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Allgeier SE — Interim / Quarterly Report 2012
May 10, 2012
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Interim / Quarterly Report
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Cloud computing SAP ERP smar t meter ing mobile applikationen Virtualisier ung NEARSHORING ENT ERPRISE APPLI CATION S MANAGED SERVICES OFFSHORING Business intelligence it-outsourc ing it-outsourc ing Business Pr ocess Ma nagement enter prise 2.0 Collabora tion IT-COMPLI ANCE RECRUITING PORTA LESHOP It-Sicherhe it Social media ECM DMSCON SULTING INFRASTRUKTU R SOFTWAREENGIN EERING CR MRF ID
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Allgeier Holding SE Q1 2012 Die Allgeier Holding SE konzentriert sich auf Wachstumsthemen im IT-Umfeld und ergreift neue Chancen.
Allgeier ist eine der führenden IT-Beratungs - und Ser vicegesells chaften im deuts chspra chigen Raum
Mit über 2.600 angestellten Mitarbeitern und rund 1.400 freiberuflichen IT-Experten bietet Allgeier ihren Kunden einen Komplettservice-Ansatz von der Konzeption über die Umsetzung bis hin zum Betrieb von IT-Landschaften. Die stark wachsende Gruppe verfügt aktuell über mehr als 50 Niederlassungen im deutschsprachigen Raum und 23 weitere Standorte im übrigen Europa sowie in Indien, Mexiko und den USA.
Allgeier verbindet die Expertise und Kundennähe mittelständischer Einheiten mit der Leistungsstärke und Flexibilität einer internationalen, börsennotierten Gruppe. 14 operative Unternehmenseinheiten, jede mit einem fachlichen oder branchenbezogenen Schwerpunkt, arbeiten gemeinsam für über 2.000 Kunden aus nahezu allen Branchen. Zahlreiche nationale und internationale Konzerne vertrauen seit vielen Jahren dem Know-how, der Erfahrung und den Produkten von Allgeier. Mit Wirkung zum 03. Mai 2012 vollzog die Allgeier Holding einen Wechsel ihrer Rechtsform zu einer Europäischen Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE). Damit optimiert Allgeier die Rahmenbedingungen, um den weiteren Ausbau des heute bereits über die Grenzen Deutschlands hinaus agierenden Unternehmens voranzutreiben und den internationalen Markt weiter zu erschließen.
| Konzernkennzahlen | Q1 2012 | Q1 2011 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 92,7 | 83,4 | +11 |
| EBITDA | 6,1 | 4,9 | +24 |
| EBITA | 5,2 | 4,3 | +20 |
| EBIT | 2,8 | 3,2 | -13 |
| EBT | 2,1 | 2,7 | -23 |
| Ergebnis der Periode | 1,6 | 1,9 | -18 |
| Ergebnis je ausstehende Aktie (in EUR) | 0,18 | 0,20 | -13 |
| 31.03.2012 | 31.12.2011 | Veränderung in % | |
| Bilanzsumme | 292,7 | 242,1 | +21 |
| Eigenkapital | 89,2 | 88,2 | +1 |
| Anzahl feste Mitarbeiter | 2.617 | 2.546 | +3 |
| Anzahl freiberufliche Experten | 1.440 | 1.531 | -6 |
(Nach IFRS; in Mio. EUR)
Inhaltsverzeichnis
- Trends 2012 04
- Bericht zum Geschäftsverlauf im 1. Quartal 2012 08
- Einschätzungen zum wirtschaftlichen und Branchenumfeld 10
- Ungeprüfte Zwischenmitteilung zum 1. Quartal 2012 12
- Konzernbilanz 14
- Konzern-Gesamtergebnisrechnung 16
- Konzern-Kapitalflussrechnung 18
- Konzern-Eigenkapitalüberleitungsrechnung 20
- Impressum 22
Allgeier besetzt IT-Megatrends
Allgeier sichert Erfolg nachhaltig durch die konsequente Besetzung der IT-Megatrends
IT ist heute die wichtigste Innovationskraft in nahezu allen Branchen. Die Informationstechnik hat in den letzten Jahren die Arbeitsweisen fast jeder Industrie und der öffentlichen Verwaltung maßgeblich verändert. Mitarbeiter in Unternehmen denken heute mehr denn je vernetzt und in IT-Strukturen. Unternehmen setzen auf Technologien, die sie schlanker, produktiver und effektiver machen. Das Bedürfnis nach Flexibilisierung von Arbeitsstrukturen ist ungebrochen.
All diese Entwicklungen stehen noch an ihrem Anfang und machen die weitere Anpassung der Arbeitswelten und die laufende Fortentwicklung der angebotenen IT-Dienstleistungen erforderlich. Dank ihrer jahrelangen Fach- und Branchenexpertise und ihrer breiten Produktpalette profitiert Allgeier von diesen Entwicklungen.
Allgeier hat in den vergangenen Jahren durch eine konsequente Kunden- und Marktorientierung ihre führende Position als innovativer und leistungsstarker IT-Dienstleister gefestigt. Allgeier baut die bestehenden Kompetenzen ständig aus und nimmt dabei vor allem stark wachsende, innovative Technologiefelder und wesentliche Zukunftstrends in den Fokus.
Alle Allgeier Unternehmen evaluieren laufend neue Geschäftsmöglichkeiten und können so rasch auf Wachstumschancen reagieren. Um den Anforderungen der Kunden optimal gerecht zu werden, möchte Allgeier seine Leistungsfähigkeit und Exzellenz weiter steigern.
Trend Cloud Computing
Cloud Computing ermöglicht den mobilen Zugriff auf IT-Dienste aller Art über das Internet – von Rechenkapazitäten über Datenspeicher bis zu einzelnen Anwendungen. Eine aktuelle Studie im Auftrag des Branchenverbands BITKOM belegt, dass der Umsatz mit Cloud Computing in Deutschland alleine 2012 um nahezu 50 Prozent auf über fünf Milliarden Euro wachsen wird. Und auch für die Folgejahre ist dem Verband zufolge mit zweistelligen Wachstumsraten zu rechnen. Die steigende Verfügbarkeit von Cloud-Diensten führt zu einer tiefgreifenden Veränderung in der Informationstechnologie. Die Unternehmen der Allgeier Gruppe fördern das Innovationspotential in diesem wesentlichen neuen Technologiefeld und bieten beispielsweise Cloud Services als zertifizierte Services rund um das Thema "Managing Trust" an.
Trend Mobile Computing
Mit der ständig wachsenden Bedeutung mobiler Endgeräte stehen Unternehmen und andere Organisationen vor der Herausforderung, Inhalte und Anwendungen für ihre Zielgruppen über Apps oder mobile Websites verfügbar zu machen. Gleichzeitig müssen Smartphones und Tablets sicher und zuverlässig in die unternehmenseigenen IT-Systeme eingebunden werden. Allgeier entwickelt in diesem wichtigen neuen Technologiefeld passgenaue Lösungen für ihre Kunden.
»Allgeier baut die bestehenden Kompetenzen ständig aus und nimmt dabei vor allem stark wachsende, innovative Technologiefelder und wesentliche Zukunftstrends in den Fokus.«
Trend IT-Sicherheit
IT-Sicherheit ist für jedes Unternehmen ein integrales Thema und gewinnt laufend an Bedeutung. Diese Entwicklung wird durch den Trend zum Cloud Computing weiter verstärkt. Vertrauen in die Sicherheit und den Schutz der Daten wird dabei zur zentralen Voraussetzung für die Nutzung von Cloud Services. Entsprechend sind Unternehmen, staatliche Stellen und Privatanwender gefordert, ihre IT-Systeme zu schützen. Nicht nur aus Haftungs- und Datenschutzgründen oder zum Schutz vor Industriespionage, auch um neue digitale Geschäftsprozesse einzuführen, ist ein geeignetes Sicherheitsniveau zwingend erforderlich. Allgeier unterstützt Unternehmen umfassend – von der Architekturberatung über E-Mail- und Web-Sicherheit, Sicherheit in der Entwicklung und im Betrieb von IT-Lösungen bis zur Durchführung von Penetrationstests und zur Zertifizierung von Software gemäß der Common Criteria. In der E-Mail-Sicherheit ist Allgeier mit dem Produkt JULIA MailOffice Marktführer. Die Softwarelösung ist die E-Mail-Komponente der virtuellen Poststelle des Bundes und wird von fast allen Bundesbehörden, aber auch zahlreichen Banken, Versicherungen und Unternehmen aus der Industrie erfolgreich eingesetzt.
Trend Business Intelligence / Big Data
Unter Big Data versteht man die Verarbeitung enormer Datenmengen. Große Datenmengen machen eine intelligente Analyse und Aufbereitung von Informationen jenseits der herkömmlichen Technologien erforderlich. Hierfür kommen Business-Intelligence-Systeme zum Einsatz, die in hoher Geschwindigkeit zunehmend komplexe Sachverhalte erfassen, darstellen und dabei unterschiedlichste Formate und Inhalte (Texte, Fotos, Videos u.a.) in ihre Analyse mit einbeziehen. Mit einem guten Business Intelligence-Konzept erhalten Unternehmen nicht nur schnell Zugriff auf die richtigen und wichtigen Informationen. Sie bekommen gleichzeitig auch die analytische Funktionalität, um diese Informationen auszuwerten. Als Experte für Business Intelligence entwickelt und betreibt Allgeier durchdachte BI -Lösungen – individuell und passgenau entsprechend der Anforderungen und Bedarfe ihrer Kunden.
Trend IT-Outsourcing
Das IT-Outsourcing oder Outtasking, also die Verlagerung von IT-Systemen und Geschäftsprozessen an externe Dienstleister, liegt weiterhin im Trend. Gesteigerte Anforderungen an Qualität und Flexibilität, Kosteneinsparungen, Transparenz und die Konzentration auf Kernkompetenzen sind die wichtigsten Treiber für Outsourcing- und Outtasking-Vorhaben. Im Rahmen des Outsourcing-Modells übernimmt Allgeier für seine Kunden vielfältige Aufgaben im Bereich der Softwareentwicklung und -wartung sowie Funktionen im IT-Infrastrukturumfeld bis hin zum vollständigen Betrieb der IT – auch inhouse. Der Kunde behält dabei zu jeder Zeit die vollständige Kontrolle über Kosten und Leistungen.
Trend Virtualisierung
Allgeier bietet seinen Kunden maßgeschneiderte IT-Infrastrukturlösungen. Virtualisierung stellt weiterhin ein hochwirksames Instrument zur Kombination von Kostensenkung und Leistungssteigerung dar. Zahlreiche Unternehmen planen aufgrund der größeren Flexibilität und Mobilität der User und der Möglichkeit einer Reduktion der Managementkosten Investitionen in die Virtualisierung von Arbeitsplätzen.
Virtualisierungslösungen helfen durch optimale Ausnutzung der Kapazitäten und ein zentrales Management der Systeme dabei, die IT-Landschaft zu verschlanken und deren Performance und Verfügbarkeit zu steigern. Die Kunden erhalten so nicht nur einen schnelleren Zugriff auf alle relevanten Daten, sondern sparen auch signifikant Strom, Klimaleistung und Wartungskosten ein.
Trend ECM
Das Enterprise Content Management (ECM) nimmt in Unternehmen eine immer wichtigere Rolle ein. Dies belegen unter anderem die Ergebnisse der aktuellen Studie "IT-Trends" der Technologieberatung Capgemini aus dem Februar 2012. Das ECM hat sich enorm weiterentwickelt, wird stetig facettenreicher und umfasst heute nahezu alle relevanten Funktionen, um Informationen wie Dokumente in IT-basierten Prozessen zu verwalten. Um die steigende Informationsflut – vor allem bei unstrukturierten Daten – zu bewältigen, planen die Hälfte der befragten Unternehmensvorstände die Implementierung einer ECM-Lösung. Eine wachsende Anzahl von Unternehmen nutzt ECM außer zur Archivierung auch zur Unterstützung, Verschlankung oder Automatisierung ihrer Geschäftsprozesse. Mit Lösungen wie dem modernen Archivierungssystem scanview® hilft Allgeier Unternehmen dabei, ihre Produktivität erheblich zu steigern.
In den vergangenen Jahren hat sich Allgeier durch die konsequente Besetzung der IT-Megatrends in allen wesentlichen Wachstumsmärkten gut positioniert. Die in den einzelnen Geschäftsbereichen angebotenen Produkte und Leistungen reflektieren die Dynamik der Märkte und die Anforderungen der Kunden gleichermaßen. Zudem stellt Allgeier den Gewinn hochqualifizierter Mitarbeiter in den Märkten D-A-CH, Indien und USA sowie den zukünftigen Wachstumsmärkten wie Osteuropa und Türkei sicher.
»Zudem stellt Allgeier den Gewinn hochqualifizierter Mitarbeiter in den Märkten D-A-CH, Indien und USA sowie den zukünftigen Wachstumsmärkten wie Osteuropa und Türkei sicher.«
Bericht zum Geschäftsverlauf im 1. Quartal 2012
Allgeier au ch 2012 auf Wachstumskurs
Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2012 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf 92,7 Mio. Euro (Q1 2011: 83,4 Mio. Euro). Zur Umsatzsteigerung trugen sowohl das operative Wachstum der seit längerem dem Konzern zugehörigen Gesellschaften wie auch die Unternehmensakquisitionen des Jahres 2011 bei. Das EBITD A konnte um 24 Prozent auf 6,1 Mio. Euro (Q1 2011: 4,9 Mio. Euro) gesteigert werden. Das EBIT A (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Kaufpreis-Allokationen sowie der ergebniswirksamen Anpassung von Earnouts gemäß IFRS) wuchs um 20 Prozent auf 5,2 Mio. Euro (Q1 2011: 4,3 Mio. Euro). Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) fiel erwartungsgemäß im Berichtszeitraum um 13 Prozent auf 2,8 Mio. Euro (Q1 2011: 3,2 Mio. Euro). Diese Ergebnisgröße ist auch im ersten Quartal durch die Akquisitionstätigkeit im Jahr 2011 beeinflusst. Die Akquisitionen führten bilanziell zu einem Anstieg der Regelabschreibungen auf Kaufpreis-Allokationen gemäß IFRS (also Abschreibung der Auftragsbestände, Kundenstämme, Produkte) um rund 1,3 Mio. Euro auf rund 2,4 Mio. Euro (Q1 2011: 1,1 Mio. Euro). Die hohen Abschreibungen basieren auf der hohen Bewertung der Kundenstammbeziehungen der im Jahr 2011 erworbenen Gesellschaften, die über eine gute Auftragssituation und eine große Anzahl von Stammkundenbeziehungen verfügen.
In den ersten drei Monaten 2012 wurde ein Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit und vor Working Capital Veränderungen von 6,0 Mio. Euro erzielt (1. Quartal 2011: 4,4 Mio. Euro). Einschließlich des Cash Flows aus Working Capital Veränderungen beträgt der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit stichtagsbedingt 0,9 Mio. Euro (1. Quartal 2011: 3,1 Mio. Euro). Die Ausgaben im Rahmen der Investitionstätigkeit beliefen sich auf 3,3 Mio. Euro (Q1 2011: 1,6 Mio. Euro). Darin enthalten sind Zahlungen für den Erwerb der AX Solutions GmbH, Braunschweig, und der SKYTEC AG, Oberhaching, sowie die Bezahlung des Kaufpreises des im Jahr 2011 erworbenen Geschäftsbetriebs der INT RAPREND Gesellschaft für Intranet Anwendungsentwicklung mbH, Wiesbaden, in Höhe von zusammen rund 2,1 Mio. Euro. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit weist im ersten Quartal 2012 einen Nettozufluss von 47,4 Mio. Euro (Q1 2011: -1,6 Mio. Euro) auf.
Die Bilanzsumme des Allgeier Konzerns ist gegenüber dem 31. Dezember 2011 von 242,1 Mio. Euro um 50,6 Mio. Euro auf 292,7 Mio. Euro am 31. März 2012 gewachsen. Dafür maßgeblich waren die erfolgreiche Platzierung des Schuldscheindarlehens in Höhe von netto 69,0 Mio. Euro und die Tilgung eines bestehenden Bankdarlehens in Höhe von 19,0 Mio. Euro, welche saldiert die Bilanzsumme in dieser Größenordnung haben ansteigen lassen. Während die langfristigen Vermögenswerte leicht von 113,0 Mio. Euro auf 111,5 Mio. Euro zurückgingen, erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte (ohne liquide Mittel) von 97,3 Mio. Euro um 7,5 Mio. Euro auf 104,8 Mio. Euro. Die Veränderung des kurzfristigen Vermögens geht vor allem auf die Erstkonsolidierung der AX Solutions GmbH und der SKYTEC AG und höhere Vorräte zurück, während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen saisonal bedingt niedriger als im Dezember des Vorjahres lagen. Der Allgeier Konzern verfügt zum 31. März 2012 über einen hohen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von 76,3 Mio. Euro (Stand 31. Dezember 2011: 31,9 Mio. Euro).
Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Zufluss des Schuldscheindarlehens in Höhe von netto 69,0 Mio. Euro, der Tilgung des Bankdarlehens in Höhe von 19,0 Mio. Euro, Ausgaben für die vorgenannten Akquisitionen in Höhe von 2,1 Mio. Euro und Geldanlagen in Höhe von ca. 3 Mio. Euro, die nicht als Cash bilanziert werden. Der Konzern beabsichtigt, die liquiden Mittel für weiteres Unternehmenswachstum und Akquisitionen von neuen Tochtergesellschaften einzusetzen.
Das Eigenkapital des Allgeier Konzerns wuchs im ersten Quartal 2012 von 88,2 Mio. Euro am 31. Dezember 2011 um 1,0 Mio. Euro auf 89,2 Mio. Euro am 31. März 2012. Die Erhöhung ist vor allem auf das im ersten Quartal erzielte Periodenergebnis von 1,6 Mio. Euro zurückzuführen. Im Gegenzug war das Eigenkapital durch ergebnisneutral verrechnete Währungsdifferenzen in Höhe von insgesamt 0,6 Mio. Euro belastet. Die Eigenkapitalquote am 31. März 2012 lag mit 30,5 Prozent aufgrund der Bilanzverlängerung aus dem Finanzierungsbereich unter der Kennzahl am 31. Dezember 2011 (36,4 Prozent).
Die langfristigen und kurzfristigen Schulden haben sich im Vergleich zum 31.12.2011 von 153,9 Mio. Euro um 49,6 Mio. Euro auf 203,5 Mio. Euro erhöht. Dominant für diese Veränderung sind auch hier der Zugang des Schuldscheindarlehens in Höhe der Anschaffungskosten von netto 69 Mio. Euro in den langfristigen Schulden und der Abgang des kurzfristigen Bankdarlehens in Höhe von 19 Mio. Euro. Durch diese Transaktion hat sich der Anteil der langfristigen Schulden von 15 Prozent der Bilanzsumme am 31. Dezember 2011 auf 36 Prozent Ende März 2012 erhöht.
Am 29. Februar 2012 hat die TOP jects AG, eine 100 %-Tochter der Allgeier Holding SE, mit Wirkung zum 31. März 2012 die Mehrheit der Aktien der SKYTEC AG mit Sitz in Oberhaching übernommen. Neben dem Ausbau der technologischen Kompetenz festigen die TOP jects AG und Allgeier mit der Akquisition ihre Position sowohl in der Automotivebranche als auch bei Business Intelligence Planungs- und Reporting-Lösungen. Die bestehenden starken Partnerschaften der SKYTEC AG mit den Herstellern Oracle, Microsoft und SAP unterstützen zusätzlich die Marktstellung von Allgeier. Die Umsatzerlöse der SKYTEC AG fließen ab April 2012 in die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns ein.
Zudem hat das Systemhaus terna GmbH mit Hauptsitz in Innsbruck, eine 100 %-Tochter der Allgeier Holding SE, Anfang März 2012 die in Braunschweig ansässige AX Solutions GmbH übernommen. Allgeier forciert damit den weiteren Ausbau des ERP-Geschäftes in Deutschland. Mit dem Vordringen in den norddeutschen Markt treibt terna ihr Neukundengeschäft in dieser Region voran und erweitert ihr Kunden- und Serviceportfolio maßgeblich. Die Umsatzerlöse der AX Solutions sind ab März 2012 in den Konzern-Umsatzerlösen enthalten.
Einschätzungen zum wirtschaftlichen und Branchenumfeld
Deuts che Wirts chaft im Aufwind – IT-Markt wächst weiter überdur chs chnittli ch
Das Wirtschaftsklima in Deutschland ist laut ifo-Geschäftsklimaindex in den Monaten Januar bis März jeweils gestiegen und weist auch für den April einen erneuten Anstieg aus. Die Lageeinschätzung der Unternehmen hat sich laut ifo-Konjunkturtest vom April auf hohem Niveau leicht verbessert, während die Erwartungen für das kommende halbe Jahr unverändert gut geblieben sind. Die deutsche Wirtschaft zeige sich widerstandsfähig, so die ifo-Experten. Die Bundesregierung prognostiziert für das Gesamtjahr 2012 ein Wirtschaftswachstum von ca. 0,7 Prozent. Gegenüber dem Jahr 2011 wird das Wachstum gebremst. Führende Ökonomen sehen die deutsche Wirtschaft jedoch trotz des volatilen Umfelds und der weiterhin schwelenden europäischen Schuldenkrise im Aufwind und rechnen damit, dass die deutsche Konjunktur im Sommer dieses Jahres richtig in Schwung kommt.
Das Geschäftsklima im Hightech-Sektor hat sich im ersten Quartal des Jahres laut Konjunkturumfrage des Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM ) vom April auf hohem Niveau weiter verbessert. Für das Gesamtjahr rechnet der Branchenverband mit einem Umsatzwachstum des deutschen Hightech-Marktes von 1,6 Prozent auf 151 Mrd. Euro. Die für Allgeier im besonderen Maße relevanten Märkte für IT Services, IT -Hardware und Software sollen 2012 um 3,1 Prozent auf 72,4 Mrd. Euro wachsen. Vor allem die Megatrends der Branche werden als Wachstumstreiber gesehen. Zudem wird die Nachfrage nach ERP-, CRM- oder BI (Business Intelligence)-Lösungen steigen.
»Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet der Vorstand für den Gesamtkonzern erneut ein nachhaltiges Wachstum im Umsatz im unteren zweistelligen Prozentbereich und eine deutlich überproportionale Ergebnissteigerung.«
Die Fragmentierung und die anhaltende Konsolidierung im IT-Servicemarkt in Deutschland stellen für Allgeier eine Chance dar. Bei der Auswahl der zukünftigen Kooperationspartner spielen die Größe des Partners, das damit verbundene niedrige Ausfallrisiko sowie die Breite des Leistungsspektrums eine maßgebliche Rolle. Allgeier verfügt durch das starke Wachstum in den vergangenen Jahren über die notwendige Größe und ein diversifiziertes Portfolio, um auch bei internationalen Großkonzernen als solider und verlässlicher Partner auftreten zu können.
Die gute Positionierung der gesamthaft operativ gut aufgestellten Gruppe und die positiven Marktaussichten geben dem Management die Zuversicht, den eingeschlagenen Wachstumskurs fortführen zu können. Die fortschreitende Homogenisierung der heutigen Allgeier Divisionen mit ihren Gruppengesellschaften ermöglicht eine stärkere Fokussierung auf die Trendthemen der IT-Branche und stellt somit die Kundenanforderungen noch stärker in den Mittelpunkt. Allgeier verfügt über das Potential, die Fortsetzung des organischen Wachstumskurses durch weitere Akquisitionen zu unterstützen und dadurch die Position im Markt weiter zu verbessern.
Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet der Vorstand für den Gesamtkonzern erneut ein nachhaltiges Wachstum im Umsatz im unteren zweistelligen Prozentbereich und eine deutlich überproportionale Ergebnissteigerung.
Ungeprüfte Zwischenmitteilung zum 1. Quartal 2012
gemäß § 37x WpHG
Konzernbilanz na ch ifrs der Allgeier Holding SE, München , zum 31. März 2012
| Konzernbilanz (in Tsd. Euro) | ||
|---|---|---|
| AKTIVA | 31.03.2012 | 31.12.2011 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 99.979 | 102.771 |
| Sachanlagen | 10.128 | 8.784 |
| Sonstige Finanzanlagen | 24 | 23 |
| Aktive latente Steuern | 1.387 | 1.372 |
| Langfristiges Vermögen | 111.518 | 112.950 |
| Vorräte | 10.862 | 3.002 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 76.754 | 81.800 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 7.635 | 3.176 |
| Andere kurzfristige Vermögenswerte | 8.220 | 7.326 |
| Ertragsteuerforderungen | 1.406 | 1.932 |
| Zahlungsmittel | 76.262 | 31.944 |
| Kurzfristiges Vermögen | 181.139 | 129.181 |
| Aktiva | 292.657 | 242.131 |
| Konzernbilanz (in Tsd. Euro) | ||
|---|---|---|
| PASSIVA | 31.03.2012 | 31.12.2011 |
| Gezeichnetes Kapital | 9.072 | 9.072 |
| Kapitalrücklagen | 11.306 | 11.306 |
| Gewinnrücklagen | 277 | 277 |
| Eigene Anteile | -5.154 | -5.154 |
| Gewinnvortrag | 65.985 | 61.607 |
| Periodenergebnis | 1.480 | 4.378 |
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | 1.595 | 2.236 |
| Eigenkapitalanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens |
84.561 | 83.721 |
| Eigenkapitalanteil nicht kontrollierender Gesellschafter | 4.610 | 4.476 |
| Eigenkapital | 89.171 | 88.197 |
| Langfristige Finanzschulden | 71.592 | 2.634 |
| Rückstellungen für Pensionen | 928 | 954 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 23.222 | 22.780 |
| Passive latente Steuern | 8.504 | 9.180 |
| Langfristige Schulden | 104.246 | 35.548 |
| Kurzfristige Genussrechtsverbindlichkeiten | 6.000 | 6.000 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 14.655 | 32.737 |
| Ertragsteuerrückstellungen | 4.087 | 4.385 |
| Andere kurzfristige Rückstellungen | 11.258 | 11.671 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 31.482 | 36.520 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 18.905 | 17.368 |
| Andere kurzfristige Verbindlichkeiten | 12.391 | 9.280 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 462 | 425 |
| Kurzfristige Schulden | 99.240 | 118.385 |
| Passiva | 292.657 | 242.131 |
Konzern -Gesamtergebnisre chnung na ch ifrs der Allgeier Holding SE, München , für die Zeit vom 01. Januar 2012 bis 31. März 2012
| Konzern-Gesamt ergebnisrechnung (in Tsd. Euro) | ||
|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | 01.01.2012 - 31.03.2012 | 01.01.2011 - 31.03.2011 |
| Umsatzerlöse | 92.707 | 83.388 |
| Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 5.713 | 3.290 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 6 | 31 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.583 | 736 |
| Materialaufwand | 53.483 | 51.378 |
| Personalaufwand | 31.497 | 24.627 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 8.927 | 6.502 |
| Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern | 6.101 | 4.939 |
| Abschreibungen | 3.314 | 1.720 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 2.787 | 3.219 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 62 | 85 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 729 | 561 |
| Ergebnis vor Steuern | 2.120 | 2.743 |
| Ertragsteuerergebnis | -537 | -806 |
| Ergebnis der Periode | 1.583 | 1.938 |
| Zurechnung des Ergebnisses der Periode: | ||
| an Gesellschafter des Mutterunternehmens | 1.480 | 1.701 |
| an nicht kontrollierende Gesellschafter | 103 | 237 |
| 01.01.2012 - 31.03.2012 | 01.01.2011 - 31.03.2011 |
|---|---|
| -607 | -235 |
| -2 | 0 |
| -609 | -235 |
| 974 | 1.703 |
| 839 | 1.526 |
| 134 | 177 |
| 8.392.921 | 8.408.526 |
| 0,18 | 0,20 |
Konzern -Kapitalflussre chnung na ch ifrs der Allgeier Holding SE, München , für die Zeit vom 01. Januar 2012 bis 31. März 2012
| Konzern-Kapitalfluss rechnung (in Tsd. Euro) |
|---|
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen |
| Veränderung langfristige Rückstellungen |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge |
| Gezahlte Ertragsteuern |
| Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit vor Working Capital Veränderungen |
| Cash Flows aus Working Capital Veränderungen |
| Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit |
| Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen und Rechten |
| Auszahlungen aus von Kaufpreisanteilen nicht im Geschäftsjahr erworbener Gesellschaften |
| Cash Flows aus der Investitionstätigkeit |
| Zugang eigene Anteile |
| Aufnahme von Schuldscheindarlehen |
| Tilgung von Bankdarlehen |
| Erwerb von Anleihen |
| Zahlungssaldo aus der Übertragung von Kundenforderungen |
| Erhaltene Zinsen |
| Gezahlte Zinsen |
| Zahlungssaldo mit nicht kontrollierenden Gesellschaftern |
| Cash Flows aus der Finanzierungstätigkeit |
| Summe der Cash Flows |
| Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds |
| Veränderungen des Finanzmittelfonds gesamt |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode |
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 75.982 60.760
| 01.01.2012 - 31.03.2012 | 01.01.2011 - 31.03.2011 |
|---|---|
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 2.787 |
3.219 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen 3.314 |
1.720 |
| Veränderung langfristige Rückstellungen -55 |
14 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 442 |
-10 |
| Gezahlte Ertragsteuern -488 |
-544 |
| Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit vor Working Capital Veränderungen 5.998 |
4.399 |
| Cash Flows aus Working Capital Veränderungen -5.074 |
-1.339 |
| Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit 925 |
3.061 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -1.321 |
-464 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 37 |
0 |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen -686 |
0 |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen und Rechten -1.366 |
-210 |
| Auszahlungen aus von Kaufpreisanteilen nicht im Geschäftsjahr erworbener Gesellschaften 0 |
-882 |
| -3.336 | -1.555 |
| 0 | -195 |
| 69.020 | 0 |
| -19.040 | -30 |
| -3.000 | 0 |
| Zahlungssaldo aus der Übertragung von Kundenforderungen 900 |
-1.013 |
| 62 | 85 |
| -567 | -279 |
| Zahlungssaldo mit nicht kontrollierenden Gesellschaftern 0 |
-189 |
| 47.376 | -1.621 |
| 44.964 | -115 |
| -607 | -235 |
| 44.357 | -350 |
| 31.625 | 61.110 |
| 75.982 | 60.760 |
Konzern -Eigenkapital überleitungsre chnung na ch ifrs der Allgeier Holding SE, München , zum 31. März 2012
| Konzern-Eigenkapitalüberleitungs rechnung (in Tsd. Euro) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Eigene Anteile | ||
| Stand am 01. Januar 2011 | 9.072 | 11.306 | 277 | -4.468 | |
| Übertragung des Periodenergebnisses des Vorjahrs in den Gewinnvortrag |
0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zugang eigene Aktien der Allgeier Holding SE | 0 | 0 | 0 | -195 | |
| Dividenden | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Ergebnis der Periode | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Stand am 31. März 2011 | 9.072 | 11.306 | 277 | -4.663 | |
| Stand am 31. Dezember 2011 | 9.072 | 11.306 | 277 | -5.154 | |
| Übertragung des Periodenergebnisses des Vorjahrs in den Gewinnvortrag |
0 | 0 | 0 | 0 | |
| Ergebnis der Periode | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Cash Flow Hedge | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Stand am 31. März 2012 | 9.072 | 11.306 | 277 | -5.154 |
| Eigenkapital | Eigenkapitalanteil nicht kontrollieren der Gesellschafter |
Eigenkapitalanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens |
Ergebnisneutrale Eigenkapitalverän derungen |
Periodenergebnis | Gewinnvortrag |
|---|---|---|---|---|---|
| 3.706 | 81.790 | -167 | 8.345 | 57.426 | |
| 0 | 0 | 0 | -8.345 | 8.345 | |
| 0 | -195 | 0 | 0 | 0 | |
| -189 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 237 | 1.701 | 0 | 1.701 | 0 | |
| -60 | -175 | -175 | 0 | 0 | |
| 3.694 | 83.121 | -342 | 1.701 | 65.771 |
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