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Andritz AG Annual Report 2012

Mar 1, 2013

735_10-k_2013-03-01_2641a353-eac6-4b4e-8eea-2654b4718026.pdf

Annual Report

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KENNZAHLEN DER ANDRITZ-GRUPPE

Einheit 2012 2011 2010 2009 2008
Auftragseingang MEUR 4.924,4 5.706,9 4.131,9 3.349,3 3.705,3
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 6.614,8 6.683,1 5.290,9 4.434,5 4.277,4
Umsatz MEUR 5.176,9 4.596,0 3.553,8 3.197,5 3.609,8
Umsatzrendite1) % 6,5 6,8 6,9 4,6 6,1
EBITDA2) MEUR 418,6 386,2 307,3 218,2 278,2
EBITA3) MEUR 357,8 331,5 257,6 164,1 233,2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) MEUR 334,5 312,7 245,5 147,1 218,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) MEUR 331,6 321,7 247,9 149,6 210,5
Konzern-Ergebnis
(vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen)
MEUR 242,2 231,5 177,0 102,9 147,0
Konzern-Ergebnis
(nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) MEUR 243,6 230,7 179,6 96,8 139,7
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit MEUR 346,5 433,8 704,5 345,7 255,0
Investitionen4) MEUR 109,1 77,0 68,8 70,5 69,7
Free Cashflow5) MEUR 239,7 361,1 644,9 285,6 187,5
Free Cashflow je Aktie6) EUR 2,3 3,5 6,2 2,7 1,8
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter (per ultimo, ohne Lehrlinge) - 17.865 16.750 14.655 13.049 13.707
Anlagevermögen MEUR 1.390,5 1.151,8 858,9 731,4 732,1
Umlaufvermögen MEUR 3.770,5 3.414,8 3.176,9 2.577,9 2.354,2
Summe Eigenkapital7) MEUR 1.033,8 938,9 794,4 663,5 577,4
Rückstellungen MEUR 725,4 667,3 582,8 529,9 477,3
Verbindlichkeiten MEUR 3.401,8 2.960,4 2.658,6 2.115,9 2.031,6
Bilanzsumme MEUR 5.161,0 4.566,6 4.035,8 3.309,3 3.086,3
Eigenkapitalquote8) % 20,0 20,6 19,7 20,0 18,7
Eigenkapitalrentabilität9) % 32,1 34,3 31,2 22,5 36,5
Gesamtkapitalrentabilität10) % 6,5 6,8 6,1 4,4 7,1
Bruttoliquidität11) MEUR 2.047,8 1.814,5 1.594,7 1.082,1 821,8
Nettoliquidität12) MEUR 1.285,7 1.400,6 1.177,0 677,9 408,9
Nettoverschuldung13) MEUR -1.053,3 -1.198,4 -992,0 -505,3 -242,9
Nettoumlaufvermögen14) MEUR -631,5 -639,2 -556,1 -104,3 22,7
Capital employed15) MEUR -36,2 -128,6 -86,0 285,9 406,8
Verschuldungsgrad16) % -101,9 -127,6 -124,9 -76,2 -42,1
EBITDA-Marge % 8,1 8,4 8,6 6,8 7,7
EBITA-Marge % 6,9 7,2 7,2 5,1 6,5
EBIT-Marge % 6,5 6,8 6,9 4,6 6,1
Konzern-Ergebnis/Umsatz % 4,7 5,0 5,0 3,2 4,1
ROE17) % 23,4 24,7 22,3 15,5 25,5
EV18)/EBITDA - 9,0 5,0 7,8 6,5 1,9
Abschreibungen/Umsatz % 1,6 1,6 1,7 2,0 1,5

1) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Umsatz 2) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 3) Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen für im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierte und vom Firmenwert getrennt angesetzte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 22.942 TEUR (2011: 17.839 TEUR) sowie Wertminderungsverlust Firmenwert in Höhe von 397 TEUR (2011: 1.000 TEUR) 4) Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 5) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen plus Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 6) Free Cashflow/Aktiengesamtzahl 7) Summe Eigenkapital inkl. nicht beherrschenden Anteilen 8) Summe Eigenkapital/Bilanzsumme 9) Ergebnis vor Steuern/Summe Eigenkapital 10) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Bilanzsumme 11) Zahlungsmittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Schuldscheindarlehen 12) Bruttoliquidität plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten 13) Verzinsliches Fremdkapital inkl. Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Schuldscheindarlehen 14) Langfristige Forderungen plus kurzfristige Vermögenswerte (exkl. Wertpapiere des Umlaufvermögens, Zahlungsmittel sowie Schuldscheindarlehen) abzüglich sonstige langfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Verbindlichkeiten (exkl. Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen)15) Nettoumlaufvermögen plus immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 16) Nettoverschuldung/Summe Eigenkapital 17) ROE (Return On Equity): Konzern-Ergebnis/Summe Eigenkapital 18) EV (Enterprise Value): Marktkapitalisierung per Ultimo minus Nettoliquidität

Alle Zahlen gemäß IFRS. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten. MEUR = Million Euro. TEUR = Tausend Euro.

KENNZAHLEN DER GESCHÄFTSBEREICHE

HYDRO Einheit 2012 2011 2010 2009 2008
Auftragseingang MEUR 2.008,4 2.096,2 1.870,1 1.693,9 1.543,4
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 3.842,3 3.671,4 3.376,0 2.894,5 2.590,1
Umsatz MEUR 1.836,8 1.772,9 1.579,2 1.378,0 1.205,9
EBITDA MEUR 182,4 174,3 139,9 120,9 105,7
EBITDA-Marge % 9,9 9,8 8,9 8,8 8,8
EBITA MEUR 153,2 147,7 118,0 100,5 87,9
EBITA-Marge % 8,3 8,3 7,5 7,3 7,3
Investitionen MEUR 56,7 44,3 41,5 44,5 35,0
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter (per ultimo, ohne Lehrlinge) - 7.469 7.285 6.530 5.993 5.606
PULP & PAPER Einheit 2012 2011* 2010* 2009* 2008*
Auftragseingang MEUR 1.962,4 2.694,1 1.415,5 940,0 1.065,4
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 2.018,1 2.230,0 1.107,3 782,6 762,0
Umsatz MEUR 2.282,2 1.884,9 1.129,8 925,5 1.355,2
EBITDA MEUR 156,2 138,1 99,9 41,7 84,6
EBITDA-Marge % 6,8 7,3 8,8 4,5 6,2
EBITA MEUR 134,6 120,4 82,2 17,2 66,4
EBITA-Marge % 5,9 6,4 7,3 1,9 4,9
Investitionen MEUR 36,4 22,5 18,4 17,8 22,1
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter (per ultimo, ohne Lehrlinge) - 6.774 6.208 5.046 4.418 5.354
SEPARATION Einheit 2012 2011* 2010* 2009* 2008*
Auftragseingang MEUR 468,2 438,8 397,2 288,4 329,6
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 258,0 250,8 234,6 135,7 142,6
Umsatz MEUR 468,0 419,9 350,9 300,4 338,0
EBITDA MEUR 39,3 42,7 33,3 29,6 32,0
EBITDA-Marge % 8,4 10,2 9,5 9,9 9,5
EBITA MEUR 34,7 36,7 28,0 24,9 27,2
EBITA-Marge % 7,4 8,7 8,0 8,3 8,0
Investitionen MEUR 3,7 4,0 3,7 2,8 5,5
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter (per ultimo, ohne Lehrlinge) - 1.915 1.752 1.621 1.150 1.185
METALS Einheit 2012 2011 2010 2009 2008
Auftragseingang MEUR 324,2 318,6 302,7 296,2 611,5
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 451,4 465,1 521,0 564,1 736,2
Umsatz MEUR 404,7 372,7 340,2 473,4 566,2
EBITDA MEUR 28,0 21,5 21,2 23,2 42,6
EBITDA-Marge % 6,9 5,8 6,2 4,9 7,5
EBITA MEUR 25,1 19,4 18,4 20,5 40,1
EBITA-Marge % 6,2 5,2 5,4 4,3 7,1
Investitionen MEUR 2,6 1,8 1,9 2,0 4,3
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter (per ultimo, ohne Lehrlinge) - 1.129 945 937 971 996
FEED & BIOFUEL Einheit 2012 2011 2010 2009 2008
Auftragseingang MEUR 161,2 159,2 146,4 130,8 155,4
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 45,0 65,8 52,0 57,6 46,5
Umsatz MEUR 185,2 145,6 153,7 120,2 144,5
EBITDA MEUR 12,7 9,6 13,0 2,8 13,3
EBITDA-Marge % 6,9 6,6 8,5 2,3 9,2
EBITA MEUR 10,2 7,3 11,0 1,0 11,6
EBITA-Marge % 5,5 5,0 7,2 0,8 8,0
Investitionen MEUR 9,7 4,4 1,8 3,4 2,9
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter (per ultimo, ohne Lehrlinge) - 578 560 522 517 566

* 2012 wurde eine kleine Produktverschiebung vom Geschäftsbereich SEPARATION in den Geschäftsbereich PULP & PAPER vorgenommen. Die Vergleichszahlen für die Vorjahre wurden angepasst.

UNTERNEHMENSPROFIL

ANDRITZ-GRUPPE

Die ANDRITZ-GRUPPE ist einer der weltweit führenden Lieferanten von Anlagen, Ausrüstungen und Serviceleistungen für Wasserkraftwerke, die Zellstoff- und Papierindustrie, die kommunale und industrielle Fest-Flüssig-Trennung, die Stahlindustrie sowie die Produktion von Tierfutter- und Biomassepellets. Der Hauptsitz des börsennotierten internationalen Technologiekonzerns, der per Jahresende 2012 rund 17.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigte, befindet sich in Graz, Österreich. ANDRITZ verfügt über mehr als 180 Produktionsstätten sowie Service- und Vertriebsgesellschaften auf der ganzen Welt.

ANDRITZ-GESCHÄFTSBEREICHE

Die ANDRITZ-GRUPPE zählt in allen ihren fünf Geschäftsbereichen zu den Weltmarktführern. Diese Position zu festigen und weiter auszubauen gehört zu den übergeordneten strategischen Zielen. Gleichzeitig soll die Fortsetzung des langfristigen, profitablen Wachstums sichergestellt werden.

ANDRITZ HYDRO

liefert elektromechanische Ausrüstungen für Wasserkraftwerke. Mit als 170 Jahren kumulierter Erfahrung und mehr als 30.000 gelieferten Turbinen mit einer Gesamtleistung von rund 400.000 Megawatt ist der Geschäftsbereich einer der weltweit führenden Anbieter für hydraulische Stromerzeugung und bietet die komplette Produktpalette einschließlich Turbinen, Generatoren und Zusatzausrüstungen aller Typen und Größen an: "from water to wire" für die Kleinwasserkraft bis hin zu mehr als 800 Megawatt Leistung. ANDRITZ HYDRO nimmt auch eine führende Position im Wachstumsmarkt der Reparatur, Erneuerung und Leistungserhöhung bestehender Wasserkraftanlagen ein. Dem Geschäftsbereich zugeordnet sind auch die Bereiche Pumpen (für Wassertransport, Bewässerung und Anwendungen in unterschiedlichen Industrien) sowie Turbogeneratoren für thermische Kraftwerke.

ANDRITZ PULP & PAPER

ist ein weltweit führender Anbieter von Anlagen, Systemen und Serviceleistungen für die Erzeugung und Weiterverarbeitung aller Arten von Faserstoffen, Papier, Tissuepapier und Karton. Die Technologien umfassen die Verarbeitung von Holz, Einjahrespflanzen und Altpapier, die Erzeugung von Zellstoff, Holzstoff und Recyclingfaserstoffen, die Rückgewinnung und Wiederverwertung von Chemikalien, die Aufbereitung des Papiermaschineneintrags, die Erzeugung von Papier, Tissuepapier und Karton, die Veredelung und Beschichtung von Papier sowie die Rejekt- und Schlammbehandlung. Das Serviceangebot inkludiert Modernisierungen, Umbauten, Ersatz- und Verschleißteile, Wartung und Instandhaltung sowie Maschinentransfer und Gebrauchtanlagen. Dem Geschäftsbereich zugeordnet sind auch die Bereiche Biomasse-, Dampf- und Rückgewinnungskessel sowie Gasifizierungsanlagen für die Energieerzeugung, Rauchgasreinigungsanlagen, Biomasse-Torrefizierung und Anlagen zur Produktion von Vliesstoffen, Viskosezellstoff, Kunststofffolien und Faserplatten (MDF).

ANDRITZ SEPARATION

ist einer der führenden Lieferanten von Technologien und Serviceleistungen im Bereich der Fest-Flüssig-Trennung und thermischen Behandlung für den Umweltbereich (insbesondere kommunale und industrielle Abwasserbehandlung), für den Bergbau und die Mineralienaufbereitung, die chemische Industrie sowie die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Das umfangreiche Angebot umfasst Zentrifugen, Filter, thermische Systeme, Rechen, Eindicker, Separatoren, Förderanlagen sowie die Biomasse-Torrefizierung. Basierend auf 150 Jahren Erfahrung, ist ANDRITZ SEPARATION langfristiger Servicepartner für die gesamte Lebensdauer von Kundenanlagen – einschließlich Lieferung von Verschleiß- und Ersatzteilen, Modernisierung und Prozessoptimierung.

ANDRITZ METALS

zählt zu den weltweit führenden Lieferanten von kompletten Linien für die Herstellung und Weiterverarbeitung von Kaltband aus Edelstahl, bestehend aus Anlagen zum Kaltwalzen, zur Wärmebehandlung, Oberflächenveredelung, Bandbeschichtung und -veredelung, zum Stanzen und Tiefziehen sowie zum Regenerieren von Beizsäuren. Darüber hinaus liefert der Geschäftsbereich Linien für die Herstellung und Weiterverarbeitung von Bändern aus Kohlenstoffstahl und Nicht-Eisen-Metallen, Widerstandsschweißsysteme für die Metall verarbeitende Industrie sowie schlüsselfertige Ofensysteme für die Stahl-, Kupfer- und Aluminiumindustrie.

ANDRITZ FEED & BIOFUEL

liefert Anlagen, Maschinen und Serviceleistungen für die industrielle Herstellung von Tierfutterpellets (Haustierfutter, Fisch- und Shrimpfutter) sowie von Biomassepellets (Holzpelletierungsanlagen und Anlagen zur Pelletierung von landwirtschaftlichen und industriellen Restprodukten wie zum Beispiel Stroh). In beiden Bereichen zählt der Geschäftsbereich zu den Weltmarktführern.

DIE ANDRITZ-AKTIE

Relative Kursentwicklung der ANDRITZ-Aktie im Vergleich zum ATX seit Börsengang

Kennzahlen der ANDRITZ-Aktie Einheit 2012 2011 2010 2009 2008
Gewinn je Aktie EUR 2,36 2,25 1,74 0,95 1,37
Dividende je Aktie EUR 1,201) 1,10 0,85 0,50 0,55
Ausschüttungsquote % 50,8 49,0 48,9 52,9 40,3
Eigenmittel je Aktie EUR 9,76 8,75 7,34 6,14 5,30
Höchster Schlusskurs EUR 50,00 37,75 34,46 20,97 21,77
Niedrigster Schlusskurs EUR 32,83 27,41 19,75 8,75 7,98
Jahresschlusskurs EUR 48,54 32,05 34,40 20,26 9,08
Marktkapitalisierung (per ultimo) MEUR 5.048,2 3.333,2 3.577,1 2.107,0 944,3
Performance % +47,9 -7,6 +67,8 +111,0 -54,4
ATX-Gewichtung (per ultimo) % 10,6128 9,2705 7,3211 4,3701 2,9209
Durchschnittliches Handelsvolumen2 Stück 345.754 568.138 461.546 614.058 977.276

1) Vorschlag an die Hauptversammlung. 2) Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht. Quelle: Wiener Börse. Anmerkung: Am 23. April 2012 wurde die ANDRITZ-Aktie im Verhältnis 1:2 gesplittet, die historischen Kurswerte und börsentechnischen Kennzahlen wurden entsprechend angepasst.

Eckdaten zur ANDRITZ-Aktie

ISIN-Code AT0000730007
Tag der Erstnotiz 25. Juni 2001
Aktiengattung Inhaberaktien
Aktienzahl 104 Millionen
Genehmigtes Kapital Keines
Streubesitz Rund 70 %
Börse Wien (Prime Market)
Ticker-Symbole Reuters: ANDR.VI; Bloomberg: ANDR, AV
Börsenindizes ATX, ATX five, ATXPrime, WBI

Finanzterminkalender 2013

1. März 2013 Ergebnisse Geschäftsjahr 2012
22. März 2013 Ordentliche Hauptversammlung
26. März 2013 Ex-Dividende
28. März 2013 Dividendenzahltag
6. Mai 2013 Ergebnisse 1. Quartal 2013
7. August 2013 Ergebnisse 1. Halbjahr 2013
6. November 2013 Ergebnisse 1. bis 3. Quartal 2013

Den laufend aktualisierten Finanzterminkalender sowie Informationen zur ANDRITZ-Aktie finden Sie auf der Investor-Relations-Seite der ANDRITZ-Homepage: www.andritz.com/aktie

Lagebericht 06
Corporate-Governance-Bericht 17
Unternehmensrisiken 21
Bericht des Aufsichtsrats 26
Erklärung des Vorstands gemäß
§ 82 (4) Börsegesetz
27
Konzern-Abschluss 2012
der ANDRITZ-GRUPPE
Bestätigungsvermerk
Konzern-Bilanz
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
Konzern-Cashflow-Statement
Konzern-Anhang
30
31
33
34
35
36
37
38

LAGEBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die Weltwirtschaft war 2012 von anhaltender Konjunkturschwäche und Unsicherheit geprägt. In den großen Wirtschaftsregionen war zwar im Jahresverlauf eine Stabilisierung der Wirtschaftsaktivitäten zu verzeichnen, dennoch lassen die Frühindikatoren keinen nachhaltigen Aufschwung in den kommenden Monaten erwarten.

In den USA verharrte die Wirtschaft im Berichtsjahr auf einem niedrigen Niveau. Die Investitionen des verarbeitenden Gewerbes und der Industrie waren moderat, und auch der Arbeitsmarkt blieb angespannt. Damit einhergehend blieb der Privatkonsum, der den größten Beitrag zum amerikanischen Bruttosozialprodukt darstellt, auf niedrigem Niveau. Die amerikanische Notenbank FED hat daher zur Belebung der Konjunktur beschlossen, monatlich hypothekenbesicherte Wertpapiere im Volumen von 40 Milliarden USD zu kaufen und das niedrige Leitzinsniveau bis mindestens Mitte 2015 beizubehalten.

Die Situation in Europa war ähnlich, wobei die Entwicklung regional sehr differenziert verlaufen ist. Während die Euro-Staaten Südeuropas weiterhin mit einer schrumpfenden Konjunktur konfrontiert waren, wurde in den Kernländern Europas zum Teil leichtes Wachstum verzeichnet. Die wirtschaftlichen Vorlaufindikatoren lassen aber auch hier für die kommenden Monate ein Verharren der Konjunktur auf niedrigem Niveau erwarten. Um der latenten Konjunkturabkühlung entgegenzuwirken, hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im Berichtsjahr weiter gesenkt und angekündigt, unlimitiert Anleihenkäufe zu tätigen, um das Zinsniveau notleidender Euro-Staaten zu stabilisieren bzw. zu senken.

Auch die aufstrebenden Länder Asiens und Südamerikas waren 2012 von einer Wirtschaftsabschwächung betroffen. Auf die Exportwirtschaft Chinas wirkten sich die Staatsschuldenkrise in Europa sowie die moderate Wirtschaftsentwicklung in den USA negativ aus. Gemeinsam mit dem nachlassenden Binnenkonsum als Folge der restriktiven Geldpolitik führte dies 2012 zu einer starken Konjunkturabschwächung. Auch in Brasilien und anderen großen Staaten aufstrebender Regionen waren deutliche Anzeichen einer Wirtschaftsverlangsamung feststellbar.

Quelle: OECD

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Anmerkungen

  • Alle Zahlen gemäß IFRS.
  • Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.
  • MEUR = Million Euro; TEUR = Tausend Euro
  • Mit Beginn 2012 wurde eine kleine Produktverschiebung vom Geschäftsbereich SEPARATION in den Geschäftsbereich PULP & PAPER vorgenommen. Die Vergleichszahlen für 2011 wurden angepasst.

Veränderung des Konsolidierungskreises/Akquisitionen

Die folgenden Unternehmen waren im Geschäftsjahr 2011 nicht oder nur teilweise im Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE enthalten:

  • Hemi Controls Inc.: Automatisierungssysteme für Wasserkraftwerke
  • ANDRITZ Iggesund-Gruppe: Hack- und Entrindungsmaschinen für Zellstoff- und Sägewerke
  • Vermögenswerte von Tristar Industries: Service- und Fertigungscenter für den PULP & PAPER-Servicebereich
  • ANDRITZ Asselin-Thibeau S.A.S., Frankreich: Anlagen zur Produktion von Trockenvlies, vor allem für Anwendungen im Textil- und Hygienebereich

Folgende Unternehmen wurden 2012 im Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE neu konsolidiert:

  • ANDRITZ (Wuxi) Nonwoven Technology Co. Ltd.: Anlagen zur Produktion von Trockenvlies, vor allem für Anwendungen im Textil- und Hygienebereich
  • ANDRITZ Bricmont Inc.: Ofenanlagen für die Aluminium- und Stahlindustrie
  • ANDRITZ HYDRO Hammerfest: Technologien zur Energieerzeugung aus küstennahen Gezeitenströmungen
  • Soutec AG, Schweiz: Laser- und Rollnaht-Widerstandsschweißsysteme für die Metall verarbeitende Industrie
  • ANDRITZ Environmental Solutions Inc.: Rauchgasreinigungssysteme für Energieversorger und Energie erzeugende Industrien
  • Royal GMF-Gouda (Goudsche Machinefabriek): Trocknungssysteme für die Lebensmittelindustrie, die chemische Industrie sowie für den kommunalen Umweltbereich

Die erstmalige Einbeziehung der in 2012 erworbenen Unternehmen/Geschäftsfelder erfolgte auf Basis vorläufiger Werte.

Umsatz

Der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE betrug im Geschäftsjahr 2012 5.176,9 MEUR. Zu diesem Anstieg von 12,6% gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahrs trugen alle Geschäftsbereiche, insbesondere PULP & PAPER, bei (2011: 4.596,0 MEUR).

Anteil Serviceumsatz am Umsatz der Gruppe und der Geschäftsbereiche in %

2012 2011
ANDRITZ-GRUPPE 26 27
HYDRO 24 24
PULP & PAPER 29 30
SEPARATION 30 34
METALS 6 10
FEED & BIOFUEL 45 50

Auftragseingang

Der Auftragseingang betrug 4.924,4 MEUR und lag damit um 13,7% unter dem außerordentlich hohen Niveau des Vorjahrs (2011: 5.706,9 MEUR), der einen Großauftrag im Geschäftsbereich HYDRO sowie zwei Großaufträge im Bereich PULP & PAPER in der Höhe von insgesamt rund 1.400 MEUR enthalten hat.

Aufgrund dieser Großaufträge ging der Auftragseingang in den Geschäftsbereichen HYDRO sowie PULP & PAPER im Vergleich zu 2011 zurück. Alle anderen Geschäftsbereiche verzeichneten eine Steigerung des Auftragseingangs.

2012 (MEUR) 2011 (MEUR) +/- (%)
HYDRO 2.008,4 2.096,2 -4,2
PULP & PAPER 1.962,4 2.694,1 -27,2
SEPARATION 468,2 438,8 +6,7
METALS 324,2 318,6 +1,8
FEED & BIOFUEL 161,2 159,2 +1,3

Auftragsstand

Der Auftragsstand per 31. Dezember 2012 betrug 6.614,8 MEUR und war damit gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahrs so gut wie unverändert (-1,0% versus 31. Dezember 2011: 6.683,1 MEUR). Während sich der Auftragsstand in den Geschäftsbereichen HYDRO und SEPARATION erhöhte, ging er in den anderen Geschäftsbereichen zurück.

Ergebnis

Das EBITA betrug 357,8 MEUR und lag damit um 7,9% über dem Vergleichswert des Vorjahrs (2011: 331,5 MEUR). Die EBITA-Marge betrug 6,9% (2011: 7,2%); dieser leichte Rückgang ist insbesondere auf den Projektmix im Geschäftsbereich PULP & PAPER (im Jahresvergleich höherer Anteil an Großprojekten) sowie auf einzelne Projektkostenüberschreitungen und Investitionen für den Ausbau des Geschäfts in den Emerging Markets im Geschäftsbereich SEPARATION zurückzuführen.

2012 wurden eine Firmenwertminderung in Höhe von 0,4 MEUR (2011: 1,0 MEUR) sowie eine Wertminderung für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in der Höhe von 0,5 MEUR erfasst (2011: 1,5 MEUR).

Das Finanz-Ergebnis betrug -2,8 MEUR (2011: 9,0 MEUR); dieser deutliche Rückgang ist insbesondere auf die Abschreibung einzelner nichtkonsolidierter Firmen und die im Zusammenhang mit der Begebung der Unternehmensanleihe 2012-2019 entstandenen Aufwendungen (Zinsswaps, Führungsprovision der Konsortialbanken) zurückzuführen.

Die Steuerquote ist im Jahresvergleich auf 27,0% gesunken (2011: 28,1%).

Das Konzern-Ergebnis (nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) erreichte 243,6 MEUR (2011: 230,7 MEUR).

Vermögens- und Kapitalstruktur, Platzierung einer Unternehmensanleihe

Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2012 stieg auf 5.161,0 MEUR an (31. Dezember 2011: 4.566,6 MEUR). Dieser Anstieg ist vor allem auf Akquisitionen sowie die Emission einer Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 350 MEUR im Juli 2012 zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote per ultimo 2012 betrug 20,0% (31. Dezember 2011: 20,6%).

Die Bruttoliquidität (Zahlungsmittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Schuldscheindarlehen) per 31. Dezember 2012 erhöhte sich auf 2.047,8 MEUR (31. Dezember 2011: 1.814,5 MEUR). Die Nettoliquidität (Bruttoliquidität plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten) betrug 1.285,7 MEUR (31. Dezember 2011: 1.400,6 MEUR).

Zusätzlich zur hohen Nettoliquidität stehen der ANDRITZ-GRUPPE derzeit auch folgende Kredit- und Aval-Linien für Vertragserfüllungen, Anzahlungen, Gewährleistungen etc. zur Verfügung:

  • Kredit-Linien: 171,7 MEUR, davon 61,5 MEUR ausgenutzt
  • Aval-Linien: 5.068,1 MEUR, davon 2.702,3 MEUR ausgenutzt

Aktiva

1.486,8 1.855,9 1.818,3
MEUR MEUR MEUR
Langfristiges Sonstiges kurz Flüssige Mittel und Wertpapiere
Vermögen: 29% fristiges Vermögen: 36% des Umlaufvermögens: 35%

Passiva

1.033,8 790,6 419,3 2.917,3
MEUR MEUR MEUR MEUR
Summe Eigenkapital
inkl. nicht beherrschende
Anteile: 20%
Finanzver
bindlich
keiten: 15%
Sonstige
langfristige
Verbindlich
keiten: 8%
Sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten: 57%

Investitionen und Cashflow

Die Investitionen in materielle und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen 109,1 MEUR (2011: 77,0 MEUR) und betrafen im Wesentlichen Modernisierungen von Fertigungsstätten sowie den Bau bzw. Erwerb von Bürogebäuden.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 346,5 MEUR und lag damit deutlich unter dem Vorjahresvergleichswert (2011: 433,8 MEUR). Dieser Rückgang ist insbesondere auf projektbedingte Veränderungen des Umlaufvermögens zurückzuführen.

Weitere wichtige Kennzahlen im Überblick

Einheit 2012 2011 2010 2009 2008
Umsatzrendite1) % 6,5 6,8 6,9 4,6 6,1
EBITDA2) MEUR 418,6 386,2 307,3 218,2 278,2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) MEUR 334,5 312,7 245,5 147,1 218,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) MEUR 331,6 321,7 247,9 149,6 210,5
Konzern-Ergebnis
(vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) MEUR 242,2 231,5 177,0 102,9 147,0
Free Cashflow3) MEUR 239,7 361,1 644,9 285,6 187,5
Free Cashflow je Aktie4) EUR 2,3 3,5 6,2 2,7 1,8
Eigenkapitalrentabilität5) % 32,1 34,3 31,2 22,5 36,5
Gesamtkapitalrentabilität6) % 6,5 6,8 6,1 4,4 7,1
Nettoverschuldung7) MEUR -1.053,3 -1.198,4 -992,0 -505,3 -242,9
Nettoumlaufvermögen8) MEUR -631,5 -639,2 -556,1 -104,3 22,7
Capital employed9) MEUR -36,2 -128,6 -86,0 285,9 406,8
Verschuldungsgrad10) % -101,9 -127,6 -124,9 -76,2 -42,1

1) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Umsatz 2) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 3) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen plus Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 4) Free Cashflow/Aktiengesamtzahl 5) Ergebnis vor Steuern/Summe Eigenkapital 6) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Bilanzsumme 7) Verzinsliches Fremdkapital inkl. Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Schuldscheindarlehen 8) Langfristige Forderungen plus kurzfristige Vermögenswerte (exkl. Wertpapiere des Umlaufvermögens, Zahlungsmittel und Schuldscheindarlehen) abzüglich sonstige langfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Verbindlichkeiten (exkl. Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen) 9) Nettoumlaufvermögen plus immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 10) Nettoverschuldung/Summe Eigenkapital

Wichtige Akquisitionen

ANDRITZ hat im Mai 2012 mit der Schuler-Beteiligungen GmbH eine Vereinbarung zum Erwerb des gesamten von Schuler-Beteiligungen GmbH gehaltenen 38,5%-Anteils an der in Deutschland börsennotierten Schuler AG mit Sitz in Göppingen unterzeichnet; der Preis je Aktie beträgt 20,00 EUR in bar. Im Juni hat ANDRITZ weitere 24,99% der Aktien der Schuler AG erworben. Am 2. Juli 2012 hat ANDRITZ für die verbleibenden Aktionäre der Schuler AG ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot gemäß § 10 Abs. 1 i.V.m. §§ 29, 34 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) zur Übernahme der restlichen Aktien veröffentlicht, bei dem den verbleibenden Aktionären der Schuler AG ebenfalls 20,00 EUR je Aktie in bar angeboten wurden. Im Rahmen dieses Übernahmeangebots wurden ANDRITZ 25,75% der ausstehenden Aktien angedient. Der Vollzug des Aktienpaketerwerbs der Schuler-Beteiligungen GmbH sowie das Übernahmeangebot standen unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden. Im Februar 2013 wurde die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der Schuler AG von den zuständigen Kartellbehörden ohne Auflagen vollumfänglich freigegeben. Die Übertragung der Gesellschaftsanteile erfolgte mit Closing am 14. Februar 2013. Zu Redaktionsschluss dieses Finanzberichts am 21. Februar 2013 hielt ANDRITZ über 90% der Aktien an der Schuler AG. Die Erstkonsolidierung von Schuler in den ANDRITZ-Konzern-Abschluss erfolgt ab 1. März 2013. Als Technologie- und Weltmarktführer in der Umformtechnik liefert Schuler Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Verfahrens-Know-how und Dienstleistungen für die gesamte Metall verarbeitende Industrie. Mit dieser Akquisition verbreitert ANDRITZ sein Produkt- und Serviceangebot im Geschäftsbereich METALS.

An ANDRITZ HYDRO Hammerfest hat ANDRITZ im Berichtszeitraum seinen Anteil von 33,3% auf 59,4% erhöht. ANDRITZ HYDRO Hammerfest gehört zu den Weltmarktführern für Technologien zur Energieerzeugung aus küstennahen Gezeitenströmungen.

Weiters hat ANDRITZ 2012 folgende Unternehmen erworben:

  • Allied Environmental Solutions Inc. mit Sitz in Columbia, Maryland, USA. ANDRITZ Environmental Solutions ist einer der führenden Hersteller von Rauchgasreinigungssystemen für Energieversorger und andere Energie erzeugende Industrien (zum Beispiel Betreiber fossiler Kraftwerke) in den USA. Mit dieser Akquisition stärkt der Geschäftsbereich PULP & PAPER sein Portfolio für Rauchgasreinigung und steigt in den US-Markt ein.
  • Royal GMF-Gouda (Goudsche Machinefabriek) mit Hauptsitz in Waddinxveen, Niederlande, einschließlich der Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, China, Singapur sowie in den USA. ANDRITZ Gouda ist einer der führenden Hersteller von Trocknungssystemen für die Lebensmittelindustrie (beispielsweise für die Produktion von Babynahrung), die chemische Industrie sowie für den kommunalen Umweltbereich. Das Unternehmen ergänzt und erweitert das Produkt- und Serviceangebot des Geschäftsbereichs SEPARATION im Bereich der Trocknung.
  • Bricmont Inc. mit Hauptsitz in Pittsburgh, Pennsylvania, USA, einschließlich bestimmter Vermögenswerte in China und Indien. ANDRITZ Bricmont ist Lieferant von Ofenanlagen für die Aluminium- und Stahlindustrie und ergänzt das bestehende Produktangebot von Ofenanlagen des Geschäftsbereichs METALS.
  • Soutec AG mit Hauptsitz in Neftenbach, Schweiz, einschließlich Tochtergesellschaften in China und den USA. ANDRITZ Soutec, Teil des Geschäftsbereichs METALS, ist ein weltweit führender Anbieter von Laser- und Rollnaht-Widerstandsschweißsystemen für die Metall verarbeitende Industrie. Mit diesen Schweißanlagen werden insbesondere Leichtbauprodukte, zum Beispiel Bauteile für Automobilkarosserien, gefertigt.

RISIKOMANAGEMENT

ANDRITZ verfügt über ein gruppenweites Risikomanagementsystem, mit dem Risikopotenziale erkannt und Gegenmaßnahmen getroffen werden sollen. Dies ist ein wichtiges Element des aktiven Risikomanagements innerhalb der Gruppe.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Einrichtung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bzw. die Finanzberichterstattung liegt in der Verantwortung des Vorstands. Dazu hat der Vorstand sowohl für die wesentlichen Geschäftsrisiken innerhalb der Gruppe als auch für den Finanzberichterstattungsprozess gruppenweit verbindlich anzuwendende Regelungen und Richtlinien verabschiedet.

Das Rechnungswesen und die darin integrierte Finanzbuchhaltung sind direkt dem Vorstand unterstellt. Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen wird im Rahmen des Möglichen sichergestellt, dass die gesetzliche Vorgabe, dass die Eintragungen in die Bücher und die sonstigen Aufzeichnungen vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet zu erfolgen haben, erfüllt wird. Der gesamte Prozess von der Beschaffung bis zur Zahlung unterliegt strengen Regeln und Richtlinien, die wesentliche damit im Zusammenhang stehende Risiken vermeiden sollen. Zu diesen Maßnahmen und Regeln zählen unter anderem Funktionstrennungen, Unterschriftenordnungen, ausschließlich kollektive und auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsermächtigung für Zahlungen sowie systemunterstützte Prüfungen durch die verwendete Software (SAP).

Durch ein standardisiertes, konzernweites Finanzberichtswesen sowie durch sofortige, anlassbezogene Berichterstattung über bedeutende Ereignisse wird der Vorstand laufend über alle relevanten Sachverhalte informiert. Der Aufsichtsrat wird in zumindest einer pro Quartal stattfindenden Aufsichtsratssitzung über den laufenden Geschäftsgang inklusiver operativer Planung und mittelfristiger Strategie des Konzerns unterrichtet, in besonderen Fällen wird der Aufsichtsrat auch unmittelbar informiert. Darüber hinaus erhält der Vorsitzende des Aufsichtsrats einen stark zusammengefassten Monatsbericht mit den wichtigsten Finanzkennzahlen einschließlich Kommentaren. In den Prüfungsausschusssitzungen wird unter anderem auch das interne Kontroll- und Risikomanagement behandelt.

Eine interne Revision, die als Stabstelle des Vorstands eingerichtet ist, auditiert konzernweit einzelne Prozesse oder Gesellschaften anhand eines jährlich festgelegten Prüfplans sowie in besonderen Anlassfällen.

Finanzielle Risiken

Überwachung und Management finanzieller Risiken sind integrale Bestandteile des Rechnungswesens und des Controllings innerhalb der gesamten ANDRITZ-GRUPPE. Kontinuierliches Controlling und regelmäßiges Reporting sollen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass größere Risiken früh erkannt und wenn notwendig Gegenmaßnahmen getroffen werden können. Dennoch gibt es keine Garantie dafür, dass die Überwachungs- und Risikokontrollsysteme effektiv genug sind.

Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beziehen sich vor allem auf die Abhängigkeit der Gruppe von der allgemeinen Konjunkturentwicklung und der Entwicklung der von ihr bedienten Industrien, den Erhalt von Großaufträgen und die Erzielung der entsprechenden Umsatzerlöse aus dem hohen Auftragsstand. Darüber hinaus stellen bei der Abwicklung von Aufträgen unerwartete Kostensteigerungen und Schwierigkeiten bei der Erreichung der garantierten Leistungsparameter der von ANDRITZ gelieferten Anlagen wesentliche Risiken dar. Eine mögliche fehlerhafte Funktion der von ANDRITZ gelieferten Komponenten und Systeme kann gravierende Folgen für Menschen und materielles Vermögen haben. Die finanziellen Schwierigkeiten einzelner Euro-Länder und die unverändert schwierige gesamtwirtschaftliche Entwicklung (insbesondere in Europa und den USA) bedeuten ebenso ein ernstes Risiko für die finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE. Weiters stellt eine mögliche Abschwächung der wirtschaftlichen Aktivitäten in den Emerging Markets ein Risiko für die Gruppe dar. Die Wirtschaftsschwäche könnte zu Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zur Verzögerung oder Einstellung laufender Projekte führen. Die Stornierung bestehender Aufträge könnte den Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen, was sich wiederum negativ auf die Kapazitätsauslastung der Produktionsstätten der Gruppe auswirken könnte.

Auch eine vollständige oder teilweise Abschreibung einzelner im Zuge von Akquisitionen entstandener Firmenwerte könnte die Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beeinflussen, wenn die wirtschaftlichen Ziele für diese Firmen nicht erreicht werden können. Abseits davon besteht jederzeit das Risiko, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise oder gänzlich wertberichtigt werden müssen.

Das Zahlungsausfallsrisiko von Kunden wird für einen Großteil der Aufträge durch Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie durch Abschluss von Exportversicherungen reduziert, jedoch können einzelne Zahlungsausfälle einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der Gruppe haben. Das Risiko für Lieferungen in als politisch durchschnittlich riskant oder sehr riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls in großem Ausmaß versichert. Wechselkursrisiken im Zusammenhang mit der Abwicklung des Auftragsstands werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten – vor allem Devisentermingeschäfte und Swaps – minimiert und gesteuert. Bei in Fremdwährung fakturierten Aufträgen (hauptsächlich solchen in US-Dollar und Schweizer Franken) wird die Nettowährungsposition durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert. Cashflow-Risiken werden über monatliche Cashflow-Berichte überwacht.

Zur bestmöglichen Reduktion der finanziellen Risiken und zur besseren Überwachung, Kontrolle und Bewertung der Finanz- und Liquiditätsposition hat die ANDRITZ-GRUPPE eine umfassende Treasury-Policy und ein transparentes Informationssystem implementiert.

Die ANDRITZ-GRUPPE ist hinsichtlich Liquidität sehr gut positioniert und verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven sowie einen gesicherten Zugang zu Liquidität. Die Gruppe vermeidet es, von einer einzigen Bank oder von nur wenigen Banken abhängig zu sein. Zur Sicherstellung der Unabhängigkeit wird bei allen wichtigen Finanzprodukten (Zahlungsmittel, Finanzverbindlichkeiten, Finanzanlagevermögen, Garantien und Derivate) jeweils nur ein bestimmtes Volumen mit einer Bank abgewickelt. Durch diese Diversifikation versucht ANDRITZ, das Kontrahentenrisiko bestmöglich zu minimieren. Dennoch würde die Insolvenz einzelner oder mehrerer Banken einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung und das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE haben. Darüber hinaus kann eine Verschlechterung der Einschätzung der Bonität von ANDRITZ durch mehrere Banken den finanziellen Spielraum von ANDRITZ, insbesondere im Hinblick auf zu erstellende Avale, einschränken.

ANDRITZ verfolgt eine risikoaverse Veranlagungsstrategie. Geld wird weitgehend in risikoarme Finanzanlagen investiert, wie zum Beispiel in Staatsanleihen, staatsgarantierte Anleihen, Wertpapierfonds zur Deckung der Pensionsverpflichtungen, einlagengesicherte Schuldscheindarlehen oder Termingelder. Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten können jedoch zu einer ungünstigen Preisentwicklung bei verschiedenen Wertpapieren, in welche die Gruppe investiert hat (beispielsweise Wertpapierfonds oder Anleihen), oder zu deren Unhandelbarkeit führen. Dies könnte sich aufgrund notwendig werdender Abwertungen oder Wertberichtigungen negativ auf das Finanzergebnis oder das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE auswirken. Durch die Krise erhöht sich zudem das Ausfallsrisiko einzelner Emittenten der Wertpapiere bzw. der Kunden. Der Vorstand wird in regelmäßigen Abständen über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposure in der ANDRITZ-GRUPPE informiert.

Aufgrund der aktuellen Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union ist das Risiko eines kompletten oder teilweisen Zerfalls der Euro-Zone und eines damit verbundenen möglichen Zusammenbruchs des Euro-Währungssystems gegeben. Dies würde sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit negativ auf die Finanz-, Liquiditäts- und Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE auswirken.

Nicht-finanzielle Risiken

Im Bereich der Fertigung sind exakte Planung, hoher Einsatz und Flexibilität seitens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wesentliche Erfolgsfaktoren, um kurze Auftragsdurchlaufzeiten und hohe Termintreue zu garantieren. ANDRITZ setzt intern auf flexible Arbeitszeitmodelle und einen Anteil an Zeitarbeitern, um zyklischen Auslastungsschwankungen zu begegnen. Ebenso werden durch eine gezielte Make-or-Buy-Strategie die im Projektgeschäft typischen Schwankungen in der Kapazitätsauslastung besser ausgeglichen und die vorhandenen eigenen Fertigungskapazitäten bestmöglich ausgelastet. Dabei werden prozessrelevante Schlüsselkomponenten für Anlagen und Produkte von ANDRITZ meist in eigenen Produktionsstätten gefertigt und montiert. Einfache Komponenten werden dagegen vorwiegend bei qualifizierten Lieferanten beschafft, deren Qualität und Termintreue laufend kontrolliert werden.

Im Bereich Personal sind interessante Karrieremöglichkeiten, eine leistungsorientierte Entlohnung und fokussierte Management-Trainingsprogramme wesentliche Voraussetzungen, dass ANDRITZ bestens ausgebildete und hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzieht und auch langfristig an das Unternehmen binden kann. Hohe Qualitätsstandards im Auswahlverfahren gewährleisten, dass die am besten geeigneten Kandidaten eingestellt werden. Im Rahmen der Nachfolgeplanung werden auf Basis standardisierter Leistungs- und Potenzialbeurteilungen für jede Schlüsselposition interne Nachfolgekandidaten identifiziert, um für kurz- und mittelfristige Nachbesetzungen ausreichend Kandidaten verfügbar zu haben. In zahlreichen Konzerngesellschaften wurden neue, lokale Entwicklungsprogramme für spezielle Zielgruppen (zum Beispiel für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verkauf oder für Führungskräfte in der Fertigung) initiiert bzw. weitergeführt. Bei der Programmentwicklung wird darauf geachtet, dass diese Trainings mit globalen Personalentwicklungsprogrammen kombiniert werden können. Mehrere sogenannte "Change-Projekte" wurden zur Optimierung der Neuorganisation einzelner Divisionen bzw. Geschäftsbereiche durchgeführt. Die ANDRITZ-GRUPPE versucht, Auslastungsschwankungen durch die Zuteilung von Aufträgen auf die einzelnen globalen Standorte sowie lokal durch den Einsatz von Leiharbeitern bestmöglich auszugleichen.

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

Wechselkursänderungen im Zusammenhang mit der Abarbeitung des Auftragsstands werden durch entsprechende Terminkontrakte weitgehend abgesichert. Wechselkursrisiken aus der Bilanzierung des Eigenkapitals werden nicht abgesichert.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Fertigung

Bedingt durch den außerordentlich hohen Auftragsstand zum Jahresanfang und den guten Auftragseingang im Berichtsjahr war das Jahr 2012 im Bereich der Fertigung von hoher Kapazitätsauslastung geprägt. An vielen ANDRITZ-Fertigungsstandorten wurden Rekordwerte beim Fertigungsausstoß erreicht.

Die Investitionen im Bereich der Fertigung konzentrierten sich auf den Auf- und Ausbau der Produktionskapazitäten in den Emerging Markets Asiens und Osteuropas (insbesondere in China, Ungarn und der Slowakei) sowie die Modernisierung bestehender Standorte in Mitteleuropa und Nordamerika.

Personalwesen

Die ANDRITZ-GRUPPE beschäftigte per Ende 2012 17.865 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (+6,7% gegenüber 31. Dezember 2011: 16.750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter). Dieser Anstieg ist insbesondere auf die Erstkonsolidierung erworbener Unternehmen zurückzuführen.

Das Human-Resources-Management ist gruppenweit für die Koordination und Planung der wesentlichen Personalprozesse verantwortlich. Hauptziele dieser Prozesse sind die Nachbesetzung von Schlüsselpositionen sowie die Schaffung attraktiver Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten für zukünftige Führungskräfte bzw. Fachexperten. Um die Attraktivität von ANDRITZ als Arbeitgeber für Techniker zu steigern und diesen mittel- bis langfristig interessante berufliche Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, wurde das Projekt "Engineering Career Path", ein gruppenweites Karrieremodell für Techniker, fortgeführt und auf Grund positiver Ergebnisse ausgeweitet. Bei der Auswahl neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird dem Kriterium Vielfalt hohes Augenmerk beigemessen.

2012 wurden an ANDRITZ-Standorten erneut sicherheitsrelevante Maßnahmen für das Personal durchgeführt, bei denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter anderem zu den Themen Gesundheit am Arbeitsplatz, Arbeitssicherheit, Abfalltrennung sowie Brandschutz unterwiesen und informiert wurden. Ebenso wurden Seminare und Veranstaltungen zur Förderung der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeboten.

Umweltschutzbelange

Die ANDRITZ-GRUPPE hat 2012 ihre Bemühungen hinsichtlich des Umweltschutzes an den ANDRITZ-Standorten fortgeführt. Fokussiert wurde insbesondere auf die Einsparung von Heizenergie durch Adaptierung der Heizungssysteme mit neuer Technologie, die Reduzierung von CO2-Emissionen durch laufenden Austausch von alten Transportfahrzeugen durch die Neuanschaffung von Fahrzeugen mit Hybridtechnik sowie die schrittweise Umsetzung des Einsatzes von energiesparenden und kosteneffizienten Leuchtmittel für Büros und Fertigungshallen. Ein Projekt zu Energiegewinnung durch Photovoltaik ist am Standort Graz in Ausarbeitung.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

In Forschung und Entwicklung (F&E) investierte die ANDRITZ-GRUPPE 2012 78,2 MEUR (2011: 65,6 MEUR). Einschließlich auftragsbezogener Entwicklungsarbeiten wurden rund 3% des Umsatzes für die Erforschung und Weiterentwicklung neuer Verfahren und Produkte aufgewendet, um die Technologieführerschaft von ANDRITZ weiter auszubauen. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der Geschäftsbereiche im Detail:

Betreiber von Wasserkraftanlagen müssen einerseits auf Performance und Kosteneffizienz ihrer Anlagen achten, andererseits aber auch auf ökologische Anforderungen. In enger Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt ANDRITZ HYDRO deshalb technologische Lösungen, die maximale Effizienz und bestmögliche Ökologie miteinander verbinden. Um beispielsweise den Einfluss von Wasserkraftwerken auf Fische zu erforschen, wurden mit Kunden umfangreiche Studien durchgeführt und ein neues Turbinendesign mit geringerer Anzahl an Schaufeln und minimalem Spalt zwischen Laufrad und Gehäuse entwickelt, um damit Verletzungen und Stressfaktoren für Fische zu reduzieren.

Auf die Verbindung von Ökologie und Effizienz setzt man auch bei der Entwicklung ölfreier Naben von Kaplanturbinen. Während konventionelle Laufräder von Kaplanturbinen mit Hunderten Litern Öl befüllt sind, das bei einem Leck austreten kann, hat ANDRITZ Laufräder entwickelt, die mit Wasser statt mit Öl laufen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung von Turbinenbeschichtungen, die vor Sandabrieb schützen. Erosionsschäden führen zu reduziertem Wirkungsgrad sowie höheren Wartungs- und Reparaturkosten. Mithilfe von eigenen Abrasionsprüfständen und dank der jahrelangen Erfahrung im Bereich Wasserkraftanlagen konnten neue Beschichtungsverfahren entwickelt werden, die Effizienzverluste minimieren und Wartungsintervalle vergrößern.

ANDRITZ PULP & PAPER liefert die Technologie zur Biomassevorbehandlung für das Projekt Liberty, die erste kommerzielle Zellulose-Ethanol-Anlage für Biotreibstoffe der zweiten Generation, die von POET-DSM in den USA errichtet wird. Die Anlage soll aus Maisernte-Abfällen jährlich mehr als 75 Millionen Liter Zellulose-Ethanol produzieren. Zum Einsatz kommt das von ANDRITZ weiterentwickelte zweistufige Dampfexplosionsverfahren, das die kostengünstige Umwandlung von Biomasse in Zucker für die Ethanolherstellung unterstützt. In seinen F&E-Einrichtungen in Europa und den USA arbeitet ANDRITZ bereits seit acht Jahren an Prozessen für die Ethanolherstellung der zweiten Generation. Dabei kommen zum Beispiel Holzabfälle oder Restpflanzen aus dem Getreideanbau zum Einsatz, die nicht als Nahrungsmittel verwendet werden. Die ANDRITZ-Entwicklung konzentriert sich auf die chemische Vorbehandlung der Biomasse und die Herstellung von Zuckern für die Fermentierung in Ethanol und Butanol. Die Holzverarbeitung spielt eine besondere Rolle bei der Biomassevorbehandlung. Die Zellulose muss dabei von diversen Fremdbestandteilen (wie etwa Steinen oder Sand) getrennt werden, die den Produktionsprozess stören könnten. Besonders zukunftsträchtig sind Mikro-Holzchips, die nur vier bis sechs Millimeter lang und fast völlig frei von Fremdbestandteilen sind. Solche Chips könnten in Zukunft für die kostengünstige Produktion der meisten Biotreibstoffarten eingesetzt werden.

Die Bedeutung der Biomasse für den weltweiten Energiemix nimmt stetig zu. Um die vorgeschriebenen Emissionsziele zu erreichen, verbrennen Kohlekraftwerke zusätzlich zu Kohle auch immer mehr Biomasse in Form von Holzhackschnitzeln oder -pellets. Allerdings lässt sich unbehandelte Biomasse in den bestehenden Anlagen nur begrenzt einsetzen, ohne kostenintensive Modifizierungen in der Lagerung, den Zuführungssystemen und der Kesselbefeuerung zu verursachen. ANDRITZ entwickelt daher Technologien und Prozesse, um das Rohmaterial besser für den Einsatz in Energie erzeugenden Industrien vorzubereiten. Als vielversprechendes Verfahren gilt die Torrefizierung, ein thermischer Prozess, um die Energiedichte von Biomasse zu erhöhen. Die Brennstoffeigenschaften der CO2-neutralen Biomasse werden dabei verbessert, sodass diese in Kraftwerken mehr fossile Brennstoffe ersetzt. Durch das "Rösten" in sauerstoffarmer Umgebung bei relativ niedrigen Temperaturen nimmt die Biomasse kohleähnliche Eigenschaften an. Der Energiegehalt torrefizierter Biomasse ist um 20% höher als bei normalen Holzpellets.

ANDRITZ testet das innovative Verfahren derzeit in zwei Pilotanlagen. Eine Anlage hat ANDRITZ SEPARATION gemeinsam mit der Gemeinde Frohnleiten, Österreich, in Betrieb genommen. Die Anlage basiert auf dem von ANDRITZ neu entwickelten ACB-Verfahren (Accelerated Carbonized Biomass). Dabei wird holzartige Biomasse wie Hackschnitzel oder Sägespäne verdichtet und torrefiziert. Zukünftig sollen auf den schlüsselfertigen Torrefizierungsanlagen (Kapazität der kleinsten kommerziellen Anlage: jeweils rund 50.000 Jahrestonnen) auch andere kostengünstige Biomasserohstoffe und -abfälle zu besonders energiereichen Brennstoffen veredelt werden. Eine weitere Torrefizierungspilotanlage wurde in Sønder Stenderup, Dänemark, errichtet. Das Ziel hier ist es, ein Konzept für zukünftige Anlagen mit einer Produktionskapazität von bis zu einer Million Jahrestonnen zu testen.

Prozessoptimierung und Recycling-Verfahren stehen im Mittelpunkt der grünen Innovationen von ANDRITZ METALS. Mit dem neu entwickelten ZEMAP-Prozess (Zero Effluent Mixed Acid Pickling) lässt sich die Nitratbelastung des Abwassers, das bei der Mischsäurebeizung von Edelstahl anfällt, fast auf null reduzieren. ZEMAP wirkt dabei in einer Prozesskette zusammen mit dem ebenfalls von ANDRITZ entwickelten Pyromars-Verfahren, mit dem sich die Beizsäure und Inhaltsstoffe wie Chrom und Nickel rückgewinnen lassen. Im ZEMAP-Verfahren werden die Spülwässer neutralisiert und eingedampft, das Konzentrat kann in der Pyromars-Anlage wiederverwendet werden. Somit lassen sich mit dem Verfahren nicht nur wertvolle Inhaltsstoffe zurückgewinnen, sondern auch die Kosten für eine Abwasserbehandlung erheblich reduzieren.

Weitere Schwerpunkte lagen beim Recycling von Stahlblechen mithilfe neuer Entzinkungsverfahren sowie in der Entwicklung neuer Brennerkonzepte, um die thermische Effizienz von Wärmebehandlungsöfen zu verbessern. Erfolgreich getestet wurde auch der Prototyp eines Brenners zur Reduktion von Stickoxiden in Hochtemperaturöfen.

ANDRITZ FEED & BIOFUEL hat BioMax, mit einer Leistung von zwölf Tonnen pro Stunde eine der weltweit größten Pelletierungspressen für Biomasse, in Betrieb genommen.

Wichtige Ereignisse nach dem 31. Dezember 2012

Die Situation der Weltwirtschaft sowie an den Finanzmärkten hat sich in der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Veröffentlichung dieses Berichts nicht wesentlich geändert. Bestimmende Faktoren bleiben weiterhin die Staatsschuldenkrisen in Europa und den USA sowie die Abschwächung der Weltwirtschaft.

Im Februar 2013 wurde die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der Schuler AG von den zuständigen Kartellbehörden ohne Auflagen vollumfänglich freigegeben. Die Übertragung der Gesellschaftsanteile erfolgte mit Closing am 14. Februar 2013. Zu Redaktionsschluss dieses Finanzberichts am 21. Februar 2013 hielt ANDRITZ über 90% der Aktien an der Schuler AG. Die Erstkonsolidierung von Schuler in den ANDRITZ-Konzern-Abschluss erfolgt ab 1. März 2013. Als Technologie- und Weltmarktführer in der Umformtechnik liefert Schuler Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Verfahrens-Know-how und Dienstleistungen für die gesamte Metall verarbeitende Industrie. Mit dieser Akquisition verbreitert ANDRITZ sein Produkt- und Serviceangebot im Geschäftsbereich METALS.

Im Jänner 2013 hat ANDRITZ 80% der Anteile an Shanghai Shende Machinery Co. Ltd., China, einem Lieferanten von Technologien und Systemen für die Pelletierung von Tierfutter und Biomasse, erworben.

AUSBLICK

Führende Wirtschaftsexperten erwarten für 2013 in den wichtigsten Regionen der Welt keine wesentliche Änderung der wirtschaftlichen Entwicklung. Sowohl in den USA als auch in Europa wird mit einer weiterhin schleppenden Entwicklung der Wirtschaft gerechnet. Bestimmende Faktoren werden unverändert die Staatsschuldenkrise sowie die damit einhergehenden Budget-Konsolidierungsmaßnahmen sein, die zu einer deutlichen Kürzung der Staatsausgaben führen wird. Auch in den Emerging Markets ist keine nachhaltige Beschleunigung des Wachstums zu erwarten, da sich die Exporte in die USA und nach Europa aufgrund der dortigen Wirtschaftsschwäche nicht nachhaltig erholen werden.

Angesichts dieser erwarteten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist für die von ANDRITZ bedienten Märkte von einer verhaltenen, im Vergleich zu 2012 jedoch stabilen Entwicklung auszugehen.

Generell ist damit zu rechnen, dass sich die Visibilität hinsichtlich der Vergabe von Aufträgen, insbesondere bei Großprojekten, weiter verkürzen wird. Insgesamt jedoch ist in allen Geschäftsbereichen mit einer zufriedenstellenden Projektaktivität zu rechnen, wobei in den beiden größten Geschäftsbereichen, HYDRO sowie PULP & PAPER, die Vergabe einiger mittlerer bzw. größerer Aufträge erwartet wird. Bis auf den Bereich METALS, wo auch 2013 mit keiner nachhaltigen Erholung gerechnet werden kann, sollte sich in den anderen Geschäftsbereichen die Investitionstätigkeit 2013 ebenfalls solide entwickeln.

Auf Basis dieser Erwartungen, des guten Auftragsstands per ultimo 2012 sowie der erstmaligen Konsolidierung der Schuler AG erwartet die ANDRITZ-GRUPPE für das Geschäftsjahr 2013 aus heutiger Sicht einen im Jahresvergleich ansteigenden Umsatz. Auch beim Konzern-Ergebnis wird mit einer Steigerung im Jahresvergleich gerechnet.

Sollte sich jedoch 2013 die globale Weltwirtschaft erneut stärker eintrüben, ist mit negativen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE zu rechnen, die das Erreichen der Umsatz- und Ertragsziele unmöglich machen könnten.

AKTIEN UND AKTIONÄRSSTRUKTUR

Offenlegung gemäß § 243a UGB

Das Grundkapital der ANDRITZ AG per 31. Dezember 2012 betrug 104.000.000 EUR. Auf jede nennwertlose Aktie entfällt damit ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 1,00 EUR.

Es bestehen keine Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Knapp 30% der Aktien befinden sich in Besitz der Certus Beteiligungs-GmbH, deren Geschäftsführer Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender der ANDRITZ AG, ist.

Es gibt derzeit kein genehmigtes Kapital. Aufgrund eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 29. März 2011 ist der Vorstand ermächtigt, zwischen 1. April 2011 und 30. September 2013 bis zu 10% des Grundkapitals der ANDRITZ AG zurück zu erwerben. Ende März 2011 hat der Vorstand der ANDRITZ AG beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen und Aktien zwischen 6. April 2011 und 30. September 2013 zurückzukaufen. Es gibt keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.

Soweit der Gesellschaft bekannt ist, gibt es keine Inhaber von Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Die Arbeitnehmer üben das Stimmrecht direkt aus. Es existieren darüber hinaus auch keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

Die Gesellschaft ist keine bedeutenden Vereinbarungen eingegangen, die bei einem Kontrollwechsel der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam, sich ändern oder enden würden. Gemäß der Bedingungen der im Juni 2006 begebenen ANDRITZ-Anleihe 2006-2013, der im Februar 2008 begebenen ANDRITZ-Anleihe 2008-2015 sowie der im Juli 2012 begebenen ANDRITZ-Anleihe 2012-2019 ist jeder Inhaber von Teilschuldverschreibungen berechtigt, seine Teilschuldverschreibungen fällig zu stellen und sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich der bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufenen Zinsen zu verlangen, falls ein Kontrollwechsel durch einen neuen Großaktionär erfolgt und dieser Kontrollwechsel zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Fähigkeit der Emittentin führt, ihre Verpflichtungen aus den Teilschuldverschreibungen zu erfüllen.

Es existieren Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Vorstands im Falle eines Kontrollwechsels. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen für die Aufsichtsratsmitglieder und Arbeitnehmer.

Graz, am 21. Februar 2013

Der Vorstand der ANDRITZ AG

Vorstandsvorsitzender PULP & PAPER

(Neuanlagen)

SEPARATION

Wolfgang Leitner Karl Hornhofer Humbert Köfler Friedrich Papst Wolfgang Semper PULP & PAPER (Service & Systemlösungen),

METALS, FEED & BIOFUEL, HYDRO (Pumpen)

HYDRO

Disclaimer:

Bestimmte Aussagen im Jahresfinanzbericht 2012 und im Geschäftsbericht 2012 sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.

Der Jahresfinanzbericht 2012 und der Geschäftsbericht 2012 enthalten Annahmen und Prognosen, die auf Basis aller bis Redaktionsschluss am 21. Februar 2013 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Annahmen und Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder die im Kapitel "Unternehmensrisiken" und im Lagebericht des Jahresfinanzberichts 2012 angesprochenen Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den im Jahresfinanzbericht 2012 und im Geschäftsbericht 2012 erwarteten Ergebnissen abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr.

CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT

ANDRITZ bekennt sich zur Einhaltung der im Österreichischen Corporate-Governance-Kodex festgelegten Verhaltensregeln und sieht darin die wesentliche Voraussetzung für eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung, die auf nachhaltige Wertschaffung und Transparenz gegenüber Aktionären und anderen Interessensgruppen ausgerichtet ist. Der Vorstand und der Aufsichtsrat sowie sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ANDRITZ-GRUPPE haben sich zur Beachtung des Kodex verpflichtet.

Pflichtangaben gemäß § 243b UGB

ANDRITZ bekennt sich zum Österreichischen Corporate-Governance-Kodex, der auf der Homepage der ANDRITZ-GRUPPE unter www.andritz.com sowie auf der Homepage des Arbeitskreises für Corporate Governance in Österreich unter www.corporate-governance.at verfügbar und öffentlich zugänglich ist.

Zusammensetzung des Vorstands gemäß § 243b Abs. 2 UGB

Der Vorstand der ANDRITZ AG besteht aus fünf Mitgliedern:

Wolfgang Leitner, geboren am 27. März 1953

  • Vorsitzender des Vorstands
  • Im Vorstand verantwortlich für zentrale Gruppenfunktionen wie Controlling, Human-Resources-Management, Informationstechnologie, Interne Revision, Investor Relations, Konzernkommunikation, Recht und Treasury
  • Datum der Erstbestellung: Vorstandsvorsitzender: 29. Juni 1994; Finanzvorstand: 1. Oktober 1987
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: 28. Juni 2013
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: keine

Karl Hornhofer, geboren am 9. März 1968

  • Im Vorstand verantwortlich für den Bereich Neuanlagen des Geschäftsbereichs PULP & PAPER sowie gruppenweit für den Bereich Qualitätsmanagement
  • Datum der Erstbestellung: 1. Jänner 2007
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Dezember 2014
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: keine

Humbert Köfler, geboren am 11. Jänner 1961

  • Im Vorstand verantwortlich für den Bereich Service & Systemlösungen des Geschäftsbereichs PULP & PAPER sowie für den Geschäftsbereich SEPARATION
  • Datum der Erstbestellung: 1. April 2007
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2015
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: keine

Friedrich Papst, geboren am 6. November 1952

  • Im Vorstand verantwortlich für den Bereich Pumpen des Geschäftsbereichs HYDRO, die Geschäftsbereiche METALS und FEED & BIOFUEL sowie gruppenweit für die Bereiche Fertigung und Einkauf
  • Datum der Erstbestellung: 1. April 1999
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Dezember 2015
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: keine

Wolfgang Semper, geboren am 9. März 1958

  • Im Vorstand verantwortlich für den Geschäftsbereich HYDRO sowie gruppenweit für den Bereich AUTOMATION
  • Datum der Erstbestellung: 1. April 2011
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2014
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: keine

Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß § 243b Abs. 2 UGB

Der Aufsichtsrat der ANDRITZ AG besteht aus sechs Kapitalvertretern sowie aus drei Vertretern aus dem Betriebsrat.

Kapitalvertreter:

  • Hellwig Torggler, geboren am 26. August 1938
  • Vorsitzender des Aufsichtsrats
  • Datum der Erstbestellung: 6. September 2000
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: Tag der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2013 beschließt
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: keine

Klaus Ritter, geboren am 20. April 1940

  • Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden
  • Datum der Erstbestellung: 30. März 2004

  • Ende der laufenden Funktionsperiode: Tag der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2015 beschließt

  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: keine

Peter Mitterbauer, geboren am 14. November 1942

  • Datum der Erstbestellung: 8. April 2003
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: Tag der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2013 beschließt
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: Oberbank AG, Rheinmetall AG

Christian Nowotny, geboren am 23. Juli 1950

  • Datum der Erstbestellung: 29. Dezember 1999
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: Tag der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 beschließt
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: keine

Fritz Oberlerchner, geboren am 16. Juni 1948

  • Datum der Erstbestellung: 29. März 2006
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: Tag der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2014 beschließt
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: STRABAG AG, Köln

Kurt Stiassny, geboren am 6. Oktober 1950

  • Datum der Erstbestellung: 29. Dezember 1999
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: Tag der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2014 beschließt
  • Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: keine

Vom Betriebsrat entsendet:

  • Georg Auer, geboren am 12. Oktober 1974
  • Datum der Erstbestellung: 1. Juli 2011

Isolde Findenig, geboren am 1. April 1956

Datum der Erstbestellung: 1. Jänner 2012

Andreas Martiner, geboren am 11. November 1964

Datum der Erstbestellung: 14. Februar 2001

Der Aufsichtsrat der ANDRITZ AG orientiert sich bei den Kriterien für die Unabhängigkeit an den im Corporate-Governance-Kodex, Anhang 1, angeführten Leitlinien. Gemäß diesen Leitlinien sind mit Ausnahme von Hellwig Torggler alle Mitglieder des Aufsichtsrats der ANDRITZ AG als unabhängig einzustufen. Im Aufsichtsrat der ANDRITZ AG gibt es kein Mitglied, das Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% ist.

Die Angabe der Arbeitsweise des Vorstands und des Aufsichtsrats gemäß § 243b Abs. 2 UGB

Kompetenzverteilung im Vorstand

Der Vorstand der ANDRITZ AG hält in regelmäßigen Abständen Vorstandssitzungen über wesentliche gruppenrelevante Themen bzw. über einzelne Geschäftsbereiche, wie beispielsweise PULP & PAPER oder HYDRO, ab. Die Kompetenzen und Verantwortlichkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sind in den Erläuterungen zu den Vorstandsmitgliedern in diesem Corporate-Governance-Bericht angeführt. Die Geschäftsordnung des Vorstands enthält einen über die zwingenden Regelungen des AktG hinausgehenden umfassenden Katalog jener Geschäftsfälle, die der vorangehenden Genehmigung des Aufsichtsrats bedürfen.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der ANDRITZ AG hat einen Prüfungsausschuss eingerichtet, der zwei Sitzungen zur Behandlung des Jahres- und Konzern-Abschlusses 2011, zur Vorbereitung der Prüfung des Jahres- und Konzern-Abschlusses 2012 und des Ergebnisverwendungsvorschlags, ferner zu Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem Abschlussprüfer sowie zur Umsetzung des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements in der ANDRITZ-GRUPPE abgehalten hat. Mitglieder des Prüfungsausschusses waren: Hellwig Torggler (Vorsitzender), Klaus Ritter (Stellvertreter), Christian Nowotny und Andreas Martiner.

Der Aufsichtsrat hat auch einen Nominierungs- und Vergütungsausschuss eingerichtet, der sich unter anderem mit der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen, ferner mit der Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und Aufsichtsrat sowie mit Fragen der Nachfolgeplanung befasst. Mitglieder des Nominierungs- und Vergütungsausschusses waren: Hellwig Torggler (Vorsitzender), Peter Mitterbauer (Stellvertreter) und Klaus Ritter.

Der Aufsichtsrat der ANDRITZ AG hielt im Geschäftsjahr 2012 vier ordentliche Sitzungen ab. Schwerpunkte dieser Sitzungen waren die Überwachung der laufenden Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE inklusive eventueller Abweichungen vom Budget, die strategischen Ziele, die Mittelfristplanungen der einzelnen Geschäftsbereiche sowie besondere Anlässe, wie Akquisition von Firmen bzw. Erteilung von Prokuren und andere genehmigungspflichtige Geschäfte.

Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Vorstand, im Aufsichtsrat und in leitenden Stellungen (§ 80 AktG)

Die ANDRITZ-GRUPPE verfolgt seit Jahren das Ziel, die Vielfältigkeit und Diversität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bezug auf Ausbildung, Erfahrung und Alter, kultureller Herkunft, Geschlecht und ähnlicher Gesichtspunkte zu fördern. Im Berichtsjahr wurden überregionale Aktivitäten gestartet, um Absolventen verschiedenster Universitäten für die ANDRITZ-GRUPPE anzusprechen.

Im Rekrutierungsprozess wird auf strenge Gleichbehandlung der Geschlechter hohes Augenmerk gelegt. In vielen Ländern ergreifen noch immer viel weniger Frauen als Männer technische Berufe bzw. absolvieren technische Studien. ANDRITZ versucht verstärkt, Maturantinnen zu technischen Studien zu ermutigen. Eine höhere Anzahl von Absolventinnen technischer Studien ist Voraussetzung für eine wesentliche Erhöhung der Frauenquote in der ANDRITZ-GRUPPE.

Soweit Gesellschaftsstrukturen in einzelnen Ländern dies erfordern, werden Maßnahmen und Investitionen getätigt, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern. Der am Stammsitz der ANDRITZ-GRUPPE in Graz eingerichtete Kindergarten sowie flexible Arbeitszeitmodelle für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Familie sind Beispiele dafür. Bei der Schaffung von Büroraum im Rahmen von Neubauprojekten werden stets Überlegungen hinsichtlich der Schaffung von Betreuungseinrichtungen für Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einbezogen.

In zahlreichen Bereichen konnten sich Frauen für die Übernahme von Führungsfunktionen qualifizieren. Auch in jüngster Vergangenheit wurden konzernweit Leitungspositionen in der ersten und zweiten Berichtsebene mit Frauen besetzt. ANDRITZ fördert verschiedene Initiativen, um Frauen für den Beginn eines Technikstudiums zu begeistern. Die regelmäßige Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen, Rekrutierungstagen für Frauen und Berufsorientierungstagen für junge Frauen wurden auch im Berichtsjahr fortgesetzt. Zudem wurde auch ein interner Workshop mit Frauen organisiert, um die Effektivität der bisherigen Entwicklungsmaßnahmen zu evaluieren sowie Verbesserungen für die Zukunft zu erarbeiten. Spezielle Trainingsmodule für die Karriereförderung von Frauen sind in Vorbereitung. ANDRITZ wird bei allen Bemühungen zur Förderung weiblicher Mitarbeiterinnen alles unterlassen, was zu einer Benachteiligung von Männern führen würde.

Offenlegung von Informationen über die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat (§ 243b Abs. 2 Z3 UGB) Vergütung des Vorstands

Für das Geschäftsjahr 2012 wurden als Aufwendungen für den Vorstand 14.321.068 EUR (2011: 11.053.699 EUR) erfasst:

(in EUR) Kurzfristige
Leistungen
Leistungen nach
Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
Aktienbasierte
Vergütungen
Wolfgang Leitner (Vorstandsvorsitzender) 4.913.250 175.113 294.778
Karl Hornhofer 2.004.847 34.125 235.822
Humbert Köfler 1.959.286 47.980 235.822
Friedrich Papst 2.338.794 93.932 235.822
Wolfgang Semper 1.530.597 39.210 181.689

Darin sind sämtliche den Vorstandsmitgliedern im Geschäftsjahr 2012 zuzurechnende Aufwendungen (inklusive Sozialversicherungsbeiträge) enthalten.

Die Vergütung des Vorstands umfasst fixe und variable/erfolgsabhängige Bestandteile, wobei die Höhe der variablen Vergütung vom erzielten Jahresüberschuss inklusive Berücksichtigung von linearen Firmenwertabschreibungen abhängig ist. Bei neu abgeschlossenen Vorstandsverträgen wurde als Höchstwert der jährlichen variablen Vergütung das Dreifache der fixen Jahresvergütung festgesetzt. Mittlerweile wurde diese Regelung bei allen Vorstandsmitgliedern mit Ausnahme des Vorstandsvorsitzenden, dessen aktueller Vertrag am 28. Juni 2013 ausläuft, berücksichtigt. Ein etwaiger darüber hinausgehender Betrag wird als variable Vergütung auf die Folgejahre gutgeschrieben. Bei Unterschreiten eines definierten Mindestbetrags beim Konzern-Ergebnis entsteht ein Malus, der ebenso auf die Folgejahre übertragen wird und zur Kürzung zukünftiger variabler Gehaltsbestandteile führt.

  • Bei sämtlichen seit dem Börsengang aufgelegten Aktienoptionsprogrammen für leitende Angestellte und den Vorstand war ein Eigeninvestment in ANDRITZ-Aktien von zumindest 20.000 EUR für leitende Angestellte und 40.000 EUR für Mitglieder des Vorstands spätestens zum Zeitpunkt der Zuteilung der Optionen zu erbringen. Dieses Eigeninvestment muss bis zu einer allfälligen Ausübung der Optionen ununterbrochen von den am Optionsprogramm teilnehmenden Personen gehalten werden und bei Ausübung nachgewiesen werden. Als Wartefrist zur Ausübung der Optionen sind drei Jahre bei aufrechter Beschäftigung (Ausnahme: planmäßiges Ende gemäß Vertragsbestimmungen) vorgesehen.
  • Den Mitgliedern des Vorstands wurden Ansprüche auf Versorgungsleistungen gewährt. Diese beinhalten neben einer Alterspension Ansprüche im Falle einer Berufsunfähigkeit sowie Pensionsleistungen für Hinterbliebene nach dem Ableben der Berechtigten. Die Alterspension wird in der Regel ab Erreichung eines bestimmten Lebensalters ausbezahlt, sofern das Arbeitsverhältnis zu diesem Zeitpunkt bereits beendet ist. Die Verwaltung wurde in eine Pensionskasse ausgelagert. Im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Arbeitsverhältnisse werden die bis zu diesem Zeitpunkt einbezahlten Beiträge unverfallbar. Die Höhe des Versorgungsanspruchs ist bis zum Anfall einer Versorgungsleistung nicht wertgesichert; danach können jährliche Anpassungen unter Berücksichtigung der Lohn- und Gehaltsentwicklung und der wirtschaftlichen Lage von ANDRITZ erfolgen.
  • Alle Vorstandsmitglieder haben bei Beendigung der Funktion und unter der Voraussetzung der gleichzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses Abfertigungsansprüche im Sinne des § 23 des österreichischen Angestelltengesetzes, außer die Beendigung beruht auf einer gerechtfertigten Entlassung.
  • Die Grundsätze der Vergütung für den Vorstand und leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechen den Vorgaben des österreichischen Corporate-Governance-Kodex.
  • Die ANDRITZ AG hat für 2012 eine Organhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen. Die Kosten werden von der Gesellschaft getragen. Die D&O-Versicherung sichert bestimmte persönliche Haftungsrisiken der verantwortlich handelnden Personen der ANDRITZ-GRUPPE ab. Die jährlichen Kosten betragen rund 240.000 EUR.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Aufsichtsratsvergütungen (inklusive Sitzungsgelder) betrugen 2012 insgesamt 187.500 EUR (2011: 110.000 EUR) und teilten sich wie folgt auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder auf:

(in EUR) Vergütung
(inkl. Sitzungsgelder)
Hellwig Torggler (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 44.500
Klaus Ritter (Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden) 28.667
Peter Mitterbauer 26.000
Christian Nowotny 28.500
Fritz Oberlerchner 26.000
Kurt Stiassny 33.833

Die von der Belegschaftsvertretung nominierten Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Aufsichtsratsvergütung. Das Vergütungsschema für die Aufsichtsratsmitglieder setzt sich aus einer fixen und einer anwesenheitsabhängigen Komponente zusammen. Die fixe Komponente besteht aus einem Gesamtbetrag, der so zu verteilen ist, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Doppelte und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der Vergütung eines einfachen Mitglieds erhält. Die zweite Komponente besteht aus einem Sitzungsgeld, das sich aus einem Pauschalbetrag pro Sitzung ergibt, an der ein Mitglied teilnimmt.

Der Vergütungsbericht für den Vorstand und den Aufsichtsrat der ANDRITZ AG ist im Konzern-Anhang des Jahresfinanzberichts 2012 verfügbar.

Graz, im Februar 2013

Der Vorstand der ANDRITZ AG

Wolfgang Leitner e.h. Karl Hornhofer e.h. Humbert Köfler e.h. Friedrich Papst e.h. Wolfgang Semper e.h. (Vorstandsvorsitzender)

UNTERNEHMENSRISIKEN

Die ANDRITZ-GRUPPE ist ein global agierendes Unternehmen, das eine Vielzahl verschiedenster industrieller Märkte und Kunden beliefert. Als solches ist die Gruppe gewissen allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. ANDRITZ verfügt über ein konzernweites Kontroll- und Steuerungssystem, dessen Hauptaufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren, um nach Möglichkeit rasch Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Folgende Risiken sind für die ANDRITZ-GRUPPE von wesentlicher Bedeutung (nicht taxative Aufzählung) – siehe dazu auch Lagebericht, Kapitel Risikomanagement:

Risiken in Verbindung mit der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung

Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise

Die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft stellt ein maßgebliches Risiko für die zukünftige finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE dar und könnte zu Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zur Verzögerung oder Einstellung laufender Projekte führen. Dies könnte zu einem Rückgang beim Auftragseingang der Gruppe führen. Ebenso könnte die mögliche Stornierung bestehender Aufträge auch den Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen. Beides könnte sich negativ auf die zukünftige Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie die Kapazitätsauslastung der Gruppe niederschlagen.

Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten und die damit zusammenhängende negative und volatile Entwicklung an den Wertpapier-, Kapital- und Währungsbörsen stellen ebenfalls ein maßgebliches finanzielles Risiko für die ANDRITZ-GRUPPE dar. Zur bestmöglichen Reduktion der finanziellen Risiken und zur besseren Überwachung, Kontrolle und Bewertung der Finanz- und Liquiditätsposition hat die ANDRITZ-GRUPPE eine umfassende Treasury-Policy und ein transparentes Informationssystem implementiert.

Die ANDRITZ-GRUPPE ist hinsichtlich Liquidität sehr gut positioniert und verfügt über hohe Liquiditätsreserven sowie einen gesicherten Zugang zu Liquidität. Geld wird weitgehend in traditionell risikoarme Finanzanlagen, wie Staatsanleihen, staatsgarantierte Anleihen, Wertpapierfonds zur Deckung der Pensionsverpflichtungen, einlagengesicherte Schuldscheindarlehen oder Termingelder investiert. Die Gruppe vermeidet es, von einer einzigen Bank oder von nur wenigen Banken abhängig zu sein. Zur Sicherstellung der Unabhängigkeit wird bei allen wichtigen Finanzprodukten (Zahlungsmittel, Finanzverbindlichkeiten, Finanzanlagevermögen, Garantien und Derivate) jeweils nur ein bestimmtes Volumen mit einer Bank abgewickelt. Durch diese Diversifikation versucht ANDRITZ, das Kontrahentenrisiko bestmöglich zu minimieren. Dennoch würde die Insolvenz einzelner oder mehrerer Banken einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung und das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE haben. Darüber hinaus kann eine Verschlechterung der Einschätzung der Bonität von ANDRITZ durch mehrere Banken den finanziellen Spielraum von ANDRITZ, insbesondere im Hinblick auf zu erstellende Avale, einschränken.

Eine negative Konjunkturentwicklung kann auch die komplette oder teilweise Abschreibung von einzelnen Firmenwerten (Impairment), die im Zuge von Akquisitionen entstanden sind, notwendig machen, wenn die angestrebten Geschäftsziele nicht erreicht werden können. Dies könnte die Ergebnisentwicklung maßgeblich beeinflussen.

Die latente globale Staatsschuldenkrise stellt für die ANDRITZ-GRUPPE ebenso ein ernsthaftes Risiko für die finanzielle Entwicklung dar. Aufgrund der aktuellen Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union ist das Risiko eines kompletten oder teilweisen Zerfalls der Euro-Zone und eines damit verbundenen möglichen Zusammenbruchs des Euro-Währungssystems gegeben. Dies würde sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit negativ auf die Finanz-, Liquiditäts- und Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE auswirken. Die damit in Zusammenhang stehenden finanziellen Risiken sind im Lagebericht im Kapitel Risikomanagement/finanzielle Risiken beschrieben.

Branchenspezifische Risiken

Volatilität des Auftragseingangs

Einige Kundengruppen und Industrien, die ANDRITZ beliefert, sind direkt von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung abhängig und unterliegen damit häufig Nachfrageschwankungen hinsichtlich ihrer Produkte. Dies trifft vor allem auf die Geschäftsbereiche PULP & PAPER sowie METALS zu; es können jedoch alle Geschäftsbereiche davon betroffen sein. Das Preisniveau für die Produkte in diesen Branchen steht teilweise in direktem Zusammenhang mit dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage der Endprodukte, die von diesen Produkten hergestellt werden. Mögliche Preisschwankungen können daher einen direkten Einfluss auf die Investitionsentscheidungen von Kunden und in weiterer Folge auf den Auftragseingang der Gruppe haben. Dies könnte daher zu einer Volatilität in der Entwicklung des Auftragseingangs führen.

Kundenkonzentration

In vielen Abnehmerindustrien der ANDRITZ-GRUPPE ist ein Trend zu Firmenzusammenschlüssen erkennbar. Dies trifft insbesondere auf die Zellstoff- und Papierindustrie sowie die Stahlindustrie zu. Eine solche Konsolidierung könnte dazu führen, dass die Gruppe in Zukunft einer kleineren Anzahl von Kunden mit größerer Kaufkraft gegenübersteht. Die Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselkunden könnte steigen, was auch direkte Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gruppe haben könnte.

Unsicherheiten bei zukünftigen Aufträgen

Der künftige Erfolg der Gruppe hängt unter anderem davon ab, ob neue Aufträge erhalten werden können. Es ist teilweise schwierig vorherzusagen, wann genau ein Auftrag, für den die Gruppe ein Angebot gelegt hat, vergeben wird. Die Vergabe von Aufträgen kann von Ereignissen beeinflusst werden, die nicht im Einflussbereich der Gruppe liegen, wie beispielsweise Preissituation, Nachfrage, allgemeine wirtschaftliche Bedingungen, behördliche Genehmigungen und Erhalt von Projektfinanzierungen. So kann es zu Schwierigkeiten beim Abgleich von Fixkosten und erwartetem Auftragsvolumen kommen.

Sicherheit und Umweltschutz

Die Gruppe unterliegt mit ihren Geschäftstätigkeiten zahlreichen lokalen, nationalen und internationalen Umweltvorschriften. In den Fertigungsstätten der ANDRITZ-GRUPPE werden auch gefährliche Substanzen verwendet und generiert. Weiters wurden und werden zahlreiche Grundstücke, die sich im Besitz der Gruppe befanden und/oder noch befinden, industriell genutzt. In diesen Fällen wurde und wird eine entsprechende Verbringung der Abfälle auf Deponien veranlasst. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Gruppe für die Untersuchung und Säuberung verseuchter Grundstücke haften muss. Der Geschäftsbereich HYDRO übernimmt bei bestimmten Wasserkraftwerksprojekten vereinzelt gemeinsame Haftung für Umweltrisiken.

Die ANDRITZ-GRUPPE liefert außerdem viele Systeme, bei denen Produkte und/oder Prozesse zum Einsatz kommen, die das Risiko von schwerer Verletzung, Tod – auch einer großen Anzahl von Menschen – oder bedeutender Eigentumsbeschädigung in sich bergen. In zahlreichen Systemen kommen gefährliche Chemikalien und Werkstoffe zum Einsatz. Produkte von ANDRITZ werden auch im Primärkühlkreislauf von Kernkraftwerken eingesetzt. Die Gruppe bietet Montage- und sonstige Dienstleistungen auf Baustellen an, auf denen gefährliche Chemikalien und Werkstoffe verwendet werden. Im Falle eines Unfalls, wie etwa des Auslaufens solcher gefährlichen Stoffe, eines Feuers oder einer Explosion, könnte die Gruppe für Sach- oder Personenschäden und die Beseitigung von Umweltschäden haften müssen.

Versicherungen

Obwohl die ANDRITZ-GRUPPE Versicherungsprogramme zur Abdeckung der für das Geschäft üblichen Risiken abgeschlossen hat, gibt es keine Garantie, dass mögliche Verluste durch diese Versicherungen vollständig abgedeckt werden, die Versicherungen schadenersatzpflichtig bzw. die Versicherungsbeträge ausreichend sind. Darüber hinaus ist die Gruppe in gewissen Industrien tätig (zum Beispiel in der Raumfahrt und Nuklearindustrie), für die Risiken nicht versicherbar sind. Jegliche substanzielle Verbindlichkeit, die nicht durch Versicherungen gedeckt ist, könnte daher eine wesentliche negative Auswirkung auf die finanzielle Situation der Gruppe haben.

Risiken in Verbindung mit der Geschäftstätigkeit der Gruppe

Währungen

Die Gruppe verfügt über Niederlassungen und Tochtergesellschaften in vielen Ländern außerhalb von Euro-Land. Ein beträchtlicher Teil des Umsatzes bzw. der Kosten wird nicht in Euro, sondern in anderen Währungen, vor allem US-Dollar, abgerechnet. Die Währungen in diesen Ländern können erheblichen Wechselkursschwankungen unterliegen. Währungsrisiken im Zusammenhang mit der Abarbeitung des Auftragsstands werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten – insbesondere Devisentermingeschäfte und Swaps – minimiert.

Obwohl die Gruppe bestrebt ist, die Nettowährungsposition von nicht in Euro fakturierten Aufträgen durch den Abschluss von Termingeschäften abzusichern, können sich Währungsschwankungen mit Wechselkursverlusten im Konzern-Abschluss niederschlagen. Die Entwicklung der Wechselkurse kann sich auch auf den in Euro umgerechneten Umsatz und das Ergebnis der Gruppe negativ auswirken. Wechselkursänderungen können auch dazu führen, dass sich die Position von ANDRITZ gegenüber der Konkurrenz verändert, obgleich viele Mitbewerber von ANDRITZ ihren Firmensitz ebenfalls in Euro-Land haben. Da einige der größeren ANDRITZ-Kunden ihren Hauptsitz außerhalb von Euro-Land haben, können Wechselkursänderungen zu einer Verzögerung von Projektentscheidungen durch diese Kunden führen. Ebenso ist das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE nicht abgesichert und könnte durch Wechselkursänderungen beeinflusst werden.

Cashflow-Risiken werden über monatliche Cashflow-Berichte überwacht.

Wettbewerbsposition

Die ANDRITZ-GRUPPE agiert in sehr wettbewerbsintensiven Märkten, in den einige wenige große Anbieter um einige wenige Großaufträge bieten. Darüber hinaus gibt es lokal eine Vielzahl von kleinen konkurrierenden Unternehmen, die über eine vergleichsweise niedrige Kostenbasis verfügen. Diese Wettbewerbssituation wirkt sich negativ auf die Umsatzmargen der Gruppe aus. Die ANDRITZ-GRUPPE hat in der Vergangenheit rund 3% ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung investiert und kann ihren Kunden so Technologien auf dem neuesten Stand der Technik anbieten. Es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass die Gruppe ihre derzeitige Marktposition auch in Zukunft halten kann.

Da die Wettbewerbsposition der Gruppe auch auf proprietären Technologien beruht, kann die durch das digitale Zeitalter begünstigte Zunahme von Produktpiraterie und Industriespionage und die damit einhergehende erhöhte Piraterie von geistigem Eigentum ebenfalls negative Auswirkungen auf die Wettbewerbsposition der Gruppe haben. Die Gruppe bemüht sich, ihr geistiges Eigentum zu schützen, es gibt allerdings keine Garantie, dass diese Bemühungen erfolgreich sein werden.

Akquisition und Integration von komplementären Geschäftsfeldern

Eines der wesentlichen strategischen Ziele der ANDRITZ-GRUPPE besteht darin, durch organisches Wachstum und komplementäre Akquisitionen in allen Geschäftsbereichen zum Komplettanbieter zu werden. In Umsetzung dieser Strategie hat die Gruppe seit 1990 eine Reihe von weltweit tätigen Unternehmen akquiriert und in den Konzern eingegliedert.

Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass die Gruppe auch künftig in der Lage sein wird, geeignete Akquisitionsziele zu identifizieren und zu erwerben, dass überhaupt geeignete Unternehmen zur Verfügung stehen und ausreichend Finanzmittel für Akquisitionen aufgebracht werden können. ANDRITZ war bei der Integration neuer Unternehmen bisher erfolgreich. Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass die angestrebten Ziele und Synergien bei allen zukünftigen Akquisitionen (wie auch bei der derzeit laufenden Integrationen der zuletzt akquirierten Unternehmen) vollständig erreicht werden, oder dass die Gruppe sich nicht neuen oder Altlastrisiken ausgesetzt sieht, die nicht identifiziert oder nicht exakt evaluiert wurden.

Im Februar 2013 wurde die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der Schuler AG von den zuständigen Kartellbehörden ohne Auflagen vollumfänglich freigegeben. Die Übertragung der Gesellschaftsanteile erfolgte mit Closing am 14. Februar 2013. Die Erstkonsolidierung von Schuler in den ANDRITZ-Konzern-Abschluss erfolgt ab 1. März 2013. Da Schuler rund drei Viertel des Umsatzes mit der Automobilindustrie erzielt, die in der Regel starken zyklischen Schwankungen ausgesetzt ist, kann diese Akquisition möglicherweise auch eine negative Auswirkung auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE haben.

Gerichtsverfahren

Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit hat die ANDRITZ-GRUPPE in zahlreichen Verfahren bei Verwaltungsbehörden, Gerichten und Schiedsgerichten Parteienstellung. Der Großteil dieser Verfahren (wie beispielsweise Vertrags- und Projektstreitigkeiten, Produkthaftungsklagen und Verfahren zum Bereich geistiges Eigentum) kann als typisch für die Branche, in der die Gruppe tätig ist, angesehen werden. Die ANDRITZ-GRUPPE bildet in Fällen, bei denen ein negativer Ausgang von Verfahren wahrscheinlich erscheint und zuverlässige Schätzungen gemacht werden können, entsprechende Rückstellungen. Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass diese Rückstellungen ausreichend sind. Ein für ANDRITZ negativer Ausgang einer oder mehrerer dieser Rechtsstreitigkeiten kann zu einer negativen Auswirkung auf Ergebnis und Liquiditätsbestand der Gruppe führen.

Die Tochtergesellschaft ANDRITZ Inc. ist eine von vielen Beklagten in 55 Asbestverfahren (Stand per 31. Dezember 2012) in den USA, in die insgesamt 444 Kläger involviert sind. Alle Verfahren betreffen Forderungen gegenüber einer großen Anzahl von Beklagten. ANDRITZ Inc. ist der Ansicht, dass sie in keinem dieser Fälle haftbar gemacht werden kann und hat vor, jede der Klagen nachdrücklich anzufechten.

Compliance-Fragen

In Österreich und in anderen Ländern, in denen die ANDRITZ-GRUPPE tätig ist, ist eine Reihe von rechtlichen Compliance-Bestimmungen, inklusive kartellrechtliche Bestimmungen und Antikorruptionsgesetze, einzuhalten. Die Gruppe hat ein Compliance-Komitee zur Überwachung der Compliance-Tätigkeiten eingerichtet sowie eine Reihe interner Richtlinien festgelegt, darunter geltende Richtlinien zur Verhinderung von Insider-Trading, von Verstößen gegen Kartellgesetze und Antikorruptionsgesetze sowie einen Kodex über Geschäftsverhalten und -ethik. Zwar ist die Gruppe bestrebt, die Einhaltung dieser Richtlinien durch eine Vielzahl von Maßnahmen sicherzustellen, doch gibt es keine Garantie, dass es nicht zu Verstößen kommen wird oder gekommen ist. Derartige Verstöße könnten die Finanzlage und den Ruf der Gruppe nachhaltig schädigen.

Risiken in Verbindung mit Großaufträgen und anderen Verträgen

Zahlungsrisiko durch Kunden

Ein Großteil der Geschäftsbereiche der ANDRITZ-GRUPPE hat Projekte mit hohem Auftragswert abzuwickeln. Die Nichteinhaltung von Zahlungsverpflichtungen durch Kunden im Rahmen solcher Großprojekte kann sich nachteilig auf die Finanz- und Liquiditätsposition der Gruppe auswirken. Die ANDRITZ-GRUPPE versucht, diese Risiken durch Besicherung von Zahlungen durch Banken und Exportkreditversicherungen zu beschränken. Auch im Fall des Abschlusses einer Exportkreditversicherung sind jedoch für gewöhnlich nur bis zu 85% des Verkaufspreises abgedeckt. Darüber hinaus ist ein Großteil des Servicegeschäfts nicht durch Bankgarantien abgesichert. Schlechter werdende gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen könnten dazu führen, dass einige Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber ANDRITZ nicht nachkommen können.

Abseits davon besteht jederzeit das Risiko, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise oder gänzlich wertberichtigt werden müssen.

Risiko durch Projekte

Im Zusammenhang mit Anlagenlieferungen ist die ANDRITZ-GRUPPE häufig vertraglich verpflichtet, Leistungsund Termingarantien abzugeben. Werden die garantierten Leistungen nicht erreicht oder Termine überschritten, sind üblicherweise gestaffelte Vertragsstrafen zu leisten oder auf Kosten der Gruppe Änderungen an den gelieferten Teilen zu erbringen. Bleibt die Anlagenleistung weit hinter den garantierten Werten zurück, werden Termine deutlich überschritten oder akzeptiert der Kunde aus sonstigen vertraglich fixierten Gründen nicht die Übernahme der Anlage, hat der Kunde das Recht, vom Vertrag zurückzutreten und den Vertragsgegenstand bei vollem Kosten- bzw. Schadenersatz an ANDRITZ zurückzugeben. Ein solcher Fall könnte die Finanzentwicklung der Gruppe nachteilig beeinflussen.

Kostenüberschreitungen

Die meisten Aufträge, die ANDRITZ abwickelt, basieren auf langfristigen Fixpreisverträgen. Umsatz und Margen können bei Fixpreisverträgen – wegen Änderungen bei Kosten (vor allem schwankenden Materialkosten) und bei der Produktivität innerhalb des Vertragszeitraums – von ursprünglichen Kalkulationen abweichen, insbesondere bei Projekten, die das Engineering und den Bau gesamter Anlagen umfassen.

Da die Gruppe gewisse Teile einer zu liefernden Anlage von Unterlieferanten bezieht, kann es vorkommen, dass ein Angebot ohne genaue Kenntnis der Preise der zugekauften Teile gelegt werden muss. Obwohl ANDRITZ bei der Kalkulation auf Erfahrungswerte und Angebote potenzieller Lieferanten zurückgreifen kann, ist es möglich, dass diese Kalkulationen nicht immer exakt sind. Die Gruppe hat aus diesem Grund bei einigen vergangenen und laufenden Projekten erhebliche Verluste erlitten. Derartige Probleme und Verluste können auch zukünftig auftreten und die finanzielle Entwicklung der Gruppe negativ beeinflussen.

Risiko durch EPC-/Turnkey-Verträge

In einem immer stärkeren Ausmaß übernimmt ANDRITZ bei Projekten – zusätzlich zur Lieferung von Ausrüstungen und Systemen – die Verantwortung für das gesamte Engineering und/oder den Bau von Fabriken. Diese so genannten Turnkey- oder EPC-Verträge bergen neben den oben angeführten Risiken auch Risiken in sich, die sich aus größerer Vorort-Verantwortung ergeben; das sind beispielsweise Umweltrisiken, Risiken in Bezug auf die lokalen Arbeitsbedingungen oder Risiken, die mit der Geologie, mit dem Bau und der Errichtung der Anlagen zu tun haben. Darüber hinaus ist die Gruppe auch Risiken in Bezug auf die Zusammenarbeit mit Drittparteien ausgesetzt, die bei diesen Projekten mit Bau-, Montage- und Engineering-Leistungen beauftragt werden. Die Gruppe hat zur Minimierung dieser EPC-Risiken Risikomanagementsysteme implementiert, die unter anderem den Abschluss von Versicherungen, die Festsetzung bestimmter vertraglicher Klauseln und standardisierte Abläufe beim Projektmanagement umfassen. Es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Systeme ausreichend sind, um negative finanzielle Auswirkungen zu verhindern.

Konsortialrisiken

Bei vielen EPC- und anderen Projekten übernimmt die ANDRITZ-GRUPPE gemeinsam mit Drittparteien eine Reihe von gemeinsamen Risiken. Obwohl die Gruppe bestrebt ist, dass die Risiken aus solchen Projekten klar zugeordnet werden, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Gruppe dabei immer erfolgreich ist. Darüber hinaus kann der Fall, dass ein Konsortialpartner seinen Verbindlichkeiten (inklusive Schadenersatz gegenüber der Gruppe) nicht nachkommen kann, eine bedeutende negative Auswirkung auf die Geschäftsergebnisse und die Liquiditätssituation der Gruppe haben.

Haftungsbeschränkungen

Haftungen, die sich aus Verträgen der Gruppe ergeben, können Haftungen bezüglich eines Gewinnentgangs von Kunden und andere Haftungen beinhalten, die den jeweiligen Vertragswert erheblich überschreiten können. Die ANDRITZ-GRUPPE ist bestrebt, in Verträgen entsprechende Haftungsbeschränkungen festzulegen; es kann jedoch keine Garantie dafür geben, dass in allen Verträgen ausreichende Haftungsbeschränkungen enthalten sind, oder dass Haftungsbeschränkungen im jeweils anzuwendenden Recht durchsetzbar sein werden.

Verträge mit staatlichen Stellen

Im Geschäftsbereich HYDRO sind bei zahlreichen Projekten staatliche Stellen die Auftraggeber. Im Zusammenhang mit diesen Projekten kann die Gruppe den oben beschriebenen Leistungs-, Haftungs- und EPC-/Turnkey-Risiken in verstärktem Maße unterliegen, weil es der Gruppe aufgrund des Erfordernisses öffentlicher Ausschreibungen und lokaler Gesetze eventuell nicht immer möglich ist, ihre angestrebten vertraglichen Absicherungen zu erreichen.

Risiken in Verbindung mit den Kapitalmärkten

Abhängigkeit von der Entwicklung internationaler Finanzmärkte

Die Entwicklung des ANDRITZ-Aktienkurses ist nicht nur von unternehmensspezifischen Faktoren, sondern auch von Kursschwankungen an den internationalen Finanzmärkten abhängig. Starke Kursschwankungen und starke Volatilität an den wichtigsten Wertpapierbörsen können den Kurs der ANDRITZ-Aktie negativ beeinflussen.

Empfehlungen von Analysten

Als börsennotiertes Unternehmen wird die ANDRITZ-GRUPPE regelmäßig von Finanzanalysten und institutionellen Investoren bewertet. Kauf- und Verkaufsempfehlungen von Analysten und darauf basierende Investitionsentscheidungen durch Aktionäre können erhebliche Kursschwankungen der ANDRITZ-Aktie bewirken. ANDRITZ ist bemüht, unbegründete Kursschwankungen durch offene und transparente Informationspolitik und durch gute Beziehungen zu den Aktionären und anderen Teilnehmern am Kapitalmarkt zu vermeiden.

Aktiver Handel mit ANDRITZ-Aktien

Der hohe Anteil des Streubesitzes der ANDRITZ-Aktien (rund 70%) und die umfassenden Investor-Relations-Tätigkeiten haben zu einem aktiven Handel mit ANDRITZ-Aktien an der Wiener Börse geführt. Es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass dieser aktive Handel auch in Zukunft anhalten wird. Sollte dies nicht der Fall sein, hätte dies negative Auswirkungen auf die Liquidität und den Kurs der ANDRITZ-Aktie; Investoren könnten ihre Aktien nicht zu einem für sie angemessenen Preis verkaufen. Ein Ausbleiben des aktiven Handels oder eine größere Veränderung der Marktkapitalisierung könnte weiters dazu führen, dass die ANDRITZ-Aktie aus verschiedenen internationalen Branchen- und Börsenindices, zum Beispiel dem ATX, dem Leitindex der Wiener Börse, oder anderen nationalen und internationalen Indices, gestrichen wird. Dies könnte zu größeren Kursveränderungen der ANDRITZ-Aktie führen.

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Aufsichtsrat und Vorstand haben im Berichtsjahr in vier Sitzungen intensiv die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung des Unternehmens sowie wesentliche Ereignisse, Investitionen und Maßnahmen beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand ausführlicher Berichte über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns und seiner Beteiligungen, die Personalsituation, die Mittelfristplanung sowie die Investitions- und Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde zusätzlich informiert. Darüber hinaus war der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig mit dem Vorstandsvorsitzenden in Kontakt, um über die Strategie und die Geschäftsentwicklung des Unternehmens zu diskutieren.

Das Präsidium des Aufsichtsrats hat das Unternehmen in Vorstandsangelegenheiten vertreten. Kein Aufsichtsratsmitglied war bei mehr als der Hälfte der Sitzungen abwesend.

Im Prüfungsausschuss wurden in zwei Sitzungen einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und darüber dem Aufsichtsrat berichtet. Der Prüfungsausschuss ist vollzählig zusammengetreten.

Zur Behandlung des Jahresabschlusses 2011 hat der Prüfungsausschuss in der Sitzung vom 29. Februar 2012 den Abschlussprüfer hinzugezogen, um den Jahresabschluss, den Konzern-Abschluss, den Lagebericht und den Gewinnverteilungsvorschlag des Vorstands zu prüfen. Weiters wurde eine Erklärung über den vorgesehenen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 ausgearbeitet, dessen Rechtsbeziehung mit der ANDRITZ-GRUPPE sowie den Organmitgliedern überprüft, das Honorar für die Abschlussprüfung verhandelt und eine Empfehlung zur Wahl des Abschlussprüfers abgegeben. Als weitere Tagesordnungspunkte hat der Abschlussprüfer über die Funktion des Risikomanagementsystems der Gesellschaft berichtet. Ferner wurde ein Bericht über die Interne Revision erstattet und der Compliance-Bericht erläutert.

In der Prüfungsausschusssitzung vom 6. Dezember 2012 wurden – ebenfalls unter Zuziehung des Abschlussprüfers – Ablauf, Zeitplan und Prüfung des Jahresabschlusses 2012 sowie ein Bericht des Vorstands zu Ausgestaltung und Wirkungsweise des Internen Kontrollsystems diskutiert. Weiters hat der Aufsichtsrat die Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat an die geänderten wirtschaftlichen und rechtlichen Gegebenheiten angepasst.

In der Hauptversammlung am 22. März 2012 wurde Univ. Prof. Dr. Christian Nowotny für die satzungsmäßige Höchstdauer, das ist bis zum Ende jener Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 beschließt, in den Aufsichtsrat wiedergewählt.

Im Anschluss an die am 22. März 2012 abgehaltene Hauptversammlung wurden in der am selben Tag abgehaltenen Sitzung des Aufsichtsrats Hon. Prof. DDr. Hellwig Torggler als dessen Vorsitzender und DDipl. Ing. Klaus Ritter als sein Stellvertreter gewählt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der ANDRITZ AG sowie der Konzern-Abschluss 2012 nach IFRS sind unter Einbeziehung der Buchführung durch die von der Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählte Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat die Unterlagen gemäß § 96 AktG sowie den Corporate-Governance-Bericht geprüft und den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt ist; ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Gewinnverteilungsvorschlag geprüft und ihm seine Zustimmung erteilt. Die vorgenommenen Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben.

Graz, im Februar 2013

DDr. Hellwig Torggler e.h. Vorsitzender des Aufsichtsrats

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS

Erklärung des Vorstands der ANDRITZ AG gemäß § 82 Abs. 4 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzern-Abschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzern-Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzern-Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Graz, im Februar 2013

Der Vorstand der ANDRITZ AG

Vorstandsvorsitzender PULP & PAPER

(Neuanlagen)

Wolfgang Leitner Karl Hornhofer Humbert Köfler Friedrich Papst Wolfgang Semper PULP & PAPER (Service & Systemlösungen),

SEPARATION

METALS, FEED & BIOFUEL, HYDRO (Pumpen)

HYDRO

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der ANDRITZ AG, Graz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2012 bis zum 31. Dezember 2012 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2012, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung und den Inhalt eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der ANDRITZ AG zum 31. Dezember 2012 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2012 bis zum 31. Dezember 2012 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 21. Februar 2013

Mag. Manfred GERITZER e.h. Dr. Nikolaus MÜLLER e.h. Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.

Konzern-Abschluss 2012 der ANDRITZ-GRUPPE

Bestätigungsvermerk 31
Konzern-Bilanz 33
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung 34
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 35
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 36
Konzern-Cashflow-Statement 37
Konzern-Anhang 38

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bericht zum Konzern-Abschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der ANDRITZ AG, Graz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2012 bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2012, die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals und das Konzern-Cashflow-Statement für das am 31. Dezember 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Konzern-Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzern-Abschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzern-Buchführung sowie für die Aufstellung eines Konzern-Abschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzern-Abschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzern-Abschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt.

Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzern-Abschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzern-Abschluss.

Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern.

Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzern-Abschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben.

Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzern-Abschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzern-Abschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2012 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2012 bis zum 31. Dezember 2012 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzern-Lagebericht

Der Konzern-Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzern-Abschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzern-Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzern-Lagebericht mit dem Konzern-Abschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzern-Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzern-Abschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 21. Februar 2013

Mag. Manfred GERITZER e.h. Dr. Nikolaus MÜLLER e.h. Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzern-Abschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzern-Abschluss samt Konzern-Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.

KONZERN-BILANZ

Zum 31. Dezember 2012

(in TEUR) Anhang 2012 2011
AKTIVA
Immaterielle Vermögenswerte 1. 101.110 77.238
Firmenwerte 2. 317.775 284.713
Sachanlagen 1. 494.187 433.369
Anteile an assoziierten Unternehmen 3. 555 13.428
Sonstige Finanzanlagen 4. 355.288 235.890
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7. 21.385 14.350
Sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte 9. 74.851 41.130
Aktive latente Steuern 20. 121.579 107.180
Langfristige Vermögenswerte 1.486.730 1.207.298
Vorräte 5. 405.317 411.743
Geleistete Anzahlungen 6. 181.196 141.291
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7. 606.548 581.367
Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für Projekte, soweit sie
dafür erhaltene An- und Teilzahlungen übersteigen
8. 320.718 290.490
Sonstige kurzfristige Forderungen 9. 342.122 319.366
Wertpapiere des Umlaufvermögens 325.486 445.159
Zahlungsmittel 1.492.848 1.169.888
Kurzfristige Vermögenswerte 3.674.235 3.359.304
SUMME AKTIVA 5.160.965 4.566.602
PASSIVA
Grundkapital 104.000 104.000
Kapitalrücklagen 36.476 36.476
Gewinnrücklagen 10. 867.017 756.193
Auf Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallendes
Eigenkapital 1.007.493 896.669
Nicht beherrschende Anteile 26.302 42.204
Summe Eigenkapital 1.033.795 938.873
Anleihen - langfristig 13. 525.099 357.706
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten - langfristig 13. 9.667 11.422
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing - langfristig 13. 16.061 7.696
Rückstellungen - langfristig 11./ 12. 312.226 301.496
Sonstige Verbindlichkeiten - langfristig 14. 13.182 14.135
Verbindlichkeiten aus latenten Steuern 20. 93.912 85.155
Langfristige Verbindlichkeiten 970.147 777.610
Anleihen - kurzfristig 13. 186.654 0
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten - kurzfristig 13. 51.797 58.713
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing - kurzfristig 13. 1.364 757
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 420.369 438.596
Erhaltene An- und Teilzahlungen für Projekte, soweit sie die dafür
realisierten Umsatzerlöse übersteigen
8. 1.090.860 1.068.292
Erhaltene Anzahlungen 63.759 85.410
Rückstellungen - kurzfristig 11. 413.221 365.809
Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern 50.740 46.006
Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig 14. 878.259 786.536
Kurzfristige Verbindlichkeiten 3.157.023 2.850.119
SUMME PASSIVA 5.160.965 4.566.602

Der folgende Konzern-Anhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieser Konzern-Bilanz.

KONZERN-GEWINN-UND -VERLUSTRECHNUNG

Für das Geschäftsjahr 2012

(in TEUR) Anhang 2012 2011
Umsatz 15. 5.176.880 4.595.993
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -5.206 56.299
Aktivierte Eigenleistungen 1.965 1.003
5.173.639 4.653.295
Sonstige betriebliche Erträge 16. 79.606 84.763
Materialaufwand -3.043.661 -2.807.121
Personalaufwand 17. -1.113.851 -995.402
Sonstige betriebliche Aufwendungen 18. -677.165 -549.383
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 418.568 386.152
Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und
Sachanlagen 1. -83.697 -72.456
Wertminderung Firmenwerte 2. -397 -1.000
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 334.474 312.696
Erträge/Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen -1.392 -1.747
Zinsergebnis 3.816 10.957
Sonstiges Finanzergebnis -5.252 -161
Finanzergebnis 19. -2.828 9.049
Ergebnis vor Steuern (EBT) 331.646 321.745
Steuern vom Einkommen und Ertrag 20. -89.442 -90.277
KONZERN-ERGEBNIS 242.204 231.468
Davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 243.637 230.658
Nicht beherrschende Anteile -1.433 810
Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen Stückaktien 103.242.216 102.697.466
Gewinn je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 21. 2,36 2,25
Potenzielle Verwässerung durch Aktienoptionen 863.391 768.642
Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen Stückaktien und
Optionen
104.105.607 103.466.108
Verwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 21. 2,34 2,23
Vorgeschlagene oder bezahlte Dividende je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 10. 1,20 1,10

Der folgende Konzern-Anhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieser Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Für das Geschäftsjahr 2012

(in TEUR) Anhang 2012 2011
Konzern-Ergebnis 242.204 231.468
Unterschiedsbeträge aus Währungsumrechnung -12.128 -3.995
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -21.633 -21.794
Ertragsteuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 5.446 4.681
Veränderung der IAS 39-Rücklage K) 678 -1.931
Ertragsteuern auf Veränderung der IAS 39-Rücklage K) -169 479
Sonstiges Ergebnis der Periode -27.806 -22.560
Gesamtergebnis der Periode 214.398 208.908
Davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 218.482 210.181
Nicht beherrschende Anteile -4.084 -1.273

Der folgende Konzern-Anhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieser Konzern-Gesamtergebnisrechnung.

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS

Für das Geschäftsjahr 2012

Summe
Eigen
(in TEUR) An
hang
Grund
kapital
Kapital
rück
lagen
Sonstige
Gewinn
rück
lagen
IAS
39-
Rück
lage
Versiche
rungsma
thema
tische
Gewinne/
Verluste
Davon entfallen auf Gesellschafter der Muttergesellschaft
Unter
schieds
beträge
aus Wäh
rungsum
rechnung
Gesamt Anteile kapital
Stand zum
1. Jänner 2011
104.000 36.476 613.575 1.648 -1.693 2.611 756.617 37.763 794.380
Gesamtergebnis
der Periode
0 0 230.658 -
1.459
-17.058 -1.960 210.181 -1.273 208.908
Dividenden 10. 0 0 -86.857 0 0 0 -86.857 -3.063 -89.920
Kapital
erhöhungen
0 0 0 0 0 0 0 8.777 8.777
Veränderung der
eigenen Aktien
0 0 13.534 0 0 0 13.534 0 13.534
Änderungen aus
Aktienoptions
programmen
10. 0 0 2.539 0 0 0 2.539 0 2.539
Sonstige
Veränderungen
0 0 655 0 0 0 655 0 655
STAND ZUM
31. DEZEMBER
2011 104.000 36.476 774.104 189 -18.751 651 896.669 42.204 938.873
Stand zum
1. Jänner 2012
104.000 36.476 774.104 189 -18.751 651 896.669 42.204 938.873
Gesamtergebnis
der Periode
0 0 243.637 509 -16.187 -9.477 218.482 -4.084 214.398
Dividenden 10. 0 0 -113.551 0 0 0 -113.551 -3.936 -117.487
Änderungen aus
Akquisitionen
0 0 -504 -3 -450 1.416 459 -7.882 -7.423
Veränderung der
eigenen Aktien
0 0 1.853 0 0 0 1.853 0 1.853
Änderungen aus
Aktienoptions
programmen
10. 0 0 5.175 0 0 0 5.175 0 5.175
Sonstige
Veränderungen
0 0 -1.594 0 0 0 -1.594 0 -1.594
STAND ZUM
31. DEZEMBER
2012
104.000 36.476 909.120 695 -35.388 -7.410 1.007.493 26.302 1.033.795

Der folgende Konzern-Anhang bildet einen wesentlichen Bestandteil der dargestellten Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals.

KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT

Für das Geschäftsjahr 2012

(in TEUR) Anhang 2012 2011
Ergebnis vor Steuern (EBT) 331.646 321.745
Zinsergebnis 19. -3.816 -10.957
Zu- und Abschreibungen sowie Wertminderungsverlust auf das Anlagevermögen 84.094 73.456
Aufwendungen/Erträge aus assoziierten Unternehmen 19. 1.392 1.747
Veränderung der langfristigen Rückstellungen -28.519 11.553
Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 1.118 -727
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen -1.610 2.991
Steuerzahlungen -97.906 -102.345
Erhaltene Zinsen 38.206 29.025
Gezahlte Zinsen -17.797 -16.540
Cashflow aus dem Ergebnis 306.808 309.948
Veränderung der Vorräte 19.931 -53.548
Veränderung der geleisteten Anzahlungen -37.826 -35.642
Veränderung der Forderungen -34.562 -99.225
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen 47.069 721
Veränderung der erhaltenen Anzahlungen -31.701 -15.747
Veränderung der Verbindlichkeiten 76.759 327.290
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 346.478 433.797
Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) 4.302 3.927
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen -109.112 -76.974
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -199.197 -197.837
Netto-Auszahlung für Unternehmensakquisitionen I) -52.893 -65.195
Sonstige Veränderungen des Konsolidierungskreises 3.894 2.518
Einzahlungen/Auszahlungen für kurzfristige Veranlagung von Zahlungsmittel 128.715 -49.410
Cashflow aus Investitionstätigkeit -224.291 -382.971
Veränderung der verzinslichen Finanzverbindlichkeiten 338.618 -10.581
Gezahlte Dividenden durch ANDRITZ AG 10. -113.551 -86.857
Sonstige Veränderungen betreffend nicht beherrschender Anteile -15.937 6.282
Einzahlungen/Auszahlungen betreffend eigene Aktien 1.853 13.534
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 210.983 -77.622
Veränderung der Zahlungsmittel 333.170 -26.796
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel -10.210 8.738
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 1.169.888 1.187.946
ZAHLUNGSMITTEL AM ENDE DER PERIODE 1.492.848 1.169.888

Der folgende Konzern-Anhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieses Konzern-Cashflow-Statements.

KONZERN-ANHANG

Zum 31. Dezember 2012

A) ALLGEMEINES

Die ANDRITZ AG ist eine Gesellschaft nach österreichischem Recht und notiert seit Juni 2001 an der Wiener Börse. Die ANDRITZ-GRUPPE (der "Konzern" oder "ANDRITZ") ist ein führender Hersteller von hochtechnologischen Industrie-Maschinen und -Anlagen und arbeitet in fünf strategischen Geschäftsbereichen: HYDRO, PULP & PAPER, SEPARATION, METALS sowie FEED & BIOFUEL.

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten im Konzern betrug 17.472 im Jahr 2012 und 16.280 im Jahr 2011. Der eingetragene Geschäftssitz des Konzerns befindet sich in der Stattegger Straße 18, 8045 Graz, Österreich.

Der Konzern-Abschluss wird unter der Verantwortung des Vorstands erstellt und vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen.

Zahlreiche Beträge und Prozentsätze, die im Konzern-Abschluss dargestellt werden, wurden gerundet. Summierungen können deshalb von den dargestellten Beträgen abweichen. Die Zahlen sind, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, in Tausend Euro dargestellt.

B) BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die wichtigsten bei der Erstellung des Konzern-Abschlusses angewandten Bilanzierungsgrundsätze sind folgende:

a) Allgemeines

Der Konzern-Abschluss wurde in Übereinstimmung mit sämtlichen vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten, von der Europäischen Union übernommenen und für 2012 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Ebenso wurden sämtliche für 2012 verpflichtend anzuwendende Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) beachtet. Der Konzern-Abschluss erfüllt die Voraussetzungen des § 245a UGB über befreiende Konzern-Abschlüsse nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen.

Der International Accounting Standard Board (IASB) arbeitet an zahlreichen wichtigen Projekten, die sich erst auf Geschäftsjahre ab 2013 auswirken werden. In 2012 gibt es hingegen nur eine verpflichtende Änderung an Standards zu beachten.

Der IASB hat eine Änderung des IFRS 7 herausgegeben, die zu zusätzlichen Angaben im Falle der Übertragung finanzieller Vermögenswerte führt. Die Änderung enthält unterschiedliche Vorschriften für

  • übertragene Vermögenswerte, die nicht vollumfänglich ausgebucht werden (z.B. bei typischen Wertpapierpensionsgeschäften zum Festpreis oder bei der Übertragung von Vermögenswerten auf Verbriefungsgesellschaften, die vom übertragenden Unternehmen konsolidiert werden) und
  • übertragene Vermögenswerte, die vollumfänglich ausgebucht werden (z.B. Factoring von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Übertragung aller wesentlichen Chancen und Risiken).

Für den Konzern ergeben sich hieraus keine zusätzlichen Angaben.

Standard/Interpretation Titel Erstmals gültig für
Geschäftsjahre
beginnend am
oder nach dem:
Von der EU
übernommen
Ergänzungen zu IAS 1 Darstellung einzelner Posten des sonstigen
Ergebnisses
1.1.2013 6.7.2012
IAS 19 (überarbeitet 2011) Leistungen an Arbeitnehmer 1.1.2013 6.7.2012
Ergänzungen zu IAS 12 Latente Steuern – Realisierung zugrundeliegender
Vermögenswerte
1.1.2013 29.12.2012
Ergänzungen zu IFRS 7 Angaben zu Saldierung von finanziellen
Vermögenswerten und finanziellen
Verbindlichkeiten
1.1.2013 29.12.2012
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts 1.1.2013 29.12.2012
IFRS 10 Konzernabschlüsse 1.1.2014 29.12.2012
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen 1.1.2014 29.12.2012
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen
Unternehmen
1.1.2014 29.12.2012
IAS 27 (überarbeitet 2011) Einzelabschlüsse 1.1.2014 29.12.2012
IAS 28 (überarbeitet 2011) Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint
Ventures
1.1.2014 29.12.2012
IAS 32 (überarbeitet 2011) Saldierung finanzieller Vermögenswerte und
finanzieller Verbindlichkeiten
1.1.2014 29.12.2012
IFRS 9 Finanzinstrumente 1.1.2015 offen

Die nachfolgenden vom IASB veröffentlichten Rechnungslegungsverlautbarungen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und sind auch von ANDRITZ bislang noch nicht angewendet worden:

Diese Auflistung stellt den Auszug der für ANDRITZ relevanten Änderungen dar. Die Auswirkungen der geänderten Standards und Interpretationen bei erstmaliger Anwendung werden derzeit evaluiert.

b) Berichtswährung

Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt.

c) Konsolidierungsgrundsätze

Die Grundlage für den Konzern-Abschluss bilden die auf Basis konzerneinheitlicher Standards und die nach IFRS-Bestimmungen erstellten Einzelabschlüsse aller vollkonsolidierter Unternehmen.

Der Konzern-Abschluss beinhaltet die ANDRITZ AG und die von ihr kontrollierten Unternehmen, sofern deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist (siehe Anhangangabe "Q) Konzern-Unternehmen"). Diese Kontrolle (Beherrschung) ist grundsätzlich immer dann gegeben, wenn ANDRITZ, entweder direkt oder indirekt, mehr als 50% der Stimmrechte einer Gesellschaft besitzt, um so auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens Einfluss zu nehmen und von dessen Aktivitäten zu profitieren. Der Anteil des Eigenkapitals und des Ergebnisses, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt, ist in der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Die Erwerbsmethode wurde bei allen erworbenen Unternehmen angewandt. Unternehmen, die während des Jahres gekauft oder verkauft wurden, sind im Konzern-Abschluss ab dem Stichtag des Kaufs oder bis zum Zeitpunkt ihres Verkaufs berücksichtigt.

Konzerninterne Forderungen, Verbindlichkeiten und Leistungsverrechnungen, inklusive konzerninterner Zwischenergebnisse, wurden eliminiert. Der Konzern-Abschluss wurde unter Zugrundelegung von einheitlichen Bilanzierungsgrundsätzen für vergleichbare Geschäftsvorfälle erstellt.

Der Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

2012 2011
Vollkonsolidierung Equity-Methode Vollkonsolidierung Equity-Methode
Bestand zum 1. Jänner 108 7 104 13
Zugänge aus Unternehmenserwerben 5 0 9 2
Änderung der Konsolidierungsmethode
Zugänge 7 0 5 1
Abgänge -1 -3 -1 -9
Umgründungen -2 0 -9 0
Bestand zum 31. Dezember 117 4 108 7

Aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde auf die Einbeziehung von 50 (2011: 37) Tochterunternehmen verzichtet. Diese werden unter der Position "Sonstige Finanzanlagen" zu Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen als Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen erfasst.

Des Weiteren wurde aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auf die at equity Bilanzierung von 4 (2011: 6) assoziierten Unternehmen verzichtet. Diese werden unter der Position "Sonstige Finanzanlagen" zu Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen als Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen erfasst.

Der Einfluss der nicht konsolidierten Tochterunternehmen auf die Vermögen-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Rahmenkonzepts der IAS/IFRS F.29f war einzeln und insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

C) AKQUISITIONEN

ANDRITZ erhöhte im Jänner 2012 seinen Anteil an Hammerfest Strøm AS von 33,3% auf 59,4%. Das unter ANDRITZ HYDRO Hammerfest firmierende Unternehmen gehört zu den Weltmarktführern für Technologien zur Energieerzeugung aus küstennahen Gezeitenströmungen.

Ende März 2012 erwarb ANDRITZ 100% des Unternehmens Bricmont Inc. mit Hauptsitz in Pittsburgh, Pennsylvania, USA, einschließlich bestimmter Vermögenswerte in China und Indien. ANDRITZ Bricmont ist Lieferant von Ofenanlagen für die Aluminium- und Stahlindustrie und ergänzt das bestehende Produktangebot von Ofenanlagen des ANDRITZ-Geschäftsbereichs METALS, einem der weltweit führenden Anbieter von kompletten Linien für die Herstellung und Weiterverarbeitung von Kaltband aus Edelstahl, Kohlenstoffstahl und Nichteisenmetallen. Der Geschäftsbereich METALS liefert auch schlüsselfertige Ofenanlagen für die Stahl- und Kupferindustrie. Mit der Akquisition von Bricmont erweitert ANDRITZ das Produktangebot im Ofenbereich und stärkt zusätzlich die Präsenz in Nordamerika, China und Indien.

ANDRITZ hat im Mai 2012 mit der Schuler-Beteiligungen GmbH eine Vereinbarung zum Erwerb des gesamten von Schuler-Beteiligungen GmbH gehaltenen 38,5%-Anteils an der in Deutschland börsennotierten Schuler AG mit Sitz in Göppingen unterzeichnet; der Preis je Aktie beträgt 20,00 EUR in bar. Im Juni hat ANDRITZ weitere 24,99% der Aktien der Schuler AG erworben. Am 2. Juli 2012 hat ANDRITZ für die verbleibenden Aktionäre der Schuler AG ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot gemäß § 10 Abs. 1 i.V.m. §§ 29, 34 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) zur Übernahme der restlichen Aktien veröffentlicht, bei dem den verbleibenden Aktionären der Schuler AG ebenfalls 20,00 EUR je Aktie in bar angeboten wurden. Im Rahmen dieses Übernahmeangebots wurden ANDRITZ 25,75% der ausstehenden Aktien angedient. Der Vollzug des Aktienpaketerwerbs der Schuler-Beteiligungen GmbH sowie das Übernahmeangebot standen unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden. Im Februar 2013 wurde die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der Schuler AG von den zuständigen Kartellbehörden ohne Auflagen vollumfänglich freigegeben. Die Übertragung der Gesellschaftsanteile erfolgte mit Closing am 14. Februar 2013. Zu Redaktionsschluss dieses Finanzberichts am 21. Februar 2013 hielt ANDRITZ über 90% der Aktien an der Schuler AG. Die Erstkonsolidierung von Schuler in den ANDRITZ-Konzern-Abschluss erfolgt ab 1. März 2013. Als Technologie- und Weltmarktführer in der Umformtechnik liefert Schuler Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Verfahrens-Know-how und Dienstleistungen für die gesamte Metall verarbeitende Industrie. Mit dieser Akquisition verbreitert ANDRITZ sein Produkt- und Serviceangebot im Geschäftsbereich METALS.

Von der französischen NSC-Gruppe erwarb ANDRITZ im Juni 2012 100% der Tochtergesellschaft Asselin-Thibeau, Wuxi, China. ANDRITZ Asselin-Thibeau liefert Systeme für die Produktion von Trockenvlies (v. a. für Anwendungen im Textil- und Hygienebereich). In Kombination mit den bewährten Produkten und Technologien von ANDRITZ Küsters und ANDRITZ Perfojet kann der Geschäftsbereich PULP & PAPER seinen Kunden nun komplette Systemlösungen für die Produktion von Vliesstoffen liefern.

Ende Juli 2012 akquirierte ANDRITZ 100% der in Neftenbach, Schweiz, ansässigen Soutec AG einschließlich Tochtergesellschaften in China und den USA. ANDRITZ Soutec ist ein weltweit führender Anbieter von Laserund Rollnaht-Widerstandsschweißsystemen für die Metall verarbeitende Industrie. Mit diesen Schweißanlagen werden insbesondere Leichtbauprodukte, wie beispielsweise Karosseriebauteile (tailored welded blanks), Treibstofftanks oder Abgaskomponenten für verschiedenste Industrien gefertigt. Soutec ist Teil des Geschäftsbereichs METALS.

Im Oktober 2012 erwarb ANDRITZ 100% an Allied Environmental Solutions, Inc. (AES) mit Sitz in Columbia, Maryland, USA. Das Unternehmen beschäftigt rd. 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von ca. 30 MEUR. AES – nunmehr ANDRITZ Environmental Solutions – ist in den USA einer der führenden Hersteller von Rauchgasreinigungssystemen für Energieversorger und andere Energie erzeugende Industrien (z. B. fossile Kraftwerke). Mit dieser Akquisition stärkt die zum Geschäftsbereich PULP & PAPER zählende ANDRITZ Energy & Environment ihr Portfolio für Rauchgasreinigung und steigt in den US-Markt ein.

Im Dezember 2012 erwarb ANDRITZ 100% des in Waddinxveen, Niederlande, ansässigen Unternehmen Royal GMF-Gouda (Goudsche Machinefabriek) einschließlich der Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, China, Singapur, Indonesien sowie in den USA. Royal GMF-Gouda beschäftigt insgesamt rd. 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von ca. 40 MEUR. Das Unternehmen ist einer der führenden Hersteller von Trocknungssystemen, v. a. von Trommel- und Paddeltrocknern für die Lebensmittelindustrie (z. B. Babynahrung), die chemische Industrie sowie für den kommunalen Umweltbereich. Royal GMF-Gouda ergänzt und erweitert das Produkt- und Serviceangebot des ANDRITZ-Geschäftsbereichs SEPARATION im Bereich der Trocknung.

Die neu akquirierten Unternehmen trugen seit dem Erwerb TEUR 40.750 zum Umsatz und TEUR -6.784 zum EBIT der ANDRITZ-GRUPPE bei. Hätten die Akquisitionen zu Beginn des Geschäftsjahrs 2012 stattgefunden, so wäre der Konzern-Umsatz der Gruppe auf TEUR 5.256.220 bzw. das EBIT auf TEUR 335.346 angestiegen.

Der Gesamtkaufpreis aller in 2012 durchgeführten Akquisitionen beträgt TEUR 79.468, die Nebenkosten betragen TEUR 634.

Die geschätzten Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Basis von Transaktionskursen sind wie folgt:

Anpassungen an
IFRS den beizulegenden Beizulegender
(in TEUR) Buchwerte Zeitwert Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 18 47.158 47.176
Sachanlagen 17.668 0 17.668
Vorräte 17.651 0 17.651
Forderungen 40.734 0 40.734
Verbindlichkeiten -69.782 -14.348 -84.130
Nicht verzinsliches Nettovermögen 6.289 32.810 39.099
Zahlungsmittel 18.447 0 18.447
Finanzanlagevermögen 4.021 0 4.021
Finanzverbindlichkeiten -12.460 0 -12.460
Firmenwerte 0 33.621 33.621
Nicht beherrschende Anteile -3.260 0 -3.260
Nettovermögen 13.037 66.431 79.468

Die erstmalige Einbeziehung der in 2012 erworbenen Unternehmen erfolgt auf Basis vorläufiger Werte.

D) BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

a) Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Nach der erstmaligen Aktivierung werden die immateriellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und etwaiger kumulierter Wertminderungen bewertet. Immaterielle Vermögenswerte werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden jährlich zum Ende jedes Geschäftsjahrs überprüft.

Immaterielle Vermögenswerte werden auf Wertminderungen geprüft, sobald Ereignisse oder Veränderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert des Vermögenswerts möglicherweise höher als der erzielbare Betrag (höherer Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und Nutzungswert eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit) ist. Sobald der Buchwert eines Vermögenswerts den erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine Wertminderung vorgenommen.

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte

Die für Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte geleisteten Beträge werden aktiviert und dann mittels linearer Abschreibung über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die erwartete Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 15 Jahren.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Ausgaben für Forschung und Entwicklung werden in jener Periode, in der sie angefallen sind, als Aufwand ausgewiesen, da die Kriterien für die Aktivierung von Entwicklungskosten (IAS 38) nicht erfüllt werden. Insgesamt wurden im Jahr 2012 TEUR 78.182 und im Jahr 2011 TEUR 65.641 als Aufwand berücksichtigt.

b) Unternehmenszusammenschlüsse

Die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt nach der Erwerbsmethode, bei der der Kaufpreis dem neu bewerteten anteiligen Netto-Reinvermögen des erworbenen Unternehmens gegenübergestellt wird (Kapitalkonsolidierung). Dabei sind die Wertverhältnisse zum Erwerbszeitpunkt zugrunde zu legen, der dem Zeitpunkt entspricht, zu dem die Beherrschung über das erworbene Unternehmen erlangt wurde. Wertdifferenzen werden in voller Höhe aufgedeckt, das heißt, ansatzfähige Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Tochterunternehmens werden unabhängig von vorliegenden Anteilen ohne beherrschenden Einfluss grundsätzlich mit ihren Fair Values in der Konzern-Bilanz ausgewiesen.

Die Anwendung der Erwerbsmethode erfordert bestimmte Schätzungen und Beurteilungen, vor allem in Bezug auf die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, der übernommenen Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt des Erwerbs sowie der Nutzungsdauern der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen.

Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile erfolgt entweder zu Anschaffungskosten (partielle Goodwill-Methode) oder zum Fair Value (Full-Goodwill-Methode). Das gegebene Wahlrecht kann einzelfallweise ausgeübt werden. In der ANDRITZ-GRUPPE wird grundsätzlich die partielle Goodwill-Methode angewandt.

Gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) ist bei sukzessiven Unternehmenskäufen, bei denen ein Unternehmen in mehreren Tranchen erworben wird, zum Zeitpunkt der Erlangung der Kontrolle über das betreffende Unternehmen eine erfolgswirksame Neubewertung des bisherigen Gesellschaftsanteils zum beizulegenden Zeitwert notwendig. Im Anschluss daran findet eine Buchwertanpassung der bereits bilanzierten Vermögenswerte und Schulden auf ihren beizulegenden Zeitwert statt.

c) Firmenwerte

Für Unternehmenszusammenschlüsse sowie daraus resultierende Firmenwerte wurde IFRS 3 angewandt. Gemäß diesem Standard ermittelt sich der Firmenwert als Residualgröße aus den Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs und dem mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten Reinvermögen unter Berücksichtigung der Eventualverbindlichkeiten. Ein sich aus dem Vergleich von Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Unternehmens ergebender passiver Unterschiedsbetrag wird nach nochmaliger Überprüfung der Wertansätze sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Ein Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, es ist jedoch ein Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 durchzuführen. Dieser Werthaltigkeitstest hat zumindest jährlich zu erfolgen oder wenn interne oder externe Indikatoren eine Wertminderung andeuten. Zur Bestimmung, ob eine Abschreibung aufgrund einer Wertminderung erforderlich ist, wird der Firmenwert jenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die vom erwarteten Synergiepotenzial des Unternehmenszusammenschlusses künftig profitieren. Ist der Buchwert höher als der mittels Discounted Cashflow-Kalkulation (DCF) ermittelte Nutzungswert, wird ein entsprechender Wertminderungsaufwand vorgenommen. Eine spätere Wertaufholung ist nicht zulässig.

Die zukünftigen Einzahlungsüberschüsse basieren auf internen Planungen, welche detailliert für das nächste Wirtschaftsjahr und mit Vereinfachungen für die nachfolgenden zwei Jahre erstellt werden und aus bisherigen Ergebnissen und den besten Schätzungen bezüglich künftiger Entwicklungen abgeleitet werden. Nach diesem Detailplanungszeitraum wird von einem gleichbleibenden Niveau ausgegangen, sofern keine wesentlichen Gründe dagegensprechen. Der im Rahmen der DCF-Kalkulation angewendete Diskontierungssatz entspricht jenem Zinssatz, der die gegenwärtigen Markteinschätzungen des Zinseffekts und die speziellen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt. Es wurde ein Diskontierungssatz unter Berücksichtigung der anwendbaren Währung sowie des Risikoprofils zwischen 9,24% und 13,12% verwendet.

Wesentliche Firmenwerte wurden den zum Zeitpunkt der Akquisitionen bestehenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der ANDRITZ AG (1999), des mit der ANDRITZ-Ahlstrom-Gruppe erworbenen Zellstoffgeschäfts (2000/2001) sowie der VA TECH HYDRO-Gruppe im Bereich Wasserkraft (2006) zugeordnet.

d) Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und etwaiger kumulierter Wertminderungen ausgewiesen. Wird ein Vermögenswert verkauft oder ausgeschieden, so werden die Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen ausgebucht und ein allfälliger Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung erfolgswirksam erfasst.

Die Anschaffungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis einschließlich der Importzölle und nicht refundierbarer Steuern und all jene direkt zurechenbaren Kosten, die entstehen, um den Vermögenswert an den zur Nutzung vorgesehenen Ort zu bringen und in einen arbeitsbereiten Zustand zu versetzen. Ausgaben, die nach der Inbetriebnahme von Anlagevermögen entstehen, wie Reparaturen, Wartung und Überholungskosten, werden in jener Periode aufwandswirksam erfasst, in welcher die Kosten entstanden sind. Die Abschreibung erfolgt linear über folgende geschätzte Nutzungsdauern:

Gebäude 20-50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4-10 Jahre
Werkzeuge, Büro- und Geschäftsausstattung und Fahrzeuge 3-10 Jahre

Die Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden periodisch geprüft, um sicherzustellen, dass diese dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf des Sachanlagegegenstands entsprechen.

Unter den in Bau befindlichen Anlagen werden noch nicht betriebsbereite Sachanlagen erfasst und mit den Anschaffungskosten bewertet. Diese inkludieren Herstellungskosten und andere direkt zurechenbare Kosten.

Sachanlagen werden auf Wertminderungen geprüft, sobald Ereignisse oder Veränderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert des Vermögenswerts möglicherweise höher als der erzielbare Betrag (höherer Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und Nutzungswert eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit) ist. Sobald der Buchwert eines Vermögenswerts den erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine Wertminderung vorgenommen. Der erzielbare Betrag wird für die einzelnen Vermögenswerte eingeschätzt; ist dies nicht möglich, erfolgt eine Beurteilung der übergeordneten, zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.

e) Leasing

Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Es wird zwischen Finanzierungsleasing und Operating Leasing unterschieden. Als Finanzierungsleasing werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum eines Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen trägt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing bezeichnet. Ist die ANDRITZ Leasingnehmer in einem Finanzierungsleasing, wird in der Bilanz der niedrigere Wert aus beizulegendem Zeitwert und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses aktiviert und gleichzeitig unter den Finanzverbindlichkeiten passiviert. Der Leasinggegenstand wird linear über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Bei einem Operating Leasing erfasst der Konzern die als Leasingnehmer zu zahlende Leasingrate als Aufwand. Der verleaste Vermögenswert wird weiterhin in der Bilanz des Leasinggebers als Sachanlage erfasst.

f) Anteile an assoziierten Unternehmen

Unter den Anteilen an assoziierten Unternehmen werden in der Regel Beteiligungen an Unternehmen im Ausmaß von 20-50% ausgewiesen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Diese werden unter Anwendung der Equity-Methode bewertet. Eine Überprüfung des Buchwerts der Anteile an assoziierten Unternehmen und eine entsprechende Wertminderung oder Zuschreibung wird dann durchgeführt, wenn Anzeichen für eine Wertminderung oder deren Wegfall vorliegen.

g) Sonstige Finanzanlagen

Diese langfristigen Vermögenswerte bestehen primär aus Wertpapieren des Anlagevermögens, Schuldscheindarlehen, Anteilen an nicht konsolidierten Unternehmen sowie sonstigen Beteiligungen.

Wertpapiere des Anlagevermögens und Schuldscheindarlehen werden im Zeitpunkt des Zugangs zu Anschaffungskosten einschließlich Transaktionskosten bewertet und als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. In Folgeperioden werden diese mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen dieser Zeitwerte werden als Rücklage direkt im Eigenkapital erfasst, bis das Wertpapier veräußert oder eine Wertminderung festgestellt wird. In einem solchen Fall werden die kumulierten Veränderungen, die davor im Eigenkapital erfasst wurden, in der Gewinn- und Verlustrechnung der Periode ausgewiesen. Zinserträge werden in der Periode, in der sie anfallen, direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eigenkapitalinstrumente, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Davon betroffen sind sonstige Beteiligungen und Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen.

Finanzielle Vermögenswerte, die als Kredite und Forderungen klassifiziert wurden, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet.

ANDRITZ hat im Mai 2012 mit der Schuler-Beteiligungen GmbH eine Vereinbarung zum Erwerb des gesamten von Schuler-Beteiligungen GmbH gehaltenen 38,5%-Anteils an der in Deutschland börsennotierten Schuler AG mit Sitz in Göppingen unterzeichnet. Im Juni hat ANDRITZ weitere knapp 25% der Aktien der Schuler AG erworben. Am 2. Juli 2012 hat ANDRITZ für die verbleibenden Aktionäre der Schuler AG ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot gemäß §10 Abs. 1 i.V.m. §§ 29, 34 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) zur Übernahme der restlichen Aktien veröffentlicht. Im Rahmen dieses Übernahmeangebots wurden ANDRITZ 25,75% der ausstehenden Aktien angedient. Der Vollzug des Aktienpaketerwerbs der Schuler-Beteiligungen GmbH sowie das Übernahmeangebot standen zum 31. Dezember 2012 unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden.

Aufgrund des unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Kartellbehörden stehenden Vollzuges des Aktienerwerbs sowie keiner Mitwirkungsrechte im Aufsichtsrat und keiner vertraglichen Rechte als Minderheitsaktionär übt die ANDRITZ keinen maßgeblichen Einfluss auf die Schuler AG aus. Infolgedessen bezieht der Konzern die Beteiligung an der Schuler AG nicht nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss ein und weist diese entsprechend als sonstige Beteiligungen unter den sonstigen Finanzanlagen aus.

h) Vorräte

Das Vorratsvermögen, einschließlich der unfertigen Erzeugnisse und noch nicht abrechenbaren Leistungen, wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten sowie nach Wertberichtigungen für veraltete und sich langsam umschlagende Güter bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielbare Verkaufspreis, abzüglich der noch zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie der notwendigen Vertriebskosten. Die Kosten werden überwiegend auf Basis des FIFO-Verfahrens festgestellt. In den Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind auch zurechenbare fixe und variable Gemeinkosten enthalten. Nicht mehr verwertbares Vorratsvermögen wird vollständig abgeschrieben. Reine Liefergeschäfte werden zu Herstellungskosten bewertet. Bei diesen Aufträgen erfolgt die Umsatzerfassung erst zum Zeitpunkt des Eigentums- und Gefahrenübergangs ("completed contract method").

i) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen werden zum Nennwert, abzüglich Wertberichtigungen für mögliche Ausfälle, ausgewiesen.

j) Fertigungsaufträge

Forderungen aus Projekten und die damit in Zusammenhang stehenden Umsätze werden nach Maßgabe des jeweiligen Anarbeitungsgrads ("percentage of completion method") erfasst. Projekte sind dadurch gekennzeichnet, dass sie auf Basis von individuellen Vertragsbedingungen mit fixen Preisen vereinbart werden. Der Anarbeitungsgrad wird durch die "cost-to-cost method" festgelegt. Zuverlässige Schätzungen der Gesamtkosten der Aufträge, der Verkaufspreise und der tatsächlich angefallenen Kosten sind auf monatlicher Basis verfügbar. Die geschätzten Auftragsgewinne werden im Verhältnis zu den ermittelten Umsätzen realisiert. Bei der "cost-to-cost method" werden Umsätze und Auftragsergebnisse im Verhältnis der tatsächlich angefallenen Herstellungskosten zu den erwarteten Gesamtkosten erfasst. Veränderungen der gesamten geschätzten Auftragskosten und daraus möglicherweise resultierende Verluste werden in der Periode ihres Entstehens erfolgswirksam erfasst. Für technologische und finanzielle Risiken, welche während der verbleibenden Laufzeit des Projekts eintreten können, wird je Auftrag eine Einzeleinschätzung vorgenommen und ein entsprechender Betrag in den erwarteten Gesamtkosten angesetzt. Drohende Verluste aus der Bewertung von nicht abgerechneten Projekten werden realisiert, wenn wahrscheinlich ist, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen werden. Für mögliche Gewährleistungsansprüche von Kunden werden Rückstellungen entsprechend der jeweiligen Gewinnrealisierung gebildet. Nach Fertigstellung des Auftrags wird das verbleibende Gewährleistungsrisiko neu eingeschätzt.

k) Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens setzen sich aus Staatsanleihen, Anleihen erstklassiger Banken und Anleihefonds zusammen. Diese dienen zur Veranlagung liquider Mittel und sind im Allgemeinen nicht dazu bestimmt, langfristig gehalten zu werden. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden im Zeitpunkt des Zugangs zu Anschaffungskosten einschließlich Transaktionskosten bewertet und als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. In Folgeperioden werden diese mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen dieser Zeitwerte werden erfolgsneutral direkt im Eigenkapital erfasst, bis das Wertpapier veräußert oder eine Wertminderung festgestellt wird. Bei erheblichen und andauernden Wertminderungen werden die Verluste aus diesen Wertminderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung der Periode ausgewiesen.

l) Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel beinhalten Bargeld und Bankguthaben. Hierunter können auch geldnahe Forderungen ("cash equivalents") enthalten sein, die aus kurzfristigen Guthaben bei Banken mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu drei Monaten mit geringem Wertänderungsrisiko bestehen.

m) Grundkapital

Es gibt nur Stammaktien, die alle ausgegeben sind und dieselben Rechte verbriefen.

Auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 22. März 2012 wurde am 23. April 2012 ein Split der ANDRITZ-Aktie im Verhältnis 1:2 durchgeführt, sodass sich die Gesamtzahl der ANDRITZ-Aktien von 52 auf 104 Millionen erhöhte. Sämtliche Angaben wurden entsprechend angepasst.

Das Gesamtgrundkapital der ANDRITZ AG beträgt TEUR 104.000, aufgeteilt auf 104 Millionen nennwertlose Stückaktien.

Der Vorstand hat auf Basis einer Ermächtigung der Hauptversammlung und mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktienrückkauf- und -wiederverkaufsprogramme beschlossen, welche den Erwerb von bis zu 10.400.000 Stückaktien im Zeitraum 6. April 2011 bis 30. September 2013 ermöglichen.

2012 wurden keine Aktien zurückgekauft. 69.600 Stückaktien wurden zu einem Preis von EUR 17,72 je Aktie an berechtigte Führungskräfte im Rahmen des Aktienoptionsprogramms für Führungskräfte wieder verkauft sowie 15.540 Aktien im Zuge von Mitarbeiterbeteiligungsaktionen an Mitarbeiter von ANDRITZ abgegeben. Zum 31. Dezember 2012 hat die Gesellschaft 739.254 eigene Aktien mit einem Marktwert von TEUR 35.883 gehalten. Es ist vorgesehen, diese Aktien für die Bedienung der Optionen im Rahmen des Aktienoptionsprogramms für Führungskräfte und für Mitarbeiterbeteiligungsprogramme zu verwenden.

n) Kapitalrücklagen

In den Kapitalrücklagen sind – in Übereinstimmung mit österreichischem Recht – Zuzahlungen der Aktionäre anlässlich der Ausgabe von Aktien enthalten.

o) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten insbesondere thesaurierte Gewinne, die IAS 39-Rücklage, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung.

p) Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann und nur dann gebildet, wenn das Unternehmen aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung (gesetzlicher oder vertraglicher Natur) hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist (d. h. eher wahrscheinlich denn nicht) und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Die Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und der jeweiligen Neueinschätzung angepasst. Bei wesentlichen Zinseffekten wird der Rückstellungsbetrag mit dem Barwert der erwarteten Ausgaben zur Erfüllung der Verpflichtung angesetzt.

q) Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen zur Begründung einer finanziellen Verpflichtung oder eines Eigenkapitalinstruments führt.

Gemäß IAS 39 sind alle finanziellen Vermögenswerte und Verpflichtungen einschließlich derivativer Finanzinstrumente in der Bilanz zu erfassen. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt zum Handelstag. Die Bewertung der Finanzinstrumente richtet sich nach der Zugehörigkeit zu bestimmten Kategorien, die wie folgt unterschieden werden:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (Financial assets at fair value through profit or loss)

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte sind Finanzinstrumente, die vom Unternehmen entweder zu "Handelszwecken" gehalten werden (held for trading) oder der Kategorie "Designiert erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet werden.

Zu "Handelszwecken" gehalten eingestuft ist dann der Fall, wenn der Vermögenswert hauptsächlich mit der Absicht erworben wurde, kurzfristig verkauft oder zurückgekauft zu werden oder ein Derivat ist (mit Ausnahme solcher, die als Sicherheitsinstrument designiert wurden und effektiv sind).

"Designiert erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" umfasst im Wesentlichen jene finanziellen Vermögenswerte, die im Zugangszeitpunkt unabhängig von einer Handelsabsicht unwiderruflich als "Finanzieller Vermögenswert erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" designiert werden (sog. Fair-Value-Option).

Die Fair-Value-Option für ein Finanzinstrument wird im Konzern nicht ausgeübt.

Finanzielle Vermögenswerte zur Erzielung von Gewinnen aus kurzfristigen Schwankungen des Marktpreises oder aus der Händlermarge werden ebenfalls nicht gehalten.

Der Konzern verwendet Derivate zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken und zur Absicherung des Preisrisikos von Rohstoffen. Die Derivate werden erstmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und anschließend zu jedem Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert fortgeschrieben. Jeder aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst.

Je nach beizulegendem Zeitwert werden die Derivate entweder als sonstige Forderung oder als sonstige Verbindlichkeit erfasst.

Kredite und Forderungen (Loans and receivables)

Im Konzern werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für Projekte, soweit sie dafür erhaltene An- und Teilzahlungen übersteigen, Kredite und sonstige Forderungen mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind, als "Kredite und Forderungen" kategorisiert. Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available for sale)

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind jene nicht-derivativen Finanzinstrumente, welche in diese Kategorie klassifiziert wurden beziehungsweise nicht der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" oder "Kredite und Forderungen" zugeordnet wurden. Hierbei werden Eigenkapitalinstrumente (z. B. Aktien), Fremdkapitalinstrumente (z. B. Anleihen) sowie sonstige Investitionen (z. B. Fondsanteile), welche vom Konzern gehalten werden, in die Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" klassifiziert.

"Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts resultierende Wertänderungen werden direkt im Eigenkapital in der Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen (IAS 39-Rücklage) erfasst. Ausgenommen hiervon sind Wertminderungsverluste, nach der Effektivzinsmethode ermittelte Zinsen sowie Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung von monetären Posten. Hier findet eine erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung statt. Wird eine Finanzanlage veräußert oder wird bei ihr eine Wertminderung festgestellt, werden die bis dahin in der Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen angesammelten Rücklagen im Periodenergebnis erfasst.

Der beizulegende Zeitwert von auf Fremdwährung lautenden monetären Finanzinstrumenten der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" wird in der Fremdwährung ermittelt und anschließend mit dem Kassakurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts, die auf Fremdwährungsumrechnungen zurückzuführen sind und aus der Änderung der fortgeführten Anschaffungskosten des Vermögenswerts resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, sämtliche verbleibenden Wertänderungen werden direkt im Eigenkapital erfasst.

Dividenden aus den Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, sobald der Konzern einen Anspruch auf die Zahlung erlangt hat.

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen (held to maturity)

Auf diese Kategorie wird nicht näher eingegangen, da es im Konzern keinen bis zur Endfälligkeit zu haltenden Bestand gibt.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial liabilities at fair value through profit or loss)

Der Konzern klassifiziert seine finanziellen Vermögenswerte in die Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten", wenn die finanzielle Verbindlichkeit zu Handelszwecken gehalten wird oder wenn es sich um ein Derivat handelt, welches nicht als Sicherungsinstrument designiert wurde und als solches effektiv ist. Die Fair-Value-Option wird im Konzern nicht ausgeübt.

Der Konzern verwendet Derivate zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken und zur Absicherung des Preisrisikos von Rohstoffen. Die Derivate werden mit den Zeitwerten zum Bilanzstichtag angesetzt. Jeder aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst.

Je nach beizulegendem Zeitwert werden die Derivate entweder als sonstige Forderung oder als sonstige Verbindlichkeit erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten zur Erzielung von Gewinnen aus kurzfristigen Schwankungen des Marktpreises oder aus der Händlermarge werden nicht gehalten.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Other financial liabilities measured at amortized costs)

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, einschließlich aufgenommener Kredite, werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst. Im Rahmen der Folgebewertung werden sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfolgswirksam erfasst wird.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte, werden zu jedem Bilanzstichtag auf das Vorhandensein von Indikatoren für eine Wertminderung untersucht. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage negativ verändert haben. Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen dem Buchwert des Finanzinstruments und dem anhand des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelten Barwert der erwarteten künftigen Cashflows.

Eine Wertminderung führt zu einer direkten Minderung des Buchwerts aller betroffenen finanziellen Vermögenswerte. Wird eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen uneinbringlich, erfolgt der Verbrauch gegen das Wertminderungskonto. Nachträgliche Eingänge bereits abgeschriebener Beträge werden ebenfalls gegen das Wertminderungskonto gebucht. Änderungen des Buchwerts des Wertberichtigungskontos werden erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Diese vormals erfasste Wertminderung ist über die Gewinn- und Verlustrechnung rückzuführen, wenn sich die Höhe der Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts in einer der folgenden Berichtsperioden verringert und diese Verringerung objektiv auf ein nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenes Ereignis zurückgeführt werden kann. Dabei darf jedoch auf keinen höheren Wert zugeschrieben werden als den, der sich als fortgeführte Anschaffungskosten ergeben hätte, wenn keine Wertminderung erfolgt wäre. Die Ausnahme dieser Vorgehensweise stellen als zur Veräußerung verfügbar klassifizierte Eigenkapitalinstrumente dar. Bei diesen wird jegliche Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts nach einer erfolgten Wertminderung direkt im Eigenkapital erfasst. Für Wertminderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden bei Wegfall der Gründe keine Wertaufholungen gemacht.

Vom Konzern emittierte Eigen- und Fremdkapitalinstrumente – Klassifizierung als Fremd- oder Eigenkapital

Fremd- und Eigenkapitalinstrumente werden entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Vertragsvereinbarung als finanzielle Verbindlichkeiten oder Eigenkapital klassifiziert.

Eigenkapitalinstrumente

Ein Eigenkapitalinstrument ist ein Vertrag, der einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründet. Eigenkapitalinstrumente werden zum erhaltenen Ausgabeerlös abzüglich direkter Ausgabekosten erfasst.

Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten (Fair value)

Der beizulegende Zeitwert ist jener Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. In diesem Zusammenhang stellen notierte Preise an einem aktiven Markt den besten Anhaltspunkt für den beizulegenden Zeitwert dar. Wenn der Markt für ein Finanzinstrument nicht aktiv ist, wird mithilfe von allgemein anerkannten Bewertungsverfahren der beizulegende Zeitwert (Transaktionspreis) festgestellt, der sich am Bewertungsstichtag zwischen unabhängigen Vertragspartnern bei Vorliegen normaler Geschäftsbedingungen ergeben hätte. Zu den Bewertungsverfahren gehören der Rückgriff auf unlängst aufgetretene Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern und – sofern verfügbar – der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, DCF-Verfahren sowie Optionspreismodelle. Falls kein notierter Preis auf einem aktiven Markt existiert und die verlässliche Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts mithilfe von Bewertungsverfahren nicht möglich ist, wird das Finanzinstrument zu Anschaffungskosten bewertet.

Effektivzinsmethode und fortgeführte Anschaffungskosten

Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten (amortized costs) eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit und der Zuordnung von Zinserträgen und -aufwendungen zu den jeweiligen Perioden. Der Effektivzinssatz ist derjenige Kalkulationszinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments oder eine kürzere Periode, sofern zutreffend, exakt auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Verbindlichkeit abgezinst werden. Zinserträge und -aufwendungen werden basierend auf dem Effektivzinssatz zeitproportional in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting)

Der Konzern hat die emittierten Anleihen und die dazugehörigen Zinsswaps in einem Sicherungszusammenhang im Sinne von IAS 39 zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts ("Fair Value Hedge") der Anleihen designiert. Zu Beginn der Sicherungsbeziehung dokumentierte der Konzern die Beziehung zwischen dem Grund- und Sicherungsgeschäft, einschließlich der Risikomanagementziele sowie der dem Abschluss von Sicherungsbeziehungen zu Grunde liegenden Unternehmensstrategie. Des Weiteren wurde bei Eingehen der Sicherungsbeziehung als auch in deren Verlauf regelmäßig dokumentiert und nachgewiesen, dass der Zinsswap hoch effektiv in Bezug auf das abgesicherte Risiko der Änderung des beizulegenden Zeitwerts ist.

Absicherung des beizulegenden Zeitwerts ("Fair Value Hedge")

Den Regeln des Hedge Accounting folgend wird die Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die auf das abgesicherte Risiko zurückzuführende Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts führt zu einer entsprechenden Buchwertanpassung und wird ebenfalls direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dies hat zur Folge, dass sich die Gewinn- und Verlustauswirkung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts gegenseitig aufheben, wenn die Sicherungsbeziehung zu 100% effektiv ist. Die bilanzielle Abbildung der Sicherungsbeziehung endet, wenn der Konzern die Sicherungsbeziehung auflöst, das Sicherungsinstrument ausläuft, veräußert, beendet oder ausgeübt wird oder sich nicht mehr für Sicherungszwecke eignet. Zu diesem Zeitpunkt beginnt die erfolgswirksame Auflösung der auf das gesicherte Risiko zurückzuführenden Buchwertanpassung des Geschäfts.

Absicherung künftiger Zahlungsströme ("Cash Flow Hedge")

Entsprechend der Hedge Accounting Regeln werden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsinstrumente, die als effektiv wirksame Absicherung von künftigen Cashflows qualifiziert werden, direkt im Eigenkapital als IAS 39-Rücklage ausgewiesen. Ansonsten werden alle Gewinne oder Verluste für Absicherungen von Cashflows, die ursprünglich im Eigenkapital ausgewiesen wurden, von der IAS 39-Rücklage im Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung jener Periode transferiert, in der die gesicherte Verpflichtung oder erwartete Transaktion die Ergebnisrechnung beeinflusst.

Der Konzern nützte bis 2011 Hedge Accounting für Warentermingeschäfte, um das durch Projekte entstehende Rohstoffpreisrisiko abzubilden. Mit dem Berichtsjahr 2012 werden diese Derivate als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte mit ihren Zeitwerten unter den sonstigen Forderungen bzw. sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Jeder aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird nun erfolgswirksam erfasst.

Eingebettete Derivate

IAS 39 regelt die Bilanzierung von Derivaten, die in originäre Finanzinstrumente eingebettet sind (Embedded Derivatives). Einige hybride Verträge enthalten sowohl eine derivative als auch nicht derivative Komponente. In diesen Fällen wird die derivative Komponente als eingebettetes Derivat und die nicht derivative Komponente als Basisvertrag bezeichnet. Sind die wirtschaftlichen Merkmale und die Risiken eingebetteter Derivate nicht eng mit denjenigen des Basisvertrags verknüpft, und wird der betreffende Vertrag nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wird das eingebettete Derivat vom Basisvertrag getrennt und zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Der Basisvertrag wird weiterhin in Übereinstimmung mit dem entsprechenden Rechnungslegungsstandard bewertet. Wertänderungen im Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten eingebetteten Derivaten werden im Konzern als "held for trading" bei den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten erfasst. Der Buchwert des eingebetteten Derivats wird in der Bilanz als sonstige Forderung oder als sonstige Verbindlichkeit ausgewiesen.

Ansatz und Ausbuchung

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Konzern-Bilanz angesetzt, wenn der Konzern Vertragspartner hinsichtlich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Finanzvermögen und -verbindlichkeiten, die in der Bilanz enthalten sind, beinhalten Zahlungsmittel, Wertpapiere des Umlaufvermögens, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und sonstige Verbindlichkeiten, langfristige Forderungen, verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und Beteiligungen, die ausgegebenen Anleihen sowie Wertpapiere des Anlagevermögens.

Ansatz und Ausbuchung von Finanzinvestitionen erfolgen zum Handelstag. Dies ist der Tag des Kaufs oder Verkaufs einer Finanzanlage, an dem die Vertragsbedingungen eine Lieferung der Finanzanlage innerhalb des für den betroffenen Markt üblichen Zeitrahmens vorsehen.

Der Erstansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Davon ausgenommen sind finanzielle Vermögenswerte, die als "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" kategorisiert wurden. Hier erfolgt der Erstansatz zum beizulegenden Zeitwert ohne Berücksichtigung von Transaktionskosten. Finanzinstrumente werden saldiert, wenn der Konzern ein gesetzlich durchsetzbares Recht zur Saldierung besitzt und beabsichtigt, entweder nur den Saldo oder sowohl die Forderung als auch die Verbindlichkeit gleichzeitig zu begleichen.

r) Sonstige Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuschüsse der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden von den Anschaffungskosten abgezogen. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen.

Umsatzrealisierung (ausgenommen Fertigungsaufträge)

Umsätze werden dann erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird und die Höhe der Erlöse verlässlich bestimmbar ist. Die Umsätze werden ohne Umsatzsteuer und Rabatte ausgewiesen, wenn die Lieferung erfolgt ist und sowohl Risiko als auch Eigentum übergegangen sind. Die Zinsen werden aliquot auf Basis des jeweiligen Zinssatzes abgegrenzt. Dividendenerträge werden ausgewiesen, wenn das Recht der Aktionäre, die Zahlung zu erhalten, begründet wurde.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden grundsätzlich als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgswirksam erfasst.

s) Aktienoptionsprogramme für Führungskräfte

Auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 22. März 2012 wurde am 23. April 2012 ein Split der ANDRITZ-Aktie im Verhältnis 1:2 durchgeführt, sodass sich die Gesamtzahl der Aktienoptionen entsprechend erhöhte. Sämtliche Angaben wurden entsprechend angepasst.

Die 103. ordentliche Hauptversammlung vom 26. März 2010 beschloss ein Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands. Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 12.000, 20.000, 30.000 oder 40.000, für Mitglieder des Vorstands 80.000 und für den Vorsitzenden des Vorstands 100.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden. Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte von 1. Mai 2010 bis vor jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zum ANDRITZ-Konzern gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in ANDRITZ-Aktien von zumindest EUR 20.000 für leitende Angestellte und EUR 40.000 für Mitglieder des Vorstands.

Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der ANDRITZ-Aktie während der vier auf die 103. ordentliche Hauptversammlung vom 26. März 2010 folgenden Kalenderwochen.

Die Optionen können in der Zeit von 1. Mai 2013 bis 30. April 2015 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2012 bis 30. April 2013 mindestens 15% über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2011 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2012 mindestens 15% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2009 liegt, oder wenn der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von 20 aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2013 bis 30. April 2014 mindestens 20% über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2012 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2013 mindestens 20% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2009 liegt.

Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50% der Optionen sofort, 25% der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25% nach weiteren drei Monaten gezogen werden. Die Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden und sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist.

Insgesamt wurden 2010 2.066.000 Optionen gewährt. Der beizulegende Zeitwert der Optionen zum Zeitpunkt der Gewährung beträgt insgesamt TEUR 8.362, davon wurden 2012 anteilig TEUR 2.539 als Aufwand erfasst. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte auf Basis des "Black-Scholes Option Pricing"-Modells. Der Aktienpreis zum Zeitpunkt der Gewährung der Optionsrechte ist der Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie vom 4. Mai 2010 und beträgt EUR 22,34. Der Ausübungspreis wurde gemäß den Bedingungen des Optionsprogramms mit EUR 23,18 ermittelt. Die Laufzeit der Optionen wurde mit drei Jahren angesetzt. Die erwartete Dividendenrendite betrug 2,5%, als risikofreier Zinssatz wurde 4,8% herangezogen. Als erwartete Volatilität wurde der von der Wiener Börse veröffentlichte Wert angesetzt. Weitere Merkmale der Optionsgewährung wurden nicht in die Berechnung einbezogen.

Die 105. ordentliche Hauptversammlung vom 22. März 2012 beschloss ein weiteres Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands. Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 12.000, 20.000, 30.000 oder 40.000, für Mitglieder des Vorstands 80.000 und für den Vorsitzenden des Vorstands 100.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden. Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte von 1. Mai 2012 bis vor jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zum ANDRITZ-Konzern gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in ANDRITZ-Aktien von zumindest EUR 20.000 für leitende Angestellte und EUR 40.000 für Mitglieder des Vorstands.

Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der ANDRITZ-Aktie während der vier auf die 105. ordentliche Hauptversammlung vom 22. März 2012 folgenden Kalenderwochen.

Die Optionen können in der Zeit von 1. Mai 2015 bis 30. April 2017 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2014 bis 30. April 2015 mindestens 15% über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2013 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2014 mindestens 15% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2011 liegt, oder wenn der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von 20 aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2015 bis 30. April 2016 mindestens 20% über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2014 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2015 mindestens 20% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2011 liegt.

Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50% der Optionen sofort, 25% der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25% nach weiteren drei Monaten gezogen werden. Die Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden und sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist.

Insgesamt wurden 2012 2.146.000 Optionen gewährt. Der beizulegende Zeitwert der Optionen zum Zeitpunkt der Gewährung beträgt insgesamt TEUR 13.553, davon wurden 2012 anteilig TEUR 2.636 als Aufwand erfasst. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte auf Basis des "Black-Scholes Option Pricing"-Modells. Der Aktienpreis zum Zeitpunkt der Gewährung der Optionsrechte ist der Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie vom 11. Mai 2012 und beträgt EUR 39,17. Der Ausübungspreis wurde gemäß den Bedingungen des Optionsprogramms mit EUR 37,15 ermittelt. Die Laufzeit der Optionen wurde mit 3,2 Jahren angesetzt. Die erwartete Dividendenrendite betrug 2,5%, als risikofreier Zinssatz wurde 1,25% herangezogen. Die erwartete Volatilität wurde auf Basis der historischen Kursentwicklung der ANDRITZ-Aktie im Zeitraum der der Gewährung vorangegangen 38 Monate ermittelt.

Aufgrund des Umstands, dass die Aktienoptionsprogramme keine Abgeltung in Form eines Barausgleichs vorsehen, werden diese entsprechend den internationalen Rechnungslegungsvorschriften durch direkte Erfassung des resultierenden Aufwands im Eigenkapital erfasst.

t) Fremdwährungen

Fremdwährungstransaktionen

Fremdwährungstransaktionen werden in der funktionalen Währung, durch Anwendung des Wechselkurses zwischen funktionaler Währung und Fremdwährung im Zeitpunkt der Transaktion, dargestellt. Wechselkursdifferenzen aus der Bezahlung von monetären Posten zu Umrechnungskursen, welche von den ursprünglich erfassten abweichen, werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Ausländische Gesellschaften

Ausländische vollkonsolidierte Tochtergesellschaften werden als selbstständige Unternehmen angesehen, da sie finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch unabhängig sind. Ihre funktionalen Währungen sind die jeweiligen Landeswährungen. Die Bilanzwerte dieser Tochtergesellschaften werden mit dem Bilanzstichtagskurs in die Darstellungswährung (EUR) umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Alle daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen sind im Posten "Unterschiedsbeträge aus Währungsumrechnung" im Konzern-Eigenkapital ausgewiesen.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Für 1 Euro Stichtagskurs am Durchschnittskurs für
Währung 31. Dezember 2012 31. Dezember 2011 2012 2011
BRL Brasilianischer Real 2,70 2,42 2,51 2,32
CAD Kanadischer Dollar 1,31 1,32 1,29 1,38
CHF Schweizer Franken 1,21 1,22 1,21 1,23
CNY Chinesischer Yuan 8,22 8,16 8,13 8,99
DKK Dänische Krone 7,46 7,43 7,44 7,45
GBP Pfund Sterling 0,82 0,84 0,81 0,87
INR Indische Rupie 72,56 68,71 69,09 65,18
SEK Schwedische Krone 8,58 8,91 8,71 9,03
USD Amerikanischer Dollar 1,32 1,29 1,29 1,39

Firmenwerte aus dem Erwerb von ausländischen Tochterunternehmen werden ab 2005 unter Verwendung des Wechselkurses zum Erwerbszeitpunkt dargestellt, dem erworbenen Unternehmen zugeordnet und mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet.

u) Leistungen an Arbeitnehmer

Pensionsverpflichtungen

Einige Konzern-Unternehmen haben für bestimmte Arbeitnehmer leistungsorientierte Pensionspläne. Die Verpflichtungen werden jedes Jahr durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker bewertet. Die Verpflichtungen und Aufwendungen aus Pensionszahlungen werden durch Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("projected unit credit method") ermittelt. Diese Methode geht davon aus, dass in jedem Dienstjahr ein zusätzlicher Teil des letztendlichen Leistungsanspruchs verdient wird und bewertet jeden dieser Teile separat, um so die endgültige Verpflichtung aufzubauen. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Gewinne und Verluste aus der Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Plans sind zum Zeitpunkt der Kürzung oder Abgeltung zu erfassen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 19.93A im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Zinsaufwendungen resultierend aus Pensionsverpflichtungen werden in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung unter dem "Zinsergebnis" erfasst. Die Pensionsverpflichtung wird zum Barwert zukünftiger Abflüsse unter Verwendung verschiedener Abzinsungssätze für unterschiedliche Länder bewertet.

Andere Konzern-Unternehmen haben für bestimmte Arbeitnehmer beitragsorientierte Pensionszusagen. Die damit verbundenen Kosten werden im Zeitpunkt des Auftretens als Aufwand erfasst.

Abfertigungsverpflichtungen

In einigen Ländern ist der Konzern gesetzlich verpflichtet, in bestimmten Fällen der Beendigung des Dienstverhältnisses Abfertigungen zu zahlen. Im Falle einer freiwilligen Kündigung durch den Arbeitnehmer sind keine Abfertigungen zu zahlen. Entsprechende Abfertigungsverpflichtungen werden rückgestellt. Die Verpflichtungen werden jedes Jahr durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker bewertet. Die Verpflichtungen und Aufwendungen aus Abfertigungszahlungen werden durch Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("projected unit credit method") ermittelt. Diese Methode geht davon aus, dass in jedem Dienstjahr ein zusätzlicher Teil des letztendlichen Leistungsanspruchs verdient wird und bewertet jeden dieser Teile separat, um so die endgültige Verpflichtung aufzubauen. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Gewinne und Verluste aus der Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Plans sind zum Zeitpunkt der Kürzung oder Abgeltung zu erfassen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 19.93A im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Zinsaufwendungen resultierend aus den Abfertigungsverpflichtungen werden in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung unter dem "Zinsergebnis" erfasst. Die Abfertigungsverpflichtung wird zum Barwert zukünftiger Abflüsse unter Verwendung verschiedener Abzinsungssätze für unterschiedliche Länder bewertet.

Andere Konzern-Unternehmen haben für bestimmte Arbeitnehmer beitragsorientierte Abfertigungszusagen. Die damit verbundenen Kosten werden im Zeitpunkt des Auftretens als Aufwand erfasst.

v) Ertragsteuern

Die Ertragsteuerbelastung basiert auf dem Jahresgewinn und berücksichtigt latente Steuern. Steuerlatenzen werden unter Anwendung der "balance sheet liability method" errechnet. Latente Steuern spiegeln die Steuereffekte der temporären Differenzen zwischen den ausgewiesenen Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden und den entsprechenden Beträgen aufgrund der jeweiligen steuerlichen Vorschriften wider.

Aktive und passive Steuerabgrenzungen werden unter Verwendung der erwarteten Steuersätze für das steuerbare Einkommen ermittelt, die zum Zeitpunkt des Ausgleichs der temporären Differenzen anwendbar sein werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) verwendet, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Das Ausmaß der aktiven und passiven Steuerabgrenzung spiegelt die Steuerauswirkungen wider, die sich nach Einschätzung des Unternehmens zum Bilanzstichtag ergeben würden, wenn die Buchwerte des Vermögens realisiert und die Verbindlichkeiten beglichen würden.

Aktive und passive Steuerabgrenzungen werden für alle temporären Differenzen ohne Rücksicht darauf, wann wahrscheinlich ein Umkehreffekt eintreten wird, berücksichtigt.

Die aktive Steuerabgrenzung wird berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass zum Zeitpunkt der Verwendung der aktiven Steuerabgrenzung genügend steuerbare Gewinne vorhanden sein werden. Zu jedem Bilanzstichtag werden die bisher unberücksichtigten sowie der Buchwert der gebildeten aktiven Steuerabgrenzungen neu eingeschätzt. Jene bisher nicht aktivierten latenten Steueransprüche werden in dem Ausmaß berücksichtigt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass der zukünftige steuerbare Gewinn die Verwendung der aktiven Steuerabgrenzungen zulässt. Im Gegensatz dazu wird der Buchwert aktiver latenter Steuern in jenem Ausmaß wertberichtigt, in dem es nicht länger wahrscheinlich ist, dass in Zukunft genügend steuerbare Gewinne zur Verwendung der aktiven latenten Steuern vorhanden sein werden.

Latente Steuern werden direkt mit dem Eigenkapital verrechnet oder diesem gutgeschrieben, wenn die Steuer sich auf Posten bezieht, die in derselben oder in einer anderen Periode mit dem Eigenkapital verrechnet oder diesem gutgeschrieben werden, inklusive Wechselkursdifferenzen, die sich aus der Umrechnung von konzerninternen Darlehen ergeben.

w) Verwendung von Schätzungen

Für die Erstellung des Konzern-Abschlusses sind vom Management Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die im Konzern-Abschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Anhang angegebenen Beträge beeinflussen können. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen.

Bei der Anwendung der Bilanzierungsmethoden der Gesellschaft hat der Vorstand Schätzungen vorgenommen. Weiters hat der Vorstand zum Bilanzstichtag wichtige zukunftsbezogene Annahmen getroffen und wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten zum Bilanzstichtag identifiziert, die mit dem Risiko einer wesentlichen Änderung der Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im nächsten Geschäftsjahr behaftet sind:

  1. Fertigungsaufträge: Die Abrechnung von Großaufträgen basiert auf Einschätzungen von Kosten und erzielbaren Erlösen. Obwohl die Einschätzungen unter Einbeziehung aller Informationen zum Bilanzstichtag getroffen werden, sind Änderungen nach dem Bilanzstichtag möglich. Diese Änderungen können zu Anpassungen von Vermögenswerten führen sowie das Ergebnis von Folgeperioden wesentlich beeinflussen.

  2. Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen: Die Bewertung der verschiedenen Pensionspläne beruht auf einer Methode, bei der Parameter wie der erwartete Abzinsungsfaktor, Gehalts- und Pensionssteigerungen sowie die erwarteten Erträge aus Planvermögen angewendet werden. Wenn sich die relevanten Parameter wesentlich anders entwickeln als erwartet, kann dies wesentliche Auswirkungen auf die Rückstellung und in der Folge auf die damit zusammenhängenden Aufwendungen der Gesellschaft haben.

  3. Rückstellungen: Die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen basieren auf der Einschätzung über Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse sowie der Einschätzung des Diskontierungszinssatzes. Soweit möglich wird überdies auf Erfahrungen der Vergangenheit zurückgegriffen.

  4. Wertminderungen: Werthaltigkeitsprüfungen von Firmenwerten, sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen basieren hauptsächlich auf geschätzten künftigen abgezinsten Netto-Zahlungsströmen, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Faktoren wie geringere Umsatzerlöse und daraus resultierende niedrigere Netto-Zahlungsströme sowie Änderungen der verwendeten Abzinsungsfaktoren können zu einer Wertminderung führen. Hinsichtlich der Buchwerte der Firmenwerte, immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wird auf die Anhangangabe "F) Erläuterungen zur Bilanz" verwiesen.

  5. Aktienoptionsprogramme für Führungskräfte: Die Aktienoptionspläne werden auf Basis der Marktwerte der Optionen am Ausgabetag bewertet. Der Marktwert der Optionen wird auf Basis von Parametern wie Volatilität, Zinssatz, Aktienkurs, Laufzeit der Optionen und erwarteter Dividenden ermittelt. Die für die Bestimmung von Marktwerten erforderliche Interpretation von Marktinformationen verlangt mitunter subjektive Beurteilungen. Entsprechend können die angeführten Werte auch von den später am Markt realisierten Werten abweichen.

  6. Latente Steuern: Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit der latenten Steuern überprüft der Vorstand, ob es wahrscheinlich ist, dass alle latenten Steuern realisiert werden. Die endgültige Realisierbarkeit von latenten Steuern ist davon abhängig, ob in jenen Perioden steuerpflichtiges Einkommen erzielt wird, in denen die temporären Differenzen abzugsfähig werden. Wenn die Gesellschaft nicht ausreichend steuerpflichtiges Einkommen erzielt, dann können aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen nicht verwertet werden und müssen wertberichtigt werden.

x) Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten werden in der Bilanz nicht berücksichtigt. Sie werden dann nicht offengelegt, wenn die Möglichkeit eines Ressourcenabflusses mit wirtschaftlichem Nutzen unwahrscheinlich ist. Eine Eventualforderung wird im Konzern-Abschluss nicht berücksichtigt, aber offengelegt, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

E) SEGMENTINFORMATIONEN

Geschäftsbereiche

Für Managementzwecke ist der Konzern auf weltweiter Basis in fünf Geschäftsbereiche untergliedert:

HYDRO

Elektromechanische Ausrüstungen – v. a. Turbinen, Wasserkraftgeneratoren und Turbogeneratoren – sowie Serviceleistungen für den Neubau von Wasserkraftwerken und für die Modernisierung bestehender Wasserkraftwerke; Pumpen für die Zellstoff- und Papierindustrie sowie für andere Anwendungen (Trinkwasserversorgung etc.).

PULP & PAPER

Anlagen und Serviceleistungen für die Erzeugung aller Arten von Faserstoffen (Zellstoff, Holzstoff, Recycling), Papier, Karton, Tissuepapier und Faserplatten (MDF); Biomasse-Verbrennungskessel für die Stromproduktion; Anlagen zur Produktion von Kunststofffolien.

SEPARATION

Anlagen, Ausrüstungen und Serviceleistungen zur Fest-Flüssig-Trennung für Kommunen und für bestimmte Industrien (z. B. Bergbau, chemische und petrochemische Industrie, Lebensmittelindustrie).

METALS

Anlagen zur Produktion und Veredelung von Metallband, v. a. aus Kohlenstoffstahl und Edelstahl.

FEED & BIOFUEL

Anlagen, Ausrüstungen und Serviceleistungen zur Produktion von Tierfutter und Biomassepellets (v. a. Holzpellets).

Anmerkung: Mit Beginn 2012 wurde eine kleinere produktmäßige Verschiebung vom Geschäftsbereich SEPARATION in den Geschäftsbereich PULP & PAPER vorgenommen. Die Vergleichszahlen für 2011 wurden entsprechend angepasst.

Diese strategischen Geschäftsbereiche bilden die Basis für die primäre Segmentberichterstattung des Konzerns. Finanzinformationen nach Geschäftsbereichen und geografischen Bereichen werden gemäß IFRS 8 ("Geschäftssegmente") in Anhangangabe "H) Segmentberichterstattung" dargestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der einzelnen Segmente entsprechen denen des Konzerns (siehe Anhangangabe "D) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze").

Im Rahmen des internen Berichtswesens, welches die Basis für die primäre Segmentberichterstattung darstellt, werden alle Umsätze und alle direkten und indirekten Kosten (einschließlich Gemeinkosten und Verwaltungskosten) den Geschäftsbereichen zugeteilt und spiegeln die Managementstruktur und die Hauptquellen der Risiken und Chancen wider. Die zentrale Ergebnissteuerungsgröße ist dabei das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA). Es existieren keine wesentlichen Aktivitäten zwischen den Geschäftsbereichen. Alle erfolgswirksamen Konsolidierungseffekte sind jeweils in dem betreffenden Geschäftsbereich enthalten.

Die Überleitung umfasst zentrale Vermögenswerte und Schulden sowie Konsolidierungseffekte und Eliminierungen.

Segmenterlöse von externen Kunden nach geografischen Regionen werden auf Basis des Standorts der Kunden ermittelt.

Es gibt keine Umsatzerlöse aus Geschäftsvorfällen mit einem einzigen externen Kunden, die sich auf mehr als 10% der Unternehmenserlöse belaufen.

F) ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Anschaffungs- oder Herstellungskosten

2012

Ände Bestand
Bestand rungen im zum
zum Wäh Konso 31. De
1. Jänner rungsum lidierungs Umbuch zember
(in TEUR) 2012 rechnung Zugänge kreis Abgänge ungen 2012
Kunden- und
technologiebezogene
immaterielle Vermögenswerte 117.372 113 0 47.158 38.695 0 125.948
Sonstige immaterielle
Vermögenswerte 57.853 -759 5.493 -1.124 874 142 60.731
Summe immaterielle
Vermögenswerte 175.225 -646 5.493 46.034 39.569 142 186.679
Grundstücke und Bauten 289.689 -476 36.834 10.512 423 17.383 353.519
Technische Anlagen und
Maschinen 357.662 -3.867 26.367 4.249 8.650 11.607 387.368
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 126.199 -2.007 18.964 3.687 9.906 3.631 140.568
In Bau befindliche Anlagen und
geleistete Anzahlungen 34.115 83 21.454 0 167 -32.763 22.722
Summe Sachanlagen 807.665 -6.267 103.619 18.448 19.146 -142 904.177
Summe immaterielle
Vermögenswerte und
Sachanlagen 982.890 -6.913 109.112 64.482 58.715 0 1.090.856

2011

(in TEUR) Bestand
zum
1. Jänner
2011
Wäh
rungsum
rechnung
Zugänge Ände
rungen im
Konso
lidierungs
kreis
Abgänge Umbuch
ungen
Bestand
zum
31. De
zember
2011
Kunden- und
technologiebezogene
immaterielle Vermögenswerte 84.340 125 0 32.907 0 0 117.372
Sonstige immaterielle
Vermögenswerte 54.376 -319 3.777 359 1.418 1.078 57.853
Summe immaterielle
Vermögenswerte 138.716 -194 3.777 33.266 1.418 1.078 175.225
Grundstücke und Bauten 278.884 -125 4.084 5.473 4.662 6.035 289.689
Technische Anlagen und
Maschinen 311.537 -1.819 19.683 4.371 5.683 29.573 357.662
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 110.641 -856 15.373 1.109 6.679 6.611 126.199
In Bau befindliche Anlagen und
geleistete Anzahlungen 44.673 -1.153 34.057 0 165 -43.297 34.115
Summe Sachanlagen 745.735 -3.953 73.197 10.953 17.189 -1.078 807.665
Summe immaterielle
Vermögenswerte und
Sachanlagen 884.451 -4.147 76.974 44.219 18.607 0 982.890

Abschreibungen

2012
(in TEUR) Bestand
zum
1. Jänner
2012
Wäh
rungs
umrech
nung
Abschrei
bungen
und Wert
minde
rungen
Ände
rungen im
Konso
lidierungs
kreis
Ab
gänge
Um
buch
ungen
Bestand
zum
31. De
zember
2012
Kunden- und technologiebezogene
immaterielle Vermögenswerte 55.966 -75 22.942 0 38.695 0 40.138
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 42.021 -562 6.052 -1.273 825 18 45.431
Summe immaterielle Vermögenswerte 97.987 -637 28.994 -1.273 39.520 18 85.569
Grundstücke und Bauten 97.685 -369 8.987 -7 293 32 106.035
Technische Anlagen und Maschinen 198.289 -1.214 29.553 49 7.662 -270 218.745
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
78.322 -892 16.150 470 9.073 220 85.197
In Bau befindliche Anlagen und geleistete
Anzahlungen
0 0 13 0 0 0 13
Summe Sachanlagen 374.296 -2.475 54.703 512 17.028 -18 409.990
Summe immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen 472.283 -3.112 83.697 -761 56.548 0 495.559

2011

(in TEUR) Bestand
zum
1. Jänner
2011
Wäh
rungs
umrech
nung
Abschrei
bungen
und Wert
minde
rungen
Ände
rungen im
Konso
lidierungs
kreis
Ab
gänge
Um
buch
ungen
Bestand
zum
31. De
zember
2011
Kunden- und technologiebezogene
immaterielle Vermögenswerte
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
38.053
38.621
74
-146
17.839
5.077
0
0
0
1.380
0
-151
55.966
42.021
Summe immaterielle Vermögenswerte 76.674 -72 22.916 0 1.380 -151 97.987
Grundstücke und Bauten 92.303 652 8.626 0 4.033 137 97.685
Technische Anlagen und Maschinen 175.244 452 26.548 0 3.994 39 198.289
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
70.165 -113 14.366 -74 5.997 -25 78.322
In Bau befindliche Anlagen und geleistete
Anzahlungen
0 0 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 337.712 991 49.540 -74 14.024 151 374.296
Summe immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen
414.386 919 72.456 -74 15.404 0 472.283

Die Veränderungen des Konsolidierungskreises stammen neben dem Erwerb von Tochtergesellschaften aus Änderungen der Einbeziehungsart von Konzern-Gesellschaften.

Buchwerte

(in TEUR) Anschaffungs
werte zum
31. Dezem
ber 2012
Kumulierte
Abschreibung
Buchwert zum
31. Dezem
ber 2012
Buchwert zum
31. Dezem
ber 2011
Kunden- und technologiebezogene
immaterielle Vermögenswerte
125.948 40.138 85.810 61.406
Sonstige immaterielle
Vermögenswerte
60.731 45.431 15.300 15.832
Summe immaterielle
Vermögenswerte
186.679 85.569 101.110 77.238
Grundstücke und Bauten 353.519 106.035 247.484 192.004
Technische Anlagen und Maschinen 387.368 218.745 168.623 159.373
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
140.568 85.197 55.371 47.877
In Bau befindliche Anlagen und
geleistete Anzahlungen
22.722 13 22.709 34.115
Summe Sachanlagen 904.177 409.990 494.187 433.369
Summe immaterielle
Vermögenswerte und
Sachanlagen 1.090.856 495.559 595.297 510.607

Wertminderungen

2012 wurde eine Wertminderung in Höhe von TEUR 481 (2011: TEUR 1.506) für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erfasst.

Sicherheiten

Sachanlagen in Höhe von TEUR 8.013 wurden zum 31. Dezember 2012 als Sicherheiten gestellt (31. Dezember 2011: TEUR 11.242).

Bestellobligo

Vertragliche Verpflichtungen für den Kauf von Sachanlagen sind nur im gewöhnlichen Geschäftsumfang vorhanden. Zum 31. Dezember 2012 betrugen diese Verpflichtungen TEUR 12.863 (2011: TEUR 7.599).

Fremdkapitalkosten

Weder im Geschäftsjahr 2012 noch 2011 wurden Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögenswerte aktiviert, weil die zu aktivierenden Beträge unwesentlich sind.

Finanzierungsleasing

Der Buchwert für Grundstücke und Bauten enthält einen Betrag von TEUR 14.554 (2011: TEUR 6.595), der Buchwert für technische Anlagen und Maschinen enthält einen Betrag von TEUR 545 (2011: TEUR 934), der Buchwert für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung enthält einen Betrag von TEUR 459 (2011: TEUR 12) für Anlagegüter, die über Finanzierungsleasing angeschafft wurden. Es handelt sich um Leasingverträge mit Laufzeiten von 36 bis 180 Monaten.

2. Firmenwerte

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der Firmenwerte für die Jahre zum 31. Dezember 2012 und 2011:

(in TEUR) 2012 2011
ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Bestand zum 1. Jänner 464.306 430.604
Währungsumrechnung -1.934 3.724
Änderungen im Konsolidierungskreis 31.374 29.978
Bestand zum 31. Dezember 493.746 464.306
KUMULIERTE WERTMINDERUNG
Bestand zum 1. Jänner 179.593 175.541
Währungsumrechnung -1.772 3.052
Wertminderung 397 1.000
Änderungen im Konsolidierungskreis -2.247 0
Bestand zum 31. Dezember 175.971 179.593
BUCHWERT
Bestand zum 1. Jänner 284.713 255.063
Bestand zum 31. Dezember 317.775 284.713
(in TEUR) 2012 2011
VA TECH HYDRO 97.775 97.846
ANDRITZ Ahlstrom 21.096 21.664
Akquisition der ANDRITZ AG 59.596 59.596
Übrige 139.308 105.607
317.775 284.713

Wertminderung

Im Geschäftsjahr 2012 wurde eine Wertminderung auf Firmenwerte in Höhe von TEUR 397 vorgenommen. Diese stammt in Höhe von TEUR 325 aus einer Akquisition im Bereich Smelt Pumping Business, da sich der Geschäftsverlauf hier nicht wie erwartet entwickelt hat. Diese Wertminderung ist dem Geschäftsbereich PULP & PAPER zuzuordnen. 2011 wurden Wertminderungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.000 für den Firmenwert erfasst.

3. Assoziierte Unternehmen

Wesentliche im Konzern-Abschluss enthaltene assoziierte Unternehmen weisen zum 31. Dezember 2012 Vermögenswerte in Höhe von TEUR 10.958 (31. Dezember 2011: TEUR 60.647), Verbindlichkeiten von TEUR 9.760 (31. Dezember 2011: TEUR 36.030) sowie einen Umsatz von TEUR 23.002 (2011: TEUR 44.652) und ein zusammengefasstes Jahresergebnis von TEUR -3.836 (2011: TEUR -2.557) aus. Die Verminderung der Vermögenswerte und Schulden ist auf die Änderungen der Einbeziehungsart einiger Unternehmen zurückzuführen.

4. Sonstige Finanzanlagen

Die sonstigen Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

(in TEUR) 2012 2011
Schuldscheindarlehen 163.000 199.500
Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen 18.516 16.876
Sonstige Beteiligungen 161.577 8.870
Wertpapiere des Anlagevermögens 7.281 2.876
Übrige 4.914 7.768
355.288 235.890

In den sonstigen Beteiligungen sind Anteile an der Schuler AG in Höhe von TEUR 149.062 enthalten. Die Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen und sonstige Beteiligungen werden, sofern für diese weder liquide Marktpreise vorliegen noch die für Bewertungsmodelle relevanten Faktoren zuverlässig bestimmbar sind, zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

5. Vorräte

(in TEUR) 2012 2011
Fertige Erzeugnisse 55.872 66.462
Unfertige Erzeugnisse 172.833 161.498
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 176.612 183.783
405.317 411.743

Die Wertberichtigungen auf Vorräte bei jenen Produkten, bei denen der Nettoveräußerungswert (Verkaufspreis abzüglich zuzurechnender Vertriebs- und Verwaltungskosten) geringer als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten ist, bzw. die veraltete und langsam drehende Güter darstellen, erhöhten sich um TEUR 3.996 (2011: TEUR 5.425).

6. Geleistete Anzahlungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen für offene Bestellungen stehen im Zusammenhang mit noch nicht abgeschlossenen Aufträgen.

7. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

(in TEUR) 2012 2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - kurzfristig 606.548 581.367
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - langfristig 21.385 14.350
627.933 595.717
davon weder überfällig noch wertgemindert 444.141 425.224
davon überfällig, aber nicht wertgemindert 177.650 165.923
davon wertgemindert 45.308 30.096
Wertberichtigung -39.166 -25.526
627.933 595.717

Vor Aufnahme eines neuen Kunden führt die Gruppe eine interne Kreditwürdigkeitsprüfung durch, um die Kreditwürdigkeit potenzieller Kunden zu beurteilen und deren Kreditlimits festzulegen. Die Kundenbeurteilung sowie die Kreditlimits werden laufend überprüft. Mehr als zwei Drittel der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind weder überfällig noch wertgemindert.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 177.650 (2011: TEUR 165.923), welche zum Berichtszeitpunkt überfällig waren, wurden keine Wertminderungen gebildet, da keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit dieser Schuldner festgestellt wurde und mit der Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.

Die Entwicklung der Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist wie folgt:

(in TEUR) 2012 2011
Bestand zum 1. Jänner -25.526 -22.354
Währungsumrechnung 761 379
Dotierung -22.434 -9.513
Verbrauch 4.055 2.809
Auflösung 3.978 3.153
Bestand zum 31. Dezember -39.166 -25.526

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Forderungen, welche überfällig, aber nicht wertgemindert sind:

(in TEUR) 2012 2011
Bis 60 Tage überfällig 103.279 101.504
61 bis 120 Tage überfällig 25.672 19.436
Mehr als 120 Tage überfällig 48.699 44.983
177.650 165.923

Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung in der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Die Ermittlung der Wertminderungen erfolgte unter Berücksichtigung der Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie der abgeschlossenen Exportversicherungen. Der Vorstand ist der Ansicht, dass keine über die bereits erfassten Wertminderungen hinausgehende Risikovorsorge notwendig ist.

8. Fertigungsaufträge

(in TEUR) 2012 2011
Als Umsatzerlöse ausgewiesene Auftragserlöse aus dem laufenden
Projektgeschäft
3.675.491 3.318.549
Bis zum Stichtag angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne
(abzüglich ausgewiesener Verluste)
8.586.996 7.166.344
Erhaltene An- und Teilzahlungen 9.357.138 7.944.146
Einbehalte seitens Kunden 17.165 7.934

Die Nettobeträge der Fertigungsaufträge setzen sich wie folgt zusammen:

(in TEUR) 2012 2011
Bis zum Stichtag angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne
(abzüglich ausgewiesener Verluste) 8.586.996 7.166.344
Abzüglich: Erhaltene An- und Teilzahlungen -9.357.138 -7.944.146
-770.142 -777.802
Im Abschluss als Forderungen bzw. Verbindlichkeiten erfasst:
Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für Projekte, soweit sie dafür
erhaltene An- und Teilzahlungen übersteigen 320.718 290.490
Erhaltene An- und Teilzahlungen für Projekte, soweit sie die dafür realisierten
Umsatzerlöse übersteigen -1.090.860 -1.068.292
-770.142 -777.802

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende überfällige An-und Teilzahlungen für Projekte:

(in TEUR) 2012 2011
61 bis 120 Tage überfällig 44.709 6.693
Mehr als 120 Tage überfällig 46.346 26.357
91.055 33.050

9. Sonstige Forderungen

(in TEUR) 2012 2011
Forderungen aus Umsatzsteuer und sonstigen Steuern und Abgaben 134.751 121.998
Marktwerte der Zinsswaps 28.537 22.312
Erhaltene Wechsel 28.451 28.050
Forderungen aus vorausbezahlten Steuern vom Einkommen und Ertrag 23.523 23.867
Rechnungsabgrenzungsposten 16.019 17.464
Beizulegende Zeitwerte von Devisentermingeschäften 15.257 16.373
Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen 12.069 5.719
Schuldscheindarlehen 66.500 0
Beizulegende Zeitwerte von Warentermingeschäften 48 0
Übrige 91.818 124.713
416.973 360.496
davon sonstige kurzfristige Forderungen 342.122 319.366
davon sonstige langfristige Forderungen 74.851 41.130
416.973 360.496

Der Buchwert der sonstigen Forderungen entspricht aufgrund der vornehmlich kurzfristigen Forderungen im Wesentlichen ihrem beizulegenden Zeitwert.

10. Gewinnrücklagen

Dividenden

Für 2012 wird vom Vorstand eine Dividende von 1,20 EUR je im Umlauf befindlicher Aktie vorgeschlagen. Die Ausschüttung für 2011 in Höhe von TEUR 113.551, was einer Dividende von 1,10 EUR je Aktie entspricht, wurde vom Vorstand vorgeschlagen und in der 105. ordentlichen Hauptversammlung am 22. März 2012 beschlossen. Die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 28. März 2012.

Am 21. Februar 2013 wurde der Konzern-Abschluss zum 31. Dezember 2012 nach IFRS vom Vorstand freigegeben.

Am 23. Februar 2012 wurde der Konzern-Abschluss zum 31. Dezember 2011 nach IFRS vom Vorstand zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Konzern-Abschluss wurde dem Aufsichtsrat und danach der Hauptversammlung vorgelegt.

Aktienoptionsprogramme für Führungskräfte

Aufgrund des Umstands, dass die Aktienoptionspläne keine Abgeltung in Form eines Barausgleichs vorsehen, werden diese entsprechend den internationalen Rechnungslegungsvorschriften durch direkte Erfassung des resultierenden Aufwands im Eigenkapital erfasst.

2010 wurden 2.066.000 Optionen gewährt. Der beizulegende Zeitwert der Optionen zum Zeitpunkt der Gewährung beträgt insgesamt TEUR 8.362, davon wurden 2012 anteilig TEUR 2.539 als Aufwand erfasst.

Des Weiteren wurden 2012 2.146.000 Optionen gewährt. Der beizulegende Zeitwert der Optionen zum Zeitpunkt der Gewährung beträgt insgesamt TEUR 13.553, davon wurden 2012 anteilig TEUR 2.636 als Aufwand erfasst.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte auf Basis des "Black-Scholes Option Pricing"-Modells.

Zusammenfassend entwickelten sich die Aktienoptionsprogramme in den Geschäftsjahren 2012 und 2011 wie folgt:

2012 2011
Anzahl der
Optionsrechte
Durchschnittlicher
Ausübungspreis
je Stück (in EUR)
Anzahl der
Optionsrechte
Durchschnittlicher
Ausübungspreis
je Stück (in EUR)
Bestand zum 1. Jänner 2.099.600 23,00 4.158.000 20,44
Gewährte Optionen 2.146.000 37,15 0 0,00
Ausgeübte Optionen -69.600 17,72 -2.022.400 17,72
Verfallene und verwirkte Optionen -131.000 22,68 -36.000 23,18
Bestand zum 31. Dezember 4.045.000 30,59 2.099.600 23,00
Ausübbar am Jahresende 0 0,00 81.600 17,72

Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement

ANDRITZ ist einem starken Finanzprofil verpflichtet, das durch eine konservative Kapitalstruktur geprägt ist und eine hervorragende finanzielle Flexibilität ermöglicht. Das Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum 31. Dezember 2012 und 2011:

(in TEUR) 2012 2011
Summe Eigenkapital 1.033.795 938.873
Eigenkapitalquote 20,0% 20,6%
Bilanzsumme 5.160.965 4.566.602

ANDRITZ unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Gesellschaft hat Verpflichtungen zur Veräußerung oder sonstigen Ausgabe von Aktien im Zusammenhang mit bestehenden aktienbasierten Vergütungsplänen. In den vergangenen Jahren wurden die Verpflichtungen aus der aktienbasierten Vergütung überwiegend durch den Rückkauf von eigenen Aktien erfüllt.

Ziel des Kapitalmanagements ist einerseits, den Fortbestand ("going concern") der Konzern-Gesellschaften sicherzustellen und andererseits, die Rendite der Aktionäre durch Optimierung des Eigen- und Fremdkapitaleinsatzes zu maximieren. Zur Absicherung der finanziellen Stabilität wurden in der Vergangenheit Anleihen platziert, welche auch die Basis für weiteres Wachstum der ANDRITZ-GRUPPE darstellen. Die Kapitalstruktur besteht aus Finanzschulden, Zahlungsmitteln und Eigenkapital, das den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbar ist und Grundkapital, Kapitalrücklagen sowie Gewinnrücklagen umfasst.

Die Kapitalstruktur wird laufend überwacht. Dabei werden die Kapitalkosten und die Risiken, welche mit jeder Art von Kapital verbunden sind, berücksichtigt. Die Gruppe wird auch weiterhin die Kapitalstruktur optimieren, indem sie Dividendenausschüttungen, Neuemissionen und Aktienrückkäufe sowie die Aufnahme und Tilgung von Schulden vornehmen wird.

Die Gesamtstrategie der Gruppe wurde gegenüber 2011 nicht verändert.

11. Rückstellungen

2012

(in TEUR) Bestand
zum
1. Jänner
2012
Wäh
rungs
umrech
nung
Ände
rungen im
Konsolidie
rungskreis
Um
gliede
rungen
Ver
brauch
Auf
lösung
Zu
führung
Auf
zinsung
Bestand
zum
31. De
zember
2012
Rückstellungen für
Abfertigungen
77.855 -26 29 0 4.337 16 7.998 3.760 85.263
Rückstellungen für
Pensionen
85.307 108 3.985 0 2.935 4.281 14.542 3.528 100.254
Auftragsbezogene
langfristige
Rückstellungen
121.671 -1.008 6.422 -11.462 16.370 25.072 34.180 0 108.361
Sonstige langfristige
Rückstellungen
16.663 -4 258 0 335 20 1.221 565 18.348
Langfristige
Rückstellungen
301.496 -930 10.694 -11.462 23.977 29.389 57.941 7.853 312.226
Auftragsbezogene
kurzfristige
Rückstellungen
344.508 -2.299 2.957 11.462 38.740 63.214 139.397 0 394.071
Sonstige kurzfristige
Rückstellungen
21.301 -315 0 0 3.888 2.361 4.413 0 19.150
Kurzfristige
Rückstellungen
365.809 -2.614 2.957 11.462 42.628 65.575 143.810 0 413.221

2011

Bestand Wäh Ände
rungen im
Bestand
zum
zum rungs Konso Um 31. De
(in TEUR) 1. Jänner
2011
umrech
nung
lidierungs
kreis
gliede
rungen
Ver
brauch
Auf
lösung
Zu
führung
Auf
zinsung
zember
2011
Rückstellungen für
Abfertigungen
73.936 -81 1.484 0 6.690 5 5.980 3.231 77.855
Rückstellungen für
Pensionen 71.847 429 0 0 3.799 1.899 16.705 2.024 85.307
Auftragsbezogene
langfristige
Rückstellungen 56.940 -323 42.018 -4.073 7.299 6.914 41.322 0 121.671
Sonstige langfristige
Rückstellungen
16.245 -13 99 15 492 34 348 495 16.663
Langfristige
Rückstellungen 218.968 12 43.601 -4.058 18.280 8.852 64.355 5.750 301.496
Auftragsbezogene
kurzfristige
Rückstellungen 337.613 -508 1.291 3.295 50.685 50.837 104.339 0 344.508
Sonstige kurzfristige
Rückstellungen
26.171 -416 937 763 9.402 3.045 6.293 0 21.301
Kurzfristige
Rückstellungen
363.784 -924 2.228 4.058 60.087 53.882 110.632 0 365.809

Die auftragsbezogenen Rückstellungen beinhalten hauptsächlich Gewährleistungen, zu erwartende Auftragsrisiken und Drohverluste.

ANDRITZ erwartet für die auftragsbezogenen langfristigen Rückstellungen, dass sie in der Regel innerhalb der nächsten ein bis drei Jahre zahlungswirksam werden. Für die auftragsbezogenen kurzfristigen Rückstellungen erwartet das Unternehmen, dass sie im nächsten Geschäftsjahr zahlungswirksam werden.

12. Leistungen an Arbeitnehmer

Pensionspläne

Einige Konzern-Unternehmen haben für bestimmte Arbeitnehmer leistungsorientierte Pensionszusagen. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden für Zahlungen wegen Ruhestands, Invalidität und für hinterbliebene Familienangehörige gebildet. Die angebotenen Leistungen differieren in Abhängigkeit von der rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Situation jedes Landes. Die Leistungen hängen von den Dienstjahren und in manchen Fällen von den jeweiligen Arbeitnehmerentgelten ab.

Die folgende Aufstellung zeigt die Entwicklung der Brutto-Pensionsverpflichtung von 1. Jänner bis 31. Dezember 2012 und 2011:

(in TEUR) 2012 2011
Barwert der leistungsorientierten Zusagen zum 1. Jänner 217.494 198.284
Währungsumrechnung 740 3.124
Laufende Dienstzeitaufwendungen 5.157 5.715
Zinsaufwand aus Verpflichtungen 8.226 7.576
Versicherungsmathematische Verluste 17.222 13.379
Gezahlte Leistungen -8.771 -6.578
Beiträge der Planteilnehmer 2.579 2.458
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 279
Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen -4.281 -6.743
Änderungen im Konsolidierungskreis 20.359 0
Barwert der leistungsorientierten Zusagen zum 31. Dezember 258.725 217.494
Zeitwert des Planvermögens -158.471 -132.187
Rückstellung zum 31. Dezember 100.254 85.307

Von den gesamten Brutto-Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 258.725 (2011: TEUR 217.494) sind TEUR 192.176 (2011: TEUR 171.199) ganz oder teilweise durch Veranlagungen in Fonds abgedeckt.

Die folgende Aufstellung leitet den Zeitwert des Planvermögens über:

(in TEUR) 2012 2011
Zeitwert des Planvermögens zum 1. Jänner 132.187 126.437
Währungsumrechnung 632 2.695
Erwarteter Veranlagungsertrag des Planvermögens 4.698 5.552
Versicherungsmathematische Verluste/Gewinne 794 -5.200
Beiträge des Arbeitgebers 7.043 7.868
Beiträge der Planteilnehmer 2.579 2.458
Gezahlte Leistungen -5.836 -2.779
Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen 0 -4.844
Änderungen im Konsolidierungskreis 16.374 0
Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 158.471 132.187

Die Veranlagung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

(in TEUR) 2012 2011
Eigenkapitalinstrumente 38.261 31.382
Schuldinstrumente 74.837 60.712
Sachanlagen 22.285 19.264
Sonstige Vermögenswerte 23.088 20.829
158.471 132.187

Die Pensionsaufwendungen bestehen aus:

(in TEUR) 2012 2011
Laufende Dienstzeitaufwendungen 5.157 5.715
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 279
Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen -4.281 -1.899
876 4.095
Zahlungen an beitragsorientierte Pläne 27.426 23.856
28.302 27.951

Grundsätzliche versicherungsmathematische Annahmen zur Berechnung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2012 und 2011 der wesentlichen Konzern-Unternehmen sind wie folgt:

(in %) 2012 2011
von bis von bis
Abzinsungsfaktor 3,75 4,00 4,00 5,00
Gehaltserhöhungen 2,50 3,00 2,50 3,00
Erhöhungen bei Pensionsbezügen 2,50 3,25 2,50 3,00
Erwarteter Veranlagungsertrag des Planvermögens 2,75 4,90 3,40 5,00

Der durchschnittlich erwartete Veranlagungsertrag ist bestimmt durch die Portfoliostruktur des Planvermögens, Erfahrungswerte aus der Vergangenheit sowie zukünftig zu erwartende langfristige Renditen. Der 2012 tatsächlich realisierte Veranlagungsgewinn des Planvermögens betrug 3,86% (2011: Veranlagungsgewinn von 0,23%).

Die erfahrungsbedingten Anpassungen sind wie folgt:

(in TEUR) 2012 2011 2010 2009 2008
Barwert der leistungsorientierten Zusagen 258.725 217.494 198.284 167.131 170.449
Zeitwert des Planvermögens 158.471 132.187 126.437 105.675 102.108
Nicht durch Planvermögen gedeckte Verpflichtung 100.254 85.307 71.847 61.456 68.341
Erfahrungsbedingte Anpassungen der leistungsorientierten
Zusagen 9.205 -15.322 -9.085 -7.489 -15.112
Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens 1.752 -5.680 2.223 2.081 -1.895

Für 2013 sind leistungsorientierte Zahlungen an Pensionskassen im Ausmaß von TEUR 6.628 geplant.

Abfertigungsverpflichtungen

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der leistungsorientierten Zusagen von 1. Jänner bis 31. Dezember 2012 und 2011:

(in TEUR) 2012 2011
Barwert der leistungsorientierten Zusagen zum 1. Jänner 78.571 74.596
Währungsumrechnung -73 -81
Laufende Dienstzeitaufwendungen 2.803 2.806
Zinsaufwand aus Verpflichtungen 3.851 3.231
Versicherungsmathematische Verluste 5.350 3.174
Gezahlte Leistungen -4.415 -6.634
Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen -16 -5
Änderungen im Konsolidierungskreis 29 1.484
Barwert der leistungsorientierten Zusagen zum 31. Dezember 86.100 78.571
Zeitwert des Planvermögens -837 -716
Rückstellung zum 31. Dezember 85.263 77.855

Die Aufwendungen für Abfertigungen bestehen aus:

(in TEUR) 2012 2011
Laufende Dienstzeitaufwendungen 2.803 2.806
Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen -16 -5
2.787 2.801
Zahlungen an beitragsorientierte Pläne 1.992 1.792
4.779 4.593

Die erfahrungsbedingten Anpassungen sind wie folgt:

(in TEUR) 2012 2011 2010 2009 2008
Barwert der leistungsorientierten Zusagen 86.100 78.571 74.596 74.212 81.741
Zeitwert des Planvermögens 837 716 660 374 235
Nicht durch Planvermögen gedeckte Verpflichtung 85.263 77.855 73.936 73.838 81.506
Erfahrungsbedingte Anpassungen der leistungsorientierten
Zusagen -5.591 -233 -65 6.411 529
Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens -33 2 -16 -9 18

Die grundsätzlichen Annahmen zur versicherungsmathematischen Berechnung sind die gleichen wie bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen.

13. Restlaufzeiten der Finanzverbindlichkeiten 2012

(in TEUR) Restlaufzeit
kleiner
1 Monat
Restlaufzeit
zwischen
1 und
3 Monaten
Restlaufzeit
zwischen
4 und
12 Monaten
Restlaufzeit
zwischen
1 und
5 Jahren
Restlaufzeit
über 5 Jahre
Gesamt
Anleihen 0 0 186.654 162.493 362.606 711.753
Bank- und sonstige
Finanzverbindlichkeiten 15.063 4.798 31.936 6.990 2.677 61.464
Verpflichtungen aus
Finanzierungsleasing 138 233 993 2.858 13.203 17.425
15.201 5.031 219.583 172.341 378.486 790.642

2011

(in TEUR) Restlaufzeit
kleiner
1 Monat
Restlaufzeit
zwischen
1 und
3 Monaten
Restlaufzeit
zwischen
4 und
12 Monaten
Restlaufzeit
zwischen
1 und
5 Jahren
Restlaufzeit
über 5 Jahre
Gesamt
Anleihen 0 0 0 357.706 0 357.706
Bank- und sonstige
Finanzverbindlichkeiten
13.643 14.942 30.128 6.957 4.465 70.135
Verpflichtungen aus
Finanzierungsleasing 62 133 562 1.402 6.294 8.453
13.705 15.075 30.690 366.065 10.759 436.294

Die verzinslichen Bankverbindlichkeiten bestehen hauptsächlich aus Kontokorrentkrediten von Kreditinstituten zu variablen und fixen Zinssätzen.

Im ANDRITZ-Konzern gibt es keine wesentlichen Zahlungsverzüge bei eigenen Zahlungsverpflichtungen, sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten werden im Regelfall fristgemäß getilgt.

Der Buchwert der Verbindlichkeiten entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert.

14. Sonstige Verbindlichkeiten

(in TEUR) 2012 2011
Ausstehende Rechnungen für auftragsbezogene Kosten 516.286 435.164
Boni, Urlaubsrückstellungen und sonstige Personalverbindlichkeiten 163.767 150.244
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer und sonstigen Steuern und Abgaben 49.952 53.400
Verbindlichkeiten aus Provisionen 20.397 8.811
Beizulegende Zeitwerte von Devisentermingeschäften 20.083 43.227
Rechnungsabgrenzungsposten 12.949 9.185
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 1.758 3.766
Beizulegende Zeitwerte von Warentermingeschäften 129 468
Übrige 106.120 96.406
891.441 800.671
davon sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 878.259 786.536
davon sonstige langfristige Verbindlichkeiten 13.182 14.135
891.441 800.671

In den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 840 enthalten (2011: TEUR 1.572).

Der Buchwert der sonstigen Verbindlichkeiten entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert.

G) ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG 15. Umsatzerlöse

(in TEUR) 2012 2011
Als Umsatzerlöse ausgewiesene Auftragserlöse aus dem laufenden Projektgeschäft 3.675.491 3.318.549
Sonstige 1.501.389 1.277.444
5.176.880 4.595.993

16. Sonstige betriebliche Erträge

(in TEUR) 2012 2011
Fremdwährungskursgewinne 25.082 28.006
Öffentliche Zuwendungen 12.040 10.065
Erträge aus Versicherungsleistungen 5.694 3.585
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen 3.978 3.153
Mieterträge 2.508 2.551
Gewinne aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 617 2.076
Übrige 29.687 35.327
79.606 84.763

17. Personalaufwand

(in TEUR) 2012 2011
Löhne und Gehälter 895.005 797.277
Aufwendungen für Sozialabgaben und vom Entgelt abhängige Abgaben 145.834 130.116
Sonstige Sozialaufwendungen 39.931 35.465
Aufwendungen für Altersversorgung 28.302 27.951
Aufwendungen für Abfertigungen 4.779 4.593
1.113.851 995.402

18. Sonstige betriebliche Aufwendungen

(in TEUR) 2012 2011
Vertriebsaufwendungen 313.865 236.250
Miet- und Leasingaufwendungen 53.752 44.244
Verwaltungsaufwendungen 53.565 43.526
Versicherungsaufwendungen 26.957 24.117
Fremdwährungskursverluste 23.702 36.124
Veränderung der Wertberichtigung zu Forderungen 22.434 9.513
Aufwendungen für Patente, Rechte und Lizenzen 8.229 6.172
Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 484 1.006
Übrige 174.177 148.431
677.165 549.383

19. Finanzergebnis

(in TEUR) 2012 2011
Erträge/Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen -1.392 -1.747
Zinsen und ähnliche Erträge 33.483 34.208
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -29.667 -23.251
Zinsergebnis 3.816 10.957
Sonstiges Finanzergebnis -5.252 -161
-2.828 9.049

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind TEUR 7.853 (2011: TEUR 5.750) für den Zinsaufwand aus Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder sowie erwartete Erträge aus Planvermögen enthalten.

20. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Aufwand für Steuern vom Einkommen und Ertrag setzt sich aus folgenden Positionen zusammen:

(in TEUR) 2012 2011
Laufender Steueraufwand -103.666 -100.422
Latenter Steuerertrag aus dem Entstehen und der Auflösung von temporären Differenzen 14.224 10.145
-89.442 -90.277

Die Veränderungen der latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

(in TEUR) 2012 2011
Aktive latente Steuern 107.180 91.704
Verbindlichkeiten aus latenten Steuern -85.155 -79.796
Bestand zum 1. Jänner 22.025 11.908
Latente Steuern aus dem Entstehen und der Auflösung von temporären Differenzen
Erfolgswirksam 14.224 10.145
Erfolgsneutral -8.582 -28
27.667 22.025
davon
Aktive latente Steuern 121.579 107.180
Verbindlichkeiten aus latenten Steuern -93.912 -85.155

Die Überleitung des effektiven Steuersatzes zum anzuwendenden Steuersatz lässt sich wie folgt darstellen:

(in TEUR) 2012 2011
Ergebnis vor Steuern (EBT) 331.646 321.745
Steueraufwand zum entsprechenden Steuersatz (25% in 2012 und 25% in 2011) -82.912 -80.436
Nicht abzugsfähige Firmenwertabschreibungen -103 -269
Steuerliche Auswirkungen von
Steuersatzänderungen und Steuersatzdifferenzen -3.123 -4.113
Sonstigen Veränderungen -3.304 -5.459
Effektiver Steueraufwand -89.442 -90.277
in % von EBT -27,0% -28,1%

Aktive latente Steuern und Verbindlichkeiten aus latenten Steuern zum 31. Dezember 2012 und 2011 sind das Ergebnis folgender temporärer Bewertungsunterschiede zwischen den Buchwerten in den IFRS-Jahresabschlüssen und den relevanten Steuerbemessungsgrundlagen:

2012 2011
Latente Steuern Latente Steuern
(in TEUR) Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Immaterielle Vermögenswerte 1.524 -22.885 1.333 -15.443
Sachanlagen 5.488 -17.566 4.728 -14.811
Finanzanlagevermögen 5.057 -9.523 934 -10.305
Vorräte 292.333 -11.426 235.646 -3.263
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 18.250 -67.450 18.288 -81.351
322.652 -128.850 260.929 -125.173
Rückstellungen 110.924 -28.209 101.255 -23.845
Verbindlichkeiten 62.750 -306.950 56.268 -241.607
173.674 -335.159 157.523 -265.452
Steuerliche Verlustvorträge 59.854 0 56.637 0
Aktive latente Steuern/Verbindlichkeiten aus latenten
Steuern 556.180 -464.009 475.089 -390.625
Wertberichtigung von aktiven latenten Steuern -64.504 0 -62.439 0
Aufrechnung von aktiven und passiven
Steuerabgrenzungen, Steuerabgrenzungen gegenüber
derselben Steuerbehörde
Saldierte aktive und passive Steuerabgrenzung
-370.097
121.579
370.097
-93.912
-305.470
107.180
305.470
-85.155

Hohe Werte an aktiven latente Steuern in Vorräten und passiven latenten Steuern in Verbindlichkeiten ergeben sich aufgrund von unterschiedlichen Ausweises zwischen lokalen Steuerbilanzen und IFRS bzw. Saldierung von Vorräten und Verbindlichkeiten in lokalen Steuerbilanzen.

Für die folgenden Sachverhalte wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt (Brutto-Beträge):

(in TEUR) 2012 2011
Abzugsfähige temporäre Differenzen 32.339 18.592
Steuerliche Verlustvorträge 182.902 187.325

Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern trifft der Vorstand eine Einschätzung hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit, dass diese Posten in Zukunft tatsächlich realisierbar sind. Die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern setzt ausreichend steuerpflichtiges Einkommen in jenen Perioden voraus, in denen die temporären Unterschiede abzugsfähig werden. Der Vorstand zieht die geplante Auflösung von passiven latenten Steuern und das geschätzte künftige steuerpflichtige Einkommen für diese Beurteilung heran.

Unter Heranziehung des steuerpflichtigen Einkommens früherer Jahre sowie der Prognosen über das steuerpflichtige Einkommen zukünftiger Jahre, in denen die aktiven latenten Steuern abzugsfähig sind, ist der Vorstand der Auffassung, dass die Realisierung dieser Steuervorteile und der steuerlichen Verlustvorträge wahrscheinlich ist. Es wurden im Berichtsjahr keine wesentlichen aktiven latenten Steuern aktiviert, die auf eine Jurisdiktion entfallen, in der im laufenden Jahr oder im Vorjahr ein Verlust erzielt wurde.

21. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (wie im Anschluss an die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung angegeben) wurde errechnet, indem das den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbare Konzern-Ergebnis durch den gewogenen Durchschnitt der Stammaktien, die während der Periode ausgegeben waren, dividiert wurde. Das verwässerte Ergebnis je Aktie wurde errechnet, indem das den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbare Konzern-Ergebnis durch den gewogenen Durchschnitt der Stammaktien unter Berücksichtigung von Aktienoptionen dividiert wurde.

H) SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentinformationen werden nach folgenden Kriterien dargestellt:

Geschäftsbereiche

Die ANDRITZ-GRUPPE betreibt ihre Geschäftsaktivitäten in den folgenden Bereichen: a) HYDRO (HY) b) PULP & PAPER (PP) c) SEPARATION (SE) d) METALS (ME) e) FEED & BIOFUEL (FB)

Geografische Segmentierung

Die Konzern-Aktivitäten werden hauptsächlich in Europa, Nordamerika, Südamerika und Asien betrieben. Die Außenumsätze werden nach Sitz der Kunden dargestellt.

2012

Geschäftsbereichsinformationen

Über
(in TEUR) HY PP SE ME FB leitung Gesamt
Umsatz 1.836.756 2.282.244 468.015 404.672 185.193 0 5.176.880
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern
und Abschreibungen (EBITDA)
182.446 156.182 39.293 27.964 12.683 0 418.568
Summe Aktiva 1.356.289 894.937 386.543 225.800 122.512 2.174.884 5.160.965
Summe Passiva exkl. Summe
Eigenkapital
1.410.752 1.024.393 196.518 207.578 60.844 1.227.085 4.127.170
Investitionen 56.726 36.391 3.687 2.567 9.741 0 109.112
Abschreibungen und
Wertminderungen von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen
37.591 30.185 7.723 5.716 2.482 0 83.697
Anteile am Jahresüberschuss/
-fehlbetrag von assoziierten
Unternehmen
-872 -520 0 0 0 0 -1.392
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 555 0 0 0 0 555

Informationen nach geografischen Segmenten

Rest der
Welt und
Konsoli
(in TEUR) Europa Nordamerika Südamerika Asien dierung Gesamt
Außenumsätze 1.916.910 732.559 1.201.566 1.148.752 177.093 5.176.880
Langfristige
Vermögenswerte 547.216 106.661 75.216 73.457 206.758 1.009.308
Investitionen 85.490 5.826 3.814 13.337 645 109.112

In den Außenumsätzen für Europa ist ein Betrag von TEUR 169.350 für Umsätze enthalten, die in Österreich ausgeführt werden. Langfristige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 295.628 befinden sich in Österreich.

Langfristige Vermögenswerte bestehen aus Sachanlagen, Firmenwert, immateriellen Vermögenswerten, langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen langfristigen Forderungen und Vermögenswerten.

2011 Geschäftsbereichsinformationen

Über
(in TEUR) HY PP* SE* ME FB leitung Gesamt
Umsatz 1.772.863 1.884.880 419.874 372.736 145.640 0 4.595.993
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern
und Abschreibungen (EBITDA)
174.265 138.087 42.668 21.554 9.578 0 386.152
Summe Aktiva 1.491.171 809.168 345.953 182.232 92.746 1.645.332 4.566.602
Summe Passiva exkl. Summe
Eigenkapital
1.476.399 987.487 182.436 192.118 51.026 738.263 3.627.729
Investitionen 44.320 22.399 4.080 1.790 4.385 0 76.974
Abschreibungen und
Wertminderungen von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen
35.556 24.622 7.477 2.557 2.244 0 72.456
Anteile am Jahresüberschuss/
-fehlbetrag von assoziierten
Unternehmen
-1.162 -1.702 0 801 316 0 -1.747
Anteile an assoziierten Unternehmen 10.681 954 0 1.793 0 0 13.428

* Mit Beginn 2012 wurde eine kleinere produktmäßige Verschiebung vom Geschäftsbereich SEPARATION in den Geschäftsbereich PULP & PAPER vorgenommen. Die Vergleichszahlen wurden entsprechend angepasst.

Informationen nach geografischen Segmenten

Rest der
Welt und
Konsoli
(in TEUR) Europa Nordamerika Südamerika Asien dierung Gesamt
Außenumsätze 1.731.984 598.635 951.342 1.153.104 160.928 4.595.993
Langfristige
Vermögenswerte 483.167 73.283 59.394 65.855 169.101 850.800
Investitionen 57.351 5.536 5.030 8.593 464 76.974

In den Außenumsätzen für Europa ist ein Betrag von TEUR 124.220 für Umsätze enthalten, die in Österreich ausgeführt werden. Langfristige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 258.088 befinden sich in Österreich.

Langfristige Vermögenswerte bestehen aus Sachanlagen, Firmenwert, immateriellen Vermögenswerten, langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen langfristigen Forderungen und Vermögenswerten.

I) ERLÄUTERUNGEN ZUM CASHFLOW-STATEMENT

Cashflows aus Unternehmensakquisitionen*

Geschäftsbereich Gesamt
(in TEUR) HY PP SE ME 2012 2011
Immaterielle Vermögenswerte 9.939 6.500 13.800 16.937 47.176 33.259
Sachanlagen 3.105 606 8.727 5.230 17.668 10.957
Vorräte 0 1.829 8.882 6.940 17.651 23.812
Forderungen 320 13.438 13.839 13.137 40.734 58.978
Verbindlichkeiten -9.834 -20.895 -24.592 -28.809 -84.130 -86.603
Nicht verzinsliches Nettovermögen 3.530 1.478 20.656 13.435 39.099 40.403
Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0 0 0 0 4.035
Zahlungsmittel 4.262 4.690 5.572 3.923 18.447 8.537
Finanzanlagevermögen 0 0 2.906 1.115 4.021 1.010
Finanzverbindlichkeiten -483 0 0 -11.977 -12.460 -10.231
Firmenwerte 6.041 6.167 4.820 16.593 33.621 29.978
Nicht beherrschende Anteile -3.260 0 0 0 -3.260 0
Kaufpreis gesamt 10.090 12.335 33.954 23.089 79.468 73.732
In bar entrichteter Kaufpreis -4.025 -12.335 -33.954 -21.026 -71.340 -73.732
Erworbene Zahlungsmittel 4.262 4.690 5.572 3.923 18.447 8.537
Netto-Cashflow 237 -7.645 -28.382 -17.103 -52.893 -65.195
Verbindlichkeiten aus nicht bezahltem
Kaufpreis 0 0 0 -2.064 -2.064 0
Beizulegender Zeitwert zuvor gehaltener
Anteile
-6.065 0 0 0 -6.065 0
Nicht in bar entrichteter Kaufpreis -6.065 0 0 -2.064 -8.129 0

* Bewertet zu Transaktionskursen.

Die erstmalige Einbeziehung der in 2012 erworbenen Unternehmen erfolgt auf Basis vorläufiger Werte. Die endgültige Feststellung der im Cashflow aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften angegebenen Bilanzpositionen erfolgt gemäß den Bestimmungen für die Erstkonsolidierung des IFRS 3 (überarbeitet) "Unternehmenszusammenschlüsse".

J) RISIKOMANAGEMENT

Als global tätiges Unternehmen, das eine Vielzahl verschiedenster Märkte und Kunden bedient, ist die Gruppe gewissen allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken beziehen sich vor allem auf die von der Gruppe bedienten Industrien (z.B. Unsicherheit zukünftiger Aufträge, Schwankungen beim Auftragseingang, Kundenkonzentration etc.), die Geschäftstätigkeit der Gruppe (Währungen, Wettbewerbsposition, Gerichtsverfahren etc.) sowie Großaufträge (Zahlungsrisiken, Haftung und Leistung bei Projekten, Kostenüberschreitungen etc.).

Zur frühzeitigen Erkennung dieser Risiken hat ANDRITZ ein bewährtes, konzernweites Kontroll- und Risiko-Managementsystem implementiert, dessen Hauptaufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren und rasch Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dieses System ist ein wesentlicher Bestandteil des aktiven Risikomanagements innerhalb der Gruppe.

Trotz dieses Kontroll- und Risiko-Managementsystems kann nicht ausgeschlossen werden, dass Risiken nicht frühzeitig erkannt werden und sich daraus negative Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beziehen sich v. a. auf die Abhängigkeit der Gruppe von der allgemeinen Konjunkturentwicklung und der Entwicklung der von ihr bedienten Industrien, den Erhalt von Großaufträgen und die Erzielung der entsprechenden Umsatzerlöse aus dem hohen Auftragsstand. Darüber hinaus stellen bei der Abwicklung von Aufträgen unerwartete Kostensteigerungen und Schwierigkeiten bei der Erreichung der garantierten Leistungsparameter der von ANDRITZ gelieferten Anlagen wesentliche Risiken dar. Eine mögliche fehlerhafte Funktion der von ANDRITZ gelieferten Komponenten und Systeme kann gravierende Folgen für Menschen und materielles Vermögen haben. Die finanziellen Schwierigkeiten einzelner Euro-Länder und die unverändert schwierige gesamtwirtschaftliche Entwicklung (v. a. in Europa und den USA) bedeuten ebenso ein ernstes Risiko für die finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE. Weiters stellt eine mögliche Abschwächung der wirtschaftlichen Aktivitäten in den Emerging Markets ein Risiko für die Gruppe dar. Die Wirtschaftsschwäche könnte zu Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zur Verzögerung oder Einstellung laufender Projekte führen. Die Stornierung bestehender Aufträge könnte den Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen, was sich wiederum negativ auf die Kapazitätsauslastung der Produktionsstätten der Gruppe auswirken könnte.

Auch eine vollständige oder teilweise Abschreibung einzelner im Zuge von Akquisitionen entstandener Firmenwerte könnte die Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beeinflussen, wenn die wirtschaftlichen Ziele für diese Firmen nicht erreicht werden können. Abseits davon besteht jederzeit das Risiko, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise oder gänzlich wertberichtigt werden müssen.

Das Zahlungsausfallsrisiko von Kunden wird für einen Großteil der Aufträge durch Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie durch Abschluss von Exportversicherungen reduziert, jedoch können einzelne Zahlungsausfälle einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der Gruppe haben. Das Risiko für Lieferungen in als politisch durchschnittlich riskant oder sehr riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls in großem Ausmaß versichert. Wechselkursrisiken im Zusammenhang mit der Abwicklung des Auftragsstands werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten – v. a. Devisentermingeschäfte und Swaps – minimiert und gesteuert.

Der Konzern schließt Devisentermingeschäfte ab, um das Fremdwährungskursrisiko auszuschließen, das aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert. Das Transaktionsrisiko wird für jede einzelne Fremdwährung berechnet und berücksichtigt Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie bestimmte außerbilanzielle Positionen, wie zum Beispiel sehr wahrscheinliche künftige Cashflows aus festen Verpflichtungen und aus sehr wahrscheinlichen Ein- und Verkäufen. Die Fremdwährungskursrisiken des Konzerns resultieren aus dem Umstand, dass der Konzern in verschiedenen Ländern weltweit operiert, Produktionsstätten besitzt und Umsätze tätigt. Der Konzern hat seine Devisentermingeschäfte mit dem beizulegenden Zeitwert ("fair value") bewertet.

Cashflow-Risiken werden durch das Cashmanagement-System der Gruppe, das alle Cash-Zu- und -Abflüsse der großen ANDRITZ-Tochtergesellschaften kontrolliert, minimiert. Das Cashmanagement-System überwacht auch das zentrale Pooling dieser Aktivitäten, um die Zinseinkünfte zu optimieren. Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken insbesondere durch das Halten von angemessenen Rücklagen, durch die Ausgabe von Anleihen, durch umfangreiche Anzahlungen von Kunden sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

a) Liquiditätsrisiken

Zur bestmöglichen Reduktion der finanziellen Risiken und zur besseren Überwachung, Kontrolle und Bewertung der Finanz- und Liquiditätsposition hat die ANDRITZ-GRUPPE eine umfassende Treasury-Policy und ein transparentes Informationssystem implementiert.

Die ANDRITZ-GRUPPE ist hinsichtlich Liquidität sehr gut positioniert und verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven sowie einen gesicherten Zugang zu Liquidität. Die Gruppe vermeidet es, von einer einzigen Bank oder von nur wenigen Banken abhängig zu sein. Zur Sicherstellung der Unabhängigkeit wird bei allen wichtigen Finanzprodukten (Zahlungsmittel, Finanzverbindlichkeiten, Finanzanlagevermögen, Garantien und Derivate) jeweils nur ein bestimmtes Volumen mit einer Bank abgewickelt. Durch diese Diversifikation versucht ANDRITZ, das Kontrahentenrisiko bestmöglich zu minimieren. Dennoch würde die Insolvenz einzelner oder mehrerer Banken einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung und das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE haben. Darüber hinaus kann eine Verschlechterung der Einschätzung der Bonität von ANDRITZ durch mehrere Banken den finanziellen Spielraum von ANDRITZ, insbesondere im Hinblick auf zu erstellende Avale, einschränken.

ANDRITZ verfolgt eine risikoaverse Veranlagungsstrategie. Geld wird weitgehend in risikoarme Finanzanlagen investiert, wie z. B. in Staatsanleihen, staatsgarantierte Anleihen, Wertpapierfonds zur Deckung der Pensionsverpflichtungen, einlagengesicherte Schuldscheindarlehen oder Termingelder. Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten können jedoch zu einer ungünstigen Preisentwicklung bei verschiedenen Wertpapieren, in welche die Gruppe investiert hat (z. B. Wertpapierfonds oder Anleihen), oder zu deren Unhandelbarkeit führen. Dies könnte sich aufgrund notwendig werdender Abwertungen oder Wertberichtigungen negativ auf das Finanzergebnis oder das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE auswirken. Durch die Krise erhöht sich zudem das Ausfallsrisiko einzelner Emittenten der Wertpapiere bzw. der Kunden. Der Vorstand wird in regelmäßigen Abständen über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposure in der ANDRITZ-GRUPPE informiert.

Aufgrund der aktuellen Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union ist das Risiko eines kompletten oder teilweisen Zerfalls der Euro-Zone und eines damit verbundenen möglichen Zusammenbruchs des Euro-Währungssystems gegeben. Dies würde sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit negativ auf die Finanz-, Liquiditäts- und Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE auswirken.

b) Kreditrisiken

Kreditrisiken und das Risiko des Zahlungsverzugs oder -ausfalls der Vertragspartner werden durch die Anwendung von Kreditprüfungen, Kreditlimits und Prüfungsroutinen kontrolliert. Sofern geeignet, erhält der Konzern staatliche Exportgarantien oder Garantien von ähnlichen privaten Institutionen, um das Risiko des Zahlungsausfalls zu reduzieren.

Das Ausfallsrisiko aus Zahlungsmitteln und Wertpapieren ist gering, da durch eine konservative Anlagestrategie eine möglichst breite Streuung bei gleichzeitig festgelegten Mindestkriterien für die Bonität der Vertragspartner in der Veranlagung festgelegt wird.

Für gewisse Positionen im Finanzvermögen und in den Finanzverbindlichkeiten hat die Gruppe ein einklagbares Recht auf gegenseitige Aufrechnung. Im Konzern-Abschluss sind diese Positionen nur mit dem Nettobetrag ausgewiesen. Für alle bekannten Risiken wurden Wertberichtigungen durchgeführt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zukünftig zum Eintritt von über die gebildeten Wertberichtigungen hinausgehenden Zahlungsausfällen kommt. Ohne Berücksichtigung der oben beschriebenen Risikominderungsstrategien entspricht das maximale Ausfallsrisiko des Konzerns den erfassten finanziellen Vermögenswerten in den entsprechenden Kategorien und lautet wie folgt:

(in TEUR) 2012 2011
Zu Handelszwecken gehalten 28.285 38.846
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 332.767 448.035
Kredite und Forderungen 1.460.697 1.375.350
Derivate (Hedge Accounting) 28.537 22.312
Zahlungsmittel 1.492.848 1.169.888
3.343.134 3.054.431

In der Kategorie "Available for sale" wurden Wertminderungen in Höhe von TEUR 2.678 erfasst (2011: TEUR 4.038). In der Kategorie "Loans and receivables" wurden Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von insgesamt TEUR 39.166 (Stand 2011: TEUR 25.526) vorgenommen.

Der Konzern ist keinen wesentlichen Ausfallsrisiken einer Vertragspartei oder einer Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Der Konzern definiert Vertragsparteien als solche mit ähnlichen Merkmalen, wenn es sich hierbei um nahe stehende Unternehmen handelt. Gemessen am Auftragseingang tragen im Jahr 2012 die drei größten Kunden weniger als 10% des Gesamtauftragseingangs der Gruppe bei. Es besteht insgesamt keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos.

c) Zinsrisiko

Die Gesellschaft hat im Juni 2006 eine Anleihe über einen Nominalwert von MEUR 200 begeben, mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einer Nominalverzinsung von 4,5% p.a. Für diese Anleihe wurden Zinsswaps zur Absicherung des Risikos abgeschlossen, welches sich aus der fixen Verzinsung der Anleihe ergibt. Mit diesen Zinsswaps wurde für die gesamte Laufzeit der Anleihe die fixe Verzinsung der Anleihe in eine variable Verzinsung auf Basis 1-Monats-Euribor getauscht. Dadurch wird die Gesellschaft zwar einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt, der Zeitwert der Anleihe wird jedoch gesichert und Hedge Accounting im Sinne von IAS 39 angewandt. Im Geschäftsjahr wurden im Nominalwert 2.500 TEUR (2011: TEUR 14.000) von dieser Anleihe erworben, der anteilige Zinsswap wurde nicht verkauft.

Die Gesellschaft hat im Februar 2008 eine weitere Anleihe über einen Nominalwert von MEUR 150 begeben, mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einer Nominalverzinsung von 5,25% p.a. Für diese Anleihe wurden Zinsswaps zur Absicherung des Risikos abgeschlossen, welches sich aus der fixen Verzinsung der Anleihe ergibt. Mit diesen Zinsswaps wurde für die gesamte Laufzeit der Anleihe die fixe Verzinsung der Anleihe in eine variable Verzinsung auf Basis 3-Monats-Euribor getauscht. Dadurch wird die Gesellschaft zwar einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt, der Zeitwert der Anleihe wird jedoch gesichert und Hedge Accounting im Sinne von IAS 39 angewandt.

Die Gesellschaft hat im Juli 2012 eine weitere Anleihe über einen Nominalwert von MEUR 350 begeben, mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einer Nominalverzinsung von 3,875% p.a. Für diese Anleihe wurden Zinsswaps zur Absicherung des Risikos abgeschlossen, welches sich aus der fixen Verzinsung der Anleihe ergibt. Mit diesen Zinsswaps wurde für die gesamte Laufzeit der Anleihe die fixe Verzinsung der Anleihe in eine variable Verzinsung auf Basis 3-Monats-Euribor getauscht. Dadurch wird die Gesellschaft zwar einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt, der Zeitwert der Anleihe wird jedoch gesichert und Hedge Accounting im Sinne von IAS 39 angewandt.

Die Basisparameter der Swaps entsprechen jenen der Anleihen und aus diesem Grund war die Absicherung der beizulegenden Zeitwerte ("Fair Value Hedges") zu 100% effektiv. Den Regeln des Hedge Accounting folgend wurden die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die auf das abgesicherte Risiko zurückzuführende Änderung der beizulegenden Zeitwerte der Anleihen führt zu einer entsprechenden Buchwertanpassung und wurde ebenfalls direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dies hat zur Folge, dass sich die Gewinn- und Verlustauswirkung der Swaps und der Anleihen mit Ausnahme des anteiligen Zinsswap für die am Markt zurück erworbenen Bestände gegenseitig aufheben.

Die Marktwertänderung der als "Fair Value Hedge" designierten Swaps ist wie folgt:

(in TEUR) 2012 2011
Marktwert der Swaps zum 1. Jänner 22.312 22.880
Marktwert der Swaps zum 31. Dezember 28.537 22.312
Gewinne/Verluste im Ergebnis erfasst 6.225 -568

Der Vorstand schätzt das Risiko aus den übrigen Zinsänderungen bei Finanzanlagen und -verbindlichkeiten als minimal ein, weitere wesentliche derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsrisiken werden daher nicht verwendet.

Die gewichteten durchschnittlichen Zinssätze zum Bilanzstichtag waren folgende:

(in %) 2012 2011
Guthaben auf laufenden Konten 0,5 0,9
Kurzfristige Geldanlagen 1,2 2,1
Wertpapiere, kurzfristig 1,6 2,1
Wertpapiere, langfristig 1,0 2,9
Überziehungskredite 8,8 5,9
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 6,5 13,8
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 3,1 1,8
Anleihen - kurzfristig 1,1 -
Anleihen - langfristig 2,7 2,1

Die Zinssätze sind auf Restlaufzeiten der jeweiligen Geldanlagen bezogen.

d) Sensitivitäten

Im Wesentlichen ist der Konzern durch seine Aktivitäten finanziellen Risiken aus der Änderung der Wechselkurse, der Änderung der beizulegenden Zeitwerte und der Änderung der Zinssätze ausgesetzt. Zur Steuerung der Risiken aus der Änderung der Wechselkurse und des beizulegenden Zeitwerts schließt der Konzern derivative Finanzinstrumente ab. Diese Marktrisikoexpositionen des Konzerns werden mittels Sensitivitätsanalysen bewertet:

Fremdwährungssensitivität

Die Sensitivitätsanalyse quantifiziert näherungsweise das Risiko, das im Rahmen gesetzter Annahmen auftreten kann, wenn bestimmte Parameter in einem definierten Umfang verändert werden. Der Konzern ist hauptsächlich dem Wechselkursrisiko des US-Dollar (USD) sowie des Schweizer Frankens (CHF) ausgesetzt. Die folgenden Angaben beschreiben aus Konzern-Sicht die Sensitivität eines Anstiegs oder Rückgangs des US-Dollar bzw. des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro (EUR). Die Veränderung ist derjenige Wert, der im Rahmen der internen Berichterstattung des Wechselkursrisikos Anwendung findet, und stellt die Einschätzung des Vorstands hinsichtlich einer möglichen Wechselkursänderung dar. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet die wesentlichen am Bilanzstichtag ausstehenden Finanzinstrumente der ANDRITZ-GRUPPE.

Die Auswirkungen auf das Konzern-Ergebnis gegenüber dem nun ausgewiesenen Konzern-Ergebnis bzw. auf das Konzern-Eigenkapital gegenüber dem nun ausgewiesenen Konzern-Eigenkapital sind wie folgt:

(in TEUR) 2012 2011
Anstieg USD gegenüber EUR um 10% -3.557 -2.719
Rückgang USD gegenüber EUR um 10% 1.986 2.471
Anstieg CHF gegenüber EUR um 10% 385 -1.438
Rückgang CHF gegenüber EUR um 10% -385 690

Die Veränderung gegenüber den ausgewiesenen Konzern-Ergebnissen stammt hauptsächlich aus der Marktbewertung von Devisentermingeschäften für US-Dollar bzw. Schweizer Franken mit neuen Kursen.

Zinssatzsensitivität

Die Sensitivitätsanalyse wurde für das Zinsänderungsrisiko der Anleihen zum Bilanzstichtag durchgeführt. Die Gesellschaft als Anleiheemittent ist grundsätzlich durch die fixe Verzinsung gegenüber den Anleiheinhabern keinem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt, jedoch würde sich eine Änderung des Zinssatzes in den beizulegenden Zeitwerten der Anleihen niederschlagen. Für die Anleihen wurden jedoch Zinsswaps zur Absicherung des Risikos aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts abgeschlossen. Dadurch ergibt sich für die Gesellschaft netto die Verpflichtung, eine variable Verzinsung auf Basis des 1-Monats-Euribor bzw. 3-Monats-Euribor zu leisten.

Im Rahmen der internen Berichterstattung über das Zinsrisiko wird dabei eine Zinssatzsensitivität von 100 Basispunkten unterstellt. Dies stellt die Einschätzung des Vorstands hinsichtlich einer möglichen Änderung des Zinssatzes dar.

Eine Erhöhung der Zinsen um 100 Basispunkte unter Konstanthaltung aller anderen Variablen hätte zu einer Verminderung der beizulegenden Zeitwerte der Swaps in Höhe von TEUR 25.771 (2011: Verminderung um TEUR 8.664) geführt. Diesen Verminderungen würden jedoch erfolgswirksame Buchwerterhöhungen der Anleihen um nahezu denselben Betrag entgegenstehen.

Eine Verminderung der Zinsen um 100 Basispunkte unter Konstanthaltung aller anderen Variablen hätte zu einer Erhöhung der beizulegenden Zeitwerte der Swaps in Höhe von TEUR 26.826 (2011: Erhöhung um TEUR 6.938) geführt. Diesen Erhöhungen würden jedoch erfolgswirksame Buchwertverminderungen der Anleihen um nahezu denselben Betrag entgegenstehen.

Eine Erhöhung des Zinsniveaus für das Jahr 2012 um 100 Basispunkte unter Konstanthaltung aller anderen Variablen hätte zu einer Erhöhung des Zinsergebnisses von TEUR 13.110 (2011: Erhöhung um TEUR 13.032) geführt. Ein Sinken des Zinsniveaus hätte zu einer Verminderung des Zinsergebnisses in gleicher Höhe geführt.

K) FINANZINSTRUMENTE

a) Beizulegende Zeitwerte (fair value) der Finanzinstrumente

Der beizulegende Zeitwert (fair value) ist jener Betrag, zu dem Finanzinstrumente zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern verkauft oder gekauft werden können.

Börsengehandelte Derivate und Wertpapiere werden zu quotierten Marktpreisen angesetzt. Der fair value von Devisen- und Warentermingeschäften wird auf Basis aktueller Terminkurse ermittelt. Zinsswaps sowie Zinstermingeschäfte werden auf Basis abgezinster Cashflows ermittelt, wobei jeweils die für die Restlaufzeit geltenden Marktzinssätze verwendet werden.

Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen und sonstige Beteiligungen werden mit Ausnahme börsennotierter Beteiligungen zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, da der fair value nicht zuverlässig ermittelt werden kann. Anteile an assoziierten Unternehmen werden at equity bewertet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte (fair value) der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten pro Klasse:

Buchwert
31. Dezem
Fair Value
31. Dezem
Buchwert
31. Dezem
Fair Value
31. Dezem
(in TEUR)
AKTIVA
ber 2012 ber 2012 ber 2011 ber 2011
Sonstige Finanzanlagen
Kredite und Forderungen 234.414 234.414 207.269 207.269
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
187.374 187.374 28.622 28.622
Forderungen und sonstige
Vermögenswerte
Kredite und Forderungen 1.226.283 1.226.283 1.168.081 1.168.081
Derivate 28.285 28.285 38.846 38.846
Derivate (Hedge Accounting) 28.537 28.537 22.312 22.312
Wertpapiere des Umlaufvermögens
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte*
325.486 325.486 445.159 445.159
Zahlungsmittel 1.492.848 1.492.848 1.169.888 1.169.888
3.523.227 3.523.227 3.080.177 3.080.177
PASSIVA
Finanzverbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 773.217 773.217 427.841 427.841
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 17.425 17.425 8.453 8.453
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 420.369 420.369 438.596 438.596
Sonstige Verbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.941.880 1.941.880 1.821.369 1.821.369
Derivate 27.472 27.472 47.594 47.594
3.180.363 3.180.363 2.743.853 2.743.853

* Darin enthalten sind zu Anschaffungskosten bewertete Eigenkapitalanteile, für die beizulegende Zeitwerte nicht verlässlich bestimmbar sind (2012: TEUR 31.031; 2011: TEUR 25.746)

Die folgende Tabelle zeigt die IAS 39-Bewertungskategorien für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten:

Buchwert
31. Dezem
Fair Value
31. Dezem
Buchwert
31. Dezem
Fair Value
31. Dezem
(in TEUR) ber 2012 ber 2012 ber 2011 ber 2011
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Zahlungsmittel 1.492.848 1.492.848 1.169.888 1.169.888
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert - Handelsaktiva
Derivate 15.305 15.305 16.373 16.373
Eingebettete Derivate 12.980 12.980 22.473 22.473
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen
und sonstige Beteiligungen*
180.093 180.093 25.746 25.746
Wertpapiere des Anlagevermögens 7.281 7.281 2.876 2.876
Wertpapiere des Umlaufvermögens 325.486 325.486 445.159 445.159
Kredite und Forderungen
Ausleihungen und Schuldscheindarlehen 234.414 234.414 207.269 207.269
Sonstige langfristige Forderungen und
Vermögenswerte
46.314 46.314 18.818 18.818
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 627.933 627.933 595.717 595.717
Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für
Projekte, soweit sie dafür erhaltene An- und
Teilzahlungen übersteigen
320.718 320.718 290.490 290.490
Sonstige kurzfristige Forderungen und
Vermögenswerte
231.318 231.318 263.056 263.056
Sonstige Forderungen
Derivate (Hedge Accounting) 28.537 28.537 22.312 22.312
3.523.227 3.523.227 3.080.177 3.080.177
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert - Handelspassiva
Derivate 20.212 20.212 43.695 43.695
Eingebettete Derivate 7.260 7.260 3.899 3.899
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Anleihen 711.753 711.753 357.706 357.706
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten 61.464 61.464 70.135 70.135
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 420.369 420.369 438.596 438.596
Erhaltene An- und Teilzahlungen für Projekte,
soweit sie die dafür realisierten Umsatzerlöse
übersteigen 1.090.860 1.090.860 1.068.292 1.068.292
Sonstige Verbindlichkeiten 851.020 851.020 753.077 753.077
Sonstige, keiner IAS 39-
Bewertungskategorie zuordenbare
Verbindlichkeiten
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 17.425 17.425 8.453 8.453
3.180.363 3.180.363 2.743.853 2.743.853

* Darin enthalten sind zu Anschaffungskosten bewertete Eigenkapitalanteile, für die beizulegende Zeitwerte nicht verlässlich bestimmbar sind (2012: TEUR 31.031; 2011: TEUR 25.746)

b) Fair Value Hedges

Zur Sicherung der Änderung im beizulegenden Zeitwert emittierter Anleihen aufgrund von Zinsänderungen setzt der Konzern Zinsswaps ein. Wenn die Sicherung als effektiv betrachtet werden kann, wird der Buchwert der Anleihen um die Änderung des beizulegenden Zeitwerts angepasst, die auf das abgesicherte Risiko zurückzuführen sind.

Nachfolgende Tabelle zeigt die ergebniswirksam erfassten Änderungen von Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten in Fair-Value-Hedge-Beziehungen.

(in TEUR) 2012 2011
Aus abgesicherten Grundgeschäften -6.547 1.174
Aus Sicherungsinstrumenten 6.225 -568
Gewinne/Verluste im Ergebnis erfasst -322 606

Der Bestand der Anleihen (abgesicherten Grundgeschäfte) entwickelte sich wie folgt:

(in TEUR) 2012 2011
Bestand zum 1. Jänner 357.706 372.880
Gewinne/Verluste im Ergebnis erfasst 6.547 -1.174
Emission 350.000 0
Tilgungen -2.500 -14.000
Bestand zum 31. Dezember 711.753 357.706

c) Fair value-Hierarchie

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind im Folgenden beschrieben:

Stufe 1:

Notierte Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten an aktiven Märkten.

Stufe 2:

Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt (z. B. Preise) oder indirekt (z. B. abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind.

Stufe 3:

Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die untenstehende Tabelle zeigt eine Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie. Diese unterscheidet Fair Values nach Bedeutung der in die Bewertung einbezogenen Inputparameter und verdeutlicht, inwiefern beobachtbare Marktdaten bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verfügbar sind.

2012

(in TEUR) Gesamt zum
31. Dezem
ber 2012
davon
Stufe 1
davon
Stufe 2
davon
Stufe 3
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert -
Handelsaktiva
Derivate 15.305 0 15.305 0
Eingebettete Derivate 12.980 0 12.980 0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen und sonstige
Beteiligungen*
149.062 0 0 149.062
Wertpapiere des Anlagevermögens 7.281 7.281 0 0
Wertpapiere des Umlaufvermögens 325.486 325.486 0 0
Sonstige Forderungen
Derivate (Hedge Accounting) 28.537 28.537
538.651 332.767 56.822 149.062
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert -
Handelspassiva
Derivate 20.212 0 20.212 0
Eingebettete Derivate 7.260 0 7.260 0
27.472 0 27.472 0

* Ohne Beteiligungen zu fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 31.031 (2011: TEUR 25.746)

2011

Gesamt zum
(in TEUR) 31. Dezem
ber 2011
davon
Stufe 1
davon
Stufe 2
davon
Stufe 3
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert -
Handelsaktiva
Derivate 16.373 0 16.373 0
Eingebettete Derivate 22.473 0 22.473 0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
Wertpapiere des Anlagevermögens 2.876 2.876 0 0
Wertpapiere des Umlaufvermögens 445.159 445.159 0 0
Sonstige Forderungen
Derivate (Hedge Accounting) 22.312 22.312
509.193 448.035 61.158 0
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert -
Handelspassiva
Derivate 43.695 0 43.695 0
Eingebettete Derivate 3.899 0 3.899 0
47.594 0 47.594 0

Die Überleitung der zu Stufe 3 gegliederten und zum Marktwert bewerteten Finanzinstrumente ist wie folgt:

Im Juni 2012 hat ANDRITZ 24,99% der Aktien der Schuler AG erworben. Diese werden mit dem Fair Value im sonstigen Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 149.062 bilanziert und zur Stufe 3 der Fair Value Hierarchie gegliedert. Aufgrund des Übernahmeangebots und der Aktionärsstruktur der Schuler AG stand lediglich ein minimales Handelsvolumen an der Wertpapierbörse zur Verfügung. ANDRITZ hat aus diesem Grund, die erworbenen 7.422.707 Schuler Aktien zum Bilanzstichtag abweichend vom Börsenkurs in Höhe von 19,43 EUR mit dem Kaufpreis je Aktie von 20,00 EUR zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bilanziert.

d) Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ("fair value")

Die beizulegenden Zeitwerte für Devisentermingeschäfte und eingebettete Derivate werden auf Basis der Terminkurse zum Bilanzstichtag ermittelt.

Die derivativen Finanzgeschäfte – gegliedert nach Restlaufzeiten – stellen sich wie folgt dar:

2012
(in TEUR) Restlaufzeit Nominalwerte Beizulegender Zeitwert
unter 1 Jahr mehr als 1 Jahr Gesamt positiv negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
Zinsswaps 200.000 500.000 700.000 28.537 0
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
Devisentermingeschäfte 805.871 344.030 1.149.901 15.257 -20.083
Eingebettete Derivate 196.820 94.971 291.791 12.980 -7.260
1.002.691 439.001 1.441.692 28.237 -27.343
Sonstige Termingeschäfte
Warentermingeschäfte 5.599 1.065 6.664 48 -129
Gesamt 1.208.290 940.066 2.148.356 56.822 -27.472

2011

(in TEUR) Restlaufzeit Nominalwerte Beizulegender Zeitwert
unter 1 Jahr mehr als 1 Jahr Gesamt positiv negativ
Zinssatzbezogene Termingeschäfte
Zinsswaps 0 350.000 350.000 22.312 0
Fremdwährungsbezogene
Termingeschäfte
Devisentermingeschäfte 784.983 369.491 1.154.474 16.373 -43.227
Eingebettete Derivate 129.875 132.815 262.690 22.473 -3.899
914.858 502.306 1.417.164 38.846 -47.126
Sonstige Termingeschäfte
Warentermingeschäfte 8.354 2.246 10.600 0 -468
Gesamt 923.212 854.552 1.777.764 61.158 -47.594

Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte gegliedert nach Währung sind wie folgt:

(in TEUR) unter 1 Jahr mehr als 1 Jahr Gesamt 2012 Gesamt 2011
Amerikanischer Dollar 385 -617 -232 -13.406
Schweizer Franken -1.952 -3.622 -5.574 -7.662
Euro 699 269 968 -6.419
Andere Währungen -571 583 12 633
-1.439 -3.387 -4.826 -26.854

Die beizulegenden Zeitwerte der eingebetteten Derivate gegliedert nach Währung sind wie folgt:

(in TEUR) unter 1 Jahr mehr als 1 Jahr Gesamt 2012 Gesamt 2011
Amerikanischer Dollar -1.177 851 -326 11.635
Schweizer Franken 1.480 3.924 5.404 6.564
Euro 519 95 614 187
Andere Währungen 22 6 28 188
844 4.876 5.720 18.574

Zahlungsmittel, kurz- und langfristiges Finanzvermögen

Der Buchwert der Zahlungsmittel und des sonstigen Finanzvermögens entspricht aufgrund der relativ kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente dem Marktwert.

Wertpapiere des Anlage- und Umlaufvermögens

Der beizulegende Zeitwert von öffentlich gehandelten Wertpapieren basiert auf aktuellen Kursen. Die Wertpapiere des Konzerns werden als zur Veräußerung verfügbare, finanzielle Vermögenswerte eingestuft und mit dem Kurswert zum Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten

Die historischen Buchwerte von Forderungen und Verbindlichkeiten, alle zu üblichen Zahlungskonditionen, entsprechen im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert.

Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Der Buchwert entspricht wegen der kurzen Fälligkeit dieser Verbindlichkeiten im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert.

Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Verbindlichkeiten basieren auf den aktuellen Zinssätzen für Verbindlichkeiten mit demselben Fälligkeitsmuster. Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Darlehen und anderen Verbindlichkeiten mit variablen Zinssätzen entsprechen im Wesentlichen deren Buchwerten. Das Marktwertänderungsrisiko für die Anleihen wurde durch Zinsswaps abgesichert. Das Management ist der Auffassung, dass das Risiko von Zinssatzänderungen bei Finanzanlagen und übrigen Verbindlichkeiten nicht von Bedeutung ist.

e) IAS 39-Rücklage

Die nachstehende Tabelle zeigt die Bewegungen der direkt im Eigenkapital erfassten IAS 39-Rücklage:

(in TEUR) Nicht realisierter
Gewinn/Verlust
aus Sicherungs
geschäften
Nicht realisierter
Gewinn/Verlust
aus Wertpapieren
Nicht realisierter
Gewinn/Verlust
gesamt IAS 39-
Rücklage
Bestand zum 31. Dezember 2010 645 1.003 1.648
Gewinne und Verluste durch Änderungen der Zeitwerte 0 -1.564 -1.564
Darauf entfallende latente Steuern 0 389 389
Übertragung in die Gewinn- und Verlustrechnung -861 484 -377
Darauf entfallende latente Steuern 216 -123 93
Bestand zum 31. Dezember 2011 0 189 189
Gewinne und Verluste durch Änderungen der Zeitwerte 0 1.320 1.320
Darauf entfallende latente Steuern 0 -325 -325
Übertragung in die Gewinn- und Verlustrechnung 0 -645 -645
Darauf entfallende latente Steuern 0 156 156
BESTAND ZUM 31. DEZEMBER 2012 0 695 695

Die Nettogewinne und -verluste für jede Kategorie von Finanzinstrumenten lauten wie folgt:

2012

Zu Handels
zwecken
gehalten
Zu Handels
zwecken
gehalten
Zur Veräußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögenswerte
Eingebettete
Derivate Derivate Wertpapiere
28.640 -12.854 449
0 0 1.320
0 0 -645
28.640 -12.854 1.124

2011

Zu Handels
zwecken
gehalten
Zu Handels
zwecken
gehalten
Zur Veräußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögenswerte
Eingebettete Wertpapiere
-18.055 14.421 -484
0 0 -1.564
-861 0 484
-18.916 14.421 -1.564
Derivate Derivate

L) LEASING

Der Konzern ist verschiedene Operating-Leasingvereinbarungen für Maschinen, Büroräume und andere Gegenstände als Leasingnehmer eingegangen. Die Leasingvereinbarungen beinhalten keine Beschränkungen der Konzern-Aktivitäten betreffend Dividenden, zusätzliche Schulden oder weitere Leasingvereinbarungen.

Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus den unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen stellen sich wie folgt dar:

(in TEUR) 2012 2011
Bis zu einem Jahr 30.638 24.995
1 bis 5 Jahre 50.650 39.866
Länger als 5 Jahre 13.255 5.767
94.543 70.628

ANDRITZ least Anlagen für ihren Geschäftsbetrieb, die als Finanzierungsleasing eingestuft werden und im Wesentlichen das Anmieten von Immobilien umfasst. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus den unkündbaren Finanzierungsleasing-Verträgen betragen:

(in TEUR) 2012 2011
Bis zu einem Jahr 1.835 1.126
1 bis 5 Jahre 4.538 2.654
Länger als 5 Jahre 14.568 7.399
Summe der Mindestleasingzahlungen 20.941 11.179
Abzüglich Zinsenanteil -3.516 -2.726
Barwert der Leasingzahlungen 17.425 8.453
Abzüglich kurzfristiger Anteil -1.364 -757
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 16.061 7.696

M) EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND AUSSERBILANZIELLE GESCHÄFTE

Verschiedene Verfahren und Klagen, welche aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultieren, sind anhängig oder werden in der Zukunft gegen den Konzern vielleicht geltend gemacht werden. Diese stehen hauptsächlich im Zusammenhang mit Projekten, Fragen des Geistigen Eigentums, Arbeitsrecht, Produkthaftung und sonstige vertragliche Verpflichtungen. Obwohl der Ausgang der Verfahren und Klagen nicht mit Sicherheit bestimmt werden kann, ist das Management der Meinung, dass das Ergebnis dieser Verfahren und Klagen, im Einzelnen und insgesamt, keinen wesentlichen negativen Einfluss auf das Geschäft, die Liquidität, das Ergebnis oder die Finanzlage der Gesellschaft haben wird.

Die Tochtergesellschaft ANDRITZ Inc. ist eine von vielen Beklagten in 55 Asbestverfahren (Stand per 31. Dezember 2012) in den USA, in die insgesamt 444 Kläger involviert sind. Alle Verfahren betreffen Forderungen gegenüber einer großen Anzahl von Beklagten. ANDRITZ Inc. ist der Ansicht, dass sie in keinem dieser Fälle haftbar gemacht werden kann und hat vor, jede der Klagen nachdrücklich anzufechten.

Rücknahmeverpflichtungen, die über die branchenüblichen Gewährleistungsansprüche hinausgehen liegen nicht vor. Weitere Chancen und Risiken aus außerbilanziellen Geschäften sind dem Management derzeit nicht bekannt.

N) ANGABEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Nach IAS 24 (Related Party Disclosures) müssen Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ AG einbezogen werden.

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht der Konzern unmittelbar oder mittelbar in Ausübung der normalen Geschäftstätigkeit mit nicht einbezogenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen des Konzerns gelten, in Beziehung.

Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten Tochterunternehmen werden nur in unwesentlichem Ausmaß getätigt. Da die Transferpreis-Richtlinie des Konzerns Verrechnungspreise vorsieht, die den marktüblichen Bedingungen entsprechen, werden keine Transaktionen durchgeführt, die marktunüblich sind. Die Nichteinbeziehung der nicht konsolidierten Gesellschaften in den Konzernabschluss hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Gemäß IAS 24 berichtet der Konzern auch über Geschäftsvorfälle zwischen ihm und seinen nahestehenden Personen bzw. deren Familienangehörigen. Als nahestehende Personen wurden Vorstand, Aufsichtsrat und deren Familienangehörige definiert.

Eine dem Vorstandsvorsitzenden der ANDRITZ AG zuzurechnende Gesellschaft überlässt den Betrieb eines der in ihrem Eigentum stehenden Geschäftsflugzeuge einem professionellen Privatflugunternehmen, von dem die ANDRITZ AG 2012 rund 35% der Jahresflugstunden dieses Flugzeugs für Dienstreisen des Vorstandsvorsitzenden und anderer Vorstandsmitglieder gechartert hat. Der diesbezügliche Aufwand betrug 2012 TEUR 1.105,9 (2011: TEUR 515,9). Es bestanden zum 31. Dezember 2012 Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 15,6 (2011: TEUR 0).

Diese sowie andere Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder bzw. Mitglieder des Vorstands der ANDRITZ AG tätig sind, werden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt und sind einzeln und insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

Der Umfang der Geschäftsbeziehungen gegenüber nicht einbezogenen Unternehmen sowie gegenüber assoziierten Unternehmen ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:

(in TEUR) 2012 2011
Forderungen 17.546 9.150
gegenüber nicht einbezogenen Unternehmen 5.477 3.351
gegenüber assoziierten Unternehmen 12.069 5.799
Verbindlichkeiten 3.712 5.831
gegenüber nicht einbezogenen Unternehmen 1.954 2.065
gegenüber assoziierten Unternehmen 1.758 3.766
Umsatzerlöse 4.581 4.687
gegenüber nicht einbezogenen Unternehmen 4.427 2.601
gegenüber assoziierten Unternehmen 154 2.086
Aufwendungen -36.922 -24.368
gegenüber nicht einbezogenen Unternehmen -21.139 -11.755
gegenüber assoziierten Unternehmen -15.783 -12.613

Knapp 30% der Aktien befinden sich in Besitz der Certus Beteiligungs-GmbH, deren Geschäftsführer Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender der ANDRITZ AG, ist.

Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats.

Vorstandsvergütungen

Die Vergütung des Vorstands umfasst fixe und variable/erfolgsabhängige Bestandteile, wobei die Höhe der variablen Vergütung vom erzielten Jahresüberschuss inklusive Berücksichtigung von linearen Firmenwertabschreibungen abhängig ist. Bei neu abgeschlossenen Vorstandsverträgen wurde als Höchstwert der jährlichen variablen Vergütung das Dreifache der fixen Jahresvergütung festgesetzt. Ein etwaiger darüber hinausgehender Betrag wird als variable Vergütung auf die Folgejahre gutgeschrieben. Bei Unterschreiten eines definierten Mindestbetrags beim Konzern-Ergebnis entsteht ein Malus, der ebenso auf die Folgejahre übertragen wird und zur Kürzung zukünftiger variabler Gehaltsbestandteile führt.

Bei sämtlichen seit dem Börsengang aufgelegten Aktienoptionsprogrammen für leitende Angestellte und den Vorstand war ein Eigeninvestment in ANDRITZ-Aktien von zumindest 20.000 EUR für leitende Angestellte und 40.000 EUR für Mitglieder des Vorstands spätestens zum Zeitpunkt der Zuteilung der Optionen zu erbringen. Dieses Eigeninvestment muss bis zu einer allfälligen Ausübung der Optionen ununterbrochen von den am Optionsprogramm teilnehmenden Personen gehalten werden und bei Ausübung nachgewiesen werden. Als Wartefrist zur Ausübung der Optionen sind drei Jahre bei aufrechter Beschäftigung (Ausnahme: planmäßiges Ende gemäß Vertragsbestimmungen) vorgesehen.

Den Mitgliedern des Vorstands wurden Ansprüche auf Versorgungsleistungen gewährt. Diese beinhalten neben einer Alterspension Ansprüche im Falle einer Berufsunfähigkeit sowie Pensionsleistungen für Hinterbliebene nach dem Ableben der Berechtigten. Die Alterspension wird in der Regel ab Erreichung eines bestimmten Lebensalters ausbezahlt, sofern das Arbeitsverhältnis zu diesem Zeitpunkt bereits beendet ist. Die Verwaltung wurde in eine Pensionskasse ausgelagert. Im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Arbeitsverhältnisse werden die bis zu diesem Zeitpunkt einbezahlten Beiträge unverfallbar. Die Höhe des Versorgungsanspruchs ist bis zum Anfall einer Versorgungsleistung nicht wertgesichert; danach können jährliche Anpassungen unter Berücksichtigung der Lohn- und Gehaltsentwicklung und der wirtschaftlichen Lage von ANDRITZ erfolgen.

Alle Vorstandsmitglieder haben bei Beendigung der Funktion und unter der Voraussetzung der gleichzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses Abfertigungsansprüche im Sinne des § 23 des österreichischen Angestelltengesetzes, außer die Beendigung beruht auf einer gerechtfertigten Entlassung.

Die Grundsätze der Vergütung für den Vorstand und leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechen den Vorgaben des österreichischen Corporate-Governance-Kodex.

Als Aufwendungen für den Vorstand wurden erfasst:

(in TEUR) 2012 2011
Kurzfristige Leistungen 12.747 10.114
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 390 399
Aktienbasierte Vergütungen 1.184 541
14.321 11.054

Im Jahr 2012 wurde eine Pensionsrückstellung von TEUR 5.261 (2011: TEUR 4.446) für frühere Vorstandsmitglieder und deren Angehörige ausgewiesen. Die laufenden jährlichen Aufwendungen betrugen im Jahr 2012 TEUR 1.201 (TEUR 825 in 2011).

Die ANDRITZ AG hat für 2012 eine Organhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen. Die Kosten werden von der Gesellschaft getragen. Die D&O-Versicherung sichert bestimmte persönliche Haftungsrisiken der verantwortlich handelnden Personen der ANDRITZ-GRUPPE ab. Die jährlichen Kosten betragen ca. 240 TEUR).

Vergütungen an den Aufsichtsrat

Das Vergütungsschema für die Aufsichtsratsmitglieder setzt sich aus einer fixen und einer anwesenheitsabhängigen Komponente zusammen. Die fixe Komponente besteht aus einem Gesamtbetrag, der so zu verteilen ist, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Doppelte und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der Vergütung eines einfachen Mitglieds erhält. Die zweite Komponente besteht aus einem Sitzungsgeld, das sich aus einem Pauschalbetrag pro Sitzung ergibt, an der ein Mitglied teilnimmt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten insgesamt Vergütungen in der Höhe von TEUR 188 (2011: TEUR 110).

O) AUFWENDUNGEN FÜR LEISTUNGEN DES KONZERN-ABSCHLUSSPRÜFERS

Die Aufwendungen für Leistungen des Konzern-Abschlussprüfers setzen sich wie folgt zusammen:

(in TEUR) 2012 2011
Abschlussprüfungen 531 378
Andere Bestätigungsleistungen 101 0
Steuerberatungsleistungen 98 151
730 529

P) EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Die ANDRITZ-GRUPPE hat 80% der Anteile an Shanghai Shende Machinery Co. Ltd., einem renommierten Lieferanten von Technologien und Systemen für die Pelletierung von Tierfutter und Biomasse, erworben.

Das Unternehmen erzielt einen Jahresumsatz von rund 20 MEUR und wurde zu einem Kaufpreis von 9,7 MEUR erworben, welcher in bar entrichtet wurde.

Shanghai Shende Machinery liefert Verfahrenstechnologien einschließlich der gesamten Ausrüstung und Services für Anlagen zur Produktion von Tier-/Fischfutter- und Biomassepellets im mittleren Kapazitätsbereich. Diese Akquisition bedeutet für den ANDRITZ-Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL eine Stärkung seines Produktund Serviceangebots sowie eine weitere Festigung seiner Position in den Wachstumsmärkten in China und anderen asiatischen Ländern.

Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen, da die Bewertung derzeit evaluiert wird.

Im Februar 2013 wurde die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der Schuler AG von den zuständigen Kartellbehörden ohne Auflagen vollumfänglich freigegeben. Die Übertragung der Gesellschaftsanteile erfolgte mit Closing am 14. Februar 2013. Zu Redaktionsschluss dieses Finanzberichts am 21. Februar 2013 hielt die ANDRITZ-GRUPPE über 90% der Aktien der Schuler AG.

Die Kaufpreisallokation ist nicht abgeschlossen, da die Bewertung zu Redaktionsschluss am 21. Februar 2013 noch evaluiert wurde. Die Erstkonsolidierung von Schuler in den ANDRITZ-Konzern-Abschluss erfolgt ab 1. März 2013. Der Kaufpreis (Stand 19. Februar 2013) in Höhe von 560,6 MEUR wurde in bar entrichtet.

Als Technologie- und Weltmarktführer in der Umformtechnik liefert Schuler Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Verfahrens-Know-how und Dienstleistungen für die gesamte Metall verarbeitende Industrie. Mit dieser Akquisition verbreitert die ANDRITZ-GRUPPE ihr Produkt- und Serviceangebot im Geschäftsbereich METALS.

Q) KONZERN-UNTERNEHMEN

Gesellschaft Firmensitz Beteili
gung
Einbezieh
ungsart
Anstalt für Strömungsmaschinen GmbH Graz, Österreich 100,00% NK
ANDRITZ Technology and Asset Management GmbH Graz, Österreich 100,00% VK
ANDRITZ Finance GmbH Wien, Österreich 100,00% VK
ANDRITZ Power & Water GmbH Wien, Österreich 100,00% VK
AFB Holding GmbH Graz, Österreich 100,00% VK
ANDRITZ FEED & BIOFUEL (China) Ltd. Foshan, China 100,00% VK
ANDRITZ Energy & Environment GmbH Raaba, Österreich 100,00% VK
AE&E Environmental Engineering (Shanghai) Co Ltd. Shanghai, China 100,00% VK
AE Energietechnik GmbH Raaba, Österreich 100,00% NK
European Mill Service GmbH Graz, Österreich 50,00% NK
ANDRITZ Deutschland Beteiligungs GmbH Krefeld, Deutschland 100,00% VK
ANDRITZ Ritz Immobilien GmbH Krefeld, Deutschland 100,00% VK
TANIAM GmbH & Co. KG Pullach im Isartal, Deutschland 100,00% VK
ANDRITZ GmbH Hemer, Deutschland 100,00% VK
ANDRITZ Kaiser GmbH Bretten-Gölshausen,
Deutschland 100,00% VK
ANDRITZ Sundwig GmbH Hemer, Deutschland 100,00% VK
ANDRITZ Fiedler GmbH Regensburg, Deutschland 100,00% VK
ANDRITZ SEPARATION GmbH Köln, Deutschland 100,00% VK
ANDRITZ s.r.o. Spišská Nová Ves, Slowakei 100,00% VK
ANDRITZ Fliessbett Systeme GmbH Ravensburg, Deutschland 100,00% VK
Lenser Verwaltungs GmbH Senden, Deutschland 100,00% VK
ANDRITZ S.R.L. Cisnadie, Rumänien 100,00% NK
Lenser Filtration GmbH Senden, Deutschland 100,00% VK
Lenser Asia Sdn. Bhd. Kuala Lumpur, Malaysien 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO GmbH Ravensburg, Deutschland 100,00% VK
ANDRITZ Küsters GmbH Krefeld, Deutschland 100,00% VK
ANDRITZ Kufferath GmbH Düren, Deutschland 100,00% VK
AKRE Real Estate GmbH Düren, Deutschland 100,00% VK
ANDRITZ MAERZ GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,00% VK
Modul Systeme Engineering AG Laufen, Deutschland 50,00% NK
Modul Systeme Projekt Verwaltungs GmbH Laufen, Deutschland 50,00% NK
Modul Systeme Projekt GmbH & CO. KG Laufen, Deutschland 50,00% NK
Modul Seeger Verwaltungs GmbH Laufen, Deutschland 25,00% NK
Springer Maschinen-und Reparatur-Service GmbH Springe, Deutschland 50,00% NK
ANDRITZ KMPT GmbH Vierkirchen, Deutschland 100,00% VK
ANDRITZ KMPT Inc. Florence / Kentucky, USA 100,00% VK
ANDRITZ Ritz GmbH Schwäbisch Gmünd,
Deutschland 100,00% VK
ANDRITZ Atro GmbH Nürnberg, Deutschland 100,00% VK
ANDRITZ Ritz Pte Ltd. Singapur, Singapur 100,00% VK
Ritz Pumps South Africa (Pty) Ltd. Boksburg, Südafrika 23,00% NK
Ritz Verwaltungs GmbH Gmund, Deutschland 100,00% NK
ANDRITZ Beteiligungsgesellschaft III GmbH Krefeld, Deutschland 100,00% NK
ANDRITZ HYDRO GmbH Wien, Österreich 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO S.A.S. Grenoble, Frankreich 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO Private Limited Bhopal, Indien 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO S.L. Madrid, Spanien 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO S.r.l., Unipersonale Vicenza, Italien 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO AG Kriens, Schweiz 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO S.A. de C.V. Morelia, Mexiko 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO AS Jevnaker, Norwegen 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO S.A. El Dorado, Panama 100,00% NK
ANDRITZ HYDRO BRASIL Ltda. São Paulo, Brasilien 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO Ltd. Sti. Ankara, Türkei 100,00% VK
Gesellschaft Firmensitz Beteili
gung
Einbezieh
ungsart
PT. ANDRITZ HYDRO Jakarta, Indonesien 51,00% VK
ANDRITZ HYDRO S.A. Lima, Peru 100,00% NK
ANDRITZ HYDRO (Pty) Ltd Kyalami, Südafrika 100,00% NK
ANDRITZ HYDRO Ltda. Bogotá, Kolumbien 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO s.r.o. Prag, Tschechische Republik 100,00% NK
ANDRITZ India Private Limited New Delhi, Indien 100,00% NK
ANDRITZ HYDRO C.A. Caracas, Venezuela 100,00% NK
ANDRITZ Power Sdn. Bhd. Kuala Lumpur, Malaysien 30,00% VK
ANDRITZ HYDRO INC. Makati City, Philippinen 100,00% NK
ANDRITZ Ulu Jelai Project Sdn. Bhd, Malaysia Kuala Lumpur, Malaysien 100,00% NK
PHP Philippinen Hydro Project, Inc. Makati City, Philippinen 25,00% NK
ANDRITZ HYDRO Hammerfest AS Hammerfest, Norwegen 59,43% VK
ANDRITZ HYDRO Hammerfest (UK) Limited Glasgow, Großbritannien 59,43% VK
VA TECH Escher Wyss Peru S.A.C. Lima, Peru 100,00% NK
ANDRITZ HYDRO UNIPESSOAL LDA Porto, Portugal 100,00% NK
HGI Holdings Limited Limassol, Zypern 100,00% NK
ZAO HGI PCS St. Petersburg, Russland 75,00% NK
ANDRITZ SEPARATION (India) Private Ltd. Chennai, Indien 100,00% VK
ACB Entwicklungsgesellschaft mbH Wien, Österreich 73,00% NK
ANDRITZ FEED & BIOFUEL A/S Esbjerg, Dänemark 100,00% VK
ANDRITZ FEED & BIOFUEL Brasil Ltda. Curitiba, Brasilien 100,00% NK
ANDRITZ FEED & BIOFUEL s.r.o. Humenné, Slowakei 100,00% NK
ANDRITZ Chile Ltda. Santiago de Chile, Chile 100,00% VK
ANDRITZ (USA) Inc. Roswell / Georgia, USA 100,00% VK
ANDRITZ Inc. Roswell / Georgia, USA 100,00% VK
ANDRITZ Finance Inc. Tualatin / Oregon, USA 100,00% VK
Precision Machine and Supply, Inc. Spokane / Washington, USA 51,00% VK
Delta Holding Corporation Tualatin / Oregon, USA 100,00% VK
ANDRITZ SEPARATION Inc. Arlington / Texas, USA 100,00% VK
ANDRITZ AUTOMATION Inc. Decatur / Georgia, USA 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO Corp. Charlotte / North Carolina, USA 100,00% VK
ANDRITZ Bricmont Inc. Canonsburg / Pennsylvania,
USA 100,00% VK
ANDRITZ Environmental Solutions Inc. Wilmington / Delaware, USA 100,00% VK
ANDRITZ S.A.S. Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100,00% VK
ANDRITZ Selas S.A.S. Asnières-sur-Seine, Frankreich 100,00% VK
Lenser Filtration S.A.R.L. Haguenau, Frankreich 100,00% VK
Jaybee Eng. (Holdings) Pty. Ltd. Carrum Downs / Victoria,
Australien
100,00% VK
ANDRITZ Pty. Ltd. Carrum Downs / Victoria,
Australien 100,00% VK
ANDRITZ Ingeniería S.A. Madrid, Spanien 100,00% VK
ANDRITZ Brasil Ltda. Curitiba, Brasilien 100,00% VK
ANDRITZ SEPARATION Industria e Comércio de
Equipamentos de Filtraçâo Ltda.
Pomerode, Brasilien 100,00% VK
Sindus ANDRITZ Ltda. Porto Alegre, Brasilien 100,00% VK
Sindus ANDRITZ Uruguay S.A. Río Negro, Uruguay 100,00% NK
ANDRITZ HYDRO Inepar do Brasil S.A Araraquara, Brasilien 50,00% VK
ANDRITZ Pilão Equipamentos Ltda. São Paulo, Brasilien 100,00% VK
ANDRITZ Oy Helsinki, Finnland 100,00% VK
Savonlinna Works Oy Savonlinna, Finnland 100,00% VK
ANDRITZ Hydro Oy Tampere, Finnland 100,00% VK
Warkaus Works Oy Varkaus, Finnland 50,00% EQ
Enmas ANDRITZ Pvt. Ltd. Chennai, Indien 40,00% EQ
Carbona Oy Helsinki, Finnland 80,00% NK
Viafin Brazil Oy Teuva, Finnland 40,00% EQ
A&V Montagens INDUSTRIAIS Ltda. Lapa, Brasilien 40,00% EQ
Beteili Einbezieh
Gesellschaft Firmensitz gung ungsart
ANDRITZ HYDRO Canada Inc. Peterborough / Ontario,
Kanada
100,00% VK
ANDRITZ HYDRO Ltd./Ltee. Pointe-Claire / Quebec, Kanada 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO Installations Inc. Lachine / Quebec, Kanada 100,00% NK
ANDRITZ Ltd./Ltée. Lachine / Quebec, Kanada 100,00% VK
ANDRITZ Paper Machinery Ltd. Lachine / Quebec, Kanada 100,00% VK
Universal Dynamics Group Ltd. Richmond / British Columbia,
Kanada 100,00% VK
ANDRITZ Automation Ltd. Richmond / British Columbia,
Kanada 100,00% VK
IDEAS Simulation & Control Ltd. Richmond / British Columbia,
Kanada 100,00% VK
Universal Dynamics Group (USA) Ltd. Richmond / British Columbia,
Kanada 100,00% VK
Universal Dynamics America Corp. Bellingham / Washington, USA 100,00% VK
Hemi Controls Inc. Chambly / Quebec, Kanada 100,00% VK
ANDRITZ AB Örnsköldsvik / Växjö,
Schweden 100,00% VK
ANDRITZ HYDRO AB Nälden, Schweden 100,00% VK
ANDRITZ Ltd. Newcastle-under-Lyme,
Großbritannien 100,00% VK
ANDRITZ (China) Ltd. Foshan, China 100,00% VK
ANDRITZ - Wolfensberger Special Alloy Foundry Co. Ltd. Foshan, China 95,00% VK
ANDRITZ Technologies H.K. Ltd. Hong Kong, China 100,00% VK
ANDRITZ Thermtec Holding B.V. Rotterdam, Niederlande 100,00% VK
ANDRITZ Thermtec B.V. Rotterdam, Niederlande 100,00% VK
ANDRITZ Technologies Pvt. Ltd. Bangalore, Indien 100,00% VK
ANDRITZ FEED & BIOFUEL Ltd. Hull, Großbritannien 100,00% VK
ANDRITZ FEED & BIOFUEL B.V. Geldrop, Niederlande 100,00% VK
ANDRITZ B.V. Den Helder, Niederlande 100,00% VK
ANDRITZ 3SYS AG Hendschiken, Schweiz 100,00% VK
ANDRITZ Singapore Pte. Ltd. Singapur, Singapur 100,00% VK
ANDRITZ (Thailand) Ltd. Bangkok, Thailand 100,00% NK
ANDRITZ Uruguay S. A. Fray Bentos, Uruguay 100,00% VK
ANDRITZ Industrias S. A. Río Negro, Uruguay 100,00% NK
ANDRITZ Pulp Technologies Punta Pereira S.A. Montevideo, Uruguay 100,00% VK
ANDRITZ K.K. Tokio, Japan 100,00% VK
ANDRITZ (Pty) Ltd. Kyalami, Südafrika 100,00% NK
ANDRITZ DELKOR (Pty) Ltd. Kyalami, Südafrika 100,00% VK
GKD Delkor (Pty) Ltd. Kyalami, Südafrika 100,00% NK
PT. ANDRITZ Jakarta, Indonesien 100,00% VK
ANDRITZ Australia Pty Ltd. Melbourne / Victoria, Australien 100,00% NK
LLC ANDRITZ St. Petersburg, Russland 100,00% VK
LLC ANDRITZ HYDRO Moskau, Russland 100,00% NK
ANDRITZ Kufferath s.r.o. Levice, Slowakei 100,00% VK
ANDRITZ Kft. Tiszakécske, Ungarn 100,00% VK
ANDRITZ Perfojet S.A.S. Grenoble, Frankreich 100,00% VK
ANDRITZ Biax S.A.S. Le Bourget du Lac, Frankreich 100,00% VK
ANDRITZ Biax GmbH Graz, Österreich 100,00% NK
ANDRITZ Frautech S.R.L. Vicenza, Italien 100,00% VK
ProGENF IP GmbH Wolfsburg, Deutschland 30,00% NK
ANDRITZ Como S.R.L. Grandate, Italien 100,00% NK
ANDRITZ Iggesund Tools AB Iggesund, Schweden 100,00% VK
ANDRITZ Iggesund Tools, Inc. Oldsmar / Florida, USA 100,00% VK
ANDRITZ Iggesund Tools Canada Inc. Laval / Quebec, Kanada 100,00% VK
ANDRITZ Boisfer Iggesund S.A.S. Miribel, Frankreich 100,00% VK
Iggesund Tools Deutschland GmbH Burgsinn, Deutschland 100,00% NK
Beteili Einbezieh
Gesellschaft Firmensitz gung ungsart
ANDRITZ Iggesund Tools Oy Helsinki, Finnland 100,00% NK
ANDRITZ Iggesund Tools Australia Pty. Ltd. Carrum Downs, Australien 100,00% NK
ANDRITZ (NZ) Ltd. Tauranga, Neuseeland 100,00% NK
ANDRITZ Asselin-Thibeau S.A.S. Elbeuf, Frankreich 100,00% VK
ANDRITZ Beteiligungsgesellschaft IV GmbH Krefeld, Deutschland 100,00% VK
ANDRITZ (Wuxi) Nonwoven Technology Co. Ltd. Wuxi, China 100,00% VK
Soutec AG Neftenbach, Schweiz 100,00% VK
Soutec Shanghai Ltd. Shanghai, China 100,00% NK
Soutec Ltd Farmington Hills / Michigan,
USA 100,00% NK
Beheermaatschappij "G.M.F." B.V. Waddinxveen, Niederlande 100,00% NK
Goudsche Machinefabriek B.V. Waddinxveen, Niederlande 100,00% VK
Vastgoedmaatschappij "G.M.F." B.V. Waddinxveen, Niederlande 100,00% NK
Royal GMF-Gouda Singapore Pte Ltd. Singapur, Singapur 100,00% NK
GMF-Gouda America Inc. Weatherby Lake / Missouri,
USA 100,00% NK
S.A.S.J.E. Duprat & Cie La Roche Blanche, Frankreich 100,00% NK
Royal GMF-Gouda Germany GmbH Ratingen, Deutschland 100,00% NK
GMF-Gouda China Co Ltd. Peking, China 100,00% NK
Larvik Cell Holding AS Jevnaker, Norwegen 100,00% NK

VK ... Vollkonsolidierung

EQ ... Equitybewertung NK ... Keine Einbeziehung aufgrund untergeordneter Bedeutung

Graz, am 21. Februar 2013

Wolfgang Leitner e.h. Karl Hornhofer e.h. Humbert Köfler e.h. Friedrich Papst e.h. Wolfgang Semper e.h. (Vorstandsvorsitzender)

ANDRITZ AG

Stattegger Straße 18, 8045 Graz, Österreich [email protected]

Inhouse produziert mit FIRE.sys

Der ANDRITZ-Geschäftsbericht 2012

In Geschäftsberichten schreiben Unternehmen grundsätzlich über sich selbst. Wir haben dieses Mal externe Autoren gebeten, über ANDRITZ zu berichten – weil die Betrachtung von außen oftmals neue und vielleicht auch etwas andere Perspektiven schafft als die Sicht von innen. Wir hoffen, dass Sie mit diesem Perspektivenwechsel Interessantes über unsere Kunden, unsere Märkte und die Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE im Geschäftsjahr 2012 erfahren. Die Online- und PDF-Version des Geschäftsberichts 2012 finden Sie im Internet unter reports.andritz.com/2012/de/ – oder Sie fordern ein kostenloses Druckexemplar per E-Mail unter [email protected] an.

www.andritz.com

Wenn Sie mehr über ANDRITZ wissen wollen, sind Sie bei www.andritz.com an der richtigen Adresse. Auf unserer Website finden Sie alle wichtigen Informationen über die ANDRITZ-GRUPPE und ihre fünf Geschäftsbereiche, das gesamte Produkt- und Serviceangebot, aktuelle Veröffentlichungen zu wichtigen Aufträgen, Akquisitionen und Finanzergebnissen, alle Standorte weltweit sowie die Online-Version des Geschäfts- und Jahresfinanzberichts mit zahlreichen nützlichen Features.

Disclaimer

Bestimmte Aussagen im Geschäftsbericht 2012 und im Jahresfinanzbericht 2012 sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich. Der Geschäftsbericht 2012 und der Jahresfinanzbericht 2012 enthalten Annahmen und Prognosen, die auf Basis aller bis Redaktionsschluss am 21. Februar 2013 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Annahmen und Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder die im Kapitel "Unternehmensrisiken" und im Lagebericht des Jahresfinanzberichts 2012 angesprochenen Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den im Geschäftsbericht 2012 und im Jahresfinanzbericht 2012 erwarteten Ergebnissen abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr.

Jahresabschluss 2012 der ANDRITZ AG

Präambel Lagebericht ANDRITZ-GRUPPE Bilanz ANDRITZ AG Gewinn- und Verlustrechnung ANDRITZ AG Anhang ANDRITZ AG

Lagebericht

Präambel

Der Jahresabschluss (Einzelabschluss) der ANDRITZ AG wird nach den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des österreichischen UGB aufgestellt. Entsprechend diesen Vorschriften sind die verbundenen Unternehmen im Rahmen des Finanzanlagevermögens ausgewiesen. Dadurch ergibt sich aus dem Einzelabschluss lediglich ein Ausschnitt der wirtschaftlichen Lage für die ANDRITZ AG und ihre verbundenen Unternehmen.

Finanzielle Leistungsindikatoren der ANDRITZ AG:

Die Kennzahlen wurden entsprechend dem Fachgutachten zur Mindestausgestaltung finanzieller Leistungsindikatoren im Lagebericht berechnet.

in MEUR bzw. in % 2012 2011
Auftragsstand 2.316,6 1.931,9
Umsatzerlöse 433,5 424,7
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 141,2 105,7
Umsatzrentabilität 32,6% 24,9%
Eigenkapitalrentabilität 32,1% 24,7%
Gesamtkapitalrentabilität 7,1% 6,7%
Nettoverschuldung 317,0 115,7
Nettoumlaufvermögen -62,1 -25,6
Eigenkapitalquote 20,5% 24,5%
Verschuldungsgrad 78,1% 29,9%
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 163,8 139,0

Die im laufenden Geschäftsjahr endabgerechneten Großaufträge verzeichneten eine geringere Preisqualität als jene im Vorjahr; zusammen mit höheren Aufwendungen für Personal und gestiegenen sonstigen Aufwendungen führte dies zu einem deutlich geringeren Betriebsergebnis.

Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in 2012 +148,2 MEUR (2011: +161,7 MEUR), jener aus der Investitionstätigkeit -254,9 MEUR (2011: -119,4 MEUR) und jener aus der Finanzierungstätigkeit +236,4 MEUR (2011: -97,2 MEUR). Der Finanzmittelbestand am Ende der Periode erhöhte sich daher von 101,6 MEUR am 31.12.2011 auf 231,3 MEUR am 31.12.2012.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren der ANDRITZ AG:

Bezüglich der Themenbereiche Fertigung, Personalwesen und Umweltschutz wird auf die Ausführungen im Konzernlagebericht verwiesen, welche auch für die ANDRITZ AG zutreffend sind. Im Bereich Forschung und Entwicklung ist die ANDRITZ AG eines von mehreren Forschungszentren in der ANDRITZ-GRUPPE und in sämtlichen Geschäftsbereichen mit Ausnahme des Geschäftsbereichs FEED & BIOFUEL in verschiedenen Projekten tätig.

Zur besseren Einsicht in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage basiert der folgende Lagebericht auf dem nach IFRS erstellten Konzernabschluss.

LAGEBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die Weltwirtschaft war 2012 von anhaltender Konjunkturschwäche und Unsicherheit geprägt. In den großen Wirtschaftsregionen war zwar im Jahresverlauf eine Stabilisierung der Wirtschaftsaktivitäten zu verzeichnen, dennoch lassen die Frühindikatoren keinen nachhaltigen Aufschwung in den kommenden Monaten erwarten.

In den USA verharrte die Wirtschaft im Berichtsjahr auf einem niedrigen Niveau. Die Investitionen des verarbeitenden Gewerbes und der Industrie waren moderat, und auch der Arbeitsmarkt blieb angespannt. Damit einhergehend blieb der Privatkonsum, der den größten Beitrag zum amerikanischen Bruttosozialprodukt darstellt, auf niedrigem Niveau. Die amerikanische Notenbank FED hat daher zur Belebung der Konjunktur beschlossen, monatlich hypothekenbesicherte Wertpapiere im Volumen von 40 Milliarden USD zu kaufen und das niedrige Leitzinsniveau bis mindestens Mitte 2015 beizubehalten.

Die Situation in Europa war ähnlich, wobei die Entwicklung regional sehr differenziert verlaufen ist. Während die Euro-Staaten Südeuropas weiterhin mit einer schrumpfenden Konjunktur konfrontiert waren, wurde in den Kernländern Europas zum Teil leichtes Wachstum verzeichnet. Die wirtschaftlichen Vorlaufindikatoren lassen aber auch hier für die kommenden Monate ein Verharren der Konjunktur auf niedrigem Niveau erwarten. Um der latenten Konjunkturabkühlung entgegenzuwirken, hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im Berichtsjahr weiter gesenkt und angekündigt, unlimitiert Anleihenkäufe zu tätigen, um das Zinsniveau notleidender Euro-Staaten zu stabilisieren bzw. zu senken.

Auch die aufstrebenden Länder Asiens und Südamerikas waren 2012 von einer Wirtschaftsabschwächung betroffen. Auf die Exportwirtschaft Chinas wirkten sich die Staatsschuldenkrise in Europa sowie die moderate Wirtschaftsentwicklung in den USA negativ aus. Gemeinsam mit dem nachlassenden Binnenkonsum als Folge der restriktiven Geldpolitik führte dies 2012 zu einer starken Konjunkturabschwächung. Auch in Brasilien und anderen großen Staaten aufstrebender Regionen waren deutliche Anzeichen einer Wirtschaftsverlangsamung feststellbar.

Quelle: OECD

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Anmerkungen

  • Alle Zahlen gemäß IFRS.
  • Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.
  • MEUR = Million Euro; TEUR = Tausend Euro
  • Mit Beginn 2012 wurde eine kleine Produktverschiebung vom Geschäftsbereich SEPARATION in den Geschäftsbereich PULP & PAPER vorgenommen. Die Vergleichszahlen für 2011 wurden angepasst.

Veränderung des Konsolidierungskreises/Akquisitionen

Die folgenden Unternehmen waren im Geschäftsjahr 2011 nicht oder nur teilweise im Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE enthalten:

  • Hemi Controls Inc.: Automatisierungssysteme für Wasserkraftwerke
  • ANDRITZ Iggesund-Gruppe: Hack- und Entrindungsmaschinen für Zellstoff- und Sägewerke
  • Vermögenswerte von Tristar Industries: Service- und Fertigungscenter für den PULP & PAPER-Servicebereich
  • ANDRITZ Asselin-Thibeau S.A.S., Frankreich: Anlagen zur Produktion von Trockenvlies, vor allem für Anwendungen im Textil- und Hygienebereich

Folgende Unternehmen wurden 2012 im Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE neu konsolidiert:

  • ANDRITZ (Wuxi) Nonwoven Technology Co. Ltd.: Anlagen zur Produktion von Trockenvlies, vor allem für Anwendungen im Textil- und Hygienebereich
  • ANDRITZ Bricmont Inc.: Ofenanlagen für die Aluminium- und Stahlindustrie
  • ANDRITZ HYDRO Hammerfest: Technologien zur Energieerzeugung aus küstennahen Gezeitenströmungen
  • Soutec AG, Schweiz: Laser- und Rollnaht-Widerstandsschweißsysteme für die Metall verarbeitende Industrie
  • ANDRITZ Environmental Solutions Inc.: Rauchgasreinigungssysteme für Energieversorger und Energie erzeugende Industrien
  • Royal GMF-Gouda (Goudsche Machinefabriek): Trocknungssysteme für die Lebensmittelindustrie, die chemische Industrie sowie für den kommunalen Umweltbereich

Die erstmalige Einbeziehung der in 2012 erworbenen Unternehmen/Geschäftsfelder erfolgte auf Basis vorläufiger Werte.

Umsatz

Der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE betrug im Geschäftsjahr 2012 5.176,9 MEUR. Zu diesem Anstieg von 12,6% gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahrs trugen alle Geschäftsbereiche, insbesondere PULP & PAPER, bei (2011: 4.596,0 MEUR).

Anteil Serviceumsatz am Umsatz der Gruppe und der Geschäftsbereiche in %

2012 2011
ANDRITZ-GRUPPE 26 27
HYDRO 24 24
PULP & PAPER 29 30
SEPARATION 30 34
METALS 6 10
FEED & BIOFUEL 45 50

Auftragseingang

Der Auftragseingang betrug 4.924,4 MEUR und lag damit um 13,7% unter dem außerordentlich hohen Niveau des Vorjahrs (2011: 5.706,9 MEUR), der einen Großauftrag im Geschäftsbereich HYDRO sowie zwei Großaufträge im Bereich PULP & PAPER in der Höhe von insgesamt rund 1.400 MEUR enthalten hat.

Aufgrund dieser Großaufträge ging der Auftragseingang in den Geschäftsbereichen HYDRO sowie PULP & PAPER im Vergleich zu 2011 zurück. Alle anderen Geschäftsbereiche verzeichneten eine Steigerung des Auftragseingangs.

2012 (MEUR) 2011 (MEUR) +/- (%)
HYDRO 2.008,4 2.096,2 -4,2
PULP & PAPER 1.962,4 2.694,1 -27,2
SEPARATION 468,2 438,8 +6,7
METALS 324,2 318,6 +1,8
FEED & BIOFUEL 161,2 159,2 +1,3

Auftragsstand

Der Auftragsstand per 31. Dezember 2012 betrug 6.614,8 MEUR und war damit gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahrs so gut wie unverändert (-1,0% versus 31. Dezember 2011: 6.683,1 MEUR). Während sich der Auftragsstand in den Geschäftsbereichen HYDRO und SEPARATION erhöhte, ging er in den anderen Geschäftsbereichen zurück.

Ergebnis

Das EBITA betrug 357,8 MEUR und lag damit um 7,9% über dem Vergleichswert des Vorjahrs (2011: 331,5 MEUR). Die EBITA-Marge betrug 6,9% (2011: 7,2%); dieser leichte Rückgang ist insbesondere auf den Projektmix im Geschäftsbereich PULP & PAPER (im Jahresvergleich höherer Anteil an Großprojekten) sowie auf einzelne Projektkostenüberschreitungen und Investitionen für den Ausbau des Geschäfts in den Emerging Markets im Geschäftsbereich SEPARATION zurückzuführen.

2012 wurden eine Firmenwertminderung in Höhe von 0,4 MEUR (2011: 1,0 MEUR) sowie eine Wertminderung für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in der Höhe von 0,5 MEUR erfasst (2011: 1,5 MEUR).

Das Finanz-Ergebnis betrug -2,8 MEUR (2011: 9,0 MEUR); dieser deutliche Rückgang ist insbesondere auf die Abschreibung einzelner nichtkonsolidierter Firmen und die im Zusammenhang mit der Begebung der Unternehmensanleihe 2012-2019 entstandenen Aufwendungen (Zinsswaps, Führungsprovision der Konsortialbanken) zurückzuführen.

Die Steuerquote ist im Jahresvergleich auf 27,0% gesunken (2011: 28,1%).

Das Konzern-Ergebnis (nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) erreichte 243,6 MEUR (2011: 230,7 MEUR).

Vermögens- und Kapitalstruktur, Platzierung einer Unternehmensanleihe

Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2012 stieg auf 5.161,0 MEUR an (31. Dezember 2011: 4.566,6 MEUR). Dieser Anstieg ist vor allem auf Akquisitionen sowie die Emission einer Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 350 MEUR im Juli 2012 zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote per ultimo 2012 betrug 20,0% (31. Dezember 2011: 20,6%).

Die Bruttoliquidität (Zahlungsmittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Schuldscheindarlehen) per 31. Dezember 2012 erhöhte sich auf 2.047,8 MEUR (31. Dezember 2011: 1.814,5 MEUR). Die Nettoliquidität (Bruttoliquidität plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten) betrug 1.285,7 MEUR (31. Dezember 2011: 1.400,6 MEUR).

Zusätzlich zur hohen Nettoliquidität stehen der ANDRITZ-GRUPPE derzeit auch folgende Kredit- und Aval-Linien für Vertragserfüllungen, Anzahlungen, Gewährleistungen etc. zur Verfügung:

  • Kredit-Linien: 171,7 MEUR, davon 61,5 MEUR ausgenutzt
  • Aval-Linien: 5.068,1 MEUR, davon 2.702,3 MEUR ausgenutzt

Aktiva

1.486,8 1.855,9 1.818,3
MEUR MEUR MEUR
Langfristiges Sonstiges kurz Flüssige Mittel und Wertpapiere
Vermögen: 29% fristiges Vermögen: 36% des Umlaufvermögens: 35%

Passiva

1.033,8 790,6 419,3 2.917,3
MEUR MEUR MEUR MEUR
Summe Eigenkapital
inkl. nicht beherrschende
Anteile: 20%
Finanzver
bindlich
keiten: 15%
Sonstige
langfristige
Verbindlich
keiten: 8%
Sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten: 57%

Investitionen und Cashflow

Die Investitionen in materielle und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen 109,1 MEUR (2011: 77,0 MEUR) und betrafen im Wesentlichen Modernisierungen von Fertigungsstätten sowie den Bau bzw. Erwerb von Bürogebäuden.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 346,5 MEUR und lag damit deutlich unter dem Vorjahresvergleichswert (2011: 433,8 MEUR). Dieser Rückgang ist insbesondere auf projektbedingte Veränderungen des Umlaufvermögens zurückzuführen.

Weitere wichtige Kennzahlen im Überblick

Einheit 2012 2011 2010 2009 2008
Umsatzrendite1) % 6,5 6,8 6,9 4,6 6,1
EBITDA2) MEUR 418,6 386,2 307,3 218,2 278,2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) MEUR 334,5 312,7 245,5 147,1 218,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) MEUR 331,6 321,7 247,9 149,6 210,5
Konzern-Ergebnis
(vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) MEUR 242,2 231,5 177,0 102,9 147,0
Free Cashflow3) MEUR 239,7 361,1 644,9 285,6 187,5
Free Cashflow je Aktie4) EUR 2,3 3,5 6,2 2,7 1,8
Eigenkapitalrentabilität5) % 32,1 34,3 31,2 22,5 36,5
Gesamtkapitalrentabilität6) % 6,5 6,8 6,1 4,4 7,1
Nettoverschuldung7) MEUR -1.053,3 -1.198,4 -992,0 -505,3 -242,9
Nettoumlaufvermögen8) MEUR -631,5 -639,2 -556,1 -104,3 22,7
Capital employed9) MEUR -36,2 -128,6 -86,0 285,9 406,8
Verschuldungsgrad10) % -101,9 -127,6 -124,9 -76,2 -42,1

1) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Umsatz 2) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 3) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen plus Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 4) Free Cashflow/Aktiengesamtzahl 5) Ergebnis vor Steuern/Summe Eigenkapital 6) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Bilanzsumme 7) Verzinsliches Fremdkapital inkl. Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Schuldscheindarlehen 8) Langfristige Forderungen plus kurzfristige Vermögenswerte (exkl. Wertpapiere des Umlaufvermögens, Zahlungsmittel und Schuldscheindarlehen) abzüglich sonstige langfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Verbindlichkeiten (exkl. Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen) 9) Nettoumlaufvermögen plus immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 10) Nettoverschuldung/Summe Eigenkapital

Wichtige Akquisitionen

ANDRITZ hat im Mai 2012 mit der Schuler-Beteiligungen GmbH eine Vereinbarung zum Erwerb des gesamten von Schuler-Beteiligungen GmbH gehaltenen 38,5%-Anteils an der in Deutschland börsennotierten Schuler AG mit Sitz in Göppingen unterzeichnet; der Preis je Aktie beträgt 20,00 EUR in bar. Im Juni hat ANDRITZ weitere 24,99% der Aktien der Schuler AG erworben. Am 2. Juli 2012 hat ANDRITZ für die verbleibenden Aktionäre der Schuler AG ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot gemäß § 10 Abs. 1 i.V.m. §§ 29, 34 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) zur Übernahme der restlichen Aktien veröffentlicht, bei dem den verbleibenden Aktionären der Schuler AG ebenfalls 20,00 EUR je Aktie in bar angeboten wurden. Im Rahmen dieses Übernahmeangebots wurden ANDRITZ 25,75% der ausstehenden Aktien angedient. Der Vollzug des Aktienpaketerwerbs der Schuler-Beteiligungen GmbH sowie das Übernahmeangebot standen unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden. Im Februar 2013 wurde die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der Schuler AG von den zuständigen Kartellbehörden ohne Auflagen vollumfänglich freigegeben. Die Übertragung der Gesellschaftsanteile erfolgte mit Closing am 14. Februar 2013. Zu Redaktionsschluss dieses Finanzberichts am 21. Februar 2013 hielt ANDRITZ über 90% der Aktien an der Schuler AG. Die Erstkonsolidierung von Schuler in den ANDRITZ-Konzern-Abschluss erfolgt ab 1. März 2013. Als Technologie- und Weltmarktführer in der Umformtechnik liefert Schuler Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Verfahrens-Know-how und Dienstleistungen für die gesamte Metall verarbeitende Industrie. Mit dieser Akquisition verbreitert ANDRITZ sein Produkt- und Serviceangebot im Geschäftsbereich METALS.

An ANDRITZ HYDRO Hammerfest hat ANDRITZ im Berichtszeitraum seinen Anteil von 33,3% auf 59,4% erhöht. ANDRITZ HYDRO Hammerfest gehört zu den Weltmarktführern für Technologien zur Energieerzeugung aus küstennahen Gezeitenströmungen.

Weiters hat ANDRITZ 2012 folgende Unternehmen erworben:

  • Allied Environmental Solutions Inc. mit Sitz in Columbia, Maryland, USA. ANDRITZ Environmental Solutions ist einer der führenden Hersteller von Rauchgasreinigungssystemen für Energieversorger und andere Energie erzeugende Industrien (zum Beispiel Betreiber fossiler Kraftwerke) in den USA. Mit dieser Akquisition stärkt der Geschäftsbereich PULP & PAPER sein Portfolio für Rauchgasreinigung und steigt in den US-Markt ein.
  • Royal GMF-Gouda (Goudsche Machinefabriek) mit Hauptsitz in Waddinxveen, Niederlande, einschließlich der Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, China, Singapur sowie in den USA. ANDRITZ Gouda ist einer der führenden Hersteller von Trocknungssystemen für die Lebensmittelindustrie (beispielsweise für die Produktion von Babynahrung), die chemische Industrie sowie für den kommunalen Umweltbereich. Das Unternehmen ergänzt und erweitert das Produkt- und Serviceangebot des Geschäftsbereichs SEPARATION im Bereich der Trocknung.
  • Bricmont Inc. mit Hauptsitz in Pittsburgh, Pennsylvania, USA, einschließlich bestimmter Vermögenswerte in China und Indien. ANDRITZ Bricmont ist Lieferant von Ofenanlagen für die Aluminium- und Stahlindustrie und ergänzt das bestehende Produktangebot von Ofenanlagen des Geschäftsbereichs METALS.
  • Soutec AG mit Hauptsitz in Neftenbach, Schweiz, einschließlich Tochtergesellschaften in China und den USA. ANDRITZ Soutec, Teil des Geschäftsbereichs METALS, ist ein weltweit führender Anbieter von Laser- und Rollnaht-Widerstandsschweißsystemen für die Metall verarbeitende Industrie. Mit diesen Schweißanlagen werden insbesondere Leichtbauprodukte, zum Beispiel Bauteile für Automobilkarosserien, gefertigt.

RISIKOMANAGEMENT

ANDRITZ verfügt über ein gruppenweites Risikomanagementsystem, mit dem Risikopotenziale erkannt und Gegenmaßnahmen getroffen werden sollen. Dies ist ein wichtiges Element des aktiven Risikomanagements innerhalb der Gruppe.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Einrichtung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bzw. die Finanzberichterstattung liegt in der Verantwortung des Vorstands. Dazu hat der Vorstand sowohl für die wesentlichen Geschäftsrisiken innerhalb der Gruppe als auch für den Finanzberichterstattungsprozess gruppenweit verbindlich anzuwendende Regelungen und Richtlinien verabschiedet.

Das Rechnungswesen und die darin integrierte Finanzbuchhaltung sind direkt dem Vorstand unterstellt. Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen wird im Rahmen des Möglichen sichergestellt, dass die gesetzliche Vorgabe, dass die Eintragungen in die Bücher und die sonstigen Aufzeichnungen vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet zu erfolgen haben, erfüllt wird. Der gesamte Prozess von der Beschaffung bis zur Zahlung unterliegt strengen Regeln und Richtlinien, die wesentliche damit im Zusammenhang stehende Risiken vermeiden sollen. Zu diesen Maßnahmen und Regeln zählen unter anderem Funktionstrennungen, Unterschriftenordnungen, ausschließlich kollektive und auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsermächtigung für Zahlungen sowie systemunterstützte Prüfungen durch die verwendete Software (SAP).

Durch ein standardisiertes, konzernweites Finanzberichtswesen sowie durch sofortige, anlassbezogene Berichterstattung über bedeutende Ereignisse wird der Vorstand laufend über alle relevanten Sachverhalte informiert. Der Aufsichtsrat wird in zumindest einer pro Quartal stattfindenden Aufsichtsratssitzung über den laufenden Geschäftsgang inklusiver operativer Planung und mittelfristiger Strategie des Konzerns unterrichtet, in besonderen Fällen wird der Aufsichtsrat auch unmittelbar informiert. Darüber hinaus erhält der Vorsitzende des Aufsichtsrats einen stark zusammengefassten Monatsbericht mit den wichtigsten Finanzkennzahlen einschließlich Kommentaren. In den Prüfungsausschusssitzungen wird unter anderem auch das interne Kontroll- und Risikomanagement behandelt.

Eine interne Revision, die als Stabstelle des Vorstands eingerichtet ist, auditiert konzernweit einzelne Prozesse oder Gesellschaften anhand eines jährlich festgelegten Prüfplans sowie in besonderen Anlassfällen.

Finanzielle Risiken

Überwachung und Management finanzieller Risiken sind integrale Bestandteile des Rechnungswesens und des Controllings innerhalb der gesamten ANDRITZ-GRUPPE. Kontinuierliches Controlling und regelmäßiges Reporting sollen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass größere Risiken früh erkannt und wenn notwendig Gegenmaßnahmen getroffen werden können. Dennoch gibt es keine Garantie dafür, dass die Überwachungs- und Risikokontrollsysteme effektiv genug sind.

Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beziehen sich vor allem auf die Abhängigkeit der Gruppe von der allgemeinen Konjunkturentwicklung und der Entwicklung der von ihr bedienten Industrien, den Erhalt von Großaufträgen und die Erzielung der entsprechenden Umsatzerlöse aus dem hohen Auftragsstand. Darüber hinaus stellen bei der Abwicklung von Aufträgen unerwartete Kostensteigerungen und Schwierigkeiten bei der Erreichung der garantierten Leistungsparameter der von ANDRITZ gelieferten Anlagen wesentliche Risiken dar. Eine mögliche fehlerhafte Funktion der von ANDRITZ gelieferten Komponenten und Systeme kann gravierende Folgen für Menschen und materielles Vermögen haben. Die finanziellen Schwierigkeiten einzelner Euro-Länder und die unverändert schwierige gesamtwirtschaftliche Entwicklung (insbesondere in Europa und den USA) bedeuten ebenso ein ernstes Risiko für die finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE. Weiters stellt eine mögliche Abschwächung der wirtschaftlichen Aktivitäten in den Emerging Markets ein Risiko für die Gruppe dar. Die Wirtschaftsschwäche könnte zu Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zur Verzögerung oder Einstellung laufender Projekte führen. Die Stornierung bestehender Aufträge könnte den Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen, was sich wiederum negativ auf die Kapazitätsauslastung der Produktionsstätten der Gruppe auswirken könnte.

Auch eine vollständige oder teilweise Abschreibung einzelner im Zuge von Akquisitionen entstandener Firmenwerte könnte die Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beeinflussen, wenn die wirtschaftlichen Ziele für diese Firmen nicht erreicht werden können. Abseits davon besteht jederzeit das Risiko, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise oder gänzlich wertberichtigt werden müssen.

Das Zahlungsausfallsrisiko von Kunden wird für einen Großteil der Aufträge durch Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie durch Abschluss von Exportversicherungen reduziert, jedoch können einzelne Zahlungsausfälle einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der Gruppe haben. Das Risiko für Lieferungen in als politisch durchschnittlich riskant oder sehr riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls in großem Ausmaß versichert. Wechselkursrisiken im Zusammenhang mit der Abwicklung des Auftragsstands werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten – vor allem Devisentermingeschäfte und Swaps – minimiert und gesteuert. Bei in Fremdwährung fakturierten Aufträgen (hauptsächlich solchen in US-Dollar und Schweizer Franken) wird die Nettowährungsposition durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert. Cashflow-Risiken werden über monatliche Cashflow-Berichte überwacht.

Zur bestmöglichen Reduktion der finanziellen Risiken und zur besseren Überwachung, Kontrolle und Bewertung der Finanz- und Liquiditätsposition hat die ANDRITZ-GRUPPE eine umfassende Treasury-Policy und ein transparentes Informationssystem implementiert.

Die ANDRITZ-GRUPPE ist hinsichtlich Liquidität sehr gut positioniert und verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven sowie einen gesicherten Zugang zu Liquidität. Die Gruppe vermeidet es, von einer einzigen Bank oder von nur wenigen Banken abhängig zu sein. Zur Sicherstellung der Unabhängigkeit wird bei allen wichtigen Finanzprodukten (Zahlungsmittel, Finanzverbindlichkeiten, Finanzanlagevermögen, Garantien und Derivate) jeweils nur ein bestimmtes Volumen mit einer Bank abgewickelt. Durch diese Diversifikation versucht ANDRITZ, das Kontrahentenrisiko bestmöglich zu minimieren. Dennoch würde die Insolvenz einzelner oder mehrerer Banken einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung und das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE haben. Darüber hinaus kann eine Verschlechterung der Einschätzung der Bonität von ANDRITZ durch mehrere Banken den finanziellen Spielraum von ANDRITZ, insbesondere im Hinblick auf zu erstellende Avale, einschränken.

ANDRITZ verfolgt eine risikoaverse Veranlagungsstrategie. Geld wird weitgehend in risikoarme Finanzanlagen investiert, wie zum Beispiel in Staatsanleihen, staatsgarantierte Anleihen, Wertpapierfonds zur Deckung der Pensionsverpflichtungen, einlagengesicherte Schuldscheindarlehen oder Termingelder. Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten können jedoch zu einer ungünstigen Preisentwicklung bei verschiedenen Wertpapieren, in welche die Gruppe investiert hat (beispielsweise Wertpapierfonds oder Anleihen), oder zu deren Unhandelbarkeit führen. Dies könnte sich aufgrund notwendig werdender Abwertungen oder Wertberichtigungen negativ auf das Finanzergebnis oder das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE auswirken. Durch die Krise erhöht sich zudem das Ausfallsrisiko einzelner Emittenten der Wertpapiere bzw. der Kunden. Der Vorstand wird in regelmäßigen Abständen über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposure in der ANDRITZ-GRUPPE informiert.

Aufgrund der aktuellen Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union ist das Risiko eines kompletten oder teilweisen Zerfalls der Euro-Zone und eines damit verbundenen möglichen Zusammenbruchs des Euro-Währungssystems gegeben. Dies würde sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit negativ auf die Finanz-, Liquiditäts- und Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE auswirken.

Nicht-finanzielle Risiken

Im Bereich der Fertigung sind exakte Planung, hoher Einsatz und Flexibilität seitens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wesentliche Erfolgsfaktoren, um kurze Auftragsdurchlaufzeiten und hohe Termintreue zu garantieren. ANDRITZ setzt intern auf flexible Arbeitszeitmodelle und einen Anteil an Zeitarbeitern, um zyklischen Auslastungsschwankungen zu begegnen. Ebenso werden durch eine gezielte Make-or-Buy-Strategie die im Projektgeschäft typischen Schwankungen in der Kapazitätsauslastung besser ausgeglichen und die vorhandenen eigenen Fertigungskapazitäten bestmöglich ausgelastet. Dabei werden prozessrelevante Schlüsselkomponenten für Anlagen und Produkte von ANDRITZ meist in eigenen Produktionsstätten gefertigt und montiert. Einfache Komponenten werden dagegen vorwiegend bei qualifizierten Lieferanten beschafft, deren Qualität und Termintreue laufend kontrolliert werden.

Im Bereich Personal sind interessante Karrieremöglichkeiten, eine leistungsorientierte Entlohnung und fokussierte Management-Trainingsprogramme wesentliche Voraussetzungen, dass ANDRITZ bestens ausgebildete und hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzieht und auch langfristig an das Unternehmen binden kann. Hohe Qualitätsstandards im Auswahlverfahren gewährleisten, dass die am besten geeigneten Kandidaten eingestellt werden. Im Rahmen der Nachfolgeplanung werden auf Basis standardisierter Leistungs- und Potenzialbeurteilungen für jede Schlüsselposition interne Nachfolgekandidaten identifiziert, um für kurz- und mittelfristige Nachbesetzungen ausreichend Kandidaten verfügbar zu haben. In zahlreichen Konzerngesellschaften wurden neue, lokale Entwicklungsprogramme für spezielle Zielgruppen (zum Beispiel für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verkauf oder für Führungskräfte in der Fertigung) initiiert bzw. weitergeführt. Bei der Programmentwicklung wird darauf geachtet, dass diese Trainings mit globalen Personalentwicklungsprogrammen kombiniert werden können. Mehrere sogenannte "Change-Projekte" wurden zur Optimierung der Neuorganisation einzelner Divisionen bzw. Geschäftsbereiche durchgeführt. Die ANDRITZ-GRUPPE versucht, Auslastungsschwankungen durch die Zuteilung von Aufträgen auf die einzelnen globalen Standorte sowie lokal durch den Einsatz von Leiharbeitern bestmöglich auszugleichen.

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

Wechselkursänderungen im Zusammenhang mit der Abarbeitung des Auftragsstands werden durch entsprechende Terminkontrakte weitgehend abgesichert. Wechselkursrisiken aus der Bilanzierung des Eigenkapitals werden nicht abgesichert.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Fertigung

Bedingt durch den außerordentlich hohen Auftragsstand zum Jahresanfang und den guten Auftragseingang im Berichtsjahr war das Jahr 2012 im Bereich der Fertigung von hoher Kapazitätsauslastung geprägt. An vielen ANDRITZ-Fertigungsstandorten wurden Rekordwerte beim Fertigungsausstoß erreicht.

Die Investitionen im Bereich der Fertigung konzentrierten sich auf den Auf- und Ausbau der Produktionskapazitäten in den Emerging Markets Asiens und Osteuropas (insbesondere in China, Ungarn und der Slowakei) sowie die Modernisierung bestehender Standorte in Mitteleuropa und Nordamerika.

Personalwesen

Die ANDRITZ-GRUPPE beschäftigte per Ende 2012 17.865 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (+6,7% gegenüber 31. Dezember 2011: 16.750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter). Dieser Anstieg ist insbesondere auf die Erstkonsolidierung erworbener Unternehmen zurückzuführen.

Das Human-Resources-Management ist gruppenweit für die Koordination und Planung der wesentlichen Personalprozesse verantwortlich. Hauptziele dieser Prozesse sind die Nachbesetzung von Schlüsselpositionen sowie die Schaffung attraktiver Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten für zukünftige Führungskräfte bzw. Fachexperten. Um die Attraktivität von ANDRITZ als Arbeitgeber für Techniker zu steigern und diesen mittel- bis langfristig interessante berufliche Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, wurde das Projekt "Engineering Career Path", ein gruppenweites Karrieremodell für Techniker, fortgeführt und auf Grund positiver Ergebnisse ausgeweitet. Bei der Auswahl neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird dem Kriterium Vielfalt hohes Augenmerk beigemessen.

2012 wurden an ANDRITZ-Standorten erneut sicherheitsrelevante Maßnahmen für das Personal durchgeführt, bei denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter anderem zu den Themen Gesundheit am Arbeitsplatz, Arbeitssicherheit, Abfalltrennung sowie Brandschutz unterwiesen und informiert wurden. Ebenso wurden Seminare und Veranstaltungen zur Förderung der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeboten.

Umweltschutzbelange

Die ANDRITZ-GRUPPE hat 2012 ihre Bemühungen hinsichtlich des Umweltschutzes an den ANDRITZ-Standorten fortgeführt. Fokussiert wurde insbesondere auf die Einsparung von Heizenergie durch Adaptierung der Heizungssysteme mit neuer Technologie, die Reduzierung von CO2-Emissionen durch laufenden Austausch von alten Transportfahrzeugen durch die Neuanschaffung von Fahrzeugen mit Hybridtechnik sowie die schrittweise Umsetzung des Einsatzes von energiesparenden und kosteneffizienten Leuchtmittel für Büros und Fertigungshallen. Ein Projekt zu Energiegewinnung durch Photovoltaik ist am Standort Graz in Ausarbeitung.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

In Forschung und Entwicklung (F&E) investierte die ANDRITZ-GRUPPE 2012 78,2 MEUR (2011: 65,6 MEUR). Einschließlich auftragsbezogener Entwicklungsarbeiten wurden rund 3% des Umsatzes für die Erforschung und Weiterentwicklung neuer Verfahren und Produkte aufgewendet, um die Technologieführerschaft von ANDRITZ weiter auszubauen. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der Geschäftsbereiche im Detail:

Betreiber von Wasserkraftanlagen müssen einerseits auf Performance und Kosteneffizienz ihrer Anlagen achten, andererseits aber auch auf ökologische Anforderungen. In enger Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt ANDRITZ HYDRO deshalb technologische Lösungen, die maximale Effizienz und bestmögliche Ökologie miteinander verbinden. Um beispielsweise den Einfluss von Wasserkraftwerken auf Fische zu erforschen, wurden mit Kunden umfangreiche Studien durchgeführt und ein neues Turbinendesign mit geringerer Anzahl an Schaufeln und minimalem Spalt zwischen Laufrad und Gehäuse entwickelt, um damit Verletzungen und Stressfaktoren für Fische zu reduzieren.

Auf die Verbindung von Ökologie und Effizienz setzt man auch bei der Entwicklung ölfreier Naben von Kaplanturbinen. Während konventionelle Laufräder von Kaplanturbinen mit Hunderten Litern Öl befüllt sind, das bei einem Leck austreten kann, hat ANDRITZ Laufräder entwickelt, die mit Wasser statt mit Öl laufen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung von Turbinenbeschichtungen, die vor Sandabrieb schützen. Erosionsschäden führen zu reduziertem Wirkungsgrad sowie höheren Wartungs- und Reparaturkosten. Mithilfe von eigenen Abrasionsprüfständen und dank der jahrelangen Erfahrung im Bereich Wasserkraftanlagen konnten neue Beschichtungsverfahren entwickelt werden, die Effizienzverluste minimieren und Wartungsintervalle vergrößern.

ANDRITZ PULP & PAPER liefert die Technologie zur Biomassevorbehandlung für das Projekt Liberty, die erste kommerzielle Zellulose-Ethanol-Anlage für Biotreibstoffe der zweiten Generation, die von POET-DSM in den USA errichtet wird. Die Anlage soll aus Maisernte-Abfällen jährlich mehr als 75 Millionen Liter Zellulose-Ethanol produzieren. Zum Einsatz kommt das von ANDRITZ weiterentwickelte zweistufige Dampfexplosionsverfahren, das die kostengünstige Umwandlung von Biomasse in Zucker für die Ethanolherstellung unterstützt. In seinen F&E-Einrichtungen in Europa und den USA arbeitet ANDRITZ bereits seit acht Jahren an Prozessen für die Ethanolherstellung der zweiten Generation. Dabei kommen zum Beispiel Holzabfälle oder Restpflanzen aus dem Getreideanbau zum Einsatz, die nicht als Nahrungsmittel verwendet werden. Die ANDRITZ-Entwicklung konzentriert sich auf die chemische Vorbehandlung der Biomasse und die Herstellung von Zuckern für die Fermentierung in Ethanol und Butanol. Die Holzverarbeitung spielt eine besondere Rolle bei der Biomassevorbehandlung. Die Zellulose muss dabei von diversen Fremdbestandteilen (wie etwa Steinen oder Sand) getrennt werden, die den Produktionsprozess stören könnten. Besonders zukunftsträchtig sind Mikro-Holzchips, die nur vier bis sechs Millimeter lang und fast völlig frei von Fremdbestandteilen sind. Solche Chips könnten in Zukunft für die kostengünstige Produktion der meisten Biotreibstoffarten eingesetzt werden.

Die Bedeutung der Biomasse für den weltweiten Energiemix nimmt stetig zu. Um die vorgeschriebenen Emissionsziele zu erreichen, verbrennen Kohlekraftwerke zusätzlich zu Kohle auch immer mehr Biomasse in Form von Holzhackschnitzeln oder -pellets. Allerdings lässt sich unbehandelte Biomasse in den bestehenden Anlagen nur begrenzt einsetzen, ohne kostenintensive Modifizierungen in der Lagerung, den Zuführungssystemen und der Kesselbefeuerung zu verursachen. ANDRITZ entwickelt daher Technologien und Prozesse, um das Rohmaterial besser für den Einsatz in Energie erzeugenden Industrien vorzubereiten. Als vielversprechendes Verfahren gilt die Torrefizierung, ein thermischer Prozess, um die Energiedichte von Biomasse zu erhöhen. Die Brennstoffeigenschaften der CO2-neutralen Biomasse werden dabei verbessert, sodass diese in Kraftwerken mehr fossile Brennstoffe ersetzt. Durch das "Rösten" in sauerstoffarmer Umgebung bei relativ niedrigen Temperaturen nimmt die Biomasse kohleähnliche Eigenschaften an. Der Energiegehalt torrefizierter Biomasse ist um 20% höher als bei normalen Holzpellets.

ANDRITZ testet das innovative Verfahren derzeit in zwei Pilotanlagen. Eine Anlage hat ANDRITZ SEPARATION gemeinsam mit der Gemeinde Frohnleiten, Österreich, in Betrieb genommen. Die Anlage basiert auf dem von ANDRITZ neu entwickelten ACB-Verfahren (Accelerated Carbonized Biomass). Dabei wird holzartige Biomasse wie Hackschnitzel oder Sägespäne verdichtet und torrefiziert. Zukünftig sollen auf den schlüsselfertigen Torrefizierungsanlagen (Kapazität der kleinsten kommerziellen Anlage: jeweils rund 50.000 Jahrestonnen) auch andere kostengünstige Biomasserohstoffe und -abfälle zu besonders energiereichen Brennstoffen veredelt werden. Eine weitere Torrefizierungspilotanlage wurde in Sønder Stenderup, Dänemark, errichtet. Das Ziel hier ist es, ein Konzept für zukünftige Anlagen mit einer Produktionskapazität von bis zu einer Million Jahrestonnen zu testen.

Prozessoptimierung und Recycling-Verfahren stehen im Mittelpunkt der grünen Innovationen von ANDRITZ METALS. Mit dem neu entwickelten ZEMAP-Prozess (Zero Effluent Mixed Acid Pickling) lässt sich die Nitratbelastung des Abwassers, das bei der Mischsäurebeizung von Edelstahl anfällt, fast auf null reduzieren. ZEMAP wirkt dabei in einer Prozesskette zusammen mit dem ebenfalls von ANDRITZ entwickelten Pyromars-Verfahren, mit dem sich die Beizsäure und Inhaltsstoffe wie Chrom und Nickel rückgewinnen lassen. Im ZEMAP-Verfahren werden die Spülwässer neutralisiert und eingedampft, das Konzentrat kann in der Pyromars-Anlage wiederverwendet werden. Somit lassen sich mit dem Verfahren nicht nur wertvolle Inhaltsstoffe zurückgewinnen, sondern auch die Kosten für eine Abwasserbehandlung erheblich reduzieren.

Weitere Schwerpunkte lagen beim Recycling von Stahlblechen mithilfe neuer Entzinkungsverfahren sowie in der Entwicklung neuer Brennerkonzepte, um die thermische Effizienz von Wärmebehandlungsöfen zu verbessern. Erfolgreich getestet wurde auch der Prototyp eines Brenners zur Reduktion von Stickoxiden in Hochtemperaturöfen.

ANDRITZ FEED & BIOFUEL hat BioMax, mit einer Leistung von zwölf Tonnen pro Stunde eine der weltweit größten Pelletierungspressen für Biomasse, in Betrieb genommen.

Wichtige Ereignisse nach dem 31. Dezember 2012

Die Situation der Weltwirtschaft sowie an den Finanzmärkten hat sich in der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Veröffentlichung dieses Berichts nicht wesentlich geändert. Bestimmende Faktoren bleiben weiterhin die Staatsschuldenkrisen in Europa und den USA sowie die Abschwächung der Weltwirtschaft.

Im Februar 2013 wurde die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der Schuler AG von den zuständigen Kartellbehörden ohne Auflagen vollumfänglich freigegeben. Die Übertragung der Gesellschaftsanteile erfolgte mit Closing am 14. Februar 2013. Zu Redaktionsschluss dieses Finanzberichts am 21. Februar 2013 hielt ANDRITZ über 90% der Aktien an der Schuler AG. Die Erstkonsolidierung von Schuler in den ANDRITZ-Konzern-Abschluss erfolgt ab 1. März 2013. Als Technologie- und Weltmarktführer in der Umformtechnik liefert Schuler Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Verfahrens-Know-how und Dienstleistungen für die gesamte Metall verarbeitende Industrie. Mit dieser Akquisition verbreitert ANDRITZ sein Produkt- und Serviceangebot im Geschäftsbereich METALS.

Im Jänner 2013 hat ANDRITZ 80% der Anteile an Shanghai Shende Machinery Co. Ltd., China, einem Lieferanten von Technologien und Systemen für die Pelletierung von Tierfutter und Biomasse, erworben.

AUSBLICK

Führende Wirtschaftsexperten erwarten für 2013 in den wichtigsten Regionen der Welt keine wesentliche Änderung der wirtschaftlichen Entwicklung. Sowohl in den USA als auch in Europa wird mit einer weiterhin schleppenden Entwicklung der Wirtschaft gerechnet. Bestimmende Faktoren werden unverändert die Staatsschuldenkrise sowie die damit einhergehenden Budget-Konsolidierungsmaßnahmen sein, die zu einer deutlichen Kürzung der Staatsausgaben führen wird. Auch in den Emerging Markets ist keine nachhaltige Beschleunigung des Wachstums zu erwarten, da sich die Exporte in die USA und nach Europa aufgrund der dortigen Wirtschaftsschwäche nicht nachhaltig erholen werden.

Angesichts dieser erwarteten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist für die von ANDRITZ bedienten Märkte von einer verhaltenen, im Vergleich zu 2012 jedoch stabilen Entwicklung auszugehen.

Generell ist damit zu rechnen, dass sich die Visibilität hinsichtlich der Vergabe von Aufträgen, insbesondere bei Großprojekten, weiter verkürzen wird. Insgesamt jedoch ist in allen Geschäftsbereichen mit einer zufriedenstellenden Projektaktivität zu rechnen, wobei in den beiden größten Geschäftsbereichen, HYDRO sowie PULP & PAPER, die Vergabe einiger mittlerer bzw. größerer Aufträge erwartet wird. Bis auf den Bereich METALS, wo auch 2013 mit keiner nachhaltigen Erholung gerechnet werden kann, sollte sich in den anderen Geschäftsbereichen die Investitionstätigkeit 2013 ebenfalls solide entwickeln.

Auf Basis dieser Erwartungen, des guten Auftragsstands per ultimo 2012 sowie der erstmaligen Konsolidierung der Schuler AG erwartet die ANDRITZ-GRUPPE für das Geschäftsjahr 2013 aus heutiger Sicht einen im Jahresvergleich ansteigenden Umsatz. Auch beim Konzern-Ergebnis wird mit einer Steigerung im Jahresvergleich gerechnet.

Sollte sich jedoch 2013 die globale Weltwirtschaft erneut stärker eintrüben, ist mit negativen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE zu rechnen, die das Erreichen der Umsatz- und Ertragsziele unmöglich machen könnten.

AKTIEN UND AKTIONÄRSSTRUKTUR

Offenlegung gemäß § 243a UGB

Das Grundkapital der ANDRITZ AG per 31. Dezember 2012 betrug 104.000.000 EUR. Auf jede nennwertlose Aktie entfällt damit ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 1,00 EUR.

Es bestehen keine Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Knapp 30% der Aktien befinden sich in Besitz der Certus Beteiligungs-GmbH, deren Geschäftsführer Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender der ANDRITZ AG, ist.

Es gibt derzeit kein genehmigtes Kapital. Aufgrund eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 29. März 2011 ist der Vorstand ermächtigt, zwischen 1. April 2011 und 30. September 2013 bis zu 10% des Grundkapitals der ANDRITZ AG zurück zu erwerben. Ende März 2011 hat der Vorstand der ANDRITZ AG beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen und Aktien zwischen 6. April 2011 und 30. September 2013 zurückzukaufen. Es gibt keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.

Soweit der Gesellschaft bekannt ist, gibt es keine Inhaber von Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Die Arbeitnehmer üben das Stimmrecht direkt aus. Es existieren darüber hinaus auch keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

Die Gesellschaft ist keine bedeutenden Vereinbarungen eingegangen, die bei einem Kontrollwechsel der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam, sich ändern oder enden würden. Gemäß der Bedingungen der im Juni 2006 begebenen ANDRITZ-Anleihe 2006-2013, der im Februar 2008 begebenen ANDRITZ-Anleihe 2008-2015 sowie der im Juli 2012 begebenen ANDRITZ-Anleihe 2012-2019 ist jeder Inhaber von Teilschuldverschreibungen berechtigt, seine Teilschuldverschreibungen fällig zu stellen und sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich der bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufenen Zinsen zu verlangen, falls ein Kontrollwechsel durch einen neuen Großaktionär erfolgt und dieser Kontrollwechsel zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Fähigkeit der Emittentin führt, ihre Verpflichtungen aus den Teilschuldverschreibungen zu erfüllen.

Es existieren Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Vorstands im Falle eines Kontrollwechsels. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen für die Aufsichtsratsmitglieder und Arbeitnehmer.

Graz, am 21. Februar 2013

Der Vorstand der ANDRITZ AG

Vorstandsvorsitzender PULP & PAPER

(Neuanlagen)

SEPARATION

Wolfgang Leitner Karl Hornhofer Humbert Köfler Friedrich Papst Wolfgang Semper PULP & PAPER (Service & Systemlösungen),

METALS, FEED & BIOFUEL, HYDRO (Pumpen)

HYDRO

Disclaimer:

Bestimmte Aussagen im Jahresfinanzbericht 2012 und im Geschäftsbericht 2012 sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.

Der Jahresfinanzbericht 2012 und der Geschäftsbericht 2012 enthalten Annahmen und Prognosen, die auf Basis aller bis Redaktionsschluss am 21. Februar 2013 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Annahmen und Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder die im Kapitel "Unternehmensrisiken" und im Lagebericht des Jahresfinanzberichts 2012 angesprochenen Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den im Jahresfinanzbericht 2012 und im Geschäftsbericht 2012 erwarteten Ergebnissen abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr.

ANDRITZ AGGraz

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(Beträge in EUR)

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GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2012

(Beträge in EUR)

2011
TEUR
1.
2.
Umsatzerlöse
Bestandsveränderungen
433.528.299,27 424.731
a)
Veränderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen sowie an
noch nicht abrechenbaren Leistungen 320.210.310,46 205.380
b)
Veränderungen der Auftragsrückstellungen
(37.453.528,86) 282.756.781,60 18.436
223.816
3. andere aktivierte Eigenleistungen 12.706,75 2
4. sonstige betriebliche Erträge
a)
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme
der Finanzanlagen
1.504,54 49
b)
übrige
80.292.447,56 58.253
5. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen 80.293.952,10 58.302
a)
Materialaufwand
(473.112.780,57) (391.729)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (52.719.893,40) (45.006)
6. Personalaufwand (525.832.673,97) (436.735)
a)
Löhne
(20.276.948,25) (20.332)
b)
Gehälter
(104.986.385,25) (94.946)
c)
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
(5.496.985,44) (5.659)
d)
Aufwendungen für Altersversorgung
(4.094.384,67) (2.607)
e)
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
f)
sonstige Sozialaufwendungen
(26.046.446,08)
(366.044,99)
(25.646)
(286)
(161.267.194,68) (149.476)
7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
(16.407.831,73) (15.285)
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
a)
Steuern, soweit sie nicht unter Z 18 fallen
b)
übrige
(640.075,65)
(118.765.708,95)
(1.208)
(104.078)
(119.405.784,60) (105.286)
9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebserfolg) (26.321.745,26) 69
10. Erträge aus Beteiligungen 171.756.445,63 118.856
davon aus verbundenen Unternehmen 171.756.445,63 (Vorjahr TEUR 118.856)
11. Erträge aus anderen Wertpapieren
44.500,00 44
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.403.527,85 9.502
davon aus verbundenen Unternehmen 746.650,63 (Vorjahr TEUR 613)
13. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen und Wertpapieren des
Umlaufvermögens
2.577.730,23 153
14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens (13.288.825,41) (22.961)
davon aus Abschreibungen -10.119.743,41 (Vorjahr TEUR -18.032)
davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen -420.000,00
(Vorjahr TEUR -3.603)
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (11.102.424,87) (10.155)
davon betreffend verbundene Unternehmen -970.621,19 (Vorjahr TEUR -1.956)
16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzerfolg) 156.390.953,43 95.439
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 130.069.208,17 95.508
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (2.457.960,25) (3.534)
19. Jahresüberschuss 127.611.247,92 91.974
20. Auflösung Rücklage für eigene Anteile
21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
1.529.600,55
101.257.882,51
31.352
91.483
22. Bilanzgewinn 230.398.730,98 214.809

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012

A N H A N G

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Für Zugänge werden ab dem Folgemonat der Anschaffung monatlich Abschreibungen vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Für die Abschreibung des Firmenwerts wird eine Nutzungsdauer von 14 Jahren zugrunde gelegt, die Nachhaltigkeit ist durch die Marktpositionierung und die Zukunftsperspektiven der ANDRITZ AG gegeben. Die Sätze der Normalabschreibungen entsprechen den unternehmensrechtlichen Vorschriften. Sie betragen für das übrige immaterielle Anlagevermögen zwischen 20% und 25%, für Gebäude und sonstige Baulichkeiten zwischen 2% und 14,29%, für technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 10% und 33,3%.

Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten oder im Falle einer dauernden Wertminderung mit den niedrigeren Ertragswerten bewertet. Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu den Anschaffungskosten oder den niedrigeren Kurswerten bewertet.

Die Vorräte und Forderungen werden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Aufträge werden mit ihren Herstellungskosten abzüglich allfälliger Vorsorgen für drohende Verluste bewertet. Gewinnrealisierungen erfolgen bei Endabrechnung der Kundenaufträge, für das Gewährleistungsrisiko werden Einzelvorsorgen gebildet.

Der Bilanzansatz der noch nicht abrechenbaren Leistungen wird mit erhaltenen Anzahlungen, soweit diese bereits angearbeitete Aufträge betreffen, offen saldiert.

Wertpapiere und eigene Anteile werden zu den Anschaffungskosten oder den niedrigeren Kurswerten bewertet.

Die Verpflichtungen aus vertraglichen Pensionszusagen und laufenden Pensionen, aus Abfertigungen sowie die kollektivvertraglichen Jubiläumsgelder sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen passiviert, wobei die Bewertungsvorschriften von IAS 19 angewandt wurden. Die Rückstellungen berücksichtigen die nach den Grundsätzen unternehmerischer Beurteilung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen.

Anleihen werden mit ihren Rückzahlungsbeträgen ausgewiesen.

Fremdwährungsforderungen werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung maßgeblichen, niedrigeren Stichtagskurs bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung maßgeblichen, höheren Stichtagskurs bewertet.

Die Ansätze für die Vermögensgegenstände und Schulden entsprechen im Übrigen den bereits in den Vorjahren angewandten Grundsätzen.

II. Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Anlagevermögen

Entwicklung der Anschaffungskosten

(Beträge in EUR)

Stand am Zugänge Umbuchung Abgänge Stand am
1.1.2012 31.12.2012
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen und andere Rechte 6.685.090,51 2.053.590,58 0,00 18.712,00 8.719.969,09
2. Firmenwert 168.193.550,34 0,00 0,00 0,00 168.193.550,34
174.878.640,85 2.053.590,58 0,00 18.712,00 176.913.519,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 40.004.954,64 20.072.174,88 15.813.150,41 112.398,57 75.777.881,36
2. technische Anlagen und Maschinen 8.906.493,36 1.113.635,41 7.114,45 0,00 10.027.243,22
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts
ausstattung*) 4.208.841,26 5.476.684,24 0,00 381.168,88 9.304.356,62
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 15.831.645,20 356.928,18 -15.820.264,86 0,00 368.308,52
68.951.934,46 27.019.422,71 0,00 493.567,45 95.477.789,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 926.784.347,48 226.928.392,09 0,00 4.902.206,56 1.148.810.533,01
2. Beteiligungen 692.946,00 0,00 0,00 500.000,00 192.946,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.584.190,00 0,00 0,00 0,00 1.584.190,00
4. Sonstige Ausleihungen 33.000.000,00 0,00 0,00 0,00 33.000.000,00
962.061.483,48 226.928.392,09 0,00 5.402.206,56 1.183.587.669,01
Summe 1.205.892.058,79 256.001.405,38 0,00 5.914.486,01 1.455.978.978,16

*) Im Zugang und Abgang sind geringwertige Vermögensgegenstände in Höhe von 193.284,70 EUR enthalten.

Entwicklung der kumulierten Abschreibungen

(Beträge in EUR)

Stand am Jahres- Abgänge/ Stand am
1.1.2012 abschreibung Zuschreibung 31.12.2012
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen und andere Rechte 2.053.623,66 1.441.587,02 8.946,26 3.486.264,42
2. Firmenwert 145.667.628,40 11.262.960,96 0,00 156.930.589,36
147.721.252,06 12.704.547,98 8.946,26 160.416.853,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 28.073.491,81 937.173,60 103.384,53 28.907.280,88
2. technische Anlagen und Maschinen 1.748.187,15 1.017.041,47 0,00 2.765.228,62
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts
ausstattung*) 1.363.208,32 1.749.068,68 328.542,16 2.783.734,84
31.184.887,28 3.703.283,75 431.926,69 34.456.244,34
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 43.692.367,85 420.000,00 4.839.355,56 39.273.012,29
2. Beteiligungen 100.015,00 0,00 0,00 100.015,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 388.030,00 0,00 0,00 388.030,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
44.180.412,85 420.000,00 4.839.355,56 39.761.057,29
Summe 223.086.552,19 16.827.831,73 5.280.228,51 234.634.155,41

*) In der Jahresabschreibung und in den Abgängen sind geringwertige Vermögensgegenstände in Höhe von 193.284,70 EUR enthalten.

Buchwerte zum 31.12.2012

(Beträge in EUR)

Anschaffungs- kumulierte Buchwerte
kosten Abschreibungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.
Software, Lizenzen und andere Rechte
8.719.969,09 3.486.264,42 5.233.704,67
2.
Firmenwert
168.193.550,34 156.930.589,36 11.262.960,98
176.913.519,43 160.416.853,78 16.496.665,65
II. Sachanlagen
1.
Grundstücke und Bauten
75.777.881,36 28.907.280,88 46.870.600,48
2.
technische Anlagen und Maschinen
10.027.243,22 2.765.228,62 7.262.014,60
3.
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts
ausstattung 9.304.356,62 2.783.734,84 6.520.621,78
4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
368.308,52 0,00 368.308,52
95.477.789,72 34.456.244,34 61.021.545,38
III. Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
1.148.810.533,01 39.273.012,29 1.109.537.520,72
2.
Beteiligungen
192.946,00 100.015,00 92.931,00
3.
Wertpapiere des Anlagevermögens
1.584.190,00 388.030,00 1.196.160,00
4.
Sonstige Ausleihungen
33.000.000,00 0,00 33.000.000,00
1.183.587.669,01 39.761.057,29 1.143.826.611,72
Summe 1.455.978.978,16 234.634.155,41 1.221.344.822,75

Immaterielle Vermögensgegenstände

Der aus der Verschmelzung mit der Andritz Internationale Technologie AG stammende Firmenwert von 168 MEUR wird plangemäß über 14 Jahre verteilt abgeschrieben.

Sachanlagen

Der in den Grundstücken enthaltene Grundwert beträgt 1.511.642 EUR (Vorjahr: 1.511.642 EUR).

Finanzanlagen

Die Zugänge unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen betreffen im Jahr 2012 getätigte Akquisitionen sowie Kapitalmaßnahmen bei bestehenden Tochtergesellschaften, darin inkludiert sind auch die Kapitalzuschüsse an die Andritz Beteiligungsgesellschaft IV GmbH, welche für den Erwerb von knapp 25% der Anteile an der Schuler AG verwendet wurden.

Die aus steuerrechtlichen Gründen unterlassene Zuschreibung bei den Wertpapieren des Anlagevermögens beträgt 238.520 EUR (Vorjahr: 121.040 EUR).

Die sonstigen Ausleihungen betreffen zu Veranlagungszwecken erworbene Schuldscheindarlehen, welche durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken abgesichert sind.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Die Bewertung erfolgte zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder den niedrigeren Wiederbeschaffungspreisen des Bilanzstichtags. Für nicht- oder schwergängige Materialien wurden angemessene Abwertungen vorgenommen.

fertige Erzeugnisse und Waren

Die fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten angesetzt. Wertberichtigungen wurden nach dem Grad der Verwertbarkeit bzw. dem unternehmerischen Vorsichtsgebot entsprechend in angemessener Höhe gebildet.

noch nicht abrechenbare Leistungen

Der Wertansatz bei diesen Leistungen erfolgte zu Herstellungskosten, wobei auch bei langfristiger Fertigung keine Zuschläge für Verwaltungs- und Vertriebskosten angesetzt werden. Wertberichtigungen wurden für aus Kundenaufträgen erwartete Verluste sowie für schwere Verwertbarkeit bei Vorratsaufträgen gebildet. Noch nicht verrechnete Anzahlungen von Kunden wurden, soweit die Aufträge bereits angearbeitet waren, in dieser Bilanzposition offen saldiert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

(Beträge in TEUR)

Restlaufzeit Restlaufzeit Bilanz
bis 1 Jahr > 1 Jahr wert
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.616 5 18.621
(23.345) (0) (23.345)
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 54.792 0 54.792
(41.921) (0) (41.921)
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 6.958 0 6.958
(12.743) (28.419) (41.162)
80.366 5 80.371
(78.009) (28.419) (106.428)

Unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips wurden bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Auslandsforderungen sind in den meisten Fällen durch Exportgarantien besichert. Unverzinsliche langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden abgezinst.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind 23.320.067 EUR (Vorjahr: 20.209.946 EUR) aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

In den sonstigen Forderungen sind 2.537.994 EUR (Vorjahr: 1.924.240 EUR) Erträge enthalten, welche erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

eigene Anteile

Sämtliche Angaben wurden entsprechend dem im Geschäftsjahr 2012 durchgeführten Aktiensplit (1 : 2) angepasst.

Der Vorstand hat auf Basis einer Ermächtigung der Hauptversammlung und mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein Aktienrückkauf- und -wiederverkaufsprogramm beschlossen, welches den Erwerb von bis zu 10.400.000 Stückaktien im Zeitraum 6. April 2011 bis 30. September 2013 ermöglicht. Zum 31. Dezember 2012 befinden sich 739.254 Stückaktien in Besitz der ANDRITZ AG, dies entspricht einem Anteil am Grundkapital in Höhe von 0,71% bzw. 739.254 EUR. Es ist vorgesehen, diese Aktien für die Bedienung der Optionen im Rahmen der Aktienbeteiligungsprogramme für Führungskräfte zu verwenden. 2012 wurden keine Stückaktien erworben.

Von berechtigten Führungskräften wurden Optionen zum Erwerb von insgesamt 69.600 Stückaktien zu einem Preis von 17,72 EUR je Aktie ausgenutzt; die Bedienung erfolgte aus vorhandenen Beständen eigener Anteile. 1.034 Stückaktien wurden an eine Tochtergesellschaft zu einem Kurs von 43,74 EUR je Aktie anlässlich einer Mitarbeiterbeteiligungsaktion verkauft. Der auf alle verkauften Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals ist 70.634 EUR, der Anteil am Grundkapital beträgt 0,07%. Die aus den Verkäufen erzielten Erlöse wurden zur kurzfristigen Liquiditätssteuerung verwendet.

Weiters wurden im Rahmen einer Mitarbeiterbeteiligungsaktion 14.506 Stückaktien an Mitarbeiter der ANDRITZ AG abgegeben.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die aus steuerrechtlichen Gründen unterlassene Zuschreibung bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens beträgt 1.364.245 EUR (Vorjahr: 65.600 EUR).

PASSIVA

Grundkapital

Im Geschäftsjahr 2012 wurde ein Aktiensplit im Verhältnis 1 : 2 durchgeführt. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 104.000.000 EUR (Vorjahr: 104.000.000 EUR). Es ist in 104.000.000 Stückaktien (Vorjahr: 52.000 Stückaktien) ohne Nennwert zerlegt.

Optionsrücklage

Der Betrag der Verpflichtung, die aus den am 26. März 2010 und am 22. März 2012 beschlossenen Optionsprogrammen resultiert, wird während des Erdienungszeitraums in gleichen Raten als Aufwand verrechnet und in eine Optionsrücklage eingestellt. Der Aufwand für diese anteilsbasierten Vergütungen betrug im Geschäftsjahr 5.174.574 EUR (Vorjahr: 2.539.192 EUR).

Rücklage für eigene Anteile

Die Rücklage für eigene Anteile zum 31. Dezember 2012 beträgt 17.135.908 EUR (Vorjahr: 18.665.508 EUR); ihr stehen auf der Aktivseite ausgewiesene eigene Anteile in gleicher Höhe gegenüber.

Rückstellungen für Abfertigungen, Rückstellungen für Pensionen

Die Verpflichtungen aus den theoretischen Abfertigungsansprüchen der Dienstnehmer sowie die Rückstellungen für Pensionen wurden zum 31.12.2012 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung eines Zinssatzes von 3,75% (Vorjahr: 5,00%) sowie eines Gehaltstrends von 2,50% (Vorjahr: 3,00%) (IAS 19) berechnet. Für die Berechnung wurden die AVÖ2008 – Angestellte Pagler & Pagler zugrunde gelegt. Aufgrund der geänderten Prozentsätze sind aperiodische Aufwendungen in Höhe von 2.768.261 EUR (Vorjahr: 33.601 EUR) entstanden. Die Korridormethode wurde nicht angewendet. Das rechnungsmäßige Pensionsalter entspricht wie im Vorjahr dem frühest möglichen Anfallsalter für die vorzeitige Alterspension gemäß der im Budgetbegleitgesetz 2003 verankerten Pensionsreform. Für die im Jahr 1999 an eine Pensionskasse übertragenen Pensionsansprüche wurde ein Gutachten nach den gleichen Grundsätzen erstellt. Zum 31. Dezember 2012 lag das Deckungskapital der Pensionsversicherung unter dem Niveau der entsprechenden Pensionsverpflichtungen; eine entsprechende Rückstellung für zu erwartende Nachschüsse wurde gebildet.

sonstige Rückstellungen

31.12.2012 31.12.2011
in MEUR in MEUR__
Auftragsbezogene Vorsorgen für
-
fehlende Selbstkosten
45,3 43,2
-
Gewährleistungen und Mehrkosten
48,0 42,7
Personalaufwendungen 65,3 51,4

Zu erwartende Auftragsverluste werden in Höhe der Unterschiedsbeträge zwischen den voraussichtlichen Gesamtselbstkosten und den Erlösen ermittelt und passiviert.

Die Rückstellung für unverbrauchte Urlaube ist mit 17,9 MEUR (Vorjahr: 16,8 MEUR) angesetzt.

Die Rückstellung für Jubiläumsgelder wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (IAS 19) berechnet. Aufgrund der geänderten %-Sätze sind aperiodische Aufwendungen in Höhe von 375.977 EUR (Vorjahr: 4.402 EUR) entstanden.

Verbindlichkeiten

(Beträge in TEUR)

Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit
> als 5 Jahre
Bilanz-
wert
davon
Hypothekar
schulden
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
0
(0) (350.000) (0) (350.000) (0)
0
(111.744) (164.215) (9.570) (285.529) (0)
49.290 373 0 49.663 0
(54.039) (1.439) (888) (56.366) (0)
230.654 0 0 230.654 0
(249.623) (0) (0) (249.623) (0)
12.879 476 0 13.355 25
(9.460) (509) (0) (9.969) (58)
25
(58)
200.000
105.941
598.764
(424.866)
150.000
203.641
354.490
(516.163)
350.000
359
350.359
(10.458)
700.000
309.940
1.303.612
(951.487)

Am 19. Juni 2006 wurde eine öffentliche Anleihe am Kapitalmarkt mit einer Laufzeit von 7 Jahren platziert; das Volumen beträgt 200 MEUR, die Kuponverzinsung wurde mit 4,5% p.a. fixiert. Am 20. Februar 2008 wurde eine öffentliche Anleihe in Höhe von 150 MEUR mit einer Laufzeit von 7 Jahren und einer Fixverzinsung von 5,25% p.a. begeben. Am 9. Juli 2012 wurde eine öffentliche Anleihe in Höhe von 350 MEUR mit einer Laufzeit von 7 Jahren und einer Fixverzinsung von 3,875% begeben. Über das gesamte Volumen und die gesamte Laufzeit aller Anleihen wurden Zinsswaps abgeschlossen, mit denen die fixen Zinszahlungen der Gesellschaft gegen variable Zinszahlungen auf Basis 1-Monats-EURIBOR, 3-Monats-EURIBOR bzw. 6-Monats-EURIBOR getauscht wurden.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind 13.348.671 EUR (Vorjahr: 22.824.394 EUR) aus Lieferungen und Leistungen und 136.696.805 EUR (Vorjahr: 92.415.478 EUR) aus erhaltenen Anzahlungen enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von 6.986.066 EUR (Vorjahr: 3.514.111 EUR) enthalten, welche erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

11

ANDRITZ AG Graz

Haftungsverhältnisse

In den Haftungsverhältnissen sind Haftungen für verbundene Unternehmen in Höhe von 2.623.430 TEUR (Vorjahr: 2.476.831 TEUR) enthalten. Die Haftungsverhältnisse entfallen zur Gänze auf übernommene Garantien.

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

des folgenden
Geschäftsjahres
MEUR
der folgenden
fünf Geschäftsjahre
MEUR
Verpflichtungen aus Mietverträgen
davon gegenüber verbundenen Unternehmen
3,0
2,0
7,8
6,2
Vorjahr 4,3 9,0

Die im Vorjahr ausgewiesenen Verpflichtungen aus Mietverträgen betrafen zur Gänze verbundene Unternehmen.

sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2012 bestand ein Bestellobligo für Investitionsgüter in Höhe von 0,07 MEUR (Vorjahr: 0,0 MEUR).

außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen keine Geschäfte, die weder in der Bilanz ausgewiesen noch gemäß § 237 Z 8 UGB oder § 199 UGB anzugeben sind, aus denen wesentliche Risken oder Vorteile entstehen.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

(Beträge in TEUR)

Inland Export 2012
Gesamt
2011
Gesamt
Papier und Zellstoff 7.189 196.163 203.352 247.397
Walz- und Bandbehandlungsanlagen 10.534 120.465 130.999 98.514
Hydraulische Maschinen 12.249 48.232 60.481 50.209
Umwelt- und Prozesstechnologien 3.139 26.278 29.417 16.866
Sonstige 2.532 6.915 9.447 11.888
Nebenerlöse, Skonti (168) 0 (168) (143)
35.475 398.053 433.528 424.731

Umsatzerlöse nach Märkten

in TEUR
2012 2011
Inland 35.475 24.183
Europäische Union 88.829 108.120
Übriges Europa 25.143 13.233
Nordamerika 16.360 60.135
Asien 219.390 183.265
Übrige Welt 48.331 35.795
433.528 424.731

Der Exportanteil bei den Umsatzerlösen beträgt 92 % (Vorjahr 94%).

übrige sonstige betriebliche Erträge

In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind neben diversen Mieterlösen (1.079 TEUR, Vorjahr: 1.084 TEUR) und Erträgen aus Wechselkursdifferenzen (1.707 TEUR, Vorjahr: 4.026 TEUR) insbesondere Verrechnungen an Tochtergesellschaften (63.456 TEUR, Vorjahr: 47.361 TEUR) enthalten.

Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von 4.882 TEUR (Vorjahr: 5.095 TEUR) enthalten. Der restliche Betrag von 615 TEUR (Vorjahr: 564 TEUR) betrifft Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen.

übrige betriebliche Aufwendungen

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus auftragsbezogenen Kosten (32.319 TEUR, Vorjahr: 17.979 TEUR), Wechselkursdifferenzen (1.305 TEUR, Vorjahr: 2.567 TEUR) sowie aus Beratungs- (12.007 TEUR, Vorjahr: 8.483 TEUR), Reise- (23.691 TEUR, Vorjahr: 21.795 TEUR), Instandhaltungs- (13.750 TEUR, Vorjahr: 14.294 TEUR) und sonstigen allgemeinen Verwaltungskosten zusammen.

Finanzergebnis

Die Erträge aus Beteiligungen von 171.756 TEUR (Vorjahr: 118.856 TEUR) stammen aus Gewinnausschüttungen von Tochterunternehmen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen insbesondere Ertragssteuern der Geschäftsjahre 2011 und 2012 sowie ausländische Quellensteuern. Seitens der ANDRITZ AG als Gruppenträger erfolgten im Geschäftsjahr Weiterbelastungen an Gruppenmitglieder in Höhe von 26.093 TEUR (Vorjahr: 25.792 TEUR).

2012 2011
TEUR TEUR
Körperschaftsteuer
laufendes Geschäftsjahr 28.593 27.252
Vorjahre (3.038) (2.119)
Weiterbelastungen an Gruppenmitglieder
laufendes Geschäftsjahr (26.093) (25.792)
Vorjahre (450) 1.245
ausländische Quellensteuer 3.446 2.947
2.458 3.533

Die gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbare Steuerabgrenzung hätte zum 31. Dezember 2012 8,6 MEUR (Vorjahr: 8,7 MEUR) betragen.

IV. Sonstiges

Beteiligungen, verbundene Unternehmen

(Beträge in TEUR)

Beteiligungsquote in TEUR
Unternehmen Sitz direkt indirekt Jahresüberschuss Eigenkapital
Anstalt für Strömungsmaschinen GmbH Graz, Österreich 100,00% 33 1.501
ANDRITZ Technology and Asset Management GmbH Graz, Österreich 100,00% 8.954 263.821
European Mill Service GmbH Graz, Österreich 50,00% -6 -1.935
ANDRITZ Deutschland Beteiligungs GmbH Krefeld, Deutschland 49,00% 51,00% 41.212 197.383
ANDRITZ GmbH Hemer, Deutschland 6,25% 93,75% 21.449 60.660
ANDRITZ HYDRO GmbH Wien, Österreich 100,00% 96.539 279.735
HGI Holdings Limited Limassol, Zypern 100,00% 2 3.517
ANDRITZ SEPARATION (India) Private Ltd. Chennai, India 100,00% 640 1.906
ACB Entwicklungsgesellschaft mbH Wien, Österreich 73,00% -8 -71
ANDRITZ FEED & BIOFUEL A/S Esbjerg, Dänemark 100,00% 753 6.768
ANDRITZ Chile Ltda. Santiago de Chile, Chile 100,00% 528 4.477
ANDRITZ (USA) Inc. Roswell / Georgia, USA 100,00% 8.738 55.548
ANDRITZ S.A.S. Velizy, Frankreich 100,00% 4.340 25.385
Jaybee Eng. (Holdings) Pty. Ltd. Dandenong / Victoria, Australien 100,00% -3.014 404
ANDRITZ Ingeniería S.A. Madrid, Spanien 100,00% 94 956
ANDRITZ Brasil Ltda. Curitiba, Brasilien 100,00% -10.921 54.025
ANDRITZ Pilão Equipamentos Ltda. Vinhedo, Brasilien 100,00% -232 -2.293
ANDRITZ Oy Helsinki, Finnland 100,00% 34.483 103.300
ANDRITZ HYDRO Canada Inc. Peterborough / Ontario, Kanada 100,00% 6.184 42.480
ANDRITZ AB Örnsköldsvik / Växjö , Schweden 100,00% -2.844 5.965
ANDRITZ Ltd. Staffordshire, Großbritannien 100,00% 518 4.694
ANDRITZ (China) Ltd. Foshan, China 76,00% 24,00% 24.099 98.670
ANDRITZ - Wolfensberger Special Alloy Foundry Co. Ltd. Foshan, China 95,00% -283 -2.234
ANDRITZ Technologies H.K. Ltd. Hong Kong, China 100,00% 1.796 3.926
ANDRITZ Thermtec Holding B.V. Rotterdam, Niederlande 100,00% 1.102 3.325
ANDRITZ Technologies Pvt. Ltd. Bangalore, Indien 100,00% 1.106 2.744
ANDRITZ FEED & BIOFUEL Ltd. Hull, Großbritannien 100,00% 661 1.967
ANDRITZ FEED & BIOFUEL B.V. Geldrop, Niederlande 100,00% 2.320 14.305
ANDRITZ Singapore Pte. Ltd. Singapur, Singapur 100,00% 1.419 4.806
ANDRITZ (Thailand) Ltd. Bangkok, Thailand 100,00% 13 200
ANDRITZ Uruguay S. A. Río Negro, Uruguay 100,00% 5.182 11.456
ANDRITZ Industrias S. A. Río Negro, Uruguay 100,00% -7 44
ANDRITZ Pulp Technologies Punta Pereira S.A. Montevideo, Uruguay 100,00% -4.891 -3.733
ANDRITZ K.K. Tokio, Japan 100,00% 1.716 6.309
ANDRITZ DELKOR (Pty) Ltd. Kyalami, Südafrika 100,00% -205 6.292
PT. ANDRITZ Jakarta, Indonesien 100,00% -10 260
LLC ANDRITZ St. Petersburg, Russland 100,00% 398 171
LLC ANDRITZ HYDRO Moskau, Russland 100,00% -326 -1.227
ANDRITZ Kufferath s.r.o. Levice, Slowakei 100,00% 15 6.745
ANDRITZ Kft. Tiszakécske, Ungarn 100,00% 4.642 22.242
ANDRITZ Perfojet S.A.S. Grenoble, Frankreich 100,00% 1.463 2.836
ANDRITZ Biax S.A.S. Le Bourget, Frankreich 100,00% 192 1.246
ANDRITZ Biax GmbH Graz, Österreich 100,00% -1 32
ANDRITZ Frautech S.R.L. Vicenza, Italien 100,00% -17 2.097
ANDRITZ Como S.R.L. Como, Italien 100,00% 41 109
ANDRITZ Iggesund Tools AB Iggesund, Schweden 100,00% -1.918 10.405
ANDRITZ Asselin-Thibeau S.A.S. Elbeuf, Frankreich 100,00% 2.505 3.387
ANDRITZ Beteiligungsgesellschaft IV GmbH Krefeld, Deutschland 100,00% -164 149.812
ANDRITZ (Wuxi) Nonwoven Technology Co. Ltd. Wuxi, China 100,00% 344 3.442
Soutec AG Neftenbach, Schweiz 100,00% 794 -9.639
Beheermaatschappij "G.M.F." B.V. Waddinxveen, Niederlande 100,00% 3.185 19.090
Larvik Cell Holding AS Jevnaker, Norwegen 100,00% -46 -18.699

Die Angaben für Eigenkapital und Jahresüberschuss der verbundenen Unternehmen wurden den zur Erstellung des Konzernabschlusses herangezogenen Abschlüssen, welche entsprechend den "International Financial Reporting Standards" (IFRS) aufgestellt wurden, entnommen.

Steuerliche Unternehmensgruppe

Zwischen der ANDRITZ AG als Gruppenträger und der ANDRITZ HYDRO GmbH, Wien als Gruppenmitglied besteht eine steuerliche Unternehmensgruppe gem. § 9 KSTG. Die aus dem Gruppenvertrag resultierenden Steuerumlagen werden nach der sogenannten Belastungsmethode verrechnet, wobei im Falle eines steuerlichen Gewinns das Gruppenmitglied eine Steuerumlage an den Gruppenträger zu entrichten hat, im Falle eines steuerlichen Verlusts dieser evident gehalten und mit späteren Gewinnen des Gruppenmitglieds ausgeglichen wird. Die Steuerumlage ist spätestens bis zum 30.9. des folgenden Geschäftsjahrs zu leisten, der Gruppenträger kann jedoch entsprechende Vorauszahlungen vorschreiben. Der Vertrag wurde auf unbestimmte Dauer geschlossen und unterliegt österreichischem Recht.

Beschäftigte

Im Jahresdurchschnitt wurden 1.526 Mitarbeiter (ohne Lehrlinge) (Vorjahr: 1.490), davon 399 Arbeiter (Vorjahr: 403) und 1.127 Angestellte (Vorjahr: 1.087), beschäftigt.

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen

2012 2011
TEUR TEUR
für Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte 4.512 3.804
für andere 5.079 4.461
9.591 8.265

Aktienbeteiligungsprogramm für Führungskräfte

Sämtliche Angaben wurden entsprechend dem im Geschäftsjahr 2012 durchgeführten Aktiensplit (1 : 2) angepasst.

Optionsprogramm 1:

Die 101. ordentliche Hauptversammlung vom 27. März 2008 hat ein Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands beschlossen.

Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 12.000, 20.000 oder 40.000, für Mitglieder des Vorstands 80.000 und für den Vorsitzenden des Vorstands 100.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden.

Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte vom 1.5.2008 bis vor einem jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zum ANDRITZ-Konzern gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in ANDRITZ-Aktien von zumindest 20.000 EUR für leitende Angestellte und 40.000 EUR für Mitglieder des Vorstands.

Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der ANDRITZ-Aktie während der vier auf die 101. ordentliche Hauptversammlung vom 27. März 2008 folgenden Kalenderwochen und beträgt 17,72 EUR.

Die Optionen können in der Zeit vom 1. Mai 2010 bis 30. April 2012 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn

  • der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2010 bis 30. April 2011 mindestens 15% über dem Ausübungspreis liegt und
  • der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2009 oder der Gewinn je Aktie des Geschäftsjahrs 2010 (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) mindestens 15% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2007 liegt

oder wenn

  • der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum 1. Mai 2011 bis 30. April 2012 mindestens 20% über dem Ausübungspreis liegt und
  • der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2010 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2011 mindestens 20% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2007 liegt.

Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50% der Optionen sofort, 25% der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25% nach weiteren drei Monaten bezogen werden. Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden. Die Aktienoptionen sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist.

Optionsprogramm 2:

Die 103. ordentliche Hauptversammlung vom 26. März 2010 hat ein Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands beschlossen.

Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 12.000, 20.000, 30.000 oder 40.000, für Mitglieder des Vorstands 80.000 und für den Vorsitzenden des Vorstands 100.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden.

Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte vom 1.5.2010 bis vor einem jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zum ANDRITZ-Konzern gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in ANDRITZ-Aktien von zumindest 20.000 EUR für leitende Angestellte und 40.000 EUR für Mitglieder des Vorstands.

Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der ANDRITZ-Aktie während der vier auf die 103. ordentliche Hauptversammlung vom 26. März 2010 folgenden Kalenderwochen und beträgt 23,18 EUR.

Die Optionen können in der Zeit vom 1. Mai 2013 bis 30. April 2015 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn

  • der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2012 bis 30. April 2013 mindestens 15% über dem Ausübungspreis liegt und
  • der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2011 oder der Gewinn je Aktie des Geschäftsjahrs 2012 (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) mindestens 15% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2009 liegt

oder wenn

  • der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum 1. Mai 2013 bis 30. April 2014 mindestens 20% über dem Ausübungspreis liegt und
  • der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2012 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2013 mindestens 20% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2009 liegt.

Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50% der Optionen sofort, 25% der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25% nach weiteren drei Monaten bezogen werden. Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden. Die Aktienoptionen sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist.

Optionsprogramm 3:

Die 105. ordentliche Hauptversammlung vom 22. März 2012 hat ein Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands beschlossen.

Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 12.000, 20.000, 30.000 oder 40.000, für Mitglieder des Vorstands 80.000 und für den Vorsitzenden des Vorstands 100.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden.

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Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte vom 1.5.2012 bis vor einem jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zum ANDRITZ-Konzern gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in ANDRITZ-Aktien von zumindest 20.000 EUR für leitende Angestellte und 40.000 EUR für Mitglieder des Vorstands.

Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der ANDRITZ-Aktie während der vier auf die 105. ordentliche Hauptversammlung vom 22. März 2012 folgenden Kalenderwochen und beträgt 37,15 EUR.

Die Optionen können in der Zeit vom 1. Mai 2015 bis 30. April 2017 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn

  • der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2014 bis 30. April 2015 mindestens 15% über dem Ausübungspreis liegt und
  • der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2013 oder der Gewinn je Aktie des Geschäftsjahrs 2014 (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) mindestens 15% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2011 liegt

oder wenn

  • der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum 1. Mai 2015 bis 30. April 2016 mindestens 20% über dem Ausübungspreis liegt und
  • der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2014 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2015 mindestens 20% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahrs 2011 liegt.

Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50% der Optionen sofort, 25% der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25% nach weiteren drei Monaten bezogen werden. Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden. Die Aktienoptionen sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist.

Optionsprogramm 1 Optionsprogramm 2 Optionsprogramm 3
im Jahr 2012
ausgenützte
Optionen
eingeräumte
Optionen
per 31.12.2012
im Jahr 2012
eingeräumte
Optionen
Vorstand
Wolfgang Leitner
Karl Hornhofer
Humbert Köfler
Friedrich Papst
Wolfgang Semper
Leitende Angestellte
0
0
0
0
0
69.600
100.000
80.000
80.000
80.000
40.000
1.519.000
100.000
80.000
80.000
80.000
80.000
1.726.000
GESAMT 69.600 1.899.000 2.146.000
Ausübungspreis je Aktie in EUR
Wert Optionen gesamt
in EUR
17,72
bei Ausübung
1.222.317
23,18
31.12.2012
48.158.640
37,15
31.12.2012
24.442.940

Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Devisentermingeschäfte (in TEUR):

Währung Umfang Zeitwert
USD Kauf 4.834 -64
Verkauf 7.250 119
USD Summe 12.084 55
CNY Kauf 13.376 -342
Verkauf 382 5
CNY Summe 13.758 -337
Andere Währungen Kauf 1.804 -50
Verkauf 2.579 37
Andere Währungen Summe 4.383 -13
Summe 30.225 -295

Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis der Terminkurse zum Bilanzstichtag durch Abzinsung des ermittelten Endwerts über die Restlaufzeit errechnet.

Die beizulegenden Zeitwerte für die Zinssicherung der Anleihen in Form von Zinsswaps betragen zum 31.12.2012 28.537 TEUR (Vorjahr: 22.312 TEUR) und repräsentieren die Marktwerte zum Bilanzstichtag.

Drohende Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten werden in der Bilanz nicht passiviert, da diese mit bilanzierten Aktiv- bzw. Passivposten eine geschlossene Position bilden.

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Vorstandsvergütungen betrugen:

in TEUR
2012 2011
Kurzfristige Leistungen 12.747 10.114
Leistungen nach Beendigung
des Arbeitsverhältnisses 390 399
Aktienbasierte Vergütungen 1.184 541
14.321 11.054

Der Gegenwert der aktienbasierten Vergütungen wurde nach IFRS ermittelt. Für Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldansprüche werden die Dienstzeitaufwendungen gemäß IAS 19 angesetzt.

Von verbundenen Unternehmen wurden keine Bezüge ausbezahlt. An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 361.485 EUR (Vorjahr: 346.361 EUR) ausbezahlt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten Vergütungen von 187.500 EUR (Vorjahr: 110.000 EUR).

Aufsichtsrat:

Gewählte Mitglieder:

Hellwig Torggler Vorsitzender

Klaus Ritter

Stellvertreter des Vorsitzenden

Kurt Stiassny

Peter Mitterbauer

Christian Nowotny

Fritz Oberlerchner

ANDRITZ AG Graz

Delegierte Mitglieder:

Georg Auer Isolde Findenig Andreas Martiner

Vorstand:

Wolfgang Leitner Vorsitzender Karl Hornhofer Humbert Köfler Friedrich Papst Wolfgang Semper

Graz, am 21. Februar 2013

Der Vorstand

Wolfgang Leitner Karl Hornhofer Humbert Köfler Friedrich Papst Wolfgang Semper

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der ANDRITZ AG, Graz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2012 bis zum 31. Dezember 2012 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2012, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung und den Inhalt eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der ANDRITZ AG zum 31. Dezember 2012 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2012 bis zum 31. Dezember 2012 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 21. Februar 2013

Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH

Mag. Manfred Geritzer e.h. Dr. Nikolaus Müller e.h. Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.