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Altech Advanced Materials AG

Interim / Quarterly Report Jul 28, 2020

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Interim / Quarterly Report

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Altech Advanced Materials AG

Frankfurt am Main

Halbjahresfinanzbericht 2020

Sehr geehrte Aktionäre,

Seit der außerordentlichen Hauptversammlung am 17. Juli 2019 heißen wir nun Altech Advanced Materials AG („AAM“) und verfolgen ein, nach unserer Auffassung, sehr spannendes Projekt gemeinsam mit unserem Partner Altech Chemicals Limited aus Australien – nämlich den Aufbau einer Fabrik zur Herstellung von hochreinem Aluminiumoxid (4N HPA). Hierfür planen wir in Summe rund 100 Mio. EUR an Kapital zu beschaffen um für 100 Mio. USD 49% der Altech Chemicals Australia PTY LTD („Altech Australia“) zu erwerben.

Altech Australia baut gegenwärtig eine Produktionsanlage für hochreines Aluminium-oxid (99,99%; 4N HPA) für 4.500 Tonnen p.a. in Malaysia. So wurde die 1-Bauphase und die 2-Bauphase bereits abgeschlossen. Die Endabnahme des Umspannwerks erfolgte Ende Juni 2020 und die wenigen notwendigen Nacharbeiten wurden alle bis zum 30. Juni 2020 durchgeführt. Das elektrische Umspannwerk war ein wichtiger Bestandteil des Bauprojekts und wird nun dem lokalen Elektrizitätsdienstleister TNB (Tenaga Nasional Berhad) für die Installation von Schaltanlagen und die Einbindung des Umspannwerks in das lokale Stromnetz zur Verfügung gestellt.

Auch die Engineering-Aktivitäten schreiten weiter voran, so hat die SMS group GmbH (SMS) nun etwa 80% der Technik von Drittanbietern mit langen Vorlaufzeiten für die Fertigstellung der Technikpakete bei den Lieferanten beauftragt. SMS hat auch die Arbeit an der Fertigstellung von Anlagenanordnungszeichnungen, Rohrleitungen und elektrischen Layouts unter Verwendung der neuesten, von diesen Ausrüstungsanbietern bereitgestellten Konstruktionsinformationen, fortgesetzt.

Altech Australia verfügt auch über ein eigenes Vorkommen von dem Hauptrohstoff Kaolin. Diese Kaolin-Mine verfügt über ausreichend Ressourcen für zwei Anlagen der geplanten Größenordnung mit einer Lebensdauer von über 50 Jahren.

4N HPA wird u.a. benötigt für die Herstellung von LED-Leuchten sowie als Separator für Lithium-Ionen-Batterien, die z.B. für Elektrofahrzeuge und Smartphones benötigt werden, aber auch für Festkörper-Lithium-Ionen-Batterie („LIB“), der erwarteten nächsten Generation an LIBs sowie als Füller in Halbleitern aufgrund der guten Eigenschaften des hochreinen Werkstoffes.

Die Nachfrage nach 4N HPA soll gemäß Marktstudien durchschnittlich um 30% p.a. bis 2028 wachsen; siehe Abbildung 1. Der von Altech Australia patentgeschütze Prozess erlaubt die Herstellung von HPA als Kostenführer, da das HPA direkt aus Kaolin gewonnen werden kann. Dies ermöglicht eine Herstellung ohne Einsatz energieintensiven Aluminiums. Die Abnahme der Produktionsmenge für die ersten 10 Jahre wurde durch ein Off-take Agreement mit Mitsubishi Australien gesichert und die Produktionskapazität sowie – qualität wird von dem deutschen Anlagenbauer SMS group GmbH aus Düsseldorf garantiert.

Das Gesamtprojekt hat ein Investitionsvolumen von rund 413 Mio. USD, von denen bereits rund 23 Mio. USD in das Projekt investiert wurden. Die KfW-IPEX Bank hat 190 Mio. USD unter gewissen Voraussetzungen zugesagt und die SMS group 15 Mio. USD, von denen bereits 5 Mio. USD geflossen sind. Altech Chemicals Limited ist u.a. in Gesprächen mit der Macquarie Bank bezüglich der Bereitstellung von 90 Mio. USD Mezzanine-Kapital. Die verbleibenden 100 Mio. USD sollen durch AAM zur Verfügung gestellt werden.

Nach unserer leider missglückten Kapitalerhöhung im Januar dieses Jahres (es gelang nicht, die durchgeführte Bezugsrechtskapitalerhöhung fristgerecht im Handelsregister eingetragen zu bekommen) haben Sie, liebe Aktionäre, uns in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 12. März 2020 wieder Ihre Zustimmung gegeben die angestrebten Kapitalmaßnahmen erneut umzusetzen.

Nach Verlegung des Sitzes der Gesellschaft in den Registergerichtsbezirk Frankfurt und erneuter Billigung des wiederum benötigten Wertpapierprospekt durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen („BaFin“) im Mai diesen Jahres konnten wir die Bezugsrechtskapitalerhöhung im Juni sowie eine erste Tranche der Privatplatzierung im Juli durchführen und die Kapitalerhöhung in Höhe von in Summe rund 1,1 Mio. EUR durch Ausgabe von 1.003.500 Stückaktien wurde am 27. Juli 2020 erfolgreich ins Handelsregister Frankfurt eingetragen.

Für die folgende Privatplatzierung, konnten wir einen Placement-Agent-Vertrag mit einer internationalen, schweizerischen Bank abschließen, welche uns nun bei der Platzierung unterstützt. Die Privatplatzierung soll nun bis September 2020 durchgeführt werden.

Wir möchten die Gelegenheit nutzen uns bei Ihnen, unseren lieben Aktionären, für die uns teilgewordene Unterstützung zu bedanken und hoffen nun im 2. Halbjahr 2020 die beabsichtigten Kapitalmaßnahmen erfolgreich umsetzen zu können, so dass wir das 4N HPA Werk gemeinsam mit unserem Partner, Altech Chemicals Limited, zügig in Produktion bringen können.

Heidelberg, den 28. Juli 2020

Altech Advanced Materials AG

*gez. Uwe Ahrens

(Vorstand)*

*gez. Hansjörg Plaggemars

(Vorstand)*

*gez. Iggy Tan

(Vorstand)*

Zwischenlagebericht für den Abschluss zum 30. Juni 2020

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Durch die Corona-Pandemie geraten die Weltwirtschaft und mit ihr die deutsche Volkswirtschaft in eine Rezession. Die Corona-Pandemie trifft die deutsche Wirtschaft stark. Obwohl die Ausbreitung des Coronavirus die Wirtschaftsleistung im Januar und Februar nicht wesentlich beeinträchtigte, sind die Auswirkungen der Pandemie bereits für das 1. Quartal 2020 gravierend: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist gegenüber dem 4. Quartal 2019 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 2,2 % gesunken. Das war der stärkste Rückgang seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 und der zweitstärkste Rückgang seit der deutschen Wiedervereinigung. Lediglich im 1. Quartal 2009 war der Rückgang mit -4,7 % zum Vorquartal noch stärker. Dieses und weitere Ergebnisse – insbesondere für die Krisenmonate März und April 2020 – hat das Statistische Bundesamt im Main mitgeteilt.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts kamen die ersten Schätzungen des BIP für Frankreich, Italien und Spanien zu deutlich stärkeren Rückgängen von teilweise mehr als 5% gegenüber dem Vorjahresquartal.

Im Vergleich zum Vorquartal ist das saisonbereinigte BIP im ersten Quartal 2020 im Euroraum (ER19) um 3,8% und in der EU um 3,3% gesunken. Dies geht aus einer Schnellschätzung hervor, die von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht wird. Dies waren die stärksten Rückgänge seit Beginn der Zeitreihe 1995. Im März 2020, dem letzten Monat des Referenzzeitraums, haben die Mitgliedstaaten begonnen, weitgehende COVID-19-Einschränkungssmaßnahmen einzuführen. Im vierten Quartal 2019 war das BIP im Euroraum um 0,1% und in der EU um 0,2% gestiegen.

Nachdem der DAX nach dem Ausbruch der Covid-19 Pandemie von den Höchstständen Mitte Februar bis Mitte März rund 40% verloren hatte, wurden zwischenzeitlich bis Anfang Juli im Rahmen einer Bärenmarkt-Rallye wieder rund 80% aufgeholt. Aktuell liegt der DAX damit nur noch knapp 8% gegenüber den Höchstständen aus Februar 2020 im Minus. Gemäß den aktuellen Konjunktur-Prognosen für Deutschland aus Mai 2020 erwartet die EU-Kommission einen BIP Rückgang für 2020 von 6,5%, mit einer positiven Gegenentwicklung von +5,9% in 2021. In den Jahren danach soll es gemäß Statista dann mit rund 1,4% BIP-Wachstum in Deutschland weitergehen.

Für die USA, wo die Pandemie sich stärker zuzuspitzen scheint als in Europa, rechnen Analysten mit einem noch deutlicheren Einbruch der Konjunktur: So halten Analysten der US-Bank Morgan Stanley einen Einbruch der US-Wirtschaftsleistung um 38 Prozent im zweiten Quartal für möglich – das ist so viel wie seit dem Nachkriegsjahr 1946 nicht mehr. Im März hatte sich die Situation am US-Arbeitsmarkt bereits deutlich verschlechtert, wie der offizielle Arbeitsmarktbericht zeigte und im April wurde bereits eine Arbeitslosenrate von über 14% erreicht – ein Anstieg von über 10% in nur einem Monat.

Der International Monetary Fund („IMF“) geht davon aus, dass die COVID-19-Pandemie weltweit hohe und steigende Kosten für die Menschen und die notwendigen Schutzmaßnahmen verursacht und dies die die Wirtschaftstätigkeit erheblich beeinträchtigt. Als Folge der Pandemie wird die Weltwirtschaft im Jahr 2020 voraussichtlich um, gemäß dem IMF, -3 Prozent schrumpfen, viel stärker als während der Finanzkrise 2008/2009. In einem Basisszenario - das davon ausgeht, dass die Pandemie in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 abklingt und die Eindämmungsbemühungen allmählich rückgängig gemacht werden können - wird für 2021 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 5,8 Prozent prognostiziert, wenn sich die Wirtschaftsaktivität mit Hilfe der politischen Unterstützung normalisiert. Die Risiken für noch schwerwiegendere Folgen sind jedoch erheblich.

Doch im zweiten Halbjahr rechnen Strategen und Analysten damit, dass die getroffenen politischen Maßnahmen greifen, sich das Virus eindämmen lässt und die Konjunktur wieder umschwenkt. Die Inflationsrate in Deutschland − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im Mai 2020 bei +0,6 %. Damit schwächte sich die Inflationsrate den dritten Monat in Folge ab. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sanken die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat April 2020 um 0,1 %.

Die Inflationsrate in Deutschland − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im Mai 2020 bei +0,6 %. Damit schwächte sich die Inflationsrate den dritten Monat in Folge ab. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sanken die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat April 2020 um 0,1 %.

Im April 2020, einem Monat der durch COVID-19-Eindämmungsmaßnahmen in allen Ländern des Euroraums gezeichnet ist, wird die jährliche Inflation im Euroraum auf 0,4% geschätzt, gegenüber 0,7% im März. Dies geht aus einer von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlichten Schnellschätzung hervor.

Die Europäische Zentralbank hatte im März 2016 den Zinssatz von 0,05% auf 0,00% abgesenkt und seitdem auf diesem Niveau belassen. Der Leitzins gibt an, unter welchen Bedingungen sich Kreditinstitute bei Noten- und Zentralbanken Geld leihen können. Der Strafzins für Geschäftsbanken den die Institute zahlen müssen, wenn sie überschüssige Gelder über Nacht bei der Notenbank parken, liegt nach wie vor bei -0,40%.

Im Berichtszeitraum hat der Euro gegenüber dem US-Dollar an Wert verloren. Ausgehend von einem Wert von 1,11 US-Dollar zum Beginn des Berichtszeitraums sank der Euro zum Ende des 1. Halbjahres auf 1,09 US-Dollar.

2. Entwicklung der Geschäftstätigkeit

Die Altech Advanced Materials AG, mit Sitz in Frankfurt und Geschäftsanschrift in Heidelberg, (zukünftig "AAM AG" oder "Gesellschaft") ist eine Beteiligungsgesellschaft, die Investitionen in Kapital- und Personengesellschaften tätigt, welche ein gutes Chancen/Risiko Verhältnis darstellen, insbesondere in den Geschäftsfeldern Rohstoffgewinnung und –verarbeitung, Chemie, Herstellung aller Arten von Verpackungs- und Papierprodukten, sowie deren Vertrieb. Im Berichtszeitraum wurde ein Verlust von 382 TEUR (VZ: -102 TEUR) erwirtschaftet.

Die Gesellschaft hat am 17. Juli 2019 einen Optionsvertrag mit Altech Chemicals Limited („Altech“) und Altech Chemicals Australia PTY LTD („Altech Australia“) unterzeichnet, welcher es der YAG erlaubt, bis zu 49% der Anteile an an dem hochreinen Alumina Projekt („HPA“) der Altech Australia für bis zu 100 Mio. USD zu erwerben. Für diese Option zahlte die Gesellschaft an Altech eine Gebühr in Höhe von 500.000 € in bar nach Closing. Die Option kann bis zum 1. Januar 2021 ausgeübt werden Der Optionsvertrag sieht im Wesentlichen vor:

1. AAM hat das Recht sich mit mindestens 10% (für einen anteiligen Betrag von USD 20,4 Mio.) bis zu einem direkten HPA-Projektanteil von höchstens 49% für USD 100 Mio. durch Übernahme von Anteilen an Altech Australia zu beteiligen;
2. AAM verpflichtet sich, die erworbenen Anteile 6 Jahre nach Projektstart (definiert als „Project Financial Close“, wenn also die Gesamtfinanzierung für das Projekt steht) an Altech zurück zu verkaufen auf Basis einer festgelegten Rendite von 15% p.a.;
3. Altech erhält das Recht, den Rückkauf der erworbenen Anteile an Altech Australia auf gleicher Basis innerhalb von 6 Jahren vorzeitig von AAM zu verlangen,
4. AAM kann ihre Rückverkaufsverpflichtung gegen Zahlung einer Gebühr von USD 10.000,- jederzeit kündigen und damit ihre HPA-Projektbeteiligung behalten.

Die AAM AG ist derzeit dabei seine Kapitalbeschaffungsstrategie umzusetzen, um diese Investition finanzieren zu können. Im Juni 2020 wurde die Bezugsrechtskapitalerhöhung durchgeführt und Anfang Juli eine erste Tranche platziert. Die Anmeldungen dieser Kapitalerhöhungen über in Summe rund 1,1 Mio. EUR durch Ausgabe 1.003.500 Stückaktien wurden am 27. Juli 2020 erfolgreich ins Handelsregister Frankfurt eingetragen. Für die beabsichtigte nachfolgende Privatplatzierung, wurde ein Placement-Agent-Vertrag mit einer internationalen, schweizerischen Bank abgeschlossen, welche bei der Platzierung unterstützt. Die Privatplatzierung soll nun bis September 2020 durchgeführt werden. Über das Platzierungsvolumen können derzeit noch keine Aussagen getroffen werden.

3. Unternehmenssteuerung

Die Unternehmenssteuerung findet auf Basis einer monatlichen integrierten Planungsrechnung bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Cash Flow Rechnung statt. Als wesentliche Kennzahlen und bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren sind die Liquiditätsentwicklung sowie das Ergebnis zu nennen. Die Kostenstruktur wird fortlaufend eng vom Vorstand gesteuert und überwacht. Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft wird auf monatlicher Basis das integrierte Reporting zur Verfügung gestellt.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Vermögenslage

Die Vermögenslage weist sonstige Vermögensgegenstände von TEUR 1.072 (Vorjahr 31.12.2019 TEUR 502), im Wesentlichen bestehend aus Forderungen gegenüber der die Bezugsrechtskapitalerhöhung begleitenden Bank aus Zeichnungen der Kapitalerhöhung von TEUR 570 (Vorjahr 31.12.2019 TEUR 0) und der HPA-Projektoption in Höhe von TEUR 500 (Vorjahr 31.12.2019 TEUR 500), Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 212) und Bankguthaben in Höhe von TEUR 182 (Vorjahr: TEUR 618) aus.

Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 182 (Vorjahr 31.12.2019 TEUR 150) setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Kosten im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung (TEUR 160), Rückstellungen für Abschluss und Prüfungskosten (TEUR 14) sowie Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütung (TEUR 8) zusammen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich von TEUR 33 zum 31. Dezember 2019 um TEUR 89 auf TEUR 122 zum 30. Juni 2020 erhöht und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen haben sich von TEUR 102 zum 31. Dezember 2019 um TEUR 2 auf TEUR 104 zum 30. Juni 2020 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Darlehen seitens eines Gesellschafters.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich von TEUR 563 zum 31. Dezember 2019 um TEUR 182 auf TEUR 745 zum 30. Juni 2020 erhöht, und bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Zeichner der Bezugsrechtskapitalerhöhung (TEUR 738), da diese erst am 27. Juli 2020, und somit nach dem Bilanzstichtag, im Handelsregister eingetragen wurde.

Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 1.335 zum 31. Dezember 2019 auf TEUR 1.257 zum 30. Juni 2020 reduziert. Die Bilanz zum 30. Juni 2020 weist ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 104 (31.12.2019: TEUR 486) aus. Es besteht ein Bilanzverlust in Höhe von TEUR 1.473 (31.12.2019: TEUR 1.092).

Ertragslage

Die Gesellschaft erwirtschaftete im 1. Halbjahr 2020 einen Fehlbetrag von TEUR 382 (VZ: TEUR 102).

Der Fehlbetrag resultiert überwiegend aus sonstigen betrieblichen Erträgen von 20 TEUR (VZ: TEUR 81), diese im Wesentlichen bestehend aus Erträgen aus dem Abgang von Wertpapieren von TEUR 20, Personalaufwand von TEUR 74 (VZ: TEUR 66) und sonstige betriebliche Aufwendungen von TEUR 324 (VZ: TEUR 46). Das Finanzergebnis beträgt TEUR -4 (VZ: TEUR -97).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Kosten der Kapitalerhöhung u.a. für die Erstellung eines Wertpapierprospektes von TEUR 104, Kosten für Investor Relation von TEUR 54, Weiterbelastungen für das Vorstandsmitglied Uwe Ahrens seit Februar 2020 von der Altech Chemicals Ltd. von TEUR 50, Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 44, Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 43 sowie Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 12.

Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -437.

Dieser resultiert aus dem Halbjahresergebnis von TEUR -382, zzgl. der Zunahme der Rückstellungen in Höhe von TEUR 31, abzgl. der Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände und sonstigen Aktiva in Höhe von TEUR 359 sowie zzgl. der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Passiva in Höhe von TEUR 273.

Einen Cashflow aus Investitionstätigkeiten gab es im ersten Halbjahr 2020 nicht.

Ein Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten gab es im ersten Halbjahr 2020 nicht.

C. Chancen- und Risikobericht

Seit Abschluss der HPA-Projektoption im Juli 2019, welche eine Beteiligung von bis zu 49% an dem hochreinen Alumina Projekt („HPA“) der Altech Australia für bis zu USD 100 Mio. ermöglicht, ist die Gesellschaft primär auf die Umsetzung des Erwerbs der Beteiligung fokussiert. Durch die auf Basis des Beschlusses der außerordentlichen Hauptversammlung vom 12. März 2020 geplante Kapitalerhöhung sollen die für die Ausübung der HPA-Projektoption benötigten Mittel beschafft werden. Hierdurch soll auch der weitere Fortbestand des Unternehmens gesichert werden. Ziel ist es aus der Kapitalerhöhung und möglicher weiterer Finanzierungsmaßnahmen ausreichend liquide Mittel in der Gesellschaft zurück zu behalten um die gewöhnliche Geschäftstätigkeit bis zur möglichen Rückgabe der erworbenen Anteile 6 Jahre nach Projektstart ohne weitere externe Mittel finanzieren zu können.

Chancen und Risiken bestehen auf Basis des Agierens als Beteiligungsgesellschaft, in dem die überschüssige Liquidität in Wertpapiere mit einem guten Chance-/Risiko-Verhältnis angelegt wird. Wertpapiere unterliegen Kursänderungsrisiken, so dass es im Rahmen der Anlage zu Erträgen aber auch Verlusten kommen kann. Den Risiken begegnet der Vorstand durch eine kontinuierliche Überwachung der Wertpapierkurse sowie der Anlage in liquide Titel. Potentielle Chancen und Risiken bestehen auch aus der Investition in das HPA-Projekt, sollte diese umgesetzt werden.

Risiken aus Investitionen:

Sollte die Gesellschaft die Investitionen in das HPA-Projekt tätigen, bestehen sowohl Projektrisiken die sich negativ auf den Wert der Beteiligung an dem 4N HPA Projekt auswirken könnten als auch das Risiko von wesentlichen Preisschwankungen oder negativer Preisentwicklung des Endproduktes. Den Risiken im Projekt begegnet der Vorstand durch eine kontinuierliche Überwachung der Projektentwicklung, dies ist insbesondere dadurch gewährleistet, dass Herr Ignatius Tan neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Gesellschaft auch Geschäftsführer der Projektgesellschaft in Australien ist und durch regelmäßige Reviews der Nachfrage- und Angebotsentwicklung für 4N HPA am Weltmarkt.

Risiken aus fehlender Liquidität:

Durch ausbleibende Erträge kann es zu Engpässen in der Liquidität kommen. Dies soll verhindert werden, indem die Investitionen hauptsächlich in leicht handelbaren Investments erfolgt, so dass durch (Teil-) Verkäufe jederzeit Liquidität beschafft werden kann.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten:

Es sind derzeit keine anhängigen Aktivprozesse und keine anhängigen Passivprozesse bekannt.

Gesamtaussage:

Zusammenfassend ist festzustellen, dass als Beteiligungsgesellschaft die Möglichkeit einer gewinnbringenden Geschäftstätigkeit besteht. Durch die geplante Investition in die Altech Australia könnte sich die Altech Advanced Materials AG langfristig als eine auf Rohstoffe / Chemieprodukte spezialisierte Beteiligungsgesellschaft aufstellen. Außer den oben beschriebenen Risiken, insbesondere der Abhängigkeit von Erträgen aus der geplanten Kapitalerhöhung, von Beteiligungen und Finanzanlagen sowie den Liquiditätsrisiken kann der Vorstand derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken erkennen. Der Vorstand geht derzeit davon aus, dass die Risiken innerhalb des aktuellen Risikomanagementsystems gut beherrschbar sind. Durch eine erfolgreiche Umsetzung des Konzepts eines Beteiligungsunternehmens wird erwartet, die einzelnen Risiken weiter minimieren zu können.

D. Vergütungsbericht

Aufsichtsrat

Der Vergütungsbericht enthält Informationen zu den ausgezahlten Vergütungen an den Vorstand und Aufsichtsrat. Er wurde gemäß der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex und den anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.

Laut § 14 der Gesellschaftssatzung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats eine Vergütung, die von der Hauptversammlung der Aktionäre festgelegt wird. Ist ein Aufsichtsratsmitglied nicht das gesamte Jahr lang im Amt, wird die Vergütung anteilig gezahlt. Letztmalig beschloss die Hauptversammlung vom 15. Januar 2020 die Aufsichtsratsvergütung. Danach bleibt die fixe Vergütung des Aufsichtsrats gleich und der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält jährlich TEUR 3, der stellvertretende Vorsitzende TEUR 2 und alle anderen Mitglieder TEUR 2. Zusätzlich wurde beschlossen, dass der Aufsichtsrat mindestens zwei Ausschüsse bilden soll, den Prüfungsausschuss und den Industrieausschuss. Für die Teilnahme in dem Prüfungsausschuss wird zusätzlich eine jährliche Nettovergütung von TEUR 5 gewährt. Für die Teilnahme in dem Industrieausschuss wird zusätzlich eine jährliche Nettovergütung von TEUR 22 gewährt. Etwaige andere zu bildende Ausschüsse sind mit der beschlossenen Vergütung abgegolten. Die Vergütung ist regulär am Jahresende fällig und zahlbar. Aufsichtsratsmitgliedern werden die bei der Erfüllung ihrer Pflichten entstandenen Auslagen erstattet.

Als Aufsichtsratsvergütungen wurden zum 30. Juni 2020 folgende Vergütungen:

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Herr Gerrit Kaufhold TEUR 3 (Vorperiode: TEUR 2)
Herr Dr. Burkhard Schäfer (Aufsichtsratsvorsitzender) TEUR 4 (Vorperiode: TEUR 2)
Herr Dieter Rosenthal TEUR 12 (Vorperiode: TEUR 1)
Herr Mathias Schmid (bis 12. März 2020; Stellvertreter) TEUR 0 (Vorperiode: TEUR 1)
Herr Wilko Stark (ab 12. März 2020; Stellvertreter) TEUR 7 (Vorperiode: TEUR 0)
Herr Werner Klatten TEUR 12 (Vorperiode: TEUR 0)

zzgl. etwaige Umsatzsteuer als Aufwand berücksichtigt.

Vorstand

Vorstände der Altech Advanced Materials AG waren im Berichtszeitraum:

Herr Hansjörg Plaggemars,
Ignatius Kim-Seng Tan und
Uwe Ahrens.

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen für das Geschäftsjahr TEUR 55 (Vorperiode: TEUR 45).

E. Prognosebericht

Der Vorstand ging im Prognosebericht des letzten Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2020 von einem Jahresfehlbetrag von rund 567 TEUR ohne Berücksichtigung von sonstigen betrieblichen Erträgen aus. Für das erste Halbjahr 2020 wurde die Vorjahresprognose auf Grund der hohen zusätzlichen Kosten für die Vorbereitung der erneuten Kapitalerhöhung inklusive des neuen Wertpapierprospekts sowie begleitende Maßnahmen überschritten. Im 1. Halbjahr sind monatlich Kosten von rund TEUR 66 entstanden gegenüber erwarteten durchschnittlichen Kosten von ca. TEUR 47 pro Monat. Denen gegenüber standen nicht geplante Erträge aus Kapitalanlagen in Höhe von TEUR 20.

Auf Basis der aktuellen Organisations- und Personalstruktur werden für das 2. Halbjahr 2020 monatliche durchschnittliche Kosten von ca. TEUR 36 erwartet.

Somit wird für das Jahr 2020 aktuell ein Jahresfehlbetrag von rund TEUR 600 erwartet. Für die Folgejahre wären jährliche Kosten in Höhe von TEUR 460 zu erwarten. Der Vorstand erwartet derzeit, dass der Gesellschaft durch die geplante Privatplatzierung im 2. Halbjahr 2020 weitere liquide Mitteln zugeführt werden, auch wenn dies aktuell noch nicht sicher ist.

Die geplante Investition in die Altech Australia führt bei Umsetzung erst sechs Jahre nach dem Project Financial Close des HPA-Projekts zu einem geplanten Rückfluss auf Basis der Rückkaufverpflichtung von Altech. Dies wurde so in der Planung der Gesellschaft berücksichtigt. Mögliche vorherige Dividenden oder ähnlich Erträge wurden nicht eingeplant. Die zur Kostendeckung der Gesellschaft bis zum geplanten Rückfluss benötigten Finanzmittel sollen im Rahmen der Kapitalbeschaffung zurückbehalten und in liquide Wertpapiere investiert werden.

Heidelberg, den 28. Juli 2020

*gez. Uwe Ahrens

(Vorstand)*

*gez. Hansjörg Plaggemars

(Vorstand)*

*gez. Iggy Tan

(Vorstand)*

BILANZ ZUM ZWISCHENBERICHT ZUM 30. JUNI 2020

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AKTIVA EUR 30.06.2020

EUR
31.12.2019

EUR
A. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferung und Leistung 0,00 2.182,33
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1,00 1,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.072.412,32 502.030,87
II. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 3.060,00 212.285,00
III. Guthaben bei Kreditinstituten 181.613,20 618.212,80
1.257.086,52 1.334.712,00

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PASSIVA EUR 30.06.2020

EUR
31.12.2019

EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.577.552,00 1.577.552,00
II. Bilanzverlust -1.473.469,24 -1.091.872,89
buchmäßiges Eigenkapital 104.082,76 485.679,11
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 181.718,66 150.539,60
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 122.051,43 33.238,45
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 104.414,29 102.027,40
3. Sonstige Verbindlichkeiten 744.819,38 563.227,44
971.285,10
1.257.086,52 1.334.712,00

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 1. JANUAR 2020 BIS 30. JUNI 2020

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01.01.2020

bis

30.06.2020
01.01.2019

bis

30.06.2019
EUR EUR
--- --- --- ---
1. Sonstige betriebliche Erträge 20.370,62 81.162,64
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 71.800,00 60.175,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung,

davon für Altersversorgung (im Vorjahr: EUR 0,00)
2.714,64 74.514,64 5.811,05
3. Abschreibungen
auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 12.761,64
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 323.392,92 46.153,89
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00

(im Vorjahr: EUR 12.761,64)
0,00 20.461,64
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.535,00 73.976,45
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.524,41 2.401,80
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -381.596,35 -99.655,55
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00 2.030,87
Ergebnis nach Steuern -381.596,35 -101.686,42
9. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag -381.596,35 -101.686,42
10. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -1.091.872,89 -684.157,62
11. Bilanzverlust -1.473.469,24 -785.844,04

ANHANG ZUM ZWISCHENBERICHT ZUM 30. JUNI 2020

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist im Regulierten Markt General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Kennnummer ISIN DE000A2LQUJ6 mit 1.577.552 Stück Namensaktien gelistet. Entsprechend gilt die Gesellschaft zum Bilanzstichtag als eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 264d HGB. Die Gesellschaft mit Sitz in Frankfurt und Geschäftsanschrift in Heidelberg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt unter der Nummer HRB 118874 eingetragen.

Der Halbjahresfinanzbericht der Altech Advanced Materials AG, Frankfurt, für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 wurde auf der Grundlage der handelsrechtlichen Ansatz-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften erstellt. Ergänzend dazu sind die Bestimmungen des Aktiengesetzes ("AktG") maßgebend.

Die Gliederung und der Ausweis der Posten der Bilanz entsprechenden Vorschriften für große Kapitalgesellschaften (§ 266 HGB).

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gem. § 252 Abs.1 Nr.2 HGB vorgenommen.

Die im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Bilanzstichtag einzeln bewertet.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB angesetzt oder, bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag außerplanmäßig abgeschrieben. Als Kriterium für außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung der Wertpapiere des Anlagevermögens, die an einem organisierten Markt gehandelt werden, gilt die bisherige Dauer einer bereits eingetretenen Wertminderung (nachfolgend auch „10/20-Regel“ genannt):

a) Liegt in den dem Abschlussstichtag vorausgehenden sechs Monaten der Börsenkurs des Wertpapiers bzw. der Net-Asset-Value des Fondsanteils permanent um mehr als 20 % unter dem Buchwert, so wird die Wertminderung als dauernd angesehen;
b) Dasselbe gilt, wenn der volumengewichtete Durchschnittswert des täglichen Börsenkurses bzw. der Net-Asset-Value des Fondsanteils in den letzten zwölf Monaten über 10 % unter dem Buchwert liegt.

Für nicht am organisierten Markt gehandelte Geschäftsanteile wird die voraussichtlich dauernde Wertminderung auf Basis eines Werthaltigkeitstests bestimmt.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt, soweit nicht bei Währungspositionen gemäß § 256a HGB zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag umzurechnen ist oder, im Falle erkennbarer Einzelrisiken, der niedrigere beizulegende Wert anzusetzen ist.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dem niedrigeren Kurs zum Abschlussstichtag bilanziert.

Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag angemessen Rechnung getragen. Die Bemessung des Erfüllungsbetrags erfolgte in einer Höhe, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert, soweit nicht bei Währungspositionen gemäß § 256a HGB zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag umzurechnen ist.

Die Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

C. Angaben zur Bilanz

Wertpapiere des Anlagevermögens bestehen zum Abschlussstichtag nicht mehr.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden nicht gebildet, da eine Verlustverrechnung innerhalb der nächsten fünf Jahre nicht zu erwarten ist.

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag EUR 1.577.552,00. Das Grundkapital ist eingeteilt in 1.577.552 nennwertlose auf den Namen lautende Stückaktien.

Zum 30. Juni 2020 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital von EUR 104 aus.

Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 182 setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Kosten im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung (TEUR 160), Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 14) sowie Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütung (TEUR 8) zusammen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Deutsche Balaton AG in Höhe von TEUR 104. Für diese wurde mit 2. Nachtrag zur Massekreditvereinbarung vom 29. Februar 2016 eine Stundungsvereinbarung bis zum 30. Juni 2027 mit Nachbesserung vereinbart.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich von TEUR 563 zum 31. Dezember 2019 um TEUR 182 auf TEUR 745 zum 30. Juni 2020 erhöht, und bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Zeichner der Bezugsrechtskapitalerhöhung (TEUR 738) da diese erst am 27. Juli 2020, und somit nach dem Bilanzstichtag, im Handelsregister eingetragen wurde.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Sicherheiten wurden nicht gewährt.

D. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 20 betreffen im Wesentlichen Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 20.

Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens im Berichtszeitraum betrugen TEUR 2.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 324 bestehen im Wesentlichen aus Kosten der Kapitalerhöhung u.a. für die Erstellung eines Wertpapierprospektes von TEUR 104, Kosten für Investor Relation von TEUR 54, Weiterbelastungen für das Vorstandsmitglied Uwe Ahrens seit Februar 2020 von der Altech Chemicals Ltd. von TEUR 50, Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 44, Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 43 sowie Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 12.

E. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Zum 30. Juni 2020 beschäftigte die Gesellschaft zwei Mitarbeiter in Teilzeit.

2. Mitglieder der Gesellschaftsorgane

Zusammensetzung des Vorstands:

Herr Hansjörg Plaggemars, Vorstand,
Ignatius Kim-Seng Tan, Vorstand,
Uwe Ahrens, Vorstand.

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Berichtszeitraum TEUR 55 (Vorperiode: TEUR 21). Die Bezüge bestehen vollständig aus erfolgsunabhängigen Bestandteilen und beinhalten somit auch keine Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. Sonstige Zuwendungen, wie z.B. Zuschuss zur Krankenversicherung, KFZ oder ähnliches, werden ebenfalls nicht gewährt. Für das Vorstandsmitglied Uwe Ahrens wird seit Februar 2020 von der Altech Chemicals Ltd. eine pauschale Managementvergütung von monatlich TEUR 10 in Rechnung gestellt.

Zusammensetzung des Aufsichtsrates:

Herr Dr. Burkhard Schäfer, Mannheim, Unternehmensberater, Vorsitzender,
Herr Gerrit Kaufhold, Hamburg, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Mitglied,
Herr Mathias Schmid, Bever/CH, Vorstand, stellvertretender Vorsitzender, Mitglied bis 12. März 2020
Herr Dieter Rosenthal, Niederfischbach, Unternehmensberater, Mitglied,
Herr Werner Klatten, München, Manager, Mitglied,
Herr Wilko Stark, Gerlingen, Manager, stellvertretender Vorsitzender, Mitglied seit 12. März 2020

Herr Dr. Burkhard Schäfer ist Mitglied in folgenden Aufsichtsräten:

MARNA Beteiligungen AG, Hamburg, Vorsitzender
Alpha Cleantec AG, Heidelberg, Stellvertretender Vorsitzender,
Mistral Media AG, Frankfurt am Main, Stellvertretender Vorsitzender
VV Beteiligungen AG, Heidelberg, Stellvertretender Vorsitzender,
DELPHI Unternehmensberatung Aktiengesellschaft, Heidelberg, Mitglied
Deutsche Balaton AG, Heidelberg, Mitglied

Herr Dieter Rosenthal ist Mitglied in folgenden Aufsichtsräten

SMS group GmbH, Düsseldorf, Mitglied

Herr Mathias Schmid war in seiner Zeit als Mitglied des Aufsichtsrates der Gesellschaft in folgenden weiteren Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien:

Green Hills Capital Holding AG, Berlin, Aufsichtsrat
MARNA Beteiligungen AG, Heidelberg, Aufsichtsrat
Tauris Capital AG, Frankfurt, Aufsichtsrat
DeFacto Recovery Services AG, Zürich, Präsident des Verwaltungsrats
Alpha Cleantec AG, Zug, Verwaltungsrats

Herr Werner Klatten ist Mitglied in folgenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien

Deutschen Sporthilfe, Frankfurt, Vorsitzender des Aufsichtsrat
Puma Brandenburg Ltd., Guernsey, Chairman of Directors
Tamara Comolli Fine Jewelry GmbH, Gmund, Vorsitzender des Beirats

Herr Gerrit Kaufhold und Herr Wilko Stark waren im Berichtszeitraum in keinen weiteren Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien anderer in- oder ausländischer Wirtschaftsunternehmen Mitglied.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Berichtszeitraum TEUR 44 (Vergleichsperiode: TEUR 4).

3. Corporate Governance

Die Erklärung nach § 161 AktG (Corporate Governance Kodex) wurde zuletzt im Februar 2020 abgegeben und auf der Internetseite unter www.altechadvancedmaterials.com öffentlich zugänglich gemacht.

4. Haftungsverhältnisse oder sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse oder sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

5. Mitteilungen nach dem Aktiengesetz bzw. Wertpapierhandelsgesetz

Bezüglich der historischen Stimmrechtsmitteilungen wird auf den vollständigen veröffentlichten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 verwiesen.

Im bisherigen Geschäftsjahr gingen keine weiteren Stimmrechtsmitteilungen ein.

6. Angaben nach § 115 Absatz (5) WpHG

Der vorliegende Halbjahresabschluss mit Lagebericht der Gesellschaft wurde keiner prüferischen Durchsicht oder Abschlussprüfung unterzogen.

7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag erfolgten weitere Zeichnungen aus einer ersten Tranche der Privatplatzierung im Umfang von 332.463 Stück neue Aktien zu 1,10 EUR je Aktie. Die Eintragung der beiden Kapitalerhöhungen (Bezugsrechtskapitalerhöhung und erste Tranche Privatplatzierung) über in Summe rund 1,1 Mio. EUR durch Ausgabe von insgesamt 1.003.500,00 erfolgte am 27. Juli 2020, das neue gezeichnete Kapital beträgt nunmehr EUR 2.581.052.

8. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung der gesetzlichen Vertreter der Altech Advanced Materials AG, Frankfurt, gemäß § 115 WpHG für das 1. Halbjahr 2020:

„Wir versichern nach bestem Wissen, dass der gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Zwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.“

Heidelberg, den 28. Juli 2020

*gez. Uwe Ahrens

(Vorstand)*

*gez. Hansjörg Plaggemars

(Vorstand)*

*gez. Iggy Tan

(Vorstand)*

Altech Advanced Materials AG - Kapitalflussrechnung

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in EUR 30.06.2020 30.06.2019
Ergebnis nach Steuern -381.596,35 -101.686,42
+ Zunahme der Rückstellungen 31.179,06
+ Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) -358.974,12 36.102,00
- Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) 272.791,81
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -436.599,60 -84.260,83
Cashflow aus Investitionstätigkeit 0,00 1,00
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 0,00 0,00
Veränderung des Finanzmittelbestandes -436.599,60 -84.259,83
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 618.212,80 239.505,54
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 181.613,20 155.245,71
Zusammensetzung des Finanzmittelbestands:
Kasse, Guthaben bei Kreditinstituten 181.613,20 155.245,71
181.613,20 155.245,71

Eigenkapitalspiegel

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in EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzverlust Eigenkapital gesamt
Stand zum 31.12.2018 1.577.552,00 0,00 -684.157,62 893.394,38
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -407.715,27 -407.715,27
Stand zum 31.12.2019 1.577.552,00 0,00 -1.091.872,89 485.679,11
Stand zum 31.12.2019 1.577.552,00 0,00 -1.091.872,89 485.679,11
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -381.596,35 -381.596,35
Stand zum 30.06.2020 1.577.552,00 0,00 -1.473.469,24 104.082,76

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