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Allianz SE — Annual Report 2010
Jun 28, 2011
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Annual Report
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Publication

Allianz Deutschland AG
München
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010
Geschäftsbericht 2010
Im Sinne einer besseren Lesbarkeit verwenden wir im Geschäftsbericht durchgängig die Begriffe „Mitarbeiter" und „Vertreter". Damit meinen wir selbstverständlich auch unsere Mitarbeiterinnen und Vertreterinnen.
Inhalt
Mitglieder des Vorstands
Lagebericht
Jahresabschluss
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Bericht des Aufsichtsrats
Mitglieder des Aufsichtsrats
Mitglieder des Vorstands
Dr. Markus Rieß
Vorsitzender des Vorstands
Dr. Gerhard Rupprecht
Vorsitzender des Vorstands
ehemaliges Mitglied des Vorstands
Allianz SE
bis 30. Juni 2010
Dr. Wolfgang Brezina
Personal und Interne Dienste
Bernd Heinemann
Marktmanagement
seit 1. Juli 2010
Dr. Christof Mascher
Betrieb
zugleich Mitglied des Vorstands
Allianz SE
bis 31. Dezember 2010
Andree Moschner
Vertrieb
Bankgeschäft
Severin Moser
Schaden- und Unfallversicherung
seit 1. Juli 2010
Thomas Pleines
Schaden- und Unfallversicherung
bis 30. Juni 2010
Rainer Schwarz
Finanzen
Dr. Alexander Vollert
Betriebsorganisation und IT
seit 1. Januar 2011
Dr. Frank Walthes
Betrieb
seit 1. Januar 2011
Dr. Maximilian Zimmerer
Lebensversicherung
Krankenversicherung
Lagebericht
Die Allianz Deutschland AG erzielte im Geschäftsjahr 2010 ein Ergebnis vor Steuern von 1.076 (875) Millionen Euro. Dieses wurde im Wesentlichen aus den Erträgen aus Gewinnabführungen und Dividenden der operativen Versicherungsgesellschaften - der Allianz Versicherungs-AG, der Allianz Lebensversicherungs-AG, der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG sowie der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG und der Oldenburgischen Landesbank AG erwirtschaftet.
Den Gewinn nach Steuern in Höhe von 1.103 (946) Millionen Euro führte die Allianz Deutschland AG aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die Allianz SE ab.
Die Rolle der Allianz Deutschland AG als Dachgesellschaft
Die Allianz Deutschland AG ist die Dachgesellschaft der drei Erstversicherungsunternehmen Allianz Versicherungs-AG, Allianz Lebensversicherungs-AG und Allianz Private Krankenversicherungs-AG sowie der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG und der Oldenburgischen Landesbank AG (OLB).
Geschäftsmodell
Die Allianz Deutschland AG ist in den Geschäftsfeldern Schaden- und Unfallversicherung, Lebensversicherung und Krankenversicherung sowie im Bankgeschäft tätig. Als führender Versicherer in Deutschland bieten wir eine umfassende Produktpalette zu Versicherung, Vorsorge und Vermögen aus einer Hand.
Der tatsächliche Bedarf und die Wünsche der Kunden sind unser Maßstab für das Produktangebot, unsere Beratungsleistung und unsere Servicequalität. Wir entwickeln Lösungen, die auf die jeweilige Lebensphase unserer Kunden abgestimmt sind. Im Versicherungsfall zahlen wir nicht nur die vereinbarte Geldleistung, sondern stehen unseren Kunden mit Dienstleistungen in Notfällen zur Seite.
Das Unternehmen ist überall dort präsent, wo sich Kunden über Versicherungs- und Vorsorgelösungen informieren und nach für sie passenden Produkten suchen: bei den Vertretern, im Internet, bei Maklern, in allen Commerzbank-Filialen, den Genossenschafts-Banken in Bayern, in den Filialen der OLB und bei den Partnern der Automobilwirtschaft.
Im Zentrum dieser Mehrkanalstrategie stehen die Allianz Agenturen. Sie betreuen unsere Privatkunden ganzheitlich über alle Lebensphasen hinweg und beraten unsere Firmenkunden bei der Absicherung ihrer speziellen Risiken. Dabei unterstützen wir die Interaktion der Allianz Vertreter mit ihren Kunden über die Vertreter-Homepages mit einem kompletten Informations-, Tarifierungs- und Kommunikationsangebot zu Versicherung, Vorsorge und Vermögen.
Um für unterschiedliche Zielgruppen sowohl eine leistungsstarke und wettbewerbsfähige Grundabsicherung als auch individuell auf den Kunden zugeschnittene Lösungen anbieten zu können, haben wir unser Marktmanagement weiter ausgebaut und besser positioniert. Das seit Mitte 2010 eigene Vorstandsressortverzahnt die Produktentwicklung der Schaden- und Unfallversicherung, der Lebensversicherung, der Krankenversicherung und der Bank. Dadurch ermöglicht das integrierte Marktmanagement spartenübergreifende Versicherungs- und Vorsorgelösungen und ist zugleich das Bindeglied zwischen den Produktgebern, den Kunden und dem Vertrieb.
Querschnittsfunktionen
Die Allianz Deutschland AG nimmt spartenübergreifende Querschnittsfunktionen wahr. Diese sind insbesondere Betriebsorganisation, Controlling, Datenschutz, Interne Dienste, IT, Marktmanagement,
Personal, Rechnungswesen, Recht, Revision, Risikocontrolling und Unternehmenskommunikation. Weiterhin sind der spartenübergreifende Versicherungsbetrieb und die Schaden- und Leistungsbearbeitung in den Betriebsgebieten bei der Allianz Deutschland AG angesiedelt.
Die Allianz Deutschland AG stellt die in den genannten Bereichen erbrachten Leistungen allen ihren Tochtergesellschaften zur Verfügung und verrechnet sie im Rahmen der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung verursachungsgerecht und nach dem Vollkostenprinzip an die Tochtergesellschaften weiter. Kosten, die originär der Allianz Deutschland AG als Einzelgesellschaft zuzuordnen sind, verbleiben dort.
Allgemeine Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Die Weltwirtschaft hat sich von der Finanz- und Wirtschaftskrise schnell erholt und erreichte bereits im Sommer 2010 wieder das Niveau, das sie vor Beginn des Konjunktureinbruchs hatte. Dabei holte die Industrieproduktion einen Einbruch von 12 Prozent und der Welthandel sogar von 21 Prozent auf. Die deutsche Wirtschaft profitierte von der Wiederbelebung des Welthandels und erlebte im 1. Halbjahr 2010 einen starken Wachstumsschub, der im 2. Quartal 2010 zu einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 4,1 Prozent führte. Damit verzeichnete Deutschland in diesem Zeitraum das höchste Wachstum der Industrieländer weltweit.
Die stärksten Wachstumsimpulse gingen von der Industrie aus, bevor der Aufschwung im Jahresverlauf alle größeren Wirtschaftsbereiche mit Ausnahme
der Landwirtschaft erfasste. Dies fand auch seinen Niederschlag am Arbeitsmarkt: Seit Anfang 2010 nahm die Zahl der Erwerbstätigen wieder zu. Die positiven Wechselwirkungen von zunehmender Beschäftigung, steigenden Einkommen und höherer Nachfrage sind Zeichen eines sich selbst tragenden Aufschwungs. Dieser konnte auch eine Abschwächung der Weltkonjunktur im 2. Halbjahr 2010 verkraften. Im Jahresdurchschnitt wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 3,6 Prozent.
Versicherungswirtschaft
Die kräftige konjunkturelle Erholung beeinflusste auch die Versicherungsnachfrage im Jahr 2010. Über alle Versicherungssparten hinweg wurden höhere Beitragseinnahmen verzeichnet. Nach vorläufigen Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) legten die Beiträge 2010 insgesamt um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.
Getragen wurde dieses Wachstum vor allem von der Lebensversicherung (+ 6,1 Prozent), die wiederum vom stark gestiegenen Einmalbeitragsgeschäft profitierte. Dieses legte im Jahresverlauf nach vorläufigen Angaben um 26,3 Prozent zu. In der Schaden- und Unfallversicherung gab es erstmals seit sechs Jahren eine leichte Belebung: Das Prämienaufkommen erhöhte sich um 0,7 Prozent. Die private Krankenversicherung erzielte ein Beitragswachstum in Höhe von 5,4 Prozent.1
Bankenumfeld
Die Bankenlandschaft in Deutschland befindet sich in einer Phase des Umbruchs. Viele Institute haben die unmittelbaren Folgen der Finanzmarktkrise bereits bewältigt, jedoch sind es insbesondere die staatlich gestützten Banken und die Landesbanken, die vor einer Überprüfung ihres Geschäftsmodells stehen. Der Konsolidierungsprozess auf dem deutschen Bankenmarkt schreitet voran.
Handlungsdruck entstand durch politische Eingriffe auf Ebene der Bundespolitik und der EU. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen nutzten die Banken das Jahr 2010, um ihre Kapitalbasis zu stärken und ihre Bilanzstruktur zu verbessern. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank stieg die Kernkapitalquote der großen Institute auf 10,5 Prozent
1 Hierin sind die Abschreibungen für fehlende Einnahmen durch Nichtzahler bereits berücksichtigt.
Geschäftsverlauf
Die wesentliche Ergebnisquelle für die Allianz Deutschland AG ist das Finanzergebnis. Dieses wird von den Gewinnabführungen und Dividenden der operativen Gesellschaften bestimmt.
Das Finanzergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr auf 1.081 (1.068) Millionen Euro gesteigert werden.
Dazu trug eine höhere Gewinnabführung aus der Jota-Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH in Höhe von 433 (335) Millionen Euro bei. Dieses Ergebnis stammt aus der Dividende der Allianz Lebensversicherungs-AG.
Ebenso verbesserten sich die Erträge aus den Ergebnisabführungsverträgen mit der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG auf 84 (72) Millionen Euro und der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG auf 39 (2) Millionen Euro.
Mit der AllSecur Deutschland AG wurde ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Daraus konnte erstmalig ein Ertrag in Höhe von 17 Millionen Euro erfasst werden.
Aus der mittelbaren und unmittelbaren Beteiligung an der OLB wurde ein Beteiligungsertrag in Höhe von 12 (9) Millionen Euro erzielt.
Die Gewinnabführung der Allianz Versicherungs-AG fiel mit 552 (745) Millionen Euro geringer als im Vorjahr aus. Der Rückgang resultierte aus einer deutlich über dem Vorjahr liegenden Schadenbelastung.
Die Allianz Deutschland AG hat sich gegenüber der OLB verpflichtet, die operativen Verluste aus dem Aufbau der Zweigniederlassung Allianz Bank längstens bis zum Jahr 2014 auszugleichen. Im Berichtsjahr beliefen sich diese auf 71 (49) Millionen Euro. Der Anstieg resultiert daraus, dass die Allianz Bank das komplette Geschäftsjahr über operativ tätig war; im Vorjahr waren es nur sieben Monate. Der verbesserte operative Geschäftsverlauf konnte dies nicht ausgleichen.
1 Hierin sind die Abschreibungen für fehlende Einnahmen durch Nichtzahler bereits berücksichtigt.
Der positive Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen betrug 2 (14) Millionen Euro. Er stammt aus der Anlage von liquiden Mitteln.
Auf Anteile an verbundenen Unternehmen waren im Berichtsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Vorjahr: 104 Millionen Euro) vorzunehmen.
Neben dem Finanzergebnis erwirtschaftete die Allianz Deutschland AG Erträge aus Dienstleistungen in Höhe von 1.868 (1.675) Millionen Euro. Den Erträgen standen entsprechende Aufwendungen gegenüber.
Während im Vorjahr das außerordentliche Ergebnis mit den Kosten für den Aufbau der Allianz Bank in Höhe von 174 Millionen Euro belastet wurde, ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positiver Saldo in Höhe von 4 Millionen Euro. Das Ergebnis wurde vollständig aus der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (Blog) erzielt.
Unter Berücksichtigung nicht verrechenbarer Gesellschaftskosten belief sich der Gewinn vor Steuern auf 1.076 (875) Millionen Euro. Der Steuerertrag in Höhe von 27 (72) Millionen Euro ergab sich fast ausschließlich aus Konzernumlagen im Rahmen der bestehenden steuerlichen Organschaften.
Den Gewinn nach Steuern in Höhe von 1.103 (946) Millionen Euro führt die Gesellschaft aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags an die Allianz SE ab. Damit ergibt sich ein Jahresüberschuss von 0 (0) Euro. Wie im Vorjahr erfolgten keine Einstellungen in die Gewinnrücklage.
Die Allianz SE brachte im Dezember 2010 im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage einen bislang noch direkt gehaltenen Anteil von 5,1 Prozent an der Jota-Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH in die Allianz Deutschland AG ein. Durch die Ausgabe von 500 neuen Aktien wurde das Grundkapital mit Wirkung zum 25. Januar 2011 um 500 Euro erhöht, in die Kapitalrücklage nach § 272 Absatz 2 Nr. 4 HGB wurden 346 Millionen Euro eingestellt.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unser Potenzial, um uns als Marktführer zu behaupten. Indem wir sie fördern und sie ihren jeweiligen Stärken entsprechend einsetzen, gelingt es uns, Mitarbeiter und Führungskräfte an das Unternehmen zu binden und wertvolles Know-how zu erhalten. Ein attraktives Arbeitsumfeld ermöglicht, dass wir sowohl Stellen intern besetzen als auch engagierte Mitarbeiter für uns gewinnen können.
Kaum ein Personalthema beschäftigt Unternehmen zurzeit so sehr wie der demografische Wandel. In der Allianz haben wir uns frühzeitig damit befasst und entsprechende Maßnahmen und Instrumente entwickelt Die Personalplanung wurde auf zehn Jahre ausgeweitet und ein Talente-Pool mit potenziellen Kandidaten für die mittlere Führungsebene eingerichtet. Zudem sind zwei betriebsnahe Kindertagesstätten in München geplant.
Auch in diesem Jahr hat die Gesellschaft ihre Mitarbeiter am Unternehmenserfolg beteiligt: durch das Angebot, Mitarbeiteraktien der Allianz SE zu vergünstigten Konditionen zu erwerben und im Rahmen einer variablen Vergütungskomponente. Erstmals hat die Allianz in diesem Jahr eine weltweite Befragung zur Mitarbeiterzufriedenheit durchgeführt, an der sich auch die Allianz Deutschland AG mit ihren Tochtergesellschaften beteiligt hat.
Zahlen und Fakten
| 2010 | 2009 | 2008 | ||
|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiter 1 | 16.941 | 16.693 | 16.855 | |
| davon Stammpersonal | 14.555 | 14.539 | 15.063 | |
| davon Auszubildende | 1.360 | 1.211 | 806 | |
| davon sonstige Mitarbeiter in Ausbildung | 85 | 60 | 70 | |
| davon Aushilfen | 941 | 883 | 916 | |
| Anteil Frauen | in % | 56 | 57 | 57 |
| Anteil Männer | in % | 44 | 43 | 43 |
| Anteil Vollzeitmitarbeiter im Innendienst | in % | 73 | 75 | 81 |
| Anteil Teilzeitmitarbeiter im Innendienst | in % | 27 | 25 | 19 |
| Anteil Akademiker | in % | 20 | 20 | 20 |
| Alter (Durchschnitt in Jahren) | 42,4 | 42,5 | 42,7 | |
| Konzernzugehörigkeit (Durchschnitt in Jahren) | 17,0 | 17,2 | 17,1 | |
| Lohn- und Gehaltssumme 2 | Mio € | 790,6 | 806,2 | 772,4 |
| Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung | Mio € | 134,5 | 131,9 | 137,1 |
| Aufwand für Altersversorgung | Mio € | 58,0 | 57,7 | 79,3 |
| Aufwand für Unterstützungszahlungen 3 | Mio € | 1,9 |
1 Stichtag 31.12.; einschließlich ruhender Arbeitsverhältnisse
2 inklusive Barlohnumwandlung zur Altersversorgung, bis Geschäftsjahr 2008 unter Altersversorgung ausgewiesen
3 bis Geschäftsjahr 2009 in der Lohn- und Gehaltssumme enthalten
Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter betrugen im Berichtsjahr 790,6 (806,2) Millionen Euro. Die Summe aus sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung belief sich auf 194,4 (189,6) Millionen Euro. Darin sind neben der betrieblichen Altersversorgung auch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung enthalten.
Dank an Beschäftigte und Arbeitnehmervertreter
Der Vorstand dankt den Mitarbeitern für ihren großen Einsatz, ihre hohe Leistungsbereitschaft und Kompetenz. Auch den Arbeitnehmervertretern in den Betriebsratsgremien gilt der Dank für die gute Zusammenarbeit.
Risikobericht
Die Geschäftsmodelle der Gesellschaften innerhalb der Allianz Deutschland AG sind auf die Übernahme und das Management von Risiken ausgelegt. Ein ausgeprägtes Risikobewusstsein und das Abwägen von Chancen und Risiken sind daher integrale Bestandteile der Geschäftssteuerung.
Risikoorganisation
In der Allianz Deutschland AG ist der Grundsatz der unabhängigen Risikoüberwachung fest verankert. Die aktive Übernahme von Risiken und deren Management durch die Geschäftseinheiten sind organisatorisch strikt getrennt von der Risikoüberwachung durch einen unabhängigen Bereich (Risikocontrolling). Diese Kontrollinstanz umfasst nicht nur die unabhängige Identifizierung, Bewertung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken, sondern prüft auch Handlungsalternativen und spricht Empfehlungen an die Geschäftseinheiten beziehungsweise den Vorstand aus.
Das Risikocontrolling der Allianz Deutschland AG und ihrer Tochtergesellschaften wird von einer organisatorischen Einheit innerhalb der Allianz Deutschland AG unter Leitung des Chief Risk Officer (CRO) im Auftrag aller Gesellschaften wahrgenommen. Dadurch wird Know-how gebündelt, und Ressourcen können effizient genutzt werden. Das Risikocontrolling überwacht die Risiken systematisch mit qualitativen und quantitativen Risikoanalysen und -bewertungen. Der CRO der Allianz Deutschland AG nimmt gleichzeitig die CRO-Funktion bei den Versicherungsgesellschaften wahr. Die OLB unterhält ein Risikomanagement- und -controllingsystem, das in die Risikosteuerung der Allianz Deutschland AG integriert ist, insbesondere hinsichtlich des internen Risikokapitalmodells, des Risk Committees und der einheitlichen Standards.
Das Risikocontrolling der Allianz Deutschland AG ist in die Risikosteuerung der Allianz SE eingebunden. Als verbindliche Leitlinien dienen dabei die Risikostrategie der Allianz Deutschland AG sowie die von der Allianz SE vorgegebene Group Risk Policy, Minimum Standards und Modellierungsvorgaben. Die für das Risikocontrolling der Allianz SE zuständige Einheit Group Risk ist Kontrollinstanz für das Risikocontrolling der Allianz Deutschland AG.
Als weitere interne und externe Instanzen zur Überprüfung der Risikoorganisation wirken in jeweils vorgeschriebenem Umfang Aufsichtsrat, Treuhänder des Sicherungsvermögens, Verantwortlicher Aktuar, Sicherheits-, Datenschutz-, Geldwäsche- und Compliance-Beauftragte sowie die Interne Revision. Aufsichtsbehörden und Wirtschaftsprüfer sind zusätzliche externe Instanzen der Risikoüberwachung.
Die systematische Identifikation und Steuerung aller relevanten Risiken und die Angemessenheit der Prozesse im Risikomanagement werden durch Local Risk Committees der einzelnen Versicherungsgesellschaften unter Leitung des CRO sichergestellt. Die Arbeit der Local Risk Committees wird durch mehrere Sub Risk Committees ergänzt. Für übergreifende operative Themen hat die Allianz Deutschland AG ein eigenes Risk Committee eingerichtet, in dem neben Vorständen aus den Geschäftssegmenten alle relevanten operativen Einheiten vertreten sind.
Wesentliche Risiken
Alle relevanten Risiken werden durch geeignete Kontrollprozesse erfasst. Die quantifizierbaren Risiken sind im internen Risikokapitalmodell berücksichtigt. Dies erfüllt unserer Auffassung nach die erwarteten künftigen Anforderungen aus Solvency II und umfasst die nachfolgend genannten Risiken.
Marktrisiken
Wertverluste bei Aktien, festverzinslichen Anlagen, Immobilien, nicht börsennotierten Beteiligungen und Fremdwährungsanlagen
Kreditrisiken
Verluste aufgrund von Schuldnerinsolvenzen oder Ausfall unserer Rückversicherungspartner beziehungsweise Emittenten von Derivaten sowie Wertverluste aufgrund von Verschlechterung der Kreditwürdigkeit der Schuldner, der Rückversicherungspartner oder der Emittenten
Versicherungstechnische Risiken
Risiken, die aufgrund der Abweichung der tatsächlichen Versicherungsereignisse von den in der Tarifierung eingerechneten Versicherungsereignissen entstehen. Dies sind insbesondere Prämienrisiken durch unzureichende Prämien, Reserverisiken durch nicht ausreichende Reserven und Änderungsrisiken durch Veränderungen der Rechnungsgrundlagen
Geschäftsrisiken
Kosten- und Stornorisiken sowie operationale Risiken, also unerwartete wirtschaftliche Verluste, die im Zusammenhang mit externen Ereignissen stehen oder von internen Prozessen, Verfahren und Systemen herrühren, die unzureichend sind oder versagen
Die Risiken der Allianz Deutschland AG liegen überwiegend im operativen Bereich, da sie als Holding keine direkten Markt-, Kredit- oder versicherungstechnischen Risiken hat. Das Risiko der Änderung der Beteiligungswerte der Allianz Deutschland AG bei den Tochtergesellschaften deckt deren Risikosteuerung direkt ab.
Qualitative Risiken werden in einem strukturierten Identifikations- und Bewertungsprozess erfasst. Dies sind:
| ― | Rechtsänderungsrisiken, |
| ― | Reputationsrisiken, |
| ― | -strategische Risiken und |
| ― | Liquiditätsrisiken. |
Diese Gruppierung der Risiken stimmt unserer Auffassung nach mit den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) für die Versicherungswirtschaft überein.
Ein umfassendes Sicherungssystem und interne Kontrollen minimieren Risiken aus fehlerhaften Abläufen. Geeignete technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen dienen dazu, das vorhandene Risiko zu kontrollieren. Hierzu zählen unter anderem die IT-Sicherheit (zum Beispiel Back-up-Systeme und Firewalls), die Zugangssicherheit (zum Beispiel ein striktes Berechtigungssystem) sowie interne Kontrollsysteme (zum Beispiel Vier-Augen-Prinzip). Die strikte Trennung von Handel, Abwicklung und Controlling sowie abgestufte Limitsysteme und ein zeitnahes, umfassendes Berichtswesen minimieren organisatorisch die operationalen Risiken aus der Kapitalanlagetätigkeit.
Die unabhängige Interne Revision prüft regelmäßig die internen Prozesse. Zusätzlich werden im Rahmen der Umsetzung des Allianz Standards ICOFR (Internal Control over Financial Reporting) alle internen Prozesse, die sich auf die Finanzberichterstattung auswirken können, eingehend untersucht und dokumentiert. Mögliche Risiken werden identifiziert und durch regelmäßige Kontrollen auf ein Minimum reduziert. ICOFR leitet sich aus den Regularien des Sarbanes-Oxley Act (SOX) ab. Damit wird das bereits etablierte Kontrollumfeld auch nach dem 2009 erfolgten Delisting der Allianz SE von der New Yorker Börse in seiner Funktionsweise fortgeführt. ICOFR trägt maßgeblich zu einer qualitativ hochwertigen Finanzberichterstattung bei.
Die Risikokontrollprozesse stellen sicher, dass mögliche Risiken aus dem operativen Geschäftsbetrieb frühzeitig identifiziert und adäquate Maßnahmen zur Risikominimierung ergriffen werden. Zusätzlich steht mit der Verlustdatenbank zur Erfassung von Verlusten aus operationalen Risiken ein weiteres Analyseinstrument zur Risikoverminderung bereit.
Risikosituation
Alle aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen werden erfüllt, insbesondere auch von den Tochtergesellschaften. Durch die aktive Beteiligung am europäischen Solvency-II-Projekt ist die Allianz Deutschland AG außerdem gut auf die künftigen regulatorischen Anforderungen vorbereitet.
Alle derzeit bestehenden Risiken liegen innerhalb der Risikotragfähigkeit des Unternehmens.
Nachtragsbericht
Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Allianz Deutschland AG von besonderer Bedeutung gewesen wären, sind nach Schluss des Geschäftsjahrs bis zur Vorstandssitzung, in welcher der Jahresabschluss aufgestellt wurde, nicht eingetreten.
Prognose- und Chancenbericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Ausblick für die Jahre 2011 und 2012 ist laut Allianz Economic Research verhalten positiv. Der Aufschwung wird sich fortsetzen, wenn auch an Kraft verlieren. Belastend werden sich das Auslaufen der Konjunkturprogramme und die geplanten Maßnahmen zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte auswirken. Gleichzeitig werden die Zuwächse im deutschen Export mit der erwartet moderaten weltwirtschaftlichen Entwicklung geringer ausfallen. Auf der anderen Seite wird eine positive Entwicklung der Einkommen die Verbrauchernachfrage fördern. Das Bruttoinlandsprodukt wird nach Prognosen von Allianz Economic Research 2011 voraussichtlich um etwa 2,5 Prozent wachsen. Dabei ist allerdings das Risiko, dass es trotz weitreichender Spar- und Reformmaßnahmen zu einer weiteren Verschärfung der Schuldenkrise im Euroraum kommt, nicht gänzlich auszuschließen. Damit wären womöglich auch weitere Belastungen für das europäische Banken- und Finanzsystem verbunden, die negativ auf die Entwicklung der Realwirtschaft zurückwirken könnten.
Prognose für die deutsche Versicherungswirtschaft
Der Ausblick für die kommenden beiden Jahre fällt insgesamt verhalten aus - trotz eines fortgesetzten Aufschwungs und der verbesserten wirtschaftlichen Lage der privaten Haushalte und der Unternehmen. Der GDV rechnet für 2011 über alle Versicherungssparten hinweg mit einem leichten Rückgang (-0,5 Prozent) des Beitragsaufkommens. Dies liegt vor allem daran, dass beim Einmalbeitragsgeschäft in der Lebensversicherung ein Rückgang nicht ausgeschlossen werden kann.
Prognose für das deutsche Bankgeschäft
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland dürften ein positives Umfeld für die weitere Erholung der Ertragsstärke der deutschen Banken bieten. Im Fall einer auch 2011 anziehenden Konjunktur, einer damit einhergehenden Kreditnachfrage und steigenden Aktienmärkten könnten die Institute ihre Zins- und Provisionsüberschüsse verbessern. Es ist davon auszugehen, dass die Banken im kommenden Jahr durch die neu eingeführte Bankenabgabe und die Vorbereitungen auf die Basel III-Vorschriften belastet werden.
Veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen
Rechtliche Rahmenbedingungen
Unisextarife
Am 1. März 2011 hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass die europarechtliche Befugnis der Mitgliedstaaten, Versicherungstarife nach dem Geschlecht zu differenzieren, wenn dies statistisch gerechtfertigt ist, mit Wirkung zum 21. Dezember 2012 unwirksam wird. Die Entscheidung wird sich nicht nur in der Lebensversicherung und in der Krankenversicherung, sondern auch in der Schaden- und Unfallversicherung auf die Produktgestaltung und Tarifierung auswirken und einen erheblichen Umstellungsaufwand mit sich bringen.
Prognose für die Geschäftsentwicklung der Allianz Deutschland AG
Der künftige Geschäftsverlauf der Allianz Deutschland AG hängt wesentlich davon ab, wie sich die einzelnen Geschäftsfelder entwickeln, wie die jeweils unterschiedlichen versicherungswirtschaftlichen Einflussfaktoren wirken und wie die allgemeinen Rahmenbedingungen sind.
Trotz der positiven Aussichten für die deutsche Wirtschaft wird der Verlauf der Beitragseinnahmen der Versicherungstöchter in den nächsten Jahren sehr stark von der Entwicklung der Einmalbeiträge in der Lebensversicherung abhängen. Vor dem Hintergrund der hohen Einmalbeitragseinnahmen im Jahr 2010 kann ein Umsatzrückgang in den nächsten beiden Jahren bei den Versicherungstöchtern der Allianz Deutschland AG nicht ausgeschlossen werden.
Das operative Ergebnis der Versicherungsgesellschaften und der OLB dürfte in den kommenden beiden Jahren über dem des Berichtsjahrs liegen. Diese Einschätzung steht unter dem Vorbehalt, dass die Entwicklung sowohl an den Kapitalmärkten als auch bei Naturkatastrophen und Großschäden das Ergebnis nur moderat belasten wird.
Unter dieser Annahme gehen wir davon aus, dass die Gewinnabführungen der Allianz Deutschland AG an die Allianz SE für die Jahre 2011 und 2012 jeweils rund 1 Milliarde Euro betragen werden. Dies berücksichtigt bereits die weiterhin bestehende Erklärung der Allianz Deutschland AG gegenüber der OLB, für etwaige operative Verluste aus deren Zweigniederlassung Allianz Bank aufzukommen.
In der Schaden- und Unfallversicherung rechnen wir mit einem weiteren Rückgang der Beitragseinnahmen im Jahr 2011. Ab 2012 erwarten wir, dass sich das Beitragsniveau stabilisiert. Gründe dafür sind unter anderem der Ausbau unserer Produktpalette durch innovative und bedarfsgerechte Produkte sowie unsere vertrieblichen Initiativen in den einzelnen Absatzkanälen. Die Produktinnovationen und vertrieblichen Initiativen greifen bereits 2011 in Form von zusätzlichem Neugeschäft, die volle Beitragswirkung daraus tritt aber erst ab 2012 ein. Nicht zuletzt werden sich die positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch auf die Versicherungsnachfrage auswirken.
Für die kommenden beiden Jahre gehen wir von einer niedrigeren Schadenquote aus. Hierzu sollen verschiedene Maßnahmen beitragen, um die Qualität in der Schadenbearbeitung zu verbessern. Weitere Voraussetzung für eine niedrigere Schadenquote ist, dass die Aufwendungen für Groß- und Elementarschäden den langjährigen Durchschnitt nicht übersteigen.
Trotz neuer Initiativen zum Geschäftsausbau sowie planmäßiger Abschreibungen auf in der Vergangenheit vorgenommene Investitionen in unsere Infrastruktur rechnen wir insgesamt für die nächsten zwei Jahre mit einer verbesserten Schaden-Kosten-Quote. Unter Einbeziehung der erwarteten Erträge aus Kapitalanlagen und nach Steuern wird im Jahr 2011 der Jahresüberschuss nach derzeitiger Einschätzung leicht niedriger ausfallen. Für 2012 rechnen wir wieder mit einem Anstieg.
Für die Allianz Lebensversicherungs-AG rechnen wir beim Neugeschäft gegen laufende Beiträge sowohl im Privat- als auch Firmengeschäft mit einem deutlichen Wachstum. Besonders gute Chancen sehen wir dabei in der staatlich geförderten Altersvorsorge und in der Berufsunfähigkeitsversicherung sowie in der betrieblichen Altersvorsorge.
Bei den Einmalbeiträgen erscheint unsicher, ob nach den ungewöhnlich hohen Steigerungen in den Vorjahren das Niveau gehalten werden kann. Ein wichtiger Faktor hierfür wäre, dass die für das Einmalbeitragsgeschäft günstige Zinssituation weiter anhält. Stärker zurückgehende Einmalbeiträge werden wir durch den Anstieg bei den laufenden Beitragseinnahmen voraussichtlich nicht ausgleichen können.
Wir erwarten für die Jahre 2011 und 2012 einen gegenüber 2010 leicht steigenden Jahresüberschuss, der - ein stabiles Kapitalmarktumfeld vorausgesetzt - vor allem aus einem Anstieg des Kapitalanlagenergebnisses stammen soll.
Für die Allianz Private Krankenversicherungs-AG rechnen wir für 2011 mit in etwa gleichbleibenden Beitragseinnahmen. Für das Jahr 2012 erwarten wir einen leichten Anstieg, der gleichermaßen von Neuzugängen sowie von Beitragsanpassungen getrieben sein wird.
Die zunehmenden Kosten im Gesundheitswesen werden auch 2011 und 2012 voraussichtlich höhere Aufwendungen für Versicherungsfälle nach sich ziehen. Diese dürften, unter der Prämisse stabiler Kapitalmärkte, jedoch durch ein weiter verbessertes Kapitalanlagenergebnis ausgeglichen werden. Für 2011 erwarten wir einen Anstieg des Jahresüberschusses vor Gewinnabführung - insbesondere, weil das Ergebnis 2010 durch das Urteil zum Tarifstrukturzuschlag belastet war. Sofern keine negativen Entwicklungen an den Kapitalmärkten das Ergebnis beeinflussen, erwarten wir für das Jahr 2012 einen gegenüber 2011 stabilen Jahresüberschuss.
Für das Bankgeschäft erwarten wir in den nächsten beiden Jahren ein moderates Wachstum des Geschäftsvolumens. Wir rechnen damit, dass die Allianz Bank sowohl im Kreditgeschäft als auch im Wertpapiergeschäft weiter zulegen kann. Im Einlagengeschäft wird das voraussichtlich niedrig bleibende Zinsniveau das Wachstum dämpfen. Durch steigende operative Erträge bei annähernd konstanten Aufwendungen wird sich das operative Ergebnis weiter erhöhen. Im Jahr 2011 erwarten wir ein ausgeglichenes und 2012 erstmals ein positives operatives Ergebnis.
Bereinigung der Beteiligungsstruktur
Zur Bereinigung der Beteiligungsstruktur ist für 2011 vorgesehen, dass die von der Allianz SE bislang noch direkt gehaltenen Minderheitsbeteiligungen an der Allianz Versicherungs-AG und der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG auf die Allianz Deutschland AG abgespalten werden, die dadurch zur alleinigen Aktionärin der beiden Gesellschaften werden wird.
München, den 9. März 2011
Allianz Deutschland AG
Der Vorstand
Dr. Rieß
Dr. Brezina
Heinemann
Moschner
Moser
Schwarz
Dr. Vollert
Dr. Walthes
Dr. Zimmerer
Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Soweit wir in diesem Geschäftsbericht Prognosen oder Erwartungen äußern oder die Zukunft betreffende Aussagen machen, können diese Aussagen mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Neben weiteren hier nicht aufgeführten Gründen können sich Abweichungen aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, vor allem in Allianz Kerngeschäftsfeldern und -märkten, aus Akquisitionen sowie der anschließenden Integration von Unternehmen und aus Restrukturierungsmaßnahmen ergeben. Abweichungen können außerdem aus dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen (zum Beispiel durch Naturkatastrophen), der Entwicklung von Schadenskosten, Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise -tendenzen und, insbesondere im Bank- und Kapitalanlagebereich, aus dem Ausfall von Kreditnehmern und sonstigen Schuldnern resultieren. Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte (zum Beispiel Marktschwankungen oder Kreditausfälle) und der Wechselkurse sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können entsprechenden Einfluss haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, Zukunftsaussagen zu aktualisieren.
Bilanz zum 31. Dezember 2010
der Allianz Deutschland AG
AKTIVA
| Anhang Anmerkung Nr. | 2010 Tsd € |
2009 Tsd € |
|
|---|---|---|---|
| A Anlagevermögen | 1 | ||
| I Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1 Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 25.939 | 33.164 | |
| 2 Geleistete Anzahlungen | 456 | ||
| II Sachanlagen | |||
| 1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 38.876 | 42.275 | |
| 2 Technische Anlagen und Maschinen | 9.663 | 23.977 | |
| 3 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 36.598 | 37.632 | |
| 4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 2.472 | 7.627 | |
| III Finanzanlagen | |||
| 1 Anteile an verbundenen Unternehmen | 7.799.367 | 7.453.416 | |
| 2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 717.145 | 571.159 | |
| 3 Wertpapiere des Anlagevermögens | 2 | 34.432 | 122.314 |
| 8.664.492 | 8.292.020 | ||
| B Umlaufvermögen | |||
| I Vorräte | |||
| 1 Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 3 | 189.758 | 264.780 |
| 2 Fertige Erzeugnisse und Waren | 1.123 | 1.127 | |
| 3 Geleistete Anzahlungen im Umlaufvermögen | 231 | ||
| II Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 4 | 1.235.403 | 1.345.329 |
| III Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 304 | 174 | |
| 1.426.819 | 1.611.410 | ||
| C Rechnungsabgrenzungsposten | 321 | ||
| Bilanzsumme Aktiva | 10.091.311 | 9.903.751 | |
| PASSIVA | |||
| Anhang Anmerkung Nr. | 2010 Tsd € |
2009 Tsd € |
|
| A Eigenkapital | |||
| I Gezeichnetes Kapital | 5 | 200.500 | 200.500 |
| II Einlagen zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung | 6 | 1 | - |
| III Kapitalrücklage | 7 | 8.082.700 | 7.736.701 |
| IV Gewinnrücklagen | 8 | 20.050 | 20.050 |
| V Bilanzgewinn | - | - | |
| 8.303.251 | 7.957.251 | ||
| B Rückstellungen | |||
| I Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 9 | 6.216 | 105.527 |
| II Sonstige Rückstellungen | 10 | 271.263 | 360.687 |
| 277.479 | 466.214 | ||
| C Verbindlichkeiten | 11 | ||
| I Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 18.301 | 30.070 | |
| II Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.472.224 | 1.424.593 | |
| III Sonstige Verbindlichkeiten | 20.054 | 25.444 | |
| 1.510.579 | 1.480.107 | ||
| D Rechnungsabgrenzungsposten | 2 | 179 | |
| Bilanzsumme Passiva | 10.091.311 | 9.903.751 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
| Anhang Anmerkung Nr. | 2010 Tsd € |
2009 Tsd € |
|
|---|---|---|---|
| 1 Erträge aus Gewinnabführungen | 1.129.337 | 1.154.940 | |
| 2 Aufwendungen aus Verlustübernahme | -71.321 | - 56.012 | |
| 3 Erträge aus Beteiligungen | 21.297 | 59.376 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen 21.297 (59.376) Tsd € | |||
| 4 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 9.084 | 14.229 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen 7.743 (12.651) Tsd € | |||
| 5 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.605 | 4.182 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen 1.501 (3.165) Tsd € | |||
| 6 Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 12 | -8.690 | -4.342 |
| davon an verbundene Unternehmen 140 (2.265) Tsd € | |||
| 7 Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -104.665 | ||
| 8 Finanzergebnis | 1.081.312 | 1.067.708 | |
| 9 Erträge aus Dienstleistungen | 13 | 1.867.705 | 1.674.682 |
| 10 Sonstige betriebliche Erträge | 14 | 53.939 | 96.041 |
| 11 Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -75.022 | 27.697 | |
| 12 Andere aktivierte Eigenleistungen | - | 939 | |
| 13 Personalaufwand | 15 | - 984.947 | - 995.887 |
| 14 Abschreibungen | 16 | -24547 | -24445 |
| 15 Sonstige betriebliche Aufwendungen | 17 | - 846.539 | - 798.135 |
| 16 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 1.071.901 | 1.048.600 | |
| 17 Außerordentliche Erträge | 8.314 | - | |
| 18 Außerordentliche Aufwendungen | -4.732 | - 173.827 | |
| 19 Außerordentliches Ergebnis | 18 | 3.582 | - 173.827 |
| 20 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 26.222 | 72.125 | |
| 21 Sonstige Steuern | 911 | -626 | |
| 22 Aufwand aus Ergebnisabführung | -1.102.616 | - 946.272 | |
| 23 Jahresüberschuss | - | - | |
| 24 Entnahme aus der Kapitalrücklage | - | - | |
| 25 Einstellungen in Gewinnrücklagen | - | - | |
| In die gesetzliche Rücklage | - | - | |
| 26 Bilanzgewinn | - | - |
Anhang
Maßgebliche Rechtsvorschriften
Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Sie sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Dabei wurde die Gliederung angepasst. Es wird mit dem Finanzergebnis begonnen. Die Umsatzerlöse werden als Erträge aus Dienstleistungen ausgewiesen. Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden in Tausend Euro (Tsd €) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.
Das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz „BilMoG") ist am 29. Mai 2009 in Kraft getreten. Hierbei handelt es sich um die umfangreichste Reform des HGB seit 1985. Es ist für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2009 beginnen, verbindlich anzuwenden. Von einer vorzeitigen Anwendung im Jahr 2009 haben wir abgesehen. Auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen wurde verzichtet.
Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ermittlungsmethoden
Immaterielle Vermögensgegenstände
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt.
Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Sie sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen gemäß § 253 Absatz 3 Satz 3 HGB, bewertet.
Sofern der Marktwert am Bilanzstichtag über der Bewertung des Vorjahrs liegt, werden Zuschreibungen höchstens bis auf die historischen Anschaffungskosten vorgenommen.
Sonstige Kapitalanlagen
Ausleihungen
Die Ausleihungen werden, soweit keine Wertabschläge erforderlich sind, zum Nennwert abzüglich Tilgungen angesetzt.
Aktien, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche und nicht festverzinsliche Wertpapiere, Investmentanteile sowie andere Kapitalanlagen
Die Bewertung erfolgt grundsätzlich gemäß § 253 Absatz 1,4 und 5 HGB mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dem niedrigeren Börsen- oder Marktwert am Bilanzstichtag.
Sofern die Wertpapiere dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, erfolgt die Bewertung gemäß § 253 Absatz 3 und 5 HGB zu den Anschaffungskosten beziehungsweise bei dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren Wert.
Wertpapiere zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen
Die Wertpapiere werden gemäß § 253 Absatz 1 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und in Verbindung mit § 246 Absatz 2 HGB mit den Schulden verrechnet.
Sachanlagen, Vorräte und sonstige Vermögensgegenstände
Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen oder in Ausnahmefällen durch außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt.
Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert bis zu 150 Euro werden sofort abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter ab 150 Euro bis zu 1.000 Euro wurde ein steuerlicher Sammelposten gemäß § 6 Absatz 2a EStG gebildet, der im Jahr der Bildung und den folgenden vier Jahren pauschal um jeweils ein Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird.
Die Vorräte und sonstige Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert. Mögliche Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt, sofern die Vermögensgegenstände nicht in eine Bewertungseinheit mit einbezogen werden.
Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand
Diese Posten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise mit dem Nominalbetrag bilanziert. Mögliche Ausfallrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Es werden Ausgaben des Geschäftsjahrs, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen, erfasst.
Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen
Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Der aus der Erstanwendung von BilMoG resultierende Umstellungsaufwand wird auf bis zu 15 Jahre verteilt. Im Geschäftsjahr 2010 wird im Wesentlichen ein Fünfzehntel dieses Betrags als außerordentlicher Aufwand erfasst. Die Rückstellungen für Mitarbeiterjubiläen, Altersteilzeit und Vorruhestandsleistungen werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Die so ermittelten Verpflichtungen werden in voller Höhe passiviert.
Beim Diskontierungszinssatz wird die Vereinfachungsregelung in §253 Absatz 2 Satz 2 HGB (Restlaufzeit von 15 Jahren) in Anspruch genommen.
Die übrigen Rückstellungen werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Dieser Posten enthält Einnahmen des Geschäftsjahres, die Erträge nach dem Bilanzstichtag darstellen.
Währungsumrechnung
Grundsätzlich werden alle Geschäftsvorgänge in der Originalwährung erfasst und zum jeweiligen Tageskurs (Devisenkassamittelkurs) in Euro umgerechnet.
Zum Bilanzstichtag werden die Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Gewinne und Verluste aus der Umrechnung werden gemäß § 256a HGB erfolgswirksam erfasst.
Latente Steuern
In Ausübung des Wahlrechts des §274 Absatz 1 Satz 2 HGB wird der über den Saldierungsbereich hinausgehende Überhang aktiver Steuerlatenzen nicht bilanziert.
Die umfangreichsten Abweichungen zwischen den handels- und steuerlichen Wertansätzen ergeben sich bei den Bilanzpositionen Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen, die jeweils zu aktiven latenten Steuern führen.
Die Bewertung der inländischen Steuerlatenzen erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 31 Prozent.
Angaben zu den Aktiva
1 Anlagevermögen
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2009 Tsd € |
Zugänge Tsd € |
Umbuchungen Tsd € |
Abgänge Tsd € |
Verrechnungen1 Tsd € |
Stand 31.12.2010 Tsd € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| A.I Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1 Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 45.615 | 1.960 | 484 | -229 | - | 47.830 |
| 2 Geleistete Anzahlungen | 456 | -10 | -446 | - | - | - |
| Summe | 46.071 | 1.950 | 38 | -229 | - | 47.830 |
| A.II Sachanlagen | ||||||
| 1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 53.959 | -8 | 614 | -865 | - | 53.700 |
| 2 Technische Anlagen und Maschinen | 31.637 | 398 | 19 | -16.358 | - | 15.696 |
| 3 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 66.424 | 5.200 | 2.505 | -1.334 | - | 72.795 |
| 4 Geleistete Anzahlungen | 7.627 | 2.852 | -3176 | -4.831 | - | 2.472 |
| Summe | 159.647 | 8.442 | -38 | - 23.388 | - | 144.663 |
| A.III Finanzanlagen | ||||||
| 1 Anteile an verbundenen Unternehmen | 7.557.540 | 346.000 | - | -49 | - | 7.903.491 |
| 2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 571.159 | 330.000 | - | -184.014 | - | 717.145 |
| 3 Wertpapiere des Anlagevermögens | 122.403 | 2.006 | - | -16.468 | -73.509 | 34.432 |
| Summe | 8.251.102 | 678.006 | - | -200.531 | -73.509 | 8.655.068 |
| Anlagevermögen | 8.456.820 | 688.398 | - | - 224.148 | -73.509 | 8.847.561 |
| Abschreibungen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2009 Tsd € |
Zugänge Tsd € |
Umbuchungen Tsd € |
Abgänge Tsd € |
Verrechnungen1 Tsd € |
Zuschreibungen Tsd € |
Stand 31.12.2010 Tsd € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| A.I Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| 1 Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 12.451 | 9.457 | 3 | -20 | - | - | 21.891 |
| 2 Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - | - | - | - |
| Summe | 12.451 | 9.457 | 3 | -20 | - | - | 21.891 |
| A.II Sachanlagen | |||||||
| 1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 11.684 | 3.537 | - | -397 | - | - | 14.824 |
| 2 Technische Anlagen und Maschinen | 7.660 | 2.080 | -4 | -3.703 | - | - | 6.033 |
| 3 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 28.792 | 8.135 | 1 | -731 | - | - | 36.197 |
| 4 Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - | - | - | - |
| Summe | 48.136 | 13.752 | -3 | -4.831 | - | - | 57.054 |
| A.III Finanzanlagen | |||||||
| 1 Anteile an verbundenen Unternehmen | 104.124 | - | - | - | - | - | 104.124 |
| 2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen | - | - | - | - | - | - | - |
| 3 Wertpapiere des Anlagevermögens | 89 | - | - | - | -89 | - | - |
| Summe | 104.213 | - | - | - | -89 | - | 104.124 |
| Anlagevermögen | 164.800 | 23.209 | - | -4.851 | - 89 | - | 183.069 |
| Bilanzwert | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2009 Tsd € |
Stand 31.12.2010 Tsd € |
|
| --- | --- | --- |
| A.I Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1 Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 33.164 | 25.939 |
| 2 Geleistete Anzahlungen | 456 | - |
| Summe | 33.620 | 25.939 |
| A.II Sachanlagen | ||
| 1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 42.275 | 38.876 |
| 2 Technische Anlagen und Maschinen | 23.977 | 9.663 |
| 3 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 37.632 | 36.598 |
| 4 Geleistete Anzahlungen | 7.627 | 2.472 |
| Summe | 111.511 | 87.609 |
| A.III Finanzanlagen | ||
| 1 Anteile an verbundenen Unternehmen | 7.453.416 | 7.799.367 |
| 2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 571.159 | 717.145 |
| 3 Wertpapiere des Anlagevermögens | 122.314 | 34.432 |
| Summe | 8.146.889 | 8.550.944 |
| Anlagevermögen | 8.292.020 | 8.664.492 |
1 Abgang von Wertpapieren des Anlagevermögens, die gemäß § 246 Absatz 2 HGB mit Schulden zu verrechnen sind
Aufstellung des Anteilsbesitzes
Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB, ohne Beteiligungen von untergeordneter Bedeutung
| Name und Sitz | Anteil1 in % |
Eigenkapital Tsd € |
Jahresergebnis Tsd € |
|---|---|---|---|
| Inländische Unternehmen | |||
| Verbundene Unternehmen | |||
| ACP Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG Nr. 4, München | 90,0 | 115.282 | 6.863 |
| ACP Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG Nr. 4a, München | 88,8 | 39.964 | -337.152 |
| ACP Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG Nr. 4c, München | 100,0 | 137.241 | 389 |
| ACP Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG Nr. 4d, München | 80,9 | 215.915 | -45 |
| Alida Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG | 54,0 | 103.973 | - 10.888 |
| Allianz AZL Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG, München | 94,9 | 14.066 | 19.336 |
| Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG, München | 100,02 | 11.238 | - |
| Allianz Capital Partners Verwaltungs GmbH, München | 100,0 | 535.711 | 6.241 |
| Allianz Handwerker Services GmbH, München | 95,0 | 29.872 | 10.516 |
| Allianz Leben Private Equity Fonds 1998 GmbH, München | 100,0 | 181.599 | 14.827 |
| Allianz Leben Private Equity Fonds 2001 GmbH, München | 100,0 | 1.104.194 | 74.783 |
| Allianz Leben Private Equity Fonds 2008 GmbH, München | 100,0 | 29.523 | 3.836 |
| Allianz Leben Private Equity Fonds Plus GmbH, München | 100,0 | 11.473 | 262 |
| Allianz Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft, Stuttgart | 100,0 | 1.691.344 | 500.000 |
| Allianz Pensionsfonds Aktiengesellschaft, Stuttgart | 100,0 | 46.925 | 1.197 |
| Allianz Pensionskasse Aktiengesellschaft, Stuttgart | 100,0 | 198.694 | 9.000 |
| Allianz Private Equity GmbH, München | 100,0 | 234.096 | 8.602 |
| Allianz Private Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft, München | 94,92 | 326.227 | - |
| Allianz Renewable Energy Subholding GmbH & Co.KG, Haar | 100,0 | 37.355 | -15 |
| Allianz Taunusanlage GbR, Stuttgart | 99,53 | 206.842 | 5.446 |
| Allianz Versicherungs-Aktiengesellschaft, München | 94,65 | 2.535.051 | - |
| AllSecur Deutschland AG, München | 100,02 | 44.831 | - |
| AZ-Argos 22 Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München | 100,02 | 83.687 | - |
| AZ-Argos 44 Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, München | 100,0 | 49.888 | - 16.705 |
| AZ-Argos 50 Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, München | 100,0 | 489.016 | -5 |
| AZ-Argos 51 Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, München | 100,0 | 86.425 | 4.644 |
| AZ-Argos 57 Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Muenchen | 100,0 | 116.229 | 544 |
| AZ-Argos 58 Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Muenchen | 100,0 | 21.575 | - |
| AZ-GARI Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, München | 100,0 | 37.968 | -3.692 |
| AZL AI Nr. 1 GmbH, München | 100,0 | 35.811 | 7.472 |
| AZL PE Nr. 1 GmbH, München | 100,0 | 163.178 | - 234.242 |
| AZ-SGD Private Equity Fonds GmbH, München | 100,0 | 287.745 | 25.042 |
| Bankhaus W. Fortmann & Söhne KG, Oldenburg | 100,0 | 8.445 | 455 |
| Deutsche Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft, Berlin | 100,02 | 44.991 | - |
| Gamma-Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München | 100,02 | 58.824 | - |
| Jota-Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München | 100,02 | 3.098.109 | - |
| manroland AG, Offenbach | 100,0 | 148.289 | - 179.129 |
| Münsterländische Bank Thie & Co. KG, Münster | 100,0 | 7.671 | 487 |
| Objekt Burchardplatz GmbH & Co. KG, Stuttgart | 100,0 | 111.780 | 3.675 |
| OLB-Beteiligungsgesellschaft mbH, Oldenburg | 98,8 | 91.342 | 3.553 |
| Oldenburgische Landesbank Aktiengesellschaft, Oldenburg | 89,6 | 568.543 | 49.703 |
| Roland Holding GmbH, München | 74,0 | 41.594 | -6 |
| Selecta Deutschland GmbH, Eschborn | 100,0 | 12.805 | -3.074 |
| Selecta Holding GmbH, Eschborn | 100,0 | 13.051 | -474 |
| Spherion Objekt GmbH & Co. KG, Düsseldorf | 100,0 | 96.351 | -6.724 |
| Windpark Berge-Kleeste GmbH & Co.KG, Haar | 100,0 | 18.628 | 328 |
| Windpark Büttel GmbH & Co. KG., Sehestedt | 100,0 | 37.805 | 631 |
| Windpark Freyenstein GmbH & Co. KG, Husum | 100,0 | 12.823 | 126 |
| Windpark Halenbeck GmbH & Co. KG, Husum | 100,0 | 20.131 | 302 |
| Windpark Kesfeld - Heckhuscheid GmbH & Co KG, Pinneberg | 100,0 | 31.449 | -62 |
| Windpark Kirf GmbH & Co. KG, Pinneberg | 100,0 | 9.098 | 60 |
| Windpark Kittlitz KG GmbH & Co. KG, Husum | 100,0 | 13.188 | 82 |
| Windpark Pröttlin GmbH & Co. KG, Sehestedt | 100,0 | 25.708 | 676 |
| Windpark Quitzow GmbH & Co. KG, Sehestedt | 100,0 | 23.862 | 1.009 |
| Windpark Redekin GmbH & Co KG, Genthin | 100,0 | 39.634 | 190 |
| Windpark Schönwalde GmbH & Co. KG, Potsdam | 100,0 | 28.261 | -39 |
| Windpark Waltersdorf GmbH Co. KG Renditefonds, Bremen | 100,0 | 15.943 | 104 |
| Windpark Werder Zinndorf GmbH & Co. KG, Sehestedt | 100,0 | 38.962 | 46 |
| Ausländische Unternehmen | |||
| Verbundene Unternehmen | |||
| Aero-Fonte S.r.l, Catania | 100,0 | 12.830 | 5.911 |
| Allianz China General Insurance Company Ltd., Guangzhou | 100,0 | 26.455 | -404 |
| Allianz One Beacon LP, Wilmington | 100,0 | 79.000 | 800 |
| Allianz France Real Estate Invest, Paris | 100,0 | 76.044 | - |
| Allianz Renewable Energy Partners I LP, London | 100,0 | 358.217 | 305 |
| Allianz Renewable Energy Partners II Limited, London | 100,0 | 444.952 | 21.262 |
| Allianz Renewable Energy Partners IV Limited, London | 59,4 | 163.421 | -1.459 |
| Allianz Société Financiére S.à.r.l., Luxembourg | 100,0 | 158.999 | -3.438 |
| Allianz US Investment LP, Wilmington | 100,03 | 122.563 | - 30.594 |
| Allianz US Private REIT LP, Wilmington | 100,0 | 89.303 | 433 |
| AZ Euro Investments S.à r.l., Luxembourg | 100,0 | 2.408.621 | - 20.646 |
| AZ Euro Investments II S.à r.l, Luxembourg | 100,0 | 180.048 | -7 |
| Capital Messine S.à r.l., Luxembourg | 95,0 | 47.827 | -25 |
| CEPE de Langres Sud SARL, Avignon | 100,0 | 6.667 | - 1.496 |
| Colisee S.à r.l., Luxembourg | 95,0 | 9.448 | 26 |
| Deeside Investments Inc., Wilmington | 100,0 | 290.785 | -8.351 |
| Eurosol Invest S.r.l., Udine | 100,0 | 8.584 | -16 |
| F Jupiter SAS, Paris | 100,0 | 61.647 | -4.741 |
| Kiinteistöoasakeyhtiö Eteläesplanadi 2, Helsinki | 100,0 | 21.603 | 3.021 |
| KNIGHTSBRIDGE ALLIANZ LP, Bartlesville, Oklahoma | 99,53 | 7.600 | -752 |
| manroland (China) Ltd., Hongkong | 100,0 | 16.668 | 3.885 |
| manroland Benelux N.V., Wemmel | 100,0 | 34.309 | 1.458 |
| manroland CEE AG, Wien | 100,0 | 17.498 | 2.801 |
| manroland Inc., Westmont/Illinois | 100,0 | 19.525 | -949 |
| manroland Western Europe Group B.V., Amsterdam | 100,0 | 64.645 | 1 |
| PGREF V 1301 SIXTH INVESTORS I LP, Wilmington | 100,0 | 35.740 | - 29.995 |
| Real Faubourg Haussmann SAS, Paris | 100,0 | 13.648 | -752 |
| SCI Allianz Messine, Paris | 100,0 | 101.084 | 2.296 |
| Selecta TMP AG, Zug | 100,0 | 57.352 | 10.277 |
| Real FR Haussmann SAS, Paris | 100,0 | 48.588 | 1.911 |
| Redoma S.à r.l., Luxembourg | 100,0 | 130.966 | -19 |
| Roland Print B.V., Amsterdam | 100,0 | 473.048 | -34 |
| SAS Allianz Colisée, Paris | 100,0 | 27.081 | -1.304 |
| Schmalbach-Lubeca Service Center N.V., Brecht | 100,03 | 7.801 | 33 |
| Selecta AG, Muntelier | 100,0 | 250.948 | 37.097 |
| Selecta Betriebsverpflegungs GmbH, Wien | 100,0 | 7.314 | -475 |
| Selecta SA, Paris | 100,0 | 51.805 | -11.899 |
| Selecta UK Ltd., Birmingham | 100,0 | 17.938 | -3539 |
| SI 173-175 Boulevard Haussmann SAS, Paris | 100,0 | 77.294 | 3.766 |
| Vendcare (Holdings) Limited, Birmingham | 100,03 | 6.565 | 1.949 |
| VertBois S.à r.l., Luxemburg | 100,0 | 28.340 | 1.234 |
| Votra S.A., Lausanne | 100,0 | 9.004 | -3.348 |
| Assozierte Unternehmen | |||
| Allianz (UK) Limited, Guildford | 33,3 | 469.505 | 96.905 |
| Allianz Investments I Luxembourg S.à r.l, Luxembourg | 25,4 | 809.916 | -9.983 |
| Allianz Renewable Energy Partners V PLC, London | 30,0 | 67.511 | -6 |
| Chicago Parking Meters, LLC, City of Wilmington | 49,9 | 842.977 | - 35.713 |
| Euro Media Télévision SA., Bry-sur_Marne | 21,43 | 133.359 | 3.702 |
| JPMorgan IIF UK1 LP, Dublin | 46,1 | 96.080 | - |
| Gemeinschaftsunternehmen | |||
| Allee-Center Budapest, Budapest | 50,0 | 128.507 | -93.278 |
| Dorcasia Ltd., Sydney | 50,04 | 160.946 | 5.161 |
| International Shopping Centre Investment SA, Luxemburg, Luxemburg | 45,0 | 60.000 | -64 |
| Market Street Trust, Sydney | 50,0 | 226.827 | 7.450 |
| TopTorony Ingatlanhasznosító Zártköruen Muködo Részvénytársaság, Kft., Budapest | 50,0 | 21.323 | -986 |
1 Berechnung berücksichtigt die von abhängigen Unternehmen gehaltenen Anteile vollständig, auch wenn der Anteil an diesem abhängigen Unternehmen unter 100 % liegt.
2 Ergebnisabführungsvertrag
3 gemäß Jahresabschluss 2009
4 gemäß Jahresabschluss 2008
5 Ergebnisabführungsvertrag, Ergebnis nach Entnahme aus Gewinnrücklagen
2 Wertpapiere des Anlagevermögens
| Name des Fonds | Anlageschwerpunkt | Rückgabefrist der Fondsanteile | Bilanzwert 31.12.2010 Tsd € |
Zeitwert 31.12.2010 Tsd € |
Reserven 31.12.2010 Tsd € |
Ausschüttungen im GJ 2010 Tsd € |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Allianz MET 1 Fonds | Euro-Rentenfonds europäischer Emittenten mit kurzen und mittelfristigen Laufzeiten | börsentäglich | 34.432 | 38.713 | 4.281 | 1.341 |
3 Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen enthalten zur Veräußerung bestimmte Softwareentwicklungen in Höhe von 189.758 (264.780) Tausend Euro.
4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| Stand 31.12.2010 Tsd € |
Davon Restlaufzeit über 1. Jahr Tsd € |
Stand 31.12.2009 Tsd € |
Davon Restlaufzeit über 1 Jahr Tsd € |
|
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.200.211 | 1.191.096 | ||
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | ||||
| Sonstige Vermögensgegenstände | 35.192 | 1.167 | 154.233 | 95.308 |
| 1.235.403 | 1.167 | 1.345.329 | 95.308 |
Bewertungseinheiten
Die zur Absicherung der aktienbasierten Vergütungspläne (Group-Equity-lncentive-Pläne) erworbenen Optionsrechte sowie Equity Swaps werden mit den entsprechenden Grundgeschäften als Bewertungseinheit zusammengefasst, soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang besteht. Der Ausweis der Grundgeschäfte erfolgt unter den sonstigen Rückstellungen und der Ausweis der Sicherungsgeschäfte unter den sonstigen Vermögensgegenständen.
Für die gebildeten Bewertungseinheiten kommt ein Mikro-Hedge zum Ansatz, um Preisänderungsrisiken aufgrund von Marktpreisschwankungen vollständig auszuschließen.
Die Wirksamkeit der Bewertungseinheiten über die spätestens im Jahr 2016 auslaufenden aktienbasierten Vergütungspläne wird prospektiv und retrospektiv durch die Übereinstimmung der Bedingungen, Parameter und Risiken (= Critical-Term-Match-Methode) nachgewiesen.
Zum Bilanzstichtag umfassen die einbezogenen Grundgeschäfte, bestehend aus voraussichtlich zukünftig auszugleichenden Leistungen, ein Volumen in Höhe von 21.016 Tausend Euro. Mit den Bewertungseinheiten werden Risiken in Form von Wertänderungen in Höhe von 4.399 Tausend Euro abgesichert. Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.
Nicht in eine Bewertungseinheit einbezogene derivative Finanzinstrumente
| Kategorie/Art | Nominalwert Tsd € |
beizulegender Zeitwert Tsd € |
Bewertungsmethode | Tragende Annahmen | Buchwert Tsd € |
Bilanzposten |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Optionen | 3.646 | 159 | Binomial-Modell | Zinssalz 1,06% | 159 | Aktiva B.II |
| (Allianz Long Call | Volatilität 22,31% | |||||
| SAR 2004) | Dividendenrendite 4,98% | |||||
| Aktienkurs 88,93€ | ||||||
| Cap 208,68€ | ||||||
| Optionen | 8.084 | 451 | Binomial-Modell | Zinssatz 1,12% | 451 | Aktiva B.II |
| (Allianz Long Call | Volatilität 25,17% | |||||
| SAR 2005) | Dividendenrendite 5,29% | |||||
| Aktienkurs 88,93€ | ||||||
| Cap 232,18€ | ||||||
| Optionen | 9.242 | 94 | Binomial-Modell | Zinssatz 1,42% | 94 | Aktiva B.II |
| (Allianz Long Call | Volatilität 24,82% | |||||
| SAR 2006) | Dividendenrendite 5,52% | |||||
| Aktienkurs 88,93€ | ||||||
| Cap 331,03€ | ||||||
| Optionen | 13.024 | 77 | Binomial-Modell | Zinssatz 1,71% | 77 | Aktiva B.II |
| (Allianz Long Call | Volatilität 25,38% | |||||
| SAR 2007) | Dividendenrendite 5,52% | |||||
| Aktienkurs 88,93€ | ||||||
| Cap 400,33€ | ||||||
| Optionen | 11.357 | 622 | Binomial-Modell | Zinssatz 2,03% | 622 | Aktiva B.II |
| (Allianz Long Call | Volatilität 28,29% | |||||
| SAR 2008) | Dividendenrendite 5,73% | |||||
| Aktienkurs 88,93€ | ||||||
| Cap 293,45€ | ||||||
| Optionen | 9.946 | 1.971 | Binomial-Modell | Zinssatz 2,49% | 1.710 | Aktiva B.II |
| (Allianz Long Call | Volatilität 33,09% | |||||
| SAR 2010) | Dividendenrendite 5,85% | |||||
| Aktienkurs 88,93€ | ||||||
| Cap 218,40€ |
Angaben zu den Passiva
5 Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der Allianz Deutschland AG in Höhe von 200.500 Tausend Euro ist eingeteilt in 200.500.000 voll eingezahlte und auf den Namen lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von 1,00 Euro je Aktie. Die Aktien können nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden. Die Allianz SE, München, ist alleinige Aktionärin der Allianz Deutschland AG.
6 Einlagen zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung
| Stand 31.12.2009 Tsd € |
Einstellung | Entnahme | Stand 31.12.2010 Tsd € |
|
|---|---|---|---|---|
| Einlagen zur Durchführung beschlossener Kapitalerhöhungen | - | 1 | - | 1 |
Am 9. Dezember 2010 hat die Hauptversammlung der Allianz Deutschland AG die Erhöhung des Grundkapitals durch Ausgabe von 500 neuen Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von 1,00 Euro je Aktie gegen Sacheinlage beschlossen. Die Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister des Amtsgerichts München erfolgte am 25. Januar 2011.
7 Kapitalrücklage
| Stand 31.12.2009 Tsd € |
Einstellung | Entnahme | Stand 31.12.2010 Tsd € |
|
|---|---|---|---|---|
| Kapitalrücklage | 7.736.701 | 345.999 | - | 8.082.700 |
Am 22. Dezember 2010 hat die Allianz SE zur Erfüllung der Sacheinlageverpflichtung einen Geschäftsanteil an der Jota-Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in München in die Allianz Deutschland AG eingebracht. Soweit der Wert der Sacheinlage den Betrag der beschlossenen Erhöhung des Grundkapitals überstieg, wurde der überschießende Betrag in die Kapitalrücklage der Allianz Deutschland AG eingestellt.
Angabe gemäß § 285 Nr. 28 HGB
Aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens zu Personalrückstellungen sind im Geschäftsjahr unrealisierte Gewinne in Höhe von 9.195 Tausend Euro entstanden, die gemäß § 268 Absatz 8 HGB grundsätzlich der Ausschüttungssperre unterliegen.
Der abführungsgesperrte Betrag ist in vollem Umfang durch frei zur Verfügung stehende Eigenkapitalanteile gedeckt.
8 Gewinnrücklagen
| Stand 31.12.2009 Tsd € |
Einstellung | Entnahme | Stand 31.12.2010 Tsd € |
|
|---|---|---|---|---|
| Gesetzliche Rücklage | 20.050 | - | - | 20.050 |
9 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Allianz Deutschland AG hat Pensionszusagen erteilt, für die Pensionsrückstellungen gebildet werden. Ein Teil der Pensionszusagen ist im Rahmen eines „Contractual Trust Arrangements" (Methusalem Trust e.V.) abgesichert. Dieses Treu handvermögen stellt saldierungsfähiges Deckungsvermögen dar, wobei als beizulegender Zeitwert der Aktivwert beziehungsweise der Marktwert zugrunde gelegt wird.
Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt beziehungsweise als Barwert der erworbenen Anwartschaft ausgewiesen.
| Stand 31.12.2010 in % |
|
|---|---|
| Diskontierungszinssatz | 5,16 |
| Rententrend | 1,90 |
| Gehaltstrend inkl. durchschnittlichen Karrieretrends | 3,25 |
Abweichend hiervon wird bei einem Teil der Pensionszusagen der Garantiezins der Pensionszusage von 2,75 Prozent p. a. und die garantierte Rentendynamik von 1 Prozent p. a. zugrunde gelegt.
Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die aktuellen Heubeck-Richttafeln RT2005G verwendet, die bezüglich der Sterblichkeit, Invalidisierung und Fluktuation an die unternehmensspezifischen Verhältnisse angepasst wurden. Als Pensionierungsalter wird die vertraglich vorgesehene beziehungsweise die sich nach dem RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz 2007 ergebende Altersgrenze angesetzt.
| Stand 31.12.2010 Tsd € |
|
|---|---|
| Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände | 126.209 |
| Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände | 126.348 |
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | 132.564 |
| Nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag gemäß Artikel 67 Absatz 2 EGHGB | - |
| Gebildete Pensionsrückstellungen | 6.216 |
Weitere Erläuterungen zur Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen finden Sie im Anhang unter „Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen".
10 Sonstige Rückstellungen
| Stand 31.12.2010 Tsd. € |
Stand 31.12.2009 Tsd € |
|
|---|---|---|
| Erfolgsbeteiligungen | 67.820 | 67.123 |
| Mitarbeiterjubiläen | 50.031 | 49.796 |
| Restrukturierung | 43.043 | 48.815 |
| Altersteilzeit | 30.995 | 122.657 |
| Urlaubsverpflichtungen | 20.594 | 19.407 |
| Group Equity Incentives | 13.964 | 17.899 |
| Noch nicht vorliegende Rechnungen | 12.260 | 13.748 |
| Gleitzeitüberhänge | 11.093 | 11.783 |
| Sonstige | 21.463 | 9.459 |
| Gesamt | 271.263 | 360.687 |
Die Gesellschaft hat Verpflichtungen aus Jubiläumsgaben, einem Wertkontenmodell und Altersteilzeitbeziehungsweise Vorruhestandsverträgen, die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen werden.
Das im Methusalem Trust e.V. für das Altersteilzeit-Sicherungsguthaben und das Wertkontenmodell reservierte Vermögen stellt saldierungsfähiges Deckungsvermögen dar, wobei als beizulegender Zeitwert der Aktivwert beziehungsweise der Marktwert zugrunde gelegt wird.
| Stand 31.12.2010 Tsd € |
|
|---|---|
| Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände | 73.296 |
| Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände | 82.352 |
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | 116.656 |
Die Bewertung dieser Verpflichtungen erfolgt im Wesentlichen analog zu den Pensionszusagen und auf Basis der gleichen Rechnungsannahmen.
11 Verbindlichkeiten
| Stand 31.12.2010 Tsd € |
bis 1 Jahr Tsd € |
über 1 Jahr bis 5 Jahre Tsd € |
über 5 Jahre Tsd € |
Stand 31.12.2009 Tsd € |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Lieferungen und Leistungen | 18.301 | 18.301 | - | - | 30.070 |
| Verbundene Unternehmen | 1.472.224 | 1.472.224 | - | - | 1.424.593 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 20.054 | 20.054 | - | - | 25.444 |
| davon aus Steuern | 8.155 | 8.155 | - | - | 12.754 |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 5 | 5 | - | - | 22 |
| 1.510.579 | 1.510.579 | - | - | 1.480.107 |
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
12 Zinsen und ähnliche Aufwendungen
In der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ist ein Zinsanteil für Altersversorgung in Höhe von 5.529 (2.075) Tausend Euro enthalten.
Aus der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden nach § 246 Absatz 2 HGB ergab sich in dieser Position eine Saldierung folgender Aufwendungen und Erträge:
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2010 Tsd. € |
Sonstige Verpflichtungen 2010 Tsd € |
|
|---|---|---|
| Ertrag aus dem beizulegenden Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände | 5.437 | 1.292 |
| Rechnerische Verzinsung des Erfüllungsbetrages der verrechneten Schulden | -5.469 | -6.313 |
| Effekt aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes für den Erfüllungsbetrag | -247 | -180 |
| Nettobetrag der verrechneten Erträge und Aufwendungen | -279 | -5.201 |
13 Erträge aus Dienstleistungen
| 2010 Tsd € |
2009 Tsd € |
|
|---|---|---|
| Softwareentwicklung | 214.090 | 144.536 |
| Dienstleistungen | 1.653.615 | 1.530.146 |
| 1.867.705 | 1.674.682 |
14 Sonstige betriebliche Erträge
Die Position beinhaltet aus der Währungsumrechnung Erträge in Höhe von 8 Tausend Euro.
15 Personalaufwand
| 2010 Tsd. € |
2009 Tsd. € |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 790.581 | 806.241 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 194.366 | 189.646 |
| davon Altersversorgung | 57.997 | 57.786 |
| 984.947 | 995.887 |
16 Abschreibungen
| 2010 Tsd. € |
2009 Tsd. € |
|
|---|---|---|
| Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 23.209 | 24.430 |
| Auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten | 1.338 | 15 |
| 24.547 | 24.445 |
17 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Position beinhaltet aus der Währungsumrechnung Aufwendungen in Höhe von 10 Tausend Euro.
18 Außerordentliches Ergebnis
Aus der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ergeben sich folgende außerordentliche Erträge und Aufwendungen:
| 31.12.2010 Tsd € |
|
|---|---|
| Außerordentlicher Ertrag aus der Erstanwendung BilMoG | 8.314 |
| Außerordentlicher Aufwand aus der Erstanwendung BilMoG | -4.732 |
| Außerordentliches Ergebnis aus der Erstanwendung BilMoG | 3.582 |
Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Allianz Deutschland AG hat sich für den Fall einer durch die Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG verursachten Beendigung der Vertriebstätigkeit der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG für die Allianz Private Krankenversicherungs-AG verpflichtet, den Zugang der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG zu einem wirtschaftlich vergleichbaren Vertriebsweg zu gewährleisten.
Weitere Haftungsverhältnisse bestehen im Fall der Beendigung von Funktionen, die im Rahmen der Neuordnung auf die Allianz Deutschland AG übertragen wurden.
Haftungsverhältnisse bestehen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Grundlage der betrieblichen Altersversorgung für die Mitarbeiter der deutschen Tochtergesellschaften ist in der Regel die Mitgliedschaft in der Allianz Versorgungskasse VVaG (AVK), die als rechtlich selbstständige und regulierte Pensionskasse der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unterliegt. Die Leistungen der AVK werden nach dem Einmalbeitragssystem über Zuwendungen der Trägergesellschaften an die Kasse durch Gehaltsumwandlung finanziert. Zu den Trägerunternehmen gehört neben der Allianz SE, der Allianz Versicherungs-AG und der Allianz Lebensversicherungs-AG unter anderem auch die Allianz Deutschland AG.
Die Allianz Deutschland AG ist verpflichtet, bei Bedarf Arbeitgeberzuwendungen zu leisten und anteilige Verwaltungskosten der AVK zu tragen. Die Zahlungen werden über die Allianz SE abgewickelt. Außerdem leisten die Trägergesellschaften Zuwendungen an den Allianz Pensionsverein e. V. (APV), eine kongruent rückgedeckte Konzern-Unterstützungskasse.
Die Allianz SE hat darüber hinaus die gesamtschuldnerische Haftung für einen Großteil der Pensionszusagen der Allianz Deutschland AG übernommen. Diese erstattet die Kosten. Die Allianz SE hat die Erfüllung übernommen. Daher werden diese Pensionsverpflichtungen bei der Allianz SE bilanziert.
Die gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft aus diesen Pensionszusagen sowie die diesen Haftungsverbindlichkeiten gegenüberstehenden Rückgriffsforderungen an die Allianz SE betragen:
| 31.12.2010 Tsd € |
31.12.2009 Tsd € |
|
|---|---|---|
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | 276.748 | - |
| Nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag gemäß Artikel 67 Absatz 2 EGHGB | 49.286 | - |
| Gesamtschuldnerische Haftung bzw. Rückgriffsforderung gegen die Allianz SE | 227.462 | 205.299 |
Aus der Umstellung des Finanzierungsverfahrens des Pensions-Sicherungs-Vereins VVaG im Jahr 2006 besteht zum 31. Dezember 2010 eine gesamtschuldnerische Haftung in Höhe von 284 (305) Tausend Euro. Diese wird nicht in der Bilanz der Allianz Deutschland AG ausgewiesen, da dieser Haftungsverbindlichkeit eine gleichwertige Rückgriffsforderung an die Allianz SE gegenübersteht.
Gleiches gilt für die in den Jahren 2011 bis 2013 zu zahlenden Beiträge an den Pensions-Sicherungs-Verein VVaG aus dem Geschäftsjahr 2009. Hieraus resultiert ebenfalls eine gesamtschuldnerische Haftung in Höhe von 3.164 (4.219) Tausend Euro, die nicht in der Bilanz der Gesellschaft ausgewiesen wird, da dieser Haftungsverbindlichkeit eine gleichwertige Rückgriffsforderung an die Allianz SE gegenübersteht.
Für die Mitarbeiter, die im Rahmen der Neuordnung von den Spartengesellschaften zur Allianz Deutschland AG wechselten, haben die Spartengesellschaften die Allianz Deutschland AG von aus der Neuordnung entstehenden Sozialplanverpflichtungen freigestellt.
Gesetzliche Pflichten zur Übernahme etwaiger Verluste ergeben sich aufgrund von Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen.
Es bestanden am Bilanzstichtag Resteinzahlungsverpflichtungen auf nicht voll eingezahlte Aktien in Höhe von 218.270 (218.270) Tausend Euro. Sie bestehen vollständig gegenüber verbundenen Unternehmen.
Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von 527.249 (891.884) Tausend Euro. Sie bestehen vollständig gegenüber verbundenen Unternehmen.
In Bezug auf langfristige Mietverhältnisse bestehen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 1.270.100 (1.483.512) Tausend Euro, davon 70.738 (93.703) Tausend Euro gegenüber verbundenen Unternehmen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf 206.462 (294.856) Tausend Euro, davon 110.791 (188.809) Tausend Euro gegenüber verbundenen Unternehmen.
Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats
Die Gesamtbezüge des Vorstands (einschließlich im Geschäftsjahr gewährter aktienbasierter Vergütungen) betrugen im Berichtsjahr 6.380 (7.208) Tausend Euro, die der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen 123 (172) Tausend Euro. Dabei wurden 11.360 (14.587) Restricted Stock Units und 22.883 (29.705) Stock Appreciation Rights an die Vorstände ausgegeben. Ihr beizulegender Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung betrug 1.071 (1.129) Tausend Euro.
Die Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder beziehungsweise deren Hinterbliebene stellen sich wie folgt dar:
| 31.12.2010 Tsd € |
31.12.2009 Tsd € |
|
|---|---|---|
| Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände | 16.664 | - |
| Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände | 16.664 | - |
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | 7.100 | - |
| Nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag gemäß Artikel 67 Absatz 2 EGHGB | 1.388 | - |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensrechnung (Vorjahr Pensionsrückstellung) | -10.952 | 1.845 |
Als beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wird der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen zugrunde gelegt.
Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen für das Geschäftsjahr 700 (692) Tausend Euro.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind auf den Seiten 36 beziehungsweise 2 genannt.
Anzahl der Mitarbeiter1 im Jahresdurchschnitt
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Mitarbeiter | ||
| Im Innendienst1 | ||
| Vollzeitmitarbeiter | 9.903 | 11.026 |
| Teilzeitmitarbeiter | 4.634 | 3.319 |
| Vertreter/Vertriebsmitarbeiter | - | - |
1 ohne Vorstandsmitglieder, Auszubildende, Praktikanten, Arbeitnehmer in der passiven Phase der Altersteilzeit, in der Elternzeit oder im Grundwehr-/Zivildienst
Konzernzugehörigkeit
Die Allianz Deutschland AG gehört zum Allianz Konzern unter Führung der Allianz SE, München. Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE werden im März in ihrem Geschäftsbericht veröffentlicht und sodann beim Betreiber des elektronischen Bundesan-zeigers eingereicht und dort veröffentlicht. Sie können im Unternehmensregister eingesehen oder bei unserer Gesellschaft angefordert werden. Außerdem werden sie auf der Internetseite der Allianz SE verfügbar gemacht.
In Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE wird die Allianz Deutschland AG einbezogen. Konzernabschluss und -lagebericht haben für unsere Gesellschaft befreiende Wirkung.
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
Die Gesellschaft hat mit der Allianz SE einen Beherrschung- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen.
München, den 1. Februar 2011
Allianz Deutschland AG
Der Vorstand
Dr. Rieß
Dr. Brezina
Heinemann
Moschner
Moser
Schwarz
Dr. Vollert
Dr. Walthes
Dr. Zimmerer
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Allianz Deutschland AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.
Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Allianz Deutschland AG. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 15. März 2011
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dr. Frank Pfaffenzeller, Wirtschaftsprüfer
Dr. Thomas Kagermeier, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens entsprechend den uns nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben beraten und die Geschäftsführung laufend überwacht. Wir ließen uns in zwei Sitzungen im April und im Dezember sowie durch regelmäßige Berichte schriftlich und mündlich vom Vorstand über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage, die beabsichtigte Geschäftspolitik und grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung der Gesellschaft unterrichten. Dabei wurden uns auch die Gründe für Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen dargelegt und von uns nachvollzogen. Eine Sondersitzung, in der ausschließlich Personalia behandelt wurden, fand im Februar statt.
Gegenstände der Beratung
Ausführlich behandelten wir die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Spartengesellschaften Allianz Versicherungs-AG, Allianz Lebensversicherungs-AG und Allianz Private Krankenversicherungs-AG sowie der Oldenburgische Landesbank AG. Eingehend vom Vorstand erläutert wurden die Kapitalanlagepolitik und das Kapitalanlagenergebnis der Allianz Deutschland. Einen Schwerpunkt der Beratungen bildeten die Maßnahmen zur Optimierung des Schadenmanagements in der Sachversicherung sowie der Ausbau des Internet-Auftritts. Wir ließen uns eingehend über Aspekte der Produktentwicklung, insbesondere in der Lebensversicherung, und über geänderte rechtliche Rahmenbedingungen unterrichten, die in der Krankenversicherung maßgeblich durch ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Tarifserie AktiMed® geprägt wurden. Breiten Raum nahmen in unseren Beratungen die durch die Versicherungs-Vergütungsverordnung neu geschaffenen Anforderungen ein. Im Zuge dessen haben wir das Vergütungssystem für den Vorstand überprüft und festgestellt, dass es den geänderten rechtlichen Vorgaben vollständig Rechnung trägt. Ergänzend hierzu informierte uns der Vorstand über die Ausgestaltung der Vergütungssysteme für die Mitarbeiter. Im Mittelpunkt der Beratungen des Ständigen Ausschusses standen die internen Kontrollsysteme. Der Ausschuss setzte sich dabei mit der Risikostrategie und der Risikosituation auseinander und ließ sich die Tätigkeitsschwerpunkte der In-ternen Revision erläutern.
Jahresabschlussprüfung
Die zum Abschlussprüfer bestellte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Jahresabschluss (Einzelabschluss) der Allianz Deutschland AG zum 31. Dezember 2010 sowie den Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerkversehen.
Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfungsbericht der KPMG für das Geschäftsjahr 2010 wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet. Die Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 8. April 2011 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer legte die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung dar und stand für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Aufgrund unserer eigenen Prüfung der vorgelegten Unterlagen erheben wir keine Einwendungen und schließen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch die KPMG an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Er ist damit festgestellt.
Ergänzend zum Einzelabschluss der Allianz Deutschland AG nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches wurde für das Geschäftsjahr 2010 ein Finanzbericht erstellt, der die Wirtschafts- und Ertragslage der Allianz Deutschland AG und ihrer Tochterunternehmen auf konsolidierter Basis darstellt. Er basiert auf spezifischen Rechnungslegungs- und Bewertungsgrundsätzen, die grundsätzlich mit den von der Allianz SE für die Erstellung des Konzernabschlusses angewandten International Financial Reporting Standards übereinstimmen. Abweichungen hiervon sind in den erläuternden Angaben zum Finanzbericht beschrieben. Die KPMG hat die Übereinstimmung des konsolidierten Abschlusses mit den genannten Aufstellungsgrundsätzen bescheinigt. Der Aufsichtsrat hat diesen Finanzbericht zusammen mit den Jahresabschlussunterlagen zum Einzelabschluss erhalten und zustimmend zur Kenntnis genommen.
Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand
Zum 30. Juni 2010 haben Herr Dr. Paul Achleitner sein Aufsichtsratsmandat und Herr Michael Diekmann den Aufsichtsratsvorsitz niedergelegt Herr Dr. Gerhard Rupprecht, der zu diesem Datum aus dem Vorstand ausschied, wurde mit Wirkung ab 1. Juli 2010 bis zum 31. Dezember 2010 zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Gleichzeitig übernahm Herr Dr. Rupprecht auch den Aufsichtsratsvorsitz. Zum 1. Januar 2011 trat Herr Dr. Werner Zedelius, Mitglied des Vorstands der Allianz SE, die Nachfolge von Herrn Dr. Rupprecht als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats an. Zum Jahresende 2010 verließen die Herren Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jörg-Dietrich Hoppe, Heinz König und Dr. Klaus Samwer altersbedingt den Aufsichtsrat. Mit Wirkung zum 8. April 2011 legte Herr Frank Lehmhagen sein Aufsichtsratsmandat nieder. Als Nachfolger von Herrn Prof. Dr. Hoppe wurde zum 1. Januar 2011 Herr Dr. Bernhard Schareck in den Aufsichtsrat gewählt. Für die scheidenden Arbeitnehmervertreter, die Herren König, Dr. Samwer und Lehmhagen, rückten jeweils deren gewählte Ersatzmitglieder nach, nämlich zum 1. Januar 2011 die Herren Werner Cyron, Angestellter der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG und Dr. Max Link, leitender Angestellter der Allianz Deutschland AG, sowie, zum 8. April 2011, Herr Jörg Reinbrecht, Gewerkschaftssekretär von ver.di. Den ausgeschiedenen Mitgliedern hat der Aufsichtsrat für ihre wertvolle Mitarbeit in dem Gremium gedankt.
Auch die personelle Zusammensetzung des Vorstands hat sich geändert. Zum 1. Juli 2010 wurde Herr Dr. Markus Rieß, bisher im Vorstand für den Vertrieb verantwortlich, als Nachfolger von Herrn Dr. Rupprecht zum Vorstandsvorsitzenden gewählt. Die Zuständigkeit für die Vertriebe der Allianz übernahm zum gleichen Zeitpunkt Herr Andree Moschner zusätzlich zu seiner Verantwortung für das Bank-Ressort. Neu geschaffen wurde zur Jahresmitte ein Vorstandsressort für das Marktmanagement, das von Herrn Bernd Heinemann, bisher Vorstandsmitglied der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG, geleitet wird. Schließlich schied Herr Thomas Pleines, Leiter des Ressorts Schaden- und Unfallversicherung, zum 30. Juni 2010 in bestem Einvernehmen aus dem Vorstand aus. Der Aufsichtsrat hat an seiner Stelle Herrn Severin Moser, ehemaliges Mitglied der Geschäftsleitung der Allianz Suisse, mit Wirkung ab 1. Juli 2010 zum Mitglied des Vorstands bestellt. Das Vorstandsmandat von Herrn Dr. Christof Mascher endete zum 31. Dezember 2010. Das bisher von ihm geleitete Ressort wurde aufgeteilt: Für die Betriebsgebiete zeichnet seit 1. Januar 2011 Herr Dr. Frank Walthes verantwortlich, Herr Dr. Alexander Vollert übernahm zum gleichen Zeitpunkt im Vorstand die Verantwortung für das Ressort Betriebsorganisation und IT. Beide Herren waren zuvor bereits im Betriebsressort in leitender Funktion tätig. Wir haben den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für ihre langjährige und sehr erfolgreiche Arbeit für das Unternehmen unseren Dank ausgesprochen. Die besonderen Verdienste, die sich Herr Dr. Rupprecht als Vorsitzender des Vorstands erworben hat, haben wir gewürdigt.
Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit.
München, den 8. April 2011
Dr. Werner Zedelius, Vorsitzender
Mitglieder des Aufsichtsrats
Dr. Werner Zedelius
Mitglied des Vorstands
Allianz SE,
Vorsitzender,
seit 1. Januar 2011
Dr. Gerhard Rupprecht
ehemaliges Mitglied des Vorstands
Allianz SE,
Vorsitzender,
vom 1. Juli 2010 bis 31. Dezember 2010
Michael Diekmann
Vorsitzender des Vorstands
Allianz SE,
Vorsitzender bis 30. Juni 2010
Gabriele Burkhardt-Berg*
Angestellte
Allianz Deutschland AG,
stellvertretende Vorsitzende
Dr. Paul Achleitner
Mitglied des Vorstands
Allianz SE,
bis 30. Juni 2010
Wilhelm Brosch*
Angestellter
Allianz Deutschland AG
Werner Cyron*
Angestellter
Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG,
seit 1. Januar 2011
Dr. Friedrich Eichiner
Mitglied des Vorstands
BMW AG
Herbert Hainer
Vorsitzender des Vorstands
adidas AG
Franz Heiß*
Angestellter
Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jörg-Dietrich Hoppe
Präsident der Bundesärztekammer,
bis 31. Dezember 2010
Wolfgang Ischinger
Leiter des Fachbereichs Group Government
Relations and Public Policy Allianz SE
Joe Kaeser
Mitglied des Vorstands
Siemens AG
Ralf Kirmeyer*
Angestellter
Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG
Heinz König*
Angestellter
Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG,
bis 31. Dezember 2010
Frank Lehmhagen*
Gewerkschaftssekretär
Bereich Finanzdienstleistungen ver.di,
bis 8. April 2011
Dr. Max Link*
Leitender Angestellter
Allianz Deutschland AG,
seit 1. Januar 2011
Dr. Helmut Perlet
ehemaliges Mitglied des Vorstands
Allianz SE
Wolfgang Peuker*
Angestellter
Allianz Deutschland AG
Jörg Reinbrecht*
Gewerkschaftssekretär
Bereich Finanzdienstleistungen ver.di,
seit 8. April 2011
Dr. Klaus Samwer*
Leitender Angestellter
Allianz Deutschland AG,
bis 31. Dezember 2010
Dr. Bernhard Schareck
ehemaliger Präsident des Gesamtverbands
der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV),
seit 1. Januar 2011
Dr. Werner Schnappauf
Hauptgeschäftsführer
Bundesverband der Deutschen Industrie e. V.
Rose-Maria Sommer*
Angestellte
Allianz Deutschland AG
Uwe Spitzbarth*
Bundesfachgruppenleiter
im ver.di Bundesfachbereich
Finanzdienstleistungen
Manfred Wennemer
ehemaliger Vorsitzender des Vorstands
Continental AG
* Arbeitnehmervertreter
Allianz Deutschland AG Königinstraße 28
80802 München
Telefon + 49 89.3800-0
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