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Allianz SE Annual Report 2011

Aug 22, 2012

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Annual Report

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Publication

Allianz Private Krankenversicherungs-AG

München

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Geschäftsbericht 2011

Auf einen Blick

Allianz Private Krankenversicherungs-AG

2011 Veränderung

zum Vorjahr

%
2010 2009 Mehr dazu

auf Seite
Beitragseinnahmen brutto Mio € 3.190 – 0,2 3.195 3.161 5
Leistungen an Kunden Mio € 2.434 1,5 2.399 2.329 5
Schadenquote 1 % 78,5 79,4 77,5 6
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb Mio € 299 – 4,6 314 306 6
Kostenquote % 9,4 9,8 9,7
Verwaltungskostenquote 1 % 2,7 2,8 2,8 6
Abschlusskostenquote 1 % 6,7 7,0 6,9 6
Versicherungsgeschäftliches Ergebnis Mio € 386 12,1 344 404 8
Versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote 1 % 12,1 10,8 12,8 8
Oberschussverwendungsquote % 83,3 83,3 83,5 6
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung Mio € 100 19,0 84 90 8
Verwaltete Kapitalanlagen Mio € 21.502 4,7 20.531 19.274 6
Laufende Durchschnittsverzinsung 1 % 4,3 4,0 3,7 7
Nettoverzinsung 1 % 4,3 4,2 4,1 7
Eigenkapital 2 Mio € 326 326 325 36
Eigenkapitalquote 1 % 10,2 10,2 10,3
Versicherungstechnische Rückstellungen Mio € 21.432 5,6 20.293 19.196
Rückstellungen für Beitragsrückerstattung 1 Mio € 1.523 19,0 1.280 1.324 8
Anzahl der versicherten natürlichen Personen 1 Tsd 2.457 1,9 2.412 2.426 5

1 Kennzahlen gemäß Empfehlungen des Verbands der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV)

2 ohne Bilanzgewinn, da ab 2009 Ergebnisabführungsvertrag

Im Sinne einer besseren Lesbarkeit verwenden wir im Geschäftsbericht durchgängig die Begriffe “Mitarbeiter” und “Vertreter”. Damit meinen wir selbstverständlich auch unsere Mitarbeiterinnen und Vertreterinnen.

Inhalt

Mitglieder des Vorstands
Lagebericht
Jahresabschluss
Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Bericht des Aufsichtsrats
Mitglieder des Aufsichtsrats
Ärztebeirat

Mitglieder des Vorstands

Dr. Birgit König

seit 1. September 2011

Vorsitzende des Vorstands seit 1. Januar 2012
Dr. Maximilian Zimmerer

Vorsitzender des Vorstands

zugleich Mitglied des Vorstands Allianz Deutschland AG bis 31. Dezember 2011
Dr. Wolfgang Brezina

Personal und Interne Dienste

zugleich Mitglied des Vorstands Allianz Deutschland AG
Dr. Markus Faulhaber

Produkte
Dr. Michael Hessling

Maklervertrieb
Christian Molt

Leistungsmanagement und Fachstab
Rainer Schwarz

Finanzen

zugleich Mitglied des Vorstands Allianz Deutschland AG

Lagebericht

Die Allianz Private Krankenversicherungs-AG hat im Geschäftsjahr 2011 ihr Neugeschäft signifikant gesteigert. Die Beitragseinnahmen lagen knapp unter denen des Vorjahrs. Die Zahl der Versicherten nahm um 1,9 Prozent zu.

Wir konnten die Rückstellungen für Beitragsrückerstattung um 243 Millionen Euro erhöhen.

Das Ergebnis nach Steuern stieg auf 100 (84) Millionen Euro.

Allgemeine Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Wirtschaftliche Dynamik lässt nach

Die Weltkonjunktur konnte das hohe Expansionstempo des Jahrs 2010 nicht halten und hat 2011 an Schwung verloren. Dies geht auf mehrere Faktoren zurück. Dazu zählen vor allem die beginnende Haushaltskonsolidierung in den Industrieländern und die graduelle Normalisierung der Geldpolitik in den Schwellenländern. Hinzu kamen allgemeine Kaufkraftverluste infolge des Rohstoffpreisanstiegs sowie Produktionsunterbrechungen infolge der Naturkatastrophe und des Reaktorunfalls in Japan. Spätestens seit Jahresmitte 2011 überlagerte zudem die anhaltende Unruhe an den Finanzmärkten alle anderen Konjunktursorgen. Die Skepsis der Marktteilnehmer, inwieweit wichtige Industrieländer, vor allem einige EWU-taaten, ihre öffentlichen Finanzen wieder konsolidieren können, führte zu hoher Nervosität an den Märkten. Besonders groß wurde das Misstrauen gegenüber und unter den Banken. Die Kombination aus erhöhter Unsicherheit und ungünstigeren Finanzierungskosten belasteten die wirtschaftliche Entwicklung.

Der Abschwächung des weltwirtschaftlichen Wachstums konnte sich Deutschland nicht entziehen. Insbesondere im 2. Halbjahr wuchs die deutsche Wirtschaft deutlich moderater. Zur Konjunkturstütze wurde die weiterhin günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt. Der kontinuierliche Arbeitsplatzaufbau stärkte die Einkommen und die Konsumbereitschaft. Insgesamt legte das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2011 noch um 3,0 Prozent zu. Damit verlief die deutsche Konjunktur wie bereits 2010 deutlich dynamischer als im Rest des Euroraums (+ 1,5 Prozent).

Einkommen und Konsumneigung legen zu

Die Arbeitseinkommen stiegen 2011 um 4,5 Prozent, so stark wie seit 1992 nicht mehr. Hinter dieser positiven Entwicklung standen ein Plus der Beschäftigung sowie ein höherer Effektivverdienst je Arbeitnehmer. Allerdings fiel der Zuwachs der Nettoarbeitseinkommen etwas geringer aus; hier machte sich nicht zuletzt die Lohnsteuerprogression negativ bemerkbar. Unter Berücksichtigung der monetären Sozialleistungen und der Summe der Einkommen aus Gewinnen, Vermögen und selbstständiger Tätigkeit stiegen die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte 2011 insgesamt um 3,3 Prozent.

Nach Abzug der Preissteigerung von 2,3 Prozent verblieb damit ein Zuwachs der Realeinkommen von 1,0 Prozent. Dies führte, zusammen mit niedrigen Zinsen, zu einer relativ hohen Konsumneigung, während die Sparquote leicht auf 11,1 Prozent zurückging.

Geldvermögen der privaten Haushalte trotzen der Unsicherheit

Die Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland stiegen nach Schätzung von Allianz Global Investors bis zum Jahresende 2011 auf 4,7 Billionen Euro und lagen damit rund 1 Prozent über dem Vorjahresstand. Trotz der Turbulenzen an den Kapitalmärkten verzeichneten die privaten Geldvermögen damit ein solides, wenn auch gegenüber dem Vorjahr abgeschwächtes Wachstum. Das Anlageverhalten der privaten Haushalte hat sich dabei wenig verändert. Nach wie vor standen Liquidität und Sicherheit an erster Stelle. Dementsprechend war der Anteil der Bankeinlagen am gesamten Geldvermögen mit etwa 40 Prozent unverändert hoch. Zugleich stiegen die Vermögen, die in Form von Versicherungen gespart wurden, wie in den Vorjahren kontinuierlich an.

Dagegen herrschte gegenüber Wertpapieren, insbesondere Aktien, deutliche Zurückhaltung.

Aktienkurse zollen der Eurokrise Tribut

Die anhaltende Erholung des Aktienmarktes seit der Finanzkrise endete im Sommer 2011 abrupt. Zum Jahresschluss lag der DAX gegenüber dem Vorjahr mit 16 Prozent deutlich im Minus. Darin spiegeln sich eine steigende Unsicherheit und zunehmende Konjunktursorgen aufgrund der Eurokrise. Auch wenn viele Unternehmen gute Gewinne erzielten, mieden immer mehr Investoren das Risiko eines Aktienengagements.

Noch deutlicher wirkte sich die Eurokrise auf die Rentenmärkte aus. Die Zinsdifferenzen zwischen deutschen Bundesanleihen und Anleihen der Peripherieländer weiteten sich kontinuierlich aus und verzeichneten neue Rekordstände seit Einführung der gemeinsamen Währung. In Italien und Spanien erreichten die Zinsaufschläge historische Höchststände. Gegen Ende des Jahrs zog die Krise zunehmend auch andere Kernländer in ihren Sog. In dieser Situation eines um sich greifenden Vertrauensverlusts bildeten Bundesanleihen einen Hort der Stabilität. Sie profitierten von der Flucht in die Sicherheit, sodass die Zinsen für 10jährige Bundesanleihen am Jahresende auf einem historischen Tief von 1,8 Prozent notierten.

Versicherungswirtschaft

Solide wachsende Branche

Der Versichertenbestand in der privaten Krankheitskostenvollversicherung stieg nach vorläufigen Angaben des GDV 2011 um etwa 100.000 auf 9,0 Millionen Personen. Der Zuwachs 2011 lag damit leicht über dem des Vorjahrs. Die Beiträge der privaten Krankenversicherung legten auch im Jahr 2011 mit insgesamt 4,9 Prozent deutlich zu. Die ausgezahlten Versicherungsleistungen erhöhten sich um 5,5 Prozent.

Veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen

Rechtliche Rahmenbedingungen

Unisextarife

Mit Wirkung zum 21. Dezember 2012 wird die europarechtliche Befugnis der Mitgliedstaaten unwirksam, bei der Kalkulation von Versicherungstarifen Differenzierungen nach dem Geschlecht zuzulassen, auch wenn dies statistisch gerechtfertigt ist. Dies hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am 1. März 2011 entschieden. Diese Entscheidung wirkt sich in der Krankenversicherung erheblich auf die Produktgestaltung und Tarifierung aus. Auf bereits bestehende Verträge hat das Urteil keine Auswirkungen. Die neue Rechtslage gilt nur für Verträge, die ab dem 21. Dezember 2012 abgeschlossen werden.

Krankenversicherungsbeiträge für Arbeitslosengeld II-Empfänger

Das Bundessozialgericht hat am 18. Januar 2011 entschieden, dass die Jobcenter für privat krankenversicherte Empfänger von Arbeitslosengeld II auch angemessene Beiträge zur privaten Krankenversicherung leisten müssen. Daraufhin hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Bundesagentur für Arbeit angewiesen, privat krankenversicherten Hilfsdürftigen ab dem 18. Januar 2011 die Beiträge bis zur Höhe des halben Beitrags des Basistarifs zu erstatten.

Gesundheitspolitische Rahmenbedingungen

G KV-Finanzierungsgesetz

Mit dem GKV-Finanzierungsgesetz (GKV-FinG) wurde für Arbeitnehmer mit Arbeitsentgelt über der Versicherungspflicht-grenze die dreijährige Wartezeit für einen Wechsel von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung rückwirkend zum 31. Dezember 2010 abgeschafft. Seitdem endet die gesetzliche Krankenversicherungspflicht für Arbeitnehmer ohne Arbeitgeberwechsel zum Ende des Kalenderjahres, in dem deren regelmäßiges Arbeitsentgelt die Versicherungspflichtgrenze übersteigt. Damit konnten sich zum 1. Januar 2011 mehr Arbeitnehmer als im Vorjahr für einen Wechsel in die private Krankenversicherung entscheiden.

Absenkung der Versicherungspflichtgrenze

Zudem hat der Gesetzgeber die Versicherungspflichtgrenze zum 1. Januar 2011 von monatlich 4.162,50 Euro auf 4.125,00 Euro gesenkt. Damit erschließt sich ein zusätzliches Wechselpotenzial für die private Krankenversicherung.

Arzneimittelmarktneuordungsgesetz

Zum 1. Januar 2011 trat das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) in Kraft. Damit erhalten private Krankenversicherer die gleichen gesetzlichen Arzneimittelrabatte wie die gesetzlichen Kassen (GKV). Zudem gelten bei innovativen Arzneimitteln für privat vollversicherte Personen künftig die gleichen Preise wie in der GKV.

Geschäftsverlauf

Versicherungsgeschäft

Beitragseinnahmen

Die Beitragseinnahmen aus dem Krankenversicherungsgeschäft lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 2.982,5 (2.985,4) Millionen Euro mit einem Rückgang um 0,1 Prozent annähernd auf Vorjahresniveau, nachdem sie im Jahr zuvor um 1,2 Prozent zulegen konnten. Die Beiträge aus der Pflegepflichtversicherung verringerten sich um 1,0 (1,0) Prozent auf 207,5 (209,5) Millionen Euro. Insgesamt konnten die Beitragseinnahmen mit einem Rückgang um 0,2 (+ 1,1) Prozent auf 3.190,0 (3.194,9) Millionen Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahrs gehalten werden.

Die Entwicklung der Beitragseinnahmen des abgelaufenen Geschäftsjahrs war geprägt durch sehr geringe Beitragsanpassungen, einen Anstieg der Neubeiträge sowie eine im Vergleich zum Vorjahr erneut geringere Anzahl an Kündigungen.

Neugeschäft

Die Neubeiträge stiegen im Jahr 2011 um 27,0 (– 24,1) Prozent. In dieser deutlichen Steigerung spiegeln sich vor allem die guten Vertriebserfolge in der Zusatzversicherung wider.

Die hohe Vertriebsleistung im Berichtsjahr führte zu einem Anstieg des Volumens der neu abgeschlossenen Verträge, die – gemessen in Monatsbeiträgen – das Vorjahr insgesamt um 37,3 (– 2,0) Prozent übertrafen. Das Neugeschäft profitierte dabei insbesondere von der hohen Nachfrage nach den AktiMed®-Tarifen, den verbesserten Zahntarifen sowie dem zu Beginn des Jahrs neu eingeführten flexiblen Pflegezusatztarif PZTBest.

Bestand

Zum Jahresende waren 2.456.612 (2.411.605) Personen bei uns versichert; dies ist ein Anstieg um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem noch ein Rückgang um 0,6 Prozent zu verzeichnen war.

In der Vollversicherung nahm der Bestand trotz 17.013 (16.664) neu gewonnener Kunden um 1,6 Prozent ab. In der Zusatzversicherung konnten wir 125.877 (77.657) neue Kunden gewinnen und damit den Bestand an Zusatzversicherten um 3,3 Prozent auf 1.773.604 (1.717.595) Personen ausbauen. Über die Kooperation mit der gesetzlichen Krankenkasse KKH-Allianz konnten wir 20.785 (16.380) neue Kunden für die Zusatzversicherung gewinnen.

Leistungen an Kunden

Für Versicherungsfälle einschließlich Regulierungsaufwendungen und Rückstellungen für Schadenzahlungen haben wir im Geschäftsjahr

2.433,8 (2.399,0) Millionen Euro aufgewendet. Dank unserem guten Leistungs- und Gesundheitsmanagement konnte der Anstieg mit 1,5 (3,0) Prozent gering gehalten werden.

Die Aufwendungen im Vergleich zu 2010 im Einzelnen: Im ambulanten Bereich sanken die Ausgaben um 1,6 (+ 1,5) Prozent. Hier machen sich die Rabatterträge durch das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) stark bemerkbar. Für stationäre Behandlungen stiegen die Ausgaben um 3,5 (5,0) Prozent an. Im Zahnbereich nahmen die Kosten gegenüber dem Vorjahr um 0,9 (– 0,1) Prozent zu. Beim Krankentagegeld nahmen die Ausgaben im Berichtszeitraum dank einem weiter verbesserten Schadenmanagement erneut um 4,5 (2,0) Prozent ab.

Die Schadenquote gemäß der Definition des PKV-Verbands sank um 0,9 Prozentpunkte auf 78,5 (79,4) Prozent. Für diesen Rückgang ist vor allem die geringere Zuführung zur Deckungsrückstellung verantwortlich, die im Vorjahr durch die notwendig gewordene Nachfinanzierung infolge des Urteils zum Strukturzuschlag (TSZ) vergleichsweise hoch ausfiel.

Gesamtleistung an Kunden

2011

Mio €
2010

Mio €
2009

Mio €
Aufwendungen für Versicherungsfälle 2.433,8 2.399,0 2.329,3
Deckungsrückstellung 19.293,6 18.413,5 17.284,9
Allgemeine Zuführung (einschließlich der Zuführung gemäß § 12 Absatz 4a VAG) 880,1 1.128,6 1.036,9
davon Direktgutschrift gemäß § 12a Absatz 2 VAG 76,3 60,8 47,4
Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung 1.324,3 1.108,2 1.113,8
Entnahme für Limitierung und Barausschüttung 164,6 300,9 336,8
Zuführung 381,3 295,5 352,3
Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung 199,2 172,1 210,5
Entnahme für Limitierung und Barausschüttung 17,3 104,3 33,5
Zuführung allgemein 27,7 4,1 3,6
Zuführung aus der Pflegepflichtversicherung 12,0 37,3 33,9
Zuführung gemäß § 12 Absatz 3 VAG 4,1 24,4 20,9
Schadenquote % 78,5 79,4 77,5
Versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote % 12,1 10,8 12,8
Überschussverwendungsquote % 83,3 83,3 83,5
RfB-Zuführungsquote % 12,3 10,4 12,2
RfB-Quote % 44,9 37,6 39,4

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb verringerten sich im Geschäftsjahr um 14,5 Millionen Euro auf 299,1 (313,6) Millionen Euro und lagen damit um 4,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahrs. Im Jahr zuvor waren sie um 2,5 Prozent angestiegen.

Zum Rückgang der Aufwendungen im Berichtsjahr trug insbesondere der Wegfall des im vergangenen Jahr angefallenen Einmalaufwands für die Nachfinanzierung von Anwartschaften auf Krankenversicherungszuschüsse für unsere Vertreter in Höhe von 11,4 Millionen Euro bei. Die Abschlusskosten gingen daher um 3,9 (+ 2,8) Prozent auf 214,2 (223,0) Millionen Euro zurück. Die Abschlusskostenquote verbesserte sich auf 6,7 (7,0) Prozent. Die Verwaltungsaufwendungen nahmen um 6,3 (+ 1,9) Prozent auf 84,9 (90,6) Millionen Euro ab. Die Verwaltungskostenquote belief sich auf 2,7 (2,8) Prozent.

Kapitalanlagen

Der Kapitalanlagenbestand der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG erhöhte sich im Berichtsjahr um 4,7 Prozent auf 21,5 (20,5) Milliarden Euro. Die Bruttoneuanlage betrug 2,0 (2,3) Milliarden Euro.

Sicherheitsorientierte Anlagestrategie

Die Allianz Private Krankenversicherungs-AG setzte im Jahr 2011 ihre sicherheitsorientierte Anlagestrategie fort. Hierbei verfolgen wir das Ziel, bei begrenztem Risiko eine attraktive Rendite zu erreichen. Aus Sicherheitsgründen streuen wir die Kapitalanlagen auf viele unterschiedliche Anlagesegmente. Wie bereits in den vorangegangenen Jahren konnten wir so die Auswirkungen deutlich erhöhter Unsicherheiten an den Kapitalmärkten abfedern.

Aufgrund der langfristigen Leistungsversprechen gegenüber unseren Kunden ist ein großer Teil unseres Portfolios in festverzinslichen Anlagen angelegt. Ende 2011 belief sich dieser Anteil auf 95 (95) Prozent der Kapitalanlagen 1. Der Schwerpunkt liegt hier auf deutschen Pfandbriefen, ergänzt um deutsche und europäische Staatsanleihen. Pfandbriefe stellen durch ihre Unterlegung mit werthaltigen Sicherheiten, wie Kommunaldarlehen oder erstrangigen Hypothekenkrediten, sehr sichere Anlagen dar. Bei den Staatsanleihen konzentrieren wir uns weiterhin auf die Kernländer der Eurozone. 1,4 Prozent waren Ende 2011 in italienischen Staatsanleihen investiert. Die Bestände an Staatsanleihen aus Griechenland, Irland, Portugal und Spanien wurden bereits 2010 weitgehend abgebaut. Ende 2011 machten sie nach Marktwerten 0,1 Prozent des Gesamtbestands der Kapitalanlagen aus (siehe hierzu auch Risikobericht Seite 10).

1 Die Angabe zum Anteil der festverzinslichen Anlagen an den gesamten Kapitalanlagen berücksichtigt die Anlagen in Investmentanteilen, verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Dies gilt auch für die weiteren prozentualen Angaben auf Ebene der gesamten Kapitalanlagen.

Es wurden Abschreibungen in Höhe von 37 Millionen Euro vorgenommen. Diese entfielen hauptsächlich auf Immobilien und Anteile an verbundenen Unternehmen. Von den Abschreibungen auf Immobilien wurden 21 Millionen Euro durch den Ertrag aus der Auflösung eines Sonderpostens wieder ausgeglichen. Das im Jahresvergleich deutlich geringere Zinsniveau in unseren Kernanlagensegmenten führte zu insgesamt höheren Bewertungsreserven. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Bewertungsreserven auf 2,0 (1,5) Milliarden Euro; dies entspricht 9,3 (7,3) Prozent des Buchwertes der Kapitalanlagen.

Um weiterhin eine attraktive Verzinsung des Kapitalanlagenportfolios sicherzustellen, haben wir den Bestand an Schwellenländeranleihen ausgebaut. Zum Jahresende 2011 lag der Anteil von Unternehmens- und Schwellenländeranleihen am Gesamtportfolio bei 21,6 (19,6) Prozent nach Marktwerten.

Zur weiteren Diversifikation unseres Portfolios haben wir 2011 in die realen Anlageklassen erneuerbare Energien, Infrastruktur und Immobilien 132 Millionen Euro neu investiert. Aufgrund der erhöhten Unsicherheit an den Kapitalmärkten haben wir unseren Aktienbestand reduziert. Die Aktienquote nach Marktwerten betrug zum Geschäftsjahresende 2011 unter Berücksichtigung von Absicherungsmaßnahmen 3,3 (4,3) Prozent.

Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen lag bei 4,3 (4,2) Prozent. Die laufende Durchschnittsverzinsung stieg im Berichtszeitraum auf 4,3 (4,0) Prozent.

Kapitalanlagenergebnis

Das Nettoergebnis aus den Kapitalanlagen stieg durch höheren laufenden Ertrag aus Investmentanteilen von 835,3 Millionen Euro auf 904,2 Millionen Euro und setzt sich wie folgt zusammen:

2011

Mio €
2010

Mio €
2009

Mio €
Laufender Ertrag 916,3 822,8 705,8
– Personal- und Sachaufwand – 10,4 – 14,9 – 11,0
– Sonstiger laufender Aufwand 1 – 5,7 – 3,6 – 3,3
\= Laufender Aufwand gesamt – 16,1 – 18,5 – 14,3
Laufender Durchschnittsertrag 900,2 804,3 691,5
+ Veräußerungsgewinne 18,50 17,9 22,8
+ Zuschreibungen 1,31 17,6 78,4
+ Ertrag Auflösung Sonderposten 20,9 16,5
– Veräußerungsverluste – 0,3 – 3,9
– Abschreibungen – 36,7 – 4,2 – 35,0
– Aufwand Einstellung Sonderposten – 0,2
\= Übriges Ergebnis 4,0 31,0 78,5
Nettoertrag 904,2 835,3 770,0

1 Im sonstigen laufenden Aufwand sind für Immobilien Bewirtschaftungskosten in Höhe von 1,0 (1,5) Millionen Euro und planmäßige Abschreibungen von 0,5 (0,5) Millionen Euro sowie für Hypotheken Vertriebskosten in Höhe von 4,2 (1,6) Millionen Euro enthalten.

Bewertungsreserven der Kapitalanlagen

Die Bewertungsreserven der Kapitalanlagen stiegen von netto 1,5 auf 2,0 Milliarden Euro. Das sind 9,3 (7,3) Prozent des Buchwerts der gesamten Kapitalanlagen. Die Bewertungsreserven setzen sich zusammen aus stillen Reserven von 2.034 (1532) Millionen Euro und stillen Lasten von 42 (41) Millionen Euro. Darin enthalten sind stille Lasten bei Hypotheken und sonstige Ausleihungen in Höhe von 41 (40) Millionen Euro, bei Immobilien in Höhe von 0,7 (0) Millionen Euro, bei Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen in Höhe von 0,2 (0) Millionen Euro sowie bei Investmentanteilen in Höhe von 0,1 (0) Millionen Euro. Im Vorjahr bestanden stille Lasten bei Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von 0,9 Millionen Euro.

Die Bewertungsreserven bei sonstigen Ausleihungen und Hypotheken betrugen 1.061 (632) Millionen Euro, bei Investmentanteilen 649 (649) Millionen Euro, bei Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 189 (140) Millionen Euro, bei Immobilien 83 (59) Millionen Euro und bei festverzinslichen Wertpapieren 9 (11) Millionen Euro.

Die Allianz Private Krankenversicherungs-AG hält Investmentanteile und Inhaberschuldverschreibungen, die nach den Grundsätzen des Anlagevermögens bewertet werden. Ihr Buchwert beträgt 8,1 (7,5) Milliarden Euro.

Weitere Erläuterungen finden sich im Anhang auf Seite 35.

Ergebnisentwicklung

Zuführung zur Deckungsrückstellung

In der Deckungsrückstellung, auch Alterungsrückstellung genannt, werden Beitragsteile angesammelt, die den Prämienanstieg allein aufgrund der im Alter erhöhten Inanspruchnahme von Leistungen verringern sollen. Ergänzend werden 90 Prozent der Zinsüberschüsse zur Beitragsentlastung im Alter zurückgelegt.

Die Zuführung zur Deckungsrückstellung belief sich auf 880,1 (1.128,6) Millionen Euro. Im Vorjahr war darin die notwendig gewordene Nachfinanzierung der Deckungsrückstellung aufgrund des TSZ-Urteils enthalten. Darüber hinaus fielen die Einmalbeiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) im abgelaufenen Geschäftsjahr infolge der geringen Beitragsanpassungen vergleichsweise niedrig aus.

Zum Ende des Geschäftsjahrs 2011 war die Deckungsrückstellung insgesamt mit 19.293,6 (18.413,5) Millionen Euro dotiert.

Versicherungsgeschäftliches Ergebnis

Das versicherungsgeschäftliche Ergebnis belief sich auf 386,1 (344,3) Millionen Euro. Im Vorjahr war es noch durch die Auswirkungen aus dem TSZ-Urteil belastet. Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote verbesserte sich entsprechend auf 12,1 (10,8) Prozent.

Erfolgsabhängige RfB

In die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) werden vorübergehend finanzielle Überschüsse eingestellt. Spätestens nach drei Jahren entnehmen wir die finanziellen Mittel zur Beitragsentlastung in Form von Einmalbeiträgen und Barausschüttungen für Beitragsrückerstattungen.

Der erfolgsabhängigen RfB entnahmen wir 164,6 (300,9) Millionen Euro. Davon bezahlten wir insgesamt 100,7 (92,3) Millionen Euro direkt an rund 156.000 (153.000) Kunden aus, die im Rahmen der laufenden BONUS-Programme keine Rechnungen eingereicht haben. Die Zuführung zur erfolgsabhängigen RfB betrug 381,3 (295,5) Millionen Euro. Zum Jahresende betrug die erfolgsabhängige RfB 1.324,3 (1.108,2) Millionen Euro.

Erfolgsunabhängige RfB

Um die Beitragsanpassungen für Krankenversicherte ab dem 65. Lebensjahr in Grenzen zu halten, wurden 13,3 (24,0) Millionen Euro der erfolgsunabhängigen RfB (ohne Pflegepflichtversicherung) entnommen und der Deckungsrückstellung zugeführt. Gemäß § 12a Absatz 3 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) stellten wir 27,7 (24,4) Millionen Euro in die erfolgsunabhängige RfB ein. Die Höhe der erfolgsunabhängigen RfB (ohne Pflegepflichtversicherung) betrug zum Jahresende 88,2

(73,9) Millionen Euro.

Die erfolgsunabhängige RfB enthält auch die aufgrund von Vorschriften des Pflegepflichtversicherungs-Pools ermittelten Rückstellungen für die private Pflegepflichtversicherung (PPV). Der Pool regelt den Risikoausgleich zwischen den privaten Pflegeversicherern. Der erfolgsunabhängigen RfB aus der PPV wurden in der Berichtsperiode keine Mittel (im Vorjahr gemäß dem Beschluss des PPV-Pools 76,5 Millionen Euro) zur Zuführung zur Deckungsrückstellung entnommen. Zugeführt wurden 12,0 (37,3) Millionen Euro. Zum Jahresende betrug die PPV-Rückstellung damit 106,5 (94,0) Millionen Euro.

Insgesamt waren in der erfolgsunabhängigen RfB zum Bilanzstichtag 199,2 (172,1) Millionen Euro zurückgestellt.

Jahresüberschuss

Der Jahresüberschuss nach Steuern und vor Ergebnisabführung betrug 100,0 (84,0) Millionen Euro. Die Steigerung spiegelt das deutlich verbesserte Kapitalanlageergebnis und das gestiegene versicherungsgeschäftliche Ergebnis wider. Im Vorjahr war der Jahresüberschuss durch die Auswirkungen des TSZ-Urteils belastet.

Aufgrund der guten Solvabilitätsquote wurden der Gewinnrücklage wie im Vorjahr keine Mittel zugeführt.

Die Ergebnisabführung richtet sich nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Allianz Deutschland AG. Für das Geschäftsjahr 2011 wurden nach Abzug von Steuern 100,0 (84,0) Millionen Euro an die Allianz Deutschland AG abgeführt.

Ausgelagerte Funktionen

Für die Allianz Private Krankenversicherungs-AG sind mehrere Allianz Konzernunternehmen dienstleistend tätig. Auf die Allianz Deutschland AG wurden insbesondere das Rechnungswesen sowie Aufgaben des Versicherungsbetriebs übertragen. Zu Letzteren gehören vor allem die Bestandsverwaltung (Antrags- und Vertragsbearbeitung), die Leistungs- und Schadenbearbeitung sowie die Planung und die Steuerung des operativen Versicherungsbetriebs. Der Vertrieb über die haupt- und nebenberuflichen Vertreter sowie über Banken wird von der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG wahrgenommen.

Die Vermögensanlage und -verwaltung wurde auf die Allianz Investment Management SE sowie in Teilbereichen unter anderem auf die Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH und die Allianz Real Estate GmbH übertragen.

Rechenzentrumsleistungen und Drucktätigkeiten sowie informationstechnische Serviceleistungen erhält die Allianz Private Krankenversicherungs-AG von der Allianz Managed Operations & Services SE.

Finanzlage

Die Liquiditätsplanung als wesentlicher Teil unserer gesamten Finanzplanung basiert auf den Liquiditätsströmen, die sich vor allem aus den erwarteten Prämien, Schadenzahlungen, Kosten, Kapitalanlagen, Steuern sowie Ergebnisabführungen/Dividenden ergeben. Ebenso sind die strategische und taktische Kapitalanlagenplanung wie auch die Eigenmittelplanung ein wesentliches Element. Liquidität fließt uns aus dem operativen Geschäft sowie aus den Kapitalanlagen zu. Durch die Teilnahme der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG am konzernweiten Cash-Pool wird gewährleistet, dass überschüssige Liquidität zu marktüblichen Konditionen angelegt wird und kurzfristiger Liquiditätsbedarf ausgeglichen werden kann.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Bei der Umsetzung unseres Ziels, die Marktführerschaft auszubauen, setzen wir auf motivierte und exzellente Mitarbeiter. Wir gewinnen und halten engagierte Mitarbeiter durch ein attraktives Arbeitsumfeld und durch die interne Besetzung neuer Stellen. Wir binden unsere Mitarbeiter an das Unternehmen und erhalten damit wertvolles Know-how, indem wir sie fördern und ihren jeweiligen Stärken entsprechend einsetzen.

Die Herausforderung durch den demografischen Wandel und die Förderung von Frauen waren 2011 die herausragenden Personalthemen. Die Allianz Deutschland und ihre Tochtergesellschaften wollen im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung den Anteil von Frauen in Führungspositionen bis 2015 auf 30 Prozent erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden bereits zahlreiche Maßnahmen aufgesetzt: Die Eröffnung zweier Kinderkrippen in München, das erweiterte Angebot von flexiblen Arbeitsmodellen, die effektive Unterstützung von Eltern nach der Geburt eines Kindes sowie ein MentoringProgramm für Mitarbeiterinnen in Vorbereitung auf eine Führungsposition im höheren Management. Überdies wurde die Personalplanung auf zehn Jahre ausgeweitet.

Die Gesellschaft hat durch das Angebot, Mitarbeiteraktien der Allianz SE zu vergünstigten Konditionen zu erwerben, sowie im Rahmen einer variablen Vergütungskomponente ihre Mitarbeiter auch 2011 am Unternehmenserfolg beteiligt. Außerdem hat die Allianz auch in diesem Jahr wieder eine weltweite Befragung zur Mitarbeiterzufriedenheit durchgeführt, an der sich auch die Allianz Deutschland AG mit ihren Tochtergesellschaften beteiligte.

Anzahl der Beschäftigten

Ende Dezember 2011 beschäftigte die Allianz Private Krankenversicherungs-AG 451 (442) Mitarbeiter.

Zahlen und Fakten

2011 2010 2009
Mitarbeiter 1 451 442 473
Im Innendienst 393 384 406
davon Stammpersonal 379 376 391
davon Auszubildende 25
davon sonstige Mitarbeiter in Ausbildung 12 6 7
davon Aushilfen 2 2 8
Im angestellten Außendienst 58 58 67
davon Stammpersonal 58 58 67
Anteil Frauen % 52 51 50
Anteil Männer % 48 49 50
Anteil Vollzeitmitarbeiter im Innendienst % 82 83 84
Anteil Teilzeitmitarbeiter im Innendienst % 18 17 16
Anteil Akademiker % 46 45 42
Alter (Durchschnitt in Jahren) 43,8 44,0 44,1
Konzernzugehörigkeit (Durchschnitt in Jahren) 15,1 15,4 15,6
Lohn- und Gehaltssumme 2 Mio € 36,2 33,2 36
Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung Mio € 4,2 4,3 4,6
Aufwand für Altersversorgung Mio € 4,4 2,3 4,4
Aufwand für Unterstützungszahlungen 3 Mio € 0,0 0,0

1 Stichtag 31.12.; einschließlich ruhender Arbeitsverhältnisse

2 einschließlich Anteilsprovisionen

3 bis 2009 in Arbeitgeberbeiträgen zur Sozialversicherung enthalten

Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter betrugen im Berichtsjahr 36,2 (33,2) Millionen Euro. Die Summe aus sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung belief sich auf 8,6 (6,6) Millionen Euro. Darin sind neben der betrieblichen Altersversorgung auch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung enthalten.

Dank an Beschäftigte und Arbeitnehmervertreter

Der Vorstand dankt den Mitarbeitern für ihren großen Einsatz, ihre hohe Leistungsbereitschaft und Kompetenz. Auch den Arbeitnehmervertretern in den Betriebsratsgremien gilt der Dank für die gute Zusammenarbeit.

Risikobericht

Die Geschäftsmodelle der Gesellschaften innerhalb der Allianz Deutschland AG sind auf die Übernahme und das Management von Risiken ausgelegt. Ein ausgeprägtes Risikobewusstsein und das Abwägen von Chancen und Risiken sind daher integrale Bestandteile der Geschäftssteuerung.

Risikoorganisation

In der Allianz Deutschland AG, zu der die Allianz Private Krankenversicherungs-AG gehört, ist der Grundsatz der unabhängigen Risikoüberwachung fest verankert. Die aktive Übernahme von Risiken und deren Management durch die Geschäftseinheiten sind organisatorisch strikt getrennt von der Risikoüberwachung durch einen unabhängigen Bereich (Risikocontrolling). Diese Kontrollinstanz umfasst nicht nur die unabhängige Identifizierung, Bewertung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken, sondern prüft auch Handlungsalternativen und spricht Empfehlungen an die Geschäftseinheiten beziehungsweise den Vorstand aus. Der Vorstand der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG trägt die übergreifende Verantwortung für das gesamte Risikomanagement und die Kontrolle der Risiken.

Das Risikocontrolling der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG wird von einer organisatorischen Einheit innerhalb der Allianz Deutschland AG unter Leitung des Chief Risk Officer (CRO) im Auftrag des Vorstands der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG wahrgenommen. Dadurch wird Know-how gebündelt, und Ressourcen können effizient genutzt werden. Das Risikocontrolling überwacht die Risiken systematisch mit qualitativen und quantitativen Risikoanalysen und - bewertungen. Durch die Einbeziehung des Vorstands der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG in das regelmäßige und das Ad-hoc-Reporting des CRO ist gewährleistet, dass der Vorstand jederzeit über die aktuelle Risikosituation der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG informiert ist.

Das für die Allianz Private Krankenversicherungs-AG zuständige Risikocontrolling der Allianz Deutschland AG ist in die Risikosteuerung der Allianz SE eingebunden. Als verbindliche Leitlinien dienen dabei die Risikostrategie und die Risk Policy der Allianz Deutschland AG sowie die von der Allianz SE vorgegebene Group Risk Policy, Minimum Standards und Modellierungsvorgaben. Die für das Risikocontrolling der Allianz SE zuständige Einheit Group Risk ist Kontrollinstanz für das Risikocontrolling der Allianz Deutschland AG. Als weitere interne und externe Instanzen zur Überprüfung der Risikoorganisation wirken in jeweils vorgeschriebenem Umfang Aufsichtsrat, Treuhänder des Sicherungsvermögens, Verantwortlicher Aktuar, Sicherheits-, Datenschutz-, Geldwäsche- und Compliance-Beauftragte sowie die Interne Revision. Aufsichtsbehörden und Wirtschaftsprüfer sind zusätzliche externe Instanzen der Risikoüberwachung.

Die systematische Identifikation und Steuerung aller relevanten Risiken und die Angemessenheit der Prozesse im Risikomanagement werden durch das Risk Committee Kranken unter Leitung des CRO sichergestellt. Ein Mitglied des Vorstands der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG ist Mitglied im Risk Committee, um eine enge Verzahnung mit dem Vorstand sicherzustellen. Es besteht ein gemeinsames Investment Risk Committee mit der Allianz Lebensversicherungs-AG. Für übergreifende operative Themen hat die Allianz Deutschland AG ein eigenes Risk Committee eingerichtet, in dem neben Vorständen aus den Geschäftssegmenten alle relevanten operativen Einheiten vertreten sind.

Relevante Risiken

Alle relevanten Risiken werden durch geeignete Kontrollprozesse erfasst. Die quantifizierbaren Risiken sind im internen Risikokapitalmodell berücksichtigt. Dieses erfüllt unserer Auffassung nach die erwarteten künftigen Anforderungen aus Solvency II und umfasst die nachfolgend genannten Risiken.

Marktrisiken Wertverluste bei Aktien, festverzinslichen Anlagen, Immobilien, nicht börsennotierten Beteiligungen und Fremdwährungsanlagen sowie Risiken aus derivativen Anlagen

Kreditrisiken Verluste aufgrund von Schuldnerinsolvenzen oder Ausfall unserer Rückversicherungspartner beziehungsweise Emittenten von Derivaten sowie Wertverluste aufgrund von verschlechterter Kreditwürdigkeit der Schuldner, der Rückversicherungspartner oder der Emittenten

Versicherungstechnische Risiken Risiken, die aufgrund der Abweichung der tatsächlichen Versicherungsereignisse von den erwarteten Versicherungsereignissen entstehen. Dies sind insbesondere Prämienrisiken durch unzureichende Prämien, Reserverisiken durch nicht ausreichende Reserven und Änderungsrisiken durch Veränderungen der Rechnungsgrundlagen

Geschäftsrisiken Kosten- und Stornorisiken sowie operationelle Risiken, also unerwartete wirtschaftliche Verluste, die im Zusammenhang mit externen Ereignissen stehen oder von internen Prozessen, Verfahren und Systemen herrühren, die unzureichend sind oder versagen

Qualitative Risiken werden in einem strukturierten Identifikations- und Bewertungsprozess erfasst. Dies sind:

Rechtsänderungsrisiken,
Reputationsrisiken,
strategische Risiken und
Liquiditätsrisiken.

Konzentrationsrisiken werden bei der Aggregation der anderen Risikokategorien behandelt, somit stimmt diese Gruppierung der Risiken mit den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) für die Versicherungswirtschaft überein.

Ein umfassendes Sicherungssystem und interne Kontrollen minimieren Risiken aus fehlerhaften Abläufen. Geeignete technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen dienen dazu, das jeweils vorhandene Risiko zu kontrollieren. Hierzu zählen unter anderem die IT-Sicherheit (zum Beispiel Back-up-Systeme und Firewalls), die Zugangssicherheit (zum Beispiel ein striktes Berechtigungssystem) sowie interne Kontrollsysteme (zum Beispiel Vier-Augen-Prinzip). Die strikte Trennung von Handel, Abwicklung und Controlling sowie abgestufte Limitsysteme und ein zeitnahes, umfassendes Berichtswesen minimieren organisatorisch die operationellen Risiken aus der Kapitalanlagetätigkeit.

Die unabhängige Interne Revision prüft themenbezogen die internen Prozesse. Zusätzlich werden im Rahmen der Umsetzung des Allianz Standards ICOFR (Internal Control over Financial Reporting) alle internen Prozesse, die sich auf die Finanzberichterstattung auswirken können, eingehend untersucht und dokumentiert. Mögliche Risiken werden identifiziert und durch regelmäßige Kontrollen auf ein Minimum reduziert. ICOFR leitet sich aus den Regularien des Sarbanes-Oxley Act (SOX) ab. Damit wird das bereits etablierte Kontrollumfeld auch nach dem 2009 erfolgten Delisting der Allianz SE von der New Yorker Börse in seiner Funktionsweise fortgeführt. ICOFR trägt maßgeblich zu einer qualitativ hochwertigen Finanzberichterstattung bei.

Die Risikokontrollprozesse stellen sicher, dass mögliche Risiken aus dem operativen Geschäftsbetrieb frühzeitig identifiziert und adäquate Maßnahmen zur Risikominimierung ergriffen werden. Zusätzlich steht mit der Verlustdatenbank zur Erfassung von Verlusten aus operationellen Risiken ein weiteres Analyseinstrument zur Risikoverminderung bereit.

Im Folgenden werden weitere Aspekte der Risiken genauer ausgeführt.

Marktrisiken und Kreditrisiken

Die Kapitalanlagen der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG werden durch Spezialisten der Allianz Investment Management SE (AIM SE) zentral betreut. Die Kapitalanlagestrategie richtet sich nach den Bedürfnissen des Asset-Liability-Managements der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG. Die Gewinnerzielung aus kurzfristiger Handelstätigkeit (Eigenhandel) ist nicht Teil der Kapitalanlagestrategie.

Die Kapitalanlagen der Gesellschaft sind nach Anlagearten (Grundvermögen, Aktien/Beteiligungen, Zinsträger), Adressen und Belegenheit breit diversifiziert. Erfüllt sind die aufsichtsrechtlichen Vorgaben bezüglich Mischung und Streuung sowie die Anforderungen, die aus dem Rundschreiben 4/2011 der BaFin hervorgehen.

Das Anlagemanagement analysiert laufend die Risiken der Kapitalanlagen, was durch eine unabhängige Quantifizierung im Risikocontrolling (Risikokapitalberechnung) ergänzt wird. Marktrisiken werden mit Sensitivitätsanalysen beziehungsweise Stresstests kontinuierlich quantifiziert. Marktrisiken aus Derivaten bewerten und steuern wir mittels zeitnaher Value-at-RiskBerechnungen, Stresstests und Vorgabe von Limiten. Währungskursschwankungen sind im Portfolio von untergeordneter Bedeutung, da die Versicherungsleistungen weitgehend währungskongruent gedeckt werden. Der Einsatz von Derivaten und strukturierten Produkten sowie das Eingehen von Währungsrisiken erfolgen nicht per se zu Zwecken der Wertsteigerung, sondern nur zur Umsetzung der Kapitalanlagestrategie sowie zur Risikosteuerung oder mit Sondergenehmigung.

Kredit- und Konzentrationsrisiken, insbesondere auch Länder- und Bankenexposure, werden mit einem Limitsystem überwacht und gesteuert. Das Ausfallrisiko von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft wird durch Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand berücksichtigt.

Das Ausfallrisiko von Rückversicherungsgesellschaften ist aufgrund der vernachlässigbaren Rückversicherungsvolumina nicht materiell.

Durch eine vorausschauende Planung der künftigen Zahlungsströme wird erreicht, dass Liquiditätsrisiken gesteuert und gering gehalten werden.

Die Planung der Liquiditätszuflüsse und -abflüsse erstellen wir für den Versicherungsbereich wie für den Finanzbereich (unter anderem Erträge aus Kapitalanlagen) auf monatlicher und täglicher Basis. Die ständige Aktualisierung der Planung sowie ein umfangreicher Bestand an täglich liquidierbaren Kapitalanlagen gewährleistet die Fähigkeit, jederzeit unsere Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können.

Eine Übersicht der Exposure in Ländern, die von den Finanzmärkten derzeit kritisch gesehen werden, wird im Folgenden gegeben.

Auf Staatsanleihen in Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Italien entfallen die angegebenen Volumina an Kapitalanlagen 1.

Exposure am 31.12.2011

Mio €
Griechenland 10,4
Irland 0,6
Portugal
Spanien 20,9
Italien 335,0

Die Emittenten der festverzinslichen Kapitalanlagen sind überwiegend Staaten und Banken. Insgesamt bestehen die festverzinslichen Kapitalanlagen zum überwiegenden Teil aus Wertpapieren deutscher Emittenten.

Die festverzinslichen Kapitalanlagen bei Banken betragen insgesamt 11,5 Milliarden Euro oder rund 48,4 Prozent der gesamten Kapitalanlagen. Davon sind wiederum rund 90,9 Prozent als deutsche Pfandbriefe beziehungsweise anderweitig besichert.

1 Marktwert des Gesamtexposures (inklusive über Fonds gehaltener Bestände)

Die für uns relevanten Risiken lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin bei Banken und bei einzelnen Staaten. Unsere Risikomanagementprozesse berücksichtigen diese Risiken entsprechend. Alle Schuldner und Kontrahenten werden in einem allianzweiten Kredit-Exposure-System erfasst, mittels unabhängiger Ratinginformationen bewertet und mit Limiten versehen.

Als spezielles Marktrisiko ist das Zinsrisiko zu betrachten.

Zinsrisiko

Der Rechnungszins ist ein zentrales Element der Rechnungsgrundlagen in der privaten Krankenversicherung und besonders für die Prämienberechnung und die Kalkulation der Alterungsrückstellungen von Bedeutung.

Der Höchstrechnungszins für die private Krankenversicherung (PKV) von 3,5 Prozent ist seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gesenkt worden. Mit dem Rückgang des Zinsniveaus besteht das Risiko, dass für zukünftige Kapitalanlagen diese Rendite-marke nicht mehr erreicht werden kann.

Einmal jährlich muss jedes PKV-Unternehmen in Deutschland mittels des sogenannten AUZ-Verfahrens zur Bestimmung des aktuariellen Unternehmenszinses nachweisen, dass der verwendete Rechnungszins angemessen ist. Auch 2011 war dieser Nachweis für die Allianz Private Krankenversicherungs-AG möglich. Hauptbestandteil dieses Verfahrens ist die unternehmensindividuelle Prognose einer Renditeuntergrenze aus aktuarieller Sicht auf der Grundlage zukunftsorientierter Parameter. Ergibt diese Berechnung, dass der Rechnungszins zukünftig nicht erwirtschaftet werden kann, so muss er – auch für bestehende Verträge – kurzfristig an die aktuellen Entwicklungen angepasst werden.

Versicherungstechnische Risiken

Biometrische Rechnungsgrundlagen der Tarife – etwa Sterbe- und Stornowahrscheinlichkeiten sowie Schadenannahmen – können sich im Laufe der Zeit signifikant verändern.

Die biometrischen Risiken der privaten Krankenversicherer werden durch das Änderungs- und das Zufallsrisiko bestimmt.

Das Änderungsrisiko minimieren wir, indem die kalkulierten Versicherungsleistungen gemäß den gesetzlichen Vorschriften und in Abstimmung mit einem unabhängigen mathematischen Treuhänder jährlich mit den tatsächlichen Leistungen verglichen werden. Während dieses Prozesses werden bei Bedarf auch alle weiteren Rechnungsgrundlagen überprüft und aktualisiert. Ergeben sich hierbei Abweichungen, passen wir die Beiträge entsprechend den Allgemeinen Versicherungsbedingungen an.

Zufallsrisiken im Verlauf des Gesamtschadens sind in der Beitragskalkulation durch entsprechende Sicherheiten berücksichtigt. Außerdem haben sie durch den Kollektivausgleich in unseren großen Beständen nur geringen Einfluss. Weiterhin treffen wir durch eine EDV-unterstützte Risikoselektion auf Basis der unternehmensspezifischen Annahmerichtlinien Vorsorge für eine gute Risikostruktur des Bestands. Unser BONUS-Programm (Beitragsrückerstattung) ermöglicht es uns, attraktive Kunden an das Unternehmen zu binden.

Sonstige Risiken

Rechtsänderungsrisiken

Die Allianz Private Krankenversicherungs-AG ist aufgrund der langen Laufzeit ihrer Produkte und der häufigen Änderungen in der Gesundheitspolitik besonderen Risiken ausgesetzt. Diese bergen Chancen und Risiken für das Unternehmen, die allerdings nicht spezifisch im internen Risikokapitalmodell abgebildet werden können. Durch Experten erfolgt statt dessen eine laufende qualitative Beobachtung.

Am 1. März 2011 hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass die europarechtliche Befugnis der Mitgliedstaaten, Versicherungstarife nach dem Geschlecht zu differenzieren, wenn dies statistisch gerechtfertigt ist (Artikel 5 Absatz 2 der Richtlinie 2004/113/EG), mit Wirkung zum 21. Dezember 2012 unwirksam wird. Die Entscheidung wird sich in der Krankenversicherung auf Produktgestaltung und Tarifierung auswirken und einen erheblichen Umstellungsaufwand mit sich bringen. Unsicherheiten bestehen nach wie vor bei der konkreten Umsetzung in das nationale Recht. Durch voraussichtlich überdurchschnittlich hohe Beitragssteigerungen bei Männern sind erhebliche Reputationsrisiken für die gesamte PKV-Branche und für die Allianz Private Krankenversicherungs-AG zu erwarten. Eine abschließende und fundierte Aussage zu den einzelnen Auswirkungen ist erst möglich, wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen neu formuliert und vom Gesetzgeber verabschiedet sind.

Nichtzahler

Bei Krankheitskostenversicherungen, die die Pflicht zur Versicherung nach § 193 Absatz 3 Satz 1 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) erfüllen, ist die Kündigung wegen eines Beitragsverzugs gesetzlich ausgeschlossen. Stattdessen ruht die vertragliche Leistungspflicht des Versicherers, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Der Versicherer ist nur noch zur Zahlung von Behandlungen wegen akuter Erkrankungen und Schmerzzuständen sowie bei Schwangerschaft und Mutterschaft verpflichtet. Diese Rechtslage führt zu Einnahmeverlusten. Zusätzlich müssen auch bei diesen sogenannten Nichtzahlern die Alterungsrückstellungen weiter aufgebaut werden.

Das Volumen der Nichtzahlungen wird bei der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG laufend nach unterschiedlichsten Kriterien überwacht. So wird eine relevante Beeinträchtigung der Ergebnisse und eine Belastung des Kollektivs der Versicherten frühzeitig erkannt. Bezogen auf die Gesamtbeitragseinnahmen, lag die ergebnisrelevante Veränderung der Wertberichtigung 2011 bei unter einem halben Prozent.

Zur Risikominderung prüfen wir beim Antrag die Bonität. Der PKV-Verband setzt sich außerdem auf der politischen Ebene für eine Gesetzesänderung ein. Ziel ist es, dass Nichtzahler – sofern sie nicht hilfebedürftig im Sinne des Zweiten oder Zwölften Buches Sozialgesetzbuch sind – unter bestimmten Voraussetzungen über einen Sondertarif versichert werden, in dem der Beitrag niedriger ist als im Basistarif.

Risikosituation

Die aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Solvabilität I) wurden mit sehr gutem Ergebnis erfüllt. Die Solvabilitätsquote liegt bei 140 Prozent. Des Weiteren werden die von der BaFin vorgeschriebenen Stresstests mit großem Sicherheitspuffer bestanden.

Durch die aktive Beteiligung der Allianz Deutschland AG und der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG am europäischen Solvency-II-Projekt ist die Allianz Private Krankenversicherungs-AG außerdem gut auf die künftigen regulatorischen Anforderungen vorbereitet.

Die aktuelle Risikosituation ist somit weit innerhalb der Risikotragfähigkeit des Unternehmens.

Nachtragsbericht

KKH-Allianz und Allianz Private Krankenversicherungs-AG haben entschieden, ihre Kooperation zum 31. Dezember 2012 einvernehmlich zu beenden. Weitere Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG von besonderer Bedeutung gewesen wären, sind nach Schluss des Geschäftsjahrs bis zur Vorstandssitzung, in welcher der Jahresabschluss aufgestellt wurde, nicht eingetreten.

Prognose- und Chancenbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Perspektiven für die Jahre 2012 und 2013 sind in hohem Maß unsicher. Die Auswirkungen der Eurokrise auf die Realwirtschaft waren 2011 noch begrenzt. Dies lag nicht zuletzt an der unkonventionellen Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die mit ihren Nothilfen die Bankenliquidität sicherstellte. Je länger die Schuldenkrise und damit die allgemeine Verunsicherung jedoch anhält, desto stärker werden die Auswirkungen dieser Krise auch in der Realwirtschaft zu spüren sein.

Angesichts der forcierten politischen Bemühungen um eine dauerhafte Stabilisierung des Euroraums überwiegen nach Einschätzung von Allianz Economic Research aber die Chancen einer Festigung der Konjunktur im Verlauf des Jahrs 2012 gegenüber dem Risiko eines Abgleitens in eine Rezession. Privater Verbrauch, Bau- und Ausrüstungsinvestitionen werden voraussichtlich moderate Wachstumsbeiträge liefern. Die Ausfuhr dürfte nach einer Schwäche im Winterhalbjahr 2011/2012 im weiteren Verlauf von 2012 im Einklang mit dem Welthandel wieder etwas an Schwung gewinnen. Ein verhältnismäßig niedriger Außenwert des Euros sollte dabei die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exporteure unterstützen. Im Zuge der Belebung der Ausfuhr wird sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts wieder beschleunigen. Im Jahresdurchschnitt 2012 dürfte die deutsche Wirtschaft allerdings nur um rund 1 Prozent wachsen, bevor das Wachstum 2013 wieder auf rund 2 Prozent klettern dürfte.

Prognose für die deutsche Versicherungswirtschaft

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ist bei aller Unsicherheit davon auszugehen, dass sich die Beitragseinnahmen in der Versicherungswirtschaft weiter erhöhen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rechnet für 2012 über alle Versicherungssparten hinweg mit einem Anstieg des Beitragsaufkommens um 1 Prozent.

Für die private Krankenversicherung haben sich die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen seit 2009 generell verbessert. Die davon ausgehenden Impulse sind allerdings begrenzt. Für 2012 erwartet der GDV bei den Beitragseinnahmen in der privaten Krankenversicherung einen Zuwachs von 4,6 Prozent.

Veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen

Rechtliche Rahmenbedingungen

Unisextarife

Mit der Einführung von Unisextarifen entfällt für die Versicherer ab Dezember 2012 mit dem bisherigen Risikomerkmal Geschlecht eine statistisch breit gesicherte Kalkulationsgrundlage. Individuelle Merkmale des Kunden, auf die gegebenenfalls bei der Kalkulation zurückgegriffen werden könnte, sind statistisch deutlich schwächer belastbar. Zudem ist es schwer zu prognostizieren, in welchem Verhältnis Männer und Frauen künftig einzelne Versicherungsprodukte nachfragen werden. Versicherungsunternehmen müssen ihre Tarife daher entsprechend vorsichtiger kalkulieren. Somit muss derzeit davon ausgegangen werden, dass einige Produkte für die Versichertengemeinschaft als Ganzes gesehen teurer werden. Weiterhin steigt für Versicherer künftig der administrative Aufwand bei der Kalkulation der Tarife und der Überarbeitung der Produktunterlagen. Eine abschließende, fundierte Aussage zu den einzelnen Auswirkungen ist jedoch erst auf Grundlage der noch ausstehenden neu formulierten gesetzlichen Rahmenbedingungen möglich.

Solvency II

Der Gesetzgeber plant eine umfangreiche Novellierung des Versicherungsaufsichtsgesetzes, durch die insbesondere die europäische sogenannte Solvency II-Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt wird. Ob das Gesetz wie ursprünglich geplant im Laufe des Jahrs 2012 in Kraft treten wird, ist noch offen, da die Europäische Union die Umsetzungsfrist der Solvency IIRichtlinie bis 2014 verlängert hat.

Mit Umsetzung der Richtlinie werden neue, europaweit einheitliche Regelungen zur Kapitalausstattung von Versicherungsunternehmen eingeführt. Ziel ist es, die Kapitalausstattung an den übernommenen Risiken auszurichten. Da sich die Risiken aus den Vermögenswerten und Verbindlichkeiten nicht ausgleichen, kommt es bei deren marktgerechter Bewertung zu einer erhöhten Volatilität bei den Kapitalanforderungen. Dies und weitere Anforderungen aus der Gesetzesnovelle machen unter anderem auch Anpassungen von Produkten, insbesondere im Lebensversicherungsgeschäft, notwendig. Auf die kommenden gesetzlichen Anforderungen bereitet sich die Allianz Gruppe und mit ihr auch die Allianz Private Krankenversicherungs-AG umfassend vor.

Begrenzung von Vermittlerprovisionen

Die Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts führt zum 1. April 2012 gesetzliche Vorgaben ein, welche die Vermittlerprovisionen in der privaten Krankenvollversicherung begrenzen. Weiterhin hat das Gesetz eine fünfjährige Stornohaftung für die Vermittlungsprovisionen festgelegt.

Nichtzahlertarife

Private Krankenversicherer dürfen seit 1. Januar 2009 Krankenkostenvollversicherte nicht mehr wegen Nichtzahlung der Beträge kündigen. Bei Beitragsverzug besteht eine reduzierte Leistungspflicht für akute Erkrankungen sowie bei Schwangerschaft und Mutterschaft. Um die Belastungen aus dem Kündigungsverbot zu verringern, streben die PKV-Unternehmen an, einen Sondertarif für Nichtzahler einzuführen. Aufgrund seines reduzierten Leistungsumfangs wären die Beiträge und damit die Einnahmenverluste deutlich niedriger als bei der bisherigen Rechtslage. Es bestehen gute Chancen, dass die dazu notwendigen Gesetzesänderungen umgesetzt werden.

Gesundheitspolitische Rahmenbedingungen

Gebührenordnung für Zahnärzte

Seit 1. Januar 2012 wurde die Novellierung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) wirksam. Privatpatienten müssen damit rechnen, dass sich die Rechnungen ihres Zahnarztes signifikant erhöhen. Dies wird sich mit zeitlicher Verzögerung auch in den Prämien der privaten Krankenversicherung niederschlagen. Bei den Zahnzusatzversicherungen dürfte es durch die Novellierung zu einer zusätzlichen Nachfrage kommen. Denn von der Gebührenerhöhung sind auch Kassenpatienten betroffen, wenn sie Zahnersatz nachfragen, der höherwertiger ist, als es die Regelversorgung der GKV vorsieht, oder wenn Kassenpatienten zahnärztliche individuelle Gesundheitsleistungen nachfragen, für die die gesetzliche Krankenversicherung nicht leistet.

Pflegeversicherung

Das Bundesgesundheitsministerium plant ein Gesetz zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung. Nach dem Referentenentwurf vom 20. Januar 2012 sollen insbesondere die Leistungen für Demenzkranke ab 1. Januar 2013 erhöht werden. Um dies zu finanzieren, soll zum gleichen Zeitpunkt der Beitragssatz der sozialen Pflegeversicherung um 0,1 Prozentpunkte angehoben werden. Am Bedarf für private Pflegezusatzversicherungen ändert sich dadurch nichts. Die Bundesregierung hat angekündigt, für die steuerliche Förderung privater kapitalgedeckter Pflegezusatzversicherungen einen weiteren Gesetzentwurf noch 2012 vorzulegen.

GKV-Versorgungsstrukturgesetz

Zum 1. Januar 2012 trat das GKV-Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG) in Kraft. Danach dürfen gesetzliche Krankenkassen Leistungen anbieten, die bisher privaten Krankenversicherern vorbehalten waren. Dies belastet das Nachfragepotenzial im Geschäft mit Zusatzversicherungen.

Planmäßig wird im Herbst 2013 ein neuer Bundestag gewählt. Von diesem Wahlausgang hängt es ab, welche gesundheitspolitischen Weichenstellungen anschließend zu erwarten sind.

Geschäftsentwicklung

In der privaten Krankenversicherung rechnen wir mit wachsenden Beitragseinnahmen in den Jahren 2012 und 2013. Dazu beitragen werden unsere Maßnahmen zur Kundengewinnung und Kundenbindung sowie Beitragsanpassungen aufgrund steigender Kosten im Gesundheitswesen.

Der GDV geht für die Branche insgesamt von einer steigenden Anzahl vollversicherter Personen aus. Dies wird sich auch positiv auf die Nachfrage nach Krankenvollversicherungsprodukten bei der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG auswirken. In der Zusatzversicherung erwarten wir ein steigendes Neugeschäft.

Die steigenden Kosten im Gesundheitswesen werden auch 2012 und 2013 voraussichtlich höhere Aufwendungen für Versicherungsfälle nach sich ziehen. Sofern keine negativen Entwicklungen an den Kapitalmärkten das Ergebnis beeinflussen, erwarten wir für die beiden kommenden Jahre einen Jahresüberschuss auf Niveau des Jahrs 2011.

Die im Risikobericht genannten Risiken werden vom Unternehmen bewusst eingegangen mit dem Ziel, die darin enthaltenen Chancen zu nutzen. Zum Beispiel geht die Allianz Private Krankenversicherungs-AG auf dem Kapitalmarkt gewisse Risiken ein, um attraktive Renditen zu erzielen. Die aktive Risikosteuerung erlaubt es, diese Chancen zu nutzen und dabei gleichzeitig die Risiken unter Kontrolle zu halten.

München, 13. Februar 2012

Allianz Private Krankenversicherungs-AG

Der Vorstand

Dr. König

Dr. Brezina

Dr. Faulhaber

Dr. Hessling

Molt

Schwarz

Betriebene Versicherungsarten

Krankheitskostenvollversicherung
Krankentagegeldversicherung
Krankenhaustagegeldversicherung
Krankheitskostenteilversicherung
Pflegepflichtversicherung
Ergänzende Pflegezusatzversicherung
Auslandsreisekrankenversicherung

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Soweit wir in diesem Geschäftsbericht Prognosen oder Erwartungen äußern oder die Zukunft betreffende Aussagen machen, können diese Aussagen mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Neben weiteren hier nicht aufgeführten Gründen können sich Abweichungen aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, vor allem in Allianz Kerngeschäftsfeldern und -märkten, aus Akquisitionen sowie der anschließenden Integration von Unternehmen und aus Restrukturierungsmaßnahmen ergeben. Abweichungen können außerdem aus dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen (zum Beispiel durch Naturkatastrophen), der Entwicklung von Schadenskosten, Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise -tendenzen und, insbesondere im Kapitalanlagebereich, aus dem Ausfall von Kreditnehmern und sonstigen Schuldnern resultieren. Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte (zum Beispiel Marktschwankungen oder Kreditausfälle) und der Wechselkurse sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können entsprechenden Einfluss haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, Zukunftsaussagen zu aktualisieren.

Jahresabschluss

Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang
Angaben zu den Aktiva
Angaben zu den Passiva
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige Angaben

Bilanz zum 31. Dezember 2011

AKTIVA

Anmerkung Anhang

Nr.
2011

Tsd €
2011

Tsd €
2011

Tsd €
2011

Tsd €
2010

Tsd €
A Immaterielle Vermögensgegenstände 1
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.578 51.204
II Geleistete Anzahlungen 12.677 16.484
64.255 67.688
B Kapitalanlagen 1 , 4
I Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2 14.277 16.275
II Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 3 484.130 426.698
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 162.049 136.417
3 Beteiligungen 3 69.934 77.488
4 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 17.647 8.611
733.760 649.214
III Sonstige Kapitalanlagen
1 Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 10.033.454 9.061.241
2 Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 35.983 36.500
3 Hypotheken, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 1.022 806.140
320
4 Sonstige Ausleihungen
a Namensschuldverschreibungen 7.444.715 7.571.658
b Schuldscheinforderungen und Darlehen 2.213.979 2.386.793
9.658 9.958.451
694
5 Andere Kapitalanlagen 2.970 2.970
20.753 19.865
421 302
IV Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft 68 71
21.501.526 20.530.862
C Forderungen
I Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft
1 Versicherungsnehmer 25.514 19.816
2 Versicherungsvermittler 571 1.394
26.085 21.210
II Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft
davon an verbundene Unternehmen: 41 (66) Tsd € 41 66
III Sonstige Forderungen
davon an verbundene Unternehmen: 5.729 (6.099) Tsd € 54.226 45.596
80.352 66.872
D Sonstige Vermögensgegenstände
I Sachanlagen und Vorräte 347 607
II Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand
231.657 72.104
III Andere Vermögensgegenstände 6.612 6.153
238.616 78.864
E Rechnungsabgrenzungsposten
I Abgegrenzte Zinsen und Mieten 217.451 235.605
II Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 5 40.321
217.451 275.926
F Aktive latente Steuerumlage 6 7.836 12.108
Summe Aktiva 22.110.036 21.032.320
PASSIVA
Anhang

Anmerkung Nr.
2011 Tsd

2011

Tsd €
2011

Tsd €
2010

Tsd €
A Eigenkapital
I Gezeichnetes Kapital 7 150.000 150.000
II Kapitalrücklage 43.460 43.460
III Gewinnrücklagen 8
1 Gesetzliche Rücklage 7.716 7.716
2 Andere Gewinnrücklagen 125.051 125.051
132.767 132.767
IV Bilanzgewinn
326.227 326.227
B Sonderposten mit Rücklageanteil 9 41.817
C Versicherungstechnische Rückstellungen
I Beitragsüberträge 7.798 7.653
II Deckungsrückstellung 10 19 18.413.461
609
III Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 11 591.141 571.291
IV Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung 12
1 erfolgsabhängige 1.324.281 1.108.208
2 erfolgsunabhängige 199.195 172.129
1.523.476 1.280.337
V Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen 16.385 19.829
21.432.409 20.292.571
D Andere Rückstellungen
I Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 13 519 573
II Steuerrückstellungen 5.020 2.466
III Sonstige Rückstellungen 14 42.558 44.373
48.097 47.412
E Andere Verbindlichkeiten
I Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber
1 Versicherungsnehmern 74.633 65.936
2 Versicherungsvermittlern 185 179
74.818 66.115
II Sonstige Verbindlichkeiten 228.446 246.083
Davon: gegenüber verbundenen Unternehmen: 217.885 (218.998) Tsd €
aus Steuern: 5.529 (22.548) Tsd €
im Rahmen der sozialen Sicherheit: – (–) Tsd €
303.264 312.198
F Rechnungsabgrenzungsposten 15 39 12.095
Summe Passiva 22.110.036 21.032.320

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten C.II der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 12 (3) Nummer 1 des VAG berechnet worden ist.

München, den 13. Januar 2012

Dr. Rainer Wilmink, Der Verantwortliche Aktuar

Ich bestätige hiermit entsprechend §1173 VAG, dass die im Vermögensverzeichnis aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind.

München, den 17. Januar 2012

Robert Freier, Der Treuhänder

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Anhang

Anmerkung

Nr.
2011

Tsd €
2011

Tsd €
2011

Tsd €
2010

Tsd €
I Versicherungstechnische Rechnung
1 Verdiente Beiträge für eigene Rechnung 16
a Gebuchte Bruttobeiträge 3.190.034 3.194.913
b Abgegebene Rückversicherungsbeiträge – 2 – 2
3.190.032 3.194.911
c Veränderung der Bruttobeitragsüberträge – 145 – 23
3.189.887 3.194.888
2 Beiträge aus der Brutto-Rückstellung für Beitragsrückerstattung 17 77.246 309.162
3 Erträge aus Kapitalanlagen 18
a Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen: 518 (1) Tsd € 2.886 3.220
b Erträge aus anderen Kapitalanlagen
davon aus verbundenen Unternehmen: 9.230 (7.843) Tsd €
aa Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.433 4.680
bb Erträge aus anderen Kapitalanlagen 908.007 814.937
913.440 819.617
c Erträge aus Zuschreibungen 1.312 17.569
d Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 18.495 17.947
e Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil 20.892
957.025 858.353
4 Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 9.164 10.605
5 Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a Zahlungen für Versicherungsfälle – Bruttobetrag –2.414 –2.384.434
b Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle – Bruttobetrag – 19.698 – 14.581
– 2.433.815 – 2.399.015
6 Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen
a Deckungsrückstellung – Bruttobetrag – 880.148 – 1.128.560
b Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen 3444 2721
– 876.704 – 1.125.839
7 Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung
a erfolgsabhängige – 381.255 – 295.496
b erfolgsunabhängige – 43.701 – 65.707
– 424.956 – 361.203
8 Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung 19
a Abschlussaufwendungen – 214.201 – 223.001
b Verwaltungsaufwendungen – 84.909 – 90.641
– 299.110 – 313.642
9 Aufwendungen für Kapitalanlagen 18
a Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen – 15.584 – 17.972
b Abschreibungen auf Kapitalanlagen 20 – 37.238 – 4.764
c Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen – 271
– 52.822 – 23.007
10 Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung – 11.565 – 16.053
11 Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 134.350 134.249
II Nichtversicherungstechnische Rechnung
1 Sonstige Erträge 5085 4.504
2 Sonstige Aufwendungen – 9.115 – 14.429
– 4.030 – 9.925
3 Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 130.320 124.324
4 Außerordentliche Erträge 21 20930 1.077
5 Außerordentliche Aufwendungen 21 – 2.232 – 4.628
6 Außerordentliches Ergebnis 18.698 – 3.551
7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
davon Konzernumlage: – 43.526 (– 39.025) Tsd € 22 – 48.829 – 36.547
8 Sonstige Steuern
davon Konzernumlage: – (–) Tsd € – 189 – 226
– 49.018 – 36.773
9 Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne – 100.000 – 84.000
10 Jahresüberschuss
11 Einstellungen in Gewinnrücklagen in andere Gewinnrücklagen
12 Bilanzgewinn

Aufwendungen wurden mit einem negativen Vorzeichen versehen.

Anhang

Maßgebliche Rechtsvorschriften

Die Allianz Private Krankenversicherungs-AG erstellt den Jahresabschluss und den Lagebericht nach Maßgabe der Bestimmungen des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz, VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV).

Der Jahresabschluss wurde, sofern nicht anders angegeben, in Tausend Euro (Tsd €) aufgestellt.

Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ermittlungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Vorräte

Diese Posten sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert bis 150 Euro werden sofort abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter im Wert ab 150 Euro bis 1.000 Euro wird ein steuerlicher Sammelposten gemäß § 6 Absatz 2a EStG gebildet, der im Jahr der Bildung und den folgenden vier Jahren pauschal mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird.

Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

Sie werden mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten, vermindert um plan- und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen

Sie werden mit dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und zu fortgeführten Anschaffungskosten oder dem niedrigeren auf Dauer beizulegenden Wert angesetzt. Abschreibungen werden vorgenommen, sofern am Bilanzstichtag die fortgeführten Anschaffungskosten über dem Marktwert und dem langfristig beizulegenden Wert liegen.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Unter diesem Posten werden Grundschuldforderungen, Schuldscheinforderungen und Inhaberschuldverschreibungen geführt. Sie werden mit dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen werden vorgenommen, sofern am Bilanzstichtag die fortgeführten Anschaffungskosten über dem Marktwert und dem langfristig beizulegenden Wert liegen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethode der Grundschuld- und Schuldscheinforderungen wurde aufgrund der Umstellung von der Nennwertbilanzierung auf die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Zusammenhang mit der Änderung des § 341 c HGB im Jahr 2011 angepasst. Es handelt sich um eine verpflichtende Änderung. In den Vorjahren erfolgte die Bilanzierung zu Nennwerten.

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Unter diesem Posten werden Schuldscheinforderungen geführt. Sie werden mit dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen werden vorgenommen, sofern am Bilanzstichtag die fortgeführten Anschaffungskosten über dem Marktwert und dem langfristig beizulegenden Wert liegen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethode wurde aufgrund der Umstellung von der Nennwertbilanzierung auf die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Zusammenhang mit der Änderung des § 341 c HGB im Jahr 2011 angepasst. Es handelt sich um eine verpflichtende Änderung. In den Vorjahren erfolgte die Bilanzierung zu Nennwerten.

Aktien, Investmentanteile, Inhaberschuldverschreibungen, andere festverzinsliche und nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die nach den Grundsätzen des Umlaufvermögens geführten Wertpapiere werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet und mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Marktwert angesetzt. Die nach den Vorschriften des Anlagevermögens bilanzierten Kapitalanlagen sind dazu bestimmt, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Eine Zuordnung der Zweckbestimmung erfolgt bei Zugang der Kapitalanlage. Die Widmung wird jeweils bei Änderung der Anlagestrategie beziehungsweise bei geplanten Verkäufen geprüft. Diese Wertpapiere werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder einem niedrigeren langfristig beizulegenden Wert angesetzt. Dauerhafte Wertminderungen werden erfolgswirksam abgeschrieben. Für voraussichtlich vorübergehende Wertminderungen besteht ein Abschreibungswahlrecht. Im Geschäftsjahr wird das Wahlrecht, wie im Vorjahr, dahingehend in Anspruch genommen, dass die voraussichtlich vorübergehenden Wertminderungen aus wirtschaftlichen Gründen nicht vorgenommen werden. Hieraus ergeben sich stille Lasten. Weitere Informationen finden sich im Anhang im Abschnitt „Wertpapiere, die der dauernden Vermögensanlage gewidmet wurden“ (Aktiva B.III. 1 + 2).

Hypotheken, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen, Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen

Sie werden mit dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethode wurde aufgrund der Umstellung von der Nennwertbilanzierung auf die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Zusammenhang mit der Änderung des § 341 c HGB im Jahr 2011 angepasst. Hierbei handelt es sich bei Namensschuldverschreibungen um eine freiwillige, bei allen anderen Papieren um eine verpflichtende Änderung. Es entsteht hierdurch ein Einmaleffekt. Die Agio- und Disagiobeträge, die bisher in den Rechnungsabgrenzungsposten gezeigt wurden, wurden in den Zu- und Abgängen berücksichtigt.

Bei Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen wird die Differenz zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag mithilfe der Effektivzinsmethode über die Restlaufzeit erfasst und verteilt, bei Hypotheken- und Grundschuldforderungen linear über die Laufzeit, für Annuitätendarlehen im Verhältnis zur Restschuld.

Abschreibungen werden vorgenommen, sofern am Bilanzstichtag die fortgeführten Anschaffungskosten über dem Marktwert und dem langfristig beizulegenden Wert liegen.

Andere Kapitalanlagen

Das hier geführte Produkt wird nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet und mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Marktwerten angesetzt.

Wertaufholungsgebot, Zuschreibungen

Auf Vermögensgegenstände, die in früheren Jahren auf einen niedrigeren Marktwert abgeschrieben wurden, muss zugeschrieben werden, wenn diesen Vermögensgegenständen am Bilanzstichtag wieder ein höherer Wert beigelegt wird. Die Zuschreibungen erfolgen bis zur Höhe der fortgeschriebenen Anschaffungswerte, auf einen niedrigeren langfristig beizulegenden Wert oder auf einen niedrigeren Marktwert.

Wertpapiere zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen

Die Wertpapiere werden gemäß § 253 Absatz 1 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und in Verbindung mit § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den Schulden verrechnet.

Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft

Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft bestehen gegenüber Vorversicherern in Höhe der von diesen entsprechend den vertraglichen Regelungen einbehaltenen Sicherheiten. Sie werden mit dem Nennwert bilanziert.

Derivative Finanzinstrumente und strukturierte Produkte

Optionen und freistehende Terminkäufe werden einzeln bewertet. Die Wertobergrenzen bilden die Anschaffungskosten. Im Fall negativer Marktwerte werden Drohverlustrückstellungen gebildet. Es befinden sich strukturierte Produkte im Bestand. Die Darlehen und die darin enthaltenen Optionen oder Verpflichtungen werden grundsätzlich einheitlich bilanziert. Die strukturierten Produkte in der Anlageform von Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen werden mit dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Differenz zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag wird mithilfe der Effektivzinsmethode über die Restlaufzeit erfasst und verteilt. In der Anlageform von Inhaberschuldverschreibungen erfolgt die Bewertung der strukturierten Produkte nach dem strengen oder dem gemilderten Niederstwertprinzip, je nach Bewertung des Produkts nach den Grundsätzen des Umlauf- oder des Anlagevermögens.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Hier werden Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände mit Ausnahme der Sachanlagen und Vorräte betrachtet.

Sie werden grundsätzlich mit den Nominalbeträgen bewertet. Auf die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, auf Zinsforderungen zu Hypotheken- und Grundschuldforderungen, bei denen das Zwangsvollstreckungsverfahren eingeleitet worden ist, auf Mietforderungen und auf einen geringen Teil der sonstigen Forderungen werden Wertberichtigungen vorgenommen, um das Bonitätsrisiko zu berücksichtigen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die unter den abgegrenzten Zinsen und Mieten ausgewiesenen Beträge entfallen auf das Geschäftsjahr, waren aber am Bilanzstichtag noch nicht fällig. Sie sind grundsätzlich mit den Nominalbeträgen bewertet.

Beitragsüberträge

Diese beziehen sich ausschließlich auf die Auslandsreisekrankenversicherung. Die Ermittlung erfolgte grundsätzlich pro rata temporis. Für den weitaus überwiegenden Teil des Bestands wurde einzelvertraglich gerechnet. Dieser Beitragsübertrag wurde um die nicht übertragungsfähigen Teile gemäß Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 30. April 1974 gekürzt. Hierin ist auch der Beitragsübertrag aus dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft enthalten.

Deckungsrückstellung

Sie ist die Summe der einzelvertraglich nach der prospektiven Methode berechneten Alterungsrückstellungen, wie in den Technischen Berechnungsgrundlagen festgelegt. Dabei wurden die aufsichtsrechtlichen Bestimmungen sowie die versicherungsmathematischen Methoden nach § 12 Absatz 1 Nr. 1, Nr. 2 und Absatz 4a sowie § 12a VAG beachtet. Die Deckungsrückstellung enthält die der Rückstellung für Beitragsrückerstattung entnommenen Einmalbeiträge sowie Zuschreibungen, die dem Aufbau einer Anwartschaft auf Beitragsermäßigung im Alter dienen, ferner den Anteil an der Deckungsrückstellung in der Pflegepflichtversicherung für die Versicherten der Postbeamtenkrankenkasse und der Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten. Die mit Einführung des GKV-WSG möglichen Unternehmenswechsel zum 31. Dezember eines Geschäftsjahrs unter Mitnahme eines Teils der Alterungsrückstellung (Übertragungswert) werden mit ihrem vollständigen Wert noch unter dem Posten Deckungsrückstellung ausgewiesen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden vollzogene Unternehmenswechsel mit Übertragungswert unter Veränderung der Deckungsrückstellung ausgewiesen. Die Gegenbuchung zur Aus-/Einbuchung des Übertragungswerts erfolgt unter sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen bzw. Erträgen.

Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Wie in den Vorjahren wurde die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle auf der Grundlage der Erfahrungen aus der Vergangenheit und der Abwicklung der Schäden des Geschäftsjahrs bis zum Zeitpunkt der Ermittlung der Rückstellung im Näherungsverfahren gebildet. Forderungen aus Regressen wurden von der Rückstellung abgesetzt. Die Rabatte auf Arzneimittel aufgrund des im Jahr 2011 eingeführten Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) wurden rückstellungsmindernd berücksichtigt. Für die Pflegepflichtversicherung der Mitglieder der Postbeamtenkrankenkasse und der Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten erfolgte die Bilanzierung entsprechend der Aufgabe der Geschäftsführung der Gemeinschaft privater Versicherungsunternehmen (GPV).

Die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen ist in der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthalten. Sie wurde aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit anteilig aus den zurückgestellten Versicherungsleistungen ermittelt. Dieser Betrag wurde entsprechend den steuerlichen Vorschriften gekürzt.

Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen

Es handelt sich um die Stornorückstellung und die Rückstellung für Beitragsverrechnung. Die Stornorückstellung wird für Verträge gebildet, deren Alterungsrückstellung noch negativ ist sowie für Verträge, die einen Unternehmenswechsel mit Übertragungswert zum 31. Dezember des Bilanzjahrs nach GKV-WSG durchführen und deren Übertragungswert größer ist als ihre Alterungsrückstellung.

Andere Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Der aus der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes im Jahr 2010 resultierende Umstellungsaufwand wird auf bis zu 15 Jahre verteilt. Im Geschäftsjahr 2011 wird im Wesentlichen ein Fünfzehntel dieses Betrags als außerordentlicher Aufwand erfasst. Dieser resultiert aus Pensionszusagen, die zentral bei der Allianz SE bilanziert werden. Die Rückstellungen für Mitarbeiterjubiläen und Altersteilzeit werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und in voller Höhe passiviert. Beim Diskontierungszinssatz wird die Vereinfachungsregelung in § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB (Restlaufzeit von 15 Jahren) in Anspruch genommen. Der Effekt aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes wird im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Weitere Erläuterungen zur Bilanzierung der Pensionen und ähnlicher Verpflichtungen finden Sie im Anhang unter „Haftungsverhältnisse“.

Die übrigen Rückstellungen werden mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Grundsätzlich werden alle Geschäftsvorgänge in der Originalwährung erfasst und zum jeweiligen Tageskurs (Devisenkassamittelkurs) in Euro umgerechnet. Am Abschlussstichtag werden die auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet und nach den handelsrechtlichen Regeln zur Währungsumrechnung bewertet. Bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger werden die Gewinne und Verluste aus der Umrechnung gemäß § 256a HGB erfolgswirksam erfasst. Rückstellungen in fremder Währung werden zum Abschlussstichtag ermittelt sowie neu bewertet und zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für die Bewertung der auf fremde Währungen lautenden Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen und sonstigen variabel- und festverzinslichen Wertpapiere wird der Wert in Originalwährung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Im Falle verbundener Unternehmen und Beteiligungen, Darlehen (Schuldscheinforderungen) sowie Inhaberschuldverschreibungen, die wie Anlagevermögen bewertet werden, wird beim Vergleich der Anschaffungskosten in Euro mit dem Zeitwert in Euro das gemilderte Niederstwertprinzip unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips angewandt. Für die übrigen Kapitalanlagen kommt das strenge Niederstwertprinzip unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten-

und Realisationsprinzips zur Anwendung unter der Ausnahme für Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger. Für alle Kapitalanlagen gilt: Währungsgewinne und -verluste werden gesondert festgestellt, allerdings nicht separat im Währungsumrechnungsergebnis erfasst. Der Nettoeffekt aus Wechselkursveränderungen und Wertschwankungen in Originalwährung wird in den Zu- und Abschreibungen und den realisierten Gewinnen und Verlusten dieser Anlagekategorien erfasst und im Kapitalanlagenergebnis ausgewiesen.

Angaben zu den Aktiva

1 Entwicklung der Aktivposten A und B.I bis B.III im Geschäftsjahr 2011

Bilanzwerte

31.12.2010

Tsd €
Zugänge

Tsd €
Umbuchungen

Tsd €
Abgänge

Tsd €
A Immaterielle Vermögensgegenstände
A.I Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.204 34 16.938
A.I I Geleistete Anzahlungen 16.484 13.131 – 16.938
Summe A.I und A.II 67.688 13.165
B Kapitalanlagen
B.I Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.275 22.118 2.432
B.II Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 426.698 88.554 19.358
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 136.417 29.855 4.223
3 Beteiligungen 77.488 17.746 – 25.250 1.128
4 Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 8.611 9036
Summe B.II 649.214 136.155 – 16.214 24.709
B.III Sonstige Kapitalanlagen
1 Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 9.061.241 986.967 25.250 38.202
2 Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 36.500
3 Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 1 806.140 279.882 62.466
4 Sonstige Ausleihungen
a Namensschuldverschreibungen 1 7.571.658 403.241 530.184
b Schuldscheinforderungen und Darlehen 1 2.386.793 156.855 – 9.036 320.632
5 Andere Kapitalanlagen 2.970
Summe B.III 19.865.302 1.826.945 16.214 951.484
Kapitalanlagen B.I bis B.III insgesamt 20.530.791 1.985.218 978.625
A und B insgesamt 20.598.479 1.998.383 978.625
Zuschreibungen

Tsd €
Abschreibungen

Tsd €
Nettoveränderung

Tsd €
Bilanzwerte

31.12.2011

Tsd €
A Immaterielle Vermögensgegenstände
A.I Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.598 374 51.578
A.I I Geleistete Anzahlungen – 3.807 12.677
Summe A.I und A.II 16.598 – 3.433 64.255
B Kapitalanlagen
B.I Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 234 21.918 – 1.998 14.277
B.II Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 11.764 57.432 484.130
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 25.632 162.049
3 Beteiligungen 1.078 – 7.554 69.934
4 Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 9.036 17.647
Summe B.II 1.078 11.764 84.546 733.760
B.III Sonstige Kapitalanlagen
1 Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.802 972.213 10.033.454
2 Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 518 – 518 35.982
3 Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 1 1.236 216.180 1.022.320
4 Sonstige Ausleihungen
a Namensschuldverschreibungen 1 – 126.943 7.444.715
b Schuldscheinforderungen und Darlehen 1 – 172.813 2.213.980
5 Andere Kapitalanlagen 2.970
Summe B.III 3.556 888.119 20.753.421
Kapitalanlagen B.I bis B.III insgesamt 1.312 37.238 970.667 21.501.458
A und B insgesamt 1.312 53.836 967.234 21.565.713

1 Im Zusammenhang mit der Änderung des § 341c HGB sind die Agio- und Disagiobeträge, die bisher in den Rechnungsabgrenzungsposten gezeigt wurden, in den Zu- und Abgängen berücksichtigt.

Derivative Finanzinstrumente, strukturierte Produkte, Asset Backed Securities und Credit Linked Notes

Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten, strukturierten Produkten, Asset Backed Securities (ABS) und Credit Linked Notes (CLN) erfolgt ausschließlich im Rahmen der Gesamtanlagestrategie unter Berücksichtigung der Vorschriften des § 7 Absatz 2 VAG und in Übereinstimmung mit den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in den Rundschreiben R3/1999, R3/2000 und R1/2002 aufgestellten Grundsätzen. Zur Risikobegrenzung werden ergänzend weitere unternehmensspezifische Vorgaben wie zum Beispiel Geschäftspartnerlimite und im Rahmen des internen Risikocontrollings ermittelte Stop-Loss-Marken auf ihre Einhaltung geprüft. Im Bereich der Zinsträger wird eine Option zum Zweck der Absicherung eines Darlehens gegen eine Ratingverschlechterung gehalten. Option und Darlehen bilden wirtschaftlich eine Einheit. Als Erwerbsvorbereitung für ein Beteiligungsinvestment wurden Terminkäufe abgeschlossen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die direkt gehaltenen Derivatepositionen zum Bilanzstichtag.

Nominalwerte und Zeitwerte der offenen Derivatepositionen

Gliederung nach Derivatearten

Nominalwerte

Underlying 1

31.12.2011

Tsd €
Nominalwerte

Underlying 1

31.12.2010

Tsd €
Zeitwert Derivate

31.12.2011

Tsd €
Zeitwert Derivate

31.12.2010

Tsd €
Aktien-/Indexgeschäfte
Optionen 15.307 16.277 745 1.631
Equity Swaps 4.626 4.585 – 732 – 334
Zinsgeschäfte
Optionen 38.516 37.270 3.586 3.120
Beteiligungsgeschäfte
Termingeschäfte 34.270 1.330
Insgesamt 92.719 58.132 4.929 4.417

1 Unter Nominalwerten Underlying sind die Nominalwerte der abgesicherten Kapitalanlagen aufgeführt.

Bei der Ermittlung des Zeitwerts von börsengehandelten Finanzinstrumenten werden die Börsenkurse des letzten Börsentags des Jahrs 2011 zugrunde gelegt. In Fällen, in denen keine Börsennotierungen vorliegen, werden an Finanzmärkten etablierte Preisbildungsverfahren wie Barwertmethode und Optionspreismodelle eingesetzt, die neben aktuellen Zinskurven und Volatilitäten auch Markt- und Bonitätsrisiken berücksichtigen. Der Zeitwert entspricht dem für die volle Ablösung aller zukünftigen Ansprüche und Verpflichtungen aus dem Finanzgeschäft erforderlichen Kapital.

Optionen werden mit 836 (1.255) Tausend Euro in dem Posten Andere Vermögensgegenstände (Aktiva D.III) ausgewiesen. Darüber hinaus werden Optionen mit 3.513 (4.031) Tausend Euro in dem Posten Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (Aktiva B.III.2) ausgewiesen.

Equity Swaps werden mit 4.626 (4.585) Tausend Euro im Posten Andere Vermögensgegenstände (Aktiva D.III) ausgewiesen. Terminkäufe werden als schwebende Geschäfte bilanziert.

Derivative Finanzinstrumente in Bewertungseinheiten

Group Equity Incentives

Die zur Absicherung der aktienbasierten Vergütungspläne (Group Equity Incentive Pläne) erworbenen Optionsrechte sowie Equity Swaps werden mit den entsprechenden Grundgeschäften als Bewertungseinheit zusammengefasst, soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang besteht. Der Ausweis der Grundgeschäfte erfolgt unter den Sonstigen Rückstellungen und der Ausweis der Sicherungsgeschäfte unter den Sonstigen Vermögensgegenständen.

Für die gebildeten Bewertungseinheiten kommt ein Mikro-Hedge zum Ansatz, um Preisänderungsrisiken aufgrund von Marktpreisschwankungen vollständig auszuschließen. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheiten über die spätestens im Jahr 2016 auslaufenden aktienbasierten Vergütungspläne wird prospektiv und retrospektiv durch die Übereinstimmung der Bedingungen, Parameter und Risiken („Critical Term Match“-Methode) nachgewiesen.

Zum Bilanzstichtag umfassen die einbezogenen Grundgeschäfte, bestehend aus voraussichtlich zukünftig auszugleichenden Leistungen, ein Volumen in Höhe von 5.295 (5.166) Tausend Euro. Mit den Bewertungseinheiten werden Risiken in Form von Wertänderungen in Höhe von 418 (917) Tausend Euro abgesichert. Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Die außerhalb von Bewertungseinheiten geführten GEI-Sicherungsinstrumente beinhalten nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Optionen, die mit einem Buchwert in Höhe von 167 (674) Tausend Euro unter dem Bilanzposten Aktiva D.III ausgewiesen werden. Der nach § 255 Absatz 4 verlässlich bestimmte beizulegende Zeitwert von 167 (712) Tausend Euro wird mit dem Binomial-Modell unter Berücksichtigung marktgerechter Zinssätze, Volatilitätsannahmen, Dividendenrendite-, Aktienkurs- sowie Capwert-Erwartungen bewertet.

2 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (Aktiva B.I)

Der Bilanzwert der direkt gehaltenen Immobilien beträgt 14.277 (16.275) Tausend Euro. Von diesem Bestand werden im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit Grundstücke und Bauten mit einem Bilanzwert in Höhe von 4.000 (4.158) Tausend Euro eigengenutzt. Die gesamten Abschreibungen betragen 21.918 (3.331) Tausend Euro. Darin sind planmäßige Abschreibungen in Höhe von 546 (522) Tausend Euro, außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 480 (2.810) Tausend Euro sowie Abschreibungen aufgrund von § 6b EStG-Übertragungen in Höhe von 20.892 (0) Tausend Euro enthalten. Zusätzlich werden Immobilien über Objektgesellschaften und Fonds in Höhe von 159.535 (91.125) Tausend Euro gehalten. Der Ausweis erfolgt in den Posten Anteile an verbundenen Unternehmen (Aktiva B.II.1), Beteiligungen (Aktiva B.II.3) und Investmentanteile (Aktiva B.III.1).

3 Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB in Verbindung mit § 286 Absatz 3 Nr. 1 HGB (Aktiva B.II.1 und B.II.3)

Ausgewählte verbundene Unternehmen und Beteiligungen

Anteil 1

%
Eigenkapital

Tsd €
Jahresergebnis

Tsd €
a mit Sitz im Inland
Allianz Leben Private Equity Fonds 1998 GmbH, München 21,4 155 265 2 10 765 2
b mit Sitz im Ausland
Allianz Euro Investments II Luxembourg S.à.r.l., Luxemburg 100,0 180 046 2 – 3 2
Capital Messine S.à.r.l., Luxemburg 45,0 98 839 2 – 39 2
Colisée S.à.r.l., Luxemburg 27,3 9 420 2 – 28 2

1 Berechnung berücksichtigt die von abhängigen Unternehmen gehaltenen Anteile vollständig, auch wenn der Anteil an diesem abhängigen Unternehmen unter 100 % liegt.

2 vorläufig

4 Zeitwerte der Kapitalanlagen (Aktiva B)

Gliederung nach Bilanzposten

Zeitwerte

31.12.2011

Mio €
Bilanzwerte

31.12.2011

Mio €
Saldo

31.12.2011

Mio €
Zeitwerte

31.12.2010

Mio €
Bilanzwerte 1

31.12.2010

Mio €
Saldo

31.12.2010

Mio €
B.I Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 97 14 83 75 16 59
B.II Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 923 734 189 789 649 140
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 604 484 120 508 427 81
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 168 162 6 143 136 7
3 Beteiligungen 132 70 62 129 77 52
4 Ausleihungen an Beteiligungsunter- nehmen 19 18 1 9 9
B.III Sonstige Kapitalanlagen
1 Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 10.683 10.034 649 9.710 9.061 649
Aktien
Investmentzertifikate 10.683 10.034 649 9.710 9.061 649
2 Inhaberschuldverschreibungen 45 36 9 47 37 10
3 Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 1.110 1.022 88 849 806 43
4 Sonstige Ausleihungen
a Namensschuldverschreibungen 8.100 7.445 655 7.990 7.580 410
b Schuldscheinforderungen und Darlehen 2.533 2.214 319 2.586 2.407 179
5 Andere Kapitalanlagen 3 3 4 3 1
B.IV Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft
Kapitalanlagen insgesamt 23.494 21.502 1.992 22.050 20.559 1.491

1 Bei den Bilanzwerten von zu Nennwerten bilanzierten Anlagen sind bis 2010 die Effekte aus Agio und Disagio berücksichtigt. Daraus resultiert eine Abweichung von den in der Bilanz unter Aktiva B ausgewiesenen Werten. Betroffen sind Hypotheken, Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen unter Aktiva B.II und B.III.

Bei der Ermittlung der Zeitwerte wurden folgende Methoden angewandt:

Die Zeitwertermittlung des Grundvermögens erfolgte zum 30. September des Geschäftsjahrs nach der DiscountedCashflow-Methode. Bei laufenden Baumaßnahmen wurden die bisherigen Anschaffungskosten angesetzt.

Die Zeitwerte für Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden mit dem Ertragswertverfahren ermittelt. Einzelne Anteile an verbundenen Unternehmen wurden im ersten Jahr des Investments mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Zeitwertermittlung für Private Equity Fonds erfolgte nach branchenüblichen, anerkannten Verfahren. Unwesentliche Gesellschaften wurden mit dem Buchwert angesetzt.

Für die Zeitwertermittlung der Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurde – sofern vorhanden – der Börsenjahresschlusskurs herangezogen. Für Immobilien-Spezialfonds wurde das Net Asset Value-Verfahren angewendet. Für alle anderen Spezialfonds wurde der von der Kapitalanlagegesellschaft mitgeteilte Wert angesetzt.

Die Zeitwertermittlung der Equity Tranchen erfolgte nach branchenüblichen, anerkannten Verfahren.

Die Zeitwerte der börsennotierten Wertpapiere mit fester Laufzeit wie Inhaberschuldverschreibungen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Genussscheine und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden mit den Börsenjahresschlusskursen ermittelt.

Bei nicht börsennotierten Kapitalanlagen mit fester Laufzeit (Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Darlehen, Hypotheken) wurde der Zeitwert auf der Grundlage von Bewertungen unabhängiger Datenlieferanten angesetzt oder nach der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Dabei wurde der Effektivzins ähnlicher Schuldtitel verwendet. Nicht börsennotierte Genussscheine sowie Hypotheken und Darlehen an verbundene Immobiliengesellschaften und Darlehen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden zum Buchwert angesetzt.

Für die Depotforderungen erhält die Allianz Private Krankenversicherungs-AG von den Erstversicherern Depotzinsen, die im Rückversicherungsvertrag festgelegt werden. Daher wurden die Depotforderungen zum Buchwert angesetzt.

Wertpapiere, die der dauernden Vermögensanlage gewidmet wurden

Zeitwerte

31.12.2011

Mio €
Bilanzwerte

31.12.2011

Mio €
Saldo

31.12.2011

Mio €
Zeitwerte

31.12.2010

Mio €
Bilanzwerte

31.12.2010

Mio €
Saldo

31.12.2010

Mio €
Investmentanteile 8.595 8.043 552 7.956 7.416 540
Inhaberschuldverschreibungen 45 36 9 47 37 10
Insgesamt 8.640 8.079 561 8.003 7.453 550

Angaben gemäß § 285 Nr. 18 HGB zu Kapitalanlagen, die über ihrem beizulegenden Wert ausgewiesen werden

Bei Investmentanteilen in Höhe von 10,0 Millionen Euro, die nach § 341 b Absatz 2 HGB wie Anlagevermögen behandelt werden, wurden Abschreibungen in Höhe von 0,1 Millionen Euro vermieden. Es handelt sich hierbei aufgrund unserer Erwartung bezüglich der Marktentwicklung um eine voraussichtlich vorübergehende Wertminderung.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen in Höhe von 5,2 Millionen Euro wurden über ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 5,0 Millionen Euro ausgewiesen. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen in Höhe von 9,8 Millionen Euro wurden über ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 8,8 Millionen Euro ausgewiesen. Sonstige Ausleihungen in Höhe von 731,8 Millionen Euro wurden über ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 692,0 Millionen Euro ausgewiesen. Auf eine außerplanmäßige Abschreibung gemäß § 253 Absatz 3 Satz 4 HGB wurde jeweils wegen nicht dauerhaften Charakters der Wertminderung verzichtet.

Angaben gemäß §11285 Nr. 26 HGB zu Anteilen an Investmentvermögen

Bilanzwerte

31.12.2011

Mio €
Zeitwerte

31.12.2011

Mio €
Reserven

31.12.2011

Mio €
Ausschüttungen

im Geschäftsjahr

Mio €
Aktienfonds
BR Index Select Japan Index Subordinated Fund 10 10
Allianz VKA Fonds 550 632 82 13
Summe 560 642 82 13
Rentenfonds
Allianz AKR Fonds 1 1.915 2.009 94 82
Allianz VK RentenDirekt Fonds 1 7.451 7.917 466 330
Summe 9.366 9.926 560 412
Insgesamt 9.926 10.568 642 425

1 Fonds enthält ABS-Papiere in geringem Umfang

Bei Investmentanteilen mit einem Bilanzwert in Höhe von 9.926 (8.947) Millionen Euro hält die Allianz Private Krankenversicherungs-AG mehr als 10 Prozent der Anteile. Diese Fondsanteile können börsentäglich zurückgegeben werden.

5 Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten (Aktiva E.II)

Dieser Posten enthielt im Jahr 2010 die Agiobeträge zu Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen in Höhe von 40.085 Tausend Euro, die aufgrund der Umstellung von der Nennwertbilanzierung auf die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode ab dem Jahr 2011 entfallen. Der daraus resultierende Einmaleffekt ist in der Tabelle „Entwicklung der Aktivposten A und B.I bis B.III“ im Zugang der jeweiligen Papiere erfasst.

6 Aktive latente Steuerumlagen (Aktiva F)

Zwischen der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG und der Allianz Deutschland AG besteht seit 2009 eine ertragsteuerliche Organschaft mit Umlage der Ertragsteuern.

Unterschiedliche Wertansätze in Handels- und Steuerbilanz haben dazu geführt, dass der steuerliche Gewinn über dem handelsrechtlichen Ergebnis liegt. Analog des Wahlrechts des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB wird der über den Saldierungsbereich hinausgehende Überhang aktiver Steuerlatenzen bilanziert. Die umfangreichsten Abweichungen zwischen den handels- und steuerlichen Wertansätzen ergeben sich bei den Bilanzpositionen Grundstücke, Kapitalanlagen sowie beim Sonderposten mit Rücklageanteil, bei den Rückstellungen für Beitragsrückerstattung, Pensionen und Sonstigen Rückstellungen, die insgesamt zu aktiven latenten Steuern führen.

Die Bewertung der inländischen Steuerlatenzen erfolgt mit einem Steuersatz von 31 Prozent.

Angaben zu den Passiva Eigenkapital (Passiva A.I)

7 Gezeichnetes Kapital (Passiva A.I)

Das gezeichnete Kapital der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG beträgt 150.000.000 Euro. Es ist eingeteilt in 200.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von 750 Euro je Aktie. Die Aktien können nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden.

Die Allianz Deutschland AG, München, ist alleinige Aktionärin der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG. Entsprechend wurde uns nach § 20 AktG mitgeteilt, dass die Allianz Deutschland AG unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG hält, die der Allianz SE, München, gemäß § 16 Absatz 4 AktG zugerechnet wird.

8 Gewinnrücklagen (Passiva A.III)

Stand 31.12.2010

Tsd €
Einstellung

Tsd €
Entnahme

Tsd €
Stand 31.12.2011

Tsd €
Gesetzliche Rücklage 7.716 7.716
Andere Gewinnrücklagen 125.051 125.051

Angabe gemäß § 285 Nr. 28 HGB

Aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens zu Personalrückstellungen sind im Geschäftsjahr unrealisierte Gewinne in Höhe von 285 (246) Tausend Euro entstanden. Aus der Aktivierung von latenten Steuerumlagen nach Minderung um die passiven latenten Steuerumlagen ergibt sich im Geschäftsjahr ein Betrag in Höhe von 7.836 (12.107) Tausend Euro. Insgesamt ist ein Betrag in Höhe von 8.121 (12.353) Tausend Euro gemäß § 268 Absatz 8 HGB abführungsgesperrt. Der abführungsgesperrte Betrag ist in vollem Umfang durch frei zur Verfügung stehende Eigenkapitalteile gedeckt.

9 Sonderposten mit Rücklageanteil (Passiva B)

Für den Sonderposten mit Rücklageanteil gemäß § 6b EStG in Höhe von 41.817 Tausend Euro wurde im Jahr 2010 das Beibehaltungswahlrecht nach Artikel 67 Absatz 3 Satz 1 EGHGB in Anspruch genommen. Der gesamte Sonderposten wird im Jahr 2011 aufgelöst. 20.892 Tausend Euro des Sonderpostens werden innerhalb des Kapitalanlageergebnisses erfolgswirksam aufgelöst und auf eine neu erworbene Immobilie übertragen. Die übrigen Erträge, die sich aus der Auflösung ergeben, sind in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten „Außerordentliche Erträge“ außerhalb der Kapitalanlagen ausgewiesen.

10 Deckungsrückstellung (Passiva C.II)

Bei der Ermittlung der Deckungsrückstellung sind auch diejenigen Versicherungsverträge berücksichtigt, die aufgrund des GKV -Wettbewerbsstärkungsgesetzes (GKV-WSG) zum 1. Januar des Folgejahres unter Mitnahme eines Teils ihrer Alterungsrückstellung zu einem anderen privaten Krankenversicherer wechseln werden. Die auf diese Verträge entfallende Deckungsrückstellung beträgt 3.474 (3.988) Tausend Euro.

11 Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Passiva C.III)

Bei der Ermittlung der Rückstellungsbeträge wurden Forderungen aus Regressen mit einem Betrag in Höhe von 3.237 (3.389) Tausend Euro abgesetzt.

12 Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung (Passiva C.IV)

Zerlegung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung und Betrag gemäß § 12a VAG

Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung (RfB)
Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung poolrelevante RfB aus der PPV Betrag gemäß § 12a Absatz 3 VAG Sonstiges
--- --- --- --- ---
a b c d
--- --- --- --- ---
Tsd € Tsd € Tsd € Tsd €
--- --- --- --- ---
Bilanzwerte – Vorjahr 1.108.208 93.962 73.859 4.308
Umbuchung – 625 625
1 Bilanzwerte – Vorjahr 1.107.583 94.587 73.859 4.308
2 Entnahme zur Verrechnung – 63.899 _ – 13.347
3 Entnahme zur Barausschüttung/Retouren – 100.658 – 3.913
4 Zuführung 381.255 11.953 27.653 4.095
5 Bilanzwerte – Geschäftsjahr 1.324.281 106.540 88.165 4.490
6 Gesamter Betrag des Geschäftsjahrs gemäß § 12a VAG 103.938
Erläuterungen: Position Fundstelle in der Bilanz und sowie Gewinn- Verlustrechnung
1 a Bilanz-Passiva Pos. C.IV.1 Vorjahr
1 b + c + d Bilanz-Passiva Pos. C.IV.2 Vorjahr
2 a + b + c + d GuV Pos. I.2
4 a GuV Pos. I.7 a
4 b + c + d GuV Pos. I.7 b
5 a Bilanz-Passiva Pos. C.IV.1 Geschäftsjahr
5 b + c + d Bilanz-Passiva Pos. C.IV.2 Geschäftsjahr

Andere Rückstellungen (Passiva D)

13 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Passiva D.I)

Die Allianz Private Krankenversicherungs-AG hat Pensionszusagen erteilt, für die Pensionsrückstellungen gebildet werden. Ein Teil der Pensionszusagen ist im Rahmen eines „Contractual Trust Arrangements“ (Methusalem Trust e. V.) abgesichert. Dieses Treuhandvermögen stellt saldierungsfähiges Deckungsvermögen dar, wobei als beizulegender Zeitwert der Aktivwert beziehungsweise der Marktwert zugrunde gelegt wird.

Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis der Projected Unit Credit-Methode ermittelt beziehungsweise als Barwert der erworbenen Anwartschaft ausgewiesen.

31.12.2011

%
31.12.2010

%
Diskontierungszinssatz 5,13 5,16
Rententrend 1,90 1,90
Gehaltstrend inklusive durchschnittlichen Karrieretrends 3,25 3,25

Abweichend hiervon wird bei einem Teil der Pensionszusagen der Garantiezins der Pensionszusage von 2,75 Prozent pro Jahr und die garantierte Rentendynamik in Höhe von 1 Prozent pro Jahr zugrunde gelegt.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die aktuellen Heubeck-Richttafeln RT2005G verwendet, die bezüglich der Sterblichkeit, Invalidisierung und Fluktuation an die unternehmensspezifischen Verhältnisse angepasst wurden.

Als Pensionierungsalter wird die vertraglich vorgesehene beziehungsweise die sich nach dem RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz 2007 ergebende Altersgrenze angesetzt.

31.12.2011

Tsd €
31.12.2010

Tsd €
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände 16.392 12.998
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 16.398 13.005
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 16.916 13.578
Nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag gemäß Artikel 67 Absatz 2 EGHGB

14 Sonstige Rückstellungen (Passiva D.III)

Die Sonstigen Rückstellungen belaufen sich insgesamt auf 42.558 (44.373) Tausend Euro.

Die wesentlichen Rückstellungen sind in folgender Tabelle aufgeführt:

31.12.2011

Tsd €
31.12.2010

Tsd €
Rückstellung für Restrukturierung 11.855 12.469
Rückstellung für Geschäftsplanvergütung 10.152 10.159
Rückstellung für Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter 4.869 3.898
Rückstellung für Vertrieb 3.543 3.788
Rückstellung für Altersteilzeit 790 1.596

Die Allianz Private Krankenversicherungs-AG hat Verpflichtungen aus Jubiläumsgaben, einem Wertkontenmodell und Altersteilzeitverträgen, die unter den Sonstigen Rückstellungen ausgewiesen werden. Das im Methusalem Trust e. V. für das Altersteilzeit-Sicherungsguthaben und das Wertkontenmodell reservierte Vermögen stellt saldierungsfähiges Deckungsvermögen dar, wobei als beizulegender Zeitwert der Aktivwert beziehungsweise der Marktwert zugrunde gelegt wird.

Die Bewertung dieser Verpflichtungen erfolgt im Wesentlichen analog zu den Pensionszusagen und auf Basis der gleichen Rechnungsannahmen.

31.12.2011

Tsd €
31.12.2010

Tsd €
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände 2.417 2.033
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 2.693 2.273
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 3.576 3.869

15 Rechnungsabgrenzungsposten (Passiva F)

Dieser Posten enthielt im Jahr 2010 unter anderem die Disagiobeträge zu Hypotheken- und Grundschuldforderungen in Höhe von 225 Tausend Euro sowie zu Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen mit 11.678 Tausend Euro, die aufgrund der Umstellung von der Nennwertbilanzierung auf die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode ab dem Jahr 2011 entfallen. Der daraus resultierende Einmaleffekt ist in der Tabelle „Entwicklung der Aktivposten A und B.I bis B.III“ im Abgang der jeweiligen Papiere erfasst.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Versicherungstechnische Rechnung (GuV I)

16 Verdiente Beiträge für eigene Rechnung (GuV I.1)

Gebuchte Bruttobeiträge des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts (GuV I.1.a) 2011

2011

laufender Beitrag

Tsd €
2011

Einmalbetrag

Tsd €
2010

laufender Beitrag

Tsd €
2010

Einmalbetrag

Tsd €
Krankheitskostenvollversicherung 1 2.377.188 2.381.760
Krankentagegeldversicherung 82.303 87.790
Krankenhaustagegeldversicherung 70.470 74.836
Krankheitskostenteilversicherung 383.303 382.588
Pflegepflichtversicherung 2 207.501 209.560
Ergänzende Pflegezusatzversicherung 43.759 33.069
Auslandsreisekrankenversicherung 6.261 19.142 6.858 18.337
Gebuchte Beiträge insgesamt 3.170.785 19.142 3.176.461 18.337
aufgeteilt nach:
Einzelversicherung 2.381.876 19.122 2.376.963 18.319
Gruppenversicherung 788.909 20 799.498 18
2011

Tsd €
2010

Tsd €
Gebuchte Bruttobeiträge des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts 3.189.927 3.194.798
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 107 115
a Gebuchte Bruttobeiträge 3.190.034 3.194.913
b Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 2 2
3.190.032 3.194.911
c Veränderung der Bruttobeitragsüberträge – 145 – 23
Insgesamt 3.189.887 3.194.888

1 Eine Krankheitskostenvollversicherung liegt für eine Person dann und nur dann vor, wenn bei dem Unternehmen für diese Person auch die allgemeinen Krankenhausleistungen versichert sind und es sich bei den allgemeinen Krankenhausleistungen nicht um die Absicherung von Differenzkosten zur GKV-Leistung handelt. Die Höhe des Versicherungsschutzes für die allgemeinen Krankenhausleistungen spielt dabei keine Rolle.

2 einschließlich GPV-Anteil

Anzahl der Versicherten natürlichen Personen nach Versicherungsarten 1, 4

2011 2010
1 Krankheitskostenvollversicherung 2 683.008 694.010
2 Krankentagegeldversicherung 298.448 298.666
3 Krankenhaustagegeldversicherung 771.928 777.225
4 Krankheitskostenteilversicherung 1.246 1.199
471 801
5 Pflegepflichtversicherung 3 750.760 764.995
6 Ergänzende Pflegezusatzversicherung 131.861 108.578
7 Auslandsreisekrankenversicherung 2.427 2.384
157 350
Anzahl der versicherten natürlichen Personen insgesamt 1, 3, 5 2.456 2.411
612 605

1 Zählweise gemäß Empfehlung des Verbands der privaten Krankenversicherung e.V.

2 Eine Krankheitskostenvollversicherung liegt für eine Person dann und nur dann vor, wenn bei dem Unternehmen für diese Person auch die allgemeinen Krankenhausleistungen versichert sind und es sich bei den allgemeinen Krankenhausleistungen nicht um die Absicherung von Differenzkosten zur GKV-Leistung handelt. Die Höhe des Versicherungsschutzes für die allgemeinen Krankenhausleistungen spielt dabei keine Rolle.

3 einschließlich GPV-Anteil

4 Mehrfachzählungen bezüglich der Gruppen 1 bis 7 sind möglich.

5 Jede Person, die in mindestens einer der Gruppen 1 bis 6 erfasst wurde, ist darüber- hinaus hier einmal zu zählen; dabei bleiben also alle Personen unberücksichtigt, die nur in der Gruppe 7 erfasst wurden.

Rückversicherungssaldo

Im Geschäftsjahr ergab sich ein Rückversicherungssaldo zu unseren Lasten in Höhe von 2.000 (2.000) Euro.

17 Beiträge aus der Bruttorückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung (GuV I.2)

2011

Tsd €
2010

Tsd €
Beiträge aus der RfB aus:
Einzelversicherungen 35.734 118.428
Gruppenversicherungen 28.166 90.199
63.900 208.627
Beiträge aus der RfB, untergliedert nach:
Laufenden Beiträgen 63.900 208.627
Einmalbeiträgen
63.900 208.627
Beiträge aus der RfB aus:
Krankheitskostenvollversicherung 52.871 202.609
Krankentagegeldversicherung 655 532
Krankenhaustagegeldversicherung 10.265 4.626
Krankheitskostenteilversicherung 109 773
Pflegepflichtversicherung
Ergänzende Pflegezusatzversicherung 87
Insgesamt 63.900 208.627

18 Erträge aus Kapitalanlagen (GuV I.3) und Aufwendungen für Kapitalanlagen (GuV I.9)

Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen, alle Erträge abzüglich aller Aufwendungen, beträgt 904.204 (835.346) Tausend Euro. Die Nettoverzinsung beträgt 4,3 (4,2) Prozent.

Das Ergebnis aus Kapitalanlagen im Sinne der laufenden Durchschnittsverzinsung, dies sind die laufenden Erträge abzüglich des laufenden Aufwands, beträgt 900.196 (804.344) Tausend Euro. Die laufende Durchschnittsverzinsung beträgt 4,3 (4,0) Prozent.

19 Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung (GuV I.8)

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen

2011

Tsd €
2010

Tsd €
1 Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des §1192 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 1 118.991 116.946
2 Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 45.045 56.432
3 Löhne und Gehälter 36.169 33.209
4 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 4.226 4.323
5 Aufwendungen für Altersversorgung 4.383 2.315
Aufwendungen insgesamt 208.814 213.225

1 Darin enthalten ist die anteilige Gesellschaftsprovision an die Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG mit 91.024 (98.345) Tausend Euro.

20 Abschreibungen auf Kapitalanlagen (GuV I.9.b)

Die Abschreibungen auf Kapitalanlagen betragen 37.238 (4.764) Tausend Euro. Darin enthalten sind planmäßige Abschreibungen auf Grundvermögen in Höhe von 546 (522) Tausend Euro und außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Absatz 3 und 4 HGB in Höhe von 36.691 (4.242) Tausend Euro.

Von den außerplanmäßigen Abschreibungen entfallen auf Grundvermögen 21.372 (2.810) Tausend Euro, auf Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 11.764 (0) Tausend Euro, auf Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.802 (130) Tausend Euro, auf Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 517 (487) Tausend Euro und auf Hypotheken- und Grundschuldforderungen 1.236 (815) Tausend Euro.

Verrechnete Aufwendungen und Erträge im Sinne des § 285 Nr. 25 HGB

Aus der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden nach § 246 Absatz 2 HGB ergab sich eine Saldierung folgender Aufwendungen und Erträge:

2011

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Tsd €
2011

Sonstige Verpflichtungen

Tsd €
Ertrag aus dem beizulegenden Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände – 571 – 79
Rechnerische Verzinsung des Erfüllungsbetrags der verrechneten Schulden 678 145
Effekt aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes für den Erfüllungsbetrag 4 2
Nettobetrag der verrechneten Erträge und Aufwendungen 111 68

Zinsen aus Ab- und Aufzinsung

Das Jahresergebnis der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG wird durch die Abzinsung in Höhe von 85 (351) Tausend Euro und Aufzinsung in Höhe von 372 (252) Tausend Euro aus langfristigen Rückstellungen beeinflusst.

Effekte aus der Währungsumrechnung

Die Währungsgewinne betragen 219 (295) Tausend Euro, die Währungsverluste belaufen sich auf 307 (407) Tausend Euro.

21 Außerordentliche Erträge (GuV II.4) und Außerordentliche Aufwendungen (GuV II.5)

Aus der Erstanwendung des BilMoG im Jahr 2010 ergeben sich im Geschäftsjahr 2011 folgende außerordentliche Aufwendungen:

2011

Tsd €
2010

Tsd €
Außerordentliche Erträge aus der Erstanwendung BilMoG 295
Außerordentliche Aufwendungen aus der Erstanwendung BilMoG 1.886 3.833

Ein wesentlicher Teil der außerordentlichen Aufwendungen aus der Erstanwendung des BilMoG betrifft Umstellungseffekte im Bereich der Altersversorgung, welche überwiegend aus konzerninternen Verrechnungen resultieren.

Die Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil gemäß § 6b EStG führte zu einem außerordentlichen Ertrag in Höhe von 20.925 (0) Tausend Euro.

Aus der bestehenden Restrukturierungsrückstellung ergab sich zum Jahresende eine Auflösung in Höhe von 5 (782) Tausend Euro sowie eine Zuführung von 346 (795) Tausend Euro.

22 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (GuV II.7)

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 48.830 Tausend Euro betreffen zum weit überwiegenden Teil das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit.

Der Anstieg des Steueraufwands im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr ist durch die Erhöhung des Jahresüberschusses sowie der Berücksichtigung von gesetzlichen Änderungen bezüglich des Körperschaftsteuer-Guthabens im Vorjahr verursacht.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestehen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Grundlage der betrieblichen Altersversorgung für die Mitarbeiter der deutschen Tochtergesellschaften ist in der Regel die Mitgliedschaft in der Allianz Versorgungskasse VVaG (AVK), die als rechtlich selbstständige und regulierte Pensionskasse der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unterliegt. Die Leistungen der AVK werden nach dem Einmalbeitragssystem über Zuwendungen der Trägergesellschaften an die Kasse durch Gehaltsumwandlung finanziert. Zu den Trägergesellschaften gehört neben der Allianz SE, der Allianz Deutschland AG, der Allianz Versicherungs-AG und der Allianz Lebensversicherungs-AG unter anderem auch die Allianz Private Krankenversicherungs-AG.

Die Allianz Private Krankenversicherungs-AG ist verpflichtet, bei Bedarf Arbeitgeberzuwendungen zu leisten und anteilige Verwaltungskosten der AVK zu tragen. Die Zahlungen werden über die Allianz SE abgewickelt. Außerdem leisten die Trägergesellschaften Zuwendungen an den Allianz Pensionsverein e. V. (APV), eine kongruent rückgedeckte Konzern-Unterstützungskasse.

Die Allianz SE hat darüber hinaus die gesamtschuldnerische Haftung für einen Großteil der Pensionszusagen der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG übernommen. Diese erstattet die Kosten; die Allianz SE hat die Erfüllung übernommen. Daher werden diese Pensionsverpflichtungen bei der Allianz SE bilanziert.

Die gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft aus diesen Pensionszusagen sowie die diesen Haftungsverbindlichkeiten gegenüberstehenden Rückgriffsforderungen an die Allianz SE betragen:

2011

Tsd €
2010

Tsd €
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 84.561 80.964
Nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag gemäß Artikel 67 Absatz 2 EGHGB 14.367 14.391
Gesamtschuldnerische Haftung bzw. Rückgriffsforderung gegenüber der Allianz SE 70.194 66.574

Aus der Umstellung des Finanzierungsverfahrens des Pensions-Sicherungs-Vereins VVaG im Jahr 2006 besteht eine gesamtschuldnerische Haftung in Höhe von 424 (460) Tausend Euro, die nicht in der Bilanz der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG ausgewiesen wird, da dieser Haftungsverbindlichkeit eine gleichwertige Rückgriffsforderung an die Allianz SE gegenübersteht.

Gleiches gilt für die in den Jahren 2012 bis 2013 zu zahlenden Beiträge an den Pensions-Sicherungs-Verein VVaG aus dem Geschäftsjahr 2009. Hieraus resultiert ebenfalls eine gesamtschuldnerische Haftung in Höhe von 221 (332) Tausend Euro, die nicht in der Bilanz der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG ausgewiesen wird, da dieser Haftungsverbindlichkeit eine gleichwertige Rückgriffsforderung an die Allianz SE gegenübersteht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Allianz Private Krankenversicherungs-AG ist gemäß §§ 124 ff. VAG Mitglied des Sicherungsfonds für die Krankenversicherer. Der Sicherungsfonds erhebt nach der Übernahme der Versicherungsverträge zur Erfüllung seiner Aufgaben Sonderbeiträge. Bisher wurden keine Beiträge angefordert.

Auf zugesagte, aber noch nicht ausgezahlte Darlehen, Darlehenstranchen aus strukturierten Produkten und Grundschuldforderungen entfallen 194.402 (491.781) Tausend Euro, gegenüber dem Sicherungsfonds der Krankenversicherer bestehen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 42.865 (40.585) Tausend Euro, auf Verpflichtungen aus Kaufverträgen entfallen 253.905 (89.008) Tausend Euro und auf gesellschaftsrechtliche Verpflichtungen 63.464 (67.964) Tausend Euro. Auf verbundene Unternehmen entfallen 53.432 (51.902) Tausend Euro der Verpflichtungen aus Kaufverträgen. Bei den gesellschaftsrechtlichen Verpflichtungen handelt es sich um Eventualverbindlichkeiten aus Haftsummenherabsetzungen. Aus langfristigen Mietverträgen bestehen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 20.719 (21.966) Tausend Euro, davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 20.656 (21.865) Tausend Euro.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 575.355 (711.304) Tausend Euro, davon gegenüber verbundenen Unternehmen 74.088 (73.767) Tausend Euro.

Sicherheitsleistungen

Vermögensgegenstände, für die im Konkurs Aus- oder Absonderungsrechte geltend gemacht werden können, wurden sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr weder verpfändet noch zur Sicherung übertragen beziehungsweise hinterlegt.

Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie diesen Personengruppen gewährte Kredite

Die Gesamtbezüge des Vorstands (einschließlich im Geschäftsjahr gewährter aktienbasierter Vergütungen) betrugen im Berichtsjahr 4.262 (3.125) Tausend Euro, die der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen 317 (303) Tausend Euro. Dabei wurden im Rahmen eines neu eingeführten Vergütungssystems für die aktienbasierte Vergütung ausschließlich 9.755 Restricted Stock Units an die Vorstände ausgegeben. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung betrug 805 Tausend Euro.

Die Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder beziehungsweise deren Hinterbliebene stellen sich wie folgt dar:

31.12.2011

Tsd €
2010

Tsd €
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände 7.743 9.232
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 7.743 9.232
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 12.487 12.237
Nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag gemäß Artikel 67 Absatz 2 EGHGB 2.081 2.241
Pensionsrückstellung❑ 2.663 764

Als beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wird der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen zugrunde gelegt.

Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen für das Geschäftsjahr 118 (120) Tausend Euro.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind auf den Seiten 2 beziehungsweise 50 genannt.

Am 31. Dezember 2011 betrugen die Kredite, die von der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG an Aufsichtsratsmitglieder gewährt wurden, 47 (47) Tausend Euro. Bei den Krediten handelt es sich um Grundschulddarlehen mit einem Zinssatz von 5,57 Prozent und einer Laufzeit von zehn Jahren mit Verlängerungsmöglichkeit. Am 31. Dezember 2011 betrug der Buchwert 31 (35) Tausend Euro. Die Darlehensgewährung erfolgte zu Nennwerten. Für Mitglieder des Vorstands bestanden keine Kredite.

Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

(ohne Vorstandsmitglieder, Auszubildende, Praktikanten, Arbeitnehmer in Elternzeit, im Grundwehr-/Zivildienst bzw. freiwilligen Wehrdienst/Bundesfreiwilligendienst, in der passiven Altersteilzeit oder im Vorruhestand sowie Handelsvertreter)

2011 2010
Innendienst:
Vollzeitmitarbeiter 295 302
Teilzeitmitarbeiter 64 56
Außendienst:
Angestellte Außendienstmitarbeiter 57 57

Konzernzugehörigkeit

Die Allianz Private Krankenversicherungs-AG gehört zum Allianz Konzern unter Führung der Allianz SE, München. Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE werden im März in ihrem Geschäftsbericht veröffentlicht und sodann beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und dort veröffentlicht. Sie können im Unternehmensregister eingesehen oder bei unserer Gesellschaft angefordert werden. Außerdem werden sie auf der Internetseite der Allianz SE verfügbar gemacht.

In Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE wird die Allianz Private Krankenversicherungs-AG einbezogen. Konzernabschluss und -lagebericht haben für unsere Gesellschaft befreiende Wirkung, sodass die Allianz Private Krankenversicherungs-AG keinen eigenen Konzernabschluss und -lagebericht erstellt.

München, 24. Januar 2012

Allianz Private Krankenversicherungs-AG

Der Vorstand

Dr. König

Dr. Brezina

Dr. Faulhaber

Dr. Hessling

Molt

Schwarz

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Allianz Private Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buch-führung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Allianz Private Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 8. März 2012

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Frank Pfaffenzeller, Wirtschaftsprüfer

Dr. Thomas Kagermeier, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens entsprechend den uns nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben beraten und die Geschäftsführung laufend überwacht. Wir ließen uns in zwei Sitzungen im April und im Dezember sowie durch regelmäßige Berichte schriftlich und mündlich vom Vorstand über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage, die beabsichtigte Geschäftspolitik und grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung der Gesellschaft unterrichten. Dabei wurden uns auch die Gründe für Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen dargelegt und von uns nachvollzogen.

Gegenstände der Beratung

Wie in den vergangenen Jahren haben wir uns eingehend mit der Unternehmensstrategie und der Stellung der Gesellschaft im Wettbewerb befasst. Von wesentlicher Bedeutung waren dabei die Umsetzung des so genannten Unisex-Urteils des Europäischen Gerichtshofs und die gesetzliche Neuregelung zur Begrenzung von Vermittlerprovisionen. Einen weiteren Schwerpunkt der Beratungen bildeten erneut die internen Kontrollsysteme. So haben wir uns mit den Tätigkeitsschwerpunkten der Internen Revision und von Compliance sowie der Risikosituation intensiv auseinandergesetzt. Darüber hinaus haben wir uns vom Vorstand umfassend über das zukünftige aufsichtsrechtliche Regime „Solvency II“ informieren lassen. Bei der Berichterstattung über die Kapitalanlagestrategie lag ein besonderer Fokus auf den Herausforderungen, die das andauernde Niedrigzinsumfeld für die Versicherungsunternehmen darstellt. Im Zuge unserer Beratungen über Vergütungsthemen haben wir unter anderem das Vergütungssystem für den Vorstand überprüft und festgestellt, dass es den rechtlichen Vorgaben vollständig Rechnung trägt.

Jahresabschlussprüfung

Die zum Abschlussprüfer bestellte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Jahresabschluss der Allianz Private Krankenversicherungs-AG und den Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfungsbericht der KPMG für das Geschäftsjahr 2011 wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet. Die Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 20. März 2012 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer legte die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung dar und stand für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Aufgrund unserer eigenen Prüfung dieser von Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Unterlagen erheben wir keine Einwendungen und schließen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch die KPMG an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Er ist damit festgestellt.

Personelle Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat

Mit Wirkung zum 1. September 2011 hat der Aufsichtsrat Frau Dr. Birgit König zum Mitglied des Vorstands ernannt. Zum 1. Januar 2012 hat Frau Dr. König zudem den Vorstandsvorsitz übernommen. Der bis­herige Vorstandsvorsitzende, Herr Dr. Maximilian Zimmerer, ist zum 31. Dezember 2011 aus dem Vorstand ausgeschieden. Ferner hat Herr Dr. Markus Faulhaber sein Vorstandsmandat zum 31. Mai 2012 niedergelegt, da er zum Vorstandsvorsitzenden der Allianz Lebensversicherungs-AG und zum Vorstandsmitglied der Allianz Deutschland AG berufen wurde. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Zimmerer und Herrn Dr. Faulhaber für ihre sehr erfolgreiche Arbeit für das Unternehmen seinen Dank ausgesprochen.

Eine weitere Änderung im Vorstand wird erst zum Jahreswechsel 2012/2013 wirksam: Herr Rainer Schwarz wird zum Jahresende 2012 in Ruhestand gehen. Als sein Nachfolger wurde Herr Burkhard Keese in den Vorstand berufen, der ab 1. Januar 2013 die Verantwortung für das Finanzressort übernehmen wird.

Auch die Besetzung des Aufsichtsrats hat sich im Berichtszeitraum verändert. Zum 31. Januar 2011 ist Herr Dr. Werner Zedelius aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. An seiner Stelle wurde mit Wirkung ab 24. Februar 2011 Herr Prof. Dr. h.c. Wolfgang Ischinger zum Mitglied und stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Ferner hat Herr Dr. Francesco De Meo sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum 6. Juli 2011 niedergelegt. Ihm folgte Frau Prof. Dr. Katharina Janus nach, die am 2. September 2011 in den Aufsichtsrat eintrat. Zum 31. Dezember 2011 hat schließlich Herr Prof. Dr. h.c. Ischinger sein Aufsichtsratsmandat beendet. An seiner Stelle ist der bisherige Vorstandsvorsitzende, Herr Dr. Maximilian Zimmerer, ab 1. Januar 2012 Mitglied im Aufsichtsrat geworden. Herr Dr. Zimmerer hat zudem den Posten des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden übernommen. Den ausgeschiedenen Mitgliedern hat der Aufsichtsrat für ihre wertvolle Mitarbeit in dem Gremium gedankt.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit.

München, 20. März 2012

Dr. Markus Rieß, Vorsitzender

Feststellung des Jahresabschlusses 2011

Der Jahresabschluss wurde durch Beschluss des Aufsichtsrats am 20. März 2012 festgestellt.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Dr. Markus Rieß

Vorsitzender des Vorstands

Allianz Deutschland AG

Vorsitzender
Dr. Maximilian Zimmerer

Mitglied des Vorstands

Allianz Deutschland AG

stellvertretender Vorsitzender

seit 1. Januar 2012
Prof. Dr. h. c. Wolfgang Ischinger

Leiter des Fachbereichs Group Government

Relations and Public Policy Allianz SE

stellvertretender Vorsitzender

vom 24. Februar bis 31. Dezember 2011
Dr. Werner Zedelius

Mitglied des Vorstands

Allianz SE

stellvertretender Vorsitzender

bis 31. Januar 2011
Antje Hartig *

Angestellte

Allianz Private Krankenversicherungs-AG
Josef Hochburger*

Angestellter

Allianz Private Krankenversicherungs-AG
Prof. Dr. Katharina Janus

Professorin

Universität Ulm

seit 2. September 2011
Dr. Francesco De Meo

Vorsitzender der Geschäftsführung

HELIOS Kliniken GmbH

bis 6. Juli 2011
Prof. Dr. Jürgen Wasem

Professor

Universität Duisburg-Essen

* Arbeitnehmervertreter

Ärztebeirat

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jörg-Dietrich Hoppe

(verstorben am 7. November 2011)

Vorsitzender

Berlin
Rudolf Henke

stellvertretender Vorsitzender

Berlin
Dr. med. Franz-Joseph Bartmann

Bad Segeberg
Dr. med. Andreas Crusius

Rostock
Dr. med. Henning Friebel

Magdeburg
Prof. Dr. med. Christoph Fuchs

Berlin
Sanitätsrat Dr. med. Franz Gadomski

Saarbrücken
Dr. med. Hans-Joachim Helming

Potsdam
Prof. Dr. med. Frieder Hessenauer

Mainz
Dr. med. Günther Jonitz

Berlin
Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach

Frankfurt am Main
Dr. med. Frank Ulrich Montgomery

Hamburg
Dr. med. Gerhard Schade

Freiburg
Dr. med. Arnold Schüller

Düsseldorf
Dr. med. Ulrike Schwäblein-Sprafke

Dresden
Dr. med. Gisbert Voigt

Hannover
Dr. med. Andreas Wagner

Erfurt
Dr. med. Mathias Wesser

Jena
Dr. med. Theodor Windhorst

Münster
Dr. med. Klaus-Dieter Wurche

Bremen