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Allianz SE Annual Report 2011

Sep 20, 2012

29_rns_2012-09-20_ba4970a3-ce36-497c-937d-0ebd28104150.html

Annual Report

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Publication

Allianz Versicherungs-AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Geschäftsbericht 2011

Auf einen Blick

Allianz Versicherungs-AG

2011 Veränderung zum Vorjahr

%
2010 2009
Beitragseinnahmen brutto Mio € 8.906 - 0,4 8.943 9.100
Selbstbehaltquote % 81,3 81,0 79,1
Leistungen an Kunden Mio € 5.712 2,3 5.581 5.095
Schadenquote für eigene Rechnung (f. e. R.) % 75,7 74,6 68,4
Kostenquote f. e. R. % 26,5 27,1 26,8
Kombinierte Schaden-Kosten-Quote % 102,2 101,7 95,2
Versicherungstechnisches Ergebnis Mio € 165 - 57,0 384 725
Nichtversicherungstechnisches Ergebnis Mio € 732 94,7 376 324
Außerordentliches Ergebnis Mio € - 43 - 44 52
Ergebnis vor Steuern Mio € 854 19,1 717 1.102
Jahresüberschuss 1 Mio € 554 12,1 494 700
Umsatzrendite vor Steuern 2 % 12,4 10,5 14,7
Ergebnisabführung Mio € 537 552 745
Verwaltete Kapitalanlagen Mio € 21.016 - 0,6 21.147 21.136
Eigenkapital Mio € 2.303 2.305 2.520
Eigenkapitalquote (in % der Beiträge f. e. R.) 3 % 35,0 35,0 35,0
Eigenkapitalrendite 3 % 33,7 28,4 47,6
Versicherungstechnische Rückstellungen Mio € 17.132 16.841 16.747
Anzahl der Verträge Mio 36,1 - 2,7 37,1 38,1
Anzahl der Risiken Mio 49,0 - 4,1 51,1 52,9

1 vor Ergebnisabführung

2 ohne außerordentliches Ergebnis

3 ohne ausstehende Einlage

Inhalt

Mitglieder des Vorstands

Lagebericht

Jahresabschluss

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bericht des Aufsichtsrats

Mitglieder des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands

Severin Moser

Vorsitzender des Vorstands

Übergreifende Funktionen

zugleich Mitglied des Vorstands

Allianz Deutschland AG

Dr. Wolfgang Brezina

Personal

zugleich Mitglied des Vorstands

Allianz Deutschland AG

Karsten Crede

Global Automotive

Dr. Karl-Walter Gutberlet

Maklervertrieb

Jens Lison

Privatkunden

Mathias Scheuber

Schaden

seit 1. April 2011

Rainer Schwarz

Finanzen

zugleich Mitglied des Vorstands

Allianz Deutschland AG

Dr. Walter Tesarczyk

Firmenkunden

Lagebericht

Die Beitragseinnahmen der Allianz Versicherungs-AG gingen im Geschäftsjahr 2011 um 0,4 Prozent zurück. Wie bereits im Vorjahr sind wetterbedingte Ereignisse der Grund für hohe Schadenbelastungen. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle nahmen zu. Das versicherungstechnische Ergebnis liegt mit 165 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert (384 Millionen Euro). Aufgrund des höheren Ergebnisses aus Kapitalanlagen lag das Ergebnis vor Steuern mit 854 Millionen Euro über dem Niveau des Vorjahrs (717 Millionen Euro).

Allgemeine Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Wirtschaftliche Dynamik lässt nach

Die Weltkonjunktur konnte das hohe Expansionstempo des Jahrs 2010 nicht halten und hat 2011 an Schwung verloren. Dies geht auf mehrere Faktoren zurück. Dazu zählen vor allem die beginnende Haushaltskonsolidierung in den Industrieländern und die graduelle Normalisierung der Geldpolitik in den Schwellenländern. Hinzu kamen allgemeine Kaufkraftverluste infolge des Rohstoffpreisanstiegs sowie Produktionsunterbrechungen infolge der Naturkatastrophe und des Reaktorunfalls in Japan. Spätestens seit Jahresmitte 2011 überlagerte zudem die anhaltende Unruhe an den Finanzmärkten alle anderen Konjunktursorgen. Die Skepsis der Marktteilnehmer, inwieweit wichtige Industrieländer, vor allem einige EWU-Staaten, ihre öffentlichen Finanzen wieder konsolidieren können, führte zu hoher Nervosität an den Märkten. Besonders groß wurde das Misstrauen gegenüber und unter den Banken. Die Kombination aus erhöhter Unsicherheit und ungünstigeren Finanzierungskosten belasteten die wirtschaftliche Entwicklung.

Der Abschwächung des weltwirtschaftlichen Wachstums konnte sich Deutschland nicht entziehen. Insbesondere im 2. Halbjahr wuchs die deutsche Wirtschaft deutlich moderater. Zur Konjunkturstütze wurde die weiterhin günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt. Der kontinuierliche Arbeitsplatzaufbau stärkte die Einkommen und die Konsumbereitschaft. Insgesamt legte das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2011 noch um 3,0 Prozent zu. Damit verlief die deutsche Konjunktur wie bereits 2010 deutlich dynamischer als im übrigen Euroraum (+1,5 Prozent).

Einkommen und Konsumneigung legen zu

Die Arbeitseinkommen stiegen 2011 um 4,5 Prozent, so stark wie seit 1992 nicht mehr. Hinter dieser positiven Entwicklung standen ein Plus der Beschäftigung sowie ein höherer Effektivverdienst je Arbeitnehmer. Allerdings fiel der Zuwachs der Nettoarbeitseinkommen etwas geringer aus; hier machte sich nicht zuletzt die Lohnsteuerprogression negativ bemerkbar. Unter Berücksichtigung der monetären Sozialleistungen und der Summe der Einkommen aus Gewinnen, Vermögen und selbstständiger Tätigkeit stiegen die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte 2011 insgesamt um 3,3 Prozent.

Nach Abzug der Preissteigerung von 2,3 Prozent verblieb damit ein Zuwachs der Realeinkommen von 1,0 Prozent. Dies führte, zusammen mit niedrigen Zinsen, zu einer relativ hohen Konsumneigung, während die Sparquote leicht auf 11,1 Prozent zurückging.

Geldvermögen der privaten Haushalte trotzen der Unsicherheit

Die Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland stiegen nach Schätzung von Allianz Global Investors bis zum Jahresende 2011 auf 4,7-Billionen Euro und lagen damit rund 1 Prozent über dem Vorjahresstand. Trotz der Turbulenzen an den Kapitalmärkten verzeichneten die privaten Geldvermögen damit ein solides, wenn auch gegenüber dem Vorjahr abgeschwächtes Wachstum. Das Anlageverhalten der privaten Haushalte hat sich dabei wenig verändert. Nach wie vor standen Liquidität und Sicherheit an erster Stelle. Dementsprechend war der Anteil der Bankeinlagen am gesamten Geldvermögen mit rund 40 Prozent unverändert hoch. Zugleich stiegen die Vermögen, die in Form von Versicherungen gespart wurden, wie in den Vorjahren kontinuierlich an. Dagegen herrschte gegenüber Wertpapieren, insbesondere Aktien, deutliche Zurückhaltung.

Aktienkurse zollen der Eurokrise Tribut

Die anhaltende Erholung des Aktienmarktes seit der Finanzkrise endete im Sommer 2011 abrupt. Zum Jahresschluss lag der DAX gegenüber dem Vorjahr mit beinahe 16 Prozent deutlich im Minus. Darin spiegeln sich eine steigende Unsicherheit und zunehmende Konjunktursorgen aufgrund der Eurokrise. Auch wenn viele Unternehmen gute Gewinne erzielten, mieden immer mehr Investoren das Risiko eines Aktienengagements.

Noch deutlicher wirkte sich die Eurokrise auf die Rentenmärkte aus. Die Zinsdifferenzen zwischen deutschen Bundesanleihen und Anleihen der Peripherieländer weiteten sich kontinuierlich aus und verzeichneten neue Rekordstände seit Einführung der gemeinsamen Währung. In Italien und Spanien erreichten die Zinsaufschläge historische Höchststände. Gegen Ende des Jahrs zog die Krise zunehmend auch andere Kernländer in ihren Sog. In dieser Situation eines um sich greifenden Vertrauensverlusts bildeten Bundesanleihen einen Hort der Stabilität. Sie profitierten von der Flucht in die Sicherheit, so- dass die Zinsen für 10-jährige Bundesanleihen am Jahresende auf einem historischen Tief von 1,8 Prozent notierten.

Versicherungswirtschaft

Anhaltende Belebung auf der Beitragsseite

Nach vorläufigen Erhebungen des GDV verzeichnete die Schaden- und Unfallversicherung im Jahr 2011 einen Beitragsanstieg um 2,7 Prozent. Ausschlaggebend ist hier vor allem die Kraftfahrtversicherung mit einem Zuwachs von 3,5 Prozent nach 0,5 Prozent im Vorjahr. Damit meldet der Verband hier ein Plus im zweiten Jahr in Folge. Auch alle weiteren Sparten trugen zum Wachstum bei.

Die Schadenaufwendungen nahmen 2011 um 2,6 Prozent erneut zu. Viele regionale Naturereignisse, aber auch der konjunkturelle Aufschwung, der mehr Versicherungsfälle mit sich bringt, verhinderten eine Entspannung auf der Schadenseite. Die marktweite Schaden-Kosten-Quote (nach HGB) dürfte laut Verbandseinschätzung mit 99 Prozent leicht über dem Vorjahr (98..Prozent) liegen.

Veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen

Rechtliche Rahmenbedingungen

Unisextarife

Mit Wirkung zum 21. Dezember 2012 wird die europarechtliche Befugnis der Mitgliedstaaten unwirksam, bei der Kalkulation von Versicherungstarifen Differenzierungen nach dem Geschlecht zuzulassen, auch wenn dies statistisch gerechtfertigt ist. Dies hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am 1. März 2011 entschieden. Diese Entscheidung wirkt sich in der Schaden- und Unfallversicherung auf die Produktgestaltung und Tarifierung aus. Auf bereits bestehende Verträge hat das Urteil keine Auswirkungen. Die neue Rechtslage gilt nur für Verträge, die ab dem 21. Dezember 2012 abgeschlossen werden.

BGH-Entscheidung zur Verletzung vertraglicher Obliegenheiten

Versicherer können sich bei Verträgen, die vor dem 1. Januar 2008 abgeschlossen wurden, nicht mehr auf die Verletzung vertraglich festgelegter Obliegenheiten berufen, wenn sie die Option, die entsprechenden Vertragsklauseln bis zum 31. Dezember 2008 an die neuen Regelungen im Versicherungsvertragsgesetz anzupassen, nicht genutzt haben. Dies hat der Bundesgerichtshof am 12. Oktober 2011 entschieden.

Geschäftsverlauf

Versicherungsgeschäft

Beitragseinnahmen

Die Bruttobeitragseinnahmen aus dem direkten und dem indirekten Geschäft nahmen gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent auf 8.906 (8..943) Millionen Euro ab. Klammert man im Jahr 2010 das Geschäft unserer damaligen Niederlassung in China, die mittlerweile in eine eigene Versicherungsgesellschaft der Allianz Gruppe überführt wurde, aus, so betrug der Umsatzrückgang 0,2 Prozent. Im direkten Geschäft verminderten sich die Bruttobeitragseinnahmen um 0,7 Prozent auf 8.845 (8.908) Millionen Euro. Die Einnahmen im indirekten Geschäft stiegen auf 61 (36) Millionen Euro.

In der Unfall- und Krankenversicherung stiegen die Bruttobeiträge um 1,6 Prozent auf 1.585 (1.560) Millionen Euro. Dieser Anstieg resultierte vor allem aus höheren Einmalbeiträgen in der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung (UBR). Ein Rückgang musste hingegen in der Unfall-Risikoversicherung verzeichnet werden.

In der Haftpflichtversicherung erreichten die Beitragseinnahmen mit 1.119 (1.120) Millionen Euro nahezu das Niveau des Vorjahres. Zuwächse gab es insbesondere bei gewerblichen Verträgen, deren Höhe vom Umsatz unserer Kunden abhängt, sowie aufgrund des positiven Neugeschäfts. Die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung konnte hingegen aufgrund marktgetriebener Prämienreduktionen nicht an die positive Vorjahresentwicklung anknüpfen.

Die Beitragseinnahmen in der Kraftfahrtversicherung gingen um 1,9 Prozent auf 3.021 (3.080) Millionen Euro zurück. In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung nahmen die Beitragseinnahmen um 1,8 Prozent auf 1.741 (1.774) Millionen Euro ab, in den Sonstigen Kraftfahrtversicherungen gingen die Beitragseinnahmen um 2,0 Prozent auf 1.280 (1.306) Millionen Euro zurück. Dies war maßgeblich auf den nach wie vor sichtbaren, aber abgeschwächten Bestandsabrieb sowie geringere Beitragsanpassungen als im Vorjahr zurückzuführen. Zudem nahm die durchschnittliche Beitragshöhe der bestehenden Verträge durch die jährliche Einstufung der Kunden in neue Schadenfreiheitsklassen weiter ab. In der gewerblichen Kraftversicherung führte insbesondere die positive Neugeschäftsentwicklung - vor allem im Maklerbereich - zu einem Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau.

Die Einnahmen in der Feuerversicherung verminderten sich um 32,1 Prozent auf 17 (26) Millionen Euro. Dies lag insbesondere daran, dass unsere Kunden von reinen Feuerversicherungen in Kombinationsprodukte wechselten, die Feuerversicherungen einschließen.

In der Verbundenen Hausratversicherung verringerten sich die Beitragseinnahmen um 1,8 Prozent auf 329 (335) Millionen Euro.

Der Umsatz in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung nahm vor allem aufgrund rückläufiger Stornoquoten und höherer Durchschnittsbeiträge um 1,4 Prozent auf 464 (458) Millionen Euro zu.

In der Sonstigen Sachversicherung werden die Versicherungszweige Einbruchdiebstahl-, Extended Coverage-, Leitungswasser-, Sturm- und Glasversicherung sowie die Technischen Versicherungen geführt. Insgesamt ergab sich ein Rückgang der Beitragseinnahmen um 0,8 Prozent auf 460 (464) Millionen Euro.

In der Transport- und Luftfahrtversicherung nahm der Umsatz - vornehmlich im Bereich Valoren - um 5,8 Prozent auf 72 (76) Millionen Euro ab.

In der Rechtsschutzversicherung stiegen die Beitragseinnahmen um 0,3 Prozent auf 414 (412) Millionen Euro. Eine positive Entwicklung zeigte insbesondere das Geschäft mit Firmenkunden.

Die Beitragseinnahmen der Beistandsleistungsversicherung sanken mit 11 (12) Millionen Euro leicht.

Die Sonstigen Versicherungen sind geprägt durch die sogenannten Altprodukte der ehemaligen Deutschen Versicherungs-AG sowie durch die modernen Kombinationsprodukte der Dynamischen Sachversicherung. Die Altprodukte entsprechen nicht den Versicherungszweigen und -arten, wie sie in den Rechnungslegungsvorschriften festgelegt sind. Es geht dabei um Formen der Kraftfahrt-Kaskoversicherung und der Kraftfahrt-Insassenunfallversicherung, der Unfallversicherung sowie um Varianten der Hausrat- und Gebäudeversicherung. Bei der Dynamischen Sachversicherung handelt es sich um die heute aktuelle Produktlinie für gewerbliche Gebäudeversicherungen sowie betriebliche Inhaltsversicherungen, die eine Vielzahl von Einzelgefahren in einer Police bündeln. Auch die Tierkrankenversicherung fällt unter die Sonstigen Versicherungen. Bei den Beitragseinnahmen der Sonstigen Versicherungen gab es insgesamt einen Rückgang um 0,8 Prozent auf 1.353 (1.364) Millionen Euro.

Neugeschäft

Die Anzahl der neu abgeschlossenen Verträge stieg im Berichtsjahr insgesamt um 2,4 Prozent auf 2,4 (2,3) Millionen Verträge. In der Kraftfahrtversicherung lag die Anzahl der neu abgeschlossenen Verträge bei 1,4 Millionen Stück. Dies entspricht einem Anstieg um 6,5 Prozent. In den Nichtkraftfahrt-Sparten reduzierten sich die Neustücke um 3,0 Prozent, wobei der zugehörige Beitrag gesteigert werden konnte.

Bestand

Der Bestand an Verträgen mit einer Laufzeit ab einem Jahr lag Ende 2011 bei 36,1 (37,1) Millionen Stück. Hierbei waren in allen Versicherungszweigen Bestandsverluste zu verzeichnen. Der Gesamtbestand der bei der Allianz Versicherungs-AG versicherten Kraftfahrzeuge lag am Jahresende 2011 bei 7,79 (7,89) Millionen Stück. Einschließlich des Direktversicherers AllSecur waren bei der Allianz Deutschland AG zum Ende der Berichtsperiode 8,12 (8,16) Millionen Kraftfahrzeuge versichert.

Leistungen an Kunden

Das Geschäftsjahr 2011 war erneut von hohen Schadenbelastungen nach schweren Unwettern geprägt. Neben mehreren Sturm- und Hagelereignissen belasteten vor allem die beiden Unwetter Achim und Bert Ende August sowie Sturmtief Frank im September die versicherungstechnische Rechnung. Der Aufwand für Großschäden lag unter dem des Vorjahrs aber weiterhin auf hohem Niveau. Die Anzahl der uns insgesamt gemeldeten Schäden betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 3,3 (3,5) Millionen. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle (brutto, einschließlich garantierter Beitragsrückzahlung aus der UBR) der Allianz Versicherungs-AG erreichten 6,70 (6,58) Milliarden Euro. Im direkten Geschäft lagen die Aufwendungen für Versicherungsfälle bei 6,67 (6,55) Milliarden Euro. Insgesamt (direktes und indirektes Geschäft) erhöhte sich die Schadenquote (brutto), also das Verhältnis von Schadenaufwand zu verdienten Beiträgen auf 75,0 (73,6) Prozent.

Für unwetterbedingte Schäden wendeten wir einen Bruttobetrag von 473 (433) Millionen Euro auf. Die Bruttoaufwendungen für Großschäden (Aufwand von mehr als 1 Million Euro pro Schadenfall) aller Versicherungszweige lagen mit 216 (238) Millionen Euro unter dem Vorjahr. Dabei stieg der Aufwand für Einzelereignisse über 2,5 Millionen Euro leicht an.

Unseren UBR-Kunden zahlten wir im vergangenen Jahr insgesamt 857 (850) Millionen Euro an Leistungen aus der Kapitalversicherung aus, darunter 155 (170) Millionen Euro Überschussanteile.

In der Haftpflichtversicherung stieg der Schadenaufwand - unter anderem großschadenbedingt - auf 609 (599) Millionen Euro, die Schadenquote verschlechterte sich leicht. Die Anzahl der gemeldeten Schäden sank hingegen um 6,2 Prozent.

In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung erhöhte sich der Schadenaufwand auf 1.635 (1.596) Millionen Euro, in der Schadenquote zeigte sich ein Anstieg auf 94,5 (90,3) Prozent. Vor allem das Ergebnis aus der Abwicklung von Versicherungsfällen der Vorjahre lag hierbei deutlich unter dem Vorjahreswert. Die Anzahl der Schäden verringerte sich um 7,5 Prozent.

In den Sonstigen Kraftfahrtversicherungen stieg der Schadenaufwand - insbesondere elementarschadenbedingt - auf 1.130 (1.111) Millionen Euro. Entsprechend höher fiel die Schadenquote mit 88,8..(85,3) Prozent aus. Die Anzahl der Schäden lag 1,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahrs.

In der Feuerversicherung stieg der Schadenaufwand für Versicherungsfälle großschadenbedingt auf 29 (6) Millionen Euro und damit deutlicher als die Schadenstückzahl mit einem Zuwachs von 2,0 Prozent.

Bei 13,5 Prozent weniger Schadenstücken lagen in der Verbundenen Hausratversicherung die Schadenaufwendungen mit 136 (140) Millionen Euro unter dem Vorjahreswert.

Der Schadenaufwand in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung verringerte sich auf 383 (387)

Millionen Euro. Die über dem Vorjahr liegende Elementarschadenbelastung konnte vor allem durch den Rückgang der Belastung aus frostbedingten Leitungswasserschäden kompensiert werden. Entsprechend verringerte sich die Schadenquote auf 82,5 (84,7) Prozent. Die Anzahl der Schäden lag 14,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahrs.

In der Sonstigen Sachversicherung stiegen die Schadenaufwendungen auf 276 (260) Millionen Euro, die Schadenquote auf 59,8 (55,8) Prozent.

Im Jahr 2011 verringerten sich der Schadenaufwand in der Transport- und Luftfahrtversicherung auf 41 (49) Millionen Euro und die Anzahl der Schäden um 20,9 Prozent.

In der Rechtsschutzversicherung stieg der Schadenaufwand auf 272 (238) Millionen Euro und die Schadenquote auf 65,4 (57,5) Prozent.

Die Schadenaufwendungen in den Sonstigen Versicherungen verringerten sich auf 937 (994) Millionen Euro. Dies zeigte sich auch in der Schadenquote mit einem Rückgang auf 67,5 (73,0) Prozent.

Aufwendungen für Versicherungsbetrieb

Der Betriebskostensatz (brutto), der das Verhältnis der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu den gebuchten Beitragseinnahmen abbildet, lag bei 27,4 (27,1) Prozent und damit leicht über dem Niveau des Vorjahres. Dies war neben gesunkenen Beitragseinnahmen unter anderem auf höhere Altersversorgungsaufwendungen sowie gestiegene Abschreibungen auf Software und Projektkosten zurückzuführen.

In Rückdeckung gegebenes Versicherungsgeschäft

Der Rückversicherungsschutz erstreckt sich bedarfsorientiert sowohl auf Haftungsspitzen von Einzelrisiken als auch auf Kumulrisiken durch Elementarereignisse. Darüber hinaus wird aus dem Gesamtportefeuille (nach Abzug sonstiger Rückversicherung) eine Quote an die Allianz SE abgegeben, die mit 17,5 Prozent gegenüber 2010 unverändert geblieben ist. Aus der Beendigung eines Stop-Loss-Vertrages ergibt sich ein einmaliger Ertrag von 77. Millionen Euro.

Kapitalanlagen

Der Kapitalanlagenbestand der Allianz Versicherungs-AG verringerte sich im Berichtsjahr um 0,6 Prozent auf 21,0 (21,1) Milliarden Euro. Die Bruttoneuanlage betrug 1,5 (2,7) Milliarden Euro.

Sicherheitsorientierte Anlagestrategie

Die Allianz Versicherungs-AG setzte im Jahr 2011 ihre sicherheitsorientierte Anlagestrategie fort. Hierbei verfolgen wir das Ziel, bei begrenztem Risiko eine möglichst attraktive Rendite zu erreichen. Aus Sicherheitsgründen streuen wir die Kapitalanlagen auf viele unterschiedliche Anlagesegmente. Wie bereits in den vorangegangenen Jahren konnten wir so die Auswirkungen deutlich erhöhter Unsicherheiten an den Kapitalmärkten abfedern.

Aufgrund unserer finanziellen Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft ist ein großer Teil unseres Portfolios in festverzinslichen Anlagen angelegt. Ende 2011 belief sich dieser Anteil auf 871 (86) Prozent der Kapitalanlagen. Der Schwerpunkt liegt hier auf deutschen Pfandbriefen, ergänzt um deutsche und europäische Staatsanleihen. Pfandbriefe stellen durch ihre Unterlegung mit werthaltigen Sicherheiten, wie Kommunaldarlehen oder erstrangigen Hypothekenkrediten, sehr sichere Anlagen dar. Bei den Staatsanleihen konzentrieren wir uns weiterhin auf die Kernländer der Eurozone. Ende 2011 waren 1,0 Prozent in italienischen Staatsanleihen investiert. Die Bestände an Staatsanleihen aus Griechenland, Irland, Portugal und Spanien wurden bereits 2010 weitgehend abgebaut. Ende 2011 machten sie nach Marktwerten 0,1 Prozent am Gesamtbestand der Kapitalanlagen aus (siehe hierzu auch Risikobericht Seite 14).

Es wurden Abschreibungen in Höhe von 114,9 Millionen Euro vorgenommen. Diese entfielen hauptsächlich auf Beteiligungen und Aktien. Die Bewertungsreserven blieben im Jahresverlauf mit 3,3 Milliarden Euro unverändert; dies entspricht 15,8 (15,7) Prozent des Buchwertes der Kapitalanlagen.

1 Die Angabe zum Anteil der festverzinslichen Anlagen an den gesamten Kapitalanlagen berücksichtigt die Anlagen in Investmentanteilen, verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Dies gilt auch für die weiteren prozentualen Angaben auf Ebene der gesamten Kapitalanlagen.

Um eine attraktive Verzinsung des Kapitalanlagenportfolios langfristig zu sichern, halten wir an einer breiten Diversifikation des Portfolios fest. Zum Jahresende 2011 lag der Anteil von Unternehmens- und Schwellenländeranleihen am Gesamtportfolio bei 28,0 (26,1) Prozent nach Marktwerten. Im Jahr 2011 haben wir in die realen Anlageklassen erneuerbare Energien, Infrastruktur und Immobilien 117 Millionen Euro neu investiert.

Aufgrund der erhöhten Unsicherheit an den Kapitalmärkten haben wir unseren Aktienbestand reduziert. Die Aktienquote nach Marktwerten betrug zum Geschäftsjahresende 2011 unter Berücksichtigung von Absicherungsmaßnahmen 8,4 (9,4) Prozent.

Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen lag bei 5,3 (3,5) Prozent. Die laufende Durchschnittsverzinsung stieg im Berichtszeitraum auf 5,3 (3,1) Prozent.

Kapitalanlagenergebnis

Das Nettoergebnis aus den Kapitalanlagen stieg vor allem wegen Ergebnisschüttungen aus Investmentanteilen und Beteiligungen von 746 Millionen Euro auf 1.115 Millionen Euro und setzt sich wie folgt zusammen:

2011

Mio €
2010

Mio €
2009

Mio €
Laufender Ertrag 1.163 712 730
- Personal- und Sachaufwand - 21 - 31 - 29
- Sonstiger laufender Aufwand 1 - 23 - 26 - 16
\= Laufender Aufwand gesamt - 44 - 56 - 44
Durchschnittsertrag 1.119 655 685
+Veräußerungsgewinne 76 165 220
+Zuschreibungen 39 45 62
-Veräußerungsverluste - 13 - 3 - 140
- Aufwendungen aus Verlustübernahme - - 1 - 17
- Abschreibungen - 105 - 115 - 95
- Aufwand Einstellung Sonderposten - 0 - 10
\= Übriges Ergebnis - 4 91 21
Nettoertrag 1.115 746 706

1 Im sonstigen laufenden Aufwand sind für Immobilien Bewirtschaftungskosten in Höhe von 12 (17) Millionen Euro und planmäßige Abschreibungen von 10 (8) Millionen Euro sowie für Hypotheken Vertriebskosten in Höhe von 1 (1) Million Euro enthalten.

Bewertungsreserven der Kapitalanlagen

Die Bewertungsreserven der Kapitalanlagen lagen unverändert bei 3,3 Milliarden Euro. Das sind 15,8 (15,7) Prozent des Buchwertes der gesamten Kapitalanlagen. Die Bewertungsreserven setzen sich zusammen aus stillen Reserven von 3,3 (3,4) Milliarden Euro und stillen Lasten von 34 (83) Millionen Euro. Darin enthalten sind stille Lasten bei Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 4.(42) Millionen Euro, bei Investmentanteilen in Höhe von 9 (7) Millionen Euro sowie bei Hypotheken und sonstigen Ausleihungen in Höhe von 22 (30) Millionen Euro.

Die Bewertungsreserven bei sonstigen Ausleihungen und Hypotheken betrugen 0,6 (0,4) Milliarden Euro, bei Investmentanteilen 2,1 (2,3) Milliarden Euro, bei Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,2 (0,2) Milliarden Euro, bei Immobilien 0,4 (0,4) Milliarden Euro und bei festverzinslichen Wertpapieren 0,1 (0,1) Milliarden Euro.

Die Allianz Versicherungs-AG hält Investmentanteile und Inhaberschuldverschreibungen, die nach den Grundsätzen des Anlagevermögens bewertet werden. Ihr Buchwert betrug 10,8 (10,6) Milliarden Euro.

Weitere Erläuterungen finden sich im Anhang auf Seite 54.

Ergebnisentwicklung

Versicherungstechnisches Ergebnis

Das versicherungstechnische Ergebnis (direktes und indirektes Geschäft) für eigene Rechnung vor Rückstellungen für drohende Verluste sowie vor Schwankungsrückstellungen und ähnlichen Rückstellungen wies für das Jahr 2011 einen Verlust von 119 Millionen Euro nach einem Verlust von 54 Millionen Euro im Vorjahr aus. Die Schaden-Kosten-Quote - nach Berücksichtigung der Ergebnisse aus der abgegebenen Rückversicherung - stieg im Geschäftsjahr 2011 auf 102,2 (101,7) Prozent.

Den Schwankungsrückstellungen und den ähnlichen Rückstellungen, die nach gesetzlichen Vorschriften zu bilden sind, wurden im Berichtsjahr 283 (435) Millionen Euro entnommen. Somit ergab sich ein versicherungstechnisches Ergebnis von 165 (384) Millionen Euro.

Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft Veränderung Schwankungsrückstellung Versicherungstechnisches Ergebnis nach Veränderung Schwankungsrückstellung
31.12.2011

Tsd €
31.12.2010

Tsd €
31.12.2011

Tsd €
31.12.2010

Tsd €
--- --- --- --- ---
Unfall- und Krankenversicherung 798 - 523 72.319 116.569
Haftpflichtversicherung 17.223 15.366 118.385 115.343
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 126.915 90.191 - 117.339 - 80.868
Sonstige Kraftfahrtversicherungen 110.467 111.461 68.389 36.571
Feuerversicherung 14.291 3.809 - 438 11.030
Verbundene Hausratversicherung - - 57.796 58.364
Verbundene Wohngebäudeversicherung - 20.363 - 76.280 - 62.405
Sonstige Sachversicherung - - 16.465 52.694
Transport- und Luftfahrtversicherung 1.774 3.328 5.126 6.681
Rechtsschutzversicherung 9.636 - 3.079 20.051 30.120
Beistandsleistungsversicherung - - - 700 - 338
Sonstige Versicherungen 19.999 191.937 12.830 102.501
Insgesamt 301.103 432.853 176.604 386.262
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft - 17.972 2.046 - 12.082 - 1.876
Versicherungsgeschäft insgesamt 283.131 434.899 164.522 384.386

Bei dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft stiegen die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen auf 61 (36) Millionen Euro. Netto verblieben verdiente Beiträge in Höhe von 52(31) Millionen Euro. Der Aufwand für Versicherungsfälle nach Rückversicherung stieg leicht auf 32 (29) Millionen Euro. Insgesamt lag das Nettoergebnis des in Rückdeckung übernommenen Geschäfts nach der Veränderung der Schwankungs- und der Großrisikenrückstellung bei einem Verlust von 12 Millionen Euro nach einem Vorjahresverlust von 2 Millionen Euro.

Nichtversicherungstechnisches Ergebnis

Das nichtversicherungstechnische Ergebnis umfasst das Ergebnis aus Kapitalanlagen nach Abzug des in der versicherungstechnischen Rechnung zu berücksichtigenden technischen Zinsertrags von 356 (329) Millionen Euro und das übrige allgemeine Ergebnis. Es verbesserte sich auf 732 (376) Millionen Euro.

Übriges allgemeines Ergebnis

Im übrigen allgemeinen Geschäft waren im Wesentlichen Abschreibungen auf Versicherungsbestände, Auflösung von Rückstellungen, sonstige Konzernverrechnungen sowie Erträge aus Rückversicherung auf nichtversicherungstechnische Sachverhalte bestimmend.

Das übrige allgemeine Ergebnis schloss im Berichtsjahr insgesamt mit einem negativen Saldo von 26 (- 42) Millionen Euro.

Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis der Allianz Versicherungs-AG schloss im Geschäftsjahr mit einem Verlust von 43 Millionen Euro (nach einem Vorjahresverlust von 44 Millionen Euro). Hiervon stammen 39 (39) Millionen Euro aus Umstellungseffekten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) im Bereich der Altersversorgung, welche überwiegend aus konzerninterner Verrechnung resultieren. Dieser Effekt aus der Erstanwendung des BilMoG im Jahr 2010 wird auf bis zu 15 Jahre verteilt.

Jahresüberschuss

Insgesamt schloss die Ergebnisrechnung der Allianz Versicherungs-AG für das Geschäftsjahr 2011 mit einem Gewinn vor Steuern von 854 (717) Millionen Euro.

Der Steueraufwand in Höhe von 300 (223) Millionen Euro erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr überwiegend aufgrund des gestiegenen Ergebnisses vor Steuern.

Der Jahresüberschuss nach Steuern und vor Ergebnisabführung betrug 554 (494) Millionen Euro.

Unter Berücksichtigung der im Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Allianz Deutschland AG vorgesehenen Eigenkapitalquote wird den Gewinnrücklagen ein Betrag von 17 Millionen Euro zugeführt (2010: Entnahme in Höhe von 58 Millionen Euro). Für das Geschäftsjahr 2011 werden wir nach Abzug der Steuern 537 (552) Millionen Euro an die Allianz Deutschland AG abführen.

Ausgelagerte Funktionen

Für die Allianz Versicherungs-AG sind mehrere Allianz Konzernunternehmen dienstleistend tätig. Auf die Allianz Deutschland AG wurden insbesondere das Rechnungswesen sowie Aufgaben des Versicherungsbetriebs übertragen. Zu Letzteren gehören vor allem die Bestandsverwaltung (Antrags- und Vertragsbearbeitung), die Leistungs- und Schadenbearbeitung sowie die Planung und die Steuerung des operativen Versicherungsbetriebs. Der Vertrieb über die haupt- und nebenberuflichen Vertreter sowie über Banken wird von der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG wahrgenommen.

Die Vermögensanlage und -verwaltung wurde auf die Allianz Investment Management SE sowie in Teilbereichen unter anderem auf die Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH und die Allianz Real Estate GmbH übertragen.

Rechenzentrumsleistungen und Drucktätigkeiten sowie informationstechnische Serviceleistungen erhält die Allianz Versicherungs-AG von der Allianz Managed Operations & Services SE.

Finanzlage

Die Liquiditätsplanung als wesentlicher Teil unserer gesamten Finanzplanung basiert auf den Liquiditätsströmen, die sich vor allem aus den erwarteten Prämien, Schadenzahlungen, Kosten, Kapitalanlagen, Steuerumlagen sowie Ergebnisabführungen/Dividenden ergeben. Ebenso sind die strategische und taktische Kapitalanlageplanung wie auch die Eigenmittelplanung ein wesentliches Element. Liquidität fließt uns aus dem operativen Geschäft sowie aus den Kapitalanlagen zu. Durch die Teilnahme der Allianz Versicherungs-AG am konzernweiten Cash-Pool wird gewährleistet, dass überschüssige Liquidität zu marktüblichen Konditionen angelegt wird und kurzfristiger Liquiditätsbedarf ausgeglichen werden kann.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Bei der Umsetzung unseres Ziels, die Marktführerschaft auszubauen, setzen wir auf motivierte und exzellente Mitarbeiter. Wir gewinnen und halten engagierte Mitarbeiter durch ein attraktives Arbeitsumfeld und durch die interne Besetzung neuer Stellen. Wir binden unsere Mitarbeiter an das Unternehmen, indem wir sie fördern und ihren jeweiligen Stärken entsprechend einsetzen, und erhalten damit wertvolles Know-how.

Die Herausforderung durch den demografischen Wandel und die Förderung von Frauen waren 2011 die herausragenden Personalthemen. Die Allianz Deutschland und ihre Tochtergesellschaften wollen im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung den Anteil von Frauen in Führungspositionen bis 2015 auf 30 Prozent erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden bereits zahlreiche Maßnahmen aufgesetzt: Die Eröffnung zweier Kinderkrippen in München, das erweiterte Angebot von flexiblen Arbeitsmodellen, die effektive Unterstützung von Eltern nach der Geburt eines Kindes sowie ein Mentoring-Programm für Mitarbeiterinnen in Vorbereitung auf eine Führungsposition im höheren Management. Überdies wurde die Personalplanung auf zehn Jahre ausgeweitet.

Die Gesellschaft hat durch das Angebot, Mitarbeiteraktien der Allianz SE zu vergünstigten Konditionen zu erwerben, sowie im Rahmen einer variablen Vergütungskomponente ihre Mitarbeiter auch 2011 am Unternehmenserfolg beteiligt. Außerdem hat die Allianz auch in diesem Jahr wieder eine weltweite Befragung zur Mitarbeiterzufriedenheit durchgeführt, an der sich auch die Allianz Deutschland AG mit ihren Tochtergesellschaften beteiligte.

Anzahl der Beschäftigten

Ende Dezember 2011 beschäftigte die Allianz Versicherungs-AG 1.046 (987) Mitarbeiter.

Zahlen und Fakten

2011 2010 2009
Mitarbeiter 1 1.046 987 1.276
davon Stammpersonal 1.021 967 1.266
davon Auszubildende 1 1 2
davon sonstige Mitarbeiter in Ausbildung 14 15 6
davon Aushilfen 10 4 2
Anteil Frauen % 38 38 34
Anteil Männer % 62 62 66
Anteil Vollzeitmitarbeiter im Innendienst % 86 87 90
Anteil Teilzeitmitarbeiter im Innendienst % 14 13 10
Anteil Akademiker % 35 34 32
Alter (Durchschnitt in Jahren) 43,6 43,5 44,3
Konzernzugehörigkeit (Durchschnitt in Jahren) 17,0 17,2 18,3
Lohn- und Gehaltssumme Mio € 84,3 82,7 92,9
Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung Mio € 10,4 10,9 12,9
Aufwand für Altersversorgung Mio € 14,9 8,1 26,1
Aufwand für Unterstützungszahlungen Mio € 0,1 0,1 0,1

1 Stichtag 31.12.; einschließlich ruhender Arbeitsverhältnisse

Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter betrugen im Berichtsjahr 84,3 (82,7) Millionen Euro. Die Summe aus sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung belief sich auf 25,4 (19,1) Millionen Euro. Darin sind neben der betrieblichen Altersversorgung auch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung enthalten.

Dank an Beschäftigte und Arbeitnehmervertreter

Der Vorstand dankt den Mitarbeitern für ihren großen Einsatz, ihre hohe Leistungsbereitschaft und Kompetenz. Auch den Arbeitnehmervertretern in den Betriebsratsgremien gilt der Dank für die gute Zusammenarbeit.

Risikobericht

Die Geschäftsmodelle der Gesellschaften innerhalb der Allianz Deutschland AG sind auf die Übernahme und das Management von Risiken ausgelegt. Ein ausgeprägtes Risikobewusstsein und das Abwägen von Chancen und Risiken sind daher integrale Bestandteile der Geschäftssteuerung.

Risikoorganisation

In der Allianz Deutschland AG, zu der die Allianz Versicherungs-AG gehört, ist der Grundsatz der unabhängigen Risikoüberwachung fest verankert. Die aktive Übernahme von Risiken und deren Management durch die Geschäftseinheiten sind organisatorisch strikt getrennt von der Risikoüberwachung durch einen unabhängigen Bereich (Risikocontrolling). Diese Kontrollinstanz umfasst nicht nur die unabhängige Identifizierung, Bewertung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken, sondern prüft auch Handlungsalternativen und spricht Empfehlungen an die Geschäftseinheiten beziehungsweise den Vorstand aus. Der Vorstand der Allianz Versicherungs-AG trägt die übergreifende Verantwortung für das gesamte Risikomanagement und die Kontrolle der Risiken.

Das Risikocontrolling der Allianz Versicherungs-AG wird von einer organisatorischen Einheit innerhalb der Allianz Deutschland AG unter Leitung des Chief Risk Officer (CRO) im Auftrag des Vorstands der Allianz Versicherungs-AG wahrgenommen. Dadurch wird Know-how gebündelt, und Ressourcen können effizient genutzt werden. Das Risikocontrolling überwacht die Risiken systematisch mit qualitativen und quantitativen Risikoanalysen und -bewertungen. Durch die Einbeziehung des Vorstands der Allianz Versicherungs-AG in das regelmäßige und das Adhoc-Reporting des CRO ist gewährleistet, dass der Vorstand jederzeit über die aktuelle Risikosituation der Allianz Versicherungs-AG informiert ist.

Das für die Allianz Versicherungs-AG zuständige Risikocontrolling der Allianz Deutschland AG ist in die Risikosteuerung der Allianz SE eingebunden. Als verbindliche Leitlinien dienen dabei die Risikostrategie und die Risk Policy der Allianz Deutschland AG sowie die von der Allianz SE vorgegebene Group Risk Policy, Minimum Standards und Modellierungsvorgaben. Die für das Risikocontrolling der Allianz SE zuständige Einheit Group Risk ist Kontrollinstanz für das Risikocontrolling der Allianz Deutschland AG. Als weitere interne und externe Instanzen zur Überprüfung der Risikoorganisation wirken in jeweils vorgeschriebenem Umfang Aufsichtsrat, Treuhänder des Sicherungsvermögens, Verantwortlicher Aktuar, Sicherheits-, Datenschutz-, Geldwäsche- und Compliance-Beauftragte sowie die Interne Revision. Aufsichtsbehörden und Wirtschaftsprüfer sind zusätzliche externe Instanzen der Risikoüberwachung.

Die systematische Identifikation und Steuerung aller relevanten Risiken und die Angemessenheit der Prozesse im Risikomanagement werden durch das Risk Committee Sach unter Leitung des CRO sichergestellt. Ein Mitglied des Vorstands der Allianz Versicherungs-AG ist Mitglied im Risk Committee, um eine enge Verzahnung mit dem Vorstand sicherzustellen. Die Arbeit des Risk Committees wird durch mehrere Sub Risk Committees ergänzt. Für übergreifende operative Themen hat die Allianz Deutschland AG ein eigenes Risk Committee eingerichtet, in dem neben Vorständen aus den Geschäftssegmenten alle relevanten operativen Einheiten vertreten sind.

Relevante Risiken

Alle relevanten Risiken werden durch geeignete Kontrollprozesse erfasst. Die quantifizierbaren Risiken sind im internen Risikokapitalmodell berücksichtigt. Dieses erfüllt unserer Auffassung nach die erwarteten künftigen Anforderungen aus Solvency II und umfasst die nachfolgend genannten Risiken.

Marktrisiken

Wertverluste bei Aktien, festverzinslichen Anlagen, Immobilien, nicht börsennotierten Beteiligungen und Fremdwährungsanlagen sowie Risiken aus derivativen Anlagen

Kreditrisiken

Verluste aufgrund von Schuldnerinsolvenzen oder Ausfall unserer Rückversicherungspartner beziehungsweise Emittenten von Derivaten sowie Wertverluste aufgrund von verschlechterter Kreditwürdigkeit der Schuldner, der Rückversicherungspartner oder der Emittenten

Versicherungstechnische Risiken

Risiken, die aufgrund der Abweichung der tatsächlichen Versicherungsereignisse von erwarteten Versicherungsereignissen entstehen. Dies sind insbesondere Prämienrisiken durch Schwankungen in Schadenanzahl und Schadenhöhe sowie Großschäden und Naturereignisse und Reserverisiken durch nicht ausreichende Reserven

Geschäftsrisiken

Kosten- und Stornorisiken sowie operationelle Risiken, also unerwartete wirtschaftliche Verluste, die im Zusammenhang mit externen Ereignissen stehen oder von internen Prozessen, Verfahren und Systemen herrühren, die unzureichend sind oder versagen

Qualitative Risiken werden in einem strukturierten Identifikations- und Bewertungsprozess erfasst.

Dies sind:

- Rechtsänderungsrisiken,

- Reputationsrisiken,

- strategische Risiken und

- Liquiditätsrisiken.

Konzentrationsrisiken werden bei der Aggregation der anderen Risikokategorien behandelt, somit stimmt diese Gruppierung der Risiken mit den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) für die Versicherungswirtschaft überein.

Ein umfassendes Sicherungssystem und interne Kontrollen minimieren Risiken aus fehlerhaften Abläufen. Geeignete technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen dienen dazu, das jeweils vorhandene Risiko zu kontrollieren. Hierzu zählen unter anderem die IT-Sicherheit (zum Beispiel Back-up-Systeme und Firewalls), die Zugangssicherheit (zum Beispiel ein striktes Berechtigungssystem) sowie interne Kontrollsysteme (zum Beispiel Vier-Augen-Prinzip). Die strikte Trennung von Handel, Abwicklung und Controlling sowie abgestufte Limitsysteme und ein zeitnahes, umfassendes Berichtswesen minimieren organisatorisch die operationellen Risiken aus der Kapitalanlagetätigkeit.

Die unabhängige Interne Revision prüft regelmäßig themenbezogen die internen Prozesse. Zusätzlich werden im Rahmen der Umsetzung des Allianz Standards ICOFR (Internal Control over Financial Reporting) alle internen Prozesse, die sich auf die Finanzberichterstattung auswirken können, eingehend untersucht und dokumentiert. Mögliche Risiken werden identifiziert und durch regelmäßige Kontrollen auf ein Minimum reduziert. ICOFR leitet sich aus den Regularien des Sarbanes-Oxley Act (SOX) ab. Damit wird das bereits etablierte Kontrollumfeld auch nach dem 2009 erfolgten Delisting der Allianz SE von der New Yorker Börse in seiner Funktionsweise fortgeführt. ICOFR trägt maßgeblich zu einer qualitativ hochwertigen Finanzberichterstattung bei.

Die Risikokontrollprozesse stellen sicher, dass mögliche Risiken aus dem operativen Geschäftsbetrieb frühzeitig identifiziert und adäquate Maßnahmen zur Risikominimierung ergriffen werden. Zusätzlich steht mit der Verlustdatenbank zur Erfassung von Verlusten aus operationellen Risiken ein weiteres Analyseinstrument zur Risikoverminderung bereit.

Im Folgenden werden weitere Aspekte der Risiken genauer ausgeführt.

Marktrisiken und Kreditrisiken

Die Kapitalanlagen der Allianz Versicherungs-AG werden durch Spezialisten der Allianz Investment Management SE (AIM SE) zentral betreut. Die Kapitalanlagestrategie richtet sich nach den Bedürfnissen des Asset-Liability-Managements (ALM) der Allianz Versicherungs-AG. Die Gewinnerzielung aus kurzfristiger Handelstätigkeit (Eigenhandel) ist nicht Teil der Kapitalanlagestrategie.

Die Kapitalanlagen der Gesellschaft sind nach Anlagearten (Grundvermögen, Aktien/Beteiligungen, Zinsträger), Adressen und Belegenheit breit diversifiziert. Erfüllt sind die aufsichtsrechtlichen Vorgaben bezüglich Mischung und Streuung sowie die Anforderungen, die aus dem Rundschreiben 4/2011 der BaFin hervorgehen.

Das Anlagemanagement analysiert laufend die Risiken der Kapitalanlagen, was durch eine unabhängige Quantifizierung im Risikocontrolling (Risikokapitalberechnung) ergänzt wird. Marktrisiken werden mit Sensitivitätsanalysen beziehungsweise Stresstests kontinuierlich quantifiziert.

Marktrisiken aus Derivaten bewerten und steuern wir mittels zeitnaher Value-at-Risk-Berechnungen, Stresstests und Vorgabe von Limiten. Währungskursschwankungen sind im Portfolio von untergeordneter Bedeutung, da die Versicherungsleistungen weitgehend währungskongruent gedeckt werden. Der Einsatz von Derivaten und strukturierten Produkten sowie das Eingehen von Währungsrisiken erfolgen nicht per se zu Zwecken der Wertsteigerung, sondern nur zur Umsetzung der Kapitalanlagestrategie sowie zur Risikosteuerung oder mit Sondergenehmigung.

Kredit- und Konzentrationsrisiken, insbesondere auch Länder- und Bankenexposure, werden mit einem Limitsystem überwacht und gesteuert.

Durch eine vorausschauende Planung der künftigen Zahlungsströme wird erreicht, dass Liquiditätsrisiken gesteuert und gering gehalten werden. Die Planung der Liquiditätszuflüsse und -abflüsse erstellen wir für den Versicherungsbereich wie für den Finanzbereich (unter anderem Erträge aus Kapitalanlagen) auf monatlicher und täglicher Basis. Die ständige Aktualisierung der Planung sowie ein umfangreicher Bestand an täglich liquidierbarem Kapitalanlagebestand gewährleisten die Fähigkeit, jederzeit unsere Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können. Kurzfristig verfügbare Liquidität, zum Beispiel für Auszahlungen bei Großschäden, ist sichergestellt.

Adressenausfallrisiken aus Rückversicherungsgeschäften werden durch die sorgfältige Auswahl unserer Rückversicherungspartner gesteuert. An die Bonität unserer Rückversicherer stellen wir sehr hohe Ansprüche und lassen unsere Forderungen gegebenenfalls besichern.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft sind aufgrund der breiten Streuung gering und somit nicht relevant.

Eine Übersicht der Exposure in Länder, die von den Finanzmärkten derzeit kritisch gesehen werden, wird im Folgenden gegeben.

Auf Staatsanleihen in Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Italien entfallen die nachstehend angegebenen Volumina unserer Kapitalanlagen1:

Exposure am 31.12.2011

Mio €
Griechenland -
Irland 0,4
Portugal -
Spanien 18,6
Italien 240,5

1 Markwert des Gesamtexposures (inklusive über Fonds gehaltener Bestände)

Die Emittenten der festverzinslichen Kapitalanlagen sind überwiegend Staaten und Banken. Ins- gesamt bestehen die festverzinslichen Kapitalanlagen zum überwiegenden Teil aus Wertpapieren deutscher Emittenten.

Die festverzinslichen Kapitalanlagen bei Banken betragen insgesamt 9,6. Milliarden Euro oder rund 39,3 Prozent der gesamten Kapitalanlagen. Davon sind wiederum rund 86,2 Prozent als deutsche Pfandbriefe beziehungsweise anderweitig besichert.

Die für uns relevanten Risiken lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin bei Banken und bei einzelnen Staaten. Unsere Risikomanagementprozesse berücksichtigen diese Risiken entsprechend. Alle Schuldner und Kontrahenten werden in einem allianzweiten Kredit-Exposure-System erfasst, mittels unabhängiger Ratinginformationen bewertet und mit Limiten versehen.

Versicherungstechnische Risiken

Bei der Allianz Versicherungs-AG sind versicherungstechnische Risiken, auch im Zusammenhang mit Naturkatastrophen, von besonderer Bedeutung.

Prämienrisiken werden hauptsächlich über versicherungsmathematische Modelle zur Tarifierung und zur Überwachung von Schadenverläufen gesteuert, ferner über unsere Zeichnungsrichtlinien zum Abschluss von Versicherungsgeschäften und zur Übernahme von Versicherungsrisiken. Statistisch gestützte Risikoselektion, verbunden mit einer nachhaltigen Tarifpolitik, reduziert das Beitragsrisiko spürbar. Darüber hinaus begrenzen gezielt gezeichnete Rückversicherungskontrakte das Beitragsrisiko, indem Spitzenrisiken gekappt und ausschließlich an Rückversicherungspartner mit sehr hoher Bonität zediert werden.

Die Begrenzung der Auswirkungen von Naturkatastrophen auf das Unternehmen stellt besondere Anforderungen an das Risikomanagement. Die Nutzung spezieller Modelliertechniken unterstützt die Quantifizierung und die Überwachung dieser Risiken. Um das Naturkatastrophenrisiko zu begrenzen, werden spezielle Rückversicherungsverträge abgeschlossen.

Mögliche, direkt durch den Menschen verursachte Risiken (unter anderem Terrorrisiken) werden in Szenarien analysiert. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Risikosteuerung der Allianz Versicherungs-AG und in das interne Risikokapitalmodell ein.

Die Reserverisiken werden durch die vorsichtige Bildung der versicherungstechnischen Rückstellungen verringert, zu deren Schätzung sowohl auf Erfahrungswerte als auch auf kontinuierlich weiterentwickelte, aktuarielle Berechnungen zurückgegriffen wird. Die permanente Kontrolle des Abwicklungsverlaufs dieser Rückstellungen hilft zusätzlich, diese Risiken zu minimieren. Zur weiteren Absicherung verfügt die Allianz Versicherungs-AG für den Ausgleich zeitlicher Schwankungen im Schadenverlauf über Schwankungsrückstellungen.

Sonstige Risiken

Rechtsänderungsrisiko

Am 1. März 2011 hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass die europarechtliche Befugnis der Mitgliedstaaten, Versicherungstarife nach dem Geschlecht zu differenzieren, wenn dies statistisch gerechtfertigt ist (Artikel 5 Absatz 2 der Richtlinie 2004/113/EG), mit Wirkung zum 21. Dezember 2012 unwirksam wird. Die Tarifierung in der Schaden- und Unfallversicherung für das Neu- und Ersatzgeschäft wird bis zu diesem Termin an die gesetzlichen Vorgaben angepasst.

Risikosituation

Die aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Solvabilität I) wurden mit sehr gutem Ergebnis erfüllt. Die Solvabilitätsquote liegt bei 154 Prozent. Des Weiteren werden die von der BaFin vorgeschriebenen Stresstests mit großem Sicherheitspuffer bestanden.

Durch die aktive Beteiligung der Allianz Deutschland AG und der Allianz Versicherungs-AG am europäischen Solvency II-Projekt ist die Allianz Versicherungs-AG außerdem gut auf die künftigen regulatorischen Anforderungen vorbereitet.

Die aktuelle Risikosituation ist somit weit innerhalb der Risikotragfähigkeit des Unternehmens.

Nachtragsbericht

Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Allianz Versicherungs-AG von besonderer Bedeutung gewesen wären, sind nach Schluss des Geschäftsjahrs bis zur Vorstandssitzung, in welcher der Jahresabschluss aufgestellt wurde, nicht eingetreten.

Prognose- und Chancenbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Perspektiven für die Jahre 2012 und 2013 sind in hohem Maß unsicher. Die Auswirkungen der Eurokrise auf die Realwirtschaft waren 2011 noch begrenzt. Dies lag nicht zuletzt an der unkonventionellen Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die mit ihren Nothilfen die Bankenliquidität sicherstellte. Je länger die Schuldenkrise und damit die allgemeine Verunsicherung jedoch anhält, desto stärker werden die Auswirkungen dieser Krise auch in der Realwirtschaft zu spüren sein.

Angesichts der forcierten politischen Bemühungen um eine dauerhafte Stabilisierung des Euroraums überwiegen nach Einschätzung von Allianz Economic Research aber die Chancen einer Festigung der Konjunktur im Verlauf des Jahrs 2012 gegenüber dem Risiko eines Abgleitens in eine Rezession. Privater Verbrauch, Bau- und Ausrüstungsinvestitionen werden voraussichtlich moderate Wachstumsbeiträge liefern. Die Ausfuhr dürfte nach einer Schwäche im Winterhalbjahr 2011/2012 im weiteren Verlauf von 2012 im Einklang mit dem Welthandel wieder etwas an Schwung gewinnen. Ein verhältnismäßig niedriger Außenwert des Euros sollte dabei die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exporteure unterstützen. Im Zuge der Belebung der Ausfuhr wird sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts wieder beschleunigen. Im Jahresdurchschnitt 2012 dürfte die deutsche Wirtschaft allerdings nur um rund 1 Prozent wachsen, bevor das Wachstum 2013 wieder auf rund 2 Prozent klettern dürfte.

Prognose für die deutsche Versicherungswirtschaft

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ist bei aller Unsicherheit davon auszugehen, dass sich die Beitragseinnahmen in der Versicherungswirtschaft weiter erhöhen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rechnet für 2012 über alle Versicherungssparten hinweg mit einem Anstieg des Beitragsaufkommens um 1 Prozent.

Die Schaden- und Unfallversicherung hat sich in der Krise weiterhin als robust erwiesen. Der GDV prognostiziert für 2012 ein Beitragswachstum von 2 Prozent gegenüber 2011, zu dem alle Zweige beitragen sollen.

Veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen

Rechtliche Rahmenbedingungen

Unisextarife

Mit der Einführung von Unisex-Tarifen entfällt für die Versicherer ab Dezember 2012 mit dem bisherigen Risikomerkmal Geschlecht eine statistisch breit gesicherte Kalkulationsgrundlage. Individuelle Merkmale des Kunden, auf die gegebenenfalls bei der Kalkulation zurückgegriffen werden könnte, sind statistisch deutlich schwächer belastbar. Zudem ist es schwer zu prognostizieren, in welchem Verhältnis Männer und Frauen künftig einzelne Versicherungsprodukte nachfragen werden. Versicherungsunternehmen müssen ihre Tarife daher entsprechend vorsichtiger kalkulieren. Somit muss derzeit davon ausgegangen werden, dass einige Produkte für die Versichertengemeinschaft als Ganzes gesehen teurer werden. Weiterhin steigt für Versicherer künftig der administrative Aufwand bei der Kalkulation der Tarife und der Überarbeitung der Produktunterlagen. Eine abschließende, fundierte Aussage zu den einzelnen Auswirkungen ist jedoch erst auf Grundlage der noch ausstehenden neu formulierten gesetzlichen Rahmenbedingungen möglich.

Solvency II

Der Gesetzgeber plant eine umfangreiche Novellierung des Versicherungsaufsichtsgesetzes, durch die insbesondere die europäische sogenannte Solvency II-Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt wird. Ob das Gesetz wie ursprünglich geplant im Laufe des Jahrs 2012 in Kraft treten wird, ist noch offen, da die Europäische Union die Umsetzungsfrist der Solvency II-Richtlinie bis 2014 verlängert hat.

Mit Umsetzung der Richtlinie werden neue, europaweit einheitliche Regelungen zur Kapitalausstattung von Versicherungsunternehmen eingeführt. Ziel ist es, die Kapitalausstattung an den übernommenen Risiken auszurichten. Da sich die Risiken aus den Vermögenswerten und Verbindlichkeiten nicht ausgleichen, kommt es bei deren marktgerechter Bewertung zu einer erhöhten Volatilität bei den Kapitalanforderungen. Dies und weitere Anforderungen aus der Gesetzesnovelle machen unter anderem auch Anpassungen von Produkten notwendig. Auf die kommenden gesetzlichen Anforderungen bereitet sich die Allianz Gruppe und mit ihr auch die Allianz Versicherungs-AG umfassend vor.

Geldwäschegesetz

Seit dem 29. Dezember 2011 gilt das Gesetz zur Optimierung der Geldwäscheprävention. Die dort geregelten Pflichten von Versicherungsunternehmen, die wirtschaftlich Berechtigten und Bezugsberechtigten zu überprüfen, wurden ausgeweitet. Dies wird sich erheblich auf die Administration insbesondere in der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung auswirken. Auch der Umfang der vereinfachten Sorgfaltspflichten wurde verändert. Anders als zuvor ist der Vertragspartner immer zu identifizieren.

Geschäftsentwicklung

Wir begegnen den Herausforderungen des Schaden- und Unfallversicherungsmarktes mit unserem „Zukunftsprogramm Sach“. Dieses Strategieprogramm sieht ein profitables Wachstum bei niedrigeren Kosten und einer weiteren Qualitätsverbesserung im Schadenmanagement vor.

Für die Jahre 2012 und 2013 rechnen wir mit einem Anstieg der Beitragseinnahmen. Gründe dafür sind unter anderem der Ausbau unseres innovativen, modularen Produktkonzepts sowie unsere vertrieblichen Initiativen in den einzelnen Absatzkanälen, unter anderem bei unseren Kooperationen mit der Automobilwirtschaft. Zusätzlich unterstützen schadenbedingte Beitragsanpassungen.

Unter der Annahme, dass die Aufwendungen für Groß- und Elementarschäden den langjährigen Durchschnitt nicht übersteigen, erwarten wir für die kommenden beiden Jahre eine niedrigere Schadenquote. Hierzu wird eine effektivere Schadenorganisation beitragen.

Trotz neuer Initiativen zum Geschäftsausbau sowie planmäßiger Abschreibungen auf in der Vergangenheit vorgenommene Investitionen in unsere Infrastruktur rechnen wir insgesamt für die nächsten zwei Jahre mit einer verbesserten Schaden-Kosten-Quote.

Wir werden die sicherheitsorientierte Kapitalanlagestrategie fortsetzen. Dabei setzen wir weiterhin auf die reiche Erfahrung der Allianz Gruppe bei der Kapitalanlage im In- und Ausland. Um die Abhängigkeit von der Kapitalmarktentwicklung zu reduzieren sowie das Kapitalanlagenportfolio der Allianz Versicherungs-AG weiter zu diversifizieren, planen wir, den Anteil der Investments in Infrastruktur sowie in erneuerbaren Energien weiter auszubauen. Weiterhin halten wir Immobilien für eine interessante Anlageklasse, die risikoadjustiert attraktive Renditen sowie einen gewissen Inflationsschutz bietet.

In den beiden Folgejahren erwarten wir im Vergleich zu 2011 niedrigere Ergebnisschüttungen aus Fonds und damit ein geringeres Ergebnis aus den Kapitalanlagen.

Unter Einbeziehung der erwarteten Erträge aus Kapitalanlagen und nach Steuern wird der Jahresüberschuss in den kommenden beiden Jahren nach derzeitiger Einschätzung niedriger ausfallen.

Die im Risikobericht genannten Risiken werden vom Unternehmen bewusst eingegangen mit dem Ziel, die darin enthaltenen Chancen zu nutzen. Zum Bei spiel geht die Allianz Versicherungs-AG auf dem Kapitalmarkt gewisse Risiken ein, um attraktive Rendite zu erzielen. Die aktive Risikosteuerung erlaubt es, diese Chancen zu nutzen und dabei gleichzeitig die Risiken unter Kontrolle zu halten.

München, 9. Februar 2012

Allianz Versicherungs-AG

Der Vorstand

Moser

Dr. Brezina

Crede

Dr. Gutberlet

Lison

Scheuber

Schwarz

Dr. Tesarczyk

Betriebene Versicherungszweige und -arten

Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft

Allgemeine Unfallversicherung

Einzelunfall und Gruppenunfall ohne Beitragsrückgewähr, Probanden, Unfall mit Beitragsrückgewähr, Kraftfahrtunfallversicherung

Haftpflichtversicherung

Privathaftpflicht, Betriebs- und Berufshaftpflicht, Umwelt-Haftpflicht, Vermögensschaden-Haftpflicht, Verkehrshaftung, Feuerhaftung, Haftpflicht für nicht versicherungspflichtige Landfahrzeuge, übrige Haftpflicht, Verkehrshaftung

Kraftfahrtversicherung

Kraftfahrzeug-Haftpflicht, sonstige Kraftversicherung (Fahrzeugvoll-, Fahrzeugteilversicherung)

Rechtsschutzversicherung

Feuerversicherung

Feuer-Industrie-, landwirtschaftliche Feuer-, sonstige Feuerversicherung

Verbundene Hausratversicherung

Verbundene Wohngebäudeversicherung

Transportversicherung

Kasko, Transportgüter, Valoren (gewerblich), Verkehrshaftung, übrige Transport

Beistandsleistungsversicherung

Schutzbrief, übrige Beistandsleistung

Krankenversicherung

Pflegekrankenversicherung

(Freiwillige Pflegekostenversicherung)

Sonstige Schadenversicherung

Sonstige Sachschäden (darunter: Ausstellungsversicherung, Reisegepäck, Valoren - privat), sonstige Vermögensschäden (darunter: Maschinengarantie, Scheckkarten, Garantieversicherung von Kraftfahrzeugen, Tierkrankenversicherung, Beitragsschutz, Restschuldversicherung-Arbeitslosenversicherung), sonstige gemischte Versicherung (darunter: Dynamische Sachversicherung), übrige sonstige Schadenversicherung

Mit der Verschmelzung der Deutschen Versicherungs-AG auf die Allianz Versicherungs-AG führt die Gesellschaft in Versicherungszweigen, in denen sie in die bestehenden Verträge eingetreten ist, die Verträge auf der Grundlage alten Rechts fort. Für diese Verträge gelten, soweit sie vor dem 3. Oktober 1990 abgeschlossen wurden, weiterhin das Zivilgesetzbuch der DDR sowie Allgemeine Versicherungsbedingungen, die durch Anordnungen oder Bestätigungen der zuständigen Behörden festgelegt wurden. Der Deckungsumfang entspricht nicht den in den Rechnungslegungsvorschriften festgelegten Versicherungszweigen/-arten. Es handelt sich um folgende Versicherungszweige:

Privatkunden Sach- und Haftpflichtversicherungen

Haushalt- und Erweiterte Haushaltversicherung, Gebäudeversicherung, Kfz-Kaskoversicherung, Kfz-Insassen-Unfallversicherung, Sportbootversicherung, Tierlebensversicherung, Musikinstrumentenversicherung, Campingversicherung

Personenversicherung

Kombinierte Personenversicherung, Kombinierte Kinderversicherung, Kinder-Unfallversicherung, Unfallversicherungen, zum Teil kombiniert mit Krankentagegeldversicherung, Krankentagegeldversicherung

Sonstige Sachversicherung

Einbruchdiebstahl- und Raub (ED)-Versicherung, Leitungswasser (Lw)-Versicherung, Sturmversicherung, Technische Versicherungen (darunter: Maschinen, Montage, Bauleistung, übrige technische Versicherung), Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- beziehungsweise Feuer-Betriebsunterbrechungs¬Versicherung (Extended Coverage[EC]-Versicherung), Betriebsunterbrechungs-Versicherung (darunter: Feuer-Betriebsunterbrechung, technische Betriebsunterbrechung, sonstige Betriebsunterbrechung)

In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft

Allgemeine Unfallversicherung

Haftpflichtversicherung

Kraftfahrtversicherung

Feuerversicherung

Verbundene Hausratversicherung

Verbundene Wohngebäudeversicherung

Transportversicherung

Sonstige Schadenversicherung

Sonstige Sachschäden,

sonstige Vermögensschäden,

sonstige gemischte Versicherung,

übrige sonstige Schadenversicherung

Sonstige Sachversicherung

Sturmversicherung, Hagelversicherung, Tierversicherung, Technische Versicherungen, Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- beziehungsweise Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage[EC]-Versicherung), Betriebsunterbrechungsversicherung

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Soweit wir in diesem Geschäftsbericht Prognosen oder Erwartungen äußern oder die Zukunft betreffende Aussagen machen, können diese Aussagen mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Neben weiteren hier nicht aufgeführten Gründen können sich Abweichungen aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, vor allem in Allianz Kerngeschäftsfeldern und -märkten, aus Akquisitionen sowie der anschließenden Integration von Unternehmen und aus Restrukturierungsmaßnahmen ergeben. Abweichungen können außerdem aus dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen (zum Beispiel durch Naturkatastrophen), der Entwicklung von Schadenskosten, Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise -tendenzen und, insbesondere im Kapitalanlagebereich, aus dem Ausfall von Kreditnehmern und sonstigen Schuldnern resultieren. Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte (zum Beispiel Marktschwankungen oder Kreditausfälle) und der Wechselkurse sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können entsprechenden Einfluss haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, Zukunftsaussagen zu aktualisieren.

Jahresabschluss

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Angaben zu den Aktiva

Angaben zu den Passiva

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Bilanz zum 31. Dezember 2011

AKTIVA

Anmerkung Anhang

Nr.
2011

Tsd €
2011

Tsd €
2011

Tsd €
2010

Tsd €
A Immaterielle Vermögensgegenstände 1
I Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 264.281 216.829
II Geleistete Anzahlungen 74.205 118.429
338.486 335.258
B Kapitalanlagen 1,4
I Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2 262.094 285.974
II Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 1 3 2.736.984 2.850.785
III Sonstige Kapitalanlagen 18.016.571 18.009.912
IV Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft 429 664
21.016.078 21.147.335
C Forderungen
I Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an:
1 Versicherungsnehmer 215.210 176.650
2 Versicherungsvermittler 134.731 131.749
davon an verbundene Unternehmen: 6 (31) Tsd €
349.941 308.399
II Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 269.673 206.654
davon an verbundene Unternehmen: 251.452 (193.727) Tsd €
III Sonstige Forderungen 486.419 315.517
davon an:
Verbundene Unternehmen: 331.180 (127.253) Tsd € Beteiligungsunternehmen: 266 (-) Tsd €
1.106.033 830.570
D Sonstige Vermögensgegenstände
I Sachanlagen und Vorräte 2.201 2.091
II Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 48.212 58.964
III Andere Vermögensgegenstände 13.811 16.712
64.224 77.767
E Rechnungsabgrenzungsposten
I Abgegrenzte Zinsen und Mieten 165.358 173.230
II Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 5 - 33.483
165.358 206.713
F Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 1 -
Summe Aktiva 22.690.180 22.597.643
PASSIVA
Anmerkung Anhang Nr. 2011

Tsd €
2011

Tsd €
2011

Tsd €
2010

Tsd €
A Eigenkapital
I Eingefordertes Kapital
1 Gezeichnetes Kapital 6 728.280 728.280
2 Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital 230.000 230.000
498.280 498.280
II Kapitalrücklage 7 989.241 1.007.955
III Gewinnrücklagen 8
Gesetzliche Rücklage 47 47
Andere Gewinnrücklagen 815.914 798.769
IV Bilanzgewinn - -
2.303.482 2.305.051
B Versicherungstechnische Rückstellungen
I Beitragsüberträge
1 Bruttobetrag 1.324.524 1.343.825
2 davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 232.522 240.477
1.092.002 1.103.348
II Deckungsrückstellung
1 Bruttobetrag 7.828.685 7.610.291
2 davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 1.359.728 1.325.667
6.468.957 6.284.624
III Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 9,10
1 Bruttobetrag 10.545.383 10.148.659
2 davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 2.582.110 2.568.831
7.963.273 7.579.828
IV Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung 11
1 Bruttobetrag 539.084 511.356
2 davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 99.612 93.594
439..472 417.762
V Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 9 1.111.199 1.394.330
VI Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1 Bruttobetrag 69.098 74.688
2 davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 12.447 13.522
56.651 61.166
17.131.554 16.841.058
C Andere Rückstellungen 12 198.626 203.578
D Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 1.739.937 1.675.629
E Andere Verbindlichkeiten 13
I Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber:
1 Versicherungsnehmern 213.021 197.776
2 Versicherungsvermittlern 31.551 38.586
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 1 (-) Tsd €
244.572 236.362
II Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 5.611 3.202
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 692 (96) Tsd €
III Sonstige Verbindlichkeiten 1.065.171 1.313.638
davon
aus Steuern: 119.662 (86.197) Tsd €
im Rahmen der sozialen Sicherheit: 646 (295) Tsd €
gegenüber verbundenen Unternehmen: 845.755 (1.135.254) Tsd €
1.315.354 1.553.202
F Rechnungsabgrenzungsposten 14 1.227 19.125
Summe Passiva 22.690.180 22.597.643

1 Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter Posten B.II und B.III der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie der aufgrund des § 65 Absatz 1 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist; für den Altbestand im Sinne von § 11c VAG ist die Deckungsrückstellung nach dem zuletzt am 5. August 2011 genehmigten Geschäftsplan berechnet worden.

München, den 24. Januar 2012

Klaus-Peter Mangold

Der Verantwortliche Aktuar

Ich bestätige hiermit entsprechend § 73 VAG, dass die in dem Vermögensverzeichnis für Unfall (BUPR/UPR) aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind.

München, den 24. Januar 2012

Dr. Hans Wegener

Der Treuhänder

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Anmerkung Anhang

Nr.
2011

Tsd €
2011

Tsd €
2011

Tsd €
2010

Tsd €
I Versicherungstechnische Rechnung
1 Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a Gebuchte Bruttobeiträge 15 8.906.456 8.943.094
b Abgegebene Rückversicherungsbeiträge - 1.667.932 - 1.700.070
7.238.524 7.243.024
c Veränderung der Bruttobeitragsüberträge 19.334 52
d Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen - 7.955 - 2.254
11.379 - 2.202
7.249.903 7.240.822
2 Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung 16 289.210 268.013
3 Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 7.259 18.083
4 Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a Zahlungen für Versicherungsfälle
aa Bruttobetrag 15 - 6.301.628 - 6.301.929
bb Anteil der Rückversicherer 1.196.833 1.222.032
- 5.104.795 - 5.079.897
b Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa Bruttobetrag 15 - 396.251 - 279.399
bb Anteil der Rückversicherer 13.279 - 42.472
- 382.972 - 321.871
- 5.487.767 - 5.401.768
5 Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen 17 - 139.469 - 102.933
6 Aufwendungen für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung - 84.680 - 76.779
7 Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung 18 - 1.923.416 - 1.962.910
8 Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung - 29.649 - 33.041
9 Zwischensumme - 118.609 - 50.513
10 Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen 283.131 434.899
11 Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 15 164.522 384.386
II Nichtversicherungstechnische Rechnung
1 Erträge aus Kapitalanlagen 19 1.277.239 921.255
2 Aufwendungen für Kapitalanlagen 20 - 162.463 - 175.254
1.114.776 746.001
3 Technischer Zinsertrag 16 - 356.007 - 328.597
758.769 417.404
4 Sonstige Erträge 47.420 69.679
5 Sonstige Aufwendungen - 73.895 - 111.195
- 26.475 - 41.516
6 Nichtversicherungstechnisches Ergebnis 732.294 375.888
7 Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 896.816 760 274
8 Außerordentliche Erträge 21 8.385 16.612
9 Außerordentliche Aufwendungen 21 - 50.943 - 60.193
10 Außerordentliches Ergebnis - 42.558 - 43.581
11 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 22 - 297.135 - 223.471
davon Konzernumlage: - 299.940 (- 267.626) Tsd €
12 Sonstige Steuern - 2.485 813
- 299.620 - 222.658
13 Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne - 537.493 - 551.766
14 Jahresüberschuss/-fehlbetrag 17.145 - 57.731
15 Vermögensminderung durch Abspaltung 1 23 - 18.714 -
16 Entnahmen aus der Kapitalrücklage 18.714 -
17 Entnahmen aus Gewinnrücklagen
aus anderen Gewinnrücklagen - 57.731
18 Einstellungen in Gewinnrücklagen in andere Gewinnrücklagen - 17.145 -
19 Bilanzgewinn - -

1 Abspaltung der AllSecur Deutschland AG von der Allianz Versicherungs-AG auf die Allianz Deutschland AG

Anhang

Maßgebliche Rechtsvorschriften

Die Allianz Versicherungs-AG erstellt den Jahresabschluss und den Lagebericht nach Maßgabe der Bestimmungen des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz, VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV).

Der Jahresabschluss wurde, sofern nicht anders an- gegeben, in Tausend Euro (Tsd €) aufgestellt.

Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ermittlungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Vorräte

Diese Posten sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei einem Teil der immateriellen Vermögensgegenstände wurde im Geschäftsjahr die Abschreibungsdauer von 5 Jahre auf 10 Jahre erhöht.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert bis 150 Euro werden sofort abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter im Wert ab 150 Euro bis 1.000 Euro wird ein steuerlicher Sammelposten gemäß § 6.Absatz 2a EStG gebildet, der im Jahr der Bildung und den folgenden vier Jahren pauschal mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

Sie werden mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten, vermindert um plan- und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen

Sie werden mit dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und zu fortgeführten Anschaffungskosten oder dem niedrigeren auf Dauer beizulegenden Wert angesetzt.

Abschreibungen werden vorgenommen, sofern am Bilanzstichtag die fortgeführten Anschaffungskosten über dem Marktwert und dem langfristig beizulegenden Wert liegen.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Unter diesem Posten werden Grundschuldforderungen, Schuldscheinforderungen und Inhaberschuldverschreibungen geführt. Sie werden mit dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen werden vorgenommen, sofern am Bilanzstichtag die fortgeführten Anschaffungskosten über dem Markt- wert und dem langfristig beizulegenden Wert liegen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethode der Grundschuld- und Schuldscheinforderungen wurde aufgrund der Umstellung von der Nennwertbilanzierung auf die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Zusammenhang mit der Änderung des § 341c HGB im Jahr 2011 angepasst. Es handelt sich um eine verpflichtende Änderung. In den Vorjahren erfolgte die Bilanzierung zu Nennwerten.

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Unter diesem Posten werden Schuldscheinforderungen geführt.

Sie werden mit dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen werden vorgenommen, sofern am Bilanzstichtag die fortgeführten Anschaffungskosten über dem Marktwert und dem langfristig beizulegenden Wert liegen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethode wurde aufgrund der Umstellung von der Nennwertbilanzierung auf die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Zusammenhang mit der Änderung des § 341c HGB im Jahr 2011 angepasst. Es handelt sich um eine verpflichtende Änderung. In den Vorjahren erfolgte die Bilanzierung zu Nennwerten.

Aktien, Investmentanteile, Inhaberschuldverschreibungen, andere festverzinsliche und nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die nach den Grundsätzen des Umlaufvermögens geführten Wertpapiere werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet und mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Marktwert angesetzt. Die nach den Vorschriften des Anlagevermögens bilanzierten Kapitalanlagen sind dazu bestimmt, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Eine Zuordnung der Zweckbestimmung erfolgt bei Zugang der Kapitalanlage. Die Widmung wird jeweils bei Änderung der Anlagestrategie beziehungsweise bei geplanten Verkäufen geprüft. Diese Wertpapiere werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder einem niedrigeren langfristig beizulegenden Wert angesetzt. Dauerhafte Wertminderungen werden erfolgswirksam abgeschrieben. Für voraussichtlich vorübergehende Wertminderungen besteht ein Abschreibungswahlrecht. Im Geschäftsjahr wird das Wahlrecht, wie im Vorjahr, dahingehend in Anspruch genommen, dass die voraussichtlich vorübergehenden Wertminderungen aus wirtschaftlichen Gründen nicht vorgenommen werden. Hie- raus ergeben sich stille Lasten. Weitere Informationen finden sich im Anhang im Abschnitt „Wertpapiere, die der dauernden Vermögensanlage gewidmet wurden“ (Aktiva B.III).

Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen, Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen

Sie werden mit dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethode wurde aufgrund der Umstellung von der Nennwertbilanzierung auf die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Zusammenhang mit der Änderung des § 341c HGB im Jahr 2011 angepasst. Hierbei handelt es sich bei Namensschuldverschreibungen um eine freiwillige, bei allen anderen Papieren um eine verpflichtende Änderung. Es entsteht hierdurch ein Einmaleffekt. Die Agio- und Disagiobeträge, die bisher in den Rechnungsabgrenzungsposten gezeigt wurden, wurden in den Zu- und Abgängen berücksichtigt.

Bei Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen wird die Differenz zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag mithilfe der Effektivzinsmethode über die Restlaufzeit erfasst und verteilt, bei Hypotheken- und Grundschuldforderungen linear über die Laufzeit, für Annuitätendarlehen im Verhältnis zur Restschuld.

Abschreibungen werden vorgenommen, sofern am Bilanzstichtag die fortgeführten Anschaffungskosten über dem Marktwert und dem langfristig beizulegenden Wert liegen.

Andere Kapitalanlagen

Das hier geführte Produkt wird nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet und mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Marktwerten angesetzt.

Wertaufholungsgebot, Zuschreibungen

Auf Vermögensgegenstände, die in früheren Jahren auf einen niedrigeren Marktwert abgeschrieben wurden, muss zugeschrieben werden, wenn diesen Vermögensgegenständen am Bilanzstichtag wieder ein höherer Wert beigelegt wird. Die Zuschreibungen erfolgen bis zur Höhe der fortgeschriebenen Anschaffungswerte, auf einen niedrigeren langfristig beizulegenden Wert oder auf einen niedrigeren Marktwert.

Wertpapiere zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen

Die Wertpapiere werden gemäß § 253 Absatz 1 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den Schulden verrechnet.

Sofern die Schulden den beizulegenden Zeitwert übersteigen, wird der übersteigende Betrag unter dem Posten „C. Andere Rückstellungen“ ausgewiesen. Übersteigt der beizulegende Zeitwert den Betrag der Schulden, so wird der übersteigende Betrag unter dem Posten „F. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen.

Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft

Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft bestehen gegenüber Vorversicherern in Höhe der von diesen entsprechend den vertraglichen Regelungen einbehaltenen Sicherheiten. Sie werden mit dem Nennwert bilanziert.

Derivative Finanzinstrumente und strukturierte Produkte

Optionen werden einzeln bewertet. Die Wertobergrenzen bilden die Anschaffungskosten. Im Fall negativer Marktwerte werden Drohverlustrückstellungen gebildet.

Es befinden sich strukturierte Produkte im Bestand. Die Darlehen und die darin enthaltenen Optionen oder Verpflichtungen werden grundsätzlich einheitlich bilanziert. Die strukturierten Produkte in der Anlageform von Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen werden mit dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Differenz zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag wird mithilfe der Effektivzinsmethode über die Restlaufzeit erfasst und verteilt.

In der Anlageform von Inhaberschuldverschreibungen erfolgt die Bewertung der strukturierten Produkte nach dem strengen oder dem gemilderten Niederstwertprinzip, je nach Bewertung des Produktes nach den Grundsätzen des Umlauf- oder des Anlagevermögens.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Hier werden Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände mit Ausnahme der Sachanlagen und Vorräte betrachtet.

Sie werden grundsätzlich mit den Nominalbeträgen bewertet. Auf die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, auf Zinsforderungen zu Hypotheken- und Grundschuldforderungen, bei denen das Zwangsvollstreckungsverfahren eingeleitet worden ist, auf Mietforderungen und auf einen geringen Teil der sonstigen Forderungen werden Wertberichtigungen vorgenommen, um das Bonitätsrisiko zu berücksichtigen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die unter den abgegrenzten Zinsen und Mieten ausgewiesenen Beträge entfallen auf das Geschäftsjahr, waren aber am Bilanzstichtag noch nicht fällig. Sie sind grundsätzlich mit den Nominalbeträgen bewertet; unverzinslich gestundete Zinsforderungen zu Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine werden abgezinst.

Versicherungstechnische Rückstellungen

Beitragsüberträge

Im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden sie ganz überwiegend nach der taggenauen Berechnungsmethode ermittelt. Als nicht übertragsfähige Teile wurden die Vertreterbezüge gemäß den steuerlichen Richtlinien abgesetzt. In geringem Umfang fanden Pauschalsätze Anwendung. Für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wurden die Beitragsüberträge nach den Aufgaben der Zedenten eingestellt. Die von den Bruttobeitragsüberträgen abgesetzten Anteile für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft wurden nach denselben Grundsätzen berechnet wie die Bruttobeträge, ebenfalls unter Kürzung nicht übertragsfähiger Teile. Bei Quotenabgaben mit Originalkostenbeteiligung wurden die anteiligen Beitragsüberträge dem Quotenanteil des Rückversicherers entsprechend angesetzt.

Deckungsrückstellung

Die Beitrags-Deckungsrückstellung in der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung (UBR) wurde im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft für jeden einzelnen Vertrag nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet.

Die Anteile der Rückversicherer wurden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt.

Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Die Bruttorückstellung für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft wird für die nachstehenden Teilrückstellungen gesondert ermittelt.

Die Rückstellungen für bekannte Versicherungsfälle (ohne Renten) werden grundsätzlich je Schadenfall einzeln nach der zu erwartenden Leistung bemessen, im Beteiligungsgeschäft nach den Aufgaben der führenden Versicherer. In der Haftpflichtversicherung werden für Schäden bis 50 Tausend Euro und in der Sachversicherung bis 11 Tausend Euro Durchschnittsbeträge je Schadenfall angesetzt. Die in früheren Jahren vorgenommenen Abschläge auf die Schadenrückstellungen in der Unfall-, der Kraftfahrthaftpflicht- und der Rechtsschutzversicherung sind im Jahr 2011 vollständig entfallen, da sie zur Darstellung eines angemessenen Rückstellungsniveaus nicht mehr notwendig sind. In der Transportversicherung werden für das Beteiligungsgeschäft die Schadenrückstellungen unter Berücksichtigung bekannter Großschäden anhand von Durchschnittswerten ermittelt. Grundlage der Berechnungen bilden die Beiträge und die tatsächlich geleisteten Schadenzahlungen der Vergangenheit unter Berücksichtigung der aktuellen Beitrags- und Schadenentwicklung.

Die Schadenrückstellungen für Spätschäden (ohne Renten) werden für inzwischen bekannte Fälle, wie im vorigen Absatz beschrieben, ermittelt. Für unbekannte Fälle, also für bereits eingetretene oder verursachte, aber noch nicht gemeldete Schäden, wurden nach den Erfahrungen der Vorjahre ermittelte Spätschadenrückstellungen bilanziert.

Bei der Bemessung der Renten-Deckungsrückstellungen wurde die Sterblichkeit gemäß der Sterbetafel DAV 2006 HUR berücksichtigt.

Den bei der Abwicklung der offenen Schäden noch zu erwartenden Schadenregulierungsaufwendungen wurde durch Rückstellungen nach Maßgabe des BMF- Schreibens vom 2. Februar 1973 Rechnung getragen.

Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen wurden in Höhe ihrer feststellbaren beziehungsweise bestimmbaren Realisierbarkeit abgesetzt.

Für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wurden die Rückstellungen nach den Aufgaben der Zedenten angesetzt.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Rückkäufe, Rückgewährbeträge und Austrittsvergütungen entspricht zum Bilanzstichtag der Höhe nach den tatsächlichen Ansprüchen der Versicherten in der UBR.

Die Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen wurden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt.

Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung

Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) besteht aus den Teilen Rückstellung für vorauserklärten Bonus, Ausgleichsrückstellung und Schlussgewinnanwartschaften. In der UBR wird der Fonds für Schlussüberschussanteile gemäß § 28 Absatz 7d und 7e in Verbindung mit Absatz 9 RechVersV berechnet. Hierzu wird die für den Todes- und Erlebensfall erreichte Schlussüberschussanwartschaft auf den Bilanzstichtag diskontiert. Für den Altbestand im Sinne von § 11c VAG beträgt der Diskontierungszins 3,5 Prozent. Beim Altbestand ohne den von der ehemaligen Vereinten Versicherung AG übergegangenen Teilbestand wird die Sterblichkeit nach der Sterbetafel „1986 Männer“ berücksichtigt. Für den Neubestand beträgt bei den Schlussüberschussanwartschaften sowie bei den laufenden Überschussanwartschaften bei Firmenversicherungen auf eigene Rechnung der Firma der Diskontierungszinssatz unter Berücksichtigung von Storno und Tod 5,0 Prozent beziehungsweise - soweit Storno und Tod nicht zu berücksichtigen sind - 3,5 Prozent.

Die Anteile der Rückversicherer wurden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt.

Schwankungsrückstellungen und der Schwankungsrückstellung ähnliche Rückstellungen

Die Rückstellung zum Ausgleich der Schwankungen im jährlichen Schadenbedarf, die Rückstellung für die Produkt-Haftpflichtversicherung von Pharmarisiken (Pharmarückstellung) und die Rückstellung für Terrorrisiken wurden gemäß § 341h HGB in Verbindung mit §§ 29,30 RechVersV für den Selbstbehalt ermittelt.

Bei der Schwankungsrückstellung im Versicherungszweig „Sonstige Schadenversicherung“ macht die Allianz Versicherungs-AG von der Möglichkeit einer weiteren Unterteilung nach Versicherungsarten Gebrauch, während beim zusammengeführten Versicherungszweig „Sonstige Sachversicherung“ auf dieses Wahlrecht der tieferen Detaillierung verzichtet wurde.

Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen

Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:

Stornorückstellung Die Stornorückstellung wurde aufgrund von Erfahrungssätzen der Vorjahre ermittelt, bei denen alle den Stornovorgang betreffenden Vertragskomponenten (inklusive Vertreterbezüge) berücksichtigt werden.

Rückstellung aufgrund der Verpflichtungen aus der Mitgliedschaft in der Verkehrsopferhilfe e. V. Die Rückstellung für Leistungen an den Verein wurde auf der Basis der von der Verkehrsopferhilfe e. V. gemeldeten Rückstellungen der Abrechnung 2010 gebildet.

Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen Die Dotierung erfolgte in Höhe der je Vertrag errechneten anteiligen Beiträge zwischen Stilllegungsdatum und nächster Fälligkeit beziehungsweise 31. Dezember 2011.

Rückstellung für vertragliche Beitragsnachverrechnungen Diese Rückstellung wird vorsorglich für mögliche Rückbeiträge gebildet, die erst nach Ablauf eines mehrjährigen Beobachtungszeitraums fällig werden. Die Ermittlung erfolgte mithilfe der Erstattungen, die bei Ablauf von Beobachtungszeiträumen tatsächlich angefallen sind.

Rückstellung für Beitragsnachverrechnungen aufgrund des § 9 FBUB und des § 7 AMBUB Die Schätzung der im Jahre 2012 für 2011 rückzuvergütenden Beiträge orientierte sich an dem Verhältnis, das die Rückzahlungen im Jahr 2011 zu den vereinnahmten Beiträgen des Jahres 2010 hatten.

In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:

Diese Rückstellungen wurden nach den Aufgaben der Zedenten eingestellt.

In Rückdeckung gegebenes Versicherungsgeschäft:

Die Anteile der Rückversicherer wurden den vertraglichen Bestimmungen entsprechend ermittelt.

Andere Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Der aus der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) im Jahr 2010 resultierende Umstellungsaufwand wird auf bis zu 15 Jahre verteilt. Im Geschäftsjahr 2011 wird im Wesentlichen ein Fünfzehntel dieses Betrags als außerordentlicher Aufwand erfasst. Dieser resultiert aus Pensionszusagen, die zentral bei der Allianz SE bilanziert werden.

Die Rückstellungen für Mitarbeiterjubiläen, Altersteilzeit und Vorruhestandsleistungen werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Die so ermittelten Verpflichtungen werden in voller Höhe passiviert.

Beim Diskontierungszinssatz wird die Vereinfachungsregelung in § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB (Restlaufzeit von 15 Jahren) in Anspruch genommen.

Der Effekt aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes wird im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen.

Weitere Erläuterungen zur Bilanzierung der Pensionen und ähnlicher Verpflichtungen finden Sie im Anhang unter „Haftungsverhältnisse“.

Die übrigen Rückstellungen werden mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rentenverpflichtungen sind mit ihrem Barwert angesetzt.

Näherungs- und Vereinfachungsverfahren

Soweit der Eingang der Abrechnungen einzelner Zedenten nicht mehr rechtzeitig für das Geschäftsjahr erfolgt, werden die versicherungstechnischen Buchungen auf Grundlage von Erfahrungswerten der Vergangenheit unter Einbeziehung aktueller Entwicklungen geschätzt.

Währungsumrechnung

Grundsätzlich werden alle Geschäftsvorgänge in der Originalwährung erfasst und zum jeweiligen Tageskurs (Devisenkassamittelkurs) in Euro umgerechnet.

Am Abschlussstichtag werden die auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet und nach den handelsrechtlichen Regeln zur Währungsumrechnung bewertet. Bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger werden die Gewinne und Verluste aus der Umrechnung gemäß §256a HGB erfolgswirksam erfasst.

Rückstellungen in fremder Währung werden zum Abschlussstichtag ermittelt sowie neu bewertet und zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Für die Bewertung der auf fremde Währungen lautenden Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen, Investmentanteile und sonstigen variabel- und festverzinslichen Wertpapiere wird der Wert in Originalwährung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet.

Im Falle verbundener Unternehmen und Beteiligungen sowie Inhaberschuldverschreibungen, die wie Anlagevermögen bewertet werden, wird beim Vergleich der Anschaffungskosten in Euro mit dem Zeitwert in Euro das gemilderte Niederstwertprinzip unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips angewandt.

Für die übrigen Kapitalanlagen kommt das strenge Niederstwertprinzip unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips zur Anwendung unter der Ausnahme für Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger.

Für alle Kapitalanlagen gilt: Währungsgewinne und -verluste werden gesondert festgestellt, allerdings nicht separat im Währungsumrechnungsergebnis erfasst.

Der Nettoeffekt aus Wechselkursveränderungen und Wertschwankungen in Originalwährung wird in den Zu- und Abschreibungen und den realisierten Gewinnen und Verlusten dieser Anlagekategorien erfasst und im Kapitalanlagenergebnis ausgewiesen.

Angaben zu den Aktiva

1 Entwicklung der Aktivposten A, B.I bis B.III im Geschäftsjahr 2011

Bilanzwerte

31.12.2010

Tsd €
Zugänge

Tsd €
Umbuchungen

Tsd €
Abgänge

Tsd €
A.I Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 216.829 - 116.216 -
A.II Geleistete Anzahlungen 118.429 71.992 - 116.216 -
Summe A 335.258 71.992 - -
B.I Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1 285.974 95.836 - 110.289
B.II Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 2 1.530.672 327.917 - 350.507
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.034.732 10.726 - 23.769
3 Beteiligungen 267.674 20.277 - 56.294 2.341
4 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 17.707 - - 144
Summe B.II 2.850.785 358.920 - 56.294 376.761
B.III Sonstige Kapitalanlagen
1 Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 10.518.915 170.023 56.294 51.859
2 Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 577.682 152.375 - 155.493
3 Hypotheken, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 204.462 45.719 - 29.524
4 Sonstige Ausleihungen
a Namensschuldverschreibungen 3.630.305 539.921 - 503.069
b Schuldscheinforderungen und Darlehen 3.026.224 168.857 - 358.195
c Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 40.017 10.945 - 11.323
5 Andere Kapitalanlagen 12.307 - - 1.023
Summe B.III 18.009.912 1.087.840 56.294 1.110.486
Summe B.I bis B.III 21.146.671 1.542.596 - 1.597.536
Insgesamt 21.481.929 1.614.588 - 1.597.536
Zuschreibungen

Tsd €
Abschreibungen

Tsd €
Nettoveränderungen

Tsd €
Bilanzwerte

31.12.2011

Tsd €
A.I Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - 68.764 47.452 264.281
A.II Geleistete Anzahlungen - - - 44.224 74.205
Summe A - 68.764 3.228 338.486
B.I Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1 1.513 10.940 - 23.880 262.094
B.II Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 2 367 76.410 - 98.633 1.432.039
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen - - - 13.043 1.021.689
3 Beteiligungen 36.377 - - 1.981 265.693
4 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - 144 17.563
Summe B.II 36.744 76.410 - 113.801 2.736.984
B.III Sonstige Kapitalanlagen
1 Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 209 17.220 157.447 10.676.362
2 Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 381 7.792 - 10.529 567.153
3 Hypotheken, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen - 102 16.093 220.555
4 Sonstige Ausleihungen
a Namensschuldverschreibungen - - 36.852 3.667.157
b Schuldscheinforderungen und Darlehen - 2.465 - 191.803 2.834.421
c Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine - - - 378 39.639
5 Andere Kapitalanlagen - - - 1.023 11.284
Summe B.III 590 27.579 6.659 18.016.571
Summe B.I bis B.III 38.847 114.929 - 131.022 21.015.649
Insgesamt 38.847 183.693 - 127.794 21.354.135

1 Zugang aus Verschmelzung mit Gamma-Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Berlin in Höhe von 56.260 Tsd €

2 Zugang aus Verschmelzung mit Gamma-Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Berlin in Höhe von 83.638 Tsd €

Derivative Finanzinstrumente, strukturierte Produkte, Asset Backed Securities und Credit Linked Notes

Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten, Asset Backed Securities (ABS) und Credit Linked Notes (CLN) erfolgt ausschließlich im Rahmen der Gesamtanlagestrategie unter Berücksichtigung der Vorschriften des § 7 Absatz 2 VAG und in Übereinstimmung mit den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in den Rundschreiben R3/1999, R3/2000 und R1/2002 aufgestellten Grundsätzen sowie den Hinweisen zum Einsatz von Receiver Forward Swaps, Long Receiver Swaptions und Credit

Default Swaps bei Versicherungsunternehmen und Pensionsfonds. Zur Risikobegrenzung werden ergänzende weitere unternehmensspezifische Vorgaben wie zum Beispiel Geschäftspartnerlimite und im Rahmen des internen Risikocontrollings ermittelte Stop-Loss-Marken auf ihre Einhaltung geprüft.

Im Bereich der Zinsträger wird eine Option zum Zweck der Absicherung eines Darlehens gegen eine Ratingverschlechterung gehalten. Option und Darlehen bilden wirtschaftlich eine Einheit.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die direkt gehaltenen Derivatepositionen zum Bilanzstichtag.

Nominalwerte und Zeitwerte der offenen Derivatepositionen

Gliederung nach Derivatearten

Nominalwerte Underlying 1

31.12.2011

Tsd €
Nominalwerte Underlying 1

31.12.2010

Tsd €
Zeitwerte Derivate

31.12.2011

Tsd €
Zeitwerte Derivate

31.12.2010

Tsd €
Aktien-/Indexgeschäfte
Optionen 32.756 34.759 1.631 3.701
Equity Swaps 10.497 9.818 - 1.725 - 744
Zinsgeschäfte
Optionen 161.769 156.535 15.062 13.102
Beteiligungsgeschäfte
Termingeschäfte 28.558 - 1.108 -
Insgesamt 233.580 201.112 16.076 16.059

1 Unter Nominalwerte Underlying sind die Nominalwerte der abgesicherten Kapital anlagen aufgeführt.

Bei der Ermittlung des Zeitwerts von börsengehandelten Finanzinstrumenten werden die Börsenkurse des letzten Börsentags des Jahres 2011 zugrunde gelegt. In Fällen, in denen keine Börsennotierungen vorliegen, werden an Finanzmärkten etablierte Preisbildungsverfahren wie Barwertmethode und Optionspreismodelle eingesetzt, die neben aktuellen Zinskurven und Volatilitäten auch Markt- und Bonitätsrisiken berücksichtigen. Der Zeitwert entspricht dem für die volle Ablösung aller künftigen Ansprüche und Verpflichtungen aus dem Finanzgeschäft erforderlichen Kapital.

In der Position Andere Vermögensgegenstände (D.III) werden Optionen zu einem Buchwert in Höhe von 1.705 (2.769) Tausend Euro und Equity Swaps zu einem Buchwert in Höhe von 10.497 (9.818) Tausend Euro ausgewiesen.

Darüber hinaus werden in der Position Sonstige Kapitalanlagen (B.III) Optionen in Höhe von 14.756 (16.929) Tausend Euro ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente in Bewertungseinheiten

Group Equity Incentives

Die zur Absicherung der aktienbasierten Vergütungspläne (Group Equity Incentive Pläne) erworbenen Optionsrechte sowie Equity Swaps werden mit den entsprechenden Grundgeschäften als Bewertungseinheit zusammengefasst, soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang besteht. Der Ausweis der Grundgeschäfte erfolgt unter den Sonstigen Rückstellungen und der Ausweis der Sicherungsgeschäfte unter den Sonstigen Vermögensgegenständen.

Für die gebildeten Bewertungseinheiten kommt ein Mikro-Hedge zum Ansatz, um Preisänderungsrisiken aufgrund von Marktpreisschwankungen vollständig auszuschließen. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheiten über die spätestens im Jahr 2016 auslaufen- den aktienbasierten Vergütungspläne wird prospektiv und retrospektiv durch die Übereinstimmung der Bedingungen, Parameter und Risiken (= Critical-Term-Match-Methode) nachgewiesen.

Zum Bilanzstichtag umfassen die einbezogenen Grundgeschäfte, bestehend aus voraussichtlich zukünftig auszugleichenden Leistungen, ein Volumen in Höhe von 11.814 (10.993) Tausend Euro. Mit den Bewertungseinheiten werden Risiken in Form von Wertänderungen in Höhe von 900 (2.042) Tausend Euro abgesichert. Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Die außerhalb von Bewertungseinheiten geführten GEI-Sicherungsinstrumente beinhalten nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Optionen, die mit einem Buchwert in Höhe von 388 (1.594) Tausend Euro unter dem Bilanzposten Aktiva D.III ausgewiesen werden. Der nach § 255 Absatz 4 HGB verlässlich bestimmte beizulegende Zeitwert in Höhe von 388 (1.692) Tausend Euro wird mit dem Binomial-Modell unter Berücksichtigung marktgerechter Zinssätze, Volatilitätsannahmen, Dividendenrendite-, Aktienkurs- sowie Capwert-Erwartungen bewertet.

2 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (Aktiva B.I)

Der Bilanzwert der direkt gehaltenen Immobilien beträgt 262.094 (285.974) Tausend Euro. Von diesem Bestand werden im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit Grundstücke und Bauten mit einem Bilanzwert in Höhe von 22.448 (22.530) Tausend Euro eigengenutzt. Die gesamten Abschreibungen betragen 10.940 (9.530) Tausend Euro. Darin sind planmäßige Abschreibungen in Höhe von 9.780 (7.940) Tausend Euro und außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1.160 (1.590) Tausend Euro enthalten. Zusätzlich werden Immobilien über Objektgesellschaften und Fonds in Höhe von 343.988 (412.360) Tausend Euro gehalten. Der Ausweis erfolgt in den Posten Anteile an verbundenen Unternehmen (Aktiva B.II), Beteiligungen (Aktiva B.II) und Investmentanteile (Aktiva B.III).

3 Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB in Verbindung mit § 286 Absatz 3 Nr. 1 HGB

Anteil

%
Eigenkapital

Tsd €
Jahresergebnis

Tsd €
mit Sitz im Inland
Allianz Handwerker Services GmbH, München 1 95,0 29.872 10.516
Allianz Leben Private Equity Fonds Plus GmbH, München 30,0 13.803 2.329
Allianz Private Equity GmbH, München 30,0 111.140 - 11.766
Allianz Taunusanlage GbR, Stuttgart 1 99,5 212.479 5.637
AZ-SGD Private Equity Fonds GmbH, München 100,0 292.242 6.891
mit Sitz im Ausland
Allianz China General Insurance Company Ltd., Guangzhou 1 100,0 26.455 - 404
Allianz Renewable Energy Partners V Plc, London 36,4 124.858 3
AZ Euro Investments S.à.r.l., Luxemburg 20,4 2.251.411 - 153.913
Capital Messine S.à.r.l., Luxemburg 1 30,0 47.827 - 25

1 Eigenkapital und Jahresergebnis gemäß Jahresabschluss 2010

4 Zeitwerte der Kapitalanlagen (Aktiva B)

Gliederung nach Bilanzposten

Zeitwerte

31.12.2011

Mio €
Bilanzwerte

31.12.2011

Mio €
Saldo

31.12.2011

Mio €
Zeitwerte

31.12.2010

Mio €
Bilanzwerte 1

31.12.2010

Mio €
Saldo

31.12.2010

Mio €
B.I Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 664 262 402 717 286 431
B.II Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 2 1.631 1.432 199 1.746 1.531 215
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.041 1.022 19 1.026 1.035 - 9
3 Beteiligungen 270 266 4 269 267 2
4 Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 18 18 0 18 18 0
B.III Sonstige Kapitalanlagen
1 Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 12.741 10.676 2.065 12.781 10.519 2.262
2 Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 631 567 64 641 578 63
3 Hypotheken, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 240 221 19 216 204 12
4 Sonstige Ausleihungen
a Namensschuldverschreibungen 3.958 3.667 291 3.802 3.639 163
b Schuldscheinforderungen und Darlehen 3.082 2.834 248 3.213 3.033 180
c Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 40 40 0 40 40 0
5 Andere Kapitalanlagen 13 11 2 15 12 3
B.IV Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft 0 0 0 1 1 0
Kapitalanlagen insgesamt 24.329 21.016 3.313 24.485 21.163 3.322

Davon Summe der in die Überschussbeteiligung einzubeziehenden Kapitalanlagen

Zeitwerte

31.12.2011

Mio €
Bilanzwerte

31.12.2011

Mio €
Saldo

31.12.2011

Mio €
Zeitwerte

31.12.2010

Mio €
Bilanzwerte 1

31.12.2010

Mio €
Saldo

31.12.2010

Mio €
8.919 8.106 813 8.638 7.900 738

1 Bei den Bilanzwerten von zu Nennwerten bilanzierten Anlagen sind bis 2010 die Effekte aus Agio und Disagio berücksichtigt. Daraus resultiert eine Abweichung zu den in der Bilanz unter Aktiva B ausgewiesenen Werten. Betroffen sind die Hypotheken, Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen unter Aktiva B.II und B.III.

2 Bei einem verbundenen Unternehmen ist der Verkaufspreis mindestens in Höhe des Buchwertes garantiert.

Der Zeitwert der Kapitalanlagen belief sich zum 31. Dezember 2011 auf 24.329.177 (24.484.935) Tausend Euro. Der entsprechende Bilanzwert dieser Kapitalanlagen lag bei 21.016.078 (21.163.019) Tausend Euro. Die Gesamtsumme der Anschaffungskosten der in die Überschussbeteiligung der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung (UBR) einzubeziehenden Kapitalanlagen beträgt 8.106.134 (7.900.394) Tausend Euro, die Gesamtsumme des beizulegenden Zeitwerts selbiger Kapitalanlagen 8.919.222 (8.638.056) Tausend Euro, der sich daraus ergebende Saldo 813.088 (737.662) Tausend Euro.

Bei der Ermittlung der Zeitwerte wurden folgende Methoden angewandt:

Die Zeitwertermittlung des Grundvermögens erfolgte zum 30. September des Geschäftsjahrs nach der Discounted-Cashflow-Methode.

Die Zeitwerte für Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden mit dem Ertrags-wertverfahren ermittelt. Einzelne Anteile an verbundenen Unternehmen wurden im ersten Jahr des Investments mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Zeitwertermittlung für Private Equity Fonds erfolgte nach branchenüblichen, anerkannten Verfahren. Unwesentliche Gesellschaften wurden mit dem Buchwert angesetzt.

Für die Zeitwertermittlung der Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurde - sofern vorhanden - der Börsenjahresschlusskurs herangezogen. Für Immobilien-Spezialfonds wurde das Net Asset Value-Verfahren angewendet. Für alle anderen Spezialfonds wurde der von der Kapitalanlagegesellschaft mitgeteilte Wert angesetzt. Die Zeitwertermittlung der Equity Tranchen erfolgte nach branchenüblichen, anerkannten Verfahren.

Die Zeitwerte der börsennotierten Wertpapiere mit fester Laufzeit wie Inhaberschuldverschreibungen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden mit den Börsenjahresschlusskursen ermittelt.

Bei nicht börsennotierten Kapitalanlagen mit fester Laufzeit (Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Darlehen, Hypotheken) wurde der Zeitwert auf der Grundlage von Bewertungen unabhängiger Datenlieferanten angesetzt oder nach der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Dabei wurde der Effektivzins ähnlicher Schuldtitel verwendet. Hypotheken und Darlehen an verbundene Immobiliengesellschaften und Darlehen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden zum Buchwert angesetzt.

Bei Asset Backed Securities (ABS) werden die Marktwerte von unabhängigen Geschäftsbanken geliefert. Diese wurden (bis auf einzelne Fälle in sehr geringem Umfang) mit Bewertungsmodellen berechnet, die ihrerseits auf verfügbaren beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die Zeitwerte der Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine wurden auf Basis von durchschnittlichem Nominalzins, durchschnittlicher Restlaufzeit, aktueller Zinsstrukturkurve und Spread in einem internen Modell berechnet. Dabei bezieht sich der Spread auf die Illiquidität der Darlehen und das jederzeitige Kündigungsrecht des Kunden.

Für die Depotforderungen erhält die Allianz Versicherungs-AG von den Erstversicherern Depotzinsen, die im Rückversicherungsvertrag festgelegt werden. Daher wurden die Depotforderungen zum Buch- wert angesetzt.

Wertpapiere, die der dauernden Vermögensanlage gewidmet wurden

Zeitwerte

31.12.2011

Mio €
Bilanzwerte

31.12.2011

Mio €
Saldo

31.12.2011

Mio €
Zeitwerte

31.12.2010

Mio €
Bilanzwerte

31.12.2010

Mio €
Saldo

31.12.2010

Mio €
Investmentanteile 12.666 10.604 2.062 12.738 10.476 2.262
Inhaberschuldverschreibungen 190 151 39 196 153 43
Insgesamt 12.856 10.755 2.101 12.934 10.629 2.305

Angaben gemäß § 285 Nr. 18 HGB zu Kapitalanlagen, die über ihrem beizulegenden Wert ausgewiesen werden

Bei Investmentanteilen mit einem Buchwert in Höhe von 507.509 (368.144) Tausend Euro, die nach § 341b Absatz 2 HGB wie Anlagevermögen behandelt werden, bestanden zum 31. Dezember 2011 stille Lasten in Höhe von 8.701 (7.047) Tausend Euro. Die stillen Lasten auf Anteile an verbundenen Unternehmen und auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen mit einem Buchwert in Höhe von 102.171 (667.058) Tausend Euro betrugen 2.923 (42.110) Tausend Euro. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen in Höhe von 685 Tausend Euro wurden über ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 572 Tausend Euro ausgewiesen. Sonstige Ausleihungen in Höhe von 485.718 Tausend Euro wurden über ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 464.181 Tausend Euro ausgewiesen. Auf eine außerplanmäßige Abschreibung gemäß § 253 Absatz 3 Satz 3 HGB wurde jeweils wegen nicht dauerhaften Charakters der Wertminderung verzichtet.

Angaben gemäß § 285 Nr. 26 HGB zu Anteilen an Investmentvermögen

Name des Fonds Bilanzwert

31.12.2011

Mio €
Zeitwert der Fondsanteile

31.12.2011

Mio €
Reserven

31.12.2011

Mio €
für das GJ 2011 erfolgte Ausschüttung

Mio €
Gemischte Fonds
Allianz VGI 1 Fonds 1 3.588 4.019 431 157
Allianz DGD Fonds 508 499 - 9 5
Allianz AVM-B Fonds 659 1.011 352 112
Summe 4.755 5.529 774 274
Rentenfonds
Allianz AVM Fonds 57 96 39 -
Allianz AADB Fonds 1 560 756 196 12
Allianz RFG Fonds 2.724 3.307 583 254
Allianz UGD 1 Fonds 1 907 980 73 10
Allianz SDR Fonds 1 362 517 155 10
Allianz FAD Fonds 297 341 44 3
Allianz VAD Fonds 217 342 125 4
Summe 5.124 6.339 1.215 293
Rentenfonds/Asset Backed Securities
Allianz VAE Fonds 368 368 - 1
Allianz ABS Fonds 261 297 36 1
Summe 629 665 36 2
Immobilienfonds
Market Street Trust 95 131 36 11
Summe 95 131 36 11
Insgesamt 10.603 12.664 2.061 580

1 Fonds enthält ABS-Papiere in geringem Umfang.

Bei Investmentanteilen mit einem Bilanzwert in Höhe von 10.603.(10.476) Millionen Euro hält die Gesellschaft mehr als 10 Prozent der Anteile. Diese Fondsanteile können börsentäglich zurückgegeben werden.

5 Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten (Aktiva E.II)

Dieser Posten enthielt im Jahr 2010 die Agiobeträge zu Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen in Höhe von 33.483 Tausend Euro, die aufgrund der Umstellung von der Nominalwertbilanzierung auf die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode ab dem Jahr 2011 entfallen. Der daraus resultierende Einmaleffekt ist in der Tabelle „Entwicklung der Aktivposten A. B.I bis B.III“ im Zugang der jeweiligen Papiere erfasst.

Angaben zu den Passiva

6 Gezeichnetes Kapital (Passiva A.I 1)

Das gezeichnete Kapital der Allianz Versicherungs-AG beträgt 728.280.381 Euro. Es ist eingeteilt in 142.437 auf den Namen lautende Aktien im Nennwert von je 5.113 Euro, von denen 82.437 voll und 60.000 mit je 1.279,67 Euro eingezahlt sind. Die Aktien können nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden.

Latente Steuern

Analog des Wahlrechts des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB wird der über den Saldierungsbereich hinausgehende Überhang aktiver Steuerlatenzen nicht bilanziert.

Die umfangreichsten Abweichungen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen ergeben sich bei den Bilanzpositionen „Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere“ und „Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle“, die zu aktiven latenten Steuern führen.

Die Bewertung der inländischen Steuerlatenzen erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 31 Prozent.

Die Allianz Deutschland AG, München, ist alleinige Aktionärin der Allianz Versicherungs-AG. Entsprechend wurde uns nach § 20 AktG mitgeteilt, dass die Allianz Deutschland AG unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der Allianz Versicherungs-AG hält, die der Allianz SE, München, gemäß § 16 Absatz 4.AktG zugerechnet wird.

7 Kapitalrücklage (Passiva A.II)

Stand 31.12.2010

Tsd €
Einstellung

Tsd €
Entnahme

Tsd €
Stand 31.12.2011

Tsd €
Kapitalrücklage 1.007.955 - 18.714 989.241

8 Gewinnrücklagen (Passiva A.III)

Stand 31.12.2010

Tsd €
Einstellung

Tsd €
Entnahme

Tsd €
Stand 31.12.2011

Tsd €
Gesetzliche Rücklage 47 - - 47
Andere Gewinnrücklagen 798.769 17.145 - 815.914

Die Entnahme aus der Kapitalrücklage erfolgt aufgrund der Abspaltung der AllSecur Deutschland AG von der Allianz Versicherungs-AG auf die Allianz Deutschland AG.

Aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2011 werden 17.145 Tausend Euro in die Anderen Gewinnrücklagen eingestellt (2010: Entnahme in Höhe von 57.731 Tausend Euro).

Angabe gemäß § 285 Nr. 28 HGB

Aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens zu Personalrückstellungen sind im Geschäftsjahr unrealisierte Gewinne in Höhe von 364 (311) Tausend Euro entstanden. Dieser Betrag ist gemäß § 268 Absatz 8 HGB abführungsgesperrt.

Der abführungsgesperrte Betrag ist in vollem Umfang durch frei zur Verfügung stehende Eigenkapitalteile gedeckt.

9 Versicherungstechnische Bruttorückstellungen nach Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweigen und Versicherungsarten

31.12.2011

Tsd €
Insgesamt

31.12.2010

Tsd €
davon Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle davon Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
31.12.2011

Tsd €
31.12.2010

Tsd €
31.12.2011

Tsd €
31.12.2010

Tsd €
--- --- --- --- --- --- ---
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfall- und Krankenversicherung insgesamt 9.651.854 9.283.287 1.139.690 1.020.496 - 798
Haftpflichtversicherung 2.821.040 2.760.942 2.503.401 2.418.934 53.076 70.299
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 5.378.276 5.424.476 4.762.892 4.688.683 557.964 684.879
Sonstige Kraftfahrtversicherungen 364.049 482.555 251.215 265.420 72.300 182.767
Feuer- und Sachversicherung 902.448 868.626 541.553 488.540 880 15.171
davon:
Feuerversicherung 34.406 35.057 30.489 16.234 880 15.171
Verbundene Hausratversicherung 168.240 170.615 54.998 53.318 - -
Verbundene Wohngebäudeversicherung 326.881 310.752 172.985 157.115 - -
Sonstige Sachversicherung 372.921 352.202 283.081 261.873 - -
Transport- und Luftfahrt-Versicherung 113.897 118.984 49.753 52.928 57.105 58.879
Rechtsschutzversicherung 755.191 728.991 632.478 595.352 11.732 21.368
Beistandsleistungsversicherung 5.606 5.720 2.120 1.807 - -
Sonstige Versicherungen 1.274.995 1.292.978 597.542 559.868 282.521 302.520
Summe 21.267.356 20.966.559 10.480.644 10.092.028 1.035.578 1.336.681
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 150.617 116.590 64.739 56.631 75.621 57.649
Versicherungsgeschäft insgesamt 21.417.973 21.083.149 10.545.383 10.148.659 1.111.199 1.394.330

10 Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Passiva B.III)

Bei der Ermittlung der Rückstellungsbeträge wurden Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen mit einem Betrag in Höhe von 29.373 (28.765) Tausend Euro abgesetzt.

11 Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung - brutto (Passiva B.IV.1)

Entwicklung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung Unfallversicherung

Tsd €
Stand 31.12.2010 511.356
Zuführung 104.021
Entnahme 76.293
Stand 31.12.2011 539.084

Teile der Rückstellung für Beitragsrückerstattung, die entfallen

Tsd €
a auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte laufende Überschussanteile 51.070
b auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Schlussüberschussanteile und Schlusszahlungen 18.398
c auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Beträge für die Mindestbeteiligung an Bewertungsreserven 0
d auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Beträge zur Beteiligung an Bewertungsreserven, jedoch ohne Beträge nach Buchstabe c 0
e auf den Teil des Schlussüberschussanteilfonds, der für die Finanzierung von Gewinnrenten zurückgestellt wird, jedoch ohne Beträge nach Buchstabe a 317
f auf den Teil des Schlussüberschussanteilfonds, der für die Finanzierung von Schlussüberschussanteilen und Schlusszahlungen zurückgestellt wird, jedoch ohne Beträge nach den Buchstaben b und e 139.031
g auf den Teil des Schlussüberschussanteilfonds, der für die Finanzierung der Mindestbeteiligung an Bewertungsreserven zurückgestellt wird, jedoch ohne Beträge nach Buchstabe c 22.179
h auf den ungebundenen Teil (Rückstellung für Beitragsrückerstattung ohne die Buchstaben a bis g) 308.089

Überschussbeteiligung in der Unfall- versicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung (UBR)

Die UBR-Kunden werden an den Überschüssen aus Kapitalerträgen und darüber hinaus seit 1. Januar 2008 nach einem verursachungsorientierten Verfahren an den Bewertungsreserven des UBR-Sicherungsvermögens beteiligt.

Die Überschussbeteiligung bleibt 2012 gegenüber dem Vorjahr unverändert. Im Folgenden sind die Überschussbeteiligungssätze für 2012 aufgeführt.

1 Bestand der ab 1. Januar 2008 abgeschlossenen Verträge

Die seit dem 1. Januar 2008 abgeschlossenen Verträge (im Folgenden „Bestand WG-neu“) gehören zum Gewinnverband UPR 1994.

Für den Bestand WG-neu setzt sich die Überschussbeteiligung zusammen aus Bonus und Schlussüberschussanwartschaft 1 (SÜA 1) als Beteiligung an den Überschüssen aus Kapitalerträgen und aus einer Beteiligung an den Bewertungsreserven. Für die Beteiligung an den Bewertungsreserven wird - sofern der Vertrag schlussüberschussberechtigt ist - unabhängig von der aktuellen tatsächlichen Höhe zum Auszahlungszeitpunkt mindestens ein Sockelbetrag als Schlussüberschussanwartschaft 2 (SÜA 2) geleistet.

Überschussbeteiligung in der Ansparphase

In der Ansparphase wird der jährlich hinzukommen- de Bonusanspruch mit einem festen Prozentsatz aus der zum Ende des vorausgegangenen Versicherungsjahrs erreichten Summe aus Rückzahlungs- und Bonusanspruch ermittelt. Dieser Prozentsatz unterscheidet sich je nach dem Rechnungszins der Beitragskalkulation. Er ergibt sich aus der folgenden Tabelle:

Bonussatz

Rechnungszins der Beitragskalkulation
2,85 % 2,95 % 3,00 % 3,10 % 3,25 %
--- --- --- --- --- ---
Prozentsatz für Bonus für Versicherungsjahre mit Beitragszahlung und beitragsfreie Zeiten bei nicht gekündigten Verträgen 1,15 % 1,00 % 0,95 % 0,85 % 0,65 %
Prozentsatz für Bonus für beitragsfreie Zeiten bei gekündigten Verträgen 0,70 % 0,55 % 0,50 % 0,40 % 0,20 %

Diese Sätze gelten für alle Ansprüche, die bis zum Ende des 2012 beginnenden Versicherungsjahrs erworben werden.

Die hinzukommenden Schlussüberschussanwartschaften aus Kapitalerträgen und aus Bewertungsreserven werden jeweils mit einem festen Prozentsatz pro Jahr aus der erreichten Summe von Rückzahlungsanspruch und Bonusanspruch aus dem Rückzahlungsanspruch ermittelt. Hierzu werden die Zuwächse von SÜA 1 und SÜA 2 in einem Versicherungsjahr jeweils mit einem von der vereinbarten Beitragszahlungsdauer abhängigen Prozentsatz aus dem Zuwachs der mit der Anzahl der abgelaufenen Versicherungsjahre multiplizierten erreichten Summe von Rückzahlungs- und Bonusanspruch bestimmt. Diese Sätze ergeben sich für alle 2012 erfolgenden schlussüberschussberechtigten Auszahlungen aus der folgenden Tabelle:

Sätze für die Schlussüberschussanwartschaften für den Bestand VVG-neu

Sätze für Versicherungsjahre, die vor 2010 enden Sätze für Versicherungsjahre, die 2010 enden
Vereinbarte Beitragszahlungsdauer in Jahren Schlussüberschuss-

anwartschaft 1

%
Schlussüberschuss-

anwartschaft 2

%
Schlussüberschuss-

anwartschaft 1

%
Schlussüberschuss-

anwartschaft 2

%
--- --- --- --- ---
5 bis 7 0,25 0,30 0,15 0,30
8 bis 9 0,26 0,29 0,16 0,29
10 bis 12 0,27 0,28 0,17 0,28
13 bis 14 0,28 0,27 0,18 0,27
15 bis 17 0,29 0,26 0,19 0,26
18 bis 19 0,30 0,25 0,20 0,25
20 bis 21 0,31 0,24 0,21 0,24
22 bis 23 0,32 0,23 0,22 0,23
24 bis 25 0,33 0,22 0,23 0,22
26 bis 27 0,34 0,21 0,24 0,21
28 bis 29 0,35 0,20 0,25 0,20
30 bis 31 0,36 0,19 0,26 0,19
32 bis 33 0,37 0,18 0,27 0,18
34 bis 37 0,38 0,17 0,28 0,17
38 bis 41 0,39 0,16 0,29 0,16
ab 42 0,40 0,15 0,30 0,15
Sätze für Versicherungsjahre, die ab 2011 enden
Vereinbarte Beitragszahlungsdauer in Jahren Schlussüberschuss-

anwartschaft 1

%
Schlussüberschuss-

anwartschaft 2

%
--- --- ---
5 bis 7 0,05 0,30
8 bis 9 0,06 0,29
10 bis 12 0,07 0,28
13 bis 14 0,08 0,27
15 bis 17 0,09 0,26
18 bis 19 0,10 0,25
20 bis 21 0,11 0,24
22 bis 23 0,12 0,23
24 bis 25 0,13 0,22
26 bis 27 0,14 0,21
28 bis 29 0,15 0,20
30 bis 31 0,16 0,19
32 bis 33 0,17 0,18
34 bis 37 0,18 0,17
38 bis 41 0,19 0,16
ab 42 0,20 0,15

Ermittlung der Bewertungsreserven

Die Anteile der einzelnen Verträge an den Bewertungsreserven werden einmal jährlich ermittelt, und zwar jeweils zum 31. Dezember. Diese Anteile sind dann für Auszahlungen im Folgejahr maßgeblich.

Die rechnerische Zuordnung auf die Gesamtheit der anspruchsberechtigten Verträge erfolgt im Verhältnis ihrer aus den Beiträgen finanzierten Rückstellungen zum Bilanzwert aller Kapitalanlagen des Sicherungsvermögens UBR. Die Zuordnung auf den einzelnen Vertrag erfolgt im Verhältnis der Summe der Guthaben des jeweiligen Vertrags zur Summe der Guthaben aller anspruchsberechtigten Verträge. Als Guthaben zählen dabei die Mittelwerte der Rückkaufswerte jeweils zum Beginn und zum Ende eines jeden Versicherungsjahrs.

Die aktuellen Bewertungsreserven, die bei Auszahlungen der Beteiligung an den Bewertungsreserven zugrunde gelegt werden, werden monatlich ermittelt, und zwar jeweils zum Ablauf des dritten Arbeitstags des Monats.

Überschussbeteiligung in der Rückzahlungsphase beim Kindertarif und beim Tarif III S mit Pflegerente für bis Juli 2009 abgeschlossene Verträge (Rückzahlung in Form von Teilrückzahlungen)

Bei diesen Tarifen erfolgt in der Rückzahlungsphase die Überschussbeteiligung über zusätzliche Teilrückzahlungen. Diese zusätzlichen Teilrückzahlungen bestehen aus einem erworbenen und einem hinzukommenden Anteil. Der erworbene Anteil entsteht aus der in der Ansparphase erworbenen Überschussbeteiligung (einschließlich Beteiligung an den Bewertungsreserven).

Der hinzukommende Anteil der zusätzlichen Teilrückzahlungen ergibt sich als Differenz aus vereinbarten Teilrückzahlungen zuzüglich dem erworbenen Anteil der zusätzlichen Teilrückzahlungen einerseits und den gesamten Teilrückzahlungen andererseits. Für die Ermittlung der gesamten Teilrückzahlung wird die gesamte Ablaufleistung mit einem Zins von 3,6 Prozent verrentet. Der hinzukommende Anteil der zusätzlichen Teilrückzahlungen besteht aus einer Schlussüberschussanwartschaft 1 (aus Kapitalerträgen) und einer Schlussüberschussanwartschaft 2 als Sockelbetrag der Beteiligung an den Bewertungsreserven. SÜA 1 beträgt 84,0 Prozent des hinzukommenden Anteils der zusätzlichen Teilrückzahlungen, SÜA 2 16,0 Prozent.

Überschussbeteiligung während der Leistung einer Pflegerente beim Tarif III S

Wird aus einem bis Juli 2009 abgeschlossenen Vertrag eine Rente wegen Schwerstpflegebedürftigkeit gezahlt, so beträgt die monatliche Überschussrente ein Zwölftel der jährlichen zusätzlichen Teilrückzahlung, die sich ergibt, wenn bis zum Beginn der Rückzahlungsphase alle Beiträge wie vereinbart gezahlt werden. Bei schwerer Pflegebedürftigkeit beträgt die Überschussrente zwei Drittel der Überschussrente bei Schwerstpflegebedürftigkeit. Die Aufstockung der Überschussrente auf die zum Beginn der Rückzahlungsphase erreichbaren zusätzlichen Teilrückzahlungen enthält bereits implizit eine Beteiligung an den Bewertungsreserven.

Wird aus einem ab August 2009 abgeschlossenen Vertrag eine Rente wegen Schwerstpflegebedürftigkeit gezahlt, so erfolgt die Überschussbeteiligung in Form einer Überschussrente. Diese besteht aus einem erworbenen und einem hinzukommenden Anteil. Der erworbene Anteil der Überschussrente entspricht einem Anteil der vereinbarten Rente. Dieser Anteil ergibt sich aus dem Verhältnis von erreichbarer Überschussbeteiligung (einschließlich Beteiligung an den Bewertungsreserven) zu erreichbarem Rückzahlungsanspruch, und zwar jeweils zum vereinbarten Ablauftermin. Der hinzukommende Anteil wird mit einem festen Prozentsatz aus der Summe von vereinbarter Rente und erworbenem Anteil der Überschussrente ermittelt. Dieser Prozentsatz beträgt 8,6 Prozent, wenn der Rechnungszins der Rente 2,25 Prozent beträgt (Vertragsabschluss bis Ende 2011) und 11,3 Prozent, wenn der Rechnungszins der Rente 1,75 Prozent beträgt (Vertragsabschluss ab 2012). Bei schwerer Pflegebedürftigkeit beträgt die Überschussrente zwei Drittel der Überschussrente bei Schwerstpflegebedürftigkeit. Durch die Berücksichtigung der erreichbaren Überschussbeteiligung zum vereinbarten Ablauftermin bei der Berechnung des erworbenen Anteils der Überschussrente ist implizit eine Beteiligung an den Bewertungsreserven gegeben.

Überschussbeteiligung beim Sofortguthaben

Auf die Summe aus dem zu Beginn des Versicherungsjahrs vorhandenen Restbetrag aus dem Sofortguthaben, dem erreichten Bonusanspruch und den erreichten Schlussüberschussanwartschaften wird ein fester Prozentsatz angewandt. Das Ergebnis ist der jährliche Ertrag aus dem Sofortguthaben. Dieser Prozentsatz ist wie folgt festgelegt:

Sätze für den jährlichen Ertrag aus dem Sofortguthaben

Vertragsbeginn bis Juni 2008 Vertragsbeginn ab Juli 2008
Prozentsatz für den jährlichen Ertrag des 2012 beginnenden Versicherungsjahrs - als Basis der Berechnung des hinzukommenden Bonusanspruches gemäß den folgenden Ausführungen 3,6 % 4,0 %

Aus dem jährlichen Ertrag wird jeweils ein fester Anteilsatz für die hinzukommenden Schlussüberschussanwartschaften 1 und 2 (aus Kapitalerträgen und aus Bewertungsreserven) verwendet. Der Anteilsatz für SÜA 1 beträgt 7,0 Prozent und für SÜA 2.23,0 Prozent.

Bei Sofortguthaben mit Vertragsbeginn ab 1. Juli 2008 werden die Schlussüberschussanwartschaften nicht fällig nach Kündigung der Versicherung.

Der hinzukommende Bonusanspruch ergibt sich aus dem jährlichen Ertrag nach Abzug der hinzukommenden Schlussüberschussanwartschaften 1 und 2 (aus Kapitalerträgen und aus Bewertungsreserven) und dem in diesem Jahr hinzukommenden garantierten Zins aus dem Restbetrag des Sofortguthabens. Dieser garantierte Zins beträgt 2,25 Prozent bei Verträgen mit Beginn bis Ende 2011. Bei ab 2012 abgeschlossenen Verträgen beträgt er 1,75 Prozent.

Rückzahlungsphase der UBR-Rentenversicherungen

In dieser Phase werden die Überschussrenten so festgelegt, dass eine Gesamtverzinsung von 4,1 Prozent verwendet wird, der jährliche Erhöhungssatz für die Gesamtrente beträgt 0,85 Prozent. In der Gesamtverzinsung ist implizit eine Beteiligung an den Bewertungsreserven enthalten.

2 Bestand der vor dem 1. Januar 2008 abgeschlossenen Verträge

Für die Überschussbeteiligung dieses Bestands (im Folgenden „Bestand WG-alt“) sind die geschäftsplanmäßigen Festlegungen (reguliertes Geschäft) beziehungsweise vertraglichen Vereinbarungen (dereguliertes Geschäft) maßgeblich.

Andererseits wird, um eine Benachteiligung des Bestands WG-alt zu vermeiden, eine Alternativrechnung auf Basis der für den Bestand WG-neu gültigen Überschussbeteiligungssystematik (einschließlich Beteiligung an den Bewertungsreserven) durchgeführt. Wenn die Alternativrechnung zu einem höheren Ergebnis führt, wird die Differenz als zusätzliche Leistung gezahlt. Hierdurch wird die Beteiligung der Kunden des Bestands WG-alt an den Bewertungsreserven sichergestellt.

Die Überschussbeteiligung für die Alternativrechnung wird für jede Bestandsgruppe unter Berücksichtigung der jeweiligen Gesamtverzinsung und des jeweiligen Rechnungszinses adjustiert, SÜA 1 und SÜA 2 werden wie im Bestand WG-neu angesetzt.

2.1 Überschussbeteiligung nach den vertraglichen Vereinbarungen (vor dem 1. Januar 2008 gültiges System)

Gewinnverband UPR 1988

Im Gewinnverband UPR 1988 wird der Bonusanspruch (bei Einzel- und Familien- sowie Firmen-Direktversicherungen) beziehungsweise die Schlussgewinnanwartschaft (bei Firmenversicherungen auf eigene Rechnung der Firma) mit einem bestimmten, von der Vertragsdauer abhängigen Prozentsatz pro Jahr aus dem erreichten Rückgewähranspruch ermittelt.

Bonussätze für Versicherungsjahre mit Beitragszahlung

Rückgewährdauer in Jahren
12 15 20 25 30
--- --- --- --- --- ---
Anteilsätze pro Jahr in % des jeweils erworbenen Rückgewähranspruches 0,4823 0,4931 0,5111 0,5291 0,5471

Für beitragsfreie Versicherungsjahre gilt ein Satz von 0,25 Prozent pro Jahr.

Diese Sätze gelten jeweils für alle Bonusansprüche, die in dem 2012 beginnenden Versicherungsjahr erworben werden.

Gewinnverband AV-UPR

Im Gewinnverband AV-UPR gelten bei bis einschließlich 2013 fälligen Verträgen folgende Schlussüberschussanteile, die sich auf die gewinnberechtigte Rückgewährsumme beziehen:

Schlussüberschussanteilsätze im Gewinnverband AV-UPR

Für Versicherungsjahre mit Beginn
vor 2002 im Jahr 2002 ab 2003 bis 2009 im Jahr 2010 ab 2011
--- --- --- --- --- ---
Für jedes abgelaufene Versicherungsjahr mit Beitragszahlung und jedes tariflich beitragsfreie Versicherungsjahr 2,00 % 1,45 % 0,90 % 0,76 % 0,4571 %
Hierbei zuzüglich für jedes nach dem 5. Versicherungsjahr abgelaufene Versicherungsjahr 0,02 % 0,0145 % 0,008 % 0,006 % 0,0036 %
Für jedes nicht tariflich beitragsfreie Versicherungsjahr 1,80 % 1,30 % 0,60 % 0,50 % 0,25 %

Die Schlussüberschussanteile, die sich hieraus bis einschließlich des Versicherungsjahrs mit Beginn 2010 ergeben, werden um 60 Prozent erhöht.

Gewinnverband UPR 1994

Im Gewinnverband UPR 1994 wird in der Ansparphase der jährlich hinzukommende Bonusanspruch mit einem festen Prozentsatz aus der zum Ende des vorausgegangenen Versicherungsjahrs erreichten Summe aus Rückzahlungs- und Bonusanspruch ermittelt.

Prozentsatz für Bonus bei Versicherungen mit Beginn bis zum 30. Juni 2004

%
Für Versicherungsjahre mit Beitragszahlung 0,75
Für beitragsfreie Versicherungsjahre bei Verträgen nach BB UPR 94 0,20
Für beitragsfreie Versicherungsjahre nach Kündigung der Unfallversicherung bei Verträgen nach BB UPR 98 oder später 0,20
Für sonstige beitragsfreie Versicherungsjahre bei Verträgen nach BB UPR 98 oder später 0,75

Diese Sätze gelten jeweils für alle Ansprüche, die in dem 2012 beginnenden Versicherungsjahr erworben werden.

Der Schlussgewinn wird mit einem festen Prozentsatz pro Jahr der Beitragszahlung aus der erreichten Summe von Rückzahlungs- und Bonusanspruch ermittelt. Hierzu wird der Zuwachs des Schlussgewinns in einem Versicherungsjahr jeweils mit einem Prozentsatz aus dem Zuwachs der mit der Anzahl der abgelaufenen Jahre der Beitragszahlung multiplizierten erreichten Summe von Rückzahlungs- und Bonusanspruch bestimmt. Bei schlussgewinnberechtigten Auszahlungen, die 2012 erfolgen, beträgt dieser Satz 0,15 Prozent für ab 2011 endende Versicherungsjahre, 0,20 Prozent für das 2010 endende Versicherungsjahr und 0,25 Prozent für frühere Versicherungsjahre.

Bei den Versicherungen mit Beginn ab 1. Juli 2004 gelten unterschiedliche Prozentsätze für den jährlich hinzukommenden Bonusanspruch je nach dem Rechnungszins der Beitragskalkulation.

Prozentsatz für Bonus bei Versicherungen mit Beginn ab 1. Juli 2004

Rechnungszins der Beitragskalkulation
2,85 % 3,10 % 3,25 % 3,50 %
--- --- --- --- ---
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung und beitragsfreie Zeiten bei nicht gekündigten Verträgen bis zum 20. Versicherungsjahr 1,35 1,05 0,90 0,60
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung und beitragsfreie Zeiten bei nicht gekündigten Verträgen ab dem 21. Versicherungsjahr 1,65 1,35 1,20 0,90
Beitragsfreie Zeiten bei gekündigten Verträgen 0,90 0,60 0,35 0,05

Auch diese Sätze gelten jeweils für alle Ansprüche, die in dem 2012 beginnenden Versicherungsjahr erworben werden.

Der hinzukommende Schlussgewinn wird mit einem festen Prozentsatz pro Jahr aus der erreichten Summe von Rückzahlungs- und Bonusanspruch ermittelt. Hier- zu wird der Zuwachs des Schlussgewinns in einem Versicherungsjahr jeweils mit einem Prozentsatz aus dem Zuwachs der mit der Anzahl der abgelaufenen Versicherungsjahre - maximal 20 Jahre - multiplizierten erreichten Summe von Rückzahlungs- und Bonusanspruch bestimmt. Dieser Satz beträgt für alle 2012 erfolgenden schlussgewinnberechtigten Auszahlungen 0,20 Prozent für ab 2011 endende Versicherungsjahre, 0,30 Prozent für das 2010 endende Versicherungsjahr und 0,35 Prozent für frühere Versicherungsjahre.

Beim Tarif III S mit Pflegerente und - für ab 2007 beginnende Verträge - beim Kindertarif erfolgt in der Rückzahlungsphase die Überschussbeteiligung über zusätzliche Teilrückzahlungen. Die zusätzlichen Teilrückzahlungen ergeben sich als Differenz aus vereinbarten und gesamten Teilrückzahlungen. Für die Ermittlung der gesamten Teilrückzahlung wird die gesamte Ablaufleistung mit einem Zins von 3,60 Prozent verrentet. Dieser Verrentungszins gilt bis zum Ende des am 31. Dezember 2011 laufenden Versicherungsjahrs.

Wird beim Tarif III S eine Rente wegen Schwerstpflegebedürftigkeit gezahlt, so beträgt die monatliche Gewinnrente ein Zwölftel der jährlichen zusätzlichen Teilrückzahlung, die sich ergibt, wenn bis zum Beginn der Rückzahlungsphase alle Beiträge wie vereinbart gezahlt werden. Bei schwerer Pflegebedürftigkeit beträgt die Gewinnrente zwei Drittel der Gewinnrente bei Schwerstpflegebedürftigkeit.

Beim Sofortguthaben ergibt sich der Bonus, der in dem 2012 beginnenden Versicherungsjahr hinzukommt, als Differenz der beiden folgenden Beträge:

- 3,60 Prozent aus dem zu Beginn des Versicherungsjahrs vorhandenen, nicht verbrauchten Sofortguthaben zuzüglich erreichtem Bonusanspruch

- der hinzukommende garantierte Zins aus dem zu Beginn des Versicherungsjahrs vorhandenen, nicht verbrauchten Sofortguthaben

Hierbei beträgt der garantierte Zins für Sofortguthaben zu 2006 abgeschlossenen Verträgen 2,75 Prozent pro Jahr und für die 2007 abgeschlossenen Verträge 2,25 Prozent pro Jahr.

Rückzahlungsphase der UBR-Rentenversicherungen

In dieser Phase werden die Überschussrenten so festgelegt, dass eine Gesamtverzinsung von 4,1 Prozent verwendet wird, der jährliche Erhöhungssatz für die Gesamtrente beträgt 0,85 Prozent.

2.2. Überschussbeteiligung des Bestands WG-alt für die Alternativrechnung (Systematik für den Bestand WG-neu)

Die Überschussbeteiligung setzt sich zusammen aus Bonus und Schlussüberschussanwartschaft 1 (SÜA 1) als Beteiligung an den Überschüssen aus Kapitalerträgen und aus einer Beteiligung an den Bewertungsreserven. Für die Beteiligung an den Bewertungsreserven wird unabhängig von der aktuellen tatsächlichen Höhe zum Auszahlungszeitpunkt mindestens ein Sockelbetrag als Schlussüberschussanwartschaft 2 (SÜA 2) geleistet.

In der Ansparphase wird der jährlich hinzukommende Bonusanspruch mit einem festen Prozentsatz aus der zum Ende des vorausgegangenen Versicherungsjahrs erreichten Summe aus Rückzahlungs- und Bonusanspruch ermittelt. Dieser Prozentsatz ergibt sich aus der folgenden Tabelle:

Prozentsatz für Bonus nach Alternativrechnung

Für Versicherungsjahre mit Beginn
vor 2002

%
im Jahr 2002

%
ab 2003 bis 2009

%
im Jahr 2010

%
ab 2011

%
--- --- --- --- --- ---
Gewinnverband UPR 1988
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung 3,10 2,15 0,95 0,75 0,35
Beitragsfreie Versicherungsjahre 2,10 1,15 0,15 0,10 0,00
Gewinnverband AV-UPR
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung und beitragsfreie Zeiten bei nicht gekündigten Verträgen 2,80 1,90 0,85 0,75 0,35
Beitragsfreie Versicherungsjahre bei gekündigten Verträgen 1,80 0,90 0,15 0,10 0,00
Gewinnverband UPR 1994
Versicherungen nach BB UPR 94
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung bei Versicherungen mit einem Rückzahlungstermin 3,15 2,45 0,95 0,75 0,35
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung bei Versicherungen mit mehreren Rückzahlungsterminen 3,40 2,70 1,10 0,75 0,35
Beitragsfreie Versicherungsjahre 2,15 1,45 0,15 0,10 0,00
Versicherungen nach BB UPR 98..oder später, Beginn bis 30.06.2004, Rechnungszins der Beitragskalkulation 3,5.%
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung und beitragsfreie Zeiten bei nicht gekündigten Verträgen 3,15 2,45 0,95 0,75 0,35
Beitragsfreie Zeiten bei gekündigten Verträgen 2,15 1,45 0,15 0,10 0,00
Versicherungen mit Beginn ab 01.07.2004, Rechnungszins der Beitragskalkulation 3,5.%
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung und beitragsfreie Zeiten bei nicht gekündigten Verträgen 0,95 0,75 0,35
Beitragsfreie Zeiten bei gekündigten Verträgen 0,30 0,10 0,00
Versicherungen mit Rechnungszins der Beitragskalkulation 3,25.%
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung und beitragsfreie Zeiten bei nicht gekündigten Verträgen 1,30 1,05 0,65
Beitragsfreie Zeiten bei gekündigten Verträgen 0,65 0,40 0,10
Versicherungen mit Rechnungszins der Beitragskalkulation 3,1.%
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung und beitragsfreie Zeiten bei nicht gekündigten Verträgen 1,40 1,25 0,85
Beitragsfreie Zeiten bei gekündigten Verträgen 0,85 0,70 0,40
Versicherungen mit Rechnungszins der Beitragskalkulation 2,85.%
Versicherungsjahre mit Beitragszahlung und beitragsfreie Zeiten bei nicht gekündigten Verträgen 1,70 1,55 1,15
Beitragsfreie Zeiten bei gekündigten Verträgen 1,15 1,00 0,70

Diese Sätze gelten für alle Ansprüche, die bis zum Ende des 2012 beginnenden Versicherungsjahrs erworben werden.

Die Zuwächse der Schlussüberschussanwartschaft 1 und der Schlussüberschussanwartschaft 2 in einem Versicherungsjahr werden jeweils mit einem von der vereinbarten Beitragszahlungsdauer abhängigen Prozentsatz aus dem Zuwachs der mit der Anzahl der abgelaufenen Versicherungsjahre multiplizierten erreichten Summe von Rückzahlungs- und Bonusanspruch ermittelt. Diese Sätze ergeben sich für alle im Jahr 2012 erfolgenden schlussüberschussberechtigten Auszahlungen aus der Tabelle für den Bestand WG-neu auf Seite 42.

Die Überschussbeteiligung beim Kindertarif und beim Tarif III S mit Pflegerente in der Rückzahlungsphase ist für die Alternativrechnung wie beim Bestand WG-neu beschrieben. Die Prozent- und Anteilsätze gelten jeweils bis zum Ende des am 31. Dezember 2011 laufenden Versicherungsjahrs.

Auch beim Sofortguthaben ist die Überschussbeteiligung für die Alternativrechnung wie oben beim Bestand WG-neu beschrieben. Dabei gelten für das 2012 beginnende Versicherungsjahr folgende Prozent- und Anteilsätze:

Prozent- und Anteilsätze nach Alternativrechnung für Sofortguthaben bei Verträgen mit Beginn vor 2008

Verträge 2006 mit Beginn 2007
Garantierter Zins 2,75 % 2,25 %
Prozentsatz für den jährlichen Ertrag des 2012 beginnenden Versicherungsjahrs 3,60 % 3,60 %
Anteilsatz für hinzukommenden SÜA 1 0,0 % 7,0 %
Anteilsatz für hinzukommenden SÜA 2 23,0 % 23,0 %

Die Bemessungsgrößen für die Beteiligung an den Bewertungsreserven ergeben sich aus dem Verhältnis der Summe der Guthaben des jeweiligen Vertrags zur Summe der Guthaben aller anspruchsberechtigten Verträge. Als Guthaben zählen dabei die Mittelwerte der Rückkaufswerte jeweils zum Beginn und zum Ende eines jeden Versicherungsjahrs. Der Verlauf der Rückkaufswerte vor dem 31. Dezember 2007 wird aus dem Rückkaufswert zum 31. Dezember 2007 durch ein versicherungsmathematisches Verfahren approximiert. Die Bewertungsreserven werden einheitlich für alle Teilbestände des Bestands WG-alt und des Bestands WG-neu geschlüsselt.

In der Rückzahlungsphase der UBR-Rentenversicherungen und während des Pflegerentenbezugs beim Tarif III S stimmen die Überschussbeteiligung im Bestand WG-alt und die im Bestand VVG-neu überein, so dass eine Alternativrechnung hier entbehrlich ist.

Überschussbeteiligung in der Invaliditäts-Zusatzversorgung von Kindern und bei der Unfallrente

Bei diesen Versicherungen werden die laufenden Renten zum 1. Januar 2013 nicht erhöht.

12 Andere Rückstellungen (Passiva C)

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Allianz Versicherungs-AG hat Pensionszusagen erteilt, für die Pensionsrückstellungen gebildet werden. Ein Teil der Pensionszusagen ist im Rahmen eines „Contractual Trust Arrangements“ (Methusalem Trust e. V.) abgesichert. Dieses Treuhandvermögen stellt saldierungsfähiges Deckungsvermögen dar, wobei als beizulegender Zeitwert der Aktivwert beziehungsweise der Marktwert zugrunde gelegt wird.

Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis der Projected Unit Credit-Methode ermittelt beziehungsweise als Barwert der erworbenen Anwartschaft ausgewiesen.

31.12.2011

%
Diskontierungszinssatz 5,13
Rententrend 1,90
Gehaltstrend inklusive durchschnittlichen Karrieretrends 3,25

Abweichend hiervon wird bei einem Teil der Pensionszusagen der Garantiezins der Pensionszusage von 2,75 Prozent pro Jahr und die garantierte Rentendynamik von 1 Prozent pro Jahr zugrunde gelegt.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die aktuellen Heubeck-Richttafeln RT2005G verwendet, die bezüglich der Sterblichkeit, Invalidisierung und Fluktuation an die unternehmensspezifischen Verhältnisse angepasst wurden.

Als Pensionierungsalter wird die vertraglich vorgesehene beziehungsweise die sich nach dem RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz 2007 ergebende Altersgrenze angesetzt.

31.12.2011

Tsd €
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände 33.936
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 33.949
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 35.452
Nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag gemäß Artikel 67 Absatz 2 EGHGB 0

Der Gesamtbetrag der bei der Allianz Versicherungs-AG ausgewiesenen Pensionsrückstellungen beträgt 1.504 (1.395) Tausend Euro.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen haben sich im Geschäftsjahr von 1.640 Tausend Euro um 559 Tausend Euro auf 2.199 Tausend Euro erhöht.

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen belaufen sich ins- gesamt auf 194.923.(200 543) Tausend Euro. Die wesentlichen Rückstellungen sind in folgender Tabelle aufgeführt:

31.12.2011

Tsd €
31.12.2010

Tsd €
Geschäftsplanvergütung 87.251 92.828
Sozialplan der Allianz Deutschland AG 19.259 22.105
Übernommene Restrukturierungsmaßnahmen von der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG 29.904 30 223
Erfolgsbeteiligungen 7.618 6.958

Die Allianz Versicherungs-AG hat Verpflichtungen aus Jubiläumsgaben, einem Wertkontenmodell und Altersteilzeit- beziehungsweise Vorruhestandsverträgen, die unter den Sonstigen Rückstellungen ausgewiesen werden.

Das im Methusalem Trust e. V. für das Altersteilzeit-Sicherungsguthaben und das Wertkontenmodell reservierte Vermögen stellt saldierungsfähiges Deckungsvermögen dar, wobei als beizulegender Zeitwert der Aktivwert beziehungsweise der Marktwert zugrunde gelegt wird.

Die Bewertung dieser Verpflichtungen erfolgt im Wesentlichen analog zu den Pensionszusagen und auf Basis der gleichen Rechnungsannahmen.

31.12.2011

Tsd €
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände 2.789
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 3.081
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 4.087

13 Langfristige sowie gesicherte

Verbindlichkeiten (Passiva E)

Die sonstigen Verbindlichkeiten weisen in einem Teilbetrag in Höhe von 20 990 (21.028) Tausend Euro eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren auf. Davon sind 408..(422) Tausend Euro in Form von Rentenschulden gesichert.

14 Rechnungsabgrenzungsposten

(Passiva F)

Dieser Posten enthielt im Jahr 2010 unter anderem die Disagiobeträge zu Hypotheken- und Grundschuldforderungen in Höhe von 40 Tausend Euro sowie zu Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen mit 17.760 Tausend Euro, die aufgrund der Umstellung von der Nominalwertbilanzierung auf die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode ab dem Jahr 2011 entfallen. Der daraus resultierende Einmaleffekt ist in der Tabelle „Entwicklung der Aktivposten A, B.I bis B.III“ im Abgang der jeweiligen Papiere erfasst.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

15 Angaben zu Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweigen und Versicherungsarten

Gebuchte Bruttobeiträge Verdiente Bruttobeiträge Verdiente Nettobeiträge
2011

Tsd €
2010

Tsd €
Veränderung

%
2011

Tsd €
2010

Tsd €
2011

Tsd €
2010

Tsd €
--- --- --- --- --- --- --- ---
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfall- und Krankenversicherung insgesamt 1.584.789 1.560.404 1,6 1.582.328 1.561.769 1.304.429 1.286.709
Haftpflichtversicherung 1.118.517 1.120.081 - 0,1 1.125.479 1.128.239 913.152 908.174
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 1.740.922 1.773.606 - 1,8 1.729.363 1.767.749 1.405.659 1.438.223
Sonstige Kraftfahrtversicherungen 1.280.426 1.305.950 - 2,0 1.271.561 1.302.080 1.025.318 1.050.844
Feuer- und Sachversicherung 1.271.037 1.282.730 - 0,9 1.276.538 1.285.933 1.015.889 1.023.569
davon:
Feuerversicherung 17.444 25.704 - 32,1 18.041 26.270 14.616 18.995
Verbundene Hausratversicherung 328.873 334.844 - 1,8 333.323 335.827 273.503 276.312
Verbundene Wohngebäudeversicherung 464.447 458.177 1,4 464.352 456.954 363.874 356.931
Sonstige Sachversicherung 460.273 464.005 - 0,8 460.822 466.882 363.896 371.331
Transport- und Luftfahrt-Versicherung 72.064 76.478 - 5,8 72.167 76.367 59.106 61.198
Rechtsschutzversicherung 413.699 412.391 0,3 415.494 414.257 341.553 341.615
Beistandsleistungsversicherung 11.038 11.565 - 4,6 11.448 11.936 9.444 9.848
Sonstige Versicherungen 1.352.772 1.364.298 - 0,8 1.388.134 1.361.278 1.123.692 1.090.133
Summe 8.845.264 8.907.503 - 0,7 8.872.512 8.909.608 7.198.242 7.210.313
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 61.192 35.591 71,9 53.278 33.538 51.661 30.509
Versicherungsgeschäft insgesamt 8.906.456 8.943.094 - 0,4 8.925.790 8.943.146 7.249.903 7.240.822

Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge und der gemeldeten Schäden

Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge Anzahl der gemeldeten Schäden
2011

Stück
2010

Stück
2011/2010 Veränderung

%
2011

Stück
2010

Stück
2011/2010 Veränderung

%
--- --- --- --- --- --- ---
Inlands- und Auslandsgeschäft
Unfall- und Krankenversicherung insgesamt 4.557.221 4.777.006 - 4,6 109.006 113.698 - 4,1
Haftpflichtversicherung 4.481.656 4.586.478 - 2,3 302.764 322.642 - 6,2
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 7.765.574 7.871.677 - 1,3 536.611 579.928 - 7,5
Sonstige Kraftfahrtversicherungen 5.880.057 5.953.295 - 1,2 776.009 790.293 - 1,8
Feuer- und Sachversicherung 5.661.257 5.808.029 - 2,5 391.274 431.238 - 9,3
davon:
Feuerversicherung 44.424 51.330 - 13,5 870 853 2,0
Verbundene Hausratversicherung 2.543.961 2.628.624 - 3,2 112.622 130.134 - 13,5
Verbundene Wohngebäudeversicherung 2.005.963 2.012.188 - 0,3 182.265 212.715 - 14,3
Sonstige Sachversicherung 1.066.909 1.115.887 - 4,4 95.517 87.536 9,1
Transport- und Luftfahrt-Versicherung 27.668 27.959 - 1,0 8.083 10.218 - 20,9
Rechtsschutzversicherung 2.391.455 2.449.048 - 2,4 377.881 400.356 - 5,6
Beistandsleistungsversicherung 158.564 178.184 - 11,0 12.339 12.755 - 3,3
Sonstige Versicherungen 5.127.345 5.422.450 - 5,4 780.451 803.687 - 2,9
Insgesamt 36.050.797 37.074.126 - 2,8 3.294.418 3.464.815 - 4,9
Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
2011

Tsd €
2010

Tsd €
2011

Tsd €
2010

Tsd €
--- --- --- --- ---
Inlands- und Auslandsgeschäft
Unfall- und Krankenversicherung insgesamt 1.210.400 1.161.656 355.450 366.232
Haftpflichtversicherung 608.754 599.180 388.895 383.569
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 1.634.601 1.596.402 408.203 402.539
Sonstige Kraftfahrtversicherungen 1.129.579 1.110 657 282.460 277.063
Feuer- und Sachversicherung 823.022 793.464 404.288 398.397
davon:
Feuerversicherung 28.819 6.403 5.593 6.682
Verbundene Hausratversicherung 135.521 139.886 117.186 118..927
Verbundene Wohngebäudeversicherung 383.149 386.885 139.897 140 517
Sonstige Sachversicherung 275.533 260.290 141.612 132.271
Transport- und Luftfahrt-Versicherung 41.415 48.758 26.401 24.784
Rechtsschutzversicherung 271.668 238.261 132.463 137.207
Beistandsleistungsversicherung 8.445 8..228 3.939 4.145
Sonstige Versicherungen 937.220 993.993 425.706 423.686
6.665.104 6.550.599 2.427.805 2.417.622
32.775 30.729 13.651 5.684
Insgesamt 6.697.879 6.581.328 2.441.456 2.423.306
Rückversicherungssaldo Versicherungstechnisches Ergebnis
2011

Tsd €
2010

Tsd €
2011

Tsd €
2010

Tsd €
--- --- --- --- ---
Inlands- und Auslandsgeschäft
Unfall- und Krankenversicherung insgesamt - 2.427 10 72.319 116.569
Haftpflichtversicherung - 29.107 - 49.514 118.385 115.343
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 59.502 51.414 - 117.339 - 80.868
Sonstige Kraftfahrtversicherungen 96.152 10.079 68.389 36.571
Feuer- und Sachversicherung - 44.365 - 46.143 - 2.457 59.683
davon:
Feuerversicherung 2.911 - 4.547 - 438 11.030
Verbundene Hausratversicherung - 15.341 - 13.126 57.796 58.364
Verbundene Wohngebäudeversicherung - 8..403 - 7.899 - 76.280 - 62.405
Sonstige Sachversicherung - 23.532 - 20.571 16.465 52.694
Transport- und Luftfahrt-Versicherung - 1.023 35 5.126 6.681
Rechtsschutzversicherung - 763 - 6.197 20.051 30.120
Beistandsleistungsversicherung 217 80 - 700 - 338
Sonstige Versicherungen - 24.975 - 21.085 12.830 102.501
53.211 - 61.321 176.604 386.262
- 947 - 1.047 - 12.082 - 1.876
Insgesamt 52.264 - 62.368 164.522 384.386

16 Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung (GuV I.2)

Die Berechnung und die Übertragung des technischen Zinsertrags von der nichtversicherungstechnischen in die versicherungstechnische Rechnung erfolgen gemäß § 38 RechVersV.

17 Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Nettorückstellungen (GuV I.5)

Hiervon entfallen auf die Nettodeckungsrückstellung - 143.984 (- 117.040) Tausend Euro und auf die sonstigen versicherungstechnischen Nettorückstellungen 4.515 (14.107) Tausend Euro.

18 Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung (GuV I.7)

2011

Tsd €
2010

Tsd €
a Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 2.441.456 2.423.306
b davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 1 518..040 460 396
Insgesamt 1.923.416 1.962.910

1 Im Geschäftsjahr 2011 sind darin 76.528 Tsd € aus der Auflösung eines Stop Loss Vertrags enthalten.

Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb entfallen 826.910 (771.193) Tausend Euro auf Abschluss- und 1.614.546 (1.652.113) Tausend Euro auf Verwaltungsaufwendungen.

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen

2011

Tsd €
2010

Tsd €
1 Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 1 1.596.074 1.615.986
2 Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 255.287 241.916
3 Löhne und Gehälter 84.301 82.771
4 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 10 480 10 971
5 Aufwendungen für Altersversorgung 14.866 8..068
Aufwendungen insgesamt 1.961.008 1.959.712

1 Darin enthalten ist die anteilige Gesellschaftsprovision an die Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG in Höhe von 1.292.327.(1.315.020) Tsd € .

19 Erträge aus Kapitalanlagen (GuV II.1)

2011

Tsd €
2011

Tsd €
2010

Tsd €
a Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen: 150 601 (13.387) Tsd € 154.085 16.483
b Erträge aus anderen Kapitalanlagen
davon aus verbundenen Unternehmen: 41.755 (37.299) Tsd €
aa Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 47.905 53.267
bb Erträge aus anderen Kapitalanlagen 960.863 641.761
1.008.768 695.028
c Erträge aus Zuschreibungen 38.847 44.930
d Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 75.529 164.812
e Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen 10 2
Insgesamt 1.277.239 921.255

20 Aufwendungen für Kapitalanlagen (GuV II.2)

2011

Tsd €
2010

Tsd €
a Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 34.184 48..553
b Abschreibungen auf Kapitalanlagen 114.929 122.570
c Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 13.350 3.385
d Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 746
Insgesamt 162.463 175.254

Abschreibungen auf Kapitalanlagen

Die Abschreibungen auf Kapitalanlagen betragen 114.929 (122.570) Tausend Euro. Darin enthalten sind planmäßige Abschreibungen auf Grundvermögen in Höhe von 9.780 (7.940) Tausend Euro und außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Absatz 3 und 4 HGB in Höhe von 105.149 (114.630) Tausend Euro.

Von den außerplanmäßigen Abschreibungen entfallen auf Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 76.410 (94.810) Tausend Euro, auf Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 17.220 (260) Tausend Euro, auf Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 7.792 (5.752) Tausend Euro, auf Hypotheken- und Grundschuldforderungen 102 (0) Tausend Euro, auf Sonstige Ausleihungen 2.465 (12.218) Tausend Euro und auf Grundvermögen 1.160 (1.590) Tausend Euro.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

Auf die übernommenen Versicherungsbestände, die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden, wurden im Geschäftsjahr unter Beachtung der jeweiligen Nutzungsdauer planmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Verrechnete Aufwendungen und Erträge im Sinne des § 285 Nr. 25 HGB

Aus der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden nach § 246 Absatz 2 HGB ergab sich eine Saldierung folgender Aufwendungen und Erträge:

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Tsd €
Sonstige Verpflichtungen

Tsd €
Ertrag aus dem beizulegenden Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 1.334 100
Rechnerische Verzinsung des Erfüllungsbetrags der verrechneten Schulden - 1.534 - 178
Effekt aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes für den Erfüllungsbetrag - 20 - 2
Netto-Betrag der verrechneten Erträge und Aufwendungen - 220 - 80

Zinsen aus Ab- und Aufzinsung

Das Jahresergebnis der Allianz Versicherungs-AG wird durch die Abzinsung in Höhe von 601 (202) Tausend Euro und Aufzinsung in Höhe von 1.419 (2.270) Tausend Euro aus langfristigen Rückstellungen beeinflusst.

Effekte aus der Währungsumrechnung

Die Währungsgewinne betragen 3.544 (39.681) Tausend Euro, die Währungsverluste belaufen sich auf 4.100 (41.779) Tausend Euro.

21 Außerordentliche Erträge (GuV II.8) und Aufwendungen (GuV II.9)

Das Außerordentliche Ergebnis der Allianz-Versicherungs-AG belief sich im Geschäftsjahr auf - 42.558 (- 43.581) Tausend Euro.

Hiervon betreffen - 39.547(- 38..846) Tausend Euro Umstellungseffekte aus BilMoG im Bereich der Altersversorgung, welche überwiegend aus konzerninternen Verrechnungen resultieren.

Aus einer Kaufpreisanpassung der Theseus Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, die bereits im Jahr 2002 auf die Allianz Versicherungs-AG verschmolzen worden war, resultiert ein außerordentlicher Aufwand in Höhe von 2.062 Tausend Euro.

Die mit Wirkung zum 1. Januar 2011 vorgenommene Verschmelzung der Gamma Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH auf die Allianz Versicherungs-AG führte zu einem Verschmelzungsverlust von 264 Tausend Euro.

22 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (GuV II.11)

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 297.135 (223.471) Tausend Euro betreffen zum weit überwiegenden Teil das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit. Der Steueraufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund des gestiegenen Ergebnisses vor Steuern.

23 Vermögensminderung durch Abspaltung (GuV II.15)

In dieser Position wird die im Geschäftsjahr erfolgte Abspaltung der AllSecur Deutschland AG von der Allianz Versicherungs-AG auf die Allianz Deutschland AG ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Gesamtschuldnerische Verpflichtungen ergeben sich als Rechtsfolge der 2011 erfolgten Abspaltung der Beteiligung an der AllSecur Deutschland AG für die damit auf die Allianz Deutschland AG übergegangenen Verpflichtungen. Die gesamtschuldnerische Mithaftung ist auf eine Zeitspanne von fünf Jahren ab Eintragung der Abspaltung begrenzt.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2003 hat die Allianz Versicherungs-AG ihren Mitversicherungsanteil an dem von der Volkswagen-Versicherungsdienst GmbH vermittelten Geschäft im Wege der Bestandsübertragung aufgestockt. Für Altschäden aus dem übertragenen Teilbestand, die vor dem 31. Dezember 2001 eingetreten sind, haftet weiterhin vorrangig der übertragende Versicherer. Die Allianz Versicherungs-AG trifft insoweit nur eine gesamtschuldnerische Haftung.

Die Allianz Versicherungs-AG hat das von ihr über ihre damalige Zweigniederlassung in Dubai betriebene internationale fakultative Rückversicherungsgeschäft mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Juli 2004 auf die Allianz SE übertragen. Soweit Rückversicherungsnehmer oder Retrozessionäre der Übertragung ihrer Verträge nicht ausdrücklich zugestimmt haben, kann sich für die Allianz Versicherungs-AG für Verbindlichkeiten aus diesen Verträgen weiter eine gesamtschuldnerische Haftung ergeben.

Haftungsverhältnisse bestehen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Grundlage der betrieblichen Altersversorgung für die Mitarbeiter der deutschen Tochtergesellschaften ist in der Regel die Mitgliedschaft in der Allianz Versorgungskasse WaG (AVK), die als rechtlich selbstständige und regulierte Pensionskasse der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unterliegt. Die Leistungen der AVK werden nach dem Einmalbeitragssystem über Zuwendungen der Trägergesellschaften an die Kasse durch Gehaltsumwandlung finanziert.

Zu den Trägergesellschaften gehört neben der Allianz SE, der Allianz Deutschland AG und der Allianz Lebensversicherungs-AG unter anderem auch die Allianz Versicherungs-AG. Die Allianz Versicherungs-AG ist verpflichtet, bei Bedarf Arbeitgeberzuwendungen zu leisten und anteilige Verwaltungskosten der AVK zu tragen. Die Zahlungen werden über die Allianz SE abgewickelt. Außerdem leisten die Trägergesellschaften Zuwendungen an den Allianz Pensionsverein e. V. (APV), eine kongruent rückgedeckte Konzern-Unterstützungskasse.

Die Allianz SE hat darüber hinaus die gesamtschuldnerische Haftung für einen Großteil der Pensionszusagen der Allianz Versicherungs-AG übernommen. Diese erstattet die Kosten; die Allianz SE hat die Erfüllung übernommen. Daher werden diese Pensionsverpflichtungen bei der Allianz SE bilanziert. Die gesamtschuldnerische Haftung der Allianz Versicherungs-AG aus diesen Pensionszusagen sowie die diesen Haftungsverbindlichkeiten gegenüberstehenden Rückgriffsforderungen an die Allianz SE betragen:

31.12.2011

Tsd €
31.12.2010

Tsd €
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 815.688 830.934
Nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag gemäß Artikel 67 Absatz EGHGB 147.313 158.685
Gesamtschuldnerische Haftung beziehungsweise Rückgriffsforderung gegen die Allianz SE 668.375 672.249

Aus der Umstellung des Finanzierungsverfahrens des Pensions-Sicherungs-Vereins WaG im Jahr 2006 besteht eine gesamtschuldnerische Haftung in Höhe von 5.373 (5.828) Tausend Euro, die nicht in der Bilanz der Allianz Versicherungs-AG ausgewiesen wird, da dieser Haftungsverbindlichkeit eine gleichwertige Rückgriffsforderung an die Allianz SE gegenübersteht.

Haftungsverbindlichkeiten können sich außerdem aus Mitversicherungs- und Führungsklauseln und aus im Zusammenhang damit abgeschlossenen Absicherungsverträgen ergeben.

Als Mitglied des Vereins Verkehrsopferhilfe e. V. ist die Gesellschaft verpflichtet, anteilig die zur Durchführung des Vereinszwecks erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen.

Gesetzliche Pflichten zur Übernahme etwaiger Verluste ergeben sich aufgrund von Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen.

Es besteht eine bedingte Verpflichtung zur Rückzahlung erhaltener Ausschüttungen an die Allianz Capital Partners Verwaltungs GmbH; dadurch soll deren Fähigkeit zur Erfüllung von Gewährleistungsverpflichtungen im Zusammenhang mit Beteiligungsverkäufen sichergestellt werden.

Aus wenigen ehemaligen Beteiligungen trifft die Allianz Versicherungs-AG aufgrund der Rechtsform eine auf fünf Jahre befristete unbeschränkte Haftung für Verbindlichkeiten, die beim Ausscheiden aus der Gesellschaft bestanden. Des Weiteren besteht eine auf fünf Jahre befristete Nachhaftung für die Herabsetzung der Hafteinlage aus einer ehemaligen Kommanditbeteiligung der Allianz Versicherungs-AG in Höhe von 12.388 (13.257) Tausend Euro.

Im Zusammenhang mit Veräußerungen und Verschmelzungen von Vermögensverwaltungsgesellschaften hat die Allianz Versicherungs-AG Erwerber vorsorglich für den Fall, dass die hier- für im Rahmen der Transaktion gebildeten Rückstellungen und Verbindlichkeiten nicht ausreichen, von bestimmten Verpflichtungen, insbesondere Steuerrisiken, freigestellt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich insgesamt auf 328.054 (286.252) Tausend Euro. Dabei handelt es sich in Höhe von 268.292 (226.021) Tausend Euro um Resteinzahlungsverpflichtungen auf nicht voll eingezahlte Aktien und GmbH-Anteile. Sie haben ein Volumen von 155.487 (177.438) Tausend Euro gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Mietverhältnissen belaufen sich auf 59.762 (60 231) Tausend Euro, davon 59.452 (60.055) Tausend Euro gegenüber verbundenen Unternehmen.

Aus einem Anteilskauf- und Abtretungsvertrag mit einer Call- sowie Put-Option besteht für die Allianz Versicherungs-AG spätestens im Geschäftsjahr 2017 eine Zahlungsverpflichtung in Höhe von 3.151 Tausend Euro. Aus einer weiteren Vereinbarung mit einer Call- und Put-Option besteht für die Gesellschaft spätestens im Geschäftsjahr 2026 eine Zahlungsverpflichtung im einstelligen Millionenbetrag, deren genaue Höhe von bestimmten Bedingungen abhängt.

Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie diesen Personengruppen gewährte Kredite

Die Gesamtbezüge des Vorstands (einschließlich im Geschäftsjahr gewährter aktienbasierter Vergütungen) betrugen im Berichtsjahr 7.186 (4.832) Tausend Euro, die der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen 1.044 (3.026) Tausend Euro.

Dabei wurden im Rahmen eines neu eingeführten Vergütungssystems für die aktienbasierte Vergütung aus- schließlich 14.930 Restricted Stock Units an die Vorstände ausgegeben. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung betrug 1.233 Tausend Euro.

Die Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder beziehungsweise deren Hinterbliebene stellen sich wie folgt dar:

31.12.2011

Tsd €
31.12.2010

Tsd €
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände 10.158 10.971
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 10.158 10.971
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 13.596 13.813
Nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag gemäß Artikel 67 Absatz 2 EGHGB 2.389 2.574
Pensionsrückstellung 1.049 268

Als beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wird der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen zugrunde gelegt.

Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen für das Geschäftsjahr 275 (293) Tausend Euro.

Am 31. Dezember 2011 betrugen die Kredite, die von der Allianz Versicherungs-AG an Aufsichtsratsmitglieder gewährt wurden, 34 (35) Tausend Euro. Im Berichtsjahr wurden 1 (1) Tausend Euro zurückgezahlt. Bei den Krediten handelt es sich um Grundschuldforderungen mit Zinssatz 5,04 Prozent und einer Laufzeit von zehn Jahren mit Verlängerungsmöglichkeit.

Für Mitglieder des Vorstands bestanden keine Kredite.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind auf den Seiten 2 beziehungsweise 63 genannt.

Anzahl Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

(ohne Vorstandsmitglieder, Auszubildende, Praktikanten, Arbeitnehmer in der Elternzeit, im Grundwehr-/Zivildienst bzw. freiwilligen Wehrdienst/Bundesfreiwilligendienst, in der passiven Altersteilzeit oder im Vorruhestand sowie Handelsvertreter)

2011 2010
Innendienst-Vollzeitmitarbeiter 843 898
Innendienst-Teilzeitmitarbeiter 133 115
Außendienstmitarbeiter 0 4
Insgesamt 976 1.017

Konzernzugehörigkeit

Die Allianz Versicherungs-AG gehört zum Allianz Konzern unter Führung der Allianz SE, München. Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE werden im März in ihrem Geschäftsbericht veröffentlicht und sodann beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und dort veröffentlicht. Sie können im Unternehmensregister eingesehen oder bei unserer Gesellschaft angefordert werden. Außerdem werden sie auf der Internetseite der Allianz SE verfügbar gemacht. In den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der Allianz SE wird die Allianz Versicherungs-AG einbezogen. Konzernabschluss und -lagebericht haben für unsere Gesellschaft befreiende Wirkung, sodass die Allianz Versicherungs-AG keinen eigenen Konzernabschluss und -lagebericht erstellt.

München, 25. Januar 2012

Allianz Versicherungs-AG

Der Vorstand

Moser

Dr. Brezina

Crede

Dr. Gutberlet

Lison

Scheuber

Schwarz

Dr. Tesarczyk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Allianz Versicherungs-Aktiengesellschaft, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 8. März 2012

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Frank Pfaffenzeller, Wirtschaftsprüfer

Dr. Thomas Kagermeier, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens entsprechend den uns nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben beraten und die Geschäftsführung laufend überwacht. Wir ließen uns in zwei Sitzungen im April und im Dezember sowie durch regelmäßige Berichte schriftlich und mündlich vom Vorstand über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage, die beabsichtigte Geschäftspolitik und grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung der Gesellschaft unterrichten. Dabei wurden uns auch die Gründe für Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen dargelegt und von uns nachvollzogen.

Gegenstände der Beratung

Einen Schwerpunkt der Beratungen bildeten die verschiedenen Maßnahmen, die zur Ertragssteigerung des Unternehmens unter anderem im Schadenmanagement und im Vertrieb ergriffen wurden. Die Berichterstattung über die Entwicklung in der Kfz-Versicherung nahm ebenfalls breiten Raum ein. Hier wurde uns auch das modulare Konzept des Produkts „Mein Auto“ vorgestellt, das 2011 erfolgreich eingeführt wurde. In der Dezembersitzung haben wir uns intensiv mit der Unternehmensstrategie befasst, die im „Zukunftsprogramm Sachversicherung“ ihren Niederschlag fand. Außerdem haben wir uns vom Vorstand ausführlich die Kapitalanlagepolitik und das Kapitalanlageergebnis erläutern lassen. Erneut haben wir uns eingehend mit den internen Kontrollsystemen beschäftigt. Hierzu erhielten wir gesonderte Berichte über die Risikosituation und die Risikostrategie sowie über das System und die Tätigkeitsschwerpunkte der Internen Revision und von Compliance. Im Zuge unserer Beratungen über Vergütungsthemen haben wir unter anderem das Vergütungssystem für den Vorstand überprüft und festgestellt, dass es den rechtlichen Vorgaben vollständig Rechnung trägt.

Jahresabschlussprüfung

In der Bilanzsitzung am 21. März 2012 hat uns der Verantwortliche Aktuar die wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichts zur versicherungsmathematischen Bestätigung für die Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung dargestellt. Aufgrund seiner Untersuchungsergebnisse hat er eine uneingeschränkte versicherungsmathematische Bestätigung gemäß §§ 11 d in Verbindung mit 11 a Absatz 3 Nr. 2 VAG abgegeben. Den Erläuterungsbericht des Verantwortlichen Aktuars und seine Ausführungen in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen.

Die zum Abschlussprüfer bestellte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Jahresabschluss der Allianz Versicherungs-AG zum 31. Dezember 2011 sowie den Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfungsbericht der KPMG für das Geschäftsjahr 2011 wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zu- geleitet. Die Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 21. März 2012 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich behandelt. Der Abschlussprüfer legte die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung dar und stand für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Aufgrund unserer eigenen Prüfung dieser von Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Unterlagen erheben wir keine Einwendungen und schließen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch die KPMG an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Er ist damit festgestellt.

Personelle Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat

Zum 1. April 2011 wurde Frau Prof. Dr. Petra Pohlmann zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Sie löste Herrn Bernd Honsel ab, der Ende 2010 interimsweise als gewähltes Ersatzmitglied in den Aufsichtsrat nachgerückt war. Wir haben Herrn Honsel für seine Mitwirkung in unserem Gremium gedankt.

Ebenfalls zum 1. April 2011 wurde Herr Mathias Scheuber, zuvor Vorstandsmitglied der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG, zum Mitglied des Vorstands bestellt. Er übernahm das neu gebildete Schaden-Ressort. Eine weitere Änderung im Vorstand wird erst zum Jahreswechsel 2012/2013 wirksam: Herr Rainer Schwarz wird zum Jahres- ende 2012 in Ruhestand gehen. Als sein Nachfolger wurde Herr Burkhard Keese in den Vorstand berufen, der ab 1. Januar 2013 die Verantwortung für das Finanzressort übernehmen wird.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit.

München, 21. März 2012

Dr. Markus Rieß, Vorsitzender

Mitglieder des Aufsichtsrats

Dr. Markus Rieß

Vorsitzender des Vorstands

Allianz Deutschland AG

Vorsitzender

Dr. Hubertus von Grünberg

Präsident des Verwaltungsrats ABB Ltd.

stellvertretender Vorsitzender

Bernd Honsel

Rechtsanwalt

bis 1. April 2011

Konrad Irtel

ehrenamtlicher Präsident

Genossenschaftsverband Bayern e. V.

Prof. Dr. Petra Pohlmann

Geschäftsführende Direktorin der

Forschungsstelle für Versicherungswesen

Westfälische Wilhelms-Universität Münster

seit 1. April 2011

Monika Rappl *

Angestellte

Allianz Versicherungs-AG

Susanne Reuther *

Angestellte

Allianz Versicherungs-AG

* Arbeitnehmervertreter