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Andritz AG Annual Report 2010

Sep 19, 2011

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Annual Report

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Publication

Stowe Woodward Aktiengesellschaft

Düren

Jahresabschluss zum 31.12.2010

Lagebericht für 2010

Geschäfts- und Branchenentwicklung

Hiermit legen wir unseren Aktionären den Abschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 vor.

Das letzte Quartal 2009 verlief im Bereich des Auftragseingangs recht enttäuschend. Insgesamt hat sich die Auftragssituation im Laufe des Geschäftsjahres 2010 dann jedoch stabilisieren können. Zwar verblieb der Auftragseingang in den ersten drei Quartalen auf niedrigem Niveau, jedoch war dieses schon erheblich höher als das des Krisenjahres 2009. Im letzten Quartal 2010 konnten wir dann erfreulicherweise deutlich höhere Auftragseingänge aus dem Raum Asien verzeichnen. Weiterhin konnten wir Auftragseingänge zu einem in 2011 durchzuführenden Projekt in China seitens der Firma Voith verbuchen. Hierzu konnten wir weiterhin auch im Januar und Februar 2011 noch weitere Auftragseingänge verzeichnen, womit sich das Gesamtvolumen dieses Projektes auf ca. 2 Mio. Euro beläuft.

Im OEM-Bereich konnten wir auch von der Firma Metso Paper aus Finnland - im Gegensatz zu vorigen Jahren - einen Auftrag für ein Projekt in China verbuchen, der ein Volumen von 500k Euro hat.

Die OEM-Projekte von Voith und Metso Paper unterstreichen den positiven Geschäftsverlauf 2010 im Breitstreckwalzenbereich, der somit auch in 2010/2011 erneut wieder Geschäfte aus dem Maschinenbau verzeichnen konnte.

Im Beschichtungsbereich waren die Auftragseingänge zunächst auf niedrigem Niveau. Dies betraf sowohl den Endkunden- als auch den Maschinenbaubereich. Doch auch im Beschichtungsbereich konnten wir im letzten Quartal 2010 einen deutlichen Anstieg des Auftragseingangs verzeichnen. Auch hier hat der Raum Asien einen Großteil des guten Auftragseingangs ausgemacht, was sich auch zu Beginn des Geschäftsjahres 2011 fortzusetzen scheint.

Nachdem 2009 bei vielen Papierherstellern Reparaturen aufgeschoben wurden - insbesondere aufgrund der Wirtschaftskrise -, so mussten diese dann in 2010 verstärkt nachgeholt werden. Insgesamt konnten wir einen Umsatzanstieg von etwa 16% ggü. 2009 verzeichnen. Dennoch liegen wir immer noch deutlich unter dem Umsatz des Jahres 2008, was zeigt, dass sich der Markt noch nicht vollständig erholt hat.

Der bereits in 2004 einsetzende Preisverfall für die Papierhersteller bei steigenden Rohstoffpreisen führte auch 2010 zu weiteren Stilllegungen von kleinen und mittleren Papiermaschinen. Dieser Prozess scheint sich allerdings nun deutlich zu verlangsamen, denn durch die Schließung kleinerer Papierfabriken fällt Flexibilität in Zeiten von Wirtschaftskrisen weg. Neue Projekte zielen eher auf kleinere Maschinen ab, um mehr Flexibilität im Markt zu haben. Durch die Überkapazität an Papier am Markt, werden Großmaschinen immer seltener gebaut. Die Flexibilität, zwischen einzelnen Produkten am Markt umschalten zu können, ist somit am ehesten gegeben.

Der Kostendruck, unter dem die Papierhersteller weiterhin stehen, führte auch 2010, wie bereits im Vorjahr, dazu, den Preisverfall sowohl an die Papiermaschinenhersteller, die Zulieferbetriebe, als auch an uns weiterzugeben. Durch neue Qualitäten im Walzenbeschichtungsbereich, mit deren Einführung wir bereits im Jahre 2006 am Markt erfolgreich begonnen haben, konnten wir diesem Druck jedoch entgegentreten und den allgemeinen Rückgang des Preisniveaus im Walzenbeschichtungs- und Breitstreckwalzenbereich verlangsamen.

Das Geschäftsjahr 2010 entwickelte sich für uns trotz dieser allgemein schwierigen Marktsituation sehr erfreulich. Wir konnten sowohl im Endkundengeschäft als auch im Maschinenbau Umsatzsteigerungen erzielen. Dies hat sich neben den 2009 bereits gestarteten Kostensenkungsmaßnahmen positiv auf das Unternehmensergebnis ausgewirkt.

Um dem hohen Kostendruck gerecht zu werden, mussten die bereits im Jahr 2005 eingeführten Maßnahmen zur Kostensenkung noch erweitert werden. Die bereits 2007 eingeführte Arbeitszeitverlängerung wurde erfolgreich weitergeführt, was uns im Produktionsbereich weitere Kosteneinsparungen ermöglichte. Des Weiteren wurden die Abläufe im Verwaltungsbereich weiter gestrafft und es konnten dadurch weitere Arbeitsplätze abgebaut werden. Im Materialbereich konnten Materialien bzw. Lieferanten ausgetauscht werden, was uns einen deutlichen Kostenvorteil gebracht hat, der Preissteigerungen in diesem Segment weitestgehend aufgefangen hat. Auch im Gemeinkostenbereich konnten durch Investitionen in neue zukunftsorientierte Produktionsverfahren Kosten abgebaut werden. Weitere Kostenreduzierungsprogramme wurden noch 2009 eingeleitet, um so auch 2010 der schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung am Papiermarkt zu begegnen.

Im OEM-Bereich wurden 2010 nur wenige Projekte vergeben, von denen wir zwei im Breitstreckwalzenbereich erhalten haben. Diese Projekte haben ein Volumen von ca. 2,5 Mio. Euro und werden im Verlauf des Geschäftsjahres 2011 abgewickelt werden. Im Beschichtungsbereich wurden die Projekte durch die Maschinenbauer selbst abgewickelt. Das Reparatur- und Ersatzgeschäft bei Endkunden verlief auf deutlich höherem Niveau gegenüber dem Vorjahr. Unser gut aufgestelltes Verkaufsteam und unsere deutlich erweiterte Produktpalette im Walzenbeschichtungsbereich haben uns auch 2010 geholfen, am Markt zu bestehen und erfolgreich zu sein.

Die ständig steigenden Energie- und Rohstoffpreise haben sich im Jahr 2010 nicht ausgewirkt. Wir konnten im Gegenteil insbesondere im Stahlbereich sinkende Materialpreise aufgrund von Kontrakten aus dem Jahr 2009 verzeichnen. Die Energiepreise konnten konstant gehalten werden. Durch Einsparmaßnahmen und Austausch von Rohstoffen sowie Änderungen bei den Bezugsquellen konnten wir zudem die Materialeinsatzquote leicht senken. Für den Verlauf des Jahres 2011 planen wir derzeit mit moderaten Preissteigerungen von ca. 3%, die wir jedoch, aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Situation, vermutlich nicht an die Kunden weitergeben können.

Die allgemeine Marktschwäche im europäischen Papiermarkt führt zu weiterhin stagnierenden Preisen, so dass die Kostensteigerungen ausschließlich durch Einsparungen aufgefangen werden können. Mit Hilfe unserer qualifizierten und hoch motivierten Mitarbeiter, denen wir an dieser Stelle erneut ganz herzlich für ihren unermüdlichen und harten Einsatz danken möchten und Dank der Unterstützung des Aufsichtsrates wird die Stowe Woodward AG Ihre Bemühungen im Jahr 2011 weiter voran treiben, um den unvorteilhaften Entwicklungen auf dem Markt entgegenzutreten und diese signifikant abzuschwächen. Auch im folgenden Jahr werden wir alle Kräfte bündeln, um weiterhin unsere Position als Marktführer in Deutschland für Breitstreckwalzen und Walzenbeschichtungen für Papierherstellungsmaschinen zu behaupten.

Umsatz und Auftragsentwicklung/Ertragslage

Die Auftragseingänge stiegen im Vergleich zum Vorjahr um ca. 14% aufgrund der sich allgemein entspannenden wirtschaftlichen Entwicklung.

Aufgrund der verbesserten Auftragseingangslage konnten wir im Jahr 2010 Umsatzsteigerungen von ca. 16% erzielen. Sowohl im Beschichtungsbereich als auch im Breitstreckwalzensektor verlief das Geschäft deutlich verbessert ggü. 2009.

Dank gesunkener Einstandspreise, insbesondere im Stahlsektor, war es uns möglich, die Materialeinsatzquote ggü. dem Vorjahresniveau leicht zu senken.

Durch Restrukturierungsmaßnahmen konnten wir im Personalsektor eine Ersparnis im Vergleich zum Vorjahr erzielen.

Auch im Bereich der Gemeinkosten konnten wir eine Kostensenkung erreichen. Trotz des deutlich gestiegenen Umsatzes konnten wir die Gemeinkosten stabil halten und profitierten von Kostenerstattungen der Konzernmutter für erbrachte Dienstleistungen.

Insgesamt verbesserte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit durch die zuvor genannten Elemente signifikant von 1,9 Mio. Euro auf 5,6 Mio. Euro.

Vermögens- und Finanzlage

Nachdem wir im Jahr 2009 keine signifikanten Investitionen durchführen konnten, haben wir in 2010 aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung ein höheres Investitionsvolumen gehabt. Notwendige Großreparaturen wurden getätigt und zudem in die Erweiterung der CC-Wickelanlage in Heidenheim investiert. Das Investitionsbudget betrug 1.207 TEUR. Damit lagen wir ca. 670 TEUR über dem im Jahr 2009 investierten Betrag.

Der Vorratsbestand sank im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 2,1%. Dies ist vornehmlich auf die geringeren Lagerbestände im Bereich der halbfertigen und fertigen Erzeugnisse zurückzuführen, da im Dezember 2010 die Auslieferungssituation erfreulich gut war.

Der Forderungsbestand gegenüber Dritten, der im Wesentlichen aus kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestand, ist aufgrund des im vierten Quartal gestiegenen Umsatzniveaus gegenüber dem Vorjahr deutlich um 1.330 TEUR gestiegen.

Insgesamt führe die Geschäftsausweitung zu einer um circa 14% angestiegenen Bilanzsumme.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen deutlich über dem Vorjahr mit ca. 23,5%. Dies ist maßgeblich durch das höhere Investitionsvolumen und dem höheren Geschäftsvolumen ggü. Vorjahr bedingt.

Die langfristigen Verbindlichkeiten bestehen aus Pensionsrückstellungen.

Der Cashflow im engeren Sinne (bestehend aus dem Gewinn vor Ergebnisabführung, Abschreibungen, Veränderung der Pensionsrückstellung) stieg um 3.725 TEUR wie folgt:

2010

TEUR
2009

TEUR
Periodenergebnis vor Ergebnisübernahme 5.566 1.904
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.907 1.902
Veränderung der langfristigen Rückstellungen -39 -97
Cashflow im engeren Sinn 7.434 3.709

Die Gesellschaft finanziert sich derzeit im Wesentlichen über den Cash-Pool der Gruppe bzw. legt ihren Liquiditätsüberschuss in diesem an. Daher ist die Aussagekraft einer vollständigen Kapitalflussrechnung stark begrenzt; die verkürzte Darstellung stellt die Finanzkraft der Gesellschaft relativ am besten dar.

Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2010 konnten wir den Markt mit hervorragenden Produkten bedienen. Der sich bereits 2009 anbahnende Trend wurde 2010 bestätigt. In den Fokus des Jahres 2010 wurde das Process Engineering gerückt. So wurde im Mai für jeden Standort ein Process Engineer ernannt, der vor Ort den Prozessen und der Qualität in besonderem Maße Beobachtung schenkt. Die wesentlichen Ziele dieser Organisation sind eine weitere Reduktion der Qualitätskosten; eine Vereinheitlichung der zur Verfügung stehenden Rezepturen innerhalb Europas und der globalen Stowe Woodward-Struktur; die Schaffung einer Best Practice Struktur, die dazu dient von anderen Standorten zu lernen und etablierte Prozesse zu übernehmen.

2010 wurden einige neue Produktreihen auf den Markt gebracht: Für Tissue- und Kalanderanwendungen sind neue Beschichtungstypen in den Markt gebracht worden. Als herausragend lässt sich die bereits 2009 eingeführte Rebel-Beschichtung für Tissueanpress- und -saugpresswalzen nennen. Hyperpress X und Xtreme TS runden das Portfolio ab. Für den Bereich der Kalanderwalzenbeschichtungen wurden neben der bewährten Pegasus-Type eine neue Generation von Bezügen etabliert, die unter dem Namen Genesis geführt werden. Eine neue Generation von Sizepressbezügen bestätigte die im Labor vorhergesagten Verbesserungen und bewährte sich in Feldversuchen zur vollsten Zufriedenheit. Dieser Bezug wird in naher Zukunft offiziell vorgestellt.

Eine durchaus Revolution zu nennende Neuigkeit ist die Einführung der SMART-Technologie. Dahinter verbirgt sich ein Meßsystem, das in der Lage ist, Drücke, die beim Berühren zweier Walzen in deren Walzennip entstehen, während des Laufs - also online - zu messen und an einen mit einer Auswertesoftware versehenen Computer zu schicken. Der Maschinenbediener hat mit dieser Technologie erstmals die Möglichkeit die Nipdrücke zu messen und zu bewerten und damit ggf. die Bedingungen im Sinne eines gleichmäßigen Nips zu optimieren.

Einige Projekte zur Kostenreduzierung wurden 2010 ebenfalls etabliert. Auch wenn sich die Marktlage im Laufe des Jahres konsolidierte, konnten auch 2010 erhebliche Einsparungen realisiert werden.

Qualitäts-, Umweltmanagement und Arbeitsschutz

Die internen Audits und der kontinuierliche Verbesserungsprozess in den Werken Düren, Heidenheim und Schloß Holte belegen die Wirksamkeit des integrierten Managementsystems für Qualität-, Umwelt, und Arbeitssicherheit. Dies wurde 2010 durch die erfolgreiche Zertifizierung aller Werke durch den DNV bestätigt. Die deutschen und europäischen Standorte besitzen ein Qualitätszertifikat nach ISO EN 9001:2008, die deutschen Werke besitzen zusätzlich ein Umweltzertifikat nach ISO EN 14001:2004.

Die Qualitätskosten konnten in den einzelnen Werken weiter reduziert werden.

Qualitäts- und Umweltziele wurden entsprechend unseres Qualitäts- und Umweltprogramms abgearbeitet. Die im Werk Schloß Holte erfolgreich eingeführten Werkzeuge zur Reklamationsbearbeitung wurden auf alle Standorte übertragen. Durch die Verknüpfung von Prozess- und Qualitätsmanagement werden Prozessabläufe optimiert und die Wirksamkeit durch die Werkzeuge des Qualitätsmanagements verifiziert. Für 2011 ist geplant, die Möglichkeiten, die das SAP - System im QM - Bereich bietet, weiter auszubauen. Im Bereich Umwelt und Arbeitssicherheit konnten die eingesetzten Gefahrstoffe in den Beschichtungswerken reduziert werden. Im Werk Schloß Holte wurde eine neue Gasheizung installiert, hierdurch werden nicht nur Kosten, sondern auch der für die Umwelt schädliche CO2-Ausstoß drastisch reduziert.

Der Bereich Arbeitsschutz ist ein integrierter Bestandteil unseres Managementsystems. ASA-Sitzungen werden in regelmäßigen Abständen nach den gesetzlichen Vorgaben in den einzelnen Standorten unter Beteiligung von Sicherheitsfachkraft, Sicherheitsbeauftragten, Werkleitung, Betriebsrat und Betriebsärzten durchgeführt. Verbesserungsvorschläge werden dokumentiert und von den jeweiligen Prozessverantwortlichen umgesetzt.

Ausblick, Chancen und Risikoelemente

Die Aussichten für 2011 und auch 2012 sind trotz der von VOITH und Metso Paper erteilten Großprojekte grundsätzlich neutral zu bewerten. Zwar liegt das derzeitige Auftragseingangsvolumen auf Planniveau; zudem sind auch leichte positive Tendenzen im Markt auszumachen. Trotz allem bleibt die Geschäftsentwicklung für 2011 risikobehaftet. Die weitere Entwicklung am Papiermarkt ist nur schwer vorhersehbar und ein Abreißen der positiven Tendenzen jederzeit möglich. Im ersten Quartal werden wir unseren Planumsatz erreichen können, das 2. Quartal ist jedoch bereits jetzt risikobehaftet, da hierzu die notwendigen Auftragseingänge noch fehlen. Die Risikolage ändert sich somit nicht ggü. den Vorjahren, da wir von einer stagnierenden Papierindustrie abhängig sind. Es herrscht weiterhin ein harter Preiskampf im Papiermarkt und Werksschließungen der kleinen und mittleren Papierfabriken stellen deutlich negative Faktoren für 2011 dar. Diesen Risiken entgegenzuwirken wird in Zukunft immer schwieriger. Wir haben uns personell gut aufgestellt, doch ist die Personallage auch sehr dünn. Weitere Kostensenkungsprogramme sind somit nur noch in kleinem Umfang umzusetzen. Die Werke werden durch Synergieeffekte im Zuge der europäischen Restrukturierung weiter gefordert. Allerdings ist der Kostendruck erneut sehr hoch und es bedarf weiterer Anstrengungen innerhalb des Unternehmens dem allgemeinen Trend entgegenzuwirken und mit großer Effizienz die Kosten zu senken und trotz allem im Umsatz weiter deutlich zu wachsen. Dazu wird das hervorragend aufgestellte europäische Management ganz besonders beitragen und weitere Synergien aus der europäischen Struktur erarbeiten und nutzen.

Wir danken unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Partnern. Es hat sich erneut erwiesen, dass die Zusammenarbeit miteinander einer der wesentlichen Bestandteile unseres Erfolges ist. Wir sind zuversichtlich, dass wir als Unternehmen auf diesem Fundament an unserer langfristigen, gemeinsamen Zukunft erfolgreich weiterarbeiten können.

Düren, 4. März 2011

STOWE WOODWARD AG, Düren

Der Vorstand

Joan Badrinas Ardevol

David J. Pretty

Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva

EUR EUR 31.12.2009

EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 12.003.558,73 12.296.374,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.597.132,60 5.154.607,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.214.890,89 1.362.623,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 382.006,87 84.342,00
18.197.589,09 18.897.946,67
II. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 174.933,00 199.799,00
18.372.522,09 19.097.745,67
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.085.367,15 2.076.724,35
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.354.646,70 1.376.015,72
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 55.926,24 120.113,24
4. Geleistete Anzahlungen 0,82 0,82
3.495.940,91 3.572.854,13
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.846.843,78 3.515.952,59
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.695.429,32 1.926.067,08
3. Sonstige Vermögensgegenstände 97.840,10 124.457,58
10.640.113,20 5.566.477,25
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 87.866,75 276.475,53
14.223.920,86 9.415.806,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 109.200,21 53.690,81
32.705.643,16 28.567.243,39
Passiva
EUR EUR 31.12.2009

EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 736.260,00 736.260,00
II. Kapitalrücklage 15.957.062,73 15.957.062,73
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 73.626,00 73.626,00
2. Andere Gewinnrücklagen 970.936,20 970.936,20
1.044.562,20 1.044.562,20
IV. Bilanzgewinn 0,00 0,00
17.737.884,93 17.737.884,93
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 3.566.612,00 3.605.808,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.144.772,43 2.321.162,81
5.711.384,43 5.926.970,81
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.504.324,96 2.027.804,46
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.217.767,24 2.175.220,96
3. Sonstige Verbindlichkeiten 534.281,60 699.362,23
9.256.373,80 4.902.387,65
32.705.643,16 28.567.243,39

Gewinn- und Verlustrechnung für 2010

EUR EUR 2009

EUR
1. Umsatzerlöse 33.920.146,42 29.251.601,33
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -85.556,02 -159.062,04
3. Sonstige betriebliche Erträge 566.461,35 663.649,13
34.401.051,75 29.756.188,42
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 9.920.319,29 8.932.078,39
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 920.962,83 697.339,84
10.841.282,12 9.629.418,23
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.023.542,69 9.108.797,94
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.062.639,32 2.040.174,24
davon für Altersversorgung EUR 381.936,92 (Vj. EUR 354.662,62)
11.086.182,01 11.148.972,18
6. Abschreibungen auf Sachanlagen 1.907.371,71 1.902.304,51
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.870.499,13 5.032.976,01
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.731,29 432,82
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.731,29 (Vj. EUR 0,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.091,46 65.565,86
davon an verbundene Unternehmen EUR 850,71 (Vj. EUR 65.194,12)
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5.691.356,61 1.977.384,45
11. Außerordentlicher Aufwand/Außerordentliches Ergebnis 50.364,76 0,00
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 3.829,87
13. Sonstige Steuern 74.535,26 69.573,43
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung 5.566.456,59 1.903.981,15
14. Aufwand aus der Gewinnabführung aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags -5.566.456,59 -1.903.981,15
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00
16. Gewinnvortrag 0,00 0,00
17. Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen 0,00 0,00
18. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für 2010

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gliederungen sind unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz an dieser Stelle gemacht.

Die Gesellschaft wendet erstmals die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) an. Die wesentliche Auswirkung der Umstellung auf die Vorschriften des BilMoG stellt die verändert ermittelte Pensionsverpflichtung dar. Gemäß den Übergangsvorschriften des EGHGB werden die Auswirkungen aus der Umstellung im Außerordentlichen Ergebnis erfasst, soweit nicht von der Möglichkeit der Verteilung des Einmaleffekts Gebrauch gemacht wird.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze nach der linearen Methode planmäßig abgeschrieben. Seit 2008 werden geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 150,00 sofort ausgebucht; Zugänge von EUR 150,00 bis zu einem Wert von EUR 1.000,00 werden zu einem Sammelposten zusammengefasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die sonstigen Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu gleitenden durchschnittlichen Anschaffungskosten aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt.

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden erstmalig zum 1. Januar 2010 auf der Basis des BilMoG ermittelt. Dem versicherungsmathematischen Gutachten liegt der Barwert der Rückstellungen, ermittelt nach der „Projected-Unit-Credit-Methode" und unter Verwendung der Sterbetafeln 2005 G von Heubeck, zugrunde. Der Rechnungszins zum 31. Dezember 2010 wurde mit 5,16 % p. a. angesetzt. In die Bewertung wurden Annahmen zu künftigen Trends einbezogen. Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertungsänderung nach BilMoG zum 1. Januar 2010 (TEUR 767) wurde in Anwendung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB anteilig mit TEUR 51 im abgelaufenen Geschäftsjahr im außerordentlichen Ergebnis erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungs- bzw. Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Fremdwährungen werden mit den entsprechenden Devisenkursen bewertet, wobei bei Forderungen und Verbindlichkeiten von den zum Entstehungszeitpunkt bzw. zum Jahresende geltenden Kursen der jeweils niedrigere bzw. höhere zugrunde gelegt wird, soweit die Forderungen und Verbindlichkeiten nicht kurzfristig sind.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2010

TEUR
31.12.2009

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.847 3.516
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.695 1.926
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
davon aus Lieferungen und Leistungen 2.037 1.570
Sonstige Vermögensgegenstände 98 124
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 24 22

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten solche gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 193 (Vj. TEUR 146) und enthalten Forderungen aus dem konzerneigenen Cashpool in Höhe von TEUR 3.658 (Vj. TEUR 356).

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gesellschaft ist voll eingezahlt. Dieses beträgt EUR 736.260,00.

Das Grundkapital ist eingeteilt in 14.400 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Rücklagen

Im Berichtsjahr veränderten sich die Kapital- und Gewinnrücklagen nicht.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden erstmalig zum 1. Januar 2010 auf der Basis des BilMoG ermittelt. Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertungsänderung nach BilMoG zum 1. Januar 2010 (TEUR 767) wurde in Anwendung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB anteilig mit TEUR 51 im abgelaufenen Geschäftsjahr im außerordentlichen Ergebnis erfasst, so dass am Bilanzstichtag der nicht passivierte Betrag TEUR 716 beträgt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Altersteilzeitansprüche in Höhe von TEUR 593 (Vj. TEUR 704), Gewährleistungsansprüche in Höhe von TEUR 288 (Vj. TEUR 348), Jubiläen in Höhe von TEUR 220 (Vj. TEUR 222), Urlaubsansprüche in Höhe von TEUR 161 (Vj. TEUR 136), Berufsgenossenschaftsbeiträge in Höhe von TEUR 142 (Vj. TEUR 128), Prüfungsgebühren in Höhe von TEUR 78 (Vj. TEUR 100), Bonuszahlungen an das Management in Höhe von TEUR 111 (Vj. TEUR 0) und für Warenlieferungen in Höhe von TEUR 168 (Vj. TEUR 157) gebildet.

Verbindlichkeiten

Keine der Verbindlichkeiten hat eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Zusammensetzung der Verbindlichkeiten

31.12.2010

TEUR
31.12.2009

TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.504 2.028
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.218 2.175
davon aus Lieferungen und Leistungen 651 64
3. Sonstige Verbindlichkeiten 534 699
davon aus Steuern 144 112
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0
davon erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 87 410

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung in Höhe von EUR 5.566.456,59 (Vj. EUR 1.903.981,15) gegenüber dem Mehrheitsgesellschafter Robec Walzen GmbH, Halle.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Verpflichtungen aus mehrjährigen Miet- und Leasingverträgen, die zwischen 2009 und 2021 enden. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden nicht kündbaren Verträge summieren sich die in den folgenden Jahren zu zahlenden Beträge wie folgt:

TEUR
2011 217
2012 134
2013 115
2014 99
Folgejahre 38

Darüber hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

2010 2009
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse
- nach Sparten
Breitstreckwalzen 15.245 45 14.032 48
Walzenbezüge 7.980 23 6.634 23
Polyurethanbezüge/Keramikwalzen 4.332 9 7.039 24
Sonstige 6.637 24 2.366 8
Bruttoerlöse 34.194 101 30.071 103
abzüglich Erlösschmälerungen -274 -1 -819 -3
33.920 100 29.252 100
- nach Regionen
Bundesrepublik Deutschland 12.294 36 10.496 36
Europäisches Ausland 14.343 42 12.006 41
Übriges Ausland 7.283 22 6.750 23
33.920 100 29.252 100

Sonstige betriebliche Erträge

2010

TEUR
2009

TEUR
Erträge aus Lizenzen und Kostenerstattungen 372 404
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 0 116
Schrottverkäufe 48 33
Mieteinnahmen 10 19
Kursgewinne 30 18
Kantinenerlöse 15 15
Versicherungsentschädigung 52 3
Übrige Erträge 39 56
566 664

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2010

TEUR
2009

TEUR
Betriebsaufwand 783 692
Verwaltungsaufwand 1.493 1.532
Vertriebsaufwand 2.400 2.283
Übrige Aufwendungen 195 527
4.871 5.034

Außerordentliche Aufwendungen des Geschäftsjahres

Der ertragswirksame Einmaleffekt aus der erstmaligen Anwendung an die Vorschriften des BilMoG in Höhe von TEUR 51 wird als außerordentlicher Aufwand behandelt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft schloss mit Wirkung vom 1. Januar 2001 einen Ergebnis- und Beherrschungsvertrag mit der Stowe Woodward Forschungs- und Entwicklungs GmbH (umbenannt in Robec Walzen GmbH in 2005) ab. Daher weist die Gesellschaft grundsätzlich keinen Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das laufende Geschäftsjahr aus.

Aufwand aus der Gewinnabführung

Aufgrund des oben beschriebenen Ergebnis- und Beherrschungsvertrags wurde der Jahresüberschuss ich Höhe von TEUR 5.566 (Vj. TEUR 1.904) an die Robec Walzen GmbH abgeführt.

Sonstige Angaben

Organe

Aufsichtsrat

Gemäß § 96 Aktiengesetz i.V.m. § 76 Betriebsverfassungsgesetz 1952 hat die Gesellschaft einen Aufsichtsrat; diesem gehören an:

Stephen R. Light, Bellevue, USA: Vorsitzender, CEO, Xerium Technologies, Inc.
Donna M. Meserve, Billerica, USA: stellvertretende Vorsitzende, Personalleiterin, Xerium Technologies, Inc.
Ute Glasmacher, Niederzier: Arbeitnehmervertreterin, Vertriebssekretärin

Die Wahl der von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats erfolgt gemäß § 5 der Satzung auf jeweils vier Jahre. Frau Donna M. Meserve wurde mit Beschluss vom Amtsgericht Düren am 27. April 2010 als Nachfolger von Herrn Joan Badrinas Ardevol, der am 15. April 2010 sein Aufsichtsrat-Mandat niedergelegt hatte, als Aufsichtsratsmitglied bestellt. In der Hauptversammlung der Stowe AG am 26. August 2010 wurde Frau Donna M. Meserve als Aufsichtsratsmitglied mit einer Amtszeit bis zum Ende der Hauptversammlung gewählt, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014 beschließt.

Vorstand und Vertretung

Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Peter Williamson, Schriesheim, Managing Director Stowe Woodward Europe (bis 19. Februar 2010)
David J. Pretty, Raleigh, North Carolina, USA, Managing Director Stowe Woodward Europe (ab 20. Februar 2010)
Joan Badrinas Ardevol, Nauort, Managing Director Stowe Woodward Europe (ab 28. April 2010)

Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft alleine. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Die Herren David J. Pretty und Joan Badrinas Ardevol vertreten die Gesellschaft jeweils alleine.

Gesamtbezüge des Vorstands

Die Bezüge des Vorstands betrugen für 2010 TEUR 104 (Vj. TEUR 362).

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf TEUR 4 (Vj. TEUR 4).

Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats

Die laufenden Pensionszahlungen für ehemalige Vorstandsmitglieder betrugen im Berichtsjahr TEUR 221 (Vj. TEUR 217).

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2010 auf TEUR 2.766 (Vj. TEUR 2.260).

Abschlussprüferhonorar

Zu den Angaben nach § 285 Tz. 17 Buchstabe a bis d HGB verweisen wir auf die Angabe des Konzernabschlusses der Xerium Technologies, Inc., USA, zum 31. Dezember 2010, der am 11. März 2011 unter www.xerium.com in der Rubrik Investors Relations/SEC Filings veröffentlicht wurde, sowie auch auf das dort verlinkte Proxy Statement (Suchbegriff innerhalb der „Filing Group") der Xerium Technologies, Inc.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug:

2010 2009
Produktionsmitarbeiter 116 120
Verwaltung, Vertrieb, Entwicklung 51 59
167 179

Konzernverhältnisse

Am Grundkapital der Gesellschaft ist die Robec Walzen GmbH (ehemalige Stowe Woodward Forschungs- und Entwicklungs GmbH) mit 99,55 % beteiligt.

Die Robec Walzen GmbH gehört seit dem 3. Dezember 1999 über die Xerium Germany Holding GmbH wie auch die Xerium Technologies Ltd., UK, und XTI LLC, USA, zur Xerium Technologies Inc., USA.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Xerium Technologies Inc., USA, als höchste Konzernspitze einbezogen. Der Abschluss ist am Sitz der Xerium Technologies Inc., USA, erhältlich. Die Stowe Woodward AG steht damit unter der einheitlichen Leitung der Xerium Technologies Inc., USA. Als verbundene Unternehmen sind somit alle Unternehmen der Xerium Technologies Inc.-Gruppe anzusehen.

Mit der Robec Walzen GmbH besteht mit Wirkung vom 1. Januar 2001 ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag. Die Hauptversammlung vom 19. Juni 2001 hat diesem Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag zugestimmt. Die Eintragung ins Handelsregister Düren erfolgte am 23. November 2001.

Gewinnverwendung

Aufgrund des Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrags mit der Robec Walzen GmbH, Halle, als beherrschendes Unternehmen, wird das Jahresergebnis an die Obergesellschaft abgeführt; der Bilanzgewinn beträgt Null.

Stowe Woodward AG

Der Vorstand

Joan Badrinas Ardevol

David J. Pretty

Entwicklung des Anlagevermögens 2010

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2010

EUR
Zugänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2010

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 22.897.850,06 205.088,75 0,00 0,00 23.102.938,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.153.187,63 353.838,81 84.342,00 325.638,84 35.265.729,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.224.867,42 266.063,33 0,00 51.906,17 7.439.024,58
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 84.342,00 382.006,87 -84.342,00 0,00 382.006,87
65.360.247,11 1.206.997,76 0,00 377.545,01 66.189.699,86
II. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 199.799,00 0,00 0,00 24.866,00 174.933,00
65.560.046,11 1.206.997,76 0,00 402.411,01 66.364.632,86
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2010

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2010

EUR
--- --- --- --- ---
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 10.601.475,68 497.904,40 0,00 11.099.380,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.998.580,39 995.381,82 325.365,21 30.668.597,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.862.244,37 413.795,49 51.906,17 6.224.133,69
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
46.462.300,44 1.907.081,71 377.271,38 47.992.110,77
II. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
46.462.300,44 1.907.081,71 377.271,38 47.992.110,77
Netto-Buchwerte
31.12.2010

EUR
31.12.2009

EUR
--- --- ---
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 12.003.558,73 12.296.374,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.597.132,60 5.154.607,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.214.890,89 1.362.623,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 382.006,87 84.342,00
18.197.589,09 18.897.946,67
II. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 174.933,00 199.799,00
18.372.522,09 19.097.745,67

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stowe Woodward AG, Düren, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 4. März 2011

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dahmen, Wirtschaftsprüfer

Krause, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2010

Tätigkeiten des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sich durch regelmäßige schriftliche und mündliche Berichte des Vorstandes über die Lage des Unternehmens (einschließlich des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems) und über wichtige Fragen der Geschäftsführung unterrichtet. Darüber hinaus stand der Vorsitzende des Aufsichtsrates in ständigem Kontakt zum Vorstand der Gesellschaft und ließ sich laufend über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und anstehende Entscheidungen berichten. Die Entwicklung des Unternehmens wurde gemeinsam mit dem Vorstand eingehend erörtert. Dabei wurden alle wesentlichen Vorgänge behandelt.

In zwei Sitzungen im Juli 2010 und Dezember 2010 und in mehreren Telefonkonferenzen im Geschäftsjahr 2010 hat der Aufsichtsrat, die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben der Überwachung und Beratung, wahrgenommen. Soweit einzelne Vorgänge der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden sie vor der Beschlussfassung in den Aufsichtsratssitzungen eingehend beraten und verabschiedet.

Schwerpunkte der Arbeit des Aufsichtsrats im vergangenen Jahr lagen neben der Überwachung und Beratung des Vorstands bei größeren Vorhaben in der Überwachung der Auswirkungen des Chapter 11 Verfahrens der Konzernmutter in den USA, das Ende des 1. Quartals 2010 eingeleitet wurde. Der Aufsichtrat hat sich davon überzeugt, dass dieser Prozess Ende des 2. Quartals 2010 erfolgreich abgeschlossen worden ist und keine direkten Auswirkungen auf die Gesellschaft hatte. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig mit dem Vorstand über die strategische Ausrichtung sowie Risikolage und Geschäftslage des Unternehmens besprochen und regelmäßig darüber berichten lassen.

Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat

Im Berichtszeitraum ist der bisherige stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Herr Joan Badrinas Ardevol durch Amtsniederlegung mit Wirkung zum 15. April 2010 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Frau Donna M. Meserve ist mit Beschluss des Amtsgerichts Düren vom 27. April 2010 auf Antrag des Vorstands als Nachfolgerin bestimmt worden. Frau Meserve wurde in der Sitzung vom 7. Juli 2010 zur stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.

Im Berichtszeitraum kam es auch zu Veränderungen im Vorstand der Gesellschaft. Die Bestellung von Herrn Peter Williamson ist zum März 2010 ausgelaufen. Als sein Nachfolger wurde David J. Pretty bestellt. Seit dem 28. April 2010 ist Herr Joan Badrinas Ardevol als weiteres Vorstandsmitglied bestellt worden. Beide Vorstandsmitglieder sind jeweils einzelvertretungsberechtigt.

Prüfung, Jahresabschluss und Gewinnverwendung

In der Hauptversammlung der Gesellschaft am 26. August 2010 wurde gemäß des Vorschlags des Aufsichtsrats die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer des Berichtsjahres gewählt. Anschließend hat der Aufsichtsratsvorsitzende den Prüfungsauftrag erteilt. Der vorliegende Jahresabschluss 2010 und der hierzu vom Vorstand erstattete Lagebericht wurden von der Ernst & Young GmbH Wirtschafsprüfungsgesellschaft, München, geprüft. Die Prüfung des Jahresabschlusses hat nach dem abschließenden Ergebnis des Abschlussprüfers keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2010 inklusive des zugehörigen Lageberichts wurde mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Aufsichtsrat hat den vorliegenden Jahresabschluss und den hierzu vom Vorstand erstatteten Lagebericht ebenfalls geprüft und sich in seiner Sitzung am 5. Juli 2011 in Anwesenheit des Abschlussprüfers damit befasst. Auch der Aufsichtsrat erhebt in Übereinstimmung mit den Abschlussprüfern keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehenen Jahresabschluss gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Aufgrund des Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrags mit der Robec Walzen GmbH als beherrschendes Unternehmen, wird das Jahresergebnis der Gesellschaft an die Obergesellschaft abgeführt; der Bilanzgewinn beträgt Null. Folglich gibt es keinen Gewinnverwendungsvorschlag. Diesem Prozedere wird zugestimmt.

Dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Stowe Woodward AG werden an dieser Stelle für die im vergangenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit besonderer Dank und Anerkennung ausgesprochen.

Düren, 5. Juli 2011

STOWE WOOODWARD AG

Der Aufsichtsrat

Stephen R. Light, Vorsitzender des Aufsichtsrats