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Allianz SE — Annual Report 2010
Jul 26, 2011
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Annual Report
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Publication

AllSecur Deutschland AG
München
Jahresabschluss zum 31.12.2010
Inhalt
| Mitglieder des Vorstands | |
| Lagebericht | |
| Jahresabschluss | |
| Anhang | |
| Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers | |
| Bericht des Aufsichtsrats | |
| Mitglieder des Aufsichtsrats |
Mitglieder des Vorstands
| Bernd Heinemann, Vorsitzender des Vorstands seit 1. August 2010 | |
| Dr. Andreas Trumpp Dr. Gerhard Hastreiter bis 31. Juli 2010 |
Lagebericht
Die Vereinte Spezial Versicherung AG wurde mit Wirkung zum 09. November 2010 in AllSecur Deutschland AG umfirmiert. Große Teile des Bestandes der ehemaligen Vereinte Spezial Versicherung AG, insbesondere das Mitarbeitergeschäft, wurden im Wege der Bestandsübertragung auf die Allianz Versicherungs-AG übertragen. Die hierfür erforderliche Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wurde am 17. Februar 2010 erteilt. Die AllSecur Deutschland AG betreibt damit ausschließlich das klassische Internetgeschäft der Kraftfahrtversicherung mit den Versicherungsarten Kraftfahrzeug-Haftpflicht, Fahrzeugvoll- und Fahrzeugteilversicherung, die Kraftfahrtunfallversicherung sowie die Rechtsschutzversicherung. Das Geschäftsgebiet ist die Bundesrepublik Deutschland. Diese Bestandsübertragung führt zu einer nur eingeschränkten Vergleichbarkeit der Geschäftsjahreswerte 2010. Um eine Darstellung der Geschäftsentwicklung der AllSecur Deutschland AG zu gewährleisten, wird im Rahmen der Berichterstattung des Lageberichts an ausgewählten Stellen auf um die Bestandsübertragung bereinigte Daten Bezug genommen.
Allgemeine Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Weltwirtschaft im Aufschwung
Die Weltwirtschaft hat sich von der Finanz-und Wirtschaftskrise schnell erholt und erreichte bereits im Sommer 2010 wieder das Niveau, das sie vor Beginn des Konjunktureinbruchs hatte. Dabei holte die Industrieproduktion einen Einbruch von 12 Prozent und der Welthandel sogar von 21 Prozent auf. Die deutsche Wirtschaft profitierte von der Wiederbelebung des Welthandels und erlebte im ersten Halbjahr 2010 einen starken Wachstumsschub, der im zweiten Quartal 2010 zu einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 4,1 Prozent führte. Damit verzeichnete Deutschland in diesem Zeitraum das höchste Wachstum der Industrieländer weltweit.
Die stärksten Wachstumsimpulse gingen von der Industrie aus, bevor der Aufschwung im Jahresverlauf alle größeren Wirtschaftsbereiche mit Ausnahme der Landwirtschaft erfasste. Dies fand auch seinen Niederschlag am Arbeitsmarkt: Seit Anfang 2010 nahm die Zahl der Erwerbstätigen wieder zu. Die positiven Wechselwirkungen von zunehmender Beschäftigung, steigenden Einkommen und höherer Nachfrage sind Zeichen eines sich selbst tragenden Aufschwungs. Dieser konnte auch eine Abschwächung der Weltkonjunktur im zweiten Halbjahr 2010 verkraften. Im Jahresdurchschnitt wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 3,6 Prozent.
Schaden- und Unfallversicherung
Versicherungswirtschaft
Leichte Belebung auf der Beitragsseite
Nach vorläufigen Erhebungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) verzeichnete die Schaden-und Unfallversicherung im Jahr 2010 einen leichten Beitragsanstieg um 0,7 Prozent. Ausschlaggebend ist hier vor allem die Kraftfahrtversicherung: Erstmals seit sechs Jahren meldet der Verband ein leichtes Plus von 0,6 Prozent.
Die Schadenaufwendungen nahmen 2010 deutlich zu. Der lange und strenge Winter, Orkan „Xynthia“ und die Hochwasser- und Starkregenereignisse im Sommer belasteten insbesondere die Wohngebäude- und die Kraftfahrtversicherung. In der Rechtsschutzversicherung sanken die Schadenaufwendungen auf das Niveau der Vorjahre. Insgesamt nahmen die Aufwendungen für Versicherungsfälle um 3,1 Prozent zu.
Diese höhere Schadenbelastung konnte durch den leichten Beitragsanstieg nicht ausgeglichen werden. Die marktweite Schaden-Kosten-Quote (nach HGB) dürfte sich gegenüber 2009 um zwei Prozentpunkte auf 98 Prozent verschlechtert haben.
Geschäftsverlauf
Versicherungsgeschäft
Beitragseinnahmen
Die Bruttobeitragseinnahmen nahmen gegenüber dem Vorjahr um 61,5 Prozent auf 52,2 Millionen Euro (2009: 135,5 Millionen Euro) ab. Dieser Rückgang ist maßgeblich auf die Bestandsübertragung des Mitarbeitergeschäfts auf die Allianz Versicherungs-AG zurückzuführen. Folgende Portfolios wurden gänzlich auf die Allianz Versicherungs-AG übertragen: Haftpflichtversicherung (0,04 Millionen Euro), Verbundene Hausratversicherung (0,6 Millionen Euro), Verbundene Wohngebäudeversicherung (0,8 Millionen Euro), Glasversicherung und Extended Coverage-Versicherung (0,2 Millionen Euro). Der um die Bestandsübertragung bereinigte Rückgang der Beitragseinnahmen belief sich auf 14,3 Prozent.
In der Kraftfahrtunfallversicherung gingen die Bruttobeiträge um 62,1 Prozent auf 0,2 (0,6) Millionen Euro zurück.
Die Beitragseinnahmen in der Kraftfahrtversicherung gingen um 60,6 Prozent auf 51,9 (131,7) Millionen Euro zurück. Dieser Rückgang ist maßgeblich auf die Bestandsübertragung des Mitarbeitergeschäfts auf die Allianz Versicherungs-AG zurückzuführen. Ohne diesen Effekt war ein Rückgang um 14,4 Prozent zu verzeichnen.
In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung nahmen die Beitragseinnahmen um 56,1 Prozent auf 34,5 (78,7) Millionen Euro ab.
In den Sonstigen Kraftfahrtversicherungen gingen die Beitragseinnahmen um 67,2 Prozent auf 17,4 (53,1) Millionen Euro zurück.
In der Rechtsschutzversicherung verringerten sich die Beitragseinnahmen um 97,5 Prozent auf 0,04 (1,5) Millionen Euro. Um die Bestandsübertragung bereinigt konnte ein Zugang von 75,1 Prozent verzeichnet werden.
Neugeschäft
Die Anzahl der neu abgeschlossenen Verträge stieg im Berichtsjahr insgesamt um 98,3 Prozent auf 0,2 Millionen Verträge an. In der Kraftfahrtversicherung konnten die Neustücke um 103,8 Prozent gesteigert werden. In den Nichtkraftfahrt-Sparten lag die Anzahl der neu abgeschlossenen Verträge bei 1.323 Stück, was einem Rückgang um 58,6 Prozent entsprach.
Bestand
Der Bestand an Verträgen mit einer Laufzeit ab einem Jahr lag Ende 2010 bei 0,5 (0,8) Millionen Stück. Bereinigt um die Bestandsübertragung konnte eine Zunahme der Anzahl der Verträge um 21,6 Prozent verzeichnet werden. Der Gesamtbestand der bei der AllSecur Deutschland AG versicherten Kraftfahrzeuge lag am Jahresende 2010 bei 0,3 (0,4) Millionen Stück.
Leistungen an Kunden
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle (brutto) der AllSecur Deutschland AG sanken um 63,1 Prozent auf 50,7 (137,3) Millionen Euro.
In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung verringerte sich der Schadenaufwand um 58,7 Prozent auf 33,7 (81,6) Millionen Euro.
In den Sonstigen Kraftfahrtversicherungen lag der Schadenaufwand mit 16,9 (53,3) Millionen Euro um 68,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.
In der Rechtsschutzversicherung ging der Schadenaufwand um 97,8 Prozent auf 0,04 (1,9) Millionen Euro zurück.
Insgesamt verringerte sich über alle Versicherungszweige die Schadenquote (brutto), also das Verhältnis von Schadenaufwand zu den verdienten Beiträgen, um 4,5 Prozentpunkte auf 97,0 (101,5) Prozent.
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
Der Betriebskostensatz (brutto), der das Verhältnis der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu den gebuchten Beitragseinnahmen abbildet, lag mit 36,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahrs (26,3 Prozent). Dies war weitgehend auf höhere Abschlussaufwendungen aufgrund des guten Neugeschäfts zurückzuführen.
In Rückdeckung gegebenes Versicherungsgeschäft
Für den Rückversicherungsschutz wird aus dem Gesamtportefeuille (nach Abzug sonstiger Rückversicherung) eine Quote von 17,5 Prozent an die Allianz SE gegeben, die gegenüber 2009 unverändert geblieben ist.
Kapitalanlagen
Der Kapitalanlagenbestand fiel im Geschäftsjahr 2010 um 59,1 Millionen Euro von 188,4 Millionen Euro auf 129,3 Millionen Euro.
Ursache für den Rückgang war die Bestandsübertragung an die Allianz Versicherungs-AG. Die Einlagen bei Kreditinstituten gingen um 20,0 Millionen Euro auf 0,0 (20,0) Millionen Euro zurück. Der Bestand an Investmentanteilen verzeichnete einen Rückgang in Höhe von 31,9 Millionen Euro auf 54,0 (85,9) Millionen Euro. Der Bilanzwert der Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen sank von 82,5 Millionen Euro auf 75,2 Millionen Euro. Der Beteiligungsbestand betrug zum Jahresende unverändert 0,05 (0,05) Millionen Euro.
Bewertungsreserven der Kapitalanlagen
Die Bewertungsreserven der Kapitalanlagen fielen von netto 10,0 Millionen Euro auf 5,5 Millionen Euro. Das sind 4,2 (5,3) Prozent der gesamten Kapitalanlagen. Die Bewertungsreserven betrugen 1,9 (5,6) Millionen Euro bei Investmentanteilen und 3,6 (4,4) Millionen Euro bei Darlehen.
Kapitalanlageergebnis
Das Ergebnis aus Kapitalanlagen lag zum Jahresende 2010 mit 4,0 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 11,5 Millionen Euro. Der Rückgang ist bedingt durch eine Sonderschüttung im Jahr 2009.
Hierbei gab es bei den laufenden Erträgen einen Rückgang von 11,6 auf 3,9 Millionen Euro. Davon entfielen 3,6 (4,3) Millionen Euro auf festverzinsliche Anlagen, 0,2 (7,3) Millionen Euro auf Ausschüttungen von Investmentanteilen und 0,1 (0,0) Millionen Euro auf Beteiligungen. Beim Abgang von Kapitalanlagen entstanden Gewinne in Höhe von 0,3 (0,1) Millionen Euro.
Der Aufwand für die Verwaltung von Kapitalanlagen sank von 0,23 Millionen Euro auf 0,19 Millionen Euro.
Ergebnisentwicklung
Versicherungstechnisches Ergebnis
Nach der gesetzlich vorgeschriebenen Entnahme von 33,3 (Zuführung 4,3) Millionen Euro aus den Schwankungsrückstellungen lag das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung mit einem Gewinn von 17,7 (Verlust von 25,3) Millionen Euro über dem Vorjahreswert.
Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung vor Rückstellungen für drohende Verluste sowie vor Schwankungsrückstellungen und ähnlichen Rückstellungen wies für das Jahr 2010 einen Verlust von 16,5 (29,9) Millionen Euro aus. Der Rückstellung für drohende Verluste wurden 1,0 (9,0) Millionen Euro entnommen.
Die versicherungstechnische Rechnung in der Kraftfahrtunfallversicherung schloss mit einem Verlust von 0,06 (Gewinn 0,02) Millionen Euro ab.
In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung ergab sich nach einer vorgeschriebenen Entnahme aus den Schwankungsrückstellungen von 32,3 (Zuführung von 4,8) Millionen Euro ein Gewinn von 24,7 (Verlust von 16,5) Millionen Euro.
In den Sonstigen Kraftfahrtversicherungen betrug der Verlust 7,8 (8,2) Millionen Euro.
In der Rechtsschutzversicherung lag das Ergebnis mit einem Verlust von 0,01 Millionen Euro über dem Niveau des Vorjahres (Verlust von 0,5 Millionen Euro).
Aufgrund der Übertragung des Portfolios der Verbundenen Wohngebäudeversicherung zur Allianz Versicherungs-AG musste die in den Vorjahren für diesen Bestand gebildete Schwankungsrückstellung von 0,9 Millionen Euro aufgelöst werden.
Die Schaden-Kosten-Quote – nach Berücksichtigung der Ergebnisse aus der abgegebenen Rückversicherung – stieg im Geschäftsjahr 2010 auf 138,0 (126,6) Prozent.
Nichtversicherungstechnisches Ergebnis
Das nichtversicherungstechnische Ergebnis umfasst das Ergebnis aus Kapitalanlagen nach Abzug des in der versicherungstechnischen Rechnung zu berücksichtigenden technischen Zinsertrages und das übrige allgemeine Ergebnis.
Das nichtversicherungstechnische Ergebnis betrug 3,7 (11,6) Millionen Euro.
Übriges allgemeines Ergebnis
Es ergaben sich per Saldo Aufwendungen in Höhe von 0,3 (Erträge 0,1) Millionen Euro.
Außerordentliches Ergebnis
Das außerordentliche Ergebnis der AllSecur Deutschland AG belief sich im Geschäftsjahr auf – 0,2 Millionen Euro und stammt ausschließlich aus der Umsetzung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG).
Jahresüberschuss
Insgesamt schloss die Ergebnisrechnung der AllSecur Deutschland AG für das Geschäftsjahr 2010 mit einem Gewinn vor Steuern von 21,3 (Verlust 13,7) Millionen Euro.
Aufgrund des verbesserten Ergebnisses stieg der Steueraufwand auf 4,8 (Ertrag 0,03) Millionen Euro.
Der Jahresüberschuss nach Steuern und vor Ergebnisabführung betrug 16,5 (Verlust 13,7) Millionen Euro. Der Gewinn im Geschäftsjahr 2010 wird an die Allianz Deutschland AG abgeführt. Zwischen der Allianz Deutschland AG als herrschende Gesellschaft und der AllSecur Deutschland AG besteht seit 1. Januar 2010 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
Ausgelagerte Funktionen
Für die AllSecur Deutschland AG sind einige Allianz Konzernunternehmen dienstleistend tätig. Auf die Allianz Deutschland AG wurden insbesondere das Rechnungswesen sowie Aufgaben des Versicherungsbetriebes übertragen. Zu letzterem gehören vor allem die Bestandsverwaltung (Antrags- und Vertragsbearbeitung), die Leistungs- und Schadenbearbeitung sowie die Planung und die Steuerung des operativen Versicherungsbetriebs. Die Vermögensanlage und -verwaltung wurde auf die Allianz Investment Management SE, sowie in Teilbereichen auf die Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH übertragen.
Rechenzentrumsleistungen und Drucktätigkeit sowie informationstechnische Serviceleistungen erhält die AllSecur Deutschland AG von der Allianz Managed Operations & Services SE.
Vertriebsorganisation
Die AllSecur Deutschland AG vertreibt ihr Geschäft über Internet unter www.allsecur.de.
Finanzlage
Die Liquiditätsplanung als wesentlicher Teil unserer gesamten Finanzplanung basiert auf den Liquiditätsströmen, die sich vor allem aus den erwarteten Prämien, Schadenzahlungen, Kosten, Kapitalanlagen, Steuern sowie Ergebnisabführungen/Dividenden ergeben. Ebenso sind die strategische und taktische Kapitalanlageplanung wie auch die Eigenmittelplanung ein wesentliches Element. Liquidität fließt uns aus dem operativen Geschäft sowie aus den Kapitalanlagen zu. Durch die Teilnahme der AllSecur Deutschland AG am konzernweiten Cash-Pool wird gewährleistet, dass überschüssige Liquidität zu marktüblichen Konditionen angelegt wird und kurzfristiger Liquiditätsbedarf ausgeglichen werden kann.
Risikobericht
Die Geschäftsmodelle der Versicherungsgesellschaften innerhalb der Allianz Deutschland AG sind auf die Übernahme und das Management von Risiken ausgelegt. Ein ausgeprägtes Risikobewusstsein und das Abwägen von Chancen und Risiken sind daher integrale Bestandteile der Geschäftssteuerung.
Risikoorganisation
In der Allianz Deutschland AG, zu der die Allianz Versicherungs-AG gehört und in deren Konsolidierungskreis die AllSecur Deutschland AG einbezogen wird, ist der Grundsatz der unabhängigen Risikoüberwachung fest verankert. Die aktive Risikoübernahme durch die Geschäftseinheiten und deren Risikomanagement sind organisatorisch strikt von der Risikoüberwachung durch einen unabhängigen Bereich (Risikocontrolling) getrennt. Diese Kontrollinstanz umfasst nicht nur die unabhängige Identifizierung, Bewertung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken, sondern prüft auch Handlungsalternativen und spricht Empfehlungen an die Geschäftseinheiten beziehungsweise den Vorstand aus. Der Vorstand der AllSecur Deutschland AG trägt die übergreifende Verantwortung für das gesamte Risikomanagement und die Kontrolle der Risiken.
Das Risikocontrolling der AllSecur Deutschland AG wird von einer organisatorischen Einheit innerhalb der Allianz Deutschland AG unter Leitung des Chief Risk Officer (CRO) im Auftrag des Vorstands der Allianz Versicherungs-AG wahrgenommen. Dadurch werden sowohl Know-how gebündelt als auch die Ressourcen effizient genutzt. Das Risikocontrolling überwacht die Risiken systematisch mit quantitativen und qualitativen Risikoanalysen und -bewertungen. Durch die Einbeziehung des Vorstands der AllSecur Deutschland AG in das regelmäßige und das Ad-hoc-Reporting des CRO ist gewährleistet, dass der Vorstand jederzeit über die aktuelle Risikosituation der AllSecur Deutschland AG informiert ist.
Das für die AllSecur Deutschland AG zuständige Risikocontrolling der Allianz Deutschland AG ist in die Risikosteuerung der Allianz SE eingebunden. Als verbindliche Leitlinien dienen dabei die von der Allianz SE vorgegebene Group Risk Policy, Minimum Standards und Modellierungsvorgaben. Die für das Risikocontrolling der Allianz SE zuständige Einheit Group Risk ist Kontrollinstanz für das Risikocontrolling der Allianz Deutschland AG.
Als weitere interne und externe Instanzen zur Überprüfung der Risikoorganisation in jeweils vorgeschriebenem Umfang wirken Aufsichtsrat, Treuhänder des Sicherungsvermögens, Verantwortlicher Aktuar, Sicherheits-, Datenschutz-, Geldwäsche- und Compliance-Beauftragte sowie die Interne Revision. Aufsichtsbehörden und Wirtschaftsprüfer sind zusätzliche externe Instanzen der Risikoüberwachung.
Die systematische Identifikation und Steuerung aller relevanten Risiken und die Angemessenheit der Prozesse im Risikomanagement werden durch das Local Risk Committee der Allianz Versicherungs-AG unter Leitung des CRO sichergestellt. Ein Mitglied des Vorstands der AllSecur Deutschland AG ist Mitglied im Local Risk Committee, um eine enge Verzahnung mit dem Vorstand sicherzustellen. Für übergreifende operative Themen hat die Allianz Deutschland AG ein eigenes Risk Committee eingerichtet, in dem neben Vorständen aus den Sparten alle relevanten operativen Einheiten vertreten sind.
Wesentliche Risiken
Alle relevanten Risiken werden durch geeignete Risikokontrollprozesse erfasst. Die quantifizierbaren Risiken sind im internen Risikokapitalmodell berücksichtigt. Dieses erfüllt unserer Auffassung nach die erwarteten künftigen Anforderungen aus Solvency II und umfasst die nachfolgend genannten Risiken:
Marktrisiken
Wertverluste bei Aktien, festverzinslichen Anlagen, Immobilien, nicht börsennotierten Beteiligungen und Fremdwährungsanlagen.
Kreditrisiken
Verluste aufgrund von Schuldnerinsolvenzen oder dem Ausfall unserer Rückversicherungspartner beziehungsweise Emittenten von Derivaten, sowie Wertverluste aufgrund von Verschlechterung der Kreditwürdigkeit der Schuldner, Rückversicherungspartner oder Emittenten.
Versicherungstechnische Risiken
Risiken, die aufgrund der Abweichung der tatsächlichen Versicherungsereignisse von den in der Tarifierung eingerechneten Versicherungsereignissen entstehen. Dies sind insbesondere Prämienrisiken durch unzureichende Prämien, Reserverisiken durch nicht ausreichende Reserven, Änderungsrisiken durch Veränderungen der Rechnungsgrundlagen.
Geschäftsrisiken
Kosten- und Stornorisiken sowie operationale Risiken, also unerwartete wirtschaftliche Verluste, die im Zusammenhang mit externen Ereignissen stehen oder von internen Prozessen, Verfahren und Systemen herrühren, die unzureichend sind oder versagen.
Qualitative Risiken werden in einem strukturierten Identifikations- und Bewertungsprozess erfasst. Diese umfassen folgende Risiken:
| • | Rechtsänderungsrisiken |
| • | Reputationsrisiken |
| • | strategische Risiken |
| • | Liquiditätsrisiken |
Konzentrationsrisiken werden bei der Aggregation der anderen Risikokategorien behandelt, somit stimmt diese Gruppierung der Risiken mit den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) für die Versicherungswirtschaft überein.
Ein umfassendes Sicherungssystem und interne Kontrollen minimieren Risiken aus fehlerhaften Abläufen. Geeignete technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen sind implementiert, um das vorhandene Risiko zu kontrollieren. Hierzu zählen unter anderem die IT-Sicherheit (zum Beispiel Back-up-Systeme und Firewalls), die Zugangssicherheit (zum Beispiel striktes Berechtigungssystem) sowie interne Kontrollsysteme (zum Beispiel Vier-Augen-Prinzip). Die strikte Trennung von Handel, Abwicklung und Controlling, abgestufte Limitsysteme und ein zeitnahes, umfassendes Berichtswesen minimieren organisatorisch die operationalen Risiken aus der Kapitalanlagetätigkeit.
Die unabhängige Interne Revision prüft regelmäßig die internen Prozesse. Zusätzlich werden im Rahmen der Umsetzung des Allianz Standards ICOFR (Internal Control Over Financial Reporting) alle internen Prozesse, die sich auf die Finanzberichterstattung auswirken können, eingehend untersucht und dokumentiert. Mögliche Risiken werden identifiziert und durch regelmäßige Kontrollen auf ein Minimum reduziert. ICOFR leitet sich aus den SOX-Regularien (Sarbanes-Oxley Act) ab und führt damit auch nach dem in 2009 erfolgten Delisting der Allianz SE von der New Yorker Börse das bereits etablierte Kontrollumfeld in seiner Funktionsweise fort. ICOFR trägt maßgeblich zu einer qualitativ hochwertigen Finanzberichterstattung bei.
Risikokontrollprozesse stellen sicher, dass mögliche Risiken aus dem operativen Geschäftsbetrieb frühzeitig identifiziert und adäquate Maßnahmen zur Risikominimierung ergriffen werden. Zusätzlich steht mit der Verlustdatenbank zur Erfassung der Verluste aus operationalen Risiken ein weiteres Analyseinstrument zur Risikoverminderung bereit.
Im Folgenden werden weitere Aspekte der Risiken genauer ausgeführt.
Marktrisiken und Kreditrisiken
Die Kapitalanlagen der AllSecur Deutschland AG werden durch Spezialisten der Allianz Investment Management SE (AIM SE) zentral betreut. Die Kapitalanlagestrategie richtet sich nach den Erfordernissen des Asset-Liability-Managements der AllSecur Deutschland AG. Der Einsatz von Derivaten und strukturierten Produkten, sowie das Eingehen von Währungsrisiken erfolgt nicht per se zu Zwecken der Wertsteigerung sondern nur zur Umsetzung der Kapitalanlagestrategie sowie zur Risikosteuerung oder mit Sondergenehmigung. Die Gewinnerzielung aus kurzfristiger Handelstätigkeit (Eigenhandel) ist nicht Teil der Kapitalanlagestrategie.
Bei unseren Kapitalanlagen handelt es sich um risikoarme festverzinsliche Rentenanlagen, die wiederum nach Adressen (Emittenten) breit gestreut sind.
Es erfolgt eine laufende Risikoanalyse durch das Anlagemanagement, die durch eine unabhängige Quantifizierung im Risikocontrolling (Risikokapitalberechnung) ergänzt wird. Mit Sensitivitätsanalysen beziehungsweise Stresstests werden die Marktrisiken laufend quantifiziert. Währungskursschwankungen sind im Portfolio von untergeordneter Bedeutung, da die Versicherungsleistungen weitgehend währungskongruent gedeckt werden. Bewertung und Steuerung von Marktrisiken aus Derivaten erfolgen mittels zeitnaher Value-at-Risk-Berechnungen, Stresstests und Vorgabe von Limiten.
Kreditrisiken und Konzentrationsrisiken werden mit einem Limitsystem überwacht und gesteuert.
Durch eine vorausschauende Planung unserer zukünftigen Zahlungsströme sind wir in der Lage, die Liquiditätsrisiken zu steuern und gering zu halten.
Adressenausfallrisiken aus Rückversicherungsgeschäften werden durch die sorgfältige Auswahl unserer Rückversicherungspartner nach strengen Bonitätskriterien gesteuert.
Auf Staatsanleihen in Griechenland, Irland, Portugal und Spanien entfallen keine Exposure.
Die festverzinslichen Kapitalanlagen bei Banken betragen insgesamt 87,2 Millionen Euro oder rund 64,3 Prozent der Kapitalanlagen. Davon sind wiederum rund 90,8 Prozent als deutsche Pfandbriefe beziehungsweise anderweitig besichert.
Die für uns relevanten Risiken haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von Banken auf einzelne Staaten verlagert. Unsere Risikomanagementprozesse tragen dieser Veränderung Rechnung. Alle Schuldner und Kontrahenten werden in einem allianzweiten Kredit-Exposure-System erfasst, mittels unabhängiger Ratinginformationen bewertet und mit Limiten versehen.
Durch dieses Limitsystem wird die Einhaltung sowohl der aufsichtsrechtlichen als auch der internen Limite jederzeit sichergestellt.
Versicherungstechnische Risiken
Bei der AllSecur Deutschland AG sind versicherungstechnische Risiken, auch im Zusammenhang mit Naturkatastrophen (NatCat), und das Adressenausfallrisiko von besonderer Bedeutung.
Beitragsrisiken werden hauptsächlich über versicherungsmathematische Modelle zur Tarifierung und zur Überwachung von Schadenverläufen gesteuert, ferner über unsere Zeichnungsrichtlinien zum Abschluss von Versicherungsgeschäften und zur Übernahme von Versicherungsrisiken. Statistisch gestützte Risikoselektion, verbunden mit einer nachhaltigen Tarifpolitik, reduziert das Beitragsrisiko spürbar. Darüber hinaus begrenzen gezielt gezeichnete Rückversicherungskontrakte das Beitragsrisiko, indem Spitzenrisiken gekappt und ausschließlich an Rückversicherungspartner mit sehr hoher Bonität zediert werden.
Die Reserverisiken werden durch die vorsichtige Bildung der versicherungstechnischen Rückstellungen verringert, zu deren Schätzung sowohl auf Erfahrungswerte als auch auf kontinuierlich weiterentwickelte, aktuarielle Berechnungen zurückgegriffen wird. Die permanente Kontrolle des Abwicklungsverlaufs dieser Rückstellungen hilft zusätzlich, diese Risiken zu minimieren. Zur weiteren Absicherung verfügt die AllSecur Deutschland AG für den Ausgleich zeitlicher Schwankungen im Schadenverlauf über Schwankungsrückstellungen.
Naturkatastrophen stellen besondere Anforderungen an das Risikomanagement. Die Nutzung spezieller Modelliertechniken unterstützt die Quantifizierung und die Überwachung dieser Risiken. Zur Begrenzung des Naturkatastrophenrisikos werden spezielle Rückversicherungsverträge abgeschlossen.
Sonstige Risiken
Rechtsänderungsrisiko
Am 1. März 2011 hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass die europarechtliche Befugnis der Mitgliedstaaten, Versicherungstarife nach dem Geschlecht zu differenzieren, wenn dies statistisch gerechtfertigt ist, mit Wirkung zum 21. Dezember 2012 unwirksam wird. Die Entscheidung wird sich in der Schaden- und Unfallversicherung auf die Produktgestaltung und Tarifierung auswirken.
Risikosituation
Die aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Solva I) werden mit sehr gutem Ergebnis bestanden. Die Solvabilitätsquote liegt bei 218 Prozent. Des Weiteren werden die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vorgeschriebenen Stresstests mit großem Sicherheitspuffer bestanden. Durch die aktive Beteiligung der Allianz Deutschland AG am europäischen Solvency II Projekt ist die AllSecur Deutschland AG außerdem auf die künftigen regulatorischen Anforderungen gut vorbereitet.
Die aktuelle Risikosituation ist somit weit innerhalb der Risikotragfähigkeit des Unternehmens.
Nachtragsbericht
Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AllSecur Deutschland AG von besonderer Bedeutung gewesen wären, sind nach Schluss des Geschäftsjahres bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses nicht eingetreten.
Prognosebericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Ausblick für die Jahre 2011 und 2012 ist laut Allianz Economic Research verhalten positiv. Der Aufschwung wird sich fortsetzen, wenn auch an Kraft verlieren. Belastend werden sich das Auslaufen der Konjunkturprogramme und die geplanten Maßnahmen zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte auswirken. Gleichzeitig werden die Zuwächse im deutschen Export mit der erwartet moderaten weltwirtschaftlichen Entwicklung geringer ausfallen. Auf der anderen Seite wird eine positive Entwicklung der Einkommen die Verbrauchernachfrage fördern. Das Bruttoinlandsprodukt wird nach Prognosen von Allianz Economic Research 2011 voraussichtlich um etwa 2,5 Prozent wachsen.
Prognose für die deutsche Versicherungswirtschaft
Der Ausblick für die kommenden beiden Jahre fällt insgesamt verhalten aus – trotz eines fortgesetzten Aufschwungs und der verbesserten wirtschaftlichen Lage der privaten Haushalte und der Unternehmen.
Die Schaden- und Unfallversicherung hat sich in der Krise als robust erwiesen. Deshalb sind auch im Aufschwung keine großen Aufholeffekte zu erwarten. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft prognostiziert gegenüber dem Vorjahr ein Beitragswachstum von 1 Prozent, zu dem alle Zweige beitragen sollen. In der Kraftfahrtversicherung dürften die Beitragseinnahmen mit 0,5 Prozent weiterhin nur sehr leicht wachsen. Grund ist der anhaltend intensive Wettbewerb. Auch der Kfz-Bestand wird nur um etwa 1 Prozent zulegen.
Veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen
Rechtliche Rahmenbedingungen
Unisextarife
Am 1. März 2011 hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass die europarechtliche Befugnis der Mitgliedstaaten, Versicherungstarife nach dem Geschlecht zu differenzieren, wenn dies statistisch gerechtfertigt ist, mit Wirkung zum 21. Dezember 2012 unwirksam wird. Die Entscheidung wird sich in der Schaden- und Unfallversicherung auf die Produktgestaltung und Tarifierung auswirken und einen erheblichen Umstellungsaufwand mit sich bringen.
Geschäftsentwicklung AllSecur Deutschland AG
Für die AllSecur Deutschland AG rechnen wir mit einem Anstieg der Beitragseinnahmen in den Jahren 2011 und 2012. Gründe dafür sind vor allem der weitere Ausbau des Kraftfahrtgeschäfts.
Auch in den nächsten beiden Jahren rechnen wir vor allem im Kraftbereich mit einem guten Neugeschäft.
Wir werden die sicherheitsorientierte Kapitalanlagestrategie fortsetzen. Dabei setzen wir weiterhin auf die reiche Erfahrung der Allianz Gruppe bei der Kapitalanlage im In-und Ausland.
Für die kommenden beiden Jahre gehen wir von einer sinkenden Schadenquote aus. Hierzu werden verschiedene Maßnahmen
beitragen, die die Schadenbearbeitung effizienter machen. Voraussetzung für eine niedrigere Schadenquote ist, dass die Aufwendungen für Groß- und Elementarschäden den Durchschnitt der letzten Jahre nicht übersteigen.
Bei steigenden Beitragseinnahmen und anhaltend wachsendem Neugeschäft werden auch die Abschlusskosten weiter ansteigen. Dennoch gehen wir insgesamt von sinkenden Durchschnittskosten aus. Für die beiden kommenden Jahre rechnen wir daher mit niedrigeren Kostenqoten und damit einhergehend auch mit einer Verbesserung der Schaden-Kosten-Quote. Da für die Jahre 2011 und 2012 kein positiver Ergebnisbeitrag aus der Schwankungsrückstellung zu erwarten ist, müssen wir mit einem negativen versicherungstechnischen Ergebnis rechnen. Für das nichtversicherungstechnische Ergebnis erwarten wir für 2011 und 2012 ein Ergebnis auf dem Niveau der laufenden Kapitalmarkterträge.
München, den 21. März 2011
**AllSecur Deutschland AG
Der Vorstand**
Dr. Trumpp
Heinemann
Betriebene Versicherungszweige und -arten
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Allgemeine Unfallversicherung
Kraftfahrtunfallversicherung
Kraftfahrtversicherung
Kraftfahrzeug-Haftpflicht,
Sonstige Kraftfahrtversicherungen (Fahrzeugvoll-, Fahrzeugteilversicherung)
Rechtsschutzversicherung
Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Soweit wir in diesem Geschäftsbericht Prognosen oder Erwartungen äußern oder die Zukunft betreffende Aussagen machen, können diese Aussagen mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Neben weiteren hier nicht aufgeführten Gründen können sich Abweichungen aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, vor allem in Allianz Kerngeschäftsfeldern und -märkten, aus Akquisitionen sowie der anschließenden Integration von Unternehmen und aus Restrukturierungsmaßnahmen ergeben. Abweichungen können außerdem aus dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen (zum Beispiel durch Naturkatastrophen), der Entwicklung von Schadenskosten, Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise -tendenzen und, insbesondere im Kapitalanlagebereich, aus dem Ausfall von Kreditnehmern und sonstigen Schuldnern resultieren. Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte (zum Beispiel Marktschwankungen oder Kreditausfälle) und der Wechselkurse sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können entsprechenden Einfluss haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, Zukunftsaussagen zu aktualisieren.
Jahresabschluss
| Bilanz | |
| Gewinn- und Verlustrechnung | |
| Anhang | |
| Angaben zu den Aktiva | |
| Angaben zu den Passiva | |
| Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung | |
| Sonstige Angaben |
Bilanz zum 31. Dezember 2010
Aktiva
| 2010 € |
2010 € |
2009 € |
||
|---|---|---|---|---|
| A. Kapitalanlagen | ||||
| I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 49 253 | 49 253 | ||
| II. Sonstige Kapitalanlagen | 129 210 387 | 188 337 858 | ||
| 129 259 640 | 188 387 111 | |||
| B. Forderungen | ||||
| I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an: Versicherungsnehmer | 702 435 | 372 836 | ||
| II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft | 2 973 221 | 4 595 891 | ||
| davon an verbundene Unternehmen: 2 972 353 (Vj.: 4 595 891) € | ||||
| III. Sonstige Forderungen | 6 661 942 | 19913579 | ||
| davon an verbundene Unternehmen: 4 833 010 (18 021 170) € | ||||
| 10 337 598 | 24 882 306 | |||
| C. Sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| I. Sachanlagen und Vorräte | 127 093 | – | ||
| II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 78 978 | 776 074 | ||
| 206 071 | 776 074 | |||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | ||||
| I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten | 1 236 648 | 1 311 064 | ||
| II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten | 1 015 596 | 376 645 | ||
| 2 252 244 | 1 687 709 | |||
| Summe Aktiva | 142 055 553 | 215 733 200 | ||
| Passiva | ||||
| 2010 | 2010 | 2010 | 2009 | |
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 819 200 | 819 200 | ||
| II. Kapitalrücklage | 43 779 615 | 43 779 615 | ||
| III. Gewinnrücklagen | ||||
| 1. gesetzliche Rücklage | 51 200 | 51 200 | ||
| 2. andere Gewinnrücklagen | 181 201 | 181 201 | ||
| 232 401 | 232 401 | |||
| IV. Bilanzgewinn / Bilanzverlust | – | – | ||
| 44 831 216 | 44 831 216 | |||
| B. Versicherungstechnische Rückstellungen | ||||
| I. Beitragsüberträge | ||||
| 1. Bruttobetrag | 66 419 | 1 042 526 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 11 581 | 263 395 | ||
| 54 838 | 779 131 | |||
| II. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | ||||
| 1. Bruttobetrag | 36 537 027 | 112 698 656 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 6 691 453 | 24 224 612 | ||
| 29 845 574 | 88 474 044 | |||
| III. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen | 37 429 426 | 70 709 633 | ||
| IV. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen | ||||
| 1. Bruttobetrag | 2 692 625 | 4 336 794 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 121 209 | 233 939 | ||
| 2 571 416 | 4 102 855 | |||
| 69 901 254 | 164 065 663 | |||
| C. Andere Rückstellungen | 1 040 968 | 227 300 | ||
| D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | – | 113 958 | ||
| E. Andere Verbindlichkeiten | ||||
| I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber: | ||||
| Versicherungsnehmern | 1 037 697 | 4 601 178 | ||
| II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft | 5 545 | 14 794 | ||
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 176 (–) € | ||||
| III. Sonstige Verbindlichkeiten | 25 090 490 | 1 600 912 | ||
| davon aus Steuern: 564 717 (873 267) € | ||||
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 23 406 784 (547 553) € | ||||
| 26 133 732 | 6 216 884 | |||
| F. Rechnungsabgrenzungsposten | 148 383 | 278 179 | ||
| Summe Passiva | 142 055 553 | 215 733 200 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
| 2010 € |
2010 € |
2010 € |
2009 € |
|
|---|---|---|---|---|
| I. Versicherungstechnische Rechnung | ||||
| 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung (f. e. R.) | ||||
| a) Gebuchte Bruttobeiträge | 52 187 935 | 135 495 714 | ||
| b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge | – 9 335 169 | – 24 016 858 | ||
| 42 852 766 | 111 478 856 | |||
| c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge | 38 578 | – 146 563 | ||
| d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen | – 6 811 | 133 885 | ||
| 31 767 | – 12 678 | |||
| 42 884 533 | 111 466 178 | |||
| 2. Technischer Zinsertrag f. e. R. | – | 7 375 | ||
| 3. Sonstige versicherungstechnische Erträge f. e. R. | 9 456 | 21 789 | ||
| 4. Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R. | ||||
| a) Zahlungen für Versicherungsfälle | ||||
| aa) Bruttobetrag | – 48 902 154 | –119 930 292 | ||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 9 501 753 | 21 961 034 | ||
| – 39 400 401 | – 97 969 258 | |||
| b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | ||||
| aa) Bruttobetrag | – 1 757 932 | – 17 395 675 | ||
| bb) Anteil der Rückversicherer | – 713 798 | 2 431 807 | ||
| – 2 471 730 | – 14 963 868 | |||
| –41 872 131 | –112 933 126 | |||
| 5. Veränderung der sonstigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen | 782 899 | 8 716 491 | ||
| 6. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f. e. R. | –17 323 184 | – 28 184 051 | ||
| 7. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen f. e. R. | – 15 105 | – 35 579 | ||
| 8. Zwischensumme | –15 533 532 | – 20 940 923 | ||
| 9. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen | 33 280 207 | – 4 339 853 | ||
| 10. Versicherungstechnisches Ergebnis f. e. R. | 17 746 675 | – 25 280 776 |
| 2010 | 2010 | 2010 | 2009 | |
|---|---|---|---|---|
| II. Nichtversicherungstechnische Rechnung | ||||
| 1. Erträge aus Kapitalanlagen | 4 147 664 | 11 735 022 | ||
| 2. Aufwendungen für Kapitalanlagen | – 186 820 | – 227 402 | ||
| 3 960 844 | 11 507 620 | |||
| 3. Technischer Zinsertrag | – | – 11 451 | ||
| 3 960 844 | 11 496 169 | |||
| 4. Sonstige Erträge | 199 154 | 570 163 | ||
| 5. Sonstige Aufwendungen | – 453 988 | – 490 278 | ||
| – 254 834 | 79 885 | |||
| 6. Nichtversicherungstechnisches Ergebnis | 3 706 010 | 11 576 054 | ||
| 7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 21 452 685 | –13 704 722 | ||
| 8. Außerordentliche Erträge | 31 980 | – | ||
| 9. Außerordentliche Aufwendungen | – 201 512 | – | ||
| 10. Außerordentliches Ergebnis | – 169 532 | – | ||
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | – 4 760 711 | 26 372 | ||
| davon Konzernumlage: – 4 784 245 (–) € | ||||
| 12. Aufwendungen / Erträge aus Gewinnabführung | –16 522 442 | 13 678 350 | ||
| 13. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag | – | – |
Anhang
Maßgebliche Rechtsvorschriften
Die Gesellschaft erstellt den Jahresabschluss und den Lagebericht nach Maßgabe der Bestimmungen des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV).
Das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, BilMoG) ist am 29. Mai 2009 in Kraft getreten. Hierbei handelt es sich um die umfangreichste Reform des HGB seit 1985. Es ist für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2009 beginnen, verbindlich anzuwenden. Von einer vorzeitigen Anwendung im Jahr 2009 haben wir abgesehen. Auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen wurde verzichtet.
Der Jahresabschluss wurde in Euro (€) aufgestellt.
Vergleichbarkeit mit Vorjahresbeträgen
Große Teile des Bestandes der ehemaligen Vereinte Spezial Versicherung AG, insbesondere das Mitarbeitergeschäft, wurden im Geschäftsjahr 2010 im Wege der Bestandsübertragung auf die Allianz Versicherungs-AG übertragen. Diese Bestandsübertragung führt zu einer nur eingeschränkten Vergleichbarkeit der Geschäftsjahresbeträge mit den entsprechenden Vorjahresbeträgen.
Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ermittlungsmethoden
Beteiligungen
Sie sind zu den Anschaffungskosten bewertet.
Investmentanteile im Anlagevermögen
Die Bewertung erfolgte gemäß § 341 b Abs. 2 HGB nach den geltenden Vorschriften für das Anlagevermögen zu den Anschaffungskosten. Abschreibungen werden nur dann vorgenommen, wenn die Wertminderungen von dauerhaftem Charakter sind.
Wertaufholungsgebot, Zuschreibungen
Auf Vermögensgegenstände, die in früheren Jahren auf einen niedrigeren Marktwert abgeschrieben wurden, muss zugeschrieben werden, wenn diesen Vermögensgegenständen am Bilanzstichtag wieder ein höherer Wert beigelegt wird.
Die Zuschreibungen erfolgen entweder bis zur Höhe der fortgeschriebenen Anschaffungswerte, auf einen niedrigeren langfristig beizulegenden Wert oder auf einen niedrigeren Marktwert.
Andere Kapitalanlagen
Im Einzelnen:
| ― | Namensschuldverschreibungen |
| ― | Schuldscheinforderungen und Darlehen |
| ― | Einlagen bei Kreditinstituten |
Sie sind mit dem Nennbetrag abzüglich Tilgungen bewertet.
Sachanlagen und Vorräte
Diese Posten sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um handelsrechtlich zulässige Abschreibungen, angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Im Einzelnen:
| ― | Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft |
| ― | Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft |
| ― | Sonstige Forderungen |
| ― | laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand |
Forderungen, Bankguthaben sowie Schecks und Kassenbestand werden zu Ihrem Nennwert abzüglich geleisteter Tilgungen bewertet.
Bei den Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.
Rechnungsabgrenzungsposten
Abgegrenzte Zinsen wurden mit dem Nennbetrag bewertet. Agio- und Disagiobeträge wurden durch aktive und passive Rechnungsabgrenzung in Abhängigkeit von den jeweiligen Restforderungen auf die Laufzeit verteilt.
Versicherungstechnische Rückstellungen
Beitragsüberträge
Im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden sie nach der taggenauen Berechnungsmethode ermittelt. Als nicht übertragsfähige Teile wurden die Vertreterbezüge gemäß den steuerlichen Richtlinien abgesetzt. Die von den Bruttobeitragsüberträgen abgesetzten Anteile für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft wurden nach den gleichen Grundsätzen berechnet wie die Bruttobeträge, ebenfalls unter Kürzung nicht übertragsfähiger Teile. Bei Quotenabgaben mit Originalkostenbeteiligung wurden die anteiligen Beitragsüberträge dem Quotenanteil des Rückversicherers entsprechend angesetzt.
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
Die Bruttorückstellung für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft wird für die nachstehenden Teilrückstellungen gesondert ermittelt.
Die Rückstellungen für bekannte Versicherungsfälle (ohne Renten) werden grundsätzlich je Schadenfall einzeln nach der zu erwartenden Leistung bemessen. Auf die Schadenrückstellungen in der Kraftfahrthaftpflicht- und der Rechtsschutzversicherung wurden unter Berücksichtigung der tatsächlichen Schadenzahlungen in der Vergangenheit teilweise pauschale Abschläge vorgenommen. Für bereits eingetretene oder verursachte, aber noch nicht gemeldete Schäden wurden nach den Erfahrungen der Vorjahre ermittelte Spätschadenrückstellungen eingestellt.
Den bei der Abwicklung der offenen Schäden noch zu erwartenden Schadenregulierungsaufwendungen wurde durch Rückstellungen nach Maßgabe des BMF-Erlasses vom 2. Februar 1973 Rechnung getragen.
Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen wurden in Höhe ihrer feststellbaren beziehungsweise bestimmbaren Realisierbarkeit abgesetzt.
Die Anteile des Rückversicherers an den Rückstellungen wurden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt.
Schwankungsrückstellung
Die Rückstellung zum Ausgleich der Schwankungen im jährlichen Schadenbedarf wurde gemäß § 341 h HGB in Verbindung mit § 29 RechVersV für den Selbstbehalt ermittelt.
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Stornorückstellung
Die Stornorückstellung wurde aufgrund von Erfahrungssätzen der Vorjahre ermittelt, bei denen alle den Stornovorgang betreffenden Vertragskomponenten berücksichtigt werden.
Rückstellung für drohende Verluste
Ausgangspunkt für die Bemessung bildet grundsätzlich die voraussichtliche Beitrags-, Schaden- und Kostenentwicklung der jeweiligen Versicherungszweige und -arten. Die Rückstellung wird unter Berücksichtigung anteiliger Zinserträge aus den versicherungstechnischen Rückstellungen nur für den Selbstbehalt berechnet.
Rückstellung aufgrund der Verpflichtungen aus der Mitgliedschaft in der Verkehrsopferhilfe e.V.
Die Rückstellung für Leistungen an den Verein wurde auf der Basis der von der Verkehrsopferhilfe e.V. gemeldeten Rückstellun-gen der Abrechnung 2009 gebildet.
Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen
Die Dotierung erfolgte in Höhe der je Vertrag errechneten anteiligen Beiträge zwischen Stilllegungsdatum und nächster Fälligkeit beziehungsweise 31. Dezember 2010.
Die Anteile der Rückversicherer wurden den vertraglichen Bestimmungen entsprechend ermittelt.
Andere Rückstellungen
Ihr Umfang richtet sich nach dem notwendigen Erfüllungsbetrag.
Verbindlichkeiten
Im Einzelnen:
| ― | Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft |
| ― | Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft |
| ― | sonstige Verbindlichkeiten |
Diese Posten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Alle Verbindlichkeiten verfügen über eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Währungsumrechnung
Die vorstehenden Ausführungen gelten auch für die auf fremde Währung lautenden Aktiva und Passiva.
Dabei wird wie folgt verfahren:
Grundsätzlich werden alle Geschäftsvorgänge in der Originalwährung erfasst und zum jeweiligen Tageskurs (Devisenkassamittelkurs) in Euro umgerechnet.
Dabei werden bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger die Gewinne/Verluste aus der Umrechnung gemäß § 256 a HGB erfolgswirksam erfasst.
Für die Bewertung der auf fremde Währung lautenden Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen, Aktien, Investmentanteile und sonstige variablen und festverzinslichen Wertpapiere wird der Wert in Originalwährung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet.
Im Falle verbundener Unternehmen und Beteiligungen wird beim Vergleich der Anschaffungskosten in Euro mit dem Zeitwert in Euro wie oben beschrieben das gemilderte Niederstwertprinzip angewandt.
Für die sonstigen Kapitalanlagen kommt das strenge Niederstwertprinzip zur Anwendung.
Währungskursgewinne und -verluste werden nicht separat festgestellt und nicht im Währungsumrechnungsergebnis erfasst. Der Nettoeffekt aus Wechselkursveränderungen und Wertschwankungen in Originalwährung wird in den Zu- und Abschreibungen und den realisierten Gewinnen und Verlusten dieser Anlagekategorie erfasst und im Kapitalanlagenergebnis ausgewiesen.
Die aus der Umrechnung von Rückstellungen in Fremdwährung in Euro resultierenden Gewinne/Verluste werden erfolgswirksam erfasst.
Angaben zu den Aktiva
Entwicklung der Aktivposten A.I. bis A.II. im Geschäftsjahr 2010
| Bilanzwerte 31.12.2009 | Zugänge | ||
|---|---|---|---|
| € | % | € | |
| --- | --- | --- | --- |
| A.I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | |||
| 1. Beteiligungen | 49 253 | 0,0 | – |
| Summe A.I. | 49 253 | 0,0 | – |
| A. II. Sonstige Kapitalanlagen | |||
| 1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 85 865 274 | 45,6 | 34 014 434 |
| 2. Sonstige Ausleihungen | |||
| a) Namensschuldverschreibungen | 63 272 584 | 33,6 | 6 000 000 |
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 19 200 000 | 10,2 | 5 000 000 |
| 3. Einlagen bei Kreditinstituten | 20 000 000 | 10,6 | – |
| Summe A.I I. | 188 337 858 | 100,0 | 45 014 434 |
| Gesamt | 188 387 111 | 100,0 | 45 014 434 |
Zeitwert der Kapitalanlagen
| Zeitwerte 31.12.2010 | Bilanzwerte1) 31.12.2010 | Saldo 31.12.2010 | Zeitwerte 31.12.2009 | Bilanzwerte 31.12.2009 | Saldo 31.12.2009 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| A. I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||||||
| 1. Beteiligungen | 49 253 | 49 253 | – | 49 253 | 49 253 | – |
| Summe A.I. | 49 253 | 49 253 | – | 49 253 | 49 253 | – |
| A. II. Sonstige Kapitalanlagen | ||||||
| 1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 55 969 548 | 54 010 387 | 1 959 161 | 91 449 654 | 85 865 274 | 5 584 380 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | – | – | – | – | – | – |
| 3. Sonstige Ausleihungen | ||||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 62 486 636 | 59 346 955 | 3 139 681 | 66 822 822 | 63 272 584 | 3 550 238 |
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 17 134 870 | 16 720 258 | 414 612 | 20 117 991 | 19 200 000 | 917 991 |
| 4. Einlagen bei Kreditinstituten | – | – | – | 20 000 000 | 20 000 000 | – |
| Summe A.I I. | 13 559 1054 | 130 077 600 | 5 513 454 | 198 390 467 | 188 337 858 | 10 052 609 |
| Gesamt | 135 640 307 | 130 126 853 | 5 513 454 | 198 439 720 | 188 387 111 | 10 052 609 |
| Um- buchungen |
Abgänge | Zu- schrei- bungen |
Ab- schrei- bungen |
Netto-Zugang (+) Abgang (–) |
Bilanzwerte 31.12.2010 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | € | € | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| A. I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | |||||||
| 1. Beteiligungen | – | – | – | – | – | 49 253 | 0,0 |
| Summe A.I. | – | – | – | – | – | 49 253 | 0,0 |
| A. II. Sonstige Kapitalanlagen | |||||||
| 1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | |||||||
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | – | 65 869 321 | – | – | – 31 854 887 | 54 010 387 | 41,8 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | |||||||
| a) Namensschuldverschreibungen | – | 10 272 584 | – | – | – 4 272 584 | 59 000 000 | 45,7 |
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | – | 8 000 000 | – | – | – 3 000 000 | 16 200 000 | 12,5 |
| 4. Einlagen bei Kreditinstituten | – | 20 000 000 | – | – | – 20 000 000 | – | 0,0 |
| Summe A.I I. | – | 104 141 905 | – | – | – 59 127 471 | 129 210 387 | 100,0 |
| Gesamt | – | 104 141 905 | – | – | – 59 127 471 | 1 292 596 40 | 100,0 |
1) Bei den Bilanzwerten von zu Nennwerten bilanzierten Anlagen sind die Effekte aus Agio und Disagio berücksichtigt. Daraus resultiert eine Abweichung zu den in
der Bilanz unter Aktiva A.II. ausgewiesenen Werten. Betroffen sind Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen unter Aktiva A.II.3.
Zeitwert der Kapitalanlagen
Der Zeitwert der Kapitalanlagen belief sich zum 31. Dezember 2010 auf 135 640 307 Euro. Der unter Berücksichtigung von Agio- und Disagioeffekten entsprechende Bilanzwert dieser Kapitalanlagen lag bei 130 126 853 Euro.
Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten
(Aktiva D.II.)
Der Betrag betrifft das Agio zu den sonstigen Ausleihungen mit 1015 596 Euro.
Für die Festlegung dieser Zeitwerte wurden die folgenden Bewertungsmethoden angewandt:
Dividendenwerte
Für Dividendenwerte wurde – sofern vorhanden – der Börsenjahresschlusskurs des Jahres 2010 zur Bewertung herangezogen, anderenfalls das Substanzwertverfahren beziehungsweise das Ertragswertverfahren.
Darlehen und ähnliche Kapitalanlagen
Gemäßlaufzeit- und risikoadäquater Zinsstrukturkurve.
Wertpapiere, die der dauernden Vermögensanlage gewidmet werden
| Zeitwerte 31.12.2010 | Bilanzwerte 31.12.2010 | Saldo 31.12.2010 | |
|---|---|---|---|
| € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- |
| Investmentanteile | 55 969 548 | 54 010 387 | 1 959 162 |
| Insgesamt | 55 969 548 | 54 010 387 | 1 959 162 |
Angaben zu Anteilen oder Anlageaktien an Investmentvermögen gemäß § 285 Nr. 26 HGB
| Bilanzwert 31.12.2010 | Zeitwert der Fondsanteile 31.12.2010 | Reserven 31.12.2010 | für das GJ 2010 erfolgte Ausschüttung | |
|---|---|---|---|---|
| Name des Fonds | € | € | € | € |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Rentenfonds | ||||
| Allianz VSR Fonds1) | 54 010 386 | 55 969 548 | 1 959 162 | 219 493 |
| Insgesamt | 54 010 386 | 55 969 548 | 1 959 162 | 219 493 |
1) Fonds enthält ABS-Papiere in geringem Umfang.
Latente Steuern
Analog des Wahlrechts des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB wird der über den Saldierungsbereich hinausgehende Überhang aktiver Steuerlatenzen nicht bilanziert. Die umfangreichsten Abweichungen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen ergeben sich bei den Bilanzpositionen
Angaben zu den Passiva
Gezeichnetes Kapital (Passiva A.I.)
Das gezeichnete Kapital von 819 200 Euro besteht Ende des Jahres 2010 aus 1600 voll eingezahlten, auf den Namen lautenden Stückaktien.
„Sonstige Kapitalanlagen“, „Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle“ und „Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen“, die zu aktiven latenten Steuern führen.
Die Bewertung der inländischen Steuerlatenzen erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 31 Prozent.
Die Aktien können nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden.
Die Allianz Versicherungs-AG ist alleinige Aktionärin der AllSecur Deutschland AG.
Versicherungstechnische Bruttorückstellungen nach Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweigen und Versicherungsarten
| insgesamt | davon: | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| € | € | € | € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||||||
| Unfallversicherung | 15 737 | 87 344 | 13 250 | 81 829 | – | – |
| Haftpflichtversicherung | – | 7 720 | – | – | – | – |
| Kraftfahrzeug- Haftpflichtversicherung |
70 902 045 | 171 522 146 | 32 970 579 | 99 869 037 | 37 429 426 | 69 769 600 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherungen | 5 752 419 | 12 143 464 | 3 510 454 | 9 573 798 | – | – |
| Feuer- und Sachversicherung | – | 1 906 152 | – | 401 573 | – | 940 033 |
| davon: Verbundene Hausratversicherung | – | 338 733 | – | 96 300 | – | – |
| Verbundene Wohngebäudeversicherung |
– | 1 543 051 | – | 301 902 | – | 940 033 |
| Sonstige Sachversicherung | – | 24 368 | – | 3 371 | – | – |
| Rechtsschutzversicherung | 55 296 | 31 20 783 | 42 744 | 2 772 419 | – | – |
| Gesamt | 76 725 497 | 188 787 609 | 36 537 027 | 112 698 656 | 37 429 426 | 70 709 633 |
Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Passiva B.II.)
Bei der Ermittlung der Rückstellungsbeträge wurden gemäß ihrer feststellbaren bzw. bestimmbaren Realisierbarkeit Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen mit einem Bruttobetrag von 237 676 Euro abgesetzt.
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen (Passiva B.IV.)
Davon entfallen 2 000 000 Euro auf die Rückstellung für drohende Verluste.
Andere Rückstellungen (Passiva C.)
Die anderen Rückstellungen belaufen sich auf insgesamt 1 040 968 Euro.
Sie enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Erstellung, Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses in Höhe von 222 100 Euro sowie eine Rückstellung für ausstehende Rechnungen für im Geschäftsjahr bezogene Fremdleistungen in Höhe von 750 000 Euro.
Rechnungsabgrenzungsposten (Passiva F.)
Der Betrag betrifft das Disagio zu den sonstigen Ausleihungen mit 148 383 Euro.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Angaben zu den Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweigen und Versicherungsarten
| gebuchte Bruttobeiträge | verdiente Bruttobeiträge | verdiente Nettobeiträge | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| € | € | € | € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||||||
| Unfallversicherung | 227 435 | 599 508 | 227 568 | 599 430 | 187 968 | 494 706 |
| Haftpflichtversicherung | – | 38 416 | – | 31 067 | – | 25 669 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 34 502 833 | 78 660 429 | 34 530 862 | 78 650 581 | 28 436 411 | 64 892 654 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherungen | 17 420 856 | 53 084 292 | 17 435 778 | 53 027 987 | 14 233 496 | 43 604 647 |
| Feuer- und Sachversicherung | – | 1 641 251 | – | 1 565 683 | – | 12 33 236 |
| davon: Verbundene Hausratversicherung | – | 620 825 | – | 579 916 | – | 478 519 |
| Verbundene Wohngebäudeversicherung | – | 799 554 | – | 767548 | – | 633 230 |
| Sonstige Sachversicherung | – | 220 872 | – | 218 219 | – | 121 487 |
| Rechtsschutzversicherung | 36 811 | 1 471 818 | 32 305 | 1 474 403 | 26 658 | 1 215 266 |
| Gesamt | 52 187 935 | 135 495 714 | 52 226 513 | 135 349 151 | 42 884 533 | 111 466 178 |
Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge, Anzahl der gemeldeten Schäden
| Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge | Anzahl der gemeldeten Schäden | Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2010 Stück | 2009 Stück | 2010/2009 Veränderung in % | 2010 Stück | 2009 Stück | 2010/2009 Veränderung in % | 2010 € | 2009 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Unfallversicherung | 6 132 | 16 532 | – 62,9 | 3 | 2 | 50,0 | – 22 465 | 22 291 |
| Haftpflichtversicherung | – | 386 | – 100,0 | – | – | – | – | – |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 274 719 | 435 523 | – 36,9 | 15 521 | 35 528 | – 56,3 | 336 99 203 | 81 598 515 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherungen | 205 797 | 357 763 | – 42,5 | 17 329 | 50 029 | – 65,4 | 16 941 159 | 53 277 859 |
| Feuer- und Sachversicherung | – | 8 472 | – 100,0 | – | 515 | – 100,0 | – | 522 350 |
| davon: Verbundene Hausratversicherung | – | 3 879 | – 100,0 | – | 205 | – 100,0 | – | 280 785 |
| Verbundene Wohngebäudeversicherung | – | 3 326 | – 100,0 | – | 242 | – 100,0 | – | 235 615 |
| Sonstige Sachversicherung | – | 1 267 | – 100,0 | – | 68 | – 100,0 | – | 5 950 |
| Rechtsschutzversicherung | 1 193 | 8 623 | – 86,2 | 47 | 2 917 | – 98,4 | 42 189 | 1 904 952 |
| Gesamt | 487 841 | 827 299 | – 41,0 | 32 900 | 88 991 | – 63.0 | 50 660 086 | 137 325 967 |
| Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb | Rückversicherungssaldo | versicherungstechnisches Ergebnis f. e. R. | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2010 € |
2009 € |
2010 € |
2009 € |
2010 € |
2009 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Unfallversicherung | 344 616 | 502 127 | 32 761 | – 54 889 | – 62 036 | 19 520 |
| Haftpflichtversicherung | – | 6 945 | – | – 4 215 | – | 19 620 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 10 881 506 | 18 361 605 | 1 565 084 | 3 778 447 | 24 700 808 | – 16 537 001 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherungen | 8 040 863 | 16 044 624 | – 207 240 | 3 922 017 | – 7 821 427 | – 8 170 610 |
| Feuer- und Sachversicherung | – | 369 204 | – | 137 887 | 940 033 | – 148 387 |
| davon: Verbundene Hausratversicherung | – | 167 163 | – | – 23 161 | – | 100 941 |
| Verbundene Wohngebäudeversicherung | – | 190 477 | – | 251 853 | 940 033 | – 359 205 |
| Sonstige Sachversicherung | – | 11 564 | – | – 90 805 | – | 109 877 |
| Rechtsschutzversicherung | 706 | 324 311 | – 123 | 155 387 | – 10 703 | – 463 918 |
| Gesamt | 19 267 691 | 35 608 816 | 1 390 482 | 7 934 634 | 17 746 675 | – 25 280 776 |
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f. e. R. (GuV I.6.)
| 2010 € |
2009 € |
|
|---|---|---|
| a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb | 19 267 691 | 35 608 816 |
| b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 1 944 507 | 7 424 765 |
| Gesamt | 17 323 184 | 28 184 051 |
Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb entfallen 10 956 925 Euro auf Abschluss- und 8 310 766 Euro auf Verwaltungsaufwendungen.
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
| a) Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft | 201 528 | 4 076 206 |
| b) Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB | 9 772 232 | – |
| Gesamt | 9 973 760 | 4 076 206 |
Erträge aus Kapitalanlagen (GuV II.1.)
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| a) Erträge aus Beteiligungen | 55 374 | – |
| b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | 3 797 834 | 11 616 767 |
| davon aus verbundenen Unternehmen: 175 053 (720 932) € | ||
| c) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 294 456 | 118 255 |
| Gesamt | 4 147 664 | 11 735 022 |
Aufwendungen für Kapitalanlagen (GuV II.2.)
| 2010 € |
2009 € |
|
|---|---|---|
| Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen | 186 820 | 227 402 |
| davon aus verbundenen Unternehmen: – (2 405) € | ||
| Gesamt | 186 820 | 227 402 |
Sonstige Erträge (GuV II.4.)
Sie enthalten Erträge aus der Währungs-umrechnung in Höhe von 7 551 Euro.
Außerordentliche Erträge (GuV II.8.) und Aufwendungen (GuV II.9.)
Das Außerordentliche Ergebnis belief sich im Geschäftsjahr auf minus 169 532 Euro und resultiert ausschließlich aus dem Umstellungseffekt der Altersversorgung aus BilMoG.
Sonstige Aufwendungen (GuV II.5.)
Sie enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 5 510 Euro.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (GuV II.11.)
Der Steueraufwand vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 4 760 711 (Ertrag 26 372) Euro erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des verbesserten Ergeb-nisses vor Steuern.
Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Als Mitglied des Vereins Verkehrsopferhilfe e.V. ist die Gesellschaft verpflichtet, anteilig die zur Durchführung des Vereinszwecks erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen.
Anzahl der Mitarbeiter
Die AllSecur Deutschland AG beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter.
Konzernzugehörigkeit
Die AllSecur Deutschland AG gehört zum Allianz Konzern unter Führung der Allianz SE, München. Konzernabschluss und -lage-bericht der Allianz SE werden im März in ihrem Geschäftsbericht veröffentlicht und sodann beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und dort veröffentlicht. Sie können im Unternehmensregister eingesehen oder bei unserer Gesellschaft angefordert werden. Außerdem werden sie auf der Website der Allianz SE verfügbar gemacht. In den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der Allianz SE wird die AllSecur Deutschland AG einbezogen.
Die § § 252 Abs. 1 Nr. 6, 265 Abs. 1 und 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB sind für das Geschäftsjahr 2010 aufgrund der erstmaligen Anwendung der, durch das BilMoG geänderten Vorschriften nicht anzuwenden.
München, den 27. Januar 2011
**AllSecur Deutschland AG
Der Vorstand**
Heinemann
Dr. Trumpp
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AllSecur Deutschland AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft.
Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 11. April 2011
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dr. Thomas Kagermeier, Wirtschaftsprüfer
Rüdiger Hildebrandt, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens entsprechend den uns nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben beraten und die Geschäftsführung laufend überwacht. In zwei Sitzungen im Mai und Oktober sowie durch regelmäßige Berichte ließen wir uns vom Vorstand über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Lage, die beabsichtigte Geschäftspolitik und grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung unterrichten. In Entscheidungen der Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren wir eingebunden. Schwerpunktthemen waren etwa die Bestandsübertragung auf die Allianz Versicherungs-AG und die Vergleicher-Strategie der Gesellschaft. Einen weiteren Schwerpunkt der Beratungen bildeten die internen Kontrollsysteme. So haben wir uns mit der Risikostrategie und -situation der Gesellschaft intensiv auseinandergesetzt. Einen gesonderten Bericht erhielten wir über die Tätigkeitsschwerpunkte der Internen Revision.
Wir haben den Jahresabschluss und Lagebericht in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 1. Juni 2011 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Aufgrund unserer eigenen Prüfung erheben wir keine Einwendungen und schließen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, an; sie hat zu dem vorgelegten Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt; er ist damit festgestellt.
Herr Volker Steck hat mit Wirkung zum Ablauf der außerordentlichen Hauptversammlung am 29. Juli 2010 sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Zu seinem Nachfolger wurde Herr Severin Moser gewählt, der Herrn Steck auch in dessen Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats nachgefolgt ist. Herr Albrecht Kiel hat mit Wirkung zum Ablauf des 5. Oktober 2010 den stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat niedergelegt. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats wurde Herr Dr. Alexander Vollert mit Wirkung zum 6. Oktober 2010 gewählt.
Herr Dr. Gerhard Hastreiter, Mitglied des Vorstands, schied zum 31. Juli 2010 aus dem Vorstand aus, um sich einer anderen Aufgabe im Allianz Konzern zu widmen. Der Aufsichtsrat hat Herrn Bernd Heinemann mit Wirkung ab 1. August 2010 zum Mitglied und Vorsitzenden des Vorstands bestellt.
Der Aufsichtsrat hat den Herren Steck und Dr. Hastreiter für ihre erfolgreiche Tätigkeit in der Gesellschaft seinen Dank ausgesprochen.
München, den 1. Juni 2011
Für den Aufsichtsrat:
Severin Moser Vorsitzender
Mitglieder des Aufsichtsrats
| Severin Moser, Vorsitzender des Vorstands Allianz Versicherungs-AG, Vorsitzender seit 29. Juli 2010 | |
| Dr. Alexander Vollert Mitglied des Vorstands Allianz Deutschland AG, stellv. Vorsitzender (seit 6. Oktober 2010) | |
| Albrecht Kiel CEO Allianz Direct Allianz SE, stellv. Vorsitzender (bis 5. Oktober 2010) | |
| Volker Steck Vorsitzender bis 29. Juli 2010 |