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Andritz AG Annual Report 2007

Feb 29, 2008

735_10-k_2008-02-29_cedbcb42-a802-40b0-bb81-b1384063c33c.pdf

Annual Report

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KENNZAHLEN 2003–2007 DER ANDRITZ-GRUPPE (IFRS)

Unternehmenskennzahlen in MEUR

2003
1.394
1.054
1.225
242 194 131 115 84
201 163 107 93 63
193 160 107 76 49
198 166 110 77 49
136 121 80 54 31
33 143 237 208 5
57 46 27 29 21
12.016 10.215 5.943 5.314 4.771
279
1.878 1.777 1.083 877 688
482 415 329 277 239
395 386 190 160 150
1.631 1.585 873 717 577
2.508 2.386 1.391 1.153 967
6,9
5,1
4,0
4,1 4,5 4,6 3,6 2,5
28,2 29,2 24,3 19,5 13,0
19,2 17,4 23,6 24,0 24,7
7,9 9,1 6,3 4,4 5,2
1,4 1,3 1,4 1,5 1,7
0,1 0,0 0,0 1,1 1,2
2007
3.750
3.843
3.283
630
7,4
6,1
5,9
2006*
2.891
3.397
2.710
609
7,2
6,0
5,9
2005
1.975
1.696
1.744
308
7,5
6,1
6,1
2004
1.837
1.439
1.481
276
7,8
6,3
5,1

* angepasst

Börsentechnische Kennzahlen

2007 2006 2005 2004 2003
Gewinn je Aktie (EUR) 2,57 2,31 1,53 1,03 0,57
Dividende je Aktie (EUR) 1,007) 0,75 0,50 0,35 0,25
Ausschüttungsquote (%) 38,9 32,5 32,6 34,3 44,2
Eigenmittel je Aktie (EUR) 9,07 7,86 6,25 5,18 4,50
Marktkapitalisierung per 31. 12. (MEUR) 2.155,4 2.135,9 1.207,1 729,3 493,4

Anmerkung: Am 3. Mai 2007 wurde die Andritz-Aktie im Verhältnis 1:4 gesplittet; die historischen Kurswerte und börsentechnischen Kennzahlen wurden entsprechend angepasst.

Erläuterungen

1) EBITDA: Betriebsergebnis vor Abschreibungen; 2) EBITA: Betriebsergebnis vor Abschreibungen für im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierte und vom Firmenwert getrennt angesetzte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 5.967 TEUR (2006: 2.895 TEUR) sowie Wertminderungsverlust Firmenwert in Höhe von 2.771 TEUR (2006: 0 TEUR); 3) Zugang zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten; 4) Eigenkapital: Summe Eigenkapital inkl. Anteile in Fremdbesitz; 5) ROE (Return On Equity): Konzernergebnis/Eigenkapital; 6) EV (Enterprise Value): Marktkapitalisierung per 31. 12. minus Nettoliquidität; 7) Vorschlag an die Hauptversammlung

00 Inhaltsverzeichnis

Lagebericht
Erklärung
des
Vorstands
Bericht
des Aufsichtsrats
004
012
012
Konzernabschluss
2007
der Andritz-Gruppe
013
Bestätigungsvermerk
Konzernbilanz
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung
Konzern-Cashflow-Statement
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
Konzernanhang
014
015
016
017
018
019
Finanz-
und Börseglossar
052

LAGEBERICHT

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft zeigte im Jahr 2007 eine insgesamt solide, jedoch regional und zeitlich differenzierte Entwicklung. In den USA schwächte sich das Wirtschaftswachstum während des 1. Halbjahres 2007 ein wenig ab. Die Konsumausgaben der Privatverbraucher und die Unternehmensinvestitionen gingen zurück; die Inflation blieb auf einem sehr hohen Niveau. Im 2. Halbjahr 2007 war die wirtschaftliche Entwicklung vor allem durch die Krise des Subprime-Markts und den daraus resultierenden Einbruch des Hypothekenmarkts gekennzeichnet. Der Preissturz bei Immobilien und Liegenschaften gab Anlass zur Sorge, dass in Amerika die Konsumausgaben – in den vergangenen Jahren Haupttreiber des starken Wachstums des Bruttoinlandsprodukts – in Zukunft deutlich zurückgehen könnten, was zu einer anhaltenden Dämpfung der Wirtschaft oder sogar zu einer Rezession führen könnte. Die amerikanische Notenbank (FED – Federal Reserve Board) senkte daher in mehreren Schritten den Leitzins von 5,25 auf 4,25 Prozent und stellte den Banken erhebliche Geldmittel zur Verfügung, um einem möglichen Liquiditätsengpass entgegenzuwirken.

In Euroland war eine sehr gute Entwicklung der wirtschaftlichen Aktivitäten zu verzeichnen. Dies war vor allem auf den unverändert hohen Inlandskonsum sowie den trotz der zunehmenden Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar unverändert hohen Export zurückzuführen. Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte daher den Leitzins im Juni 2007 auf 4 Prozent. Während der Subprime-Krise stellte die EZB ebenfalls Geldmittel bereit, um die Liquiditätskrise zu stabilisieren, änderte den Leitzins angesichts der anhaltend starken wirtschaftlichen Aktivitäten jedoch nicht.

Auch in Asien blieb die Wirtschaftsentwicklung – basierend auf anhaltend hohen privaten Konsumausgaben sowie Unternehmensinvestitionen – im Berichtszeitraum unverändert stark. Ein besonders starker Anstieg des Bruttoinlandsprodukts war in China und Indien zu verzeichnen.

Quelle: OECD

Geschäftsentwicklung

Veränderung des Konsolidierungskreises/ Akquisitionen

Die folgenden wesentlichen Unternehmen waren in der Vergleichsperiode 2006 nicht oder nur zum Teil in den Konzernabschluss der Andritz-Gruppe einbezogen:

  • Küsters-Gruppe (Walz- und Kalandertechnologien für Papier und Nonwoven)
  • Pilão Equipamentos Ltda. (Services und Produkte für die für die Zellstoff- und Papierindustrie)
  • VA TECH HYDRO GmbH und ihre Tochtergesellschaften (einer der weltweit führenden Anbieter von elektromechanischen Ausrüstungen und Services für Wasserkraftwerke)
  • CONTEC Decanter Inc. (Reparatur und Instandhaltung von Zentrifugen und Separatoren)
  • Bachofen + Meier, Sparte Beschichtung (weltweit tätiger Spezialist für Technologien und Systeme zur Papierbeschichtung)
  • Sindus Human Technology (Serviceunternehmen für die Zellstoff- und Papierindustrie)
  • Tigép Kft. (Fertigung von schweren Maschinen, insbesondere im Bereich-Wasserkraft)

Umsatz

Der Umsatz der Andritz-Gruppe entwickelte sich im Jahr 2007 sehr erfreulich. Mit 3.282,5 MEUR stieg er im Vergleich zu 2006 (2.709,7 MEUR) um 21,1% an und erreichte damit neuerlich einen Rekordwert. Insbesondere die Geschäftsbereiche Zellstoff und Papier, Wasserkraft sowie Futtermittel und Biomasse verzeichneten im Jahresvergleich deutliche Zuwachsraten. Das organische Wachstum der Gruppe betrug 2007 rund 9,4%.

Auftragseingang und Auftragsstand

Der Auftragseingang der Andritz-Gruppe stieg im Jahr 2007 auf 3.749,5 MEUR an und lag damit deutlich über dem sehr hohen Wert des Jahres 2006 (2.891,0 MEUR). Vor allem die Geschäftsbereiche Walz- und Bandbehandlungsanlagen, Wasserkraft sowie Futtermittel und Biomasse konnten starke organische Zuwächse beim Auftragseingang erzielen. Das organische Wachstum des Auftragseingangs betrug 2007 rund 14,7%.

Der Auftragsstand der Andritz-Gruppe zeigte ebenso einen starken Anstieg und erhöhte sich per 31. 12. 2007 auf 3.843,3 MEUR (31. 12. 2006: 3.397,1 MEUR). Damit verfügt die Andritz-Gruppe über eine gute Visibilität hinsichtlich der Umsatzentwicklung in den kommenden Monaten.

Umsatz nach Regionen in % 2007 (2006)

Europa 43 (38) Nordamerika 16 (16) Südamerika 10 (16) China 15 (15) Asien (ohne China) 10 (12) Sonstige 6 (3)

Auftragseingang nach Regionen in % 2007 (2006)

Europa 41 (40) Nordamerika 20 (14) Südamerika 10 (11) China 9 (16) Asien (ohne China) 15 (13) Sonstige 5 (6)

Ergebnis

Mit der Umsatzerhöhung stieg auch der Betriebserfolg (EBIT – Earnings before Interest and Taxes) auf 192,6 MEUR (2006: 159,8 MEUR). Alle Geschäftsbereiche, insbesondere die Bereiche Wasserkraft, Walz- und Bandbehandlungsanlagen sowie Futtermittel und Biomasse, zeigten eine solide und zufriedenstellende Ergebnisentwicklung und überkompensierten damit den auf die VA TECH HYDRO zurückzuführenden, beim Erwerb bereits erwarteten Verwässerungseffekt auf die Gruppenrentabilität. Die EBIT-Marge der Andritz-Gruppe lag mit 5,9% im Jahr 2007 auf Vorjahresniveau.

Mit 5,5 MEUR sank das Finanzergebnis 2007 gegenüber dem Vorjahr geringfügig (2006: 6,1 MEUR). Die Steuerquote betrug im Berichtsjahr 31,3% (2006: 26,9%).

Das Konzernergebnis nach Abzug von Minderheitsanteilen betrug 132,7 MEUR (2006: 118,5 MEUR).

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanz zum 31. 12. 2007 weist im Vorjahresvergleich keine wesentlichen Veränderungen auf. Die Bilanzsumme per 31. 12. 2007 betrug 2.507,5 MEUR und war damit um 121,4 MEUR höher als per 31. 12. 2006 (2.386,1 MEUR). Das Nettoumlaufvermögen zum 31. 12. 2007 betrug 99,1 MEUR (31. 12. 2006: -93,6 MEUR).

Die Nettoliquidität (Flüssige Mittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens abzüglich Finanzverbindlichkeiten) der Andritz-Gruppe per 31. 12. 2007 betrug 246,5 MEUR und lag damit deutlich unter dem sehr hohen Niveau per 31. 12. 2006 (365,7 MEUR). Die Eigenkapitalquote per 31. 12. 2007 betrug 19,2% (31. 12. 2006: 17,4%).

Aktien und Aktionärsstruktur – Offenlegung gemäß § 243a UGB

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 29. März 2007 wurde das Grundkapital aus Gesellschaftsmitteln durch Umwandlung des im Konzernabschluss per 31. Dezember 2006 ausgewiesenen entsprechenden Teilbetrags der gebundenen Kapitalrücklage ohne Ausgabe zusätzlicher, auf Inhaber lautender Stückaktien und entsprechend dem Kapitalberichtigungsgesetz von 94.510.000 EUR um 9.490.000 EUR auf 104.000.000 EUR erhöht. Das Grundkapital der Andritz AG per 31. Dezember 2007 betrug damit 104.000.000 EUR. Die Hauptversammlung beschloss weiters einen Split der Andritz-Aktien im Verhältnis 1:4, wodurch sich die Gesamtzahl der Aktien von 13 auf 52 Millionen erhöht hat. Auf jede nennwertlose Aktie entfällt damit ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 2,00 Euro.

Es bestehen keine Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Rund 26% der Aktien befinden sich im Besitz der Certus Beteiligungs-GmbH, deren Geschäftsführer Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender von Andritz, ist.

Es gibt derzeit kein genehmigtes Kapital. Aufgrund eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 29. März 2007 ist der Vorstand ermächtigt, zwischen 1. April 2007 und 30. September 2008 bis zu 10 Prozent des Grundkapitals der Andritz AG zurückzuerwerben. Es gibt keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.

Soweit der Gesellschaft bekannt ist, gibt es keine Inhaber von Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Die Arbeitnehmer üben das Stimmrecht direkt aus. Es existieren darüber hinaus auch keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

Die Gesellschaft ist keine bedeutenden Vereinbarungen eingegangen, die bei einem Kontrollwechsel der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam, sich ändern oder enden würden. Gemäß den Bedingungen der im Juni 2006 begebenen Andritz-Anleihe 2006–2013 ist jeder Inhaber von Teilschuldverschreibungen berechtigt, seine Teilschuldverschreibungen fällig zu stellen und sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich der bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufenen Zinsen zu verlangen, falls ein Kontrollwechsel durch einen neuen Großaktionär erfolgt, und dieser Kontrollwechsel zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Fähigkeit der Emittentin führt, ihre Verpflichtungen aus den Teilschuldverschreibungen zu erfüllen.

Es existieren Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Vorstands im Falle eines Kontrollwechsels. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen für die Aufsichtsratsmitglieder und Arbeitnehmer.

FINANZKENNZAHLEN der Andritz-gruppe

MEUR 2007 2006 Veränderung in %
Umsatz 3.282,5 2.709,7 +21,1
Umsatzrendite1) (%) 5,9 5,9 -
EBITDA 242,3 194,2 +24,8
Betriebserfolg (EBIT) 192,6 159,8 +20,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) 198,0 165,9 +19,3
Konzernergebnis nach Steuern 136,1 121,4 +12,1

1) EBIT/Umsatz

Bilanzsumme 2007: 2.507,5 MEUR Aktiva

640,6 MEUR 1.268,1 MEUR 598,8 MEUR
Langfristiges Vermögen: 25% Kurzfristiges Vermögen: 51% Liquide Mittel: 24%
Passiva
481,6 MEUR 352,3 MEUR 290,8 MEUR 1.382,8 MEUR
Eigenkapital inkl. Finanzverbindlichkeiten: 14% Sonstige langfristige Sonstige kurzfristige

Verbindlichkeiten: 55% Verbindlichkeiten: 12%

Anteile in Fremdbesitz: 19%

Bilanzkennzahlen

2007 2006
Eigenkapitalquote2) (%) 19,2 17,4
Eigenkapitalrentabilität3)
(%)
41,1 40,0
Gesamtkapitalrentabilität4) (%) 7,7 6,7
Nettoliquidität5) (MEUR) 246,5 365,7
Nettoverschuldung6) (MEUR) -94,8 -216,9
Nettoumlaufvermögen7) (MEUR) 99,1 -93,6
Capital employed8) (MEUR) 405,6 194,5
Verschuldungsgrad9) (%) -19,7 -52,3

2) Eigenkapital/Gesamtkapital

3) Ergebnis vor Ertragsteuern/Eigenkapital

4) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Gesamtkapital

5) Flüssige Mittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens abzüglich Finanzverbindlichkeiten

6) Verzinsliches Fremdkapital inklusive Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder abzüglich Flüssige Mittel inklusive Wertpapiere des Umlaufvermögens 7) Umlaufvermögen exkl. Flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens abzüglich

Fremdkapital exkl. Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen 8) Nettoumlaufvermögen plus Anlagevermögen

9) Nettoverschuldung/Eigenkapital

Risikomanagement und Treasury

Als ein global tätiges Unternehmen, das eine Vielzahl verschiedener Märkte und Kunden bedient, ist die Gruppe gewissen allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken beziehen sich vor allem auf die von der Gruppe bedienten Industrien und Märkte, die Geschäftstätigkeit der Gruppe, Großaufträge und die Umsetzung des Auftragsbestands in Umsatz. Andritz verfügt über ein bewährtes, konzernweites Risikomanagementsystem, dessen Hauptaufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren, um gegebenenfalls rasch Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dieses System ist ein wesentlicher Bestandteil des aktiven Risikomanagements der Gruppe.

Die Überwachung und das Management von Finanzrisiken sind wichtige Bestandteile des gruppenweiten Controllings und Rechnungswesens von Andritz. Laufendes Controlling und regelmäßiges Berichtswesen sollen die Identifizierung von größeren Risiken zu einem sehr frühen Zeitpunkt und – sofern notwendig – die Einleitung von Gegenmaßnahmen sicherstellen.

Das Zahlungsausfallsrisiko von Kunden wird für einen Großteil der Projekte durch Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie durch Abschluss von Exportversicherungen reduziert. Das Risiko bei Lieferungen in als politisch riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls versichert. Zins- und Wechselkursrisiken werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten, vor allem Devisentermingeschäften und Swaps, begrenzt und gesteuert. Bei nicht in Euro getätigten Geschäften (hauptsächlich solche in US-Dollar und Pfund Sterling) wird die Nettowährungsposition in der Regel durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert. Cashflow-Risiken werden durch das Cashmanagement-System der Gruppe, das alle Cash-Zu- und -Abflüsse der großen Andritz-Tochtergesellschaften kontrolliert, minimiert. Das Cashmanagement-System überwacht auch das zentrale Pooling dieser Aktivitäten, um die Zinseinkünfte zu optimieren.

Es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Überwachungs- und Steuerungssysteme ausreichend oder je nach Anlassfall auch ausreichend wirksam sind.

Investitionen und Cashflow

Die Investitionen in materielle und immaterielle Vermögenswerte betrugen 2007 57,0 MEUR und stiegen damit um 24,7% gegenüber dem Vorjahr an (2006: 45,7 MEUR). Die Investitionen der Gruppe betrafen im Wesentlichen Modernisierungen von Gebäuden und Werkstätten sowie, insbesondere in China, auch Kapazitätserweiterungen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 33,1 MEUR und war damit niedriger als im Vorjahr (2006: 143,1 MEUR).

cashflow-kennzahlen

MEUR 2007 2006
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 33,1 143,1
Investitionen1) 57,0 45,7
Free Cashflow2) -19,6 100,1
Free Cashflow je Aktie3) -0,4 1,9

1) Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten

2) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen plus Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten

3) Free Cashflow/Aktiengesamtzahl

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

Wechselkursänderungen werden durch entsprechende Terminkontrakte abgesichert.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Fertigung

Im Berichtsjahr wurde in allen Andritz-Produktionsstätten eine sehr hohe Kapazitätsauslastung verzeichnet. Zunehmende Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Materialien und Halbfertigprodukten konnten durch die hohe Flexibilität und Einsatzbereitschaft aller Mitarbeiter weitgehend kompensiert werden. Aufgrund des hohen Auftragsbestands wurde die Anzahl der eingesetzten Leiharbeiter bzw. das Outsourcing von Fertigungsaufträgen weiter erhöht.

Zur weiteren Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Verkürzung der Lieferzeiten wurden Investitionen in die weitere Automatisierung der Produktionsabläufe und in den Abbau von Engpässen getätigt. In den stark wachsenden Märkten China, Indien und Südamerika werden die Produktionskapazitäten gezielt erweitert.

Personalwesen

Weltweite Schulung und Fortbildung der Andritz-Mitarbeiter waren auch im Jahr 2007 die Hauptziele des Andritz-Personalwesens. Die Rekrutierung neuer Mitarbeiter stellte angesichts des Mangels an gut ausgebildeten Bewerbern eine große Herausforderung dar. Der Großteil der relevanten freien Positionen in der Andritz-Gruppe konnte dennoch mit hoch qualifizierten Kandidaten besetzt werden. Das Ausmaß von Entsendungen von Mitarbeitern zu Tochterunternehmen auf der ganzen Welt (insbesondere nach China) zur Unterstützung der jeweiligen Geschäfts- und Organisationsentwicklung hat deutlich zugenommen; diese Entsendungen leisten einen entscheidenden Beitrag zur Sicherstellung des internen Wachstums der Gruppe.

Umweltschutzbelange

Die wesentlichen Schwerpunkte im Rahmen der Umweltschutzaktivitäten der Andritz-Gruppe im Jahr 2007 betrafen Mitarbeiterschulungen sowie Energiespar- und Verkehrsentlastungsmaßnahmen zur Reduktion von Kohlendioxid-, Kohlenmonoxid- und Stickoxid-Emissionen. Für den Standort Graz, Österreich, wurde ein neues Verkehrskonzept entwickelt, mit dem die Fahrtkilometer innerhalb des Firmengeländes jährlich um 4.000 und innerhalb des Grazer Stadtbezirks Andritz um 13.000 Kilometer reduziert werden. Das Projekt wird 2008 umgesetzt. Im Rahmen eines Pilotprojekts zur Energieeinsparung bei der Bürobeleuchtung am Standort Graz wurde ein Einsparungspotenzial von 20 Prozent festgestellt; das Projekt wird in den Jahren 2008 und 2009 schrittweise umgesetzt werden. Im Rahmen eines weiteren Projekts haben Lehrlinge der Lehrwerkstätte Graz die Wasserturbine des unternehmenseigenen Kraftwerks in Weiz wieder instand gesetzt und so ihr Wissen im Bereich erneuerbare Energien erweitert. 2007 hat der Standort Graz wieder das ÖKOPROFIT-Zertifikat der Stadt Graz für besondere Leistungen im Bereich Umweltschutz erhalten.

Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2007 investierte die Andritz-Gruppe rund 45,4 MEUR in Forschung und Entwicklung (2006: 35,4 MEUR). Einschließlich der auftragsbezogenen Entwicklungsarbeiten wurden rund drei Prozent des Umsatzes für die Entwicklung neuer Verfahren und Produkte aufgewendet. In den Forschungszentren der Gruppe in Österreich, Finnland, Frankreich, der Schweiz und den USA arbeiten mehr als 300 Mitarbeiter an der Entwicklung neuer Prozesse und Anlagen, um die Technologieführerschaft von Andritz weiter auszubauen.

In den Divisionen des Geschäftsbereichs Zellstoff und Papier wird die Investitionstätigkeit der Kunden heute vor allem von zwei Trends bestimmt. Erstes Ziel ist die größtmögliche Senkung der Investitionskosten je produzierter Tonne. Die Folge sind größere Produktionseinheiten in einer Linie ohne Redundanz. Der zweite Trend besteht in den anhaltenden Bestrebungen, die Produktionsprozesse nachhaltiger zu gestalten. Der Forderung nach Nachhaltigkeit begegnet Andritz durch neue Systeme, die für die effiziente Verarbeitung von Fasern aus Plantagenholz adaptiert wurden, sowie durch Technologien mit gegenüber den Vorgängersystemen deutlich reduziertem Energieverbrauch. Dazu gehören u. a. intensive Forschungsund Entwicklungsarbeiten mit dem Ziel einer effizienteren Nutzung von Biomasse als Energiequelle.

Seit Mai 2007 arbeiten Andritz, dessen assoziiertes Unternehmen Carbona und UPM, eines der weltweit führenden Unternehmen der Forstindustrie, gemeinsam an der Entwicklung einer Technologie für die Gasifizierung von Biomasse und die Reinigung von Synthesegas. Das gemeinsame Pilotprojekt umfasst die Gasifizierung des vorgesehenen Ausgangsmaterials (Holzabfälle) in einem 8-MW-Gasifizierer und die Reinigung des erzeugten Gases, sodass es anschließend mit handelsüblichen Geräten behandelt und in Biotreibstoff umgewandelt werden kann. Die umfangreichen Pilotversuche werden am Gas Technology Institute (GTI), einem renommierten Forschungs- und Entwicklungsinstitut in den USA, durchgeführt. Die Endergebnisse werden bis Ende 2008 erwartet.

Im Bereich Holzplatztechnik geht der Trend zu Verarbeitungslinien mit sehr hohen Kapazitäten. Um diese Nachfrage abzudecken, hat die Division größere Linien sowohl für bereits entrindete als auch nicht entrindete Holzstämme entwickelt. Weiters wurden eine neue Hackmaschine (die größte der Welt) und eine neue Hochleistungsentrindungstrommel entwickelt. Mit einer von der Division entwickelten neuen Technik können Sand und lose Rindenstücke von im Wald entrindeten Holzstämmen abgeschieden werden.

Die technologischen Entwicklungsarbeiten der Division Faserlinie konzentrieren sich nicht nur auf große Neuanlagen, sondern auch auf kleine und mittelgroße Linien. Verbesserungen an Kochereieintragssystemen, größere DD-Wäscher, eine neue Generation von Mittelkonsistenz-Anlagen und moderne Steuerungssysteme wurden erstmals eingesetzt. Durch neue Waschkonzepte und geschlossene, unter Druck stehende Prozess-Stufen, die Emissionen in die Atmosphäre verhindern, werden der Frischwasserverbrauch und damit auch das Abwasservolumen reduziert.

Für die Weißlaugenproduktion wurde ein neuer Drehrohrofen mit einer Leistung von mehr als 1.000 Tagestonnen entwickelt. Der Einsatz der Zentrifugentechnik in der Entwässerung und Wäsche von Grünlaugenrückständen gewinnt immer stärker an Bedeutung. Die Zentrifugierung minimiert die durch diese Rückstände verursachte Umweltbelastung auf den Deponien. In einem finnischen Werk wird eine Anlage zur selektiven Reduktion des Phosphors im Kalkkreislauf errichtet. Diese Anlage ermöglicht eine noch weitergehende Schließung des Kalkkreislaufs sowie eine Reduktion der Festabfallmenge.

Im Bereich Energie aus Biomasse wurde bereits im Jahr 2006 ein Programm zur Entwicklung moderner, mit Biomasse beheizter Kessel gestartet. Die ersten Kessel befinden sich schon in Bau. Die hohen Öl- und Gaspreise haben zunehmendes Interesse am Einsatz von Biomasse in Drehrohröfen ausgelöst. Nach wie vor verbrauchen Drehrohröfen in Zellstoffwerken große Mengen fossiler Brennstoffe. Andritz verfügt über sehr umfangreiche Erfahrung mit HERB-Hochleistungsrückgewinnungskesseln. Die nächsten Entwicklungsschritte betreffen die Steigerung der Stromerzeugung aus Schwarzlauge. Mit zunehmender Kreislaufschließung in den Zellstoffwerken zur Reduzierung von Emissionen gewinnt die Chlorid-Abscheidung an Bedeutung. Das erste Andritz-System zur Beseitigung der Chloride in einem Auslaugeverfahren − eine kostengünstige Alternative zum bewährten Asche-Rekristallisationsverfahren − befindet sich in Bau. Ein weiteres Programm zielt auf die Senkung der Betriebskosten von Eindampfanlagen ab. Im Hinblick auf das steigende Preisniveau bei thermischer und elektrischer Energie wurde ein neues, patentiertes Verfahren entwickelt.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich Zellstofftrocknungssysteme konzentrieren sich auf die Steigerung der Produktionskapazität einer einzelnen Trocknungslinie mit Doppelsiebformertechnologie von derzeit 4.000 auf mehr als 4.500 Tagestonnen bzw. 1.300.000 Jahrestonnen Zellstoff. Durch Prozessvereinfachungen und Optimierung der größten Energieverbraucher in der Linie wird der Energieverbrauch der gesamten Linie gesenkt.

In der Division Papiermaschinen hat die Produktgruppe Tissue unter dem Produktnamen PrimeDry Steel einen neuen Kreppzylinder aus Stahl auf dem Markt eingeführt. Die Hauptvorteile gegenüber konventionellen gusseisernen Zylindern sind höhere Leistung und Betriebssicherheit. Die Produktgruppe Lufttechnik hat eine neue Wärmerückgewinnungsstufe für die Abluft aus Yankee-Trockenhauben entwickelt. Hierbei wird Kondensat in einem Wärmetauscher unter Verwendung der Abluft verdampft; so können bis zu 25 Prozent Primärdampf eingespart werden. Ferner wurde das PrimeTake-Off-System zur Führung der Bahn nach dem Kreppzylinder am Markt eingeführt. Der Vorteil dieses Systems liegt in der Verringerung der Bahnabrisse bei höheren Maschinengeschwindigkeiten. Die Entwicklung einer Modulbauweise für die Yankee-Trockenhaube macht es möglich, den Haubenkörper in kleineren Bauteilen an die Baustelle zu liefern und dort zusammenzubauen.

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Division Faserstoffaufbereitung konzentriert sich darauf, die Systemleistung von Stoffaufbereitungsanlagen zu erhöhen und den Energieverbrauch weiter zu senken. Die Division hat einen neuen Aschewäscher (SpeedWasher) zur Aufbereitung von gemischtem Büropapierabfall und einen unter Druck arbeitenden Disperger für OCC (Old Corrugated Container) entwickelt und am Markt eingeführt.

Vorrangige Ziele in der Refinertechnik sind die Prozessvereinfachung sowie die Verbesserung der Anlagenzuverlässigkeit, um die Investitions- und Betriebskosten der Anlagen für die Kunden zu senken. Ergebnisse der Entwicklungsprogramme sind eine neue Faserzentrifuge, mit der Dampf und Fasern nach dem Hochkonsistenzrefiner besser getrennt werden können, sowie eine Reihe von Druckvorrichtungen und -schnecken. Um auch für künftige Anforderungen gerüstet zu sein, wurde die Pilotanlage in Springfield, Ohio, USA, modernisiert.

Die Division Papierveredelung hat für die Tissue-Industrie die kleinste jemals gebaute Schuhwalze (Durchmesser: 710 mm) konstruiert. Damit können ohne Volumensverlust und bei sehr langen Bandstandzeiten höchste Trockengehalte erzielt werden. Ein neues PrimeFeeder-Design bewirkt einen stabileren Ablauf des gesamten Prozesses und verkürzt nach einem Bahnabriss die Zeit bis zur Wiederherstellung der vollen Produktionsleistung der Papiermaschine.

Der Geschäftsbereich Wasserkraft führte sowohl auftragsbezogene Entwicklungen als auch Grundlagenforschung erfolgreich durch. Die hervorragende Leistung des neuen Laufraddesigns im Rahmen der Aufträge Tokke (Norwegen) und Larona (Indonesien) – beides Rehabilitationen von Francisturbinen – führte zu Folgeaufträgen für weitere Laufräder. Strömungstechnische Untersuchungen wurden auch in anderen Bereichen unternommen, um den Kunden bereits in den ersten Phasen eines Projekts detaillierte technische Daten zur Verfügung stellen zu können.

Für Rohrturbinen, die bei mehr als 20 Meter Fallhöhe eingesetzt werden, wurde eine neue Laufradgeneration mit fünf Schaufeln entwickelt und für einen chinesischen Auftrag an einem Modell erfolgreich getestet.

Bei der Entwicklung von Großpumpen für indische und chinesische Aufträge sowie bei der grundlegenden Neuentwicklung von Pumpturbinen konnten zwischen den beiden Produktlinien Synergien genutzt werden.

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit für die Kühlung von Hydrogeneratoren konzentrierte sich auf die Optimierung mehrerer Komponenten im Belüftungskreislauf und auf die Verbesserung der numerischen Tools für die Auslegung der Belüftung.

Basierend auf der zweijährigen Betriebserfahrung mit dem neu entwickelten StrafloMatrix™-Generator in einem österreichischen Wasserkraftwerk konnten die spezielle Auslegung der Hochspannungsstatorwicklung und die Wärmeübertragung aus dem Wickelkopf optimiert werden.

Im Rahmen von Kostensenkungsprogrammen und eines Wertanalyseprojekts für Generatoren wurde eine Reihe neuer technischer Konzepte untersucht; die vielversprechendsten sind die Gesamtimprägnierung von Wickelkörpern mit großem Durchmesser, ein neues Plattenrotordesign und eine neuartige Dämpfungswicklungsbefestigung.

Ein weiterer Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten betraf die Automation für Wasserkraftwerke. SAT 250, das führende System für Steuerwarten und Bedienstationen, wurde nun auch im Tiefpreissegment funktional und ergonomisch optimiert. Das System deckt nunmehr sämtliche Mensch/Maschinen-Schnittstellen in einem Wasserkraftwerk ab – von kleinen Turbinenreglerpulten bis zu komplexen Steuerwarten für ganze Kraftwerksgruppen. Auf dem Gebiet elektrischer Schutz und Erregung wurde eine völlig neue Plattform – weltweit die erste technologisch vereinheitlichte Erregungs- und Schutzplattform – definiert.

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit des Geschäftsbereichs Walzund Bandbehandlungsanlagen konzentrierte sich im Berichtsjahr auf neue Beschichtungstechnologien unter Anwendung elektrogalvanischer und CVD-Verfahren (CVD: Chemical Vapor Deposition). In Pilotanlagen für beide Prozesse konnten beschichtete Bänder hergestellt werden, die in Anwendungstests bei potenziellen Kunden verwendet werden.

Das in Salzsäureregenerationsanlagen als Nebenprodukt gewonnene Eisenoxid ist für die Rentabilität des Prozesses sehr wichtig. Neue Prozessabläufe wurden untersucht, um Eisenoxid für den Pigmentmarkt zu erzeugen.

Das Lieferprogramm der Stanz- und Umformautomaten der neuen Generation wurde erweitert. Diese neue Pressengeneration zeichnet sich durch Modulbauweise aus und kann daher flexibel an die unterschiedlichen Kundenanforderungen angepasst werden.

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Division Separation Technologies des Geschäftsbereichs Umwelt und Prozess konzentrierte sich weiterhin auf die Optimierung des Zentrifugenangebots zur weiteren Verbesserung der Leistung und/oder Reduzierung der Herstellungskosten. Ein weiterer Schwerpunkt war die Standardisierung der Filterpressenproduktfamilie mit dem Ziel, die Lieferzeiten zu verkürzen und die Kosten zu senken.

Wegen zunehmend strengerer Auflagen für die Behandlung geruchsbelasteter Abgase wurden weitere Forschungsarbeiten und Versuche durchgeführt, um die Geruchsbelästigung durch Abgase von Schlammtrocknungsanlagen zu minimieren und die TOC-Werte (Total Organic Carbon) zu reduzieren. Dabei stellt die Entwicklung eines zuverlässigen und umweltfreundlichen Systems zur Geruchsreduktion – insbesondere bei Klärschlamm mit seinem schwer prognostizierbaren Gehalt an unangenehm riechenden Substanzen – einen Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit dar. Ein solches System sollte nicht wie die thermische Nachverbrennung zusätzlich Primärenergie verbrauchen und CO2-Emissionen verursachen.

Aufgrund des starken Wachstums des Markts für Biomassetrocknung wurde mit der Entwicklung eines großen Bandtrockners mit einer Verdampfungsleistung von bis zu 16 t/h begonnen. Ziel ist höchste Energieeffizienz durch Rückgewinnung der in den Trocknungsgasen enthaltenen Abwärme. Bei diesem Trockner soll die Trocknungsluft in einem nahezu vollständig geschlossenen Kreislauf geführt werden, und auch aus dem minimierten Abgasstrom aus dem Trockner soll die Energie zurückgewonnen werden. Ferner wird es möglich sein, diesen Trockner mit Abwärme oder Abgas aus anderen Prozessen und aus Kraft-Wärme-Kopplungen zu betreiben.

Ebenfalls im Bereich Biomassetrocknung wurden intensive Versuche mit einer Pilot-Trocknungsanlage durchgeführt, um Auslegungs- und Machbarkeitsdaten für den Einsatz von Bandtrocknern für verschiedene Arten von Biomasse (Sägespäne für Pelletieranlagen, Biertreber aus Brauereien, Rejekte, Zuckerrohrbagasse, Rinde aus der Zellstoff- und Papierindustrie) zu erheben.

Der Geschäftsbereich Futtermittel und Biomasse hat eine neue Generation von Prozess-Steuerungen mittels Touchscreens für kleine bis mittelgroße Extruder zur Erzeugung von Haustier- und Fischfutter erfolgreich am Markt eingeführt.

Das Produktprogramm für den Bereich erneuerbare Energien wurde um eine neue Hammermühlengeneration für die Herstellung von Sägemehl in Kraftwerksanlagen erweitert.

Ausblick

Trotz der allgemeinen Abschwächung der Weltwirtschaft und der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten erwartet Andritz gegenwärtig in allen Geschäftsbereichen eine gute Projektaktivität.

Im Geschäftsbereich Zellstoff und Papier ist die Projektaktivität auf einem unverändert zufriedenstellenden Niveau, wobei sich die Investitionen sowohl auf Neuanlagen als auch auf die Modernisierung und Erneuerung bestehender Anlagen konzentrieren. Die größten Investitionen für neue Zellstoffanlagen und/oder Erweiterungen bestehender Anlagen werden in Südamerika, Australien und Asien erwartet. In Europa und Nordamerika sollte der Schwerpunkt der Investitionen auf der Modernisierung und Erneuerung bestehender Anlagen sowie dem Servicebereich liegen. Darüber hinaus ist mit einem Anstieg der Nachfrage nach Zellstoffsystemen und -verfahren zu rechnen, die erneuerbare Energiequellen (Biomasse, wie etwa Holzabfälle, Gras, Stroh etc.) nutzen, die Energieeffizienz steigern und Emissionen reduzieren.

Im Geschäftsbereich Wasserkraft wird für 2008 eine unverändert gute Entwicklung der Projekttätigkeit auf hohem Niveau erwartet. Insbesondere in Südamerika, China und Indien ist eine Reihe von Neuanlagen in Planung oder in Umsetzung. In Europa und Nordamerika sollten sich die Investitionen aufgrund des Alters der bestehenden Anlagen weiterhin auf Modernisierungen und Sanierungen sowie auch auf Kapazitätserweiterungen konzentrieren. Weiters wird erwartet, dass zur Gewährleistung der Netzstabilität eine unverändert starke Nachfrage nach Pumpspeicherkraftwerken zu verzeichnen sein wird. Aufgrund der zunehmenden weltweiten Anstrengungen im Bereich Klimaschutz und des steigenden Einsatzes erneuerbarer Energieträger sollte sich auch der Markt für Kleinwasserkraftwerke positiv entwickeln.

Im Geschäftsbereich Walz- und Bandbehandlungsanlagen befindet sich die Investitionstätigkeit für Kohlenstoffstahl- und Edelstahlausrüstungen auf solidem Niveau. Im Edelstahlbereich wird eine unverändert hohe Nachfrage in den schnell wachsenden Wirtschaftsräumen wie China und Indien erwartet. In Europa und in den USA sollte sich die Projektaktivität auf die Modernisierung bestehender Anlagen konzentrieren, wobei auch Entscheidungen für die eine oder andere neue Fabrik getroffen werden könnten.

Im Geschäftsbereich Umwelt und Prozess sollte sich die solide Projekttätigkeit bei Schlammentwässerungsanlagen fortsetzen. Eine günstige Entwicklung wird auch bei Entwässerungsanlagen für industrielle Anwendungen in Petrochemie, Mineralienindustrie, Bergbau und Lebensmittelindustrie erwartet. Im Bereich der thermischen Trocknung wird eine sukzessive Steigerung der Projektaktivität erwartet. Vor allem die steigenden Brennstoffpreise sollten zu einem Anstieg der Nachfrage nach Trocknungsanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplungen und integrierter Verbrennung führen.

Im Geschäftsbereich Futtermittel und Biomasse sollte sich der Bereich Tierfutter zufriedenstellend entwickeln; die höchste Projektaktivität wird in Osteuropa, Russland sowie Zentral- und Südamerika erwartet. Auch in den Bereichen Fisch- und Haustierfuttererzeugung wird eine positive Entwicklung der Projektaktivität erwartet. Die Investitionstätigkeit bei Holzpelletieranlagen sollte insbesondere in Nordamerika, Nord- und Westeuropa sowie auch in den für dieses Produktsegment "neuen" Regionen Südeuropa und Südamerika erneut ein hohes Niveau erreichen.

Basierend auf dem hohen Auftragsstand von mehr als 3,8 Milliarden Euro per Ende 2007 und der erwartet guten Projektaktivität in allen Geschäftsbereichen rechnet Andritz für 2008 mit einem Gruppenumsatz von rund 3,5 Milliarden Euro und einer Erhöhung des Ergebnisses – zumindest im Gleichschritt mit der Umsatzerhöhung.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Bilanzstichtag und der Veröffentlichung dieses Berichts haben die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten angehalten. Die veröffentlichten Wirtschaftsindikatoren deuteten auf eine globale Wirtschaftsabschwächung hin. Ein deutlicher Wirtschaftsabschwung im Verlauf des Jahres 2008 könnte möglicherweise negative Auswirkungen auf die finanzielle Entwicklung der Andritz-Gruppe haben.

Am 18. Februar 2008 hat Andritz die Emission einer öffentlichen Unternehmensanleihe mit einem Volumen von MEUR 150 und einer Laufzeit von sieben Jahren erfolgreich abgeschlossen. Bei einer Stückelung von Nominale TEUR 50 ist die Andritz-Anleihe mit einem jährlichen Fixkupon in Höhe von 5,25% ausgestattet.

Disclaimer

Bestimmte Aussagen in diesem Bericht sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.

Erklärung des Vorstands

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Gemäß § 82 (4) Börsegesetz erklärt der Vorstand der Andritz AG hiermit,

  1. dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss seines Wissens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung der Andritz-Gruppe einbezogenen Unternehmen vermittelt;

  2. dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage der Gesamtheit der in die Konsolidierung der Andritz-Gruppe einbezogenen Unternehmen so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass er die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen die Andritz-Gruppe ausgesetzt ist, beschreibt.

Der Vorstand der Andritz AG

Wolfgang Leitner (Vorstandsvorsitzender), Franz Hofmann, Karl Hornhofer, Humbert Köfler, Friedrich Papst

Graz, im Februar 2008

Der Aufsichtsrat der Andritz AG hat sich vom Vorstand regelmäßig in mündlicher und schriftlicher Form über Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichten lassen. Die dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte wurden überprüft und mit dem Vorstand behandelt.

Herr DI Klaus Ritter wurde von der Hauptversammlung am 29. 3. 2007 über die satzungsmäßige Höchstdauer, das ist bis zum Ende jener Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2011 beschließt, in den Aufsichtsrat der Gesellschaft wiedergewählt.

Der Jahresabschluss der Andritz AG und der Konzernabschluss zum 31. 12. 2007 sowie der Lagebericht und der Konzernlagebericht über das Geschäftsjahr 2007 sind unter Einbeziehung der Buchführung durch die von der Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählte AUDITOR TREUHAND GMBH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Aufsichtsrat hat den vorgelegten Jahresabschluss und den vorgelegten Konzernabschluss, welchen der Wirtschaftsprüfer seinen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat, sowie den Gewinnverteilungsvorschlag, den Lagebericht und den Konzernlagebericht des Vorstands geprüft und schließt sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung an.

Der Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat gebilligt, wodurch er gem. § 125 Absatz 2 des Aktiengesetzes festgestellt ist.

Kurt Stiassny

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Graz, im Februar 2008

Konzernabschluss2007 der Andritz-Gruppe nach IFRS

Bestätigungsvermerk 014
Konzernbilanz 015
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung 016
Konzern-Cashflow-Statement 017
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 018
Konzernanhang 019

Bestätigungsvermerk

BERICHT DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Andritz AG, Graz, Österreich, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2007 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2007, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2007 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeu-

tung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2007 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2007 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Wien, am 19. Februar 2008

AUDITOR TREUHAND GMBH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfer

Mag. Walter MÜLLER Mag. Michael SCHOBER

AUDITOR TREUHAND GMBH ist ein Mitglied von

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung verwiesen wird.

Konzernbilanz

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2007

2007 2006*
Anhang (in TEUR) (in TEUR)
Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte 1. 46.373 50.990
Firmenwerte 1. 227.083 222.617
Sachanlagen 1. 260.153 237.089
Anteile an assoziierten Unternehmen 1. 6.825 6.222
Sonstige Finanzanlagen 32.997 32.738
Langfristige Forderungen und sonstige langfristige Vermögenswerte 2./5./7. 10.221 6.132
Aktive latente Steuern 18. 56.982 58.969
Langfristige Vermögenswerte 640.634 614.757
Vorräte 3. 250.632 213.728
Geleistete Anzahlungen 4. 85.669 35.710
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5. 400.163 347.368
Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für Projekte, soweit sie dafür erhaltene An-/Teilzahlungen übersteigen 6. 391.305 346.777
Sonstige kurzfristige Forderungen 7. 128.716 106.949
Rechnungsabgrenzungsposten 11.595 10.594
Wertpapiere des Umlaufvermögens 101.887 39.592
Flüssige Mittel 496.926 670.591
Kurzfristige Vermögenswerte 1.866.893 1.771.309
Summe
Aktiva
2.507.527 2.386.066

Passiva

Grundkapital 104.000 94.510
Kapitalrücklagen 36.476 45.966
Gewinnrücklagen 8. 326.933 262.352
Auf Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallendes Eigenkapital 467.409 402.828
Anteile in Fremdbesitz 14.166 11.712
Summe Eigenkapital 481.575 414.540
Anleihen – langfristig 11. 192.268 296.358
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten – langfristig 11. 28.804 21.826
Rückstellungen – langfristig 9./10. 184.214 182.002
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing – langfristig 11. 551 778
Sonstige Verbindlichkeiten – langfristig 12. 6.976 8.144
Verbindlichkeiten aus latenten Steuern 18. 99.604 80.093
Langfristige Verbindlichkeiten 512.417 589.201
Anleihen – kurzfristig 11. 99.995 0
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten – kurzfristig 11. 29.931 24.900
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing – kurzfristig 11. 799 599
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 314.028 340.682
Erhaltene An- und Teilzahlungen für Projekte, soweit sie die dafür realisierten Umsatzerlöse übersteigen 6. 388.034 391.934
Erhaltene Anzahlungen 82.255 70.730
Rückstellungen – kurzfristig 9. 210.592 204.106
Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern 20.182 22.605
Sonstige Verbindlichkeiten – kurzfristig 12. 367.719 326.769
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.513.535 1.382.325
Summe
Passiva
2.507.527 2.386.066

* angepasst

Der folgende Konzernanhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieser Konzernbilanz.

Konzern-Gewinnund -Verlustrechnung

2007 2006*

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2007

Anhang (in TEUR) (in TEUR) Umsatzerlöse 13. 3.282.488 2.709.686 Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (440) (46.933) Aktivierte Eigenleistungen 2.035 1.972 3.284.083 2.664.725 Sonstige betriebliche Erträge 14. 66.657 41.231 Materialaufwand (1.985.962) (1.644.917) Personalaufwand 15. (676.603) (516.933) Sonstige betriebliche Aufwendungen 16. (445.859) (349.883) Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 242.316 194.223 Abschreibungen und Wertminderungsverlust immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 1. (46.984) (34.384) Wertminderungsverlust Firmenwert 1. (2.771) 0 Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 192.561 159.839 Erträge/Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 887 1.244 Zinsergebnis 4.370 5.290 Sonstiges Finanzergebnis 204 (448) Finanzergebnis 17. 5.461 6.086 Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 198.022 165.925 Steuern vom Einkommen und Ertrag 18. (61.915) (44.572) Konzernergebnis 136.107 121.353 Davon entfallen auf: Die Gesellschafter der Muttergesellschaft 132.738 118.488 Anteile in Fremdbesitz 3.369 2.865

Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen Stückaktien 51.561.489 51.270.364 Gewinn je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 19. 2,57 2,31 Potenzielle Verwässerung durch Aktienoptionen 269.688 332.496 Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen Stückaktien und Optionen 51.831.177 51.602.860 Verwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 2,56 2,30 Vorgeschlagene oder bezahlte Dividende je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 8. 1,00 0,75

* angepasst

Der folgende Konzernanhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieser Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung.

Konzern-Cashflow-Statement

Konzern-Cashflow-Statement (Geldflussrechnung) für das Geschäftsjahr 2007

2007 2006*
Anhang (in TEUR) (in TEUR)
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 198.022 165.925
Zinsergebnis (4.370) (5.290)
Zu- und Abschreibungen sowie Wertverminderungsverlust auf das Anlagevermögen 49.643 34.475
Erträge/Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen (887) (1.244)
Veränderungen langfristiger Rückstellungen 3.481 12.563
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen (1.545) 194
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen 3.227 5.470
Steuerzahlungen (56.085) (42.131)
Zinseinzahlungen 31.602 23.023
Zinsauszahlungen (24.142) (18.592)
Cashflow aus dem Ergebnis 198.946 174.393
Veränderungen der Vorräte (33.286) 44.269
Veränderungen der geleisteten Anzahlungen (50.061) (57)
Veränderungen der Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (129.397) (160.868)
Veränderungen kurzfristiger Rückstellungen 8.942 36.136
Veränderungen erhaltener Anzahlungen 7.669 (75.964)
Veränderungen der Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungsposten 30.296 125.224
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 33.109 143.133
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 14.324 2.729
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen (57.033) (47.475)
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen (8.143) (5.143)
Auszahlungen für den Erwerb von Minderheitenanteilen
und Akquisition von Firmen bzw. Geschäftsbereichen I. (36.535) (57.837)
Einzahlungen/Auszahlungen aus kurzfristiger Veranlagung liquider Mittel (60.758) 35.440
Cashflow aus Investitionstätigkeit (148.145) (72.286)
Veränderungen verzinslicher Finanzverbindlichkeiten 5.955 213.981
Gezahlte Dividenden durch Andritz AG (38.690) (25.550)
Sonstige Veränderungen betreffend Anteile von Minderheitsgesellschaftern (519) 299
Ein- und Auszahlungen betreffend eigene Aktien (20.180) 1.354
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (53.434) 190.084
Veränderungen des Finanzmittelbestands (168.470) 260.931
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode
(5.195)
670.591
(9.125)
418.785
Finanz
mitte
lbestand
am Ende
der
Peri
ode
496.926 670.591

* angepasst

Der folgende Konzernanhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieses Konzern-Cashflow-Statements.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für das Geschäftsjahr 2007*

Davon entfallen auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft Anteile in
Fremdbesitz
Summe
Eigenkapital
Grund Kapital Sonstige
Gewinn
IAS 39- Unterschieds
beträge aus
Währungs
(in TEUR) Anhang kapital rücklagen rücklagen Rücklage umrechnung Gesamt
Stand zum 1. 1. 2006 94.510 45.966 191.429 (3.172) (8.316) 320.417 8.335 328.752
Differenzen aus der
Währungsumrechnung 8. (13.730) (13.730) (24) (13.754)
Veränderung der IAS 39-Rücklage 3.845 3.845 (25) 3.820
Direkt im Eigenkapital berück­sichtigte
Gewinne/Verluste nach Ertragsteuern 0 0 0 3.845 (13.730) (9.885) (49) (9.934)
Konzernergebnis 118.488 118.488 2.865 121.353
Gesamtergebnis der Periode 0 0 118.488 3.845 (13.730) 108.603 2.816 111.419
Dividenden 8. (25.550) (25.550) (583) (26.133)
Änderungen aus Akquisitionen (4.144) (4.144) 1.144 (3.000)
Kapitalerhöhung aus
Gesellschaftsmitteln
0 0
Veränderung eigene Aktien 1.354 1.354 1.354
Sonstige Veränderungen 2.148 2.148 2.148
Stand zum 31. 12. 2006* 94.510 45.966 283.725 673 (22.046) 402.828 11.712 414.540
Stand zum 1. 1. 2007 94.510 45.966 283.725 673 (22.046) 402.828 11.712 414.540
Differenzen aus der
Währungsumrechnung 8. (12.378) (12.378) 163 (12.215)
Veränderung der IAS 39-Rücklage (29) (29) (29)
Direkt im Eigenkapital berücksichtigte
Gewinne/Verluste nach Ertragsteuern 0 0 0 (29) (12.378) (12.407) 163 (12.244)
Konzernergebnis
Gesamtergebnis der Periode
0 0 132.738
132.738
(29) (12.378) 132.738
120.331
3.369
3.532
136.107
123.863
Dividenden 8. (38.690) (38.690) (1.078) (39.768)
Änderungen aus Akquisitionen 0 0
Kapitalerhöhung aus
Gesellschaftsmitteln 9.490 (9.490) 0 0
Veränderung eigene Aktien (20.180) (20.180) (20.180)
Sonstige Veränderungen 3.120 3.120 3.120
Stand zum 31. 12. 2007 104.000 36.476 360.713 644 (34.424) 467.409 14.166 481.575

* 2006 angepasst

Der folgende Konzernanhang bildet einen wesentlichen Bestandteil der dargestellten Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals.

Konzernanhang

zum 31. Dezember 2007

A. Allgemeines

Die Andritz AG ("Andritz") ist eine Gesellschaft nach österreichischem Recht und notiert seit Juni 2001 an der Wiener Börse. Die Andritz-Gruppe (der "Konzern") ist ein führender Hersteller von hochtechnologischen Industriemaschinen und -anlagen und arbeitet in fünf strategischen Geschäftsfeldern: Zellstoff und Papier, Wasserkraft, Walz- und Bandbehandlungsanlagen, Umwelt und Prozess sowie Futtermittel und Biomasse.

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten im Konzern betrug 10.949 im Jahr 2007 und 8.164 im Jahr 2006. Der eingetragene Geschäftssitz des Konzerns befindet sich in der Stattegger Straße 18, 8045 Graz, Österreich.

Der Konzernabschluss wird unter der Verantwortung des Vorstands erstellt und vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen. Zahlreiche Beträge und Prozentsätze, die im Konzernabschluss dargestellt werden, wurden gerundet, Summierungen können deshalb von den dargestellten Beträgen abweichen.

B. Bilanzierungsgrundsätze

Die wichtigsten bei der Erstellung der Jahresabschlüsse angewandten Bilanzierungsgrundsätze sind folgende:

a. Allgemeines

Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit sämtlichen vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten, von der Europäischen Union übernommenen und für 2007 verpflichtend anzuwendenden Standards erstellt. Ebenso wurden sämtliche für 2007 verpflichtend anzuwendende Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) beachtet.

Im laufenden Geschäftsjahr hat der Konzern IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben und die damit zusammenhängende Änderung des IAS 1 Darstellung des Abschlusses angewendet. Diese sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2007 beginnen, anzuwenden.

Aus der Anwendung von IFRS 7 und der Änderung von IAS 1 ergaben sich erweiterte Angaben zu in diesem Abschluss dargestellten Finanzinstrumenten des Konzerns und der Steuerung des Kapitals.

Vom International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden vier Interpretationen veröffentlicht, die im laufenden Geschäftsjahr anzuwenden sind. Diese sind:

  • IFRIC 7 Anwendung des Restatement-Ansatzes nach IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern,
  • IFRIC 8 Anwendungsbereich von IFRS 2,
  • IFRIC 9 Neubeurteilung eingebetteter Derivate und
  • IFRIC 10 Zwischenberichterstattung und Wertminderung.

Die Anwendung dieser Interpretationen hatte keine Auswirkungen auf den vorliegenden Konzernabschluss.

Zum Zeitpunkt der Freigabe dieses Abschlusses zur Veröffentlichung waren die folgenden Standards und Interpretationen bereits veröffentlicht, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden:

  • IAS 23 (überarbeitet) Fremdkapitalkosten (anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen),
  • IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse und Folgeänderungen in anderen Standards (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen),
  • IFRS 8 Geschäftssegmente (anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen),
  • IFRIC 11 IFRS 2 Konzerninterne Geschäfte und Geschäfte mit eigenen Anteilen (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. März 2007 beginnen),
  • IFRIC 12 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2008 beginnen),
  • IFRIC 13 Kundentreueprogramme (anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen) und
  • IFRIC 14 IAS 19 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2008 beginnen).

Die Auswirkungen des überarbeiteten IAS 23 werden zurzeit evaluiert, wobei der Vorstand zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon ausgeht, dass daraus keine signifikanten Auswirkungen auf den Konzernabschluss zu erwarten sind. Die wesentliche Änderung des Standards besteht in der Streichung des Wahlrechts, alle Fremdkapitalkosten bei Anfall als Aufwand zu erfassen.

IFRS 8 ist ein Standard für Anhangangaben, der möglicherweise zu einer Neuabgrenzung der berichtspflichtigen Segmente des Konzerns führen kann, jedoch keine Auswirkung auf die berichteten Ergebnisse oder die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns hat.

Der Vorstand geht davon aus, dass die oben angeführten Standards und Interpretationen ab jenem Konzernabschluss angewendet werden, der in der jeweiligen Inkrafttretensbestimmung vorgesehen ist, und dass die Anwendung dieser Standards und Interpretationen keinen wesentlichen Einfluss auf das Eigenkapital und Ergebnis des Konzernabschlusses im Jahr der erstmaligen Anwendung haben wird.

Hinsichtlich der Änderungen in IFRS 3 (samt Folgeänderungen in anderen Standards) ist anzumerken, dass daraus resultierende Auswirkungen auf zukünftige Transaktionen zum heutigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilt werden können.

b. Berichtswährung

Der Konzernabschluss wird in EURO erstellt.

c. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss beinhaltet Andritz und die von ihr kontrollierten Unternehmen. Diese Kontrolle (Beherrschung) ist grundsätzlich immer dann gegeben, wenn Andritz, entweder direkt oder indirekt, mehr als 50 Prozent der Stimmrechte einer Gesellschaft besitzt, um so auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens Einfluss zu nehmen und von dessen Aktivitäten zu profitieren. Der Anteil des Eigenkapitals und des Ergebnisses, der auf Anteile in Fremdbesitz entfällt, ist in der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Die Erwerbsmethode wurde bei allen erworbenen Unternehmen angewandt. Unternehmen, die während des Jahres gekauft oder verkauft wurden, sind im Konzernabschluss ab dem Stichtag des Kaufs oder bis zum Zeitpunkt ihres Verkaufs berücksichtigt.

Gemeinschaftsunternehmen mit gleichen Stimmrechtsanteilen werden im Konzernabschluss durch Quotenkonsolidierung erfasst. Konzerninterne Forderungen, Verbindlichkeiten und Leistungsverrechnungen, inklusive konzerninterner Zwischenergebnisse, wurden eliminiert. Der Konzernabschluss wurde unter Zugrundelegung von einheitlichen Bilanzierungsgrundsätzen für vergleichbare Geschäftsvorfälle erstellt.

d. Wesentliche Unterschiede zwischen den österreichischen und den IFRS-Rechnungs- legungsvorschriften

Firmenwerte: Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung sowie Firmenwerte, die aus Unternehmenszusammenschlüssen resultieren, werden gemäß den Bestimmungen des IFRS 3 bilanziert. Nach österreichischem Recht (UGB) ist eine erfolgsneutrale Verrechnung mit den Gewinnrücklagen zulässig.

Auftragsfertigung: Nach österreichischem Recht sind Umsätze und Gewinne erst bei Übergabe an den Kunden zu realisieren ("completed contract method"). Gemäß IAS 11 wird bei Auftragsfertigung entsprechend dem Anarbeitungsgrad ("percentage of completion method") mit anteiliger Gewinnrealisierung abgerechnet, wobei sich der Fertigstellungsgrad aus dem Verhältnis zwischen den zu erwartenden Gesamtkosten des Projekts und den tatsächlich angefallenen Herstellungskosten ergibt ("cost-to-cost method").

Latente Steuern: Gemäß UGB sind im Konzern latente Steuern für aktive und passive zeitliche Differenzen zu bilden, wenn bei deren Auflösung ein Steuereffekt zu erwarten ist. Nach IFRS sind für alle temporären Differenzen zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz unter Verwendung des gegenwärtig (bzw. bereits angekündigten zukünftig) gültigen Steuersatzes latente Steuern zu bilanzieren. Aktive latente Steuern sind gemäß den Bestimmungen der IFRS auch für noch nicht verwendete steuerliche Verlustvorträge sowie noch nicht verwendete Steuergutschriften zu bilden, soweit diese durch zukünftige steuerliche Gewinne voraussichtlich verbraucht werden können.

Sonstige Rückstellungen: Den IFRS liegt im Vergleich zum österreichischen UGB bei Rückstellungen ein anderes Verständnis des Vorsichtsprinzips zugrunde. Die IFRS stellen tendenziell höhere Anforderungen an die Wahrscheinlichkeit der relevanten Ereignisse und die Bestimmbarkeit des rückstellungsfähigen Betrags.

Rückstellungen für Pensionen: Unterschiede können bei Anwendung der sogenannten Korridormethode oder bei direkter Verrechnung von versicherungsmathematischen Gewinnen bzw. Verlusten mit dem Eigenkapital bestehen. Davon abgesehen ist die Anwendung der Grundsätze von IAS 19 auch nach österreichischem UGB grundsätzlich möglich.

Wertpapiere des Umlaufvermögens: Nach den österreichischen Bilanzierungsvorschriften sind Wertpapiere zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktwerten anzusetzen. Innerhalb IFRS sind die Wertpapiere des Umlaufvermögens ("available-for-sale") zu Marktwerten anzusetzen, wobei die Veränderungen im Marktwert im Eigenkapital zu erfassen sind.

Fremdwährungsgeschäfte: Zwischen den beiden Rechnungslegungssystemen besteht ein Unterschied in der Erfassung von unrealisierten Gewinnen aus der Stichtagskursbewertung von Fremdwährungsbeträgen. Nach österreichischem Recht sind nur unrealisierte Verluste zu bilanzieren, während nach IFRS bei monetären Posten auch unrealisierte Gewinne berücksichtigt werden müssen.

Wertpapiere des Anlagevermögens: In Übereinstimmung mit IFRS wurden die Wertpapiere des Anlagevermögens in der Gruppe als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Das österreichische UGB schreibt eine Bewertung zu Anschaffungskosten oder einem allenfalls niedrigeren Marktwert bei nachhaltiger Änderung vor.

Sicherungsgeschäfte: Nach IFRS werden Derivate erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Dies gilt auch für in andere Verträge eingebettete Derivate, wenn die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind.

C. Akquisitionen

Anfang Juni 2007 erwarb Andritz 50 Prozent an der brasilianischen Firma Sindus Human Technology um rund MEUR 5,9. Sindus ist Spezialist für Serviceleistungen für die Zellstoff- und Papierindustrie und ergänzt das bestehende Servicegeschäft im Bereich Zellstoff und Papier. Sindus wird quotal in den Konzernabschluss einbezogen.

Im Dezember 2007 akquirierte Andritz 100 Prozent an dem ungarischen Lohnfertiger Tigép Kft.; Tigép wird der Fertigung für schwere Maschinen insbesondere im Bereich Wasserkraft dienen. Durch diese Kapazitätserweiterung können Engpässe beseitigt bzw. vermieden werden.

Die neu akquirierten Unternehmen trugen seit dem Erwerb TEUR 5.875 zum Umsatz und TEUR 387 zum EBIT der Andritz-Gruppe bei. Hätten die Akquisitionen zu Beginn des Geschäftsjahrs 2007 stattgefunden, so wäre der Konzernumsatz der Gruppe auf TEUR 3.301.526 bzw. das EBIT auf TEUR 192.911 angestiegen.

Der Gesamtkaufpreis aller in 2007 durchgeführten Akquisitionen beträgt TEUR 27.887, die Nebenkosten betragen TEUR 192.

Die geschätzten Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind wie folgt:

(in TEUR) 2007
Kurzfristige Vermögenswerte 16.966
Immaterielle Vermögenswerte 2.566
Firmenwerte 7.229
Sachanlagen 14.020
Kurzfristige Verbindlichkeiten (10.224)
Langfristige Verbindlichkeiten (999)
Verbindlichkeiten aus latenten Steuern (1.671)
Nettowert der erworbenen Vermögenswerte 27.887

Die angesetzten Firmenwerte resultieren aus erworbenen Vermögenswerten, die gemäß IFRS nicht gesondert aktiviert werden konnten. Dazu zählen insbesondere eine erfahrene und eingearbeitete Belegschaft und die erworbenen Marktpositionen.

Die erstmalige Einbeziehung der in 2007 erworbenen Unternehmen erfolgt auf Basis vorläufiger Werte. Die Angaben zu den Buchwerten der Aktiva und Passiva der erworbenen Gesellschaften gemäß IFRS unmittelbar vor der Akquisition sind praktisch nicht durchführbar, da diese Werte nach IFRS nicht vorliegen.

Die erstmalige Einbeziehung der in 2006 erworbenen Unternehmen erfolgte auf Basis vorläufiger Werte. Die durchgeführten Anpassungen innerhalb der Zwölfmonatsfrist gemäß IFRS 3 ergeben für den 31. Dezember 2006 folgende Veränderung in den angeführten Bilanzpositionen:

(in TEUR)
Firmenwerte 15.225
Sonstige kurzfristige Forderungen (1.750)
Sonstige Verbindlichkeiten – kurzfristig 13.475

Aus demselben Grund wurden Anhangangaben angepasst. Die entsprechenden Tabellen wurden als "angepasst" gekennzeichnet.

D. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

a. Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Nach der erstmaligen Aktivierung werden die immateriellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und etwaiger kumulierter Wertminderungen bewertet. Immaterielle Vermögenswerte werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden jährlich zum Ende jedes Geschäftsjahres überprüft.

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte

Die für Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte geleisteten Beträge werden aktiviert und dann mittels linearer Abschreibung über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die erwartete Nutzungsdauer liegt zwischen drei und 15 Jahren.

Unternehmenszusammenschlüsse und Firmenwert

Für Unternehmenszusammenschlüsse sowie daraus resultierende Firmenwerte wurde IFRS 3 angewandt. Gemäß diesem Standard ermittelt sich der Firmenwert als Residualgröße aus den Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs und dem mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten Reinvermögen unter Berücksichtigung der Eventualverbindlichkeiten. Ein sich ergebender Firmenwert wird ab 2005 nicht mehr planmäßig abgeschrieben, es ist jedoch ein Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 durchzuführen. Dieser Werthaltigkeitstest hat zumindest jährlich zu erfolgen oder wenn interne oder externe Indikatoren eine Wertminderung andeuten. Zur Bestimmung, ob eine Abschreibung aufgrund einer Wertminderung erforderlich ist, wird der Firmenwert jenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die vom erwarteten Synergiepotenzial des Unternehmenszusammenschlusses künftig profitieren. Ist der Buchwert höher als der mittels Discounted Cash Flow-Kalkulation (DCF) ermittelte Nutzungswert, wird ein entsprechender Wertminderungsaufwand vorgenommen. Eine spätere Wertaufholung ist nicht zulässig.

Die zukünftigen Einzahlungsüberschüsse basieren auf internen Planungen, welche detailliert für das nächste Wirtschaftsjahr und mit Vereinfachungen für die nachfolgenden zwei Jahre erstellt werden und aus bisherigen Ergebnissen und den besten Schätzungen des Vorstands bezüglich künftiger Entwicklungen abgeleitet werden. Nach diesem Detailplanungszeitraum wird von einem gleichbleibenden Niveau ausgegangen, sofern keine wesentlichen Gründe dagegensprechen. Der im Rahmen der DCF-Kalkulation angewendete Diskontierungssatz entspricht jenem Zinssatz, der die gegenwärtigen Markteinschätzungen des Zinseffekts und die speziellen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt. Es wurde ein Diskontierungssatz unter Berücksichtigung der anwendbaren Währung sowie des Risikoprofils zwischen 10,36 und 11,01 Prozent verwendet.

Wesentliche Firmenwerte wurden den zum Zeitpunkt der Akquisitionen bestehenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Andritz AG (1999), des mit der Andritz-Ahlstrom-Gruppe erworbenen Zellstoffgeschäfts (2000/2001) sowie der VA TECH HYDRO-Gruppe im Bereich Wasserkraft (2006) zugeordnet.

Ein sich aus dem Vergleich von Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Unternehmens ergebender negativer Firmenwert wird sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

b. Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und etwaiger kumulierter Wertminderungen ausgewiesen. Wird ein Vermögenswert verkauft oder ausgeschieden, so werden die Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen ausgebucht und ein allfälliger Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung erfolgswirksam erfasst.

Die Anschaffungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis einschließlich der Importzölle und nicht refundierbarer Steuern und alle jene direkt zurechenbaren Kosten, die entstehen, um den Vermögenswert an den zur Nutzung vorgesehenen Ort zu bringen und in einen arbeitsbereiten Zustand zu versetzen. Ausgaben, die nach der Inbetriebnahme von Anlagevermögen entstehen, wie Reparaturen, Wartung und Überholungskosten, werden normalerweise in jener Periode aufwandswirksam, in welcher die Kosten entstanden sind. Die Abschreibung erfolgt linear über folgende geschätzte Nutzungsdauern:

Gebäude 20–50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4–10 Jahre
Werkzeuge, Büro- und Geschäftsausstattung und Fahrzeuge 3–10 Jahre

Die Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden periodisch geprüft, um sicherzustellen, dass diese dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf des Sachanlagegegenstands entsprechen. Unter den in Bau befindlichen Anlagen werden noch nicht betriebsbereite Sachanlagen erfasst und mit den Anschaffungskosten bewertet. Diese inkludieren Herstellungskosten und andere direkt zurechenbare Kosten.

c. Finanzanlagevermögen und Anteile an assoziierten Unternehmen

Diese langfristigen Beteiligungen bestehen primär aus Anteilen an assoziierten Unternehmen, Wertpapieren des Anlagevermögens sowie Ausleihungen.

Unter den Anteilen an assoziierten Unternehmen werden in der Regel Beteiligungen an Unternehmen im Ausmaß von 20–50 Prozent ausgewiesen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Diese werden unter Anwendung der Equity-Methode bewertet. Eine Überprüfung des Buchwerts der Anteile an assoziierten Unternehmen und eine entsprechende Wertminderung oder Zuschreibung wird dann durchgeführt, wenn Anzeichen für eine Wertminderung oder deren Wegfall vorliegen.

Wertpapiere des Anlagevermögens werden im Zeitpunkt des Zugangs zu Anschaffungskosten einschließlich Transaktionskosten bewertet und als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. In Folgeperioden werden diese mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen dieser Zeitwerte werden als Gewinn oder Verlust direkt im Eigenkapital erfasst, bis das Wertpapier veräußert wird oder eine Wertminderung festgestellt wird. In einem solchen Fall werden die kumulierten Gewinne und Verluste, die davor im Eigenkapital erfasst wurden, in der Gewinn- und Verlustrechnung der Periode ausgewiesen. Zinsen auf Wertpapiere des Anlagevermögens werden in der Periode, in der sie anfallen, direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eigenkapitalinstrumente, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Finanzielle Vermögenswerte, die als Kredite und Forderungen klassifiziert wurden, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet.

d. Fertige und unfertige Erzeugnisse, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Das Vorratsvermögen, einschließlich der unfertigen Erzeugnisse und noch nicht abrechenbaren Leistungen, wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten sowie nach Wertberichtigungen für veraltete und sich langsam umschlagende Güter bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielbare Verkaufspreis, abzüglich der noch zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie der notwendigen Vertriebskosten. Die Kosten werden überwiegend auf Basis des FIFO-Verfahrens festgestellt. In den Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind auch zurechenbare fixe und variable Gemeinkosten enthalten. Nicht mehr verwertbares Vorratsvermögen wurde vollständig abgeschrieben. Reine Liefergeschäfte werden zu Herstellungskosten bewertet. Bei diesen Aufträgen erfolgt die Umsatzerfassung erst zum Zeitpunkt des Eigentums- und Gefahrenübergangs ("completed contract method").

e. Auftragsfertigung

Forderungen aus Projekten und die damit in Zusammenhang stehenden Umsätze werden nach Maßgabe des jeweiligen Anarbeitungsgrads ("percentage of completion method") erfasst. Projekte sind dadurch gekennzeichnet, dass sie auf Basis von individuellen Vertragsbedingungen mit fixen Preisen vereinbart werden. Der Anarbeitungsgrad wird durch die "cost-tocost method" festgelegt. Zuverlässige Schätzungen der Gesamtkosten der Aufträge, der Verkaufspreise und der tatsächlich angefallenen Kosten sind auf monatlicher Basis verfügbar. Die geschätzten Auftragsgewinne werden im Verhältnis zu den ermittelten Umsätzen realisiert. Bei der "cost-to-cost method" werden Umsätze und Auftragsergebnisse im Verhältnis der tatsächlich angefallenen Herstellungskosten zu den erwarteten Gesamtkosten erfasst. Veränderungen der gesamten geschätzten Auftragskosten und daraus möglicherweise resultierende Verluste werden in der Periode ihres Entstehens erfolgswirksam erfasst. Für technologische und finanzielle Risiken, welche während der verbleibenden Laufzeit des Projekts eintreten können, wird je Auftrag eine Einzeleinschätzung vorgenommen und ein entsprechender Betrag in den erwarteten Gesamtkosten angesetzt. Drohende Verluste aus der Bewertung von nicht abgerechneten Projekten werden sofort als Aufwand erfasst. Drohende Verluste werden realisiert, wenn wahrscheinlich ist, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen werden. Für mögliche Gewährleistungsansprüche von Kunden werden Rückstellungen entsprechend der jeweiligen Gewinnrealisierung gebildet. Nach Fertigstellung des Auftrags wird das verbleibende Gewährleistungsrisiko neu eingeschätzt.

f. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen werden zum Nennwert, abzüglich Wertberichtigungen für mögliche Ausfälle, ausgewiesen.

g. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens setzen sich aus Bundesanleihen und Anleihen erstklassiger Banken, welche in liquiden Märkten gehandelt werden, zusammen. Diese dienen zur Veranlagung liquider Mittel und sind im Allgemeinen nicht dazu bestimmt, langfristig gehalten zu werden. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden im Zeitpunkt des Zugangs zu Anschaffungskosten einschließlich Transaktionskosten bewertet und als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. In Folgeperioden werden diese mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen dieser Zeitwerte werden als Gewinn oder Verlust direkt im Eigenkapital erfasst, bis das Wertpapier veräußert wird oder eine Wertminderung festgestellt wird. In einem solchen Fall werden die kumulierten Gewinne und Verluste, die davor im Eigenkapital erfasst wurden, in der Gewinn- und Verlustrechnung der Periode ausgewiesen. Zinsen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens werden in der Periode, in der sie anfallen, direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

h. Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel beinhalten Bargeld und Bankguthaben. Hierunter können auch geldnahe Forderungen ("cash equivalents") enthalten sein, die aus kurzfristigen Guthaben bei Nicht-Banken mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu drei Monaten mit geringem Wertänderungsrisiko bestehen.

i. Grundkapital

Es gibt nur Stammaktien, die alle ausgegeben sind und dieselben Rechte verbriefen.

Auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 29. März 2007 wurde am 3. Mai 2007 eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln von TEUR 9.490 sowie ein Aktiensplit von 1:4 durchgeführt, sodass sich die Gesamtzahl der Andritz-Aktien von 13 auf 52 Millionen erhöhte. Sämtliche Angaben wurden entsprechend dem in 2007 durchgeführten Aktiensplit (1:4) angepasst.

Das Gesamtgrundkapital der Andritz AG beträgt TEUR 104.000 aufgeteilt auf 52 Millionen nennwertlose Stückaktien.

Der Vorstand hat auf Basis einer Ermächtigung der Hauptversammlung und mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktienrückkauf- und -wiederverkaufsprogramme beschlossen, welche den Erwerb von bis zu 5.200.000 Stückaktien im Zeitraum vom 1. Oktober 2005 bis 31. März 2007 bzw. vom 1. April 2007 bis 30. September 2008 ermöglichen. Die Bandbreite für den Erwerb sieht einen niedrigsten Gegenwert je Aktie von EUR 2,50 bzw. von EUR 5,00 und einen höchsten Gegenwert je Aktie, welcher nicht mehr als 30 Prozent über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage liegen darf, vor. 2006 wurden 177.444 Stückaktien zu einem Durchschnittspreis von EUR 30,21 zurückgekauft. 618.000 Stückaktien wurden zu einem Preis von EUR 9,38 je Aktie an berechtigte Führungskräfte im Rahmen des Aktienbeteiligungsprogramms für Führungskräfte wieder verkauft, sowie 8.416 Aktien im Zuge einer Mitarbeiterbeteiligungsaktion an Mitarbeiter der Andritz AG abgegeben. Weiters wurden 16.000 Stückaktien zu einem Durchschnittskurs von EUR 40,60 über die Wiener Börse verkauft. 2007 wurden 521.094 Stückaktien zu einem Durchschnittspreis von EUR 40,48 zurückgekauft und 62.500 Stückaktien zu einem Preis von EUR 9,38 je Aktie an berechtigte Führungskräfte im Rahmen des Aktienbeteiligungsprogramms für Führungskräfte wieder verkauft. 6.928 Aktien wurden im Zuge einer Mitarbeiterbeteiligungsaktion an Mitarbeiter der Andritz AG abgegeben. Zum 31. Dezember 2007 hat die Gesellschaft 887.502 eigene Aktien mit einem Marktwert von TEUR 36.787 gehalten. Es ist vorgesehen, diese Aktien für die Bedienung der Optionen im Rahmen des Aktienbeteiligungsprogramms für Führungskräfte zu verwenden.

j. Kapitalrücklagen

In den Kapitalrücklagen sind – in Übereinstimmung mit österreichischem Recht – Zuzahlungen der Aktionäre anlässlich der Ausgabe von Aktien enthalten.

k. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten insbesondere thesaurierte Gewinne, die IAS 39-Rücklage sowie Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung.

l. Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann und nur dann gebildet, wenn das Unternehmen aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung (gesetzlicher oder vertraglicher Natur) hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist (d. h. eher wahrscheinlich denn nicht) und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Die Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und der jeweiligen Neueinschätzung angepasst. Bei wesentlichen Zinseffekten wird der Rückstellungsbetrag mit dem Barwert der erwarteten Ausgaben zur Erfüllung der Verpflichtung angesetzt.

m. Finanzinstrumente nach IAS 39 und IFRS 7 Finanzielle Vermögenswerte

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen zur Begründung einer finanziellen Verpflichtung oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der Konzern Vertragspartner hinsichtlich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Finanzvermögen und -verbindlichkeiten, die in der Bilanz enthalten sind, beinhalten flüssige Mittel, Wertpapiere des Umlaufvermögens, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und sonstige Verbindlichkeiten, langfristige Forderungen, verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und Beteiligungen, die ausgegebenen Anleihen sowie Wertpapiere des Anlagevermögens.

Ansatz und Ausbuchung von Finanzinvestitionen erfolgen zum Handelstag. Dies ist der Tag des Kaufs oder Verkaufs einer Finanzanlage, an dem die Vertragsbedingungen eine Lieferung der Finanzanlage innerhalb des für den betroffenen Markt üblichen Zeitrahmens vorsehen. Der Erstansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Davon ausgenommen sind finanzielle Vermögenswerte, die als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" kategorisiert wurden. Hier erfolgt der Erstansatz zum beizulegenden Zeitwert ohne Berücksichtigung von Transaktionskosten. Finanzinstrumente werden saldiert, wenn der Konzern ein gesetzlich durchsetzbares Recht zur Saldierung besitzt und beabsichtigt, entweder nur den Saldo oder sowohl die Forderung als auch die Verbindlichkeit gleichzeitig zu begleichen.

Die Kategorisierung von finanziellen Vermögenswerten kann in die Kategorien "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte", "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen", "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und "Kredite und Forderungen" vorgenommen werden. Die Kategorisierung hängt von der Art und dem Verwendungszweck der finanziellen Vermögenswerte ab und erfolgt bei Zugang. Der Konzern klassifiziert seine finanziellen Vermögenswerte entweder in die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte", "Kredite und Forderungen" oder "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte".

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (Financial assets at fair value through profit or loss)

Der Konzern klassifiziert seine finanziellen Vermögenswerte in die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte", wenn der finanzielle Vermögenswert zu Handelszwecken (Held for trading) gehalten wird, was nur bei Derivaten der Fall ist. Der Konzern verwendet Derivate zur Absicherung von Kursrisiken, Risiken der Änderung des beizulegenden Zeitwerts und zur Absicherung des Preisrisikos von Rohstoffen. Die Derivate werden mit den Zeitwerten zum Bilanzstichtag angesetzt, jeder aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst.

Derivate werden erstmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und anschließend zu jedem Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert fortgeschrieben. Je nach beizulegendem Zeitwert werden die Derivate entweder als sonstige Forderung oder als sonstige Verbindlichkeit beziehungsweise Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten erfasst.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available for sale)

"Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" sind jene nicht derivativen Finanzinstrumente, welche in diese Kategorie klassifiziert wurden beziehungsweise nicht der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte", "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" oder "Kredite und Forderungen" zugeordnet wurden. Hierbei werden Eigenkapitalinstrumente (z. B. Aktien), Fremdkapitalinstrumente (z .B. Anleihen) sowie sonstige Investitionen (z. B. Fondsanteile), welche vom Konzern gehalten werden, in die Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" klassifiziert.

"Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts resultierende Gewinne und Verluste werden direkt im Eigenkapital in der Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen (IAS 39-Rücklage) erfasst. Ausgenommen hiervon sind Wertminderungsverluste, nach der Effektivzinsmethode ermittelte Zinsen sowie Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung von monetären Posten. Hier findet eine erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung statt. Wird eine Finanzanlage veräußert oder wird bei ihr eine Wertminderung festgestellt, werden die bis dahin in der Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen angesammelten Gewinne und Verluste im Periodenergebnis erfasst. Dividenden aus den Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, sobald der Konzern einen Anspruch auf die Zahlung erlangt hat.

Der beizulegende Zeitwert von auf Fremdwährung lautenden monetären Finanzinstrumenten der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" wird in der Fremdwährung ermittelt und anschließend mit dem Kassakurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts, die auf Fremdwährungsumrechnungen zurückzuführen sind und aus der Änderung der fortgeführten Anschaffungskosten des Vermögenswerts resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, sämtliche verbleibenden Wertänderungen werden direkt im Eigenkapital erfasst.

Kredite und Forderungen (Loans and receivables)

Im Konzern werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Kredite und sonstige Forderungen mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind, als "Kredite und Forderungen" kategorisiert. Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte, werden zu jedem Bilanzstichtag auf das Vorhandensein von Indikatoren für eine Wertminderung untersucht. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage negativ verändert haben. Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen dem Buchwert des Finanzinstruments und dem anhand des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelten Barwert der erwarteten künftigen Cashflows.

Eine Wertminderung führt zu einer direkten Minderung des Buchwerts aller betroffenen finanziellen Vermögenswerte, mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Buchwert durch ein Wertminderungskonto gemindert wird. Wird eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen uneinbringlich, erfolgt der Verbrauch gegen das Wertminderungskonto. Nachträgliche Eingänge bereits abgeschriebener Beträge werden ebenfalls gegen das Wertminderungskonto gebucht. Änderungen des Buchwerts des Wertberichtigungskontos werden erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Diese vormals erfasste Wertminderung kann über die Gewinn- und Verlustrechnung rückgängig gemacht werden, wenn sich die Höhe der Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts in einer der folgenden Berichtsperioden verringert und diese Verringerung objektiv auf ein nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenes Ereignis zurückgeführt werden kann. Dabei darf jedoch auf keinen höheren Wert zugeschrieben werden als den, der sich als fortgeführte Anschaffungskosten ergeben hätte, wäre keine Wertminderung erfolgt. Die Ausnahme dieser Vorgehensweise stellen als zur Veräußerung verfügbar klassifizierte Eigenkapitalinstrumente dar. Bei diesen wird jegliche Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts nach einer erfolgten Wertminderung direkt im Eigenkapital erfasst.

Vom Konzern emittierte Eigen- und Fremdkapitalinstrumente: Klassifizierung als Fremd- oder Eigenkapital

Fremd- und Eigenkapitalinstrumente werden entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Vertragsvereinbarung als finanzielle Verbindlichkeiten oder Eigenkapital klassifiziert.

Eigenkapitalinstrumente

Ein Eigenkapitalinstrument ist ein Vertrag, der einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründet. Eigenkapitalinstrumente werden zum erhaltenen Ausgabeerlös abzüglich direkter Ausgabekosten erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten können entweder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert werden.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial liabilities at fair value through profit or loss)

Der Konzern klassifiziert seine finanziellen Vermögenswerte in die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten", wenn die finanzielle Verbindlichkeit zu Handelszwecken gehalten wird, was nur bei Derivaten der Fall ist. Der Konzern verwendet Derivate zur Absicherung von Kursrisiken, Risiken der Änderung des beizulegenden Zeitwerts und zur Absicherung des Preisrisikos von Rohstoffen. Die Derivate werden mit den Zeitwerten zum Bilanzstichtag angesetzt, jeder aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

(Other financial liabilities measured at amortized costs)

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, einschließlich aufgenommener Kredite, werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst. Im Rahmen der Folgebewertung werden sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfolgswirksam erfasst wird.

Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten (Fair value)

Der beizulegende Zeitwert ist jener Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. In diesem Zusammenhang stellen notierte Preise an einem aktiven Markt den besten Anhaltspunkt für den beizulegenden Zeitwert dar. Wenn der Markt für ein Finanzinstrument nicht aktiv ist, wird mithilfe von allgemein anerkannten Bewertungsverfahren der beizulegende Zeitwert (Transaktionspreis) festgestellt, der sich am Bewertungsstichtag zwischen unabhängigen Vertragspartnern bei Vorliegen normaler Geschäftsbedingungen ergeben hätte. Zu den Bewertungsverfahren gehören der Rückgriff auf unlängst aufgetretene Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern und – sofern verfügbar – der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, DCF-Verfahren sowie Optionspreismodelle. Falls kein notierter Preis auf einem aktiven Markt existiert und die verlässliche Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts mithilfe von Bewertungsverfahren nicht möglich ist, wird das Finanzinstrument zu Anschaffungskosten bewertet.

Effektivzinsmethode und fortgeführte Anschaffungskosten

Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten (amortized costs) eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit und der Zuordnung von Zinserträgen und -aufwendungen zu den jeweiligen Perioden. Der Effektivzinssatz ist derjenige Kalkulationszinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Einund Auszahlungen über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments oder eine kürzere Periode, sofern zutreffend, exakt auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Verbindlichkeit abgezinst werden. Zinserträge und -aufwendungen werden basierend auf dem Effektivzinssatz zeitproportional in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting)

Der Konzern hat die emittierten Anleihen und die dazugehörigen Zinsswaps in einem Sicherungszusammenhang im Sinne von IAS 39 zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts ("Fair Value Hedge") der Anleihen designiert.

Zu Beginn der Sicherungsbeziehung dokumentierte der Konzern die Beziehung zwischen dem Grund- und Sicherungsgeschäft, einschließlich der Risikomanagementziele sowie der dem Abschluss von Sicherungsbeziehungen zu Grunde liegenden Unternehmensstrategie. Des Weiteren wurde bei Eingehen der Sicherungsbeziehung als auch in deren Verlauf regelmäßig dokumentiert und nachgewiesen, dass der Zinsswap hoch effektiv in Bezug auf das abgesicherte Risiko der Änderung des beizulegenden Zeitwerts ist.

Alle Beteiligungen an Auslandsgesellschaften sind langfristige Investitionen, und ein Verkauf solcher Beteiligungen ist in absehbarer Zukunft nicht zu erwarten. Gemäß Konzernrichtlinie für Währungssicherungen werden Beteiligungen in Fremdwährungen nicht gesichert.

Absicherung des beizulegenden Zeitwerts ("Fair Value Hedge")

Den Regeln des Hedge Accounting folgend wird die Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die auf das abgesicherte Risiko zurückzuführende Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts führt zu einer entsprechenden Buchwertanpassung und wird ebenfalls direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dies hat zur Folge, dass sich die Gewinn- und Verlustauswirkung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts gegenseitig aufheben, wenn die Sicherungsbeziehung zu 100 Prozent effektiv ist.

Die bilanzielle Abbildung der Sicherungsbeziehung endet, wenn der Konzern die Sicherungsbeziehung auflöst, das Sicherungsinstrument ausläuft, veräußert, beendet oder ausgeübt wird oder sich nicht mehr für Sicherungszwecke eignet. Zu diesem Zeitpunkt beginnt die erfolgswirksame Auflösung der auf das gesicherte Risiko zurückzuführenden Buchwertanpassung des Geschäfts.

n. Sonstige Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze Forschungs- und Entwicklungskosten

Ausgaben für Forschung und Entwicklung werden in jener Periode, in der sie angefallen sind, als Aufwand ausgewiesen, da die Kriterien für die Aktivierung von Entwicklungskosten (IAS 38) nicht erfüllt werden. Insgesamt wurden im Jahr 2007 TEUR 45.400 und im Jahr 2006 TEUR 35.417 als Aufwand berücksichtigt.

Umsatzrealisierung (ausgenommen Auftragsfertigung)

Umsätze werden dann erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird und die Höhe der Erlöse verlässlich bestimmbar ist. Die Umsätze werden ohne Umsatzsteuer und Rabatte ausgewiesen, wenn die Lieferung erfolgt ist und sowohl Risiko als auch Eigentum übergegangen sind.

Die Zinsen werden aliquot auf Basis des jeweiligen Zinssatzes abgegrenzt. Dividendenerträge werden ausgewiesen, wenn das Recht der Aktionäre, die Zahlung zu erhalten, begründet wurde.

Kreditkosten

Die Kreditkosten werden im Allgemeinen in entstandener Höhe sofort aufwandswirksam angesetzt.

Wertminderungsverlust

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden auf Wertminderungen geprüft, sobald Ereignisse oder Veränderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert des Vermögenswerts möglicherweise höher als der erzielbare Betrag (höherer Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und Nutzungswert eines Vermögenswertes oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit) ist. Sobald der Buchwert eines Vermögenswerts den erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Der erzielbare Betrag wird für die einzelnen Vermögenswerte eingeschätzt; ist dies nicht möglich, erfolgt eine Beurteilung der übergeordneten, Cashflow generierenden Einheiten.

Aktienoptionspläne

Aufgrund des Umstands, dass die Aktienoptionspläne keine Abgeltung in Form eines Barausgleichs vorsehen, werden diese entsprechend den internationalen Rechnungslegungsvorschriften durch direkte Erfassung des resultierenden Aufwands im Eigenkapital erfasst.

o. Fremdwährungen Fremdwährungstransaktionen

Fremdwährungstransaktionen werden in der funktionalen Währung, durch Anwendung des Wechselkurses zwischen funktionaler Währung und Fremdwährung im Zeitpunkt der Transaktion, dargestellt. Wechselkursdifferenzen aus der Bezahlung von monetären Posten zu Umrechnungskursen, welche von den ursprünglich erfassten abweichen, werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Ausländische Gesellschaften

Ausländische vollkonsolidierte Tochtergesellschaften werden als selbstständige Unternehmen angesehen, da sie finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch unabhängig sind. Ihre funktionalen Währungen sind die jeweiligen Landeswährungen. Die Bilanzwerte dieser Tochtergesellschaften werden mit dem Bilanzstichtagskurs in die Darstellungswährung (EUR) umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Alle daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen sind in den "Differenzen aus der Währungsumrechnung" im Konzerneigenkapital ausgewiesen.

Firmenwerte aus dem Erwerb von ausländischen Tochterunternehmen werden ab 2005 unter Verwendung des Wechselkurses zum Erwerbszeitpunkt dargestellt, dem erworbenen Unternehmen zugeordnet und mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet.

Währungsdifferenzen aus der Aufrechnung von monetären Posten, die im Wesentlichen einen Teil der Nettoinvestitionen des Konzerns in ausländischen Töchtern darstellen, werden bis zum Ausscheiden der jeweiligen Tochtergesellschaft aus dem Konsolidierungskreis als Eigenkapital im Konzernabschluss klassifiziert.

p. Leistungen an Arbeitnehmer

Leistungsorientierte Pläne (Pensionsrückstellungen)

Einige Konzernunternehmen haben für bestimmte Arbeitnehmer leistungsorientierte Pensionspläne. Die Verpflichtungen werden jedes Jahr durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker bewertet. Die Verpflichtungen und Aufwendungen aus Pensionszahlungen werden durch Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("projected unit credit method") ermittelt. Diese Methode geht davon aus, dass in jedem Dienstjahr ein zusätzlicher Teil des letztendlichen Leistungsanspruchs verdient wird und bewertet jeden dieser Teile separat, um so die endgültige Verpflichtung aufzubauen. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Gewinne und Verluste aus der Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Plans sind zum Zeitpunkt der Kürzung oder Abgeltung zu erfassen. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Pensionsverpflichtung wird zum Barwert zukünftiger Abflüsse unter Verwendung verschiedener Abzinsungssätze für unterschiedliche Länder bewertet.

Andere Konzernunternehmen haben für bestimmte Arbeitnehmer beitragsorientierte Pensionszusagen. Die damit verbundenen Kosten werden im Zeitpunkt des Auftretens als Aufwand erfasst.

Abfertigungsverpflichtungen

In einigen Ländern ist der Konzern gesetzlich verpflichtet, in bestimmten Fällen der Beendigung des Dienstverhältnisses Abfertigungen zu zahlen. Im Falle einer freiwilligen Kündigung durch den Arbeitnehmer sind keine Abfertigungen zu zahlen. Entsprechende Abfertigungsverpflichtungen werden rückgestellt. Die Verpflichtungen werden jedes Jahr durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker bewertet. Die Verpflichtungen und Aufwendungen aus Abfertigungszahlungen werden durch Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("projected unit credit method") ermittelt. Diese Methode geht davon aus, dass in jedem Dienstjahr ein zusätzlicher Teil des letztendlichen Leistungsanspruchs verdient wird und bewertet jeden dieser Teile separat, um so die endgültige Verpflichtung aufzubauen. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Gewinne und Verluste aus der Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Plans sind zum Zeitpunkt der Kürzung oder Abgeltung zu erfassen. Für die Abfertigungspläne werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Abfertigungsverpflichtung wird zum Barwert zukünftiger Abflüsse unter Verwendung verschiedener Abzinsungssätze für unterschiedliche Länder bewertet.

q. Ertragsteuern

Die Ertragsteuerbelastung basiert auf dem Jahresgewinn und berücksichtigt latente Steuern. Steuerlatenzen werden unter Anwendung der "balance sheet liability method" errechnet. Latente Steuern spiegeln die Steuereffekte der temporären Differenzen zwischen den ausgewiesenen Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden und den entsprechenden Beträgen aufgrund der jeweiligen steuerlichen Vorschriften wider.

Aktive und passive Steuerabgrenzungen werden unter Verwendung der erwarteten Steuersätze für das steuerbare Einkommen ermittelt, die zum Zeitpunkt des Ausgleichs der temporären Differenzen anwendbar sein werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) verwendet, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Das Ausmaß der aktiven und passiven Steuerabgrenzung spiegelt die Steuerauswirkungen wider, die sich nach Einschätzung des Unternehmens zum Bilanzstichtag ergeben würden, wenn die Buchwerte des Vermögens realisiert und die Verbindlichkeiten beglichen würden.

Aktive und passive Steuerabgrenzungen werden für alle temporären Differenzen ohne Rücksicht darauf, wann wahrscheinlich ein Umkehreffekt eintreten wird, berücksichtigt.

Die aktive Steuerabgrenzung wird berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass zum Zeitpunkt der Verwendung der aktiven Steuerabgrenzung genügend steuerbare Gewinne vorhanden sein werden. Zu jedem Bilanzstichtag werden die bisher unberücksichtigten sowie der Buchwert der gebildeten aktiven Steuerabgrenzungen neu eingeschätzt. Jene bisher nicht aktivierten latenten Steueransprüche werden in dem Ausmaß berücksichtigt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass der zukünftige steuerbare Gewinn die Verwendung der aktiven Steuerabgrenzungen zulässt. Im Gegensatz dazu wird der Buchwert aktiver latenter Steuern in jenem Ausmaß wertberichtigt, in dem es nicht länger wahrscheinlich ist, dass in Zukunft genügend steuerbare Gewinne zur Verwendung der aktiven latenten Steuern vorhanden sein werden.

Latente Steuern werden direkt mit dem Eigenkapital verrechnet oder diesem gutgeschrieben, wenn die Steuer sich auf Posten bezieht, die in derselben oder in einer anderen Periode mit dem Eigenkapital verrechnet oder diesem gutgeschrieben werden, inklusive Wechselkursdifferenzen, die sich aus der Umrechnung von konzerninternen Darlehen ergeben.

r. Verwendung von Schätzungen

Für die Erstellung des Konzernabschlusses sind vom Management Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Anhang angegebenen Beträge beeinflussen können. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen.

Bei der Anwendung der Bilanzierungsmethoden der Gesellschaft hat der Vorstand Schätzungen vorgenommen. Weiters hat der Vorstand zum Bilanzstichtag wichtige zukunftsbezogene Annahmen getroffen und wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten zum Bilanzstichtag identifiziert, die mit dem Risiko einer wesentlichen Änderung der Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im nächsten Geschäftsjahr behaftet sind:

a) Großaufträge: Die Abrechnung von Großaufträgen basiert auf Einschätzungen von Kosten und erzielbaren Erlösen. Obwohl die Einschätzungen unter Einbeziehung aller Informationen zum Bilanzstichtag getroffen werden, sind Änderungen nach dem Bilanzstichtag möglich. Diese Änderungen können zu Anpassungen von Vermögenswerten führen sowie das Ergebnis von Folgeperioden wesentlich beeinflussen.

b) Pensionspläne: Die Bewertung der verschiedenen Pensionspläne beruht auf einer Methode, bei der Parameter wie der erwartete Abzinsungsfaktor, Gehalts- und Pensionssteigerungen sowie die erwarteten Erträge aus Planvermögen angewendet werden. Wenn sich die relevanten Parameter wesentlich anders entwickeln als erwartet, kann dies wesentliche Auswirkungen auf die Rückstellung und in der Folge auf die Netto-Pensionsaufwendungen der Gesellschaft haben.

c) Wertminderungen: Werthaltigkeitsprüfungen von Firmenwerten, sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen basieren hauptsächlich auf geschätzten künftigen abgezinsten Netto-Zahlungsströmen, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Faktoren wie geringere Umsatzerlöse und daraus resultierende niedrigere Netto-Zahlungsströme sowie Änderungen der verwendeten Abzinsungsfaktoren können zu einer Wertminderung führen. Hinsichtlich der Buchwerte der Firmenwerte, sonstigen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wird auf die Anhangangabe F (Erläuterungen zur Bilanz) verwiesen.

d) Mitarbeiterbeteiligungspläne: Die Aktienoptionspläne werden auf Basis der Marktwerte der Optionen am Ausgabetag bewertet. Der Marktwert der Optionen wird auf Basis von Parametern wie Volatilität, Zinssatz, Aktienkurs, Reifezeit der Optionen und erwarteter Dividenden ermittelt.

e) Latente Steuern: Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit der latenten Steuern überprüft der Vorstand, ob es wahrscheinlich ist, dass alle latenten Steuern realisiert werden. Die endgültige Realisierbarkeit von latenten Steuern ist davon abhängig, ob in jenen Perioden steuerpflichtiges Einkommen erzielt wird, in denen die temporären Differenzen abzugsfähig werden. Wenn die Gesellschaft nicht ausreichend steuerpflichtiges Einkommen erzielt, dann können aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen nicht verwertet werden und müssen wertberichtigt werden.

s. Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten werden in der Bilanz nicht berücksichtigt. Sie werden dann nicht offengelegt, wenn die Möglichkeit eines Ressourcenabflusses mit wirtschaftlichem Nutzen unwahrscheinlich ist. Eine Eventualforderung wird im Konzernabschluss nicht berücksichtigt, aber offengelegt, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

E. Segmentinformationen

Geschäftsbereiche

Für Managementzwecke ist der Konzern auf weltweiter Basis in fünf Hauptgeschäftsbereiche untergliedert. Diese strategischen Geschäftsbereiche bilden die Basis für die primäre Segmentberichterstattung des Konzerns. Finanzinformationen nach Geschäftsbereichen und geografischen Bereichen werden in Abschnitt H (Segmentberichterstattung) dargestellt.

Es existieren keine wesentlichen Aktivitäten zwischen den Geschäftsbereichen. Alle Konsolidierungsbuchungen sind in dem betreffenden Geschäftsbereich enthalten.

Gemäß dem Monatsberichtswesen, welches die Basis für die primäre Segmentberichterstattung darstellt, werden alle Umsätze und alle direkten und indirekten Kosten (einschließlich Gemeinkosten und Verwaltungskosten) den Geschäftsbereichen zugeteilt.

F. Erläuterungen zur Bilanz

1. Konzernanlagenspiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten

2007

Stand Differen
zen aus
Währungs
Verände
rungen
Konsolidie
Um Stand
(in TEUR) 1. 1. 2007 umrechnung Zugänge rungskreis Abgänge buchungen 31. 12. 2007
Immaterielle Vermögenswerte 74.022 (435) 3.949 2.566 661 66 79.507
Firmenwerte 225.955 (1.929) 1.937 7.229 0 0 233.192
Grundstücke und Bauten 191.664 (2.884) 8.839 5.898 4.357 3.106 202.266
Technische Anlagen und Maschinen 174.082 (4.139) 16.311 7.429 4.670 6.985 195.998
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
92.974 (1.578) 16.463 539 9.870 (901) 97.627
In Bau befindliche Anlagen 8.075 (235) 7.437 71 218 (8.015) 7.115
Geleistete Anzahlungen
auf Sachanlagevermögen
1.431 (77) 4.034 262 96 (1.241) 4.313
Summe Sachanlagen 468.226 (8.913) 53.084 14.199 19.211 (66) 507.319
Summe immaterielle Vermögenswerte,
Firmenwerte und Sachanlagen
768.203 (11.277) 58.970 23.994 19.872 0 820.018

2006*

(in TEUR) Stand
1. 1. 2006
Differen
zen aus
Währungs
umrechnung
Zugänge Verände
rungen
Konsolidie
rungskreis
Abgänge Um
buchungen
Stand
31. 12. 2006
Immaterielle Vermögenswerte 25.601 (503) 5.968 43.505 819 270 74.022
Firmenwerte 124.021 (4.371) 1.805 104.500 0 0 225.955
Grundstücke und Bauten 132.516 (2.800) 5.734 48.948 1.581 8.847 191.664
Technische Anlagen und Maschinen 150.455 (4.589) 10.877 25.340 5.454 (2.547) 174.082
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 74.200 (2.196) 13.806 11.624 5.909 1.449 92.974
In Bau befindliche Anlagen 4.416 (200) 8.042 3.860 811 (7.232) 8.075
Geleistete Anzahlungen
auf Sachanlagevermögen 523 (17) 1.241 472 1 (787) 1.431
Summe Sachanlagen 362.110 (9.802) 39.700 90.244 13.756 (270) 468.226
Summe immaterielle Vermögenswerte,
Firmenwerte und Sachanlagen 511.732 (14.676) 47.473 238.249 14.575 0 768.203

* angepasst

Abschreibungen

2007

Differen
(in TEUR) zen aus
Stand
Währungs
1. 1. 2007
umrechnung
Jahresab
Wertminde­
schreibung
r­ungsverlust
Abgänge Um
buchungen
Stand
31. 12. 2007
Immaterielle Vermögenswerte 23.032 (303) 10.982 0 643 66 33.134
Firmenwerte 3.338 0 0 2.771 0 0 6.109
Grundstücke und Bauten 63.071 (1.610) 6.053 437 421 72 67.602
Technische Anlagen und Maschinen 107.754 (2.852) 14.365 561 3.930 788 116.686
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
60.302 (1.688) 14.563 0 9.406 (926) 62.845
In Bau befindliche Anlagen 10 0 23 0 0 0 33
Geleistete Anzahlungen
auf Sachanlagevermögen
0 0 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 231.137 (6.150) 35.003 999 13.757 (66) 247.166
Summe immaterielle Vermögenswerte,
Firmenwerte und Sachanlagen 257.507 (6.453) 45.985 3.770 14.400 0 286.409

2006*

Differen
zen aus
Stand Währungs Jahresab Wertminde Um Stand
(in TEUR) 1. 1. 2006 umrechnung schreibung r­ungsverlust Abgänge buchungen 31. 12. 2006
Immaterielle Vermögenswerte 16.856 (287) 6.655 0 160 (32) 23.032
Firmenwerte 3.338 0 0 0 0 0 3.338
Grundstücke und Bauten 58.939 (1.434) 4.760 0 1.549 2.355 63.071
Technische Anlagen und Maschinen 110.233 (3.192) 11.442 0 4.820 (5.909) 107.754
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 52.390 (1.776) 11.527 0 5.425 3.586 60.302
In Bau befindliche Anlagen 10 0 0 0 0 0 10
Geleistete Anzahlungen
auf Sachanlagevermögen 0 0 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 221.572 (6.402) 27.729 0 11.794 32 231.137
Summe immaterielle Vermögenswerte,
Firmenwerte und Sachanlagen 241.766 (6.689) 34.384 0 11.954 0 257.507

* angepasst

Buchwerte

2007

Anschaffungswerte Kumulierte Buchwerte Buchwerte
(in TEUR) 31. 12. 2007 Abschreibung 31. 12. 2007 31. 12. 2006*
Immaterielle Vermögenswerte 79.507 33.134 46.373 50.990
Firmenwerte 233.192 6.109 227.083 222.617
Grundstücke und Bauten 202.266 67.602 134.664 128.593
Technische Anlagen und Maschinen 195.998 116.686 79.312 66.328
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 97.627 62.845 34.782 32.672
In Bau befindliche Anlagen 7.115 33 7.082 8.065
Geleistete Anzahlungen
auf Sachanlagevermögen 4.313 0 4.313 1.431
Summe Sachanlagen 507.319 247.166 260.153 237.089
Summe immaterielle Vermögenswerte,
Firmenwerte und Sachanlagen 820.018 286.409 533.609 510.696

* angepasst

Finanzierungsleasing

Der Buchwert für technische Anlagen und Maschinen enthält einen Betrag von TEUR 777 (2006: TEUR 1.006), der Buchwert für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung enthält einen Betrag von TEUR 448 (2006: TEUR 333) für Anlagegüter, die über Finanzierungsleasing angeschafft wurden. Die Summe der zukünftigen Mindestleasingzahlungen zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 1.403 (2006: TEUR 1.293). Es handelt sich um Leasingverträge mit Laufzeiten von 60 bis 84 Monaten.

Firmenwerte

(in TEUR) 2007 2006*
VA TECH HYDRO 97.836 95.767
Andritz Ahlstrom 32.577 35.287
Akquisition der Andritz AG 59.596 59.596
Übrige 37.074 31.967
227.083 222.617

* angepasst

Wertminderungsverlust

Im Geschäftsjahr 2007 wurden Wertminderungen auf den Firmenwert, der aus der Akquisition von Pilão stammt, in Höhe von TEUR 2.771 vorgenommen, da sich der Geschäftsverlauf nicht wie erwartet entwickelt hat. Der Wertminderungsverlust ist dem Geschäftsbereich Zellstoff und Papier zuzuordnen. Die Bewertung dieser Berichtseinheit basierte auf zu erwarteten Zahlungsströmen, die mit durchschnittlichen Kapitalkosten von 11,01% abgezinst wurden. In 2006 wurden keine Wertminderungsaufwendungen für den Firmenwert erfasst.

Darüber hinaus wurde in 2007 eine Wertminderung in Höhe von TEUR 999 für Gebäude sowie technische Anlagen und Maschinen vorgenommen, welche die Segmente Zellstoff und Papier sowie Futtermittel und Biomasse betrifft.

Assoziierte Unternehmen

Wesentliche im Konzernabschluss enthaltene assoziierte Unternehmen weisen zum 31. 12. 2007 Vermögenswerte in Höhe von TEUR 50.607, Verbindlichkeiten von TEUR 39.871 sowie einen Umsatz von TEUR 89.971 und ein zusammengefasstes Jahresergebnis von TEUR 1.497 aus.

2. Langfristige Forderungen und sonstige langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Forderungen und sonstigen langfristigen Vermögenswerte bestehen aus langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen langfristigen Forderungen.

3. Vorräte

(in TEUR) 2007 2006
Fertige Erzeugnisse 59.896 64.834
Unfertige Erzeugnisse 88.252 83.404
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 102.484 65.490
250.632 213.728

Die im Geschäftsjahr aufwandswirksam erfasste Wertberichtigung für veraltete und langsam drehende Güter im Vorratsvermögen betrug TEUR 2.585 (2006: TEUR 4.570).

4. Geleistete Anzahlungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen für offene Bestellungen stehen im Zusammenhang mit noch nicht abgeschlossenen Aufträgen.

5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Summe der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (abzüglich Wertberichtigungen) zum 31. Dezember 2007 beläuft sich auf TEUR 405.231 (2006: TEUR 350.123), wobei der langfristige Anteil in der Bilanzposition langfristige Forderungen und sonstige langfristige Vermögenswerte enthalten ist.

(in TEUR) 2007 2006
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen – kurzfristig 400.163 347.368
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen – langfristig 5.068 2.755
405.231 350.123
davon weder überfällig
noch wertgemindert 268.334 244.484
davon überfällig
aber nicht wertgemindert 115.452 88.783
davon wertgemindert 36.115 29.420
Wertberichtigung (14.670) (12.564)
405.231 350.123

Bei Verkäufen von Gütern wird in Abhängigkeit vom Geschäftsbereich im Durchschnitt ein Zahlungsziel von 30 bis 90 Tagen gewährt. Vor Aufnahme eines neuen Kunden führt die Gruppe eine interne Kreditwürdigkeitsprüfung durch, um die Kreditwürdigkeit potenzieller Kunden zu beurteilen und deren Kreditlimits festzulegen. Die Kundenbeurteilung sowie die Kreditlimits werden laufend überprüft. Rund zwei Drittel der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind weder überfällig noch wertgemindert.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 115.452 (2006: TEUR 88.783), welche zum Berichtszeitpunkt überfällig waren, wurden keine Wertminderungen gebildet, da keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit dieser Schuldner festgestellt wurde und mit der Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.

Die Entwicklung der Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist wie folgt:

(in TEUR) 2007 2006
Bestand am Jahresanfang (12.564) (5.130)
Währungsumrechnung (664) (690)
Änderungen im Konsolidierungskreis 0 (3.010)
Dotierung (4.469) (5.679)
Verbrauch 1.671 929
Auflösung 1.356 1.016
Bestand am Jahresende (14.670) (12.564)

Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung in der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Der Vorstand ist der Ansicht, dass keine über die bereits erfassten Wertminderungen hinausgehende Risikovorsorge notwendig ist.

6. Auftragsfertigung

2007 2006
2.224.624 1.778.173
4.750.192 3.300.809
4.746.921 3.345.966
6.926 2.585

Die ausgewiesenen "Erhaltenen An- und Teilzahlungen für Projekte, soweit sie die dafür realisierten Umsatzerlöse übersteigen" stellen hauptsächlich Zahlungen von Kunden für Leistungen dar, die noch nicht vollständig ausgeführt wurden, und fallen zur Gänze in die Kategorie "weder überfällig noch wertgemindert".

7. Sonstige Forderungen

(in TEUR) 2007 2006*
Forderungen gegenüber
assoziierten Unternehmen 3.518 3.280
Beizulegende Zeitwerte von
Devisentermingeschäften 18.029 11.265
Forderungen aus Umsatzsteuer 42.649 31.785
Forderungen aus vorausbezahlten
Steuern vom Einkommen und Ertrag 17.665 8.774
Forderungen aus sonstigen
Steuern und Abgaben 5.690 1.995
Übrige Forderungen 46.318 53.227
133.869 110.326
davon sonstige kurzfristige Forderungen 128.716 106.949
davon sonstige langfristige Forderungen 5.153 3.377
133.869 110.326

* angepasst

Der Vorstand ist der Ansicht, dass der Buchwert der sonstigen Forderungen ihrem beizulegenden Zeitwert entspricht.

8. Gewinnrücklagen

Dividenden

Für 2007 wird vom Vorstand eine Dividende von 1,00 Euro je im Umlauf befindlicher Aktie vorgeschlagen. Die Ausschüttung für 2006 in Höhe von TEUR 38.690, was einer Dividende von 0,75 Euro je Aktie entspricht, wurde vom Vorstand vorgeschlagen und in der 100. ordentlichen Hauptversammlung am 29. März 2007 beschlossen. Die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 6. April 2007.

Am 19. Februar 2008 wurde der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 nach IFRS vom Vorstand freigegeben. Am 16. Februar 2007 wurde der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2006 nach IFRS vom Vorstand zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat setzt sich ausschließlich aus nicht bei der Gesellschaft tätigen Personen sowie aus Arbeitnehmervertretern zusammen. Der Konzernabschluss wurde dem Aufsichtsrat und danach der Hauptversammlung vorgelegt.

Währungsdifferenzen

Eigenkapital und Gesellschafterdarlehen in Fremdwährung werden in der Andritz-Gruppe generell nicht kursgesichert, da es sich um permanente Investitionen handelt und eine Konvertierung in Konzernwährung nicht geplant ist. Ausnahmen bilden lediglich geplante Desinvestments und geplante Rückzahlungen von Gesellschafterdarlehen.

Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement

Andritz ist einem starken Finanzprofil verpflichtet, das durch eine konservative Kapitalstruktur geprägt ist und eine hervorragende finanzielle Flexibilität ermöglicht.

Das Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum 31. Dezember 2007 und 2006:

(in TEUR) 2007 2006*
Summe Eigenkapital 481.575 414.540
Eigenkapitalquote 19,2% 17,4%
Bilanzsumme 2.507.527 2.386.066

* angepasst

Andritz unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Gesellschaft hat Verpflichtungen zur Veräußerung oder sonstigen Ausgabe von Aktien im Zusammenhang mit bestehenden aktienbasierten Vergütungsplänen. In den vergangenen Jahren wurden die Verpflichtungen aus der aktienbasierten Vergütung überwiegend durch den Rückkauf von eigenen Aktien erfüllt (siehe Anhangangabe 10).

Ziel des Kapitalmanagements ist einerseits, den Fortbestand ("going concern") der Konzerngesellschaften sicherzustellen und andererseits, die Rendite der Aktionäre durch Optimierung des Eigen- und Fremdkapitaleinsatzes zu maximieren. Zur Absicherung der finanziellen Stabilität wurden in der Vergangenheit zwei Anleihen platziert, welche auch die Basis für weiteres Wachstum der Andritz-Gruppe darstellen. Die Kapitalstruktur besteht aus Finanzschulden, Flüssigen Mitteln und Eigenkapital, das den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbar ist und Grundkapital, Kapitalrücklagen sowie Gewinnrücklagen umfasst.

Die Kapitalstruktur wird laufend überwacht. Dabei werden die Kapitalkosten und die Risiken, welche mit jeder Art von Kapital verbunden sind, berücksichtigt. Die Gruppe wird auch weiterhin die Kapitalstruktur optimieren, indem sie Dividendenausschüttungen, Neuemissionen und Aktienrückkäufe sowie die Aufnahme und Tilgung von Schulden vornehmen wird.

Die Gesamtstrategie der Gruppe wurde gegenüber 2006 nicht verändert.

9. Rückstellungen

2007

Änderungen
Stand Währungs Konsolidie Umgliede Stand
(in TEUR) 1. 1. 2007 umrechnung rungskreis rungen Verbrauch Auflösung Zuführung 31. 12. 2007
Rückstellungen für Abfertigungen 75.043 (337) 0 0 5.313 310 10.847 79.930
Rückstellungen für Pensionen 59.318 665 0 0 4.656 779 2.417 56.965
Sonstige langfristige Rückstellungen 47.641 (502) 0 (1.321) 2.429 6.760 10.690 47.319
Langfristige Rückstellungen 182.002 (174) 0 (1.321) 12.398 7.849 23.954 184.214
Kurzfristige Rückstellungen 204.106 (1.831) 90 1.321 43.001 32.165 82.072 210.592

2006*

Änderungen
Stand Währungs Konsolidie Umgliede Stand
(in TEUR) 1. 1. 2006 umrechnung rungskreis rungen Verbrauch Auflösung Zuführung 31. 12. 2006
Rückstellungen für Abfertigungen 33.850 (8) 38.915 0 2.519 0 4.805 75.043
Rückstellungen für Pensionen 28.493 (178) 30.618 0 3.380 942 4.707 59.318
Sonstige langfristige Rückstellungen 29.762 (733) 8.520 (3.590) 756 2.481 16.919 47.641
Langfristige Rückstellungen 92.105 (919) 78.053 (3.590) 6.655 3.423 26.431 182.002
Kurzfristige Rückstellungen 97.773 (2.443) 71.690 3.590 16.830 14.003 64.329 204.106

* angepasst

Die sonstigen langfristigen und kurzfristigen Rückstellungen setzen sich hauptsächlich aus auftragsbezogenen Rückstellungen (2007: TEUR 240.307 und 2006: TEUR 234.737) zusammen, die für Gewährleistungen, zu erwartende Auftragsrisiken und Drohverluste gebildet wurden.

10. Pensionsleistungen an Arbeitnehmer Pensionspläne

Einige Konzernunternehmen haben für bestimmte Arbeitnehmer leistungsorientierte Pensionszusagen. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden für Zahlungen wegen Ruhestands, Invalidität und für hinterbliebene Familienangehörige gebildet. Die angebotenen Leistungen differieren in Abhängigkeit von der rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Situation jedes Landes. Die Leistungen hängen von den Dienstjahren und in manchen Fällen von den jeweiligen Arbeitnehmerentgelten ab.

Die folgende Aufstellung zeigt die Entwicklung der Pensionsrückstellung von 1. Jänner bis 31. Dezember 2007 und 2006:

(in TEUR) 2007 2006*
Barwert der leistungsorientierten Zusagen zum 1. 1. 147.136 42.411
Wechselkursdifferenzen (1.633) (46)
Laufende Dienstzeitaufwendungen 4.178 2.027
Zinsaufwand aus Verpflichtungen 6.495 3.352
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 120 (4.824)
Gezahlte Leistungen (13.632) (4.637)
Beiträge der Planteilnehmer 1.465 1.101
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 8
Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen (779) 463
Akquirierte Unternehmen 0 107.281
Barwert der leistungsorientierten Zusagen
zum 31. 12. 143.350 147.136
Zeitwert des Planvermögens (86.385) (87.818)
Rückstellungen zum 31. 12. 56.965 59.318

* angepasst

Von den gesamten Brutto-Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 143.350 (2006: TEUR 147.136) sind TEUR 90.857 (2006: TEUR 93.795) ganz oder teilweise durch Veranlagungen in Fonds abgedeckt.

Die folgende Aufstellung leitet den Marktwert des Planvermögens über:

(in TEUR) 2007 2006*
Zeitwert des Planvermögens zum 1. 1. 87.818 12.661
Wechselkursdifferenzen (2.298) (178)
Erwartete Erträge aus Planvermögen 4.080 1.654
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 743 (3.017)
Beiträge des Arbeitgebers 3.553 2.184
Beiträge der Planteilnehmer 1.465 1.101
Gezahlte Leistungen (8.976) (2.285)
Akquirierte Unternehmen 0 75.698
Zeitwert des Planvermögens zum 31. 12. 86.385 87.818

* angepasst

Die Veranlagung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

(in TEUR) 2007 2006*
Eigenkapitalinstrumente 27.284 24.592
Schuldinstrumente 36.528 40.332
Sachanlagen 12.972 13.380
Sonstige Vermögenswerte 9.601 9.514
86.385 87.818

* angepasst

Die Pensionsaufwendungen bestehen aus:

(in TEUR) 2007 2006
Laufende Dienstzeitaufwendungen 4.178 2.027
Zinsaufwand aus Verpflichtungen 6.495 3.352
Erwartete Erträge aus Planvermögen (4.080) (1.654)
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (623) (549)
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 8
Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen (779) 463
5.191 3.647
Zahlungen an beitragsorientierte Pläne 18.002 14.425
23.193 18.072

Grundsätzliche versicherungsmathematische Annahmen zur Berechnung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2007 und 2006:

2007 2006
(in %) von bis von bis
Abzinsungsfaktor 2,00 8,00 2,00 5,75
Gehaltserhöhungen 3,00 6,00 3,00 4,00
Erhöhungen bei Pensionsbezügen 2,50 2,50 2,50 2,50
Erwarteter Veranlagungsertrag
des Planvermögens -0,15 7,00 2,00 7,00

Der durchschnittlich erwartete Veranlagungsertrag wurde aufgrund der Zusammensetzung des Planvermögens und der Erfahrungswerte mit 5,25% angenommen. Der in 2007 tatsächlich realisierte Veranlagungsertrag des Planvermögens betrug rund 1,26% (2006: rund 4,6%).

Die positiven erfahrungsbedingten Anpassungen der Planverpflichtungen beliefen sich auf TEUR 341 (positive erfahrungsbedingte Anpassungen 2006: TEUR 18), die positiven erfahrungsbedingten Anpassungen des Planvermögens beliefen sich auf TEUR 917 (negative erfahrungsbedingte Anpassungen 2006: TEUR 165).

Für 2008 sind leistungsorientierte Zahlungen an die Pensionskasse im Ausmaß von TEUR 3.178 geplant.

Abfertigungsverpflichtungen

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Abfertigungsrückstellungen von 1. Jänner bis 31. Dezember 2007 und 2006:

(in TEUR) 2007 2006
Barwert der leistungsorientierten Zusagen
zum 1. 1. 75.043 33.850
Wechselkursdifferenzen (337) 12
Laufende Dienstzeitaufwendungen 4.280 2.308
Zinsaufwand aus Verpflichtungen 3.190 2.314
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 3.377 (29)
Gezahlte Leistungen (5.279) (2.540)
Beiträge der Planteilnehmer 111 0
Auswirkungen von Plankürzungen
und -abgeltungen (310) 0
Akquirierte Unternehmen 0 39.128
Barwert der leistungsorientierten Zusagen
zum 31. 12. 80.075 75.043
Zeitwert des Planvermögens (145) 0
Rückstellung zum 31. 12. 79.930 75.043

Die Aufwendungen für Abfertigungen bestehen aus:

(in TEUR) 2007 2006
Laufende Dienstzeitaufwendungen 4.280 2.308
Zinsaufwand aus Verpflichtungen 3.190 2.314
Erwartete Erträge aus Planvermögen (10) 0
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 3.387 (29)
Auswirkungen von Plankürzungen
und -abgeltungen (310) 0
10.537 4.593
Zahlungen an beitragsorientierte Pläne 301 419
10.838 5.012

Die grundsätzlichen Annahmen zur versicherungsmathematischen Berechnung sind die gleichen wie bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen.

Aktienbeteiligungsprogramm für Führungskräfte

Die 97. ordentliche Hauptversammlung vom 30. März 2004 hat ein Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands beschlossen. Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 6.000, 10.000 oder 20.000, für Mitglieder des Vorstands 40.000 und für den Vorsitzenden des Vorstands 50.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden. Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte von 1. Mai 2004 bis vor jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zur Andritz-Gruppe gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in Andritz-Aktien von zumindest EUR 20.000 für leitende Angestellte und EUR 40.000 für Mitglieder des Vorstands.

Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der Andritz-Aktie während der vier auf die 97. ordentliche Hauptversammlung vom 30. März 2004 folgenden Kalenderwochen. Die Optionen können in der Zeit von 1. Mai 2006 bis 30. April 2008 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn der ungewichtete Schlusskurs der Andritz-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2006 bis 30. April 2007 mindestens 15 Prozent über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2005 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2006 mindestens 15 Prozent über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2003 liegt, oder wenn der ungewichtete Schlusskurs der Andritz-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2007 bis 30. April 2008 mindestens 20 Prozent über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2006 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2007 mindestens 20 Prozent über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2003 liegt.

Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50 Prozent der Optionen sofort, 25 Prozent der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25 Prozent nach weiteren drei Monaten gezogen werden. Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden und sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist.

Insgesamt wurden in 2004 698.000 Optionen gewährt. Die Ausübungsbedingungen bezüglich Kursanstieg und Gewinn je Aktie wurden in 2006 erfüllt, sodass die Aktienoptionen entsprechend den übrigen Bedingungen des Programms gezogen werden können. Der beizulegende Zeitwert der Optionen zum Zeitpunkt der Gewährung beträgt insgesamt TEUR 1.220, wobei in 2007 kein Aufwand mehr erfasst wurde. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte auf Basis des "Black-Scholes Option Pricing"-Modells. Der Aktienpreis zum Zeitpunkt der Gewährung der Optionsrechte ist der Schlusskurs der Andritz-Aktie vom 17. Mai 2004 und beträgt EUR 9,26. Der Ausübungspreis wurde gemäß den Bedingungen des Optionsprogramms mit EUR 9,38 ermittelt. Die Laufzeit der Optionen wurde mit zwei Jahren angesetzt. Die erwartete Dividendenrendite betrug 3%, als risikofreier Zinssatz wurden 5% herangezogen. Die erwartete Volatilität wurde auf Basis der historischen Kursentwicklung der Andritz-Aktie im Zeitraum der der Gewährung vorangegangen 30 Monate ermittelt. Weitere Merkmale der Optionsgewährung wurden nicht in die Berechnung einbezogen.

Die 99. ordentliche Hauptversammlung vom 29. März 2006 hat ein weiteres Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands beschlossen. Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 6.000, 10.000 oder 20.000, für Mitglieder des Vorstands 40.000 und für den Vorsitzenden des Vorstands 50.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden. Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte von 1. Mai 2006 bis vor jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zum Andritz-Konzern gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in Andritz-Aktien von zumindest EUR 20.000 für leitende Angestellte und EUR 40.000 für Mitglieder des Vorstands.

Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der Andritz-Aktie während der vier auf die 99. ordentliche Hauptversammlung vom 29. März 2006 folgenden Kalenderwochen.

Die Optionen können in der Zeit von 1. Mai 2008 bis 30. April 2010 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn der ungewichtete Schlusskurs der Andritz-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2008 bis 30. April 2009 mindestens 15 Prozent über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2007 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2008 mindestens 15 Prozent über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2005 liegt, oder wenn der ungewichtete Schlusskurs der Andritz-Aktie im Durchschnitt von 20 aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2009 bis 30. April 2010 mindestens 20 Prozent über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2008 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2009 mindestens 20 Prozent über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2005 liegt.

Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50 Prozent der Optionen sofort, 25 Prozent der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25 Prozent nach weiteren drei Monaten gezogen werden. Die Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden und sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist.

Insgesamt wurden in 2006 944.000 Optionen gewährt. Der beizulegende Zeitwert der Optionen zum Zeitpunkt der Gewährung beträgt insgesamt TEUR 6.492, davon wurden anteilig TEUR 3.011 in 2007 als Aufwand erfasst. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte auf Basis des "Black-Scholes Option Pricing"-Modells. Der Aktienpreis zum Zeitpunkt der Gewährung der Optionsrechte ist der Schlusskurs der Andritz-Aktie vom 1. Juni 2006 und beträgt EUR 32,44. Der Ausübungspreis wurde gemäß den Bedingungen des Optionsprogramms mit EUR 31,67 ermittelt. Die Laufzeit der Optionen wurde mit zwei Jahren angesetzt. Die erwartete Dividendenrendite betrug 2,5%, als risikofreier Zinssatz wurde 4,5% herangezogen. Als erwartete Volatilität wurde der von der Wiener Börse veröffentlichte Wert angesetzt. Weitere Merkmale der Optionsgewährung wurden nicht in die Berechnung einbezogen.

Zusammenfassend entwickelten sich die Aktienoptionsprogramme in den Geschäftsjahren 2007 und 2006 wie folgt:

2007 2006

Anzahl der
Optionsrechte
Durchschnittlicher
Ausübungspreis je
Stück (in EUR)
Anzahl der
Optionsrechte
Durchschnittlicher
Ausübungspreis je
Stück (in EUR)
Bestand am Jahresanfang 1.021.500 29,98 695.500 9,38
Gewährte Optionen 14.000 31,67 944.000 31,67
Ausgeübte Optionen (62.500) 9,38 (618.000) 9,38
Verfallene Optionen (60.000) 31,67 0 0,00
Bestand am Jahresende 913.000 31,30 1.021.500 29,98
Ausübbar am Jahresende 15.000 9,38 77.500 9,38

11. Verbindlichkeitenspiegel

2007

Restlaufzeit Restlaufzeit
zwischen 1 und
Restlaufzeit
zwischen 4 und
Restlaufzeit
zwischen
Restlaufzeit
(in TEUR) kleiner 1 Monat 3 Monaten 12 Monaten 1 und 5 Jahren über 5 Jahre Gesamt
Anleihen 0 0 99.995 192.268 0 292.263
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten 16.731 1.847 11.353 25.160 3.644 58.735
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 343 114 342 551 0 1.350
17.074 1.961 111.690 217.979 3.644 352.348

2006

Restlaufzeit Restlaufzeit
zwischen 1 und
Restlaufzeit
zwischen 4 und
Restlaufzeit
zwischen
Restlaufzeit
(in TEUR) kleiner 1 Monat 3 Monaten 12 Monaten 1 und 5 Jahren über 5 Jahre Gesamt
Anleihen 0 0 0 100.000 196.358 296.358
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten 10.557 12.368 1.975 19.590 2.236 46.726
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 26 148 425 778 0 1.377
10.583 12.516 2.400 120.368 198.594 344.461

Die verzinslichen Bankverbindlichkeiten bestehen hauptsächlich aus Kontokorrentkrediten von Kreditinstituten zu variablen und fixen Zinssätzen.

Sachanlagen in Höhe von TEUR 16.197 zum 31. Dezember 2007 und TEUR 15.111 zum 31. Dezember 2006 wurden als Sicherheiten für langfristige Verbindlichkeiten gestellt.

Im Andritz-Konzern gibt es keine Zahlungsverzüge bei eigenen Zahlungsverpflichtungen, sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten werden fristgemäß getilgt.

Der Vorstand ist der Ansicht, dass der Buchwert der Verbindlichkeiten ihrem beizulegenden Zeitwert entspricht.

12. Sonstige Verbindlichkeiten

(in TEUR) 2007 2006*
Verbindlichkeiten gegenüber
assoziierten Unternehmen 1.345 891
Personalaufwendungen 78.795 71.586
Ausstehende Rechnungen
für auftragsbezogene Kosten 160.805 139.007
Rechnungsabgrenzungsposten 5.563 5.485
Beizulegende Zeitwerte von
Devisentermingeschäften 6.901 0
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer 15.573 6.318
Verbindlichkeiten aus Provisionen 7.578 8.374
Übrige Verbindlichkeiten 98.135 103.252
374.695 334.913
davon sonstige Verbindlichkeiten – kurzfristig 367.719 326.769
davon sonstige Verbindlichkeiten – langfristig 6.976 8.144
374.695 334.913

* angepasst

Der Vorstand ist der Ansicht, dass der Buchwert der sonstigen Verbindlichkeiten ihrem beizulegenden Zeitwert entspricht.

G. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

13. Umsatzerlöse

(in TEUR) 2007 2006
Als Umsatzerlöse ausgewiesene Erlöse
aus dem laufenden Projektgeschäft 2.224.624 1.778.173
Umsatzerlöse aus dem Servicegeschäft 781.117 609.011
Übrige 276.747 322.502
3.282.488 2.709.686

14. Sonstige betriebliche Erträge

(in TEUR) 2007 2006
Gewinne aus dem Abgang von immateriel
len Vermögenswerten und Sachanlagen 1.681 527
Fremdwährungskursgewinne 32.255 18.700
Mieteinkünfte 2.572 2.107
Übrige 30.149 19.897
66.657 41.231

15. Personalaufwand

(in TEUR) 2007 2006
Löhne 122.907 93.684
Gehälter 409.165 318.691
Aufwendungen für Altersversorgung 23.193 18.072
Aufwendungen für Abfertigungen 10.838 5.012
Aufwendungen für Sozialabgaben und vom
Entgelt abhängige Abgaben 92.795 66.820
Sonstige Sozialaufwendungen 17.705 14.654
676.603 516.933

16. Sonstige betriebliche Aufwendungen

(in TEUR) 2007 2006
Fremdwährungskursverluste 25.404 11.663
Vertriebskosten 192.379 164.981
Verwaltungskosten 36.309 29.567
Übrige 191.767 143.672
445.859 349.883

17. Finanzergebnis

(in TEUR) 2007 2006
Erträge/Aufwendungen aus assoziierten
Unternehmen 887 1.244
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29.462 24.632
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (25.092) (19.342)
Zinsergebnis 4.370 5.290
Sonstiges Finanzergebnis 204 (448)
5.461 6.086

18. Steuern vom Einkommen und Ertrag

(in TEUR) 2007 2006
Laufender Steueraufwand (43.326) (45.107)
Latenter Steueraufwand/-ertrag aus
dem Entstehen und der Auflösung von
temporären Differenzen (18.589) 535
(61.915) (44.572)

Die Veränderungen der latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

(in TEUR) 2007 2006
Aktive latente Steuern 58.969 21.845
Verbindlichkeiten aus latenten Steuern (80.093) (45.036)
Bilanzansätze zum 31. 12. des Vorjahrs (21.124) (23.191)
Latente Steuern aus dem Entstehen und der
Auflösung von temporären Differenzen
erfolgswirksam (18.589) 535
erfolgsneutral (2.909) 1.532
(42.622) (21.124)
davon
Aktive latente Steuern 56.982 58.969
Verbindlichkeiten aus latenten Steuern (99.604) (80.093)

Die Überleitung des effektiven Steuersatzes zum anzuwendenden Steuersatz lässt sich wie folgt darstellen:

(in TEUR) 2007 2006
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 198.022 165.925
Steueraufwand zum entsprechenden Steuersatz
(25% in 2007 und 25% in 2006) (49.506) (41.481)
Nicht abzugsfähige Firmenwertabschreibungen (859) 0
Steuerliche Auswirkungen von Anpassungen
aufgrund von Steuersatzänderungen 1.237 509
sonstigen Veränderungen (12.787) (3.600)
(61.915) (44.572)
Laufender Steueraufwand (43.326) (45.107)
Erfolgswirksame Veränderung
der latenten Steuern (18.589) 535

Die sonstigen Veränderungen betreffen im Wesentlichen die Wertberichtigungen von aktiven latenten Steuern.

Aktive latente Steuern und Verbindlichkeiten aus latenten Steuern zum 31. Dezember 2007 und 2006 sind das Ergebnis folgender temporärer Bewertungsunterschiede zwischen den Buchwerten in den IFRS-Jahresabschlüssen und den relevanten Steuerbemessungsgrundlagen:

2007 2006
Latente Steuern Latente Steuern
(in TEUR) Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Immaterielle Vermögenswerte 3.240 (12.256) 1.805 (12.226)
Sachanlagevermögen 2.947 (22.351) 2.945 (11.760)
Finanzanlagen 7 (7.340) 7 (10.108)
Vorräte 318.260 (4.621) 268.518 (2.065)
Forderungen 9.793 (72.483) 2.733 (47.223)
Wertpapiere des Umlaufvermögens und Beteiligungen 0 (281) 0 (182)
Sonstige Aktiva 121 (2) 190 (93)
334.368 (119.334) 276.198 (83.657)
Rückstellungen 62.332 (28.496) 56.317 (36.198)
Verbindlichkeiten 20.067 (323.023) 22.466 (275.355)
Rechnungsabgrenzungen 129 0 27 (13)
82.528 (351.519) 78.810 (311.566)
Steuerlicher Verlustvortrag 63.073 0 60.264 0
Aktive latente Steuern/Verbindlichkeiten aus latenten Steuern 479.969 (470.853) 415.272 (395.223)
Wertberichtigung von aktiven latenten Steuern (51.738) 0 (41.173) 0
Aufrechnung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen,
Steuerabgrenzungen gegenüber derselben Steuerbehörde (371.249) 371.249 (315.130) 315.130
Saldierte aktive und passive Steuerabgrenzung 56.982 (99.604) 58.969 (80.093)

Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern trifft der Vorstand eine Einschätzung hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit, dass diese Posten in Zukunft tatsächlich realisierbar sind. Die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern setzt ausreichend steuerpflichtiges Einkommen in jenen Perioden voraus, in denen die temporären Unterschiede abzugsfähig werden. Der Vorstand zieht die geplante Auflösung von passiven latenten Steuern und das geschätzte künftige steuerpflichtige Einkommen für diese Beurteilung heran.

Unter Heranziehung des steuerpflichtigen Einkommens früherer Jahre sowie der Prognosen über das steuerpflichtige Einkommen zukünftiger Jahre, in denen die aktiven latenten Steuern abzugsfähig sind, ist der Vorstand der Auffassung, dass die Realisierung dieser Steuervorteile und der steuerlichen Verlustvorträge wahrscheinlich ist.

19. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (wie im Anschluss an die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung angegeben) wurde errechnet, indem das den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbare Konzernergebnis durch den gewogenen Durchschnitt der Stammaktien, die während der Periode ausgegeben waren, dividiert wurde.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie wurde errechnet, indem das den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbare Konzernergebnis durch den gewogenen Durchschnitt der Stammaktien unter Berücksichtigung von Aktienoptionen dividiert wurde.

H. Segmentberichterstattung

Die Segmentinformationen werden nach folgenden Kriterien dargestellt:

Geschäftsbereiche

Die Andritz-Gruppe betreibt ihre Geschäftsaktivitäten in den folgenden Bereichen:

  • a. Zellstoff und Papier (P+P)
  • b. Wasserkraft (HP)
  • c. Walz- und Bandbehandlungsanlagen (WB)
  • d. Umwelt und Prozess (EP)
  • e. Futtermittel und Biomasse (FB)

Geografische Segmentierung

Die Konzernaktivitäten werden hauptsächlich in Europa, Nordamerika und Asien betrieben.

2007

Geschäftsbereichsinformationen

(in TEUR) P+P HP WB EP FB Überleitung Gesamt
Umsatzerlöse 1.462.206 910.043 408.001 364.432 137.806 0 3.282.488
Geschäftsbereichsergebnis vor Zinsen,
Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 101.050 63.609 32.140 30.300 15.217 0 242.316
Summe Aktiva 706.595 753.301 159.316 232.004 76.595 579.716 2.507.527
Summe Passiva exkl. Eigenkapital und Anteile in Fremdbesitz 609.393 617.318 192.681 145.077 37.455 424.028 2.025.952
Investitionen 21.818 25.415 3.210 4.851 1.739 0 57.033
Abschreibungen und Wertminderungsverlust
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen* 17.716 19.905 2.491 5.005 1.867 0 46.984
Anteile am Jahresüberschuss/-fehlbetrag von assoziierten Unternehmen 367 0 0 439 81 0 887
Anteile an assoziierten Unternehmen 2.513 2.254 0 1.488 570 0 6.825

Informationen nach geografischen Segmenten

Rest der Welt und
(in TEUR) Europa Nordamerika Asien Konsolidierung Gesamt
Außenumsätze 1.400.020 522.123 841.742 518.603 3.282.488
Summe Aktiva 3.385.135 539.209 264.748 (1.681.565) 2.507.527
Investitionen 39.211 3.356 12.063 2.403 57.033

2006**

Geschäftsbereichsinformationen

(in TEUR) P+P HP WB EP FB Überleitung Gesamt
Umsatzerlöse 1.304.149 467.851 450.540 366.521 120.625 0 2.709.686
Geschäftsbereichsergebnis vor Zinsen,
Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 89.642 33.276 32.824 25.568 12.913 0 194.223
Summe Aktiva 642.747 571.186 142.533 228.988 70.986 729.626 2.386.066
Summe Passiva exkl. Eigenkapital und Anteile in Fremdbesitz 649.677 544.550 155.756 161.987 34.438 425.118 1.971.526
Investitionen 21.658 13.498 2.346 6.510 1.656 0 45.668
Abschreibungen und Wertminderungsverlust
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen* 13.698 11.074 2.256 5.092 2.264 0 34.384
Anteile am Jahresüberschuss/-fehlbetrag von assoziierten Unternehmen 562 0 0 439 243 0 1.244
Anteile an assoziierten Unternehmen 2.157 2.254 0 1.323 488 0 6.222

Informationen nach geografischen Segmenten

Rest der Welt und
(in TEUR) Europa Nordamerika Asien Konsolidierung Gesamt
Außenumsätze 1.018.071 433.331 735.845 522.439 2.709.686
Summe Aktiva 3.284.837 479.909 171.076 (1.549.756) 2.386.066
Investitionen 32.365 5.054 7.159 1.090 45.668

* In den Abschreibungen ist ein Betrag von TEUR 5.967 (2006: TEUR 2.895) enthalten, der Abschreibungen für im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierte und vom Firmenwert getrennt angesetzte immaterielle Vermögenswerte betrifft.

** angepasst

I. Erläuterungen zum Cashflow-Statement

Cashflows aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften*

(in TEUR) Geschäftsbereich Gesamt Gesamt
P+P HP 2007 2006**
Flüssige Mittel (214) (5.241) (5.455) (167.851)
Wertpapiere des Umlaufvermögens (807) 0 (807) (708)
Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte (623) (762) (1.385) (328.203)
Vorräte (179) (9.140) (9.319) (80.252)
Immaterielle Vermögenswerte (2.400) (166) (2.566) (45.252)
Sachanlagen (320) (13.700) (14.020) (90.037)
Finanzanlagen 0 0 0 (16.632)
Verbindlichkeiten und Rückstellungen 1.856 9.385 11.241 580.559
Finanzverbindlichkeiten 0 1.653 1.653 20.371
Erworbenes Reinvermögen bzw. Schulden (2.687) (17.971) (20.658) (128.005)
Flüssige Mittel 214 5.241 5.455 167.851
Firmenwerte (3.200) (5.966) (9.166) (105.705)
Veränderung der Anteile im Fremdbesitz 0 0 0 0
Veränderung des auf Gesellschafter der Muttergesellschaft entfal
lenden Eigenkapitals 0 0 0 (4.144)
Verbindlichkeiten aus nicht bezahltem Kaufpreis (12.166) 0 (12.166) 12.166
Netto-Cashflow (17.839) (18.696) (36.535) (57.837)

* bewertet zu Transaktionskursen

** angepasst

J. Finanzinstrumente

a. Risikomanagement

Als global tätiges Unternehmen, das eine Vielzahl verschiedenster Märkte und Kunden bedient, ist die Gruppe gewissen allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken beziehen sich vor allem auf die von der Gruppe bedienten Industrien (z. B. Unsicherheit zukünftiger Aufträge, Schwankungen beim Auftragseingang, Kundenkonzentration etc.), die Geschäftstätigkeit der Gruppe (Währungen, Wettbewerbsposition, Gerichtsverfahren etc.) sowie Großaufträge (Zahlungsrisiken, Haftung und Leistung bei Projekten, Kostenüberschreitungen etc.).

Zur frühzeitigen Erkennung dieser Risiken hat Andritz ein bewährtes, konzernweites Kontroll- und Steuerungsmanagement implementiert, dessen Hauptaufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren und rasch Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dieses System ist ein wesentlicher Bestandteil des aktiven Risikomanagements der Gruppe.

Die Überwachung und das Management von Finanzrisiken sind wichtige Bestandteile des gruppenweiten Controllings und Rechnungswesens von Andritz. Laufendes Controlling und regelmäßiges Berichtswesen sollen die Identifizierung von größeren Risiken zu einem sehr frühen Zeitpunkt und – sofern notwendig – die Einleitung von Gegenmaßnahmen sicherstellen.

Der Konzern versucht, die Auswirkungen dieser Risiken mittels derivativer Finanzinstrumente zu minimieren. Der Einsatz von Finanzderivaten ist durch vom Vorstand genehmigte Konzernrichtlinien geregelt, die in Schriftform Vorgaben hinsichtlich der Steuerung von Finanzrisiken enthalten. Darüber hinaus sind Grundregeln für den Einsatz von derivativen und nicht-derivativen Finanzgeschäften sowie für die Anlage überschüssiger Liquidität festgelegt. Die Einhaltung der Richtlinien und Risikolimits wird kontinuierlich von der internen Revision überprüft. Der Konzern hält oder handelt keine Finanzinstrumente für spekulative Zwecke.

Das Zahlungsausfallrisiko wird für einen Großteil der Projekte durch Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie durch Abschluss von Exportversicherungen reduziert. Das Risiko bei Lieferungen in als politisch riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls versichert. Zinsund Wechselkursrisiken werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten, vor allem Devisentermingeschäften und Swaps, begrenzt und gesteuert.

Der Konzern schließt Devisentermingeschäfte ab, um das Fremdwährungskursrisiko auszuschließen, das aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert. Das Transaktionsrisiko wird für jede einzelne Fremdwährung berechnet und berücksichtigt Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie bestimmte außerbilanzielle Positionen, wie sehr wahrscheinliche künftige Cashflows aus festen Verpflichtungen und sehr wahrscheinlichen Ein- und Verkäufen. Die Fremdwährungskursrisiken des Konzerns resultieren aus dem Umstand, dass der Konzern in verschiedenen Ländern weltweit operiert, Produktionsstätten besitzt und Umsätze tätigt. Der Konzern hat seine Devisentermingeschäfte mit dem beizulegenden Zeitwert ("fair value") bewertet. Die Restlaufzeit der abgesicherten Cashflows beträgt im Wesentlichen nicht mehr als ein Jahr.

Cashflow-Risiken werden durch das Cashmanagement-System der Gruppe, das alle Cash-Zu- und -Abflüsse der großen Andritz-Tochtergesellschaften kontrolliert, minimiert. Das Cashmanagement-System überwacht auch das zentrale Pooling dieser Aktivitäten, um die Zinseinkünfte zu optimieren.

Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken insbesondere durch das Halten von angemessenen Rücklagen, durch die Ausgabe von Anleihen, durch umfangreiche Anzahlungen von Kunden sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

b. Liquiditätsrisiken

Die Gruppe sorgt durch eine konzernweite Finanz- und Liquiditätsplanung dafür, dass ausreichend flüssige Mittel vorhanden sind oder eine notwendige Finanzierung aus entsprechenden Kreditrahmen sichergestellt ist, um seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können. Kurzfristig nicht benötigte liquide Mittel werden in börsenotierte Wertpapiere investiert, die aktiv gehandelt werden.

c. Kreditrisiken

Kreditrisiken und das Risiko des Zahlungsverzugs oder -ausfalls der Vertragspartner werden durch die Anwendung von Kreditprüfungen, Kreditlimits und Prüfungsroutinen kontrolliert. Sofern geeignet, erhält der Konzern staatliche Exportgarantien oder Garantien von ähnlichen privaten Institutionen, um das Risiko des Zahlungsausfalls zu reduzieren.

Das Ausfallsrisiko aus flüssigen Mitteln und Wertpapieren ist gering, da die Vertragspartner Banken mit sehr guter Kreditwürdigkeit sind.

Für gewisse Positionen im Finanzvermögen und in den Finanzverbindlichkeiten hat die Gruppe ein einklagbares Recht auf gegenseitige Aufrechnung. Im Konzernabschluss sind diese Positionen nur mit dem Nettobetrag ausgewiesen. Für alle bestehenden Risiken wurden Wertberichtigungen durchgeführt, sodass das Management der Auffassung ist, dass keine anderen Kreditrisiken schlagend werden.

Ohne Berücksichtigung der oben beschriebenen Risikominderungsstrategien entspricht das maximale Ausfallsrisiko des Konzerns den erfassten finanziellen Vermögenswerten in den entsprechenden Kategorien und lautet wie folgt:

(in TEUR) 2007 2006*
Held for trading 19.762 15.772
Available for sale 108.789 49.975
Loans and receivables 1.042.359 1.137.623
1.170.910 1.203.370

* angepasst

In der Kategorie Kredite und Forderungen wurden Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von insgesamt TEUR 14.670 (Stand 2006: TEUR 12.564) vorgenommen. Für die übrigen Kategorien gab es keinen Anlass einer Wertminderung.

Der Konzern ist keinen wesentlichen Ausfallsrisiken einer Vertragspartei oder einer Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Der Konzern definiert Vertragsparteien als solche mit ähnlichen Merkmalen, wenn es sich hierbei um nahe stehende Unternehmen handelt. Gemessen am Auftragseingang tragen die drei größten Kunden rund 15 Prozent des Gesamtauftragseingangs in jeweils unterschiedlichen strategischen Geschäftsbereichen bei. Da keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos besteht, ist der Vorstand der Überzeugung, dass keine über die bereits erfassten Wertminderungen hinausgehende Risikovorsorge notwendig ist.

d. Zinsrisiko

Die Gesellschaft hat im Juni 2002 eine Anleihe über einen Nominalwert von MEUR 100 begeben, mit einer Laufzeit von sechs Jahren und einer Nominalverzinsung von 6% p. a.. Für diese Anleihe wurde ein Zinsswap zur Absicherung des Risikos abgeschlossen, welches sich aus der fixen Verzinsung der Anleihe ergibt. Mit diesem Zinsswap wurde für die gesamte Laufzeit der Anleihe die fixe Verzinsung der Anleihe in eine variable Verzinsung auf Basis 1-Monats-Euribor getauscht. Dadurch wird die Gesellschaft zwar einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt, der Zeitwert der Anleihe wird jedoch gesichert und Hedge Accounting im Sinne von IAS 39 angewandt.

Die Gesellschaft hat im Juni 2006 eine weitere Anleihe über einen Nominalwert von MEUR 200 begeben, mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einer Nominalverzinsung von 4,5% p.a.. Für diese Anleihe wurden Zinsswaps zur Absicherung des Risikos abgeschlossen, welches sich aus der fixen Verzinsung der Anleihe ergibt. Mit diesen Zinsswaps wurde für die gesamte Laufzeit der Anleihe die fixe Verzinsung der Anleihe in eine variable Verzinsung auf Basis 1-Monats-Euribor getauscht. Dadurch wird die Gesellschaft zwar einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt, der Zeitwert der Anleihe wird jedoch gesichert und Hedge Accounting im Sinne von IAS 39 angewandt.

Die Basisparameter der Swaps entsprechen jenen der Anleihen und aus diesem Grund war die Absicherung der beizulegenden Zeitwerte ("Fair Value Hedges") zu 100 Prozent effektiv. Den Regeln des Hedge Accounting folgend, wurden die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die auf das abgesicherte Risiko zurückzuführende Änderung der beizulegenden Zeitwerte der

Anleihen führt zu einer entsprechenden Buchwertanpassung und wurde ebenfalls direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dies hat zur Folge, dass sich die Gewinn- und Verlustauswirkung der Swaps und der Anleihen gegenseitig aufheben.

Die Marktwertänderung der als "Fair Value Hedge" designierten Swaps ist wie folgt:

(in TEUR) 2007 2006
Marktwert Swap am Beginn der Periode (2.647) 4.024
Marktwert Swap am Ende der Periode (7.737) (2.647)
Gewinn/Verlust im Ergebnis erfasst (5.090) (6.671)

Der Vorstand schätzt das Risiko aus den übrigen Zinsänderungen bei Finanzanlagen und -verbindlichkeiten als minimal ein, weitere wesentliche derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsrisiken werden daher nicht verwendet.

Die gewichteten durchschnittlichen Zinssätze zum Bilanzstichtag waren folgende:

(in %) 2007 2006
Guthaben auf laufenden Konten 2,1 1,9
Kurzfristige Geldanlagen 4,6 3,4
Wertpapiere, kurzfristig 4,6 7,0
Wertpapiere, langfristig 3,1 2,8
Überziehungskredit 5,0 5,2
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 10,7 10,7
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 3,6 5,3
Anleihe 4,9 4,3

e. Sensitivitäten

Im Wesentlichen ist der Konzern durch seine Aktivitäten finanziellen Risiken aus der Änderung der Wechselkurse, der Änderung der beizulegenden Zeitwerte und der Änderung der Zinssätze ausgesetzt. Zur Steuerung der Risiken aus der Änderung der Wechselkurse und des beizulegenden Zeitwerts schließt der Konzern derivative Finanzinstrumente ab. Diese Marktrisikoexpositionen des Konzerns werden mittels Sensitivitätsanalysen bewertet:

Fremdwährungssensitivität

Die Sensitivitätsanalyse quantifiziert näherungsweise das Risiko, das im Rahmen gesetzter Annahmen auftreten kann, wenn bestimmte Parameter in einem definierten Umfang verändert werden. Der Konzern ist hauptsächlich dem Wechselkursrisiko des US-Dollar ausgesetzt.

Die folgenden Angaben beschreiben aus Konzernsicht die Sensitivität eines Anstiegs oder Falls des US-Dollar gegenüber dem Euro auf. Die Veränderung ist derjenige Wert, der im Rahmen der internen Berichterstattung des Wechselkursrisikos Anwendung findet, und stellt die Einschätzung des Vorstands hinsichtlich einer möglichen Wechselkursänderung dar. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet lediglich ausstehende, auf Fremdwährung lautende monetäre Positionen und passt deren Umrechnung zum Periodenende gemäß einer Änderung der Wechselkurse an.

Bei einem 10%igen Anstieg des US-Dollar gegenüber dem Euro würde das Konzernergebnis für das Jahr 2007 gegenüber dem nun ausgewiesenen Konzernergebnis um TEUR 5.171 vermindert sein (2006: Verminderung des Konzernergebnisses 2006 um TEUR 495). Bei einem 10%igen Fall des US-Dollar gegenüber dem Euro würde das Konzernergebnis für das Jahr 2007 zusätzlich um TEUR 2.650 erhöht sein (2006: Erhöhung des Konzernergebnisses 2006 um TEUR 39). Die Veränderung gegenüber den ausgewiesenen Konzernergebnissen stammt hauptsächlich aus der Marktbewertung von Devisentermingeschäften für US-Dollar mit neuen Kursen.

Zinssatzsensitivität

Die Sensitivitätsanalyse wurde für das Zinsänderungsrisiko der Anleihen zum Bilanzstichtag durchgeführt. Die Gesellschaft als Anleiheemittent ist grundsätzlich durch die fixe Verzinsung gegenüber den Anleiheinhabern keinem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt, jedoch würde sich eine Änderung des Zinssatzes in den beizulegenden Zeitwerten der Anleihen niederschlagen. Für die Anleihen wurden jedoch Zinsswaps zur Absicherung des Risikos aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts abgeschlossen. Dadurch ergibt sich für die Gesellschaft netto die Verpflichtung, eine variable Verzinsung auf Basis des 1-Monats-Euribor zu leisten.

Im Rahmen der internen Berichterstattung über das Zinsrisiko wird dabei eine Zinssatzsensitivität von 100 Basispunkten unterstellt. Dies stellt die Einschätzung des Vorstands hinsichtlich einer möglichen Änderung des Zinssatzes dar.

Eine Erhöhung der Zinsen um 100 Basispunkte unter Konstanthaltung aller anderen Variablen hätte zu einer Verminderung der beizulegenden Zeitwerte der Swaps in Höhe von TEUR 9.398 (2006: Verminderung um TEUR 11.562) geführt. Diesen Verminderungen würden jedoch erfolgswirksame Buchwerterhöhungen der Anleihen um denselben Betrag entgegenstehen.

Eine Verminderung der Zinsen um 100 Basispunkte unter Konstanthaltung aller anderen Variablen hätte zu einer Erhöhung der beizulegenden Zeitwerte der Swaps in Höhe von TEUR 9.375 (2006: Erhöhung um TEUR 12.428) geführt. Diesen Erhöhungen würden jedoch erfolgswirksame Buchwertverminderungen der Anleihen um denselben Betrag entgegenstehen.

f. Marktwert der Finanzinstrumente

Die folgende Tabelle stellt dem Buchwert der Finanzinstrumente den Zeitwert gegenüber:

Konzernanhang 045

2007

Fort­ge­führte An Marktwert Marktwert Bilanzansatz Marktwert
(in TEUR) schaffungskosten erfolgsneutral erfolgswirksam 31. 12. 2007 31. 12. 2007
AKTIVA
Sonstige Finanzanlagen
Available for sale 6.840 62 0 6.902 6.902
Loans and receivables 26.095 0 0 26.095 26.095
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Loans and receivables 519.338 0 0 519.338 519.338
Held for trading 0 0 19.762 19.762 19.762
Wertpapiere des Umlaufvermögens
Available for sale 101.041 846 0 101.887 101.887
Flüssige Mittel
Loans and receivables 496.926 0 0 496.926 496.926
1.150.240 908 19.762 1.170.910 1.170.910
PASSIVA
Finanzverbindlichkeiten
Measured at amortized costs 350.998 0 0 350.998 350.998
Keiner IAS 39-Bewertungskategorie zuordenbar 1.350 0 0 1.350 1.350
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Measured at amortized costs 314.028 0 0 314.028 314.028
Sonstige Verbindlichkeiten
Held for trading 0 0 19.897 19.897 19.897
Measured at amortized costs 354.798 0 0 354.798 354.798
1.021.174 0 19.897 1.041.071 1.041.071

2006*

Fort­ge­führte An Marktwert Marktwert Bilanzansatz Marktwert
(in TEUR) schaffungskosten erfolgsneutral erfolgswirksam 31. 12. 2006 31. 12. 2006
AKTIVA
Sonstige Finanzanlagen
Available for sale 10.437 (54) 0 10.383 10.383
Loans and receivables 22.355 0 0 22.355 22.355
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Loans and receivables 444.677 0 0 444.677 444.677
Held for trading 0 0 15.772 15.772 15.772
Wertpapiere des Umlaufvermögens
Available for sale 38.668 924 0 39.592 39.592
Flüssige Mittel
Loans and receivables 670.591 0 0 670.591 670.591
1.186.728 870 15.772 1.203.370 1.203.370
PASSIVA
Finanzverbindlichkeiten
Measured at amortized costs 343.084 0 0 343.084 343.084
Keiner IAS 39-Bewertungskategorie zuordenbar 1.377 0 0 1.377 1.377
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Measured at amortized costs 340.682 0 0 340.682 340.682
Sonstige Verbindlichkeiten
Held for trading 0 0 16.217 16.217 16.217
Measured at amortized costs 318.696 0 0 318.696 318.696
1.003.839 0 16.217 1.020.056 1.020.056

* angepasst

Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Buchwerte der Finanzinstrumente zu den IAS 39-Bewertungskategorien dar:

2007

Fortgeführte An Marktwert Marktwert Bilanzansatz Marktwert
(in TEUR) schaffungskosten erfolgsneutral erfolgswirksam 31. 12. 2007 31. 12. 2007
AKTIVA
Held for trading
Derivate 0 0 18.029 18.029 18.029
Eingebettete Derivate 0 0 1.733 1.733 1.733
Available for sale
Wertpapiere des Anlagevermögens 6.840 62 0 6.902 6.902
Wertpapiere des Umlaufvermögens 101.041 846 0 101.887 101.887
Loans and receivables
Ausleihungen 14.611 0 0 14.611 14.611
Beteiligungen 11.484 0 0 11.484 11.484
Langfristige Forderungen und sonstige
langfristige Vermögenswerte 10.221 0 0 10.221 10.221
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 400.163 0 0 400.163 400.163
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 108.954 0 0 108.954 108.954
Flüssige Mittel 496.926 0 0 496.926 496.926
1.150.240 908 19.762 1.170.910 1.170.910
PASSIVA
Held for trading
Derivate 0 0 14.638 14.638 14.638
Eingebettete Derivate 0 0 5.259 5.259 5.259
Financial liabilities measured at amortized costs
Anleihen 292.263 0 0 292.263 292.263
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten 58.735 0 0 58.735 58.735
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 314.028 0 0 314.028 314.028
Sonstige Verbindlichkeiten 354.798 0 0 354.798 354.798
Sonstige, keiner IAS 39-Bewertungskategorie
zuordenbare Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.350 0 0 1.350 1.350
1.021.174 0 19.897 1.041.071 1.041.071

Konzernanhang 047

2006*

Fortgeführte An Marktwert Marktwert Bilanzansatz Marktwert
(in TEUR) schaffungskosten erfolgsneutral erfolgswirksam 31. 12. 2006 31. 12. 2006
AKTIVA
Held for trading
Derivate 0 0 15.039 15.039 15.039
Eingebettete Derivate 0 0 733 733 733
Available for sale
Wertpapiere des Anlagevermögens 10.437 (54) 0 10.383 10.383
Wertpapiere des Umlaufvermögens 38.668 924 0 39.592 39.592
Loans and receivables
Ausleihungen 14.003 0 0 14.003 14.003
Beteiligungen 8.352 0 0 8.352 8.352
Langfristige Forderungen und sonstige
langfristige Vermögenswerte 6.132 0 0 6.132 6.132
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 347.368 0 0 347.368 347.368
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 91.177 0 0 91.177 91.177
Flüssige Mittel 670.591 0 0 670.591 670.591
1.186.728 870 15.772 1.203.370 1.203.370
PASSIVA
Held for trading
Derivate 0 0 6.421 6.421 6.421
Eingebettete Derivate 0 0 9.796 9.796 9.796
Financial liabilities measured at amortized costs
Anleihen 296.358 0 0 296.358 296.358
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten 46.726 0 0 46.726 46.726
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 340.682 0 0 340.682 340.682
Sonstige Verbindlichkeiten 318.696 0 0 318.696 318.696
Sonstige, keiner IAS 39-Bewertungskategorie
zuordenbare Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.377 0 0 1.377 1.377
1.003.839 0 16.217 1.020.056 1.020.056

* angepasst

Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ("fair value")

Der beizulegende Zeitwert für Devisentermingeschäfte wird auf Basis der Terminkurse zum Bilanzstichtag ermittelt.

Zum Bilanzstichtag ergaben sich folgende beizulegende Zeitwerte für die mit Kreditinstituten abgeschlossenen Devisentermingeschäfte:

(in TEUR) 2007 2006
Devisentermingeschäfte mit positiven Zeitwerten 18.029 15.039
Devisentermingeschäfte mit negativen Zeitwerten (6.901) (3.774)
11.128 11.265

Die Restlaufzeiten der Devisentermingeschäfte sind wie folgt:

unter mehr als Gesamt Gesamt
(in TEUR) 1 Jahr 1 Jahr 2007 2006
US-Dollar 8.023 (927) 7.096 5.223
Schweizer Franken 2.701 376 3.077 1.707
Singapur Dollar 1.641 0 1.641 2.826
Euro 133 923 1.056 712
Andere Währungen (402) (1.340) (1.742) 797
12.096 (968) 11.128 11.265

Der beizulegende Zeitwert für die Zinssicherungen mit einem insgesamt negativen Zeitwert beträgt für 2007 TEUR 7.737 (2006: TEUR 2.647).

Flüssige Mittel, kurz- und langfristiges Finanzvermögen

Der Buchwert der flüssigen Mittel und des sonstigen Finanzvermögens entspricht aufgrund der relativ kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente dem Marktwert.

Wertpapiere des Anlage- und Umlaufvermögens

Der beizulegende Zeitwert von öffentlich gehandelten Wertpapieren basiert auf aktuellen Kursen. Für alle anderen Instrumente, für die es keine Kurse gibt, wird eine Schätzung des beizulegenden Zeitwerts basierend auf erwarteten Cashflows oder den zugrunde liegenden Nettovermögenswerten erstellt. Die Wertpapiere des Konzerns werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte eingestuft und mit dem Kurswert zum Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten

Die historischen Buchwerte von Forderungen und Verbindlichkeiten, alle zu üblichen Zahlungskonditionen, entsprechen im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert.

Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Der Buchwert entspricht wegen der kurzen Fälligkeit dieser Verbindlichkeiten im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert.

Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Verbindlichkeiten basieren auf den aktuellen Zinssätzen für Verbindlichkeiten mit demselben Fälligkeitsmuster. Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Darlehen und anderen Verbindlichkeiten mit variablen Zinssätzen entsprechen im Wesentlichen deren Buchwerten. Das Marktwertänderungsrisiko für die Anleihen wurde durch Zinsswaps abgesichert. Das Management ist der Auffassung, dass das Risiko von Zinssatzänderungen bei Finanzanlagen und übrigen Verbindlichkeiten nicht von Bedeutung ist.

IAS 39-Rücklage

Die nachstehende Tabelle zeigt die Bewegungen der direkt im Eigenkapital erfassten IAS 39-Rücklage:

(in TEUR) Nicht re
alisierter
Gewinn
(Verlust) aus
Sicherungs
geschäften
Nicht re
alisierter
Gewinn
(Verlust)
aus Wert
papieren
Nicht re
alisierter
Gewinn
(Verlust)
gesamt
IAS 39-Rücklage
Stand am
1. 1. 2006 (3.834) 662 (3.172)
Gewinne und Verluste durch
Änderungen der Zeitwerte
(104) (150) (254)
Darauf entfallende latente
Steuern
26 37 63
Übertragung in die Gewinn
und Verlustrechnung
5.557 280 5.837
Darauf entfallende latente
Steuern (1.723) (78) (1.801)
Stand am
31. 12. 2006 (78) 751 673
Gewinne und Verluste durch
Änderungen der Zeitwerte
0 (285) (285)
Darauf entfallende latente
Steuern
0 50 50
Übertragung in die Gewinn
und Verlustrechnung
104 169 273
Darauf entfallende latente
Steuern
(26) (41) (67)
Stand am
31. 12. 2007
0 644 644

Die Nettogewinne und -verluste für jede Kategorie von Finanzinstrumenten lauten wie folgt:

2007

(in TEUR) Held for
trading
Held for
trading
Available
for sale
eingebettete Wert
Derivate Derivate papiere
Änderungen des Zeitwerts in der
Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (5.227) 5.537 (169)
Änderungen des Zeitwerts
im Eigenkapital erfasst 0 0 (285)
Recycling aus Eigenkapital 0 0 169
Nettogewinne/(-verluste) (5.227) 5.537 (285)

2006

(in TEUR) Held for
trading
Held for
trading
Available
for sale
eingebettete Wert
Derivate Derivate papiere
Änderungen des Zeitwerts in der
Gewinn- und Verlustrechnung erfasst 4.594 (9.063) (280)
Änderungen des Zeitwerts
im Eigenkapital erfasst 0 0 (150)
Recycling aus Eigenkapital 6.413 0 280
Nettogewinne/(-verluste) 11.007 (9.063) (150)

K. Leasing

Der Konzern ist verschiedene Operating-Leasingvereinbarungen für Maschinen, Büroräume und andere Gegenstände als Leasingnehmer eingegangen. Die Leasingvereinbarungen beinhalten keine Beschränkungen der Konzernaktivitäten betreffend Dividenden, zusätzliche Schulden oder weitere Leasingvereinbarungen. Die Ausgaben für Mieten betrugen TEUR 30.978 im Jahr 2007 und TEUR 20.444 im Jahr 2006.

Die zukünftigen Leasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingvereinbarungen stellen sich wie folgt dar:

(in TEUR) 2007 2006*
Bis zu einem Jahr 13.611 7.751
1 bis 5 Jahre 21.807 21.592
Länger als 5 Jahre 6.896 10.764
42.314 40.107

* angepasst

L. Bestellobligo

Verpflichtungen aus Verträgen betreffend Investitionen für Sachanlagevermögen sind nur im gewöhnlichen Geschäftsumfang vorhanden. Zum 31. Dezember 2007 betrugen diese Verpflichtungen TEUR 14.443 (2006: TEUR 2.661).

M. Eventualverbindlichkeiten

Verschiedene Verfahren und Klagen, welche aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultieren, sind anhängig oder werden in der Zukunft gegen den Konzern vielleicht geltend gemacht werden. Diese beinhalten hauptsächlich projektbezogene Rechtsstreitigkeiten. Obwohl nicht garantiert werden kann, dass die gebildeten Vorsorgen für den Ausgang solcher Verfahren ausreichend sind, ist das Management der Meinung, dass das Ergebnis dieser Verfahren und Klagen, im Einzelnen und insgesamt, keinen wesentlichen negativen Einfluss auf das Geschäft, die Liquidität, das Ergebnis oder die Finanzlage der Gesellschaft hat.

Zum 31. Dezember 2007 war die Andritz Inc., ein Unternehmen der Andritz-Gruppe, eine von vielen Beklagten in insgesamt ungefähr 26 Asbestverfahren in den USA. Bei fast allen dieser Fälle handelt es sich um Mehrparteienverfahren gegen mehrere Beklagte. Insgesamt sind ungefähr 608 Kläger in diese Verfahren involviert. Andritz ist der Ansicht, dass keine dieser Klagen gegenüber Andritz Inc. begründet ist, und plant, jede einzelne Klage anzufechten. Da für den Großteil dieser Verfahren bisher weder Erkenntnisse noch Sachverhaltsdarstellungen vorliegen, ist es für Andritz nicht möglich, das volle Ausmaß von eventuellen Auswirkungen abzuschätzen. Bisher ist noch kein Urteil über ein Verschulden von Andritz im Zusammenhang mit diesen Asbestklagen ergangen. 90 Verfahren mit rund 22.956 Klagen gegen Andritz wurden zurückgezogen und nur ein einziger Fall wurde ohne wesentliche Auswirkungen für Andritz abgeschlossen. Trotzdem kann ein endgültiges Urteil oder ein endgültiger Vergleich im Zusammenhang mit diesen Verfahren einen wesentlichen negativen Einfluss auf das Geschäft, das Ergebnis und die finanzielle Situation der Andritz Inc. zur Folge haben. Andritz glaubt, dass es mehrere Möglichkeiten für Regressforderungen gibt, darunter Versicherungen und/oder vertragliche Garantien von den früheren Eigentümern der betroffenen Geschäftsbereiche der Andritz Inc. Ob diese Garantien und/oder Versicherungen tatsächlich Anwendung finden, hängt von den jeweiligen Gegebenheiten jedes einzelnen Klägers ab. Da in den meisten Fällen die Fakten für die Klagen noch nicht offen gelegt wurden und aus den Gründen, die nachstehend beschrieben werden, ist für Andritz eine Einschätzung, ob die Regressmöglichkeiten ausreichend sind, unmöglich. Einzelne Garanten und Versicherungsgesellschaften haben die Anwendbarkeit der Garantien und Versicherungen bestritten, und weitere Einsprüche können nicht ausgeschlossen werden. Es gibt daher keine Sicherheit, dass die Gruppe für bestehende oder zukünftige Klagen Ansprüche aus Versicherungen und Garantien durchsetzen kann.

N. Geschäftsbeziehungen

Es bestehen nur in geringfügigem Umfang Geschäftsbeziehungen mit den Aktionären. Die Aktionäre sind:

Streubesitz 72%
Certus Beteiligungs-GmbH 26%
Management 2%

Mit assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten Unternehmen wurden nur Transaktionen in unwesentlichem Ausmaß getätigt.

Vorstandsvergütungen

Im Jahr 2007 wurde eine Pensionsrückstellung von TEUR 4.318 (2006: TEUR 4.292) für frühere Vorstandsmitglieder und deren Angehörige ausgewiesen. Die laufenden jährlichen Aufwendungen betrugen im Jahr 2007 TEUR 343 (TEUR 169 in 2006).

Als Aufwendungen für den Vorstand wurden erfasst:

(in TEUR) 2007 2006
Kurzfristige Leistungen 9.383 9.490
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.903 1.312
Aktienbasierte Vergütungen 642 498
11.928 11.300

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten Vergütungen in der Höhe von TEUR 111 (2006: TEUR 41).

O. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Andritz hat am 18. Februar 2008 die Emission einer öffentlichen Unternehmensanleihe mit einem Volumen von MEUR 150 und einer Laufzeit von sieben Jahren erfolgreich abgeschlossen. Bei einer Stückelung von Nominale TEUR 50 ist die Andritz-Anleihe mit einem jährlichen Fixkupon in Höhe von 5,25% ausgestattet.

P. Konzernunternehmen

Beteiligungsquote
Wichtige vollkonsolidierte Unternehmen Firmensitz direkt indirekt
Andritz Denmark A/S Esbjerg/Dänemark 100%
Andritz Sprout A/S Esbjerg/Dänemark 100%
Andritz (USA) Inc. Roswell/Georgia (USA) 100%
Andritz Inc. Roswell/Georgia (USA) 100%
Andritz Separation Inc. Arlington/Texas (USA) 100%
Andritz S.A.S. Vélizy/Frankreich 100%
Andritz Selas S.A.S. Gennevilliers/Frankreich 100%
Andritz Ingeniería S.A. Madrid/Spanien 100%
Andritz Oy Helsinki/Finnland 100%
Savonlinna Works Oy Savonlinna/Finnland 100%
VA TECH HYDRO Canada Inc. Stoney Creek/Kanada 100%
Andritz Ltd./Ltée. Lachine/Kanada 100%
Andritz AB Örnsköldsvik/Schweden 100%
Andritz Fiber Drying AB Växjö/Schweden 100%
Andritz Ltd. Staffordshire/Großbritannien 100%
Andritz-Kenflo Foshan Pump Co. Ltd. Foshan/China 60%
Andritz Technologies Ltd. Foshan/China 100%
Andritz Sprout B.V. Geldrop/Niederlande 100%
Andritz Brasil Ltda. Curitiba/Brasilien 100%
Andritz KK Tokio/Japan 100%
VA TECH HYDRO GmbH Wien/Österreich 100%
Andritz Deutschland Beteiligungs GmbH Ravensburg/Deutschland 49% 51%
Andritz-Küsters GmbH Krefeld/Deutschland 100%
Andritz GmbH Hemer/Deutschland 6,25% 93,75%
Sundwig GmbH Hemer/Deutschland 75%
Andritz Fiedler GmbH Regensburg/Deutschland 100%
Andritz Separation GmbH Köln/Deutschland 100%
Andritz Fliessbettsysteme GmbH Ravensburg/Deutschland 100%
Andritz Kaiser GmbH Bretten-Gölshausen/Deutschland 100%
Lenser Filtration GmbH Senden/Deutschland 100%
VA TECH ESCHER WYSS GmbH Ravensburg/Deutschland 100%
VA TECH HYDRO India Pvt. Ltd. Bhopal/Indien 100%
VA TECH ESCHER WYSS S.L. Madrid/Spanien 100%
VA TECH ESCHER WYSS S.r.l. Vicenza/Italien 100%
VA TECH HYDRO AG Kriens/Schweiz 100%

Graz, 19. Februar 2008

Wolfgang Leitner Franz Hofmann Karl Hornhofer Humbert Köfler Friedrich Papst

FINANZ- und börseGLOSSAR

Aktie

Urkunde (Wertpapier), die einen bestimmten Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft verbrieft.

Aktienoptionsprogramm

Ein Unternehmen gewährt einem ausgewählten Kreis von Führungskräften Optionen zum Kauf von Aktien des Unternehmens. Diese Optionen können nach Erreichung definierter Kriterien zu einem bestimmten Preis ausgeübt werden.

ATX

Austrian Traded Index

Ein von der Wiener Börse berechneter Preisindex, der die meistgehandelten Aktien der Wiener Börse beinhaltet. Der ATX enthält rund 20 Unternehmen, die im Index nach Marktkapitalisierung und Streubesitz gewichtet sind.

ATX Prime

Aktienindex der Wiener Börse, der alle Aktien des ATX-Prime-Market-Segments (siehe Prime Market) enthält.

Chart

Graphische Darstellung des Kursverlaufs einer Aktie auf Basis von täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Kursen.

Corporate Governance Kodex

Der Corporate Governance Kodex beinhaltet eine Reihe von Regeln für eine verantwortungsvolle Leitung und Kontrolle eines Unternehmens.

Dividende

Jener Teil des Gewinnes, der an die Aktionäre ausbezahlt wird. Die Höhe der Dividende wird vom Vorstand des Unternehmens vorgeschlagen und von der Hauptversammlung beschlossen.

EBIT

Earnings before Interest and Taxes

Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Das EBIT ist ein Bestandteil der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und wird oft auch als Betriebsergebnis bezeichnet.

EBIT(D)A

Earnings before Interest, Taxes (Depreciation), and Amortization of goodwill

Ergebnis vor Zinsen, Steuern (Abschreibungen) und Firmenwertabschreibungen. Diese Ergebnisgröße ist vor allem bei solchen Unternehmen von Interesse, die entweder über ein hohes Anlagevermögen und entsprechend hohe Abschreibungen oder über hohe Firmenwerte verfügen. Besonders beim Vergleich von Unternehmen innerhalb einer Branche wird das EBITDA oft als Bewertungsmaßstab herangezogen.

Ex-Dividende

Einige Tage vor dem Zahltag der Dividende wird ein Kursabschlag in Höhe der Dividende vorgenommen.

Fließhandel

Fortlaufende Erfüllung aller Aufträge, die preisund mengenmäßig übereinstimmen. Während der gesamten Börsehandelszeit können Geschäfte abgeschlossen werden.

Genehmigtes Kapital

Ermächtigung des Vorstands aufgrund eines Hauptversammlungsbeschlusses, innerhalb von fünf Jahren das Grundkapital durch Ausgabe neuer Aktien um maximal 50 Prozent zu erhöhen.

Hauptversammlung

Organ der Aktiengesellschaft, welches üblicherweise einmal pro Jahr tagt und durch welches die Aktionäre ihre Rechte in den Angelegenheiten der Gesellschaft ausüben.

IFRS

International Financial Reporting Standards IFRS sind internationale Rechnungslegungsstandards, die vom IASB (International Accounting Standards Board) aufgestellt wurden. Ziel ist es, Investoren und sonstigen relevanten Stakeholdern die Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen von Unternehmen aus unterschiedlichen Ländern zu erleichtern.

Investor Relations

Schnittstelle zwischen dem Unternehmen und der Financial Community. Die Investor-Relations-Abteilung soll Aktionäre, Finanzanalysten und Investoren laufend über die Entwicklungen im Unternehmen transparent, umfassend und rasch informieren.

IPO

Initial Public Offering

Einführung eines Unternehmens an der Börse durch Verkauf von Unternehmensanteilen (Aktien) an die Öffentlichkeit.

053

ISIN

International Securities Identification Number Individuelle Wertpapier-Kennnummer, die der EDV-mäßigen Erfassung von Wertpapieren auf internationaler Ebene dient.

Kapitalerhöhung

Erhöhung des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft. Dem Unternehmen wird Eigenkapital zugeführt.

Marktkapitalisierung

Gibt den Marktpreis eines börsenotierten Unternehmens an. Errechnet sich aus dem aktuellen Kurs der Aktie multipliziert mit der Anzahl der Aktien des Unternehmens.

MEUR

Millionen Euro

Nennwert

Geldbetrag, auf den ein Wertpapier lautet. Mit diesem Betrag ist der Aktionär am nominellen Grundkapital der Gesellschaft beteiligt. Der Nennwert sagt nichts über den tatsächlichen Wert der Aktie aus.

Nettoliquidität

Flüssige Mittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens abzüglich verzinsliches Fremdkapital.

Prime Market

Marktsegment der Wiener Börse, an dem Aktienwerte gehandelt werden, die zum Amtlichen Handel oder Geregelten Freiverkehr zugelassen sind und speziellen Zusatzanforderungen entsprechen.

Roadshow

Das Management eines börsenotierten Unternehmens präsentiert nationalen und internationalen institutionellen Investoren sowie Privatanlegern die Unternehmenstätigkeit, die Strategien und langfristigen Aussichten des Unternehmens.

SPO

Secondary Public Offering Verkauf weiterer Aktien eines bereits börsenotierten Unternehmens.

Streubesitz

Anteil der Aktien, der sich an der Börse im Umlauf befindet und auf eine Vielzahl von Anlegern aufgeteilt ist.

Stückaktie

Aktie ohne Nennwert, die sich auf einen bestimmten Anteil des Unternehmens bezieht, ohne einen festen Geldbetrag zu nennen.

Volatilität

Maß für die durchschnittliche Schwankungsbreite eines Kurses für eine bestimmte Periode. Statistisch gesehen entspricht die Volatilität der Standardabweichung.

WBI

Wiener Börse Index

Der WBI enthält alle österreichischen Aktien, die im Amtlichen Handel und im Geregelten Freiverkehr der Wiener Börse notieren. Er spiegelt als Gesamtmarktindex die Entwicklung des österreichischen Aktienmarkts wider.

Disclaimer:

Dieser Jahresfinanzbericht enthält Annahmen und Prognosen, die auf Basis aller bis Redaktionsschluss am 19. Februar 2008 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Annahmen und Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder die im Lagebericht dieses Jahresfinanzberichts und im Kapitel "Unternehmensrisiken" des Geschäftsberichts 2007 angesprochenen Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den in diesem Jahresfinanzbericht erwarteten Ergebnissen abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr.

Die Online-Version dieses Jahresfinanzberichts und des Geschäftsberichts 2007 finden Sie auf der Andritz-Homepage unter www.andritz.com oder direkt unter http://reports.andritz.com/2007/

Andritz AG

Stattegger Straße 18 8045 Graz, Österreich Tel.: +43 316 6902 0 Fax: +43 316 6902 415 [email protected] www.andritz.com

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Dr. Michael Buchbauer Corporate Communications/Investors Relations [email protected] Tel.: +43 316 6902 2979 Fax: +43 316 6902 465

Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Michael Buchbauer Design und Konzept: section.d Gedruckt von: Druckerei Bösmüller

Jahresabschluss 2007 der Andritz AG

Lagebericht Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang

Lagebericht

Präambel

Der Jahresabschluss (Einzelabschluss) der Andritz AG wird nach den Bilanzierungsund Bewertungsvorschriften des österreichischen UGB aufgestellt. Entsprechend dieser Vorschriften sind die verbundenen Unternehmen im Rahmen des Finanzanlagevermögens ausgewiesen. Dadurch ergibt sich aus dem Einzelabschluss lediglich ein Ausschnitt der wirtschaftlichen Lage für die Andritz AG und ihre verbundenen Unternehmen.

Finanzielle Leistungsindikatoren der Andritz AG:

Die Kennzahlen wurden entsprechend dem Fachgutachten zur Mindestausgestaltung finanzieller Leistungsindikatoren im Lagebericht berechnet.

in MEUR bzw. in % 2006 2007
Auftragsstand 1.377,8 1.592,7
Umsatzerlöse 500,9 455,2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 138,1 50,2
Umsatzrentabilität 27,6% 11,0%
Eigenkapitalrentabilität 40,6% 10,6%
Gesamtkapitalrentabilität 11,6% 4,1%
Nettoverschuldung 211,1 266,1
Nettoumlaufvermögen -1,8 -185,1
Eigenkapitalquote 25,3% 24,4%
Verschuldungsgrad 70,0% 90,3%
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 154,0 68,6

Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in 2007 +30,9 MEUR (2006: +24,5 MEUR), jener aus der Investitionstätigkeit -66,9 MEUR (2006: -146,7 MEUR) und jener aus der Finanzierungstätigkeit -38,7 MEUR (2006: +172,4 MEUR). Der Finanzmittelbestand am Ende der Periode reduzierte sich daher von 121,0 MEUR am 31.12.2006 auf 46,3 MEUR am 31.12.2007.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren der Andritz AG:

Bezüglich der Themenbereiche Fertigung, Personalwesen und Umweltschutz wird auf die Ausführungen im Konzernlagebericht verwiesen, welche auch für die Andritz AG zutreffend sind. Im Bereich Forschung und Entwicklung ist die Andritz AG eines von mehreren Forschungszentren in der Andritz-Gruppe und in sämtlichen Geschäftsbereichen mit Ausnahme des Geschäftsbereichs Futtermittel und Biomasse in verschiedenen Projekten tätig.

Zur besseren Einsicht in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage basiert der folgende Lagebericht auf dem nach IFRS erstellten Konzernabschluss.

LAGEBERICHT

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft zeigte im Jahr 2007 eine insgesamt solide, jedoch regional und zeitlich differenzierte Entwicklung. In den USA schwächte sich das Wirtschaftswachstum während des 1. Halbjahres 2007 ein wenig ab. Die Konsumausgaben der Privatverbraucher und die Unternehmensinvestitionen gingen zurück; die Inflation blieb auf einem sehr hohen Niveau. Im 2. Halbjahr 2007 war die wirtschaftliche Entwicklung vor allem durch die Krise des Subprime-Markts und den daraus resultierenden Einbruch des Hypothekenmarkts gekennzeichnet. Der Preissturz bei Immobilien und Liegenschaften gab Anlass zur Sorge, dass in Amerika die Konsumausgaben – in den vergangenen Jahren Haupttreiber des starken Wachstums des Bruttoinlandsprodukts – in Zukunft deutlich zurückgehen könnten, was zu einer anhaltenden Dämpfung der Wirtschaft oder sogar zu einer Rezession führen könnte. Die amerikanische Notenbank (FED – Federal Reserve Board) senkte daher in mehreren Schritten den Leitzins von 5,25 auf 4,25 Prozent und stellte den Banken erhebliche Geldmittel zur Verfügung, um einem möglichen Liquiditätsengpass entgegenzuwirken.

In Euroland war eine sehr gute Entwicklung der wirtschaftlichen Aktivitäten zu verzeichnen. Dies war vor allem auf den unverändert hohen Inlandskonsum sowie den trotz der zunehmenden Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar unverändert hohen Export zurückzuführen. Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte daher den Leitzins im Juni 2007 auf 4 Prozent. Während der Subprime-Krise stellte die EZB ebenfalls Geldmittel bereit, um die Liquiditätskrise zu stabilisieren, änderte den Leitzins angesichts der anhaltend starken wirtschaftlichen Aktivitäten jedoch nicht.

Auch in Asien blieb die Wirtschaftsentwicklung – basierend auf anhaltend hohen privaten Konsumausgaben sowie Unternehmensinvestitionen – im Berichtszeitraum unverändert stark. Ein besonders starker Anstieg des Bruttoinlandsprodukts war in China und Indien zu verzeichnen.

Quelle: OECD

Geschäftsentwicklung

Veränderung des Konsolidierungskreises/Akquisitionen

Die folgenden wesentlichen Unternehmen waren in der Vergleichsperiode 2006 nicht oder nur zum Teil in den Konzernabschluss der Andritz-Gruppe einbezogen:

  • Küsters-Gruppe (Walz- und Kalandertechnologien für Papier und Nonwoven)
  • Pilão Equipamentos Ltda. (Services und Produkte für die Zellstoff- und Papierindustrie)
  • VA TECH HYDRO GmbH und ihre Tochtergesellschaften (einer der weltweit führenden Anbieter von elektromechanischen Ausrüstungen und Services für Wasserkraftwerke)
  • CONTEC Decanter Inc. (Reparatur und Instandhaltung von Zentrifugen und Separatoren)
  • Bachofen + Meier, Sparte Beschichtung (weltweit tätiger Spezialist für Technologien und Systeme zur Papierbeschichtung)
  • Sindus Human Technology (Serviceunternehmen für die Zellstoff- und Papierindustrie)
  • Tigép Kft. (Fertigung von schweren Maschinen insbesondere im Bereich Wasserkraft)

Umsatz

Der Umsatz der Andritz-Gruppe entwickelte sich im Jahr 2007 sehr erfreulich. Mit 3.282,5 MEUR stieg er im Vergleich zu 2006 (2.709,7 MEUR) um 21,1% an und erreichte damit neuerlich einen Rekordwert. Insbesondere die Geschäftsbereiche Zellstoff und Papier, Wasserkraft sowie Futtermittel und Biomasse verzeichneten im Jahresvergleich deutliche Zuwachsraten. Das organische Wachstum der Gruppe betrug 2007 rund 9,4%.

Auftragseingang und Auftragsstand

Der Auftragseingang der Andritz-Gruppe stieg im Jahr 2007 auf 3.749,5 MEUR an und lag damit deutlich über dem sehr hohen Wert des Jahres 2006 (2.891,0 MEUR). Vor allem die Geschäftsbereiche Walz- und Bandbehandlungsanlagen, Wasserkraft sowie Futtermittel und Biomasse konnten starke organische Zuwächse beim Auftragseingang erzielen. Das organische Wachstum des Auftragseingangs betrug 2007 rund 14,7%.

Der Auftragsstand der Andritz-Gruppe zeigte ebenso einen starken Anstieg und erhöhte sich per 31. 12. 2007 auf 3.843,3 MEUR (31. 12. 2006: 3.397,1 MEUR). Damit verfügt die Andritz-Gruppe über eine gute Visibilität hinsichtlich der Umsatzentwicklung in den kommenden Monaten.

Ergebnis

Mit der Umsatzerhöhung stieg auch der Betriebserfolg (EBIT – Earnings before Interest and Taxes) auf 192,6 MEUR (2006: 159,8 MEUR). Alle Geschäftsbereiche, insbesondere die Bereiche Wasserkraft, Walz- und Bandbehandlungsanlagen sowie Futtermittel und Biomasse, zeigten eine solide und zufriedenstellende Ergebnisentwicklung und überkompensierten damit den auf die VA TECH HYDRO zurückzuführenden, beim Erwerb bereits erwarteten Verwässerungseffekt auf die Gruppenrentabilität. Die EBIT-Marge der Andritz-Gruppe lag mit 5,9% im Jahr 2007 auf Vorjahresniveau.

Mit 5,5 MEUR sank das Finanzergebnis 2007 gegenüber dem Vorjahr geringfügig (2006: 6,1 MEUR). Die Steuerquote betrug im Berichtsjahr 31,3% (2006: 26,9%).

Das Konzernergebnis nach Abzug von Minderheitsanteilen betrug 132,7 MEUR (2006: 118,5 MEUR).

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanz zum 31. 12. 2007 weist im Vorjahresvergleich keine wesentlichen Veränderungen auf. Die Bilanzsumme per 31. 12. 2007 betrug 2.507,5 MEUR und war damit um 121,4 MEUR höher als per 31. 12. 2006 (2.386,1 MEUR). Das Nettoumlaufvermögen zum 31. 12. 2007 betrug 99,1 MEUR (31. 12. 2006: -93,6 MEUR).

Die Nettoliquidität (Flüssige Mittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens abzüglich Finanzverbindlichkeiten) der Andritz-Gruppe per 31. 12. 2007 betrug 246,5 MEUR und lag damit deutlich unter dem sehr hohen Niveau per 31. 12. 2006 (365,7 MEUR). Die Eigenkapitalquote per 31. 12. 2007 betrug 19,2% (31. 12. 2006: 17,4%).

Aktien und Aktionärsstruktur – Offenlegung gemäß § 243a UGB

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 29. März 2007 wurde das Grundkapital aus Gesellschaftsmitteln durch Umwandlung des im Konzernabschluss per 31. Dezember 2006 ausgewiesenen entsprechenden Teilbetrags der gebundenen Kapitalrücklage ohne Ausgabe zusätzlicher, auf Inhaber lautender Stückaktien und entsprechend dem Kapitalberichtigungsgesetz von 94.510.000 EUR um 9.490.000 EUR auf 104.000.000 EUR erhöht. Das Grundkapital der Andritz AG per 31. Dezember 2007 betrug damit 104.000.000 EUR. Die Hauptversammlung beschloss weiters einen Split der Andritz-Aktien im Verhältnis 1:4, wodurch sich die Gesamtzahl der Aktien von 13 auf 52 Millionen erhöht hat. Auf jede nennwertlose Aktie entfällt damit ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 2,00 Euro.

Es bestehen keine Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Rund 26% der Aktien befinden sich im Besitz der Certus Beteiligungs-GmbH, deren Geschäftsführer Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender von Andritz, ist.

Es gibt derzeit kein genehmigtes Kapital. Aufgrund eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 29. März 2007 ist der Vorstand ermächtigt, zwischen 1. April 2007 und 30. September 2008 bis zu 10 Prozent des Grundkapitals der Andritz AG zurückzuerwerben. Es gibt keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.

Soweit der Gesellschaft bekannt ist, gibt es keine Inhaber von Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Die Arbeitnehmer üben das Stimmrecht direkt aus. Es existieren darüber hinaus auch keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

Die Gesellschaft ist keine bedeutenden Vereinbarungen eingegangen, die bei einem Kontrollwechsel der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam, sich ändern oder enden würden. Gemäß den Bedingungen der im Juni 2006 begebenen Andritz-Anleihe 2006-2013 ist jeder Inhaber von Teilschuldverschreibungen berechtigt, seine Teilschuldverschreibungen fällig zu stellen und sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich der bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufenen Zinsen zu verlangen, falls ein Kontrollwechsel durch einen neuen Großaktionär erfolgt, und dieser Kontrollwechsel zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Fähigkeit der Emittentin führt, ihre Verpflichtungen aus den Teilschuldverschreibungen zu erfüllen.

Es existieren Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Vorstands im Falle eines Kontrollwechsels. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen für die Aufsichtsratsmitglieder und Arbeitnehmer.

MEUR 2007 2006 Veränderung in %
Umsatz 3.282,5 2.709,7 +21,1
Umsatzrendite1) (in %) 5,9 5,9 -
EBITDA 242,3 194,2 +24,8
Betriebserfolg (EBIT) 192,6 159,8 +20,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) 198,0 165,9 +19,3
Konzernergebnis nach Steuern 136,1 121,4 +12,1

Finanzkennzahlen der Andritz-Gruppe

1) EBIT/Umsatz

Bilanzkennzahlen

MEUR 2007 2006
Eigenkapitalquote2) (in %) 19,2 17,4
Eigenkapitalrentabilität3) (in %) 41,1 40,0
Gesamtkapitalrentabilität4) (in %) 7,7 6,7
Nettoliquidität5) (MEUR) 246,5 365,7
Nettoverschuldung6) (MEUR) -94,8 -216,9
Nettoumlaufvermögen7) (MEUR) 99,1 -93,6
Capital employed8) (MEUR) 405,6 194,5
Verschuldungsgrad9) (%) -19,7 -52,3
  • 2) Eigenkapital/Gesamtkapital 3) Ergebnis vor Ertragsteuern/Eigenkapital 4) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Gesamtkapital 5) Flüssige Mittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens abzüglich Finanzverbindlichkeiten 6) Verzinsliches Fremdkapital inklusive Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und

Jubiläumsgelder abzüglich Flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens 7) Umlaufvermögen exkl. Flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens abzüglich

  • Fremdkapital exkl. Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen 8) Nettoumlaufvermögen plus immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
  • 9) Nettoverschuldung/Eigenkapital

Risikomanagement und Treasury

Als ein global tätiges Unternehmen, das eine Vielzahl verschiedener Märkte und Kunden bedient, ist die Gruppe gewissen allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken beziehen sich vor allem auf die von der Gruppe bedienten Industrien und Märkte, die Geschäftstätigkeit der Gruppe, Großaufträge und die Umsetzung des Auftragsbestands in Umsatz. Andritz verfügt über ein bewährtes, konzernweites Risikomanagementsystem, dessen Hauptaufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren, um gegebenenfalls rasch Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dieses System ist ein wesentlicher Bestandteil des aktiven Risikomanagements der Gruppe.

Die Überwachung und das Management von Finanzrisiken sind wichtige Bestandteile des gruppenweiten Controllings und Rechnungswesens von Andritz. Laufendes Controlling und regelmäßiges Berichtswesen sollen die Identifizierung von größeren Risiken zu einem sehr frühen Zeitpunkt und – sofern notwendig – die Einleitung von Gegenmaßnahmen sicherstellen.

Das Zahlungsausfallsrisiko von Kunden wird für einen Großteil der Projekte durch Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie durch Abschluss von Exportversicherungen reduziert. Das Risiko bei Lieferungen in als politisch riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls versichert. Zins- und Wechselkursrisiken werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten, vor allem Devisentermingeschäften und Swaps, begrenzt und gesteuert. Bei nicht in Euro getätigten Geschäften (hauptsächlich solche in US-Dollar und Pfund Sterling) wird die Nettowährungsposition in der Regel durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert. Cashflow-Risiken werden durch das Cashmanagement-System der Gruppe, das alle Cash-Zu- und -Abflüsse der großen Andritz-Tochtergesellschaften kontrolliert, minimiert. Das Cashmanagement-System überwacht auch das zentrale Pooling dieser Aktivitäten, um die Zinseinkünfte zu optimieren.

Es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Überwachungs- und Steuerungssysteme ausreichend oder je nach Anlassfall auch ausreichend wirksam sind.

Investitionen und Cashflow

Die Investitionen in materielle und immaterielle Vermögenswerte betrugen 2007 57,0 MEUR und stiegen damit um 24,7% gegenüber dem Vorjahr an (2006: 45,7 MEUR). Die Investitionen der Gruppe betrafen im Wesentlichen Modernisierungen von Gebäuden und Werkstätten sowie, insbesondere in China, auch Kapazitätserweiterungen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 33,1 MEUR und war damit niedriger als im Vorjahr (2006: 143,1 MEUR).

MEUR 2007 2006
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 33,1 143,1
Investitionen1) 57,0 45,7
Free Cashflow2) -19,6 100,1
Free Cashflow je Aktie3) -0,4 1,9

Cashflow-Kennzahlen

1) Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 2) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen plus Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 3) Free Cashflow dividiert durch Aktiengesamtzahl

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

Wechselkursänderungen werden durch entsprechende Terminkontrakte abgesichert.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Fertigung

Im Berichtsjahr wurde in allen Andritz-Produktionsstätten eine sehr hohe Kapazitätsauslastung verzeichnet. Zunehmende Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Materialien und Halbfertigprodukten konnten durch die hohe Flexibilität und Einsatzbereitschaft aller Mitarbeiter weitgehend kompensiert werden. Aufgrund des hohen Auftragsbestands wurde die Anzahl der eingesetzten Leiharbeiter bzw. das Outsourcing von Fertigungsaufträgen weiter erhöht.

Zur weiteren Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Verkürzung der Lieferzeiten wurden Investitionen in die weitere Automatisierung der Produktionsabläufe und in den Abbau von Engpässen getätigt. In den stark wachsenden Märkten China, Indien und Südamerika werden die Produktionskapazitäten gezielt erweitert.

Personalwesen

Weltweite Schulung und Fortbildung der Andritz-Mitarbeiter waren auch im Jahr 2007 die Hauptziele des Andritz-Personalwesens. Die Rekrutierung neuer Mitarbeiter stellte angesichts des Mangels an gut ausgebildeten Bewerbern eine große Herausforderung dar. Der Großteil der relevanten freien Positionen in der Andritz-Gruppe konnte dennoch mit hoch qualifizierten Kandidaten besetzt werden. Das Ausmaß von Entsendungen von Mitarbeitern zu Tochterunternehmen auf der ganzen Welt (insbesondere nach China) zur Unterstützung der jeweiligen Geschäfts- und Organisationsentwicklung hat deutlich zugenommen; diese Entsendungen leisten einen entscheidenden Beitrag zur Sicherstellung des internen Wachstums der Gruppe.

Umweltschutzbelange

Die wesentlichen Schwerpunkte im Rahmen der Umweltschutzaktivitäten der Andritz-Gruppe im Jahr 2007 betrafen Mitarbeiterschulungen sowie Energiespar- und Verkehrsentlastungsmaßnahmen zur Reduktion von Kohlendioxid-, Kohlenmonoxidund Stickoxid-Emissionen. Für den Standort Graz, Österreich, wurde ein neues Verkehrskonzept entwickelt, mit dem die Fahrtkilometer innerhalb des Firmengeländes jährlich um 4.000 und innerhalb des Grazer Stadtbezirks Andritz um 13.000 Kilometer reduziert werden. Das Projekt wird 2008 umgesetzt werden. Im Rahmen eines Pilotprojekts zur Energieeinsparung bei der Bürobeleuchtung am Standort Graz wurde ein Einsparungspotenzial von 20 Prozent festgestellt; das Projekt wird in den Jahren 2008 und 2009 schrittweise umgesetzt werden. Im Rahmen eines weiteren Projekts haben Lehrlinge der Lehrwerkstätte Graz die Wasserturbine des unternehmenseigenen Kraftwerks in Weiz wieder instand gesetzt und so ihr Wissen im Bereich erneuerbare Energien erweitert. 2007 hat der Standort Graz wieder das ÖKOPROFIT-Zertifikat der Stadt Graz für besondere Leistungen im Bereich Umweltschutz erhalten.

Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2007 investierte die Andritz-Gruppe rund 45,4 MEUR in Forschung und Entwicklung (2006: 35,4 MEUR). Einschließlich der auftragsbezogenen Entwicklungsarbeiten wurden rund drei Prozent des Umsatzes für die Entwicklung neuer Verfahren und Produkte aufgewendet. In den Forschungszentren der Gruppe in Österreich, Finnland, Frankreich, der Schweiz und den USA arbeiten mehr als 300 Mitarbeiter an der Entwicklung neuer Prozesse und Anlagen, um die Technologieführerschaft von Andritz weiter auszubauen.

In den Divisionen des Geschäftsbereichs Zellstoff und Papier wird die Investitionstätigkeit der Kunden heute vor allem von zwei Trends bestimmt. Erstes Ziel ist die größtmögliche Senkung der Investitionskosten je produzierter Tonne. Die Folge sind größere Produktionseinheiten in einer Linie ohne Redundanz. Der zweite Trend besteht in den anhaltenden Bestrebungen, die Produktionsprozesse nachhaltiger zu gestalten. Der Forderung nach Nachhaltigkeit begegnet Andritz durch neue Systeme, die für die effiziente Verarbeitung von Fasern aus Plantagenholz adaptiert wurden, sowie durch Technologien mit gegenüber den Vorgängersystemen deutlich reduziertem Energieverbrauch. Dazu gehören u. a. intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit dem Ziel einer effizienteren Nutzung von Biomasse als Energiequelle.

Seit Mai 2007 arbeiten Andritz, dessen assoziiertes Unternehmen Carbona und UPM, eines der weltweit führenden Unternehmen der Forstindustrie, gemeinsam an der Entwicklung einer Technologie für die Gasifizierung von Biomasse und die Reinigung von Synthesegas. Das gemeinsame Pilotprojekt umfasst die Gasifizierung des vorgesehenen Ausgangsmaterials (Holzabfälle) in einem 8-MW-Gasifizierer und die Reinigung des erzeugten Gases, sodass es anschließend mit handelsüblichen Geräten behandelt und in Biotreibstoff umgewandelt werden kann. Die umfangreichen Pilotversuche werden am Gas Technology Institute (GTI), einem renommierten Forschungs- und Entwicklungsinstitut in den USA, durchgeführt. Die Endergebnisse werden bis Ende 2008 erwartet.

Im Bereich Holzplatztechnik geht der Trend zu Verarbeitungslinien mit sehr hohen Kapazitäten. Um diese Nachfrage abzudecken, hat die Division größere Linien sowohl für bereits entrindete als auch nicht entrindete Holzstämme entwickelt. Weiters wurden eine neue Hackmaschine (die größte der Welt) und eine neue Hochleistungsentrindungstrommel entwickelt. Mit einer von der Division entwickelten neuen Technik können Sand und lose Rindenstücke von im Wald entrindeten Holzstämmen abgeschieden werden.

Die technologischen Entwicklungsarbeiten der Division Faserlinie konzentrieren sich nicht nur auf große Neuanlagen, sondern auch auf kleine und mittelgroße Linien. Verbesserungen an Kochereieintragssystemen, größere DD-Wäscher, eine neue Generation von Mittelkonsistenz-Anlagen und moderne Steuerungssysteme wurden erstmals eingesetzt. Durch neue Waschkonzepte und geschlossene, unter Druck stehende Prozess-Stufen, die Emissionen in die Atmosphäre verhindern, werden der Frischwasserverbrauch und damit auch das Abwasservolumen reduziert.

Für die Weißlaugenproduktion wurde ein neuer Drehrohrofen mit einer Leistung von mehr als 1.000 Tagestonnen entwickelt. Der Einsatz der Zentrifugentechnik in der Entwässerung und Wäsche von Grünlaugenrückständen gewinnt immer stärker an Bedeutung. Die Zentrifugierung minimiert die durch diese Rückstände verursachte Umweltbelastung auf den Deponien. In einem finnischen Werk wird eine Anlage zur selektiven Reduktion des Phosphors im Kalkkreislauf errichtet. Diese Anlage ermöglicht eine noch weitergehende Schließung des Kalkkreislaufs sowie eine Reduktion der Festabfallmenge.

Im Bereich Energie aus Biomasse wurde bereits im Jahr 2006 ein Programm zur Entwicklung moderner, mit Biomasse beheizter Kessel gestartet. Die ersten Kessel befinden sich schon in Bau. Die hohen Öl- und Gaspreise haben zunehmendes Interesse am Einsatz von Biomasse in Drehrohröfen ausgelöst. Nach wie vor verbrauchen Drehrohröfen in Zellstoffwerken große Mengen fossiler Brennstoffe. Andritz verfügt über sehr umfangreiche Erfahrung mit HERB-Hochleistungsrückgewinnungskesseln. Die nächsten Entwicklungsschritte betreffen die Steigerung der Stromerzeugung aus Schwarzlauge. Mit zunehmender Kreislaufschließung in den Zellstoffwerken zur Reduzierung von Emissionen gewinnt die Chlorid-Abscheidung an Bedeutung. Das erste Andritz-System zur Beseitigung der Chloride in einem Auslaugeverfahren − eine kostengünstige Alternative zum bewährten Asche-Rekristallisationsverfahren − befindet sich in Bau. Ein weiteres Programm zielt auf die Senkung der Betriebskosten von Eindampfanlagen ab. Im Hinblick auf das steigende Preisniveau bei thermischer und elektrischer Energie wurde ein neues, patentiertes Verfahren entwickelt.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich Zellstofftrocknungssysteme konzentrieren sich auf die Steigerung der Produktionskapazität einer einzelnen Trocknungslinie mit Doppelsiebformertechnologie von derzeit 4.000 auf mehr als 4.500 Tagestonnen bzw. 1.300.000 Jahrestonnen Zellstoff. Durch Prozessvereinfachungen und Optimierung der größten Energieverbraucher in der Linie wird der Energieverbrauch der gesamten Linie gesenkt.

In der Division Papiermaschinen hat die Produktgruppe Tissue unter dem Produktnamen PrimeDry Steel einen neuen Kreppzylinder aus Stahl auf dem Markt eingeführt. Die Hauptvorteile gegenüber konventionellen gusseisernen Zylindern sind höhere Leistung und Betriebssicherheit. Die Produktgruppe Lufttechnik hat eine neue Wärmerückgewinnungsstufe für die Abluft aus Yankee-Trockenhauben entwickelt. Hierbei wird Kondensat in einem Wärmetauscher unter Verwendung der Abluft verdampft; so können bis zu 25 Prozent Primärdampf eingespart werden. Ferner wurde das PrimeTakeOff-System zur Führung der Bahn nach dem Kreppzylinder am Markt eingeführt. Der Vorteil dieses Systems liegt in der Verringerung der Bahnabrisse bei höheren Maschinengeschwindigkeiten. Die Entwicklung einer Modulbauweise für die Yankee-Trockenhaube macht es möglich, den Haubenkörper in kleineren Bauteilen an die Baustelle zu liefern und dort zusammenzubauen.

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Division Faserstoffaufbereitung konzentriert sich darauf, die Systemleistung von Stoffaufbereitungsanlagen zu erhöhen und den Energieverbrauch weiter zu senken. Die Division hat einen neuen Aschewäscher (SpeedWasher) zur Aufbereitung von gemischtem Büropapierabfall und einen unter Druck arbeitenden Disperger für OCC (Old Corrugated Container) entwickelt und am Markt eingeführt.

Vorrangige Ziele in der Refinertechnik sind die Prozessvereinfachung sowie die Verbesserung der Anlagenzuverlässigkeit, um die Investitions- und Betriebskosten der Anlagen für die Kunden zu senken. Ergebnisse der Entwicklungsprogramme sind eine neue Faserzentrifuge, mit der Dampf und Fasern nach dem Hochkonsistenzrefiner besser getrennt werden können, sowie eine Reihe von Druckvorrichtungen und -schnecken. Um auch für künftige Anforderungen gerüstet zu sein, wurde die Pilotanlage in Springfield, Ohio, USA, modernisiert.

Die Division Papierveredelung hat für die Tissue-Industrie die kleinste jemals gebaute Schuhwalze (Durchmesser: 710 mm) konstruiert. Damit können ohne Volumenverlust und bei sehr langen Bandstandzeiten höchste Trockengehalte erzielt werden. Ein neues PrimeFeeder-Design bewirkt einen stabileren Ablauf des gesamten Prozesses und verkürzt nach einem Bahnabriss die Zeit bis zur Wiederherstellung der vollen Produktionsleistung der Papiermaschine.

Der Geschäftsbereich Wasserkraft führte sowohl auftragsbezogene Entwicklungen als auch Grundlagenforschung erfolgreich durch. Die hervorragende Leistung des neuen Laufraddesigns im Rahmen der Aufträge Tokke (Norwegen) und Larona (Indonesien) – beides Rehabilitationen von Francisturbinen – führte zu Folgeaufträgen für weitere Laufräder. Strömungstechnische Untersuchungen wurden auch in anderen Bereichen unternommen, um den Kunden bereits in den ersten Phasen eines Projekts detaillierte technische Daten zur Verfügung stellen zu können.

Für Rohrturbinen, die bei mehr als 20 Meter Fallhöhe eingesetzt werden, wurde eine neue Laufradgeneration mit fünf Schaufeln entwickelt und für einen chinesischen Auftrag an einem Modell erfolgreich getestet.

Bei der Entwicklung von Großpumpen für indische und chinesische Aufträge sowie bei der grundlegenden Neuentwicklung von Pumpturbinen konnten zwischen den beiden Produktlinien Synergien genutzt werden.

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit für die Kühlung von Hydrogeneratoren konzentrierte sich auf die Optimierung mehrerer Komponenten im Belüftungskreislauf und auf die Verbesserung der numerischen Tools für die Auslegung der Belüftung.

Basierend auf der zweijährigen Betriebserfahrung mit dem neu entwickelten STRAFLO MATRIX™-Generator in einem österreichischen Wasserkraftwerk konnten die spezielle Auslegung der Hochspannungsstatorwicklung und die Wärmeübertragung aus dem Wickelkopf optimiert werden.

Im Rahmen von Kostensenkungsprogrammen und eines Wertanalyseprojekts für Generatoren wurde eine Reihe neuer technischer Konzepte untersucht; die vielversprechendsten sind die Gesamtimprägnierung von Wickelkörpern mit großem Durchmesser, ein neues Plattenrotordesign und eine neuartige Dämpfungswicklungsbefestigung.

Ein weiterer Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten betraf die Automation für Wasserkraftwerke. SAT 250, das führende System für Steuerwarten und Bedienstationen, wurde nun auch im Tiefpreissegment funktional und ergonomisch optimiert. Das System deckt nunmehr sämtliche Mensch/Maschinen-Schnittstellen in einem Wasserkraftwerk ab – von kleinen Turbinenreglerpulten bis zu komplexen Steuerwarten für ganze Kraftwerksgruppen. Auf dem Gebiet elektrischer Schutz und Erregung wurde eine völlig neue Plattform – weltweit die erste technologisch vereinheitlichte Erregungs- und Schutzplattform – definiert.

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit des Geschäftsbereichs Walz- und Bandbehandlungsanlagen konzentrierte sich im Berichtsjahr auf neue Beschichtungstechnologien unter Anwendung elektrogalvanischer und CVD-Verfahren (CVD: Chemical Vapor Deposition). In Pilotanlagen für beide Prozesse konnten beschichtete Bänder hergestellt werden, die in Anwendungstests bei potenziellen Kunden verwendet werden.

Das in Salzsäureregenerationsanlagen als Nebenprodukt gewonnene Eisenoxid ist für die Rentabilität des Prozesses sehr wichtig. Neue Prozessabläufe wurden untersucht, um Eisenoxid für den Pigmentmarkt zu erzeugen.

Das Lieferprogramm der Stanz- und Umformautomaten der neuen Generation wurde erweitert. Diese neue Pressengeneration zeichnet sich durch Modulbauweise aus und kann daher flexibel an die unterschiedlichen Kundenanforderungen angepasst werden.

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Division Separation Technologies des Geschäftsbereichs Umwelt und Prozess konzentrierte sich weiterhin auf die Optimierung des Zentrifugenangebots zur weiteren Verbesserung der Leistung und/oder Reduzierung der Herstellungskosten. Ein weiterer Schwerpunkt war die Standardisierung der Filterpressenproduktfamilie mit dem Ziel, die Lieferzeiten zu verkürzen und die Kosten zu senken.

Wegen zunehmend strengerer Auflagen für die Behandlung geruchsbelasteter Abgase wurden weitere Forschungsarbeiten und Versuche durchgeführt, um die Geruchsbelästigung durch Abgase von Schlammtrocknungsanlagen zu minimieren und die TOC-Werte (Total Organic Carbon) zu reduzieren. Dabei stellt die Entwicklung eines zuverlässigen und umweltfreundlichen Systems zur Geruchsreduktion – insbesondere bei Klärschlamm mit seinem schwer prognostizierbaren Gehalt an unangenehm riechenden Substanzen – einen Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit dar. Ein solches System sollte nicht wie die thermische Nachverbrennung zusätzlich Primärenergie verbrauchen und CO2-Emissionen verursachen.

Aufgrund des starken Wachstums des Marktes für Biomassetrocknung wurde mit der Entwicklung eines großen Bandtrockners mit einer Verdampfungsleistung von bis zu 16 t/h begonnen. Ziel ist höchste Energieeffizienz durch Rückgewinnung der in den Trocknungsgasen enthaltenen Abwärme. Bei diesem Trockner soll die Trocknungsluft in einem nahezu vollständig geschlossenen Kreislauf geführt werden, und auch aus dem minimierten Abgasstrom aus dem Trockner soll die Energie zurückgewonnen werden. Ferner wird es möglich sein, diesen Trockner mit Abwärme oder Abgas aus anderen Prozessen und aus Kraft-Wärme-Kopplungen zu betreiben.

Ebenfalls im Bereich Biomassetrocknung wurden intensive Versuche mit einer Pilot-Trocknungsanlage durchgeführt, um Auslegungs- und Machbarkeitsdaten für den Einsatz von Bandtrocknern für verschiedene Arten von Biomasse (Sägespäne für Pelletieranlagen, Biertreber aus Brauereien, Rejekte, Zuckerrohrbagasse, Rinde aus der Zellstoff- und Papierindustrie) zu erheben.

Der Geschäftsbereich Futtermittel und Biomasse hat eine neue Generation von Prozess-Steuerungen mittels Touchscreens für kleine bis mittelgroße Extruder zur Erzeugung von Haustier- und Fischfutter erfolgreich am Markt eingeführt.

Das Produktprogramm für den Bereich erneuerbare Energien wurde um eine neue Hammermühlengeneration für die Herstellung von Sägemehl in Kraftwerksanlagen erweitert.

Ausblick

Trotz der allgemeinen Abschwächung der Weltwirtschaft und der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten erwartet Andritz gegenwärtig in allen Geschäftsbereichen eine gute Projektaktivität.

Im Geschäftsbereich Zellstoff und Papier ist die Projektaktivität auf einem unverändert zufriedenstellenden Niveau, wobei sich die Investitionen sowohl auf Neuanlagen als auch auf die Modernisierung und Erneuerung bestehender Anlagen konzentrieren. Die größten Investitionen für neue Zellstoffanlagen und/oder Erweiterungen bestehender Anlagen werden in Südamerika, Australien und Asien erwartet. In Europa und Nordamerika sollte der Schwerpunkt der Investitionen auf der Modernisierung und Erneuerung bestehender Anlagen sowie dem Servicebereich liegen. Darüber hinaus ist mit einem Anstieg der Nachfrage nach Zellstoffsystemen und -verfahren zu rechnen, die erneuerbare Energiequellen (Biomasse, wie etwa Holzabfälle, Gras, Stroh etc.) nutzen, die Energieeffizienz steigern und Emissionen reduzieren.

Im Geschäftsbereich Wasserkraft wird für 2008 eine unverändert gute Entwicklung der Projekttätigkeit auf hohem Niveau erwartet. Insbesondere in Südamerika, China und Indien ist eine Reihe von Neuanlagen in Planung oder in Umsetzung. In Europa und Nordamerika sollten sich die Investitionen aufgrund des Alters der bestehenden Anlagen weiterhin auf Modernisierungen und Sanierungen sowie auch auf Kapazitätserweiterungen konzentrieren. Weiters wird erwartet, dass zur Gewährleistung der Netzstabilität eine unverändert starke Nachfrage nach Pumpspeicherkraftwerken zu verzeichnen sein wird. Aufgrund der zunehmenden weltweiten Anstrengungen im Bereich Klimaschutz und des steigenden Einsatzes erneuerbarer Energieträger sollte sich auch der Markt für Kleinwasserkraftwerke positiv entwickeln.

Im Geschäftsbereich Walz- und Bandbehandlungsanlagen befindet sich die Investitionstätigkeit für Kohlenstoffstahl- und Edelstahlausrüstungen auf solidem Niveau. Im Edelstahlbereich wird eine unverändert hohe Nachfrage in den schnell wachsenden Wirtschaftsräumen wie China und Indien erwartet. In Europa und in den USA sollte sich die Projektaktivität auf die Modernisierung bestehender Anlagen konzentrieren, wobei auch Entscheidungen für die eine oder andere neue Fabrik getroffen werden könnten.

Im Geschäftsbereich Umwelt und Prozess sollte sich die solide Projekttätigkeit bei Schlammentwässerungsanlagen fortsetzen. Eine günstige Entwicklung wird auch bei Entwässerungsanlagen für industrielle Anwendungen in Petrochemie, Mineralienindustrie, Bergbau und Lebensmittelindustrie erwartet. Im Bereich der thermischen Trocknung wird eine sukzessive Steigerung der Projektaktivität erwartet. Vor allem die steigenden Brennstoffpreise sollten zu einem Anstieg der Nachfrage nach Trocknungsanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplungen und integrierter Verbrennung führen.

Im Geschäftsbereich Futtermittel und Biomasse sollte sich der Bereich Tierfutter zufriedenstellend entwickeln; die höchste Projektaktivität wird in Osteuropa, Russland sowie Zentral- und Südamerika erwartet. Auch in den Bereichen Fisch- und Haustierfuttererzeugung wird eine positive Entwicklung der Projektaktivität erwartet. Die Investitionstätigkeit bei Holzpelletieranlagen sollte insbesondere in Nordamerika, Nord- und Westeuropa sowie auch in den für dieses Produktsegment "neuen" Regionen Südeuropa und Südamerika erneut ein hohes Niveau erreichen.

Basierend auf dem hohen Auftragsstand von mehr als 3,8 Milliarden Euro per Ende 2007 und der erwartet guten Projektaktivität in allen Geschäftsbereichen rechnet Andritz für 2008 mit einem Gruppenumsatz von rund 3,5 Milliarden Euro und einer Erhöhung des Ergebnisses – zumindest im Gleichschritt mit der Umsatzerhöhung.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Bilanzstichtag und der Veröffentlichung dieses Berichts haben die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten angehalten. Die veröffentlichten Wirtschaftsindikatoren deuteten auf eine globale Wirtschaftsabschwächung hin. Ein deutlicher Wirtschaftsabschwung im Verlauf des Jahres 2008 könnte möglicherweise negative Auswirkungen auf die finanzielle Entwicklung der Andritz-Gruppe haben. Am 18. Februar 2008 hat Andritz die Emission einer öffentlichen Unternehmensanleihe mit einem Volumen von MEUR 150 und einer Laufzeit von sieben Jahren erfolgreich abgeschlossen. Bei einer Stückelung von Nominale TEUR 50 ist die Andritz-Anleihe mit einem jährlichen Fixkupon in Höhe von 5,25% ausgestattet.

Disclaimer

Bestimmte Aussagen in diesem Bericht sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.

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Eventualverbindlichkeiten

701.416.751,36 804.882

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2007

(Beträge in EUR)

2006
TEUR
1.
2.
Umsatzerlöse
Bestandsveränderungen
455.231.455,23 500.900
a)
Veränderung des Bestands an fertigen
Erzeugnissen sowie an noch nicht abrechenbaren Leistungen
b)
Veränderungen der Auftragsrückstellungen
188.503.736,32
1.685.212,92
190.188.949,24 94.831
(9.742)
85.089
3.
4.
andere aktivierte Eigenleistungen
sonstige betriebliche Erträge
a)
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen
206.310,00 41
mit Ausnahme der Finanzanlagen
b)
übrige
--
17.628.669,77
17.628.669,77 31
15.623
15.654
5. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene
Herstellungsleistungen
a)
Materialaufwand
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
(389.151.712,60)
(30.228.205,71)
(419.379.918,31) (332.483)
(24.162)
(356.645)
6. Personalaufwand
a)
Löhne
b)
Gehälter
(20.314.296,21)
(73.084.575,84)
(17.498)
(74.778)
c)
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
d)
Aufwendungen für Altersversorgung
e)
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
(5.614.741,75)
(1.971.850,84)
(3.003)
(1.225)
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
f)
sonstige Sozialaufwendungen
(21.483.024,15)
(252.067,51)
(19.735)
(218)
7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
(122.720.556,30)
(14.623.973,95)
(116.457)
(15.846)
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
a)
Steuern, soweit sie nicht unter Z 18 fallen
b)
übrige
(271.557,32)
(124.626.485,29)
(178)
(103.458)
(124.898.042,61) (103.636)
9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebserfolg) (18.367.106,93) 9.100
10. Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen 51.441.847,04 (Vorjahr TEUR 32.618)
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
51.441.894,73 32.618
des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 (Vorjahr TEUR 927)
1.757.856,00 1.229
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen 1.010.420,51 (Vorjahr TEUR 1.306)
9.140.213,58 9.435
13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen
und Wertpapieren des Umlaufvermögens
10.207.679,36 85.814
14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
davon aus Abschreibungen -3.846.362,67 (Vorjahr TEUR -50)
davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen -3.655.850,56 (Vorjahr TEUR -50)
(4.010.802,27) (87)
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon betreffend verbundene Unternehmen -259.448,88 (Vorjahr TEUR -1.036)
(18.911.211,85) (15.773)
16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzerfolg) 49.625.629,55 113.236
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 31.258.522,62 122.336
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
davon Weiterbelastung vom Gruppenträger 577.628,00 (Vorjahr TEUR 0)
596.907,64 (5.358)
19. Jahresüberschuss 31.855.430,26 116.978
20. Auflösung Rücklage für eigene Anteile
21. Zuweisung Rücklage für eigene Anteile
--
(19.787.218,31)
5.672
--
22. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 105.641.910,76 21.682
23. Bilanzgewinn 117.710.122,71 144.332

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007

A N H A N G

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007 wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. In Anlehnung an die steuerlichen Bestimmungen wird für Zugänge des ersten Halbjahrs eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge des zweiten Halbjahrs die halbe Jahresabschreibung vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Für die Abschreibung des Firmenwertes wird eine Nutzungsdauer von 14 Jahren zugrundegelegt, die Nachhaltigkeit ist durch die Marktpositionierung und die Zukunftsperspektiven der Andritz AG gegeben. Die Sätze der Normalabschreibungen entsprechen den unternehmensrechtlichen Vorschriften. Sie betragen für das übrige immaterielle Anlagevermögen zwischen 20 % und 25 %, für Gebäude und sonstige Baulichkeiten zwischen 2 % und 14,29 %, für technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 10 % und 33,3 %.

Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten oder im Falle einer dauernden Wertminderung mit den niedrigeren Ertragswerten bewertet. Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu den Anschaffungskosten oder den niedrigeren Kurswerten bewertet.

Die Vorräte und Forderungen werden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Aufträge werden mit ihren Herstellungskosten abzüglich allfälliger Vorsorgen für drohende Verluste bewertet. Gewinnrealisierungen erfolgen bei Endabrechnung der Kundenaufträge, für das Gewährleistungsrisiko werden Einzelvorsorgen gebildet.

Der Bilanzansatz der noch nicht abrechenbaren Leistungen wird mit erhaltenen Anzahlungen, soweit diese bereits angearbeitete Aufträge betreffen, offen saldiert.

Wertpapiere und eigene Anteile werden zu den Anschaffungskosten oder den niedrigeren Kurswerten bewertet.

Die Verpflichtungen aus vertraglichen Pensionszusagen und laufenden Pensionen, aus Abfertigungen sowie die kollektivvertraglichen Jubiläumsgelder sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen passiviert, wobei die Bewertungsvorschriften von IAS 19 angewandt wurden. Die Rückstellungen berücksichtigen die nach den Grundsätzen kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen.

Anleihen werden mit ihren Rückzahlungsbeträgen ausgewiesen.

Fremdwährungsforderungen werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung maßgeblichen, niedrigeren Stichtagskurs bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung maßgeblichen, höheren Stichtagskurs bewertet.

Die Ansätze für die Vermögenswerte und Schulden entsprechen im Übrigen den bereits in den Vorjahren angewandten Grundsätzen.

Andritz AG Graz

II. Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Anlagevermögen

Entwicklung der Anschaffungskosten

(Beträge in EUR)

Stand am Zugänge Abgänge Stand am
1.1.2007 31.12.2007
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen und andere Rechte 10.023.449,00 0,00 10.023.449,00 0,00
2. Firmenwert 168.193.550,34 0,00 0,00 168.193.550,34
178.216.999,34 0,00 10.023.449,00 168.193.550,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 41.113.573,84 914.471,00 0,00 42.028.044,84
2. technische Anlagen und Maschinen 14.603.889,39 0,00 14.603.889,39 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts
ausstattung*) 10.424.170,47 2.440.877,74 12.865.048,21 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 1.051.643,00 0,00 1.051.643,00
66.141.633,70 4.406.991,74 27.468.937,60 43.079.687,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 656.683.317,61 38.526.574,04 15.194.636,00 680.015.255,65
2. Beteiligungen 151.946,19 0,00 1.816,82 150.129,37
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.584.190,00 0,00 0,00 1.584.190,00
4. Sonstige Ausleihungen 10.759.992,65 1.598.110,00 358.102,65 12.000.000,00
669.179.446,45 40.124.684,04 15.554.555,47 693.749.575,02
Summe 913.538.079,49 44.531.675,78 53.046.942,07 905.022.813,20

*) Im Zugang und Abgang sind geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von 2.440.877,74 EUR enthalten.

Entwicklung der kumulierten Abschreibungen

(Beträge in EUR)

Stand am Jahres- Zuschreibung Abgänge Stand am
1.1.2007 abschreibung 31.12.2007
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen und andere Rechte 6.911.269,31 0,00 0,00 6.911.269,31 0,00
2. Firmenwert 89.352.823,60 11.262.960,96 0,00 0,00 100.615.784,56
96.264.092,91 11.262.960,96 0,00 6.911.269,31 100.615.784,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 27.241.724,80 920.135,25 0,00 0,00 28.161.860,05
2. technische Anlagen und Maschinen 13.199.685,69 0,00 0,00 13.199.685,69 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts
ausstattung*) 9.780.152,90 2.440.877,74 0,00 12.221.030,64 0,00
50.221.563,39 3.361.012,99 0,00 25.420.716,33 28.161.860,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.334.914,01 3.655.850,56 10.000.000,00 0,00 18.990.764,57
2. Beteiligungen 50.113,30 0,00 0,00 0,00 50.113,30
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 174.430,00 0,00 0,00 0,00 174.430,00
4. Sonstige Ausleihungen 358.102,58 0,00 0,00 358.102,58 0,00
25.917.559,89 3.655.850,56 10.000.000,00 358.102,58 19.215.307,87
Summe 172.403.216,19 18.279.824,51 10.000.000,00 32.690.088,22 147.992.952,48

*) In der Jahresabschreibung und in den Abgängen sind geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von 2.440.877,74 EUR enthalten.

Buchwerte zum 31.12.2007

(Beträge in EUR)

Anschaffungs- kumulierte Buchwerte
werte Abschreibungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen und andere Rechte 0,00 0,00 0,00
2.
Firmenwert
168.193.550,34 100.615.784,56 67.577.765,78
168.193.550,34 100.615.784,56 67.577.765,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 42.028.044,84 28.161.860,05 13.866.184,79
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts
ausstattung 0,00 0,00 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.051.643,00 0,00 1.051.643,00
43.079.687,84 28.161.860,05 14.917.827,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 680.015.255,65 18.990.764,57 661.024.491,08
2.
Beteiligungen
150.129,37 50.113,30 100.016,07
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.584.190,00 174.430,00 1.409.760,00
4. Sonstige Ausleihungen 12.000.000,00 0,00 12.000.000,00
693.749.575,02 19.215.307,87 674.534.267,15
Summe 905.022.813,20 147.992.952,48 757.029.860,72

Andritz AG Graz

Immaterielle Vermögensgegenstände

Der aus der Verschmelzung mit der Andritz Internationale Technologie AG stammende Firmenwert von 168 MEUR wird plangemäß über 14 Jahre verteilt abgeschrieben.

Sachanlagen

Der in den Grundstücken enthaltene Grundwert beträgt 1.517.506 EUR (Vorjahr: 1.517.506 EUR). Im Geschäftsjahr 2007 wurden sämtliche Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände mit Ausnahme des Firmenwerts und der Grundstücke und Bauten zum Buchwert an die Andritz Technology and Asset Management GmbH veräußert.

Finanzanlagen

Die Zugänge unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen betreffen in 2007 getätigte Akquisitionen sowie Kapitalmaßnahmen bei bestehenden Tochtergesellschaften.

In den sonstigen Ausleihungen haben 1.440.000 EUR (Vorjahr: 0 EUR) eine Restlaufzeit von kürzer als einem Jahr.

Die aus steuerrechtlichen Gründen unterlassene Zuschreibung bei den Wertpapieren des Anlagevermögens beträgt 125.080 EUR (Vorjahr: 174.430 EUR).

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Die Bewertung erfolgte zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder den niedrigeren Wiederbeschaffungspreisen des Bilanzstichtags. Für nicht- oder schwergängige Materialien wurden angemessene Abwertungen vorgenommen.

fertige Erzeugnisse und Waren

Die fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten angesetzt. Wertberichtigungen wurden nach dem Grad der Verwertbarkeit bzw. dem kaufmännischen Vorsichtsgebot entsprechend in angemessener Höhe gebildet.

6

noch nicht abrechenbare Leistungen

Der Wertansatz bei diesen Leistungen erfolgte zu Herstellungskosten, wobei auch bei langfristiger Fertigung keine Zuschläge für Verwaltungs- und Vertriebskosten angesetzt werden. Wertberichtigungen wurden für aus Kundenaufträgen erwartete Verluste sowie für schwere Verwertbarkeit bei Vorratsaufträgen gebildet. Noch nicht verrechnete Anzahlungen von Kunden wurden, soweit die Aufträge bereits angearbeitet waren, in dieser Bilanzposition offen saldiert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

(Beträge in TEUR)

Restlaufzeit Restlaufzeit Bilanz
bis 1 Jahr > 1 Jahr wert
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.908 2 24.910
(17.829) (217) (18.046)
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 27.746 0 27.746
(25.286) (0) (25.286)
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen 0 0 0
ein Beteiligungsverhältnis besteht (0) (0) (0)
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 14.079 28.419 42.498
(6.939) (28.419) (35.358)
66.733 28.421 95.154
(50.054) (28.636) (78.690)

Unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips wurden bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Auslandsforderungen sind in den meisten Fällen durch Exportgarantien besichert. Unverzinsliche langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden abgezinst.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Erträge aus Zinsen in Höhe von 0 EUR (Vorjahr: 259.394 EUR) ausgewiesen.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind 7.638.126 EUR (Vorjahr: 18.877.201 EUR) aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

In den sonstigen Forderungen sind keine Erträge enthalten, welche erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Andritz AG Graz

In den sonstigen Forderungen ist insbesondere eine Restforderung an die Bank Austria Creditanstalt AG für die Abdeckung bereits rückgestellter Verluste der Jahre 1983 und 1984 enthalten.

eigene Anteile

Der Vorstand hat auf Basis einer Ermächtigung der Hauptversammlung und mit Zustimmung des Aufsichtsrates Aktienrückkauf- und -wiederverkaufsprogramme beschlossen, welche den Erwerb von bis zu 5.200.000 Stückaktien im Zeitraum vom 1. Oktober 2005 bis 31. März 2007 bzw. vom 1. April 2007 bis 30. September 2008 ermöglichen. Zum 31. Dezember 2007 befinden sich 887.502 Stückaktien in Besitz der Andritz AG, dies entspricht einem Anteil am Grundkapital in Höhe von 1,71 % bzw. 1.775.004 EUR. Es ist vorgesehen, diese Aktien für die Bedienung der Optionen im Rahmen des Aktienbeteiligungsprogrammes für Führungskräfte zu verwenden.

Datum
des Erwerbs
Anzahl der
erworbenen
Anteil am
Grundkapital
Anteil am
Grundkapital
Gewichteter
Durchschnittspreis
Wert der
rückgekauften
Stückaktien in % in EUR je Aktie Aktien
19.Nov.07 30.000 0,06% 60.000,00 36,10 1.083.096,00
20.Nov.07 5.000 0,01% 10.000,00 34,44 172.185,50
21.Nov.07 1.500 0,00% 3.000,00 35,38 53.070,00
22.Nov.07 20.000 0,04% 40.000,00 35,59 711.792,00
27.Nov.07 50.000 0,10% 100.000,00 37,38 1.869.000,00
29.Nov.07 40.000 0,08% 80.000,00 40,10 1.604.000,00
30.Nov.07 47.516 0,09% 95.032,00 41,21 1.958.305,42
03.Dez.07 70.000 0,13% 140.000,00 41,69 2.918.391,00
05.Dez.07 26.265 0,05% 52.530,00 40,99 1.076.610,23
06.Dez.07 75.000 0,14% 150.000,00 41,78 3.133.567,50
10.Dez.07 20.000 0,04% 40.000,00 42,45 849.016,00
11.Dez.07 55.000 0,11% 110.000,00 42,76 2.351.860,50
12.Dez.07 11.000 0,02% 22.000,00 42,45 466.910,40
13.Dez.07 52.369 0,10% 104.738,00 41,34 2.164.882,09
14.Dez.07 14.000 0,03% 28.000,00 39,11 547.608,60
17.Dez.07 2.249 0,00% 4.498,00 38,45 86.474,05
27.Dez.07 1.195 0,00% 2.390,00 39,83 47.599,96
SUMME 521.094 1,00% 1.042.188,00 40,48 21.094.369,25

in 2007 erworbene Stückaktien:

In 2007 wurden von berechtigten Führungskräften insgesamt Optionen zum Erwerb von 62.500 Stückaktien zu einem Preis von 9,38 EUR je Aktie ausgenutzt; die Bedienung erfolgte aus vorhandenen Beständen eigener Anteile; der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals ist 125.000 EUR, der Anteil am Grundkapital beträgt 0,12 %. Die aus den Verkäufen erzielten Erlöse wurden zur kurzfristigen Liquiditätssteuerung verwendet.

Weiters wurden im Rahmen einer Mitarbeiterbeteiligungsaktion 6.928 Stückaktien an Mitarbeiter der Andritz AG abgegeben.

Sämtliche Angaben wurden entsprechend dem in 2007 durchgeführten Aktiensplit (1 : 4) angepasst.

Andritz AG Graz

PASSIVA

Grundkapital

Am 24.4.2007 erfolgte nach einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln ein Aktiensplit im Verhältnis 1 : 4.

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 104.000.000 EUR (Vorjahr: 94.510.000 EUR). Es ist in 52.000.000 Stückaktien ohne Nennwert zerlegt.

Rücklage für eigene Anteile

Die Rücklage für eigene Anteile zum 31. Dezember 2007 beträgt 28.057.858 EUR; ihr stehen auf der Aktivseite ausgewiesene eigene Anteile in gleicher Höhe gegenüber.

Rückstellungen für Abfertigungen, Rückstellungen für Pensionen

Die Verpflichtungen aus den theoretischen Abfertigungsansprüchen der Dienstnehmer sowie die Rückstellungen für Pensionen wurden zum 31.12.2007 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung eines Zinssatzes von 4,5 % sowie eines Gehaltstrends von 3,0 % (IAS 19) berechnet. Die Korridormethode wurde nicht angewendet. Das rechnungsmäßige Pensionsalter entspricht wie im Vorjahr dem frühest möglichen Anfallsalter für die vorzeitige Alterspension gemäß der im Budgetbegleitgesetz 2003 verankerten Pensionsreform. Für die in 1999 an eine Pensionskasse übertragenen Pensionsansprüche wurde ein Gutachten nach den gleichen Grundsätzen erstellt. Zum 31. Dezember 2007 lag das Deckungskapital der Pensionsversicherung auf dem Niveau der entsprechenden Pensionsverpflichtungen.

Andritz AG Graz

sonstige Rückstellungen

31.12.2007
in MEUR
Auftragsbezogene Vorsorgen für
-
fehlende Selbstkosten
29,9
-
Gewährleistungen und Mehrkosten
50,6
Personalaufwendungen 37,7

Zu erwartende Auftragsverluste werden in Höhe der Unterschiedsbeträge zwischen den voraussichtlichen Gesamtselbstkosten und den Erlösen ermittelt und passiviert.

Die Rückstellung für unverbrauchte Urlaube ist mit 15,0 MEUR (Vorjahr: 13,0 MEUR) angesetzt.

Die Rückstellung für Jubiläumsgelder wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (IAS 19) berechnet.

Für zu erwartende Aufwendungen aus dem Aktienoptionenprogramm ist eine Rückstellung in Höhe von 0,3 MEUR (Vorjahr: 6,3 MEUR) passiviert; die Berechnung erfolgte auf Basis der Differenz des Buchwertes je Aktie aus dem Bestand der eigenen Anteile bzw. Börsekurs zum 31.12.2007 für noch zu erwerbende Anteile und dem Bezugspreis je Aktie entsprechend den Bedingungen des Optionenprogramms.

Verbindlichkeiten

(Beträge in TEUR)

Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit
> als 5 Jahre
Bilanz-
wert
davon
Hypothekar
schulden
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
Anleihen 100.000 0 200.000 300.000 0
(0) (100.000) (200.000) (300.000) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 239 979 0 1.218 0
(0) (1.175) (0) (1.175) (0)
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 148.536 36.772 0 185.308 0
(118.348) (65.467) (0) (183.815) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 57.229 1.427 0 58.656 0
(58.307) (1.604) (0) (59.911) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 162.552 12.993 0 175.545 0
(84.236) (69.910) (0) (154.146) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 14.592 1.176 55 15.823 183
(12.986) (1.030) (184) (14.200) (234)
483.148 53.347 200.055 736.550 183
(273.877) (239.186) (200.184) (713.247) (234)

Am 4. Juni 2002 wurde von der Gesellschaft eine Anleihe in Höhe von 100 MEUR begeben. Die Laufzeit der Anleihe beträgt 6 Jahre, die Verzinsung liegt bei 6 % p.a. Am 19. Juni 2006 wurde eine weitere öffentliche Anleihe am Kapitalmarkt mit einer Laufzeit von 7 Jahren platziert; das Volumen beträgt 200 MEUR, die Kuponverzinsung wurde mit 4,5 % p.a. fixiert. Über das gesamte Volumen und die gesamte Laufzeit beider Anleihen wurden Zinsswaps abgeschlossen, mit denen die fixen Zinszahlungen der Gesellschaft gegen variable Zinszahlungen auf Basis 1-Monats-EURIBOR getauscht wurden.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind 10.526.894 EUR (Vorjahr: 15.646.465 EUR) aus Lieferungen und Leistungen und 161.970.332 EUR (Vorjahr: 135.698.496 EUR) aus erhaltenen Anzahlungen enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von 5.131.092 EUR (Vorjahr: 7.258.016 EUR) enthalten, welche erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Andritz AG Graz

Eventualverbindlichkeiten

In den Eventualverbindlichkeiten sind Haftungen für verbundene Unternehmen in Höhe von 580.146 TEUR (Vorjahr: 660.374 TEUR) enthalten.

Die Eventualverbindlichkeiten entfallen zur Gänze auf übernommene Garantien.

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

Diese betragen für die folgenden fünf Geschäftsjahre 30,0 MEUR, davon für 2008 7,0 MEUR und betreffen zur Gänze verbundene Unternehmen.

sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2007 bestand ein Bestellobligo für Investitionsgüter in Höhe von 6,6 MEUR.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

(Beträge in TEUR)

Inland Export 2007
Gesamt
2006
Gesamt
Papier und Zellstoff 7.076 174.182 181.258 325.697
Walz- und Bandbehandlungsanlagen 8.981 121.123 130.104 95.888
Hydraulische Maschinen 13.776 51.968 65.744 39.329
Umwelt- und Prozesstechnologien 2.312 50.794 53.106 20.747
Sonstige 5.779 19.395 25.174 19.382
Nebenerlöse, Skonti (155) 0 (155) (143)
37.769 417.462 455.231 500.900

Umsatzerlöse nach Märkten

in TEUR
2007 2006
Inland 37.769 19.771
Europäische Union 144.677 151.597
Übriges Europa 89.858 44.318
Nordamerika 16.530 7.398
Asien 133.696 266.265
Übrige Welt 32.701 11.551
455.231 500.900

Der Exportanteil bei den Umsatzerlösen beträgt 92 %.

übrige sonstige betriebliche Erträge

In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind neben diversen Mieterlösen (1.183 TEUR) und Erträgen aus Wechselkursdifferenzen (9.142 TEUR) insbesondere Verrechnungen an Tochtergesellschaften (3.653 TEUR) enthalten.

Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von 5.288 TEUR enthalten. Der restliche Betrag von 327 TEUR betrifft Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen.

übrige betriebliche Aufwendungen

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus auftragsbezogenen Kosten (71.891 TEUR), Wechselkursdifferenzen (7.743 TEUR) sowie aus Beratungs- (3.021 TEUR), Reise- (9.532 TEUR), Instandhaltungs- (6.868 TEUR) und sonstigen allgemeinen Verwaltungskosten zusammen.

Andritz AG Graz

Finanzergebnis

Die Erträge aus Beteiligungen von 51.442 TEUR (Vorjahr: 32.618 TEUR) stammen aus Gewinnausschüttungen von Tochterunternehmen. Die Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen in 2006 resultierten im Wesentlichen aus einem konzerninternen Verkauf von Anteilen der Andritz GmbH.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen insbesondere Ertragssteuern der Geschäftsjahre 2006 und 2007 sowie ausländische Quellensteuern. Seitens der Andritz AG als Gruppenträger erfolgten im Geschäftsjahr Weiterbelastungen an Gruppenmitglieder in Höhe von 578 TEUR.

2007
TEUR
2006
TEUR
Körperschaftsteuer
2006 (506) 5.566
Vorjahre 0 (814)
Weiterbelastungen an Gruppenmitglieder (578) 0
ausländische Quellensteuer 487 606
(597) 5.358

Die gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbare Steuerabgrenzung hätte zum 31. Dezember 2007 7,9 MEUR betragen.

IV. Sonstiges

Beteiligungen, verbundene Unternehmen

(Beträge in TEUR)

Sitz Beteiligungsquote in TEUR
Verbundene Unternehmen direkt indirekt Jahresüberschuss Eigenkapital
Anstalt für Strömungsmaschinen GmbH
Staatlich autorisierte Versuchsanstalt
für Strömungsmaschinen Graz / Austria 100% 41 1.383
Andritz Technology and Asset Management GmbH Graz / Austria 100% 2.638 97.908
Andritz Finance GmbH Vienna / Austria 100% 4.943 99.519
European Mill Service GmbH Graz / Austria 50% -210 -997
VA TECH Power & Water GmbH Vienna / Austria 100% -1.353 12.778
VA TECH HYDRO GmbH Vienna / Austria 100% 3.319 169.769
VA TECH Bouvier Hydro S.A.S. Grenoble / France 100% 1.505 3.774
VA TECH HYDRO India Pvt. Ltd. Bhopal / India 100% 1.957 4.842
Andritz Deutschland Beteiligungs GmbH Ravensburg / Germany 49% 51% -1.624 196.009
Andritz-Küsters GmbH Krefeld / Germany 100% -1.940 25.025
Andritz GmbH Hemer / Germany 6,25% 93,75% 4.115 55.304
Andritz Kaiser GmbH Bretten-Gölshausen / Germany 100% -2.353 335
Sundwig GmbH Hemer / Germany 75% 12.085 42.024
Andritz Fiedler GmbH Regensburg / Germany 100% 5.697 9.595
Andritz Fiedler Holding S. A. R. L. Scorbé Clairvaux / France 100% 3 806
Andritz Fiedler S. A. S. Chatellerault / France 100% 682 1.561
Andritz Separation GmbH Cologne / Germany 100% 4.260 7.830
Andritz - Jochman s. r. o. Spišská Nová Ves / Slovakia 70% *)
Andritz Fliessbettsysteme GmbH Ravensburg / Germany 100% 4.026 7.988
Lenser Verwaltungs GmbH Senden / Germany 100% 19 262
Lenser Filtration GmbH Senden / Germany 100% 1.061 12.560
Lenser Asia Sdn. Bhd. Selangor / Malaysia 100% 609 1.495
*)
Andritz S.R.L. Cisnadie / Romania 100%
VA TECH ESCHER WYSS GmbH Ravensburg / Germany 100% 7.591 22.300
VA TECH ESCHER WYSS Flovel Ltd. Faridabad / India 100% 885 3.133
VA TECH ESCHER WYSS S.L. Madrid / Spain 100% 1.214 4.915
VA TECH ESCHER WYSS S.r.l. Vicenza / Italy 100% 3.442 7.565
*)
VA TECH Aosta S.r.l. Aosta / Italy 100%
VA TECH HYDRO AG Kriens / Switzerland 100% 1.972 2.198
VA TECH SAT AG Kriens / Switzerland 100% 18 840
VA TECH ESCHER WYSS S.A. de CV. Morelia / Mexico 100% 253 -17
VA TECH HYDRO AS Jevnaker / Norway 100% 1.866 4.507
VA TECH HYDRO do Brasil Ltda. São Paulo / Brazil 100% -31.480 -2.872
VA TECH (Beijing) Ltd. Beijing / China 100% 941 2.647
*)
Elin Elmak Elektromekanik Sistemler Ticaret Ltd. Sirketi Ankara / Turkey 100%
P.T. VA TECH Indonesia Jakarta / Indonesia 51% 1.006 1.423
*)
VA TECH Elin Peru S.A. Lima / Peru 100% *)
VA TECH International (Pty) Ltd. Randburg / South Africa 100% *)
VA TECH Colombia Ltda. Bogota / Columbia 100% *)
VA TECH HYDRO Automation Praha s.r.o. Prague / Czech Republic 100% *)
VA TECH India Pvt. Ltd. Faridabad / India 100% *)
HGI Holdings Limited Limassol / Cyprus 100%
Andritz BMB AG Bülach / Switzerland 100% -2.111 2.738
Andritz Separation Private Ltd. Chennai / India 100% -287 630
*)
Andritz spol. s. r. o. Hradec Kralove / Czech Republic 100%
Andritz Denmark A/S Esbjerg / Denmark 100% 1.529 9.816 **)
Andritz Sprout A/S Esbjerg / Denmark 100% *)
Andritz Sprout do Brasil Ltda. Porto Alegre / Brazil 100% *)
Andritz Sprout s. r. o. Humenné / Slovakia 100%
Andritz Chile Ltda. Santiago de Chile / Chile 100% 2.603 2.853
Andritz (USA) Inc. Roswell / Georgia (USA) 100% 20.496 75.185 **)
Andritz Inc. Roswell / Georgia (USA) 100%
Andritz Finance Inc. Roswell / Georgia (USA) 100%
Delta Holding Corporation Tualatin / Oregon (USA) 100%
Andritz-Separation Inc. Arlington / Texas (USA) 100%
Andritz Filter Press Inc. Arlington / Texas (USA) 100%
IDEAS Simulation & Control Inc. Decatur / Georgia (USA) 100%
CyberMetrics Inc. Alpharetta / Georgia (USA) 100%
Lenser Filtration Inc. Lakewood / New Jersey (USA) 100%
Contec Decanter Inc. San Leandro / California (USA) 100%
VA TECH HYDRO USA Corporation Charlotte / North Carolina (USA) 100%
Andritz Küsters Inc. Spartanburg / South Carolina (USA) 100%

Andritz AG Graz

Sitz Beteiligungsquote in TEUR
Verbundene Unternehmen direkt indirekt Jahresüberschuss Eigenkapital
Andritz S. A. S. Velizy / France 100% 3.187 16.542
Andritz Selas S. A. S. Gennevilliers / France 100% 846 3.086
Andritz Sprout S. A. S. Saint Martin Le Beau / France 100% 90 -278
Lenser Filtration S. A. R. L. Haguenau / France 100% -2 109
Jaybee Engineering (Holdings) Pty. Ltd. Dandenong / Victoria (Australia) 100% 459 5.925 **)
Andritz Pty. Ltd. Dandenong / Victoria (Australia) 100%
Andritz Ingenieria S.A. Madrid / Spain 100% 861 1.603
Andritz Brasil Ltda. Curitiba / Brazil 100% 4.337 19.712
Andritz Separation Industria e Comércio de
Equipamentos de Filtraçâo Ltda. Pomerode / Brazil 100% 1.969 7.012
Sindus Andritz Tecnologia Humana Ltda. Porto Alegre / Brazil 50% 423 1.315
Andritz Participações Ltda. Vinhedo / Brazil 100% -10 7.982
Andritz Pilão Equipamentos Ltda. São Paulo / Brazil 100% -1.600 2.951
Andritz Oy Helsinki / Finland 100% 23.950 92.501
Savonlinna Works Oy Savonlinna / Finland 100% 996 6.109
VA TECH HYDRO Canada Inc. Ontaria / Canada 100% 3.687 27.461 **)
Andritz Ltd./Ltée. Lachine / Canada 100%
Andritz Fiber Drying Ltd. Lachine / Canada 100%
Universal Dynamics Ltd. Richmond / Canada 100%
IDEAS Simulation & Control Ltd. Richmond / Canada 100%
Andritz AB Örnsköldsvik / Sweden 100% 4.697 8.903
Andritz Fiber Drying AB Växjö / Sweden 100% 3.233 6.259
Andritz Lynson AB Vallentuna / Sweden 86,25% -1.098 -52
Andritz Ltd. Staffordshire / Great Britain 100% 902 4.100
Andritz Selas UK Ltd. Derbyshire / Great Britain 100% 71 461
Andritz-Kenflo Foshan Pump Co. Ltd. Foshan / China 60% 2.290 6.938
Andritz Technologies Ltd. Foshan / China 100% 1.472 14.330
Andritz - Wolfensberger Special Alloy Foundry Co., Ltd. Foshan / China 65% -1.076 1.810
Thermtec Holding B.V. Rotterdam / Netherlands 100% 4.858 6.261 **)
Thermtec B.V. Rotterdam / Netherlands 100%
Andritz Technologies Private Ltd. Bangalore / India 100% 266 885
Andritz Sprout Limited Hull / Great Britain 100% 545 1.898
Andritz Sprout B. V. Geldrop / Netherlands 100% 3.594 15.317
Andritz B. V. Den Helder / Netherlands 100% 394 1.300
Andritz 3SYS AG Wohlen / Switzerland 80% -2.626 -2.101
Andritz Singapore Pte. Ltd. Singapore / Singapore 100% 1.766 3.195
Andritz (Thailand) Limited Bangkok / Thailand 100% 36 129
Andritz Uruguay S. A. Montevideo / Uruguay 100% 150 212
Andritz Industria S. A. Montevideo / Uruguay 100% *)
Andritz KK Tokyo / Japan 100% 1.463 4.458
Andritz (Pty) Ltd. Umhlanga / South Africa 100% 531 1.062
PT Andritz Jakarta / Indonesia 100% *)
Andritz Australia Pty Ltd. Melbourne / Victoria (Australia) 100% -6 174
LLC Andritz St. Petersburg / Russia 100% -168 -192
Tiszakécskei Gépgyár Kft. Tiszakécske / Hungary 100% 0 17.770
sonstige Unternehmen
KAG, ECO Oil GmbH Samara / Russia 31%
ASH DEC Umwelt AG Vienna / Austria 2,87%
Warkaus Works Oy Varkaus / Finland 50%
Alp Hydro SA Chippis / Switzerland 49%
Enmas Andritz Private Ltd. Madras / India 40%
Waplans Mekaniska Verkstads AB Nälden / Sweden 40%
The Hydro Equipment Association Limited London / Great Britain 33%
Carbona Oy Helsinki / Finland 32%
Andritz R&M Service S.R.L. Bucharest / Romania 25%
Motter Printing Equipment Ltd. Kriens / Switzerland 20%
Orissa Power Consortium Ltd. Hyderabad / India 19%
Birecik Baraj ve Hidroelektrik Birecik / Turkey 4%
Venture Capital Zentralschweiz AG Luzern / Switzerland 1%

*) wegen Unwesentlichkeit nicht im Konzernabschluss einbezogen **) konsolidiert

Andritz AG Graz

Die Angaben für Eigenkapital und Jahresüberschuss der verbundenen Unternehmen wurden den zur Erstellung des Konzernabschlusses herangezogenen Abschlüssen, welche entsprechend den "International Financial Reporting Standards" (IFRS) aufgestellt wurden, entnommen.

Beschäftigte

Im Jahresdurchschnitt wurden 1.381 Mitarbeiter (ohne Lehrlinge), davon 424 Arbeiter und 957 Angestellte, beschäftigt.

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen

TEUR
für Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte 3.297
für andere 4.290
7.587

Aktienbeteiligungsprogramm für Führungskräfte

Sämtliche Angaben wurden entsprechend dem in 2007 durchgeführten Aktiensplit (1 : 4) angepasst.

Optionenprogramm 1:

Die 97. ordentliche Hauptversammlung vom 30. März 2004 hat ein Aktienoptionenprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes beschlossen.

Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 6.000, 10.000 oder 20.000, für Mitglieder des Vorstandes 40.000 und für den Vorsitzenden des Vorstandes 50.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden.

Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte vom 1.5.2004 bis vor einem jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zum Andritz-Konzern gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in Andritz-Aktien von zumindest 20.000 EUR für leitende Angestellte und 40.000 EUR für Mitglieder des Vorstandes.

Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der Andritz-Aktie während der vier auf die 97. ordentliche Hauptversammlung vom 30. März 2004 folgenden Kalenderwochen und beträgt 9,38 EUR.

Die Optionen können in der Zeit vom 1. Mai 2006 bis 30. April 2008 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn

  • der ungewichtete Schlusskurs der Andritz-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2006 bis 30. April 2007 mindestens 15 % über dem Ausübungspreis liegt und
  • der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2005 oder der Gewinn je Aktie des Geschäftsjahres 2006 (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) mindestens 15 % über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2003 liegt

oder wenn

  • der ungewichtete Schlusskurs der Andritz-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum 1. Mai 2007 bis 30. April 2008 mindestens 20 % über dem Ausübungspreis liegt und
  • der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2006 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2007 mindestens 20 % über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2003 liegt.

Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50 % der Optionen sofort, 25 % der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25 % nach weiteren drei Monaten bezogen werden. Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden. Die Aktienoptionen sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist. Die Ausübungsbedingungen bezüglich Kursanstieg und Gewinn je Aktie wurden in 2006 erfüllt, sodass die Aktienoptionen entsprechend den übrigen Bedingungen des Programms gezogen werden können.

Optionenprogramm 2:

Die 99. ordentliche Hauptversammlung vom 29. März 2006 hat ein Aktienoptionenprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes beschlossen.

Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 6.000, 10.000 oder 20.000, für Mitglieder des Vorstandes 40.000 und für den Vorsitzenden des Vorstandes 50.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden.

Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte vom 1.5.2006 bis vor einem jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zum Andritz-Konzern gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in Andritz-Aktien von zumindest 20.000 EUR für leitende Angestellte und 40.000 EUR für Mitglieder des Vorstandes.

Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der Andritz-Aktie während der vier auf die 99. ordentliche Hauptversammlung vom 29. März 2006 folgenden Kalenderwochen und beträgt 31,67 EUR.

Die Optionen können in der Zeit vom 1. Mai 2008 bis 30. April 2010 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn

  • der ungewichtete Schlusskurs der Andritz-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2008 bis 30. April 2009 mindestens 15 % über dem Ausübungspreis liegt und
  • der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2007 oder der Gewinn je Aktie des Geschäftsjahres 2008 (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) mindestens 15 % über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2005 liegt

oder wenn

  • der ungewichtete Schlusskurs der Andritz-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum 1. Mai 2009 bis 30. April 2010 mindestens 20 % über dem Ausübungspreis liegt und
  • der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2008 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2009 mindestens 20 % über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2005 liegt.

Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50 % der Optionen sofort, 25 % der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25 % nach weiteren drei Monaten bezogen werden. Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden. Die Aktienoptionen sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist.

Optionenprogramm 1 Optionenprogramm 2
in 2007
ausgenützte
Optionen
in 2008
ausnützbare
Optionen
in 2007
eingeräumte
Optionen
eingeräumte
Optionen
per 31.12.2007
Vorstand
Wolfgang Leitner
Franz Hofmann
Karl Hornhofer
Humbert Köfler
Friedrich Papst
Leitende Angestellte
0
40.000
0
0
0
22.500
0
0
0
0
0
15.000
0
0
0
0
0
14.000
50.000
40.000
20.000
20.000
40.000
728.000
GESAMT 62.500 15.000 14.000 898.000
Ausübungspreis je Aktie in EUR
Wert Optionen gesamt
in EUR
9,38
bei Ausübung
2.193.104
9,38
31.12.2007
481.050
31,67
31.12.2007
136.920
31,67
31.12.2007
8.782.440

Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Devisentermingeschäfte (in TEUR):

Umfang Zeitwert
US-Dollar: 29.243 1.667
Pfund Sterling: 1.627 13
Singapore Dollar: 6.116 1.653
Andere Währungen 3.506 -83
Summe 40.492 3.250

Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis der Terminkurse zum Bilanzstichtag durch Abzinsung des ermittelten Endwertes über die Restlaufzeit errechnet.

Die beizulegenden Zeitwerte für die Zinssicherung der Anleihen in Form von Zinsswaps betragen zum 31.12.2007 -7.737 TEUR (Vorjahr: -2.647 TEUR) und repräsentieren die Marktwerte zum Bilanzstichtag.

Weiters bestehen zum 31.12.2007 drei Zinsswaps zu Beteiligungsfinanzierungen (Umfang: 22.810 TEUR). Die beizulegenden Zeitwerte für die Zinssicherungen betragen zum 31.12.2007 -543 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) und repräsentieren die Marktwerte zum Bilanzstichtag.

Drohende Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten werden in der Bilanz nicht passiviert, da diese mit bilanzierten Aktiv- bzw. Passivposten eine geschlossene Position bilden.

Andritz AG Graz

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Vorstandsvergütungen betrugen:

in TEUR
2007 2006
Kurzfristige Leistungen 9.383 9.490
Leistungen nach Beendigung
des Arbeitsverhältnisses 1.903 1.312
Aktienbasierte Vergütungen 642 498
11.928 11.300

Der Gegenwert der aktienbasierten Vergütungen wurde nach IFRS ermittelt.

Von verbundenen Unternehmen wurden keine Bezüge ausbezahlt. An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 322.985 EUR ausbezahlt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten Vergütungen von 110.500 EUR.

Aufsichtsrat:

Gewählte Mitglieder:

Kurt Stiassny

Vorsitzender

Hellwig Torggler

Stellvertreter des Vorsitzenden

Peter Mitterbauer

Christian Nowotny

Fritz Oberlerchner

Klaus Ritter

Andritz AG Graz

Delegierte Mitglieder: Andreas Martiner Johann Tschrischnig (bis 12.3.2007) Martha Unger (seit 12.3.2007) Brigitta Wasserbauer

Vorstand:

Wolfgang Leitner Vorsitzender Franz Hofmann Karl Hornhofer (seit 1.1.2007) Humbert Köfler (seit 1.4.2007) Friedrich Papst Bernhard Rebernik (bis 31.3.2007)

Graz, am 19. Februar 2008

Der Vorstand

Wolfgang Leitner Franz Hofmann Karl Hornhofer Humbert Köfler Friedrich Papst

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss der ANDRITZ AG, Graz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2007 bis 31. Dezember 2007 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Die Buchführung, die Aufstellung und der Inhalt dieses Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung und einer Aussage, ob der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss steht.

Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass ein hinreichend sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist und eine Aussage getroffen werden kann, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Unternehmens sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für Beträge und sonstige Angaben in der Buchführung und im Jahresabschluss überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der ANDRITZ AG zum 31. Dezember 2007 sowie der Ertragslage des Unternehmens für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2007 bis 31. Dezember 2007 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Wien, am 19. Februar 2008

AUDITOR TREUHAND GMBH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Walter Müller e.h. Mag. Michael Schober e.h. Wirtschaftsprüfer