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Allianz SE Annual Report 2020

Jun 28, 2021

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Annual Report

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Publication

Allianz Deutschland AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

INHALT

Mitglieder des Vorstandes

Überblick Segmente Allianz Deutschland AG

Lagebericht

Allgemeine Rahmenbedingungen

Die Allianz Deutschland AG

Geschäftsverlauf

Vermögenslage

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Risikobericht

Prognose- und Chancenbericht

Nichtfinanzielle Erklärung

Erklärung zur Unternehmensführung

Jahresabschluss

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Angaben zu den Aktiva

Angaben zu den Passiva

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bericht des Aufsichtsrates

Mitglieder des Aufsichtsrates

MITGLIEDER DES VORSTANDES

DR. KLAUS-PETER RÖHLER

Vorsitzender des Vorstandes

zusätzlich Sachversicherung (bis 31. März 2020)

zugleich Mitglied des Vorstandes der Allianz SE,

Ressort Insurance German Speaking Countries and Central & Eastern Europe (seit 1. April 2020)

FABIO DE FERRARI

Operations

KATJA DE LA VIÑA

Finanzen

BERND HEINEMANN

Marktmanagement

ANDREAS KANNING

Vertrieb

NINA KLINGSPOR

Krankenversicherung

AYLIN SOMERSAN COQUI

Personal und Interne Dienste

bis 30. Juni 2020

DR. ANDREAS WIMMER

Lebensversicherung

FRANK SOMMERFELD

Sachversicherung

seit 1. April 2020

RENATE WAGNER

Personal und Interne Dienste zugleich Mitglied des Vorstandes der Allianz SE,

Ressort Human Resources. Legal, Compliance, Mergers & Acquisitions seit 1. Juli 2020

ÜBERBLICK SEGMENTE ALLIANZ DEUTSCHLAND AG

Zum besseren Verständnis des nachfolgenden Lageberichtes der Allianz Deutschland AG wird vorab ein kurzer Überblick über die Entwicklung in den einzelnen Segmenten der Allianz Deutschland AG gegeben. Die nachfolgenden Zahlenangaben beziehen sich auf die Internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS).

Schaden- und Unfallversicherung

Die unerwarteten weltweiten Herausforderungen des Jahres 2020 haben das Geschäft der Schaden- und Unfallversicherung der Allianz Deutschland AG spürbar belastet und die Rahmenbedingungen für alle stark verändert.

Insgesamt ist die Schaden- und Unfallversicherung der Allianz Deutschland AG vergleichsweise gut durch die Krise im Jahr 2020 gekommen. Die Beitragseinnahmen konnten um 1,6 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro gesteigert werden. Das Wachstum wurde vor allem durch die ADAC Autoversicherung AG unterstützt. Positive Impulse setzte weiterhin auch die Allianz Autoversicherung, sodass die Anzahl der Kraftfahrtpolicen - trotz deutlich rückläufiger Neuzulassungen - leicht ausgebaut wurde. Im Kraftfahrtgeschäft lag die Zahl der versicherten Fahrzeuge bei 8,7 Millionen Euro. Im Nichtkraftfahrtgeschäft konnten durch Preisanpassungen und Volumensteigerungen in den Sachbranchen in Verbindung mit der erfolgreichen Erneuerung des PrivatSchutz-Angebotes Beitragszuwächse erzielt werden. Belastend wirkten Rückgänge im Zusammenhang mit bewussten Auflösungen von Kooperationen.

Die gesamten Neu- und Mehrbeiträge lagen mit 1.573 Millionen Euro trotz der schwierigen Rahmenbedingungen nur um 2,2 Prozent unter dem Vorjahr.

Die als Folge der Betriebsschließungsversicherung erhöhten Schadenaufwendungen belasteten das Ergebnis, wobei niedrigere Schäden durch Naturkatastrophen und ein geringerer Schadenanfall - vor allem in der Kraftfahrtversicherung im Rahmen verminderter Fahrleistungen - zum Teil positiv entgegenwirken konnten.

Das versicherungstechnische Ergebnis der Schaden- und Unfallversicherung der Allianz Deutschland AG nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) hat sich im Jahr 2020 infolgedessen auf 628 (665) Millionen Euro reduziert.

Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote erhöhte sich auf 93,0 (92,5) Prozent wobei die Kostenquote auf 24,3 (24,7) Prozent sank.

Das operative Ergebnis sank vor allem aufgrund der COVID-19- bedingten Sonderbelastungen, maßgeblich im Rahmen der Betriebsschließungsversicherung, auf 1.196 (1.262) Millionen Euro.

Lebensversicherung

Der Marktanteil an Beitragseinnahmen der Allianz Lebensversicherung ist gegenüber dem außergewöhlich erfolgreichen Jahr 2019 auf 26 Prozent leicht gesunken. Auch in 2020 lag der Neugeschäftsanteil von Produkten mit neuen Garantien auf einem sehr hohen Niveau.

Der weit überwiegende Teil der Kunden setzt bei neuen Verträgen auf die Vorteile moderner Vorsorgekonzepte sowohl bei der privaten Vorsorge als auch in der betrieblichen Altersversorgung. Die innovativen Vorsorgekonzepte von Allianz Leben stehen für eine zeitgemäße Altersvorsorge und haben die klassische Lebensversicherung weitgehend abgelöst. Zudem entwickelt die Allianz weitere Ansätze, um Menschen noch stärker dafür zu gewinnen, für ihre Zukunft vorzusorgen.

Die Anzahl der von Allianz Leben verwalteten Verträge lag mit 12,9 (12,8) Millionen um 1,3 Prozent über der des Vorjahres. Die Stornoquote nach Stückzahlen blieb bei 1,4 (1,4) Prozent und liegt damit weiterhin deutlich unter dem Marktdurchschnitt.

Die Angebote sowohl für die Altersvorsorge als auch für die Absicherung elementarer Lebensrisiken wie Tod des Versorgers oder Berufsunfähigkeit profitieren wesentlich von der erfolgreichen Kapitalanlage in der Lebensversicherung. In der anhaltenden Phase von Null- und Negativzinsen setzt die Allianz Lebensversicherungs-AG für ihre Kunden Neuerungen ihres Produktangebotes um, welche durch eine breit diversifizierte Kapitalanlage die Chancen für langfristige attraktive Renditen deutlich verbessert.

Das operative Ergebnis nach internationaler Rechnungslegung erreichte mit 1.202 Millionen Euro einen Wert über dem des Vorjahres (1.151).

Private Krankenversicherung

Die Beitragseinnahmen aus dem privaten Krankenversicherungsgeschäft stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 166 Millionen Euro auf 3,7 Milliarden Euro an. Dies entspricht einem Zuwachs um 4,6 Prozent. Die Vertriebsleistung reichte trotz der Beeinträchtigungen infolge der COVID-19-Pandemie nahezu an das ausgezeichnete Ergebnis des Vorjahres heran. Der konsequente Fokus auf die wesentlichen Produkte sowohl in der Vollversicherung als auch in der Zusatzversicherung und die vertriebsunterstützenden Maßnahmen vor dem Hintergrund der schwierigen Geschäftsbedingungen in diesem Jahr haben sich ausgezahlt.

Einfluss auf die Entwicklung der Beitragseinnahmen des abgelaufenen Geschäftsjahres hatten neben den Beitragsanpassungen der Kundenzuwachs sowie die Beitragseinnahmen in Form von Neubeiträgen, die leicht über denen des Vorjahres lagen. Die durch Storni verursachten Beitragsabgänge blieben auf einem vergleichsweise stabilen Niveau.

Zum Jahresende waren 2,8 Millionen Menschen bei der Allianz Privaten Krankenversicherung krankenversichert. Dies entspricht einem Anstieg um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Steigerung ist auf den Zuwachs in der Zusatzversicherung um 2,4 Prozent auf 2,2 Millionen Menschen zurückzuführen. In der Krankheitskostenvollversicherung nahm der Bestand alterungsbedingt um 1,6 Prozent ab.

Trotz eines erneuten Rückgangs des ohnehin sehr niedrigen Zinsniveaus konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 eine weiterhin hohe Nettoverzinsung von 3,4 (3,5) Prozent erzielt werden.

Das operative Ergebnis nach internationaler Rechnungslegung lag bei 187 Millionen Euro und damit trotz der Beeinträchtigungen des Geschäftsverlaufs infolge der COVID-19-Pandemie über den Erwartungen.

LAGEBERICHT

Das Geschäftsjahr 2020 war auch für die Allianz Deutschland AG und ihre Tochtergesellschaften durch die COVID-19-Pandemie geprägt. Ungeachtet dessen hat das Unternehmen insgesamt ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis erzielt. Es hat sich bewiesen, dass effiziente und innovative Arbeitsprozesse (einschließlich mobilem Arbeiten), konsequente und an den Kundenbedürfnissen orientierte Digitalisierung im Rahmen des Allianz Customer Models, der vertriebliche Ansatz „persönlich und digital", Finanzstärke und ein weltweites Kapitalanlagesystem als die zentralen Sicherungen gegen Krisen anzusehen sind. Mit diesen Stärken hat die Allianz Deutschland AG ihre Widerstandskraft untermauert.

Die Allianz Deutschland AG hat ihre marktführende Stellung behauptet und trotz der schwierigen Rahmenbedingungen einen Umsatz von 40,8 (42,0) Milliarden Euro über alle Tochtergesellschaften erzielt.

Die Beitragseinnahmen der Schaden- und Unfallversicherung konnten um 1,6 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro gesteigert werden. Das Wachstum in der Kraftfahrtversicherung wurde maßgeblich durch die ADAC Autoversicherung AG gestützt. Im Nichtkraftfahrtgeschäft konnten durch Preisanpassungen, Volumensteigerungen in den Sachbranchen sowie mit der erfolgreichen Erneuerung des PrivatSchutz-Angebotes im Rahmen des Allianz Customer Models Beitragssteigerungen erzielt werden.

Die Allianz Lebensversicherungs-AG hat ihre marktführende Stellung in der deutschen Lebensversicherungsbranche auch im Jahr 2020 gehalten. Der Marktanteil an Beitragseinnahmen der Allianz Lebensversicherungs-AG inklusive ihrer Tochtergesellschaften beträgt 26 Prozent. Die Stornoquote nach Stückzahlen lag signifikant unter dem Marktdurchschnitt. Allianz Leben bietet ihren Kunden aufgrund ihrer Finanzstärke, der professionell aufgestellten sowie weltweit ausgerichteten Kapitalanlagen eine - auch wenn die Phase von Null- und Negativzinsen nach wie vor anhält - weiterhin außerordentlich attraktive Nettoverzinsung, die sich mit 4,1 Prozent über dem Niveau vergleichbar sicherer Anlagen befand.

In der Krankenversicherung stiegen die Beitragseinnahmen um 4,6 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro an; auch die Anzahl der versicherten Personen erhöhte sich insgesamt auf 2,8 Millionen. Obwohl das sehr niedrige Zinsniveau erneut zurückging, wurde eine Nettoverzinsung von 3,4 Prozent erzielt.

In der Allianz Deutschland AG erhöhte sich der Gewinn nach Steuern auf 1.284,1 (1.158,4) Millionen Euro, hier wirkte sich der im Jahr 2020 mit der Allianz Lebensversicherungs-AG abgeschlossene Ergebnisabführungsvertrag positiv aus.

ALLGEMEINE RAHMENBEDINGUNGEN

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

GLOBALE REZESSION

2020 war das Jahr der Pandemie. COVID-19, ein neuartiger Corona-Virus, forderte beinahe zwei Millionen Menschenleben weltweit und führte zum teilweisen Stillstand von wirtschaftlichen Aktivitäten. Infolgedessen schrumpfte die Weltwirtschaft 2020 um 4,2 Prozent, so stark wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr; in der globalen Finanzkrise 2009 betrug der Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung dagegen nur 0,1 Prozent. Aufgrund beispielloser Rettungsmaßnahmen seitens der Geld- und Fiskalpolitik - vor allem in den Industrieländern - konnten die Auswirkungen auf Unternehmen und Beschäftigung zumindest teilweise abgefedert werden. Unternehmensinsolvenzen gingen beispielsweise 2020 sogar zurück. Zugleich stieg die öffentliche Verschuldung in den Industrieländern auf den Rekordwert von 130 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP).

Auch die deutsche Wirtschaft wurde von der COVID-19-Pandemie stark in Mitleidenschaft gezogen. Die reale Wirtschaftsleistung ging 2020 um 5 Prozent zurück. Damit war der Rückschlag etwas geringer als in den meisten anderen europäischen Nachbarländern: die gesamte Eurozone verzeichnete einen Rückgang von 6,8 Prozent. Ursächlich dafür war nicht zuletzt das relativ gute Abschneiden der Industrie im 2. Halbjahr, die dabei nicht unwesentlich von der Nachfrage aus China profitierte, der einzigen großen Volkswirtschaft, die 2020 wuchs. Der zweite stabilisierende Faktor war der sprunghafte Anstieg der Staatsausgaben, die im Zuge der Maßnahmen gegen die COVID- 19-Pandemie um 9,5 Prozent zulegten. Im Gegensatz dazu waren der private Verbrauch und Investitionen - als Folge der eingeschränkten Konsummöglichkeiten im Lockdown sowie der hohen Unsicherheit bezüglich des weiteren Verlaufes der Pandemie - stark rückläufig.

ERWERBSTÄTIGKEIT SINKT

Mit der COVID-19-Pandemie sank die Zahl der Erwerbstätigen erstmals seit 14 Jahren wieder: Sie verringerte sich im Jahresdurchschnitt um 1,1 Prozent auf 44,8 Millionen. Spiegelbildlich stieg die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt von 5,0 auf 5,9 Prozent an. Dieser relativ moderate Anstieg trotz schwerster Rezession war dem Instrument Kurzarbeitergeld zu verdanken, mit dem viele Beschäftigungsverhältnisse erhalten werden konnten. Dessen Wirkung zeigte sich auch in dem nur geringen Rückgang des Arbeitnehmerentgeltes (Löhne und Gehälter einschließlich Sozialbeiträgen der Arbeitgeber) um 0,5 Prozent; die Unternehmens- und Vermögenseinkommen fielen dagegen um 7,5 Prozent. Dank umfangreicher Sozialleistungen stieg das verfügbare Einkommen der Haushalte 2020 sogar leicht um 0,8 Prozent. Gleichzeitig ging auch die Inflation auf 0,5 Prozent zurück, so dass für die Haushalte selbst im Krisenjahr 2020 etwas höhere reale Einkommen zu Buche standen. Vor dem Hintergrund stabiler Einkommen und sinkenden Konsums schnellte die Sparquote von 10,9 Prozent (2019) auf 16,3 Prozent nach oben.

AKTIENMÄRKTE TROTZEN COVID-19-PANDEMIE

Die Finanzmärkte reagierten anfangs mit kräftigen Kursverlusten auf den Ausbruch von COVID-19 in Europa und Amerika. Selbst der Markt für US-Staatsanleihen blieb von Verwerfungen nicht verschont. Mit dem schnellen und resoluten Eingreifen der Notenbanken beruhigte sich die Lage jedoch zügig wieder. Seit Beginn des 2. Quartals 2020 befanden sich die Aktienmärkte im Aufschwung und entkoppelten sich immer stärker vom realen Wirtschaftsgeschehen. Besonders deutlich zeigt sich diese Diskrepanz in den USA, wo der Aktienmarkt, gemessen am marktbreiten Index S&P 500, im Krisenjahr 2020 um 16 Prozent spürbar nach oben kletterte. Auch der Deutsche Aktienindex (DAX) konnte das Jahr mit einem Plus abschließen, das mit 3,5 Prozent allerdings deutlich kleiner ausfiel.

Von dieser positiven Entwicklung profitierte auch das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland. Nachdem noch im 1. Quartal 2020 ein Minus von 2 Prozent gegenüber Ende 2019 zu Buche stand, konnte bereits zum Ende des 2. Quartals ein leichtes Plus verzeichnet werden; per Ende September 2020 erreichte das Geldvermögen schließlich den neuen Rekordwert von 6,74 Billionen Euro und lag damit um 3,6 Prozent über dem Jahresendwert 2019. Im Schlussquartal 2020 hat sich diese positive Entwicklung fortgesetzt. Neben der Erholung am Kapitalmarkt war dafür vor allem die sehr hohe Ersparnisbildung verantwortlich: In den ersten neun Monaten stockten die deutschen Haushalte ihr Geldvermögen um 288 Milliarden Euro auf; im Vorjahreszeitraum waren es dagegen „nur" 208 Milliarden Euro gewesen. Ein weiteres Charakteristikum des Sparens in Pandemie-Zeiten ist die stärkere Zuwendung zu Kapitalmarktprodukten: Insgesamt 24 Prozent der frischen Spargelder entfielen in diesem Zeitraum auf Aktien und Investmentfonds; im gleichen Zeitraum 2019 waren es dagegen nur 16 Prozent. Nach wie vor fließt aber der Großteil (48 Prozent) den Banken zu. Insofern bleibt abzuwarten, ob es sich hierbei tatsächlich um einen echten Wandel im Sparverhalten handelt oder nur um eine krisenbedingte, temporäre Abweichung von den vertrauten Mustern, nach denen vor allem Liquidität und Sicherheit das Anlageverhalten bestimmen.

RENDITEN IMMER TIEFER

Die extrem expansive Geldpolitik - insbesondere die zunehmenden Anleihekäufe - hinterließ auch auf den Rentenmärkten ihre Spuren. Der Abwärtsdruck auf die Renditen war besonders in den USA zu spüren: Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen fiel von 1,9 Prozent (Ende 2019) auf nur noch 0,9 Prozent zum Jahresende 2020. In Europa waren die Renditen bereits vor Ausbruch der Pandemie in vielen Märkten negativ und reduzierten sich weiter: So fielen die Renditen der 10-jährigen deutschen Staatsanleihen im Verlauf des Jahres 2020 von minus 0,2 Prozent auf minus 0,6 Prozent. Die Phase von Null- und Negativzinsen hält weiter an.

VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT

Die deutsche Versicherungswirtschaft war im Geschäftsjahr 2020 geprägt von den Einflüssen der Corona-Krise. In diesem wirtschaftlich schwierigen und von hohen Unsicherheiten geprägten Jahr konnten die deutschen Versicherer ihre Beitragseinnahmen im inländischen Direktgeschäft über alle Sparten hinweg trotzdem um 1,2 (7,1) Prozent auf insgesamt 220,1 (217,4) Milliarden Euro steigern.

In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die Beitragseinnahmen um 2,1 (3,5) Prozent auf 74,8 Milliarden Euro an. Im Wesentlichen stützte sich das Wachstum in 2020 auf die Sachversicherungsbranchen, sowohl bei Firmenkunden mit 6,0 (6,4) Prozent als auch bei Privatkunden mit 5,0 (5,7) Prozent. Die Kraftfahrtversicherung insgesamt verzeichnete einen geringen Beitragszuwachs von 0,6 (2,3) Prozent. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass viele Kraftfahrzeugversicherer ihren Kunden bereits im Jahr 2020 die Möglichkeit angeboten haben, ihre Beiträge aufgrund geringerer Fahrleistungen zu senken und Gewerbekunden Teile ihres Fuhrparks vorübergehend stillgelegt haben.

Nach dem sehr starken Vorjahr hat die COVID-19-Pandemie Spuren im Geschäft der Lebensversicherer hinterlassen. So sank die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge um rund 12 Prozent, im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge sogar um 17,9 Prozent.

Die Beitragseinnahmen der deutschen Lebensversicherung (einschließlich Pensionskassen und Pensionsfonds) waren im Geschäftsjahr 2020 mit 0,4 Prozent (+11,4 Prozent) leicht rückläufig und betrugen insgesamt 102,7 Milliarden Euro (Vorjahr 103,2 Milliarden Euro). Ursächlich hierfür ist der nur geringe Rückgang von 1,0 Prozent bei den laufenden Beiträgen, dem ein geringfügiges Plus von 0,4 Prozent bei den Einmalbeiträgen gegenübersteht.

Die Beitragseinnahmen der privaten Krankenversicherung wuchsen branchenweit nach vorläufigen Angaben des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im Geschäftsjahr 2020 um 3,8 (3,1) Prozent. Getragen wurde diese Entwicklung durch einen Anstieg der Beitragseinnahmen in der Krankheitskostenvollversicherung wie auch - sogar etwas stärker - in der Zusatzversicherung. Insbesondere die ergänzende Pflegezusatzversicherung und die betriebliche Krankenversicherung erzielten erneut hohe Zuwächse. Zusätzlich stiegen die Beitragseinnahmen infolge der Beitragsanpassung in der Pflegepflichtversicherung an.

Veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen

GESUNDHEITSPOLITISCHE ENTWICKLUNGEN

ANHEBUNG VERSICHERUNGSPFLICHTGRENZE ZUM 1. JANUAR 2020

Zum 1. Januar 2020 wurde die Versicherungspflichtgrenze entsprechend der Entwicklung der Gehälter von monatlich 5.062,50 Euro auf 5.212,50 Euro angehoben. Damit ging die Zahl der Arbeitnehmer, die sich für die private Krankheitskostenvollversicherung entscheiden können, kurzfristig zurück. Da die Versicherungspflichtgrenze entsprechend der Entwicklung der beitragspflichtigen Bruttogehälter angehoben wurde, veränderte sich dadurch im Jahresdurchschnitt die Anzahl der nicht versicherungspflichtigen Arbeitnehmer aber nicht.

PANDEMIEGESETZGEBUNG

Mit dem „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pande- mie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht’', dem „Zweiten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite" sowie dem „Gesetz zum Ausgleich COVID-19- bedingter finanzieller Belastungen der Krankenhäuser und weiterer Gesundheitseinrichtungen" und weiteren gesetzlichen Regelungen hat der Gesetzgeber Rahmenbedingungen geschaffen, die die finanzielle Stabilität des deutschen Gesundheitswesens im Zuge der Bewältigung der Pandemie sichern sollen. Durch das „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht'' wurden mit einem bis zum 30. Juni 2020 befristeten Beitragsmoratorium finanzielle Härten bei einzelnen Versicherten abgemildert. Der PKV-Verband und anteilig auch die Allianz Private Krankenversicherungs-AG steuern entsprechend den gesetzlichen Vorgaben und des Marktanteils einen erheblichen finanziellen Anteil zum Ausgleich der Belastungen bei. Darüber hinaus hat der PKV-Verband durch befristete bilaterale Abkommen mit Leistungserbringern zusätzliche Vergütungen für den erhöhten hygienischen Aufwand bei der Behandlung von Patienten vereinbart, die auch von der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG erstattet werden.

DIGITALISIERUNGSGESETZGEBUNG

Mit dem Patientendatenschutzgesetz (PDSG) und dem Digitalen Versorgungsgesetz (DVG) wurden vom Gesetzgeber wichtige Rahmenbedingungen für die Digitalisierung im Gesundheitswesen geschaffen. Insbesondere wurden dadurch auch wichtige Voraussetzungen für die Teilhabe der PKV und ihrer Versicherten an der technischen Infrastruktur geschaffen, die künftig die Leistungserbringer, die Kostenträger und die Versicherten elektronisch vernetzt. Im Zuge dessen ist der PKV-Verband im Jahr 2020 wieder in den Gesellschafterkreis der gematik GmbH eingetreten, die den gesetzlichen Auftrag hat, die Einführung, Pflege und Weiterentwicklung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und ihrer Infrastruktur in Deutschland voranzutreiben, zu koordinieren und die Interoperabilität der beteiligten Komponenten sicherzustellen.

DIE ALLIANZ DEUTSCHLAND AG

Die Allianz Deutschland AG ist die Dachgesellschaft der führenden Versicherungsgruppe in Deutschland. Über ihre Erstversicherungsunternehmen Allianz Versicherungs-AG, Allianz Lebensversicherungs-AG, Allianz Private Krankenversicherungs-AG sowie die Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG und deren Tochtergesellschaften bietet sie in den Geschäftsfeldern Sachversicherung, Lebensversicherung und Krankenversicherung ein umfassendes Spektrum an Produkten und Dienstleistungen zu Versicherung, Vorsorge und Vermögen.

Zum 31. Dezember 2020 hat die Allianz Deutschland AG konzernintern eine Beteiligung von 49 Prozent an der Deutschen Le- bensversicherungs-AG (DLV) erworben.

Mit der Allianz Lebensversicherungs-AG wurde im Jahr 2020 ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.

Wir wollen unsere Kunden begeistern, um weiter zu wachsen und unsere Marktposition zu festigen und auszubauen. Die Kundenbedürfnisse sind deshalb unser Maßstab für Produktentwicklung, Beratung und Service. Indem wir regelmäßig unsere Kunden befragen, erfahren wir, wo und wie wir uns verbessern können.

Mit unseren Vertretern bieten wir unseren Kunden Betreuung bei allen Fragen rund um Versicherung, Vorsorge und Vermögen. Für eine erstklassige, bedarfsgerechte Beratung - persönlich und digital - legen wir großen Wert auf die Ausbildung unserer Vertreter. Darüber hinaus bauen wir den Multikanalvertrieb aus: Wir stärken das Maklergeschäft, intensivieren Internetvertrieb und heben Potenziale im Vertrieb über die Filialen der HypoVereinsbank (UniCredit Bank AG), der Commerzbank AG, der Oldenburgischen Landesbank AG (OLB) und der Santander Consumer Bank AG, über viele Volks- und Raiffeisenbanken sowie bei unseren Partnern in der Automobilwirtschaft.

Die Allianz Deutschland AG behält die Kosten im Blick. Qualitätsverbesserungen im Schadenmanagement sowie eine strikte Kostendisziplin in der Verwaltung und im Vertrieb sichern unsere Wettbewerbsfähigkeit. Unsere Finanzstärke und unsere weltweite Kapitalanlageexpertise schaffen weitere Wettbewerbsvorteile.

Die Renewal Agenda 2.0 der Allianz Gruppe bildet die entscheidende Grundlage für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Diese setzen wir mit Maßnahmen im Bereich der Kostenexzellenz, Produkt- und Preisexzellenz, Marketing-Exzellenz, Vertriebs-Exzellenz und Service-Exzellenzkonsequent um. Eine zentrale Rolle spielt dabei auch das Allianz Customer Model (ACM), mit dem wir die Komplexität unserer Produkte und Prozesse systematisch verringern und diese kundenorientierter gestalten. Gestützt wird diese Entwicklung durch eine umfassende Modernisierung und Vereinfachung unserer IT-Landschaft, die auch die Abschaffung von Altsystemen beinhaltet.

Die Maßnahmen in diesen Bereichen sowie das starke Team der Allianz, unsere Mitarbeiter, sind die Schlüsselfaktoren, um den nachhaltigen Unternehmenserfolg zu sichern. Auf die insbesondere mit dem Allianz Customer Model verbundenen Chancen für das Unternehmen geht auch der Prognose- und Chancenbericht näher ein.

Die Allianz Deutschland AG nimmt spartenübergreifende Querschnittsfunktionen für ihre Tochtergesellschaften wahr. Dies betrifft insbesondere Aktuariat, Betriebsorganisation, Compliance, Controlling, Datenschutz, interne Dienste, IT, Marktmanagement, Personal, Rechnungswesen, Recht, Revision, Risikomanagementfunktion und Unternehmenskommunikation.

Außerdem erbringt die Allianz Deutschland AG für ihre Tochtergesellschaften Leistungen im Bereich des Versicherungsbetriebs und der Leistungs- und Schadenbearbeitung. Insofern übernehmen die jeweils zuständigen Vorstandsmitglieder der Allianz Versicherungs-AG, der Allianz Lebensversicherungs-AG und der Allianz Private Krankenversicherungs-AG gleichzeitig Führungsaufgaben für die entsprechenden Einheiten der Allianz Deutschland AG.

GESCHÄFTSVERLAUF

Die wesentliche Ergebnisquelle für die Allianz Deutschland AG ist das Finanzergebnis. Dieses wird von den Gewinnabführungen und Dividenden der operativen Gesellschaften bestimmt.

Das Finanzergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 132 Millionen Euro auf 1.320 (1.188) Millionen Euro.

Die Ergebnisabführung der Allianz Lebensversicherungs-AG betrug 651 Millionen Euro, die der Allianz Versicherungs-AG betrug 600 (1.020) Millionen Euro, die der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG 109 (156) Millionen Euro und die der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG minus 21 (+20) Millionen Euro.

Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen betrug minus 15 (6) Millionen Euro. Das Zinsergebnis setzt sich im Wesentlichen aus der Aufzinsung von Rückstellungen zusammen.

Neben dem Finanzergebnis erwirtschaftete die Allianz Deutschland AG Umsatzerlöse in Höhe von 2.577 (2.496) Millionen Euro aus Dienstleistungen, die sie im Rahmen ihrer spartenübergreifenden Querschnittsfunktion ihren Tochtergesellschaften zur Verfügung stellt. Sie werden im Rahmen der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung verursachungsgerecht und nach dem Vollkostenprinzip an diese weiterverrechnet. Kosten, die originär der Allianz Deutschland AG als Einzelgesellschaft zuzuordnen sind, verbleiben dort.

Die Allianz Deutschland AG hat eine Zweigniederlassung in Breslau (Polen), die das Ressort Finanzen bei quantitativen Analysen im aktuariellen Bereich unterstützt.

Jahresüberschuss

Unter Berücksichtigung nicht verrechenbarer Gesellschaftskosten belief sich der Gewinn vor Steuern auf 1.301 (1.142) Millionen Euro. Nach Verrechnung mit den Konzernumlagen im Rahmen der bestehenden steuerlichen Organschaften ergab sich ein Steueraufwand von 17 (Steuerertrag 16) Millionen Euro.

Den Gewinn nach Steuern in Höhe von 1.284(1.158) Millionen Euro führt die Gesellschaft aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der Allianz SE an diese ab.

Zum 31. Dezember 2020 werden 97 Millionen Euro aus der Kapitalrücklage gemäß § 272 Absatz 2 Nr. 4 HGB entnommen und in den Bilanzgewinn eingestellt.

Vergleich der Geschäftsentwicklung mit der Prognose

Das Geschäftsjahr 2020 war für die Schaden- und Unfallversicherung durch die COVID-19-Pandemie geprägt, deren Auswirkungen auf das Versicherungsgeschäft nicht hervorsehbar waren.

Vor allem aufgrund der Lockdown-Maßnahmen konnte das angestrebte Umsatzziel nicht erreicht werden. Auch das Neugeschäft blieb aus diesen Gründen hinter den Erwartungen.

Durch unser konsequentes Kostenmanagement konnte die Kostenquote wie prognostiziert deutlich gesenkt werden. Die Schadenquote ist, wie im Vorjahr prognostiziert, gestiegen, jedoch etwas mehr als ursprünglich angenommen. Die unerwarteten und hohen Sonderbelastungen durch COVID-19, insbesondere in der Betriebsschließungsversicherung, wurden nur teilweise durch eine wesentlich geringere Elementarschadenbelastung kompensiert. Insgesamt liegt die Schaden-Kosten-Quote damit über der Prognose. Entsprechend liegt das versicherungstechnische Ergebnis hinter den Erwartungen. Zusammen mit einem unter der Prognose liegendem Kapitalanlagenergebnis konnte das Gesamtergebnis vor Steuern nicht wie geplant erreicht werden.

Das Jahr 2020 war auch für die Lebensversicherung durch die COVID-19-Pandemie geprägt und hatte - anders als im letztjährigen Geschäftsbericht erwartet - Auswirkungen auf das Versicherungsgeschäft. Auf die daraus entstandenen Implikationen für Umsatz und Ergebnis wurde mit einem Bündel von Maßnahmen reagiert und entsprechende Szenarien zu Neugeschäft-, Storno- und Kapitalmarktentwicklungen wurden laufend validiert. Der Vergleich der Geschäftsentwicklung 2020 mit den Aussagen im Prognose- und Chancenbericht 2019 zeigt, dass die Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung entgegen der Erwartung leicht gesunken sind. Auch das Neugeschäft blieb infolge der Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie unter den Erwartungen. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb konnten zwar wie erwartet reduziert werden; dies ist allerdings im Wesentlichen auf geringere Abschlussaufwendungen in Folge des geringeren Neugeschäfts zurückzuführen. Die Erwartungen, die im Prognosebericht 2019 bezüglich der Kapitalanlagen geäußert wurden, sind im Wesentlichen eingetreten. Insbesondere die Nettoverzinsung ist weniger stark gefallen als erwartet. Der Bruttoüberschuss hielt, wie erwartet, das Niveau des Vorjahres.

Die Beitragseinnahmen in der Krankenversicherung - wie prognostiziert sind - gestiegen. Das Neugeschäft blieb infolge der Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie leicht unter den Erwartungen. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle stiegen stärker an als erwartet. Dagegen fielen die Kosten geringer aus als im Plan vorgesehen. In Summe der aufgeführten Faktoren blieb das versicherungsgeschäftliche Ergebnis hinter der Prognose zurück. Das gesamte Kapitalanlagenergebnis übertraf die Prognose dagegen deutlich. Der Rohüberschuss nach Steuern und die Beteiligung der Versicherungsnehmer am Rohüberschuss fielen höher aus als erwartet. Aufgrund der höheren Versicherungsnehmerbeteiligung blieben sowohl das Ergebnis nach Steuern als auch die Ergebnisabführung unter dem geplanten Wert.

Entgegen unserer Planung stieg letztlich die Gewinnabführung der Allianz Deutschland AG an die Allianz SE insgesamt an, was auf den im Jahr 2020 mit der Allianz Lebensversicherungs-AG abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag zurückzuführen ist.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Zusammenfassend ist festzuhalten: Angesichts der wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen durch die COVID-19-Pandemie ist das Geschäftsjahr 2020 gleichwohl sehr zufriedenstellend verlaufen. Die Allianz Deutschland AG und ihre Tochtergesellschaften haben ihre Stärken und Widerstandskraft unter Beweis gestellt.

Die Allianz Deutschland AG blickt optimistisch in die Zukunft und sieht sich für die Herausforderungen des Jahres 2021 gut gerüstet.

VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme der Allianz Deutschland AG beträgt zum Bilanzstichtag 9.976 (9.477) Millionen Euro. Dabei wird die Aktivseite im Wesentlichen durch die Anteile an verbundenen Unternehmen bestimmt, die sich im Berichtszeitraum auf 7.238(7.111) Millionen Euro belaufen. Die Position Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände beträgt im Geschäftsjahr 2.517 (2.096) Millionen Euro.

Auf der Passivseite führt das Eigenkapital mit 7.274 (7.274) Millionen Euro zu einer Eigenkapitalquote von 72,9 (76,8) Prozent in Bezug auf die Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gehen mit einem Betrag von 2.195 (1.688) Millionen Euro in die Bilanzsumme ein.

MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER

Zur Unterstützung des Erfolges der strategischen Schwerpunkte hat sich die Allianz Deutschland AG zu einer Unternehmenskultur verpflichtet, in der die erzielte Leistung („Was") und das Miteinander („Wie") gleichermaßen zählen. Sie basiert auf den vier People Attributes, die das Verhalten in den Unternehmen der Allianz weltweit beschreiben, durch das die Gesellschaft ihre Unternehmensziele erreicht und das sie für die fortgesetzte Spitzenposition im Wettbewerb benötigt:

Spitzenleistung für den Kunden und im Marktvergleich
Teamorientierte Führung
Unternehmerisches Denken und Handeln
Vertrauen

Die nachhaltige Implementierung dieser Verhaltensweisen im Unternehmen sowie begeisterte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind demnach der Schlüssel zum Erfolg. Exzellent qualifizierte Mitarbeiter gewinnt und hält die Gesellschaft durch ein attraktives Arbeitsumfeld, durch die interne Besetzung von Stellen sowie die gezielte Förderung und nachhaltige Investition in das Können und Wissen ihrer Mitarbeiter, zum Beispiel durch die Lernplattform Learning AllianzU Deutschland.

Die Allianz Deutschland AG setzt sich für eine konsequente und nachhaltige Förderung von Frauen in Führungspositionen ein. Die von ihr festgelegten Zielgrößen für den Frauenanteil sind am Ende des Lageberichtes im Abschnitt „Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Absatz 4 Satz 1 i. V. m. Absatz 2 Nr. 4 HGB" veröffentlicht.

Neben der Chancengleichheit in der Besetzung von Führungsfunktionen haben Equal Pay und Gender Equality in der Organisation einen besonders hohen Stellenwert. Ergänzend zu einer Vielzahl an internen Maßnahmen, hat die Allianz Deutschland AG im 4. Quartal 2020 erfolgreich einem externen Zertifizierungsprozess für Gender Equality unterzogen.

Die Gesellschaft ist davon überzeugt, dass kooperative Zusammenarbeit, offene und ehrliche wechselseitige Kommunikation und Führung zentrale Bausteine für den Erfolg und die Kultur des Unternehmens sind. Mit der Personalagenda entwickelt die Gesellschaft die Führungskultur weiter und etabliert neue, agile Arbeits- und Lernformen. Die Allianz Deutschland AG gestaltet neue Bürowelten und fördert die Flexibilität und Mobilität ihre Mitarbeiter. Bei alldem findet die Gesundheit der Mitarbeiter besondere Beachtung. Besonders hervorzuheben ist dabei das Krisenmanagement im Rahmen der COVID-19-Pandemie. Hier hat die Gesellschaft weitreichende Maßnahmen vorgenommen, um die Mitarbeiter zu schützen und zu unterstützen.

So wurden innerhalb kürzester Zeit die Voraussetzungen geschaffen, dass der weit überwiegende Teil der Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten konnte. Aktuell sind dies 84 Prozent der Mitarbeiter.

Um besondere Belastungen, wie beispielsweise Schließungen von Schulen und Betreuungseinrichtungen abzumildern, wurden zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen zur Vereinbarung von Beruf und Privatleben angeboten.

Hervorzuheben sind hier die Flexibilisierung von Arbeitszeitregelungen, bezahlte Freistellungen oder Unterstützungsangebote bei der Kinderbetreuung.

Ein besonderer Fokus lag zudem auf Gesundheitsleistungen für die Mitarbeiter. So wurde zur Stärkung der Ergonomie beim Arbeiten von zu Hause beispielsweise ein subventionierter Bürostuhl angeboten.

Ebenfalls zu erwähnen sind die von Experten entwickelten Angebote und Informationsveranstaltungen zum Thema „mentale Gesundheit" oder die kurzfristige Schaffung einer Mitarbeiter-Hotline, flankiert jeweils durch die Hilfsangebote der Betriebsärzte und der Sozialberatung.

Die Mitarbeiter begrüßen dieses Engagement. Das zeigte sich auch in der jährlichen Mitarbeiterbefragung, dem Allianz Engagement Survey. Dort stimmten beispielsweise 97 Prozent der Mitarbeiter der Aussage zu, dass die Gesellschaft ihre „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bezug auf COVID-19 geschützt hat und weiterhin schützt."

Die Gesellschaft hat durch das Angebot, Mitarbeiteraktien der Allianz SE zu vergünstigten Konditionen zu erwerben, sowie im Rahmen einer variablen Vergütungskomponente ihre Mitarbeiter auch 2020 am Unternehmenserfolg beteiligt. Besonders hervorzuheben ist, dass die Gesellschaft im Jahr 2020 als Reaktion auf die Geschäftserfolge im Jahr 2019 jedem Mitarbeiter eine Gratisaktie der Allianz SE angeboten und die Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmenserfolg damit weiter ausgebaut hat.

Anzahl der Beschäftigten

Im Jahresdurchschnitt 2020 beschäftigte die Allianz Deutschland AG 15.852 (15.771) Mitarbeiter.

Zahlen und Fakten

2020 2019 2018
Mitarbeiter 1 15.852 15.771 15.957
davon Stammpersonal 14.632 14.471 14.604
davon Auszubildende 479 531 620
davon sonstige Mitarbeiter in Ausbildung 375 354 387
davon Aushilfen 366 415 346
Anteil Frauen in % 56 56 56
Anteil Männer in % 44 44 44
Anteil Vollzeitmitarbeiter im Innendienst in % 73 73 73
Anteil Teilzeitmitarbeiter im Innendienst in % 27 27 27
Anteil Akademiker in % 22 22 22
Alter (Durchschnitt in Jahren) 45,3 45,1 44,8
Konzernzugehörigkeit (Durchschnitt in Jahren) 19,5 19,6 19,4
Lohn- und Gehaltssumme Mio € 945,5 948,6 932,7
Soziale Abgaben Mio € 158,5 159,9 157,2
Aufwand für Altersversorgung Mio € 67,8 70,8 76,9
Aufwand für Unterstützungszahlungen Mio € 1,3 2,3 2,0

1 Jahresdurchschnitt; einschließlich ruhender Arbeitsverhältnisse

Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter betrugen im Berichtsjahr 945,5 (948,6) Millionen Euro. Die Summe aus sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung belief sich auf 227,6 (233,0) Millionen Euro. Darin sind neben der betrieblichen Altersversorgung auch die Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Sozialversicherung enthalten.

Dank an die Vermittler und Mitarbeiter

Wir danken den Vermittlern und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz, ihre hohe Leistungsbereitschaft und umfassende Kompetenz. Auch den Vertretervereinigungen sowie den Arbeitnehmervertretern in den Betriebsratsgremien und dem Sprecherausschuss gilt der Dank für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.

RISIKOBERICHT

Risikostrategie

Das Risikomanagement der Allianz Deutschland AG ist auf Wertschöpfung ausgerichtet. Zur Erzielung von Ertrag für die Kunden und den Aktionär sind die Versicherungsunternehmen der Allianz Deutschland AG bei kalkuliertem Risiko bereit, Risiken in ihren Kerngeschäften einzugehen und zu akzeptieren.

Vor diesem Hintergrund hat sich der Vorstand der Allianz Deutschland AG unter Berücksichtigung der regulatorischen Vorgaben sowie der Vorgaben der Allianz SE mit den jeweiligen Gesellschaften auf eine grundsätzlich konservative Risikoneigung verständigt.

Prinzipien des Risikomanagements

Als Finanzdienstleistungsunternehmen erachten die Allianz Deutschland AG und ihre Versicherungsunternehmen das Risikomanagement als eine ihrer Kernkompetenzen. Es ist daher ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftsprozesse. Das Risikomanagementsystem deckt mit seinem risikoorientierten Ansatz alle Risikodimensionen ab. Elemente des Risikomanagementsystems sind:

Förderung einer starken Risikomanagementkultur, die von einer angemessenen Risikoorganisation und effektiven Risikoprinzipien (Risk Governance) getragen wird.
Durchführung einer umfassenden Berechnung der Solvabilitätskapitalanforderung, um die Kapitalbasis zu schützen und ein effektives Kapitalmanagement zu unterstützen.
Implementierung und Koordination notwendiger Kontrollen sowie deren Dokumentation für risikorelevante Prozesse und darin enthaltene relevante Risiken.
Einbeziehung von Risikoerwägungen und Kapitalbedarf in den Entscheidungs- und Managementprozess.

Dieser umfassende Ansatz stellt sicher, dass Risiken der Allianz Deutschland AG sowie Risiken der zur Allianz Deutschland AG gehörenden Versicherungsgesellschaften angemessen identifiziert, analysiert, bewertet und gesteuert werden. In den Risikostrategien der zur Allianz Deutschland AG gehörenden Versicherungsgesellschaften werden der Risikoappetit sowie übergreifende Risikotragfähigkeitslimite definiert. Das ganzheitliche Limitsystem der Allianz Deutschland Gesellschaften wird in einer internen Richtlinie dokumentiert. Eine strenge Risikoüberwachung und die entsprechende Berichterstattung ermöglichen es, frühzeitig Limitauslastungen zu erkennen und darauf zu reagieren.

Risikoorganisation

Die unabhängige Risikomanagementfunktion der Allianz Deutschland AG wird von einer organisatorischen Einheit innerhalb der Gesellschaft unter Leitung des Chief Risk Officers im Auftrag des Vorstandes der Allianz Deutschland AG wahrgenommen. Dadurch wird Know-how gebündelt und Ressourcen können effizient genutzt werden. Die unabhängige Risikomanagementfunktion überwacht nicht nur die Risiken systematisch mit qualitativen und quantitativen Risikoanalysen und -bewertungen, sondern prüft auch Handlungsalternativen und spricht Empfehlungen an die Geschäftseinheiten beziehungsweise den Vorstand aus. Durch die regelmäßige und bedarfsweise (ad hoc) Berichterstattung des Chief Risk Officers an den Vorstand der Allianz Deutschland AG ist gewährleistet, dass der Vorstand über die aktuelle Risikosituation der Allianz Deutschland AG entsprechend informiert ist.

Zum laufenden Austausch bezüglich der Risikosituation ist für jedes Versicherungsunternehmen der Allianz Deutschland AG jeweils ein Risikokomitee installiert, dem mindestens zwei Mitglieder des jeweiligen Vorstandes angehören. Zusätzlich gibt es ein übergeordnetes Allianz Deutschland Risikokomitee. Diese Risikokomitees dienen der Sicherstellung eines integrierten Risikomanagements für alle Gesellschaften der Allianz Deutschland AG.

Ferner unterstützen diese Risikokomitees den Vorstand bei der Risikoidentifikation, -bewertung und -steuerung mit Analysen und Empfehlungen im Rahmen seiner in den Geschäftsordnungen festgeschriebenen Aufgaben und Kompetenzen.

Die für die Allianz Deutschland AG zuständige Risikomanagementfunktion der Allianz Deutschland AG ist in die Risikosteuerung der Allianz SE eingebunden. Zudem wird sichergestellt, dass die für die Risikomanagementfunktion relevanten Allianz Standards lokal umgesetzt werden.

Erfüllung der Anforderungen von Solvency II

Die Erfüllung der Anforderungen von Solvency II durch die Versicherungsunternehmen der Allianz Deutschland AG hat für die Allianz Deutschland AG einen hohen Stellenwert. Dies gilt unter anderem für die Solvabilitätskapitalanforderung und die Anforderungen an das Governance-System. Die Allianz Deutschland AG stellt durch transparente und durchgreifende Prozesse des Kapital- und Risikomanagements sicher, dass die aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt werden.

Die Schlüsselfunktionen Versicherungsmathematische Funktion, Risikomanagement- und Compliance-Funktion sowie Interne Revision bei den jeweiligen Gesellschaften, die den Anforderungen von Solvency II unterliegen, stellen einen wesentlichen Bestandteil des Governance-Systems dar, welches regelmäßig überprüft wird. Neben diesen vier Schlüsselfunktionen haben die Vorstände der jeweiligen Gesellschaften entschieden, die beiden Funktionen Recht und Financial Reporting/Rechnungswesen als weitere Schlüsselaufgaben zu definieren.

Risikoprofil

Die Risiken der Allianz Deutschland AG liegen überwiegend im operativen Bereich, da sie als Holding keine direkten Markt-, Kredit- oder versicherungstechnischen Risiken eingeht. Ein grundlegendes Risiko für die Allianz Deutschland AG stellen jedoch Änderungen der Beteiligungswerte ihrer Versicherungsunternehmen aufgrund dortiger Änderungen der Risikolage dar. Dieses Risiko deckt die Risikosteuerung des jeweiligen Versicherungsunternehmens direkt ab. Teile dieser Risikosteuerung sind im Rahmen von Ausgliederungsverträgen an die Risikomanagementfunktion der Allianz Deutschland AG ausgelagert.

Die Risikokategorien werden bei der Allianz Deutschland AG anhand von Szenarioanalysen qualitativ und quantitativ bewertet. Bei den quantitativen Analysen ist die Berechnung der Solvabilitätskapitalanforderung von wesentlicher Bedeutung. Die Berechnung der Solvabilitätskapitalanforderung für die Versicherungsunternehmen der Allianz Deutschland AG erfolgt auf Basis der Standardformel gemäß Solvency II beziehungsweise auf Basis des von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht genehmigten internen Modells der Allianz Gruppe. Hierbei werden die Risikokategorien Marktrisiko, Kreditrisiko, versicherungstechnisches Risiko, Geschäftsrisiko und operationelles Risiko berücksichtigt. Das Liquiditätsrisiko, das Reputationsrisiko und das strategische Risiko werden ausschließlich qualitativ bewertet.

Das Konzentrationsrisiko, neue potenzielle Risiken (Emerging Risks) sowie Nachhaltigkeitsrisiken (ESG-Risiken) werden nicht als separate Risikokategorien verstanden, sondern als Querschnittsthemen im Rahmen aller Kategorien betrachtet. Nachhaltigkeitsrisiken ergeben sich aus Ereignissen oder Bedingungen im Bereich Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung (ESG), die möglicherweise erhebliche negative Auswirkungen auf das Vermögen, die Rentabilität oder das Ansehen der Allianz Deutschland AG haben können, wenn sie eintreten.

Gegenwärtig sind folgende Risikokategorien für die Versicherungsunternehmen der Allianz Deutschland AG relevant:

STRATEGISCHES RISIKO

Das strategische Risiko ergibt sich aus strategischen Geschäftsentscheidungen und deren zugrunde liegenden Annahmen. Hierzu zählt auch das Risiko, dass Geschäftsentscheidungen nicht oder nicht ausreichend an ein geändertes Wirtschaftsumfeld oder Kundenverhalten angepasst werden.

Das strategische Risiko wird ausschließlich qualitativ in strukturierten Identifikations- und Bewertungsprozessen erfasst.

MARKTRISIKO

Das Marktrisiko ergibt sich aus Kursschwankungen an den Kapitalmärkten, welche die Bewertung der Kapitalanlagen (insbesondere Aktien, Rentenpapiere und Immobilien) und die Bewertung der Verbindlichkeiten betreffen. Es schließt das Zinsänderungs-, Credit-Spread-, Aktien-, Immobilien-, Zinsvolatilitäts-, Aktienvolatilitäts-, Währungs- und Inflationsrisiko mit ein.

Das Kapitalanlagemanagement ist an die Allianz Investment Management SE ausgelagert, um Effektivitäts- und Effizienzvorteile zu nutzen. Durch das dadurch erzielte hohe Know-how sind die Marktrisiken besser beherrschbar. Gleichwohl wird in allen Prozessen, Richtlinien und Entscheidungen die uneingeschränkte Risikoverantwortung der Versicherungsunternehmen der Allianz Deutschland AG berücksichtigt.

KREDITRISIKO

Das Kreditrisiko ergibt sich aufgrund eines unerwarteten Ausfalls oder einer Bonitätsveränderung eines Geschäftspartners.

VERSICHERUNGSTECHNISCHES RISIKO

Das versicherungstechnische Risiko bezeichnet das Risiko, dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächliche Aufwand für Schäden und Leistungen vom erwarteten Aufwand abweicht.

GESCHÄFTSRISIKO

Das Geschäftsrisiko ergibt sich aufgrund einer unerwarteten Änderung der Geschäftsvolumina, der Kostenentwicklung oder der Margen des zukünftigen Geschäfts. Dabei umfasst das Geschäftsrisiko auch das Stornorisiko.

Das Geschäftsrisiko wird unter anderem durch ein umfassendes Projektmanagement mitigiert.

OPERATIONELLES RISIKO

Das operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen oder aus mitarbeiter- und systembedingten oder aber externen Vorfällen. Es umfasst auch das Rechtsrisiko und das Compliance-Risiko sowie das IT-Risiko (z. B. Funktionsfähigkeit von EDV-Systemen), jedoch nicht das strategische Risiko oder das Reputationsrisiko.

Die Allianz möchte sich weiter auf den Kundennutzen fokussieren. Das führt auch zu einem Umbruch der IT-Systemlandschaft der Allianz in Deutschland. Insbesondere aus der Umstellung auf neue Prozesse und IT-Systeme ergeben sich Vorteile für die Kunden und die Unternehmen, auf welche im Prognose- und Chancenbericht näher eingegangen wird. Die mit der Umstellung verbundenen Risiken - wie etwa der vorübergehende Ausfall eines Systems - werden sorgfältig bewertet und bestmöglich minimiert.

Im Rahmen des Managements operationeller Risiken werden für Geschäftsprozesse, die mit wesentlichen Risiken behaftet sind, geeignete Kontrollen und Maßnahmen zur Risikomitigation aufgesetzt. Die Einrichtung und Durchführung adäquater Kontrollen zur Mitigation der identifizierten operationellen Risiken obliegt den risikoverantwortlichen Bereichen. Die Kontrollen sind Bestandteil des internen Kontrollsystems.

Um das Risiko wesentlicher Fehler in der Finanzberichterstattung zu vermindern, haben die Allianz Deutschland AG und die Versicherungsunternehmen der Allianz Deutschland AG im Rahmen des internen Kontrollsystems (IKS) umfassende Kontrollen implementiert. Dieses Kontrollsystem umfasst sämtliche Komponenten der Finanzberichterstattung. Die Funktionsfähigkeit des IKS für die Finanzberichterstattung wurde für den Berichtszeitraum geprüft und als gegeben angesehen.

Das Management des operationellen Risikos wird durch die Meldung operationeller Verluste und in diesem Rahmen aufgesetzte Maßnahmen unterstützt.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass die Allianz Deutschland AG beziehungsweise ihre Versicherungsunternehmen nicht über die notwendigen Barmittel verfügen beziehungsweise nicht in der Lage sein könnten, Anlagen und andere Vermögenswerte in Barmittel umzuwandeln, um ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Die Auslagerung des Investment Managements an die Allianz Investment Management SE beinhaltet auch die Liquiditätsplanung der Versicherungsunternehmen der Allianz Deutschland AG, die in Abstimmung mit der strategischen und taktischen Kapitalanlageplanung sowie dem geplanten Liquiditätsbedarf der Versicherungsunternehmen der Allianz Deutschland AG erfolgt. Die Risikoverantwortung verbleibt ungeachtet der Auslagerungen bei den Versicherungsunternehmen der Allianz Deutschland AG.

Jede Investmententscheidung wird nach dem Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht vorgenommen, welcher fordert, dass die Liquidität auf Gesamtportfolioebene stets gewährleistet ist. Erhöhter Liquiditätsbedarf kann sowohl über laufende Kapitalrückflüsse als auch über den Verkauf von hoch liquiden Kapitalanlagen gedeckt werden. Zusätzlich wird die Erfüllung der kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen über den konzernweiten Cash-Pool sichergestellt.

Aufgrund der Höhe der Prämieneinnahmen und des zusätzlich großen Bestands an hoch liquiden Anlagen sind die Versicherungsunternehmen der Allianz Deutschland AG in der Lage, ihren Leistungsverpflichtungen jederzeit vollumfänglich nachzukommen.

REPUTATIONSRISIKO

Das Reputationsrisiko ergibt sich aus einer möglichen Schädigung des Ansehens eines Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Dabei geht es um die Unternehmenswahrnehmung sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch bei (potenziellen) Kunden, anderen Geschäftspartnern, Nichtregierungsorganisationen, Belegschaft, Aktionären oder Behörden.

Ein entsprechender Steuerungs- und Kontrollprozess zur Identifikation, Bewertung und Mitigation des Reputationsrisikos ist installiert. Zur Identifikation von Reputationsrisiken arbeiten sämtliche betroffene Funktionen auf Konzern- und lokaler Ebene eng zusammen.

Hier sind insbesondere die Risiken in den Bereichen Recht und Compliance, Datenschutz, Informationssicherheit IT (zum Beispiel Fehler in IT-Systemen), Betriebskontinuitätsmanagement sowie die Bearbeitung im Betrieb von hoher Bedeutung.

Risikosituation

Die aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen werden von der Allianz Deutschland AG vollumfänglich erfüllt, insbesondere auch von ihren Versicherungsunternehmen. Alle derzeit bestehenden Risiken liegen innerhalb der Risikotragfähigkeit der Unternehmen.

PROGNOSE- UND CHANCENBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2021 wird das Jahr des Vakzins. Nachdem in Rekordzeit wirksame Impfstoffe gegen COVID-19 entwickelt worden sind, steht nun die Herausforderung an, möglichst viele Menschen in möglichst kurzer Zeit gegen COVID-19 zu impfen. Der Fortgang der Impfkampagne entscheidet wesentlich über die Wirtschaftsaussichten im Jahr 2021. Unter der Annahme eines erfolgreichen Verlaufs - zur Jahresmitte sind alle „Risikopersonen" geimpft - geht Allianz Research von einem kräftigen Wachstumsschub im 2. Halbjahr 2021 aus, nachdem zu Beginn des Jahres die Wirtschaftsleistung aufgrund neuer Lockdowns sogar noch einmal zurückgehen dürfte. Insgesamt erwarten wir in diesem Szenario, dass die Weltwirtschaft 2021 um 4,6 Prozent wachsen wird; für Deutschland prognostizieren wir ein Plus von 3,5 Prozent.

Das Anziehen der Wirtschaft - verbunden mit einem erhöhten Risikobewusstsein in der Bevölkerung nach der Pandemie - sollte dem Versicherungsgeschäft insgesamt 2021 wieder mehr Chancen bieten. Allerdings könnte sich die wirtschaftliche Erholung auch verzögern, sollte es zum Beispiel zu Rückschlägen während der Impfkampagne kommen (von Produktions- und Logistikengpässe, fehlende Impfbereitschaft und gravierenden Mutationen des Virus) oder sollten die Corona-Hilfen zu früh und zu schnell zurückgeführt werden.

Angesichts der bevorstehenden Wahlen in Deutschland (Herbst 2021) und Frankreich (Frühjahr 2022) droht in Europa eine Phase des Stillstands, Und auch auf den weltpolitischen Bühnen dürften die Spannungen kaum geringer werden, insbesondere zwischen den USA und China: Die COVID-19-Pandemie und eine ungleiche Wirtschaftsentwicklung haben die geopolitischen Gräben weiter vertieft.

Prognose für die Deutsche Versicherungswirtschaft

Die Prognosen für das Jahr 2021 sind aufgrund der anhaltenden Pandemie von Unsicherheiten geprägt. Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigt sich vorsichtig optimistisch und erwartet für das Geschäftsjahr 2021 ein Beitragswachstum über der Zwei-Prozent-Marke.

In der Schaden- und Unfallversicherung insgesamt erwartet der GDV für das Jahr 2021 ein Beitragswachstum von ungefähr 1,6 Prozent. In der Kraftfahrtversicherung wird von einem weiterhin COVID-19-bedingt etwas schwächeren Wachstum ausgegangen, was auch für die industriellen Zweige der Schaden- und Unfallversicherung zutrifft.

Zuwächse werden wieder in der privaten Sachversicherung erwartet, unter anderem in der Wohngebäudeversicherung aufgrund des anhaltenden Baubooms. Auch in der Rechtsschutzversicherung wird ein Anstieg erwartet, da die Corona-Krise den Bedarf nach Rechtsberatung ansteigen lässt.

In der Lebensversicherung hält der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für 2021 ein Beitragswachstum von 2,4 Prozent für möglich. Der GDV rechnet mit Nachholeffekten, da aufgrund der Kontaktbeschränkungen im Jahr 2020 Beratungstermine entfallen mussten. Zudem haben die Verbraucher aufgrund der reduzierten Konsummöglichkeiten in der Corona-Zeit Ersparnisse aufgebaut, die in Teilen in die private Altersvorsorge fließen könnten.

Für das Jahr 2021 geht der GDV von einem rückläufigen Geschäft bei den Pensionskassen aus und erwartet einen Beitragsrückgang um 3,0 Prozent. Bei den Pensionsfonds wird mit einem stabilen Beitragsvolumen gerechnet.

Für die private Krankenversicherung erwartet der GDV für das Jahr 2021 einen weiteren spürbaren Beitragsanstieg von 5,5 Prozent, ausgelöst vor allem durch Beitragsanpassungen in der Krankheitskostenvollversicherung zu Jahresbeginn. Hierfür sind wie in den vergangenen Jahren notwendige Absenkungen des Rechnungszinses in Kombination mit gestiegenen Leistungsausgaben verantwortlich. In der Zusatzversicherung rechnet der GDV vor allem aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach privater Absicherung im Pflegefall sowie des unverminderten Interesses von Arbeitgebern, ihren Mitarbeitern eine betriebliche Krankenversicherung anzubieten, mit einem weiterhin soliden Beitragswachstum.

Veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen

RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

SOLVENCY II-REVIEW 2020

Die Europäische Kommission (EU-Kommission) hat die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) mit Untersuchungen zur anstehenden Überprüfung der Solvency II-Richtlinie beauftragt. Der Auftrag enthielt eine umfangreiche Themenliste aus den verschiedensten Bereichen - von den Kapitalanforderungen über das Reporting bis zur Proportionalität. Die EIOPA hat am 17. Dezember 2020, basierend auf zwei im Jahr 2020 durchgeführten ganzheitlichen Auswirkungsstudien, ihre Empfehlungen an die EU-Kommission veröffentlicht. Der Vorschlag enthält insbesondere eine Anpassung der Festlegung der Zinskurve für die Bewertung von langfristigen Verbindlichkeiten. Eine vollumfängliche Umsetzung ist nach den erforderlichen Trilog-Verhandlungen nicht vor 2023 zu erwarten.

Die Allianz Gruppe beteiligt sich in diesem Zusammenhang auch weiterhin aktiv an den Diskussionen mit EU-Kommission, EIOPA, BaFin, Insurance Europe und GDV. Aus Sicht der Allianz hat sich Solvency II, insbesondere die Regelungen zu den Maßnahmen für langfristige Garantien, durchaus bewährt. Auf dieser Grundlage sollte das funktionierende Solvenzmodell sinnvoll weiterentwickelt werden.

Die konkreten Auswirkungen des Solvency II-Reviews für die Versicherungsunternehmen der Allianz Deutschland AG können erst dann abschließend bewertet werden, wenn die Ergebnisse der Trilog-Verhandlungen vorliegen. In der Gesamtschau über alle Themen hinweg zeigt sich, dass die Empfehlungen der EIOPA die Anforderungen an die Versicherungsunternehmen spürbar verschärfen. Das gilt insbesondere für die Säule 1 von Solvency II. Die Versicherungsunternehmen der Allianz Deutschland AG sehen sich jedoch aufgrund ihrer Kapitalstärke und ihres wirksamen Risikomanagementsystems im Hinblick auf mögliche Änderungen der Solvency II-Richtlinie oder der Delegierten Verordnung gut aufgestellt.

GESUNDHEITSPOLITISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

ANHEBUNG VERSICHERUNGSPFLICHTGRENZE ZUM 1. JANUAR 2021

Zum 1. Januar 2021 ist die Versicherungspflichtgrenze von monatlich 5.212,50 Euro auf 5.362,50 Euro angehoben worden. Damit ging die Zahl der Arbeitnehmer, die sich für die private Krankheitskostenvollversicherung entscheiden können, kurzfristig zurück. Da die Versicherungspflichtgrenze entsprechend der Entwicklung der beitragspflichtigen Bruttogehälter angehoben wird, verändert sich dadurch im Jahresdurchschnitt die Anzahl der nicht versicherungspflichtigen Arbeitnehmer aber nicht.

GEPLANTE GESETZGEBUNG IM BEREICH E-HEALTH

Das Digitale Versorgungsgesetz (DVG) sowie das Patientendatenschutzgesetz (PDSG) setzen wichtige gesetzliche Rahmenbedingungen zur Digitalisierung des Gesundheitswesens (e-Health).

Der Entwurf des Gesetzes zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege (DVPMG) stellt hierfür einen weiteren zentralen Baustein dar. Neben dem weiteren Ausbau der Telematikinfrastruktur und der Anbindung weiterer Leistungserbringer sind wichtige Regelungsbestandteile die Verpflichtung zur Einführung einer digitalen Identität und die Weiterentwicklung des Rechtsrahmens zur elektronischen Verordnung. Die Allianz Private Krankenversicherungs-AG ist auf diese Entwicklungen gut vorbereitet und arbeitet aktiv daran, ihren Versicherten die neuen Services über moderne technische Anwendungen zur Verfügung zu stellen.

DISKUSSION ZUR FINANZIERUNG DER PFLEGEVERSICHERUNG

Seit Jahresende 2020 ist - begleitet von den Belastungen der Sozialen Pflegeversicherung durch die Pandemie - eine politische Diskussion, betreffend die Finanzierung der Pflegeversicherung, in Gang. Die Allianz Private Krankenversicherungs-AG verfügt mit ihren Pflegezusatzversicherungen über ein attraktives Angebot zur Schließung der Finanzierungslücke durch Stärkung der Eigenvorsorge.

Prognose für die Geschäftsentwicklung der Allianz Deutschland AG

Bereits 2019 hat die Allianz mit dem Allianz Customer Model als Teil der Renewal Agenda 2.0 „Simplicity Wins" eine Transformation des Geschäftsmodells angestoßen. Mit dem Allianz Customer Model verfolgt die Allianz weltweit das Ziel, ihre Produkte zu vereinfachen, die Prozesse zu harmonisieren und die IT-Systemlandschaft zu vereinheitlichen. Auch die Allianz in Deutschland konzentriert sich intensiv auf den Kundennutzen und unterstützt diese globale Strategie der Allianz.

Entlang des genannten Fokus auf den Kundennutzen und um die Nachhaltigkeit ihres Handelns zu gewährleisten, hat sich die Allianz für die Kundenbindung und das Engagement der Mitarbeiter klare Ziele gesetzt. Die Kundenbindung wird mithilfe des Net Promoter Score (NPS) gemessen, das Engagement der Mitarbeiter zeigt sich im sogenannten Inclusive Meritocracy Index (IMIX). Daneben hat sich die Allianz auch zahlreiche Ziele im Bereich Nachhaltigkeit gesetzt, zum Beispiel die Reduktion des CO2-Abdrucks, die Reduktion der Treibhausgasemissionen sowie einen Meilensteinplan zur Erreichung einer Net-Zero-konformen Kapitalallokation bis spätestens zum Jahr 2050.

In der Schaden- und Unfallversicherung wurden mit der Kraftfahrtversicherung und dem PrivatSchutz bereits alle wichtigen Produkte für Privatkunden auf das Allianz Customer Model umgestellt. Im Jahr 2021 wird unser Angebot konsequent mit Blick auf das Kundenanliegen weiterentwickelt, indem beispielsweise Produkte für Firmenkunden in das Allianz Customer Model überführt werden. Darüber hinaus treiben wir den Ausbau von digital verfügbaren Produktinformationen, Abschlussmöglichkeiten und Services voran. Mit dieser konsequenten Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse, mit den erfolgreich angestoßenen Wachstumsinitiativen und Maßnahmen der Digitalisierung sehen wir voller Zuversicht in die Zukunft, die Marktstellung des Unternehmens weiter zu stärken und auszubauen. In der Schaden- und Unfallversicherung rechnen wir für das Jahr 2021 und darüber hinaus mit einem weiteren Anstieg der Beitragseinnahmen mindestens auf Höhe des erwarteten Marktwachstums.

Das Kapitalanlagenergebnis 2021 wird sich voraussichtlich durch geringere Gewinnrealisierungen im Immobilienbereich leicht verringern.

Im Rahmen einer planmäßigen Entwicklung - unter anderem mit höheren Elementarschadenaufwänden gegenüber dem außergewöhnlich niedrigen Jahr 2020 - erwarten wir für das Jahr 2021 eine moderat steigende Schadenquote und gehen bei nachhaltiger Effizienz von einer weiteren leichten Verbesserung der Kostenquote gegenüber 2020 aus. Damit wird die erwartete Schaden-Kosten-Quote in etwa auf Vorjahresniveau liegen.

Mit der geplanten Umsatz- und Schaden-Kosten-Entwicklung wird das versicherungstechnische Ergebnis und auch das Gesamtergebnis vor Steuern für 2021 voraussichtlich über dem Vorjahr liegen.

Die Allianz Lebensversicherungs-AG rechnet für das Jahr 2021 mit einem Rückgang der Einmalbeiträge gegenüber 2020, während laufende Beitragseinnahmen auf dem Niveau des Vorjahres erwartet werden. Die Allianz Lebensversicherungs-AG sieht dabei die Chance, die Marktstellung des Unternehmens weiter zu stabilisieren.

Die Produkte der Allianz Lebensversicherungs-AG werden mit Blick auf den Kundenbedarf und die anhaltende Phase von Null- und Negativzinsen auch im Jahr 2021 weiterentwickelt. Hierbei werden sowohl die Produkte zur Absicherung biometrischer Risiken als auch die Produkte im Bereich der Altersvorsorge betrachtet. Wir werden auch der zunehmenden gesellschaftlichen Bedeutung von Nachhaltigkeitsaspekten, die sich auch in der europäischen Regulierung spiegelt, Rechnung tragen. Konsequent treiben wir weiter den Ausbau von digital verfügbaren Produktinformationen, Abschlussmöglichkeiten und Services voran.

Gerade in Zeiten niedriger Zinsen sind die mit einem Vertrag entstehenden Kosten von hoher Relevanz für die Rendite des Kunden. Die Allianz Lebensversicherungs-AG hat mit ihren verbundenen Unternehmen in der Allianz Gruppe sehr effiziente Strukturen und Arbeitsteilungen geschaffen, was dazu führt, dass die Versicherungsverträge der Kunden sehr kostengünstig verwaltet werden können. Ein weiteres Wachstum der Allianz Lebensversicherungs-AG bietet die Chance, die Kosten anteilig für die Kunden weiter zu reduzieren. Die Allianz Lebensversicherungs-AG will diese Chance konsequent nutzen. Wir gehen davon aus, dass die Kosten im Jahr 2021 wegen steigenden Bestandes ebenfalls ansteigen werden.

Für das Jahr 2021 wird ein Bruttoüberschuss leicht über dem Niveau des Jahres 2020 erwartet.

Für das Geschäftsjahr 2021 rechnen wir in der Krankenversicherung mit etwas höheren Beitragseinnahmen sowohl in der Vollversicherung wie auch in der Zusatzversicherung als im Vorjahr.

Die Allianz Private Krankenversicherungs-AG sieht weiterhin ein erhebliches Potenzial bei der Nachfrage nach privater Absicherung im Pflegefall sowie nach einer betrieblichen Krankenversicherung. Für uns ergibt sich daraus die Chance, mit unseren zukunftsweisenden Produkten und unserer starken finanziellen Stellung im Wettbewerb unseren Marktanteil weiter auszubauen.

Im Jahr 2021 rechnen wir mit einem Anstieg des Bestands an versicherten Personen. Wir gehen davon aus, dass die Zuwächse in der Zusatzversicherung den alterungsbedingten Rückgang in der Krankheitskostenvollversicherung übertreffen.

Wir erwarten leicht höhere Aufwendungen für Versicherungsfälle. Verantwortlich hierfür sind die jährlichen Kostensteigerungen im Gesundheitswesen.

Durch die genannten Effekte bei den Beitragseinnahmen und den Aufwendungen für Versicherungsfälle rechnen wir mit einem leichten Rückgang der Schadenquote. Für den Versicherungsbetrieb erwarten wir geringfügig höhere Aufwendungen. Insgesamt dürfte dies zu einem im Vergleich zum Vorjahr höheren versicherungsgeschäftlichen Ergebnis führen.

Wir gehen für das Jahr 2021 insgesamt von einem nahezu konstanten Kapitalanlagenergebnis aus.

Die Ergebnisabführung der Allianz Private Krankenversicherungs AG an die Allianz Deutschland AG dürfte geringfügig ansteigen.

Unmittelbar nach dem Bilanzstichtag die Allianz Deutschland AG die restlichen Anteile der Deutschen Lebensversicherungs-AG von der Allianz Lebensversicherungs-AG erworben. Es ist geplant, rückwirkend zum 1. Januar 2021 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Allianz Deutschland AG und der Deutschen Lebensversicherungs-AG abzuschließen.

Insgesamt gehen wir davon aus, dass die Gewinnabführung der Allianz Deutschland AG an die Allianz SE für das Jahr 2021 höher als 2020 ausfallen wird. Diese Einschätzung steht unter dem Vorbehalt, dass die Entwicklung sowohl an den Kapitalmärkten als auch bei Naturkatastrophen und Großschäden sowie insbesondere auch aufgrund der COVID-19-Pandemie das Ergebnis und die Gewinnabführung an die Allianz SE nur moderat belasten wird.

Wir werden die sicherheits- und ertragsorientierte Kapitalanlagestrategie fortführen und setzen dabei auf die breite Erfahrung der Allianz Gruppe bei der Kapitalanlage im In- und Ausland. Um die Abhängigkeit von der Kapitalmarktentwicklung zu reduzieren sowie das Kapitalanlagenportfolio weiter zu diversifizieren und die Rendite zu stärken, ist geplant, den Anteil der Investments in Infrastruktur und Immobilien sowie die direkte Kreditvergabe auszubauen. Substanzwerte, auch Aktien, bieten trotz hoher Volatilität im abgelaufenen Jahr langfristig attraktives Ertragspotenzial in der anhaltenden Phase von Null- und Negativzinsen und bleiben ein wichtiger Bestandteil der Kapitalanlagestrategie.

In Hinblick auf Risiken aufgrund möglicher Herabstufungen von Ratings insbesondere durch das von COVID-19 bestimmte Jahr 2020 betreiben wir das seit Jahren bewährte Risiko-Monitoring im Bereich von Ratings bei Anleihen konsequent und verstärkt weiter.

NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG GEMÄß § 289B ABSATZ 2 HGB

Die Allianz Deutschland AG ist nach § 289b Absatz 2 Satz 1 HGB von der Pflicht zur Erstellung einer nichtfinanziellen Erklärung befreit, da sie in den Konzernlagebericht ihres Mutterunternehmens (§ 290 Absatz 1, 2 HGB), der Allianz SE, einbezogen ist und dieser Konzernlagebericht eine nichtfinanzielle Konzernerklärung enthält. Der Konzernlagebericht ist unter www.allianz.com sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache veröffentlicht.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄß § 289F ABSATZ 4 I. V. M. ABSATZ 2 NR. 4 HGB

In Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat die Allianz Deutschland AG Zielgrößen für den Frauenanteil festgelegt. Als Frist für die Erreichung aller Zielgrößen wurde einheitlich der 31. Dezember 2021 festgesetzt.

Stand 31. Dezember Zielfestlegung zum 31.12.2021 Ist-Quote am 31.12.2020
Aufsichtsrat 30% 40%
Vorstand 25% 33%
Erste Führungsebene unterhalb des Vorstandes 30% 27%
Zweite Führungsebene unterhalb des Vorstandes 30% 30%

Der Gesellschaft geht es bei den Zielgrößen für den Frauenanteil nicht allein um die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben. Ein Unternehmen kann langfristig nur erfolgreich sein, wenn Frauen gleichberechtigt gefördert und leistungsbezogen in Führungspositionen eingesetzt werden. Daher haben wir uns schon frühzeitig zur Förderung der Vielfalt im Unternehmen verpflichtet, entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen, Personalprozesse danach ausgerichtet und verschiedene Maßnahmen ergriffen. Diese werden kontinuierlich auf die Wirksamkeit hin überprüft und an neue Bedarfe angepasst. Alle eingeführten Maßnahmen sind in den internen Talentmanagementprozessen hinterlegt, so dass von der Potenzialerkennung bis zur Stellenbesetzung systematisch weibliche Potenziale gefördert werden und ein ganzheitliches Vorgehen gewährleistet ist. Die Maßnahmen reichen von Angeboten zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie über Sponsorship- und Mentoring-Programme bis hin zum Etablieren einer Führungskultur, in der Chancengleichheit, gegenseitiges Vertrauen sowie die Zusammenarbeit in vielfältigen Teams im Vordergrund stehen.

Weitere Maßnahmen zielen auf einen ausreichend großen Nachwuchspool ab, aus dem Führungspositionen mit weiblichen Potenzialen besetzt werden können. Dazu gehören Förderprogramme, Informationsformate und ein stärkerer Fokus bei der Stellenbesetzung.

München, 10. Februar 2021

Allianz Deutschland AG

Der Vorstand

Dr. Röhler

De Ferrari

de la Viña

Heinemann

Kanning

Klingspor

Sommerfeld

Wagner

Dr. Wimmer

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Soweit wir in diesem Geschäftsbericht Prognosen oder Erwartungen äußern oder die Zukunft betreffende Aussagen machen, können diese Aussagen mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Neben weiteren hier nicht aufgeführten Gründen können sich Abweichungen aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, vor allem in Allianz Kerngeschäftsfeldern und -märkten, aus Akquisitionen sowie der anschließenden Integration von Unternehmen und aus Restrukturierungsmaßnahmen ergeben. Abweichungen können außerdem aus dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen (zum Beispiel durch Naturkatastrophen), der Entwicklung von Schadenkosten, Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise -tendenzen und, insbesondere im Kapitalanlagebereich, aus dem Ausfall von Kreditnehmern und sonstigen Schuldnern resultieren. Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte (zum Beispiel Marktschwankungen oder Kreditausfälle) und der Wechselkurse sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können entsprechenden Einfluss haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, Zukunftsaussagen zu aktualisieren.

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020

Tsd €

AKTIVA

Stand 31. Dezember Anhang 2020 2020 2019
A. Anlagevermögen 1
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.272 3.328
2.272 3.328
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.353 11519
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.283 2.677
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45428 45.622
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9800 7.467
77.864 67.285
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.238.234 7.110.809
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 2 28.236 64.947
7.266.470 7.175.756
7.346.606 7.246.369
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3 97.895 114369
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.427 2343
99.322 116712
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4 2.516.771 2.096.266
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 864 216
2.616.957 2.213.194
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.000 9.068
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 5 4.354 8.564
Summe Aktiva 9.975.917 9.477.195

PASSIVA

Stand 31. Dezember Anhang 2020 2020 2019
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 6 200.501 200.501
II. Kapitalrücklage 7 6.956.310 7.053.789
III. Gewinnrücklagen 8 20.050 20.050
IV. Bilanzgewinn 97.479 -
7.274.340 7.274.340
B. Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9 57.690 49.682
II. Steuerrückstellungen 10.236 7.383
III. Sonstige Rückstellungen 10 390.413 422.227
458.339 479.292
C. Verbindlichkeiten 11
I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.532 7.015
II. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.195.440 1.688.309
III. Sonstige Verbindlichkeiten 40.315 24732
davon aus Steuern 13.698 (13.728) Tsd €
davon i. R. d. sozialen Sicherheit 0 (55) Tsd €
2.240.287 1.720.056
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.951 3.507
Summe Passiva 9.975.917 9.477.195

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2020

Tsd €

Anhang 2020 2019
1. Erträge aus Gewinnabführungen 12 1.359.736 1.196.628
2. Aufwendungen aus Verlustübernahme 12 -25.301 -2.775
3. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens - -
davon aus verbundenen Unternehmen 0 (0) Tsd € - -
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13 2.246 1912
davon aus verbundenen Unternehmen 1.727 (1.165) Tsd €
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13 -16.823 -7.443
davon aus verbundenen Unternehmen - 330 (- 197) Tsd €
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 14 - -
7. Finanzergebnis 1.319.858 1.188.322
8. Umsatzerlöse 15 2.577.216 2.495.895
9. Sonstige betriebliche Erträge 16 60212 74.305
10. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -16.473 -22.975
11. Materialaufwand 17 -1.366.015 -1.266.277
12. Personalaufwand 18 -1.173.134 -1.181.575
13. Abschreibungen 19 -18.605 -18.580
14. Sonstige betriebliche Aufwendungen 20 -81.728 -126.643
15. Ergebnis vor Steuern 1.301.331 1.142.472
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21 -14.962 12.134
17. Ergebnis nach Steuern 1.286.369 1.154.606
18. Sonstige Steuern -2.224 3.814
19. Aufwand aus Ergebnisabführung -1.284.145 -1.158.420
20. Jahresüberschuss - -
21. Entnahme aus der Kapitalrücklage 97.479 -
22. Bilanzgewinn 97.479 -

ANHANG

ANGABEN GEMÄß § 264 ABSATZ 1A HGB

Allianz Deutschland AG

Königinstraße 28, 80802 München

Registergericht Amtsgericht München

Handelsregisternummer HRB 158878

MAßGEBLICHE RECHTSVORSCHRIFTEN

Die Allianz Deutschland AG erstellt den Jahresabschluss und den Lagebericht nach Maßgabe der Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG).

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Sie sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Es wird mit dem Finanzergebnis als wesentliche Ergebnisquelle begonnen, da diese Darstellung das Geschäft einer Holdinggesellschaft am besten abbildet. Wesentlich sind des Weiteren die Umsatzerlöse.

Der Jahresabschluss wurde in Tausend Euro (Tsd Euro) aufgestellt. Alle Beträge werden in Tausend Euro angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.

BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS-, UND ERMITTLUNGSMETHODEN

IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE UND SACHANLAGEN

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt.

Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden zu ihrem Nennwert bilanziert.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert bis 250 Euro netto werden sofort abgeschrieben. Für bewegliche Wirtschaftsgüter, die der selbstständigen Nutzung fähig sind, ab 250 Euro netto bis 1.000 Euro netto wird ein steuerlicher Sammelposten gemäß § 6 Absatz 2a EStG gebildet, der im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Jahren pauschal mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird.

ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Sie werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und zu fortgeführten Anschaffungskosten oder dem niedrigeren auf Dauer beizulegenden Wert angesetzt.

Abschreibungen werden vorgenommen, sofern am Bilanzstichtag die fortgeführten Anschaffungskosten über dem Marktwert und dem langfristig beizulegenden Wert liegen.

WERTPAPIERE DES ANLAGEVERMÖGENS

Die nach den Vorschriften des Anlagevermögens bilanzierten Kapitalanlagen sind dazu bestimmt, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Eine Zuordnung der Zweckbestimmung erfolgt bei Zugang der Kapitalanlage. Die Widmung wird jeweils bei Änderung der Anlagestrategie beziehungsweise bei geplanten Verkäufen geprüft. Diese Wertpapiere werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder einem niedrigeren langfristig beizulegenden Wert angesetzt. Bei dauerhaften Wertminderungen werden Abschreibungen erfolgswirksam durchgeführt. Bei voraussichtlich vorübergehenden Wertminderungen besteht ein Abschreibungswahlrecht. Im Geschäftsjahr sind keine vorübergehenden Wertminderungen bei den nach den Vorschriften des Anlagevermögens bilanzierten Kapitalanlagen eingetreten.

Weitere Informationen finden sich im Anhang in der Tabelle Wertpapiere, die der dauernden Vermögensanlage gewidmet wurden.

FORDERUNGEN, VORRÄTE UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Sie werden grundsätzlich mit den Nominalbeträgen bewertet. Unverzinsliche Forderungen werden mit ihrem Barwert angesetzt. Bei den Forderungen gegen Versicherungsvermittler wird dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Vorräte und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert. Mögliche Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt, sofern die Vermögensgegenstände nicht in eine Bewertungseinheit einbezogen werden.

GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN, SCHECKS UND KASSENBESTAND

Diese Posten werden mit dem Nominalbetrag angesetzt.

AKTIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Es werden Ausgaben des Geschäftsjahres, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen, erfasst.

Die abgegrenzten Zinsen und Mieten sind grundsätzlich mit den Nominalbeträgen angesetzt.

AKTIVE LATENTE STEUERN

Analog dem Wahlrecht des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB wird der über den Saldierungsbereich hinausgehende Überhang aktiver Steuerlatenzen nicht bilanziert.

Wesentliche Abweichungen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen ergeben sich bei den Bilanzpositionen Rückstellungen für Pensionen und Sonstige Rückstellungen, die jeweils zu aktiven latenten Steuern führen.

Die Bewertung der inländischen Steuerlatenzen erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 31 Prozent.

AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG

Das Vermögen wird gemäß § 253 Absatz 1 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt und in Verbindung mit § 246 Absatz 2 HGB mit den Schulden verrechnet.

Sofern die Schulden den beizulegenden Zeitwert übersteigen, wird der übersteigende Betrag unter dem Posten Rückstellungen ausgewiesen. Übersteigt der beizulegende Zeitwert den Betrag der Schulden, so wird der übersteigende Betrag unter dem Posten Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethode des aktiven Unterschiedsbetrages entspricht derjenigen, die im Abschnitt Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und Sonstige Rückstellungen beschrieben ist.

EIGENKAPITAL

Eigenkapital wird mit dem Nominalbetrag angesetzt.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN UND SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Der aus der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes im Jahr 2010 resultierende Umstellungsaufwand wurde bereits in der Vergangenheit voll als außerordentlicher Aufwand erfasst. Die Rückstellungen für Mitarbeiterjubiläen, Altersteilzeit und Vorruhestandsleistungen werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und in voller Höhe passiviert.

Laut § 253 HGB sind Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und für sonstige Personalverpflichtungen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abzuzinsen. Der § 253 Absatz 6 Satz 2 HGB besagt, dass ein positiver Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen mit dem siebenjährigen Durchschnittszins gegenüber der Bewertung mit dem zehnjährigen Durchschnittszins ergibt, einer Ausschüttungssperre unterliegt. Diese Ausschüttungssperre führt nicht zu einer Abführungssperre, wenn ein Ergebnisabführungsvertrag vorliegt. Bei der Ermittlung des Diskontierungszinssatzes nimmt die Gesellschaft die Vereinfachungsregelung gemäß § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB (Restlaufzeit von 15 Jahren) in Anspruch, wobei wie im Vorjahr ein zum Bilanzstichtag prognostizierter Zinssatz zugrunde gelegt wurde.

Der Effekt aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes wird unter der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen.

Weitere Erläuterungen zur Bilanzierung der Pensionen und ähnlicher Verpflichtungen finden Sie im Anhang unter den Angaben zu den Passiva und unter den Haftungsverhältnissen.

Die übrigen Rückstellungen werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst.

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

PASSIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Es werden Einnahmen des Geschäftsjahres, die Erträge nach dem Bilanzstichtag darstellen, erfasst.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Grundsätzlich werden alle Geschäftsvorgänge in der Originalwährung erfasst und zum jeweiligen Tageskurs (Devisenkassamittelkurs) in Euro umgerechnet.

Am Abschlussstichtag werden die auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet und nach den handelsrechtlichen Regeln zur Währungsumrechnung angesetzt. Bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger werden die Gewinne und Verluste aus der Umrechnung gemäß § 256a HGB erfolgswirksam erfasst.

Rückstellungen in fremder Währung werden zum Abschlussstichtag ermittelt sowie neu bewertet und zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN BEWERTUNGSEINHEITEN

Derivative Finanzinstrumente liegen in Form von Allianz Equity- Incentive-Plänen vor. Diese Restricted Stock Units (RSU) werden durch Termingeschäfte (Hedge-RSU) mit der Allianz SE abgesichert, die als Forderung gegen die Allianz SE und als Equity Swap bilanziert werden.

Die Termingeschäfte werden mit den entsprechenden Grundgeschäften als Bewertungseinheit zusammengefasst.

Der Ausweis der Grundgeschäfte erfolgt unter den Sonstigen Rückstellungen und der Ausweis der Sicherungsgeschäfte unter den Sonstigen Vermögensgegenständen.

Für die gebildeten Bewertungseinheiten kommt ein Micro- Hedge zum Ansatz, um Preisänderungsrisiken aufgrund von Marktpreisschwankungen vollständig auszuschließen.

WERTAUFHOLUNGSGEBOT, ZUSCHREIBUNGEN

Auf Vermögensgegenstände, die in früheren Jahren auf einen niedrigeren Marktwert abgeschrieben wurden, muss zugeschrieben werden, wenn diesen Vermögensgegenständen am Bilanzstichtag wieder ein höherer Wert beigelegt wird.

Die Zuschreibungen erfolgen bis zur Höhe der fortgeschriebenen Anschaffungswerte, auf einen niedrigeren langfristig beizulegenden Wert oder auf einen niedrigeren Marktwert.

ANGABEN ZU DEN AKTIVA

1 Entwicklung der Aktivposten A.I bis A.III im Geschäftsjahr 2020

Tsd €

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 31.12.2019 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2020
--- --- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
A.I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.636 800 - 49.438 12.998
2. Geleistete Anzahlungen - - - - -
Summe A.I. 61.636 800 - -49.438 12.998
A.II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 54.671 11.243 2.148 -3.345 64.717
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.063 174 - -401 11836
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 126.857 11.846 374 -16.957 122.120
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.467 4.855 -2.522 - 9.800
Summe A.II. 201.058 28.118 - -20.703 208.473
A.III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.110.809 127.425 - - 7.238.234
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen - - - - -
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 64.947 35 - -36.746 28.236
Summe A.III. 7.175.756 127.460 - -36.746 7.266.470
Insgesamt 7.438.450 156.378 - -106.887 7.487.941
Abschreibungen
Stand 31.12.2019 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2020
--- --- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
A.I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.308 1.520 - -49.102 10.726
2. Geleistete Anzahlungen - - - - -
Summe A.I. 58.308 1.520 - -49.102 10.726
A.II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 43152 4.432 - -3.220 44.364
2. Technische Anlagen und Maschinen 9386 536 - -369 9.553
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 81.235 12.107 - -16.650 76.692
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
Summe A.II. 133.773 17.075 - -20.239 130.609
A.III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - -
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen - - - - -
3. Wertpapiere des Anlagevermögens - - - - -
Summe A.III. - - - - -
Insgesamt 192.081 18.595 - -69.341 141.335
Bilanzwert
Stand 31.12.2019 Stand 31.12.2020
--- --- ---
A. Anlagevermögen
A.I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.328 2.272
2. Geleistete Anzahlungen - -
Summe A.I. 3.328 2.272
A.II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.519 20.353
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.677 2.283
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 45.622 45.428
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.467 9.800
Summe A.II. 67.285 77.864
A.III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.110.809 7.238.234
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen - -
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 64.947 28.236
Summe A.III. 7.175.756 7.266.470
Insgesamt 7.246.369 7.346.606

AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES GEMÄß § 285 NR. 11 HGB IN VERBINDUNG MIT § 286 ABSATZ 3 NR. 1 HGB

Tsd € (Anteile in %) Anteil 1 Eigenkapital Jahresergebnis
mit Sitz im Inland
ADAC Autoversicherung AG, München 3 51,0 132.764 -5.712
Alida Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 4 90,1 388.025 10.996
Allianz AZL Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG, München 3 100,0 409.276 -58
Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG, München 2,3 100,0 8.605 -
Allianz Esa GmbH, Bad Friedrichshall 2,4 100,0 37 -
Allianz Hirschgarten GmbH & Co. KG, Stuttgart 4 100,0 1.190 -108
Allianz Leben Direkt Infrastruktur GmbH, München 2,3 100,0 184.257 -
Allianz Leben Infrastrukturfonds GmbH, München 2,3,7 100,0 1.522.286 -
Allianz Leben Private Equity Fonds 2001 GmbH, München 2,3,8 100,0 5.785.028 -
Allianz Leben Private Equity Fonds Plus GmbH, München 2,3,9 100,0 18.306 -
Allianz Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft, Stuttgart 2,3 100,0 2.991.344 -
Allianz NM 28 GmbH & Co. KG, Stuttgart 5,6 93,3 - -
Allianz Pension Direkt Infrastruktur GmbH, München 2,3 100,0 4.026 -
Allianz Pension Partners GmbH, München 2,3 100,0 50 -
Allianz Pensionskasse Aktiengesellschaft, Stuttgart 3 100,0 315.192 17.698
Allianz Private Equity GmbH, München 2,3,10 100,0 30.003 -
Allianz Private Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft, München 2,4 100,0 337.731 -
Allianz ProzessFinanz GmbH, München 2,3 100,0 381 -
Allianz Stromversorgungs-GmbH, München 2,3 100,0 25 -
Allianz Taunusanlage GbR, Stuttgart 4 99,5 167.125 4.397
Allianz Versicherungs-Aktiengesellschaft, München 2,3,11 100,0 887.569 -
APK Infrastrukturfonds GmbH, München 2,3,12 100,0 22.928 -
APK-Argos 75 Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 2,3 100,0 69.776 -
APK-Argos 85 Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 2,3 100,0 115.648 -
APKV Direkt Infrastruktur GmbH, München 2,3 100,0 35.096 -
APKV Infrastrukturfonds GmbH, München 2,3,13 100,0 206.985 -
APKV Private Equity Fonds GmbH, München 2,3,14 100,0 742.622 -
APKV-Argos 74 Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 2,3 100,0 187.097 -
APKV-Argos 84 Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 2,3 100,0 401.386 -
ARE Funds APKV GmbH, München 2,4 100,0 278.711 -
ARE Funds AZL GmbH, München 2,4 100,0 2.771.757 -
ARE Funds AZV GmbH, München 2,4 100,0 12.057 -
AZ ATLAS GmbH & Co. KG, Stuttgart 4 94,9 101.236 2.813
AZ ATLAS Immo GmbH, Stuttgart 4 100,0 140.167 181
AZL AI Nr. 1 GmbH, München 2,3 100,0 1.828 -
AZL-Argos 73 Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 2,3 100,0 1.206.653 -
AZL-Argos 83 Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 2,3 100,0 2.859.487 -
AZL-Argos 89 Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 2,3 100,0 26.921 -
AZL-Private Finance GmbH, Stuttgart 2,3 100,0 200.100 -
AZ-SGD Classic Infrastrukturfonds GmbH, München 2,3,15 100,0 11.435 -
AZ-SGD Direkt Infrastruktur GmbH, München 2,3 42,0 33.787 -
AZ-SGD Infrastrukturfonds GmbH, München 2,3,16 42,0 176.249 -
AZ-SGD Private Equity Fonds 2 GmbH, München 2,3,17 100,0 18.538 -
AZ-SGD Private Equity Fonds GmbH, München 2,3,18 100,0 786.631 -
AZT Automotive GmbH, Ismaning 2,3 100,0 167 -
AZV-Argos 72 Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 2,3 100,0 76.474 -
AZV-Argos 77 Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 2,3 100,0 29.323 -
AZV-Argos 82 Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 2,3 100,0 171.425 -
AZV-Argos 87 Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 2,3 100,0 108.250 -
BrahmsQ Objekt GmbH & Co. KG, Stuttgart 4 94,8 79.981 2.021
Deutsche Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft, Berlin 2,3 100,0 44.991 -
GA Global Automotive Versicherungsservice GmbH, Halle (Saale) 2,3 100,0 24 -
Kaiser X Labs GmbH, München 2,3 100,0 777 -
KVM ServicePlus - Kunden- und Vertriebsmanagement GmbH, Halle (Saale) 2,3 100,0 25 -
Tsd € (Anteile in %) Anteil 1 Eigenkapital Jahresergebnis
Münchener & Magdeburger Agrar AG, München 2,4 100,0 3.003 -
myHealth X GmbH, München 2,3 100,0 25 -
Projekt Hirschgarten MK8 GmbH & Co. KG, Stuttgart 5,6 94,9 - -
Protektor Lebensversicherungs-AG, Berlin 4 10,0 7.851 7
REC Frankfurt Objekt GmbH & Co. KG, Hamburg 4 80,0 287.817 10.221
Sana Kliniken AG, Ismaning 4 14,5 1.017.094 66685
Spherion Objekt GmbH & Co. KG, Stuttgart 4 100,0 66.485 3.379
UfS Beteiligungs-GmbH, München 2,3 100,0 246 -
VLS Versicherungslogistik GmbH, Berlin 2,3 100,0 26 -
Volkswagen Autoversicherung AG, Braunschweig 2,3 100,0 112.561 -
Volkswagen Autoversicherung Holding GmbH, Braunschweig 3 49,0 143.349 26.095
Windpark Büttel GmbH & Co. KG, Sehestedt 4 100,0 21.395 1180
Windpark Calau GmbH & Co. KG, Sehestedt 4 100,0 41.287 2164
Windpark Eckolstädt GmbH & Co. KG, Sehestedt 4 100,0 32.076 1752
Windpark Quitzow GmbH & Co. KG, Sehestedt 4 100,0 13.048 1630
Windpark Redekin-Genthin GmbH & Co. KG, Sehestedt 4 100,0 22.662 1325
Windpark Werder Zinndorf GmbH & Co. KG, Sehestedt 4 100,0 22.006 2.691
mit Sitz im Ausland
114 Venture LP, Wilmington, DE 4 49,5 167.582 -495
1515 Broadway Realty LP, Dover, DE 4 49,6 954.474 10305
1800 M Street Venture LP, Wilmington, DE 4 42,8 379.271 5.967
30 HY WM REIT Owner LP, Wilmington, DE 4 49,0 418.372 113
490 Fulton JV LP, Wilmington, DE 4 96,5 -2 -
490 Fulton REIT LP, Wilmington, DE 4 100,0 -106 -16
53 State JV L.P., Wilmington, DE 4 49,0 328.709 4.061
A&A Centri Commerciali S.r.L., Milan 4 50,0 151.673 4.407
AA Ronsin Investment Holding Limited, Hong Kong 5 62,0 - -
Aero-Fonte S.r.L, Catania 5 100,0 17.201 2.721
Allee-Center Kft., Budapest 4 50,0 104.463 11.850
Allianz Chicago Private Reit LP, Wilmington, DE 4 100,0 179.049 -89
Allianz Eiffel Square Kft., Budapest 5,6 70,0 - -
Allianz EM Loans S.C.S., Luxembourg 4 88,9 231788 13.920
Allianz Finance IX Luxembourg S.A., Luxembourg 4 100,0 1.139.487 5.423
Allianz Finance VII Luxembourg S.A., Luxembourg 4 70,0 3.255.458 60268
Allianz Finance VIII Luxembourg S.A., Luxembourg 4 80,0 984.805 19831
Allianz France Real Estate Invest SPPICAV, Paris la Defense 4 100,0 1.345.216 51.525
Allianz Hold Co Real Estate S.à r.l., Luxembourg 4 100,0 298.798 13.350
Allianz HY Investor LP, Wilmington, DE 4 100,0 378.851 1616
Allianz Infrastructure Czech HoldCo I S.à r.l., Luxembourg 4 100,0 179.139 94.993
Allianz Infrastructure Holding I Pte. Ltd., Singapore 5 100,0 - -
Allianz Infrastructure Luxembourg Holdco I S.A., Luxembourg 4 100,0 2.908.301 21.569
Allianz Infrastructure Luxembourg Holdco II S.A., Luxembourg 4 69,7 607.460 4.490
Allianz Infrastructure Luxembourg Holdco III S.A., Luxembourg 4 100,0 846.077 -18
Allianz Infrastructure Luxembourg Holdco IV S.A., Luxembourg 4 53,0 208.877 -18
Allianz Infrastructure Luxembourg I S.à r.l., Luxembourg 4 72,4 4.015.496 39.746
Allianz Infrastructure Luxembourg II S.à r.l., Luxembourg 4 80,2 1.060.399 10825
Allianz Infrastructure Spain Holdco II S.à r.l., Luxembourg 4 100,0 463.515 -33
Allianz Investments III Luxembourg S.A., Luxembourg 4 81,1 1.776.402 98.878
Allianz Leben Real Estate Holding I S.à r.l., Luxembourg 4 100,0 885.503 40.180
Allianz Leben Real Estate Holding II S.à r.l., Luxembourg 4 100,0 3.311.983 46.312
Allianz PCREL US Debt S.A., Luxembourg 4 76,7 8.549 26.896
Allianz Presse Infra S.C.S., Luxembourg 4 92,4 45.891 -316
Allianz Presse US REIT LP, Wilmington, DE 4 92,4 55.923 255
Allianz Real Estate Investment S.A., Luxembourg 4 100,0 411.820 -4.856
Allianz Renewable Energy Partners I LP, London 4 100,0 145.316 7.446
Allianz Renewable Energy Partners II Limited, London 3 100,0 99.649 -6.731
Allianz Renewable Energy Partners III LP, London 4 55,3 125.247 6.787
Allianz Renewable Energy Partners IV Limited, London 5 50,4 - -
Allianz Renewable Energy Partners V plc., London 3 36,4 582.812 26.232
Allianz Renewable Energy Partners VI Limited, London 3 100,0 789.266 20.719
Allianz Renewable Energy Partners VIII Limited, London 3 18,2 302.732 7.161
Tsd € (Anteile in %) Anteil 1 Eigenkapital Jahresergebnis
Allianz Renewable Energy Partners Luxembourg II S.A., Luxembourg 3 100,0 99.998 209
Allianz Renewable Energy Partners Luxembourg IV S.A., Luxembourg 3 54,6 716.116 1070
Allianz Renewable Energy Partners Luxembourg VI S.A., Luxembourg 3 62,1 798.207 610
Allianz Sakura Multifamily 1 Pte. Ltd., Singapore 4 100,0 491.953 -99
Allianz Sakura Multifamily 2 Pte. Ltd., Singapore 4 100,0 245.243 -98
Allianz Sakura Multifamily Lux SCSp, Luxemburg 4 100,0 498.201 -205
Allianz Société Financière S.à r.l., Luxembourg 4 75,0 1.179.250 53.257
Allianz US Investment LP, Wilmington, DE 4 100,0 2.094.412 -12.805
Allianz US Private REIT LP, Wilmington, DE 4 100,0 2.173.185 -13.138
APK US Investment LP, Wilmington, DE 4 100,0 106.330 286
APKV US Private REIT LP, Wilmington, DE 4 100,0 312.261 -317
AREAP Core I LP, Singapore 5 50,0 - -
ARES Capital Europe IV (E) Unlevered SCSp, Luxembourg 5 8,0 - -
AS Gasinfrastruktur Beteiligung GmbH, Wien 4 40,0 338.981 23.447
Austin West Campus Student Housing LP, Wilmington, DE 4 44,7 401.990 -24.252
Autostrade per l'Italia S.p.A., Rome 4 6,9 2.220.424 -268.433
AZ Euro Investments II S.à r.l., Luxembourg 4 100,0 383.631 21.177
AZ Euro Investments S.A., Luxembourg 4 84,7 3.471.184 285.860
AZ Jupiter 10 B.V., Amsterdam 4 100,0 390.782 6.522
AZ Jupiter 11 B.V., Amsterdam 4 85,9 334.854 50.207
AZ Jupiter 9 B.V., Amsterdam 4 100,0 301.770 50.919
AZ Vers US Private REIT LP, Wilmington, DE 4 100,0 108.367 173
AZ/JH Co-Investment Venture (DC) LP, Wilmington, DE 4 80,0 310.210 17.576
AZ/JH Co-Investment Venture (IL) LP, Wilmington, DE 4 80,0 253.594 3.365
Bain Capital Distressed an Special Situations 2013 (A) L.P., Boston, MA 5 16,9 - -
Bain Capital Distressed and Special Situations 2019 (B Master) L.P., Grand Cayman 5,6 14,7 - -
Barak Fund SPC Limited - Barak Structured Trade Finance Segregated Portfolio, Grand Cayman 5,6 15,8 - -
Barings European Private Loan Fund II, Luxembourg 5 27,0 - -
Bazalgette Equity Ltd., London 4 34,3 601.522 -
BioPharma Credit Investment V (Offshore-A) LP, George Town 5,6 21,6 - -
Blackstone BioMed Life Science Real Estate (Lux) SCSp, Luxembourg 5,6 66,6 - -
Blackstone Property Partners Asia (Lux) SCSp, Luxembourg 4 6,4 1.328.463 110.547
Blackstone Real Estate Partners VIII.F L.P., New York, NY 5 1,5 - -
BREP Europe V (Alberta) L.P., New York, NY 5 1,4 - -
Brobacken Nät AB, Stockholm 5 100,0 - -
Calobra Investments Sp. z o.o., Warsaw 4 100,0 136.894 1.991
Caroline Berlin S.C.S., Luxembourg 4 89,4 176.807 2.558
CBRE Dutch Office Fund, Schiphol 5 25,2 - -
CELUHO S.à r.l., Luxembourg 5,6 49,0 - -
Central Shopping Center a.d., Bratislava 4 100,0 56.605 3.100
CEPE de Langres Sud S.à r.L, Versailles 4 100,0 23.524 4.526
CEPE de Mont Gimont S.à r.l., Versailles 4 100,0 21.329 -70
Chapter Master Limited Partnership, London 4 45,5 925.083 7.682
Clarion Gables Multifamily Trust L.P., Wilmington, DE 5 11,5 - -
CLF Fund I LP, Singapore 4 12,2 1821 103
Columbia REIT - 333 Market Street LP, Wilmington, DE 4 44,7 435.186 14451
Columbia REIT-University Circle LP, Wilmington, DE 4 44,7 474.225 18.938
Core Senior Lending Fund (A-A) L.P., Toronto, ON 5 45,5 - -
Core Senior Lending Fund L.P., Toronto, ON 5,6 31,7 - -
Cova Beijing Zpark Investment Pte. Ltd., Singapore 4 98,0 17.776 3.739
Crescent European Specialty Loan Fund II SCSp, Munsbach 5 46,2 - -
CRG Partners IV - Parallel Fund "C" (Cayman) L.P., Grand Cayman 5 95,3 - -
Czech Gas Networks S.á r.l., Luxembourg 4 18,5 27 -863
Daiwoter Investment Limited, London 4 36,6 740.133 -109.080
Darby Latin American Private Debt Fund III L.P., Toronto, ON 5 47,6 - -
Delgaz Grid S.A., Tàrgu Mures 4 28,8 663.300 -8.714
Door S.L.P, Saint Helier 5 21,5 - -
EIG Energy Fund XVII (Scotland) LP, Edinburgh 5 85,7 - -
EISAF II LP, Singapore 5 43,8 - -
Elton Investments S.à rl, Luxembourg 4 27,1 529.572 222.201
EMZ 8-B S.L.P., Paris 5 62,5 - -
Tsd € (Anteile in %) Anteil 1 Eigenkapital Jahresergebnis
EMZ 9-C S.L.P., Paris 5,6 94,1 - -
Enertrag-Dunowo Sp. z o.o., Szczecin 4 100,0 51.461 -1.792
Euromarkt Center d.o.o., Ljubljana 4 50,0 53.036 9168
Falcon Private Credit Opportunities VI (Luxembourg) SCSp, Luxembourg 5,6 37,8 - -
Foshan Geluo Storage Services Co. Ltd., Foshan 4 100,0 29.228 736
Four Oaks Place LP, Wilmington, DE 4 49,0 467.340 9867
Franklin S.C.S., Luxembourg 4 94,5 89.550 5.027
Galore Expert Limited, Hong Kong 4 100,0 24.696 4.035
GBTC I LP, Singapore 4 50,0 90.059 11137
Global Azawaki S.L., Madrid 4 100,0 140.993.401 -14.399
Global Carena S.L., Madrid 4 80,0 176.070.000 -189.000
GLP Japan Income Fund LP, Singapore 5,6 27,2 - -
GSO Capital Opportunities Feeder Fund III L.P., George Town 5 9,5 - -
GSO COF III Co-Investment Feeder Fund LP, George Town 5 19,9 - -
HPS Core Senior Lending Co-Invest L.P., Grand Cayman 5,6 100,0 - -
HPS Offshore Mezzanine Partners 2019 L.P., George Town 5 10,5 - -
HPS Specialty Loan Fund V L.P., George Town 5,6 34,6 - -
ICON Immobilien GmbH & Co. KG, Wien 4 100,0 255.339 1.949
IndInfravit Trust, Chennai 4 22,7 8 0
Italien Shopping Centre Investment S.r.l, Milan 4 50,0 16.922 -6.228
Italo - Nuovo Trasporto Viaggiatori S.p.A., Rome 4 10,0 1.763.611 151.420
Järvsö Sörby Vindkraft AB, Danderyd 5 100,0 - -
JPMorgan IIF UK1 LP, Dublin 5 2,8 - -
KAIGO Hi-Tech Development (Beijing) Co. Ltd., Beijing 4 100,0 17.776 3.739
KaiLong Greater China Real Estate Fund II S.C.Sp., Luxembourg 4 100,0 79.448 -575
Kiinteistöosakeyhtiö Etelāesplanadi 2 Oy, Helsinki 4 100,0 31.199 1791
KLGCREF II Holdco Pte. Ltd., Singapore 4 100,0 -68 -18
Kohlenberg & Ruppert Premium Properties S.à r.l., Luxembourg 4 60,7 111.420 5.395
Kuolavaara-Keulakkopäān Tuulipuisto Oy, Oulu 4 100,0 19.462 -656
LBA IV-PPI Venture LLC, Dover, DE 4 45,0 332.634 7.500
Lennar Multifamily Venture II DC LP, Wilmington, DE 5 11,9 - -
Lennar Multifamily Venture LP, Wilmington, DE 4 11,3 2.124.044 157.124
Logistis Luxembourg Feeder S.A., Luxembourg 4 12,6 1.650.121 332.588
LPC Logistics Venture One LP, Wilmington, DE 4 31,7 250.082 8.490
Maevaara Vind AB, Stockholm 5 100,0 - -
Ninety One Africa Credit Opportunities Fund 2 SCSp, Luxembourg 5,6 40,0 - -
NRP Nordic Logistics Fund AS, Oslo 4 49,5 481.421 41.158
Ooktree European Capital Solutions Fund II SCSp, Luxembourg 5,6 32,7 - -
Oaktree Opportunities Fund Xb, L.P., Cayman Islands 5 2,0 - -
Oaktree Real Estate Opportunities VII L.P., New York 5 15,4 - -
Ocean Properties LLP, Singapore 4 20,0 1.537.456 69.509
Offshore Mezzanine Partners II L.P., George Town 5 6,8 - -
Offshore Mezzanine Partners III Co-Invest L.P., George Town 5 51,9 - -
Offshore Mezzanine Partners III L.P., George Town 5 8,0 - -
Ophir-Rochor Commercial Pte. Ltd., Singapore 4 60,0 435.080 183.315
Orion MF TMK, Tokyo 4 49,9 485.456 6.208
PAG Loon Fund IV L.P., George Town 5,6 19,3 - -
Piaf Bidco B.V., Amsterdam 4 23,9 1.716.951 -16.807
PIMCO DISCO Fund III Offshore Feeder LP, George Town 5,6 15,2 - -
Podium Fund HY REIT Owner LP, Wilmington, DE 5 44,3 - -
Porterbrook Holdings I Limited, London 4 30,0 1.306.720 93.106
Prologis European Logistics Fund FCP-FIS, Luxembourg 5 13,1 - -
Q207 S.C.S., Luxembourg 4 83,6 88.070 2.935
Quadgas Holdings Topco Limited, Saint Helier 4 13,0 3.108.515 -1.300.530
Queenspoint S.L., Madrid 4 50,0 112.158 8.811
Real Foubourg Haussmann SAS, Paris la Défense 4 100,0 805.400 -4.421
RMPA Holdings Limited, Colchester 4 56,0 9.401 11.325
SAS Allianz Forum Seine, Paris la Défense 4 100,0 234.843 9.985
SAS Allianz Platine, Paris la Défense 4 100,0 266.287 11.495
SAS Allianz Rivoli, Paris la Défense 4 100,0 97.945 3.123
SAS Allianz Serbie, Paris la Défense 4 100,0 233.283 4.177
Tsd € (Anteile in %) Anteil 1 Eigenkapital Jahresergebnis
SAS Alta Gramont, Paris 4 49,0 246.162 1.265
SAS Angel Shopping Centre, Paris la Défense 4 54,0 276.564 3.038
Sättravallen Wind Power AB, Strömstad 5 100,0 - -
SCI Allianz Citylights, Paris la Défense 5,6 100,0 - -
SCI Allianz Messine, Paris la Defense 4 100,0 221.014 8.606
SCI Bercy Village, Paris 4 49,0 40.102 8.402
SCI ESQ, Paris la Défense 4 75,0 106.378 3114
SCI Pont D'Ain Septembre Logistics, Paris la Défense 4 80,1 69.048 29
SCI Réau Papin Logistics, Paris la Défense 4 80,1 76.825 79
Sierra European Retail Real Estate Assets Holdings B.V., Amsterdam 4 25,0 165.261 102.631
Spanish Gas Distribution Investments S.à r.l., Luxembourg 4 40,0 1.219.899 37.438
Specialty Loan Fund 2016 L.P., George Town 5 22,8 - -
SPREF II Pte. Ltd., Singapore 4 41,3 98.481 697
Stam Fem Gångaren 11 AB, Stockholm 4 100,0 82.801 2.497
Strategic Value Dislocation Feeder Fund L.P., Grand Cayman 5,6 20,9 - -
Terminal Venture LP, Wilmington, DE 4 30,9 314.279 -44.930
The FIZZ Student Housing Fund S.C.S., Luxembourg 4 39,6 176.957 10.675
TopTorony ingatlanhasznosító Zrt., Budapest 4 50,0 23.297 -90
UK Logistics PropCo S.à r.l., Luxembourg 4 100,0 55.630 -1.683
UK Logistics PropCo II S.à r.l., Luxembourg 4 100,0 40.636 -77
UK Logistics PropCo III S.à r.l., Luxembourg 4 100,0 268 -45
UK Logistics PropCo IV S.à r.l., Luxembourg 4 100,0 -0 -14
UK Logistics PropCo V S.à r.l., Luxembourg 4 100,0 -0 -14
UK Logistics S.C.Sp., Luxembourg 4 100,0 33.324 -2
Valderrama S.A., Luxembourg 4 96,0 150.007 -752
Vanilla Capital Markets S.A., Luxembourg 4 100,0 316.426 1.545
VGP European Logistics 2 S.à r.l., Senningerberg 4 50,0 51.495 -1.408
VGP European Logistics S.à r.l., Senningerberg 4 40,2 189926 -10.021
Vordere Zollamtsstraße 13 GmbH, Wien 4 100,0 70.545 2.136
Waterford Blue Lagoon LP, Wilmington, DE 4 37,2 351.436 3.475

1 Berechnung berücksichtigt die von abhängigen Unternehmen gehaltenen Anteile vollständig, auch wenn der Anteil an diesem abhängigen Unternehmen unter 100 % liegt.

2 Ergebnisabführungsvertrag

3 Jahresabschluss 2020 vorläufig

4 Jahresabschluss 2019

5 Keine Angaben vorhanden

6 Neues Investment 2020, es liegen keine Abschlüsse vor

7 Allianz Leben Infrastrukturfonds GmbH investiert in Private Equity Fonds. Für die Gesellschaft wird § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 HGB in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 25 Fondsbeteiligungen mit einem Buchwert von insgesamt 1.546.911.217,18 EUR und bestehenden Resteinzahlungsverpflichtungen von insgesamt 1.838.190.407,77 EUR

8 Allianz Leben Private Equity Fonds 2001 GmbH investiert in Private Equity Fonds. Für die Gesellschaft wird § 286 Abs. 3 S.1 Nr. 2 HGB in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 428 Fondsbeteiligungen mit einem Buchwert von insgesamt 5.963.828.707,18 EUR und bestehenden Resteinzahlungsverpflichtungen von insgesamt 6.816.614.989,10 EUR

9 Allianz Leben Private Equity Fonds Plus GmbH investiert in Private Equity Fonds. Für die Gesellschaft wird § 286 Abs. 3 S.1 Nr. 2 HGB in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 2 Fondsbeteiligungen mit einem Buchwert von insgesamt 13.413.830,25 EUR und bestehenden Resteinzahlungsverpflichtungen von insgesamt 16.936.268,61 EUR

10 Allianz Private Equity GmbH investiert in Private Equity Fonds. Für die Gesellschaft wird § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 HGB in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 17 Fondsbeteiligungen mit einem Buchwert von insgesamt 12.565.221,28 EUR und bestehenden Resteinzahlungsverpflichtungen von insgesamt 8.427.243,37 EUR

11 Allianz Versicherungs-AG investiert in Private Equity Fonds. Für die Gesellschaft wird § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 HGB in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 3 Fondsbeteiligungen mit einem Buchwert von insgesamt 1.991.781,05 EUR und bestehenden Resteinzahlungsverpflichtungen von insgesamt 125.000,00 EUR

12 APK Infrastrukturfonds GmbH investiert in Private Equity Fonds. Für die Gesellschaft wird § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 HGB in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 7 Fondsbeteiligungen mit einem Buchwert von insgesamt 21.114.351,12 EUR und bestehenden Resteinzahlungsverpflichtungen von insgesamt 31.969.018,71 EUR

13 APKV Infrastrukturfonds GmbH investiert in Private Equity Fonds. Für die Gesellschaft wird § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 HGB in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 24 Fondsbeteiligungen mit einem Buchwert von insgesamt 199.639.122,27 EUR und bestehenden Resteinzahlungsverpflichtungen von insgesamt 204.563.881,14 EUR

14 APKV Private Equity Fonds GmbH investiert in Private Equity Fonds. Für die Gesellschaft wird § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 HGB in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 347 Fondsbeteiligungen mit einem Buchwert von insgesamt 769.854.760,14 EUR und bestehenden Resteinzahlungsverpflichtungen von insgesamt 697.330.330,72 EUR

15 AZ-SGD Classic Infrastrukturfonds GmbH investiert in Private Equity Fonds. Für die Gesellschaft wird § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 HGB in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 1 Fondsbeteiligung mit einem Buchwert von insgesamt 13.252.544,10 EUR und bestehenden Resteinzahlungsverpflichtungen von insgesamt 783.837,46 EUR

16 AZ-SGD Infrastrukturfonds GmbH investiert in Private Equity Fonds. Für die Gesellschaft wird § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 HGB in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 18 Fondsbeteiligungen mit einem Buchwert von insgesamt 164.071.140,27 EUR und bestehenden Resteinzahlungsverpflichtungen von insgesamt 97.223.852,09 EUR

17 AZ-SGD Private Equity Fonds 2 GmbH investiert in Private Equity Fonds. Für die Gesellschaft wird § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 HGB in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 27 Fondsbeteiligungen mit einem Buchwert von insgesamt 12.780.968,28 EUR und bestehenden Resteinzahlungsverpflichtungen von insgesamt 5.992.550,00 EUR

18 AZ-SGD Private Equity Fonds GmbH investiert in Private Equity Fonds. Für die Gesellschaft wird § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 HGB in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 374 Fondsbeteiligungen mit einem Buchwert von insgesamt 794.441.026,39 EUR und bestehenden Resteinzahlungsverpflichtungen von insgesamt 308.362.048,61 EUR

Die Anteilsbesitzliste enthält alle Beteiligungen an verbundenen Unternehmen im Allianz Konzern, an denen die Allianz Deutschland AG direkt oder indirekter Linie über ihre Tochtergesellschaften beteiligt ist, auch wenn der jeweilige Anteil unter 20 Prozent liegt.

2 Wertpapiere des Anlagevermögens (Aktiva A.III.2)

Tsd €

Name des Fonds Anlageschwerpunkt Rückgabefrist der Fondsanteile Bilanzwert 31.12.2020 Zeitwert 31.12.2020 Bewertungsreserven 31.12.2020 Ausschüttungen im GJ 2020
Rentenfonds ATZ-CTA Euro-Rentenfonds europäischer Emittenten mit kurzen und mittelfristigen Laufzeiten börsentäglich 28.236 29.340 1.104 -

3 Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen

(Aktiva B.I.I)

Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen enthalten zur Veräußerung bestimmte Softwareentwicklungen in Höhe von 97.895 (114.369) Tausend Euro.

4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (Aktiva B.II)

Tsd €

Stand 31.12.2020 Davon Restlaufzeit über 1 Jahr Stand 31.12.2019 Davon Restlaufzeit über 1 Jahr
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.482.431 - 2.064.119 -
Sonstige Vermögensgegenstände 34.340 281 32.147 173
Insgesamt 2.516.771 281 2.096.266 173

Derivate Finanzinstrumente in Bewertungseinheiten

ALLIANZ EQUITY-INCENTIVE-PLÄNE

Die Wirksamkeit der Bewertungseinheiten über die spätestens im Jahr 2024 auslaufenden aktienbasierten Vergütungspläne wird prospektiv und retrospektiv durch die Übereinstimmung der Bedingungen, Parameter und Risiken (Critical-Term-Match-Methode) nachgewiesen.

Zum Bilanzstichtag umfassen die einbezogenen Grundgeschäfte, bestehend aus voraussichtlich zukünftig auszugleichenden Leistungen, ein Volumen in Höhe von 19.355 (23.919) Tausend Euro. Mit den Bewertungseinheiten werden Risiken in Form von Wertänderungen in Höhe von 5.225 (11.410) Tausend Euro abgesichert. Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

5 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (Aktiva D)

Ein Teil der Pensionsverpflichtungen ist durch Rückdeckungsversicherungen bzw. saldierungspflichtiges Deckungsvermögen abgesichert. Da für die Ermittlung der Vermögenswerte teilweise ein fester Zinssatz zugrunde gelegt wird, ergab sich im Jahr 2019 bei einem Teil der Pensionspläne ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 6 416 Tausend Euro. Im Geschäftsjahr gibt es keinen aktiven Unterschiedsbetrag mehr.

Darüber hinaus ergibt sich bei den Altersteilzeitverpflichtungen bei der Saldierung der Entgeltverpflichtungen mit dem saldierungspflichtigen Deckungsvermögen ebenfalls ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 4.354 (2.148) Tausend Euro.

Hieraus ergibt sich insgesamt ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 4 354 (8.564) Tausend Euro.

ANGABEN ZU DEN PASSIVA

6 Gezeichnetes Kapital (Passiva A.I)

Tsd €

Stand 31. Dezember 2019 Einstellung Entnahme 2020
Gezeichnetes Kapital 200.501 - - 200.501

Das Gezeichnete Kapital der Allianz Deutschland AG beträgt 200.501.000 Euro. Es ist eingeteilt in 200.501.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1 Euro je Aktie. Die Aktien können nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden.

Die Allianz SE, München, ist alleinige Aktionärin der Allianz Deutschland AG. Entsprechend hat sie uns nach § 20 AktG mitgeteilt, dass sie an der Allianz Deutschland AG unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung hält.

7 Kapitalrücklage (Passiva A.II)

Tsd €

Stand 31. Dezember 2019 Einstellung Entnahme 2020
Kapitalrücklage 7.053.789 - 97.479 6.956.310

Die Entnahme aus der Kapitalrücklage gemäß § 272 Absatz 2 Nr. 4 HGB in Höhe von 97.479 Tausend Euro wird zum 31. Dezember 2020 in den Bilanzgewinn eingestellt.

ANGABE GEMÄSS § 285 NR. 28 HGB UND § 253 ABSATZ 6 SATZ 3 HGB

Aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens zu Personalrückstellungen ergeben sich im Geschäftsjahr 2020 unrealisierte Gewinne in Höhe von 6.483 (6.075) Tausend Euro. Dieser Betrag ist gemäß § 268 Absatz 8 HGB abführungsgesperrt. Es ergibt sich außerdem ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Absatz 6 Satz 2 HGB in Höhe von 24.434 (24.163) Tausend Euro. Beide Beträge sind in vollem Umfang durch frei zur Verfügung stehende Eigenkapitalbestandteile gedeckt.

8 Gewinnrücklagen (Passiva A.III)

Tsd €

Stand 31. Dezember 2019 Einstellung Entnahme 2020
Gesetzliche Rücklage 20.050 - - 20.050

9 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Passiva B.I)

Die Allianz Deutschland AG hat Pensionszusagen erteilt, für die Pensionsrückstellungen gebildet werden. Ein Teil der Pensionszusagen ist im Rahmen eines „Contractual Trust Arrangements" (Methusalem Trust eV.) abgesichert. Dieses Treuhandvermögen stellt saldierungspflichtiges Deckungsvermögen dar, wobei als beizulegender Zeitwert der Aktivwert beziehungsweise der Marktwert zugrunde gelegt wird. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis der Projected-Unit-Credit-Methode (diese bezeichnet ein Anwartschaftsbarwertverfahren, bezogen auf den erdienten Teil) ermittelt beziehungsweise als Barwert der erworbenen Anwartschaft ausgewiesen. Sofern es sich um wertpapiergebundene Zusagen handelt, wird der Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände angesetzt.

%

Stand 31. Dezember 2020 2019
Diskontierungszinssatz (10-jähriger Durchschnitt) 2,30 2,71
Diskontierungszinssatz (7-jähriger Durchschnitt) 1,60 1,97
Rententrend 1,30 1,50
Gehaltstrend inklusive durchschnittlichen Karrieretrends 3,25 3,25

Abweichend hiervon wird bei einem Teil der Pensionszusagen die garantierte Rentendynamik von 1 Prozent pro Jahr zugrunde gelegt.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Heubeck-Richttafeln RT2005G verwendet, die bezüglich der Sterblichkeit, Invalidisierung und Fluktuation an die unternehmensspezifischen Verhältnisse angepasst wurden. Die unternehmensspezifischen Anpassungen wurden im Jahr 2010 eingeführt und im Jahr 2018 überprüft und neu festgelegt. Als Pensionierungsalter wird die vertraglich vorgesehene beziehungsweise die sich nach dem RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz 2007 ergebende Altersgrenze angesetzt.

Tsd €

Stand 31. Dezember 2020 2019
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände 350.513 330.187
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 351.606 331.090
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden (10-jähriger Durchschnitt) 409.296 374.357
Nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag gemäß Artikel 67 Absatz 2 EGHGB - -
Pensionsrückstellung 57.690 49.682
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung - 6.416

Der mit dem Sieben-Jahres-Durchschnittszins zum 31. Dezember 2020 ermittelte Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt 433.730 Tausend Euro. Aus der Differenz der Ermittlung der Altersversorgungsverpflichtungen mit dem Zehn-Jahres-Durchschnitt gegenüber der Ermittlung mit dem Sieben-Jahres-Durchschnitt ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 24.434 Tausend Euro. Dieser ist gemäß § 253 Absatz 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

Die Gesellschaft bildet Pensionsrückstellungen in Höhe von 57.690 (49.682) Tausend Euro, die sich nach der Saldierung der Verpflichtungen aus Pensionszusagen mit dem Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände ergeben. Für Pensionspläne, bei denen der Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände die Verpflichtung übersteigt, weist die Gesellschaft den saldierten Wert in Höhe von 0(6416) Tausend Euro unter der Position Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung aus.

10 Sonstige Rückstellungen (Passiva B.III)

Die Sonstigen Rückstellungen belaufen sich insgesamt auf 390.413 (422.227) Tausend Euro. Die wesentlichen Rückstellungen sind in folgender Tabelle aufgeführt:

Tsd €

Stand 31. Dezember 2020 2019
Restrukturierung 118.215 143.701
Erfolgsbeteiligungen 82.693 105.310
Allgemeine Kostenrückstellung 67.363 55.037
Mitarbeiterjubiläen 49.683 49.940
Urlaubsverpflichtungen 29.045 24.725
Gleitzeitüberhänge 19.670 16.202
Allianz Equity Incentives 14.323 17.321
Sonstige 8.176 8.270
Altersteilzeit 1.245 1.721
Insgesamt 390.413 422.227

Die Rückstellung für Restrukturierung besteht im Wesentlichen aus Anteilen für Altersteilzeit und Vorruhestand. Die übrigen Rückstellungen für Altersteilzeit und Vorruhestand sowie das Wertkontenmodell sind in den Positionen Altersteilzeit und Sonstige enthalten.

Für das Wertkontenmodell und für den Erfüllungsrückstand der Altersteilzeit wird saldierungspflichtiges Deckungsvermögen im Methusalem Trust e. V. geführt. Dabei wird der Aktivwert beziehungsweise der Marktwert als beizulegender Zeitwert zugrunde gelegt. Die Bewertung dieser Verpflichtungen erfolgt im Wesentlichen analog zu den Pensionszusagen und auf Basis der gleichen Rechnungsannahmen (mit Ausnahme des Rechnungszinses):

Tsd €

Stand 31. Dezember 2020 2019
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände 91.983 89.809
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 97.349 94.981
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 92.995 92.833
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 4.354 2.148

Für die Verpflichtungen aus Altersteilzeit, bei denen der Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände die Verpflichtungen übersteigt, weist die Gesellschaft den saldierten Wert in Höhe von 4.354 (2.148) Tausend Euro unter der Position Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung aus.

11 Verbindlichkeiten (Passiva C)

Tsd €

Stand 31.12.2020 bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre Stand 31.12.2019
Lieferungen und Leistungen 4.532 4.532 - - 7.015
Verbundene Unternehmen 2195440 2.195.440 - - 1.688.309
Sonstige Verbindlichkeiten 40.315 23.466 16.849 - 24.732
davon aus Steuern 13.698 13.698 - - 13.728
Insgesamt 2.240.287 2.223.438 16.849 - 1.720.056

ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

12 Erträge aus Gewinnabführungen (GuV 1) und Aufwendungen aus Verlustübernahme (GuV 2)

Die Erträge aus Gewinnabführungen betragen 1.359.736 (1.196.628) Tausend Euro und beinhalten im Wesentlichen die Ergebnisabführungen der Allianz Versicherungs-AG und der Allianz Lebensversicherungs-AG.

Die Gesellschaft hat Aufwendungen aus Verlustübernahme in Höhe von 25.301 (2.775) Tausend Euro, die sich aus der Übernahme der Verluste der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG und der Servicegesellschaften ergeben.

13 Zinsen und ähnliche Aufwendungen (GuV 5) und Zinsen und ähnliche Erträge (GuV 4)

Aus der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB ergibt sich aus der Saldierung folgender Aufwendungen und Erträge für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ein Aufwand in Höhe von 13.411 (3.391) Tausend Euro und für Sonstige Verpflichtungen ein Aufwand in Höhe von 127 (573) Tausend Euro.

Tsd €

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2020 Sonstige Verpflichtungen 2020
Ertrag aus dem beizulegenden Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände -10.519 -2.387
Rechnerische Verzinsung des Erfüllungsbetrages der verrechneten Schulden 11.954 2.196
Effekt aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes für den Erfüllungsbetrag 11.976 318
Nettobetrag der verrechneten Erträge und Aufwendungen 13.411 127

Des Weiteren beträgt der Zinsaufwand der Allianz Deutschland AG durch die Aufzinsung langfristiger Rückstellungen 2.069 (2.248) Tausend Euro.

14 Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (GuV 6)

Im Geschäftsjahr erfolgte keine außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Absatz 3 HGB auf Anteile an verbundenen Unternehmen.

15 Umsatzerlöse (GuV 8)

In den Umsatzerlösen zeigen wir gemäß § 277 Absatz 1 HGB die Erlöse aus dem Verkauf unserer Dienstleistungen und Produkte. Eine detaillierte Aufgliederung hierzu ist in der nachfolgenden Darstellung enthalten.

Die Allianz Deutschland AG weist im Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 2.577.216 (2.495.895) Tausend Euro aus.

Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus Steigerungen im Bereich der Dienstleistungen. Eine Aufgliederung der Position Umsatzerlöse ergibt folgendes Bild:

Tsd€

2020 2019
Dienstleistungen 2.349.530 2.269.153
Softwareentwicklung 194.475 192.697
Kostenerstattungen 16.999 11.653
Vorübergehende Abordnungen 9.430 5.499
Kantinenbetrieb 5.996 15.960
Übrige Erträge 786 933
Insgesamt 2.577.216 2.495.895

16 Sonstige betriebliche Erträge (GuV 9)

Die Sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres belaufen sich auf 60.212 (74.305) Tausend Euro.

Die Allianz Deutschland AG erhält von den Spartengesellschaften Erstattungen für den Restrukturierungsaufwand. Im Geschäftsjahr 2020 entstanden außergewöhnliche Erträge aus Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 32.253 (53.095) Tausend Euro.

Die Position beinhaltet Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 118 (29) Tausend Euro.

17 Materialaufwand (GuV 11)

Der Materialaufwand enthält ausschließlich Aufwendungen in Höhe von 1.366.015 (1.266.277) Tausend Euro, die die Gesellschaft zur Erbringung von Dienstleistungen und den Bezug von Waren aufwendet.

18 Personalaufwand (GuV 12)

Tsd €

2020 2019
Löhne und Gehälter 945.497 948.565
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 227.637 233.010
davon Altersversorgung 67.773 70.776
Insgesamt 1.173.134 1181575

19 Abschreibungen (GuV 13)

Tsd €

2020 2019
Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 18.595 18.576
davon außerplanmäßig - -
Auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 10 4
Insgesamt 18.605 18.580

20 Sonstige betriebliche Aufwendungen (GuV 14)

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 81.728 (126.643) Tausend Euro. Ein wesentlicher Teil davon entfällt auf außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 32.254 (53.097) Tausend Euro, die für Restrukturierungsmaßnahmen gebildet und von den Spartengesellschaften an die Allianz Deutschland AG erstattet wurden.

Die Position beinhaltet Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 68 (45) Tausend Euro.

21 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (GuV 16)

Der Steueraufwand in Höhe von 14.962 (Steuerertrag 12.134) Tausend Euro ergibt sich im Rahmen der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft nach Verrechnung mit den Steuerumlagen der Tochtergesellschaften.

SONSTIGE ANGABEN

Haftungsverhältnisse

Die Allianz Deutschland AG hat sich für den Fall einer durch die Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG verursachten Beendigung der Vertriebstätigkeit der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG gegenüber verpflichtet, den Zugang der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG zu einem wirtschaftlich vergleichbaren Vertriebsweg zu gewährleisten.

Weitere Haftungsverhältnisse bestehen im Fall der Beendigung von Funktionen, die im Rahmen der Neuordnung auf die Allianz Deutschland AG übertragen wurden. Gesamtschuldnerische Verpflichtungen ergeben sich als Rechtsfolge der im Jahr 2011 erfolgten Abspaltung der Beteiligung an der Allianz Direct Versicherungs-AG (vormals AllSecur Deutschland AG) von der Allianz Versicherungs-AG auf die Allianz Deutschland AG für alle Verbindlichkeiten der Allianz Versicherungs-AG, die vor Abspaltung der Allianz Direct Versicherungs-AG begründet worden sind.

Außerdem ergeben sich gesamtschuldnerische Verpflichtungen als Rechtsfolge der im Jahr 2011 erfolgten Ausgliederung von Minderheitsbeteiligungen an der Allianz Versicherungs-AG und der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG von der Allianz SE auf die Allianz Deutschland AG für alle Verbindlichkeiten der Allianz SE, die vor Wirksamkeit der Ausgliederung begründet worden sind. Die gesamtschuldnerische Mithaftung ist für die Verpflichtungen, die nicht im Wege der Abspaltung beziehungsweise Ausgliederung auf die Allianz Deutschland AG übergegangen sind, jeweils auf einen Zeitraum von fünf Jahren, für Versorgungspflichten aufgrund des Betriebsrentengesetzes jeweils auf einen Zeitraum von zehn Jahren ab Eintragung der Abspaltung beziehungsweise Ausgliederung begrenzt.

Haftungsverhältnisse bestehen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Grundlage der betrieblichen Altersversorgung für die Mitarbeiter der deutschen Allianz Gesellschaften, die bis zum 31. Dezember 2014 eingetreten sind, ist in der Regel die Mitgliedschaft in der Allianz Versorgungskasse VVaG (AVK), die als rechtlich selbstständige und regulierte Pensionskasse der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unterliegt. Die Leistungen der AVK werden nach dem Einmalbeitragssystem über Zuwendungen der Trägergesellschaften an die Kasse durch Gehaltsumwandlung finanziert. Zu den Trägergesellschaften gehört neben der Allianz SE, der Allianz Versicherungs-AG und der Allianz Lebensversicherungs-AG unter anderem auch die Allianz Deutschland AG.

Die Allianz Deutschland AG ist verpflichtet, anteilige Verwaltungskosten der AVK zu tragen und entsprechend den Rechtsgrundlagen gegebenenfalls Zuschüsse zu leisten. Außerdem leisten die Trägergesellschaften für bis zum 31. Dezember 2014 eingetretene Mitarbeiter Zuwendungen an den Allianz Pensionsverein e. V. (APV). Aufgrund des stark gesunkenen Diskontierungszinssatzes und weil die Anpassungsverpflichtung nach § 16 BetrAVG im Alttarif des APV nicht rückgedeckt ist, ist zum 31. Dezember 2020 das Deckungsvermögen des APV geringer als die Versorgungsverpflichtungen. Der Fehlbetrag zum 31. Dezember 2020 beträgt 269.865 (267.551) Tausend Euro.

Die Allianz Deutschland AG macht von dem Wahlrecht nach Artikel 28 Absatz 1 Satz 2 EGHGB Gebrauch, hierfür keine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten zu bilden, da die gesetzlich vorgeschriebene Anpassung der Renten an den Verbraucherpreisindex durch zusätzliche Beiträge an den APV finanziert wird. Sowohl die AVK als auch der APV wurden für Neueintritte ab dem 1. Januar 2015 geschlossen.

Für Neueintritte ab dem 1. Januar 2015 wurde die betriebliche Altersversorgung neu geregelt. Die Gesellschaft leistet für diese einen monatlichen Betrag in eine Direktversicherung bei der Allianz Lebensversicherungs-AG, welcher im Rahmen der Entgeltumwandlung vom Mitarbeiter finanziert wird. Außerdem wird monatlich ein Arbeitgeberbeitrag im Rahmen einer Direktzusage gewährt.

Die Allianz SE hat durch Schuldbeitritt die gesamtschuldnerische Haftung für einen Teil der Pensionszusagen der Allianz Deutschland AG übernommen. Diese erstattet die Kosten. Die Allianz SE hat die Erfüllung übernommen. Daher werden diese Pensionsverpflichtungen bei der Allianz SE und nicht bei der Allianz Deutschland AG bilanziert.

Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2017 erstattet die Allianz Deutschland AG für ihre Angestellten lediglich noch die Dienstzeitaufwände. Für die Risiken aus Zins, Inflation und Biometrie erfolgt keine Erstattung mehr.

Die gesamtschuldnerische Haftung der Allianz Deutschland AG aus diesen Pensionszusagen sowie die diesen Haftungsverbindlichkeiten gegenüberstehenden Rückgriffsforderungen an die Allianz SE betragen:

Tsd €

Stand 31. Dezember 2020 2019
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 435.940 423.025
Nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag gemäß Artikel 67 Absatz 2 EGHGB -
Gesamtschuldnerische Haftung bzw. Rückgriffsforderungen gegen die Allianz SE 435.940 423.025

Aus der Umstellung des Finanzierungsverfahrens des Pensions-Sicherungs-Vereins VVaG im Jahr 2006 besteht eine gesamtschuldnerische Haftung in Höhe von 30 (59) Tausend Euro, die nicht in der Bilanz der Allianz Deutschland AG ausgewiesen wird, da dieser Haftungsverbindlichkeit eine gleichwertige Rückgriffsforderung an die Allianz SE gegenübersteht.

Für die Mitarbeiter, die im Rahmen der Neuordnung von den Spartengesellschaften zur Allianz Deutschland AG wechselten, haben die Spartengesellschaften die Allianz Deutschland AG von aus der Neuordnung entstehenden Sozialplanverpflichtungen freigestellt.

Gesetzliche Pflichten zur Übernahme etwaiger Verluste ergeben sich aufgrund von Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen. Die Allianz Deutschland AG hat sich außerdem gegenüber der Oldenburgischen Landesbank AG verpflichtet, sie von bestimmten Haftungsansprüchen, die aus dem Geschäft der vormaligen Zweigniederlassung Allianz Bank resultieren, freizustellen. Es bestanden am Bilanzstichtag Resteinzahlungsverpflichtungen auf nicht voll eingezahlte Aktien in Höhe von 230.000 (230.000) Tausend Euro. Sie bestehen vollständig gegenüber verbundenen Unternehmen.

Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von 935.030 (908.663) Tausend Euro. Sie bestehen vollständig gegenüber verbundenen Unternehmen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Mietverhältnissen belaufen sich auf 1.276.547 (1.428.869) Tausend Euro, davon 616.111 (754.415) Tausend Euro gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf 171.134 (177.860) Tausend Euro, davon 40.129 (38.939) Tausend Euro gegenüber verbundenen Unternehmen.

Gesetzliche Pflichten zur Übernahme etwaiger Verluste ergeben sich aufgrund von Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen. Die Unternehmen, mit denen ein solcher Vertrag besteht, sind aus der Aufstellung auf Seite 44 ersichtlich.

Bezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Die Gesamtbezüge des Vorstandes (einschließlich im Geschäftsjahr gewährter aktienbasierter Vergütungen) betrugen im Berichtsjahr 6.498 (12.555) Tausend Euro. Dabei wurden im Rahmen des aktienbasierten Vergütungssystems 14.447 (17.363) Restricted Stock Units an die Vorstände ausgegeben. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung betrug 2.123 (2.753) Tausend Euro.

Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebener (einschließlich der Pensionszahlungen) betrugen im Berichtsjahr 432 (455) Tausend Euro. Deren Pensionsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

Tsd €

2020 2019
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 30.007 28.462
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 29.011 25.996
Nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag gemäß Artikel 67 Absatz 2 EGHGB - -
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 996 2466

Zahlen in der Tabelle enthalten auch zentral bei der Allianz SE bilanzierte Anteile

Bei Rückdeckungsversicherungen wird als beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände der Aktivwert zugrunde gelegt.

Die Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr 2020 für den Aufsichtsrat betrugen 513 (698) Tausend Euro.

Die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind auf den Seiten 2 beziehungsweise 50 genannt. Diese Seiten sind Bestandteil des Geschäftsberichtes.

Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Die Zahlen in der folgenden Tabelle beziehen sich auf Mitarbeiter ohne Vorstandsmitglieder, Auszubildende, Praktikanten, Arbeitnehmer in der Elternzeit, im Bundesfreiwilligendienst in der passiven Altersteilzeit oder im Vorruhestand.

2020 2019
Mitarbeiter
Im Innendienst 14.372 14.288
Vollzeitmitarbeiter 10.340 10.236
Teilzeitmitarbeiter 4.032 4.052

Weitere Details zu den Beschäftigten sind im Lagebericht auf Seite 12 angegeben.

Nachtragsbericht

Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Allianz Deutschland AG von besonderer Bedeutung gewesen wären, sind nach Schluss des Geschäftsjahrs bis zur Vorstandssitzung, in welcher der Jahresabschluss aufgestellt wurde, nicht eingetreten.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB für Leistungen an die Allianz Deutschland AG sind im Konzernabschluss der Allianz SE, München, enthalten.

Konzernzugehörigkeit

Die Allianz Deutschland AG gehört zum Allianz Konzern unter Führung der Allianz SE, München. Die Allianz Deutschland AG wird in den Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE, ihrer unmittelbaren Muttergesellschaft, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE werden im März in ihrem Geschäftsbericht veröffentlicht und sodann beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und dort veröffentlicht. Konzernabschluss und -Lagebericht der Allianz SE können im Unternehmensregister eingesehen oder bei unserer Gesellschaft angefordert werden. Außerdem werden sie auf der Internetseite der Allianz SE verfügbar gemacht. Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE haben für unsere Gesellschaft befreiende Wirkung, sodass die Allianz Deutschland AG keinen eigenen Konzernabschluss und -lagebericht erstellt.

Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge

Zwischen Allianz Deutschland AG und Allianz SE als herrschender Gesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Die Allianz Deutschland AG hat als herrschende Gesellschaft Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit den folgenden Unternehmen abgeschlossen:

Allianz Versicherungs-AG

Allianz Lebensversicherungs-AG

Allianz Private Krankenversicherungs-AG

Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG

Allianz Pension Partners GmbH

Allianz ProzessFinanz GmbH

GA Global Automotive Versicherungsservice GmbH

Kaiser X Labs GmbH, München

KVM ServicePlus - Kunden- und Vertriebsmanagement GmbH

VLS Versicherungslogistik GmbH

AZT Automotive GmbH

Allianz Stromversorgungs-GmbH

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahrs 2020 in Höhe von 97.478.729,51 Euro wie folgt zu verwenden: Ausschüttung von insgesamt 97.478.729,51 Euro, gleichmäßig aufgeteilt auf die am Tage der Hauptversammlung dividendenberechtigten Stückaktien (entspricht rund 0,49 Euro je Stückaktie).

München, 10. Februar 2021

Allianz Deutschland AG

Der Vorstand

Dr. Röhler

De Ferrari

de la Viña

Heinemann

Kanning

Klingspor

Sommerfeld

Wagner

Dr. Wimmer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Allianz Deutschland Aktiengesellschaft, München

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Allianz Deutschland AG, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Allianz Deutschland AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Absatz 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die von uns vor Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Absatz 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die von uns vor Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten übrigen Teile des Geschäftsberichtes - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

München, den 26. Februar 2021

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Christine Keller, Wirtschaftsprüferin

Michael Kilbinger, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens entsprechend den uns nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben beraten und die Geschäftsführung laufend überwacht.

GEGENSTÄNDE DER BERATUNG IM AUFSICHTSRATSPLENUM

Im Geschäftsjahr 2020 hielten wir insgesamt drei Aufsichtsratssitzungen ab. In den zwei ordentlichen Sitzungen im März und im Dezember sowie durch regelmäßige unterjährige Berichte ließen wir uns schriftlich und mündlich vom Vorstand über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage, die beabsichtigte Geschäftspolitik und grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung der Gesellschaft unterrichten. Dabei wurden uns auch die Gründe für Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen dargelegt und von uns nachvollzogen.

Ausführlich behandelten wir die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Spartengesellschaften Allianz Versicherungs-AG, Allianz Lebensversicherungs-AG und Allianz Private Krankenversicherungs-AG. Regelmäßig haben wir uns außerdem mit der Risikotragfähigkeit, dem Risikomanagementsystem, der Kapitalanlagepolitik und dem Kapitalanlageergebnis der Allianz Deutschland beschäftigt. In der Berichterstattung des Vorstandes nahmen außerdem die Maßnahmen zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie breiten Raum ein.

Einen weiteren Schwerpunkt der Beratungen bildete, wie schon in den Vorjahren, die Unternehmensstrategie und deren Umsetzung. Unter anderem berichteten hierzu die für die Fachressorts zuständigen Vorstandsmitglieder in den ordentlichen Sitzungen jeweils über die aktuelle Situation, die geplanten Maßnahmen und die laufenden Initiativen und Projekte in ihren Bereichen. Die Anpassung der Produkte und Prozesse entlang des Allianz Customer Models stand dabei besonders im Fokus. Außerdem haben wir uns eingehend mit der organisatorischen Neuaufstellung in den Bereichen Betrieb, produktbezogener IT und Personal befasst, die die Stärkung der Eigenverantwortung der Spartengesellschaften zum Ziel hat. Schließlich überprüften wir die fachliche Eignung und Zuverlässigkeit der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder und stellten fest, dass die rechtlichen Anforderungen hier weiterhin erfüllt sind.

Im November 2020 fand ferner eine außerordentliche Sitzung statt, die den Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der Allianz Lebensversicherungs-AG zum Thema hatte.

GEGENSTÄNDE DER BERATUNG IN DEN AUSSCHÜSSEN

Gegenstand der Beratungen in den zwei Sitzungen des Personalausschusses waren jeweils überwiegend Vorstandsangelegenheiten.

Der Prüfungs- und Risikoausschuss trat im Berichtsjahr zu zwei Sitzungen im März und Dezember zusammen. In beiden Sitzungen erhielt der Ausschuss Berichte über das System und die Tätigkeitsschwerpunkte von Compliance und der Internen Revision und erörterte diese. Auch die Risikostrategie und die Risikosituation wurden jeweils ausführlich behandelt. Dabei lag ein besonderes Augenmerk auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Kapitalmärkte sowie auf den Konsequenzen des Niedrigzinsumfelds, des Solvency-II-Reviews und der Beantragung von Übergangsmaßnahmen für die Bewertung der Rückstellungen („Transitionals") auf die Solvenzquote der Spartengesellschaften. In der Frühjahrssitzung befasste sich der Ausschuss daneben vor allem mit der Vorprüfung der Abschlussunterlagen sowie mit den Rechnungslegungs- und Kontrollprozessen im Rahmen der Finanzberichterstattung.

JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG

Die zum Abschlussprüfer bestellte PricewaterhouseCoopers (PwC) GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss der Allianz Deutschland AG zum 31. Dezember 2020 sowie den Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfungsbericht von PwC für das Geschäftsjahr 2020 wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig zugeleitet. Die Unterlagen wurden in der Sitzung des Prüfungs- und Risikoausschusses sowie in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 9. März 2021 jeweils in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer legte die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung dar und stand für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Aufgrund unserer eigenen Prüfung der von Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Unterlagen erheben wir keine Einwendungen und schließen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch PwC an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Er ist damit festgestellt.

PERSONELLE VERÄNDERUNGEN IM VORSTAND

Zum 1. April 2020 wurde Herr Frank Sommerfeld zum neuen Mitglied des Vorstandes für das Ressort Sachversicherung bestellt. Herr Dr. Klaus-Peter Röhler, der dieses Ressort zum 1. Dezember 2019 vorübergehend zusätzlich übernommen hatte, konzentriert sich seitdem wieder auf seine Aufgaben als Vorstandsvorsitzender. Zusätzlich zu diesem Mandat wurde Herr Dr. Röhler mit Wirkung ab 1. April 2020 zum Mitglied des Vorstandes der Allianz SE bestellt.

Zum 30. Juni 2020 schied ferner Frau Aylin Somersan Coqui, die bis dahin das Ressort „Personal und Interne Dienste" verantwortete, aus dem Vorstand aus, um bei der Allianz SE die Funktion des Chief Risk Officers zu übernehmen. Ihr folgte mit Wirkung ab 1. Juli 2020 Frau Renate Wagner nach, die dieses Amt einschließlich der Position als Arbeitsdirektorin - zusätzlich zu ihrem Vorstandsmandat bei der Allianz SE ausübt. Frau Somersan Coqui haben wir für ihre Verdienste unseren Dank ausgesprochen.

PERSONELLE VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT

Zum 19. März 2020 schieden Frau Dr. Marita Kraemer sowie die Herren Wolfgang Altmüller, Achim Berg, Joe Kaeser, René Obermann, Dr. Werner Schnappauf sowie der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Dr. Axel Theis, aus dem Aufsichtsrat aus. Zu neuen Aufsichtsratsmitgliedern mit Wirkung ab 19. März 2020 hat die Hauptversammlung Frau Dr. Bettina Corves-Wunderer, Frau Sabia Schwarzer sowie die Herren Dr. Thomas Naumann, Iván De la Sota, Giulio Terzariol, Dr. Günther Thallinger und Stephan Theissing ernannt. Zum neuen Vorsitzenden hat der Aufsichtsrat Herrn Oliver Bäte gewählt.

Den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern haben wir für ihre engagierte Mitarbeit herzlich gedankt.

DANK AN DIE MITARBEITER

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit und insbesondere auch für ihre herausragenden Leistungen bei der Bewältigung der Auswirkungen der COVID-19 Pandemie.

München, 9. März 2021

Oliver Bäte, Vorsitzender

MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATES

OLIVER BÄTE

Vorsitzender des Vorstandes Allianz SE,

Vorsitzender des Aufsichtsrates seit 19. März 2020

DR. AXEL THEIS

ehem. Mitglied des Vorstandes der Allianz SE, Ressort Insurance German Speaking Countries and Central & Eastern Europe, Vorsitzender des Aufsichtsrates, bis 19. März 2020

ROBERT FISCHER *

Angestellter der Allianz Lebensversicherungs-AG, freigestellter Betriebsrat, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der Allianz Deutschland AG und Mitglied des Konzernbetriebsrates, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates

WOLFGANG ALTMÜLLER

ehrenamtlicher Präsident Genossenschaftsverband Bayern e. V. und Vorstandsvorsitzender meine Volksbank Raiffeisenbank eG, Altötting, seit 19. März 2020

ACHIM BERG

Managing Director und Operating Partner der General Atlantic GmbH, bis 19. März 2020

DR. BETTINA CORVES-WUNDERER

Mitglied in verschiedenen Verwaltungsrats- und Aufsichtsgremien, ehem. Chief Financial Officer der Allianz S.p.A., Mailand, seit 19. März 2020

SANDRA CZECH *

Angestellte der Allianz Deutschland AG, freigestellte Betriebsrätin, Vorsitzende des Betriebsrates der Betriebsstoffe Unterföhring, Mitglied des Gesamtbetriebsrates der Allianz Deutschland AG und des Konzernbetriebsrates

SIMONE ERMEL *

Angestellte der Allianz Deutschland AG, freigestellte Betriebsrätin, Vorsitzende des Betriebsrates der Betriebsstätte Leipzig und Mitglied des Gesamtbetriebsrates der Allianz Deutschland AG

BIRGIT HEIM *

Referentin Produktentwicklung und Aktuariat, Allianz Lebensversicherungs-AG, zugleich Mitglied des Betriebsrates der Hauptverwaltung Stuttgart

LINE HESTVIK

Leiterin des Fachbereichs Global P&C, Allianz SE

KERSTIN JERCHEL *

Bereichsleiterin Mitbestimmung

ver.di Bundesverwaltung

DR. HELGA JUNG

ehem. Mitglied des Vorstandes Allianz SE, Ressort Human Resources, Legal, Compliance, Mergers & Acquisitions, Mitglied des Aufsichtsrates der Deutsche Telekom AG sowie

verschiedener Allianz Gesellschaften

JOE KAESER

Vorsitzender des Vorstandes Siemens AG, bis 19. März 2020

DR. MARITA KRAEMER

Mitglied in verschiedenen Verwaltungsrats- und Aufsichtsgremien, ehem. Mitglied des Vorstandes der Zurich General Insurance Management AG, bis 19. März 2020

KLAUS LUTZ *

Angestellter der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG, freigestellter Betriebsrat, stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG und Mitglied des Konzernbetriebsrates

DR. THOMAS NAUMANN

Executive Vice President, Allianz SE, seit 19. März 2020

RENÉ OBERMANN

Geschäftsführer Warburg Pincus

Deutschland GmbH, bis 19. März 2020

SVEN SATURNO *

Abteilungsleiter Schadenmanagement

Kraft Personenschaden, Allianz Deutschland AG, zugleich Vorsitzender des Sprecherausschusses der Allianz Deutschland AG

DR. WERNER SCHNAPPAUF

Rechtsanwalt, bis 19. März 2020

HEIKO SCHULZ *

Gruppenleiter im Bereich Kraft Schaden SAD, Allianz Deutschland AG

JENS SCHULZKI *

Angestellter der Allianz Deutschland AG, freigestellter Betriebsrat. Vorsitzender des Betriebsrates der Betriebsstätte Hamburg und Mitglied des Gesamtbetriebsrates der Allianz Deutschland AG

UWE SPITZBARTH *

Ressortkoordinator

ver.di Bundesverwaltung

SABIA SCHWARZER

Leiterin des Fachbereiches Group Communications and Corporate Responsibility, Allianz SE, seit 19. März 2020

IVAN DE LA SOTA

Mitglied des Vorstandes der Allianz SE, Ressort Business Transformations, Insurance Iberia & Latin America, Allianz Partners, seit 19. März 2020

GIULIO TERZARIOL

Mitglied des Vorstandes der Allianz SE, Ressort Finance, Controlling, Risk (CFO), seit 19. März 2020

DR. GÜNTHER THALLINGER

Mitglied des Vorstandes der Allianz SE, Ressort Investment Management, seit 19. März 2020

STEPHAN THEISSING

ehem. Leiter des Fachbereiches Group Treasury & Corporate Finance der Allianz SE, seit 19. März 2020

Der Jahresabschluss wurde durch Beschluss des Aufsichtsrates am 09.03.2021 festgestellt.

* Arbeitnehmervertreter