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Allianz SE Annual Report 2015

Sep 27, 2016

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Annual Report

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Publication

Berichtigungsvermerk, hinzugefügt am 27.09.2016:

Neufassung, ersetzt die Offenlegung vom 07.09.2016

Allianz Versicherungs-Aktiengesellschaft

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Geschäftsbericht 2015

Auf einen Blick

Allianz Versicherungs-AG

2015 Veränderung zum Vorjahr 2014 2013 Mehr dazu auf Seite
Beitragseinnahmen brutto Mio € 9.177 -0,3 9.206 9.093 7
Selbstbehaltquote % 52,8 48,6 82,0
Leistungen an Kunden Mio € 3413 0,3 3.402 5.800 8
Schadenquote für eigene Rechnung (f. e. R.) % 71,0 67,7 76,0
Kostenquote f.e.R. % 23,4 20,9 26,1
Kombinierte Schaden-Kosten-Quote % 94,4 88,6 102,1
Versicherungstechnisches Ergebnis Mio € 508 -52,7 1.073 91 11
Nichtversicherungstechnisches Ergebnis Mio € 657 -13,7 761 828 11
Außerordentliches Ergebnis Mio € -140 -515 -44 12
Ergebnis vor Steuern Mio € 1025 -22,9 1.319 874 12
Jahresüberschuss1 Mio € 736 -25,4 987 734 12
Umsatzrendite vor Steuern2 % 24,1 38,3 12,3
Ergebnisabführung Mio € 776 1.188 692 12
Verwaltete Kapitalanlagen Mio € 21.296 -4,2 22.218 21.808 10
Reserven auf Kapitalanlagen Mio € 4.246 4.829 3.570 42
Eigenkapital Mio € 1.526 2.201 2.380 45
Eigenkapitalquote (in %der Beiträge f.e.R.)3 % 36,2 54,3 35,0
Eigenkapitalrendite3 % 48,9 52,3 33,8
Versicherungstechnische Rückstellungen Mio € 17.595 17.923 19.418 47
Anzahl der Verträge Mio 32,9 -1,3 33,3 34,1 8

1 vor Ergebnisabführung

2 ohne Außerordentliches Ergebnis

3 ohne ausstehende Einlage

Übersicht zu den Beitragseinnahmen der Sachversicherer der Allianz Deutschland AG

Die Allianz Deutschland AG organisiert ihr Sachversicherungsgeschäft in Deutschland über mehrere Rechtsträger. Die folgende Tabelle stellt unterteilt nach Gesellschaften die Gesamtentwicklung der Bruttobeitragseinnahmen des deutschen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäfts der Allianz dar. Der Direktversicherer AllSecur und die Volkswagen Autoversicherung AG bearbeiten im Wesentlichen den Kraftfahrtversicherungsmarkt. Die Münchener und Magdeburger Agrarversicherung AG stellt den Versicherungsschutz für Tiere und Pflanzen im landwirtschaftlichen Bereich zur Verfügung.

2015 Veränderung zum Vorjahr 2014 2013
Allianz Versicherungs-AG Mio € 9.177 -0,3 9.206 9.093
AllSecur Deutschland AG Mio € 203 31,8 154 109
Volkswagen Autoversicherung AG1 Mio € 231 52,0 152 60
Münchener und Magdeburger Agrarversicherung AG Mio € 37 5,7 35 -
Sachversicherer Allianz Deutschland AG insgesamt2 Mio € 9.629 1,0 9.532 9.261

1 Allianz Versicherungs-AG mit 49 %Anteil; wird in Allianz Deutschland AG voll konsolidiert

2 Abweichung der Summe der Einzelposten von der Gesamtsumme aufgrund von Konsolidierungseffekten zwischen den Gesellschaften

Im Sinne einer besseren Lesbarkeit verwenden wir im Geschäftsbericht durchgängig die Begriffe „Mitarbeiter" und „Vertreter". Damit meinen wir selbstverständlich auch unsere Mitarbeiterinnen und Vertreterinnen.

Inhalt

Mitglieder des Vorstands
Überblick Sachversicherung Allianz Deutschland
Lagebericht
Jahresabschluss
Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Bericht des Aufsichtsrats
Mitglieder des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands

Dr. Alexander Vollert

Vorsitzender des Vorstands,

Global Automotive (seit 1. Januar 2016),

Mitglied des Vorstands Allianz Deutschland AG, Ressort Sachversicherung
Karsten Crede

Global Automotive, bis 31. Dezember 2015
Dr. Karl-Walter Gutberlet

Maklervertrieb, bis 28. Februar 2015
Dr. Markus Hofmann

Firmenkunden (bis 28. Februar 2015)

Maklervertrieb (seit 1. März 2015)
Burkhard Keese

Finanzen,

Mitglied des Vorstands Allianz Deutschland AG, Ressort Finanzen
Jens Lison

Privatkunden (bis 28. Februar 2015)

Firmenkunden (seit 1. März 2015)
Joachim Müller

Vertrieb Ausschließlichkeitsorganisation,

Mitglied des Vorstands Allianz Deutschland AG, Ressort Vertrieb
Mathias Scheuber

Schaden
Frank Sommerfeld

Privatkunden, seit 1. März 2015

Überblick Sachversicherung Allianz Deutschland

Die Allianz Deutschland AG betreibt ihr Sachversicherungsgeschäft in Deutschland über mehrere Rechtsträger.

Die folgende Tabelle stellt die Gesamtentwicklung der Bruttobeitragseinnahmen des deutschen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäfts der Allianz dar.

Einschließlich des Direktversicherers AllSecur Deutschland AG, der Volkswagen Autoversicherung AG und der Münchener und Magdeburger Agrarversicherung AG betrug der Anstieg der Beitragseinnahmen bei den Sachversicherern der Allianz Deutschland AG 1,0 Prozent.

Bruttobeitragseinnahmen

2015 Veränderung zum Vorjahr 2014 2013
Allianz Versicherungs-AG Mio € 9.177 –0,3 9.206 9.093
AllSecur Deutschland AG Mio € 203 31,8 154 109
Volkswagen Autoversicherung AG1 Mio € 231 52,0 152 60
Münchener und Magdeburger Agrarversicherung AG Mio € 37 5,7 35 -
Sachversicherer Allianz Deutschland AG insgesamt2 Mio € 9.629 1,0 9.532 9.261

1 Allianz Versicherungs-AG mit 49 %Anteil; wird in Allianz Deutschland AG voll konsolidiert

2 Abweichung der Summe der Einzelposten von der Gesamtsumme aufgrund von Konsolidierungseffekten zwischen den Gesellschaften

Der Anstieg der Beitragseinnahmen resultierte im Wesentlichen aus höheren Durchschnittsbeiträgen sowie aus dem weiter ausgebauten modularen Produktkonzept PrivatSchutz mit einem Wachstum der Vertragsstücke in den Nichtkraftfahrt-Kernbranchen. Positiv wirkte hier das im Sommer 2015 neu eingeführte FirmenKonzept, das den modularen Produktaufbau auch in den gewerblichen Bereich übernahm. Weiterhin trugen das Maklergeschäft und die seit 2014 bestehende Kooperation mit Media-Saturn Deutschland GmbH im Bereich der Reparaturkostenversicherung für mobile elektronische Geräte („Plus-Schutz") zur Umsatzsteigerung bei. In der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung (UBR) führte unter anderem die aufgrund des niedrigen Zinsniveaus beschlossene Einstellung des Produkts Capital Plus zu einem deutlichen Rückgang der Beitragseinnahmen. In der Sachversicherung ohne UBR betrug der Anstieg sogar 2,8 Prozent. Im Kraftfahrt-Geschäft wurde die Anzahl der versicherten Fahrzeuge von 8,2 Millionen auf 8,3 Millionen gesteigert. Die Beitragseinnahmen erhöhten sich, auch unterstützt durch Beitragsanpassungen, in der Kraftfahrtversicherung um 3,6 Prozent. Umsatzfördernd wirkten außerdem unsere maßgeschneiderten Produkte und unsere bedarfsorientierte Kundenansprache über den weiterentwickelten Multi-Offer-Ansatz, der den Weg in die digitale Welt öffnete.

Neugeschäft

Die Neustücke bei den Sachversicherern der Allianz Deutschland AG lagen mit 3,3 (3,1) Millionen Stück um 3,5 Prozent über dem Vorjahr.

In der Kraftfahrtversicherung betrug die Anzahl neu abgeschlossener Verträge 2,2 (2,1) Millionen Stück. In den Nichtkraftfahrt-Sparten lagen die neu abgeschlossenen Verträge mit 1,1 (1,0) Millionen Stück auf Vorjahresniveau. Besonders in der Unfall-Risikoversicherung konnte ein Zuwachs von 34 Tausend Stück verzeichnet werden.

Die gesamten Neu- und Mehrbeiträge lagen um 1,9 Prozent über dem Vorjahr.

Bestand

Zum Ende der Berichtsperiode lagen bei den Schaden- und Unfallversicherern der Allianz Deutschland AG die gesamten Vertragsstücke bei 33,7 (33,6) Millionen, inklusive Media-Saturn Deutschland GmbH sogar bei 34,3 (33,9) Millionen.

Das modulare Produktkonzept PrivatSchutz konnte dazu beitragen, dass in den PrivatSchutz-Branchen der Bestand um 107 Tausend Verträge anstieg. In den Kernbranchen des gesamten Geschäfts mit Privatkunden konnte der Vertragsbestand um 490 Tausend Stück ausgebaut werden. Die Anzahl der versicherten Fahrzeuge wurde auf 8,3 (8,2) Millionen erhöht.

Ergebnis

Nach dem internationalen Rechnungslegungsstandard IFRS hat sich das versicherungstechnische Ergebnis der Schaden- und Unfallversicherer der Allianz Deutschland AG im Jahr 2015 – trotz um netto 139 Millionen Euro erhöhten Aufwendungen für elementarbedingte Schäden – nur leicht auf 641 (664) Millionen Euro verschlechtert Der Operating Profit reduzierte sich aufgrund geringerer Kapitalerträge in Zusammenhang mit dem niedrigeren Zinsniveau auf 1.216 (1.304) Millionen Euro. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote lag erneut bei niedrigen 91,9 (91,5) Prozent. Berücksichtigt man die außerordentlich geringe Elementarschadenbelastung des Vorjahrs, so verbesserte sich die normalisierte kombinierte Schaden-Kosten-Quote sogar von 93,1 Prozent auf 91,7 Prozent. Die Kostenquote konnte von 25,8 Prozent auf 25,1 Prozent gesenkt werden.

Lagebericht

Positive Impulse setzte im Geschäftsjahr 2015 in der Allianz Versicherungs-AG vor allem das weiter ausgebaute modulare Produktkonzept PrivatSchutz und führte somit zu einem Wachstum der Vertragsstücke in den Nichtkraftfahrt-Kernbranchen. Ebenso das im Sommer 2015 neu eingeführte FirmenKonzept, mit dem der modulare Produktaufbau auch in den gewerblichen Bereich übernommen wurde, konnte hierzu beitragen.

Insgesamt verringerten sich die Beitragseinnahmen jedoch leicht um 0,3 Prozent. Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus dem rückläufigen Geschäft in der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung (UBR), welches vor allem durch ein geringeres Einmalbeitragsgeschäft gekennzeichnet war, und dem auf die Volkswagen Autoversicherung AG ausgelagerten Geschäft.

Der Aufwand für den Versicherungsbetrieb (brutto) konnte durch nachhaltiges Kostenmanagement stabil gehalten werden.

Höhere Durchschnittsbeiträge und Qualitätsverbesserungen im Schadenmanagement zeigten ihre nachhaltig positiven Auswirkungen auf das Ergebnis.

Das Ergebnis vor Steuern lag jedoch mit 1.025 Millionen Euro unter dem Niveau des Vorjahrs (1.319). Neben einem geringeren Kapitalanlagenergebnis, welches hauptsächlich auf das niedrige Zinsumfeld und auf Fremdwährungsverluste zurückzuführen war, reduzierte sich auch das versicherungstechnische Ergebnis der Allianz Versicherungs-AG. Der Rückgang erklärt sich durch den außerordentlich niedrigen Schadenanfall im Elementarschadenbereich im Jahr 2014 sowie durch geringere Erträge aus der Abwicklung von Versicherungsfällen der Vorjahre.

Allgemeine Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Uneinheitliche Weltwirtschaft

Wie im Vorjahr legte die globale Wirtschaftsaktivität 2015 mit einer Zuwachsrate von voraussichtlich 2,5 Prozent nur mäßig zu. Während sich das Wachstum in den Industrieländern insgesamt aber leicht beschleunigte – nicht zuletzt getrieben von der fortschreitenden Erholung im Euroraum –, trübte sich auf der anderen Seite die Konjunktur in den Schwellenländern weiter ein. Der anhaltende Rückgang der Wirtschaftsleistung in Brasilien und in Russland trug dazu ebenso bei wie das verlangsamte Wachstum in China. Eine entscheidende Ursache für diese unterschiedliche Entwicklung stellte dabei, neben strukturellen Problemen, der fortgesetzte Rohstoffpreisverfall dar, der in vielen Industrieländern Kaufkraft und Konsum stärkte, vielen Schwellenländern aber deutliche Einkommensverluste bescherte.

Diese Divergenzen in der Weltwirtschaft ließen auch die globalen Finanzmärkte nicht unberührt: Insgesamt litten sie unter hoher Volatilität. Dies betraf nicht nur Aktien und Währungen der Schwellenländer; die zunehmende Sorge über die Wachstumsaussichten Chinas sowie über die Folgen einer möglichen Zinserhöhung durch die US-Notenbank (Fed) führten weltweit zu einer erhöhten Unsicherheit an den Märkten. Gleichzeitig schwächte sich der Außenwert des Euro weiter ab, da die Europäische Zentralbank (EZB) im Gegensatz zur Fed deutliche Signale für eine noch expansivere Geldpolitik aussendete.

Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2015 verlief vor diesem Hintergrund bemerkenswert stetig. Positive wie negative außenwirtschaftliche Impulse hielten sich in etwa die Waage. Hauptstütze der Entwicklung war daher einmal mehr die Binnennachfrage, die vor allem von der sehr robusten Entwicklung am Arbeitsmarkt sowie steigender Kaufkraft profitierte: Der reale private Konsum nahm 2015 so stark zu wie seit 1999 nicht mehr. Insgesamt legte das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2015 real um 1,7 Prozent zu. Damit wuchs die deutsche Konjunktur im sechsten Jahr in Folge stärker als der Euroraum insgesamt (+ 1,5 Prozent); ihr Vorsprung war aber – dank der Erholung in der Peripherie, vor allem in Irland und Spanien – nur noch gering.

Realeinkommen profitieren

Die Arbeitseinkommen legten 2015 in etwa so kräftig zu wie im Vorjahr. Die Zuwachsrate lag bei knapp 4,0 Prozent, wobei sowohl die Zahl der Erwerbstätigen als auch der Effektivverdienst je Arbeitnehmer weiter stiegen. Unter Berücksichtigung der monetären Sozialleistungen und der Summe der Einkommen aus Gewinnen, Vermögen und selbstständiger Tätigkeit erhöhten sich die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte 2015 insgesamt um 2,8 Prozent.

Gleichzeitig ging die Inflationsrate auf 0,3 Prozent zurück. Die Realeinkommen erhöhten sich um 2,5 Prozent und erzielten so den stärksten Anstieg seit Beginn des Jahrtausends. Im Zuge dieser sehr günstigen Einkommensentwicklung kletterte auch die Sparquote wieder etwas nach oben: Mit 9,7 Prozent verharrte sie aber weiterhin auf einem im historischen Kontext relativ niedrigen Wert.

Private Vermögen klettern auf neuen Rekordwert Die Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland erreichten nach Schätzung von Allianz Economic Research bis zum Jahresende 2015 mit rund 5,3 Billionen Euro einen neuen Rekordwert; sie lagen damit gut 4,0 Prozent über dem Vorjahresstand. Die Haushalte konnten sich damit im vierten Jahr in Folge über einen robusten Anstieg freuen. Allerdings profitierten sie dabei weniger von der positiven Entwicklung des Aktienmarkts, sondern erzielten diese Zuwächse vielmehr vor allem aufgrund der eigenen Sparanstrengungen. Insgesamt ist das Anlageverhalten der privaten Haushalte von einer anhaltenden Risikoaversion geprägt. Wie in den Vorjahren werden viele Gelder bei Banken angelegt, trotz negativer realer Renditen auf diese Anlageklasse.

Kapitalmärkte weiter im Bann der Geldpolitik

2015 waren die Aktienmärkte von hoher Volatilität geprägt. Neben zwischenzeitlichen Wachstumssorgen, vor allem hinsichtlich China, war dafür in erster Linie die Geldpolitikverantwortlich. Dies galt insbesondere in Europa, wo zunehmende Erwartungen an weitere geldpolitische Maßnahmen seitens der EZB die Märkte trieben. Zum Jahresschluss lag der DAX gegenüber dem Vorjahr mit knapp 10,0 Prozent im Plus. Damit hat sich der deutsche Leitindex in den letzten vier Jahren beinahe verdoppelt.

Auch auf den Rentenmärkten führten die Wirkungen der Geldpolitik zu hoher Volatilität und zu einem Auf und Ab der Renditen. Nachdem die EZB im Januar 2015 ankündigte, ein groß angelegtes Kaufprogramm für Staatsanleihen zu starten, fielen die Renditen auf neue Rekordtiefs. Zehnjährige Bundesanleihen notierten nur noch knapp über Null, kürzere Laufzeiten rutschten durchgehend in den negativen Bereich. Nach einer kurzzeitigen, kräftigen Erholung schalteten die Renditen in der zweiten Jahreshälfte dann wieder den Rückwärtsgang ein. Auch dafür zeichnete in erster Linie die EZB verantwortlich. Die Erwartung zusätzlicher expansiver Maßnahmen drückte die Renditen; vor allem zweijährige Anleihen notierten tief im roten Bereich. Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen standen dagegen am Jahresende bei 0,6 Prozent.

Versicherungswirtschaft

Wachstum leicht abgeschwächt

Nach vorläufigen Erhebungen des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (G DV) verzeichnete die Schaden- und Unfallversicherung im Jahr 2015 einen Beitragsanstieg um 2,6 Prozent. Die im Vergleich zum Vorjahr geringere Steigerungsrate ist in erster Linie auf eine schwächere Beitragsentwicklung in den wesentlichen Sparten Haftpflicht, Unfall und Kraftfahrt zurückzuführen. Das stärkste Wachstum verzeichneten 2015 die Sachversicherungen für Privatkunden mit einem Anstieg um 4,5 Prozent, aber auch die Kraftfahrtversicherung mit einem Anstieg um 3,5 Prozent. Die deutliche Zunahme ist sowohl auf Beitragsanhebungen im Bestand und im Neugeschäft als auch auf ein leichtes Bestandswachstum zurückzuführen.

Die erwarteten Schadenaufwendungen stiegen 2015 um 5,8 Prozent an. Insbesondere die außergewöhnlich niedrige Elementarschadenbelastung 2014 sorgte bei einem normalen Verlauf 2015 für diesen Anstieg. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote (nach HGB) dürfte laut Verbandseinschätzung im inländischen Direktgeschäft bei 97,0 Prozent und somit 2,4 Prozentpunkte über dem Vorjahr liegen.

Veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen

Rechtliche Rahmenbedingungen

Solvency II

Der europäische Gesetzgeber hat mit der sogenannten Solvency-II-Richtlinie neue, europaweit einheitliche Regelungen vorgegeben. Deren Ziel ist es unter anderem, die Kapitalausstattung von Versicherungsunternehmen mehr an den übernommenen Risiken auszurichten.

Zur Umsetzung des europäischen Rechts hat der deutsche Gesetzgeber am 1. April 2015 eine umfassende Neufassung des Versicherungsaufsichtsgesetzes verabschiedet. Das neue Gesetz trat in seinen wesentlichen Teilen am 1. Januar 2016 in Kraft. Die Allianz Deutschland Gruppe hat das Jahr 2015 intensiv genutzt, um eine reibungslose Umsetzung des neuen Rechts zum 1. Januar 2016 zu ermöglichen.

Geschäftsverlauf

Versicherungsgeschäft

Beitragseinnahmen

Die Bruttobeitragseinnahmen der Allianz Versicherungs-AG inklusive der aus aktivem Rückversicherungsgeschäft eingenommenen Prämien (indirektes Geschäft) sanken gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent auf 9.177 (9.206) Millionen Euro.

Gebuchte Bruttobeiträge der Allianz Versicherungs-AG

2015 2014 Veränderung
Tsd € Tsd € %
--- --- --- ---
Selbstabgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfall- und Krankenversicherung insgesamt 1.315.199 1.456.052 - 9,7
Haftpflichtversicherung 1.194.747 1.196.134 - 0,1
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 1.877.116 1.867.375 0,5
Sonstige Kraftfahrtversicherungen 1.295.384 1.305.301 - 0,8
Feuerversicherung 8.435 9.886 -14,7
Verbundene Hausratversicherung 336.289 326.522 3,0
Verbundene Gebäudeversicherung 740.639 668.188 10,8
Sonstige Sachversicherung 547.803 517.755 5,8
Transport- und Luftfahrtversicherung 90.854 96.539 -5,9
Kredit- und Kautionsversicherung 27 - n. a.
Rechtsschutzversicherung 425.523 410.724 3,6
Beistandsleistungsversicherung 10.030 10.376 -3,3
Sonstige Versicherungen 1.267.657 1.293.282 - 2,0
Gesamt 9.109.703 9.158.134 -0,5
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 66.864 48.350 38,3
Versicherungsgeschäft insgesamt 9.176.567 9.206.484 -0,3

Der Rückgang in der Unfall- und Krankenversicherung resultierte vor allem aus dem geringeren Einmalbeitragsgeschäft in der UBR. Ein Anstieg konnte hingegen in der Unfall-Risikoversicherung verzeichnet werden.

Die Kraftfahrtversicherung verbuchte Einnahmen von 3.173 (3.173) Millionen Euro. Trotz des auf die Volkswagen Autoversicherung AG ausgelagerten Geschäfts blieben die Beiträge stabil.

In den anderen Versicherungszweigen des selbst abgeschlossenen Geschäfts stiegen die Beitragseinnahmen um 2,0 Prozent auf 4.622 (4 .530) Millionen Euro. Im gewerblichen Bereich konnten deutliche Zuwächse erzielt werden. lm Privatbereich unterstützte das erweiterte modulare Produktkonzept PrivatSchutz mit einem Vertragsstückewachstum in den Kernbranchen.

Neugeschäft

Die Neustücke der Allianz Versicherungs-AG lagen mit 2,5 (2,4) Millionen Stück um 5,4 Prozent über dem Vorjahr.

In der Kraftfahrtversicherung betrug die Anzahl neu abgeschlossener Verträge 1,5 (1,4) Millionen Stück. In den Nichtkraftfahrt-Sparten lagen die neu abgeschlossenen Verträge mit 1,0 (1,0) Millionen Stück auf Vorjahresniveau.

Die Neu- und Mehrbeiträge lagen dabei um 1,5 Prozent über dem Vorjahr.

Bestand

Der Bestand der bei der Allianz Versicherungs-AG versicherten Kraftfahrzeuge lag am Jahresende 2015 bei 7,2 (7,3) Millionen Stück. Von diesem Rückgang entfallen etwa 158 Tausend Stück auf das in die Volkswagen Autoversicherung AG ausgelagerte Geschäft.

Bei einem Rückgang der gekündigten Verträge lag der Gesamtbestand an Verträgen mit einer Laufzeit ab einem Jahr Ende 2015 bei 32,9 (33,3) Millionen Stück. Die Bestandsentwicklung wurde einerseits durch das auslaufende Geschäft der Nebenbranchen im PrivatSchutz negativ beeinflusst. Andererseits konnte der Bestand in den Kernbranchen des Geschäfts mit Privatkunden ausgebaut werden.

Leistungen an Kunden

Die Anzahl der gemeldeten Schäden der Allianz Versicherungs-AG lag im Geschäftsjahr 2015 mit 2,7 (2,7) Millionen Stück auf Vorjahresniveau. Bei vermehrten Schäden aus Elementarschadenereignissen verliefen die Schadenfrequenzen in den Basisschäden weiter rückläufig.

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle (brutto einschließlich garantierter Beitragsrückzahlung aus der UBR) der Allianz Versicherungs-AG erreichten 6.207 (5.867) Millionen Euro. Bei niedrigeren verdienten Beiträgen verschlechterte sich die Schadenquote brutto auf 67,9 (64,0) Prozent.

Für elementarbedingte Schäden innerhalb des Geschäftsjahrs wendeten wir einen Bruttobetrag von 393 (249) Millionen Euro auf. Die Bruttoaufwendungen für Großschäden (Aufwand von mehr als 1 Million Euro pro Schadenfall) des Geschäftsjahrs betrugen 131 (226) Millionen Euro.

Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle

2015 2014 Veränderung
Tsd € Tsd € %
--- --- --- ---
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfall- und Krankenversicherung insgesamt 1.191.913 1.180.344 1,0
Haftpflichtversicherung 797.731 558.713 42,8
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 1.378.095 1.351.641 2,0
Sonstige Kraftfahrtversicherungen 970.959 946.963 2,5
Feuerversicherung 2.032 -3.692 n. a.
Verbundene Hausratversicherung 140.805 142.370 -1,1
Verbundene Gebäudeversicherung 504.984 400.849 26,0
Sonstige Sachversicherung 301.669 253.255 19,1
Transport- und Luftfahrtversicherung 49.774 58.234 -14,5
Kredit- und Kautionsversicherung 2 - n. a.
Rechtsschutzversicherung 205.590 275.897 - 25,5
Beistandsleistungsversicherung 6.875 6.946 -1,0
Sonstige Versicherungen 640.958 675.347 -5,1
Gesamt 6.191.387 5.846.867 5,9
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 15.807 19.897 - 20,6
Versicherungsgeschäft insgesamt 6.207.194 5.866.764 5,8

Der Anstieg in der Unfall- und Krankenversicherung resultierte aus dem Aufwand für Versicherungsfälle in der Unfall-Risikoversicherung. Im vergangenen Jahr zahlten wir unseren Kunden in der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung 958 (972) Millionen Euro an Leistungen aus der Kapitalversicherung aus.

Ein inflationsbedingter Anstieg des Aufwands der Geschäftsjahresschäden und niedrigere Erträge aus der Abwicklung von Versicherungsfällen der Vorjahre führten in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung zu einem höheren Schadenaufwand. Der höhere Schadenaufwand bei den Sonstigen Kraftfahrtversicherungen war insbesondere dem höheren Aufwand für Elementarschäden geschuldet.

Die deutliche Zunahme in der Haftpflichtversicherung entstand durch einen inflationsbedingt höheren Aufwand für Geschäftsjahresschäden, durch einen vermehrten Aufwand für Großschäden und einen niedrigeren Abwicklungsgewinn aus Versicherungsfällen der Vorjahre. Dabei wurden insbesondere die Spätschadenreserven deutlich höher dotiert, um dem höheren Aufwand für künftig erwartete Schäden Rechnung zu tragen.

In den anderen Versicherungszweigen des selbst abgeschlossenen Geschäfts – vorallem in den Sachversicherungsbranchen – erhöhte sich der Schadenaufwand elementarschadenbedingt auf 1.853 (1.809) Millionen Euro.

Der negative Schadenaufwand in der Feuerversicherung im Jahr 2014 resultierte aus einem hohen Abwicklungsgewinn von Versicherungsfällen der Vorjahre.

Aufwendungen für Versicherungsbetrieb

Der Betriebskostensatz (brutto), der das Verhältnis der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu den gebuchten Beitragseinnahmen abbildet, lag bei 26,6 (26,5) Prozent und damit leicht über dem Niveau des Vorjahrs.

In Rückdeckung gegebenes Versicherungsgeschäft

Der Rückversicherungsschutz erstreckt sich bedarfsorientiert sowohl auf Haftungsspitzen von Einzelrisiken als auch auf Kumulrisiken durch Elementarereignisse. Mit der Allianz SE existieren zwei Quoten-Rückversicherungsverträge für das Gesamtportefeuille mit Ausnahme der UBR, mit einer Quote von 17,5 Prozent ohne Funds-Withheld-Basis und einer Quote von 32,5 Prozent auf Funds-Withheld-Basis. Für die Quote von 32,5 Prozent auf Funds-Withheld-Basis werden entsprechend Depotverbindlichkeiten in Höhe aller von diesem Quotenvertrag betroffenen versicherungstechnischen Rückstellungen bilanziert. Aus beiden Quoten-Rückversicherungsverträgen ergeben sich im Wesentlichen Auswirkungen auf die folgenden versicherungstechnischen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung: Verdiente Beiträge, Aufwendungen für Versicherungsfälle, Veränderungen der übrigen versicherungstechnischen Nettorückstellungen, Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb, Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen.

Kapitalanlagen

Der Kapitalanlagenbestand der Allianz Versicherungs-AG verringerte sich im Berichtsjahr aufgrund der Reduktion der Gewinnrücklage in 2014 um 4,2 Prozent auf 21,3 (22,2) Milliarden Euro. Die Bruttoneuanlage umfasste 2,3 (1,7) Milliarden Euro.

Sicherheitsorientierte Anlagestrategie

Die Allianz Versicherungs-AG setzte auch im Jahr 2015 ihre sicherheitsorientierte Anlagestrategie fort. Wirverfolgen weiterhin das Ziel, bei angemessenem Risiko eine möglichst attraktive Rendite zu erreichen, und streuten aus Sicherheitsgründen die Kapitalanlagen auf viele unterschiedliche Anlagesegmente. So konnten auch in diesem Jahr die Auswirkungen der historisch niedrigen Zinsen begrenzt werden.

Aufgrund unserer finanziellen Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft ist ein großer Teil unseres Portfolios in festverzinslichen Anlagen investiert. Ende des Jahres 2015 betrug dieser Anteil 781 (82) Prozent der Kapitalanlagen. Der Rückgang ist auf den Ausbau der realen Anlageklassen und die Tilgung von an die Allianz SE vergebenen Darlehen im Jahr 2015 zurückzuführen.

Der Schwerpunkt der festverzinslichen Anlagen liegt weiterhin auf besicherten Anleihen sowie deutschen und europäischen Staatsanleihen und staatsnahen Emittenten. Besicherte Anleihen stellen durch ihre Unterlegung mit werthaltigen Sicherheiten, zum Beispiel Kommunaldarlehen oder erstrangigen Hypothekenkrediten, sehr sichere Anlagen dar. Bei den Staatsanleihen und staatsnahen Emittenten konzentrierte sich das Unternehmen weiterhin auf die Kernländer der Eurozone.

1 Die Angabe zum Anteil der festverzinslichen Anlagen an den gesamten Kapitalanlagen berücksichtigt auch die festverzinslichen Anlagen in Anteilen an Investmentvermögen, verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Dies gilt analog auch für die weiteren Angaben im Abschnitt Sicherheitsorientierte Anlagestrategie.

Um langfristig eine attraktive Verzinsung des Kapitalanlagenportfolios zu sichern, hält das Unternehmen an einer breiten Diversifikation des Portfolios fest. Ende des Jahrs 2015 lag der Anteil von Unternehmensanleihen am Gesamtportfolio bei 20,6 (22,3) Prozent nach Marktwerten, 5,2 (4,1) Prozent waren in Schwellenländeranleihen investiert. Im Bereich der direkten Kreditvergabe wurden Neuinvestitionen in Höhe von 0,4 Milliarden Euro im Jahr 2015 getätigt.

In die realen Anlageklassen Aktien einschließlich erneuerbare Energien und Infrastruktur sowie Immobilien wurden netto 0,6 Milliarden Euro investiert. Durch die positive Marktwertentwicklung und die Investitionen hat sich der Aktienbestand der Allianz Versicherungs-AG erhöht. Die Aktienquote nach Marktwerten einschließlich erneuerbare Energien und Infrastruktur betrug zum Geschäftsjahresende 2015 unter Berücksichtigung von Absicherungsmaßnahmen 13,0 (11,0) Prozent. Die regionale Diversifikation der Aktien wurde weiter ausgebaut.

Kapitalanlagenergebnis

Das Nettoergebnis aus den Kapitalanlagen betrug 1,1 (1,2) Milliarden Euro. Das Kapitalanlagenergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

2015 2014 2013
Mio € Mio € Mio €
--- --- --- ---
Laufender Ertrag1 882 1.178 1.255
+ Veräußerungsgewinne 262 56 21
+ Zuschreibungen 11 9 11
- Veräußerungsverluste 0 0 -5
- Abschreibungen -8 -3 -33
- Laufender Aufwand gesamt -48 -41 -46
Nettoertrag 1.099 1.199 1.204

1 Im laufenden Ertrag sind die Erträge aus Gewinngemeinschaften (73 Millionen €) enthalten

Insbesondere durch niedrigere Schüttungen aus Anteilen an Investmentvermögen ging der laufende Ertrag auf 882 (1.178) Millionen Euro zurück. Dies wurde teilweise durch Veräußerungsgewinne bei der Rückgabe von Anteilen an Investmentvermögen und dem Verkauf von Darlehen ausgeglichen.

Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen lag bei 5,1 (5,4) Prozent.

Bewertungsreserven der Kapitalanlagen

Die Bewertungsreserven der Kapitalanlagen betrugen 4,2 (4,8) Milliarden Euro. Das sind 19,9 (21,7) Prozent des Buchwerts der gesamten Kapitalanlagen. Grund für den Rückgang ist unter anderem der Zinsanstieg im Laufzeitenbereich von über fünf Jahren. Das weiterhin hohe Niveau der Bewertungsreserven ist weitgehend Folge des sehr niedrigen Zinsniveaus. Es handelt sich damit vor allem um einen temporären Effekt, der sich bis zur Endfälligkeit der festverzinslichen Wertpapiere sukzessive abbauen wird. Die Bewertungsreserven setzen sich zusammen aus stillen Reserven in Höhe von 4,3 (4,8) Milliarden Euro und stillen Lasten von 8,6 (4,7) Millionen Euro.

Die Bewertungsreserven bei sonstigen Ausleihungen und Hypotheken betrugen 0,9 (1,2) Milliarden Euro, bei Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen 2,2 (2,6) Milliarden Euro, bei Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 0,5 (0,5) Milliarden Euro, bei Immobilien 0,6 (0,5) Milliarden Euro und bei festverzinslichen Wertpapieren und anderen Kapitalanlagen 0,1 (0,1) Milliarden Euro.

Weitere Erläuterungen finden sich im Anhang auf Seite 42.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Versicherungstechnisches Ergebnis

Das versicherungstechnische Ergebnis (direktes und indirektes Geschäft) für eigene Rechnung vor Rückstellungen für drohende Verluste sowie vor Schwankungsrückstellungen und ähnlichen Rückstellungen wies für das Jahr 2015 einen Gewinn von 598 Millionen Euro nach einem Gewinn von 743 Millionen Euro im Vorjahr aus.

Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote – nach Berücksichtigung der Ergebnisse aus der abgegebenen Rückversicherung – stieg im Geschäftsjahr 2015 auf 94,4 (88,6) Prozent.

Den Schwankungsrückstellungen und den ähnlichen Rückstellungen, die nach gesetzlichen Vorschriften zu bilden sind, wurden im Berichtsjahr 91 (330 entnommen) Millionen Euro hinzugeführt. Somit ergab sich ein versicherungstechnisches Ergebnis von 508 (1.073) Millionen Euro.

Schwankungsrückstellung

Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft Veränderung Schwankungsrückstellung Versicherungstechnisches Ergebnis nach Veränderung Schwankungsrückstellung
31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
--- --- --- --- ---
Tsd € Tsd € Tsd € Tsd €
--- --- --- --- ---
Unfall- und Krankenversicherung - - 176.127 157.819
Haftpflichtversicherung 1.357 16.381 8.325 163.839
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 39.743 286.416 152.610 396.250
Sonstige Kraftfahrtversicherungen - 29.103 - 53.667 1.381 15.319
Feuerversicherung -164 - 256 -325 5.083
Verbundene Hausratversicherung - - 36.100 33.932
Verbundene Wohngebäudeversicherung - 42.650 - 50.551 - 83.482 - 68.799
Sonstige Sachversicherung - - 64.860 87.799
Transport- und Luftfahrtversicherung 1.312 19.310 13.327 24.480
Kredit- und Kautionsversicherung - - 13 -
Rechtsschutzversicherung - 22.107 2.320 26.619 12.909
Beistandsleistungsversicherung - - -1131 -1422
Sonstige Versicherungen - 24.871 92.331 105.692 209.504
Insgesamt -76.484 312.284 500.117 1.038.713
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft -14.253 17.952 7.499 34.380
Versicherungsgeschäft insgesamt -90736 330.236 507.615 1.073.093

Bei dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft stiegen die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen auf 67 (48) Millionen Euro. Netto verblieben verdiente Beiträge in Höhe von 31 (24) Millionen Euro. Der Aufwand für Versicherungsfälle nach Rückversicherung reduzierte sich auf 3 (6) Millionen Euro.

Insgesamt lag das Nettoergebnis des in Rückdeckung übernommenen Geschäfts nach der Veränderung der Schwankungs- und der Großrisikenrückstellung bei einem Gewinn von 7 (34) Millionen Euro.

Nichtversicherungstechnisches Ergebnis

Das nichtversicherungstechnische Ergebnis umfasst das Ergebnis aus Kapitalanlagen nach Abzug des in der versicherungstechnischen Rechnung zu berücksichtigenden technischen Zinsertrags von 368 (396) Millionen Euro und das übrige allgemeine Ergebnis. Insgesamt ging das nichtversicherungstechnische Ergebnis auf 657 (761) Millionen Euro zurück.

Übriges allgemeines Ergebnis

Im übrigen allgemeinen Geschäft waren im Wesentlichen sonstige Konzernverrechnungen, Auflösungen von Rückstellungen sowie Währungseffekte bestimmend.

Das übrige allgemeine Ergebnis schloss im Berichtsjahr insgesamt mit einem negativen Saldo von 74 (41) Millionen Euro.

Außerordentliches Ergebnis

Das Außerordentliche Ergebnis der Allianz Versicherungs-AG schloss im Geschäftsjahr mit einem Verlust von 140 (515) Millionen Euro. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um einen Einmalbetrag in Höhe von 140 Millionen Euro, der im Zuge der Neuregelung der Kostenverteilung von Altersversorgungsaufwendungen zur Abgeltung des Zinsrisikos an die Allianz SE gezahlt wurde. Im Vorjahr wurde die volle Erfassung aller noch ausstehenden Raten aus der Erstanwendung des BilMOG als Außerordentlicher Aufwand gezeigt.

Jahresüberschuss

Insgesamt schloss die Ergebnisrechnung der Allianz Versicherungs-AG für das Geschäftsjahr 2015 mit einem Gewinn vor Steuern von 1.025 (1.319) Millionen Euro.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Vergleich zum Vorjahr um 42 Millionen Euro auf 288 Millionen Euro zurückgegangen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf das niedrigere Ergebnis vor Steuern sowie höhere steuerfreie Erträge zurückzuführen. Die positiven Effekte werden zum Teil durch die im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Ausschüttungen der Fonds aus bereits versteuerten Rücklagen kompensiert.

Der Jahresüberschuss nach Steuern und vor Ergebnisabführung betrug 736 (987) Millionen Euro.

Zum 31. Dezember 2015 werden 39 Millionen Euro aus der Kapitalrücklage gemäß § 272 Absatz 2 Nr.4 HGB entnommen und in den Bilanzgewinn eingestellt. Darüber hinaus werden aus den anderen Gewinnrücklagen im Geschäftsjahr 39 (853) Millionen Euro entnommen. Dieser Betrag wird phasengleich über die Ergebnisabführung an die Allianz Deutschland AG ausgeschüttet.

Für das Geschäftsjahr 2015 werden nach Abzug der Steuern 776 (1.188) Millionen Euro an die Allianz Deutschland AG abgeführt.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahrs 2015 in Höhe von 38.746.635 Euro wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung von insgesamt 38.746.635 Euro, aufgeteilt auf die am Tage der Hauptversammlung dividendenberechtigten Aktien im Verhältnis ihrer Gewinnberechtigung gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft (entspricht rund 397,59 Euro pro volleingezahlter Aktie und rund 99,51 Euro je teileingezahlter Aktie).

Ausgelagerte Funktionen

Für die Allianz Versicherungs-AG sind mehrere Allianz Konzernunternehmen dienstleistend tätig. Auf die Allianz Deutschland AG wurden insbesondere das Rechnungswesen sowie Aufgaben des Versicherungsbetriebs übertragen. Zu Letzteren gehören vor allem die Bestandsverwaltung (Antrags- und Vertragsbearbeitung), die Leistungs- und Schadenbearbeitung sowie die Planung und die Steuerung des operativen Versicherungsbetriebs. Der Vertrieb über die haupt- und nebenberuflichen Vertreter sowie über Banken wird von der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG wahrgenommen.

Die Vermögensanlage und -verwaltung wurde auf die Allianz Investment Management SE sowie in Teilbereichen unter anderem auf die PIMCO Deutschland GmbH, die Allianz Global Investors GmbH und die Allianz Real Estate GmbH übertragen.

Rechenzentrumsleistungen und informationstechnische Serviceleistungen sowie Drucktätigkeiten erhält die Allianz Versicherungs-AG von der Allianz Deutschland AG, welche sich ihrerseits der Rechenzentrumsleistungen und informationstechnischen Serviceleistungen der Allianz Managed Operations & Services SE (AMOS) bedient. AMOS wiederum bezieht große Teile der von ihr zu erbringenden Dienstleistungen von externen Dienstleistern.

Finanzlage

Die Liquiditätsplanung als wesentlicher Teil unserer gesamten Finanzplanung basiert auf den Liquiditätsströmen, die sich vor allem aus den erwarteten Prämien, Schadenzahlungen, Kosten, Kapitalanlagen, Steuerumlagen sowie Ergebnisabführungen beziehungsweise Dividenden ergeben. Ebenso sind die strategische und taktische Kapitalanlagenplanung wie auch die Eigenmittelplanung ein wesentliches Element. Liquidität fließt uns aus dem operativen Geschäft sowie aus den Kapitalanlagen zu. Durch die Teilnahme der Allianz Versicherungs-AG am konzernweiten Cash-Pool wird gewährleistet, dass überschüssige Liquidität zu marktüblichen Konditionen angelegt wird und kurzfristiger Liquiditätsbedarf ausgeglichen werden kann.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Bei der Umsetzung unseres Ziels, die Marktführerschaft zu festigen und auszubauen, setzen wir auf exzellente Mitarbeiter. Motivierte und engagierte Mitarbeiter gewinnen und halten wir durch ein attraktives Arbeitsumfeld, durch die interne Besetzung von Stellen sowie gezielte Förderung. Mit der Allianz Innendienst Akademie investieren wir nachhaltig in das Können und Wissen unserer Mitarbeiter.

Wir sind der Überzeugung, dass Führung ein zentraler Baustein für den Erfolg und die Kultur unseres Unternehmens ist. Mit unserem Programm „Allianz in Führung" verfolgen wir das Ziel, eine zeitgemäße Führungskultur zu schaffen, bei der sich Führungskräfte und Mitarbeiter auf Augenhöhe begegnen und die durch eine starke Interaktion geprägt ist.

Darüber hinaus setzen wir uns für eine konsequente und nachhaltige Förderung von Frauen in Führungspositionen ein. Die von uns festgelegten Zielgrößen für den Frauenanteil haben wir am Ende des Lageberichts im Abschnitt „Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Absatz 4 i. V. m. Absatz 2 Nr. 4 HGB" veröffentlicht.

Mit dem Programm „Gesund Arbeiten" haben wir unsere Führungskräfte und Mitarbeiter für einen verantwortungsvollen Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln sensibilisiert. Wir erwarten von den Mitarbeitern nicht, dass sie im Urlaub oder am Wochenende telefonisch oder per Mail erreichbar sind.

Die Gesellschaft hat durch das Angebot, Mitarbeiteraktien der Allianz SE zu vergünstigten Konditionen zu erwerben, sowie im Rahmen einer variablen Vergütungskomponente ihre Mitarbeiter auch 2015 am Unternehmenserfolg beteiligt.

Anzahl der Beschäftigten

Im Jahresdurchschnitt 2015 beschäftigte die Allianz Versicherungs-AG 982 (961) Mitarbeiter.

Zahlen und Fakten

2015 2014 2013
Mitarbeiter1 982 961 963
davon Stammpersonal 958 947 945
davon Auszubildende - - -
davon sonstige Mitarbeiter in Ausbildung 22 12 15
davon Aushilfen 2 2 3
Anteil Frauen in % 39 38 38
Anteil Männer in % 61 62 62
Anteil Vollzeitmitarbeiter im Innendienst in % 82 84 86
Anteil Teilzeitmitarbeiter im Innendienst in % 18 16 14
Anteil Akademiker in % 34 34 35
Alter (Durchschnitt in Jahren) 44,5 44,7 44,5
Konzernzugehörigkeit (Durchschnitt in Jahren) 18,0 18,2 17,9
Lohn- und Gehaltssumme Mio € 83,3 83,8 81,5
Soziale Abgaben Mio € 10,4 10,3 10,0
Aufwand für Altersversorgung2 Mio € -9,0 9,2 9,4
Aufwand für Unterstützungszahlungen Mio € 0,1 0,1 0,1

1 Jahresdurchschnitt; einschließlich ruhender Arbeitsverhältnisse

2 Darin enthalten ist ein Ertrag von 21,1 (2,6) Millionen , der aus einem Abgleich der eingeflossenen Rententrendannahme mit der tatsächlichen Inflation resultiert.

Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter betrugen im Berichtsjahr 83,3 (83,8) Millionen Euro. Die Summe aus sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung belief sich auf 1,5 (19,6) Millionen Euro. In den Aufwendungen für Altersversorgung ist ein Ertrag von 21,1 (2,6) Millionen Euro enthalten, der aus einem Abgleich der eingeflossenen Rententrendannahme mit der tatsächlichen Inflation resultiert.

Dank an Beschäftigte und Arbeitnehmervertreter

Der Vorstand dankt den Vermittlern und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz, ihre hohe Leistungsbereitschaft und Kompetenz. Auch den Vertretervereinigungen sowie den Arbeitnehmervertretern in den Betriebsratsgremien und des Sprecherausschusses gilt der Dank für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Risikobericht

Risikostrategie

Das Risikomanagement der Allianz Versicherungs-AG ist auf Wertschöpfung ausgerichtet. Zur Erzielung von Ertrag für die Kunden und den Aktionär ist die Allianz Versicherungs-AG bei kalkuliertem Risiko bereit, wesentliche Risiken in ihrem Kerngeschäft der Schaden-Unfallversicherung einzugehen und zu akzeptieren.

Vor diesem Hintergrund hat sich der Vorstand der Allianz Versicherungs-AG unter Berücksichtigung der regulatorischen sowie der Allianz SE- und Allianz Deutschland AG-Vorgaben auf eine grundsätzlich konservative Risikoneigung verständigt.

Prinzipien des Risikomanagements

Als Finanzdienstleistungsunternehmen erachtet die Allianz Versicherungs-AG das Risikomanagement als eine ihrer Kernkompetenzen. Es ist daher ein integraler Bestandteil des Geschäftsprozesses der Allianz Versicherungs-AG. Das Risikomanagementsystem deckt mit seinem risikoorientierten Ansatz alle Risikodimensionen ab. Die Hauptelemente des Risikomanagementsystems sind:

Förderung einer starken Risikomanagementkultur, die von einer angemessenen Risikoorganisation und effektiven Risikoprinzipien (Risk Governance) getragen wird.
Anwendung einer umfassenden Risikokapitalberechnung, um die Kapitalbasis zu schützen und ein effektives Kapitalmanagement zu unterstützen.
Implementierung und Koordination notwendiger Kontrollumfelder sowie deren Dokumentation für risikorelevante Prozesse und darin enthaltener relevanter Risiken.
Einbeziehung von Risikoerwägungen und Kapitalbedarf in den Entscheidungs- und Managementprozess.

Dieser umfassende Ansatz stellt sicher, dass Risiken angemessen identifiziert, analysiert und bewertet werden. Die Risikoneigung wird durch eine klare Risikostrategie und ein Limitsystem definiert. Eine strenge Risikoüberwachung und die entsprechende Berichterstattung ermöglichen es, frühzeitig Limitauslastungen zu erkennen und darauf zu reagieren.

Risikoorganisation

Die zentrale und unabhängige Risikomanagementfunktion der Allianz Versicherungs-AG wird von einer organisatorischen Einheit innerhalb der Allianz Deutschland AG unter Leitung des Chief Risk Officers im Auftrag des Vorstands der Allianz Versicherungs-AG wahrgenommen. Dadurch wird Know-how gebündelt und Ressourcen können effizient genutzt werden. Die zentrale und unabhängige Risikomanagementfunktion überwacht nicht nur die Risiken systematisch mit qualitativen und quantitativen Risikoanalysen und -bewertungen, sondern prüft auch Handlungsalternativen und spricht Empfehlungen an die Geschäftseinheiten beziehungsweise den Vorstand aus. Durch die Einbeziehung des Vorstands der Allianz Versicherungs-AG in das regelmäßige und das Ad-hoc-Reporting des Chief Risk Officers ist gewährleistet, dass der Vorstand über die aktuelle Risikosituation der Allianz Versicherungs-AG entsprechend informiert ist.

Zum laufenden Austausch bezüglich der Risikosituation ist ein Risk Committee installiert, dem mindestens zwei Mitglieder des Vorstands angehören. Das Risk Committee unterstützt den Vorstand bei der Risikoidentifikation, -bewertung und -steuerung mit Analysen und Empfehlungen im Rahmen seiner in den Geschäftsordnungen festgeschriebenen Aufgaben und Kompetenzen.

Die für die Allianz Versicherungs-AG zuständige zentrale Risikomanagementfunktion der Allianz Deutschland AG ist in die Risikosteuerung der Allianz SE eingebunden. Die für das Risikomanagement der Allianz SE zuständige Einheit Group Risk ist Kontrollinstanz für das Risikomanagement der Allianz Deutschland AG.

Das zentrale Risikomanagement der Allianz Deutschland AG sieht hierbei die von der Allianz SE vorgegebene Group Risk Policy sowie die Allianz Standards und Modellierungsvorgaben ebenso wie die Leitlinie für das Risikomanagement der Allianz Deutschland AG sowie die Risikostrategie der Allianz Versicherungs-AG als verbindlich an.

Sonstige Maßnahmen des Risikomanagements

Um das Risiko wesentlicher Fehler in der Finanzberichterstattung zu vermindern, haben die Versicherungsunternehmen der Allianz Deutschland AG im Rahmen des Kontrollumfelds zur Finanzberichterstattung (Internal Control over Financial Reporting: ICOFR) umfassende interne Kontrollen implementiert. Dieses Kontrollsystem umfasst sämtliche Komponenten der Finanzberichterstattung. Die Funktionsfähigkeit des ICOFR wurde für den Berichtszeitraum geprüft und als gegeben angesehen.

Umsetzung der aktuellen Anforderungen von Solvency II

Die Umsetzung der Anforderungen von Solvency II hat für die Allianz Versicherungs-AG einen hohen Stellenwert. Dies gilt gleichermaßen für die Anforderungen an das Solvenzkapital als auch für die Anforderungen an das Governance-System. Die Allianz Versicherungs-AG trägt Sorge dafür, dass das Richtlinienwesen (unter anderem die Leitlinie für das Risikomanagement und die Risikostrategie) den aktuellen Anforderungen von Solvency II entspricht.

Versicherungsmathematische Funktion, Risikomanagement- und Compliance-Funktion sowie Interne Revision sind als Schlüsselfunktionen eingerichtet. Sie stellen einen integrativen Bestandteil des Governance-Systems dar.

Das Own Risk and Solvency Assessment ist als Prozess aufgesetzt und wird vom Vorstand der Allianz Versicherungs-AG als zentrales Element des Risikomanagements gesehen. Die Ermittlung der Risikotragfähigkeit ist hier ein wesentlicher Bestandteil. Die Ergebnisse des Own Risk and Solvency Assessment 2015 für die Allianz Versicherungs-AG stützen die Überzeugung, dass das Risikomanagementsystem der Allianz Versicherungs-AG geeignet ist, Risiken klar zu identifizieren und zu bewerten sowie diese sowohl kurz- als auch langfristig zu steuern. Die Risikokapitalberechnung für die Allianz Versicherungs-AG erfolgt auf Basis des internen Modells der Allianz Gruppe.

Neben der Berichterstattung in schriftlicher Form – dem Bericht über Solvabilität und Finanzlage, dem regelmäßigen aufsichtlichen Bericht sowie dem Bericht über die unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung – enthalten die Solvency-II-Regeln auch umfangreiche Anforderungen zur quartalsweisen quantitativen Berichterstattung gemäß Artikel 304 der Delegierten Verordnung 2015/35. Diese quantitativen Berichtsformulare (Quantitative Reporting Templates) dienen der Erläuterung und Ergänzung dervorgenannten Berichte und damit der Steigerung der Transparenz. Infrastruktur und Prozesse für die korrekte Datenerhebung, dokumentierten Kontrollen und elektronische Übermittlung an die Aufsichtsbehörde wurden unternehmensweit erfolgreich intern getestet, so dass die Gesellschaft sehr gut auf die Gewährleistung der gesetzlichen Berichterstattungspflichten vorbereitet ist.

Relevante Risiken

Gegenwärtig sind folgende Risikokategorien für die Allianz Versicherungs-AG relevant:

Strategische Risiken

Strategische Risiken sind Risiken, die sich aus strategischen Geschäftsentscheidungen und den zugrunde liegenden Annahmen ergeben. Hierzu zählt auch das Risiko, dass Geschäftsentscheidungen nicht an ein geändertes Wirtschaftsumfeld oder Kundenverhalten angepasst werden. Strategische Risiken sind in der Regel Risiken, die im Zusammenhang mit anderen Risiken auftreten. Sie können aber auch als Einzelrisiken auftreten.

Im Rahmen des Prozesses zur strategischen Risikobewertung werden die strategischen Risiken sowie die zugehörigen Steuerungsmaßnahmen aus dem Geschäftsmodell und der Geschäftsstrategie abgeleitet.

Kapitalmarktrisiken

Kapitalmarktrisiken sind Risiken, die sich aus Kursschwankungen an den Kapitalmärkten ergeben, insbesondere für Aktien, Rentenpapiere (Bonds), Immobilien und die Bewertung der Verbindlichkeiten. Dies beinhaltet auch Veränderungen der Marktpreise, die durch eine Verschlechterung der Marktliquidität und -volatilitäten entstehen. Aufgrund des weltweiten Anlagespektrums sind auch Währungs- und Wechselkursrisiken zu berücksichtigen. Zudem sind Inflationsrisiken eingeschlossen.

Darüber hinaus sind Konzentrationsrisiken zu berücksichtigen. Diese ergeben sich aus sämtlichen Engagements mit einem Ausfallpotenzial, das umfangreich genug ist, um die Solvabilität oder die Finanzlage des Unternehmens zu gefährden.

Kapitalmarktrisiken werden in der Allianz Versicherungs-AG im Wesentlichen über Limite und Vorgaben für die strategische Asset Allokation gesteuert. Die strategische Asset Allokation reflektiert die Struktur der Verbindlichkeiten, insbesondere der versicherungstechnischen Rückstellungen, berücksichtigt Kapitalrestriktionen, Risikokapital- und Renditegesichtspunkte sowie zukünftiges Geschäft und stellt Robustheit gegenüber adversen Szenarien sicher. Darüber hinaus wird die Steuerung auch auf aufsichtsrechtliche Vorgaben ausgerichtet.

Das Kapitalanlagemanagement ist an die Allianz Investment Management SE ausgelagert, um Effektivitäts- und Effizienzvorteile zu nutzen. Durch das dadurch erzielte hohe Know-how sind die Kapitalmarktrisiken besser beherrschbar. Gleichwohl wird in allen Prozessen, Richtlinien und Entscheidungen die uneingeschränkte Risikoverantwortung der Allianz Versicherungs-AG berücksichtigt. Das lokale Investment Committee nimmt hierbei die Rolle einer internen Einheit innerhalb der Gesellschaft wahr, die die Schnittstelle zum Dienstleister bildet und insbesondere für Steuerung und Überwachung des Dienstleisters und der ausgelagerten Tätigkeiten verantwortlich ist (Retained Organisation). Die Allianz Versicherungs-AG ist im darin durch den Vorstandsvorsitzenden und den Finanzvorstand vertreten.

Niedrigzinsphase

Für die UBR, die nach Art der Lebensversicherung zu kalkulieren ist, bestimmen langfristig niedrige Zinsen das Kapitalmarktrisiko, insbesondere mit Blick auf die gewährte Garantieverzinsung.

Seit dem Geschäftsjahr 2011 ist die Allianz Versicherungs-AG aufgrund der Verordnung über Rechnungsgrundlagen für die Deckungsrückstellungen (Deckungsrückstellungsverordnung [DeckRV]) verpflichtet, eine sogenannte Zinszusatzreserve zu bilden. Diese Zinszusatzreserve ist ein weiteres Instrument, um dem Risiko aus der anhaltenden Niedrigzinsphase auf die Kapitalanlagen sowie auf die Ertragskraft zu begegnen. Die Höhe der Zuführung bemisst sich an einem jährlich vom Gesetzgebervorgegebenen Referenzzins. Für alle Verträge, deren garantierte Verzinsung oberhalb dieses Referenzzinses liegt, ist eine Zuführung erforderlich. Der Referenzzins wurde für das Geschäftsjahr 2015 auf 2,88 (3,15) Prozent festgesetzt. Die Zinszusatzreserve weist zum Bilanzstichtag einen Wert von 126,4 (68,1) Millionen Euro aus. Unter Beibehaltung der aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen ist auch in den Folgejahren mit einer Zuführung zu der Zinszusatzreserve zu rechnen.

Kreditrisiken

Kreditrisiken sind Risiken, die aufgrund eines unerwarteten Ausfalls oder einer Bonitätsveränderung eines Geschäftspartners entstehen. Kreditrisiken resultieren daher für die Allianz Versicherungs-AG einerseits aus Kapitalanlagen (Investments) und Transaktionen im Bereich der Derivate und andererseits aus Forderungen gegen Rückversicherer, Kunden, Vermittler und Makler.

Die größten Einzelrisiken lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin bei Banken und einzelnen Staaten. Insgesamt bestehen die festverzinslichen Kapitalanlagen zum überwiegenden Teil aus Wertpapieren deutscher Emittenten. Die Zeitwerte der festverzinslichen Kapitalanlagen bei Banken betragen insgesamt 8,8 (10,9) Milliarden Euro oder rund 34,2 (40,0) Prozent der gesamten Kapitalanlagen. Davon sind wiederum rund 84,5 (87,2) Prozent als deutsche Pfandbriefe beziehungsweise anderweitig besichert. Der überwiegende Teil der festverzinslichen Kapitalanlagen der Allianz Versicherungs-AG ist in Deutschland, Frankreich sowie Spanien investiert. Der Zeitwert des Investitionsvolumens in diesen Ländern beläuft sich auf 55,9 (59,5) Prozent des gesamten festverzinslichen Kapitalanlagenbestands.

Das Kreditrisiko wird über ein lokales Limitsystem, das in das Gruppen-Limitsystem vollumfänglich eingegliedert ist, gesteuert.

Versicherungstechnische Risiken

Versicherungstechnische Risiken sind Risiken, die aufgrund der Abweichung der tatsächlichen Versicherungsereignisse von den in der Tarifierung erwarteten Ereignissen entstehen. Dies sind insbesondere Prämienrisiken durch unzureichende Prämien bei zu hohem Schadenaufwand, Reserverisiken durch nicht ausreichende Reserven und Änderungsrisiken durch Veränderungen der Rechnungs- beziehungsweise Kalkulationsgrundlagen. Die versicherungstechnischen Risiken resultieren daher für die Allianz Versicherungs-AG aus dem Sachversicherungsgeschäft in Deutschland.

Prämienrisiken werden hauptsächlich über versicherungsmathematische Modelle zur Tarifierung und zur Überwachung von Schadenverläufen gesteuert, ferner über die Zeichnungsrichtlinien zum Abschluss von Versicherungsgeschäften und zur Übernahme von Versicherungsrisiken. Statistisch gestützte Risikoselektion, verbunden mit einer nachhaltigen Tarifpolitik, reduziert das Prämienrisiko spürbar. Darüber hinaus begrenzen gezielt gezeichnete Rückversicherungskontrakte das Prämienrisiko, indem Spitzenrisiken gekappt und ausschließlich an Rückversicherungspartner mit sehr hoher Bonität zediert werden.

Die Begrenzung der Auswirkungen von Naturkatastrophen auf das Unternehmen stellt besondere Anforderungen an das Risikomanagement. Die Nutzung spezieller Modellierungstechniken unterstützt die Quantifizierung und die Überwachung dieser Risiken. Um das Naturkatastrophenrisiko zu begrenzen, werden spezielle Rückversicherungsverträge abgeschlossen. Darüber hinaus wird durch eine risikoadäquate Tarifierung das Naturkatastrophenrisiko weiter begrenzt.

Mögliche, direkt durch den Menschen verursachte Risiken (unter anderem Terrorrisiken) werden in Szenarien analysiert. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Risikosteuerung der Allianz Versicherungs-AG und in das interne Risikokapitalmodell ein.

Die Reserverisiken werden durch die Anwendung von kontinuierlich weiterentwickelten, aktuariellen Berechnungsmethoden sowie Erfahrungswerte zur Bildung der versicherungstechnischen Rückstellungen verringert. Die permanente Kontrolle des Abwicklungsverlaufs dieser Rückstellungen hilft zusätzlich, diese Risiken zu minimieren.

Geschäftsrisiken

Geschäftsrisiken sind Risiken, die sich aufgrund einer unerwarteten Änderung der Geschäftsvolumina, der Kostenentwicklung oder der Margen des zukünftigen Geschäfts ergeben. Dabei umfassen die Geschäftsrisiken auch die Stornorisiken.

Geschäftsrisiken werden unter anderem durch ein umfassendes Projektmanagement mitigiert.

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken bezeichnen die Risiken von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen oder aus mitarbeiterund systembedingten oder aber externen Vorfällen. Operationelle Risiken umfassen auch Compliance- und Rechtsrisiken, jedoch nicht strategische Risiken und Reputationsrisiken.

Die operationellen Risiken werden im Rahmen des Internen Kontrollsystems identifiziert und gesteuert. Um aus vergangenen operativen Fehlern und Ereignissen zu lernen, werden die Mitarbeiter hierfür sensibilisiert und es wird in der Allianz Versicherungs-AG eine Fehlerkultur gefördert, die die offene Diskussion über operationelle Risiken und Verluste unterstützt.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko umfasst das Risiko, dass die Allianz Versicherungs-AG nicht über die notwendigen Barmittel verfügt, beziehungsweise nicht in der Lage ist, Anlagen und andere Vermögenswerte in Geld umzuwandeln, um ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Liquiditätsrisiken können daher für die Allianz Versicherungs-AG aus erwarteten und unerwarteten Zahlungsverpflichtungen entstehen. Diese resultieren in erster Linie aus Zahlungsverpflichtungen aufgrund fälliger Versicherungsleistungen sowie weiterer Zahlungsverpflichtungen gegenüber Vertragspartnern. Ausbleibende Mittelrückflüsse aus Investitionen können gleichermaßen zu Liquiditätsengpässen führen.

Die Auslagerung des Investment Managements an die Allianz Investment Management SE beinhaltet auch die Liquiditätsplanung der Allianz Versicherungs-AG, die in Abstimmung mit der strategischen und taktischen Kapitalanlageplanung und dem geplanten Liquiditätsbedarf der Allianz Versicherungs-AG erfolgt. Die Erfüllung der kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen wird über den konzernweiten Cash-Pool sichergestellt. Die Risikoverantwortung verbleibt ungeachtet der Auslagerungen bei der Allianz Versicherungs-AG. Aufgrund der Höhe der Prämieneinnahmen und des zusätzlich großen Bestands an hoch liquiden Anlagen ist die Allianz Versicherungs-AG in der Lage, ihren Leistungsverpflichtungenjederzeitvollumfänglich nachzukommen.

Reputationsrisiken

Reputationsrisiken sind Risiken, die sich aus einer möglichen Beschädigung des Rufs des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (zum Beispiel bei Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären, Behörden) ergeben. Ebenso wie strategische Risiken sind Reputationsrisiken in der Regel Risiken, welche im Zusammenhang mit anderen Risiken auftreten.

Der entsprechende Steuerungs- und Kontrollprozess zur Identifikation, Bewertung und Mitigierung des Reputationsrisikos ist installiert. Zur Identifikation von Reputationsrisiken arbeiten sämtliche betroffene Funktionen auf Konzern- und lokaler Ebene eng zusammen.

Bewertung der Risiken

Die Liquiditäts-, Reputations- und strategischen Risiken werden ausschließlich qualitativ bewertet. Die übrigen Risikokategorien werden bei der Allianz Versicherungs-AG im internen Modell gemäß Solvency-II-Vorgaben berücksichtigt.

Das Konzentrationsrisiko und Emerging Risks (neu entstehende Risiken) werden nicht als separate Risikokategorien verstanden, sondern als Querschnittsthemen im Rahmen aller Kategorien betrachtet.

Risikosituation

Die aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Solvabilität I) wurden mit sehr gutem Ergebnis erfüllt. Die Solvabilitätsquote liegt bei 112 (167) Prozent. Die aktuelle Risikosituation liegt innerhalb der Risikotragfähigkeit des Unternehmens.

Die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vorgeschriebenen Stresstests wurden mit großem Sicherheitspuffer bestanden.

Durch die aktive Beteiligung der Allianz Deutschland AG und der Allianz Versicherungs-AG am europäischen Solvency-II-Projekt ist die Allianz Versicherungs-AG außerdem gut auf die künftigen regulatorischen Anforderungen vorbereitet.

Nachtragsbericht

Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Allianz Versicherungs-AG von besonderer Bedeutung gewesen wären, sind nach Schluss des Geschäftsjahrs bis zur Vorstandssitzung, in welcher der Jahresabschluss aufgestellt wurde, nicht eingetreten.

Prognose- und Chancenbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Bild einer gespaltenen Weltkonjunktur wird auch im Jahr 2016 vorherrschen. Einerseits wird die Wirtschaftsaktivität in den Industrieländern solide bleiben: In den USA dürfte die Binnennachfrage weiter anziehen, und auch in der Eurozone wird sich die wirtschaftliche Erholung dank gestiegener Wettbewerbsfähigkeit fortsetzen. Andererseits bleiben die Wachstumsaussichten verschiedener großer Schwellenländer sowohl zyklisch als auch strukturell bedingtverhalten: Brasilien und Russland werden sich nur langsam stabilisieren, und China dürfte angesichts des fortgesetzten Umbaus der Wirtschaft von einem stark export- und investitionsgetriebenen hin zu einem mehr konsumorientierten Wachstumsmodell auf dem derzeit niedrigen Wachstumsniveau verharren.

Auf den Finanzmärkten wird, wie schon im Jahr 2015, vor allem die Geldpolitik die Richtung vorgeben. Während die US-Notenbank in den kommenden Monaten weiter an der Zinsschraube drehen dürfte – wenn auch nur sehrvorsichtig –, wird die EZB dagegen das gesamte Jahr 2016 hindurch die Zinsen auf dem derzeitigen Niveau belassen. Renditen und Euro-Wechselkurs sollten daher, in Reaktion auf die positive Wirtschaftsentwicklung mit wieder leicht steigenden Inflationsraten, nur moderat steigen – wenn überhaupt. Auf der anderen Seite könnten geopolitische Spannungen für Volatilität auf den Märkten sorgen.

Vor diesem Hintergrund rechnet Allianz Economic Research damit, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2016 um gut 2 Prozent wachsen wird. Dabei dürfte auch im nächsten Jahr der private Konsum, unterstützt von einer weiterhin positiven Einkommensentwicklung, der entscheidende Wachstumsmotor bleiben.

Prognose für die deutsche Versicherungswirtschaft

Auch beim Bestehen von Unsicherheitsfaktoren ist davon auszugehen, dass sich die Beitragseinnahmen in der Versicherungswirtschaft leicht erhöhen. Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rechnet für das Jahr 2016 über alle Versicherungssparten hinweg mit einem leichten Anstieg des Beitragsaufkommens um etwa 0,5 Prozent.

In der Schaden- und Unfallversicherung erwartet der GDV für das Jahr 2016 ein Beitragswachstum von 2,3 Prozent. Der Anstieg geht vor allem auf die Sachversicherung und die Kraftfahrtversicherung zurück, aber auch alle anderen Versicherungszweige tragen dazu bei.

Veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen

Rechtliche Rahmenbedingungen

Solvency II

Der europäische Gesetzgeber hat mit der sogenannten Solvency-II-Richtlinie neue, europaweit einheitliche Regelungen vorgegeben. Deren Ziel ist es, unter anderem die Kapitalausstattung von Versicherungsunternehmen mehr an den übernommenen Risiken auszurichten. Zur Umsetzung des europäischen Rechts hat der deutsche Gesetzgeber am 1. April 2015 eine umfassende Neufassung des Versicherungsaufsichtsgesetzes verabschiedet. Das neue Gesetz trat in seinen wesentlichen Teilen zum 1. Januar 2016 in Kraft. Im Mittelpunkt des Gesetzes stehen neue Regelungen zur Bewertung von Aktiva und Passiva, zu den Eigenmitteln, zu der Berechnung des Solvenzkapitals und zu der Geschäftsorganisation der Versicherungsunternehmen.

Anpassung der EU-Richtlinie über Versicherungsvertrieb (IDD-Richtlinie) und der Verordnung über Basisinformationsblätter für verpackte Anlageprodukte für Kleinanleger und Versicherungsprodukte (PRIIP-Verordnung)

Das europäische Gesetzgebungsverfahren zur Überarbeitung der Regelungen des Versicherungsvertriebs (IDD-Richtlinie) ist abgeschlossen. Die Richtlinie wurde am 24. November 2015 vom Europäischen Parlament verabschiedet, nach Zustimmung des EU-Rats am 2. Februar 2016 veröffentlicht und tritt am 23. Februar 2016 in Kraft. Danach müssen die Mitgliedsstaaten die Richtlinie innerhalb von 24 Monaten umsetzen, somit also bis zum 23. Februar 2018.

Die Verordnung über „Basisinformationsblätter für Anlage- und Versicherungsprodukte", die ab dem 31. Dezember 2016 gilt, sieht Basisinformationsblätter für Anlage- und Versicherungsanlageprodukte für Kleinanleger vor (Packaged Retail and Insurance-based Investment Products = PRIIP). Zur Umsetzung hat der deutsche Gesetzgeber im Rahmen des Entwurfs des Finanzmarktnovellierungsgesetzes Änderungen im Versicherungsaufsichtsgesetz vorgesehen. Die Änderungen sollen Anfang Januar 2017 in Kraft treten.

Sowohl die IDD-Richtlinie als auch die PRIIP-Verordnung enthalten Regelungen zur Mindestharmonisierung des Marktes der europäischen Versicherungsvermittler und weitere Auflagen für den Produktvertrieb sowie für die vorvertraglichen Kundeninformationen zur Verbesserung des Verbraucherschutzes. Auf die kommenden gesetzlichen Anforderungen bereitet sich die Allianz Deutschland Gruppe umfassend vor.

Geschäftsentwicklung

In der Schaden- und Unfallversicherung erwarten wir für das Jahr 2016 wieder eine positive Umsatzentwicklung durch einen weiteren Anstieg der Vertragsstücke. Mit der Renewal-Agenda, in der wir unsere internen Prozesse noch stärker auf unsere Kunden zentrieren, weiter in Digitalisierung investieren und technische Exzellenz in der Produktgestaltung und im Underwriting ausbauen, steigern wir Umsatzwachstum und sorgen für eine Verbesserung der Ertragslage in den nächsten Jahren.

Wir beobachten anhaltend stabile Risikopreise in vielen unserer Bereiche zum Ausgleich der Schadeninflation und rechnen für das Jahr 2016 nicht mit nachgebenden Marktpreisen. Umsatzfördernd wirken außerdem unsere maßgeschneiderten Produkte und unsere bedarfsorientierte Kundenansprache über unsere breit gefächerte Mischung an Vertriebskanälen.

Für den Schadenaufwand wird im Jahr 2016 von einer höheren Elementarschadenentwicklung ausgegangen. Unter Berücksichtigung von weiteren Qualitätsverbesserungen im Schadenmanagement erwarten wir jedoch damit eine leicht höhere Schadenquote.

Unser Umsatzwachstum führt bei nachhaltigem Kostenmanagement zu leicht rückläufigen Kostenquoten.

Bei der kombinierten Schaden-Kosten-Quote erwarten wir – wegen einer höheren Elementarschadenentwicklung – eine leichte Verschlechterung gegenüber dem Jahr 2015.

Wir werden die sicherheitsorientierte Kapitalanlagestrategie fortsetzen. Dabei setzen wir weiterhin auf die reiche Erfahrung der Allianz Gruppe bei der Kapitalanlage im In- und Ausland. Um die Abhängigkeit von der Kapitalmarktentwicklung zu reduzieren sowie das Kapitalanlagenportfolio der Allianz Versicherungs-AG weiter zu diversifizieren, planen wir, den Anteil der Investments in Infrastruktur, erneuerbare Energien und Immobilien auszubauen sowie die Direktvergabe von Krediten und Darlehen und den Anteil der Unternehmensanleihen zu erhöhen.

Mit einem versicherungstechnischen Ergebnis leicht unter Vorjahr und unter Einbeziehung niedrigerer Erträge aus Kapitalanlagen wird der Jahresüberschuss im Jahr 2016 geringer ausfallen.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Absatz 4 i. V. m. Absatz 2 Nr. 4 HGB

In Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat die Allianz Versicherungs-AG nachstehende Zielgrößen für den Frauenanteil festgelegt. Als Frist für die Erreichung aller Zielgrößen wurde einheitlich der 30. Juni 2017 festgesetzt.

Die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat beträgt 30 Prozent (Stand zum 31. Dezember 2015: 50 Prozent). Da der aktuelle Frauenanteil diese Zielgröße bereits übersteigt, ist die Festlegung dahingehend zu verstehen, dass die festgelegte Zielgröße zum Ablauf des Umsetzungszeitraums (30. Juni 2017) nicht unterschritten sein soll.
Die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand beträgt 11 Prozent (Stand zum 31. Dezember 2015: 0 Prozent).
Die Zielgröße für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands beträgt 20 Prozent (Stand zum 31. Dezember 2015: 0 Prozent).
Die Zielgröße für den Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands beträgt 20 Prozent (Stand zum 31. Dezember 2015: 15 Prozent).

Dabei geht es uns jedoch nicht primär um die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben. Ein Unternehmen kann langfristig nur erfolgreich sein, wenn Frauen gleichberechtigt gefördert und leistungsbezogen in Führungspositionen eingesetzt werden. Daher haben wir uns schon frühzeitig zur Förderung der Vielfalt im Unternehmen verpflichtet, entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen, Personalprozesse danach ausgerichtet und verschiedene Maßnahmen ergriffen. Diese reichen von Angeboten zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, einem Talent Management mit Sponsorship- und Mentoring-Programmen bis hin zu „Unconscious Bias"-Trainings, in denen insbesondere Führungskräfte im Hinblick auf unbewusste Vorurteile bei Bewerbungs- und Mitarbeitergesprächen sensibilisiert werden.

München, 5. Februar 2016

Allianz Versicherungs-AG

Der Vorstand

Dr. Vollert

Dr. Hofmann

Keese

Lison

Müller

Scheuber

Sommerfeld

Betriebene Versicherungszweige und -arten

Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft

Allgemeine Unfallversicherung

Einzelunfall und Gruppenunfall ohne Beitragsrückgewähr, Probanden, Unfall mit Beitragsrückgewähr, Kraftfahrtunfallversicherung

Haftpflichtversicherung

Privathaftpflicht, Betriebs- und Berufshaftpflicht, Umwelt-Haftpflicht, Vermögensschaden-Haftpflicht, Verkehrshaftung, Feuerhaftung, Haftpflicht für nichtversicherungspflichtige Landfahrzeuge, übrige Haftpflicht

Kraftfahrtversicherung

Kraftfahrzeug-Haftpflicht, sonstige Kraftversicherung (Fahrzeugvoll-, Fahrzeugteilversicherung)

Rechtsschutzversicherung

Feuerversicherung

Feuer-, Industrie-, landwirtschaftliche Feuer-, sonstige Feuerversicherung

Verbundene Hausratversicherung

Verbundene Wohngebäudeversicherung

Transportversicherung

Kasko, Transportgüter, Valoren (gewerblich), Verkehrshaftung, übrige Transport

Kredit- und Kautionsversicherung

übrige und nicht ausgegliederte Delkredereversicherung

Beistandsleistungsversicherung

Schutzbrief, übrige Beistandsleistung

Krankenversicherung

Pflegekrankenversicherung

(Freiwillige Pflegekostenversicherung)

Sonstige Schadenversicherung

Sonstige Sachschäden (darunter: Ausstellungsversicherung, Reisegepäck, Valoren – privat), sonstige Vermögensschäden (darunter: Garantieversicherung von Kraftfahrzeugen, Tierkrankenversicherung, übrige nicht aufgegliederte Vermögensschadenversicherung), sonstige gemischte Versicherung (darunter: Dynamische Sachversicherung, Filmtheater Einheitsversicherung, erweiterte Haushaltsversicherung, übrige und nicht aufgegliederte gemischte Versicherung), übrige sonstige Schadenversicherung

Mit der Verschmelzung der Deutschen Versicherungs-AG auf die Allianz Versicherungs-AG führt die Gesellschaft in Versicherungszweigen, in denen sie in die bestehenden Verträge eingetreten ist, die Verträge auf der Grundlage alten Rechts fort. Für diese Verträge gelten, soweit sie vor dem 3. Oktober 1990 abgeschlossen wurden, weiterhin das Zivilgesetzbuch der DDR sowie Allgemeine Versicherungsbedingungen, die durch Anordnungen oder Bestätigungen der zuständigen Behörden festgelegt wurden. Der Deckungsumfang entspricht nicht den in den Rechnungslegungsvorschriften festgelegten Versicherungszweigen beziehungsweise -arten. Es handelt sich um folgende Versicherungszweige:

Privatkunden Sach- und Haftpflichtversicherungen

Haushalt- und Erweiterte Haushaltversicherung, Gebäudeversicherung, Kfz-Kaskoversicherung, Kfz-Insassen-Unfallversicherung, Sportbootversicherung, Tierlebensversicherung, Musikinstrumentenversicherung, Campingversicherung

Personenversicherung

Kombinierte Personenversicherung, Kombinierte Kinderversicherung, Kinder-Unfallversicherung, Unfallversicherungen, zum Teil kombiniert mit Krankentagegeldversicherung, Krankentagegeldversicherung

Sonstige Sachversicherung

Einbruchdiebstahl- und Raub(ED)-Versicherung, Leitungswasser (LW)-Versicherung, Glasversicherung, Sturmversicherung, Technische Versicherungen (darunter: Maschinen, Elektronik, Montage, Bauleistung, übrige technische Versicherung), Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- beziehungsweise Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage (EC)-Versicherung), Betriebsunterbrechungs-Versicherung (darunter: Feuer-Betriebsunterbrechung, technische Betriebsunterbrechung, sonstige Betriebsunterbrechung)

In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft

Allgemeine Unfallversicherung

Haftpflichtversicherung

Kraftfahrtversicherung

Feuerversicherung

Verbundene Wohngebäudeversicherung

Transportversicherung

Sonstige Schadenversicherung

Sonstige Sachschäden, sonstige Vermögensschäden, sonstige gemischte Versicherung, übrige sonstige Schadenversicherung

Sonstige Sachversicherung

Hagelversicherung, Tierversicherung, Technische Versicherungen, Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- beziehungsweise Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage (EC)-Versicherung), Betriebsunterbrechungsversicherung, Einbruchdiebstahl- und Raub (ED)-Versicherung, Leitungswasser (LW)-Versicherung

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Soweit wir in diesem Geschäftsbericht Prognosen oder Erwartungen äußern oder die Zukunft betreffende Aussagen machen, können diese Aussagen mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Neben weiteren hier nichtaufgeführten Gründen können sich Abweichungen aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, vor allem in Allianz Kerngeschäftsfeldern und -märkten, aus Akquisitionen sowie der anschließenden Integration von Unternehmen und aus Restrukturierungsmaßnahmen ergeben. Abweichungen können außerdem aus dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen (zum Beispiel durch Naturkatastrophen), der Entwicklung von Schadenkosten, Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise -tendenzen und, insbesondere im Kapitalanlagebereich, aus dem Ausfall von Kreditnehmern und sonstigen Schuldnern resultieren. Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte (zum Beispiel Marktschwankungen oder Kreditausfälle) und der Wechselkurse sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können entsprechenden Einfluss haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, Zukunftsaussagen zu aktualisieren.

Jahresabschluss

Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang
Angaben zu den Aktiva
Angaben zu den Passiva
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige Angaben

Bilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

Anhang 2015 2015 2015 2014
Anmerkung Nr. Tsd € Tsd € Tsd € Tsd €
--- --- --- --- --- ---
A Immaterielle Vermögensgegenstände 1
I Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 359.589 347.091
II Geleistete Anzahlungen 56.477 62.894
416.066 409.985
B Kapitalanlagen 1, 4
I Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2 598.306 545.536
II Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen1 3 2.285.620 3.039.087
III Sonstige Kapitalanlagen 18.408.519 18.633.573
IV Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft 3.105 266
21.295.550 22.218.462
C Forderungen
I Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an:
1 Versicherungsnehmer 141.783 146.637
2 Versicherungsvermittler 165.866 138.962
davon an verbundene Unternehmen: 13.875 (14.625) Tsd €
307.649 285.599
II Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 116.684 123.668
davon an verbundene Unternehmen: 106.970 (106.537) Tsd €
III Sonstige Forderungen 522.105 428.797
davon an:
Verbundene Unternehmen: 420.646 (294.571) Tsd €
Beteiligungsunternehmen: 88 (268) Tsd €
946.438 838.064
D Sonstige Vermögensgegenstände
I Sachanlagen und Vorräte 1.239 1.391
II Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 4.326 15.572
III Andere Vermögensgegenstände 11.730 13.448
17.295 30.411
E Rechnungsabgrenzungsposten
I Abgegrenzte Zinsen und Mieten 100.107 140.313
II Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 48 580
100.155 140.893
F Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0 1.420
Summe Aktiva 22.775.504 23.639.235
PASSIVA
Anhang 2015 2015 2015 2014
Anmerkung Nr. Tsd € Tsd € Tsd € Tsd €
A Eigenkapital
I Eingefordertes Kapital
1 Gezeichnetes Kapital 5 728.280 728.280
2 Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital 230.000 230.000
498.280 498.280
II Kapitalrücklage 6 989.241 1.011.027
III Gewinnrücklagen 7
Gesetzliche Rücklage 47 47
Andere Gewinnrücklagen 159 39.655
IV Bilanzgewinn 38.747 652.117
1.526.474 2.201.126
B Versicherungstechnische Rückstellungen
I Beitragsüberträge
1 Bruttobetrag 1.396.115 1.364.669
2 davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 603.788 582.649
792.327 782.020
II Deckungsrückstellung
1 Bruttobetrag 8.332.301 8.368.093
2 davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 36.114 28.888
8.296.187 8.339.205
III Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 8, 9
1 Bruttobetrag 10.748.876 10.685.751
2 davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 3.668.466 3.288.098
7.080.410 7.397.653
IV Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung 10
1 Bruttobetrag 403.210 467.190
2 davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 473 473
402.737 466.717
V Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 8 994.304 903.567
VI Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1 Bruttobetrag 56.454 64.376
2 davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 26.945 30.814
29.509 33.562
17.595.474 17.922.724
C Andere Rückstellungen 11 265.922 240.930
D Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 1.696.721 1.272.484
E Andere Verbindlichkeiten 12
I Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber:
1 Versicherungsnehmern 207.794 178.726
2 Versicherungsvermittlern 24.713 23.144
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 1 (1) Tsd €
232.507 201.870
II Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 99.104 46.501
davon gegenüberverbundenen Unternehmen: 83.447 (35.200) Tsd €
III Sonstige Verbindlichkeiten 1.358.481 1.752.692
davon
aus Steuern: 90.491 (94.041) Tsd €
im Rahmen der sozialen Sicherheit 440 (349) Tsd €
gegenüberverbundenen Unternehmen: 1.138.858 (1.546.408) Tsd €
1.690.092 2.001.063
F Rechnungsabgrenzungsposten 821 908
Summe Passiva 22.775.504 23.639.235

1 Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter Posten B.II und B.III der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie der aufgrund des § 65 Absatz 1 VAG a. F.1 erlassenen Rechtsverordnung berechnetworden ist; für den Altbestand im Sinne von § 11c VAG a. F.1 ist die Deckungsrückstellung nach dem zuletzt am 25. Juni 2014 genehmigten Geschäftsplan berechnetworden.

München, 26. Januar 2016

Klaus-Peter Mangold

Der Verantwortliche Aktuar

Ich bestätige hiermit entsprechend § 73 VAG a. F.1, dass die in dem Vermögensverzeichnis für Unfall (BUPR/UPR) aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind.

München, 26. Januar 2016

Dr. Hans Wegener

Der Treuhänder

1 VAG in der bis zum 31.12.2015 geltenden Fassung

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

Anhang 2015 2015 2015 2014
Anmerkung Nr. Tsd € Tsd € Tsd € Tsd €
--- --- --- --- --- ---
I Versicherungstechnische Rechnung
1 Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a Gebuchte Bruttobeiträge 13 9.176.567 9.206.484
b Abgegebene Rückversicherungsbeiträge -4.327.320 -4.730.323
4.849.247 4.476.161
c Veränderung der Bruttobeitragsüberträge - 29.984 -33.217
d Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen 19.239 352.568
-10.745 319.351
4.838.502 4.795.512
2 Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung 14 361.774 394.577
3 Sonstigeversicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 2.185 2.338
4 Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a Zahlungen für Versicherungsfälle
aa Bruttobetrag 13 - 6.147.008 - 6.153.875
bb Anteil der Rückversicherer 2.391.776 2.020.129
- 3.755.232 - 4.133.746
b Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa Bruttobetrag 13 - 60.186 287.111
bb Anteil der Rückversicherer 380.380 599.432
320.194 886.543
-3.435.038 -3.247.203
5 Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen 15 51.602 - 80.665
6 Aufwendungen für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattungen füreigene Rechnung - 29.243 - 73.786
7 Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung 16 -1.133.325 -1.002.863
8 Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung - 58.106 - 45.053
9 Zwischensumme 598.351 742.857
10 Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen - 90.736 330.236
11 Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 13 507.615 1.073.093
II Nichtversicherungstechnische Rechnung
1 Erträge aus Kapitalanlagen 17 1.154.763 1.243.714
2 Aufwendungen für Kapitalanlagen 18 -55.773 -44.520
1.098.990 1.199.194
3 Technischer Zinsertrag 14 - 368.097 - 396.395
730.893 802.799
4 Sonstige Erträge 53.302 46.604
5 Sonstige Aufwendungen - 127.302 - 88.053
-74.000 -41449
6 Nichtversicherungstechnisches Ergebnis 656.893 761.350
7 Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.164.508 1.834.443
8 Außerordentliche Erträge 19 442 373
9 Außerordentliche Aufwendungen 19 - 140.228 - 515.579
10 Außerordentliches Ergebnis - 139.786 - 515.206
11 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 20 - 288.496 -330.115
davon Konzernumlage: - 290.519 (- 330.486) Tsd €
12 Sonstige Steuern 112 -1.655
- 288.384 -331.770
13 Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne - 775.834 -1.188.489
14 Jahresfehlbetrag - 39.496 -201.022
15 Entnahmen aus Kapitalrücklage 38.747 0
16 Entnahmen aus Gewinnrücklagen
aus anderen Gewinnrücklagen 39.496 853.139
17 Bilanzgewinn 38.747 652.117

Anhang

Maßgebliche Rechtsvorschriften

Die Allianz Versicherungs-AG erstellt den Jahresabschluss und den Lagebericht nach Maßgabe der Bestimmungen des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz, VAG a. F.) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV).

Der Jahresabschluss wurde, sofern nicht anders angegeben, in Tausend Euro (Tsd €) aufgestellt.

Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ermittlungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Diese Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um plan- und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert bis 150 Euro werden sofort abgeschrieben. Für bewegliche Wirtschaftsgüter, die der selbständigen Nutzung fähig sind, ab 150 Euro netto bis 1.000 Euro netto wird ein steuerlicher Sammelposten gemäß § 6 Absatz 2a EStG gebildet, der im Jahr der Bildung und den folgenden vier Jahren pauschal mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

Sie werden mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten, vermindert um plan- und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen

Sie werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und zu fortgeführten Anschaffungskosten oder dem niedrigeren auf Dauer beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Abschreibungen werden vorgenommen, sofern am Bilanzstichtag die fortgeführten Anschaffungskosten über dem Marktwert und dem langfristig beizulegenden Zeitwert liegen.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Unter diesem Posten werden Grundschuldforderungen, Schuldscheinforderungen, Darlehen und Genussscheine geführt.

Sie werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen werden vorgenommen, sofern am Bilanzstichtag die fortgeführten Anschaffungskosten über dem Marktwert und dem langfristig beizulegenden Zeitwert liegen.

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Unter diesem Posten werden Darlehen geführt.

Sie werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Abschreibungen werden vorgenommen, sofern am Bilanzstichtag die fortgeführten Anschaffungskosten über dem Marktwert und dem langfristig beizulegenden Zeitwert liegen.

Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen, Inhaberschuldverschreibungen, andere festverzinsliche und nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die nach den Grundsätzen des Umlaufvermögens geführten Wertpapiere werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet und mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Marktwert angesetzt.

Die nach den Vorschriften des Anlagevermögens bilanzierten Kapitalanlagen sind dazu bestimmt, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Eine Zuordnung der Zweckbestimmung erfolgt bei Zugang der Kapitalanlage. Die Widmung wird jeweils bei Änderung der Anlagestrategie beziehungsweise bei geplanten Verkäufen geprüft. Diese Wertpapiere werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder einem niedrigeren langfristig beizulegenden Zeitwert angesetzt. Dauerhafte Wertminderungen werden erfolgswirksam abgeschrieben. Bei voraussichtlich vorübergehenden Wertminderungen besteht ein Abschreibungswahlrecht.

Im Geschäftsjahr wird das Wahlrecht, wie im Vorjahr, dahingehend in Anspruch genommen, dass die voraussichtlich vorübergehenden Wertminderungen aus wirtschaftlichen Gründen nicht vorgenommen werden. Hieraus ergaben sich stille Lasten. Weitere Informationen finden sich im Anhang in der Tabelle: Wertpapiere, die der dauernden Vermögensanlage gewidmet wurden.

Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen, Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen

Sie werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Bei Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen wird die Differenz zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag grundsätzlich mithilfe der Effektivzinsmethode über die Restlaufzeit erfasst und verteilt, bei Hypotheken- und Grundschuldforderungen linear über die Laufzeit, für Annuitätendarlehen im Verhältnis zur Restschuld.

Abschreibungen werden vorgenommen, sofern am Bilanzstichtag die fortgeführten Anschaffungskosten über dem Marktwert und dem langfristig beizulegenden Zeitwert liegen.

Andere Kapitalanlagen

Das hier geführte Produkt wird nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet und mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Marktwerten angesetzt.

Wertaufholungsgebot, Zuschreibungen

Auf Vermögensgegenstände, die in früheren Jahren auf einen niedrigeren Marktwert abgeschrieben wurden, muss zugeschrieben werden, wenn diesen Vermögensgegenständen am Bilanzstichtag wieder ein höherer Wert beigelegt wird. Die Zuschreibungen erfolgen bis zur Höhe der fortgeschriebenen Anschaffungswerte, auf einen niedrigeren langfristig beizulegenden Zeitwert oder auf einen niedrigeren Marktwert.

Wertpapiere zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen

Die Wertpapiere werden gemäß § 253 Absatz 1 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt und gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den Schulden verrechnet.

Sofern die Schulden den beizulegenden Zeitwert übersteigen, wird der übersteigende Betrag unter dem Posten Andere Rückstellungen ausgewiesen. Übersteigt der beizulegende Zeitwert den Betrag der Schulden, so wird der übersteigende Betrag unter dem Posten Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen.

Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft

Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft bestehen gegenüber Vorversicherern in Höhe der von diesen entsprechend den vertraglichen Regelungen einbehaltenen Sicherheiten. Sie werden mit dem Nennwert bilanziert.

Derivative Finanzinstrumente und strukturierte Produkte

Es befinden sich strukturierte Produkte in der Anlageform von Namensschuldverschreibungen, Darlehen, Genussscheinen und Inhaberschuldverschreibungen im Bestand, die einheitlich bilanziert werden. Sie werden entsprechend dem Bilanzposten, in dem sie geführt werden, bewertet und angesetzt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit den Nominalbeträgen angesetzt. Auf die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, auf Mietforderungen und auf einen geringen Teil der Sonstigen Forderungen werden Wertberichtigungen vorgenommen, um das Bonitätsrisiko zu berücksichtigen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die unter den abgegrenzten Zinsen und Mieten ausgewiesenen Beträge entfallen auf das Geschäftsjahr, waren aber am Bilanzstichtag noch nicht fällig. Sie sind grundsätzlich mit den Nominalbeträgen angesetzt; unverzinslich gestundete Zinsforderungen zu Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine werden abgezinst.

Quoten-Rückversicherungsvertrag

Mit der Allianz SE existieren zwei Quoten-Rückversicherungsverträge für das Gesamtportefeuille mit Ausnahme der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung (UBR) mit einer Quote von 17,5 Prozent ohne Funds-Withheld-Basis und einer Quote von 32,5 Prozent auf Funds-Withheld-Basis. Für die Quote von 32,5 Prozent auf Funds-Withheld-Basis werden entsprechend Depotverbindlichkeiten in Höhe aller von diesem Quotenvertrag betroffenen versicherungstechnischen Rückstellungen bilanziert. Aus beiden Quoten-Rückversicherungsverträgen ergeben sich im Wesentlichen Auswirkungen auf die folgenden versicherungstechnischen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung: Verdiente Beiträge, Aufwendungen für Versicherungsfälle, Veränderungen der übrigen versicherungstechnischen Nettorückstellungen, Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb, Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen.

Versicherungstechnische Rückstellungen

Beitragsüberträge

Im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden sie fast ausschließlich nach der taggenauen Berechnungsmethode ermittelt. Als nicht übertragsfähige Teile wurden die Vertreterbezüge gemäß den steuerlichen Richtlinien abgesetzt. In geringem Umfang fanden Pauschalsätze Anwendung. Für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wurden die Beitragsüberträge nach den Aufgaben der Zedenten eingestellt. Die von den Bruttobeitragsüberträgen abgesetzten Anteile für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft wurden nach denselben Grundsätzen berechnet wie die Bruttobeträge, ebenfalls unter Kürzung nicht übertragsfähiger Teile.

Deckungsrückstellung

Die Deckungsrückstellung in der UBR wurde einzelvertraglich nach den geltenden Geschäftsplänen beziehungsweise unter Berücksichtigung von § 341 f HGB und § 65 VAG a. F. berechnet.

Es wurde durchgehend die prospektive Methode angewendet. Dabei wurde im Wesentlichen mit den nachfolgend tabellierten Rechnungszinssätzen und Sterbetafeln gerechnet.

Für Versicherungen des Neubestands, deren Rechnungszins über dem gemäß § 5 Absatz 3 Deckungsrückstelllungsverordnung (DeckRV) für den Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 bestimmten Referenzzins in Höhe von 2,88 Prozent liegt, wurde gemäß § 5 Absatz 4 DeckRV die Bilanzdeckungsrückstellung durch eine einzelvertraglich ermittelte zusätzliche Rückstellung (Zinszusatzreserve) erhöht.

Für den Altbestand wird ebenfalls eine Zinszusatzreserve zur Stärkung der Deckungsrückstellung gestellt. Hierbei werden die Ermittlungsvorschriften für den Neubestand gemäß DeckRV im Wesentlichen übernommen, auf die Rückkehr zum Rechnungszins nach 15 Jahren wird verzichtet.

Die in der Deckungsrückstellung enthaltene Zinszusatzreserve beträgt für Alt- und Neubestand zusammen 126 Millionen Euro.

Vertragsbeginn Rechnungszins niedrigerer Referenzzins Sterbetafel
Allianz Altbestand1 bis Juli 1994 3,50% 2,88% ADSt 1924/26 Männer
Vereinte Altbestand2 bis Ende 1997 3,50% 2,88% ADSt 1960/62
Männer modifiziert
Neubestand
Juli 1994 bis Ende 1997 3,50% 2,88% Sterbetafel 1986 Männer/Frauen
Anfang 1998 bis Juni 2000 3,50% 2,88% DAV 1994 T Männer/Frauen
Juli 2000 bis Ende 2003 3,25 % 2,88% DAV 1994 T Männer/Frauen
2004 bis 2006 2,75 % DAV 1994 T Männer/Frauen
2007 bis 2011 2,25 % DAV 1994 T Männer/Frauen
2012 bis 2014 1,75 % DAV 2008 T Männer als Unisex-Tafel
2015 1,25 % DAV 2008 T Männer als Unisex-Tafel

1 Altbestand im Sinne von § 11c VAG a. F. ohne den von der ehemaligen Vereinten Versicherung AG übergegangenen Teilbestand

2 Von der ehemaligen Vereinten Versicherung AG übergegangener Teilbestand

Bei Verträgen, bei denen das Pflegefallrisiko mitversichert ist, wurden unternehmenseigene Wahrscheinlichkeitstafeln verwendet.

Bei Versicherungen, bei denen die garantierte Beitragsrückzahlung in Form einer Altersrente vereinbart wurde, liegt für die Rentenphase die DAV 2004 R-B20 (Vertragsbeginn bis 2004) beziehungsweise DAV 2004 R (Vertragsbeginn ab 2005) zugrunde.

Verwaltungskosten wurden in den Deckungsrückstellungen für Verträge mit laufender Beitragszahlung implizit berücksichtigt. Für den Neubestand und den Vereinte Altbestand wurde bei Versicherungen mit abgekürzter Beitragszahlung und bei beitragsfrei gestellten Versicherungen eine Verwaltungskostenrückstellung gebildet.

Einmalige Abschlusskosten wurden in den Deckungsrückstellungen für Verträge mit laufender Beitragszahlung im Wege des Zillmerverfahrens berücksichtigt. Für die ab 1998 bis 2014 abgeschlossenen Verträge beträgt der Zillmersatz in der Regel 40 Promille der Beitragssumme, maximal 120 Prozent eines Jahresnettobeitrags. Für die vor 1998 abgeschlossenen Verträge des Vereinte Altbestands beträgt der Zillmersatz 35 Prozent eines Jahresbeitrags, ansonsten in der Regel 75 Prozent. Für die ab 2015 abgeschlossenen Verträge beträgt der Zillmersatz in der Regel 25 Promille der Beitragssumme, maximal 120 Prozent eines Jahresnettobeitrags.

Rückversicherer sind an der Deckungsrückstellung der UBR nicht beteiligt.

Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Die Bruttorückstellung für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft wird für die nachstehenden Teilrückstellungen gesondert ermittelt.

Die Rückstellungen für bekannte Versicherungsfälle (ohne Renten) werden grundsätzlich je Schadenfall einzeln nach der zu erwartenden Leistung bemessen, im Beteiligungsgeschäft nach den Aufgaben der führenden Versicherer. In der Haftpflichtversicherung werden für Schäden bis 50 Tausend Euro und in der Sachversicherung bis 11 Tausend Euro Durchschnittsbeträge je Schadenfall angesetzt. In der Transportversicherung werden für das Beteiligungsgeschäft die Schadenrückstellungen unter Berücksichtigung bekannter Großschäden anhand von Durchschnittswerten ermittelt. Grundlage der Berechnungen bilden die Beiträge und die tatsächlich geleisteten Schadenzahlungen der Vergangenheit unter Berücksichtigung der aktuellen Beitrags- und Schadenentwicklung.

Die Schadenrückstellungen für Spätschäden (ohne Renten) werden für inzwischen bekannte Fälle wie im vorigen Absatz beschrieben ermittelt. Für unbekannte Fälle, also für bereits eingetretene oderverursachte, aber noch nicht gemeldete Schäden, wurden nach den Erfahrungen der Vorjahre ermittelte Spätschadenrückstellungen bilanziert.

Bei der Bemessung der Renten-Deckungsrückstellungen wurde die Sterblichkeit gemäß der Sterbetafel für Haftpflicht- und Unfallrenten DAV 2006 HUR berücksichtigt. Der Rechnungszins richtet sich nach dem Datum, zu dem feststand, dass eine Rentenverpflichtung entsteht. Für Schäden, bei denen der Eintritt der Rentenverpflichtung vor dem 1. Juli 2000 feststand, betrug der maßgebliche Rechnungszins anfänglich 4,00 Prozent, für Schäden, bei denen der Eintritt der Rentenverpflichtung ab dem 1. Juli 2000 und vor dem 1. Januar 2004 feststand, 3,25 Prozent. Hier wird entsprechend § 5 DeckRV für die nächsten 15 Jahre ab dem Bilanzstichtag der niedrigere Referenzzins von 2,88 Prozent verwendet, danach 4,00 Prozent beziehungsweise 3,25 Prozent. Für Renten mit Eintrittsdatum ab 1. Januar 2004 entspricht der Rechnungszins jeweils dem nach § 2 DeckRV höchstens zulässigen Wert.

Insgesamt ergeben sich die Diskontierungszinssätze damit aus der folgenden Tabelle:

Datum des Eintritts der Rentenverpflichtung Diskontierungszins p. a.
vor 1.7.2000 2,88% für die nächsten 15 Jahre, danach 4,00%
ab 1.7.2000 bis Ende 2003 2,88% für die nächsten 15 Jahre, danach 3,25 %
2004 bis 2006 2,75 %
2007 bis 2011 2,25 %
2012 bis 2014 1,75 %
ab 2015 1,25 %

Den bei der Abwicklung der offenen Schäden noch zu erwartenden Schadenregulierungsaufwendungen wurde durch Rückstellungen nach Maßgabe des BMF-Schreibens vom 2. Februar 1973 Rechnung getragen.

Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen wurden in Höhe ihrer feststellbaren beziehungsweise bestimmbaren Realisierbarkeit abgesetzt.

Für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wurden die Rückstellungen nach den Aufgaben der Zedenten angesetzt.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Rückkäufe, Rückgewährbeträge und Austrittsvergütungen entspricht zum Bilanzstichtag der Höhe nach den tatsächlichen Ansprüchen der Versicherten in der UBR.

Die Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen wurden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt.

Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung

Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) besteht aus den Teilen Rückstellung für vorauserklärten Bonus, Rückstellung für laufende Überschussanwartschaften, Ausgleichsrückstellung und Fonds für Schlussüberschussanteile sowie Gewinnrenten. In der UBR wird der Fonds für Schlussüberschussanteile gemäß § 28 Absatz 7d und 7e in Verbindung mit Absatz 9 RechVersV berechnet. Hierzu wird die für den Todes- und Erlebensfall erreichte Schlussüberschussanwartschaft auf den Bilanzstichtag diskontiert. Beim Allianz Altbestand beträgt der Diskontierungszins 3,50 Prozent, die Sterblichkeit wird nach der Sterbetafel „1986 Männer" berücksichtigt. Für den Neubestand beträgt bei den Schlussüberschussanwartschaften sowie bei den laufenden Überschussanwartschaften bei Firmenversicherungen auf eigene Rechnung der Firma der Diskontierungszinssatz unter Berücksichtigung von Storno und Tod 1,50 Prozent.

Schwankungsrückstellungen und der Schwankungsrückstellung ähnliche Rückstellungen

Die Rückstellung zum Ausgleich der Schwankungen im jährlichen Schadenbedarf, die Rückstellung für die Produkt-Haftpflichtversicherung von Pharmarisiken (Pharmarückstellung) und die Rückstellung für Terrorrisiken wurden gemäß § 341h HGB in Verbindung mit §§ 29, 30 RechVersV für den Selbstbehalt ermittelt.

Bei der Schwankungsrückstellung im Versicherungszweig Sonstige Schadenversicherung macht die Allianz Versicherungs-AG von der Möglichkeit einer weiteren Unterteilung nach Versicherungsarten Gebrauch, während beim zusammengeführten Versicherungszweig Sonstige Sachversicherung auf dieses Wahlrecht der tieferen Detaillierung verzichtet wurde.

Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen

Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:

Stornorückstellung

Die Stornorückstellung wurde aufgrund von Erfahrungssätzen der Vorjahre ermittelt, bei denen alle den Stornovorgang betreffenden Vertragskomponenten (inklusive Vertreterbezüge) berücksichtigt werden.

Rückstellung aufgrund der Verpflichtungen aus der Mitgliedschaft in der Verkehrsopferhilfe e. V.

Die Rückstellung für Leistungen an den Verein wurde auf der Basis der von der Verkehrsopferhilfe e. V. gemeldeten Rückstellungen der Abrechnung 2014 gebildet.

Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen

Die Dotierung erfolgte in Höhe der je Vertrag errechneten anteiligen Beiträge zwischen Stilllegungsdatum und nächster Fälligkeit beziehungsweise 31. Dezember 2015.

Rückstellung für vertragliche Beitragsnachverrechnungen

Diese Rückstellung wird vorsorglich für mögliche Rückbeiträge gebildet, die erst nach Ablauf eines mehrjährigen Beobachtungszeitraums fällig werden. Die Ermittlung erfolgte mithilfe der Erstattungen, die bei Ablauf von Beobachtungszeiträumen tatsächlich angefallen sind.

Rückstellung für Beitragsnachverrechnungen aufgrund des § 9 FBUB und des § 7 AMBUB

Die Schätzung der im Jahr 2016 für 2015 rückzuvergütenden Beiträge orientierte sich an dem Verhältnis, das die Rückzahlungen im Jahr 2015 zu den vereinnahmten Beiträgen des Jahrs 2014 hatten.

In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:

Diese Rückstellungen wurden nach den Aufgaben der Zedenten eingestellt.

In Rückdeckung gegebenes Versicherungsgeschäft:

Die Anteile der Rückversicherer wurden den vertraglichen Bestimmungen entsprechend ermittelt.

Andere Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Der aus der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes im Jahr 2010 resultierende Umstellungsaufwand kann auf bis zu 15 Jahre verteilt werden. In den Jahren bis einschließlich 2013 wurde von diesem Verteilungswahlrecht zum Teil Gebrauch gemacht und im Wesentlichen ein Fünfzehntel dieses Betrages als außerordentlicher Aufwand erfasst. Im Jahr 2014 wurden dann alle noch ausstehenden Raten voll als außerordentlicher Aufwand erfasst. Dieser resultiert aus Pensionszusagen, die zentral bei der Allianz SE bilanziert werden (siehe Abschnitt Haftungsverhältnisse).

Die Rückstellungen für Mitarbeiterjubiläen, Altersteilzeit und Vorruhestandsleistungen werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und in voller Höhe passiviert.

Beim Diskontierungszinssatz wird die Vereinfachungsregelung in § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB (Restlaufzeit von 15 Jahren) in Anspruch genommen, wobei wie im Vorjahr ein zum Bilanzstichtag prognostizierter Zinssatz zugrunde gelegt wurde. Hintergrund ist das deutliche Absinken des Diskontierungszinssatzes seit 2014.

Der Effekt aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes wird im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen.

Weitere Erläuterungen zur Bilanzierung der Pensionen und ähnlicher Verpflichtungen finden Sie im Anhang unter Angaben zu den Passiva und unter Haftungsverhältnisse.

Die übrigen Rückstellungen werden mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst.

Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft

Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft bestehen im Wesentlichen gegenüber der Allianz SE aus dem seit dem Geschäftsjahr 2014 gültigen Quotenvertrag (ohne das UBR-Geschäft) über 32,5 Prozent. Der Vertrag wurde auf Funds-Withheld-Basis abgeschlossen, sodass Depotverbindlichkeiten in Höhe aller von diesem Quotenvertrag betroffenen versicherungstechnischen Rückstellungen bilanziert werden.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rentenverpflichtungen sind mit ihrem Barwert angesetzt.

Näherungs- und Vereinfachungsverfahren

Soweit der Eingang der Abrechnungen einzelner Zedenten nicht mehr rechtzeitig für das Geschäftsjahr erfolgt, werden die versicherungstechnischen Buchungen auf Grundlage von Erfahrungswerten der Vergangenheit unter Einbeziehung aktueller Entwicklungen geschätzt.

Währungsumrechnung

Grundsätzlich werden alle Geschäftsvorgänge in der Originalwährung erfasst und zum jeweiligen Tageskurs (Devisenkassamittelkurs) in Euro umgerechnet.

Am Abschlussstichtag werden die auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet und nach den handelsrechtlichen Regeln zur Währungsumrechnung angesetzt. Bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger werden die Gewinne und Verluste aus der Umrechnung gemäß § 256a HGB erfolgswirksam erfasst.

Rückstellungen in fremder Währung werden zum Abschlussstichtag ermittelt sowie neu angesetzt und zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Für die Bewertung der auf fremde Währungen lautenden Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen, Investmentanteile und sonstigen variabel- und festverzinslichen Wertpapieren wird der Wert in Originalwährung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet.

Im Falle verbundener Unternehmen und Beteiligungen, Darlehen (Namenschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen, Genussscheine und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine) sowie Inhaberschuldverschreibungen, die wie Anlagevermögen angesetzt werden, wird beim Vergleich der Anschaffungskosten in Euro mit dem Zeitwert in Euro das gemilderte Niederstwertprinzip unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips angewandt.

Für die übrigen Kapitalanlagen kommt das strenge Niederstwertprinzip unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips zur Anwendung mit der Ausnahme für Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger.

Für alle Kapitalanlagen gilt: Währungsgewinne und -verluste werden gesondert festgestellt, allerdings nicht separat im Währungsumrechnungsergebnis erfasst.

Der Nettoeffekt aus Wechselkursveränderungen und Wertschwankungen in Originalwährung wird in den Zu- und Abschreibungen und den realisierten Gewinnen und Verlusten dieser Anlagekategorien erfasst und im Kapitalanlagenergebnis ausgewiesen.

Angaben zu den Aktiva

1 Entwicklung der Aktivposten A, B.I bis B.III im Geschäftsjahr 2015

Bilanzwerte 31.12.2014 Zugänge Umbuchungen Abgänge
Tsd € Tsd € Tsd € Tsd €
--- --- --- --- ---
A. I Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 347.091 1.840 75.426 400
A. II Geleistete Anzahlungen 62.894 69.009 - 75.426 -
Summe A 409.985 70.849 - 400
B. I Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 545.536 65.917 - 10
B. II Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 1.797.323 234.341 - 141.217
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.097.532 102.609 - 989.254
3 Beteiligungen 126.669 2.452 - 14.806
4 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 17.563 66.988 - 19.045
Summe B.II 3.039.087 406.390 - 1.164.322
B. III Sonstige Kapitalanlagen
1 Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 12.550.680 1.308.756 - 457.693
2 Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 532.996 45.873 - 95.342
3 Hypotheken, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 329.657 280.188 - 178.004
4 Sonstige Ausleihungen
a Namensschuldverschreibungen 3.504.481 147.285 - 963.207
b Schuldscheinforderungen und Darlehen 1.670.349 62.248 - 370.126
c Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 35.757 7.053 - 9.597
5 Andere Kapitalanlagen 9.653 1.414
Summe B.III 18.633.573 1.851.403 - 2.075.383
Summe B.I bis B.III 22.218.196 2.323.710 - 3.239.715
Insgesamt 22.628.181 2.394.559 - 3.240.115
Zuschreibungen Abschreibungen Nettoveränderungen Bilanzwerte 31.12.2015
Tsd € Tsd € Tsd € Tsd €
--- --- --- --- ---
A. I Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - 64.368 12.498 359.589
A. II Geleistete Anzahlungen - - -6.417 56.477
Summe A - 64.368 6.081 416.066
B. I Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - 13.137 52.770 598.306
B. II Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 9.764 - 102.888 1.900.211
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 30 498 -887.113 210.419
3 Beteiligungen 93 4.924 -17.185 109.484
4 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - 47.943 65.506
Summe B.II 9.887 5.422 -753.467 2.285.620
B. III Sonstige Kapitalanlagen
1 Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.036 - 852.099 13.402.779
2 Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere - 1.647 - 51.116 481.880
3 Hypotheken, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen - 45 102.139 431.796
4 Sonstige Ausleihungen
a Namensschuldverschreibungen - - -815.922 2.688.559
b Schuldscheinforderungen und Darlehen - 118 -307.996 1.362.353
c Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine - - -2.544 33.213
5 Andere Kapitalanlagen - 300 -1.714 7.939
Summe B.III 1.036 2.110 - 225.054 18.408.519
Summe B.I bis B.III 10.923 20.669 - 925.751 21.292.445
Insgesamt 10.923 85.037 - 919.670 21.708.511

Derivative Finanzinstrumente, strukturierte Produkte, Asset Backed Securities und Credit Linked Notes

Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten, Asset Backed Securities (ABS) und Credit Linked Notes (CLN) erfolgt ausschließlich im Rahmen der Gesamtanlagestrategie unter Berücksichtigung der Vorschriften des § 7 Absatz 2 VAG a. F. und in Übereinstimmung mit den von der BaFin in den Rundschreiben R3/1999, R3/2000 und R1/2002 aufgestellten Grundsätzen sowie den Hinweisen zum Einsatz von Receiver Forward Swaps, Long Receiver Swaptions und Credit Default Swaps bei Versicherungsunternehmen und Pensionsfonds. Zur Risikobegrenzung werden ergänzende weitere unternehmensspezifische Vorgaben wie zum Beispiel Geschäftspartnerlimite und im Rahmen des internen Risikocontrollings ermittelte Stop-Loss-Marken auf ihre Einhaltung geprüft.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die direkt gehaltenen Derivatepositionen zum Bilanzstichtag:

Nominalwerte und Zeitwerte der offenen Derivatepositionen

Gliederung nach Derivatearten

Nominalwerte Underlying1 31.12.2015 Nominalwerte Underlying1 31.12.2014 Zeitwerte Derivate 31.12.2015 Zeitwerte Derivate 31.12.2014
Tsd € Tsd € Tsd € Tsd €
--- --- --- --- ---
Aktien-/Indexgeschäfte
Optionen 797 5.779 696 1.319
Equity Swaps 10.433 11.340 6.186 6.167
Insgesamt 11.230 17.119 6.882 7.486

1 Unter Nominalwerte Underlying sind die Nominalwerte der abgesicherten Kapitalanlagen aufgeführt.

Bei der Ermittlung des Zeitwerts von börsengehandelten Finanzinstrumenten werden die Börsenkurse des letzten Börsentags des Jahres 2015 zugrunde gelegt. In Fällen, in denen keine Börsennotierungen vorliegen, werden an Finanzmärkten etablierte Preisbildungsverfahren wie Barwertmethode und Optionspreismodelle eingesetzt, die neben aktuellen Zinskurven und Volatilitäten auch Markt- und Bonitätsrisiken berücksichtigen. Der Zeitwert entspricht dem für die volle Ablösung aller künftigen Ansprüche und Verpflichtungen aus dem Finanzgeschäft erforderlichen Kapital.

Optionen werden mit 157 (979) Tausend Euro in dem Posten Andere Vermögensgegenstände ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente in Bewertungseinheiten

Allianz Equity-Incentive-Pläne

Zur Absicherung der Verbindlichkeiten aus Stock Appreciation Rights (SAR) werden Optionsrechte erworben. Die Restricted Stock Units (RSU) werden durch Termingeschäfte (Hedge-RSU) mit der Allianz SE abgesichert, die als Forderung gegenüber der Allianz SE und als Equity Swap bilanziert werden. Die Optionsrechte sowie Termingeschäfte werden mit den entsprechenden Grundgeschäften als Bewertungseinheit zusammengefasst, soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang besteht. Der Ausweis der Grundgeschäfte erfolgt unter den Sonstigen Rückstellungen und der Ausweis der Sicherungsgeschäfte unter den Sonstigen Vermögensgegenständen. Für die gebildeten Bewertungseinheiten kommt ein Micro-Hedge zum Ansatz, um Preisänderungsrisiken aufgrund von Marktpreisschwankungen vollständig auszuschließen.

Die Wirksamkeit der Bewertungseinheiten über die spätestens im Jahr 2019 auslaufenden aktienbasierten Vergütungspläne wird prospektiv und retrospektiv durch die Übereinstimmung der Bedingungen, Parameter und Risiken (Critical-Term-Match-Methode) nachgewiesen.

Zum Bilanzstichtag umfassen die einbezogenen Grundgeschäfte, bestehend aus voraussichtlich zukünftig auszugleichenden Leistungen, ein Volumen in Höhe von 10.590 (11.519) Tausend Euro. Mit den Bewertungseinheiten werden Risiken in Form von Wertänderungen in Höhe 7.058 (7.007) Tausend Euro abgesichert. Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Die außerhalb von Bewertungseinheiten geführten Allianz Equity-Incentives-Sicherungsinstrumente beinhalteten im Vorjahr nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Optionen, die mit einem Buchwert in Höhe von 801 Tausend Euro unter dem Bilanzposten Aktiva D.III ausgewiesen wurden. Der nach § 255 Absatz 4 HGB verlässlich bestimmte beizulegende Zeitwert in Höhe von 801 Tausend Euro wurde mit dem Binomial-Modell unter Berücksichtigung marktgerechter Zinssätze, Volatilitätsannahmen, Dividendenrendite-, Aktienkurs- sowie Capwert-Erwartungen ermittelt.

2 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (Aktiva B.I)

Der Bilanzwert der direkt gehaltenen Immobilien beträgt 598.306 (545.536) Tausend Euro. Von diesem Bestand werden im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit keine Grundstücke und Bauten eigengenutzt. Die gesamten Abschreibungen betragen 13.137 (10.703) Tausend Euro. Dabei handelt es sich in voller Höhe um planmäßige Abschreibungen. Zusätzlich werden Immobilien über Objektgesellschaften und Fonds in Höhe von 725.807 (646.555) Tausend Euro gehalten. Der Ausweis erfolgt in den Posten Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Investmentanteile.

3 Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB in Verbindung mit § 286 Absatz 3 Nr. 1 HGB (Aktiva B.II)

Anteil Eigenkapital Jahresergebnis
% Tsd € Tsd €
--- --- --- ---
mit Sitz im Inland
ACP Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG Nr. 4, München2 20,00 9.225 65
Allianz Esa cargo & logistics GmbH, Bad Friedrichshall1,3 100,00 37 0
Allianz Handwerker Services GmbH, Aschheim3 100,00 31.687 6.194
Allianz ProzessFinanz GmbH, München1,2 100,00 381 0
Allianz Taunusanlage GbR, Stuttgart2 39,70 181.320 5.792
Allianz Warranty GmbH, Unterföhring1,2 100,00 23 0
AZ-Argos 61 Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, München2 20,00 39.661 9
AZ-Argos 64 Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, München2 100,00 23.633 2.273
AZ-SGD Private Equity Fonds 2 GmbH, München1,2 100,00 79.038 0
AZ-SGD Private Equity Fonds GmbH, München1,2 100,00 359.890 0
AZT Automotive GmbH, Ismaning1,2 100,00 167 0
Münchener und Magdeburger Agrarversicherung AG, München1,3 100,00 7.606 19
UfS Beteiligungs-GmbH, München1,2 100,00 246 0
Volkswagen Autoversicherung AG, Braunschweig2,4 100,00 104.017 0
Volkswagen Autoversicherung Holding GmbH, Braunschweig2 49,00 109.290 -31.498
mit Sitz im Ausland
Allianz Finance VII Luxembourg S.A., Luxemburg2 30,00 783.534 -8153
Allianz Finance VIII Luxembourg S.A., Luxemburg2 20,00 240.448 -52
Allianz Hold Co Real Estate S.à r.l., Luxemburg2 30,00 349.943 5.604
Allianz Infrastructure Luxembourg Holdco II S.A., Luxemburg2 46,66 218.895 -13
Allianz Renewable Energy Partners III LP, London2 44,71 181.905 1.046
Allianz Renewable Energy Partners IV Limited, London2 44,71 426.606 11.399
Allianz Renewable Energy Partners V plc., London2 36,35 618.674 15.033
Allianz Societe Financière S.à r.l., Luxemburg2 25,00 1.401.280 21.944
AZ Vers US Private REIT LP, New York2 100,00 45.531 -331
Q207 S.C.S., Luxemburg2 20,00 91.375 2.881

1 Ergebnisabführungsvertrag

2 Jahresabschluss 2015 vorläufig

3 Jahresabschluss 2014

4 Ergebnisabführungsvertrag mit der Volkswagen Autoversicherung Holding GmbH

4 Zeitwerte der Kapitalanlagen (Aktiva B)

Gliederung nach Bilanzposten

Zeitwerte Bilanzwerte Bewertungsreserven (Saldo) Zeitwerte Bilanzwerte Bewertungsreserven (Saldo)
31.12.2015 31.12.2015 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2014 31.12.2014
--- --- --- --- --- --- ---
Mio € Mio € Mio € Mio € Mio € Mio €
--- --- --- --- --- --- ---
B. I Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.179 598 581 1.006 546 460
B. II Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 2.369 1.900 469 2.167 1.797 370
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 214 210 4 1.188 1.097 91
3 Beteiligungen 132 110 22 141 127 14
4 Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 66 66 - 18 18 -
B. III Sonstige Kapitalanlagen
1 Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 15.603 13.403 2.200 15.174 12.551 2.623
2 Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 559 482 77 623 533 90
3 Hypotheken, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 464 432 32 369 329 40
4 Sonstige Ausleihungen
a Namensschuldverschreibungen 3.262 2.689 573 4.278 3.504 774
b Schuldscheinforderungen und Darlehen 1.650 1.362 288 2.037 1.670 367
c Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 33 33 - 36 36 -
5 Andere Kapitalanlagen 8 8 - 10 10 -
B. IV Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft 3 3 - 0 0 -
Kapitalanlagen insgesamt 25.542 21.296 4.246 27.047 22.218 4.829

Der Zeitwert der Kapitalanlagen belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 25.542.154 (27.046.854) Tausend Euro. Der entsprechende Bilanzwert dieser Kapitalanlagen lag bei 21.295.550 (22.218.462) Tausend Euro. Die Bewertungsreserven von saldiert 4.246.605 (4.828.393) Tausend Euro setzen sich zusammen aus stillen Reserven von 4.255.197 (4.833.056) Tausend Euro und stillen Lasten von 8.592 (4.663) Tausend Euro.

Davon Summe der in die Überschussbeteiligung einzubeziehenden Kapitalanlagen

Zeitwerte Bilanzwerte Bewertungsreserven (Saldo) Zeitwerte Bilanzwerte Bewertungsreserven (Saldo)
31.12.2015 31.12.2015 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2014 31.12.2014
--- --- --- --- --- --- ---
Mio € Mio € Mio € Mio € Mio € Mio €
--- --- --- --- --- --- ---
9.968 8.230 1.738 10.370 8.424 1.946

Die Gesamtsumme der Anschaffungskosten der in die Überschussbeteiligung der UBR einzubeziehenden Kapitalanlagen beträgt 8.229.945 (8.424.384) Tausend Euro, die Gesamtsumme des beizulegenden Zeitwerts selbiger Kapitalanlagen 9.968.493 (10.369.722) Tausend Euro, der sich daraus ergebende Saldo 1.738.548 (1.945.338) Tausend Euro.

Bei der Ermittlung der Zeitwerte wurden folgende Methoden angewandt:

Die Zeitwertermittlung des Grundvermögens erfolgte zum 30. September des Geschäftsjahrs nach der Discounted-Cashflow-Methode.

Die Zeitwerte für Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden je nach Gesellschaftszweck und Größe unterschiedlich ermittelt. Versicherungsunternehmen und ähnliche werden nach dem Ertragswertverfahren oder mit dem anteiligen Eigenkapital bewertet. Bei Vermögensholdings wird das Look-Through-Prinzip zur Ermittlung des Zeitwerts herangezogen. Hierbei kommen für die Vermögenswerte, die zur Ermittlung des Nettovermögens verwendet werden, unterschiedliche Bewertungsverfahren zur Anwendung wie das Net-Asset-Value-Verfahren, Börsenwerte und das Discounted-Cash-Flow-Verfahren. Einzelne Anteile an verbundenen Unternehmen wurden im ersten Jahr des Investments mit den Anschaffungskosten angesetzt. Unwesentliche Gesellschaften werden mit dem Buchwert angesetzt.

Für die Zeitwertermittlung der Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurde – sofern vorhanden – der Börsenjahresschlusskurs herangezogen. Für Immobilien-Spezialfonds wurde das Net-Asset-Value-Verfahren angewendet. Für alle anderen Spezialfonds wurde der von der Kapitalverwaltungsgesellschaft mitgeteilte Wert angesetzt. Die Zeitwertermittlung der Equity-Tranchen erfolgte nach branchenüblichen, anerkannten Verfahren.

Die Zeitwerte der börsennotierten Wertpapiere mit fester Laufzeit wie Inhaberschuldverschreibungen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden mit den Börsenjahresschlusskursen ermittelt.

Bei nicht börsennotierten Kapitalanlagen mit fester Laufzeit (Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Darlehen, Hypotheken) wurde der Zeitwert auf der Grundlage von Bewertungen unabhängiger Datenlieferanten angesetzt oder nach der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Dabei wurde der Effektivzins ähnlicher Schuldtitel verwendet. Hypotheken und Darlehen an verbundene Immobiliengesellschaften, Darlehen an verbundene Gesellschaften, die in Anlagen für erneuerbare Energien investieren, und Darlehen an Immobiliengesellschaften, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie ausgewählte sonstige Ausleihungen und Hypotheken wurden zum Buchwert angesetzt.

Bei Asset Backed Securities (ABS) werden die Marktwerte von unabhängigen Geschäftsbanken geliefert. Diese wurden, bis auf einzelne Fälle in sehr geringem Umfang, mit Bewertungsmodellen berechnet, die ihrerseits auf verfügbaren beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die Zeitwerte der Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine wurden mit dem Buchwert angesetzt.

Für die Depotforderungen erhält die Allianz Versicherungs-AG von den Erstversicherern Depotzinsen, die im Rückversicherungsvertrag festgelegt werden. Daher wurden die Depotforderungen zum Buchwert angesetzt.

Wertpapiere, die der dauernden Vermögensanlage gewidmet wurden

Zeitwerte Bilanzwerte Bewertungsreserven Zeitwerte Bilanzwerte Bewertungsreserven
31.12.2015 31.12.2015 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2014 31.12.2014
--- --- --- --- --- --- ---
Mio € Mio € Mio € Mio € Mio € Mio €
--- --- --- --- --- --- ---
Anteile oder Aktien an Investmentvermögen 15.461 13.283 2.178 15.058 12.439 2.619

Angaben gemäß § 285 Nr. 18 HGB zu Kapitalanlagen, die über ihrem beizulegenden Wert ausgewiesen werden

Die stille Last auf einer Beteiligung mit einem Buchwert von 5.887 (91.049) Tausend Euro betrug 81 (1.585.726) Euro. Bei den Sonstigen Kapitalanlagen bestanden bei Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen mit einem Buchwert in Höhe von 10 (32.689) Tausend Euro stille Lasten in Höhe von 107 (23.566) Euro.

Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen in Höhe von 46.649 (489) Tausend Euro wurden über ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 46.457 (431) Tausend Euro ausgewiesen. Bei den Sonstigen Ausleihungen wurden Namensschuldverschreibungen in Höhe von 86197 (0) Tausend Euro über ihrem beizulegenden Zeitwert von 81.691 (0) Tausend Euro und Schuldscheinforderungen und Darlehen mit einem Buchwert in Höhe von 35.293 (5.427) Tausend Euro über ihrem beilzulegenden Zeitwert in Höhe von 33.923 (5.353) Tausend Euro ausgewiesen. Auf eine außerplanmäßige Abschreibung gemäß § 253 Absatz 3 Satz 3 HGB wurde jeweils wegen nicht dauerhaften Charakters der Wertminderung verzichtet.

Angaben gemäß § 285 Nr. 26 HGB zu Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen

Zeitwerte 31.12.2015 Bilanzwerte 31.12.2015 Bewertungsreserven 31.12.2015 für das GJ 2015 erfolgte Ausschüttung
Name des Fonds Mio € Mio € Mio € Mio €
--- --- --- --- ---
Gemischte Fonds
Allianz AVM-B Fonds1 1.142 1.051 91 63
Allianz RFG Fonds1 3.528 3.224 304 219
Allianz VGI 1 Fonds1 5.492 4.499 993 134
Summe 10.162 8.774 1.388 416
Rentenfonds
Allianz AADB Fonds1 1.877 1.724 153 13
Allianz FAD Fonds1 424 363 61 3
Allianz SDR Fonds1 665 458 207 13
Allianz UGD 1 Fonds1 1.465 1.210 255 10
Summe 4.431 3.755 676 39
Rentenfonds/Asset Backed Securities
Allianz VAE Fonds 412 398 14 1
Allianz ABS Fonds 331 261 70 1
Summe 743 659 84 2
Immobilienfonds
Allianz Australian Real Estate Trust 2 2 0 0
Market Street Trust 126 95 31 7
Summe 128 97 31 7
Insgesamt 15.464 13.285 2.179 464

1 Fonds enthält ABS-Papiere in geringem Umfang.

Bei Investmentanteilen mit einem Bilanzwert in Höhe von 13.285 (12.439) Millionen Euro hält die Gesellschaft mehr als 10 Prozent der Anteile.

Diese Fondsanteile können börsentäglich zurückgegeben werden.

Latente Steuern

Analog dem Wahlrecht des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB wird der über den Saldierungsbereich hinausgehende Überhang aktiver Steuerlatenzen nicht bilanziert.

Die wesentlichen Abweichungen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen ergeben sich bei den Bilanzpositionen Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere und Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, die zu aktiven latenten Steuern führen.

Die Bewertung der inländischen Steuerlatenzen erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 31 Prozent.

Angaben zu den Passiva

5 Gezeichnetes Kapital (Passiva A.I.1)

Das Gezeichnete Kapital der Allianz Versicherungs-AG beträgt 728.280.381 Euro. Es ist eingeteilt in 142.437 auf den Namen lautende Aktien im Nennwert von je 5.113 Euro, von denen 82.437 voll und 60.000 mit je 1.279,67 Euro eingezahlt sind. Die Aktien können nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden.

Die Allianz Deutschland AG, München, ist alleinige Aktionärin der Allianz Versicherungs-AG. Entsprechend wurde uns nach § 20 AktG mitgeteilt, dass die Allianz Deutschland AG unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der Allianz Versicherungs-AG hält, die der Allianz SE, München, gemäß § 16 Absatz 4 AktG zugerechnet wird.

6 Kapitalrücklage (Passiva A.II)

Stand 31.12.2014 Einstellung Entnahme Stand 31.12.2015
Tsd € Tsd € Tsd € Tsd €
--- --- --- --- ---
Kapitalrücklage gem. § 272 Absatz 2 Nr. 1 HGB 337.503 - - 337.503
Kapitalrücklage gem. § 272 Absatz 2 Nr.4 HGB 673.524 16.961 38.747 651.738

Die Kapitalrücklage der Allianz Versicherungs-AG beträgt 989.241 (1.011.027) Tausend Euro. Sie setzt sich zusammen aus der Kapitalrücklage gemäß § 272 Absatz 2 Nr. 1 HGB in Höhe von 337.503 (337.503) Tausend Euro und der Kapitalrücklage gemäß § 272 Absatz 2 Nr.4 HGB in Höhe von 651.738 (673.524) Tausend Euro. Die Entnahme aus der Kapitalrücklage gemäß § 272 Absatz 2 Nr.4 HGB in Höhe von 38.747 Tausend Euro wird zum 31. Dezember 2015 in den Bilanzgewinn eingestellt.

7 Gewinnrücklagen (Passiva A.III)

Stand 31.12.2014 Einstellung Entnahme Stand 31.12.2015
Tsd € Tsd € Tsd € Tsd €
--- --- --- --- ---
Gesetzliche Rücklage 47 - - 47
Andere Gewinnrücklagen 39.655 - 39.496 159

Aus den Anderen Gewinnrücklagen werden 39.496 (853.139) Tausend Euro entnommen und über die Ergebnisabführung an die Allianz Deutschland AG ausgeschüttet.

Angabe gemäß § 285 Nr. 28 HGB

Aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens zu Personalrückstellungen sind im Geschäftsjahr unrealisierte Gewinne in Höhe von 159 (382) Tausend Euro entstanden. Dieser Betrag ist gemäß § 268 Absatz 8 HGB abführungsgesperrt.

Der abführungsgesperrte Betrag ist in vollem Umfang durch frei zur Verfügung stehende Eigenkapitalteile gedeckt.

8 Versicherungstechnische Bruttorückstellungen nach Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweigen und Versicherungsarten (Passiva B.III, Passiva B.V)

Insgesamt davon Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle davon Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
--- --- --- --- --- --- ---
Tsd € Tsd € Tsd € Tsd € Tsd € Tsd €
--- --- --- --- --- --- ---
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfall- und Krankenversicherung insgesamt 10.128.007 10.174.772 1.254.758 1.198.362 - -
Haftpflichtversicherung 3.242.150 2.991.877 2.990.511 2.729.591 1.187 2.544
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 4.935.343 5.062.973 4.445.988 4.535.992 404.282 444.025
Sonstige Kraftfahrtversicherungen 324.321 307.108 182.588 196.212 82.771 53.667
Feuer- und Sachversicherung 1.113.639 1.049.878 594.240 597.493 100.973 58.159
davon:
Feuerversicherung 15.129 16.665 5.549 7.137 7.772 7.608
Verbundene Hausratversicherung 162.023 166.171 56.183 60.172 - -
Verbundene Wohngebäudeversicherung 507.885 461.135 220.488 224.689 93.201 50.551
Sonstige Sachversicherung 428.602 405.907 312.020 305.495 - -
Transport- und Luftfahrt-Versicherung 106.339 109.830 55.181 57.467 44.719 46.031
Kredit- und Kautionsversicherung 0 - 0 - - -
Rechtsschutzversicherung 813.095 847.574 679.472 737.845 26.827 4.720
Beistandsleistungsversicherung 4.432 4.960 1.526 1.825 - -
Sonstige Versicherungen 1.056.131 1.112.064 474.208 555.211 223.585 198.714
Summe 21.723.457 21.661.036 10.678.472 10.609.998 884.344 807.860
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 207.803 192.610 70.404 75.753 109.960 95.707
Versicherungsgeschäft insgesamt 21.931.260 21.853.646 10.748.876 10.685.751 994.304 903.567

9 Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Passiva B.III)

Bei der Ermittlung der Rückstellungsbeträge wurden Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen mit einem Betrag in Höhe von 34771 (37.204) Tausend Euro abgesetzt.

10 Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung – brutto (Passiva B.IV)

Entwicklung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung Unfallversicherung

Tsd €
Stand 31.12.2014 467.190
Zuführung 29.242
Entnahme 93.222
Stand 31.12.2015 403.210

Teile der Rückstellung für Beitragsrückerstattung, die entfallen

Tsd €
a auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte laufende Überschussanteile 1.173
b auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Schlussüberschussanteile und Schlusszahlungen 13.894
c auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Beträge für die Mindestbeteiligung an Bewertungsreserven 419
d auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Beträge zur Beteiligung an Bewertungsreserven, jedoch ohne Beträge nach Buchstabe c 0
e auf den Teil des Schlussüberschussanteilfonds, der für die Finanzierung von Gewinnrenten zurückgestellt wird, jedoch ohne Beträge nach Buchstabe a 932
f auf den Teil des Schlussüberschussanteilfonds, der für die Finanzierung von Schlussüberschussanteilen und Schlusszahlungen zurückgestellt wird, jedoch ohne Beträge nach den Buchstaben b und e 105.426
g auf den Teil des Schlussüberschussanteilfonds, der für die Finanzierung der Mindestbeteiligung an Bewertungsreserven zurückgestellt wird, jedoch ohne Beträge nach Buchstabe c 72.256
h auf den ungebundenen Teil (Rückstellung für Beitragsrückerstattung ohne die Buchstaben a bis g) 209.111

Die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer in der UBR ist in einer gesonderten Anhangangabe der Überschussanteilsätze veröffentlicht.

Diese können Sie gerne unter www.allianz.com herunterladen. Für die Zusendung richten Sie Ihre Anforderung bitte an:

Allianz Versicherungs-AG

Unternehmenskommunikation

Königinstr. 28

80802 München

E-Mail: [email protected]

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers und die Unterschriften des Vorstands beziehen sich auf den Jahresabschluss und die vollständige Anhangangabe der Überschussanteilsätze.

11 Andere Rückstellungen (Passiva C)

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Allianz Versicherungs-AG hat Pensionszusagen erteilt, für die Pensionsrückstellungen gebildet werden. Ein Teil der Pensionszusagen ist im Rahmen eines Contractual-Trust-Arrangements (Methusalem Trust e. V.) abgesichert. Dieses Treuhandvermögen stellt saldierungpflichtiges Deckungsvermögen dar, wobei als beizulegender Zeitwert der Aktivwert beziehungsweise der Marktwert zugrunde gelegt wird.

Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis der Projected-Unit-Credit-Methode (dies bezeichnet ein Anwartschaftsbarwertverfahren, bezogen auf den erdienten Teil) ermittelt beziehungsweise als Barwert der erworbenen Anwartschaft ausgewiesen. Sofern es sich um wertpapiergebundene Zusagen handelt, wird der Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände angesetzt.

31.12.2015 31.12.2014
% %
--- --- ---
Diskontierungszinssatz1 3,89 4,50
Rententrend 1,70 1,70
Gehaltstrend inklusive durchschnitt-
lichen Karrieretrends 3,25 3,25

1 Der Diskontierungssatz wurde auf Basis der bisher gültigen Rückstellungsabzinsungsverordnung als 7-jähriger Durchschnitt festgelegt.

Abweichend hiervon wird bei einem Teil der Pensionszusagen der Garantiezins der Pensionszusage von 2,75 Prozent pro Jahr und die garantierte Rentendynamikvon 1,00 Prozent pro Jahr zugrunde gelegt.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die aktuellen Heubeck-Richttafeln RT2005G verwendet, die bezüglich der Sterblichkeit, Invalidisierung und Fluktuation an die unternehmensspezifischen Verhältnisse angepasst wurden.

Als Pensionierungsalter wird die vertraglich vorgesehene beziehungsweise die sich nach dem RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz 2007 ergebende Altersgrenze angesetzt.

31.12.2015 31.12.2014
Tsd € Tsd €
--- --- ---
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände 52.513 48.762
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 52.496 48.920
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 55.397 49.789
Nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag gemäß Artikel 67 Absatz 2 EGHGB 0 0

Die Allianz Versicherungs-AG bildet Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.901 (2.290) Tausend Euro, die sich nach der Saldierung der Verpflichtungen aus Pensionszusagen mit dem Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände ergeben. Für Pensionspläne, bei denen der Zeitwert derv errechneten Vermögensgegenstände die Verpflichtungen übersteigt, weist die Gesellschaft den saldierten Wert unter der Position Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung aus. Im Geschäftsjahr gab es keine Pensionspläne, bei denen der Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände die Verpflichtung übersteigt. Im Vorjahr wurde ein saldierter Wert von 1.420 Tausend Euro unter der Position Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen haben sich im Geschäftsjahr von 1.126 Tausend Euro um 607 Tausend Euro auf 1.733 Tausend Euro erhöht.

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen belaufen sich insgesamt auf 261.288 (237.514) Tausend Euro. Die wesentlichen Rückstellungen sind in folgender Tabelle aufgeführt:

31.12.2015 31.12.2014
Tsd € Tsd €
--- --- ---
Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen 3.199 4.758
Rückstellung für Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen1 163.857 129.023
Erfolgsbeteiligungen 9.326 10.058
Mitarbeiterjubiläen 4.621 4.455

1 Aufwendungen für Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen werden im laufenden Ergebnis ausgewiesen.

Die Allianz Versicherungs-AG hat Verpflichtungen aus Jubiläumsgaben, einem Wertkontenmodell und Altersteilzeit- beziehungsweise Vorruhestandsverträgen, die unter den Sonstigen Rückstellungen ausgewiesen werden.

Das im Methusalem Trust e. V. für das Altersteilzeit-Sicherungsguthaben und das Wertkontenmodell reservierte Vermögen stellt saldierungspflichtiges Deckungsvermögen dar, wobei als beizulegender Zeitwert der Aktivwert beziehungsweise der Marktwert zugrunde gelegt wird.

Die Bewertung dieser Verpflichtungen erfolgt im Wesentlichen analog zu den Pensionszusagen und auf Basis der gleichen Rechnungsannahmen.

31.12.2015 31.12.2014
Tsd € Tsd €
--- --- ---
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände 1.556 1.665
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 1.710 1.892
Erfüllungsbetrag derverrechneten Schulden 1.906 2.215

12 Langfristige sowie gesicherte Verbindlichkeiten (Passiva E.III)

Die Sonstigen Verbindlichkeiten weisen in einem Teilbetrag in Höhe von 925 (20.942) Tausend Euro eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren auf. Davon sind 354 (374) Tausend Euro in Form von Rentenschulden gesichert.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

13 Angaben zu Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweigen und Versicherungsarten (GuV I.1, GuV I.4, GuV I.11)

Gebuchte Bruttobeiträge Verdiente Bruttobeiträge Verdiente Nettobeiträge
2015 2014 2015/2014 Veränderung 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- --- --- --- ---
Tsd € Tsd € Tsd € Tsd € Tsd € Tsd € Tsd €
--- --- --- --- --- --- --- ---
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfall- und Krankenversicherung insgesamt 1.315.199 1.456.052 - 9,7 1.317.648 1.453.558 1.026.564 1.157.238
Haftpflichtversicherung 1.194.747 1.196.134 -0,1 1.203.070 1.198.463 591.355 562.871
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 1.877.116 1.867.375 0,5 1.871.563 1.859.324 925.236 912.785
Sonstige Kraftfahrtversicherungen 1.295.384 1.305.301 -0,8 1.291.579 1.301.546 631.026 631.464
Feuer- und Sachversicherung 1.633.166 1.522.351 7,3 1.608.589 1.506.951 778.524 689.191
davon:
Feuerversicherung 8.435 9.886 -14,7 8.518 10.206 4.237 4.753
Verbundene Hausratversicherung 336.289 326.522 3,0 336.502 330.908 166.799 153.418
Verbundene Wohngebäudeversicherung 740.639 668.188 10,8 732.126 659.162 355.216 298.913
Sonstige Sachversicherung 547.803 517.755 5,8 531.443 506.675 252.272 232.107
Transport- und Luftfahrt-Versicherung 90.854 96.539 -5,9 90.874 96.616 45.965 47.074
Kredit- und Kautionsversicherung 27 - n. a. 27 - 13 -
Rechtsschutzversicherung 425.523 410.724 3,6 424.306 413.647 211.153 194.993
Beistandsleistungsversicherung 10.030 10.376 -3,3 10.248 10.429 5.206 4.881
Sonstige Versicherungen 1.267.657 1.293.282 -2,0 1.266.645 1.288.898 592.181 571.446
Summe 9.109.703 9.158.134 - 0,5 9.084.549 9.129.432 4.807.223 4.771.943
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 66.864 48.350 38,3 62.034 43.835 31.279 23.569
Versicherungsgeschäft insgesamt 9.176.567 9.206.484 -0,3 9.146.583 9.173.267 4.838.502 4.795.512
Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Tsd € Tsd € Tsd € Tsd €
--- --- --- --- ---
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfall- und Krankenversicherung insgesamt 1.191.913 1.180.344 281.491 303.769
Haftpflichtversicherung 797.731 558.713 392.592 392.668
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 1.378.095 1.351.641 410.659 415.242
Sonstige Kraftfahrtversicherungen 970.959 946.963 273.587 271.268
Feuer- und Sachversicherung 949.490 792.782 514.119 476.920
davon:
Feuerversicherung 2.032 - 3.692 2.604 3.013
Verbundene Hausratversicherung 140.805 142.370 125.563 120.706
Verbundene Wohngebäudeversicherung 504.984 400.849 220.936 201.478
Sonstige Sachversicherung 301.669 253.255 165.016 151.723
Transport- und Luftfahrt-Versicherung 49.774 58.234 34.604 36.033
Kredit- und Kautionsversicherung 2 - - -
Rechtsschutzversicherung 205.590 275.897 144.939 142.416
Beistandsleistungsversicherung 6.875 6.946 2.914 2.834
Sonstige Versicherungen 640.958 675.347 375.550 387.936
Summe 6.191.387 5.846.867 2.430.455 2.429.086
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 15.807 19.897 13.156 8.255
Versicherungsgeschäft insgesamt 6.207.194 5.866.764 2.443.611 2.437.341
Rückversicherungssaldo Versicherungstechnisches Ergebnis
2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Tsd € Tsd € Tsd € Tsd €
--- --- --- --- ---
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfall- und Krankenversicherung insgesamt 30.332 -39.675 176.127 157.819
Haftpflichtversicherung 8.409 -102.012 8.325 163.839
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung - 25.730 11.289 152.610 396.250
Sonstige Kraftfahrtversicherungen 17.518 -14.459 1.381 15.319
Feuer- und Sachversicherung 50.941 - 96199 17.153 58.015
davon:
Feuerversicherung 3.325 - 4.697 - 325 5.083
Verbundene Hausratversicherung 25.235 -25.392 36.100 33.932
Verbundene Wohngebäudeversicherung 27.742 -57.473 - 83.482 - 68.799
Sonstige Sachversicherung -5.361 - 8.637 64.860 87.799
Transport- und Luftfahrt-Versicherung -5.790 4.279 13.327 26.480
Kredit- und Kautionsversicherung 11 - 13 -
Rechtsschutzversicherung 24.997 15.025 26.619 12.909
Beistandsleistungsversicherung 1.600 - 2.074 -1.131 -1.422
Sonstige Versicherungen 112.032 -100.637 105.692 209.504
Summe 214.320 - 324.463 500.116 1.038.713
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 14.239 745 7.499 34.380
Versicherungsgeschäft insgesamt 228.559 - 323.718 507.615 1.073.093

Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge und der gemeldeten Schäden

Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge Anzahl der gemeldeten Schäden
2015 2014 2015/2014 Veränderung 2015 2014 2015/2014 Veränderung
--- --- --- --- --- --- ---
Stück Stück % Stück Stück %
--- --- --- --- --- --- ---
Inlands- und Auslandsgeschäft
Unfall- und Krankenversicherung insgesamt 3.997.700 4.088.916 -2,2 98.003 98.819 -0,8
Haftpflichtversicherung 4.313.582 4.313.968 0,0 252.277 260.911 -3,3
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 7.154.074 7.279.801 -1,7 466.013 477.782 -2,5
Sonstige Kraftfahrtversicherungen 5.388.865 5.510.735 -2,2 588.731 610.322 -3,5
Feuer- und Sachversicherung 5.583.444 5.562.278 0,4 472.791 385.281 22,7
davon:
Feuerversicherung 29.653 32.617 -9,1 314 422 -25,6
Verbundene Hausratversicherung 2.465.356 2.443.926 0,9 104.582 101.737 2,8
Verbundene Wohngebäudeversicherung 2.401.880 2.297.921 4,5 296.126 208.456 42,1
Sonstige Sachversicherung 686.555 787.814 -12,9 71.769 74.666 -3,9
Transport- und Luftfahrt-Versicherung 34.999 33.638 4,0 7.003 6.715 4,3
Kredit- und Kautionsversicherung 5 - n. a. 8 - n. a.
Rechtsschutzversicherung 2.403.861 2.382.180 0,9 372.643 378.926 -1,7
Beistandsleistungsversicherung 98.464 110.956 -11,3 5.886 7.287 -19,2
Sonstige Versicherungen 3.895.620 4.025.823 - 3,2 395.160 451.302 -12,4
Insgesamt 32.870.614 33.308.295 -1,3 2.658.515 2.677.345 - 0,7

14 Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung (GuV I.2, GuV II.3)

Die Berechnung und die Übertragung des technischen Zinsertrags von der nichtversicherungstechnischen in die versicherungstechnische Rechnung erfolgen gemäß § 38 RechVersV.

15 Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Nettorückstellungen (GuV I.5)

Hiervon entfallen auf die Nettodeckungsrückstellung 47.549 (– 81.093) Tausend Euro und auf die sonstigen versicherungstechnischen Nettorückstellungen 4.053 (428) Tausend Euro.

16 Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung (GuV I.7)

2015 2014
Tsd € Tsd €
--- --- ---
a Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 2.443.611 2.437.341
b davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 1.310.286 1.434.478
Insgesamt 1.133.325 1.002.863

Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb entfallen 788.230 (841.246) Tausend Euro auf Abschluss- und 1.655.381 (1.596.095) Tausend Euro auf Verwaltungsaufwendungen.

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen

2015 2014
Tsd € Tsd €
--- --- ---
1 Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft1 1.609.329 1.583.624
2 Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 138.568 205.240
3 Löhne und Gehälter 83.344 83.805
4 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 10.356 10.310
5 Aufwendungen für Altersversorgung2 -9047 9.243
Aufwendungen insgesamt 1.832.550 1.892.222

1 Darin enthalten ist die anteilige Gesellschaftsprovision an die Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG in Höhe von 1.276.342 (1.262.397) Tsd €.

2 Darin enthalten ist ein Ertrag von 21.114 (2.559) Tsd €, der aus einem Abgleich der eingeflossenen Rententrendannahme mit der tatsächlichen Inflation resultiert.

17 Erträge aus Kapitalanlagen (GuV II.1)

2015 2015 2014
Tsd € Tsd € Tsd €
--- --- --- ---
a Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen: 39.992 (38.433) Tsd € 48.418 46.950
b Erträge aus anderen Kapitalanlagen
davon aus verbundenen Unternehmen: 18.938 (42.420) Tsd €
aa Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 67.872 55.037
bb Erträge aus anderen Kapitalanlagen 693.042 1.023.802
760.914 1.078.839
c Erträge aus Zuschreibungen 10.923 9.150
d Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 261.660 55.979
e Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen 72.848 52.796
Insgesamt 1.154.763 1.243.714

18 Aufwendungen für Kapitalanlagen (GuV II.2)

2015 2014
Tsd € Tsd €
--- --- ---
a Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 34.828 30.677
b Abschreibungen auf Kapitalanlagen 20.669 13.642
c Verluste aus dem Abgang von
Kapitalanlagen 276 98
d Aufwendungen aus Verlustübernahme - 103
Insgesamt 55.773 44.520

Abschreibungen auf Kapitalanlagen

Die Abschreibungen auf Kapitalanlagen betragen 20.669 (13.642) Tausend Euro. Darin enthalten sind planmäßige Abschreibungen in Höhe von 13.137 (10.703) Tausend Euro und außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Absatz 3 und 4 HGB in Höhe von 7.532 (2.939) Tausend Euro.

Von den außerplanmäßigen Abschreibungen entfallen auf Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 5.422 (1.742) Tausend Euro, auf Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 (834) Tausend Euro, auf Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.647 (238) Tausend Euro und auf Hypotheken- und Grundschuldforderungen 45 (1) Tausend Euro, auf sonstige Ausleihungen 118 (0) Tausend Euro und auf andere Kapitalanlagen 300 (124) Tausend Euro.

Verrechnete Aufwendungen und Erträge im Sinne des § 285 Nr. 25 HGB

Aus der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden nach § 246 Absatz 2 HGB ergab sich eine Saldierung folgender Aufwendungen und Erträge:

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Sonstige Verpflichtungen
Tsd € Tsd €
--- --- ---
Ertrag aus dem beizulegenden Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 1.454 27
Rechnerische Verzinsung des Erfüllungsbetrags der verrechneten Schulden -2193 -90
Effekt aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes für den Erfüllungsbetrag -395 -9
Nettobetrag der verrechneten
Erträge und Aufwendungen -1 134 - 72

Zinsen aus Ab- und Aufzinsung

Das Jahresergebnis der Allianz Versicherungs-AG wird durch die Abzinsung in Höhe von 10 (84) Tausend Euro und Aufzinsung in Höhe von 2.051 (10.018) Tausend Euro aus langfristigen Rückstellungen beeinflusst.

Effekte aus der Währungsumrechnung

Die Währungsgewinne betragen 5.600 (1.416) Tausend Euro, die Währungsverluste belaufen sich auf 8.760 (3.504) Tausend Euro.

19 Außerordentliche Erträge (GuV II.8) und Aufwendungen (GuV II.9)

Das Außerordentliche Ergebnis der Allianz Versicherungs-AG belief sich im Geschäftsjahr auf– 139.786 (– 515.206) Tausend Euro.

Im Außerordentlichen Ergebnis für das Jahr 2015 ist der Einmalbetrag in Höhe von 140.222 Tausend Euro enthalten, der von der Allianz Versicherungs-AG als außerordentlicher Aufwand zur Abgeltung des Zinsrisikos an die Allianz SE im Zuge der Neuregelung der Kostenverteilung von Altersversorgungsaufwendungen gezahlt wurde.

Im Außerordentlichen Ergebnis des Vorjahrs war die volle Erfassung aller noch ausstehenden Raten aus der Erstanwendung des BiIMoG, die als außerordentlicher Aufwand in Höhe von 515042 Tausend Euro erfasst wurden, enthalten.

20 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (GuV II.11)

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Vergleich zum Vorjahr um 41.619 Tausend Euro auf 288.496 Tausend Euro zurückgegangen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf das niedrigere Ergebnis vor Steuern sowie höhere steuerfreie Erträge zurückzuführen. Die positiven Effekte werden zum Teil durch die im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Ausschüttungen der Fonds aus bereits versteuerten Rücklagen kompensiert.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Gesamtschuldnerische Verpflichtungen ergeben sich als Rechtsfolge der 2011 erfolgten Abspaltung der Beteiligung an der AllSecur Deutschland AG für die damit auf die Allianz Deutschland AG übergegangenen Verpflichtungen. Die gesamtschuldnerische Mithaftung ist auf eine Zeitspanne von fünf Jahren ab Eintragung der Abspaltung begrenzt.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2003 hat die Allianz Versicherungs-AG ihren Mitversicherungsanteil an dem von der Volkswagen-Versicherungsdienst GmbH vermittelten Geschäft im Wege der Bestandsübertragung aufgestockt. Für Altschäden aus dem übertragenen Teilbestand, die vor dem 31. Dezember 2001 eingetreten sind, haftet weiterhin vorrangig der übertragende Versicherer. Die Allianz Versicherungs-AG trifft insoweit nur eine gesamtschuldnerische Haftung.

Die Allianz Versicherungs-AG hat das von ihr über ihre damalige Zweigniederlassung in Dubai betriebene internationale fakultative Rückversicherungsgeschäft mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Juli 2004 auf die Allianz SE übertragen. Soweit Rückversicherungsnehmer oder Retrozessionäre der Übertragung ihrer Verträge nicht ausdrücklich zugestimmt haben, kann sich für die Allianz Versicherungs-AG für Verbindlichkeiten aus diesen Verträgen weiter eine gesamtschuldnerische Haftung ergeben.

Haftungsverhältnisse bestehen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Grundlage der betrieblichen Altersversorgung für die Mitarbeiter der deutschen Tochtergesellschaften, die bis zum 31. Dezember 2014 eingetreten sind, ist in der Regel die Mitgliedschaft in der Allianz Versorgungskasse VVaG (AVK), die als rechtlich selbständige und regulierte Pensionskasse der Aufsicht der BaFin unterliegt. Die Leistungen der AVK werden nach dem Einmalbeitrags-system über Zuwendungen der Trägergesellschaften an die Kasse durch Gehaltsumwandlung finanziert.

Zu den Trägergesellschaften gehört neben der Allianz SE, der Allianz Deutschland AG und der Allianz Lebensversicherungs-AG unter anderem auch die Allianz Versicherungs-AG.

Die Allianz Versicherungs-AG ist verpflichtet, anteilige Verwaltungskosten der AVK zu tragen und entsprechend den Rechtsgrundlagen gegebenenfalls Zuschüsse zu leisten.

Außerdem leisten die Trägergesellschaften für bis zum 31. Dezember 2014 eingetretene Mitarbeiter Zuwendungen an den Allianz Pensionsverein e. V. (APV). Aufgrund des stark gesunkenen Diskontierungszinssatzes ist zum 31. Dezember 2015 das Deckungsvermögen des APV geringer als die Versorgungsverpflichtungen. Der Fehlbetrag zum 31. Dezember 2015 beträgt 27.692 Tausend Euro. Die Allianz Versicherungs-AG macht von dem Wahlrecht nach Artikel 28 Absatz 1 Satz 2 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) Gebrauch, hierfür keine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten zu bilden, da die gesetzlich vorgeschriebene Anpassung der Renten an den Verbraucherpreisindex durch zusätzliche Beiträge an den APV finanziert wird.

Sowohl die AVK als auch der APV wurden für Neueintritte ab dem 1. Januar 2015 geschlossen.

Für Neueintritte ab 1. Januar 2015 wurde die betriebliche Altersversorgung einheitlich neu geregelt. Die Allianz Versicherungs-AG leistet für Neueintritte ab dem 1. Januar 2015 einen monatlichen Beitrag in eine Direktversicherung bei der Allianz Lebensversicherungs-AG, welcher im Rahmen der Entgeltumwandlung vom Mitarbeiter finanziert wird. Außerdem wird monatlich ein Arbeitgeberbeitrag im Rahmen einer Direktzusage gewährt.

Die Allianz SE hat durch Schuldbeitritt die gesamtschuldnerische Haftung für einen Teil der Pensionszusagen der Allianz Versicherungs-AG übernommen. Diese erstattet die Kosten; die Allianz SE hat die Erfüllung übernommen. Daher werden diese Pensionsverpflichtungen bei der Allianz SE und nicht bei der Allianz Versicherungs-AG bilanziert.

Die gesamtschuldnerische Haftung der Allianz Versicherungs-AG aus diesen Pensionszusagen sowie die diesen Haftungsverbindlichkeiten gegenüberstehenden Rückgriffsforderungen an die Allianz SE betragen:

31.12.2015 31.12.2014
Tsd € Tsd €
--- --- ---
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 770.674 775.566
Nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag gemäß Artikel 67 Absatz 2 EGHGB 86 107
Gesamtschuldnerische Haftung beziehungsweise Rückgriffsforderung gegen die Allianz SE 770.588 775.459

Aus der Umstellung des Finanzierungsverfahrens des Pensions-Sicherungs-Vereins VVaG im Jahr 2006 besteht eine gesamtschuldnerische Haftung in Höhe von 3.412 (3.925) Tausend Euro, die nicht in der Bilanz der Allianz Versicherungs-AG ausgewiesen wird, da dieser Haftungsverbindlichkeit eine gleichwertige Rückgriffsforderung an die Allianz SE gegenübersteht.

Haftungsverbindlichkeiten können sich außerdem aus Mitversicherungs- und Führungsklauseln und aus im Zusammenhang damit abgeschlossenen Absicherungsverträgen ergeben.

Als Mitglied des Vereins Verkehrsopferhilfe e. V. ist die Gesellschaft verpflichtet, anteilig die zur Durchführung des Vereinszwecks erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen.

Es besteht eine bedingte Verpflichtung zur Rückzahlung erhaltener Ausschüttungen an die Allianz Capital Partners Verwaltungs GmbH; dadurch soll deren Fähigkeit zur Erfüllung von Gewährleistungsverpflichtungen im Zusammenhang mit Beteiligungsverkäufen sichergestellt werden.

Im Zusammenhang mit Veräußerungen und Verschmelzungen von Vermögensverwaltungsgesellschaften hat die Allianz Versicherungs-AG Erwerber vorsorglich für den Fall, dass die hierfür im Rahmen der Transaktion gebildeten Rückstellungen und Verbindlichkeiten nicht ausreichen, von bestimmten Verpflichtungen, insbesondere Steuerrisiken, freigestellt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich insgesamt auf 228.374 (197.053) Tausend Euro.

Dabei handelt es sich in Höhe von 146.514 (66.832) Tausend Euro um Resteinzahlungsverpflichtungen auf nicht voll eingezahlte Aktien und GmbH-Anteile. Diese Resteinzahlungsverpflichtungen haben ein Volumen von 144.465 (56.661) Tausend Euro gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Mietverhältnissen belaufen sich auf 61.923 (43.088) Tausend Euro, davon 61.300 (42.557) Tausend Euro gegenüberverbundenen Unternehmen.

Aus einem Anteilskauf- und Abtretungsvertrag mit einer Call- sowie Put-Option besteht für die Allianz Versicherungs-AG frühestens ab dem Geschäftsjahr 2019 eine Zahlungsverpflichtung in Höhe von 3.151 Tausend Euro. Aus einer weiteren Vereinbarung mit einer Call- und Put-Option besteht für die Gesellschaft spätestens im Geschäftsjahr 2026 eine Zahlungsverpflichtung im einstelligen Millionenbereich, deren genaue Höhe von bestimmten Bedingungen abhängt.

Gesetzliche Pflichten zur Übernahme etwaiger Verluste ergeben sich aufgrund von Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen.

Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge des Vorstands (einschließlich im Geschäftsjahr gewährter aktienbasierter Vergütungen) betrugen im Berichtsjahr 6.916 (7.145) Tausend Euro, die der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen 1.941 (1.403) Tausend Euro.

Dabei wurden im Rahmen eines Vergütungssystems für die aktienbasierte Vergütung 10.928 (12.447) Restricted Stock Units an die Vorstände ausgegeben. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung betrug 1.380 (1.229) Tausend Euro.

Die Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder beziehungsweise deren Hinterbliebene stellen sich wie folgt dar:

31.12.2015 31.12.2014
Tsd € Tsd €
--- --- ---
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände 18.186 12.399
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 18.186 12.399
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 27.353 20.728
Nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag gemäß Artikel 67 Absatz 2 EGHGB 0 0
Pensionsrückstellung 9.167 8.329

Als beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wird der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen zugrunde gelegt.

Die Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat betrugen für das Geschäftsjahr 223 (222) Tausend Euro.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind auf den Seiten 2 beziehungsweise 62 genannt. Diese Seiten sind Bestandteil des Anhangs.

Anzahl Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Die Zahlen in der folgenden Tabelle beziehen sich auf Mitarbeiter ohne Vorstandsmitglieder, Auszubildende, Praktikanten, Arbeitnehmer in der Elternzeit, im Grundwehr- oder Zivildienst beziehungsweise freiwilligen Wehrdienst oder Bundesfreiwilligendienst, in der passiven Altersteilzeit oder im Vorruhestand sowie Handelsvertreter.

2015 2014
Innendienst-Vollzeitmitarbeiter 776 769
Innendienst-Teilzeitmitarbeiter 167 150
Außendienstmitarbeiter 0 0
Insgesamt 943 919

Weitere Details zu den Beschäftigten sind im Lagebericht auf Seite 13 angegeben.

Gesamthonorar Abschlussprüfer

Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB für Leistungen an die Allianz Versicherungs-AG sind im Konzernabschluss der Allianz SE, München, enthalten.

Konzernzugehörigkeit

Die Allianz Versicherungs-AG gehört zum Allianz Konzern unter Führung der Allianz SE, München. Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE werden im März in ihrem Geschäftsbericht veröffentlicht und sodann beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und dort veröffentlicht. Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE können im Unternehmensregister eingesehen oder bei unserer Gesellschaft angefordert werden. Außerdem werden sie auf der Internetseite der Allianz SE verfügbar gemacht. In den Konzernabschluss und den -lagebericht der Allianz SE wird die Allianz Versicherungs-AG einbezogen. Konzernabschluss und -lagebericht haben für unsere Gesellschaft befreiende Wirkung, sodass die Allianz Versicherungs-AG keinen eigenen Konzernabschluss und -lagebericht erstellt.

München, 5. Februar 2016

Allianz Versicherungs-AG

Der Vorstand

Dr. Vollert

Dr. Hofmann

Keese

Lison

Müller

Scheuber

Sommerfeld

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Allianz Versicherungs-AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 1. März 2016

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Pfaffenzeller, Wirtschaftsprüfer

Pfaffenzeller, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens entsprechend den uns nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben beraten und die Geschäftsführung laufend überwacht. Im Geschäftsjahr 2015 hielten wir insgesamt drei Aufsichtsratssitzungen ab, davon eine außerordentliche.

Gegenstände der Beratung

In den zwei ordentlichen Sitzungen im März und im Dezember sowie durch regelmäßige unterjährige Berichte ließen wir uns schriftlich und mündlich vom Vorstand über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage, die beabsichtigte Geschäftspolitik und grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung der Gesellschaft unterrichten. Dabei wurden uns auch die Gründe für Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen dargelegt und von uns nachvollzogen.

Einen Schwerpunkt der Beratungen bildeten im Berichtsjahr die Unternehmensstrategie im sich wandelnden Marktumfeld und die Initiativen, die zur Erreichung der strategischen Ziele ergriffen wurden. Neben den verschiedenen Aktivitäten im Bereich Digitalisierung wurden uns in diesem Rahmen unter anderem Produktneuerungen wie das „FirmenKonzept" und Maßnahmen zur Optimierung vertrieblicher und operativer Prozesse erläutert. Wir erörterten ferner ausführlich die Lage an den Kapitalmärkten und deren Einfluss auf das Versicherungsgeschäft sowie das Kapitalanlageergebnis. Breiten Raum nahmen auch in diesem Jahr die internen Kontrollsysteme der Gesellschaft ein. Dazu behandelten wir System und Tätigkeitsschwerpunkte der Internen Revision und von Compliance sowie die Risikosituation und -strategie. Schließlich überprüften wir sowohl das Vergütungssystem für den Vorstand als auch die Sachkunde und Zuverlässigkeit der Vorstandsmitglieder und stellten fest, dass die rechtlichen Anforderungen in diesen Bereichen weiterhin erfüllt sind. In einer außerordentlichen Sitzung im September legten wir Zielwerte für den Frauenanteil in Vorstand und Aufsichtsrat fest und trugen so einer neuen gesetzlichen Vorgabe Rechnung.

Jahresabschlussprüfung

In der Bilanzsitzung am 15. März 2016 hat uns der Verantwortliche Aktuar die wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichts zurversicherungsmathematischen Bestätigung für die Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung dargestellt. Auf Grund seiner Untersuchungsergebnisse hat er eine uneingeschränkteversicherungsmathematische Bestätigung gemäß §§ 11 d i. V. m. 11 a Absatz 3 Nr. 2 VAG a. F. abgegeben. Den Erläuterungsbericht des Verantwortlichen Aktuars und seine Ausführungen in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen.

Die zum Abschlussprüfer bestellte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Jahresabschluss der Allianz Versicherungs-AG zum 31. Dezember 2015 sowie den Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfungsbericht der KPMG für das Geschäftsjahr 2015 wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet. Die Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 15. März 2016 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich behandelt. Der Abschlussprüfer legte die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung dar und stand für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Aufgrund unserer eigenen Prüfung der von Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Unterlagen erheben wir keine Einwendungen und schließen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch die KPMG an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Er ist damit festgestellt.

Personelle Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat

Der bisherige Vorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Dr. Markus Rieß, hat die Allianz Gruppe verlassen, um eine neue Herausforderung außerhalb des Konzerns anzunehmen. In diesem Zusammenhang hat er sein Aufsichtsratsmandat zum 8. Mai 2015 niedergelegt. Seine Nachfolge hat der neue Vorstandsvorsitzende der Allianz Deutschland AG, Herr Dr. Manfred Knof, angetreten.

Auch im Vorstand ergaben sich im Berichtszeitraum Änderungen. Zum 28. März 2015 trat Herr Dr. Karl-Walter Gutberlet nach langjähriger erfolgreicher Vorstandstätigkeit in den Ruhestand. Der bisher von Herrn Dr. Gutberlet verantwortete Maklervertrieb ging in die Zuständigkeit von Herrn Dr. Markus Hofmann über. Im Gegenzug gab Herr Dr. Hofmann seine Verantwortung für das Firmenkundengeschäft an Herrn Jens Lison ab. Das bisher von Herrn Lison geleitete Privatkundenressort übernahm Herr Frank Sommerfeld, der zum 1. März 2015 neu in den Vorstand bestellt wurde. Herr Sommerfeld war vor seinem Wechsel zur Allianz Versicherungs-AG als Managing Partner bei Towers Watson tätig. Zum 31. Dezember 2015 schied außerdem Herr Karsten Crede, Leiter des Ressorts Global Automotive, aus dem Vorstand aus. Seine Aufgaben werden bis auf Weiteres vom Vorstandsvorsitzenden, Herrn Dr. Alexander Vollert, mit übernommen.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit.

München, 15. März 2016

Dr. Manfred Knof, Vorsitzender

Mitglieder des Aufsichtsrats

Dr. Manfred Knof

Vorsitzender des Vorstands Allianz Deutschland AG (seit 25. April 2015),

Vorsitzender des Aufsichtsrats, seit 8. Mai 2015
Dr. Markus Rieß

Vorsitzender des Vorstands Allianz Deutschland AG (bis 24. April 2015),

Vorsitzender des Aufsichtsrats, bis 8. Mai 2015
Konrad Irtel

ehrenamtlicher Präsident Genossenschaftsverband Bayern e. V. und

Vorstandssprecher Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee (jeweils bis 31. Dezember 2015),

stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Prof. Dr. Francesca Biagini

Professorin für angewandte Mathematik Ludwig-Maximilians-Universität München
Prof. Dr. Petra Pohlmann

Geschäftsführende Direktorin der Forschungsstelle für Versicherungswesen Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Hermann Pröll *

Referent Firmen Haftpflicht Schaden Allianz Versicherungs-AG,

Mitglied des Betriebsrats der Hauptverwaltung München
Monika Rappl *

Angestellte der Allianz Versicherungs-AG , freigestellte Betriebsrätin,

Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Allianz Versicherungs-AG,

3. stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats der Hauptverwaltung München

Der Jahresabschluss wurde durch Beschluss des Aufsichtsrats am 15. März 2016 festgestellt.

* Arbeitnehmervertreter

Das Papier entspricht den Anforderungen des Blauen Engels.

Allianz Versicherungs-AG

Königinstraße 28

80802 München

Telefon +49 89.3800-0

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Anhangangabe der Überschussanteilsätze

Geschäftsbericht 2015

Im Sinne einer besseren Lesbarkeit verwenden wir im Geschäftsbericht durchgängig die Begriffe „Mitarbeiter" und „Vertreter". Damit meinen wir selbstverständlich auch unsere Mitarbeiterinnen und Vertreterinnen.

Inhalt

Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer in der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung1.

Bestand der ab 1. Januar 2008 abgeschlossenen Verträge einschließlich Neugeschäft 2016

2.

Bestand der vor dem 1. Januar 2008 abgeschlossenen Verträge

2.1. Überschussbeteiligung nach den vertraglichen Vereinbarungen (vor dem 1. Januar 2008 gültiges System)
2.2. Überschussbeteiligung des Bestands WG-alt für die Alternativrechnung (Systematik für den Bestand WG-neu)

Überschussbeteiligung in der Invaliditäts-Zusatzversorgung von Kindern und bei der Unfallrente

Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer

Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer in der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung (UBR)

Die UBR-Kunden werden an den Überschüssen aus Kapitalerträgen und darüber hinaus seit 1. Januar 2008 nach einem verursachungsorientierten Verfahren an den Bewertungsreserven des UBR-Sicherungsvermögens beteiligt.

Im Folgenden sind die Überschussbeteiligungssätze für 2016 aufgeführt.

1 Bestand der ab 1. Januar 2008 abgeschlossenen Verträge einschließlich Neugeschäft 2016

Die seit dem 1. Januar 2008 abgeschlossenen Verträge (im Folgenden Bestand WG-neu) gehören zum Gewinnverband UPR 1994.

Für den Bestand VVG-neu setzt sich die Überschussbeteiligung zusammen aus Bonus und Schlussüberschussanwartschaft 1 (SÜA 1) als Beteiligung an den Überschüssen aus Kapitalerträgen und aus einer Beteiligung an den Bewertungsreserven. Für die Beteiligung an den Bewertungsreserven wird – sofern der Vertrag schlussüberschussberechtigt ist – unabhängig von der aktuellen tatsächlichen Höhe zum Auszahlungszeitpunkt mindestens ein Sockelbetrag als Schlussüberschussanwartschaft 2 (SÜA 2) geleistet.

Überschussbeteiligung in der Ansparphase

In der Ansparphase wird der jährlich hinzukommende Bonusanspruch mit einem festen Prozentsatz aus der zum Ende des vorausgegangenen Versicherungsjahres erreichten Summe aus Rückzahlungs- und Bonusanspruch ermittelt. Bei den in den Jahren 2008 bis 2014 abgeschlossenen Verträgen kommt im 2016 beginnenden Versicherungsjahr kein Bonusanspruch hinzu.

Die 2015 und 2016 beginnenden Verträge mit laufender Beitragszahlung, die mit einem Rechnungszins von 2,35 Prozent kalkuliert sind, erhalten in dem 2016 beginnenden Versicherungsjahr einen Bonusanspruch von 0,17 Prozent.

Die 2015 und 2016 beginnenden Versicherungen gegen Einmalbeitrag erhalten in den ersten drei Versicherungsjahren keinen Bonus. Ab dem vierten Jahr würde für diese Versicherungen der Bonussatz 0,33 Prozent betragen – gleichbleibende Überschussbeteiligung vorausgesetzt.

Die hinzukommenden Schlussüberschussanwartschaften (SÜA) aus Kapitalerträgen und aus Bewertungsreserven werden jeweils mit einem festen Prozentsatz pro Jahr aus der erreichten Summe von Rückzahlungs- und Bonusanspruch aus dem Rückzahlungsanspruch ermittelt. Hierzu werden die Zuwächse von SÜA 1 und SÜA 2 in einem Versicherungsjahr jeweils mit einem von der vereinbarten Beitragszahlungsdauer (bei Verträgen mit laufender Beitragszahlung) bzw. von der vereinbarten Vertragslaufzeit (bei Einmalbeitragsversicherungen) abhängigen Prozentsatz aus dem Zuwachs der mit der Anzahl der abgelaufenen Versicherungsjahre multiplizierten erreichten Summe von Rückzahlungs- und Bonusanspruch bestimmt. Die Sätze ergeben sich für alle 2016 erfolgenden schlussüberschussberechtigten Auszahlungen aus den Tabellen auf den Seiten 12 f.

Ermittlung der Bewertungsreserven

Die Anteile der einzelnen Verträge an den Bewertungsreserven werden einmal jährlich ermittelt, und zwar jeweils zum 31. Dezember. Diese Anteile sind dann für Auszahlungen im Folgejahr maßgeblich.

Die rechnerische Zuordnung auf die Gesamtheit der anspruchsberechtigten Verträge erfolgt im Verhältnis ihrer aus den Beiträgen finanzierten Rückstellungen zum Bilanzwert aller Kapitalanlagen des Sicherungsvermögens UBR. Die Zuordnung auf den einzelnen Vertrag erfolgt im Verhältnis der Summe der Guthaben des jeweiligen Vertrags zur Summe der Guthaben aller anspruchsberechtigten Verträge. Als Guthaben zählen dabei die Mittelwerte der Rückkaufswerte jeweils zum Beginn und zum Ende eines jeden Versicherungsjahres.

Die aktuellen Bewertungsreserven, die bei Auszahlungen der Beteiligung an den Bewertungsreserven zugrunde gelegt werden, werden monatlich ermittelt, und zwar jeweils zum Ablauf des dritten Arbeitstags des Monats.

Überschussbeteiligung in der Rückzahlungsphase beim Kindertarif und beim Tarif III S mit Pflegerente für bis Juli 2009 abgeschlossene Verträge (Rückzahlung in Form von Teilrückzahlungen)

Bei diesen Tarifen erfolgt in der Rückzahlungsphase die Überschussbeteiligung über zusätzliche Teilrückzahlungen. Diese zusätzlichen Teilrückzahlungen bestehen aus einem erworbenen und einem hinzukommenden Anteil. Der erworbene Anteil entsteht aus der in der Ansparphase erworbenen Überschussbeteiligung (einschließlich Beteiligung an den Bewertungsreserven).

Der hinzukommende Anteil der zusätzlichen Teilrückzahlungen ergibt sich als Differenz aus vereinbarten Teilrückzahlungen zuzüglich des erworbenen Anteils der zusätzlichen Teilrückzahlungen einerseits und den gesamten Teilrückzahlungen andererseits. Für die Ermittlung der gesamten Teilrückzahlung wird die gesamte Ablaufleistung mit einem Zins von 2,30 Prozentverrentet. Der hinzukommende Anteil der zusätzlichen Teilrückzahlungen besteht aus einer SÜA 1 (aus Kapitalerträgen) und einer SÜA 2 als Sockelbetrag der Beteiligung an den Bewertungsreserven. SÜA 1 beträgt 55,00 Prozent des hinzukommenden Anteils der zusätzlichen Teilrückzahlungen, SÜA 2 45,00 Prozent.

Überschussbeteiligung während der Leistung einer Pflegerente beim Tarif III S

Wird aus einem bis Juli 2009 abgeschlossenen Vertrag eine Rente wegen Schwerstpflegebedürftigkeit gezahlt, so beträgt die monatliche Überschussrente ein Zwölftel der jährlichen zusätzlichen Teilrückzahlung, die sich ergibt, wenn bis zum Beginn der Rückzahlungsphase alle Beiträge wie vereinbart gezahlt werden. Bei schwerer Pflegebedürftigkeit beträgt die Überschussrente zwei Drittel der Überschussrente bei Schwerstpflegebedürftigkeit. Die Aufstockung der Überschussrente auf die zu Beginn der Rückzahlungsphase erreichbaren zusätzlichen Teilrückzahlungen enthält bereits implizit eine Beteiligung an den Bewertungsreserven.

Wird aus einem ab August 2009 abgeschlossenen Vertrag eine Rente wegen Schwerstpflegebedürftigkeit gezahlt, so erfolgt die Überschussbeteiligung in Form einer Überschussrente. Diese besteht aus einem erworbenen und einem hinzukommenden Anteil. Der erworbene Anteil der Überschussrente entspricht einem Anteil der vereinbarten Rente.

Für die bis 2014 beginnenden Verträge ergibt sich dieser Anteil aus dem Verhältnis von erreichbarer Überschussbeteiligung (einschließlich Beteiligung an den Bewertungsreserven) zu erreichbarem Rückzahlungsanspruch, und zwar jeweils zum vereinbarten Ablauftermin. Der hinzukommende Anteil wird mit einem festen Prozentsatz aus der Summe von vereinbarter Rente und erworbenem Anteil der Überschussrente ermittelt. Dieser Prozentsatz beträgt 4,30 Prozent, wenn der Rechnungszins der Rente 2,25 Prozent beträgt (Vertragsabschluss bis Ende 2011) und 7,00 Prozent, wenn der Rechnungszins der Rente 1,75 Prozent beträgt (Vertragsabschluss ab 2012). Bei schwerer Pflegebedürftigkeit beträgt die Überschussrente zwei Drittel der Überschussrente bei Schwerstpflegebedürftigkeit. Durch die Berücksichtigung der erreichbaren Überschussbeteiligung zum vereinbarten Ablauftermin bei der Berechnung des erworbenen Anteils der Überschussrente ist implizit eine Beteiligung an den Bewertungsreserven gegeben.

Für die ab 2015 beginnenden Verträge ergibt sich der erworbene Anteil der Überschussrente aus dem Verhältnis von erreichter Überschussbeteiligung (einschließlich Beteiligung an den Bewertungsreserven) zu erreichbarem Rückzahlungsanspruch bei Verträgen mit laufender Beitragszahlung bzw. zu Nettoeinmalbeitrag bei Einmalbeitragsversicherungen. Der hinzukommende Anteil wird mit einem festen Prozentsatz aus der Summe von vereinbarter Rente und erworbenem Anteil der Überschussrente ermittelt. Dieser Prozentsatz beträgt 11,60 Prozent bei Verträgen mit laufender Beitragszahlung und 9,20 Prozent bei Einmalbeitragsversicherungen. Bei schwerer Pflegebedürftigkeit beträgt die Überschussrente zwei Drittel der Überschussrente bei Schwerstpflegebedürftigkeit. In den Prozentsätzen für den hinzukommenden Anteil der Überschussrente ist eine Beteiligung an den Bewertungsreserven berücksichtigt.

Überschussbeteiligung beim Sofortguthaben

Auf die Summe aus dem zu Beginn des Versicherungsjahres vorhandenen Restbetrag aus dem Sofortguthaben, dem erreichten Bonusanspruch und den erreichten Schlussüberschussanwartschaften wird ein fester Prozentsatz angewandt. Das Ergebnis ist der jährliche Ertrag aus dem Sofortguthaben.

Aus dem jährlichen Ertrag wird jeweils ein fester Anteilsatz für die hinzukommenden SÜA 1 und SÜA 2 (aus Kapitalerträgen und aus Bewertungsreserven) verwendet.

Der hinzukommende Bonusanspruch ergibt sich aus dem jährlichen Ertrag nach Abzug der hinzukommenden SÜA 1 und SÜA 2 und dem in diesem Jahr hinzukommenden garantierten Zins aus dem Restbetrag des Sofortguthabens.

Der Prozentsatz für den jährlichen Ertrag des 2016 beginnenden Versicherungsjahres – als Basis der Berechnung des hinzukommenden Bonusanspruchs gemäß obigen Ausführungen –, die Anteilsätze für SÜA 1 und SÜA 2 sowie der garantierte Zins ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

Sätze für das Sofortguthaben

Datum des Vertragsabschlusses garantierter Zins jährlicher Ertrag Anteilsatz für hinzukommende SÜA 1 Anteilsatz für hinzukommende SÜA 2
Einzel- und Familienversicherungen
Januar - Juni 2008 2,25% 2,55% 0,0% 11,0%
Juli 2008 - Dezember 2011 2,25% 2,85% 0,0% 21,0%
Januar 2012 - Dezember 2014 1,75% 2,85% 0,0% 38,0%
Firmenversicherungen
in den Jahren 2008 bis 2011 2,25 % 2,55% 0,0% 11,0 %
2012-2014 1,75% 2,55% 0,0% 31,0%

Bei Sofortguthaben im Einzel- und Familiengeschäft mit Vertragsbeginn ab 1. Juli 2008 werden die Schlussüberschussanwartschaften nicht fällig nach Kündigung der Versicherung.

Überschussbeteiligung in der Abrufphase beim Abruftarif

In der Abrufphase erfolgt die Überschussbeteiligung über Bonusansprüche, Schlussüberschussanwartschaften und eine Beteiligung an den Bewertungsreserven.

Die Bonusansprüche werden jährlich zugeteilt und sind dann in dieser Höhe garantiert. Die gesamten Bonusansprüche sind zusätzliche Kapitalleistungen, die zusammen mit dem Rückzahlungsanspruch und dem zusätzlichen Rückzahlungsanspruch bei Erleben des vereinbarten Rentenbeginns, im Todesfall oder bei Abruf fällig werden.

Schlussüberschussanwartschaften entstehen aus Kapitalerträgen und aus Bewertungsreserven. Ein Anspruch daraus entsteht bei Erleben des vereinbarten Rentenbeginns, im Todesfall oder bei Abruf.

Auf die zum Ende des vorangegangenen Versicherungsjahres erreichte Summe von Ansprüchen aus der Beitragsrückzahlung und aus der Überschussbeteiligung in der Abrufphase wird ein fester Prozentsatz angewandt. Das Ergebnis ist der jährliche Ertrag in der Abrufphase. Dieser feste Prozentsatz beträgt 2,30 Prozent.

Aus dem jährlichen Ertrag wird jeweils ein fester Anteilsatz für die hinzukommenden Schlussüberschussanwartschaften aus Kapitalerträgen (SÜA 1) und aus Bewertungsreserven (SÜA 2) verwendet. Diese Sätze sind in der unten stehenden Tabelle aufgeführt.

Der hinzukommende Bonusanspruch ergibt sich aus dem jährlichen Ertrag nach Abzug der hinzukommenden SÜA 1 und SÜA 2 (aus Kapitalerträgen und aus Bewertungsreserven) und des in diesem Jahr hin zukommenden zusätzlichen Rückzahlungsanspruchs. Der jährlich hinzukommende zusätzliche Rückzahlungsanspruch wird mit einem festen Prozentsatz aus der zum Ende des vorangegangenen Versicherungsjahres erreichten Summe von Rückzahlungs- und zusätzlichem Rückzahlungsanspruch ermittelt.

Sätze für Abruf phase beim Abruftarif

Datum des Vertragsabschlusses Satz für den jährlichen Ertrag in der Abrufphase Satz für den jährlich hinzukommenden zusätzlichen Rückzahlungsanspruch Anteilsatz für hinzukommende SÜA 1 Anteilsatz für hinzukommende SÜA 2
2008 – 2011 2,3 % 2,0 % 0,0 % 13,0%
2012 – 2014 2,3 % 1,5 % 0,0 % 34,0%

Rückzahlungsphase der UBR-Rentenversicherungen

In dieser Phase werden die Überschussrenten so festgelegt, dass eine Gesamtverzinsung von 3,30 Prozent verwendet wird, der jährliche Erhöhungssatz für die Gesamtrente beträgt 0,55 Prozent. In der Gesamtverzinsung ist implizit eine Beteiligung an den Bewertungsreserven enthalten.

2 Bestand der vor dem 1. Januar 2008 abgeschlossenen Verträge

Für die Überschussbeteiligung dieses Bestands (im Folgenden „Bestand WG-alt") sind die geschäftsplanmäßigen Festlegungen (reguliertes Geschäft) beziehungsweise vertraglichen Vereinbarungen (dereguliertes Geschäft) maßgeblich.

Um auch die bis 2007 abgeschlossenen Verträge angemessen an den Bewertungsreserven zu beteiligen, wird eine Alternativrechnung inklusive der Beteiligung an Bewertungsreserven durchgeführt. Wenn die Alternativrechnung zu einem höheren Ergebnis führt, wird die Differenz als zusätzliche Leistung erbracht. Hierdurch wird eine angemessene Beteiligung der Bestandskunden an den Bewertungsreserven sichergestellt.

Die Überschussbeteiligung für die Alternativrechnung wird für jede Bestandsgruppe unter Berücksichtigung der jeweiligen Gesamtverzinsung und des jeweiligen Rechnungszinses adjustiert, SÜA 1 und SÜA 2 werden wie im Bestand WG-neu angesetzt.

2.1 Überschussbeteiligung nach den vertraglichen Vereinbarungen (vor dem 1. Januar 2008 gültiges System)

Gewinnverband UPR 1988

Bei diesem Gewinnverband werden in dem 2016 beginnenden Versicherungsjahr keine hinzukommenden Bonusansprüche erworben.

Gewinnverband AV-UPR

Im Gewinnverband AV-UPR gelten für Versicherungsjahre mit Beginn 2016 folgende Bonussätze, die sich auf die gewinnberechtigte Rückgewährsumme beziehen:

Bonussätze im Gewinnverband AV-UPR

%
Für jedes abgelaufene Versicherungsjahr mit Beitragszahlung und jedes tariflich beitragsfreie Versicherungsjahr 0,3794
Hierbei zuzüglich
für jedes nach dem 5. bis zum 30. Versicherungsjahr abgelaufene Versicherungsjahr 0,0023
für jedes nach dem 30. Versicherungsjahr abgelaufene Versicherungsjahr 0,0030
Fürjedes nicht tariflich beitragsfreie Versicherungsjahr 0,2000

Gewinnverband UPR 1994

Im Gewinnverband UPR 1994 wird in der Ansparphase der jährlich hinzukommende Bonusanspruch mit einem festen Prozentsatz aus der zum Ende des vorausgegangenen Versicherungsjahres erreichten Summe aus Rückzahlungs- und Bonusanspruch ermittelt.

Hier ist zu unterscheiden zwischen Versicherungen, die bis zum 30. Juni 2004 beginnen, und solchen mit späterem Beginn.

Versicherungen mit Beginn bis zum 30. Juni 2004

Bei diesen Versicherungen beträgt der Garantiezins 3,50 Prozent. In dem 2016 beginnenden Versicherungsjahr wird kein hinzukommender Bonusanspruch erworben.

Der Schlussgewinn wird mit einem festen Prozentsatz pro Jahr der Beitragszahlung aus der erreichten Summe von Rückzahlungs- und Bonusanspruch ermittelt. Hierzu wird der Zuwachs des Schlussgewinns in einem Versicherungsjahr jeweils mit einem Prozentsatz aus dem Zuwachs der mit der Anzahl der abgelaufenen Jahre der Beitragszahlung multiplizierten erreichten Summe von Rückzahlungs- und Bonusanspruch bestimmt. Bei schlussgewinnberechtigten Auszahlungen, die 2016 erfolgen, beträgt dieser Satz 0,15 Prozent für 2011 bis 2014 endende Versicherungsjahre, 0,20 Prozent für das 2010 endende Versicherungsjahr und 0,25 Prozent für frühere Versicherungsjahre. Für 2015 und später endende Versicherungsjahre gibt es keinen Schlussgewinnzuwachs.

Versicherungen mit Beginn ab 1. Juli 2004

Hier gelten unterschiedliche Prozentsätze für den jährlich hinzukommenden Bonusanspruch je nach dem Rechnungszins der Beitragskalkulation.

Prozentsatz für Bonus bei Versicherungen mit Beginn ab 1. Juli 2004

Rechnungszins der Beitragskalkulation
2,85 3,10 3,25 3,50
--- --- --- --- ---
% % % %
--- --- --- --- ---
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung und beitragsfreie Zeiten bei nicht gekündigten Verträgen bis zum 20. Versicherungsjahr 0,00 0,00 0,00 0,00
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung und beitragsfreie Zeiten bei nicht gekündigten Verträgen ab dem 21. Versicherungsjahr 0,11 0,00 0,00 0,00
Beitragsfreie Zeiten bei gekündigten Verträgen 0,00 0,00 0,00 0,00

Diese Sätze gelten jeweils für alle Ansprüche, die in dem 2016 beginnenden Versicherungsjahr erworben werden.

Bei den Versicherungen mit Beginn ab 1. Juli 2004 wird der hinzukommende Schlussgewinn mit einem festen Prozentsatz pro Jahr aus der erreichten Summe von Rückzahlungs- und Bonusanspruch ermittelt. Hierzu wird der Zuwachs des Schlussgewinns in einem Versicherungsjahr jeweils mit einem Prozentsatz aus dem Zuwachs der mit der Anzahl der abgelaufenen Versicherungsjahre – maximal 20 Jahre – multiplizierten erreichten Summe von Rückzahlungs- und Bonusanspruch bestimmt. Dieser Satz beträgt für alle 2016 erfolgenden schlussgewinnberechtigten Auszahlungen 0,20 Prozent für ab 2011 bis 2014 endende Versicherungsjahre, 0,30 Prozent für das 2010 endende Versicherungsjahr und 0,35 Prozent für frühere Versicherungsjahre. Für die 2015 und 2016 endenden Versicherungsjahre hängt der Satz wie folgt vom Rechnungszins der Beitragskalkulation ab:

Rechnungszins der Beitragskalkulation
2,85% 3,10 % 3,25% 3,50 %
--- --- --- --- ---
Satz für den Schlussgewinnzuwachs im 2015 endenden Versicherungsjahr 0,34 0,28 0,17 0,00
Satz für den Schlussgewinnzuwachs im 2016 endenden Versicherungsjahr 0,18 0,00 0,00 0,00

Beim Tarif III S mit Pflegerente und – für ab 2007 beginnende Verträge – beim Kindertarif erfolgt in der Rückzahlungsphase die Überschussbeteiligung über zusätzliche Teilrückzahlungen. Die zusätzlichen Teilrückzahlungen ergeben sich als Differenz aus vereinbarten und gesamten Teilrückzahlungen. Für die Ermittlung der gesamten Teilrückzahlung wird die gesamte Ablaufleistung mit einem Zins von 2,30 Prozentverrentet.

Wird beim Tarif III S eine Rente wegen Schwerstpflegebedürftigkeit gezahlt, so beträgt die monatliche Gewinnrente ein Zwölftel der jährlichen zusätzlichen Teilrückzahlung, die sich ergibt, wenn bis zum Beginn der Rückzahlungsphase alle Beiträge wie vereinbart gezahlt werden. Bei schwerer Pflegebedürftigkeit beträgt die Gewinnrente zwei Drittel der Gewinnrente bei Schwerstpflegebedürftigkeit.

Beim Sofortguthaben ergibt sich der Bonus, der in dem 2016 beginnenden Versicherungsjahr hinzukommt, als Differenz der beiden folgenden Beträge:

der jährliche Ertrag, der mit einem bestimmten Prozentsatz aus dem zu Beginn des Versicherungsjahres vorhandenen, nicht verbrauchten Sofort-guthaben zuzüglich erreichtem Bonusanspruch ermittelt wird,
der hinzukommende garantierte Zins aus dem zu Beginn des Versicherungsjahres vorhandenen, nicht verbrauchten Sofortguthaben.

Die Sätze sind wie folgt:

Sätze für das Sofortguthaben (Vertragsbeginn vor 2008)

Datum des Vertragsabschlusses Garantierter Zins Jährlicher Ertrag
2006 2,75 % 2,75 %
2007 2,25 % 2,55 %

In der Abrufphase des Abruftarifs ergibt sich die Überschussbeteiligung als Differenz zwischen Gesamtleistung und garantierter Leistung. Die garantierte Leistung entsteht durch Aufzinsung der Ablaufleistung aus der Ansparphase mit dem für die Abrufphase garantierten Zins. Dieser beträgt 2,00 Prozent für Versicherungen mit Beginn 2007 und 2,50 Prozent für vor 2007 beginnende Versicherungen. Die Gesamtleistung entsteht durch Aufzinsung der Ablaufleistung mit 2,30 Prozent für Versicherungen mit Beginn 2007 und 2,50 Prozent für vor 2007 beginnende Versicherungen.

Rückzahlungsphase der UBR-Rentenversicherungen

In dieser Phase werden die Überschussrenten so festgelegt, dass eine Gesamtverzinsung von 3,30 Prozent verwendet wird. Der jährliche Erhöhungssatz für die Gesamtrente beträgt 0,05 Prozent, wenn der Garantiezins 3,25 Prozent ist. Ansonsten beträgt der jährliche Erhöhungssatz 0,55 Prozent.

2.2 Überschussbeteiligung des Bestands WG-alt für die Alternativrechnung (Systematik für den Bestand VVG-neu)

Die Überschussbeteiligung setzt sich zusammen aus Bonus und SÜA 1 als Beteiligung an den Überschüssen aus Kapitalerträgen und aus einer Beteiligung an den Bewertungsreserven. Für die Beteiligung an den Bewertungsreserven wird unabhängig von der aktuellen tatsächlichen Höhe zum Auszahlungszeitpunkt mindestens ein Sockelbetrag als SÜA 2 geleistet.

In der Ansparphase wird der jährlich hinzukommende Bonusanspruch mit einem festen Prozentsatz aus der zum Ende des vorausgegangenen Versicherungsjahres erreichten Summe aus Rückzahlungs- und Bonusanspruch ermittelt. Dieser Prozentsatz ergibt sich aus der folgenden Tabelle:

Prozentsatz für Bonus nach Alternativrechnung

Für Versicherungsjahre mit Beginn
vor 2002 im Jahr 2002 ab 2003 bis 2009 im Jahr 2010 ab 2011 bis 2012 im Jahr 2013 im Jahr 2014 im Jahr 2015 ab 2016
--- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
% % % % % % % % %
--- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Gewinnverband UPR 1988
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung 3,10 2,15 0,95 0,75 0,35 0,07 0,07 0,00 0,00
Beitragsfreie Versicherungsjahre 2,10 1,15 0,15 0,10 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gewinnverband AV-UPR
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung und beitragsfreie Zeiten bei nicht gekündigten Verträgen 2,80 1,90 0,85 0,75 0,35 0,07 1,18 1,18 0,15
Beitragsfreie Versicherungsjahre bei gekündigten Verträgen 1,80 0,90 0,15 0,10 0,00 0,00 0,68 0,68 0,00
Gewinnverband UPR 1994
Versicherungen nach BB UPR 94
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung bei Versicherungen mit einem Rückzahlungstermin 3,15 2,45 0,95 0,75 0,35 0,07 0,00 0,00 0,00
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung bei Versicherungen mit mehreren Rückzahlungsterminen 3,40 2,70 1,10 0,75 0,35 0,07 0,00 0,00 0,00
Beitragsfreie Versicherungsjahre 2,15 1,45 0,15 0,10 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Versicherungen nach BB UPR 98 oder später, Beginn bis 30.06.2004, Rechnungszins der Beitragskalkulation 3,5%
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung und beitragsfreie Zeiten bei nicht gekündigten Verträgen 3,15 2,45 0,95 0,75 0,35 0,07 0,00 0,00 0,00
Beitragsfreie Zeiten bei gekündigten Verträgen 2,15 1,45 0,15 0,10 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Versicherungen mit Beginn ab 01.07.2004, Rechnungszins der Beitragskalkulation 3,5%
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung und beitragsfreie Zeiten bei nicht gekündigten Verträgen 0,95 0,75 0,35 0,07 0,00 0,00 0,00
Beitragsfreie Zeiten bei gekündigten Verträgen 0,30 0,10 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Versicherungen mit Rechnungszins der Beitragskalkulation 3,25%
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung und beitragsfreie Zeiten bei nicht gekündigten Verträgen 1,30 1,05 0,65 0,40 0,25 0,00 0,00
Beitragsfreie Zeiten bei gekündigten Verträgen 0,65 0,40 0,10 0,00 0,00 0,00 0,00
Versicherungen mit Rechnungszins der Beitragskalkulation 3,1%
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung und beitragsfreie Zeiten bei nicht gekündigten Verträgen 1,40 1,25 0,85 0,57 0,42 0,00 0,00
Beitragsfreie Zeiten bei gekündigten Verträgen 0,85 0,70 0,40 0,12 0,00 0,00 0,00
Versicherungen mit Rechnungszins der Beitragskalkulation 2,85%
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung und beitragsfreie Zeiten bei nicht gekündigten Verträgen 1,70 1,55 1,15 0,87 0,72 0,18 0,00
Beitragsfreie Zeiten bei gekündigten Verträgen 1,15 1,00 0,70 0,42 0,27 0,00 0,00

Diese Sätze gelten für alle Ansprüche, die bis zum Ende des 2016 beginnenden Versicherungsjahres erworben werden.

Die Zuwächse der SÜA 1 und der SÜA 2 in einem Versicherungsjahr werden jeweils mit einem von der vereinbarten Beitragszahlungsdauer abhängigen Prozentsatz aus dem Zuwachs der mit der Anzahl der abgelaufenen Versicherungsjahre multiplizierten erreichten Summe von Rückzahlungs- und Bonusanspruch ermittelt. Die Prozentsätze sind in den Tabellen auf Seite 12 f. aufgeführt.

Die Überschussbeteiligung in der Rückzahlungsphase beim Kindertarif, beim Tarif III S mit Pflegerente und in der Abrufphase des Abruftarifs ist für die Alternativrechnung wie beim Bestand VVG-neu beschrieben. Beim Abruftarif lauten die Sätze:

Sätze für Abrufphase beim Abruftarif (Alternativrechnung)

Datum des Vertragsabschlusses Satz für den jährlichen Ertrag in der Abrufphase Satz für den jährlich hinzukommenden zusätzlichen Rückzahlungsanspruch Anteilsatz für hinzukommende SÜA 1 Anteilsatz für hinzukommende SÜA 2
vor 2007 2,50 % 2,50 % 0,00 % 0,00 %
2007 2,30 % 2,00 % 0,00 % 13,00 %

Auch beim Sofortguthaben ist die Überschussbeteiligung für die Alternativrechnung wie oben beim Bestand VVG-neu beschrieben. Dabei gelten für das 2016 beginnende Versicherungsjahr folgende Prozent- und Anteilsätze bei Einzel- und Familien- sowie Firmenversicherungen:

Sätze für das Sofortguthaben (Alternativrechnung)

Sätze für Versicherungsjahre, die ab 2016 enden
Datum des Vertragsabschlusses Jährlicher Ertrag Garantierter Zins Anteilsatz für hinzukommende SÜA 1 Anteilsatz für hinzukommende SÜA 2
--- --- --- --- ---
2006 2,75 % 2,75 % 0,00 % 0,00 %
2007 2,55 % 2,25 % 0,00 % 11,00 %

Die Bemessungsgrößen für die Beteiligung an den Bewertungsreserven ergeben sich aus dem Verhältnis der Summe der Guthaben des jeweiligen Vertrags zur Summe der Guthaben aller anspruchsberechtigten Verträge. Als Guthaben zählen dabei die Mittelwerte der Rückkaufswerte jeweils zum Beginn und zum Ende eines jeden Versicherungsjahres. Der Verlauf der Rückkaufswerte vor dem 31. Dezember 2007 wird aus dem Rückkaufswert zum 31. Dezember 2007 durch ein versicherungsmathematisches Verfahren approximiert. Die Bewertungsreserven werden einheitlich für alle Teilbestände des Bestands WG-alt und des Bestands WG-neu geschlüsselt.

In der Rückzahlungsphase der UBR-Rentenversicherungen und während des Pflegerentenbezugs beim Tarif III S stimmen die Überschussbeteiligung im Bestand VVG-alt und die im Bestand WG-neu überein, sodass eine Alternativrechnung hier entbehrlich ist.

Sätze für die SÜA 1 bei Versicherungen mit laufender Beitragszahlung

Sätze für Versicherungsjahre, die vor 2014 enden Sätze für Versicherungsjahre, die 2014 enden
Vereinbarte Beitragszahlungsdauer in Jahren für Verträge mit Kalkulationszins 3,50% im Gewinnverband UPR 1994 alle anderen Verträge
--- --- --- ---
% % %
--- --- --- ---
5 bis 7 0,00 0,00 0,00
8 bis 9 0,01 0,00 0,01
10 bis 12 0,02 0,00 0,02
13 bis 14 0,03 0,00 0,03
15 bis 17 0,04 0,00 0,04
18 bis 19 0,05 0,01 0,05
20 bis 21 0,06 0,02 0,06
22 bis 23 0,07 0,03 0,07
24 bis 25 0,08 0,04 0,08
26 bis 27 0,09 0,05 0,09
28 bis 29 0,10 0,06 0,10
30 bis 31 0,11 0,07 0,11
32 bis 33 0,12 0,08 0,12
34 bis 37 0,13 0,09 0,13
38 bis 41 0,14 0,10 0,14
ab 42 0,15 0,11 0,15
Sätze für Versicherungsverträge, die 2015 enden
Vereinbarte Beitragszahlungsdauer in Jahren Gewinnverband UPR 1988 und Verträge mit Kalkulationszins 3,25 % oder 3,50% im Gewinnverband UPR 1994 Gewinnerband AV-UPR und Verträge mit Kalkulationszins 2,85 %, 2,95 % oder 3,00 % im Gewinnverband UPR 1994 Verträge mit Kalkulationszins 3,10 % im Gewinnverband UPR 1994 Verträge mit Kalkulationszins 2,35 % im Gewinnverband UPR 1994
--- --- --- --- ---
% % % %
--- --- --- --- ---
5 bis 7 0,00 0,00 0,00 0,32
8 bis 9 0,00 0,01 0,00 0,33
10 bis 12 0,00 0,02 0,00 0,34
13 bis 14 0,00 0,03 0,00 0,35
15 bis 17 0,00 0,04 0,00 0,36
18 bis 19 0,00 0,05 0,00 0,37
20 bis 21 0,00 0,06 0,00 0,38
22 bis 23 0,00 0,07 0,00 0,39
24 bis 25 0,00 0,08 0,01 0,40
26 bis 27 0,00 0,09 0,02 0,41
28 bis 29 0,00 0,10 0,03 0,42
30 bis 31 0,00 0,11 0,04 0,43
32 bis 33 0,00 0,12 0,05 0,44
34 bis 37 0,00 0,13 0,06 0,45
38 bis 41 0,00 0,14 0,07 0,46
ab 42 0,00 0,15 0,08 0,47
Sätze für Versicherungsjahre, die ab 2016 enden
Vereinbarte Beitragszahlungsdauer in Jahren
--- ---
%
--- ---
5 bis 7 0,00
8 bis 9 0,00
10 bis 12 0,00
13 bis 14 0,00
15 bis 17 0,00
18 bis 19 0,00
20 bis 21 0,00
22 bis 23 0,00
24 bis 25 0,00
26 bis 27 0,00
28 bis 29 0,00
30 bis 31 0,00
32 bis 33 0,00
34 bis 37 0,00
38 bis 41 0,00
ab 42 0,00

Die Sätze für SÜA 2 ergeben sich für die Versicherungen mit laufender Beitragszahlung jeweils als Differenz des obigen Satzes für SÜA 1 zum Satz für die Schlussüberschussanwartschaft gesamt gemäß der nachfolgenden Tabelle.

SÜA2=SÜA–SÜA1

Sätze für die SÜA gesamt bei Versicherungen mit laufender Beitragszahlung

Versicherungsjahre Versicherungen SÜA gesamt
die vor 2010 enden alle 0,55 %
die 2010 enden alle 0,45 %
die 2011 bis 2013 enden alle 0,35 %
die 2014 enden mit Kalkulationszins 3,50% im Gewinnverband UPR 1994 0,31 %
alle anderen 0,35 %
die 2015 enden im Gewinnverband UPR 1988 und Verträge mit Kalkulationszins 3,50 % im Gewinnverband UPR 1994 0,00 %
im Gewinnverband AV-UPR und Verträge mit Kalkulationszins 2,85 %, 2,95 % oder 3,00% im Gewinnverband UPR 1994 0,35%
Verträge mit Kalkulationszins 3,25 % im Gewinnverband UPR 1994 0,17 %
Verträge mit Kalkulationszins 3,10% im Gewinnverband UPR 1994 0,28 %
Verträge mit Kalkulationszins 2,35 % im Gewinnverband UPR 1994 0,67 %
die ab 2016 enden im Gewinnverband UPR 1988 und Verträge mit Kalkulationszins 3,10%, 0,00 %
3,25 % oder 3,50% im Gewinnverband UPR 1994 im Gewinnverband AV-UPR 0,35 %
Verträge mit Kalkulationszins 3,00% im Gewinnverband UPR 1994 0,07 %
Verträge mit Kalkulationszins 2,95 % im Gewinnverband UPR 1994 0,09 %
Verträge mit Kalkulationszins 2,85 % im Gewinnverband UPR 1994 0,18 %
Verträge mit Kalkulationszins 2,35 % im Gewinnverband UPR 1994 0,43 %

Sätze für die SÜA 1 bei Versicherungen gegen Einmalbeitrag

Vereinbarte Vertragslaufzeit in Jahren Sätze für Versicherungsjahre, die 2015 enden Sätze für Versicherungsjahre, die ab 2016 enden
% %
--- --- ---
9 0,29 0,00
10 0,31 0,01
11 0,34 0,03
12 0,36 0,04
13 0,38 0,05
14 0,41 0,07
15 0,43 0,08
16 0,45 0,09
17 0,48 0,11
18 0,50 0,12
19 0,52 0,13
20 0,54 0,14
21 0,57 0,16
22 0,59 0,17
23 0,61 0,18
24 0,64 0,20
25 0,66 0,21

Für Versicherungen gegen Einmalbeitrag ist der Satz für die SÜA 2 durchgehend 0,64 Prozent für Versicherungsjahre, die 2015 enden, und 0,62 Prozent für Versicherungsjahre, die 2016 enden.

Überschussbeteiligung in der Invaliditäts-Zusatzversorgung von Kindern und bei der Unfallrente

Bei diesen Versicherungen werden die laufenden Renten zum 1. Januar 2017 nicht erhöht.

Das Papier entspricht den Anforderungen des Blauen Engels.

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