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Allgeier SE Annual Report 2013

Apr 30, 2014

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Annual Report

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GESCHÄFTSBERICHT 2013

Inhaltsverzeichnis

ALLGEIER SE STEHT FÜR BUSINESS PERFORMANCE

Mit einer auf Innovationen und Zukunftstrends ausgerichteten Wachstumsstrategie sowie einem integrativen unternehmerischen Modell verbindet Allgeier die Vorteile eines internationalen Anbieters mit den Tugenden mittelständischer Unternehmer.

Drei Segmente mit individuellen fachlichen oder branchenbezogenen Schwerpunkten arbeiten gemeinsam für mehr als 2.000 Kunden aus nahezu allen Branchen. Mit über 4.600 angestellten Mitarbeitern und mehr als 1.300 freiberuflichen IT-Experten bietet Allgeier den Kunden als One-Stop-Shop ein umfassendes Lösungs- und Leistungsportfolio. Zu den Kunden von Allgeier zählen global arbeitende Konzerne genauso wie innovative mittelständische Betriebe, die sich durch leistungsstarke IT-Lösungen, intelligente Software und flexible Personaldienstleistungen strategische Vorteile sichern wollen. Die stark wachsende Gruppe mit Hauptsitz in München verfügt über mehr als 100 Niederlassungen im deutschsprachigen Raum, im übrigen Europa sowie in Indien, Mexiko und den USA.

Die Gesellschaft ist am Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse im General Standard gelistet (WKN 508630, ISIN DE0005086300). Allgeier SE belegt in der Lünendonk®-Liste 2013 "Führende deutsche mittelständische IT-Beratungsund Systemintegrations-Unternehmen" den ersten Platz. Die Division Allgeier Experts ist nach Lünendonk®-Marktsegmentstudie 2013 "Der Markt für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern in Deutschland" unter den TOP 3 IT-Personaldienstleistern in Deutschland.

KONZERNKENNZAHLEN* 2009 2010 2011 2012 2013 CAGR
Umsatzerlöse 223,5 308,7 378,8 422,8 477,6 20,9%
EBITDA 14,4 18,1 22,3 23,5 30,1 20,2%
davon operative Einheiten 17,3 21,0 26,9 31,8 36,0 20,1%
EBIT 8,0 11,0 12,0 9,7 15,6 18,2%
davon operative Einheiten 10,9 14,0 16,6 18,1 21,6 18,6%
EBT 7,0 10,2 9,5 11,9 11,1 12,2%
Jahresüberschuss 5,0 8,7 5,3 9,2 3,7 -7,3%
Bilanzsumme 160,1 204,1 242,1 289,6 289,3
Eigenkapital 79,5 85,5 88,2 93,4 94,7
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,60 0,99 0,52 1,05 0,42
Anzahl feste Mitarbeiter am 31.12.2013 1.261 1.339 2.546 4.214 4.669 38,7%
Anzahl freiberufliche Experten am 31.12.2013 1.235 1.438 1.531 1.516 1.354 2,3%
Gesamtzahl Mitarbeiter am 31.12.2013 2.496 2.777 4.077 5.730 6.023 24,6%

*Nach IFRS; in Mio. EUR 2012 und 2013 inkl. Ergebnis aus veräußerten Geschäftsbereichen, 2012 nach retrospektiver Anpassung

Weitere Informationen, aktuelle Nachrichten zum Unternehmen, Kundenreferenzen und Fallstudien finden Sie unter www.allgeier.com.

VORWORT DES VORSTANDS 4
BERICHT DES AUFSICHTSRATS 6
ALLGEIER AM KAPITALMARKT 8
DAS ALLGEIER JAHR 2013 IM ÜBERBLICK 10
A. KONZERNLAGEBERICHT 14
1. Grundlagen des Konzerns 16
2. Wirtschaftsbericht 19
3. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 34
4. Nachtragsbericht 35
5. Prognosen-, Chancen- und Risikobericht 35
6. Vergütungsbericht 44
7. Übernahmerelevante Angaben und erläuternder Bericht 45
8. Erklärung zur Unternehmensführung 48
B. CORPORATE GOVERNANCE 49
1. Corporate-Governance-Bericht 49
2. Vergütungsbericht 53
3. Übernahmerelevante Angaben und erläuternder Bericht 53
KONZERNABSCHLUSS 54
Konzernbilanz 56
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 58
Konzern-Eigenkapitalüberleitungsrechnung 60
Konzern-Kapitalflussrechnung 62
KONZERNANHANG 64
BESTÄTIGUNGSVERMERK 149
AUFSTELLUNG DER KONZERNGESELLSCHAFTEN 150
GLOSSAR 152
VERSICHERUNG DES VORSTANDS 154
IMPRESSUM 155

EBITDA (in Mio. Euro)

• Im Segment Projects, in dem das Geschäft der individuellen Softwareentwicklung gebündelt ist, hat sich die Division mgm technology partners mit ihrer starken Spezialisierung auf Zukunftsfelder wie E-Commerce erheblich weiterentwickelt. Im Januar 2014 konnten wir mit über 300 Mitarbeitern und zahlreichen Gästen aus dem Kreis der Kunden und Geschäftspartner den 20. Geburtstag der mgm feiern und dabei eine beeindruckende Bilanz ziehen. In der zweiten starken Säule des Geschäftsbereichs, der Division Nagarro, bündeln wir das internationale Softwareentwicklungs- und -beratungsgeschäft. Unsere Kollegen von Nagarro haben uns erneut auf beeindruckende Weise gezeigt, welche Entwicklungspotentiale dieses Geschäft hat: Bei gleichzeitiger Neustrukturierung der Unternehmensorganisation haben die Kollegen ein Umsatz- und Ergebniswachstum in der Größenordnung von 25% erreicht. Parallel haben wir in der Division Nagarro vor allem die Zusammenarbeit mit den Kollegen in Deutschland und Europa verstärkt und mit der Akquisition der HEXA Business Services in Österreich Anfang 2014 auch das Markt-Frontend der Nagarro im deutschsprachigen Raum weiter ausgebaut.

Die begonnenen Entwicklungen in den Divisionen sind keine kurzfristigen Maßnahmen, sondern sind nachhaltig auf einen mittelfristigen Horizont ausgelegt. Damit werden sowohl die strukturellen und organisatorischen Maßnahmen als auch die Fokussierung auf Geschäftsfelder mit überdurchschnittlichem Zukunftspotential in diesem Jahr weitergeführt. Der Vorstand hat dazu begleitend Anfang 2014 ein Strategieprojekt gestartet, das zusätzliche Orientierung und Schärfung des Angebots- und Leistungsportfolios der Gruppe leisten wird – sowohl für Investitionen in organisches Wachstum als auch für künftige Akquisitionen.

An dieser Stelle möchten wir uns wieder besonders herzlich bei allen unseren Mitarbeitern bedanken. Sie haben diese Entwicklung von Allgeier getragen. Auf den verschiedenen Ebenen haben wir intensiv gearbeitet und zum Teil erhebliche zusätzliche Arbeit für interne Projekte geleistet. Angetrieben haben uns dabei immer der gemeinsame Wille und die Überzeugung, dass wir durch noch bessere Aufstellung und Zusammenarbeit in der Gruppe unsere Marktstellung erheblich stärken und für unsere Kunden ein noch leistungsfähigerer und verlässlicherer Partner sein können. Auch hier sind wir noch nicht am Ende, sondern mitten in einer nachhaltigen Entwicklung. Als Vorstand sind wir dankbar und beeindruckt von der Leistung der Beteiligten und der Kraft, die wir gemeinsam entwickeln. Dies macht die Allgeier Gruppe aus. In 2013 haben wir die beeindruckende Zahl von über 6.000 Mitarbeitern erreicht, wenn man die freiberuflich tätigen Experten im Jahresschnitt mit einrechnet.

Gemeinsam mit den Kollegen in den Führungen der Divisionen werden wir im Vorstand daran arbeiten, die Allgeier Gruppe Schritt für Schritt weiter zu entwickeln. Hierbei zählen weniger einzelne kurzfristige Maßnahmen, sondern die nachhaltige Entwicklung über viele Jahre. Dabei verlieren wir nicht unseren mittelständischen Ansatz mit großer Nähe zum Kunden und direkter Verantwortung auf den operativen Ebenen aus den Augen. Gleichzeitig verfolgen wir auch eine langfristige, an den Top-Chancen des Marktes und der Wertentwicklung der Gruppe orientierte Vision. Daran werden wir in 2014 weiter arbeiten und bitten alle Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner und Aktionäre, uns weiterhin ihr Vertrauen zu schenken und uns zu unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen

Carl Georg Dürschmidt Vorstand

Dr. Marcus Goedsche Vorstand

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionäre, Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter,

für das abgelaufene Geschäftsjahr 2013 hatten wir uns folgende Ziele gesetzt:

  • zum einen die Fortsetzung der inhaltlichen Fokussierung auf die drei Geschäftsbereiche und die Weiterentwicklung der Gruppenstruktur unter Ausprägung der Divisionen als umspannende Organisations- und Geschäftseinheiten zusätzlich zu den einzelnen Gruppengesellschaften,
  • zum anderen das Erreichen eines erneuten zweistelligen Umsatzwachstums bei einem deutlich überdurchschnittlichen Ergebniswachstum für die Gesamtgruppe.

Diese Ziele haben wir zum Teil erreicht, zum Teil arbeiten wir noch daran und haben uns die Messlatte intern inzwischen weiter höher gehängt. Mit knapp 480 Mio. EUR Umsatz sind wir mit ca. 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Dieses Wachstum ist nicht ausschließlich organisch entstanden, sondern insbesondere im Geschäftsbereich Experts durch die in 2012 erworbene tecops personal GmbH beeinflusst. Die Profitabilität konnten wir mit einem EBITDA von 30 Mio. EUR um rund 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich überproportional steigern. Das EBIT stieg mit 15,6 Mio. EUR sogar um ca. 61 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings kann uns das Konzernergebnis nach Steuern von 3,7 Mio. EUR nicht zufriedenstellen, auch wenn es nach Bereinigung des durch den in 2008 erfolgten Verkauf des Geschäftsbereichs Personal Services bedingten Sondereffekts auf die Ergebniszahlen 2012 und geringfügig auch auf 2013 knapp über Vorjahresniveau liegt.

Unsere gemeinsame Arbeit in den einzelnen Segmenten und Divisionen beginnt vielerorts die angestrebten Erfolge zu zeigen. An vielen Stellen arbeiten unsere Kollegen auf den verschiedenen Stufen der Gruppe, dem Company Level, dem Division Level und dem Group Level, inzwischen hervorragend Hand in Hand und verbinden die Leistungen der einzelnen Gesellschaften mit den Vorteilen der Division und der gesamten Gruppe. Dies klingt selbstverständlich, muss aber täglich aktiv von Führungskräften und Mitarbeitern gelebt werden, was Überzeugung, Identifikation und Vertrauen voraussetzt. In den einzelnen Divisionen haben wir dabei unter anderem folgende wesentliche Schritte erzielt:

  • Im Segment und der gleichlautenden Division Allgeier Experts haben sich die betreffenden Einzelgesellschaften unter dem Dach der Allgeier Experts SE zusammengefunden. Gemeinsam haben sie auf Divisionsebene eine Führungs- und Organisationsstruktur aufgebaut und das Angebotsportfolio optimiert.
  • Im Segment Solutions haben wir intensiv an der Fokussierung auf das Geschäft mit Standard-Business-Software gearbeitet. Das bislang als eigene Division Services ausgegliederte Geschäft wurde zum Teil stärker in das Angebotsportfolio der Division Solutions integriert oder wie im Fall der DIDAS Business Services GmbH zur Veräußerung gestellt. Ferner hat die Division Solutions begonnen, softwarebezogenes Geschäft mit hoher Zukunftsperspektive stärker zu bündeln und neue Bereiche wie zum Beispiel Microsoft SharePoint aufzubauen. Die Division terna – Zentrum für Business Software hat ihre Führung verstärkt und ist neben organischem Wachstum auch durch eigene Akquisitionen gewachsen.

Hubert Rohrer Vorstand

Manas Fuloria (PhD) Vorstand

Carl Georg Dürschmidt Vorstand

Dr. Marcus Goedsche Vorstand

Hubert Rohrer Vorstand

Manas Fuloria (PhD) Vorstand

person in der Allgeier Gruppe tätig und als Bereichsvorstand für das Segment Solutions insbesondere für den Ausbau und die Neuausrichtung des Segments verantwortlich. Diese Verantwortung wird er auch als Vorstand der Allgeier SE als Teil seiner Aufgaben beibehalten. Im März 2014 hat der Aufsichtsrat ferner Herrn Manas Fuloria (PhD) als weiteres Mitglied in den Vorstand der Allgeier SE berufen. Herr Fuloria ist in der Führung der Nagarro Gruppe im Segment Projects tätig und verstärkt den Vorstand mit seinem Wissen und seiner internationalen Erfahrung. Unterhalb der Vorstandsebene wurde die Führungsstruktur insbesondere in den Divisionsführungen in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat weiter ergänzt, so dass die Zusammenarbeit im Vorstand und mit den Führungen der operativen Divisionen verstärkt und verdichtet wurde.

Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Allgeier SE und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 sowie die Lageberichte für die Allgeier SE und den Konzern hat die LOHR + COMPANY GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Unterlagen und die Prüfungsberichte der LOHR + COMPANY GmbH lagen dem Aufsichtsrat zur Prüfung vor. Der Aufsichtsrat hat die vorgenannten Unterlagen bereits auf Basis der vorläufigen Zahlen und Abschlussstände in seiner Sitzung vom 18. März 2014 geprüft und mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer besprochen. Die finalen Abschlussdokumente und den Bericht der Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat in Vorbereitung auf die Sitzung vom 28. April 2014 durchgesehen und nochmals geprüft. In der Sitzung am 28. April 2014 wurden der Jahres- und der Konzernabschluss sowie die Prüfungsberichte in Gegenwart der Abschlussprüfer nochmals ausführlich erörtert. Der Abschlussprüfer hat in der Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet sowie festgestellt, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems vorlägen. Der Aufsichtsrat kommt danach zu dem Ergebnis, dass der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie die entsprechenden Lageberichte ordnungsgemäß entsprechend der für den jeweiligen Abschluss geltenden Regeln aufgestellt wurden und ein zutreffendes Bild der Finanz- und Ertragslage der Allgeier SE und des Konzerns darstellen. Auch die Durchsicht der Prüfungsberichte und die Erörterung mit den Abschlussprüfern führten zu keinen Beanstandungen oder Einwendungen des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfer nach intensiver Behandlung zu und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013. Der Jahresabschluss ist damit zugleich festgestellt.

Der Aufsichtsrat hat ferner den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns der Allgeier SE für das Geschäftsjahr 2013 geprüft, der die Ausschüttung einer Dividende von 0,50 Euro je Aktie vorsieht. Er stimmt nach eingehender Abwägung der Interessen, insbesondere der Interessen der Gesellschaft zur Finanzierung ihres Geschäftsbetriebs und des weiteren Wachstums der Allgeier Gruppe einerseits und der Interessen der Aktionäre an einer Dividendenauszahlung andererseits, dem Beschlussvorschlag zu und schließt sich diesem an. Bei der Abwägung wurde auch berücksichtigt, dass trotz eines vergleichsweise geringen Konzernergebnisses nach Steuern ein höherer Cashflow erwirtschaftet wurde, da einige wesentliche, das Ergebnis mindernde Effekte reine Bilanzeffekte ohne Auswirkung auf die tatsächlich erwirtschaftete Liquidität darstellen.

Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung und allen Mitarbeitern der Allgeier Gruppe für die im Geschäftsjahr 2013 erbrachten Leistungen.

München, 28. April 2014 Der Aufsichtsrat der Allgeier SE

Detlef Dinsel Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

über seine Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 erstattet der Aufsichtsrat folgenden Bericht:

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben umfassend wahrgenommen und die Geschäftsführung durch den Vorstand regelmäßig überwacht und beratend begleitet.

Im Jahr 2013 standen aus Sicht des Aufsichtsrats neben den kontinuierlich behandelten Themen wie aktueller Geschäftsverlauf, Finanz- und Liquiditätslage, Akquisitionspipeline, Personalthemen und Compliance im ersten Halbjahr vor allem die Fortsetzung der in 2012 eingeschlagenen Fokussierung der Geschäftsmodelle und der organisatorischen Weiterentwicklung in den einzelnen Divisionen im Vordergrund. Im zweiten Halbjahr befasste sich der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand verstärkt mit der Performance einzelner Unternehmensteile, einzelnen Akquisitionsvorhaben sowie den strategischen Überlegungen zur künftigen Entwicklung der Gruppe und der einzelnen Divisionen mit dem Ziel einer nachhaltigen Wachstumsentwicklung und Rentabilitätsverbesserung in den kommenden Jahren.

Im Geschäftsjahr 2013 ist der Aufsichtsrat zu sechs Präsenz-Sitzungen zusammengekommen. Bei den Sitzungen waren mit Ausnahme einer Sitzung, bei der der Vorsitzende des Aufsichtsrats per Telefon zugeschaltet war, sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats anwesend. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat mehrere weitere Besprechungen und Abstimmungen im Wege von Telefonkonferenzen und weitere Beschlussfassungen im Umlaufverfahren vorgenommen. In allen Sitzungen des Aufsichtsrats waren die Mitglieder des Vorstands anwesend. Bei der Besprechung und Beschlussfassung über einzelne Themen, insbesondere den Vorstand und seine Vergütung betreffende Themen, hat der Aufsichtsrat ohne den Vorstand getagt und beschlossen. Zwischen den Sitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsrat oder seinen Vorsitzenden regelmäßig in Telefonaten und zum Teil auch persönlichen Treffen über wesentliche Entwicklungen informiert und Entscheidungen vorab mit dem Aufsichtsrat bzw. dem Vorsitzenden abgestimmt. Aus Sicht des Aufsichtsrats hat der Vorstand damit seine Berichts- und Informationspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr umfassend erfüllt und den Aufsichtsrat sowohl in den Aufsichtsratssitzungen als auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen laufend und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Lage der Gesellschaft und der Konzerngesellschaften und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.

Wesentliche Themen, mit denen sich der Aufsichtsrat bei seiner Arbeit innerhalb und außerhalb der Sitzungen beschäftigt hat, waren insbesondere:

  • der laufende aktuelle Geschäftsverlauf der einzelnen Divisionen und die Performance der Gruppe jeweils im Vergleich zu der genehmigten Konzernplanung,
  • die laufende Finanz- und Liquiditätslage,
  • Performance der Gruppe und einzelner Bereiche mit abweichender Performance,
  • einzelne Akquisitionsvorhaben,
  • Fragen der strategischen Ausrichtung des Konzerns,
  • Fortführung der Integration innerhalb der Divisionen,
  • Vorstands- und Vergütungsthemen sowie
  • Risikomanagement und Compliance.

Bei den Beratungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat und aufgrund der laufenden Information durch den Vorstand konnte sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2013 von der Rechtmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung durch den Vorstand überzeugen. Der Vorstand hat entsprechend der Entwicklung des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr die Organisation der Allgeier SE und der Allgeier Gruppe weiter entwickelt. Der Aufsichtsrat hat das in der Gesellschaft eingesetzte Risikomanagementsystem mit dem Vorstand und den Wirtschaftsprüfern erörtert und für ordnungsgemäß befunden. Soweit für einzelne Maßnahmen der Geschäftsführung die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, wurden diese nach jeweils rechtzeitiger Information und Vorlage durch den Vorstand vom Aufsichtsrat geprüft und die erforderliche Zustimmung erteilt. Der Aufsichtsrat kann damit feststellen, dass der Vorstand ihn umfassend in die Lage versetzt hat, die Arbeit des Vorstands laufend zu überwachen. Dabei ist der Aufsichtsrat zu der Überzeugung gelangt, dass die Geschäftsführung durch den Vorstand in jeder Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen erfüllt und keinen Anlass zu Beanstandungen durch den Aufsichtsrat gibt. Daneben hat der Aufsichtsrat wie jedes Jahr auch die Effizienz seiner eigenen Arbeit geprüft und verbessert. Im Aufsichtsrat gab es im Berichtsjahr keine Veränderungen.

Der Aufsichtsrat hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auch mit der Zusammensetzung des Vorstands beschäftigt. Im Oktober 2013 hat der Aufsichtsrat Herrn Hubert Rohrer zum weiteren Mitglied des Vorstands neben den bestehenden Mitgliedern Carl Georg Dürschmidt und Dr. Marcus Goedsche berufen. Herr Rohrer ist seit vielen Jahren als Führungs-

Thies Eggers Aufsichtsrat

Detlef Dinsel Vorsitzender des Aufsichtsrats

Christian Eggenberger Aufsichtsrat

das Jahrestief von 10,00 Euro. Nachdem sich der Wert in den kommenden Wochen mehrfach der 12-Euro-Marke angenähert hatte, fiel der Kurs zum Ende des ersten Quartals wieder, welches die Allgeier Aktie am 28. März mit 10,85 Euro abschloss. Im zweiten Quartal übersprang der Kurs die 12-Euro-Markierung und zeigte zunächst eine stabile Seitwärtsbewegung, die zum Ende des Quartals kurzzeitig nach unten durchbrochen wurde. Das erste Halbjahr beendete die Allgeier Aktie am 28. Juni mit einem Kurs von 12,40 Euro. In der zweiten Jahreshälfte verzeichnete der Aktienkurs einen deutlichen Anstieg. Zum Ende des dritten Quartals schloss der Wert am 30. September bei 14,965 Euro. Am 19. November markierte die Allgeier Aktie nach weiteren Zugewinnen ihr Jahreshoch von 16,70 Euro. Im Anschluss gab der Kurs leicht nach, so dass die Aktie das Börsenjahr am 30. Dezember 2013 mit einem Schlusskurs von 15,615 Euro beendete. Dies bedeutet im Jahresverlauf gegenüber dem Schlusskurs von 2012 (10,05 Euro) eine signifikante Kurssteigerung von 55,4 Prozent. Die Allgeier Aktie übertraf damit die Zugewinne des DAX (25,5 Prozent) wie auch des TECDAX (40,9 Prozent) deutlich. Die Aktie erzielte somit im Jahr 2013 eine Aktienrendite von 60,3 Prozent (aus Kursentwicklung und der im Juni ausgeschütteten Dividende in Höhe von 0,50 Euro) gegenüber -1,8 Prozent im Vorjahr.

DIVIDENDENZAHLUNG (IN EURO) 2009 2010 2011 2012 2013
Je Aktie 0,60 0,50 0,50 0,50 0,50
KENNZAHLEN JE AKTIE 2013 VS. 2012 2012 2013 VERÄNDERUNG IN %
Ergebnis je Aktie (in Euro) 1,05 0,42 -60,0%
Dividende je Aktie (in Euro) 0,50 0,50 -
Jahreshöchstkurs XETRA (in Euro) 12,89 16,70 29,6%
Jahrestiefstkurs XETRA (in Euro) 9,57 10,00 4,5%
Ultimokurs XETRA (in Euro) 10,05 15,62 55,4%
Aktienanzahl (in Stück) 9.071.500 9.071.500 -
Ultimo-Marktkapitalisierung (in Mio. Euro) 91,2 141,7 55,4%
Durchschnittlicher Börsenumsatz XETRA (in Stück pro Tag) 9.220 11.483 24,5%

Allgeier am Kapitalmarkt – Das Börsenjahr 2013

Rekordstimmung an den Finanzmärkten – Staatsschuldenkrise beruhigt sich

Die Börse konnte sich im Jahr 2013 von der Krisenstimmung der Vorjahre befreien. Der Leitindex DAX ließ die in den Jahren 2000 und 2007 nur gestreifte 8000-Punkte-Marke hinter sich und überstieg sogar die Marke von 9000 Punkten. Zum Jahresende wies der Index 9552 Punkte auf. 7612 Punkte waren es am letzten Handelstag 2012 gewesen, dies entspricht einem Zuwachs von 25,5 Prozent. Die erste Hälfte des Börsenjahres 2013 verlief verhalten. Der DAX bewegte sich weitestgehend seitwärts. Im Mai kam es zu einer ersten Börsenrally mit Allzeithöchstständen bei 8.500 Punkten. Binnen weniger Wochen gab der DAX jedoch wieder deutlich nach und fiel bis auf rund 7.700 Punkte. Seitdem stiegen die Kurse recht kontinuierlich. Nach einigen Ausschlägen in den Sommermonaten stieg der DAX im November nachhaltig über die Marke von 9.000 Punkten. Beinahe täglich markierte der Index neue Allzeithöchststände und notierte Anfang Dezember oberhalb von 9.400 Punkten. Infolge von Gewinnmitnahmen gab der Kurs nach, bis er zu Weihnachten ein neues Allzeithoch erreichte. Der Kursanstieg im Jahr 2013 übertraf damit selbst optimistische Prognosen. Wesentliche Treiber waren die weiterhin historisch niedrigen Zinsen an den Notenbanken sowie Liquiditätsprogramme wie der fortdauernde Aufkauf von Staatsanleihen und Wertpapieren durch die Fed im Volumen von insgesamt 85 Mrd. Dollar. Diese Geldmenge floss vornehmlich in die Aktienmärkte. Die deutschen Werte profitierten darüber hinaus von einer Belebung der wichtigen Exportmärkte in der zweiten Jahreshälfte, insbesondere in Nordamerika. Dies wirkte sich auch positiv auf die Binnenkonjunktur aus. Auch die Staatsschuldenkrise in der Euro-Zone beruhigte sich, was die Aktienkurse zusätzlich stützte. Die Lage in den Krisenländern Spanien, Portugal und Griechenland stabilisierte sich. Auch in Italien erscheint die Lage weniger dramatisch als zum Jahresbeginn. Irland verzichtete als erstes der vier durch den Euro-Rettungsschirm gestützten Staaten zum Jahresende auf den Schutz durch die EU-Staaten. Auch international verzeichneten die Aktienmärkte (mit Ausnahme der Schwellenländer) teilweise deutliche Kursanstiege. So stieg der Dow Jones-Index ebenfalls um 25 Prozent, der Nikkei erreichte mit einem Anstieg von über 50 Prozent den höchsten Kurs seit sechs Jahren.

Die Allgeier Aktie

Die im Regulierten Markt gehandelte Aktie der Allgeier SE (ISIN DE0005086300, WKN 508630, AEI) ging am 02. Januar 2013 mit einem Eröffnungskurs von 10,08 Euro in den Handel. Bereits am darauffolgenden 03. Januar fiel sie auf

ALLGEIER AKTIE
Index General Standard
ISIN DE0005086300
WKN 508630
Aktienanzahl 9.071.500
Aktienkurs (am 09.04.2014) 18,13 Euro
Marktkapitalisierung (am 09.04.2014) 164,5 Mio. Euro

AKTIONÄRSSTRUKTUR (STAND: 31.12.2013)*

*soweit der Gesellschaft bekannt (teilweise geschätzt)

009 2010 2011 2012 2013
0,60 0,50 0,50 0,50 0,50
2012 2013 VERÄNDERUNG IN %
1,05 0,42 $-60,0%$
0,50 0,50
12,89 16,70 29,6%
9,57 10,00 4,5%
10,05 15,62 55,4%
9.071.500 9.071.500
91,2 141,7 55,4%
9.220 11.483 24,5%

Allgeier Agenda 2015 –

Vorstand schärft Strategie für die Gruppe

Der Vorstand konkretisiert die bereits im Jahr 2012 intensiv begonnene Neuausrichtung der Allgeier Gruppe in einer Agenda 2015 und definiert Ziele für die Jahre 2013 bis 2015. Zwei Leitgedanken prägen die Agenda 2015:

    1. Bildung einer zukunftsfähigen Gruppenstruktur mit Divisionen als größere Unternehmenseinheiten
    1. Klare Fokussierung des Geschäftsmodells auf wachstumsstarke Felder mit überdurchschnittlichem Entwicklungspotential

Mit den genannten Maßnahmen zur Fokussierung der Gruppe reagiert der Vorstand sowohl auf die aktuelle Marktentwicklung mit den erheblichen Unterschieden im Potential der verschiedenen Felder des IT-Geschäfts als auch auf die interne Weiterentwicklung der Gruppe zu einem nächsten Level einer sinnvollen Integration. Ziel ist die Schaffung eines hochperformanten IT-Unternehmens mit modernen Strukturen und einem agilen Leistungsportfolio, das laufend auf dem Prüfstand steht und dabei Weiterentwicklung und Anpassungen erfährt. Dabei gehören auch wertschaffende Akquisitionen zum gezielten Ausbau und zur Beschleunigung der Entwicklung der Divisionen weiterhin zum Geschäftsmodell.

Dividende

Im Juni 2013 hat die Allgeier SE aus ihrem Bilanzgewinn an die Aktionäre eine Dividende in Höhe von insgesamt 4.183.712 Euro gezahlt. Es waren 8.367.424 Stück Aktien dividendenberechtigt. Die Dividende pro Aktie betrug 0,50 Euro.

Aufsichtsrat

Gemäß den gesetzlichen und satzungsgemäßen Regelungen endete die Amtszeit aller drei Aufsichtsratsmitglieder mit Ablauf der Hauptversammlung am 18. Juni 2013. Die Hauptversammlung am 18. Juni 2013 wählt mit Wirkung ab Beendigung der Hauptversammlung die folgenden drei Personen zu Aufsichtsräten: Detlef Dinsel, Christian Eggenberger und Thies Eggers. In der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Aufsichtsrats am 18. Juni 2013 wurde Detlef Dinsel zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Allgeier setzt Aktienrückkaufprogramm fort

In seiner Sitzung vom 18. Juni 2013 beschließt der Vorstand die Fortsetzung des Aktienrückkaufprogramms bis zum Ende des Geschäftsjahres. Die erworbenen eigenen Aktien sollen insbesondere dem Zweck dienen, dass die Gesellschaft diese als Gegenleistung beim Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen einsetzen kann. Bis Ende des Jahres erwirbt Allgeier so insgesamt 42.503 Aktien mit einem Gesamtvolumen von 544.490,34 Euro. Dies entspricht einem durchschnittlichen Kaufpreis von 12,8106 Euro.

Cloud-basierte ERP-Lösung cierp3® erhält Gütesiegel 2013 "Handel"

Die Allgeier Company Allgeier IT Solutions bekommt für ihre Cloud-basierte ERP-Lösung cierp3® erstmalig das Gütesiegel "Handel" vom renommierten Center for Enterprise Research verliehen.

Das Allgeier Jahr 2013 im Überblick

1. Quartal 2013

Allgeier setzt Wachstumskurs fort

Die Konzerngesellschaften der Allgeier SE verzeichnen einen guten Start ins neue Jahr und können ihre Umsätze im ersten Quartal 2013 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs um 19 Prozent auf 110,2 Mio. Euro (Vorjahr: 92,7 Mio. Euro) deutlich steigern. Die Umsatzsteigerung wird durch operatives Wachstum der überwiegenden Zahl der seit Längerem dem Konzern zugehörigen Gesellschaften sowie durch die Unternehmensakquisitionen des Jahres 2012 getragen. Das EBITDA bleibt unter dem sehr guten Wert des Vergleichszeitraums 2012 zurück und sinkt auf 4,8 Mio. Euro (Vorjahr: 6,1 Mio. Euro). Diese Abweichung ist im Wesentlichen auf Währungsdifferenzen aus der Umrechnung einer langfristigen Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Erwerb der Nagarro-Gruppe im Jahr 2011 zurückzuführen. Aufgrund der Konstellation der Wechselkurse an den Quartalsstichtagen resultiert daraus zu Lasten des ersten Quartals 2013 ein Bewertungsunterschied in Höhe von 1,1 Mio. Euro. Auch das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) fällt dementsprechend gegenüber dem Vorjahr auf 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: 2,8 Mio. Euro). Die Ergebnisgröße EBIT ist auch im Jahr 2013 durch hohe Regelabschreibungen auf Kaufpreis-Allokationen gemäß IFRS (Abschreibung der Auftragsbestände, Kundenstämme, Produkte) belastet, die den Großteil der Abschreibungen in Höhe von 3,1 Mio. Euro (Vorjahr: 3,3 Mio. Euro) ausmachen. Die weiterhin hohen Abschreibungen basieren im Wesentlichen auf der nach IFRS zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der erworbenen Gesellschaften erfolgten Bewertung von Kundenstammbeziehungen und erworbenen stillen Reserven in Produkten und Entwicklungen.

Akquisition: terna übernimmt Spezialisten für Microsoft Business-Lösungen

Im Januar einigt sich der Business Software Spezialist terna mit den Aktionären der OPUS Solution AG mit Sitz in Root Längenbold, Schweiz, über den Erwerb von 100 Prozent der Aktien. Der bekannte Schweizer Anbieter von auf Microsoft Dynamics AX basierenden Business Software Applikationen verzeichnete im Jahr 2012 einen Umsatz von 4,3 Mio. CHF. Mit 26 Mitarbeitern betreut die Gesellschaft mehr als 150 mittelständische Unternehmen und pflegt langjährige Partnerschaften mit Microsoft Dynamics Partnern in der Schweiz. Dabei konzentriert sich Opus auf Kunden mit projektbezogener Geschäftsabwicklung sowie branchenübergreifend auf den gesamten Bereich Personalverwaltung und Lohnabrechnung mit der zertifizierten Eigenentwicklung "Payroll Swiss für Dynamics AX". Mit Opus stärkt die Allgeier Company terna signifikant ihre Präsenz am Schweizer ERP-Markt. Zusätzlich sollen die Kompetenzen von Opus aus dem Umfeld Professional Services sukzessive auf die terna-Standorte in Österreich und Deutschland übertragen werden.

2. Quartal 2013

Allgeier im zweiten Quartal weiter auf Wachstumskurs

Im zweiten Quartal 2013 kann der Konzern seine Umsätze weiter steigern: Der Umsatz erhöht sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf 117,1 Mio. Euro (Vorjahr: 97,4 Mio. Euro). Die Ergebnisgrößen liegen ebenfalls über den Vorjahreskennziffern. Das EBITDA steigt um 97 Prozent auf 7,5 Mio. Euro (Vorjahr: 3,8 Mio. Euro). Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) steigt im Vergleichszeitraum um 739 Prozent auf 4,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro).

»Der Vorstand konkretisiert die bereits im Jahr 2012 intensiv begonnene Neuausrichtung der Allgeier Gruppe in einer Agenda 2015 und definiert Ziele für die Jahre 2013 bis 2015.«

Durch die Mehrheitsbeteiligung an der innocate solutions baut Allgeier die Position im wichtigen Markt für Microsoft SharePoint, Microsoft Dynamics CRM und Unified Communications Lösungen weiter aus. Unter dem Dach der Allgeier Gruppe sollen zukünftig die gemeinsamen Serviceportfolios verknüpft und damit insbesondere mit zukunftsorientierten Technologien weitere Marktpotentiale erschlossen werden. Zum fest etablierten Kundenstamm der innocate zählen sowohl namhafte DAX-Unternehmen wie E.ON und LANXESS als auch öffentliche Auftraggeber und gehobene Mittelstandsunternehmen.

Ebenfalls zum 31. Dezember 2013 übernimmt die Xiopia GmbH, eine Tochtergesellschaft der Allgeier SE, die WK EDV GmbH mit Sitz in Neuburg a.d. Donau. Die WK EDV GmbH ist spezialisiert auf individuelle Softwarelösungen zur Optimierung von Geschäftsprozessen in großen und mittelständischen Unternehmen. Schwerpunkte des Portfolios liegen auf IT-Lösungen für komplexe audiovisuelle Informationssysteme, Device Management für mobile und stationäre Endgeräte, Mobile Services sowie auf der Entwicklung mobiler

Software. Das Unternehmen beschäftigt rund 130 Mitarbeiter und verfügt über eine starke Kompetenz in der Automotive-Branche.

Erfolgreiche Platzierung eigener Aktien

Am 11. Dezember 2013 platziert Allgeier 500.000 eigene Aktien (entsprechend rund 5,5 Prozent des Grundkapitals) im Wege eines beschleunigten Platzierungsverfahrens, einem sog. "Accelerated Bookbuilding-Verfahren", bei qualifizierten institutionellen Anlegern in Deutschland und im europäischen Ausland zu einem Preis von je 15,30 Euro. Auf Basis der guten Nachfrage mit einem ca. zweifach überzeichneten

Orderbuch wurde das ursprüngliche Platzierungsvolumen von 450.000 eigenen Aktien noch um 50.000 Aktien erhöht. Der Bruttoplatzierungserlös beläuft sich auf 7,65 Millionen Euro. Durch die Platzierung erhöht sich der Streubesitz der Allgeier SE auf 56,9 Prozent. Der Erlös aus der Transaktion dient der weiteren Stärkung der Kapitalstruktur sowie allgemeinen Unternehmenszwecken.

DTM-Engagement auch im zweiten Jahr erfolgreich

Auch die zweite gemeinsame Saison von BMW Motorsport und Allgeier in der Rennserie DTM ist ein voller Erfolg: BMW feiert die Titelverteidigung in der Herstellerwertung und freut sich über die Plätze zwei und drei von Augusto Farfus und Bruno Spengler in der Fahrer-Gesamtwertung. Als Official Partner of BMW Motorsport ist Allgeier auch während der zweiten Saison nach der Rückkehr von BMW in die DTM mit von der Partie gewesen und gratuliert dem Team, den Fahrern und Verantwortlichen sehr herzlich. Gemäß ARD Mediaanalyse 2013 sahen durchschnittlich 1,2 Mio. Fernsehzuschauer in Deutschland die zehn Live-Rennen, hinzu kamen im Schnitt mehr als 70.000 weitere Zuschauer vor Ort bei den einzelnen Rennevents. Damit sahen über die Saison insgesamt 19,1 Mio. Zuschauer die Rennen im Fernsehen oder live. Insgesamt erreichte die DTM-TV-Berichterstattung durchschnittlich 29,2 Mio. Zuschauer pro Rennevent. Gegenüber 2012 (durchschnittliche Total Reach German TV: 15,5 Mio.) hat sich die Reichweite der Rennserie damit nahezu verdoppelt. Unter diesen Gesichtspunkten war die abgelaufene Saison auch wirtschaftlich wieder ein Erfolg. In der Saison 2014 geht BMW mit dem neuen BMW M4 DTM, der auch auf dem Cover dieses Berichts zu sehen ist, in der reichweitenstarken Rennserie an den Start.

3. Quartal 2013

Steigerung von Umsatz und operativem Ergebnis Auch im dritten Quartal 2013 setzt der Konzern die Steigerung von Umsatz und Ergebnis fort. Der Umsatz erhöht

sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 122,2 Mio. Euro (Vorjahr: 107,7 Mio. Euro). Die Ergebnisgrößen liegen ebenfalls über den Vorjahreskennzahlen. Das EBITDA wächst um 48 Prozent auf 9,1 Mio. Euro (Vorjahr: 6,1 Mio. Euro). Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) steigt gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres 2012 um 106 Prozent auf 6,1 Mio. Euro (Vorjahr: 3,0 Mio. Euro).

Allgeier Gruppe verstärkt Top-Management

Mit Wirkung zum 15. Oktober 2013 ernennt der Aufsichtsrat Herrn Hubert Rohrer zum Mitglied des Vorstands. Hubert Rohrer ist seit vielen Jahren in Top-Managementpositionen in der Allgeier Gruppe tätig, zuletzt als Bereichsvorstand des Segments Solutions und Mitglied des Allgeier Executive Committee. Mit dieser Personalentscheidung verstärkt Allgeier das Top-Management in Hinblick auf die im Rah-

men der Agenda 2015 beschlossene stärkere Fokussierung und strategisch geprägte Weiterentwicklung des IT-Geschäfts durch organisches Wachstum und Akquisitionen in Deutschland und international.

Allgeier von Kunden zum "Besten Systemhaus 2013" gekürt

Allgeier belegt bei der diesjährigen Kundenumfrage der IT-Fachzeitschriften COMPUTERWOCHE und ChannelPartner zum besten deutschen Systemhaus den ersten Platz. Nach dem Silberrang im Vorjahr kann Allgeier die Zufriedenheit seiner Kunden weiter steigern und belegt im IT-Dienstleisterranking damit erstmalig die Spitzenposition. In der jährlich von den beiden Branchenmagazinen durchgeführten Befragung wurde unter mehr als 3.400 Anwendern die Kundenfreundlichkeit von IT-Dienstleistern erfasst. Dazu urteilten die Anwender in den Bereichen Anwendungssoftware, Software-Infrastruktur, IT-Sicherheit, Mobility sowie Managed Services & Cloud über die Qualität ihres Partners. Allgeier konnte in seinen IT-Projekten vor allem durch höchste Kun-

denzufriedenheit u.a. in den Bereichen Anwendungssoftware und Mobility überzeugen. "Qualität und Kundenzufriedenheit haben offenbar unter dem schnellen Wachstum der vergangenen Jahre nicht gelitten. Ganz im Gegenteil", lobt die COMPUTERWOCHE.

4. Quartal 2013

Allgeier mit weiterer Umsatzund Ergebnissteigerung

Im vierten Quartal verzeichnete der Konzern eine Umsatzsteigerung um 2 Prozent auf 128,1 Mio. Euro (Vorjahr: 125,0 Mio. Euro). Das EBITDA stieg von 7,5 Mio. Euro im Vorjahr auf 8,7 Mio. Euro im Berichtsquartal. Trotz außerordentlicher Abschreibungen im vierten Quartal auf die Geschäftsund Firmenwerte in Höhe von 2,2 Mio. Euro lag das EBIT mit 3,1 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres (2,8 Mio. Euro).

Akquisitionen

Zum 31. Dezember 2013 beteiligt sich die Allgeier IT Solutions GmbH mit Sitz in Bremen am Düsseldorfer IT-Dienstleister innocate solutions gmbh. Die Gesellschaft wird zum Stichtag zu 100 Prozent konsolidiert.

»Auch die zweite gemeinsame Saison von BMW Motorsport und Allgeier in der Rennserie DTM ist ein voller Erfolg.«

Konzernlagebericht

DER ALLGEIER SE 2013

14 15

1.1.3 Geschäft der Segmente Segment Solutions

Der Geschäftsbereich Solutions bedient mehr als 2.000 Kunden mit innovativen Softwareprodukten und Lösungen für das Speichern und Verwalten von Daten in Unternehmen, insbesondere mit sogenannten Daten- und Dokumenten-Management-Systemen (Enterprise Content Management – ECM/DMS) sowie mit Softwarelösungen zu IT-Security und zur Unternehmenssteuerung (ERP-Software). Daneben werden Dienstleistungen und ganzheitliche Lösungen für IT-Infrastrukturprojekte, die auch die Hard- und Softwarelieferung und deren Betreuung umfassen, sowie sogenannte Cloud Services angeboten. Bei letzteren handelt es sich um das Angebot von IT-Dienstleistungen und -Funktionalitäten, die nicht mehr ortsgebunden erfolgen (z.B. virtuelle Speicherkapazitäten). Allgeier entwickelt dazu für die Kunden sowohl Projekte zur Modernisierung oder Weiterentwicklung von IT-Infrastrukturen (beispielsweise von Rechenzentren) als auch Dienstleistungen zu deren dauerhaftem Betrieb. Weitere Kompetenzschwerpunkte liegen in der Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen bei mittelständischen und großen Unternehmen, in der Auswahl der idealen Business Software für Kunden sowie in der Einführung der weltweit führenden Standard Software-Lösungen, insbesondere Microsoft Dynamics, Infor/Lawson M3 und SAP. Allgeier bietet Kunden zudem leistungsstarke eigene Softwarelösungen (Intellectual Property) in wichtigen Wachstumsmärkten. Beispiele sind die IT Security-Lösung JULIA MailOffice, die bei zahlreichen Ministerien, Behörden und Großunternehmen zum Einsatz kommt, oder ERP-Lösungen wie beispielsweise syntona logic® und das mehrfach ausgezeichnete cierp3®. cierp3® ist eine cloudbasierte, vollständig integrierbare ERP-Software, die in mittelständischen und Großunternehmen zum Einsatz kommt. Die plattformunabhängige Lösung ist modular aufgebaut und lässt sich flexibel zu einer individuellen ERP-Landschaft zusammenstellen, jederzeit um benötigte Module erweitern und an spezifische Unternehmensprozesse anpassen. Viele Lösungen werden inzwischen als sogenannte Mobile Applications angeboten und können so ortsunabhängig eingesetzt werden. Zu den Kunden des Geschäftsbereich Solutions zählen 13 der 20 nach Umsatz größten deutschen Unternehmen, 14 der 30 DAX Unternehmen sowie zahlreiche große mittelständische Unternehmen. Hauptabsatzmärkte des Segments sind die Branchen Banken und Versicherungen, Industrie sowie Medizin/Chemie/Pharma. Die Gesellschaften im Segment Solutions verfügen über 45 Standorte, davon 29 in Deutschland und 16 in sieben weiteren europäischen Staaten (Schweiz, Österreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Türkei und Zypern).

Die DIDAS Business Services GmbH, Langenfeld, wird im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 als zur Veräußerung gehaltener Geschäftsbereich gezeigt. Am 18. März 2014 erfolgte die Einigung über die wesentlichen Eckpunkte der Veräußerung mit dem Erwerber CANCOM SE, München (s. Ad-hoc-Mitteilung vom 18. März 2014).

1.1.2 Aufgaben der Allgeier SE

Der Allgeier SE obliegt die Führung und Strategieentwicklung der Geschäftsbereiche des Konzerns:

  • Koordination und organisatorische Strukturierung der Gruppe,
  • Organisation der Finanzen und Finanzierung der weiteren Konzernentwicklung,
  • Strategische Ausrichtung und laufende Strategieüberprüfung des Konzerns, der Segmente sowie der Beteiligungsunternehmen unter der Maßgabe einer wertorientierten Unternehmensentwicklung,
  • Identifikation, Ansprache und Prüfung von potenziell geeigneten weiteren Beteiligungen im In- und Ausland basierend auf der Konzernstrategie,
  • Verhandlung und Durchführung der Erwerbe von Unternehmen und Beteiligungen,
LÖSUNGS- UND LEISTUNGSPORTFOLIO
SOLUTIONS EXPERTS PROJECTS
Software Solutions
• Standard-Softwarelösungen
" Microsoft, Infor, SAP, IBM, Oracle etc.
Expert Staffing & Recruiting High End-Software &
Application Engineering
• Nearshore-/Offshore-Development
• eigene Softwarelösungen
" ERP, IT-Security, ECM/DMS, Medical IT
Placement Services • Implementation
• Management
• Testing
Business Solutions
• Cloud Solutions
• Security & Compliance Solutions
• Collaboration Solutions
Third Party Management Software Lifecycle Projects
• Mobile Computing Solutions
• Business Process Management
Application Management Services
• Outtasking
Service Solutions
• Managed Infrastructure Services
• Nearshore-/Offshore Delivery
• IT Service-Management
• Unified Communications Process & IT Consulting
• IT Architectures
• E-Commerce & Portals
• Mobile Enterprise
• Business Intelligence/Big Data
• Apps

Konzernlagebericht

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 GESCHÄFTSMODELL DER ALLGEIER GRUPPE

  • Controlling, Risikomanagement und Compliance,
  • Aufstellung von Bewertungs- und Bilanzierungsrichtlinien sowie Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS,
  • Konzernplanung,
  • Führung und Unterstützung des Managements der Gruppenunternehmen und der Divisionen,
  • Integration der einzelnen Beteiligungen in den Konzernverbund,
  • Organisation und Koordination gruppenübergreifender Gremien und Prozesse,
  • Koordination von Projekt- und Vertriebsaktivitäten,
  • Steuerung der gruppenübergreifenden Public Relations und Investor Relations sowie des Marketings.

1.1.1 Geschäft und Struktur der Allgeier Gruppe

ALLGEIER, MÜNCHEN
SOLUTIONS EXPERTS PROJECTS
Allgeier IT Solutions Gruppe
Bremen
Goetzfried
Wiesbaden
mgm technology partners Gruppe
München
Allgeier Benelux Gruppe
Niederlande & Belgien
Oxygen
Istanbul, Türkei
Nagarro Gruppe
San José, USA
Allgeier Türkei
Istanbul, Türkei
tecops
München
Softcon Gruppe
München
BSR
Hünenberg, Schweiz
TOPjects
München
GEMED
Ulm
U.N.P.-Software
Düsseldorf
Terna Gruppe
Innsbruck, Österreich
Xiopia Gruppe
München
Allgeier Schweiz
Thalwil, Schweiz
Innocate
Düsseldorf
DIDAS
Langenfeld*
*zur Veräußerung
stehendes Geschäft

Der Allgeier Konzern umfasst zum Ende des Berichtzeitraums 56 vollkonsolidierte Gesellschaften. Das operative Geschäft wird in drei Segmenten "Solutions", "Experts" und "Projects" geführt. Die Segmente sind wiederum in 18 operativen Unternehmenseinheiten strukturiert. Operative Unternehmenseinheiten sind Tochtergesellschaften und Gruppen von Tochtergesellschaften mit eigenem operativen Geschäft. Eine Gesellschaft des Konzerns wurde aufgrund einer Veräußerungsabsicht in den "Aufgegebenen Bereich" gegliedert. Eine Gesellschaft (und deren Tochtergesellschaft), bei der der Allgeier Konzern die Kontrolle mit anderen Gesellschaftern ausübt, wurde als assoziiertes Unternehmen klassifiziert. Das vorstehende Organigramm gibt einen Überblick über die operativen Segmente und die Unternehmenseinheiten.

1.2 STEUERUNGSSYSTEM

Das Geschäft der Allgeier Gruppe wird in einer abgestuften Organisation gesteuert. Dabei gibt es folgende Ebenen, auf denen jeweils die Unternehmenssteuerung erfolgt:

  • Group Level: Steuerung durch den Vorstand der Allgeier SE
  • Division Level: Steuerung durch die Divisionsführungen
  • Company Level: Steuerung durch die
  • Geschäftsleitungen der Einzelgesellschaften

Auf jeder Ebene erfolgt die Steuerung des operativen Geschäfts anhand von Kennzahlen wie Deckungsbeitrag, Profitabilität und Bilanzrelationen, die für jedes Geschäftsjahr in einer Unternehmensplanung festgelegt werden. Diese Unternehmensplanung wird im Laufe des Jahres durch weitere Forecasts ergänzt. Die Unternehmensplanung ist Maßstab für die Steuerung der Geschäftsaktivitäten auf Ebene der Einzelgesellschaften sowie für das monatliche Reporting zwischen Einzelgesellschaft und Division sowie Allgeier SE. Das Reporting sieht einen monatlichen Plan/Ist-Vergleich vor. Im Fall von Abweichungen werden in regelmäßigen Management-Meetings auf den verschiedenen Ebenen entsprechende Maßnahmen zur Rückkoppelung auf das operative Geschäft beschlossen und ergriffen. Das Reporting des Vorstands an den Aufsichtsrat basiert ausgehend von der Unternehmensplanung auf den vorgenannten finanziellen Parametern.

1.3 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Der Allgeier Konzern betreibt die Fortentwicklung der bestehenden eigenen Produkte schwerpunktmäßig zur Besetzung der wesentlichen Technologie- und Markttrends. Insgesamt sind während des Berichtszeitraums im Aufwand erfasste Kosten für Weiterentwicklung von Produkten und Produktpflege von 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro) angefallen. Der Allgeier Konzern ist in vielen Kundenprojekten an Forschungs- und Entwicklungsleistungen beteiligt und erlangt daraus ein Know-how, das in Zahlen nicht ausgewiesen ist. Im Segment Experts werden eine Vielzahl komplexer und anspruchsvoller Dienstleistungen wie etwa Entwicklungsleistungen erbracht. Da die Leistungen jedoch in der Regel im Kundenauftrag erbracht werden, fällt die daraus erzielte Wertschöpfung nicht in den Bereich Forschung und Entwicklung bei der Allgeier Gruppe selbst.

Forschung und Entwicklung werden im Wesentlichen in den Segmenten Solutions und Projects erbracht.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

2.1.1 Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Für Allgeier stellt der deutsche Wirtschaftsraum trotz der fortschreitenden Internationalisierung der Geschäftstätigkeit mit 80 Prozent des Gesamtumsatzes weiterhin den wichtigsten Markt dar, gefolgt von der Schweiz mit 6 Prozent und den USA mit 5 Prozent des Konzernumsatzes im Geschäftsjahr 2013. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2013 laut Statistischem Bundesamt ein Wachstum von lediglich 0,4 Prozent, nachdem das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2012 eine Steigerung von 0,7 Prozent und 2011 von 3,3 Prozent hatte aufweisen können. Nach einer Schwächephase im Winterhalbjahr 2012/2013 befindet sich die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung der Bundesregierung aus dem Frühjahr 2014 nun auf einem stabilen Erholungskurs. Auch das weltwirtschaftliche Umfeld hat sich im Verlauf des Jahres 2013 aufgehellt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) berichtet für 2013 eine Steigerung des Welt-BIP von 2,9 Prozent.

In der Schweiz, für Allgeier mit einem Umsatzanteil von 6 Prozent zweitwichtigster Markt, kommt es den OECD-Projektionen zur Folge unter dem positiven Einfluss der Auslandsnachfrage zu einer steten Belebung des Wirtschaftswachstums. Wichtigste Triebfeder der Expansion bleiben die hohen Verbraucherausgaben. Die OECD rechnet mit einem Wachstum des BIP von 2,2 Prozent im Jahr 2014 nach 1,9 Prozent im Jahr 2013.

In den Vereinigten Staaten, mit 5 Prozent der Gesamtumsätze der weltweit drittwichtigste Markt für die Allgeier Gruppe, war das Wirtschaftswachstum 2013 mäßig, das aber gemäß OECD-Prognose in den Jahren 2014 und 2015 Schwung aufnehmen sollte. Faktoren wie der fortdauernde steuerliche Abschwung und das niedrige Verbraucherund Unternehmervertrauen haben laut OECD einen starken Gegenwind erzeugt, der sich aber 2014 verringern wird. Die allmähliche Erholung am Arbeitsmarkt, der Abbau von Schulden und Zuwächse bei Unternehmenswerten werden den Konsum stärken und Investitionen im Immobilienbereich unterstützen. Nach einem Wachstum von 1,7 Prozent in 2013, rechnet die OECD für die US-amerikanische Wirtschaft mit einem Zuwachs von 2,9 Prozent im Jahr 2014.

In Österreich, mit 2 Prozent des Gesamtumsatzes ebenfalls ein wichtiger Markt der Allgeier Gruppe, zeichnet sich eine mäßige, aber stete Erholung ab. Nach OECD-Projektionen

Segment Experts

Der Allgeier Geschäftsbereich Experts ist mit seinen Gesellschaften einer der führenden Anbieter flexibler Personaldienstleistungen in Deutschland, insbesondere im IT-Bereich. Zu den angebotenen Dienstleistungen zählen die Rekrutierung, Vermittlung und das Management von IT-Freelancern, IT- und kaufmännischen Fachkräften, Spezialisten oder Managern für Projekte, im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung oder Dienst-/Werkverträgen, die Durchführung von Personalprojekten (Service Desk, Onsite, Rollout), Contracting/Agenturdienstleistungen (Umbrella), die Realisierung von IT-Projekten, die Planung und Einführung von IT-Infrastrukturlösungen sowie das Design und die Entwicklung von Software. Kern dieser Geschäftstätigkeit ist es, spezielle Leistungen und das Know-how gemäß den Anforderungen der Kunden zur Verfügung zu stellen und die entsprechenden Leistungen im Rahmen des Kundenprojekts durch die für diesen Zweck identifizierten geeigneten Mitarbeiter oder freiberuflichen IT-Spezialisten als Subunternehmer zu erbringen. Zudem liefert der Geschäftsbereich ein komplettes Spektrum an IT-Dienstleistungen für die Branchen Banken, Versicherungen, IT, Telekommunikation, Industrie, Energieversorgung, Öffentlicher Sektor und Medien/Verlagswesen. Zu den angebotenen Leistungen zählen unter anderem die Entwicklung, Implementierung und Verwaltung von Softwareapplikationen nach individuellen Kundenanforderungen auf der Grundlage von großen Standardsoftwarelösungen wie beispielsweise SAP oder Microsoft. Daneben bieten die Gesellschaften in diesem Bereich auch die Betreuung von Netzwerken und IT-Funktionalitäten an. Der Geschäftsbereich Allgeier Experts zählt gemäß aktueller Lünendonk®-Marktsegmentstudie 2013 "Der Markt für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern in Deutschland" zu den TOP 3 IT-Personaldienstleistern in Deutschland. Zu den mehr als 300 Kunden des Segments Experts gehören 9 der 20 nach Umsatz größten deutschen Unternehmen, 14 von 30 DAX Unternehmen sowie 11 der 20 nach Bilanzsumme größten deutschen Banken und Finanzdienstleistungsunternehmen. Hauptabsatzmärkte des Segments sind die Branchen IT und Telekommunikation, der Öffentliche Sektor sowie Banken und Versicherungen. Die Gesellschaften im Segment Experts verfügen über 33 Standorte, davon 29 in Deutschland, einen in der Schweiz und drei in der Türkei.

Segment Projects

Dem Allgeier Geschäftsbereich Projects gehören die mgm technology partners Gruppe, die Nagarro Gruppe und die Softcon Gruppe an.

mgm technology partners ist auf die Entwicklung individueller Softwarelösungen und die Durchführung entsprechender Projekte von der Planung der Softwarearchitektur über deren Entwicklung bis hin zur Einführung und Betreuung beim Kunden spezialisiert. Zu den Zielbranchen zählen insbesondere der öffentliche Sektor, Versicherungen, Handel (E-Commerce) und Energieversorgung. Das Tochterunternehmen mgm consulting partners berät die Führungsebene von Unternehmen von der Strategie bis zur umgesetzten Lösung – hauptsächlich in den Branchen Energie, Versicherungen sowie IT. Die Schwerpunkte der Managementberatungsleistungen liegen in den Bereichen Strategie und Change, Organisations- und Prozessberatung, Strategisches IT-Management, Risikomanagement und Programmmanagement.

Nagarro ist auf die Entwicklung, das Testen, die Implementierung, die Wartung und das Management komplexer unternehmenskritischer Software für Großunternehmen und Softwarehersteller spezialisiert. Die Geschäftseinheit arbeitet international – vielfach für branchenführende Unternehmen. Die wichtigsten Märkte sind Nordamerika, Skandinavien und der deutschsprachige Raum. Mit einem starken Standbein in Indien werden Flexibilität und höchste Skalierbarkeit der Leistungen sowie hochqualifiziertes Expertenwissen in der Softwareentwicklung sichergestellt. Die Projekte dieses Bereichs umfassen insbesondere die Entwicklung von individueller Software für die vielfältigen Unternehmensprozesse und Anforderungen der Kunden, für die keine Standardsoftwarelösungen zur Verfügung stehen.

Softcon ist Technologieführer für Branchenlösungen, individuelle Anwendungen und Dienstleistungen in Verbindung mit SAP, Application Management, ECM, Service-oriented architecture (SOA), E-Government und RFID. Eigene Produkte im Bereich mobile Lösungen wie LogIDSoft, SC-OWI und SC-Mobil runden das Angebotsspektrum ab. Neben dem Hauptsitz in München und dem Büro in Leipzig befindet sich ein weiterer Standort in Timisoara (Rumänien), der die kosteneffiziente Projektabwicklung durch Einbindung von Nearshore-Ressourcen ermöglicht. Der mittelständische IT-Dienstleister mit mehr als 250 Mitarbeitern ist seit über 25 Jahren am Markt etabliert und gehört bereits seit 2005 zu Allgeier.

Das Segment Projects zählt 6 der 10 nach Umsatz größten deutschen Unternehmen, 9 der 30 DAX Unternehmen sowie zahlreiche führende internationale Konzerne zu seinen mehr als 300 Kunden. Hauptabsatzmärkte des Segments stellen die Branchen Industrie, der Öffentliche Sektor, IT und Telekommunikation sowie Handel und Logistik dar. Die Gesellschaften im Segment Projects verfügen über 23 Standorte, davon 13 in Deutschland, vier in vier weiteren europäischen Ländern (Frankreich, Rumänien, Tschechien und Schweden), drei in den USA, zwei in Indien und einen in Mexiko.

Geschäftszahlen

Der Allgeier Konzern konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 (01. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013) ein Umsatzwachstum um 13 Prozent von 422,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 477,6 Mio. Euro erzielen. Das EBITDA des Allgeier Konzerns wuchs im Berichtsjahr von 23,5 Mio. Euro um 28 Prozent auf 30,1 Mio. Euro. Das Konzern-EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) stieg im Berichtszeitraum von 9,7 Mio. Euro um 61 Prozent auf 15,6 Mio. Euro. Die Finanzaufwendungen lagen mit 5,0 Mio. Euro um 1,4 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres. Nach Zinsen erzielte der Konzern ein Ergebnis vor Steuern aus fortgeführtem und aufgegebenem Geschäft in Höhe von 11,4 Mio. Euro (Vorjahr 6,7 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses aus dem bereits veräußerten Geschäft in Höhe von -0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 5,1 Mio. Euro) erreichte der Konzern ein Periodenergebnis in Höhe von 3,7 Mio. Euro (Vorjahr: 9,2 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie im Berichtsjahr beträgt damit 0,42 Euro (Vorjahr: 1,05 Euro). Das vorläufige um die Abschreibungen aus Akquisitionstätigkeit und weitere Effekte mit außerordentlichem Charakter bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortgeführtem und aufgegebenem Geschäft beträgt 1,63 Euro (Vorjahr: 1,91 Euro).

Der Allgeier Konzern hatte sich für das Jahr 2013 zum Ziel gesetzt, den Umsatz mit einer zweistelligen Wachstumsrate zu steigern und ein überproportionales Ergebniswachstum zu erreichen. Mit einem Umsatzwachstum von 13 Prozent und einem EBITDA-Wachstum von 28 Prozent konnte der Allgeier Konzern trotz unterschiedlicher Entwicklung in den einzelnen Segmenten diese Zielsetzung für den Gesamtkonzern erreichen.

Aufgrund von Änderungen in einem IFRS-Standard musste der Allgeier Konzern die Gewinn- und Verlustrechnung und die Bilanz des Jahres 2012 retrospektiv anpassen. Aufgrund dieser Anpassung erhöhte sich das EBITDA des Vorjahres von 22,9 Mio. Euro um 0,6 Mio. Euro auf nunmehr 23,5 Mio. Euro gegenüber dem ursprünglichen Ausweis. Auf die Ergebnisanpassung fielen Steuern in Höhe von 0,2 Mio. Euro an, so dass sich das Gesamtergebnis der Periode von 8,8 Mio. Euro auf 9,2 Mio. Euro verbesserte. Im vorliegenden Lagebericht basieren sämtliche Analysen und Vergleiche des Jahres 2013 mit dem Vorjahr auf den angepassten Zahlen des Jahres 2012.

Akquisitionen

Allgeier hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit mehreren kleineren Akquisitionen gezielt verstärkt und das Leistungs- und Lösungsportfolio in Wachstumsbereichen weiter ausgebaut.

Im Januar hat sich die österreichische Allgeier Tochtergesellschaft Terna mit den Aktionären der OPUS Solution AG mit Sitz in Root Längenbold, Schweiz, über den Erwerb von 100 Prozent der Aktien geeinigt. Opus ist Anbieter von auf Microsoft Dynamics AX basierenden Business Software-Applikationen und betreut mehr als 150 mittelständische Unternehmen. Das Unternehmen konzentriert sich auf Kunden mit projektbezogener Geschäftsabwicklung sowie branchenübergreifend auf den gesamten Bereich Personalverwaltung und Lohnabrechnung mit der zertifizierten Eigenentwicklung "Payroll Swiss für Dynamics AX". Mit Opus stärkt die Allgeier Company Terna signifikant ihre Präsenz am Schweizer ERP-Markt. Zusätzlich sollen die Kompetenzen von Opus aus dem Umfeld Professional Services sukzessive auf die Standorte in Österreich und Deutschland übertragen werden.

Zum 31. Dezember 2013 hat sich die Bremer Allgeier IT Solutions GmbH am IT-Dienstleister innocate solutions gmbh mit Sitz in Düsseldorf beteiligt. Die Gesellschaft wird zum Stichtag zu 100 Prozent konsolidiert. Durch die Beteiligung an der Innocate baut Allgeier die Position im Markt für Microsoft SharePoint, Microsoft Dynamics CRM und Unified Communications-Lösungen weiter aus. Unter dem Dach der Division Solutions sollen zukünftig die Serviceportfolios der Gesellschaften verknüpft und mit zukunftsorientierten Technologien weitere Marktpotentiale geschöpft werden. Zum fest etablierten Kundenstamm der Innocate zählen sowohl namhafte DAX-Unternehmen wie E.ON und LANXESS als auch öffentliche Auftraggeber und gehobene Mittelstandsunternehmen.

Ebenfalls zum 31. Dezember 2013 hat die Xiopia GmbH, eine Tochtergesellschaft der Allgeier SE, die WK EDV GmbH mit Sitz in Neuburg a.d. Donau übernommen. Die WK EDV ist spezialisiert auf individuelle Softwarelösungen zur Optimierung von Geschäftsprozessen in großen und mittelständischen Unternehmen. Schwerpunkte des Portfolios liegen auf IT-Lösungen für komplexe audiovisuelle Informationssysteme, Device Management für mobile und stationäre Endgeräte, Mobile Services und auf der Entwicklung mobiler Software. Das Unternehmen beschäftigt rund 130 Mitarbeiter und verfügt über eine starke Kompetenz in der Automotive-Branche.

wird sich das Wachstum der Exportmärkte beleben und unter dem Einfluss einer Steigerung des Vertrauens und weiterhin grundsätzlich günstiger Finanzierungsbedingungen auf die privaten Investitionen ausstrahlen. Nach der OECD-Prognose soll das österreichische BIP im Jahr 2014 um 1,7 Prozent wachsen (2013: 0,4 Prozent).

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Lage auf den Kernmärkten der Allgeier Gruppe zwar weiterhin von den Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise bzw. der konjunkturellen Schwäche insbesondere in einigen Ländern der Eurozone geprägt ist. Zugleich gibt uns aber die fortdauernde Erholung in den wichtigsten Märkten der Allgeier Gesellschaften und das gegenüber der Eurozone überdurchschnittliche Wachstum dieser Märkte Anlass für verhaltenen Optimismus.

2.1.2 Stabile branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die ITK-Gesamtbranche (Informationstechnik, Telekommunikation und Consumer Electronics) schrumpfte 2013 leicht. Der Branchenverband BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) geht in einer aktuellen Erhebung aus dem März 2014 von einem leichten Rückgang des Umsatzes mit Produkten und Diensten der Gesamtbranche um 0,5 Prozent auf 150,8 Mrd. Euro aus. Dafür verantwortlich sind der starke Rückgang im Markt für Consumer Electronics (-14,8 Prozent) sowie das leichte Schrumpfen (-0,1 Prozent) des Telekommunikationsmarkts. Demgegenüber verzeichnete der für Allgeier relevante Markt für Informationstechnik laut BITKOM 2013 ein Wachstum von 1,5 Prozent auf 74,2 Mrd. Euro. Damit wuchs die IT-Branche auch im zurückliegenden Jahr stärker als die Gesamtwirtschaft. Eine deutlich überdurchschnittliche Steigerung weist das Geschäft mit Software auf, das im abgelaufenen Jahr um 4,9 Prozent auf 18,1 Mrd. Euro gewachsen ist. Auch die Umsätze mit IT-Services wie Beratung und Outsourcing verzeichneten eine Steigerung um 1,6 Prozent auf 35,3 Mrd. Euro. Schwächer entwickelte sich der Markt für IT-Hardware, der im zurückliegenden Jahr um 1,4 Prozent auf 20,7 Mrd. Euro zurückging.

2.2 GESCHÄFTSVERLAUF 2013

2013 war für den Allgeier Konzern ein Jahr der internen Konsolidierung, in dem die Integration innerhalb der Gruppe und die Herausbildung von internen Strukturen auf der Ebene von Segmenten und Unternehmenseinheiten vorangetrieben wurden.

Die bereits im Jahr 2012 intensiv begonnene Neuausrichtung der Allgeier Gruppe hat der Vorstand im Laufe des Jahres konkretisiert und darin Ziele für die Jahre 2013 bis 2015 definiert. Wesentliche Leitgedanken sind die Bildung einer zukunftsfähigen Gruppenstruktur mit den Segmenten als größeren Unternehmenseinheiten sowie die klare Fokussierung des Geschäftsmodells auf wachstumsstarke Felder mit überdurchschnittlichem Entwicklungspotential.

In der Industrie einschließlich der Automobilindustrie ist Allgeier seit Jahren sehr gut etabliert. Industrieunternehmen bilden mit 16 Prozent (Vorjahr: 16 Prozent) das nach Umsatz viertwichtigste Branchensegment der Allgeier Gruppe. Zu den Kunden der Gruppe zählen die großen Automobilhersteller und die wichtigsten Unternehmen der Zulieferindustrie. Zudem gehören führende Unternehmen aus unterschiedlichen Industriezweigen wie Luft- und Raumfahrt, Chemie und Pharma, Metall und Elektro, Bau, Holz und Konsumgüter sowie zahlreiche Unternehmen der Energieversorgungsbranche zum langjährigen Kundenstamm. Sowohl international agierende Energieproduzenten als auch viele führende regionale Versorger fragen die Leistungen der Gruppe nach. In den verschiedenen Industriezweigen sind Gruppengesellschaften der Allgeier Gruppe vor allem mit Softwareentwicklung, Application Management Services, IT Consulting, Serviceverträgen und Third Party Management vertreten. Steigende Umsätze verzeichnet Allgeier insbesondere in wichtigen Innovations- und Zukunftsfeldern wie Cloud Services sowie Mobile Applications.

Im Öffentlichen Sektor, dem nach Umsatz mit 14 Prozent (Vorjahr: 16 Prozent) fünftwichtigsten Branchensegment, ist die Allgeier Gruppe auf allen Ebenen in nahezu ganz Deutschland sowie in der Schweiz vertreten. Die Produkte und Dienstleistungen werden von Bund, Ländern, Regierungsbezirken, Landkreisen, Städten und Gemeinden nachgefragt. Das Leistungsspektrum reicht hier von der Software- und Applikationsentwicklung und deren Einführung über Expert Leasing bis hin zum komplexen IT Consulting. Dabei gewinnen insbesondere Innovationsthemen wie E-Government, Business Intelligence-Lösungen für Big Data sowie Mobile Applications laufend an Bedeutung. Die absoluten Umsätze des Konzerns mit dem Öffentlichen Sektor bewegten sich auf dem Niveau des Vorjahres.

Positiv stellt sich die Entwicklung mit Kunden aus der Telekommunikationsbranche dar. Nach einem Rückgang im Jahr 2012 konnte im Jahr 2013 der Umsatz mit Telekommunikationsunternehmen auf 13 Prozent des Gesamtumsatzes gesteigert werden (Vorjahr: 12 Prozent). Ursächlich dafür waren neben stabilen Umsätzen mit Expert Staffing und Recruiting insbesondere auch erfolgreich realisierte Projekte im Application Management-Umfeld, einem wichtigen Wachstums- und Zukunftsmarkt.

Vorstandserweiterung

Im Oktober 2013 hat der Aufsichtsrat Herrn Hubert Rohrer zum Mitglied des Vorstands ernannt. Hubert Rohrer bekleidet seit vielen Jahren Top-Managementpositionen in der Allgeier Gruppe. Zuletzt war er Bereichsvorstand der Division Solutions und Mitglied des Allgeier Executive Committee. Mit dieser Personalentscheidung verstärkt Allgeier das Top-Management in Hinblick auf die im Rahmen der Agenda 2015 beschlossene stärkere Fokussierung und strategisch geprägte Weiterentwicklung des IT-Geschäfts durch organisches Wachstum und Akquisitionen in Deutschland und international.

Im März 2014 erfolgte in diesem Zuge eine weitere Erweiterung des Vorstands mit der Ernennung von Herrn Manas Fuloria (PhD), Mitgründer und Mitglied des Management Boards der Nagarro.

Kapitalmarkt

Am 11. Dezember 2013 hat Allgeier 500.000 eigene Aktien (entsprechend rund 5,5 Prozent des Grundkapitals) im Wege eines beschleunigten Platzierungsverfahrens ("Accelerated Bookbuilding-Verfahren") bei qualifizierten institutionellen Anlegern in Deutschland und im europäischen Ausland zu einem Preis von je 15,30 Euro platziert. Auf Basis der guten Nachfrage mit einem ca. zweifach überzeichneten Orderbuch wurde das ursprüngliche Platzierungsvolumen von 450.000 eigenen Aktien noch um 50.000 Aktien erhöht. Der Bruttoplatzierungserlös belief sich auf 7,65 Millionen Euro. Durch die Platzierung erhöhte sich der Streubesitz der Allgeier SE auf 56,9 Prozent. Der Erlös aus der Transaktion dient der weiteren Stärkung der Kapitalstruktur sowie allgemeinen Unternehmenszwecken.

Kunden

Die Allgeier Gruppe hat ihre Kundenbeziehungen bei namhaften Großkunden im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter ausgebaut und gefestigt. Mittlerweile erzielt Allgeier bei mehr als 60 Kunden einen Jahresumsatz von jeweils über 1 Mio. Euro. Ein wesentliches Ziel der Wachstumsstrategie der Allgeier Gruppe besteht darin, die gewonnene Größe und das breite Leistungsspektrum zunehmend im Rahmen von öffentlichen und privaten Ausschreibungen von Großprojekten zu nutzen. Der Konzern zählt Unternehmen nahezu aller Branchen mit unterschiedlichen Projektanforderungen und Auftragsvolumina zu seinen Kunden. Die Gruppengesellschaften sind dabei sowohl für global agierende Konzerne wie auch eine Vielzahl mittelständischer Unternehmen tätig.

Die Allgeier Gruppe zählt 18 der 20 umsatzstärksten deutschen Unternehmen und 20 der 30 DAX-Unternehmen zu ihren Kunden. Dabei sind häufig mehrere Konzerngesellschaften der Allgeier SE in unterschiedlichen Projekten bei den Unternehmen im Einsatz.

Die Umsätze in wichtigen Branchen wie Dienstleistungen, Gesundheit, Handel und Logistik, Medien, Verlagswesen und Unterhaltung sind weiter gewachsen. Damit stellen diese Branchen mit einem Anteil von rund 22 Prozent weiterhin das nach Umsatz stärkste Kundensegment (Vorjahr: 22 Prozent).

Die Umsätze mit Unternehmen der Informationstechnologie sind im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder stark gestiegen. Das Wachstum war dabei sowohl organisch als auch anorganisch durch die Vollkonsolidierung von Gruppengesellschaften. IT-Unternehmen bilden mit einem Umsatzanteil von rund 19 Prozent (Vorjahr: 15 Prozent) mittlerweile das zweitgrößte Branchensegment der Allgeier Gruppe. Zahlreiche führende nationale und internationale IT-Gesellschaften vertrauen auf das Lösungs- und Leistungsportfolio der Gruppe: Allgeier erbringt für IT-Unternehmen – vielfach als Premium-Partner – anspruchsvolle Dienstleistungen wie Expert Staffing und Recruiting, IT Consulting, Application Management Services, Projekt Management sowie Leistungen für Client-Systeme, Data Center, Backoffice-Infrastruktur und Backoffice-Systeme. Insbesondere in wichtigen Innovationsbereichen wie Cloud Services (Software as a Service) und Mobile Applikationen verzeichnet die Gruppe steigende Umsätze bei den IT-Kunden.

In den Sektoren Banken und Finanzwesen sowie Versicherungen, die mit rund 17 Prozent der Gesamterlöse das drittwichtigste Umsatzsegment für den Konzern darstellen (Vorjahr: 19 Prozent), erbringt die Allgeier Gruppe unterschiedlichste Dienstleistungen wie IT Consulting, Recruiting und Expert Leasing, Softwareentwicklung, Infrastruktur-Projekte und Serviceverträge. Innovationsthemen wie Outsourcing und die Entwicklung und das Management mobiler Applikationen stellen dabei wichtige Wachstumsfelder dar. Allgeier ist für 13 der 20 umsatzstärksten deutschen Versicherungskonzerne sowie für die 10 nach Bilanzsumme größten deutschen Banken und Finanzdienstleistungsunternehmen tätig. In diesen Sektoren blieben die Umsätze stabil.

Aufzinsung von Earn-Out-Verbindlichkeiten, von denen ein wesentlicher Teil aufgrund seiner Fristigkeit aus dem bisher langfristigen in den kurzfristigen Bereich gegliedert werden musste.

Nach Zinsen erzielte der Konzern ein Ergebnis vor Steuern aus fortgeführtem und aufgegebenem Geschäft in Höhe von 11,4 Mio. Euro (Vorjahr 6,7 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses aus dem bereits veräußerten Geschäft in Höhe von -0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 5,1 Mio. Euro) erreichte der Konzern ein Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 3,7 Mio. Euro (Vorjahr: 9,2 Mio. Euro). Der überproportional gestiegene Steueraufwand gegenüber dem Vorjahr resultiert zum Einen aus einem Effekt im Vorjahr aufgrund weitgehend steuerfreier Veräußerungsgewinne, zum Anderen aus Effekten des Berichtsjahres, insbesondere sich nicht steuermindernd auswirkende Aufwendungen wie zum Beispiel Abschreibungen auf Unternehmenswerte sowie Verluste in einigen Gesellschaften, welche voraussichtlich nicht steuerlich genutzt werden können. Für die im Jahr 2008 erfolgte Veräußerung der Allgeier DL GmbH, München, fand im dritten Quartal 2013 die finale Einigung und Schlussabrechnung statt, woraus der Konzern das im Vorjahr bilanzierte Ergebnis aus der Veräußerung in Höhe von 5,1 Mio. Euro in nahezu voller Höhe realisieren konnte.

Das Ergebnis je Aktie im Berichtsjahr beträgt damit 0,42 Euro (Vorjahr: 1,05 Euro). Das vorläufige um die Abschreibungen aus Akquisitionstätigkeit und weitere Effekte mit außerordentlichem Charakter bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortgeführtem und aufgegebenem Geschäft beträgt 1,63 Euro (Vorjahr: 1,91 Euro).

2.3 LAGE

2.3.1 Ertragslage

Der Allgeier Konzern konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 (01. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013) ein Umsatzwachstum um 13 Prozent von 423 Mio. Euro im Vorjahr auf 478 Mio. Euro erzielen. Darin enthalten ist ein operatives Umsatzwachstum um 2 Prozent bzw. 8 Mio. Euro aus den in den Vergleichsjahren dem Konzern zugehörigen Unternehmen und ein Anteil an der Umsatzsteigerung in Höhe von 47 Mio. Euro aus den in den Vergleichsjahren vom Allgeier Konzern akquirierten Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2013 hat der Konzern den Beschluss gefasst, eine Tochtergesellschaft zu veräußern und diese Gesellschaft im aufgegebenen Geschäft zu zeigen. Mit dem Abgang der Gesellschaft werden im Geschäftsjahr 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 56 Mio. Euro (Vorjahr: 48 Mio. Euro) gesondert ausgewiesen. Ohne den aufgegebenen Bereich verblieben dem Konzern im Jahr 2013 noch Umsatzerlöse von 421 Mio. Euro (Vorjahr: 375 Mio. Euro), was einer Steigerung von 12 Prozent gegenüber 2012 entspricht.

Das EBITDA des Allgeier Konzerns wuchs im Berichtsjahr von 23,5 Mio. Euro um 28 Prozent auf 30,1 Mio. Euro überproportional zum Umsatzwachstum. Maßgeblich für das Wachstum ist neben dem aus dem Mehrumsatz resultierenden Ergebnis ein Anstieg der EBITDA-Marge von 5,6 Prozent im Vorjahr auf 6,3 Prozent im Jahr 2013. Das EBITDA des fortgeführten Geschäfts stieg etwas geringer als das EBITDA des Konzerns von 23,3 Mio. Euro auf 28,0 Mio. Euro, nachdem das aufgegebene Geschäft mit einem überproportionalen EBITDA-Wachstum von 0,2 Mio. Euro in 2012 auf 2,1 Mio. Euro in 2013 beigetragen hat.

Das Konzern-EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) stieg im Berichtszeitraum ebenfalls überproportional von 9,7 Mio. Euro um 61 Prozent auf 15,6 Mio. Euro. Positiv beeinflusst haben das EBIT die rückläufigen Abschreibungen auf die aus im Rahmen von Unternehmenserwerben bilanzierten erworbenen Kundenbeziehungen, die von 9,5 Mio. Euro auf 7,3 Mio. Euro zurückgingen. Gegenläufig belasteten Wertminderungen auf Geschäftsoder Firmenwerte in Höhe von 2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro) das Konzern-EBIT. Das EBIT des fortgeführten Geschäfts stieg analog dem EBITDA ebenfalls etwas geringer als das EBIT des Konzerns von 10,6 Mio. Euro um 37 Prozent auf 14,5 Mio. Euro, nachdem das aufgegebene Geschäft in 2013 mit einem hohen EBIT-Wachstum von -0,9 Mio. Euro auf 1,1 Mio. Euro überdurchschnittlich beigetragen hat.

Die Finanzaufwendungen lagen mit 5,0 Mio. Euro um 1,4 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres. Ein wesentlicher Teil des Anstiegs sind der Ganzjahreseffekt der Zinsaufwendungen auf das im März 2012 aufgenommene Schuldscheindarlehen sowie Zinsaufwendungen aus der

Die CAGR (Compound Annual Growth Rate) stellt das durchschnittliche

jährliche Wachstum dar.

2009 2010 2011 2012

300

200

100

0

378,8

308,7

223,5

(in Mio. Euro) 2012 2013
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT wie berichtet) 9,7 15,6
Abschreibungen immaterielle Vermögenswerte aus Unternehmenserwerben 9,5 7,3
Wertberichtigung von Geschäfts- oder Firmenwerten 0,2 2,2
Ergebniswirksame Kaufpreisanpassungen -2,2 -0,8
Einmalaufwendungen aus Aktienoptionen 2,0 0,0
Finanzergebnis -2,9 -4,5
Ergebnis aus At-equity-Beteiligungen 0,0 0,2
Bereinigtes Ergebnis vor Steuern 16,2 20,1
Konzernsteuersatz 30% 30%
Steuern -4,9 -6,0
Bereinigtes Periodenergebnis 11,4 14,1
Nachlaufender Ergebniseffekt aus dem in 2008 veräußerten Geschäft (nach Steuern) 5,1 -0,3
Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter -0,5 -0,1
Ergebnis zur Ermittlung des bereinigten Ergebnisses je Aktie 16,0 13,6
Anzahl ausstehender Aktien in Stück 8.375.737 8.352.747
Bereinigtes Ergebnis je Aktie in Euro (unverwässert) 1,91 1,63
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT wie berichtet) 9,7 15,6
Abschreibungen immaterielle Vermögenswerte aus Unternehmenserwerben 9,5 7,3
Wertberichtigung von Geschäfts- oder Firmenwerten 0,2 2,2
Ergebniswirksame Kaufpreisanpassungen -2,2 -0,8
Einmalaufwendungen aus Aktienoptionen 2,0 0,0
Finanzergebnis -2,9 -4,5
Ergebnis aus At-equity-Beteiligungen 0,0 0,2
Bereinigtes Ergebnis vor Steuern 16,2 20,1
Konzernsteuersatz 30% 30%
Steuern -4,9 -6,0
Bereinigtes Periodenergebnis 11,4 14,1
Nachlaufender Ergebniseffekt aus dem in 2008 veräußerten Geschäft (nach Steuern) 5,1 -0,3
Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter -0,5 -0,1
Ergebnis zur Ermittlung des bereinigten Ergebnisses je Aktie 16,0 13,6
Anzahl ausstehender Aktien in Stück 8.375.737 8.352.747
Bereinigtes Ergebnis je Aktie in Euro (unverwässert) 1,91 1,63

Zur Darstellung des bereinigten Ergebnisses je Aktie korrigiert der Allgeier Konzern das berichtete Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) um die Abschreibungen auf die im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben aktivierten immateriellen Vermögenswerte (Effekte aus Kaufpreis-Allokationen) und um Erträge und Aufwendungen aus ergebniswirksamen Anpassung von Kaufpreisen. Unter Berücksichtigung der Bereinigungen und Anwendung eines unveränderten Konzernsteuersatzes auf das Konzernergebnis erreichte der Konzern ein Ergebnis je Aktie von 1,63 Euro in 2013 (Vorjahr: 1,91 Euro).

dem Zahlungsverkehr mit Kunden und Lieferanten. Zum 31. Dezember 2013 klassifiziert der Allgeier Konzern die DIDAS als zur Veräußerung stehende Gesellschaft, was wiederum maßgebliche Auswirkung auf die Veränderung der Vermögenslage und der Schulden hat. Mit der Veräußerungsabsicht wurden Vermögenswerte in Höhe von 18,6 Mio. Euro und Schulden in Höhe von 11,2 Mio. Euro in zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte bzw. Schulden zusammengefasst und in eigenen Bilanzzeilen in den kurzfristigen Bilanzbereichen ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2013 erwarb der Konzern die OPUS Solution, die German Doctor Exchange, die innocate Solutions und die WK EDV und konsolidierte die Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaften im Konzernabschluss. Mit dem Erwerb der Gesellschaften gingen dem Konzern Vermögenswerte von 11,4 Mio. Euro und Schulden von 4,7 Mio. Euro zu. Die Akquisitionen und die aus früheren Akquisitionen zu leistenden Zahlungen finanzierte der Konzern aus frei verfügbarer eigener Liquidität, wodurch im Geschäftsjahr liquide Mittel in Höhe von 5,5 Mio. Euro (Vorjahr: 34,8 Mio. Euro) abflossen.

Die Bilanzsumme blieb im Geschäftsjahr 2013 mit 289,3 Mio. Euro am 31. Dezember 2013 nahezu unverändert (31. Dezember 2012: 289,6 Mio. Euro). Auf der Aktivseite gingen die langfristigen Vermögenswerte von 145,7 Mio. Euro im Vorjahr um 14,8 Mio. Euro auf 130,9 Mio. Euro im Berichtsjahr zurück. Insbesondere reduzierten sich die immateriellen Vermögenswerte um 10,5 Mio. Euro auf 117,9 Mio. Euro (Vorjahr: 128,4 Mio. Euro). Neben dem geänderten Bilanzausweis der Vermögenswerte der DIDAS ist diese Veränderung auf geringere Neuzugänge von im Rahmen von Unternehmenserwerben bilanzierten immateriellen Vermögenswerten sowie Rückgänge bei den Geschäfts- und Firmenwerten aus der Erstkonsolidierung der Gruppengesellschaften zurückzuführen. Innerhalb der Geschäfts- oder Firmenwerte überlagern die Wertberichtigungen von Goodwills und Währungsanpassungen in Höhe von insgesamt 3,8 Mio. Euro die Zugänge in Höhe von 1,2 Mio. Euro. Die Anlagenquote als Quotient aus langfristigen Vermögenswerten und Bilanzsumme beträgt im Geschäftsjahr 46,9 Prozent (Vorjahr: 50,3 Prozent). Die Debitorenlaufzeit wurde von 57 Tagen im Vorjahr auf 51 Tage im Berichtsjahr bei Zugrundelegung des Jahresdurchschnittswertes reduziert. Der Verschuldungsgrad als Quotient aus Verbindlichkeiten und der Bilanzsumme sank leicht von 67,7 Prozent in 2012 auf 67,3 Prozent im Jahr 2013.

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich von 143,9 Mio. Euro im Vorjahr um 14,5 Mio. Euro auf 158,4 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2013. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fielen von 76,4 Mio. Euro um 3,1 Mio. Euro auf 73,3 Mio. Euro und die Vorräte und die sonstigen Vermögenswerte reduzierten sich von 28,6 Mio. Euro um 8,7 Mio. Euro auf 19,9 Mio. Euro. Die liquiden Mittel erhöhten sich zum Bilanzstichtag um 7,7 Mio. Euro (Vorjahr: Zufluss von 7,0 Mio. Euro) von 38,9 Mio. Euro auf 46,7 Mio. Euro. Als weiterer kurzfristiger Vermögenswert wurde im Geschäftsjahr das zur Veräußerung stehende Gesamtvermögen der DIDAS in Höhe von 18,6 Mio. Euro bilanziert.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Konzerneigenkapital von 93,4 Mio. Euro um 1,3 Mio. Euro auf 94,7 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote stieg bei nahezu gleichbleibender Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2013 leicht von 32,2 Prozent Ende 2012 auf 32,7 Prozent am 31. Dezember 2013.

2.3.2 Finanzlage

Der Allgeier Konzern verfügt seit Jahren über eine solide finanzielle Basis. Mit einer zum Ende des Jahres 2013 vorhandenen frei verfügbaren Liquidität (ohne das aufgegebene Geschäft) von 46,7 Mio. Euro (Vorjahr: 38,9 Mio. Euro) sowie nicht genutzten Volumina an Kontokorrentlinien und Factoringrahmen von insgesamt 13,6 Mio. Euro (Vorjahr: 13,5 Mio. Euro) und darüber hinaus Anlagen in Wertpapieren von 2,7 Mio. Euro (Vorjahr: 5,0 Mio. Euro), die in der Bilanz in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bilanziert sind, kann das Management die erfolgreiche Wachstumsstrategie fortsetzen und sich bietende Akquisitionsgelegenheiten am Markt nutzen. Aus der erfolgreichen operativen Geschäftsentwicklung konnte der Konzern im Jahr 2013 Mittelzuflüsse in Höhe von 17,2 Mio. Euro (Vorjahr: 15,1 Mio. Euro) vereinnahmen.

Die Liquidität 1. Grades (Zahlungsmittel/kurzfristige Schulden) betrug zum 31. Dezember 2013 50 Prozent (Vorjahr: 43 Prozent). Die Liquiditätskennziffer 2. Grades (Zahlungsmittel und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/kurzfristige Schulden) betrug 131 Prozent (Vorjahr: 128 Prozent).

Der Allgeier Konzern konnte im Geschäftsjahr die kurzfristig verfügbare Nettoliquidität (Finanzmittelfonds) um insgesamt 11,7 Mio. Euro (Vorjahr: 7,0 Mio. Euro) erhöhen. Der Mittelzufluss ist der Saldo aus Zuflüssen aus betrieblicher Tätigkeit von 17,2 Mio. Euro (Vorjahr: 15,1 Mio. Euro), Abflüssen aus der Investitionstätigkeit von 4,4 Mio. Euro (Vorjahr: 44,2 Mio. Euro) und Abflüssen aus der Finanzierungstätigkeit von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: Zufluss 36,2 Mio. Euro).

Der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit vor Working Capital-Veränderungen lag mit 28,6 Mio. Euro in 2013 auf dem Niveau des Vorjahres mit 28,9 Mio. Euro. Die Working Capital-Veränderungen waren mit einem Anstieg um 11,4 Mio. Euro im Jahr 2013 niedriger als im Vorjahr mit 13,9 Mio. Euro, so dass einschließlich der Mittelbindung im Working Capital ein Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit von 17,2 Mio. Euro (Vorjahr: 15,1 Mio. Euro) erwirtschaftet werden konnte.

Im Geschäftsjahr 2013 gab der Konzern für Investitionen in den Erwerb von Tochtergesellschaften und Geschäftseinheiten 5,5 Mio. Euro (Vorjahr: 34,8 Mio. Euro) und für operative Investitionen 4,8 Mio. Euro (Vorjahr: 4,4 Mio. Euro) aus. Für kurz- und mittelfristige Finanzdispositionen wurden Wertpapiere in Höhe von 2,3 Mio. Euro verkauft (Vorjahr: Erwerb 5,0 Mio. Euro). Im Rahmen der im Geschäftsjahr 2013 erfolgten Investition in ein assoziiertes Unternehmen flossen 1,2 Mio. Euro ab. Weiter konnte im Geschäftsjahr 2013 aus der Endabrechnung der im Jahr 2008 veräußerten Allgeier DL GmbH, München, ein Betrag von 4,8 Mio. Euro vereinnahmt werden. Insgesamt betrug der Cash Flow aus Investitionstätigkeit –4,4 Mio. Euro (Vorjahr: –44,2 Mio. Euro).

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit gab der Allgeier Konzern im Geschäftsjahr 2013 insgesamt 1,1 Mio. Euro aus (Vorjahr: Zufluss von 36,2 Mio. Euro). Der Allgeier Konzern nahm Bankdarlehen in Höhe von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 69,5 Mio. Euro) auf und tilgte Darlehen von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 36,2 Mio. Euro). Im Laufe des Geschäftsjahrs erwarb der Allgeier Konzern eigene Aktien in Höhe von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro) und veräußerte im Dezember 2013 einen Großteil der eigenen Aktienbestände, woraus dem Konzern 7,7 Mio. Euro zuflossen. An die Aktionäre der Allgeier SE wurde eine Dividende in Höhe von 4,2 Mio. Euro (Vorjahr: 4,2 Mio. Euro) ausgeschüttet. Des Weiteren wurden Anteile von Minderheitsgesellschaftern in Höhe von 2,1 Mio. Euro zurückgekauft (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro). Der Konzern musste im Geschäftsjahr 2013 Zinsen in Höhe von netto 2,7 Mio. Euro (Vorjahr: 2,6 Mio. Euro) bezahlen.

Der Allgeier Konzern steuert im Rahmen des Finanzmanagements die Liquidität mit dem Ziel, dass jederzeit eine ausreichende Liquidität zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen und die notwendige Finanzierung für das organische Wachstum der Allgeier Gruppe und den Erwerb von neuen Gruppengesellschaften zur Verfügung steht. Als wesentliche Kennzahl verfolgt der Allgeier Konzern die Entwicklung der Netto-Finanzschulden, die sich aus dem Saldo zwischen lang- und kurzfristigen Finanzschulden sowie den Zahlungsmitteln ergeben. Ohne das aufgegebene Geschäft hatte der Konzern am 31. Dezember 2013 Netto-Finanzschulden in Höhe von 28,9 Mio. Euro (Vorjahr: 34,8 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr konnten diese Schulden um 6,0 Mio. Euro reduziert werden. Dem Allgeier Konzern standen ohne die Mittel des aufgegebenen Geschäfts zum 31. Dezember 2013 liquide Mittel in Höhe von 46,7 Mio. Euro zur Verfügung (Vorjahr: 38,9 Mio. Euro). Die kurz- und langfristigen Finanzschulden haben sich zum Bilanzstichtag leicht auf 75,5 Mio. Euro erhöht (Vorjahr: 73,8 Mio. Euro).

2.3.3 Vermögenslage

Wie bereits in den Vorjahren ist die Vermögenslage des Allgeier Konzerns geprägt vom Zugang neuer Gruppengesellschaften, von den Entscheidungen und Maßnahmen des Managements hinsichtlich der Finanzierungsund der Eigenkapitalstruktur sowie der operativen Geschäftstätigkeit und den stichtagsbedingten Effekten aus

Einheiten in der Schweiz aufgrund spezieller Kundensituationen im selben Zeitraum Rückgänge im Umsatz von 24,3 Mio. Euro auf 17,2 Mio. Euro zu verbuchen hatten.

Die Entwicklung des EBITDA des Segments Solutions ist ebenfalls zweigeteilt. Das um die Erträge aus der Ausbuchung der Earn Out-Verbindlichkeiten bereinigte Ergebnis des deutschen Kerngeschäfts erhöhte sich von 3,0 Mio. Euro um 63 Prozent auf 4,9 Mio. Euro. Die Ergebnisentwicklung der vorgenannten Gesellschaften in der Schweiz sowie der Gesellschaften in der Türkei ist aufgrund der besonderen Kundensituationen bzw. der Kosten des Markteintritts in der Türkei mit -1,5 Mio. Euro negativ (Vorjahr: positiv mit 1,7 Mio. Euro). Insgesamt erreichte das Segment Solutions im Berichtsjahr ein EBITDA in Höhe von 5,7 Mio. Euro (Vorjahr: 9,4 Mio. Euro).

Das EBIT des Segments fiel von 3,7 Mio. Euro im Jahr 2012 auf -1,4 Mio. Euro im Berichtsjahr. Das EBIT war im Geschäftsjahr zusätzlich belastet durch Abschreibungen in Höhe von 2,2 Mio. Euro auf die Geschäfts- oder Firmenwerte der Schweizer Gesellschaften. Nach Steuern blickt das Segment auf ein negatives Jahresergebnis 2013 in Höhe von -2,2 Mio. Euro und liegt damit um 6 Mio. Euro unter dem Jahresergebnis des Vorjahres.

2.3.4.2 Segment Experts

Das Segment Experts ist nach Umsatz und Mitarbeitern (inkl. freiberuflich tätiger Experten) das größte Segment im Allgeier Konzern. Das Segment besteht aus sechs operativen Unternehmenseinheiten und trägt mit 58 Prozent (Vorjahr: 56 Prozent) zum Umsatz des Allgeier Konzerns (Umsatz fortgeführtes Geschäft) bei. Das Segment Experts konnte im Berichtszeitraum den Umsatz um 35,6 Mio. Euro auf 245,3 Mio. Euro (Vorjahr: 209,7 Mio. Euro) steigern, was einem Wachstum von 17 Prozent entspricht. Das Segment Experts ist von allen Segmenten der Allgeier Gruppe am stärksten von konjunkturellen Entwicklungen abhängig und ist häufig ein Indikator für Veränderungen in der allgemeinen Nachfrage. Im Geschäftsjahr 2013 war die Nachfrage nach Experten und die gute Auslastung der IT Consultants ununterbrochen hoch und sorgte für eine erfreuliche und stabile Entwicklung in diesem Bereich.

Das EBITDA des Segments hat sich um 3,0 Mio. Euro bzw. 23 Prozent auf 16,3 Mio. Euro erhöht (Vorjahr: 13,3 Mio. Euro).

Das EBIT stieg von 10,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 13,8 Mio. Euro im Berichtszeitraum an. Nach Steuern erwirtschaftete der Bereich ein Periodenergebnis in Höhe von 7,6 Mio. Euro gegenüber 8,8 Mio. Euro im Vorjahr. Bis einschließlich dem Jahr 2012 bestand zwischen dem Segment und der Allgeier SE ein Ergebnisabführungsvertrag, so dass bis dahin auf einen großen Teil der Ergebnisse des Segments keine Steuer anfiel. Aufgrund des Wegfalls der Ergebnisabführung stiegen die Ertragsteuern im Jahr 2013 auf 3,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro) und erklären den Rückgang des Periodenergebnisses.

Die positive Eigenkapitalveränderung resultiert aus dem Saldo des eigenkapitalerhöhenden Periodenergebnisses von 3,7 Mio. Euro und dem Verkauf von eigenen Aktien der Allgeier SE in Höhe von 7,7 Mio. Euro sowie eigenkapitalreduzierenden Effekten, wie der Ausschüttung der Dividende im Umfang von 4,2 Mio. Euro, Währungsdifferenzen in Höhe von 3,7 Mio. Euro, dem Erwerb von eigenen Aktien in Höhe von 0,5 Mio. Euro und dem Erwerb der bis dahin noch ausstehenden Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter der BSR in Höhe von 1,5 Mio. Euro. Die langfristigen Schulden reduzierten sich von 106,7 Mio. Euro zum Jahresende 2012 um 14,0 Mio. Euro auf 92,7 Mio. Euro Ende 2013. Die Verringerung betrifft im Wesentlichen die Umbuchung von Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften, die aufgrund der Fristigkeit aus dem langfristigen in den kurzfristigen Bereich zu buchen waren. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der oben beschriebenen Umbuchung von Verbindlichkeiten aus Akquisitionen zum Ende des Geschäftsjahrs 2013 von 89,5 Mio. Euro um 12,4 Mio. Euro auf 101,9 Mio. Euro. Die in den kurzfristigen Schulden enthaltenen Rückstellungen reduzierten sich von 16,5 Mio. Euro in 2012 auf 11,4 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2013. Die Schulden des zur Veräußerung stehenden Geschäfts der DIDAS in Höhe von 11,2 Mio. Euro wurden in der kurzfristigen Bilanzposition "Zur Veräußerung gehaltene Schulden" zusammengefasst.

2.3.4 Segmente

In den nachfolgenden Darstellungen und Erläuterungen sind Umsatz- und Ergebnisanteile aus Geschäften zwischen den Segmenten enthalten.

2.3.4.1 Segment Solutions

Das Segment Solutions ist das kleinste Segment des Allgeier Konzerns und trug im Berichtszeitraum mit 21 Prozent (Vorjahr: 24 Prozent) zu den Konzernumsätzen (ohne das aufgegebene Geschäft) bei. Das Segment besteht aus acht operativen Unternehmenseinheiten, die mit unterschiedlichen Wachstumsraten und Ergebnisbeiträgen zum Gesamtergebnis des Segments beitrugen. Während das in Deutschland und Österreich beheimatete Kerngeschäft zweistelliges Umsatzwachstum erzielte, mussten die Einheiten in der Schweiz, in Benelux und in der Türkei Wachstumsrückgänge und Ergebnisbelastungen hinnehmen. Bei den beiden Schweizer Gesellschaften BSR und Allgeier Schweiz mussten darüber hinaus die Geschäfts- oder Firmenwerte anteilig in Höhe von insgesamt 2,2 Mio. Euro abgeschrieben werden. Im Vorjahr trugen Erträge in Höhe von 2,2 Mio. Euro aus der Ausbuchung von Earn Out-Verbindlichkeiten zum Ergebnis bei. Im Geschäftsjahr 2013 waren dies nur 0,8 Mio. Euro, weshalb auch aus diesem Grund der Vergleich der Gesamtergebnisse zu Ungunsten des Jahres 2013 ausfällt.

Das Segment Solutions erzielte im Berichtszeitraum ein Umsatzplus von 2 Prozent auf 90,5 Mio. Euro (Vorjahr: 88,3 Mio. Euro). Dabei erzielten die deutschen und österreichischen Unternehmensgruppen des Segments eine Umsatzsteigerung um 14 Prozent von 58,3 Mio. Euro in 2012 auf 66,7 Mio. Euro im Berichtsjahr, während die o.g.

UMSATZ SEGMENT EXPERTS (in Mio. Euro)

Profitabilität

Unser Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern, setzt neben Wachstum Profitabilität voraus. Nachhaltige Margensteigerung ist ein Erfolgsfaktor, der zu einem ausgewogenen Chancen-Risiko-Ausgleich führt und auch Indikator für die Wertschöpfung und Qualität der geleisteten Arbeit ist. Die erzielbaren EBITDA-Margen spielen bei der Planung auf allen Ebenen der Gruppe eine entscheidende Rolle.

Die Entwicklung des EBITDA und der EBITDA-Marge für die Gruppe und die einzelnen Geschäftsbereiche ist wie folgt:

2.3.4.3 Segment Projects

Das Segment Projects ist ein sich stabil entwickelndes Segment innerhalb des Allgeier Konzerns. Im Berichtsjahr konnte das Segment, zu dem drei operative Unternehmenseinheiten zählen, mit einem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Umsatzanteil von 22 Prozent (im Verhältnis zum Konzernumsatz fortgeführtes Geschäft) seinen Umsatz von 84,2 Mio. Euro um 8 Prozent auf 91,3 Mio. Euro steigern. Einen großen Beitrag zur Umsatzsteigerung hat die Nagarro Gruppe mit einem Wachstum von 27 Prozent geleistet. Auch die im Segment enthaltenen Geschäftseinheiten Softcon Gruppe und mgm technology partners Gruppe können ein gutes Jahr 2013 berichten. Aufgrund von Veränderungen im Produktangebot der Softcon und den Verzicht auf Umsätze mit nur geringen Margen, gingen zwar die Umsätze zurück, das EBITDA der Softcon indes konnte sich mehr als verdoppeln. Mit einem EBITDA von 11,9 Mio. Euro und einer Steigerung von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 9,0 Mio. Euro leistete das Segment einen deutlichen und überproportionalen Beitrag zur Ergebnisverbesserung des Allgeier Konzerns. Die Ergebnissteigerungen aus dem operativen Geschäft trugen sich in alle weiteren Ergebnisgrößen fort. So konnte das Segment im Jahr 2013 sein EBIT von 4,6 Mio. Euro um 3,5 Mio. Euro auf 8,1 Mio. Euro verbessern und bis hin zum Periodenergebnis des Jahres zweistellige Ergebniszuwächse melden. Das Periodenergebnis des Segments wuchs im Berichtsjahr von 1,1 Mio. Euro um 40 Prozent auf 1,5 Mio. Euro.

2.4 FINANZIELLE UND NICHT FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

2.4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Auf Gruppenebene stehen insbesondere die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens im Vordergrund:

Umsatzwachstum

Allgeier ist im wachsenden Markt der Informationstechnologie tätig. Dieser Markt wächst weltweit insgesamt seit Jahren stärker als die Gesamtwirtschaft und in einigen Bereichen sogar signifikant überdurchschnittlich. Außerdem befindet sich der Markt seit Jahren in einem Konsolidierungsprozess, der von Innovation und Kundenanforderungen getrieben wird. Daher halten wir es für entscheidend, mit einem überdurchschnittlichen Wachstum mit dem Markt Schritt zu halten und diesem zumindest in Teilbereichen auch voranzugehen und die richtigen Schritte zur Beschleunigung für die künftigen Jahre zu setzen. Wachstum ist damit ein zentrales Thema.

Das Umsatzwachstum der Gruppe (Gesamtkonzern) der vergangenen Jahre stellt sich wie folgt dar:

SEGMENT EXPERTS (in Mio. Euro)

2.4.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiterzufriedenheit

Unser wertvollstes Kapital sind unsere Mitarbeiter. Ihr Know-how und ihre Motivation treiben unser Geschäft voran. Sie sind diejenigen, die das Vertrauen der Kunden genießen. Im Wettbewerb um neue Mitarbeiter heißt es, ausreichend attraktiv zu sein. Das Vereinen von vielen verschiedenen Bedürfnissen, Ausbildungsniveaus und Erwartungen erfordert ein zunehmendes Maß an intelligenter und flexibler Organisation und Diversifikation. Dabei spielen auch die verschiedenen Modelle der Einbindung der Mitarbeiter in die Kundenprojekte eine wichtige Rolle: Dienst- und Werkverträge, Arbeitnehmerüberlassung, Projektoutsourcing, Onshore-, Nearshore-, Offshore-Modelle etc. Die Entwicklung der bestehenden Mitarbeiter und die Gewinnung neuer Mitarbeiter sind wesentliche Faktoren für die Entwicklung der Gruppe. Entsprechend nimmt die Zufriedenheit der Mitarbeiter innerhalb des Konzerns einen großen Stellenwert ein.

2.5 HUMAN RESOURCES

Allgeier setzt auf engagierte und loyale Mitarbeiter

Jedes Unternehmen lebt entscheidend vom Fachwissen und loyalem Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese sind im laufenden Kontakt mit den Kunden, erbringen die vereinbarten Beratungs- und Dienstleistungen und entwickeln innovative Lösungen für komplexe Herausforderungen. Hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind damit ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Wachstum unserer Gruppe. Die Strategie der Allgeier Gruppe lebt vom Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Leistungsbereitschaft und die Fähigkeiten unserer Beschäftigten kontinuierlich zu fördern und weiterzuentwickeln ist daher ein zentrales Ziel unserer Personalpolitik. Gute Fortschritte erzielte Allgeier im Berichtsjahr durch die Harmonisierung von Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung und -bindung innerhalb der Gruppengesellschaften. Die Gewinnung passender, hochqualifizierter Mitarbeiter ist für uns auch in den kommenden Jahren von großer Bedeutung. In den vergangenen Jahren haben wir unsere internationale Präsenz maßgeblich ausgebaut und uns den Zugang zu mittlerweile mehr als 1.300 hervorragend ausgebildeten Softwareentwicklern an unseren Standorten in Indien erschlossen. In unserem Kernmarkt D-A-CH erkennen wir aber bereits heute Engpässe bei gut qualifizierten Experten. Auch deswegen investieren wir beständig in unsere Mitarbeiter, um nachhaltiges Wachstum zu sichern und wertvolles Wissen im Unternehmen zu halten. Damit verbunden sind in der Zukunft weiter steigende Investitionen in die Schulung und Qualifizierung von Mitarbeitern.

Die Attraktivität eines Unternehmens – sowohl für die bestehende Belegschaft als auch für gute Bewerber – ist unserer Meinung nach ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor. Angesichts der besonderen Dynamik der IT-Branche ist die kontinuierliche fachliche Ausbildung der Mitarbeiter ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter. Fachlich stets am Ball zu bleiben, ist zugleich die entscheidende Voraussetzung, um den steigenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden und wichtige Innovationsschritte innerhalb der Branche mitgestalten zu können. Umgekehrt profitieren die Mitarbeiter der einzelnen Gruppenunternehmen von dem Wachstum und der zunehmenden Größe und Stabilität der Gruppe. Die bestehenden Arbeitsplätze in der Gruppe werden damit sicherer und es werden neue Arbeitsplätze geschaffen. Neue herausfordernde Aufträge bei leistungsstarken Kunden schaffen interessante fachliche Perspektiven und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Weitere Steigerung

der Zahl festangestellter Mitarbeiter

Insgesamt beschäftigte die Allgeier Gruppe zum Ende des Geschäftsjahres in Summe 6.023 angestellte Mitarbeiter und freiberuflich tätige Experten (Vorjahr: 5.730), davon 4.669 angestellte Mitarbeiter und 1.354 freiberufliche Experten (Vorjahr: 4.214 angestellte Mitarbeiter und 1.516 freiberufliche Experten). Im Inland beschäftigte Allgeier zum Ende des Geschäftsjahres 4.168 angestellte Mitarbeiter und freiberuflich tätige Experten (Vorjahr: 4.302), im Ausland waren es zum Ende 2013 1.855 angestellte Mitarbeiter und freiberuflich tätige Experten (Vorjahr: 1.428). 69,2 Prozent aller angestellten Mitarbeiter und freiberuflich tätigen Experten waren zum Ende des Geschäftsjahres in Deutschland beschäftigt (Vorjahr: 75,1 Prozent). Insgesamt hat Allgeier damit die Anzahl der Mitarbeiter und freiberuflichen Experten im Vergleich zum Vorjahr um 293 Beschäftigte gesteigert. Der Zuwachs resultiert vor allem aus organischem Wachstum: Ohne die durch die Akquisition neuer Gesellschaften gewonnenen Beschäftigten arbeiten in den Konzerngesellschaften 307 fest angestellte Beschäftigte mehr als im Vorjahr, d.h. es wurden über 6 Prozent neue Arbeitsplätze (fest angestellte Mitarbeiter) geschaffen.

Nettoverschuldung

Der sorgsame Umgang mit dem Kapital der Aktionäre und den Finanzierungsmitteln von Fremdkapitalgebern verlangt auch eine sorgfältige Steuerung der Verschuldung der Gruppe. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigenkapital und Verschuldung und das Vertrauen von Kapitalgebern und Kreditmärkten in das Unternehmen sind Voraussetzung und Erfolgsfaktor für die Wachstumsgeschichte von Allgeier. Einzelne Finanzierungsverträge sehen außerdem die Einhaltung bestimmter Schwellen der Nettoverschuldung vor. Daher spielt auch die Planung und Steuerung der Nettoverschuldung im Gesamtgefüge der Unternehmensplanung und bei Finanzierungsentscheidungen eine herausgehobene Rolle. Die Nettoverschuldung setzt sich zusammen aus Finanzschulden abzüglich Zahlungsmittel. Die Nettofinanzverbindlichkeiten des Gesamtkonzerns sind im vergangenen Jahr auf 25,2 Mio. Euro gesunken (Vorjahr: 34,8 Mio. Euro). Die Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA sank ebenfalls. Dieser Indikator fiel von einem Wert von 1,48 in 2012 auf 0,84 im Jahr 2013.

Akquisitorisches Wachstum

Ein weiterer Indikator unserer Entwicklung ist die Fähigkeit, die Konsolidierung des Marktes durch Akquisitionen zu nutzen. Dies beschleunigt sowohl das Wachstum als auch die mögliche Ausrichtung oder Fokussierung der Geschäftstätigkeit. Allgeier hat eine mehr als zehnjährige Erfahrung mit der Umsetzung von Akquisitionsvorhaben. Wir sind im Markt mittlerweile als potentieller Erwerber von mittelständischen Unternehmen im In- und Ausland bekannt. Den Prozess von der Erfassung aller an uns herangetragenen oder aktiv gesuchten Akquisitionskandidaten über die Auswahl bis hin zur konkreten Umsetzung einzelner Transaktionen haben wir über die Jahre verbessert. Er ist durch Softwaretools unterstützt und mittlerweile nicht nur Sache der Allgeier SE, sondern erfolgt unter Einbindung der Divisionen und Geschäftseinheiten der Gruppe.

Es ist unser Ziel, künftig auch weiterhin aktiv durch Akquisitionen zu wachsen. Die Transaktionen der letzten Jahre waren im einzelnen:

TRANSAKTIONEN
2009 DIDAS AG, München
kingmedia websolutions GmbH, Köln
2010 BSR & Partner AG, Zug, Schweiz
Terna Holding GmbH, Innsbruck, Österreich
2011 Allgeier Switzerland AG, Thalwil, Schweiz (ehemals: 1eEurope (Switzerland) AG)
Nagarro Inc., San Jose, USA
GEMED Gesellschaft für medizinisches Datenmanagement GmbH, Ulm
BSH Systemhaus GmbH, Westerstede
2012 AX Solutions GmbH, Braunschweig
Skytec AG, Oberhaching
b+m Informatik AG, Melsdorf
tecops personal GmbH, München
Oksijen İnsan Kaynakları Seçme ve Değerlendirme Hizmetleri Anonim Şirketi, Istanbul, Türkei
SF Software & Friends GmbH, Leipzig
2013 OPUS Solution AG, Root Längenbold, Schweiz
German Doctor Exchange GmbH, Bonn
WK EDV GmbH, Neuburg an der Donau
innocate solutions GmbH, Düsseldorf

4. NACHTRAGSBERICHT

Am 18. Februar 2014 hat die Xiopia GmbH 75 Prozent der Geschäftsanteile der recompli GmbH erworben. Die recompli GmbH ist eine Ergänzung des von der Skytec AG betriebenen Ingenieurgeschäfts. Damit stärkt die Allgeier Gruppe diesen Geschäftsbereich und vertieft ihr Engagement beim Großkunden BMW.

Mit Wirkung zum 26. Februar 2014 haben das österreichische IT-Beratungsunternehmen HEXA Business Services Beratungs- und Dienstleistungs GmbH und die Nagarro Austria GmbH mit Sitz in Wien ihre Stärken gebündelt. Durch den Zusammenschluss baut die Nagarro Gruppe die Kompetenz als Anbieter für durchgehende "End-to-end" Software-Services weiter aus. Die Hexa mit Sitz in Wien beschäftigt 40 Mitarbeiter und ist einer der führenden Cloud- und Outsourcing-Spezialisten in Österreich. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren erfolgreich eine Vielzahl großer Softwareentwicklungsund Transformation-Projekte für zahlreiche marktführende Unternehmen in Österreich realisiert. Durch die Verknüpfung der gemeinsamen Serviceportfolios bieten Hexa und Nagarro ihren österreichischen Kunden künftig einen hochflexiblen und skalierbaren Mix an lokalen, Nearshore- und Offshore-Delivery-Optionen an.

Herr Manas Fuloria wurde mit Wirkung ab dem 03. März 2014 zum Vorstand der Allgeier SE bestellt. Herr Fuloria ist gemeinschaftlich zeichnungsberechtigt. Herr Fuloria ist Mitgründer und Mitglied des Management Boards der zur Allgeier Gruppe gehörenden Nagarro, Inc. Er ist Experte für Technologiemanagement und Betriebsführung und hat in dieser Fachrichtung an der kalifornischen Stanford University seinen Master erworben und am Indian Institute of Technology, Delhi, promoviert. Vor seiner unternehmerischen Tätigkeit war er in der Gruppe "Technology and Operations Management" der Harvard Business School tätig und hat mehrere Fortune 500-Unternehmen beraten. Herr Fuloria wohnt und arbeitet in Gurgaon, Indien.

Am 18. März 2014 hat sich Allgeier SE im Sinne eines Letter of Intent mit der Cancom SE, München, geeinigt, die Allgeier Tochtergesellschaft DIDAS Business Services GmbH mit Sitz in Langenfeld an die Cancom SE zu veräußern. Kerngeschäft der DIDAS sind IT-Dienstleistungen im Bereich Systemintegration von der Beratung, Konzeption, Umsetzung bis zum Betrieb mit einem Umsatzvolumen von 56 Mio. Euro in 2013. Der Kaufpreis, der im Bereich einer für das verkaufte Geschäft üblichen Marktbewertung liegen wird, wird von Cancom SE in Aktien bezahlt werden. Beide Parteien sind überzeugt davon, dass die Cancom SE für die künftige Entwicklung des Geschäfts der DIDAS Business Services GmbH das optimale Umfeld bietet. Bei Allgeier stand das Geschäft der DIDAS nach den Entscheidungen zur Fokussierung des Geschäfts auf die Segmente Experts und Solutions mit künftigem Schwerpunkt auf dem Geschäft mit Standard-Business-Software sowie Projects mit Schwerpunkt auf die Entwicklung und die Betreuung von individuellen Softwarelösungen für die Geschäftsprozesse der Kunden nicht mehr im Mittelpunkt der künftigen Entwicklung.

5. PROGNOSEN-, CHANCEN-UND RISIKOBERICHT

5.1 PROGNOSEBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Erwartung

Das organische Wachstum der Konzerngesellschaften ist maßgeblich abhängig von dem konjunkturellen Umfeld und insbesondere von der Entwicklung des Software- und IT Services-Marktes in Deutschland und den weiteren relevanten Märkten. Nach einem Zuwachs des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von lediglich 0,4 Prozent im Jahr 2013 wird die deutsche Wirtschaft im laufenden Geschäftsjahr 2014 laut Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung wieder stärker wachsen. Vor allem aufgrund der guten Binnennachfrage rechnet die Bundesregierung mit einer verbesserten Konjunktur und in diesem Zuge mit einer Steigerung des BIP um 1,8 Prozent während des laufenden Jahres. Auch in anderen für Allgeier wichtigen Märkten wie Schweiz, USA und Österreich wird die Konjunktur sich nach OECD-Prognosen im Laufe des Jahres weiter erholen. Der IWF prognostiziert für 2014 eine Steigerung des weltweiten BIP von 3,6 Prozent. Träger des Wachstums sind die Industriestaaten.

Erwartungen für die IT-Branche

Der Markt für Informationstechnik soll laut Vorhersage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) 2014 ein gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegenes Wachstum von 1,7 Prozent auf 153,4 Mrd. Euro aufweisen. Der für Allgeier besonders relevante Markt für Informationstechnik werde mit voraussichtlich 2,9 Prozent ein erneut überdurchschnittliches Wachstum auf 76,3 Mrd. Euro verzeichnen. Getragen wird das Wachstum insbesondere vom Markt für Software, der mit prognostizierten 5,3 Prozent weiterhin deutlich überproportional wachsen soll.

Um auch zukünftig zu jeder Zeit die besten Mitarbeiter in unserem hart umkämpften Markt zu gewinnen und dauerhaft an unsere Gruppe zu binden, verfolgen wir weiterhin konsequent das Ziel, Allgeier zu einem der führenden Arbeitgeber der Branche zu entwickeln.

Die Mitarbeiterzahl des Allgeier Konzerns entwickelte sich in den vergangenen fünf Jahren wie folgt:

3. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Auch das Jahr 2013 war für den Allgeier Konzern ein erfolgreiches Jahr, indem der Konzern weiter gewachsen ist und seine Profitabilität steigern konnte. Zugleich war für Allgeier das abgelaufene Geschäftsjahr ein Jahr der internen Konsolidierung, in dem die Integration innerhalb der Gruppe und die Herausbildung von internen Strukturen auf der Ebene von Segmenten vorangetrieben wurden.

Auch im Geschäftsjahr 2013 verzeichnete der Allgeier Konzern Wachstum und erreichte die selbst gesetzten Vorgaben. Unser Ziel, Umsatzwachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich zu erreichen, haben wir mit einer Steigerung des Konzernumsatzes aus fortgeführtem und aufgegebenem Geschäft um 13 Prozent auf 477,6 Mio. Euro (Vorjahr: 422,8 Mio. Euro) erreicht. Auch in Zukunft streben wir im Wachstumsmarkt für Informationstechnologie überdurchschnittliches Wachstum an.

Unser Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern, setzt neben Wachstum Profitabilität voraus. Nachhaltige Margensteigerung ist für uns ein wesentlicher Erfolgsfaktor, der zu einem ausgewogenen Chancen-Risiko-Ausgleich und zugleich Indikator für die Wertschöpfung und Qualität der geleisteten Arbeit ist. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir unsere Profitabilität wie beabsichtigt gesteigert. Mit einem Wachstum des EBITDA aus fortgeführtem und aufgegebenem Geschäft um 27 Prozent auf 30,1 Mio. Euro (Vorjahr: 23,5 Mio. Euro) erzielten wir die angestrebte deutlich überproportionale Ergebnissteigerung. Unsere EBITDA-Marge stieg von 5,6 Prozent auf 6,3 Prozent und erreichte damit den besten Wert der zurückliegenden vier Jahre.

Der sorgsame Umgang mit dem Kapital der Aktionäre und den Finanzierungsmitteln von Fremdkapitalgebern ist für uns von großer Bedeutung. Im vergangenen Jahr haben wir unsere Nettoverschuldung auf 28,9 Mio. Euro gesenkt (Vorjahr: 34,8 Mio. Euro).

In einem Marktumfeld, das durch ein hohes Entwicklungsund Innovationstempo gekennzeichnet ist, begreifen wir Innovation als wichtige Geschäftschance. Aus diesem Grund investieren wir gezielt in unsere Mitarbeiter und in unsere Produkte. Unsere Mitarbeiter sind unser wertvollstes Kapital. Mit ihrem Know-how und ihrer Motivation treiben sie unser Geschäft voran. Die Gewinnung und Bindung engagierter und hervorragend ausgebildeter Mitarbeiter sowie deren kontinuierliche Weiterentwicklung ist die entscheidende Basis für außergewöhnliche Leistungen und hervorragende Produkte. Im Jahr 2013 haben wir unsere Mitarbeiterzahl auf insgesamt 6.023 Mitarbeiter weiter gesteigert und dabei auch organisch neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Weiterentwickung unserer eigenen Intellectual Property begreifen wir als wesentlichen Wettbewerbsfaktor für unseren gegenwärtigen und zukünftigen Erfolg. Um die positive Entwicklung unseres Konzerns fortzusetzen und unser Wachstum zu sichern, werden wir auch in Zukunft die Bildung einer zukunftsfähigen Gruppenstruktur mit Segmenten als größere Unternehmenseinheiten weiter verfolgen und die Fokussierung des Geschäftsmodells auf wachstumsstarke Felder mit überdurchschnittlichem Entwicklungspotential fortsetzen. Dabei werden wir auch zukünftig unsere Fähigkeit einsetzen, die Konsolidierung des Marktes durch wertschaffende Akquisitionen zum gezielten Ausbau und zur Beschleunigung der Entwicklung der Segmente zu nutzen.

MITARBEITERZAHL AM 31.12. 2009 2010 2011 2012 2013
Anzahl feste Mitarbeiter 1.261 1.339 2.546 4.214 4.669
Anzahl freiberufliche Mitarbeiter 1.235 1.438 1.531 1.516 1.354
Gesamtzahl Mitarbeiter 2.496 2.777 4.077 5.730 6.023

menten Solutions und Projects, in denen höhere Margen erwirtschaftet werden können, insgesamt für den Gesamtkonzern eine Steigerung der EBITDA-Marge in der Größenordnung von 50 Basispunkten von 6,6 Prozent auf rund 7 Prozent ermöglicht. Insbesondere das überproportionale Wachstum im margenstarken Segment Projects und im Segment Solutions sollen diese Ergebnisentwicklung vorantreiben. Für das Segment Experts gehen wir von einer leicht rückläufigen EBITDA-Marge aus, da hier sowohl konjunkturelle Einflüsse wie auch Investitionen in weiteres Wachstum die Erwartungen beeinflussen.

Unterhalb der Kennziffer EBITDA rechnen wir für den Gesamtkonzern in jeder Ergebnisgröße mit einem niedrigen zweistelligen prozentualen Wachstum, das sich auf Basis des EBITDA-Wachstums nach unten fortträgt.

Der Allgeier Konzern geht davon aus, dass die Nettoverschuldung des fortgeführten Geschäfts in 2014 ohne weitere Akquisitionen in etwa auf dem Niveau von Ende 2013 verbleiben wird. Hinter der Annahme steht die Prognose, dass der Cash-Flow aus dem operativen Geschäft und der Zahlungseingang aus der Veräußerung des aufgegebenen Geschäfts im Wesentlichen für die Bezahlung von Earn Outs, Zahlungen im Rahmen der Finanzierungstätigkeit und die Ausschüttung an die Aktionäre der Allgeier SE verwendet werden. Den Hauptbestandteil der Nettoverschuldung bildet das Schuldscheindarlehen in Höhe von 70 Mio. Euro, welches in 2014 voraussichtlich unverändert bleiben wird. Tilgungen des Schuldscheindarlehens sind erst im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 30 Mio. Euro zu leisten. Der Vorstand geht davon aus, dass im Laufe des Jahres 2014 die Entscheidungen zu einer eventuellen Refinanzierung fallen und entsprechende Finanzierungsgespräche geführt werden. Deren Ergebnis kann die Nettoverschuldung im Fall der vorsorglichen Neuaufnahme von Finanzierungen beeinflussen. Wesentlich für die Entwicklung der Nettoverschuldung wird die Akquisitionstätigkeit des Jahres 2014 sein. Dabei spielen Kaufpreise und deren Bezahlung ebenso eine Rolle wie die Liquiditätsausstattung und die Profitabilität von erworbenen Unternehmen sowie der Zeitpunkt der Akquisitionen. Damit kann sich die Nettoverschuldung entgegen der prognostizierten Entwicklung ohne Akquisitionen im Jahr 2014 erhöhen. Alle Akquisitionsmaßnahmen werden insbesondere unter dem Finanzierungsaspekt sehr sorgfältig geprüft und durchgeführt.

Insgesamt erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2014 für das fortgeführte Geschäft ein nachhaltiges weiteres Umsatzwachstum im knapp zweistelligen Bereich und eine Verbesserung der EBITDA-Marge in der Größenordnung von einem halben Prozentpunkt. Darüber hinaus sollen zielgerichtete Akquisitionen auch im Jahr 2014 dazu beitragen, das Wachstum und die Positionierung der Gruppe und der einzelnen Segmente im Markt zu unterstützen und zu beschleunigen. Die beabsichtigten Investitionen wird Allgeier in angemessener und ausgewogener Weise aus eigenen Mitteln sowie aus Fremdkapital finanzieren. Zu diesem Zweck werden bestehende und neue Finanzierungen laufend geprüft und ggf. angepasst werden. Dies schließt auch die Prüfung der Möglichkeiten für eigenkapitalbasierte Finanzierungen mit ein.

Verstärkte Integration und Fokussierung auf Wachstumsmärkte

Unser oberstes Ziel ist eine nachhaltige Entwicklung unserer Gruppe und des Unternehmenswertes. Dabei soll die Gruppe für Mitarbeiter und Kunden attraktiver und leistungsfähiger werden. Als großer mittelständischer Spieler sehen wir uns als verlässlicher Partner mit großer Nähe zum Kunden, aber mit dem Potential, diese Qualitäten ebenso in großen und langlaufenden Projekten und auch zunehmend auf internationaler Ebene anbieten zu können. IT ist längst kein nationales Thema mehr. Internationale Leistungsfähigkeit und technologische Augenhöhe werden vorausgesetzt, lokale Nähe in der Regel gewünscht.

Für 2014 sind unsere Ziele konkret, die Fokussierung auf die drei Segmente und insbesondere auch des Geschäfts innerhalb der Segmente fortzuführen. Dies geht mit einer organisatorischen Weiterentwicklung einher. Wir haben begonnen, oberhalb der einzelnen Gruppengesellschaften als Dach über die logischen operativen Einheiten die Division als Organisationsebene mit eigenen Themen und Führung zu setzen. Dies ersetzt nicht die einzelne Gesellschaft, schafft aber einen zusätzlichen Rahmen für übergreifendes Geschäft und Abstimmung.

Im Segment Experts ist es unser Ziel, unsere Stellung als einer der Marktführer in Deutschland weiter auszubauen und sowohl organisch als auch durch Akquisitionen weiter zu wachsen. Regionale Abdeckung und ein breiteres Leistungsangebot ebenso wie bessere Durchdringung der Kunden und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter und Führungsteams sind Aspekte, die wir verfolgen. Großen Wert messen wir der Etablierung der Division Allgeier Experts sowohl als Dachmarke als auch als zusätzliche Organisationsebene bei. Dazu werden die Kerngesellschaften Goetzfried, tecops und TOPjects ihre Geschäftsaktivitäten unter der gemeinsamen Dachgesellschaft Allgeier Experts SE bündeln. Insbesondere in Vertrieb und Administration, aber auch

Treiber des Wachstums in der Informationstechnik sind dabei Markttrends und Technologiefelder, die von Allgeier bereits erfolgreich besetzt sind und gleichzeitig zielgerichtet ausgebaut und gestärkt werden. Dazu zählen neben den laut BITKOM-Branchenerhebung beiden wichtigsten Markttrends 2014 IT Security und Cloud Computing insbesondere Lösungen für das Enterprise Content Management (ECM) sowie zur Analyse und Auswertung großer Datenmengen in Unternehmensprozessen, sog. Big Data. Laut BITKOM wird der Markt für Lösungen und Dienstleistungen im Umfeld von ECM in Deutschland in diesem Jahr um 6 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro wachsen. Laut Berechnungen des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Crisp Research im Auftrag des BITKOM wird der Markt für Big Data Analysis in Deutschland im Jahr 2014 um 59 Prozent auf 6,1 Mrd. Euro wachsen. Bis zum Jahr 2016 soll sich der Umsatz mit entsprechenden Datability-Lösungen auf 13,6 Mrd. Euro nochmals verdoppeln.

Der Vorstand erwartet, dass die Abhängigkeit von IT in einer zunehmend stärker globalisierten Welt weiter zunimmt. In den ausgewiesenen Wachstumsbereichen der Branche fällt das prognostizierte Wachstum deutlich stärker aus als im Gesamtschnitt über alles. Auch IT ist einem raschen Wandel unterworfen – Bereiche, die bis heute noch aktuell waren, werden von anderen Themen überholt und abgelöst. Aufgrund der guten Positionierung in Innovations- und Wachstumsfeldern ist Allgeier von den strukturellen Wachstumsmöglichkeiten im IT Services- und Software-Bereich überzeugt.

Erwartungen der Allgeier Gruppe

Insgesamt wird die Entwicklung der Allgeier Gruppe von den genannten Einschätzungen für das gesamtwirtschaftliche Umfeld und den IT-Markt geprägt. Aufgrund der momentan anhaltend guten Konjunkturlage in Deutschland gehen wir trotz einiger weltwirtschaftlicher Fragezeichen von einer guten Ausgangslage für weiteres organisches Wachstum aus. Die zunehmende Abhängigkeit von Wirtschaft und öffentlicher Hand von hochwertigen und belastbaren IT-Lösungen, die nicht mehr nur Voraussetzung, sondern entscheidendes Abgrenzungskriterium im Wettbewerb geworden sind, wird nach unserer Einschätzung weiterhin eine überdurchschnittliche Entwicklung unterstützen. Sowohl die globale Aktivität vieler Kunden als auch die technologische Entwicklung und die Knappheit an hochqualifizierten IT-Fachkräften wird das Thema Internationalisierung weiter in das Zentrum der Entwicklung rücken. Allgeier wird den eingeschlagenen Weg der weiteren Fokussierung der Geschäftsmodelle auf die drei Segmente und der Optimierung der internen Organisation im Geschäftsjahr 2014 weiter fortsetzen.

Für die einzelnen Leistungsindikatoren geben wir folgende Prognose:

Der Konzernumsatz soll im fortgeführten Geschäft im Jahr 2014 insgesamt in einer Größenordnung von rund 10 Prozent wachsen, wobei das Wachstum zu einem Teil aus dem operativen Wachstum der Gruppengesellschaften und zu einem anderen Teil aus dem Ganzjahreseffekt der im Berichtsjahr 2013 getätigten Akquisitionen kommen soll. Zum Wachstum beitragen werden auch kleinere Akquisitionen und Erwerbe von Geschäftsbetrieben als Asset Deals, die der Vervollständigung und Ergänzung des bestehenden Produktportfolios dienen. Zu diesem Wachstum werden vor allem die Segmente Projects und Solutions beitragen. Mit zunehmender Größe und stärkerer internationaler Marktabdeckung ist die Gruppe in der Lage, im Bereich Projects tendenziell Projekte mit größeren Volumina und längeren Laufzeiten zu gewinnen. Die notwendige Skalierbarkeit wird auch durch die internationale Zusammensetzung der Teams und die Nutzung der Ressourcen an hochqualifizierten Softwareentwicklern in Indien und anderen Ländern gewährleistet. Die zunehmende Zusammenarbeit der Teams im Ausland mit Teams vor Ort soll insbesondere in Deutschland und Europa in den kommenden Jahren einen weiteren Entwicklungsschub ermöglichen. Im Segment Solutions soll die weitere strategische Fokussierung mit dem gezielten Ausbau von Technologiekompetenz und eigenem Produktportfolio das weitere Wachstum organisch untermauern. Wir erwarten im Segment Solutions ein im Vergleich zum Gesamtkonzern überproportionales Wachstum. Im Segment Experts erwarten wir trotz der ganzjährigen Konsolidierung der WK ein unterproportionales Umsatzwachstum, insbesondere aufgrund des Auslaufens eines Großkundenprojekts im Jahr 2013. Für das Segment Projects erwarten wir eine Umsatzsteigerung in etwa auf Niveau des Gesamtkonzerns. Die genannten Wachstumszahlen berücksichtigen keine größeren Akquisitionen, da solche hinsichtlich Zeitpunkt und Umfang nicht konkret geplant werden können. Gleichwohl beabsichtigt der Allgeier Konzern auch durch größere Akquisitionen zu wachsen und Marktanteile zu gewinnen.

Die Profitabilität des Konzerns gemessen am EBITDA-Wachstum soll im fortgeführten Geschäft im Geschäftsjahr 2014 gegenüber 2013 überproportional gesteigert werden und somit auch in Prozent der Umsatzerlöse ansteigen. Wir gehen davon aus, dass das geplante Wachstum in den Seg-

ein intensiver und regelmäßiger Austausch zwischen den Geschäftsführungen der einzelnen Gruppenunternehmen untereinander und mit der Konzernleitung. Konzernweite, regelmäßig zusammentretende Gremien wie das Executive Committee, das Management Committee, das Sales Board und ein jährliches Finanzmeeting dienen dem regelmäßigen Informationsaustausch und der Gruppentransparenz.

Auf Ebene der Allgeier SE existiert ein Konzerncontrolling und -Risikomanagement, dessen Funktion und Effizienz wir ebenfalls regelmäßig überprüfen und an veränderte Gegebenheiten anpassen. Systemisch basiert dies auf integrierten Planungs-, Controlling- und Reportinginstrumenten, die die laufende betriebswirtschaftliche Analyse der Einzelgesellschaften bis hin zum Konzern sicherstellen. In das System fließen auf Holdingebene u.a. monatlich sämtliche Konzernzahlen ein. Wir erfassen und kontrollieren die Konzernliquidität und die Liquiditätsplanung aller Gruppenunternehmen wöchentlich. Zudem fragen wir leistungswirtschaftliche Daten sowie deren Entwicklung wie u.a. Umsatz, Auftragsbestand, Auftragseingang oder Mitarbeiterzahlen teilweise bis auf Projektebene aufgeschlüsselt bei den Einzelgesellschaften im Rahmen festgelegter Routinen ab und erfassen diese in einem Business Intelligence-System, mit dessen Hilfe wir die Daten auswerten.

Die jährliche Geschäftsplanung im Sinne eines vom Aufsichtsrat der Allgeier SE zu genehmigenden Budgets für das folgende Geschäftsjahr – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Planbilanz sowie Finanzplan – nehmen wir auf der Grundlage einer Bottom-Up-Planung der Einzelgesellschaften vor, die in Planungsgesprächen mit der Konzernleitung vorgestellt und diskutiert wird. Das Budget wird ergänzt durch eine Zweijahresplanung für die Folgejahre. Wir führen monatlich eine Soll-Ist-Analyse sowie einen Vergleich mit der jeweiligen Vorjahresperiode durch, was es uns ermöglicht, die Einzelgesellschaften als auch den Konzern adäquat zu steuern. Die Ergebnisse der Analysen werden im persönlichen Gespräch mit dem Management der einzelnen Konzerngesellschaften diskutiert, mögliche Abweichungen erörtert und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen beschlossen. Für wesentliche Abweichungen von der Planung haben wir einen Eskalationsprozess definiert, der verschiedene Maßnahmen wie die sofortige, tiefergehende Prüfung bis hin zur Einleitung von Sanierungsschritten vorsieht. Nach Ablauf des ersten Quartals des folgenden Geschäftsjahres überprüfen wir die Planung insgesamt und ermitteln eventuellen Anpassungsbedarf.

Als weiteres Mittel des Risikomanagements nehmen wir eine Risikobewertung vor. Dazu fragen wir von den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern der Konzerngesellschaften in regelmäßigen Zeitabständen Einzelrisikomeldungen auf der Grundlage eines standardisierten Katalogs von Risiken nach den verschiedenen Risikobereichen ab. Im Weiteren betrachten wir die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die Schadenshöhe der Risiken. Dabei werden Methoden eingesetzt, die unternehmensweit einheitlich gestaltet sind und damit eine Vergleichbarkeit der Risikobewertung über die drei Segmente hinweg ermöglichen. Konkret verfügt der Konzern unter anderem über eine sogenannte Risikomatrix, in der die Risiken von allen operativen Einzelgesellschaften beschrieben und die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenpotential der Einzelrisiken erfasst, bewertet und verglichen werden.

Mit dem Thema Risikomanagement eng verbunden ist das Thema Compliance. Es findet eine zunehmende Beachtung und Konkretisierung dieses Themas bei den verantwortlichen Organen in den Unternehmen und der Rechtspflege wie auch in der Öffentlichkeit statt. Vor diesem Hintergrund wachsen die Anforderungen an eine entsprechende Unternehmensorganisation, die auch in der Allgeier Gruppe im Augenmerk von Vorstand und Aufsichtsrat steht. Hinzu kommt die zunehmende Internationalisierung des Allgeier Konzerns, die eine Überprüfung und Erweiterung der Unternehmensstrukturen erforderlich macht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir einen umfassenden Verhaltenskodex, den Allgeier Compliance Basisleitfaden, in allen Tochtergesellschaften implementiert. Dieser Leitfaden setzt Mindeststandards, von denen nicht abgewichen werden darf, lässt aber dennoch genug Spielraum, damit er an die individuellen Gegebenheiten bei jeder Gruppengesellschaft angepasst werden kann. Die Umsetzung des Basisleitfadens und seine Beachtung werden insbesondere durch eine halbjährliche Berichtspflicht sicher gestellt.

Bei der Prüfung und Durchführung von Unternehmenserwerben oder anderen Transaktionen agiert der Vorstand der Allgeier SE unter Beachtung der hohen Sorgfaltsanforderungen für Entscheidungen mit besonderer Tragweite für die Allgeier Gruppe. Dabei greift der Vorstand regelmäßig auch auf die Expertise und Erfahrung interner Berater, wie der Mitglieder des Aufsichtsrats oder ausgewählter Personen aus der Gruppe, sowie externer Berater wie Banken, Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Rechtsanwälte zurück. Vor der Durchführung von Transaktionen nehmen wir im angemessenen Umfang Due-Diligence-Prüfungen vor. Zur Absicherung gegen spezielle Risiken treffen wir entsprechende vertragliche Regelungen. Eine Steuerung und Begrenzung von Risiken durch den Abschluss von Versicherungen erfolgt dann, wenn wir dies im Hinblick auf den wirtschaftlichen Nutzen als erforderlich und sinnvoll erachten.

beim Rückgriff auf einen gemeinsamen Experten- und Kandidatenpool sollen so Synergiepotentiale gehoben werden. Zugleich bleiben die Einzelgesellschaften mit ihren individuellen Leistungsschwerpunkten erhalten.

Im Segment Solutions sind wir dabei, uns weiter auf das Geschäft mit Standard-Business Software-Produkten und -Lösungen zu fokussieren. Dies betrifft sowohl unsere eigenen Softwareprodukte als auch die Produkte und -Lösungen namhafter Hersteller wie Microsoft, Infor oder SAP. Dabei sollen insbesondere Trendthemen wie Collaboration/ Sharepoint, Cloud Services, IT-Security und Datability vertieft und der Mehrwert für die Kunden erhöht werden. Auch die Spezialisierung in einzelnen Branchen, in denen wir bereits über viel Spezial-Know-how über die Prozesse und das Geschäft der Kunden verfügen, soll vorangetrieben werden.

Im Segment Projects wollen wir uns zum Anbieter komplexer Software- und IT-Lösungen für die spezifischen Unternehmensprozesse unserer Kunden weiterentwickeln. Dies umfasst hoch spezialisierte Themen wie E-Commerce oder die Umsetzung von regulatorischen Anforderungen durch Banken oder Versicherungen. In diesem Bereich geht es vor allem darum, einerseits ein hoch spezialisiertes Know-how für individuelle Fragestellungen zu bieten, andererseits je nach Anforderung weltweit leistungsfähig zu sein und komplexe, große Projekte durch entsprechende eigene Prozesse zu ermöglichen und mit hoher Qualität durchzuführen. Unser Ziel ist es, die starken Wachstumschancen, die der Markt in diesem Bereich bietet, noch stärker zu nutzen. Wir sind hierfür gut aufgestellt und möchten sowohl unsere lokale Präsenz in den wesentlichen Märkten in Europa und USA als auch unsere internationale Leistungsfähigkeit durch Near- und Offshore-Kapazitäten und -kompetenz ausbauen. Längst sind diese Aspekte kein isoliertes Preisthema mehr – es geht darum, die klügsten Köpfe in einer für das angestrebte Wachstum ausreichenden Zahl zu gewinnen. Ebenfalls Teil der Strategie ist die Verbreiterung des Leistungsangebots von der Beratung und Konzeption über die Umsetzung von Softwareentwicklungsprojekten bis hin zum verantwortlichen Betrieb der Softwareapplikationen für den Kunden. Konkret streben wir die Weiterentwicklung und verstärkte Integration des internationalen Softwareentwicklungsgeschäfts in der Nagarro an. In Deutschland mit der Softcon, in der Schweiz mit der Allgeier Schweiz und in Österreich mit der im Frühjahr 2014 erfolgten Akquisition der Hexa wurden die Grundlagen für den weiteren Ausbau des Geschäfts in der D-A-CH-Region gelegt. Durch die Verknüpfung der gemeinsamen Serviceportfolios bieten die Gesellschaften der Division Nagarro ihren Kunden einen hochflexiblen und skalierbaren Mix an lokalen, Nearshore- und OffshoreDelivery-Optionen an. Zugleich bauen die Gesellschaften ihre Kompetenz als Anbieter für durchgehende "End-to-end" Software-Services weiter aus.

In allen drei Geschäftsbereichen gehören gezielte Akquisitionen ausdrücklich zu den Bestandteilen der Wachstumsstrategie. Zusammenfassend können wir sagen, dass wir die bereits im Jahr 2013 eingeschlagene Strategie in 2014 kontinuierlich fortsetzen und an einigen Stellen noch konsequenter schärfen möchten.

5.2 RISIKOMANAGEMENT

Die Allgeier Gruppe ist im Rahmen ihrer breit gefächerten Geschäftstätigkeiten verschiedenen Risiken ausgesetzt.

Wir definieren Risiken im weitesten Sinne als die Gefahr, unsere finanziellen, operativen oder strategischen Ziele nicht wie geplant erreichen zu können. Für die Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs ist es unerlässlich, die Risiken zu identifizieren und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu beseitigen oder zu begrenzen. Dazu bedienen wir uns abgestufter Risikomanagement- und Kontrollsysteme auf Ebene der Gruppenunternehmen und auf Ebene der Konzernleitung, die uns unterstützen, Risiken sowie Entwicklungen, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden, frühzeitig zu erkennen. Wir haben die Elemente eines Top-Down- und Bottom-Up-Ansatzes kombiniert. Unsere Risikomanagement- und Kontrollsysteme entwickeln wir laufend weiter und passen sie an die geänderten Anforderungen der Gruppe und deren Umfeld an. Darüber hinaus überprüft der Aufsichtsrat der Allgeier SE die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems mindestens jährlich.

Auf Ebene der Gruppenunternehmen agieren jeweils die unternehmerisch eigenständig und eigenverantwortlich handelnden Vorstände und Geschäftsführungen auf der Basis ihres spezifischen Geschäfts. In den einzelnen Gesellschaften haben wir Controlling-Systeme eingesetzt und eine Führungsorganisation etabliert, die in den Unternehmen eine hohe Transparenz gewährleistet, so dass wir sehr zeitnahe Information über die Entwicklung der Unternehmen erhalten. Die Konzernleitung begleitet und kontrolliert die Arbeit der einzelnen Vorstände und Geschäftsführer zusätzlich über die entsprechenden Kontrollgremien wie Aufsichtsräte und Gesellschafterversammlungen. In den Geschäftsordnungen für die Geschäftsführungen von Gruppenunternehmen sind dezidierte Informationspflichten und Zustimmungserfordernisse geregelt. Darüber hinaus besteht

(bei mehr als 60 Kunden haben wir einen Jahresumsatz von über 1 Mio. Euro). Bereits in den Vorjahren hat sich gezeigt, dass der Wegfall von Teilen solcher Großprojekte erhebliche Auswirkungen auf die betroffene Gruppengesellschaft haben kann. Es hat sich aber auch gezeigt, dass die Gruppe mit einem solchen Szenario umgehen und den Wegfall relativ rasch durch neues Geschäft kompensieren kann.

5.3.3 Forschung und Entwicklung

Weiterhin stellen IT-Trends und technologischer Vorsprung sowohl Chance als auch Risiko dar, zumal hier das rechtzeitige Erkennen und die Prüfung der Anwendbarkeit dieser Trends von immenser Bedeutung sind, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass die nicht unerheblichen Mittel für Forschung und Entwicklung immer erfolgreich eingesetzt werden. Partnerschaften mit Soft- und Hardwareherstellern sind die Grundlage für Teile der Geschäftstätigkeit, was für diese Teilbereiche ebenfalls Chance und Risiko bedeuten kann.

5.3.4 Finanzrisiken

5.3.4.1 Liquiditäts- und Kreditrisiken

Die Allgeier Gruppe verfügt auf der einen Seite nach wie vor über ein hohes Maß an liquiden Mitteln in Höhe von 46,7 Mio. Euro (Vorjahr: 38,9 Mio. Euro). Auf der anderen Seite bestehen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 75,5 Mio. Euro, die im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus dem im Jahr 2012 aufgenommenen Schuldscheindarlehen bestehen. Tilgungen des Schuldscheindarlehens sind erstmals im März 2015 in Höhe von 29,5 Mio. Euro zu leisten. Die Tilgung ist entweder aus einer noch abzuschließenden Refinanzierung oder aus Gesellschaftsmitteln zu leisten.

Aus den Finanzschulden resultieren grundsätzlich Zinsrisiken und vertragliche Risiken aus Rückzahlungsverpflichtungen. Weiter bestehen Risiken aus der Einhaltung von Bilanz- und GuV-Kennzahlen und Relationen sowie weiteren Auflagen, die im Falle von Nichteinhalten zur Kündigung von Darlehen und der sofortigen Fälligkeit der Kredite führen können. Zu Einzelheiten verweisen wir auf die näher im Anhang des Konzernabschlusses dargestellten Liquiditätsrisiken. Aus heutiger Sicht besteht kein Risiko aus einer unmittelbaren Fälligkeit von wesentlichen Teilen der Finanzverbindlichkeiten. Der Konzern steuert seine Finanzrisiken mit Hilfe von Bilanzkennzahlen und laufenden Ergebnisund Bilanz-Forecasts, die den Fokus insbesondere auf die kurz- und mittelfristige Entwicklung der Liquidität setzen. Geplante Akquisitionen von Konzerngesellschaften werden nur durchgeführt, wenn die Finanzierung dieser Gesellschaften zu keinen Liquiditäts- und Kreditrisiken führt. Die Auswirkungen geplanter Akquisitionen auf die Liquiditätsund Kreditsituation werden in integrierten Finanzplanungen simuliert und die Machbarkeit getestet.

Aufgrund der guten Liquiditäts- und Finanzsituation ist der Allgeier Konzern in der Lage, den bestehenden und künftigen Finanzbedarf der Gruppe zu decken. Gleichwohl führen wir laufend Gespräche und Verhandlungen zur Evaluierung und Prüfung weiterer Finanzierungen für das Gruppenwachstum und Akquisitionen. Sofern für unser künftiges Wachstum Fremdkapital benötigt wird, sind wir abhängig von der Entwicklung der Finanz- und Kapitalmärkte und der Möglichkeit des Zugangs zu neuem Fremd- oder Eigenkapital.

Die künftigen Cashflows und die Liquiditätssituation der Gruppe können auch durch ein geändertes Zahlungsverhalten der Kunden, z.B. längere Zahlungsziele oder Zahlungsausfälle, negativ beeinflusst werden.

5.3.4.2 Sicherungspolitik und Finanzinstrumente

Die Allgeier Gruppe ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Preis-, Zins- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Währungsrisiken, die der Allgeier Konzern in den letzten Jahren kaum zu gegenwärtigen hatte, sind durch die verstärkte Internationalisierung angestiegen. Diese Risiken beobachten und bewerten wir laufend. In Einzelfällen haben wir sie durch Sicherungsmaßnahmen begrenzt oder vermieden. Zum Einen werden in den einzelnen Segmenten Währungsrisiken im operativen Bereich abgesichert, insbesondere wurden im Segment Projects einzelne Währungsrisiken zwischen US-Dollar und indischer Rupie durch Forwards im Gesamtvolumen von 12 Mio. US-Dollar sowie zwischen Euro und indischer Rupie durch Forwards im Gesamtvolumen von 4,4 Mio. Euro abgedeckt, um eine nachhaltige Planung des operativen Geschäfts zu ermöglichen. Zum Anderen werden auf Ebene der Allgeier SE einzelne Währungsrisiken aus Finanzierung abgesichert, wie zum Beispiel ein Devisentermingeschäft über den Austausch von 12 Mio. US-Dollar in Euro zur Absicherung von voraussichtlich im Jahr 2015 in US-Dollar zu leistenden Earn Out-Zahlungen.

Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Allgeier Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Durch eine implementierte Liquiditätsplanung und -steuerung sowie Cash-Management-Systeme werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst. Zur Finanzierung des Working Capital-Bedarfs der operativen Gesellschaften stehen liquide Mittel und Betriebsmittelfinanzierungen in Form von Kontokorrentlinien in Höhe von 5,6 Mio. Euro zur Verfügung. Die Tilgung von Kaufpreisdarlehen ist auf die zukünftige Ertragskraft der erworbenen und bestehenden Tochtergesellschaften ausgerichtet. Das theoretische, maximale Ausfallrisiko bei den originären Finanzinstrumenten entspricht dem Wert aller Forderungen abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber

Der Vorstand der Allgeier SE wertet mit Unterstützung des Konzerncontrollings regelmäßig die vorhandenen Informationen aus und leitet bei Bedarf frühzeitig geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung ein. Aus besonderen Anlässen werden gezielte Projekte zur Analyse und Einleitung entsprechender Maßnahmen durchgeführt. Der Vorstand berichtet ferner regelmäßig über die aktuelle Entwicklung der Gruppe sowie über einzelne Ereignisse und Entscheidungen an den Aufsichtsrat der Allgeier SE und bindet diesen in Entscheidungen von besonderer Bedeutung für die Gruppe ein. Im Folgenden werden wesentliche Risiken genannt, die eine erhebliche, nachteilige Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe und damit auch auf den Aktienkurs haben können. Die Aufzählung der Risiken ist nicht abschließend. Neben den genannten kann es weitere Risiken geben, denen unsere Gruppe ausgesetzt sein kann und die das Geschäft unserer Gruppenunternehmen beeinträchtigen können.

5.3 CHANCEN UND RISIKEN

5.3.1 Marktrisiken und strategische Risiken 5.3.1.1 Wirtschaftliches Umfeld und Marktentwicklung

Unser Marktumfeld wird stark von den globalen und lokalen Faktoren, wie der Krise an den Kapitalmärkten, den durch Staatsschulden ausgelösten wirtschaftlichen Krisen und den damit verbundenen Sparmaßnahmen der öffentlichen Haushalte sowie weiterer Faktoren, beeinflusst. Unser Geschäft, das im Wesentlichen in der Erbringung von Dienstleistungen für Industrie- und Handelsunternehmen, aber auch für öffentliche Auftraggeber besteht, wird durch die allgemeine, konjunkturelle Entwicklung beeinflusst, der unsere Kunden ausgesetzt sind und die auf unsere Kunden unterschiedliche Auswirkungen hat. Eine zurückhaltende, volatile oder gar weitere rezessive Entwicklung der Märkte, die sich für den europäischen Markt insbesondere in der Staatsschuldenkrise der Eurozone begründet, kann dazu führen, dass einzelne Kunden keine Aufträge mehr erteilen oder über geringere Budgets für IT-Dienstleistungen verfügen. Zudem sehen wir uns dem Kostendruck unserer Wettbewerber ausgesetzt, von denen einige umsatzstärker sind und über umfangreichere Ressourcen verfügen könnten. Außerdem ist denkbar, dass Wettbewerber effektiver und schneller auf neue Marktchancen reagieren könnten. Die vorgenannten Szenarien können für uns sinkende Umsätze und einen negativen Einfluss auf unsere Marktanteile zur Folge haben, insbesondere in unserem kurzzyklischen Geschäft. Auf der anderen Seite erwarten wir bei unseren Kunden eine weitere Verstärkung des Trends zum Outsourcing von IT-Dienstleistungen an leistungsstarke und flexibel arbeitende Partner. Dabei wird das Bestreben insbesondere von großen Konzernen zur Kostensenkung jedoch auch weiterhin dazu führen, dass teilweise IT-Dienstleistungen an kostengünstiger arbeitende Unternehmen aus Schwellenländern, insbesondere Indien, vergeben werden. Durch unsere mehr als 1.500 hochqualifizierten Softwareentwickler an Near- und Offshoringstandorten kann Allgeier von dieser Entwicklung jedoch umgekehrt auch profitieren.

5.3.1.2 Akquisitionen

Unsere Strategie beinhaltet neben der organischen Weiterentwicklung der Gruppengesellschaften auch die Verstärkung der Gruppe durch neue Akquisitionen. Jede Transaktion ist mit erheblichen Investitionen und Kosten verbunden und birgt das Risiko, dass sich das erworbene Unternehmen nicht wie geplant entwickelt. Es besteht das Risiko, dass aufgrund der Transaktion zu bilanzierende Vermögenswerte, einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte, aufgrund unvorhergesehener Entwicklungen abgeschrieben werden müssen, was die Jahresergebnisse erheblich belasten kann. Ferner bestehen Finanzierungsrisiken, wenn eine Transaktion teilweise mit Fremdmitteln finanziert wird.

5.3.2 Operative Risiken 5.3.2.1 Management und IT-Fachkräfte

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für unsere Unternehmen sind die engagierten und unternehmerisch handelnden Mitglieder der Geschäftsleitungen sowie weitere Führungspersonen und Know-how-Träger der Gruppengesellschaften. Im Managementbereich sind wir mit dem Risiko konfrontiert, rechtzeitig Nachfolgelösungen zu entwickeln; im Mitarbeiterbereich ausreichend viele und ausreichend hoch qualifizierte IT-Fachkräfte insbesondere in den Boom-Regionen, in denen wir aktiv sind, einzustellen. Für uns ist es wesentlich, diese Personen dauerhaft an uns zu binden.

5.3.2.2 Kunden

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Pflege der Beziehungen zu unseren Kunden durch eine kontinuierlich gute und kompetente Betreuung sowie die Gewinnung von neuen Kundenaufträgen. Als Gruppe haben wir die Möglichkeit, neben der Kompetenz und langjährigen Verlässlichkeit der einzelnen Unternehmen, den Kunden eine größtmögliche fachliche und regionale Abdeckung durch die Zusammenarbeit mehrerer Gruppenunternehmen zu bieten. Gleichwohl besteht das Risiko, dass wir wesentliche Kunden zum Beispiel aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten auf Kundenseite oder aufgrund von Konkurrenzangeboten verlieren oder Projekte nur in einem geringeren Umfang weitergeführt werden können. Wir arbeiten neben einer großen Vielzahl von Mittelstandskunden auch für internationale Konzerne in großen Projekten

  • Bei besonderen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.
  • Die relevanten Risiken werden erfasst.
  • Der Aufsichtsrat befasst sich u.a. mit den wesentlichen Fragen der Rechnungslegung und des Risikomanagements.
  • Durch das im Konzern verwendete Planungs-, Reporting-, Controlling- sowie Frühwarnsystem erfolgt eine systematische Analyse und Steuerung von Risikofaktoren und bestandsgefährdenden Risiken.
  • Eine hinreichende Dokumentation wird gewährleistet.
  • Die konzerninternen Salden sowie gegebenenfalls vorhandene Zwischengewinne in Vermögenswerten werden eliminiert. Eine vollständige Erfassung dieser Positionen ist durch die Kontenstruktur der Gesellschaften und zusätzlich durch ein Meldeverfahren gewährleistet.

Die vorstehenden Angaben gelten mit Ausnahme des letzten Punktes auch für den Einzelabschluss der Allgeier SE, die als Mutterunternehmen des Allgeier Konzerns in das oben dargelegte konzernweite rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem einbezogen ist.

5.3.6 Gesamtbild der Risikolage des Konzerns

Die für den Allgeier Konzern relevantesten Herausforderungen wurden in den fünf vorgenannten Kapiteln "5.3.1 Marktrisiken und strategische Risiken", "5.3.2 Operative Risiken", "5.3.3 Forschung und Entwicklung", "5.3.4 Finanzrisiken" sowie "5.3.5 Sonstige Risiken" dargestellt. Für uns schätzen wir die Risiken, die aus dem wirtschaftlichen Umfeld und der Entwicklung des Marktes resultieren, derzeit als am wesentlichsten ein. Mit unseren Risiko- und Kontrollsystemen, in denen wir die Elemente eines Top-Down- und Bottom-Up-Ansatzes kombiniert haben, tragen wir der Risikolage des Konzerns aus unserer Sicht angemessen Rechnung. Insgesamt hat sich die Risikolandschaft für Allgeier im Laufe des vergangenen Geschäftsjahrs gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben wir keine Risiken identifiziert, die einzeln oder bei gesammeltem Auftreten den Fortbestand unseres Konzerns gefährden könnten. Daher ist der Vorstand der Überzeugung, dass Allgeier die aus den vorgenannten Risiken resultierenden Herausforderungen auch in Zukunft erfolgreich meistern kann.

5.3.7 Chancen

Über die geplante Geschäftsentwicklung hinaus sieht der Vorstand für die Gesamtgruppe weitere Chancen zur Verbesserung des Leistungsangebots und der Stellung im Wettbewerb in folgenden Aspekten:

Akquisitionen

In der Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2014 sind keine konkreten Akquisitionsvorhaben eingeplant, da diese im Einzelfall vorab in der Regel nicht planbar sind. Gleichwohl sind Akquisitionen ein integraler Bestandteil der weiteren Unternehmensentwicklung. Korrespondierend zu den beschriebenen Risiken aus Akquisitionen stellen diese aber auch eine erhebliche Chance zur Beschleunigung des Wachstums und für den weiteren gezielten und strategischen Ausbau der Gruppe dar.

Mitarbeiter

Im Zuge des Wachstums der Gruppe erhöhen sich auch die Faktoren für die Attraktivität unserer Unternehmen für neue Mitarbeiter. Eine stärkere internationale Zusammenarbeit und die Bearbeitung von komplexen und herausfordernden Projekten und das damit verbundene größere Know-how bildet für neue Mitarbeiter einen steigenden Anreiz, für Allgeier zu arbeiten. Die Aussicht, die künftige Wertsteigerung und den künftigen Erfolg aktiv mit gestalten zu können, zieht insbesondere Führungskräfte an, die unsere Teams entscheidend bereichern und die Gruppe stärken. Dies gilt auch für die durch Akquisitionen hinzugewonnenen Kollegen.

Technologien und Märkte

Eine weitere Chance stellt die mit der fortschreitenden Gruppenentwicklung größer werdenden Möglichkeiten des Eintritts oder der Vertiefung von technologischem Knowhow insbesondere für Trendtechnologien dar. Auch hier können Akquisitionen neben der organischen Entwicklung eine entscheidende Rolle zur dynamischen Weiterentwicklung spielen. Gleiches gilt auch für den Eintritt in neue Marktsegmente und deren Erschließung – regional wie auch in Bezug auf Branchen. Auch hierfür schaffen Wachstum und Akquisitionen neue Möglichkeiten.

Prozesse und Systeme

Schließlich sehen wir auch in der stetigen Verbesserung unserer internen Organisation und Zusammenarbeit durch die Verbesserung der verwendeten Systeme und definierten Prozesse gute Chancen für unsere künftige Entwicklung. Kommend aus einem sehr stark mittelständisch geprägten Umfeld werden Investitionen in einheitliche Systeme erst mit zunehmender Größe sinnvoll und rentabel. Dadurch kann das Nutzen von Synergien und gemeinsamem Potential unterstützt oder erst sinnvoll ermöglicht werden. Eng damit verbunden ist die stetige Verbesserung von internen Unternehmensprozessen. Dies gilt sowohl für die interne Zusammenarbeit in der Gruppe, zum Beispiel im Teilen von Know-how oder verfügbaren Ressourcen oder im Verhältnis zum Kunden, als auch für die effizientere Durchführung von Kundenprojekten und der Qualität unserer Arbeit.

denselben Schuldnern. In der Vergangenheit gab es keine Forderungsausfälle, die zwei Prozent des Bestands an Krediten und Forderungen überstiegen. Wir sind bestrebt, das Ausfallrisiko möglichst gering zu halten. Um dies zu erreichen, arbeiten wir mit nur eingeschränkten Bestellumfängen, sofern die Bonität der Kunden nicht ausreichend ist. Wir gehen davon aus, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Darüber hinaus werden bei einzelnen Tochtergesellschaften Forderungsausfallrisiken durch Versicherungen abgedeckt. Die Devisentermingeschäfte/Forwards werden nicht als Hedges im Sinne des IAS 39 bilanziert.

5.3.5 Sonstige Risiken

5.3.5.1 Rechtssituation

Die Gesellschaften übernehmen im Rahmen des operativen Geschäfts in den Verträgen mit ihren Kunden zum Teil vertragliche Haftungen und Gewährleistungen, z.B. im Rahmen von Festpreiskalkulationen für Projektaufträge oder zur Einhaltung von bestimmten Service Levels in den Segmenten Solutions und Projects. Entscheidend ist diesbezüglich eine gute Unternehmensorganisation einschließlich Risikomanagement. Konkrete rechtliche Risiken sind teilweise durch Versicherungen oder Ansprüche gegen Dritte abgedeckt. Für relevante Rechtsrisiken, insbesondere sofern sich aus den vertraglichen Haftungen konkrete Risiken ergeben, werden bei den betreffenden Gesellschaften entsprechende Rückstellungen gebildet. Wir erwarten bei den rechtlichen Risiken keine Erhöhung gegenüber den Vorjahren.

5.3.5.2 Regulatorische Risiken

Änderungen der Gesetzgebung oder der Auslegung von Gesetzen können die Umsätze und Profitabilität der Unternehmen unserer Gruppe beeinträchtigen. Sollten sich die gesetzlichen Voraussetzungen in Deutschland, z.B. im Bereich der Steuern und Sozialabgaben, des Arbeitsrechts, des Dienst- oder Werkvertragsrechts, ändern, so kann dies zu einem höheren Aufwand oder zu höheren Haftungsrisiken der Unternehmen führen. Hier ist insbesondere die aktuelle politische Debatte zur Zeitarbeit und zur Beschäftigung auf der Basis von Werkverträgen zu nennen. Die derzeit diskutierte zeitliche Beschränkung der Überlassung von Arbeitnehmern ist im Hinblick auf IT-Projekte kritisch zu beurteilen, da diese Projekte in vielen Fällen langfristig angesetzt werden. Im Einzelfall werden hierzu bereits mit Kunden individuelle Lösungen abgestimmt. Mittelfristige Auswirkungen auf die gesamte Branche sind heute noch nicht quantifizierbar. Aufgrund des Lohnniveaus in der Gruppe spielt dagegen die Einführung eines einheitlichen gesetzlichen Mindestlohns keine Rolle.

Durch den internationalen Ausbau unserer Geschäftstätigkeit, die sich in der steigenden Zahl der Auslandsumsätze in Höhe von 93 Mio. Euro im Jahr 2013, widerspiegelt, werden auch regulatorische Risiken in anderen Ländern stärker relevant und finden entsprechend erhöhte Beachtung in der künftigen Geschäftstätigkeit. In konkreten Fällen ergeben sich steuerliche Fragen im Zusammenhang mit dem Leistungsaustausch von Gütern und Dienstleistungen und der Verrechnung dieser Leistungen im Rahmen des "Transfer-Pricings". Zu nennen sind darüber hinaus Risiken aus der Finanzierung von Gruppengesellschaften und damit in Verbindung stehenden Regelungen zur Deklaration der Darlehen und Abzugsfähigkeit von Zinsen auf solche Finanzierungsinstrumente.

5.3.5.3 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Die Allgeier SE stellt bei allen Konzerngesellschaften durch die nachfolgenden Merkmale ihres internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sicher, dass im Rechnungslegungsprozess relevante Sachverhalte bilanziell vollständig und richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt werden und die Rechnungslegung den gesetzlichen Anforderungen genügt. Ferner wird damit gewährleistet, dass durch das Rechnungswesen jederzeit die zum Zwecke des Controllings und zur Erfüllung der internen und externen Berichtspflichten benötigten Informationen zeitnah und verlässlich zur Verfügung gestellt werden können und die vorhandenen Vermögenswerte nicht zweckentfremdet genutzt werden. Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bei uns sind:

  • Wesentliche rechnungslegungsrelevante Prozesse unterliegen regelmäßigen analytischen Prüfungen.
  • Es besteht eine klare Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstruktur.
  • Es existiert eine eindeutige Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Aufgaben im Bereich des Rechnungslegungsprozesses.
  • Die im Rechnungswesen verwendeten EDV-Systeme sind gegen unberechtigte Zugriffe geschützt.
  • Es werden im Bereich der rechnungslegungsrelevanten EDV-Systeme überwiegend Standardsoftwareprodukte eingesetzt.
  • Alle am Rechnungslegungsprozess beteiligten Personen entsprechen hohen qualitativen Anforderungen.
  • Die Vollständigkeit und Richtigkeit der Rechnungswesensdaten werden regelmäßig anhand von Stichproben und Plausibilitätschecks durch manuelle Kontrollen überprüft.

7. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN (nach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB) UND ERLÄUTERNDER BERICHT (Bestandteil des Konzernlageberichts)

7.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital der Allgeier SE belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2013 auf 9.071.500 Euro (Vorjahr: 9.071.500 Euro) und war eingeteilt in 9.071.500 Stück nennwertlose Aktien, die auf den Inhaber lauten. Auf jede Aktie entfällt anteilig ein rechnerischer Betrag des Grundkapitals von 1,00 Euro. Sämtliche Stückaktien der Gesellschaft gehören der gleichen Aktiengattung an. Die Aktien sind voll eingezahlt.

Es besteht nur eine Aktiengattung. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden, insbesondere gewährt jede Aktie eine Stimme in der Hauptversammlung. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. Die Aktien der Gesellschaft sind im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard) notiert. Die mit den Aktien der Gesellschaft verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus der Satzung der Gesellschaft und ergänzend aus der SE-VO und dem SE-Ausführungsgesetz sowie dem Aktiengesetz.

7.2 Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.

7.3 Beteiligung am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten

Folgende Personen halten direkte oder indirekte Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte der Allgeier SE – gemessen an der Gesamtstimmrechtszahl von 9.071.500 – überschreiten:

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Detlef Dinsel, Deutschland, hält direkt und indirekt eine Beteiligung in Höhe von 10,80 Prozent. Der Vorstandsvorsitzende, Herr Carl Georg Dürschmidt, Deutschland, hält indirekt eine Beteiligung in Höhe von 27,57 Prozent.

Die Lantano Zweite Beteiligungen GmbH, München, hält direkt eine Beteiligung in Höhe von 27,57 Prozent. Die Lantano Beteiligungen GmbH, München, hält indirekt eine Beteiligung in Höhe von 27,57 Prozent. Frau Dr. Christa Kleine-Dürschmidt, Deutschland, hält direkt und indirekt eine Beteiligung in Höhe von 29,99 Prozent. Frau Laura Dürschmidt, Deutschland, hält indirekt eine Beteiligung in Höhe von 27,57 Prozent. Frau Linda Dürschmidt, Deutschland, hält direkt und indirekt eine Beteiligung in Höhe von 27,57 Prozent.

Sonstige direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht gemeldet worden und auch sonst nicht bekannt.

7.4 Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es bestehen keine Aktien der Gesellschaft, die ihren Inhabern im Vergleich zu den übrigen Aktionären Sonderrechte, insbesondere Kontrollbefugnisse über die Gesellschaft verleihen.

7.5 Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Dem Vorstand sind keine Beteiligungen von Arbeitnehmern am Kapital der Gesellschaft bekannt, bei denen Arbeitnehmer die Kontrollrechte aus ihrer Beteiligung nicht unmittelbar ausüben.

7.6 Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Die Voraussetzungen für die Ernennung und Abberufung des Vorstands sowie die Änderung der Satzung richten sich nach den Regelungen der Satzung, der SE-VO und des SE-Ausführungsgesetzes sowie des Aktiengesetzes. Gemäß Ziffer 6.1 unserer Satzung und Art. 39 SE-VO besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen; die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann gemäß Ziffer 6.1 der Satzung und § 84 AktG einen Vorsitzenden des Vorstands bestellen. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, so hat das Gericht gemäß § 85 AktG in dringenden Fällen auf Antrag eines Beteiligten das Mitglied zu bestellen. Gemäß Art. 39 SE-VO und § 84 AktG kann der Aufsichtsrat die Bestellung zum

6. VERGÜTUNGSBERICHT

6.1 Vergütung der Mitglieder des Vorstands

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands orientiert sich an der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung des Konzerns unter Berücksichtigung der Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Es bietet Anreize für eine erfolgreiche, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensführung. Das Vergütungssystem für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat beschlossen und in regelmäßigen Abständen überprüft.

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands setzen sich im Geschäftsjahr 2013 aus den folgenden Bestandteilen zusammen: (i) einem festen Jahresgehalt und (ii) einem variablen Vergütungsbestandteil in Form einer vom Konzernergebnis abhängigen Tantieme. Der zwölfte Teil des festen Jahresgehalts wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Für alle Mitglieder des Vorstands sind Höchstgrenzen (Cap) für die variablen Vergütungsbestandteile vereinbart.

Darüber hinaus erhält der Vorstand übliche Nebenleistungen wie beispielsweise die Bereitstellung eines Dienstwagens und Zuschüsse zu Kranken- oder Rentenversicherung im gesetzlichen Rahmen.

Die Vergütung des Vorstands beträgt für das Jahr 2013 insgesamt 1.643 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.724 Tsd. Euro). Die Gesamtvergütung ohne Aktienoptionen teilt sich auf in (i) feste Jahresgehälter von insgesamt 814 Tsd. Euro (Vorjahr: 883 Tsd. Euro) und (ii) variable Vergütungsbestandteile von insgesamt 829 Tsd. Euro (Vorjahr: 721 Tsd. Euro).

Von den Mitgliedern des Vorstands einschließlich des im Jahr 2013 neubestellten Mitglieds werden in Summe 380.000 Aktienoptionen gehalten, die bereits im Jahr 2012 ausgegeben wurden. Die erste Ausübung ist frühestens vier Jahre nach Ausgabe möglich. Aus Anpassungen in der Bewertung resultierte im Jahr 2013 hinsichtlich der von den Vorständen gehaltenen Aktienoptionen ein Personalaufwand von 11 Tsd. Euro.

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 21. Juni 2011 unterbleibt für die Berichtszeiträume bis zum 31. Dezember 2015 die Angabe individueller Vorstandsbezüge.

6.2 Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist von der Hauptversammlung am 21. Juni 2011 festgelegt worden und in Ziffer 13 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung des Aufsichtsrats sowie der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung des Unternehmens. Die Aufsichtsratsvergütung setzt sich zusammen aus (i) festen Vergütungsbestandteilen (feste jährliche Vergütung und Sitzungsgeld) sowie (ii) einem vom Konzernergebnis abhängigen variablen Vergütungsbestandteil, der durch einen Cap begrenzt ist. Der Vorsitz im Aufsichtsrat wird bei der Höhe der festen Vergütungsbestandteile berücksichtigt. Die Vergütung des Aufsichtsrats beträgt für das Jahr 2013 insgesamt 435 Tsd. Euro (Vorjahr: 433 Tsd. Euro). Die Gesamtvergütung teilt sich auf in (i) feste Vergütungsbestandteile einschließlich Sitzungesgeldern von insgesamt 108 Tsd. Euro (Vorjahr: 106 Tsd. Euro) und (ii) variable Vergütungsbestandteile von insgesamt 327 Tsd. Euro (Vorjahr: 327 Tsd. Euro). Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 21. Juni 2011 unterbleibt für die Berichtszeiträume bis zum 31. Dezember 2015 die Angabe individueller Aufsichtsratsbezüge. Darüber hinaus haben Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2013 Beraterleistungen von 3 Tsd. Euro (Vorjahr: 3 Tsd. Euro) erbracht.

tern ausgeübt werden. Für die Ausübung gelten ferner Begrenzungen auf einen jährlichen Maximalbetrag (Cap).

7.7.3 Erwerb eigener Aktien

Schließlich wurde der Vorstand mit Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 ermächtigt, bis zum 16. Juni 2015 eigene Aktien der Gesellschaft in einem Umfang von bis zu Stück 907.150 Aktien (10 Prozent des Grundkapitals) mit der Maßgabe zu erwerben, dass auf diese zusammen mit anderen eigenen Aktien, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr nach §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, nicht mehr als 10 Prozent des Grundkapitals entfallen. Die eigenen Aktien können über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats ist der Vorstand ermächtigt, die gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworbenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere sie (i) weiter zu veräußern, (ii) als Gegenleistung für eine Sacheinlage Dritter in die Gesellschaft zu leisten, (iii) zur Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsrechten zu verwenden, (iv) zur Ausgabe als Mitarbeiteraktien zu verwenden oder ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

Am 18. Juni 2013 haben wir beschlossen, den Aktienrückkauf mit einem Volumen von bis zu 200.000 Stückaktien unter Ausnutzung der vorstehenden Ermächtigung fortzusetzen. Der Aktienrückkauf diente insbesondere dem Zweck, dass wir die Aktien als Gegenleistung beim Erwerb von Unternehmen oder Teilen (Vermögensgegenständen) von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen einsetzen können. Er wurde am 31. Dezember 2013 nach Rückerwerb von 42.503 Aktien zu einem Kaufpreis von 546 Tsd. Euro abgeschlossen.

Am 11. Dezember 2013 haben wir 500.000 eigene Aktien (entsprechend rund 5,5 Prozent des Grundkapitals) im Wege eines beschleunigten Platzierungsverfahrens ("Accelerated Bookbuilding-Verfahrens") bei qualifizierten institutionellen Anlegern in Deutschland und im europäischen Ausland zu einem Preis von je 15,30 Euro platziert. Durch die Platzierung erhöht sich der Streubesitz der Allgeier SE auf 56,9 Prozent.

Die Allgeier SE und eine Tochtergesellschaft hielten am Stichtag 31. Dezember 2013 insgesamt 246.579 eigene Aktien (Vorjahr: 704.076 Stück), was einem Anteil am Grundkapital von ca. 2,7 Prozent (Vorjahr: ca. 7,8 Prozent) entspricht.

7.8 Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Es gibt in einzelnen Kreditvereinbarungen übliche Regelungen, die Rechtsfolgen an eine mehrheitliche Übernahme oder Beherrschung größer 50 Prozent oder eine Veräußerung der wesentlichen Vermögensgegenstände der Gesellschaft knüpfen.

7.9 Entschädigungsvereinbarung der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen sind

Für den Fall eines Kontrollwechsels, d.h. wenn ein Dritter die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2, § 30 WpÜG über die Gesellschaft erlangt, hat ein Mitglied des Vorstands das Recht zur Kündigung des Anstellungsvertrages. Bei Ausübung des Rechts entsteht ein Abfindungsanspruch, der auf eine Jahresvergütung begrenzt ist. Darüber hinaus hat die Allgeier SE keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.

Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Gemäß Art. 46 SE-VO und Ziffer 6.2 unserer Satzung werden die Mitglieder des Vorstands für höchstens sechs Jahre bestellt. Wiederbestellungen sind gemäß Art. 46 SE-VO und Ziffer 6.1 unserer Satzung zulässig. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands durch Beschluss mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

Änderungen der Satzung bedürfen eines Beschlusses der Hauptversammlung. Gemäß Art. 59 SE-VO, § 51 SE-Ausführungsgesetz und Ziffer 18.2 der Satzung bedarf ein satzungsändernder Beschluss, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen bzw. der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen, sofern mindestens die Hälfte des Grundkapitals vertreten ist. Damit macht die Satzung vom Wahlrecht des § 51 SE-Ausführungsgesetz Gebrauch. Eine höhere Mehrheit ist beispielsweise für die Änderung des Unternehmensgegenstands oder für eine Sitzverlegung in einen anderen Mitgliedsstaat in § 51 SE-Ausführungsgesetz vorgeschrieben. Der Aufsichtsrat ist gemäß Ziffer 14.2 unserer Satzung und § 179 AktG befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen.

7.7 Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen 7.7.1 Genehmigte Kapitalia

Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 16. Juni 2015 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 2.267.875 Euro durch Ausgabe von bis zu 2.267.875 neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I).

Außerdem ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 20. Juni 2016 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 2.267.875 Euro durch Ausgabe von bis zu 2.267.875 neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II).

Bei beiden genehmigten Kapitalia ist der Vorstand weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für folgende Fälle auszuschließen:

a) bei einer Bezugsrechtsemission für aufgrund des Bezugsverhältnisses entstehende Spitzenbeträge;

  • b) für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen, wenn der Erwerb im Interesse der Gesellschaft liegt;
  • c) für eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage für einen Anteil am genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt 453.575 Euro, sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Zum 31.12.2013 verfügt die Allgeier SE über Genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 4,5 Mio. Euro. Die näheren Einzelheiten regelt Ziff. 4 der Satzung.

7.7.2 Bedingte Kapitalia

Ferner wurde der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juni 2013 ermächtigt, bis zum 17. Juni 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 3.500.000 Euro durch Ausgabe von bis zu 3.500.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2013). Das Bedingte Kapital 2013 dient der Bedienung von Wandel-, Options- und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten, die von der Gesellschaft oder einem Unternehmen, an dem die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben werden können. Die Allgeier SE hat bislang keine entsprechenden Wandlungs- und Optionsrechte ausgegeben.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 wurde der Vorstand außerdem ermächtigt, bis zum 16. Juni 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 750.000 Euro durch Ausgabe von bis zu 750.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2010). Das Bedingte Kapital 2010 dient der Bedienung von Optionsrechten gemäß dem Aktienoptionsplan 2010, die von der Gesellschaft ausgegeben werden können. Von dieser Ermächtigung hat die Gesellschaft Gebrauch gemacht und in 2012 den Aktienoptionsplan 2010 beschlossen. Ziel ist es, die Vergütung der Vorstandsmitglieder und weiterer Führungskräfte neben jährlich zu bemessenden Komponenten auch an die langfristige Unternehmensentwicklung zu koppeln. Die Gesellschaft hat im Rahmen des Aktienoptionsplans an die Mitglieder des Vorstands und weitere Führungskräfte insgesamt 460.000 Aktienoptionen ausgegeben. Die Aktienoptionen können frühestens nach Ablauf von vier Jahren in den dafür vorgesehenen Ausübungsfens-

B. CORPORATE GOVERNANCE

1. CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT

Nachfolgend berichten wir über die Corporate Governance und die wesentlichen Grundzüge der Unternehmensführung der Allgeier Gruppe einschließlich der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex, des Vergütungsberichts und weiterer Angaben nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Für einen nachhaltigen unternehmerischen Erfolg ist eine gute Corporate Governance unerlässlich. Der wesentliche Maßstab für die Unternehmensführung der Allgeier SE sind die Vorschriften der Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 des Rates vom 08. Oktober 2001 über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE) (SE-Verordnung oder SE-VO) sowie das SE-Ausführungsgesetz und das SE-Beteiligungsgesetz, das Aktiengesetz, die Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft und der Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex, soweit wir dessen Empfehlungen folgen.

1.1 Unternehmensverfassung der Societas Europaea (SE)

Seit der Eintragung in das Handelsregister am 03. Mai 2012 ist die Allgeier Holding Aktiengesellschaft eine Europäische Gesellschaft, die Societas Europaea (SE). Als Europäische Gesellschaft unterliegt die Allgeier SE neben den Vorschriften des deutschen Aktienrechts den speziellen europäischen und deutschen Regelungen zur Europäischen Gesellschaft. Die wesentlichen Grundzüge der bisherigen Unternehmensverfassung, insbesondere das dualistische Führungssystem, bestehend aus einem Vorstand und einem Aufsichtsrat, wurden beibehalten.

Die gemeinsame Arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ist an dem Interesse des Unternehmens und der Aktionäre ausgerichtet, sowohl das bestehende Geschäft der Allgeier Gruppe erfolgreich weiterzuentwickeln als auch den Wert der Gruppe durch weitere Akquisitionen nachhaltig zu steigern. Dabei unterliegt auch die strategische Ausrichtung der Gruppe regelmäßiger Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten im Unternehmensinteresse eng zusammen.

1.2 Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Allgeier SE besteht aus drei Mitgliedern. Der aktuelle Aufsichtsrat wurde in der Hauptversammlung am 18. Juni 2013 gewählt. Die Amtsperiode der Mitglieder des Aufsichtsrats der Allgeier SE endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2017 beschließt, spätestens jedoch sechs Jahre nach der Wahl.

Der Aufsichtsrat berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und überwacht dessen Tätigkeit. Ausschüsse des Aufsichtsrats wurden aufgrund der Mitgliederanzahl nicht gebildet. Neben den gesetzlich festgelegten Aufgaben, wie der Bestellung der Vorstandsmitglieder und der Festlegung des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder, der Kontrolle der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft einschließlich der Planung für die folgenden Geschäftsjahre, der Prüfung des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems sowie der Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses und des Vorschlags für die Verwendung des Bilanzgewinns, beschäftigt sich der Aufsichtsrat wesentlich mit den Themen, die gemäß der Geschäftsordnung für den Vorstand der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen.

Einen Schwerpunkt der Tätigkeit des Aufsichtsrats bilden dabei die Beratungen und Entscheidungen über Akquisitionsvorhaben. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat in alle Entscheidungen eingebunden, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung sind, wie zum Beispiel die strategische Weiterentwicklung oder bedeutende Einzelfragen. Hierzu besteht ein regelmäßiger Austausch zwischen dem Vorstand und den Mitgliedern des Aufsichtsrats, insbesondere dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats. Einzelheiten der Zusammenarbeit der Aufsichtsratsmitglieder sind in einer Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat festgelegt. Der Aufsichtsrat hat sich gemäß Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex verschiedene Ziele gegeben: Oberstes Ziel ist sicherzustellen, dass der Aufsichtsrat seinen gesetzlichen Beratungs- und Überwachungspflichten in der vorgeschlagenen Zusammensetzung umfassend gerecht wird und die Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen, um ihre Aufgaben optimal und verantwortlich erfüllen zu können. Für die Allgeier SE, deren Satzung die Besetzung des Aufsichtsrats mit drei Mitgliedern vorsieht, bedeutet dies konkret, dass insbesondere folgende Qualifikationen nach Möglichkeit im Aufsichtsrat vorhanden sein sollen: die im Gesetz ausdrücklich geforderte Qualifikation als unabhängiger Finanzexperte, die Fähigkeit zur Beurteilung von Unternehmen im Dienstleistungssektor (nicht nur beschränkt auf das IT-Geschäft), die Fähigkeit zur Beurteilung von Akquisitionsmöglichkeiten im In- und Ausland und entsprechende Transaktionserfahrung sowie die Erfahrung mit der Organisation und Arbeitsweise einer stark wachsenden Gruppe in einer Holdingstruktur. Aufgrund der weitergehenden Internationalisierung der Allgeier Gruppe soll dem Aufsichtsrat eine ausreichende Anzahl an Mitgliedern mit einer internationalen Erfahrung angehören. Die Besetzung des Aufsichtsrats muss ferner ermöglichen, dass der Aufsichtsrat effizient arbeitet und seine Mitglieder ausreichend Kapazität für diese verantwortliche Tätigkeit mitbringen.

8. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG nach § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des Lageberichts; die darin gemachten Angaben sind jedoch gemäß § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB nicht in die Prüfung mit einzubeziehen. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB findet sich unten im Corporate-Governance-Bericht (Ziffer B.1.9).

AG sowie mit externen Beratern zusammen. Eine weitere Ebene der Unternehmensführung innerhalb der Allgeier Gruppe bilden die Vorstände und Geschäftsführungen sowie die Aufsichtsorgane in den einzelnen operativen Gruppengesellschaften. Der Vorstand der Allgeier SE übt im Rahmen der Gesellschafterstellung oder in der Funktion von Aufsichtsgremien bei den Gruppengesellschaften eine Steuerungs-, Koordinierungs- und Kontrollfunktion aus, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Weitere Einzelheiten zur Besetzung des Vorstands finden Sie im Konzernanhang unter G. Sonstige Angaben IV. Organe der Muttergesellschaft.

1.4 Hauptversammlung

Unsere Aktionäre üben in der Hauptversammlung ihre Rechte aus. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung eines abgelaufenen Geschäftsjahres findet innerhalb der ersten sechs Monate des folgenden Geschäftsjahres statt, in der Vorstand und Aufsichtsrat den Aktionären Rechenschaft über das abgelaufene Geschäftsjahr ablegen. Bei der Beschlussfassung gewährt jede Aktie eine Stimme. Wir unterstützen unsere Aktionäre bei der Stimmabgabe durch den Einsatz eines Stimmrechtsvertreters, der das Stimmrecht ausschließlich nach den vom Aktionär erteilten Weisungen ausübt.

Die Hauptversammlung wählt die Mitglieder des Aufsichtsrats. Sie beschließt über die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Bestellung des Abschlussprüfers. Die Hauptversammlung ist ferner für die Beschlussfassung über Satzungsänderungen, Kapitalmaßnahmen, Unternehmensverträge und die Vergütung des Aufsichtsrats zuständig.

1.5 Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Vorstands hielten am 31. Dezember 2013 insgesamt unmittelbar und mittelbar 2.550.780 (Vorjahr: 2.540.520) Aktien der Allgeier SE. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten am 31. Dezember 2013 insgesamt unmittelbar und mittelbar 1.264.993 (Vorjahr: 1.239.977) Aktien der Allgeier SE.

1.6 Directors' Dealings

Nach § 15a WpHG meldepflichtige Transaktionen von Aktien der Allgeier SE durch ein Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglied sowie dem Mitglied nahestehenden Personen haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr ordnungsgemäß veröffentlicht.

1.7 Umfassende und transparente Kommunikation

Wir informieren Aktionäre, Aktionärsvertreter, Analysten, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die Lage des Unternehmens. Wir behandeln die verschiedenen Personengruppen dabei gleich. Mit dem Geschäftsbericht, dem Halbjahresfinanzbericht und zwei Zwischenmitteilungen berichten wir insbesondere unseren Aktionären vier Mal im Jahr über die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie über die Finanz- und Ertragslage. Um eine Erstellung der Finanzberichte mit der notwendigen Sorgfalt zu gewährleisten, veröffentlichen wir sie innerhalb der gesetzlichen Fristen.

Darüber hinaus nutzen wir zur Information unserer Aktionäre und aller anderen, dem Unternehmen nahestehenden Personen unsere Internetseite umfassend, auf der wir beispielsweise neben unseren Finanzberichten einen Finanzkalender, Ad-hoc-Mitteilungen, Analystenpräsentationen und Pressemitteilungen veröffentlichen.

1.8 Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Einzelabschluss der Allgeier SE wird nach dem Handelsgesetzbuch aufgestellt, der Konzernabschluss der Allgeier SE nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Einzelabschluss und der Konzernabschluss wurden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft LOHR + COMPANY GmbH, Düsseldorf, geprüft.

1.9 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

(Bestandteil des Konzernlageberichts)

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des Lageberichts; die darin gemachten Angaben sind jedoch gemäß § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB nicht in die Prüfung mit einzubeziehen.

1.9.1 Entsprechungserklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Allgeier SE erklären gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex: Seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im April 2013 hat die Allgeier SE den vom Bundesministerium der Justiz veröffentlichten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 15. Mai 2012 sowie den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes in der Fassung vom 13. Mai 2013 seit deren Veröffentlichung mit Ausnahme von Ziff. 3.8 Abs. 3 (Höhe des Selbstbehalts bei der D & O-Versicherung für den Aufsichtsrat), Ziff. 4.2.3 Abs. 4 Sätze 1 und 3 (Abfindungs-Cap), Ziff. 4.2.4 (individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung), Ziff. 4.2.5 Abs. 3 Sätze1 und 2 (individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung anhand der Mustertabellen), Ziff. 5.1.2 Abs. 2 Satz 3 und Ziff. 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 (festgelegte Altersgrenze), Ziff. 5.4.6 Abs. 3 (Angabe der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder), Ziff. 6.3 Satz 1 (Angabe von Aktienbesitz größer 1 %)

Zudem soll dem Aufsichtsrat eine angemessene Anzahl an unabhängigen Mitgliedern angehören. Der Aufsichtsrat stuft ein Mitglied als nicht unabhängig ein, wenn es beispielsweise in einer persönlichen oder einen geschäftlichen Beziehung zur Allgeier SE steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann. Aufgrund der Anzahl von derzeit drei Mitgliedern im Aufsichtsrat soll dem Aufsichtsrat mindestens ein Mitglied angehören, das unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex ist. Außerdem sollen dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören. Aufsichtsratsmitglieder sollen schließlich nicht Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerben des Unternehmens ausüben.

Ein weiteres Ziel des Aufsichtsrats ist es, dass bei der künftigen Besetzung im Vergleich mehrerer, fachlich ähnlich geeigneter Kandidaten im Sinne der angestrebten Diversity gemäß Ziffer 5.4.1 Absatz 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex Kandidaten bevorzugt werden sollen, die im Hinblick auf ihr Geschlecht, ihre Nationalität oder anderer Eigenschaften die Besetzung entsprechend bereichern. Starre Quoten sieht der Aufsichtsrat dabei aber nicht als angemessenes Mittel an. Hinsichtlich der Vorgabe einer Altersgrenze weicht die Gesellschaft von der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex ab, da eine fixe Altersgrenze ein ungewolltes Ausschlusskriterium darstellen kann.

Der Aufsichtsrat hat die selbstgesetzten Ziele, wie nachfolgend dargelegt, umgesetzt:

Bei seinem Beschluss über die Wahlvorschläge hat der Aufsichtsrat neben den gesetzlichen Anforderungen sowie den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats insbesondere seine beschlossenen Ziele berücksichtigt. Der Aufsichtsrat setzt sich aus Herrn Detlef Dinsel, Herrn Thies Eggers und Herrn Christian Eggenberger zusammen. Die Herren Dinsel und Eggers sind deutsche und Herr Eggenberger ist schweizerischer Staatsbürger. Sie gehören verschiedenen Berufsgruppen an und sind seit vielen Jahren international, insbesondere im Dienstleistungssektor und im M&A-Geschäft tätig.

Beachtet wurde außerdem die Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, dass dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Vorstandsmitglieder angehören sollen; im Aufsichtsrat ist derzeit nur ein ehemaliges Vorstandsmitglied, dessen Vorstandstätigkeit nunmehr über 5 Jahre zurückliegt.

Weitere Einzelheiten zur Besetzung des Aufsichtsrats finden Sie im Konzernanhang unter G. Sonstige Angaben IV. Organe der Muttergesellschaft. Informationen zur konkreten Tätigkeit sind dem Bericht des Aufsichtsrats zu entnehmen.

1.3 Vorstand

Die Führung und Leitung des Unternehmens obliegt dem Vorstand. Er leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Vorstand der Allgeier SE bestand im abgelaufenen Geschäftsjahr aus drei Mitgliedern, Herrn Carl Georg Dürschmidt (Vorstandsvorsitzender), Herrn Dr. Marcus Goedsche und Herrn Hubert Rohrer (seit dem 15. Oktober 2013).

Herr Carl Georg Dürschmidt und Herr Dr. Marcus Goedsche sind einzeln zeichnungsberechtigt. Herr Hubert Rohrer ist gemeinschaftlich zeichnungsberechtigt. In seiner Funktion als Leitungsorgan der Allgeier Gruppe gibt der Vorstand insbesondere die Strategie für die weitere Entwicklung der Gruppe vor und arbeitet an dem Ziel der nachhaltigen Wertschöpfung und Wertsteigerung der Gruppe. Es gilt dabei der Grundsatz der Gesamtverantwortung, d.h. die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Unternehmensführung. Aufgrund der Konzernstruktur der Allgeier Gruppe und der spezifischen Stellung der Allgeier SE als Holdinggesellschaft und den damit verbundenen Aufgaben, bestand im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vorstand keine strenge Ressortverteilung, wie sie bei Unternehmen mit einer klassischen Führungsstruktur üblich ist. Gleichwohl sind die Aufgaben und Verantwortlichkeiten innerhalb des Vorstands nach entsprechenden Arbeitsschwerpunkten und fachlichen Qualifikationen verteilt. Ausschüsse hat der Vorstand aufgrund seiner Größe nicht gebildet.

Die wesentlichen Entscheidungen, zum Beispiel über Akquisitionsvorhaben, werden vom Gesamtvorstand getroffen.

Einzelheiten zur Zusammenarbeit im Vorstand und zur Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat sind in der Geschäftsordnung für den Vorstand festgelegt. Neben Ziffer 9 der Satzung der Allgeier SE enthält auch die Geschäftsordnung für den Vorstand einen Katalog von Geschäften, für die der Vorstand der Zustimmung des Aufsichtsrats bedarf. Der Vorstand arbeitet eng mit den Führungspersonen in der Allgeier Management AG und der Allgeier Group Executives

1.9.1.6 Kodex Ziffer 5.4.6 Absatz 3

"Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder soll im Anhang oder im Lagebericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen werden. Auch die vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, sollen individualisiert angegeben werden."

Entsprechend der Handhabung der Offenlegung der Vorstandsvergütung hält die Gesellschaft auch die individualisierte Offenlegung der Aufsichtsratsvergütung für die Größe der Gesellschaft und des Aufsichtsrats nicht für angemessen und erforderlich. Die Regelung der Vergütung des Aufsichtsrats in der Satzung und die Veröffentlichung der Gesamtvergütung und ihrer Struktur sowie der Vergütung für sonstige Leistungen im Geschäftsbericht schaffen ausreichende Transparenz.

1.9.1.7 Kodex Ziffer 6.3 Satz 1

"Über die gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Mitteilung und Veröffentlichung von Geschäften in Aktien der Gesellschaft hinaus, soll der Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente, von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern angegeben werden, wenn er direkt oder indirekt größer als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist."

Im Geschäftsbericht erfolgt für Vorstand und Aufsichtsrat getrennt die Veröffentlichung der jeweils gehaltenen Gesamtaktienzahl. Daneben schaffen die gesetzlich vorgesehenen Mitteilungs- und Veröffentlichungspflichten bei Geschäften von Führungspersonen ("Directors' Dealings") und im Fall des Erreichens, Über- oder Unterschreitens der gesetzlichen Meldeschwellen nach Auffassung der Gesellschaft eine ausreichende Transparenz.

1.9.1.8 Kodex Ziffer 7.1.2 Satz 4

"Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums, öffentlich zugänglich sein."

Für die Gesellschaft steht die Richtigkeit und Vollständigkeit der jeweiligen Abschlüsse und Berichte im Vordergrund. Es ist das Bestreben der Gesellschaft, die jeweiligen Abschlüsse und Berichte so früh wie möglich den Aktionären bekannt zu geben. Gleichwohl behält sich die Gesellschaft vor, die gesetzlichen Fristen für die Veröffentlichung jeweils in Anspruch zu nehmen, falls dies zur ordnungsgemäßen Fertigstellung und Prüfung der Abschlüsse und Berichte erforderlich ist.

1.9.2 Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Unternehmensführungspraktiken sind im Corporate Governance Bericht oben näher erläutert.

1.9.3 Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat ergibt sich aus dem Corporate Governance Bericht in den Unterpunkten 1.2 Aufsichtsrat und 1.3 Vorstand. Vorstand und Aufsichtsrat haben keine Ausschüsse gebildet.

2. VERGÜTUNGSBERICHT

(Bestandteil des Konzernlageberichts)

Die Angaben zum Vergütungsbericht finden sich im Konzernlagebericht (Ziffer A.6).

3. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN (nach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB) UND ERLÄUTERNDER BERICHT (Bestandteil des Konzernlageberichts)

Die übernahmerelevanten Angaben (nach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB) und der erläuternde Bericht finden sich im Konzernlagebericht (Ziffer A.7).

und Ziff. 7.1.2 Satz 4 (Zugänglichmachung des Konzernabschlusses und der Zwischenberichte) entsprochen. Die Allgeier SE wird diesen Empfehlungen auch künftig mit den nachfolgenden Abweichungen entsprechen:

1.9.1.1 Kodex Ziffer 3.8 Absatz 3

"In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden."

In der D&O-Versicherung für den Vorstand ist entsprechend der gesetzlichen Vorgaben ein Selbstbehalt vereinbart. Für den Aufsichtsrat schreibt das Gesetz einen solchen Selbstbehalt nicht vor, sondern lässt einen Spielraum für die Beurteilung der Angemessenheit einer solchen Regelung unter Berücksichtigung des unterschiedlichen Charakters und Umfangs der Aufgaben von Vorstand und Aufsichtsrat. Die Gesellschaft wird die weitere Entwicklung in Bezug auf die Angemessenheit der D&O-Versicherung und Selbstbehalte laufend im Auge behalten und eventuellen Anpassungsbedarf prüfen.

1.9.1.2 Kodex Ziffer 4.2.3 Absatz 4 Sätze 1 und 3

"Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll darauf geachtet werden, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. … Für die Berechnung des Abfindungs-Caps soll auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abgestellt werden."

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass eine angemessene Vertragsgestaltung ohne ein generelles Abfindungs-Cap in Abhängigkeit von Laufzeit und sonstigen Parametern möglich ist. Die vorzeitige Aufhebung von auf eine feste Laufzeit geschlossenen und ordentlich nicht kündbaren Vorstandsverträgen ist vor dem Umstand der jeweiligen Auflösung zu beurteilen und zu verhandeln. Bei der Beurteilung der Angemessenheit der Bedingungen einer vorzeitigen Vertragsauflösung ist die Frage eines Abfindungs-Caps dabei lediglich ein Aspekt von mehreren, die der Aufsichtsrat pflichtgemäß prüfen muss. Der Aufsichtsrat behält sich das Recht vor, jeden einzelnen Aspekt individuell zu prüfen und zu gestalten, da auch die Festlegung eines generellen Caps von dieser pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung nicht entbindet.

1.9.1.3 Kodex Ziffer 4.2.4

Vorsorglich weisen Vorstand und Aufsichtsrat darauf hin, dass die Hauptversammlung beschlossen hat, die Vorstandsvergütungen nicht in individualisierter Form und unter Namensnennung für jedes einzelne Vorstandsmitglied offenzulegen. Die Offenlegung erfolgt gemäß den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen jährlich im Geschäftsbericht für den Gesamtvorstand nach fixen und variablen Vergütungsbestandteilen.

1.9.1.4 Kodex Ziff. 4.2.5 Abs. 3 Sätze 1 und 2

"Ferner sollen im Vergütungsbericht für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden:

  • die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung,
  • der Zufluss im bzw. für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren,
  • bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr.

Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden."

Die Hauptversammlung hat beschlossen, die Vorstandsvergütungen nicht in individualisierter Form und unter Namensnennung für jedes einzelne Vorstandsmitglied offenzulegen. Die Offenlegung erfolgt gemäß den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen und den Empfehlungen des Corporate Governance Kodex für den Gesamtvorstand.

1.9.1.5 Kodex Ziffer 5.1.2 Absatz 2 Satz 3 und Ziffer 5.4.1 Absatz 2 Satz 1

"Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden." "Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die … eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ... berücksichtigen."

Bei der Entscheidung über die Besetzung von Vorstandspositionen und Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern kommt es entscheidend auf die Beurteilung der persönlichen und fachlichen Eignung eines Kandidaten für das Unternehmen an. Diese Beurteilung ist jeweils im Einzelfall nach umfassender Prüfung der Angemessenheit und unter Einbeziehung aller in Betracht kommender Personen vorzunehmen. Anlass zur Festlegung einer generellen Altersgrenze, die nur ein herausgegriffenes Kriterium darstellt, besteht dabei nicht. Vielmehr könnte eine starre Altersgrenze ein nicht gewolltes Ausschlusskriterium für qualifizierte Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder sein.

München, 02. April 2014

Carl Georg Dürschmidt

Dr. Marcus Goedsche

Vorstand

Hubert Rohrer Vorstand

Konzernabschluss

DER ALLGEIER SE NACH IFRS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013

54 55

KONZERNBILANZ (in Tsd. Euro)
31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
PASSIVA Anhang Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebe
nes Geschäft
Konzern Nach retrospektiver
Anpassung
Wie ursprünglich
berichtet
Gezeichnetes Kapital 10 9.072 0 9.072 9.072 9.072
Kapitalrücklagen 11 16.925 0 16.925 13.327 13.327
Gewinnrücklagen 12 102 0 102 102 102
Eigene Anteile 13 -1.971 0 -1.971 -5.491 -5.491
Gewinnvortrag 14 66.575 0 66.575 61.967 61.967
Periodenergebnis 3.539 0 3.539 8.791 8.364
Erfolgsneutrale
Eigenkapitalveränderungen
15 -1.927 0 -1.927 1.137 1.565
Eigenkapitalanteil der
Gesellschafter des
Mutterunternehmens
92.315 0 92.315 88.906 88.906
Eigenkapitalanteil nicht
kontrollierender Gesellschafter
16 2.429 0 2.429 4.503 4.503
Eigenkapital 94.744 0 94.744 93.409 93.409
Langfristige Finanzschulden 17 70.831 0 70.831 71.975 71.975
Rückstellungen für Pensionen 18 1.256 -1.036 2.292 2.189 2.189
Andere langfristige
Rückstellungen
21 766 0 766 685 685
Sonstige langfristige
finanzielle Verbindlichkeiten
19 12.030 0 12.030 21.382 21.382
Andere langfristige
Verbindlichkeiten
20 119 -557 676 756 756
Passive latente Steuern 6 7.702 0 7.702 9.746 9.746
Langfristige Schulden 92.704 -1.593 94.297 106.733 106.733
Kurzfristige Finanzschulden 17 4.716 0 4.716 1.808 1.808
Andere kurzfristige
Rückstellungen
21 11.387 -2.642 14.029 16.459 16.459
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
29.404 -2.843 32.246 33.347 33.347
Sonstige kurzfristige
finanzielle Verbindlichkeiten
19 28.770 -2.280 31.050 20.895 20.895
Andere Verbindlichkeiten 20 9.537 -1.140 10.677 10.300 10.300
Ertragsteuerverbindlichkeiten 6.859 -701 7.559 6.656 6.656
Zur Veräußerung
gehaltene Schulden
11.198 11.198 0 0 0
Kurzfristige Schulden 101.871 1.593 100.277 89.464 89.464
Passiva 289.318 0 289.318 289.607 289.607

KONZERNBILANZ DER ALLGEIER SE, MÜNCHEN, ZUM 31. DEZEMBER 2013

KONZERNBILANZ (in Tsd. Euro)
31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
AKTIVA Anhang Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebenes
Geschäft
Konzern Nach retrospektiver
Anpassung
Wie ursprünglich
berichtet
Immaterielle Vermögenswerte 1 117.937 -3.186 121.123 128.434 128.434
Sachanlagen 2 10.792 -865 11.657 10.701 10.701
At-equity-Beteiligungen 3 78 0 78 0 0
Sonstige Finanzanlagen 23 0 23 24 24
Sonstige langfristige
finanzielle Vermögenswerte
4 571 -4 575 4.319 4.319
Andere langfristige
Vermögenswerte
5 154 -300 453 257 257
Aktive latente Steuern 6 1.359 -371 1.731 1.957 1.957
Langfristiges Vermögen 130.915 -4.726 135.640 145.691 145.691
Vorräte 7 3.062 -1.235 4.297 4.948 4.948
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
8 73.268 -8.034 81.301 76.401 76.401
Sonstige kurzfristige
finanzielle Vermögenswerte
4 9.106 -96 9.202 15.003 15.003
Andere kurzfristige
Vermögenswerte
5 5.862 -829 6.691 5.851 5.851
Ertragsteuerforderungen 1.876 -1 1.877 2.773 2.773
Zahlungsmittel 9 46.653 -3.656 50.309 38.939 38.939
Zur Veräußerung gehaltene
Vermögenswerte
18.576 18.576 0 0 0
Kurzfristiges Vermögen 158.403 4.726 153.678 143.916 143.916
Aktiva 289.318 0 289.318 289.607 289.607

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG DER ALLGEIER SE, MÜNCHEN, FÜR DIE ZEIT VOM 01. JANUAR 2013 BIS 31. DEZEMBER 2013

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (in Tsd. Euro)
Konzern Aufgegebenes Geschäft Fortgeführtes Geschäft
Gewinn- und Verlustrechnung Anhang 2013 2012
Nach retrospektiver
Anpassung
2012
Retrospektive
Anpassung
2012
Wie ursprünglich
berichtet
2013 2012
Nach retrospektiver
Anpassung
2013 2012
Nach retrospektiver
Anpassung
Umsatzerlöse 477.643 422.842 0 422.842 56.330 48.027 421.313 374.815
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 515 646 0 646 -133 66 648 580
Andere aktivierte Eigenleistungen 57 44 0 44 57 44 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 23 9.152 7.286 0 7.286 1.039 690 8.113 6.596
Materialaufwand 24 225.133 218.844 0 218.844 34.805 26.979 190.328 191.865
Personalaufwand 25 185.717 148.449 -564 149.013 16.019 16.243 169.697 132.206
Sonstige betriebliche Aufwendungen 26 46.468 40.012 0 40.012 4.409 5.438 42.058 34.574
Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern 30.051 23.513 564 22.949 2.060 168 27.991 23.345
Abschreibungen und Wertminderungen 27 14.479 13.843 0 13.843 956 1.075 13.523 12.767
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 15.571 9.670 564 9.107 1.104 -908 14.468 10.578
Finanzerträge 28 530 572 2 570 4 30 525 542
Finanzaufwendungen 29 4.960 3.514 -41 3.556 79 56 4.881 3.458
Ergebnis aus At-equity-Beteiligungen 30 248 0 0 0 0 0 248 0
Ergebnis vor Steuern 11.389 6.728 607 6.121 1.029 -934 10.360 7.662
Ertragsteuerergebnis 31 -7.399 -2.559 -180 -2.379 -325 257 -7.074 -2.816
Ergebnis der Periode 3.990 4.170 428 3.742 704 -677 3.286 4.846
Veräußertes Geschäft:
Ergebnis aus Veräußerung vor Steuern -327 5.147 0 5.147 -327 5.147 0 0
Ertragsteuerergebnis 31 0 -86 0 -86 0 -86 0 0
Ergebnis aus veräußertem Geschäft -327 5.061 0 5.061 -327 5.061 0 0
Gesamtergebnis einschließlich veräußertem Geschäft:
Ergebnis vor Steuern 11.062 11.875 607 11.268 702 4.213 10.360 7.662
Ertragsteuerergebnis -7.399 -2.644 -180 -2.465 -325 172 -7.074 -2.816
Gesamtergebnis der Periode 3.662 9.231 428 8.804 376 4.385 3.286 4.846
Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode:
an Gesellschafter des Mutterunternehmens 3.539 8.791 428 8.364 376 4.385 3.163 4.406
an nicht kontrollierende Gesellschafter 123 440 0 440 0 0 123 440
Sonstiges Ergebnis
Posten, die nicht in die Gewinn- und Velustrechnung umgegliedert werden können:
Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) -129 -610 -610 0 0 0 -129 -610
Erwerb Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter über Buchwert 0 -300 0 -300 0 0 0 -300
Erwerb Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter unter Buchwert 696 0 0 0 0 0 696 0
Anteiliger Erwerb von Tochtergesellschaften mit eigenen Aktien 0 275 0 275 0 0 0 275
Steuereffekte 42 181 181 0 0 0 42 181
609 -454 -429 -25 0 0 609 -454
Posten, die in die Gewinn- und Velustrechnung umgegliedert werden können:
Währungsdifferenzen -3.719 -746 2 -748 0 0 -3.719 -746
Cash Flow Hedge -6 107 0 107 0 0 -6 107
Wertpapiere -24 58 0 58 0 0 -24 58
Steuereffekte 36 -36 0 -36 0 0 36 -36
-3.714 -617 2 -619 0 0 -3.714 -617
Sonstiges Ergebnis der Periode -3.105 -1.071 -428 -643 0 0 -3.105 -1.071
Gesamtergebnis der Periode 558 8.160 0 8.160 376 4.385 181 3.776
Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode:
an Gesellschafter des Mutterunternehmens 476 7.693 0 7.693 376 4.385 99 3.308
an nicht kontrollierende Gesellschafter 82 468 0 468 0 0 82 468
Unverwässertes Ergebnis je Aktie:
Durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Aktien nach zeitanteiliger Gewichtung 8.352.747 8.375.737 8.375.737 8.375.737 8.352.747 8.375.737 8.352.747 8.375.737
Ergebnis der Periode je Aktie in Euro 0,42 1,05 0,05 1,00 0,05 0,52 0,38 0,53
Verwässertes Ergebnis je Aktie:
Durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Aktien nach zeitanteiliger Gewichtung 8.437.081 8.377.840 8.377.840 8.377.840 8.437.081 8.377.840 8.437.081 8.377.840
Ergebnis der Periode je Aktie in Euro 0,42 1,05 0,05 1,00 0,04 0,52 0,37 0,53
KONZERN-EIGENKAPITALÜBERLEITUNGSRECHNUNG (in Tsd. Euro)
Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Eigene Anteile Gewinnvortrag Periodenergebnis Ergebnisneutrale
Eigenkapitalverän
derungen
Eigenkapitalanteil der
Gesellschafter des
Mutterunternehmens
Eigenkapitalanteil
nicht kontrollieren
der Gesellschafter
Eigenkapital
Stand am 1. Januar 2012 9.072 11.306 277 -5.154 61.607 4.378 2.236 83.721 4.476 88.197
Übertragung des Periodenergebnisses
des Vorjahrs in den Gewinnvortrag
0 0 0 0 4.378 -4.378 0 0 0 0
Ausgegebene Aktienoptionen 0 2.021 0 0 0 0 0 2.021 0 2.021
Umbuchung Gewinnrücklagen 0 0 -175 0 175 0 0 0 0 0
Zugang eigene Aktien der Allgeier SE 0 0 0 -760 0 0 0 -760 0 -760
Abgabe eigene Aktien der Allgeier SE
im Rahmen des Erwerbs der Nagarro Inc.
0 0 0 423 0 0 275 698 0 698
Erwerb der Anteile der nicht kontrollierenden
Gesellschafter der Softcon AG
0 0 0 0 0 0 -300 -300 -667 -966
Zugang Eigenkapitalanteil nicht kontrollierender
Gesellschafter aus dem Erwerb der Oxygen
0 0 0 0 0 0 0 0 149 149
Zugang Eigenkapitalanteil nicht kontrollierender
Gesellschafter aus dem Erwerb der S&F
0 0 0 0 0 0 0 0 257 257
Kapitaleinzahlung des nicht kontrollierenden Gesell
schafters der Allgeier DMS Türkei
0 0 0 0 0 0 0 0 1 1
Cash Flow Hedge 0 0 0 0 0 0 72 72 0 72
Bewertungsrücklage Wertpapiere 0 0 0 0 0 0 58 58 0 58
Dividenden 0 0 0 0 -4.192 0 0 -4.192 -180 -4.372
Ergebnis der Periode 0 0 0 0 0 8.364 0 8.364 440 8.804
Währungsdifferenzen 0 0 0 0 0 0 -776 -776 28 -748
Stand am 31. Dezember 2012 wie ursprünglich
berichtet
9.072 13.327 102 -5.491 61.967 8.364 1.565 88.906 4.503 93.409
Retrospektive Anpassung 0 0 0 0 0 428 -428 0 0 0
Stand am 31. Dezember 2012 nach restrospekti
ver Anpassung
9.072 13.327 102 -5.491 61.967 8.791 1.137 88.906 4.503 93.409
Übertragung des Periodenergebnisses
des Vorjahrs in den Gewinnvortrag
0 0 0 0 8.791 -8.791 0 0 0 0
Anpassung des Ausübungspreises der Aktienoptionen 0 14 0 0 0 0 0 14 0 14
Zugang eigene Aktien der Allgeier SE 0 0 0 -546 0 0 0 -546 0 -546
Abgang eigene Aktien der Allgeier SE 0 3.583 0 4.067 0 0 0 7.650 0 7.650
Erwerb der Anteile der nicht kontrollierenden Gesell
schafter der BSR
0 0 0 0 0 0 696 696 -2.157 -1.461
Zugang Eigenkapitalanteil nicht kontrollierender
Gesellschafter aus dem Erwerb der GDE
0 0 0 0 0 0 0 0 1 1
Abgang Eigenkapitalanteil nicht kontrollierender
Gesellschafter aufgrund Entkonsolidierung der GDE
Gruppe
0 0 0 0 0 0 0 0 -1 -1
Cash Flow Hedge 0 0 0 0 0 0 29 29 0 29
Bewertungsrücklage Wertpapiere 0 0 0 0 0 0 -24 -24 0 -24
Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) 0 0 0 0 0 0 -87 -87 0 -87
Dividenden 0 0 0 0 -4.184 0 0 -4.184 0 -4.184
Ergebnis der Periode 0 0 0 0 0 3.539 0 3.539 123 3.662
Währungsdifferenzen 0 0 0 0 0 0 -3.679 -3.679 -41 -3.719
Stand am 31. Dezember 2013 9.072 16.925 102 -1.971 66.575 3.539 -1.927 92.315 2.429 94.744

KONZERN-EIGENKAPITALÜBERLEITUNGSRECHNUNG DER ALLGEIER SE, MÜNCHEN, ZUM 31. DEZEMBER 2013

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG DER ALLGEIER SE, MÜNCHEN, FÜR DIE ZEIT VOM 01. JANUAR 2013 BIS 31. DEZEMBER 2013

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (in Tsd. Euro)
Konzern Aufgegebenes Geschäft Fortgeführtes Geschäft
Anhang
2013
2012
Nach retrospektiver
Anpassung
2012
Retrospektive
Anpassung
2012
Wie ursprünglich
berichtet
2013 2012
Nach retrospektiver
Anpassung
2013 2012
Nach retrospektiver
Anpassung
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 15.571 9.670 564 9.107 1.104 -908 14.468 10.578
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 14.479 13.843 0 13.843 956 1.075 13.523 12.767
Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 320 406 0 406 14 4 306 402
Veränderung langfristige Rückstellungen 22 511 0 511 -17 316 39 196
Nicht zahlungswirksame Auflösungen und Zuführungen von Rückstellungen 7.085 9.442 0 9.442 0 0 7.085 9.442
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge -700 -435 -564 128 1.342 1.142 -2.041 -1.577
Gezahlte Ertragsteuern -8.171 -4.525 0 -4.525 -22 306 -8.149 -4.831
Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit vor Working Capital Veränderungen 28.606 28.913 0 28.913 3.377 1.936 25.230 26.977
Cash Flows aus Working Capital Veränderungen -11.405 -13.855 0 -13.855 262 -1.681 -11.667 -12.174
Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit 17.202 15.058 0 15.058 3.638 255 13.563 14.804
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -4.877 -4.362 0 -4.362 -506 -829 -4.371 -3.534
Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 35 79 0 79 0 2 35 77
Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen -2.308 -29.349 0 -29.349 0 0 -2.308 -29.349
Auszahlungen aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen und Rechten 0
-1.366
0 -1.366 0 0 0 -1.366
Auszahlungen von Darlehen an At-equity-Beteiligungen -1.181 0 0 0 0 0 -1.181 0
Auszahlungen aus von Kaufpreisanteilen nicht im Geschäftsjahr
erworbener Gesellschaften
-3.087 -4.179 0 -4.179 0 0 -3.087 -4.179
Zahlungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen mit Kontrollverlust -127 0 0 0 0 0 -127 0
Erwerb von Bankenanleihen 2.327 -5.047 0 -5.047 0 0 2.327 -5.047
Einzahlungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen 4.833 0 0 0 0 0 4.833 0
Cash Flows aus der Investitionstätigkeit -4.384 -44.223 0 -44.223 -506 -827 -3.879 -43.396
Zugang eigene Anteile -546 -760 0 -760 0 0 -546 -760
Veräußerung eigene Anteile 7.650 0 0 0 0 0 7.650 0
Tilgung von Genussscheinen 0
-6.000
0 -6.000 0 0 0 -6.000
Aufnahme von Schuldscheindarlehen 0
69.030
0 69.030 0 0 0 69.030
Aufnahme von Bankdarlehen 1.131 517 0 517 0 0 1.131 517
Tilgung von Bankdarlehen -346 -19.395 0 -19.395 0 0 -346 -19.395
Tilgung von sonstigen Darlehen 0
-256
0 -256 0 0 0 -256
Cash Flows aus Finanzierung an Konzerngesellschaften 0
0
0 0 0 -391 0 391
Zahlungseingang aus erstmaliger Anwendung von Factoring
von Forderungen aus LuL
0
11.382
0 11.382 0 0 0 11.382
Zahlungssaldo aus der Übertragung von Kundenforderungen 0
-10.591
0 -10.591 0 0 0 -10.591
Erhaltene Zinsen 501 542 0 542 4 30 497 512
Gezahlte Zinsen -3.206 -3.136 0 -3.136 -41 -19 -3.165 -3.117
Ausschüttungen -4.184 -4.192 0 -4.192 0 0 -4.184 -4.192
Auszahlungen aus dem Erwerb von Anteilen nicht kontrollierender Gesellschafter -2.127 -780 0 -780 0 0 -2.127 -780
Zahlungssaldo mit nicht kontrollierenden Gesellschaftern 0
-179
0 -179 0 0 0 -179
Cash Flows aus der Finanzierungstätigkeit -1.127 36.183 0 36.183 -37 -380 -1.090 36.563
Summe der Cash Flows 11.690 7.018 0 7.018 3.096 -953 8.594 7.970
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds -731 -40 0 -40 0 0 -731 -40
Veränderungen des Finanzmittelfonds gesamt 10.959 6.978 0 6.978 3.096 -953 7.863 7.931
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 38.603 31.625 0 31.625 560 1.512 38.044 30.113
Finanzmittelfonds am Ende der Periode F.
49.562
38.603 0 38.603 3.656 560 45.907 38.044

Konzernanhang

DER ALLGEIER SE NACH IFRS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013

65

• Bisher hat der Allgeier Konzern diese Veränderungen der Pensionsrückstellungen und der Gratuity Verpflichtung in voller Höhe ergebniswirksam erfasst. Mit dem Wechsel zur geänderten Methode wird die Gewinn- und Verlustrechnung von diesen Vorgängen befreit und betroffene Effekte direkt in das sonstige Ergebnis gebucht. Die Änderungen des IAS 19 sind rückwirkend anzuwenden und die Eröffnungsbilanz und die Gesamtergebnisrechnung des Vorjahres zu korrigieren. Die Anpassungen verbessern das Gesamtergebnis des Vorjahres um 428 Tsd. Euro. In der Bilanz kommt es entsprechend zu einer Erhöhung des Periodenergebnisses und einer Reduzierung der ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen. Auf die Höhe der Pensionsrückstellungen selbst hat die Änderung keinen Einfluss. Im Einzelnen sind die folgenden Positionen der Gesamtergebnisrechnung betroffen:

2012 (in Tsd. Euro)
Reduzierung Personalaufwand 564
Erhöhung Finanzerträge 2
Reduzierung der Finanzaufwendungen 41
Aufwand aus latenter Steuerabgrenzung 179
Ergebnisneutrale Währungsdifferenzen -2
Gesamtergebnis 428

Aufgrund der rückwirkenden Auswirkung des IAS 19 wurde das Vorjahr in zwei Spalten mit seinen ursprünglichen Werten und den angepassten Werten dargestellt.

• Die im Vorjahr als kurzfristig ausgewiesenen Gratuity Verpflichtungen wurden in einen langfristigen und einen kurzfristigen Teil aufgeteilt.

Alle Betragsangaben im Konzernabschluss wurden, soweit nicht anders angegeben, in Tsd. Euro dargestellt. In den Tabellen kann es aufgrund von Rundungen zu Abweichungen von +/- 1 Tsd. Euro kommen. Den im Konzernabschluss angegebenen Zahlen für das Geschäftsjahr wurden die Vergleichszahlen des Vorjahres gegenübergestellt.

Konzernanhang der Allgeier SE nach IFRS für das Geschäftsjahr 2013

A. ALLGEMEINE ANGABEN

I. Informationen zum Konzern und zur Allgeier SE

Der Allgeier Konzern ist eine Unternehmensgruppe, die IT-Dienstleistungen, IT-Lösungen und Produkte sowie Personaldienstleistungen zur Flexibilisierung von Arbeits- und Kostenstrukturen anbietet. Das Mutterunternehmen des Konzerns ist die Allgeier SE. Sie hat ihren Sitz in der Wehrlestraße 12, 81679 München, Deutschland, und ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 198543 eingetragen. Die Allgeier SE erwirbt, hält und veräußert Unternehmen im Umfeld der Informationstechnologie und des Dienstleistungsbereichs sowie verwandten Bereichen. Darüber hinaus berät die Allgeier SE Unternehmen und nimmt sonstige betriebswirtschaftliche Aufgaben für Unternehmen wahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der vorliegende Konzernabschluss der Allgeier SE wurde nach den in der Europäischen Union anzuwendenden Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS) und den nach § 315a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss der Allgeier SE erfüllt die Voraussetzungen zur Befreiung der Aufstellung eines Konzernabschlusses nach § 290 HGB. Er besteht aus den Bestandteilen Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang. Der Konzernabschluss der Allgeier SE unterstellt grundsätzlich, dass der Konzern fortgeführt wird.

Die in den finanziellen Vermögenswerten und Schulden bilanzierten Wertpapiere, Derivate und Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben werden mit beizulegenden Zeitwerten ("Fair Value") bewertet. Die Bewertung aller anderen Vermögenswerte und Schulden erfolgte mit fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind mit den nachfolgenden Ausnahmen gegenüber dem Vorjahr unverändert. Bei allen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden die Vorjahreszahlen angepasst:

  • Die im Vorjahr als kurzfristig ausgewiesenen Urlaubsrückstellungen wurden in einen langfristigen und einen kurzfristigen Teil aufgeteilt.
  • Die Zusammensetzung der Segmente in der Segmentberichterstattung wurde modifiziert, nachdem eine Gesellschaft vom Segment "Projects" in das Segment "Experts" übertragen wurde.
  • Mit der Neufassung des IAS 19 ist die Erfassung von unerwarteten Schwankungen der Pensionsverpflichtungen und Abfindungsverpflichtungen bei Ausscheiden von Mitarbeitern in Indien ("Gratuity Verpflichtungen"), die sogenannten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, nur noch ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis zulässig. Außerdem ist nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand nun im Jahr der Entstehung direkt im Gewinn oder Verlust zu erfassen sowie für das Planvermögen nur noch eine typisierende Verzinsung in Höhe des aktuellen Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen zulässig.

erstmalige Anwendung des geänderten IAS 19 im Geschäftsjahr 2013 erfolgte retrospektiv auf den 1. Januar 2012. Durch die bisher ergebniswirksame Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste ergeben sich für die angepasste Konzernbilanz zum 1. Januar 2012 keine Abweichungen.

Im Übrigen haben sich aus der verpflichtenden Anwendung von Standardänderungen oder Interpretationen keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Allgeier Konzerns ergeben.

IV. Noch nicht vorzeitig angewandte Standards und Interpretationen Das IASB und das IFRIC haben nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung gemäß den Bestimmungen der EU für das Geschäftsjahr 2013 noch nicht verpflichtend war:

STANDARD/
INTERPRETATION
TITEL DES STANDARDS/
DER INTERPRETATION BZW. DES AMENDMENTS
ERSTMALIGE ANWENDUNG
GEMÄSS EU
EU Endorsement ist bereits erfolgt
IFRS 10 Consolidated Financial Statements / Konzernabschlüsse 01.01.2014
IFRS 11 Joint Arrangements / Gemeinsame Vereinbarungen 01.01.2014
IFRS 12 Disclosure of Interests in Other Entities /
Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen
01.01.2014
Amendments to IFRS 10,
IFRS 11 and IFRS 12
Transition Guidance / Übergangsvorschriften 01.01.2014
Amendments to IFRS 10,
IFRS 12 and IAS 27
Investment Entities / Investmentgesellschaften 01.01.2014
Amendments to IAS 27 Separate Financial Statements / Einzelabschlüsse 01.01.2014
Amendments to IAS 28 Investments in Associates and Joint Ventures /
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
01.01.2014
Amendments to IAS 32 Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities /
Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden
01.01.2014
Amendments to IAS 36 Recoverable Amount Disclosures for Non-Financial Assets / Angaben zum
erzielbaren Betrag nicht-finanzieller Vermögenswerte
01.01.2014
Amendments to IAS 39 Novation of Derivatives and Continuation of Hedge Accounting / Novation
von Derivaten und Fortführung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
01.01.2014
EU Endorsement ist noch ausstehend
IFRS 9 (2009/2010) Financial Instruments / Finanzinstrumente offen
IFRS 9 (2013) Hedge Accounting and Amendments to IFRS 9, IFRS 7 and IAS 39 /
Hedge Accounting und Änderungen zu IFRS 9, IFRS 7 und IAS 39
offen
Amendments to IFRS 9
and IFRS 7
Mandatory Effective Date and Transition Disclosures /
Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Angaben zum Übergang
offen
Amendments to IAS 19 Defined Benefit Plans: Employee Contributions /
Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge
01.07.2014
IFRIC 21 Levies / Abgaben 01.01.2014
Improvements to IFRS 2010
- 2012
Amendments to IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 and IAS 38 /
Änderungen zu IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38
01.07.2014
Improvements to IFRS 2011
– 2013
Amendments to IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 and IAS 40 /
Änderungen zu IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40
01.07.2014
IFRS 14 Regulatory Deferral Accounts / Regulatorische Abgrenzungsposten 01.01.2016

Für die neuen oder geänderten Standards und Interpretationen, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind, plant der Allgeier Konzern keine frühzeitige Anwendung. Diese geänderten Standards und Interpretationen werden für den Allgeier Konzern voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen haben.

III. Erstmals im laufenden Geschäftsjahr anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften

Seit dem Geschäftsjahr 2013 waren folgende durch das IASB überarbeitete bzw. neu herausgegebene Standards und Interpretationen verpflichtend anzuwenden:

STANDARD/INTERPRETATION TITEL DES STANDARDS/DER INTERPRETATION BZW. DES AMENDMENTS
Amendments to IFRS 7 Disclosures – Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities /
Anhangangaben – Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden
IFRS 13 Fair Value Measurement / Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
Amendments to IAS 1 Presentation of items of Other Comprehensive Income /
Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses
Amendments to IAS 12 Recovery of underlying assets / Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte
IAS 19 (rev. 2011) Employee Benefits / Leistungen an Arbeitnehmer
Improvements to IFRS 2009 – 2011 Amendments to IFRS 1, IAS 1, IAS 16, IAS 32, IAS 34 /
Änderungen zu IFRS 1, IAS 1, IAS 16, IAS 32, IAS 34

IFRS 13 – Fair Value Measurement

Alle nach anderen Standards geforderten Fair Value-Bewertungen haben den einheitlichen Regelungen des IFRS 13 zu folgen; lediglich für IAS 17 und IFRS 2 gibt es weiter eigene Vorschriften. Der Standard ersetzt und erweitert zudem die Angabepflichten hinsichtlich der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in anderen IFRS.

Der Fair Value nach IFRS 13 ist als exit price definiert, d.h. als Preis, der durch den Verkauf eines Vermögenswertes erzielt werden würde bzw. als Preis, der gezahlt werden müsste, um eine Schuld zu übertragen. Wie bereits bislang aus der Fair Value-Bewertung finanzieller Vermögenswerte bekannt, wird ein 3-stufiges Hierarchiesystem eingeführt, das bezüglich der Abhängigkeit von beobachtbaren Marktpreisen abgestuft ist.

In Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 13 hat der Konzern die neuen Vorschriften zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert prospektiv angewendet und keine Vorjahres-Vergleichsinformationen für neue Angaben zur Verfügung gestellt. Ungeachtet dessen hatte die Änderung keine Auswirkungen auf die Bewertungen der Vermögenswerte und Schulden des Konzerns.

Amendments to IAS 1 – Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses

Die Änderung des IAS 1 befasst sich mit der Darstellung des sonstigen Ergebnisses in der Gesamtergebnisrechnung. Die Posten des sonstigen Ergebnisses, die später unter bestimmten Bedingungen in die Gewinn- und Verlustrechnung reklassifiziert werden ("recycling"), werden nunmehr getrennt von den Posten des sonstigen Ergebnisses dargestellt, die niemals reklassifiziert werden. Sofern die Posten brutto, d.h. ohne Saldierung mit Effekten aus latenten Steuern ausgewiesen sind, werden die latenten Steuern nicht mehr in einer Summe ausgewiesen, sondern den beiden Gruppen von Posten zugeordnet.

IAS 19 – Leistungen an Arbeitnehmer

Unerwartete Schwankungen von leistungsorientierten Verpflichtungen, die sogenannten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, wurden in Vorjahren ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Mit der Neufassung des IAS 19 wird dieses Wahlrecht abgeschafft, so dass künftig nur noch eine Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis zulässig ist. Mit dem Wechsel zur geänderten Methode ist die Gewinnund Verlustrechnung des Allgeier Konzerns frei von Effekten aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten (z.B. auf Grund von Zinssatzschwankungen). Zudem ist mit Anwendung des IAS 19 nur noch eine typisierende Verzinsung des Planvermögens in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen zu Periodenbeginn zulässig. Die

VI. Konsolidierungskreis

Im Konzernabschluss des Allgeier Konzerns werden die Allgeier SE und alle Tochtergesellschaften, an denen die Allgeier SE unmittelbar oder mittelbar die Kontrolle ausübt, konsolidiert. Am 31. Dezember 2013 bestand der Konsolidierungskreis der Allgeier SE aus 56 voll konsolidierten Gesellschaften (Vorjahr: 54 Gesellschaften). Davon haben 30 Gesellschaften (Vorjahr: 30) ihren Sitz im Inland und 26 Gesellschaften (Vorjahr: 24) sind im Ausland ansässig. Neben den voll in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften hält der Konzern am 31. Dezember 2013 Anteile an der aus zwei Gesellschaften bestehenden GDE Gruppe, die nach der Equity-Methode konsolidiert wurden. Eine Gesellschaft, die zur Veräußerung bestimmt ist, wurde in den zur Veräußerung stehenden Geschäftsbereich klassifiziert.

Die Anzahl der voll konsolidierten Gesellschaften hat sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt entwickelt:

KONZERNGESELLSCHAFTEN (Anzahl) 2013 2012
Anzahl der voll konsolidierten Gesellschaften am 01.01. 54 52
Gründungen 3 3
Unternehmenserwerbe 4 7
Verschmelzungen von Konzerngesellschaften -3 -7
Liquidationen 0 -1
Statuswechsel in Konsolidierung nach der At-equity-Methode -2 0
Anzahl der voll konsolidierten Gesellschaften 31.12. 56 54

Der Allgeier Konzern gründete im Geschäftsjahr 2013 die Nagarro Austria GmbH, Wien, Österreich, die Allgeier Experts SE, Wiesbaden, und die Allgeier Vierte Beteiligungs GmbH, München. Die Allgeier Vierte Beteiligungs GmbH wurde später umfirmiert in GDE Holding GmbH, München.

Der Allgeier Konzern erwarb im Geschäftsjahr 2013 im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen die

  • OPUS Solution AG, Root Längenbold, Schweiz ("Opus")
  • German Doctor Exchange GmbH, Bonn ("GDE")
  • WK EDV GmbH, Neuburg an der Donau ("WK")
  • innocate solutions GmbH, Düsseldorf ("Innocate")

Die b+m Informatik GmbH, Hamburg ("b+m GmbH"), die Allgeier IT Services AG, München, und die SF Software & Friends GmbH, Leipzig ("S&F") wurden im Geschäftsjahr 2013 mit jeweils einer anderen Gesellschaft des Allgeier Konzerns verschmolzen.

Aufgrund der Veräußerung von 50% der Anteile der GDE Holding GmbH mit damit einhergehendem Kontrollverlust wurde die GDE Holding GmbH und ihre Tochtergesellschaft, die German Doctor Exchange GmbH, mit Wirkung zum 30. September 2013 entkonsolidiert. Die verbleibenden Anteile an der GDE Gruppe werden ab diesem Stichtag nach der Equity-Methode konsolidiert.

Sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse und Entkonsolidierungen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Allgeier Konzerns. Eine Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres mit dem Konzernabschluss des Vorjahres ist vor diesem Hintergrund nur eingeschränkt möglich.

V. Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss werden als voll konsolidierte Unternehmen die Allgeier SE und sämtliche von der Allgeier SE kontrollierten Konzerngesellschaften ("Tochtergesellschaften") einbezogen. Bei den Tochtergesellschaften übt die Allgeier SE unmittelbar oder mittelbar die Kontrolle aus und hält direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte. Sie kann bei ihren Tochtergesellschaften die Finanz- und Geschäftspolitik bestimmen und daraus den wirtschaftlichen Nutzen ziehen. Unternehmen, auf die Allgeier SE maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden in den Allgeier Konzern nach der Equity-Methode einbezogen. Anteile an Unternehmen, die unterhalb der Schwelle einer einfachen Beteiligung liegen, werden mit dem Buchwert der Beteiligung bilanziert.

Der Abschlussstichtag der Allgeier SE und ihrer Tochterunternehmen ist der 31. Dezember 2013. Davon ausgenommen sind aufgrund gesetzlicher Vorschriften die beiden indischen Konzerngesellschaften, die Nagarro Software Pvt. Ltd., Gurgaon, und die Nagarro Software Jaipur Pvt. Ltd., Jaipur. Für die Einbindung in den Konzernabschluss wurde für beide Gesellschaften ein Zwischenabschluss auf den 31. Dezember 2013 aufgestellt.

Die vom Konzern erworbenen Gesellschaften wurden nach der Erwerbsmethode unter Aufdeckung von stillen Reserven konsolidiert. Zu den Erwerbsstichtagen wurden die Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der erworbenen Unternehmen identifiziert und mit ihren beizulegenden Zeitwerten und darauf anzusetzenden erforderlichen latenten Steuern bilanziert. Die Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter wurden in Höhe ihres Anteils an den beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden angesetzt. Der verbleibende Überschuss zwischen den Anschaffungskosten der Unternehmenserwerbe und den Zeitwerten der Vermögenswerte, Schulden und Anteilen nicht kontrollierender Gesellschafter wurde als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Anschaffungsnebenkosten für Rechts- und Beratungsleistungen, Due Diligence und Vermittlerprovisionen wurden ergebniswirksam als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

Die erworbenen Gesellschaften wurden ab dem Monat der Kontrollausübung über die Gesellschaft konsolidiert. Die Aufwendungen und Erträge der Tochtergesellschaften flossen ab diesem Zeitpunkt in den Konzernabschluss ein. Konzerninterne Salden, Transaktionen, Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste, die im Buchwert von Vermögenswerten enthalten sind, wurden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge wurden latente Steuern gebildet.

Tochtergesellschaften, bei denen die Mutter-Tochter-Beziehung endet, werden zum Zeitpunkt des Kontrollverlusts entkonsolidiert und die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens ausgebucht.

Die Vermögenswerte und Schulden von zur Veräußerung stehenden Tochtergesellschaften werden in der Bilanz des Konzerns in einer Zeile konsolidiert und als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte sowie zur Veräußerung gehaltene Schulden ausgewiesen. Die Gesamtergebnisrechnung sowie weitere Bestandteile des Konzernabschlusses werden separat nach dem fortgeführten und dem zur Veräußerung stehenden Geschäft ausgewiesen

Erwerb der Anteile der German Doctor Exchange GmbH

Die GDE Holding GmbH (ehemals: Allgeier Vierte Beteiligungs GmbH), München, erwarb mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 30. September 2013 80% der Geschäftsanteile der German Doctor Exchange GmbH, Bonn. Eine Erhöhung um weitere 10% erfolgte durch eine zum gleichen Zeitpunkt durchgeführte Kapitalerhöhung, an der der Minderheitengesellschafter nicht teilgenommen hat. Für die erworbenen Geschäftsanteile wurde am Erwerbsstichtag 30. September 2013 ein Kaufpreis in Höhe von insgesamt 1.570 Tsd. Euro bilanziert. Er setzt sich zusammen aus einem festen sofort fälligen Kaufpreisanteil von 400 Tsd. Euro und einem zusätzlichen variablen Kaufpreisanteil. Der variable Kaufpreisanteil berechnet sich aus einem prozentualen Anteil des kumulierten EBITDA für die Jahre 2013 bis 2018. Zur Festsetzung des Kaufpreises für Zwecke der Erstkonsolidierung wurde auf die Planungen der Gesellschaft zurückgegriffen. Danach erwartet die GDE in den Earn Out-Jahren 2013 bis 2018 ein kumuliertes EBITDA von insgesamt 8.501 Tsd. Euro, woraus sich ein zusätzlicher Kaufpreisanteil für die Anteile von 1.458 Tsd. Euro berechnet. Der unverzinsliche variable Kaufpreis ist nach Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2018 fällig und beträgt nach Abzinsung auf den Tag der Erstkonsolidierung 1.170 Tsd. Euro. Im Zuge des Erwerbs fielen Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 33 Tsd. Euro an. Die Verbuchung dieser Kosten erfolgte als sonstiger betrieblicher Aufwand.

Die German Doctor Exchange GmbH betreibt das Recruiting, die Vermittlung und die Berufsvorbereitung von Medizinern. Es wird medizinisches Fachpersonal, insbesondere Ärzte, im Ausland angeworben und an Krankenhäuser vermittelt. Als speziellen Service bildet die GDE das rekrutierte Fachpersonal umfassend aus. Die fundierte Ausbildung umfasst insbesondere die speziellen Anforderungen bei der Arbeit in deutschen Krankenhäusern sowie die Besonderheiten des deutschen Gesundheitssystems.

Zum Erstkonsolidierungsstichtag, dem 30. September 2013, bilanzierte die German Doctor Exchange GmbH in ihrem handelsrechtlichen Abschluss Vermögenswerte von 15 Tsd. Euro und Schulden in Höhe von 400 Tsd. Euro. Im Rahmen der konzerneinheitlichen Bilanzierung wurden darüber hinaus aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 131 Tsd. Euro angesetzt. Die Buchwerte des erworbenen Nettovermögens der Gesellschaft betragen im Einzelnen wie folgt:

BUCHWERTE UND KAUFPREISALLOKATION (in Tsd. Euro)
Handelsrechtlicher Abschluss Ansatz von
aktiven latenten Steuern
IFRS Buchwerte
Immaterielle Vermögenswerte 11 0 11
Kurzfristige sonstige Vermögensgegenstände 1 0 1
Liquide Mittel 3 0 3
Aktive latente Steuern 0 131 131
Erworbene Vermögenswerte 15 131 146
Sonstige Rückstellungen 9 0 9
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 391 0 391
Erworbene Schulden 400 0 400
Nettovermögen -385 131 -254

Als Unterschied aus dem bilanzierten Kaufpreis für die Geschäftsanteile der German Doctors Exchange GmbH in Höhe von 1.570 Tsd. Euro, den Nettoschulden zum Rückzahlungsbetrag von 254 Tsd. Euro und dem auf den Zeitwert des Nettovermögens entfallenden Anteil auf nicht kontrollierende Gesellschafter in Höhe von -1 Tsd. Euro verblieb ein Betrag von 1.824 Tsd. Euro, der als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert wurde. Der Geschäfts- oder Firmenwert bewertet den Mehrwert für das erwartete Wachstum im Geschäftsfeld Recruiting und Vermittlung von medizinischem Fachpersonal. Die GDE erwirtschaftete von Oktober bis Dezember 2013 einen Umsatz von 7 Tsd. Euro und erzielte ein Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern von -162 Tsd. Euro.

Erwerb der Anteile der OPUS Solution AG

Die Terna GmbH Zentrum für Business Software, Innsbruck, Österreich, erwarb am 24. Januar 2013 sämtliche Anteile der OPUS Solution AG mit Sitz in Root Längenbold, Schweiz. Die Opus ist Anbieter von auf Microsoft Dynamics AX basierenden Business Software Lösungen und konzentriert sich auf Kunden mit projektbezogener Geschäftsabwicklung und branchenübergreifend auf die Bereiche Personalverwaltung und Lohnabrechnung. Im Geschäftsjahr 2012 erzielte die Gesellschaft einen Umsatz von 4.275 Tsd. CHF bzw. 3.550 Tsd. Euro und ein Unternehmensergebnis von 113 Tsd. CHF bzw. 93 Tsd. Euro. Mit der Opus stärkt die Terna Gruppe ihre Präsenz am Schweizer ERP-Markt.

Als Kaufpreis für die erworbenen Anteile der Gesellschaft wurde ein Betrag in Höhe von 809 Tsd. CHF bzw. umgerechnet mit dem Stichtagskurs von 1,2416 CHF je Euro 652 Tsd. Euro bilanziert. Er unterteilt sich in einen Festkaufpreis von 539 Tsd. CHF und eine für das Geschäftsjahr 2014 vereinbarte erfolgsabhängige Kaufpreistranche von 270 Tsd. CHF. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Ziele, die für das Erreichen des Earn Outs 2014 erforderlich sind, eintreffen werden. Im Falle von Zielunterschreitungen können sich die erfolgsabhängigen Kaufpreistranchen bis hin zu einem vollständigen Wegfall reduzieren. Ein für das Jahr 2013 vereinbarter variabler Kaufpreis von ebenfalls maximal 270 Tsd. CHF kam nicht zur Auszahlung und wurde im bilanzierten Kaufpreis nicht berücksichtigt. Der Festkaufpreis wurde im Geschäftsjahr 2013 an die Verkäufer ausbezahlt. Im Rahmen des Erwerbs fielen Beratungskosten und Kursdifferenzen in Höhe von insgesamt 10 Tsd. Euro an, die als sonstiger betrieblicher Aufwand verbucht wurden.

Die Erstkonsolidierung der Gesellschaft im Allgeier Konzern erfolgte am 31. Januar 2013. An diesem Stichtag hatte die Opus einschließlich der in der Kaufpreisallokation identifizierten Vermögenswerte und Schulden ein Nettovermögen in Höhe von 652 Tsd. Euro. Damit steht dem Kaufpreis ein gleich hohes Nettovermögen gegenüber.

Buchwerte und Kaufpreisallokation des erworbenen Nettovermögens der Opus sind im Einzelnen wie folgt:

BUCHWERTE UND KAUFPREISALLOKATION (in Tsd. Euro)
vor Kaufpreisallokation Kaufpreisallokation nach Kaufpreisallokation
Immaterielle Vermögenswerte 303 453 756
Sachanlagen 53 0 53
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 394 0 394
Kurzfristige sonstige Vermögensgegenstände 168 0 168
Liquide Mittel 126 0 126
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 152 18 170
Erworbene Vermögenswerte 1.196 471 1.667
Passive latente Steuern 0 59 59
Darlehen der Verkäufer der Gesellschaft 218 0 218
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
270 0 270
Sonstige Rückstellungen 12 0 12
Sonstige Verbindlichkeiten 16 0 16
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 338 102 440
Erworbene Schulden 854 161 1.015
Nettovermögen 342 310 652

Im Zeitraum Februar 2013 bis Dezember 2013 erwirtschaftete die Opus einen Umsatz von 2.451 Tsd. Euro und ein Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern von -472 Tsd. Euro.

Erwerb der Anteile der innocate solutions GmbH

Die Allgeier IT Solutions AG, München, erwarb mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 23. Dezember 2013 75% der Geschäftsanteile der innocate solutions GmbH, Düsseldorf. Der Kaufpreis für die erworbenen Anteile betrug 700 Tsd. Euro. Die Bezahlung erfolgte im Januar 2014. Für die verbleibenden 25% Geschäftsanteile vereinbarten die Parteien eine unbefristete Call-Option, nach der die Allgeier IT Solutions AG die Anteile jederzeit durch Ausübung der Option erwerben kann. Bei Ausübung der Option vor dem 01. Januar 2020 beträgt der Kaufpreis für diese Anteile 800 Tsd. Euro und bei Ausübung nach diesem Zeitpunkt 300 Tsd. Euro. Bei Zahlung des Kaufpreises vor dem 31. März 2016 kommt eine Abzinsung von 2,5% p.a. zum Tragen. Ferner kann der Verkäufer diese Anteile im Rahmen einer Put-Option zu einem Kaufpreis von 800 Tsd. Euro an die Allgeier IT Solutions AG unter der aufschiebenden Bedingung veräußern, dass die Gesellschaft in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren ein durchschnittliches Mindest-EBIT von 275 Tsd. Euro p.a. erzielt. Wird die Put-Option nach dem 01. Januar 2020 ausgeübt, reduziert sich der Kaufpreis für die Anteile auf 300 Tsd. Euro. Aufgrund der Kombination einer unbefristeten Call-Option der Käuferin und einer unbefristeten Put-Option des Verkäufers erfolgte die Erstkonsolidierung auf der Grundlage von 100% der Anteile. Der Kaufpreis für die Option wurde auf den 31. Dezember 2014 abgezinst und in Höhe von 776 Tsd. Euro als Anschaffungskosten berücksichtigt. Im Rahmen der Anschaffung fielen Beratungs- und Notarkosten in Höhe von 12 Tsd. Euro an, die im Dezember 2013 als sonstige betriebliche Aufwendungen verbucht wurden.

Die Innocate ist Spezialist für Kommunikations- und Produktivitätslösungen auf der Basis von Microsoft-Technologien und berät ihre Kunden darüber hinaus in allen Aspekten des IT-Managements. Zum Kundenstamm zählen namhafte Großunternehmen aus den Sektoren Energie und Chemie, öffentliche Auftraggeber sowie Unternehmen des gehobenen Mittelstands aus verschiedenen Wirtschaftszweigen. Die Gesellschaft hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf und Geschäftsstellen in Hamburg und Wiesbaden. In ihrem abweichenden Geschäftsjahr vom 01. Juli 2012 bis 30. Juni 2013 erzielte die Innocate einen Umsatz von 1.870 Tsd. Euro und ein Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern von 51 Tsd. Euro. Ende 2013 hat die Gesellschaft ihr Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr umgestellt. Mit der Beteiligung stärkt der Allgeier Konzern seine Position im Markt für Microsoft SharePoint, Microsoft Dynamics CRM und Unified Communications-Lösungen.

Mit dem Erwerb der Innocate gingen dem Allgeier Konzern am 31. Dezember 2013 Vermögenswerte von 682 Tsd. Euro und Schulden in Höhe von 395 Tsd. Euro zu. Darin enthalten sind im Einzelabschluss der Gesellschaft nicht bilanzierte Kundenbeziehungen, die im Rahmen der Kaufpreisallokation mit 110 Tsd. Euro identifiziert und bewertet wurden sowie darauf entfallende latente Steuern von 33 Tsd. Euro. Die Buchwerte und Kaufpreisallokation des erworbenen Nettovermögens der Innocate sind im Einzelnen wie folgt:

Aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis und der Call-Option in Höhe von insgesamt 1.476 Tsd. Euro sowie dem Nettovermögen von 287 Tsd. Euro verblieb ein Unterschied von 1.189 Tsd. Euro, der als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert wurde. Der Geschäfts- oder Firmenwert steht für das erwartete Wachstum der Innocate in einem der Zukunftsmärkte der Kommunikationstechnologie.

Erwerb der Anteile der WK EDV GmbH

Die Xiopia GmbH, Unterföhring, erwarb mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 11. Dezember 2013 sämtliche Geschäftsanteile der WK EDV GmbH, Neuburg an der Donau. Als Kaufpreis für die erworbenen Geschäftsanteile wurde ein fester Kaufpreis in Höhe von 3.000 Tsd. Euro und ein variabler Kaufpreisanteil von maximal 1.000 Tsd. Euro vereinbart. Vom Festkaufpreis wurde im Dezember 2013 ein anteiliger Betrag in Höhe von 2.400 Tsd. Euro an den Verkäufer bezahlt. Die verbleibenden 600 Tsd. Euro wurden zur Sicherung von Ansprüchen des Allgeier Konzerns zurückbehalten. Sie sind in Höhe von jeweils 300 Tsd. Euro im Juni 2014 und im Dezember 2014 freizugeben. Die einbehaltenen Teile des Festkaufpreises werden mit einem Zinssatz von 5% verzinst. Die Verpflichtung zur Zahlung des variablen Kaufpreisanteils ist abhängig von der Erreichung eines Mindestergebnisses ("EBIT") für das Geschäftsjahr 2014. Bei Eintritt eines EBITs von 1,0 Mio. Euro oder darüber wird der volle variable Kaufpreis fällig. Bei Unterschreitung des EBITs unter 0,75 Mio. Euro entfällt der variable Kaufpreis vollständig. Nachdem die für das Geschäftsjahr 2014 erstellte Planung von einem EBIT unterhalb von 0,75 Mio. Euro ausgeht, wurde der variable Kaufpreis bei der Bilanzierung der Anschaffungskosten für die WK nicht berücksichtigt. Im Rahmen des Erwerbs fielen für Beratung und Notar Kosten von 41 Tsd. Euro an, die in den sonstigen betrieblichen Aufwand gebucht wurden.

Die WK EDV GmbH ist Anbieter individueller Softwarelösungen zur Optimierung von Geschäftsprozessen und wertschöpfender IT-Client-Strategien in großen und mittelständischen Unternehmen. Das Unternehmen hat sich auf die Gestaltung und Optimierung von mobilen und stationären IT-Arbeitsplätzen spezialisiert und betreut heute weltweit über 150.000 Clients. Das Unternehmen verfügt über einen Schwerpunkt in der Automotive-Branche sowie in weiteren Sektoren wie Handel und Dienstleistungen. Mit dem Erwerb der WK stärkt der Allgeier Konzern seine Position als Lösungsanbieter für Kunden in der Automotive-Branche.

Die Erstkonsolidierung der WK im Konzernabschluss der Allgeier erfolgte zum 31. Dezember 2013. Zu diesem Stichtag bilanzierte die WK in ihrem handelsrechtlichen Einzelabschluss Vermögenswerte von 3.290 Tsd. Euro und Schulden in Höhe von 2.121 Tsd. Euro. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden darüber hinaus stille Reserven in Kundenbeziehungen in Höhe von 2.615 Tsd. Euro identifiziert und bilanziert. Auf die stillen Reserven wurden latente Steuern von 784 Tsd. Euro berechnet. Die Buchwerte und Kaufpreisallokation des erworbenen Nettovermögens der WK sind im Einzelnen wie folgt:

BUCHWERTE UND KAUFPREISALLOKATION (in Tsd. Euro)
vor Kaufpreisallokation Kaufpreisallokation nach Kaufpreisallokation
Immaterielle Vermögenswerte 11 2.615 2.626
Sachanlagen 764 0 764
Vorräte 20 0 20
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.470 0 1.470
Kurzfristige sonstige Vermögensgegenstände 141 0 141
Liquide Mittel 754 0 754
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 130 0 130
Erworbene Vermögenswerte 3.290 2.615 5.905
Passive latente Steuern 0 784 784
Darlehen 431 0 431
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
189 0 189
Steuerverbindlichkeiten 60 0 60
Sonstige Rückstellungen 831 0 831
Sonstige Verbindlichkeiten 610 0 610
Erworbene Schulden 2.121 784 2.905
Nettovermögen 1.169 1.831 3.000

Der bilanzierte Kaufpreis für die Geschäftsanteile der WK in Höhe von 3.000 Tsd. Euro entspricht dem Nettovermögen am Erwerbsstichtag. Die WK erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von 15.352 Tsd. Euro und ein Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern von 640 Tsd. Euro.

BUCHWERTE UND KAUFPREISALLOKATION (in Tsd. Euro)
vor Kaufpreisallokation Kaufpreisallokation nach Kaufpreisallokation
Immaterielle Vermögenswerte 0 110 110
Sachanlagen 26 0 26
Vorräte 33 0 33
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 411 0 411
Sonstige Vermögensgegenstände 54 0 54
Liquide Mittel 48 0 48
Erworbene Vermögenswerte 572 110 682
Passive latente Steuern 0 33 33
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis
tungen
118 0 118
Sonstige Rückstellungen 133 0 133
Sonstige Verbindlichkeiten 111 0 111
Erworbene Schulden 362 33 395
Nettovermögen 210 77 287

VII. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und vor Feststellung der Bilanz

Im Februar 2014 erwarb die Xiopia GmbH, Unterföhring, 75% der Geschäftsanteile der recompli GmbH, Grasbrunn ("Recompli"). Die Recompli ist Anbieter von Ingenieurdienstleistungen für die Automobil- und Informationstechnologie. Im Geschäftsjahr 2013 erzielte die Recompli Umsatzerlöse von 940 Tsd. Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 321 Tsd. Euro. Der Kaufpreis für die 75% der Geschäftsanteile setzt sich aus einem sofort fälligen Festkaufpreis in Höhe von 400 Tsd. Euro und einem von Ergebniszielen für das Jahr 2014 abhängigen variablen Kaufpreis in Höhe von maximal 175 Tsd. Euro zusammen. Bei Zielunterschreitung kann der variable Kaufpreis bis hin zu einem vollständigen Wegfall abschmelzen. Hinsichtlich der verbleibenden 25% der Geschäftsanteile vereinbarten die Parteien Call- und Put-Optionen, deren Höhe sich am EBIT der zugrunde zu legenden Wirtschaftsjahre multipliziert mit einem Faktor 5 bzw. 3 errechnet. Voraussichtlicher Stichtag für die Erstkonsolidierung der Recompli im Allgeier Konzern ist der 28. Februar 2014. Zu diesem Stichtag bilanziert die Recompli nach den vorliegenden vorläufigen handelsrechtlichen Zahlen Vermögenswerte von rund 0,6 Mio. Euro und Schulden von rund 0,3 Mio. Euro. Darüber hinaus wird die Identifizierung und Bewertung von nicht in den Abschlüssen enthaltenen immateriellen Vermögenswerten zur Aufdeckung von stillen Reserven führen, sodass insgesamt das Nettovermögen der erworbenen Gesellschaft dem Kaufpreis für die Anteile entsprechen wird. Ein Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung der Recompli ist nicht zu erwarten.

Ebenfalls im Februar 2014 erwarb die Nagarro Austria GmbH, Wien, Österreich, 100% der Geschäftsanteile der HEXA Business Services Beratungs- und Dienstleistungs GmbH mit Sitz in Wien, Österreich ("Hexa"). Die Hexa ist als IT-Berater und -Dienstleister vornehmlich im österreichischen Markt tätig. Sie erzielte im abweichenden Geschäftsjahr vom 01. September 2012 bis 31. August 2013 einen Umsatz von 5.397 Tsd. Euro und ein Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern von 38 Tsd. Euro. Der Kaufpreis für die Geschäftsanteile der Hexa setzt sich zusammen aus einem Festkaufpreis in Höhe von 500 Tsd. Euro, wovon 125 Tsd. Euro sofort fällig sind und 375 Tsd. Euro der Hexa als Darlehen zur Verfügung gestellt werden, und einem von Deckungsbeiträgen der Jahre 2014 bis 2016 abhängigen variablen Kaufpreis in Höhe von maximal 1.500 Tsd. Euro. Sofern die Deckungsbeiträge nicht erreicht werden, reduziert sich der variable Kaufpreis und kann deutlich niedriger ausfallen. Die Hexa wird mit Wirkung zum 28. Februar 2014 im Allgeier Konzern erstmalig konsolidiert. Zu diesem Stichtag rechnet der Allgeier Konzern mit einem Nettovermögen von rund 0,5 Mio. Euro, das mit Erwerb der Hexa dem Konzern zugeht. Aus dem Unterschied zwischen dem Kaufpreis und dem Nettovermögen ist nach Abschluss der Arbeiten zur Bewertung des variablen Kaufpreises und des zu konsolidierenden Nettovermögens ein Geschäfts- oder Firmenwert von 0,5 Mio. Euro bis zu 1,5 Mio. Euro zu erwarten.

Weiterhin erwarb im Februar 2014 die Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen, von der DIGIDOK GmbH, Essen, die Softwarelizenz "smart.CAPTURE", sonstige immateriellen Rechte und die Vertragsbeziehungen zu allen Kunden der Gesellschaft einschließlich vorhandener Auftragsbestände. Im Zusammenhang mit dem "Asset Deal" übernahm die Allgeier IT Solutions GmbH drei Arbeitnehmer der DIGIDOK und trat in die bestehenden Arbeitsverträge dieser Personen ein. Als Gegenleistung für die erworbenen Vermögenswerte und Arbeitsverhältnisse vereinbarten die Parteien einen Festkaufpreis in Höhe von 380 Tsd. Euro und einen variablen Kaufpreisteil, der auf der Basis von Zahlungseingängen für Software-Lizenz- und Wartungserlöse der Jahre 2014 bis 2016 berechnet wird. Sofern die erwarteten Umsatzplanungen und Zahlungseingänge eintreffen, rechnet der Allgeier Konzern nach vorläufigen Einschätzungen mit einem Earn Out von insgesamt rund 0,2 Mio. Euro.

Beabsichtigte Veräußerung der Anteile der DIDAS Business Services GmbH

Der Allgeier Konzern hat den Beschluss gefasst, sämtliche Anteile der DIDAS Business Services GmbH, Langenfeld, an die CANCOM SE, München, zu veräußern. Das Geschäft der DIDAS sind IT-Dienstleistungen im Bereich Systemintegration von der Beratung, Konzeption, Umsetzung bis zum Betrieb. Der Allgeier Konzern rechnet damit für die Anteile der DIDAS einen Kaufpreis erzielen zu können, der im Rahmen der üblichen Marktbewertung und deutlich über den Buchwerten der Gesellschaft im Allgeier Konzern liegen wird. Aus diesem Grund wurden die Vermögenswerte und Schulden der DIDAS unverändert zu Buchwerten bilanziert. Den Kaufpreis für die DIDAS wird die CANCOM SE in Aktien bezahlen.

Aufgrund der Absicht die DIDAS zu veräußern, wurden die betroffenen Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft in der Bilanz zum 31. Dezember 2013 in einer Zeile zusammengefasst und als zur Veräußerung stehende Vermögenswerte sowie als zur Veräußerung stehende Schulden klassifiziert. In der Gesamtergebnisrechnung und weiteren Bestandteilen des Konzernabschlusses wird die DIDAS für das Jahr 2013 sowie für das Vergleichsjahr 2012 als "Aufgegebenes Geschäft" dargestellt. Die DIDAS erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 56,3 Mio. Euro (Vorjahr: 48,0 Mio. Euro) und ein Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern in Höhe von 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro). Am 31. Dezember 2013 beliefen sich die Vermögenswerte der DIDAS auf 18,6 Mio. Euro und die Schulden auf 11,2 Mio. Euro. Die DIDAS gehörte bisher dem Segment Solutions an. In der Segmentberichterstattung für das Jahr 2013 wird die DIDAS außerhalb der Segmente des fortgeführten Geschäfts gezeigt.

Pro Forma Ergebnis der zusammengeschlossenen Unternehmen

Wenn die im Geschäftsjahr 2013 erworbenen Unternehmen bereits ab dem 01. Januar 2013 und die im Geschäftsjahr 2012 erworbenen Unternehmen bereits ab dem 01. Januar 2012 konsolidiert worden wären, wären der Umsatz und die Ergebnisse des Konzerns wie folgt:

UMSATZ UND ERGEBNISSE (in Tsd. Euro) Fortgeführtes Geschäft Aufgegebenes Geschäft Konzern
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Umsatzerlöse 433.094 424.891 56.330 48.027 489.424 472.918
Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern 28.761 26.535 2.060 168 30.821 26.703
Ergebnis vor Steuern 10.803 10.422 1.029 -934 11.832 9.488

Ergebnisabführungsverträge

Am 31. Dezember 2013 bestanden Ergebnisabführungsverträge zwischen den folgenden Gesellschaften:

  • Allgeier SE, München, als Organobergesellschaft und der Allgeier IT Solutions AG, München
  • Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen, als Organobergesellschaft und der BSH IT Solutions GmbH, Bremen
  • Allgeier Experts SE, Wiesbaden, als Organobergesellschaft und der Xiopia GmbH, Unterföhring
  • Allgeier Experts SE, Wiesbaden, als Organobergesellschaft und der Goetzfried AG, Wiesbaden
  • Allgeier Experts SE, Wiesbaden, als Organobergesellschaft und der TOPjects GmbH, München
  • Softcon MBO GmbH, München, als Organobergesellschaft und der SOFTCON AG, München

Die Terna GmbH Zentrum für Businesssoftware, Innsbruck, Österreich, und die Terna Holding GmbH, Innsbruck, Österreich, unterliegen der Gruppenbesteuerung nach österreichischem Recht.

IX. Bilanz

Immaterielle Vermögenswerte

• Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden nach der Anschaffungskostenmethode mit Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bewertet. Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Auftragsbestände, Kundenlisten und Produkte werden mit ihrem erwarteten Ergebnisbeitrag aktiviert. Die Abschreibung der Auftragsbestände erfolgt als "Leistungsabschreibung" in Abhängigkeit von dem Anteil des erbrachten Auftragsvolumens der jeweiligen Periode am erworbenen Gesamtauftragsbestand. Marken und Domains werden über eine Laufzeit von 15 Jahren abgeschrieben. Alle übrigen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden planmäßig über 3 bis 6 Jahre abgeschrieben. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Vermögenswerte verlässlich bewertet werden können. An jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern, ob auf die Vermögenswerte außerplanmäßige Wertminderungen vorzunehmen sind.

• Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach der Anschaffungskostenmethode bilanziert und gemäß IFRS 3 als nicht abnutzbare langfristige Vermögenswerte behandelt. Zur Beurteilung von Wertminderungen werden alle Geschäfts- oder Firmenwerte jährlichen Werthaltigkeitstests auf der Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheiten unterzogen, um mögliche außerplanmäßige Abschreibungen zu identifizieren. Außerdem werden anlassbezogen Werthaltigkeitstests durchgeführt, sofern bestimmte Ereignisse dies erfordern.

Wenn aus den Überprüfungen hervorgeht, dass der Fair Value der Zahlungsmittel generierenden Einheiten unter ihren jeweiligen Buchwerten liegt, werden außerordentliche Abschreibungen vorgenommen. Für die Bestimmung der Zeitwerte von Zahlungsmittel generierenden Einheiten werden deren voraussichtliche zukünftige Cash Flows unter Einbezug der Planungsrechnungen der Gesellschaften und erwarteter allgemeiner Wachstumsraten ermittelt und mit einem angemessenen Zinssatz abgezinst.

• Finanzanlagen, bewertet nach der Equity-Methode / Konsolidierungskreis

Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Bei einem Gemeinschaftsunternehmen üben alle Parteien vertraglich vereinbart gemeinschaftliche Führung aus, wobei sie Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung anstelle von Rechten an einzelnen Vermögenswerten und Schulden haben. Assoziierte Unternehmen sind diejenigen Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss auf die Unternehmenspolitik ausübt, aber keine Beherrschung besitzt (widerlegbare Vermutung bei einem Stimmrechtsanteil zwischen 20% und 50%).

Nach der Equity-Methode führt das anteilige Jahresergebnis zu einer entsprechenden Erhöhung des Beteiligungsbuchwerts im Konzernabschluss; anteilige Verluste werden maximal bis zur Höhe des Buchwerts abgeschrieben und danach in einer Nebenrechnung außerbilanziell fortgeführt. Kumulierte Veränderungen nach dem Erwerb, die durch Ausschüttungen oder durch sonstige erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals des Beteiligungsunternehmens eingetreten sind, werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Der mit Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einem jährlichen Impairment Test nach IAS 36 unterzogen.

VIII. Währungsumrechnung

Die Konzerngesellschaften buchen die Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs am Tag der Transaktion. Daraus zu späteren Zeitpunkten aufgrund von Zahlungen oder Bewertungen zu anderen Wechselkursen entstehende Kursgewinne und Kursverluste werden erfolgswirksam behandelt.

Die Allgeier SE und ihre Tochtergesellschaften erstellen ihre Jahresabschlüsse in ihrer jeweiligen Landeswährung, die der funktionalen Währung der Gesellschaften entspricht. Die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften, die in fremder Währung erstellt wurden, wurden in Euro, der Berichtswährung des Allgeier Konzerns, umgerechnet. Vermögensgegenstände und Schulden wurden zum Stichtagskurs, die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs und das übrige Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Aus den Umrechnungen der Währungen der Einzelabschlüsse in die Berichtswährung des Konzerns entstehende Differenzen wurden in der Gesamtergebnisrechnung im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Bilanz in den ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen verbucht.

Im Konzern-Anlagevermögen werden die historischen Anschaffungs- und Wiederbeschaffungskosten mit historischen Währungskursen bewertet. Aus der Umrechnung der historischen Kurse zu Stichtagskursen entstehende Differenzen werden in separaten Spalten bereinigt. Der Rückstellungsspiegel weist die Umrechnungsdifferenzen zwischen historischen Kursen und Stichtagskursen in einer eigenen Spalte aus.

Der Währungsumrechnung der Konzerngesellschaften, die ihre Jahresabschlüsse in einer anderen Währung als dem Euro erstellen, lagen die folgenden Wechselkurse zugrunde:

WECHSELKURSE
Durchschnittskurse je 1 Euro Stichtagskurse je 1 Euro
2013 2012 31.12.13 31.12.12
CHF (Schweizer Franken) 1,230 1,204 1,226 1,207
CZK (Tschechische Krone) 26,004 25,112 27,400 25,089
LEI (Rumänischer Leu) 4,411 4,455 4,459 4,434
SEK (Schwedische Krone) 8,661 8,687 8,923 8,611
INR (Indische Rupie) 78,345 69,140 85,039 72,270
USD (US-Dollar) 1,330 1,291 1,377 1,322
MXN (Mexikanischer Peso) 17,063 16,937 17,985 17,189
TRY (Türkische Lira) 2,563 2,319 2,944 2,364
AED (Dirham der Vereinigten Arabischen Emirate) 4,885 4,742 5,055 4,854
SGD (Singapur-Dollar) 1,667 1,600 1,746 1,617

Die Gewinn- und Verlustrechnung der im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaften wird mit den Durchschnittskursen des Zeitraums ab dem Erwerbsstichtag umgerechnet.

Sonstige Finanzanlagen

Sonstige Finanzanlagen werden nach der Anschaffungskostenmethode zu Anschaffungskosten bilanziert

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist.

Die latenten Steuern werden mit Steuersätzen ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den betroffenen Ländern zum erwarteten Realisierungszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Auf die aktiven und passiven Unterschiedsbeträge sowie die realisierbaren Verlustvorträge werden latente Steuern mit landesspezifischen Steuersätzen berechnet. Die landesspezifischen Steuersätze stellen sich dabei wie folgt dar:

LAND STEUERSATZ
Deutschland 30%
Österreich 25%
Schweiz 16% / 19%
Indien 34%
USA 40%
Schweden 25%
Mexiko 18%
Türkei 20%

Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde verrechenbar sind. Der Ausweis der latenten Steueransprüche und -schulden erfolgt innerhalb des langfristigen Vermögens und der langfristigen Schulden.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten, Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach dem gewichteten Durchschnitt. Bei gesunkenen Anschaffungskosten oder Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag werden Abwertungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Vertriebskosten sowie Fremdkapitalzinsen, soweit die Voraussetzungen nach IAS 23 nicht erfüllt sind, sind in den Vorräten nicht enthalten. Die Bewertung von unfertigen Dienstleistungen erfolgt entsprechend ihres Fertigstellungsgrads unter Zugrundelegung der einzelvertraglichen Regelungen zu Einzelkosten zuzüglich anteiliger Fertigungsgemeinkosten.

Sachanlagen

• Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

Dieses Sachanlagevermögen wird nach der Anschaffungskostenmethode zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden direkt zurechenbare Kosten, anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Bei Bauten werden auch die Zinsen für Fremdkapital in die Herstellungskosten eingerechnet. Reparatur- und Instandhaltungskosten werden sofort als Aufwand verbucht. Die Abschreibungen werden linear auf die voraussichtliche geschätzte Nutzungsdauer der Vermögenswerte vorgenommen. Die Buchwerte des Sachanlagevermögens werden auf außerordentliche Wertminderungen geprüft sobald Indikatoren hierfür vorliegen. Beim Abgang des Vermögenswertes werden die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, die kumulierten Abschreibungen und die Buchwerte des Sachanlagevermögens ausgebucht. Jeder Gewinn oder Verlust aus dem Abgang von Sachanlagen wird in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken werden nach dem Anschaffungskostenmodell bewertet. Die lineare Abschreibung bei Gebäuden erfolgt über eine maximale Nutzungsdauer von 50 Jahren. Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung werden linear über einen Zeitraum von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben.

• Finanzierungsleasing

Sofern die Voraussetzungen des Finanzierungsleasings erfüllt sind, werden die auf der Basis von Leasingverträgen genutzten Sachanlagen aktiviert und abgeschrieben. Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird dem Leasingnehmer zugerechnet, sofern er die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen aus dem Leasinggegenstand trägt. In diesem Fall erfolgt die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem Barwert der Leasingraten zuzüglich vom Leasingnehmer zu tragenden Nebenkosten. Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögensgegenstände. Aus den künftigen Leasingraten resultierende Zahlungsverpflichtungen sind innerhalb der langfristigen und kurzfristigen Schulden passiviert. Die Leasingzahlungen werden in Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt.

Neben Finanzierungsleasingverträgen hat der Konzern Leasingvereinbarungen getroffen, die unter die Kriterien des Operating Leasing fallen und nicht bilanziert werden. Hierzu zählen insbesondere Leasingverträge für Firmenfahrzeuge mit einer Laufzeit von in der Regel 3 Jahren und anschließender Rückgabe der Leasinggegenstände am Ende der Vertragslaufzeit an den Leasinggeber. Die Leasingaufwendungen aus Operating Leasing werden als sonstiger betrieblicher Aufwand gebucht. Die zukünftigen Verpflichtungen aus diesen Verträgen werden unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen dargestellt.

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Eigene Anteile

Eigene Anteile werden als negative Werte innerhalb des Eigenkapitals dargestellt. Ein Kauf oder Verkauf von eigenen Anteilen wird ergebnisneutral behandelt. Alle erhaltenen bzw. hingegebenen Gegenleistungen werden direkt im Eigenkapital erfasst.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden für Verpflichtungen aus Leistungszusagen zur betrieblichen Altersversorgung von aktiven oder ehemaligen Mitarbeitern des Konzerns gebildet. Die Bewertung der Zusagen erfolgt durch einen anerkannten Versicherungsmathematiker nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) unter Berücksichtigung von zukünftigen Lohn-, Gehalts- und Rententrends. Bei der Berechnung nach versicherungsmathematischen Grundsätzen werden die "Richttafeln 2005 G" nach Heubeck, die individuellen Versorgungszusagen und in der Regel die folgenden allgemeinen Parameter zugrunde gelegt:

31.12.13 31.12.12 01.01.12
Rechnungszinsfuß 3,50% 3,60% 5,20%
Anhebung der laufenden Renten 1,50% 1,50% 1,50%
Dynamik der Löhne bei bezügeabhängigen Zusagen 2,00% 2,00% 2,00%
Fluktuation 0,00% 0,00% 0,00%

Zur Abdeckung der Pensionsverpflichtungen wurden zum Teil Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Der Zeitwert der Versicherungen wird, soweit die Rückdeckungsversicherung an den Versorgungsempfänger verpfändet ist, innerhalb der Pensionsrückstellungen verrechnet.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Dienstzeitaufwand (laufender und nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne bzw. Verluste aus Planänderung oder -kürzung) und der Zinsaufwand bzw. Zinsertrag auf die Nettoverpflichtung (Pensionsverpflichtung abzüglich Zeitwert des Planvermögens) erfasst. Für die Ermittlung der Zinserträge des Planvermögens – unabhängig ob eine spätere Saldierung mit dem Zinsaufwand aus der Pensionsverpflichtung oder der Ausweis offen bei den Zinserträgen erfolgt – ist nur noch eine typisierende Verzinsung des Planvermögens mit dem Diskontierungssatz des Anwartschaftsbarwertes zu Jahresbeginn zulässig.

Neubewertungen aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten sowie Erträge aus dem Planvermögen (ohne Zinsen auf die Nettoverpflichtung) werden unmittelbar im sonstigen Ergebnis direkt im Eigenkapital erfasst und werden später nicht mehr in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste enthalten die Unterschiede zwischen dem planmäßigen und tatsächlichen Anwartschaftsbarwert am Jahresende sowie die Effekte aus der Änderung der Bewertungsparameter.

Verpflichtungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden unmittelbar dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die entsprechende Arbeitsleistung erbracht haben.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Diese entsprechen dem Nennwert der Forderungen abzüglich Einzelwertberichtigungen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden vorgenommen, sobald Anzeichen für Zahlungsausfälle erkennbar sind oder die Forderungen über einen längeren Zeitraum in Verzug sind. Pauschale Wertberichtigungen werden nicht gebildet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ausgebucht, wenn mit Zahlungen nicht mehr zu rechnen ist.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennbeträgen abzüglich Einzelwertberichtigungen angesetzt. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, wenn der Ausfall von Zahlungseingängen wahrscheinlich wird.

• Sicherungsbeziehungen

Der Allgeier Konzern setzt Devisentermingeschäfte und Zinsswaps als derivative Finanzinstrumente ein, um Wechselkurs- und Zinsrisiken zu reduzieren. Diese Sicherungsgeschäfte werden zum Marktwert bilanziert, wobei positive Marktwerte zum Ansatz einer finanziellen Forderung und negative Werte zum Ansatz einer finanziellen Verbindlichkeit führen. Die Erfassung von Gewinnen und Verlusten aus der Änderung des Zeitwertes erfolgt ergebniswirksam, sofern nicht spezielle Regelungen des Hedge Accounting zur Anwendung kommen. Die Erfassung von Zeitwertveränderungen beim Hedge Accounting ist abhängig vom Grundgeschäft. Beim Fair Value Hedge findet eine ergebniswirksame Erfassung sowohl des Sicherungsinstruments als auch der dem abgesicherten Grundgeschäft zuzurechnenden Gewinne und Verluste statt. Bei einem Cash Flow Hedge (Absicherung zukünftiger Zahlungsströme) werden das Ergebnis des effektiven Teils aus der Sicherungsbeziehung direkt im Eigenkapital und der ineffektive Teil in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ergebnisrealisierung erfolgt, sobald das abgesicherte Geschäft ergebniswirksam wird. Die bilanzielle Erfassung von Derivaten erfolgt jeweils zum Handelstag.

• Wertpapiere

Bei den Wertpapieren handelt es sich um börsennotierte fest- und variabel verzinsliche Anleihen von europäischen Finanzinstitutionen, die zur Finanzmitteldisposition gehalten werden. Die Wertpapiere betreffen allesamt die Bewertungsklasse "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wobei unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kursänderungen bis zur Realisierung ergebnisneutral gesondert im Eigenkapital unter Beachtung latenter Steuern ausgewiesen werden. Bei einem objektiv bestehenden Hinweis auf eine Wertminderung wird der im Eigenkapital kumulierte Verlust aus dem Eigenkapital entfernt und ergebniswirksam erfasst.

Andere Vermögenswerte und Ertragsteuerforderungen Die anderen Vermögenswerte werden mit ihren Nennbeträgen bilanziert.

Zahlungsmittel

Zahlungsmittel umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Die Bewertung erfolgt mit Nennwerten.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die finanzielle Vermögenswerte, finanzielle Verbindlichkeiten und Eigenkapitalinstrumente umfassen. Die finanziellen Vermögenswerte beinhalten Finanzinvestitionen, Kredite und Forderungen, Derivate mit positivem Zeitwert, zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere und Barmittel. Die finanziellen Vermögenswerte werden aufgrund ihrer Beschaffenheit und dem Zweck, für den sie erworben wurden, in die Kategorien "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet", "Erfolgsneutral zum Fair Value bewertet", "Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet" und "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" eingeordnet. Die finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, derivate Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden aufgrund ihrer Beschaffenheit in die Kategorien "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet", "Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet" und "Erfolgsneutral zum Fair Value bewertet" unterteilt. Von den Kategorien "Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" macht der Allgeier Konzern keinen Gebrauch. Die Fair Value Option, Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert einzustufen, wendet der Allgeier Konzern nicht an.

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach ihrer erstmaligen Erfassung werden solche finanziellen Vermögenswerte im Rahmen einer Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich möglicher Wertminderungen, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. eine Rücknahme der Wertberichtigungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst werden, bewertet. Der Konzern untersucht zu jedem Abschlussstichtag, ob Hinweise auf notwendige Wertminderungen bestehen. Bestehen Anhaltspunkte, dass der Barwert der erwarteten künftigen Cash Flows unter dem Buchwert liegt, ergibt sich die Höhe des Wertminderungsverlustes aus der Differenz zwischen dem Buchwert des finanziellen Vermögenswertes und dem Barwert seiner erwarteten zukünftigen Cash Flows. Der Buchwert der Vermögenswerte wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Erhöht oder verringert sich die Höhe des Wertminderungsaufwands in einer folgenden Berichtsperiode aufgrund eines Ereignisses, das nach der Erfassung der Wertminderung eintrat, wird der früher erfasste Wertminderungsaufwand durch Anpassung des Wertberichtigungskontos erfolgswirksam erhöht oder verringert. Die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten umfassen Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung und zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere, die bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Folgebewertung dieser finanziellen Vermögenswerte erfolgt entsprechend der Zuordnung in dieser Kategorie.

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten sind nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit festen oder bestimmbaren Zahlungen. Ihre erstmalige Erfassung und die Folgebewertung erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Im Falle von Ausbuchung von Verbindlichkeiten werden die resultierenden Gewinne daraus als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst. Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Derivate und bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben, die bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert werden. Die Folgebewertung dieser finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt entsprechend der Zuordnung in dieser Kategorie. Effekte aus der Neubewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten werden erfolgswirksam erfasst.

Andere Rückstellungen

Andere Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende gesetzliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht, die künftig mit Wahrscheinlichkeit zu einem Vermögensabfluss führt und sich diese Vermögensbelastung zuverlässig schätzen lässt. Die Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt. Mit Ausnahme der im Rahmen der Erstkonsolidierung der DIDAS Business Services GmbH gebildeten Rückstellung für eine Haftungsverpflichtung wurden die Rückstellungen nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. geschätzten zukünftigen Schadensverlaufs gebildet. Der Aufwand zur Bildung von Rückstellungen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug von erwarteten Erstattungen ausgewiesen.

Finanzschulden

Die verzinslichen Darlehen werden im Zugangszeitpunkt mit dem vereinnahmten Betrag angesetzt. Transaktionskosten werden bei den Finanzschulden abgesetzt. In der Folge werden die Finanzschulden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei Transaktionskosten nach der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt werden. Fremdkapitalkosten werden direkt in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten bedingte Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben, die zum Zeitpunkt der Erstverbuchung und in der Folgebewertung mit dem Fair Value bewertet werden. Die langfristigen Anteile der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden mit dem Barwert ihrer voraussichtlichen zukünftigen Auszahlungen angesetzt. Als Zinssätze kommen laufzeitabhängige Marktzinsen zum Tragen.

Andere Verbindlichkeiten

Die anderen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden

Bei den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten handelt es sich um Vermögenswerte, die in ihrem gegenwertigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung sehr wahrscheinlich ist. Die Veräußerung muss erwartungsgemäß innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Umklassifizierung in Betracht kommen. Dabei kann es sich um einzelne Vermögenswerte, um Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) oder um Unternehmensbestandteile (aufgegebene Geschäftsbereiche) handeln. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte werden nicht mehr abgeschrieben, sondern mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, sofern dieser niedriger ist als der Buchwert. Dieser ergibt sich aus laufenden Kaufpreisverhandlungen mit potenziellen Käufern.

B. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

1. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE (in Tsd. Euro)
Auftragsbestände Kundenlisten Produkte Websites Software,
Lizenzen
& Rechte
Geschäfts
oder
Firmenwerte
Gesamt
Buchwert 31.12.11 2.130 15.614 2.730 191 2.911 79.195 102.771
Veränderungen 2012:
Zugänge aus Erstkonsoli
dierung
1.883 8.414 885 0 125 25.029 36.336
Zugänge 0 6 0 1 701 0 708
Abgänge zu Buchwerten 0 0 0 0 -191 0 -191
Währungsdifferenzen 17 43 0 -2 -4 -593 -539
Planmäßige
Abschreibungen
-3.656 -4.932 -965 -34 -874 0 -10.461
Außerplanmäßige
Abschreibungen
0 0 0 0 0 -190 -190
Buchwert 31.12.12 374 19.145 2.650 156 2.668 103.441 128.434
Veränderungen 2013:
Zugänge aus
Erstkonsolidierung
811 2.186 182 0 325 3.013 6.517
Zugänge 0 0 0 0 627 0 627
Abgänge zu Buchwerten 0 -4 0 0 -32 0 -36
Abgang in At-Equity 0 0 0 0 -11 -1.824 -1.835
Währungsdifferenzen -8 -230 2 -4 -22 -1.656 -1.918
Planmäßige
Abschreibungen
-379 -5.916 -1.099 -33 -1.043 0 -8.470
Außerplanmäßige
Abschreibungen
0 -15 0 0 0 -2.180 -2.195
Buchwert 31.12.13 des
Konzerns
798 15.166 1.735 119 2.512 100.794 121.124
Aufgegebenes Geschäft 0 -446 0 0 -286 -2.455 -3.187
Buchwert 31.12.13
des fortgeführten
Geschäfts
798 14.720 1.735 119 2.226 98.339 117.937

Die immateriellen Vermögenswerte enthalten die für den operativen Geschäftsbetrieb benötigte Software, Lizenzen und Rechte sowie die im Rahmen von Unternehmenserwerben bei den erworbenen Gesellschaften identifizierten Auftragsbestände, Kundenlisten, Produkte, Websites und Geschäfts- oder Firmenwerte.

Im Geschäftsjahr 2013 gingen Auftragsbestände von 811 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.883 Tsd. Euro) zu. Die Auftragsbestände wurden mit ihrem voraussichtlichen Ergebnis, ermittelt aus dem Auftragswert der Aufträge abzüglich der Vollkosten, bewertet. Die Abschreibung der Auftragsbestände erfolgt bei Realisierung und Fakturierung der zugrunde liegenden Aufträge.

X. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse und sonstige Erträge werden realisiert, wenn die Leistungen erbracht worden sind, die maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Leistungsempfänger übergehen und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Konzern der wirtschaftliche Nutzen aus der Leistungserbringung zufließen wird. Die Umsatzerlöse werden vermindert um Rabatte, Kundenskonti und an Kunden gewährte Boni ausgewiesen.

Umsatzerlöse mit Produkten werden realisiert, sobald die mit dem Eigentum an den verkauften Produkten verbundenen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung des Produkts ein. Umsatzerlöse aus Dienstleistungen werden in Abhängigkeit von den vertraglichen Vereinbarungen und unter Berücksichtigung der erbrachten Leistungen erfasst. Dies geschieht in der Regel auf Basis der geleisteten Tage und Stunden. Bei Fixpreisverträgen werden Umsatzerlöse aus Dienstleistungen nach Maßgabe des Auftragsfortschritts und unter Berücksichtigung realisierter Teilleistungen erfasst. Ferner werden Umsatzerlöse aus der Nutzung von Lizenzen in Einklang mit den vertraglichen Regelungen periodengerecht erfasst.

Der Allgeier Konzern gewährt Führungskräften als Gegenleistung für die erbrachten Dienste anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (Aktienoptionen). Die Aufwendungen aus der Arbeitsleistung der Mitarbeiter, denen im Austausch die Optionen zum Bezug von Aktien der Allgeier SE zugesagt wurden, werden mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) der Optionen am Tag der Gewährung einschließlich marktbezogenen Leistungsbedingungen ermittelt. Übrige leistungs- und marktneutrale Ausübungsbedingungen und Konditionen, die zur Nichtausübung führen, werden bei der Berechnung des Fair Value nicht mit einbezogen. Mit Ausnahme von späteren Anpassungen des Ausübungspreises werden marktneutrale Ausübungsbedingungen in der Annahme der zu erwarteten Anzahl der ausübbaren Optionen berücksichtigt. Der errechnete Gesamtwert der Aktienoptionen wurde aufgrund von Unverfallbarkeit am Ausgabetag ergebniswirksam als Personalaufwand erfasst. Die Gegenbuchung erfolgt direkt im Eigenkapital (Kapitalrücklage). Am Ende jeder Berichtsperiode ist die erwartete Anzahl von Optionen, die aufgrund marktneutraler Ausübungsbedingungen ausübbar sind, zu überprüfen. Spätere Abweichungen von der erstmaligen Bewertung werden angepasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung und im Eigenkapital erfasst. Bei Ausübung der Optionen werden neue Aktien emittiert. Die erhaltenen Barmittel werden abzüglich direkt zuordenbarer Transaktionskosten im gezeichneten Kapital (Nominalbetrag) und der Kapitalrücklage erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden im Zeitpunkt der Inanspruchnahme der Leistung erfasst.

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Ertragsteuern werden gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen der Länder, in denen die jeweilige Konzerngesellschaft tätig ist, ermittelt.

XI. Schätzungen und Annahmen

Im Konzernabschluss wurden Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie den Ausweis der Erträge und Aufwendungen haben. Obwohl diese Schätzungen und Annahmen nach bestem Wissen getroffen wurden, können die sich tatsächlich ergebenden Werte davon abweichen. Die Schätzungen und die Annahmen werden laufend überprüft. Notwendige Anpassungen werden in der Periode der Anpassung vorgenommen. Die Schätzungen und Annahmen betreffen im Wesentlichen die Bewertung der von Bedingungen abhängigen Kaufpreisanteile für Unternehmenserwerbe, die Dotierung der Wertberichtigungen auf die kurzfristigen Vermögenswerte, die Berechnung der Ertragsteuerverbindlichkeiten und die Bewertung der Rückstellungen. Sofern die Schätzungen und Annahmen wesentlich sind, wird in den erläuternden Angaben der Bilanz darauf eingegangen. Aus heutiger Sicht ist nicht von einer wesentlichen Anpassung der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden im folgenden Geschäftsjahr auszugehen.

In die Berechnung des Kapitalisierungszinssatzes flossen die folgenden Parameter ein:

KAPITALISIERUNGSZINSSATZ 2013 2012
Zinssatz für 10-jährige Pfandbriefe 2,58% 2,10%
Eigenkapitalquote Vergleichsgruppe 67,81% 44,09%
Fremdkapitalquote Vergleichsgruppe 32,19% 55,91%
5-Jahres Betafaktor der Allgeier SE 0,4603 0,5136
Steuersatz 30,00% 30,00%
Zinssatz für Fremdkapital 3,46% 3,36%
Risikoprämie für Eigenkapital 5,00% 5,00%

Für den jeweiligen Detailplanungszeitraum werden basierend auf den Ist-Werten des Geschäftsjahres 2013 für die Nagarro Gruppe eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 5,9% und den um Sondereffekten korrigierten Ist-Wert des Geschäftsjahres für die Tecops eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 12,2% p.a. beim zugrunde zu legenden Cash Flow nach Steuern erwartet. Die Einheiten sind in der Regel in der Vergangenheit deutlich stärker als der Markt gewachsen, so dass auch für die Jahre des Detailplanungszeitraumes ein deutlich über dem Marktwachstum liegendes Wachstum erwartet wird. Für die Nagarro Gruppe ergibt sich hiernach ein Nutzungswert von EUR 194 Mio. Euro (Vorjahr: 194 Mio. Euro) und für die Tecops ein Nutzungswert von EUR 84 Mio. Euro (Vorjahr: 154 Tsd. Euro).

Tragen, wenn die Planungen der Vorjahre nicht erreicht wurden und daraus Indikationen abzuleiten sind, dass auch die

  • Neben der Bestimmung der Nutzungswerte der CGU auf Basis der Dreijahresplanung wird eine alternative Wertermittlung angefertigt, in der in allen Zukunftsjahren von einem Wachstum von 2% auf der Basis des um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnisses des Berichtsjahres ausgegangen wird. Diese Berechnung kommt insbesondere dann zum Geschäftsplanung für die drei folgenden Jahre untertroffen werden könnte.
  • Bei Geschäfts- oder Firmenwerten, bei denen der zugrunde liegenden Erwerb des ganzen oder wesentlichen Anteilen des Unternehmens nicht weiter als ein Jahr zurück liegt, wird als Bemessungsgrundlage der Kaufpreis für die Anteile als Marktpreis zugrunde gelegt.

Die durchgeführten Werthaltigkeitstests führten zu dem Ergebnis, dass der Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheit Allgeier Schweiz unter ihren Buchwerten lag und der Geschäfts- oder Firmenwert teilweise aufgrund fehlender Ertragsaussichten wertberichtigt werden musste. Bei der BSR wurde auf Basis des im Berichtsjahr gezahlten Marktpreises für den Hinzuerwerb der Anteile der ehemals nicht kontrollierenden Gesellschafter der sich hieraus ermittelnde Unternehmenswert zugrunde gelegt. Der Geschäfts- oder Firmenwert der Allgeier Schweiz wurde in Höhe von 1.217 Tsd. Euro und der der BSR in Höhe von 963 Tsd. Euro wertberichtigt. Bei allen übrigen CGUs lagen die Nutzungswerte oberhalb ihren jeweiligen Buchwerten und es waren keine Wertkorrekturen notwendig. Die Wertberichtigung wird unter den Abschreibungen in der Gesamtergebnisrechnung gezeigt. Die Allgeier Schweiz und die BSR sind dem Segment "IT Solutions" zugerechnet.

Im Geschäftsjahr 2013 gingen Kundenlisten von 2.186 Tsd. Euro (Vorjahr: 8.414 Tsd. Euro) zu. Zur Bewertung der Kundenlisten wurden die historischen Umsätze nach Stammkunden und anderen Kunden untersucht und analysiert, welcher Umsatz mit Stammkunden voraussichtlich auch in den nächsten fünf Jahren erzielt werden kann. Diese Umsätze wurden mit ihren voraussichtlichen Ergebnissen auf Vollkostenbasis und abzüglich Abschlägen für mögliche Ergebnisrückgänge, Risiken aufgrund Zeitablauf und Kundenabhängigkeiten sowie abzüglich bereits als Auftragsbestände enthaltene Teile als Kundenlisten bilanziert. Die Kundenlisten werden linear über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Im Geschäftsjahr 2013 gingen Produkte von 182 Tsd. Euro (Vorjahr: 885 Tsd. Euro) zu. Die Bewertung der erworbenen Produkte erfolgte auf Basis von Absatzplanungen und dem aus den Produkten zu erwartenden Ergebnis abzüglich Risikoabschlägen aufgrund von Alterung und technischer Überholung. Für die Bewertung wurde ein Planungszeitraum von fünf Jahren zugrunde gelegt. Die Produkte werden über eine Laufzeit von vier Jahren linear abgeschrieben.

Die Website wird planmäßig über eine Laufzeit von fünf Jahren linear abgeschrieben.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus den positiven Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten der Unternehmenserwerbe und den Fair Values der Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der erworbenen Gesellschaften am Erwerbsstichtag. Im Geschäftsjahr 2013 gingen im Rahmen von Unternehmenserwerben die Geschäfts- oder Firmenwerte der Innocate in Höhe von 1.189 Tsd. Euro und der GDE Gruppe in Höhe von 1.824 Tsd. Euro zu. Aufgrund des später im Jahr erfolgten Verkaufs von 50% der Anteile der GDE Holding und der mit dem Verkauf einhergehenden Bilanzierung der GDE Gruppe nach der Equity-Methode gingen die Vermögenswerte und Schulden der GDE Gruppe einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts wieder ab. Die Umrechnung der in fremden Währungen dem Allgeier Konzern zugegangenen Geschäfts- oder Firmenwerte der Nagarro Gruppe, der BSR, der Allgeier Schweiz und der Oxygen führte zu einer Reduzierung der Goodwills um insgesamt 1.656 Tsd. Euro. Die Währungsdifferenzen wurden in der Gesamtergebnisrechnung im Sonstigen Ergebnis erfasst.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden regelmäßigen jährlichen Werthaltigkeitstests und sofern Indikationen für eine Wertminderung vorliegen, auch fallbezogenen Überprüfungen unterzogen. Bei der Bewertung der Werthaltigkeit wendet der Allgeier Konzern die folgenden Methoden an:

• Sofern für die Bestimmung der Nutzungswerte der Zahlungsmittel generierenden Einheiten ("CGU") keine Marktpreise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung nach dem Value-in-Use-Verfahren. Danach werden auf der Basis einer Dreijahresplanung und einer Fortschreibung der Cash Flows des dritten Detailplanungsjahres für alle in der weiteren Zukunft liegenden Jahre die zukünftigen Zahlungsströme der CGU ermittelt. Die Abzinsung der Zahlungsströme erfolgt in dem unendlichen Zeitraum mit einem Kapitalisierungszinssatz nach Steuern von 4,09% (Vorjahr: 3,37%). Hieraus ermittelt sich ein Kapitalisierungszinssatz vor Steuern von 5,84% (Vorjahr: 4,81%). In der Planungsphase nach dem dritten Planungsjahr wurden die Zinssätze jeweils um einen Wachstumsabschlag von 1%-Punkt reduziert. Der Zinssatz berücksichtigt Fremdund Eigenkapitalquoten ein, die sich aus einer gegenüber dem Vorjahr erweiterten Gruppe von Vergleichsunternehmen errechnen lassen. Die Erweiterung der Gruppe von Vergleichsunternehmen um zwei zusätzliche Unternehmen erfolgte vor dem Hintergrund der zunehmenden Internationalisierung des Konzerns und bildet somit die Gegebenheiten im Allgeier Konzern besser ab.

2. Sachanlagen

Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:

SACHANLAGEN (in Tsd. Euro)
Grundstücke,
grundstücksgleiche
Rechte und Bauten
Andere Anlagen,
Betriebs-und
Geschäftsausstattungen
Finanzierungsleasing Gesamt
Buchwert 31.12.11 1.832 5.866 1.086 8.784
Veränderungen 2012:
Zugänge aus Erstkonsolidierung 0 898 0 898
Zugänge 730 2.927 891 4.548
Abgänge zu Buchwerten 0 -181 -38 -219
Währungsdifferenzen -59 -18 -42 -119
Planmäßige Abschreibungen -53 -2.554 -584 -3.191
Buchwert 31.12.12 2.450 6.938 1.313 10.701
Veränderungen 2013:
Zugänge aus Erstkonsolidierung 0 843 0 843
Zugänge 1.031 3.229 617 4.877
Abgänge zu Buchwerten 0 -283 0 -283
Währungsdifferenzen -329 -149 -190 -668
Planmäßige Abschreibungen -79 -3.094 -640 -3.813
Buchwert 31.12.13
des Konzerns
3.073 7.484 1.100 11.657
Aufgegebenes Geschäft 0 -865 0 -865
Buchwert 31.12.13
des fortgeführten Geschäfts
3.073 6.619 1.100 10.792

Im Allgeier Konzern werden Finanzierungsleasingverträge zur Finanzierung von Betriebs- und Geschäftsausstattung, Softwarelizenzen und Fahrzeugen genutzt. Die Nutzungswerte aus diesen Verträge beliefen sich am 31. Dezember 2013 auf 1.100 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.313 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr 2013 gingen neue Leasingverträge mit Nutzungsrechten in Höhe von 617 Tsd. Euro (Vorjahr: 891 Tsd. Euro) zu. Die Neuabschlüsse haben Laufzeiten über 36 und 48 Monaten. Die bestehenden Leasingverhältnisse haben Laufzeiten zwischen 3 und 5 Jahren. Am Ende der Laufzeit kommen bei allen Verträgen in der Regel Kauf- oder Rückgabeoptionen zum Tragen. In den Verträgen wurden keine Vereinbarungen getroffen, die die Geschäftsaktivitäten, Dividendenzahlungen, Aufnahme von zusätzlichen Schulden oder den Abschluss weiterer Leasingverhältnisse einschränken.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte der einzelnen Zahlungsmittel generierenden Einheiten haben sich wie folgt entwickelt:

GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE (in Tsd. Euro)
Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebenes
Geschäft
Konzern 31.12.13 Abschreibung Währungs differenz Abgang/
Umbuchung
Erstmalige
Konsolidierung
31.12.12
Nagarro
Gruppe
28.875 0 28.875 0 -1.205 0 0 30.080
tecops 19.078 0 19.078 0 0 0 0 19.078
Goetzfried 9.121 0 9.121 0 0 0 0 9.121
Terna Gruppe 8.813 0 8.813 0 0 0 0 8.813
Xiopia 7.625 0 7.625 0 0 0 0 7.625
TOPjects 5.461 0 5.461 0 0 0 0 5.461
mgm tp
München
3.498 0 3.498 0 0 558 0 2.940
b+m AG 3.449 0 3.449 0 0 0 0 3.449
BSR 3.274 0 3.274 -963 -64 0 0 4.301
SOFTCON AG 2.457 0 2.457 0 0 0 0 2.457
UNP 2.012 0 2.012 0 0 0 0 2.012
Allgeier
Schweiz
1.636 0 1.636 -1.217 -43 0 0 2.896
Oxygen 1.404 0 1.404 0 -344 0 0 1.748
Innocate 1.189 0 1.189 0 0 0 1.189 0
mgm cp
Hamburg
239 0 239 0 0 0 0 239
GEMED 208 0 208 0 0 0 0 208
DIDAS 0 -2.455 2.455 0 0 0 0 2.455
S&F 0 0 0 0 0 -558 0 558
GDE Gruppe 0 0 0 0 0 -1.824 1.824 0
98.339 -2.455 100.794 -2.180 -1.656 -1.824 3.013 103.441

Aufgrund der Verschmelzung der S&F mit der mgm tp München wurde der Geschäfts- oder Firmenwert der S&F auf die mgm tp München umgebucht. Sämtliche immateriellen Vermögenswerte wurden käuflich erworben.

Die nachfolgende Tabelle fasst die Finanzinformationen des Teilkonzerns bestehend aus der GDE Holding GmbH und der German Doctor Exchange GmbH ("GDE Gruppe") zusammen und leitet auf den At-equity-Buchwert im Konzernabschluss über:

GDE GRUPPE (in Tsd. Euro) 31.12.13
Langfristige Vermögenswerte 252
Kurzfristige Vermögenswerte einschließlich Zahlungsmittel 173
Langfristige Schulden -2.250
Kurzfristige Schulden -174
Nettovermögen 100% -1.999
abzüglich anteiliges Nettovermögen nicht kontrollierender Gesellschafter 12
Nettovermögen der Gesellschafter des Mutterunternehmens 100% -1.987
Anteil des Konzerns am Nettovermögen 50% -994
Geschäfts- oder Firmenwert 1.072
Buchwert an Gemeinschaftsunternehmen 78

In der GDE Gruppe beliefen sich im Zeitraum Oktober bis Dezember 2013 die Erträge auf 7 Tsd. Euro und das Ergebnis nach Steuern auf -191 Tsd. Euro. Zur Unterstützung der Gesellschaft rechnet der Allgeier Konzern im Geschäftsjahr 2014 mit weiteren Liquiditätszuschüsse in Höhe von rund 0,7 Mio. Euro.

Die Mindestleasingzahlungen für die Restlaufzeiten der Finanzierungsleasingverhältnisse und die passivierten Barwerte sind wie folgt:

MINDESTLEASINGZAHLUNGEN & PASSIVIERTE BARWERTE (in Tsd. Euro) 31.12.13 31.12.12
Mindestleasingzahlungen:
fällig innerhalb eines Jahres 631 705
fällig zwischen einem und fünf Jahren 478 676
Gesamt 1.109 1.381
Barwert der Mindestleasingzahlungen:
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 585 638
mit Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren 458 654
Gesamt 1.043 1.292

Die Umrechnung von Mindestleasingzahlungen der Fremdwährungsgesellschaften erfolgte mit dem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2013.

3. At-equity-Beteiligungen

Die Entwicklung der Finanzanlagen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, betrifft den gemeinschaftlich geführten Teilkonzern der GDE Holding GmbH und stellt sich wie folgt dar:

FINANZANLAGEN (in Tsd. Euro) 2013
Stand am 01.01. 0
Zugang 150
Anteiliges Jahresergebnis -72
Stand am 31.12. 78

Mit Wirkung vom 30. September 2013 wurden 50% der Geschäftsanteile der GDE Holding GmbH zum Kaufpreis von 150 Tsd. Euro (Buchgewinn von 160 Tsd. Euro) veräußert. Aufgrund des Verlustes der Beherrschung zum 30. September 2013 wurde der verbleibende 50%-Anteil mit dem Fair Value von 150 Tsd. Euro bewertet. Die verbleibenden 50% des Teilkonzerns GDE Holding GmbH stellen ein gemeinschaftliches geführtes Unternehmen (Joint Venture) dar und werden nach der Equity-Methode im Konzernabschluss bilanziert.

4. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (in Tsd. Euro)
Fortgeführtes Geschäft
31.12.2013
Aufgegebenes Gechäft
31.12.2013
Konzern
31.12.2013
Konzern
31.12.2012
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Restkaufpreis aus Veräußerung
Allgeier DL GmbH
(einschließlich aufgelaufener Zinsen)
0 0 0 0 0 0 0 0 0 10.554 0 10.554
Einzelwertberichtigungen
auf den Restkaufpreis
0 0 0 0 0 0 0 0 0 -4.765 0 -4.765
Wertpapiere 2.739 0 2.739 0 0 0 2.739 0 2.739 5.066 3.869 1.197
Forderungen aus Factoring 3.086 0 3.086 0 0 0 3.086 0 3.086 4.567 0 4.567
Forderungen gegen
At-equity-Beteiligungen
1.181 0 1.181 0 0 0 1.181 0 1.181 0 0 0
Gelder in Transit 0 0 0 0 0 0 0 0 0 959 0 959
Forderungen gegen Mitarbeiter 489 12 477 -1 0 -1 490 12 478 652 20 632
Mietkautionen 572 466 106 -5 -4 -1 577 470 107 577 428 149
Sicherheitsleistungen an Lieferanten 248 0 248 0 0 0 248 0 248 423 0 423
Forderungen aus dem ABS-Programm 0 0 0 0 0 0 0 0 0 309 0 309
Derivative Finanzinstrumente 123 0 123 0 0 0 123 0 123 89 0 89
Debitorische Kreditoren 42 0 42 -48 0 -48 90 0 90 71 0 71
Darlehensforderungen 113 0 113 0 0 0 113 0 113 0 0 0
Sonstige 1.085 93 992 -45 0 -45 1.130 93 1.037 820 2 818
9.678 571 9.107 -99 -4 -95 9.777 575 9.202 19.322 4.319 15.003

5. Andere Vermögenswerte

Die anderen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

ANDERE VERMÖGENSWERTE (in Tsd. Euro)
Fortgeführtes Geschäft
31.12.2013
Aufgegebenes Gechäft
31.12.2013
Konzern
31.12.2013
Konzern
31.12.2012
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Rechnungsabgrenzungsposten 4.690 122 4.568 -1.017 -274 -743 5.707 396 5.311 4.572 203 4.369
Umsatzsteuerforderungen 1.049 0 1.049 -86 0 -86 1.135 0 1.135 1.233 0 1.233
Aktive Rückdeckungsversicherungen 31 31 0 -26 -26 0 57 57 0 54 54 0
Sonstige 245 0 245 0 0 0 245 0 245 249 0 249
6.015 153 5.862 -1.129 -300 -829 7.144 453 6.691 6.108 257 5.851

Bei den Wertpapieren handelt es sich um börsennotierte fest- und variabel verzinsliche Anleihen von europäischen Finanzinstitutionen, die zur kurzfristigen Finanzmitteldisposition gehalten werden. Die Wertpapiere wurden in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 erworben.

Die Wertpapiere und die Darlehensforderungen sind verzinslich.

6. Latente Steuern

Die auf temporäre Unterschiede zwischen den steuerlichen und bilanziellen Wertansätzen, ergebniswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen, bestehenden Verlustvorträgen und Wertberichtigungen auf Darlehen zwischen Konzerngesellschaften gebildeten aktiven und passiven latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen und den Positionen der Gewinnund Verlustrechnung wie folgt zuzuordnen:

LATENTE STEUERN (in Tsd. Euro)
Fortgeführtes Geschäft
31.12.2013
Aufgegebenes Gechäft
31.12.2013
Konzern
31.12.2013
Konzern
31.12.2012
Aktive
latente
Steuern
Passive
latente
Steuern
GuV Aktive
latente
Steuern
Passive
latente
Steuern
GuV Aktive
latente
Steuern
Passive
latente
Steuern
GuV Aktive
latente
Steuern
Passive
latente
Steuern
GuV
Immaterielle Vermögenswerte 372 5.782 1.691 0 -126 -128 372 5.908 1.819 440 6.886 2.584
Sachanlagen 177 223 110 0 -1 -1 177 224 111 46 204 98
Übrige Vermögenswerte 188 125 -60 0 0 0 188 125 -60 163 94 -221
Pensionsrückstellungen 293 13 78 -191 0 -12 484 13 90 383 15 3
Sonstige Rückstellungen 713 33 -55 -307 0 47 1.020 33 -102 1.089 29 828
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 356 22 333 0 0 0 356 22 333 2 1 -391
Saldierungen -739 -739 0 127 127 0 -866 -866 0 -625 -625 0
Temporäre Unterschiede und ergebniswirksame Konsolidierungen 1.360 5.459 2.097 -371 0 -94 1.731 5.459 2.191 1.498 6.604 2.901
Verlustvorträge 911 0 440 0 0 0 911 0 440 471 0 -249
Saldierungen -911 -911 0 0 0 0 -911 -911 0 -12 -12 0
Verlustvorträge 0 -911 440 0 0 0 0 -911 440 459 -12 -249
Wertberichtigung konzerninterne Darlehen 0 3.154 0 0 0 0 0 3.154 0 0 3.154 0
Saldierungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Wertberichtungen von Darlehen an Konzerngesellschaften 0 3.154 0 0 0 0 0 3.154 0 0 3.154 0
Latente Steuern 1.360 7.702 2.537 -371 0 -94 1.731 7.702 2.631 1.957 9.746 2.652

Am 31. Dezember 2013 bestanden im Allgeier Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von 11.991 Tsd. Euro (Vorjahr: 6.439 Tsd. Euro) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von 8.583 Tsd. Euro (Vorjahr: 5.083 Tsd. Euro). Der Konzern hat daraus latente Steueransprüche in Höhe von insgesamt 3.192 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.784 Tsd. Euro). Davon wiederum wurde ein Betrag in Höhe von 911 Tsd. Euro (Vorjahr: 471 Tsd. Euro) als aktive latente Steuer bilanziert und ein Betrag in Höhe von 2.281 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.313 Tsd. Euro) aufgrund ungewisser Nutzungsmöglichkeit nicht angesetzt. Die Wertberichtigung von einem konzerninternen Darlehen machte passive latente Steuern von insgesamt 3.154 Tsd. Euro (Vorjahr: 3.154 Tsd. Euro) notwendig.

Die Verzugsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist wie folgt:

VERZUGSSTRUKTUR (in Tsd. Euro)
Stand nicht überfällig in Tagen
31.12.13 überfällig <30 30-60 61-90 91-180 181-360 >360
Nicht wertgeminderte
Kundenforderungen
69.773 53.558 10.305 3.032 1.180 731 711 256
Bruttobetrag der wert
geminderten Kunden
forderungen
5.004 2.690 242 197 62 145 443 1.225
Wertminderungen -1.509 -26 -6 -38 -48 -111 -253 -1.027
Buchwert 73.268 56.222 10.541 3.191 1.194 765 901 454
Stand nicht überfällig in Tagen
31.12.12 überfällig <30 30-60 61-90 91-180 181-360 >360
Nicht wertgeminderte
Kundenforderungen
75.817 52.520 16.928 3.878 1.215 767 380 129
Bruttobetrag der wert
geminderten Kunden
forderungen
1.834 0 0 1 41 112 640 1.040
Wertminderungen -1.250 0 0 0 -37 -91 -365 -757
Buchwert 76.401 52.520 16.928 3.879 1.219 788 655 412

Die Wertminderung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich wie folgt entwickelt:

WERTMINDERUNG (in Tsd. Euro) 2013 2012
Stand am 01.01. 1.250 1.465
Zugänge durch Veränderung des Konsolidierungskreises 46 211
Aufwandswirksame Zuführungen 840 197
Verbrauch und Auflösung -609 -624
Wechselkursänderungen -2 1
Konzern 1.525 1.250
Aufgegebenes Geschäft -16 0
Stand am 31.12. 1.509 1.250

Das theoretisch maximale Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem bilanzierten Bruttowert von 74.777 Tsd. Euro (Vorjahr: 77.651 Tsd. Euro). Das Risiko reduziert sich durch Sicherheiten, Kreditversicherungen und andere Bonitätsverbesserungen.

Von den aktiven latenten Steuern sind 1.132 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.244 Tsd. EUR) und von den passiven latenten Steuern sind 4.849 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.735 Tsd. EUR) kurzfristig.

7. Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt:

Die Anschaffungs- und Herstellungskosten der am 31. Dezember 2013 aktivierten Vorräte betragen im fortgeführten Geschäft 3.441 Tsd. Euro (Vorjahr: 5.274 Tsd. Euro). Darauf wurden Wertminderungen in Höhe von 379 Tsd. Euro (Vorjahr: 326 Tsd. Euro) gebildet. Der im Geschäftsjahr 2013 zu tragende Aufwand aus der Erhöhung der Wertminderung auf die Vorräte von 53 Tsd. Euro (Vorjahr: 78 Tsd. Euro) wurde im Materialaufwand gebucht. Der Nettoveräußerungswert der Vorräte, auf die Wertberichtigungen vorgenommen wurden, beläuft sich auf 306 Tsd. Euro (Vorjahr: 400 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr 2013 wurden im Konzern Vorräte in Höhe von 359.678 Tsd. Euro (Vorjahr: 316.912 Tsd. Euro) als Aufwand erfasst. Davon entfielen auf das zur Veräußerung stehende Geschäft 46.546 Tsd. Euro (Vorjahr: 38.145 Tsd. Euro).

8. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern sich wie folgt:

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN (in Tsd. Euro)
Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebenes
Geschäft
Konzern
31.12.13 31.12.13 31.12.13 31.12.12
Forderungen an Kunden 74.777 -8.050 82.827 77.651
Wertminderung auf Forderungen an Kunden -1.509 16 -1.525 -1.250
73.268 -8.034 81.302 76.401

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben in der Regel Fälligkeiten zwischen 30 bis 90 Tagen. Auf überfällige Forderungen wurden Wertberichtigungen in Höhe von 50% bei Überfälligkeit von mehr als 180 Tagen und in Höhe von 100% bei Überfälligkeit von mehr als einem Jahr gebildet. Die Wertberichtigungen erfolgten in der Regel auf die um die Umsatzsteuer reduzierten Beträge. Darüber hinaus wurden jüngere Kundenforderungen ganz oder teilweise wertberichtigt, sobald Anzeichen für Forderungsausfälle zu erkennen waren. Forderungen, die durch eine Ausfallversicherung abgedeckt waren, wurden maximal mit dem Eigenanteil wertberichtigt. Im fortgeführten Geschäft bestanden in Höhe von 273 Tsd. Euro (Vorjahr: 130 Tsd. Euro) Kundenforderungen, deren Vertragsbedingungen neu verhandelt wurden und die andernfalls in Verzug oder wertgemindert wären. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich.

VORRÄTE (in Tsd. Euro)
Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebenes
Geschäft
Konzern
31.12.13 31.12.13 31.12.13 31.12.12
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 48 0 48 105
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.281 -510 2.791 2.306
Fertige Erzeugnisse und Waren 672 -654 1.326 2.413
Geleistete Anzahlungen 61 -71 132 124
3.062 -1.235 4.297 4.948

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Allgeier SE ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juni 2013 um 3.500.000 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Das Bedingte Kapital 2013 dient der Bedienung von Wandel-, Options- und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten, die von der Gesellschaft oder einem Unternehmen, an dem die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, bis zum 17. Juni 2018 auf der Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 18. Juni 2013 ausgegeben werden können. Die Allgeier SE hat bislang keine entsprechenden Wandlungs- und Optionsrechte ausgegeben.

Das Grundkapital der Allgeier SE ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 um 750.000 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2010). Das Bedingte Kapital 2010 dient der Bedienung von Optionsrechten gemäß dem Aktienoptionsplan 2010, die von der Gesellschaft bis zum 16. Juni 2015 ausgegeben werden können.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 ermächtigt, das Grundkapital der Allgeier SE mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 16. Juni 2015 gegen Bar- oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 2.267.875,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für folgende Fälle auszuschließen:

(b) für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen,

  • (a) bei einer Bezugsrechtsemission für aufgrund des Bezugsverhältnisses entstehende Spitzenbeträge,
  • wenn der Erwerb im Interesse der Gesellschaft liegt,
  • (c) für eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage für einen Anteil am Genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt 453.575,00 Euro, sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand ist ferner durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Juni 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Allgeier SE mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 20. Juni 2016 gegen Bar- oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 2.267.875,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Dabei ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für folgende Fälle auszuschließen:

(b) für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen,

  • (a) bei einer Bezugsrechtsemission für aufgrund des Bezugsverhältnisses entstehende Spitzenbeträge,
  • wenn der Erwerb im Interesse der Gesellschaft liegt,
  • (c) für eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage für einen Anteil am genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt 453.575,00 Euro, sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand hat im Geschäftsjahr 2013 von den erteilten Ermächtigungen zur Erhöhung des Grundkapitals unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals I oder des Genehmigten Kapitals II keinen Gebrauch gemacht.

Zwei Gesellschaften des Allgeier Konzerns nutzen das Factoring von Kundenforderungen zur Finanzierung von Working Capital Schwankungen. Beiden Gesellschaften steht ein Factoring-Volumen von insgesamt 25.000 Tsd. Euro zur Verfügung. Am 31. Dezember 2013 war dieses Volumen mit 15.643 Tsd. Euro (Vorjahr: 15.373 Tsd. Euro) in Anspruch genommen. Von den eingereichten Forderungen können bis zu 90% sofort an die Tochtergesellschaften ausbezahlt werden. Die verbleibenden Beträge werden nach Begleichung der Rechnung durch die Kunden erstattet. Der vom Factor einbehaltene Teil der Forderungen wird in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten gezeigt. Er betrug am 31. Dezember 2013 insgesamt 3.086 Tsd. Euro (Vorjahr: 4.567 Tsd. Euro). Im Rahmen des Factoring-Vertrags wurden an den Factor gegenwärtige und zukünftige Ansprüche, die den Tochtergesellschaften aus den bankmäßigen Geschäftsverbindungen hinsichtlich der verpfändeten Konten mit den kontoführenden Banken zustehen oder künftig zustehen werden, verpfändet. Zum 31. Dezember 2013 wiesen die verpfändeten Konten einen Saldo von insgesamt 5.916 Tsd. Euro (Vorjahr: 4.995 Tsd. Euro) aus. Nachdem das gesamte Ausfallrisiko der verkauften Forderungen auf den Forderungskäufer übergeht, erfolgt die Bilanzierung durch den Allgeier Konzern "off-balance". Die finanzierten Forderungen werden mit dem Euribor zuzüglich einer Marge von bis zu 2,95%-Punkten verzinst.

9. Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel gliedern sich wie folgt:

ZAHLUNGSMITTEL (in Tsd. Euro)
Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebenes
Geschäft
Konzern
31.12.13 31.12.13 31.12.13 31.12.12
Bankguthaben 46.608 -3.655 50.263 38.900
Kassenbestände 45 -1 46 39
46.653 -3.656 50.309 38.939

Die Bankguthaben bei Kreditinstituten beinhalten Festgelder und laufende Kontokorrentguthaben. Sie sind äußerst liquide und stehen kurzfristig als Zahlungsmittel zur Verfügung. Die Sichtguthaben unterliegen keinen oder nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken.

10. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Allgeier SE belief sich am 31. Dezember 2013 auf 9.071.500,00 Euro (Vorjahr: 9.071.500,00 Euro) und ist eingeteilt in 9.071.500 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.

Die Aktie der Allgeier SE wurde am 30. Dezember 2013 mit einem Schlusskurs im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse von 15,62 Euro bewertet. Im Vorjahr hatte die Aktie zum 28. Dezember 2012 einen Schlusskurs von 10,05 Euro. Es sind keine Vorzugsaktien oder andere Aktien mit besonderen Rechten oder Beschränkungen ausgegeben.

Bewertet mit dem Stichtagskurs am 31. Dezember 2013 (Schlusskurs am 30. Dezember 2013 im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) von 15,62 Euro je Aktie rechnet sich für den verbliebenen Bestand an eigenen Aktien ein Zeitwert von insgesamt 3.852 Tsd. Euro und eine in den eigenen Aktien enthaltene stille Reserve von 1.881 Tsd. Euro.

Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 entfällt auf die eigenen Aktien ein Anteil am Grundkapital von 2,72% (Vorjahr: 7,76%). Von den eigenen Aktien wurden 56.417 Stück zur Absicherung von Gewährleistungsansprüchen im Rahmen des Erwerbs der Nagarro Inc. verpfändet und in einem Depot der Allgeier Nagarro Holding AG hinterlegt. Die eigenen Anteile sind nicht dividendenberechtigt.

14. Gewinnvortrag

Der Gewinnvortrag des Konzerns hat sich wie folgt entwickelt:

GEWINNVORTRAG (in Tsd. Euro) 2013 2012
Gewinnvortrag am 01.01. 61.967 61.607
Periodenergebnis des Vorjahres wie ursprünglich berichtet 8.364 4.378
Umbuchung Gewinnrücklagen 0 174
Ausschüttung an Aktionäre der Allgeier SE -4.184 -4.192
Gewinnvortrag am 31.12., wie ursprünglich berichtet 66.147 61.967
Retrospektive Anpassung des Periodenergebnisses des Vorjahres 428 0
Gewinnvortrag am 31.12., nach retrospektiver Anpassung 66.575 61.967

Das auf die Anteilseigner der Allgeier SE entfallende Periodenergebnis des Vorjahres von 8.364 Tsd. Euro (Vorjahr: 4.378 Tsd. Euro) wurde in den Gewinnvortrag übertragen. Aus der rückwirkenden Anpassung des Geschäftsjahres 2013 ergab sich eine weitere Erhöhung des Gewinnvortrags in Höhe von 428 Tsd. Euro.

Die Jahreshauptversammlung der Allgeier SE beschloss am 18. Juni 2013 eine Gewinnausschüttung von 0,50 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,50 Euro je Aktie). Die Dividende betrug insgesamt 4.184 Tsd. Euro (Vorjahr: 4.192 Tsd. Euro). Es waren 8.367.424 Stück Aktien (Vorjahr: 8.384.546 Stück Aktien) dividendenberechtigt.

11. Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklagen beinhalten Beträge über dem Nennbetrag des gezeichneten Kapitals und setzen sich wie folgt zusammen:

KAPITALRÜCKLAGEN (in Tsd. Euro) 2013 2012
Kapitalrücklagen der Allgeier SE 11.306 11.306
Buchgewinn aus der Veräußerung von eigenen Aktien 3.584 0
Ausgegebene Aktienoptionen 2.035 2.021
16.925 13.327

Aus der Veräußerung von 500.000 Stück eigenen Aktien der Allgeier SE zum Preis von 15,30 Euro je Aktie erzielte die Gesellschaft einen Buchgewinn in Höhe von 3.584 Tsd. Euro. Der Buchwert der veräußerten Aktien betrug 8,13 Euro je Aktie.

Die Gegenbuchung des aus der Bewertung des Aktienoptionsprogrammes erfassten Personalaufwandes erfolgte in der Kapitalrücklage.

12. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage der Allgeier SE in Höhe von 102 Tsd. Euro (Vorjahr: 102 Tsd. Euro).

13. Eigene Anteile

Die am 17. Juni 2010 abgehaltene Hauptversammlung der Allgeier SE hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 16. Juni 2015 eigene Aktien der Gesellschaft in einem Umfang von bis zu 907.150 Stück Aktien (10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung) mit der Maßgabe zu erwerben, dass auf diese zusammen mit anderen eigenen Aktien, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand Gebrauch gemacht und im Geschäftsjahr 2013 insgesamt 42.503 Stück (Vorjahr: 73.539 Stück) eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 12,81 Euro (Vorjahr: 10,34 Euro) erworben. Darüber hinaus hat der Vorstand der Allgeier SE am 11. Dezember 2013 insgesamt 500.000 Stück eigene Aktien zu einem Preis pro Aktie von 15,30 Euro veräußert.

Der Bestand der eigenen Aktien hat sich wie folgt entwickelt:

EIGENE ANTEILE (in Tsd. Euro) 2013 2012
Bestand am 01.01. 704.076 686.954
Zugänge 42.503 73.539
Abgänge -500.000 0
Abgabe eigener Aktien im Rahmen des Erwerbs der Nagarro Inc. 0 -56.417
Depotbestand eigene Aktien am 31.12. 246.579 704.076

Für den Erwerb der im Geschäftsjahr 2013 zugegangen eigenen Aktien sind 546 Tsd. Euro (Vorjahr: 760 Euro) abgeflossen. Aufgrund der Veräußerung von 500.000 Stück eigenen Aktien am 11. Dezember 2013 sind der Allgeier SE 7.650 Tsd. Euro zugeflossen.

16. Eigenkapitalanteil nicht kontrollierender Gesellschafter

Der Eigenkapitalanteil nicht kontrollierender Gesellschafter zeigt die auf andere Gesellschafter entfallenden Anteile am Eigenkapital von Tochtergesellschaften. Er hat sich wie folgt entwickelt:

EIGENKAPITALANTEIL NICHT KONTROLLIERENDER GESELLSCHAFTER (in Tsd. Euro) 2013 2012
Stand am 01.01. 4.503 4.476
Zugang Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter 0 406
Auf nicht kontrollierende Gesellschafter entfallendes Periodenergebnis 123 440
Erwerb von Anteilen nicht kontrollierender Gesellschafter -2.157 -666
Ausschüttungen an nicht kontrollierende Gesellschafter 0 -180
Erfolgsneutrale Wechselkursveränderungen -40 27
Stand am 31.12. 2.429 4.503

Mit dem Erwerb sämtlicher sich noch bei nicht kontrollierenden Gesellschaftern befundenen Aktien der BSR & Partner AG, Zug, Schweiz, erfolgte die Ausbuchung der auf diese Gesellschafter aufgelaufenen Eigenkapitalanteile.

15. Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen

Die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen gliedern sich wie folgt:

ERFOLGSNEUTRALE EIGENKAPITALVERÄNDERUNGEN (in Tsd. Euro) 31.12.2013 31.12.2012
Währungsdifferenzen -327 3.350
Versicherungsmathematische Gewinne/-Verluste -516 0
Anteiliger Erwerb Tochtergesellchaften mit eigenen Aktien 869 869
Wertveränderungen Wertpapiere 34 58
Cash Flow Hedge 0 -29
Erwerb Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter unter Buchwert 696 0
Erwerb Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter über Buchwert -2.683 -2.683
Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen, wie ursprünglich berichtet -1.927 1.565
Retrospektive Anpassung der versicherungsmathematischen Gewinne/-Verluste aus dem
Vorjahr
0 -430
Retrospektive Anpassung der Währungsdifferenzen 0 2
Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen, nach retrospektiver Anpassung -1.927 1.137

Im Geschäftsjahr 2013 erwarb der Allgeier Konzern sämtliche sich noch bei nicht kontrollierenden Gesellschaftern befundenen Aktien der BSR & Partner AG, Zug, Schweiz. Für die Anteile bezahlte der Allgeier Konzern einen Kaufpreis von 1.461 Tsd. Euro. Mit der Transaktion verschoben sich die Wertverhältnisse innerhalb des Eigenkapitals zugunsten der Gesellschafter der Allgeier SE. Es wurden die Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter der BSR in Höhe von 2.157 Tsd. Euro ausgebucht und der Unterschiedsbetrag zum Kaufpreis in Höhe von 696 Tsd. Euro erfolgsneutral im Eigenkapital verbucht.

Das in der Gesamtergebnisrechnung gezeigte Sonstige Ergebnis lässt sich wie folgt in die Eigenkapitalüberleitungsrechnung überleiten:

(in Tsd. Euro) 31.12.2013 31.12.2012
Ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderungen am 01. 01 1.137 2.235
Sonstiges Ergebnis aus der Gesamtergebnisrechnung -3.104 -1.070
Im Sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechung enthaltene Anteile von nicht kontrollieren
den Gesellschaftern
40 -28
Ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderungen am 31.12. -1.927 1.137

Die Allgeier SE platzierte im Februar 2012 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 70 Mio. Euro. Es ist strukturiert in drei Tranchen zu 29,5 Mio. Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren, 31,5 Mio. Euro mit einer Laufzeit von fünf Jahren und 9,0 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 7 Jahren. Für einen Teilbetrag jeder Tranche wurden feste Zinsen und für einen verbleibenden Teilbetrag variable Zinsen auf der Basis des 3-Monats-EURIBOR vereinbart. Die Zinsen sind jeweils am Anfang des ersten Monats der Quartale zahlbar. Die Teilbeträge und die Zinssätze zum 31. Dezember 2013 sind wie folgt:

TRANCHE (in Tsd. Euro) LAUFZEIT (Monate) ZINS (Monate) ZINSSATZ (%)
31.12.13
ZINSSATZ (%)
31.12.12
11.500 36 fest 3,08% 3,08%
18.000 36 3-Monats-Euribor+1,9%-Punkte 2,14% 2,09%
13.500 60 fest 3,93% 3,93%
18.000 60 3-Monats-Euribor+2,4%-Punkte 2,64% 2,59%
7.000 84 fest 4,78% 4,78%
2.000 84 3-Monats-Euribor+2,9%-Punkte 3,14% 3,09%

Für das Schuldscheindarlehen haften gesamtschuldnerisch die Allgeier SE einschließlich der an sie angebundenen Organgesellschaften sowie weitere Gesellschaften des Allgeier Konzerns. Mit dem Schuldscheindarlehen verpflichtet sich die Allgeier SE zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen. Im Zusammenhang mit der Platzierung des Schuldscheindarlehens war eine einmalige Zahlung von insgesamt 970 Tsd. Euro zu leisten. Diese Zahlung wurde auf die Laufzeit des Darlehens verteilt und in den Jahren als sonstiger betrieblicher Aufwand verbucht. Der anteilige Betrag für das Geschäftsjahr 2013 betrug 220 Tsd. Euro (Vorjahr: 183 Tsd. Euro).

Im Kaufvertrag über den Erwerb der Anteile der Nagarro, Inc. wurde ein Kaufpreiseinbehalt in Höhe von 2.000 Tsd. USD zur Abdeckung von Gewährleistungsansprüchen vereinbart. Das Darlehen wird mit einem Festzinssatz von 4,177% p.a. verzinst. Die Zinsen erhöhen die Darlehenssumme und sind zusammen mit den Zahlungsraten zurückzuzahlen. Das Darlehen ist zuzüglich der aufgelaufenen Zinsen ab 30. September 2014 auf Verlangen der Verkäufer auf ein Treuhandkonto zu übertragen, über das Käuferin und Verkäufer nur gemeinsam verfügen können. Sofern sich die Parteien nicht auf eine frühere Freigabe verständigen, ist der Betrag nach endgültiger Klärung aller möglichen Steuerrisiken im Zusammenhang mit der Transaktion, spätestens aber am 30. September 2018 freizugeben und auszuzahlen.

Die Allgeier IT Solutions GmbH schloss im Geschäftsjahr 2013 einen Darlehensvertrag in Höhe von 877 Tsd. Euro zur Finanzierung einer Investition ab. Das Darlehen ist vierteljährlich mit 55 Tsd. Euro zu tilgen. Es valutierte am 31. Dezember 2013 mit einem Buchwert von 712 Tsd. Euro. Das Darlehen wird mit einem Festzinssatz von 4,45% p.a. verzinst.

Die Nagarro Software Jaipur Pvt. Ltd, Jaipur, Indien, erhielt im Juni 2012 zur Finanzierung des neuen Bürogebäudes am Standort Jaipur ein Hypothekendarlehen in Höhe von insgesamt 1,0 Mio. Euro. Die Auszahlung des Darlehens erfolgte im Zuge des Baufortschritts. Am 31. Dezember 2013 war ein Betrag von 674 Tsd. Euro abgerufen. Die Verzinsung des Darlehens basiert auf dem 6-Monats-Libor zuzüglich einer Marge von 6%-Punkten. Am 31. Dezember 2013 galt ein Zinssatz von insgesamt 6,41%. Die Rückzahlung des Darlehens erfolgt ab Januar 2014 in 78 Monatsraten. Als Sicherheiten wurde eine Garantie der Nagarro Software Pvt. Ltd., Gurgaon, und das Anlagevermögen der Darlehensnehmerin gestellt. Das Anlagevermögen hatte am 31. Dezember 2013 einen Buchwert von 2.060 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.169 Tsd. Euro).

17. Finanzschulden

Die Finanzschulden gliedern sich wie folgt:

FINANZSCHULDEN (in Tsd. Euro)
31.12.2013 31.12.2012
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Schuldscheindarlehen 69.433 69.433 0 69.213 69.213 0
Vendor Darlehen
aus dem Erwerb der Nagarro Inc.
1.601 0 1.601 2.407 1.605 802
Investitionsdarlehen
der Allgeier IT Solutions GmbH
712 493 219 0 0 0
Hypothekenkredit der Nagarro Software
Jaipur Pvt. Ltd.
674 570 104 517 517 0
Vendor Darlehen aus dem Erwerb der WK 600 0 600 0 0 0
Tilgungsdarlehen aus dem Erwerb der WK 431 0 431 0 0 0
Sparkassendarlehen
der Terna Zentrum Innsbruck
350 0 350 350 0 350
IKB-Darlehen der b+m AG 308 185 123 370 370 0
Betriebsmittelkredit
der Nagarro Software Pvt. Ltd.
232 0 232 266 0 266
Kontokorrentkredit der Opus 221 0 221 0 0 0
Vendor Darlehen
aus dem Erwerb der Opus
221 0 221 0 0 0
Vendor Darlehen
aus dem Erwerb der mgm tp München
200 0 200 200 0 200
Akquisitionsdarlehen
der Terna Zentrum Innsbruck
160 40 120 280 160 120
MBG-Darlehen der b+m AG 110 110 0 110 110 0
Sonstige 293 0 293 69 0 69
75.546 70.831 4.715 73.782 71.975 1.807

18. Rückstellungen für Pensionen

Im Allgeier Konzern bestehen für 17 Personen Leistungszusagen zur betrieblichen Altersversorgung in Form von unmittelbaren Direktzusagen. Von den berechtigten Personen waren am 31. Dezember 2013 sechs Mitarbeiter aktiv im Allgeier Konzern tätig, sechs Personen sind ausgeschiedene ehemalige Mitarbeiter und fünf Personen sind Rentner. Die Zusagen sehen in 16 Fällen die Zahlung von fest vereinbarten monatlichen Beträgen bzw. von Festbeträgen auf Basis der letzten Gehälter vor. In einem Fall wurde eine volldynamische Rente mit einem jährlichen Steigerungsbetrag von 2% vereinbart. Die Rentenzahlungen werden ab dem zugesagten Rentenalter von 60 bzw. 65 Jahren bzw. bei Invalidität geleistet. Teilweise sind Witwenrenten vereinbart. Sämtliche Zusagen sind unverfallbar.

Die Anzahl der Versorgungsempfänger hat sich im Jahr 2013 wie folgt entwickelt:

ANZAHL DER VERSORGUNGSEMPFÄNGER aktive
Mitarbeiter
ehemalige
Mitarbeiter
Rentner Gesamt
Anzahl am 01.01.2013 6 7 4 17
Statusänderungen 0 -1 1 0
Anzahl am 31.12.2013 6 6 5 17
davon am 31.12.2013
fortgeführte Geschäftsbereiche 2 3 2 7
veräusserte Geschäftsbereiche 4 3 3 10
6 6 5 17

Durch die bestehenden Direktzusagen ist der Konzern folgenden versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt:

Langlebigkeitsrisiko Die spätere Lebenserwartung ist höher als die bestmögliche Schätzung durch Sterbetafeln. Dadurch
erhöht sich die spätere tatsächliche Versorgungsverpflichtung.
Investitionsrisiko Der Rechnungszinsfuß zur Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtung wird aus Renditen
erstrangiger festverzinslicher Unternehmensanleihen abgeleitet. Liegen die Erträge des Planvermö
gens unter diesem Zinssatz, führt dies zu einer Unterdeckung des Versorgungsplans.
Zinsänderungsrisiko Ein Rückgang der Zinsen von Unternehmensanleihen führt zu einer Erhöhung der Pensionsverpflich
tung, was jedoch teilweise durch korrespondierend gestiegene Erträge des Planvermögens kompen
siert werden kann.
Gehaltsrisiko Spätere unerwartete Gehaltserhöhungen führen zu einer Erhöhung der bezügeabhängigen Pensi
onsverpflichtungen.

Bei größeren Einzelverpflichtungen wurden die Risiken aus Langlebigkeit von Versorgungsberechtigten vollständig bzw. zumindest teilweise an Rückdeckungsversicherungen übertagen. Das Planvermögen besteht ausschließlich aus Barwerten von Rückdeckungsversicherungen.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der WK EDV GmbH, Neuburg an der Donau, wurde zur Sicherung von Ansprüchen des Allgeier Konzerns ein Einbehalt vom Kaufpreis in Höhe von 600 Tsd. Euro vereinbart. Der Einbehalt ist mit jeweils 300 Tsd. Euro im Juni 2014 und im Dezember 2014 freizugeben. Die einbehalten Teile des Kaufpreises werden mit einem Festzinssatz in Höhe von 5% verzinst.

Mit dem Erwerb der WK EDV GmbH erhielt der Allgeier Konzern ein Tilgungsdarlehen, das die WK im Oktober 2012 in einer Höhe von 1,0 Mio. Euro abgeschlossen hat. Es hatte am 31. Dezember 2013 einen Restwert von 431 Tsd. und ist in monatlichen Tilgungsraten bis Ende 2014 zurückzuführen. Es ist unbesichert und mit einem festen Zinssatz von 2% zu verzinsen.

Die Terna GmbH Zentrum für Business Software, Innsbruck, Österreich ("Terna Zentrum Innsbruck") schloss zur Finanzierung von Exporten ein Sparkassendarlehen in Höhe von 350 Tsd. Euro ab. Das Darlehen ist unbefristet und wird mit einem variablen Zinssatz von derzeit 1,95% (Vorjahr: 1,85%) verzinst. Als Sicherheit für diesen Darlehensbetrag haftet die Terna Holding GmbH, Innsbruck, als Bürgin.

Das IKB-Darlehen der b+m AG hatte am 31. Dezember 2013 einem Buchwert von 308 Tsd. Euro (Vorjahr: 370 Tsd. Euro). Es wird mit einem Festzinssatz von 4,8% p.a. verzinst und ist halbjährlich mit 62 Tsd. Euro zu tilgen.

Die Nagarro Software Pvt. Ltd, Gurgaon, Indien, nutzt zur Finanzierung ihres laufenden Geschäfts eine unbefristete Kreditlinie in Höhe von insgesamt 40 Mio. Indischen Rupien bzw. 468 Tsd. Euro. Die Kreditlinie valutierte am 31. Dezember 2013 auf 232 Tsd. Euro (Vorjahr: 266 Tsd. Euro). Aktuell wird der Kredit mit einem Zinssatz von 2,72 % (Vorjahr: 4,14%) verzinst.

Mit dem Erwerb der Opus im Januar 2013 ging dem Allgeier Konzern ein Rahmenvertrag für eine Kreditlinie in Höhe von insgesamt 250 Tsd. CHF zu. Dieser Rahmenvertrag war am 31. Dezember 2013 mit 221 Tsd. Euro beansprucht. Er ist unbefristet und mit einem variablen Zinssatz von derzeit 6,5% zu verzinsen. Für den Rahmenvertrag haften die Veräußerer der Opus in einer Höhe von bis zu 171 Tsd. CHF. Darüber hinaus gaben die Verkäufer der Opus zwei Privatdarlehen, die am 31. Dezember 2013 eine Restschuld von insgesamt 221 Tsd. Euro hatten. Von diesen Darlehen ist ein Betrag in Höhe von 100 Tsd. CHF ohne Befristung zur Rückzahlung fällig und der verbleibende Betrag spätestens Ende 2014 zurückzuzahlen. Die Darlehen werden mit einem festen Zins von 4,5% verzinst.

Der Buchwert des im Rahmen des Erwerbs der mgm tp München gewährte Vendor Darlehens belief sich am 31. Dezember 2013 auf 200 Tsd. Euro (Vorjahr: 200 Tsd. Euro). Das Darlehen ist unbefristet und wird mit 5% verzinst.

Zur Akquisition einer zwischenzeitlich auf die Terna Zentrum Innsbruck verschmolzenen Tochtergesellschaft erhielt die Terna Zentrum Innsbruck im März 2010 ein Tilgungsdarlehen mit einem Ursprungsbetrag von 600 Tsd. Euro und monatlichen Tilgungsraten von 10 Tsd. Euro. Am 31. Dezember 2013 belief sich die Restverpflichtung aus dem Darlehen auf 160 Tsd. Euro (Vorjahr: 280 Tsd. Euro). Der Zinssatz für das Darlehen betrug am 31. Dezember 2013 auf 2,75% (Vorjahr: 2,75%).

Das MBG-Darlehen der b+m AG hatte am 31. Dezember 2013 einen Buchwert von 110 Tsd. Euro. Es ist mit einem Festzinssatz von 10,5% p.a. zu verzinsen und am 30. September 2015 in einer Summe zurückzuführen.

Zahlungsstörungen während des Berichtszeitraums sowie nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht aufgetreten.

Die Leistungszusagen von in Tochtergesellschaften tätigen Schlüsselpersonen betreffen im Geschäftsjahr 2013 im fortgeführten Geschäft zwei (Vorjahr: drei) Fälle. Der Anwartschaftsbarwert für diese Personen betrug am 31. Dezember 2013 insgesamt 1.300 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.626 Tsd. Euro). Das damit in Verbindung stehende Planvermögen belief sich auf 327 Tsd. Euro (Vorjahr: 476 Tsd. Euro).

Die Erträge und Aufwendungen aus der Veränderung der Nettopensionsverpflichtung (Pensionsverpflichtungen abzüglich Rückdeckungsversicherungen) flossen in die Gesamtergebnisrechnung wie folgt ein:

ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN AUS DER VERÄNDERUNG
DER NETTOPENSIONSVERPFLICHTUNG (in Tsd. Euro)
2013
Personalaufwand
Finanzerträge
Finanzaufwendungen
Gewinn/Verlust aus Neubewertung der Pensions verpflichtung
ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN AUS DER VERÄNDERUNG
DER NETTOPENSIONSVERPFLICHTUNG (in Tsd. Euro)
2013 2012 nach
retrospektiver
Anpassung
2012 wie
ursprünglich
berichtet
Personalaufwand
Laufender Dienstzeitaufwand 108 68 68
Versicherungsmathematische Verluste 0 0 669
Sonstige 0 -37 -37
Personalaufwand 108 31 700
Finanzerträge
Erträge des Plansvermögens (nicht saldierbar) -2 -2 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge -2 -2 0
Finanzaufwendungen
Zinsaufwand Pensionsverpflichtung 111 89 89
Erträge des Plansvermögens (saldierbar) -31 -25 -25
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 80 64 64
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst 186 93 764
Gewinn/Verlust aus Neubewertung der Pensions verpflichtung
aufgrund Änderung finanzieller Annahmen
25 669 0
Ertrag/Aufwand aus Planvermögen ohne Zinserträge 19 2 0
Im sonstigen Ergebnis erfasst 44 671 0

Die gewichtete durchschnittlich erwartete Laufzeit der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen stellt sich jeweils wie folgt dar:

ANZAHL DER VERSORGUNGSEMPFÄNGER aktive
Mitarbeiter
ehemalige
Mitarbeiter
Rentner Gesamt
Stand am 31.12.2013 22,6 18,7 11,9 20,1
Stand am 31.12.2012 23,5 19,0 12,0 20,6

Für Pensionsverpflichtungen des fortgeführten Geschäfts wurden im Allgeier Konzern zum 31. Dezember 2013 Rückstellungen in Höhe von 1.256 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.190 Tsd. Euro) und Aktivposten für nicht verpfändete Guthaben bei Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 31 Tsd. Euro (Vorjahr: 54 Tsd. Euro) gebildet. Die Beträge lassen sich wie folgt überleiten:

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN (in Tsd. Euro) 2013 2012 nach
retrospektiver
Anpassung
2012 wie
ursprünglich
berichtet
Überleitung Anwartschaftsbarwert:
Anwartschaftsbarwert am 01.01. 3.062 1.316 1.316
Veränderung Konsolidierungskreis 0 957 957
Dienstzeitaufwand 108 68 68
Zinsaufwand 111 89 89
Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste 26 669 669
davon aus finanziellen Annahmen 58 610 610
davon aus erfahrungsbedingten Berichtigungen -32 59 59
Pensionszahlungen -39 -37 -37
Abgänge 0 0 0
Anwartschaftsbarwert am 31.12. 3.268 3.062 3.062
Aufgegebenes Geschäft -1.341 0 0
Anwartschaftsbarwert am 31.12.
des fortgeführten Geschäfts
1.927 3.062 3.062
Überleitung Planvermögen:
Planvermögen zum Zeitwert am 01.01. 926 362 362
Veränderung Konsolidierungskreis 0 380 380
Erträge des Fondsvermögens 33 27 25
Beiträge durch Arbeitgeber 102 167 167
Gezahlte Versorgungsleistungen -9 -8 -8
Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste -19 -2 0
Abgänge 0 0 0
Planvermögen zum Zeitwert am 31.12. 1.033 926 926
Aufgegebenes Geschäft -331 0 0
Planvermögen zum Zeitwert am 31.12.
des fortgeführten Geschäfts
702 926 926
Nettoverpflichtung zum 31.12.
des fortgeführten Geschäfts
1.225 2.136 2.136
davon Rückstellungen für Pensionen 1.256 2.190 2.190
davon Vermögenswert 31 54 54

19. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt: (siehe unten)

Die Bewertung der variablen Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben, deren tatsächliche Höhe noch nicht feststeht und von Bedingungen abhängt, erfolgt mit ihren voraussichtlichen zukünftigen Zahlungen auf der Grundlage der Planungsrechnungen der Gesellschaften sowie den zwischen den Parteien geschlossenen Vereinbarungen. Sollten die bedingten Kaufpreisanteile höher oder niedriger ausfallen oder vollständig entfallen, werden die aus den Anpassungen der Kaufpreisverbindlichkeiten resultierenden Unterschiede als Erträge oder Aufwendungen in der Gesamtergebnisrechnung verbucht. Die langfristigen Kaufpreisverbindlichkeiten werden mit dem Barwert ihrer voraussichtlichen zukünftigen Auszahlungen angesetzt. Als Zinssätze werden von der Bundesbank veröffentlichte Marktzinssätze verwendet. Für die Bewertung der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2013 bewegten sich die Zinssätze in Abhängigkeit der Laufzeiten zwischen 3,37% (Vorjahr: 3,72%) und 3,65% (Vorjahr: 4,33%). Der Nominalwert der langfristigen Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von 11.142 Tsd. Euro (Vorjahr: 20.658 Tsd. Euro) belief sich am 31. Dezember 2013 auf 11.680 Tsd. Euro (Vorjahr: 23.016 Tsd. Euro). Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben Laufzeiten von zwischen einem und bis zu fünf Jahren.

In den ausstehenden Eingangsrechnungen werden die bis Buchungsschluss noch nicht eingegangenen Rechnungen für im Geschäftsjahr empfangene Lieferungen und Leistungen passiviert.

Die Verpflichtungen aus am Bilanzstichtag noch nicht verbrauchten und für das Geschäftsjahr den Mitarbeitern der Allgeier Gesellschaften gewährten Urlaubstage werden als Urlaubsverpflichtungen passiviert. Die Aufwendungen pro Urlaubstag werden aus dem individuellen Durchschnittsgehalt (ohne Einmalzahlungen) der Mitarbeiter des Geschäftsjahres einschließlich Sozialkosten errechnet. Ansprüche aus vorweg genommenen Urlaubstagen des Folgejahres werden nicht saldiert. Im Vorjahr wurde ein Teil der Urlaubsverpflichtungen in Höhe von 70 Tsd. Euro in den langfristigen Teil gegliedert.

Die versicherungsmathematischen Parameter, die zur Berechnung des Anwartschaftsbarwertes verwendet wurden und für die Änderungsrisiken bestehen, sind der Rechnungszinsfuß, die erwarteten jährlichen Gehaltserhöhungen von bezügeabhängigen Zusagen (Lohndynamik) sowie die jährliche Anhebung der laufenden Renten (Rentendynamik). Unter der Annahme, dass die übrigen Parameter konstant gehalten werden, verändert sich der Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen zum 31. Dezember 2013 gemäß nachfolgender Sensitivitätsanalyse:

(in Tsd. Euro) Erhöhung Minderung
Rechnungszinsfuß (1,00% Veränderung) -585 762
Lohndynamik (0,50% Veränderung) 74 -70
Rentendynamik (0,25% Veränderung) 80 -76

Die vorstehenden Sensitivitätsanalysen wurden mittels eines Verfahrens durchgeführt, das die Auswirkung realistischer Änderungen der wichtigsten Annahmen zum Ende des Berichtszeitraums auf die leistungsorientierte Verpflichtung extrapoliert.

Die Einzahlungen in den leistungsorientierten Versorgungsplan werden in 2014 voraussichtlich 102 Tsd. Euro (Vorjahr: 99 Tsd. Euro) betragen.

Für beitragsorientierte Versorgungszusagen wurden im Geschäftsjahr Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 11 Tsd. Euro (Vorjahr: 11 Tsd. Euro) geleistet.

SONSTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN (in Tsd. Euro)
Fortgeführtes Geschäft
31.12.2013
Aufgegebenes Gechäft
31.12.2013
Konzern
31.12.2013
Konzern
31.12.2012
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Variable Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben,
deren tatsächliche Höhe noch nicht feststeht
10.883 10.444 439 0 0 0 10.883 10.444 439 20.376 19.931 445
Ursprünglich variable Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben,
deren tatsächliche Höhe inzwischen feststeht
9.812 698 9.114 0 0 0 9.812 698 9.114 2.997 727 2.270
Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben, deren Höhe von Beginn an feststand 700 0 700 0 0 0 700 0 700 0 0 0
Kaufpreisverbindlichkeit aus der Call Option zum Erwerb der verbleibenden Anteile der Innocate 776 0 776 0 0 0 776 0 776 0 0 0
Ausstehende Eingangsrechnungen 4.329 0 4.329 -341 0 -341 4.670 0 4.670 4.642 0 4.642
Urlaubsverpflichtungen 3.916 69 3.847 -170 0 -170 4.086 69 4.017 3.815 70 3.745
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.015 0 2.015 -1.207 0 -1.207 3.222 0 3.222 2.069 0 2.069
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 3.831 0 3.831 -214 0 -214 4.045 0 4.045 3.889 0 3.889
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 1.043 458 585 0 0 0 1.043 458 585 1.292 654 638
Arbeitszeitkonten 728 0 728 -233 0 -233 961 0 961 1.058 0 1.058
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 882 0 882 0 0 0 882 0 882 625 0 625
Kreditorische Debitoren 205 0 205 -30 0 -30 235 0 235 224 0 224
Derivative Finanzinstrumente 805 0 805 0 0 0 805 0 805 113 0 113
Übrige 876 361 515 -85 0 -85 961 361 600 1.177 0 1.177
40.801 12.030 28.771 -2.280 0 -2.280 43.081 12.030 31.051 42.277 21.382 20.895

Die Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt enthalten die im Januar 2014 fälligen und auf das Jahr 2013 zurückzuführenden Zahlungsverpflichtungen für Lohn- und Kirchensteuer.

Die Arbeitszeitkonten zeigen die Verpflichtungen aus Zeitsalden der Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter der Konzerngesellschaften. Die Bewertung der Zeitkonten erfolgt mit den individuellen Durchschnittsgehältern der Mitarbeiter einschließlich Sozialkosten ohne Berücksichtigung von Urlaubs-, Krankheitszeiten und Feiertagen sowie Einmalzahlungen.

20. Andere Verbindlichkeiten

Die anderen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

ANDERE VERBINDLICHKEITEN (in Tsd. Euro)
Fortgeführtes Geschäft
31.12.2013
Aufgegebenes Gechäft
31.12.2013
Konzern
31.12.2013
Konzern
31.12.2012
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer 4.241 0 4.241 0 0 0 4.241 0 4.241 4.224 0 4.224
Rechnungsabgrenzung 5.379 119 5.260 -1.698 -557 -1.141 7.077 676 6.401 6.832 756 6.076
Sonstige 35 0 35 0 0 0 35 0 35 0 0 0
9.655 119 9.536 -1.698 -557 -1.141 11.353 676 10.677 11.056 756 10.300

21. Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

ANDERE RÜCKSTELLUNGEN (in Tsd. Euro)
Fortgeführtes Geschäft
31.12.2013
Aufgegebenes Gechäft
31.12.2013
Konzern
31.12.2013
Konzern
31.12.2012
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Gesamt davon
langfristig
davon
kurzfristig
Tantiemen und Gratifikationen 7.253 0 7.253 -1.335 0 -1.335 8.588 0 8.588 8.301 0 8.301
Jahresabschluss 1.012 0 1.012 -50 0 -50 1.062 0 1.062 920 0 920
Risiken Sozialversicherung 965 0 965 0 0 0 965 0 965 1.004 0 1.004
Berufsgenossenschaft 625 0 625 -96 0 -96 721 0 721 865 0 865
Gratuity Verpflichtung 507 409 98 0 0 0 507 409 98 374 277 97
Aufbewahrung 350 294 56 -43 0 -43 393 294 99 358 294 64
Abfindungen 261 0 261 0 0 0 261 0 261 1.546 28 1.518
Gewährleistungen 218 0 218 -4 0 0 222 0 222 1.575 0 1.575
Schwerbehindertenabgabe 67 0 67 -14 0 -14 81 0 81 94 0 94
Passivierte Eventualschulden aus Kaufpreisallokationen 0 0 0 -748 0 -748 748 0 748 758 0 758
Risiken aufgegebenes Geschäft 0 0 0 0 0 0 0 0 0 500 0 500
Sonstige 895 63 832 -352 0 -356 1.247 63 1.184 849 86 763
12.153 766 11.387 -2.642 0 -2.642 14.795 766 14.029 17.144 685 16.459

Bei den indischen Tochtergesellschaften bestehen Verpflichtungen für zukünftige Abfindungszahlungen an Mitarbeiter (Gratuity Verpflichtungen), die bei Ausscheiden unabhängig von einer Kündigung durch Arbeitgeber bzw. Arbeitnehmer fällig werden. Diese Abfindungszahlungen stellen einen leistungsorientierten Versorgungsplan nach IAS 19 dar und werden durch ein versicherungsmathematisches Gutachten bewertet. Bei der Berechnung des Anwartschaftsbarwertes nach versicherungsmathematischen Grundsätzen werden landesspezifische Sterbetafeln für Indien und die folgenden allgemeinen Parameter zugrunde gelegt:

Rechnungszinsfuß
Gehaltssteigerung p.a.
Fluktuation p.a.
(in Tsd. Euro) 31.12.2013 31.12.2012
Rechnungszinsfuß 8,50% 8,35%
Gehaltssteigerung p.a. 12,00% 12,00%
Fluktuation p.a. 20,00% 25,00%
Verbleibende Dienstzeit bis Renteneintritt in Jahren 31,2 31,8

Die anderen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

ANDERE RÜCKSTELLUNGEN (in Tsd. Euro)
Stand
31.12.2012
Zugang zum
Konsolidierungskreis
Verbrauch Auflösung Abgang in
At-Equity
Zuführung Währungs
differenzen
Konzern Aufgegebenes
Geschäft
Fortgeführtes
Geschäft
Tantiemen und Gratifikationen 8.301 582 -7.068 -248 0 7.140 -119 8.588 -1.335 7.253
Jahresabschluss 920 32 -688 -96 -2 898 -2 1.062 -50 1.012
Risiken Sozialversicherung 1.004 0 -39 0 0 0 0 965 0 965
Berufsgenossenschaft 865 0 -720 -142 0 718 0 721 -96 625
Gratuity Verpflichtung 374 0 -40 0 0 238 -65 507 0 507
Aufbewahrung 359 35 -10 0 -7 20 -4 393 -43 350
Abfindungen 1.546 0 -737 -743 0 197 -2 261 0 261
Gewährleistungen 1.575 29 -243 -1.238 0 100 -1 222 -4 218
Schwerbehindertenabgabe 94 0 -59 0 0 46 0 81 -14 67
Passivierte Eventualschulden aus Kaufpreisallokationen 758 0 -10 0 0 0 0 748 -748 0
Risiken aufgegebenes Geschäft 500 0 -500 0 0 0 0 0 0 0
Sonstige 849 307 214 -190 0 127 -60 1.247 -352 895
17.144 985 -9.900 -2.657 -9 9.484 -252 14.795 -2.642 12.153

Die Rückstellung für Tantiemen und Gratifikationen werden für vereinbarte leistungsabhängige Vergütungsbestandteile an das Management und an Mitarbeiter der Allgeier Gesellschaften gebildet.

Die Rückstellung für Jahresabschlusskosten beinhaltet externe und interne Kosten, die im Rahmen der Erstellung und Prüfung der Jahresabschlüsse und des Konzernabschlusses sowie der Steuererklärungen voraussichtlich anfallen. Bei den internen Aufwendungen wurden die direkten Kosten für das eigene Personal zuzüglich Sozialkosten angesetzt. Darüber hinaus beinhaltet diese Position zeitanteilige Rechts- und Beratungskosten, die voraussichtlich im Rahmen von zukünftigen Betriebsprüfungen anfallen. Der Effekt aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf 2 Tsd. Euro.

Die Rückstellung für Sozialversicherung umfasst Verpflichtungen aus möglichen Nachzahlungen von Sozialversicherungsbeiträgen aufgrund noch nicht abgeschlossener Gerichtsverfahren.

22. Finanzinstrumente

Die Buch- und Marktwerte der Finanzinstrumente gliedern sich nach Bilanzpositionen, Klassen und Bewertungskategorien wie folgt:

BUCH- UND MARKTWERTE DER FINANZINSTRUMENTE (in Tsd. Euro)
Anschaffungskosten bewertet Zu fortgeführten Erfolgswirksam Erfolgsneutral
31.12.2013 Marktwert Buchwert zum Fair Value
bewertet
zum Fair Value
bewertet
Buchwert
gesamt
Sonstige Finanzanlagen 23 23 0 0 23
Beteiligungen 23 23 0 0 23
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
73.268 73.268 0 0 73.268
Kredite und Forderungen 73.268 73.268 0 0 73.268
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 6.815 6.815 123 2.739 9.677
Kredite und Forderungen 6.815 6.815 0 0 6.815
Derivate (Stufe 2) 0 0 123 0 123
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere
(Stufe 1)
0 0 0 2.739 2.739
Zahlungsmittel und
kurzfristige Einlagen
46.653 46.653 0 0 46.653
Kredite und Forderungen 46.653 46.653 0 0 46.653
Finanzielle Vermögenswerte 126.759 126.759 123 2.739 129.621
Finanzschulden 75.546 75.546 0 0 75.546
Sonstige Verbindlichkeiten 75.546 75.546 0 0 75.546
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
29.403 29.403 0 0 29.403
Sonstige Verbindlichkeiten 29.403 29.403 0 0 29.403
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
19.280 19.280 21.521 0 40.801
Sonstige Verbindlichkeiten 18.237 18.237 0 18.237
Bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten
(Stufe 3)
0 0 20.717 0 20.717
Derivate (Stufe 2) 0 0 804 0 804
Leasingverhältnisse 1.043 1.043 0 0 1.043
Finanzielle Verbindlichkeiten 124.229 124.229 21.521 0 145.750
h nach Bilanzpositionen, Klassen und Bewertungskategorien

Die Abfindungsverpflichtung sowie die Erträge und Aufwendungen aus der Veränderung Abfindungsverpflichtung lassen sich wie folgt überleiten:

ABFINDUNGSVERPFLICHTUNG (in Tsd. Euro) 2013 2012 nach
retrospektiver Anpassung
2012 wie
ursprünglich berichtet
Anwartschaftsbarwert am 01.01. 374 347 347
Gewinn- und Verlustrechnung
Dienstzeitaufwand 135 95 95
Zinsaufwand 28 29 29
Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste 0 0 -61
163 124 63
Sonstiges Ergebnis
Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste 75 -61 0
davon aus finanziellen Annahmen 31 -44 0
davon aus erfahrungsbedingten Berichtigungen 44 -17 0
Auszahlung bei Ausscheiden -40 -32 -32
Währung -65 -4 -4
Anwartschaftsbarwert am 31.12. 507 374 374

Veränderungen der versicherungsmathematischen Parameter wirken sich nur unwesentlich auf den Anwartschaftsbarwert aus.

Im Vorjahr wurde gegenüber dem ursprünglichen Ausweis ein Teil der Gratuity Verpflichtungen in Höhe von 277 Tsd. Euro in den langfristigen Teil gegliedert.

Die Rückstellung für Aufbewahrung deckt die Kosten für die gesetzliche Aufbewahrungsverpflichtung ab. Die Berechnung orientiert sich an einer Lagermiete für eine 10-jährige Aufbewahrungszeit mit einer Abzinsung auf Basis eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten sieben Jahre.

In der Rückstellung für Abfindungen werden Abfindungen und Gehaltsfortzahlungen für ausgeschiedene Mitarbeitern passiviert.

In den Gewährleistungen sind Rückstellungen für einzeln erfasste Gewährleistungsansprüche erfasst.

Die passivierten Eventualschulden aus Kaufpreisallokationen betreffen ein Haftungsrisiko, das auf den Erwerb der nun im aufgegebenen Geschäft geführten Tochtergesellschaft zurückgeht.

Die langfristigen anderen Rückstellungen beinhalten keine nennenswerten Effekte aus Aufzinsungen aufgrund Zeitablaufs und der Änderungen von Zinssätzen.

Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten sind nach drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten nach IFRS 7, Finanzinstrumente, wie folgt zugeordnet:

ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN (in Tsd. Euro)
31.12.2013 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten 0 0 20.717 20.717
Derivate 0 0 0 0
0 0 20.717 20.717
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten 0 0 0 0
Derivate 0 804 0 804
0 804 0 804
ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN (in Tsd. Euro)
31.12.2012 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN (in Tsd. Euro)
31.12.2012 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten 0 0 21.952 21.952
Derivate 0 30 0 30
0 30 21.952 21.982
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten 0 0 666 666
Derivate 0 83 0 83
0 83 666 749

Bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten 0 0 666 666 Derivate 0 83 0 83

Weder im Geschäftsjahr 2013 noch im Vorjahr wurden Umklassifizierungen zwischen den Bewertungskategorien vorgenommen.

BUCH- UND MARKTWERTE DER FINANZINSTRUMENTE (in Tsd. Euro)
Anschaffungskosten bewertet Zu fortgeführten Erfolgswirksam Erfolgsneutral
31.12.2012 Marktwert Buchwert zum Fair Value
bewertet
zum Fair Value
bewertet
Buchwert
gesamt
Sonstige Finanzanlagen 24 24 0 0 24
Beteiligungen 24 24 0 0 24
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
76.401 76.401 0 0 76.401
Kredite und Forderungen 76.401 76.401 0 0 76.401
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 14.168 14.168 0 5.154 19.322
Kredite und Forderungen 14.168 14.168 0 0 14.168
Derivate (Stufe 2) 0 0 0 89 89
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere
(Stufe 1)
0 0 0 5.065 5.065
Zahlungsmittel und
kurzfristige Einlagen
38.939 38.939 0 0 38.939
Kredite und Forderungen 38.939 38.939 0 0 38.939
Finanzielle Vermögenswerte 129.532 129.532 0 5.154 134.686
Finanzschulden 73.782 73.782 0 0 73.782
Sonstige Verbindlichkeiten 73.782 73.782 0 0 73.782
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
33.347 33.347 0 0 33.347
Sonstige Verbindlichkeiten 33.347 33.347 0 0 33.347
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
19.546 19.546 21.982 749 42.277
Sonstige Verbindlichkeiten 18.253 18.253 18.253
Bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten
(Stufe 3)
21.952 666 22.618
Derivate (Stufe 2) 0 0 30 83 113
Leasingverhältnisse 1.293 1.293 0 0 1.293
Finanzielle Verbindlichkeiten 126.675 126.675 21.982 749 149.406

Die Hierarchiestufen der beizulegenden Zeitwerte und die Anwendung auf die Finanzinstrumente beschreibt der Allgeier Konzern wie folgt:

Stufe 1: Notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten auf aktiven Märkten

Stufe 2: Andere Bewertungsfaktoren, die für Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten direkt oder indirekt beobachtbar sind oder sich aus Preisen auf einem Markt ableiten lassen

Stufe 3: Bewertungsfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus zukünftigen Zahlungsströmen schließt der Allgeier Konzern Devisentermingeschäfte ab. Bei Vertragsabschluss wird festgelegt, ob das Derivat der Absicherung künftiger Zahlungsströme (Cash Flow Hedge) dient. Mittels eines Cash Flow Hedge werden künftige Zahlungsströme aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Die Devisentermingeschäfte erfüllen nicht immer die Voraussetzungen für eine Bilanzierung als Sicherungsgeschäft, obwohl sie bei wirtschaftlicher Betrachtung eine Sicherung darstellen.

Bei der Nagarro Gruppe werden die Währungen Euro (EUR) und US Dollar (USD), in denen die erbrachten Leistungen im Wesentlichen an die Endkunden fakturiert werden, in indische Rupien (INR), in denen die Bezugskosten (Personalaufwendungen und Einkauf von Fremdleistungen) anfallen, getauscht. Die Laufzeit der Devisentermingeschäfte liegt jeweils unter einem Jahr. Die im Vorjahr abgeschlossenen Termingeschäfte wurden nach den Bestimmungen des Cash Flow Hedge abgebildet und sind im Geschäftsjahr 2013 ausgelaufen. Für die in 2013 abgeschlossenen Geschäfte wurden keine Sicherungsbeziehungen designiert.

Darüber hinaus hat der Allgeier Konzern Devisentermingeschäfte über den Austausch von Euro (EUR) in US Dollar (USD) über nominal 12 Mio. USD abgeschlossen. Die Verträge laufen zum 31. März 2015 aus. Da die Voraussetzungen für die Anwendung von Hedge Accounting nach IAS 39 nicht gegeben sind, wurden Wertveränderungen dieser Termingeschäfte vollständig über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Zusammenfassend stellen sich die Devisentermingeschäfte wie folgt dar:

DEVISENTERMINGESCHÄFTE (in Tsd. Euro)
31.12.2012
Nominal Aktiva Passiva Nominal Aktiva Passiva
Cash Flow Hedge
INR / EUR - 0 0 3.900 Tsd. EUR 0 83
INR / USD - 0 0 2.750 Tsd. USD 89 0
0 0 89 83
Übrige
INR / EUR 4.350 Tsd. EUR 18 255 - 0 0
INR / USD 12.000 Tsd. USD 105 285 - 0 0
EUR / USD 12.000 Tsd. USD 0 264 - 0 0
123 804 89 83

Soweit die Erträge bzw. Aufwendungen für die Devisentermingeschäfte steuerlich anerkannt werden, wurden latente Steuern abgegrenzt. Der Cash Flow Hedge wird in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen ausgewiesen. Er hat sich vor Abgrenzung von latenten Steuern wie folgt entwickelt:

(in Tsd. Euro) 2013 2012
Stand am 01.01. 6 101
Zugang erfolgsneutral 0 6
Abgang erfolgswirksam -6 -101
Stand am 31.12. 0 6

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in Stufe 3 kategorisierten Finanzinstrumente:

IN STUFE 3 KATEGORISIERTE FINANZINSTRUMENTE (in Tsd. Euro)
Erfolgswirksam zum beizule
genden Zeitwert bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgsneutral zum beizule
genden Zeitwert bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten
Gesamt
Stand am 31.12.2011 24.811 465 25.276
Zugänge 3.033 366 3.399
Erfolgswirksam erfasste Fair Value-Änderungen -2.185 0 -2.185
Abgänge durch Zahlung -3.570 -180 -3.750
Zinseffekt 300 15 315
Wechselkursänderungen -437 0 -437
Stand am 31.12.2012 21.952 666 22.618
Zugänge 996 0 996
Erfolgswirksam erfasste Fair Value-Änderungen -773 0 -773
Abgänge durch Zahlung -2.345 -666 -3.011
Zinseffekt 1.655 0 1.655
Wechselkursänderungen -768 0 -768
Stand am 31.12.2013 20.717 0 20.717

Die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten erfolgte auf der Grundlage der verabschiedeten Planungen der Gesellschaften. Die nach den Planungen erwarteten Ergebnisse für die Zukunftsjahre wurden den in den Kaufverträgen vereinbarten Zielergebnissen gegenübergestellt und daraus der Fair Value der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit bestimmt. Die im Geschäftsjahr 2013 erfolgswirksam erfassten Fair Value-Änderungen betrafen Erträge aus Ausbuchungen von bedingten Kaufpreisanteilen aus dem Erwerb der b+m AG in Höhe von 404 Tsd. Euro, der GEMED in Höhe von 333 Tsd. Euro, der AX Solutions in Höhe von 73 Tsd. Euro und einen Aufwand aus dem Erwerb der S&F in Höhe von 37 Tsd. Euro, nachdem die den passivierten Verbindlichkeiten zugrunde gelegenen Ziele nicht oder nur teilweise erreicht wurden bzw. im Falle der S&F nach oben korrigiert werden mussten.

Für die beizulegenden Zeitwerte der bedingten Gegenleistungen hat eine Änderung der Inputfaktoren, unter Beibehaltung der anderen Inputfaktoren, die nachstehenden Auswirkungen:

GEWINN ODER VERLUST (in Tsd. Euro)
Erhöhung Minderung
Änderung der Dienstleistungsumsätze der S&F, 10% gegenüber Plan -81 81
Änderung des Abzinsungszinssatzes um 1%-Punkt 205 -97
Änderung des EBITs der Nagarro Gruppe, 10% gegenüber Plan 0 1.558
Änderung des USD-Wechselkurses um 10% von 1,38 auf 1,51 bzw. 1,24 USD/EUR 392 -1.405
Änderung des CHF-Wechselkurses und 10% von 1,23 auf 1,35 bzw. 1,10 CHF/EUR 20 -24
Änderung des gewichteten Mittels der Zielgrößen für den Earn Out der Opus um 10% 0 33
AUSWIRKUNG (in Tsd. Euro) Gewinn- und Verlustrechnung Eigenkapital
31.12.13 5% Erhöhung 5% Verminderung 5% Erhöhung 5% Verminderung
INR 653 -653 653 -653
USD 0 0 0 0
31.12.12
INR 0 0 299 -299
USD 0 0 -104 104

Darüber hinaus bestand bei einer im Vorjahr erworbenen Tochtergesellschaft ein Zinsswap über nominal 600 Tsd. Euro, der variable Zinsen in feste Zinsen tauschte. Der Zinsswap diente zur Absicherung eines möglichen Zinsanstiegs der durchschnittlichen Inanspruchnahme des Kontokorrentkreditrahmens. Seit Konzernzugehörigkeit zu Allgeier war wegen alternativer konzerninterner Finanzierungsmöglichkeiten der direkte Sicherungszusammenhang zur Kontokorrentlinie entfallen, so dass Wertveränderungen des Zinsswaps über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden. Der Zinsswap ist im Geschäftsjahr 2013 ausgelaufen (Vorjahr: Marktwert des Zinsswaps -30 Tsd. Euro).

Die nachfolgende Sensitivitätsanalyse (siehe rechts) zeigt die Auswirkungen der Devisentermingeschäfte auf die Gewinnund Verlustrechnung sowie das Eigenkapital, falls sich jeweils eine der Währungen indische Rupien (INR) oder US-Dollar (USD) um 5% gegenüber der Konzernwährung Euro erhöht oder vermindert. In der Analyse wird unterstellt, dass alle anderen Einflussfaktoren wie die übrigen Währungen oder der Zinssatz konstant bleiben.

Die Nettogewinne und -verluste aus den Finanzinstrumenten setzen sich wie folgt zusammen:

2013 2012 nach retrospektiver Anpassung
NETTOGEWINNE UND -VERLUSTE AUS DEN FINAN
ZINSTRUMENTEN (in Tsd. Euro)
Sonstige
betriebliche
Erträge
Sonstige be
triebliche Auf
wendungen
Finanzerträge Finanz
aufwendungen
Gesamt Sonstige
betriebliche Erträge
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
Finanzerträge Finanz
aufwendungen
Gesamt
Konzern
Barmittel 0 0 204 0 204 0 0 392 0 392
Kredite und Forderungen 688 -1.528 1 0 -839 1.010 -645 1 0 366
davon aus Wertminderungen 0 -840 0 0 -840 0 -197 0 0 -197
Übertragene finanzielle Vermögenswerte,
die die Voraussetzung einer Ausbuchung
nicht erfüllen (ABS-Programm)
0 0 0 0 0 382 -170 1 -170 43
Factoring 0 0 0 -243 -243 0 0 0 -41 -41
Derivative Finanzinstrumente 134 -1.609 0 0 -1.475 0 1 0 0 1
Wertpapiere 110 -46 243 -155 152 0 -18 128 0 110
Leasingverhältnisse 0 0 0 -69 -69 0 0 0 -88 -88
Finanzielle Verbindlichkeiten
zum beizulegenden Zeitwert
1.597 -40 0 -1.655 -98 2.639 -147 0 -303 2.189
Sonstige Verbindlichkeiten 0 -350 0 -2.530 -2.880 317 -613 0 -2.743 -3.039
Summe Nettogewinn-/
verlust aus Finanzinstrumenten
2.529 -3.573 448 -4.652 -5.248 4.348 -1.592 522 -3.345 -67
Aufgegebenes Geschäft
Barmittel 0 0 3 0 3 0 0 4 0 4
Kredite und Forderungen 65 -1 0 0 64 0 0 -116 0 -116
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 -78 -78 0 0 0 -50 -50
Summe Nettogewinn-/
verlust aus Finanzinstrumenten
65 -1 3 -78 -11 0 0 -112 -50 -162
Fortgeführtes Geschäft
Barmittel 0 0 201 0 201 0 0 388 0 388
Kredite und Forderungen 623 -1.527 1 0 -903 1.010 -645 117 0 482
davon aus Wertminderungen 0 -840 0 0 -840 0 -197 0 0 -197
Übertragene finanzielle Vermögenswerte,
die die Voraussetzung einer Ausbuchung
nicht erfüllen (ABS-Programm)
0 0 0 0 0 382 -170 1 -170 43
Factoring 0 0 0 -243 -243 0 0 0 -41 -41
Derivative Finanzinstrumente 134 -1.609 0 0 -1.475 0 1 0 0 1
Wertpapiere 110 -46 243 -155 152 0 -18 128 0 110
Leasingverhältnisse 0 0 0 -69 -69 0 0 0 -88 -88
Finanzielle Verbindlichkeiten
zum beizulegenden Zeitwert
1.597 -40 0 -1.655 -98 2.639 -147 0 -303 2.189
Sonstige Verbindlichkeiten 0 -350 0 -2.452 -2.802 317 -613 0 -2.693 -2.989
Summe Nettogewinn-/
verlust aus Finanzinstrumenten
2.464 -3.572 445 -4.574 -5.237 4.348 -1.592 634 -3.295 95

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sind die Ergebnisse der neu erworbenen Tochtergesellschaften zeitanteilig ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung enthalten.

23. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE (in Tsd. Euro) Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebenes
Geschäft
Konzern
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Versteuerung Sachbezüge Mitarbeiter 1.345 1.298 522 538 1.867 1.836
Erträge aus Währungsumrechnung 1.381 734 35 37 1.416 771
Auflösung von Verbindlichkeiten
aus Unternehmenserwerben
810 2.185 0 0 810 2.185
Verbrauch und Auflösung
von Wertberichtigungen auf Forderungen
551 624 58 0 609 624
Auflösung von Rückstellungen 2.475 347 182 0 2.657 347
Erträge aus Sicherungsinstrumenten 134 0 0 0 134 0
Eingang abgeschriebener Forderungen 75 386 4 0 79 386
Sonstige 1.342 1.022 238 115 1.580 1.137
8.113 6.596 1.039 690 9.152 7.286

24. Materialaufwand

Der Materialaufwand gliedert sich wie folgt:

MATERIALAUFWAND (in Tsd. Euro) Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebenes
Geschäft
Konzern
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 30.051 32.251 28.561 21.299 58.612 53.550
Bezogene Leistungen 160.277 159.614 6.244 5.680 166.521 165.294
190.328 191.865 34.805 26.979 225.133 218.844

Die bezogenen Leistungen umfassen externe Mitarbeiter und Subunternehmer, welche projektbezogen engagiert werden oder im Rahmen der Rekrutierung und Vermittlung von IT-Spezialisten und Ingenieuren bei anderen Unternehmen eingesetzt werden.

25. Personalaufwand

Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt:

PERSONALAUFWAND (in Tsd. Euro) Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebenes
Geschäft
Konzern
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Löhne und Gehälter 137.818 110.539 12.629 12.518 150.447 123.057
Tantiemen und Gratifikationen 8.697 5.099 1.181 1.335 9.878 6.434
Sozialaufwendungen 23.183 16.568 2.209 2.390 25.392 18.958
169.698 132.206 16.019 16.243 185.717 148.449

Die Anzahl der im Allgeier Konzern beschäftigten Mitarbeiter nach Tätigkeitsbereichen ist wie folgt:

BESCHÄFTIGTE MITARBEITER Fortgeführtes
Geschäft
Geschäft Aufgegebenes Konzern
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Durchschnitt:
Tätig für Kundenaufträge 3.414 2.496 203 193 3.617 2.689
Tätig in anderen Bereichen 755 648 54 61 809 709
4.169 3.144 257 254 4.426 3.398
Stichtag:
Tätig für Kundenaufträge 3.593 3.239 208 188 3.801 3.427
Tätig in anderen Bereichen 814 731 54 56 868 787
4.407 3.970 262 244 4.669 4.214

Die Ermittlung der Durchschnittswerte erfolgte auf Basis der Mitarbeiterzahlen am 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember. In der Anzahl der angestellten Mitarbeiter sind Vorstände, Geschäftsführer und Auszubildende enthalten. In der Anzahl der Mitarbeiter sind 55 Mitarbeiter (Vorjahr: 40 Mitarbeiter) enthalten, die nicht bei der Gesellschaft angestellt, aber wirtschaftlich dem Allgeier Konzern zuzurechnen sind.

Im Allgeier Konzern fielen für nicht aktivierungsfähige Tätigkeiten für Produktpflege und Produktweiterentwicklung Kosten in Höhe von 1.251 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.503 Tsd. Euro) an.

26. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
(in Tsd. Euro)
Fortgeführtes
Geschäft
Geschäft Aufgegebenes Konzern
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Grundstück- und Gebäudekosten 8.622 6.888 872 997 9.494 7.885
Reisekosten 6.052 5.132 547 704 6.599 5.836
Fahrzeugkosten 4.445 3.966 1.404 1.388 5.849 5.354
Sonstige Personalkosten 2.219 1.483 274 331 2.493 1.814
Kommunikationskosten 1.997 1.797 220 305 2.217 2.102
Werbekosten 1.985 2.126 75 95 2.060 2.221
Rechts- und Beratungskosten 1.900 1.979 57 166 1.957 2.145
Aufwendungen aus Sicherungsintrumenten 1.609 0 0 0 1.609 0
Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf Forderungen
1.527 529 1 116 1.528 645
Dienstleistungen 1.478 1.404 142 363 1.620 1.767
Versicherungen, Beiträge 1.417 1.187 82 86 1.499 1.273
Vertriebseinzelkosten 1.154 1.342 230 170 1.384 1.512
Jahresabschlusskosten 920 814 20 38 940 852
Instandhaltung 921 786 120 208 1.041 994
Kursverluste aus Zahlungsverkehr
und Stichtagsumrechnung
531 707 53 53 584 760
Bewirtungskosten 485 482 23 35 508 517
Bürobedarf 452 383 51 57 503 440
Aufsichtsratsvergütung 445 433 0 0 445 433
Finanzierungskosten 349 175 0 0 349 175
Kosten aus Akquisetätigkeiten 143 948 0 0 143 948
Übrige 3.408 2.013 238 326 3.646 2.339
42.059 34.574 4.409 5.438 46.468 40.012

Aktienbasiertes Vergütungsprogramm

Ziel des im Allgeier Konzern eingeführten Aktienoptionsprogramms ist es, Führungskräfte zusätzlich mit langfristig wirkenden Vergütungsbestandteilen zu motivieren. Als Unterlegung für die Ermächtigung zur Ausgabe von insgesamt bis zu 750.000 Optionsrechte zum Bezug von jeweils einer Stückaktie der Allgeier SE wurde im Rahmen des Aktienoptionsplans das Grundkapital um nominal bis zu 750 Tsd. Euro bedingt erhöht.

Am 19. November 2012 wurde eine Tranche von 460.000 Optionsrechten an Führungskräfte ausgegeben. Der Ausübungspreis dieser Optionen entspricht gemäß den Bedingungen des Aktienoptionsplans einem Aufschlag von 10% auf den durchschnittlichen Aktienkurs der letzten fünf Tage vor dem Tag der Gewährung. Die erste Ausübung der gewährten Optionen ist frühestens vier Jahre nach Ausgabe möglich (Ausübungssperre). Danach ist die Ausübung der Optionen im Regelfall beschränkt auf einen Zeitraum von jeweils zwei Wochen nach der ordentlichen Hauptversammlung sowie nach Veröffentlichung von Jahres-, Halbjahres- und Quartalszahlen. Zudem beinhalten die Optionsbedingungen eine Ausübungsbegrenzung (Cap), der je Bezugsberechtigen die maximale Anzahl der ausgeübten Optionen auf einen Ausübungsgewinn (Aktienkurs abzüglich Ausübungspreis) von 1,0 Mio. Euro pro Kalenderjahr beschränkt. Darüber hinaus bestehen zur Vermeidung von Verwässerungseffekten Anpassungen des Ausübungspreises bei Kapitalveränderungen und bei Ausschüttungen, die das Ergebnis je Aktie (ohne Berücksichtigung der Veräußerung von Gesellschaften) übersteigen. Die Optionsrechte verfallen zehn Jahre nach der Ausgabe bzw. Gewährung.

Der für die Bilanzierung nach IFRS relevante Gesamtwert der im Geschäftsjahr 2012 gewährten Aktienoptionen wurde zum Ausgabetag mit Hilfe eines Optionspreis-Bewertungsmodells bestimmt. Die Aufwandsermittlung erfolgte durch ein mehrstufiges Binomialmodell (Cox-Ross-Rubinstein Modell). Bei der Aufwandsermittlung für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 wurden die folgenden Bewertungsparameter zugrunde gelegt:

PARAMETER DES
BINOMIALMODELLS
2013 2012
Ausübungskurs je Aktie 10,78 Euro 10,89 Euro
Erwartete Volatilität
der Aktie
41,16% 41,16%
Risikofreier Zins 1,30% 1,30%

Die erwartete Volatilität entspricht der annualisierten historischen Standardabweichung der fortlaufend verzinsten Aktienrenditen. Die Schätzung der Volatilität basiert auf einer statistischen Analyse der Aktienkurse einschließlich Berücksichtigung von Dividendenzahlungen auf Wochenbasis über einen mittleren erwarteten Zeitraum der Optionsausübung von sieben Jahren. Zukünftig zu erwartende Dividendenzahlungen sind ebenfalls in das Bewertungsmodell eingeflossen. Aus der Bewertung des Optionsprogrammes ergab sich im Ge-

schäftsjahr 2012 ein Personalaufwand von 2.021 Tsd. Euro. Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 18. Juni 2013 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie auszuschütten. Gemäß den Optionsbedingungen ergibt sich dadurch im Geschäftsjahr 2013 bei einem unverwässerten Konzernergebnis vor Gewinn aus Veräußerung von 0,39 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2012 eine Anpassung des Ausübungspreises auf 10,78 Euro je Option. Die aktualisierte Bewertung des Optionsprogramms erfolgt mit dem neuen Ausübungspreis, im Übrigen jedoch mit den bisher zum Ausgabetag verwendeten Parametern. Daraus ergibt sich für das Geschäftsjahr 2013 ein zusätzlicher Personalaufwand von 14 Tsd. Euro.

Die Entwicklung der ausstehenden Aktienoptionsrechte sowie die betreffenden Ausübungspreise stellen sich wie folgt dar:

2013 2012
Ausübungspreis je Option
in Euro
Optionen
Stück
Ausübungspreis je Option
in Euro
Optionen
Stück
Gewährte Optionen - 0 10,89 460.000
Ausgeübte Optionen - 0 - 0
Verfallene Optionen - 0 - 0
Stand am 31.12. 10,78 460.000 10,89 460.000

Die zum 31. Dezember 2013 ausstehenden Aktienoptionsrechte verfallen am 19. November 2022.

28. Finanzerträge

Die Finanzerträge gliedern sich wie folgt:

FINANZERTRÄGE (in Tsd. Euro) Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebenes
Geschäft
Konzern
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Finanzerträge aus Bankenanleihen 243 128 0 0 243 128
Zinserträge aus Bankguthaben 201 388 3 4 204 392
Zinserträge aus At-equity-Beteiligungen 12 0 0 0 12 0
Sonstige Finanzerträge 70 26 1 26 71 52
526 542 4 30 530 572

29. Finanzierungsaufwendungen

Die Finanzierungsaufwendungen gliedern sich wie folgt:

FINANZIERUNGSAUFWENDUNGEN (in Tsd. Euro) Fortgeführtes
Geschäft
Geschäft Aufgegebenes Konzern
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Zinsen für Schuldscheindarlehen 2.143 1.880 0 0 2.143 1.880
Aufzinsung langfristige Verbindlichkeiten 1.655 303 0 0 1.655 303
Zinsen aus Factoring 243 33 0 0 243 33
Währungsverluste aus Wertpapieren 124 0 0 0 124 0
Zinsen aus Finanzierungsleasingverträgen 70 88 0 0 70 88
Zinsanteil aus Zuführung zu Pensionsrückstellungen 43 68 38 37 81 105
Kursverluste aus Wertpapieren 31 0 0 0 31 0
Zinsen für Vendor Darlehen 10 113 0 0 10 113
Zinsen für Genussrechte 0 389 0 0 0 389
Zinsen aus ABS Programm 0 177 0 0 0 177
Zinsen aus Akquisitionsfinanzierungen 0 115 0 0 0 115
Sonstige Zinsaufwendungen 562 292 41 19 603 311
4.881 3.458 79 56 4.960 3.514

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Honorare für den Abschlussprüfer des vorliegenden Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2013 wie folgt:

HONORARE
FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER (in Tsd. Euro)
Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebenes
Geschäft
Konzern
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Abschlussprüfungen 260 281 19 17 279 298
Steuerberatungsleistungen 76 57 1 4 77 61
Sonstige Leistungen 11 53 0 0 11 53
Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 33 7 0 0 33 7
380 398 20 21 400 419

27. Abschreibungen und Wertminderungen

Die Abschreibungen und Wertminderungen gliedern sich wie folgt:

ABSCHREIBUNGEN
UND WERTMINDERUNGEN (in Tsd. Euro)
Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebenes
Geschäft
Konzern
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Abschreibungen:
Erworbene Stammkundenbeziehungen
und Kundenlisten
5.459 4.475 457 457 5.916 4.932
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.726 2.058 368 497 3.094 2.555
Erworbene vermarktungsfähige Produkte 1.099 965 0 0 1.099 965
Erworbene Software, Lizenzen, Rechte 911 766 132 108 1.043 874
Finanzierungsleasing 640 571 0 13 640 584
Erworbene Auftragsbestände 379 3.656 0 0 379 3.656
Grundstücke und Gebäude 79 53 0 0 79 53
Erworbene Websites 33 34 0 0 33 34
11.326 12.578 957 1.075 12.283 13.653
Wertminderungen:
Geschäfts- oder Firmenwerte 2.180 190 0 0 2.180 190
Erworbene Stammkundenbeziehungen
und Kundenlisten
15 0 0 0 15 0
2.195 190 0 0 2.195 190
13.521 12.768 957 1.075 14.478 13.843

Im Geschäftsjahr 2013 wurden die Geschäfts- oder Firmenwert der Allgeier Schweiz und der BSR in Höhe von insgesamt 2.180 Tsd. Euro wertberichtigt, nachdem die Überprüfung der Werthaltigkeit zum Ergebnis kam, dass die beiden Geschäftsoder Firmenwerte durch den Nutzungswert nicht mehr in voller Höhe gedeckt waren.

STEUERLICHE
ÜBERLEITUNGSRECHNUNG (in Tsd. Euro)
Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebenes
Geschäft
Konzern
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Ergebnis vor Ertragsteuern aus fortgeführtem
Geschäft
10.360 7.662 1.029 -934 11.389 6.728
Konzernsteuersatz 30,00% 30,00% 30,00% 30,00% 30,00% 30,00%
Erwartetes Ertragsteuerergebnis -3.108 -2.298 -309 280 -3.417 -2.018
Steuersatzbedingte Abweichungen -515 171 9 0 -506 171
Steuereffekt der nicht abzugsfähigen Aufwendungen -579 -444 -21 -21 -600 -465
Steuereffekt aus dem Verkauf von Beteiligungen -2 0 0 0 -2 0
Übrige steuerfreie Erträge 30 37 0 0 30 37
Verluste, auf die keine aktiven latenten Steuern
gebildet wurden
-1.567 -706 0 0 -1.567 -706
Nutzung von Verlustvorträgen, auf die keine aktiven
latenten Steuern gebildet wurden
38 484 0 0 38 484
Auflösung von Wertberichtigungen auf aktive latente
Steuern auf Verlustvorträge
0 405 0 0 0 405
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte -654 -57 0 0 -654 -57
Anpassung Earn Out Verbindlichkeiten -29 697 0 0 -29 697
Steuerlich nicht abzugsfähige Akquisitionsneben
kosten
-27 -108 0 0 -27 -108
Konzerninterne Umstrukturierungen -300 -1 0 0 -300 -1
Konzerninterne Ausschüttungen 0 -6 0 0 0 -6
Aufwand aus anteilsbasierter Vergütung
(Aktienoptionen)
-4 -606 0 0 -4 -606
At-equity Bewertung 74 0 0 0 74 0
Auswirkungen Betriebsprüfung Vorjahre
auf laufendes Jahr
24 219 0 0 24 219
Periodenfremde Steuern -423 -581 -2 -2 -425 -581
Sonstige Abweichungen -32 -22 -2 0 -34 -23
Tatsächliches Ertragsteuerergebnis -7.074 -2.816 -325 257 -7.399 -2.558
-68,3% -36,8% -31,6% -27,5% -65,0% -38,0%

Auf den Verlust aus veräußertem Geschäft in Höhe von -327 fiel keine Ertragsteuer an. Im Vorjahr fielen auf das Ergebnis aus veräußertem Geschäft in Höhe von 5.147 Tsd. Euro Ertragsteuern von 86 Tsd. Euro (effektive Steuerbelastung 1,67%) an.

30. Ergebnis aus At-equity-Beteiligungen

Das Ergebnis aus At-equity-Beteiligungen gliedert sich wie folgt:

AT-EQUITY-BETEILIGUNGEN (in Tsd. Euro) Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebenes
Geschäft
Konzern
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Erlös aus Veräußerung von 50% der GDE Gruppe 160 0 0 0 160 0
Fair Value Bewertung der verbleibenden 50% 160 0 0 0 160 0
Anteiliges Jahresergebnis der GDE Gruppe -72 0 0 0 -72 0
248 0 0 0 248 0

31. Ertragsteuerergebnis

Der Ertragsteueraufwand des fortgeführten Geschäfts gliedert sich wie folgt:

ERTRAGSTEUERAUFWAND (in Tsd. Euro) Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebenes
Geschäft
Konzern
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Laufende Steuern 9.610 5.283 420 -72 10.030 5.211
Latente Steuern -2.536 -2.467 -95 -185 -2.631 -2.652
7.074 2.816 325 -257 7.399 2.559

Der Berechnung der Ertragsteuern erfolgt auf Grundlage der geltenden oder erwarteten Steuersätze der Länder und Gemeinden. In der nachfolgenden steuerlichen Überleitungsrechnung wird das erwartete Ertragsteuerergebnis des fortgeführten Geschäfts auf das tatsächliche Steuerergebnis übergeleitet. Dem erwarteten Steuerergebnis liegt ein Konzernsteuersatz von 30% zugrunde.

E. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Berichterstattung an die obersten Entscheidungsträger des Allgeier Konzerns erfolgte im Geschäftsjahr 2013 nach den Segmenten "Solutions", "Experts", "Projects" und "Übrige". Die Segmente unterscheiden sich in der Art der Produkte und Dienstleistungen und in ihrer Wertschöpfung und sind gesellschaftsrechtlich voneinander unabhängig. In den Segmenten gelten die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns. Eine Gesellschaft des Allgeier Konzerns, die Skytec AG, Oberhaching, wurde im Geschäftsjahr 2013 vom Segment "Projects" in das Segment "Experts" übernommen. Aus Vergleichbarkeitsgründen wurde das Vorjahr angepasst.

Das Allgeier Segment "Solutions" fokussiert sich auf innovative Softwareprodukte und Lösungen für das Speichern und Verwalten von Daten in Unternehmen, insbesondere mit sogenannten Daten- und Dokumenten-Management-Systemen (ECM) sowie mit Sicherheitssoftware und Unternehmenssteuerungs-software (ERP). Daneben werden Dienstleistungen und ganzheitliche Lösungen für IT-Infrastrukturprojekte, die auch die Hard- und Softwarelieferung und deren Betreuung umfassen, sowie sogenannte Cloud Services angeboten. Das Allgeier Segment "Experts" ist mit seinen Gesellschaften einer der führenden Anbieter flexibler Personaldienstleistungen in Deutschland. Zu den angebotenen Dienstleistungen zählen die Anwerbung, Vermittlung und das Management von IT-Experten, Ingenieuren und kaufmännischen Spezialisten, die Realisierung von IT-Projekten, die Planung und Einführung von IT-Infrastrukturlösungen sowie das Design und die Entwicklung von Softwareapplikationen. Im Geschäft des Allgeier Segments "Projects" werden komplexe Lösungsprojekte mit dem Fokus auf die Entwicklung von Softwarelösungen, Management und IT Consulting, Business Process Consulting, Application Management, Portaltechnologie sowie SAP Consulting betrieben.

Die nicht an die Segmente weiterbelasteten Aufwendungen der Holding- und Dienstleistungsgesellschaften Allgeier SE, Allgeier Management AG, Allgeier Group Executives AG und DL Beteiligungen GmbH sowie die Konsolidierungseffekte zwischen diesen Gesellschaften und den Segmenten bilden das Segment "Übrige". Die zwischen den einzelnen Segmenten bestehenden Transaktionen wurden zu marktüblichen Preisen verrechnet. Bei Unterlieferantengeschäften zwischen den Segmenten verbleiben die Ergebnisse im Wesentlichen im Leistung erbringenden Segment.

Die Ergebnisse der Segmente des fortgeführten Geschäfts sind wie folgt:

32. Ergebnis je Aktie

Der Allgeier Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2013 aus dem Ergebnis der Periode ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von 0,42 Euro (angepasstes Vorjahr: 1,05 Euro). Vom unverwässerten Ergebnis je Aktie des Geschäftsjahres 2013 entfallen auf das fortgeführte Geschäft 0,37 Euro (angepasstes Vorjahr: 0,52 Euro) und auf das aufgegebene Geschäft 0,05 Euro (angepasstes Vorjahr: 0,53 Euro). Das Ergebnis je Aktie berechnet sich aus dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Periodenergebnis in Höhe von 3.539 Tsd. Euro (angepasstes Vorjahr: 8.791 Tsd. Euro) geteilt durch die Anzahl der durchschnittlich ausstehenden Aktien von 8.352.747 Stück Aktien (Vorjahr: 8.375.737 Stück Aktien). Die durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Aktien wurde unter taggenauer Berücksichtigung der Zu- und Abgänge ermittelt.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird unter der Annahme ermittelt, dass sämtliche im Umlauf befindlichen Optionsrechte ausgeübt werden (maximale Verwässerungspotential). Neben der Ausübung der Optionen wird auch der Empfang der bei fingierter Ausübung einzubezahlenden Ausübungspreise angenommen. Der bei Ausübung der Option zu bezahlende Geldbetrag wird mit dem Wert der dafür gewährten Aktien zum Jahresdurchschnittskurs von 13,20 Euro (Vorjahr: 10,94 Euro) verglichen. Eine Verwässerung liegt vor, wenn der Wert der gewährten 460.000 Aktien den Wert der Gegenleistung (Ausübungspreis) von 10,78 EUR (Vorjahr: 10,89 Euro) je Aktie übersteigt. Dazu wird rechnerisch die Ausgabe von Gratisaktien im Umfang von 84.334 Stück (Vorjahr: 2.103 Stück) unterstellt.

Die Anzahl der Aktien gliedert sich wie folgt:

ANZAHL AKTIEN 31.12.13 31.12.12
Aktien in Umlauf 8.824.921 8.367.424
Eigene Aktien 246.579 704.076
9.071.500 9.071.500

Der Vorstand der Allgeier SE wird der Jahreshauptversammlung am 17. Juni 2014 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2013 eine Gewinnausschüttung aus dem Bilanzgewinn der Allgeier SE in Höhe von 0,50 Euro je Aktie zu beschließen. Die eigenen Aktien sind nicht dividendenberechtigt.

SEGMENTE (in Tsd. Euro) Segment Solutions Segment Experts Segment Projects Übrige Fortgeführtes Geschäft Aufgegebenes Geschäft Konzern
2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012
Externe Umsatzerlöse 91.064 88.597 242.166 204.563 88.888 82.151 18 0 422.137 375.311 55.506 47.532 477.643 422.842
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten -582 -315 3.180 5.134 2.376 2.014 -5.797 -7.329 -823 -496 823 496 0 0
Materialaufwand -33.740 -35.978 -145.473 -143.791 -16.380 -19.065 5.265 6.969 -190.328 -191.865 -34.805 -26.979 -225.133 -218.844
Personalaufwand -41.213 -35.660 -76.347 -46.723 -49.174 -44.740 -2.964 -5.084 -169.697 -132.206 -16.019 -16.243 -185.717 -148.449
Planmäßige Abschreibungen -4.948 -5.685 -2.471 -2.569 -3.879 -4.262 -59 -61 -11.357 -12.577 -956 -1.075 -12.314 -13.652
Außerplanmäßige Abschreibungen -2.180 0 0 0 15 -190 0 0 -2.166 -190 0 0 -2.166 -190
Segmentergebnis
der betrieblichen Tätigkeit
-1.390 3.688 13.782 10.714 8.070 4.566 -5.995 -8.389 14.468 10.578 1.104 -908 15.571 9.670
Finanzerträge 2.155 1.715 2.197 2.050 119 79 -3.945 -3.303 525 542 4 30 530 572
Finanzaufwendungen -2.113 -1.983 -4.587 -3.830 -3.635 -2.126 5.454 4.481 -4.881 -3.458 -79 -56 -4.960 -3.514
Ergebnis aus At-equity-Beteiligungen 0 0 0 0 0 0 248 0 248 0 0 0 248 0
Segmentergebnis vor Ertragsteuern -1.348 3.420 11.392 8.934 4.554 2.519 -4.238 -7.211 10.360 7.662 1.029 -934 11.389 6.728
Ertragsteuern -841 366 -3.781 -165 -3.010 -1.413 558 -1.690 -7.074 -2.901 -325 343 -7.399 -2.559
Segmentergebnis -2.189 3.786 7.611 8.769 1.544 1.106 -3.680 -8.901 3.286 4.761 704 -591 3.990 4.170
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendun
gen(+)/ Erträge(-)
1.235 -157 1.101 2.415 3.516 2.850 1.268 3.946 7.120 9.054 1.377 1.827 8.497 10.880
Segmentvermögen 69.007 68.208 157.830 155.690 80.354 78.283 -36.449 -30.349 270.742 271.832 18.576 17.775 289.318 289.607
Segmentschulden 66.764 63.624 134.380 139.326 78.756 73.765 -96.524 -91.642 183.376 185.074 11.198 11.124 194.574 196.197
At-equity-Beteiligungen 0 0 0 0 0 0 78 0 78 0 0 0 78 0
Zugänge Sachanlagen und immaterielle Vermö
genswerte
3.241 6.994 3.877 29.853 3.390 4.738 1.851 74 12.358 41.659 506 829 12.865 42.488

Das langfristige Vermögen gliedert sich nach Inland und Ausland wie folgt:

LANGFRISTIGES VERMÖGEN
nach Ländern gegliedert (in Tsd. Euro)
Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebenes
Geschäft
Konzern
31.12.13 31.12.13 31.12.13 31.12.12
Deutschland 115.070 4.354 119.424 127.552
Indien 4.415 0 4.415 4.952
Schweiz 4.108 0 4.108 5.294
Österreich 2.751 0 2.751 3.393
USA 1.659 0 1.659 2.418
Schweden 591 0 591 851
Türkei 514 0 514 633
Sonstige 425 0 425 598
Ausland Gesamt 14.463 0 14.463 18.139
129.533 4.354 133.887 145.691

Die Außenumsätze gliedern sich nach Produkten und Dienstleistungen wie folgt:

AUSSENUMSÄTZE (in Tsd. Euro) Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebenes
Geschäft
Konzern
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Umsatzerlöse mit Produkten 28.179 49.683 27.392 20.579 55.571 70.262
Umsatzerlöse mit Lizenzen 4.377 3.386 0 0 4.377 3.386
Umsatzerlöse mit Dienstleistungen 388.757 321.746 28.938 27.448 417.695 349.194
421.313 374.815 56.330 48.027 477.643 422.842

Die Außenumsätze gliedern sich wie folgt nach Ländern:

AUSSENUMSÄTZE
nach Ländern gegliedert (in Tsd. Euro)
Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebenes
Geschäft
Konzern
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Deutschland 338.706 292.930 45.943 41.817 384.649 334.747
Schweiz 25.778 30.599 32 30 25.810 30.629
USA 22.387 16.851 131 0 22.518 16.851
Österreich 7.945 7.818 794 718 8.739 8.536
Luxemburg 478 94 5.779 4.437 6.257 4.531
Schweden 5.467 5.801 0 11 5.467 5.812
Finnland 5.327 7.772 1 0 5.328 7.772
Belgien 4.075 4.994 14 7 4.089 5.001
Türkei 2.821 300 41 5 2.862 305
Niederlande 2.742 2.956 73 123 2.815 3.079
Frankreich 2.607 2.133 31 27 2.638 2.160
Spanien 101 0 2.237 227 2.338 227
Sonstige 2.879 2.567 1.254 625 4.133 3.192
Ausland Gesamt 82.607 81.885 10.387 6.210 92.994 88.095
421.313 374.815 56.330 48.027 477.643 422.842

Die Zuordnung der Außenumsätze erfolgt nach dem Sitz des empfangenden Unternehmens.

Mit dem größten Einzelkunden wurden im Geschäftsjahr 2013 Umsatzerlöse von 21,9 Mio. Euro (Vorjahr: 19,4 Mio. Euro) erzielt. Das entspricht einem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Anteil an den Konzernumsätzen von 4,6%. Die Umsätze mit diesem Kunden wurden im Wesentlichen in den Segmenten "Experts" erzielt.

Der Allgeier Konzern veräußerte im Geschäftsjahr 50% der Anteile der GDE Holding GmbH. Mit der Veräußerung ging ein Kontrollverlust einher, so dass die Entkonsolidierung des Nettovermögens der Gesellschaft vorzunehmen war. Für die Anteile erhielt der Allgeier Konzern einen Kaufpreis in Höhe von 150 Tsd. Euro, der im Geschäftsjahr zufloss. Demgegenüber steht ein Abgang des Finanzmittelfonds der Gesellschaft in Höhe von 277 Tsd. Euro.Dem Allgeier Konzern gingen durch die Entkonsolidierung die folgenden Vermögenswerte und Schulden ab:

(in Tsd. Euro)
Immaterielle Vermögenswerte 11
Geschäfts- oder Firmenwert 1.824
Liquide Mittel 277
Aktive latente Steuern 131
Erworbene Vermögenswerte 2.243
Variable Kaufpreisverbindlichkeiten 1.170
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 41
Sonstige Rückstellungen 9
Sonstige Verbindlichkeiten 1.042
Erworbene Schulden 2.262
Nettovermögen -19

Der Finanzmittelfonds gliedert sich wie folgt:

F. KAPITALFLUSSRECHNUNG

Der Allgeier Konzern berichtet in der Kapitalflussrechnung die Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit nach der indirekten Methode und alle übrigen Zahlungsströme nach der direkten Methode. Erhaltene und gezahlte Zinsen werden innerhalb der Cash Flows aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2013 erwarb der Konzern die Anteile der Opus, der GDE, der WK sowie 75% der Anteile der Innocate. Für den Erwerb der Gesellschaften sind im Geschäftsjahr 2013 Zahlungsmittel in Höhe von 2.308 Tsd. Euro abgeflossen. Die Kaufpreise für die Unternehmenszusammenschlüsse und die Zahlungsströme für die Kaufpreise sind wie folgt:

(in Tsd. Euro)
Opus Gemandoc WK Innocate Gesamt
Anschaffungskosten 652 1.570 3.000 1.476 6.698
In 2012 nicht zahlungswirksamer Anteil -220 -1.170 -600 -1.476 -3.466
Währungsdifferenzen 7 0 0 0 7
In bar zu entrichtender Kaufpreis 439 400 2.400 0 3.239
Erworbener Finanzmittelfonds -126 -3 -754 -48 -931
Abfluss von Zahlungsmitteln 313 397 1.646 -48 2.308

Mit den Unternehmenserwerben gingen dem Allgeier Konzern die folgenden Vermögenswerte und Schulden zu:

(in Tsd. Euro)
Opus Gemandoc WK Innocate Gesamt
Immaterielles Anlagevermögen 756 11 2.626 110 3.503
Sachanlagen 53 0 764 26 843
Vorräte 0 0 20 33 53
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen brutto
394 0 1.470 411 2.275
Sonstige Vermögensgegenstände 168 1 141 54 364
Liquide Mittel 126 3 754 48 931
Aktive latente Steuern 0 131 0 131
Aktive Rechnungsabgrenzung 170 0 130 0 300
Passive latente Steuern -59 0 -784 -33 -876
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -270 0 -189 -118 -577
Darlehen -218 0 -431 0 -649
Steuerverbindlichkeiten 0 0 -60 0 -60
Sonstige Rückstellungen -12 -9 -831 -133 -985
Sonstige Verbindlichkeiten -16 -391 -610 -111 -1.128
Passive Rechnungsabgrenzung -440 0 0 0 -440
Nettovermögen 652 -254 3.000 287 3.685
Firmenwert 0 1.824 0 1.189 3.013
Kaufpreis gesamt 652 1.570 3.000 1.476 6.698
FINANZMITTELFONDS (in Tsd. Euro) Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebenes
Geschäft
Konzern
31.12.13 31.12.13 31.12.13 31.12.12
Liquide Mittel 46.653 -3.656 50.309 38.939
Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien -747 0 -747 -336
45.906 -3.656 49.562 38.603

III. Kapitalmanagement

Der Allgeier Konzern achtet im Kapitalmanagement auf eine jederzeit ausreichende Liquidität und einer Optimierung der Kapitalstruktur. Diese Ziele erreicht der Allgeier Konzern mit einer soliden wirtschaftlichen Entwicklung des operativen Geschäfts, einer vorausschauenden Dividendenpolitik und Eigenkapitalmaßnahmen zur Erhöhung des Eigenkapitals. Entscheidungen über Akquisitionen und Veräußerungen von Tochtergesellschaften erfolgen unter Berücksichtigung der Einflüsse auf die Kapitalstruktur und der Auswirkungen der Transaktionen auf zukünftige Jahre. Zur Finanzierung von Akquisitionen nutzt der Konzern Möglichkeiten zur Fremdfinanzierung der Investitionen. Das Kapitalmanagement des Allgeier Konzerns hat als weiteres Ziel die planmäßige Reduzierung oder Refinanzierung von bestehenden Schulden. Zur Steuerung im Kapitalmanagement werden Kennzahlen auf Ebene der Tochtergesellschaften und des Konzerns genutzt. Die Eigenkapitalquote lag am 31. Dezember 2013 bei 32,7% (Vorjahr: 32,2%) und der Verschuldungsgrad (Finanzschulden abzüglich Liquide Mittel geteilt durch das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern) bei 1,0 (Vorjahr: 1,7). Am 31. Dezember 2013 hatte der Allgeier Konzern eine Netto-Verschuldung (Zahlungsmittel abzüglich Finanzschulden) von 28.893 Tsd. Euro (Vorjahr: 34.844 Tsd. Euro). Das Kapitalmanagement ist die zentrale Aufgabe der Allgeier SE. Die Ziele, Prozesse und Methoden des Kapitalmanagements wurden gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

IV. Risiken aus Finanzinstrumenten

Die Finanzinstrumente des Allgeier Konzerns unterliegen im Rahmen der Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken wie Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken, und Marktrisiken aus der Änderung von Marktpreisen und Wechselkursen. Zur Identifizierung, Bewertung und Begrenzung der Risiken setzt Allgeier abgestufte Risikomanagement- und Kontrollsysteme bei den Tochtergesellschaften und im Konzern ein und trifft Vorkehrungen und Sicherungsmaßnahmen zur Vermeidung, Früherkennung und Minimierung von Risiken.

Liquiditätsrisiken

Aus heutiger Sicht sieht der Allgeier Konzern keine Risiken, dass die aus den Finanzinstrumenten resultierenden Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht erfüllt werden könnten. Am 31. Dezember 2013 bestanden finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 145.750 Tsd. Euro (Vorjahr: 149.406 Tsd. Euro), die zu 89% (Vorjahr: 90%) durch finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 129.621 Tsd. Euro (Vorjahr: 134.686 Tsd. Euro) gedeckt waren. Ein Vergleich der kurzfristig fälligen finanziellen Verbindlichkeiten mit den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten zeigt, dass die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten um 105% (Vorjahr: 132%) überdecken.

Wesentlicher Teil der der Fremdfinanzierung des Allgeier Konzerns ist das im März 2012 in einer Höhe von 70 Mio. Euro platzierte Schuldscheindarlehen. Mit den Gebern des Schuldscheindarlehens wurde vereinbart, dass ein Mindesteigenkapital in Höhe von 90 Mio. Euro und ein Schuldendeckungsgrad, definiert als das Ergebnis aus Finanzschulden zuzüglich Verbindlichkeiten aus Finance Lease abzüglich Zahlungsmittel geteilt durch EBITDA von maximal 2,5 einzuhalten sind. Sollten die Relationen im wiederholten Fall verletzt werden, ist die Darlehensgeberin berechtigt, das Darlehen ohne Einhaltung einer Frist zu kündigen. In diesem Falle würden kurzfristig möglicherweise nicht genügend freie liquide Mittel für eine vollständige Tilgung des Schuldscheindarlehens zur Verfügung stehen. Neben den einzuhaltenden Konzernkennzahlen wurde die Einhaltung einer Ergebnisrelation und eines Mindestergebnisses für alle über Ergebnisabführungsvertrag an die Allgeier SE angeschlossenen Tochtergesellschaften und weitere in einem Haftungskreis des Schuldscheindarlehens verpflichtete Tochtergesellschaften vereinbart. Sofern der bestehende Kreis der Gesellschaften diese Kriterien nicht erfüllt, hat sich die Allgeier SE verpflichtet, die Zahl der mithaftenden Gesellschaften entsprechend zu erhöhen. Im Falle eines Verstoßes gegen diese Verpflichtungen steht der Darlehensgeberin ebenfalls ein außerordentliches Kündigungsrecht zu. Sämtliche im Schuldscheindarlehensvertrag geforderten Kennzahlen wurden im Geschäftsjahr 2013 erfüllt.

G. SONSTIGE ANGABEN

I. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen im Konzern sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Operate Leasing von Fahrzeugen, Gebäuden und Räumen. Die Mindestverpflichtungen und Restlaufzeiten sind wie folgt:

MINDESTVERPFLICHTUNGEN
UND RESTLAUFZEITEN (in Tsd. Euro)
Fortgeführtes
Geschäft
Aufgegebenes
Geschäft
Konzern
31.12.13 31.12.13 31.12.13 31.12.12
fällig innerhalb eines Jahres 8.138 1.425 9.563 8.624
fällig zwischen einem und fünf Jahren 18.106 2.451 20.557 16.221
fällig später als nach fünf Jahren 24.097 2.185 26.282 8.435
50.341 6.061 56.402 33.280
Barwert 38.873 4.222 43.095 28.403

Für die Barwertermittlung wurde ein gegenüber dem Vorjahr unveränderter Abzinsungsfaktor von 5,0% angewendet.

Im Geschäftsjahr 2013 beliefen sich die Gesamtaufwendungen aus diesen Verträgen auf 10.200 Tsd. Euro (Vorjahr: 9.318 Tsd. Euro). Nach Ablauf der fest vereinbarten Grundmietzeit bestehen für die Operate Leasing-Vereinbarungen in der Regel Verlängerungsoptionen.

II. Operating Leasing als Leasinggeber

Der Konzern vermietet im "Operating Leasing" an Städte und Gemeinden Hard- und Software zur mobilen Erfassung von Ordnungswidrigkeiten. Im Geschäftsjahr 2013 entstanden daraus Umsatzerlöse von 218 Tsd. Euro (Vorjahr: 134 Tsd. Euro). Der Konzern erwartet aus den festen vertraglichen Vereinbarungen die folgenden Mindestumsatzerlöse:

Der Konzern vermietet im "Operating Leasing" an Städte und Gemeinden Hard- und Software zur mobilen Erfassung von
OPERATE LEASING-VEREINBARUNGEN (in Tsd. Euro)
31.12.13 31.12.12
Ordnungswidrigkeiten. Der Konzern erwartet daraus die folgenden Mindestumsatzerlöse:
fällig innerhalb eines Jahres
36 24
fällig zwischen einem und fünf Jahren 57 61
93 85

Eventualverbindlichkeiten und weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen liegen nicht vor.

In den finanziellen Verbindlichkeiten sind verzinsliche Finanzschulden in Höhe von insgesamt 76.114 Tsd. Euro (Vorjahr: 74.569 Tsd. Euro) enthalten. Davon sind 4.716 Tsd. Euro im Geschäftsjahr 2014 und 71.398 Tsd. Euro in den darauf folgenden Jahren zur Rückzahlung fällig. Aus den Finanzschulden resultieren die folgenden zukünftigen Cash Flows:

CASH FLOWS (in Tsd. Euro)
31.12.13 Cash-Flows 2014 Cash-Flows 2015 Cash-Flows 2016 Cash-Flows >2016
Buchwert Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung Zins
Schuldscheindarlehen 70.000 0 2.142 29.500 1.853 0 1.403 40.500 1.794
Vendor Darlehen aus dem Erwerb der Nagarro Inc. 1.601 1.601 117 0 0 0 0 0 0
Investitionsdarlehen der Allgeier IT Solutions GmbH 712 219 28 219 18 219 9 55 1
Hypothekenkredit der Nagarro Software Jaipur Pvt. Ltd. 674 104 40 104 33 104 27 363 42
Vendor Darlehen aus dem Erwerb der WK 600 600 23 0 0 0 0 0 0
Tilgungsdarlehen aus dem Erwerb der WK 431 431 4 0 0 0 0 0 0
Sparkassendarlehen der Terna Zentrum Innsbruck 350 350 7 0 0 0 0 0 0
IKB-Darlehen der b+m AG 308 123 13 123 7 62 1 0 0
Betriebsmittelkredit der Nagarro Software Pvt. Ltd. 232 232 6 0 0 0 0 0 0
Kontokorrentkredit der Opus 221 221 14 0 0 0 0 0 0
Vendor Darlehen aus dem Erwerb der Opus 221 221 10 0 0 0 0 0 0
Vendor Darlehen aus dem Erwerb der mgm tp München 200 200 10 0 0 0 0 0 0
Akquisitionsdarlehen der Terna Zentrum Innsbruck 160 120 3 40 0 0 0 0 0
MBG-Darlehen der b+m AG 110 0 12 110 9 0 0 0 0
Sonstige 293 293 10 0 0 0 0 0 0
Finanzschulden 76.114 4.716 2.440 30.096 1.922 385 1.440 40.918 1.837

Die Cash Flow-Vorausschau unterstellt, dass die unbefristet zur Verfügung gestellten Mittel bis zum 31. Dezember 2014 zurückgezahlt werden.

Der Allgeier Konzern verfügte am 31. Dezember 2013 einschließlich der Mittel im aufgegebenen Geschäft über frei verfügbare Zahlungsmittel in Höhe von 50,3 Mio. Euro (Vorjahr: 38,9 Mio. Euro). Darüber hinaus standen von Banken einzelnen Tochtergesellschaften zugesagte unterschiedlich nutzbare Kontokorrentkreditlinien zur Abdeckung von Working Capital Schwankungen in Höhe von bis zu 5,6 Mio. Euro (Vorjahr: 6,6 Mio. Euro) zur Verfügung. Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 nutzten die Gesellschaften die Linien in Höhe von 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro). Zwei Gesellschaften des Allgeier Konzerns haben Vereinbarungen über das Factoring von Kundenforderungen über ein Gesamtvolumen von 25 Mio. Euro (Vorjahr: 25 Mio. Euro) abgeschlossen. Dieses Volumen war am Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 in Höhe von 15,6 Mio. Euro (Vorjahr: 15,4 Mio. Euro) genutzt.

Ausfallrisiken

Bei den finanziellen Vermögenswerten besteht generell das Risiko, dass Kredite und Forderungen ausfallen. Theoretisch entspricht das maximale Ausfallrisiko dem Buchwert der Kredite und Forderungen in Höhe von 80.083 Tsd. Euro (Vorjahr: 90.569 Tsd. Euro). In der Theorie besteht auch ein Ausfallrisiko der bei Kreditinstituten verwahrten Barmittel in Höhe von 46,7 Mio. Euro (Vorjahr: 38,9 Mio. Euro).

Zum 31. Dezember 2013 wurden auf die Kredite und Forderungen Wertberichtigungen in Höhe von 1.509 Tsd. Euro (Vorjahr: 6.015 Mio. Euro) gebildet. Dies entspricht im Geschäftsjahr einer Wertberichtigungsquote von 1,8% (Vorjahr: 6,2%) auf die bestehenden Kredite und Forderungen. Der Allgeier Konzern sieht nur geringe Risiken, dass finanzielle Vermögenswerte über den bereits wertberichtigten Buchwert hinaus ausfallen. Allgeier hat eine breite Kundenstruktur, wodurch größere Einzelrisiken minimiert werden. Mit dem größten Einzelkunden wurden im Geschäftsjahr 2013 und im Jahr davor weniger als 5% der Umsatzerlöse getätigt. Das Management der Kredite und Forderungen und die Verfolgung der Zahlungseingänge erfolgt dezentral durch die Tochtergesellschaften. Vor dem Abschluss von Aufträgen mit Neukunden werden bei Bedarf Bonitätsprüfungen vorgenommen. Bei Verzug von Zahlungen werden zeitnah notwendige Schritte zur Einbringung der Kredite und Forderungen eingeleitet. Einzelne Tochtergesellschaften haben für den Fall von unerwarteten Forderungsausfällen Kreditversicherungen abgeschlossen. In der Regel stehen alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter Eigentumsvorbehalt, der erst bei Zahlung der jeweiligen Forderungen erlischt. Derzeit sind keine Anhaltspunkte über mögliche Zahlungsausfälle bei finanziellen Vermögenswerten bekannt.

Zinsrisiken

Die zinssensitiven Vermögenswerte und Schulden beziehen sich im Wesentlichen auf Wertpapiere und Finanzschulden.

Die Wertpapiere sind börsennotierte festverzinsliche Anleihen. Sie dienen der kurzfristigen Finanzmitteldisposition des Allgeier Konzerns und wurden dementsprechend mit kurzfristigen Laufzeiten abgeschlossen. Daher bestehen bei den Wertpapieren insgesamt nur geringe Risiken aus Zinsschwankungen.

Von den verzinslichen Finanzschulden des Allgeier Konzerns sind 39.709 Tsd. Euro (Vorjahr: 39.414 Tsd. Euro) variabel verzinslich. Diese variabel verzinslichen Schulden unterliegen Zinsrisiken aus der Veränderung von Geld- und Kapitalmarkzinsen. Für alle übrigen Finanzschulden wurden feste Zinssätze vereinbart. Für die variabel verzinslichen Finanzschulden wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt mit dem Ergebnis, dass ein Rückgang des Kapitalmarktzinssatzes um 100 Basispunkte p.a. zusätzliche Zinserträge von 397 Tsd. Euro p.a. (Vorjahr: 394 Tsd. Euro) und ein Zinsanstieg um 100 Basispunkte p.a. zusätzliche Zinsaufwendungen von 397 Tsd. Euro p.a. (Vorjahr: 394 Tsd. Euro) zur Folge hätte. Das Eigenkapital würde sich in diesen Fällen um die um die Steuern reduzierten Beträge in Höhe von 278 Tsd. Euro (Vorjahr: 276 Tsd. Euro) reduzieren bzw. erhöhen. Die Analyse wurde unter Berücksichtigung der im Jahr 2014 zu leistenden Tilgungen erstellt. Für unbefristet zur Verfügung gestellte Mittel wurde die Rückzahlung im Jahr 2013 unterstellt.

Währungsrisiken

Die Mehrheit der Gesellschaften des Allgeier Konzerns ist im Euro-Raum tätig und unterliegt nur im geringen Umfang Währungsrisiken. Umsätze mit Fremdwährungsländern fakturieren diese Gesellschaften in der Regel in Euro. Außerhalb des Euro-Raums gehören zum Allgeier Konzern Gesellschaften in der Schweiz, in Tschechien, in Rumänien, in Indien, in den USA, in Mexiko, in der Türkei, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Singapur. Diese Gesellschaften stellen ihre Jahresabschlüsse in der jeweiligen Landeswährung auf. Aus der Umrechnung von diesen Abschlüssen in den Konzernabschluss der Allgeier SE unterliegen das Vermögen, die Schulden und die Erträge des Allgeier Konzerns Währungsrisiken. Eine Sensibilitätsanalyse der Währungsrisiken führt zu dem Ergebnis, dass wenn der Euro gegenüber den Währungen dieser Länder um 10% stärker wäre, wären die in Euro umgerechneten Umsatzerlöse um 8.028 Tsd. Euro (Vorjahr: 7.423 Tsd. Euro), die Jahresergebnisse um 51 Tsd. Euro (Vorjahr: 210 Tsd. Euro) und das Eigenkapital um 6.650 Tsd. Euro (Vorjahr: 7.176 Tsd. Euro) niedriger als im vorliegenden Konzernabschluss für das Jahr 2013 ausgewiesen. Nach Währungen ist das Ergebnis der Sensibilitätsanalyse wie folgt:

WÄHRUNGSRISIKEN (in Tsd. Euro)
Umsatzerlöse
2013
Jahresüberschuss
2013
Eigenkapital
31.12.13
Umsatzerlöse
2012
Jahresübeschuss
2012
Eigenkapital
31.12.12
CHF 2.429 -107 2.064 2.921 100 2.389
INR 2.274 231 1.005 1.806 236 930
USD 2.270 79 3.186 1.752 -68 3.243
Sonstige 1.055 -152 395 944 -58 614
8.028 51 6.650 7.423 210 7.176

Der Allgeier Konzern hat Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Schwankungen des US Dollars gegenüber der indischen Rupie in Höhe von 12 Mio. USD und dem Euro in Höhe von ebenfalls 12 Mio. USD sowie des Euros gegenüber der indischen Rupie in Höhe von 4.350 Tsd. Euro abgeschlossen.

Steuerrisiken

Der Allgeier Konzern ist in verschiedenen Ländern zur Entrichtung von Steuern verpflichtet. Zur Ermittlung der Steuerverpflichtungen zum 31. Dezember 2013 musste der Konzern zum Teil wesentliche Annahmen treffen, insbesondere wenn die endgültige Besteuerung nicht abschließend ermittelt werden konnte. Sofern die endgültige Besteuerung von den angenommenen voraussichtlichen Steuerverpflichtungen abweicht, wird dies in der Periode, in der die Besteuerung abschließend ermittelt wird, Auswirkungen auf den Steueraufwand haben. Sollten die endgültigen Ertragsteuern um 10% zu Lasten der in der Gewinn- und Verlustrechnung berechneten Werte abweichen, müsste der Konzern die Steuerverbindlichkeit für laufende Ertragsteuern um 1.003 Tsd. Euro (Vorjahr: 530 Tsd. Euro) und für latente Steuern um 263 Tsd. Euro (Vorjahr: 265 Tsd. Euro) erhöhen. Das Eigenkapital des Allgeier Konzerns würde sich in diesem Fall in der gleichen Höhe reduzieren. Im Zusammenhang mit Risiken aus Transferpreisen besteht eine bestrittene und nicht bilanzierte Steuerverpflichtung in Höhe von 59 Tsd. Euro.

V. Organe der Muttergesellschaft

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Allgeier SE gehörten im Jahr 2013 an:

Herr Dipl.-Ing. Detlef Dinsel MBA (Vorsitzender), Managing Partner der IK Investment Partners GmbH, Hamburg, und IK Investment Partners Ltd., London, UK, wohnhaft in Hamburg Herr Dinsel ist Mitglied in gesetzlich zu bildenden inländischen und ausländischen Aufsichtsräten der folgenden Gesellschaften: Hansa-Werke AG, Stuttgart (Vorsitzender)

Minimax GmbH, Bad Oldesloe

Ferner ist Herr Dinsel Mitglied in vergleichbaren freiwillig gebildeten, gesetzlich nicht erforderlichen in- und ausländischen Kontrollgremien der folgenden Wirtschaftsunternehmen: Agros Nova S.p.r.o., Warschau, Polen (Vorsitzender) Axtone S.p.r.o., Kanczuga, Polen (Vorsitzender) GHD GesundHeits GmbH Deutschland, Ahrensburg IK Investment Partners Ltd., London, United Kingdom IK Investment Partners S.A.R.L., Luxemburg, Luxemburg KWC, Aarau, Schweiz (Präsident) Schenck Process GmbH, Darmstadt (stellvertretender Vorsitzender) Sport Group GmbH, Burgheim (Vorsitzender)

Herr Thies Eggers (stellvertretender Vorsitzender),

Selbständiger Wirtschaftsprüfer, wohnhaft in Pullach im Isartal

Herr Eggers ist Mitglied in gesetzlich zu bildenden inländischen und ausländischen Aufsichtsräten der folgenden Gesellschaften: Bayerische Gewerbebau AG, München (Vorsitzender) DIBAG Industriebau AG, München (bis 31. Mai 2013) Plenum AG, Frankfurt am Main Corona Equity Partner AG, Grünwald (bis 04. Juli 2013)

Herr Dipl.-Kfm. Christian Eggenberger,

Geschäftsführender Gesellschafter der CHE Consulting GmbH, Binningen, Schweiz, wohnhaft in Binningen, Schweiz

Herr Eggenberger ist Mitglied in gesetzlich zu bildenden inländischen und ausländischen Aufsichtsräten der folgenden Gesellschaften: Clamatopo Holding AG, Flurlingen, Schweiz Focus Discount AG, Basel, Schweiz IDALEG AG, Kerzers, Schweiz

Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013 betrugen insgesamt 435 Tsd. Euro (Vorjahr: 433 Tsd. Euro). In den Bezügen ist eine Rückstellung für eine variable Vergütung in Höhe von 327 Tsd. Euro (Vorjahr: 327 Tsd. Euro) enthalten, die im Geschäftsjahr 2014 zur Auszahlung kommen wird. Darüber hinaus haben Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2013 Beraterleistungen von 3 Tsd. Euro (Vorjahr: 3 Tsd. Euro) erbracht. Zu den weiteren Einzelheiten der Vergütung siehe bitte den Vergütungsbericht im Konzernlagebericht unter Ziff. 6.

Vorstand

Dem Vorstand der Allgeier SE gehörten im Jahr 2013 an:

Herr Carl Georg Dürschmidt (Vorsitzender) Herr Dr. Marcus Goedsche Herr Hubert Rohrer (ab 15. Oktober 2013)

Am 03. März 2014 wurde Herr Manas Fuloria zum weiteren Vorstand der Allgeier SE bestellt.

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2013 insgesamt 1.643 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.724 Tsd. Euro). Die Bezüge beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2013 und sind kurzfristig fällig. Die Bezüge beinhalten eine vom Ergebnis des Konzerns abhängige variable Vergütung, die als Rückstellung bilanziert wurde und nach Billigung des Konzernabschlusses 2013 zur Auszahlung kommen wird. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 21. Juni 2011 unterbleibt bis zum 31. Dezember 2015 die Angabe individueller Vorstandsbezüge. Zu den weiteren Einzelheiten der Vergütung siehe bitte den Vergütungsbericht im Konzernlagebericht unter Ziff. 6.

VI. Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Personen

Gemäß den Vorschriften des IAS 24 werden als nahe stehend die Personen oder Unternehmen definiert, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können.

Die Allgeier SE hat dem Teilkonzern GDE Holding GmbH ein Darlehensrahmen über einen Betrag von 1.838 Tsd. Euro mit einem Zinssatz von 5,0 % p.a. eingeräumt. Zum 31. Dezember 2013 bestehen aus dem Rechtsverhältnis Darlehensforderungen und Forderungen aus Beratungsleistungen des Allgeier Konzerns an den Teilkonzern GDE Holding GmbH in Höhe von insgesamt 1.181 Tsd. Euro. Im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2013 wurden in diesem Zusammenhang beim Allgeier Konzern Zinserträge in Höhe von 12 Tsd. Euro verbucht. Weiterhin ist innerhalb des Darlehensvertrags ein Rangrücktritt in Höhe des Darlehens für bis höchstens bis Ende des Jahres 2015 angedacht.

Geschäftsbeziehungen zwischen allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Konzernabschluss vollständig eliminiert.

VII. Veröffentlichung

Die Billigung des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat und die Freigabe zur Veröffentlichung sind am 28. April 2014 vorgesehen. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses erfolgt im Bundesanzeiger. Die Allgeier IT Solutions AG ist in den Konzernabschluss der Allgeier SE einbezogen und macht von der Befreiung teilweise oder vollständig gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.

Bestätigungsvermerk

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der Allgeier SE, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalüberleitungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Allgeier SE, München. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Vorstände sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 08. April 2014 LOHR + COMPANY GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Jörg-Andreas Lohr Wirtschaftsprüfer

Dr. Frank Otto Wirtschaftsprüfer

ANGABEPFLICHTEN NACH DEUTSCHER RECHNUNGSLEGUNG (HGB)

In Übereinstimmung mit § 315a HGB muss die Allgeier SE, die zur Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards verpflichtet ist, ihren Konzernabschluss um die folgenden Anhangsangaben erweitern:

§ 313 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 2 HGB:

Name und Sitz der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Der Anteil am Kapital der Tochterunternehmen, der dem Mutterunternehmen und den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen gehört. Siehe hierzu Aufstellung der Konzerngesellschaften im Anhang.

§ 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB:

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen während des Geschäftsjahrs sowie der im Geschäftsjahr verursachte Personalaufwand. Siehe hierzu die Ausführungen zu Punkt 25. Personalaufwand im Abschnitt C. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

§ 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB i.V.m. Abs. 2 S. 2 HGB:

VIII. Corporate Governance Kodex

Für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans, eines Aufsichtsrats, eines Beirats oder einer ähnlichen Einrichtung des Mutterunternehmens, jeweils für jede Personengruppe, die für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge. Außer den Bezügen für das Geschäftsjahr sind die weiteren Bezüge anzugeben, die im Geschäftsjahr gewährt, bisher aber in keinem Konzernabschluss angegeben worden sind. Siehe hierzu die Angaben zu IV. Organe der Muttergesellschaft im Abschnitt G. Sonstige Angaben.

§ 314 Abs. 1 Nr. 8 HGB:

Für jedes in den Konzernabschluss einbezogene börsennotierte Unternehmen, dass die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht worden ist. Siehe hierzu die Angaben zu VII. Corporate Governance Kodex im Abschnitt G. Sonstige Angaben.

§ 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB:

Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2012 berechnete Gesamthonorar, aufgeschlüsselt in die Honorare für

  • a. die Abschlussprüfungen,
  • b. sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen,
  • c. Steuerberatungsleistungen,
  • d. sonstige Leistungen,

ist anzugeben. Die geforderten Angaben sind unter Punkt 26. Sonstige betriebliche Aufwendungen im Abschnitt C. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären auf der Homepage der Allgeier SE zugänglich gemacht.

München, 02. April 2014 Allgeier SE

Carl Georg Dürschmidt Vorstand

Dr. Marcus Goedsche Vorstand

Hubert Rohrer Vorstand

Manas Fuloria (PhD) Vorstand

AUFSTELLUNG DER KONZERNGESELLSCHAFTEN
Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.13 Jahresergebnis 01.01.13-31.12.13
31.12.13 Lokale Währung Kurs Euro Lokale Währung Kurs
Euro
Ergebnisabführungsvertrag mit
Segment
Offenlegung
Gesellschaft
1.
Allgeier SE, München
Unmittelbare Beteiligungen der Allgeier SE:
114.186.548 114.186.548 -4.357.337 -4.357.337 Übrige
Jahresabschluss und Konzernabschluss im Bundesanzeiger
2.
Allgeier Management AG, München
100,00% 64.226 64.226 -23.320 -23.320 Übrige
Bundesanzeiger
3.
Allgeier Group Executives AG, München
100,00% 49.406 49.406 1.720 1.720 Übrige
Bundesanzeiger
4.
DL Beteiligungen GmbH, München
100,00% 0 0 0 0 Übrige
Bundesanzeiger
5.
Allgeier Middle East Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
100,00% 10.000 1.978 0 0 Übrige
6.
Allgeier IT Solutions AG, München
100,00% 11.145.441 11.145.441 0 0 (1)
1.
Solutions
7.
Allgeier Experts SE, Wiesbaden
100,00% 35.898.079 35.898.079 4.149.079 4.149.079 Experts
Bundesanzeiger
8.
Allgeier Project Solutions GmbH, München
100,00% 18.858.695 18.858.695 -1.736.988 -1.736.988 Projects
Bundesanzeiger
Mittelbare Beteiligungen über abhängige Tochtergesellschaften:
9.
Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen
100,00% 3.771.811 3.771.811 1.773.532 1.773.532 Solutions
Bundesanzeiger
10. BSH IT Solutions GmbH, Bremen 100,00% 64.348 64.348 0 0 (1)
9.
Solutions
Bundesanzeiger
11. Allgeier Documents Solutions GmbH, Wien, Österreich 100,00% 128.690 128.690 3.593 3.593 Solutions
12. b+m Informatik AG, Melsdorf 100,00% -1.699.063 -1.699.063 607.099 607.099 Solutions
Bundesanzeiger
13. CUBE Management GmbH, München 100,00% 164.719 164.719 15.610 15.610 Solutions
Bundesanzeiger
14. Allgeier Computer B.V., Oosterhout, Niederlande 100,00% 1.560.901 1.560.901 150.962 150.962 Solutions
15. Allgeier N.V., Zaventem, Belgien 100,00% 129.058 129.058 -394.682 -394.682 Solutions
16. Allgeier Ltd., Nicosia, Zypern 100,00% 52.829 52.829 -20.444 -20.444 Solutions
17. Allgeier S.A., Luxemburg 100,00% -40.076 -40.076 -51.075 -51.075 Solutions
18. ALLGEIER BİLGİ İŞLEM SİSTEMLERİ DANIŞMANLIK VE TİCARET LİMİTED ŞİRKETİ, Istanbul, Türkei 80,00% -4.411.692 TRY 2,9436 -1.498.725 -3.442.252 TRY 2,5626
-1.343.250
Solutions
19. DIDAS Business Services GmbH, Langenfeld 100,00% 5.337.455 5.337.455 987.768 987.768 Solutions
Bundesanzeiger
20. BSR & Partner AG, Zug, Schweiz 100,00% 8.481.433 CHF 1,2256 6.920.116 216.933 CHF 1,2300
176.364
Solutions
21. Terna Holding GmbH, Innsbruck, Österreich 100,00% 1.767.336 1.767.336 403.904 403.904 Solutions
22. Terna GmbH Zentrum für Business Software, Innsbruck, Österreich 100,00% 2.374.634 2.374.634 1.518.686 1.518.686 Solutions
23. Terna AG Zentrum für Business Software, Hünenberg, Schweiz 100,00% 2.033.950 CHF 1,2256 1.659.528 572.796 CHF 1,2300
465.677
Solutions
24. OPUS Solutions AG, Schweiz 100,00% -149.123 CHF 1,2256 -121.672 -589.212 CHF 1,2298
-479.098
Solutions
25. Allgeier Schweiz AG, Thalwil, Schweiz 100,00% 5.565.401 CHF 1,2256 4.540.886 315.233 CHF 1,2300
256.281
Solutions
26. innocate solutions GmbH, Düsseldorf 100,00% 209.844 209.844 9.602 9.602 (3) Solutions
Bundesanzeiger
27. GEMED Gesellschaft für medizinisches Datenmanagement mbH, Ulm 100,00% 913.206 913.206 79.015 79.015 Solutions
Bundesanzeiger
28. Goetzfried AG, Wiesbaden
29. Goetzfried AG, Allgeier IT Solutions GmbH u.a. GbR, Wiesbaden
100,00%
100,00%
8.693.880
0
8.693.880
0
0
0
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Bundesanzeiger
Experts
30. U.N.P.-Software GmbH, Düsseldorf 100,00% 1.510.230 1.510.230 696.931 696.931 Experts
Bundesanzeiger
31. Xiopia GmbH, Unterföhring 100,00% 1.050.100 1.050.100 0 0 (1)
7.
Experts
Bundesanzeiger
32. WK EDV GmbH, Neuburg a.d. Donau 100,00% 1.169.278 1.169.278 217.945 217.945 Experts
Bundesanzeiger
33. Skytec AG, Oberhaching 100,00% -67.112 -67.112 -144.870 -144.870 Experts
Bundesanzeiger
34. TOPjects GmbH, München 100,00% 50.000 50.000 0 0 (1)
7.
Experts
Bundesanzeiger
35. tecops personal GmbH, München 100,00% 5.324.975 5.324.975 2.511.618 2.511.618 Experts
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36. Oksijen İnsan Kaynakları Seçme ve Değerlendirme Hizmetleri Anonim Şirketi, Istanbul, Türkei 90,00% 3.368.008 TRY 2,9436 1.144.168 715.749 TRY 2,5626
279.302
Experts
37. Allgeier Dritte Beteiligungs GmbH, München 100,00% -203.966 -203.966 -185.954 -185.954 Experts
Bundesanzeiger
38. Softcon MBO GmbH, München 100,00% 98.262 98.262 389.855 389.855 Projects
Bundesanzeiger
39. SOFTCON AG, München 100,00% 11.107.904 11.107.904 0 0 (1)
38.
Projects
Bundesanzeiger
40. SOFTCON IT Service S.r.l., Timisoara, Rumänien 100,00% 1.525.593 LEI 4,4594 342.105 -38.722 LEI 4,4111
-8.778
Projects
41. mgm technology partners GmbH, München 80,00% 3.675.420 3.675.420 1.029.956 1.029.956 Projects
Bundesanzeiger
42. mgm technology partners s.a.r.l., Grenoble, Frankreich 80,00% 263.235 263.235 138.155 138.155 Projects
43. mgm technology partners s.r.o., Prag, Tschechien 80,00% 56.871.814 CZK 27,4003 2.075.591 10.061.012 CZK 26,0045
386.895
Projects
44. MGM Consulting Partners GmbH, Hamburg 56,00% 594.495 594.495 383.149 383.149 Projects
Bundesanzeiger
45. Allgeier Project MBO GmbH, München 100,00% 23.348 23.348 -753 -753 Projects
Bundesanzeiger
46. Allgeier Global Services Asia Pte. Ltd., Singapore 100,00% 56.660 SGD 1,7458 32.454 -38.140 SGD 1,6671
-22.879
Projects
47. Allgeier Nagarro Holding AG, München 100,00% 21.086.324 21.086.324 -342.461 -342.461 Projects
Bundesanzeiger
48. Nagarro Inc., San Jose, USA 100,00% 2.782.514 USD 1,3804 2.015.743 1.434.330 USD 1,3302
1.078.318
Projects
49. Nagarro Software Pvt. Ltd., Gurgaon, Indien 100,00% 827.454.695 INR 84,1266 9.835.832 201.953.822 INR 78,3455
2.577.735
(2) Projects
50. Nagarro Software Jaipur Pvt. Ltd., Jaipur, Indien 100,00% 29.439.501 INR 85,0386 346.190 -5.279.383 INR 78,3455
-67.386
(2) Projects
51. Nagarro Software GmbH, Frankfurt 100,00% 775.081 775.081 403.456 403.456 Projects
Bundesanzeiger
52. Nagarro Software AB, Stockholm, Schweden 100,00% 4.502.225 SEK 8,9225 504.592 1.630.589 SEK 8,6605
188.278
Projects
53. Nagarro Software S.A., Monterrey, Mexiko 100,00% -4.176.952 MXN 17,9850 -232.246 -1.845.197 MXN 17,0634
-108.138
Projects
54. Nagarro Austria GmbH, Wien, Österreich
55. Synchronization Inc., San Jose, USA
100,00%
100,00%
18.235
38.072 USD
1,3766 18.235
27.657
-31.765
8.396 USD
-31.765
1,3302
6.312
Projects
Projects
56. Koolseek Inc., San Jose, USA 100,00% 100 USD 1,3765 73 0 USD 0 Projects
Nach der At-equity-Methode konsolidierte Unternehmen:
57. GDE Holding GmbH, München 50,00% -11.578 -11.578 -36.578 -36.578 Bundesanzeiger
58. German Doctors Exchange GmbH, Bonn 45,00% -300.787 -300.787 -562.033 -562.033 Bundesanzeiger

Aufstellung der Konzerngesellschaften

rag mit Segment Offenlegung
Übrige Jahresabschluss und Konzernabschluss im Bundesanzeiger
Übrige Bundesanzeiger
Übrige Bundesanzeiger
Übrige Bundesanzeiger
Übrige
1. Solutions
Experts Bundesanzeiger
Projects Bundesanzeiger
Solutions Bundesanzeiger
9. Solutions Bundesanzeiger
Solutions
Solutions Bundesanzeiger
Solutions Bundesanzeiger
Solutions
Solutions
Solutions
Solutions
Solutions
Solutions Bundesanzeiger
Solutions
Solutions
Solutions
Solutions
Solutions
Solutions
Solutions Bundesanzeiger
7. Solutions Bundesanzeiger
Experts Bundesanzeiger
Experts
Experts
Bundesanzeiger
7. Experts Bundesanzeiger
Experts Bundesanzeiger
Experts Bundesanzeiger
7. Experts Bundesanzeiger
Experts Bundesanzeiger
Experts
Experts Bundesanzeiger
Projects Bundesanzeiger
38. Projects Bundesanzeiger
Projects
Projects Bundesanzeiger
Projects
Projects
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Projects Bundesanzeiger
Projects
Projects Bundesanzeiger
Projects
Projects
Projects
Projects Bundesanzeiger
Projects
Projects
Projects
Projects
Projects
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(1) Nach Gewinnabführung bzw. Verlustübernahme · (2) Als-Ob Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 01.01.2013-31.12.2013 · (3) Jahresergebnis 01.07.2013-31.12.2013

Nagarro Gruppe Nagarro, Inc., San Jose, USA
Nagarro Software Pvt. Ltd., Gurgaon, Indien
Nagarro Software Jaipur Pvt. Ltd., Jaipur, Indien
Nagarro Software GmbH, Frankfurt
Nagarro Software AB, Stockholm, Schweden
Nagarro Software SA, Monterrey, Mexiko
Syncronization Inc., San Jose, USA
Koolseek Inc., San Jose, USA
off-balance nicht in der Bilanz abgebildet
Opus OPUS Solution AG, Root Längenbold, Schweiz
Oxygen Oksijen İnsan Kaynakları Seçme ve Değerlendirme Hizmetleri Anonim Şirketi,
Istanbul, Türkei
Recompli recompli GmbH, Grasbrunn
S&F SF Software & Friends, Leipzig
SOFTCON AG SOFTCON AG, München
tecops tecops personal GmbH, München
Terna Gruppe Terna Holding GmbH, Innsbruck, Österreich
Terna GmbH Zentrum für Business Software, Innsbruck, Österreich
Terna AG Zentrum für Business Software, Hünenberg, Schweiz
OPUS Solution AG, Root Längenbold, Schweiz
Terna Zentrum Innsbruck Terna GmbH Zentrum für Business Software, Innsbruck, Österreich
Tochtergesellschaften mit der Allgeier SE verbundene Konzernunternehmen
TOPjects TOPjects GmbH, München
UNP U.N.P.-Software GmbH, Düsseldorf
WK WK EDV GmbH, Neuburg an der Donau
Xiopia Xiopia GmbH, Unterföhring
Allgeier Schweiz Allgeier Switzerland AG, Thalwil, Schweiz (ehemals: 1eEurope (Switzerland) AG) Nagarro, Inc., San Jose, USA
Asset Deal Erwerb und Übertragung von Vermögenswerten und Schulden Nagarro Software Pvt. Ltd., Gurgaon, Indien
Nagarro Software Jaipur Pvt. Ltd., Jaipur, Indien
AX Solutions AX Solutions GmbH, Braunschweig Nagarro Software GmbH, Frankfurt
Nagarro Software AB, Stockholm, Schweden
b+m AG b+m Informatik AG, Melsdorf Nagarro Software SA, Monterrey, Mexiko
Syncronization Inc., San Jose, USA
BSR BSR & Partner AG, Zug, Schweiz Koolseek Inc., San Jose, USA
DIDAS DIDAS Business Services GmbH, Langenfeld nicht in der Bilanz abgebildet
OPUS Solution AG, Root Längenbold, Schweiz
Earn Out Bedingter Kaufpreis aus Unternehmenserwerben Oksijen İnsan Kaynakları Seçme ve Değerlendirme Hizmetleri Anonim Şirketi,
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern Istanbul, Türkei
Fair Value Beizulegender Zeitwert recompli GmbH, Grasbrunn
Forderungen LuL Forderungen aus Lieferungen und Leistungen SF Software & Friends, Leipzig
GEMED GEMED Gesellschaft für medizinisches Datenmanagement mbH, Ulm SOFTCON AG, München
GDE German Doctor Exchange GmbH, Bonn tecops personal GmbH, München
GDE Gruppe GDE Holding GmbH, München Terna Holding GmbH, Innsbruck, Österreich
German Doctor Exchange GmbH, Bonn Terna GmbH Zentrum für Business Software, Innsbruck, Österreich
Terna AG Zentrum für Business Software, Hünenberg, Schweiz
Goetzfried Goetzfried AG, Wiesbaden OPUS Solution AG, Root Längenbold, Schweiz
Gratuity Verpflichtungen Abfindungsverpflichtungen bei Ausscheiden von Mitarbeitern in Indien Terna GmbH Zentrum für Business Software, Innsbruck, Österreich
Hexa HEXA Business Services- Beratungs- und Dienstleistungs GmbH, Wien, Österreich mit der Allgeier SE verbundene Konzernunternehmen
Innocate innocate solutions GmbH, Düsseldorf TOPjects GmbH, München
mgm cp Hamburg mgm consulting partners GmbH, Hamburg U.N.P.-Software GmbH, Düsseldorf
mgm tp München mgm technology partners GmbH, München WK EDV GmbH, Neuburg an der Donau

Glossar

Die Allgeier Geschäftsberichte und Zwischenmitteilungen in deutscher und englischer Sprache können im Internet unter www.allgeier.com/de > Investor Relations > Finanzinformation und Finanzberichte geladen oder unter den oben genannten Kontaktdaten angefordert werden.

Aktuelle Finanzinformationen finden Sie auf der Allgeier Website in der Sektion Investor Relations unter: www.allgeier.com/de/investor-relations

Finanzkalender 2014

WICHTIGE TERMINE UND VERANSTALTUNGEN Datum
Veröffentlichung Konzern-/Jahresabschluss 2013 30. April 2014
Veröffentlichung Zwischenmitteilung zum 31. März 2014 15. Mai 2014
Hauptversammlung in München 17. Juni 2014
Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht 2014 14. August 2014
Veröffentlichung Zwischenmitteilung zum 30. September 2014 14. November 2014

Impressum

Herausgeber

Allgeier SE Wehrlestraße 12 81679 München Bundesrepublik Deutschland Tel.: +49 (0)89 998421-0 Fax: +49 (0)89 998421-11 E-Mail: [email protected] www.allgeier.com

Registereintragung Amtsgericht München, HRB 198543

Kontakt

Allgeier SE Corporate Communications & Investor Relations Tel.: +49 (0)89 998421-41 E-Mail: [email protected]

Carl Georg Dürschmidt Vorstand

Dr. Marcus Goedsche Vorstand

Hubert Rohrer Vorstand

Manas Fuloria (PhD) Vorstand

Versicherung des Vorstands der Allgeier SE

Der Vorstand der Allgeier SE versichert nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

München, 02. April 2014