konzern-Anhang – Kapitel H, 8. Steuern vom Einkommen und Ertrag).

Das Konzern-Ergebnis betrug 53,2 MEUR (2012: 241,3 MEUR), wovon 66,6 MEUR auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft und -13,4 MEUR auf nicht beherrschende Anteile entfallen. Die negative Ergebnisentwicklung bei den Gesellschaften, bei denen ANDRITZ nicht 100% hält, ist in erster Linie auf ein Unternehmen in Brasilien zurückzuführen, das bedingt durch Ergebnisverschlechterungen bei einigen Projekten einen deutlichen Verlust im Jahr 2013 verbuchte.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Aufgrund der erstmaligen Konsolidierung des Schuler-Konzerns erhöhte sich die Bilanzsumme der ANDRITZ-GRUPPE per 31. Dezember 2013 auf 5.571,4 MEUR (31. Dezember 2012: 5.161,0 MEUR). Damit verringerte sich die Eigenkapitalquote auf 16,7% (31. Dezember 2012: 20,0%).

Die Bruttoliquidität (Zahlungsmittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Schuldscheindarlehen) per 31. Dezember 2013 betrug 1.517,0 MEUR (31. Dezember 2012: 2.047,8 MEUR), die Nettoliquidität (Bruttoliquidität plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten) lag bedingt durch die Akquisition von Schuler mit 893,1 MEUR deutlich unter dem Wert zum 31. Dezember 2012 (1.285,7 MEUR).

Zusätzlich zur hohen Nettoliquidität stehen der ANDRITZ-GRUPPE derzeit folgende Kredit- und Avallinien für Vertragserfüllungen, Anzahlungen, Gewährleistungen etc. zur Verfügung:

  • Kreditlinien: 320 MEUR, davon 108 MEUR ausgenutzt
  • Avallinien: 5.454 MEUR, davon 2.993 MEUR ausgenutzt
Aktiva
1.851,2
MEUR
2.333,2
MEUR
1.387,0
MEUR
Langfristiges
Vermögen: 33%
Passiva
Sonstiges kurz fristiges Vermögen: 42% Flüssige Mittel und Wertpapiere
des Umlaufvermögens: 25%
929,5
MEUR
634,4
MEUR
652,0
MEUR
3.355,5
MEUR
Summe Eigenkapital
inkl. nicht beherrschende
Anteile: 17%
Finanzver
bindlich
keiten: 11%
Sonstige
langfristige
Verbindlich
keiten: 12%
Sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten: 60%

Investitionen und Cashflow

Die Investitionen in materielle und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen 111,4 MEUR (2012: 109,1 MEUR) und betrafen im Wesentlichen Modernisierungen von Fertigungsstätten sowie den Bau bzw. Erwerb von Bürogebäuden.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 93,7 MEUR und lag damit deutlich unter dem Vorjahresvergleichswert (2012: 346,5 MEUR). Dieser Rückgang ist insbesondere auf projektbedingte Veränderungen des Umlaufvermögens sowie auf erhöhte Steuervorauszahlungen zurückzuführen.

Weitere wichtige Kennzahlen im Überblick

Einheit 2013 2012* 2011 2010 2009
Umsatzrendite1) % 1,6 6,5 6,8 6,9 4,6
EBITDA2) MEUR 255,2 418,6 386,2 307,3 218,2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) MEUR 89,8 334,5 312,7 245,5 147,1
Ergebnis vor Steuern (EBT) MEUR 80,3 330,4 321,7 247,9 149,6
Konzern-Ergebnis
(vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) MEUR 53,2 241,3 231,5 177,0 102,9
Free Cashflow3) MEUR -11,5 239,7 361,1 644,9 285,6
Free Cashflow je Aktie4) EUR -0,1 2,3 3,5 6,2 2,7
Eigenkapitalrentabilität5) % 8,6 32,0 34,3 31,2 22,5
Gesamtkapitalrentabilität6) % 1,6 6,5 6,8 6,1 4,4
Nettoverschuldung7) MEUR -585,0 -1.053,3 -1.198,4 -992,0 -505,3
Nettoumlaufvermögen8) MEUR -539,4 -631,8 -639,2 -556,1 -104,3
Capital employed9) MEUR 443,6 -36,5 -128,6 -86,0 285,9
Verschuldungsgrad10) % -62,9 -101,9 -127,6 -124,9 -76,2

* Angepasst aufgrund von IAS19 sowie IFRS 3

1) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Umsatz 2) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 3) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen plus Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 4) Free Cashflow/Aktiengesamtzahl 5) Ergebnis vor Steuern/Summe Eigenkapital 6) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Bilanzsumme 7) Verzinsliches Fremdkapital inkl. Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Schuldscheindarlehen 8) Langfristige Forderungen plus kurzfristige Vermögenswerte (exkl. Wertpapiere des Umlaufvermögens, Zahlungsmittel und Schuldscheindarlehen) abzüglich sonstige langfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Verbindlichkeiten (exkl. Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen) 9) Nettoumlaufvermögen plus immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 10) Nettoverschuldung/Summe Eigenkapital

Wichtige Akquisitionen

Im Februar 2013 wurde die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der Schuler AG, Deutschland, von den zuständigen Kartellbehörden ohne Auflagen vollumfänglich freigegeben. Die Übertragung der Gesellschaftsanteile erfolgte mit Closing im Februar 2013. Die Erstkonsolidierung von Schuler in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE erfolgte per 1. März 2013. Als Technologie- und Weltmarktführer in der Umformtechnik liefert Schuler Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Verfahrens-Know-how und Dienstleistungen für die gesamte Metall verarbeitende Industrie.

ANDRITZ erwarb 80% der Anteile an Shanghai Shende Machinery Co. Ltd., China. Das Unternehmen liefert Verfahrenstechnologien einschließlich der gesamten Ausrüstung und Services für Anlagen zur Produktion von Tier- und Fischfutterpellets im mittleren Kapazitätsbereich. Diese Akquisition bedeutet für den Geschäftsbereich SEPARATION eine Stärkung des Produkt- und Serviceangebots sowie eine weitere Festigung seiner Position in den Wachstumsmärkten in China und anderen asiatischen Ländern.

Weiters hat ANDRITZ 2013 folgende Unternehmen erworben:

  • FBB Engineering GmbH, Deutschland: Brenner und feuerfeste Bauteile für die Stahl- und Aluminiumindustrie
  • ANDRITZ MeWa GmbH, Deutschland: Engineering und Service für Recyclingmaschinen und komplette Anlagenlösungen
  • Modul-Gruppe, Deutschland: Maschinen und Anlagen für Faserplatten (MDF)
  • Einzelne Vermögenswerte von Vandenbroek Thermal Processing B.V., Niederlande: thermische Schlammtrocknungstechnologien
  • Einzelne Vermögenswerte von Hydreo Engineering, Frankreich: Ausrüstung für Kleinwasserkraftwerke
  • Warkaus Works Oy, Finnland: Fertigung für Rückgewinnungskessel und Kraftwerkskesselanlagen

RISIKOMANAGEMENT

ANDRITZ verfügt über ein gruppenweites Risikomanagementsystem, mit dem Risikopotenziale erkannt und Gegenmaßnahmen getroffen werden sollen. Es stellt ein wichtiges Element in der aktiven Unternehmenssteuerung dar.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Einrichtung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bzw. die Finanzberichterstattung liegt in der Verantwortung des Vorstands. Dazu wurden sowohl für die wesentlichen Geschäftsrisiken innerhalb der Gruppe als auch für den Finanzberichterstattungsprozess gruppenweit verbindlich anzuwendende Regelungen und Richtlinien verabschiedet.

Das Rechnungswesen und die darin integrierte Finanzbuchhaltung sind dem Vorstand unterstellt. Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen wird bestmöglich sichergestellt, dass die gesetzliche Vorgabe, dass die Eintragungen in die Bücher und die sonstigen Aufzeichnungen vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet zu erfolgen haben, erfüllt wird. Der gesamte Prozess von der Beschaffung bis zur Zahlung unterliegt strengen Regeln und Richtlinien, die wesentliche damit in Zusammenhang stehende Risiken vermeiden sollen. Zu diesen Maßnahmen und Regeln zählen unter anderem Funktionstrennungen, Unterschriftenordnungen, ausschließlich kollektive und auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsermächtigung für Zahlungen sowie systemunterstützte Prüfungen durch die verwendete Finanzsoftware (SAP).

Durch ein standardisiertes, konzernweites Finanzberichtswesen sowie durch sofortige, anlassbezogene Berichterstattung über bedeutende Ereignisse wird der Vorstand laufend über alle relevanten Sachverhalte informiert. Der Aufsichtsrat wird in zumindest einer pro Quartal stattfindenden Aufsichtsratssitzung über den laufenden Geschäftsgang inklusive operative Planung und mittelfristige Strategie des Konzerns unterrichtet, in besonderen Fällen wird der Aufsichtsrat auch unmittelbar informiert. Darüber hinaus erhält der Vorsitzende des Aufsichtsrats einen monatlichen Bericht mit den wichtigsten Finanzkennzahlen einschließlich Kommentaren. In den Prüfungsausschusssitzungen wird unter anderem auch das interne Kontroll- und Risikomanagement behandelt.

Eine interne Revision, die als Stabstelle des Vorstands eingerichtet ist, auditiert konzernweit einzelne Prozesse oder Gesellschaften anhand eines jährlich festgelegten Prüfplans sowie in besonderen Anlassfällen.

Finanzielle Risiken

Überwachung und Management finanzieller Risiken sind integrale Bestandteile des Rechnungswesens und des Controllings innerhalb der gesamten ANDRITZ-GRUPPE. Kontinuierliches Controlling und regelmäßiges Reporting sollen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass größere Risiken früh erkannt und wenn notwendig Gegenmaßnahmen getroffen werden können. Dennoch gibt es keine Garantie dafür, dass die Überwachungs- und Risikokontrollsysteme effektiv genug sind.

Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beziehen sich vor allem auf die Abhängigkeit der Gruppe von der allgemeinen Konjunkturentwicklung und der Entwicklung der von ihr bedienten Industrien, den Erhalt von Großaufträgen und die Erzielung der entsprechenden Umsatzerlöse aus dem hohen Auftragsstand. Darüber hinaus stellen bei der Abwicklung von Aufträgen unerwartete Kostensteigerungen ein zusätzliches Risiko dar; dies insbesondere bei sogenannten Turnkey- oder EPC-Aufträgen, bei denen die Gruppe – zusätzlich zur Lieferung von ANDRITZ-Ausrüstungen und -Systemen – auch die Verantwortung für Engineering, Bau und Montage von Anlagen übernimmt. Derartige Projekte bergen hohe Risiken in Bezug auf die Zusammenarbeit mit Drittparteien, die mit Engineering-, Bau- und Montageleistungen beauftragt werden, in sich (Risiken wie z. B. Streiks oder Nichteinhaltung von Terminen von Sublieferanten). Verzögerungen und Schwierigkeiten bei der Erreichung der garantierten Leistungsparameter der von ANDRITZ gelieferten Anlagen stellen ebenfalls wesentliche Risiken dar.

Laufende Störungen und Streiks auf der Baustelle für ein Zellstoffwerk in Südamerika, für das ANDRITZ Produktionstechnologien und Ausrüstungen auf EPC-Basis liefert, können zu weiteren Verzögerungen bei der Inbetriebnahme führen. Dies könnte – zusätzlich zu den bereits gebildeten Rückstellungen – weitere finanzielle Vorsorgen notwendig machen.

Eine mögliche fehlerhafte Funktion der von ANDRITZ gelieferten Komponenten und Systeme kann gravierende Folgen für Menschen und materielles Vermögen haben. Die finanziellen Schwierigkeiten einzelner Euro-Länder und die unverändert schwierige gesamtwirtschaftliche Entwicklung (insbesondere in Europa und den USA) bedeuten ebenso ein ernstes Risiko für die finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE. Weiters stellt eine mögliche Abschwächung der wirtschaftlichen Aktivitäten in den Emerging Markets ein Risiko für die Gruppe dar. Die Wirtschaftsschwäche könnte zu Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zur Verzögerung oder Einstellung laufender Projekte führen. Die Stornierung bestehender Aufträge könnte den Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen, was sich wiederum negativ auf die Kapazitätsauslastung der Produktionsstätten der Gruppe auswirken könnte.

Auch eine vollständige oder teilweise Abschreibung einzelner im Zuge von Akquisitionen entstandener Firmenwerte könnte die Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beeinflussen, wenn die wirtschaftlichen Ziele für diese Firmen nicht erreicht werden können. Abseits davon besteht jederzeit das Risiko, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise oder gänzlich wertberichtigt werden müssen.

Per 1. März 2013 erfolgte die Konsolidierung des Schuler-Konzerns in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE. Da Schuler rund 80% des Umsatzes in der Automobilindustrie erzielt, die in der Regel starken zyklischen Schwankungen ausgesetzt ist, kann diese Akquisition möglicherweise auch eine negative Auswirkung auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE haben. Auch werden mögliche finanzielle Vorsorgen für die Fortsetzung des von Schuler im Jahr 2011 zur Integration von Müller Weingarten initiierten Wachstums- und Strategieprogramms "ZusammenWachsen", das organisatorische und kapazitive Anpassungen vorsieht, das Ergebnis von Schuler, und damit auch das der ANDRITZ-GRUPPE, im Jahr 2014 negativ beeinflussen.

Das Zahlungsausfallsrisiko von Kunden wird für einen Großteil der Aufträge durch Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie durch Abschluss von Exportversicherungen reduziert. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass es einzelne Zahlungsausfälle gibt, die im Eintrittsfall einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der Gruppe haben. Das Risiko für Lieferungen in als politisch durchschnittlich riskant oder sehr riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls umfassend versichert. Nicht immer sind jedoch die Voraussetzungen für eine vollständige Absicherung gegeben. Zur Transparenz hinsichtlich finanzieller Risiken bei Projekten und der raschen Möglichkeit zur Gegensteuerung wurde ein quartalsweises Credit-Risk-Reporting an den Vorstand eingeführt. Dabei werden das maximal erwartete ungedeckte Kreditorenrisiko für externe Aufträge mit einem Auftragswert von über einer Million Euro, die nach Projektfortschritt (Percentage of Completion – POC) abgerechnet werden, sowie das Rating der Kunden dargestellt.

ANDRITZ hat in Brasilien erhebliche Steuerguthaben aus verschiedenen Verkehrssteuern. Diese Steuerguthaben wurden teilweise von den Finanzbehörden für Steuerschulden unseres Minderheitsaktionärs verpfändet. Obwohl ein Durchgriff auf das Vermögen der Gesellschaft für die Schulden eines Minderheitsaktionärs nach brasilianischem Recht nicht erlaubt ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einem teilweisen Ausfall der Steuerforderungen in Brasilien kommt.

Wechselkursrisiken im Zusammenhang mit der Abwicklung des Auftragsstands werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten – vor allem Devisentermingeschäfte und Swaps – minimiert und gesteuert. Bei in Fremdwährung fakturierten Aufträgen wird die Nettowährungsposition durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert.

Zur bestmöglichen Reduktion der finanziellen Risiken und zur besseren Überwachung, Kontrolle und Bewertung der Finanz- und Liquiditätsposition hat die ANDRITZ-GRUPPE eine umfassende Treasury-Policy und ein transparentes Informationssystem implementiert. Cashflow-Risiken werden über monatliche Cashflow-Berichte überwacht.

Die ANDRITZ-GRUPPE ist hinsichtlich Liquidität sehr gut positioniert und verfügt über hohe Liquiditätsreserven. Die Gruppe vermeidet es, von einer einzigen Bank oder von nur wenigen Banken abhängig zu sein. Zur Sicherstellung der Unabhängigkeit wird bei allen wichtigen Finanzprodukten (Zahlungsmittel, Finanzverbindlichkeiten, Finanzanlagevermögen, Garantien und Derivate) jeweils nur ein bestimmtes Volumen mit einer Bank abgewickelt. Durch diese Diversifikation versucht ANDRITZ, das Kontrahentenrisiko bestmöglich zu minimieren. Dennoch würde die Insolvenz einzelner oder mehrerer Banken einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung und das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE haben. Darüber hinaus kann eine Verschlechterung der Einschätzung der Bonität von ANDRITZ durch mehrere Banken den finanziellen Spielraum von ANDRITZ, insbesondere im Hinblick auf zu erstellende Avale, einschränken.

ANDRITZ verfolgt eine risikoaverse Veranlagungsstrategie. Geld wird weitgehend in risikoarme Finanzanlagen investiert, wie zum Beispiel in Staatsanleihen, staatsgarantierte Anleihen, Wertpapierfonds zur Deckung der Pensionsverpflichtungen, einlagengesicherte Schuldscheindarlehen oder Termingelder. Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten können jedoch zu einer ungünstigen Preisentwicklung bei verschiedenen Wertpapieren, in welche die Gruppe investiert hat, oder zu deren Unhandelbarkeit führen. Dies könnte sich aufgrund notwendig werdender Abwertungen oder Wertberichtigungen negativ auf das Finanzergebnis oder das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE auswirken. Durch die Krise erhöht sich zudem das Ausfallsrisiko einzelner Emittenten der Wertpapiere bzw. der Kunden. Der Vorstand wird in regelmäßigen Abständen über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposure in der ANDRITZ-GRUPPE informiert.

Aufgrund der aktuellen Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union ist das Risiko eines kompletten oder teilweisen Zerfalls der Euro-Zone und eines damit verbundenen möglichen Zusammenbruchs des Euro-Währungssystems gegeben. Dies würde sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit negativ auf die Finanz-, Liquiditäts- und Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE auswirken. Ebenso könnten die Anfang des Jahres 2014 stattgefundenen Abwertungen vieler Währungen aufstrebender Länder wie Brasilien, Argentinien, Indonesien, Türkei und Indien und die darauf folgende deutliche Erhöhung der Leitzinsen durch die jeweiligen Notenbanken zu einer deutlichen wirtschaftlichen Abschwächung in diesen Ländern führen, die sich negativ auf die Umsatz-, Ertrags- und Auftragseingangsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE niederschlagen könnten. Ferner könnte es zu einer Stornierung bzw. zu Verzögerungen von Projekten in diesen Ländern kommen, da durch die Währungsabwertungen viele Projekte für den Kunden erheblich teurer werden und sich damit die Rentabilität deutlich verringert.

Für weitere Informationen siehe Konzern-Anhang – Kapitel M, Risikomanagement.

Nicht-finanzielle Risiken

Im Bereich der Fertigung sind exakte Planung, hoher Einsatz und Flexibilität seitens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wesentliche Erfolgsfaktoren, um kurze Auftragsdurchlaufzeiten und hohe Termintreue zu garantieren. ANDRITZ setzt intern auf flexible Arbeitszeitmodelle und einen Anteil an Zeitarbeitern, um zyklischen Auslastungsschwankungen zu begegnen. Ebenso werden durch eine gezielte Make-or-Buy-Strategie die im Projektgeschäft typischen Schwankungen in der Kapazitätsauslastung besser ausgeglichen und die vorhandenen eigenen Fertigungskapazitäten bestmöglich ausgelastet. Dabei werden prozessrelevante Schlüsselkomponenten für Anlagen und Produkte von ANDRITZ meist in eigenen Produktionsstätten gefertigt und montiert. Einfache Komponenten werden dagegen vorwiegend bei qualifizierten Lieferanten beschafft, deren Qualität und Termintreue laufend kontrolliert werden. Die ANDRITZ-GRUPPE versucht, Auslastungsschwankungen durch die Zuteilung von Aufträgen auf die einzelnen globalen Standorte sowie lokal durch den Einsatz von Leiharbeitern bestmöglich auszugleichen.

Im Bereich Personal wurde auch im Berichtsjahr größtes Augenmerk auf die Entwicklung und Stärkung von erforderlichen Mitarbeiterressourcen gelegt. Dies umfasst im Wesentlichen das Angebot interessanter Karrieremöglichkeiten, eine leistungsorientierte Entlohnung und fokussierte Management-Trainingsprogramme. Die ANDRITZ-GRUPPE möchte für bestens ausgebildete und hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber sein und diese langfristig an das Unternehmen binden. Hohe Qualitätsstandards im Auswahlverfahren gewährleisten, dass die am besten geeigneten Kandidaten für die jeweiligen vakanten Positionen eingestellt werden. Für Schlüsselpositionen werden laufend interne Nachfolgekandidaten identifiziert, um für kurz- und mittelfristige Nachbesetzungen ausreichend Kandidaten verfügbar zu haben. In zahlreichen Konzerngesellschaften wurden die in jüngster Vergangenheit entwickelten, lokalen Entwicklungsprogramme für spezielle Zielgruppen (zum Beispiel für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verkauf oder für Führungskräfte in der Fertigung) intensiv weitergeführt. Der Erwartung, dass sich verstärkt Geschäftsmöglichkeiten für die ANDRITZ-GRUPPE auch in China ergeben werden, wurde dahingehend Rechnung getragen, dass der Managementausbildung in chinesischen Gesellschaften verstärktes Augenmerk geschenkt wird. Bei der Programmentwicklung wird nach Möglichkeit darauf geachtet, diese Trainings mit globalen Personalentwicklungsprogrammen zu kombinieren. Mehrere sogenannte "Change-Projekte" wurden zur Optimierung der Neuorganisation einzelner Divisionen bzw. Geschäftsbereiche durchgeführt.

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

Wechselkursänderungen im Zusammenhang mit der Abarbeitung des Auftragsstands werden durch entsprechende Terminkontrakte bestmöglich abgesichert. Wechselkursrisiken aus der Bilanzierung des Eigenkapitals werden nicht abgesichert.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Fertigung

Bedingt durch eine sehr gute Auftragsbestandsentwicklung war das Jahr 2013 im Bereich der Fertigung von einer sehr guten Kapazitätsauslastung geprägt. An den ANDRITZ-Fertigungsstandorten konnten die Budgetwerte erreicht und in vielen Standorten auch überschritten werden.

Die Investitionen im Bereich der Fertigung konzentrierten sich auf Qualitäts- und Effizienzmaßnahmen der Produktionskapazitäten sowohl in den Emerging Markets Asiens und Osteuropas (insbesondere in China, Ungarn und der Slowakei) als auch an den bestehenden Standorten in Mitteleuropa und Nordamerika.

Personalwesen

Die ANDRITZ-GRUPPE beschäftigte per Ende 2013 23.713 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (+32,7% versus 31. Dezember 2012: 17.865 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter). Dieser starke Anstieg ist vor allem auf die Konsolidierung des Schuler-Konzerns mit 5.219 Beschäftigten per ultimo 2013 zurückzuführen.

Global Human Resources ist gruppenweit für die Koordination und Planung der wesentlichen Personalprozesse verantwortlich. Hauptziele dieser Prozesse sind die Nachbesetzung von Schlüsselpositionen sowie die Schaffung attraktiver Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten für zukünftige Führungskräfte bzw. Fachexperten. Das Projekt "Dualer Karrierepfad für Techniker" wurde auf weitere Unternehmensbereiche und Standorte ausgedehnt. Attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten für Spezialisten im technischen Bereich wurden organisiert. Bei der Auswahl neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird dem Kriterium Vielfalt hohes Augenmerk beigemessen.

2013 wurden an ANDRITZ-Standorten erneut sicherheitsrelevante Maßnahmen für das Personal durchgeführt, bei denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter anderem zu den Themen Gesundheit am Arbeitsplatz, Arbeitssicherheit, Abfalltrennung sowie Brandschutz unterwiesen und informiert wurden. Ebenso wurden Seminare und Veranstaltungen zur Förderung der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeboten. Gemeinsam mit externen Experten für Gesundheitsmanagement wurden anonyme Mitarbeiterbefragungen zur Thematik "psychische Belastungen am Arbeitsplatz" durchgeführt. Die Teilnehmerquote war hoch und die Umfrage brachte interessante Verbesserungsansätze, an deren Umsetzung intensiv gearbeitet wird.

Umweltschutzbelange

Der Fokus der Umweltschutzmaßnahmen lag insbesondere auf der Einsparung von Energie durch die Isolierung von Fassaden und Rohrleitungen, durch die Modernisierung der Heizungssysteme sowie durch Reduktion von Stand-by-Zeiten von Fertigungsanlagen. Die Reduktion von CO2-Emissionen konnte durch laufenden Austausch von alten Transportfahrzeugen durch neue Fahrzeuge mit Hybridtechnik sowie durch den schrittweisen Einsatz von energiesparenden und kosteneffizienten Leuchtmitteln für Büros und Fertigungshallen erzielt werden. Wichtige Investitionen wurden auch mit der laufenden Erneuerung des Maschinenparks getätigt, die zur Steigerung der Energieeffizienz an den Fertigungsstandorten führten. Ein Projekt zur Energiegewinnung mittels Fotovoltaik ist am Standort Graz, Österreich, in Ausarbeitung. Zahlreiche Initiativen im Bereich Müllvermeidung, Abfalltrennung und Recycling an den weltweiten ANDRITZ-Standorten leisten zudem einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) für neue Prozesse und Produkte wendete die ANDRITZ-GRUPPE im Berichtsjahr 92,6 MEUR auf (2012: 78,2 MEUR). Darüber hinaus gibt es eine Reihe auftragsbezogener Entwicklungsarbeiten, oft in Zusammenarbeit mit Kunden, um die Technologieführerschaft von ANDRITZ zu festigen bzw. weiter auszubauen.

Bei der Entwicklung neuer und innovativer Technologien war für ANDRITZ Nachhaltigkeit schon immer ein wichtiger Treiber. Wesentliche Schwerpunkte der F&E-Aktivitäten konzentrieren sich daher auf Umweltschutz, Steigerung der Energieeffizienz von Maschinen und Anlagen sowie neue Technologien für eine saubere und Ressourcen schonende Energiegewinnung. Die F&E-Arbeiten der Geschäftsbereiche im Detail:

Um die Wasserkraft noch effizienter nutzbar zu machen, entwickelte ANDRITZ HYDRO neue technische Lösungen für den Einsatz von Wasserkraftwerken zur Stabilisierung des elektrischen Netzes und ein innovatives Konzept für kleine, dezentrale Pumpspeicherkraftwerke. Diese Kleinpumpspeicherkraftwerke mit einer Kapazität von rund 50 Megawatt sind für die Installation in der Nähe von Windparks und anderen volatilen Energiequellen ausgelegt. Sie ermöglichen nicht nur die Erzeugung und Speicherung von Strom genau dort, wo er gebraucht wird, sondern regeln zudem das zunehmende Problem der Volatilität noch vor der Einspeisung ins Stromnetz. ANDRITZ HYDRO arbeitet derzeit im Rahmen des Projekts "Green Storage Grid" der Technischen Universität Wien, Österreich, an Simulation und Optimierung dieser Technologie. Gemeinsam mit anderen Forschungsinstitutionen und Partnern aus der Energieindustrie werden dabei in den kommenden vier Jahren Lösungen für eine bessere Verbindung unterschiedlicher erneuerbarer Energieformen zu einem stabileren Netzbetrieb erforscht.

In weiteren Forschungsprojekten arbeitet ANDRITZ HYDRO gemeinsam mit den Technischen Universitäten Graz und Wien, Österreich, Lausanne und Zürich, Schweiz, sowie École Polytechnique de Montréal, Kanada, intensiv an grundlegenden Weiterentwicklungen in den Bereichen Automation, Regelungstechnik, Generator- und Turbinentechnologie, um die Flexibilität von Wasserkraftwerken noch weiter zu verbessern. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf schnellen, stabilen Systemlösungen und hoher Lebensdauer der Anlagen.

Die F&E-Tätigkeiten im Geschäftsbereich PULP & PAPER konzentrieren sich unter anderem auf die Optimierung von Produktionsprozessen für alle Arten von Faserstoffen (Zellstoff, Holzstoff, Recyclingfasern), um die Zellstoffund Papierherstellung effizienter, nachhaltiger und rentabler zu machen. Dies gilt für holzhaltige wie auch für holzfreie Fasern.

ANDRITZ erzielte insbesondere bei der Kochung von Nadelhölzern eine Erhöhung der Zellstoffausbeute sowie eine Verbesserung der Eigenschaften von Nadelholzzellstoff. Die ANDRITZ-Technologie wandelt dabei Weißlaugensulfid in Polysulfid um. Ein weiterer Vorteil des ANDRITZ-Verfahrens besteht darin, dass der Kunde den spezifischen Energiebedarf zum Mahlen des Zellstoffs vor dem Papier-/Kartonherstellungsprozess reduzieren kann.

Eine weitere Innovation stellt die Vorhydrolyse-Behandlung beim Kochen von Zellstoff für die Produktion von Viskosezellstoff dar, welcher vor allem in der Textilindustrie als Baumwollersatz verwendet wird. Durch die Produktion von Textilzellstoff aus Hackschnitzeln lassen sich große Mengen an Wasser einsparen.

Ein weiterer Schwerpunkt der F&E-Arbeiten von PULP & PAPER ist die effiziente Erzeugung von Strom aus nachhaltigen, erneuerbaren Brennstoffen für die Zellstoff- und Papierindustrie sowie für Energieversorger oder kommunale Kraftwerke. Die ANDRITZ-Forschung konzentriert sich auf eine neue Auslegung von großen zirkulierenden Wirbelschichtkesseln mit einer Leistung von über 100 Megawatt, um fossile Brennstoffe weitgehend durch erneuerbare, nachhaltige Biomasse zu ersetzen. ANDRITZ lieferte die erste Biomassekesselanlage dieser Art für ein Fernheizkraftwerk an Fortum Värme, Schweden. Die Inbetriebnahme ist für 2015 geplant.

Das F&E-Programm für Gasifizierungsanlagen wurde 2013 mit dem Ergebnis weitergeführt, dass im Umwandlungsverfahren Gas-zu-Gas wesentliche Umweltschutzverbesserungen erzielt werden können. Diese Entwicklungsarbeit wurde großteils in der Gasifizierungsanlage eines großen Zellstoffproduzenten in Finnland durchgeführt, wo das erzeugte Gas fossile Brennstoffe ersetzt. ANDRITZ etablierte sich auch zu einem Vorreiter in der Entwicklung der Wirbelschichtgasifizierung und bei Gasreinigungsverfahren in den Bereichen BtL (Biomass to liquid), chemisches Gas und Synthesegas. Mit der Produktion von erneuerbarem Benzin aus Synthesegas, das durch die Gasifizierung von Holzpellets hergestellt wird, wurde 2013 im Rahmen eines umfangreichen F&E-Programms in einer großen Pilotanlage in den USA ein Durchbruch erreicht.

Der ANDRITZ-Hochleistungsrückgewinnungskessel HERB (High Energy Recovery Boiler) wurde weiterentwickelt, um Emissionen zu senken und die Effizienz der Umwandlung von erneuerbaren Brennstoffen (Schwarzlauge) in Dampfenergie zu erhöhen. Verbesserte Materialien, die höhere Dampfdrücke und -temperaturen ermöglichen, bilden einen wesentlichen Teil dieser Entwicklung. Weitere F&E-Arbeiten befassen sich mit der Entwicklung von sehr großen Kesseln, die Kochlaugen in Anlagen mit einer jährlichen Zellstoffproduktion von über 1,5 Millionen Tonnen rückgewinnen können.

Die ANDRITZ-Eindampfungstechnologie wurde weiterentwickelt, um für die Herausforderungen von großen, hochintegrierten Zellstoffwerken gerüstet zu sein. Dazu zählen die Entwicklung, verdünnte Schwarzlauge aus dem Kochprozess mit einer höheren Temperatur einzusetzen, um die Nettoproduktion von grüner Energie in Zellstoffwerken zu maximieren, oder der patentierte Hybrid-Eindampfer zur Senkung des allgemeinen Energieverbrauchs.

ANDRITZ entwickelte auch Verfahren und Maschinen zur Verwertung von Abfall aus Papierfabriken, der üblicherweise auf Deponien entsorgt wird. Bei Zellstoffwerken, die Faserstoff aus Altpapier produzieren, ist das Volumen an Rejekten (Metalle, Kunststoff, Farbreste und andere Störstoffe) hoch. Einige Rejekte können wiederverwertet oder als Brennstoffe eingesetzt werden, wenn sie entsprechend getrennt und rückgewonnen werden. Im Werk Ostrołęka von Stora Enso, Polen, hat ANDRITZ beispielsweise eine Anlage zur Behandlung von Rejekten aus einer neuen Altpapieraufbereitungslinie errichtet.

Im Bereich Nonwovens entwickelte ANDRITZ eine innovative Lösung zur Einsparung von Rohstoffen, bei welcher der Randbeschnitt von Vliesstoffen rückgewonnen und im Produktionsprozess wiederverwertet wird. Dank dieser Lösung können Hersteller von Vliesstoffen bis zu 10% des bisher verlorenen Rohstoffs in den Produktionsprozess rückführen. Beim Nassvliesverfahren können bei der Verwendung von Zellstofffasern sogar 100% des Randbeschnitts zurückgewonnen und in der Stoffaufbereitung wiederverwertet werden. ANDRITZ entwickelte auch Technologien zur Produktion leichterer Vliesstoffe, wobei bei Wischtüchern eine Reduktion des Standardgewichts um bis zu 30% mit einer entsprechenden Einsparung der verwendeten Rohstoffe erzielt werden kann.

Der Geschäftsbereich arbeitet an einem Verfahren, bei dem CO2 als Rohstoff in der Bioplastikproduktion dient. Bei diesem Projekt wird CO2 aus Rauchgasen zur Züchtung der in der Produktion von Bioplastikstoffen benötigten Bakterien oder Algen verwendet. Das Verfahren wird in Zusammenarbeit mit Partnern aus Forschung und Industrie in einer Pilotanlage getestet.

Im Servicebereich liegt der Schwerpunkt auf der Erhöhung der Rentabilität von Kundenanlagen durch deutliche Einsparungen bei Waschwasser, Chemikalien und Energie. Unter anderem entwickelte ANDRITZ für Schneckenpressen eine innovative Schneckenwelle, die bei konstanter Produktionskapazität und gleichbleibendem Auslasstrockengehalt des Stoffes einen Betrieb mit geringerer Geschwindigkeit ermöglicht. Diese Geschwindigkeitsreduktion ergibt für die Schneckenpresse Energieeinsparungen von mehr als 30%.

Recyclingverfahren und Prozessoptimierungen stehen im Mittelpunkt der nachhaltigen Innovationen von ANDRITZ METALS. Für die Wiederverwertung von Elektronikschrott (zumeist Computer und Mobiltelefone) hat der Geschäftsbereich einen neuen Mini-Sekundärkupferofen entwickelt. Bis heute werden nur rund 15-20% des jährlich anfallenden Elektronikabfalls in großen Schmelzanlagen wiederverwertet – der Rest wird deponiert oder verbrannt. Aufgrund der geringen Investitionskosten ermöglicht die neue ANDRITZ-Technologie einer größeren Anzahl von Kunden die Wiederverwertung von Kupferlegierungen und die Aufbereitung des Kupferschrotts, wobei sowohl Grundmetalle als auch Edelmetalle rezykliert werden.

Zur Reduzierung des Energieverbrauchs und Optimierung der Produktqualität arbeitet ANDRITZ METALS auch an der Entwicklung einer automatisierten Steuerung für kontinuierlich arbeitende Glühöfen, die in der Erzeugung von Stahlblech zum Einsatz kommen. Ziel dieses Projekts ist eine vollautomatische Steuerung des Ofenbetriebs. Die Implementierung des automatisierten Mechanismus ermöglicht eine präzise Temperatursteuerung, wodurch sich die Eigenschaften des Endprodukts verbessern und Energieverluste wesentlich reduziert werden.

Ein weiteres Projekt zielt auf eine höhere Recyclingquote von Zink aus Stahlschrotten ab und beschäftigt sich mit der Bereitstellung von zinkfreiem Stahlschrott für hochwertige Anwendungen in der Gießereiindustrie. Dabei sind der Energieeinsatz und damit verbunden der CO2-Ausstoß im Vergleich zu etablierten Verfahren wesentlich geringer. Diese innovative Prozesstechnologie für das Entzinken von Stahlschrott aus der Feinblechverarbeitung der Automobilindustrie beruht auf einem Schwefelsäure-Auswaschungsprozess. Das gelöste Zink in Form von Zinksulfat kann in Zinkhütten und in der chemischen Industrie weiterverarbeitet werden, der entzinkte Stahlschrott mit weniger als 3% Restzink ist ein hochwertiger Rohstoff mit Mehrpreis für Gießereianwendungen. Das Projekt wurde von ANDRITZ METALS in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Clausthal, Deutschland, bereits erfolgreich getestet und soll 2014 erstmals im Volkswagen-Presswerk in Emden, Deutschland, in Form einer Demonstrationsanlage realisiert werden.

Auch Schuler setzt bei der Neu- und Weiterentwicklung von Technologien in der Umformtechnik auf optimierte Energieeffizienz. Das zeigt etwa die Einführung eines Energieausweises für Schuler-Produkte, der den spezifischen Energieverbrauch von Anlagen abhängig von ihrer Betriebsart und Produktionsrate angibt. Damit sind systematische Vergleiche zwischen Maschinen und effizientes Energiemanagement für Anlagenbetreiber möglich.

Deutlich reduzierten Energieverbrauch und mehr Leistung bei gleicher Presskraft bietet die Neuentwicklung der Servopresse MSD 2-250 von Schuler. Die neue Servopresse verbraucht bis zu 30% weniger Energie als ihr Vorgängermodell, was insbesondere auf die kompaktere Bauweise und einen optimierten Antriebsstrang zurückzuführen ist.

Schuler präsentierte am Standort Erfurt, Deutschland, eine neue 16.000 Kilonewton starke Gesenkschmiedepresse mit ServoDirekt-Technologie, die kürzere Druckberührzeiten und eine höhere Produktionsleistung bietet. Mit der innovativen Anlage, die für einen Automobilhersteller gebaut wurde, ist nun auch in der Massivumformung die Stößelbewegung frei programmierbar.

Weiters stellte Schuler eine neue energieeffiziente Platinenschneidanlage mit Laser vor. Zum Schneiden von Platinen bei kontinuierlicher Bandzuführung nutzt die dafür entwickelte DynamicFlow-Technologie drei parallel arbeitende Laserköpfe. Dies sorgt für eine besonders hohe Ausbringung. Die Laserschneidanlage ist in der Verarbeitung unterschiedlicher Materialien und in der Herstellung verschiedener Platinenformen außerordentlich flexibel.

Schwerpunkt des Forschungs- und Entwicklungsprogramms von ANDRITZ SEPARATION war eine Senkung des Energiebedarfs von Zentrifugen für den Umwelt- und Industriebereich. So wird das Design für die Dekanterzentrifuge Serie D weiterentwickelt, um die Energieeffizienz um bis zu 40% zu steigern.

Mit der Einführung der neuen TurboJet-Wehrplatte bietet ANDRITZ ein innovatives Energierückgewinnungssystem für Dekanterzentrifugen an, das eine Senkung des Energieverbrauchs um bis zu 30% ermöglicht und außergewöhnlich wartungsfreundlich ausgeführt ist. Die TurboJet-Wehrplatte kann auch nachträglich bei bestehenden ANDRITZ-Dekanterzentrifugen oder Dekanterzentrifugen anderer Hersteller eingebaut werden.

2013 erfolgte die Markteinführung eines neuen Düsenseparators. Die Zentrifuge ist für den Betrieb bei Kräften mit bis zu 6.400-facher Erdbeschleunigung ausgelegt. Erfolgreiche Testläufe für die Klassifizierung ultrafeiner Partikel zur Senkung der Energiekosten wurden bei einem wichtigen Mineralienproduzenten durchgeführt.

Der Geschäftsbereich entwickelte eine dynamische Cross-Flow-Filtrationsanlage für verschiedene Anwendungen in der Getränkeindustrie. Mit dieser Anlage können aufgrund der mechanischen Entwässerung bei höheren Viskositäten die Ausbeute des Verfahrens erhöht und thermische Energie eingespart werden.

Als eines der ersten Unternehmen weltweit entwickelte ANDRITZ eine Torrefizierungstechnologie für Strom erzeugende Industrien, die Biomasse in Brennstoff umwandelt, der den Eigenschaften von Kohle nahekommt. Unter Torrefizierung versteht man das Rösten von Biomasse in einer sauerstofffreien Atmosphäre, wodurch deren Heizwert um bis zu 20% erhöht wird. Das im Torrefizierungsprozess freigesetzte Gas wird verwendet, um die für den Betrieb der Anlage notwendige Wärme zu erzeugen. Dank dieses innovativen Prozesses kann in mit Kohle befeuerten Kraftwerken ein wesentlicher Anteil des fossilen Brennstoffs durch torrefizierte Biomasse ersetzt und eine signifikante Reduktion der CO2-Emissionen ohne Anpassung bestehender Ausrüstungen erzielt werden. Ein weiterer Vorteil der erhöhten Energiedichte torrefizierter Biomasse liegt in der Reduktion ihres Transportvolumens. ANDRITZ hat in Europa bisher zwei Pilotanlagen für Torrefizierung mit unterschiedlichen Leistungskapazitäten in Betrieb genommen, eine in Sdr. Stenderup, Dänemark, und eine in Frohnleiten, Österreich. Nach positiven Performancetests und Erreichung der Leistungsgarantiewerte wurde 2013 die Demonstrationsanlage in Österreich an ein Betreiberkonsortium verkauft. ANDRITZ wird die Anlage weiterhin für Testzwecke nutzen.

Im Bereich Futtermitteltechnologie entwickelte ANDRITZ eine moderne Prozesssteuerung für die Futtermittelindustrie weiter. Diese Steuerung beinhaltet auch Software für Produktion, Chargierung und Transport des Fertigprodukts.

Wichtige Ereignisse nach dem 31. Dezember 2013

Die Situation der Weltwirtschaft sowie an den Finanzmärkten hat sich in der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Veröffentlichung dieses Berichts nicht wesentlich geändert. Bestimmende Faktoren bleiben weiterhin die Staatsschuldenkrisen in Europa und den USA sowie die unverändert mäßige Entwicklung der Weltwirtschaft.

Betreffend Kostenüberschreitungen im Zusammenhang mit Lieferungen von Produktionstechnologien und Ausrüstungen für ein Zellstoffwerk in Südamerika wurden die nach heutigem Wissensstand erforderlichen Rückstellungen gebildet. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in den kommenden Quartalen weitere finanzielle Vorsorgen getroffen werden müssen.

AUSBLICK

Das Weltwirtschaftswachstum wird gemäß Einschätzung von Wirtschaftsexperten auch 2014 weiter moderat bleiben, wobei für Europa und Nordamerika im Jahresverlauf ein leichter Aufwärtstrend erwartet wird. Bei den aufstrebenden Ländern wird dagegen von einer regional differenzierten Entwicklung ausgegangen: Während die Wirtschaft Chinas weiter anziehen sollte, wird die Entwicklung in Brasilien und Indien auch 2014 stagnieren. Die Anfang des Jahres 2014 stattgefundenen Abwertungen vieler Währungen von aufstrebenden Ländern wie Brasilien, Argentinien, Indonesien, Türkei und Indien und die darauf folgende deutliche Erhöhung der Leitzinsen durch die jeweiligen Notenbanken könnten zu einer deutlichen wirtschaftlichen Abschwächung in diesen Ländern führen.

Angesichts dieser erwarteten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist für die von der ANDRITZ-GRUPPE bedienten Märkte keine wesentliche Änderung der Projektaktivität im Vergleich zum zufriedenstellenden Niveau des Jahres 2013 zu erwarten. Das gilt auch für Großprojekte: In den Bereichen Wasserkraft und Zellstoff ist die Vergabe einzelner Großprojekte wahrscheinlich. ANDRITZ wird auch 2014 die im Vorjahr begonnenen gruppenweiten organisatorischen und kapazitiven Anpassungen fortsetzen. Das gilt vor allem für den 2013 erworbenen Schuler-Konzern, bei dem das 2011 zur Integration von Müller Weingarten initiierte Wachstumsund Strategieprojekt "ZusammenWachsen" fortgeführt wird. Der Fokus der geplanten operativen Maßnahmen liegt auf der Konzentration der Fertigung auf die Kernkompetenzen, auf dem Ausbau des Servicegeschäfts und auf der Ausweitung der Präsenz in Wachstumsmärkten, vor allem in Emerging Markets. Wie geplant, werden diesbezüglich im Geschäftsjahr 2014 wahrscheinlich weitere finanzielle Vorsorgen von rund 15 MEUR getroffen werden.

Auf Basis dieser Erwartungen, des Auftragsstands sowie des Umsatzbeitrags von im Geschäftsjahr 2013 noch nicht in vollem Zwölf-Monats-Umfang enthaltenen Akquisitionen erwartet die ANDRITZ-GRUPPE für das Geschäftsjahr 2014 im Jahresvergleich einen leichten Anstieg des Umsatzes. Beim Konzern-Ergebnis wird aus heutiger Sicht eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr erwartet, das durch die sehr schlechte Ergebnisentwicklung in den Bereichen PULP & PAPER sowie SEPARATION stark negativ beeinträchtigt war. Sollte sich 2014 die globale Weltwirtschaft jedoch erneut stärker eintrüben, ist mit negativen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE zu rechnen. Dies könnte zu notwendigen organisatorischen und kapazitiven Anpassungen und möglicherweise daraus entstehenden finanziellen Vorsorgen führen, die das Ergebnis negativ beeinträchtigen könnten.

AKTIEN UND AKTIONÄRSSTRUKTUR

Offenlegung gemäß § 243a UGB

Das Grundkapital der ANDRITZ AG per 31. Dezember 2013 betrug 104.000.000 EUR. Auf jede nennwertlose Aktie entfällt damit ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 1,00 EUR.

Es bestehen keine Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Knapp 30% der Aktien befinden sich in Besitz der Certus Beteiligungs-GmbH, deren Geschäftsführer Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender der ANDRITZ AG, ist.

Es gibt derzeit kein genehmigtes Kapital. Aufgrund eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 22. März 2013 ist der Vorstand ermächtigt, zwischen 1. Oktober 2013 und 31. März 2016 bis zu 10% des Grundkapitals der ANDRITZ AG zurück zu erwerben. Anfang Oktober 2013 hat der Vorstand der ANDRITZ AG beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen und Aktien zwischen 12. November 2013 und 31. März 2016 zurückzukaufen. Es gibt keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.

Soweit der Gesellschaft bekannt ist, gibt es keine Inhaber von Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Die Arbeitnehmer üben das Stimmrecht direkt aus. Es existieren darüber hinaus auch keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

Die Gesellschaft ist keine bedeutenden Vereinbarungen eingegangen, die bei einem Kontrollwechsel der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam, sich ändern oder enden würden. Gemäß der Bedingungen der im Februar 2008 begebenen ANDRITZ-Anleihe 2008-2015 sowie der im Juli 2012 begebenen ANDRITZ-Anleihe 2012-2019 ist jeder Inhaber von Teilschuldverschreibungen berechtigt, seine Teilschuldverschreibungen fällig zu stellen und sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich der bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufenen Zinsen zu verlangen, falls ein Kontrollwechsel durch einen neuen Großaktionär erfolgt und dieser Kontrollwechsel zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Fähigkeit der Emittentin führt, ihre Verpflichtungen aus den Teilschuldverschreibungen zu erfüllen.

Es existieren Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Vorstands im Falle eines Kontrollwechsels. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen für die Aufsichtsratsmitglieder und Arbeitnehmer.

Graz, am 19. Februar 2014

Der Vorstand der ANDRITZ AG

Vorstandsvorsitzender PULP & PAPER

(Neuanlagen)

PULP & PAPER

SEPARATION

Wolfgang Leitner Karl Hornhofer Humbert Köfler Friedrich Papst Wolfgang Semper (Service & Systemlösungen), METALS, HYDRO (Pumpen), SEPARATION (Tierfuttertechnologien)

HYDRO

Disclaimer:

Bestimmte Aussagen im Jahresfinanzbericht 2013 und im Geschäftsbericht 2013 sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.

Der Jahresfinanzbericht 2013 und der Geschäftsbericht 2013 enthalten Annahmen und Prognosen, die auf Basis aller bis Redaktionsschluss am 19. Februar 2014 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Annahmen und Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder die im Kapitel "Unternehmensrisiken" und im Lagebericht des Jahresfinanzberichts 2013 angesprochenen Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den im Jahresfinanzbericht 2013 und im Geschäftsbericht 2013 erwarteten Ergebnissen abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr.

CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT

ANDRITZ bekennt sich zur Einhaltung der im Österreichischen Corporate-Governance-Kodex festgelegten Verhaltensregeln und sieht darin die wesentliche Voraussetzung für eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung, die auf nachhaltige Wertschaffung und Transparenz gegenüber Aktionären und anderen Interessensgruppen ausgerichtet ist. Der Vorstand und der Aufsichtsrat sowie sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ANDRITZ-GRUPPE haben sich zur Beachtung des Kodex verpflichtet.

Pflichtangaben gemäß § 243b UGB

ANDRITZ bekennt sich zum Österreichischen Corporate-Governance-Kodex, der auf der Homepage der ANDRITZ-GRUPPE unter www.andritz.com sowie auf der Homepage des Arbeitskreises für Corporate Governance in Österreich unter www.corporate-governance.at verfügbar und öffentlich zugänglich ist.

Zusammensetzung des Vorstands gemäß § 243b Abs. 2 UGB

Der Vorstand der ANDRITZ AG besteht aus fünf Mitgliedern:

  • Wolfgang Leitner, geboren am 27. März 1953
  • Vorsitzender des Vorstands
  • Im Vorstand verantwortlich für zentrale Gruppenfunktionen wie Controlling, Human-Resources-Management, Informationstechnologie, Interne Revision, Investor Relations, Konzernkommunikation, Recht und Treasury
  • Datum der Erstbestellung: 29. Juni 1994 (Vorstandsvorsitzender); 1. Oktober 1987 (Finanzvorstand)
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: 28. Juni 2018
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen Gesellschaften: Schuler AG

Karl Hornhofer, geboren am 9. März 1968

  • Im Vorstand verantwortlich für den Bereich Neuanlagen des Geschäftsbereichs PULP & PAPER sowie gruppenweit für den Bereich Qualitäts- und Sicherheitsmanagement
  • Datum der Erstbestellung: 1. Jänner 2007
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Dezember 2014
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen Gesellschaften: keine

Humbert Köfler, geboren am 11. Jänner 1961

  • Im Vorstand verantwortlich für den Bereich Service & Systemlösungen des Geschäftsbereichs PULP & PAPER sowie für den Geschäftsbereich SEPARATION
  • Datum der Erstbestellung: 1. April 2007
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2015
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen Gesellschaften: keine

Friedrich Papst, geboren am 6. November 1952

  • Im Vorstand verantwortlich für den Geschäftsbereich METALS, für den Bereich Pumpen des Geschäftsbereichs HYDRO, für den Bereich Tierfuttertechnologien des Geschäftsbereichs SEPARATION sowie gruppenweit für die Bereiche Fertigung und Einkauf
  • Datum der Erstbestellung: 1. April 1999
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Dezember 2015
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen Gesellschaften: Schuler AG

Wolfgang Semper, geboren am 9. März 1958

  • Im Vorstand verantwortlich für den Geschäftsbereich HYDRO sowie gruppenweit für den Bereich Automation
  • Datum der Erstbestellung: 1. April 2011
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2014
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen Gesellschaften: keine

Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß § 243b Abs. 2 UGB

Der Aufsichtsrat der ANDRITZ AG besteht aus sechs Kapitalvertretern sowie aus drei Vertretern aus dem Betriebsrat.

Kapitalvertreter:

Hellwig Torggler, geboren am 26. August 1938

  • Vorsitzender des Aufsichtsrats
  • Datum der Erstbestellung: 6. September 2000
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: Tag der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2013 beschließt
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: keine

Klaus Ritter, geboren am 20. April 1940

  • Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden
  • Datum der Erstbestellung: 30. März 2004
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: Tag der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2015 beschließt
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: keine

Peter Mitterbauer, geboren am 14. November 1942

  • Datum der Erstbestellung: 8. April 2003
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: Tag der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2013 beschließt
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: Oberbank AG, Rheinmetall AG

Christian Nowotny, geboren am 23. Juli 1950

  • Datum der Erstbestellung: 29. Dezember 1999
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: Tag der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 beschließt
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: Schuler AG

Fritz Oberlerchner, geboren am 16. Juni 1948

  • Datum der Erstbestellung: 29. März 2006
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: Tag der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2014 beschließt
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: STRABAG AG, Köln

Kurt Stiassny, geboren am 6. Oktober 1950

Datum der Erstbestellung: 29. Dezember 1999

  • Ende der laufenden Funktionsperiode: Tag der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2014 beschließt
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: keine

Vom Betriebsrat entsendet:

Georg Auer, geboren am 12. Oktober 1974

Datum der Erstbestellung: 1. Juli 2011

Isolde Findenig, geboren am 1. April 1956

Datum der Erstbestellung: 1. Jänner 2012

Andreas Martiner, geboren am 11. November 1964 Datum der Erstbestellung: 14. Februar 2001

Der Aufsichtsrat der ANDRITZ AG orientiert sich bei den Kriterien für die Unabhängigkeit an den im Corporate-Governance-Kodex, Anhang 1, angeführten Leitlinien. Gemäß diesen Leitlinien sind mit Ausnahme von Hellwig Torggler alle Mitglieder des Aufsichtsrats der ANDRITZ AG als unabhängig einzustufen. Im Aufsichtsrat der ANDRITZ AG gibt es kein Mitglied, das Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% ist.

Die Angabe der Arbeitsweise des Vorstands und des Aufsichtsrats gemäß § 243b Abs. 2 UGB

Kompetenzverteilung im Vorstand

Der Vorstand der ANDRITZ AG hält in regelmäßigen Abständen Vorstandssitzungen über wesentliche gruppenrelevante Themen und über einzelne Geschäftsbereiche ab. Die Kompetenzen und Verantwortlichkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sind in den Erläuterungen zu den Vorstandsmitgliedern in diesem Corporate-Governance-Bericht angeführt. Die Geschäftsordnung des Vorstands enthält einen über die zwingenden Regelungen des Aktiengesetzes hinausgehenden umfassenden Katalog jener Geschäftsfälle, die der vorangehenden Genehmigung des Aufsichtsrats bedürfen.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der ANDRITZ AG hat einen Prüfungsausschuss eingerichtet, der zwei Sitzungen zur Behandlung des Jahres- und Konzern-Abschlusses 2012, zur Vorbereitung der Prüfung des Jahres- und Konzern-Abschlusses 2013 und des Ergebnisverwendungsvorschlags, ferner zu Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem Abschlussprüfer sowie zur Umsetzung des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements in der ANDRITZ-GRUPPE abgehalten hat. Mitglieder des Prüfungsausschusses waren: Hellwig Torggler (Vorsitzender), Klaus Ritter (Stellvertreter), Christian Nowotny und Andreas Martiner.

Der Aufsichtsrat hat auch einen Nominierungs- und Vergütungsausschuss eingerichtet, der sich unter anderem mit der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen, ferner mit der Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und Aufsichtsrat sowie mit Fragen der Nachfolgeplanung befasst. Mitglieder des Nominierungs- und Vergütungsausschusses waren: Hellwig Torggler (Vorsitzender), Peter Mitterbauer (Stellvertreter) und Klaus Ritter.

Der Aufsichtsrat der ANDRITZ AG hielt im Geschäftsjahr 2013 fünf ordentliche Sitzungen ab. Schwerpunkte dieser Sitzungen waren die Überwachung der laufenden Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE inklusive eventueller Abweichungen vom Budget, die strategischen Ziele, die Mittelfristplanungen der einzelnen Geschäftsbereiche sowie besondere Anlässe, wie Akquisition von Firmen bzw. Erteilung von Prokuren und andere genehmigungspflichtige Geschäfte.

Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Vorstand, im Aufsichtsrat und in leitenden Stellungen (§ 80 AktG)

Die ANDRITZ-GRUPPE verfolgt seit Jahren das Ziel, die Vielfältigkeit und Diversität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bezug auf Ausbildung, Erfahrung und Alter, kulturelle Herkunft, Geschlecht und ähnliche Gesichtspunkte zu fördern. Im Berichtsjahr wurden überregionale Aktivitäten gestartet, um Absolventen verschiedenster Universitäten für die ANDRITZ-GRUPPE anzusprechen.

Im Rekrutierungsprozess wird auf strenge Gleichbehandlung der Geschlechter hohes Augenmerk gelegt. In vielen Ländern ergreifen noch immer viel weniger Frauen als Männer technische Berufe bzw. absolvieren technische Studien. ANDRITZ versucht verstärkt, Maturantinnen zu technischen Studien zu ermutigen. Eine höhere Anzahl von Absolventinnen technischer Studien ist Voraussetzung für eine wesentliche Erhöhung der Frauenquote in der ANDRITZ-GRUPPE.

Soweit Gesellschaftsstrukturen in einzelnen Ländern dies erfordern, werden Maßnahmen und Investitionen getätigt, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern. Der am Stammsitz der ANDRITZ-GRUPPE in Graz eingerichtete Kindergarten sowie flexible Arbeitszeitmodelle für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Familie sind Beispiele dafür. Bei der Schaffung von Büroraum im Rahmen von Neubauprojekten werden stets Überlegungen hinsichtlich der Schaffung von Betreuungseinrichtungen für Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einbezogen.

In zahlreichen Bereichen konnten sich Frauen für die Übernahme von Führungsfunktionen qualifizieren. Auch in jüngster Vergangenheit wurden konzernweit Leitungspositionen in der ersten und zweiten Berichtsebene mit Frauen besetzt. ANDRITZ fördert verschiedene Initiativen, um Frauen für den Beginn eines Technikstudiums zu begeistern. Die regelmäßige Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen, Rekrutierungstagen für Frauen und Berufsorientierungstagen für junge Frauen wurden auch im Berichtsjahr fortgesetzt. Zudem wurde auch ein interner Workshop mit Frauen organisiert, um die Effektivität der bisherigen Entwicklungsmaßnahmen zu evaluieren sowie Verbesserungen für die Zukunft zu erarbeiten. Spezielle Trainingsmodule für die Karriereförderung von Frauen sind in Vorbereitung. ANDRITZ wird bei allen Bemühungen zur Förderung weiblicher Mitarbeiterinnen alles unterlassen, was zu einer Benachteiligung von Männern führen würde.

Offenlegung von Informationen über die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat (§ 243b Abs. 2 Z3 UGB) Vergütung des Vorstands

Die Vorstandsvergütungen betrugen im Geschäftsjahr 2013:

(in EUR) Fix Variabel Sonstige Vergütungen
Wolfgang Leitner (Vorstandsvorsitzender) 612.923 672.300 9.063
Karl Hornhofer 235.000 341.600 6.725
Humbert Köfler 235.000 341.600 8.227
Friedrich Papst 302.236 551.589 8.493
Wolfgang Semper 235.000 340.938 9.544

Die Vergütung des Vorstands umfasst fixe und variable/erfolgsabhängige Bestandteile, wobei die Höhe der variablen Vergütung vom erzielten Jahresüberschuss abhängig ist. Dabei wurde als Höchstwert der jährlichen variablen Vergütung das Dreifache der fixen Jahresvergütung festgesetzt. Ein etwaiger darüber hinausgehender Betrag wird als variable Vergütung auf die Folgejahre gutgeschrieben. Bei Unterschreiten eines definierten Mindestbetrags beim Konzern-Ergebnis entsteht ein Malus, der ebenso auf die Folgejahre übertragen wird

und zur Kürzung zukünftiger variabler Gehaltsbestandteile führt. Die sonstigen Vergütungen betreffen überwiegend steuerpflichtige Sachbezüge für Firmen-Pkw.

  • Bei sämtlichen seit dem Börsengang aufgelegten Aktienoptionsprogrammen für leitende Angestellte und den Vorstand war ein Eigeninvestment in ANDRITZ-Aktien von zumindest 20.000 EUR für leitende Angestellte und 40.000 EUR für Mitglieder des Vorstands spätestens zum Zeitpunkt der Zuteilung der Optionen zu erbringen. Dieses Eigeninvestment muss bis zu einer allfälligen Ausübung der Optionen ununterbrochen von den am Optionsprogramm teilnehmenden Personen gehalten und bei Ausübung nachgewiesen werden. Als Wartefrist zur Ausübung der Optionen sind drei Jahre bei aufrechter Beschäftigung (Ausnahme: planmäßiges Ende gemäß Vertragsbestimmungen) vorgesehen. Im Geschäftsjahr 2013 wurden folgende Optionen ausgeübt: Wolfgang Leitner 100.000, Karl Hornhofer 60.000, Humbert Köfler und Friedrich Papst jeweils 80.000 sowie Wolfgang Semper 35.000 Optionen; der Bezugspreis je Aktie betrug jeweils 23,18 EUR.
  • Den Mitgliedern des Vorstands wurden Ansprüche auf Versorgungsleistungen gewährt. Diese beinhalten neben einer Alterspension Ansprüche im Falle einer Berufsunfähigkeit sowie Pensionsleistungen für Hinterbliebene nach dem Ableben der Berechtigten. Die Alterspension wird in der Regel ab Erreichung eines bestimmten Lebensalters ausbezahlt, sofern das Arbeitsverhältnis zu diesem Zeitpunkt bereits beendet ist. Die Verwaltung wurde in eine Pensionskasse ausgelagert. Im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Arbeitsverhältnisse werden die bis zu diesem Zeitpunkt einbezahlten Beiträge unverfallbar. Die Höhe des Versorgungsanspruchs ist bis zum Anfall einer Versorgungsleistung nicht wertgesichert; danach können jährliche Anpassungen unter Berücksichtigung der Lohn- und Gehaltsentwicklung und der wirtschaftlichen Lage von ANDRITZ erfolgen.
  • Alle Vorstandsmitglieder haben bei Beendigung der Funktion und unter der Voraussetzung der gleichzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses Abfertigungsansprüche im Sinne des § 23 des österreichischen Angestelltengesetzes, außer die Beendigung beruht auf einer gerechtfertigten Entlassung.
  • Die Grundsätze der Vergütung für den Vorstand und leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechen den Vorgaben des österreichischen Corporate-Governance-Kodex.
  • Die ANDRITZ AG hat für 2013 eine Organhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen. Die Kosten werden von der Gesellschaft getragen. Die D&O-Versicherung sichert bestimmte persönliche Haftungsrisiken der verantwortlich handelnden Personen der ANDRITZ-GRUPPE ab. Die jährlichen Kosten betragen rund 360.000 EUR (inklusive Schuler).

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Aufsichtsratsvergütungen (inklusive Sitzungsgelder) betrugen 2013 insgesamt 292.500 EUR (2012: 187.500 EUR) und teilten sich wie folgt auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder auf:

(in EUR) Vergütung
(inkl. Sitzungsgelder)
Hellwig Torggler (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 72.500
Klaus Ritter (Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden) 57.500
Peter Mitterbauer 40.000
Christian Nowotny 42.500
Fritz Oberlerchner 40.000
Kurt Stiassny 40.000

Die von der Belegschaftsvertretung nominierten Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Aufsichtsratsvergütung. Das Vergütungsschema für die Aufsichtsratsmitglieder setzt sich aus einer fixen und einer anwesenheitsabhängigen Komponente zusammen. Die fixe Komponente besteht aus einem Gesamtbetrag, der so zu verteilen ist, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Doppelte und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der Vergütung eines einfachen Mitglieds erhält. Die zweite Komponente besteht aus einem Sitzungsgeld, das sich aus einem Pauschalbetrag pro Sitzung ergibt, an der ein Mitglied teilnimmt.

Der Vergütungsbericht für den Vorstand und den Aufsichtsrat der ANDRITZ AG ist im Konzern-Anhang des Jahresfinanzberichts 2013 verfügbar.

Graz, im Februar 2014

Der Vorstand der ANDRITZ AG

Wolfgang Leitner e.h. Karl Hornhofer e.h. Humbert Köfler e.h. Friedrich Papst e.h. Wolfgang Semper e.h. (Vorstandsvorsitzender)

UNTERNEHMENSRISIKEN

Die ANDRITZ-GRUPPE ist ein global agierendes Unternehmen, das eine Vielzahl verschiedenster industrieller Märkte und Kunden beliefert. Als solches ist die Gruppe gewissen allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. ANDRITZ verfügt über ein konzernweites Kontroll- und Steuerungssystem, dessen Hauptaufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren, um nach Möglichkeit rasch Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Folgende Risiken sind für die ANDRITZ-GRUPPE von wesentlicher Bedeutung (nicht taxative Aufzählung) – siehe dazu auch Lagebericht, Kapitel Risikomanagement:

Risiken in Verbindung mit der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung

Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise

Die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft stellt ein maßgebliches Risiko für die zukünftige finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE dar und könnte zu Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zur Verzögerung oder Einstellung laufender Projekte führen. Dies könnte zu einem Rückgang beim Auftragseingang der Gruppe führen. Ebenso könnte die mögliche Stornierung bestehender Aufträge auch den Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen. Beides könnte sich negativ auf die zukünftige Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie die Kapazitätsauslastung der Gruppe niederschlagen.

Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten und die damit zusammenhängende negative und volatile Entwicklung an den Wertpapier-, Kapital- und Währungsbörsen stellen ebenfalls ein maßgebliches finanzielles Risiko für die ANDRITZ-GRUPPE dar. Zur bestmöglichen Reduktion der finanziellen Risiken und zur besseren Überwachung, Kontrolle und Bewertung der Finanz- und Liquiditätsposition hat die ANDRITZ-GRUPPE eine umfassende Treasury-Policy und ein transparentes Informationssystem implementiert. Cashflow-Risiken werden über monatliche Cashflow-Berichte überwacht.

Die ANDRITZ-GRUPPE ist hinsichtlich Liquidität sehr gut positioniert und verfügt über hohe Liquiditätsreserven. Geld wird weitgehend in risikoarme Finanzanlagen, wie Staatsanleihen, staatsgarantierte Anleihen, Wertpapierfonds zur Deckung der Pensionsverpflichtungen, einlagengesicherte Schuldscheindarlehen oder Termingelder investiert. Die Gruppe vermeidet es, von einer einzigen Bank oder von nur wenigen Banken abhängig zu sein. Zur Sicherstellung der Unabhängigkeit wird bei allen wichtigen Finanzprodukten (Zahlungsmittel, Finanzverbindlichkeiten, Finanzanlagevermögen, Garantien und Derivate) jeweils nur ein bestimmtes Volumen mit einer Bank abgewickelt. Durch diese Diversifikation versucht ANDRITZ, das Kontrahentenrisiko bestmöglich zu minimieren. Dennoch würde die Insolvenz einzelner oder mehrerer Banken einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung und das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE haben. Darüber hinaus kann eine Verschlechterung der Einschätzung der Bonität von ANDRITZ durch mehrere Banken den finanziellen Spielraum von AND-RITZ, insbesondere im Hinblick auf zu erstellende Avale, einschränken.

Eine negative Konjunkturentwicklung kann auch die komplette oder teilweise Abschreibung von einzelnen Firmenwerten (Impairment), die im Zuge von Akquisitionen entstanden sind, notwendig machen, wenn die angestrebten Geschäftsziele nicht erreicht werden können. Dies könnte die Ergebnisentwicklung maßgeblich beeinflussen.

Die latente globale Staatsschuldenkrise stellt für die ANDRITZ-GRUPPE ebenso ein ernsthaftes Risiko für die finanzielle Entwicklung dar. Aufgrund der aktuellen Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union ist das Risiko eines kompletten oder teilweisen Zerfalls der Euro-Zone und eines damit verbundenen möglichen Zusammenbruchs des Euro-Währungssystems gegeben. Dies würde sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit negativ auf die Finanz-, Liquiditäts- und Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE auswirken. Die damit in Zusammenhang stehenden finanziellen Risiken sind im Lagebericht im Kapitel Risikomanagement/finanzielle Risiken beschrieben.

Branchenspezifische Risiken

Volatilität des Auftragseingangs

Einige Kundengruppen und Industrien, die ANDRITZ beliefert, sind direkt von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung abhängig und unterliegen damit häufig Nachfrageschwankungen hinsichtlich ihrer Produkte. Dies trifft vor allem auf die Geschäftsbereiche PULP & PAPER sowie METALS zu; es können jedoch alle Geschäftsbereiche davon betroffen sein. Das Preisniveau für die Produkte in diesen Branchen steht teilweise in direktem Zusammenhang mit dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage der Endprodukte, die von diesen Produkten hergestellt werden. Mögliche Preisschwankungen können daher einen direkten Einfluss auf die Investitionsentscheidungen von Kunden und in weiterer Folge auf den Auftragseingang der Gruppe haben. Dies könnte daher zu einer Volatilität in der Entwicklung des Auftragseingangs führen.

Kundenkonzentration

In vielen Abnehmerindustrien der ANDRITZ-GRUPPE ist ein Trend zu Firmenzusammenschlüssen erkennbar. Dies trifft insbesondere auf die Zellstoff- und Papierindustrie sowie die Stahlindustrie zu. Eine solche Konsolidierung könnte dazu führen, dass die Gruppe in Zukunft einer kleineren Anzahl von Kunden mit größerer Kaufkraft gegenübersteht. Die Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselkunden könnte steigen, was auch direkte Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gruppe haben könnte.

Unsicherheiten bei zukünftigen Aufträgen

Der künftige Erfolg der Gruppe hängt unter anderem davon ab, ob neue Aufträge erhalten werden können. Es ist teilweise schwierig vorherzusagen, wann genau ein Auftrag, für den die Gruppe ein Angebot gelegt hat, vergeben wird. Die Vergabe von Aufträgen kann von Ereignissen beeinflusst werden, die nicht im Einflussbereich der Gruppe liegen, wie beispielsweise Preissituation, Nachfrage, allgemeine wirtschaftliche Bedingungen, behördliche Genehmigungen und Erhalt von Projektfinanzierungen. So kann es zu Schwierigkeiten beim Abgleich von Fixkosten und erwartetem Auftragsvolumen kommen.

Sicherheit und Umweltschutz

Die Gruppe unterliegt mit ihren Geschäftstätigkeiten zahlreichen lokalen, nationalen und internationalen Umweltvorschriften. In den Fertigungsstätten der ANDRITZ-GRUPPE werden auch gefährliche Substanzen verwendet und generiert. Weiters wurden und werden zahlreiche Grundstücke, die sich im Besitz der Gruppe befanden und/oder noch befinden, industriell genutzt. In diesen Fällen wurde und wird eine entsprechende Verbringung der Abfälle auf Deponien veranlasst. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Gruppe für die Untersuchung und Säuberung verseuchter Grundstücke haften muss. Der Geschäftsbereich HYDRO übernimmt bei bestimmten Wasserkraftwerksprojekten vereinzelt gemeinsame Haftung für Umweltrisiken.

Die ANDRITZ-GRUPPE liefert außerdem viele Systeme, bei denen Produkte und/oder Prozesse zum Einsatz kommen, die das Risiko von schwerer Verletzung, Tod – auch einer großen Anzahl von Menschen – oder bedeutender Eigentumsbeschädigung in sich bergen. In zahlreichen Systemen kommen gefährliche Chemikalien und Werkstoffe zum Einsatz. Produkte von ANDRITZ werden auch im Primärkühlkreislauf von Kernkraftwerken eingesetzt. Die Gruppe bietet Montage- und sonstige Dienstleistungen auf Baustellen an, auf denen gefährliche Chemikalien und Werkstoffe verwendet werden. Im Falle eines Unfalls, wie etwa des Auslaufens solcher gefährlichen Stoffe, eines Feuers oder einer Explosion, könnte die Gruppe für Sach- oder Personenschäden und die Beseitigung von Umweltschäden haften müssen.

Versicherungen

Obwohl die ANDRITZ-GRUPPE Versicherungsprogramme zur Abdeckung der für das Geschäft üblichen Risiken abgeschlossen hat, gibt es keine Garantie, dass mögliche Verluste durch diese Versicherungen vollständig abgedeckt werden, die Versicherungen schadenersatzpflichtig bzw. die Versicherungsbeträge ausreichend sind. Darüber hinaus ist die Gruppe in gewissen Industrien tätig (zum Beispiel in der Raumfahrt und Nuklearindustrie), für die Risiken nicht versicherbar sind bzw. nicht immer alle Voraussetzungen gegeben sind, um Versicherungen abschließen zu können. Jegliche substanzielle Verbindlichkeit, die nicht durch Versicherungen gedeckt ist, könnte daher eine wesentliche negative Auswirkung auf die finanzielle Situation der Gruppe haben.

Risiken in Verbindung mit der Geschäftstätigkeit der Gruppe

Währungen

Die Gruppe verfügt über Niederlassungen und Tochtergesellschaften in vielen Ländern außerhalb von Euro-Land. Ein beträchtlicher Teil des Umsatzes bzw. der Kosten wird nicht in Euro, sondern in anderen Währungen, vor allem US-Dollar, abgerechnet. Die Währungen in diesen Ländern können erheblichen Wechselkursschwankungen unterliegen. Währungsrisiken im Zusammenhang mit der Abarbeitung des Auftragsstands werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten – insbesondere Devisentermingeschäfte und Swaps – minimiert.

Obwohl die Gruppe bestrebt ist, die Nettowährungsposition von nicht in Euro fakturierten Aufträgen durch den Abschluss von Termingeschäften abzusichern, können sich Währungsschwankungen mit Wechselkursverlusten im Konzern-Abschluss niederschlagen. Die Entwicklung der Wechselkurse kann sich auch auf den in Euro umgerechneten Umsatz und das Ergebnis der Gruppe negativ auswirken. Wechselkursänderungen können auch dazu führen, dass sich die Position von ANDRITZ gegenüber der Konkurrenz verändert, obgleich viele Mitbewerber von ANDRITZ ihren Firmensitz ebenfalls in Euro-Land haben. Da einige der größeren ANDRITZ-Kunden ihren Hauptsitz außerhalb von Euro-Land haben, können Wechselkursänderungen zu einer Verzögerung von Projektentscheidungen durch diese Kunden führen. Ebenso ist das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE nicht abgesichert und könnte durch Wechselkursänderungen beeinflusst werden.

Wettbewerbsposition

Die ANDRITZ-GRUPPE agiert in sehr wettbewerbsintensiven Märkten, in denen einige wenige große Anbieter um einige wenige Großaufträge bieten. Darüber hinaus gibt es lokal eine Vielzahl von kleinen konkurrierenden Unternehmen, die über eine vergleichsweise niedrige Kostenbasis verfügen. Diese Wettbewerbssituation wirkt sich negativ auf die Umsatzmargen der Gruppe aus. Es gibt keine Garantie dafür, dass die Gruppe ihre derzeitige Marktposition auch in Zukunft halten kann.

Da die Wettbewerbsposition der Gruppe auch auf proprietären Technologien beruht, kann die durch das digitale Zeitalter begünstigte Zunahme von Produktpiraterie und Industriespionage und die damit einhergehende erhöhte Piraterie von geistigem Eigentum ebenfalls negative Auswirkungen auf die Wettbewerbsposition der Gruppe haben. Die Gruppe bemüht sich, ihr geistiges Eigentum zu schützen, es gibt allerdings keine Garantie, dass diese Bemühungen erfolgreich sein werden.

Akquisition und Integration von komplementären Geschäftsfeldern

Eines der wesentlichen strategischen Ziele der ANDRITZ-GRUPPE besteht darin, durch organisches Wachstum und komplementäre Akquisitionen in allen Geschäftsbereichen zum Komplettanbieter zu werden. In Umsetzung dieser Strategie akquirierte die Gruppe seit 1990 eine Reihe von weltweit tätigen Unternehmen und gliederte diese in den Konzern ein.

Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass die Gruppe auch künftig in der Lage sein wird, geeignete Akquisitionsziele zu identifizieren und zu erwerben, dass überhaupt geeignete Unternehmen zur Verfügung stehen und ausreichend Finanzmittel für Akquisitionen aufgebracht werden können. ANDRITZ war bei der Integration neuer Unternehmen bisher erfolgreich. Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass die angestrebten Ziele und Synergien bei allen zukünftigen Akquisitionen (wie auch bei der derzeit laufenden Integrationen der zuletzt akquirierten Unternehmen) vollständig erreicht werden, oder dass die Gruppe sich nicht neuen oder Altlastrisiken ausgesetzt sieht, die nicht identifiziert oder nicht exakt evaluiert wurden.

Per 1. März 2013 erfolgte die Konsolidierung des Schuler-Konzerns in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE. Da Schuler rund 80% des Umsatzes in der Automobilindustrie erzielt, die in der Regel starken zyklischen Schwankungen ausgesetzt ist, kann diese Akquisition möglicherweise auch eine negative Auswirkung auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE haben. Auch werden mögliche finanzielle Vorsorgen für die Fortsetzung des von Schuler im Jahr 2011 zur Integration von Müller Weingarten initiierten Wachstums- und Strategieprogramms "ZusammenWachsen", das organisatorische und kapazitive Anpassungen vorsieht, das Ergebnis von Schuler, und damit auch das der ANDRITZ-GRUPPE, im Jahr 2014 negativ beeinflussen.

Gerichtsverfahren

Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit hat die ANDRITZ-GRUPPE in zahlreichen Verfahren bei Verwaltungsbehörden, Gerichten und Schiedsgerichten Parteienstellung. Der Großteil dieser Verfahren (wie beispielsweise Vertrags- und Projektstreitigkeiten, Produkthaftungsklagen und Verfahren im Bereich geistiges Eigentum) kann als typisch für die Branche, in der die Gruppe tätig ist, angesehen werden. Die ANDRITZ-GRUPPE bildet in Fällen, bei denen ein negativer Ausgang von Verfahren wahrscheinlich erscheint und zuverlässige Schätzungen gemacht werden können, entsprechende Rückstellungen. Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass diese Rückstellungen ausreichend sind. Ein für ANDRITZ negativer Ausgang einer oder mehrerer dieser Rechtsstreitigkeiten kann zu einer negativen Auswirkung auf Ergebnis und Liquiditätsbestand der Gruppe führen. Der Bereich Produkthaftung inkludiert einige Fälle wegen mutmaßlicher Körperverletzungen und/oder Todesfälle aufgrund Asbestbelastungen.

Die Tochtergesellschaft ANDRITZ Inc. ist eine von vielen Beklagten in 23 Asbestverfahren in den USA (Stand per 31. Dezember 2013; 55 Asbestverfahren per 31. Dezember 2012), in die insgesamt 428 Kläger involviert sind (444 Kläger per 31. Dezember 2012). Alle Verfahren betreffen Forderungen gegenüber einer großen Anzahl von Beklagten. ANDRITZ Inc. ist der Ansicht, dass sie in keinem dieser Fälle haftbar gemacht werden kann und hat vor, jede der Klagen nachdrücklich anzufechten.

Compliance-Fragen

In Österreich und in anderen Ländern, in denen die ANDRITZ-GRUPPE tätig ist, ist eine Reihe von rechtlichen Compliance-Bestimmungen, inklusive kartellrechtliche Bestimmungen und Antikorruptionsgesetze, einzuhalten. Die Gruppe hat ein Compliance-Komitee zur Überwachung der Compliance-Tätigkeiten eingerichtet sowie eine Reihe interner Richtlinien festgelegt, darunter geltende Richtlinien zur Verhinderung von Insider-Trading, von Verstößen gegen Kartellgesetze und Antikorruptionsgesetze sowie einen Kodex über Geschäftsverhalten und -ethik. Zwar ist die Gruppe bestrebt, die Einhaltung dieser Richtlinien durch eine Vielzahl von Maßnahmen sicherzustellen, doch gibt es keine Garantie, dass es nicht zu Verstößen kommen wird oder gekommen ist. Derartige Verstöße könnten die Finanzlage und den Ruf der Gruppe nachhaltig schädigen.

Risiken in Verbindung mit Großaufträgen und anderen Verträgen

Zahlungsrisiko durch Kunden

Ein Großteil der Geschäftsbereiche der ANDRITZ-GRUPPE hat Projekte mit hohem Auftragswert abzuwickeln. Die Nichteinhaltung von Zahlungsverpflichtungen durch Kunden im Rahmen solcher Großprojekte kann sich nachteilig auf die Finanz- und Liquiditätsposition der Gruppe auswirken. Die ANDRITZ-GRUPPE versucht, diese Risiken durch Besicherung von Zahlungen durch Banken und Exportkreditversicherungen zu beschränken. Auch im Fall des Abschlusses einer Exportkreditversicherung sind jedoch für gewöhnlich nur bis zu 85% des Verkaufspreises abgedeckt. Nicht immer sind allerdings auch die Voraussetzungen für eine vollständige Absicherung gegeben. Darüber hinaus ist ein Großteil des Servicegeschäfts nicht durch Bankgarantien abgesichert. Schlechter werdende gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen könnten dazu führen, dass einige Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber ANDRITZ nicht nachkommen können.

Abseits davon besteht jederzeit das Risiko, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise oder gänzlich wertberichtigt werden müssen.

Risiko durch Projekte

Im Zusammenhang mit Anlagenlieferungen ist die ANDRITZ-GRUPPE häufig vertraglich verpflichtet, Leistungsund Termingarantien abzugeben. Werden die garantierten Leistungen nicht erreicht oder Termine überschritten, sind üblicherweise gestaffelte Vertragsstrafen zu leisten oder auf Kosten der Gruppe Änderungen an den gelieferten Teilen zu erbringen. Bleibt die Anlagenleistung weit hinter den garantierten Werten zurück, werden Termine deutlich überschritten oder akzeptiert der Kunde die Übernahme der Anlage aus sonstigen Gründen nicht, könnte der Kunde das Recht haben, vom Vertrag zurückzutreten und den Vertragsgegenstand bei vollem Kostenund Schadenersatz an ANDRITZ zurückzugeben. Ein solcher Fall könnte die Finanzentwicklung der Gruppe nachteilig beeinflussen.

Kostenüberschreitungen

Die meisten Aufträge, die ANDRITZ abwickelt, basieren auf langfristigen Fixpreisverträgen. Umsatz und Margen können bei Fixpreisverträgen, zum Beispiel wegen Änderungen bei Kosten (vor allem schwankenden Materialkosten), von ursprünglichen Kalkulationen abweichen, insbesondere bei Projekten, die das Engineering und den Bau gesamter Anlagen umfassen.

Da die Gruppe gewisse Teile einer zu liefernden Anlage von Unterlieferanten bezieht, kann es vorkommen, dass ein Angebot ohne genaue Kenntnis der Preise der zugekauften Teile gelegt werden muss. Obwohl ANDRITZ bei der Kalkulation auf Erfahrungswerte und Angebote potenzieller Lieferanten zurückgreifen kann, ist es möglich, dass diese Kalkulationen nicht immer exakt sind. Die Gruppe hat aus diesem Grund bei einigen vergangenen und laufenden Projekten erhebliche Verluste erlitten. Derartige Probleme und Verluste können auch zukünftig auftreten und die finanzielle Entwicklung der Gruppe negativ beeinflussen.

Risiko durch EPC-/Turnkey-Verträge

Bei einzelnen Projekten übernimmt ANDRITZ – zusätzlich zur Lieferung von Ausrüstungen und Systemen von ANDRITZ – auch die Verantwortung für das gesamte Engineering und/oder die Errichtung und den Bau von Fabriken. Diese Verträge bergen neben den oben angeführten Risiken auch Risiken in sich, die sich aus größerer Vorort-Verantwortung ergeben; das sind beispielsweise Umweltrisiken, Risiken in Bezug auf die lokalen Arbeitsbedingungen oder Risiken, die mit der Geologie, mit dem Bau und der Errichtung der Anlagen zu tun haben. Darüber hinaus ist die Gruppe auch Risiken (z. B. Streiks oder andere Arbeitsunterbrechungen, die zu Verzögerungen bei der Inbetriebnahme führen, oder Nichteinhaltung von Terminen) in Bezug auf die Zusammenarbeit mit Drittparteien ausgesetzt, die bei diesen Projekten mit Bau-, Montage- und Engineering-Leistungen beauftragt werden. Die Gruppe hat zur Minimierung dieser EPC-Risiken Risikomanagementsysteme implementiert, die – soweit vertraglich möglich – unter anderem den Abschluss von Versicherungen, die Festsetzung bestimmter vertraglicher Klauseln und standardisierte Abläufe beim Projektmanagement umfassen. Es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Systeme ausreichend sind, um negative finanzielle Auswirkungen zu verhindern.

Konsortialrisiken

Bei vielen EPC- und anderen Projekten übernimmt die ANDRITZ-GRUPPE gemeinsam mit Drittparteien eine Reihe von gemeinsamen Risiken. Obwohl die Gruppe bestrebt ist, dass die Risiken aus solchen Projekten klar zugeordnet werden, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Gruppe dabei immer erfolgreich ist. Darüber hinaus kann der Fall, dass ein Konsortialpartner seinen Verbindlichkeiten (inklusive Schadenersatz gegenüber der Gruppe) nicht nachkommen kann, eine bedeutende negative Auswirkung auf die Geschäftsergebnisse und die Liquiditätssituation der Gruppe haben.

Haftungsbeschränkungen

Haftungen, die sich aus Verträgen der Gruppe ergeben, können Haftungen bezüglich eines Gewinnentgangs von Kunden und andere Haftungen beinhalten, die den jeweiligen Vertragswert erheblich überschreiten können. Die ANDRITZ-GRUPPE ist bestrebt, in Verträgen entsprechende Haftungsbeschränkungen festzulegen; es kann jedoch keine Garantie dafür geben, dass in allen Verträgen ausreichende Haftungsbeschränkungen enthalten sind, oder dass Haftungsbeschränkungen im jeweils anzuwendenden Recht durchsetzbar sein werden.

Verträge mit staatlichen Stellen

Im Geschäftsbereich HYDRO sind bei zahlreichen Projekten staatliche Stellen die Auftraggeber. In Zusammenhang mit diesen Projekten kann die Gruppe den oben beschriebenen Leistungs-, Haftungs- und EPC-/Turnkey-Risiken in verstärktem Maße unterliegen, weil es der Gruppe aufgrund des Erfordernisses öffentlicher Ausschreibungen und lokaler Gesetze eventuell nicht immer möglich ist, ihre angestrebten vertraglichen Absicherungen zu erreichen.

Risiken in Verbindung mit den Kapitalmärkten

Abhängigkeit von der Entwicklung internationaler Finanzmärkte

Die Entwicklung des ANDRITZ-Aktienkurses ist nicht nur von unternehmensspezifischen Faktoren, sondern auch von Kursschwankungen an den internationalen Finanzmärkten abhängig. Starke Kursschwankungen und starke Volatilität an den wichtigsten Wertpapierbörsen können den Kurs der ANDRITZ-Aktie negativ beeinflussen.

Empfehlungen von Analysten

Als börsennotiertes Unternehmen wird die ANDRITZ-GRUPPE regelmäßig von Finanzanalysten und institutionellen Investoren bewertet. Kauf- und Verkaufsempfehlungen von Analysten und darauf basierende Investitionsentscheidungen durch Aktionäre können erhebliche Kursschwankungen der ANDRITZ-Aktie bewirken. ANDRITZ ist bemüht, unbegründete Kursschwankungen durch offene und transparente Informationspolitik und durch gute Beziehungen zu den Aktionären und anderen Teilnehmern am Kapitalmarkt zu vermeiden.

Aktiver Handel mit ANDRITZ-Aktien

Der hohe Anteil des Streubesitzes der ANDRITZ-Aktien (rund 70%) und die umfassenden Investor-Relations-Tätigkeiten haben zu einem aktiven Handel mit ANDRITZ-Aktien an der Wiener Börse geführt. Es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass dieser aktive Handel auch in Zukunft anhalten wird. Sollte dies nicht der Fall sein, hätte dies negative Auswirkungen auf die Liquidität und den Kurs der ANDRITZ-Aktie; Investoren könnten ihre Aktien nicht zu einem für sie angemessenen Preis verkaufen. Ein Ausbleiben des aktiven Handels oder eine größere Veränderung der Marktkapitalisierung könnte weiters dazu führen, dass die ANDRITZ-Aktie aus verschiedenen internationalen Branchen- und Börsenindices, zum Beispiel dem ATX, dem Leitindex der Wiener Börse, oder anderen nationalen und internationalen Indices, gestrichen wird. Dies könnte zu größeren Kursveränderungen der ANDRITZ-Aktie führen.

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Aufsichtsrat und Vorstand haben im Berichtsjahr in fünf Sitzungen intensiv die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung des Unternehmens sowie wesentliche Ereignisse, Investitionen und Maßnahmen beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand ausführlicher Berichte über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns und seiner Beteiligungen, die Personalsituation, die Mittelfristplanung sowie die Investitions- und Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde zusätzlich informiert. Darüber hinaus war der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig mit dem Vorstandsvorsitzenden in Kontakt, um über die Strategie und die Geschäftsentwicklung des Unternehmens zu diskutieren.

Das Präsidium des Aufsichtsrats hat das Unternehmen in Vorstandsangelegenheiten vertreten. Kein Aufsichtsratsmitglied war bei mehr als der Hälfte der Sitzungen abwesend.

Im Prüfungsausschuss wurden in zwei Sitzungen einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und darüber dem Aufsichtsrat berichtet. Der Prüfungsausschuss ist vollzählig zusammengetreten.

Zur Behandlung des Jahresabschlusses 2012 hat der Prüfungsausschuss in der Sitzung vom 28. Februar 2013 den Abschlussprüfer hinzugezogen, um den Jahresabschluss, den Konzern-Abschluss, den Lagebericht und den Gewinnverteilungsvorschlag des Vorstands zu prüfen. Weiters wurde eine Erklärung über den vorgesehenen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 ausgearbeitet, dessen Rechtsbeziehung mit der ANDRITZ-GRUPPE sowie den Organmitgliedern überprüft, das Honorar für die Abschlussprüfung verhandelt und eine Empfehlung zur Wahl des Abschlussprüfers abgegeben. Als weitere Tagesordnungspunkte hat der Abschlussprüfer über die Funktion des Risikomanagementsystems der Gesellschaft berichtet. Ferner wurde ein Bericht über die Interne Revision erstattet und der Compliance-Bericht erläutert.

In der Prüfungsausschusssitzung vom 5. Dezember 2013 wurden – ebenfalls unter Zuziehung des Abschlussprüfers – Ablauf, Zeitplan und Prüfung des Jahresabschlusses 2013 sowie ein Bericht des Vorstands zu Ausgestaltung und Wirkungsweise des Internen Kontrollsystems diskutiert.

Im Anschluss an die am 22. März 2013 abgehaltene Hauptversammlung wurden in der am selben Tag abgehaltenen Sitzung des Aufsichtsrats Hon. Prof. DDr. Hellwig Torggler als dessen Vorsitzender und DDipl. Ing. Klaus Ritter als sein Stellvertreter gewählt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der ANDRITZ AG sowie der Konzern-Abschluss 2013 nach IFRS sind unter Einbeziehung der Buchführung durch die von der Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählte Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat die Unterlagen gemäß § 96 AktG sowie den Corporate-Governance-Bericht geprüft und den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt ist; ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Gewinnverteilungsvorschlag geprüft und ihm seine Zustimmung erteilt. Die vorgenommenen Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben.

Graz, im Februar 2014

DDr. Hellwig Torggler e.h. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Konzern-Abschluss 2013 der ANDRITZ-GRUPPE

Konzern-Gewinn-und -Verlustrechnung 32
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 33
Konzern-Bilanz 34
Konzern-Cashflow-Statement 35
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 36
Konzern-Anhang 37
Erklärung des Vorstands gemäß § 82 (4) Börsegesetz 102
Bestätigungsvermerk – Konzern-Abschluss 103
Bestätigungsvermerk – Jahresabschluss ANDRITZ AG 105

KONZERN-GEWINN-UND -VERLUSTRECHNUNG

Für das Geschäftsjahr 2013

(in TEUR) Anhang 2013 2012*
Umsatz 1. 5.710.773 5.176.880
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.964 -5.206
Aktivierte Eigenleistungen 4.187 1.965
5.712.996 5.173.639
Sonstige betriebliche Erträge 2. 120.834 79.606
Materialaufwand 3. -3.232.438 -3.043.661
Personalaufwand 4. -1.518.201 -1.113.851
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5. -827.984 -677.165
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 255.207 418.568
Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und
Sachanlagen 6. -161.620 -83.697
Wertminderung Firmenwerte 11. -3.800 -397
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 89.787 334.474
Erträge/Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen -185 -1.392
Zinserträge 26.479 33.483
Zinsaufwendungen -35.069 -30.891
Sonstiges Finanz-Ergebnis -735 -5.252
Finanz-Ergebnis 7. -9.510 -4.052
Ergebnis vor Steuern (EBT) 80.277 330.422
Steuern vom Einkommen und Ertrag 8. -27.085 -89.165
KONZERN-ERGEBNIS 53.192 241.257
Davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 66.609 242.690
Nicht beherrschende Anteile -13.417 -1.433
Unverwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 9. 0,64 2,35
Verwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 9. 0,64 2,33
Vorgeschlagene oder bezahlte Dividende je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 22. 0,50 1,20

* Angepasst aufgrund von IAS19 – siehe Kapitel B – Grundlagen der Rechnungslegung

Der folgende Konzern-Anhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieser Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Für das Geschäftsjahr 2013

(in TEUR) Anhang 2013 2012*
Konzern-Ergebnis 53.192 241.257
POSTEN, DIE UNTER BESTIMMTEN BEDINGUNGEN
NACHTRÄGLICH IN DIE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
UMGEGLIEDERT WERDEN:
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer
Geschäftsbetriebe
Kursdifferenzen, die während des Geschäftsjahrs eingetreten sind -44.211 -12.128
Umgliederungen aufgrund von während des Geschäftsjahrs
abgegangenen ausländischen Geschäftsbetrieben
1.402 0
Unterschiede aus der Währungsumrechnung, nach
Ertragsteuern
-42.809 -12.128
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte L)
Während des Geschäftsjahrs erfasste Erträge -1.002 1.323
Umgliederungen aufgrund von während des Geschäftsjahrs
abgegangenen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen
Vermögenswerte
-175 -645
Darauf entfallene Ertragsteuern 295 -169
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte,
nach Ertragsteuern
-882 509
Absicherung von Zahlungsströmen L)
Während des Geschäftsjahrs erfasster Nettogewinn -329 0
Darauf entfallene Ertragsteuern 128 0
Absicherung von Zahlungsströmen, nach Ertragsteuern -201 0
POSTEN, DIE NICHT NACHTRÄGLICH IN DIE GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG UMGEGLIEDERT WERDEN:
25.
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 8.383 -20.409
Darauf entfallene Ertragsteuern -1.734 5.169
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste, nach
Ertragsteuern
6.649 -15.240
SONSTIGES ERGEBNIS DER PERIODE -37.243 -26.859
GESAMTERGEBNIS DER PERIODE 15.949 214.398
Davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 33.898 218.482
Nicht beherrschende Anteile -17.949 -4.084

* Angepasst aufgrund von IAS19 – siehe Kapitel B – Grundlagen der Rechnungslegung

Der folgende Konzern-Anhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieser Konzern-Gesamtergebnisrechnung.

KONZERN-BILANZ

Zum 31. Dezember 2013

1. Jänner
(in TEUR) Anhang 2013 2012* 2012*
AKTIVA
Immaterielle Vermögenswerte 10. 309.458 101.110 77.238
Firmenwerte 11. 530.067 314.389 284.713
Sachanlagen 12. 673.479 494.187 433.369
Anteile an assoziierten Unternehmen 13. 0 555 13.428
Sonstige Finanzanlagen 14. 45.649 355.288 235.890
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15. 16.849 21.385 14.350
Sonstige Forderungen 16. 75.338 74.851 41.130
Aktive latente Steuern 8. 200.318 125.252 107.180
Langfristige Vermögenswerte 1.851.158 1.487.017 1.207.298
Vorräte 17. 673.761 405.317 411.743
Geleistete Anzahlungen 18. 152.786 181.196 141.291
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15. 620.821 606.548 581.367
Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für Projekte,
soweit sie dafür erhaltene An- und Teilzahlungen
übersteigen 19. 509.534 320.718 290.490
Sonstige Forderungen 16. 376.368 341.835 319.366
Wertpapiere des Umlaufvermögens 20. 159.107 325.486 445.159
Zahlungsmittel 21. 1.227.860 1.492.848 1.169.888
Kurzfristige Vermögenswerte 3.720.237 3.673.948 3.359.304
SUMME AKTIVA 5.571.395 5.160.965 4.566.602
PASSIVA
Grundkapital 104.000 104.000 104.000
Kapitalrücklagen 36.476 36.476 36.476
Gewinnrücklagen 759.261 867.017 756.193
Auf Gesellschafter der Muttergesellschaft
entfallendes Eigenkapital 899.737 1.007.493 896.669
Nicht beherrschende Anteile 29.743 26.302 42.204
Summe Eigenkapital 22. 929.480 1.033.795 938.873
Anleihen 23. 510.658 525.099 357.706
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten 23. 44.483 9.667 11.422
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 23. 15.324 16.061 7.696
Rückstellungen 24./25. 438.563 312.226 301.496
Sonstige Verbindlichkeiten 26. 54.374 13.182 14.135
Verbindlichkeiten aus latenten Steuern 8. 159.040 93.912 85.155
Langfristige Verbindlichkeiten 1.222.442 970.147 777.610
Anleihen 23. 0 186.654 0
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten 23. 63.004 51.797 58.713
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 23. 962 1.364 757
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 453.219 420.369 438.596
Erhaltene An- und Teilzahlungen für Projekte, soweit sie
die dafür realisierten Umsatzerlöse übersteigen 19. 1.081.412 1.090.860 1.068.292
Erhaltene Anzahlungen 269.066 63.759 85.410
Rückstellungen 24. 555.063 413.221 365.809
Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern 39.622 50.740 46.006
Sonstige Verbindlichkeiten 26. 957.125 878.259 786.536
Kurzfristige Verbindlichkeiten 3.419.473 3.157.023 2.850.119
SUMME PASSIVA 5.571.395 5.160.965 4.566.602

* Angepasst aufgrund von IAS19 – siehe Kapitel B – Grundlagen der Rechnungslegung sowie IFRS 3 – siehe Kapitel E - Akquisitionen

Der folgende Konzern-Anhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieser Konzern-Bilanz.

KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT

Für das Geschäftsjahr 2013

(in TEUR) Anhang 2013 2012*
Ergebnis vor Steuern (EBT) 80.277 330.422
Zinsergebnis 7. 8.590 -2.592
Zu- und Abschreibungen sowie Wertminderungsverlust auf das Anlagevermögen 165.420 84.094
Aufwendungen/Erträge aus assoziierten Unternehmen 7. 185 1.392
Veränderung der langfristigen Rückstellungen 12.155 -28.519
Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 25 1.118
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen 10.335 -1.610
Steuerzahlungen -131.269 -97.906
Erhaltene Zinsen 28.513 38.206
Gezahlte Zinsen -25.557 -17.797
Cashflow aus dem Ergebnis 148.674 306.808
Veränderung der Vorräte -125.320 19.931
Veränderung der geleisteten Anzahlungen 45.811 -37.826
Veränderung der Forderungen -50.679 -34.562
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen 97.859 47.069
Veränderung der erhaltenen Anzahlungen 130.821 -31.701
Veränderung der Verbindlichkeiten -153.464 76.759
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 93.702 346.478
Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) 46.897 4.302
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen -111.354 -109.112
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.668 -199.197
Erwerb von Unternehmen, abzüglich übernommener Zahlungsmittel K) -88.857 -52.893
Änderungen im Konsolidierungskreis 6.489 3.894
Einzahlungen aus kurzfristiger Veranlagung von Zahlungsmitteln 248.839 223.173
Auszahlungen für kurzfristige Veranlagung von Zahlungsmittel -17.309 -94.458
Cashflow aus Investitionstätigkeit 83.037 -224.291
Einzahlungen aus der Ausgabe von Anleihen 0 350.000
Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen -183.500 0
Veränderung sonstiger Finanzverbindlichkeiten -46.150 -11.382
Gezahlte Dividenden durch ANDRITZ AG 22. -123.738 -113.551
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen -21.884 -12.000
Dividendenzahlung an nicht beherrschende Anteilsinhaber -792 -3.937
Erlöse aus der Ausgabe eigener Aktien (abzüglich Barausgleich) 7.129 1.853
Erwerb eigener Aktien -21.264 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -390.199 210.983
Veränderung der Zahlungsmittel -213.460 333.170
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel -51.529 -10.210
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 1.492.848 1.169.888
ZAHLUNGSMITTEL AM ENDE DER PERIODE 1.227.860 1.492.848

* Angepasst aufgrund von IAS19 – siehe Kapitel B – Grundlagen der Rechnungslegung

Der folgende Konzern-Anhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieses Konzern-Cashflow-Statements.

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS

Für das Geschäftsjahr 2013

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* Angepasst aufgrund von IAS19 – siehe Kapitel B – Grundlagen der Rechnungslegung

Der folgende Konzern-Anhang bildet einen wesentlichen Bestandteil der dargestellten Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals.

KONZERN-ANHANG

Zum 31. Dezember 2013

A) ALLGEMEINES

Die ANDRITZ AG ist eine Gesellschaft nach österreichischem Recht und notiert seit Juni 2001 an der Wiener Börse. Die ANDRITZ-GRUPPE (der "Konzern" oder "ANDRITZ") ist ein führender Hersteller von hochtechnologischen Industrie-Maschinen und -Anlagen und arbeitet in vier strategischen Geschäftsbereichen: HYDRO, PULP & PAPER, METALS sowie SEPARATION.

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten im Konzern betrug 22.908 im Jahr 2013 und 17.472 im Jahr 2012. Der eingetragene Geschäftssitz des Konzerns befindet sich in der Stattegger Straße 18, 8045 Graz, Österreich.

Der Konzern-Abschluss wird unter der Verantwortung des Vorstands erstellt und vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen.

Zahlreiche Beträge und Prozentsätze, die im Konzern-Abschluss dargestellt werden, wurden gerundet. Summierungen können deshalb von den dargestellten Beträgen abweichen. Die Zahlen sind, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, in Tausend Euro dargestellt.

B) GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzern-Abschluss wurde in Übereinstimmung mit sämtlichen vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten, von der Europäischen Union übernommenen und für 2013 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Ebenso wurden sämtliche für 2013 verpflichtend anzuwendende Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) beachtet. Der Konzern-Abschluss erfüllt die Voraussetzungen des § 245a UGB über befreiende Konzern-Abschlüsse nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen.

Der International Accounting Standards Board (IASB) arbeitet an zahlreichen Projekten, die sich erst auf Geschäftsjahre ab 2014 auswirken werden. In 2013 gibt es folgende verpflichtende Änderungen an Standards zu beachten.

Erstmals gültig für
Geschäftsjahre
Standard/Interpretation Titel beginnend
am oder nach dem
Von der EU
übernommen
IAS 19 (überarbeitet 2011) Leistungen an Arbeitnehmer 1.1.2013 6.7.2012
Ergänzungen zu IAS 1 Darstellung einzelner Posten des sonstigen
Ergebnisses
1.1.2013 6.7.2012
Ergänzungen zu IAS 12 Latente Steuern – Realisierung zugrundeliegender
Vermögenswerte
1.1.2013 29.12.2012
Ergänzungen zu IFRS 7 Angaben zu Saldierung von finanziellen
Vermögenswerten und finanziellen
Verbindlichkeiten
1.1.2013 29.12.2012
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts 1.1.2013 29.12.2012
IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase eine
Tagebaubergwerks
1.1.2013 11.12.2012

Die Änderungen des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" haben wesentliche Auswirkungen auf die Erfassung und Bewertung des Aufwands für leistungsorientierte Pensionspläne und von Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie auf die Angabepflichten zu Leistungen an Arbeitnehmer.

Für ANDRITZ ändert sich vor allem die Ermittlung des Zinseffekts durch die Einführung des net-interestapproachs.

Für die Ermittlung der Verzinsung des Planvermögens wird zukünftig der Zinssatz verwendet, der für die Bewertung der Pensionsverpflichtung maßgeblich ist. Die bisher separat zu bestimmenden Komponenten Zinsaufwand der Pensionsverpflichtung und erwarteter Ertrag aus Planvermögen werden durch die Nettogröße ersetzt.

Bislang wurden die erwarteten Erträge des Planvermögens anhand von Erwartungen des Managements über die Rendite des Anlageportfolios ermittelt.

Der überarbeitete Standard IAS 19 ist in Übereinstimmung mit IAS 8 anzuwenden, was eine rückwirkende Anwendung der Änderung nach sich zieht. Folglich wurden die Vergleichsperioden zum 1.1.2012 und zum 31.12.2012 angepasst. Dies führte dazu, dass bisher ergebniswirksam erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in das sonstige Ergebnis umgebucht wurden und folglich zu einer Änderung des Zinsergebnisses, des sonstigen Ergebnisses, der latenten Steuern und des Ergebnisses je Aktie. Der Buchwert der Rückstellungen hat sich nicht verändert, da die Korridormethode im Konzern nicht angewendet wurde. Insoweit stellt sich die Veränderung in der Bilanz aufgrund der rückwirkenden Anpassung lediglich durch eine Verschiebung innerhalb des Eigenkapitals dar.

Die folgende Tabelle fasst die Anpassungen in der Bilanz aufgrund der Einführung des überarbeiten Standards zusammen:

(in TEUR) Eigenkapital
Sonstige Gewinn
rücklagen
Versiche
rungsmathema
tische Gewinne/
Verluste
Stand am 1. Jänner 2012, wie zuvor berichtet 796.897 -18.751
Auswirkungen der Änderung des IAS 19 -3.555 3.555
ANGEPASSTER STAND ZUM 1. JÄNNER 2012 793.342 -15.196
Stand zum 31. Dezember 2012, wie zuvor berichtet 930.060 -35.388
Auswirkungen der Änderung des IAS 19 zum 1. Jänner 2012 -3.555 3.555
Auswirkungen der Änderung des IAS 19 im Jahr 2012 -947 947
ANGEPASSTER STAND ZUM 31. DEZEMBER 2012 925.558 -30.886

Die Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung waren wie folgt:

Stand 2012 Anpassungen Angepasster
Stand 2012
(in TEUR)
Gewinn- und Verlustrechnung
Zinsergebnis 3.816 -1.224 2.592
Finanz-Ergebnis -2.828 -1.224 -4.052
Ergebnis vor Steuern (EBT) 331.646 -1.224 330.422
Steuern vom Einkommen und Ertrag -89.442 277 -89.165
KONZERN-ERGEBNIS 242.204 -947 241.257
Davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 243.637 -947 242.690
Nicht beherrschende Anteile -1.433 -1.433
Unverwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 2,36 -0,01 2,35
Verwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 2,34 -0,01 2,33
Gesamtergebnisrechnung
Posten, die unter bestimmten Bedingungen nachträglich in
die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden: -11.619 -11.619
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert werden:
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -21.633 1.224 -20.409
Darauf entfallende latente Steuern 5.446 -277 5.169
VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE GEWINNE/VERLUSTE,
NACH ERTRAGSTEUERN
-16.187 947 -15.240
SONSTIGES ERGEBNIS DER PERIODE -27.806 947 -26.859
GESAMTERGEBNIS DER PERIODE 214.398 214.398
Davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 218.482 218.482
Nicht beherrschende Anteile -4.084 -4.084

Der IFRS-Standardsetter, das International Accounting Standards Board (IASB), hat eine Änderung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" herausgegeben, wonach der Ausweis der Posten im sonstigen Ergebnis innerhalb der Gesamtergebnisrechnung geändert wird.

Gemäß der Änderung müssen Unternehmen die im sonstigen Ergebnis dargestellten Posten in zwei Kategorien unterteilen – in Abhängigkeit davon, ob sie in der Zukunft über die Gewinn- und Verlustrechnung gebucht werden (sog. Recycling) oder nicht. ANDRITZ hat die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung angepasst.

Der IASB hat zudem eine Änderung an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" in Verbindung mit der Änderung an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" veröffentlicht. Die Änderungen lassen das gegenwärtige Saldierungsmodell nach IAS 32 im Grundsatz unberührt, wonach finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten nur dann zu saldieren sind, wenn ein Unternehmen am Abschlussstichtag einen Rechtsanspruch auf Verrechnung hat und beabsichtigt, entweder einen Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen, oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.

Die geänderten Anforderungen an die Angaben verlangen jedoch umfangreichere Informationen. Betroffen von den neuen Angabepflichten sind neben Finanzinstrumenten, die in der Bilanz saldiert werden, auch Finanzinstrumente, die lediglich Gegenstand bestimmter Aufrechnungsvereinbarungen sind, ungeachtet der Frage, ob in der Bilanz tatsächlich eine Saldierung erfolgt ist.

Die mit US GAAP vereinheitlichten Saldierungsangaben von IFRS 7 wurden von ANDRITZ rückwirkend angewandt und als zusätzliche Angabe bei den Finanzinstrumenten (siehe Anhangangabe "L" Berichterstattung zu Finanzinstrumenten) hinzugefügt.

Des Weiteren hat der IASB den Standard IFRS 13 "Bemessung zum beizulegenden Zeitwert" veröffentlicht. Der Standard gibt standardübergreifend einheitliche Bewertungsmaßstäbe für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) vor, indem dieser unter anderem den Begriff definiert und die Methoden für dessen Bestimmung darstellt. Darüber hinaus erweitert IFRS 13 die im Zusammenhang mit einer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erforderlichen Anhangangaben. So sind künftig die beizulegenden Zeitwerte sämtlicher Finanzinstrumente in Klassen einzuteilen, die unter anderem davon abhängen, welche Bewertungsparameter in die Bewertung einfließen. Darüber hinaus sind die Verfahren, die für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts angewendet werden, konkret darzustellen. ANDRITZ hat die Angaben zu den Finanzinstrumenten (siehe Anhangangabe "L" Berichterstattung zu Finanzinstrumenten) entsprechend angepasst.

Die Ergänzungen zu IAS 12 und der IFRIC 20 hatten keinen Einfluss auf den Konzern-Abschluss der ANDRITZ zum 31.12.2013.

C) VERÖFFENTLICHTE, ABER NOCH NICHT ANGEWENDETE STANDARDS

Die nachfolgenden vom IASB veröffentlichten Rechnungslegungsverlautbarungen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und sind auch von ANDRITZ bislang noch nicht angewendet worden:

Standard/Interpretation Titel Erstmals gültig für
Geschäftsjahre
beginnend
am oder nach dem
Von der EU
übernommen
IFRS 10 Konzern-Abschlüsse 1.1.2014 29.12.2012
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen 1.1.2014 29.12.2012
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen
Unternehmen 1.1.2014 29.12.2012
IAS 27 (überarbeitet 2011) Einzelabschlüsse 1.1.2014 29.12.2012
IAS 28 (überarbeitet 2011) Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint
Ventures 1.1.2014 29.12.2012
IAS 32 (überarbeitet 2011) Saldierung finanzieller Vermögenswerte und
finanzieller Verbindlichkeiten 1.1.2014 29.12.2012
IFRS 9 Finanzinstrumente 1.1.2015 offen

Diese Auflistung stellt den Auszug der für ANDRITZ relevanten Änderungen dar.

Die in IAS 27 und SIC 12 enthaltenen Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung im Rahmen von Konzern-Abschlüssen werden künftig durch den veröffentlichten IFRS 10 ersetzt. Die Anhangangaben zu konsolidierten Unternehmen und nicht konsolidierten Zweckgesellschaften (sog. Strukturierte Unternehmen) werden künftig durch IFRS 12 geregelt.

Voraussetzung für die Konsolidierung eines Unternehmens ist weiterhin die Möglichkeit der Beherrschung des anderen Unternehmens, wobei die Definition des Begriffs "Beherrschung" im Vergleich zu IAS 27 leicht geändert wurde. Ein Beherrschungsverhältnis setzt nach IFRS 10 Verfügungsgewalt, Rendite (positive und/oder negative Rückflüsse) sowie eine Verknüpfung von Verfügungsgewalt und Renditen voraus. Unter Verfügungsgewalt versteht man die Möglichkeit, gegenwärtig die Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu lenken, die wesentlichen Einfluss auf die variablen Rückflüsse haben.

Verfügungsgewalt kann mittels Stimmrechten oder sonstiger vertraglicher Rechte nachgewiesen werden. Sie liegt vor, wenn ein Investor mehr als 50% der Stimmrechte an einem Beteiligungsunternehmen hält und keine sonstigen Vereinbarungen oder Umstände vorliegen, die dagegen sprechen.

Der Standard IFRS 11 wird die Vorschriften des IAS 31 und SIC 13 ersetzen. Mit IFRS 11 wird die Möglichkeit der Quotenkonsolidierung für Joint Ventures abgeschafft. Diese bestand nach IAS 31 als Option neben der Equity-Bilanzierung.

Gemäß IFRS 11 ist zu untersuchen, ob es sich bei dem Joint Arrangement um ein Joint Venture oder eine Joint Operation handelt. Handelt es sich um ein Joint Venture, besteht grundsätzlich die Pflicht zur Anwendung der Equity-Methode. Handelt es sich dagegen um eine Joint Operation, sind grundsätzlich die Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen im Konzern-Abschluss anteilig zu bilanzieren. Die Anhangangaben zu Joint Arrangements werden künftig in IFRS 12 geregelt.

ANDRITZ hält an den wesentlichen Tochtergesellschaften in der Regel weit über 50% der Stimmrechte, sodass sich durch Anwendung der neuen Standards keine wesentlichen Einflüsse auf den Konzern-Abschluss ergeben werden.

Ein EU-Endorsement vorausgesetzt, ist IFRS 9 verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2015 beginnen. Der neue Standard ändert grundlegend die bisherigen Vorschriften zur Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten.

Aus den Anpassungen des IAS 27, IAS 28 und IAS 32 werden sich keine wesentlichen Einflüsse auf den Konzern-Abschluss ergeben.

D) KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der Konzern-Abschluss beinhaltet die ANDRITZ AG und die von ihr kontrollierten Unternehmen, sofern deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist (siehe Anhangangabe "S" Konzern-Unternehmen). Diese Kontrolle (Beherrschung) ist grundsätzlich immer dann gegeben, wenn ANDRITZ, entweder direkt oder indirekt, mehr als 50% der Stimmrechte einer Gesellschaft besitzt, um so auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens Einfluss zu nehmen und von dessen Aktivitäten zu profitieren. Der Anteil des Eigenkapitals und des Ergebnisses, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt, ist in der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung sowie sonstigen Ergebnis gesondert ausgewiesen. Die Erwerbsmethode wurde bei allen erworbenen Unternehmen angewandt. Unternehmen, die während des Jahres gekauft oder verkauft wurden, sind im Konzern-Abschluss ab dem Stichtag des Kaufs oder bis zum Zeitpunkt ihres Verkaufs berücksichtigt.

Der Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

2013 2012
Vollkonsolidierung Equity-Methode Vollkonsolidierung Equity-Methode
Bestand zum 1. Jänner 117 4 108 7
Zugänge aus Unternehmenserwerben 33 0 5 0
Änderung der Konsolidierungsmethode
Zugänge 6 0 7 0
Abgänge -5 -1 -1 -3
Umgründungen -5 0 -2 0
Bestand zum 31. Dezember 146 3 117 4

Aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde auf die Einbeziehung von 60 (2012: 50) Tochterunternehmen verzichtet. Diese werden unter der Position "Sonstige Finanzanlagen" zu Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen als Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen erfasst.

Des Weiteren wurde aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auf die at equity-Bilanzierung von 4 (2012: 4) assoziierten Unternehmen verzichtet. Diese werden unter der Position "Sonstige Finanzanlagen" zu Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen als Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen erfasst.

Der Einfluss der nicht konsolidierten Tochterunternehmen auf die Vermögen-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Rahmenkonzepts der IAS/IFRS F.29f war einzeln und insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

E) AKQUISITIONEN

Schuler-Konzern

Im Februar 2013 wurde die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der Schuler AG und den Tochtergesellschaften von den zuständigen Kartellbehörden ohne Auflagen vollumfänglich freigegeben. Die Übertragung der Gesellschaftsanteile erfolgte mit Closing am 14. Februar 2013. Die ANDRITZ-GRUPPE hielt 92,8% (mit Closing des Übernahmeangebots) der Aktien der Schuler AG. Die Erstkonsolidierung von Schuler in den ANDRITZ-Konzern-Abschluss erfolgte ab 1. März 2013. Der Kaufpreis für den Anteil von 92,8% in Höhe von 555,1 MEUR wurde in bar entrichtet.

Als Technologie- und Weltmarktführer in der Umformtechnik liefert Schuler Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Verfahrens-Know-how und Dienstleistungen für die gesamte Metall verarbeitende Industrie. Mit dieser Akquisition verbreitert die ANDRITZ-GRUPPE ihr Produkt- und Serviceangebot im Geschäftsbereich METALS (ME).

Nach Erlangung der Beherrschung am Schuler-Konzern im Februar 2013 erwarb ANDRITZ zusätzliche Anteile. Die ANDRITZ-Gruppe erfasste diese Änderung der Beteiligungsquote als Eigenkapitaltransaktion.

Shanghai Shende Machinery Co. Ltd.

Die ANDRITZ-GRUPPE hat 80% der Anteile an Shanghai Shende Machinery Co. Ltd., einem renommierten Lieferanten von Technologien und Systemen für die Pelletierung von Tierfutter und Biomasse, erworben. Das Unternehmen erzielt einen Jahresumsatz von rund 20 MEUR und wurde zu einem Kaufpreis von 9,7 MEUR erworben, welcher in bar entrichtet wurde.

Shanghai Shende Machinery liefert Verfahrenstechnologien einschließlich der gesamten Ausrüstung und Services für Anlagen zur Produktion von Tier-/Fischfutter- und Biomassepellets im mittleren Kapazitätsbereich.

Diese Akquisition bedeutet für den Bereich Futtermitteltechnologien des Geschäftsbereichs SEPERATION (SE) eine Stärkung seines Produkt- und Serviceangebots sowie eine weitere Festigung seiner Position in den Wachstumsmärkten in China und anderen asiatischen Ländern.

FBB Engineering GmbH

ANDRITZ hat mit März 2013 das in Mönchengladbach, Deutschland, ansässige Unternehmen FBB Engineering GmbH für 6,2 MEUR erworben. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt rd. 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von ca. 7 MEUR. Die FBB Engineering GmbH produziert und liefert maßgeschneiderte, individuelle Feuerfest- und Brennerprodukte für die Aluminium- und Stahlindustrie. Die Gesellschaft wird dem Geschäftsbereich METALS (ME) zugeordnet.

MeWa Recycling Maschinen und Anlagenbau GmbH (ANDRITZ MeWa GmbH)

ANDRITZ hat das in Deutschland ansässige Unternehmen MeWa Recycling Maschinen und Anlagenbau GmbH mit deren Tochter MeWa Recycling Keleti Régió Kft. mit Sitz in Györ, Ungarn, im Rahmen eines Asset Deals für 6,5 MEUR erworben. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt rd. 125 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von ca. 20 bis 25 MEUR.

MeWa ist seit mehr als 30 Jahren in der Entwicklung, Konstruktion und dem Service von Schredder- und Zerkleinerungsmaschinen und schlüsselfertige Recyclinganlagen engagiert. Dabei bietet das Unternehmen Lösungen für verschiedene Anwendungen z. B. Recycling von Reifen, Elektronikschrott und Metall sowie die Produktion von alternativen Kraftstoffen oder Entsorgung von Kühlgeräten. Zu den Kunden zählen vor allem kleine und mittelständische Entsorger und einige große multinationale Unternehmen. Das Akquisitionsobjekt wird dem Geschäftsbereich PULP & PAPER (PP) zugeordnet.

Modul Systeme Engineering AG

ANDRITZ hat die restlichen 50% des in Laufen, Deutschland, ansässigen Unternehmens Modul Systeme Engineering AG mit deren Töchtern für 3,5 MEUR erworben. Die ersten 50% wurden von der ANDRITZ-GRUPPE im Jahr 2010 akquiriert.

Das Unternehmen beschäftigt insgesamt rd. 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von ca. 15 MEUR. Seit über 30 Jahren bietet Modul Anlagen und Einzelmaschinen für die Plattenindustrie – von der Planung über die Lieferung bis hin zur Inbetriebnahme. Dabei können Gebraucht- und Neumaschinen unterschiedlicher Hersteller zu preisgünstigen Anlagen auf hohem technischem Niveau kombiniert werden. Das Akquisitionsobjekt wird dem Geschäftsbereich PULP & PAPER (PP) zugeordnet.

Vandenbroek Thermal Processing B.V.

Die ANDRITZ-GRUPPE hat im Juni 2013 einzelne Vermögenswerte der Vandenbroek Thermal Processing B.V. mit Sitz in Waddinxveen, Niederlande, um 0,5 MEUR erworben. Im Rahmen dieses Deals wurden neben den Vermögenswerten auch vier Mitarbeiter übernommen. Vandenbroek ist im Bereich der thermischen Trocknung vor allem von Siedlungsabfällen (RDF), Schlamm und Biomasse tätig. Der Geschäftsbetrieb ist auf Entwicklung, Konstruktion und Service von Trommeltrocknungsanlagen und dazugehöriger Ausrüstung für schlüsselfertige Projekte spezialisiert und verfügt über eine gut etablierte Kundenbasis. Die erworbenen Assets werden von der ANDRITZ Technology and Asset Management GmbH dem Geschäftsbereich SEPARATION (SE) zugeordnet.

Hydreo Engineering

Die ANDRITZ-GRUPPE hat einzelne Vermögenswerte der Hydreo Engineering mit Sitz in Frankreich um 0,8 MEUR erworben. Die erworbenen Assets werden dem Geschäftsbereich HYDRO (HY) zugeordnet.

Warkaus Works Oy

ANDRITZ hat im Dezember 2013 die restlichen 50% des in Finnland ansässigen Unternehmens Warkaus Works Oy um 0,9 MEUR erworben. Die Warkaus Works Oy wurde bis dato at equity und mit Erlangung der Kontrolle über das Unternehmen gemäß IFRS 3 ("Unternehmenszusammenschlüsse") als sukzessiver Unternehmenskauf bilanziert. Die Gesellschaft ist dem Geschäftsbereich PULP & PAPER (PP) zugeordnet.

Der Gesamtkaufpreis aller in 2013 durchgeführten Akquisitionen beträgt TEUR 588.423, die Nebenkosten betragen TEUR 3.216.

Die geschätzten Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für den Schuler-Konzern auf Basis von Transaktionskursen sind wie folgt:

Anpassungen an
den
Beizulegender
Zeitwert
(in TEUR) IFRS
Buchwerte
beizulegenden
Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 7.906 263.900 271.806
Sachanlagen 154.915 20.000 174.915
Vorräte 154.891 0 154.891
Forderungen 265.338 0 265.338
Verbindlichkeiten -621.029 -99.170 -720.199
Nicht verzinsliches Nettovermögen -37.979 184.730 146.751
Zahlungsmittel 330.586 0 330.586
Finanzanlagevermögen 2.626 0 2.626
Finanzverbindlichkeiten -107.519 0 -107.519
Firmenwert 0 215.061 215.061
Nicht beherrschende Anteile -32.398 0 -32.398
Nettovermögen 155.316 399.791 555.107

Einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation und Integrationskosten hat der Schuler-Konzern seit der Erstkonsolidierung Umsatzerlöse von TEUR 966.587 und ein EBIT von TEUR -2.901 zur ANDRITZ-GRUPPE beigetragen. Da im Schuler-Konzern für den Zeitraum vor der Erstkonsolidierung die ANDRITZ-Bilanzierungsregeln nicht angewandt wurden, werden keine Pro-forma-Zahlen angegeben.

Die geschätzten Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Basis von Transaktionskursen für die restlichen Akquisitionen sind in Summe wie folgt:

Anpassungen an den
IFRS beizulegenden Beizulegender
(in TEUR) Buchwerte Zeitwert Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 338 9.982 10.320
Sachanlagen 3.953 0 3.953
Vorräte 15.963 0 15.963
Forderungen 6.897 0 6.897
Verbindlichkeiten -17.796 -1.829 -19.625
Nicht verzinsliches Nettovermögen 9.355 8.153 17.508
Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0 0
Zahlungsmittel 11.731 0 11.731
Finanzanlagevermögen 366 0 366
Finanzverbindlichkeiten -2.451 0 -2.451
Firmenwerte 0 7.772 7.772
Nicht beherrschende Anteile -1.610 0 -1.610
Nettovermögen 17.391 15.925 33.316

Seit der jeweiligen Konsolidierung haben die übrigen neu akquirierten Unternehmen Umsatzerlöse von TEUR 36.666 und ein EBIT von TEUR -4.592 zur ANDRITZ-GRUPPE beigetragen. Hätten die Akquisitionen zu Beginn des Geschäftsjahrs 2013 stattgefunden, hätte die Auswirkung auf den Konzern-Umsatz TEUR 43.079 sowie auf das EBIT TEUR -6.830 für die übrigen Akquisitionen betragen.

Die erstmalige Einbeziehung der in 2013 erworbenen Unternehmen erfolgt auf Basis vorläufiger Werte.

Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen

Nach Erlangung der Beherrschung am Schuler-Konzern im Februar 2013 erwarb ANDRITZ zusätzliche Anteile. Die ANDRITZ-Gruppe erfasste diese Änderung der Beteiligungsquote als Eigenkapitaltransaktion.

Unternehmenserwerbe 2012

Der Konzern erwarb Ende März 2012 100% des Unternehmens Bricmont Inc. mit Hauptsitz in Pittsburgh, Pennsylvania, USA, sowie im Dezember 2012 100% des in Waddinxveen, Niederlande, ansässigen Unternehmens Royal GMF-Gouda (Goudsche Machinefabriek). Das im Konzern-Abschluss zum 31. Dezember 2012 erfasste Reinvermögen basierte lediglich auf einer vorläufigen Beurteilung des beizulegenden Zeitwerts.

Die Angaben für 2012 wurden angepasst, um die Berichtigung der vorläufigen Beträge abzubilden. Es wurde der Firmenwert um TEUR 3.342, die sonstigen Forderungen um TEUR 287 und die latente Steuern um TEUR 3.629 angepasst. Der Effekt aus der Währungsumrechnung des Vermögenswertes beträgt TEUR 44 per 31. Dezember 2012.

F) BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die wichtigsten bei der Erstellung des Konzern-Abschlusses angewandten Bilanzierungsgrundsätze sind folgende: a) Konsolidierungsgrundsätze

Die Grundlage für den Konzern-Abschluss bilden die auf Basis konzerneinheitlicher Standards und die nach IFRS-Bestimmungen erstellten Einzelabschlüsse aller vollkonsolidierter Unternehmen.

Konzerninterne Forderungen, Verbindlichkeiten und Leistungsverrechnungen, inklusive konzerninterner Zwischenergebnisse, wurden eliminiert. Der Konzern-Abschluss wurde unter Zugrundelegung von einheitlichen Bilanzierungsgrundsätzen für vergleichbare Geschäftsvorfälle erstellt.

Die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt nach der Erwerbsmethode, bei der der Kaufpreis dem neu bewerteten anteiligen Netto-Reinvermögen des erworbenen Unternehmens gegenübergestellt wird (Kapitalkonsolidierung). Dabei sind die Wertverhältnisse zum Erwerbszeitpunkt zugrunde zu legen, der dem Zeitpunkt entspricht, zu dem die Beherrschung über das erworbene Unternehmen erlangt wurde. Wertdifferenzen werden in voller Höhe aufgedeckt, d.h. ansatzfähige Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Tochterunternehmens werden unabhängig von vorliegenden Anteilen ohne beherrschenden Einfluss grundsätzlich mit ihren Fair Values in der Konzern-Bilanz ausgewiesen.

Die Anwendung der Erwerbsmethode erfordert bestimmte Schätzungen und Beurteilungen, vor allem in Bezug auf die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, der übernommenen Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt des Erwerbs sowie der Nutzungsdauern der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen.

Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile erfolgt entweder zu Anschaffungskosten (partielle Goodwill-Methode) oder zum Fair Value (Full-Goodwill-Methode). Das gegebene Wahlrecht kann einzelfallweise ausgeübt werden. In der ANDRITZ-GRUPPE wird grundsätzlich die partielle Goodwill-Methode angewandt.

Gemäß IFRS 3 ("Unternehmenszusammenschlüsse") ist bei sukzessiven Unternehmenskäufen, bei denen ein Unternehmen in mehreren Tranchen erworben wird, zum Zeitpunkt der Erlangung der Kontrolle über das betreffende Unternehmen eine erfolgswirksame Neubewertung des bisherigen Gesellschaftsanteils zum beizulegenden Zeitwert notwendig. Im Anschluss daran findet eine Buchwertanpassung der bereits bilanzierten Vermögenswerte und Schulden auf ihren beizulegenden Zeitwert statt.

b) Währungsumrechnung

Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt.

Fremdwährungstransaktionen

Fremdwährungstransaktionen werden in der funktionalen Währung, durch Anwendung des Wechselkurses zwischen funktionaler Währung und Fremdwährung im Zeitpunkt der Transaktion, dargestellt. Wechselkursdifferenzen aus der Bezahlung von monetären Posten zu Umrechnungskursen, welche von den ursprünglich erfassten abweichen, werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Ausländische Tochtergesellschaften

Ausländische vollkonsolidierte Tochtergesellschaften werden als selbstständige Unternehmen angesehen, da sie finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch unabhängig sind. Ihre funktionalen Währungen sind die jeweiligen Landeswährungen. Die Bilanzwerte dieser Tochtergesellschaften werden mit dem Bilanzstichtagskurs in die Darstellungswährung (EUR) umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Alle daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen sind im Posten "Unterschiedsbeträge aus Währungsumrechnung" im Konzern-Eigenkapital ausgewiesen.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Für 1 Euro Stichtagskurs am Durchschnittskurs für
Währung 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012 2013 2012
BRL Brasilianischer Real 3,26 2,70 2,87 2,51
CAD Kanadischer Dollar 1,47 1,31 1,37 1,29
CHF Schweizer Franken 1,23 1,21 1,23 1,21
CNY Chinesischer Yuan 8,35 8,22 8,23 8,13
DKK Dänische Krone 7,46 7,46 7,46 7,44
GBP Pfund Sterling 0,83 0,82 0,85 0,81
INR Indische Rupie 85,37 72,56 77,88 69,09
SEK Schwedische Krone 8,86 8,58 8,66 8,71
USD Amerikanischer
Dollar 1,38 1,32 1,33 1,29

c) Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Nach der erstmaligen Aktivierung werden die immateriellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und etwaiger kumulierter Wertminderungen bewertet. Mit Ausnahme vom Firmenwert weisen die immateriellen Vermögenswerte eine bestimmbare Nutzungsdauer auf und werden deshalb linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden jährlich zum Ende jedes Geschäftsjahrs überprüft.

Immaterielle Vermögenswerte werden auf Wertminderungen geprüft, sobald Ereignisse oder Veränderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert des Vermögenswerts möglicherweise höher als der erzielbare Betrag (höherer Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und Nutzungswert eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit) ist. Sobald der Buchwert eines Vermögenswerts den erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine Wertminderung vorgenommen.

Die für Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte geleisteten Beträge werden aktiviert und dann mittels linearer Abschreibung über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die erwartete Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 15 Jahren. Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen übernommen wurden, bestehen aus Kundenbeziehungen, Auftragsstand, Technologie und Markennamen. Deren Nutzungsdauer liegt in der Regel zwischen 3 und 10 Jahren für Kundenbeziehungen, zwischen 1 und 3 Jahren für den Auftragsstand, zwischen 3 und 10 Jahren für Technologie und 10 Jahren für Markennamen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Entwicklungsaufwendungen werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch, wirtschaftlich und kapazitativ realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass die zurechenbaren Aufwendungen des immateriellen Vermögenswerts während seiner Entwicklungszeit verlässlich bewertet werden können und nach der Fertigstellung mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden. Entwicklungsaufwendungen, die diese Voraussetzungen erfüllen, werden zu Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Sofern nicht früher Hinweise auf eine etwaige Wertminderung vorliegen, werden die aktivierten Kosten bis zum Abschluss eines Entwicklungsprojekts jährlich auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft. Nach Fertigstellung werden die aktivierten Entwicklungsaufwendungen planmäßig über den erwarteten Lebenszyklus der Produkte abgeschrieben.

Forschungsaufwendungen werden direkt ergebniswirksam erfasst.

d) Firmenwerte

Für Unternehmenszusammenschlüsse sowie daraus resultierende Geschäfts- oder Firmenwerte wurde IFRS 3 angewandt. Gemäß diesem Standard ermittelt sich der Firmenwert als Residualgröße aus den Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs und dem mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten Reinvermögen unter Berücksichtigung der Eventualverbindlichkeiten. Ein sich aus dem Vergleich von Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Unternehmens ergebender passiver Unterschiedsbetrag wird nach nochmaliger Überprüfung der Wertansätze sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Ein Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, es ist jedoch ein Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 durchzuführen. Dieser Werthaltigkeitstest hat zumindest jährlich zu erfolgen oder wenn interne oder externe Indikatoren eine Wertminderung andeuten. Zur Bestimmung, ob eine Abschreibung aufgrund einer Wertminderung erforderlich ist, wird der Firmenwert jenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die vom erwarteten Synergiepotenzial des Unternehmenszusammenschlusses künftig profitieren. Ist der Buchwert höher als der mittels Discounted Cashflow-Kalkulation (DCF) ermittelte Nutzungswert, wird ein entsprechender Wertminderungsaufwand vorgenommen. Eine spätere Wertaufholung ist nicht zulässig.

Die zukünftigen Einzahlungsüberschüsse basieren auf internen Planungen, welche detailliert für das nächste Wirtschaftsjahr und mit Vereinfachungen für die nachfolgenden zwei Jahre erstellt werden und aus bisherigen Ergebnissen und den besten Schätzungen bezüglich künftiger Entwicklungen abgeleitet werden. Nach diesem Detailplanungszeitraum wird von einem gleichbleibenden Niveau ausgegangen, sofern keine wesentlichen Gründe dagegensprechen. Der im Rahmen der DCF-Kalkulation angewendete Diskontierungssatz entspricht jenem Zinssatz, der die gegenwärtigen Markteinschätzungen des Zinseffekts und die speziellen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt. Es wurde ein Diskontierungssatz vor Steuern unter Berücksichtigung der anwendbaren Währung sowie des Risikoprofils zwischen 8,52% und 15,30% verwendet.

Wesentliche Firmenwerte wurden den zum Zeitpunkt der Akquisitionen bestehenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der ANDRITZ AG (1999), des mit der ANDRITZ-Ahlstrom-Gruppe erworbenen Zellstoffgeschäfts (2000/2001), der VA TECH HYDRO-Gruppe im Bereich Wasserkraft (2006) sowie dem Schuler-Konzern (2013) zugeordnet. Da sich die Zusammensetzungen der ursprünglichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Laufe der Zeit aufgrund von Reorganisationen und Veränderungen in der Berichtsstruktur geändert haben, wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte entsprechend neu zugeordnet.

e) Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und etwaiger kumulierter Wertminderungen ausgewiesen. Wird ein Vermögenswert verkauft oder ausgeschieden, so werden die Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen ausgebucht und ein allfälliger Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung erfolgswirksam erfasst.

Die Anschaffungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis einschließlich der Importzölle und nicht refundierbarer Steuern und all jene direkt zurechenbaren Kosten, die entstehen, um den Vermögenswert an den zur Nutzung vorgesehenen Ort zu bringen und in einen arbeitsbereiten Zustand zu versetzen. Ausgaben, die nach der Inbetriebnahme von Anlagevermögen entstehen, wie Reparaturen, Wartung und Überholungskosten, werden in jener Periode aufwandswirksam erfasst, in welcher die Kosten entstanden sind. Die Abschreibung erfolgt linear über folgende geschätzte Nutzungsdauern:

Gebäude 20-50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4-10 Jahre
Werkzeuge, Büro- und Geschäftsausstattung und Fahrzeuge 3-10 Jahre

Die Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden periodisch geprüft, um sicherzustellen, dass diese dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf des Sachanlagegegenstands entsprechen.

Unter den in Bau befindlichen Anlagen werden noch nicht betriebsbereite Sachanlagen erfasst und mit den Anschaffungskosten bewertet. Diese inkludieren Herstellungskosten und andere direkt zurechenbare Kosten.

Sachanlagen werden auf Wertminderungen geprüft, sobald Ereignisse oder Veränderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert des Vermögenswerts möglicherweise höher als der erzielbare Betrag (höherer Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und Nutzungswert eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit) ist. Sobald der Buchwert eines Vermögenswerts den erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine Wertminderung vorgenommen. Der erzielbare Betrag wird für die einzelnen Vermögenswerte eingeschätzt; ist dies nicht möglich, erfolgt eine Beurteilung der übergeordneten, zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuschüsse der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden von den Anschaffungskosten abgezogen. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden grundsätzlich als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgswirksam erfasst.

f) Leasing

Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Es wird zwischen Finanzierungsleasing und Operating Leasing unterschieden. Als Finanzierungsleasing werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum eines Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen trägt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing bezeichnet. Ist ANDRITZ Leasingnehmer in einem Finanzierungsleasing, wird in der Bilanz der niedrigere Wert aus beizulegendem Zeitwert und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses aktiviert und gleichzeitig unter den Finanzverbindlichkeiten passiviert. Der Leasinggegenstand wird linear über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Bei einem Operating Leasing erfasst der Konzern die als Leasingnehmer zu zahlenden Leasingraten grundsätzlich linear über die Laufzeit der Leasingverhältnisse als Aufwand. Der verleaste Vermögenswert wird weiterhin in der Bilanz des Leasinggebers als Sachanlage erfasst.

g) Anteile an assoziierten Unternehmen

Unter den Anteilen an assoziierten Unternehmen werden in der Regel Beteiligungen an Unternehmen im Ausmaß von 20-50% ausgewiesen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Diese werden unter Anwendung der Equity-Methode bewertet. Eine Überprüfung des Buchwerts der Anteile an assoziierten Unternehmen und eine entsprechende Wertminderung oder Zuschreibung werden dann durchgeführt, wenn Anzeichen für eine Wertminderung oder deren Wegfall vorliegen.

h) Sonstige Finanzanlagen

Diese langfristigen Vermögenswerte bestehen primär aus Wertpapieren des Anlagevermögens, Schuldscheindarlehen, Anteilen an nicht konsolidierten Unternehmen sowie sonstigen Beteiligungen.

Wertpapiere des Anlagevermögens und Schuldscheindarlehen werden im Zeitpunkt des Zugangs zu Anschaffungskosten einschließlich Transaktionskosten bewertet und als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. In Folgeperioden werden diese mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen dieser Zeitwerte werden als Rücklage im Eigenkapital erfasst, bis das Wertpapier veräußert oder eine Wertminderung festgestellt wird. In einem solchen Fall werden die kumulierten Veränderungen, die davor im Eigenkapital erfasst wurden, in der Gewinn- und Verlustrechnung der Periode ausgewiesen. Zinserträge werden in der Periode, in der sie anfallen, direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Eigenkapitalinstrumente, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Davon betroffen sind sonstige Beteiligungen und Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen.

Finanzielle Vermögenswerte, die als Kredite und Forderungen klassifiziert wurden, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet.

i) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich Wertberichtigungen für mögliche Ausfälle, ausgewiesen.

j) Vorräte

Das Vorratsvermögen, einschließlich der unfertigen Erzeugnisse und noch nicht abrechenbaren Leistungen, wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten sowie nach Wertberichtigungen für veraltete und sich langsam umschlagende Güter bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielbare Verkaufspreis, abzüglich der noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie der notwendigen Vertriebskosten. Die Kosten werden überwiegend auf Basis des FIFO-Verfahrens festgestellt. In den Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind auch zurechenbare fixe und variable Gemeinkosten enthalten. Nicht mehr verwertbares Vorratsvermögen wird vollständig abgeschrieben. Reine Liefergeschäfte werden zu Herstellungskosten bewertet. Bei diesen Aufträgen erfolgt die Umsatzerfassung erst zum Zeitpunkt des Eigentums- und Gefahrenübergangs ("completed contract method").

k) Fertigungsaufträge

Forderungen aus Projekten und die damit in Zusammenhang stehenden Umsätze werden nach Maßgabe des jeweiligen Anarbeitungsgrads ("percentage of completion method") erfasst. Projekte sind dadurch gekennzeichnet, dass sie auf Basis von individuellen Vertragsbedingungen mit fixen Preisen vereinbart werden. Der Anarbeitungsgrad wird durch die "cost-to-cost method" festgelegt. Zuverlässige Schätzungen der Gesamtkosten der Aufträge, der Verkaufspreise und der tatsächlich angefallenen Kosten sind auf monatlicher Basis verfügbar. Die geschätzten Auftragsgewinne werden im Verhältnis zu den ermittelten Umsätzen realisiert. Bei der "cost-to-cost method" werden Umsätze und Auftragsergebnisse im Verhältnis der tatsächlich angefallenen Herstellungskosten zu den erwarteten Gesamtkosten erfasst. Veränderungen der gesamten geschätzten Auftragskosten und daraus möglicherweise resultierende Verluste werden in der Periode ihres Entstehens erfolgswirksam erfasst. Für technologische und finanzielle Risiken, welche während der verbleibenden Laufzeit des Projekts eintreten können, wird je Auftrag eine Einzeleinschätzung vorgenommen und ein entsprechender Betrag in den erwarteten Gesamtkosten angesetzt. Drohende Verluste aus der Bewertung von nicht abgerechneten Projekten werden realisiert, wenn wahrscheinlich ist, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen werden. Für mögliche Gewährleistungsansprüche von Kunden werden Rückstellungen entsprechend der jeweiligen Gewinnrealisierung gebildet. Nach Fertigstellung des Auftrags wird das verbleibende Gewährleistungsrisiko neu eingeschätzt.

l) Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens setzen sich aus Staatsanleihen, Anleihen erstklassiger Banken und Anleihefonds zusammen. Diese dienen zur Veranlagung liquider Mittel und sind im Allgemeinen nicht dazu bestimmt, langfristig gehalten zu werden. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden im Zeitpunkt des Zugangs zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten bewertet und als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. In Folgeperioden werden diese mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen dieser Zeitwerte werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst, bis das Wertpapier veräußert oder eine Wertminderung festgestellt wird. Bei erheblichen und andauernden Wertminderungen werden die Verluste aus diesen Wertminderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung der Periode ausgewiesen.

m) Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel beinhalten Bargeld und Bankguthaben. Hierunter können auch geldnahe Forderungen ("cash equivalents") enthalten sein, die aus kurzfristigen Guthaben bei Banken mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu drei Monaten mit geringem Wertänderungsrisiko bestehen.

n) Grundkapital

Es gibt nur Stammaktien, die alle ausgegeben sind und dieselben Rechte verbriefen.

Das Gesamtgrundkapital der ANDRITZ AG beträgt TEUR 104.000, aufgeteilt auf 104 Millionen nennwertlose Stückaktien.

o) Kapitalrücklagen

In den Kapitalrücklagen sind – in Übereinstimmung mit österreichischem Recht – Zuzahlungen der Aktionäre anlässlich der Ausgabe von Aktien enthalten.

p) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten insbesondere thesaurierte Gewinne, die IAS 39-Rücklage, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung.

q) Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann und nur dann gebildet, wenn das Unternehmen aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung (gesetzlicher oder vertraglicher Natur) hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist (d. h. eher wahrscheinlich denn nicht) und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Die Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und der jeweiligen Neueinschätzung angepasst. Bei wesentlichen Zinseffekten wird der Rückstellungsbetrag mit dem Barwert der erwarteten Ausgaben zur Erfüllung der Verpflichtung angesetzt.

r) Leistungen an Arbeitnehmer

Pensionsverpflichtungen

Einige Konzern-Unternehmen haben für bestimmte Arbeitnehmer leistungsorientierte Pensionspläne. Die Verpflichtungen werden jedes Jahr durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker bewertet. Die Verpflichtungen und Aufwendungen aus Pensionszahlungen werden durch Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("projected unit credit method") ermittelt. Diese Methode geht davon aus, dass in jedem Dienstjahr ein zusätzlicher Teil des letztendlichen Leistungsanspruchs verdient wird und bewertet jeden dieser Teile separat, um so die endgültige Verpflichtung aufzubauen. Von dieser Bruttopensionsverpflichtung wird das Planvermögen mit seinem beizulegenden Zeitwert abgezogen. Hieraus ergibt sich die anzusetzende Nettoschuld beziehungsweise der anzusetzende Nettovermögenswert.

Aufgrund des net-interest-approachs bestimmt der Konzern den Nettozinsaufwand (Nettozinsertrag) durch Multiplikation der Nettoschuld (des Nettovermögens) zu Periodenbeginn mit dem der Diskontierung der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung am Periodenbeginn zugrunde liegenden Zinssatz. Die Nettozinskomponente resultierend aus Pensionsverpflichtung und Planvermögen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem "Zinsergebnis" erfasst.

Sämtliche Neubewertungseffekte werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Neubewertungskomponente umfasst zum einen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung und zum anderen den Unterschied zwischen tatsächlich realisierter Planvermögensrendite und der zu Periodenbeginn methodisch angenommenen Rendite. Im Falle einer Überdotierung des Plans enthält die Neubewertungskomponente darüber hinaus die Veränderung des Nettovermögenswerts aus der Anwendung der Obergrenze (asset ceiling), soweit diese nicht in der Nettozinskomponente berücksichtigt wurde.

Ändert sich der Barwert einer leistungsorientierten Verpflichtung infolge von Planänderungen oder Plankürzungen, erfasst ANDRITZ die hieraus resultierenden Effekte im Gewinn und Verlust der Periode. Die Erfassung des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands erfolgt grundsätzlich in dem Zeitpunkt, in dem die Planänderung eintritt.

Die Pensionsverpflichtung wird zum Barwert zukünftiger Abflüsse unter Verwendung verschiedener Abzinsungssätze für unterschiedliche Länder bewertet.

Andere Konzern-Unternehmen haben für bestimmte Arbeitnehmer beitragsorientierte Pensionszusagen. Die damit verbundenen Kosten werden im Zeitpunkt des Auftretens als Aufwand erfasst.

Abfertigungsverpflichtungen

In einigen Ländern ist der Konzern gesetzlich verpflichtet, in bestimmten Fällen der Beendigung des Dienstverhältnisses Abfertigungen zu zahlen. Im Falle einer freiwilligen Kündigung durch den Arbeitnehmer sind keine Abfertigungen zu zahlen. Entsprechende Abfertigungsverpflichtungen werden rückgestellt. Die Verpflichtungen werden jedes Jahr durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker bewertet. Die Verpflichtungen und Aufwendungen aus Abfertigungszahlungen werden durch Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("projected unit credit method") ermittelt. Diese Methode geht davon aus, dass in jedem Dienstjahr ein zusätzlicher Teil des letztendlichen Leistungsanspruchs verdient wird und bewertet jeden dieser Teile separat, um so die endgültige Verpflichtung aufzubauen. Von dieser Bruttoverpflichtung wird das Planvermögen mit seinem beizulegenden Zeitwert abgezogen. Hieraus ergibt sich die anzusetzende Nettoschuld beziehungsweise der anzusetzende Nettovermögenswert.

Aufgrund des net-interest-approachs bestimmt der Konzern den Nettozinsaufwand (Nettozinsertrag) durch Multiplikation der Nettoschuld (des Nettovermögens) zu Periodenbeginn mit dem der Diskontierung der leistungsorientierten Bruttopverpflichtung am Periodenbeginn zugrunde liegenden Zinssatz. Die Nettozinskomponente resultierend aus Abfertigungsverpflichtung und Planvermögen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem "Zinsergebnis" erfasst.

Sämtliche Neubewertungseffekte werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Neubewertungskomponente umfasst zum einen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung der leistungsorientierten Bruttoverpflichtung und zum anderen den Unterschied zwischen tatsächlich realisierter Planvermögensrendite und der zu Periodenbeginn typisierend angenommenen Rendite. Im Falle einer Überdotierung des Plans enthält die Neubewertungskomponente darüber hinaus die Veränderung des Nettovermögenswertes aus der Anwendung der Obergrenze (asset ceiling), soweit diese nicht in der Nettozinskomponente berücksichtigt wurde.

Ändert sich der Barwert einer leistungsorientierten Verpflichtung infolge von Planänderungen oder Plankürzungen, erfasst ANDRITZ die hieraus resultierenden Effekte im Gewinn und Verlust der Periode. Die Erfassung des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands erfolgt grundsätzlich in dem Zeitpunkt, in dem die Planänderung eintritt.

Die Abfertigungsverpflichtung wird zum Barwert zukünftiger Abflüsse unter Verwendung verschiedener Abzinsungssätze für unterschiedliche Länder bewertet.

Andere Konzern-Unternehmen haben für bestimmte Arbeitnehmer beitragsorientierte Abfertigungszusagen. Die damit verbundenen Kosten werden im Zeitpunkt des Auftretens als Aufwand erfasst.

s) Aktienoptionsprogramme für Führungskräfte

Die 103. ordentliche Hauptversammlung vom 26. März 2010 beschloss ein Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands. Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 12.000, 20.000, 30.000 oder 40.000, für Mitglieder des Vorstands 80.000 und für den Vorsitzenden des Vorstands 100.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden. Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte von 1. Mai 2010 bis vor jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zum ANDRITZ-Konzern gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in ANDRITZ-Aktien von zumindest EUR 20.000 für leitende Angestellte und EUR 40.000 für Mitglieder des Vorstands.

Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der ANDRITZ-Aktie während der vier auf die 103. ordentliche Hauptversammlung vom 26. März 2010 folgenden Kalenderwochen.

Die Optionen können in der Zeit von 1. Mai 2013 bis 30. April 2015 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2012 bis 30. April 2013 mindestens 15% über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2011 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2012 mindestens 15% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2009 liegt, oder wenn der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von 20 aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2013 bis 30. April 2014 mindestens 20% über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2012 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2013 mindestens 20% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2009 liegt.

Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50% der Optionen sofort, 25% der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25% nach weiteren drei Monaten gezogen werden. Die Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden und sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist.

Insgesamt wurden 2010 2.066.000 Optionen gewährt. Der beizulegende Zeitwert der Optionen zum Zeitpunkt der Gewährung beträgt insgesamt TEUR 8.362, wobei 2013 kein Aufwand mehr erfasst wurde. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte auf Basis des "Black-Scholes Option Pricing"-Modells. Der Aktienpreis zum Zeitpunkt der Gewährung der Optionsrechte ist der Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie vom 4. Mai 2010 und beträgt EUR 22,34. Der Ausübungspreis wurde gemäß den Bedingungen des Optionsprogramms mit EUR 23,18 ermittelt. Die Laufzeit der Optionen wurde mit drei Jahren angesetzt. Die erwartete Dividendenrendite betrug 2,5%, als risikofreier Zinssatz wurde 4,8% herangezogen. Als erwartete Volatilität wurde der von der Wiener Börse veröffentlichte Wert angesetzt. Weitere Merkmale der Optionsgewährung wurden nicht in die Berechnung einbezogen.

Die 105. ordentliche Hauptversammlung vom 22. März 2012 beschloss ein weiteres Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands. Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 12.000, 20.000, 30.000 oder 40.000, für Mitglieder des Vorstands 80.000 und für den Vorsitzenden des Vorstands 100.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden. Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte von 1. Mai 2012 bis vor jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zum ANDRITZ-Konzern gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in ANDRITZ-Aktien von zumindest EUR 20.000 für leitende Angestellte und EUR 40.000 für Mitglieder des Vorstands.

Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der ANDRITZ-Aktie während der vier auf die 105. ordentliche Hauptversammlung vom 22. März 2012 folgenden Kalenderwochen.

Die Optionen können in der Zeit von 1. Mai 2015 bis 30. April 2017 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2014 bis 30. April 2015 mindestens 15% über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2013 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2014 mindestens 15% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2011 liegt, oder wenn der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von 20 aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2015 bis 30. April 2016 mindestens 20% über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2014 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2015 mindestens 20% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2011 liegt.

Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50% der Optionen sofort, 25% der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25% nach weiteren drei Monaten gezogen werden. Die Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden und sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist.

Insgesamt wurden 2012 2.146.000 Optionen gewährt. Der beizulegende Zeitwert der Optionen zum Zeitpunkt der Gewährung beträgt insgesamt TEUR 13.553, davon wurden 2013 anteilig TEUR 5.576 als Aufwand erfasst. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte auf Basis des "Black-Scholes Option Pricing"-Modells. Der Aktienpreis zum Zeitpunkt der Gewährung der Optionsrechte ist der Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie vom 11. Mai 2012 und beträgt EUR 39,17. Der Ausübungspreis wurde gemäß den Bedingungen des Optionsprogramms mit EUR 37,15 ermittelt. Die Laufzeit der Optionen wurde mit 3,2 Jahren angesetzt. Die erwartete Dividendenrendite betrug 2,5%, als risikofreier Zinssatz wurde 1,25% herangezogen. Die erwartete Volatilität wurde auf Basis der historischen Kursentwicklung der ANDRITZ-Aktie im Zeitraum der der Gewährung vorangegangen 38 Monate ermittelt.

Aufgrund des Umstands, dass die Aktienoptionsprogramme keine Abgeltung in Form eines Barausgleichs vorsehen, werden diese entsprechend den internationalen Rechnungslegungsvorschriften durch direkte Erfassung des resultierenden Aufwands im Eigenkapital erfasst.

t) Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen zur Begründung einer finanziellen Verpflichtung oder eines Eigenkapitalinstruments führt.

Gemäß IAS 39 sind alle finanziellen Vermögenswerte und Verpflichtungen einschließlich derivativer Finanzinstrumente in der Bilanz zu erfassen. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt zum Handelstag.

Die Bewertung der Finanzinstrumente richtet sich nach der Zugehörigkeit zu bestimmten Kategorien, die wie folgt unterschieden und in weiterer Folge erläutert werden:

  • Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (Financial assets at fair value through profit or loss)
  • Kredite und Forderungen (Loans and receivables)
  • Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale)
  • Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen (held to maturity)
  • Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial liabilities at fair value through profit or loss)
  • Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Other financial liabilities measured at amortized costs)

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (Financial assets at fair value through profit or loss)

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte sind Finanzinstrumente, die vom Unternehmen entweder zu "Handelszwecken" gehalten werden (held for trading) oder der Kategorie "Designiert erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet werden.

Zu "Handelszwecken gehalten" eingestuft ist dann der Fall, wenn der Vermögenswert hauptsächlich mit der Absicht erworben wurde, kurzfristig verkauft oder zurückgekauft zu werden oder ein Derivat ist (mit Ausnahme solcher, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und effektiv sind).

"Designiert erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" umfasst im Wesentlichen jene finanziellen Vermögenswerte, die im Zugangszeitpunkt unabhängig von einer Handelsabsicht unwiderruflich als "Finanzieller Vermögenswert erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" designiert werden (sog. Fair-Value-Option).

Die Fair-Value-Option für ein Finanzinstrument wird im Konzern nicht ausgeübt.

Finanzielle Vermögenswerte zur Erzielung von Gewinnen aus kurzfristigen Schwankungen des Marktpreises oder aus der Händlermarge werden ebenfalls nicht gehalten.

Der Konzern verwendet Derivate zur Absicherung von Zins- und Fremdwährungsrisiken sowie zur Absicherung des Preisrisikos von Rohstoffen. Im Konzern werden jene Derivate dieser Kategorie zugerechnet, die die strengen Kriterien einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 (Hedge Accounting) nicht erfüllen. Die Derivate werden erstmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und anschließend zu jedem Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert fortgeschrieben. Jeder aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst.

Je nach beizulegendem Zeitwert werden die Derivate entweder als sonstige Forderung oder als sonstige Verbindlichkeit erfasst.

Kredite und Forderungen (Loans and receivables)

Im Konzern werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für Projekte, soweit sie dafür erhaltene An- und Teilzahlungen übersteigen, Kredite und sonstige Forderungen mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind, als "Kredite und Forderungen" kategorisiert. Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale)

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind jene nicht-derivativen Finanzinstrumente, welche in diese Kategorie klassifiziert wurden beziehungsweise nicht der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" oder "Kredite und Forderungen" zugeordnet wurden. Hierbei werden Eigenkapitalinstrumente (z. B. Aktien), Fremdkapitalinstrumente (z. B. Anleihen) sowie sonstige Investitionen (z. B. Fondsanteile), welche vom Konzern gehalten werden, in die Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" klassifiziert.

"Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts resultierende Wertänderungen werden im sonstigen Ergebnis als Veränderung der Rücklage für Finanzinvestitionen (IAS 39-Rücklage) erfasst. Ausgenommen hiervon sind Wertminderungsverluste, nach der Effektivzinsmethode ermittelte Zinsen sowie Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung von monetären Posten. Hier findet eine erfolgswirksame Erfassung in der Gewinnund Verlustrechnung statt. Wird ein Finanzinstrument veräußert oder wird bei diesem eine Wertminderung festgestellt, werden die bis dahin in der Rücklage für Finanzinvestitionen angesammelten Veränderungen im Periodenergebnis erfasst.

Der beizulegende Zeitwert von auf Fremdwährung lautenden monetären Finanzinstrumenten der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" wird in der Fremdwährung ermittelt und anschließend mit dem Kassakurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts, die auf Fremdwährungsumrechnungen zurückzuführen sind und aus der Änderung der fortgeführten Anschaffungskosten des Vermögenswerts resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Dividenden aus den Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, sobald der Konzern einen Anspruch auf die Zahlung erlangt hat.

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen (held to maturity)

Auf diese Kategorie wird nicht näher eingegangen, da es im Konzern keinen bis zur Endfälligkeit zu haltenden Bestand gibt.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial liabilities at fair value through profit or loss)

Der Konzern klassifiziert seine finanziellen Verbindlichkeiten in die Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten", wenn die finanzielle Verbindlichkeit zu Handelszwecken gehalten wird oder wenn es sich um ein Derivat handelt, welches nicht als Sicherungsinstrument designiert wurde und als solches effektiv ist. Die Fair-Value-Option wird im Konzern nicht ausgeübt.

Der Konzern verwendet Derivate zur Absicherung von Zins- und Fremdwährungsrisiken und zur Absicherung des Preisrisikos von Rohstoffen. Im Konzern werden jene Derivate dieser Kategorie zugerechnet, die die strengen Kriterien einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 (Hedge Accounting) nicht erfüllen. Die Derivate werden mit den Zeitwerten zum Bilanzstichtag angesetzt. Jeder aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst.

Je nach beizulegendem Zeitwert werden die Derivate entweder als sonstige Forderung oder als sonstige Verbindlichkeit erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten zur Erzielung von Gewinnen aus kurzfristigen Schwankungen des Marktpreises oder aus der Händlermarge werden nicht gehalten.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Other financial liabilities measured at amortized costs)

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, einschließlich aufgenommener Kredite, werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst. Im Rahmen der Folgebewertung werden sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfolgswirksam erfasst wird.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte, werden zu jedem Bilanzstichtag auf das Vorhandensein von Indikatoren für eine Wertminderung untersucht. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage negativ verändert haben. Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen dem Buchwert des Finanzinstruments und dem anhand des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelten Barwert der erwarteten künftigen Cashflows.

Eine Wertminderung führt zu einer direkten Minderung des Buchwerts aller betroffenen finanziellen Vermögenswerte mit Ausnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Wird eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen uneinbringlich, erfolgt der Verbrauch gegen das Wertminderungskonto. Nachträgliche Eingänge bereits abgeschriebener Beträge werden ebenfalls gegen das Wertminderungskonto gebucht. Änderungen des Buchwerts des Wertberichtigungskontos werden erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Diese vormals erfasste Wertminderung ist über die Gewinn- und Verlustrechnung rückzuführen, wenn sich die Höhe der Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts in einer der folgenden Berichtsperioden verringert und diese Verringerung objektiv auf ein nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenes Ereignis zurückgeführt werden kann. Dabei darf jedoch auf keinen höheren Wert zugeschrieben werden als den, der sich als fortgeführte Anschaffungskosten ergeben hätte, wenn keine Wertminderung erfolgt wäre. Die Ausnahme dieser Vorgehensweise stellen als zur Veräußerung verfügbar klassifizierte Eigenkapitalinstrumente dar. Bei diesen wird jegliche Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts nach einer erfolgten Wertminderung im sonstigen Ergebnis erfasst. Für Wertminderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die zu Anschaffungskosten bewertet werden, werden bei Wegfall der Gründe keine Wertaufholungen gemacht.

Vom Konzern emittierte Eigen- und Fremdkapitalinstrumente – Klassifizierung als Fremd- oder Eigenkapital

Fremd- und Eigenkapitalinstrumente werden entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Vertragsvereinbarung als finanzielle Verbindlichkeiten oder Eigenkapital klassifiziert.

Eigenkapitalinstrumente

Ein Eigenkapitalinstrument ist ein Vertrag, der einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründet. Eigenkapitalinstrumente werden zum erhaltenen Ausgabeerlös abzüglich direkter Ausgabekosten erfasst.

Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten (Fair value)

Der beizulegende Zeitwert ist jener Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte.

Die Bewertung der Finanzinstrumente zum Fair Value folgt einer dreistufigen Hierarchie und orientiert sich an der Nähe der herangezogenen Bewertungsfaktoren zu einem aktiven Markt.

Nach Stufe 1 werden Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Wertpapiere bewertet, die auf einem aktiven Markt notiert sind. In diesem Zusammenhang stellen notierte Preise an einem aktiven Markt den besten Anhaltspunkt für den beizulegenden Zeitwert dar.

Wenn der Markt für ein Finanzinstrument nicht aktiv ist, wird mithilfe von allgemein anerkannten Bewertungsverfahren der beizulegende Zeitwert (Transaktionspreis) festgestellt, der sich am Bewertungsstichtag zwischen unabhängigen Vertragspartnern bei Vorliegen normaler Geschäftsbedingungen ergeben hätte. Zu den Bewertungsverfahren gehören der Rückgriff auf unlängst aufgetretene Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern und – sofern verfügbar – der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, DCF-Verfahren sowie Optionspreismodelle. Diese Finanzinstrumente gehören zu nach Stufe 2 bewerteten Finanzinstrumenten sofern deren Bewertung auf marktbezogenen, anerkannten finanzmathematischen Bewertungsmodellen beruht und deren Bewertungsfaktoren auf aktiven Märkten direkt oder indirekt beobachtet werden können.

Sind die wesentlichen Bewertungsfaktoren nicht auf aktiven Märkten beobachtbar, wird das Finanzinstrument der Stufe 3 zugeordnet.

Falls kein notierter Preis auf einem aktiven Markt existiert und die verlässliche Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts mithilfe von Bewertungsverfahren nicht möglich ist, wird das Finanzinstrument zu Anschaffungskosten bewertet.

Bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting)

ANDRITZ hat die emittierten Anleihen und die dazugehörigen Zinsswaps in einem Sicherungszusammenhang im Sinne von IAS 39 zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts ("Fair Value Hedge") der Anleihen designiert. Zu Beginn der Sicherungsbeziehung dokumentierte der Konzern die Beziehung zwischen dem Grund- und Sicherungsgeschäft, einschließlich der Risikomanagementziele sowie der dem Abschluss von Sicherungsbeziehungen zu Grunde liegenden Unternehmensstrategie. Des Weiteren wurde bei Eingehen der Sicherungsbeziehung als auch in deren Verlauf regelmäßig dokumentiert und nachgewiesen, dass der Zinsswap hoch effektiv in Bezug auf das abgesicherte Risiko der Änderung des beizulegenden Zeitwerts ist.

Der Konzern nutzt des weiteren Hedge Accounting für weitere Zins- und Währungsderivate. Diese werden, da diese eine wirksame Sicherungsbeziehung nach Vorgaben des IAS 39 (Hedge Accounting) bilden, entweder als Fair-Value Hedge oder als Cashflow-Hedge bilanziert.

Absicherung des beizulegenden Zeitwerts ("Fair Value Hedge")

Den Regeln des Hedge Accounting folgend wird die Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die auf das abgesicherte Risiko zurückzuführende Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts führt zu einer entsprechenden Buchwertanpassung und wird ebenfalls direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dies hat zur Folge, dass sich die Gewinn- und Verlustauswirkung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts gegenseitig aufheben, wenn die Sicherungsbeziehung zu 100% effektiv ist. Die bilanzielle Abbildung der Sicherungsbeziehung endet, wenn der Konzern die Sicherungsbeziehung auflöst, das Sicherungsinstrument ausläuft, veräußert, beendet oder ausgeübt wird oder sich nicht mehr für Sicherungszwecke eignet. Zu diesem Zeitpunkt beginnt die erfolgswirksame Auflösung der auf das gesicherte Risiko zurückzuführenden Buchwertanpassung des Geschäfts.

Absicherung künftiger Zahlungsströme ("Cashflow-Hedge")

Entsprechend der Hedge Accounting Regeln werden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsinstrumente, die als effektiv wirksame Absicherung von künftigen Cashflows qualifiziert werden, direkt im Eigenkapital als IAS 39-Rücklage ausgewiesen. Ansonsten werden alle Gewinne oder Verluste für Absicherungen von Cashflows, die ursprünglich im Eigenkapital ausgewiesen wurden, von der IAS 39-Rücklage im Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung jener Periode transferiert, in der die gesicherte Verpflichtung oder erwartete Transaktion die Ergebnisrechnung beeinflusst.

Eingebettete Derivate

IAS 39 regelt die Bilanzierung von Derivaten, die in originäre Finanzinstrumente eingebettet sind (Embedded Derivatives). Einige hybride Verträge enthalten sowohl eine derivative als auch nicht derivative Komponente. In diesen Fällen wird die derivative Komponente als eingebettetes Derivat und die nicht derivative Komponente als Basisvertrag bezeichnet. Sind die wirtschaftlichen Merkmale und die Risiken eingebetteter Derivate nicht eng mit denjenigen des Basisvertrags verknüpft, und wird der betreffende Vertrag nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wird das eingebettete Derivat vom Basisvertrag getrennt und zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Der Basisvertrag wird weiterhin in Übereinstimmung mit dem entsprechenden Rechnungslegungsstandard bewertet. Wertänderungen im Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten eingebetteten Derivaten werden im Konzern als "held for trading" bei den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten erfasst. Der Buchwert des eingebetteten Derivats wird in der Bilanz als sonstige Forderung oder als sonstige Verbindlichkeit ausgewiesen.

Ansatz und Ausbuchung

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Konzern-Bilanz angesetzt, wenn der Konzern Vertragspartner hinsichtlich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Finanzvermögen und -verbindlichkeiten, die in der Bilanz enthalten sind, beinhalten Zahlungsmittel, Wertpapiere des Umlaufvermögens, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie einen Teil der sonstigen Forderungen und sonstigen Verbindlichkeiten, langfristige Forderungen, verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und Beteiligungen, die ausgegebenen Anleihen sowie Wertpapiere des Anlagevermögens.

Ansatz und Ausbuchung von Finanzinvestitionen erfolgen zum Handelstag. Dies ist der Tag des Kaufs oder Verkaufs einer Finanzanlage, an dem die Vertragsbedingungen eine Lieferung der Finanzanlage innerhalb des für den betroffenen Markt üblichen Zeitrahmens vorsehen.

Der Erstansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Davon ausgenommen sind finanzielle Vermögenswerte, die als "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" kategorisiert wurden. Hier erfolgt der Erstansatz zum beizulegenden Zeitwert ohne Berücksichtigung von Transaktionskosten. Finanzinstrumente werden saldiert, wenn der Konzern ein gesetzlich durchsetzbares Recht zur Saldierung besitzt und beabsichtigt, entweder nur den Saldo oder sowohl die Forderung als auch die Verbindlichkeit gleichzeitig zu begleichen.

u) Umsatzrealisierung (ausgenommen Fertigungsaufträge)

Umsätze werden dann erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird und die Höhe der Erlöse verlässlich bestimmbar ist. Die Umsätze werden ohne Umsatzsteuer und Rabatte ausgewiesen, wenn die Lieferung erfolgt ist und sowohl Risiko als auch Eigentum übergegangen sind. Die Zinsen werden aliquot auf Basis des jeweiligen Zinssatzes abgegrenzt. Dividendenerträge werden ausgewiesen, wenn das Recht der Aktionäre, die Zahlung zu erhalten, begründet wurde.

v) Ertragsteuern

Der Steueraufwand umfasst laufende und latente Steuern. Laufende Steuern und latente Steuern werden im Gewinn oder Verlust erfasst, ausgenommen in dem Umfang, in dem sie mit einem Unternehmenszusammenschluss oder im sonstigen Ergebnis erfassten Posten verbunden sind.

Tatsächliche Steuern sind die erwartete Steuerschuld oder Steuerforderung auf das für das Geschäftsjahr zu versteuernde Einkommen oder den steuerlichen Verlust, und zwar auf der Grundlage von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gelten, sowie alle Anpassungen der Steuerschuld hinsichtlich früherer Jahre. Tatsächliche Steuerschulden beinhalten auch alle Steuerschulden, die als Folge der Festsetzung von Dividenden entstehen.

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden für Konzern-Rechnungslegungszwecke und den verwendeten Beträgen für steuerliche Zwecke erfasst. Latente Steuern werden nicht erfasst für:

  • Zu versteuernde temporäre Differenzen beim erstmaligen Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwerts
  • Temporäre Differenzen beim erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten oder Schulden bei einem Geschäftsvorfall, bei dem es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt und der weder das bilanzielle Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst
  • Temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und gemeinschaftlich geführten Unternehmen, sofern der Konzern in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und es wahrscheinlich ist, dass sie sich in absehbarer Zeit nicht auflösen werden.

Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.

Ein latenter Steueranspruch wird für noch nicht genutzte steuerliche Verluste, noch nicht genutzte Steuergutschriften und abzugsfähige temporäre Differenzen in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass künftige zu versteuernde Ergebnisse zur Verfügung stehen werden, für die sie genutzt werden können. Latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass der damit verbundene Steuervorteil realisiert werden wird. Bei dieser Einschätzung wird im Konzern auf eine Steuervorschau der künftigen fünf Geschäftsjahre abgestellt.

Sofern sich Steuerlatenzen auf dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde beziehen und ferner ein einklagbares Recht besteht, tatsächliche Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden aufzurechnen, erfolgt eine Verrechnung von aktiven mit passiven latenten Steuern. Tatsächliche Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden aufgerechnet, sofern gegenüber einer Steuerbehörde das Recht zum Ausgleich auf Nettobasis besteht.

w) Eventualforderungen und -verbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten werden in der Bilanz nicht berücksichtigt. Sie werden dann nicht offengelegt, wenn die Möglichkeit eines Ressourcenabflusses mit wirtschaftlichem Nutzen unwahrscheinlich ist. Eine Eventualforderung wird im Konzern-Abschluss nicht berücksichtigt, aber offengelegt, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

G) VERWENDUNG VON SCHÄTZUNGEN

Für die Erstellung des Konzern-Abschlusses sind vom Management Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die im Konzern-Abschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Anhang angegebenen Beträge beeinflussen können. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen.

Bei der Anwendung der Bilanzierungsmethoden der Gesellschaft hat der Konzern Schätzungen vorgenommen. Weiters hat der Konzern zum Bilanzstichtag wichtige zukunftsbezogene Annahmen getroffen und wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten zum Bilanzstichtag identifiziert, die mit dem Risiko einer wesentlichen Änderung der Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im nächsten Geschäftsjahr behaftet sind:

  1. Fertigungsaufträge: Die Abrechnung von Großaufträgen basiert auf Einschätzungen von Kosten und erzielbaren Erlösen. Obwohl die Einschätzungen unter Einbeziehung aller Informationen zum Bilanzstichtag getroffen werden, sind Änderungen nach dem Bilanzstichtag möglich. Diese Änderungen können zu Anpassungen von Vermögenswerten führen sowie das Ergebnis von Folgeperioden wesentlich beeinflussen.

  2. Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen: Die Bewertung der verschiedenen Pensionspläne beruht auf einer Methode, bei der Parameter wie der erwartete Abzinsungsfaktor, Gehalts- und Pensionssteigerungen sowie die erwarteten Erträge aus Planvermögen angewendet werden. Wenn sich die relevanten Parameter wesentlich anders entwickeln als erwartet, kann dies wesentliche Auswirkungen auf die Rückstellung und in der Folge auf die damit zusammenhängenden Aufwendungen des Konzerns haben.

  3. Rückstellungen: Die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen basieren auf der Einschätzung über Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse sowie der Einschätzung des Diskontierungszinssatzes. Soweit möglich wird überdies auf Erfahrungen der Vergangenheit zurückgegriffen.

  4. Wertminderungen: Werthaltigkeitsprüfungen von Firmenwerten, sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen basieren hauptsächlich auf geschätzten künftigen abgezinsten Netto-Zahlungsströmen, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Faktoren wie geringere Umsatzerlöse und daraus resultierende niedrigere Netto-Zahlungsströme sowie Änderungen der verwendeten Abzinsungsfaktoren können zu einer Wertminderung führen. Hinsichtlich der Buchwerte der Firmenwerte, immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wird auf die Anhangangabe "J" Erläuterungen zur Bilanz, verwiesen.

  5. Aktienoptionsprogramme für Führungskräfte: Die Aktienoptionspläne werden auf Basis der Marktwerte der Optionen am Ausgabetag bewertet. Der Marktwert der Optionen wird auf Basis von Parametern wie Volatilität, Zinssatz, Aktienkurs, Laufzeit der Optionen und erwarteter Dividenden ermittelt. Die für die Bestimmung von Marktwerten erforderliche Interpretation von Marktinformationen verlangt mitunter subjektive Beurteilungen. Entsprechend können die angeführten Werte auch von den später am Markt realisierten Werten abweichen.

  6. Latente Steuern: Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit der latenten Steuern überprüft der Konzern, ob es wahrscheinlich ist, dass alle latenten Steuern realisiert werden. Die endgültige Realisierbarkeit von latenten Steuern ist davon abhängig, ob in jenen Perioden steuerpflichtiges Einkommen erzielt wird, in denen die temporären Differenzen abzugsfähig werden. Wenn die Gesellschaft nicht ausreichend steuerpflichtiges Einkommen erzielt, dann können aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen nicht verwertet werden und müssen wertberichtigt werden.

H) ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse

(in TEUR) 2013 2012
Als Umsatzerlöse ausgewiesene Auftragserlöse aus dem laufenden Projektgeschäft 3.946.241 3.675.491
Sonstige 1.764.532 1.501.389
5.710.773 5.176.880

Im Rahmen der Segmentberichterstattung (siehe Anhangangabe "I") sind die Umsätze des Konzerns nach Geschäftsbereichen und Regionen dargestellt. Die im Berichtsjahr nach der PoC-Methode erfassten Umsatzerlöse aus Auftragsfertigung werden "Als Umsatzerlöse ausgewiesene Auftragserlöse aus dem laufenden Projektgeschäft" dargestellt. Als "Sonstige" werden im Wesentlichen Aufträge nach der "completed contract method" erfasst.

2. Sonstige betriebliche Erträge

(in TEUR) 2013 2012
Fremdwährungskursgewinne 36.694 25.082
Öffentliche Zuwendungen 11.487 12.040
Erträge aus Versicherungsleistungen 10.360 5.694
Mieterträge 6.208 2.508
Gewinne aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 1.171 617
Übrige 54.914 33.665
120.834 79.606

3. Materialaufwand

(in TEUR) 2013 2012
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 2.386.973 2.297.049
Aufwendungen für bezogene Leistungen 845.465 746.612
3.232.438 3.043.661

4. Personalaufwand

(in TEUR) 2013 2012
Löhne und Gehälter 1.197.955 895.005
Aufwendungen für Sozialabgaben und vom Entgelt abhängige Abgaben 198.708 145.834
Sonstige Sozialaufwendungen 46.029 39.931
Aufwendungen für Altersversorgung 36.727 28.302
Aufwendungen für Abfertigungen 38.782 4.779
1.518.201 1.113.851

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

(in TEUR) 2013 2012
Vertriebsaufwendungen 344.140 313.865
Reparaturen und Instandhaltungen 72.673 46.396
Miet- und Leasingaufwendungen 72.372 53.752
Verwaltungsaufwendungen 60.436 53.565
Fremdwährungskursverluste 36.372 23.702
Versicherungsaufwendungen 35.721 26.957
Aufwendungen für Wertberichtigungen zu Forderungen 19.819 22.434
Aufwendungen für Patente, Rechte und Lizenzen 9.999 8.229
Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 1.638 484
Übrige 174.814 127.781
827.984 677.165

6. Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

(in TEUR) 2013 2012
Immaterielle Vermögenswerte
Abschreibungen 78.011 28.942
Wertminderungen 522 52
Sachanlagen
Abschreibungen 76.552 54.274
Wertminderungen 6.535 429
161.620 83.697

Im Geschäftsjahr 2013 hat sich infolge negativer Ertragsaussichten der Schuler Guß GmbH & Co. KG der Nutzungswert reduziert, so dass eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 2.101 auf das Sachanlagevermögen erfasst wurde. Des Weiteren wurde für eine Versuchsanlage eine Wertminderung in Höhe von TEUR 3.498 erfasst.

7. Finanz-Ergebnis

(in TEUR) 2013 2012*
Erträge/Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen -185 -1.392
Zinsergebnis -8.590 2.592
Sonstiges Finanz-Ergebnis -735 -5.252
-9.510 -4.052

* Angepasst aufgrund von IAS19 – siehe Kapitel B – Grundlagen der Rechnungslegung

In dem Zinsergebnis sind TEUR 9.702 (angepasstes Vorjahr: TEUR 9.077) für den Zinsaufwand aus Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder sowie erwartete Erträge aus Planvermögen enthalten.

8. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Aufwand für Steuern vom Einkommen und Ertrag setzt sich aus folgenden Positionen zusammen:

(in TEUR) 2013 2012*
Laufender Steueraufwand -97.667 -103.666
Latenter Steuerertrag aus dem Entstehen und der Auflösung von temporären Differenzen 70.582 14.501
-27.085 -89.165

* Angepasst aufgrund von IAS19 – siehe Kapitel B – Grundlagen der Rechnungslegung

Die Veränderungen der latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:

(in TEUR) 2013 2012*
Aktive latente Steuern 125.252 107.180
Verbindlichkeiten aus latenten Steuern -93.912 -85.155
Bestand zum 1. Jänner 31.340 22.025
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern -1.311 4.987
Konsolidierungskreisänderungen, Kursdifferenzen -59.333 -10.173
Veränderung der latenten Steuern lt. Gewinn- und Verlustrechnung
Einbuchung und Auflösung temporären Differenzen 66.986 13.681
Effekt aus Steuersatzänderungen -4.576 -210
Ansatz/Veränderung von bisher nicht berücksichtigten aktiven latenten Steuern 8.172 1.030
41.278 31.340
davon
Aktive latente Steuern 200.318 125.252
Verbindlichkeiten aus latenten Steuern -159.040 -93.912

* Angepasst aufgrund von IAS19 – siehe Kapitel B – Grundlagen der Rechnungslegung sowie IFRS 3 – siehe Kapitel E - Akquisitionen

Die Fristigkeiten der latenten Steuern, vor Aufrechnung gegenüber derselben Steuerbehörde, setzen sich wie folgt zusammen:

(in TEUR) 2013 2012*
Latente Steuerforderungen, die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden 148.426 74.563
Latente Steuerforderungen, die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden 482.408 420.785
Latente Steuerforderungen 630.834 495.348
Latente Steuerverbindlichkeiten, die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden -127.745 -62.624
Latente Steuerverbindlichkeiten, die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden -461.811 -401.384
Latente Steuerverbindlichkeiten -589.556 -464.008

* Die Beträge wurden angepasst und entsprechen nicht den im Konzern-Abschluss 2012 veröffentlichten Beträgen. Diese Änderung resultiert aus der endgültigen Bewertung des Erwerbs der Bricmont Inc., USA – siehe dazu Kapitel E – Akquisitionen.

Die Überleitung vom rechnerischen Ertragsteueraufwand zum effektiven Steueraufwand wird nachfolgend dargestellt. Der rechnerische Steueraufwand in Höhe von TEUR 20.069 ergibt sich durch Multiplikation des Ergebnisses vor Steuern in Höhe von TEUR 80.277 mit dem von der ANDRITZ AG anzuwendenden Steuersatz von 25%:

(in TEUR) 2013 2012*
Ergebnis vor Steuern (EBT) 80.277 330.422
Rechnerischer Ertragsteueraufwand (25% in 2013 und 25% in 2012) -20.069 -82.606
Erhöhung (-)/Minderung (+) der Ertragsteuerbelastung durch:
Steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwand -8.897 -9.384
Steuerbegünstigungen und steuerfreie Erträge 4.048 8.162
Steuerfreie Erträge (Aufwendungen) aus Finanzanlagen 458 230
Steuersatzdifferenzen 2.004 -2.942
Effekt aus Steuersatzänderungen -4.576 -210
Steuern für Vorjahre 1.071 2.850
Veränderung bisher nicht berücksichtigter aktiver latenter Steuern 8.172 1.030
Nicht abzugsfähige Firmenwertabschreibungen -1.114 -103
Nicht abzugsfähige Quellensteuer; Steuern ausländ. Betriebsstätten -10.599 -6.940
Sonstige 2.417 748
Effektiver Steueraufwand -27.085 -89.165
in % von EBT -33,7% -27,0%

* Angepasst aufgrund von IAS19 – siehe Kapitel B – Grundlagen der Rechnungslegung

Die am Geschäftsjahresende bei den ausländischen Konzern-Unternehmen gültigen nominalen Ertragsteuersätze liegen zwischen 14,4% und 38,9% (im Vorjahr: zwischen12,5% und 47,8%).

Aktive und passive latente Steuern zum 31. Dezember 2013 und 2012 sind das Ergebnis folgender temporärer Bewertungsunterschiede zwischen den Buchwerten in der IFRS-Bilanz und den relevanten Steuerbemessungsgrundlagen:

2013 2012*
Latente Steuern Latente Steuern
(in TEUR) Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Immaterielle Vermögenswerte 1.979 -83.490 5.197 -22.885
Sachanlagen 8.220 -28.022 5.488 -17.566
Finanzanlagevermögen 1.928 -9.602 5.057 -9.523
Vorräte 269.381 -60.394 292.333 -11.426
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 31.520 -96.987 18.250 -67.450
313.028 -278.495 326.325 -128.850
Rückstellungen 132.400 -34.569 110.924 -28.209
Verbindlichkeiten 132.547 -279.746 62.750 -306.950
264.947 -314.315 173.674 -335.159
Steuerliche Verlustvorträge 133.437 0 59.854 0
Aktive latente Steuern/Verbindlichkeiten aus latenten
Steuern 711.412 -592.810 559.853 -464.009
Wertberichtigung von aktiven latenten Steuern -77.324 0 -64.504 0
Aufrechnung von aktiven und passiven
Steuerabgrenzungen, Steuerabgrenzungen gegenüber
derselben Steuerbehörde
Saldierte aktive und passive Steuerabgrenzung
-433.770
200.318
433.770
-159.040
-370.097
125.252
370.097
-93.912

* Die Beträge wurden angepasst und entsprechen nicht den im Konzern-Abschluss 2012 veröffentlichten Beträgen. Diese Änderung resultiert aus der endgültigen Bewertung des Erwerbs der Bricmont Inc., USA – siehe dazu Kapitel E – Akquisitionen.

Hohe Werte an aktiven latenten Steuern in Vorräten und passiven latenten Steuern in Verbindlichkeiten ergeben sich aufgrund von unterschiedlichen Ausweises zwischen lokalen Steuerbilanzen und IFRS bzw. Saldierung von Vorräten und Verbindlichkeiten in lokalen Steuerbilanzen.

Zum Bilanzstichtag bestehen im Konzern Verlustvorträge in Höhe von TEUR 628.954 (Vorjahr: TEUR 210.646). Hiervon bestehen in Deutschland körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 240.299 (Vorjahr: TEUR 49.802), gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 142.073 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Zinsvorträge in Höhe von TEUR 7.574 (Vorjahr: TEUR 0). Ferner besteht in Deutschland eine körperschaftsteuerliche Organschaft zwischen der ANDRITZ Deutschland Beteiligungs GmbH als Organträgerin und 13 Organgesellschaften.

Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern sind Einschätzungen über die künftige Realisierung der aktiven latenten Steuern. Diese Realisierung ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Hierbei werden die Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der passiven latenten Steuern sowie die künftigen steuerlichen Gewinne berücksichtigt. Aufgrund vorsichtiger Planung sind Verlustvorträge nur insoweit einbezogen worden, als steuerpflichtiges Einkommen zu erwarten ist. Bei dieser Einschätzung wird auf eine Steuervorschau der künftigen fünf Geschäftsjahre abgestellt.

Demnach wurden für folgende Sachverhalte keine aktiven latenten Steuern angesetzt (Brutto-Beträge):

(in TEUR) 2013 2012
Abzugsfähige temporäre Differenzen 65.410 32.339
Steuerliche Verlustvorträge 242.162 182.902

9. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (wie im Anschluss an die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung angegeben) wurde errechnet, indem das den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbare Konzern-Ergebnis durch den gewogenen Durchschnitt der Stammaktien, die während der Periode ausgegeben waren, dividiert wurde.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie wurde errechnet, indem das den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbare Konzern-Ergebnis durch den gewogenen Durchschnitt der Stammaktien unter Berücksichtigung von Aktienoptionen dividiert wurde.

(in TEUR) 2013 2012*
Auf Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallendes Konzern-Ergebnis 66.609 242.690
Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen Stückaktien 103.412.589 103.242.216
Potenzielle Verwässerung durch Aktienoptionen 852.786 863.391
Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen Stückaktien und Optionen 104.265.375 104.105.607
Unverwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 0,64 2,35
Verwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 0,64 2,33

* Angepasst aufgrund von IAS19 – siehe Kapitel B – Grundlagen der Rechnungslegung

I) SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Geschäftsbereiche

Für Managementzwecke ist der Konzern auf weltweiter Basis in vier Geschäftsbereiche untergliedert:

HYDRO (HY)

Elektromechanische Ausrüstungen – v. a. Turbinen, Wasserkraftgeneratoren und Turbogeneratoren – sowie Serviceleistungen für den Neubau von Wasserkraftwerken und für die Modernisierung bestehender Wasserkraftwerke; Pumpen für die Zellstoff- und Papierindustrie sowie für andere Anwendungen (Trinkwasserversorgung etc.).

PULP & PAPER (PP)

Anlagen und Serviceleistungen für die Erzeugung aller Arten von Faserstoffen (Zellstoff, Holzstoff, Recycling), Papier, Karton, Tissuepapier und Faserplatten (MDF); Biomasse-Verbrennungskessel für die Stromproduktion; Anlagen zur Produktion von Kunststofffolien.

METALS (ME)

Anlagen zur Produktion und Veredelung von Metallband, v. a. aus Kohlenstoffstahl und Edelstahl.

SEPARATION (SE)

Anlagen, Ausrüstungen und Serviceleistungen zur Fest-Flüssig-Trennung für Kommunen und für bestimmte Industrien (z. B. Bergbau, chemische und petrochemische Industrie, Lebensmittelindustrie) sowie Anlagen, Ausrüstungen und Serviceleistungen zur Produktion von Tierfutter und Biomassepellets (v. a. Holzpellets).

Der Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL wurde aufgrund der Unterschreitung des quantitativen Schwellenwerts gemäß IFRS 8 per 1. Jänner 2013 dem Geschäftsbereich SEPARATION zugeordnet. Die Vergleichswerte des Vorjahres wurden entsprechend angepasst.

Diese strategischen Geschäftsbereiche bilden die Basis für die interne Berichtsstruktur an den Gesamtvorstand als Hauptentscheidungsträger.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der einzelnen Segmente entsprechen denen des Konzerns (siehe Anhangangabe "F" Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze).

Im Rahmen des internen Berichtswesens werden alle Umsätze und alle direkten und indirekten Kosten (einschließlich Gemeinkosten und Verwaltungskosten) den Geschäftsbereichen zugeteilt und spiegeln die Managementstruktur und die Hauptquellen der Risiken und Chancen wider. Die zentrale Ergebnissteuerungsgröße ist dabei das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA). Es existieren keine wesentlichen Aktivitäten zwischen den Geschäftsbereichen. Alle erfolgswirksamen Konsolidierungseffekte sind jeweils in dem betreffenden Geschäftsbereich enthalten.

Geografische Segmentierung

Die Konzern-Aktivitäten werden hauptsächlich in Europa, Nordamerika, Südamerika und Asien betrieben.

Segmenterlöse von externen Kunden nach geografischen Regionen werden auf Basis des Standorts der Kunden ermittelt.

Es gibt keine Umsatzerlöse aus Geschäftsvorfällen mit einem einzigen externen Kunden, die sich auf mehr als 10% der Unternehmensgesamterlöse belaufen.

2013 Geschäftsbereichsinformationen

(in TEUR) HY PP ME SE Gesamt
Umsatz 1.804.752 2.005.331 1.310.948 589.742 5.710.773
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und
Abschreibungen (EBITDA)
176.772 -11.514 76.604 13.345 255.207
Investitionen 44.511 25.965 32.651 8.227 111.354
Abschreibungen und Wertminderungen von
immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
34.562 33.870 70.486 22.702 161.620
Anteile am Jahresüberschuss/
-fehlbetrag von assoziierten Unternehmen
0 -185 0 0 -185
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 0

Informationen nach geografischen Segmenten

Rest der
Welt und
Konsoli
(in TEUR) Europa Nordamerika Südamerika Asien dierung Gesamt
Außenumsätze 2.472.678 898.417 766.240 1.347.466 225.972 5.710.773
Langfristige
Vermögenswerte 937.764 97.445 62.624 73.267 434.091 1.605.191
Investitionen 85.424 8.447 5.335 12.032 116 111.354

In den Außenumsätzen für Europa ist ein Betrag von TEUR 238.667 für Umsätze enthalten, die in Österreich ausgeführt werden. Langfristige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 285.798 befinden sich in Österreich.

Langfristige Vermögenswerte bestehen aus Sachanlagen, Firmenwert, immateriellen Vermögenswerten, langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen langfristigen Forderungen und Vermögenswerten.

2012 Geschäftsbereichsinformationen

(in TEUR) HY PP ME SE* Gesamt
Umsatz 1.836.756 2.282.244 404.672 653.208 5.176.880
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und
Abschreibungen (EBITDA)
182.446 156.182 27.964 51.976 418.568
Investitionen 56.726 36.391 2.567 13.428 109.112
Abschreibungen und Wertminderungen von
immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
37.591 30.185 5.716 10.205 83.697
Anteile am Jahresüberschuss/
-fehlbetrag von assoziierten Unternehmen
-872 -520 0 0 -1.392
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 555 0 0 555

* Der Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL wurde per 1. Jänner 2013 dem Geschäftsbereich SEPARATION zugeordnet. Die Werte des Jahres 2012 wurden entsprechend angepasst.

Informationen nach geografischen Segmenten

(in TEUR) Europa Nordamerika Südamerika Asien Rest der
Welt und
Konsoli
dierung
Gesamt
Außenumsätze 1.916.910 732.559 1.201.566 1.148.752 177.093 5.176.880
Langfristige
Vermögenswerte 547.216 106.661 75.216 73.457 203.372 1.005.922
Investitionen 85.490 5.826 3.814 13.337 645 109.112

In den Außenumsätzen für Europa ist ein Betrag von TEUR 169.350 für Umsätze enthalten, die in Österreich ausgeführt werden. Langfristige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 295.628 befinden sich in Österreich.

Langfristige Vermögenswerte bestehen aus Sachanlagen, Firmenwert, immateriellen Vermögenswerten, langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen langfristigen Forderungen und Vermögenswerten.

J) ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

10. Immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte ist wie folgt:

Kunden- und
technologie
bezogene
immaterielle
Vermögens
Sonstige
immaterielle
Vermögens
(in TEUR) werte werte Gesamt
ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Bestand zum 31. Dezember 2011
Zugänge
117.372
0
57.853
5.493
175.225
5.493
Abgänge -38.695 -874 -39.569
Umbuchungen 0 142 142
Währungsumrechnung 113 -759 -646
Änderungen im Konsolidierungskreis 47.158 -1.124 46.034
Bestand zum 31. Dezember 2012 125.948 60.731 186.679
Zugänge 0 6.252 6.252
Abgänge -881 -7.977 -8.858
Umbuchungen 0 478 478
Währungsumrechnung -1.246 -1.686 -2.932
Änderungen im Konsolidierungskreis 273.882 8.494 282.376
BESTAND ZUM 31. DEZEMBER 2013 397.703 66.292 463.995
KUMULIERTE
ABSCHREIBUNG
Bestand zum 31. Dezember 2011 -55.966 -42.021 -97.987
Abschreibungen -22.942 -6.000 -28.942
Wertminderung 0 -52 -52
Abgänge 38.695 825 39.520
Umbuchungen 0 -18 -18
Währungsumrechnung 75 562 637
Änderungen im Konsolidierungskreis 0 1.273 1.273
Bestand zum 31. Dezember 2012 -40.138 -45.431 -85.569
Abschreibungen -70.529 -7.482 -78.011
Wertminderung 0 -522 -522
Abgänge 881 7.300 8.181
Umbuchungen 0 -7 -7
Währungsumrechnung 330 1.267 1.597
Änderungen im Konsolidierungskreis 0 -206 -206
BESTAND ZUM 31. DEZEMBER 2013 -109.456 -45.081 -154.537
BUCHWERT
Bestand zum 31. Dezember 2012 85.810 15.300 101.110
Bestand zum 31. Dezember 2013 288.247 21.211 309.458

Forschung- und Entwicklungskosten

Als Aufwand für Forschung und nicht aktivierte Entwicklungskosten wurden im Jahr 2013 TEUR 92.629 und im Jahr 2012 TEUR 78.182 berücksichtigt. Eine Aktivierung von Entwicklungskosten erfolgte im Geschäftsjahr 2013 nicht, da die Kriterien für die Aktivierungsvoraussetzungen nach IAS 38 nicht erfüllt wurden.

Zusätzlich leistet der Konzern einen Teil der Entwicklungsarbeit im Rahmen von kundenbezogenen Projekten bzw. Großprojekten. Die zugehörigen Aufwendungen stellen keine zu aktivierenden Entwicklungskosten im Sinne der IFRS-Rechnungslegung dar und werden entsprechend als Auftragskosten erfasst.

Sicherheiten

Im Rahmen des von der Schuler AG und ihren wesentlichen Tochtergesellschaften mit einem Konsortium aus Banken und Kreditversicherungen abgeschlossenen Konsortialkreditvertrags wurden zahlreiche Sicherheiten gestellt. Diese umfassen insbesondere Anteils- und Kontenverpfändungen, Globalzessionen, Grundpfandrechte,

Raumsicherungsübereignungen und Verpfändung von gewerblichen Schutzrechten. Die Erläuterungen zu Verfügungsbeschränkungen einzelner Vermögenswerte spiegeln im Folgenden die jeweiligen Bilanzwerte der betreffenden Aktiva wider, nicht jedoch die Höhe der tatsächlichen Kreditinanspruchnahmen am Bilanzstichtag. Aus der Sicherheitenbestellung resultieren bei den immateriellen Vermögenswerten Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 25.981 (2012: TEUR 0).

11. Firmenwerte

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der Firmenwerte für die Jahre zum 31. Dezember 2013 und 2012:

(in TEUR) 2013 2012*
ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Bestand zum 1. Jänner 490.360 464.306
Währungsumrechnung -7.747 -1.978
Änderungen im Konsolidierungskreis 222.423 31.374
Neubewertung gemäß IFRS 3 0 -3.342
Bestand zum 31. Dezember 705.036 490.360
KUMULIERTE WERTMINDERUNG
Bestand zum 1. Jänner 175.971 179.593
Währungsumrechnung -4.393 -1.772
Wertminderung 3.800 397
Änderungen im Konsolidierungskreis -409 -2.247
Neubewertung gemäß IFRS 3 0 0
Bestand zum 31. Dezember 174.969 175.971
BUCHWERT
Bestand zum 1. Jänner 314.389 284.713
Bestand zum 31. Dezember 530.067 314.389

* Der Betrag des Firmenwerts wurde angepasst und entspricht nicht dem im Konzern-Abschluss 2012 veröffentlichten Betrag. Diese Änderung resultiert aus der endgültigen Bewertung des Erwerbs der Bricmont Inc., USA und Royal GMF-Gouda (Goudsche Machinefabriek), Niederlande – siehe dazu Kapitel E – Akquisitionen.

Diese teilen sich auf die Geschäftsbereiche wie folgt auf:

(in TEUR) 2013 2012
HYDRO 123.667 127.935
PULP & PAPER 120.123 121.678
METALS 245.627 27.328
SEPARATION 40.650 37.448
530.067 314.389

Wertminderung

Im Geschäftsjahr 2013 wurde eine Wertminderung auf Firmenwerte in Höhe von TEUR 3.800 vorgenommen. Diese stammt aus einer Akquisition im Bereich der Energieerzeugung aus Meeresströmungen, da sich der Geschäftsverlauf hier nicht wie erwartet entwickelt hat. Diese Wertminderung ist dem Geschäftsbereich HYDRO zuzuordnen. 2012 wurden Wertminderungsaufwendungen in Höhe von TEUR 397 für den Firmenwert im Geschäftsbereich PULP & PAPER erfasst.

Ermessensbeurteilungen und zukunftsbezogene Annahmen

ANDRITZ führt den planmäßigen Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte einmal jährlich im 4. Quartal des Jahres durch. Die Planung erfolgt grundsätzlich auf Ebene der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und basiert auf internen Planungen, welche für die nächsten drei Jahre erstellt werden. Nach diesem Planungszeitraum wird von einem gleichbleibenden Niveau ausgegangen. Es wurde ein Diskontierungssatz vor Steuern unter Berücksichtigung der anwendbaren Währung sowie des Risikoprofils zwischen 8,52% und 15,30% verwendet.

Zur Validierung der ermittelten Nutzungswerte zum 31. Dezember 2013 wurden weitere Szenarien bezüglich der oben beschriebenen Berechnungsparameter durchgeführt. Vom Management wurden folgende Szenarien als möglich erachtet:

  • Eine Änderung des Diskontierungssatzes um +/- 0,5 Prozentpunkte
  • Eine Änderung der geplanten Cashflows um +/- 10 Prozentpunkte

Die Änderung hätte bei Gleichbleiben aller anderen Parameter folgende Auswirkung auf den Wertberichtigungsbedarf der Firmenwerte ergeben:

(in TEUR) Diskontierungssatz Geplante Cashflows
Änderung +0,5% -0,5% +10% -10%
WERTBERICHTIGUNGSBEDARF -316 685 959 -2.531

12. Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen ist wie folgt:

Grund
stücke und
Technische
Anlagen
und
Andere
Anlagen,
Betriebs
und
Geschäfts
In Bau
befindliche
Anlagen
und
geleistete
An
(in TEUR) Bauten Maschinen ausstattung zahlungen Gesamt
ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Bestand zum 31. Dezember 2011
289.689 357.662 126.199 34.115 807.665
Zugänge 36.834 26.367 18.964 21.454 103.619
Abgänge -423 -8.650 -9.906 -167 -19.146
Umbuchungen 17.383 11.607 3.631 -32.763 -142
Währungsumrechnung -476 -3.867 -2.007 83 -6.267
Änderungen im Konsolidierungskreis 10.512 4.249 3.687 0 18.448
Bestand zum 31. Dezember 2012 353.519 387.368 140.568 22.722 904.177
Zugänge 17.759 30.325 20.740 36.278 105.102
Abgänge -2.402 -13.169 -9.936 -41 -25.548
Umbuchungen 13.677 29.666 -4.431 -39.390 -478
Währungsumrechnung -5.724 -15.454 -6.423 -803 -28.404
Änderungen im Konsolidierungskreis 95.452 50.456 19.952 17.561 183.421
Sonstige Anpassungen 1.612 13.751 6.868 0 22.231
BESTAND ZUM 31. DEZEMBER 2013 473.893 482.943 167.338 36.327 1.160.501
KUMULIERTE
ABSCHREIBUNG
Bestand zum 31. Dezember 2011 -97.685 -198.289 -78.322 0 -374.296
Abschreibungen -8.987 -29.124 -16.150 -13 -54.274
Wertminderung 0 -429 0 0 -429
Abgänge 293 7.662 9.073 0 17.028
Umbuchungen -32 270 -220 0 18
Währungsumrechnung 369 1.214 892 0 2.475
Änderungen im Konsolidierungskreis 7 -49 -470 0 -512
Bestand zum 31. Dezember 2012 -106.035 -218.745 -85.197 -13 -409.990
Abschreibungen -15.045 -39.807 -21.700 0 -76.552
Wertminderung -365 -4.499 -1.671 0 -6.535
Abgänge 1.109 10.116 8.301 13 19.539
Umbuchungen 0 -4.255 4.262 0 7
Währungsumrechnung 1.596 6.444 3.168 0 11.208
Änderungen im Konsolidierungskreis -135 -2.059 -274 0 -2.468
Sonstige Anpassungen -1.612 -13.751 -6.868 0 -22.231
BESTAND ZUM 31. DEZEMBER 2013 -120.487 -266.556 -99.979 0 -487.022
BUCHWERT
Bestand zum 31. Dezember 2012 247.484 168.623 55.371 22.709 494.187
Bestand zum 31. Dezember 2013 353.406 216.387 67.359 36.327 673.479

Bei Tochterunternehmen wurden in gleicher Höhe die Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen angepasst. Der Konzern erfasste dies als sonstige Anpassungen.

Sicherheiten

Sachanlagen in Höhe von TEUR 74.203 wurden zum 31. Dezember 2013 als Sicherheiten gestellt (31. Dezember 2012: TEUR 8.013).

Bestellobligo

Vertragliche Verpflichtungen für den Kauf von Sachanlagen sind nur im gewöhnlichen Geschäftsumfang vorhanden. Zum 31. Dezember 2013 betrugen diese Verpflichtungen TEUR 14.695 (2012: TEUR 12.863).

Fremdkapitalkosten

Weder im Geschäftsjahr 2013 noch 2012 wurden Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögenswerte aktiviert, weil die zu aktivierenden Beträge unwesentlich sind.

Zuschüsse der öffentlichen Hand

Im Geschäftsjahr 2013 sind Zuwendungen der öffentlichen Hand im Ausmaß von TEUR 245,2 (2012: TEUR 0) für Investitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen geleistet und von den Anschaffungskosten abgesetzt worden. Andere Zuschüsse wurden in Höhe von TEUR 11.487 (2012: TEUR 12.040) unmittelbar in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgswirksam erfasst.

Änderung im Konsolidierungskreis

Die Veränderungen des Konsolidierungskreises stammen neben dem Erwerb von Tochtergesellschaften aus Änderungen der Einbeziehungsart von Konzern-Gesellschaften.

Finanzierungsleasing

Die folgenden Vermögenswerte sind im Sachanlagevermögen enthalten:

(in TEUR) 2013 2012
Grundstücke und Bauten 14.005 14.554
Technische Anlagen und Maschinen 246 545
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 268 459
14.519 15.558

Es handelt sich um Leasingverträge mit Laufzeiten von 36 bis 180 Monaten.

13. Assoziierte Unternehmen

Die folgende Übersicht zeigt die wesentlichen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen:

(in TEUR) 2013 2012
Angaben zur Bilanz
Vermögenswerte 3.854 10.958
Verbindlichkeiten 4.608 9.760
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatz 2.022 23.002
Jahresergebnis -351 -3.836

Vom Jahresergebnis wurde ein anteiliges Ergebnis aus assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR -185 (2012: TEUR -1.392) im Konzern erfasst.

14. Sonstige Finanzanlagen

Die sonstigen Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

(in TEUR) 2013 2012
Schuldscheindarlehen 20.000 163.000
Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen 8.233 18.516
Sonstige Beteiligungen 6.113 161.577
Wertpapiere des Anlagevermögens 7.184 7.281
Übrige 4.119 4.914
45.649 355.288

In den sonstigen Beteiligungen waren im Vorjahr Anteile an der Schuler AG in Höhe von TEUR 149.062 enthalten.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden Wertminderungen auf Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen in Höhe von TEUR 1.856 (2012: TEUR 233) erfasst.

Bei den Anteilen an nicht konsolidierten Unternehmen bestehen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 159 (2012: TEUR 0).

Die Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen und sonstige Beteiligungen werden, sofern für diese weder liquide Marktpreise vorliegen noch die für Bewertungsmodelle relevanten Faktoren zuverlässig bestimmbar sind, zu Anschaffungskosten angesetzt.

15. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

(in TEUR) 2013 2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - kurzfristig 620.821 606.548
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - langfristig 16.849 21.385
637.670 627.933
davon weder überfällig noch wertgemindert 432.485 444.141
davon überfällig, aber nicht wertgemindert 195.200 177.650
davon wertgemindert 60.226 45.308
Wertberichtigung -50.241 -39.166
637.670 627.933

Vor Aufnahme eines neuen Kunden führt die Gruppe eine interne Kreditwürdigkeitsprüfung durch, um die Kreditwürdigkeit potenzieller Kunden zu beurteilen und deren Kreditlimits festzulegen. Die Kundenbeurteilung sowie die Kreditlimits werden laufend überprüft. Mehr als zwei Drittel der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind weder überfällig noch wertgemindert.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 195.200 (2012: TEUR 177.650), welche zum Berichtszeitpunkt überfällig waren, wurden keine Wertminderungen gebildet, da keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit dieser Schuldner festgestellt wurde und mit der Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.

Die Entwicklung der Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist wie folgt:

(in TEUR) 2013 2012
Bestand zum 1. Jänner -39.166 -25.526
Währungsumrechnung 1.779 761
Dotierung -19.819 -22.434
Verbrauch 8.893 4.055
Auflösung 5.860 3.978
Änderungen im Konsolidierungskreis -7.788 0
Bestand zum 31. Dezember -50.241 -39.166

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Forderungen, welche überfällig, aber nicht wertgemindert sind:

(in TEUR) 2013 2012
Bis 60 Tage überfällig 103.101 103.279
61 bis 120 Tage überfällig 37.442 25.672
Mehr als 120 Tage überfällig 54.657 48.699
195.200 177.650

Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung in der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Die Ermittlung der Wertminderungen erfolgte unter Berücksichtigung der Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie der abgeschlossenen Exportversicherungen. Der Vorstand ist der Ansicht, dass keine über die bereits erfassten Wertminderungen hinausgehende Risikovorsorge notwendig ist.

Die Verfügungsbeschränkungen aus der Bestellung von Kreditsicherheiten belaufen sich auf TEUR 88.987 (2012: TEUR 9.370). Die besicherten Parteien besitzen keine Rechte, die gestellten Sicherheiten zu veräußern oder weiterzuverpfänden.

16. Sonstige Forderungen

(in TEUR) 2013 2012*
Schuldscheindarlehen 110.000 66.500
Forderungen aus Umsatzsteuer und sonstigen Steuern und Abgaben 101.029 134.751
Forderungen aus vorausbezahlten Steuern vom Einkommen und Ertrag 41.173 23.523
Beizulegende Zeitwerte von Devisentermingeschäften 32.208 15.257
Rechnungsabgrenzungsposten 25.678 16.019
Beizulegende Zeitwerte von eingebetteten Derivaten 16.396 12.980
Erhaltene Wechsel 14.277 28.451
Marktwerte der Zinsswaps 10.526 28.537
Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen 217 12.069
Beizulegende Zeitwerte von Warentermingeschäften 21 48
Übrige 100.181 78.551
451.706 416.686
davon sonstige kurzfristige Forderungen 376.368 341.835
davon sonstige langfristige Forderungen 75.338 74.851
451.706 416.686

* Die Beträge wurden angepasst und entsprechen nicht den im Konzern-Abschluss 2012 veröffentlichten Beträgen. Diese Änderung resultiert aus der endgültigen Bewertung des Erwerbs der Royal GMF-Gouda (Goudsche Machinefabriek), Niederlande – siehe dazu Kapitel E – Akquisitionen.

Die Wertberichtigungen auf die sonstigen Forderungen haben sich wie folgt entwickelt:

(in TEUR) 2013 2012
Bestand zum 1. Jänner 0 0
Dotierung -1.986 -
Verbrauch 102 0
Auflösung 625 -
Änderungen im Konsolidierungskreis -5.168 -
Bestand zum 31. Dezember -6.427 0

17. Vorräte

(in TEUR) 2013 2012
Fertige Erzeugnisse 72.103 55.872
Unfertige Erzeugnisse 384.225 172.833
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 217.433 176.612
673.761 405.317

Die Wertberichtigungen auf Vorräte bei jenen Produkten, bei denen der Nettoveräußerungswert (Verkaufspreis abzüglich zuzurechnender Vertriebs- und Verwaltungskosten) geringer als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten ist, bzw. die veraltete und langsam drehende Güter darstellen, wurden mit TEUR 14.333 (2012: TEUR 3.996) erfolgswirksam erfasst.

Die Verfügungsbeschränkungen aus der Bestellung von Kreditsicherheiten belaufen sich auf TEUR 105.261 (2012: TEUR 11.158).

18. Geleistete Anzahlungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen für offene Bestellungen stehen im Zusammenhang mit noch nicht abgeschlossenen Aufträgen.

19. Fertigungsaufträge

(in TEUR) 2013 2012
Als Umsatzerlöse ausgewiesene Auftragserlöse aus dem laufenden
Projektgeschäft 3.946.241 3.675.491
Bis zum Stichtag angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne
(abzüglich ausgewiesener Verluste) 9.326.011 8.586.996
Erhaltene An- und Teilzahlungen 9.897.889 9.357.138
Einbehalte seitens Kunden 15.117 17.165

Die Nettobeträge der Fertigungsaufträge setzen sich wie folgt zusammen:

(in TEUR) 2013 2012
Bis zum Stichtag angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne
(abzüglich ausgewiesener Verluste) 9.326.011 8.586.996
Abzüglich: Erhaltene An- und Teilzahlungen -9.897.889 -9.357.138
-571.878 -770.142
Im Abschluss als Forderungen bzw. Verbindlichkeiten erfasst:
Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für Projekte, soweit sie dafür
erhaltene An- und Teilzahlungen übersteigen 509.534 320.718
Erhaltene An- und Teilzahlungen für Projekte, soweit sie die dafür realisierten
Umsatzerlöse übersteigen -1.081.412 -1.090.860
-571.878 -770.142

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende überfällige An-und Teilzahlungen für Projekte:

(in TEUR) 2013 2012
61 bis 120 Tage überfällig 11.427 44.709
Mehr als 120 Tage überfällig 46.779 46.346
58.206 91.055

Die Verfügungsbeschränkungen aus der Bestellung von Kreditsicherheiten belaufen sich auf TEUR 82.596 (2012: TEUR 0). Die besicherten Parteien besitzen keine Rechte, die gestellten Sicherheiten zu veräußern oder weiterzuverpfänden.

20. Wertpapiere des Umlaufvermögens

(in TEUR) 2013 2012
Staatsanleihen 84.073 134.228
Bankanleihen 73.941 190.141
Fonds 1.093 1.117
159.107 325.486

21. Zahlungsmittel

(in TEUR) 2013 2012
Bankguthaben 492.456 466.819
Termingeldanlagen 735.404 1.026.029
1.227.860 1.492.848

22. Eigenkapital

(in TEUR) 2013 2012
Grundkapital 104.000 104.000
Kapitalrücklagen 36.476 36.476
IAS 39-Rücklage -381 695
Sonstige Gewinnrücklagen 768.099 887.262
Eigene Aktien -8.457 -20.940
Gesamt 899.737 1.007.493
Nicht beherrschende Anteile 29.743 26.302
SUMME EIGENKAPITAL 929.480 1.033.795

IAS 39-Rücklage

Die nachstehende Tabelle zeigt die Bewegungen der direkt im Eigenkapital erfassten IAS 39-Rücklage:

(in TEUR) Nicht realisierter
Gewinn/Verlust
aus Sicherungs
geschäften
Nicht realisierter
Gewinn/Verlust
aus Wert
papieren
Nicht realisierter
Gewinn/Verlust
gesamt IAS 39 -
Rücklage
Bestand zum 31. Dezember 2011 0 189 189
Gewinne und Verluste durch Änderungen der Zeitwerte 0 1.320 1.320
Darauf entfallende latente Steuern 0 -325 -325
Übertragung in die Gewinn- und Verlustrechnung 0 -645 -645
Darauf entfallende latente Steuern 0 156 156
Bestand zum 31. Dezember 2012 0 695 695
Gewinne und Verluste durch Änderungen der Zeitwerte -318 -1.002 -1.320
Darauf entfallende latente Steuern 124 251 375
Übertragung in die Gewinn- und Verlustrechnung 0 -175 -175
Darauf entfallende latente Steuern 0 44 44
BESTAND ZUM 31. DEZEMBER 2013 -194 -187 -381

Dividenden

Für 2013 wird vom Vorstand eine Dividende von 0,50 EUR je im Umlauf befindlicher Aktie vorgeschlagen. Die Ausschüttung für 2012 in Höhe von TEUR 123.738, was einer Dividende von 1,20 EUR je Aktie entspricht, wurde vom Vorstand vorgeschlagen und in der 106. ordentlichen Hauptversammlung am 22. März 2013 beschlossen. Die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 28. März 2013.

Am 19. Februar 2014 wurde der Konzern-Abschluss zum 31. Dezember 2013 nach IFRS vom Vorstand freigegeben.

Am 21. Februar 2013 wurde der Konzern-Abschluss zum 31. Dezember 2012 nach IFRS vom Vorstand zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Konzern-Abschluss wurde dem Aufsichtsrat und danach der Hauptversammlung vorgelegt.

Eigene Aktien

Der Vorstand hat auf Basis einer Ermächtigung der Hauptversammlung und mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktienrückkauf- und -wiederverkaufsprogramme beschlossen, welche den Erwerb von bis zu 10.400.000 Stückaktien im Zeitraum 1. Oktober 2013 bis 31. März 2016 ermöglichen.

2013 wurden 433.600 Stückaktien zu einem Durchschnittspreis von EUR 49,04 je Aktie zurückgekauft. 942.000 Stückaktien wurden zu einem Preis von EUR 23,18 je Aktie an berechtigte Führungskräfte im Rahmen des Aktienoptionsprogramms für Führungskräfte wieder verkauft sowie 13.861 Aktien im Zuge von Mitarbeiterbeteiligungsaktionen an Mitarbeiter von ANDRITZ abgegeben. Zum 31. Dezember 2013 hat die Gesellschaft 216.993 eigene Aktien mit einem Marktwert von TEUR 9.893 gehalten. Es ist vorgesehen, diese Aktien für die Bedienung der Optionen im Rahmen des Aktienoptionsprogramms für Führungskräfte und für Mitarbeiterbeteiligungsprogramme zu verwenden.

Folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile dar:

Im Umlauf
befindliche
(in TEUR) Stückaktien Eigene Aktien Aktien
Bestand zum 31. Dezember 2011 104.000.000 824.394 103.175.606
Bedienung von Aktienoptionen und
Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen
0 -85.140 85.140
Bestand zum 31. Dezember 2012 104.000.000 739.254 103.260.746
Erwerb eigener Aktien 0 433.600 -433.600
Bedienung von Aktienoptionen und
Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen
0 -955.861 955.861
Bestand zum 31. Dezember 2013 104.000.000 216.993 103.783.007

Aktienoptionsprogramme für Führungskräfte

Aufgrund des Umstands, dass die Aktienoptionspläne keine Abgeltung in Form eines Barausgleichs vorsehen, werden diese entsprechend den internationalen Rechnungslegungsvorschriften durch direkte Erfassung des resultierenden Aufwands im Eigenkapital erfasst.

2010 wurden 2.066.000 Optionen gewährt. Der beizulegende Zeitwert der Optionen zum Zeitpunkt der Gewährung beträgt insgesamt TEUR 8.362, wobei 2013 kein Aufwand mehr erfasst wurde.

Des Weiteren wurden 2012 2.146.000 Optionen gewährt. Der beizulegende Zeitwert der Optionen zum Zeitpunkt der Gewährung beträgt insgesamt TEUR 13.553, davon wurden 2013 anteilig TEUR 5.576 als Aufwand erfasst.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte auf Basis des "Black-Scholes Option Pricing"-Modells.

Zusammenfassend entwickelten sich die Aktienoptionsprogramme in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 wie folgt:

2013 2012
Anzahl der
Optionsrechte
Durchschnittlicher
Ausübungspreis
je Stück (in EUR)
Anzahl der
Optionsrechte
Durchschnittlicher
Ausübungspreis
je Stück (in EUR)
Bestand zum 1. Jänner 4.045.000 30,59 2.099.600 23,00
Gewährte Optionen 0 0,00 2.146.000 37,15
Ausgeübte Optionen -1.722.000 23,18 -69.600 17,72
Verfallene und verwirkte Optionen -108.000 36,50 -131.000 22,68
Bestand zum 31. Dezember 2013 2.215.000 36,07 4.045.000 30,59
Ausübbar am Jahresende 172.000 23,18 0 0,00

Nicht beherrschende Anteile

Unter dieser Position ist der Anteilsbesitz Dritter an den Konzern-Gesellschaften erfasst.

Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement

ANDRITZ ist einem starken Finanzprofil verpflichtet, das durch eine konservative Kapitalstruktur geprägt ist und eine hervorragende finanzielle Flexibilität ermöglicht. Das Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum 31. Dezember 2013 und 2012:

(in TEUR) 2013 2012
Summe Eigenkapital 929.480 1.033.795
Eigenkapitalquote 16,7% 20,0%
Bilanzsumme 5.571.395 5.160.965

ANDRITZ unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Gesellschaft hat Verpflichtungen zur Veräußerung oder sonstigen Ausgabe von Aktien im Zusammenhang mit bestehenden aktienbasierten Vergütungsplänen. In den vergangenen Jahren wurden die Verpflichtungen aus der aktienbasierten Vergütung überwiegend durch den Rückkauf von eigenen Aktien erfüllt.

Ziel des Kapitalmanagements ist einerseits, den Fortbestand ("going concern") der Konzern-Gesellschaften sicherzustellen und andererseits, die Rendite der Aktionäre durch Optimierung des Eigen- und Fremdkapitaleinsatzes zu maximieren. Zur Absicherung der finanziellen Stabilität wurden in der Vergangenheit Anleihen platziert, welche auch die Basis für weiteres Wachstum der ANDRITZ-GRUPPE darstellen. Die Kapitalstruktur besteht aus Finanzschulden, Zahlungsmitteln und Eigenkapital, das den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbar ist und Grundkapital, Kapitalrücklagen sowie Gewinnrücklagen umfasst.

Die Kapitalstruktur wird laufend überwacht. Dabei werden die Kapitalkosten und die Risiken, welche mit jeder Art von Kapital verbunden sind, berücksichtigt. Die Gruppe wird auch weiterhin die Kapitalstruktur optimieren, indem sie Dividendenausschüttungen, Neuemissionen und Aktienrückkäufe sowie die Aufnahme und Tilgung von Schulden vornehmen wird.

Die Gesamtstrategie der Gruppe wurde gegenüber 2012 nicht verändert.

23. Restlaufzeiten der Finanzverbindlichkeiten

2013
(in TEUR)
Restlaufzeit
kleiner
1 Monat
Restlaufzeit
zwischen
1 und
3 Monaten
Restlaufzeit
zwischen
4 und
12 Monaten
Restlaufzeit
zwischen
1 und
5 Jahren
Restlaufzeit
über 5 Jahre
Gesamt
Anleihen 0 0 0 156.566 354.092 510.658
Bank- und sonstige
Finanzverbindlichkeiten
5.665 24.486 32.853 38.020 6.463 107.487
Verpflichtungen aus
Finanzierungsleasing
73 205 684 2.779 12.545 16.286
5.738 24.691 33.537 197.365 373.100 634.431

2012

Restlaufzeit
kleiner
1 Monat
Restlaufzeit
zwischen
1 und
3 Monaten
Restlaufzeit
zwischen
4 und
12 Monaten
Restlaufzeit
zwischen
1 und
5 Jahren
Restlaufzeit
über 5 Jahre
Gesamt
(in TEUR)
Anleihen 0 0 186.654 162.493 362.606 711.753
Bank- und sonstige
Finanzverbindlichkeiten 15.063 4.798 31.936 6.990 2.677 61.464
Verpflichtungen aus
Finanzierungsleasing 138 233 993 2.858 13.203 17.425
15.201 5.031 219.583 172.341 378.486 790.642

Die verzinslichen Bankverbindlichkeiten bestehen hauptsächlich aus Kontokorrentkrediten von Kreditinstituten zu variablen und fixen Zinssätzen.

Im ANDRITZ-Konzern gibt es keine wesentlichen Zahlungsverzüge bei eigenen Zahlungsverpflichtungen, sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten werden im Regelfall fristgemäß getilgt.

Der Buchwert der Verbindlichkeiten entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert.

24. Rückstellungen 2013

(in TEUR) Bestand
zum
1. Jänner
2013
Wäh
rungs
umrech
nung
Ände
rungen im
Konso
lidierungs
kreis
Um
gliede
rungen
Ver
brauch
Auf
lösung
Zu
führung
Auf
zinsung
Bestand
zum
31. De
zember
2013
Rückstellungen für
Abfertigungen
85.263 -45 -102 0 5.811 0 7.658 3.126 90.089
Rückstellungen für
Pensionen
100.254 -1.741 99.380 0 7.459 452 -12.737 6.109 183.354
Auftragsbezogene
langfristige
Rückstellungen
108.361 -4.273 14.677 8.796 17.231 34.102 64.568 192 140.988
Sonstige langfristige
Rückstellungen
18.348 -60 4.838 284 506 8 493 743 24.132
Langfristige
Rückstellungen
312.226 -6.119 118.793 9.080 31.007 34.562 59.982 10.170 438.563
Auftragsbezogene
kurzfristige
Rückstellungen
394.071 -9.945 50.493 -8.511 61.266 87.963 219.763 61 496.703
Sonstige kurzfristige
Rückstellungen
19.150 -1.208 4.422 -569 4.419 2.093 43.077 0 58.360
Kurzfristige
Rückstellungen
413.221 -11.153 54.915 -9.080 65.685 90.056 262.840 61 555.063

2012

(in TEUR) Bestand
zum
1. Jänner
2012
Wäh
rungs
umrech
nung
Ände
rungen im
Konso
lidierungs
kreis
Um
gliede
rungen
Ver
brauch
Auf
lösung
Zu
führung*
Auf
zinsung*
Bestand
zum
31. De
zember
2012
Rückstellungen für
Abfertigungen 77.855 -26 29 0 4.337 16 7.998 3.760 85.263
Rückstellungen für
Pensionen
85.307 108 3.985 0 2.935 4.281 13.318 4.752 100.254
Auftragsbezogene
langfristige
Rückstellungen 121.671 -1.008 6.422 -11.462 16.370 25.072 34.180 0 108.361
Sonstige langfristige
Rückstellungen
16.663 -4 258 0 335 20 1.221 565 18.348
Langfristige
Rückstellungen
301.496 -930 10.694 -11.462 23.977 29.389 56.717 9.077 312.226
Auftragsbezogene
kurzfristige
Rückstellungen 344.508 -2.299 2.957 11.462 38.740 63.214 139.397 0 394.071
Sonstige kurzfristige
Rückstellungen
21.301 -315 0 0 3.888 2.361 4.413 0 19.150
Kurzfristige
Rückstellungen
365.809 -2.614 2.957 11.462 42.628 65.575 143.810 0 413.221

* Angepasst aufgrund von IAS19 – siehe Kapitel B – Grundlagen der Rechnungslegung

Die auftragsbezogenen Rückstellungen beinhalten hauptsächlich Vorsorgen für Auftragsrisiken und Drohverluste.

ANDRITZ erwartet für die auftragsbezogenen langfristigen Rückstellungen, dass sie in der Regel innerhalb der nächsten ein bis drei Jahre zahlungswirksam werden. Für die auftragsbezogenen kurzfristigen Rückstellungen erwartet das Unternehmen, dass sie im nächsten Geschäftsjahr zahlungswirksam werden.

In den sonstigen Rückstellungen sind Personalkosten und sonstige Ausgaben für Restrukturierungen in Höhe von TEUR 34.520 (2012: TEUR 872) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen den Schuler-Konzern, Deutschland, und Restrukturierungen der Geschäftsbereiche METALS, PULP & PAPER und SEPARATION.

Insgesamt fielen im Berichtszeitraum TEUR 50.470 an Aufwendungen inklusive Teilwertabschreibungen in Zusammenhang mit Restrukturierungen an.

25. Leistungen an Arbeitnehmer

Pensionspläne

Einige Konzern-Unternehmen haben für bestimmte Arbeitnehmer leistungsorientierte Pensionszusagen. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden für Zahlungen wegen Ruhestands, Invalidität und für hinterbliebene Familienangehörige gebildet. Die angebotenen Leistungen differieren in Abhängigkeit von der rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Situation jedes Landes. Die Leistungen hängen von den Dienstjahren und in manchen Fällen von den jeweiligen Arbeitnehmerentgelten ab.

Die folgende Aufstellung zeigt die Entwicklung der Brutto-Pensionsverpflichtung von 1. Jänner bis 31. Dezember 2013 und 2012:

(in TEUR) 2013 2012
Barwert der leistungsorientierten Zusagen zum 1. Jänner 258.725 217.494
Währungsumrechnung -7.164 740
Laufende Dienstzeitaufwendungen 8.146 5.157
Zinsaufwand aus Verpflichtungen 11.403 8.226
Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) aus der Veränderung
demographischer Annahmen
1.177 32
Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) aus der Veränderung
finanzieller Annahmen
-12.534 18.334
Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) aus der Veränderung
erfahrungsbedingter Anpassungen
-1.201 -1.144
Gezahlte Leistungen -18.867 -8.771
Beiträge der Planteilnehmer 4.564 2.579
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1.100 0
Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen -2.330 -4.281
Sonstige Änderungen 53.697 0
Änderungen im Konsolidierungskreis 130.514 20.359
Barwert der leistungsorientierten Zusagen zum 31. Dezember 427.230 258.725
Zeitwert des Planvermögens -245.588 -158.471
Kürzung des Vermögenswerts 1.712 0
Rückstellung zum 31. Dezember 183.354 100.254

Bei der sonstigen Änderung handelt es sich um die erstmalige Einbeziehung von Rentnern in der Schweiz. Der Barwert der leistungsorientierten Zusagen erhöht sich um denselben Betrag wie der Zeitwert des Planvermögens, welcher ebenfalls als sonstige Änderung beim Zeitwert des Planvermögens erfasst wurde.

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung beläuft sich zum 31. Dezember 2013 auf 12,6 Jahre (im Vorjahr: 13,3 Jahre).

Von den gesamten Brutto-Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 427.230 (2012: TEUR 258.725) sind TEUR 271.786 (2012: TEUR 192.176) ganz oder teilweise durch Veranlagungen in Fonds abgedeckt.

Die folgende Aufstellung leitet den Zeitwert des Planvermögens über:

(in TEUR) 2013 2012*
Zeitwert des Planvermögens zum 1. Jänner 158.471 132.187
Währungsumrechnung -5.423 632
Zinsertrag 5.294 3.474
Erträge aus Planvermögen (ohne Zinserträge) 2.174 2.018
Beiträge des Arbeitgebers 8.963 7.043
Beiträge der Planteilnehmer 2.686 2.579
Gezahlte Leistungen -11.408 -5.836
Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen 0 0
Sonstige Änderungen 53.697 0
Änderungen im Konsolidierungskreis 31.134 16.374
Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 245.588 158.471

* Angepasst aufgrund von IAS19 – siehe Kapitel B – Grundlagen der Rechnungslegung

Die Veranlagung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

(in TEUR) 2013 2012
Eigenkapitalinstrumente 55.676 38.261
davon an einem aktiven Markt notiert 55.476 38.256
Schuldinstrumente 95.401 74.837
davon an einem aktiven Markt notiert 95.401 74.837
Sachanlagen 35.993 22.285
davon an einem aktiven Markt notiert 2.914 2.770
Sonstige Vermögenswerte 58.518 23.088
davon an einem aktiven Markt notiert 17.917 16.070
245.588 158.471

Der 2013 tatsächlich realisierte Veranlagungsgewinn des Planvermögens betrug 3,18% (2012: Veranlagungsgewinn von 3,86%).

Die Pensionsaufwendungen bestehen aus:

(in TEUR) 2013 2012
Laufende Dienstzeitaufwendungen 8.146 5.157
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1.100 0
Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen -2.330 -4.281
6.916 876
Zahlungen an beitragsorientierte Pläne 29.811 27.426
36.727 28.302

Grundsätzliche versicherungsmathematische Annahmen zur Berechnung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2013 und 2012 der wesentlichen Konzern-Unternehmen sind wie folgt:

(in %) 2013 2012
von bis von bis
Abzinsungsfaktor 3,50 4,80 3,75 4,00
Gehaltserhöhungen 2,50 3,00 2,50 3,00
Erhöhungen bei Pensionsbezügen 2,00 2,50 2,50 3,25

Der Finanzierungsstatus hat sich wie folgt entwickelt:

(in TEUR) 2013 2012 2011 2010 2009
Barwert der leistungsorientierten Zusagen 427.230 258.725 217.494 198.284 167.131
Zeitwert des Planvermögens 245.588 158.471 132.187 126.437 105.675
Nicht durch Planvermögen gedeckte Verpflichtung 181.642 100.254 85.307 71.847 61.456

Für 2014 sind leistungsorientierte Zahlungen an Pensionskassen im Ausmaß von TEUR 13.089 geplant.

Ermessensbeurteilungen und zukunftsbezogene Annahmen

Der Bewertung der bestehenden Pensionsrückstellungen liegen Annahmen zum Abzinsungsfaktor, zum Pensionsantrittsalter, zur Lebenserwartung, zu künftigen Gehaltserhöhungen und zu Erhöhungen von Pensionsbezügen zugrunde.

Eine Änderung des Abzinsungsfaktors um +/- 0,5 Prozentpunkte, eine Änderung der Gehaltssteigerung um +/- 0,5 Prozentpunkte sowie eine Änderung der Erhöhungen der Pensionsbezüge um +/- 0,5 Prozentpunkte hätte bei Gleichbleiben aller übrigen Parameter folgende Auswirkungen auf den Barwert der Pensionsverpflichtung zum 31. Dezember 2013:

(in TEUR) 2013
Sensitivität
+0,5%
Sensitivität
-0,5%
Abzinsungsfaktor -24.594 27.606
Gehaltserhöhungen 1.364 -1.377
Erhöhungen bei Pensionsbezügen 17.384 -7.780

Daneben hält ANDRITZ eine Änderung hinsichtlich der zugrunde gelegten Sterberaten beziehungsweise Lebensdauern für möglich. Es wird davon ausgegangen, dass eine um ein Jahr verlängerte Lebensdauer der Versorgungsberechtigten zu einem Anstieg der Pensionsverpflichtung um TEUR 8.724 per 31. Dezember 2013 geführt hätte. Ein Rückgang der Lebensdauer um 1 Jahr führt zu einer Verringerung der Pensionsverpflichtung um TEUR 8.812.

Abfertigungsverpflichtungen

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der leistungsorientierten Zusagen von 1. Jänner bis 31. Dezember 2013 und 2012:

(in TEUR) 2013 2012
Barwert der leistungsorientierten Zusagen zum 1. Jänner 86.100 78.571
Währungsumrechnung -205 -73
Laufende Dienstzeitaufwendungen 3.183 2.803
Zinsaufwand aus Verpflichtungen 3.196 3.851
Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) aus der Veränderung demographischer
Annahmen
-62 0
Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) aus der Veränderung finanzieller
Annahmen
2.770 5.845
Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) aus der Veränderung erfahrungsbedingter
Anpassungen 1.976 -495
Gezahlte Leistungen -5.870 -4.415
Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen 0 -16
Änderungen im Konsolidierungskreis 0 29
Barwert der leistungsorientierten Zusagen zum 31. Dezember 91.088 86.100
Zeitwert des Planvermögens -999 -837
Rückstellung zum 31. Dezember 90.089 85.263

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung beläuft sich zum 31. Dezember 2013 auf 13,1 Jahre (im Vorjahr: 13,6 Jahre).

Die folgende Aufstellung leitet den Zeitwert des Planvermögens über:

(in TEUR) 2013 2012
Zeitwert des Planvermögens zum 1. Jänner 837 716
Währungsumrechnung -160 -47
Zinsertrag 70 91
Erträge aus Planvermögen (ohne Zinserträge) 11 9
Beiträge des Arbeitgebers 198 146
Beiträge der Planteilnehmer 0 0
Gezahlte Leistungen -59 -78
Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen 0 0
Änderungen im Konsolidierungskreis 102 0
Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 999 837

Die Veranlagung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

(in TEUR) 2013 2012
Eigenkapitalinstrumente 129 0
davon an einem aktiven Markt notiert 129 0
Schuldinstrumente 824 780
davon an einem aktiven Markt notiert 0 0
Sonstige Vermögenswerte 46 57
davon an einem aktiven Markt notiert 46 57
999 837

Die Aufwendungen für Abfertigungen bestehen aus:

(in TEUR) 2013 2012
Laufende Dienstzeitaufwendungen 3.183 2.803
Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen 0 -16
3.183 2.787
Zahlungen an beitragsorientierte Pläne 35.600 1.992
38.783 4.779

Der Finanzierungsstatus hat sich wie folgt entwickelt:

(in TEUR) 2013 2012 2011 2010 2009
Barwert der leistungsorientierten Zusagen 91.088 86.100 78.571 74.596 74.212
Zeitwert des Planvermögens 999 837 716 660 374
Nicht durch Planvermögen gedeckte Verpflichtung 90.089 85.263 77.855 73.936 73.838

Die grundsätzlichen Annahmen zur versicherungsmathematischen Berechnung sind die Gleichen wie bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen.

Ermessensbeurteilungen und zukunftsbezogene Annahmen

Der Bewertung der bestehenden Abfertigungsrückstellungen liegen Annahmen zum Abzinsungsfaktor, zum Pensionsantrittsalter, zur Lebenserwartung und zu künftigen Gehaltserhöhungen zugrunde.

Eine Änderung des Abzinsungsfaktors um +/- 0,5 Prozentpunkte sowie eine Änderung der Gehaltssteigerung um +/- 0,5 Prozentpunkte hätte bei Gleichbleiben aller übrigen Parameter folgende Auswirkungen auf den Barwert der Abfertigungsverpflichtung zum 31. Dezember 2013.

(in TEUR) 2013
Sensitivität
+0,5%
Sensitivität
-0,5%
Abzinsungsfaktor -4.025 4.587
Gehaltserhöhungen 4.542 -4.013

26. Sonstige Verbindlichkeiten

(in TEUR) 2013 2012
Ausstehende Rechnungen für auftragsbezogene Kosten 570.853 516.286
Urlaubsverpflichtungen und sonstige Personalverbindlichkeiten 200.830 163.767
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer und sonstigen Steuern und Abgaben 45.422 49.952
Verbindlichkeiten aus Provisionen 24.222 20.397
Beizulegende Zeitwerte von Devisentermingeschäften 22.635 20.083
Beizulegende Zeitwerte von eingebetteten Derivaten 18.103 7.260
Rechnungsabgrenzungsposten 12.756 12.949
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 333 1.758
Beizulegende Zeitwerte von Warentermingeschäften 168 129
Übrige 116.177 98.860
1.011.499 891.441
davon sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 957.125 878.259
davon sonstige langfristige Verbindlichkeiten 54.374 13.182
1.011.499 891.441

Der Buchwert der sonstigen Verbindlichkeiten entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert.

K) ERLÄUTERUNGEN ZUM CASHFLOW-STATEMENT

Cashflows aus Unternehmensakquisitionen*:

Geschäftsbereich Gesamt Gesamt
(in TEUR) HY PP SE ME 2013 2012
Immaterielle Vermögenswerte 750 2.229 5.435 273.712 282.126 47.176
Sachanlagen 300 2.025 1.451 175.092 178.868 17.668
Vorräte 0 7.943 6.389 156.522 170.854 17.651
Forderungen 0 2.682 3.280 266.273 272.235 44.076
Verbindlichkeiten -250 -9.288 -7.511 -722.775 -739.824 -84.130
Nicht verzinsliches Nettovermögen 800 5.591 9.044 148.824 164.259 42.441
Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0 0 0 0 0
Zahlungsmittel 0 9.260 1.973 331.084 342.317 18.447
Finanzanlagevermögen 0 366 0 2.626 2.992 4.021
Finanzverbindlichkeiten 0 -18 -2.433 -107.519 -109.970 -12.460
Firmenwerte 0 850 3.293 218.690 222.833 30.279
Nicht beherrschende Anteile 0 0 -1.610 -32.398 -34.008 -3.260
Kaufpreis gesamt 800 16.049 10.267 561.307 588.423 79.468
In bar entrichteter Kaufpreis -800 -10.650 -8.571 -411.152 -431.173 -71.340
Erworbene Zahlungsmittel 0 9.260 1.973 331.084 342.317 18.447
Netto-Cashflow -800 -1.390 -6.598 -80.068 -88.856 -52.893
Verbindlichkeiten aus nicht bezahltem
Kaufpreis 0 -1.050 -1.696 -1.700 -4.446 -2.064
Beizulegender Zeitwert zuvor gehaltener
Anteile
0 -4.350 0 -148.454 -152.804 -6.065
Nicht in bar entrichteter Kaufpreis 0 -5.400 -1.696 -150.154 -157.250 -8.129

* Bewertet zu Transaktionskursen

Der Cashflow im Geschäftsbereich METALS betrifft im Wesentlichen den Schuler-Konzern, Deutschland, der sich separat betrachtet wie folgt darstellt:

(in TEUR) Schuler-Konzern
Immaterielle Vermögenswerte 271.806
Sachanlagen 174.915
Vorräte 154.891
Forderungen 265.338
Verbindlichkeiten -720.199
Nicht verzinsliches Nettovermögen 146.751
Wertpapiere des Umlaufvermögens 0
Zahlungsmittel 330.586
Finanzanlagevermögen 2.626
Finanzverbindlichkeiten -107.519
Firmenwerte 215.061
Nicht beherrschende Anteile -32.398
Kaufpreis gesamt 555.107
In bar entrichteter Kaufpreis -406.652
Erworbene Zahlungsmittel 330.586
Netto-Cashflow -76.066
Verbindlichkeiten aus nicht bezahltem Kaufpreis 0
Beizulegender Zeitwert zuvor gehaltener Anteile -148.454
Nicht in bar entrichteter Kaufpreis -148.454

Die erstmalige Einbeziehung der in 2013 erworbenen Unternehmen erfolgt auf Basis vorläufiger Werte. Die endgültige Feststellung der im Cashflow aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften angegebenen Bilanzpositionen erfolgt gemäß den Bestimmungen für die Erstkonsolidierung des IFRS 3 (überarbeitet) "Unternehmenszusammenschlüsse".

L) BERICHTERSTATTUNG ZU FINANZINSTRUMENTEN

a) Beizulegende Zeitwerte (Fair Value) der Finanzinstrumente

Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) ist jener Betrag, zu dem Finanzinstrumente zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern verkauft oder gekauft werden können.

Sonstige Finanzanlagen

Der beizulegende Zeitwert von öffentlich gehandelten Ausleihungen und Schuldscheindarlehen basiert auf aktuellen Kursen. Sofern öffentliche Notierungen nicht vorliegen wurden die beizulegenden Zeitwerte auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cashflows berechnet.

Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen und sonstige Beteiligungen werden mit Ausnahme börsennotierter Beteiligungen zu Anschaffungskosten angesetzt, da der Fair Value nicht zuverlässig ermittelt werden kann. Anteile an assoziierten Unternehmen werden at equity bewertet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden als zur Veräußerung verfügbare, finanzielle Vermögenswerte eingestuft und mit dem Kurswert zum Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Bei den kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Der beizulegende Zeitwert von langfristigen Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entspricht den Barwerten unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Der beizulegende Zeitwert von langfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten mit Restlaufzeiten über einem Jahr entspricht den Barwerten unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter. Bei den kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.

Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie die, die in ein Hedge Accounting einbezogen sind, umfassen Währungssicherungs- und Zinssicherungskontrakte. Börsengehandelte Derivate werden zu quotierten Marktpreisen angesetzt. Der Fair Value von Devisen- und Warentermingeschäften wird auf Basis aktueller Terminkurse ermittelt. Zinsswaps sowie Zinstermingeschäfte werden auf Basis abgezinster Cashflows ermittelt, wobei jeweils die für die Restlaufzeit geltenden Marktzinssätze verwendet werden. Das Kreditrisiko des Vertragspartners als auch das eigene Kreditrisiko wurden durch ein Credit Value Adjustment (CVA) für Aktiva bzw. ein Debit Value Adjustment (DVA) für Verpflichtungsbestände gemäß IFRS 13 berücksichtigt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Der beizulegende Zeitwert von öffentlich gehandelten Wertpapieren basiert auf aktuellen Kursen. Die Wertpapiere des Konzerns werden als zur Veräußerung verfügbare, finanzielle Vermögenswerte eingestuft.

Zahlungsmittel

Der Buchwert der Zahlungsmittel entspricht aufgrund der relativ kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente dem Marktwert.

Finanzverbindlichkeiten

Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden als Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt. Die Diskontierungssätze basieren auf den aktuellen Zinssätzen für Verbindlichkeiten mit demselben Fälligkeitsmuster.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Es wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Laufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betreffen derivative Finanzinstrumente, die nicht in ein Hedge Accounting einbezogen sind. Für Erläuterungen zu diesen Finanzinstrumenten sowie zu derivativen Finanzinstrumenten, die in ein Hedge Accounting einbezogen sind, vergleiche die Ausführungen unter "Forderungen und sonstige Vermögenswerte".

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Langfristige sonstige Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten unter Berücksichtigung der aktuellen Zinsparameter.

b) Informationen zu Finanzinstrumenten nach Kategorien

Die untenstehende Tabelle zeigt eine Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den IFRS-Kategorien sowie zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie. Diese unterscheidet Fair Values nach Bedeutung der in die Bewertung einbezogenen Inputparameter und verdeutlicht, inwiefern beobachtbare Marktdaten bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verfügbar sind.

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind im Folgenden beschrieben:

Stufe 1: Notierte Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten an aktiven Märkten.

Stufe 2: Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt (z. B. Preise) oder indirekt (z. B. abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind.

Stufe 3: Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Für Finanzmittel, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten ist aufgrund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anzunehmen.

Jene Finanzinstrumente für die weder liquide Märkte vorliegen, noch für die Bewertungsmodelle relevanten Faktoren zuverlässig bestimmbar sind, wurden in der folgenden Tabelle in der Stufe 3 dargestellt.

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* Darin enthalten sind zu Anschaffungskosten bewertete Eigenkapitalanteile, für die beizulegende Zeitwerte nicht verlässlich bestimmbar sind (TEUR 14.653)

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* Darin enthalten sind zu Anschaffungskosten bewertete Eigenkapitalanteile, für die beizulegende Zeitwerte nicht verlässlich bestimmbar sind (TEUR 31.031)

** Die Buchwerte 2012 wurden aufgrund von IFRS 3 – siehe Kapitel E – Akquisitionen angepasst

Innerhalb der Berichtsperiode sind keine zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zwischen den Hierarchiestufen transferiert worden.

Die Überleitung der zu Stufe 3 gegliederten und zum Marktwert bewerteten Finanzinstrumente ist wie folgt:

Im Juni 2012 hatte ANDRITZ 24,99% der Aktien der Schuler AG erworben. Diese wurden mit dem Fair Value im sonstigen Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 149.062 bilanziert und zur Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie gegliedert. Mit Erlangung der Kontrolle über den Schuler-Konzern in 2013 wurden diese gemäß IFRS 3 in die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs miteinbezogen. Eine Gewinn- oder Verlustauswirkung ergab sich hierdurch nicht.

c) Fair Value Hedges

Zur Sicherung der Änderung im beizulegenden Zeitwert emittierter Anleihen aufgrund von Zinsänderungen setzt der Konzern Zinsswaps ein. Wenn die Sicherung als effektiv betrachtet werden kann, wird der Buchwert der Anleihen um die Änderung des beizulegenden Zeitwerts angepasst, die auf das abgesicherte Risiko zurückzuführen sind.

Die Nachfolgende Tabelle zeigt die ergebniswirksam erfassten Änderungen von Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten in Fair-Value-Hedge-Beziehungen:

(in TEUR) 2013 2012
Aus abgesicherten Grundgeschäften 17.595 -6.547
Aus Sicherungsinstrumenten -18.011 6.225
Verluste im Ergebnis erfasst -416 -322

Der Bestand der Anleihen (abgesicherten Grundgeschäfte) entwickelte sich wie folgt:

(in TEUR) 2013 2012
Bestand zum 1. Jänner 711.753 357.706
Gewinne (-)/Verluste (+) im Ergebnis erfasst -17.595 6.547
Emission 0 350.000
Tilgungen -183.500 -2.500
Bestand zum 31. Dezember 510.658 711.753

d) Cashflow-Hedges

Die folgende Tabelle stellt die Überleitung der Rücklage für Cashflow-Hedges im Eigenkapital dar:

(in TEUR) Cashflow-Hedge
Rücklage
Bestand zum 31. Dezember 2011 0
Gewinne und Verluste durch Änderungen der Zeitwerte 0
Darauf entfallende latente Steuern 0
Übertragung in die Gewinn- und Verlustrechnung 0
Darauf entfallende latente Steuern 0
Bestand zum 31. Dezember 2012 0
Verluste durch Änderungen der Zeitwerte -318
Darauf entfallende latente Steuern 124
Übertragung in die Gewinn- und Verlustrechnung 0
Darauf entfallende latente Steuern 0
BESTAND ZUM 31. DEZEMBER 2013 -194

Wertänderungen, die die effektiven Teile der Sicherungsbeziehungen darstellen und im Eigenkapital (IAS 39- Rücklage) erfasst wurden, sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Bei Realisierung des Grundgeschäfts werden die im Eigenkapital kumulierten Effekte erfolgswirksam aufgelöst und in der Gewinnund Verlustrechnung in den Umsatzerlösen oder Materialaufwendungen (Devisenderivate) bzw. in den sonstigen Erträgen oder sonstigen Aufwendungen (Zinsderivate) erfasst.

e) Derivative Finanzgeschäfte

Die beizulegenden Zeitwerte für Devisentermingeschäfte und eingebettete Derivate werden auf Basis der Terminkurse zum Bilanzstichtag ermittelt. Das eigene Kreditrisiko als auch das Kreditrisiko des Vertragspartners wurden in die Fair-Value-Bewertung einbezogen.

Die derivativen Finanzgeschäfte – gegliedert nach Restlaufzeiten – stellen sich wie folgt dar:

2013

(in TEUR) Restlaufzeit Nominalwerte Beizulegender Zeitwert
unter 1 Jahr mehr als 1 Jahr Gesamt positiv negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
Zinsswaps 1.765 500.000 501.765 10.526 -38
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
Devisentermingeschäfte 1.009.532 515.631 1.525.163 32.208 -22.635
Eingebettete Derivate 282.053 213.478 495.532 16.396 -18.103
1.291.586 729.109 2.020.695 48.604 -40.739
Sonstige Termingeschäfte
Warentermingeschäfte 4.869 704 5.573 21 -168
Gesamt 1.298.219 1.229.813 2.528.033 59.151 -40.945

2012

(in TEUR) Restlaufzeit Nominalwerte Beizulegender Zeitwert
unter 1 Jahr mehr als 1 Jahr Gesamt positiv negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
Zinsswaps 200.000 500.000 700.000 28.537 0
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
Devisentermingeschäfte 805.871 344.030 1.149.901 15.257 -20.083
Eingebettete Derivate 196.820 94.971 291.791 12.980 -7.260
1.002.691 439.001 1.441.692 28.237 -27.343
Sonstige Termingeschäfte
Warentermingeschäfte 5.599 1.065 6.664 48 -129
Gesamt 1.208.290 940.066 2.148.356 56.822 -27.472

Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte gegliedert nach Währung sind wie folgt:

(in TEUR) unter 1 Jahr mehr als 1 Jahr Gesamt 2013 Gesamt 2012
Amerikanischer Dollar 5.309 -2.396 2.912 -232
Schweizer Franken -2.434 -95 -2.529 -5.574
Euro 5.206 791 5.997 968
Andere Währungen 3.118 74 3.191 12
11.198 -1.626 9.572 -4.826

Die beizulegenden Zeitwerte der eingebetteten Derivate gegliedert nach Währung sind wie folgt:

(in TEUR) unter 1 Jahr mehr als 1 Jahr Gesamt 2013 Gesamt 2012
Amerikanischer Dollar -7.188 1.567 -5.621 -326
Schweizer Franken 2.684 398 3.082 5.404
Euro 329 426 754 614
Andere Währungen -98 175 77 28
-4.274 2.566 -1.708 5.720

f) Angaben zur Saldierung gemäß IFRS 7

In der folgenden Tabelle werden die Beträge, die gemäß IAS 32 in der Bilanz saldiert wurden, sowie potenzielle Effekte von Master Netting Agreements oder ähnlichen Vereinbarungen dargestellt.

(in TEUR) 2013 2012
Derivate positiv negativ positiv negativ
Bruttobeträge vor Aufrechnung 59.151 -40.945 56.822 -27.472
Aufgerechnete Bruttobeträge 0 0 0 0
Nettobeträge ausgewiesen in der Bilanz 59.151 -40.945 56.822 -27.472
Andere Beträge im Anwendungsbereich, die
nicht in der Bilanz aufgerechnet werden -2.708 2.708 -2.434 2.434
NETTOBETRÄGE 56.443 -38.237 54.388 -25.038

g) Die Nettogewinne und -verluste für jede Kategorie von Finanzinstrumenten lauten wie folgt:

Die nachstehenden Übersichten geben die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten entsprechend der Kategorien des IAS 39 wieder.

2013

(in TEUR) Zu
Handelszwecken
gehalten
Zu
Handelszwecken
gehalten
Zur Veräußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögenswerte
Derivate Eingebettete
Derivate
Wertpapiere
Änderungen des Zeitwerts in der Gewinn- und
Verlustrechnung erfasst
-3.398 -7.427 175
Änderungen des Zeitwerts im Eigenkapital erfasst -318 0 -1.002
Recycling aus Eigenkapital 0 0 -175
Nettogewinne/-verluste -3.716 -7.427 -1.002

2012

(in TEUR) Zu
Handelszwecken
gehalten
Zu
Handelszwecken
gehalten
Zur Veräußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögenswerte
Derivate Eingebettete
Derivate
Wertpapiere
Änderungen des Zeitwerts in der Gewinn- und
Verlustrechnung erfasst
28.640 -12.854 449
Änderungen des Zeitwerts im Eigenkapital erfasst 0 0 1.320
Recycling aus Eigenkapital 0 0 -645
Nettogewinne/-verluste 28.640 -12.854 1.124

M) RISIKOMANAGEMENT

Als global tätiges Unternehmen, das eine Vielzahl verschiedenster Märkte und Kunden bedient, ist die Gruppe gewissen allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken beziehen sich vor allem auf die von der Gruppe bedienten Industrien (z.B. Unsicherheit zukünftiger Aufträge, Schwankungen beim Auftragseingang, Kundenkonzentration etc.), die Geschäftstätigkeit der Gruppe (Währungen, Wettbewerbsposition, Gerichtsverfahren etc.) sowie Großaufträge (Zahlungsrisiken, Haftung und Leistung bei Projekten, Kostenüberschreitungen etc.).

Zur frühzeitigen Erkennung dieser Risiken hat ANDRITZ ein bewährtes, konzernweites Kontroll- und Risiko-Managementsystem implementiert, dessen Hauptaufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren und rasch Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dieses System ist ein wesentlicher Bestandteil des aktiven Risikomanagements innerhalb der Gruppe.

Trotz dieses Kontroll- und Risiko-Managementsystems kann nicht ausgeschlossen werden, dass Risiken nicht frühzeitig erkannt werden und sich daraus negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beziehen sich v. a. auf die Abhängigkeit der Gruppe von der allgemeinen Konjunkturentwicklung und der Entwicklung der von ihr bedienten Industrien, den Erhalt von Großaufträgen und die Erzielung der entsprechenden Umsatzerlöse aus dem hohen Auftragsstand. Darüber hinaus stellen bei der Abwicklung von Aufträgen unerwartete Kostensteigerungen und Schwierigkeiten bei der Erreichung der garantierten Leistungsparameter der von ANDRITZ gelieferten Anlagen wesentliche Risiken dar. Eine mögliche fehlerhafte Funktion der von ANDRITZ gelieferten Komponenten und Systeme kann gravierende Folgen für Menschen und materielles Vermögen haben. Die Stornierung bestehender Aufträge könnte den Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen, was sich negativ auf die Kapazitätsauslastung der Produktionsstätten der Gruppe sowie auf die Umsatz- und die Ertragsentwicklung auswirken könnte.

Die finanziellen Schwierigkeiten einzelner Euro-Länder und die unverändert schwierige gesamtwirtschaftliche Entwicklung (v. a. in Europa und den USA) bedeuten ebenso ein ernstes Risiko für die finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE. Weiters stellt eine mögliche Abschwächung der wirtschaftlichen Aktivitäten in den Emerging Markets ein Risiko für die Gruppe dar. Die Wirtschaftsschwäche könnte zu Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zur Verzögerung oder Einstellung laufender Projekte führen.

Auch eine vollständige oder teilweise Abschreibung einzelner im Zuge von Akquisitionen entstandener Firmenwerte könnte die Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beeinflussen, wenn die wirtschaftlichen Ziele für diese Firmen nicht erreicht werden können. Abseits davon besteht jederzeit das Risiko, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise oder gänzlich wertberichtigt werden müssen.

Durch die weltweite Geschäftstätigkeit ist die ANDRITZ-GRUPPE auch mit finanzwirtschaftlichen Risiken konfrontiert. Von zentraler Bedeutung sind dabei Liquiditäts-, Zinsänderungs-, Kredit- und Wechselkursrisiken.

a) Liquiditätsrisiken

Zur bestmöglichen Reduktion der finanziellen Risiken und zur besseren Überwachung, Kontrolle und Bewertung der Finanz- und Liquiditätsposition hat die ANDRITZ-GRUPPE eine umfassende Treasury-Policy und ein transparentes Informationssystem implementiert.

Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken insbesondere durch das Halten von angemessenen finanziellen Rücklagen, durch die Emission von Anleihen, durch umfangreiche Anzahlungen von Kunden und durch Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten, Forderungen und Verbindlichkeiten. Eine auf einen fix festgelegten Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau, die quartalsweise Aktualisierung dieser Vorschau sowie vorhandene und nicht ausgenutzte Kreditlinien sollen die notwendige Liquiditätsversorgung der ANDRITZ-GRUPPE sicherstellen.

Die Gruppe ist bestrebt, das Zahlungsausfallsrisiko von Kunden bestmöglich durch Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie durch Abschluss von Exportversicherungen zu reduzieren. Es kann jedoch dennoch nicht ausgeschlossen werden, dass es einzelne Zahlungsausfälle gibt, die im Eintrittsfall einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung der Gruppe haben.

Die ANDRITZ-GRUPPE ist hinsichtlich Liquidität sehr gut positioniert und verfügt aktuell über hohe Liquiditätsreserven. Die Gruppe vermeidet es, von einer einzigen Bank oder von nur wenigen Banken abhängig zu sein. Zur Sicherstellung der Unabhängigkeit wird bei allen wichtigen Finanzprodukten (Zahlungsmittel, Finanzverbindlichkeiten, Finanzanlagevermögen, Garantien und Derivate) jeweils nur ein bestimmtes Volumen mit einer Bank abgewickelt.

Durch diese Diversifikation versucht ANDRITZ, das Kontrahentenrisiko bestmöglich zu minimieren. Das Risiko eines möglichen Ausfalls (Insolvenz) einzelner oder mehrerer Kontrahenten wird durch ein internes Kontrahentenlimitsystem minimiert. Dabei wird unter Berücksichtigung der jeweiligen Bonität des Kontrahenten (Ratings von internationalen Rating-Agenturen wie Moody's, Standard & Poor's, Fitch) und der publizierten Credit Default Swap-Spreads (CDS-Spreads) (Indikator für die Ausfallswahrscheinlichkeit des Kontrahenten) das maximale

Veranlagungslimit für jeden einzelnen Kontrahenten festgelegt. Die Anpassung der Kontrahenten-Limite erfolgt monatlich, sodass man im Falle von kurzfristigen Bonitätsänderungen rasch reagieren kann. Bei etwaigen kurzfristigen größeren Veränderungen von CDS-Spreads oder Kontrahenten-Ratings erfolgt die Reduktion des Kontrahenten-Exposures sofort.

ANDRITZ verfolgt eine risikoaverse Veranlagungsstrategie. Geld wird weitgehend in risikoarme Finanzanlagen investiert, wie z. B. in Staatsanleihen, staatsgarantierte Anleihen, Wertpapierfonds zur Deckung der Pensionsverpflichtungen, einlagengesicherte Schuldscheindarlehen oder Termingelder. Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten können jedoch zu einer ungünstigen Preisentwicklung bei verschiedenen Wertpapieren, in welche die Gruppe investiert hat (z. B. Wertpapierfonds oder Anleihen), oder zu deren Unhandelbarkeit führen. Dies könnte sich aufgrund notwendig werdender Abwertungen oder Wertberichtigungen negativ auf das Finanz-Ergebnis oder das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE auswirken. Durch die Krise erhöht sich zudem das Ausfallsrisiko einzelner Emittenten der Wertpapiere bzw. der Kunden. Der Vorstand wird monatlich über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposure und der jeweiligen Kontrahentenlimite in der ANDRITZ-GRUPPE informiert.

b) Wechselkursrisiken

Die Fremdwährungskursrisiken des Konzerns resultieren aus dem Umstand, dass der Konzern in verschiedenen Ländern weltweit operiert, deren Heimatwährung nicht der Euro ist.

Der Konzern schließt im Zuge von erhaltenen Aufträgen, die nicht in Euro fakturiert werden, Devisentermingeschäfte ab, um das Fremdwährungskursrisiko auszuschließen bzw. zu minimieren (Hedging). Devisenterminkontrakte werden ausschließlich mit erstklassigen nationalen und internationalen Banken abgeschlossen, deren Bonität laufend vom Konzern-Treasury überprüft wird, um ein Klumpen-Risiko zu vermeiden. Die im Zusammenhang mit dem Hedging von nicht in Euro fakturierten Aufträgen notwendigen Maßnahmen und Regeln sind in der konzernweiten Treasury-Policy geregelt.

Ein wesentlicher Teil der Tochtergesellschaften der ANDRITZ-GRUPPE befinden sich außerhalb der Eurozone. Da die Berichtswährung der ANDRITZ AG der Euro ist, rechnet das Unternehmen im Konzern-Abschluss die Abschlüsse dieser Gesellschaften in Euro um. Um translationsbezogene Fremdwährungsrisiken zu adressieren, wird für das Risikomanagement generell unterstellt, dass Investitionen in ausländische Gesellschaften auf Dauer angelegt sind und die Ergebnisse kontinuierlich reinvestiert werden. Somit werden Firmenwerte aus den Erwerb von ausländischen Tochterunternehmen seit 2005 unter Verwendung des Wechselkurses zum Erwerbszeitpunkt dargestellt, dem erworbenen Unternehmen zugeordnet und mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Auswirkungen von Wechselkursschwankungen bei der Umrechnung von Nettovermögenspositionen in Euro werden im Posten Unterschiedsbeträge aus Währungsumrechnung im Konzern-Eigenkapital ausgewiesen.

c) Rohstoffpreisrisiken

Rohstoffe sind aufgrund der Volatilität der Rohstoffmärkte Preisschwankungsrisiken ausgesetzt. Der Konzern verwendet Warentermingeschäfte hauptsächlich zur Absicherung des Preisrisikos bei Kupfer, das in der Generatorfertigung verwendet wird. Kontrakte werden ausschließlich mit erstklassigen Banken abgeschlossen, deren Bonität laufend vom Konzern-Treasury überprüft wird.

d) Politische Risiken

Der Konzern ist unter anderem in Ländern tätig, die als politisch riskant oder sehr riskant einzustufen sind. Unterbrechungen von Aufträgen und terroristische Aktivitäten könnten die Folge politischer Veränderungen sein. Das Risiko für Lieferungen in als politisch durchschnittlich riskant oder sehr riskant eingestufte Länder wird üblicherweise umfassend versichert. Nicht immer sind jedoch die Voraussetzungen für eine vollständige Absicherung gegeben. Die diesbezüglichen Maßnahmen und Vorgehensweisen sind in der konzernweiten Credit Risk-Policy geregelt. Zusätzlich könnten sich auch Naturkatastrophen oder Pandemien auf die Entwicklung des Auftragseingangs, der Liquidität und finanzielle Struktur des Konzerns negativ auswirken.

e) Steuerliche Risiken

ANDRITZ-Gesellschaften sind in den jeweiligen Ländern lokalen Steuergesetzen unterworfen und müssen sowohl Ertragssteuern als auch andere Steuern bezahlen. Änderungen in der Steuergesetzgebung bzw. unterschiedliche Auslegungen der jeweils geltenden Bestimmungen können zu nachträglichen Steuerbelastungen führen. Dementsprechend kann die Steuerquote etwaigen positiven oder negativen Schwankungen ausgesetzt sein.

ANDRITZ hat in Brasilien erhebliche Steuerguthaben aus verschiedenen Verkehrssteuern. Diese Steuerguthaben wurden teilweise von den Finanzbehörden für Steuerschulden eines ANDRITZ-Minderheitsaktionärs verpfändet. Obwohl ein Durchgriff auf das Vermögen der Gesellschaft für die Schulden eines Minderheitsaktionärs nach brasilianischem Recht nicht erlaubt ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einem teilweisen Ausfall der Steuerforderungen in Brasilien kommt.

f) Kreditrisiken

Zur effektiven Steuerung der Kreditrisiken aus offenen Handelsforderungen hat die ANDRITZ-GRUPPE einen einheitlichen Risikomanagementprozess etabliert und eine entsprechende konzernweite Richtlinie verfasst. Bei den ANDRITZ-Tochtergesellschaften sind jeweils verantwortliche Credit Risk-Manager verantwortlich, regelmäßig Bonitätsanalysen der Kunden bzw. Projektrisikoanalysen inklusive Bewertung der Sicherheiten vorzunehmen. Zu den Sicherheiten zählen insbesondere Kreditversicherungen, Anzahlungen, Akkreditive und Bürgschaften. Zur Minimierung der Kreditrisiken werden Finanztransaktionen nur im Rahmen festgelegter Limite mit Banken und Partnern getätigt, die ein Investment-Grade-Rating besitzen.

Kreditrisiken und das Risiko des Zahlungsverzugs oder -ausfalls der Vertragspartner werden durch die Anwendung von Kreditprüfungen, Kreditlimits und Prüfungsroutinen kontrolliert. Sofern geeignet, erhält der Konzern staatliche Exportgarantien oder Garantien von ähnlichen privaten Institutionen, um das Risiko des Zahlungsausfalls zu reduzieren.

Das Ausfallsrisiko aus Zahlungsmitteln und Wertpapieren ist gering, da durch eine konservative Anlagestrategie eine möglichst breite Streuung bei gleichzeitig festgelegten Mindestkriterien für die Bonität der Vertragspartner in der Veranlagung festgelegt wird.

Für gewisse Positionen im Finanzvermögen und in den Finanzverbindlichkeiten hat die Gruppe ein einklagbares Recht auf gegenseitige Aufrechnung. Im Konzern-Abschluss sind diese Positionen nur mit dem Nettobetrag ausgewiesen. Für alle bekannten Risiken wurden Wertberichtigungen durchgeführt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zukünftig zum Eintritt von über die gebildeten Wertberichtigungen hinausgehenden Zahlungsausfällen kommt. Ohne Berücksichtigung der oben beschriebenen Risikominderungsstrategien entspricht das maximale Ausfallsrisiko des Konzerns den erfassten finanziellen Vermögenswerten in den entsprechenden Kategorien und lautet wie folgt:

(in TEUR) 2013 2012
Zu Handelszwecken gehalten 48.010 28.285
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte* 166.291 332.767
Kredite und Forderungen** 1.538.200 1.460.410
Derivate (Hedge Accounting) 11.141 28.537
Zahlungsmittel 1.227.860 1.492.848
2.991.502 3.342.847

* Ohne Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen und sonstige Beteiligungen

** Die Buchwerte 2012 wurden aufgrund von IFRS 3 – siehe Kapitel E – Akquisitionen angepasst

In der Kategorie "Available for sale" wurden Wertminderungen in Höhe von TEUR 3.476 erfasst (2012: TEUR 2.678). In der Kategorie "Loans and receivables" wurden Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von insgesamt TEUR 50.241 (2012: TEUR 39.166) vorgenommen.

Der Konzern ist keinen wesentlichen Ausfallsrisiken einer Vertragspartei oder einer Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Der Konzern definiert Vertragsparteien als solche mit ähnlichen Merkmalen, wenn es sich hierbei um nahe stehende Unternehmen handelt. Gemessen am Auftragseingang tragen im Jahr 2013 die drei größten Kunden weniger als 10% des Gesamtauftragseingangs der Gruppe bei. Es besteht insgesamt keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos.

g) Zinsrisiken

Die ANDRITZ AG hat im Februar 2008 eine Anleihe über einen Nominalwert von MEUR 150 begeben, mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einer Nominalverzinsung von 5,25% p.a. Für diese Anleihe wurden Zinsswaps zur Absicherung des Risikos abgeschlossen, welches sich aus der fixen Verzinsung der Anleihe ergibt. Mit diesen Zinsswaps wurde für die gesamte Laufzeit der Anleihe die fixe Verzinsung der Anleihe in eine variable Verzinsung auf Basis 3-Monats-Euribor getauscht. Dadurch wird die ANDRITZ AG zwar einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt, der Zeitwert der Anleihe wird jedoch gesichert und Hedge Accounting im Sinne von IAS 39 angewandt.

Die ANDRITZ AG hat im Juli 2012 eine weitere Anleihe über einen Nominalwert von MEUR 350 begeben, mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einer Nominalverzinsung von 3,875% p.a. Für diese Anleihe wurden Zinsswaps zur Absicherung des Risikos abgeschlossen, welches sich aus der fixen Verzinsung der Anleihe ergibt. Mit diesen Zinsswaps wurde für die gesamte Laufzeit der Anleihe die fixe Verzinsung der Anleihe jeweils zur Hälfte in eine variable Verzinsung auf Basis 3-Monats-Euribor (175 MEUR) und auf Basis 6-Monats-Euribor (175 MEUR) getauscht. Dadurch wird die ANDRITZ AG zwar einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt, der Zeitwert der Anleihe wird jedoch gesichert und Hedge Accounting im Sinne von IAS 39 angewandt.

Die Basisparameter der Swaps entsprechen jenen der Anleihen und aus diesem Grund war die Absicherung der beizulegenden Zeitwerte (Fair Value Hedge) um nahezu 100% effektiv. Den Regeln des Hedge Accounting folgend wurden die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die auf das abgesicherte Risiko zurückzuführende Änderung der beizulegenden Zeitwerte der Anleihen führt zu einer entsprechenden Buchwertanpassung und wurde ebenfalls direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dies hat zur Folge, dass sich die Gewinn- und Verlustauswirkung der Swaps und der Anleihen gegenseitig aufheben. Die Marktwertänderung der als Fair Value Hedge designierten Swaps ist wie folgt:

(in TEUR) 2013 2012
Marktwert der Swaps zum 1. Jänner 28.537 22.312
Marktwert der Swaps zum 31. Dezember 10.526 28.537
Gewinne/Verluste im Ergebnis erfasst -18.011 6.225

Die ANDRITZ-GRUPPE schätzt das Risiko aus den übrigen Zinsänderungen bei Finanzanlagen und -verbindlichkeiten aufgrund der risikoaversen Strategie als gering ein, weitere wesentliche derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsrisiken werden daher nicht verwendet. Das Management der Zinsrisiken erfolgt durch eine interne Cashflow-at-Risk- (CfaR) und Value-at-Risk-Berechnung (VaR) sowie vorgegebene Limits. Die Limitsetzung für CfaR und VaR folgt dabei einem Benchmark orientierten Ansatz. Die Einhaltung der definierten Limits wird quartalsweise überwacht.

Die gewichteten durchschnittlichen Zinssätze zum Bilanzstichtag waren folgende:

(in %) 2013 2012
Guthaben auf laufenden Konten 0,5 0,5
Kurzfristige Geldanlagen 2,2 1,2
Wertpapiere, kurzfristig 1,2 1,6
Wertpapiere, langfristig 1,2 1,0
Überziehungskredite 8,1 8,8
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 4,8 6,5
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 5,0 3,1
Anleihen - kurzfristig 0,0 1,1
Anleihen - langfristig 2,2 2,7

Die Zinssätze sind auf Restlaufzeiten der jeweiligen Geldanlagen bezogen.

h) Sensitivitäten

Im Wesentlichen ist der Konzern durch seine Aktivitäten finanziellen Risiken aus der Änderung der Wechselkurse, der Änderung der beizulegenden Zeitwerte und der Änderung der Zinssätze ausgesetzt. Zur Steuerung der Risiken aus der Änderung der Wechselkurse und des beizulegenden Zeitwerts schließt der Konzern derivative Finanzinstrumente ab. Diese Marktrisikoexpositionen des Konzerns werden mittels Sensitivitätsanalysen bewertet:

Fremdwährungssensitivität

Die Sensitivitätsanalyse quantifiziert näherungsweise das Risiko, das im Rahmen gesetzter Annahmen auftreten kann, wenn bestimmte Parameter in einem definierten Umfang verändert werden. Wechselkursrisiken bestehen insbesondere bei US-Dollar (USD), Schweizer Franken (CHF), Chinesischem Renminbi (CNY), Kanadischem Dollar (CAD) und Indischen Rupien (INR). Die folgenden Angaben beschreiben aus Konzern-Sicht die Sensitivität eines Anstiegs oder Rückgangs des US-Dollars, Schweizer Frankens etc. gegenüber dem Euro (EUR). Die Veränderung ist derjenige Wert, der im Rahmen der internen Berichterstattung des Wechselkursrisikos Anwendung findet, und stellt die Einschätzung des Konzerns hinsichtlich einer möglichen Wechselkursänderung dar. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Translationsdifferenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Konzern-Unternehmen in die Konzern-Währung bleiben unberücksichtigt.

Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet die wesentlichen am Bilanzstichtag ausstehenden Finanzinstrumente der ANDRITZ-GRUPPE.

Die Auswirkungen auf das Konzern-Ergebnis gegenüber dem nun ausgewiesenen Konzern-Ergebnis bzw. auf das Konzern-Eigenkapital gegenüber dem nun ausgewiesenen Konzern-Eigenkapital sind wie folgt:

2013 2012
+10% -10% +10% -10%
-476 476 0 0
-1.550 1.550 -3.557 1.986
-678 678 385 -385
6.892 -6.892 3.362 -3.362
-482 482 -4.510 4.510
-1.571 1.571 -925 925

Die ANDRITZ-GRUPPE ist Währungsrisiken aus Derivaten ausgesetzt, die in einer Cashflow-Hedge-Beziehung zur Absicherung wechselkursbedingter Schwankungen von Zahlungsströmen nach IAS 39 eingebunden sind. Wechselkursänderungen der zugrunde liegenden Fremdwährungen beeinflussen über den veränderten beizulegenden Zeitwert der Sicherungsgeschäfte die im sonstigen Ergebnis erfassten unrealisierten Erfolge aus Cashflow-Hedges. Dies gilt allerdings nur insoweit, als die Zeitwertänderungen der Sicherungsinstrumente nicht durch gegenläufige Wertentwicklungen der Grundgeschäfte in gleicher Höhe kompensiert werden. Dies ist regelmäßig während der Durchlaufzeit von Kundenaufträgen in Fremdwährung der Fall, die bei Auftragsabschluss zu 100% abgesichert werden: Bis zur Auftragsabnahme steht der Zeitwertänderung des Derivates keine bzw. nur eine nach Leistungsfortschritt anteilige gegenläufige Wertentwicklung des Grundgeschäfts gegenüber, so dass bei effektiver Sicherungsbeziehung der Wertsaldo aus der Stichtagskursbewertung von Grund- und Sicherungsgeschäft im sonstigen Ergebnis abzubilden ist.

Die Veränderung gegenüber den ausgewiesenen Konzern-Ergebnissen stammt hauptsächlich aus der Marktbewertung von Devisentermingeschäften mit neuen Kursen, die zur Sicherung von Planpositionen eingesetzt und in keiner Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden werden. Diesen Zeitwertänderungen der Derivate steht der abgesicherte Auftragsstand gegenüber, dessen Wertänderung weder im Konzern-Ergebnis noch im Konzern-Eigenkapital erfasst wird.

Zinssatzsensitivität

Die Sensitivitätsanalyse wurde für das Zinsänderungsrisiko der Anleihen zum Bilanzstichtag durchgeführt. Die ANDRITZ AG als Anleiheemittent ist grundsätzlich durch die fixe Verzinsung gegenüber den Anleiheinhabern keinem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt, jedoch würde sich eine Änderung des Zinssatzes in den beizulegenden Zeitwerten der Anleihen niederschlagen. Für die Anleihen wurden jedoch Zinsswaps zur Absicherung des Risikos aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts abgeschlossen. Dadurch ergibt sich für die ANDRITZ AG netto die Verpflichtung, eine variable Verzinsung auf Basis des 3-Monats-Euribor bzw. 6-Monats-Euribor zu leisten.

Im Rahmen der internen Berichterstattung über das Zinsrisiko wird dabei eine Zinssatzsensitivität von 100 Basispunkten unterstellt. Dies stellt die Einschätzung des Konzerns hinsichtlich einer möglichen Änderung des Zinssatzes dar.

Eine Veränderung der Zinsen um 100 Basispunkte unter Konstanthaltung aller anderen Variablen führt zu einer Verminderung der beizulegenden Zeitwerte der Swaps und einer gegenläufigen erfolgswirksamen Buchwertveränderung der Anleihen um nahezu denselben Betrag.

2013 2012
Änderung des Marktzinsniveaus Basispunkte +100 -100 +100 -100
Effekte auf das Ergebnis vor Steuern
Swaps TEUR -19.552 20.616 -25.771 26.826
Anleihen TEUR 19.552 -20.616 25.771 -26.826
TEUR 0 0 0 0

Eine Erhöhung des Zinsniveaus für das Jahr 2013 um 100 Basispunkte unter Konstanthaltung aller anderen Variablen hätte zu einer Erhöhung des Zinsergebnisses von TEUR 9.142 (2012: Erhöhung um TEUR 13.110) geführt. Ein Sinken des Zinsniveaus hätte zu einer Verminderung des Zinsergebnisses in gleicher Höhe geführt.

N) LEASING

Der Konzern ist verschiedene Operating-Leasingvereinbarungen für Maschinen, Büroräume und andere Gegenstände als Leasingnehmer eingegangen. Die Leasingvereinbarungen beinhalten keine Beschränkungen der Konzern-Aktivitäten betreffend Dividenden, zusätzliche Schulden oder weitere Leasingvereinbarungen.

Immobilien am Standort Göppingen einschließlich der Gebäude und wesentlicher Bestandteile wurden im Jahr 2007 vom Schuler-Konzern im Rahmen einer Sale-and-rent-back-Transaktion veräußert und über eine Laufzeit von 20 Jahren wieder zurückgemietet. Die jährliche Mietzahlung betrug anfänglich 4.940 TEUR. Die Mietrate wird jährlich an den deutschen Verbraucherpreisindex (max. 4 %) angepasst. Des Weiteren wurde vom Schuler-Konzern das Immobilienvermögen am Standort São Paulo im Jahr 2009 veräußert und anschließend über eine Laufzeit von 10 Jahren zurückgemietet. Zum Ende der Leasinglaufzeiten bestehen dabei keine Kauf- oder Verlängerungsoptionen zu besseren als den zu erwartenden Marktkonditionen oder Restwertgarantien.

Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus den unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen stellen sich wie folgt dar:

(in TEUR) 2013 2012
Bis zu einem Jahr 40.294 30.638
1 bis 5 Jahre 86.642 50.650
Länger als 5 Jahre 58.925 13.255
185.861 94.543

ANDRITZ least Anlagen für ihren Geschäftsbetrieb, die als Finanzierungsleasing eingestuft werden und im Wesentlichen das Anmieten von Immobilien umfassen. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus den unkündbaren Finanzierungsleasing-Verträgen betragen:

(in TEUR) 2013 2012
Bis zu einem Jahr 1.397 1.835
1 bis 5 Jahre 4.293 4.538
Länger als 5 Jahre 13.456 14.568
Summe der Mindestleasingzahlungen 19.146 20.941
Abzüglich Zinsenanteil -2.860 -3.516
Barwert der Leasingzahlungen 16.286 17.425
Abzüglich kurzfristiger Anteil -962 -1.364
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 15.324 16.061

O) EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND AUSSERBILANZIELLE GESCHÄFTE

Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit hat die ANDRITZ-GRUPPE in zahlreichen Verfahren bei Verwaltungsbehörden, Gerichten und Schiedsgerichten Parteienstellung. Der Großteil dieser Verfahren (wie beispielsweise Vertrags- und Projektstreitigkeiten, Produkthaftungsklagen und Verfahren im Bereich geistiges Eigentum) kann als typisch für die Branche, in der die Gruppe tätig ist, angesehen werden. Die ANDRITZ-GRUPPE bildet in Fällen, bei denen ein negativer Ausgang von Verfahren wahrscheinlich erscheint und zuverlässige Schätzungen gemacht werden können, entsprechende Rückstellungen. Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass diese Rückstellungen ausreichend sind. Ein für ANDRITZ negativer Ausgang einer oder mehrerer dieser Rechtsstreitigkeiten kann zu einer negativen Auswirkung auf Ergebnis und Liquiditätsbestand der Gruppe führen. Der Bereich Produkthaftung inkludiert einige Fälle wegen mutmaßlicher Körperverletzungen und/oder Todesfälle aufgrund Asbestbelastungen.

Die Tochtergesellschaft ANDRITZ Inc. ist eine von vielen Beklagten in 23 Asbestverfahren in den USA (Stand per 31. Dezember 2013; 55 Asbestverfahren per 31. Dezember 2012), in die insgesamt 428 Kläger involviert sind (444 Kläger per 31. Dezember 2012). Alle Verfahren betreffen Forderungen gegenüber einer großen Anzahl von Beklagten. ANDRITZ Inc. ist der Ansicht, dass sie in keinem dieser Fälle haftbar gemacht werden kann und hat vor, jede der Klagen nachdrücklich anzufechten.

Rücknahmeverpflichtungen, die über die branchenüblichen Gewährleistungsansprüche hinausgehen liegen nicht vor. Weitere Chancen und Risiken aus außerbilanziellen Geschäften sind dem Management derzeit nicht bekannt.

P) ANGABEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Nach IAS 24 (Related Party Disclosures) müssen Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ AG einbezogen werden.

Neben den in den Konzern-Abschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht der Konzern unmittelbar oder mittelbar in Ausübung der normalen Geschäftstätigkeit mit nicht einbezogenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen des Konzerns gelten, in Beziehung.

Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten Tochterunternehmen werden nur in unwesentlichem Ausmaß getätigt. Da die Transferpreis-Richtlinie des Konzerns Verrechnungspreise vorsieht, die den marktüblichen Bedingungen entsprechen, werden keine Transaktionen durchgeführt, die marktunüblich sind. Die Nichteinbeziehung der nicht konsolidierten Gesellschaften in den Konzern-Abschluss hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Der Umfang der Geschäftsbeziehungen gegenüber nicht einbezogenen Unternehmen sowie gegenüber assoziierten Unternehmen ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:

(in TEUR) 2013 2012
Forderungen 9.126 17.546
gegenüber nicht einbezogenen Unternehmen 8.909 5.477
gegenüber assoziierten Unternehmen 217 12.069
Verbindlichkeiten 5.257 3.712
gegenüber nicht einbezogenen Unternehmen 4.924 1.954
gegenüber assoziierten Unternehmen 333 1.758
Umsatzerlöse 7.165 4.581
gegenüber nicht einbezogenen Unternehmen 7.165 4.427
gegenüber assoziierten Unternehmen 0 154
Aufwendungen -35.932 -36.922
gegenüber nicht einbezogenen Unternehmen -26.989 -21.139
gegenüber assoziierten Unternehmen -8.943 -15.783

Gemäß IAS 24 berichtet der Konzern auch über Geschäftsvorfälle zwischen ihm und seinen nahestehenden Personen bzw. deren Familienangehörigen. Als nahestehende Personen wurden Vorstand, Aufsichtsrat und deren Familienangehörige definiert.

Eine dem Vorstandsvorsitzenden der ANDRITZ AG zuzurechnende Gesellschaft überlässt den Betrieb eines der in ihrem Eigentum stehenden Geschäftsflugzeuge einem professionellen Privatflugunternehmen, von dem die ANDRITZ AG 2013 rund 35% der Jahresflugstunden dieses Flugzeugs für Dienstreisen des Vorstandsvorsitzenden und anderer Vorstandsmitglieder gechartert hat. Der diesbezügliche Aufwand betrug 2013 TEUR 643,0 (2012: TEUR 1.105,9). Es bestanden zum 31. Dezember 2013 Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 47,6 (2012: TEUR 15,6).

Diese sowie andere Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder bzw. Mitglieder des Vorstands der ANDRITZ AG tätig sind, werden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt und sind einzeln und insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

Knapp 30% der Aktien befinden sich in Besitz der Certus Beteiligungs-GmbH, deren Geschäftsführer Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender der ANDRITZ AG, ist.

Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats.

Vorstandsvergütungen

Die Vergütung des Vorstands umfasst fixe und variable/erfolgsabhängige Bestandteile, wobei die Höhe der variablen Vergütung vom erzielten Jahresüberschuss abhängig ist. Bei neu abgeschlossenen Vorstandsverträgen wurde als Höchstwert der jährlichen variablen Vergütung das Dreifache der fixen Jahresvergütung festgesetzt. Ein etwaiger darüber hinausgehender Betrag wird als variable Vergütung auf die Folgejahre gutgeschrieben. Bei Unterschreiten eines definierten Mindestbetrags beim Konzern-Ergebnis entsteht ein Malus, der ebenso auf die Folgejahre übertragen wird und zur Kürzung zukünftiger variabler Gehaltsbestandteile führt.

Bei sämtlichen seit dem Börsengang aufgelegten Aktienoptionsprogrammen für leitende Angestellte und den Vorstand war ein Eigeninvestment in ANDRITZ-Aktien von zumindest 20.000 EUR für leitende Angestellte und 40.000 EUR für Mitglieder des Vorstands spätestens zum Zeitpunkt der Zuteilung der Optionen zu erbringen. Dieses Eigeninvestment muss bis zu einer allfälligen Ausübung der Optionen ununterbrochen von den am Optionsprogramm teilnehmenden Personen gehalten werden und bei Ausübung nachgewiesen werden. Als Wartefrist zur Ausübung der Optionen sind drei Jahre bei aufrechter Beschäftigung (Ausnahme: planmäßiges Ende gemäß Vertragsbestimmungen) vorgesehen.

Den Mitgliedern des Vorstands wurden Ansprüche auf Versorgungsleistungen gewährt. Diese beinhalten neben einer Alterspension Ansprüche im Falle einer Berufsunfähigkeit sowie Pensionsleistungen für Hinterbliebene nach dem Ableben der Berechtigten. Die Alterspension wird in der Regel ab Erreichung eines bestimmten Lebensalters ausbezahlt, sofern das Arbeitsverhältnis zu diesem Zeitpunkt bereits beendet ist. Die Verwaltung wurde in eine Pensionskasse ausgelagert. Im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Arbeitsverhältnisse werden die bis zu diesem Zeitpunkt einbezahlten Beiträge unverfallbar. Die Höhe des Versorgungsanspruchs ist bis zum Anfall einer Versorgungsleistung nicht wertgesichert; danach können jährliche Anpassungen unter Berücksichtigung der Lohn- und Gehaltsentwicklung und der wirtschaftlichen Lage von ANDRITZ erfolgen.

Alle Vorstandsmitglieder haben bei Beendigung der Funktion und unter der Voraussetzung der gleichzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses Abfertigungsansprüche im Sinne des § 23 des österreichischen Angestelltengesetzes, außer die Beendigung beruht auf einer gerechtfertigten Entlassung.

Die Grundsätze der Vergütung für den Vorstand und leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechen den Vorgaben des österreichischen Corporate-Governance-Kodex.

Als Aufwendungen für den Vorstand wurden erfasst:

(in TEUR) 2013 2012
Kurzfristige Leistungen 3.910 12.747
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 608 390
Aktienbasierte Vergütungen 1.362 1.184
5.880 14.321

Im Jahr 2013 wurde eine Pensionsrückstellung von TEUR 5.223 (2012: TEUR 5.261) für frühere Vorstandsmitglieder und deren Angehörige ausgewiesen. Die laufenden jährlichen Aufwendungen betrugen im Jahr 2013 TEUR 546 (TEUR 1.201 in 2012).

Die ANDRITZ AG hat für 2013 eine Organhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen. Die Kosten werden von der Gesellschaft getragen. Die D&O-Versicherung sichert bestimmte persönliche Haftungsrisiken der verantwortlich handelnden Personen der ANDRITZ-GRUPPE ab. Die jährlichen Kosten betragen ca. TEUR 360 (inklusive Schuler).

Vergütungen an den Aufsichtsrat

Das Vergütungsschema für die Aufsichtsratsmitglieder setzt sich aus einer fixen und einer anwesenheitsabhängigen Komponente zusammen. Die fixe Komponente besteht aus einem Gesamtbetrag, der so zu verteilen ist, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Doppelte und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der Vergütung eines einfachen Mitglieds erhält. Die zweite Komponente besteht aus einem Sitzungsgeld, das sich aus einem Pauschalbetrag pro Sitzung ergibt, an der ein Mitglied teilnimmt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten insgesamt Vergütungen in der Höhe von TEUR 293 (2012: TEUR 188).

Q) AUFWENDUNGEN FÜR LEISTUNGEN DES KONZERN-ABSCHLUSSPRÜFERS

Die Aufwendungen für Leistungen des Konzern-Abschlussprüfers setzen sich wie folgt zusammen:

(in TEUR) 2013 2012
Abschlussprüfungen 477 531
Andere Bestätigungsleistungen 0 101
Steuerberatungsleistungen 167 98
Sonstige Leistungen 18 0
662 730

R) EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Betreffend Kostenüberschreitungen im Zusammenhang mit Lieferungen von Produktionstechnologien und Ausrüstungen für ein Zellstoffwerk in Südamerika wurden die nach heutigem Wissensstand erforderlichen Rückstellungen gebildet. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in den kommenden Quartalen weitere finanzielle Vorsorgen getroffen werden müssen.

S) KONZERN-UNTERNEHMEN

2013 2012
Gesellschaft Firmensitz Beteili
gung
Einbezie
hungsart
Beteili
gung
Einbezie
hungsart
Anstalt für Strömungsmaschinen GmbH Graz, Österreich 100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ Technology and Asset Management GmbH Graz, Österreich 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Finance GmbH Wien, Österreich 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Power & Water GmbH Wien, Österreich 100,00% VK 100,00% VK
AFB Holding GmbH Graz, Österreich 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ FEED & BIOFUEL (China) Ltd. Foshan, China 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Energy & Environment GmbH Raaba, Österreich 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Environmental Engineering (Shanghai) Co., Ltd. Schanghai, China 100,00% VK 100,00% VK
AE Energietechnik GmbH Raaba, Österreich 100,00% NK 100,00% NK
European Mill Service GmbH Graz, Österreich - - 50,00% NK
ANDRITZ Deutschland Beteiligungs GmbH Krefeld,
Deutschland
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Ritz Immobilien GmbH Krefeld,
Deutschland
100,00% VK 100,00% VK
TANIAM GmbH & Co. KG Pullach im Isartal,
Deutschland
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ GmbH Hemer,
Deutschland
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Kaiser GmbH Bretten
Gölshausen,
Deutschland
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Sundwig GmbH Hemer,
Deutschland
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Fiedler GmbH Regensburg,
Deutschland
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ SEPARATION GmbH Köln, Deutschland 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ s.r.o. Spišská Nová Ves,
Slowakei
- - 100,00% VK
ANDRITZ Fliessbett Systeme GmbH Ravensburg,
Deutschland
100,00% VK 100,00% VK
Lenser Verwaltungs GmbH Senden,
Deutschland
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ S.R.L. Cisnadie,
Rumänien
100,00% NK 100,00% NK
Lenser Filtration GmbH Senden,
Deutschland
100,00% VK 100,00% VK
Lenser Asia Sdn. Bhd. Kuala Lumpur,
Malaysien
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO GmbH Ravensburg,
Deutschland
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Küsters GmbH Krefeld,
Deutschland
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Kufferath GmbH Düren,
Deutschland
100,00% VK 100,00% VK
AKRE Real Estate GmbH Düren,
Deutschland
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ MAERZ GmbH Düsseldorf,
Deutschland
100,00% VK 100,00% VK
Modul Systeme Engineering GmbH Laufen,
Deutschland
100,00% VK 50,00% NK
Modul Systeme Projekt Verwaltungs GmbH Laufen,
Deutschland
100,00% NK 50,00% NK
Modul Systeme Projekt GmbH & CO. KG Laufen,
Deutschland
100,00% VK 50,00% NK
Modul Seeger Verwaltungs GmbH Laufen,
Deutschland
- - 25,00% NK
Springer Maschinen-und Reparatur-Service GmbH Springe, - - 50,00% NK
Deutschland
ANDRITZ KMPT GmbH Vierkirchen,
Deutschland
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ KMPT Inc. Florence /
Kentucky, USA
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Ritz GmbH Schwäbisch
Gmünd,
100,00% VK
Deutschland 100,00% VK
ANDRITZ Atro GmbH Nürnberg,
Deutschland
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Ritz Pte Ltd. Singapur, Singapur 100,00% VK 100,00% VK
Ritz Pumps South Africa (Pty) Ltd. Boksburg,
Südafrika
23,00% NK 23,00% NK
Ritz Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Schwäbisch
Gmünd,
Deutschland
100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ MeWa GmbH Gechingen,
Deutschland
100,00% VK 100,00% NK
MEWA RECYCLING Keleti Régió Kft. Győr, Ungarn 100,00% NK - -
ANDRITZ FBB GmbH Mönchengladbach,
Deutschland
100,00% VK - -
ANDRITZ HYDRO GmbH Wien, Österreich 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO S.A.S. Grenoble,
Frankreich
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO Private Limited Bhopal, Indien 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO S.L. Madrid, Spanien 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO S.r.l., Unipersonale Vicenza, Italien 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO AG Kriens, Schweiz 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO S.A. de C.V. Morelia, Mexiko 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO AS Jevnaker,
Norwegen
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO S.A. El Dorado, Panama 100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ HYDRO BRASIL Ltda. São Paulo,
Brasilien
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO Ltd. Sti. Ankara, Türkei 100,00% VK 100,00% VK
PT. ANDRITZ HYDRO Jakarta, Indonesien 51,00% VK 51,00% VK
ANDRITZ HYDRO S.A. Lima, Peru 100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ HYDRO (Pty) Ltd Kyalami, Südafrika 100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ HYDRO Ltda. Bogota, Kolumbien 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO s.r.o. Prag,
Tschechische
Republik
100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ India Private Limited New Delhi, Indien 100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ HYDRO C.A. Caracas,
Venezuela
100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ Power Sdn. Bhd. Kuala Lumpur,
Malaysien
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO INC. Makati City,
Philippinen
100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ Ulu Jelai Project Sdn. Bhd. Kuala Lumpur,
Malaysien
100,00% NK 100,00% NK
PHP Philippinen Hydro Project, Inc. Makati City,
Philippinen
25,00% NK 25,00% NK
ANDRITZ HYDRO Hammerfest AS Hammerfest,
Norwegen
59,43% VK 59,43% VK
ANDRITZ HYDRO Hammerfest (UK) Limited Glasgow,
Großbritannien
59,43% VK 59,43% VK
VA TECH Escher Wyss Peru S.A.C. Lima, Peru 100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ HYDRO UNIPESSOAL LDA Porto, Portugal 100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ HYDRO DRC SARL Kinshasa,
Demokratische
Republik Kongo
100,00% NK - -
HGI Holdings Limited Limassol, Zypern 100,00% NK 100,00% NK
ZAO HGI PCS St. Petersburg,
Russland
75,00% NK 75,00% NK
ANDRITZ SEPARATION (India) Private Ltd. Chennai, Indien 100,00% VK 100,00% VK
ACB Entwicklungsgesellschaft mbH Wien, Österreich 73,00% NK 73,00% NK
ANDRITZ FEED & BIOFUEL A/S Esbjerg, Dänemark 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ FEED & BIOFUEL Brasil Ltda. Curitiba, Brasilien 100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ Slovakia s.r.o. Humenné,
Slowakei
100,00% VK 100,00% NK
ANDRITZ Chile Ltda. Santiago de Chile,
Chile
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ (USA) Inc. Roswell / Georgia,
USA
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Inc. Roswell / Georgia,
USA
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Finance Inc. Tualatin / Oregon,
USA
- - 100,00% VK
Precision Machine and Supply, Inc. Spokane /
Washington, USA
51,00% VK 51,00% VK
Delta Holding Corporation Tualatin / Oregon,
USA
- - 100,00% VK
ANDRITZ SEPARATION Inc. Arlington / Texas,
USA
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ AUTOMATION Inc. Decatur / Georgia,
USA
- - 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO Corp. Charlotte / North
Carolina, USA
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Metals Inc. Canonsburg /
Pennsylvania, USA
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Environmental Solutions Inc. Wilmington /
Delaware, USA
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ S.A.S. Vélizy-Villacoublay,
Frankreich
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Selas S.A.S. Asnières-sur-Seine,
Frankreich
100,00% VK 100,00% VK
Lenser Filtration S.a.r.l. Haguenau,
Frankreich
100,00% VK 100,00% VK
Jaybee Eng. (Holdings) Pty. Ltd. Carrum Downs /
Victoria, Australien
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Pty. Ltd. Carrum Downs /
Victoria, Australien
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Ingeniería S.A. Madrid, Spanien 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Brasil Ltda. Curitiba, Brasilien 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ SEPARATION Industria e Comércio de
Equipamentos de Filtraçâo Ltda.
Pomerode,
Brasilien
100,00% VK 100,00% VK
Sindus ANDRITZ Ltda. Porto Alegre,
Brasilien
100,00% VK 100,00% VK
Sindus ANDRITZ Uruguay S.A. Río Negro,
Uruguay
100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ HYDRO Inepar do Brasil S.A Araraquara,
Brasilien
50,00% VK 50,00% VK
ANDRITZ Pilão Equipamentos Ltda. São Paulo,
Brasilien
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Oy Helsinki, Finnland 100,00% VK 100,00% VK
Savonlinna Works Oy Savonlinna,
Finnland
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Hydro Oy Tampere, Finnland 100,00% VK 100,00% VK
Warkaus Works Oy Varkaus, Finnland 100,00% VK 50,00% EQ
Enmas ANDRITZ Pvt. Ltd. Chennai, Indien 40,00% EQ 40,00% EQ
Carbona Oy Helsinki, Finnland 100,00% NK 80,00% NK
Viafin Brazil Oy Teuva, Finnland 40,00% EQ 40,00% EQ
A&V Montagens INDUSTRIAIS Ltda. Lapa, Brasilien 40,00% EQ 40,00% EQ
ANDRITZ HYDRO Canada Inc. Peterborough / 100,00% VK
Ontario, Kanada 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO Ltd./Ltee. Pointe Claire / 100,00% VK
Quebec, Kanada 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO Installations Inc. Pointe Claire /
Quebec, Kanada
100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ Ltd./Ltée. Lachine / Quebec, 100,00% VK
Kanada 100,00% VK
ANDRITZ Paper Machinery Ltd. Lachine / Quebec, 100,00% VK
Kanada 100,00% VK
Universal Dynamics Group Ltd. Richmond / British 100,00% VK
Columbia, Kanada 100,00% VK
ANDRITZ Automation Ltd. Richmond / British
Columbia, Kanada
100,00% VK 100,00% VK
IDEAS Simulation & Control Ltd. Richmond / British 100,00% VK
Columbia, Kanada 100,00% VK
Universal Dynamics Group (USA) Ltd. Richmond / British 100,00% VK
Columbia, Kanada 100,00% VK
Universal Dynamics America Corp. Bellingham / 100,00% VK
Washington, USA - -
Hemicycle Controls Inc. Chambly / Quebec, 100,00% VK
Kanada 100,00% VK
ANDRITZ AB Örnsköldsvik /
Växjö , Schweden
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO AB Nälden, Schweden 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Ltd. Newcastle-under 100,00% VK
Lyme,
Großbritannien 100,00% VK
ANDRITZ (China) Ltd. Foshan, China 100,00% VK 100,00% VK
Shanghai FOAO Enterprise Management Consulting Co., - -
Ltd. Schanghai, China 100,00% NK
Shanghai Shende Machinery Co. Ltd. Schanghai, China 80,00% VK - -
Shanghai Shenliang Mechanical Equipment and - -
Erection Co. Ltd. Schanghai, China 80,00% NK
ANDRITZ - Wolfensberger Special Alloy Foundry Co. Ltd.
ANDRITZ Technologies H.K. Ltd.
Foshan, China
Hong Kong, China
95,00%
100,00%
VK
VK
95,00%
100,00%
VK
VK
ANDRITZ Thermtec Holding B.V. Rotterdam, 100,00% VK
Niederlande 100,00% VK
ANDRITZ Thermtec B.V. Rotterdam, 100,00% VK
Niederlande 100,00% VK
ANDRITZ Technologies Pvt. Ltd. Bangalore, Indien 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ FEED & BIOFUEL Ltd. Hull, 100,00% VK
Großbritannien 100,00% VK
ANDRITZ FEED & BIOFUEL B.V. Geldrop, 100,00% VK
Niederlande 100,00% VK
ANDRITZ B.V. Den Helder,
Niederlande
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ 3SYS AG Hendschiken, 100,00% VK
Schweiz - -
ANDRITZ Singapore Pte. Ltd. Singapur, Singapur 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ (Thailand) Ltd. Bangkok, Thailand 100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ Uruguay S. A. Fray Bentos, 100,00% VK
Uruguay 100,00% VK
ANDRITZ Industrias S. A. Fray Bentos, 100,00% NK
Uruguay 100,00% NK
ANDRITZ Pulp Technologies Punta Pereira S.A. Montevideo,
Uruguay
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ K.K. Tokio, Japan 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ (Pty) Ltd. Kyalami, Südafrika - - 100,00% VK
ANDRITZ DELKOR (Pty) Ltd. Kyalami, Südafrika 100,00% VK 100,00% VK
GKD Delkor (Pty) Ltd. Kyalami, Südafrika 100,00% NK 100,00% NK
PT. ANDRITZ Jakarta, Indonesien 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Australia Pty Ltd. Melbourne /
Victoria, Australien
100,00% NK 100,00% NK
LLC ANDRITZ St. Petersburg, 100,00% VK
Russland 100,00% VK
LLC ANDRITZ HYDRO Moskau, Russland 100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ Kufferath s.r.o.
ANDRITZ Kft.
Levice, Slowakei
Tiszakécske,
Ungarn
100,00%
100,00%
VK
VK
100,00%
100,00%
VK
VK
ANDRITZ Perfojet S.A.S. Montbonnot Saint
Martin, Frankreich
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Biax S.A.S. Le Bourget du Lac,
Frankreich
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Biax GmbH Graz, Österreich 100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ Frautech S.R.L. Vicenza, Italien 100,00% VK 100,00% VK
ProGENF IP GmbH Wolfsburg,
Deutschland
30,00% NK 30,00% NK
ANDRITZ Como S.R.L. Grandate, Italien 100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ Iggesund Tools AB Iggesund,
Schweden
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Iggesund Tools, Inc. Atlanta Oldsmar,
USA
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Iggesund Tools Canada Inc. Laval / Quebec,
Kanada
100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Boisfer Iggesund S.A.S. Miribel, Frankreich 100,00% VK 100,00% VK
Iggesund Tools Deutschland GmbH Burgsinn,
Deutschland
- - 100,00% NK
ANDRITZ Iggesund Tools Oy Helsinki, Finnland 100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ Iggesund Tools Australia Pty. Ltd. Carrum Downs,
Australien
- - 100,00% NK
ANDRITZ (NZ) Ltd. Tauranga,
Neuseeland
100,00% NK 100,00% NK
ANDRITZ Asselin-Thibeau S.A.S. Elbeuf, Frankreich 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Beteiligungsgesellschaft IV GmbH Krefeld,
Deutschland
100,00% VK 100,00% VK
Schuler Aktiengesellschaft Göppingen,
Deutschland
96,02% VK - -
Schuler Pressen GmbH Göppingen,
Deutschland
96,02% VK - -
SUPERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH &
Co. Objekt Weingarten KG
Schönefeld,
Deutschland
96,02% VK - -
Nora Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH &
Co. Objekt Weingarten KG
Grünwald,
Deutschland
96,02% VK - -
Schmiedetechnik & Service GmbH Weingarten,
Deutschland
96,02% NK - -
Schuler Italia S.r.l. Turin, Italien 86,42% NK - -
ATIS GmbH Deggenhausertal,
Deutschland
96,02% NK - -
Schuler (Dalian) Forming Technologies Co., Ltd. Dalian, China 96,02% VK - -
Schuler Sales & Service (Shanghai) Co., Ltd. Schanghai, China 96,02% VK - -
Beutler Nova AG Gettnau, Schweiz 96,02% VK - -
Schuler Presses UK Limited Walsall,
Großbritannien
96,02% VK - -
BCN Technical Services Inc. Hastings, USA 96,02% VK - -
Müller Weingarten de México S.A. de C.V. Puebla, Mexiko 96,02% VK - -
Schuler Thailand Co. Ltd. Bangkok, Thailand 96,02% NK - -
Gräbener Pressensysteme GmbH & Co KG Netphen,
Deutschland
96,02% VK - -
Schuler SMG GmbH & Co. KG Waghäusel,
Deutschland
96,02% VK - -
Schuler Hydrap Geschäftsführungs GmbH Esslingen,
Deutschland
96,02% NK - -
Schuler Hydrap GmbH & Co. KG Esslingen, 96,02% VK - -
Deutschland
Rena Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & co. Pullach im Isartal, - -
Vermietungs-KG Deutschland 96,02% VK
Tianjin SMG Presses Co. Ltd.
Schuler Automation GmbH & Co. KG
Tianjin, China
Heßdorf,
96,02% NK -
-
-
-
Deutschland 96,02% VK
Schuler Cartec GmbH & Co. KG Göppingen,
Deutschland
96,02% VK - -
Schuler Cartec Engineering GmbH & Co. KG Weingarten,
Deutschland
96,02% VK - -
Schuler Cartec Verwaltungs GmbH Weingarten,
Deutschland
96,02% VK - -
Müller Weingarten Werkzeuge GmbH Weingarten,
Deutschland
96,02% VK - -
Umformcenter Erfurt GmbH Erfuhrt,
Deutschland
96,02% VK - -
Schuler Guß GmbH & Co. KG Göppingen,
Deutschland
96,02% VK - -
Vögtle Service GmbH Eislingen,
Deutschland
96,02% VK - -
Schuler France S.A. Strasbourg, - -
Schuler Inc. Frankreich
Canton, USA
96,02%
96,02%
VK
VK
- -
Prensas Schuler S.A. São Paulo, - -
Brasilien 96,02% VK
BCN do Brasil Servicos e Comercio Ltda São Paulo, - -
Brasilien 96,02% NK
Shanghai Schuler Presses Co. Ltd. Schanghai, China 76,23% VK - -
Schuler Systems & Services Geschäftsführungs GmbH Göppingen,
Deutschland
96,02% NK - -
Gräbener Pressensysteme-Verwaltungs GmbH Netphen, - -
Deutschland 96,02% NK
Graebener Press Systems Inc. Warwick / Rhode
Island, USA
96,02% NK - -
Schuler SMG Geschäftsführungs GmbH Göppingen,
Deutschland
96,02% NK - -
Schuler Automation Geschäftsführungs GmbH Heßdorf,
Deutschland
96,02% NK - -
Schuler Cartec Geschäftsführungs GmbH Weingarten,
Deutschland
96,02% NK - -
Schuler Lasertechnik Geschäftsführungs GmbH Göppingen,
Deutschland
96,02% NK - -
Schuler Guß Geschäftsführungs GmbH Göppingen,
Deutschland
96,02% NK - -
Schuler Iberica S.A.U. Sant Cugat del
Valles, Spanien
96,02% NK - -
Schuler Slovakia Services s.r.o. Dubnica nad
Vahom, Slowakei
96,02% NK - -
Schuler India Private Limited Mumbai, Indien 96,02% NK - -
Schuler Poland Service Sp.Z o.o. Kedzierzyn-Kozle,
Polen
96,02% NK - -
Tianjin GMTSC Machine Tool Service Co. Ltd. Tianjin, China 48,01% NK - -
Presse Italia S.p.A. Rom, Italien 96,02% NK - -
Schuler Pressen Geschäftsführungs GmbH Göppingen,
Deutschland
96,02% NK - -
ANDRITZ (Wuxi) Nonwoven Technology Co. Ltd. Wuxi, China 100,00% VK 100,00% VK
ANDRITZ Soutec AG Neftenbach,
Schweiz
100,00% VK 100,00% VK
Soutec Shanghai Ltd. Schanghai, China 100,00% NK 100,00% NK
Soutec Ltd Farmington Hills /
Michigan, USA
- - 100,00% NK
Beheermaatschappij "G.M.F." B.V. Waddinxveen, 100,00% VK 100,00% NK
Niederlande
Vastgoedmaatschappij "G.M.F." B.V. Waddinxveen,
Niederlande
100,00% VK 100,00% NK
ANDRITZ Gouda B.V. Waddinxveen,
Niederlande
100,00% VK 100,00% VK
GMF-Gouda Singapore Pte Ltd. Singapur, Singapur 100,00% NK 100,00% NK
GMF-Gouda America Inc. Weatherby Lake /
Missouri, USA
- - 100,00% NK
S.A.S.J.E. Duprat & Cie La Roche Blanche,
Frankreich
100,00% NK 100,00% NK
Royal GMF-Gouda Germany GmbH Ratingen,
Deutschland
- - 100,00% NK
GMF-Gouda China Co Ltd. Peking, China 100,00% NK 100,00% NK
Larvik Cell Holding AS Jevnaker,
Norwegen
- - 100,00% NK

VK ... Vollkonsolidierung

EQ ... Equitybewertung

NK ... Keine Einbeziehung aufgrund untergeordneter Bedeutung

Graz, am 19. Februar 2014

Wolfgang Leitner e.h. Karl Hornhofer e.h. Humbert Köfler e.h. Friedrich Papst e.h. Wolfgang Semper e.h. (Vorstandsvorsitzender)

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS

Erklärung des Vorstands der ANDRITZ AG gemäß § 82 Abs. 4 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzern-Abschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzern-Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzern-Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Graz, im Februar 2014

Der Vorstand der ANDRITZ AG

Vorstandsvorsitzender PULP & PAPER

(Neuanlagen)

Wolfgang Leitner Karl Hornhofer Humbert Köfler Friedrich Papst Wolfgang Semper

PULP & PAPER (Service & Systemlösungen), SEPARATION

METALS, HYDRO (Pumpen), SEPARATION (Tierfuttertechnologien)

HYDRO

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der ANDRITZ AG, Graz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2013, die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals und das Konzern-Cashflow-Statement für das am 31. Dezember 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Konzern-Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzern-Buchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt.

Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss.

Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern.

Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben.

Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2013 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 19. Februar 2014

Dr. Nikolaus MÜLLER e.h. Mag. Walter MÜLLER e.h. Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der ANDRITZ AG, Graz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2013, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung und den Inhalt eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der ANDRITZ AG zum 31. Dezember 2013 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 19. Februar 2014

Dr. Nikolaus MÜLLER e.h. Mag. Walter MÜLLER e.h. Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.

ANDRITZ AG

Stattegger Straße 18 8045 Graz, Österreich [email protected]

Inhouse produziert mit FIRE.sys

Disclaimer

Bestimmte Aussagen im Geschäftsbericht 2013 und im Jahresfinanzbericht 2013 sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich. Der Geschäftsbericht 2013 und der Jahresfinanzbericht 2013 enthalten Annahmen und Prognosen, die auf Basis aller bis Redaktionsschluss am 19. Februar 2014 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Annahmen und Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder die im Kapitel "Unternehmensrisiken" und im Lagebericht des Jahresfinanzberichts 2013 angesprochenen Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den im Geschäftsbericht 2013 und im Jahresfinanzbericht 2013 erwarteten Ergebnissen abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr.

Jahresabschluss 2013 der ANDRITZ AG

Präambel Lagebericht ANDRITZ-GRUPPE Bilanz ANDRITZ AG Gewinn- und Verlustrechnung ANDRITZ AG Anhang ANDRITZ AG

Lagebericht

Präambel

Der Jahresabschluss (Einzelabschluss) der ANDRITZ AG wird nach den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des österreichischen UGB aufgestellt. Entsprechend dieser Vorschriften sind die verbundenen Unternehmen im Rahmen des Finanzanlagevermögens ausgewiesen. Dadurch ergibt sich aus dem Einzelabschluss lediglich ein Ausschnitt der wirtschaftlichen Lage für die ANDRITZ AG und ihre verbundenen Unternehmen.

Finanzielle Leistungsindikatoren der ANDRITZ AG:

Die Kennzahlen wurden entsprechend dem Fachgutachten zur Mindestausgestaltung finanzieller Leistungsindikatoren im Lagebericht berechnet.

in MEUR bzw. in % 2013 2012
Auftragsstand 2.323,5 2.316,6
Umsatzerlöse 413,9 433,5
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 154,6 141,2
Umsatzrentabilität 37,3% 32,6%
Eigenkapitalrentabilität 33,3% 32,1%
Gesamtkapitalrentabilität 7,4% 7,1%
Nettoverschuldung 439,0 317,0
Nettoumlaufvermögen -355,1 -62,1
Eigenkapitalquote 20,2% 20,5%
Verschuldungsgrad 103,6% 78,1%
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 192,0 163,8

Im Geschäftsjahr 2013 wurde einerseits wiederum eine relativ geringe Anzahl von Großaufträgen abgerechnet und andererseits mussten für erhebliche Projektkostenüberschreitungen in Zusammenhang mit Lieferungen für ein Zellstoffwerk in Südamerika entsprechend hohe finanzielle Vorsorgen getroffen werden, dies führte zu einem deutlich negativem Betriebsergebnis.

Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in 2013 +559,2 MEUR (2012: +148,2 MEUR), jener aus der Investitionstätigkeit -421,9 MEUR (2012: -254,9 MEUR) und jener aus der Finanzierungstätigkeit -323,7 MEUR (2012: +236,4 MEUR). Der Finanzmittelbestand am Ende der Periode verringerte sich daher von 231,3 MEUR am 31.12.2012 auf 44,9 MEUR am 31.12.2013.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren der ANDRITZ AG:

Bezüglich der Themenbereiche Fertigung, Personalwesen und Umweltschutz wird auf die Ausführungen im Konzernlagebericht verwiesen, welche auch für die ANDRITZ AG zutreffend sind. Im Bereich Forschung und Entwicklung ist die ANDRITZ AG eines von mehreren Forschungszentren in der ANDRITZ-GRUPPE und in sämtlichen Geschäftsbereichen mit Ausnahme des Bereichs FEED TECHNOLOGY in verschiedenen Projekten tätig.

Zur besseren Einsicht in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage basiert der folgende Lagebericht auf dem nach IFRS erstellten Konzernabschluss.

LAGEBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die Weltwirtschaft hat sich im Verlauf des Jahres 2013 zeitlich gesehen differenziert entwickelt. Während das erste Halbjahr von einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau geprägt war, gab es im zweiten Halbjahr klar erkennbare Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung in allen wichtigen Wirtschaftsregionen der Welt.

In den USA war der Wirtschaftsaufschwung bereits im ersten Quartal 2013 erkennbar, allerdings ausgehend von einem tiefen Niveau. Der Privatkonsum, der die wesentliche Triebfeder für das BIP-Wachstum in den USA ist, stieg im Verlauf des Jahres stetig an. Die Arbeitslosenquote ging zurück und erreichte mit Jahresende einen Wert von rund 7%. Die amerikanische Notenbank FED kündigte an, dass sie ihre expansive Geldpolitik vorerst nicht ändern und weiter Anleihenkäufe im Umfang von 85 Milliarden US-Dollar monatlich tätigen wird.

In Europa verharrte die Wirtschaft im Berichtsjahr sehr lange auf niedrigem Niveau, wobei einige Länder der Euro-Zone sogar ein negatives BIP-Wachstum im ersten Halbjahr 2013 verzeichneten. Ab dem dritten Quartal 2013 kam es jedoch zu einer deutlichen Wirtschaftserholung im Euro-Raum, wobei auch die Wirtschaftsleistung der meisten Peripherieländer Südeuropas zulegen konnte. Die Europäische Zentralbank kündigte an, angesichts der immer noch schwachen Wirtschaftsentwicklung, der unverändert hohen Arbeitslosenquote im Euro-Raum sowie der weiterhin niedrigen Inflation ihre Geldpolitik unverändert zu lassen.

In den Emerging Markets war eine regional differenzierte Entwicklung zu verzeichnen. Während sich in China die Wirtschaft im Jahresverlauf erholte, blieb sie in den meisten anderen aufstrebenden Ländern, insbesondere in Brasilien und Indien, auf unverändert tiefem Niveau. Hohe Geldabflüsse ausländischer Investoren führten teilweise zu einer massiven Abwertung der lokalen Währungen. Die damit einhergehende restriktivere Zinspolitik der Notenbanken wirkte stark belastend auf das Konsum- und Investitionsverhalten.

Quellen: Research-Berichte verschiedener Banken, OECD

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Anmerkungen

  • Alle Zahlen gemäß IFRS.
  • Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.
  • MEUR = Million Euro; TEUR = Tausend Euro
  • Der Schuler-Konzern wurde per 1. März 2013 in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE einbezogen. Für die Vergleichsperioden der Vorjahre sind keine Pro-forma-Zahlen verfügbar. Schuler ist dem Geschäftsbereich METALS zugeordnet.
  • Der Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL wurde per 1. Jänner 2013 dem Geschäftsbereich SEPARATION zugeordnet. Die Werte des Vorjahrs wurden entsprechend angepasst.

Veränderung des Konsolidierungskreises/Akquisitionen

Die folgenden Unternehmen waren im Geschäftsjahr 2012 nicht oder nur teilweise im Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE enthalten:

  • ANDRITZ (Wuxi) Nonwoven Technology Co. Ltd.: Anlagen zur Produktion von Trockenvlies, vor allem für Anwendungen im Textil- und Hygienebereich
  • ANDRITZ Bricmont Inc.: Ofenanlagen für die Aluminium- und Stahlindustrie
  • ANDRITZ HYDRO Hammerfest: Technologien zur Energieerzeugung aus küstennahen Gezeitenströmungen
  • Soutec AG, Schweiz: Laser- und Rollnaht-Widerstandsschweißsysteme für die Metall verarbeitende Industrie
  • ANDRITZ Environmental Solutions Inc.: Rauchgasreinigungssysteme für Energieversorger und Energie erzeugende Industrien
  • Royal GMF-Gouda (Goudsche Machinefabriek): Trocknungssysteme für die Lebensmittelindustrie, die chemische Industrie sowie für den kommunalen Umweltbereich

Folgende Unternehmen wurden 2013 im Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE neu konsolidiert:

  • Shanghai Shende Machinery Co. Ltd., China (80%): Anlagen zur Produktion von Tier-/Fischfutterpellets im mittleren Kapazitätsbereich
  • Schuler-Konzern, Deutschland (mehr als 95%): Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Verfahrens-Know-how und Dienstleistungen im Bereich der Umformtechnik für die Metall verarbeitende Industrie
  • FBB Engineering GmbH, Deutschland (100%): Brenner und feuerfeste Bauteile für die Stahl- und Aluminiumindustrie
  • ANDRITZ MeWa GmbH, Deutschland (100%): Engineering und Service für Recyclingmaschinen und komplette Anlagenlösungen
  • Modul-Gruppe, Deutschland (weitere 50%): Maschinen und Anlagen für Faserplatten (MDF); die ersten 50% wurden 2010 erworben

  • Einzelne Vermögenswerte von Vandenbroek Thermal Processing B.V., Niederlande: thermische Schlammtrocknungstechnologien

  • Einzelne Vermögenswerte von Hydreo Engineering, Frankreich: Ausrüstung für Kleinwasserkraftwerke
  • Warkaus Works Oy, Finnland (weitere 50%): Fertigung für Rückgewinnungskessel und Kraftwerkskesselanlagen

Die erstmalige Einbeziehung der in 2013 erworbenen Unternehmen/Geschäftsfelder erfolgte auf Basis vorläufiger Werte.

Umsatz

Der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE im Geschäftsjahr 2013 betrug 5.710,8 MEUR und lag damit um 10,3% über dem Vorjahresvergleichswert (2012: 5.176,9 MEUR). Dieser Anstieg ist auf die Konsolidierung des Schuler-Konzerns zurückzuführen, der seit der Erstkonsolidierung per 1. März 2013 im Berichtszeitraum 966,6 MEUR zum Umsatz beitrug; ohne Schuler wäre der Umsatz der Gruppe um 8,4% gesunken. Die Entwicklung der Geschäftsbereiche im Detail:

  • HYDRO: Mit 1.804,8 MEUR lag der Umsatz nur geringfügig unter dem Vorjahresniveau (-1,7% versus 2012: 1.836,8 MEUR).
  • PULP & PAPER: Der Umsatz betrug 2.005,3 MEUR und war damit deutlich niedriger als der sehr hohe Wert von 2012, der Umsätze aus der Abarbeitung von zwei großen Zellstoffprojekten enthielt (-12,1% versus 2012: 2.282,2 MEUR).
  • METALS: Aufgrund der Konsolidierung des Schuler-Konzerns verzeichnete der Geschäftsbereich einen signifikanten Anstieg des Umsatzes auf 1.311,0 MEUR (2012: 404,7 MEUR); ohne Schuler wäre der Umsatz des Geschäftsbereichs im Jahresvergleich um 14,9% gesunken.
  • SEPARATION: Mit 589,7 MEUR lag der Umsatz um 9,7% unter dem Vorjahresvergleichswert (2012: 653,2 MEUR).
2013 2012
ANDRITZ-GRUPPE 28 26
HYDRO 25 24
PULP & PAPER 36 29
METALS 17 6
SEPARATION 39 35

Auftragseingang

Der Auftragseingang der Gruppe ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 13,9% auf 5.611,0 MEUR angestiegen (2012: 4.924,4 MEUR), wobei der Schuler-Konzern 868,4 MEUR beitrug; ohne Schuler wäre der Auftragseingang der Gruppe um 3,7% gesunken. Der Auftragseingang im Geschäftsbereich HYDRO ist im Vergleich zum sehr hohen Niveau des Vorjahrs zurückgegangen. Im Geschäftsbereich PULP & PAPER war der Auftragseingang zufriedenstellend und erreichte annähernd den hohen Wert des Vorjahrs. Die Entwicklung der Geschäftsbereiche im Detail:

2013 (MEUR) 2012 (MEUR) +/- (%)
HYDRO 1.865,4 2.008,4 -7,1
PULP & PAPER 1.907,7 1.962,4 -2,8
METALS 1.233,8 324,2 +280,6
SEPARATION 604,1 629,4 -4,0

Auftragsstand

Der Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE per 31. Dezember 2013 betrug 7.388,5 MEUR – im Vergleich zum Ende des Vorjahrs ein Anstieg um 11,7% (31. Dezember 2012: 6.614,8 MEUR). Der Schuler-Konzern trug zum Auftragsstand 1.040,4 MEUR bei.

Ergebnis

Die Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen betrugen 2013 161,6 MEUR (2012: 83,7 MEUR). Diese Erhöhung ist insbesondere auf laufende Abschreibungen bei Schuler (rund 20 MEUR) und zusätzliche Abschreibungen von immateriellen Vermögensgegenständen im Zusammenhang mit der Schuler-Akquisition (rund 40 MEUR) zurückzuführen.

Das EBITA der Gruppe betrug im Berichtsjahr 164,1 MEUR und lag damit um 54,1% unter dem Vorjahresvergleichswert (2012: 357,8 MEUR). Die EBITA-Marge sank auf 2,9% (2012: 6,9%). Die wesentlichen Gründe für diesen deutlichen Rückgang sind wie folgt:

PULP & PAPER: hohe Rückstellungen und Aufwendungen für Kostenüberschreitungen im Zusammenhang mit Lieferungen für ein Zellstoffwerk in Südamerika.

  • SEPARATION: Mehrkosten bei der Markteinführung einer neuen Produktserie in China.
  • METALS: Rückstellungen und Aufwendungen (rund 40 MEUR) für die Fortsetzung des vom Schuler-Konzern 2011 zur Integration von Müller Weingarten initiierten Wachstums- und Strategieprojekts.

2013 wurden für die Gruppe eine Firmenwertminderung in Höhe von 3,8 MEUR (2012: 0,4 MEUR) sowie eine Wertminderung für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 7,1 MEUR erfasst (2012: 0,5 MEUR).

Das Finanz-Ergebnis im Geschäftsjahr 2013 verringerte sich deutlich auf -9,5 MEUR (2012: -4,1 MEUR). Dieser Rückgang ist insbesondere auf Zinsaufwendungen für die 2012 begebene Unternehmensanleihe sowie das im Jahresvergleich allgemein gesunkene Zinsniveau und die insgesamt geringere durchschnittliche Nettoliquidität zurückzuführen.

Die Steuerquote betrug 2013 33,7% (2012: 27,0%); dieser deutliche Anstieg ist vor allem auf Steuersatzänderungen und höhere, nicht abzugsfähige Quellensteuern zurückzuführen (siehe Konzern-Anhang – Kapitel H, 8. Steuern vom Einkommen und Ertrag).

Das Konzern-Ergebnis betrug 53,2 MEUR (2012: 241,3 MEUR), wovon 66,6 MEUR auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft und -13,4 MEUR auf nicht beherrschende Anteile entfallen. Die negative Ergebnisentwicklung bei den Gesellschaften, bei denen ANDRITZ nicht 100% hält, ist in erster Linie auf ein Unternehmen in Brasilien zurückzuführen, das bedingt durch Ergebnisverschlechterungen bei einigen Projekten einen deutlichen Verlust im Jahr 2013 verbuchte.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Aufgrund der erstmaligen Konsolidierung des Schuler-Konzerns erhöhte sich die Bilanzsumme der ANDRITZ-GRUPPE per 31. Dezember 2013 auf 5.571,4 MEUR (31. Dezember 2012: 5.161,0 MEUR). Damit verringerte sich die Eigenkapitalquote auf 16,7% (31. Dezember 2012: 20,0%).

Die Bruttoliquidität (Zahlungsmittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Schuldscheindarlehen) per 31. Dezember 2013 betrug 1.517,0 MEUR (31. Dezember 2012: 2.047,8 MEUR), die Nettoliquidität (Bruttoliquidität plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten) lag bedingt durch die Akquisition von Schuler mit 893,1 MEUR deutlich unter dem Wert zum 31. Dezember 2012 (1.285,7 MEUR).

Zusätzlich zur hohen Nettoliquidität stehen der ANDRITZ-GRUPPE derzeit folgende Kredit- und Avallinien für Vertragserfüllungen, Anzahlungen, Gewährleistungen etc. zur Verfügung:

  • Kreditlinien: 320 MEUR, davon 108 MEUR ausgenutzt
  • Avallinien: 5.454 MEUR, davon 2.993 MEUR ausgenutzt
Aktiva
1.851,2
MEUR
2.333,2
MEUR
1.387,0
MEUR
Langfristiges
Vermögen: 33%
Passiva
Sonstiges kurz fristiges Vermögen: 42% Flüssige Mittel und Wertpapiere
des Umlaufvermögens: 25%
929,5
MEUR
634,4
MEUR
652,0
MEUR
3.355,5
MEUR
Summe Eigenkapital
inkl. nicht beherrschende
Anteile: 17%
Finanzver
bindlich
keiten: 11%
Sonstige
langfristige
Verbindlich
keiten: 12%
Sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten: 60%

Investitionen und Cashflow

Die Investitionen in materielle und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen 111,4 MEUR (2012: 109,1 MEUR) und betrafen im Wesentlichen Modernisierungen von Fertigungsstätten sowie den Bau bzw. Erwerb von Bürogebäuden.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 93,7 MEUR und lag damit deutlich unter dem Vorjahresvergleichswert (2012: 346,5 MEUR). Dieser Rückgang ist insbesondere auf projektbedingte Veränderungen des Umlaufvermögens sowie auf erhöhte Steuervorauszahlungen zurückzuführen.

Weitere wichtige Kennzahlen im Überblick

Einheit 2013 2012* 2011 2010 2009
Umsatzrendite1) % 1,6 6,5 6,8 6,9 4,6
EBITDA2) MEUR 255,2 418,6 386,2 307,3 218,2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) MEUR 89,8 334,5 312,7 245,5 147,1
Ergebnis vor Steuern (EBT) MEUR 80,3 330,4 321,7 247,9 149,6
Konzern-Ergebnis
(vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) MEUR 53,2 241,3 231,5 177,0 102,9
Free Cashflow3) MEUR -11,5 239,7 361,1 644,9 285,6
Free Cashflow je Aktie4) EUR -0,1 2,3 3,5 6,2 2,7
Eigenkapitalrentabilität5) % 8,6 32,0 34,3 31,2 22,5
Gesamtkapitalrentabilität6) % 1,6 6,5 6,8 6,1 4,4
Nettoverschuldung7) MEUR -585,0 -1.053,3 -1.198,4 -992,0 -505,3
Nettoumlaufvermögen8) MEUR -539,4 -631,8 -639,2 -556,1 -104,3
Capital employed9) MEUR 443,6 -36,5 -128,6 -86,0 285,9
Verschuldungsgrad10) % -62,9 -101,9 -127,6 -124,9 -76,2

* Angepasst aufgrund von IAS19 sowie IFRS 3

1) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Umsatz 2) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 3) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen plus Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 4) Free Cashflow/Aktiengesamtzahl 5) Ergebnis vor Steuern/Summe Eigenkapital 6) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Bilanzsumme 7) Verzinsliches Fremdkapital inkl. Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Schuldscheindarlehen 8) Langfristige Forderungen plus kurzfristige Vermögenswerte (exkl. Wertpapiere des Umlaufvermögens, Zahlungsmittel und Schuldscheindarlehen) abzüglich sonstige langfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Verbindlichkeiten (exkl. Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen) 9) Nettoumlaufvermögen plus immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 10) Nettoverschuldung/Summe Eigenkapital

Wichtige Akquisitionen

Im Februar 2013 wurde die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der Schuler AG, Deutschland, von den zuständigen Kartellbehörden ohne Auflagen vollumfänglich freigegeben. Die Übertragung der Gesellschaftsanteile erfolgte mit Closing im Februar 2013. Die Erstkonsolidierung von Schuler in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE erfolgte per 1. März 2013. Als Technologie- und Weltmarktführer in der Umformtechnik liefert Schuler Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Verfahrens-Know-how und Dienstleistungen für die gesamte Metall verarbeitende Industrie.

ANDRITZ erwarb 80% der Anteile an Shanghai Shende Machinery Co. Ltd., China. Das Unternehmen liefert Verfahrenstechnologien einschließlich der gesamten Ausrüstung und Services für Anlagen zur Produktion von Tier- und Fischfutterpellets im mittleren Kapazitätsbereich. Diese Akquisition bedeutet für den Geschäftsbereich SEPARATION eine Stärkung des Produkt- und Serviceangebots sowie eine weitere Festigung seiner Position in den Wachstumsmärkten in China und anderen asiatischen Ländern.

Weiters hat ANDRITZ 2013 folgende Unternehmen erworben:

  • FBB Engineering GmbH, Deutschland: Brenner und feuerfeste Bauteile für die Stahl- und Aluminiumindustrie
  • ANDRITZ MeWa GmbH, Deutschland: Engineering und Service für Recyclingmaschinen und komplette Anlagenlösungen
  • Modul-Gruppe, Deutschland: Maschinen und Anlagen für Faserplatten (MDF)
  • Einzelne Vermögenswerte von Vandenbroek Thermal Processing B.V., Niederlande: thermische Schlammtrocknungstechnologien
  • Einzelne Vermögenswerte von Hydreo Engineering, Frankreich: Ausrüstung für Kleinwasserkraftwerke
  • Warkaus Works Oy, Finnland: Fertigung für Rückgewinnungskessel und Kraftwerkskesselanlagen

RISIKOMANAGEMENT

ANDRITZ verfügt über ein gruppenweites Risikomanagementsystem, mit dem Risikopotenziale erkannt und Gegenmaßnahmen getroffen werden sollen. Es stellt ein wichtiges Element in der aktiven Unternehmenssteuerung dar.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Einrichtung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bzw. die Finanzberichterstattung liegt in der Verantwortung des Vorstands. Dazu wurden sowohl für die wesentlichen Geschäftsrisiken innerhalb der Gruppe als auch für den Finanzberichterstattungsprozess gruppenweit verbindlich anzuwendende Regelungen und Richtlinien verabschiedet.

Das Rechnungswesen und die darin integrierte Finanzbuchhaltung sind dem Vorstand unterstellt. Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen wird bestmöglich sichergestellt, dass die gesetzliche Vorgabe, dass die Eintragungen in die Bücher und die sonstigen Aufzeichnungen vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet zu erfolgen haben, erfüllt wird. Der gesamte Prozess von der Beschaffung bis zur Zahlung unterliegt strengen Regeln und Richtlinien, die wesentliche damit in Zusammenhang stehende Risiken vermeiden sollen. Zu diesen Maßnahmen und Regeln zählen unter anderem Funktionstrennungen, Unterschriftenordnungen, ausschließlich kollektive und auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsermächtigung für Zahlungen sowie systemunterstützte Prüfungen durch die verwendete Finanzsoftware (SAP).

Durch ein standardisiertes, konzernweites Finanzberichtswesen sowie durch sofortige, anlassbezogene Berichterstattung über bedeutende Ereignisse wird der Vorstand laufend über alle relevanten Sachverhalte informiert. Der Aufsichtsrat wird in zumindest einer pro Quartal stattfindenden Aufsichtsratssitzung über den laufenden Geschäftsgang inklusive operative Planung und mittelfristige Strategie des Konzerns unterrichtet, in besonderen Fällen wird der Aufsichtsrat auch unmittelbar informiert. Darüber hinaus erhält der Vorsitzende des Aufsichtsrats einen monatlichen Bericht mit den wichtigsten Finanzkennzahlen einschließlich Kommentaren. In den Prüfungsausschusssitzungen wird unter anderem auch das interne Kontroll- und Risikomanagement behandelt.

Eine interne Revision, die als Stabstelle des Vorstands eingerichtet ist, auditiert konzernweit einzelne Prozesse oder Gesellschaften anhand eines jährlich festgelegten Prüfplans sowie in besonderen Anlassfällen.

Finanzielle Risiken

Überwachung und Management finanzieller Risiken sind integrale Bestandteile des Rechnungswesens und des Controllings innerhalb der gesamten ANDRITZ-GRUPPE. Kontinuierliches Controlling und regelmäßiges Reporting sollen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass größere Risiken früh erkannt und wenn notwendig Gegenmaßnahmen getroffen werden können. Dennoch gibt es keine Garantie dafür, dass die Überwachungs- und Risikokontrollsysteme effektiv genug sind.

Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beziehen sich vor allem auf die Abhängigkeit der Gruppe von der allgemeinen Konjunkturentwicklung und der Entwicklung der von ihr bedienten Industrien, den Erhalt von Großaufträgen und die Erzielung der entsprechenden Umsatzerlöse aus dem hohen Auftragsstand. Darüber hinaus stellen bei der Abwicklung von Aufträgen unerwartete Kostensteigerungen ein zusätzliches Risiko dar; dies insbesondere bei sogenannten Turnkey- oder EPC-Aufträgen, bei denen die Gruppe – zusätzlich zur Lieferung von ANDRITZ-Ausrüstungen und -Systemen – auch die Verantwortung für Engineering, Bau und Montage von Anlagen übernimmt. Derartige Projekte bergen hohe Risiken in Bezug auf die Zusammenarbeit mit Drittparteien, die mit Engineering-, Bau- und Montageleistungen beauftragt werden, in sich (Risiken wie z. B. Streiks oder Nichteinhaltung von Terminen von Sublieferanten). Verzögerungen und Schwierigkeiten bei der Erreichung der garantierten Leistungsparameter der von ANDRITZ gelieferten Anlagen stellen ebenfalls wesentliche Risiken dar.

Laufende Störungen und Streiks auf der Baustelle für ein Zellstoffwerk in Südamerika, für das ANDRITZ Produktionstechnologien und Ausrüstungen auf EPC-Basis liefert, können zu weiteren Verzögerungen bei der Inbetriebnahme führen. Dies könnte – zusätzlich zu den bereits gebildeten Rückstellungen – weitere finanzielle Vorsorgen notwendig machen.

Eine mögliche fehlerhafte Funktion der von ANDRITZ gelieferten Komponenten und Systeme kann gravierende Folgen für Menschen und materielles Vermögen haben. Die finanziellen Schwierigkeiten einzelner Euro-Länder und die unverändert schwierige gesamtwirtschaftliche Entwicklung (insbesondere in Europa und den USA) bedeuten ebenso ein ernstes Risiko für die finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE. Weiters stellt eine mögliche Abschwächung der wirtschaftlichen Aktivitäten in den Emerging Markets ein Risiko für die Gruppe dar. Die Wirtschaftsschwäche könnte zu Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zur Verzögerung oder Einstellung laufender Projekte führen. Die Stornierung bestehender Aufträge könnte den Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen, was sich wiederum negativ auf die Kapazitätsauslastung der Produktionsstätten der Gruppe auswirken könnte.

Auch eine vollständige oder teilweise Abschreibung einzelner im Zuge von Akquisitionen entstandener Firmenwerte könnte die Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beeinflussen, wenn die wirtschaftlichen Ziele für diese Firmen nicht erreicht werden können. Abseits davon besteht jederzeit das Risiko, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise oder gänzlich wertberichtigt werden müssen.

Per 1. März 2013 erfolgte die Konsolidierung des Schuler-Konzerns in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE. Da Schuler rund 80% des Umsatzes in der Automobilindustrie erzielt, die in der Regel starken zyklischen Schwankungen ausgesetzt ist, kann diese Akquisition möglicherweise auch eine negative Auswirkung auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE haben. Auch werden mögliche finanzielle Vorsorgen für die Fortsetzung des von Schuler im Jahr 2011 zur Integration von Müller Weingarten initiierten Wachstums- und Strategieprogramms "ZusammenWachsen", das organisatorische und kapazitive Anpassungen vorsieht, das Ergebnis von Schuler, und damit auch das der ANDRITZ-GRUPPE, im Jahr 2014 negativ beeinflussen.

Das Zahlungsausfallsrisiko von Kunden wird für einen Großteil der Aufträge durch Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie durch Abschluss von Exportversicherungen reduziert. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass es einzelne Zahlungsausfälle gibt, die im Eintrittsfall einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der Gruppe haben. Das Risiko für Lieferungen in als politisch durchschnittlich riskant oder sehr riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls umfassend versichert. Nicht immer sind jedoch die Voraussetzungen für eine vollständige Absicherung gegeben. Zur Transparenz hinsichtlich finanzieller Risiken bei Projekten und der raschen Möglichkeit zur Gegensteuerung wurde ein quartalsweises Credit-Risk-Reporting an den Vorstand eingeführt. Dabei werden das maximal erwartete ungedeckte Kreditorenrisiko für externe Aufträge mit einem Auftragswert von über einer Million Euro, die nach Projektfortschritt (Percentage of Completion – POC) abgerechnet werden, sowie das Rating der Kunden dargestellt.

ANDRITZ hat in Brasilien erhebliche Steuerguthaben aus verschiedenen Verkehrssteuern. Diese Steuerguthaben wurden teilweise von den Finanzbehörden für Steuerschulden unseres Minderheitsaktionärs verpfändet. Obwohl ein Durchgriff auf das Vermögen der Gesellschaft für die Schulden eines Minderheitsaktionärs nach brasilianischem Recht nicht erlaubt ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einem teilweisen Ausfall der Steuerforderungen in Brasilien kommt.

Wechselkursrisiken im Zusammenhang mit der Abwicklung des Auftragsstands werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten – vor allem Devisentermingeschäfte und Swaps – minimiert und gesteuert. Bei in Fremdwährung fakturierten Aufträgen wird die Nettowährungsposition durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert.

Zur bestmöglichen Reduktion der finanziellen Risiken und zur besseren Überwachung, Kontrolle und Bewertung der Finanz- und Liquiditätsposition hat die ANDRITZ-GRUPPE eine umfassende Treasury-Policy und ein transparentes Informationssystem implementiert. Cashflow-Risiken werden über monatliche Cashflow-Berichte überwacht.

Die ANDRITZ-GRUPPE ist hinsichtlich Liquidität sehr gut positioniert und verfügt über hohe Liquiditätsreserven. Die Gruppe vermeidet es, von einer einzigen Bank oder von nur wenigen Banken abhängig zu sein. Zur Sicherstellung der Unabhängigkeit wird bei allen wichtigen Finanzprodukten (Zahlungsmittel, Finanzverbindlichkeiten, Finanzanlagevermögen, Garantien und Derivate) jeweils nur ein bestimmtes Volumen mit einer Bank abgewickelt. Durch diese Diversifikation versucht ANDRITZ, das Kontrahentenrisiko bestmöglich zu minimieren. Dennoch würde die Insolvenz einzelner oder mehrerer Banken einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung und das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE haben. Darüber hinaus kann eine Verschlechterung der Einschätzung der Bonität von ANDRITZ durch mehrere Banken den finanziellen Spielraum von ANDRITZ, insbesondere im Hinblick auf zu erstellende Avale, einschränken.

ANDRITZ verfolgt eine risikoaverse Veranlagungsstrategie. Geld wird weitgehend in risikoarme Finanzanlagen investiert, wie zum Beispiel in Staatsanleihen, staatsgarantierte Anleihen, Wertpapierfonds zur Deckung der Pensionsverpflichtungen, einlagengesicherte Schuldscheindarlehen oder Termingelder. Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten können jedoch zu einer ungünstigen Preisentwicklung bei verschiedenen Wertpapieren, in welche die Gruppe investiert hat, oder zu deren Unhandelbarkeit führen. Dies könnte sich aufgrund notwendig werdender Abwertungen oder Wertberichtigungen negativ auf das Finanzergebnis oder das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE auswirken. Durch die Krise erhöht sich zudem das Ausfallsrisiko einzelner Emittenten der Wertpapiere bzw. der Kunden. Der Vorstand wird in regelmäßigen Abständen über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposure in der ANDRITZ-GRUPPE informiert.

Aufgrund der aktuellen Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union ist das Risiko eines kompletten oder teilweisen Zerfalls der Euro-Zone und eines damit verbundenen möglichen Zusammenbruchs des Euro-Währungssystems gegeben. Dies würde sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit negativ auf die Finanz-, Liquiditäts- und Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE auswirken. Ebenso könnten die Anfang des Jahres 2014 stattgefundenen Abwertungen vieler Währungen aufstrebender Länder wie Brasilien, Argentinien, Indonesien, Türkei und Indien und die darauf folgende deutliche Erhöhung der Leitzinsen durch die jeweiligen Notenbanken zu einer deutlichen wirtschaftlichen Abschwächung in diesen Ländern führen, die sich negativ auf die Umsatz-, Ertrags- und Auftragseingangsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE niederschlagen könnten. Ferner könnte es zu einer Stornierung bzw. zu Verzögerungen von Projekten in diesen Ländern kommen, da durch die Währungsabwertungen viele Projekte für den Kunden erheblich teurer werden und sich damit die Rentabilität deutlich verringert.

Für weitere Informationen siehe Konzern-Anhang – Kapitel M, Risikomanagement.

Nicht-finanzielle Risiken

Im Bereich der Fertigung sind exakte Planung, hoher Einsatz und Flexibilität seitens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wesentliche Erfolgsfaktoren, um kurze Auftragsdurchlaufzeiten und hohe Termintreue zu garantieren. ANDRITZ setzt intern auf flexible Arbeitszeitmodelle und einen Anteil an Zeitarbeitern, um zyklischen Auslastungsschwankungen zu begegnen. Ebenso werden durch eine gezielte Make-or-Buy-Strategie die im Projektgeschäft typischen Schwankungen in der Kapazitätsauslastung besser ausgeglichen und die vorhandenen eigenen Fertigungskapazitäten bestmöglich ausgelastet. Dabei werden prozessrelevante Schlüsselkomponenten für Anlagen und Produkte von ANDRITZ meist in eigenen Produktionsstätten gefertigt und montiert. Einfache Komponenten werden dagegen vorwiegend bei qualifizierten Lieferanten beschafft, deren Qualität und Termintreue laufend kontrolliert werden. Die ANDRITZ-GRUPPE versucht, Auslastungsschwankungen durch die Zuteilung von Aufträgen auf die einzelnen globalen Standorte sowie lokal durch den Einsatz von Leiharbeitern bestmöglich auszugleichen.

Im Bereich Personal wurde auch im Berichtsjahr größtes Augenmerk auf die Entwicklung und Stärkung von erforderlichen Mitarbeiterressourcen gelegt. Dies umfasst im Wesentlichen das Angebot interessanter Karrieremöglichkeiten, eine leistungsorientierte Entlohnung und fokussierte Management-Trainingsprogramme. Die ANDRITZ-GRUPPE möchte für bestens ausgebildete und hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber sein und diese langfristig an das Unternehmen binden. Hohe Qualitätsstandards im Auswahlverfahren gewährleisten, dass die am besten geeigneten Kandidaten für die jeweiligen vakanten Positionen eingestellt werden. Für Schlüsselpositionen werden laufend interne Nachfolgekandidaten identifiziert, um für kurz- und mittelfristige Nachbesetzungen ausreichend Kandidaten verfügbar zu haben. In zahlreichen Konzerngesellschaften wurden die in jüngster Vergangenheit entwickelten, lokalen Entwicklungsprogramme für spezielle Zielgruppen (zum Beispiel für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verkauf oder für Führungskräfte in der Fertigung) intensiv weitergeführt. Der Erwartung, dass sich verstärkt Geschäftsmöglichkeiten für die ANDRITZ-GRUPPE auch in China ergeben werden, wurde dahingehend Rechnung getragen, dass der Managementausbildung in chinesischen Gesellschaften verstärktes Augenmerk geschenkt wird. Bei der Programmentwicklung wird nach Möglichkeit darauf geachtet, diese Trainings mit globalen Personalentwicklungsprogrammen zu kombinieren. Mehrere sogenannte "Change-Projekte" wurden zur Optimierung der Neuorganisation einzelner Divisionen bzw. Geschäftsbereiche durchgeführt.

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

Wechselkursänderungen im Zusammenhang mit der Abarbeitung des Auftragsstands werden durch entsprechende Terminkontrakte bestmöglich abgesichert. Wechselkursrisiken aus der Bilanzierung des Eigenkapitals werden nicht abgesichert.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Fertigung

Bedingt durch eine sehr gute Auftragsbestandsentwicklung war das Jahr 2013 im Bereich der Fertigung von einer sehr guten Kapazitätsauslastung geprägt. An den ANDRITZ-Fertigungsstandorten konnten die Budgetwerte erreicht und in vielen Standorten auch überschritten werden.

Die Investitionen im Bereich der Fertigung konzentrierten sich auf Qualitäts- und Effizienzmaßnahmen der Produktionskapazitäten sowohl in den Emerging Markets Asiens und Osteuropas (insbesondere in China, Ungarn und der Slowakei) als auch an den bestehenden Standorten in Mitteleuropa und Nordamerika.

Personalwesen

Die ANDRITZ-GRUPPE beschäftigte per Ende 2013 23.713 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (+32,7% versus 31. Dezember 2012: 17.865 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter). Dieser starke Anstieg ist vor allem auf die Konsolidierung des Schuler-Konzerns mit 5.219 Beschäftigten per ultimo 2013 zurückzuführen.

Global Human Resources ist gruppenweit für die Koordination und Planung der wesentlichen Personalprozesse verantwortlich. Hauptziele dieser Prozesse sind die Nachbesetzung von Schlüsselpositionen sowie die Schaffung attraktiver Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten für zukünftige Führungskräfte bzw. Fachexperten. Das Projekt "Dualer Karrierepfad für Techniker" wurde auf weitere Unternehmensbereiche und Standorte ausgedehnt. Attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten für Spezialisten im technischen Bereich wurden organisiert. Bei der Auswahl neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird dem Kriterium Vielfalt hohes Augenmerk beigemessen.

2013 wurden an ANDRITZ-Standorten erneut sicherheitsrelevante Maßnahmen für das Personal durchgeführt, bei denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter anderem zu den Themen Gesundheit am Arbeitsplatz, Arbeitssicherheit, Abfalltrennung sowie Brandschutz unterwiesen und informiert wurden. Ebenso wurden Seminare und Veranstaltungen zur Förderung der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeboten. Gemeinsam mit externen Experten für Gesundheitsmanagement wurden anonyme Mitarbeiterbefragungen zur Thematik "psychische Belastungen am Arbeitsplatz" durchgeführt. Die Teilnehmerquote war hoch und die Umfrage brachte interessante Verbesserungsansätze, an deren Umsetzung intensiv gearbeitet wird.

Umweltschutzbelange

Der Fokus der Umweltschutzmaßnahmen lag insbesondere auf der Einsparung von Energie durch die Isolierung von Fassaden und Rohrleitungen, durch die Modernisierung der Heizungssysteme sowie durch Reduktion von Stand-by-Zeiten von Fertigungsanlagen. Die Reduktion von CO2-Emissionen konnte durch laufenden Austausch von alten Transportfahrzeugen durch neue Fahrzeuge mit Hybridtechnik sowie durch den schrittweisen Einsatz von energiesparenden und kosteneffizienten Leuchtmitteln für Büros und Fertigungshallen erzielt werden. Wichtige Investitionen wurden auch mit der laufenden Erneuerung des Maschinenparks getätigt, die zur Steigerung der Energieeffizienz an den Fertigungsstandorten führten. Ein Projekt zur Energiegewinnung mittels Fotovoltaik ist am Standort Graz, Österreich, in Ausarbeitung. Zahlreiche Initiativen im Bereich Müllvermeidung, Abfalltrennung und Recycling an den weltweiten ANDRITZ-Standorten leisten zudem einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) für neue Prozesse und Produkte wendete die ANDRITZ-GRUPPE im Berichtsjahr 92,6 MEUR auf (2012: 78,2 MEUR). Darüber hinaus gibt es eine Reihe auftragsbezogener Entwicklungsarbeiten, oft in Zusammenarbeit mit Kunden, um die Technologieführerschaft von ANDRITZ zu festigen bzw. weiter auszubauen.

Bei der Entwicklung neuer und innovativer Technologien war für ANDRITZ Nachhaltigkeit schon immer ein wichtiger Treiber. Wesentliche Schwerpunkte der F&E-Aktivitäten konzentrieren sich daher auf Umweltschutz, Steigerung der Energieeffizienz von Maschinen und Anlagen sowie neue Technologien für eine saubere und Ressourcen schonende Energiegewinnung. Die F&E-Arbeiten der Geschäftsbereiche im Detail:

Um die Wasserkraft noch effizienter nutzbar zu machen, entwickelte ANDRITZ HYDRO neue technische Lösungen für den Einsatz von Wasserkraftwerken zur Stabilisierung des elektrischen Netzes und ein innovatives Konzept für kleine, dezentrale Pumpspeicherkraftwerke. Diese Kleinpumpspeicherkraftwerke mit einer Kapazität von rund 50 Megawatt sind für die Installation in der Nähe von Windparks und anderen volatilen Energiequellen ausgelegt. Sie ermöglichen nicht nur die Erzeugung und Speicherung von Strom genau dort, wo er gebraucht wird, sondern regeln zudem das zunehmende Problem der Volatilität noch vor der Einspeisung ins Stromnetz. ANDRITZ HYDRO arbeitet derzeit im Rahmen des Projekts "Green Storage Grid" der Technischen Universität Wien, Österreich, an Simulation und Optimierung dieser Technologie. Gemeinsam mit anderen Forschungsinstitutionen und Partnern aus der Energieindustrie werden dabei in den kommenden vier Jahren Lösungen für eine bessere Verbindung unterschiedlicher erneuerbarer Energieformen zu einem stabileren Netzbetrieb erforscht.

In weiteren Forschungsprojekten arbeitet ANDRITZ HYDRO gemeinsam mit den Technischen Universitäten Graz und Wien, Österreich, Lausanne und Zürich, Schweiz, sowie École Polytechnique de Montréal, Kanada, intensiv an grundlegenden Weiterentwicklungen in den Bereichen Automation, Regelungstechnik, Generator- und Turbinentechnologie, um die Flexibilität von Wasserkraftwerken noch weiter zu verbessern. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf schnellen, stabilen Systemlösungen und hoher Lebensdauer der Anlagen.

Die F&E-Tätigkeiten im Geschäftsbereich PULP & PAPER konzentrieren sich unter anderem auf die Optimierung von Produktionsprozessen für alle Arten von Faserstoffen (Zellstoff, Holzstoff, Recyclingfasern), um die Zellstoffund Papierherstellung effizienter, nachhaltiger und rentabler zu machen. Dies gilt für holzhaltige wie auch für holzfreie Fasern.

ANDRITZ erzielte insbesondere bei der Kochung von Nadelhölzern eine Erhöhung der Zellstoffausbeute sowie eine Verbesserung der Eigenschaften von Nadelholzzellstoff. Die ANDRITZ-Technologie wandelt dabei Weißlaugensulfid in Polysulfid um. Ein weiterer Vorteil des ANDRITZ-Verfahrens besteht darin, dass der Kunde den spezifischen Energiebedarf zum Mahlen des Zellstoffs vor dem Papier-/Kartonherstellungsprozess reduzieren kann.

Eine weitere Innovation stellt die Vorhydrolyse-Behandlung beim Kochen von Zellstoff für die Produktion von Viskosezellstoff dar, welcher vor allem in der Textilindustrie als Baumwollersatz verwendet wird. Durch die Produktion von Textilzellstoff aus Hackschnitzeln lassen sich große Mengen an Wasser einsparen.

Ein weiterer Schwerpunkt der F&E-Arbeiten von PULP & PAPER ist die effiziente Erzeugung von Strom aus nachhaltigen, erneuerbaren Brennstoffen für die Zellstoff- und Papierindustrie sowie für Energieversorger oder kommunale Kraftwerke. Die ANDRITZ-Forschung konzentriert sich auf eine neue Auslegung von großen zirkulierenden Wirbelschichtkesseln mit einer Leistung von über 100 Megawatt, um fossile Brennstoffe weitgehend durch erneuerbare, nachhaltige Biomasse zu ersetzen. ANDRITZ lieferte die erste Biomassekesselanlage dieser Art für ein Fernheizkraftwerk an Fortum Värme, Schweden. Die Inbetriebnahme ist für 2015 geplant.

Das F&E-Programm für Gasifizierungsanlagen wurde 2013 mit dem Ergebnis weitergeführt, dass im Umwandlungsverfahren Gas-zu-Gas wesentliche Umweltschutzverbesserungen erzielt werden können. Diese Entwicklungsarbeit wurde großteils in der Gasifizierungsanlage eines großen Zellstoffproduzenten in Finnland durchgeführt, wo das erzeugte Gas fossile Brennstoffe ersetzt. ANDRITZ etablierte sich auch zu einem Vorreiter in der Entwicklung der Wirbelschichtgasifizierung und bei Gasreinigungsverfahren in den Bereichen BtL (Biomass to liquid), chemisches Gas und Synthesegas. Mit der Produktion von erneuerbarem Benzin aus Synthesegas, das durch die Gasifizierung von Holzpellets hergestellt wird, wurde 2013 im Rahmen eines umfangreichen F&E-Programms in einer großen Pilotanlage in den USA ein Durchbruch erreicht.

Der ANDRITZ-Hochleistungsrückgewinnungskessel HERB (High Energy Recovery Boiler) wurde weiterentwickelt, um Emissionen zu senken und die Effizienz der Umwandlung von erneuerbaren Brennstoffen (Schwarzlauge) in Dampfenergie zu erhöhen. Verbesserte Materialien, die höhere Dampfdrücke und -temperaturen ermöglichen, bilden einen wesentlichen Teil dieser Entwicklung. Weitere F&E-Arbeiten befassen sich mit der Entwicklung von sehr großen Kesseln, die Kochlaugen in Anlagen mit einer jährlichen Zellstoffproduktion von über 1,5 Millionen Tonnen rückgewinnen können.

Die ANDRITZ-Eindampfungstechnologie wurde weiterentwickelt, um für die Herausforderungen von großen, hochintegrierten Zellstoffwerken gerüstet zu sein. Dazu zählen die Entwicklung, verdünnte Schwarzlauge aus dem Kochprozess mit einer höheren Temperatur einzusetzen, um die Nettoproduktion von grüner Energie in Zellstoffwerken zu maximieren, oder der patentierte Hybrid-Eindampfer zur Senkung des allgemeinen Energieverbrauchs.

ANDRITZ entwickelte auch Verfahren und Maschinen zur Verwertung von Abfall aus Papierfabriken, der üblicherweise auf Deponien entsorgt wird. Bei Zellstoffwerken, die Faserstoff aus Altpapier produzieren, ist das Volumen an Rejekten (Metalle, Kunststoff, Farbreste und andere Störstoffe) hoch. Einige Rejekte können wiederverwertet oder als Brennstoffe eingesetzt werden, wenn sie entsprechend getrennt und rückgewonnen werden. Im Werk Ostrołęka von Stora Enso, Polen, hat ANDRITZ beispielsweise eine Anlage zur Behandlung von Rejekten aus einer neuen Altpapieraufbereitungslinie errichtet.

Im Bereich Nonwovens entwickelte ANDRITZ eine innovative Lösung zur Einsparung von Rohstoffen, bei welcher der Randbeschnitt von Vliesstoffen rückgewonnen und im Produktionsprozess wiederverwertet wird. Dank dieser Lösung können Hersteller von Vliesstoffen bis zu 10% des bisher verlorenen Rohstoffs in den Produktionsprozess rückführen. Beim Nassvliesverfahren können bei der Verwendung von Zellstofffasern sogar 100% des Randbeschnitts zurückgewonnen und in der Stoffaufbereitung wiederverwertet werden. ANDRITZ entwickelte auch Technologien zur Produktion leichterer Vliesstoffe, wobei bei Wischtüchern eine Reduktion des Standardgewichts um bis zu 30% mit einer entsprechenden Einsparung der verwendeten Rohstoffe erzielt werden kann.

Der Geschäftsbereich arbeitet an einem Verfahren, bei dem CO2 als Rohstoff in der Bioplastikproduktion dient. Bei diesem Projekt wird CO2 aus Rauchgasen zur Züchtung der in der Produktion von Bioplastikstoffen benötigten Bakterien oder Algen verwendet. Das Verfahren wird in Zusammenarbeit mit Partnern aus Forschung und Industrie in einer Pilotanlage getestet.

Im Servicebereich liegt der Schwerpunkt auf der Erhöhung der Rentabilität von Kundenanlagen durch deutliche Einsparungen bei Waschwasser, Chemikalien und Energie. Unter anderem entwickelte ANDRITZ für Schneckenpressen eine innovative Schneckenwelle, die bei konstanter Produktionskapazität und gleichbleibendem Auslasstrockengehalt des Stoffes einen Betrieb mit geringerer Geschwindigkeit ermöglicht. Diese Geschwindigkeitsreduktion ergibt für die Schneckenpresse Energieeinsparungen von mehr als 30%.

Recyclingverfahren und Prozessoptimierungen stehen im Mittelpunkt der nachhaltigen Innovationen von ANDRITZ METALS. Für die Wiederverwertung von Elektronikschrott (zumeist Computer und Mobiltelefone) hat der Geschäftsbereich einen neuen Mini-Sekundärkupferofen entwickelt. Bis heute werden nur rund 15-20% des jährlich anfallenden Elektronikabfalls in großen Schmelzanlagen wiederverwertet – der Rest wird deponiert oder verbrannt. Aufgrund der geringen Investitionskosten ermöglicht die neue ANDRITZ-Technologie einer größeren Anzahl von Kunden die Wiederverwertung von Kupferlegierungen und die Aufbereitung des Kupferschrotts, wobei sowohl Grundmetalle als auch Edelmetalle rezykliert werden.

Zur Reduzierung des Energieverbrauchs und Optimierung der Produktqualität arbeitet ANDRITZ METALS auch an der Entwicklung einer automatisierten Steuerung für kontinuierlich arbeitende Glühöfen, die in der Erzeugung von Stahlblech zum Einsatz kommen. Ziel dieses Projekts ist eine vollautomatische Steuerung des Ofenbetriebs. Die Implementierung des automatisierten Mechanismus ermöglicht eine präzise Temperatursteuerung, wodurch sich die Eigenschaften des Endprodukts verbessern und Energieverluste wesentlich reduziert werden.

Ein weiteres Projekt zielt auf eine höhere Recyclingquote von Zink aus Stahlschrotten ab und beschäftigt sich mit der Bereitstellung von zinkfreiem Stahlschrott für hochwertige Anwendungen in der Gießereiindustrie. Dabei sind der Energieeinsatz und damit verbunden der CO2-Ausstoß im Vergleich zu etablierten Verfahren wesentlich geringer. Diese innovative Prozesstechnologie für das Entzinken von Stahlschrott aus der Feinblechverarbeitung der Automobilindustrie beruht auf einem Schwefelsäure-Auswaschungsprozess. Das gelöste Zink in Form von Zinksulfat kann in Zinkhütten und in der chemischen Industrie weiterverarbeitet werden, der entzinkte Stahlschrott mit weniger als 3% Restzink ist ein hochwertiger Rohstoff mit Mehrpreis für Gießereianwendungen. Das Projekt wurde von ANDRITZ METALS in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Clausthal, Deutschland, bereits erfolgreich getestet und soll 2014 erstmals im Volkswagen-Presswerk in Emden, Deutschland, in Form einer Demonstrationsanlage realisiert werden.

Auch Schuler setzt bei der Neu- und Weiterentwicklung von Technologien in der Umformtechnik auf optimierte Energieeffizienz. Das zeigt etwa die Einführung eines Energieausweises für Schuler-Produkte, der den spezifischen Energieverbrauch von Anlagen abhängig von ihrer Betriebsart und Produktionsrate angibt. Damit sind systematische Vergleiche zwischen Maschinen und effizientes Energiemanagement für Anlagenbetreiber möglich.

Deutlich reduzierten Energieverbrauch und mehr Leistung bei gleicher Presskraft bietet die Neuentwicklung der Servopresse MSD 2-250 von Schuler. Die neue Servopresse verbraucht bis zu 30% weniger Energie als ihr Vorgängermodell, was insbesondere auf die kompaktere Bauweise und einen optimierten Antriebsstrang zurückzuführen ist.

Schuler präsentierte am Standort Erfurt, Deutschland, eine neue 16.000 Kilonewton starke Gesenkschmiedepresse mit ServoDirekt-Technologie, die kürzere Druckberührzeiten und eine höhere Produktionsleistung bietet. Mit der innovativen Anlage, die für einen Automobilhersteller gebaut wurde, ist nun auch in der Massivumformung die Stößelbewegung frei programmierbar.

Weiters stellte Schuler eine neue energieeffiziente Platinenschneidanlage mit Laser vor. Zum Schneiden von Platinen bei kontinuierlicher Bandzuführung nutzt die dafür entwickelte DynamicFlow-Technologie drei parallel arbeitende Laserköpfe. Dies sorgt für eine besonders hohe Ausbringung. Die Laserschneidanlage ist in der Verarbeitung unterschiedlicher Materialien und in der Herstellung verschiedener Platinenformen außerordentlich flexibel.

Schwerpunkt des Forschungs- und Entwicklungsprogramms von ANDRITZ SEPARATION war eine Senkung des Energiebedarfs von Zentrifugen für den Umwelt- und Industriebereich. So wird das Design für die Dekanterzentrifuge Serie D weiterentwickelt, um die Energieeffizienz um bis zu 40% zu steigern.

Mit der Einführung der neuen TurboJet-Wehrplatte bietet ANDRITZ ein innovatives Energierückgewinnungssystem für Dekanterzentrifugen an, das eine Senkung des Energieverbrauchs um bis zu 30% ermöglicht und außergewöhnlich wartungsfreundlich ausgeführt ist. Die TurboJet-Wehrplatte kann auch nachträglich bei bestehenden ANDRITZ-Dekanterzentrifugen oder Dekanterzentrifugen anderer Hersteller eingebaut werden.

2013 erfolgte die Markteinführung eines neuen Düsenseparators. Die Zentrifuge ist für den Betrieb bei Kräften mit bis zu 6.400-facher Erdbeschleunigung ausgelegt. Erfolgreiche Testläufe für die Klassifizierung ultrafeiner Partikel zur Senkung der Energiekosten wurden bei einem wichtigen Mineralienproduzenten durchgeführt.

Der Geschäftsbereich entwickelte eine dynamische Cross-Flow-Filtrationsanlage für verschiedene Anwendungen in der Getränkeindustrie. Mit dieser Anlage können aufgrund der mechanischen Entwässerung bei höheren Viskositäten die Ausbeute des Verfahrens erhöht und thermische Energie eingespart werden.

Als eines der ersten Unternehmen weltweit entwickelte ANDRITZ eine Torrefizierungstechnologie für Strom erzeugende Industrien, die Biomasse in Brennstoff umwandelt, der den Eigenschaften von Kohle nahekommt. Unter Torrefizierung versteht man das Rösten von Biomasse in einer sauerstofffreien Atmosphäre, wodurch deren Heizwert um bis zu 20% erhöht wird. Das im Torrefizierungsprozess freigesetzte Gas wird verwendet, um die für den Betrieb der Anlage notwendige Wärme zu erzeugen. Dank dieses innovativen Prozesses kann in mit Kohle befeuerten Kraftwerken ein wesentlicher Anteil des fossilen Brennstoffs durch torrefizierte Biomasse ersetzt und eine signifikante Reduktion der CO2-Emissionen ohne Anpassung bestehender Ausrüstungen erzielt werden. Ein weiterer Vorteil der erhöhten Energiedichte torrefizierter Biomasse liegt in der Reduktion ihres Transportvolumens. ANDRITZ hat in Europa bisher zwei Pilotanlagen für Torrefizierung mit unterschiedlichen Leistungskapazitäten in Betrieb genommen, eine in Sdr. Stenderup, Dänemark, und eine in Frohnleiten, Österreich. Nach positiven Performancetests und Erreichung der Leistungsgarantiewerte wurde 2013 die Demonstrationsanlage in Österreich an ein Betreiberkonsortium verkauft. ANDRITZ wird die Anlage weiterhin für Testzwecke nutzen.

Im Bereich Futtermitteltechnologie entwickelte ANDRITZ eine moderne Prozesssteuerung für die Futtermittelindustrie weiter. Diese Steuerung beinhaltet auch Software für Produktion, Chargierung und Transport des Fertigprodukts.

Wichtige Ereignisse nach dem 31. Dezember 2013

Die Situation der Weltwirtschaft sowie an den Finanzmärkten hat sich in der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Veröffentlichung dieses Berichts nicht wesentlich geändert. Bestimmende Faktoren bleiben weiterhin die Staatsschuldenkrisen in Europa und den USA sowie die unverändert mäßige Entwicklung der Weltwirtschaft.

Betreffend Kostenüberschreitungen im Zusammenhang mit Lieferungen von Produktionstechnologien und Ausrüstungen für ein Zellstoffwerk in Südamerika wurden die nach heutigem Wissensstand erforderlichen Rückstellungen gebildet. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in den kommenden Quartalen weitere finanzielle Vorsorgen getroffen werden müssen.

AUSBLICK

Das Weltwirtschaftswachstum wird gemäß Einschätzung von Wirtschaftsexperten auch 2014 weiter moderat bleiben, wobei für Europa und Nordamerika im Jahresverlauf ein leichter Aufwärtstrend erwartet wird. Bei den aufstrebenden Ländern wird dagegen von einer regional differenzierten Entwicklung ausgegangen: Während die Wirtschaft Chinas weiter anziehen sollte, wird die Entwicklung in Brasilien und Indien auch 2014 stagnieren. Die Anfang des Jahres 2014 stattgefundenen Abwertungen vieler Währungen von aufstrebenden Ländern wie Brasilien, Argentinien, Indonesien, Türkei und Indien und die darauf folgende deutliche Erhöhung der Leitzinsen durch die jeweiligen Notenbanken könnten zu einer deutlichen wirtschaftlichen Abschwächung in diesen Ländern führen.

Angesichts dieser erwarteten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist für die von der ANDRITZ-GRUPPE bedienten Märkte keine wesentliche Änderung der Projektaktivität im Vergleich zum zufriedenstellenden Niveau des Jahres 2013 zu erwarten. Das gilt auch für Großprojekte: In den Bereichen Wasserkraft und Zellstoff ist die Vergabe einzelner Großprojekte wahrscheinlich. ANDRITZ wird auch 2014 die im Vorjahr begonnenen gruppenweiten organisatorischen und kapazitiven Anpassungen fortsetzen. Das gilt vor allem für den 2013 erworbenen Schuler-Konzern, bei dem das 2011 zur Integration von Müller Weingarten initiierte Wachstumsund Strategieprojekt "ZusammenWachsen" fortgeführt wird. Der Fokus der geplanten operativen Maßnahmen liegt auf der Konzentration der Fertigung auf die Kernkompetenzen, auf dem Ausbau des Servicegeschäfts und auf der Ausweitung der Präsenz in Wachstumsmärkten, vor allem in Emerging Markets. Wie geplant, werden diesbezüglich im Geschäftsjahr 2014 wahrscheinlich weitere finanzielle Vorsorgen von rund 15 MEUR getroffen werden.

Auf Basis dieser Erwartungen, des Auftragsstands sowie des Umsatzbeitrags von im Geschäftsjahr 2013 noch nicht in vollem Zwölf-Monats-Umfang enthaltenen Akquisitionen erwartet die ANDRITZ-GRUPPE für das Geschäftsjahr 2014 im Jahresvergleich einen leichten Anstieg des Umsatzes. Beim Konzern-Ergebnis wird aus heutiger Sicht eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr erwartet, das durch die sehr schlechte Ergebnisentwicklung in den Bereichen PULP & PAPER sowie SEPARATION stark negativ beeinträchtigt war. Sollte sich 2014 die globale Weltwirtschaft jedoch erneut stärker eintrüben, ist mit negativen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE zu rechnen. Dies könnte zu notwendigen organisatorischen und kapazitiven Anpassungen und möglicherweise daraus entstehenden finanziellen Vorsorgen führen, die das Ergebnis negativ beeinträchtigen könnten.

AKTIEN UND AKTIONÄRSSTRUKTUR

Offenlegung gemäß § 243a UGB

Das Grundkapital der ANDRITZ AG per 31. Dezember 2013 betrug 104.000.000 EUR. Auf jede nennwertlose Aktie entfällt damit ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 1,00 EUR.

Es bestehen keine Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Knapp 30% der Aktien befinden sich in Besitz der Certus Beteiligungs-GmbH, deren Geschäftsführer Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender der ANDRITZ AG, ist.

Es gibt derzeit kein genehmigtes Kapital. Aufgrund eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 22. März 2013 ist der Vorstand ermächtigt, zwischen 1. Oktober 2013 und 31. März 2016 bis zu 10% des Grundkapitals der ANDRITZ AG zurück zu erwerben. Anfang Oktober 2013 hat der Vorstand der ANDRITZ AG beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen und Aktien zwischen 12. November 2013 und 31. März 2016 zurückzukaufen. Es gibt keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.

Soweit der Gesellschaft bekannt ist, gibt es keine Inhaber von Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Die Arbeitnehmer üben das Stimmrecht direkt aus. Es existieren darüber hinaus auch keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

Die Gesellschaft ist keine bedeutenden Vereinbarungen eingegangen, die bei einem Kontrollwechsel der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam, sich ändern oder enden würden. Gemäß der Bedingungen der im Februar 2008 begebenen ANDRITZ-Anleihe 2008-2015 sowie der im Juli 2012 begebenen ANDRITZ-Anleihe 2012-2019 ist jeder Inhaber von Teilschuldverschreibungen berechtigt, seine Teilschuldverschreibungen fällig zu stellen und sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich der bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufenen Zinsen zu verlangen, falls ein Kontrollwechsel durch einen neuen Großaktionär erfolgt und dieser Kontrollwechsel zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Fähigkeit der Emittentin führt, ihre Verpflichtungen aus den Teilschuldverschreibungen zu erfüllen.

Es existieren Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Vorstands im Falle eines Kontrollwechsels. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen für die Aufsichtsratsmitglieder und Arbeitnehmer.

Graz, am 19. Februar 2014

Der Vorstand der ANDRITZ AG

Vorstandsvorsitzender PULP & PAPER

(Neuanlagen)

PULP & PAPER

SEPARATION

Wolfgang Leitner Karl Hornhofer Humbert Köfler Friedrich Papst Wolfgang Semper (Service & Systemlösungen), METALS, HYDRO (Pumpen), SEPARATION (Tierfuttertechnologien)

HYDRO

Disclaimer:

Bestimmte Aussagen im Jahresfinanzbericht 2013 und im Geschäftsbericht 2013 sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.

Der Jahresfinanzbericht 2013 und der Geschäftsbericht 2013 enthalten Annahmen und Prognosen, die auf Basis aller bis Redaktionsschluss am 19. Februar 2014 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Annahmen und Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder die im Kapitel "Unternehmensrisiken" und im Lagebericht des Jahresfinanzberichts 2013 angesprochenen Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den im Jahresfinanzbericht 2013 und im Geschäftsbericht 2013 erwarteten Ergebnissen abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr.

ANDRITZ AG

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5

Haftungsverhältnisse 3.090.191.957,06 3.415.511

ANDRITZ AG Graz

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2013

(Beträge in EUR)

2012
TEUR
1. Umsatzerlöse 413.947.828,46 433.528
2. Bestandsveränderungen
a)
Veränderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen sowie an
noch nicht abrechenbaren Leistungen 261.654.365,26 320.210
b)
Veränderungen der Auftragsrückstellungen
(52.483.848,65) (37.454)
209.170.516,61 282.756
3.
4.
andere aktivierte Eigenleistungen
sonstige betriebliche Erträge
332.701,00 13
a)
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme
der Finanzanlagen 7.922,33 2
b)
übrige
96.805.514,18 80.292
96.813.436,51 80.294
5. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
a)
Materialaufwand
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
(392.492.508,28)
(62.482.973,57)
(473.113)
(52.720)
(454.975.481,85) (525.833)
6. Personalaufwand
a)
Löhne
(20.307.148,57) (20.277)
b)
Gehälter
(100.742.007,64) (104.986)
c)
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
d)
Aufwendungen für Altersversorgung
(6.277.894,97)
(3.204.761,15)
(5.497)
(4.094)
e)
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge (26.958.017,19) (26.046)
f)
sonstige Sozialaufwendungen
(334.558,44) (366)
(157.824.387,96) (161.266)
7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen (18.324.115,47) (16.408)
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
a)
Steuern, soweit sie nicht unter Z 18 fallen
(1.518.723,78) (640)
b)
übrige
(154.819.400,73) (118.766)
(156.338.124,51) (119.406)
9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebserfolg) (67.197.627,21) (26.322)
10. Erträge aus Beteiligungen 236.164.857,68 171.756
davon aus verbundenen Unternehmen 236.164.857,68 (Vorjahr TEUR 171.756)
11. Erträge aus anderen Wertpapieren 89.000,00 44
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.079.712,77 6.404
davon aus verbundenen Unternehmen 619.878,80 (Vorjahr TEUR 747)
13. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen und Wertpapieren des
Umlaufvermögens
2.279.172,62 2.578
14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens (19.815.878,80) (13.289)
davon aus Abschreibungen 19.168.576,90 (Vorjahr TEUR -10.120)
davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen 19.168.576,90
(Vorjahr TEUR -420)
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (13.412.629,90) (11.102)
davon betreffend verbundene Unternehmen -1.130.719,52 (Vorjahr TEUR -971)
16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzerfolg) 208.384.234,37 156.391
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 141.186.607,16 130.069
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (5.076.785,81) (2.458)
19. Jahresüberschuss 136.109.821,35 127.611
20. Auflösung Rücklage für eigene Anteile 10.313.655,94 1.530
21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 106.661.155,78 101.258
22. Bilanzgewinn 253.084.633,07 230.399

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013

A N H A N G

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Für Zugänge werden ab dem Folgemonat der Anschaffung monatlich Abschreibungen vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Für die Abschreibung des Firmenwerts wird eine Nutzungsdauer von 14 Jahren zugrunde gelegt, die Nachhaltigkeit ist durch die Marktpositionierung und die Zukunftsperspektiven der ANDRITZ AG gegeben. Die Sätze der Normalabschreibungen entsprechen den unternehmensrechtlichen Vorschriften. Sie betragen für das übrige immaterielle Anlagevermögen zwischen 20% und 25%, für Gebäude und sonstige Baulichkeiten zwischen 2% und 14,29%, für technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 10% und 33,3%.

Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten oder im Falle einer dauernden Wertminderung mit den niedrigeren Ertragswerten bewertet. Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu den Anschaffungskosten oder den niedrigeren Kurswerten bewertet.

Die Vorräte und Forderungen werden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Aufträge werden mit ihren Herstellungskosten abzüglich allfälliger Vorsorgen für drohende Verluste bewertet. Gewinnrealisierungen erfolgen bei Endabrechnung der Kundenaufträge, für das Gewährleistungsrisiko werden Einzelvorsorgen gebildet.

1

Der Bilanzansatz der noch nicht abrechenbaren Leistungen wird mit erhaltenen Anzahlungen, soweit diese bereits angearbeitete Aufträge betreffen, offen saldiert.

Wertpapiere und eigene Anteile werden zu den Anschaffungskosten oder den niedrigeren Kurswerten bewertet.

Die Verpflichtungen aus vertraglichen Pensionszusagen und laufenden Pensionen, aus Abfertigungen sowie die kollektivvertraglichen Jubiläumsgelder sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen passiviert, wobei die Bewertungsvorschriften von IAS 19 angewandt wurden. Die Rückstellungen berücksichtigen die nach den Grundsätzen unternehmerischer Beurteilung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen.

Anleihen werden mit ihren Rückzahlungsbeträgen ausgewiesen.

Fremdwährungsforderungen werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung maßgeblichen, niedrigeren Stichtagskurs bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung maßgeblichen, höheren Stichtagskurs bewertet.

Die Ansätze für die Vermögensgegenstände und Schulden entsprechen im Übrigen den bereits in den Vorjahren angewandten Grundsätzen.

II. Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Anlagevermögen

Entwicklung der Anschaffungskosten

(Beträge in EUR)

Stand am
1.1.2013
Zugänge Umbuchung Abgänge Stand am
31.12.2013
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen und andere Rechte 8.719.969,09 1.828.137,66 0,00 9.610,00 10.538.496,75
2. Firmenwert 168.193.550,34 0,00 0,00 0,00 168.193.550,34
176.913.519,43 1.828.137,66 0,00 9.610,00 178.732.047,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 75.777.881,36 1.862.906,69 0,00 48.046,91 77.592.741,14
2. technische Anlagen und Maschinen 10.027.243,22 1.025.084,18 356.733,83 0,00 11.409.061,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts
ausstattung*) 9.304.356,62 1.849.341,52 0,00 302.281,50 10.851.416,64
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 368.308,52 2.135.885,30 -356.733,83 0,00 2.147.459,99
95.477.789,72 6.873.217,69 0,00 350.328,41 102.000.679,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.148.810.533,01 452.127.682,75 60.550,00 4.254.849,33 1.596.743.916,43
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 9.369.841,98 0,00 0,00 9.369.841,98
3. Beteiligungen 192.946,00 0,00 -60.550,00 100.016,00 32.380,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.584.190,00 0,00 0,00 0,00 1.584.190,00
5. Sonstige Ausleihungen 33.000.000,00 0,00 0,00 33.000.000,00 0,00
1.183.587.669,01 461.497.524,73 0,00 37.354.865,33 1.607.730.328,41
Summe 1.455.978.978,16 470.198.880,08 0,00 37.714.803,74 1.888.463.054,50

*) Im Zugang und Abgang sind geringwertige Vermögensgegenstände in Höhe von 214.993,36 EUR enthalten.

Entwicklung der kumulierten Abschreibungen

(Beträge in EUR)

Stand am Jahres- Abgänge/ Stand am
1.1.2013 abschreibung Zuschreibung 31.12.2013
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.
Software, Lizenzen und andere Rechte
3.486.264,42 1.748.633,91 9.610,00 5.225.288,33
2.
Firmenwert
156.930.589,36 11.262.960,96 0,00 168.193.550,32
160.416.853,78 13.011.594,87 9.610,00 173.418.838,65
II. Sachanlagen
1.
Grundstücke und Bauten
28.907.280,88 1.611.318,22 43.933,17 30.474.665,93
2.
technische Anlagen und Maschinen
2.765.228,62 1.218.895,33 0,00 3.984.123,95
3.
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts
ausstattung*) 2.783.734,84 2.482.307,05 273.284,62 4.992.757,27
34.456.244,34 5.312.520,60 317.217,79 39.451.547,15
III. Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
39.273.012,29 9.281.798,47 805.849,56 47.748.961,20
2.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
0,00 9.369.841,98 0,00 9.369.841,98
3.
Beteiligungen
100.015,00 0,00 100.015,00 0,00
4.
Wertpapiere des Anlagevermögens
388.030,00 0,00 0,00 388.030,00
5.
Sonstige Ausleihungen
0,00 0,00 0,00 0,00
39.761.057,29 18.651.640,45 905.864,56 57.506.833,18
Summe 234.634.155,41 36.975.755,92 1.232.692,35 270.377.218,98

*) In der Jahresabschreibung und in den Abgängen sind geringwertige Vermögensgegenstände in Höhe von 214.993,36 EUR enthalten.

Buchwerte zum 31.12.2013

(Beträge in EUR)

Anschaffungs- kumulierte Buchwerte
kosten Abschreibungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.
Software, Lizenzen und andere Rechte
10.538.496,75 5.225.288,33 5.313.208,42
2.
Firmenwert
168.193.550,34 168.193.550,32 0,02
178.732.047,09 173.418.838,65 5.313.208,44
II. Sachanlagen
1.
Grundstücke und Bauten
77.592.741,14 30.474.665,93 47.118.075,21
2.
technische Anlagen und Maschinen
11.409.061,23 3.984.123,95 7.424.937,28
3.
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts
ausstattung 10.851.416,64 4.992.757,27 5.858.659,37
4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
2.147.459,99 0,00 2.147.459,99
102.000.679,00 39.451.547,15 62.549.131,85
III. Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
1.596.743.916,43 47.748.961,20 1.548.994.955,23
2.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
9.369.841,98 9.369.841,98 0,00
3.
Beteiligungen
32.380,00 0,00 32.380,00
4.
Wertpapiere des Anlagevermögens
1.584.190,00 388.030,00 1.196.160,00
5.
Sonstige Ausleihungen
0,00 0,00 0,00
1.607.730.328,41 57.506.833,18 1.550.223.495,23
Summe 1.888.463.054,50 270.377.218,98 1.618.085.835,52

Immaterielle Vermögensgegenstände

Der aus der Verschmelzung mit der ANDRITZ Internationale Technologie AG stammende Firmenwert von 168 MEUR wird plangemäß über 14 Jahre verteilt abgeschrieben und die letzte Abschreibung erfolgte im Geschäftsjahr 2013.

Sachanlagen

Der in den Grundstücken enthaltene Grundwert beträgt 1.511.641,53 EUR (Vorjahr: 1.511.642 EUR).

Finanzanlagen

Die Zugänge unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen betreffen im Jahr 2013 getätigte Akquisitionen sowie Kapitalmaßnahmen bei bestehenden Tochtergesellschaften, darin inkludiert sind auch die Kapitalzuschüsse an die ANDRITZ Beteiligungsgesellschaft IV GmbH, welche für den Erwerb von rd. 71% der Anteile an der Schuler AG verwendet wurden.

Die aus steuerrechtlichen Gründen unterlassene Zuschreibung bei den Wertpapieren des Anlagevermögens beträgt 256.320,00 EUR (Vorjahr: 238.520 EUR).

Die sonstigen Ausleihungen betrafen zu Veranlagungszwecken erworbene Schuldscheindarlehen, welche durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken abgesichert waren, sie wurden im Geschäftsjahr planmäßig getilgt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Die Bewertung erfolgte zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder den niedrigeren Wiederbeschaffungspreisen des Bilanzstichtags. Für nicht- oder schwergängige Materialien wurden angemessene Abwertungen vorgenommen.

fertige Erzeugnisse und Waren

Die fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten angesetzt. Wertberichtigungen wurden nach dem Grad der Verwertbarkeit bzw. dem unternehmerischen Vorsichtsgebot entsprechend in angemessener Höhe gebildet.

6

ANDRITZ AG

noch nicht abrechenbare Leistungen

Der Wertansatz bei diesen Leistungen erfolgte zu Herstellungskosten, wobei auch bei langfristiger Fertigung keine Zuschläge für Verwaltungs- und Vertriebskosten angesetzt werden. Wertberichtigungen wurden für aus Kundenaufträgen erwartete Verluste sowie für schwere Verwertbarkeit bei Vorratsaufträgen gebildet. Noch nicht verrechnete Anzahlungen von Kunden wurden, soweit die Aufträge bereits angearbeitet waren, in dieser Bilanzposition offen saldiert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

(Beträge in TEUR)

Restlaufzeit
bis 1 Jahr
(Vorjahr)
Restlaufzeit
> 1 Jahr
(Vorjahr)
Bilanz
wert
(Vorjahr)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.380 5 21.384
(18.616) (5) (18.621)
Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen 26.718 0 26.718
(54.792) (0) (54.792)
sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände 26.926 0 26.926
(6.958) (0) (6.958)
75.024 5 75.028
(80.366) (5) (80.371)

Unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips wurden bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Auslandsforderungen sind in den meisten Fällen durch Exportgarantien besichert. Unverzinsliche langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden abgezinst.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind 8.740.122 EUR (Vorjahr: 23.320.067 EUR) aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

In den sonstigen Forderungen sind 4.864.176 EUR (Vorjahr: 2.537.994 EUR) Erträge enthalten, welche erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

eigene Anteile

Sämtliche Angaben wurden entsprechend dem im Geschäftsjahr 2012 durchgeführten Aktiensplit (1 : 2) angepasst.

Der Vorstand hat auf Basis einer Ermächtigung der Hauptversammlung und mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktienrückkauf- und -wiederverkaufsprogramme beschlossen, welche den Erwerb von bis zu 10.400.000 Stückaktien im Zeitraum 6. April 2011 bis 30. September 2013 bzw. 6. November 2013 bis 31. März 2016 ermöglichen. Zum 31. Dezember 2013 befinden sich 216.993 Stückaktien in Besitz der ANDRITZ AG, dies entspricht einem Anteil am Grundkapital in Höhe von 0,21% bzw. 216.993 EUR. Es ist vorgesehen, diese Aktien für die Bedienung der Optionen im Rahmen der Aktienbeteiligungsprogramme für Führungskräfte zu verwenden.

Datum Anzahl der Anteil am Anteil am Gewichteter Wert der
des Erwerbs erworbenen
Stückaktien
Grundkapital
in %
Grundkapital
in EUR
Durchschnittspreis
je Aktie
rückgekauften
Aktien
1. Mär. 13 18.600 0,02% 18.600,00 53,53 995.716,30
4. Mär. 13 15.000 0,01% 15.000,00 53,37 800.506,50
5. Mär. 13 24.000 0,02% 24.000,00 53,49 1.283.829,60
6. Mär. 13 22.500 0,02% 22.500,00 53,90 1.212.752,25
7. Mär. 13 25.000 0,02% 25.000,00 54,04 1.350.967,50
8. Mär. 13 12.000 0,01% 12.000,00 54,25 650.973,60
12. Mär. 13 29.000 0,03% 29.000,00 54,82 1.589.782,90
27. Mär. 13 25.000 0,02% 25.000,00 50,89 1.272.137,50
28. Mär. 13 15.000 0,01% 15.000,00 52,25 783.796,50
2. Apr. 13 30.000 0,03% 30.000,00 52,76 1.582.806,00
3. Apr. 13 34.000 0,03% 34.000,00 52,23 1.775.962,80
4. Apr. 13 25.000 0,02% 25.000,00 51,26 1.281.510,00
5. Apr. 13 24.900 0,02% 24.900,00 50,18 1.249.412,28
4. Jun. 13 5.000 0,00% 5.000,00 41,59 207.947,50
5. Jun. 13 6.150 0,01% 6.150,00 40,31 247.892,36
6. Jun. 13 5.000 0,00% 5.000,00 39,94 199.681,50
10. Jun. 13 2.250 0,00% 2.250,00 39,94 89.861,40
11. Jun. 13 5.000 0,00% 5.000,00 39,77 198.867,50
12. Jun. 13 5.000 0,00% 5.000,00 39,34 196.680,50
13. Jun. 13 3.250 0,00% 3.250,00 38,57 125.344,05
14. Jun. 13 8.000 0,01% 8.000,00 38,86 310.880,00
20. Jun. 13 10.000 0,01% 10.000,00 39,15 391.463,00
21. Jun. 13 5.350 0,01% 5.350,00 39,08 209.086,03
24. Jun. 13 5.000 0,00% 5.000,00 38,22 191.104,00
26. Jun. 13 2.500 0,00% 2.500,00 38,43 96.075,00
28. Jun. 13 2.500 0,00% 2.500,00 39,57 98.936,25
1. Jul. 13 3.250 0,00% 3.250,00 39,34 127.868,65
3. Jul. 13 3.000 0,00% 3.000,00 40,18 120.526,50
5. Jul. 13 3.750 0,00% 3.750,00 40,92 153.464,63
8. Jul. 13 5.000 0,00% 5.000,00 41,68 208.386,50
9. Jul. 13 5.000 0,00% 5.000,00 42,05 210.269,50
10. Jul. 13 5.000 0,00% 5.000,00 41,78 208.900,50
11. Jul. 13 5.000 0,00% 5.000,00 42,46 212.278,50
12. Jul. 13 5.000 0,00% 5.000,00 42,78 213.887,50
13. Aug. 13 4.100 0,00% 4.100,00 38,36 157.293,63
14. Aug. 13 1.500 0,00% 1.500,00 38,37 57.553,50
13. Dez. 13 10.000 0,01% 10.000,00 42,97 429.740,00
16. Dez. 13 8.000 0,01% 8.000,00 42,51 340.078,40
17. Dez. 13 10.000 0,01% 10.000,00 42,84 428.447,00
SUMME 433.600 0,42% 433.600,00 49,04 21.262.667,63

Im Geschäftsjahr 2013 erworbene Stückaktien:

Im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms wurden 942.000 Stückaktien zu einem Preis von 23,18 EUR je Aktie an berechtigte Führungskräfte verkauft. 1.922 Stückaktien wurden an eine Tochtergesellschaft zu einem Kurs von 41,40 EUR je Aktie anlässlich einer Mitarbeiterbeteiligungsaktion verkauft. Der auf alle verkauften Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals ist 943.922 EUR, der Anteil am Grundkapital beträgt 0,91%. Die aus den Verkäufen erzielten Erlöse wurden zur kurzfristigen Liquiditätssteuerung verwendet.

Weiters wurden im Rahmen einer Mitarbeiterbeteiligungsaktion 11.939 Stückaktien an Mitarbeiter der ANDRITZ AG abgegeben.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die aus steuerrechtlichen Gründen unterlassene Zuschreibung bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens beträgt 22.000,00 EUR (Vorjahr: 1.364.245 EUR).

PASSIVA

Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 104.000.000 EUR (Vorjahr: 104.000.000 EUR). Es ist in 104.000.000 Stückaktien (Vorjahr: 104.000.000 Stückaktien) ohne Nennwert zerlegt.

Optionsrücklage

Der Betrag der Verpflichtung, die aus den am 26. März 2010 und am 22. März 2012 beschlossenen Optionsprogrammen resultiert, wird während des Erdienungszeitraums in gleichen Raten als Aufwand verrechnet und in eine Optionsrücklage eingestellt. Der Aufwand für diese anteilsbasierten Vergütungen betrug im Geschäftsjahr 5.575.795 EUR (Vorjahr: 5.174.574 EUR).

Rücklage für eigene Anteile

Die Rücklage für eigene Anteile zum 31. Dezember 2013 beträgt 6.822.252 EUR (Vorjahr: 17.135.908 EUR); ihr stehen auf der Aktivseite ausgewiesene eigene Anteile in gleicher Höhe gegenüber.

Rückstellungen für Abfertigungen, Rückstellungen für Pensionen

Die Verpflichtungen aus den theoretischen Abfertigungsansprüchen der Dienstnehmer sowie die Rückstellungen für Pensionen wurden zum 31.12.2013 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung eines Zinssatzes von 3,50% (Vorjahr: 3,75%) sowie eines Gehaltstrends von 2,50% (Vorjahr: 2,50%) (IAS 19) berechnet. Für die Berechnung wurden die AVÖ2008 – Angestellte Pagler & Pagler zugrunde gelegt. Aufgrund der geänderten Prozentsätze sind aperiodische Aufwendungen in Höhe von 777.905 EUR (Vorjahr: 2.768.261 EUR) entstanden. Die Korridormethode wurde nicht angewendet. Das rechnungsmäßige Pensionsalter entspricht wie im Vorjahr dem frühest möglichen Anfallsalter für die vorzeitige Alterspension gemäß der im Budgetbegleitgesetz 2003 verankerten Pensionsreform. Für die im Jahr 1999 an eine Pensionskasse übertragenen Pensionsansprüche wurde ein Gutachten nach den gleichen Grundsätzen erstellt. Zum 31. Dezember 2013 lag das Deckungskapital der Pensionsversicherung unter dem Niveau der entsprechenden Pensionsverpflichtungen; eine entsprechende Rückstellung für zu erwartende Nachschüsse wurde gebildet.

sonstige Rückstellungen

31.12.2013 31.12.2012
in MEUR in MEUR__
Auftragsbezogene Vorsorgen für
-
fehlende Selbstkosten
56,5 45,3
-
Gewährleistungen und Mehrkosten
71,8 48,0
Personalaufwendungen 46,8 65,3

Zu erwartende Auftragsverluste werden in Höhe der Unterschiedsbeträge zwischen den voraussichtlichen Gesamtselbstkosten und den Erlösen ermittelt und passiviert.

Die Rückstellung für unverbrauchte Urlaube ist mit 19,2 MEUR (Vorjahr: 17,9 MEUR) angesetzt.

Die Rückstellung für Jubiläumsgelder wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (IAS 19) berechnet. Aufgrund der geänderten %-Sätze sind aperiodische Aufwendungen in Höhe von 142.228 EUR (Vorjahr: 375.977 EUR) entstanden.

Verbindlichkeiten

(Beträge in TEUR)

Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit
> als 5 Jahre
Bilanz-
wert
davon
Hypothekar
schulden
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
Anleihen 0 150.000 350.000 500.000 0
(200.000) (150.000) (350.000) (700.000) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0
(0) (0) (0) (0) (0)
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 97.871 202.163 0 300.034 0
(105.941) (203.641) (359) (309.940) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 50.324 1.313 0 51.637 0
(49.290) (373) (0) (49.663) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 528.531 0 0 528.531 0
(230.654) (0) (0) (230.654) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 15.887 209 0 16.096 32
(12.879) (476) (0) (13.355) (25)
692.613 353.685 350.000 1.396.298 32
(598.764) (354.490) (350.359) (1.303.612) (25)

Am 19. Juni 2006 wurde eine öffentliche Anleihe am Kapitalmarkt mit einer Laufzeit von 7 Jahren platziert; das Volumen beträgt 200 MEUR, die Kuponverzinsung wurde mit 4,5% p.a. fixiert, diese Anleihe wurde planmäßig am 19.6.2013 getilgt. Am 20. Februar 2008 wurde eine öffentliche Anleihe in Höhe von 150 MEUR mit einer Laufzeit von 7 Jahren und einer Fixverzinsung von 5,25% p.a. begeben. Am 9. Juli 2012 wurde eine öffentliche Anleihe in Höhe von 350 MEUR mit einer Laufzeit von 7 Jahren und einer Fixverzinsung von 3,875% begeben. Über das gesamte Volumen und die gesamte Laufzeit aller Anleihen wurden Zinsswaps abgeschlossen, mit denen die fixen Zinszahlungen der Gesellschaft gegen variable Zinszahlungen auf Basis 1-Monats-EURIBOR, 3-Monats-EURIBOR bzw. 6-Monats-EURIBOR getauscht wurden.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind 41.936.856 EUR (Vorjahr: 13.348.671 EUR) aus Lieferungen und Leistungen und 157.325.302 EUR (Vorjahr: 136.696.805 EUR) aus erhaltenen Anzahlungen enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von 6.546.138 EUR (Vorjahr: 6.986.066 EUR) enthalten, welche erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Haftungsverhältnisse

In den Haftungsverhältnissen sind Haftungen für verbundene Unternehmen in Höhe von 2.702.081 TEUR (Vorjahr: 2.623.430 TEUR) enthalten. Die Haftungsverhältnisse entfallen zur Gänze auf übernommene Garantien.

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

des folgenden
Geschäftsjahres
MEUR
der folgenden
fünf Geschäftsjahre
MEUR
Verpflichtungen aus Mietverträgen 2,2 4,8
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1,6 4,1
Vorjahr 3,0 7,8
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 2,0 6,2

sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2013 bestand ein Bestellobligo für Investitionsgüter in Höhe von 1,60 MEUR (Vorjahr: 0,07 MEUR).

außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen keine Geschäfte, die weder in der Bilanz ausgewiesen noch gemäß § 237 Z 8 UGB oder § 199 UGB anzugeben sind, aus denen wesentliche Risken oder Vorteile entstehen.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

(Beträge in TEUR)

Inland Export 2013
Gesamt
2012
Gesamt
PULP & PAPER 17.001 216.564 233.565 203.352
METALS 5.157 84.722 89.879 130.999
HYDRO 17.095 32.073 49.168 60.481
SEPARATION 1.531 33.135 34.666 29.417
Sonstige 1.746 5.070 6.816 9.447
Nebenerlöse, Skonti -146 0 (146) (168)
42.384 371.564 413.948 433.528

Umsatzerlöse nach Märkten

in TEUR
2013 2012
Inland 42.383 35.475
Europäische Union 105.343 88.829
Übriges Europa 43.946 25.143
Nordamerika 9.963 16.360
Asien 145.593 219.390
Übrige Welt 66.720 48.331
413.948 433.528

Der Exportanteil bei den Umsatzerlösen beträgt 90% (Vorjahr 92%).

übrige sonstige betriebliche Erträge

In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind neben diversen Mieterlösen (1.092 TEUR, Vorjahr: 1.079 TEUR) und Erträgen aus Wechselkursdifferenzen (2.987 TEUR, Vorjahr: 1.707 TEUR) insbesondere Verrechnungen an Tochtergesellschaften (71.835 TEUR, Vorjahr: 63.456 TEUR) enthalten.

Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von 5.548 TEUR (Vorjahr: 4.882 TEUR) enthalten. Der restliche Betrag von 730 TEUR (Vorjahr: 615 TEUR) betrifft Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen.

übrige betriebliche Aufwendungen

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus auftragsbezogenen Kosten (43.928 TEUR, Vorjahr: 33.267 TEUR), Wechselkursdifferenzen (2.986 TEUR, Vorjahr: 1.305 TEUR) sowie aus Beratungsleistungen (15.778 TEUR, Vorjahr: 12.007 TEUR), Reisekosten (23.310 TEUR, Vorjahr: 23.691 TEUR), Instandhaltungskosten (3.801 TEUR, Vorjahr: 4.422 TEUR), Mietaufwendungen (4.361 TEUR, Vorjahr: 5.484 TEUR), IT-Aufwendungen (15.220 TEUR, Vorjahr: 12.527 TEUR), Versicherungsaufwendungen (6.700 TEUR, Vorjahr: 4.044 TEUR), Forschungs- und Entwicklungskosten (8.763 TEUR, Vorjahr: 6.208 TEUR) und sonstigen allgemeinen Verwaltungskosten zusammen.

Finanzergebnis

Die Erträge aus Beteiligungen von 236.165 TEUR (Vorjahr: 171.756 TEUR) stammen aus Gewinnausschüttungen von Tochterunternehmen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen insbesondere Ertragssteuern der Geschäftsjahre 2012 und 2013 sowie ausländische Quellensteuern. Seitens der ANDRITZ AG als Gruppenträger erfolgten im Geschäftsjahr Weiterbelastungen an Gruppenmitglieder in Höhe von 14.942 TEUR (Vorjahr: 26.093 TEUR).

2013 2012
TEUR TEUR
Körperschaftsteuer
laufendes Geschäftsjahr 14.942 28.593
Vorjahre 3.097 (3.038)
Weiterbelastungen an Gruppenmitglieder
laufendes Geschäftsjahr (14.942) (26.093)
Vorjahre (2.886) (450)
ausländische Quellensteuer 4.866 3.446
5.077 2.458

Die gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbare Steuerabgrenzung hätte zum 31. Dezember 2013 10,0 MEUR (Vorjahr: 8,6 MEUR) betragen.

IV. Sonstiges

Beteiligungen, verbundene Unternehmen

(Beträge in TEUR)

Beteiligungsquote 2013 (in TEUR)
Unternehmen Sitz direkt indirekt Jahresüberschuss Eigenkapital
Anstalt für Strömungsmaschinen GmbH Graz, Österreich 100,00% -5 1.496
ANDRITZ Technology and Asset Management GmbH Graz, Österreich 100,00% 21.778 289.099
ANDRITZ Deutschland Beteiligungs GmbH Krefeld, Deutschland 49,00% 51,00% 34.184 191.614
ANDRITZ GmbH Hemer, Deutschland 6,25% 93,75% 25.353 52.236
ANDRITZ HYDRO GmbH Wien, Österreich 100,00% 96.039 273.497
HGI Holdings Limited Limassol, Zypern 100,00% 1.030 3.429
ANDRITZ SEPARATION (India) Private Ltd. Chennai, Indien 100,00% -25 1.597
ACB Entwicklungsgesellschaft mbH1) Wien, Österreich 73,00% -15 -86
ANDRITZ FEED & BIOFUEL A/S Esbjerg, Dänemark 100,00% -6.303 468
ANDRITZ Chile Ltda. Santiago de Chile, Chile 100,00% 2.596 4.955
ANDRITZ (USA) Inc. Roswell / Georgia, USA 100,00% 38.139 70.349
ANDRITZ S.A.S. Velizy, Frankreich 100,00% -1.863 20.190
Jaybee Eng. (Holdings) Pty. Ltd. Dandenong / Victoria, Australien 100,00% -8.634 -7.379
ANDRITZ Ingeniería S.A. Madrid, Spanien 100,00% 58 1.014
ANDRITZ Brasil Ltda. Curitiba, Brasilien 100,00% -4.066 41.250
ANDRITZ Pilão Equipamentos Ltda. Vinhedo, Brasilien 100,00% -219 -2.096
ANDRITZ Oy Helsinki, Finnland 100,00% -64.104 4.981
ANDRITZ HYDRO Canada Inc. Peterborough / Ontario, Kanada 100,00% 5.893 39.037
ANDRITZ AB Örnsköldsvik / Växjö , Schweden 100,00% 781 6.541
ANDRITZ Ltd. Staffordshire, Großbritannien 100,00% -19 4.096
ANDRITZ (China) Ltd. Foshan, China 76,00% 24,00% 28.691 106.731
ANDRITZ - Wolfensberger Special Alloy Foundry Co. Ltd. Foshan, China 95,00% -930 -3.117
ANDRITZ Technologies H.K. Ltd. Hong Kong, China 100,00% 4.200 5.826
ANDRITZ Thermtec Holding B.V. Rotterdam, Niederlande 100,00% -16 2.209
ANDRITZ Technologies Pvt. Ltd. Bangalore, Indien 100,00% 797 3.124
ANDRITZ FEED & BIOFUEL Ltd. Hull, Großbritannien 100,00% 698 2.037
ANDRITZ FEED & BIOFUEL B.V. Geldrop, Niederlande 100,00% 2.849 14.853
ANDRITZ Singapore Pte. Ltd. Singapur, Singapur 100,00% 3.010 5.998
ANDRITZ (Thailand) Ltd. Bangkok, Thailand 100,00% -23 158
ANDRITZ Uruguay S. A. Río Negro, Uruguay 100,00% 5.370 9.830
ANDRITZ Industrias S. A. Río Negro, Uruguay 100,00% -6 32
ANDRITZ Pulp Technologies Punta Pereira S.A. Montevideo, Uruguay 100,00% 4.091 662
ANDRITZ K.K. Tokyo, Japan 100,00% 1.511 5.279
ANDRITZ DELKOR (Pty) Ltd. Kyalami, Südafrika 100,00% -1.424 3.571
PT. ANDRITZ Jakarta, Indonesien 100,00% 437 658
LLC ANDRITZ St. Petersburg, Russland 100,00% 591 437
LLC ANDRITZ HYDRO Moskau, Russland 100,00% -1.362 -2.365
ANDRITZ Kufferath s.r.o. Levice, Slowakei 100,00% 372 7.103
ANDRITZ Kft. Tiszakécske, Ungarn 100,00% 1.666 19.126
ANDRITZ Perfojet S.A.S. Grenoble, Frankreich 100,00% 1.161 3.982
ANDRITZ Biax S.A.S. Le Bourget, Frankreich 100,00% 515 1.508
ANDRITZ Biax GmbH Graz, Österreich 100,00% 2 28
ANDRITZ Frautech S.R.L. Vicenza, Italien 100,00% -897 1.175
ANDRITZ Como S.R.L. Como, Italien 100,00% 30 139
ANDRITZ Iggesund Tools AB Iggesund, Schweden 100,00% 3.397 13.399
ANDRITZ Asselin-Thibeau S.A.S. Elbeuf, Frankreich 100,00% 2.023 5.413
ANDRITZ Beteiligungsgesellschaft IV GmbH Krefeld, Deutschland 100,00% 2.357 580.669
ANDRITZ (Wuxi) Nonwoven Technology Co. Ltd. Wuxi, China 100,00% -120 3.271
Soutec AG Neftenbach, Schweiz 100,00% 4.144 -4.579
Beheermaatschappij "G.M.F." B.V. Waddinxveen, Niederlande 100,00% 2.533 17.836

Die Angaben für Eigenkapital und Jahresüberschuss der verbundenen Unternehmen wurden den zur Erstellung des Konzernabschlusses herangezogenen Abschlüssen, welche entsprechend den "International Financial Reporting Standards" (IFRS) aufgestellt wurden, entnommen.

Steuerliche Unternehmensgruppe

Zwischen der ANDRITZ AG als Gruppenträger und der ANDRITZ Hydro GmbH, Wien als Gruppenmitglied besteht eine steuerliche Unternehmensgruppe gem. § 9 KSTG. Die aus dem Gruppenvertrag resultierenden Steuerumlagen werden nach der sogenannten Belastungsmethode verrechnet, wobei im Falle eines steuerlichen Gewinns das Gruppenmitglied eine Steuerumlage an den Gruppenträger zu entrichten hat, im Falle eines steuerlichen Verlusts dieser evident gehalten und mit späteren Gewinnen des Gruppenmitglieds ausgeglichen wird. Die Steuerumlage ist spätestens bis zum 30.9. des folgenden Geschäftsjahrs zu leisten, der Gruppenträger kann jedoch entsprechende Vorauszahlungen vorschreiben. Der Vertrag wurde auf unbestimmte Dauer geschlossen und unterliegt österreichischem Recht.

Beschäftigte

Im Jahresdurchschnitt wurden 1.511 Mitarbeiter (ohne Lehrlinge) (Vorjahr: 1.526), davon 386 Arbeiter (Vorjahr: 399) und 1125 Angestellte (Vorjahr: 1.127), beschäftigt.

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen

2013 2012
TEUR TEUR
für Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte 4.186 4.512
für andere 5.297 5.079
9.483 9.591

Aktienbeteiligungsprogramm für Führungskräfte

Sämtliche Angaben wurden entsprechend dem im Geschäftsjahr 2012 durchgeführten Aktiensplit (1 : 2) angepasst.

Optionsprogramm 1:

Die 103. ordentliche Hauptversammlung vom 26. März 2010 hat ein Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands beschlossen.

Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 12.000, 20.000, 30.000 oder 40.000, für Mitglieder des Vorstands 80.000 und für den Vorsitzenden des Vorstands 100.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden.

Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte vom 1. Mai 2012 bis vor einem jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zum ANDRITZ-Konzern gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in ANDRITZ-Aktien von zumindest 20.000 EUR für leitende Angestellte und 40.000 EUR für Mitglieder des Vorstands.

Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der ANDRITZ-Aktie während der vier auf die 103. ordentliche Hauptversammlung vom 26. März 2010 folgenden Kalenderwochen und beträgt 23,18 EUR.

Die Optionen können in der Zeit vom 1. Mai 2013 bis 30. April 2015 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn

  • der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2012 bis 30. April 2013 mindestens 15% über dem Ausübungspreis liegt und
  • der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2011 oder der Gewinn je Aktie des Geschäftsjahrs 2012 (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) mindestens 15% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2009 liegt

oder wenn

• der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum 1. Mai 2013 bis 30. April 2014 mindestens 20% über dem Ausübungspreis liegt und

• der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2012 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2013 mindestens 20% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2009 liegt.

Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50% der Optionen sofort, 25% der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25% nach weiteren drei Monaten bezogen werden. Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden. Die Aktienoptionen sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist.

Optionsprogramm 2:

Die 105. ordentliche Hauptversammlung vom 22. März 2012 hat ein Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands beschlossen.

Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 12.000, 20.000, 30.000 oder 40.000, für Mitglieder des Vorstands 80.000 und für den Vorsitzenden des Vorstands 100.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden.

Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte vom 1. Mai 2012 bis vor einem jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zum ANDRITZ-Konzern gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in ANDRITZ-Aktien von zumindest 20.000 EUR für leitende Angestellte und 40.000 EUR für Mitglieder des Vorstands.

Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der ANDRITZ-Aktie während der vier auf die 105. ordentliche Hauptversammlung vom 22. März 2012 folgenden Kalenderwochen und beträgt 37,15 EUR.

Die Optionen können in der Zeit vom 1. Mai 2015 bis 30. April 2017 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn

• der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2014 bis 30. April 2015 mindestens 15% über dem Ausübungspreis liegt und

• der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2013 oder der Gewinn je Aktie des Geschäftsjahrs 2014 (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) mindestens 15% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2011 liegt

oder wenn

  • der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum 1. Mai 2015 bis 30. April 2016 mindestens 20% über dem Ausübungspreis liegt und
  • der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2014 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2015 mindestens 20% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2011 liegt.

Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50% der Optionen sofort, 25% der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25% nach weiteren drei Monaten bezogen werden. Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden. Die Aktienoptionen sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist.

Optionsprogramm 1 Optionsprogramm 2
im Jahr 2013
ausgenützte
Optionen
im Jahr 2014
ausnützbare
Optionen
eingeräumte
Optionen
per 31.12.2013
Vorstand
Wolfgang Leitner
Karl Hornhofer
Humbert Köfler
Friedrich Papst
Wolfgang Semper
Leitende Angestellte
100.000
60.000
80.000
80.000
35.000
1.367.000
0
20.000
0
0
5.000
147.000
100.000
80.000
80.000
80.000
80.000
1.623.000
GESAMT 1.722.000 172.000 2.043.000
Ausübungspreis je Aktie in EUR
Wert Optionen gesamt
in EUR
23,18
bei Ausübung
32.425.856
23,18
31.12.2013
3.854.520
37,15
31.12.2013
17.242.920

Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Devisentermingeschäfte (in TEUR):

Währung Umfang Zeitwert
USD Kauf 2.267 -38
Verkauf 58.977 -286
USD Summe 61.244 -324
CNY Kauf 7.578 -93
Verkauf 1.943 -6
CNY Summe 9.521 -99
Andere Währungen Kauf 3.008 9
Verkauf 7.890 444
Andere Währungen Summe 10.898 454
Summe 81.663 31

Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis der Terminkurse zum Bilanzstichtag durch Abzinsung des ermittelten Endwerts über die Restlaufzeit errechnet.

Die beizulegenden Zeitwerte für die Zinssicherung der Anleihen in Form von Zinsswaps betragen zum 31.12.2013 10.658 TEUR (Vorjahr: 28.537 TEUR) und repräsentieren die Marktwerte zum Bilanzstichtag.

Drohende Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten werden in der Bilanz nicht passiviert, da diese mit bilanzierten Aktiv- bzw. Passivposten eine geschlossene Position bilden.

Vorstand und Aufsichtsrat

Als Aufwendungen für den Vorstand wurden erfasst:

in TEUR
2013 2012
Kurzfristige Leistungen 3.910 12.747
Leistungen nach Beendigung
des Arbeitsverhältnisses 608 390
Aktienbasierte Vergütungen 1.362 1.184
5.880 14.321

Der Gegenwert der aktienbasierten Vergütungen wurde nach IFRS ermittelt. Für Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldansprüche werden die Dienstzeitaufwendungen gemäß IAS 19 angesetzt.

Von verbundenen Unternehmen wurden keine Bezüge ausbezahlt. An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 364.898 EUR (Vorjahr: 361.485 EUR) ausbezahlt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten Vergütungen von 292.500 EUR (Vorjahr: 187.500 EUR).

Aufsichtsrat:

Gewählte Mitglieder: Hellwig Torggler Vorsitzender Klaus Ritter Stellvertreter des Vorsitzenden Kurt Stiassny Peter Mitterbauer Christian Nowotny Fritz Oberlerchner

Delegierte Mitglieder:

Georg Auer Isolde Findenig Andreas Martiner

Vorstand:

Wolfgang Leitner Vorsitzender Karl Hornhofer Humbert Köfler Friedrich Papst Wolfgang Semper

Graz, am 19. Februar 2014

Der Vorstand

Wolfgang Leitner Karl Hornhofer Humbert Köfler Friedrich Papst Wolfgang Semper

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der ANDRITZ AG, Graz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2013, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung und den Inhalt eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der ANDRITZ AG zum 31. Dezember 2013 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 19. Februar 2014

Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH

Dr. Nikolaus Müller e.h. Wirtschaftsprüfer

Mag. Walter Müller e.h. Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.