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Allgeier SE — Annual Report 2011
Apr 18, 2012
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Annual Report
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Cloud computing SAP ERP mobile applikationen mobile applikationen Virtualisierung NEARSHORING ENTERPRISE APPLICATIONS MANAGED SERVICES OFFSHORING Business intelligence it-outsourcing it-outsourcing Business Process Management enterprise 2.0 Collaboration IT-COMPLIANCE RECRUITING PORTA LESHOP It-Sicherheit Social media ECM DMSCONSULTING INFRASTRUKTUR SOFTWAREENGINEERING CR MRFID
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Positivversion 1c
Geschäftsbericht 2011
Mit über 2.500 angestellten Mitarbeitern und über 1.500 freiberuflichen IT-Experten bietet die Allgeier Gruppe ihren Kunden einen Komplettservice-Ansatz von der Konzeption über die Umsetzung bis hin zum Betrieb von IT-Landschaften. Die stark wachsende Gruppe verfügt aktuell über 50 Standorte im deutschsprachigen Raum und 23 weitere Standorte im übrigen Europa, in den USA, Mexiko und Indien.
Die Dienstleistungen der Allgeier Gruppe gliedern sich in die drei Geschäftsbereiche IT Solutions, IT Services & Recruiting und Project Solutions. Allgeier verbindet die Expertise und Flexibilität mittelständischer Einheiten mit der Leistungsstärke einer börsennotierten Gruppe. 14 operative Unternehmenseinheiten, jede mit einem fachlichen oder branchenbezogenen Schwerpunkt, arbeiten gemeinsam für Kunden aus nahezu allen Branchen. Zahlreiche nationale und internationale Konzerne vertrauen seit vielen Jahren dem Know-how, der Erfahrung und den Produkten der Allgeier Gruppe.
| Vorwort des Vorstands | 04 | ||
|---|---|---|---|
| -- | -- | ----------------------- | ---- |
- Bericht des Aufsichtsrats 06
- Die Allgeier Aktie 08
- Das Jahr im Überblick 10
- Konzernlagebericht 17
- 1. Geschäft und Rahmenbedingungen 18
- 2. Geschäftsverlauf 20
- 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 22
- 4. Chancen, Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung 29
- 5. Forschung und Entwicklung 30
- 8. Corporate Governance Bericht 38
- 9. Prognoseberichterstattung 44
- Konzern-Gesamtergebnisrechnung 50
- Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 52
- Konzern-Eigenkapitalüberleitungsrechnung 54
- Aufstellung Konzerngesellschaften 142
Allgeier ist eine der führenden IT-Dienstleistungsgruppen in Deutschland .
| Konzernkennzahlen | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | CAGR |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 178,7 | 223,5 | 308,7 | 378,8 | 28,5% |
| EBITDA | 12,1 | 14,4 | 18,1 | 22,3 | 22,6% |
| EBITA | 10,8 | 12,8 | 15,6 | 19,0 | 20,7% |
| EBIT | 3,9 | 8,0 | 11,0 | 12,0 | 45,4% |
| EBT | 87,4 | 7,0 | 10,2 | 9,5 | |
| Jahresüberschuss | 80,4 | 5,0 | 8,7 | 5,3 | |
| Bilanzsumme | 193,4 | 160,1 | 204,1 | 242,1 | |
| Eigenkapital | 81,8 | 79,5 | 85,5 | 88,2 | |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) | 8,93 | 0,60 | 0,99 | 0,52 | |
| Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in Euro) | 1,18 | 1,27 | |||
| Anzahl feste Mitarbeiter | 831 | 1.261 | 1.339 | 2.546 | |
| Anzahl freiberufliche Experten | 1.331 | 1.235 | 1.438 | 1.531 |
(Nach IFRS; in Mio. EUR)
(2008 inkl. Gewinn aus Veräußerung des Zeitarbeitgeschäfts)
Die Allgeier Holding AG konzentriert sich auf Wachstumsthemen im IT-Umfeld und ergreift neue Chancen.
Inhaltsverzeichnis
das Unternehmen 2011 Inhalt
Vorwort des Vorstands
vor zehn Jahren erzielte Allgeier im IT-Segment einen Umsatz von unter 10 Mio. Euro. Im Jahr 2011 erzielten wir nun einen Umsatz von 379 Mio. Euro und Allgeier ist als eine der führenden IT-Service-Gesellschaften im deutschen Markt fest etabliert. Die Gesellschaft ist in den vergangenen Jahren nicht nur organisch stark gewachsen, auch konnten wir durch streng selektierte Akquisitionen unser Wachstum beschleunigen und das Leistungs- und Serviceportfolio weiter ausbauen.
Nach dem erfolgreichen Kurs der vergangenen Jahre stellen wir uns jedes Jahr im Rahmen unserer Strategieklausur die Frage: Ist Allgeier heute richtig aufgestellt, um in den nächsten Jahren weiter zu wachsen?
Aus externer Sicht betrachtet, unter Berücksichtigung der Marktentwicklung, sehen wir Allgeier im richtigen Markt positioniert. Die Informationstechnologie (IT) hat in den letzten Jahren die Arbeitsweisen fast jeder Industrie und der öffentlichen Verwaltung maßgeblich verändert. Vergleicht man einen normalen Büroarbeitsplatz und die dahinter liegenden Produktionsprozesse von vor zwanzig Jahren mit heute, so sind viele der wesentlichen Änderungen IT-getrieben. Junge Managergenerationen denken immer mehr vernetzt und in IT-Strukturen und fordern eine Anpassung der Arbeitswelten. Wir sehen diese Entwicklung erst am Anfang und erwarten, dass die IT-Service-Industrie und damit Allgeier von diesen Veränderungen profitieren wird. Einige Trendthemen der IT-Industrie haben wir auf den ersten Seiten des Geschäftsberichtes für Sie zusammengefasst. Zudem ist der IT-Servicemarkt nach wie vor stark fragmentiert und befindet sich in einer Konsolidierung – auch hierdurch erwarten wir weitere Chancen für Allgeier.
Aus interner Sicht betrachtet haben wir im letzten Jahr einige Weichen gestellt, um auch zukünftig wachsen und Marktanteile gewinnen zu können. Auf der einen Seite haben wir durch organisatorische Maßnahmen die interne Zusammenarbeit in der Gruppe weiter optimiert, Gesellschaften fusioniert und die Führungsstruktur verbessert. Auf der anderen Seite haben wir durch die Akquisition der Nagarro Gruppe in
»Zusammenfassend sehen wir die Allgeier Gruppe in einem interessanten, wachsenden Markt gut positioniert und für eine Fortsetzung des Wachstums in den kommenden Jahren gerüstet.«
Carl Georg Dürschmidt Vorstand
Dr. Holger von Daniels Vorstand
USA/Indien unsere internationale Präsenz maßgeblich ausgebaut und haben uns vor allem den Zugang zu hervorragend ausgebildeten IT-Experten in Indien erschlossen. Wir haben in unserem Kernmarkt Deutschland, Österreich und Schweiz bereits heute Kapazitätsengpässe bei hochqualifizierten IT-Experten und erwarten durch die nun die Hochschulen verlassenden geburtenschwachen Jahrgänge eine weitere Zuspitzung der Lage. Zugleich steigen die Kundenanforderungen hinsichtlich Lieferkapazität und Qualität bei IT-Dienstleistern. Nagarro verfügt über rund 1.000 sehr gut ausgebildete IT-Experten in Indien und plant den Personalbestand in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Unsere Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz reagieren sehr positiv auf die Mitarbeiter von Nagarro und es haben sich bereits nach wenigen Monaten erste Geschäftsabschlüsse ergeben.
Dr. Marcus Goedsche Vorstand
Mit der Akquisition der 1eEurope AG mit Sitz in der Schweiz haben wir einen führenden IT-Service-Provider von Collaboration Software (z.B. SharePoint), eines der Trend-Themen der kommenden Jahre, für die Allgeier Gruppe gewonnen. Mit der GEMED GmbH haben wir unsere Position in der Wachstumsbranche Health Care gestärkt.
Zusammenfassend sehen wir die Allgeier Gruppe in einem interessanten, wachsenden Markt gut positioniert und für eine Fortsetzung des Wachstums in den kommenden Jahren gerüstet.
Wir möchten uns an dieser Stelle bei unseren Kunden und Geschäftspartnern für die gute Kooperation und das in uns gesetzte Vertrauen bedanken. Ein besonderer Dank gilt wie immer unseren Kolleginnen und Kollegen der gesamten Allgeier Gruppe, ohne deren unermüdlichen Einsatz im vergangenen Jahr dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre.
Vor allem möchten wir uns bei Ihnen, verehrte Aktionäre, für Ihr Vertrauen herzlich bedanken und freuen uns auf eine gemeinsame, erfolgreiche Zukunft.
Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Kunden und Geschäftspartner,
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Damen und Herren,
im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung durch den Vorstand regelmäßig überwacht und beratend begleitet.
Im Geschäftsjahr 2011 ist der Aufsichtsrat zu sechs Sitzungen und mehreren im Wege von Telefonkonferenzen durchgeführten Besprechungen zusammengetroffen und hat weitere Beschlussfassungen im Umlaufverfahren vorgenommen. In allen Sitzungen waren Mitglieder des Vorstands anwesend.
Die durch den Ablauf der Aufsichtsratsmandate erforderlich gewordene Neuwahl der Mitglieder des Aufsichtsrats wurde in der Hauptversammlung vom 21. Juni 2011 durchgeführt. Die bisherigen Aufsichtsräte der Gesellschaft, die Herren Detlef Dinsel, Thies Eggers und Christian Eggenberger, wurden von der Hauptversammlung für eine weitere Amtszeit gewählt.
Der Vorstand hat seine Berichts- und Informationspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr umfassend erfüllt und den Aufsichtsrat sowohl in den Aufsichtsratssitzungen als auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen laufend und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Lage der Gesellschaft und der Konzerngesellschaften und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Der Aufsichtsrat war ferner unmittelbar in einzelne Akquisitionsprojekte im Vorfeld der Entscheidung zur Durchführung eingebunden. Gegenstand der Berichterstattung und der Beratung waren insbesondere
- • die laufende Finanz- und Liquiditätslage,
- • einzelne Akquisitionsvorhaben,
- • Konzernfinanzierung,
- • Risikomanagement und Compliance sowie
- • Fragen der strategischen Ausrichtung des Konzerns
Bei den Beratungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat und aufgrund der laufenden Information durch den Vorstand konnte sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2011 von der Rechtmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung durch den Vorstand überzeugen. Der Vorstand hat entsprechend der Entwicklung des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr die Organisation der Allgeier Holding AG und das Risikomanagement weiter entwickelt. Der Aufsichtsrat hat das in der Gesellschaft eingesetzte Risikomanagementsystem mit dem Vorstand und den Wirtschaftsprüfern erörtert und für ordnungsgemäß befunden. Soweit für einzelne Maßnahmen der Geschäftsführung die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, wurden diese geprüft und die erforderliche Zustimmung erteilt. Der Aufsichtsrat kann damit feststellen, dass der Vorstand ihn umfassend in die Lage versetzt hat, die Arbeit des Vorstands laufend zu überwachen. Dabei ist der Aufsichtsrat zu der Überzeugung gelangt, dass die Geschäftsführung durch den Vorstand in jeder Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen erfüllt und keinen Anlass zu Beanstandungen durch den Aufsichtsrat gibt.
Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Allgeier Holding AG und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 sowie die Lageberichte für die AG und den Konzern hat die LOHR + COMPANY GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Unterlagen und die Prüfungsberichte der LOHR + COMPANY GmbH lagen dem Aufsichtsrat zur Prüfung vor. Der Aufsichtsrat hat die vorgenannten Unterlagen geprüft und in der Sitzung am 17. April 2012 in Gegenwart der Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Abschlussprüfer hat in der Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet sowie festgestellt, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems vorlägen.
Der Aufsichtsrat kommt danach zu dem Ergebnis, dass der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie die entsprechenden Lageberichte ordnungsgemäß entsprechend der für den jeweiligen Abschluss geltenden Regeln aufgestellt wurden und ein zutreffendes Bild der Finanz- und Ertragslage der Allgeier Holding AG und des Konzerns darstellen. Auch die Durchsicht der Prüfungsberichte und die Erörterung mit den Abschlussprüfern führten zu keinen Beanstandungen oder Einwendungen des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfer zu und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit zugleich festgestellt.
Der Aufsichtsrat hat ferner den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns der Allgeier Holding AG für das Geschäftsjahr 2011, der die Ausschüttung einer Regeldividende von 0,50 Euro je Aktie vorsieht, geprüft. Er stimmt nach eingehender Abwägung der Interessen der Gesellschaft zur Finanzierung ihres Geschäftsbetriebs und des weiteren Wachstums der Allgeier Gruppe einerseits und der Interessen der Aktionäre an einer Dividendenauszahlung andererseits dem Beschlussvorschlag zu und schließt sich diesem an.
Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung und allen Mitarbeitern der Allgeier Gruppe für die im Geschäftsjahr 2011 erbrachten Leistungen.
München, 17. April 2012 Der Aufsichtsrat der Allgeier Holding AG
Detlef Dinsel Vorsitzender des Aufsichtsrats
Die Allgeier Aktie
Weltweite Aktienmärkte durch europäische Finanzkrise gebeutelt
Die Welt schien 2011 für die Aktienmärkte zunächst in Ordnung: Trotz des Börseneinbruches nach Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe in Japan begann das Jahr 2011 durchaus positiv für die Anleger. Der DAX kletterte im Mai sogar bis auf 7528 Punkte. Allerdings währte die Freude nicht sehr lange: Die drohende Staatspleite Griechenlands, die maroden Staatshaushalte Italiens, Spaniens und Portugals und die damit verbundenen Maßnahmen der EZB (Europäische Zentralbank) sowie die Sorgen um den Zustand der europäischen Banken, führten zu einer dramatischen Talfahrt der Aktien an den wichtigsten Handelsplätzen. Diese erreichte ihren Tiefpunkt am 19. August, als der Dax 5,82 Prozent verlor - der größte Tagesverlust seit November 2008. Die teilweise wilden Spekulationen rund um die Rettung der pleitebedrohten Euroländer sorgten für ein hektisches Auf und Ab an den Märkten. Hinzu kam die Furcht vor einem weltweiten Wirtschaftsabschwung.
Die Allgeier Aktie
Die im geregelten Markt gehandelte Aktie der Allgeier Holding AG (ISIN DE0005086300, WKN 508630, AEI) konnte sich während des Jahres den Schwankungen der Börsen nicht entziehen. Sie ging am 3. Januar 2011 mit einem Eröffnungskurs von 10,40 Euro in den Handel. Trotz einiger Kursschwankungen schloss sie das erste Quartal mit einem Plus. Im Laufe des zweiten Quartals erhöhte sie ihren Wert und markierte am 16. Mai mit 14,21 Euro ihr Jahreshoch. Die Aktie konnte ihr Niveau bis Juli halten, wurde dann aber von den Turbulenzen und der nervösen Stimmung an den Aktienmärkten beeinflusst. Im August musste der DAX die schwersten Verluste seit Herbst 2008 hinnehmen. Auch die Allgeier Aktie fiel am 5. August mit 9,26 Euro auf ihr Jahrestief, konnte sich aber in den folgenden Monaten wieder erholen. Die Allgeier Aktie beendete am 30. Dezember 2011 das Börsenjahr 2011 mit einem Schlusskurs von 10,735 Euro.
Trotz der unruhigen Märkte konnte die Allgeier Aktie ihren Wert im Jahr 2011 leicht erhöhen. Während die deutschen DAX-Standardwerte im Laufe des Jahres 14,7 % an Wert einbüßten (die Werte des TecDAX rutschten gar um 19,5 % ab), erzielte die Allgeier Aktie im selben Zeitraum eine Aktienrendite von 8,6 % (aus Kursgewinn und der im Juni ausgeschütteten Dividende in Höhe von 0,50 Euro).
| Kennzahlen je Aktie 2011 vs. 2010 | 2010 | 2011 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie (in Euro) | 0,99 | 0,52 | - 47 % |
| Dividende je Aktie (in Euro) | 0,50 | 0,50 | - |
| Jahreshöchstkurs XETRA (in Euro) | 10,65 | 14,21 | + 33 % |
| Jahrestiefstkurs XETRA (in Euro) | 7,49 | 9,26 | + 24 % |
| Ultimokurs XETRA (in Euro) | 10,35 | 10,735 | + 4 % |
| Aktienanzahl (in Stück) | 9.071.500 | 9.071.500 | - |
| Ultimo-Marktkapitalisierung (in Mio. Euro) | 93,9 | 97,4 | + 4 % |
| Durchschnittlicher Börsenumsatz XETRA (in Stück pro Tag) | 7.890 | 9.418 | + 19 % |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) |
|---|
| Dividende je Aktie (in Euro) |
| Jahreshöchstkurs XETRA (in Euro) |
| Jahrestiefstkurs XETRA (in Euro) |
| Ultimokurs XETRA (in Euro) |
| Aktienanzahl (in Stück) |
| Ultimo-Marktkapitalisierung (in Mio. Euro) |
| Durchschnittlicher Börsenumsatz XETRA (in Stück pro Tag) |
| 2008 | 2009 | 2010 | 2011 |
|---|---|---|---|
| 2,50 | 0,60 | 0,50 | 0,50 |
| Index | General Standard |
|---|---|
| ISIN | DE0005086300 |
| WKN | 508630 |
| Aktienanzahl | 9.071.500 |
| Aktienkurs (am 10.04.2012) | 12,15 Euro |
| Marktkapitalisierung (am 10.04.2012) | 110,2 Mio. Euro |
*soweit der Gesellschaft bekannt (teilweise geschätzt)
Quartal 01
Die Konzerngesellschaften der Allgeier Holding AG starteten gut ins Jahr 2011 und konnten im ersten Quartal ihre Umsätze und Ergebnisse deutlich steigern. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 34 % auf 83,4 Mio. Euro. Das EBI-TA (Ergebnis vor Abschreibungen auf Kaufpreis-Allokationen, Zinsen und Steuern) wuchs um mehr als das Doppelte auf 4,3 Mio. Euro (Q1 2010: 1,7 Mio. Euro).
Zur Umsatz- und Ergebnissteigerung trugen sowohl eine gute Geschäftsentwicklung der seit längerem zur Gruppe gehörenden Gesellschaften wie auch der im zweiten und dritten Quartal 2010 erworbenen Unternehmen bei. Für weiteres Wachstum sorgten die am Anfang des ersten Quartals 2011 erworbenen Geschäftsbetriebe der BSH IT Solutions, Crealogix und IPS.
Für die Anleger begann das Aktienjahr 2011 positiv. Der DAX verzeichnete in den Monaten Januar und Februar Steigerungen und auch das Wirtschaftsklima in Deutschland verbesserte sich laut Ifo-Konjunkturtest vom April 2011. Im Monat März verschlechterte sich indes laut Ifo Institut das Wirtschaftsklima und auch die Stimmung an den Börsen trübte sich ein. Bis 14. März 2011 sank der Leitindex von 7.223 Punkten auf 6.871 Punkte, wobei sich vor allem die Erdbebenkatastrophe in Japan weltweit negativ auf die Aktien auswirkte. Die Allgeier Aktie musste in dieser Zeit ebenfalls einen Rückschlag hinnehmen und schloss am 14. März mit 10,25 Euro.
Für den IT-Markt rechnete der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) im ersten Quartal mit einem fortgesetzt starken Wachstum. In den für die Allgeier Gruppe besonders relevanten Märkten IT Services und Software prognostizierte der Verband für das Jahr 2011 Zuwächse von 3,5 % bzw. 4,5 %.
Quartal 03
Im dritten Quartal 2011 erzielte Allgeier einen Umsatz von 94,6 Mio. Euro (Q3 2010: 81,3 Mio. Euro), was einem Anstieg von 16 % entspricht. Das EBITA betrug im dritten Quartal 2011 4,5 Mio. Euro (Q3 2010: 5,0 Mio. Euro). Das EBITA im dritten Quartal war durch außerordentliche Effekte aus Währungsdifferenzen im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Earnout-Verpflichtungen in Höhe von 0,6 Mio. Euro und durch nach IFRS nicht aktivierte Anschaffungsnebenkosten im Zuge der Akquisition der Nagarro in Höhe von 0,4 Mio. Euro belastet. Bereinigt um diese Positionen ergibt sich ein operatives EBITA von 5,5 Mio. Euro und damit ein Plus von 10 % zum Vorjahresquartal.
Allgeier gab im Juli 2011 den Erwerb sämtlicher Gesellschaftsanteile des IT-Lösungsanbieters und Softwareentwicklungshauses Nagarro, Inc. bekannt. Die Gesellschaft mit Sitz im Silicon Valley, USA, hat Tochtergesellschaften in Deutschland, Schweden, Indien und Mexiko. Für Allgeier ist die Transaktion ein strategischer Schritt auf das internationale Parkett zur Besetzung von Schlüsselmärkten. Mit dem Erwerb der GEMED, Ulm, im August konnte die Allgeier Gruppe ihre Marktposition und ihr bestehendes Leistungsangebot als IT-Dienstleister im Health Care-Markt weiter ausbauen. GEMED entwickelt, produziert und implementiert modulare "Picture Archiving and Communication Systems" (PACS) und ist mit über 500 bestehenden Systemen in Deutschland und der Schweiz im Segment der Medizintechnik ein führender Spezialanbieter.
Die Aktie der Allgeier Holding AG geriet im dritten Quartal in die Turbulenzen der Märkte und erreichte mit 9,26 Euro am 5. August 2011 den Tiefpunkt ihrer Entwicklung. Bis zum Schluss des Quartals am 30. September 2011 verzeichnete die Aktie indes eine merkliche Erholung auf 10,995 Euro – während der DAX im selben Zeitraum auf dem Niveau von Mitte August stagnierte.
Das Wirtschaftsklima in Deutschland war laut Ifo-Konjunkturtest vom Oktober 2011 im dritten Quartal weiterhin positiv, obgleich die Unternehmen die Geschäftslage leicht schwächer als zu Beginn des Jahres beurteilten und mit einer weiteren Eintrübung der Geschäftsentwicklung rechneten. Demgegenüber verzeichnete der Branchenindex des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) im dritten Quartal 2011 einen deutlichen Anstieg: Nahezu 75 % der befragten Unternehmen rechneten weiter mit steigenden Umsätzen. Vor allem in den Bereichen IT Services und Software erwarteten die Anbieter eine gute Geschäftsentwicklung.
Quartal 02
Im zweiten Quartal des Jahres 2011 stieg der Umsatz der Allgeier Konzerngesellschaften um 22 % auf 87,6 Mio. Euro (Vj.: 71,7 Mio. Euro). Das EBITA wuchs um 28 % auf 3,2 Mio. Euro (Vj.: 2,5 Mio. Euro).
Die Steigerung resultierte – wie bereits im ersten Quartal – zum einen aus einem organischen Wachstum sowie zum anderen aus der Vollkonsolidierung der in 2010 erworbenen Gruppengesellschaften BSR & Partner und Terna.
Ab Juni 2011 wurde erstmals die 1eEurope Switzerland AG im Konzern konsolidiert, die im Mai akquiriert wurde. 1eEurope ist Experte im stark wachsenden Markt für Microsoft Sharepoint und erweitert die Präsenz von Allgeier in der Schweiz.
Nachdem zahlreiche Kundenprojekte, die aufgrund der Wirtschaftskrise zurückgestellt wurden, nun beauftragt wurden und der gesamte IT-Markt ein Wachstum verzeichnete, ließ sich über alle Gruppengesellschaften eine hohe Auslastung der IT Consultants konstatieren.
Die Aktie der Allgeier Holding AG entwickelte sich im zweiten Quartal positiv. Am 16. Mai erreichte sie mit 14,21 Euro ihr Jahreshoch. Im ersten Halbjahr gewann die Allgeier-Aktie an Wert und konnte in diesem Zeitraum um 14 % zulegen. Inklusive der im Juni ausgeschütteten Dividende von 0,50 Euro stieg die Aktie um 18 %. Trotz eines volatilen Marktumfeldes konnte sich die Aktie gut behaupten und Vergleichsindices wie DAX, MDAX, SDAX und TecDAX schlagen. Am 30. Juni 2011 ging die Aktie mit 12,08 Euro aus dem Xetra-Handel.
Das Wirtschaftsklima in Deutschland stellte sich laut Ifo-Konjunkturtest vom Juli 2011 auch im zweiten Quartal positiv dar. Allerdings zeigten sich die Unternehmen zur Jahresmitte mit der aktuellen Geschäftslage nicht mehr so zufrieden wie zuvor und rechneten mit geringeren Zuwächsen im Auslandsgeschäft als in den vorherigen Monaten. Ungebrochen starkes Wachstum herrschte im IT-Markt. Für den deutschen Informationstechnikmarkt, den für Allgeier wichtigsten Markt, prognostizierte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM ) ein Plus von 4,3 % für das Gesamtjahr 2011.
Quartal 04
Im vierten Quartal 2011 steigerte Allgeier seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 % auf 113,1 Mio. Euro (Q4 2010: 93,6 Mio. Euro). Das EBITA betrug im vierten Quartal 2011 7,0 Mio. Euro (Q4 2010: 6,4 Mio. Euro). Dies entspricht einer Steigerung von 9 %.
Das Wirtschaftsklima in Deutschland hat sich laut Ifo-Konjunkturtests vom Dezember 2011 und vom Januar 2012 im vierten Quartal verbessert. Die Geschäftslage wurde von den Unternehmen als unverändert günstig angegeben. Dabei trotzte die deutsche Wirtschaft laut Ifo Institut erfolgreich dem Abschwung Westeuropas. Der Branchenindex des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) las sich auch im letzten Quartal des Jahres 2011 positiv. So erwarteten mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen steigende Umsätze.
Die Aktie der Allgeier Holding AG stieg bis zum 28. Oktober 2011 auf einen Wert von 11,40 Euro, fiel aber schon knapp vier Wochen später, am 23. November 2011, auf 9,70 Euro. Dies markierte jedoch den letzten Tiefpunkt eines turbulenten Börsenjahres, das die Allgeier-Aktie am 30. Dezember 2011 mit einem Schlusskurs von 10,735 Euro beendete. So konnte die Aktie trotz der unruhigen Märkte ihren Wert im Jahr 2011 leicht erhöhen, während der DAX im Jahr 2011 von 6.914 Punkten (30.12.2010) auf 5.898 Punkte (30.12.2011) fiel. Vor allem die Spekulationen rund um die Rettung der pleitebedrohten Euroländer hatten an den Märkten immer wieder für hektisches Auf und Ab gesorgt. Hinzu trat die Sorge um einen weltweiten Wirtschaftsabschwung.
.
Das Jahr im Überblick
»Die Konzerngesellschaften der Allgeier Holding AG starteten gut ins Jahr 2011 und konnten im ersten Quartal ihre Umsätze und Erlöse deutlich steigern.«
»Im vierten Quartal 2011 steigerte Allgeier seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 % auf 113,1 Mio. Euro (Q4 2010: 93,6 Mio. Euro).«
Allgeier sichert Erfolg nachhaltig durch die konsequente Besetzung der IT-Megatrends
IT ist heute die wichtigste Innovationskraft in nahezu allen Branchen. Gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten setzen Unternehmen auf Technologien, die sie schlanker, produktiver und effektiver machen. Das Bedürfnis nach Flexibilisierung von Arbeitsstrukturen ist in der deutschen Wirtschaft ungebrochen. Grundlegende Veränderungen in unseren Märkten, beispielsweise durch veränderte Wertschöpfungskonfigurationen, bieten zahlreiche Möglichkeiten und große Potentiale für das Dienstleistungsgeschäft. Die verfügbaren Dienstleistungen werden sich weiterentwickeln und die Gesamtmärkte dabei wachsen. Als innovativer und leistungsstarker IT-Dienstleister profitiert Allgeier von diesen Entwicklungen. Alle Unternehmen der Allgeier Gruppe evaluieren laufend neue Geschäftsmöglichkeiten und können schnell auf Wachstumschancen reagieren. In den vergangenen Jahren konnte sich die Allgeier Gruppe so in allen wesentlichen Wachstumsmärkten optimal positionieren. Die in den einzelnen Geschäftsbereichen IT Solutions, IT Services & Recruiting und Project Solutions angebotenen Produkte und Leistungen reflektieren die Dynamik der Märkte und die Anforderungen der Kunden gleichermaßen.
Trend Cloud Computing
Cloud Computing ermöglicht den mobilen Zugriff auf IT-Dienste aller Art über das Internet – von Rechenkapazitäten über Datenspeicher bis zu einzelnen Anwendungen. Eine aktuelle Studie im Auftrag des Branchenverbands BITKOM belegt, dass der Umsatz mit Cloud Computing in Deutschland alleine 2012 um nahezu 50 Prozent auf über fünf Milliarden Euro wachsen wird. Und auch für die Folgejahre ist dem Verband zufolge mit zweistelligen Wachstumsraten zu rechnen. Die steigende Verfügbarkeit von Cloud-Diensten führt zu einer tiefgreifenden Veränderung in der Informationstechnologie. Die Unternehmen der Allgeier Gruppe fördern das Innovationspotential in diesem wesentlichen neuen Technologiefeld und bieten beispielsweise Cloud Services als zertifizierte Services rund um das Thema "Managing Trust" an.
Allgeier besetzt IT-Megatrends
Trend Mobile Computing
Mit der ständig wachsenden Bedeutung mobiler Endgeräte stehen Unternehmen und andere Organisationen vor der Herausforderung, Inhalte und Anwendungen für ihre Zielgruppen über Apps oder mobile Websites verfügbar zu machen. Gleichzeitig müssen Smartphones und Tablets sicher und zuverlässig in die unternehmenseigenen IT-Systeme eingebunden werden. Allgeier entwickelt in diesem wichtigen neuen Technologiefeld passgenaue Lösungen für ihre Kunden.
Trend IT-Sicherheit
IT-Sicherheit ist für jedes Unternehmen ein integrales Thema und gewinnt laufend an Bedeutung. Diese Entwicklung wird durch den Trend zum Cloud Computing weiter verstärkt. Vertrauen in die Sicherheit und den Schutz der Daten wird dabei zur zentralen Voraussetzung für die Nutzung von Cloud Services. Entsprechend sind Unternehmen, staatliche Stellen und Privatanwender gefordert, ihre IT-Systeme zu schützen. Nicht nur aus Haftungs- und Datenschutzgründen oder zum Schutz vor Industriespionage, auch um neue digitale Geschäftsprozesse einzuführen, ist ein geeignetes Sicherheitsniveau zwingend erforderlich. Allgeier unterstützt Unternehmen umfassend – von der Architekturberatung über E-Mail- und Web-Sicherheit, Sicherheit in der Entwicklung und im Betrieb von IT-Lösungen bis zur Durchführung von Penetrationstests und zur Zertifizierung von Software gemäß der Common Criteria. In der E-Mail-Sicherheit ist Allgeier mit dem Produkt JULIA MailOffice Marktführer. Die Softwarelösung ist die E-Mail-Komponente der virtuellen Poststelle des Bundes und wird von fast allen Bundesbehörden, aber auch zahlreichen Banken, Versicherungen und Unternehmen aus der Industrie erfolgreich eingesetzt.
»Alle Unternehmen der Allgeier Gruppe evaluieren laufend neue Geschäftsmöglichkeiten und können schnell auf Wachstumschancen reagieren.«
Trend Business Intelligence / Big Data
Unter Big Data versteht man die Verarbeitung enormer Datenmengen. Große Datenmengen machen eine intelligente Analyse und Aufbereitung von Informationen jenseits der herkömmlichen Technologien erforderlich. Hierfür kommen Business-Intelligence-Systeme zum Einsatz, die in hoher Geschwindigkeit zunehmend komplexe Sachverhalte erfassen, darstellen und dabei unterschiedlichste Formate und Inhalte (Texte, Fotos, Videos u.a.) in ihre Analyse mit einbeziehen. Mit einem guten Business Intelligence-Konzept erhalten Unternehmen nicht nur schnell Zugriff auf die richtigen und wichtigen Informationen. Sie bekommen gleichzeitig auch die analytische Funktionalität, um diese Informationen auszuwerten. Als Experte für Business Intelligence entwickelt und betreibt Allgeier durchdachte BI-Lösungen – individuell und passgenau entsprechend der Anforderungen und Bedarfe ihrer Kunden.
Trend IT-Outsourcing
Das IT-Outsourcing oder Outtasking, also die Verlagerung von IT-Systemen und Geschäftsprozessen an externe Dienstleister, liegt weiterhin im Trend. Gesteigerte Anforderungen an Qualität und Flexibilität, Kosteneinsparungen, Transparenz und die Konzentration auf Kernkompetenzen sind die wichtigsten Treiber für Outsourcing- und Outtasking-Vorhaben. Im Rahmen des Outsourcing-Modells übernimmt Allgeier für seine Kunden vielfältige Aufgaben im Bereich der Softwareentwicklung und -wartung sowie Funktionen im IT-Infrastrukturumfeld bis hin zum vollständigen Betrieb der IT – auch inhouse. Der Kunde behält dabei zu jeder Zeit die vollständige Kontrolle über Kosten und Leistungen.
Trend Virtualisierung
Allgeier bietet seinen Kunden maßgeschneiderte IT-Infrastrukturlösungen. Virtualisierung stellt weiterhin ein hochwirksames Instrument zur Kombination von Kostensenkung und Leistungssteigerung dar. Zahlreiche Unternehmen planen aufgrund der größeren Flexibilität und Mobilität der User und der Möglichkeit einer Reduktion der Managementkosten Investitionen in die Virtualisierung von Arbeitsplätzen.
Virtualisierungslösungen helfen durch optimale Ausnutzung der Kapazitäten und ein zentrales Management der Systeme dabei, die IT-Landschaft zu verschlanken und deren Performance und Verfügbarkeit zu steigern. Die Kunden erhalten so nicht nur einen schnelleren Zugriff auf alle relevanten Daten, sondern sparen auch signifikant Strom, Klimaleistung und Wartungskosten ein.
Trend ECM
Das Enterprise Content Management (ECM) nimmt in Unternehmen eine immer wichtigere Rolle ein. Dies belegen unter anderem die Ergebnisse der aktuellen Studie "IT-Trends" der Technologieberatung Capgemini aus dem Februar 2012. Das ECM hat sich enorm weiterentwickelt, wird stetig facettenreicher und umfasst heute nahezu alle relevanten Funktionen, um Informationen wie Dokumente in IT-basierten Prozessen zu verwalten. Um die steigende Informationsflut – vor allem bei unstrukturierten Daten – zu bewältigen, planen die Hälfte der befragten Unternehmensvorstände die Implementierung eine ECM-Lösung. Eine wachsende Anzahl von Unternehmen nutzt ECM außer zur Archivierung auch zur Unterstützung, Verschlankung oder Automatisierung ihrer Geschäftsprozesse. Mit Lösungen wie dem modernen Archivierungssystem scanview® hilft Allgeier Unternehmen dabei, ihre Produktivität erheblich zu steigern.
Allgeier möchte die erfolgreiche Wachstumsstrategie auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Dafür ist die Weiterentwicklung des erfolgreichen Komplettservice-Ansatzes von wesentlicher Bedeutung. Mit einem breiten Leistungsportfolio betreut Allgeier ihre Kunden ganzheitlich – von der Konzeption über die Umsetzung bis hin zum Betrieb von IT-Landschaften. Dank einer umfassenden Expertise, einer breiten Produktpalette leistungsstarker Softwareangebote und einer jahrelangen Branchenkenntnis zählt Allgeier zu den führenden IT-Dienstleistern im Markt. Allgeier verbindet die Expertise und Flexibilität mittelständischer Einheiten mit der Leistungsstärke einer börsennotierten Gruppe. Durch die konsequente Besetzung der Megatrends der IT-Branche stellen die Unternehmen der Allgeier Gruppe die weitere Erschließung margenstarker Tätigkeitsfelder und die Gewinnung von Kundenprojekten in den Märkten D-A-CH, Indien und USA sowie in zukünftigen Wachstumsmärkten wie Osteuropa und die Türkei auch in der Zukunft sicher.
»Mit einem breiten Leistungsportfolio betreut Allgeier ihre Kunden ganzheitlich – von der Konzeption über die Umsetzung bis hin zum Betrieb von IT-Landschaften.«
bereits über die Grenzen Deutschlands hinaus agierenden Unternehmens voranzutreiben und den europäischen Markt weiter zu erschließen. Der Wechsel der Rechtsform stellt einen weiteren konsequenten Schritt in der Unternehmensentwicklung dar, der dem erfolgreichen Ausbau der internationalen Geschäftstätigkeit des Allgeier-Konzerns und dem starken Wachstum der vergangenen Jahre folgt. Der Sitz der Gesellschaft soll in Deutschland verbleiben. Die Rechtsform der Gesellschaft soll ihre internationale Ausrichtung abbilden.
Der Wechsel der Rechtsform soll im ersten Halbjahr 2012 vollzogen sein.
Wirtschaftliches Umfeld
Der Markt für IT-Dienstleistungen wächst stabil
Die wirtschaftliche Aktivität in Deutschland erreichte im Verlauf des vergangenen Jahres wieder das Niveau vor der Wirtschafts- und Finanzkrise vom Frühjahr 2008. Der krisenbedingte Nachholprozess verlief somit dynamischer, als die Bundesregierung noch vor Jahresfrist erwartet hatte. Der Aufschwung fiel – auch im internationalen Vergleich – sehr kräftig aus: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm im Jahr 2011 preisbereinigt um 3,0 Prozent zu, nachdem es im Jahr zuvor bereits um 3,7 Prozent zugelegt hatte. Allerdings hat im Laufe des vergangenen Jahres die Verschuldung in einer Reihe von Industriestaaten – oft gepaart mit Zweifeln an deren Wettbewerbsfähigkeit – zu einer deutlichen Verunsicherung an den Kapitalmärkten geführt. Dadurch trübten sich auch die Konjunkturerwartungen der deutschen Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2011 merklich ein.
Weiter geht der Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2012 von einer deutlichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Deutschland und Europa im Jahr 2012 aus. So wird für das BIP in Deutschland nur noch ein Wachstum von 0,7 Prozent prognostiziert, nachdem dieses im Jahr 2011 noch eine Steigerung von 3,0 Prozent aufweisen konnte.
Stabiles Wachstum im deutschen IT-Markt
Das Wachstum der ITK-Gesamtbranche (Informationstechnik, Telekommunikation und Consumer Electronics) hat sich im Geschäftsjahr 2011 verlangsamt. Der ITK-Markt konnte mit einer Wachstumsrate von 0,5 Prozent den Vorjahreswert von 3,9 Prozent nicht erreichen. Haupttreiber des leichten Wachstums waren laut Branchenverband BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) die Themen Cloud Computing, Social Media und Mobile Computing (Mobility). Betrachtet man die einzelnen Marktsegmente, fällt das überdurchschnittliche Wachstum im Bereich Informationstechnik mit 3,1 Prozent auf, während der Bereich Telekommunikation (-0,7 Prozent) stagniert und der Bereich Consumer Electronics (-6,3 Prozent) stark zurückgeht.
- • Organisation und Koordination gruppenübergreifender Gremien und Prozesse, Strukturierung der Gruppe,
- • Koordination von Projekt- und Vertriebsaktivitäten,
- • Steuerung der gruppenübergreifenden PR, Marketing und Investor Relations
Formwechsel in eine Societas Europaea (SE)
Dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, die Allgeier Holding AG in eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea, SE) umzuwandeln, folgte die Hauptversammlung vom 21. Juni 2011.
Die Rechtsform der SE ist die einzige auf europäisches Recht gründende supranationale Rechtsform, die einer börsennotierten Gesellschaft mit Sitz in Deutschland zur Verfügung steht. Als solche fördert sie in besonderer Weise die Herausbildung einer offenen und internationalen Unternehmenskultur. Durch die Rechtsformumwandlung der AG in die SE werden die Rahmenbedingungen optimiert, den weiteren Ausbau des heute
Aufgaben der Allgeier Holding
- • Strategische Ausrichtung und laufende Strategieüberprüfung des Konzerns, der Geschäftsbereiche sowie der Beteiligungsunternehmen unter der Maßgabe einer wertorientierten Unternehmensentwicklung,
- • Identifikation, Ansprache und Prüfung von potenziell geeigneten weiteren Beteiligungen im In- und Ausland basierend auf der Konzernstrategie,
- • Verhandlung und Durchführung der Erwerbe von Unternehmen und Beteiligungen,
- • Organisation der Finanzen und Finanzierung der weiteren Konzernentwicklung,
- • Controlling, Risikomanagement und Compliance,
- • Aufstellung von Bewertungs- und Bilanzierungsrichtlinien sowie Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS,
- • Konzernplanung,
- • Führung des Managements der Gruppenunternehmen und Unterstützung des Managements der Tochterunternehmen bei operativen Fragen,
- • Integration der einzelnen Beteiligungen in den Konzernverbund,
1. Geschäft und Rahmenbedingungen
Quelle: BITKOM, EITO; Februar 2012
Geschäft und Struktur der Allgeier Gruppe
| Allgeier holding ag, münchen | ||
|---|---|---|
| IT Solutions | IT Services & Recruiting | Project Solutions |
| Allgeier IT Solutions GmbH Bremen |
Goetzfried AG Wiesbaden |
mgm technology partners Gruppe München |
| DIDAS Business Services GmbH Langenfeld |
Xiopia GmbH Unterföhring |
Softcon Gruppe München |
| Gemed GmbH Ulm |
U.N.P.-Software GmbH Düsseldorf |
Nagarro Gruppe San Jose, USA |
| Allgeier B.V. & NV Niederlande & Belgien |
TOPjects AG München |
|
| Terna Gruppe Innsbruck, Österreich |
||
| 1eEurope (Switzerland) AG Thalwil, Schweiz |
»Der Allgeier Konzern umfasst | |
| BSR & Partner AG Zug, Schweiz |
zum Ende des Berichtzeitraums 14 operative Unternehmenseinheiten.« |
Der Allgeier Konzern umfasst zum Ende des Berichtzeitraums 52 vollkonsolidierte Gesellschaften. Das operative Geschäft wird in 14 Unternehmenseinheiten geführt, die in drei Segmenten gegliedert sind. Das vorstehende Organigramm gibt einen Überblick über die Konzernstruktur. Der Allgeier Holding AG obliegt die Führung und Strategieentwicklung der Geschäftsbereiche des Konzerns.
Konzernlagebericht
Mit der Nagarro Gruppe, USA/Indien erwarben wir einen Highend-Software Service Provider, der maßgeschneiderte Softwarelösungen vor allem für international agierende Unternehmen entwickelt. Alle drei Unternehmen weisen seit Jahren positive Ergebnisse und ein kontinuierliches Wachstum auf.
Allgeier festigt Kundenbeziehungen
Die Allgeier Gruppe hat ihre Kundenbeziehungen bei namhaften Großkunden im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter ausgebaut und gefestigt. Ein wesentliches Ziel der Wachstumsstrategie der Allgeier Gruppe besteht darin, die gewonnene Größe und das breite Leistungsspektrum zunehmend im Rahmen von öffentlichen und privaten Ausschreibungen von Großprojekten zu nutzen.
Die Allgeier Gruppe zählt Unternehmen nahezu aller Branchen mit unterschiedlichen Projektanforderungen und Auftragsvolumina zu ihren Kunden. Die Gruppengesellschaften sind dabei sowohl für global agierende Konzerne wie auch eine Vielzahl von mittelständischen Unternehmen tätig.
Die Allgeier Gruppe zählt etwa zwei Drittel der 30 umsatzstärksten deutschen Unternehmen und annähernd jedes zweite der deutschen Top 100-Unternehmen zu ihren Kunden. Dabei sind meist mehrere Gruppengesellschaften der Allgeier Holding AG in unterschiedlichen Projekten bei den Unternehmen im Einsatz. Zu den Kunden der Allgeier Gruppe gehören Unternehmen aus nahezu allen Branchen.
Diese Entwicklung deckt sich mit den schon genannten Megatrends der Branche, die fast alle den Bereich Informationstechnik mit Software, IT-Services und IT-Hardware betreffen. So nutzen IT-Anwender in Unternehmen in einer konjunkturell weiterhin angespannten Lage Technologien, die ihre Firmen schlanker und effizienter machen. Mit Cloud Computing können die Nutzer über das Internet auf externen Speicherplatz, Rechenkapazitäten und auf einzelne Anwendungen zugreifen.
Top-Thema blieb auch das IT-Outsourcing, also die Verlagerung von IT-Systemen und Geschäftsprozessen an externe Dienstleister. Ein weiteres wirksames Instrument zur Kombination von Kostensenkung und Leistungssteigerung war auch die Virtualisierung. Dabei werden die Ressourcen von Computern bzw. Rechenzentren besser ausgenutzt.
Ebenfalls stark gefragt waren Business Intelligence Anwendungen, die eine bessere Analyse der wirtschaftlichen Situation eines Unternehmens ermöglichen.
2. Geschäftsverlauf
Allgeier setzt auf Megatrends und verzeichnet 23 % Umsatzwachstum
Das vergangene Geschäftsjahr 2011 war für Allgeier erneut ein gutes Jahr. So konnte der Umsatz um rd. 70 Mio. Euro auf 379 Mio. Euro gesteigert werden. Dies entspricht einer Steigerung von 23 % und zeigt, dass Allgeier auch im vergangenen Geschäftsjahr weiter Marktanteile gewinnen konnte. Somit hat Allgeier im zurückliegenden Jahr ihre Marktstellung deutlich ausbauen können und ihren Platz an der Spitze der führenden mittelständischen IT-Unternehmen gesichert.
Die Ergebnisentwicklung ist mit einer Steigerung im EBIT-DA um 23 % und im EBITA mit 22 % sehr zufriedenstellend. Alle unterhalb des EBITA geführten Ergebnisgrößen waren in 2011 aufgrund gestiegener Abschreibungen durch Kaufpreisallokationen, sowie gestiegenen Zins- und Steueraufwendungen beeinflusst. Durch die mit der Akquisitionstätigkeit verbundenen höheren Zugänge an immateriellen Vermögenswerten, wie Auftragsbestände, Kundenstämme und Produkte, stiegen die Abschreibungen auf Kaufpreis-Allokationen nach IFRS um 2,3 Mio. Euro auf 7,2 Mio. Euro an. Das EBIT wuchs in der Folge um 8 % von 11,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 12,0 Mio. Euro in 2011. Ebenfalls aufgrund der Unternehmensakquisitionen musste der Konzern im Berichtsjahr einen um 0,9 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro gestiegenen Finanzaufwand verzeichnen. Das nach Abzug der Zinsen resultierende EBT 2011 belief sich auf 9,5 Mio. Euro und fiel um 7 % unter den Wert des Vorjahres. Der im Jahr 2011 um 2,7 Mio. Euro auf 4,2 Mio. Euro gestiegene Steueraufwand erklärt sich mit in 2011 steuerlich nicht nutzbaren Verlustvorträgen von Tochtergesellschaften sowie einer im Vorjahr niedrigen Steuerquote aufgrund Nutzung bereits wertberichtigter Verlustvorträge. Das Ergebnis nach Steuern zeigt als unterste Ergebnisgröße einen Rückgang von 8,7 Mio. Euro auf 5,3 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2011.
Auch zeigt es sich, dass die Allgeier Gruppe mit ihrer Positionierung im Bereich Informationstechnik, in den Geschäftsbereichen IT Solutions, IT Services & Recruiting und Project Solutions, sehr gut aufgestellt ist. Die in den einzelnen Geschäftsbereichen angebotenen Produkte und erbrachten Leistungen reflektieren die Anforderungen der Märkte. Die von Allgeier betriebene Akquisitionspolitik hat zu einem deutlichen Wachstum in Umsatz und EBITDA und zu einem Gewinn von Marktanteilen geführt. Die Strategie wird dabei unverändert fortgeführt und umfasst fünf Punkte:
-
- Fortsetzung des Wachstumskurses durch Förderung des internen Wachstums und durch streng selektierte, wertschaffende Akquisitionen im Dienstleistungsumfeld
-
- Weitere Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den Gruppengesellschaften und Hebung von Synergien
-
- Fortsetzung der Full Service-Strategie dabei Erschließung margenstarker Tätigkeitsfelder und Gewinn weiterer, auslastungssichernder Großprojekte
-
- Ausbau der Präsenz in D-A-CH, Indien und den USA, schrittweiser zukünftiger Ausbau unseres internationalen Geschäfts mit Fokus auf zukünftige Wachstumsmärkte wie Ost-Europa und die Türkei
- 5. Investition in die Qualifizierung unserer Mitarbeiter
Bei der Umsetzung der Akquisitionsstrategie profitiert Allgeier weiterhin von der hohen Fragmentierung des Marktes für IT Services und dem anhaltenden Trend zur Konsolidierung. Zahlreiche Unternehmen passen strategisch gut zur Allgeier Gruppe und können von der Größe, dem Know-how und dem Kundenzugang der Gruppe profitieren. Insofern lässt der Markt eine Fortsetzung der Akquisitionsstrategie der Allgeier Gruppe auch in Zukunft zu. 2011 bauten wir mit drei wesentlichen Akquisitionen unsere Delivery-Kapazitäten und Serviceangebote aus: Die 1eEurope AG mit Sitz in der Schweiz ist ein führender IT Service Provider von Collaboration Software (z.B. SharePoint) für mittelständische und große Unternehmen. Die Gemed GmbH, Ulm, entwickelt, produziert und implementiert modulare "Picture Archiving and Communication Systeme" (PACS), die in Kliniken, bei Radiologen und in der Orthopädie eingesetzt werden.
In der Industrie einschließlich Automobilindustrie ist Allgeier seit Jahren sehr gut etabliert. So zählen die großen Automobilhersteller und die wichtigsten Unternehmen der Zulieferindustrie zu Kunden der Allgeier Gruppe. In diesem Bereich sind Gruppengesellschaften der Allgeier Gruppe vor allem mit Softwareentwicklung, Application Management, IT Consulting, Serviceverträgen und Third Party Management vertreten.
Im Sektor Banken und Versicherungen, der ein weiteres wichtiges Umsatzsegment für die Allgeier darstellt, ist die Allgeier Gruppe unter anderem mit ihren Dienstleistungen in den Feldern IT Consulting, Expert Leasing, Infrastruktur-Projekte und Serviceverträge zu finden.
Im Öffentlichen Sektor ist die Allgeier Gruppe auf allen Ebenen in nahezu ganz Deutschland vertreten. Ihre Produkte und Dienstleistungen werden von Bund, Ländern, Regierungsbezirken, Landkreisen und Kommunen nachgefragt. Das Leistungsspektrum reicht hier von der Softwareentwicklung und deren Einführung über Expert Leasing bis hin zum komplexen IT-Consulting.
Der im Sektor Telekommunikation zu verzeichnende Rückgang beruht einerseits auf einem in einer Restrukturierungsphase befindlichen Kunden und auf der anderen Seite auf einer Umsatzverschiebung aufgrund der neu hinzugekommenen Unternehmen.
Im gesamten Lagebericht und den Grafiken sind die Neuerwerbungen gemäß IFRS ab dem Zeitpunkt ihres Erwerbs konsolidiert.
Ertragslage
Allgeier erzielt deutliches Umsatzwachstum.
Der Konzernumsatz nach IFRS konnte im Berichtsjahr aufgrund der guten konjunkturellen Lage, der getätigten Akquisitionen und des organischen Wachstums um insgesamt 70 Mio. Euro auf 379 Mio. Euro (Vj.: 309 Mio. Euro) gesteigert werden. Dies entspricht einem Wachstum von 23 %.
Das im Konzernabschluss berichtete EBITDA erhöhte sich deutlich auf 22,3 Mio. Euro (Vj.: 18,1 Mio. Euro), was einer Steigerung um rund 23 % entspricht. Dabei ist das EBITDA durch Währungseffekte aus Zahlungsverkehr und Stichtagsumrechnung in Höhe von -1,3 Mio. Euro (Vj.: -0,3 Mio. Euro) belastet.
Im EBITA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Kaufpreis-Allokationen sowie der ergebniswirksamen Anpassung von Earnouts) gemäß IFRS erzielte der Allgeier Konzern einen Anstieg um 22 % auf 19,0 Mio. Euro. (Vj.: 15,6 Mio. Euro). Das EBITA stellt eine wesentliche Steuerungsgröße der Allgeier Gruppe dar.
3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) erreicht mit 12,0 Mio. Euro eine gegenüber dem EBITA unterproportionale Steigerung um 8,0 % (Vj.: 11,0 Mio. Euro). Diese Ergebnisgröße ist wesentlich durch die Akquisitionstätigkeit der Jahre 2010 und 2011 beeinflusst, da die Regelabschreibungen auf Kaufpreis-Allokationen gemäß IFRS (also Abschreibung der Auftragsbestände, Kundenstämme, Produkte) um rd. 2,3 Mio. Euro auf rd. 7,2 Mio. Euro angestiegen sind. (Vj.: 4,8 Mio. Euro).
Das erzielte EBT mit 9,5 Mio. Euro (Vj.: 10,2 Mio. Euro) ist belastet durch das Finanzergebnis in Höhe von -2,5 Mio. Euro (Vj.: -0,9 Mio. Euro). Hier führten besonders die zur Wachstumsfinanzierung aufgenommenen Darlehen zu einer deutlich höheren Zinsbelastung.
Das Ergebnis nach Steuern liegt mit 5,3 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 8,7 Mio. Euro. Diese Minderung ist zusätzlich auf einen negativen Steuereffekt zurückzuführen. Lag im Geschäftsjahr 2010 der Ertragsteueraufwand bei 1,5 Mio. Euro, so musste Allgeier in 2011 Ertragsteuern in Höhe von 4,2 Mio. Euro berücksichtigen. Begründet ist die hohe Steuerquote größtenteils durch in 2011 strukturbedingt nicht nutzbare Verlustvorträge, deren Nutzung in den Folgejahren beabsichtigt ist.
Das Ergebnis je Aktie fiel von 0,99 Euro in 2010 auf 0,52 Euro im Berichtsjahr. Das um die nachfolgend genannten Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie liegt bei 1,27 Euro.
»Der Konzernumsatz nach IFRS konnte im Berichtsjahr aufgrund der guten konjunkturellen Lage, der getätigten Akquisitionen und des organischen Wachstums um insgesamt 70 Mio. Euro auf 379 Mio. Euro (Vj.: 309 Mio. Euro) gesteigert werden. Dies entspricht einem Wachstum von 23%.«
| (in Mio. Euro) | 2010 | 2011 |
|---|---|---|
| EBITA | 15,6 | 19,0 |
| Finanzergebnis | -0,9 | -2,5 |
| EBITA nach Finanzergebnis | 14,7 | 16,5 |
| Konzernsteuersatz | 30 % | 30 % |
| Steuern | -4,4 | -5,0 |
| EBITA nach Finanzergebnis und Steuern zum Konzernsteuersatz | 10,3 | 11,6 |
| Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter | -0,4 | -0,9 |
| Ergebnis zur Ermittlung des bereinigten Ergebnisses je Aktie | 9,9 | 10,6 |
| Anzahl ausstehender Aktien in Stück | 8.424.302 | 8.377.002 |
| Bereinigtes Ergebnis je Aktie in Euro | 1,18 | 1,27 |
Das auf der Grundlage des EBITA um die Abschreibungen auf Effekte aus Kaufpreis-Allokationen bereinigte Ergebnis je Aktie stieg von 1,18 Euro in 2010 um 7 % auf 1,27 Euro in 2011. Das bereinigte Ergebnis je Aktie berücksichtigt nicht die Abschreibungen aus der Kaufpreis-Allokation und der ergebniswirksamen Anpassung von bedingten Kaufpreisen aus Unternehmenserwerben und unterstellt eine Steuerquote in Höhe des Konzernsteuersatzes von 30 %.
Die CAGR (Compound Annual Growth Rate) stellt das durchschnittliche jährliche Wachstum dar.
Vermögenslage
Die Vermögenslage des Allgeier Konzerns ist geprägt vom Zugang neuer Gruppengesellschaften.
Im Geschäftsjahr 2011 erwarb der Konzern die 1eEurope, die Nagarro Gruppe und die GEMED und konsolidierte die Vermögenswerte und Schulden der drei Gesellschaften im Konzernabschluss.
Darüber hinaus erwarb der Konzern die Assets der Geschäftsbetriebe IPS, Crealogix, BSH, bitaro und INTRAPREND. Die Akquisitionen finanzierte der Konzern im Wesentlichen aus eigener Liquidität und von Banken gewährten Akquisitionsdarlehen. Sowohl der Zugang der neuen Gruppengesellschaften als auch der Abfluss der Liquidität und die Bilanzierung von erst in Folgejahren fälligen bedingten Kaufpreisteilen hatten einen wesentlichen Einfluss auf die Bilanz und die Finanzierung des Allgeier Konzerns. Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2011 von 204,1 Mio. Euro am 31. Dezember 2010 um 38,0 Mio. Euro auf 242,1 Mio. Euro am 31. Dezember 2011.
die von 16,9 Mio. Euro aufgrund der Ablösung des langfristigen Darlehens durch kurzfristiges Fremdkapital um 15,8 Mio. Euro auf 32,7 Mio. Euro stiegen und dem Zugang von sonstigen kurzfristigen Schulden von 63,1 Mio. Euro um 16,5 Mio. Euro auf 79,6 Mio. Euro im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben und einem Anstieg aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenläufig aus dem Rückgang der Genussrechte von 7,0 Mio. Euro auf 6,0 Mio. Euro. Die Ablösung der langfristigen Finanzmittel stand vor dem Hintergrund des im März 2012 in Höhe von 70 Mio. Euro platzierten langfristigen Schuldscheindarlehens, mit dem wiederum kurzfristige Finanzschulden von 19 Mio. Euro vorzeitig getilgt wurden.
Finanzlage
Der Allgeier Konzern verfügt seit Jahren über eine solide finanzielle Basis. Mit einer Ende 2011 vorhandenen Liquidität von 31,9 Mio. Euro kann das Management die bisherige Wachstumsstrategie fortsetzen und auf Akquisitionsgelegenheiten am Markt schnell reagieren. Auch aus der erfolgreichen operativen Geschäftsentwicklung konnte der Konzern mit hohen Mittelzuflüssen rechnen. So vereinnahmte der Konzern im Geschäftsjahr 2011 Zahlungseingänge aus der betrieblichen Tätigkeit vor Working Capital Veränderungen von 28,4 Mio. Euro (Vorjahr: 21,6 Mio. Euro). Die Liquidität 1. Grades (Zahlungsmittel / kurzfristige Schulden), betrug zum 31.12.2011 27 % (Vorjahr: 70 %). Die Liquiditätskennziffer 2. Grades (Zahlungsmittel + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / kurzfristige Schulden) betrug 96 % (Vorjahr: 147 %). Durch das mittel- und langfristig gewährte Schuldscheindarlehen wird der Deckungsgrad der kurzfristigen Schulden beeinflußt.
Aus der kurzfristigen Nettoliquidität (Finanzmittelfonds) flossen dem Konzern im Jahr 2011 Mittel in Höhe von insgesamt 29,3 Mio. Euro (Vorjahr: Zufluss von 11,6 Mio. Euro) ab. Der Mittelabfluss ist der Saldo aus Zuflüssen aus betrieblicher Tätigkeit von 19,6 Mio. Euro (Vorjahr: 7,2 Mio. Euro), Abflüssen aus der Investitionstätigkeit von 33,7 Mio. Euro (Vorjahr: 11,9 Mio. Euro) und Abflüssen aus der Finanzierungstätigkeit von 15,2 Mio. Euro (Vorjahr: Zufluss 16,4 Mio. Euro).
Der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit vor Working Capital Veränderungen konnte von 21,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 28,4 Mio. Euro in 2011 gesteigert werden. Die Working Capital Veränderungen waren mit einem Anstieg von 8,8 Mio. Euro in 2011 deutlich geringer als im Vorjahr mit 14,5 Mio. Euro. Einschließlich der höheren Mittelbindung im Working Capital erzielte der Konzern einen Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit von 19,6 Mio. Euro (Vorjahr: 7,2 Mio. Euro).
Im Geschäftsjahr 2011 gab der Konzern für Investitionen in den Erwerb von Tochtergesellschaften und Geschäftseinheiten 29,4 Mio. Euro (Vorjahr: 9,6 Mio. Euro) und für operative Investitionen 4,2 Mio. Euro (Vorjahr: 2,5 Mio. Euro) aus. Insgesamt betrug der Cash Flow aus Investitionstätigkeit -33,7 Mio. Euro (Vorjahr: -11,9 Mio. Euro).
Der Konzern nahm im Geschäftsjahr 2011 Bankdarlehen in Höhe von 23,0 Mio. Euro (Vorjahr: 18,6 Mio. Euro) auf und tilgte Darlehen einschließlich eines Genussscheins in Höhe von 30,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro). Im Rahmen eines Programms zur Übertragung von Kundenforderungen (ABS-Programm) baute der Konzern Verbindlichkeiten von 0,9 Mio. Euro (Vorjahr: 4,9 Mio. Euro) auf. Darüber hinaus erwarb der Allgeier Konzern im Jahr 2011 eigene Aktien in Höhe von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro) und beschloss eine Ausschüttung an die Aktionäre der Allgeier Holding AG in Höhe von 4,2 Mio. Euro (Vorjahr: 4,2 Mio. Euro). Des Weiteren wurden Zahlungen an nicht kontrollierende Gesellschafter in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) geleistet und Anteile von Minderheitsgesellschafter in Höhe von 0,7 Mio. Euro zurückgekauft. In 2011 verbrauchte der Konzern im Rahmen von Finanzierungstätigkeit Mittel in Höhe von 15,2 Mio. Euro (Vorjahr: Zufluss von 16,4 Mio. Euro).
Der Allgeier Konzern verfolgt im Finanzmanagement das Ziel, die für das Wachstum und die termingerechte Bezahlung der Schulden notwendigen liquiden Mittel bereit zu stellen.
40 60 0 20 2008 2009 79,5 2010 2011 88,2
Eigenkapital 31.12.2011 (in Mio. Euro) 80 100 81,8 85,5
»Der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit vor Working Capital Veränderungen konnte von 21,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 28,4 Mio Euro in 2011 gesteigert werden.«
»Auf der Aktivseite stiegen die langfristigen Vermögenswerte von 63,7 Mio. Euro im Vorjahr um 49,3 Mio. Euro auf 113,0 Mio. Euro im Geschäftsjahr an.«
Auf der Aktivseite stiegen die langfristigen Vermögenswerte von 63,7 Mio. Euro im Vorjahr um 49,3 Mio. Euro auf 113,0 Mio. Euro im Geschäftsjahr an. Insbesondere erhöhten sich aufgrund der getätigten Akquisitionen die immateriellen Vermögenswerte um 45,4 Mio. Euro auf 102,8 Mio. Euro. Darin enthalten sind Geschäfts- und Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung der Gruppengesellschaften, die von 44,8 Mio. Euro im Vorjahr um 34,4 Mio. Euro auf 79,2 Mio. Euro stiegen. Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich von 140,4 Mio. Euro im Vorjahr um 11,2 Mio. Euro auf 129,2 Mio. Euro. Auf der einen Seite stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und andere kurzfristige Vermögenswerte mitunter aufgrund der Erwerbe von 79,1 Mio. Euro um 18,2 Mio. Euro auf 97,3 Mio. Euro an, während aus den Zahlungsmitteln im Saldo liquide Mittel in Höhe von 29,4 Mio. Euro abflossen. Für die Verringerung der liquiden Mittel sind in erster Linie die Auszahlungen für die Unternehmenserwerbe maßgeblich. Die Zahlungsmittel verringerten sich demgemäß von 61,3 Mio. Euro auf 31,9 Mio. Euro.
Auf der Passivseite erhöhte sich das Konzerneigenkapital von 85,5 Mio. Euro um 2,7 Mio. Euro auf 88,2 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote ging im Geschäftsjahr 2011 aufgrund des Anstiegs der Bilanzsumme von 41,9 % Ende 2010 auf 36,4 % am 31. Dezember 2011 zurück.
Die langfristigen Schulden erhöhten sich leicht von 31,6 Mio. Euro Ende 2010 um 3,9 Mio. Euro auf 35,5 Mio. Euro Ende 2011. Innerhalb der langfristigen Schulden wurde eine Genussrechtsverbindlichkeit von 6,0 Mio. Euro in den kurzfristigen Bereich gegliedert. Darüber hinaus wurden langfristige Finanzschulden in Höhe von 15,0 Mio. Euro durch ein anderes Darlehen abgelöst, welches im kurzfristigen Bereich ausgewiesen wird. Im Gegenzug stiegen die langfristigen Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben von 3,2 Mio. Euro um 19,0 Mio. Euro auf 22,2 Mio. Euro an.
Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich von 87,0 Mio. Euro um 31,4 Mio. Euro auf 118,4 Mio. Euro. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Zugang der Finanzschulden,
Geschäftsbereiche
In den nachfolgenden Darstellungen und Erläuterungen sind Umsatz- und Ergebnisanteile aus Geschäften zwischen den Segmenten enthalten.
Die Allgeier Holding AG hat zu Beginn des Jahres 2011 ihre Segmente neu gegliedert. Diese neue Struktur schafft die notwendige Transparenz des Leistungsspektrums für Kunden und Investoren der Allgeier Gruppe. Die strukturellen Änderungen stellen somit eine Bündelung der Leistungskategorien der Allgeier Gruppengesellschaften dar und ermöglichen somit auch eine bessere Nutzung vorhandener Synergien. Um weiterhin eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten gewährleisten zu können, wurden auch die Vorjahreswerte in der neuen Segmentstruktur berechnet. Die Gesellschaft gliedert ihr Geschäft in die Bereiche IT Solutions, IT Services & Recruiting sowie Project Solutions.
Die Gruppenunternehmen des Geschäftsbereiches IT Solutions fokussieren sich auf den Vertrieb und Beratungsleistungen
Geschäftsbereich IT Solutions
Der Geschäftsbereich IT Solutions erzielte im Berichtszeitraum ein Umsatzplus von 32 % auf 127,7 Mio. Euro (Vorjahr: 96,6 Mio. Euro). Ausschlaggebend für das starke Wachstum waren neben der operativen auch die in 2011 getätigten Akquisitionen, insbesondere BSH seit Februar, die 1eEurope seit Mai und die Gemed seit August 2011. Das EBITDA im Geschäftsbereich IT Solutions konnte um 2,4 Mio. Euro auf 9,3 Mio. Euro (Vj.: 6,9 Mio. Euro) gesteigert werden. Das entspricht einer Steigerung von 36 %.
Um 33,6 % konnte das EBITA gesteigert werden; der Wert erhöhte sich um 1,9 Mio. Euro auf 7,5 Mio. Euro (Vj.: 5,6 Mio. Euro).
Das EBIT des Geschäftsbereiches IT Solutions entwickelte sich mit einer Steigerung um 10,4 % und stieg im Vergleich zum Vorjahr von 2,7 Mio. Euro auf 3,0 Mio. Euro.
Geschäftsbereich IT Services & Recruiting
Das nach Umsatz und Mitarbeitern (inkl. freiberuflich tätigen Experten) größte Segment im Allgeier Konzern, der Geschäftsbereich IT Services & Recruiting, konnte im Berichtszeitraum den Umsatz um 23,9 Mio. Euro auf 192,0 Mio. Euro erhöhen, was einer Steigerung von 14 % entspricht. Die gesteigerte Nachfrage nach IT-Experten und die gute Auslastung der IT Consultants sorgten für die erfreuliche Entwicklung in diesem Bereich.
Das EBITDA konnte um 27 % auf 13,2 Mio. Euro (Vj.: 10,5 Mio. Euro) gesteigert werden. Das EBITA wuchs sogar etwas stärker mit 28 % von 10,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 12,9 Mio. Euro im Berichtszeitraum.
Die Entwicklung des EBIT mit einer Steigerung des Vorjahreswertes um 32 % von 9,2 Mio. Euro auf 12,2 Mio. Euro unterstreicht die gute Marktstellung des Geschäftsbereiches.
| Leistungsangebot | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Branchen | Services | Products & Solutions | |||
| Telekommunikation | Management & IT Consulting | ERP für den Mittelstand | |||
| Banken | Software Development | eCommerce | |||
| Versicherungen | Infrastructure Services | Security & Compliance | |||
| Öffentlicher Sektor | Application Services | ECM | |||
| Industrie | Maintenance & Support | CRM | |||
| Informationstechnologie | SAP Consulting | Storage Lösungen | |||
| Energie | Outsourcing / Managed Services | Business Intelligence | |||
| Automobilindustrie | Logistiklösungen | ||||
| Medien | Identity Management | ||||
| Handel / Logistik | Ordnungswidrigkeitslösungen | ||||
| Recruiting & Third Party Management |
im Zusammenhang mit proprietärer und Standardsoftware in den Themen Enterprise Resource Planning (ERP), Enterprise Content Management (ECM), Security Solutions (Email, Electronic Signature, Identity Management) sowie dem Bereich Data Center Services.
Der Geschäftsbereich IT Services & Recruiting umfasst die Themen Staffing & Recruiting von IT-Experten und Third Party Management sowie IT and Business Process Consulting, Software Development und Outsourcing/Managed Services.
Im Geschäftsbereich Project Solutions werden komplexe Lösungsprojekte mit dem Fokus auf Management & IT Consulting, Business Process Consulting, Application Management, Portaltechnologie sowie SAP Consulting bearbeitet.
Allgeier erzielt mit der Neugliederung eine homogenere Gliederung der Geschäftsbereiche sowie eine Optimierung der internen Zusammenarbeit.
»Die Gesellschaft gliedert ihr Geschäft in die Bereiche IT Solutions, IT Services & Recruiting sowie Project Solutions.«
Das organische Wachstum der Konzerngesellschaften ist maßgeblich abhängig von dem konjunkturellen Umfeld und insbesondere von der Entwicklung des IT Services- und Software-Marktes in Deutschland. Nach einem weiteren Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 3,0 % im Jahr 2011 wird der Aufschwung im laufenden Geschäftsjahr 2012 laut ifo Institut für Wirtschaftsforschung abnehmen und nur noch bei 0,7 % liegen. Die Jahresprojektion der Bundesregierung beruht auf der zentralen Annahme, dass im Laufe dieses Jahres die Lösung der Schuldenkrise in Europa weiter vorankommt und sich die Verunsicherung an den Märkten allmählich auflöst. Eine Verschärfung der Krise stellt zweifellos das Hauptrisiko für die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2012 dar. Andererseits liegt in einer zügigen Lösung der Schuldenkrise fraglos auch eine Chance für eine günstigere Entwicklung. Löst sich die Verunsicherung der Marktteilnehmer schneller auf als unterstellt, könnte die wirtschaftliche Aktivität zügiger zu einem höheren Wachstum zurückfinden.
Die IT-Branche rechnet laut dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in Deutschland für 2012 mit einem Umsatzwachstum von 1,6 % auf 151 Mrd. Euro. Die für Allgeier im besonderen Maße relevanten Märkte für IT Services und Software sollen 2012 um 3,1 % auf 72,4 Mrd. Euro wachsen.
Allgeier ist von den strukturellen Wachstumschancen im IT Services und Software-Bereich überzeugt.
Geschäftsbereich Project Solutions
Der Geschäftsbereich Project Solutions erreichte aus organischem Wachstum und der Erstkonsolidierung der Nagarro Gruppe einen Umsatzanstieg um 36 % auf 67,6 Mio. Euro (Vorjahr: 49,8 Mio. Euro). Diese Umsatzsteigerung ist ein weiteres Zeichen für die Leistungsfähigkeit der im Segment angebotenen Produkte und Dienstleistungen. Dabei hat die Nagarro Gruppe einen deutlichen Beitrag zur Umsatzsteigerung geleistet. Einen deutlichen Anstieg um 20 % erzielte der Geschäftsbereich ebenso im EBITDA. Dieses erreichte 4,4 Mio. Euro (Vj.: 3,6 Mio. Euro). Das EBITA legte im vergangenen Jahr um 16 % auf 3,2 Mio. Euro zu.
Übersicht der wesentlichen operativen Gesellschaften 2011 4. Chancen und Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung
Das EBIT hingegen wurde durch Abschreibungen auf Kaufpreisallokationen, die ursächlich mit der Akquisition der Nagarro Gruppe zusammenhängen, belastet. Hier ist ein Rückgang um 26 % vom Vorjahreswert 2,0 Mio. Euro auf 1,5 Mio. Euro im Berichtszeitraum zu verzeichnen.
Im IT Services-Geschäft bestehen erhebliche Chancen, aber auch Risiken in der Zusammenarbeit mit einigen Großkunden. Allgeier verfügt bei zahlreichen Kunden über einen "Preferred Supplier Status", der das Risiko des Verlustes des Lieferantenstatus bei einer Lieferantenkonsolidierung verringert. Den Risiken hinsichtlich möglicher struktureller Probleme der Großkunden begegnet Allgeier mit einem ausgewogenen Risikomanagement. Die Situation eines in der Restrukturierung befindlichen Großkunden ist momentan schwer abzuschätzen. Weitere Risiken werden im Abschnitt "Risikomanagement" beschrieben.
Die Fragmentierung und die anhaltende Konsolidierung im IT Servicemarkt in Deutschland stellt für Allgeier eine Chance dar. Die Unternehmensgröße gewinnt als Argument in Kundengesprächen und auch im Rahmen von Neuakquisitionen laufend an Bedeutung. Zahlreiche IT Servicegesellschaften werden von Kunden als zu klein angesehen, um als verlässlicher Geschäftspartner mit "Preferred Supplier Status" geführt zu werden. Allgeier hat durch das starke Wachstum in den vergangenen Jahren die notwendige Größe erreicht, um auch bei internationalen Großkonzernen als solider Partner auftreten zu können. In den kommenden Jahren hat Allgeier das Potential, die Fortsetzung des organischen Wachstumskurses durch weitere Akquisitionen zu unterstützen und dadurch eine größere, wertvollere und im Markt stärker positionierte Unternehmenseinheit zu schaffen.
»Allgeier ist von den strukturellen Wachstumschancen im IT Services und Software-Bereich überzeugt.«
| EBITDA Project Solutions (in Mio. Euro) |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CAGR | : 13,3 % | 67,6 | 8 7 6 5 4 3 2 1 |
6,4 | CAGR 4,8 |
: -11,7 % 3,6 |
4,4 | |
| 0 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 |
5. Forschung und Entwicklung
Der Konzern betreibt die Fortentwicklung der bestehenden Produkte, wofür im Aufwand erfasste Entwicklungskosten von insgesamt 936 Tsd. Euro (Vorjahr: 997 Tsd. Euro) angefallen sind. Eine Aktivierung von Entwicklungskosten erfolgte im Geschäftsjahr nicht, da die geforderten Voraussetzungen nicht vorlagen. Forschung und Entwicklung werden im Wesentlichen in den Bereichen IT Solutions und Project Solutions erbracht. Der Bereich IT Services und Recruiting ist dagegen eher davon geprägt, dass komplexe und anspruchsvolle Dienstleistungen, wie z.B. Entwicklungsleistungen, anfallen. Dies erfolgt jedoch in der Regel im Kundenauftrag, so dass die dabei erbrachte Wertschöpfung nicht in den Bereich Forschung und Entwicklung bei der Allgeier Gruppe selbst fällt.
6. Human Resources
Allgeier setzt auf engagierte und loyale Mitarbeiter
Jedes Unternehmen lebt entscheidend vom Fachwissen und loyalen Engagement seiner Mitarbeiter. Diese sind im laufenden Kontakt mit den Kunden und erbringen die vereinbarten Beratungs- und Dienstleistungen. Hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind damit ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Wachstum des Konzerns.
Die Strategie der Allgeier Gruppe lebt vom Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Leistungsbereitschaft und die Fähigkeiten unserer Beschäftigten kontinuierlich zu fördern und weiterzuentwickeln ist daher ein zentrales Ziel unserer Personalpolitik. Gute Fortschritte erzielte Allgeier im Berichtsjahr durch die Harmonisierung von Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung und -bindung innerhalb der Gruppengesellschaften.
Selbstverständlich gehört die kontinuierliche Schulung und fachliche Ausbildung der Mitarbeiter in der sehr dynamischen IT-Branche zu den Erfolgsfaktoren im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter. Fachlich am Ball zu bleiben ist Voraussetzung, um den steigenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden und wichtige Innovationsschritte innerhalb der Branche mitgestalten zu können.
Umgekehrt profitieren die Mitarbeiter der einzelnen Gruppenunternehmen von dem Wachstum und der zunehmenden Größe und Stabilität der Gruppe. Die bestehenden Arbeitsplätze in der Gruppe werden damit sicherer und es werden neue Arbeitsplätze geschaffen. Neue herausfordernde Aufträge bei leistungsstarken Kunden schaffen interessante fachliche und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten.
Deutliche Steigerung der Mitarbeiterzahl
Insgesamt beschäftigte die Allgeier Gruppe zum Ende des Geschäftsjahres in Summe 4.077 angestellte Mitarbeiter und freiberuflich tätige Experten (Vj.: 2.777), davon 2.546 angestellte Mitarbeiter und 1.531 freiberufliche Experten (Vorjahr: 1.339 angestellte Mitarbeiter und 1.438 freiberufliche Experten). Damit hat Allgeier die Anzahl der Mitarbeiter und freiberuflichen Experten um insgesamt 1.300 Beschäftigte gesteigert. Dieser enorme Zuwachs resultiert neben dem organischen Wachstum insbesondere auch aus den in 2011 getätigten Akquisitionen, durch die allein 1.122 Beschäftigte neu zur Allgeier Gruppe kamen.
Um auch in Zukunft immer die besten Mitarbeiter in unserem hart umkämpften Markt zu gewinnen und dauerhaft zu binden, wollen wir Allgeier zu einem der führenden Arbeitgeber unserer Branche machen.
»Die Strategie der Allgeier Gruppe lebt vom Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.«
»Insgesamt beschäftigte die Allgeier Gruppe zum Ende des Geschäftsjahres in Summe 4.077 angestellte Mitarbeiter und freiberuflich tätige Experten.«
7. Risikomanagement
Die Allgeier Gruppe ist im Rahmen ihrer breit gefächerten Geschäftstätigkeiten verschiedenen Risiken ausgesetzt. Wir definieren Risiken im weitesten Sinne als die Gefahr, unsere finanziellen, operativen oder strategischen Ziele nicht wie geplant erreichen zu können.
Für die Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs ist es unerlässlich, die Risiken zu identifizieren und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu beseitigen oder zu begrenzen. Dazu bedienen wir uns abgestufter Risikomanagement- und Kontrollsysteme auf Ebene der Gruppenunternehmen und auf Ebene der Konzernleitung, die uns unterstützen, Risiken sowie Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, frühzeitig zu erkennen. Die Risikomanagementund Kontrollsysteme werden jährlich weiterentwickelt und an die geänderten Anforderungen der Gruppe und deren Umfeld angepasst. Die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems wird jährlich vom Aufsichtsrat der Allgeier Holding AG überprüft.
Auf Ebene der Gruppenunternehmen agieren jeweils unternehmerisch eigenständig und eigenverantwortlich handelnde Vorstände und Geschäftsführungen. Die in den einzelnen Gesellschaften eingesetzten Controlling-Systeme und die Führungsorganisationen in den Unternehmen gewährleisten eine hohe Transparenz, die eine sehr zeitnahe Information über die Entwicklung der Unternehmen ermöglicht.
Die Arbeit der einzelnen Vorstände und Geschäftsführer wird von der Konzernleitung über die entsprechenden Kontrollgremien wie Aufsichtsräte und Gesellschafterversammlungen begleitet und kontrolliert. In den Geschäftsordnungen für die Geschäftsführungen von Gruppenunternehmen sind Informationspflichten und Zustimmungserfordernisse geregelt. Darüber hinaus besteht ein intensiver und regelmäßiger Austausch zwischen den Geschäftsführungen der einzelnen Gruppenunternehmen untereinander und mit der Konzernleitung. Konzernweite, regelmäßig zusammentretende Gremien, wie das Executive Committee, das Management Committee, das Sales Board und ein halbjährliches Finanzmeeting, dienen dem regelmäßigen Informationsaustausch und der Gruppentransparenz.
Auf Ebene der Allgeier Holding AG existiert ein Konzern-Controlling und Risikomanagement, dessen Funktion und Effizienz regelmäßig überprüft und an veränderte Gegebenheiten angepasst wird. Systemisch basiert dies auf integrierten Planungs-, Controlling- und Reportinginstrumenten, die die laufende betriebswirtschaftliche Analyse der Einzelgesellschaften bis hin zum Konzern sicherstellen. In das System fließen auf Holdingebene u.a. monatlich sämtliche Konzernzahlen ein.
Die Konzernliquidität und die Liquiditätsplanung aller Gruppenunternehmen werden darüber hinaus wöchentlich erfasst und kontrolliert. Darüber hinaus werden leistungswirtschaftliche Daten sowie deren Entwicklung wie u.a. Umsatz, Auftragsbestand, Auftragseingang oder Mitarbeiterzahlen teilweise bis auf Projektebene aufgeschlüsselt, bei den Einzelgesellschaften systemisch abgefragt und in einem Business Intelligence-System erfasst und ausgewertet.
Die jährliche Geschäftsplanung im Sinne eines vom Aufsichtsrat der Allgeier Holding AG zu genehmigenden Budgets für das folgende Geschäftsjahr – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Planbilanz sowie Finanzplan – erfolgt auf der Grundlage einer Bottom-up Planung der Einzelgesellschaften, die in Planungsgesprächen mit der Konzernleitung vorgestellt und diskutiert wird. Das Budget wird ergänzt durch eine 2-Jahresplanung für die Folgejahre. Die monatliche Soll-Ist-Analyse sowie der Vergleich mit der jeweiligen Vorjahresperiode ermöglichen eine adäquate Steuerung sowohl der Einzelgesellschaften als auch des Konzerns. Die Ergebnisse der Analysen werden im persönlichen Gespräch mit dem Management diskutiert, mögliche Abweichungen erörtert und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen beschlossen. Für wesentliche Abweichungen von der Planung ist ein Eskalationsprozedere definiert, das verschiedene Maßnahmen wie die sofortige, tiefergehende Prüfung bis hin zur Einleitung von Sanierungsschritten vorsieht. Nach Ablauf des ersten Quartals des folgenden Geschäftsjahres wird die Planung insgesamt überprüft und eventueller Anpassungsbedarf ermittelt.
Darüber hinaus fragen wir von den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern der Konzerngesellschaften in regelmäßigen Zeitabständen Einzelrisikomeldungen auf der Grundlage eines standardisierten Katalogs von Risiken nach den verschiedenen Risikobereichen ab. Im Rahmen der Risikobewertung betrachten wir die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die Schadenshöhe der Risiken. Dabei setzen wir Methoden ein, die unternehmensweit einheitlich gestaltet sind und damit eine Vergleichbarkeit der Risikobewertung über die drei Geschäftsbereiche hinweg ermöglichen.
Mit dem Thema Risikomanagement eng verbunden ist das Thema Compliance. Es findet eine zunehmende Beachtung und Konkretisierung dieses Themas bei den verantwortlichen Organen in den Unternehmen und der Rechtspflege wie auch in der Öffentlichkeit statt. Vor diesem Hintergrund wachsen die Anforderungen an eine entsprechende Unternehmensorganisation, die auch in der Allgeier Gruppe im Augenmerk von Vorstand und Aufsichtsrat steht. Hinzu kommt die zunehmende Internationalisierung des Allgeier Konzerns, die eine Überprüfung und Erweiterung der Unternehmensstrukturen erforderlich macht.
Bei der Prüfung und Durchführung von Unternehmenserwerben oder anderen Transaktionen agiert der Vorstand der Allgeier Holding AG unter Beachtung der hohen Sorgfaltsanforderungen für Entscheidungen mit besonderer Tragweite für die Allgeier Gruppe. Dabei greift der Vorstand regelmäßig auch auf die Expertise und Erfahrung interner Berater, wie der Mitglieder des Aufsichtsrats oder ausgewählter Personen aus der Gruppe, sowie externer Berater wie Banken, Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Rechtsanwälte zurück. Vor der Durchführung von Transaktionen werden Due-Diligence-Prüfungen durchgeführt. Zur Absicherung gegen spezielle Risiken werden entsprechende vertragliche Regelungen getroffen.
Eine Steuerung von Risiken durch den Abschluss von Versicherungen erfolgt dann, wenn wir dies im Hinblick auf den wirtschaftlichen Nutzen als erforderlich und sinnvoll erachten.
Der Vorstand der Allgeier Holding AG wertet mit Unterstützung der Controlling-Mitarbeiter regelmäßig die vorhandenen Informationen aus und leitet bei Bedarf frühzeitig geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung ein. Der Vorstand berichtet ferner regelmäßig über die aktuelle Entwicklung der Gruppe sowie über einzelne Ereignisse und Entscheidungen an den Aufsichtsrat der Allgeier Holding AG und bindet diesen in Entscheidungen von besonderer Bedeutung für die Gruppe ein.
Im Folgenden werden wesentliche Risiken genannt, die eine erhebliche, nachteilige Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe und damit auch auf den Aktienkurs haben können. Die Aufzählung der Risiken ist nicht abschließend. Neben den genannten kann es weitere Risiken geben, denen unsere Gruppe ausgesetzt sein kann und die das Geschäft unserer Gruppenunternehmen beeinträchtigen können.
Marktrisiken und strategische Risiken
Wirtschaftliches Umfeld und Marktentwicklung: Das Geschäft der Allgeier Gruppe, die wesentlich als Erbringer von Dienstleistungen für Industrie- und Handelsunternehmen tätig ist, wird durch die allgemeine, konjunkturelle Entwicklung beeinflusst, der die Kunden der Allgeier Gruppe ausgesetzt sind und die auf die Kunden unterschiedliche Auswirkungen hat. Eine zurückhaltende, volatile oder gar weitere rezessive Entwicklung der Märkte kann dazu führen, dass einzelne Kunden keine Aufträge mehr erteilen oder über geringere Budgets für IT-Dienstleistungen verfügen. Dies kann für die Unternehmen der Allgeier Gruppe sinkende Umsätze zur Folge haben. Auf der anderen Seite erwarten wir bei unseren Kunden eine Verstärkung des Trends zum Outsourcing von IT-Dienstleistungen an professionell und flexibel arbeitende Partner. Dabei wird das Bestreben insbesondere von großen Konzernen zur Kostensenkung auch weiterhin dazu führen, dass teilweise IT-Dienstleistungen an kostengünstiger arbeitende Unternehmen aus Schwellenländern, z.B. Indien, vergeben werden.
Akquisitionen: Die Strategie der Allgeier Gruppe beinhaltet neben der organischen Weiterentwicklung der Gruppengesellschaften auch die Verstärkung der Gruppe durch neue Akquisitionen. Jede Transaktion ist mit erheblichen Investitionen und Kosten verbunden und birgt das Risiko, dass sich das erworbene Unternehmen nicht wie geplant entwickelt. Es besteht das Risiko, dass aufgrund der Transaktion zu bilanzierende Vermögenswerte, einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte, aufgrund unvorhergesehener Entwicklungen abgeschrieben werden müssen, was die Jahresergebnisse erheblich belasten kann. Ferner bestehen Finanzierungsrisiken, wenn eine Transaktion teilweise mit Fremdmitteln finanziert wird.
Operative Risiken
Management und Schlüsselpersonen: Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Unternehmen der Allgeier Gruppe sind die engagierten und unternehmerisch handelnden Mitglieder der Geschäftsleitungen sowie weitere Führungspersonen und Know-how-Träger der Gruppengesellschaften. Für die Allgeier Gruppe ist es wesentlich, diese Personen als Partner dauerhaft an die Unternehmen zu binden und Nachfolgethemen frühzeitig zu lösen.
Kunden: Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Pflege der Beziehungen zu unseren Kunden durch eine kontinuierlich gute und kompetente Betreuung sowie die Gewinnung von neuen Kundenaufträgen. Als Gruppe haben wir die Möglichkeit, neben der Kompetenz und langjährigen Verlässlichkeit der einzelnen Unternehmen, den Kunden eine größtmögliche fachliche und regionale Abdeckung durch die Zusammenarbeit mehrerer Gruppenunternehmen zu bieten. Gleichwohl besteht das Risiko, dass wir wesentliche Kunden z.B. aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten auf Kundenseite oder aufgrund von Konkurrenzangeboten verlieren oder Projekte nur in einem geringeren Umfang weitergeführt werden können. Allgeier arbeitet neben einer großen Vielzahl von Mittelstandskunden auch für Großkunden in großen Projekten (bei über 50 Kunden hat Allgeier einen Jahresumsatz von > 1 Mio. Euro). Bereits in den Vorjahren hat sich gezeigt, dass der Wegfall von Teilen solcher Großprojekte erhebliche Auswirkungen auf die betroffene Gruppengesellschaft haben kann. Es hat sich aber auch gezeigt, dass die Gruppe mit einem solchen Szenario umgehen kann und den Wegfall relativ rasch durch anderes Geschäft kompensieren kann. Weiterhin stellen IT-Trends und technologischer Vorsprung sowohl Chance als auch Risiko dar, zumal hier das rechtzeitige Erkennen und die Prüfung der Anwendbarkeit dieser Trends von immenser Bedeutung sind. Die Allgeier Gruppe hat auf diesem Gebiet einen Trend-Scoring-Prozess installiert, der unter Beteiligung der Gruppengesellschaften mehrmals im Jahr die sogenannten Megatrends untersucht und diese den eigenen Produkten, Lösungen und Innovationen gegenüberstellt. Die daraus abgeleiteten Entwicklungsvorhaben werden vom Vorstand bewertet und freigegeben. Partnerschaften mit Soft- und Hardwareherstellern sind die Grundlage für Teile der Geschäftstätigkeit, was für diese Teilbereiche ebenfalls Chance und Risiko bedeuten kann.
Finanzrisiken
Liquiditäts- und Kreditrisiken: Die Allgeier Gruppe verfügt auf der einen Seite nach wie vor über ein hohes Maß an liquiden Mitteln in Höhe von 31,9 Mio.Euro (Vj: 61,3 Mio. Euro). Auf der anderen Seite bestehen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Kreditvereinbarungen zur Finanzierung oder Refinanzierung von Akquisitionen sowie aus Genussrechten (PREPS) und einem ABS-Programm (Asset Backed Securities). Aus diesen Finanzierungen resultieren Zinsrisiken und vertragliche Risiken, die im Einzelnen im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt sind. Die Allgeier Gruppe ist aufgrund ihrer guten Liquiditäts- und Finanzsituation in der Lage, bestehenden und künftigen Finanzbedarf der Gruppe auch durch Verwendung von Eigenmitteln decken zu können. Gleichwohl führen wir laufend Gespräche und Verhandlungen zur Evaluierung und Prüfung weiterer Finanzierungen für das Gruppenwachstum und Akquisitionen. Insofern ist unsere künftige Wachstumsentwicklung auch abhängig von der Entwicklung der Finanz- und Kapitalmärkte und der Möglichkeit des Zugangs zu neuem Fremd- oder Eigenkapital. Die künftigen Cashflows und die Liquiditätssituation der Gruppe können auch durch ein geändertes Zahlungsverhalten der Kunden, z.B. längere Zahlungsziele oder Zahlungsausfälle, negativ beeinflusst werden.
Sicherungspolitik und Finanzinstrumente
Die Allgeier Gruppe ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Preis-, Zins- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Währungsrisiken, die der Allgeier Konzern in den letzten Jahren kaum zu gegenwärtigen hatte, sind durch die stärkere Internationalisierung angestiegen. Diese Risiken werden laufend beobachtet und bewertet und in Einzelfällen durch Sicherungsmaßnahmen begrenzt oder vermieden. Einzelne Währungsrisiken zwischen US Dollar und indischer Rupie werden durch Forwards im Gesamtvolumen von 2,7 Mio. US Dollar sowie zwischen Euro und indischer Rupie durch Forwards im Gesamtvolumen von 1,2 Mio. Euro abgedeckt. Hieraus resultierte zum 31.12.2011 ein erfolgsneutraler, im Konzernabschluss abgebildeter Verlust in Höhe von 101 Tsd. Euro.
Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Allgeier Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Durch eine implementierte Liquiditätsplanung und -steuerung sowie Cash-Management-Systeme werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst.
»Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Allgeier Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel.«
Zur Finanzierung des Working Capital Bedarfs der operativen Gesellschaften stehen liquide Mittel und Betriebsmittelfinanzierungen in Form von Kontokorrentlinien in ausreichender Höhe zur Verfügung. Die Tilgung von Kaufpreisdarlehen ist auf die zukünftige Ertragskraft der erworbenen und bestehenden Tochtergesellschaften ausgerichtet.
Das theoretische, maximale Ausfallrisiko bei den originären Finanzinstrumenten entspricht dem Wert aller Forderungen abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber denselben Schuldnern. Allgeier ist bestrebt, das Ausfallrisiko möglichst gering zu halten. Um dies zu erreichen, arbeitet Allgeier mit nur eingeschränkten Bestellumfängen, sofern die Bonität der Kunden nicht ausreichend ist. Allgeier geht davon aus, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Darüber hinaus werden bei einzelnen Tochtergesellschaften Forderungsausfallrisiken durch Versicherungen abgedeckt.
Sonstige Risiken
Rechtssituation: Die Gesellschaften übernehmen im Rahmen des operativen Geschäfts in den Verträgen mit ihren Kunden zum Teil vertragliche Haftungen und Gewährleistungen. Diese sind teilweise durch Versicherungen oder Ansprüche gegen Dritte abgedeckt. Für sämtliche Rechtsrisiken und sofern sich aus den vertraglichen Haftungen konkrete Risiken ergeben, werden bei den betreffenden Gesellschaften entsprechende Rückstellungen gebildet.
Im Kaufvertrag vom 21. Februar 2008 zum Verkauf des Bereichs Zeitarbeit an die usg People Gruppe hat die Verkäuferin, eine Konzerngesellschaft der Allgeier Gruppe, im beschränkten Umfang Haftungen für die Vergangenheit der verkauften Unternehmen übernommen, die teilweise noch Gültigkeit haben. Anlässlich der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 14. Dezember 2010 zur Unwirksamkeit der von den Christlichen Gewerkschaften CGZP geschlossenen Tarifverträge, die auch auf einige der verkauften Gesellschaften Anwendung fanden, findet eine öffentliche Diskussion über mögliche Rückwirkungen auf die Wirksamkeit der betroffenen Tarifverträge für die Vergangenheit statt. Es besteht im Augenblick diesbezüglich nach wie vor noch keine ausreichende Rechtsklarheit für die Beurteilung, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe noch Zahlungsverpflichtungen aus dem Kaufvertrag entstehen können. Allgeier hat für eventuelle Risiken
aus dem Kaufvertrag bereits durch die Wertberichtigung eines auf einem Treuhandkonto einbehaltenen Teils des Kaufpreises Vorsorge getroffen.
Allgeier hat zudem vertragliche Gegenansprüche in Zusammenhang mit der finalen Feststellung einer Abzugsposition vom Kaufpreis betreffend Minderheitenanteile geltend gemacht.
Regulatorische Risiken: Änderungen der Gesetzgebung oder der Auslegung von Gesetzen können die Umsätze und Profitabilität der Unternehmen unserer Gruppe beeinträchtigen. Sollten sich die gesetzlichen Voraussetzungen in Deutschland, z.B. im Bereich der Steuern und Sozialabgaben, des Arbeitsrechts, des Dienst- oder Werkvertragsrechts, ändern, so kann dies zu einem höheren Aufwand oder zu höheren Haftungsrisiken der Unternehmen führen. Aufgrund der noch weitgehenden Konzentration der Geschäftstätigkeit auf Deutschland bestehen für die Gruppe derzeit nur geringe regulatorische Risiken, die aus ausländischen Rechtsordnungen und Kulturkreisen herrühren. Allerdings werden sich diese Risiken durch den internationalen Ausbau unserer Geschäftstätigkeit erhöhen und entsprechend erhöhte Beachtung in der künftigen Geschäftstätigkeit finden. Dies betrifft auch die steigenden Compliance-Anforderungen im In- und Ausland. Unsere großen Kunden definieren darüber hinaus eigene Anforderungen, die wir erfüllen und die auch die Entwicklung unserer internen Organisation beeinflussen.
Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess gem. § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB
Die Allgeier Holding AG stellt bei allen Konzerngesellschaften durch die nachfolgenden Merkmale ihres internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems sicher, dass im Rechnungslegungsprozess relevante Sachverhalte bilanziell vollständig und richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt werden und die Rechnungslegung den gesetzlichen Anforderungen genügt. Ferner wird damit gewährleistet, dass durch das Rechnungswesen jederzeit die zum Zwecke des Controllings und zur Erfüllung der internen und externen Berichtspflichten benötigten Informationen zeitnah und verlässlich zur Verfügung gestellt werden können und die vorhandenen Vermögenswerte nicht zweckentfremdet genutzt werden.
Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bei Allgeier sind:
- • Wesentliche rechnungslegungsrelevante Prozesse unterliegen regelmäßigen analytischen Prüfungen.
- • Es besteht eine klare Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstruktur.
- • Es existiert eine eindeutige Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Aufgaben im Bereich des Rechnungslegungsprozesses.
- • Die im Rechnungswesen verwendeten EDV-Systeme sind gegen unberechtigte Zugriffe geschützt.
- • Es werden im Bereich der rechnungslegungsrelevanten EDV-Systeme überwiegend Standardsoftwareprodukte eingesetzt.
- • Alle am Rechnungslegungsprozess beteiligten Personen entsprechen hohen qualitativen Anforderungen.
- • Die Vollständigkeit und Richtigkeit der Rechnungswesensdaten werden regelmäßig anhand von Stichproben und Plausibilitätschecks durch manuelle Kontrollen überprüft.
- • Bei besonderen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.
- • Erfassung der relevanten Risiken.
- • Der Aufsichtsrat befasst sich u.a. mit den wesentlichen Fragen der Rechnungslegung und des Risikomanagements.
- • Durch das im Konzern verwendete Planungs-, Reporting-, Controlling- sowie Frühwarnsystem erfolgt eine systematische Analyse und Steuerung von Risikofaktoren und bestandsgefährdenden Risiken.
- • Hinreichende Dokumentation.
Allgeier berichtet nachfolgend über die wesentlichen Grundzüge der Unternehmensführung und Corporate Governance der Allgeier Gruppe einschließlich der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex, des Vergütungsberichts und weiterer Angaben nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches.
Angaben zur Unternehmensführung und zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 289a Abs. 2 HGB
Die Unternehmensführung der Allgeier Holding AG richtet sich nach den Vorschriften des Aktiengesetzes, den Vorgaben der Satzung der Gesellschaft und der Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat sowie den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Führung und Leitung des Unternehmens obliegt danach dem Vorstand. Dem Aufsichtsrat kommt die Funktion als Überwachungs- und Beratungsorgan zu. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten im Unternehmensinteresse eng zusammen. Die gemeinsame Arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ist an dem Interesse des Unternehmens und der Aktionäre ausgerichtet, sowohl das bestehende Geschäft der Allgeier Gruppe erfolgreich weiterzuentwickeln als auch den Wert der Gruppe durch weitere Akquisitionen nachhaltig zu steigern.
Eine weitere Ebene der Unternehmensführung innerhalb der Allgeier Gruppe bilden die Vorstände und Geschäftsführungen sowie die Aufsichtsorgane in den einzelnen Gruppengesellschaften. Der Vorstand der Allgeier Holding AG übt im Rahmen der Gesellschafterstellung oder in der Funktion von Aufsichtsgremien bei den Gruppengesellschaften eine Steuerungs-, Koordinierungs- und Kontrollfunktion aus.
Der Vorstand der Allgeier Holding AG besteht aus drei Mitgliedern. Er leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. In seiner Funktion als Leitungsorgan der Allgeier Gruppe gibt er insbesondere die Strategie für die weitere Entwicklung der Gruppe vor und arbeitet an dem Ziel der nachhaltigen Wertschöpfung und Wertsteigerung der Gruppe. Es gilt dabei der Grundsatz der Gesamtverantwortung, d.h. die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Unternehmensführung. Aufgrund der Konzernstruktur der Allgeier Gruppe und der spezifischen Stellung der Allgeier Holding AG als Holdinggesellschaft und den damit verbundenen Aufgaben, besteht im Vorstand keine strenge Ressortverteilung, wie sie bei Unternehmen mit einer klassischen Führungsstruktur üblich ist. Gleichwohl sind die Aufgaben und Verantwortlichkeiten innerhalb des Vorstands nach entsprechenden Arbeitsschwerpunkten und fachlichen Qualifikationen verteilt. Die wesentlichen Entscheidungen, zum Beispiel über Akquisitionsvorhaben, werden vom Gesamtvorstand getroffen. Einzelheiten zur Zusammenarbeit im Vorstand und zur Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat sind in der Geschäftsordnung für den Vorstand festgelegt. Die Geschäftsordnung für den Vorstand enthält auch einen Katalog von Geschäften, für die der Vorstand der Zustimmung des Aufsichtsrats bedarf.
Der Aufsichtsrat der Allgeier Holding AG besteht aus drei Mitgliedern. Er berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und überwacht seine Tätigkeit. Ausschüsse des Aufsichtsrats sind nicht gebildet. Neben den gesetzlich festgelegten Aufgaben, wie die Bestellung der Vorstandsmitglieder und die Festlegung des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder, der Kontrolle der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft einschließlich der Planung für die folgenden Geschäftsjahre, des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems und der Prüfung des Jahresabschlusses, beschäftigt sich der Aufsichtsrat wesentlich mit den Themen, die gemäß der Geschäftsordnung für den Vorstand seiner Zustimmung bedürfen.
Einen Schwerpunkt der Tätigkeit des Aufsichtsrats bilden dabei die Beratungen und Entscheidungen über Akquisitionsvorhaben. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat in alle Entscheidungen eingebunden, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung sind. Hierzu besteht ein regelmäßiger Austausch zwischen dem Vorstand und den Mitgliedern des Aufsichtsrats, insbesondere dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats. Einzelheiten der Zusammenarbeit der Aufsichtsratsmitglieder sind in einer Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat festgelegt.
Der Aufsichtsrat lässt sich bei den Vorschlägen für seine Zusammensetzung von folgenden Zielen und Grundsätzen leiten: Oberstes Ziel ist sicherzustellen, dass der Aufsichtsrat seinen gesetzlichen Aufgaben in der vorgeschlagenen Zusammensetzung umfassend gerecht wird und die Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen, um ihre Aufgaben optimal und verantwortlich erfüllen zu können. Für die Allgeier Holding AG, deren Satzung die Besetzung des Aufsichtsrats mit drei Mitgliedern vorsieht, bedeutet dies konkret, dass insbesondere folgende Qualifikationen nach Möglichkeit im Aufsichtsrat vorhanden sein sollen: die im Gesetz ausdrücklich geforderte Qualifikation als unabhängiger Finanzexperte, die Fähigkeit zur Beurteilung von Unternehmen im Dienstleistungssektor (nicht nur beschränkt auf das IT-Geschäft), die Fähigkeit zur Beurteilung von Akquisitionsmöglichkeiten im In- und Ausland und entsprechende Transaktionserfahrung sowie die Erfahrung mit der Organisation und Arbeitsweise einer stark wachsenden Gruppe in einer Holdingstruktur. Die Besetzung des Gremiums muss ferner ermöglichen, dass das Gremium effizient arbeitsfähig ist und seine Mitglieder ausreichend Kapazität für diese verantwortliche Tätigkeit mitbringen. Generelle Merkmale wie das Alter, das Geschlecht oder die Nationalität einer Person sollen bei der Besetzung dagegen nicht im Vordergrund stehen. Der Aufsichtsrat bekennt sich aber ausdrücklich dazu, dass bei der künftigen Besetzung im Vergleich mehrerer, fachlich ähnlich geeigneter Kandidaten im Sinne der angestrebten Diversity Kandidaten bevorzugt werden sollen, die im Hinblick auf ihr Geschlecht, Alter oder Nationalität die Besetzung entsprechend bereichern. Starre Quoten oder Altersgrenzen sieht der Aufsichtsrat dabei nicht als angemessenes Mittel an. Der Aufsichtsrat setzt sich heute aus drei Herren zusammen, davon zwei deutsche und ein schweizerischer Staatsbürger, die verschiedenen Berufsgruppen angehören und die genannten fachlichen Anforderungen abdecken.
»Die Unternehmensführung der Allgeier Holding AG richtet sich nach den Vorschriften des Aktiengesetzes, den Vorgaben der Satzung der Gesellschaft und der Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat sowie den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex.«
8. Corporate Governance Bericht
Vorstand und Aufsichtsrat der Allgeier Holding AG erklären gemäß § 161 AktG:
Den vom Bundesministerium der Justiz veröffentlichten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 26. Mai 2010 wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 und wird künftig mit folgenden Ausnahmen entsprochen:
Kodex Ziffer 2.3.2
Die Gesellschaft soll allen in- und ausländischen Finanzdienstleistern, Aktionären und Aktionärsvereinigungen die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Wege übermitteln, wenn die Zustimmungserfordernisse erfüllt sind.
Die Veröffentlichung und Übermittlung der Einberufungsunterlagen erfolgte bislang in der von Aktiengesetz und Satzung vorgesehenen Weise. Hierdurch soll eine gleichartige Information aller Aktionäre sichergestellt werden, unabhängig davon, ob die Aktionäre der Gesellschaft im Einzelnen bekannt sind und ein elektronischer Versand an diese möglich ist. Die relevanten Unterlagen werden auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht, so dass eine ausreichende Kenntnisnahme auf elektronischem Wege für alle interessierten Aktionäre möglich ist.
Kodex Ziffer 3.8 (dritter Absatz)
In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden.
In der D&O-Versicherung für den Vorstand ist entsprechend der gesetzlichen Vorgaben ein Selbstbehalt vereinbart. Für den Aufsichtsrat schreibt das Gesetz einen solchen Selbstbehalt nicht vor, sondern lässt den Spielraum für die Beurteilung der Angemessenheit einer solchen Regelung unter Berücksichtigung des unterschiedlichen Charakters und Umfangs der Aufgaben von Vorstand und Aufsichtsrat. Die Gesellschaft wird die weitere Entwicklung in Bezug auf die Angemessenheit der D&O-Versicherung und Selbstbehalte laufend im Auge behalten und eventuellen Anpassungsbedarf prüfen.
Kodex Ziffer 4.2.3 (vierter Absatz)
Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll darauf geachtet werden, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Für die Berechnung des Abfindungs-Caps soll auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abgestellt werden.
Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass eine angemessene Vertragsgestaltung ohne ein generelles Abfindungs-Cap in Abhängigkeit von Laufzeit und sonstigen Parametern möglich ist. Die vorzeitige Aufhebung von auf eine feste Laufzeit geschlossenen und ordentlich nicht kündbaren Vorstandsverträgen ist vor dem Umstand der jeweiligen Auflösung zu beurteilen und zu verhandeln. Bei der Beurteilung der Angemessenheit der Bedingungen einer vorzeitigen Vertragsauflösung ist die Frage eines Abfindungs-Caps dabei lediglich ein Aspekt von mehreren, die der Aufsichtsrat pflichtgemäß prüfen muss. Der Aufsichtsrat behält sich das Recht vor, jeden einzelnen Aspekt individuell zu prüfen und zu gestalten, da auch die Festlegung eines generellen Caps von dieser pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung nicht entbindet.
Kodex Ziffern 4.2.4
Die Hauptversammlung hat beschlossen, dass die Vorstandsvergütungen nicht in individualisierter Form für jedes einzelne Mitglied offen gelegt werden. Die Offenlegung erfolgt jährlich im Geschäftsbericht für den Gesamtvorstand nach fixen und variablen Vergütungsbestandteilen.
Kodex Ziffer 5.1.2 und 5.4.1 (zweiter Absatz)
… Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden … und eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder … geachtet werden.
Bei der Entscheidung über die Besetzung von Vorstandspositionen und Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern kommt es entscheidend auf die Beurteilung der persönlichen und fachlichen Eignung eines Kandidaten für das Unternehmen an. Diese Beurteilung ist jeweils im Einzelfall nach umfassender Prüfung der Angemessenheit und unter Einbeziehung aller in Betracht kommender Personen vorzunehmen. Anlass zur Festlegung einer generellen Altersgrenze, die nur ein herausgegriffenes Kriterium darstellt, besteht dabei nicht.
Kodex Ziffer 5.4.6 (dritter Absatz)
Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder soll im Corporate Governance Bericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen werden. Auch die vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, sollen individualisiert im Corporate Governance Bericht gesondert angegeben werden.
Entsprechend der Handhabung der Offenlegung der Vorstandsvergütung hält die Gesellschaft auch die individualisierte Offenlegung der Aufsichtsratsvergütung für die Größe der Gesellschaft und des Aufsichtsrats nicht für angemessen und erforderlich. Die Regelung der Vergütung des Aufsichtsrats in der Satzung und die Veröffentlichung der Gesamtvergütung und ihrer Struktur sowie der Vergütung für sonstige Leistungen im Geschäftsbericht schaffen ausreichende Transparenz.
Kodex Ziffer 6.6
Über die gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Mitteilung und Veröffentlichung von Geschäften in Aktien der Gesellschaft hinaus, soll der Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente, von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern angegeben werden, wenn er direkt oder indirekt größer als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist.
Im Geschäftsbericht erfolgt für Vorstand und Aufsichtsrat getrennt die Veröffentlichung der jeweils gehaltenen Gesamtaktienzahl. Daneben schaffen die gesetzlich vorgesehenen Mitteilungen von Director's Dealings und im Fall des Erreichens, Über- oder Unterschreitens der gesetzlichen Schwellen nach Auffassung der Gesellschaft eine ausreichende Transparenz.
Kodex Ziffer 7.1.2
… Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums, öffentlich zugänglich sein.
Für die Gesellschaft steht die Richtigkeit und Vollständigkeit der jeweiligen Abschlüsse und Berichte im Vordergrund. Es ist das Bestreben der Gesellschaft, die jeweiligen Abschlüsse und Berichte so früh wie möglich den Aktionären bekannt zu geben. Gleichwohl behält sich die Gesellschaft vor, die gesetzlichen Fristen für die Veröffentlichung jeweils in Anspruch zu nehmen, falls dies zur ordnungsgemäßen Fertigstellung und Prüfung der Abschlüsse und Berichte erforderlich ist.
Vergütungsbericht
Das Vergütungssystem für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat beschlossen und in regelmäßigen Abständen überprüft. Die Festlegung der Vergütung orientiert sich an der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung des Konzerns unter Berücksichtigung der Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die Bezüge des Vorstands setzen sich im Geschäftsjahr 2011 aus den folgenden Bestandteilen zusammen: (i) einem festen Jahresgehalt und (ii) einem variablen Vergütungsbestandteil in Form einer vom Konzernergebnis abhängigen Tantieme. Für alle Mitglieder des Vorstands sind Höchstgrenzen (Cap) für die variablen Vergütungsbestandteile vereinbart. Aktienoptionen oder aktienbasierte Vergütungsbestandteile sind nicht vereinbart.
Die Vergütung des Vorstands beträgt für das Jahr 2011 insgesamt 1.715 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.656 Tsd. Euro). Die Gesamtvergütung teilt sich auf in (i) feste Jahresgehälter von insgesamt 1 Mio. Euro (Vorjahr: 965 Tsd. Euro) und (ii) variable Vergütungsbestandteile von insgesamt 715 Tsd. Euro (Vorjahr: 691 Tsd. Euro). Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 21. Juni 2011 unterbleibt für die Berichtszeiträume bis zum 31. Dezember 2015 die Angabe individueller Vorstandsbezüge.
Entsprechungserklärung gemäß § 161 AktG
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist von der Hauptversammlung festgelegt worden und ist in der Satzung der Gesellschaft geregelt. Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung des Aufsichtsrats sowie der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung des Unternehmens. Die Aufsichtsratsvergütung setzt sich zusammen aus (i) festen Vergütungsbestandteilen (feste jährliche Vergütung und Sitzungsgeld) sowie (ii) einem vom Konzernergebnis abhängigen variablen Vergütungsbestandteil, der durch einen Cap begrenzt ist. Der Vorsitz im Aufsichtsrat wird bei der Höhe der festen Vergütungsbestandteile berücksichtigt.
Die Vergütung des Aufsichtsrats beträgt für das Jahr 2011 insgesamt 378 Tsd. Euro (Vorjahr: 388 Tsd. Euro). Die Gesamtvergütung teilt sich auf in (i) feste Vergütungsbestandteile einschließlich Sitzungsgelder von insgesamt 108 Tsd. Euro (Vorjahr: 100 Tsd. Euro) und (ii) variable Vergütungsbestandteile von insgesamt 270 Tsd. Euro (Vorjahr: 288 Tsd. Euro). Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 21. Juni 2011 unterbleibt für die Berichtszeiträume bis zum 31. Dezember 2015 die Angabe individueller Aufsichtsratsbezüge.
Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat
Die Mitglieder der Vorstands hielten am 31. Dezember 2011 insgesamt mittelbar und unmittelbar 2.559.459 (Vorjahr: 2.559.459) Aktien der Allgeier Holding AG.
Die Mitglieder der Aufsichtsrats hielten am 31. Dezember 2011 insgesamt mittelbar und unmittelbar 1.239.977 (Vorjahr: 1.219.977) Aktien der Allgeier Holding AG.
Angaben und Erläuterung gem. § 315 Abs. 4 HGB
Das Grundkapital der Allgeier Holding AG beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2011 9.071.500 Euro und ist eingeteilt in 9.071.500 Stück nennwertlose Aktien, die auf den Inhaber lauten. Auf jede Aktie entfällt anteilig ein rechnerischer Betrag des Grundkapitals von 1,00 Euro. Sämtliche Stückaktien der Gesellschaft gehören der gleichen Aktiengattung an. Es bestehen keine verschiedenen Aktiengattungen, wie z.B. Stammoder Vorzugsaktien. Die Aktien der Gesellschaft sind im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard) notiert. Die mit den Aktien der Gesellschaft verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus der Satzung der Gesellschaft und ergänzend aus dem Aktiengesetz.
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
Der Vorstandsvorsitzende Herr Carl Georg Dürschmidt hält durch die Lantano Beteiligungen GmbH, deren Mehrheitsgesellschafter er ist, eine indirekte Beteiligung in Höhe von 27,57 % am Grundkapital der Allgeier Holding AG. Der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Detlef Dinsel hält nach einem Aktienerwerb direkt und indirekt über Beteiligungsgesellschaften eine Beteiligung von 10,36 % am Grundkapital der Allgeier Holding AG. Sonstige direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.
Es bestehen keine Aktien der Gesellschaft, die ihren Inhabern im Vergleich zu den übrigen Aktionären Sonderrechte, insbesondere Kontrollbefugnisse über die Gesellschaft verleihen.
Dem Vorstand sind keine Beteiligungen von Arbeitnehmern am Kapital der Gesellschaft bekannt, bei denen Arbeitnehmer die Kontrollrechte aus ihrer Beteiligung nicht unmittelbar, sondern mittelbar über einen von ihnen benannten Vertreter ausüben.
Die Voraussetzungen für die Ernennung und Abberufung des Vorstands sowie die Änderung der Satzung richten sich nach den Regelungen des Aktiengesetzes. Gemäß unserer Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen, die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat. Gemäß § 84 AktG werden die Mitglieder des Vorstands für höchstens fünf Jahre bestellt.
Änderungen der Satzung können gem. §§ 179 ff. AktG nur durch die Hauptversammlung mit qualifizierter Mehrheit beschlossen werden. Die Satzung der Gesellschaft sieht gegenüber den gesetzlichen Bestimmungen keine Erschwerungen oder Erleichterungen vor. Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen.
Aufgrund der Ermächtigungen der Hauptversammlungen vom 17. Juni 2010 und 21. Juni 2011 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 16. Juni 2015 bzw. 20. Juni 2016 das Grundkapital um jeweils 2.267.875 Euro durch Ausgabe von Stück 2.267.875 neuer Aktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I und II).
Das Grundkapital der Allgeier Holding AG ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 um 3.000.000 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009). Das Bedingte Kapital 2009 dient der Bedienung von Wandel-, Options- und/ oder Gewinnschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten, die von der Gesellschaft oder einem Unternehmen, an dem die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, bis zum 15. Juni 2014 auf der Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgegeben werden können. Die Allgeier Holding AG hat bislang keine entsprechenden Wandlungs- und Optionsrechte ausgegeben.
Das Grundkapital der Allgeier Holding AG ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 um 750.000 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2010). Das Bedingte Kapital 2010 dient der Bedienung von Optionsrechten gemäß dem Aktienoptionsplan 2010, die von der Gesellschaft bis zum 16. Juni 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgegeben werden können. Die Allgeier Holding AG hat bislang keinen Aktienoptionsplan 2010 verabschiedet und keine entsprechenden Optionsrechte an Mitarbeiter oder Vorstände ausgegeben.
Am 17. Juni 2010 hat die Hauptversammlung den Vorstand ermächtigt, bis zum 16. Juni 2015 eigene Aktien der Gesellschaft in einem Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals mit der Maßgabe zu erwerben, dass auf diese zusammen mit anderen eigenen Aktien, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, nicht mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die eigenen Aktien können über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats ist der Vorstand ermächtigt, die gem. § 71 Abs.1 Nr. 8 AktG erworbenen Aktien insbesondere (i) weiter zu veräußern, (ii) als Gegenleistung für eine Sacheinlage Dritter in die Gesellschaft zu leisten, (iii) zur Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsrechten zu verwenden, (iv) zur Ausgabe als Mitarbeiteraktien zu verwenden oder ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.
Die Allgeier Holding AG und eine Tochtergesellschaft hielten am Stichtag 31. Dezember 2011 insgesamt 686.954 eigene Aktien. Aus eigenen Aktien stehen der Gesellschaft keine Stimmrechte zu.
Nach Rückzahlung des Genussrechtskapitals in Höhe von 7 Mio. Euro aus dem Finanzierungsprogramm PREPS 2004-1 im Dezember 2011 verbleiben ausgegebene Genussrechte aus dem Finanzierungsprogramm PREPS 2005-2 in Höhe von 6,0 Mio. Euro, die im Dezember 2012 zurückgezahlt werden. Ein Change of Control kann in Verbindung mit ratingbezogenen Ereignissen zu einem vorzeitigen Kündigungsrecht der Gläubigerin führen.
Für den Fall eines "Change of Control", d.h. wenn ein Dritter die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2, § 30 WpÜG über die Gesellschaft erlangt, haben einige Mitglieder des Vorstands das Recht zur Kündigung des Anstellungsvertrages. Bei Ausübung des Rechts entsteht ein Abfindungsanspruch, der auf eine Jahresvergütung begrenzt ist. Darüber hinaus hat die Allgeier Holding AG keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.
Umfassende und transparente Kommunikation
Allgeier informiert Aktionäre, Aktionärsvertreter, Analysten, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die Lage des Unternehmens. Die Gesellschaft behandelt die verschiedenen Personengruppen gleichzeitig und gleichberechtigt. Aus diesem Grund werden alle wesentlichen Informationen, insbesondere Geschäfts- und Quartalsberichte, Presseund Ad-hoc-Mitteilungen, Analysteneinschätzungen und der Finanzkalender auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht. Um eine Erstellung des Konzernabschlusses und der Quartalsberichte mit der notwendigen Sorgfalt zu gewährleisten, werden der Geschäftsbericht vier Monate nach Ende des Geschäftsjahres und die Quartalsberichte jeweils sechs Wochen nach Quartalsende veröffentlicht.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Der Einzelabschluss der Allgeier Holding AG wird nach dem Handelsgesetzbuch aufgestellt, der Konzernabschluss der Allgeier Holding AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Einzelabschluss und der Konzernabschluss wurden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft LOHR + COMPANY GmbH, Düsseldorf, geprüft.
9. Prognoseberichterstattung
Allgeier erwartet nachhaltiges Wachstum in Umsatz und Ergebnis in 2012
Das prognostizierte Wirtschaftswachstum für die Bundesrepublik Deutschland liegt nach Angabe der Bundesregierung in 2012 bei ca. 0,7 Prozent. Das ist eine deutliche Abschwächung zum Jahr 2011, in dem die deutsche Wirtschaft um 3,0 Prozent wuchs. Belastend wirken die konjunkturellen Probleme einiger europäischer Staaten und die anhaltende Verunsicherung durch die in den vergangenen Jahren stark gestiegene Staatsverschuldung. Allerdings zeigte sich zu Beginn des Jahres 2012, dass die deutsche Wirtschaft ihren Aufschwung fortsetzen konnte. Die Konjunkturforscher des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) rechneten Ende März 2012 in ihrem Konjunkturbarometer damit, dass die deutsche Wirtschaft im Frühjahr 2012 an Fahrt aufnimmt und die Auswirkungen der Krise im Euroraum auf die deutsche Wirtschaft auf das Winterhalbjahr begrenzt bleiben. Auch das Umfeld für Investitionen bleibe günstig.
Der Branchenverband BITKOM rechnet mit einem Zuwachs der gesamten deutschen IT-Branche von 1,6 Prozent und in den Segmenten IT-Hardware, Software und IT Services von 3,1 Prozent. Vor allem die Megatrends der Branche wie Cloud Computing, Virtualisierung, Security und Outsourcing werden als Wachstumstreiber gesehen. Zudem wird die Nachfrage nach ERP-, CRM- oder BI (Business Intelligence)-Lösungen steigen. Das Wachstum im Bereich Recruiting wird von dem Marktinformationsdienst Lünendonk mit 12 Prozent für 2012 angegeben.
Die fortschreitende Homogenisierung der heutigen Allgeier Geschäftsbereiche IT Solutions, IT Services & Recruiting und Project Solutions mit ihren Gruppengesellschaften wird zu einer stärkeren Fokussierung auf die Trendthemen der IT-Branche führen und somit die Kundenanforderungen nochstärker in den Mittelpunkt stellen. Das Allgeier Management geht deshalb davon aus, dass die Gruppe weiterhin organisch schneller wachsen wird als der Markt und damit Marktanteile gewinnen kann.
So erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2012 für den Gesamtkonzern erneut ein nachhaltiges Wachstum im Umsatz im unteren zweistelligen Prozentbereich und eine deutlich überproportionale Ergebnissteigerung.
Auch für die Jahre 2013 und 2014 erwartet das Management durch eine Fortsetzung des organischen Wachstums und durch weitere Akquisitionen Marktanteilsgewinne und Wachsumsraten über die Markterwartungen hinaus. Das Management wird das Leistungsportfolio dabei vor allem in wachstumsstarken Bereichen wie Cloud Computing, Virtualisierung, Security, Outsourcing und Recruiting weiter ausbauen.
10. Nachtragsbericht
Am 27. Februar 2012 konnte die Allgeier Holding AG über ein erfolgreich platziertes Schuldscheindarlehen in Höhe von 70 Mio. Euro im Kapitalmarkt berichten. Die Platzierung erfolgte bei über 25 Investoren, insbesondere aus dem Kreis der Privatbanken, Landesbanken und Sparkassen. Regional betrachtet kommen die meisten Investoren aus Deutschland und Österreich. Im Rahmen der Platzierung wurde der Schuldschein mit Laufzeittranchen von 3, 5 und 7 Jahren sowohl in fester als auch in variabler Verzinsung angeboten. Die starke Investorennachfrage resultierte in einer deutlichen Überzeichnung der Transaktion auf nahezu 100 Mio. Euro. Das ursprünglich geplante Volumen von Euro 50 Mio. wurde daraufhin auf 70 Mio. Euro aufgestockt. Davon entfallen 42 % auf die Laufzeit von 3 Jahren, 45 % auf die 5jährige und 13 % auf die 7jährige Laufzeit. Der Spread der Tranchen konnte bei den 3- und 5-Jahres-Tranchen am unteren Ende
Im Segment IT Solutions wird die Besetzung der Trendthemen Cloud Computing, Security und Collaboration zu einem besonderen Umsatzwachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich und zu einem überdurchschnittlichen Ergebniswachstum in 2012 führen. Die in den letzten Jahren erworbenen Gesellschaften BSR, Terna, 1eEurope und Gemed werden durch ihre fachliche Kompetenz und durch ihre Kundenzugänge ebenso das Wachstum im Segment IT Solutions beschleunigen.
Das Segment IT Services & Recruiting wird im Jahr 2012 von der hohen Nachfrage nach freiberuflichen IT-Experten profitieren. Die diesem Segment zugehörige Goetzfried AG hat sich in den vergangenen Jahren als eine der marktführenden Recruiting-Gesellschaften in Deutschland etabliert und wird wesentlich zum Wachstum beitragen. Zudem erwartet das Management positive Effekte aus der organisatorisch engeren Zusammenarbeit der in Süddeutschland angesiedelten Gesellschaften in diesem Segment. Insgesamt wird für das Segment ein Wachstum im Umsatz und Ergebnis in etwa der Größenordnung der Branchenerwartung angenommen.
Das Ergebnis des Segments Project Solutions war in den vergangenen beiden Jahren durch die Reduktion der Aufträge bei einem Großkunden belastet. Das Management hat trotzdem die Strategie gewählt, das Segment auf weiteres Wachstum vorzubereiten und entsprechende Maßnahmen getroffen. Neben einer inhaltlichen Weiterentwicklung des Service-Portfolios wurde die Softwareentwicklungskompetenz durch die Akquisition der Nagarro Gruppe gestärkt. Durch die ganzjährige Einbeziehung der Nagarro Gruppe erwartet der Vorstand ein Umsatzwachstum im mittleren zweistelligen Prozentbereich und ein deutlich überproportionales Ergebniswachstum.
Die gesamthaft operativ gut aufgestellte Gruppe und die positiven Marktaussichten geben dem Management die Zuversicht, den eingeschlagenen Wachstumskurs der letzten Jahre fortführen zu können. Zudem führt das Management laufend Gespräche mit verschiedenen Gesellschaften im IT Service-Umfeld und geht davon aus, die Leistungsfähigkeit und damit auch die Umsatz- und Ertragskraft der Gesellschaft in den kommenden Jahren durch erfolgreiche Akquisitionen steigern zu können.
der Vermarktungsspanne festgelegt werden und beträgt 190 bzw. 240 Basispunkte auf den 3-Monats-EURIBOR. Die festen Zinssätze liegen in Abhängigkeit von den Laufzeiten zwischen 3,08 % p.a. und 4,78 % p.a. Für die 7-Jahres-Tranche beträgt der Spread 290 Basispunkte. Dabei ist für einen Anteil von ca. 45 % ein fester Zinssatz und für den verbleibenden Anteil ein variabler Zins auf Basis des 3-Monats-EURIBOR zuzüglich Margenzuschlag vereinbart. Das Kreditvolumen eröffnet der Allgeier Holding AG einen weiteren Spielraum zur Finanzierung des Unternehmenswachstums und für gezielte Akquisitionen. Mit dem Schuldscheindarlehen wird ferner ein bestehendes Darlehen in Höhe von 19 Mio. Euro abgelöst. Übliche Finance Covenants und Rechtsfolgen für deren Verletzungen wurden vereinbart.
Die Umwandlung der Allgeier Holding AG in die Rechtsform der SE erwartet der Vorstand für das erste Halbjahr 2012. Ende Februar 2012 hat der Vorstand die Verhandlungen mit dem gesetzlich zu bildenden Besonderen Verhandlungsgremium der Arbeitnehmer mit dem positiven Ergebnis des Abschlusses einer Vereinbarung beendet. Die Vereinbarung sieht die Bildung eines Mitarbeitergremiums bestehend aus den Vertretern der Mitarbeiter unserer in- und ausländischen Gruppengesellschaften vor, das den Dialog zwischen Unternehmensführung und den Mitarbeitern aktiv unterstützen soll. Das Unternehmen erwartet sich daraus einen wesentlichen Beitrag zur positiven Weiterentwicklung der Gruppenkultur, in der unsere Mitarbeiter eine entscheidende Rolle spielen. Die Anmeldung des Formwechsels zum Handelsregister wird in Kürze erfolgen. Mit der Eintragung und damit dem Wirksamwerden des Formwechsels wird im Nachgang gerechnet.
München, 2. April 2012
Carl Georg Dürschmidt Vorstand
Dr. Marcus Goedsche Vorstand
der Allgeier Holding AG nach IFRS für das Geschäftsjahr 2011
Konzernabschluss
Konzernbilanz der Allgeier Holding AG, München, zum 31. Dezember 2011
| Konzernbilanz (in Tsd. Euro) | |||
|---|---|---|---|
| AKTIVA | Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1 | 102.771 | 57.379 |
| Sachanlagen | 2 | 8.784 | 5.353 |
| Sonstige Finanzanlagen | 23 | 0 | |
| Aktive latente Steuern | 3 | 1.372 | 1.016 |
| Langfristiges Vermögen | 112.950 | 63.748 | |
| Vorräte | 4 | 3.002 | 3.055 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5 | 81.800 | 66.481 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 6 | 3.176 | 2.030 |
| Andere kurzfristige Vermögenswerte | 7 | 7.326 | 5.814 |
| Ertragsteuerforderungen | 1.932 | 1.681 | |
| Zahlungsmittel | 8 | 31.944 | 61.316 |
| Kurzfristiges Vermögen | 129.181 | 140.376 | |
| Aktiva | 242.131 | 204.124 |
Konzernbilanz (in Tsd. Euro)
Eigenkapitalanteil der Gesellschafter
| PASSIVA | Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 9 | 9.072 | 9.072 |
| Kapitalrücklagen | 10 | 11.306 | 11.306 |
| Gewinnrücklagen | 11 | 277 | 277 |
| Eigene Anteile | 12 | -5.154 | -4.468 |
| Gewinnvortrag | 13 | 61.607 | 57.426 |
| Periodenergebnis | 4.378 | 8.345 | |
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | 14 | 2.236 | -167 |
| Eigenkapitalanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens |
83.721 | 81.790 | |
| Eigenkapitalanteil nicht kontrollierender Gesellschafter |
15 | 4.476 | 3.706 |
| Eigenkapital | 88.197 | 85.496 | |
| Langfristige Genussrechtsverbindlichkeiten | 16 | 0 | 6.000 |
| Langfristige Finanzschulden | 17 | 2.634 | 15.646 |
| Rückstellungen für Pensionen | 18 | 954 | 932 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 19 | 22.780 | 3.322 |
| Passive latente Steuern | 3 | 9.180 | 5.726 |
| Langfristige Schulden | 35.548 | 31.626 | |
| Kurzfristige Genussrechtsverbindlichkeiten | 16 | 6.000 | 7.000 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 17 | 32.737 | 16.899 |
| Ertragsteuerrückstellungen | 21 | 4.385 | 2.415 |
| Andere kurzfristige Rückstellungen | 22 | 11.671 | 8.345 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 36.520 | 29.824 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 19 | 17.368 | 12.270 |
| Andere Verbindlichkeiten | 20 | 9.280 | 9.818 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 425 | 431 | |
| Kurzfristige Schulden | 118.385 | 87.002 | |
| Passiva | 242.131 | 204.124 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung der Allgeier Holding AG, München, für die Zeit vom 01. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung (in Tsd. Euro) | |||
|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Umsatzerlöse | 378.792 | 308.707 | |
| Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 263 | -23 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 78 | 77 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 24 | 6.565 | 5.758 |
| Materialaufwand | 25 | 220.244 | 182.520 |
| Personalaufwand | 26 | 108.975 | 88.449 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 27 | 34.186 | 25.470 |
| Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern |
22.293 | 18.081 | |
| Abschreibungen | 28 | 10.332 | 7.049 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 11.961 | 11.032 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 432 | 684 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 29 | 2.895 | 1.551 |
| Ergebnis vor Steuern | 9.498 | 10.165 | |
| Ertragsteuerergebnis | 30 | -4.185 | -1.467 |
| Ergebnis der Periode | 5.312 | 8.698 | |
| Zurechnung des Ergebnisses der Periode: | |||
| an Gesellschafter des Mutterunternehmens | 4.378 | 8.345 | |
| an nicht kontrollierende Gesellschafter | 934 | 353 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung (in Tsd. Euro)
Erwerb Anteile nicht kontrollierender
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung (in Tsd. Euro) | ||||
|---|---|---|---|---|
| Sonstiges Ergebnis | Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2010 | |
| Währungsdifferenzen | 3.439 | 908 | ||
| Anteiliger Erwerb von Tochtergesellschaften mit eigenen Aktien |
275 | 30 | ||
| Erwerb Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter über Buchwert |
-1.173 | 0 | ||
| Cash Flow Hedge | -101 | 0 | ||
| Sonstiges Ergebnis der Periode | 2.440 | 939 | ||
| Gesamtergebnis der Periode | 7.752 | 9.636 | ||
| Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode: | ||||
| an Gesellschafter des Mutterunternehmens | 6.781 | 9.061 | ||
| an nicht kontrollierende Gesellschafter | 971 | 575 | ||
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie: | ||||
| Durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Aktien nach zeitanteiliger Gewichtung |
8.377.002 | 8.424.302 | ||
| Ergebnis der Periode je Aktie in Euro | 31 | 0,52 | 0,99 |
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens der Allgeier Holding AG
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens, 01. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 (in Tsd. Euro)
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Wertberichtigungen | Buchwerte | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anhang | 01.01.2010 | Währungs differenzen |
Zugänge zum Konsolidirungs kreis |
Zugänge | Abgänge | 31.12.10 | 01.01.10 | Währungs differenzen |
Planmäßige Zugänge |
Außerplanmä ßige Zugänge |
Abgänge | 31.12.10 | 31.12.10 | 31.12.09 |
| Immaterielle Vermögenswerte 1 |
||||||||||||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
15.809 | 570 | 7.991 | 482 | -2.825 | 22.028 | -6.937 | -34 | -4.893 | -420 | 2.794 | -9.491 | 12.537 | 8.872 |
| davon erworben | 15.809 | 570 | 7.991 | 482 | -2.825 | 22.028 | -6.937 | -34 | -4.893 | -420 | 2.794 | -9.491 | 12.537 | 8.872 |
| davon selbst erstellt | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 40.540 | 0 | 12.292 | 0 | -920 | 51.912 | -7.070 | 0 | 0 | 0 | 0 | -7.070 | 44.842 | 33.470 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 56.349 | 570 | 20.283 | 482 | -3.745 | 73.940 | -14.007 | -34 | -4.893 | -420 | 2.794 | -16.560 | 57.379 | 42.343 |
| Sachanlagen 2 |
||||||||||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken |
1.978 | 0 | 0 | 1 | 0 | 1.979 | -1.080 | 0 | -41 | 0 | 0 | -1.121 | 858 | 898 |
| Finanzierungsleasing | 859 | 0 | 0 | 79 | -59 | 879 | -245 | 0 | -235 | 0 | 42 | -437 | 442 | 614 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
7.102 | 34 | 411 | 2.099 | -380 | 9.265 | -4.023 | -5 | -1.460 | 0 | 275 | -5.213 | 4.052 | 3.079 |
| Sachanlagen | 9.939 | 34 | 411 | 2.179 | -439 | 12.124 | -5.348 | -5 | -1.735 | 0 | 317 | -6.772 | 5.353 | 4.591 |
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens, 01. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 (in Tsd. Euro)
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Wertberichtigungen | Buchwerte | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anhang | 01.01.2011 | Währungs differenzen |
Zugänge zum Konsolidirungs kreis |
Zugänge | Abgänge | 31.12.11 | 01.01.11 | Währungs differenzen |
Planmäßige Zugänge |
Außerplanmä ßige Zugänge |
Abgänge | 31.12.11 | 31.12.11 | 31.12.10 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1 | ||||||||||||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
22.028 | 542 | 17.746 | 655 | -5.896 | 35.075 | -9.491 | -35 | -7.779 | -79 | 5.885 | -11.499 | 23.576 | 12.537 | |
| davon erworben | 22.028 | 542 | 17.746 | 655 | -5.896 | 35.075 | -9.491 | -35 | -7.779 | -79 | 5.885 | -11.499 | 23.576 | 12.537 | |
| davon selbst erstellt | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 51.912 | 3.649 | 30.706 | 0 | -83 | 86.184 | -7.070 | 0 | 0 | -2 | 83 | -6.988 | 79.195 | 44.842 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 73.940 | 4.191 | 48.452 | 655 | -5.979 | 121.259 | -16.560 | -35 | -7.779 | -81 | 5.968 | -18.488 | 102.771 | 57.379 | |
| Sachanlagen | 2 | ||||||||||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken |
1.979 | -110 | 1.051 | 80 | 0 | 3.000 | -1.121 | 0 | -48 | 0 | 0 | -1.168 | 1.832 | 858 | |
| Finanzierungsleasing | 879 | -94 | 738 | 505 | -375 | 1.653 | -437 | 7 | -414 | 0 | 278 | -567 | 1.086 | 442 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
9.265 | -41 | 675 | 3.276 | -1.887 | 11.288 | -5.213 | 0 | -2.010 | 0 | 1.801 | -5.422 | 5.866 | 4.052 | |
| Sachanlagen | 12.124 | -246 | 2.463 | 3.861 | -2.262 | 15.941 | -6.772 | 7 | -2.472 | 0 | 2.079 | -7.157 | 8.784 | 5.353 | |
| Sonstige Finanzanlagen | |||||||||||||||
| Beteiligungen | 0 | 0 | 23 | 0 | 0 | 23 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 23 | 0 | |
| Sonstige Finanzanlagen | 0 | 0 | 23 | 0 | 0 | 23 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 23 | 0 |
Konzern-Eigenkapitalüberleitungsrechnung der Allgeier Holding AG, München, zum 31. Dezember 2011
| Konzern-Eigenkapitalüberleitungsrechnung (in Tsd. Euro) | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Eigene Anteile | Gewinnvortrag | Periodenergebnis | Ergebnisneutrale Eigenkapitalverän derungen |
Eigenkapitalanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens |
Eigenkapitalanteil nicht kontrollieren der Gesellschafter |
Eigenkapital | |
| Stand am 1. Januar 2010 | 9.072 | 11.306 | 277 | -3.609 | 56.459 | 5.166 | -884 | 77.787 | 1.753 | 79.540 |
| Übertragung des Periodenergebnisses des Vorjahrs in den Gewinnvortrag |
0 | 0 | 0 | 0 | 5.166 | -5.166 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugang eigene Aktien der Allgeier Holding AG |
0 | 0 | 0 | -982 | 0 | 0 | 0 | -982 | 0 | -982 |
| Abgabe eigene Aktien der Allgeier Holding AG im Rahmen des Erwerbs der Terna Holding |
0 | 0 | 0 | 123 | 0 | 0 | 30 | 153 | 0 | 153 |
| Zugang Eigenkapitalanteil nicht kontrollierender Gesellschafter aus Erwerb BSR |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.501 | 1.501 |
| Dividenden | 0 | 0 | 0 | 0 | -4.199 | 0 | 0 | -4.199 | -123 | -4.322 |
| Ergebnis der Periode | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 8.345 | 0 | 8.345 | 353 | 8.698 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 686 | 686 | 222 | 908 |
| Stand am 31. Dezember 2010 | 9.072 | 11.306 | 277 | -4.468 | 57.426 | 8.345 | -167 | 81.790 | 3.706 | 85.496 |
| Übertragung des Periodenergebnisses des Vorjahrs in den Gewinnvortrag |
0 | 0 | 0 | 0 | 8.345 | -8.345 | 0 | o | 0 | 0 |
| Zugang eigene Aktien der Allgeier Holding AG |
0 | 0 | 0 | -1.109 | 0 | 0 | 0 | -1.109 | 0 | -1.109 |
| Abgabe eigene Aktien der Allgeier Holding AG im Rahmen des Erwerbs der Nagarro, Inc. |
0 | 0 | 0 | 423 | 0 | 0 | 275 | 698 | 0 | 698 |
| Erwerb der Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter der G-AG |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.173 | -1.173 | -12 | -1.185 |
| Cash Flow Hedge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -101 | -101 | 0 | -101 |
| Dividenden | 0 | 0 | 0 | 0 | -4.164 | 0 | 0 | -4.164 | -189 | -4.353 |
| Ergebnis der Periode | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.378 | 0 | 4.378 | 934 | 5.312 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.401 | 3.401 | 37 | 3.439 |
| Stand am 31. Dezember 2011 | 9.072 | 11.306 | 277 | -5.154 | 61.607 | 4.378 | 2.236 | 83.721 | 4.476 | 88.197 |
Konzern-Kapitalflussrechnung der Allgeier Holding AG, München, für die Zeit vom 01. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011
| Konzern-Kapitalflussrechnung (in Tsd. Euro) | |||
|---|---|---|---|
| Anhang | 2011 | 2010 | |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 11.961 | 11.032 | |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 10.332 | 7.049 | |
| Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 194 | 153 | |
| Veränderung langfristige Rückstellungen | -46 | -21 | |
| Nicht zahlungswirksame Auflösungen und Zuführungen von Rückstellungen | 8.136 | 6.088 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | 1.628 | 491 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -3.784 | -3.183 | |
| Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit vor Working Capital Veränderungen | 28.422 | 21.610 | |
| Cash Flows aus Working Capital Veränderungen | -8.794 | -14.451 | |
| Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit | 19.628 | 7.159 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | -4.279 | -2.582 | |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 66 | 35 | |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen | -24.863 | -8.747 | |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen und Rechten | -510 | 0 | |
| Auszahlungen aus von Kaufpreisanteilen nicht im Geschäftsjahr erworbener Gesellschaften | -4.010 | -902 | |
| Zahlungen aus dem Verkauf von at equity-Beteiligungen | -68 | 300 | |
| Cash Flows aus der Investitionstätigkeit | -33.662 | -11.896 | |
| Zugang eigene Anteile | -1.109 | -982 | |
| Tilgung von Genussscheinen | -7.000 | 0 | |
| Aufnahme von Bankdarlehen | 23.000 | 18.649 | |
| Tilgung von Bankdarlehen | -23.645 | -1.231 | |
| Zahlungssaldo aus der Übertragung von Kundenforderungen | 949 | 4.937 | |
| Erhaltene Zinsen | 417 | 684 | |
| Gezahlte Zinsen | -2.779 | -1.373 | |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von Anteilen nicht kontrollierender Gesellschafter | -720 | 0 | |
| Ausschüttungen | -4.164 | -4.199 | |
| Zahlungssaldo mit nicht kontrollierenden Gesellschaftern | -189 | -123 | |
| Cash Flows aus der Finanzierungstätigkeit | -15.240 | 16.361 | |
| Summe der Cash Flows | -29.275 | 11.625 | |
| Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds | -210 | 344 | |
| Veränderungen des Finanzmittelfonds gesamt | -29.485 | 11.969 | |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 61.110 | 49.141 | |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | F. | 31.625 | 61.110 |
A. Allgemeine Angaben
I. Informationen zum Konzern
Der Allgeier Konzern ist eine Unternehmensgruppe, die Dienstleistungen zur Flexibilisierung von Arbeits- und Kostenstrukturen anbietet. Das Mutterunternehmen des Konzerns ist die Allgeier Holding AG. Sie hat ihren Sitz in der Wehrlestraße 12, 81679 München, Deutschland, und ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 143582 eingetragen. Die Allgeier Holding AG ist eine Holdinggesellschaft, die Unternehmen im Tätigkeitsumfeld der Informationstechnologie- und des Dienstleistungsbereichs sowie verwandten Bereichen erwirbt, hält und veräußert. Darüber hinaus ist die Allgeier Holding AG als Beraterin für Unternehmen tätig und nimmt sonstige betriebswirtschaftliche Aufgaben für Unternehmen wahr.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der vorliegende Konzernabschluss der Allgeier Holding AG wurde nach den in der Europäischen Union anzuwendenden Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS) und den nach § 315a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Allgeier Holding AG erfüllt mit dem Konzernabschluss die Voraussetzungen zur Befreiung der Aufstellung eines Konzernabschlusses nach § 290 HGB. Die Bestandteile des Konzernabschlusses sind Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang.
Der Konzernabschluss der Allgeier Holding AG folgt dem Prinzip der Unternehmensfortführung. Die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden erfolgt mit Ausnahme der Devisentermingeschäfte zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind grundsätzlich gegenüber dem Vorjahr unverändert. Davon ausgenommen sind:
- • Die Bewertung der langfristigen bedingten Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben. Aufgrund der zugenommenen Bedeutung und in Teilen weit in der Zukunft liegenden Zahlungen wurden die in 2011 hinzugekommenen Verpflichtungen mit dem Barwert angesetzt.
- • Die Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben wurden aufgrund der Änderung des IFRS 3 (revised 2008) als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Bezogen auf die betroffenen Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben im Jahr 2010 wurden die Vorjahreszahlen angepasst.
- • Die Zusammensetzung der Segmente wurde Anfang 2011 umgestellt. Die Vorjahreszahlen wurden zur Vergleichbarkeit an die neue Struktur angepasst.
- • Aufgrund des in 2011 gestiegenen Volumens wurden die Cash Flows aus dem Zugang von Finanzleasingverträgen in den Auszahlungen für Investitionen bereinigt. Die Vorjahreszahlen wurden angepasst.
- • In der Cash Flow-Rechnung wurden erstmals die nicht zahlungswirksamen Auflösungen und Zuführungen von Rückstellungen in einer separaten Zeile gezeigt. Die Vorjahreszahlen wurden angepasst.
Alle Betragsangaben im Konzernabschluss werden, soweit nicht anders angegeben, in Tsd. Euro dargestellt. In den Tabellen kann es aufgrund von Rundungen zu Abweichungen von +/- 1 Tsd. Euro kommen. Den im Konzernabschluss angegebenen Zahlen für das Geschäftsjahr werden die Vergleichszahlen des Vorjahres gegenübergestellt.
Standard / Interpretation Erstmalige Anwendung
EU Endorsement ist bereits erfolgt: Amendments to IFRS 7 Angabepflichten bei der Übertragung finanzieller EU Endorsement ist noch ausstehend: Amendments to IAS 1 Darstellung von Sachverhalten im sonstigen Ergebnis 1.7.2012 Amendments to IAS 12 Latente Steuern auf als Finanzinvestition IAS 19 (rev. 2011) Leistungen an Arbeitnehmer 1.1.2013 Amendments to IAS 27 Einzelabschlüsse 1.1.2013 Amendments to IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures 1.1.2013 Amendments to IAS 32 Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden 1.1.2014 Amendments to IFRS 7 Anhangangaben – Saldierung finanzieller IFRS 9 Finanzinstrumente 1.1.2015 IFRS 10 Konzernabschlüsse 1.1.2013 IFRS 11 Gemeinschaftliche Tätigkeiten 1.1.2013 IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 1.1.2013 IFRS 13 Fair Value Bewertung 1.1.2013 IFRIC 20 Abraumbeseitigungskosten in der Produktionsphase
| 1.7.2011 |
|---|
| 1.1.2012 |
| 1.1.2013 |
| 1.1.2013 |
III. Noch nicht vorzeitig angewandte Standards und Interpretationen
Das IASB und das IFRIC haben nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung für das Geschäftsjahr 2011 noch nicht verpflichtend war.
Für den Allgeier Konzern werden diese geänderten Standards und Interpretationen nach dem derzeitigen Stand keine Auswirkungen haben. Eine vorzeitige freiwillige Anwendung ist nicht geplant.
Konzernanhang
IV. Konsolidierungsgrundsätze
In den Konzernabschluss wurden die Allgeier Holding AG und sämtliche mit der Allgeier Holding AG verbundenen Konzerngesellschaften ("Tochtergesellschaften") einbezogen. Die Allgeier Holding AG übt bei allen Tochtergesellschaften unmittelbar oder mittelbar die Kontrolle aus und hält direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte. Sie kann bei ihren Tochtergesellschaften die Finanz- und Geschäftspolitik bestimmen und daraus den wirtschaftlichen Nutzen ziehen.
Der Abschlussstichtag des Mutterunternehmens sowie aller Tochterunternehmen mit Ausnahme der in Indien ansässigen Gesellschaften Nagarro Software Pvt. Ltd., Gurgaon, und Nagarro Software Jaipur Pvt. Ltd., Jaipur, ist der 31. Dezember 2011. Bei den indischen Gesellschaften ist aufgrund lokaler Vorschriften der Abschlussstichtag der Einzelabschlüsse der 31. März. Für die Einbindung in den Konzernabschluss haben beide Gesellschaften einen Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2011 aufgestellt.
Die vom Konzern erworbenen Gesellschaften wurden nach der Erwerbsmethode unter Aufdeckung der stillen Reserven konsolidiert. Zum Erwerbsstichtag wurden die Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens identifiziert und mit ihren beizulegenden Zeitwerten ("Fair Value") einschließlich erforderlicher latenter Steuern bilanziert. Die Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter wurden in Höhe ihres Anteils an den beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden angesetzt. Ein verbleibender Überschuss zwischen den Anschaffungskosten der Unternehmenserwerbe und den Zeitwerten der Vermögenswerte, Schulden und Anteilen nicht kontrollierender Gesellschafter wurde als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Anschaffungsnebenkosten für Rechts- und Beratungsleistungen, Due Diligence und Vermittlerprovisionen wurden als Aufwand behandelt.
Die erworbenen Gesellschaften wurden ab dem Zeitpunkt der Kontrollausübung im Konzern konsolidiert. Die Aufwendungen und Erträge der Tochtergesellschaften flossen ab diesem Zeitpunkt in den Konzernabschluss ein. Konzerninterne Salden, Transaktionen, Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste, die im Buchwert von Vermögenswerten enthalten sind, wurden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.
Der Ausweis von Anteilen nicht kontrollierender Gesellschafter am Eigenkapital und am Ergebnis der Tochtergesellschaften erfolgte gesondert innerhalb des Konzern-Eigenkapitals. Das auf die Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter entfallende Periodenergebnis wurde in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung und in der Eigenkapitalüberleitungsrechnung gesondert dargestellt.
V. Konsolidierungskreis
Die Allgeier Holding AG konsolidiert im vorliegenden Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 sämtliche 52 Konzerngesellschaften (Vorjahr: 40 Gesellschaften) der Allgeier Gruppe. Von den Gesellschaften haben 30 Gesellschaften (Vorjahr: 30) ihren Sitz im Inland und 22 Gesellschaften (Vorjahr: 10) ihren Sitz im Ausland.
Im Geschäftsjahr 2011 gründete der Allgeier Konzern die BSH IT Solutions GmbH, Bremen ("BSH"), die Allgeier Ltd., Nicosia, Zypern ("Allgeier Zypern"), die Allgeier S.A., Luxemburg ("Allgeier Luxemburg") und die ALLGEIER BİLGİ İŞLEM SİSTEMLERİ DANIŞMANLIK VE TİCARET LİMİTED ŞİRKETİ, Istanbul, Türkei ("Allgeier DMS Türkei"). An der Allgeier DMS Türkei hält der Allgeier Konzern 80 % der Geschäftsanteile.
Der Allgeier Konzern erwarb im Geschäftsjahr 2011 im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen die 1eEurope (Switzerland) AG, Thalwil, Schweiz ("1eEurope"), die Blitz 11-515 AG, München ("Blitz AG"), die Nagarro, Inc., San Jose, USA ("Nagarro, Inc.") einschließlich ihrer Tochtergesellschaften ("Nagarro Gruppe"), die GEMED Gesellschaft für medizinisches Datenmanagement GmbH, Ulm ("GEMED") und die Allgeier Middle East Holding Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate ("Allgeier Middle East"). Darüber hinaus erwarb der Allgeier Konzern Geschäftsbetriebe der MCE Computer Peripherie GmbH, Ottobrunn ("MCE"), der Crealogix ERP AG, Villingen-Schwenningen ("Crealogix"), der BSH Systemhaus GmbH, Westerstede, der bitaro GmbH, München ("bitaro"), und der INTRAPREND Gesellschaft für Intranet Anwendungsentwicklung mbH, Wiesbaden ("INTRAPREND"). Bei den Geschäftsbetrieben handelt es sich um selbständige Geschäftseinheiten, die als Unternehmenszusammenschlüsse eingestuft wurden.
Die Anschaffungskosten und Kaufpreisverbindlichkeiten für die erworbenen Gesellschaften und Geschäftseinheiten sowie die Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der erworbenen Einheiten wurden am Stichtag der erstmaligen Konsolidierung im Allgeier Konzern bilanziert. Ab diesem Zeitpunkt flossen auch die Gewinn- und Verlustrechnungen der neuen Tochtergesellschaften in die Gesamtergebnisrechnung des Allgeier Konzerns. Die Unternehmenszusammenschlüsse haben einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Allgeier Konzerns. Eine Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres mit dem Konzernabschluss des Vorjahres ist aufgrund der Unternehmenserwerbe nur eingeschränkt möglich.
| KonzernGesellschaften (Anzahl) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Anzahl der Konzerngesellschaften 01. Januar | 40 | 39 |
| Zugänge aufgrund von Gründungen | 4 | 0 |
| Abgänge aufgrund von Verschmelzungen | -4 | -2 |
| Zugänge aufgrund von Unternehmenserwerben | 12 | 4 |
| Abgänge von "Assoziierten Unternehmen" | 0 | -1 |
| Anzahl der Konzerngesellschaften 31. Dezember | 52 | 40 |
| Buchwerte und Kaufpreisallokation der 1eEurope zum 31. Mai 2011 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwerte (in Tsd. Euro) | |||||||||
| vor Kaufpreis allokation |
Kaufpreis allokation |
nach Kaufpreis allokation |
|||||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 4.935 | 4.935 | ||||||
| Sachanlagen | 168 | 0 | 168 | ||||||
| Beteiligungen | 23 | 0 | 23 | ||||||
| Vorräte | 19 | 0 | 19 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.403 | 0 | 1.403 | ||||||
| Kurzfristige sonstige Vermögensgegenstände | 319 | 0 | 319 | ||||||
| Liquide Mittel | 3.026 | 0 | 3.026 | ||||||
| Erworbene Vermögenswerte | 4.958 | 4.935 | 9.893 | ||||||
| Passive latente Steuern | 0 | 938 | 938 | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 380 | 0 | 380 | ||||||
| Steuerrückstellungen | 0 | 0 | 0 | ||||||
| Sonstige Rückstellungen | 292 | 0 | 292 | ||||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.251 | 0 | 1.251 | ||||||
| Erworbene Schulden | 1.923 | 938 | 2.861 | ||||||
| Nettovermögen | 3.035 | 3.997 | 7.032 |
Erwerb der Anteile der 1eEurope
Mit Aktienkaufvertrag vom 20. Mai 2011 erwarb die Allgeier IT Solutions AG, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Allgeier Holding AG, 100 % der Aktien der 1eEurope (Switzerland) AG, Thalwil, Schweiz. Die 1eEurope ist einer der führenden, mittelständischen IT-Service-Provider in der Schweiz. 1eEurope bietet ihren Kunden hochqualifizierte Dienstleistungen und Lösungen im Bereich Informationsmanagement. Die Standorte der Gesellschaft befinden sich in Thalwil und Basel. Allgeier baut mit dem Erwerb der 1eEurope seine Position in der Schweiz aus und erweitert seine Kompetenz insbesondere im stark wachsenden Markt für Microsoft SharePoint.
Für die Anteile der 1eEurope wurde ein fester Kaufpreis von 9.300 Tsd. CHF und darüber hinaus ein bedingter Kaufpreis ("Earn Out"), der an Ergebnisziele für die Jahre 2011 bis 2013 gekoppelt ist, vereinbart. Bei Unterschreiten der jährlichen Ziele um mehr als 25 % entfällt die Bezahlung der Earn Outs für die betreffenden Jahre. Bei Überschreiten der Ziele teilen sich die Parteien zusätzlich den überschießenden Betrag. Der Fair Value des bedingten Kaufpreises wurde auf der Basis der Planungen der Gesellschaft berechnet. Er beträgt vor Abzinsung der enthaltenen längerfristigen Anteile 2.911 Tsd. CHF, davon ein Betrag von 256 Tsd. CHF aufgrund in der Planung erwarteter Überschreitung der Referenzziele, und nach Abzinsung 2.747 Tsd. CHF. Umgerechnet mit dem Stichtagskurs am 31. Mai 2011 von 1,21602 CHF pro 1 Euro ergeben sich zu bilanzierende Anschaffungskosten von insgesamt 9.907 Tsd. Euro. Der Festkaufpreis wurde im Mai 2011 bezahlt. Aus dem Kurs am Zahlungstag und dem Kurs der Erstkonsolidierung am 31. Mai 2011 von 1,21602 EUR/CHF entstand eine Währungsdifferenz in Höhe von 259 Tsd. Euro, die als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen wurde. Die Finanzierung erfolgte in Höhe von 4,0 Mio. Euro aus für die Transaktion bereitgestellten Fremdmitteln und in Höhe des Restbetrags aus frei verfügbarer Liquidität. Die bedingten Kaufpreise sind nach Feststellung der jeweiligen Jahresabschlüsse fällig. Im Rahmen des Erwerbs fielen Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 38 Tsd. Euro an, die als Aufwand verbucht wurden.
Als Stichtag für die Erstkonsolidierung und Bewertung der Vermögenswerte und Schulden der 1eEurope wurde der auf das Kaufdatum folgende Monatsultimo 31. Mai 2011 gewählt. An diesem Tag besaß die Gesellschaft ein zum Fair Value bewertetes Reinvermögen von 7.032 Tsd. Euro, das mit den Anschaffungskosten verrechnet wurde. Nach Saldierung der Anschaffungskosten mit dem Reinvermögen verblieb ein Unterschiedsbetrag von 2.875 Tsd. Euro, der im Konzernabschluss als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert wurde. Der Geschäfts- oder Firmenwert rechtfertigt die Wachstumserwartungen des erworbenen Geschäfts der 1eEurope und das Knowhow und die Leistungen des Managements und der Mitarbeiter der Gesellschaft.
Das Reinvermögen zum 31. Mai 2011 wurde auf der Basis eines Zwischenabschlusses festgestellt. Darüber hinaus wurden für Zwecke der Erstkonsolidierung im Einzelabschluss nicht aktivierte stille Reserven in Höhe von 4.935 Tsd. Euro vor Abzug von latenten Steuern in den immateriellen Vermögenswerten identifiziert und aktiviert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung der 1eEurope floss ab dem 1. Juni 2011 in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ein. Die 1eEurope erzielte im Gesamtjahr 2011 einen Umsatz von 8.222 Tsd. Euro und einen Jahresüberschuss von 1.514 Tsd. Euro. Seit dem Erwerbszeitpunkt erwirtschaftete die 1eEurope im Geschäftsjahr einen Umsatz von 4.780 Tsd. Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 1.139 Tsd. Euro.
»Die 1eEurope ist einer der führenden, mittelständischen IT-Service-Provider in der Schweiz. 1eEurope bietet ihren Kunden hochqualifizierte Dienstleistungen und Lösungen im Bereich Informationsmanagement.«
Erwerb der Anteile der Nagarro, Inc.
Mit Aktienkaufvertrag vom 14. Juli 2011 erwarb Allgeier Holding AG über eine Erwerbergesellschaft ("NewCo") 100 % der Aktien der Nagarro, Inc., San Jose, USA. Die NewCo (ursprüngliche Firma Blitz 11-115 AG, heute firmierend als Allgeier Nagarro Holding AG) wurde am 13. Juli 2011 für einen Kaufpreis von 50 Tsd. Euro von der Allgeier IT Services AG, einer 100 %-igen Tochtergesellschaft der Allgeier Holding AG, erworben und wurde anschließend an die Allgeier Project Solutions GmbH übertragen. Als einzigen Vermögenswert hatte die NewCo liquide Mittel von 48 Tsd. Euro. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem Vermögen der Gesellschaft in Höhe von 2 Tsd. Euro wurde im Geschäftsjahr abgeschrieben. Im Zuge des Erwerbs fielen Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 4 Tsd. Euro an, die als Aufwand verbucht wurden.
Nagarro, Inc. hält 100 % der Anteile der Nagarro Software GmbH, Frankfurt, der Nagarro Software AB, Stockholm, Schweden, der Nagarro Software SA, Monterrey, Mexiko, der Syncronization Inc., San Jose, USA, und der Koolseek Inc., San Jose, USA., sowie 98 % der Anteile der Nagarro Software Pvt. Ltd., Gurgaon, Indien. Die Nagarro Software Pvt. Ltd. hält 99,999 % der Anteile der Nagarro Software Jaipur Pvt. Ltd., Jaipur, Indien. Die verbleibenden Anteile an den indischen Gesellschaften sind noch im Eigentum der ehemaligen Gesellschafter der Nagarro, Inc. Im Aktienkaufvertrag zwischen Allgeier und den Verkäufern der Nagarro, Inc. ist vereinbart, dass die Minderheitenanteile an den indischen Gesellschaften noch an den Allgeier Konzern zu übertragen sind, wobei der Kaufpreis für diese Anteile mit dem Gesamtkaufpreis für die Aktien der Nagarro, Inc. abgegolten ist und mit den ausstehenden Zahlungen der bedingten Kaufpreise verrechnet wird. Die Nagarro Gruppe entwickelt als High-End Softwaredienstleister individuelle Softwarelösungen. Die Nagarro Software Jaipur Pvt. Ltd. hat ein langfristiges Nutzungsrecht an einem Grundstück in Jaipur, Indien, auf dem ein neuer Standort für die Nagarro Gruppe entsteht. Mit dem Erwerb der Nagarro Gruppe vollzieht der Allgeier Konzern einen strategischen Schritt in internationale Märkte und globale Kundenprojekte und tritt der Verknappung von IT-Fachkräften im deutschsprachigen Markt entgegen.
Der Kaufpreis für die Anteile der Nagarro, Inc. setzt sich aus einem festen Kaufpreis von 34.000 Tsd. USD und aus einem bedingten Kaufpreis von bis zu 26.000 Tsd. USD zusammen. Der feste Kaufpreis wurde in Höhe eines Teilbetrages von 28.000 Mio. USD aus liquiden Mitteln des Allgeier Konzerns bezahlt und in Höhe von 1.000 Tsd. USD (dies entspricht 695 Tsd. Euro bzw. 56.417 Stück Allgeier Aktien) in Form von eigenen Aktien bezahlt. Von dem festen Kaufpreis wurde ein Gewährleistungseinbehalt in Höhe von 5 Mio. USD vereinbart, der in Höhe von 3.000 Tsd. USD in bar gegen Verzinsung einbehalten und in Höhe eines Gegenwerts von 2.000 Tsd. USD (entspricht 1.390 Tsd. Euro) in Form von 112.834 Stück Aktien der Allgeier Holding AG hinterlegt wurde.
Die Aktien wurden in einem Depot der Allgeier Nagarro Holding AG hinterlegt und sind verpfändet. Von den Aktien sind die erste Hälfte am 30. September 2012 und die verbleibende Hälfte bis spätestens zum 30. September 2018 freizugeben, soweit keine Garantieansprüche der Käuferin aus dem Kaufvertrag bestehen. Die Bewertung der im Rahmen des Erwerbs hingegebenen Aktien erfolgte mit dem 10-Tages-Durchschnittskurs der Handelstage vom 5. Juli 2011 bis zum 18. Juli 2011. Die Zahlung des Erstkaufpreises wurde am 21. Juli 2011 mit einem Kurs von 1,41862 USD pro Euro und einem Valutabetrag von 19.738 Tsd. Euro ausgeführt. Aus dem Kurs am Zahlungstag und dem Kurs der Erstkonsolidierung am 31. Juli 2011 von 1,4391 EUR/USD entstand eine Währungsdifferenz in Höhe von 292 Tsd. Euro, die als sonstiger betrieblicher Aufwand verbucht wurde.
Der Bareinbehalt verzinst sich mit einem Zinssatz von 2 %-Punkten über dem 12-Monats-EURIBOR und ist in Höhe von 1,0 Mio. USD zum 30. September 2013 und in Höhe von 2,0 Mio. USD bis zum 30. September 2014 befristet. Der Bareinbehalt wurde am 31. Juli 2011 umgerechnet mit dem Kurs der Erstkonsolidierung und mit 2.085 Tsd. Euro im Konzern verbucht. Aufgrund des Stichtagskurses am 31. Dezember 2011 und der Aufstockung um aufgelaufene Zinsen dotiert der Bareinbehalt Ende 2011 auf 2.354 Tsd. Euro. Die bedingten Kaufpreisanteile hängen von den in den Jahren 2011 bis 2014 jeweils erzielten Ergebnissen der Nagarro Gruppe ab. Für das Jahr 2011 kann ein maximaler Earn Out von 4,0 Mio. USD, für das Jahr 2012 ein Betrag von 10,0 Mio. USD und für die Jahre 2013 und 2014 ein Maximalbetrag von jeweils 12,0 Mio. USD erreicht werden, wobei der gesamte bedingte Kaufpreis 26,0 Mio. USD nicht übersteigen kann. Falls der bedingte Kaufpreis in seiner gesamten Höhe bis zum Jahr 2014 nicht erreicht wird, verlängert sich die Earn Out-Periode auf die Jahre 2015 und 2016.
| Buchwerte und Kaufpreisallokation der Nagarro Gruppe zum 31. Juli 2011 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwerte (in Tsd. Euro) | ||||||||
| vor Kaufpreis allokation |
Kaufpreis allokation |
nach Kaufpreis allokation |
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| Immaterielle Vermögenswerte | 48 | 6.905 | 6.953 | |||||
| Sachanlagen | 1.048 | 1.212 | 2.260 | |||||
| Vorräte | 273 | -41 | 232 | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.506 | -43 | 3.463 | |||||
| Kurzfristige sonstige Vermögensgegenstände | 2.554 | -140 | 2.414 | |||||
| Liquide Mittel | 2.172 | 14 | 2.186 | |||||
| Aktive latente Steuern | 348 | 45 | 393 | |||||
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 0 | 0 | 0 | |||||
| Erworbene Vermögenswerte | 9.949 | 7.952 | 17.901 | |||||
| Passive latente Steuern | 0 | 2.494 | 2.494 | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 261 | 0 | 261 | |||||
| Bankverbindlichkeiten | 311 | 0 | 311 | |||||
| Steuerrückstellungen | 343 | 0 | 343 | |||||
| Sonstige Rückstellungen | 1.040 | 133 | 1.173 | |||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 815 | 763 | 1.578 | |||||
| Erworbene Schulden | 2.770 | 3.390 | 6.160 | |||||
| Nettovermögen | 7.179 | 4.562 | 11.741 |
»Die Nagarro Gruppe entwickelt als High-End Softwaredienstleister individuelle Softwarelösungen.«
Zur Bemessung des Fair Value des bedingten Kaufpreises wurde die Geschäftsplanung der Gesellschaft herangezogen. Gemessen an der Planung erwartet die Nagarro Gruppe in den Jahren 2012 bis 2015 Ergebnisse, die zu Earn Out-Zahlungen und insgesamt zu einer Auszahlung des bedingten Kaufpreises in voller Höhe führen. Unterschreitungen der Planungen können zu geringeren Earn Outs bis hin zu einem vollständigen Entfall des bedingten Kaufpreises führen. Aufgrund der weiter als ein Jahr in der Zukunft liegenden Zahlungen wurden die bedingten Kaufpreise abgezinst. Umgerechnet mit den Stichtagskursen zum 31. Juli 2011 berechnet sich der Fair Value des bedingten Kaufpreises mit 18.067 Tsd. Euro vor Abzinsung und mit 15.736 Tsd. Euro nach Abzinsung. Aufgrund von Wechselkursschwankungen, gesunkenem Zinsniveau und des Aufzinsungsbetrags erhöhte sich die Verpflichtung aus dem bedingten Kaufpreis bis zum 31. Dezember 2011 auf 17.813 Tsd. Euro. Der Anstieg wurde ergebniswirksam mit 1.785 Tsd. Euro im sonstigen betrieblichen Aufwand und mit 292 Tsd. Euro im Zinsaufwand verbucht. Der Aktienkaufvertrag räumt dem Allgeier Konzern das Recht ein, den bedingten Kaufpreis mit einer Abzinsung von 0,5 % pro Monat vorzeitig abzulösen. Insgesamt summieren sich die Kaufpreisbestandteile auf für die Erstkonsolidierung der Nagarro Gruppe im Allgeier Konzern relevante Anschaffungskosten in Höhe von 39.362 Tsd. Euro. Neben den Anschaffungskosten fielen Kosten für Beratung und Due Diligence in Höhe von 387 Tsd. Euro an, die als Aufwand verbucht wurden.
Im Aktienkaufvertrag vom 14. Juli 2011 wurden Closingbedingungen vereinbart, die bis Ende Juli 2011 erfüllt waren. Als Stichtag für die Erstkonsolidierung und Bewertung der Vermögenswerte und Schulden der Nagarro Gruppe wurde daraufhin der 31. Juli 2011 bestimmt. An diesem Tag bewertete die Gesellschaft ihr Reinvermögen einschließlich aller stillen Reserven und Lasten mit einem Fair Value von 11.741 Tsd. Euro. Aus der Verrechnung des Reinvermögens mit den Anschaffungskosten verblieb ein Unterschiedsbetrag von 27.621 Tsd. Euro, der im Konzernabschluss als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert wurde. Die Aktivierung des Geschäfts- oder Firmenwerts spiegelt das erwartete Wachstum der Märkte, in denen die Gesellschaften tätig sind, und die Leistungen des Managements und der Mitarbeiter, die Wachstumschancen zu nutzen und die Tochtergesellschaften erfolgreich fortzuentwickeln.
Das Nettoreinvermögen der Gesellschaft setzte sich zusammen aus in den Einzelabschlüssen bilanzierten Vermögenswerten und Schulden von insgesamt 7.179 Tsd. Euro und im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten stillen Reserven und Lasten von insgesamt 4.562 Tsd. Euro. Die Kaufpreisallokation und alle übrigen für die Nagarro Gruppe berichteten Werte wurden auf die konsolidierten Werte der Nagarro Gruppe abgestellt, nachdem es sich bei den europäischen und amerikanischen Gesellschaften um Vertriebsgesellschaften handelt und die Nagarro Gruppe nur in Summe ein vollstufiges Unternehmen darstellt. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden in Höhe von insgesamt 183 Tsd. Euro stille Reserven in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Vermögensgegenständen aufgedeckt. Aus dieser Aufdeckung werden voraussichtlich keine Zahlungseingänge resultieren.
Die Gewinn- und Verlustrechnung der Nagarro Gruppe floss ab dem 1. August 2011 in die Konzern-Gewinnund Verlustrechnung ein. Die Nagarro Gruppe erzielte auf Basis ihrer internen Berichterstattung im Zeitraum 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 einen Umsatz von 30.105 Tsd. USD und ein Ergebnis vor Steuern von 3.151 Tsd. USD. Seit dem Erwerbszeitpunkt erwirtschaftete die Nagarro Gruppe im Geschäftsjahr einen Umsatz von 9.697 Tsd. Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf in der Kaufpreisallokation aktivierte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1.820 Tsd. Euro.
Erwerb der Anteile der GEMED
Mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 2. August 2011 erwarb die Allgeier IT Solutions AG, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Allgeier Holding AG, 100% der Anteile der GEMED Gesellschaft für medizinisches Datenmanagement mbH, Ulm. Die GEMED entwickelt, produziert und implementiert modulare Bildarchivierungsund Kommunikationssysteme (PACS), die in Kliniken, bei Radiologen und in der Orthopädie eingesetzt werden. Die Gesellschaft hat Standorte in Ulm und Freiburg. Mit dem Erwerb der GEMED baut die Allgeier Gruppe ihre Marktposition und ihr bestehendes Leistungsangebot als IT-Dienstleister im Health Care Markt weiter aus.
Für die Anteile der GEMED wurde ein fester Kaufpreis in Höhe von 2.875 Tsd. Euro und ein bedingter Kaufpreis, der von der Erreichung von Ergebnissen vor Zinsen und Steuern der Jahre 2011 bis 2013 abhängig ist, vereinbart.
| Buchwerte und Kaufpreisallokation der GEMED zum 31. Juli 2011 |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwerte (in Tsd. Euro) | ||||||||||
| vor Kaufpreis allokation |
Kaufpreis allokation |
nach Kaufpreis allokation |
||||||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 9 | 3.886 | 3.895 | |||||||
| Sachanlagen | 9 | 0 | 9 | |||||||
| Vorräte | 356 | 0 | 356 | |||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 182 | 0 | 182 | |||||||
| Kurzfristige sonstige Vermögensgegenstände | 40 | 0 | 40 | |||||||
| Liquide Mittel | 241 | 0 | 241 | |||||||
| Erworbene Vermögenswerte | 837 | 3.886 | 4.723 | |||||||
| Passive latente Steuern | 0 | 1.166 | 1.166 | |||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 64 | 0 | 64 | |||||||
| Steuerrückstellungen | 13 | 0 | 13 | |||||||
| Sonstige Rückstellungen | 94 | 0 | 94 | |||||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 203 | 0 | 203 | |||||||
| Erworbene Schulden | 374 | 1.166 | 1.540 | |||||||
| Erworbene Vermögenswerte abzüglich erworbene Schulden (Nettoreinvermögen) |
463 | 2.720 | 3.183 |
Bei vollständiger Erreichung der Ziele beläuft sich der bedingte Kaufpreis auf 925 Tsd. Euro. Bei Unterschreiten der jährlichen Ziele um mehr als 20 % entfällt die Bezahlung eines Earn Outs für die betreffenden Jahre. Bei Überschreiten der Ziele teilen sich die Parteien zusätzlich den überschießenden Betrag. Der Fair Value des bedingten Kaufpreises wurde auf Basis der Planungen der Gesellschaft mit einem Wert von 566 Tsd. Euro ermittelt und aufgrund enthaltener längerfristiger Anteile auf 516 Tsd. Euro abgezinst. Der feste Kaufpreis wurde im Berichtsjahr an die Verkäufer der Gesellschaft bezahlt. Die bedingten Kaufpreisteile sind nach Feststellung der jeweiligen Jahresabschlüsse fällig. Im Rahmen des Erwerbs fielen Anschaffungsnebenkosten von 28 Tsd. Euro an, die als Aufwand verbucht wurden.
Die GEMED wurde mit ihrer Bilanz zum 31. Juli 2011 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. An diesem Stichtag besaß die Gesellschaft ein Nettovermögen von 3.183 Tsd. Euro, das mit den Anschaffungskosten von 3.391 Tsd. Euro verrechnet wurde. Aus der Verrechnung verblieb ein Unterschiedsbetrag von 208 Tsd. Euro, der im Konzernabschluss als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert wurde. Mit dem Geschäfts- oder Firmenwert werden die Wachstumserwartungen des erworbenen Geschäfts der Tochtergesellschaft bewertet. Das Nettovermögen setzt sich zusammen aus dem Saldo der nach handelsrechtlichen Vorschriften bilanzierten Vermögenswerte und Schulden in Höhe von insgesamt 463 Tsd. Euro und stillen Reserven in Kundenbeziehungen und dem Produkt GEMED-PACS in Höhe von insgesamt 2.720 Tsd. Euro
Die Gewinn- und Verlustrechnung der GEMED floss ab dem 1. August 2011 in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ein. Im handelsrechtlichen Abschluss erzielte die GEMED im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 2.935 Tsd. Euro und einen Jahresüberschuss von 314 Tsd. Euro. Seit dem Erwerbszeitpunkt erwirtschaftete die Tochtergesellschaft im Geschäftsjahr einen Umsatz von 1.502 Tsd. Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 219 Tsd. Euro.
Nachfolgend werden die weiteren Unternehmenserwerbe beschrieben. Die dazu gehörigen Kaufpreisallokationen werden zusammengefasst unter Punkt F. Kapitalflussrechnung dargestellt.
Erwerb der Anteile der Allgeier Middle East
Die Allgeier Holding AG erwarb mit Wirkung zum 1. Januar 2011 100 % der Anteile der Allgeier Middle East Ltd. mit Sitz in der JAFZA Freezone, Dubai, VAE. Die Gesellschaft ist eine Holdinggesellschaft und nicht operativ tätig. Sie wurde bereits im Jahr 2008 gegründet und für die Allgeier Holding AG treuhänderisch gehalten. Die Gesellschaft hat weder Vermögenswerte noch Schulden. Der Kaufpreis für die Anteile der Allgeier Middle East betrug 0,21 Euro.
Erwerb des Geschäftsbetriebs IPS der MCE
Die Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Allgeier Holding AG, hat mit Wirkung zum 1. Januar 2011 für einen Kaufpreis von 70 Tsd. Euro den Geschäftsbereich IPS Informations- und Prozesssysteme ("IPS") vom Insolvenzverwalter der MCE Computer Peripherie GmbH, Ottobrunn, übernommen. Die IPS ist im Bereich Informationslogistik und Zeitwirtschaft tätig. Sie besitzt die zur Ausübung des Geschäfts notwendigen Lizenz-, Marken- und Nutzungsrechte sowie die Kundenbeziehungen für IT-Dienstleistungen und die Software-Lösungen LASSYpro und GEZUSY. Der übernommene Geschäftsbetrieb wurde im Konzernabschluss mit den Anschaffungskosten aktiviert.
Erwerb des Geschäftsbetriebs der Crealogix
Mit Kaufvertrag vom 25. Januar 2011 erwarb die Terna GmbH Zentrum für Business Software, Innsbruck, Österreich, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Allgeier Holding AG, verschiedene Wirtschaftsgüter und vertragliche Rechte und Verpflichtungen der Crealogix ERP AG, Villingen-Schwenningen, sowie die Option, mit Zustimmung der Kunden in die bestehenden Kundenverhältnisse der Crealogix einzutreten. Darüber hinaus wurde Mitarbeitern, die ihr Arbeitsverhältnis zu Crealogix bereits vorher gekündigt hatten, ein neues Arbeitsverhältnis bei der Käuferin angeboten. Mit dem erworbenen Geschäft ergänzt die Terna Gruppe ihr Produktangebot im Bereich Vertrieb, Implementierung und Wartung von Microsoft Dynamics AX Add-On Software-Produkten und der damit verbundenen Beratung. Übernahmestichtag der Wirtschaftsgüter und Rechte war der 1. Februar 2011. Für die erworbenen Wirtschaftsgüter und Rechte wurde ein Kaufpreis in Höhe von 83 Tsd. Euro vereinbart. Die Übernahme der Schulden und Eventualverbindlichkeiten vergütete der Verkäufer mit einem Betrag von 153 Tsd. Euro. Die erworbenen Wirtschaftsgüter, Verträge und Schulden wurden im Konzern mit den Anschaffungskosten bilanziert.
»Die GEMED entwickelt, produziert und implementiert modulare Bildarchivierung- und Kommunikationssysteme (PACS), die in Kliniken, bei Radiologen und in der Orthopädie eingesetzt werden.«
Erwerb des Geschäftsbetriebs der BSH Systemhaus
Mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 28. Januar 2011 erwarb die Allgeier Holding AG mit ihrer im Januar 2011 neu gegründeten 100 %-igen Tochtergesellschaft BSH IT Solutions GmbH, Bremen, den Geschäftsbetrieb der BSH Systemhaus GmbH, Westerstede ("BSH Systemhaus") vom Insolvenzverwalter der BSH Systemhaus. Der Geschäftszweck der BSH ist die Entwicklung, Herstellung und der Handel von Software und Hardware. Als Übernahmestichtag des Geschäftsbetriebs wurde der 1. Februar 2011 vereinbart. Der Kaufpreis für die erworbenen Wirtschaftsgüter und Vertragsverhältnisse beträgt insgesamt 210 Tsd. Euro. Die Erstkonsolidierung der erworbenen Wirtschaftsgüter, Verträge und Schulden wurde mit den Anschaffungskosten vorgenommen.
Erwerb des Geschäftsbetriebs der bitaro
Mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 30. Juni 2011 erwarb die mgm technology partners GmbH ("mgm tp"), eine 80 %-ige Tochtergesellschaft der Allgeier Holding AG, verschiedene Kaufgegenstände, Vertragsverhältnisse und Schutzrechte der bitaro GmbH, München. Darüber hinaus übernahm die mgm tp verschiedene Arbeitsverhältnisse der Gesellschaft. Die bitaro entwickelt Softwareanwendungen und erbringt Dienstleistungen im Umfeld des eCommerce. Als Kaufpreis für das übernommene Geschäft der bitaro wurde 300 Tsd. Euro vereinbart. Die Erstkonsolidierung erfolgte mit den Anschaffungskosten.
Erwerb des Geschäftsbetriebs der INTRAPREND
Mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 22. Dezember 2011 erwarb die Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Allgeier Holding AG, verschiedene Kaufgegenstände, Vertragsverhältnisse und Schutzrechte der INTRAPREND Gesellschaft für Intranet Anwendungsentwicklung mbH, Wiesbaden. Darüber hinaus übernahm die Allgeier IT Solutions GmbH verschiedene Arbeitsverhältnisse der INTRAPREND. Die INTRAPREND entwickelt und vermarktet die eigene ERP-Software cierp3 und @net_Manager und bietet in diesem Zusammenhang stehende Beratungsleistungen an. Als Kaufpreis für das übernommene Geschäft der INTRAPREND wurden 1.366 Tsd. Euro vereinbart. Der Kaufpreis wurde im Januar 2012 an die Verkäuferin bezahlt. Die Erstkonsolidierung der INTRAPREND im Allgeier Konzern erfolgte mit den Anschaffungskosten. Die Anschaffungskosten entsprechen dem Fair Value des übernommenen Geschäfts.
Ergebnisabführungsverträge
Am 31. Dezember 2011 bestanden Ergebnisabführungsverträge zwischen den folgenden Gesellschaften:
- • Allgeier Holding AG, München, als Organobergesellschaft, und der Allgeier IT Solutions AG, München,
- • Allgeier Holding AG, München, als Organobergesellschaft, und der Allgeier IT Services AG, München,
- • Allgeier IT Solutions AG, München, als Organobergesellschaft und der Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen,
- • Allgeier IT Services AG, München, als Organobergesellschaft, und der Xiopia GmbH, Unterföhring,
- • Allgeier IT Services AG, München, als Organobergesellschaft, und der U.N.P.-Software GmbH, Düsseldorf,
- • Allgeier IT Services AG, München, als Organobergesellschaft, und der TOPjects AG, München,
- • Allgeier Expert Staffing & Recruiting GmbH, München, als Organobergesellschaft, und der Next GmbH, Heusweiler,
- • Softcon MBO GmbH, München, als Organobergesellschaft, und der SOFTCON AG, München.
Die Terna GmbH Zentrum für Businesssoftware, Innsbruck, Österreich, und die Terna Holding GmbH, Innsbruck, Österreich, unterliegen der Gruppenbesteuerung nach österreichischem Recht.
VI. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und vor Feststellung der Bilanz
Die Allgeier Holding AG hat im Februar 2012 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 70 Mio. Euro platziert. Es ist aufgeteilt in drei Tranchen zu 29,4 Mio. Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren, 31,5 Mio. Euro mit einer Laufzeit von fünf Jahren und 9,1 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 7 Jahren. Die Verzinsung des Schuldscheindarlehens basiert auf dem 3-Monats-EURIBOR zuzüglich 190 Basispunkten für die Dreijahrestranche, 240 Basispunkten für die Fünfjahrestranche und 290 Basispunkten für die Siebenjahrestranche. Die zugeflossenen Mittel aus dem Schuldscheindarlehen werden für das weitere Unternehmenswachstum und Akquisitionen von neuen Tochtergesellschaften verwendet. Mit dem Schuldschein wird ein bestehendes Darlehen in Höhe von 19 Mio. Euro abgelöst.
Die TOPjects AG, München, hat am 24. Februar 2012 rund 94 % der Aktien der SKYTEC AG, Oberhaching, übernommen. Die SKYTEC AG bietet Lösungen in den Bereichen Automotive, Gebäudemanagement, Innovations- und Ideen-Management sowie Business Intelligence an. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte die Gesellschaft einen Umsatz von 9,9 Mio. Euro und einen Jahresfehlbetrag von 0,0 Mio. Euro. Als Kaufpreis für die erworbenen Aktien der Gesellschaft wurden einschließlich einer erworbenen stillen Beteiligung an der Gesellschaft ein Betrag von insgesamt 499 Tsd. Euro vereinbart. Die Identifizierung, Bewertung und Bilanzierung der erworbenen Vermögenswerte und Schulden wird auf der Grundlage eines Zwischenabschlusses erfolgen, der auf den Closingstichtag 31. März 2012 aufgestellt wird. Bis zur Genehmigung des vorliegenden Konzernabschlusses der Allgeier Holding AG lagen die Ergebnisse aus der Kaufpreisallokation noch nicht vor.
Die Terna GmbH Zentrum für Business Software, Innsbruck, Österreich, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Allgeier Holding AG, hat am 5. März 2012 sämtliche Anteile der AX Solutions GmbH, Braunschweig, übernommen. Die Geschäftstätigkeit der AX Solutions GmbH umfasst den Vertrieb, Implementierung und Support von Microsoft Dynamics AX für mittelständische Industrie- und Handelsunternehmen. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte die Gesellschaft einen Umsatz von 954 Tsd. Euro und einen Jahresüberschuss von 57 Tsd. Euro. Als Kaufpreis für die erworbenen Anteile der Gesellschaft wurde ein Erstkaufpreis von 205 Tsd. Euro und darüber hinaus variable Kaufpreisanteile von insgesamt maximal 195 Tsd. Euro vereinbart. Die Identifizierung, Bewertung und Bilanzierung der erworbenen Vermögenswerte und Schulden und die Kaufpreisallokation lagen bis zur Genehmigung des vorliegenden Konzernabschlusses der Allgeier Holding AG noch nicht vor.
Die Next GmbH, Heusweiler, wird mit Rückwirkung auf den 1. Januar 2012 auf die Goetzfried AG, Wiesbaden, verschmolzen. Sämtliche Vermögenswerte und Schulden der Next GmbH werden zu Buchwerten auf die Goetzfried AG übertragen.
Die Allgeier Holding AG hat einen Sponsorship-Vertrag mit der Bayerische Motoren Werke AG, München ("BMW"), abgeschlossen. Allgeier wird das Comeback von BMW in der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (DTM) als "Official Partner BMW Motorsport" begleiten. Das Allgeier Logo wird auf allen sechs BMW M3 DTM sichtbar sein, mit denen BMW ab der kommenden Saison in der DTM antreten wird. Ziel ist es, die Bekanntheit der Marke Allgeier zu fördern. Der Vertrag gilt für die DTM-Rennveranstaltungen 2012 bis 2014. Die Vereinbarung sieht jährliche Kündigungsmöglichkeiten vor.
VII. Währungsumrechnung
Die Konzerngesellschaften buchen die Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs am Tag der Transaktion. Daraus zu späteren Zeitpunkten aufgrund von Zahlungen oder Bewertungen zu anderen Wechselkursen entstehende Kursgewinne und Kursverluste werden erfolgswirksam behandelt.
Die Allgeier Holding AG und die Tochtergesellschaften erstellen ihre Jahresabschlüsse in der jeweiligen Landeswährung, die mit Ausnahme bei der Nagarro Software AB, Stockholm, Schweden, der funktionalen Währung der Gesellschaften entspricht. In der schwedischen Gesellschaft wurde der Euro als funktionale Währung bestimmt, nachdem mehrheitlich die Umsatzerlöse in Euro generiert und die Zahlungsausgänge in Euro geleistet werden. Die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften, die in fremder Währung erstellt wurden, wurden in Euro, die Berichtswährung des Allgeier Konzerns, umgerechnet. Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Stichtagskurs, die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs und das übrige Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Aus den Umrechnungen der Währungen der Einzelabschlüsse in die Berichtswährung des Konzerns entstehende Differenzen werden in der Gesamtergebnisrechnung im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Bilanz in den ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen verbucht.
Im Konzern-Anlagevermögen werden die historischen Anschaffungs- und Wiederbeschaffungskosten mit historischen Währungskursen bewertet. Aus der Umrechnung der historischen Kurse zu Stichtagskursen entstehende Differenzen werden in separaten Spalten bereinigt. Der Rückstellungsspiegel weist die Umrechnungsdifferenzen zwischen historischen Kursen und Stichtagskursen in einer eigenen Spalte aus.
Der Währungsumrechnung der Konzerngesellschaften, die ihre Jahresabschlüsse in einer anderen Währung als dem Euro erstellen, liegen die folgenden Wechselkurse zugrunde:
| Währung | Durchschnittskurse je 1 Euro | Stichtagskurse je 1 Euro | ||
|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2010 | 31.12.11 | 31.12.10 | |
| CHF | 1,23061 | 1,33475 | 1,21670 | 1,24680 |
| CZK | 24,56517 | 25,32976 | 25,68000 | 25,29470 |
| LEI | 4,22297 | 4,22963 | 4,31310 | 4,30040 |
| INR | 67,59245 | - | 70,29210 | - |
| USD | 1,38138 | - | 1,29490 | - |
| MXN | 18,05988 | - | 18,09360 | - |
| TRY | 2,46630 | - | 2,46250 | - |
| AED | 5,11350 | - | 4,75530 | - |
Die Gewinn- und Verlustrechnung der im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaften wird mit den Durchschnittskursen des Zeitraums ab dem Erwerbsstichtag umgerechnet.
VIII. Bilanz Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden nach der Anschaffungskostenmethode mit Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bewertet. Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Auftragsbestände, Kundenlisten und Produkte werden mit ihrem erwarteten Ergebnisbeitrag aktiviert. Die Abschreibung der Auftragsbestände erfolgt als "Leistungsabschreibung" in Abhängigkeit von dem Anteil des erbrachten Auftragsvolumens der jeweiligen Periode am erworbenen Gesamtauftragsbestand. Marken und Domains werden über eine Laufzeit von 15 Jahren abgeschrieben. Alle übrigen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden planmäßig über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Vermögenswerte verlässlich bewertet werden können. An jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern, ob auf die Vermögenswerte außerplanmäßige Wertminderungen vorzunehmen sind.
Geschäfts- oder Firmenwerte
Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach der Anschaffungskostenmethode bilanziert und gemäß IFRS 3 als nicht abnutzbare langfristige Vermögenswerte behandelt. Zur Beurteilung von Wertminderungen werden alle Geschäfts- oder Firmenwerte jährlichen Werthaltigkeitstests auf der Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheiten unterzogen, um mögliche außerplanmäßige Abschreibungen zu identifizieren. Außerdem werden anlassbezogen Werthaltigkeitstests durchgeführt, sofern bestimmte Ereignisse dies erfordern.
Wenn aus den Überprüfungen hervorgeht, dass der Fair Value der Zahlungsmittel generierenden Einheiten unter ihren jeweiligen Buchwerten liegt, werden außerordentliche Abschreibungen vorgenommen. Für die Bestimmung der Zeitwerte von Zahlungsmittel generierenden Einheiten werden deren voraussichtliche zukünftige Cash Flows unter Einbezug der Planungsrechnungen der Gesellschaften und erwarteter allgemeiner Wachstumsraten ermittelt und mit einem angemessenen Zinssatz abgezinst.
Sachanlagen
Das Sachanlagevermögen wird nach der Anschaffungskostenmethode zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden direkt zurechenbare Kosten, anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten eingerechnet. Reparatur- und Instandhaltungskosten werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand verbucht. Die Abschreibungen werden linear auf die voraussichtliche geschätzte Nutzungsdauer der Vermögenswerte vorgenommen. Die Buchwerte des Sachanlagevermögens werden auf außerordentliche Wertminderungen geprüft, sobald Indikatoren hierfür vorliegen. Beim Abgang des Vermögenswertes werden die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, die kumulierten Abschreibungen und die Buchwerte des Sachanlagevermögens ausgebucht. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken werden nach dem Anschaffungskostenmodell bewertet. Die lineare Abschreibung bei Gebäuden erfolgt über eine maximale Nutzungsdauer von 50 Jahren. Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung werden linear über einen Zeitraum von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben.
Finanzierungsleasing
Sofern die Voraussetzungen des Finanzierungsleasings erfüllt sind, werden die auf der Basis von Leasingverträgen genutzten Sachanlagen aktiviert und abgeschrieben. Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird dem Leasingnehmer zugerechnet, sofern er die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen aus dem Leasinggegenstand trägt. In diesem Fall erfolgt die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem Barwert der Leasingraten zuzüglich den vom Leasingnehmer zu tragenden Nebenkosten. Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögensgegenstände. Aus den künftigen Leasingraten resultierende Zahlungsverpflichtungen sind innerhalb der langfristigen und kurzfristigen Schulden passiviert. Die Leasingzahlungen werden in Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt.
Neben Finanzierungsleasingverträgen hat der Konzern Leasing-Vereinbarungen getroffen, die unter die Kriterien des Operating Leasing fallen und nicht bilanziert werden. Hierzu zählen insbesondere Leasingverträge für Firmenfahrzeuge mit einer Laufzeit von in der Regel 3 Jahren und anschließender Rückgabe der Leasinggegenstände am Ende der Vertragslaufzeit an den Leasinggeber. Die Leasingaufwendungen aus Operating Leasing werden als sonstiger betrieblicher Aufwand gebucht. Die zukünftigen Verpflichtungen aus diesen Verträgen werden unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen dargestellt.
Sonstige Finanzanlagen
Sonstige Finanzanlagen werden nach der Anschaffungskostenmethode zu Anschaffungskosten bilanziert.
Latente Steuern
Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden mit Steuersätzen ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den betroffenen Ländern zum erwarteten Realisierungszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Auf die aktiven und passiven Unterschiedsbeträge sowie die realisierbaren Verlustvorträge werden latente Steuern mit landesspezifischen Steuersätzen berechnet. Die landesspezifischen Steuersätze stellen sich dabei wie folgt dar:
| Land | Steuersatz |
|---|---|
| Deutschland | 30 % |
| Österreich | 25 % |
| Schweiz | 16 % / 19 % |
| Indien | 34 % |
| USA | 40 % |
| Schweden | 25 % |
| Mexiko | 18 % |
Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde verrechenbar sind. Der Ausweis der latenten Steueransprüche und -schulden erfolgt innerhalb des langfristigen Vermögens und der langfristigen Schulden.
Vorräte
Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten, Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach dem gewichteten Durchschnitt. Bei gesunkenem Anschaffungskosten oder Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag werden Abwertungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Vertriebskosten sowie Fremdkapitalzinsen, soweit die Voraussetzungen nach IAS 23 nicht erfüllt sind, sind in den Vorräten nicht enthalten. Die Bewertung von unfertigen Dienstleistungen erfolgt entsprechend ihres Fertigstellungsgrads unter Zugrundelegung der einzelvertraglichen Regelungen zu Einzelkosten zuzüglich anteiliger Fertigungsgemeinkosten.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Diese entsprechen dem Nennwert der Forderungen abzüglich Einzelwertberichtigungen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden vorgenommen, sobald Anzeichen für Zahlungsausfälle erkennbar sind oder die Forderungen über einen längeren Zeitraum in Verzug sind. Pauschale Wertberichtigungen werden nicht gebildet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ausgebucht, wenn mit Zahlungen nicht mehr zu rechnen ist.
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennbeträgen abzüglich Einzelwertberichtigungen angesetzt. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, wenn der Ausfall von Zahlungseingängen wahrscheinlich wird.
Sicherungsbeziehungen
Der Allgeier Konzern setzt Devisentermingeschäfte als derivative Finanzinstrumente ein, um Wechselkursrisiken zu reduzieren. Diese Sicherungsgeschäfte werden zum Marktwert bilanziert, wobei positive Marktwerte zum Ansatz einer finanziellen Forderung und negative Werte zum Ansatz einer finanziellen Verbindlichkeit führen. Die Erfassung von Gewinnen und Verlusten aus der Änderung des Zeitwertes erfolgt ergebniswirksam, sofern nicht spezielle Regelungen des Hedge Accounting zur Anwendung kommen. Die Erfassung von Zeitwertveränderungen beim Hedge Accounting ist abhängig vom Grundgeschäft. Beim Fair Value Hedge findet eine ergebniswirksame Erfassung sowohl des Sicherungsinstruments als auch der dem abgesicherten Grundgeschäft zuzurechnenden Gewinne und Verluste statt. Bei einem Cash Flow Hedge (Absicherung zukünftiger Zahlungsströme) werden das Ergebnis des effektiven Teils aus der Sicherungsbeziehung direkt im Eigenkapital und der ineffektive Teil in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ergebnisrealisierung erfolgt, sobald das abgesicherte Geschäft ergebniswirksam wird. Die bilanzielle Erfassung von Derivaten erfolgt jeweils zum Handelstag.
Andere kurzfristige Vermögenswerte
Die anderen kurzfristigen Vermögenswerte werden mit ihren Nennbeträgen bilanziert.
Zahlungsmittel
Zahlungsmittel umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Die Bewertung erfolgt mit Nennwerten.
Eigene Anteile
Eigene Anteile werden als negative Werte innerhalb des Eigenkapitals dargestellt. Ein Kauf oder Verkauf von eigenen Anteilen wird ergebnisneutral behandelt. Alle erhaltenen bzw. hingegebenen Gegenleistungen werden direkt im Eigenkapital erfasst.
Rückstellungen für Pensionen
Die Rückstellungen für Pensionen werden für Verpflichtungen aus Leistungszusagen zur betrieblichen Altersversorgung von aktiven oder ehemaligen Mitarbeitern des Konzerns gebildet. Die Bewertung der Zusagen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) unter Berücksichtigung von zukünftigen Lohn-, Gehalts- und Rententrends. Bei der Berechnung nach versicherungsmathematischen Grundsätzen werden die "Richttafeln 2005 G" nach Heubeck, individuelle Versorgungszusagen und in der Regel die folgenden allgemeinen Parameter zugrunde gelegt:
| allgemeine Parameter | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Rechnungszinsfuß | 5,20 % | 5,40 % |
| Anhebung der laufenden Renten | 1,50 % | 1,50 % |
| Dynamik der Löhne bei bezügeabhängigen Zusagen | 2,00 % | 2,00 % |
| Fluktuation | 0,00 % | 0,00 % |
Zur Abdeckung der Pensionsverpflichtungen wurden zum Teil Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Der Zeitwert der Versicherungen wird innerhalb der Pensionsrückstellungen verrechnet.
Ertragsteuerrückstellungen und andere Rückstellungen
Ertragsteuerrückstellungen und andere Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende gesetzliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht, die künftig mit Wahrscheinlichkeit zu einem Vermögensabfluss führt und sich diese Vermögensbelastung zuverlässig schätzen lässt. Die Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt. Mit Ausnahme der im Rahmen der Erstkonsolidierung der DIDAS Business Services GmbH gebildeten Rückstellung für eine Haftungsverpflichtung wurden die Rückstellungen nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. geschätzten zukünftigen Schadensverlaufs gebildet. Der Aufwand zur Bildung von Rückstellungen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug von erwarteten Erstattungen ausgewiesen.
Genussrechtsverbindlichkeiten und Finanzschulden
Die verzinslichen Darlehen werden im Zugangszeitpunkt mit dem vereinnahmten Betrag angesetzt. Transaktionskosten werden bei den Finanzschulden abgesetzt. In der Folge werden die Finanzschulden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei Transaktionskosten nach der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt werden. Fremdkapitalkosten werden direkt in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden mit ihrem Barwert passiviert.
Andere Verbindlichkeiten
Die anderen Verbindlichkeiten beinhalten bedingte Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben, die zum Zeitpunkt der Erstverbuchung und in der Folgebewertung mit dem Fair Value bewertet werden. Die langfristigen Anteile der anderen Verbindlichkeiten werden mit dem Barwert ihrer voraussichtlichen zukünftigen Auszahlungen angesetzt. Als Zinssätze kommen laufzeitabhängige Marktzinsen zum Tragen.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente sind Verträge, die finanzielle Vermögenswerte, finanzielle Verbindlichkeiten und Eigenkapitalinstrumente umfassen. Die finanziellen Vermögenswerte beinhalten Barmittel, Kredite und Forderungen, Finanzinvestitionen und das ABS-Programm. Alle finanziellen Vermögenswerte werden aufgrund ihrer Beschaffenheit in die Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte" eingeordnet. Die finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden aufgrund ihrer Beschaffenheit in die Kategorien "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten, ""Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" und "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" unterteilt. Von den Kategorien "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und "Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" macht der Allgeier Konzern keinen Gebrauch. Die Fair Value Option, Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert einzustufen, wendet Allgeier nicht an.
Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach ihrer erstmaligen Erfassung werden solche finanziellen Vermögenswerte im Rahmen einer Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich möglicher Wertminderungen, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst werden, bewertet. Der Konzern untersucht zu jedem Abschlussstichtag, ob Hinweise auf notwendige Wertminderungen bestehen. Bestehen Anhaltspunkte, dass der Barwert der erwarteten künftigen Cash Flows unter dem Buchwert liegt, ergibt sich die Höhe des Wertminderungsverlustes aus der Differenz zwischen dem Buchwert des finanziellen Vermögenswertes und dem Barwert seiner erwarteten zukünftigen Cash Flows. Der Buchwert der Vermögenswerte wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Erhöht oder verringert sich die Höhe des Wertminderungsaufwands in einer folgenden Berichtsperiode aufgrund eines Ereignisses, das nach der Erfassung der Wertminderung eintrat, wird der früher erfasste Wertminderungsaufwand durch Anpassung des Wertberichtigungskontos erfolgswirksam erhöht oder verringert. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten sind nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit festen oder bestimmbaren Zahlungen. Ihre erstmalige Erfassung und die Folgebewertung erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Im Falle von Ausbuchung von Verbindlichkeiten werden die resultierenden Gewinne daraus als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst. Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Derivate und bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben, die bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert werden. Die Folgebewertung dieser finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt entsprechend der Zuordnung in dieser Kategorie. Effekte aus der Neubewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten werden erfolgswirksam erfasst.
IX. Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Umsatzerlöse und sonstige Erträge werden realisiert, wenn die Leistungen erbracht worden sind, die maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Leistungsempfänger übergehen und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Konzern der wirtschaftliche Nutzen aus der Leistungserbringung zufließen wird. Die Umsatzerlöse werden vermindert um Rabatte, Kundenskonti und an Kunden gewährte Boni ausgewiesen.
Betriebliche Aufwendungen werden im Zeitpunkt der Inanspruchnahme der Leistung erfasst. Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Ertragsteuern werden gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen der Länder, in denen die jeweilige Konzerngesellschaft tätig ist, ermittelt.
X. Schätzungen und Annahmen
Im Konzernabschluss wurden Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie den Ausweis der Erträge und Aufwendungen haben. Obwohl diese Schätzungen und Annahmen nach bestem Wissen getroffen wurden, können die sich tatsächlich ergebenden Werte davon abweichen. Die Schätzungen und die Annahmen werden laufend überprüft. Notwendige Anpassungen werden in der Periode der Anpassung vorgenommen. Die Schätzungen und Annahmen betreffen im Wesentlichen die Bewertung der von Bedingungen abhängigen Kaufpreisanteile für Unternehmenserwerbe, die Dotierung der Wertberichtigungen auf die kurzfristigen Vermögenswerte und die Bewertung der Rückstellungen. Sofern die Schätzungen und Annahmen wesentlich sind, wird in den erläuternden Angaben der Bilanz darauf eingegangen. Aus heutiger Sicht ist nicht von einer wesentlichen Anpassung der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden im folgenden Geschäftsjahr auszugehen.
B. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
1. Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:
| Immaterielle Vermögenswerte (in Tsd. Euro) | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragsbe stände |
Kunden listen |
Produkte | Websites | Software, Lizenzen & Rechte |
Geschäfts oder Firmen werte |
Gesamt | |
| Buchwert 31.12.09 | 282 | 7.531 | 0 | 0 | 1.060 | 33.470 | 42.343 |
| Veränderungen 2010: | |||||||
| Zugänge aus ' Erstkonsolidierung |
1.989 | 4.895 | 1.064 | 0 | 44 | 12.292 | 20.284 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 482 | 0 | 482 |
| Abgänge zu Buchwerten | 0 | -30 | 0 | 0 | -1 | -920 | -951 |
| Währungsdifferenzen | 39 | 494 | 0 | 0 | 2 | 0 | 535 |
| Planmäßige Abschreibungen |
-1.593 | -2.731 | -111 | 0 | -459 | 0 | -4.894 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen |
0 | -420 | 0 | 0 | 0 | 0 | -420 |
| Buchwert 31.12.10 | 717 | 9.739 | 953 | 0 | 1.128 | 44.842 | 57.379 |
| Veränderungen 2011: | |||||||
| Zugänge aus Erstkonsolidierung |
4.303 | 9.146 | 2.280 | 189 | 1.828 | 30.706 | 48.452 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 655 | 0 | 655 |
| Abgänge zu Buchwerten | 0 | 0 | 0 | 0 | -12 | 0 | -12 |
| Währungsdifferenzen | 118 | 387 | 0 | 14 | -12 | 3.649 | 4.156 |
| Planmäßige Abschreibungen |
-3.008 | -3.579 | -503 | -12 | -676 | 0 | -7.778 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen |
0 | -79 | 0 | 0 | 0 | -2 | -81 |
| Buchwert 31.12.11 | 2.130 | 15.614 | 2.730 | 191 | 2.911 | 79.195 | 102.771 |
Der Allgeier Konzern ermittelt im Rahmen von Unternehmensakquisitionen die Fair Values der Auftragsbestände, Kundenlisten, Produkte und Websites der erworbenen Unternehmen.
Die Auftragsbestände werden mit dem voraussichtlichen Ergebnis aus den Aufträgen unter Einbezug der Vollkosten bewertet. Der Verbrauch der Auftragsbestände wird in der Gesamtergebnisrechnung nach dem Grad der Abarbeitung in den Abschreibungen verbucht. Im Geschäftsjahr 2011 gingen Auftragsbestände von 4.303 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.989 Tsd. Euro) zu.
Die Bewertung der Kundenlisten im Rahmen der Kaufpreisallokation unterstellt die Fortschreibung der historischen Umsätze der Stammkunden für bis zu fünf Zukunftsjahre. Für die Umsätze wurden die voraussichtlichen Ergebnisse auf Vollkostenbasis ermittelt und darauf Abschläge für mögliche Ergebnisrückgänge, Risiken aufgrund Zeitablauf und Risiken aufgrund von Kundenabhängigkeiten vorgenommen. Der verbleibende Betrag wird als immaterieller Vermögenswert aktiviert. Die Kundenlisten werden linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2011 gingen im Rahmen von Unternehmenserwerben Kundenlisten von 9.146 Tsd. Euro (Vorjahr: 4.895 Tsd. Euro) zu. Auf Kundenlisten wurde im Geschäftsjahr eine außerplanmäßige Abschreibung von 79 Tsd. Euro (Vorjahr: 420 Tsd. Euro) aufgrund des Wegfalls eines Kunden vorgenommen.
Der Fair Value für erworbene Produkte wird auf Basis von Absatzplanungen, dem aus den Produkten zu erwartenden Ergebnis und Risikoabschlägen aufgrund von Alterung und technischer Überholung ermittelt. Als Grundlage für die Bewertung wird ein Planungszeitraum von vier bis fünf Jahren herangezogen. Die Produkte werden über eine Laufzeit von vier Jahren linear abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2011 erwarb der Konzern mit der GEMED das Produkt PACS, eine Softwarelösung zur Bildarchivierung- und Kommunikation, die in Kliniken, bei Radiologen und in der Orthopädie eingesetzt wird. Für das Produkt wurde ein Fair Value von 2.280 Tsd. Euro berechnet.
Die im Geschäftsjahr 2011 erworbene Website der Nagarro-Gruppe wurde mit einem Schätzwert von 189 Tsd. Euro bewertet und aktiviert. Die Website wird auf eine Laufzeit von fünf Jahren linear abgeschrieben.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte zeigen die Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten der Tochtergesellschaften und ihren zu Zeitwerten bewerteten Vermögenswerten und Schulden am Erwerbsstichtag. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern unterliegen regelmäßigen jährlichen Werthaltigkeitstests und unterjährigen Überprüfungen, sofern Indikationen für eine Wertminderung vorliegen. Falls die Werthaltigkeitstests ergeben, dass die Nutzungswerte der Zahlungsmittel generierenden Einheiten unter ihren jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerten liegen, werden außerordentliche Abschreibungen vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2011 ergab die Überprüfung keine Hinweise auf notwendige Wertkorrekturen. Auch eine Sensitivitätsanalyse, in der in allen Zukunftsjahren von einem Wachstum von 2 % ausgegangen wird und Sondereinflüsse bereinigt wurden, kam zu keinem anderen Ergebnis. Eine weitere Sensitivitätsanalyse, die von einem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Kapitalisierungszinssatz ausging, bestätigte ebenfalls die bisherigen Buchwerte. Die Zahlungsmittel generierenden Einheiten der Goetzfried und Next wurden aufgrund der zum 1. Januar 2012 beschlossenen Verschmelzung nicht mehr separat geprüft. Auf die zum 30. Juni 2011 mit der Solveos IT Solutions GmbH fusionierte DIDAS traf dies ebenfalls zu. Mit dem Erwerb der 1eEurope, der Blitz AG, der Nagarro Gruppe und der GEMED gingen im Geschäftsjahr Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von insgesamt 30.706 Tsd. Euro zu. Der mit dem Erwerb der Blitz AG entstandene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2 Tsd. Euro wurde in voller Höhe abgeschrieben. Die Ermittlung der Nutzungswerte der Zahlungsmittel generierenden Einheiten erfolgte nach dem Value-in-Use-Ansatz auf der Basis einer Dreijahresplanung und daraus resultierender zukünftiger Zahlungsströme. Für die außerhalb des Planungszeitraums liegenden Jahre wurde ein Wachstum von 2 % unterstellt. Die Abzinsung der Zahlungsströme in dem unendlichen Zeitraum erfolgte mit einem Kapitalisierungszinssatz nach Steuern von 4,40 % (Vorjahr: 5,68 %). In der Planungsphase nach dem dritten Planungsjahr wurden die Zinssätze jeweils um einen Wachstumsabschlag von 1 %-Punkt reduziert. In den Zinssatz flossen Fremd- und Eigenkapitalquoten ein, die sich aus einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Gruppe von Vergleichsunternehmen ableiten. Die Einflussgrößen zur Berechnung des Kapitalisierungszinssatzes sind wie folgt:
Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind den Tochtergesellschaften als Zahlungsmittel generierende Einheiten wie folgt zuzuordnen:
| EinflussgröSSen | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Risiko freier Zinssatz | 3,22 % | 3,85 % |
| Eigenkapitalquote Vergleichsgruppe | 50,65 % | 58,90 % |
| Fremdkapitalquote Vergleichsgruppe | 49,35 % | 41,10 % |
| 5-Jahres Betafaktor | 0,5483 | 0,5634 |
| Zinssatz für Fremdkapital | 4,40 % | 6,08 % |
| Risikoprämie für Eigenkapital | 5,00 % | 5,00 % |
| Geschäfts- oder Firmenwerte (in Tsd. Euro) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2011 | Abschreibung | Währungs differenz |
Erstmalige Konsolidierung |
31.12.2010 | |
| Xiopia | 7.625 | 0 | 0 | 0 | 7.625 |
| SOFTCON AG | 2.457 | 0 | 0 | 0 | 2.457 |
| SOFTCON S.r.l. | 196 | 0 | -44 | 0 | 240 |
| mgm tp München | 2.940 | 0 | 0 | 0 | 2.940 |
| mgm cp Hamburg | 239 | 0 | 0 | 0 | 239 |
| Goetzfried | 6.177 | 0 | 0 | 0 | 6.177 |
| UNP | 2.012 | 0 | 0 | 0 | 2.012 |
| TOPjects | 5.461 | 0 | 0 | 0 | 5.461 |
| Next | 2.944 | 0 | 0 | 0 | 2.944 |
| DIDAS | 2.455 | 0 | 0 | 0 | 2.455 |
| BSR | 4.268 | 0 | 619 | 0 | 3.649 |
| Terna Gruppe | 8.643 | 0 | 0 | 0 | 8.643 |
| 1eEurope | 2.873 | 0 | -2 | 2.875 | 0 |
| Blitz AG | 0 | -2 | 0 | 2 | 0 |
| Nagarro Gruppe | 30.697 | 0 | 3.076 | 27.621 | 0 |
| GEMED | 208 | 0 | 0 | 208 | 0 |
| 79.195 | -2 | 3.649 | 30.706 | 44.842 |
2. Sachanlagen
Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:
Mit dem Erwerb der Nagarro Gruppe ging dem Allgeier Konzern ein bebautes Grundstück in Gurgaon, Indien, zu. Am Erstkonsolidierungsstichtag hatte das Grundstück einen beizulegenden Wert von 232 Tsd. Euro. Weiter erwarb der Konzern mit der Nagarro Gruppe ein bis zum Jahr 2105 abgeschlossenes Nutzungsrecht für ein Grundstück in Jaipur, Indien. Das Nutzungsrecht hatte am 31. Juli 2011 einen Zeitwert von 819 Tsd. Euro und wird auf die Nutzungszeit linear abgeschrieben.
In Einzelfällen schließt der Konzern zur Finanzierung von Betriebs- und Geschäftsausstattung, Softwarelizenzen und Fahrzeugen Finanzierungsleasingverträge ab. Am 31. Dezember 2011 beliefen sich die Buchwerte der Verträge auf insgesamt 1.086 Tsd. Euro (Vorjahr: 442 Tsd. Euro). Mit der Akquisition der Nagarro Gruppe gingen Leasingverträge von insgesamt 737 Tsd. Euro zu. Darüber hinaus schloss der Konzern Finanzierungsleasingverträge zur Finanzierung von IT Equipment und Fahrzeugen in Höhe von 505 Tsd. Euro (Vorjahr: 79 Tsd. Euro) neu ab. Die Neuabschlüsse haben feste Laufzeiten von 36 Monaten. Nach Ablauf der Vertragslaufzeiten können die Gegenstände zurückgegeben oder für einen geringen Restkaufpreis erworben werden.
| sachanlagen (in Tsd. Euro) | ||||
|---|---|---|---|---|
| Grundstücke, grund stücksgleiche Rechte und Bauten |
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäfts ausstattungen |
Finanzierungs leasing |
Gesamt | |
| Buchwert 31.12.09 | 898 | 3.079 | 614 | 4.591 |
| Veränderungen 2010: | ||||
| Zugänge aus Erstkonsolidierung | 0 | 411 | 0 | 411 |
| Zugänge | 1 | 2.099 | 79 | 2.179 |
| Abgänge zu Buchwerten | 0 | -106 | -16 | -122 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 29 | 0 | 29 |
| Planmäßige Abschreibungen | -41 | -1.459 | -235 | -1.735 |
| Buchwert 31.12.10 | 858 | 4.053 | 442 | 5.353 |
| Veränderungen 2011: | ||||
| Zugänge aus Erstkonsolidierung | 1.051 | 675 | 737 | 2.463 |
| Zugänge | 80 | 3.276 | 505 | 3.861 |
| Abgänge zu Buchwerten | 0 | -86 | -97 | -183 |
| Währungsdifferenzen | -109 | -42 | -87 | -238 |
| Planmäßige Abschreibungen | -48 | -2.010 | -414 | -2.472 |
| Buchwert 31.12.11 | 1.832 | 5.866 | 1.086 | 8.784 |
Alle Leasingverhältnisse haben Laufzeiten zwischen 3 und 6 Jahren. Am Ende der Laufzeit kommen bei den Verträgen in der Regel Kauf- oder Rückgabeoptionen zum Tragen. In den Verträgen wurden keine Vereinbarungen getroffen, die die Geschäftsaktivitäten, Dividendenzahlungen, Aufnahme von zusätzlichen Schulden oder den Abschluss weiterer Leasingverhältnisse einschränken.
Die Mindestleasingzahlungen für die Restlaufzeiten der Finanzierungsleasingverhältnisse und die passivierten Barwerte sind wie folgt:
3. Latente Steuern
Die auf temporäre Unterschiede zwischen den steuerlichen und bilanziellen Wertansätzen, ergebniswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen, bestehenden Verlustvorträgen und Wertberichtigungen auf Darlehen zwischen Konzerngesellschaften gebildeten aktiven und passiven latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen und den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt zuzuordnen:
| Mindestleasingzahlungen & passivierte Barwerte (in Tsd. Euro) | 31.12.11 | 31.12.10 |
|---|---|---|
| Mindestleasingzahlungen: | ||
| Fällig innerhalb eines Jahres | 567 | 244 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 624 | 109 |
| Gesamt | 1.191 | 353 |
| Barwert der Mindestleasingzahlungen: | ||
| Mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 509 | 233 |
| Mit Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren | 588 | 119 |
| Gesamt | 1.097 | 352 |
| Latente Steuern (in Tsd. Euro) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern |
Passive latente Steuern |
GuV | Aktive latente Steuern |
Passive latente Steuern |
GuV | |
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 377 | 6.174 | 1.863 | 331 | 3.241 | 1.383 |
| Sachanlagen | 0 | 256 | 86 | 10 | 98 | 54 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 376 | 19 | -23 | 330 | 27 | 96 |
| Pensionsrückstellungen | 72 | 19 | 20 | 66 | 32 | -62 |
| Sonstige Rückstellungen | 368 | 192 | -116 | 389 | 155 | -8 |
| Sonstige Schulden | 392 | 0 | -135 | 118 | 31 | -5 |
| Saldierungen | -241 | -241 | 0 | -228 | -228 | 0 |
| Temporäre Unterschiede und ergebniswirksame Konsolidierungen |
1.344 | 6.419 | 1.695 | 1.016 | 3.356 | 1.458 |
| Verlustvorträge | 420 | 0 | -364 | 784 | 0 | 686 |
| Saldierungen | -392 | -392 | 0 | -784 | -784 | 0 |
| Verlustvorträge | 28 | -392 | -364 | 0 | -784 | 686 |
| Wertberichtigung konzerninterne Darlehen |
0 | 3.154 | 0 | 0 | 3.154 | 0 |
| Saldierungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertberichtungen von Darlehen an Konzerngesellschaften |
0 | 3.154 | 0 | 0 | 3.154 | 0 |
| Latente Steuern | 1.372 | 9.181 | 1.331 | 1.016 | 5.726 | 2.144 |
Am 31. Dezember 2011 bestanden im Allgeier Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von 8.340 Tsd. Euro (Vorjahr: 8.310 Tsd. Euro) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von 5.140 Tsd. Euro (Vorjahr: 4.605 Tsd. Euro). Der Konzern hat daraus latente Steueransprüche in Höhe von insgesamt 2.065 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.993 Tsd. Euro). Davon wiederum wurde ein Betrag in Höhe von 420 Tsd. Euro (Vorjahr: 784 Tsd. Euro) als aktive latente Steuer bilanziert und ein Betrag in Höhe von 1.645 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.209 Tsd. Euro) aufgrund ungewisser Nutzungsmöglichkeit wertberichtigt. Die Wertberichtigung von einem konzerninternen Darlehen machte passive latente Steuern von insgesamt 3.154 Tsd. Euro (Vorjahr: 3.154 Tsd. Euro) notwendig.
4. Vorräte
Die Vorräte gliedern sich wie folgt:
Die nicht wertberichtigten Anschaffungs- und Herstellungskosten der Vorräte betragen 3.250 Tsd. Euro (Vorjahr: 3.178 Tsd. Euro). Darauf wurden Wertminderungen in Höhe von 248 Tsd. Euro (Vorjahr: 123 Tsd. Euro) gebildet. Der Aufwand aus der Erhöhung der Wertminderung auf die Vorräte von 125 Tsd. Euro (Vorjahr: 63 Tsd. Euro) wird im Materialaufwand erfasst. Der Nettoveräußerungswert der Vorräte, auf die Wertberichtigungen vorgenommen wurden, beträgt 77 Tsd. Euro (Vorjahr: 118 Tsd. Euro).
Die für die gesamten Periodenerträge erforderlichen Aufwendungen, unterteilt nach Kostenarten und einschließlich der Bestandsveränderungen, sind wie folgt:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben in der Regel Fälligkeiten zwischen 30 bis 90 Tagen und sind nicht verzinslich. Auf die Forderungen wurden Wertberichtigungen in Höhe von 50 % bei Überfälligkeit von mehr als 180 Tagen und in Höhe von 100 % bei Überfälligkeit von mehr als einem Jahr gebildet. Die Wertberichtigung erfolgt in der Regel auf den um die Umsatzsteuer reduzierten Betrag. Darüber hinaus wurden jüngere Kundenforderungen ganz oder teilweise wertberichtigt, sobald Anzeichen für einen Forderungsausfall zu erkennen waren. Forderungen, die durch eine Ausfallversicherung abgedeckt waren, wurden maximal mit dem Eigenanteil wertberichtigt. Kundenforderungen, deren Vertragsbedingungen neu verhandelt wurden und die andernfalls in Verzug oder wertgemindert wären, lagen in Höhe von 137 Tsd. Euro (Vorjahr: 250 Tsd. Euro) vor.
Die Verzugsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist wie folgt:
| Vorräte (in Tsd. Euro) | 31.12.11 | 31.12.10 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 114 | 109 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 1.389 | 601 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 1.426 | 2.001 |
| Geleistete Anzahlungen | 73 | 344 |
| Gesamt | 3.002 | 3.055 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (in Tsd. Euro) | 31.12.11 | 31.12.10 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 72.674 | 58.392 |
| Wertminderung auf Forderungen an Kunden | -1.465 | -1.553 |
| Im Rahmen eines ABS-Programms verbriefte Kundenforderungen | 10.591 | 9.642 |
| Gesamt | 81.800 | 66.481 |
| Aufwendungen für die gesamten Periodenerträge (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Bestandserhöhung (Vorjahr: -verminderung) | -263 | 23 |
| Materialaufwand | 220.244 | 182.520 |
| Personalaufwand | 70.476 | 57.674 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 3.359 | 2.775 |
| Gesamt | 293.816 | 242.992 |
5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern sich wie folgt:
| Verzugsstruktur (in Tsd. Euro) | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand | nicht überfällig Überfällig in Tagen |
|||||||
| Buchwert 31.12.09 | 31.12.2011 | <30 | 30-60 | 61-90 | 91-180 | 181-360 | >360 | |
| Nicht wertgeminderte Kundenforderungen |
81.366 | 65.474 | 11.486 | 1.712 | 1.136 | 1.148 | 187 | 223 |
| Bruttobetrag der wertgeminder ten Kundenforderungen |
1.899 | 0 | 33 | 58 | 65 | 98 | 384 | 1.261 |
| Wertminderungen | -1.465 | 0 | -33 | -58 | -64 | -86 | -171 | -1.053 |
| Buchwert | 81.800 | 65.474 | 11.486 | 1.712 | 1.137 | 1.160 | 400 | 431 |
| Stand | nicht | überfällig Überfällig in Tagen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert 31.12.09 | 31.12.2010 | <30 | <30 | 30-60 | 61-90 | 91-180 | 181-360 | >360 |
| Nicht wertgeminderte Kundenforderungen |
65.813 | 57.031 | 5.803 | 1.314 | 473 | 865 | 220 | 107 |
| Bruttobetrag der wertgeminder ten Kundenforderungen |
2.221 | 15 | 18 | 2 | 42 | 235 | 430 | 1.479 |
| Wertminderungen | -1.553 | -15 | -18 | -1 | -24 | -145 | -210 | -1.140 |
| Buchwert | 66.481 | 57.031 | 5.803 | 1.315 | 491 | 955 | 440 | 446 |
Die Wertminderung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich wie folgt entwickelt:
Das theoretisch maximale Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem bilanzierten Wert von 83.265 Tsd. Euro (Vorjahr: 68.033 Tsd. Euro). Das Risiko reduziert sich durch Sicherheiten, Kreditversicherungen und andere Bonitätsverbesserungen.
Der Konzern verkauft einen Teil seiner Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über ein asset backed securities-Programm ("ABS-Programm"). Im Rahmen des Programms werden Einzelforderungen dem Forderungskäufer angeboten und mit Annahme des Angebots an den Käufer abgetreten. Das Aufkaufvolumen beträgt maximal 12 Mio. Euro. Aus den veräußerten Forderungen verbleiben wesentliche Chancen und Risiken bei der Konzerngesellschaft, wodurch die Voraussetzung der wirtschaftlichen Übertragung des Eigentums und der Ausbuchung der Kundenforderungen nicht erfüllt sind. Die Vermögenswerte werden dementsprechend in voller Höhe bilanziert. Am 31. Dezember 2011 betrugen die übertragenen Kundenforderungen 10.591 Tsd. Euro (Vorjahr: 9.642 Tsd. Euro). Diesem Betrag steht in gleicher Höhe eine Verbindlichkeit gegenüber. Zur Deckung von Kosten und Risiken hat die Käufergesellschaft neben dem Dauerabschlag von 200 Tsd. Euro einen Abschlag von 759 Tsd. Euro (Vorjahr: 956 Tsd. Euro) einbehalten, wovon 160 Tsd. Euro (Vorjahr: 254 Tsd. Euro) als sonstige betriebliche Aufwendungen und 599 Tsd. Euro (Vorjahr: 702 Tsd. Euro) als sonstige Vermögensgegenstände gebucht wurden. Zur Sicherung der Ansprüche aus den übertragenen Kundenforderungen wurde eine ABS-Kreditversicherung abgeschlossen.
| Wertminderung (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Stand am 01. Januar | 1.553 | 1.076 |
| Zugänge durch Veränderung des Konsolidierungskreises | 235 | 182 |
| Aufwandswirksame Zuführungen | 198 | 472 |
| Verbrauch und Auflösung | -525 | -177 |
| Wechselkursänerungen | 4 | 0 |
| Stand am 31. Dezember | 1.465 | 1.553 |
Der Allgeier Konzern hat im Jahr 2008 die Allgeier DL GmbH, München, veräußert. Zur Absicherung eines Teils der Garantien und Gewährleistungen, die die Verkäuferin in einem üblichen Umfang übernommen hat, wurde vom Kaufpreis ein Betrag von 4.500 Tsd. Euro einbehalten und auf einem verzinslichen Treuhandkonto hinterlegt. Einschließlich der bis zum 31. Dezember 2011 auf dem Konto aufgelaufenen Zinsen ist die Gewährleistungssumme um 256 Tsd. Euro auf 4.756 Tsd. Euro angestiegen. Bei Freigabe stehen die Zinsen dem Allgeier Konzern zu. Nachdem nach wie vor Risiken aus den Garantien und Gewährleistungen existieren, wurde das Treuhandkonto mit einem Betrag von 4.614 Tsd. Euro wertberichtigt. Die Veränderung des Wertberichtigungskontos in Höhe von 40 Tsd. Euro wurde als aufwandswirksame Zuführung erfasst. Über den nicht wertberichtigten verbleibenden Betrag von 142 Tsd. Euro bestehen konkrete Gewährleistungsansprüche, die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten verbucht wurden. Die Wertberichtigung auf das Gewährleistungskonto beruht auf Schätzungen und Annahmen. Sollten die Schätzungen und Annahmen nicht zutreffen, ist in den nächsten Geschäftsjahren mit ergebniswirksamen Anpassungen zu rechnen. Die bestehenden Gewährleistungsrisiken im Zusammenhang mit der Veräußerung der Anteile an der Allgeier DL werden im Lagebericht näher dargestellt.
Die Mietkautionen sind an die Laufzeit der Mietverträge gekoppelt, die im Wesentlichen Restlaufzeiten von über einem Jahr haben. In den Forderungen gegen Mitarbeiter ist ein langfristiges Darlehen von 40 Tsd. Euro (Vorjahr: 0 Tsd. Euro) enthalten. Alle übrigen sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte haben Laufzeiten von unter einem Jahr und sind nicht fällig.
Der Restkaufpreis aus der Veräußerung der Allgeier DL und die Darlehensforderungen sind verzinslich.
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (in Tsd. Euro) | 31.12.11 | 31.12.10 |
|---|---|---|
| Restkaufpreis aus Veräußerung Allgeier DL GmbH (einschließlich aufgelaufener Zinsen) |
4.756 | 4.716 |
| Forderungen aus dem ABS-Programm | 1.018 | 873 |
| Mietkautionen | 435 | 202 |
| Forderungen gegen Mitarbeiter | 430 | 157 |
| Sicherheitsleistungen an Lieferanten | 399 | 184 |
| Debitorische Kreditoren | 76 | 19 |
| Darlehensforderungen | 42 | 13 |
| Übrige | 676 | 453 |
| Einzelwertberichtigungen | -4.614 | -4.574 |
| Gesamt | 3.176 | 2.030 |
6. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
7. Andere kurzfristige Vermögenswerte
Die anderen kurzfristigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
8. Zahlungsmittel
Die Zahlungsmittel gliedern sich wie folgt:
| Andere kurzfristige Vermögenswerte (in Tsd. Euro) | 31.12.11 | 31.12.10 |
|---|---|---|
| Rechnungsabgrenzungsposten | 5.512 | 4.186 |
| Umsatzsteuerforderungen | 1.567 | 1.387 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 247 | 241 |
| Gesamt | 7.326 | 5.814 |
| Zahlungsmittel (in Tsd. Euro) | 31.12.11 | 31.12.10 |
|---|---|---|
| Bankguthaben | 31.918 | 61.296 |
| Kassenbestände | 26 | 20 |
| Gesamt | 31.944 | 61.316 |
Die Rechnungsabgrenzungsposten haben in Höhe von 446 Tsd. Euro (Vorjahr: 417 Tsd. Euro) Laufzeiten zwischen einem und fünf Jahren. Alle übrigen anderen kurzfristigen Vermögenswerte haben Laufzeiten von bis zu einem Jahr.
Die Bankguthaben bei Kreditinstituten beinhalten Festgelder und laufende Kontokorrentguthaben. Sie sind äußerst liquide und stehen kurzfristig als Zahlungsmittel zur Verfügung. Die Sichtguthaben unterliegen keinen oder nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken.
9. Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der Allgeier Holding AG belief sich am 31. Dezember 2011 auf 9.071.500,00 Euro (Vorjahr: 9.071.500,00 Euro) und ist eingeteilt in 9.071.500 Stück Inhaberaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.
Die Aktie der Allgeier Holding AG wurde am 30. Dezember 2011 mit einem Schlusskurs im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse von 10,73 Euro bewertet. Im Vorjahr hatte die Aktie einen Schlusskurs von 10,35 Euro. Es sind keine Vorzugsaktien oder andere Aktien mit besonderen Rechten oder Beschränkungen ausgegeben.
Bedingtes Kapital
Das Grundkapital der Allgeier Holding AG ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 um 3.000.000 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009). Das Bedingte Kapital 2009 dient der Bedienung von Wandel-, Options- und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten, die von der Gesellschaft oder einem Unternehmen, an dem die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, bis zum 15. Juni 2014 auf der Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 ausgegeben werden können. Die Allgeier Holding AG hat bislang keine entsprechenden Wandlungs- und Optionsrechte ausgegeben.
Das Grundkapital der Allgeier Holding AG ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 um 750.000 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2010). Das Bedingte Kapital 2010 dient der Bedienung von Optionsrechten gemäß dem Aktienoptionsplan 2010, die von der Gesellschaft bis zum 16. Juni 2015 ausgegeben werden können. Die Allgeier Holding AG hat bislang keine entsprechenden Optionsrechte an Mitarbeiter oder Vorstände ausgegeben.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 ermächtigt, das Grundkapital der Allgeier Holding AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 16. Juni 2015 gegen Bar- oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 2.267.875,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für folgende Fälle auszuschließen:
(a) bei einer Bezugsrechtsemission für aufgrund des Bezugsverhältnisses entstehende Spitzenbeträge,
(b) für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an
- Unternehmen, wenn der Erwerb im Interesse der Gesellschaft liegt,
- wesentlich unterschreitet.
(c) für eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage für einen Anteil am Genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt 453.575,00 Euro, sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht
Der Vorstand ist ferner durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Juni 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Allgeier Holding AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 20. Juni 2016 gegen Bar- oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 2.267.875,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Dabei ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für folgende Fälle auszuschließen:
(a) bei einer Bezugsrechtsemission für aufgrund des Bezugsverhältnisses entstehende Spitzenbeträge,
(b) für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an
- Unternehmen, wenn der Erwerb im Interesse der Gesellschaft liegt,
- wesentlich unterschreitet.
(c) für eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage für einen Anteil am genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt 453.575,00 Euro, sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht
Der Vorstand hat im Geschäftsjahr 2011 von der erteilten Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals I oder des Genehmigten Kapitals II keinen Gebrauch gemacht.
10. Kapitalrücklagen
Die Kapitalrücklagen beinhalten Beträge über dem Nennbetrag des gezeichneten Kapitals.
11. Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen beinhalten gebuchte Gewinnbestandteile aus vergangenen Zeiträumen.
12. Eigene Anteile
Die am 17. Juni 2010 abgehaltene Hauptversammlung der Allgeier Holding AG hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 16. Juni 2015 eigene Aktien der Gesellschaft in einem Umfang von bis zu 907.150 Stück Aktien (10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung) mit der Maßgabe zu erwerben, dass auf diese zusammen mit anderen eigenen Aktien, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, nicht mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand Gebrauch gemacht und im Geschäftsjahr 2011 insgesamt 87.142 Stück (Vorjahr: 112.569 Stück) eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 12,63 Euro (Vorjahr: 8,72 Euro) erworben.
Der Allgeier Konzern hat einen Teil des Kaufpreises der Nagarro, Inc. in Höhe von 1.000 Tsd. USD mit 56.417 Stück eigenen Aktien der Allgeier Holding AG beglichen. Die Aktien hatten am Abgabestichtag bei einem Kurs von 12,38 Euro einen Zeitwert von 698 Tsd. Euro. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von 275 Tsd. Euro zwischen dem Buchwert der abgegebenen Aktien in Höhe von 423 Tsd. Euro und dem Zeitwert wurde erfolgsneutral im Eigenkapital vereinnahmt.
Der Bestand der eigenen Aktien hat sich wie folgt entwickelt:
13. Gewinnvortrag
Der Gewinnvortrag des Konzerns hat sich wie folgt entwickelt:
Für den Erwerb der zum 31. Dezember 2011 gehaltenen eigenen Aktien sind 5.154 Tsd. Euro (Vorjahr: 4.468 Tsd. Euro) abgeflossen. Bewertet mit dem Stichtagskurs am 31. Dezember 2011 (Schlusskurs zum 30. Dezember 2011 im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) von 10,73 Euro je Aktie rechnet sich für die eigenen Aktien einen Zeitwert von insgesamt 7.371 Tsd. Euro und eine in den eigenen Aktien enthaltene stille Reserve von 2.217 Tsd. Euro. Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 entfällt auf die eigenen Aktien ein Anteil am Grundkapital von 7,57 % (Vorjahr: 7,23 %). Von den eigenen Aktien wurden 112.834 Stück zur Absicherung von Gewährleistungsansprüchen im Rahmen des Erwerbs der Nagarro, Inc. verpfändet und in einem Depot der Allgeier Nagarro Holding AG hinterlegt.
Die eigenen Anteile sind nicht dividendenberechtigt.
Der Allgeier Konzern erwarb mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 14. Dezember 2012 sämtliche 49,2 % ausstehenden Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter der G-AG Beteiligungs GmbH, München. Für die Anteile vereinbarte der Konzern einen festen Kaufpreis von 720 Tsd. Euro und bedingte Kaufpreisanteile in Höhe von insgesamt maximal 480 Tsd. Euro, die von der Erreichung von Ergebniszielen der Jahre 2011 bis 2013 abhängig sind. Der Fair Value der variablen Anteile beträgt am 31. Dezember 2011 480 Tsd. Euro. Aufgrund eines längerfristigen Anteils erfolgte die Abzinsung auf den Barwert von 465 Tsd. Euro. Der Unterschiedsbetrag aus dem Kaufpreis und dem Eigenkapitalanteil der nicht kontrollierenden Gesellschafter in Höhe von 1.173 Tsd. Euro wurde als erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung gebucht. Der bisherige Eigenkapitalanteil der nicht kontrollierenden Gesellschafter in Höhe von 12 Tsd. Euro wurde ausgebucht.
Das auf die Anteilseigner der Allgeier Holding AG entfallende Periodenergebnis des Vorjahres von 8.345 Tsd. Euro (Vorjahr: 5.166 Tsd. Euro) wurde in den Gewinnvortrag übertragen.
In ihrer Sitzung am 21. Juni 2011 beschloss die Jahreshauptversammlung der Allgeier Holding AG eine Gewinnausschüttung von 0,50 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,50 Euro je Aktie). Die Dividende betrug insgesamt 4.164 Tsd. Euro (Vorjahr: 4.199 Tsd. Euro). Es waren 8.328.129 Stück Aktien (Vorjahr: 8.397.271 Stück Aktien) dividendenberechtigt.
14. Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen
Die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen gliedern sich wie folgt:
| eigene Aktien (Stück) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Bestand am 01. Januar | 656.229 | 561.660 |
| Zugänge | 87.142 | 112.569 |
| Abgabe eigener Aktien im Rahmen des Erwerbs der Nagarro, Inc. | -56.417 | 0 |
| Abgabe eigener Aktien im Rahmen des Erwerbs der Terna Holding | 0 | -18.000 |
| Depotbestand eigene Aktien am 31. Dezember | 686.954 | 656.229 |
| erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen (in Tsd. Euro) | 31.12.11 | 31.12.10 |
|---|---|---|
| Währungsdifferenzen | 4.126 | 724 |
| Anteiliger Erwerb Tochtergesellschaften mit eigenen Aktien | 594 | 319 |
| Cash Flow Hedge | -101 | 0 |
| Erwerb Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter über Buchwert | -2.383 | -1.210 |
| Geamt | 2.236 | -167 |
| Gewinnvortrag (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Gewinnvortrag am 01. Januar | 57.426 | 56.459 |
| Periodenergebnis des Vorjahres | 8.345 | 5.166 |
| Ausschüttung an Aktionäre der Allgeier Holding AG | -4.164 | -4.199 |
| Gewinnvortrag am 31. Dezember | 61.607 | 57.426 |
15. Eigenkapitalanteil nicht kontrollierender Gesellschafter
Der Eigenkapitalanteil nicht kontrollierender Gesellschafter zeigt die auf andere Gesellschafter entfallenden Anteile am Eigenkapital von Tochtergesellschaften. Er hat sich wie folgt entwickelt:
17. Langfristige und kurzfristige Finanzschulden
Die Finanzschulden gliedern sich wie folgt:
16. Langfristige und kurzfristige Genussrechtsverbindlichkeiten
Die Allgeier Holding AG hat im Jahr 2004 ein erstes Genussrecht in Höhe von 7.000 Tsd. Euro und im Jahr 2005 ein weiteres Genussrecht in Höhe von 6.000 Tsd. Euro ausgegeben. Als Vergütung wurden ein fester Garantiegewinn und eine am Jahresüberschuss des Konzerns orientierte erfolgsabhängige Vergütung vereinbart. Eine Verlustbeteiligung ist ausgeschlossen. Für das Berichtsjahr 2011 wurde der Garantiegewinn der ersten Emission mit 7,5 % p.a. (Vorjahr: 7,5 % p.a.) und der zweiten Emission mit 6,9 % p.a. (Vorjahr: 6,9 % p.a.) vergütet. Der Aufwand ist in den Zinsaufwendungen enthalten. Das erste Genussrecht wurde im Dezember 2011 zurückgeführt. Das zweite Genussrecht ist im Dezember 2012 zu tilgen. Das Genussrecht ist mit einem Rangrücktritt versehen.
Die Allgeier Holding AG hat im Dezember 2011 ein Darlehen in Höhe von 19.000 Tsd. Euro abgeschlossen. Mit den erhaltenen Mitteln wurde das Akquisitionsdarlehen der Allgeier IT Solutions AG vorzeitig zurückbezahlt. Das Darlehen wird mit einem Zinssatz auf Basis des 1-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge von 2,5 %-Punkten verzinst. Im Februar 2012 konnte die Allgeier Holding AG ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 70 Mio. Euro platzieren. Mit den Mitteln aus dem Schuldschein wurde das 19-Mio.-Darlehen vollständig abgelöst.
| Eigenkapitalanteil nicht kontrollierender Gesellschafter (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Stand am 01. Januar | 3.706 | 1.753 |
| Zugang Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter | 0 | 1.501 |
| Auf nicht kontrollierende Gesellschafter entfallendes Periodenergebnis | 934 | 353 |
| Erwerb von Anteilen nicht kontrollierender Gesellschafter | -12 | 0 |
| Ausschüttungen an nicht kontrollierende Gesellschafter | -189 | -123 |
| Erfolgsneutrale Wechselkursveränderungen | 37 | 222 |
| Stand am 31. Dezember | 4.476 | 3.706 |
| Langfristige und kurzfristige Finanzschulden (in Tsd. Euro) | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | davon langfristig |
davon kurzfristig |
Gesamt | davon langfristig |
davon kurzfristig |
|||
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |||||||
| Darlehen der Allgeier Holding AG | 19.000 | 0 | 19.000 | 0 | 0 | 0 | ||
| Vendor Darlehen aus dem Erwerb der Nagarro, Inc. |
2.354 | 2.354 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Vendor Darlehen aus dem Erwerb der Goetzfried AG |
1.974 | 0 | 1.974 | 2.194 | 0 | 2.194 | ||
| Vendor Darlehen aus dem Erwerb der mgm tp München |
382 | 0 | 382 | 382 | 0 | 382 | ||
| Akquisitionsdarlehen in der Terna Zentrum Innsbruck |
400 | 280 | 120 | 520 | 400 | 120 | ||
| Sparkassendarlehen der Terna Zentrum Innsbruck |
350 | 0 | 350 | 350 | 0 | 350 | ||
| Verbindlichkeiten aus ABS-Programm | 10.591 | 0 | 10.591 | 9.642 | 0 | 9.642 | ||
| Betriebsmittelkredit der Nagarro Software Pvt. Ltd. |
288 | 0 | 288 | 0 | 0 | 0 | ||
| Sonstige | 32 | 0 | 32 | 0 | 0 | 0 | ||
| Akquisitionsdarlehen der Allgeier IT Solutions AG |
0 | 0 | 0 | 18.727 | 14.977 | 3.750 | ||
| Förderkredite der mgm tp Köln | 0 | 0 | 0 | 339 | 213 | 126 | ||
| Kontokorrentkredit der Terna Zentrum Innsbruck |
0 | 0 | 0 | 205 | 0 | 205 | ||
| Sparkassendarlehen der Terna Zentrum Innsbruck |
0 | 0 | 0 | 130 | 0 | 130 | ||
| Förderkredit der Terna Zentrum Innsbruck | 0 | 0 | 0 | 56 | 56 | 0 | ||
| 35.371 | 2.634 | 32.737 | 32.545 | 15.646 | 16.899 |
Die Gesellschafterin der im Geschäftsjahr 2011 vom Allgeier Konzern erworbenen Nagarro, Inc. erhielt von den Verkäufern der Gesellschaft ein Vendor Darlehen in Höhe von 3.000 Tsd. USD. Das Darlehen dient der Deckung von Gewährleistungsansprüchen aus dem Aktienkaufvertrag. Ein Teil des Darlehens in Höhe von 1.000 Tsd. USD ist am 30. September 2013 zurückzuführen. Die verbleibenden 2.000 Tsd. USD sind am 30. September 2014 zu tilgen. Die Verzinsung des Darlehens erfolgt auf Basis des 12-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge von 2 %-Punkte. Die Zinsen erhöhen die Darlehenssumme und werden zusammen mit den Tilgungsraten zurückbezahlt.
Die Goetzfried AG, Wiesbaden, hat im Geschäftsjahr 2006 von einem Verkäufer der Gesellschaft ein Vendor Darlehen in Höhe von 1.974 Tsd. Euro bekommen. Die Laufzeit des Darlehens ist unbefristet. Es wird mit 5,0 % p.a. verzinst. Im Geschäftsjahr 2011 wurden die laufenden Zinsen und nicht ausbezahlte Zinsen aus Vorjahren bezahlt.
Die mgm tp München hat im Jahr 2006 von einem Verkäufer der Gesellschaft ein Darlehen mit einem Ursprungsbetrag von 300 Tsd. Euro erhalten. Das Darlehen ist unbefristet und wird mit 5 % verzinst. Einschließlich aufgelaufener Zinsen aus Vorjahren weist das Darlehen zum 31. Dezember 2011 eine Restschuld von 382 Tsd. Euro (Vorjahr: 382 Tsd. Euro) aus.
Die Terna Zentrum Innsbruck erhielt im März 2010 ein Akquisitionsdarlehen zum Erwerb einer zwischenzeitlich auf die Terna Innsbruck verschmolzenen Tochtergesellschaft. Es hatte einen Ursprungsbetrag von 600 Tsd. Euro und ist monatlich mit 10 Tsd. Euro zu tilgen. Für das Darlehen wurden feste Zinsen auf Basis des 3-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge von 1,75 %-Punkten vereinbart.
Die Terna Innsbruck vereinbarte ein Sparkassendarlehen in Höhe von 350 Tsd. Euro zur Finanzierung von Exporten. Das Darlehen ist unbefristet und wird mit einem variablen Zinssatz von derzeit 2 % verzinst. Als Sicherheiten wurden alle Forderungen aus dieser Finanzierung bestellt.
Die Verbindlichkeiten aus den übertragenen Kundenforderungen (ABS-Programm) beliefen sich am 31. Dezember 2011 auf 10.591 Tsd. Euro (Vorjahr: 9.642 Tsd. Euro). Sie werden auf der Basis eines an den 1-Monats-EURIBOR angelehnten Zinssatzes zuzüglich einer Marge von 1,06 %-Punkten verzinst. Die Verbindlichkeiten sind durch Abtretung der übertragenen Forderungen und Verpfändung der Bankguthaben aus Zahlungseingängen dieser Forderungen besichert. Der Buchwert der verpfändeten Bankguthaben beträgt am 31. Dezember 2011 1.391 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.148 Tsd. Euro).
Mit dem Erwerb der Nagarro Gruppe ging dem Konzern ein Betriebsmittelkredit zu, der zum 31. Dezember 2011 in Höhe von 288 Tsd. Euro in Anspruch genommen war. Der Kredit hat eine Laufzeit bis zum 24. Februar 2012 und wird mit einem Zinssatz von 8,018 % verzinst.
Zahlungsstörungen während des Berichtszeitraums sowie nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht aufgetreten.
18. Rückstellungen für Pensionen
Im Allgeier Konzern bestehen für 13 Personen Leistungszusagen zur betrieblichen Altersversorgung in Form von unmittelbaren Direktzusagen. Von den berechtigten Personen waren am 31. Dezember 2011 fünf Mitarbeiter aktiv im Allgeier Konzern tätig, sechs Personen sind ausgeschiedene ehemalige Mitarbeiter und zwei Personen sind Rentner. Die Zusagen sehen in 12 Fällen die Zahlung von fest vereinbarten monatlichen Beträgen bzw. von Festbeträgen auf Basis der letzten Gehälter vor. In einem Fall wurde eine volldynamische Rente mit einem jährlichen Steigerungsbetrag von 2 % vereinbart. Die Rentenzahlungen werden ab dem zugesagten Rentenalter von 60 bzw. 66 Jahren bzw. bei Invalidität geleistet. Teilweise sind Witwenrenten vereinbart. Sämtliche Zusagen sind unverfallbar.
Die Anzahl der Versorgungsempfänger hat sich im Jahr 2011 wie folgt entwickelt:
Für Pensionsverpflichtungen wurden im Allgeier Konzern Rückstellungen in Höhe von 954 Tsd. Euro (Vorjahr: 932 Tsd. Euro) gebildet. Sie lassen sich wie folgt überleiten:
| Versorgungsempfänger | aktive Mitarbeiter | ehemalige Mitarbeiter | Rentner | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Stand am 01. Januar 2011 | 6 | 6 | 1 | 13 |
| Statusänderungen | -1 | 0 | 1 | 0 |
| Stand am 31. Dezember 2011 | 5 | 6 | 2 | 13 |
| Rückstellungen für Pensionen (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Überleitung Anwartschaftsbarwert: | ||
| Anwartschaftsbarwert am 01. Januar 2011 | 1.217 | 1.265 |
| Dienstzeitaufwand | 39 | 44 |
| Zinsaufwand | 68 | 68 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 11 | -91 |
| Pensionszahlungen | -19 | -12 |
| Abgänge | 0 | -57 |
| Anwartschaftsbarwert am 31. Dezember 2011 | 1.316 | 1.217 |
| Überleitung Planvermögen: | ||
| Planvermögen zum Zeitwert am 01. Januar 2011 | 285 | 313 |
| Erträge des Fondsvermögens | -3 | 3 |
| Beiträge durch Arbeitgeber | 80 | 17 |
| Abgänge | 0 | -48 |
| Verrechnetes Planvermögen zum Zeitwert am 31. Dezember 2011 | 362 | 285 |
| Rückstellungen für Pensionen | 954 | 932 |
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste enthalten die Unterschiede zwischen dem planmäßigen und tatsächlichen Anwartschaftsbarwert am Jahresende sowie die Effekte aus der Änderung der Bewertungsparameter. Sie werden sofort und in voller Höhe ergebniswirksam verbucht. Das Fondsvermögen besteht aus Barwerten von Rückdeckungsversicherungen. Aus den Versicherungen wird eine marktgerechte Rendite von aktuell ca. 2 Prozent p.a. erwartet. In zwei Fällen betreffen die Leistungszusagen in Tochtergesellschaften tätige Schlüsselpersonen. Der Anwartschaftsbarwert für diese beiden Personen betrug am 31. Dezember 2011 insgesamt 447 Tsd. Euro (Vorjahr: 419 Tsd. Euro). Das damit in Verbindung stehende Planvermögen belief sich auf 214 Tsd. Euro (Vorjahr: 141 Tsd. Euro).
Die Anwartschaftsbarwerte sind wie folgt durch Planvermögen gedeckt:
Die Entwicklung der Nettoverpflichtung der Versorgungszusagen hat sich in den letzten fünf Jahren wie folgt entwickelt:
Zur Ermittlung des erwarteten Verlaufs des Fondsvermögens wurde eine Rendite von 2 % pro Jahr unterstellt. Die Einzahlungen in das Fondsvermögen werden in 2012 voraussichtlich 16 Tsd. Euro betragen.
Im Geschäftsjahr wurden für beitragsorientierte Versorgungszusagen Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 11 Tsd. Euro (Vorjahr: 33 Tsd. Euro) geleistet.
Die Erträge und Aufwendungen aus der Veränderung der Pensionsrückstellung flossen in die Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt ein:
| Anwartschaftsbarwerte (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Teilweise kapitalgedeckt | 748 | 657 |
| Nicht kapitalgedeckt | 568 | 560 |
| Anwartschaftsbarwert | 1.316 | 1.217 |
| Erträge und Aufwendungen aus Veränderung Pensionsrückstellung (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Personalaufwand | ||
| Dienstzeitaufwand | 39 | 44 |
| Versicherungsmathematische Gewinne | 11 | -91 |
| Pensionszahlungen | -19 | -12 |
| Personalaufwand | 31 | -59 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| Zinsaufwand | 68 | 68 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 68 | 68 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen / Erträge | ||
| Erträge des Fondsvermögens | -3 | 3 |
| Entwicklung der Nettoverpflichtung (in Tsd. Euro) |
31.12.11 | 31.12.10 | 31.12.09 | 31.12.08 | 31.12.07 |
|---|---|---|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen | 1.316 | 1.217 | 1.265 | 729 | 1.131 |
| Zeitwert des Fondsvermögens | -362 | -285 | -313 | -441 | -399 |
| Nettoverpflichtung | 954 | 932 | 952 | 288 | 732 |
| Abweichungen zwischen tatsächlichem und erwarteten Verlauf der Versorgungszusagen |
-295 | -306 | -215 | -242 | -161 |
| Abweichungen zwischen tatsächlichem und erwarteten Verlauf des Fondsvermögens |
-9 | 1 | 4 | -6 | -2 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (in Tsd. Euro) | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | davon langfristig |
davon kurzfristig |
Gesamt | davon langfristig |
davon kurzfristig |
||
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | ||||||
| Bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten | 26.674 | 22.192 | 4.482 | 5.195 | 3.203 | 1.992 | |
| Ausstehende Eingangsrechnungen | 3.749 | 0 | 3.749 | 4.017 | 0 | 4.017 | |
| Urlaubsverpflichtungen | 2.568 | 0 | 2.568 | 1.756 | 0 | 1.756 | |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.053 | 0 | 2.053 | 1.127 | 0 | 1.127 | |
| Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt | 1.898 | 0 | 1.898 | 1.529 | 0 | 1.529 | |
| Verbindlichkeiten aus Finance Lease | 1.097 | 588 | 509 | 352 | 119 | 233 | |
| Arbeitszeitkonten | 746 | 0 | 746 | 568 | 0 | 568 | |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit |
439 | 0 | 439 | 374 | 0 | 374 | |
| Kreditorische Debitoren | 172 | 0 | 172 | 61 | 0 | 61 | |
| Negative Marktwerte aus Sicherungsinstru menten |
101 | 0 | 101 | 0 | 0 | 0 | |
| Übrige | 651 | 0 | 651 | 613 | 0 | 613 | |
| 40.148 | 22.780 | 17.368 | 15.592 | 3.322 | 12.270 |
19. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Die Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben wurden mit bereits feststehenden Beträgen oder dem Fair Value ihrer voraussichtlichen zukünftigen Zahlungen bewertet. Bei der Berechnung des Fair Values der Verpflichtung wurden die Planungsrechnungen der Gesellschaften zugrunde gelegt. In Abhängigkeit von der Erreichung der Planung der Gesellschaften können die bedingten Kaufpreisanteile höher oder niedriger als die passivierte Schuld ausfallen oder vollständig entfallen. Erforderliche Anpassungen der Verbindlichkeiten aufgrund besserer Erkenntnis zur Ergebnisentwicklung der betroffenen Gesellschaften erfolgen erfolgswirksam. Ausgenommen sind Anpassungen aufgrund nachträglicher Erkenntnisse in Bezug auf den Erwerbszeitpunkt der Tochtergesellschaft, sofern sie innerhalb der 12-Monatsfrist bekannt werden. In diesen Fällen erfolgt die Anpassung des Kaufpreises erfolgsneutral. Die langfristigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Barwert ihrer voraussichtlichen zukünftigen Auszahlungen angesetzt. Als Zinssätze werden von der Bundesbank veröffentlichte Marktzinsen verwendet, die sich in Abhängigkeit der Laufzeit der langfristigen Verbindlichkeiten zwischen 3,86 % und 4,28 % bewegen.
Der Nominalwert der langfristigen anderen Verbindlichkeiten beträgt am 31. Dezember 2011 23.946 Tsd. Euro (Vorjahr: 3.203 Tsd. Euro). Die langfristigen anderen Verbindlichkeiten haben Laufzeiten von zwischen einem und bis zu fünf Jahren.
Die kurzfristigen Kaufpreisverbindlichkeiten bestehen in Höhe von 3.651 Tsd. Euro (Vorjahr: 882 Tsd. Euro) aus bereits in dieser Höhe feststehenden Verpflichtungen und in Höhe von 831 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.110 Tsd. Euro) aus noch nicht endgültig vereinbarten und zum Fair Value bewerteten Kaufpreisanteilen.
Die im Vorjahr passivierte kurzfristige bedingte Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 1.992 Tsd. Euro wurde im Geschäftsjahr bezahlt. Von den langfristigen Verbindlichkeiten des Vorjahrs wurde der passivierte Earn Out aus dem Erwerb der BSR in Höhe von 1.203 Tsd. Euro erfolgswirksam aufgelöst, da die Zahlung eines Earn Outs nicht mehr erwartet wird. Der aus dem Vorjahr verbliebene bedingte Kaufpreis der Terna Holding AG in Höhe von 2.000 Tsd. Euro wurde im Geschäftsjahr aufgrund der guten Performance der Gesellschaft um 825 Tsd. Euro erfolgswirksam aufgestockt.
Aufgrund der Änderung des IFRS 3 wurden die Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben in die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten gegliedert und als Finanzinstrumente kategorisiert. Die Kaufpreisverbindlichkeiten des Vorjahres in Höhe von 5.195 Tsd. Euro, die aus den Unternehmenserwerben im Jahr 2010 stammen, wurden ebenfalls dieser Bilanzposition zugeordnet.
Die ausstehenden Eingangsrechnungen enthalten bis Buchungsschluss nicht eingegangene Rechnungen für im Geschäftsjahr empfangene Lieferungen und Leistungen.
In den Urlaubsverpflichtungen werden die Verpflichtungen aus am Bilanzstichtag noch nicht verbrauchten Resturlaubstagen passiviert. Die Aufwendungen pro Urlaubstag werden aus dem individuellen Durchschnittsgehalt der Mitarbeiter der letzten drei Monate des Geschäftsjahres ohne Berücksichtigung von Einmalzahlungen errechnet. Für Sozialkosten werden individuelle Zuschläge bzw. ein pauschaler Zuschlag von 23 % bis maximal zur Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt. Ansprüche aus vorweg genommenen Urlaubstagen werden nicht verrechnet.
Die Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt zeigen die im Januar 2012 fällige Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter der Konzerngesellschaften und Zahlungsverpflichtungen für Lohn- und Kirchensteuer.
In den Arbeitszeitkonten werden die Verpflichtungen aus Zeitsalden der Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter der Konzerngesellschaften ausgewiesen. Die Bewertung der Zeitkonten erfolgt mit dem individuellen Durchschnittsgehalt der Mitarbeiter der letzten drei Monate des Geschäftsjahres. Zuschläge für Urlaubs-, Krankheitszeiten und Feiertage sowie Einmalzahlungen sind in der Berechnung nicht berücksichtigt. Für Sozialkosten werden die individuellen Zuschläge bzw. ein pauschaler Zuschlag von 23 % bis maximal zur Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt.
20. Andere Verbindlichkeiten
Die anderen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
22. Andere kurzfristige Rückstellungen
Die anderen kurzfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
Die im Vorjahr passivierte Kaufpreisverbindlichkeit wurde im Geschäftsjahr in voller Höhe ausbezahlt.
21. Ertragsteuerrückstellungen
Die Ertragsteuerrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:.
Die Ertragsteuerrückstellungen haben Laufzeiten von bis zu einem Jahr.
| Andere Verbindlichkeiten (in Tsd. Euro) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | davon langfristig |
davon kurzfristig |
Gesamt | davon langfristig |
davon kurzfristig |
|
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |||||
| Kaufpreisverbindlichkeit aus Erwerb der DIDAS |
0 | 0 | 0 | 1.930 | 0 | 1.930 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus Erwerb der mgm tp Köln |
0 | 0 | 0 | 100 | 0 | 100 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus Erwerb der HSAG |
0 | 0 | 0 | 68 | 0 | 68 |
| Summe Kaufpreisverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 2.098 | 0 | 2.098 |
| Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer | 2.750 | 0 | 2.750 | 2.317 | 0 | 2.317 |
| Rechnungsabgrenzung | 6.529 | 748 | 5.781 | 5.404 | 566 | 4.838 |
| 9.279 | 748 | 8.531 | 9.819 | 566 | 9.253 |
| Andere kurzfristige Rückstellungen (in Tsd. Euro) | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2010 |
Zugang zum Konsolidie rungskreis |
Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Währungs differenzen |
Stand 31.12.2011 |
|
| Tantiemen und Gratifikationen |
4.779 | 1.245 | 4.771 | 124 | 6.492 | -97 | 7.524 |
| Passivierte Eventualschul den aus Kaufpreisallokationen |
1.048 | 274 | 279 | 0 | 0 | -10 | 1.033 |
| Abfindungen | 645 | 0 | 196 | 67 | 491 | 0 | 873 |
| Jahresabschluss | 586 | 20 | 512 | 53 | 629 | 1 | 671 |
| Berufsgenossenschaft | 338 | 0 | 330 | 8 | 368 | 0 | 368 |
| Aufbewahrung | 211 | 31 | 11 | 14 | 11 | -1 | 227 |
| Schwerbehinderten abgabe |
69 | 0 | 69 | 0 | 90 | 0 | 90 |
| Gewährleistungen | 21 | 97 | 23 | 0 | 159 | 0 | 254 |
| Sonstige | 648 | 22 | 200 | 117 | 280 | -2 | 631 |
| 8.345 | 1.689 | 6.391 | 383 | 8.520 | -109 | 11.671 |
| Ertragsteuerrückstellungen (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Stand am 01. Januar | 2.415 | 966 |
| Zugang aus Veränderung des Konsolidierungskreises | 356 | 873 |
| Verbrauch | 1.713 | 1.424 |
| Auflösung | 6 | 166 |
| Zuführung | 3.344 | 2.107 |
| Währungsdifferenzen | -11 | 59 |
| Stand am 31. Dezember | 4.385 | 2.415 |
Andere kurzfristige Rückstellungen (in Tsd. Euro)
| Stand 01.01.2010 |
Zugang zum Konsolidie rungskreis |
Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Währungs differenzen |
Stand 31.12.2010 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tantiemen und Gratifikationen |
3.758 | 80 | 3.517 | 119 | 4.575 | 1 | 4.779 |
| Passivierte Eventual schulden aus Kaufpreis allokationen |
748 | 350 | 50 | 0 | 0 | 0 | 1.048 |
| Abfindungen | 533 | 0 | 352 | 67 | 531 | 0 | 645 |
| Jahresabschluss | 614 | 36 | 512 | 47 | 494 | 2 | 586 |
| Berufsgenossenschaft | 236 | 0 | 226 | 9 | 338 | 0 | 338 |
| Aufbewahrung | 185 | 0 | 27 | 17 | 70 | 0 | 211 |
| Schwerbehinderten abgabe |
61 | 0 | 56 | 3 | 67 | 0 | 69 |
| Gewährleistungen | 51 | 0 | 51 | 0 | 21 | 0 | 21 |
| Sonstige | 600 | 102 | 315 | 78 | 333 | 4 | 648 |
| 6.786 | 568 | 5.105 | 341 | 6.429 | 7 | 8.345 |
Im Vorjahr haben sich die anderen kurzfristigen Rückstellungen wie folgt entwickelt: (siehe rechts)
Die anderen kurzfristigen Rückstellungen haben mit Ausnahme von längerfristigen Anteilen in den Rückstellungen für Aufbewahrung Laufzeiten von bis zu einem Jahr und sind nicht verzinslich. Der langfristige Anteil in den Aufbewahrungsrückstellung beträgt 186 Tsd. Euro (Vorjahr: 173 Euro).
Die Rückstellung für Tantiemen und Gratifikationen werden für Verpflichtungen gegenüber Management und Mitarbeitern von Konzerngesellschaften gebildet.
Die im Rahmen von Unternehmenserwerben passivierten Eventualschulden aus Kaufpreisallokationen setzen sich aus einem Haftungsrisiko aus dem Erwerb der DIDAS Business Services GmbH in Höhe von 748 Tsd. Euro (Vorjahr: 748 Tsd. Euro) und einer nachteiligen Abnahmeverpflichtung der im Jahr 2010 erworbenen Terna Gruppe in Höhe von 275 Tsd. Euro (Vorjahr: 300 Tsd. Euro) zusammen. Das Haftungsrisiko wird voraussichtlich nicht zum Tragen kommen. Die Gesellschaft geht von einer Auflösung der Rückstellung in den nächsten Jahren aus. Die nachteilige Abnahmeverpflichtung wird im Jahr 2012 verbraucht. Der verbleibende Rückstellungsbetrag von 10 Tsd. Euro (Vorjahr: 0 Tsd. Euro) betrifft einen erwarteten Verlust aus einem Kundenauftrag, der voraussichtlich innerhalb eines Jahres realisiert wird.
In der Rückstellung für Abfindungen werden Abfindungen und Gehaltsfortzahlungen ausscheidender Mitarbeiter passiviert.
Die Rückstellung für Jahresabschlusskosten beinhaltet externe und interne Kosten, die im Rahmen der Erstellung und Prüfung der Jahresabschlüsse und des Konzernabschlusses sowie der Steuererklärungen anfallen. Bei den internen Aufwendungen wurden die direkten Kosten für das eigene Personal zuzüglich eines Zuschlags von 23 % für Sozialkosten angesetzt.
Die Rückstellung für Aufbewahrung bildet die Kosten für die gesetzliche Aufbewahrungsverpflichtung ab. Die Berechnung entspricht einer Lagermiete für eine 10-jährige Aufbewahrungszeit mit einer Abzinsung auf Basis eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten sieben Jahre.
In den Gewährleistungen sind Rückstellungen für einzeln erfasste Gewährleistungsansprüche erfasst.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten drohende Verluste aus einem nicht genutzten Erbbaurecht von 216 Tsd. Euro (Vorjahr: 216 Tsd. Euro) und übrige Rückstellungen von 415 Tsd. Euro (Vorjahr: 432 Tsd. Euro).
| Finanzinstrumente (in Tsd. Euro) | ||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31. Dezember 2011 | Barmittel | Kredite und Forderungen |
Sonstige Verbindlichkeiten |
Finanzinvestitionen | Derivate | Leasingverhältnisse | ABS-Programm | |||||||
| Marktwert | Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert | Buchwert | |
| Aktiva | ||||||||||||||
| Sonstige Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 23 | 23 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
0 | 0 | 71.209 | 71.209 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 10.591 | 10.591 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte |
0 | 0 | 3.176 | 3.176 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen |
31.944 | 31.944 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Passiva | ||||||||||||||
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -101 | -101 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Langfristige Finanzschulden | 0 | 0 | 0 | 0 | -2.634 | -2.634 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten |
0 | 0 | 0 | 0 | -22.192 | -22.192 | 0 | 0 | 0 | 0 | -588 | -588 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Genussrechte | 0 | 0 | 0 | 0 | -6.000 | -6.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 0 | 0 | 0 | 0 | -22.146 | -22.146 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -10.591 | -10.591 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
0 | 0 | 0 | 0 | -36.520 | -36.520 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten |
0 | 0 | 0 | 0 | -17.367 | -17.367 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 31.944 | 31.944 | 74.385 | 74.385 | -106.859 | -106.859 | 23 | 23 | -101 | -101 | -588 | -588 | 0 | 0 |
23. Finanzinstrumente
Die Buch- und Marktwerte der Finanzinstrumente gliedern sich nach Bilanzpositionen und Klassen wie folgt:
| Finanzinstrumente (in Tsd. Euro) | ||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31. Dezember 2010 | Barmittel | Kredite und Forderungen |
Verbindlichkeiten | Sonstige | Finanzinvestitionen | Derivate | Leasingverhältnisse | ABS-Programm | ||||||
| Marktwert | Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert | Buchwert | |
| Aktiva | ||||||||||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
0 | 0 | 56.839 | 56.839 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 9.642 | 9.642 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte |
0 | 0 | 2.030 | 2.030 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 61.316 | 61.316 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Passiva | ||||||||||||||
| Langfristige Genussrechte | 0 | 0 | 0 | 0 | -6.000 | -6.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Langfristige Finanzschulden | 0 | 0 | 0 | 0 | -15.646 | -15.646 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten |
0 | 0 | 0 | 0 | -3.203 | -3.203 | 0 | 0 | 0 | 0 | -119 | -119 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Genussrechte | 0 | 0 | 0 | 0 | -7.000 | -7.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 0 | 0 | 0 | 0 | -7.257 | -7.257 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -9.642 | -9.642 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
0 | 0 | 0 | 0 | -29.824 | -29.824 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten |
0 | 0 | 0 | 0 | -12.270 | -12.270 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 61.316 | 61.316 | 58.869 | 58.869 | -81.200 | -81.200 | 0 | 0 | 0 | 0 | -119 | -119 | 0 | 0 |
Die Buch- und Marktwerte der Finanzinstrumente im Jahr 2010 gliedern sich nach Bilanzpositionen und Klassen wie folgt:
Die Finanzinstrumente gliedern sich nach Bewertungskategorien mit ihren Buchwerten wie folgt:
Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in Stufe 3 kategorisierten Finanzinstrumente zu Beginn der
Die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten erfolgte auf der Grundlage der verabschiedeten Planungen der Gesellschaften. Die nach den Planungen erwarteten Ergebnisse für die Zukunftsjahre wurden den in den Kaufverträgen vereinbarten Zielergebnissen gegenübergestellt und daraus der Fair Value der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit bestimmt.
Zur Absicherung von zukünftigen im Jahr 2012 mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Zahlungsströmen in Fremdwährung schließt der Allgeier Konzern Devisentermingeschäfte ab. Bei der indischen Tochtergesellschaft Nagarro Software Pvt. Ltd., Gurgaon, wurden die Währungen Euro (EUR) und US Dollar (USD), in denen die erbrachten Leistungen im Wesentlichen an die Endkunden fakturiert werden, in indische Rupien (INR), in denen die Bezugskosten (Personalaufwendungen und Einkauf von Fremdleistungen) anfallen, getauscht. Die Laufzeit der Geschäfte liegt jeweils unter einem Jahr. Die abgeschlossenen Termingeschäfte werden auf Grund der hohen Effektivität des Sicherungszusammenhangs im Konzernabschluss nach den Bestimmungen des Cash Flow Hedge abgebildet.
Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten sind nach drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten nach IFRS 7, Finanzinstrumente, wie folgt zugeordnet:
Die Hierarchiestufen der beizulegenden Zeitwerte und die Anwendung auf die Finanzinstrumente beschreibt der Allgeier Konzern wie folgt:
Stufe 1: Notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten auf aktiven Märkten
Stufe 2: Andere Bewertungsfaktoren, die für Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten direkt oder indirekt beobachtbar sind oder sich aus Preisen ableiten lassen
| Berichtsperiode auf den Wert per 31. Dezember 2011: | |||
|---|---|---|---|
| In Stufe 3 kategorisierte Finanzinstrumente (in Tsd. Euro) | |||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten |
Gesamt | |
| Stand am 01. Januar 2010 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 4.937 | 0 | 4.937 |
| Erfolgswirksam erfasste Fair Value-Änderungen |
0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral erfasste Fair Value-Änderungen |
0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Wechselkursänderungen | 258 | 0 | 258 |
| Stand am 31. Dezember 2010 | 5.195 | 0 | 5.195 |
| Zugänge | 19.888 | 465 | 20.353 |
| Erfolgswirksam erfasste Fair Value-Änderungen |
116 | 0 | 116 |
| Erfolgsneutral erfasste Fair Value-Änderungen |
0 | 0 | 0 |
| Abgänge | -1.980 | 0 | -1.980 |
| Wechselkursänderungen | 1.592 | 0 | 1.592 |
| Stand am 31. Dezember 2011 | 24.811 | 465 | 25.276 |
Stufe 3: Bewertungsfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren
| 129.827 |
|---|
| 85.766 |
| 5.195 |
| 0 |
| 31. Dezember 2011 (in Tsd. Euro) | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten | 0 | 0 | 24.811 | 24.811 |
| Derivate | 0 | 101 | 0 | 101 |
| 0 | 101 | 24.811 | 24.912 | |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten | 0 | 0 | 465 | 465 |
| 31. Dezember 2010 (in Tsd. Euro) | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten | 0 | 0 | 5.195 | 5.195 |
Im Einzelnen stellen sich die Transaktionen wie folgt dar: Die Nettogewinne und -verluste aus den Finanzinstrumenten setzen sich wie folgt zusammen:
Im Vorjahr setzten sich die Nettogewinne und -verluste aus den Finanzinstrumenten wie folgt zusammen:
Da die Aufwendungen für diese Devisentermingeschäfte nicht steuerlich anerkannt werden, wurden keine latenten Steuern abgegrenzt (permanente Differenzen). Der Cash Flow Hedge wird in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen ausgewiesen. Er hat sich wie folgt entwickelt:
Die zukünftig abgesicherten Zahlungsströme werden im Jahr 2012 in Höhe von insgesamt 101 Tsd. Euro Einfluss auf das Periodenergebnis nehmen.
| Transaktionen (in Tsd. Euro) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |||||
| Devisentermingeschäfte | Nominal | Aktiva | Passiva | Nominal | Aktiva | Passiva |
| INR / EUR | 1.200 | 0 | 8 | 0 | 0 | 0 |
| INR / USD | 2.700 | 0 | 93 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 101 | 0 | 0 |
| Nettogewinne und -verluste (in Tsd. Euro) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31. Dezember 2011 | Sonstige betriebliche Erträge |
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
Zinsen und ähnliche Erträge |
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
Gesamt |
| Barmittel | 0 | 0 | 376 | 0 | 376 |
| Kredite und Forderungen | 831 | -530 | 1 | 0 | 302 |
| davon aus Wertminderungen | 0 | -198 | 0 | 0 | -198 |
| Übertragene finanzielle Vermögens werte, die die Voraussetzung einer Ausbuchung nicht erfüllen (ABS Programm) |
0 | -160 | 2 | -280 | -438 |
| Leasingverhältnisse | 0 | 0 | 0 | -38 | -38 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert |
1.054 | -904 | 0 | -324 | -174 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.409 | - 2.698 | 0 | -2.179 | -3.468 |
| Summe Nettogewinn-/verlust aus Finanzinstrumenten |
3.294 | -4.292 | 379 | - 2.821 | -3,440 |
| Nettogewinne und -verlustE (in Tsd. Euro) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31. Dezember 2010 | Sonstige betriebliche Erträge |
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
Zinsen und ähnliche Erträge |
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
Gesamt |
| Barmittel | 0 | 0 | 448 | 0 | 448 |
| Kredite und Forderungen | 424 | -800 | 4 | 0 | -372 |
| davon aus Wertminderungen | 0 | -472 | 0 | 0 | -472 |
| Übertragene finanzielle Vermögens werte, die die Voraussetzung einer Ausbuchung nicht erfüllen (ABS Programm) |
0 | -254 | 0 | -102 | -356 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanz instrumente |
53 | 0 | 0 | -21 | 32 |
| Leasingverhältnisse | 0 | 0 | 0 | -25 | -25 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | -1.332 | -1.332 |
| Summe Nettogewinn-/verlust aus finanziellen Verbindlichkeiten |
477 | -1.054 | 452 | -1.480 | -1.605 |
| Cash Flow Hedge (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Stand am 1.1. | 0 | 0 |
| Zugang erfolgsneutral | 101 | 0 |
| Abgang erfolgswirksam | 0 | 0 |
| Stand am 31.12. | 101 | 0 |
C. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind die Ergebnisse der neu erworbenen Tochtergesellschaften zeitanteilig ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung enthalten.
24. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt: (siehe rechts)
25. Materialaufwand
Der Materialaufwand gliedert sich wie folgt: (siehe rechts)
26. Personalaufwand
Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt: (siehe rechts)
Im Allgeier Konzern waren im Geschäftsjahr 2011 durchschnittlich 1.999 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.304 Mitarbeiter) beschäftigt. Am Stichtag 31. Dezember 2011 hatte der Konzern 2.546 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.339 Mitarbeiter). Von den im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeitern leisten 1.462 Mitarbeiter (Vorjahr: 914 Mitarbeiter) direkt für Kundenaufträge. Die übrigen durchschnittlichen 537 Mitarbeiter (Vorjahr: 390 Mitarbeiter) sind im Vertrieb, der Administration und sonstigen Bereichen beschäftigt. Zum 31. Dezember 2011 hatte der Konzern 1.926 Mitarbeiter (Vorjahr: 932 Mitarbeiter), die im Rahmen von Kundenaufträgen tätig waren. Die in den übrigen Bereichen beschäftigten Mitarbeiter beliefen sich am 31. Dezember 2011 auf 620 Personen (Vorjahr: 407 Personen).
Die Ermittlung der Durchschnittswerte erfolgt auf Basis der Mitarbeiterzahlen am 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember. In der Anzahl der angestellten Mitarbeiter sind Vorstände, Geschäftsführer und Auszubildende enthalten.
Im Allgeier Konzern fielen für nicht aktivierungsfähige Entwicklungstätigkeiten Kosten in Höhe von 936 Tsd. Euro (Vorjahr: 997 Tsd. Euro) an.
| sonstige betrieblichen Erträge (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Versteuerung Sachbezüge Mitarbeiter | 2.021 | 2.042 |
| Kursdifferenzen | 1.409 | 273 |
| Auflösung einer Verbindlichkeit aus einem Unternehmenserwerb | 1.054 | 300 |
| Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen | 525 | 345 |
| Auflösung von Rückstellungen | 383 | 341 |
| Eingang abgeschriebener Forderungen | 306 | 78 |
| Provisionen Forderungseinzug für Dritte | 0 | 419 |
| Erlös aus Vergleich aus einem Rechtsstreit | 0 | 380 |
| Auflösung Verbindlichkeiten aus ausstehenden Eingangsrechnungen | 0 | 264 |
| Abstandszahlung vom Vormieter für übernommene Mieträume | 0 | 192 |
| Wertveränderung Sicherungsinstrumente | 0 | 53 |
| Sonstige | 867 | 1.071 |
| Gesamt | 6.565 | 5.758 |
| Materialaufwand (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 49.091 | 37.874 |
| Bezogene Leistungen | 171.153 | 144.646 |
| Gesamt | 220.244 | 182.520 |
| Personalaufwand (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 89.074 | 71.778 |
| Tantiemen und Gratifikationen | 6.035 | 5.019 |
| Sozialaufwendungen | 13.866 | 11.652 |
| Gesamt | 108.975 | 88.449 |
27. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt:
28. Abschreibungen
Die Abschreibungen gliedern sich wie folgt:
| ABSCHREIBUNGEN (in Tsd. Euro) |
|---|
| Erworbene Stammkundenbeziehungen und Kundenlisten |
| Erworbene Auftragsbestände |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
| Erworbene Software, Lizenzen, Rechte |
| Erworbene vermarktungsfähige Produkte |
| Finanzierungsleasing |
| Grundstücke und Gebäude |
| Erworbene Websides |
| Geschäfts- oder Firmenwerte |
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Honorare für den Abschlussprüfer des vorliegenden Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2011 wie folgt enthalten:
| ONORARE FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER (in Tsd. Euro) |
|---|
| bschlussprüfungen |
| euerberatungsleistungen |
| onstige Leistungen |
Im Geschäftsjahr 2011 wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf Kundenlisten in Höhe von 79 Tsd. Euro (Vorjahr: 420 Tsd. Euro) vorgenommen. Die Prüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- und Firmenwerte ergab keine Hinweise auf notwendige außerplanmäßige Abschreibungen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem Vermögen der erworbenen Blitz AG Gesellschaft in Höhe von 2 Tsd. Euro wurde im Geschäftsjahr abgeschrieben.
| sonstige betriebliche aufwendungen (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Grundstück- und Gebäudekosten | 5.832 | 4.729 |
| Fahrzeugkosten | 4.972 | 4.792 |
| Reisekosten | 4.204 | 2.529 |
| Kursverluste aus Zahlungsverkehr und Stichtagsumrechnung | 2.698 | 570 |
| Kommunikationskosten | 1.733 | 1.527 |
| Sonstige Personalkosten | 1.699 | 1.340 |
| Werbekosten | 1.637 | 952 |
| Rechts- und Beratungskosten | 1.636 | 1.098 |
| Vertriebseinzelkosten | 1.344 | 1.664 |
| Dienstleistungen | 1.196 | 1.157 |
| Aufwand aus Erhöhung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten | 904 | 0 |
| Versicherungen, Beiträge | 857 | 822 |
| Jahresabschlusskosten | 633 | 512 |
| Kosten aus Akquisetätigkeiten | 624 | 117 |
| Instandhaltung | 621 | 503 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen | 530 | 800 |
| Bewirtungskosten | 422 | 412 |
| Bürobedarf | 418 | 299 |
| Finanzierungskosten | 418 | 61 |
| Aufsichtsratsvergütung | 378 | 388 |
| Übrige | 1.430 | 1.198 |
| Gesamt | 34.186 | 25.470 |
| Honorare für den Abschlussprüfer (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungen | 265 | 223 |
| Steuerberatungsleistungen | 54 | 47 |
| Sonstige Leistungen | 53 | 24 |
| Gesamt | 372 | 294 |
| Abschreibungen (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Erworbene Stammkundenbeziehungen und Kundenlisten | 3.658 | 3.151 |
| Erworbene Auftragsbestände | 3.008 | 1.593 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.010 | 1.458 |
| Erworbene Software, Lizenzen, Rechte | 676 | 459 |
| Erworbene vermarktungsfähige Produkte | 504 | 111 |
| Finanzierungsleasing | 414 | 235 |
| Grundstücke und Gebäude | 48 | 42 |
| Erworbene Websides | 12 | 0 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 2 | 0 |
| Gesamt | 10.332 | 7.049 |
29. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
30. Ertragsteuerergebnis
Der Ertragsteueraufwand gliedert sich wie folgt:
Der Berechnung der Ertragsteuern erfolgt auf Grundlage der geltenden oder erwarteten Steuersätze der Länder und Gemeinden. In der nachfolgenden steuerlichen Überleitungsrechnung wird das erwartete Ertragsteuerergebnis auf das tatsächliche Steuerergebnis übergeleitet. Dem erwarteten Steuerergebnis liegt ein Konzernsteuersatz von 30 % zugrunde. Für den Fall von Gewinnausschüttungen aus Indien kommt nach dem lokalen Steuerrecht eine Dividendenzusatzbesteuerung in Höhe von rund 16 % auf den ausgeschütteten Betrag zur Anwendung.
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Zinsen aus Akquisitionsfinanzierungen | 980 | 231 |
| Zinsen für Genussrechte | 910 | 939 |
| Zinsen aus ABS Programm | 280 | 102 |
| Zinsen für Vendor Darlehen | 122 | 121 |
| Zinsanteil aus Zuführung zu Pensionsrückstellungen | 68 | 68 |
| Zinsen aus Finanzierungsleasingverträgen | 38 | 25 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 497 | 65 |
| Gesamt | 2.895 | 1.551 |
| Ertragsteueraufwand (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 5.516 | 3.611 |
| Latente Steuern | -1.331 | -2.144 |
| Gesamt | 4.185 | 1.467 |
| Ertragsteuerergebnis (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 9.498 | 10.165 |
| Konzernsteuersatz | 30,00 % | 30,00 % |
| Erwartetes Ertragsteuerergebnis | -2.849 | -3.050 |
| Steuersatzbedingte Abweichungen | 208 | -14 |
| Steuereffekt der nicht abzugsfähigen Aufwendungen | -428 | -371 |
| Übrige steuerfreie Erträge | 13 | 34 |
| Verluste, auf die keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden | -981 | -473 |
| Nutzung von Verlustvorträgen, auf die keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden | 488 | 1.520 |
| Auflösung von Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern auf Verlustvorträge | 10 | 784 |
| Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | 1 | 0 |
| Anpassung Earn Out Verbindlichkeiten | -630 | 90 |
| Steuerlich nicht abzugsfähige Akquisitionsnebenkosten | -31 | 0 |
| Konzerninterne Umstrukturierungen | 0 | -78 |
| Konzerninterne Ausschüttungen | -7 | -5 |
| Periodenfremde Steuern | -11 | 21 |
| Sonstige Abweichungen | 32 | 75 |
| Tatsächliches Ertragsteuerergebnis | -4.185 | -1.467 |
| Effektive Steuerbelastung in % | 44,06 % | 14,43 % |
| Anzahl Aktien (Stück) | 31.12.11 | 31.12.10 |
|---|---|---|
| Aktien in Umlauf | 8.384.546 | 8.415.271 |
| Eigene Aktien | 686.954 | 656.229 |
| Gesamt | 9.071.500 | 9.071.500 |
| Umsatz und ergebnisse (in Tsd. Euro) | 31.12.11 | 31.12.10 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 395.684 | 320.749 |
| Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern | 24.273 | 19.011 |
| Ergebnis vor Steuern | 11.360 | 10.503 |
31. Ergebnis je Aktie
Der Allgeier Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2011 ein Ergebnis je Aktie von 0,52 Euro (Vorjahr: 0,99 Euro). Das Ergebnis je Aktie berechnet sich aus dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Periodenergebnis in Höhe von 4.378 Tsd. Euro (Vorjahr: 8.345 Tsd. Euro) geteilt durch die Anzahl der durchschnittlich ausstehenden Aktien von 8.377.002 Stück Aktien (Vorjahr: 8.424.302 Stück Aktien). Die durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Aktien wurde unter taggenauer Berücksichtigung der Zu- und Abgänge ermittelt. Das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie sind identisch, nachdem keine potentiellen Aktien vorliegen.
Die Anzahl der Aktien gliedert sich wie folgt:
32. Angaben gemäß IFRS 3.70
Wenn die im Geschäftsjahr 2011 erworbenen Unternehmen bereits ab dem 01. Januar 2011 und die im Geschäftsjahr 2010 erworbenen Unternehmen bereits ab dem 01. Januar 2010 konsolidiert worden wären, wären der Umsatz und die Ergebnisse des Konzerns wie folgt:
Der Vorstand der Allgeier Holding AG wird der Jahreshauptversammlung am 15. Juni 2012 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2011 eine Gewinnausschüttung aus dem Bilanzgewinn der Allgeier Holding AG in Höhe von 0,50 Euro je Aktie zu beschließen. Die eigenen Aktien sind nicht dividendenberechtigt.
D. SONSTIGES ERGEBNIS
Auf das sonstige Ergebnis entfielen keine Ertragsteuern. Im Geschäftsjahr und im Vorjahr wurden keine Beträge aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- oder Verlustrechnung umgegliedert.
E. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Der Allgeier Konzern hat im Januar 2011 gesellschaftsrechtliche Veränderungen innerhalb der Allgeier Gruppe vorgenommen und berichtet seitdem in der neuen Segmentstruktur "IT Solutions", "IT Services & Recruiting", "Project Solutions" und "Übrige" an ihre Hauptentscheidungsträger. Die Segmente unterscheiden sich in der Art der Produkte und Dienstleistungen und in ihrer Wertschöpfung. Die Segmente sind gesellschaftsrechtlich unabhängig voneinander organisiert. Für die Segmente gelten die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns. Die im Geschäftsjahr erworbene Nagarro Gruppe stärken das Segment "Project Solutions". Alle übrigen im Geschäftsjahr erworbenen Unternehmen und Geschäftseinheiten wurden im Segment "IT Solutions" integriert.
Das Segment IT Solutions fokussiert sich auf das Systemhausgeschäft, Enterprise Ressource Planning (ERP), Dokumentenmanagement/Workflow (DMS), Email-Security und Customer Relationship Management (CRM). Das Segment IT Services & Recruiting befasst sich mit Beratung und Lösungsentwicklung sowie der Umsetzung und dem Betrieb von technisch komplexen IT Systemlösungen im Enterpriseumfeld sowie der Rekrutierung, Vermittlung und Management von Fach- und Führungskräften für IT und Engineering sowie Entwicklung und Betrieb von komplexen, heterogenen IT-Infrastruktur-Lösungen. Im Geschäft des Segments Project Solutions werden komplexe Lösungsprojekte mit dem Fokus auf Management & IT-Consulting, Business Process Consulting, Application Management, Portaltechnologie sowie SAP Consulting betrieben.
Die nicht an die Segmente weiterbelasteten Aufwendungen der Holding- und Dienstleistungsgesellschaften Allgeier Holding AG, Allgeier Management AG und Allgeier Beteiligungen GmbH sowie die Konsolidierungseffekte zwischen diesen Gesellschaften und den Segmenten bilden das Segment "Übrige". Die zwischen den einzelnen Segmenten bestehenden Transaktionen wurden zu marktüblichen Preisen verrechnet. Bei Unterlieferantengeschäften zwischen den Segmenten verbleiben die Ergebnisse im Wesentlichen im Leistung erbringenden Segment. In der Segmentberichterstattung wurden die Vorjahreszahlen auf die neue Segmentstruktur umgestellt.
| Segmente (in Tsd. Euro) | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| IT Solutions | IT Services & Recruiting | Project Solutions | Übrige | Gesamt | ||||||
| 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | |
| Externe Umsatzerlöse | 127.451 | 96.402 | 185.191 | 164.546 | 66.180 | 47.758 | -29 | 3 | 378.792 | 308.707 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 223 | 190 | 6.829 | 3.550 | 1.459 | 2.049 | -8.511 | -5.789 | 0 | 0 |
| Materialaufwand | -61.715 | -45.988 | -144.217 | -120.740 | -22.512 | -21.380 | 8.200 | 5.589 | -220.244 | -182.520 |
| Personalaufwand | -44.969 | -34.699 | -29.881 | -31.394 | -31.349 | -20.075 | -2.776 | -2.281 | -108.975 | -88.449 |
| Planmäßige Abschreibungen | -6.242 | -3.728 | -1.080 | -1.233 | -2.885 | -1.618 | -43 | -50 | -10.251 | -6.629 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | -79 | -420 | -2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -81 | -420 |
| Segmentergebnis der betrieblichen Tätigkeit |
3.001 | 2.718 | 12.156 | 9.223 | 1.486 | 2.023 | -4.682 | -2.931 | 11.961 | 11.032 |
| Zinserträge | 833 | 805 | 1.852 | 318 | 19 | 4 | -2.272 | -443 | 432 | 684 |
| Zinsaufwendungen | -1.861 | -1.031 | -3.694 | -3.764 | -2.608 | -237 | 5.268 | 3.481 | -2.895 | -1.551 |
| Segmentergebnis vor Ertragsteuern | 1.973 | 2.492 | 10.314 | 5.777 | -1.103 | 1.790 | -1.687 | 106 | 9.498 | 10.165 |
| Ertragsteuern | -645 | -354 | -2.220 | -892 | -619 | -407 | -701 | 186 | -4.185 | -1.467 |
| Segmentergebnis | 1.327 | 2.138 | 8.094 | 4.884 | -1.722 | 1.383 | -2.387 | 293 | 5.312 | 8.698 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendun gen(+)/ Erträge(-) |
3.252 | 2.864 | 2.307 | 2.675 | 2.153 | 718 | 1.164 | 633 | 8.876 | 6.890 |
| Segmentvermögen | 86.723 | 76.773 | 118.201 | 115.301 | 74.479 | 26.280 | -37.271 | -14.229 | 242.131 | 204.124 |
| Segmentschulden | 76.985 | 69.167 | 105.645 | 110.587 | 94.519 | 13.963 | -124.612 | -75.088 | 152.537 | 118.629 |
| Zugänge Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
15.330 | 21.828 | 231 | 394 | 39.843 | 1.098 | 26 | 37 | 55.431 | 23.356 |
Die Außenumsätze gliedern sich nach Produkten und Dienstleistungen wie folgt:
Die Außenumsätze gliedern sich wie folgt nach Ländern:
Die Zuordnung der Außenumsätze erfolgt nach dem Sitz des empfangenden Unternehmens.
Mit dem größten Einzelkunden wurden im Geschäftsjahr 2011 Umsatzerlöse von 28.248 Tsd. Euro (Vorjahr: 33.175 Tsd. Euro) erzielt. Das entspricht einem Anteil an den Konzernumsätzen von 7,5 % (Vorjahr: 10,7 %). Die Umsätze mit diesem Kunden wurden im Wesentlichen im Segment IT Services erzielt.
Das langfristige Vermögen gliedert sich nach Inland und Ausland wie folgt: (siehe rechts)
| GFRISTIGES VERMÖGEN (in Tsd. Euro) |
|---|
| schland |
| reiz |
| rreich |
| 'n |
| reden |
| tige |
| and Gesamt |
| amt |
| m |
| AuSSenumsätze (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Produkten | 56.397 | 40.334 |
| Umsatzerlöse mit Dienstleistungen | 322.395 | 268.373 |
| Gesamt | 378.792 | 308.707 |
| AuSSenumsätze (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Deutschland | 310.042 | 265.549 |
| Schweiz | 26.554 | 14.685 |
| Finnland | 9.696 | 7.873 |
| Österreich | 6.861 | 3.158 |
| Luxemburg | 6.356 | 5.254 |
| Niederlande | 2.932 | 4.780 |
| USA | 5.804 | 419 |
| Belgien | 4.182 | 4.466 |
| Sonstige | 6.365 | 2.523 |
| Ausland Gesamt | 68.750 | 43.158 |
| Gesamt | 378.792 | 308.707 |
| langfristiges Vermögen (in Tsd. Euro) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Deutschland | 92.196 | 62.933 |
| Schweiz | 7.078 | 120 |
| Österreich | 4.428 | 22 |
| USA | 3.817 | 0 |
| Indien | 3.140 | 0 |
| Schweden | 1.527 | 0 |
| Sonstige | 764 | 673 |
| Ausland Gesamt | 20.754 | 815 |
| Gesamt | 112.950 | 63.748 |
F. KAPITALFLUSSRECHNUNG
Der Allgeier Konzern berichtet in der Kapitalflussrechnung die Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit nach der indirekten Methode und alle übrigen Zahlungsströme nach der direkten Methode. Erhaltene und gezahlte Zinsen werden innerhalb der Cash Flows aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Aufgrund des gestiegenen Volumens wird ab 2011 der Zugang der Finanzleasingverträge nicht mehr in den Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen gezeigt. Die Vorjahreszahlen wurden zur Vergleichbarkeit angepasst, wodurch sich die Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen um 79 Tsd. Euro reduzierten und die Cash Flows aus Working Capital Veränderungen entsprechend erhöhten.
Im Geschäftsjahr 2011 erwarb der Konzern die Anteile der 1eEurope, der GEMED und der Blitz AG sowie mit der Blitz AG die Nagarro, Inc. Darüber hinaus erwarb der Konzern die Allgeier Middle East und die Geschäftsbetriebe IPS, Crealogix, BSH, bitaro und INTRAPREND. Die Blitz AG, die Allgeier Middle East und die erworbenen Geschäftsbetriebe wurden in den nachfolgenden Übersichten unter "Sonstige" zusammengefasst. Für den Erwerb der Gesellschaften und Geschäftsbetriebe sind im Geschäftsjahr 2011 Zahlungsmittel in Höhe von 25.371 Tsd. Euro abgeflossen. Die Kaufpreise für die Unternehmenszusammenschlüsse und die Zahlungsströme für die Kaufpreise sind wie folgt:
Mit den Unternehmenserwerben gingen dem Allgeier Konzern die folgenden Vermögenswerte und Schulden zu: (siehe rechts)
Im Dezember 2011 hat der Konzern ein zur Finanzierung von Unternehmensakquisitionen bestandenes Darlehen vorzeitig abgelöst. Dieses Darlehen valutierte am 31. Dezember 2010 mit 19.000 Tsd. Euro. Es erfolgten im Laufe des Jahres eine Aufstockung um 4.000 Tsd. Euro und neben der Sondertilgung von 18.750 Tsd. Euro planmäßige Tilgungen in Höhe von 4.250 Tsd. Euro. Zur Refinanzierung dieses Kredits wurde ein Bankdarlehen in Höhe von 19.000 Tsd. Euro aufgenommen. In der Cash Flow Rechnung werden Tilgungen und Aufnahmen der Darlehen nicht miteinander verrechnet, sondern brutto ausgewiesen.
Der Finanzmittelfonds gliedert sich wie folgt: (siehe rechts)
| Kaufpreise und Zahlungsströme aus Unternehmenszusammenschlüssen (in Tsd. Euro) | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1eEurope | Nagarro Gruppe | GEMED | Sonstige | Gesamt | |||
| Anschaffungskosten | 9.907 | 39.362 | 3.391 | 1.925 | 54.585 | ||
| In 2011 nicht zahlungswirksamer Anteil | -2.259 | -19.218 | -516 | -1.366 | -23.359 | ||
| Währungsdifferenzen | -259 | 292 | 0 | 0 | 33 | ||
| Hingabe von eigenen Aktien | 0 | -698 | 0 | 0 | -698 | ||
| In bar zu entrichtender Kaufpreis | 7.389 | 19.738 | 2.875 | 559 | 30.561 | ||
| Erworbener Finanzmittelfonds | -3.026 | -1.875 | -241 | -48 | -5.190 | ||
| Abfluss von Zahlungsmitteln | 4.363 | 17.863 | 2.634 | 511 | 25.371 |
Vermögenswerte und Schulden (in Tsd. Euro)
| 1eEurope | Nagarro Gruppe | GEMED | Sonstige | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielles Anlagevermögen | 4.935 | 6.953 | 3.895 | 1.963 | 17.746 | ||||
| Sachanlagevermögen | 168 | 2.260 | 9 | 26 | 2.463 | ||||
| Beteiligungen | 23 | 0 | 0 | 0 | 23 | ||||
| Aktive latente Steuern | 0 | 393 | 0 | 0 | 393 | ||||
| Vorräte | 19 | 232 | 356 | 2 | 609 | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
1.403 | 3.463 | 182 | 0 | 5.048 | ||||
| Eigene Aktien | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||
| Sonstige Vermögensgegenstände | 319 | 2.414 | 40 | 0 | 2.773 | ||||
| Liquide Mittel | 3.026 | 2.186 | 241 | 48 | 5.501 | ||||
| Aktive Rechnungsabgrenzung | 0 | 0 | 0 | 15 | 15 | ||||
| Steuerrückstellungen | 0 | -343 | -13 | 0 | -356 | ||||
| Sonstige Rückstellungen | -292 | -1.173 | -94 | -131 | -1.690 | ||||
| Bankverbindlichkeiten | 0 | -311 | 0 | 0 | -311 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
-380 | -261 | -64 | 0 | -705 | ||||
| Darlehen von der Allgeier Holding AG | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | -1.251 | -1.578 | -203 | 0 | -3.032 | ||||
| Passive Rechnungsabgrenzung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||
| Passive latente Steuern | -938 | -2.494 | -1.166 | 0 | -4.598 | ||||
| Nettovermögen | 7.032 | 11.741 | 3.183 | 1.923 | 23.879 | ||||
| Firmenwert | 2.875 | 27.621 | 208 | 2 | 30.706 | ||||
| Kaufpreis gesamt | 9.907 | 39.362 | 3.391 | 1.925 | 54.585 |
| Finanzmittelfonds (in Tsd. Euro) | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Liquide Mittel | 31.944 | 61.315 |
| Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien | -319 | -205 |
| Gesamt | 31.625 | 61.110 |
II. Kapitalmanagement
Ziel des Kapitalmanagements des Allgeier Konzerns ist die Sicherstellung einer jederzeit ausreichenden Liquidität und die Optimierung der Kapitalstruktur. Der Allgeier Konzern erreicht diese Ziele mit einer soliden wirtschaftlichen Entwicklung des operativen Geschäfts, einer vorausschauenden Dividendenpolitik und in Einzelfällen anderen Eigenkapitalmaßnahmen. Entscheidungen über Akquisitionen und gegebenenfalls Veräußerungen von Tochtergesellschaften erfolgen unter Berücksichtigung der Einflüsse auf die Kapitalstruktur und den Auswirkungen der Transaktionen auf zukünftige Jahre. Zur Finanzierung von Akquisitionen nimmt der Konzern Möglichkeiten zur Aufnahme von Fremdkapital wahr. Das Kapitalmanagement des Allgeier Konzerns hat als weiteres Ziel die planmäßige Reduzierung oder Refinanzierung von bestehenden Schulden. Zur Steuerung im Kapitalmanagement werden Kennzahlen auf Ebene der Tochtergesellschaften und des Konzerns genutzt. Die Eigenkapitalquote lag am 31. Dezember 2011 bei 36,4 % (Vorjahr: 41,9 %) und der Verschuldungsgrad (Finanzschulden einschließlich Genussrechte geteilt durch das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern) bei 1,9 (Vorjahr: 2,5). Am 31. Dezember 2011 hatte der Allgeier Konzern eine Netto-Verschuldung (Zahlungsmittel abzüglich Finanzschulden einschließlich Genussrechte) von 9.426 Tsd. Euro (Vorjahr: Netto-Guthaben von 15.771 Tsd. Euro). Das Kapitalmanagement ist die zentrale Aufgabe der Allgeier Holding AG. Die Ziele, Prozesse und Methoden des Kapitalmanagements wurden gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.
III. Risiken aus Finanzinstrumenten
Die Finanzinstrumente des Allgeier Konzerns unterliegen im Rahmen der Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken, wie Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken, und Marktrisiken aus der Änderung von Marktpreisen und Wechselkursen. Zur Identifizierung, Bewertung und Begrenzung der Risiken setzt Allgeier abgestufte Risikomanagement- und Kontrollsysteme bei den Tochtergesellschaften und im Konzern ein und trifft Vorkehrungen und Sicherungsmaßnahmen zur Vermeidung, Früherkennung und Minimierung von Risiken.
Liquiditätsrisiken
Aus heutiger Sicht sieht der Allgeier Konzern kein Risiko, die aus den Finanzinstrumenten resultierenden Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht erfüllen zu können. Zum 31. Dezember 2011 weist der Allgeier Konzern finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 118.139 Tsd. Euro (Vorjahr: 90.961 Tsd. Euro) aus. Die finanziellen Verbindlichkeiten sind durch finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 116.943 Tsd. Euro (Vorjahr: 129.827 Tsd. Euro) im Wesentlichen gedeckt (Vorjahr: Überdeckung um Faktor 1,5). Mit Ausnahme der verzinslichen Finanzschulden haben alle finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten Laufzeiten von bis zu einem Jahr.
G. SONSTIGE ANGABEN
I. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen im Konzern sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing von Fahrzeugen und Raummieten. Am 31. Dezember 2011 betrug der Barwert dieser Verpflichtungen 26.046 Tsd. Euro (Vorjahr: 15.140 Tsd. Euro). Für die Barwertermittlung wurde ein gegenüber dem Vorjahr unveränderter Abzinsungsfaktor von 5,0 % angewendet.
Im Geschäftsjahr 2011 beliefen sich die Gesamtaufwendungen aus diesen Verträgen auf 7.484 Tsd. Euro (Vorjahr: 6.704 Tsd. Euro). Nach Ablauf der fest vereinbarten Grundmietzeit bestehen für die Operate Leasing-Vereinbarungen in der Regel Verlängerungsoptionen.
Der Konzern vermietet im "Operating Leasing" an Städte und Gemeinden Hard- und Software zur mobilen Erfassung von Ordnungswidrigkeiten. Bis zum Ende der Laufzeiten erwartet der Konzern daraus die folgenden Mindestleasingzahlungen:
Eventualverbindlichkeiten und weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen liegen nicht vor.
Die Mindestverpflichtungen und Restlaufzeiten sind wie folgt:
| Mindestverpflichtungen & Restlaufzeiten (in Tsd. Euro) | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Fällig innerhalb eines Jahres | 7.761 | 5.890 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 15.761 | 9.661 |
| Fällig später als nach fünf Jahren | 9.213 | 3.147 |
| Gesamt | 32.735 | 18.698 |
| Mindestleasingzahlungen (in Tsd. Euro) | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Fällig innerhalb eines Jahres | 10 | 22 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 31 | 13 |
| Gesamt | 41 | 35 |
In den finanziellen Verbindlichkeiten sind Genussrechtsverbindlichkeiten und verzinslichen Finanzschulden in Höhe von insgesamt 41.371 Tsd. Euro (Vorjahr: 45.545 Tsd. Euro) enthalten. Davon sind 38.737 Tsd. Euro im Geschäftsjahr 2012 und 2.634 Tsd. Euro in den darauf folgenden Jahren zur Rückzahlung fällig. Der Allgeier Konzern erwartet in den Folgejahren aus den Genussrechtsverbindlichkeiten und Finanzschulden die folgenden Cash Flows: (siehe Tabelle)
Die gezeigte Cash Flow-Vorausschau unterstellt, dass die unbefristet zur Verfügung gestellten Mitteln und die revolvierenden Verbindlichkeiten aus dem ABS-Programm zum 31. Dezember 2012 zurückgezahlt werden.
Allgeier verfügte am 31. Dezember 2011 über eine freie Liquidität von 31.944 Tsd. Euro (Vorjahr: 61.316 Tsd. Euro). Darüber hinaus hatten Tochtergesellschaften am Bilanzstichtag nicht beanspruchte Kontokorrentkreditlinien zur Abdeckung von Working Capital Schwankungen in Höhe von 3.814 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.484 Tsd. Euro) und ein zum Bilanzstichtag nicht genutztes Volumen aus dem ABS-Programm zur Refinanzierung von Forderungen in Höhe von 1.409 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.358 Tsd. Euro). Für Kontokorrentkreditlinien in Höhe von 558 Tsd. Euro (Vorjahr: 475 Tsd. Euro) wurden als Sicherheit Raumsicherungsübereignungen und Forderungszessionen eingeräumt.
| Cash Flows (in Tsd. Euro) | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.11 | Cash-Flows 2012 | Cash-Flows 2013 | Cash-Flows 2014 | Cash-Flows >2014 | ||||||
| Buchwert | Tilgung | Zins | Tilgung | Zins | Tilgung | Tilgung | Tilgung | Zins | ||
| Genussrechtsverbindlichkeiten | 6.000 | 6.000 | 389 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Darlehen der Allgeier Holding AG | 19.000 | 19.000 | 170 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Vendor Darlehen aus dem Erwerb der Nagarro, Inc. |
2.354 | 0 | 98 | 785 | 90 | 1.569 | 49 | 0 | 0 | |
| Vendor Darlehen aus dem Erwerb der Goetzfried AG |
1.974 | 1.974 | 99 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Vendor Darlehen aus dem Erwerb der mgm tp München |
382 | 382 | 19 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Akquisitionsdarlehen in der Terna Zentrum Innsbruck |
400 | 120 | 12 | 120 | 8 | 120 | 4 | 40 | 0 | |
| Sparkassendarlehen der Terna Zentrum Innsbruck |
350 | 350 | 7 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Verbindlichkeiten aus ABS-Programm | 10.591 | 10.591 | 303 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Betriebsmittelkredit der Nagarro Software Pvt. Ltd. |
288 | 288 | 4 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige | 32 | 32 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Finanzschulden | 35.371 | 32.737 | 712 | 905 | 98 | 1.689 | 53 | 40 | 0 | |
| 41.371 | 38.737 | 1.101 | 905 | 98 | 1.689 | 53 | 40 | 0 | ||
Ausfallrisiken
Bei den finanziellen Vermögenswerten besteht generell das Risiko, dass Kredite und Forderungen ausfallen. Theoretisch entspricht das maximale Ausfallrisiko dem Buchwert der Kredite und Forderungen und dem ABS-Programm in einer gesamten Höhe von 84.976 Tsd. Euro (Vorjahr: 68.511 Tsd. Euro). In der Theorie besteht auch das Ausfallrisiko der bei Kreditinstituten verwahrten Barmittel in Höhe von 31.918 Tsd. Euro (Vorjahr: 61.296 Tsd. Euro).
Der Allgeier Konzern sieht nur geringe Risiken, dass finanzielle Vermögenswerte über den bereits wertberichtigten Buchwert hinaus ausfallen. Allgeier hat eine breite Kundenstruktur, wodurch größere Einzelrisiken minimiert werden. Mit dem größten Einzelkunden wurden im Geschäftsjahr 2011 7,5 % (Vorjahr: 10,7 %) der Umsatzerlöse getätigt. Keiner der weiteren Kunden hatte Umsatzanteile von mehr als 5,2 % (Vorjahr: mehr als 10 %). Das Management der Kredite und Forderungen und die Verfolgung der Zahlungseingänge erfolgt aufgrund der Nähe zu den Kunden dezentral in den Tochtergesellschaften. Vor dem Abschluss von Aufträgen mit Neukunden werden Bonitätsprüfungen vorgenommen und bei Verzug von Zahlungen werden zeitnah notwendige Schritte eingeleitet. Einzelne Tochtergesellschaften haben für den Fall von unerwarteten Forderungsausfällen Kreditversicherungen abgeschlossen.
Derzeit sind keine Anhaltspunkte über mögliche Zahlungsausfälle bei finanziellen Vermögenswerten bekannt.
Zinsrisiken
Von den verzinslichen Finanzschulden des Allgeier Konzerns sind 32.695 Tsd. Euro (Vorjahr: 30.230 Tsd. Euro) variabel verzinslich und unterliegen Zinsrisiken aus der Veränderung von Geld- und Kapitalmarkzinsen. Für alle übrigen Finanzschulden wurden feste Zinssätze vereinbart. Für die variabel verzinslichen Finanzschulden wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt mit dem Ergebnis, dass ein Rückgang des Kapitalmarktzinssatzes um 100 Basispunkte p.a. zusätzliche Zinserträge von 327 Tsd. Euro p.a. (Vorjahr: 302 Tsd. Euro) und ein Zinsanstieg um 100 Basispunkte p.a. zusätzliche Zinsaufwendungen von 327 Tsd. Euro p.a. (Vorjahr: 302 Tsd. Euro) zur Folge hätte. Die Analyse wurde unter Berücksichtigung der im Jahr 2012 zu leistenden Tilgungen erstellt. Für unbefristet zur Verfügung gestellte Mittel und für die revolvierenden Verbindlichkeiten aus dem ABS-Programm wurde die Rückzahlung Ende 2012 unterstellt. Die Verbindlichkeiten aus übertragenen Kundenforderungen wurden mit einem konstanten und gegenüber dem 31. Dezember 2011 unveränderten Finanzierungsvolumen angenommen. Der Konzern hat keine Zinsderivate zur Absicherung von Zinsrisiken abgeschlossen.
Währungsrisiken
Die meisten Gesellschaften des Allgeier Konzerns sind im Euro-Raum tätig und unterliegen nur im geringen Umfang Währungsrisiken. Umsätze mit Fremdwährungsländern fakturieren diese Gesellschaften in der Regel in Euro. Akquisitions- und investitionsbedingt hat die Internationalität unserer Geschäftstätigkeit zugenommen und führt zu einem Anstieg der in Fremdwährung bilanzierenden Gesellschaften. Diese Gesellschaften Konzerns haben ihre Geschäftssitze in der Schweiz, in Tschechien, in Rumänien, in Indien, in den USA in Mexiko, in der Türkei und in den Vereinigten Arabischen Emiraten und stellen jeweils ihre Jahresabschlüsse in Landeswährung auf. Aus der Umrechnung von diesen Abschlüssen in den Konzernabschluss der Allgeier Holding ergeben sich Währungsrisiken. Wenn der Euro gegenüber den Währungen dieser Länder um 10 % stärker wäre, wären die in Euro umgerechneten Umsatzerlöse um 5.468 Tsd. Euro, die Jahresergebnisse um 464 Tsd. Euro und das Eigenkapital um 5.198 Tsd. Euro niedriger.
Währungsrisiken werden nur im geringen Umfang abgesichert. Dies betrifft insbesondere diejenigen Gesellschaften, die bei den Ausgangsumsätzen sowie den Personal- und Bezugskosten aufgrund stark unterschiedlicher Währungen daraus erhebliche Ergebnisrisiken im Einzelabschluss aufweisen.
IV. Organe der Muttergesellschaft
Aufsichtsrat
Dem Aufsichtsrat der Allgeier Holding AG gehörten im Jahr 2011 an:
Herr Detlef Dinsel (Vorsitzender), Managing Partner der IK Investment Partners GmbH, Hamburg; Dipl.-Ing./MBA, Malente
Herr Dinsel ist Mitglied des Aufsichtsrats bzw. Verwaltungsrats in folgenden Gesellschaften: Hansa-Werke AG, Stuttgart (Vorsitzender) Minimax GmbH, Bad Oldesloe KWC AG, Aarau, Schweiz (Präsident)
Ferner ist Herr Dinsel Mitglied in den folgenden freiwillig gebildeten, nicht gesetzlich erforderlichen Aufsichtsräten oder ähnlichen Kontrollgremien: Sport Group GmbH, Burgheim (Vorsitzender) Schenck Process GmbH, Darmstadt (stellvertretender Vorsitzender) Flabeg GmbH, Nürnberg (Vorsitzender) Agros Nova S.p.r.o., Warschau, Polen (Vorsitzender) Industri Kapital S.A.R.L., Luxemburg Industri Kapital Ltd., London, United Kingdom Axtone S.p.r.o., Kanczuga, Polen (Vorsitzender) GHD GesundheitsDienst Deutschland GmbH, Ahrensburg
Herr Thies Eggers (stellvertretender Vorsitzender), Wirtschaftsprüfer, Pullach im Isartal
Herr Eggers ist Mitglied des Aufsichtsrats in folgenden Gesellschaften: Bayerische Gewerbebau AG, München (Vorsitzender) DIBAG Industriebau AG, München (stellvertretender Vorsitzender) Plenum AG, Frankfurt am Main (ab 9. Januar 2011) NOVENTa Ltd., St Helier, Jersey (ab 29. Juli 2011)
Herr Christian Eggenberger, Unternehmensberater; Dipl.-Kaufmann, Binningen, Schweiz
Herr Eggenberger ist Mitglied des Verwaltungsrats in folgenden Gesellschaften: Focus Discount AG, Basel, Schweiz (Präsident) IDALEG AG, Kerzers, Schweiz (Präsident) Clamatopo Holding AG, Flurlingen, Schweiz
Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011 betrugen insgesamt 378 Tsd. Euro (Vorjahr: 388 Tsd. Euro). In den Bezügen ist eine Rückstellung für eine variable Vergütung in Höhe von 270 Tsd. Euro (Vorjahr: 288 Tsd. Euro) enthalten, die im Geschäftsjahr 2012 zur Auszahlung kommen wird. Darüber hinaus haben Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011 Beraterleistungen von 8 Tsd. Euro (Vorjahr: 11 Tsd. Euro) erbracht. Am 31. Dezember 2011 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrats insgesamt mittelbar oder unmittelbar 1.239.977 Stück Aktien der Allgeier Holding AG (Vorjahr: 1.219.977 Stück).
Vorstand
Dem Vorstand der Allgeier Holding AG gehörten im Jahr 2011 an:
Herr Carl Georg Dürschmidt, Dipl.-Betriebswirt, Bad Abbach (Vorsitzender) Herr Dr. Holger von Daniels, Dipl.-Kaufmann, München Herr Dr. Marcus Goedsche, Rechtsanwalt, München
Herr Dr. Holger von Daniels ist Mitglied des Beirats der Scan EMEA Holding GmbH, Freiburg im Breisgau.
Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2011 insgesamt 1.715 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.656 Tsd. Euro). Die Bezüge beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2011 und sind kurzfristig fällig. Die Bezüge beinhalten eine vom Ergebnis des Konzerns abhängige variable Vergütung, die als Rückstellung bilanziert wurde und nach Billigung des Konzernabschlusses 2011 zur Auszahlung kommen wird. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 21. Juni 2011 unterbleibt bis zum 31. Dezember 2015 die Angabe individueller Vorstandsbezüge. Der Vorsitzende des Vorstands ist einzeln zeichnungsberechtigt. Die übrigen Vorstandsmitglieder zeichnen gemeinschaftlich.
Am 31. Dezember 2011 hielten die Mitglieder des Vorstands insgesamt mittelbar oder unmittelbar 2.559.459 Stück Aktien der Allgeier Holding AG (Vorjahr: 2.559.459 Stück).
V. Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Personen
Geschäftsbeziehungen zwischen allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Konzernabschluss vollständig eliminiert.
VI. Veröffentlichung
Die Billigung des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat und die Freigabe zur Veröffentlichung sind für den 17. April 2012 vorgesehen. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.
Die folgenden Konzerngesellschaften sind in den Konzernabschluss der Allgeier Holding AG einbezogen und machen von der Befreiung teilweise oder vollständig gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:
- • Allgeier IT Solutions AG, München
- • Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen
- • Allgeier IT Services AG, München
- • Xiopia GmbH, Unterföhring
- • U.N.P.-Software GmbH, Düsseldorf
- • TOPjects AG, München
VII. Corporate Governance Kodex
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären auf der Homepage der Allgeier Holding AG zugänglich gemacht.
München, 2. April 2012 Allgeier Holding AG
Carl Georg Dürschmidt Vorstand
Dr. Holger von Daniels
Vorstand
Dr. Marcus Goedsche Vorstand
ANGABEPFLICHTEN NACH DEUTSCHER RECHNUNGSLEGUNG (HGB)
In Übereinstimmung mit § 315a HGB muss die Allgeier Holding AG, die zur Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards verpflichtet ist, ihren Konzernabschluss um die folgenden Anhangsangaben erweitern:
§ 313 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 2 HGB:
Name und Sitz der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Der Anteil am Kapital der Tochterunternehmen, der dem Mutterunternehmen und den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen gehört. Siehe hierzu Aufstellung der Konzerngesellschaften im Anhang.
§ 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB:
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen während des Geschäftsjahrs sowie der im Geschäftsjahr verursachte Personalaufwand. Siehe hierzu die Ausführungen zu Punkt 26. Personalaufwand im Abschnitt C. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.
§ 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB i.V.m. Abs. 2 S. 2 HGB:
Für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans, eines Aufsichtsrats, eines Beirats oder einer ähnlichen Einrichtung des Mutterunternehmens, jeweils für jede Personengruppe, die für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge. Außer den Bezügen für das Geschäftsjahr sind die weiteren Bezüge anzugeben, die im Geschäftsjahr gewährt, bisher aber in keinem Konzernabschluss angegeben worden sind. Siehe hierzu die Angaben zu IV. Organe der Muttergesellschaft im Abschnitt G. Sonstige Angaben.
§ 314 Abs. 1 Nr. 8 HGB:
Für jedes in den Konzernabschluss einbezogene börsennotierte Unternehmen, dass die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht worden ist. Siehe hierzu die Angaben zu VII. Corporate Governance Kodex im Abschnitt G. Sonstige Angaben.
§ 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB:
Soweit es sich um ein Mutterunternehmen handelt, das einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 5 des Wertpapierhandelsgesetzes in Anspruch nimmt, für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Sinne des § 319 Abs. 1 Satz 1, 2 das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für
a. die Abschlussprüfungen,
- b. sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen,
- c. Steuerberatungsleistungen,
- d. sonstige Leistungen,
die für das Mutter- oder ein Tochterunternehmen erbracht worden sind. Die geforderten Angaben sind unter Punkt 27. Sonstige betriebliche Aufwendungen im Abschnitt C. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.
Bestätigungsvermerk
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Allgeier Holding AG, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalüberleitungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Allgeier Holding AG, München. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungsund Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Vorstände sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 11. April 2012
LOHR + COMPANY GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Walter Fabisch Wirtschaftsprüfer Frank Otto Wirtschaftsprüfer
Versicherung des Vorstands der Allgeier Holding AG
Vorstand und Aufsichtsrat
Der Vorstand der Allgeier Holding AG versichert nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernanschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
München, 2. April 2012
Vorstand
Carl Georg Dürschmidt (Vorsitzender des Vorstands) Dr. Holger von Daniels Dr. Marcus Goedsche
Aufsichtsrat
Detlef Dinsel (Vorsitzender des Aufsichtsrats) Thies Eggers Christian Eggenberger
Carl Georg Dürschmidt Vorstand
Dr. Holger von Daniels Vorstand
Dr. Marcus Goedsche Vorstand
Aufstellung der Konzerngesellschaften
| Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.2011 | Jahresergebnis 1.1.2011 - 31.12.2011 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.11 | Fremdwährung | Euro | Fremdwährung | Euro | Ergebnisabführungsvertrag mit | Segment | Offenlegung | |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||||
| Allgeier Holding AG, München | 121.880.934 | -1.237.888 | Holdinggesellschaften | Jahresabschluss und Konzernabschluss im Bundesanzeiger | ||||
| Unmittelbare Beteiligungen der Allgeier Holding AG: | ||||||||
| Allgeier Management AG, München | 100,00% | 69.092 (1) | 30.323 | Holdinggesellschaften | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| Allgeier IT Solutions AG, München | 100,00% | 11.145.441 | 0 (1) | 1. | IT Solutions | Befreiung von der Veröffentlichung gemäß § 264 Abs. 3 HGB | ||
| Allgeier IT Services AG, München | 100,00% | 31.629.000 | 0 (1) | 1. | IT Services & Recruiting | Befreiung von der Veröffentlichung gemäß § 264 Abs. 3 HGB | ||
| Allgeier Project Solutions GmbH, München | 100,00% | -1.562.641 (1) | -1.587.172 | Project Solutions | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| Allgeier Beteiligungen GmbH, München | 100,00% | -16.538 (1) | -64.409 | Holdinggesellschaften | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| Allgeier Middle East Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | 100,00% | 10.000 AED | 2.103 | 0 AED | 0 | Holdinggesellschaften | ||
| Mittelbare Beteiligungen über abhängige Tochtergesellschaften: | ||||||||
| Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen | 100,00% | 3.344.120 | 0 (1) | 3. | IT Solutions | Befreiung von der Veröffentlichung gemäß § 264 Abs. 3 HGB | ||
| BSH IT Solutions GmbH, Bremen | 100,00% | 64.348 | 39.348 | IT Solutions | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| Allgeier Data Center Services GmbH, Bremen | 100,00% | -2.426.251 (1) | -899.122 | IT Solutions | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| Allgeier Document Solutions GmbH, Wien, Österreich (ehemals: daa Consult Management- und EDV-Beratung GmbH) | 100,00% | 113.896 | -1.198 | IT Solutions | ||||
| Cube Management GmbH, München | 100,00% | 132.468 | -120 | IT Solutions | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| Allgeier B.V., Breda, Niederlande | 100,00% | 1.368.332 | 233.678 | IT Solutions | ||||
| Allgeier (Belgien) NV, Zaventem, Belgien | 100,00% | 761.462 | 20.955 | IT Solutions | ||||
| Allgeier Ltd., Nicosia, Zypern | 100,00% | 67.168 | 17.168 | IT Solutions | ||||
| Allgeier S.A., Luxemburg | 100,00% | -463 | -31.463 | IT Solutions | ||||
| ALLGEIER BİLGİ İŞLEM SİSTEMLERİ DANIŞMANLIK VE TİCARET LİMİTED ŞİRKETİ, Istanbul, Türkei | 80,00% | -127.229 TRY | -51.666 | -127.229 TRY | -51.666 | IT Solutions | ||
| DIDAS Business Services GmbH, Langenfeld (ehemals: Solveos IT Solutions GmbH) | 100,00% | 4.712.305 | 624.336 | IT Solutions | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| Solveos Vendor Solutions GmbH, München | 100,00% | 73.947 | 4.781 | IT Solutions | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| BSR & Partner AG, Zug, Schweiz | 75,00% | 6.542.008 CHF | 5.376.846 | 1.950.571 CHF | 1.585.047 | IT Solutions | ||
| Terna Holding GmbH, Innsbruck, Österreich | 100,00% | 1.012.919 | 917.474 | IT Solutions | ||||
| Terna GmbH Zentrum für Business Software GmbH, Innsbruck, Österreich | 100,00% | 2.483.722 | 1.398.215 | IT Solutions | ||||
| Terna AG Zentrum für Business Software GmbH, Hünenberg, Schweiz | 100,00% | 889.692 CHF | 731.234 | 697.156 CHF | 566.513 | IT Solutions | ||
| 1eEurope (Switzerland) AG, Thalwil, Schweiz | 100,00% | 4.786.089 CHF | 3.933.664 | 1.862.640 CHF | 1.513.593 | IT Solutions | ||
| GEMED Gesellschaft für medizinisches Datenmanagement mbH, Ulm | 100,00% | 618.187 | 313.662 | IT Solutions | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| Goetzfried AG, Wiesbaden | 100,00% | 4.721.304 | 3.549.577 | IT Services & Recruiting | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| Goetzfried AG, Allgeier IT Solutions GmbH u.a. GbR, Wiesbaden | 100,00% | 0 | 0 | IT Services & Recruiting | ||||
| Next GmbH, Heusweiler | 100,00% | 4.012.666 | 0 (1) | 30. | IT Services & Recruiting | Elektronischer Bundesanzeiger | ||
| G-AG Beteiligungs GmbH, München | 100,00% | -241.619 (1) | -137.708 | IT Services & Recruiting | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| Allgeier Expert Staffing & Recruiting GmbH, München | 100,00% | 10.652.978 | 27.978 | IT Services & Recruiting | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| U.N.P.-Software GmbH, Düsseldorf | 100,00% | 751.791 | 0 (1) | 4. | IT Services & Recruiting | Befreiung von der Veröffentlichung gemäß § 264 Abs. 3 HGB | ||
| Xiopia GmbH, Unterföhring | 100,00% | 1.050.100 | 0 (1) | 4. | IT Services & Recruiting | Befreiung von der Veröffentlichung gemäß § 264 Abs. 3 HGB | ||
| TOPjects AG, München | 100,00% | 50.000 | 0 (1) | 4. | IT Services & Recruiting | Befreiung von der Veröffentlichung gemäß § 264 Abs. 3 HGB | ||
| ICC Solutions GmbH, München | 100,00% | -420.681 (1) | -5.937 | IT Services & Recruiting | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| Allgeier Dritte Beteiligungs GmbH, München | 100,00% | 21.556 | -579 | IT Services & Recruiting | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| Softcon MBO GmbH, München | 80,00% | 48.607 | -596.658 | Project Solutions | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| SOFTCON AG, München | 80,00% | 11.027.530 | 0 (1) | 36. | Project Solutions | Elektronischer Bundesanzeiger | ||
| SOFTCON IT Service S.r.l., Timisoara, Rumänien | 80,00% | 1.396.245 LEI | 323.722 | 235.338 LEI | 55.728 | Project Solutions | ||
| mgm technology partners GmbH, München (ehemals: MGM MBO GmbH) | 80,00% | 1.039.740 | 306.649 | Project Solutions | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| mgm technology partners s.a.r.l., Grenoble, Frankreich | 80,00% | 42.375 | 107.618 | Project Solutions | ||||
| mgm technology partners s.r.o., Prag, Tschechien | 80,00% | 42.050.874 CZK | 1.637.495 | 9.649.617 CZK | 392.817 | Project Solutions | ||
| mgm consulting partners GmbH, Hamburg | 56,00% | 724.629 | 699.626 | Project Solutions | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| mgm technology partners Köln GmbH i.L., Köln | 80,00% | 87.465 | -25.510 | Project Solutions | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| Allgeier Nagarro Holding AG, München | 100,00% | -756.108 (1) | -806.108 | Project Solutions | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| Nagarro, Inc., San Jose, USA | 100,00% | 935.695 USD | 710.011 | 191.336 USD | 138.511 | Project Solutions | ||
| Nagarro Software Pvt. Ltd., Gurgaon, Indien | 100,00% | 455.467.013 INR | 6.481.252 | 64.009.602 INR | 946.993 (2) | Project Solutions | ||
| Nagarro Software Jaipur Pvt. Ltd., Jaipur, Indien | 100,00% | -518.948 INR | -7.383 | -636.350 INR | -9.415 (2) | Project Solutions | ||
| Nagarro Software GmbH, Frankfurt | 100,00% | 281.491 | 28.140 | Project Solutions | Elektronischer Bundesanzeiger | |||
| Nagarro Software AB, Stockholm, Schweden | 100,00% | 195.066 | 75.403 | Project Solutions | ||||
| Nagarro Software SA, Monterrey, Mexiko | 100,00% | -505.749 MXN | -27.952 | -605.268 MXN | -33.515 | Project Solutions | ||
| Synchronization Inc., San Jose, USA | 100,00% | 23.804 USD | 18.383 | 2.916 USD | 2.111 | Project Solutions | ||
| Koolseek Inc., San Jose, USA | 100,00% | 100 USD | 77 | 0 USD | 0 | Project Solutions |
Aufstellung der Konzerngesellschaften
(1) Nach Gewinnabführung bzw. Verlustübernahme | (2) Als-Ob Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 1.1.2011-31.12.2011
| 1eEurope | 1eEurope (Switzerland) AG, Thalwil, Schweiz | |
|---|---|---|
| ABS-Programm | Übertragene finanzielle Vermögenswerte, die die Voraussetzung einer Ausbuchung nicht erfüllen |
|
| Allgeier Luxemburg | Allgeier S.A., Luxemburg, Luxemburg | |
| Allgeier Middle East | Allgeier Middle East Holding Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | |
| Allgeier DMS Türkei |
ALLGEIER BİLGİ İŞLEM SİSTEMLERİ DANIŞMANLIK VE TİCARET LİMİTED ŞİRKETİ, Istanbul, Türkei |
|
| Allgeier Zypern | Allgeier Ltd., Nicosia, Zypern | |
| Bitaro | bitaro GmbH, München | |
| Blitz AG | Blitz 11-515 AG, München | |
| BMW | Bayerische Motoren Werke AG, München | |
| BSH | BSH IT Solutions GmbH, Bremen | |
| BSH Systemhaus | BSH Systemhaus GmbH, Westerstede | |
| BSR | BSR & Partner AG, Zug, Schweiz | |
| Crealogix | Crealogix ERP AG, Villingen-Schwenningen | |
| DIDAS | DIDAS AG, München | |
| Earn Out | Bedingter Kaufpreis | |
| G-AG | G-AG Beteiligungs GmbH, München | |
| Fair Value | Beizulegender Zeitwert | |
| GEMED | GEMED Gesellschaft für medizinisches Datenmanagement mbH, Ulm | |
| Goetzfried | Goetzfried AG, Wiesbaden | |
| HSAG | HSAG Heidelberger Services AG, Heidelberg | |
| INTRA PREND |
INTRAPREND Gesellschaft für Intranet Anwendungsentwicklung mbH, Wiesbaden | |
| IPS | Geschäftsbereich IPS Informations- und Prozesssysteme der MCE Computer Peripherie GmbH, Ottobrunn |
MCE
mgm cp Hamburg mgm tp mgm tp Köln mgm tp München Nagarro Gruppe
MCE Computer Peripherie GmbH, Ottobrunn mgm consulting partners GmbH, Hamburg mgm technology partners GmbH, München mgm technology partners GmbH, Köln mgm technology partners GmbH, München
Nagarro, Inc., San Jose, USA Nagarro Software Pvt. Ltd., Gurgaon, Indien Nagarro Software Jaipur Pvt. Ltd., Jaipur, Indien Nagarro Software GmbH, Frankfurt Nagarro Software AB, Stockholm, Schweden Nagarro Software SA, Monterrey, Mexiko Syncronization Inc., San Jose, USA Koolseek Inc., San Jose, USA
Nagarro, Inc. NewCo Next SOFTCON AG SOFTCON S.r.l. Terna Gruppe Terna Holding Terna Zentrum Innsbruck Tochtergesellschaften TOPjects UNP Xiopia Nagarro, Inc., San Jose, USA Erwerbergesellschaft Next GmbH, Heusweiler SOFTCON AG, München SOFTCON IT Service S.r.l., Timisoara, Rumäniend Terna Holding GmbH, Innsbruck, Österreich Terna GmbH Zentrum für Business Software, Innsbruck, Österreich Terna AG Zentrum für Business Software, Hünenberg, Schweiz Terna Holding GmbH, Innsbruck, Österreich Terna GmbH Zentrum für Business Software, Innsbruck, Österreich mit der Allgeier Holding AG verbundene Konzernunternehmen TOPjects AG, München U.N.P.-Software GmbH, Düsseldorf Xiopia GmbH, Unterföhring
Glossar
Impressum
Allgeier Holding AG Wehrlestraße 12 81679 München Tel.: +49 (0) 89 99 84 21 0 Fax: +49 (0) 89 99 84 21 11 E-Mail: [email protected] www.allgeier.com
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Allgeier Holding AG | Wehrlestraße 12 | D - 81679 München Tel.: +49 (0) 89 99 84 21 0 | Fax: +49 (0) 89 99 84 21 11 | E-Mail: [email protected] | www.allgeier.com