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Allgeier SE Annual Report 2010

Apr 29, 2011

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2010

Allgeier Holding AG

Auf einen Blick

Unternehmensprofil

Die Allgeier Holding AG mit Sitz in München ist eine der führenden Beratungs- und Service-Gesellschaften im deutschsprachigen Raum. Allgeier bietet in den drei Geschäftsbereichen IT Solutions, IT Services und Recruiting einen Full-Service-Ansatz, von der Konzeption über die Umsetzung bis hin zum Betrieb von IT Landschaften. Die Allgeier Gruppe umfasst 15 operative Tochtergesellschaften mit über 1.300 angestellten Mitarbeitern sowie über 1.400 freiberuflichen Experten und betreut ca. 3.000 Kunden aus nahezu allen Bereichen der Wirtschaft. In Deutschland verfügt die Gruppe über 52 Niederlassungen, 14 weitere Standorte befinden sich in Belgien, Frankreich, Niederlande, Österreich, Rumänien, Tschechien und der Schweiz. Allgeier ist laut der Lünendonk Marktsegmentstudie 2010 Nummer 2 der mittelständischen IT Serviceunternehmen und Nummer 2 der IT Recruiting-Unternehmen in Deutschland. Die Gesellschaft ist am Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse im General Standard gelistet.

Kennzahlen des fortgeführten IT Geschäfts

2006 2007 2008 2009 2010 CAGR 06/10
Umsatzerlöse 92,9 133,4 178,7 223,5 308,7 + 35%
Personalaufwand 27,6 37,5 44,3 59,5 88,4 + 34%
in % vom Umsatz 30% 28% 25% 27% 29%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8,6 11,6 13,1 16,1 25,5 + 31%
in % vom Umsatz 9% 9% 7% 7% 8%
EBITDA 6,8 8,9 12,1 14,4 18,1 + 28%
in % vom Umsatz 7% 7% 7% 6% 6%
EBITA 5,6 7,7 10,8 12,8 15,6 + 29%
in % vom Umsatz 6% 6% 6% 6% 5%
EBIT 2,7 4,8 3,9 8,0 11,0 + 42%
in % vom Umsatz 3% 4% 2% 4% 4%

(Nach IFRS; in Mio. EUR)

(Nach IFRS; in Mio. EUR)

Konzernkennzahlen inkl. des in 2008 veräußerten Zeitarbeitgeschäfts

2006 2007 2008 2009 2010 CAGR 06/10
Umsatzerlöse 166,7 298,3 178,7 223,5 308,7 + 17%
EBITDA 13,4 23,3 12,1 14,4 18,1 + 8%
EBITA 11,9 21,2 10,8 12,8 15,6 + 7%
EBIT 7,4 15,7 3,9 8,0 11,0 + 10%
EBT 5,0 11,2 87,4 7,0 10,2 + 20%
Jahresüberschuss 2,8 6,4 80,4 5,0 8,7 + 33%
Bilanzsumme 135,1 177,0 193,4 160,1 204,1
Eigenkapital 21,5 22,7 81,8 79,5 85,5
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,59 0,56 8,93 0,60 0,99
Anzahl feste Mitarbeiter 6.029 8.921 831 1.261 1.339
Anzahl freiberufliche Experten 615 735 1.331 1.235 1.438

Inhaltsverzeichnis

Unsere Geschäftsbereiche 4
Das Unternehmen 2010 10
Vorwort des Vorstands 19
Bericht des Aufsichtsrats 20
Konzernlagebericht 22
Konzernbilanz 44
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 46
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 48
Eigenkapitalüberleitungsrechnung 50
Konzern-Kapitalflussrechnung 52
Konzernanhang 54
Bestätigungsvermerk 112
Versicherung des Vorstands 113
Aufstellung Konzerngesellschaften 114
Vorstand und Aufsichtsrat 116

IT SOLUTIONS

Im Geschäftsbereich "IT Solutions" bieten wir abgestimmte Lösungskonzepte zur Gewährleistung der Geschäftskontinuität und IT Sicherheit sowie zur Beschleunigung von Geschäftsprozessen. Das Leistungsspektrum umfasst dabei die Themen Enterprise Resource Planning (ERP), Enterprise Content Management (ECM), IT Security sowie Konzeption und Umsetzung von nachhaltigen IT Architekturen. Wir fokussieren uns im Bereich ERP auf die international führenden Lösungen SAP, Microsoft Dynamics AX und NAV, Lawson M3 sowie auf unsere deutschlandweit führende Lösung syntona logic für die Holz- und Baustoffbranche. Mit unserer Lösung scanview und durch Scandienstleistungen bieten wir im Bereich ECM unseren Kunden weitreichende Möglichkeiten zur Verwaltung von Informationen, Dokumenten und Prozessen. Die Absicherung von Prozessen und Kommunikationsplattformen übernehmen wir mit unseren Security-Lösungen JULIA MailOffice, Wednesday und Konzepten im Identity Management.

Kurz: Wir haben die richtigen Produkte und ganzheitlichen Lösungskonzepte, die unsere Kunden in ihren Geschäftsprozessen voranbringen.

UVEX WINTER HOLDING GMBH & CO. KG

Als ausgewiesener Implementierungsexperte erwies sich die Allgeier-Tochter DIDAS AG bei der UVEX Winter Holding. Der Hersteller von Schutzausrüstungen wollte den Arbeitsaufwand bei der Verwaltung von Benutzeridentitäten deutlich reduzieren und die Datenkonsistenz optimieren. Man entschied sich deshalb für die Identitäts- und Sicherheitsmanagementlösung Identity Manager von Novell. DIDAS als Novell Platinum Partner sorgte für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts.

Umsatz (in Mio. EUR) Mitarbeiter und freiberufliche IT Experten 2007 2008 2009 2010 21 169 22 179 27537 96 608

Geschäftsbereich IT Solutions

Wir benötigten eine digitale Kommunikationsplattform mit bestmöglicher Sicherheit nach internationalem Standard. Mit der Allgeier IT Solutions-Lösung JULIA MailOffice in Kombination mit der PDF-Verschlüsselung haben wir das perfekte System gefunden und konnten unser Projekt erfolgreich umsetzen.

Burkard Bauer, Corporate Security der Gothaer Finanzholding AG

GOTHAER FINANZHOLDING AG

Die Gothaer Versicherung setzt seit Jahren JULIA MailOffice zur Ver- bzw. Entschlüsselung und Signatur bzw. Signaturprüfung von E-Mails ein. Für Endkunden ohne Entschlüsselungssoftware hat die Allgeier IT Solutions die PDF-Verschlüsselung als Zusatzmodul entwickelt. Leicht anzuwenden, bietet sie die notwendige Sicherheit und kann auch mit PDAs problemlos genutzt werden.

IT SERVICES

Im Geschäftsbereich "IT Services" entwickeln wir individuelle und flexible IT Lösungen zur Unterstützung der jeweiligen Geschäftsprozesse unserer Kunden. Gemeinsam mit unseren Kunden nehmen wir die spezifischen Anforderungen auf, modellieren Prozesse, erarbeiten eine effiziente Software-Architektur und beraten bei der Auswahl geeigneter Plattformen. Unsere Lösungen sind maßgeschneidert, trotzdem streben wir einen größtmöglichen Standardisierungsgrad an. Als Outsourcing Experte übernehmen wir zudem die Entwicklung und Wartung von ganzen Teilen der IT Landschaft unserer Kunden – von komplexen Anwendungsprogrammen bis hin zur IT Infrastruktur.

Kurz: Wir unterstützen die Geschäftsprozesse unserer Kunden mit maßgeschneiderten Lösungen zum effizienten Einsatz ihrer IT.

Es ist doch ganz einfach: Wenn man mal einen Partner gefunden hat, auf den man sich auch verlassen kann, bleibt man ihm treu. Dies gilt gerade in der IT und deshalb bleibt mgm unser bevorzugter Partner.

Matthias Weber, Geschäftsführer von SCHWARZ E-Commerce

SCHWARZ E-COMMERCE GMBH & CO. KG

Schwarz E-Commerce wählte mgm technology partners GmbH, Tochter der Allgeier Holding AG, als Entwicklungspartner für den Lidl-Webshop aus. Innerhalb von acht Monaten wurde ein skalierbares, mandantenfähiges und international einsetzbares Gesamtsystem auf Basis des mgm Webshop Frameworks realisiert, das in die Versandhandels-ERP-Lösung zu einem zuverlässigen Gesamtsystem integriert wurde. mgm brachte das Projekt zum Festpreis in der vorgegebenen Zeit zum Erfolg.

BMW AG

Die Xiopia GmbH, Tochter der Allgeier Holding AG, wurde von der BMW Group bei dem IT Projekt "UFO" für eine intensive Unfallforschung mit der Einrichtung von Oracle-Clients auf Laptops betraut. Kernaufgabe war die Entwicklung einer Oberfläche, die eine einfache und strukturierte elektronische Erfassung der Daten vor Ort erlaubt. Daten zu Straßenverhältnissen, Unfallhergang und Unfallschäden werden jetzt bei der Rückkehr ins Büro schnell und sicher in die zentrale Oracle-Datenbank übertragen und stehen zur Auswertung bereit.

RECRUITING

Im Geschäftsbereich "Recruiting" vermitteln wir schnell, passend und zuverlässig freiberufliche und auch angestellte IT Experten für den Einsatz bei unseren Kunden. Mit dieser Dienstleistung ermöglichen wir unseren Kunden, durch die von uns rekrutierten Spezialisten flexibel auf neue Marktanforderungen zu reagieren. Für die Spezialisten sind wir ein gesuchter Partner für attraktive Projekte und Festanstellungen. Wir verfügen über einen Pool mit aktuellen, strukturierten Informationen von über 100.000 Fachkräften und können so annähernd jedes Projekt zeitnah und kompetent besetzen. Zudem helfen wir unseren Kunden als Third Party Manager bei der Optimierung ihres Lieferantenstamms – vom Setup schlanker Prozesse über die Konsolidierung bestehender Lieferanten bis zum optimierten Betrieb der Beschaffung und des Managements externer Kräfte.

Kurz: Wir bieten unseren Kunden zur richtigen Zeit am richtigen Ort die passenden IT Spezialisten.

Die Goetzfried AG ist seit längerer Zeit einer unserer wichtigsten Preferred Supplier. Die Schnelligkeit bei der Angebotsabgabe und die Zufriedenheit mit den angebotenen Kandidaten ist durchweg gut.

Klaus Klöckner, Providermanagement SEB AG

SEB AG

Die SEB veräußerte 2010 ihr deutsches Privatkundengeschäft an die Banco Santander. Dieser Verkauf hatte umfassende Auswirkungen auf die IT Systeme der Bank in Deutschland. Die Goetzfried AG, Tochter der Allgeier Holding AG, unterstützte die SEB bei der erfolgreichen Trennung der IT-Applikationen und stellte hierzu IT Experten mit der notwendigen fachlichen und branchentechnischen Kompetenz zur Verfügung.

Geschäftsbereich Recruiting

DATAPORT

Dataport setzt bei Kapazitätsengpässen auf externe Spezialisten und ergänzt sie zu den eigenen Teams. Der IT Dienstleister der öffentlichen Verwaltungen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen arbeitet dabei erfolgreich mit der Goetzfried AG, Tochter der Allgeier Holding AG, zusammen. Die Goetzfried AG stellt die notwendigen Experten für Beratungs- und Konzeptionsleistungen oder für klassische Betriebsaufgaben schnell und mit dem gewünschten Know-how zur Verfügung.

Das Unternehmen 2010

Fortführung der Akquisitionsstrategie

Die Allgeier Holding AG konzentriert sich auf Wachstumsmärkte im IT Dienstleistungsgeschäft und reagiert auf neue Chancen innerhalb dieser Märkte. Um zukünftiges Wachstum zu ermöglichen, verfolgen wir eine abgestimmte Führungs- und Beteiligungsphilosophie:

Führungsphilosophie

Wir kombinieren die Vorteile von dezentralem Unternehmertum mittelständischer Einheiten mit der Schlagkraft einer starken, börsennotierten Gruppe. Wir fördern die Eigeninitiative, Verantwortung und Flexibilität der Geschäftsführer und Vorstände unserer Beteiligungen, die als Unternehmer im Rahmen strategischer Vorgaben agieren und zugleich die Größeneffekte einer wachstumsstarken Dienstleistungsgruppe nutzen können.

Beteiligungsphilosophie

Wir investieren in gut am Markt etablierte, nachhaltig wachsende Gesellschaften. Wir prüfen dabei den Mehrwert für die Allgeier Gruppe wie auch den Mehrwert der bestehenden Gruppe für die neue Gesellschaft. Vor allem achten wir auf ein professionelles, unternehmerisch denkendes Management.

Unsere Beteiligungen 2010

Auch 2010 hat die Allgeier Gruppe ihre Akquisitionsstrategie fortgeführt und dadurch sowohl ihre IT Kompetenz erweitert als auch ihre internationale Präsenz ausgebaut. Folgende Unternehmen wurden 2010 erstmals im Konzern konsolidiert: Didas AG, München, BSR & Partner AG, Zug, und Terna GmbH, Innsbruck.

Didas AG

Didas bietet Kunden aus den Segmenten gehobener Mittelstand und Großkunden bundesweit ein breites Lösungsangebot in den Bereichen System-Consulting, Field-Services und SAP-Services. Mit mehr als 130 Mitarbeitern an sieben Standorten und Hauptsitz in München kümmert sich Didas um die IT Anforderungen ihrer Kunden. Didas ist Novell Platinum Partner. Die Allgeier Holding AG baut mit Didas den Bereich IT Solutions aus und verstärkt ihre Kompetenz im SAP-Umfeld.

  • Standorte: München, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Münster, Nürnberg, Stuttgart
  • Mitarbeiterzahl 2009: ca. 130
  • Umsatz 2009: ca. 30 Mio. EUR
  • Erwerb in 2009; Erstkonsolidierung in 2010

Terna GmbH – Zentrum für Business Software

Terna zählt zu den wichtigsten Anbietern von ERP-Softwarelösungen im deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Innsbruck beschäftigt ca. 90 Mitarbeiter an insgesamt 5 Standorten in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Terna bietet einen Full-Service rund um die Themenbereiche ERP-Software und Geschäftsprozess-Management im gehobenen Mittelstand. Die Kernkompetenzen umfassen die Implementierung der international führenden ERP-Lösungen Microsoft Dynamics AX und Lawson M3, die Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen sowie die Auswahl optimal passender Business Software. Die Allgeier Holding AG baut mit Terna ihre Stellung im wachsenden Markt für ERP-Lösungen aus.

  • Standorte: Innsbruck, Linz, Wien, Nürnberg, Villingen, Zug
  • Mitarbeiterzahl 2009: ca. 90
  • Umsatz 2009: ca. 10 Mio. EUR

BSR & Partner AG

BSR & Partner AG ist einer der führenden mittelständischen IT Service Provider in der Schweiz. Das Unternehmen mit rund 40 Mitarbeitern und Hauptsitz in Zug erbringt für seine Kunden hochqualifizierte Dienstleistungen mit Fokus auf Data Storage, Back-up und Archivierungssoftware. Aufgrund der langjährigen Erfahrung mit Speicherlösungen und im Speichermanagement entwickelt BSR & Partner mit ihren Technologiepartnern, performante und hochverfügbare Lösungen, die den gehobenen IT Anforderungen entsprechen. Diese reichen vom klassischen Online Speicher über Archivlösungen bis zu komplett virtualisierten Speicherumgebungen. Mit der BSR & Partner AG erweitert die Allgeier Gruppe ihr Portfolio im Storage-Umfeld und baut ihre Präsenz in der Schweiz aus.

  • Standorte: Zug, Rotkreuz, Bern
  • Mitarbeiterzahl 2009: ca. 40
  • Umsatz 2009: ca. 25 Mio. CHF

Leistungsportfolio

Die Allgeier Holding AG fokussiert mit ihren Gruppengesellschaften auf wachstums- und ertragsstarke Geschäftsbereiche. Mit einem breiten Leistungsportfolio betreuen wir unsere Kunden ganzheitlich – von der Konzeption über die Umsetzung bis hin zum Betrieb von IT Systemen. Wir verfügen über ein umfassendes Fachwissen, einer breiten Palette an Lösungsangeboten und gehören mit unserer jahrelangen Branchenkenntnis zu den führenden IT Dienstleistern im Markt.

Unsere Fachexpertise

Als Beratungs- und Implementierungspartner unterstützen wir unsere Kunden in der Entwicklung und Umsetzung von IT Strategien und Unternehmensprozessen. Mit Know-how und Umsetzungsstärke begleiten wir unsere Kunden bei ihren fachlichen Herausforderungen und sorgen für einen kosteneffizienten Einsatz ihrer IT.

  • Wir bieten unseren Kunden Managementberatungen, unterstützen sie in der Konzeption und Realisation von ITK Lösungen und entwickeln für sie Geschäftsprozess-unterstützende IT Lösungen.
  • Durch unsere Outsourcing-Leistungen schaffen wir für Unternehmen Freiräume. Wir übernehmen für unsere Kunden die Entwicklung und/oder Wartung komplexer Anwendungssysteme, das Outsourcing des Rechenzentrums mit Servern, Virtualisierung, Netzwerk, Hochverfügbarkeitslösungen und Absicherung ihrer Systeme.
  • Wir steuern zuverlässig die IT unserer Kunden durch stabile, flexible, hochverfügbare, sichere und leistungsfähige IT Infrastrukturen.
  • Wir liefern umfassende Beratungsleistungen im Rahmen der Einführung, der kundenspezifischen Prozessabbildung sowie dem Betrieb von SAP Produkten und Lösungen und orientieren die Geschäftsprozesse an unseren betriebswirtschaftlichen Prozess- sowie Technologie- und Integrationskenntnissen.

Unsere Branchenexpertise

Jede Branche hat andere Bedürfnisse und Herausforderungen. Wir kennen die individuellen, branchenspezifischen Anforderungen und sind mit unserer Kombination aus fachlicher Kompetenz, Marktverständnis und langjähriger Erfahrung bevorzugter IT Partner in nahezu allen Branchen. Denn nur wer die individuellen Marktabläufe der einzelnen Branchen kennt, kann auch die richtigen Lösungen seinen Kunden zur Verfügung stellen.

Produktangebot

Zur effizienten Unterstützung der Geschäftsabläufe unserer Kunden konzipieren und implementieren wir zielgerichtete Lösungen, die auf ihre Geschäftsprozesse und Systemlandschaft zugeschnitten sind. Durch unsere Kompetenz und die Technologie unserer strategischen Partner wie Microsoft, SAP, Lawson oder VMware bieten wir passgenaue, integrierte Lösungen, die Mehrwerte schaffen.

  • Wir bieten Full-Service rund um die Themenbereiche Enterprise Resource Planning (ERP) und Geschäftsprozessmanagement. Wir analysieren und optimieren Geschäftsprozesse mittelständischer Produktions- und Handelsunternehmen und sind Experten für die international führenden ERP-Lösungen Lawson M3 und Microsoft Dynamics.
  • Mit unserer Enterprise Content Management (ECM) Lösung scanview unterstützen und steuern wir Geschäftsprozesse, in denen Dokumente entstehen, verwaltet oder aufbewahrt werden müssen. Die Lösung deckt dabei alle Funktionen zum Erfassen, Verwalten, Speichern und Ausgabe von geschäftlichen Dokumenten ab.
  • Wir betreuen unsere Kunden von der analytischen Vorphase bis zur Betriebsaufnahme von Customer Relationship Management (CRM)-relevanten Prozessen und setzen dabei auf Microsoft Dynamics CRM zur Optimierung der kundenorientierten Geschäftsabläufe.
  • Wir entwickeln innovative, schlüsselfertige Logistiklösungen insbesondere unter Einsatz von "Radio Frequency Identification" (RFID) und/oder mobiler IT Technologie zur Automatisierung von Logistik-, Service- und Produktionsprozessen.
  • Wir unterstützen unsere Kunden in der Architekturberatung, in Fragen der E-Mail- und Web-Sicherheit, Sicherheit in der Entwicklung und im Betrieb von IT Lösungen sowie bei der Durchführung von Penetrationstests und zur Zertifizierung von Software gemäß der Common Criteria.

Recruiting/Third Party Management

Als das Top 2 Rekrutierungsunternehmen in Deutschland stellen wir unseren Kunden schnell und zuverlässig hoch qualifizierte IT Spezialisten und Ingenieure zur Verfügung, steuern externe Spezialisten für zeitlich befristete, flexible Einsätze und vermitteln passende Mitarbeiter zur Festanstellung für den Einsatz auf Dauer.

Zudem übernehmen wir für große Organisationen und Unternehmen des Mittelstands den Aufbau und die Abwicklung des Lieferantenmanagements. Wir verfügen dabei über ein mehrstufiges Leistungsprofil von der reinen Bündelung und Abwicklung externer Mitarbeiter und Kleinlieferanten bis hin zur Optimierung und Gesamtsteuerung des Lieferantenportfolios.

Fachexpertise Branchenexpertise Produkte
• Management & IT Consulting
• Business Process Consulting
• Softwareentwicklung
• SAP Beratung
• Outsourcing/Managed Services
• Cloud Services
• IT Project Consulting
• Infrastructure Services
• Business Intelligence
• Webportal Services
• IT Compliance
• Banken
• Versicherungen
• Telekommunikation
• Öffentlicher Sektor
• Automobilindustrie
• Informationstechnologie
• Handel/Logistik
• Energieversorger
• Medien
• Industrie
• ERP für den Mittelstand
• ECM/DMS
• CRM
• Ordnungswidrigkeitslösungen
• Logistiklösungen
• Security-Lösungen
• Webshop
• Identity Management
• Speicherlösungen

Staffing und Recruiting (Datenbank mit rund 100.000 IT Experten)

Third Party Management

Standorte

Allgeier verfügt in Deutschland über 52 Standorte und weitere 14 in Belgien, Frankreich, Niederlande, Österreich, Rumänien, Tschechien und der Schweiz. Die Standorte in Prag/Tschechien sowie Timisoara/ Rumänien dienen als Nearshoring Kapazitäten. Insgesamt hat die Allgeier Gruppe über 1.300 angestellte Mitarbeiter und mehr als 1.400 freiberufliche IT Experten.

Branchen- und Kundenstruktur

Allgeier ist über die operativen Gruppengesellschaften in nahezu allen Branchen zuhause. Diese kennen die spezifischen Anforderungsdetails und unterstützen die Kunden in der Entwicklung ihres Geschäfts.

Die Allgeier Gruppe zählt über 3.000 Unternehmen mit unterschiedlichen Projektanforderungen und Auftragsvolumen zu ihren Kunden. Die Gruppengesellschaften sind dabei sowohl für global agierende Konzerne wie auch eine Vielzahl von mittelständischen Unternehmen tätig.

Zum Kundenkreis der Allgeier Gruppe gehören in Deutschland 20 der TOP 30-Unternehmen (gemessen am Umsatz). Zu fast jedem Zweiten der Top 100-Unternehmen besteht eine Kundenbeziehung. Dabei sind meist mehrere Gruppengesellschaften der Allgeier Holding AG in unterschiedlichen Projekten bei einzelnen Unternehmen im Einsatz.

Der Konzern ist in keiner Abhängigkeit zu einzelnen Branchen und ist somit krisensicher aufgestellt. Branchenschwerpunkte bilden Unternehmen der Finanzdienstleisterbranche, der Telekommunikations- und Informationstechnologie sowie des Öffentlichen Sektors. Allgeier pflegt eine jahrelange Zusammenarbeit mit jedem Zweiten der TOP 20 Finanzdienstleister, kommt in zahlreichen Projekten bei den wichtigsten Telekommunikationsanbietern zum Einsatz und arbeitet für die großen deutschen Automobilhersteller und Automobilzulieferer.

Wirtschaftliche Entwicklung

Die Allgeier Holding AG hat im Geschäftsjahr 2010 den Umsatz wie auch das Ergebnis erneut deutlich gesteigert. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 38% auf 308,7 Mio. EUR. Seit 2007 legten die Erlöse somit durchschnittlich um 32% pro Jahr zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Firmenwerte und Kaufpreisallokationen (EBITA) sowie vor Holdingkosten stieg gegenüber dem Vorjahr um 18% auf 18,5 Mio. EUR. Seit 2007 wuchs das EBITA damit durchschnittlich um 19% pro Jahr.

Der Geschäftsbereich IT Solutions erzielte im Berichtszeitraum 2010 ein überproportionales Umsatzwachstum von 255% auf 96 Mio. EUR. Neben einem organischen Wachstum trugen vor allem die Akquisitionen des letzten Jahres zum deutlichen Zuwachs bei. Das EBITA stieg um 169% auf 5,6 Mio. EUR.

Ein starkes Umsatzplus erreichte auch der Bereich Recruiting. Dieser legte im Geschäftsjahr 2010 um 17% auf 97 Mio. EUR zu, das Ergebnis stieg im Berichtszeitraum sogar um 34% auf 4,7 Mio. EUR.

Der Geschäftsbereich IT Services stieg um 3% auf 116 Mio. EUR und erzielte damit ebenfalls ein Umsatzwachstum, das vor allem durch eine gute Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte erreicht wurde. Das EBITA blieb hingegen mit 8,3 Mio. EUR um 15% hinter dem Vorjahresergebnis. Auslöser dafür waren die verstärkten Investitionen in den Mitarbeiteraufbau. Allgeier geht davon aus, dass 2011 ein deutliches Anziehen der Nachfrage für IT Services zu verzeichnen sein wird und der Geschäftsbereich davon maßgeblich profitieren wird.

Umsatz und EBITA gem. IFRS

Die Aktie

Entwicklung der Kapitalmärkte

Das Börsenjahr 2010 verlief für die Kapitalmärkte insgesamt wieder erfreulich. Der deutsche Leitindex DAX musste zwar in der ersten Jahreshälfte wegen negativen Wirtschaftsdaten und den Finanzproblemen von Griechenland und anderen EU-Ländern Kursverluste hinnehmen. Mit Anziehen der Wirtschaftskraft und guten Unternehmensnachrichten stieg der DAX jedoch letztendlich von 6.048 Punkten zum Jahresanfang um 14% auf 6.914 Punkte am Jahresende. Eine ähnliche Entwicklung zeigte auch der Technologieindex Tec-DAX. Mit 834 Punkten startete er in das Börsenjahr und schloss das Jahr mit einem kleinen Plus von 2% auf 850 Punkte ab.

Die Allgeier Aktie, gelistet am Regulierten Markt der Frankfurter Börse im General Standard, ist im Vergleich zu DAX und TecDAX deutlich stärker gestiegen. Mit einem Kurs im XETRA-Handel von 7,50 EUR zu Beginn des Jahres 2010 stieg der Wert im März zunächst auf 9,35 EUR und damit um rund 25%. Im weiteren Jahresverlauf bewegte sich der Wert in einem Korridor von 8,10 EUR bis 9,50 EUR. Durch die allgemein gute Stimmung an den Kapitalmärkten konnte der Aktienkurs ab November wieder zulegen. Die Ad-hoc Mitteilung Anfang Dezember zu den positiven Wachstumsaussichten des Konzerns für die Jahre 2010, 2011 und die Folgejahre gab dem Wert zusätzliche Impulse, so dass er seinen Höchstkurs bei 10,65 EUR hatte. Das Börsenjahr 2010 beendet die Aktie mit einem Kurs von 10,35 EUR, was einer hervorragenden Kursperformance von knapp 38% seit Jahresbeginn entspricht. Die wichtigsten Leitindices in Deutschland wurden somit klar übertroffen.

Die Allgeier Aktie verzeichnete seit Januar 2005 ein Kursplus von rund 500%, während DAX und TecDAX in diesem Zeitraum lediglich einen Zuwachs von jeweils rund 60% aufwiesen.

2009 2010 Vdg. in %
Ergebnis je Aktie in EUR 0,60 0,99 + 65%
Dividende je Aktie in EUR 0,60 0,50 – 17%
Jahreshöchstkurs in EUR 8,49 10,65 + 25%
Jahrestiefstkurs in EUR 4,56 7,49 + 64%
Ultimokurs in EUR 7,49 10,35 + 38%
Aktienanzahl in Stück 9.071.500 9.071.500
Ultimo-Marktkapitalisierung in Mio. EUR 67,9 93,9 + 38%
Durchschnittlicher Börsenumsatz in Stück pro Tag 7.509 7.890 + 5%

Kennzahlen je Aktie 2010 vs. 2009

Vorw wort des Vorsta nds

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Zu nä Ve au uletzt möchten äre, für Ihr ergangenheit uf eine gemein n wir uns bei entgegengeb herzlichst bed nsame, erfolgr Ihnen, vereh brachtes Vertr danken und f reiche Zukunft hrte Aktiorauen der freuen uns t.

M it freundlichen n Grüßen

Dr .M arcus Goedsch he

19

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat der Allgeier Holding AG berichtet hiermit über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2010:

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung durch den Vorstand regelmäßig überwacht und beratend begleitet.

Im Geschäftsjahr 2010 ist der Aufsichtsrat zu fünf Sitzungen und mehreren im Wege von Telefonkonferenzen durchgeführten Besprechungen zusammengetroffen und hat weitere Beschlussfassungen im Umlaufverfahren vorgenommen. In allen Sitzungen waren Mitglieder des Vorstands anwesend.

Ausschüsse des Aufsichtsrats bestanden im Berichtsjahr nicht. Personelle Änderungen im Aufsichtsrat sind im Geschäftsjahr 2010 nicht erfolgt. Herr Christian Eggenberger, der zuvor bereits aufgrund gerichtlicher Bestellung seit Dezember 2009 Mitglied des Aufsichtsrats war, ist von der Hauptversammlung am 17. Juni 2010 als Mitglied des Aufsichtsrats gewählt worden.

Der Vorstand hat seine Berichts- und Informationspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr umfassend erfüllt und den Aufsichtsrat sowohl in den Aufsichtsratssitzungen als auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen laufend und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Lage der Gesellschaft und der Konzerngesellschaften und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Gegenstand der Berichterstattung und der Beratung waren insbesondere

  • die laufende Geschäftsentwicklung vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung,
  • die laufende Finanz- und Liquiditätslage,
  • einzelne Akquisitionsvorhaben,
  • Finanzierungsthemen,
  • Risikomanagement und Compliance sowie

Fragen der strategischen Ausrichtung des Konzerns.

Bei den Beratungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat und aufgrund der laufenden Information durch den Vorstand konnte sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2010 von der Rechtmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung durch den Vorstand überzeugen. Der Vorstand hat entsprechend der Entwicklung des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr die Organisation der Allgeier Holding AG und das Risikomanagement weiter entwickelt. Der Aufsichtsrat hat das in der Gesellschaft eingesetzte Risikomanagementsystem mit dem Vorstand und den Wirtschaftsprüfern erörtert und für ordnungsgemäß befunden. Soweit für einzelne Maßnahmen der Geschäftsführung die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, wurden diese geprüft und die erforderliche Zustimmung erteilt. Der Aufsichtsrat kann damit feststellen, dass der Vorstand ihn umfassend in die Lage versetzt hat, die Arbeit des Vorstands laufend zu überwachen. Dabei ist der Aufsichtsrat zu der Überzeugung gelangt, dass die Geschäftsführung durch den Vorstand in jeder Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen erfüllt und keinen Anlass zu Beanstandungen durch den Aufsichtsrat gibt.

Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Allgeier Holding AG und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 sowie die Lageberichte für die AG und den Konzern hat die LOHR + COMPANY GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Unterlagen und die Prüfungsberichte der LOHR + COMPANY GmbH lagen dem Aufsichtsrat zur Prüfung vor. Der Aufsichtsrat hat die vorgenannten Unterlagen geprüft und in der Sitzung am 15. April 2011 in Gegenwart der Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Abschlussprüfer hat in der Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet sowie festgestellt, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems vorlägen.

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Der Aufsic chtsrat der All lgeier Holding AG

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Konzernlagebericht der Allgeier Holding AG 2010

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Geschäft und Struktur der Allgeier Gruppe

Der Allgeier Konzern umfasst zum Ende des Berichtzeitraums 40 vollkonsolidierte Gesellschaften. Das operative Geschäft wird in 15 Unternehmenseinheiten geführt. Das nachfolgende Organigramm gibt einen Überblick über die vereinfachte Konzernstruktur:

Der Allgeier Holding AG obliegt die Führung und Strategieentwicklung der drei Geschäftsbereiche des Konzerns. Die Holding wurde im vergangenen Jahr weiter personell verstärkt, um dem gestiegenen Aufgabenvolumen und definierten, strategischen Zielen gerecht zu werden. Die Holding beschäftigte Ende 2010 drei Vorstände, vier Angestellte und zwei Teilzeitkräfte. Ferner wurde die Holding von der Tochtergesellschaft Allgeier Management AG unterstützt, in der drei weitere Personen tätig sind.

Allgeier IT Solutions AG,
München
100%
Allgeier IT Solutions GmbH,
Bremen
100%
Allgeier Data Center Services
GmbH, Bremen
100%
Solveos Gruppe,
Langenfeld
100%
DIDAS AG,
München
100%
Allgeier Computer BV,
Breda/Niederlande
100%
Allgeier Computer NV,
Zaventem/Belgien
100%
BSR & Partner AG,
Zug/Schweiz
75%
Terna Gruppe,
Innsbruck/Osterreich
100%
IT Services
Allgeier IT Services AG,
München 100%
Xiopia GmbH,
Unterföhrina
100%
Softcon Gruppe,
München 80%
U.N.P.-Software GmbH,
Düsseldorf
100%
mgm technology partners
Gruppe, München
80%
TOPjects AG,
München 100%
Allgeier Expert Staffing&Recruiting
GmbH, München
100%
Goetzfried AG,
Wiesbaden
$100\%$ *
Next GmbH,
Heusweiler
100%

Wesentliche Aufgabenschwerpunkte der Holding waren im Geschäftsjahr 2010:

  • strategische Ausrichtung und laufende Strategieüberprüfung des Konzerns, der Geschäftsbereiche sowie der Beteiligungsunternehmen unter der Maßgabe einer wertorientierten Unternehmensentwicklung,
  • Identifikation, Ansprache und Prüfung von potenziell geeigneten weiteren Beteiligungen im In- und Ausland vor dem Hintergrund der Konzernstrategie,
  • Verhandlung und Durchführung der Erwerbe von Unternehmen und Beteiligungen,
  • Organisation der Finanzen und Finanzierung der weiteren Konzernentwicklung,
  • Controlling, Risikomanagement und Compliance,
  • Aufstellung von Bewertungs- und Bilanzierungsrichtlinien sowie Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS,
  • Konzernplanung,
  • Führung des Managements der Gruppenunternehmen und Unterstützung des Managements der Tochterunternehmen bei operativen Fragen,
  • Integration der einzelnen Beteiligungen in den Konzernverbund,
  • Organisation und Koordination gruppenübergreifender Gremien und Prozesse,
  • Strukturierung der Gruppe,
  • Koordination von Projekt- und Vertriebsaktivitäten,
  • gruppenübergreifendes PR, Marketing und Investor Relations.

Wirtschaftliches Umfeld

Nach dem Rezessionsjahr 2009 hat sich die deutsche Wirtschaft 2010 deutlich erholt und zeigt eine hohe Dynamik. Während Deutschland beim Bruttoinlandsprodukt im Vorjahr als Folge der Finanzkrise einen historischen Einbruch von -4,7% aufwies, legte die deutsche Wirtschaft laut dem Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung im Jahr 2010 um 3,6% zu. Ausschlaggebend dafür waren zum einen das historisch geringe Zinsniveau sowie zum anderen die im Vergleich zum Ausland höhere Attraktivität von Anlagemöglichkeiten in Deutschland, wie das ifo Institut für Wirtschaftsforschung in ihrer Konjunkturprognose 2010/2011 feststellt.

Aufgrund der für 2011 geplanten Konsolidierungsanstrengungen der Bundesregierung, die Subventionsabbau, Kürzungen bei Sozialleistungen und eine höhere indirekte Besteuerung umfassen sollen, wird der wirtschaftliche Aufschwung laut ifo Institut 2011 abnehmen und nur noch bei 2,4% liegen.

Vom wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland profitiert auch die IT Branche. Während 2009 der Hightech-Markt einen Einbruch von 4,8% verzeichnete, stiegen laut dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) die Umsätze im Berichtszeitraum um 1,4% auf 141,6 Mrd. EUR und sollen für 2011 um 2% auf dann 144,5 Mrd. EUR weiter wachsen. Besondere Zuwachschancen werden dabei den für die Allgeier Gruppe wichtigsten Märkten IT Services und Software zugeschrieben. So soll der Markt für IT Services 2011 um 4,2% zulegen, für den Software Markt wird ein Wachstum von 4% prognostiziert.

Wichtigster Wachstumstreiber 2011 wird laut BITKOM das Thema Cloud Computing sein. Unter Cloud Computing wird die Nutzung von IT Leistungen in Echtzeit über Datennetze anstatt über lokale Rechner verstanden, was ein enormes Einsparungspotenzial für Unternehmen ermöglicht. Des Weiteren werden Softwarelösungen zur Steuerung betrieblicher Abläufe eine verstärkte Nachfrage erleben, da viele Mittelständler ihre veraltete Software erneuern werden. Zudem werden Business Intelligence-Anwendungen zur erleichterten Entscheidungsfindung des Managements wie auch Enterprise Content Management-Lösungen zur Speicherung von Daten und Dokumenten vermehrt nachgefragt.

Im Zuge der Belebung am Arbeitsmarkt stieg auch die Zahl der Arbeitsplätze in der BITKOM-Branche nochmal deutlich und nimmt mit 843.000 Stellen einen Rekordwert ein, der nur noch vom Maschinenbau übertroffen wird. Gleichzeitig ist die Zahl der freien Stellen für IT Experten um 8.000 auf nun 28.000 offene Stellen gestiegen.

2. Geschäftsverlauf

2010 war für Allgeier erneut ein erfolgreiches Jahr. Die Gruppe konnte ihre gute Position im Markt wie auch bei ihren Kunden festigen und ausbauen. Mit einem Pro-Forma-Umsatz von 320,7 Mio. EUR gehört die Allgeier Holding AG zu den führenden IT Beratungen in Deutschland. Die Pro-Forma-Betrachtung bezieht die Vergangenheitsdaten der im Berichtsjahr erworbenen Unternehmen mit ein und passt in Einzelfällen die Bilanzierung und Bewertung der Vergangenheit an die Konzernrichtlinien an. Insgesamt hat der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter Marktanteile gewonnen und ist laut einer Erhebung der Marktanalysten von Lünendonk die Nummer 2 der mittelständischen IT Service Provider und die Nummer 2 der Recruiting-Unternehmen in Deutschland.

Neben dem organischen Gruppenwachstum hat Allgeier 2010 zwei Akquisitionen getätigt und damit die Positionierung und das Leistungsprofil des Unternehmens im Markt ausgebaut. Die Strategie wird dabei unverändert fortgeführt und umfasst fünf Punkte:

    1. Fortsetzen des Wachstumskurses durch Förderung des internen Wachstums und durch streng selektive, wertschaffende Akquisitionen im Dienstleistungsumfeld
    1. Weitere Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den Gruppengesellschaften und Hebung von Synergien – aber Beibehalten unserer dezentralen Führungsstruktur
    1. Fortsetzung unserer Full-Service Strategie dabei Erschließung margenstarker Tätigkeitsfelder und Gewinn weiterer, auslastungssichernder Großprojekte
    1. Ausbau unserer bundesweiten Präsenz, schrittweiser Ausbau unseres internationalen Geschäfts
    1. Investition in die Qualifizierung unserer Mitarbeiter

Bei der Umsetzung der Akquisitionsstrategie profitiert Allgeier weiterhin von der hohen Fragmentierung des Marktes für IT Services, der ca. 70.000 Unternehmen umfasst, und dem anhaltenden Trend zur Konsolidierung. Zahlreiche Unternehmen passen strategisch gut zur Allgeier Gruppe und können von der Größe, dem Know-how und dem Kundenzugang der Gruppe profitieren. Insofern lässt der Markt eine Fortsetzung der Akquisitionsstrategie der Allgeier Gruppe auch in Zukunft zu.

Geschäftsbereich IT Solutions

Die Gesellschaften im Segment IT Solutions fokussieren sich auf das Systemhausgeschäft rund um Enterprise Ressource Planning (ERP), Dokumentenmanagement/Workflow (DCM), Email-Security sowie Customer Relationship Management (CRM). Das Leistungsspektrum des Geschäftsbereiches wurde 2010 um zwei Akquisitionen erweitert.

Mit Kaufvertrag vom 21. April 2010 erwarb die Allgeier Holding AG über ihre 100%-ige Tochtergesellschaft, die Allgeier IT Solutions AG, 75% der Anteile an der BSR & Partner AG, Zug/Schweiz. Das Unternehmen ist einer der führenden, mittelständischen IT Service Provider in der Schweiz mit einem Umsatz von 25 Mio. CHF in 2009 und 41 Mitarbeitern und freiberuflichen IT Experten. Das Unternehmen mit Standorten in Zug, Rotkreuz und Bern erbringt für seine Kunden hochqualifizierte Dienstleistungen mit Fokus auf Data Storage, Back-up und Archivierungslösungen. Aufgrund der langjährigen Erfahrung mit Speicherlösungen und im Speichermanagement entwickelt BSR mit ihren Technologiepartnern performante und hochverfügbare Lösungen, die den IT Anforderungen von Mittelständlern, Großunternehmern und der öffentlichen Hand entsprechen. Die Anforderungen reichen von klassischem Online Speicher über Archivlösungen bis zu komplett virtualisierten Speicherumgebungen. Mit der BSR & Partner AG erweitert die Allgeier Gruppe ihr Portfolio im Storage-Umfeld und baut ihre Präsenz in der Schweiz aus.

Mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 30. Juni 2010 erwarb die Allgeier Holding AG über ihre 100%-ige Tochtergesellschaft, die Allgeier IT Solutions AG, sämtliche Anteile der Terna Holding GmbH Innsbruck, Österreich. Die Terna Holding hält wiederum 100% an der Terna GmbH Zentrum für Business Software, Innsbruck/Österreich, und diese 100% der Anteile der Terna AG Zentrum für Business Software, Hünenberg/Schweiz. Terna beschäftigt Ende 2010 82 Mitarbeiter an insgesamt fünf Standorten in Österreich (Innsbruck, Wien, Traun), Deutschland (Nürnberg) und in der Schweiz (Hünenburg) und erzielte 2009 einen Umsatz von 10 Mio. EUR. Sie bietet einen Full-Service rund um die Themenbereiche ERP-Software und Geschäftsprozess-Management im gehobenen Mittelstand. Die Kernkompetenzen umfassen die Implementierung der international führenden ERP-Lösungen Microsoft Dynamics AX und Lawson M3, die Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen sowie die Auswahl optimal passender Business-Software. Die Allgeier Holding AG stärkt mit der Akquisition der Terna ihre Position in dem stark wachsenden Markt für ERP-Lösungen und baut ihre internationale Präsenz aus.

Mit den beiden Akquisitionen gewann die Allgeier Holding AG über 200 attraktive Neukunden hinzu. Die Umsätze und Ergebnisse der BSR & Partner AG sind im Allgeier Konzern ab Juni 2010 enthalten, die der Terna GmbH ab Juli 2010.

Der Geschäftsbereich "IT Solutions" erzielte 2010 gemäß IFRS einen Umsatz von 96,6 Mio. EUR und lag damit um 250% über dem Vorjahreswert (27,6 Mio. EUR). Zur besseren Vergleichbarkeit und Steuerung der operativen Leistung der Gesellschaften verwendet Allgeier als zentrale Steuerungsgröße ein operatives EBITA (Ergebnis vor Abschreibungen auf Firmenwerte und erworbene Auftragsbestände, Kundenlisten und Entwicklungen aus Akquisitionen, Zinsen und Steuern). Weiter bereinigt Allgeier im EBITA ergebniswirksame Effekte aus nachträglichen Kaufpreisanpassungen. Das EBITA stieg um 169% auf 5,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR).

Der Pro-Forma-Umsatz, der die erworbenen Unternehmen für das gesamte Erwerbsjahr mit einbezieht, lag bei 108,6 Mio. EUR. Das EBITA lag auf Pro-Forma-Basis bei 6,7 Mio. EUR. Die operative EBITA-Marge lag damit bei 6,2%.

Geschäftsbereich IT Services

Das Leistungsportfolio des Geschäftssegments IT Services erstreckt sich von Beratung und Lösungsentwicklung bis hin zur Umsetzung und den Betrieb von technisch komplexen IT Systemlösungen im Enterpriseumfeld.

In 2010 haben sich im Geschäftsbereich IT Services die Gruppengesellschaften GFU Kiefer + Partner GmbH und Ixtra AG zusammengeschlossen und firmieren nun als Xiopia GmbH mit Sitz in Unterföhring bei München. Durch den Zusammenschluss werden wesentliche Prozesse für die Erreichung strategischer Entwicklungsziele beschleunigt sowie Portfolio- und Kundensynergien besser genutzt. Ziel war es insbesondere, den Lösungscharakter der Dienstleistungen unter Berücksichtigung konsequenter Nachfrageorientierung als Kernkompetenz zu unterstreichen. Zudem soll im Einklang mit den Bedürfnissen der Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeiter und freien IT Experten ein profitables und nachhaltiges Wachstum des neuen Unternehmens vorangetrieben werden.

Die Gruppengesellschaften im Bereich IT Services erzielten 2010 gemäß IFRS einen Umsatz von 116,3 Mio. EUR und lagen damit um 3% über dem Vorjahreswert (113,4 Mio. EUR). Das EBITA fiel um -19% auf 8,3 Mio. EUR (Vorjahr: 10,2 Mio. EUR).

Der Pro-Forma-Umsatz stieg um 1% auf 116,3 Mio. EUR (Vorjahr: 114,7 Mio. EUR). Das Pro-Forma-EBITA fiel um -15% auf 8,3 Mio. EUR (Vorjahr: 9,7 Mio. EUR). Die operative EBITA-Marge lag damit bei 7,1% (Vorjahr: 8,5%).

Geschäftsbereich Recruiting

Im Geschäftsbereich Recruiting werden Full-Service Dienstleistungen für Rekrutierung, Vermittlung und Management von Fach- und Führungskräften für IT und Engineering erbracht. Das Leistungsspektrum reicht dabei von der Suche einzelner IT-Spezialisten bis hin zur Übernahme von Staffing und Umsetzung von IT-Projekten. Dabei werden auch bundesweit komplexe, heterogene IT Infrastrukturlösungen unter Berücksichtigung ITIL-konformer Prozessqualität entwickelt, implementiert und betrieben.

Die Gruppengesellschaften im Bereich Recruiting erzielten 2010 gemäß IFRS einen Umsatz von 98,7 Mio. EUR und lagen um 17% über dem Vorjahreswert (84,1 Mio. EUR). Das EBITA stieg um 35% auf 4,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR).

Im Geschäftsbereich Recruiting entsprechen die IFRS-Ergebnisse den Pro-Forma-Ergebnissen, da in diesem Bereich weder im Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr keine neuen Gesellschaften hinzukamen.

Erfolgreiche Kundenbeziehungen

Die Allgeier Gruppe hat ihre Kundenbeziehungen bei namhaften Großkunden im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter ausgebaut und gefestigt. Ein wesentliches Ziel der Wachstumsstrategie der Allgeier Gruppe besteht darin, die gewonnene Größe und das breite Leistungsspektrum zunehmend im Rahmen von öffentlichen und privaten Ausschreibungen von Großprojekten zu nutzen.

Die Allgeier Gruppe zählt rund 3.000 Unternehmen aller Branchen mit unterschiedlichen Projektanforderungen und Auftragsvolumina zu ihren Kunden. Die Gruppengesellschaften sind dabei sowohl für global agierende Konzerne wie auch einer Vielzahl von mittelständischen Unternehmen tätig.

  • Der Allgeier Konzern zählt 20 der TOP 30- Unternehmen (gemessen nach Umsatz) in Deutschland zu seinen Kunden.
  • Zu fast jedem Zweiten der Top 100- Unternehmen besteht eine Kundenbeziehung. Dabei sind meist mehrere Gruppengesellschaften der Allgeier Holding AG in unterschiedlichen Projekten bei den Unternehmen im Einsatz.
  • Allgeier zählt Unternehmen aus nahezu allen Branchen zu ihren Kunden. Schwerpunkte bilden die Finanzdienstleister- und Telekommunikationsbranche sowie der öffentliche Sektor.
  • o Allgeier arbeitet für alle großen deutschen Automobilhersteller und bedeutenden Automobilzulieferer,
  • o pflegt eine jahrelange Zusammenarbeit mit jedem Zweiten der TOP 20 Finanzdienstleister und
  • o kommt in etlichen Projekten bei den wichtigsten Telekommunikationsanbietern zum Einsatz.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Der Konzernumsatz nach IFRS stieg 2010 aufgrund von Akquisitionen und organischem Wachstum um 38% auf 308,7 Mio. EUR (Vorjahr: 223,5 Mio. EUR). Auf Jahresbasis lag der Konzernumsatz sämtlicher zum 31.12.2010 zum Allgeier Konzern gehörenden Unternehmen (Pro-Forma-Umsatz) bei 320,7 Mio. EUR (Vorjahr: 279,4 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anstieg von 15%.

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Goodwill sowie Kaufpreisallokationen und ergebniswirksamen Kaufpreisanpassungen (EBITA) stieg in der Berichtsperiode um 21% auf 15,6 Mio. EUR (Vorjahr: 12,8 Mio. EUR). Das EBITA auf Pro-Forma-Basis ging um -3% auf 16,7 Mio. EUR (Vorjahr: 17,3 Mio. EUR) leicht zurück. Das Pro-Forma-Ergebnis wurde im Wesentlichen durch geringere Auftragsvolumina einzelner Kunden im IT Services-Bereich belastet.

Die operativen Gesellschaften erwirtschafteten auf Jahresbasis ein Pro-Forma-EBITA vor Holdingkosten von 19,6 Mio. EUR (Vorjahr: 20,2 Mio. EUR). Die EBITA-Marge auf Pro-Forma-Basis vor Holdingkosten betrug 6,1% (Vorjahr: 7,2%).

Die Konzernabschreibungen stiegen von 6,4 Mio. EUR in 2009 auf 7,0 Mio. EUR in der Berichtsperiode.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 38% auf 11.0 Mio. EUR (Vorjahr: 8,0 Mio. EUR). Der Zinsertrag reduzierte sich auf 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR), das Finanzergebnis lag bei -0,9 Mio. EUR (Vorjahr: -1,0 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Steuern betrug 10,2 Mio. EUR (Vorjahr: 7,0 Mio. EUR.

Das Ergebnis je Aktie stieg um 65% auf 0,99 EUR (Vorjahr: 0,60 EUR).

Vermögenslage

Die Vermögenslage des Allgeier Konzerns ist geprägt vom operativen Wachstum der bestehenden Gruppengesellschaften und dem Zugang von neuen Gruppengesellschaften. Im Geschäftsjahr 2010 erwarb der Konzern die BSR und die Terna Gruppe und konsolidierte die Vermögenswerte und Schulden der beiden Gesellschaften im Konzernabschluss. Zur Finanzierung von Akquisitionen nahm der Konzern ein Akquisitionsdarlehen auf. Beide Vorgänge hatten einen wesentlichen Einfluss auf die Bilanz und die Finanzierung des Allgeier Konzerns. Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2010 von 160,1 Mio. EUR am 31. Dezember 2009 um 44,1 Mio. EUR auf 204,1 Mio. EUR am 31. Dezember 2010.

Auf der Aktivseite stiegen die langfristigen Vermögenswerte von 47,9 Mio. EUR im Vorjahr um 15,8 Mio. EUR auf 63,7 Mio. EUR in Geschäftsjahr an. Insbesondere erhöhten sich aufgrund der getätigten Akquisitionen die immateriellen Vermögenswerte um 15,0 Mio. EUR. Darin enthalten ist der Unterschiedsbetrag von 12,3 Mio. EUR aus der Erstkonsolidierung der neuen Gruppengesellschaften, der als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert wurde. Die langfristigen Vermögenswerte zeigen weiter den Abgang einer at equity-Beteiligung von 0,4 Mio. EUR, die im Geschäftsjahr 2010 verkauft wurde, und einen Anstieg der latenten Steuern. In den Vorjahren vorgenommene Wertberichtigungen auf latente Steuern auf bestehende steuerliche Verlustvorträge konnten in Höhe von 0,8 Mio. EUR aufgelöst werden, weil mit einer Realisierung gerechnet werden kann. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen von 112,2 Mio. EUR im Vorjahr um 28,2 Mio. EUR auf 140,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr an. Für den Anstieg sind neben den Effekten aus Unternehmenserwerben auch ein umsatzstarkes 4. Quartal 2010 und der damit verbundene Anstieg der Forderungen aus Lieferungen aus Leistungen um 13,6 Mio. EUR maßgeblich. Die Zahlungsmittel erhöhten sich von 49,2 Mio. EUR um 12,2 Mio. EUR auf 61,3 Mio. EUR. Als Zahlungsmittel flossen der Allgeier Gruppe im Geschäftsjahr 18,6 Mio. EUR aus einem Bankdarlehen zur Refinanzierung von getätigten Akquisitionen zu. Weitere Zahlungseingänge sind auf die operative Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Im Rahmen der Akquisitionstätigkeit flossen Zahlungsmittel in Höhe von 9,3 Mio. EUR ab. Darüber hinaus wurden aus den liquiden Mitteln der Erwerb weiterer eigener Anteile und die Ausschüttungen an die Aktionäre der Allgeier Holding AG finanziert.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Konzerneigenkapital von 79,5 Mio. EUR um 6,0 Mio. EUR auf 85,5 Mio. EUR. Damit überdeckt das Eigenkapital das langfristige Vermögen um 21,7 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote ging im Geschäftsjahr 2010 aufgrund des Anstiegs der Bilanzsumme von 50% auf 42% am 31. Dezember 2010 zurück.

Die langfristigen Schulden erhöhten sich von 23,8 Mio. EUR Ende 2009 um 7,8 Mio. EUR auf 31,6 Mio. EUR im Jahr 2010. Zur Erhöhung trug im Wesentlichen die Aufnahme des Akquisitionsdarlehens in Höhe von insgesamt 18,6 Mio. EUR, wovon der langfristige Anteil 14,9 Mio. EUR und der kurzfristige Anteil 3,7 Mio. EUR beträgt. Ein Teil des Genussrechtskapitals von 7,0 Mio. EUR, das Ende 2011 zur Rückzahlung fällig wird, wurde Ende 2010 als kurzfristige Finanzschuld ausgewiesen.

Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich von 56,7 Mio. EUR um 30,3 Mio. EUR auf 87,0 Mio. EUR. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Zugang des kurzfristigen Anteils des Akquisitionsdarlehens in Höhe von 3,7 Mio. EUR, der Umgliederung des Genussrechtskapitals in Höhe von 7,0 Mio. EUR, dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus dem ABS-Programm in Höhe von 4,9 Mio. EUR, den Zugang von kurzfristigen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben und einem Anstieg des Working Capitals.

Der Allgeier Konzern konnte im Geschäftsjahr 2010 aufgrund der erfolgreichen operativen Geschäftsentwicklung und des erteilten Akquisitionsdarlehens die frei verfügbare Liquidität auf 61,3 Mio. EUR ausbauen. Mit dieser Liquidität kann das Management die Wachstumsstrategie fortsetzen und auf Akquisitionsgelegenheiten am Markt schnell reagieren. Die Liquidität 1. Grades (Zahlungsmittel / kurzfristige Schulden), betrug zum 31.12.2010 70% (Vorjahr: 87%). Die Liquiditätskennziffer 2. Grades (Zahlungsmittel + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / kurzfristige Schulden) betrug 147% (Vorjahr: 180%).

Finanzlage

Der Konzern erzielte im Jahr 2010 einen Cash Flow von insgesamt 11,6 Mio. EUR (Vorjahr: -19,4 Mio. EUR).

Der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit vor Working Capital Veränderungen konnte von 14,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 21,6 Mio. EUR in 2010 gesteigert werden. Aufgrund des umsatzstarken 4. Quartals 2010 hatte der Konzern einen hohen Working Capital Bestand. Einschließlich der Veränderung des Working Capitals betrug der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit 7,2 Mio. EUR (Vorjahr: 11,8 Mio. EUR).

Im Geschäftsjahr 2010 gab der Konzern für Investitionen in den Erwerb von Tochtergesellschaften 9,6 Mio. EUR und für operative Investitionen 2,7 Mio. EUR aus. Aus der Veräußerung der at equity-Beteiligung erhielt der Konzern einen Zahlungseingang von 0,3 Mio. EUR. Insgesamt betrug der Cash Flow aus Investitionstätigkeit 12,0 Mio. EUR (Vorjahr: 16,3 Mio. EUR).

Der Konzern nahm im Geschäftsjahr 2010 ein Akquisitionsdarlehen in Höhe von 18,6 Mio. EUR auf und tilgte kurzfristige Darlehen in Höhe von 1,2 Mio. EUR. Im Rahmen eines Programms zur Übertragung von Kundenforderungen (ABS-Programm) baute der Konzern Verbindlichkeiten von 4,9 Mio. EUR auf. Darüber hinaus erwarb der Allgeier Konzern im Jahr 2010 eigene Aktien in Höhe von 1,0 Mio. EUR, leistete Zinszahlungen von 1,4 Mio. EUR, erhielt Zinseinnahmen von 0,7 Mio. EUR und beschloss eine Ausschüttung an die Aktionäre der Allgeier Holding AG in Höhe von 4,2 Mio. EUR. In Summe erreichte der Konzern einen positiven Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 16,4 Mio. EUR (Vorjahr: 14,9 Mio. EUR).

4. Chancen und Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung

Das organische Wachstum der Konzerngesellschaften ist maßgeblich abhängig von dem konjunkturellen Umfeld und insbesondere von der Entwicklung des IT Services- und Software-Marktes in Deutschland. Nach einem deutlichen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 3,6% im Jahr 2010 wird der Aufschwung im laufenden Geschäftsjahr 2011 laut ifo Institut für Wirtschaftsforschung abnehmen und nur noch bei 2,4% liegen. Die IT Branche rechnet laut dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) für 2011 mit einem Umsatzwachstum von 2% auf 144,5 Mrd. EUR. Die Märkte für IT Services und Software sollen 2011 dabei um 4,2% bzw. 4,0% wachsen.

Allgeier ist von den strukturellen Wachstumschancen im IT Service und Software-Bereich überzeugt. In den letzten beiden Quartalen 2010 haben sich die Auftragslage und die Zahl der Projektanfragen deutlich positiv entwickelt, auch wenn weiterhin hohe Preissensibilität und Investitionszurückhaltung spürbar sind.

Im IT Services Geschäft bestehen erhebliche Chancen, aber auch Risiken in der Zusammenarbeit mit einigen Großkunden. Allgeier verfügt bei zahlreichen Kunden über einen "Preferred Supplier Status", der das Risiko des Verlustes des Lieferantenstatus bei einer Lieferantenkonsolidierung verringert. Weitere Risiken werden im Abschnitt "Risikomanagement" beschrieben.

Die Fragmentierung und die anhaltende Konsolidierung im IT Servicemarkt in Deutschland stellt für Allgeier eine Chance dar. "Unternehmensgröße" gewinnt als Argument in Kundengesprächen und auch im Rahmen von Neuakquisitionen ständig an Bedeutung. Zahlreiche IT Servicegesellschaften werden von Kunden als zu klein angesehen, um als verlässlicher Geschäftspartner mit "Preferred Supplier Status" geführt zu werden. Allgeier hat durch das starke Wachstum in den vergangenen Jahren die notwendige Größe erreicht, um auch bei internationalen Großkonzernen als solider Partner auftreten zu können. In den kommenden Jahren hat Allgeier das Potential, die Fortsetzung des organischen Wachstumskurses durch weitere Akquisitionen zu unterstützen und dadurch eine größere, wertvollere und im Markt stärker positionierte Unternehmenseinheit zu schaffen.

5. Forschung und Entwicklung

Der Konzern betreibt die Fortentwicklung der bestehenden Produkte, wofür im Aufwand erfasste Entwicklungskosten von insgesamt 997 Tsd. EUR (Vorjahr: 779 Tsd. EUR) angefallen sind. Eine Aktivierung von Entwicklungskosten erfolgte im Geschäftsjahr nicht, da die geforderten Voraussetzungen nicht vorlagen. Forschung und Entwicklung werden im Wesentlichen im Bereich IT Solutions erbracht. Die Bereiche IT Services und Recruiting sind dagegen eher davon geprägt, dass komplexe und anspruchsvolle Dienstleistungen, wie z.B. Entwicklungsleistungen, anfallen. Dies erfolgt jedoch in der Regel im Kundenauftrag, so dass die dabei erbrachte Wertschöpfung nicht in den Bereich Forschung und Entwicklung bei der Allgeier Gruppe selbst fällt.

6. Human Resources

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unser größtes Kapital. Das Geschäft der Allgeier Gruppe lebt entscheidend vom Fachwissen und loyalem Engagement unserer Mitarbeiter. Diese sind im laufenden Kontakt mit den Kunden und erbringen die vereinbarten Beratungs- und Dienstleistungen. Hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind damit ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Wachstum des Konzerns.

Umgekehrt profitieren die Mitarbeiter der einzelnen Gruppenunternehmen von dem Wachstum und der zunehmenden Größe und Stabilität der Gruppe. Die Arbeitsplätze in der Gruppe werden damit sicherer und es werden neue Arbeitsplätze geschaffen. Neue herausfordernde Aufträge bei interessanten Kunden schaffen interessante fachliche und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Ferner gehört die kontinuierliche Schulung und fachliche Ausbildung der Mitarbeiter in der sehr dynamischen IT Branche zu den Erfolgsfaktoren im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter. Fachlich am Ball zu bleiben, ist Voraussetzung, um den steigenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden und wichtige Innovationsschritte innerhalb der Branche mitgehen und gestalten zu können. Die Gesellschaften der Allgeier Gruppe haben deshalb im abgelaufenen Geschäftsjahr die Aufwendungen für die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter um 34% gesteigert.

Insgesamt beschäftigte die Allgeier Gruppe zum Ende des Geschäftsjahres 1.339 fest angestellte Mitarbeiter und 1.438 freiberufliche Experten (Vorjahr: 1.261 fest angestellte Mitarbeiter und 1.331 freiberufliche Experten). Damit hat Allgeier die Anzahl der Mitarbeiter und freiberuflichen Experten um 6% bzw. 8% gesteigert.

Die Anzahl der für die einzelnen Geschäftsbereiche tätigen Personen verteilt sich wie folgt:

  • IT Services: 473 fest angestellte Mitarbeiter (-1% zum Vorjahr) und 604 freiberufliche Experten (-1% zum Vorjahr)
  • IT Solutions: 577 fest angestellte Mitarbeiter (+8% zum Vorjahr) und 31 freiberufliche Experten (+44% zum Vorjahr)
  • Recruiting: 279 fest angestellte Mitarbeiter (+13% zum Vorjahr) und 803 freiberufliche Experten (+13% zum Vorjahr)

7. Risikomanagement

Die Allgeier Gruppe ist im Rahmen ihrer breit gefächerten Geschäftstätigkeiten verschiedenen Risiken ausgesetzt. Wir definieren Risiken im weitesten Sinne als die Gefahr, unsere finanziellen, operativen oder strategischen Ziele nicht wie geplant erreichen zu können. Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise waren insbesondere in der ersten Hälfte des Berichtszeitraums 2010 noch deutlich bemerkbar. Dies hat in 2010 weiterhin eine verstärkte und intensive Beobachtung der Entwicklung jedes einzelnen Gruppenunternehmens und unseres Umfelds erforderlich gemacht. Dies galt gleichermaßen auch für die Prüfung von Akquisitionen und dem Eintritt in neue Geschäftsfelder.

Für die Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs ist es unerlässlich, die Risiken zu identifizieren und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu beseitigen oder zu begrenzen. Dazu bedienen wir uns abgestufter Risikomanagement- und Kontrollsysteme auf Ebene der Gruppenunternehmen und auf Ebene der Konzernleitung, die uns unterstützen, Risiken sowie Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, frühzeitig zu erkennen. Die Risikomanagement- und Kontrollsysteme werden jährlich weiterentwickelt und an die geänderten Anforderungen der Gruppe und deren Umfeld angepasst. Die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems wird jährlich vom Aufsichtsrat der Allgeier Holding AG überprüft.

Auf Ebene der Gruppenunternehmen agieren jeweils unternehmerisch eigenständig und eigenverantwortlich handelnde Vorstände und Geschäftsführungen. Die in den einzelnen Gesellschaften eingesetzten Controlling-Systeme und die Führungsorganisationen in den Unternehmen gewährleisten eine hohe Transparenz, die eine sehr zeitnahe Information über die Entwicklung der Unternehmen ermöglicht. Die Arbeit der einzelnen Vorstände und Geschäftsführer wird von der Konzernleitung über die entsprechenden Kontrollgremien wie Aufsichtsräte und Gesellschafterversammlungen begleitet und kontrolliert. In den Geschäftsordnungen für die Geschäftsführungen von Gruppenunternehmen sind Informationspflichten und Zustimmungserfordernisse geregelt. Darüber hinaus besteht ein intensiver und regelmäßiger Austausch zwischen den Geschäftsführungen der einzelnen Gruppenunternehmen untereinander und mit der Konzernleitung. Konzernweite, regelmäßig zusammentretende Gremien, wie das Executive Committee, der Obere Führungskreis (OFK), das Sales Board und ein halbjährliches Finanzmeeting, dienen dem regelmäßigen Informationsaustausch und der Gruppentransparenz.

Auf Ebene der Allgeier Holding AG existiert ein Konzern-Controlling und Risikomanagement, dessen Funktion und Effizienz regelmäßig überprüft und an veränderte Gegebenheiten angepasst wird. Systemisch basiert dies auf integrierten Planungs-, Controlling- und Reportinginstrumenten, die die laufende betriebswirtschaftliche Analyse der Einzelgesellschaften bis hin zum Konzern sicherstellen. In das System fließen auf Holdingebene u.a. monatlich sämtliche Konzernzahlen ein. Die Konzernliquidität und die Liquiditätsplanung aller Gruppenunternehmen werden darüber hinaus wöchentlich erfasst und kontrolliert. Darüber hinaus werden leistungswirtschaftliche Daten sowie deren Entwicklung wie u. a. Umsatz, Auftragsbestand, Auftragseingang oder Mitarbeiterzahlen, teilweise bis auf Projektebene aufgeschlüsselt, bei den Einzelgesellschaften systemisch abgefragt und in einem Business Intelligence-System erfasst und ausgewertet.

Die jährliche Geschäftsplanung im Sinne eines von Aufsichtsrat der Allgeier Holding AG zu genehmigenden Budgets für das folgende Geschäftsjahr – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Planbilanz sowie Finanzplan – erfolgt auf der Grundlage einer Bottom-up Planung der Einzelgesellschaften, die in Planungsgesprächen mit der Konzernleitung vorgestellt und diskutiert wird. Das Budget wird ergänzt durch eine 2-Jahresplanung für die Folgejahre. Die monatliche Soll-Ist-Analyse sowie der Vergleich mit der jeweiligen Vorjahresperiode ermöglichen eine adäquate Steuerung sowohl der Einzelgesellschaften als auch des Konzerns. Die Ergebnisse der Analysen werden im persönlichen Gespräch mit dem Management diskutiert, mögliche Abweichungen erörtert und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen beschlossen. Für wesentliche Abweichungen von der Planung ist ein Eskalationsprocedere definiert, dass verschiedene Maßnahmen wie die sofortige, tiefergehende Prüfung bis hin zur Einleitung von Sanierungsschritten vorsehen. Nach Ablauf des ersten Quartals des folgenden Geschäftsjahres wird die Planung insgesamt überprüft und eventueller Anpassungsbedarf ermittelt.

Darüber hinaus fragen wir von den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern der Konzerngesellschaften in regelmäßigen Zeitabständen Einzelrisikomeldungen auf der Grundlage eines standardisierten Katalogs von Risiken nach den verschiedenen Risikobereichen ab. Im Rahmen der Risikobewertung betrachten wir die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die Schadenshöhe der Risiken. Dabei setzen wir Methoden ein, die unternehmensweit einheitlich gestaltet sind und damit eine Vergleichbarkeit der Risikobewertung über die drei Geschäftsbereiche hinweg ermöglichen.

Bei der Prüfung und Durchführung von Unternehmenserwerben oder anderen Transaktionen agiert der Vorstand der Allgeier Holding AG unter Beachtung der hohen Sorgfaltsanforderungen für Entscheidungen mit besonderer Tragweite für die Allgeier Gruppe. Dabei greift der Vorstand regelmäßig auch auf die Expertise und Erfahrung interner Berater, wie der Mitglieder des Aufsichtsrats oder ausgewählter Personen aus der Gruppe, sowie externer Berater wie Banken, Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Rechtsanwälte zurück. Vor der Durchführung von Transaktionen werden Due Diligence Prüfungen durchgeführt. Zur Absicherung gegen spezielle Risiken werden entsprechende vertragliche Regelungen getroffen.

Eine Steuerung von Risiken durch den Abschluss von Versicherungen erfolgt dann, wenn wir dies im Hinblick auf den wirtschaftlichen Nutzen als erforderlich und sinnvoll erachten.

Der Vorstand der Allgeier Holding AG wertet mit Unterstützung der Controlling-Mitarbeiter regelmäßig die vorhandenen Informationen aus und leitet bei Bedarf frühzeitig geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung ein. Der Vorstand berichtet ferner regelmäßig über die aktuelle Entwicklung der Gruppe sowie über einzelne Ereignisse und Entscheidungen an den Aufsichtsrat der Allgeier Holding AG und bindet diesen in Entscheidungen von besonderer Bedeutung für die Gruppe ein.

Im Folgenden werden wesentliche Risiken genannt, die eine erhebliche, nachteilige Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe und damit auch auf den Aktienkurs haben können. Die Aufzählung der Risiken ist nicht abschließend. Neben den genannten kann es weitere Risiken geben, denen unsere Gruppe ausgesetzt sein kann und die das Geschäft unserer Gruppenunternehmen beeinträchtigen können.

Marktrisiken und strategische Risiken

Wirtschaftliches Umfeld und Marktentwicklung: Das Geschäft der Allgeier Gruppe, die wesentlich als Erbringer von Dienstleistungen für Industrie- und Handelsunternehmen tätig ist, wird durch die allgemeine, konjunkturelle Entwicklung beeinflusst, der die Kunden der Allgeier Gruppe ausgesetzt sind und die auf die Kunden unterschiedliche Auswirkungen hat. Eine zurückhaltende, volatile oder gar weitere rezessive Entwicklung der Märkte kann dazu führen, dass einzelne Kunden keine Aufträge mehr erteilen oder über geringere Budgets für IT Dienstleistungen verfügen. Dies kann für die Unternehmen der Allgeier Gruppe sinkende Umsätze zur Folge haben. Auf der anderen Seite erwarten wir bei unseren Kunden eine Verstärkung des Trends zum Outsourcing von IT Dienstleistungen an professionell und flexibel arbeitende Partner. Dabei wird das Bestreben insbesondere von großen Konzernen zur Kostensenkung auch weiterhin dazu führen, dass teilweise IT Dienstleistungen an kostengünstiger arbeitende Unternehmen aus Schwellenländern, z.B. Indien, vergeben werden.

Akquisitionen: Die Strategie der Allgeier Gruppe beinhaltet neben der organischen Weiterentwicklung der Gruppengesellschaften auch die Verstärkung der Gruppe durch neue Akquisitionen. Jede Transaktion ist mit erheblichen Investitionen und Kosten verbunden und birgt das Risiko, dass sich das erworbene Unternehmen nicht wie geplant entwickelt. Es besteht das Risiko, dass aufgrund der Transaktion zu bilanzierende Vermögenswerte, einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte, aufgrund unvorhergesehener Entwicklungen abgeschrieben werden müssen, was die Jahresergebnisse erheblich belasten kann. Ferner bestehen Finanzierungsrisiken, wenn eine Transaktion teilweise mit Fremdmitteln finanziert wird.

Operative Risiken

Management und Schlüsselpersonen: Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Unternehmen der Allgeier Gruppe sind die engagierten und unternehmerisch handelnden Mitglieder der Geschäftsleitungen sowie weitere Führungspersonen und Know-how-Träger der Gruppengesellschaften. Für die Allgeier Gruppe ist es wesentlich, diese Personen als Partner dauerhaft an die Unternehmen zu binden und Nachfolgethemen frühzeitig zu lösen.

Kunden: Weiterer Erfolgsfaktor ist die Pflege der Beziehungen zu unseren Kunden durch eine kontinuierlich gute und kompetente Betreuung sowie die Gewinnung von neuen Kundenaufträgen. Als Gruppe haben wir die Möglichkeit, neben der Kompetenz und langjährigen Verlässlichkeit der einzelnen Unternehmen, den Kunden eine größtmögliche fachliche und regionale Abdeckung durch die Zusammenarbeit mehrerer Gruppenunternehmen zu bieten. Gleichwohl besteht das Risiko, dass wir wesentliche Kunden z.B. aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten auf Kundenseite oder aufgrund von Konkurrenzangeboten verlieren oder Projekte nur in einem geringeren Umfang weitergeführt werden können. Allgeier arbeitet neben einer großen Vielzahl von Mittelstandskunden auch für Großkunden in großen Projekten (bei über 50 Kunden hat Allgeier einen Jahresumsatz von > 1 Mio. EUR). In 2010 hat sich gezeigt, dass der Wegfall von Teilen solcher Großprojekte erhebliche Auswirkungen auf die betroffene Gruppengesellschaft haben kann. Es hat sich aber auch gezeigt, dass die Gruppe mit einem solchen Szenario umgehen kann und den Wegfall relativ rasch durch anderes Geschäft kompensieren kann.

Finanzrisiken

Liquiditäts- und Kreditrisiken: Die Allgeier Gruppe verfügt über ein hohes Maß an liquiden Mitteln. Es bestehen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Genussrechten (PREPS), einem ABS-Programm (Asset Backed Securities) und aus Kreditvereinbarungen zur Finanzierung oder Refinanzierung von Akquisitionen. Aus diesen Finanzierungen resultieren Zinsrisiken und vertragliche Risiken, die im Einzelnen im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt sind. Im Geschäftsjahr 2010 hat die Allgeier Gruppe eine Bankenfinanzierung für den Ausbau des Geschäftsbereichs IT Solutions aufgenommen. Ferner ist die Allgeier Gruppe aufgrund ihrer guten Liquiditäts- und Finanzsituation in der Lage, bestehenden und künftigen Finanzbedarf der Gruppe auch durch Verwendung von Eigenmitteln decken zu können. Gleichwohl führen wir laufend Gespräche und Verhandlungen zur Evaluierung und Prüfung weiterer Finanzierungen für das Gruppenwachstum und Akquisitionen. Insofern ist unsere künftige Wachstumsentwicklung auch abhängig von der Entwicklung der Finanz- und Kapitalmärkte und der Möglichkeit des Zugangs zu neuem Fremd- oder Eigenkapital. Die künftigen Cashflows und die Liquiditätssituation der Gruppe können auch durch ein geändertes Zahlungsverhalten der Kunden, z.B. längere Zahlungsziele oder Zahlungsausfälle negativ beeinflusst werden.

Sicherungspolitik und Finanzinstrumente

Der Allgeier Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Preis-, Zins- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken werden laufend beobachtet und bewertet und in Einzelfällen durch Sicherungsmaßnahmen begrenzt oder vermieden.

Aufgrund des geringen Umfangs der Transaktionen in fremder Währung erfolgten mit Ausnahme einer bis September 2010 bestehenden teilweisen Währungsabsicherung im Zusammenhang mit der Akquisition der BSR & Partner AG in der Schweiz keine Sicherungsmaßnahmen zur Absicherung von Währungsrisiken. Zinssicherungen bestehen aktuell nicht.

Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Allgeier Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Durch eine implementierte Liquiditätsplanung und steuerung sowie Cash-Management-Systeme werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst. Zur Finanzierung des Working Capital Bedarfs der operativen Gesellschaften stehen liquide Mittel und Betriebsmittelfinanzierungen in Form von Kontokorrentlinien in ausreichender Höhe zur Verfügung. Die Tilgung von Kaufpreisdarlehen ist auf die zukünftige Ertragskraft der erworbenen und bestehenden Tochtergesellschaften ausgerichtet.

Das theoretische, maximale Ausfallrisiko bei den originären Finanzinstrumenten entspricht dem Wert aller Forderungen abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber denselben Schuldnern. Allgeier ist bestrebt, das Ausfallrisiko möglichst gering zu halten. Um dies zu erreichen, arbeitet Allgeier mit nur eingeschränkten Bestellumfängen, sofern die Bonität der Kunden nicht ausreichend ist. Allgeier geht davon aus, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Darüber hinaus werden bei einzelnen Tochtergesellschaften Forderungsausfallrisiken durch Versicherungen abgedeckt.

Sonstige Risiken

Rechtssituation: Die Unternehmen der Allgeier Gruppe sind nur in einem geringen Maß an Rechtsstreitigkeiten beteiligt. Allerdings übernehmen die Gesellschaften im Rahmen des operativen Geschäfts in den Verträgen mit ihren Kunden zum Teil vertragliche Haftungen und Gewährleistungen. Diese sind teilweise durch Versicherungen oder Ansprüche gegen Dritte abgedeckt. Sofern sich aus den vertraglichen Haftungen konkrete Risiken ergeben, werden bei den betreffenden Gesellschaften entsprechende Rückstellungen gebildet. Im Kaufvertrag vom 21. Februar 2008 zum Verkauf des Bereichs Zeitarbeit an die usg People Gruppe hat die Verkäuferin, eine Konzerngesellschaft der Allgeier Gruppe, im beschränkten Umfang Haftungen für die Vergangenheit der verkauften Unternehmen übernommen, die teilweise noch Gültigkeit haben. Anlässlich der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 14. Dezember 2010 zur Unwirksamkeit der von den Christlichen Gewerkschaften CGZP geschlossenen Tarifverträge, die auch auf einige der verkauften Gesellschaften Anwendung fanden, hat eine öffentliche Diskussion über mögliche Rückwirkungen auf die Wirksamkeit der betroffenen Tarifverträge für die Vergangenheit begonnen. Es besteht im Augenblick diesbezüglich keine ausreichende Rechtsklarheit für die Beurteilung, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe daraus noch Zahlungsverpflichtungen aus dem Kaufvertrag entstehen können. Vorsorglich hat Allgeier für solche Fälle bereits durch die Wertberichtigung eines auf einem Treuhandkonto einbehaltenen Teils des Kaufpreises Vorsorge getroffen.

Regulatorische Risiken: Änderungen der Gesetzgebung oder der Auslegung von Gesetzen können die Umsätze und Profitabilität der Unternehmen unserer Gruppe beeinträchtigen. Sollten sich die gesetzlichen Voraussetzungen in Deutschland, z.B. im Bereich der Steuern- und Sozialabgaben, des Arbeitsrechts, des Dienst- oder Werkvertragsrechts, ändern, so kann dies zu einem höheren Aufwand oder zu höheren Haftungsrisiken der Unternehmen führen. Aufgrund der noch weitgehenden Konzentration der Geschäftstätigkeit auf Deutschland bestehen für die Gruppe derzeit nur geringe regulatorische Risiken, die aus ausländischen Rechtsordnungen und Kulturkreisen herrühren.

Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess gem. § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB

Die Allgeier Holding AG stellt bei allen Konzerngesellschaften durch die nachfolgenden Merkmale ihres internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems sicher, dass im Rechnungslegungsprozess relevante Sachverhalte bilanziell vollständig und richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt werden und die Rechnungslegung den gesetzlichen Anforderungen genügt. Ferner wird damit gewährleistet, dass durch das Rechnungswesen jederzeit die zum Zwecke des Controllings und zur Erfüllung der internen und externen Berichtspflichten benötigten Informationen zeitnah und verlässlich zur Verfügung gestellt werden können und die vorhandenen Vermögenswerte nicht zweckentfremdet genutzt werden.

Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bei Allgeier sind:

  • Wesentliche rechnungslegungsrelevante Prozesse unterliegen regelmäßigen analytischen Prüfungen.
  • Es besteht eine klare Organisations-, Kontrollund Überwachungsstruktur.
  • Es existiert eine eindeutige Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Aufgaben im Bereich des Rechnungslegungsprozesses.
  • Die im Rechnungswesen verwendeten EDV-Systeme sind gegen unberechtigte Zugriffe geschützt.
  • Es werden im Bereich der rechnungslegungsrelevanten EDV-Systeme überwiegend Standardsoftwareprodukte eingesetzt.
  • Alle am Rechnungslegungsprozess beteiligten Personen entsprechen hohen qualitativen Anforderungen.
  • Die Vollständigkeit und Richtigkeit der Rechnungswesensdaten werden regelmäßig anhand von Stichproben und Plausibilitätschecks durch manuelle Kontrollen überprüft.
  • Bei besonderen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.
  • Erfassung der relevanten Risiken.
  • Der Aufsichtsrat befasst sich u. a. mit den wesentlichen Fragen der Rechnungslegung und des Risikomanagements.
  • Durch das im Konzern verwendete Planungs-, Reporting-, Controlling- sowie Frühwarnsystem erfolgt eine systematische Analyse und Steuerung von Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken.
  • Hinreichende Dokumentation.

8. Corporate Governance Bericht

Allgeier berichtet nachfolgend über die wesentlichen Grundzüge der Unternehmensführung und Corporate Governance der Allgeier Gruppe einschließlich der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex, des Vergütungsberichts und weiterer Angaben nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches.

Angaben zur Unternehmensführung und zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 289a Abs. 2 HGB

Die Unternehmensführung der Allgeier Holding AG richtet sich nach den Vorschriften des Aktiengesetzes, den Vorgaben der Satzung der Gesellschaft und der Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat sowie den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Führung und Leitung des Unternehmens obliegt danach dem Vorstand. Dem Aufsichtsrat kommt die Funktion als Überwachungsund Beratungsorgan zu. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten im Unternehmensinteresse eng zusammen. Die gemeinsame Arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ist an dem Interesse des Unternehmens und der Aktionäre ausgerichtet, sowohl das bestehende Geschäft der Allgeier Gruppe erfolgreich weiterzuentwickeln als auch den Wert der Gruppe durch weitere Akquisitionen nachhaltig zu steigern.

Eine weitere Ebene der Unternehmensführung innerhalb der Allgeier Gruppe bilden die Vorstände und Geschäftsführungen sowie die Aufsichtsorgane in den einzelnen Gruppengesellschaften. Der Vorstand der Allgeier Holding AG übt im Rahmen der Gesellschafterstellung oder in der Funktion von Aufsichtsgremien bei den Gruppengesellschaften eine Steuerungs-, Koordinierungs- und Kontrollfunktion aus.

Der Vorstand der Allgeier Holding AG besteht aus drei Mitgliedern. Er leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. In seiner Funktion als Leitungsorgan der Allgeier Gruppe gibt er insbesondere die Strategie für die weitere Entwicklung der Gruppe vor und arbeitet an dem Ziel der nachhaltigen Wertschöpfung und Wertsteigerung der Gruppe. Es gilt dabei der Grundsatz der Gesamtverantwortung, d.h. die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Unternehmensführung. Auf Grund der Konzernstruktur der Allgeier Gruppe und der spezifischen Stellung der Allgeier Holding AG als Holdinggesellschaft und den damit verbundenen Aufgaben, besteht im Vorstand keine strenge Ressortverteilung, wie sie bei Unternehmen mit einer klassischen Führungsstruktur üblich ist. Gleichwohl sind die Aufgaben und Verantwortlichkeiten innerhalb des Vorstands nach entsprechenden Arbeitsschwerpunkten und fachlichen Qualifikationen verteilt. Die wesentlichen Entscheidungen, zum Beispiel über Akquisitionsvorhaben, werden vom Gesamtvorstand getroffen. Einzelheiten zur Zusammenarbeit im Vorstand und zur Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat sind in der Geschäftsordnung für den Vorstand festgelegt. Die Geschäftsordnung für den Vorstand enthält auch einen Katalog von Geschäften, für die der Vorstand der Zustimmung des Aufsichtsrats bedarf.

Der Aufsichtsrat der Allgeier Holding AG besteht aus drei Mitgliedern. Er berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und überwacht seine Tätigkeit. Ausschüsse des Aufsichtsrats sind nicht gebildet. Neben den gesetzlich festgelegten Aufgaben wie die Bestellung der Vorstandsmitglieder und die Festlegung des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder - der Kontrolle der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft einschließlich der Planung für die folgenden Geschäftsjahre, des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems und der Prüfung des Jahresabschlusses, beschäftigt sich der Aufsichtsrat wesentlich mit den Themen, die gemäß der Geschäftsordnung für den Vorstand seiner Zustimmung bedürfen.

Einen Schwerpunkt der Tätigkeit des Aufsichtsrats bilden dabei die Beratungen und Entscheidungen über Akquisitionsvorhaben. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat in alle Entscheidungen eingebunden, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung sind. Hierzu besteht ein regelmäßiger Austausch zwischen dem Vorstand und den Mitgliedern des Aufsichtsrats, insbesondere dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats. Einzelheiten der Zusammenarbeit der Aufsichtsratsmitglieder sind in einer Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat festgelegt.

Der Aufsichtsrat lässt sich bei den Vorschlägen für seine Zusammensetzung von folgenden Zielen und Grundsätzen leiten: Oberstes Ziel ist sicherzustellen, dass der Aufsichtsrat seinen gesetzlichen Aufgaben in der vorgeschlagenen Zusammensetzung umfassend gerecht wird und die Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen, um ihre Aufgaben optimal und verantwortlich erfüllen zu können. Für die Allgeier Holding AG, deren Satzung die Besetzung des Aufsichtsrats mit drei Mitgliedern vorsieht, bedeutet dies konkret, dass insbesondere folgende Qualifikationen nach Möglichkeit im Aufsichtsrat vorhanden sein sollen: die im Gesetz ausdrücklich geforderte Qualifikation als unabhängiger Finanzexperte, die Fähigkeit zur Beurteilung von Unternehmen im Dienstleistungssektor (nicht nur beschränkt auf das IT Geschäft), die Fähigkeit zur Beurteilung von Akquisitionsmöglichkeiten im In- und Ausland und entsprechende Transaktionserfahrung sowie die Erfahrung mit der Organisation und Arbeitsweise einer stark wachsenden Gruppe in einer Holdingstruktur. Die Besetzung des Gremiums muss ferner ermöglichen, dass das Gremium effizient arbeitsfähig ist und seine Mitglieder ausreichend Kapazität für diese verantwortliche Tätigkeit mitbringen. Generelle Merkmale wie das Alter, das Geschlecht oder die Nationalität einer Person sollen bei der Besetzung dagegen nicht im Vordergrund stehen. Der Aufsichtsrat bekennt sich aber ausdrücklich dazu, dass bei der künftigen Besetzung im Vergleich mehrerer, fachlich ähnlich geeigneter Kandidaten im Sinne der angestrebten Diversity Kandidaten bevorzugt werden sollen, die im Hinblick auf ihr Geschlecht, Alter oder Nationalität die Besetzung entsprechend bereichern. Starre Quoten oder Altersgrenzen sieht der Aufsichtsrat dabei nicht als angemessenes Mittel an. Der Aufsichtsrat setzt sich heute aus drei Herren im Alter zwischen 48 und 69 Jahren zusammen, davon zwei deutsche und ein schweizerischer Staatsbürger, die verschiedenen Berufsgruppen angehören und die genannten fachlichen Anforderungen abdecken.

Entsprechungserklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Allgeier Holding AG erklären gemäß § 161 AktG:

Den vom Bundesministerium der Justiz veröffentlichten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 26. Mai 2010 wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 und wird künftig mit folgenden Ausnahmen entsprochen:

Kodex Ziffer 2.3.2

Die Gesellschaft soll allen in- und ausländischen Finanzdienstleistern, Aktionären und Aktionärsvereinigungen die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Wege übermitteln, wenn die Zustimmungserfordernisse erfüllt sind.

Die Veröffentlichung und Übermittlung der Einberufungsunterlagen erfolgte bislang in der von Aktiengesetz und Satzung vorgesehenen Weise. Hierdurch soll eine gleichartige Information aller Aktionäre sichergestellt werden, unabhängig davon, ob die Aktionäre der Gesellschaft im Einzelnen bekannt sind und ein elektronischer Versand an diese möglich ist. Die relevanten Unterlagen werden auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht, so dass eine ausreichende Kenntnisnahme auf elektronischem Wege für alle interessierten Aktionäre möglich ist.

Kodex Ziffer 2.3.3

... Auch bei der Briefwahl [...] soll die Gesellschaft die Aktionäre unterstützen.

Die Satzung der Gesellschaft sieht bislang noch nicht die Möglichkeit der Briefwahl vor. Eine entsprechende Satzungsänderung zur Ermächtigung des Vorstands wird für die nächste Hauptversammlung geprüft. Die Gesellschaft bietet den Aktionären bereits die Möglichkeit, einen von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter mit der Ausübung der Stimmrechte zu beauftragen. Somit haben die Aktionäre bereits jetzt die Möglichkeit, ihre Stimme auch vor dem Tag der Hauptversammlung abzugeben, ohne persönlich an dieser teilnehmen zu müssen.

Kodex Ziffer 3.8 (dritter Absatz)

In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden.

In der D&O-Versicherung für den Vorstand ist entsprechend der gesetzlichen Vorgaben einen Selbstbehalt vereinbart. Für den Aufsichtsrat schreibt das Gesetz einen solchen Selbstbehalt nicht vor, sondern lässt den Spielraum für die Beurteilung der Angemessenheit einer solchen Regelung unter Berücksichtigung des unterschiedlichen Charakters und Umfangs der Aufgaben von Vorstand und Aufsichtsrat. Die Gesellschaft wird die weitere Entwicklung in Bezug auf die Angemessenheit der D&O-Versicherung und Selbstbehalte laufend im Auge behalten und eventuellen Anpassungsbedarf prüfen.

Kodex Ziffer 4.2.3 (vierter Absatz)

Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll darauf geachtet werden, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Für die Berechnung des Abfindungs-Caps soll auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abgestellt werden.

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass eine angemessene Vertragsgestaltung ohne ein generelles Abfindungs-Cap ohne weiteres möglich ist. Die vorzeitige Aufhebung von auf eine feste Laufzeit geschlossenen und ordentlich nicht kündbaren Vorstandsverträgen ist vor dem Umstand der jeweiligen Auflösung zu beurteilen und zu verhandeln. Bei der Beurteilung der Angemessenheit der Bedingungen einer vorzeitigen Vertragsauflösung ist die Frage eines Abfindungs-Caps dabei lediglich ein Aspekt von mehreren, die der Aufsichtsrat pflichtgemäß prüfen muss. Der Aufsichtsrat behält sich das Recht vor, jeden einzelnen Aspekt individuell zu prüfen und zu gestalten, da auch die Festlegung eines generellen Caps von dieser pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung nicht entbindet.

Kodex Ziffern 4.2.4

Die Hauptversammlung hat beschlossen, dass die Vorstandsvergütungen nicht in individualisierter Form für jedes einzelne Mitglied offen gelegt werden. Die Offenlegung erfolgt jährlich im Geschäftsbericht für den Gesamtvorstand nach fixen und variablen Vergütungsbestandteilen.

Kodex Ziffer 5.1.2 und 5.4.1 (zweiter Absatz)

… Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden.

… und eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder … geachtet werden.

Bei der Entscheidung über die Besetzung von Vorstandspositionen und Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern kommt es entscheidend auf die Beurteilung der persönlichen und fachlichen Eignung eines Kandidaten für das Unternehmen an. Diese Beurteilung ist jeweils im Einzelfall nach umfassender Prüfung der Angemessenheit und unter Einbeziehung aller in Betracht kommender Personen vorzunehmen. Anlass zur Festlegung einer generellen Altersgrenze, die nur ein herausgegriffenes Kriterium darstellt, besteht dabei nicht.

Kodex Ziffer 5.4.6 (dritter Absatz)

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder soll im Corporate Governance Bericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen werden. Auch die vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, sollen individualisiert im Corporate Governance Bericht gesondert angegeben werden.

Entsprechend der Handhabung der Offenlegung der Vorstandsvergütung hält die Gesellschaft auch die individualisierte Offenlegung der Aufsichtsratsvergütung für die Größe der Gesellschaft und des Aufsichtsrats nicht für angemessen und erforderlich. Die Regelung der Vergütung des Aufsichtsrats in der Satzung und die Veröffentlichung der Gesamtvergütung und ihrer Struktur sowie der Vergütung für sonstige Leistungen im Geschäftsbericht schaffen ausreichende Transparenz.

Kodex Ziffer 6.6

Über die gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Mitteilung und Veröffentlichung von Geschäften in Aktien der Gesellschaft hinaus, soll der Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente, von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern angegeben werden, wenn er direkt oder indirekt größer als 1% der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist.

Im Geschäftsbericht erfolgt für Vorstand und Aufsichtsrat getrennt die Veröffentlichung der jeweils gehaltenen Gesamtaktienzahl. Daneben schaffen die gesetzlich vorgesehenen Mitteilungen von Director's Dealings und im Fall des Erreichens, Über- oder Unterschreitens der gesetzlichen Schwellen nach Auffassung der Gesellschaft eine ausreichende Transparenz.

Kodex Ziffer 7.1.2

… Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums, öffentlich zugänglich sein.

Für die Gesellschaft steht die Richtigkeit und Vollständigkeit der jeweiligen Abschlüsse und Berichte im Vordergrund. Es ist das Bestreben der Gesellschaft, die jeweiligen Abschlüsse und Berichte so früh wie möglich den Aktionären bekannt zu geben. Gleichwohl behält sich die Gesellschaft vor, die gesetzlichen Fristen für die Veröffentlichung jeweils in Anspruch zu nehmen, falls dies zur ordnungsgemäßen Fertigstellung und Prüfung der Abschlüsse und Berichte erforderlich ist.

Vergütungsbericht

Das Vergütungssystem für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat beschlossen und in regelmäßigen Abständen überprüft. Die Festlegung der Vergütung orientiert sich an der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung des Konzerns unter Berücksichtigung der Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die Bezüge des Vorstands setzen sich im Geschäftsjahr 2010 aus den folgenden Bestandteilen zusammen: (i) einem festen Jahresgehalt und (ii) einem variablen Vergütungsbestandteil in Form einer vom Konzernergebnis abhängigen Tantieme bzw. eines Bonus, dessen Entstehen und Höhe von der Erreichung vereinbarter Ziele abhängt. Für alle Mitglieder des Vorstands sind Höchstgrenzen (Cap) für die variablen Vergütungsbestandteile vereinbart. Aktienoptionen oder aktienbasierte Vergütungsbestandteile sind nicht vereinbart.

Die Vergütung des Vorstands beträgt für das Jahr 2010 insgesamt 1.656 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.306 Tsd. EUR). Die Gesamtvergütung teilt sich auf in (i) feste Jahresgehälter von insgesamt 965 Tsd. EUR (Vorjahr: 795 Tsd. EUR) und (ii) variable Vergütungsbestandteile von insgesamt 691 Tsd. EUR (Vorjahr: 511 Tsd. EUR). Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. August 2006 unterbleibt für die Berichtszeiträume bis zum 31. Dezember 2010 die Angabe individueller Vorstandsbezüge.

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist von der Hauptversammlung festgelegt worden und ist in der Satzung der Gesellschaft geregelt. Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung des Aufsichtsrats sowie der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung des Unternehmens. Die Aufsichtsratsvergütung setzt sich zusammen aus (i) festen Vergütungsbestandteilen (feste jährliche Vergütung und Sitzungsgeld) sowie (ii) einem vom Konzernergebnis abhängigen variablen Vergütungsbestandteil, der durch einen Cap begrenzt ist. Der Vorsitz im Aufsichtsrat wird bei der Höhe der festen Vergütungsbestandteile berücksichtigt.

Die Vergütung des Aufsichtsrats beträgt für das Jahr 2010 insgesamt 388 Tsd. EUR (Vorjahr: 301 Tsd. EUR). Die Gesamtvergütung teilt sich auf in (i) feste Vergütungsbestandteile einschließlich Sitzungsgelder von insgesamt 100 Tsd. EUR (Vorjahr: 94 Tsd. EUR) und (ii) variable Vergütungsbestandteile von insgesamt 288 Tsd. EUR (Vorjahr: 207 Tsd. EUR). Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. August 2006 unterbleibt für die Berichtszeiträume bis zum 31. Dezember 2010 die Angabe individueller Aufsichtsratsbezüge.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Mitglieder der Vorstands hielten am 31. Dezember 2010 insgesamt mittelbar und unmittelbar 2.559.459 (Vorjahr: 2.556.259) Aktien der Allgeier Holding AG.

Die Mitglieder der Aufsichtsrats hielten am 31. Dezember 2010 insgesamt mittelbar und unmittelbar 1.219.977 (Vorjahr: 1.099.069) Aktien der Allgeier Holding AG.

Angaben und Erläuterung gem. § 315 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Allgeier Holding AG beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2010 9.071.500 EUR und ist eingeteilt in 9.071.500 Stück nennwertlose Aktien, die auf den Inhaber lauten. Auf jede Aktie entfällt anteilig ein rechnerischer Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR. Sämtliche Stückaktien der Gesellschaft gehören der gleichen Aktiengattung an. Es bestehen keine verschiedenen Aktiengattungen, wie z.B. Stamm- oder Vorzugsaktien. Die Aktien der Gesellschaft sind im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard) notiert. Die mit den Aktien der Gesellschaft verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus der Satzung der Gesellschaft und ergänzend aus dem Aktiengesetz. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.

Der Vorstandsvorsitzende Herr Carl Georg Dürschmidt hält durch die Lantano Beteiligungen GmbH, deren Mehrheitsgesellschafter er ist, eine indirekte Beteiligung in Höhe von 27,57% am Grundkapital der Allgeier Holding AG. Der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Detlef Dinsel hält nach einem Aktienerwerb direkt und indirekt über Beteiligungsgesellschaften eine Beteiligung von 10,36% am Grundkapital der Allgeier Holding AG. Sonstige direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.

Es bestehen keine Aktien der Gesellschaft, die ihren Inhabern im Vergleich zu den übrigen Aktionären Sonderrechte, insbesondere Kontrollbefugnisse über die Gesellschaft verleihen.

Dem Vorstand sind keine Beteiligungen von Arbeitnehmern am Kapital der Gesellschaft bekannt, bei denen Arbeitnehmer die Kontrollrechte aus ihrer Beteiligung nicht unmittelbar, sondern mittelbar über einen von ihnen benannten Vertreter ausüben.

Die Voraussetzungen für die Ernennung und Abberufung des Vorstands sowie die Änderung der Satzung richten sich nach den Regelungen des Aktiengesetzes. Gemäß unserer Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen, die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat. Gemäß § 84 AktG werden die Mitglieder des Vorstands für höchstens fünf Jahre bestellt.

Änderungen der Satzung können gem. §§ 179 ff. AktG nur durch die Hauptversammlung mit qualifizierter Mehrheit beschlossen werden. Die Satzung der Gesellschaft sieht gegenüber den gesetzlichen Bestimmungen keine Erschwerungen oder Erleichterungen vor. Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen.

Aufgrund der Ermächtigungen der Hauptversammlungen vom 17. Juni 2010 und 11. Juli 2007 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 16. Juni 2015 bzw. 10. Juni 2012 das Grundkapital um jeweils 2.267.875 EUR durch Ausgabe von Stück 2.267.875 neuer Aktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I und II).

Das Grundkapital der Allgeier Holding AG ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 um 3.000.000 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009). Das Bedingte Kapital 2009 dient der Bedienung von Wandel-, Options- und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten, die von der Gesellschaft oder einem Unternehmen, an dem die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, bis zum 15. Juni 2014 auf der Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgegeben werden können. Die Allgeier Holding AG hat bislang keine entsprechenden Wandlungs- und Optionsrechte ausgegeben.

Das Grundkapital der Allgeier Holding AG ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 um 750.000 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2010). Das Bedingte Kapital 2010 dient der Bedienung von Optionsrechten gemäß dem Aktienoptionsplan 2010, die von der Gesellschaft bis zum 16. Juni 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgegeben werden können. Die Allgeier Holding AG hat bislang keinen Aktienoptionsplan 2010 verabschiedet und keine entsprechenden Optionsrechte an Mitarbeiter oder Vorstände ausgegeben.

Am 17. Juni 2010 hat die Hauptversammlung den Vorstand ermächtigt, bis zum 16. Juni 2015 eigene Aktien der Gesellschaft in einem Umfang von bis zu 10% des Grundkapitals mit der Maßgabe zu erwerben, dass auf diese zusammen mit anderen eigenen Aktien, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Die eigenen Aktien können über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats ist der Vorstand ermächtigt, die gem. § 71 Abs.1 Nr. 8 AktG erworbenen Aktien insbesondere (i) weiter zu veräußern, (ii) als Gegenleistung für eine Sacheinlage Dritter in die Gesellschaft zu leisten, (iii) zur Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsrechten zu verwenden, (iv) zur Ausgabe als Mitarbeiteraktien zu verwenden oder. ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

Die Allgeier Holding AG hielt am Stichtag 31. Dezember 2010 insgesamt 656.229 eigene Aktien. Aus eigenen Aktien stehen der Gesellschaft keine Stimmrechte zu.

Die Allgeier Holding AG hat Genussrechte im Rahmen der Finanzierungsprogramme PREPS 2004-1 und PREPS 2005-2 in Höhe von insgesamt 13,0 Mio. EUR ausgegeben. Ein Change-of-Control kann in Verbindung mit ratingbezogenen Ereignissen zu einem sofortigen Kündigungsrecht der Gläubigerin führen.

Für den Fall eines "Change of Control", d.h. wenn ein Dritter die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2, § 30 WpÜG über die Gesellschaft erlangt, haben einige Mitglieder des Vorstands das Recht zur Kündigung des Anstellungsvertrages. Bei Ausübung des Rechts entsteht ein Abfindungsanspruch, der auf eine Jahresvergütung begrenzt ist. Darüber hinaus hat Allgeier Holding AG keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Einzelabschluss der Allgeier Holding AG wird nach dem Handelsgesetzbuch aufgestellt, der Konzernabschluss der Allgeier Holding AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Einzelabschluss und der Konzernabschluss wurden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft LOHR + COMPANY GmbH, Düsseldorf, geprüft.

Umfassende und transparente Kommunikation

Allgeier informiert Aktionäre, Aktionärsvertreter, Analysten, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die Lage des Unternehmens. Die Gesellschaft behandelt die verschiedenen Personengruppen gleichzeitig und gleichberechtigt. Aus diesem Grund werden alle wesentlichen Informationen, insbesondere Geschäfts- und Quartalsberichte, Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen, Analysteneinschätzungen und der Finanzkalender auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht. Um eine Erstellung des Konzernabschlusses und der Quartalsberichte mit der notwendigen Sorgfalt zu gewährleisten, werden der Geschäftsbericht vier Monate nach Ende des Geschäftsjahres und die Quartalsberichte jeweils sechs Wochen nach Quartalsende veröffentlicht.

9. Prognoseberichterstattung

Nachdem die IT Branche 2009 wegen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise einen deutlichen Einbruch verzeichnen musste, zog die Nachfrage und Investitionsbereitschaft für IT Services und Softwarelösungen im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder an.

Für 2011 sieht der Branchenverband BITKOM (Stand: Oktober 2010) einen Zuwachs bei den IT Services von 4,2% und im Bereich Software von 4,0%. Die in der Vergangenheit zurückgestellten IT Investitionen sowie die Beschleunigung des Marktes durch Trendthemen wie Cloud Computing, Virtualisierung, Security und Outsourcing werden als Wachstumstreiber gesehen. Zudem werde die Nachfrage nach ERP-, CRM- oder BI- (Business Intelligence) Lösungen steigen.

Auch das Allgeier Management sieht eine positive Branchenentwicklung und rechnet mit einem deutlichen Wachstum im Markt für IT Services und Software in 2011. Vor allem in den Themen ERP, CRM und BI wie auch im Outsourcing ist Allgeier mit den Gruppengesellschaften gut aufgestellt und wird von den positiven Marktaussichten nachhaltig profitieren. Zudem sieht das Management durch die hohe Branchenkompetenz unter anderem im Öffentlichen Sektor, bei Finanzdienstleistern und bei ITK-

Unternehmen deutliche Zuwachsraten. Gerade diese Branchen hatten in der Krise ihre Investitionsbereitschaft eingeschränkt.

Das operativ gut aufgestellte Unternehmen und die positiven Marktaussichten geben dem Management die Zuversicht, den eingeschlagenen Wachstumskurs der letzten Jahre fortführen zu können. Zudem führt das Management laufend Gespräche mit verschiedenen Gesellschaften im IT Servicesumfeld und geht davon aus, die Leistungsfähigkeit und damit auch die Umsatz- und Ertragskraft der Gesellschaft in den kommenden Jahren durch erfolgreiche Akquisitionen steigern zu können.

So wird für 2011 ein zweistelliges Umsatzplus der heutigen Portfoliogesellschaften in der Größenordnung von bis zu 20% erwartet. Aufgrund der vollen Konsolidierung der im Laufe von 2010 erworbenen Unternehmen sowie des geplanten Wachstums der Portfoliogesellschaften mit der positiven Auswirkung entsprechender Rentabilitätssteigerungen erwartet das Management für die Gruppe in 2011 eine zum Umsatz überproportionale Ergebnisentwicklung. In den Jahren 2012 und 2013 soll das Wachstum fortgeführt werden und über der Marktentwicklung liegen.

10. Nachtragsbericht

Allgeier Holding AG hat mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 die Geschäftsbereiche neu gegliedert. Die vereinfachte Konzernstruktur zeigt künftig die drei Geschäftsbereiche IT Solutions, IT Services/Recruiting sowie Project Solutions.

Die Allgeier IT Solutions GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Allgeier Holding AG, hat mit Wirkung vom 1. Januar 2011 einen Vertrag mit dem Insolvenzverwalter der MCE Computer Peripherie GmbH zur Übernahme des Geschäftsbereiches IPS Informations- und Prozesssysteme geschlossen. Allgeier IT Solutions übernimmt von der MCE Computer Peripherie für die Produktsparten Informationslogistik und Zeitwirtschaft alle notwendigen Lizenz-, Marken- und Nutzungsrechte sowie die Kundenbeziehungen für IT-Dienstleistungen und der Software-Lösungen, wie LASSYpro und GEZUSY.

Zudem hat die Allgeier IT Solutions GmbH mit Wirkung vom 1. Februar 2011 im Zuge eines Asset Deals vom Insolvenzverwalter der BSH Systemhaus GmbH die wesentlichen Teile des operativen Geschäftsbetriebs inklusive der Kundenbeziehungen und -verträge, Mitarbeiter sowie wesentliche Vermögensgegenstände von der BSH Systemhaus GmbH übernommen. Allgeier wird das Geschäft der BSH IT Solutions GmbH in einer neuen Tochtergesellschaft der Allgeier IT Solutions GmbH fortführen.

Die Terna GmbH hat mit Wirkung vom 1. Februar 2011 die Geschäfte der deutschen CREALOGIX ERP AG in Villingen mittels Asset Deal übernommen und forciert damit den weiteren Ausbau des Microsoft Dynamics AX Geschäftes in Deutschland. Das übernommene Geschäft besteht vor allem aus der Implementierung von ERP-Lösungen auf Basis von Microsoft Dynamics AX und den damit zusammenhängenden Beratungsleistungen im deutschen Markt.

Der Allgeier Konzern gründete im Januar 2011 die Allgeier Ltd., Nikosia/Zypern. Die Gesellschaft hat Anfang 2011 ihre Geschäftstätigkeit als Marketingund Vertriebsbasis der Allgeier Gruppe in den Regionen Südeuropa und MiddleEast aufgenommen.

Die Allgeier Holding AG erwarb im Februar 2011 die Allgeier Middle East Ltd. mit Sitz in der JAFZA Freezone, Dubai, VAE, die zuvor treuhänderisch für die Gesellschaft gehalten wurde. Die Gesellschaft ist eine Holdinggesellschaft und nicht operativ tätig. Mit dem Erwerb der Gesellschaft gingen dem Konzern keine wesentlichen Vermögenswerte und Schulden zu.

München, 31. März 2011

Carl Georg Dürschmidt

Dr. Holger von Daniels

Dr. Marcus Goedsche

42

Konzernbilanz nach IFRS zum 31. Dezember 2010

A K T I V A Anhang 31.12.2010 31.12.2009
in Tsd. Euro
Immaterielle Vermögenswerte 1 57.379 42.343
Sachanlagen 2 5.353 4.591
At-equity-Beteiligungen 0 440
Aktive latente Steuern 3 1.016 540
Langfristiges Vermögen 63.748 47.914
Vorräte 4 3.055 2.680
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5 66.481 52.918
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 6 2.030 1.871
Andere kurzfristige Vermögenswerte 7 5.814 4.005
Ertragsteuerforderungen 1.681 1.528
Zahlungsmittel 8 61.316 49.150
Kurzfristiges Vermögen 140.376 112.152
Aktiva 204.124 160.066
P A S S I V A Anhang 31.12.2010 31.12.2009
in Tsd. Euro
Gezeichnetes Kapital 9 9.072 9.072
Kapitalrücklagen 11.306 11.306
Gewinnrücklagen 277 277
Eigene Anteile 10 -4.468 -3.609
Gewinnvortrag 11 57.426 56.459
Periodenergebnis 8.345 5.166
Erfolgssneutrale Eigenkapitalveränderungen 12 -167 -884
Eigenkapitalanteil der Gesellschafter des
Mutterunternehmens
81.790 77.787
Eigenkapitalanteil nicht kontrollierender Gesellschafter 13 3.706 1.753
Eigenkapital 85.496 79.540
Langfristige Genussrechtsverbindlichkeiten 14 6.000 13.000
Langfristige Finanzschulden 15 15.646 339
Rückstellungen für Pensionen 16 932 952
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 119 280
Andere langfristige Verbindlichkeiten 17 3.203 3.450
Passive latente Steuern 3 5.726 5.801
Langfristige Schulden 31.626 23.822
Kurzfristige Genussrechtsverbindlichkeiten 14 7.000 0
Kurzfristige Finanzschulden 15 16.899 8.413
Ertragsteuerrückstellungen 18 2.415 966
Andere kurzfristige Rückstellungen 19 8.345 6.786
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 29.824 23.259
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 20 10.278 10.774
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 21 11.810 6.069
Ertragsteuerverbindlichkeiten 431 438
Kurzfristige Schulden 87.002 56.704
Passiva 204.124 160.066

Konzern-Gesamtergebnisrechnung nach IFRS für die Zeit vom 1. Januar 2010 - 31. Dezember 2010

Anhang 2010 2009
in Tsd. Euro
Umsatzerlöse 308.707 223.516
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen
-23 -57
Andere aktivierte Eigenleistungen 77 7
Sonstige betriebliche Erträge 23 5.758 3.955
Materialaufwand 24 182.520 137.456
Personalaufwand 25 88.449 59.464
Sonstige betriebliche Aufwendungen 26 25.470 16.079
Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern 18.081 14.422
Abschreibungen 27 7.049 6.416
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 11.032 8.006
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 684 828
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 28 1.551 1.789
Ergebnis vor Steuern 10.165 7.045
Ertragsteuerergebnis 29 -1.467 -2.085
Ergebnis der Periode 8.698 4.961
Zurechnung des Ergebnisses der Periode:
an Gesellschafter des Mutterunternehmens 8.345 5.166
an nicht kontrollierende Gesellschafter 353 -206
Sonstiges Ergebnis Anhang 2010 2009
in Tsd. Euro
Währungsdifferenzen 908 2
Anteiliger Erwerb von Tochtergesellschaften mit eigenen
Aktien
30 0
Sonstiges Ergebnis der Periode 939 2
Gesamtergebnis der Periode 9.636 4.963
Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode:
an Gesellschafter des Mutterunternehmens 9.061 5.159
an nicht kontrollierende Gesellschafter 575 -196
Unverwässertes Ergebnis je Aktie:
Durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Aktien nach
zeitanteiliger Gewichtung
8.424.302 8.667.043
Ergebnis der Periode je Aktie einschl. Gewinn aus Veräußerung
in EUR
30 0,99 0,60
Ergebnis der Periode je Aktie vor Gewinn aus Veräußerung in EUR 0,99 0,60

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens nach IFRS für die Zeit vom 01. Januar 2009 – 31. Dezember 2010

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge zum
Währungs- Konsolidierungs
in Tsd. Euro Anhang 01.01.2009 differenzen kreis Zugänge Abgänge 31.12.2009
Immaterielle Vermögenswerte 1
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten 15.272 -1 4.540 354 -4.355 15.809
davon erworben 15.122 -1 4.540 354 -4.206 15.809
davon selbst erstellt 150 0 0 0 -150 0
Geschäfts- oder Firmenwerte 39.685 0 2.525 0 -1.670 40.540
Immaterielle Vermögenswerte 54.956 -1 7.065 354 -6.025 56.349
Sachanlagen 2
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschließlich
Bauten auf fremden Grundstücken 1.993 0 0 0 -15 1.978
Finanzierungsleasing 559 0 139 162 0 859
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
5.220 -2 918 1.155 -188 7.102
Sachanlagen 7.772 -2 1.056 1.316 -203 9.939
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge zum
Währungs- Konsolidierungs
in Tsd. Euro Anhang 01.01.2010 differenzen kreis Zugänge Abgänge 31.12.2010
Immaterielle Vermögenswerte 1
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten 15.809 570 7.991 482 -2.825 22.028
davon erworben 15.809 570 7.991 482 -2.825 22.028
davon selbst erstellt 0 0 0 0 0 0
Geschäfts- oder Firmenwerte 40.540 0 12.292 0 -920 51.912
Immaterielle Vermögenswerte 56.349 570 20.283 482 -3.745 73.940
Sachanlagen 2
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschließlich
Bauten auf fremden Grundstücken
1.978 0 0 1 0 1.979
Finanzierungsleasing 859 0 0 79 -59 879
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
7.102 34 411 2.099 -380 9.265
Sachanlagen 9.939 34 411 2.179 -439 12.124
Wertberichtigungen Buchwerte
Außer
Währungs- Planmäßige planmäßige
01.01.2009 differenzen Zugänge Zugänge Abgänge 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2008
-8.256 0 -2.883 -154 4.355 -6.937 8.872 7.016
-8.122 0 -2.867 -154 4.206 -6.937 8.872 7.000
-134 0 -15 0 150 0 0 15
-4.797 0 0 -2.273 0 -7.070 33.470 34.888
-13.052 0 -2.883 -2.427 4.355 -14.007 42.343 41.904
-1.040 0 -41 0 1 -1.080 898 953
-97 0 -148 0 0 -245 614 461
-3.196 0 -917 0 89 -4.023 3.079 2.024
-4.333 0 -1.106 0 90 -5.348 4.591 3.439
Wertberichtigungen Buchwerte
Außer
Währungs- Planmäßige planmäßige
01.01.2010 differenzen Zugänge Zugänge Abgänge 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009
-6.937 -34 -4.893 -420 2.794 -9.491 12.537 8.872
-6.937 -34 -4.893 -420 2.794 -9.491 12.537 8.872
0 0 0 0 0 0 0 0
-7.070 0 0 0 0 -7.070 44.842 33.470
-14.007 -34 -4.893 -420 2.794 -16.560 57.379 42.343
-1.080 0 -41 0 0 -1.121 858 898
-245 0 -235 0 42 -437 442 614
-4.023
-5.348
-5
-5
-1.460
-1.735
0
0
275
317
-5.213
-6.772
4.052
5.353
3.079
4.591

Eigenkapitalüberleitungsrechnung für den IFRS Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010

Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Gewinn-
rücklagen
Eigene
Anteile
in Tsd. Euro
Stand am 1. Januar 2009 9.072 11.306 277 -1.723
Übertragung des Periodenergebnisses des Vorjahrs in
den Gewinnvortrag
0 0 0 0
Zugang eigene Aktien der Allgeier Holding AG 0 0 0 -1.886
Dividenden 0 0 0 0
Ergebnis der Periode 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 0 0 0 0
Stand am 31. Dezember 2009 9.072 11.306 277 -3.609
Übertragung des Periodenergebnisses des Vorjahrs in
den Gewinnvortrag
0 0 0 0
Zugang eigene Aktien der Allgeier Holding AG
0 0 0 -982
Abgabe eigene Aktien der Allgeier Holding AG im
Rahmen des Erwerbs der Terna Holding
0 0 0 123
Zugang Eigenkapitalanteil nicht kontrollierender
Gesellschafter aus Erwerb BSR
0 0 0 0
Dividenden 0 0 0 0
Ergebnis der Periode 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 0 0 0 0
Gewinn-
vortrag
Perioden-
ergebnis
Ergebnis-
neutrale
Eigenkapital-
veränderungen
Eigenkapital-
anteil der
Gesellschafter
des Mutter-
unternehmens
Eigenkapital-
anteil nicht
kontrollierender
Gesellschafter
Eigenkapital
-18.067 79.744 -876 79.733 2.030 81.763
79.744 -79.744 0 0 0 0
0 0 0 -1.886 0 -1.886
-5.218 0 0 -5.218 -81 -5.300
0 5.166 0 5.166 -206 4.961
0 0 -7 -7 10 2
56.459 5.166 -884 77.787 1.753 79.540
5.166 -5.166 0 0 0 0
0 0 0 -982 0 -982
0 0 30 153 0 153
0 0 0 0 1.501 1.501
-4.199 0 0 -4.199 -123 -4.322
0 8.345 0 8.345 353 8.698
0 0 686 686 222 908
57.426 8.345 -167 81.790 3.706 85.496

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2010 - 31. Dezember 2010

Anhang 2010 2009
in Tsd. Euro
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 11.032 8.006
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 7.049 6.416
Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen
des Anlagevermögens
153 115
Veränderung langfristige Rückstellungen -21 55
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 6.579 4.050
Gezahlte Ertragsteuern -3.183 -4.668
Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit vor Working
Capital Veränderungen
21.610 13.974
Cash Flows aus Working Capital Veränderungen -14.371 -2.214
Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit 7.239 11.760
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -2.662 -1.671
Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens
35 113
Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen E -8.747 -2.456
Auszahlungen aus dem Erwerb von
Vermögensgegenständen und Rechten
0 -1.655
Auszahlungen aus dem Erwerb von At-equity-Beteiligungen 0 -240
Auszahlungen aus von Kaufpreisanteilen nicht im
Geschäftsjahr erworbener Gesellschaften
-902 -4.997
Einzahlungen aus dem Verkauf von At-equity-Beteiligungen 300 0
Zahlungssaldo aus dem Verkauf von Tochterunternehmen 0 -5.358
Cash Flows aus der Investitionstätigkeit -11.975 -16.263
Zugang eigene Anteile -982 -1.886
Aufnahme von Bankdarlehen 18.649 0
Tilgung von Bankdarlehen -1.231 -4.131
Zahlungssaldo aus der Übertragung von Kundenforderungen 4.937 -2.769
Erhaltene Zinsen 684 828
Gezahlte Zinsen -1.373 -1.667
Ausschüttungen -4.199 -5.218
Zahlungssaldo mit nicht kontrollierenden Gesellschaftern -123 -72
Cash Flows aus der Finanzierungstätigkeit 16.361 -14.915
Summe der Cash Flows 11.625 -19.418
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds 344 -7
Veränderungen des Finanzmittelfonds gesamt 11.969 -19.426
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 49.141 68.567
Finanzmittelfonds am Ende der Periode E 61.110 49.141

Konzernanhang der Allgeier Holding AG (IFRS) für das Geschäftsjahr 2010

A. ALLGEMEINE ANGABEN

I. Informationen zum Konzern

Die Allgeier Gruppe ist eine Dienstleistungsgruppe, die Dienstleistungen zur Flexibilisierung von Arbeits- und Kostenstrukturen anbietet. Das oberste Mutterunternehmen des Konzerns ist die Allgeier Holding AG. Sie hat ihren Sitz in der Wehrlestraße 12, 81679 München, Deutschland, und ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 143582 eingetragen. Die Allgeier Holding AG ist eine geschäftsleitende Holdinggesellschaft, die Unternehmen im Umfeld der Informationstechnologie- und des Dienstleistungsbereichs sowie verwandten Bereichen erwirbt, hält und veräußert. Darüber hinaus ist die Allgeier Holding AG als Beraterin für Unternehmen tätig und nimmt sonstige betriebswirtschaftliche Aufgaben für Unternehmen wahr.

II. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der Allgeier Holding AG zum 31. Dezember 2010 wurde nach den in der Europäischen Union anzuwendenden Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS) und den ergänzend nach § 315a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Bestandteile des Konzernabschlusses sind Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalüberleitungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang. Der Konzernabschluss wurde um einen Konzernlagebericht und weitere nach HGB und AktG erforderlichen Angaben und Erläuterungen ergänzt. Im Konzernabschluss werden die quantitativen Angaben des Geschäftsjahres immer mit den Vergleichszahlen des Vorjahres angegeben.

Der Konzernabschluss der Allgeier Holding AG basiert auf der Grundlage der Unternehmensfortführung. Die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die im Konzern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Im Geschäftsjahr 2010 trat die für den Allgeier Konzern relevante Änderung des IFRS 3 revised 2008 in Kraft, wonach Nebenkosten im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben nicht mehr die Anschaffungskosten erhöhen dürfen. Aufgrund der Änderung wurden Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 4 Tsd. EUR als Aufwand verbucht.

Alle Betragsangaben im Konzernabschluss werden, soweit nicht anders angegeben, in Tsd. EUR dargestellt. In den Tabellen kann es aufgrund von Rundungen zu Abweichungen von +/- 1 Tsd. EUR kommen.

Die Voraussetzungen des § 315a HGB für eine Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschem Handelsrecht sind erfüllt.

III. Noch nicht vorzeitig angewandte Standards und Interpretationen

Das IASB und das IFRIC haben nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung für das Geschäftsjahr 2010 noch nicht verpflichtend war. Für den Allgeier Konzern waren diese Standards und Interpretationen nicht relevant.

  • Änderung des IAS 32 / Darstellung Finanzinstrumente,
  • Überarbeitete Fassung des IAS 24 / Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen,
  • IFRIC 19 / Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente,
  • Änderungen an IFRIC 14 / Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen,
  • Improvements to IFRSs.

IV. Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss der Allgeier Holding AG werden die Allgeier Holding AG und alle mit der Allgeier Holding AG verbundenen Konzernunternehmen (nachfolgend auch "Tochtergesellschaften" genannt) einbezogen. Bei allen Tochtergesellschaften übt die Allgeier Holding AG unmittelbar oder mittelbar die Kontrolle aus und hält direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte. Die Allgeier Holding AG kann bei ihren Tochtergesellschaften die Finanz- und Geschäftspolitik bestimmen und daraus den wirtschaftlichen Nutzen ziehen. Der Abschlussstichtag des Mutterunternehmens sowie aller Tochterunternehmen ist der 31. Dezember 2010. Die Abschlussprüfer der Allgeier Holding AG oder andere Prüfungsgesellschaften haben die Abschlüsse der prüfungspflichtigen Tochtergesellschaften geprüft und die nicht prüfungspflichtigen Gesellschaften im Rahmen der Konzernabschlussprüfung einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Die vom Konzern erworbenen Gesellschaften werden nach der Erwerbsmethode unter Aufdeckung der stillen Reserven konsolidiert. Zum Erwerbsstichtag werden die Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens identifiziert und mit ihren beizulegenden Zeitwerten einschließlich auf Kaufpreisallokationen anfallenden latenten Steuern im Konzern bilanziert. Die Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter werden in Höhe ihres Anteils an den beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden angesetzt. Ein verbleibender Überschuss zwischen den Anschaffungskosten für den Unternehmenserwerb und den Zeitwerten der Vermögenswerte, Schulden und Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Anschaffungsnebenkosten für Rechts- und Beratungsleistungen, Due Diligence und Vermittlerprovisionen werden als Aufwand behandelt.

Die erworbenen Gesellschaften werden ab dem Zeitpunkt der Kontrollausübung durch den Konzern konsolidiert. Ab diesem Zeitpunkt fließen die Aufwendungen und Erträge der Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss ein. Konzerninterne Salden, Transaktionen, Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste, die im Buchwert von Vermögenswerten enthalten sind, werden in voller Höhe eliminiert.

Der Ausweis von Anteilen nicht kontrollierender Gesellschafter am Eigenkapital und am Ergebnis der Tochtergesellschaften erfolgt gesondert innerhalb des Konzern-Eigenkapitals. Das auf die Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter entfallende Periodenergebnis wird in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung gesondert dargestellt.

V. Konsolidierungskreis

Die Allgeier Holding AG konsolidiert in ihrem Konzernabschluss alle ihre inländischen und ausländischen Tochterunternehmen. Am 31. Dezember 2010 gehörten zum Konsolidierungskreis der Allgeier Holding AG 40 Gesellschaften. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Anzahl der Konzerngesellschaften aufgrund von 4 Zugängen und 3 Abgängen von 39 Gesellschaften am 31. Dezember 2009 auf 40 Gesellschaften am 31. Dezember 2010. Die Anzahl der Konzerngesellschaften hat sich wie folgt entwickelt:

2010 2009
Anzahl der Konzerngesellschaften am 1.1. 39 36
Zugänge von Unternehmen in den Konsolidierungskreis aufgrund Anteilserwerb
an Gesellschaften
4 3
Zugänge von "Assoziierten Unternehmen" 0 1
Zugänge aufgrund Neugründung von Tochtergesellschaften 0 2
Abgänge aufgrund Verschmelzung von Konzerngesellschaften -2 -2
Abgänge aufgrund Liquidierung von Konzerngesellschaften 0 -1
Abgänge von "Assoziierten Unternehmen" -1 0
Anzahl der Konzerngesellschaften am 31.12. 40 39

Im Geschäftsjahr 2010 erwarb der Allgeier Konzern 75% der Anteile der BSR & Partner AG, Zug/Schweiz ("BSR"), und 100% der Anteile der Terna Holding GmbH, Innsbruck/Österreich ("Terna Holding"). Die Terna Holding hält wiederum 100% der Anteile der Terna GmbH Zentrum für Business Software, Innsbruck/Österreich, und diese 100% der Anteile der Terna AG Zentrum für Business Software, Hünenberg/Schweiz (zusammen "Terna Gruppe").

Der Konzern veräußerte im Geschäftsjahr seine Beteiligung in Höhe von 40% der Aktien der HSAG Heidelberger Services AG, Heidelberg ("HSAG"). Die Beteiligung an der HSAG wurde mit Wirkung zum 1.1.2009 erworben und war im Konzernabschluss 2009 als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.

Im Geschäftsjahr wurden die Next IT-Service GmbH, Heusweiler, mit der Next GmbH, Heusweiler, und die Ixtra AG, Ottobrunn ("Ixtra"), mit der GFU Kiefer + Partner GmbH, Unterföhring ("GFU"), verschmolzen. Die GFU wurde im Rahmen der Verschmelzung mit der Ixtra in Xiopia GmbH ("Xiopia") umfirmiert.

Die getätigten Akquisitionen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Allgeier Konzerns.

Erwerb der BSR & Partner AG, Zug/Schweiz

Mit Aktienkaufvertrag vom 21. April 2010 erwarb die Allgeier Holding AG über ihre 100%-ige Tochtergesellschaft, die Allgeier IT Solutions AG, München, 75% der Aktien der BSR & Partner AG, Zug/Schweiz. Die verbleibenden Anteile wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung als Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter behandelt. Die BSR ist ein führender mittelständischer IT-Service Provider in der Schweiz und erbringt für ihre Kunden hochqualifizierte Dienstleistungen im Umfeld Data-Storage, Back-up und Archivierungssoftware. Die Gesellschaft hat Standorte in Zug, Rotkreuz und Bern.

Die Erstkonsolidierung der BSR im Allgeier Konzern erfolgte zum 31. Mai 2010. Die im Aktienkaufvertrag vereinbarten Closing-Bedingungen wurden Ende Mai 2010 erfüllt, wodurch der Allgeier Konzern die Kontrolle über die BSR erlangte.

Die Anschaffungskosten für die 75% der Aktien der BSR wurden mit 11.600 Tsd. CHF bzw. umgerechnet mit dem Kurs am Erstkonsolidierungszeitpunkt von 1,4230 CHF pro 1 EUR mit 8.152 Tsd. EUR bestimmt. Sie setzen sich aus bereits fest vereinbarten Kaufpreisen in Höhe von 10.100 Tsd. CHF und bedingten Kaufpreisanteilen in Höhe von insgesamt 1.500 Tsd. CHF, die auf der Basis der voraussichtlichen Zahlungsverpflichtungen bemessen wurden, zusammen. Die bedingten Kaufpreisanteile sind vom Erreichen von Ergebnisvorgaben für die Zeiträume Juli 2010 bis Juni 2011 und Juli 2011 bis Juni 2012 abhängig. Ein Kaufpreisanteil in Höhe von 9.000 Tsd. CHF wurde im Mai 2010 und ein weiterer Kaufpreisanteil in Höhe von 1.100 Tsd. CHF wurde im Februar 2011 mit frei verfügbaren Barmitteln des Allgeier Konzerns bezahlt. Die verbleibenden Kaufpreisanteile werden bei Erfüllung der vereinbarten Bedingungen und nach Feststellung der zugrunde zu legenden Abschlüsse fällig.

Die BSR hat zum Erstkonsolidierungsstichtag 31. Mai 2010 einen Zwischenabschluss auf der Grundlage des Schweizer Obligationenrechts erstellt. Der Abschluss weist ein Nettovermögen von 2.314 Tsd. EUR aus. In der Kaufpreisallokation wurden die im Abschluss bilanzierten Vermögenswerte und Schulden neu bewertet und nach bisher nicht bilanzierten immateriellen Vermögenswerten untersucht. Daraus ergaben sich Fair Values für Kundenbeziehungen von 3.725 Tsd. EUR, Auftragsbestände von 598 Tsd. EUR und eine Höherbewertung des Sachanlagevermögens um 70 Tsd. EUR. Nach Abzug der latenten Steuern von 703 Tsd. EUR erhöhte die Kaufpreisallokation das zum Fair Value bewertete Nettovermögen um 3.690 Tsd. EUR auf 6.004 Tsd. EUR. Die Umrechnung des Nettovermögens der BSR erfolgte zum Stichtagskurs am 31. Mai 2010 von 1,4230 CHF je 1,00 EUR. Vom Nettovermögen entfielen 1.501 Tsd. EUR auf die nicht kontrollierenden Gesellschafter der BSR und 4.503 Tsd. EUR auf die Gesellschafter der Allgeier Holding AG. Die Bewertung der nicht kontrollierenden Anteile erfolgte mit ihrem Anteil am Fair Value des Nettovermögens.

Als Differenz zwischen den Anschaffungskosten von 8.152 Tsd. EUR und dem auf die Gesellschafter der Allgeier Holding AG entfallendem Nettovermögen verblieb ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 3.649 Tsd. EUR, der als Geschäfts- oder Firmenwert ("Goodwill") bilanziert wurde. Der Goodwill verkörpert die mit dem Erwerb der BSR verbundenen Gewinnerwartungen und Wertzuwächse. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills wird mindestens einmal pro Jahr ein Impairment-Test durchgeführt.

Zusammensetzung des Nettovermögens der BSR zum 31. Mai 2010:

Buchwerte
Schweizer
Obligationen
recht
Tsd. EUR
Kaufpreis
allokation
Tsd. EUR
nach
Kaufpreis
allokation
Tsd. EUR
Immaterielle Vermögenswerte 0 4.323 4.323
Sachanlagen 164 70 234
Vorräte 39 0 39
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 278 0 278
Sonstige Vermögensgegenstände 211 0 211
Liquide Mittel 2.506 0 2.506
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 6 0 6
Erworbene Vermögenswerte 3.204 4.393 7.597
Passive latente Steuern 0 703 703
Steuerrückstellungen 581 0 581
Sonstige Rückstellungen 98 0 98
Sonstige Verbindlichkeiten 7 0 7
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 204 0 204
Erworbene Schulden 890 703 1.593
Nettovermögen 2.314 3.690 6.004

Die Erstkonsolidierung der BSR ist hinsichtlich der bedingten Kaufpreisanteile vorläufig, da Informationen für die abschließende Beurteilung noch nicht voll umfänglich vorlagen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung der BSR fließt ab dem 01. Juni 2010 in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ein. Im Zeitraum vom 1. Juni 2010 bis zum 31. Dezember 2010 erwirtschaftete die BSR Umsatzerlöse von 9.750 Tsd. EUR und ein Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern von 1.196 Tsd. EUR. Im Geschäftsjahr vom 1. Juli 2009 bis zum 30. Juni 2010 erzielte die BSR Erlöse aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 25.052 Tsd. CHF und einen Jahreserfolg von 2.963 Tsd. CHF. Das abweichende Geschäftsjahr der BSR wurde mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 auf das Kalenderjahr umgestellt.

In der Segmentberichterstattung wird die BSR im Segment IT Solutions gezeigt.

Aus der Aktivierung der Anschaffungskosten der BSR zum Stichtagskurs CHF/EUR am 31. Mai 2010 und den abweichenden Umrechnungskursen an den Zahlungstagen und am Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2010 ergaben sich Kursverluste in Höhe von insgesamt 358 Tsd. EUR, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verbucht wurden.

Erwerb der Terna Holding GmbH, Innsbruck/Österreich

Mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 30. Juli 2010 erwarb die Allgeier Holding AG über ihre 100%-ige Tochtergesellschaft, Allgeier IT Solutions AG, sämtliche Geschäftsanteile der Terna Holding GmbH, Innsbruck/Österreich. Die Terna Holding hält wiederum 100% der Anteile der Terna GmbH Zentrum für Business Software, Innsbruck/Österreich, und diese 100% der Anteile der Terna AG Zentrum für Business Software, Hünenberg/Schweiz. Die Geschäftstätigkeit der Terna Gruppe besteht im Wesentlichen aus Vertrieb, Implementierung und Support von international führenden Business-Software-Lösungen für mittelständische Industrie- und Handelsunternehmen, insbesondere im ERP Bereich. Es bestehen neben den Gesellschaften Zweigniederlassungen in Wien/Österreich, Traun/Österreich und Nürnberg.

Die Kontrolle über die Terna Gruppe ging mit Unterzeichnung des Kauf- und Übertragungsvertrag auf den Allgeier Konzern über. Als Erstkonsolidierungszeitpunkt wurde der 31. Juli 2010 festgelegt.

Für die Anteile der Terna Holding wurden zum Erstkonsolidierungsstichtag zu aktivierende Anschaffungskosten in Höhe von 8.721 Tsd. EUR ermittelt. Sie untergliedern sich in einen Festkaufpreis in Höhe von 4.230 Tsd. EUR und bedingten auf Basis der Planungen für die Jahre 2010 bis 2012 zum Fair Value bewertete Kaufpreisanteile in Höhe von insgesamt 4.491 Tsd. EUR. Die bedingten Anteile sind vom Erreichen von Ergebniszielen für die Jahre 2010 bis 2012 abhängig. Je nach Höhe der tatsächlichen Ergebnisse der betreffenden Jahre können sie höher oder niedriger ausfallen oder ganz entfallen. Im Zusammenhang mit dem Erwerb hat die Allgeier Holding AG der Terna Holding ein Darlehen in Höhe von 2.360 Tsd. EUR zur Ablösung von nicht kontrollierenden Gesellschaftern einer Tochtergesellschaft der Terna Holding AG gewährt. Dieses Darlehen wurde im Rahmen der Erstkonsolidierung der Terna Gruppe im Allgeier Konzern eliminiert. Die Kaufpreise für die erworbenen Geschäftsanteile sind mit Ausnahme eines Betrags in Höhe von 153 Tsd. EUR, der durch Hingabe von 18.000 Stück eigenen Aktien der Allgeier Holding AG beglichen wurde, in bar zu leisten. Der Festkaufpreis und ein Teil des ersten bedingten Kaufpreises in Höhe von 1.410 Tsd. EUR wurden im Geschäftsjahr 2010 mit frei verfügbarer Liquidität des Allgeier Konzerns bezahlt. Die variablen Kaufpreisanteile werden nach Feststellung der zugrunde zu legenden Abschlüsse zur Auszahlung fällig. Für den Abschluss des Vertrages zum Erwerb der Terna Gruppe fielen Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 4 Tsd. EUR für Rechts- und Beratungsleistungen an, die im Geschäftsjahr 2010 erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verbucht wurden.

Mit dem Erwerb der Terna Gruppe ging dem Allgeier Konzern ein zum Fair Value bewertetes Nettovermögen von 78 Tsd. EUR zu. Davon sind 7.879 Tsd. EUR erworbene Vermögenswerte und 7.801 Tsd. EUR erworbene Schulden. Aus den Anschaffungskosten von 8.721 Tsd. EUR und dem Nettovermögen errechnete sich ein Unterschiedsbetrag von 8.643 Tsd. EUR, der als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert wurde. Der Goodwill spiegelt die mit dem Erwerb der Terna Gruppe verbundenen Gewinnerwartungen und Wertzuwächse wieder. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills wird mindestens einmal pro Jahr ein Impairment-Test durchgeführt.

Zusammensetzung des Nettovermögens der Terna Gruppe zum 31. Juli 2010:

Buchwerte
Zwischen
abschluss
Handelsrecht
Tsd. EUR
Kaufpreis
allokation
Tsd. EUR
nach
Kaufpreis
allokation
Tsd. EUR
Immaterielle Vermögenswerte 44 3.624 3.668
Geschäfts- oder Firmenwert 2.518 -2.518 0
Sachanlagen 177 0 177
Aktive latente Steuern 0 4 4
Vorräte 40 0 40
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.343 0 2.343
Sonstige Vermögensgegenstände 212 -25 187
Liquide Mittel 862 0 862
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 598 0 598
Erworbene Vermögenswerte 6.794 1.085 7.879
Passive latente Steuern 0 808 808
Bankverbindlichkeiten 1.363 0 1.363
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 677 0 677
Steuerrückstellungen 292 0 292
Sonstige Rückstellungen 327 350 677
Darlehen von der Allgeier Holding AG 2.360 0 2.360
Sonstige Verbindlichkeiten 489 -39 450
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 1.174 0 1.174
Erworbene Schulden 6.682 1.119 7.801
Nettovermögen 112 -34 78

Die Gesellschaften der Terna Gruppe haben mit Stichtag 31. Juli 2010 Zwischenabschlüsse nach den Regelungen des österreichischen Handelsrechts und des Schweizer Obligationenrechts aufgestellt. Die konsolidierten Abschlüsse weisen vor Kaufpreisallokation ein Nettovermögen von insgesamt 112 Tsd. EUR aus. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden stille Reserven in Kundenbeziehungen in Höhe von 1.170 Tsd. EUR, Auftragsbestände in Höhe von 1.390 Tsd. EUR und eigene Entwicklungen in Höhe von 1.064 Tsd. EUR als immaterielle Vermögensgegenstände identifiziert und aktiviert. Für nachteilige Abnahme- und Lieferverpflichtungen mussten stille Lasten in Höhe von insgesamt 350 Tsd. EUR passiviert werden. Weiter wurden Anpassungen aufgrund Währungsdifferenzen und nationalen Bilanzierungsregeln vorgenommen. Der in der konsolidierten Bilanz der Terna Gruppe aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wurde eliminiert. Auf die Kaufpreisallokation wurden aktive latente Steuern von 4 Tsd. EUR und passive latente Steuern von 808 Tsd. EUR gebildet. Nach Abschluss der Neubewertung der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Fair Value ergab sich zum 31. Juli 2010 ein um 34 Tsd. EUR niedrigeres Nettovermögen von insgesamt 78 Tsd. EUR.

Die Erstkonsolidierung der Terna Gruppe ist hinsichtlich der bedingten Kaufpreisanteile vorläufig, da Informationen für die abschließende Beurteilung noch nicht voll umfänglich vorlagen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung der Terna Gruppe fließt ab dem 01. August 2010 in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ein. Im Zeitraum vom 1. August 2010 bis zum 31. Dezember 2010 erwirtschaftete die Terna Gruppe Umsatzerlöse von 5.525 Tsd. EUR und ein Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern von 971 Tsd. EUR. Im Geschäftsjahr 2010 erzielte die Terna Gruppe auf Basis ihrer kombinierten Einzelabschlüsse Umsatzerlöse in Höhe von 11.409 Tsd. EUR und einen Jahresüberschuss von 467 Tsd. EUR. Im Geschäftsjahr 2010 hat die Terna Gruppe ihre Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf die Richtlinien des Allgeier Konzerns umgestellt. Ohne diese Umstellung hätte die Terna Gruppe im Jahr 2010 Umsatzerlöse von 12.791 Tsd. EUR und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von 1.319 Tsd. EUR erwirtschaftet.

In der Segmentberichterstattung wird die Terna Gruppe im Segment IT Solutions gezeigt.

Veräußerung der Aktien der HSAG Heidelberger Services AG, Heidelberg

Die SOFTCON AG, München, eine 80%-ige Tochtergesellschaft der Allgeier Holding AG, hat mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 8. Juni 2010 sämtliche von ihr gehaltenen Aktien der HSAG Heidelberger Services AG, Heidelberg, "HSAG" verkauft. Als Kaufpreis für die Aktien wurden 300 Tsd. EUR vereinbart. Im Konzernabschluss der Allgeier Holding AG zum 31.12.2009 war die HSAG als assoziiertes Unternehmen nach der "at equity-Methode" mit Anschaffungskosten von 440 Tsd. EUR bilanziert. Im Jahr 2010 wurde der Buchwert auf 308 Tsd. EUR herabgesetzt, nachdem ein darin enthaltener variabler Kaufpreisanteil nur anteilig zum Tragen kommen wird. Die Herabsetzung erfolgte erfolgsneutral gegen die passivierte Kaufpreisschuld. Aus der Differenz zwischen Veräußerungserlös und Buchwertabgang ergab sich ein Aufwand von 8 Tsd. EUR, der in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen wurde.

Die Aktien der HSAG wurden im Geschäftsjahr 2009 erworben und im Berichtsjahr 2010 bereits wieder veräußert. Eine Folgekonsolidierung der at equity-Beteiligung wurde nicht vorgenommen, da über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft in diesem Zeitraum nur eingeschränkte Informationen zur Verfügung standen.

Ergebnisabführungsverträge

Am 31. Dezember 2010 bestanden Ergebnisabführungsverträge zwischen den folgenden Gesellschaften:

  • Allgeier Holding AG, München, als Organobergesellschaft, und der Allgeier IT Solutions AG, München,
  • Allgeier Holding AG, München, als Organobergesellschaft, und der Allgeier IT Services AG, München,
  • Allgeier Holding AG, München, als Organobergesellschaft, und der Allgeier Expert Staffing & Recruiting GmbH, München,
  • Allgeier IT Solutions AG, München, als Organobergesellschaft und der Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen,
  • Allgeier IT Services AG, München, als Organobergesellschaft, und der Xiopia GmbH, Unterföhring,
  • Allgeier IT Services AG, München, als Organobergesellschaft, und der U.N.P.-Software GmbH, Düsseldorf,
  • Allgeier IT Services AG, München, als Organobergesellschaft, und der TOPjects AG, München,
  • Allgeier Expert Staffing & Recruiting GmbH, München, als Organobergesellschaft, und der Next GmbH, Heusweiler,
  • Softcon MBO GmbH, München, als Organobergesellschaft, und der SOFTCON AG, München.

Die Terna GmbH Zentrum für Businesssoftware, Innsbruck/Österreich, und die Terna Holding GmbH, Innsbruck/Österreich, unterliegen der nach österreichischem Recht gültigen Gruppenbesteuerung.

VI. Ergebnisse nach dem Bilanzstichtag und vor Feststellung der Bilanz

Die Allgeier IT Solutions GmbH, München, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Allgeier Holding AG, hat mit Wirkung zum 1. Januar 2011 den Geschäftsbereich IPS Informations- und Prozesssysteme ("IPS") von der MCE Computer Peripherie GmbH, Ottobrunn, übernommen. Die IPS ist im Bereich Informationslogistik und Zeitwirtschaft tätig und besitzt zur Ausübung des Geschäfts die notwendigen Lizenz-, Marken- und Nutzungsrechte sowie die Kundenbeziehungen für IT-Dienstleistungen und die Software-Lösungen LASSYpro und GEZUSY. Für den Erwerb der IPS wurde ein Kaufpreis von 70 Tsd. EUR vereinbart. Die Neubewertung des übernommenen Geschäfts zur Aufnahme in den Konzernabschluss der Allgeier Holding AG war bis zur Feststellung des vorliegenden Konzernabschlusses der Allgeier Holding AG noch nicht abgeschlossen.

Mit Kaufvertrag vom 25. Januar 2011 erwarb die Terna GmbH Zentrum für Business Software, Innsbruck/Österreich, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Allgeier Holding AG, verschiedene Wirtschaftsgüter und vertragliche Rechte und Verpflichtungen der Crealogix ERP AG, Villingen-Schwenningen, ("Crealogix") sowie die Option, mit Zustimmung der Kunden in die bestehenden Kundenverhältnisse der Crealogix einzutreten. Darüber hinaus wurde Mitarbeitern, die ihr Arbeitsverhältnis zu Crealogix bereits vorher gekündigt hatten, ein neues Arbeitsverhältnis bei der Käuferin angeboten. Allgeier klassifiziert den Erwerb der Wirtschaftsgüter und Verträge als Unternehmenserwerb, da ein wesentlicher Teil des Geschäfts der Crealogix übernommen wurde und Allgeier daraus unmittelbar nach dem Erwerb Erlöse erzielen wird. Mit dem erworbenen Geschäft ergänzt die Terna Gruppe ihr Produktangebot im Bereich Vertrieb, Implementierung und Wartung von Microsoft Dynamics AX Add-On Software-Produkten und der damit verbundenen Beratung. Übernahmestichtag der Wirtschaftsgüter und Rechte war der 1. Februar 2011. Für die erworbenen Wirtschaftsgüter und Rechte wurde ein Kaufpreis in Höhe von 83 Tsd. EUR vereinbart. Die Übernahme der Schulden und Eventualverbindlichkeiten vergütete der Verkäufer mit einem Betrag von 153 Tsd. EUR. Die Neubewertung des übernommenen Geschäfts zur Aufnahme in den Konzernabschluss der Allgeier Holding AG war bis zur Feststellung des vorliegenden Konzernabschlusses der Allgeier Holding AG noch nicht abgeschlossen.

Mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 28. Januar 2011 erwarb die Allgeier Holding AG mit ihrer im Januar 2011 neu gegründeten 100%-igen Tochtergesellschaft BSH IT Solutions GmbH, Bremen, ("BSH") den Geschäftsbetrieb der BSH Systemhaus GmbH, Westerstede. Der Geschäftszweck der BSH ist die Entwicklung, Herstellung und Handel von Software und Hardware. Als Übernahmestichtag des Geschäftsbetriebs wurde der 1. Februar 2011 vereinbart. Der Kaufpreis für die erworbenen Wirtschaftsgüter und Vertragsverhältnisse beträgt insgesamt 210 Tsd. EUR. Die Neubewertung der übernommenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Zweck der Erstkonsolidierung im Konzernabschlusses der Allgeier Holding AG war bis zur Feststellung des vorliegenden Konzernabschlusses der Allgeier Holding AG noch nicht abgeschlossen.

Der Allgeier Konzern gründete im Januar 2011 die Allgeier Ltd., Nikosia/Zypern. Die Gesellschaft hat Anfang 2011 ihre Geschäftstätigkeit als Vertriebsbasis der Allgeier Gruppe in den Regionen Südeuropa und Middle East aufgenommen.

Die Allgeier Holding AG erwarb im Februar 2011 die Allgeier Middle East Ltd. mit Sitz in der JAFZA Freezone, Dubai, VAE, die zuvor treuhänderisch für die Gesellschaft gehalten wurde. Die Gesellschaft ist eine Holdinggesellschaft und nicht operativ tätig. Mit dem Erwerb der Gesellschaft gingen dem Konzern keine wesentlichen Vermögenswerte und Schulden zu.

VII. Währungsumrechnung

Die Gesellschaften des Konzerns buchen die Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs am Tag der Erstverbuchung. Daraus zu späteren Zeitpunkten aufgrund von Zahlungen oder Bewertungen zu geänderten Kursen entstehende Kursgewinne und Kursverluste werden ergebniswirksam behandelt.

Die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften mit Sitz außerhalb der Länder der Europäischen Währungsunion werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet, wonach die Vermögensgegenstände und Schulden zum Stichtagskurs, die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs und das übrige Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet werden. Aus den Umrechnungen entstehende Differenzen werden in der Gesamtergebnisrechnung im sonstigen Ergebnis gezeigt und in der Bilanz in den ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen verbucht. Im Konzern-Anlagevermögen werden die historischen Anschaffungs- und Wiederbeschaffungskosten mit historischen Währungskursen bewertet. Aus der Umrechnung der historischen Kurse zu Stichtagskursen entstehende Differenzen werden in separaten Spalten bereinigt. Im Rückstellungsspiegel werden die Umrechnungsdifferenzen zwischen historischen Kursen und Stichtagskursen ebenfalls in einer eigenen Spalte ausgewiesen.

Der Währungsumrechnung der Konzerngesellschaften, die ihre Jahresabschlüsse nicht in Euro erstellen, liegen die folgenden Wechselkurse zugrunde:

1 EUR 1 EUR 1 EUR
= = =
x CHF x CZK x Lei
Durchschnittskurs 2010 1,33475 25,32976 4,22963
Durchschnittskurs 2009 - 26,55154 4,25266
Stichtagskurs am 31. Dezember 2010 1,24680 25,29470 4,30040
Stichtagskurs am 31. Dezember 2009 - 26,42150 4,25120

VIII. Bilanz

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden nach der Anschaffungskostenmethode mit Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bewertet. Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Auftragsbestände, Kundenlisten und Produkte werden mit ihrem erwarteten Ergebnisbeitrag aktiviert. Die Abschreibung der Auftragsbestände erfolgt als "Leistungsabschreibung" in Abhängigkeit von dem Anteil des erbrachten Auftragsvolumens der jeweiligen Periode am erworbenen Gesamtauftragsbestand. Marken und Domains werden über eine Laufzeit von 15 Jahren abgeschrieben. Alle übrigen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden planmäßig über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Vermögenswerte verlässlich bewertet werden können. An jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern, ob auf die Vermögenswerte außerplanmäßige Wertminderungen vorzunehmen sind.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach der Anschaffungskostenmethode bilanziert und gemäß IFRS 3 als nicht abnutzbare langfristige Vermögenswerte behandelt. Zur Beurteilung von Wertminderungen werden alle Geschäfts- oder Firmenwerte jährlichen Werthaltigkeitstests auf der Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheiten unterzogen, um mögliche außerplanmäßige Abschreibungen zu identifizieren. Außerdem werden anlassbezogen Werthaltigkeitstests durchgeführt, sofern bestimmte Ereignisse dies erfordern.

Wenn aus den Überprüfungen hervorgeht, dass der Fair Value der Zahlungsmittel generierenden Einheiten unter ihren jeweiligen Buchwerten liegt, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Für die Bestimmung der Zeitwerte von Zahlungsmittel generierenden Einheiten werden deren voraussichtliche zukünftige Cash Flows unter Einbezug der Planungsrechnungen der Gesellschaften und erwarteter allgemeiner Wachstumsraten ermittelt und mit einem angemessenen Zinssatz abgezinst.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird nach der Anschaffungskostenmethode zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden direkt zurechenbare Kosten, anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten eingerechnet. Reparatur- und Instandhaltungskosten werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand verbucht. Die Abschreibungen werden linear auf die voraussichtliche geschätzte Nutzungsdauer der Vermögenswerte vorgenommen. Bewegliche und selbständig nutzbare Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von bis zu 410,00 EUR werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Die Buchwerte des Sachanlagevermögens werden auf außerordentliche Wertminderungen geprüft sobald Indikatoren hierfür vorliegen. Beim Abgang des Vermögenswertes werden die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, die kumulierten Abschreibungen und die Buchwerte des Sachanlagevermögens ausgebucht. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken werden nach dem Anschaffungskostenmodell bewertet. Die lineare Abschreibung bei Gebäuden erfolgt über eine maximale Nutzungsdauer von 50 Jahren. Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung werden linear über einen Zeitraum von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben.

Finanzierungsleasing

Sofern die Voraussetzungen des Finanzierungsleasings erfüllt sind, werden die auf der Basis von Leasingverträgen genutzten Sachanlagen aktiviert und abgeschrieben. Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird dem Leasingnehmer zugerechnet, sofern er die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen aus dem Leasinggegenstand trägt. In diesem Fall erfolgt die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem Barwert der Leasingraten zuzüglich vom Leasingnehmer zu tragenden Nebenkosten. Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögensgegenstände. Aus den künftigen Leasingraten resultierende Zahlungsverpflichtungen sind innerhalb der langfristigen und kurzfristigen Schulden passiviert. Die Leasingzahlungen werden in Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt.

Neben Finanzierungsleasingverträgen hat der Konzern Leasing-Vereinbarungen getroffen, die unter die Kriterien des Operating Leasing fallen und nicht bilanziert werden. Hierzu zählen insbesondere Leasingverträge für Firmenfahrzeuge mit einer Laufzeit von in der Regel 3 Jahren und anschließender Rückgabe der Leasinggegenstände am Ende der Vertragslaufzeit an den Leasinggeber. Die Leasingaufwendungen aus Operating Leasing werden als sonstiger betrieblicher Aufwand gebucht. Die zukünftigen Verpflichtungen aus diesen Verträgen werden unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen dargestellt.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist.

Die latenten Steuern werden mit Steuersätzen ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den betroffenen Ländern zum erwarteten Realisierungszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Auf die aktiven und passiven Unterschiedsbeträge sowie die realisierbaren Verlustvorträge werden latente Steuern mit einheitlichen Steuersätzen in Deutschland von 30%, in Österreich von 25% und in der Schweiz mit 16% berechnet. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird nur vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde verrechenbar sind. Der Ausweis der latenten Steueransprüche und -schulden erfolgt innerhalb des langfristigen Vermögens und der langfristigen Schulden.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten, Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach dem gewichteten Durchschnitt. Bei gesunkenen Anschaffungskosten oder Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag werden Abwertungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Vertriebskosten sowie Fremdkapitalzinsen, soweit die Voraussetzungen nach IAS 23 nicht erfüllt sind, sind in den Vorräten nicht enthalten. Die Bewertung von unfertigen Dienstleistungen erfolgt entsprechend ihres Fertigstellungsgrads zu Einzelkosten zuzüglich anteiliger Fertigungsgemeinkosten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Diese entsprechen dem Nennwert der Forderungen abzüglich Einzelwertberichtigungen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden vorgenommen, sobald Anzeichen für Zahlungsausfälle erkennbar sind oder die Forderungen über einen längeren Zeitraum in Verzug sind. Pauschale Wertberichtigungen werden nicht gebildet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ausgebucht, wenn mit Zahlungen nicht mehr zu rechnen ist.

Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennbeträgen abzüglich Einzelwertberichtigungen angesetzt. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, wenn der Ausfall von Zahlungseingängen wahrscheinlich wird.

Andere kurzfristige Vermögenswerte

Die anderen kurzfristigen Vermögenswerte werden mit ihren Nennbeträgen bilanziert.

Zahlungsmittel

Zahlungsmittel umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Die Bewertung erfolgt mit Nennwerten.

Eigene Anteile

Eigene Anteile werden als negative Werte innerhalb des Eigenkapitals dargestellt. Ein Kauf oder Verkauf von eigenen Anteilen wird ergebnisneutral behandelt. Alle erhaltenen bzw. hingegebenen Gegenleistungen werden direkt im Eigenkapital erfasst.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden für Verpflichtungen aus Leistungszusagen zur betrieblichen Altersversorgung von aktiven oder ehemaligen Mitarbeitern des Konzerns gebildet. Die Bewertung der Zusagen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) unter Berücksichtigung von zukünftigen Lohn-, Gehalts- und Rententrends. Bei der Berechnung nach versicherungsmathematischen Grundsätzen werden die "Richttafeln 2005 G" nach Heubeck, individuelle Versorgungszusagen und die folgenden allgemeinen Parameter zugrunde gelegt:

2010 2009
Rechnungszinsfuß 5,40% 5,50%
Anhebung der laufenden Renten 1,50% 1,50%
Dynamik der Löhne bei bezügeabhängigen Zusagen 2,00% 2,00%
Fluktuation 0,00% 0,00%

Zur Abdeckung der Pensionsverpflichtungen wurden zum Teil Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Der Zeitwert der Versicherungen wird innerhalb der Pensionsrückstellungen verrechnet.

Ertragsteuerrückstellungen und andere Rückstellungen

Ertragsteuerrückstellungen und andere Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende gesetzliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht, die künftig mit Wahrscheinlichkeit zu einem Vermögensabfluss führt und sich diese Vermögensbelastung zuverlässig schätzen lässt. Die Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt. Mit Ausnahme der im Rahmen der Erstkonsolidierung der Solveos-Gruppe gebildeten Rückstellung für eine Haftungsverpflichtung wurden die Rückstellungen nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. geschätzten zukünftigen Schadensverlaufs gebildet. Der Aufwand zur Bildung von Rückstellungen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug von erwarteten Erstattungen ausgewiesen.

Finanzschulden und Genussrechtsverbindlichkeiten

Die verzinslichen Darlehen werden im Zugangszeitpunkt mit dem vereinnahmten Betrag angesetzt. Transaktionskosten werden bei den Finanzschulden abgesetzt. In der Folge werden die Finanzschulden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei Transaktionskosten nach der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt werden. Fremdkapitalkosten werden direkt in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und andere Verbindlichkeiten

Genussrechtsverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und andere Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten die bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben, die zum Zeitpunkt der Erstverbuchung und in der Folgebewertung mit dem Fair Value bewertet werden.

IX. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse und sonstige Erträge werden realisiert, wenn die Leistungen erbracht worden sind, die maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Leistungsempfänger übergehen und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Konzern der wirtschaftliche Nutzen aus der Leistungserbringung zufließen wird. Die Umsatzerlöse werden vermindert um Rabatte, Kundenskonti und an Kunden gewährte Boni ausgewiesen.

Betriebliche Aufwendungen werden im Zeitpunkt der Inanspruchnahme der Leistung erfasst.

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Ertragsteuern werden gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen der Länder, in denen die jeweilige Konzerngesellschaft tätig ist, ermittelt.

X. Schätzungen und Annahmen

Im Konzernabschluss wurden Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie den Ausweis der Erträge und Aufwendungen haben. Obwohl diese Schätzungen und Annahmen nach bestem Wissen getroffen wurden, können die sich tatsächlich ergebenden Werte davon abweichen. Die Schätzungen und die Annahmen werden laufend überprüft. Notwendige Anpassungen werden in der Periode der Anpassung vorgenommen. Die Schätzungen und Annahmen betreffen im Wesentlichen die Bewertung der von Bedingungen abhängigen Kaufpreisanteile für Unternehmenserwerbe, die Dotierung der Wertberichtigungen auf die kurzfristigen Vermögenswerte und die Bewertung der Rückstellungen. Sofern die Schätzungen und Annahmen wesentlich sind, wird in den erläuternden Angaben der Bilanz darauf eingegangen. Aus heutiger Sicht ist nicht von einer wesentlichen Anpassung der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden im folgenden Geschäftsjahr auszugehen.

B. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ UND ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

Erworbene immaterielle Vermögenswerte Selbst
Geschäfts- Software, erstellte
Auftrags- Kunden- oder Lizenzen Entwicklungs-
bestände listen Produkte Firmenwerte und Rechte leistungen Gesamt
Buchwert 31.12.08 848 5.015 70 34.888 1.068 15 41.904
Veränderungen 2009:
Zugänge aus
Erstkonsolidierung
312 4.167 0 2.525 61 0 7.065
Zugänge 0 63 0 0 291 0 354
Abgänge zu
Buchwerten
0 0 0 -1.670 0 0 -1.670
Planmäßige
Abschreibungen
-878 -1.560 -70 0 -360 -15 -2.883
Außerplanmäßige
Abschreibungen
0 -154 0 -2.273 0 0 -2.427
Buchwert 31.12.09 282 7.531 0 33.470 1.060 0 42.343
Veränderungen 2010:
Zugänge aus
Erstkonsolidierung
1.989 4.895 1.064 12.292 44 0 20.284
Zugänge 0 0 0 0 482 0 482
Abgänge zu
Buchwerten
0 -30 0 -920 -1 0 -951
Währungsdifferenzen 39 494 0 0 2 0 535
Planmäßige
Abschreibungen
-1.593 -2.731 -111 0 -459 0 -4.894
Außerplanmäßige
Abschreibungen
0 -420 0 0 0 0 -420
Buchwert 31.12.10 717 9.739 953 44.842 1.128 0 57.379

Der Allgeier Konzern aktiviert in den immateriellen Vermögenswerten im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbene Auftragsbestände, Kundenlisten, Produkte und Geschäfts- oder Firmenwerte sowie für das operative Geschäft benötigte Software, Lizenzen und Rechte. Selbst erstellte Entwicklungsleistungen bilanziert der Konzern, wenn aus dem Vermögenswert ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten des Vermögenswerts verlässlich bewertet werden können. Da diese Kriterien auf die Entwicklungsaktivitäten des Allgeier Konzerns nicht zutreffen, wurden im Geschäftsjahr 2010 keine selbst erstellten Entwicklungsleistungen aktiviert.

Die Auftragsbestände aus Kaufpreisallokationen werden mit den erwarteten Ergebnissen nach Abzug der Vollkosten bewertet und verbrauchen sich mit dem Grad ihrer Abarbeitung. Der Verbrauch der Auftragsbestände wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Abschreibungen gezeigt. Im Geschäftsjahr 2010 gingen im Rahmen von Unternehmenserwerben Auftragsbestände von 1.989 Tsd. EUR (Vorjahr: 312 Tsd. EUR) zu.

Die Kundenlisten werden auf Basis der Umsätze der Stammkunden für bis zu fünf Zukunftsjahre projiziert und mit den voraussichtlichen Ergebnissen unter Abzug von Ergebnisrisiken, Risiken aufgrund Zeitablauf und Risiken aufgrund von Kundenabhängigkeiten bewertet. Die Kundenlisten werden linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2010 gingen im Rahmen von Unternehmenserwerben Kundenlisten von 4.895 Tsd. EUR (Vorjahr: 4.167 Tsd. EUR) zu. Auf bestehende, aktivierte Kundenlisten wurde im Geschäftsjahr eine außerplanmäßige Abschreibung von 420 Tsd. EUR (Vorjahr: 154 Tsd. EUR) vorgenommen.

Die Terna Gruppe bietet ihren Kunden als Zusatz zu ERP-Standardsoftware selbst entwickelte Branchenlösungen an. Diese Lösungen wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung mit 1.064 Tsd. EUR bewertet und aktiviert. Bei der Bewertung wurde das erwartete Ergebnis der nächsten vier Jahre aus diesen Produkten zugrunde gelegt. Die Produkte werden über eine Laufzeit von vier Jahren abgeschrieben.

Die Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten für Tochtergesellschaften und ihren zu Zeitwerten bewerteten Vermögenswerten und Schulden werden als Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert. Mit dem Erwerb der BSR und der Terna Gruppe gingen im Geschäftsjahr 2010 Geschäfts- oder Firmenwerte von 12.292 Tsd. EUR zu. Aufgrund von ergebnisneutralen Ausbuchungen von variablen Kaufpreisanteilen in Vorjahren erworbener Tochtergesellschaften gingen Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von 920 Tsd. EUR ab. Die Prüfung der Werthaltigkeit der Goodwills ergab keinen Anlass für Abschreibungen von Geschäfts- oder Firmenwerten. Die Prüfung nach dem Value-in-Use-Ansatz erfolgte auf der Basis geschätzter zukünftiger Cash Flows, die auf der Dreijahresplanung der Gesellschaften beruhen. Für den Zeitraum danach wurde ein Wachstum von 2% unterstellt und der Cash Flow auf Basis der ewigen Rente ermittelt. Die Cash Flows wurden mit einem Kapitalkostensatz ("WACC") von 5,68% (Vorjahr: 9,37%) nach Steuern abgezinst. Zur Berechnung des Kapitalkostensatzes wurden die Kapitalstruktur einer Vergleichsgruppe und der 5-Jahres-Betafaktor der Allgeier herangezogen. Die Planungen des Allgeier Konzerns gehen in allen Bereichen von steigenden Ergebnissen aus.

31.12.2010 31.12.2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Xiopia 7.625 7.625
SOFTCON AG 2.457 2.457
SOFTCON S.r.l. 240 240
mgm tp München 2.940 2.940
mgm cp Hamburg 239 239
Goetzfried 6.177 6.177
UNP 2.012 2.012
TOPjects 5.461 5.461
Next 2.944 3.794
DIDAS 2.455 2.525
BSR 3.649 0
Terna 8.643 0
44.842 33.470

Die Geschäfts- oder Firmenwerte nach Zahlungsmittel generierende Einheiten gliedern sich wie folgt:

Aufgrund von Verschmelzungen wurden die im Vorjahr separat gezeigten Geschäfts- oder Firmenwerte der GFU und der Ixtra in die Xiopia zusammengefasst. Ebenfalls wegen Verschmelzung wurde der Geschäfts- oder Firmenwert der Next IT-Service mit dem Goodwill der Next summiert. Der im Vorjahr getrennt nach Dienstleistungsgeschäft und Produktgeschäft dargestellte Geschäfts- oder Firmenwert der SOFTCON AG wurde in einen Betrag zusammengeführt, da eine isolierte Überprüfung des Betrags auf der Produktebene aufgrund von zusammenhängenden Geschäftsbeziehungen nicht mehr möglich ist.

2. Sachanlagen

Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:

Grundstücke, Andere Anla
grundstücks- gen, Betriebs
gleiche Rechte und Geschäfts- Finanzierungs-
und Bauten ausstattungen leasing Gesamt
Buchwert 31.12.08 953 2.024 462 3.439
Veränderungen 2009:
Zugänge aus Erstkonsolidierung 0 918 138 1.056
Zugänge 0 1.155 162 1.317
Abgänge zu Buchwerten -14 -98 0 -112
Währungsdifferenzen 0 -2 0 -2
Planmäßige Abschreibungen -41 -918 -148 -1.107
Buchwert 31.12.09 898 3.079 614 4.591
Veränderungen 2010:
Zugänge aus Erstkonsolidierung 0 411 0 411
Zugänge 1 2.099 79 2.179
Abgänge zu Buchwerten 0 -106 -16 -122
Währungsdifferenzen 0 29 0 29
Planmäßige Abschreibungen -41 -1.459 -235 -1.735
Buchwert 31.12.10 858 4.053 442 5.353

Bei dem Grundstück handelt es sich um ein bebautes Grundstück der Allgeier Holding AG in Bremen. Es ist der Geschäftssitz einer Konzerngesellschaft.

Der Konzern hat aktivierungspflichtige Leasingverträge zur Finanzierung von IT-Ausstattung und Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Die Buchwerte der Finanzierungs-Leasingverträge beliefen sich am 31. Dezember 2010 auf 442 Tsd. EUR (Vorjahr: 614 Tsd. EUR). Im Geschäftsjahr 2010 gingen Leasingverhältnisse von 79 Tsd. EUR (Vorjahr: 300 Tsd. EUR) zu. Die Zugänge sind ein Neuabschluss zur Finanzierung von Scanner-Ausstattung im Allgeier-Scanzentrum in Belgien und die Verlängerung eines bereits bestehenden Leasingvertrags um ein weiteres Jahr bis Ende 2011. Der neue Vertrag hat eine feste Laufzeit von 36 Monaten. Nach Ablauf können die Gegenstände zurückgegeben oder für 4% des Anschaffungswertes erworben werden.

Alle Leasingverhältnisse haben Laufzeiten zwischen 3 und 6 Jahren. Am Ende der Laufzeit kommen bei den Verträgen in der Regel Kauf- oder Rückgabeoptionen zum Tragen. In keinem der Leasingverträge wurden Vereinbarungen getroffen, die die Geschäftsaktivitäten, Dividendenzahlungen, Aufnahme von zusätzlichen Schulden oder den Abschluss weiterer Leasingverhältnisse einschränken.

Die Mindestleasingzahlungen für die Restlaufzeiten der Finanzierungs-Leasingverhältnisse und die passivierten Barwerte sind wie folgt:

31.12.2010 31.12.2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Mindestleasingzahlungen:
fällig innerhalb eines Jahres 244 293
fällig zwischen einem und fünf Jahren 109 280
Gesamt 353 573
Barwert der Mindestleasingzahlungen:
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 233 271
mit Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren 119 280
Gesamt 352 551

3. Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern auf temporäre Unterschiede zwischen den steuerlichen und bilanziellen Wertansätzen, ergebniswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen, bestehenden Verlustvorträgen und Wertberichtigungen auf Darlehen zwischen Konzerngesellschaften sind den folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:

31.12.2010 31.12.2009
Aktive Passive Aktive Passive
latente latente latente latente
Steuern Steuern Steuern Steuern
Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR
Immaterielle Vermögenswerte 331 3.241 61 2.690
Sachanlagen 10 98 6 136
Kurzfristige Vermögenswerte 330 27 212 0
Pensionsrückstellungen 66 32 96 0
Sonstige Rückstellungen 389 155 287 133
Sonstige Schulden 118 31 92 0
Saldierungen -228 -228 -214 -214
Temporäre Unterschiede und ergebniswirksame
Konsolidierungen
1.016 3.356 540 2.745
Verlustvorträge 784 0 98 0
Saldierungen -784 -784 -98 -98
Verlustvorträge 0 -784 0 -98
Wertberichtigung konzerninterne Darlehen 0 3.154 0 3.154
Saldierungen 0 0 0 0
Wertberichtungen von Darlehen an
Konzerngesellschaften
0 3.154 0 3.154
Latente Steuern 1.016 5.726 540 5.801

Am 31. Dezember 2010 bestanden im Allgeier Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von 8.310 Tsd. EUR (Vorjahr: 13.765 Tsd. EUR) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von 4.605 Tsd. EUR (Vorjahr: 9.642 Tsd. EUR). Daraus resultiert ein latentes Steuerguthaben von insgesamt 1.993 Tsd. EUR (Vorjahr: 3.575 Tsd. EUR), wovon ein Betrag von 784 Tsd. EUR (Vorjahr: 98 Tsd. EUR) als aktive latente Steuer bilanziert wurde und ein Betrag von 1.209 Tsd. EUR aufgrund ungewisser Nutzungsmöglichkeit in voller Höhe wertberichtigt wurde. Auf die Wertberichtigung von einem konzerninternen Darlehen wurden passive latente Steuern von insgesamt 3.154 Tsd. EUR (Vorjahr: 3.154 Tsd. EUR) gebildet.

4. Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt:

31.12.2010 31.12.2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 109 154
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 601 624
Fertige Erzeugnisse und Waren 2.001 1.664
Geleistete Anzahlungen 344 238
3.055 2.680

Der Bruttowert der Vorräte zu Anschaffungs- und Herstellungskosten beträgt 3.178 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.740 Tsd. EUR). Darauf wurden Wertminderungen aufgrund niedrigerer beizulegender Werte in Höhe von 123 Tsd. EUR (Vorjahr: 60 Tsd. EUR) gebildet. Der Aufwand aus der Erhöhung der Wertminderung auf die Vorräte von 63 Tsd. EUR (Vorjahr: Ertrag von 70 Tsd. EUR) wird in den Materialaufwand gebucht. Der Nettoveräußerungswert der Vorräte, auf die Wertberichtigungen vorgenommen wurden, beträgt 118 Tsd. EUR (Vorjahr: 66 Tsd. EUR).

5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern sich wie folgt:

31.12.2010 31.12.2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Forderungen an Kunden 58.392 49.289
Wertminderung auf Forderungen an Kunden -1.553 -1.076
Im Rahmen eines ABS-Programms verbriefte Kundenforderungen 9.642 4.705
66.481 52.918

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben in der Regel Fälligkeiten zwischen 30 bis 90 Tagen und sind nicht verzinslich. Auf die Forderungen wurden Wertberichtigungen in Höhe von 50% bei Überfälligkeit von mehr als 180 Tagen und in Höhe von 100% bei Überfälligkeit von mehr als einem Jahr gebildet. Die Wertberichtigung erfolgt auf den um die Umsatzsteuer reduzierten Betrag. Darüber hinaus wurden jüngere Kundenforderungen ganz oder teilweise wertberichtigt, sobald Anzeichen für einen Forderungsausfall bekannt waren. Forderungen, die durch eine Ausfallversicherung abgedeckt waren, wurden maximal bis zur Höhe der Selbstbeteiligung wertberichtigt. Kundenforderungen, deren Vertragsbedingungen neu verhandelt wurden und die andernfalls in Verzug oder wertgemindert wären, lagen in Höhe von 250 Tsd. EUR (Vorjahr: 0 Tsd. EUR) vor.

Stand nicht überfällig in Tagen
31.12.2010 überfällig <30 30-60 61-90 91-180 181-360 >360
Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR
Nicht wertgeminderte
Kundenforderungen
65.813 57.031 5.803 1.314 473 865 220 107
Bruttobetrag der
wertgeminderten
Kundenforderungen 2.221 15 18 2 42 235 430 1.479
Wertminderungen -1.553 -15 -18 -1 -24 -145 -210 -1.140
Buchwert 66.481 57.031 5.803 1.315 491 955 440 446
Stand nicht überfällig in Tagen
31.12.2009 überfällig <30 30-60 61-90 91-180 181-360 >360
Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR
Nicht wertgeminderte
Kundenforderungen
52.438 42.456 7.140 1.998 566 223 27 27
Bruttobetrag der
wertgeminderten
Kundenforderungen 1.556 0 0 0 37 113 591 815
Wertminderungen -1.076 0 0 0 -37 -48 -295 -697
Buchwert 52.918 42.456 7.140 1.998 566 288 323 146

Die Verzugsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist wie folgt:

Die Wertminderung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich wie folgt entwickelt:

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
1.076 1.198
182 33
472 176
-177 -331
1.553 1.076

Das theoretisch maximale Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem bilanzierten Wert von 68.033 Tsd. EUR (Vorjahr: 53.994 Tsd. EUR). Das Risiko reduziert sich durch Sicherheiten, Kreditversicherungen und andere Bonitätsverbesserungen.

Eine Konzerngesellschaft verkauft einen Teil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über ein asset backed securities-Programm (ABS-Programm). Im Rahmen dieses Programms werden Einzelforderungen dem Forderungskäufer angeboten und mit Annahme des Angebots an den Käufer abgetreten. Im Vertrag ist ein Aufkaufvolumen von maximal 12 Mio. EUR vereinbart. Aus den veräußerten Forderungen verbleiben wesentliche Chancen und Risiken bei der Konzerngesellschaft, wodurch die Voraussetzung der wirtschaftlichen Übertragung des Eigentums und der Ausbuchung der Kundenforderungen nicht gegeben sind. Die Vermögenswerte werden dementsprechend in voller Höhe bilanziert. Am 31. Dezember 2010 betrugen die übertragenen Kundenforderungen 9.642 Tsd. EUR (Vorjahr: 4.705 Tsd. EUR). Diesem Betrag steht in gleicher Höhe eine Verbindlichkeit gegenüber. Zur Deckung von Kosten und Risiken hat die Käufergesellschaft neben dem Dauerabschlag von 200 Tsd. EUR einen Abschlag von 956 Tsd. EUR (Vorjahr: 497 Tsd. EUR) einbehalten, wovon 254 Tsd. EUR (Vorjahr: 90 Tsd. EUR) als sonstige betriebliche Aufwendungen und 702 Tsd. EUR (Vorjahr: 407 Tsd. EUR) als sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen wurden. Zur Sicherung der Ansprüche aus den übertragenen Kundenforderungen wurde eine ABS-Kreditversicherung abgeschlossen.

6. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

31.12.2010 31.12.2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Restkaufpreis aus Veräußerung Allgeier DL GmbH
(einschließlich aufgelaufener Zinsen) 4.716 4.682
Forderungen aus dem ABS-Programm 873 661
Sicherheitsleistungen an Lieferanten 184 484
Darlehensforderungen 13 256
Mietkautionen 202 137
Forderungen gegen Mitarbeiter 157 80
Debitorische Kreditoren 19 58
Übrige 440 395
Einzelwertberichtigungen -4.574 -4.882
2.030 1.871

Aus der Veräußerung der Allgeier DL GmbH im Jahr 2008 wurde vom Kaufpreis ein Betrag von 4.500 Tsd. EUR zur Absicherung eines Teils der Garantien und Gewährleistungen, die die Verkäuferin in einem üblichen Umfang übernommen hat, auf einem verzinslichen Treuhandkonto einbehalten. Die Zinsen haben die Gewährleistungssumme bis zum 31. Dezember 2010 um 216 Tsd. EUR erhöht und stehen bei Freigabe dem Allgeier Konzern zu. Zur Abdeckung von Risiken aus den Garantien und Gewährleistungen wurde das Treuhandkonto mit 4.574 Tsd. EUR wertberichtigt. In Höhe des nicht wertberichtigten verbleibenden Betrags von 142 Tsd. EUR bestehen Gewährleistungsansprüche des Käufers der Allgeier DL GmbH, die der Allgeier Konzern in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bilanziert hat. Die Wertberichtigung auf das Gewährleistungskonto beruht auf Schätzungen und Annahmen. Sollten die Schätzungen und Annahmen nicht zutreffen, ist in den nächsten Geschäftsjahren mit ergebniswirksamen Anpassungen zu rechnen.

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte haben mit Ausnahme der Mietkautionen Laufzeiten von unter einem Jahr und sind nicht fällig. Der Restkaufpreis aus der Veräußerung der Allgeier DL und die Darlehensforderungen sind verzinslich. Die bestehenden Gewährleistungsrisiken im Zusammenhang mit der Veräußerung der Anteile an der Allgeier DL werden im Lagebericht dargestellt.

7. Andere kurzfristige Vermögenswerte

Die anderen kurzfristigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

31.12.2010 31.12.2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Rechnungsabgrenzungsposten 4.186 1.841
Umsatzsteuerforderungen 1.387 2.164
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 241 0
5.814 4.005

8. Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel gliedern sich wie folgt:

31.12.2010 31.12.2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Bankguthaben 61.296 49.133
Kassenbestände 20 17
61.316 49.150

Die Bankguthaben bei Kreditinstituten beinhalten kurzfristige Festgelder und laufende Kontokorrentguthaben. Sie sind äußerst liquide und stehen kurzfristig als Zahlungsmittel zur Verfügung. Die Sichtguthaben unterliegen keinen oder nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken.

9. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Allgeier Holding AG hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Es belief sich am 31. Dezember 2010 auf 9.071.500,00 EUR und ist eingeteilt in 9.071.500 Stück Inhaberaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR je Aktie. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.

Die Aktie der Allgeier Holding AG wurde am 30. Dezember 2010 mit einem Schlusskurs im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse von 10,35 EUR bewertet. Im Vorjahr hatte die Aktie einen Schlusskurs von 7,34 EUR. Es sind keine Vorzugsaktien oder andere Aktien mit besonderen Rechten oder Beschränkungen ausgegeben.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Allgeier Holding AG ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 um 3.000.000 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009). Das Bedingte Kapital 2009 dient der Bedienung von Wandel-, Options- und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten, die von der Gesellschaft oder einem Unternehmen, an dem die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, bis zum 15. Juni 2014 auf der Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 ausgegeben werden können. Die Allgeier Holding AG hat bislang keine entsprechenden Wandlungs- und Optionsrechte ausgegeben.

Das Grundkapital der Allgeier Holding AG ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 um 750.000 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2010). Das Bedingte Kapital 2010 dient der Bedienung von Optionsrechten gemäß dem Aktienoptionsplan 2010, die von der Gesellschaft bis zum 16. Juni 2015 ausgegeben werden können. Die Allgeier Holding AG hat bislang keine entsprechenden Optionsrechte an Mitarbeiter oder Vorstände ausgegeben.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 ermächtigt, das Grundkapital der Allgeier Holding AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 16. Juni 2015 gegen Bar- oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 2.267.875,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für folgende Fälle auszuschließen:

  • (a) bei einer Bezugsrechtsemission für aufgrund des Bezugsverhältnisses entstehende Spitzenbeträge,
  • (b) für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen, wenn der Erwerb im Interesse der Gesellschaft liegt,
  • (c) für eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage für einen Anteil am Genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt 453.575,00 EUR, sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand ist ferner durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juli 2007 ermächtigt, das Grundkapital der Allgeier Holding AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Juni 2012 gegen Bar- oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 2.267.875,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Dabei ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für folgende Fälle auszuschließen:

  • (a) bei einer Bezugsrechtsemission für aufgrund des Bezugsverhältnisses entstehende Spitzenbeträge,
  • (b) für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen, wenn der Erwerb im Interesse der Gesellschaft liegt,

(c) für eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage für einen Anteil am genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt 453.575,00 EUR, sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand hat im Geschäftsjahr 2010 von der erteilten Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals I oder des Genehmigten Kapitals II keinen Gebrauch gemacht.

10. Eigene Anteile

Am 16. Juni 2009 hat die Hauptversammlung der Allgeier Holding AG den Vorstand ermächtigt, bis zum 15. Dezember 2010 eigene Aktien der Gesellschaft in einem Umfang von bis zu 907.150 Stück Aktien (10% des Grundkapitals) mit der Maßgabe zu erwerben, dass auf diese zusammen mit anderen eigenen Aktien, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand Gebrauch gemacht und im Geschäftsjahr 2010 insgesamt 112.569 Stück (Vorjahr: 267.247 Stück) eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 8,72 EUR (Vorjahr: 7,01 EUR) erworben. Die Ermächtigung der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 wurde in der Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 aufgehoben und durch eine neue Ermächtigung ersetzt, die den Vorstand ermächtigt, bis zum 16. Juni 2015 eigene Aktien der Gesellschaft in einem Umfang von bis zu 907.150 Stück Aktien (10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung) mit der Maßgabe zu erwerben, dass auf diese zusammen mit anderen eigenen Aktien, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Von dieser neuen Ermächtigung hat der Vorstand im Geschäftsjahr 2010 keinen Gebrauch gemacht.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Terna Holding hat die Allgeier Holding AG als Gegenleistung für einen Teil des Kaufpreises in Höhe von 153 Tsd. EUR 18.000 Stück Aktien abgegeben. Die Aktien hatten am Abgabestichtag bei einem Kurs von 6,81 EUR einen Zeitwert von 123 Tsd. EUR. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem Zeitwert der Aktien wurde erfolgsneutral im Eigenkapital vereinnahmt.

Der Bestand der eigenen Aktien hat sich wie folgt entwickelt:

2010 2009
Stück Stück
Bestand am 01. Januar 561.660 294.413
Zugänge 112.569 267.247
Abgabe eigener Aktien im Rahmen des Erwerbs der Terna Holding -18.000 0
Bestand am 31. Dezember 656.229 561.660

Die Allgeier Holding AG hat für die zum 31. Dezember 2010 gehaltenen eigenen Aktien 4.468 Tsd. EUR bezahlt. Bei Bewertung der Aktien mit dem Stichtagskurs am 31. Dezember 2010 (Schlusskurs zum 30. Dezember 2010 im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) von 10,35 EUR je Aktie errechnet sich ein Zeitwert von insgesamt 6.792 Tsd. EUR und eine in den eigenen Aktien enthaltene stille Reserve von 2.324 Tsd. EUR. Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 entfällt auf die eigenen Aktien ein Anteil am Grundkapital von 7,23% (Vorjahr: 6,19%).

11. Gewinnvortrag

Der Gewinnvortrag des Konzerns hat sich wie folgt entwickelt:

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Gewinnvortrag am 1.1. (Vorjahr: Verlustvortrag) 56.459 -18.067
Periodenergebnis des Vorjahres 5.166 79.744
Ausschüttung an Aktionäre der Allgeier Holding AG -4.199 -5.218
Gewinnvortrag am 31.12. 57.426 56.459

Das auf die Anteilseigner der Allgeier Holding AG entfallende Periodenergebnis des Vorjahres von 5.166 Tsd. EUR (Vorjahr: 79.744 Tsd. EUR) wurde in den Gewinnvortrag übertragen.

Die Jahreshauptversammlung der Allgeier Holding AG beschloss am 17. Juni 2010 eine Gewinnausschüttung von 0,50 EUR je Aktie (Vorjahr: 0,60 EUR je Aktie). Die Dividende betrug insgesamt 4.199 Tsd. EUR (Vorjahr: 5.218 Tsd. EUR). Es waren 8.397.271 Stück Aktien (Vorjahr: 8.697.271 Stück Aktien) dividendenberechtigt.

12. Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen

Die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen gliedern sich wie folgt:

31.12.2010 31.12.2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Währungsdifferenzen 724 38
Anteiliger Erwerb Tochtergesellschaften mit eigenen Aktien 319 289
Erwerb Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter über Buchwert -1.210 -1.210
-167 -883

13. Eigenkapitalanteil nicht kontrollierender Gesellschafter

Der Eigenkapitalanteil nicht kontrollierender Gesellschafter zeigt die auf andere Gesellschafter entfallenden Anteile am Eigenkapital von Tochtergesellschaften. Er hat sich wie folgt entwickelt:

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Stand am 1.1. 1.753 2.030
Zugang Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter 1.501 0
Periodenergebnis der nicht kontrollierenden Gesellschafter 353 -206
Ausschüttungen an nicht kontrollierende Gesellschafter -123 -81
Erfolgsneutrale Wechselkursveränderungen 222 10
Stand am 31.12. 3.706 1.753

14. Langfristige und kurzfristige Genussrechtsverbindlichkeiten

Die Allgeier Holding AG hat im Jahr 2004 ein Genussrecht in Höhe von 7.000 Tsd. EUR und im Jahr 2005 ein weiteres Genussrecht in Höhe von 6.000 Tsd. EUR ausgegeben. Als Vergütung wurden ein fester Garantiegewinn und eine am Jahresüberschuss des Konzerns orientierte erfolgsabhängige Vergütung vereinbart. Eine Verlustbeteiligung ist ausgeschlossen. Für das Berichtsjahr 2010 wurde der Garantiegewinn der ersten Emission mit 7,5% p.a. (Vorjahr: 7,5% p.a.) und der zweiten Emission mit 6,9% p.a. (Vorjahr: 6,9% p.a.) vergütet. Der Aufwand ist in den Zinsaufwendungen enthalten. Das im Jahr 2004 ausgegebene Genussrecht ist im Dezember 2011 zurückzuführen. Das zweite Genussrecht ist im Dezember 2012 zu tilgen. Beide Genussrechte sind mit einem Rangrücktritt versehen.

15. Langfristige und kurzfristige Finanzschulden

Die Finanzschulden gliedern sich wie folgt:

31.12.2010 31.12.2009
davon davon davon davon
Gesamt langfristig kurzfristig Gesamt langfristig kurzfristig
Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR
Akquisitionsdarlehen der
Allgeier IT Solutions AG
18.727 14.977 3.750 0 0 0
Akquisitionsdarlehen zum
Erwerb der mgm tp München
0 0 0 1.000 0 1.000
Vendor Darlehen aus dem
Erwerb der Goetzfried AG
2.194 0 2.194 2.202 0 2.202
Vendor Darlehen aus dem
Erwerb der mgm tp München
382 0 382 371 0 371
Förderkredite der mgm tp Köln 339 213 126 465 339 126
Akquisitionsdarlehen in der
Terna Zentrum Innsbruck
520 400 120 0 0 0
Sparkassendarlehen der Terna
Zentrum Innsbruck
130 0 130 0 0 0
Sparkassendarlehen der Terna
Zentrum Innsbruck
350 0 350 0 0 0
Förderkredit der Terna
Zentrum Innsbruck
56 56 0 0 0 0
Kontokorrentkredit der Terna
Zentrum Innsbruck
205 0 205 0 0 0
Verbindlichkeiten aus ABS
Programm 9.642 0 9.642 4.705 0 4.705
Sonstige 0 0 0 9 0 9
32.545 15.646 16.899 8.752 339 8.413

Die Allgeier IT Solutions AG hat im November 2010 ein Akquisitionsdarlehen mit einem Darlehensbetrag in Höhe von insgesamt 23.000 Tsd. EUR zur Refinanzierung von bereits erfolgten Akquisitionen und zum Erwerb von weiteren Unternehmen abgeschlossen. Die erste Tranche des Darlehens von 19.000 Tsd. EUR wurde im Dezember 2010 ausbezahlt. Die zweite Tranche von bis zu 4.000 Tsd. EUR wird in Verbindung mit einer neuen Akquisition ausgereicht. Sie verfällt am 30. Juni 2011, wenn sie bis dahin nicht in Anspruch genommen oder eine Verlängerung gewährt wurde. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2014. Die erste Tranche ist halbjährlich mit 1.900 Tsd. EUR und einer Schlusszahlung von 5.700 Tsd. EUR zu tilgen. Für die zweite Tranche sind Halbjahrestilgungen 450 Tsd. EUR und eine Schlusszahlung von 1.300 Tsd. EUR vereinbart. Die Verzinsung des Akquisitionsdarlehens erfolgt auf Basis des EURIBOR zuzüglich einer anfänglichen Marge von 3,1%-Punkten. Während der Laufzeit des Vertrages kann sich die Marge in Abhängigkeit einer konsolidierten Verschuldungskennziffer der Allgeier IT Solutions AG auf minimal 2,6%-Punkten reduzieren oder sich auf maximal 3,35%-Punkten erhöhen. Die bis zum 31. Dezember 2010 aufgelaufenen Zinsen von 78 Tsd. EUR haben die Darlehensverbindlichkeit erhöht. Mit Abschluss des Darlehens fielen einmalige Kosten in Höhe von 363 Tsd. EUR. an. Diese wurden in der Erstbewertung von der Darlehenssumme abgesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Kreditvereinbarung erlaubt der Allgeier IT Solutions AG liquide Mittel aus Ergebnisabführungen, Darlehen oder Leistungsverrechnungen nur noch in einer bestimmten Höhe an andere Konzerngesellschaften zu transferieren. Die Allgeier IT Solutions AG einschließlich ihrer Tochtergesellschaften hatte am 31. Dezember 2010 liquide Mittel von 17.076 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.784 Tsd. EUR) und Finanzschulden von 19.988 Tsd. EUR (Vorjahr: 0 Tsd. EUR). Als Sicherheit für das Akquisitionsdarlehen wurden die Geschäftsanteile an der Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen, verpfändet. Weiter gewährt die Allgeier Holding AG in einer begrenzten Höhe Rangrücktritts- und Darlehensbelassungserklärungen für Gesellschafterdarlehen. Der Buchwert der verpfändeten Anteile belief sich am 31. Dezember 2010 auf 5.862 Tsd. EUR (Vorjahr: 5.862 Tsd. EUR).

Das Akquisitionsdarlehen zum Erwerb der mgm tp München wurde planmäßig im Geschäftsjahr 2010 getilgt.

Ein Verkäufer der Goetzfried AG, Wiesbaden, hat dem Konzern zum Erwerb der Goetzfried AG im Geschäftsjahr 2006 ein Darlehen gewährt. Das Darlehen hat einen Nominalwert in Höhe von 1.974 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.974 Tsd. EUR). Aufgrund nicht ausbezahlter Zinsen von 220 Tsd. EUR (Vorjahr: 228 Tsd. EUR) beläuft sich die Darlehensschuld am 31. Dezember 2010 auf 2.194 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.202 Tsd. EUR). Das Darlehen ist unbefristet und wird mit 5,0% p.a. verzinst. Es ist nicht besichert.

Ein Verkäufer der mgm tp München hat im Zusammenhang mit dem Erwerb der Gesellschaft im Jahr 2006 ein Darlehen mit einem Ursprungsbetrag von 300 Tsd. EUR an die Erwerbergesellschaft, die MGM MBO GmbH, München, gewährt. Das Darlehen ist unbefristet und wird mit dem 3-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge von 3%-Punkten verzinst. Die Zinsen werden kapitalisiert und erhöhen den Darlehensbetrag. Das Darlehen ist nicht besichert.

Mit dem Erwerb der mgm tp Köln im Jahr 2009 gingen dem Allgeier Konzern drei Förderdarlehen zur Betriebsmittel- und Wachstumsfinanzierung zu. Die Tilgung der Darlehen erfolgt in fest vereinbarten Tilgungsraten, die in den Jahren 2011 bis 2013 zu leisten sind. Für ein Darlehen mit einem Buchwert von 300 Tsd. EUR am 31. Dezember 2010 (Vorjahr: 400 Tsd. EUR) wurden feste Zinsen von 5,2% p.a. vereinbart. Für die beiden übrigen Darlehen mit einem Buchwert am 31. Dezember 2010 von insgesamt 39 Tsd. EUR (Vorjahr: 65 Tsd. EUR) gelten feste Zinsen von 6,35% p.a. Als Sicherheit für die Darlehen haften die Verkäufer der mgm tp Köln mit persönlichen Bürgschaften in Höhe von 144 Tsd. EUR (Vorjahr: 336 Tsd. EUR). Die Bürgschaften erlöschen am 31. Dezember 2011.

Mit dem Erwerb der Terna Gruppe im Juli 2010 gingen dem Allgeier Konzern die nachfolgenden fünf Darlehen zu:

  • Ein Akquisitionsdarlehen, das im März 2010 von der Terna Zentrum Innsbruck zum Erwerb einer zwischenzeitlich verschmolzenen Tochtergesellschaft der Terna Zentrum Innsbruck aufgenommen wurde. Es hatte einen Ursprungsbetrag von 600 Tsd. EUR und ist monatlich mit 10 Tsd. EUR zu tilgen. Für das Darlehen wurden feste Zinsen auf Basis des 3-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge von 1,75%-Punkten vereinbart. Das Darlehen ist nicht besichert.
  • Ein Sparkassendarlehen an die Terna Zentrum Innsbruck zur Finanzierung von Investitionen. Das Darlehen hat am 31. Dezember 2010 einen Buchwert von 130 Tsd. EUR und ist im Jahr 2011 in zwei Halbjahrestranchen vollständig zu tilgen. Die Zinsen ermitteln sich aus dem Indikator der Sekundärmarktrendite "Bund" zuzüglich einer Marge von 0,5%-Punkten. Für das Darlehen wurden verschiedene Sicherstellungen durch die Terna Zentrum Innsbruck, die Terna Holding GmbH und die ehemaligen Gesellschafter der Terna Holding gewährt.
  • Ein Sparkassendarlehen an die Terna Zentrum Innsbruck in Höhe von 350 Tsd. EUR zur Finanzierung von Exporten. Das Darlehen ist unbefristet und wird mit einem variablen Zinssatz von derzeit 2% verzinst. Als Sicherheiten wurden alle Forderungen aus dieser Finanzierung bestellt. Als weitere Sicherheit hat die Terna Holding GmbH die Mithaftung für dieses Darlehen übernommen.
  • Ein Förderkredit der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mit einem Buchwert am 31. Dezember 2010 in Höhe von 56 Tsd. EUR. Der Kredit ist spätestens am 31. März 2017 zurückzuführen und wird mit einem Festzins von 2% verzinst. Er ist nicht besichert.
  • Eine Kreditlinie in Höhe von 400 Tsd. EUR, die ab 31. Dezember 2010 mit 205 Tsd. EUR in Anspruch genommen war. Das Kreditkonto ist im September 2011 zur Rückzahlung fällig. Die Verzinsung des Kontos erfolgt auf Basis des 1-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge von 1,375%-Punkte. Für die Kreditlinien haben die ehemaligen Gesellschafter der Terna Holding GmbH Sicherheitsleistungen erbracht.

Die Verbindlichkeiten aus den übertragenen Kundenforderungen (ABS-Programm) beliefen sich am 31. Dezember 2010 auf 9.642 Tsd. EUR (Vorjahr: 4.705 Tsd. EUR). Sie werden auf der Basis eines an den 1-Monats-EURIBOR angelehnten Zinssatzes zuzüglich einer Marge von 1,06%-Punkten verzinst. Die Verbindlichkeiten sind durch Abtretung der übertragenen Forderungen und Verpfändung der Bankguthaben aus Zahlungseingängen dieser Forderungen besichert.

Zahlungsstörungen während des Berichtszeitraums sowie nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht aufgetreten.

16. Rückstellungen für Pensionen

Der Allgeier Konzern hat für 13 Personen Leistungszusagen zur betrieblichen Altersversorgung abgeschlossen. Am 31. Dezember 2010 liegen unmittelbare Direktzusagen für sechs aktive Mitarbeiter, sechs ausgeschiedene ehemalige Mitarbeiter und einen Rentner vor. Die Zusagen sehen in 12 Fällen die Zahlung von fest vereinbarten monatlichen Beträgen bzw. von Festbeträgen auf Basis der letzten Gehälter vor. In einem Fall wurde eine volldynamische Rente mit einem jährlichen Steigerungsbetrag von 2% vereinbart. Die Rentenzahlungen werden ab dem zugesagten Rentenalter von 60 bzw. 65 Jahren bzw. bei Invalidität geleistet. Teilweise sind Witwenrenten vereinbart. Sämtliche Zusagen sind unverfallbar.

Die Anzahl der Versorgungsempfänger hat sich im Jahr 2010 wie folgt entwickelt:

aktive ehemalige
Mitarbeiter Mitarbeiter Rentner Gesamt
Stand am 1.1.2010 10 5 1 16
Statusänderungen -1 1 0 0
Abgänge -3 0 0 -3
Stand am 31.12.2010 6 6 1 13

Für die Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen von 932 Tsd. EUR (Vorjahr: 952 Tsd. EUR) gebildet. Sie lassen sich wie folgt überleiten:

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Überleitung Anwartschaftsbarwert:
Anwartschaftsbarwert am 1.1. 1.265 729
Veränderung Konsolidierungskreis 0 711
Dienstzeitaufwand 44 17
Zinsaufwand 68 29
Umwandlung in beitragsorientierte Pläne 0 -250
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste -91 27
Pensionszahlungen -12 -12
Abgänge -57 0
Sonstige Veränderungen 0 14
Anwartschaftsbarwert am 31.12. 1.217 1.265
Überleitung Planvermögen:
Planvermögen zum Zeitwert am 1.1. 313 441
Veränderung Konsolidierungskreis 0 102
Umwandlung in Beitragspläne 0 -250
Erträge des Fondsvermögens 3 16
Beiträge durch Arbeitgeber 17 10
Abgänge -48 0
Gewinne/Verluste des Fondsvermögens 0 -6
Verrechnetes Planvermögen zum Zeitwert am 31.12. 285 313
Rückstellungen für Pensionen 932 952

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste enthalten die Unterschiede zwischen dem planmäßigen und tatsächlichen Anwartschaftsbarwert am Jahresende sowie die Effekte aus der Änderung der Bewertungsparameter. Sie werden sofort und in voller Höhe ergebniswirksam verbucht. Das Fondsvermögen besteht ausschließlich aus Barwerten von Rückdeckungsversicherungen. Aus den Versicherungen wird eine marktgerechte Rendite erwartet. Die Abgänge betreffen Leistungszusagen für drei Personen, die nicht mehr fortgeführt wurden. Die Rückdeckungsversicherungen für diese Zusagen wurden auf die Personen übertragen. In zwei Fällen bestehen die Leistungszusagen mit in Tochtergesellschaften tätigen Schlüsselpersonen. Der Anwartschaftsbarwert für diese beiden Personen betrug am 31. Dezember 2010 insgesamt 419 Tsd. EUR (Vorjahr: 485 Tsd. EUR). Das damit in Verbindung stehende Planvermögen belief sich auf 141 Tsd. EUR (Vorjahr: 127 Tsd. EUR).

Die Anwartschaftsbarwerte sind wie folgt durch Planvermögen gedeckt:

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
teilweise kapitalgedeckt 657 736
nicht kapitalgedeckt 560 529
Anwartschaftsbarwert 1.217 1.265

Die Erträge und Aufwendungen aus der Veränderung der Pensionsrückstellung flossen in die Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt ein:

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Personalaufwand
Dienstzeitaufwand 44 17
Versicherungsmathematische Gewinne -91 27
Pensionszahlungen -12 -12
Sonstige Veränderungen 0 14
Personalaufwand -59 46
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Zinsaufwand 68 29
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 68 29
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Erträge des Fondsvermögens 3 16
Beiträge durch Arbeitgeber 17 10
Gewinne/Verluste des Fondsvermögens 0 -6
Sonstige betriebliche Aufwendungen 20 20

Die Entwicklung der Nettoverpflichtung der Versorgungszusagen hat sich in den letzten fünf Jahren wie folgt entwickelt:

31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007 31.12.2006
Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR
Anwartschaftsbarwert der
Versorgungszusagen
1.217 1.265 729 1.131 1.201
Zeitwert des Fondsvermögens -285 -313 -441 -399 -435
Nettoverpflichtung 932 952 288 732 766

Für beitragsorientierte Versorgungszusagen wurden im Geschäftsjahr Arbeitgeberbeiträge von 33 Tsd. EUR (Vorjahr: 33 Tsd. EUR) geleistet. Davon entfielen 22 Tsd. EUR (Vorjahr: 22 Tsd. EUR) auf eine Schlüsselperson des Managements einer Tochtergesellschaft. Der Aufwand für Direktversicherungen belief sich im Geschäftsjahr 2010 auf 548 Tsd. EUR (Vorjahr: 453 Tsd. EUR).

17. Andere langfristige Verbindlichkeiten

Die anderen langfristigen Verbindlichkeiten enthalten zum Fair Value bewertete variable Kaufpreisanteile aus Unternehmenserwerben. Die tatsächliche Höhe der variablen Kaufpreisanteile hängt vom Eintreffen der zugrunde liegenden Planungsannahmen ab. Sollten die Planungen nicht erreicht oder übertroffen werden, ist in den nächsten Geschäftsjahren mit entsprechenden und ergebniswirksamen Anpassungen zu rechnen.

Von den im Vorjahr angesetzten Verbindlichkeiten von 3.450 Tsd. EUR wurde ein Betrag in Höhe von 1.352 Tsd. EUR aufgelöst, da dieser nicht mehr zur Auszahlung kommt. Der Restbetrag in Höhe von 2.098 Tsd. EUR wurde in die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegliedert. Die Auflösung erfolgte in Höhe von 1.052 Tsd. EUR ergebnisneutral durch Verrechnung mit Geschäfts- oder Firmenwerten sowie der im Geschäftsjahr 2010 veräußerten at equity-Beteiligung. Die verbleibende Auflösung in Höhe von 300 Tsd. EUR wurde als sonstiger betrieblicher Ertrag verbucht. Im Geschäftsjahr 2010 kamen langfristige Kaufpreisanteile der in 2010 erworbenen Gesellschaften in Höhe von 3.203 Tsd. EUR hinzu.

18. Ertragsteuerrückstellungen

Die Ertragsteuerrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Stand am 1.1. 966 3.302
Zugang aus Veränderung des Konsolidierungskreises 873 98
Verbrauch 1.424 2.821
Auflösung 166 341
Zuführung 2.107 728
Währungsdifferenzen 59 0
Stand am 31.12. 2.415 966

Die Ertragsteuerrückstellungen haben Laufzeiten von bis zu einem Jahr.

19. Andere kurzfristige Rückstellungen

Die anderen kurzfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Zugang
zum
Stand Konsolidie- Währungs- Stand
01.01.2010 rungskreis Verbrauch Auflösung Zuführung differenzen 31.12.2010
Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR
Tantiemen und
Gratifikationen
3.758 80 3.517 119 4.575 1 4.779
Eventualverbindlichkeiten
aus
Unternehmenserwerben 748 350 50 0 0 0 1.048
Abfindungen 533 0 352 67 531 0 645
Jahresabschluss 614 36 512 47 494 2 586
Berufsgenossenschaft 236 0 226 9 338 0 338
Aufbewahrung 185 0 27 17 70 0 211
Schwerbehindertenabgabe 61 0 56 3 67 0 69
Gewährleistungen 51 0 51 0 21 0 21
Sonstige 600 102 315 78 333 4 648
6.786 568 5.105 341 6.429 7 8.345

Im Vorjahr haben sich die anderen kurzfristigen Rückstellungen wie folgt entwickelt:

Stand Konsolidie- Währungs- Stand
01.01.2009 rungskreis Verbrauch Auflösung Zuführung differenzen 31.12.2009
Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR
Tantiemen und
Gratifikationen
Eventualverbindlichkeiten
aus
8.142 568 8.088 294 3.430 0 3.758
Unternehmenserwerben 0 748 0 0 0 0 748
Abfindungen 413 386 229 147 110 0 533
Jahresabschluss 549 73 480 65 537 0 614
Berufsgenossenschaft 137 81 129 8 155 0 236
Aufbewahrung 151 47 1 18 6 0 185
Schwerbehindertenabgabe 63 4 57 4 55 0 61
Gewährleistungen 103 0 103 0 51 0 51
Sonstige 240 216 97 35 276 0 600
9.799 2.123 9.184 571 4.620 0 6.786

Die anderen kurzfristigen Rückstellungen haben mit Ausnahme von längerfristigen Anteilen in den Rückstellungen für Aufbewahrung und dem in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen nicht genutzten Erbbaurecht Laufzeiten von bis zu einem Jahr und sind nicht verzinslich.

Die Rückstellung für Tantiemen und Gratifikationen werden für Verpflichtungen gegenüber Management und Mitarbeitern von Konzerngesellschaften gebildet.

Die Eventualverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben setzen sich aus einem Haftungsrisiko aus dem Erwerb der Solveos Gruppe in Höhe von 748 Tsd. EUR (Vorjahr: 748 Tsd. EUR) und einer nachteiligen Abnahmeverpflichtung der im Jahr 2010 erworbenen Terna Gruppe in Höhe von 300 Tsd. EUR zusammen.

In der Rückstellung für Abfindungen werden Abfindungen und Gehaltsfortzahlungen ausscheidender Mitarbeiter passiviert.

Die Rückstellung für Jahresabschlusskosten beinhaltet externe und interne Kosten, die im Rahmen der Erstellung und Prüfung der Jahresabschlüsse und des Konzernabschlusses sowie der Steuererklärungen anfallen. Bei den internen Aufwendungen wurden die direkten Kosten für das eigene Personal zuzüglich eines Zuschlags von 23% für Sozialkosten angesetzt.

Die Rückstellung für Aufbewahrung bildet die Kosten für die gesetzliche Aufbewahrungsverpflichtung ab. Die Berechnung entspricht einer Lagermiete für eine 10-jährige Aufbewahrungszeit mit einer Abzinsung auf Basis eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten sieben Jahre.

In den Gewährleistungen sind Rückstellungen für einzeln erfasste Gewährleistungsansprüche erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten drohende Verluste aus einem nicht genutzten Erbbaurecht von 216 Tsd. EUR (Vorjahr: 231 Tsd. EUR) und übrige Rückstellungen von 432 Tsd. EUR (Vorjahr: 369 Tsd. EUR).

20. Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

31.12.2010 31.12.2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Ausstehende Eingangsrechnungen 4.017 3.553
Urlaubsverpflichtungen 1.756 1.396
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 1.529 1.302
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.127 1.985
Arbeitszeitkonten 568 562
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 374 207
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 233 272
Kreditorische Debitoren 61 76
Geldtransit 2 1.076
Negative Marktwerte aus Sicherungsinstrumenten 0 53
Übrige 611 292
10.278 10.774

Die ausstehenden Eingangsrechnungen enthalten die bis Buchungsschluss noch nicht eingegangenen Rechnungen für bis zum 31. Dezember 2010 empfangene Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt umfassen im Januar 2010 fällige Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter der Konzerngesellschaften und Zahlungsverpflichtungen für Lohn- und Kirchensteuer.

In den Urlaubsverpflichtungen werden die Verpflichtungen aus am Bilanzstichtag noch nicht verbrauchten Resturlaubstagen ausgewiesen. Die Aufwendungen pro Urlaubstag werden aus dem individuellen Durchschnittsgehalt der Mitarbeiter der letzten drei Monate des Geschäftsjahres ohne Berücksichtigung von Einmalzahlungen errechnet. Für Sozialkosten werden individuelle Zuschläge bzw. ein pauschaler Zuschlag von 23% bis maximal zur Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt. Ansprüche aus vorweg genommenen Urlaubstagen werden nicht verrechnet.

In den Arbeitszeitkonten werden die Verpflichtungen aus Zeitsalden der Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter der Konzerngesellschaften ausgewiesen. Die Bewertung der Zeitkonten erfolgt mit dem individuellen Durchschnittsgehalt der Mitarbeiter der letzten drei Monate des Geschäftsjahres. Zuschläge für Urlaubs-, Krankheitszeiten und Feiertage sowie Einmalzahlungen sind in der Berechnung nicht berücksichtigt. Für Sozialkosten werden die individuellen Zuschläge bzw. ein pauschaler Zuschlag von 23% bis maximal zur Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt.

21. Andere kurzfristige Verbindlichkeiten

Die anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

31.12.2010 31.12.2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Variabler Kaufpreisanteil aus Unternehmenserwerben 4.090 932
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 2.316 3.065
Rechnungsabgrenzungsposten 5.404 2.072
11.810 6.069

Die kurzfristigen Verpflichtungen aus variablen Kaufpreisanteilen aus Unternehmenserwerben beinhalten zum Fair Value bewertete oder bereits in ihrer Höhe endgültig feststehende Kaufpreisanteile aus Unternehmenserwerben. Die tatsächliche Höhe der variablen Kaufpreisanteile hängt vom Eintreffen zugrunde liegender Planungsannahmen und Berechnungen ab. Sollten die noch endgültig festzulegenden Kaufpreisanteile von dem bilanzierten Wert abweichen, ist im Geschäftsjahr 2011 mit entsprechenden Anpassungen zu rechnen.

Die im Vorjahr angesetzten Verbindlichkeiten von 932 Tsd. EUR wurden im Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 902 Tsd. EUR bezahlt und in Höhe von 30 Tsd. EUR ergebnisneutral mit immateriellen Vermögenswerten verrechnet. Im Geschäftsjahr 2010 kamen kurzfristig zur Abrechnung stehende Kaufpreisanteile in Höhe von 4.090 Tsd. EUR hinzu. Von diesem Betrag ist ein Teil von 1.050 Tsd. EUR bereits fest vereinbart kurzfristig zur Zahlung fällig. Der verbleibende Betrag von 3.040 Tsd. EUR ist in seiner Höhe noch nicht abschließend bestimmt.

22. Finanzinstrumente

Die Buch- und Marktwerte der Finanzinstrumente gliedern sich nach Bilanzpositionen und Klassen wie folgt:

Sonstige
Kredite und
Verbindlich-
Leasing- ABS
Barmittel Forderungen keiten verhältnisse Programm*
31. Dezember 2010 Markt- Buch- Markt- Buch- Markt- Buch- Markt- Buch- Markt- Buch
Tsd. EUR wert wert wert wert wert wert wert wert wert wert
Aktiva
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
0 0 56.839 56.839 0 0 0 0 9.642 9.642
Sonstige kurzfristige finanzielle
Vermögenswerte
0 0 2.030 2.030 0 0 0 0 0 0
Zahlungsmittel und kurzfristige
Einlagen
61.316 61.316 0 0 0 0 0 0 0 0
Passiva
Langfristige Genussrechte 0 0 0 0 -6.000 -6.000 0 0 0 0
Langfristige Finanzschulden 0 0 0 0 -15.646 -15.646 0 0 0 0
Sonstige langfristige finanzielle
Verbindlichkeiten
0 0 0 0 0 0 -119 -119 0 0
Kurzfristige Genussrechte 0 0 0 0 -7.000 -7.000 0 0 0 0
Kurzfristige Finanzschulden 0 0 0 0 -7.257 -7.257 0 0 -9.642 -9.642
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
0 0 0 0 -29.824 -29.824 0 0 0 0
Sonstige kurzfristige finanzielle
Verbindlichkeiten
0 0 0 0 -10.278 -10.278 0 0 0 0
Gesamt 61.316 61.316 58.869 58.869 -76.005 -76.005 -119 -119 0 0
Sonstige Zu Handels
Kredite und Verbindlich- zwecken Leasing- ABS
Barmittel Forderungen keiten gehalten verhältnisse Programm*
31. Dezember 2009 Markt- Buch- Markt- Buch- Markt- Buch- Markt- Buch- Markt- Buch- Markt- Buch
Tsd. EUR wert wert wert wert wert wert wert wert wert wert wert wert
Aktiva
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
0 0 48.213 48.213 0 0 0 0 0 0 4.705 4.705
Sonstige kurzfristige finanzielle
Vermögenswerte
0 0 1.871 1.871 0 0 0 0 0 0 0 0
Zahlungsmittel und kurzfristige
Einlagen
49.150 49.150 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Passiva 0 0
Genussrechte 0 0 0 0 -13.000 -13.000 0 0 0 0 0 0
Langfristige Finanzschulden 0 0 0 0 -339 -339 0 0 0 0 0 0
Sonstige langfristige finanzielle
Verbindlichkeiten
0 0 0 0 0 0 0 0 -280 -280 0 0
Kurzfristige Finanzschulden 0 0 0 0 -3.708 -3.708 0 0 0 0 -4.705 -4.705
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
0 0 0 0 -23.259 -23.259 0 0 0 0 0 0
Sonstige kurzfristige finanzielle
Verbindlichkeiten
0 0 0 0 -10.449 -10.449 -53 -53 -272 -272 0 0
Gesamt 49.150 49.150 50.084 50.084 -50.755 -50.755 -53 -53 -552 -552 0 0

* Übertragene finanzielle Vermögenswerte, die die Voraussetzung einer Ausbuchung nicht erfüllen

Die Finanzinstrumente gliedern sich nach Bewertungskategorien mit ihren Buchwerten wie folgt:

31.12.2010 31.12.2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Kredite und Forderungen 129.827 103.939
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten
0 53
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 85.766 56.012

Im Allgeier Konzern bestanden am 31. Dezember 2010 keine derivativen Finanzinstrumente. Die im Vorjahr passivierten Zinsderivate liefen im Dezember 2010 aus. Sie wurden zur Absicherung von Risiken aus Zinsschwankungen kongruent zu ihren zugrunde liegenden Akquisitionsdarlehen abgeschlossen. Die Zinsswaps wiesen am 31. Dezember 2009 negative Marktwerte in Höhe von insgesamt 53 Tsd. EUR, die als sonstige finanzielle Verbindlichkeit bilanziert wurden, aus. Die Ausbuchung der Marktwerte erfolgte im Jahr 2010 als sonstige betriebliche Erträge. Die erhaltenen oder geleisteten Zahlungen aus den Zinsswaps wurden im Finanzergebnis erfasst. Im Rahmen der Zinsswaps zahlte der Konzern im Jahr 2010 feste Zinsen von 3,86% (Vorjahr: 3,86%) und erhielt variable Zinsen von 0,88% (Vorjahr: 1,89%).

Der Nettoverlust aus den Finanzinstrumenten setzt sich wie folgt zusammen:

Sonstige Zinsen Zinsen und
Sonstige betriebliche und ähnliche
31. Dezember 2010 betriebliche Aufwen- ähnliche Aufwen
Tsd. EUR Erträge dungen Erträge dungen Gesamt
Barmittel 0 0 448 0 448
Kredite und Forderungen 424 -800 4 0 -372
davon aus Wertminderungen 0 -472 0 0 -472
Übertragene finanzielle
Vermögenswerte, die die
Voraussetzung einer Ausbuchung nicht
erfüllen (ABS-Programm)
0 -254 0 -102 -356
Zu Handelszwecken gehaltene
Finanzinstrumente
53 0 0 -21 32
Leasingverhältnisse 0 0 0 -25 -25
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 -1.332 -1.332
Summe Nettogewinn-/verlust aus
finanziellen Verbindlichkeiten
477 -1.054 452 -1.480 -1.605
Sonstige Zinsen Zinsen und
Sonstige betriebliche und ähnliche
31. Dezember 2009 betriebliche Aufwen- ähnliche Aufwen
Tsd. EUR Erträge dungen Erträge dungen Gesamt
Barmittel 0 0 758 0 758
Kredite und Forderungen 479 -707 33 0 -195
Übertragene finanzielle
Vermögenswerte, die die
Voraussetzung einer Ausbuchung nicht
erfüllen (ABS-Programm)
0 -90 2 -85 -173
Zu Handelszwecken gehaltene
Finanzinstrumente
215 0 0 -26 189
Zur Veräußerung verfügbare
Finanzinstrumente
11 0 16 0 27
Leasingverhältnisse 0 0 0 -27 -27
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 -1.305 -1.305
Summe Nettogewinn-/verlust aus
finanziellen Verbindlichkeiten
705 -797 809 -1.443 -726

Im Vorjahr setzte sich der Nettoverlust aus den Finanzinstrumenten wie folgt zusammen:

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind die Ergebnisse der neu erworbenen Tochtergesellschaften zeitanteilig ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung enthalten.

23. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Versteuerung Sachbezüge Mitarbeiter 2.042 1.261
Provisionen Forderungseinzug für Dritte 419 321
Erlös aus Vergleich aus einem Rechtsstreit 380 0
Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 345 331
Auflösung von Rückstellungen 341 571
Auflösung einer Verbindlichkeit aus einem Unternehmenserwerb 300 0
Kursdifferenzen 273 65
Auflösung Verbindlichkeiten aus ausstehenden Eingangsrechnungen 264 53
Abstandszahlung vom Vormieter für übernommene Mieträume 192 0
Eingang abgeschriebener Forderungen 78 148
Wertveränderung Sicherungsinstrumente 53 215
Erträge aus Vermietung 43 33
Versicherungsentschädigungen 33 42
Badwill 0 135
Sonstige 995 780
5.758 3.955

24. Materialaufwand

Der Materialaufwand gliedert sich wie folgt:

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 37.874 7.601
Bezogene Leistungen 144.646 129.855
182.520 137.456

Die bezogenen Leistungen umfassen externe Mitarbeiter und Subunternehmer, welche projektbezogen engagiert werden oder im Rahmen der Rekrutierung und Vermittlung von IT-Spezialisten und Ingenieuren bei anderen Unternehmen eingesetzt werden.

25. Personalaufwand

Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt:

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Löhne und Gehälter 71.778 49.342
Tantiemen und Gratifikationen 5.019 3.031
Sozialaufwendungen 11.652 7.091
88.449 59.464

Im Allgeier Konzern waren im Geschäftsjahr 2010 durchschnittlich 1.304 Mitarbeiter (Vorjahr: 965 Mitarbeiter) beschäftigt. Am Stichtag 31. Dezember 2010 hatte der Konzern 1.339 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.261 Mitarbeiter). Die Ermittlung der Durchschnittswerte erfolgt auf Basis der Mitarbeiterzahlen am 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember. In der Anzahl der angestellten Mitarbeiter sind Vorstände, Geschäftsführer und Auszubildende enthalten.

Im Allgeier Konzern fielen für nicht aktivierungsfähige Entwicklungstätigkeiten Kosten in Höhe von 997 Tsd. EUR (Vorjahr: 779 Tsd. EUR) an.

26. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Fahrzeugkosten 4.792 2.539
Grundstück- und Gebäudekosten 4.729 3.093
Reisekosten 2.529 1.883
Vertriebseinzelkosten 1.664 605
Kommunikationskosten 1.527 1.019
Sonstige Personalkosten 1.340 822
Dienstleistungen 1.157 653
Rechts- und Beratungskosten 1.098 896
Werbekosten 952 658
Versicherungen, Beiträge 822 834
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen 800 489
Kursverluste 570 73
Jahresabschlusskosten 512 559
Instandhaltung 503 332
Bewirtungskosten 412 208
Aufsichtsratsvergütung 388 301
Bürobedarf 299 234
Kosten Börsennotierung 126 120
Kosten aus Akquisetätigkeiten 117 110
Nebenkosten Geldverkehr 87 69
Spenden 68 57
Finanzierungskosten 61 10
Übrige 917 515
25.470 16.079

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Honorare für den Abschlussprüfer des vorliegenden Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2010 wie folgt enthalten:

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Abschlussprüfungen 223 223
Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 0 24
Steuerberatungsleistungen 47 60
Sonstige Leistungen 24 16
294 323

27. Abschreibungen

Die Abschreibungen gliedern sich wie folgt:

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Erworbene vermarktungsfähige Produkte 111 70
Erworbene Auftragsbestände 1.593 878
Erworbene Stammkundenbeziehungen und Kundenlisten 3.151 1.714
Selbst erstellte Entwicklungsleistungen 0 15
Erworbene Software, Lizenzen, Rechte 459 360
Geschäfts- oder Firmenwerte 0 2.273
Grundstücke und Gebäude 42 41
Finanzierungsleasing 235 148
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.458 917
7.049 6.416

Im Geschäftsjahr 2010 wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf Kundenlisten in Höhe von 420 Tsd. EUR (Vorjahr: 154 Tsd. EUR) vorgenommen. Die Prüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- und Firmenwerte ergab keine Hinweise auf notwendige außerplanmäßige Abschreibungen. Im Vorjahr musste ein Geschäfts- oder Firmenwert um 2.273 Tsd. EUR außerordentlich abgeschrieben werden.

28. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Zinsen für Genussrechte 939 939
Zinsen aus Akquisitionsfinanzierungen 231 229
Zinsen aus Finanzierungsleasingverträgen 25 13
Zinsanteil aus Zuführung zu Pensionsrückstellungen 68 29
Zinsen aus ABS Programm 102 85
Zinsen aus Umsatzsteuernachzahlungen 0 296
Sonstige Zinsaufwendungen 186 198
1.551 1.789

29. Ertragsteuerergebnis

Das Ertragsteuerergebnis gliedert sich wie folgt:

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Laufende Steuern 3.611 2.748
Latente Steuern -2.144 -633
1.467 2.085

Der Berechnung der Ertragsteuern erfolgt auf Grundlage der geltenden oder erwarteten Steuersätze der Länder und Gemeinden. In der nachfolgenden steuerlichen Überleitungsrechnung wird das erwartete Ertragsteuerergebnis auf das tatsächliche Steuerergebnis übergeleitet. Dem erwarteten Steuerergebnis liegt ein Konzernsteuersatz von 30% zugrunde.

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 10.165 7.045
Konzernsteuersatz 30,00% 30,00%
Erwartetes Ertragsteuerergebnis -3.050 -2.114
Steuersatzbedingte Abweichungen -14 -110
Steuereffekt der nicht abzugsfähigen Aufwendungen -371 -288
Übrige steuerfreie Erträge 34 100
Verluste, auf die keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden -473 -454
Nutzung von Verlustvorträgen, auf die keine aktiven latenten Steuern gebildet
wurden
1.520 1.289
Auflösung von Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern auf
Verlustvorträge
784 0
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 0 -682
Erträge aus Badwill 0 41
Auflösung von Earn Out Verbindlichkeiten 90 0
5% Mindestbesteuerung auf konzerninterne Umstrukturierung -78 0
5% Mindestbesteuerung auf konzerninterne Ausschüttungen -5 -3
Periodenfremde Steuern 21 161
Nicht anrechenbare ausländische Ertragsteuern 0 -28
Sonstige Abweichungen 75 3
Tatsächliches Ertragsteuerergebnis -1.467 -2.085
Effektive Steuerbelastung in % 14,43% 29,60%

30. Ergebnis je Aktie

Der Allgeier Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2010 ein Ergebnis je Aktie von 0,99 EUR (Vorjahr: 0,60 EUR). Das Ergebnis je Aktie berechnet sich aus dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Periodenergebnis in Höhe von 8.345 Tsd. EUR (Vorjahr: 5.166 Tsd. EUR) geteilt durch die Anzahl der durchschnittlich ausstehenden Aktien von 8.424.302 Stück Aktien (Vorjahr: 8.667.043 Stück Aktien). Die durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Aktien wurde unter taggenauer Berücksichtigung der Zu- und Abgänge ermittelt. Das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie sind identisch, nachdem keine potentiellen Aktien vorliegen.

Die Anzahl der Aktien gliedert sich wie folgt:

31.12.2010 31.12.2009
Anzahl
Aktien
Anzahl
Aktien
Aktien in Umlauf 8.415.271 8.509.840
Eigene Aktien 656.229 561.660
9.071.500 9.071.500

Der Vorstand der Allgeier Holding AG wird der Jahreshauptversammlung am 21. Juni 2011 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2010 eine Gewinnausschüttung aus dem Bilanzgewinn der Allgeier Holding AG in Höhe von 0,50 EUR je Aktie zu beschließen. Die eigenen Aktien sind nicht dividendenberechtigt.

31. Angaben gemäß IFRS 3.B64

Wenn die im Geschäftsjahr 2010 erworbenen Unternehmen bereits ab dem 01. Januar 2010 und die im Geschäftsjahr 2009 erworbenen Unternehmen bereits ab dem 01. Januar 2009 konsolidiert worden wären, wären der Umsatz und die Ergebnisse des Konzerns wie folgt:

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Umsatzerlöse 320.749 262.786
Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern 19.011 11.955
Ergebnis vor Steuern 10.503 4.546

C. SONSTIGES ERGEBNIS

Auf das sonstige Ergebnis entfielen keine Ertragsteuern. Im Geschäftsjahr und im Vorjahr wurden keine Beträge aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- oder Verlustrechnung umgegliedert.

D. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die berichtspflichtigen Segmente des Allgeier Konzerns sind die Segmente "IT Solutions", "IT Services", "Staffing & Recruiting" und "Übrige". Die Segmentierung entspricht der internen Berichterstattung an die Hauptentscheidungsträger. Die Segmente unterscheiden sich in der Art der Produkte und Dienstleistungen und in ihrer Wertschöpfung. Die Segmente sind gesellschaftsrechtlich unabhängig voneinander organisiert. Für die Segmente gelten die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns.

Das Segment IT Solutions fokussiert sich auf das Systemhausgeschäft, Enterprise Ressource Planning (ERP), Dokumentenmanagement/Workflow (DMS), Email-Security und Customer Relationship Management (CRM). Das Segment IT Services befasst sich mit Beratung und Lösungsentwicklung sowie der Umsetzung und dem Betrieb von technisch komplexen IT Systemlösungen im Enterpriseumfeld. Das Geschäft des Segments Staffing & Recruiting sind Rekrutierung, Vermittlung und Management von Fach- und Führungskräften für IT und Engineering sowie Entwicklung und Betrieb von komplexen heterogenen IT-Infrastruktur-Lösungen.

Die nicht an die Segmente weiterbelasteten Aufwendungen der Holding- und Dienstleistungsgesellschaften Allgeier Holding AG, Allgeier Management AG und Allgeier Beteiligungen GmbH sowie die Konsolidierungseffekte zwischen diesen Gesellschaften und den Segmenten werden im Segment "Übrige" dargestellt. Die zwischen den einzelnen Segmenten bestehenden Transaktionen wurden zu marktüblichen Preisen verrechnet. Bei Unterlieferantengeschäften zwischen den Segmenten verbleiben die Ergebnisse im Wesentlichen im Leistung erbringenden Segment.

IT Solutions IT Services Staffing &
Recruiting
Übrige Gesamt
2010 2009 2010 2009 2010 2009 2010 2009 2010 2009
Tsd.EUR Tsd.EUR Tsd.EUR Tsd.EUR Tsd.EUR Tsd.EUR Tsd.EUR Tsd.EUR Tsd.EUR Tsd.EUR
Externe Umsatzerlöse 96.402 27.409 115.626 112.951 96.678 83.071 3 84 308.707 223.516
Umsatzerlöse mit anderen
Segmenten
190 168 626 431 2.059 1.011 -2.875 -1.610 0 0
Materialaufwand -45.988 -9.353 -66.686 -67.396 -72.520 -62.069 2.675 1.361 -182.520 -137.456
Personalaufwand -34.699 -12.327 -33.101 -29.536 -18.369 -15.697 -2.281 -1.904 -88.449 -59.464
Planmäßige Abschreibungen -3.728 -888 -2.149 -1.507 -702 -1.546 -50 -48 -6.629 -3.989
Außerplanmäßige
Abschreibungen
-420 -154 0 -2.273 0 0 0 0 -420 -2.427
Segmentergebnis der
betrieblichen Tätigkeit
2.718 1.852 7.127 6.957 4.143 2.090 -2.955 -2.892 11.032 8.006
Zinserträge 805 799 274 1.470 48 55 -443 -1.496 684 828
Zinsaufwendungen -1.031 -1.761 -3.000 -2.901 -1.001 -914 3.481 3.787 -1.551 -1.789
Segmentergebnis vor
Ertragsteuern
2.492 890 4.401 5.526 3.190 1.231 82 -602 10.165 7.045
Ertragsteuern -354 -71 -388 -1.332 -912 -244 186 -438 -1.467 -2.085
Segmentergebnis 2.138 819 4.013 4.194 2.279 987 268 -1.040 8.698 4.961
Sonstige nicht
zahlungswirksame
Aufwendungen(+)/
Erträge(-)
2.864 1.169 1.335 1.835 2.057 1.123 633 858 6.890 4.985
Segmentvermögen 76.773 36.272 63.644 49.797 46.111 37.651 17.596 36.347 204.124 160.066
Segmentschulden 69.167 31.117 79.933 42.385 44.117 37.753 -74.588 -30.729 118.629 80.526
At equity-Beteiligungen 0 0 0 440 0 0 0 0 0 440
Zugänge Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte
21.828 7.663 1.296 1.989 195 158 37 -19 23.356 9.791

Die Außenumsätze gliedern sich wie folgt nach Produkten und Dienstleistungen:

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Umsatzerlöse mit Produkten 40.334 9.743
Umsatzerlöse mit Dienstleistungen 268.373 213.773
308.707 223.516

Die Außenumsätze gliedern sich wie folgt nach Ländern:

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Deutschland 265.549 210.814
Schweiz 14.685 3.465
Finnland 7.873 9
Luxemburg 5.254 550
Niederlande 4.780 2.928
Belgien 4.466 3.297
Österreich 3.158 371
Sonstige 2.942 2.082
308.707 223.516

Die Zuordnung der Außenumsätze erfolgt nach dem Sitz des empfangenden Unternehmens.

Mit dem größten Einzelkunden wurden im Geschäftsjahr 2010 Umsatzerlöse von 33.175 Tsd. EUR (Vorjahr: 43.073 Tsd. EUR) erzielt. Das entspricht einem Anteil an den Konzernumsätzen von 10,7% (Vorjahr: 19,3%). Die Umsätze mit diesem Kunden wurden im Wesentlichen im Segment IT Services erzielt.

Das langfristige Vermögen gliedert sich wie folgt nach Inland und Ausland:

2010 2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Langfristiges Vermögen Inland 62.933 47.227
Langfristiges Vermögen Ausland 815 687
63.748 47.914

E. KAPITALFLUSSRECHNUNG

In der Kapitalflussrechnung stellt der Allgeier Konzern die Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit nach der indirekten Methode und alle übrigen Zahlungsströme nach der direkten Methode dar. Zinserträge und Zinszahlungen werden unter den Cash Flows aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2010 erwarb der Konzern die BSR und die Terna Gruppe. Für den Erwerb dieser Gesellschaften sind im Geschäftsjahr Zahlungsmittel in Höhe von 8.747 Tsd. EUR abgeflossen. Die Kaufpreise für die Erwerbe der Gesellschaften und die Zahlungsströme für die Kaufpreise stellen sich wie folgt dar:

BSR
Tsd. EUR
Terna
Gruppe
Tsd. EUR
Gesamt
Tsd. EUR
8.152 8.721 16.873
-1.827 -3.081 -4.908
101 0 101
0 -153 -153
6.426 5.487 11.913
-2.506 -660 -3.166
3.920 4.827 8.747

Durch die Unternehmenserwerbe gingen dem Allgeier Konzern die folgenden Vermögenswerte und Schulden zu:

Terna
BSR Gruppe Gesamt
Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR
Immaterielles Anlagevermögen 4.323 3.668 7.991
Sachanlagevermögen 234 177 411
Aktive latente Steuern 0 4 4
Vorräte 39 40 79
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 278 2.343 2.621
Eigene Aktien 211 0 211
Sonstige Vermögensgegenstände 0 187 187
Liquide Mittel 2.506 862 3.368
Aktive Rechnungsabgrenzung 6 598 604
Steuerrückstellungen -581 -292 -873
Sonstige Rückstellungen -98 -677 -775
Bankverbindlichkeiten 0 -1.363 -1.363
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 -677 -677
Darlehen von der Allgeier Holding AG 0 -2.360 -2.360
Sonstige Verbindlichkeiten -7 -450 -457
Passive Rechnungsabgrenzung -204 -1.174 -1.378
Passive latente Steuern -703 -808 -1.511
Nettovermögen 6.004 78 6.082
Anteil nicht kontrollierender Gesellschafter -1.501 0 -1.501
Firmenwert 3.649 8.643 12.292
Kaufpreis gesamt 8.152 8.721 16.873

Der Finanzmittelfonds gliedert sich wie folgt:

31.12.2010 31.12.2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
Liquide Mittel 61.315 49.150
Kurzfristig beanspruchte Kontokorrentlinien -205 -9
61.110 49.141

F. SONSTIGE ANGABEN

I. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen im Konzern sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing von Fahrzeugen und Raummieten. Am 31. Dezember 2010 betrug der Barwert dieser Verpflichtungen 15.140 Tsd. EUR (Vorjahr: 11.449 Tsd. EUR). Für die Barwertermittlung wurde ein gegenüber dem Vorjahr unveränderter Abzinsungsfaktor von 5,0% angewendet.

Die Mindestverpflichtungen und Restlaufzeiten sind wie folgt:

31.12.2010 31.12.2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
fällig innerhalb eines Jahres 5.890 4.514
fällig zwischen einem und fünf Jahren 9.661 6.681
fällig später als nach fünf Jahren 3.147 3.467
18.698 14.662

Im Geschäftsjahr 2010 beliefen sich die Gesamtaufwendungen aus diesen Verträgen auf 6.704 Tsd. EUR (Vorjahr: 3.977 Tsd. EUR). Nach Ablauf der fest vereinbarten Grundmietzeit bestehen für die Operate Leasing-Vereinbarungen in der Regel Verlängerungsoptionen.

Der Konzern vermietet im "Operating Leasing" an Städte und Gemeinden Hard- und Software zur mobilen Erfassung von Ordnungswidrigkeiten. Bis zum Ende der Laufzeiten erwartet der Konzern daraus die folgenden Mindestleasingzahlungen:

31.12.2010 31.12.2009
Tsd. EUR Tsd. EUR
fällig innerhalb eines Jahres 22 17
fällig zwischen einem und fünf Jahren 13 13
35 30

Eventualverbindlichkeiten und weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen liegen nicht vor.

II. Kapitalmanagement

Ziel des Kapitalmanagements im Allgeier Konzern ist die Sicherstellung einer jederzeit ausreichenden Liquidität und die Optimierung der Kapitalstruktur. Der Allgeier Konzern erreicht diese Ziele mit einer soliden wirtschaftlichen Entwicklung des operativen Geschäfts, einer vorausschauenden Dividendenpolitik und in Einzelfällen anderen Eigenkapitalmaßnahmen. Entscheidungen über Akquisitionen und gegebenenfalls Veräußerungen von Tochtergesellschaften erfolgen unter Berücksichtigung der Einflüsse auf die Kapitalstruktur und den Auswirkungen der Transaktionen auf zukünftige Jahre. Zur Finanzierung von Akquisitionen nimmt der Konzern Möglichkeiten zur Aufnahme von Fremdkapital wahr. Das Kapitalmanagement des Allgeier Konzerns hat als weiteres Ziel die planmäßige Reduzierung oder Refinanzierung von bestehenden Schulden. Zur Steuerung im Kapitalmanagement werden Kennzahlen auf Ebene der Tochtergesellschaften und des Konzerns genutzt. Die Eigenkapitalquote lag am 31. Dezember 2010 bei 41,9% (Vorjahr: 49,7%) und der Deckungsgrad der Finanzschulden einschließlich der Genussrechte bei 2,5 (Vorjahr: 2,3). Das Kapitalmanagement ist zentrale Aufgabe der Allgeier Holding AG. Die Ziele, Prozesse und Methoden des Kapitalmanagements wurden gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

III. Risiken aus Finanzinstrumenten

Die Finanzinstrumente des Allgeier Konzerns unterliegen im Rahmen der Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken, wie Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken, und Marktrisiken aus der Änderung von Marktzinsen und Wechselkursen. Zur Identifizierung, Bewertung und Begrenzung der Risiken setzt Allgeier abgestufte Risikomanagement- und Kontrollsysteme auf den Ebenen der Gruppengesellschaften und des Konzerns ein und trifft organisatorische Vorkehrungen und Sicherungsmaßnahmen zur Vermeidung, Früherkennung und Minimierung von Risiken.

Liquiditätsrisiken

Der Allgeier Konzern sieht kein Risiko darin, die aus den Finanzinstrumenten resultierenden Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht erfüllen zu können. Am 31. Dezember 2010 verfügte Allgeier über eine freie Liquidität von 61.316 Tsd. EUR (Vorjahr: 49.150 Tsd. EUR) und Kontokorrentkreditlinien zur Abdeckung von Working Capital Schwankungen in Höhe von 2.484 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.759 Tsd. EUR). Den Liquiditätsreserven stehen am Bilanzstichtag Genussrechtsverbindlichkeiten und Finanzschulden in Höhe von insgesamt 45.545 Tsd. EUR (Vorjahr: 21.752 Tsd. EUR) gegenüber. Davon sind 23.949 Tsd. EUR im Geschäftsjahr 2011 und 21.869 Tsd. EUR in den darauf folgenden Jahren zur Rückzahlung fällig.

31.12.2010 Cash-Flows 2011 Cash-Flows 2012 Cash-Flows 2013 Cash-Flows >2013
Buchwert Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung Zins
Tsd.EUR Tsd.EUR Tsd.EUR Tsd.EUR Tsd.EUR Tsd.EUR Tsd.EUR Tsd.EUR Tsd.EUR
Genussrechts
verbindlichkeiten I
7.000 7.000 496 0 0 0 0 0 0
Genussrechts
verbindlichkeiten II
6.000 0 414 6.000 389 0 0 0 0
Genussrechts
verbindlichkeiten
13.000 7.000 910 6.000 389 0 0 0 0
Akquisitionsdarlehen der
Allgeier IT Solutions AG
18.727 3.800 873 3.800 627 3.800 460 7.600 293
Vendor Darlehen aus
dem Erwerb der
Goetzfried AG
2.194 2.194 110 0 0 0 0 0 0
Vendor Darlehen aus
dem Erwerb der mgm tp
München
382 382 15 0 0 0 0 0 0
Förderkredite der mgm
tp Köln
339 126 16 113 9 100 3 0 0
Akquisitionsdarlehen in
der Terna Zentrum
Innsbruck
520 120 13 120 9 120 6 160 3
Sparkassendarlehen der
Terna Zentrum
Innsbruck
130 130 3 0 0 0 0 0 0
Sparkassendarlehen der
Terna Zentrum
Innsbruck
350 350 7 0 0 0 0 0 0
Förderkredit der Terna
Zentrum Innsbruck
56 0 1 0 1 0 1 56 4
Kontokorrentkredit der
Terna Zentrum
Innsbruck
205 205 3 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus
ABS-Programm
9.642 9.642 185 0 0 0 0 0 0
Finanzschulden 32.545 16.949 1.226 4.033 646 4.020 470 7.816 300
45.545 23.949 2.136 10.033 1.035 4.020 470 7.816 300

Aus den Genussrechtsverbindlichkeiten und Finanzschulden sind in den Folgejahren die folgenden Cash Flows zu erwarten:

In der Cash Flow-Vorschau wurden bei den unbefristet zur Verfügung gestellten Mitteln und den revolvierenden Verbindlichkeiten aus dem ABS-Programm die Rückzahlung Ende 2011 unterstellt.

Ausfallrisiken

Die finanziellen Vermögenswerte des Allgeier Konzerns sind Ausfallrisiken ausgesetzt. Das theoretisch maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Kredite und Forderungen und dem ABS-Programm in Höhe von insgesamt 68.511 Tsd. EUR (Vorjahr: 54.789 Tsd. EUR).

Der Allgeier Konzern verfolgt im Rahmen seiner Risikostrategie Maßnahmen zur Vermeidung und Reduzierung von Ausfallrisiken bei den finanziellen Vermögenswerten. Die Forderungen gegenüber Kunden werden dezentral von den operativen Gesellschaften überwacht und bei Überfälligkeiten zeitnah die notwendigen Schritte eingeleitet. Vor dem Abschluss von Aufträgen mit Neukunden werden Bonitätsprüfungen vorgenommen. Für den Fall von unerwarteten Forderungsausfällen haben verschiedene Tochtergesellschaften Kreditversicherungen abgeschlossen. Allgeier hat eine breite Kundenstruktur, wodurch grundsätzlich größere Ausfallrisiken minimiert werden. Im Geschäftsjahr 2010 wurden mit dem größten Einzelkunden 11% (Vorjahr: 19%) der Umsatzerlöse getätigt. Keiner der weiteren Kunden hatte Umsatzanteile von mehr als 10%.

Derzeit sind keine Anhaltspunkte über mögliche Zahlungsausfälle bei finanziellen Vermögenswerten bekannt, die über die in der Bilanz gebildeten Wertberichtigungen hinausgehen könnten.

Zinsrisiken

Die Finanzschulden des Allgeier Konzerns sind in Höhe von 30.230 Tsd. EUR (Vorjahr: 5.085 Tsd. EUR) variabel verzinslich und unterliegen Zinsrisiken aus der Veränderung von Geld- und Kapitalmarkzinsen. Für alle übrigen Finanzschulden wurden feste Zinssätze vereinbart. Für die variabel verzinslichen Finanzschulden wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt mit dem Ergebnis, dass ein Rückgang des Kapitalmarktzinssatzes um 100 Basispunkte p.a. zusätzliche Zinserträge von 302 Tsd. EUR p.a. (Vorjahr: 51 Tsd. EUR) und ein Zinsanstieg um 100 Basispunkte p.a. zusätzliche Zinsaufwendungen von 302 Tsd. EUR p.a. (Vorjahr: 51 Tsd. EUR) zur Folge hätte. Die Analyse wurde unter Berücksichtigung der im Jahr 2011 zu leistenden Tilgungen erstellt. Für unbefristet zur Verfügung gestellte Mittel und für die revolvierenden Verbindlichkeiten aus dem ABS-Programm wurde die Rückzahlung Ende 2011 unterstellt. Die Verbindlichkeiten aus übertragenen Kundenforderungen wurden mit einem konstanten und gegenüber dem 31. Dezember 2010 unveränderten Finanzierungsvolumen angenommen. Finanzderivate und zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente lagen zum 31. Dezember 2010 nicht vor.

Währungsrisiken

Die meisten Gesellschaften des Allgeier Konzerns sind im Euro-Raum tätig und unterliegen kaum Währungsrisiken. Umsätze mit Fremdwährungsländern fakturieren die Gesellschaften in der Regel in Euro. Vier Gesellschaften des Allgeier Konzerns haben ihre Geschäftssitze außerhalb des Euro-Raums in der Schweiz, in Tschechien und in Rumänien und stellen ihre Jahresabschlüsse in Landeswährung auf. Aus der Umrechnung dieser Abschlüsse in den Konzernabschluss der Allgeier Holding ergeben sich Währungsrisiken. Wenn der Euro gegenüber den Währungen dieser Länder um 10% stärker wäre, wären die in Euro umgerechneten Umsatzerlöse um 19.716 Tsd. EUR und die Jahresergebnisse um 197 Tsd. EUR niedriger. Währungsrisiken werden nicht abgesichert.

IV. Organe der Muttergesellschaft

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Allgeier Holding AG gehörten im Jahr 2010 an:

Herr Detlef Dinsel (Vorsitzender), Dipl.-Ing./MBA, Hamburg

Herr Dinsel ist Mitglied in folgenden Aufsichts- oder Verwaltungsräten:

Hansa-Werke AG, Stuttgart (Vorsitzender) Minimax GmbH, Bad Oldesloe KWC AG, Aarau, Schweiz (Präsident)

Ferner ist Herr Dinsel Mitglied in den folgenden freiwillig gebildeten, nicht gesetzlich erforderlichen Aufsichtsräten oder ähnlichen Gremien:

Sport Group GmbH, Burgheim (Vorsitzender) Schenck Process GmbH, Darmstadt (stellvertretender Vorsitzender) Flabeg GmbH, Nürnberg (Vorsitzender) Agros Nova S.p.r.o., Warschau, Polen (Vorsitzender) Axtone S.p.r.o., Kanczuga, Polen (Vorsitzender)

Herr Thies Eggers (stellvertretender Vorsitzender), Wirtschaftsprüfer, Pullach im Isartal

Herr Eggers ist Mitglied des Aufsichtsrats in folgenden Gesellschaften:

Bayerische Gewerbebau AG, München (Vorsitzender) DIBAG Industriebau AG, München (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Christian Eggenberger, Dipl.-Kaufmann, Binningen, Schweiz

Herr Eggenberger ist Mitglied des Verwaltungsrats in folgenden Gesellschaften:

Focus Discount AG, Basel, Schweiz (Präsident) IDALEG AG, Kerzers, Schweiz (Präsident)

Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010 betrugen insgesamt 388 Tsd. EUR (Vorjahr: 301 Tsd. EUR). In den Bezügen ist eine Rückstellung für eine variable Vergütung in Höhe von 288 Tsd. EUR (Vorjahr: 207 Tsd. EUR) enthalten, die im Geschäftsjahr 2011 zur Auszahlung kommen wird. Darüber hinaus haben Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2010 Beraterleistungen von 11 Tsd. EUR (Vorjahr: 8 Tsd. EUR) erbracht.

Am 31. Dezember 2010 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrats insgesamt mittelbar oder unmittelbar 1.219.977 Stück Aktien der Allgeier Holding AG (Vorjahr: 1.099.069 Stück).

Vorstand

Dem Vorstand der Allgeier Holding AG gehörten im Jahr 2010 an:

Herr Carl Georg Dürschmidt, Dipl.-Betriebswirt, Bad Abbach (Vorsitzender) Herr Dr. Holger von Daniels, Dipl.-Kaufmann, München Herr Dr. Marcus Goedsche, Rechtsanwalt, München

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2010 insgesamt 1.656 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.306 Tsd. EUR). Die Bezüge beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2010 und sind kurzfristig fällig. Die Bezüge beinhalten eine vom Ergebnis des Konzerns abhängige variable Vergütung, die als Rückstellung bilanziert wurde und nach Billigung des Konzernabschlusses 2010 zur Auszahlung kommen wird. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. August 2006 unterbleibt bis einschließlich 31. Dezember 2010 die Angabe individueller Vorstandsbezüge. Der Vorsitzende des Vorstands ist einzeln zeichnungsberechtigt. Die übrigen Vorstandsmitglieder zeichnen gemeinschaftlich.

Am 31. Dezember 2010 hielten die Mitglieder des Vorstands insgesamt mittelbar oder unmittelbar 2.559.459 Stück Aktien der Allgeier Holding AG (Vorjahr: 2.556.259 Stück).

V. Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Personen

Geschäftsbeziehungen zwischen allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Konzernabschluss vollständig eliminiert.

VI. Veröffentlichung

Die Billigung des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat und die Freigabe zur Veröffentlichung sind für den 15. April 2011 vorgesehen. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.

Die folgenden Konzerngesellschaften sind in den Konzernabschluss der Allgeier Holding AG einbezogen und machen von der Befreiung teilweise oder vollständig gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:

  • Allgeier IT Solutions AG, München
  • Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen
  • Allgeier IT Services AG, München
  • Xiopia GmbH, Unterföhring
  • U.N.P.-Software GmbH, Düsseldorf
  • TOPjects AG, München
  • Allgeier Expert Staffing & Recruiting GmbH, München
  • Next GmbH, Heusweiler

VII. C Corporate Go overnance K Kodex

Die nach Aktionäre § 161 AktG v en auf der Hom vorgeschriebe mepage der Al ene Erklärung llgeier Holding zum Corpora g AG zugänglic ate Governanc ch gemacht. ce Kodex wurd de abgegeben und den

München, , 31. März 201 11

Allgeier H Holding AG

Carl Geor rg Dürschmidt

Dr. Holger v von Daniels

he

Dr. M arcus Goedsch

ANGABEPFLICHTEN NACH DEUTSCHER RECHNUNGSLEGUNG (HGB)

In Übereinstimmung mit § 315a HGB muss die Allgeier Holding AG, die zur Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards verpflichtet ist, ihren Konzernabschluss um die folgenden Anhangsangaben erweitern:

§ 313 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 2 HGB:

Name und Sitz der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Der Anteil am Kapital der Tochterunternehmen, der dem Mutterunternehmen und den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen gehört. Siehe hierzu Aufstellung der Konzerngesellschaften im Anhang.

§ 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB:

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen während des Geschäftsjahrs sowie der im Geschäftsjahr verursachte Personalaufwand. Siehe hierzu die Ausführungen zu Punkt 25. Personalaufwand im Abschnitt B. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung.

§ 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB i.V.m. Abs. 2 S. 2 HGB:

Für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans, eines Aufsichtsrats, eines Beirats oder einer ähnlichen Einrichtung des Mutterunternehmens, jeweils für jede Personengruppe, die für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge. Außer den Bezügen für das Geschäftsjahr sind die weiteren Bezüge anzugeben, die im Geschäftsjahr gewährt, bisher aber in keinem Konzernabschluss angegeben worden sind. Siehe hierzu die Angaben zu IV. Organe der Muttergesellschaft im Abschnitt F. Sonstige Angaben.

§ 314 Abs. 1 Nr. 8 HGB:

Für jedes in den Konzernabschluss einbezogene börsennotierte Unternehmen, dass die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht worden ist. Siehe hierzu die Angaben zu VII. Corporate Governance Kodex im Abschnitt F. Sonstige Angaben.

§ 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB:

Soweit es sich um ein Mutterunternehmen handelt, das einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 5 des Wertpapierhandelsgesetzes in Anspruch nimmt, für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Sinne des § 319 Abs. 1 Satz 1, 2 das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für

  • a. die Abschlussprüfungen,
  • b. sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen,
  • c. Steuerberatungsleistungen,
  • d. sonstige Leistungen,

die für das Mutter- oder ein Tochterunternehmen erbracht worden sind. Die geforderten Angaben sind unter Punkt 26. Sonstige betriebliche Aufwendungen im Abschnitt B. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz und zur Gewinnund Verlustrechnung dargestellt.

GLOSSAR

BSH BSH IT Solutions GmbH, Bremen
BSR BSR & Partner AG, Zug/Schweiz
Crealogix Crealogix ERP AG, Villingen-Schwenningen
DIDAS DIDAS AG, München
Goetzfried Goetzfried AG, Wiesbaden
Goodwill Geschäfts- oder Firmenwert
HSAG HSAG Heidelberger Services AG, Heidelberg
IPS IPS Informations- und Prozesssysteme, Ottobrunn
mgm cp Hamburg mgm consulting partners GmbH, Hamburg
mgm tp Köln mgm technology partners GmbH, Köln
mgm tp München mgm technology partners GmbH, München
Next Next GmbH, Heusweiler
SOFTCON AG SOFTCON AG, München
SOFTCON S.r.l. SOFTCON IT Service S.r.l., Timisoara/Rumänien
Solveos Gruppe Solveos GmbH, Langenfeld
Solveos IT Solutions GmbH, Langenfeld
Solveos Vendor Solutions GmbH, Langenfeld
Terna Gruppe Terna Holding GmbH, Innsbruck/Österreich
Terna GmbH Zentrum für Business Software, Innsbruck/Österreich
Terna AG Zentrum für Business Software, Hünenberg/Schweiz
Terna Holding Terna Holding GmbH, Innsbruck/Österreich
Terna Zentrum Terna GmbH Zentrum für Business Software, Innsbruck/Österreich
Innsbruck
Tochtergesellschaften mit der Allgeier Holding AG verbundene Konzernunternehmen
TOPjects TOPjects AG, München
UNP U.N.P.-Software GmbH, Düsseldorf
Xiopia Xiopia GmbH, Unterföhring

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Allgeier Holding AG, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalüberleitungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Allgeier Holding AG, München. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Vorstände sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 1. April 2011

LOHR + COMPANY GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Walter Fabisch
- Wirtschaftsprüfer -

Frank Otto - Wirtschaftsprüfer -

Versicherung des Vorstands der Allgeier Holding AG

Der Vorstand der Allgeier Holding AG versichert nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernanschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

München, 31. März 2011

___________________ ___________________ ___________________

Carl Georg Dürschmidt Dr. Holger von Daniels Dr. Marcus Goedsche Vorstand Vorstand Vorstand

Aufstellung Konzerngesellschaften

Anteil
am
Eigen-
kapital
Kapital 31.12.2010
Nr. % Tsd. EUR
1. Allgeier Holding AG, München 126.297
Unmittelbare Beteiligungen der Allgeier Holding AG:
2. Allgeier Management AG, München 100,00 39
3. Allgeier IT Solutions AG, München 100,00 11.145
4. Allgeier IT Services AG, München 100,00 21.004
5. Allgeier Expert Staffing & Recruiting GmbH, München 100,00 10.625
6. Allgeier Beteiligungen GmbH, München 100,00 48
7. Allgeier Project Solutions GmbH, München (ehemals Allgeier Recruiting 1 GmbH) 100,00 25
Mittelbare Beteiligungen über abhängige Tochtergesellschaften:
8. Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen 100,00 3.344
9. Allgeier Data Center Services GmbH, Bremen 100,00 -1.527
10. daa Consult Management- und EDV-Beratung GmbH, Wien (A) 100,00 115
11. Cube Management GmbH, München 100,00 133
12. Allgeier Computer B.V., Breda, (NL) 100,00 965
13. Allgeier Computer (Belgien) N.V., Zaventem, (B) 100,00 741
14. Solveos GmbH, München 100,00 50
15. Solveos Vendor Solutions GmbH, München 100,00 69
16. Solveos IT Solutions GmbH, Langenfeld 100,00 2.592
17. DIDAS AG, München 100,00 2.391
18. BSR & Partner AG, Zug, (CH) 75,00 3.683 (6)(7)
19. Terna Holding GmbH, Innsbruck (A) 100,00 95
20. Terna GmbH Zentrum für Business Software GmbH, Innsbruck, (A) 100,00 1.983
21. Terna AG Zentrum für Business Software Gmbh, Hünenberg, (CH) 100,00 154
22. Softcon MBO GmbH, München 80,00 645
23. SOFTCON AG, München 80,00 11.028
24. SOFTCON IT Service S.r.l., Timisoara, (RO) 80,00 270 (4)
25. MGM MBO GmbH, München 80,00 733
26. mgm technology partners GmbH, München 80,00 5.620
27. mgm technology partners s.a.r.l., Grenoble, (F) 80,00 -65
28. mgm technology partners s.r.o., Prag, (CZ) 80,00 1.281 (5)
29. mgm consulting partners GmbH, Hamburg 56,00 654
30. mgm technology partners Köln GmbH, Köln 80,00 113
31. Xiopia GmbH, Unterföhring 100,00 1.050
32. U.N.P.-Software GmbH, Düsseldorf 100,00 752
33. TOPjects AG, München 100,00 50
34. ICC Solutions GmbH, Köln 100,00 -415 (1)
35. Allgeier Dritte Beteiligungs GmbH, München 100,00 22
36. Goetzfried AG, Wiesbaden 90,16 1.172
37. Dataport GbR, Wiesbaden 100,00 0
38. Next GmbH, Heusweiler 100,00 4.013
39. Next Computing GmbH, Heusweiler 100,00 59
40. G-AG Beteiligungs GmbH, München 50,80 -104

(1) nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag. Aufgrund vorliegender Rangrücktrittserklärungen liegt keine tatsächliche Überschuldung vor

(2) nach Gewinnabführung an die Allgeier Holding AG

(3) nach Gewinnabführung an andere verbundene Unternehmen

(4) Die Umrechnung im Jahresabschluss erfolgte für alle Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs von 4,30040 LEI/€ und für alle Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung mit Durchschnittskurs von 4,22963 LEI/€

Jahres-
ergebnis
abführungs
vertrag
2010 31.12.2010
Tsd. EUR mit Segment Offenlegung
5.253 Holdinggesellschaften Jahresabschluss und Konzernabschluss im Bundesanzeiger
43
58
-24
0 (2)
0 (2)
0 (2)
1.
1.
1.
Holdinggesellschaften
IT Solutions
IT Services
Staffing & Recruiting
Holdinggesellschaften
Holdinggesellschaften
Elektronischer Bundesanzeiger
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-1.037
230
0 (3) 3. IT Solutions
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36
214
132
IT Solutions
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22 IT Solutions Elektronischer Bundesanzeiger
39 IT Solutions Elektronischer Bundesanzeiger
574 IT Solutions Elektronischer Bundesanzeiger
970
20
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869 (6)(7) IT Solutions
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-166 IT Services Elektronischer Bundesanzeiger
0 (3)
77 (4)
23. IT Services
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1.041
-70
102 (5)
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629 IT Services Elektronischer Bundesanzeiger
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-17
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0 (3) 4. IT Services
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1.009
0
0 (3) 5. Staffing & Recruiting
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0
-129
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(5) Die Umrechnung im Jahresabschluss erfolgte für alle Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs von 25,29470 CZK/€ und für alle Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung mit Durchschnittskurs von 25,32976 CZK/€

(6) Die Umrechnung im Jahresabschluss erfolgte für alle Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs von 1,24680 CHF/€ und für alle Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung mit Durchschnittskurs von 1,33475 CHF/€

(7) Rumpfgeschäftsjahr 01.07.2010 - 31.12.2010

Ergebnis-

Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand

Carl Georg Dürschmidt (Vorsitzender des Vorstands)

Dr. Holger von Daniels

Dr. Marcus Goedsche

Aufsichtsrat

Detlef Dinsel (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Thies Eggers

Christian Eggenberger

Allgeier Holding AG Wehrlestraße 12, D-81679 München Tel.: +49 (0) 89 – 99 84 21 0 Fax: +49 (0) 89 – 99 84 21 11 E-Mail: [email protected] www.allgeier.com