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Allgeier SE Annual Report 2006

May 29, 2007

28_10-k_2007-05-29_06265822-1e02-4c94-83cf-d717820597d4.pdf

Annual Report

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the business evolution

Die Strategie geht auf

Allgeier Holding AG Geschäftsbericht 2006

Konzernkennzahlen nach IFRS im Überblick

[in Mio. EUR] 2006 2005 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 166,7 72,0 +132
Personalaufwand 90,0 27,8 +224
in % 54,0 38,6
Sonst. betr. Aufwendung 14,0 7,9 +77
in % 8,4 11,0
Operatives EBITDA1) 13,5 5,5 +145
in % 8,1 7,6
EBITDA 13,4 6,7 +100
in % 8,0 9,3
Abschreibung betr. Tätigkeit 6,0 3,5 +72
in % 3,6 4,9
EBITA2) 12,0 4,0 +200
in % 7,2 5,6
EBIT 7,4 3,2 +131
in % 4,4 4,4
Finanzergebnis -2,4 -0,9 +166
EBT 5,0 2,3 +118
in % 3,0 3,2
Jahresüberschuss 2,8 2,3 +26
in % 1,7 3,2
Davon entfallen auf:
> Anteilseigner des Mutterunternehmens 2,4 1,9 +30
> Minderheitenanteile 0,4 0,4 +3
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,59 0,48 +26
Bilanzsumme 135,1 69,0 +96
Eigenkapital 21,5 19,2 +12
Investitionen 43,9 21,0 +109
Anzahl Mitarbeiter am 31.12. 6.029 1.999 +202
Operativer Cash Flow3) 8,2 2,9 +183

1) Vor Effekten aus außerordentlichen und periodenfremden Erträgen und Aufwendungen

2) EBIT vor Goodwill-Abschreibungen und Abschreibungen aus Kaufpreis-Allokationen

3) Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit vor Working Capital Aufbau zur Finanzierung des Wachstums

Die Transformation zu einer integrierten Dienstleistungsgruppe ist erfolgreich abgeschlossen

2002-2004 >
Solutions
Geschäftsfokus auf Basistechnologie (insb. Netztechnik) und IT
Unter
nehmens
sanierung
>
>
Einleitung des Turnarounds
Sanierung des Altgeschäfts: Strategische Reorganisation,
Kostensenkung, Vertriebsoptimierung, Portfolioüberprüfung
Umsatz: 40 Mio. EUR
Mitarbeiter: ~250
Gesellschaften:
(operative)
9
2004-2005 > Ausstieg aus dem Geschäftsfeld Basistechnologie
Trans >
Einstieg in IT Services
formation >
Einstieg in Personal Services
und Neu >
Zurückführung in positiven Ergebnisbereich
aufstellung >
Vorbereitung des Wachstumskurses
Umsatz: 72 Mio. EUR
Mitarbeiter: ~2.000
Gesellschaften:
(operative)
13
2005-2006 >
Weitere Akquisitionen
Starkes > Klarer Fokus auf IT und Personal Services
organisches > Integration der Gesellschaften zu einer schlagkräftigen Gruppe
und > Verbesserung der operativen Exzellenz und Nutzung von
externes Skaleneffekten
Wachstum Umsatz: 167 Mio. EUR
Mitarbeiter: ~6.000
Gesellschaften:
(operative)
27

Die eingeschlagene Strategie geht auf:

Hohe Umsatz- und noch höhere Ergebnissteigerung

EBITDA operativ2) [in Mio. EUR]

EBITDA operativ "Als-ob"1)2) [in Mio. EUR]

1) IFRS "Als-ob-Konsolidierung" zeigt internes Wachstum: Einbezug der vollen Jahresumsätze/-ergebnisse aller zum 31.12.2006 zum Konzern gehörenden Unternehmen

2) Vor Holding-Kosten und Effekten aus außerordentlichen und periodenfremden Erträgen und Aufwendungen

Mit über 70 Niederlassungen ist die Allgeier Gruppe heute einer der führenden integrierten Dienstleistungsanbieter in Deutschland

Leistungsportfolio

IT Services:

Expert Leasing, Outtasking/Outsourcing, Komplexe Lösungsprojekte, Software Entwicklung und Vertrieb

Personal-Services:

Arbeitnehmerüberlassung, Personalvermittlung, Inhouse-Lösungen, Outsourcing

Beide Geschäftsbereiche befinden sich in nachhaltigen Wachstumsmärkten – Für die kommenden Jahre erwarten wir ein noch höheres Wachstum

1) Schätzungen Allgeier Holding AG

Wir investieren in DEN Mega-Trend des Arbeitsmarkts in Deutschland und Europa: Flexibilisierung der Arbeits- und Kostenstrukturen.

Carl Georg Dürschmidt, Vorsitzender des Vorstands

Die Entwicklung unserer relevanten Märkte zeigt: Wir stehen erst am Anfang eines langfristigen Wachstumstrends. In 2006 sind wir deutlich stärker als unser Wettbewerb gewachsen. Auch in den kommenden Jahren wollen wir stärker als der Markt wachsen. Unser Ziel dabei bleibt: Wertsteigerung.

Christian Eggenberger, Vorstand

Die operativen Erfolge spiegeln sich in der Kursentwicklung – Kurssteigerung um über 390% seit 2005

Indexiert [%]

Aktionärsstruktur1)

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Vorstands 10
Bericht des Aufsichtsrats 14
Konzernlagebericht 15
Konzernbilanz 32
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 34
Konzern-Kapitalflussrechnung 35
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2006 36
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2005 38
Eigenkapital-Veränderungsrechnung 40
Konzernanhang 42
Bestätigungsvermerk 101
Vorstand und Aufsichtsrat 102

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Kunden und Geschäftspartner, meine Damen und Herren,

"Die Strategie geht auf" – In den letzten beiden Geschäftsberichten haben wir Ihnen von unserer neuen Strategie berichtet, die Allgeier Holding AG als integrierten Dienstleister neu aufzustellen. Dieses Jahr wollen wir ein erstes Resümee ziehen und können über eine ganze Reihe positiver Entwicklungen berichten. Nochmals zusammengefasst beinhaltet die Strategie folgende Eckpunkte:

  • Konzentration auf den stark wachsenden Markt für Dienstleistungen zur Flexibilisierung von Arbeits- und Kostenstrukturen (IT und Personal Services) – Unternehmen benötigen in der Zukunft immer mehr flexible Mitarbeiter, oftmals zeitlich befristet für einige Tage oder Monate. Die Leistungsanforderungen reichen dabei von Hilfsarbeitern über Bürokräfte bis hin zu hoch spezialisierten IT-Fachleuten oder Interimsmanagern. Allgeier fokussiert in ihrer Strategie deshalb auf zwei Geschäftsbereiche, die nachhaltig von diesem strukturellen Trend profitieren werden: IT Services und Personal Services (Zeitarbeit). Zusätzlicher Vorteil dieser beiden Geschäftsbereiche ist die niedrige notwendige Kapitalbindung. Als Folge der neuen Strategie wurde der Geschäftsbereich Basistechnologie nach erfolgreicher Sanierung Anfang 2006 verkauft.
  • Beschleunigung des organischen Wachstums durch Verbindung der Vorteile aus dezentralem Unternehmertum mittelständischer Einheiten mit der Schlagkraft einer starken, börsennotierten Gruppe – Auf der einen Seite fördern wir bei unseren Führungskräften und Mitarbeitern Eigeninitiative, Verantwortung und Flexibilität. Die Geschäftsführer der Einheiten agieren als selbstständige Unternehmer

im Rahmen strategisch abgestimmter Planungen. Hierdurch sichern wir die Motivation unserer Führungskräfte und Mitarbeiter und können nah am Kunden schnell und flexibel auf die jeweiligen Bedürfnisse reagieren. Auf der anderen Seite können unsere Tochtergesellschaften von den Größeneffekten der Gruppe profitieren. Zu diesen gehören Markenstärke, Unternehmensstabilität, das Erreichen von Overheadsynergien und besserer Finanzierungskonditionen sowie eine optimierte Mitarbeiterdisposition.

Unterstützung des organischen Wachstums durch streng selektive, wertschaffende Akquisitionen – Das Erreichen einer kritischen Größe ist notwendig, um auch bei Großkunden als adäquater Partner "auf Augenhöhe" auftreten zu können. Zudem steigt auch die Bewertung für größere Unternehmenseinheiten im Markt, wodurch zusätzlicher Wert für unsere Investoren geschaffen wird. Externes Wachstum durch Akquisitionen ist deshalb ein integraler Bestandteil unserer Strategie.

Vor der Fixierung der beschriebenen Strategie hatten wir die Märkte, die Kundenansprüche in den Märkten und die Wettbewerbssituationen genau analysiert. Aus unserer Erfahrung heraus wussten wir, dass wir mit der beschriebenen Führungsphilosophie unsere Mitarbeiter langfristig überzeugen und motivieren können. Insofern waren wir von unserer Strategie von Anfang an überzeugt. Dass sich der Erfolg derart schnell einstellte und wir mehrfach in den letzten beiden Jahren unsere Prognosen anheben mussten, bestätigt uns in unserem Vorgehen.

Kritische Größe erreicht

Sowohl von unseren Kunden als auch von unserem Wettbewerb werden wir heute als einer der großen und zudem als einer der am schnellsten wachsenden Anbieter im Markt wahrgenommen. National wie international steigt das Interesse an der Allgeier Gruppe. Unser Potential, aus eigener Kraft weiter zu wachsen, ist noch lange nicht erschöpft. Unsere Kapitalausstattung ist gut, insofern ist auch die notwendige Finanzkraft für den weiteren Ausbau des Geschäfts vorhanden.

Unsere dezentrale, von gegenseitigem Respekt geprägte Führungs- und Beteiligungsphilosophie spricht sich auch in der Branche herum. Im Berichtsjahr sind deshalb eine Reihe kleinerer Wettbewerber an uns heran getreten, um sich unserer Gruppe anzuschließen.

Kunden- und Leistungsportfolio ausgebaut, Marktanteile mehr als verdoppelt

In beiden Geschäftsbereichen haben wir in 2006 durch organisches Wachstum und durch den Erwerb weiterer Beteiligungen unser Kunden- und Leistungsportfolio weiter ausgebaut.

Im Geschäftsbereich IT Services konnten wir die U.N.P.-Software GmbH aus Düsseldorf, die mgm technology partners GmbH aus München und die Goetzfried AG aus Wiesbaden erwerben und in die Gruppe integrieren. Mit dem Erwerb der Goetzfried AG, einem renommierten Dienstleister im Bereich Rekrutierung und Management von IT Spezialisten und Ingenieuren für den zeitlich befristeten Einsatz, gelang es uns, die Verbindung zwischen den Geschäftsbereichen IT und Personal Services zu schließen.

Auch den Geschäftsbereich Personal Services konnten wir durch drei zusätzliche Akquisitionen, der Esterbauer & Windisch Personalservice GmbH aus Straubing, der Tiempo Personal Leasing GmbH aus Ahrensburg und der ANDERS Gruppe aus Bückeburg maßgeblich stärken. Die Allgeier Gruppe hat durch den expansiven Wachstumskurs in beiden Märkten allein im letzten Jahr den Marktanteil mehr als verdoppelt. Dennoch bescheinigen uns unsere Kunden in Umfragen, dass unsere Flexibilität nicht gesunken sondern durch das breitere Leistungsspektrum sogar noch gestiegen ist.

Erwartungen in beiden Geschäftsbereichen übertroffen

Die positiven Entwicklungen spiegeln sich in den Geschäftszahlen wider. Der Umsatz ist im Geschäftsbereich IT Services um 109% auf 93 Mio. € gestiegen, im Geschäftsbereich Personal Services um 407% auf 74 Mio. €. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die in 2006 erworbenen Gesellschaften aufgrund der Konsolidierungszeitpunkte im August und Ende Dezember nur einen verhältnismäßig geringen Umsatzbeitrag in 2006 leisten. Bei einer "Als-ob" Betrachtung unter Berücksichtigung der gesamten Jahresumsätze der in 2006 erworbenen Unternehmen stieg der Umsatz im Geschäftsbereich IT Services auf 120 Mio. €, im Geschäftsbereich Personal Services auf 112 Mio. €. Das organische Wachstum betrug 23% bei IT und rund 40% bei Personal Services. Die signifikante Umsatzsteigerung wirkte sich für den Konzern sogar überproportional auf die Ertragslage aus. Zur besseren Vergleichbarkeit und Steuerung der operativen Leistung des Konzerns verwenden wir intern ein operatives Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA operativ), das um Sondereffekte aus Erstkonsolidierung (IFRS bedingte Abschreibungen für im Rahmen der Kaufpreisallokation aktivierte immaterielle Vermögensgegenstände und Goodwill) bereinigt ist. Dieses operative EBITDA wuchs in 2006 im Geschäftsbereich IT Services um 98% auf 9,2 Mio. € (10,6 Mio. € auf Jahresbasis), im Geschäftsbereich Personal Services um 468% auf 6,5 Mio. € (9,8 Mio. € auf Jahresbasis). In beiden Geschäftsbereichen haben wir somit unsere Erwartungen übertroffen.

Relevante Indices outperformed

Die Allgeier Aktie verzeichnete bereits in 2005 eine deutlich höhere Wertsteigerung als Vergleichsindizes wie DAX, MDAX oder SDAX. Dieser Trend setzte sich auch in 2006 fort. Die Allgeier Inhaberaktie schloss zum Jahresende 2006 bei 12,2 €, 52% höher als am Jahresanfang. Im Vergleich dazu stieg der DAX in 2006 um rund 22%, der MDAX um 29% und der SDAX um 31%. Trotz der anhaltenden Kurssteigerungen der letzten Monate beurteilen wir die Allgeier Aktie weiter positiv. Vorstand, Aufsichtrat und Führungskreis halten gemeinsam ca. 45% der Aktien.

Gute Aussichten für 2007

Die wirtschaftlichen Rahmendaten haben sich in den ersten Monaten 2007 weiter verbessert. Der Ifo Geschäftsklima-Index erreichte im März den höchsten Stand seit 1991. Experten sehen die aktuelle Entwicklung am Arbeitsmarkt als den Beginn eines längerfristigen Trends. Von dieser positiven Entwicklung profitieren die für die Allgeier Holding AG relevanten Märkte für IT als auch Personal Services direkt.

Marktkonsolidierung setzt sich fort

Die Märkte für IT und Personal Services sind in Deutschland nach wie vor stark fragmentiert. Der Markt für IT Services umfasst ca. 55.000, für Personal Services ca. 4.500 Dienstleistungsunternehmen. Insbesondere große Mittelständler und Konzerne konsolidieren derzeit Ihr Dienstleisterportfolio und beschränken sich auf weniger Kooperationspartner. Bei der Auswahl der zukünftigen Kooperationspartner sind die Größe des Anbieters und damit verbunden ein niedriges Ausfallrisiko sowie ein breites Leistungsspektrum wesentliche Kriterien. Der ohnehin bestehende Konsolidierungskurs in beiden Märkten wird durch diesen Trend weiter verstärkt. Durch die gesammelte Erfahrung in der Akquisition und Integration von Wettbewerbern in die Gruppe verstehen wir die anhaltende Konsolidierungswelle im Markt als eine Chance für weitere wertsteigernde Akquisitionen.

Vor diesem Hintergrund ist der Vorstand hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Gruppe zuversichtlich. Wir sind davon überzeugt, dass wir im Geschäftsjahr 2007 unsere Marktposition und die Werthaltigkeit der Gruppe signifikant ausbauen können.

Die obigen Ausführungen zeigen, weshalb wir – mit gewissem Stolz – schreiben: Die Strategie geht auf.

Unsere unternehmerische Leistungsfähigkeit ist das Ergebnis der hervorragenden Zusammenarbeit unserer Mitarbeiter. Die erreichten Erfolge im letzten Jahr haben einen hohen persönlichen Einsatz von unserer Führungsmannschaft und unseren Mitarbeitern verlangt. Wir bedanken uns deshalb ausdrücklich und sehr herzlich bei allen denen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.

Die Qualifizierung unserer Führungskräfte und Mitarbeiter und ihre Zusammenarbeit im Team wird bereits mittelfristig eines der entscheidenden Erfolgskriterien im Wettbewerbsumfeld. Wir fördern deshalb nicht nur unternehmerisches Denken durch unser dezentrales Führungsprinzip, sondern unterstützen auch die Qualifikation unserer Mitarbeiter durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen. Wir bieten Seminarprogramme für unsere Führungskräfte (z.B. Rhetorik-Trainings, Vertriebs- und Finanzschulungen), spezifische Weiterbildung für unsere Fachkräfte und Spezialisten (z. B Weiterbildung zum Qualitätsmanager, spezifische IT-/Systemadministrationsschulungen, Unterstützung von Fernstudiengängen) als auch den Erwerb einer Grundausbildung vor allem für unsere Mitarbeiter im Bereich Zeitarbeit (z.B. Gabelstaplerscheine, ab 2008 Teilnahme am neuen Ausbildungsprogramm zum Personaldienstleistungskaufmann). Die Qualifizierung unserer Mitarbeiter haben wir zudem als ein strategisches Ziel für die nächsten Jahre auf die Vorstandsagenda genommen.

Sehr geschätzte Damen und Herren Aktionäre, Sie sehen, Ihr Unternehmen, die Allgeier Holding AG, ist auf dem richtigen Weg. Wir haben gemeinsam allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Für das entgegengebrachte Vertrauen in 2006 möchten wir uns sehr herzlich bedanken. Wir freuen uns, Sie auf der ordentlichen Hauptversammlung am 11. Juli begrüßen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Carl Georg Dürschmidt Christian Eggenberger Vorsitzender

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat wurde im Geschäftsjahr 2006 vom Vorstand laufend über die Lage der Gesellschaft, des Konzerns, und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. In sieben Sitzungen und weiteren informellen Zusammentreffen hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand die Entwicklung der Gesellschaft laufend erörtert und die Geschäftsführung des Vorstands überwacht und beratend begleitet.

Gegenstand der Berichterstattung und der Beratung waren insbesondere die laufende Geschäftsentwicklung sowie die strategische Ausrichtung der AG und der Tochterunternehmen, die Prüfung von potentiellen Akquisitionen und das Risikomanagement.

Ein Schwerpunkt neben der laufenden Überwachung der Geschäftsführung war die strategische Weiterentwicklung des Konzerns durch den Erwerb von Beteiligungen an anderen Unternehmen. Der Geschäftsbereich IT Services wurde akquisitorisch durch die U.N.P.-Software GmbH, die mgm Gruppe und die Goetzfried AG erweitert. Der Dienstleistungsbereich wurde durch den Erwerb der Beteiligungen Esterbauer & Windisch Personalservice GmbH, Tiempo Personal-Leasing GmbH und der ANDERS Gruppe auf eine breitere Basis gestellt und regional ausgebaut. Die Struktur des Konzerns wurde entsprechend den Geschäftsbereichen ausgerichtet.

Der Aufsichtsrat hat sich mit allen Rechtsgeschäften und Maßnahmen befasst, bei denen seine Mitwirkung erforderlich war. Insbesondere hat er die Geschäftsführungsmaßnahmen, für die seine Genehmigung erforderlich war, eingehend geprüft und die Zustimmung erteilt. Ausschüsse des Aufsichtsrats bestanden im Berichtsjahr nicht.

Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Allgeier Holding AG und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2006 sowie die Lageberichte für die AG und den Konzern hat die von der Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählte LOHR + COMPANY GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte der LOHR + COMPANY lagen dem Aufsichtsrat vor. Der Aufsichtsrat hat die vorgenannten Unterlagen geprüft und in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 10. Mai 2007 in Gegenwart der Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfer zu. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss ist gebilligt und damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeitern der Allgeier Holding AG und deren verbundenen Unternehmen und Beteiligungen für ihren außergewöhnlichen Einsatz im Geschäftsjahr 2006.

München, den 10. Mai 2007 Der Aufsichtsrat der Allgeier Holding AG

Detlef Dinsel Vorsitzender des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht der Allgeier Holding AG 2006

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Wirtschaftliches Umfeld

Die Weltkonjunktur zeigte sich in 2006 trotz einer Verlangsamung insgesamt robust. Im Gegensatz zu den USA und Japan, festigte sich der konjunkturelle Aufschwung in Europa, insbesondere aber in Deutschland. Im Jahresdurchschnitt 2006 betrug das BIP – Wachstum in Deutschland 2,5% und lag mit 1,6% Punkte über dem Wachstum des Vorjahres. Das Wachstum wurde seit längerem nicht mehr nur von der Exportwirtschaft getragen, sondern auch die Binnennachfrage konnte ihre Schwäche überwinden.

Das wirtschaftliche Umfeld in den für unsere Beteiligungen relevanten Märkten entwickelte sich positiv. Der Markt für Informationstechnik wuchs in Deutschland insgesamt um 2,8%. Wachstumstreiber waren die Segmente Software mit 5,5% und IT Services mit 4,5%. In diesen Segmenten machten sich einerseits die Auflösung des Investitionsstaus sowie neue technologische Entwicklungen und andererseits der Trend zu mehr Flexibilisierung und die Nachfrage nach Outsourcing und Outtasking im Markt bemerkbar. Der Markt für Hardware hingegen schrumpfte in 2006. Die positive Entwicklung des Gesamtmarktes in 2006 führte dazu, dass die Zahl der Erwerbstätigen in der Informationstechnik zum zweiten Mal in Folge zunahm.

Vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Aufschwungs entwickelte sich der Markt für Zeitarbeitskräfte in 2006 äußerst positiv. Zum Halbjahr 2006 meldete die Bundesagentur für Arbeit eine Zunahme der gewerblichen Zeitarbeitsnehmer von über 30% gegenüber Ende 2005. Nach Berufsgruppen stellen die Hilfsarbeiter mit 34% der beschäftigten Zeitarbeitsnehmer den größten Anteil und konnten Ihren Anteil im Vergleich zum Vorjahr weiter ausbauen. Für das Gesamtjahr 2006 wird mit einem entsprechenden Wachstum gerechnet.

Struktur und Geschäftsgrundlage

Der Allgeier Konzern umfasste Ende 2006 44 Gesellschaften. Zum Konzern gehören zwei Immobilien in Bremen und jeweils eine Immobilie in Straubing und eine Eigentumswohnung in Düsseldorf. Nachfolgendes vereinfachtes Organigramm gibt einen Überblick über die Konzernstruktur:

Der Holding obliegt die Führung und Strategieentwicklung der Geschäftsbereiche des Konzerns. Die Trennung der Führung von Holding und Tochterunternehmen ermöglicht der Holding eine schlanke Struktur. Unverändert gegenüber dem Vorjahr beschäftigte die Allgeier Holding AG Ende 2006 zwei Vorstände und zwei Angestellte sowie eine Teilzeitkraft.

Der Schwerpunkt der Aufgaben der Holding lag im Geschäftsjahr 2006 in

der laufenden Strategieüberprüfung des Konzerns, der Geschäftsbereiche sowie der Beteiligungsunternehmen

unter der Maßgabe einer wertorientierten Unternehmensentwicklung,

  • der Organisation der Finanzen, dem Controlling und Risikomanagement,
  • der Finanzierung,
  • der Konzernplanung,
  • der Unterstützung des Managements der Tochterunternehmen bei operativen Fragen,
  • der Identifikation und Prüfung von potentiell geeigneten weiteren Beteiligungsakquisitionen vor dem Hintergrund der Konzernstrategie sowie
  • der Integration der einzelnen Beteiligungen in den Konzernverbund.

2. Geschäftsverlauf

2006 war für den Allgeier Konzern ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr. Allgeier ist heute eine Dienstleistungsgruppe in zwei attraktiven Wachstumsmärkten IT und Zeitarbeit und mit einem Umsatzvolumen auf Basis des Konsolidierungskreises zum 31. Dezember 2006 von deutlich über 200,0 Mio. € ein ernstzunehmender Wettbewerber im deutschen Markt. Der konsequente Ausbau der Geschäftsbereiche durch Akquisitionen sowie das organische Wachstum der einzelnen Beteiligungen führten zu einem deutlichen Konzernwachstum in der Berichtsperiode. Infolgedessen verbreiterten wir unser Kundenportfolio auf über 3.500 Kunden und es gelang uns, unsere Präsenz bundesweit mit über 20 neuen Standorten zu festigen und über unsere Landesgrenzen hinweg mit neuen Standorten in Tschechien, Rumänien, Frankreich und der Schweiz auszudehnen. Allgeier verfügt heute als integrierte Dienstleistungsgruppe über ein umfassendes Produkt- und Dienstleistungsangebot in der Informationstechnologie und der Zeitarbeit. Dabei setzen wir auf dezentrale Führungsstrukturen im Konzern, indem wir die unternehmerische Verantwortung für das operative Geschäft beim Management vor Ort belassen und damit eine möglichst hohe Markt- und Kundennähe sicherstellen.

Im Berichtsjahr wurde der Wachstumskurs mit insgesamt 13 neuen operativen Gesellschaften konsequent fortgesetzt. Die Investitionen in neue Gesellschaften 2006 betrugen ca. 50 Mio. €. Vor diesem Hintergrund beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat der Konzernmutter Allgeier Holding AG am 18.07.2006, das Grundkapital von 4.123.750,00 € um bis zu 412.375,00 € auf bis zu 4.535.750,00 € durch Ausgabe von bis zu 412.375 Stk. neue auf Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals zu erhöhen. Der Ausgabepreis wurde bei 9,00 € festgelegt. Aus der Kapitalerhöhung sind der Gesellschaft damit insgesamt Mittel in Höhe von 3,7 Mio. € zugeflossen. Zusätzlich wurden durch den Konzern Akquisitionsdarlehen in Höhe von ca. 27,5 Mio. € aufgenommen. Des weiteren bestehen kurzfristige Verbindlichkeiten aus variablen Kaufpreisen in Höhe von 14,7 Mio. €.

Folgende voll zu konsolidierende Gesellschaften wurden 2006 erworben:

Geschäftsbereich IT Services

  • mgm technology partners Gruppe, München, im März 2006
  • U.N.P.-Software GmbH, Düsseldorf, im März 2006
  • Goetzfried AG, Wiesbaden, im August 2006
  • SoftXL S.r.l, Rumänien, im September 2006

Geschäftsbereich Personal Services

  • Esterbauer & Windisch Personalservice GmbH, Straubing, im August 2006
  • Tiempo Personal Leasing GmbH, Ahrensburg, im August 2006
  • ANDERS Gruppe, Bückeburg, im Dezember 2006

Zudem wurde mit der Übernahme des Kundenstammes und der Rechte an der Software Scanview von der insolventen daa Systemhaus AG, München, im Oktober 2006 der Geschäftsbereich IT Solutions im Dokumentenmanagementgeschäft gestärkt.

Verkauf der Beteiligung an der Elektro-Automatik Schaltnetzgeräte GmbH, Bremen, sowie der EA Elektro-Automatik Ltd., Salisbury (UK)

Im Januar 2006 verkaufte die Allgeier Holding AG ihre indirekt über die Allgeier Beteiligungen GmbH gehaltenen Anteile an der Elektro-Automatik Schaltnetzgeräte GmbH, Bremen, sowie der EA Elektro-Automatik Ltd., Salisbury (UK), im Rahmen eines Management Buy Out. Mit dem Verkauf wurde der Geschäftsbereich Basistechnologie nach erfolgreichem Turnaround aufgegeben. Ein Teil des Kaufpreises wurde als Verkäuferdarlehen mit Endfälligkeit 2010 gewährt.

Geschäftssegment IT Solutions

Die 4 operativen Gesellschaften des Geschäftsbereichs IT Solutions fokussieren sich auf das Systemhausgeschäft rund um Enterprise Ressource Planning (ERP) sowie Dokumentenmanagement / Workflow (DMS). Mit rund 1.000 hauptsächlich mittelständischen Kunden werden Softwarelizenz-, Dienstleistungs- und Wartungserlöse und Hardwareumsätze generiert. Mit den Standorten Bremen und Münster (Nordrhein-Westfalen) sowie Niederlassungen in Süddeutschland ist das Geschäft regional geprägt. Über die beiden Gesellschaften in den Niederlanden und Belgien, die im Wesentlichen das DMS Lösungsgeschäft betreiben, werden die Auslandsmärkte in Benelux und Frankreich bedient. Das ERP Lösungsgeschäft mit Kernmarkt Deutschland konzentriert sich auf die Baustoff- & Holzhandelsbranche sowie den technischen Großhandel.

Der Geschäftssegmentumsatz stieg von 13,4 Mio. € im Vorjahr um 6,7 Mio. € auf 20,1 Mio. € in der Berichtsperiode. Die Geschäftsbereiche der BOG IT Solutions GmbH, die im Vorjahr nur zeitanteilig mit 7 Monaten konsolidiert wurden und in dieser Zeit 5,7 Mio. € Umsatzerlöse erzielten, haben in 2006 mit Umsatzerlösen von 11,7 Mio. € wesentlich zum Umsatzwachstum beigetragen. Das organische Wachstum betrug rund 5%. Das um Sondereffekte bereinigte Segmentergebnis [operatives Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)] stieg von 0,7 Mio. € im Vorjahr auf 1,4 Mio. €. Die operative Marge (EBITDA/Umsatz) stieg von 5,0% im Vorjahr auf 6,7% im Geschäftsjahr 2006.

Erwerb Kundenstamm und Software Scanview

Im Oktober 2006 erwarb die Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen, eine 100%-Tochter der Allgeier Holding AG, Vermögensgegenstände von der in vorläufiger Insolvenz befindlichen daa Systemhaus AG, München. Damit konnte sie die bestehende Kundenbasis sowie das Wartungsvertragsvolumen im Geschäft mit Dokumentenmanagementsystemen (DMS) deutlich erhöhen. Im Januar 2007 wurde der wirksam geschlossene Kaufvertrag durch die Gläubigerversammlung der daa Systemhaus AG genehmigt. Der Kaufpreis wurde aus dem laufenden Cash Flow bezahlt.

Geschäftssegment IT Services

Das Geschäftssegment IT Services umfasst 10 operative Gesellschaften. Das IT Dienstleistungsportfolio der Gesellschaften erstreckt sich von der Beratung und Lösungsentwicklung bis hin zur Umsetzung und dem Betrieb von technisch komplexen IT Systemlösungen im Enterpriseumfeld. Im Zentrum stehen dabei sowohl die Infrastruktur- als auch die Applikationsseite im SAP- und "non"-SAP Umfeld. Mit der Akquisition Goetzfried AG wurde der Bereich Recruiting und Expert Leasing, ein stark wachsendes Geschäft, neu aufgebaut. Der Geschäftsbereich verfügt insgesamt über rund 1.000 feste und freie qualifizierte IT Professionals, die im Rahmen von Dienstleistungs- oder Werkverträgen IT-Dienstleistungen für den Kunden erbringen. Die Gruppengesellschaften halten bei wichtigen Kunden den Status "preferred Supplier" und können auf langjährige und stabile Kundenbeziehungen zurück blicken. Von den Hauptstandorten im Raum München, Düsseldorf und Wiesbaden werden u. a. international aufgestellte Großkunden aus der Technologie-, Finanz- und Versicherungsbranche sowie aus dem Public Sektor bundesweit betreut.

Das für das Geschäftssegment relevante Marktvolumen in Deutschland betrug 2006 rund 27 Mrd. € und weist ein jährliches Wachstum von 5% auf. Der fragmentierte Markt umfasst ca. 55.000 IT Dienstleistungsunternehmen in Deutschland, wovon rund 90% der Unternehmen einen Jahresumsatz von weniger als 1 Mio. € erzielen. Die fünf größten Anbieter wie SBS, T-Systems, IBM, HP und Computacenter verfügen über einen Marktanteil von ca. 50%.

Der Segmentumsatz stieg von 31,1 Mio. € im Vorjahr um 41,8 Mio. € auf 72,9 Mio. €. Wie im Vorjahr sind die in 2006 erworbenen Gesellschaften darin nur zeitanteilig ab ihrem Konsolidierungszeitpunkt berücksichtigt. Auf Jahresbasis lag der Bereichsumsatz bei 99,7 Mio. € und wuchs gegenüber dem Vorjahr um 19%, was einem deutlich über dem Markt liegenden organischen Wachstum entspricht. Das im Konzern konsolidierte operative Bereichsergebnis vor Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) wurde dabei von 4,0 Mio. € im Vorjahr auf 7,8 Mio. € in der Berichtsperiode durch die Neuerwerbe nahezu verdoppelt. Bedingt durch das wachstumsstarke aber margenschwächere Expert Leasing Geschäft ging die operative Marge (EBIT-DA/Umsatz) von 12,7% im Vorjahr auf knapp unter 11% in der Berichtsperiode zurück.

Ausbau des Kunden- und Leistungsportfolios im Geschäftssegment IT Services

In 2006 konnte das Leistungs- und Kundenportfolio des Geschäftsbereichs IT Services mit drei wesentlichen neuen Beteiligungen erweitert und die Marktposition als IT Dienstleister erheblich ausgebaut werden. Der Erwerb der Geschäftsanteile erfolgte jeweils über die 100%-Tochter der Allgeier Holding AG, Allgeier IT Services AG, oder über Tochtergesellschaften der Allgeier IT Services AG.

U. N. P.-Software GmbH, Düsseldorf

Anfang März übernahm die Allgeier Holding AG indirekt über ihre 100%-Tochter Allgeier IT Services AG, 100% der Geschäftanteile der U.N.P.-Software GmbH, Düsseldorf. Der IT Dienstleister mit Sitz in Düsseldorf erbringt diverse IT Services im Banken- und Versicherungsumfeld. Mit insgesamt rund 70 festen und freien Mitarbeitern, erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 7,7 Mio. € (Vorjahr 6,7 Mio. €) und ein Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) von 0,9 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €). Der fixe Kaufpreis wurde der Allgeier IT Services AG über ein Darlehen der Allgeier Holding AG in Höhe von 2,2 Mio. € zur Verfügung gestellt.

mgm technology partners GmbH, München

Ebenfalls im März 2006 erwarb die 80%- Tochter der Allgeier IT Services AG, die MGM MBO GmbH, München, 100% der mgm technology partners GmbH, München. Als Lösungsanbieter konzeptioniert, entwickelt und betreut die mgm Gruppe IT Systemlösungen für international aufgestellte Enterprise Kunden im "non"-SAP Umfeld. Neben der Muttergesellschaft in München verfügt die Gruppe über Tochtergesellschaften in Grenoble, Prag und Hamburg. Seit 1.1.2007 besteht auch ein Tochterunternehmen in den USA (Santa Clara, Kalifornien). Die mgm Gruppe beschäftigt rund 150 feste und freie Mitarbeiter, wovon rund 20% Freiberufler sind. In 2006 erzielte die mgm Gruppe einen konsolidierten Umsatz von 15,2 Mio. € (Vorjahr 14,7 Mio. €) bei einem operativen Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) von 2,5 Mio. € (Vorjahr 2,4 Mio. €). In Zusammenhang mit dem Erwerb der mgm Gruppe wurden 20% der Anteile an der MGM MBO GmbH an Altgesellschafter der mgm veräußert. Der Kaufpreis wurde über ein Bankdarlehen in Höhe von 5 Mio. € finanziert mit festen Tilgungsraten von 1 Mio. € p.a.. Der Rest des Kaufpreises wurde mittelbar über ein Darlehen der Allgeier Holding AG über 2,5 Mio. € an die Allgeier IT Services AG zur Eigenkapitalausstattung der MGM MBO GmbH sowie der Einlage des Minderheitsgesellschafters aufgebracht.

Goetzfried AG, Wiesbaden

Ende August 2006 erwarb die Allgeier Holding AG indirekt 100% der Geschäftsanteile an der Goetzfried AG, einem renommierten Dienstleister im Bereich Rekrutierung und Management von IT Spezialisten und Ingenieuren für den zeitlich befristeten Einsatz. Die bereits 1987 gegründete und seit 2000 als Aktiengesellschaft geführte Goetzfried AG beschäftigt 410 feste und freie Mitarbeiter, wovon ca. 75% Freiberufler sind, die für Kunden aller Branchen aktiv sind. Im Rumpfgeschäftsjahr 2006 (2. Halbjahr) erzielte das Unternehmen einen Umsatz von knapp 20,0 Mio. € (Geschäftsjahr 2005/2006 28,9 Mio. €). Das operative Ergebnis (EBIT-DA) lag bei 0,7 Mio. € (Vorjahr 1,4 Mio. €). Vom Hauptsitz in Wiesbaden und von den Standorten in Frankfurt, Köln, Reutlingen und Zürich aus, unterstützt die Goetzfried AG über 200 Kunden mit IT Spezialisten und Ingenieuren für den temporären Einsatz. Der feste Kaufpreis wurde über ein Bankdarlehen von 6,0 Mio. € mit festen Tilgungsraten sowie einem Darlehen der Allgeier Holding AG in Höhe von 3,3 Mio. € dargestellt.

SoftXL Rumänien S.r.l., Timisuara

Ende September erwarb die SOFTCON AG, München, ein 80%-Tochterunternehmen der Allgeier IT Services AG, 100% der Geschäftsanteile der SoftXL S.r.l., ein in Rumänien ansässiger IT Dienstleister. Das Unternehmen mit seinen insgesamt 17 IT Professionals stand bereits längere Zeit mit der SOFTCON Gruppe in einer Lieferantenbeziehung. Die Übernahme galt dem Ausbau von weiteren Near Shore Aktivitäten innerhalb der Gruppe. Der Kaufpreis wurde aus dem laufenden Cash Flow der SOFTCON Gruppe bezahlt.

GFU Kiefer + Partner GmbH

Im Zuge der Bereinigung der Gesellschafterstruktur erwarb die Allgeier IT Services AG mit Kaufvertrag vom 19.12.2006 10% der Minderheitenanteile an der GFU Kiefer + Partner GmbH von den Mitgesellschaftern. Damit hält die Allgeier Holding AG indirekt 100% der Geschäftsanteile der GFU Kiefer + Partner GmbH. Der Kaufpreis von 1,1 Mio. € soll aus dem operativen Cash Flow geleistet werden.

Geschäftsbereich Personal Services

Der Aufbau des neuen Geschäftsbereichs Personal Services war Folge einer bereits in 2004 definierten Konzernstrategie, die auf den zunehmenden Trend zur Flexibilisierung der Arbeitswelt abzielt. Ähnlich wie bei den IT Dienstleistungen profitiert die Zeitarbeit heute in besonderem Maße von dem Kundenbedürfnis, flexibel auf Nachfrageveränderungen reagieren zu können. In 2006 konnte das Beteiligungsportfolio im Geschäftsbereich Personal Services mit drei weiteren Beteiligungen deutlich verbreitert werden. Ingesamt wurde das Niederlassungsnetz von 46 um 17 auf 63 ausgebaut und so eine bundesweite Präsenz der Zeitarbeitseinheit hergestellt.

Im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern war der Zeitarbeitsmarkt in Deutschland viele Jahre unterentwickelt. Die Novellierung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) in den Jahren bis 2004 führte zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Zeitarbeitsunternehmen und zu einem strukturbedingten Wachstum in der Branche. Die konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft ab dem 4. Quartal 2005 leistete zusätzliche Wachstumsimpulse, so dass die Zeitarbeitsbranche derzeit von einem jährlichen Wachstum zwischen 5% und 10% für die nächsten 3 Jahre ausgeht. Der für unsere Zeitarbeitseinheit relevante Markt beläuft sich auf rund 10 Mrd. €. Auch in der Zeitarbeit bewegen wir uns in einem fragmentierten Markt mit ca. 4.500 Unternehmen bundesweit. Der Anteil an Unternehmen, die weniger als 1 Mio. € Jahresumsatz erzielen, liegt wie im IT Services Bereich bei rund 95%. Die fünf größten Wettbewerber in Deutschland vereinen auf sich einen Marktanteil von ca. 30%.

Die Gruppengesellschaften erzielten in 2006 bei einem konsolidierten Umsatz von 73,8 Mio. € einen operativen Ergebnisbeitrag vor Abschreibungen und Zinsen von 6,6 Mio. €. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die in 2006 neu erworbenen Gesellschaften aufgrund der Konsolidierungszeitpunkte im August und Ende Dezember nur einen verhältnismäßig geringen Umsatzbeitrag in 2006 (21,0 Mio. €) leisteten. Dies verdeutlicht die Betrachtung auf Jahresbasis, wonach der Umsatz des Bereiches mit 111,8 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr ein außerordentliches organisches Wachstum von 40,5% erreichte. Erfreulich ist, dass trotz des starken Umsatzwachstums das operative Bereichsergebnis (EBITDA) auf Jahresbasis zu einer überproportionalen Steigerung von 84,9% auf 9,8 Mio. € führte. Die operative Marge des Geschäftsbereiches (EBITDA / Umsatz) stieg somit von 6,7% im Vorjahr auf 8,8%.

Ausbau des bundesweiten Netzes an Niederlassungen im Bereich Personal Services

Esterbauer & Windisch Personalservice GmbH, Straubing

Im August 2006 erwarb die EuW MBO GmbH, München, 100% der Geschäftsanteile der Esterbauer & Windisch Personalservice GmbH mit Sitz in Straubing. Das Unternehmen erbringt an seinen insgesamt 5 Standorten in Bayern Personalservices, Personalvermittlung und Beratungsleistungen im Bereich Zeitarbeit mit über 1.000 Mitarbeitern. Das Unternehmen hat in 2006 einen Umsatz von 31,5 Mio. € erzielt (Vorjahr 22,0 Mio. €) bei einem operativen Ergebnis (EBITDA) von 3,3 Mio. € (Vorjahr 1,9 Mio. €). Die bisherigen geschäftsführenden Gesellschafter haben sich im Zuge der Transaktion in Höhe von 10% am Stammkapital der EuW MBO GmbH rückbeteiligt. Der gesamte Kaufpreis wurde über Bankdarlehen seitens der Allgeier DL GmbH finanziert. Der Kaufpreis enthält eine variable Komponente, die mit Erreichen eines Planergebnisses für das Geschäftsjahr 2006 fällig wurde.

Tiempo Personal Leasing GmbH, Ahrensburg

Fast zeitgleich mit der Beteiligung an der Esterbauer & Windisch Personalservice GmbH, konnte mit dem Erwerb von 100% der Geschäftsanteile der Tiempo Personal Leasing GmbH, Ahrensburg, eine weitere indirekte Beteiligung erfolgreich umgesetzt werden. Der Erwerb erfolgte über die Erwerbergesellschaft Tiempo MBO GmbH, München, einer Tochter der Allgeier DL GmbH. Im Zuge der Transaktion erwarb das Management 10% der Geschäftsanteile an der Tiempo MBO GmbH. Die Tiempo Personal Leasing GmbH erbringt an ihren insgesamt 7 Niederlassungen in Norddeutschland Personalserviceleistungen im Bereich Zeitarbeit mit derzeit über 700 Mitarbeitern. Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz von 14,8 Mio. € erzielt (Vorjahr 10,1 Mio. €). Das operative Ergebnis (EBITDA) konnte gegenüber dem Vorjahr von 0,5 Mio. € um 0,3 Mio. € auf 0,8 Mio. € gesteigert werden. Der gesamte Kaufpreis wurde über ein Bankdarlehen seitens der Allgeier DL GmbH finanziert. Der Kaufpreis enthält eine variable Komponente in Abhängigkeit des Erreichens des Planergebnisses 2006 und 2007.

ANDERS Gruppe, Bückeburg

Am 29.12.2006 schließlich erwarb die Allgeier Holding AG indirekt über die Allgeier Beteiligungen GmbH und deren Tochtergesellschaft, die APS MBO GmbH, jeweils 100% der Gesellschaften der Zeitarbeitsgruppe ANDERS:

ANDERS Personal Service GmbH Bückeburg, Bückeburg ANDERS Personal Service GmbH Gütersloh, Gütersloh ANDERS Personal Service GmbH Garbsen, Garbsen und ANDERS ProLog Service GmbH, Bückeburg.

Die Altgesellschafter beteiligten sich im Rahmen der Transaktion mit 10% an der APS MBO GmbH. Die Gesellschaften erbringen an ihren insgesamt 6 Standorten Personalserviceleistungen im Bereich Zeitarbeit mit derzeit ca. 600 Mitarbeitern. Die ANDERS Gruppe erwirtschaftete in 2006 bei einem Umsatz von 12,2 Mio. € (Vorjahr 7,7 Mio. €) ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,4 Mio. € (Vorjahr 0,5 Mio. €). Der Kaufpreis wurde über kurzfristige Bankdarlehen sowie aus den Barmitteln der Gesellschaft bezahlt.

3. Ergebnislage

Im zweiten Jahr in Folge wuchs der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr mit 131,5% deutlich. Der Konzernumsatz stieg von 72,0 Mio. € im Vorjahr um 94,7 Mio. € auf 166,7 Mio. € in 2006. Das Umsatzwachstum war getragen vom organischen Wachstum einerseits und dem Erwerb neuer Beteiligungen in den strategischen Geschäftssegmenten IT Services und Personal Services andererseits. Auf Jahresbasis lag der Konzernumsatz sämtlicher zum 31.12.2006 zum Allgeier Konzern gehörenden Beteiligungsunternehmen der fortgeführten Geschäftsbereiche bei 231,4 Mio. € (Vorjahr 176,8 Mio. €). Auf vergleichbarer Vorjahresbasis betrug das organische Umsatzwachstum der Gruppe 54,6 Mio. € oder 31%.

Das operative Konzernergebnis vor Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) der fortgeführten Geschäftsbereiche stieg von 5,5 Mio. € im Vorjahr um 7,9 Mio. € bzw. 145% auf 13,4 Mio. € in der Berichtsperiode. Der um Sondereffekte bereinigte EBITDA-Beitrag aus den operativen Einheiten vor Holdingkosten und ohne Berücksichtigung des aufgegebenen Geschäftsbereichs Basistechnologie, verdreifachte sich nahezu von 5,8 Mio. € im Vorjahr um 9,9 Mio. € auf 15,7 Mio. € in 2006. Auf Jahresbasis stieg der EBITDA-Beitrag sämtlicher zum 31.12.2006 zum Allgeier Konzern gehörenden Beteiligungsunternehmen der fortgeführten Geschäftsbereiche und vor Holdingkosten von 16,5 Mio. € im Vorjahr um 3,8 Mio. € auf 20,3 Mio. € in 2006.

Die operative EBITDA-Marge (EBITDA / Umsatzerlöse) erreichte einen Wert von 8,1% und lag damit über dem Vergleichswert des Vorjahres mit 7,7%. Vor Holdingkosten und ohne Berücksichtigung des aufgegebenen Geschäftsbereichs Basistechnologie erreichte die EBITDA-Marge 9,4% und lag damit etwas unter Vorjahresniveau (10,2%). Die operative Marge im Geschäftsbereich Personal Services stieg von 7,9% im Vorjahr auf 8,9% in 2006, hingegen ging die Marge in den Geschäftssegmenten IT Solutions und IT Services von insgesamt 10,4% im Vorjahr auf 9,9% in der Berichtsperiode zurück. Der Rückgang ist vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Geschäftsmodelle in der IT zu sehen. Das margenstarke IT-Lösungsgeschäft wurde durch das wachstumsstarke, aber margenschwächere Expert Leasing Geschäft und den im Vergleich zum Vorjahr höheren Anteil an margenschwächerem Hardwarehandelsgeschäft entsprechend verwässert.

Die Konzernabschreibungen stiegen von 3,5 Mio. € in der Berichtsperiode auf 6,0 Mio. €. Davon entfielen 4,5 Mio. € oder rund 75% der Abschreibungen auf im Rahmen des Erwerbs neuer Beteiligungen in der Berichtsperiode bzw. vorher erworbene und nach IAS 38 zu aktivierende Vermögensgegenstände, wie Auftragsbestände und Kundenstämme sowie Goodwills. Vor den IFRS bedingten Abschreibungen betrug das Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITA) 11,9 Mio. € und stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Mio. € oder fast 200%. Auf Jahresbasis stieg das EBITA sämtlicher am 31.12.2006 zum Allgeier Konzern gehörenden Beteiligungsunternehmen der fortgeführten Geschäftsbereiche von 12,0 Mio. € im Vorjahr um 4,2 Mio. € auf 16,2 Mio. € in 2006.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg ebenfalls von 3,2 Mio. € in 2005 um 4,2 Mio. € auf 7,4 Mio. € im Berichtsjahr.

Der Zinsaufwand erhöhte sich infolge der Akquisitionsfinanzierungen auf 2,7 Mio. € (Vorjahr 1,2 Mio. €). Zinstragende Verbindlichkeiten (30,5 Mio. €) bestehen im Konzern sowohl für Bankdarlehen im Rahmen der Akquisitionsfinanzierung sowie für Betriebsmittellinien, Verkäuferdarlehen (5,5 Mio. €) und Genussrechtskapital (13,0 Mio. €). Der Zinsertrag von 0,3 Mio. € lag auf Vorjahresniveau. Sowohl vor Steuern als auch nach Steuern wies der Konzern ein positives Konzernergebnis in Höhe von 5,0 Mio. € (Vorjahr 2,3 Mio. €) bzw. 2,8 Mio. € (Vorjahr 2,3 Mio. €) aus.

4. Vermögenslage

Infolge der Investitionstätigkeit in 2006 verlängerte sich die Konzernbilanz auf 135,1 Mio. € (Vorjahr 69,0 Mio. €). Auf der Aktivseite stiegen zum Stichtag die langfristigen Vermögenswerte, im Wesentlichen die Geschäfts- oder Firmenwerte, als Folge der Anteilserwerbe, von 31,4 Mio. € im Vorjahr auf 73,2 Mio. € in 2006.

Die kurzfristigen Vermögenswerte im Konzern stiegen akquisitionsbedingt ebenfalls um 26,6 Mio. € auf 61,9 Mio. € an. Die kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nahmen mit dem Konzernwachstum um 23,5 Mio. € auf 43,7 Mio. € zu. Die Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen in Höhe von 17,2 Mio. € erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Mio. €. Insgesamt beträgt der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte über 46% (Vorjahr 51%) der Bilanzsumme. Die liquiden Mittel sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen alleine machen 89% (Vorjahr 94%) der kurzfristigen Vermögensgegenstände aus. Die Liquidität 1. Grades, sog. Barliquidität (Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen / kurzfristige Schulden), betrug 28% (Vorjahr 57%). Die Liquiditätskennziffer 2. Grades, sog. Quick Ratio (Zahlungsmittel + Forderungen / kurzfristige Schulden) betrug zum 31.12.2006 knapp 98% (Vorjahr 139%). Insofern sind die Liquiditätskennziffern solide.

Das Konzerneigenkapital in Höhe von 21,5 Mio. € stieg um 2,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Die bilanzielle Konzerneigenkapitalquote ging mit 16% im Vergleich zum Vorjahr zurück (Vorjahr 28%).

Die langfristigen und kurzfristigen verzinslichen Darlehen erhöhten sich von 17,9 Mio. € in 2005 auf 36,2 Mio. € in 2006. Davon entfallen rund 1/3 auf kurzfristige Darlehen mit einer Laufzeit unter 1 Jahr. Die restlichen Darlehen sind langfristig und umfassen insbesondere Akquisitionsdarlehen in Höhe von 23,1 Mio. € und Verkäuferdarlehen von insgesamt 2,9 Mio. €. Die Genussrechte in Höhe von 13,0 Mio. € (Vorjahr 7,0 Mio. €) stehen dem Konzern langfristig zur Verfügung und werden bis zu einem Jahresüberschuss in Höhe von 25,0 Mio. € bzw. 15,0 Mio. € mit einem fixen Satz verzinst.

Die Quote von langfristigem Vermögen einerseits zum Eigenkapital und langfristigen Schulden andererseits in Höhe von 100% (Vorjahr 132%) weist auf eine solide Finanzierungsstruktur im Konzern hin.

5. Finanzlage

Die verbesserte Ausstattung mit liquiden Mitteln stammt aus dem Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 23,9 Mio. € (Vorjahr 12,8 Mio. €) sowie der operativen Tätigkeit in Höhe von 4,6 Mio. € (Vorjahr 5,6 Mio. €). Aus Finanzierungstätigkeit flossen dem Konzern Mittel im Wesentlichen aus der Kapitalerhöhung im März in Höhe von 3,7 Mio. € und aus der Netto-Aufnahme von Bankdarlehen in Höhe von 26,0 Mio. € (Vorjahr 9,8 Mio. €) zu, wovon bis zum Stichtag 7,6 Mio. € (Vorjahr 4,9 Mio. €) getilgt wurden. Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit von 28,6 Mio. € (Vorjahr 15,3 Mio. €) umfassen insbesondere Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen mit 25,3 Mio. € (Vorjahr 12,8 Mio. €), Investitionen in das Anlagevermögen von 2,3 Mio. € (Vorjahr 1,4 Mio. €) und nachträgliche Kaufpreiszahlungen aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften aus Vorjahren von 1,0 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €).

6. Grundzüge des Vergütungssystems

Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus einem fixen und einem vom Konzernergebnis abhängigen variablen Gehaltsbestandteil zusammen. Aktienoptionen sind nicht vereinbart.

Die Bezüge des Aufsichtsrates setzen sich aus fixen Bestandteilen in Form einer fixen Vergütung sowie eines Sitzungsgeldes und einer vom Konzernergebnis abhängigen variablen Vergütung zusammen. Die variable Vergütung beträgt im Jahr 2006 ca. 71% der Gesamtbezüge.

7. Forschung und Entwicklung

Der Konzern betreibt keine Forschung. Der Bereich Personal Services betreibt weder Forschung noch Entwicklung. Der Bereich IT Solutions betreibt die Fortentwicklung der bestehenden Produkte, wofür im Aufwand erfasste Entwicklungskosten von insgesamt 338 T€ (Vorjahr 182 T€) angefallen sind. Eine Aktivierung von Entwicklungskosten erfolgte im Geschäftsjahr nicht. Der Bereich IT Services erbringt im Wesentlichen Entwicklungsleistungen im Kundenauftrag. Im Vorjahr waren zudem Aufwendungen für Entwicklungskosten im aufgegebenen Bereich Basistechnologie von 103 T€ zu verzeichnen.

8. Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres im April 2007 wurden die Verträge mit den Gesellschaftern der TWO Personal Leasing Gruppe über den Erwerb von 100% der Geschäftsanteile der Gesellschaften der TWO Personal Leasing Gruppe geschlossen. Der Gesamtkaufpreis liegt im mittleren einstelligen Millionenbereich und enthält ergebnisabhängige Earn-Out Komponenten. Für die Durchführung der Transaktion wurden Closing-Bedingungen vereinbart und wir gehen davon aus, dass das Closing innerhalb der nächsten Wochen stattfinden wird. Die TWO Personal Leasing Gruppe besteht aus den vier Gesellschaften TWO Personal Leasing Kaltenkirchen GmbH, TWO Personal Leasing Elmshorn GmbH, TWO Personal Leasing Norderstedt GmbH und TWO Personal Leasing Hamburg Nord GmbH. Die TWO Personal Leasing Gruppe hat im Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz von ca. 12 Mio. € erzielt. Sie ist kontinuierlich gewachsen und erwirtschaftet seit Jahren ein positives Ergebnis. Drei der bisherigen Gesellschafter der TWO Personal Leasing Gruppe, Stephan Oelrichs, Christian Oelrichs und Michael Oelrichs beteiligen sich im Zuge der Transaktion in Höhe von insgesamt ca. 4% am Stammkapital der Tiempo MBO GmbH, der Alleingesellschafterin der Tiempo Personal Leasing GmbH. Sie bleiben auch weiterhin Geschäftsführer der Unternehmen.

Neben der vertraglich vereinbarten Transaktion prüft die Allgeier Holding AG weitere Akquisitionsmöglichkeiten. Sie hat mit den Gesellschaftern von drei weiteren mittelständischen Zeitarbeitsunternehmen als Grundlage für die weiteren Verhandlungen Einigung über die Eckpunkte eines möglichen Erwerbs erzielt. Diese Einigung ist jedoch für beide Parteien rechtlich nicht verbindlich. Der Vollzug dieser Transaktionen hängt von dem Ausgang der noch ausstehenden Vertragsverhandlungen und der Due Diligence Prüfungen ab.

Im Fall einer erfolgreichen Durchführung der vertraglich vereinbarten Akquisition der TWO Personal Leasing Gruppe und der noch im Verhandlungsstadium befindlichen drei weiteren Akquisitionsmöglichkeiten, würde das Umsatzvolumen des Geschäftsbereichs Personal Services der Allgeier Gruppe in der Größenordnung von ca. 50 Mio. € wachsen. Die Ertragskraft des Geschäftsbereichs gemessen am Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) würde sich in der Größenordnung von ca. 5 Mio. € erhöhen.

Die mgm technology partners GmbH, München, gründete im Januar 2007 die Tochtergesellschaft mgm technology partners Inc. mit Sitz in Santa Clara, Kalifornien/USA.

9. Risikomanagement

Zur Identifizierung und Steuerung potentieller Risiken werden Planungs- und Kontrollsysteme genutzt, regelmäßig überprüft und sich verändernden Gegebenheiten angepasst. Systemisch wird das integrierte Planung-, Controlling- und Reporting-Instrument (Lucanet) eingesetzt, das es erlaubt, die laufende betriebswirtschaftliche Analyse der Einzelgesellschaften bis hin zum Konzern sicherzustellen. Darüber hinaus werden leistungswirtschaftliche Daten sowie deren Entwicklung wie u. a. Auftragsbestand, Auftragseingang oder Mitarbeiterzahlen von den Einzelgesellschaften abgefragt. Die jährliche Geschäftsplanung im Sinne eines Budgets für das folgende Geschäftsjahr - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Planbilanz sowie Finanzplan - wird ergänzt durch eine 3- Jahresplanung. Die laufende Soll-Ist Analyse sowie der Vergleich mit der jeweiligen Vorjahresperiode ermöglicht eine adäquate Steuerung sowohl der Einzelgesellschaften als auch des Konzerns. Die Ergebnisse der Analysen werden im persönlichen Gespräch mit dem Management vor Ort besprochen, mögliche Abweichungen erörtert und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen beschlossen. Darüber hinaus gibt es in regelmäßigen Zeitabständen Einzelrisikomeldungen seitens der verantwortlichen Vorstände und Geschäftsführer der Konzerngesellschaften auf Basis standardisierter Risikoerfassungsbelege. Dadurch konnte die bisherige Qualität der zeitnahen Berichterstattung, der betriebswirtschaftlichen Steuerung und der Risikoidentifikation der einzelnen Gesellschaften weiter verbessert werden.

10. Chancen und Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung

Die strategische Entscheidung, die Allgeier Gruppe als Dienstleistungsunternehmen auszurichten, bietet die Chance am Wachstum in zwei attraktiven Dienstleistungsmärkten, dem IT Service- und dem Zeitarbeitsmarkt, teilzuhaben.

In den jeweils stark fragmentierten Märkten gewinnt die Unternehmensgröße als Argument bei der Akquisition neuen Geschäfts zunehmend an Bedeutung. Der Allgeier Gruppe ist es gelungen, verschiedene technologische Kompetenzen sowie einen Pool von über 1.000 IT Professionals zu bündeln und sie verfügt damit im Vergleich zu den vielen kleineren Wettbewerbern über eine gute Marktposition, die den weiteren Marktausbau unterstützt.

Das Marktwachstum in der Zeitarbeit wird getragen vom zunehmenden Trend zur Flexibilisierung der Arbeitswelt sowie dem strukturell bedingten Nachholbedarf der als Zeitarbeit ausgestalteten Arbeitsverhältnisse. Ein regional dichtes Netz an Niederlassungen ermöglicht es dem Zeitarbeitsunternehmen nahe beim Kunden zu sein, um seine Bedürfnisse rasch und zeitnah erkennen und bedienen zu können. Unsere Zeitarbeitsunternehmen im Bereich Personal Services sind in ihren Märkten breit aufgestellt und verfügen über ein weites Niederlassungsnetz.

Grundsätzlich können sich Risiken in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der einzelnen Geschäftsbereiche des Konzerns ergeben. Die Geschäftsbereiche sind in ihrem operativen Geschäft von der konjunkturellen Entwicklung der Branche betroffen. Neben den Risiken, die sich aus der Veränderung der Einzelbranchen, die sich durch Konzentrationen oder Insolvenzen ergeben können, unterliegt der IT Bereich einem schnellen technologischen Wandel. Die Entwicklung marktgerechter Produkte und Dienstleistungen sowie die laufende technische und fachliche Qualifikation der Mitarbeiter im Dienstleistungsgeschäft sollen künftige Erfolge sicherstellen. Produktrisiken werden durch ständige Weiterentwicklung und Qualitätstests begrenzt. Im IT Servicegeschäft birgt die Zusammenarbeit mit nur wenigen Großkunden ein Risiko. Alle unsere Beteiligungen im IT Dienstleistungsumfeld verfügen daher bei Ihren wichtigsten Kunden über einen "Preferred Supplier Status", der das Risiko, einer Lieferantenkonsolidierung zum Opfer zu fallen, verringert. Der Markt für qualifizierte IT Professionals wird mit der Verbesserung des konjunkturellen Umfelds "enger", sodass wir davon ausgehen müssen, dass in Deutschland die Preise für solche Mitarbeiter steigen werden. Zudem verlangen die Kunden in Bezug auf die bisherigen Stundensätze Preiszugeständnisse seitens der Lieferanten. Hierzu laufen Projekte, um "Near Shore" - Kapazitäten in Tschechien bzw. Rumänien aufzubauen. Die geringen Lohnkosten erlauben eine entsprechende Optimierung der operativen Margen.

Im Geschäftsbereich Personal Services, der über ein weites Netz an Niederlassungen verfügt, erfordert die Steuerung sowie Bindung der Niederlassungsleiter erhöhte Aufmerksamkeit. Ein entsprechendes Anreizsystem erhöht die Bindung der Niederlassungsleiter und deren Teams an das jeweilige Unternehmen. Daher ist das Risiko von Fluktuationen innerhalb dieses Bereichs im Branchenvergleich eher niedrig. Die Gewinnung von ausgezeichneten Mitarbeitern für den Vertrieb und die interne Verwaltung wird angesichts der Wettbewerbsintensität auf dem Zeitarbeitsmarkt zunehmend schwieriger, der Fachkräftemangel verschärft den Wettbewerb um Kunden und qualifizierte externe Mitarbeiter. Auch die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns kann sich negativ auf die operativen Margen auswirken. Intensive Kundenbetreuung und weitere Qualifizierung von Mitarbeitern tragen dazu bei, die Risiken gering zu halten.

11. Sonstige Risiken

Die Allgeier Holding AG hat Genussrechte in Form von PREPS 2004-1 und PREPS 2005-2 in Höhe von insgesamt 13,0 Mio. € ausgegeben mit einer Laufzeit bis zum Jahre 2011 bzw. 2012. Die Gläubigerinnen haben bei einer wesentlichen Beeinträchtigung ihrer Rechtsstellung bzw. wirtschaftlichen Interessen die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung mit sofortiger Wirkung. Wichtige Gründe sind neben der Liquidation des Unternehmens, die Eröffnung des Insolvenzverfahrens, die Verletzung der Verpflichtung zur Aufstellung und Feststellung des geprüften Jahres- und Konzernabschlusses innerhalb der gesetzlichen Fristen, die Veräußerung, Verpfändung oder sonstige Belastung der Geschäftsanteile an dem Unternehmen oder seine Umwandlung soweit dadurch ein Wechsel der Kontrolle über das Unternehmen bewirkt wird, der zu einer Verschlechterung der Bonitätsbeurteilung führt. Weiterhin können Zahlungsverzug sowie die Verletzung von Informationsrechten der Gläubigerin, insbesondere die Vornahme einer Maßnahme des Unternehmens, die außerhalb seines ordentlichen und üblichen Geschäftsbetriebs liegt, wichtige Gründe für die außerordentliche Kündigung sein.

12. Sicherungspolitik

Der Allgeier Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Preis-, Zins- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken werden laufend beobachtet und bewertet und in Einzelfällen durch Sicherungsmaßnahmen begrenzt bzw. vermieden.

Aufgrund des geringen Umfangs der Transaktionen in fremder Währung erfolgten keine Sicherungsmaßnahmen zur Absicherung von Währungsrisiken. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurden zwei Zins-Caps, vier Zinssatzswaps und ein Zinscollar abgeschlossen.

Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Allgeier Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Durch implementierte Cash-Management-Systeme werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst. Zur Finanzierung des Working Capital Bedarfs der operativen Gesellschaften stehen liquide Mittel und Betriebsmittelfinanzierungen in Form von Kontokorrentlinien in ausreichender Höhe zur Verfügung. Die Tilgung der Kaufpreisdarlehen ist auf die zukünftige Ertragskraft der erworbenen Tochtergesellschaften ausgerichtet.

Das theoretische maximale Ausfallrisiko bei den originären Finanzinstrumenten entspricht dem Wert aller Forderungen abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber denselben Schuldnern. Allgeier ist bestrebt, das Ausfall-Risiko möglichst gering zu halten. Um dies zu erreichen, arbeitet Allgeier mit nur eingeschränkten Bestellumfängen, sofern die Bonität der Kunden nicht ausreichend ist. Bei Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Allgeier geht davon aus, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Darüber hinaus werden bei einzelnen Tochtergesellschaften Forderungsausfallrisiken durch Versicherungen abgedeckt.

13. Prognosebericht

Für 2007 erwarten wir, dass sich die positive Grundstimmung im Euroraum mit einem nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung weiter fortsetzt. Dies bestätigen auch diverse Expertenmeinungen, die anlässlich der wirtschaftlichen Entwicklung im ersten Quartal 2007 ihre Prognosen für das Wachstum des deutschen Bruttoinlandprodukts in 2007 auf Werte zwischen 2 und 2,5% nach oben angepasst haben. Wir gehen davon aus, dass sich die positive Entwicklung in Deutschland nachhaltig auf die Entwicklung unserer Geschäftsbereiche auswirkt.

Entgegen den Erwartungen hat sich die saisonbedingte Abschwächung im Geschäftsbereich Personal Services nicht eingestellt. Im Gegenteil, das organische Umsatzwachstum setzte sich im ersten Quartal 2007 mit 54% und gleichzeitiger Verdoppelung des operativen Ergebnisses EBITDA weiter fort. Da die Entwicklung im saisonbedingt schwächeren ersten Halbjahr bereits deutlich über den Erwartungen liegt, gehen wir von einer sehr positiven Entwicklung für das Gesamtjahr 2007 in diesem Bereich aus. Ziel ist es, den Geschäftsbereich mit gezielten Akquisitionen weiter auszubauen und das bundesweite Netz an Niederlassungen zu verbreitern. Die bereits angekündigten und sich in Prüfung befindlichen Akquisitionen würden ein Größenwachstum des Geschäftsbereiches von ca. 50 Mio. € auslösen und das EBIT um ca. 5 Mio. € erhöhen.

Der Trend nach qualifizierten IT Professionals ist ungebrochen. Davon profitierte insbesondere das Expert Leasing Geschäft der Goetzfried AG, welches im Vergleich zum Vorjahr im ersten Quartal erneut ein Umsatzwachstum von 25% erzielte. Auch die übrigen Bereiche im Segment IT Services konnten ihre Umsatzerwartungen im ersten Quartal 2007 erfüllen bzw. übertreffen, sodass wir auch für den Geschäftsbereich IT Services sehr positiv bzgl. der Entwicklung für das Gesamtjahr 2007 gestimmt sind. Ziel ist es, die vorhandenen Vertriebssynergien in diesem Bereich zu heben und Allgeier als einen der wesentlichen Wettbewerber in Deutschland zu positionieren. Darüber hinaus gilt es, unsere Near Shore Aktivitäten weiter auszubauen, um mit innovativen Dienstleistungsangeboten weitere Wachstumsfelder zu besetzen.

Die Konzernentwicklung im ersten Quartal 2007 sowie der Ausblick und die konjunkturellen Rahmenbedingungen stimmen uns positiv für das Gesamtjahr und wir erwarten eine gute Entwicklung im Konzern insgesamt, die sich auch im Jahr 2008 fortsetzen wird.

14. Angaben und Erläuterungen gemäß § 315 Abs. 4 HGB

  1. Das Grundkapital der Allgeier Holding AG beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2006 4.535.750,00 € und ist eingeteilt in 4.535.750 Stück nennwertlose Aktien, die auf den Inhaber lauten. Auf jede Aktie entfällt anteilig ein rechnerischer Betrag des Grundkapitals von 1,00 €. Sämtliche Stückaktien der Gesellschaft gehören der gleichen Aktiengattung an. Es bestehen keine verschiedenen Aktiengattungen, wie z.B. Stamm- oder Vorzugsaktien. Die Aktien der Gesellschaft sind im Geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard) notiert. Die mit den Aktien der Gesellschaft verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus der Satzung der Gesellschaft und ergänzend dem Aktiengesetz.

    1. Als Gegenleistung für den Verkauf der Aktien der Goetzfried AG hat der frühere Mehrheitsaktionär der Goetzfried AG unter anderem 93.458 Aktien der Allgeier Holding AG erhalten. Die im Zusammenhang mit dem Erwerb der Goetzfried AG an den Verkäufer übertragenen Aktien unterliegen hinsichtlich ihrer Übertragung einer im Kaufvertrag vereinbarten Sperrfrist, die 18 Monate nach der im Geschäftsjahr 2006 stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung abläuft. Im Übrigen sind keine Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung der Aktien der Gesellschaft bekannt, sofern diese sich nicht aus zwingenden gesetzlichen Vorschriften ergeben, wie z.B. aus § 136 AktG für die Abstimmung über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.
    1. Der Vorstandsvorsitzende Herr Carl Georg Dürschmidt hält durch direkte und über von ihm beherrschte Gesellschaften - indirekte Beteiligungen 26,07% am Grundkapital der Allgeier Holding AG. Davon hält die Lantano Beteiligungen GmbH, deren Mehrheitsgesellschafter Herr Dürschmidt ist, 21,3% am Grundkapital der Allgeier Holding AG. Sonstige direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.
    1. Es bestehen keine Aktien der Gesellschaft, die ihren Inhabern im Vergleich zu den übrigen Aktionären Sonderrechte, insbesondere Kontrollbefugnisse über die Gesellschaft verleihen.
    1. Dem Vorstand sind keine Beteiligungen von Arbeitnehmern am Kapital der Gesellschaft bekannt, bei denen Arbeitnehmer die Kontrollrechte aus ihrer Beteiligung nicht unmittelbar, sondern mittelbar über einen von ihnen benannten Vertreter ausüben.
    1. Die Voraussetzungen für die Ernennung und Abberufung des Vorstands sowie die Änderung der Satzung richten sich nach den Regelungen des Aktiengesetzes. Gemäß unserer Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen, die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat. Gemäß § 84 AktG werden die Mitglieder des Vorstands für höchstens fünf Jahre bestellt.

Änderungen der Satzung können gem. §§ 179 ff. AktG nur durch die Hauptversammlung mit qualifizierter Mehrheit beschlossen werden. Die Satzung der Gesellschaft sieht gegenüber den gesetzlichen Bestimmungen keine Erschwerungen oder Erleichterungen vor. Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen.

  1. Am 28. August 2006 hat die Hauptversammlung den Vorstand ermächtigt, bis zum 27. Februar 2008 eigene Aktien der Gesellschaft in einem Umfang von bis zu 10% des derzeitigen Grundkapitals mit der Maßgabe zu erwerben, dass auf diese zusammen mit anderen eigenen Aktien, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Die eigenen Aktien können nach Wunsch des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erworben werden. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats ist der Vorstand ermächtigt, die gem. § 71 Abs.1 Nr. 8 AktG erworbenen Aktien weiterzuveräußern. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, die aufgrund der Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen oder als Gegenleistung für eine Sacheinlage Dritter in die Gesellschaft zu leisten.

Die Allgeier Holding AG hielt am Stichtag 31. Dezember 2006 insgesamt 61.795 eigene Aktien. Aus eigenen Aktien stehen der Gesellschaft keine Stimmrechte zu.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Juni 2005 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 20. Juni 2010 durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 2.061.875,00 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Dabei ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für folgende Fälle auszuschließen:

  • bei einer Bezugsrechtsemission für aufgrund der Bezugsverhältnisse entstehende Spitzenbeträge,
  • für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen, wenn der

Erwerb im Interesse der Gesellschaft liegt,

  • für eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage für einen Anteil am genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt 412.375,00 €, sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 3. August 2006 von seiner Ermächtigung Gebrauch gemacht, das Grundkapital durch die Ausgabe von 412.000 Stück neuen auf den Inhaber lautenden Aktien gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu erhöhen. Für die neuen Inhaberaktien wurde ein Ausgabebetrag von 9,00 € festgelegt. Die Kapitalerhöhung wurde am 6. Oktober 2006 ins Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen. Das Genehmigte Kapital beträgt nach teilweiser Ausschöpfung am Bilanzstichtag noch 1.649.875,00 €.

    1. Die Allgeier Holding AG hat Genussrechte im Rahmen der Finanzierungsprogramme PREPS 2004-1 und PREPS 2005-2 in Höhe von insgesamt 13,0 Mio. € ausgegeben. Eine Changeof-Control-Klausel kann in Verbindung mit ratingbezogenen Ereignissen zu einem sofortigen Kündigungsrecht der Gläubigerin führen.
    1. Die Allgeier Holding AG hat keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.

Konzernbilanz nach IFRS zum 31. Dezember 2006

AKTIVA 31.12.2006 31.12.2005
Anhang T€ T€
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten
und Werten 1 11.037,9 5.978,1
- davon erworben
- davon selbst erstellt
10.885,4
152,5
5.691,8
286,3
Geschäfts- oder Firmenwerte 2 48.898,7 18.643,3
59.936,6 24.621,4
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 1.975,5 1.065,5
Finanzierungsleasing 660,3 258,0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.882,1 1.672,2
3 5.517,9 2.995,8
Sonstige langfristige Vermögenswerte 4 41,9 0,0
Aktive latente Steuern 5 7.725,2 3.774,7
Summe langfristige Vermögenswerte 73.221,7 31.391,9
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
260,2 280,3
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 129,8 101,9
Fertige Erzeugnisse und Waren 261,1 262,9
6 651,1 645,1
Kurzfristige Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7 38.658,3 18.978,7
Steuererstattungsansprüche 8 2.036,5 410,8
Sonstige Vermögensgegenstände 9 2.960,3 818,4
43.655,1 20.207,8
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen
Sonstige Wertpapiere 10 716,6 15,8
Liquide Mittel 11 16.469,0 14.164,5
17.185,6 14.180,3
Rechnungsabgrenzungsposten 365,0 190,0
Summe kurzfristige Vermögenswerte 61.856,8 35.223,3
Zur Veräußerung gehaltenene Vermögenswerte 0,0 2.432,6
Bilanzsumme 135.078,5 69.047,7
PASSIVA 31.12.2006 31.12.2005
Anhang T€ T€
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens
entfallendes Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 12 4.535,8 4.123,8
Kapitalrücklage 13 15.842,1 12.564,2
Gewinnrücklagen 277,0 277,0
Ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderungsrücklage 14 -995,3 0,0
Eigene Anteile 15 -404,1 -458,1
Gewinn-/Verlustvortrag 16 -2.257,7 1.773,9
Wechselkursänderungen 17 33,0 -1,8
Jahresüberschuss/-fehlbetrag für die Anteilseigner
des Mutterunternehmens 2.465,7 1.891,6
19.496,4 20.170,6
Minderheitenanteile 18 1.992,5 -922,4
Summe Eigenkapital 21.489,0 19.248,2
Langfristige Schulden
Genussrechte 19 13.000,0 7.000,0
Verzinsliche Darlehen 20 26.208,6 13.000,0
Rückstellungen für Pensionen 21 767,0 620,6
Passive latente Steuern 22 8.318,7 2.023,9
Sonstige Schulden 23 3.019,8 1.536,7
Summe langfristige Schulden 51.314,0 24.181,1
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
11.033,5 5.598,1
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 522,7 678,5
Verzinsliche Darlehen 20 9.951,4 4.927,7
Steuerrückstellungen 24 2.104,4 1.552,3
Sonstige Rückstellungen 25 7.319,7 4.159,6
Sonstige Verbindlichkeiten 26 31.262,9 7.597,2
Rechnungsabgrenzungsposten 81,0 199,8
Summe kurzfristige Schulden 62.275,5 24.713,1
Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung
gehaltenenen Vermögenswerten 0,0 905,2
Bilanzsumme 135.078,5 69.047,7

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS für die Zeit vom 1. Januar 2006 - 31. Dezember 2006

31.12.2006 31.12.2005
Anhang T€ T€
Fortgeführte Geschäftsbereiche
Umsatzerlöse
Verminderung des Bestands an fertigen und
27 166.680,1 72.011,3
unfertigen Erzeugnissen -240,1 -676,7
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 609,3
Sonstige betriebliche Erträge 28 1.918,6 2.276,5
Materialaufwand 29 50.933,8 31.835,9
Personalaufwand 30 90.018,7 27.766,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen 31 14.045,5 7.938,3
Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern 13.360,5 6.679,6
Abschreibungen 32 6.008,2 3.498,4
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 7.352,3 3.181,2
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 272,0 266,7
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 33 2.622,4 1.150,8
Ergebnis vor Steuern 5.001,9 2.297,1
Ertragsteuerergebnis 34 -2.162,1 12,7
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen 2.839,8 2.309,8
Aufgegebene Geschäftsbereiche
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 0,0 -55,1
Jahresüberschuss 35 2.839,8 2.254,7
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 2.465,7 1.891,6
Minderheitenanteile 374,1 363,0
Durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Aktien nach
zeitanteiliger Gewichtung 36 4.162 3.992
Ergebnis je Aktie (unverwässert = verwässert) 0,59 0,47
Davon entfallen auf:
Fortgeführte Geschäftsbereiche 0,59 0,48
Aufgegebene Geschäftsbereiche 0,00 -0,01

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2006 - 31. Dezember 2006

2006 2005
T€ T€
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 7.352,3 3.181,2
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 6.008,2 3.498,4
Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 23,7 6,7
Veränderung latente Steuern 1,5 -718,0
Veränderung langfristige Rückstellungen -415,9 22,4
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 336,4 -1.520,9
Zinserträge 272,0 266,7
Zinsaufwendungen -2.622,4 -1.150,8
Gezahlte Ertragssteuern
Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit vor Working Capital
-2.733,3 -680,7
Veränderungen 8.222,5 2.905,0
Veränderung Vorräte 311,4 1.635,6
Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -2.668,6 -1.195,9
Veränderung sonstige Aktivposten -2.513,0 1.468,2
Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 319,8 -1.576,3
Zuführung von sonstigen Rückstellungen 5.673,3 2.281,9
Verbrauch von sonstigen Rückstellungen -3.872,7 -1.391,4
Veränderung sonstige Passivposten -873,9 1.432,9
Cash Flows aus Working Capital Veränderungen -3.623,7 2.655,1
Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit 4.598,8 5.560,1
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -2.280,9 -1.336,1
Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 25,0 166,9
Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen -25.307,7 -12.812,2
Auszahlungen aus dem Erwerb von sonstigen Geschäftseinheiten
Auszahlungen aus von Kaufpreisen und Earn Outs nicht im Geschäftsjahr
0,0 -1.788,9
erworbener Gesellschaften -1.000,0 0,0
Einnahmen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen 0,0 466,1
Cash Flows aus der Investitionstätigkeit -28.563,6 -15.304,3
Einzahlung aus Kapitalerhöhung 3.690,0 1.495,0
Direkt in das Eigenkapital gebuchte Kosten der Kapitalerhöhung 0,0 -18,9
Zugang eigene Anteile -557,1 -256,5
Aufnahme von Nachrangdarlehen 0,0 6.000,0
Aufnahme von Bankdarlehen 25.950,0 9.787,6
Tilgung von Bankdarlehen -7.636,6 -4.910,3
Aufnahme von sonstigen Darlehen 1.533,7 0,0
Veränderung Anteile Minderheitengesellschafter 900,5 675,4
Cash Flows aus der Finanzierungstätigkeit 23.880,4 12.772,3
Cash Flows aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 1.300,0 -173,8
Summe der Cash Flows 1.215,7 2.854,3
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds 33,4 1,6
Veränderungen des Finanzmittelfonds gesamt 1.249,1 2.855,9
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 13.999,5 11.143,6
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 15.248,6 13.999,5

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2006 gemäß Konzernabschluss nach IFRS

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand Stand
Zugänge Abgänge
01.01.2006 31.12.2006
T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten und Werten 11.312 9.370 3.793 16.889
davon erworben 10.905 9.370 3.793 16.482
davon selbsterstellt 407 0 0 407
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 18.652 30.774 4 49.422
29.963 40.143 3.796 66.311
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken 1.981 965 0 2.946
2. Finanzierungsleasing 273 533 0 807
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
3.032 2.228 460 4.801
5.287 3.726 460 8.554
III. Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 42 0 42
35.251 43.911 4.256 74.906
kumulierte Abschreibungen Buchwert
Stand Stand Stand Stand
Zugänge Abgänge
01.01.2006 31.12.2006 31.12.2006 31.12.2005
T€ T€ T€ T€ T€ T€
5.334 4.307 3.790 5.851 11.038 5.978
5.213 4.042 3.658 5.596 10.885 5.692
121 266 132 254 152 286
8 518 4 523 48.899 18.643
5.342 4.826 3.794 6.374 59.937 24.621
916 55 0 971 1.976 1.065
15 131 0 146 660 258
1.360 997 438 1.919 2.882 1.672
2.292 1.183 438 3.036 5.518 2.996
0 0 0 0 42 0
7.633 6.008 4.232 9.410 65.496 27.617

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2005 gemäß Konzernabschluss nach IFRS

Stand vor Stand nach Stand
Anpassungen Anpassungen Anpassungen Zugänge Abgänge
31.12.2004 01.01.2005 31.12.2005
T€ T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten 8.904 808 9.712 5.953 4.353 11.312
davon erworben 5.765 808 6.573 5.344 1.012 10.905
davon selbsterstellt 3.138 0 3.138 609 3.341 407
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 87881) -1.269 7.519 12.682 1.549 18.652
17.692 -461 17.231 18.635 5.902 29.963
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten auf Grundstücke
2.050 0 2.050 4 72 1.981
2. Technische Anlagen und Maschinen 231 0 231 30 261 0
3. Finanzierungsleasing 0 0 0 273 0 273
4. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1.982 0 1.982 2.063 1.013 3.032
4.264 0 4.264 2.370 1.346 5.287
III. Finanzanlagen 13 0 13 0 13 0
21.968 -461 21.507 21.005 7.261 35.251

Anschaffungs- und Herstellungskosten

1) gemäß IFRS 3 79 (b) mit den kumulierten Abschreibungen bis zum 31.12.2004 aufgerechnet

kumulierte Abschreibungen Buchwert
Stand vor Stand nach Stand Stand Stand
Anpassungen Anpassungen Anpassungen Zugänge Abgänge
31.12.2004 01.01.2005 31.12.2005 31.12.2005 31.12.2004
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
5.475 108 5.583 2.622 2.871 5.334 5.978 4.129
3.669 108 3.777 2.089 654 5.213 5.692 2.796
1.805 0 1.805 533 2.218 121 286 1.333
0 0 0 8 0 8 18.643 7.519
5.475 108 5.583 2.631 2.871 5.342
24.621
11.648
903 0 903 43 30 916 1.065 1.147
96 0 96 0 96 0 0 135
0 0 0 15 0 15 258 0
1.330 0 1.330 809 779 1.360 1.672 652
2.330 0 2.330 868 906 2.292 2.996 1.934
0 0 0 0 0 0 0 13
7.805 108 7.912 3.498 3.777 7.633 27.617 13.594

Eigenkapital-Veränderungsrechnung für den IFRS Konzernabschluss zum 31. Dezember 2006

Gezeichnetes
Kapital
T€
Kapital-
rücklage
T€
Gewinn-
rücklagen
T€
Ergebnis
neutrale
Eigenkapital
veränderungs
rücklage
T€
Stand am 01. Januar 2005 3.000,0 12.211,8 277,0 0,0
Einstellung Periodenergebnis Vorjahr in Gewinnvortrag
Zugang eigener Aktien der Allgeier Holding AG
Abgang eigener Aktien der Allgeier Holding AG
Kapitalerhöhung 299,0 1.177,1
Aktiensplit 824,8 -824,8
Minderheitenanteile am Kapital neu erworbener
Tochtergesellschaften zum Erstkonsolidierungszeitpunkt
Veränderung Wechselkursänderungen
Minderheitenanteile am Kapital veräußerter Tochtergesellschaften
zum Erstkonsolidierungszeitpunkt
Periodenergebnis
Stand am 31. Dezember 2005 4.123,8 12.564,2 277,0 0,0
Umgliederung der Minderheitenanteile am 31. Dezember 2005 am
beizulegenden Zeitwert der Vermögensgegenstände und Schulden
neu erworbener Tochtergesellschaften zum
Erstkonsolidierungszeitpunkt (Goodwill)
Einstellung Periodenergebnis Vorjahr in Gewinnvortrag
Zugang eigener Aktien der Allgeier Holding AG
Kapitalerhöhung 412,0 3.278,0
Abfindung Minderheitengesellschafter -1.286,1
Ausgabe eigener Aktien als Gegenleistung für
Unternehmenserwerbe
288,9
Wertveränderung von Wertpapieren 1,9
Minderheitenanteile am Kapital neu erworbener
Tochtergesellschaften zum Erstkonsolidierungszeitpunkt
Kompensationsanspruch Minderheiten
Minderheitenanteile am beizulegenden Zeitwert der
Vermögensgegenstände und Schulden neu erworbener
Tochtergesellschaften zum Erstkonsolidierungszeitpunkt
Veränderung Wechselkursänderungen
Minderheitenanteile am Kapital veräußerter Tochtergesellschaften
zum Entkonsolidierungszeitpunkt (Goodwill)
Periodenergebnis
Stand am 31. Dezember 2006 4.535,8 15.842,1 277,0 -995,3

Auf die Anteils-

Eigene
Anteile
T€
Gewinn-
vortrag
T€
Wechselkurs-
änderungen
T€
Perioden-
ergebnis
T€
eigner des Mutter
unternehmens
entfallendes
Eigenkapital
T€
Minderheiten-
anteile
T€
Summe
Eigenkapital
T€
-201,6 2.832,8 -3,4 -1.058,8 17.057,8 2.310,9 19.368,7
-408,2 -1.058,8 1.058,8 0,0
-408,2
0,0
-408,2
151,7 151,7 151,7
1.476,1
0,0
1.476,1
0,0
0,0 -1.046,9 -1.046,9
1,6 1,6 1,5 3,2
0,0 -2.551,0 -2.551,0
1.891,6 1.891,6 363,0 2.254,7
-458,1 1.773,9 -1,8 1.891,6 20.170,6 -922,4 19.248,2
-1.749,5 -1.749,5 1.749,5 0,0
1.891,6 -1.891,6 0,0 0,0
-557,1 -557,1 -557,1
3.690,0 3.690,0
-1.286,1 -100,0 -1.386,1
611,1 900,0 900,0
1,9 0,5 2,4
0,0 1.069,7 1.069,7
0,0 -150,0 -150,0
-4.173,8 -4.173,8 -4.173,8
33,4 33,4 33,4
1,4 1,4 -28,8 -27,4
2.465,7 2.465,7 374,1 2.839,8
-404,1 -2.257,7 33,0 2.465,7 19.496,4 1.992,5 21.489,0

Konzernanhang der Allgeier Holding AG (IFRS) für das Geschäftsjahr 2006

A. ALLGEMEINE ANGABEN

I. Informationen zum Konzern

Das Mutterunternehmen des Konzerns ist die Allgeier Holding AG. Sie hat ihren Sitz in der Wehrlestraße 12, 81679 München, Deutschland, und ist im Handelsregister beim Amtsgericht der Stadt München unter HRB 143582 eingetragen. Der Gegenstand der Allgeier Holding AG ist das Halten und Verwalten von Unternehmensbeteiligungen sowie die Zusammenarbeit mit, Finanzierung von, Erbringung von Beratungs- und anderen Dienstleistungen für und Management von anderen Gesellschaften und Unternehmen, insbesondere im Technologiebereich und damit verwandten Bereichen.

II. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der Allgeier Holding AG als oberstes Mutterunternehmen wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Er umfasst als Bestandteile Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang. Der Konzernabschluss wurde um einen Konzernlagebericht und weitere nach HGB und AktG erforderliche Angaben und Erläuterungen ergänzt.

Der Konzernabschluss der Allgeier Holding AG basiert auf der Prämisse der Unternehmensfortführung. Die Aufstellung des Konzernabschlusses wurde auf der Grundlage der historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vorgenommen. Davon ausgenommen war die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente, die nach dem beizulegenden Wert angesetzt wurden.

Die im Konzern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüber hinaus hat der Konzern die neuen und überarbeiteten International Financial Reporting Standards beachtet, die für Geschäftsjahre ab dem 01. Januar 2006 verbindlich sind. Diese Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Der Konzernabschluss weicht in Einzelfällen von der Darstellung und Gliederung des Vorjahres ab. Die Erklärungen zu diesen Abweichungen werden innerhalb der Erläuterungen der jeweiligen Posten des Abschlusses der Art und des Grundes der Abweichung vorgenommen. Dies betrifft insbesondere die Darstellung im Eigenkapital und in der Konzern-Kapitalflussrechnung.

Der Konzernabschluss wird, soweit nichts anders angegeben ist, in Euro dargestellt. Die Werte werden auf Tausend Euro gerundet. In den Tabellen kann es aufgrund von Rundungen zu Abweichungen von +/- 1 T€ kommen.

Die Voraussetzungen des § 315a HGB für eine Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschem Handelsrecht sind erfüllt.

III. Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss werden die Allgeier Holding AG und alle ihre Tochtergesellschaften einbezogen. Bei sämtlichen Tochtergesellschaften übt die Allgeier Holding AG unmittelbar oder mittelbar die Kontrolle aus und hält direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte. Die Allgeier Holding AG kann bei ihren Tochtergesellschaften die Finanz- und Geschäftspolitik bestimmen und daraus den wirtschaftlichen Nutzen ziehen.

Zum 31. Dezember 2006 werden 44 Gesellschaften konsolidiert. Im Geschäftsjahr 2006 hat der Konzern 7 Gesellschaften neu gegründet und 14 Gesellschaften erworben.

Sämtliche Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften werden zum Stichtag der Allgeier Holding AG zum 31. Dezember 2006 gemäß IAS 27.28 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste, die im Buchwert von Vermögenswerten enthalten sind, werden in voller Höhe eliminiert.

Erworbene Gesellschaften werden ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Kontrolle ausübt, voll konsolidiert. Im Geschäftsjahr neu gegründete Gesellschaften werden ab dem Gründungszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch die Allgeier Holding AG nicht mehr besteht.

Die Erstkonsolidierung erfolgt unter Anwendung der Erwerbsmethode. Danach werden die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs verteilt. Minderheitenanteile werden in Höhe ihres Anteils an den beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden angesetzt. Ein nach Verteilung eventuell verbleibender Überschuss wird als Geschäfts- oder Firmenwert nach Abzug des Minderheitenanteils aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge werden als sonstiger betrieblicher Ertrag sofort ergebniswirksam vereinnahmt.

Der Ausweis von Minderheitenanteilen erfolgt gesondert sowohl in der Gewinn- und Verlustrechung als auch innerhalb des Eigenkapitals in der Konzernbilanz.

Im Konzernabschluss sind die Aufwendungen und Erträge der erstkonsolidierten Unternehmen ab dem Stichtag der Erstkonsolidierung enthalten.

IV. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden zum 31. Dezember 2006 die Allgeier Holding AG und alle ihre nachfolgend aufgeführten Tochtergesellschaften einbezogen:

Anteil
am
Kapital
%
Eigen-
kapital
31.12.2006
T€
Jahres
ergebnis
2006
T€
Allgeier IT Services AG, München 100 20.989 0 (3)
GFU Kiefer + Partner GmbH, Pullach (2) 100 1.000 0 (4)
ICC Solutions GmbH, Hürth [ehemals: Kiefer GmbH, Pullach] (2) 100 39 15
Softcon MBO GmbH, München (2) 80 1.630 -246
SOFTCON AG, München (2) 80 8.707 1.014
SOFTCON IT-Service GmbH, München (2) 80 106 0 (4)
SOFTCON IT-Services S.r.l., Timisoara, (RO) (2) 80 23 (6) 24 (6)
U.N.P.-Software GmbH, Düsseldorf (2)
[ehemals: InfoTeSys Computer Consulting GmbH, Hürth] (2) 100 752 0
(4)
MGM MBO GmbH, München (2) 80 2.168 -332
mgm technology partners GmbH, München (2) 80 1.847 993
mgm technology partners s.a.r.l., Grenoble, (F) (2) 80 -38 (1)(7) -58
mgm technology partners s.r.o., Prag, (CZ) (2) 80 810 (6) 278 (6)
mgm consulting partners GmbH, Hamburg (2) 56 108 61
Allgeier MBO GmbH, München (2) 100 25 (1) 0 (4)
Goetzfried AG, Wiesbaden (2) 100 3.670 1.014
4 TEKK Software AG, München 100 688 588
Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen 100 3.344 342
BOG IT Solutions GmbH, Bremen 100 -650 (1)(7) 161
Allgeier Computer B.V., Oosterhout, (NL) 100 (5) 412 151
Allgeier Computer (Belgien) NV, Zaventem, (B) 100 604 169
Allgeier Beteiligungen GmbH, München 100 -10.132 (1)(7) 954
Allgeier DL GmbH, München (2) 90 2.256 0 (4)
MR-Wirtschaftsberatung GmbH-Holding (2)
[ab 13. Februar 2007: Allgeier Personal Services GmbH], Mannheim (2) 90 2.606 0
(4)
Personal-Team Unternehmen für Zeitarbeit GmbH, Ludwigshafen (2) 90 126 0 (4)
IHD, Industrie-Handwerker-Dienst Personal-Leasing GmbH, Ludwigshafen (2) 90 116 0 (4)
Quick Office Personalleasinggesellschaft mbH, Mannheim (2) 90 4 308
Interim-Plan Holding GmbH, Mannheim (2) 90 50 0 (4)
Interim-Plan Unternehmensberatung und Personalleasing GmbH, Mannheim (2) 90 31 0 (4)
Interim-Plan Unternehmensberatung und Personalleasing GmbH, Heidelberg (2) 90 26 0 (4)
Interim-Plan Montage Personalleasing GmbH, Mannheim (2) 90 216 0 (4)
EuW MBO GmbH, München (2) 81 273 0 (4)
Esterbauer & Windisch Personalservice GmbH, Straubing (2) 81 4.829 2.096
Tiempo MBO GmbH, München (2) 81 123 0 (4)
Tiempo Personal Leasing GmbH, Ahrensburg (2) 81 589 443
Tiempo Projekt GmbH, Ahrensburg (2) 81 23 -2
PS 1 MBO GmbH, München (2) 90 24 0 (4)
PS 2 MBO GmbH, München (2) 90 24 0 (4)
APS MBO GmbH, München (2) 90 224 -1
ANDERS Personal Service GmbH Bückeburg, Bückeburg (2) 90 300 273
ANDERS Personal Service GmbH Garbsen, Garbsen (2) 90 77 48
ANDERS Personal Service GmbH Gütersloh, Gütersloh (2) 90 490 438
ANDERS Prolog Service GmbH, Bückeburg (2) 90 72 47
Allgeier Management AG, München 100 47 7

(1) nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

(2) mittelbare Beteiligungen über abhängige Tochterunternehmen

(3) nach Gewinnabführung auf Grund des Gewinnabführungsvertrages an die Allgeier Holding AG

  • (4) nach Gewinnabführung auf Grund des Gewinnabführungsvertrages an andere verbundene Unternehmen (5) inklusive mittelbarer Beteiligung
  • (6) Die Umrechnung im Jahresabschluss erfolgte für alle Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs von 3,38295 LEI/€ bzw. 27,43484 CZK/€ und für alle Positionen der Gewinn-/ und Verlustrechnung mit Durchschnittskurs von 3,46710 LEI/€ bzw. 28,24431 CZK/€

(7) Aufgrund vorliegender Rangrücktrittserklärungen liegt keine tatsächliche Überschuldung vor.

Die Angaben zum Eigenkapital und Jahresergebnis der Tochtergesellschaften sind den nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Einzelabschlüssen entnommen.

Die Kiefer GmbH, Pullach im Isartal, wurde am 31. Dezember 2006 umfirmiert in ICC Solutions GmbH. Der Sitz der Gesellschaft wurde nach Hürth verlegt. Die U.N.P.-Software GmbH, Düsseldorf, wurde auf die InfoTeSys Computer Consulting GmbH, Hürth, verschmolzen. In der Folge wurde die InfoTeSys Computer Consulting GmbH umfirmiert in U.N.P.-Software GmbH ("UNP") und der Sitz der Gesellschaft nach Düsseldorf verlegt.

Die Elektro-Automatik Schaltnetzgeräte GmbH, Bremen, und die EA Elektro-Automatik Ltd., Salisbury (GB), wurden im Januar 2006 verkauft. Beide Tochtergesellschaften waren im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2005 als zur Veräußerung bestimmte Tochtergesellschaften klassifiziert.

Am 31. Dezember 2006 bestehen Ergebnisabführungsverträge zwischen den folgenden Gesellschaften:

  • Allgeier Holding AG, München, als Organobergesellschaft und der Allgeier IT Services AG, München
  • Allgeier IT Services AG, München, als Organobergesellschaft und der GFU Kiefer + Partner GmbH, Pullach im Isartal
  • Allgeier IT Services AG, München, als Organobergesellschaft und der U.N.P.-Software GmbH, Düsseldorf
  • Allgeier IT Services AG, München, als Organobergesellschaft und der Allgeier MBO GmbH, München
  • SOFTCON AG, München, als Organobergesellschaft und der SOFTCON IT-Service GmbH, München
  • Allgeier Beteiligungen GmbH, München, als Organobergesellschaft und der Allgeier DL GmbH, München
  • Allgeier DL GmbH, München, als Organobergesellschaft und der MR-Wirtschaftsberatung GmbH-Holding, Mannheim
  • Allgeier DL GmbH, München, als Organobergesellschaft und der Interim-Plan Holding GmbH, Mannheim
  • Allgeier DL GmbH, München, als Organobergesellschaft und der EuW MBO GmbH, München
  • Allgeier DL GmbH, München, als Organobergesellschaft und der Tiempo MBO GmbH, München
  • Allgeier DL GmbH, München, als Organobergesellschaft und der PS 1 MBO GmbH, München
  • Allgeier DL GmbH, München, als Organobergesellschaft und der PS 2 MBO GmbH, München
  • MR-Wirtschaftsberatung GmbH-Holding, Mannheim, als Organobergesellschaft und der IHD-Industrie-Handwerker-Dienst Personal-Leasing GmbH, Ludwigshafen
  • MR-Wirtschaftsberatung GmbH-Holding, Mannheim, als Organobergesellschaft und der Personal-Team Unternehmen für Zeitarbeit GmbH, Ludwigshafen
  • Interim-Plan Holding GmbH, Mannheim, als Organobergesellschaft und der Interim-Plan Unternehmensberatung und Personalleasing GmbH, Mannheim
  • Interim-Plan Holding GmbH, Mannheim, als Organobergesellschaft und der Interim-Plan Unternehmensberatung und Personalleasing GmbH, Heidelberg
  • Interim-Plan Holding GmbH, Mannheim als Organobergesellschaft und der Interim-Plan Montage, Personalleasing GmbH, Mannheim

Aufgrund von Beschränkungen aus Darlehensvereinbarungen dürfen die Tochtergesellschaften GFU Kiefer + Partner GmbH, Softcon MBO GmbH, MGM MBO GmbH, Allgeier MBO GmbH und Allgeier DL GmbH keine Barmittel als Dividenden oder Darlehen an das Mutterunternehmen transferieren. Diese Beschränkungen gelten bis zur vollständigen Tilgung der zum Erwerb der Tochtergesellschaften von Banken ausgereichten Akquisitionsfinanzierungen. Zum 31. Dezember 2006 verfügen diese Gesellschaften über liquide Mittel von 1.582 T€ und über Bankverbindlichkeiten von 28.647 T€.

Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich erhebliche Veränderungen im Konsolidierungskreis aufgrund von Erwerben, Gründungen und Veräußerungen von Tochtergesellschaften. Im Geschäftsjahr erwarb die Allgeier Holding AG mittelbar über verbundene Unternehmen die U.N.P.- Software GmbH, Düsseldorf, die mgm technology partners GmbH, München, einschließlich ihrer Tochtergesellschaften, die Esterbauer & Windisch Personalservice GmbH, Straubing, die Tiempo Personal Leasing GmbH, Ahrensburg, die Goetzfried AG, Wiesbaden, die SOFTCON IT-Services S.r.l., Timisoara/Rumänien, die APS MBO GmbH, München, die ANDERS Personal Service GmbH Bückeburg, Bückeburg, die ANDERS Personal Service GmbH Gütersloh, Gütersloh, die ANDERS Personal Service GmbH Garbsen, Garbsen, und die ANDERS Prolog Service GmbH, Bückeburg.

U.N.P.-Software GmbH

Mit Urkunde vom 03. März 2006 erwarb die Allgeier IT Services AG, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Allgeier Holding AG, 100% der Anteile der U.N.P.-Software GmbH, Düsseldorf ("UNP"). Geschäftszweck der UNP ist die Erbringung von Dienstleistungen zur Informationsverarbeitung und Betriebsorganisation, der Handel mit EDV-Produkten und die gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung im kaufmännischen Bereich.

Die Anschaffungskosten für die Anteile der UNP betrugen 2.979 T€. Diese beinhalten einen festen Kaufpreisanteil von 2.150 T€, einen variablen Kaufpreisanteil von 777 T€ und Anschaffungsnebenkosten für Rechts- und Beratungsleistungen von 52 T€. Der variable Kaufpreis bezog sich auf ein Planergebnis für das Jahr 2006 und wurde abschließend festgestellt. Die Finanzierung des Erwerbs der UNP erfolgte aus vorhandenen Mitteln des Allgeier-Konzerns.

Buchwerte
vor nach
Kaufpreis Kaufpreis Kaufpreis
allokation allokation allokation
T€ T€ T€
Immaterielle Vermögenswerte 0 776 776
Sachanlagen 11 0 11
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.182 10 1.192
Kurzfristige sonstige Vermögensgegenstände 59 0 59
Liquide Mittel 229 0 229
Rechnungsabrenzungsposten 15 0 15
Erworbene Vermögenswerte 1.496 786 2.282
Passive latente Steuern 0 308 308
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 726 0 726
Steuerrückstellungen 139 0 139
Sonstige Rückstellungen 70 0 70
Sonstige Verbindlichkeiten 73 0 73
Erworbene Schulden 1.008 308 1.316
Erworbene Vermögenswerte abzüglich erworbene Schulden 488 478 967

Buchwerte und Kaufpreisallokation der UNP zum Erwerbsstichtag 28. Februar 2006:

Die im Anhang des Vorjahres nachrichtlich gemachten vorläufigen Angaben zur Kaufpreisallokation der UNP weichen in Einzelfällen aufgrund besserer Erkenntnisse von der endgültigen Kaufpreisallokation ab.

Die Erstkonsolidierung der UNP fand zum 28. Februar 2006 statt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die UNP Vermögenswerte und Schulden mit handelsrechtlichen Buchwerten im Saldo von 488 T€. Im Rahmen der Neubewertung der Aktiva und Passiva wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit abweichenden Zeitwerten angesetzt und bisher nicht aktivierte Kundenbeziehungen von 430 T€ und Auftragsbestände von 346 T€ identifiziert und bewertet. In Folge der Neubewertung erhöhten sich die erworbenen Vermögenswerte und Schulden im Saldo auf 967 T€. Der verbleibende positive Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis, den erworbenen Vermögenswerten und Schulden von 2.012 T€ wurde als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Dieser Goodwill basiert auf den Erwartungen an den Markt und die Leistungen des Managements und der Mitarbeiter, Wachstumschancen zu nutzen und die Tochtergesellschaft erfolgreich fortzuentwickeln.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge der UNP sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ab dem 01. März 2006 enthalten. Der Anteil am konsolidierten Jahresüberschuss, der auf diese Gesellschaft seit der unterjährigen Erstkonsolidierung entfällt, beträgt 505 T€. Im Gesamtjahr 2006 erreichte die UNP einen Umsatz von 7.698 T€ und einen Jahresüberschuss von 792 T€. Die UNP ist Teil des Segments IT Services der Allgeier Gruppe.

mgm technology partners GmbH

Mit Urkunde vom 17. März 2006 wurde die MGM MBO GmbH, München ("MGM MBO"), als 100% ige Tochtergesellschaft der Allgeier Holding AG gegründet. Geschäftszweck der MGM MBO ist das Halten und Verwalten von Unternehmensbeteiligungen und das Erbringen von Beratungsleistungen. Mit der MGM MBO erwarb der Konzern am 20. März 2006 100% der Anteile der mgm technology partners GmbH, München ("MGM TP"), und 1,9% der Anteile mgm technology partners s.a.r.l., Grenoble/Frankreich ("MGM France"). Die MGM TP hält wiederum 70% der Anteile der mgm consulting partners GmbH, Hamburg ("MGM CP"), 100% der Anteile der Platina s.r.o., Prag/Tschechien ("Platina") und 98,1% der Anteile der MGM France. Die MGM TP einschließlich ihrer Tochtergesellschaften ("MGM TP Gruppe") hat als Unternehmensgegenstand die Erbringung von Beratungsleistungen, insbesondere im IT-Bereich, und Softwareentwicklung. Im Rahmen des Erwerbs der Anteile an der MGM TP und der MGM France wurden 20% der Anteile der MGM MBO an einen bisherigen Gesellschafter der MGM TP rückveräußert. Die Platina wurde am 15. August 2006 umfirmiert in mgm technology partners s.r.o.

Als Anschaffungskosten für den Erwerb der MGM TP und der MGM France wurden zum 31. Dezember 2006 insgesamt 7.581 T€ aktiviert. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus einem festen Kaufpreis von 7.500 T€ und Anschaffungsnebenkosten für Rechts- und Beratungsleistungen von 81 T€. Darüber hinaus wurde ein variabler Kaufpreis vereinbart, der auf der Grundlage der Plan-EBITs der Summe der Jahre 2005 bis 2007 basiert. Wenn der Plan-EBIT erreicht wird, beträgt der variable Kaufpreis 6.500 T€. Bei einer Überschreitung des Plan-EBITs erhöht sich dieser Betrag um 25% des überschreitenden Betrags. Bei einer Unterschreitung reduziert sich der variable Kaufpreis linear um 3% je Prozentpunkt der Ergebnisunterschreitung. Er entfällt bei Erreichung oder Unterschreitung von 66,66% des Plan-EBITs. Da aus heutiger Sicht nicht mit der Erreichung der Ergebnisschwelle für den variablen Kaufpreis auszugehen ist, wurde zum 31. Dezember 2006 kein variabler Kaufpreis aktiviert. Die Finanzierung des Kaufpreises erfolgte durch Aufnahme eines Bankdarlehens von 5.000 T€, Gewährung von verzinslichen Verkäuferdarlehen von 600 T€ sowie frei verfügbare Liquidität von 1.981 T€.

Buchwerte und Kaufpreisallokation der MGM TP Gruppe zum Erwerbsstichtag 31. März 2006:

Buchwerte
vor
Kaufpreis
Kaufpreis nach
Kaufpreis
allokation allokation allokation
T€ T€ T€
Immaterielle Vermögenswerte 78 1.835 1.913
Sachanlagen 589 98 687
Vorräte 111 0 111
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.257 0 3.257
Kurzfristige sonstige Vermögensgegenstände 155 0 155
Liquide Mittel 161 0 161
Rechnungsabrenzungsposten 18 0 18
Erworbene Vermögenswerte 4.369 1.933 6.302
Minderheitenanteile 17 0 17
Rückstellungen für Pensionen 58 126 184
Passive latente Steuern 0 669 669
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 533 0 533
Steuerrückstellungen 197 0 197
Sonstige Rückstellungen 1.339 0 1.339
Sonstige Verbindlichkeiten 643 98 741
Rechnungsabrenzungsposten 20 0 20
Erworbene Schulden 2.807 893 3.700
Erworbene Vermögenswerte abzüglich erworbene Schulden 1.562 1.040 2.602

Die im Anhang des Vorjahres nachrichtlich gemachten vorläufigen Angaben zur Kaufpreisallokation der MGM TP Gruppe weichen in Einzelfällen aufgrund besserer Erkenntnisse von der endgültigen Kaufpreisallokation ab.

Die Erstkonsolidierung der MGM TP Gruppe erfolgte am 31. März 2006. An diesem Zeitpunkt hatte die MGM TP Gruppe Vermögenswerte und Schulden zu handelsrechtlichen Buchwerten im Saldo von 1.562 T€. Im Rahmen der Neubewertung der Aktiva und Passiva wurden die Pensionsrückstellungen mit abweichenden Werten bilanziert und Kundenbeziehungen und Auftragsbestände sowie ein Leasingvertrag erstmals aktiviert. Durch die Neubewertung erhöhte sich der Wert der erworbenen Vermögenswerte und Schulden um 1.040 T€ auf insgesamt 2.602 T€. Der verbleibende positive Unterschiedsbetrag von 3.983 T€ zwischen dem Kaufpreis, den erworbenen Vermögenswerten und Schulden sowie dem auf die Minderheitenanteile entfallenden Anteil von 996 T€ des Goodwills wurde als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Der Firmenwert verdeutlicht die Chancen im Markt der MGM und die Leistungen des Managements und der Mitarbeiter, Wachstumschancen zu nutzen und mit der Tochtergesellschaft steigende positive Cash Flows zu erwirtschaften.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge der MGM TP Gruppe sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ab dem 01. April 2006 enthalten. Der Anteil am konsolidierten Jahresüberschuss der auf diese Gesellschaft seit der unterjährigen Erstkonsolidierung entfällt, beträgt 670 T€. Im Geschäftsjahr 2006 erreichte die MGM TP Gruppe einen Umsatz von 15.152 T€ und einen Jahresüberschuss von 872 T€.

Die MGM MBO und die MGM TP Gruppe sind Teil des Geschäftssegments IT Services.

Esterbauer & Windisch Personalservice GmbH

Mit Urkunde vom 07. August 2006 hat die Allgeier DL GmbH, München ("Allgeier DL"), die EuW MBO GmbH, München ("EuW MBO"), gegründet. Die Allgeier Holding AG hält indirekt 90% der Anteile der Allgeier DL. Geschäftszweck der EuW MBO ist das Halten und Verwalten von Unternehmensbeteiligungen und das Erbringen von Beratungsleistungen. Mit der EuW MBO konnte der Konzern am 09. August 2006 100% der Anteile der Esterbauer & Windisch Personalservice GmbH, Straubing ("E&W"), erwerben. Die E&W betreibt die gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung und die Erbringung von Personalserviceleistungen. Im Rahmen des Erwerbs der Anteile an der E&W wurden 10% der Anteile der EuW MBO an die bisherigen Gesellschafter der E&W rückveräußert. Die Allgeier Holding AG hält somit mittelbar 81% der Anteile der E&W.

Die Anschaffungskosten für die Anteile der E&W beliefen sich auf 13.789 T€. Sie setzen sich zusammen aus einem festen Kaufpreis von 9.000 T€, einem variablen Kaufpreis von 4.300 T€ und Anschaffungsnebenkosten für Rechts- und Beratungsleistungen von 489 T€. Der variable Kaufpreis maß sich an einem Plan-EBIT für das Jahr 2006, das erheblich überschritten werden konnte. Die Finanzierung des Erwerbs der E&W erfolgte mittels eines Bankdarlehens von insgesamt 13.000 T€, Verkäuferdarlehen von insgesamt 250 T€ und frei verfügbarer Liquidität.

Buchwerte
vor
Kaufpreis
allokation
T€
Kaufpreis
allokation
T€
nach
Kaufpreis
allokation
T€
Immaterielle Vermögenswerte 11 2.245 2.256
Sachanlagen 991 82 1.073
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.228 28 4.256
Kurzfristige sonstige Vermögensgegenstände 223 0 223
Liquide Mittel 4.276 0 4.276
Sonstige Wertpapiere 681 33 714
Rechnungsabrenzungsposten 37 0 37
Erworbene Vermögenswerte 10.447 2.388 12.835
Langfristige verzinsliche Darlehen 680 0 680
Pensionsrückstellungen 192 59 251
Passive latente Steuern 0 912 912
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 125 0 125
Steuerrückstellungen 272 0 272
Sonstige Rückstellungen 2.207 0 2.207
Sonstige Verbindlichkeiten 3.282 0 3.282
Erworbene Schulden 6.758 971 7.729
Erworbene Vermögenswerte abzüglich erworbene Schulden 3.689 1.417 5.106

Buchwerte und Kaufpreisallokation der E&W zum Erwerbsstichtag 09. August 2006:

Die Erstkonsolidierung der E&W fand auf den 09. August 2006 statt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die E&W Vermögenswerte und Schulden mit handelsrechtlichen Buchwerten von saldiert 3.689 T€. Im Rahmen der Neubewertung der Aktiva und Passiva wurden Grundstücke und Gebäude, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Wertpapiere und Pensionsrückstellungen mit abweichenden Zeitwerten angesetzt. Darüber hinaus wurden bisher nicht aktivierte Kundenbeziehungen von 1.900 T€ und Auftragsbestände mit insgesamt 345 T€ identifiziert und bewertet. In Folge der Neubewertung erhöhten sich die erworbenen Vermögenswerte und Schulden auf 5.106 T€. Der verbleibende positive Unterschiedsbetrag von 7.033 T€ zwischen dem Kaufpreis und den erworbenen Vermögenswerten und Schulden sowie dem auf die Minderheitenanteile entfallenden Anteil von 1.650 T€ wurde als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Dieser Goodwill basiert auf den Erwartungen an den Markt und die Leistungen des Managements und der Mitarbeiter, Wachstumschancen zu nutzen und die Tochtergesellschaft erfolgreich fortzuentwickeln.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge der E&W sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ab dem 09. August 2006 enthalten. Der Anteil am konsolidierten Jahresüberschuss, der auf diese Gesellschaft seit der unterjährigen Erstkonsolidierung entfällt, beträgt 850 T€. Davon entfallen 688 T€ auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens und 162 T€ auf Minderheitengesellschafter. Im Gesamtjahr 2006 erreichte die E&W einen Umsatz von 31.538 T€ und einen Jahresüberschuss von 1.807 T€.

Die EuW MBO und die E&W sind Teil des Segments Personal Services der Allgeier Gruppe.

Tiempo Personal Leasing GmbH

Mit Urkunde vom 07. August 2006 wurde die Tiempo MBO GmbH, München ("Tiempo MBO"), gegründet. Die Tiempo MBO hat als Geschäftszweck das Halten und Verwalten von Unternehmensbeteiligungen und das Erbringen von Beratungsleistungen. Mit der Tiempo MBO erwarb der Konzern am 10. August 2006 100% der Anteile der Tiempo Personal Leasing GmbH, Ahrensburg ("Tiempo"). Die Tiempo betreibt als Unternehmensgegenstand die gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung. Im Rahmen des Erwerbs der Anteile an der Tiempo wurden 10% der Anteile der Tiempo MBO GmbH an einen bisherigen Gesellschafter der Tiempo rückveräußert. Bestandteil des Kaufvertrags der Tiempo war außerdem der Erwerb der Geschäftsanteile der Tiempo Projekt GbR ("Tiempo GbR"), Ahrensburg. Die Vermögensgegenstände und Schulden dieser Gesellschaft wurden am Erwerbsstichtag in die Tiempo eingebracht. Die Tiempo GbR erlosch damit am 10. August 2006.

Die Anteile an der Tiempo wurden mit Anschaffungskosten von insgesamt 4.870 T€ aktiviert. Der Betrag unterteilt sich in einen festen Kaufpreis von 4.300 T€ und zwei variable Kaufpreisanteile von jeweils 250 T€ sowie Anschaffungsnebenkosten für Rechts- und Beratungsleistungen von 70 T€. Der erste variable Kaufpreisanteil koppelte sich an die Erreichung eines Plan-EBITs für das Jahr 2006 von zwischen 1.000 T€ und 1.500 T€, welches unter Berücksichtigung von vertraglich vereinbarten Korrekturbeträgen erreicht wurde. Der zweite variable Kaufpreisanteil ist bei Erreichen eines Referenz-EBITs von zwischen 1.200 T€ und 2.000 T€ für das Jahr 2007 zu leisten. Der Konzern geht davon aus, dass ein Ergebnis in dieser Größenordnung mit hoher Wahrscheinlichkeit erreicht wird. Abhängig vom tatsächlichen Ergebnis 2007 kann der variable Anteil für das Ergebnis 2007 auch höher sein oder ganz entfallen. Zur Finanzierung des Erwerbs der Tiempo wurde ein Bankdarlehen von 4.900 T€ und ein Verkäuferdarlehen von 100 T€ eingeräumt.

Buchwerte und Kaufpreisallokation der Tiempo zum Erwerbsstichtag 10. August 2006:

Buchwerte
vor
Kaufpreis
Kaufpreis
nach
Kaufpreis
allokation allokation allokation
T€ T€ T€
Immaterielle Vermögenswerte 54 1.030 1.084
Sachanlagen 97 0 97
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.808 17 1.825
Kurzfristige sonstige Vermögensgegenstände 43 0 43
Liquide Mittel 321 0 321
Erworbene Vermögenswerte 2.323 1.047 3.371
Passive latente Steuern 0 416 416
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26 0 26
Steuerrückstellungen 6 0 6
Sonstige Rückstellungen 824 0 824
Sonstige Verbindlichkeiten 1.198 0 1.198
Sonderposten 16 -16 0
Erworbene Schulden 2.070 400 2.470
Erworbene Vermögenswerte abzüglich erworbene Schulden 254 647 901

Die Erstkonsolidierung der Tiempo erfolgte zum 10. August 2006. Zu diesem Stichtag beliefen sich die erworbenen Vermögenswerte und Schulden der Tiempo zu handelsrechtlichen Buchwerten im Saldo auf 254 T€. Aufgrund der Neubewertung der Aktiva und Passiva wurde das Netto-Vermögen um 647 T€ auf 901 T€ aufgestockt. Die Aufstockung besteht aus dem Nettoeffekt aus der Neuaktivierung von Kundenbeziehungen von 920 T€ und Auftragsbeständen von 164 T€ und dem Nichtansatz von im Einzelabschluss aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerten von 54 T€, Sonderposten und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen. Nach Abzug des Netto-Vermögens vom Kaufpreis und der auf Minderheitenanteile entfallenden Anteile von 754 T€ verblieb ein Unterschiedsbetrag von 3.215 T€, der als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert wurde. Dieser Vermögenswert hat als Grundlage die zukünftigen Erwartungen an den Markt und die Fähigkeiten und Leistungen des Managements und der Mitarbeiter, Wachstumschancen zu nutzen und die Tochtergesellschaft erfolgreich weiterzuentwickeln.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge der Tiempo sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ab dem 10. August 2006 enthalten. Der Anteil am konsolidierten Jahresüberschuss der auf die Tiempo seit der unterjährigen Erstkonsolidierung entfällt beträgt 169 T€, wovon 137 T€ auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens und 32 T€ auf Minderheitengesellschafter entfallen. Im Gesamtjahr 2006 erreichte die Tiempo einen Umsatz von 15.185 T€ und einen Jahresüberschuss von 289 T€.

Die Tiempo MBO und die Tiempo verstärken das Geschäftssegment Personal Services der Allgeier.

Am 18. Dezember 2006 hat die Tiempo die Tiempo Projekt GmbH, Ahrensburg ("Tiempo Projekt"), gegründet. Geschäftszweck der Tiempo Projekt ist die Erbringung von Dienstleistungen, die nicht dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz unterliegen, einschließlich der Ausführung von Werkverträgen aller Art.

Goetzfried AG

Mit Urkunde vom 22. Februar 2006 wurde die Allgeier MBO GmbH, München ("Allgeier MBO"), gegründet. Die Allgeier Holding AG hält indirekt 100% der Anteile der Allgeier MBO. Geschäftszweck der Allgeier MBO ist das Halten und Verwalten von Unternehmensbeteiligungen und das Erbringen von Beratungsleistungen. Mit der Allgeier MBO erwarb der Konzern am 29. August 2006 100% der Aktien der Goetzfried AG, Wiesbaden ("Goetzfried"). Die Goetzfried hat als Unternehmensgegenstand die Rekrutierung und das Management von externen Experten für die Bereiche IT und Engineering.

Die erworbenen Aktien der Goetzfried wurden mit Anschaffungskosten von insgesamt 11.977 T€ aktiviert. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus einem festen Kaufpreis von 9.000 T€ und zwei variablen Kaufpreisanteilen von 1.200 T€ und 1.500 T€ sowie Anschaffungsnebenkosten für Rechts- und Beratungsleistungen von 277 T€. Die Voraussetzungen für den variablen Kaufpreisanteil von 1.200 T€ wurden mit Erreichung eines Planergebnisses für das abweichende Geschäftsjahr vom 01. Juli 2005 bis zum 30. Juni 2006 der Goetzfried erfüllt. Die Bezahlung des variablen Kaufpreisanteils von 1.500 T€ hängt von der Erreichung eines Plan-EBITs für den Zeitraum vom 01. Juli 2006 bis zum 30. Juni 2007 der Goetzfried ab. Da mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Einhaltung oder Überschreitung des Ergebnisziels auszugehen ist, wurde der zweite variable Kaufpreis in maximaler Höhe angesetzt. Abhängig vom tatsächlichen Ergebnis kann dieser Anteil aber niedriger sein oder ganz entfallen. Der feste Kaufpreisanteil wurde im Geschäftsjahr 2006 in Höhe von 8.100 T€ in bar und in Höhe von 900 T€ gegen Hingabe von 93.458 Stück eigenen Aktien der Allgeier Holding AG zu einem Tageskurs von 9,63 €/Aktie beglichen. Der variable Kaufpreisanteil von 1.200 T€ ist in zwei Tranchen von 400 T€ am 31. März 2007 und von 800 T€ nach Feststellung des Ergebnisses der Goetzfried für den Zeitraum 01. Juli 2006 bis zum 30. Juni 2007 zu erbringen. Beide Tranchen unterliegen einer Verzinsung von 3% p.a. ab dem Closing-Stichtag. Der variable Kaufpreisanteil von 1.500 T€ ist ebenfalls nach Feststellung des Ergebnisses der Goetzfried für den Zeitraum 01. Juli 2006 bis zum 30. Juni 2007 zu begleichen. Die Finanzierung des Kaufpreises erfolgte mit Eigenmitteln von 2.100 T€ und einem Bankdarlehen von 6.000 T€. Die variablen Kaufpreise werden aus dem laufenden Cash Flow der Goetzfried bedient.

Buchwerte und Kaufpreisallokation der Goetzfried zum Erwerbsstichtag 01. September 2006:

Buchwerte
vor
Kaufpreis
Kaufpreis
allokation
allokation
nach
Kaufpreis
allokation
T€ T€ T€
Immaterielle Vermögenswerte 33 1.468 1.501
Sachanlagen 294 0 294
Vorräte 199 0 199
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.143 27 6.169
Kurzfristige sonstige Vermögensgegenstände 667 0 667
Liquide Mittel 307 0 307
Sonstige Wertpapiere 13 0 13
Rechnungsabrenzungsposten 131 0 131
Erworbene Vermögenswerte 7.786 1.495 9.281
Passive latente Steuern 0 644 644
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.638 0 3.638
Kurzfristige verzinsliche Darlehen 26 0 26
Steuerrückstellungen 120 0 120
Sonstige Rückstellungen 609 -149 460
Sonstige Verbindlichkeiten 273 0 273
Erworbene Schulden 4.666 495 5.161
Erworbene Vermögenswerte abzüglich erworbene Schulden 3.120 1.000 4.120

Die Erstkonsolidierung der Goetzfried erfolgte zum Stichtag 01. September 2006. Zu diesem Zeitpunkt betrugen die erworbenen Vermögenswerte und Schulden der Goetzfried mit handelsrechtlichen Buchwerten im Saldo 3.120 T€. Durch die Neubewertung der Aktiva und Passiva aufgrund von Anpassungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, dem Nicht-Ansatz einer pauschalen Gewährleistungsrückstellung und der Neuaktivierung von Kundenbeziehungen von 830 T€ und Auftragsbeständen von 638 T€ erhöhte sich der Wert der erworbenen Vermögenswerte und Schulden um 1.000 T€ auf insgesamt 4.120 T€. Nach Abzug dieses Betrags vom Kaufpreis verblieb ein Unterschiedsbetrag von 7.858 T€, der als Geschäftsoder Firmenwert bilanziert wurde. Dieser Firmenwert beziffert die zukünftigen Erwartungen an den Markt und die Fähigkeiten und Leistungen des Managements und der Mitarbeiter, Wachstumschancen zu nutzen und die Tochtergesellschaft erfolgreich weiterzuentwickeln.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge der Goetzfried sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ab dem 01. September 2006 enthalten. Der Anteil am konsolidierten Jahresüberschuss der auf diese Gesellschaft seit der unterjährigen Erstkonsolidierung entfällt beträgt 211 T€. Im abweichenden Geschäftsjahr von 01. Juli 2005 bis zum 30. Juni 2006 erreichte die Goetzfried einen Umsatz von 28.911 T€ und einen handelsrechtlichen Jahresüberschuss von 769 T€.

Die Allgeier MBO und die Goetzfried sind Bestandteile des Geschäftssegments IT Services.

SOFTCON IT-Services S.r.l.

Mit Kaufvertrag vom 22. September 2006 erwarb die SOFTCON AG die SoftXL Development S.r.l. mit Sitz in Timisoara, Rumänien ("SoftXL"). Die Allgeier Holding hält indirekt 80% der Anteile der SOFTCON AG. Geschäftszweck der SoftXL ist die Entwicklung von Software und die Erbringung von sonstigen IT-Dienstleistungen. Am 23. Oktober 2006 wurde die Gesellschaft in SOFTCON IT-Services S.r.l. ("SC S.r.l.") umfirmiert.

Die Anschaffungskosten für die Anteile der SC S.r.l. beliefen sich auf 358 T€. Sie unterteilen sich in einen festen Kaufpreisanteil von 250 T€, drei von Bedingungen abhängige Kaufpreisanteile von insgesamt 100 T€ und Anschaffungsnebenkosten für Rechts-, Beratungsleistungen und Reisekosten von 8 T€. Der feste Kaufpreisanteil wurde mit 200 T€ in bar und mit 50 T€ in Form von Leistungen erbracht. Die bedingten Kaufpreise waren abhängig von der Verlängerung eines Kundenauftrages und davon, dass Schlüsselmitarbeiter das Unternehmen nicht innerhalb einer bestimmten Frist verlassen. Zwei der Bedingungen mit einem Kaufpreisanteil von insgesamt 75 T€ waren bis zum 31. Dezember 2006 erfüllt. Die dritte Bedingung mit einem Kaufpreisanteil von 25 T€ wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten, so dass zum 31. Dezember 2006 der bedingte Kaufpreis in voller Höhe aktiviert werden konnte. Der Kaufpreis wurde von der SOFTCON AG aus freien liquiden Mitteln bestritten.

Buchwerte
vor nach
Kaufpreis Kaufpreis Kaufpreis
allokation allokation allokation
T€ T€ T€
Immaterielle Vermögenswerte 0 100 100
Sachanlagen 17 0 17
Vorräte 7 0 7
Kurzfristige sonstige Vermögensgegenstände 9 0 9
Liquide Mittel 18 0 18
Rechnungsabrenzungsposten 3 0 3
Erworbene Vermögenswerte 55 100 155
Passive latente Steuern 0 39 39
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4 0 4
Steuerrückstellungen 4 0 4
Sonstige Rückstellungen 3 0 3
Sonstige Verbindlichkeiten 45 0 45
Erworbene Schulden 56 39 96
Erworbene Vermögenswerte abzüglich erworbene Schulden -2 61 59

Buchwerte und Kaufpreisallokation der SC S.r.l. zur Erstkonsolidierung am 30. September 2006:

Der Stichtag für die Erstkonsolidierung der SC S.r.l. war der 30. September 2006. Neben den nach rumänischen Rechnungslegungsvorschriften bilanzierten und mit dem zum Stichtag gültigen Kurs von 1€ = 3,52362 Lei umgerechneten erworbenen Vermögenswerten und Schulden der SC S.r.l. von -2 T€ wurden Mitarbeiter mit Schlüsselqualifikationen mit 75 T€ und ein Kundenauftrag mit 25 T€ aktiviert. Dadurch erhöhte sich das erworbene Nettovermögen auf insgesamt 59 T€.

Die Verrechnung des Kaufpreises mit dem Nettovermögen und zuzurechnenden Minderheitenanteilen von 60 T€ ergab einen positiven Unterschiedsbetrag von 239 T€, der als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert wurde. Der Geschäfts- oder Firmenwert begründet sich in der Chance, die Tochtergesellschaft in Rumänien als Entwicklungs- und Near-Shore-Standort für die Allgeier Gruppe auszubauen und daraus positive Cash Flows zu erwirtschaften.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge der SC S.r.l. sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ab dem 01. Oktober 2006 enthalten. Der Anteil am konsolidierten Jahresüberschuss, der auf diese Gesellschaften seit der unterjährigen Erstkonsolidierung entfällt, beträgt -2 T€. Im Gesamtjahr 2006 erreichte die SC S.r.l. einen Umsatz von 296 T€ und einen Jahresüberschuss von 22 T€.

Die SC S.r.l ist Teil der SOFTCON Gruppe und damit Teil des Segments IT Services der Allgeier Gruppe.

PS 1 MBO GmbH

Am 15. Dezember 2006 gründete die Allgeier DL GmbH, eine 90%-ige Tochtergesellschaft der Allgeier Holding AG, die PS 1 MBO GmbH, München. Die Gesellschaft hat als Geschäftszweck das Halten und Verwalten von Unternehmensbeteiligungen und das Erbringen von Beratungsleistungen.

PS 2 MBO GmbH

Am 15. Dezember 2006 gründete die Allgeier DL GmbH, eine 90%-ige Tochtergesellschaft der Allgeier Holding AG, die PS 2 MBO GmbH, München. Die Gesellschaft hat als Geschäftszweck das Halten und Verwalten von Unternehmensbeteiligungen und das Erbringen von Beratungsleistungen.

APS MBO GmbH

Mit Urkunde vom 22. Dezember 2006 erwarb die Allgeier Beteiligungen GmbH die APS MBO GmbH, München ("APS MBO"). Die APS MBO hat als Geschäftszweck das Halten und Verwalten von Unternehmensbeteiligungen und das Erbringen von Beratungsleistungen. Mit der APS MBO erwarb der Konzern am 29. Dezember 2006 100% der Anteile der ANDERS Personal Service GmbH Bückeburg, Bückeburg ("ANDERS Bückeburg"), 100% der Anteile der ANDERS Personal Service GmbH Gütersloh, Gütersloh ("ANDERS Gütersloh"), 100% der Anteile der ANDERS Personal Service GmbH Garbsen, Garbsen ("ANDERS Garbsen") und 100% der Anteile der ANDERS Prolog Service GmbH, Bückeburg ("ANDERS Prolog"), im folgenden zusammen auch als "ANDERS-Gesellschaften" bezeichnet. Der Geschäftszweck der ANDERS-Gesellschaften ist die gewerbliche Überlassung von Arbeitnehmern, die Vermittlung von Arbeitnehmern sowie ergänzende Personaldienstleistungen. Im Rahmen des Erwerbs der Anteile der ANDERS-Gesellschaften wurden 10% der Anteile der APS MBO an bisherige Gesellschafter der ANDERS-Gesellschaften rückveräußert.

Die Anteile der APS MBO wurden mit Anschaffungskosten von insgesamt 26 T€ bilanziert. Aus der Differenz zwischen Anschaffungskosten und erworbenem Vermögen abzüglich erworbenen Schulden ergab sich ein positiver Unterschiedsbetrag von 3 T€. Dieser Betrag wurde in voller Höhe im Geschäftsjahr 2006 abgeschrieben.

Die Anteile der ANDERS-Gesellschaften wurden mit Anschaffungskosten von insgesamt 7.491 T€ aktiviert. Der Betrag unterteilt sich in eine erste variable Tranche von 5.700 T€, die vom Ergebnis der ANDERS-Gesellschaften für das Jahr 2006 abhängig war und in eine zweite variable Tranche von 1.757 T€, die auf dem Ergebnis der ANDERS-Gesellschaften für das Jahr 2007 basiert und entsprechend der Planung 2007 mit 1.757 T€ festgesetzt wurde, sowie Anschaffungsnebenkosten für Rechts- und Beratungsleistungen von 34 T€. Der Konzern geht bei der Aktivierung des zweiten variablen Kaufpreisanteils davon aus, dass ein EBIT in Höhe von 1.597 T€ erzielt wird. Abhängig vom tatsächlichen Ergebnis 2007 kann dieser Anteil auch höher oder niedriger sein oder ganz entfallen. Die erste variable Tranche des Kaufpreises wurde im Geschäftsjahr 2007 beglichen. Zur Finanzierung dieses Betrages wurde ein Bankdarlehen von 5.000 T€ gewährt und ein Verkäuferdarlehen von 200 T€ vereinbart. Der Restbetrag wird aus frei verfügbarer Liquidität beglichen.

Buchwerte
vor nach
Kaufpreis Kaufpreis Kaufpreis
allokation allokation allokation
T€ T€ T€
Immaterielle Vermögenswerte 0 918 918
Sachanlagen 130 0 130
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.302 0 1.302
Kurzfristige sonstige Vermögensgegenstände 200 0 200
Liquide Mittel 1.768 0 1.768
Erworbene Vermögenswerte 3.400 918 4.318
Passive latente Steuern 0 359 359
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 64 0 64
Steuerrückstellungen 278 0 278
Sonstige Rückstellungen 1.041 0 1.041
Sonstige Verbindlichkeiten 1.079 0 1.079
Erworbene Schulden 2.462 359 2.821
Erworbene Vermögenswerte abzüglich erworbene Schulden 938 559 1.497

Buchwerte und Kaufpreisallokation der ANDERS-Gesellschaften zum Erwerbsstichtag 31. Dezember 2006:

Die Erstkonsolidierung der ANDERS-Gesellschaften erfolgte zum 31. Dezember 2006. Zu diesem Stichtag beliefen sich die erworbenen Vermögenswerte und Schulden der ANDERS-Gesellschaften zu handelsrechtlichen Buchwerten im Saldo auf 938 T€. Im Rahmen der Neubewertung der Aktiva und Passiva wurden Kundenbeziehungen und Auftragsbestände von 918 T€ identifiziert. Das Netto-Vermögen erhöhte sich um 559 T€ auf 1.497 T€. Nach Abzug dieses Betrages vom Kaufpreis und dem den Minderheitengesellschaftern zuzurechnenden Anteil von 600 T€ am Goodwill verblieb ein Unterschiedsbetrag von 5.395 T€, der als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert wurde. Dieser Vermögenswert hat als Grundlage die zukünftigen Erwartungen an den Markt und die Fähigkeiten und Leistungen des Managements und der Mitarbeiter, Wachstumschancen zu nutzen und die Tochtergesellschaft erfolgreich weiterzuentwickeln.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2006 sind keine Umsätze, Aufwendungen und Erträge der ANDERS-Gesellschaften enthalten. Im Gesamtjahr 2006 erzielten die ANDERS-Gesellschaften einen Umsatz von 12.213 T€ und einen Jahresüberschuss von 805 T€.

Die APS MBO und die ANDERS-Gesellschaften sind Teil des Geschäftssegments Personal Services der Allgeier.

Elektro-Automatik Schaltnetzgeräte GmbH und EA Elektro-Automatik Ltd.

Mit Wirkung zum 01. Januar 2006 veräußerte der Konzern die Elektro-Automatik Schaltnetzgeräte GmbH, Bremen, und die EA Elektro-Automatik Ltd., Salisbury/UK. Beide Gesellschaften waren bereits zum 31. Dezember 2005 als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte klassifiziert. Die Veräußerung der beiden Gesellschaften war im Geschäftsjahr 2006 ohne Ergebniswirkungen. Der Verkaufspreis für die Anteile betrug 1.350 T€ und für veräußerte Auftragsbestände und Vorräte insgesamt 150 T€. Von diesem Betrag wurden bis Ende 2006 1.300 T€ bezahlt.

V. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und vor Feststellung der Bilanz

Mit Urkunde vom 02. April 2007 erwarb die Tiempo 100% der Anteile der TWO Personal Leasing Norderstedt GmbH, Norderstedt ("TWO Norderstedt"), der TWO Personal Leasing Kaltenkirchen GmbH, Kaltenkirchen ("TWO Kaltenkirchen"), der TWO Personal Leasing Elmshorn GmbH, Elmshorn ("TWO Elmshorn"), und der TWO Personal Leasing Hamburg Nord GmbH, Hamburg ("TWO Hamburg"), im folgenden zusammen auch als "TWO-Gesellschaften" bezeichnet. Die Allgeier Holding AG hält an der Tiempo indirekt 81% der Anteile. Die TWO-Gesellschaften haben als Geschäftszweck die gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitnehmern an andere Unternehmen sowie die Erbringung von Personalserviceleistungen. Im Rahmen des Erwerbs der Anteile der TWO-Gesellschaften gibt der bisherige Minderheitengesellschafter der Tiempo MBO einen Teil seiner Anteile an bisherige Gesellschafter der TWO-Gesellschaften ab.

Der Kaufpreis für die Anteile der TWO-Gesellschaften besteht aus einem festen Kaufpreisanteil von 5.000 T€ und einer variablen Komponente, deren Höhe vom Ergebnis der TWO-Gesellschaften für das Jahr 2007 abhängt. Falls das erwartete Ergebnis eintrifft oder überschritten wird, beträgt der variable Kaufpreisanteil 900 T€. In Abhängigkeit vom tatsächlichen Ergebnis für das Jahr 2007 kann dieser Betrag aber auch niedriger ausfallen oder ganz entfallen. Der Kaufvertrag steht noch unter dem Vorbehalt des Zustandekommens einer Bankfinanzierung und dem Eintritt weiterer Closing-Bedingungen. Zur Finanzierung dieses Betrages wird über ein Bankdarlehen von 5.000 T€ verhandelt.

Voraussichtlich wird die Erstkonsolidierung der TWO-Gesellschaften zum 31. März 2007 vorgenommen. Für diesen Zweck werden Zwischenabschlüsse erstellt, die als Entwurf vorliegen. Danach belaufen sich die erworbenen handelsrechtlichen Vermögenswerte und Schulden der TWO-Gesellschaften auf voraussichtlich circa 1,3 Mio. €. Im Rahmen der Neubewertung der Aktiva und Passiva werden darüber hinaus voraussichtlich auch Kundenbeziehungen und Auftragsbestände erstmals aktiviert. Unter der Annahme eines geschätzten Wertes für diese beiden Vermögenspositionen von 1,0 Mio. €, ergibt sich ein Netto-Vermögen der TWO-Gesellschaften von insgesamt 2,3 Mio. €. Nach Abzug dieses Betrages vom Kaufpreis und dem den Minderheitengesellschaftern zuzurechnenden Anteil von circa 0,4 Mio. € verbleibt voraussichtlich ein Unterschiedsbetrag von circa 3,2 Mio. €, der als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert wird. Eine genaue Allokation des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden der TWO-Gesellschaften war mit den vorliegenden Daten noch nicht möglich und konnte daher in diesem vorliegenden Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2006 nicht dargestellt werden.

Im Gesamtjahr 2006 erzielten die TWO-Gesellschaften einen Umsatz von 11.910 T€ und einen Jahresüberschuss von 349 T€. Die TWO-Gesellschaften werden Teil des Geschäftssegments Personal Services der Allgeier.

Die mgm technology partners GmbH, München, gründete im Januar 2007 die Tochtergesellschaft mgm technology partners Inc., mit Sitz in Clara Santa/Kalifornien/USA. Die Allgeier Holding AG hält an dieser Gesellschaft indirekt 80% der Anteile.

VI. Währungsumrechnung

Die Umrechnung der Jahresabschlüsse der SOFTCON IT-Services S.r.l., Timisoara/Rumänien, und der mgm technology partners s.r.o., Prag/Tschechien, in die Berichtswährung Euro erfolgte nach dem Konzept der funktionalen Währung. Funktionale Währung aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der Euro.

Die Wechselkurse zum Euro sind nachfolgend dargestellt:

Durchschnitts- Stichtags
kurs kurs
2006 31.12.2006
Lei/Euro 3,46710 3,38295
CZK/Euro 28,24431 27,43484

VII. Bilanz

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden nach der Anschaffungskostenmethode mit Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bewertet. Mit Ausnahme von im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Auftragsbeständen, Kundenbeziehungen, Schlüsselpersonen, Entwicklungsleistungen und vermarktungsfähigen Produkten sowie Domains, der übernommenen Marken "Scanview" und "BOG" werden die immateriellen Vermögensgegenstände planmäßig über 3 bis 4 Jahre abgeschrieben. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Entwicklungskosten werden als selbst erstellte immaterielle Wirtschaftsgüter erfasst, wenn es sich bei den Entwicklungen um Neuentwicklungen handelt und der Vermögensgegenstand mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt und die zurechenbaren Aufwendungen zuverlässig ermittelt werden können.

Bei im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Auftragsbeständen wird das erwartete Ergebnis aus diesen Aufträgen aktiviert. Die Abschreibung erfolgt als "Leistungsabschreibung" in Abhängigkeit von dem Anteil des erbrachten Auftragsvolumens der jeweiligen Periode am erworbenen Gesamtauftragsbestand. Übernommene Marken werden über eine Laufzeit von 15 Jahren abgeschrieben. Domains werden als nicht abnutzbarer Vermögenswert nicht planmäßig abgeschrieben. Die erworbenen Schlüsselpersonen werden entsprechend vertraglicher Zusicherungen abgeschrieben.

Aktivierte Kundenbeziehungen werden mit einer Laufzeit von 5 Jahren linear abgeschrieben. Bei Erstkonsolidierungen identifizierte Entwicklungsleistungen und vermarktungsfähige Produkte werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von maximal 4 Jahren abgeschrieben.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Vermögenswerte verlässlich bewertet werden können.

Der Konzern hat zum Bilanzstichtag überprüft, ob auf immaterielle Vermögensgegenstände Wertminderungen vorzunehmen sind. Die Überprüfung hat keinen Wertminderungsbedarf und den Ansatz von außerordentlichen Abschreibungen ergeben.

Die Geschäfts- und Firmenwerte werden nach der Anschaffungskostenmethode bilanziert. Gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 erfolgt keine planmäßige Abschreibung dieser Vermögenswerte. Zur Beurteilung von Wertminderungen werden jährlich Werthaltigkeitstests für die Geschäfts- und Firmenwerte auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheiten durchgeführt, um mögliche außerplanmäßige Abschreibungen zu identifizieren. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte erfolgt darüber hinaus, sofern Ereignisse es erfordern. Eine Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der Zahlungsmittel generierenden Einheit auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Liegt der erzielbare Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Zur Schätzung des Nutzungswerts nach IAS 36 werden die voraussichtlichen zukünftigen Cash Flows aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit geschätzt und mit einem angemessenen Zinssatz abgezinst, um den Barwert dieser Cash Flows zu ermitteln.

Das gesamte Sachanlagevermögen wird nach der Anschaffungskostenmethode zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen angesetzt. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Reparatur- und Instandhaltungskosten werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand verbucht. Die Abschreibungen werden linear auf die voraussichtliche geschätzte Nutzungsdauer der Vermögenswerte vorgenommen. Grundstücke und Gebäude werden nach dem Anschaffungskostenmodell bewertet. Die lineare Abschreibung bei Gebäuden erfolgt über eine maximale Nutzungsdauer von 50 Jahren. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird linear über einen Zeitraum von 3 bis 8 Jahren abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 410,00 € wurden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt. Die Buchwerte des Sachanlagevermögens werden auf Wertminderungen geprüft, sobald Indikatoren hierfür vorliegen. Beim Abgang des Vermögenswertes werden die Anschaffungs- und Herstellungskosten und die Buchwerte des Sachanlagevermögens ausgebucht.

In der Position Finanzierungsleasing werden auf der Basis von Leasingverträgen genutzte Sachanlagen gemäß IAS 17 aktiviert und abgeschrieben, wenn die Voraussetzungen des Finanzierungsleasings erfüllt sind. Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird gemäß IAS 17 dann dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen aus dem Leasinggegenstand trägt. Sofern das wirtschaftliche Eigentum dem Leasingnehmer zuzurechnen ist, erfolgte die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem Barwert der Leasingraten zuzüglich gegebenenfalls vom Leasingnehmer getragener Nebenkosten. Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögensgegenstände. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind innerhalb der langfristigen und kurzfristigen Schulden passiviert. Die Leasingzahlungen werden in die Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt.

Der Konzern hat verschiedene Leasing-Vereinbarungen getroffen, auf die die Kriterien des Operating Leasing zutreffen. Insbesondere zählen hierzu Leasingverträge für Firmenfahrzeuge mit einer Laufzeit von in der Regel 3 Jahren. Die Leasinggegenstände werden am Ende der Vertragslaufzeit an den Leasinggeber zurückgeben. Die Operating Leasing-Verträge werden nicht bilanziert. Die Leasingaufwendungen werden als sonstiger betrieblicher Aufwand gebucht. Die zukünftigen Verpflichtungen aus Operating Lease-Verträgen werden unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen dargestellt.

Der Konzern setzt derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps sowie Zinscaps und –collars zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts seiner Zinsrisiken aus bilanzierten Vermögenswerten oder Schulden ein. Derivative Finanzinstrumente zu Handelszwecken werden nicht gehalten. Der bilanzielle Ansatz als sonstiger langfristiger Vermögenswert bzw. als sonstige Rückstellung erfolgt sowohl im Zugangszeitpunkt als auch bei der Folgebewertung mit dem beizulegenden Zeitwert. Bei der Ermittlung des Zeitwertes wird Bezug genommen auf öffentlich notierte Marktpreise auf dem aktiven Markt. Die Erfassung von Gewinnen und Verlusten aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt ergebniswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung. Die Voraussetzungen für eine Bilanzierung als Sicherungsgeschäft (Hedge Accounting) sind nicht erfüllt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Die Ermittlung erfolgt nach dem gewichteten Durchschnitt. Abwertungen werden bei gesunkenem Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Vertriebskosten sind in den Vorräten nicht enthalten. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Die Bewertung von unfertigen Dienstleistungen erfolgte entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad zu Einzelkosten zuzüglich Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennbeträgen abzüglich Einzelwertberichtigungen angesetzt. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen auf Forderungen, deren Ausfall droht. Pauschale Wertberichtigungen werden nicht gebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden ausgebucht, wenn mit einer Zahlung nicht mehr gerechnet wird.

Sonstige Wertpapiere werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Die Bewertung von Anteilen an Investmentfonds und Anleihen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Gewinne und Verluste werden solange direkt im Eigenkapital erfasst, bis der finanzielle Vermögenswert ausgebucht wird. In diesem Fall wird der im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust im Periodenergebnis erfasst. Anteile an Schiffsfonds in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG werden gemäß IAS 39 Rz. 46 Buchstabe c mit den Anschaffungskosten bewertet, da deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann.

Liquide Mittel umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen in Form von Geldmarktfonds (Klassik Spar) mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten und werden mit ihren Nennwerten bewertet. Der Klassik Spar veranlagt ausschließlich im EURO-Bereich. Die Wertentwicklung des Fonds steht in engem Zusammenhang mit dem Geldmarkt. Die Kursschwankungen des Fonds sind gering. Er ist in erster Linie für die kurzfristige Geldanlage geeignet. Der Ausgabeaufschlag beträgt 0,50%, die Verwaltungsgebühr 0,36%. Es handelt sich um einen thesaurierenden Fonds.

Eigene Anteile werden vom Eigenkapital abgezogen. Ein Kauf oder Verkauf von eigenen Anteilen wird ergebnisneutral dargestellt. Alle erhaltenen bzw. hingegebenen Gegenleistungen werden direkt im Eigenkapital erfasst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet (IAS 19). Die versicherungsmathematischen Bewertungen der Pensionsrückstellungen beruhen gemäß IAS 19 auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung. Dabei werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. In die Berechnung gingen folgende Parameter ein:

  • Rechnungszins 4,25%
  • erwartete Erträge auf das Planvermögen 5,00%
  • Gehaltstrend 2,00%
  • Rententrend 1,75%
  • Fluktuation 0,00%

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende gesetzliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt und sich diese Vermögensbelastung zuverlässig schätzen lässt. Die Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. geschätzten zukünftigen Schadensverlaufs gebildet. Der Aufwand zur Bildung von Rückstellungen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug von Erstattungen ausgewiesen.

Bei der erstmaligen Erfassung der verzinslichen Darlehen werden diese mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung angesetzt. Anschließend werden die verzinslichen Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Fremdkapitalkosten werden in Übereinstimmung mit IAS 23.7 direkt in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Genussrechte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, und sonstige Schulden werden mit ihren Rückzahlungsbeträgen bewertet.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten dienen der periodengerechten Ertragsverteilung von Umsatzerlösen aus Dienstleistungs- und Mietverträgen.

Auf zeitliche Unterschiede zu den Buchwerten von Vermögenswerten und Schulden in den nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Steuerbilanzen werden gemäß IAS 12 als aktive bzw. passive latente Steuern gebildet. Steuerliche Verlustvorträge bei den einbezogenen Unternehmen führen zu aktiven latenten Steuern, sofern dem jeweiligen Unternehmen mit ausreichender Wahrscheinlichkeit ein wirtschaftlicher Nutzen entsprechend dem erwarteten Verlustausgleich zukünftig zufließen wird. Wenn die erwarteten künftigen Ergebnisse einer Gesellschaft die Realisierung der Steuerminderung nicht wahrscheinlich erscheinen lassen, werden angemessene Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern vorgenommen. Gemäß den Geschäftsplänen wird davon ausgegangen, dass die zum 31. Dezember 2006 bilanzierten steuerlichen Verlustvorträge in voller Höhe mit zukünftigen Gewinnen verrechnet werden können.

Die Steuersätze für latente Steuern betragen grundsätzlich 39,16%. In der Konzernbilanz erfolgte eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern je Konzerngesellschaft, soweit die Voraussetzungen hierfür vorlagen.

Die aktiven latenten Steuern haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die passiven latenten Steuern für die selbst entwickelte Software haben entsprechend der Abschreibungsdauer eine Laufzeit von bis zu 4 Jahren, die übrigen passiven latenten Steuern habe eine voraussichtliche Laufzeit von bis zu 5 Jahren.

VIII. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Erträge erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.

Umsatze werden realisiert, wenn die Leistungen erbracht worden sind, die maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Leistungsempfänger übergehen und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Konzern der wirtschaftliche Nutzen aus der Leistungserbringung zufließen wird. Die Umsatzerlöse werden vermindert um Rabatte, Kundenskonti und Kundenboni ausgewiesen.

Unfertige Leistungen werden in Abhängigkeit von ihrem Fertigstellungsgrad erfolgswirksam erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden im Zeitpunkt der Inanspruchnahme der Leistung erfasst.

Fremdkapitalkosten werden in der Periode aus Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Ertragsteuern werden gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen der Länder, in denen der Konzern tätig ist, ermittelt.

IX. Schätzungsunsicherheiten

Im Konzernabschluss wurden Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögensgegenstände haben. Obwohl diese Schätzungen nach bestem Wissen der Konzerngesellschaften erfolgen, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Die Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf den Ansatz der Abwertungen bei den Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf die Bemessung der Rückstellungen.

X. Ermessensentscheidungen

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat der Konzern folgende Ermessensentscheidungen, die die Beträge im Konzernabschluss wesentlich beeinflussen, getroffen. Nicht berücksichtigt werden dabei Entscheidungen, die Schätzungen beinhalten:

Pensionsverpflichtungen: Der Aufwand für Pensionsverpflichtungen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftige Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Die Rückstellung für Pensionen beträgt zum 31. Dezember 2006 767 T€ (Vorjahr 621 T€).

Verpflichtungen aus Operating Lease-Verträgen: Der Konzern hat als Leasinggeber Leasingverträge zur gewerblichen Vermietung von Sachanlagevermögen geschlossen. Es wurde festgestellt, dass alle mit dem Eigentum dieser im Rahmen dieser Verträge vermieteten Gegenstände verbundenen Chancen und Risiken im Konzern verbleiben.

B. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Aufgrund erneut umfangreicher Veränderungen im Konsolidierungskreis des Konzerns sind die Bilanzzahlen nur eingeschränkt mit denen des Vorjahres vergleichbar.

1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

Die Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten setzen sich wie folgt zusammen:

AK/HK Zugang Abgang AK/HK Buchwert Buchwert
01.01.2006 2006 2006 31.12.2006 01.01.2006 31.12.2006
T€ T€ T€ T€ T€ T€
Erworbene
vermarktungsfähige Produkte
2.424 0 0 2.424 1.999 1.348
Erworbene Auftragsbestände
Erworbene
42 2.051 1.214 879 42 341
Stammkundenbeziehungen
und Kundenlisten
3.558 6.300 0 9.858 3.079 8.105
Erworbene Schlüsselpersonen 0 75 0 75 0 13
Selbst erstellte
Entwicklungsleistungen
406 0 0 406 286 152
Erworbene Software,
Lizenzen, Rechte
4.882 943 2.579 3.246 572 1.079
11.312 9.369 3.793 16.888 5.978 11.038

Die erworbenen Auftragsbestände entsprechen dem im Rahmen der Erstkonsolidierung erwarteten Ergebnis (EBIT) aus den festen Kundenaufträgen zum Erwerbszeitpunkt. Aus Auftragsbeständen wurden bei der UNP ein Ergebnis von 346 T€, bei der Goetzfried von 638 T€, bei MGM von 435 T€, bei E&W von 345 T€, bei Tiempo von 164 T€, SC S.r.l. von 25 T€ und bei den ANDERS-Gesellschaften 98 T€ identifiziert. Mit Ausnahme von Restauftragsbeständen bei UNP von 118 T€, Goetzfried von 105 T€ und SC S.r.l. von 20 T€ sowie des erst im Dezember 2006 erworbenen Auftragsbestands der ANDERS-Gesellschaften von 98 T€ wurden die Auftragsbestände zum Jahresende abgearbeitet und als Abschreibungen in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.

Im Rahmen der Erstkonsolidierungen wurden Stammkundenbeziehungen bei allen in 2006 erworbenen Gesellschaften identifiziert. Zur Ermittlung der Kundenbeziehungen mit Stammkunden wurden die historischen Umsätze nach Stammkunden und anderen Kunden unterteilt und der relative Anteil der Stammkunden auf das erwartete Ergebnis mit diesen Kunden auf Basis des Jahres 2006 und vier Zukunftsjahre übertragen. Für Risiken, die sich aufgrund von Ergebnisveränderungen im Zeitablauf oder Abhängigkeiten von wenigen Stammkunden ergeben können, wurden entsprechende Risikoabschläge dotiert. Die Abschreibung der Stammkundenbeziehungen erfolgt über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren.

Die mit dem Erwerb der SC S.r.l. am 30. September 2006 aktivierten Schlüsselpersonen werden mit einer Laufzeit von maximal 6 Monaten abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen auf die selbst erstellten Entwicklungsleistungen im Geschäftsjahr 2006 betrugen 266 T€ (Vorjahr 533 T€).

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände im Konzernabschluss ist aus dem in der Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.

Im Geschäftsjahr 2006 fielen nicht aktivierte Entwicklungskosten im Segment IT Solutions von 338 T€ (Vorjahr 182 T€) an. Im Vorjahr waren zudem Aufwendungen für Entwicklungskosten im aufgegebenen Bereich Basistechnologie von 103 T€ zu verzeichnen.

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände im Konzernabschluss ist aus dem in der Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel ersichtlich. Im Rahmen der Erstkonsolidierung von Tochtergesellschaften gingen dem Konzern immaterielle Vermögensgegenstände von 8.548 T€ zu.

Sämtliche Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Abschreibungen erfasst.

2. Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Geschäfts- und Firmenwerte setzen sich wie folgt zusammen:

Buchwert
Buchwert
01.01.2006
Zugänge
2006
Abgänge
2006
Abschreibungen
2006
Buchwert
31.12.2006
T€ T€ T€ T€ T€
GFU 4.695 0 0 0 4.695
UNP (ehemals: ICC) 1.275 2.012 0 0 3.287
MR Gruppe 9.197 405 0 515 9.087
IP Gruppe 1.019 630 0 0 1.649
SOFTCON Gruppe 2.457 0 0 0 2.457
SOFTCON S.r.l. 0 240 0 0 240
MGM TP Gruppe 0 3.983 0 0 3.983
E&W 0 7.033 0 0 7.033
Tiempo 0 3.215 0 0 3.215
Goetzfried 0 7.858 0 0 7.858
APS MBO 0 3 0 3 0
ANDERS Bückeburg 0 1.707 0 0 1.707
ANDERS Gütersloh 0 3.014 0 0 3.014
ANDERS Garbsen 0 295 0 0 295
ANDERS Prolog 0 379 0 0 379
18.643 30.774 0 518 48.899

Die Geschäfts- und Firmenwerte wurden Werthaltigkeitsprüfungen auf Grundlage des "Value in Use" unterzogen. Basis für die Werthaltigkeitsprüfungen waren die jeweiligen Planungsrechnungen der Gesellschaften. Den Planungen liegen Annahmen zu Umsatz und Ergebnissen zugrunde, die sich aus den Einschätzungen des Managements und aus den Strategien für die einzelnen Märkte ergeben. Kostensteigerungen für Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen wurde in angemessener Weise berücksichtigt. Zur Diskontierung wurde ein "Weighted Average Cost of Capital" im Planungszeitraum von 9,07% in den Geschäftsbereichen IT Solutions und IT Services und von 8,39% im Geschäftsbereich Personal Services zugrunde gelegt.

Auf die Geschäfts- oder Firmenwerte werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn der Barwert der erwarteten Zahlungsmittelüberschüsse kleiner als der Nettobuchwert der Zahlungsmittel generierenden Einheit einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwertes ist oder wenn andere Kriterien für einen Wertberichtigungsbedarf vorliegen. Im Geschäftsjahr 2006 wurden beim Geschäfts- oder Firmenwert Abschreibungen von insgesamt 518 T€ vorgenommen. Im Einzelnen waren mit 515 T€ sieben Niederlassungen der MR Gruppe betroffen, bei denen die Cash Flow-Überschüsse nicht den Erwartungen entsprachen bzw. in einem Fall eine Niederlassung in 2007 geschlossen wurde und mit 3 T€ die Abschreibung des positiven Unterschiedsbetrags aus dem Erwerb der APS MBO GmbH.

Die im Geschäftsjahr 2006 neu zugegangenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden in kleinere Zahlungsmittel generierende Einheiten (CGU) unterteilt, sofern Kriterien für eine solche Untergliederung vorlagen. Bei der SC S.r.l. und der UNP lagen solche Kriterien nicht vor, so dass eine weitere Aufteilung nicht möglich war. Bei der MGM TP Gruppe wurde der Goodwill auf die operativen Gesellschaften in München mit 2.940 T€, Hamburg mit 239 T€ und Prag mit 804 T€ zerlegt. Grundlage für die Zerlegung waren die operativen Ergebnisse 2006 der Tochtergesellschaften. Bei der Goetzfried wurde der Goodwill entsprechend der Struktur der internen Kostenrechnung auf die sieben Vertriebsorganisationen der Gesellschaft mit 1.612 T€ (VT1 Frankfurt/Öffentliche Verwaltung), 2.480 T€ (VT2 Frankfurt/Banken und Versicherungen), 681 T€ (VT3 Wiesbaden I), 1.267 T€ (VT4 Reutlingen-Engineering), 376 T€ (VT5 NL West), 850 T€ (VT6 Partnermanagement) und 592 T€ (VT7 Wiesbaden II) unterteilt. Die Grundlage für die Verteilung basiert auf den erwarteten Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2007.

Die E&W, die Tiempo und die ANDERS-Gesellschaften besitzen eine regionale Niederlassungsstruktur mit jeweils eigenen Buchhaltungen bzw. Kostenrechnungen. Die Zuordnung des Geschäfts- oder Firmenwerts für diese Gesellschaften erfolgte entsprechend dieser Niederlassungsstruktur und entsprechend der Ergebnisbeiträge, die die Niederlassungen in 2006 erbracht haben. Im Einzelnen ergibt sich folgende Verteilung des Geschäfts- oder Firmenwerts der E&W, der Tiempo und der ANDERS-Gesellschaften auf Niederlassungen:

Gesellschaft Niederlassungen T€
E&W Passau 2.204
Regen 2.159
Straubing 1.319
Deggendorf 1.054
Landshut 297
E&W Gesamt 7.033
Tiempo Lübeck 1.738
Ludwigslust 810
Ahrensburg 331
Geesthacht 210
Hamburg 127
Tiempo Gesamt 3.215
ANDERS Bückeburg Bückeburg 1.382
Herford 325
ANDERS Gütersloh Gütersloh 1.925
Lippstadt 659
Bielefeld 430
ANDERS Garbsen Garbsen 295
ANDERS Prolog Herford 326
Bielefeld 53
ANDERS-Gesellschaften Gesamt 5.395

Die nachträgliche Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts der MR Gruppe von 405 T€ und der IP Gruppe von 630 T€ wurden im Verhältnis der ursprünglichen Zerlegung des Goodwills auf die Niederlassungen verteilt. Niederlassungen, bei denen der Goodwill im Geschäftsjahr abgeschrieben wurde, wurden bei der nachträglichen Verteilung nicht mehr bzw. nur noch in Höhe des verbleibenden Goodwills berücksichtigt. Der Zugang zum Geschäfts- oder Firmenwert bei der MR Gruppe von 405 T€ resultiert aus dem endgültig festgestellten Kaufpreis der MR Gruppe, dessen variabler Kaufpreisbestandteil aufgrund der Ergebnisse im Geschäftsjahr 2006 höher ausfiel als ursprünglich erwartet. Der Zugang bei der IP Gruppe von 630 T€ betrifft den variablen Kaufpreis der IP Gruppe für die Jahre 2006 und 2007, der aufgrund der positiven Ergebnissituation mit dem maximalen Wert aktiviert wurde.

3. Sachanlagen

Die Grundstücke und Gebäude betreffen im Wesentlichen zwei bebaute Gründstücke der Allgeier Holding AG, eine Eigentumswohnung in Düsseldorf der MGM TP sowie ein bebautes Grundstück der E&W. Das Grundstück der E&W ist mit einer Buchgrundschuld von 900 T€ belastet.

Erstmals überlässt der Konzern im Geschäftsjahr 2006 als Leasinggeber verschiedenen Städten und Gemeinden Hard- und Software zur mobilen Erfassung von Ordnungswidrigkeiten zur Nutzung. Diese Nutzungsüberlassung wird als Operating Leasing behandelt. Die Mindestleasingzahlungen für die Restlaufzeiten dieser Verträge stellen sich wie folgt dar:

31.12.2006
T€
Mindestleasingzahlungen
fällig innerhalb eines Jahres 11
fällig zwischen einem und fünf Jahren 27
fällig später als nach fünf Jahren 0
38

Im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen mietet der Konzern als Leasingnehmer teilweise Gegenstände wie Büroeinrichtung, EDV-Ausstattung und Telefonanlagen. Der Nettobuchwert dieser Vermögenswerte zum 31. Dezember 2006 in Höhe von 660 T€ (Vorjahr 258 T€) wird im Sachanlagevermögen ausgewiesen. Die Mindestleasingzahlungen für die Restlaufzeiten dieser Verträge sowie die als Verbindlichkeiten passivierten Barwerte stellen sich wie folgt dar:

31.12.2006 31.12.2005
T€ T€
Mindestleasingzahlungen
fällig innerhalb eines Jahres 205 26
fällig zwischen einem und fünf Jahren 372 25
fällig später als nach fünf Jahren 0 1
577 52
abzüglich nicht amortisierter Zinsaufwand 74 7
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 503 45
Restlaufzeit bis ein Jahr 192 8
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren 311 37
Restlaufzeit länger als fünf Jahre 0 0

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist im Konzernabschluss aus dem in der Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel ersichtlich. Im Rahmen der Erstkonsolidierung von Tochtergesellschaften gingen dem Konzern Grundstücke von 965 T€, Finanzierungsleasingvermögen von 98 T€ und andere Anlagen bzw. Betriebs- und Geschäftsausstattung von 1.246 T€ zu.

4. Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte betreffen ausschließlich Zinsderivate, deren beizulegender Zeitwert am Abschlussstichtag positiv ist. Dabei entfallen auf Zinsswaps 40 T€ sowie auf Zinscaps und Zinscollars jeweils 1 T€.

5. Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern von 7.725 T€ (Vorjahr 3.775 T€) resultieren aus dem positiven Saldo aus aktiven latenten Steuern und gegeneinander aufgerechneten passiven latenten Steuern, soweit es ein Aufrechnungsrecht gibt und die Steuerforderungen und -verbindlichkeiten gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Wenn sich aus der Aufrechnung ein negativer Betrag ergibt, erfolgt der Bilanzausweis innerhalb der langfristigen Schulden. Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2006 31.12.2005
T€ T€
Aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen 7.686 7.443
Aktive latente Steuern aus zeitlichen Unterschieden zur
Steuerbilanz
59 237
Aufrechenbare passive latente Steuern -20 -3.905
7.725 3.775

Insgesamt bestehen zum 31. Dezember 2006 körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von 25.249 T€ und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von 13.967 T€. Diese wurden zur Bildung aktiver latenter Steuern herangezogen, soweit die Nutzung der Verlustvorträge mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist. Daraus resultieren aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen in Höhe von 7.986 T€ (Vorjahr 7.896 T€) wovon 7.686 T€ (Vorjahr 7.443 T€) innerhalb der aktiven latenten Steuern ausgewiesen und 300 T€ (Vorjahr 453 T€) innerhalb der passiven latenten Steuern verrechnet werden. Die aktiven latenten Steuern sind zum 31. Dezember 2006 in Höhe von 428 T€ wertberichtigt. Im Übrigen ist die Realisierbarkeit der Verlustvorträge auf Basis der internen Planungsrechnungen mit hinreichender Sicherheit gewährleistet.

31.12.2006 31.12.2005
T€ T€
Allgeier Holding AG 5.010 4.658
ICC Solutions GmbH 1 0
Softcon MBO GmbH 77 48
MGM MBO GmbH 130 0
mgm technology partners s.a.r.l. 19 0
Allgeier Beteiligungen GmbH 2.447 2.638
Quick Office GmbH 0 99
Tiempo Projekt GmbH 1 0
Allgeier Management AG 1 0
Ausweis aktivisch 7.686 7.443
4 TEKK Software AG 36 0
Allgeier IT Solutions GmbH 0 71
BOG IT Solutions GmbH 264 382
Ausweis passivisch 300 453
Gesamt 7.986 7.896

Die latenten Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen der Konzerngesellschaften haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

Die aktiven latenten Steuern aus zeitlichen Unterschieden zu den Steuerbilanzen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

31.12.2006 31.12.2005
T€ T€
Allgeier Holding AG 59 0
GFU Kiefer + Partner GmbH 0 237
Ausweis aktivisch 59 237

Die passiven latenten Steuern aus zeitlichen Unterschieden zu den Steuerbilanzen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

31.12.2006 31.12.2005
T€ T€
Tiempo Personal Leasing GmbH -20 0
Allgeier Holding AG 0 1.847
Allgeier Beteiligungen GmbH 0 1.848
GFU Kiefer + Partner GmbH 0 210
Ausweis aktivisch -20 3.905
GFU Kiefer + Partner GmbH 327 0
SOFTCON Gruppe 442 658
U.N.P.-Software GmbH 447 429
MGM Gruppe 416 0
Allgeier MBO GmbH 3 0
Goetzfried AG 425 0
4 TEKK Software AG 4.117 0
Allgeier IT Solutions GmbH 22 106
BOG IT Solutions GmbH 484 614
Allgeier DL GmbH 6 0
MR Gruppe 533 670
E&W Personalservices GmbH 727 0
Tiempo Personal Leasing GmbH 330 0
ANDERS Gruppe 360 0
Ausweis passivisch 8.639 2.477
Gesamt 8.619 6.382

6. Vorräte

Die Vorräte von 651 T€ (Vorjahr 645 T€) setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2006 31.12.2005
T€ T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 260 280
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 130 102
Fertige Erzeugnisse und Waren 261 263
651 645

Im Berichtsjahr beliefen sich die innerhalb des Materialaufwands erfassten Wertberichtigungen auf Vorräte auf 132 T€ (Vorjahr 20 T€). Der Nettoveräußerungswert der Vorräte, auf die Wertberichtigungen vorgenommen wurden, beträgt 211 T€ (Vorjahr 271 T€).

7. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Wertberichtigungen für ermittelte Ausfallrisiken von 1.143 T€ (Vorjahr 766 T€). Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 18.979 T€ am 31. Dezember 2005 um 19.679 T€ auf 38.658 T€ am 31. Dezember 2006 resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinst. Die Laufzeit der Forderungen beträgt im Allgemeinen zwischen 30 und 90 Tagen.

8. Steuererstattungsansprüche

Die Steuererstattungsansprüche von 2.036 T€ (Vorjahr 411 T€) setzen sich zusammen aus Steuerforderungen aus Vorsteuer von 1.287 T€ (Vorjahr 237 T€) und Steuerforderungen aufgrund zu viel bezahlter Gewerbesteuer bzw. Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag von insgesamt 749 T€ (Vorjahr 174 T€).

9. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände von 2.960 T€ (Vorjahr 818 T€) setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2006 31.12.2005
T€ T€
Forderungen gegen Mitarbeiter 84 35
Kurzfristige Darlehensforderungen 457 183
Mietkautionen 83 32
Unterwegs befindliche Zahlungen 1.552 6
Übrige 784 562
2.960 818

10. Sonstige Wertpapiere

Bei den sonstigen Wertpapieren von 717 T€ handelt es sich um Anteile an Investmentfonds von 276 T€, Anleihen von 409 T€ und Anteilen an Schiffsfonds von 32 T€. Eine Anleihe von 214 T€ ist fällig am 25. Juni 2009. Alle übrigen sonstigen Wertpapiere haben unbefristete Laufzeiten. Aus der Bewertung zum 31. Dezember 2006 resultieren Gewinne von 21 T€ und Verluste von 17 T€, die nach Abzug von latenten Steuern als saldierter Wert von 2 T€ direkt im Eigenkapital erfasst wurden. Im Vorjahr umfassten die sonstigen Wertpapiere mit 16 T€ 2.000 Stück Aktien eines DAX 30-Unternehmens.

11. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel beinhalten neben den Kassenbeständen von 67 T€ (Vorjahr 19 T€) und den Guthaben bei Kreditinstituten von 15.598 T€ (Vorjahr 13.145 T€) Anteile an einem Geldmarktfonds, die mit den Anschaffungskosten in Höhe von 804 T€ (Vorjahr 1.000 T€) ausgewiesen werden. Die nur geringen Wertschwankungen unterliegenden Geldmarktfonds-Anteile wurden als Sicherheit für ein Kaufpreisdarlehen zum Erwerb einer Tochtergesellschaft hinterlegt und sind nicht frei verfügbar.

12. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Allgeier Holding AG beträgt zum 31. Dezember 2006 4.535.750,00 €

und teilt sich auf in 4.535.750 Stück Inhaberaktien mit einem rechnerischen Nennwert je Aktie von 1,00 €. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.

Das Grundkapital der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2006 wie folgt entwickelt:

31.12.2006 31.12.2005
Stand 01. Januar 4.123.750,00 3.000.000,00
Kapitalerhöhung aus genehmigten Kapital 412.000,00 299.000,00
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0,00 824.750,00
Stand 31. Dezember 4.535.750,00 4.123.750,00
Rechnerischer Nennwert je Stückaktie 1,00 1,00
Aktienkurs 31. Dezember 12,20 7,85

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Juni 2005 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 20. Juni 2010 durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 2.061.875 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Dabei ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für folgende Fälle auszuschließen:

  • bei einer Bezugsrechtsemission für aufgrund der Bezugsverhältnisse entstehende Spitzenbeträge,
  • für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen, wenn der Erwerb im Interesse der Gesellschaft liegt,
  • für eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage für einen Anteil am genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt 412.375,00 € sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 03. August 2006 von seiner Ermächtigung Gebrauch gemacht, das Grundkapital durch die Ausgabe von 412.000 Stück neuen auf den Inhaber lautenden Aktien gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu erhöhen. Für die neuen Inhaberaktien wurde ein Ausgabebetrag von 9,00 € festgelegt. Die Kapitalerhöhung wurde am 06. Oktober 2006 ins Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen. Das Genehmigte Kapital beträgt nach teilweiser Ausschöpfung am Bilanzstichtag noch 1.649.875 €.

Die Hauptversammlung vom 21. Juni 2005 hat eine Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen an Arbeitnehmer und Führungskräfte der Gesellschaft und der mit ihr verbundenen Unternehmen beschlossen. Weitere Einzelheiten legt der Aufsichtrat fest. Dahingehende Beschlüsse sind bis zum Aufstellungszeitpunkt nicht gefasst worden.

13. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage betrug am 01. Januar 2006 12.564 T€. Die Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital mit dem Aktienausgabekurs von 9,00 € je Aktie führte im Geschäftsjahr 2006 zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage um 3.278 T€ unter Berücksichtigung der Kosten der Kapitalerhöhung auf 15.842 T€.

14. Ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderungsrücklage

Die ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderungsrücklage setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2006 31.12.2005
T€ T€
Abfindungen der Minderheitengesellschafter der GFU -1.286 0
Ausgabe eigener Aktien im Rahmen des Erwerbs der
Goetzfried AG
289 0
Wertveränderungen von sonstigen Wertpapieren 2 0
-995 0

Am 19. Dezember 2006 erwarb die Allgeier IT Services AG, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Allgeier Holding AG, sämtliche 10% von Minderheitengesellschaftern gehaltenen Geschäftsanteile der GFU Kiefer + Partner GmbH, Pullach im Isartal, ("GFU"). Die Allgeier IT Services AG ist damit 100%-Eigentümerin der GFU geworden. Als Abfindung für die Geschäfts- und Ergebnisanteile wurden 1.380 T€ vereinbart. Hinzu kamen Anschaffungsnebenkosten von 6 T€. Dieser Betrag wurde abzüglich der Minderheitenanteile von 100 T€ als erfolgsneutrale Kapitalveränderung gebucht. In Höhe des Kaufpreises gewährten die Verkäufer der Allgeier IT Services AG ein Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2007 und einer Verzinsung von 4,5% p.a.

Im Rahmen des Erwerbs der Goetzfried AG wurden 93.458 eigene Aktien abgegeben. Der Tageskurs dieser Aktien war am Abgabetag um 289 T€ höher als der Buchwert.

Die ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderungsrücklage wurde ab dem Geschäftsjahr 2006 als eigene Bilanzposition ausgewiesen.

15. Eigene Anteile

Der Vorstand wurde durch die Hauptversammlung am 21. Juni 2005 ermächtigt eigene Aktien bis zu einer Höhe von 10% des Grundkapitals zu erwerben. Der Aktienerwerb erfolgte vor dem Hintergrund, schnell, flexibel und kostengünstig bei Erwerben von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen handeln zu können. Im Jahr 2006 wurden 69.227 Stück (Vorjahr 60.512 Stück) eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 7,996 € (Vorjahr 6,723 €) erworben. Im Rahmen der Akquisition der Goetzfried AG wurden am 01. November 2006 insgesamt 93.458 eigene Aktien abgegeben.

Der auf die eigenen Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt insgesamt 61.795,00 €, der Bestand zum 31. Dezember 2006 beträgt 61.795 Stück. Dies entspricht einem Anteil von 1,36% (Vorjahr 2,09%) am Grundkapital.

16. Gewinn-/Verlustvortrag

Der Gewinn-/Verlustvortrag des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2006 wie folgt entwickelt:

T€
Gewinn-/Verlustvortrag am 31.Dezember 2005 1.774
Umgliederung der Minderheitenanteile am 31.Dezember 2005 am beizulegenden
Zeitwert der Vermögensgegenstände und Schulden neu erworbener
Tochtergesellschaften zum Erstkonsolidierungszeitpunkt (Goodwill)
-1.750
Periodenergebnis des Vorjahres 1.892
Minderheitenanteile am beizulegenden Zeitwert der Vermögensgegenstände und
Schulden von in 2006 neu erworbener Tochtergesellschaften zum
Erstkonsolidierungszeitpunkt -4.174
Gewinn-/Verlustvortrag am 31.Dezember 2006 -2.258

Ab dem Geschäftsjahr 2006 werden die Minderheitenanteile am beizulegenden Zeitwert der Vermögensgegenstände und Schulden neu erworbener Tochtergesellschaften zum Erstkonsolidierungszeitpunkt mit dem Gewinn-/Verlustvortrag saldiert. Der Vorjahreswert zum 31. Dezember 2005 wurde umgegliedert. Durch diesen Ausweis reduzierte sich der Gewinn- /Verlustvortrag um 1.750 T€ und 4.174 T€.

Der Übertrag des Periodenergebnisses des Vorjahres verbesserte den Gewinn-/Verlustvortag um 1.892 T€. Am 31. Dezember 2006 verbleibt ein Verlustvortag von 2.258 T€.

Im Geschäftsjahr 2006 wurden keine Ausschüttungen an die Anteilseigner des Mutterunternehmens vorgenommen.

17. Wechselkursänderungen

Die erfolgsneutralen Wechselkursänderungen von 33 T€ zum 31. Dezember 2006 enthalten die Differenzen aus der Umrechnung von Eigenkapitalbestandteilen zu historischen Werten.

18. Minderheitenanteile

Die auf Minderheitengesellschafter von Tochtergesellschaften entfallenden Anteile am Eigenkapital werden in den Minderheitenanteilen ausgewiesen. Die zum 31. Dezember 2005 ausgewiesenen Minderheitenanteile von -922 T€ ermitteln sich wie folgt:

T€
Minderheitenanteile 827
Auf Minderheitenanteile entfallender Zeitwert der
Vermögensgegenstände und Schulden von in 2006 neu
erworbener Tochtergesellschaften zum
Erstkonsolidierungszeitpunkt (Goodwill)
-1.749
-922

Die Anteile am Goodwill der Minderheiten wurden wie oben dargestellt zum 01. Januar 2006 mit dem Gewinn-/Verlustvortrag des Konzerns verrechnet.

Die Minderheitenanteile erhöhen sich im Geschäftsjahr 2006 von 827 T€ auf 1.993 T€. Die Veränderung setzt sich zusammen aus den Minderheitenanteilen am Konzernergebnis von 374 T€, den auf Minderheiten entfallenden Anteil an den neu erworbenen Gesellschaften von 1.070 T€ und weggefallenen Minderheitenanteilen aufgrund der Veräußerung der EA UK und des 10%-igen Erwerbs der Anteile der GFU von insgesamt -129 T€ und des Kompensationsanspruches von Minderheitengesellschaftern von 150 T€.

19. Genussrechte

Die Allgeier Holding AG hat in 2004 ein Genussrechtskapital in Höhe von 7.000 T€ ausgegeben. Das Genussrecht ist mit einem Rangrücktritt versehen und nach Ablauf der planmäßigen Laufzeit zum 10. Dezember 2011 zurück zu zahlen. Außerordentliche Kündigungsrechte bestehen im Falle wesentlicher Vertragsverletzungen. Die Vergütung für das Genussrecht besteht aus einem festen Garantiegewinn in Höhe von 7,5% p.a. und einer erfolgsabhängigen Vergütung. Die Gewinnbeteiligung erhöht sich um 1% p.a. bei einem Jahresüberschuss von 30 Mio. € bis einschließlich 50 Mio. €. Übersteigt der Jahresüberschuss 50 Mio. € erhöht sich die festgelegte Gewinnbeteiligung um 2% p.a. Eine Verlustbeteiligung ist ausgeschlossen.

Im Geschäftsjahr 2006 hat die Allgeier Holding AG ein Nachrangdarlehen in Höhe von 6.000 T€ nach Genehmigung durch die Organe in Genussrechtskapital gewandelt. Das Genussrecht ist mit einem Rangrücktritt versehen und nach Ablauf der planmäßigen Laufzeit zum 08. Dezember 2012 zurück zu zahlen. Außerordentliche Kündigungsrechte bestehen im Falle wesentlicher Vertragsverletzungen. Die Vergütung für das Genussrecht besteht aus einem festen Garantiegewinn in Höhe von 6,9% p.a. und einer erfolgsabhängigen Vergütung. Die Gewinnbeteiligung erhöht sich um 1% p.a. bei einem Jahresüberschuss von 15 Mio. € bis einschließlich 25 Mio. €. Übersteigt der Jahresüberschuss 25 Mio. € erhöht sich die festgelegte Gewinnbeteiligung um 2% p.a. Eine Verlustbeteiligung ist ausgeschlossen.

20. Verzinsliche Darlehen

Von den verzinslichen Darlehen zum 31. Dezember 2006 von 36.160 T€ (Vorjahr 17.928 T€) werden 26.209 T€ (Vorjahr 13.000 T€) unter den langfristigen Schulden und 9.951 T€ (Vorjahr 4.928 T€) unter den kurzfristigen Schulden ausgewiesen.

Ursprungs-
betrag
T€
Valuta
31.12.2006
T€
davon
< 1 Jahr
T€
davon
>1 Jahr
T€
Akquisitionsdarlehen Erwerb SOFTCON 4.000 3.200 800 2.400
Akquisitionsdarlehen Erwerb GFU 2.900 1.500 1.400 100
Akquisitionsdarlehen Erwerb MGM TP Gruppe 5.000 4.000 1.000 3.000
Akquisitionsdarlehen Erwerb Goetzfried 6.000 5.500 0 5.500
Akquisitionsdarlehen der Allgeier DL 16.800 14.400 2.880 11.520
Hypothekendarlehen der E&W 680 (1) 657 52 605
Darlehen Altgesellschafter 5.485 5.519 2.585 2.934
Darlehen Unterstützungskasse AUK der E&W 150 (1) 150 0 150
Investitionskredite 28 14 14 0
Betriebsmittelkredite 0 1.220 1.220 0
41.043 36.160 9.951 26.209

(1) Ursprungsbetrag zum Zeitpunkt des Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaft am 09. August 2006

Das Akquisitionsdarlehen im Rahmen des Erwerbs der SOFTCON AG wird mit 800 T€ p.a. getilgt. Für dieses Darlehen wurde eine variable Verzinsung von derzeit 6,0% p.a. vereinbart. Die Laufzeit des Darlehens endet am 05. März 2010.

Das Darlehen zum Erwerb der GFU wurde im Geschäftsjahr 2006 mit 1.400 T€ getilgt. Im Geschäftsjahr 2007 ist eine Tilgung von 1.400 T€ und im Geschäftsjahr 2008 der Restbetrag von 100 T€ zurückzuführen. Das Darlehen wird mit 3,5% + EURIBOR p.a. verzinst.

Der Ursprungsbetrag der Darlehen zum Erwerb der MGM TP Gruppe betrug 5.000 T€. Im Jahr 2006 wurden 1.000 T€ getilgt, in den Jahren 2007 bis 2010 betragen die jährlichen Tilgungen ebenfalls jeweils 1.000 T€. Das Darlehen wird mit 3,25% + EURIBOR p.a. verzinst. Die Laufzeit des Darlehens endet am 31. Dezember 2010.

Der Erwerb der Goetzfried AG wurde durch ein Darlehen in Höhe von 6.000 T€ finanziert. Ein Teil des Darlehens in Höhe von 1.000 T€ wird bis zum 30. September 2007 mit einer Marge von 7,0% + EURIBOR p.a. verzinst, anschließend erhöht sich die Marge für diesen Darlehensteil auf 7,50% p.a.. Der restliche Darlehensbetrag unterliegt einem Zinssatz von 2,75% + EURIBOR p.a. Im Jahr 2006 wurden 500 T€ getilgt, die jährlichen Tilgungen in den Jahren 2008 bis 2010 betragen jeweils 1.500 T€. Im Geschäftsjahr 2007 hat keine Tilgung zu erfolgen.

Für den Erwerb der E&W und der Tiempo sowie der Ablösung eines ehemaligen Darlehens zum Erwerb der MR Gruppe und der IP Gruppe erhielt die Allgeier DL im Geschäftsjahr 2006 ein in vier Tranchen unterteiltes Akquisitionsdarlehen in Höhe von 20.800 T€. Von diesem Darlehen wurden bisher zwei Tranchen von insgesamt 16.800 T€ in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme des verbleibenden Darlehensbetrags ist mit 3.500 T€ in 2007 (Tranche 3) und mit jeweils 250 T€ in 2007 und 2008 (Tranche 4) geplant. Aus den beiden ersten Tranchen des Darlehens wurde im Jahr 2006 eine Tilgung von 2.400 T€ geleistet. In den Jahren 2007 bis 2011 betragen die weiteren Tilgungsraten 2.880 T€ p.a. Für die dritte Tranche sind vier Tilgungsraten von jeweils 875 T€ p.a. ab dem Geschäftsjahr 2008 vereinbart. Die Darlehen aus der vierten Tranche müssen jeweils ein Jahr nach Ziehung zurückbezahlt werden. Als Zinssatz für diesen Kredit kommt der EURIBOR zuzüglich einer Zinsmarge von 2,3% bzw. 2,4% p.a. zum tragen. Die Laufzeit des Kreditvertrags endet am 30. November 2011.

Die Hypothekendarlehen der E&W wurden mit Ursprungsbeträgen von zusammen 680 T€ im Jahr 2001 für den Erwerb einer Immobilie in Form von einem Festdarlehen und zwei Tilgungsdarlehen ausgegeben. Das Festdarlehen ist jährlich mit 6,15% zu verzinsen und endfällig am 30. Dezember 2012. Der Zinssatz des zweiten Hypothekendarlehens beträgt 3,7% p.a. Die Tilgung erfolgt jährlich in Höhe von 9,582% des Darlehensnennbetrages zuzüglich der durch die Rückzahlung ersparten Zinsen. Ein weiteres zweckgebundenes Darlehen in Höhe von ursprünglich TDM 500 wird mit 5,50% p.a. verzinst und in Halbjahresraten in Höhe von 5 T€ bis zum 30. September 2015 getilgt.

Die Darlehen der Altgesellschafter setzen sich aus einem Privatdarlehen, einem Darlehen im Rahmen der Ablösung eines Earn Outs, Darlehen von Minderheitengesellschaftern im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben und einem verzinslichen Darlehen für einen Earn Out zusammen. Das langfristige Privatdarlehen eines ehemaligen Gesellschafters der MR Gruppe von 1.385 T€ wurde im Januar 2007 zurückbezahlt und war mit 6% p.a. verzinst. Die Verbindlichkeit im Rahmen der Ablösung eines Earn Outs in Höhe von 1.400 T€ ist im Mai 2008 fällig und wird mit einer monatlichen Verzinsung von 5,5% p.a. vergütet. Von Minderheitengesellschaftern wurden acht verzinsliche Darlehen in Höhe von nominal 1.500 T€ Darlehen gewährt. Die Zinsen für diese Darlehen werden kapitalisiert und erhöhten die nominalen Darlehensbeträge um 34 T€ auf 1.534 T€ am 31. Dezember 2006. Für die Verzinsung dieser Darlehen kommt ein für alle Darlehen gleicher Zinssatz von 3% + EURIBOR zur Anwendung. Die Darlehen sind endfällig und gebunden an die Laufzeiten der Akquisitionskredite für die jeweiligen Unternehmenserwerbe. Das verzinsliche Earn Out-Darlehen von 1.200 T€ ist im Jahr 2007 nach Eintreten der Zahlungsbedingungen der Earn-Out-Regelung voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2007 zurückzuzahlen. Als Zinssatz für dieses Darlehen wurden 3% vereinbart.

Die Investitionskredite betreffen zwei Kredite für Firmenfahrzeuge.

Für die Gewährung der Kaufpreisdarlehen wurden die Geschäftsanteile der betroffenen Tochtergesellschaften und Enkelgesellschaften als ununterbrochene Kette verpfändet und eine beschränkte und von Bilanzkennzahlen abhängige Mithaftung der Allgeier Holding AG sowie Sicherungszessionen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dieser Tochtergesellschaften bzw. Ansprüchen aus Versicherungsverträgen erteilt. Die Buchwerte der verpfändeten Tochter- und Enkelgesellschaften in den handelsrechtlichen Abschlüssen betragen zum 31. Dezember 2006 71,1 Mio. € (Vorjahr 28,9 Mio. €). Gegenüber den finanzierenden Banken wurden Sicherheiten gewährt und Negativerklärungen ausgesprochen. Für das Akquisitionsdarlehen zum Erwerb der SOFTCON wurden Barmittel von 800 T€ als Sicherheit hinterlegt.

21. Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen betreffen die UNP mit 223 T€ (Vorjahr 171 T€), die SOFTCON IT-Service GmbH mit 335 T€ (Vorjahr 450 T€), die MGM TP mit 201 T€ und die E&W mit 8 T€.

Der bilanzierte Wert der Pensionsrückstellung wurde mit den zur Finanzierung vorgesehenen Rückdeckungsversicherungen von 435 T€ saldiert. Im Vorjahr wurden die Rückdeckungsversicherungen von 241 T€ aktivisch unter den sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Die Anzahl der Leistungszusagen betrug zum 31. Dezember 2006 insgesamt 57 Zusagen (Vorjahr 4 Zusagen).

Pensions-
verpflichtung
Rückdeckungs-
versicherung
Pensions
rückstellung
T € T € T €
Stand 01.01.2006 621 0 621
Umbuchung Rückdeckung Vorjahr 0 241 -241
Zugang Erstkonsolidierung 581 146 435
Rentenzahlungen 12 0 12
Ablösung Pensionsverpflichtung 113 0 113
Auflösung 138 0 138
Zuführung 263 48 215
Stand 31.12.2006 1.202 435 767

22. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern von 8.319 T€ (Vorjahr 2.024 T€) resultieren aus dem negativen Saldo von aktiven latenten Steuern und gegeneinander aufgerechneten passiven latenten Steuern, soweit es ein Aufrechnungsrecht gibt und die Steuerforderungen und -verbindlichkeiten gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Wenn sich aus der Aufrechnung ein positiver Betrag ergibt, erfolgt der Bilanzausweis innerhalb der langfristigen Vermögenswerte. Die passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2006 31.12.2005
T€ T€
Latente Steuerschulden
Aufrechenbare latente Steueransprüche aus steuerlichen
Verlustvorträgen
8.619 2.477
-300 -453
8.319 2.024

23. Sonstige langfristige Schulden

Die sonstigen langfristigen Schulden setzen sich zusammen aus dem langfristigen Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften aus aktivierten Leasinggegenständen von 463 T€ sowie der voraussichtlich im Jahr 2008 zur Zahlung fälligen letzten variablen Anteile des Kaufpreises der IP Gruppe von 550 T€, der Tiempo von 250 T€ und der ANDERS-Gesellschaften von 1.757 T€.

24. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2006 wie folgt entwickelt:

Zugang
Stand Erstkon- Verbrauch Zuführung Stand
01.01.2006 solidierung 2006 2006 31.12.2006
T€ T€ T€ T€ T€
Steuerrückstellungen 1.552 1.018 1.806 1.340 2.104

Die Steuerrückstellungen haben Laufzeiten von bis zu einem Jahr.

25. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2006 wie folgt entwickelt:

Zugang
Umglie- Erstkon
Stand derung solidierung Verbrauch Auflösung Zuführung Stand
01.01.2006 01.01.2006 2006 2006 2006 2006 31.12.2006
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
Berufsgenossenschaft 1.011 0 1.226 955 98 1.744 2.928
Schwerbehindertenabgabe 285 0 145 330 5 465 560
Tantiemen und
Gratifikationen 539 0 910 1.244 9 2.353 2.549
Gewährleistungen 0 0 567 117 450 0 0
Jahresabschluss 360 0 132 362 37 650 743
Arbeitszeitkonten 590 -590 0 0 0 0 0
Sonstige 1.375 -620 217 865 29 462 540
4.160 -1.210 3.197 3.873 628 5.674 7.320

Die sonstigen Rückstellungen haben Laufzeiten von bis zu einem Jahr und sind nicht verzinslich.

Die Rückstellungen für Berufsgenossenschaft beinhalten die voraussichtlich für das Geschäftjahr 2006 zu leistenden Berufsgenossenschaftsbeiträge. Die Höhe der Rückstellung hängt von variablen Bemessungsgrößen ab, die jährlich neu von den Berufsgenossenschaften festgelegt werden. Bei der Dotierung der Rückstellung wurde von gegenüber dem Jahr 2005 unveränderten Rechenparametern ausgegangen. Die Beiträge zur Berufsgenossenschaft sind im Mai des darauf folgenden Jahres zur Zahlung fällig.

Eine Schwerbehindertenabgabe muss bezahlt werden, wenn die vom Gesetzgeber geforderte Beschäftigungsquote an schwer behinderten Mitarbeitern nicht erreicht oder überschritten wird. Da dies in einigen Konzerngesellschaften der Fall ist, wurde hierfür eine Rückstellung gebildet.

Bei der Rückstellung für Tantiemen und Gratifikationen handelt es sich um vom Ergebnis 2006 und von der Erreichung persönlicher Ziele abhängige Zahlungen an das Management und Mitarbeiter von Konzerngesellschaften. Die Genehmigung und Auszahlung dieser Beträge erfolgt im Allgemeinen im zweiten Quartal des folgenden Geschäftsjahres.

Die im Geschäftsjahr 2006 erworbene Tochtergesellschaft MGM TP hatte im Zusammenhang mit einem Kunden eine einzeln ermittelte Gewährleistungsrückstellung gebildet. Diese Rückstellung konnte bis zum Jahresende 2006 verbraucht bzw. aufgelöst werden.

Die Rückstellung für Jahresabschlusskosten beinhaltet Kosten für die Erstellung und Prüfung der Jahresabschlüsse und des Konzernabschlusses für das Jahr 2006 sowie der Erstellung der Steuererklärungen 2006. In dieser Position ebenfalls enthalten sind Rückstellungen für Aufbewahrungsverpflichtungen sowie die Kosten Durchführung der Hauptversammlung 2007.

Im Geschäftsjahr 2006 wurden die Rückstellungen für Arbeitszeitkonten und Rückstellungen für noch ausstehende Eingangsrechnungen in die sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Die Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen waren im Vorjahr mit 620 T€ in den sonstigen Rückstellungen enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen am 31. Dezember 2006 enthalten Rückstellungen für drohende Verluste von 283 T€, Rückstellungen zum Ausgleich von Ergebnisansprüchen eines Minderheitengesellschafters von 150 T€, Rückstellungen für laufende Prozesse und Abfindungsverpflichtungen von insgesamt 30 T€ und sonstige Rückstellungen von 77 T€.

26. Sonstige kurzfristige Schulden

Die sonstigen kurzfristigen Schulden von 31.263 T€ (Vorjahr 7.597 T€) setzen sich wie folgt zusammen:

T€ T€
Verpflichtungen aus Kaufpreisen für Tochtergesellschaften
und Earn Outs
14.657
1.000
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt
5.713
1.563
Verpflichtungen aus Steuern
3.733
1.616
Arbeitszeitkonten
2.594
0
Urlaubsverpflichtungen
2.374
1.250
Ausstehende Eingangsrechnungen
728
0
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit
372
1.241
Restverbindlichkeit aus dem Erwerb der Vermögenswerte
der daa
330
0
Kreditorische Debitoren
168
152
Restverbindlichkeit aus dem Erwerb der Geschäftsbetriebe
ERP und T+S der BOG
84
484
Verbindlichkeiten aus Finance Lease Verträgen
40
8
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern
37
56
Übrige
433
227
31.263 7.597

Die Verpflichtungen aus Kaufpreisen für Tochtergesellschaften und Earn Outs betreffen mit 5.700 T€ die Anfang 2007 bezahlte erste Tranche des Kaufpreises für die ANDERS-Gesellschaften, mit 1.380 T€ den Betrag für die Abfindung der Minderheitenanteile und der Ergebnisansprüche der bisherigen Minderheitengesellschafter der GFU und mit 7.577 T€ variable Kaufpreisanteile für die E&W, die Tiempo, die MR Gruppe, die IP Gruppe, die UNP, die Goetzfried und die SC S.r.l.

Die Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt beinhalten im Januar 2007 fällige Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter von Konzerngesellschaften sowie Zahlungen für Lohn- und Kirchensteuer. Die Verpflichtungen aus Steuern beinhalten Umsatzsteuerverpflichtungen von 3.726 T€ und ein Steuerverpflichtung der mgm technology partners s.r.o., Prag von 7 T€.

In den Arbeitszeitkonten und Urlaubsverpflichtungen werden die Verpflichtungen an Mitarbeiter von Konzerngesellschaften aufgrund positiver Arbeitszeitkonten und nicht genommener Urlaubstage aus dem Jahr 2006 zusammengefasst. Diese Beträge werden ermittelt auf Basis der Löhne und Gehälter der betroffenen Mitarbeiter und der in den jeweiligen Ländern und Bundesländern gültigen Arbeitstage. Für den vom Arbeitgeber zu übernehmenden Sozialkostenanteil wurden entsprechende Zuschläge berücksichtigt. Im Vorjahr waren die Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Die ausstehenden Rechnungen umfassen die bis zum Buchungsschluss noch nicht eingetroffenen Rechnungen für im Jahr 2006 erhaltene Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr wurde dieser Posten mit 620 T€ unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Aufgrund erneut umfangreicher Veränderungen im Konsolidierungskreis des Konzerns ist die Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt mit der des Vorjahres vergleichbar. Eine bessere Vergleichbarkeit liefert die Ergebnisdarstellung nach Segmenten, auf die hier verwiesen wird.

27. Umsatzerlöse

Die Entwicklung der Umsätze nach den einzelnen Geschäftsbereichen ist in der Segmentberichterstattung dargestellt. Im Berichtsjahr erhöhte sich der Konzernumsatz für die fortgeführten Geschäftsbereiche von 72.011 T€ um 131,5 % auf 166.680 T€.

Bei Einbeziehung sämtlicher im Geschäftsjahr 2006 erworbenen Gesellschaften ab dem 01. Januar 2006 betrugen die Umsatzerlöse 231.442 T€ (Vorjahr 190.126 T€).

28. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 1.919 T€ (Vorjahr 2.276 T€) setzen sich wie folgt zusammen:

2006 2005
T€ T€
Auflösung von Rückstellungen 766 70
Eingang abgeschriebener Forderungen 210 3
Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 90 79
Versicherungsentschädigungen 58 23
Erträge aus Vermietung 6 184
Badwill aus dem Erwerb des Geschäftsbetriebs der BOG 0 1.295
Ertrag aus der Veräusserung der EA Viersen 0 180
Sonstige 789 442
1.919 2.276

29. Materialaufwand

Der Materialeinsatz beinhaltet Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, bezogene Waren sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen und externes Personal im Geschäftsbereich IT Services. Der Materialaufwand 2006 beträgt 50.934 T€ (Vorjahr 31.836 T€) und unterteilt sich in Roh-, Hilfsund Betriebsstoffe von 8.425 T€ (Vorjahr 10.236 T€) und bezogene Leistungen bzw. externes Personal von 42.509 T€ (Vorjahr 21.600 T€). Der Anstieg des Materialaufwands steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit den neu erworbenen Tochtergesellschaften im Segment IT Services.

30. Personalaufwand

Der Personalaufwand 2006 beträgt 90.019 T€ (Vorjahr 27.767 T€). Der Anstieg des Personalaufwands steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit den neu erworbenen Tochtergesellschaften in den Segmenten IT Services und Personal Services. Dem Personalaufwand zugeordnet sind die Fahrt- und Reisekosten sowie sonstige einsatzbezogenen Auslagen für die im Geschäftsbereich Personal Services im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung eingesetzten Mitarbeiter.

Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt:

2006 2005
T€ T€
Löhne und Gehälter 72.453 21.640
Tantiemen und Gratifikationen 1.975 1.038
Berufsgenossenschaft, Schwerbehindertenabgabe 2.069 481
Sozialaufwendungen 13.522 4.608
90.019 27.767

Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich von 1.999 Mitarbeitern am 1. Januar 2006 um 4.030 Mitarbeiter auf 6.029 Mitarbeiter am 31. Dezember 2006 erhöht. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2006 betrug 4.104 Mitarbeiter (Vorjahr 1.103 Mitarbeiter).

Darüber hinaus waren zum 31. Dezember 2006 615 freie Mitarbeiter für den Konzern tätig (im Jahresdurchschnitt 488 freie Mitarbeiter).

Die Ermittlung der Durchschnittswerte erfolgt auf Basis der Mitarbeiterzahlen am 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember. Vorstände, Geschäftsführer und Auszubildende sind in den Mitarbeiterzahlen enthalten.

31. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr 14.046 T€ (Vorjahr 7.938 T€) und gliedern sich wie folgt:

2006 2005
T€ T€
Grundstücks- und Gebäudekosten 2.520 1.359
Fahrzeugkosten 1.723 1.153
Werbekosten 1.136 399
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Forderungen 1.055 611
Kommunikationskosten 905 460
Reisekosten 893 273
Rechts- und Beratungskosten 891 708
Sonstige Personalkosten 635 144
Dienstleistungen 611 385
Jahresabschlusskosten 509 289
Versicherungen, Beiträge 453 260
Instandhaltung 452 189
Bürobedarf 368 155
Finanzierungskosten 311 275
Aufsichtsratsvergütung 242 55
Verluste aus Wertveränderungen Zinsswaps 193 0
Nicht aktivierte Kosten aus Akquisetätigkeiten 184 323
Bewirtungskosten 147 45
Vertriebseinzelkosten 140 498
Kosten Börsennotierung 138 104
Nebenkosten Geldverkehr 104 96
Kursverluste 56 13
Spenden 26 5
Übrige 354 139
14.046 7.938

Gegenüber dem Vorjahresabschluss wurde die Gliederung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen umgestellt. Die Vorjahreszahlen wurden zur Vergleichbarkeit an die neue Struktur angepasst.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind nachstehende Honorare für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses 2006 enthalten.

2006 2005
T€ T€
Abschlussprüfungen 158 80
Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 22 0
Steuerberatungsleistungen 45 23
Sonstige Leistungen 48 19
273 122

32. Abschreibungen

Die Abschreibungen betragen im Geschäftsjahr 6.008 T€ (Vorjahr 3.498 T€) und gliedern sich wie folgt:

2006 2005
T€ T€
Erworbene vermarktungsfähige Produkte 651 322
Erworbene Auftragsbestände 1.752 920
Erworbene Stammkundenbeziehungen und
Kundenlisten 1.274 372
Selbst erstellte Entwicklungsleistungen 266 533
Erworbene Software, Lizenzen, Rechte 364 475
Geschäfts- oder Firmenwerte 518 8
Sachanlagen 1.183 868
6.008 3.498

Die Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte im Geschäftsjahr 2006 betreffen die vollständige Abschreibung des Unterschiedsbetrags aus der Erstkonsolidierung bei der APS MBO GmbH von 3 T€ und Goodwill-Abschreibungen infolge von Werthaltigkeitsprüfungen von 515 T€. Im Einzelnen wurden die Goodwills für sechs zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung als "Cash Generating Unit" definierten Niederlassungen der MR Gruppe ganz oder teilweise wertberichtigt. Diese erbrachten nicht die erwarteten Zahlungsmittelüberschüsse bzw. es wurde in einem Fall in 2007 eine Niederlassung geschlossen.

33. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen umfassen Zinsen für Genussrechte, langfristige Finanzierungen, Finance Lease Verträge und Betriebsmittelkredite:

2006 2005
T€ T€
Zinsen für Genussrechte 999 573
Zinsen aus langfristigen Finanzierungen
(kurzfristiger und langfristiger Anteil) 1.373 419
Zinsen aus Finanzierungsleasingverträgen 40 0
Zinsen für Betriebsmittelkredite 210 159
2.622 1.151

34. Ertragsteuerergebnis

Im Ertragsteuerergebnis sind laufende und latente Steuern enthalten. Nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlichen ausgewiesenen Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit dem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Konzernsteuersatz von 39,16% multipliziert.

2006 2005
T€ T€
Ergebnis vor Ertragsteuern 5.002 2.297
Erwartetes Ertragsteuerergebnis -1.959 -899
Steuerfreie Erträge 183 0
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -381 -42
Abweichende Steuersätze -68 49
Abschreibung Firmenwerte aus Erstkonsolidierung -203 0
Erfolgswirksame Verrechnung Badwill aus Erstkonsolidierung 0 507
Steuerneutrales Konsolidierungsergebnis -117 70
Steuerwirksame ergebnisneutrale Eigenkapitalverrechnungen 62 0
Bildung aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 435 367
Wertberichtigung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge -78 0
Periodenfremdes Steuerergebnis -35 -11
Sonstige -1 -28
Tatsächliches Ertragsteuerergebnis -2.162 13

Das Ertragsteuerergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

2006 2005
T€ T€
Latentes Steuerergebnis 1.005 706
Tatsächliches Steuerergebnis -3.167 -693
-2.162 13

35. Jahresüberschuss

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2006 beträgt 2.840 T€ (Vorjahr 2.255 T€).

Bei Einbeziehung sämtlicher im Geschäftsjahr 2006 erworbenen Gesellschaften bereits ab dem 01. Januar 2006 beträgt der Jahresüberschuss 5.118 T€.

36. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie von 0,59 € wurde ermittelt aus der Division des auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Jahresüberschusses durch die Anzahl der durchschnittlich ausstehenden Aktien. Die durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Aktien beträgt im Geschäftsjahr 2006 unter taggenauer Berücksichtigung der Zu- und Abgänge im Bestand der eigenen Aktien sowie der Kapitalerhöhung 4.161.953 Aktien (Vorjahr 3.991.998 Aktien). Es besteht Identität zwischen dem verwässerten und unverwässerten Ergebnis je Aktie, da keine potentiellen Aktien vorliegen.

Die Anzahl der ausstehenden Aktien zum Stichtag hat sich während des Geschäftsjahres durch Zuund Abgänge im Bestand der eigenen Aktien sowie einer am 6. Oktober 2006 im Handelsregister eingetragenen Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital verändert:

Anzahl Anzahl
Aktien Aktien
31.12.2006 31.12.2005
Anzahl alle Aktien 4.535.750 4.123.750
Anzahl eigene Aktien 61.795 86.026
Anzahl in Umlauf befindliche Aktien 4.473.955 4.037.724

Der Jahreshauptversammlung am 11. Juli 2007 wird vorgeschlagen, für das Geschäftsjahr 2006 keine Gewinnausschüttung aus dem Bilanzgewinn der Allgeier Holding AG zu beschließen.

D. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

In der Segmentberichterstattung werden die Finanzzahlen in Übereinstimmung mit der internen Berichterstattung nach Segmenten und Regionen dargestellt. Der Allgeier Konzern unterscheidet die Geschäftsbereiche IT und Personal Services. Der Geschäftsbereich IT untergliedert sich in die Segmente IT Solutions und IT Services. Die Segmente werden basierend auf der Art ihrer Produkte und Dienstleistungen unabhängig voneinander organisiert und geführt. Jedes Segment stellt dabei einen eigenständigen Bereich dar, der sich von den anderen unterscheidet. Der Geschäftsbereich Basistechnologie wurde im Geschäftsjahr 2005 aufgegeben. Das Segment Personal Services ist im September 2005 mit dem Erwerb der MR und IP Gruppe entstanden.

Das Segment IT Solutions ist fokussiert auf das Systemhausgeschäft im Enterprise Ressource Planning (ERP) sowie Dokumentenmanagement (DMS). Das Segment IT Services befasst sich mit Beratung und Lösungsentwicklung und der Umsetzung und dem Betrieb von technisch komplexen IT Systemlösungen im Enterpriseumfeld. Das Segment Personal Services betreibt die gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung und bietet Personalserviceleistungen an.

Das Geschäftssegment IT Solutions ist in Deutschland, in Belgien und in den Niederlanden tätig. Das Segment IT Services hat Tochtergesellschaften in Frankreich, Tschechien und Rumänien und eine Betriebsstätte in der Schweiz. Die Gesellschaften in Frankreich und Tschechien erzielen ihre Umsätze ausschließlich mit anderen Gesellschaften des Allgeier Konzerns. Die Betriebsstätte in der Schweiz wurde Ende 2006 gegründet. Im Geschäftsjahr 2006 fielen dort noch keine Umsatzerlöse an. Das Segment Personal Services ist ausschließlich in Deutschland tätig. Der Geschäftsbereich Basistechnologie war in Deutschland und in UK präsent.

Zur Überleitung der Segmente auf die Konzernzahlen werden nicht an die Segmente weiterbelasteten Aufwendungen der Allgeier Holding AG und der Allgeier Management AG sowie Konsolidierungseffekte zwischen diesen Gesellschaften und den Segmenten in einer gesonderten Spalte dargestellt. Zwischen den einzelnen Segmenten bestehen keine wesentlichen Transaktionen.

Das primäre Berichtsformat in der Segmentberichterstattung der Allgeier sind die Segmente. Die Regionen werden im sekundären Berichtsformat dargestellt.

Segmentergebnisse, Segmentvermögen und Segmentschulden beinhalten keine Steuern.

IT Solutions IT Services Personal Services
T€ 2006 2005 2006 2005 2006 2005
Externe Umsatzerlöse 20.072 13.378 72.851 31.076 73.785 14.566
Umsatzerlöse mit anderen
Segmenten
110 0 36 74 15 0
sonstige Erträge 485 1.378 722 118 659 217
Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit
409 613 4.731 2.590 4.649 737
Erträge aus Zinsen und
Finanzanlagen
721 38 54 25 130 63
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen
55 41 1.162 309 1.791 236
Ergebnis vor Steuern 1.075 610 3.623 2.306 2.988 564
Ertragsteuerergebnis
Konzernergebnis
Eigenkapital 913 4.274 4.272 4.652 -10.104 1.220
Schulden 8.279 5.070 49.584 19.212 70.231 22.814
Langfristiges Vermögen 2.151 2.256 28.820 12.116 33.473 12.140
Kurzfristiges Vermögen 11.559 7.614 26.595 13.324 27.608 11.728
Gesamtes Vermögen 13.710 9.869 55.415 25.440 61.081 23.867
Investitionen 850 2.465 19.799 4.742 23.259 12.284
planmäßige Abschreibungen 953 1.610 3.091 1.083 1.392 138
Abschreibungen auf Geschäfts
oder Firmenwerte
0 0 0 8 518 0
Sonstige nicht
zahlungswirksame
Aufwendungen(+)/ Erträge(-)
654 -943 1.463 992 3.135 690
2006 Basistechnologie
2005
AG+Konsolidierung
2006
2005
Fortgeführte
Geschäftsbereiche
2005
Aufgegebene
Geschäftsbereiche
2006
2005
0 12.991 -28 0 2006
166.680
72.011 0 404
0 0 -161 -74 0 0 0 0
0 486 53 77 1.919 2.276 0 5
0 759 -2.436 -1.518 7.353 3.181 0 -57
0 6 -634 135 271 267 0 1
0 726 -386 -161 2.622 1.151 0 0
0 39 -2.684 -1.222 5.002 2.297 0 -56
-2.162 13 0 1
2.840 2.310 0 -55
0 0 26.408 7.576 21.489 17.721 0 1.527
0 0 -24.927 -1.830 103.167 45.266 0 643
0 0 1.053 1.105 65.497 27.617 0 765
0 0 -4.655 2.558 61.107 35.223 0 1.667
0 0 -3.602 3.663 126.604 62.840 0 2.433
0 540 3 975 43.911 21.005 0 17
0 583 54 74 5.490 3.487 0 52
0 3 0 0 518 11 0 0
0 -134 758 163 6.010 768 0 0

Die im Segment IT Solutions im Geschäftsjahr 2005 gezeigten sonstigen Erträge beinhalten den Badwill von 1.295 T€ aus dem Erwerb der Geschäftsbetriebe ERP und T+S der BOG, welcher nicht zahlungswirksam wurde.

2006 2005 T€ T€ Deutschland 162.159 66.265 Belgien 2.923 3.363 Niederlande 1.484 1.470 UK 0 913 Frankreich 0 0 Tschechien 0 0 Rumänien 114 0 Schweiz 0 0 Gesamt 166.680 72.011

Die Konzern-Umsatzerlöse wurden in den folgenden Regionen erzielt:

Die Konzern-Vermögensgegenstände für die fortgeführten Geschäftsbereiche gliedern sich in folgende Regionen:

Buchwert
Sachanlagen
Investitionen
Sachanlagen
Buchwert
immaterielle
Vermögens
werte
Investitionen
immaterielle
Vermögens
werte
Buchwerte
Finanz
anlagen
Investitionen
Finanz
anlagen
Sonstiges
Vermögen
Vermögensgegenstände 2005
Deutschland 2.884 2.303 24.621 18.635 0 0 32.542
Belgien 108 45 0 0 0 0 1.819
Niederlande 4 3 0 0 0 0 862
UK 0 19 0 0 0 0 0
Frankreich 0 0 0 0 0 0 0
Tschechien 0 0 0 0 0 0 0
Rumänien 0 0 0 0 0 0 0
Schweiz 0 0 0 0 0 0 0
Gesamt 2.996 2.370 24.621 18.635 0 0 35.223
Vermögensgegenstände 2006
Deutschland 5.388 3.642 59.904 39.804 42 42 57.127
Belgien 72 12 0 0 0 0 1.930
Niederlande 7 7 0 0 0 0 963
UK 0 0 0 0 0 0 0
Frankreich 11 12 0 0 0 0 55
Tschechien 25 37 0 0 0 0 889
Rumänien 15 16 33 339 0 0 61
Schweiz 0 0 0 0 0 0 82
Gesamt 5.518 3.726 59.937 40.143 42 42 61.107

E. ERLÄUTERUNGEN ZUR EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalüberleitungsrechnung dargestellt.

Hinsichtlich der zum 01. Januar 2006 vorgenommenen Umgliederungen verweisen wir auf die Erläuterungen innerhalb der einzelnen Eigenkapitalpositionen.

F. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelfonds (Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und kurzfristige Bankverbindlichkeiten) der Allgeier Gruppe im Berichtsjahr verändert haben. Die Zahlungsströme wurden nach der betrieblichen Tätigkeit, der Investitionstätigkeit, der Finanzierungstätigkeit und Cash Flows aus aufgegebenen Geschäftsbereichen gegliedert. Die Darstellung der Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Zinserträge und Zinszahlungen werden unter den Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit ausgewiesen.

Die Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit wurden gegenüber dem Vorjahr detaillierter dargestellt. Die im Vorjahr in einer Summe gezeigten Cash Flows aus der Veränderung anderer Aktiva und Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zugeordnet sind, wurden unterteilt in die Cash Flows aus der Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Veränderung sonstiger Aktivposten, der Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Veränderung der Rückstellungen und der Veränderung von sonstigen Passivposten. Zusätzlich wurden innerhalb des Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit die Zwischensummen "Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit vor Working Capital Veränderungen" und "Cash Flows aus Working Capital Veränderungen" eingefügt. Zur Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte entsprechend angepasst.

Im Geschäftsjahr 2006 erwarb der Konzern die UNP, MGM TP Gruppe, E&W, Tiempo, Goetzfried, SC S.r.l., APS MBO und die ANDERS-Gesellschaften. Für die im Geschäftsjahr 2005 erworbenen MR Gruppe und IP Gruppe wurde der Kaufpreis im Jahr 2006 nachträglich angepasst. Für die Erwerbe der Anteile der Gesellschaften und die nachträglichen Kaufpreise waren folgende Beträge zu entrichten:

ANDERS/
UNP MGM Goetzfried E&W Tiempo APS MBO SC S.r.l. MR+IP Gesamt
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
Kaufpreis 2006 2.979 7.581 11.977 13.789 4.870 7.518 358 0 49.071
Nachträgliche Kaufpreise für
Erwerbe in 2005
0 0 0 0 0 0 0 1.150 1.150
In 2006 nicht
zahlungswirksamer Anteil
777 0 2.700 4.300 500 7.457 50 1.150 16.934
Ausgabe von eigenen Aktien 0 0 900 0 0 0 0 0 900
In bar zu entrichtender
Kaufpreis
2.202 7.581 8.377 9.489 4.370 61 308 0 32.387
Erworbene liquide Mittel 229 161 281 4.276 321 1.793 18 0 7.079
Abfluss von Zahlungsmitteln 1.973 7.420 8.097 5.213 4.048 -1.733 290 0 25.308

Für die Unternehmenserwerbe und die nachträglichen Kaufpreise wurden im Einzelnen folgende Vermögenswerte und Schulden, jeweils bewertet zu ihren Zeitwerten erworben:

ANDERS/
UNP MGM Goetzfried E&W Tiempo APS MBO SC S.r.l. MR+IP Gesamt
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
Immaterielles Anlagevermögen 776 1.913 1.501 2.256 1.084 918 100 0 8.548
Sachanlagevermögen 11 687 294 1.073 97 130 17 0 2.309
Vorräte 0 111 199 0 0 0 7 0 317
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
1.192 3.257 6.169 4.256 1.825 1.302 0 0 18.001
Sonstige
Vermögensgegenstände
59 155 667 223 43 200 9 0 1.357
Liquide Mittel 229 161 307 4.276 321 1.793 18 0 7.105
Wertpapiere 0 0 13 714 0 0 0 0 727
Aktive Rechnungsabgrenzung 15 18 131 37 0 0 3 0 204
Anteile
Minderheitengesellschafter
0 -17 0 0 0 0 0 0 -17
Rückstellungen für Pensionen 0 -184 0 -251 0 0 0 0 -435
Steuerrückstellungen -139 -197 -120 -272 -6 -278 -4 0 -1.016
Sonstige Rückstellungen -70 -1.339 -460 -2.207 -824 -1.041 -3 0 -5.943
Bankverbindlichkeiten 0 0 -26 -680 0 0 0 0 -706
Erhaltene Anzahlungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
-726 -533 -3.638 -125 -26 -64 -4 0 -5.116
Sonstige Verbindlichkeiten -73 -741 -273 -3.282 -1.198 -1.079 -45 0 -6.692
Passive Rechnungsabgrenzung 0 -20 0 0 0 0 0 0 -20
Passive latente Steuern -308 -669 -644 -912 -416 -359 -39 0 -3.348
Erworbene Vermögenswerte
abzüglich erworbene Schulden
967 2.602 4.120 5.106 901 1.522 59 0 15.276
Minderheitenanteile am
Goodwill
0 996 0 1.650 754 600 60 115 4.175
Firmenwert 2.012 3.983 7.858 7.033 3.215 5.396 239 1.035 30.771
Kaufpreis gesamt 2.979 7.581 11.977 13.789 4.870 7.518 358 1.150 50.221

Im Geschäftsjahr 2006 veräußerte die Allgeier Beteiligungen GmbH ihre Anteile an der EA Bremen und der EA UK für einen Verkaufspreis von 1.500 T€. Dem Konzern flossen aus dieser Transaktion liquide Mittel von 1.300 T€ zu. Der verbleibende Betrag von 200 T€ wurde als Darlehen gewährt. Die veräußerten Gesellschaften EA Bremen und EA UK waren bereits im Vorjahr als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte klassifiziert. Im Einzelnen veräußert wurden zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte von 2.433 T€ und Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten von 905 T€ sowie Minderheitenanteile von 29 T€ und Wechselkursänderungen von -1 T€.

Der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2006 setzt sich zusammen aus liquiden Mitteln von 16.469 T€ und kurzfristig beanspruchten Kontokorrentlinien von 1.221 T€.

G. SONSTIGE ANGABEN

I. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Konzern hat zum 31. Dezember 2006 sonstige finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus Leasing von Fahrzeugen und Mieten für Büroräume, die als Operating-Leasing behandelt werden. Die Gesamtaufwendungen aus diesen Verträgen beliefen sich im Geschäftsjahr 2006 auf 2.585 T€. Die Mindestverpflichtungen für die Restlaufzeiten dieser Verträge stellen sich wie folgt dar:

2006
T€
2005
T€
fällig innerhalb eines Jahres 2.182 1.044
fällig zwischen einem und fünf Jahren 3.925 2.866
fällig später als nach fünf Jahren 143 48
6.250 3.958

Zum 31. Dezember 2006 beträgt der Barwert der sonstigen finanziellen Verpflichtungen bei einem Abzinsungsfaktor von 4,5% 5.660 T€ (Vorjahr 3.442 T€).

Eventualverbindlichkeiten und weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen liegen nicht vor.

II. Sicherungspolitik

Der Allgeier Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Preis-, Zins- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken werden laufend beobachtet, bewertet und in Einzelfällen durch Sicherungsmaßnahmen begrenzt bzw. vermieden.

Der Konzern nutzt für das Management von Zinsrisiken aus Bankdarlehen für den Erwerb von Tochtergesellschaften und das Genussrechtskapital derivative Finanzinstrumente in Form von vier Zinsswaps, zwei Zinscaps und einem Zinscollar. Die Veränderung der Zeitwerte der Zinsderivate werden ergebniswirksam erfasst. Die Ermittlung der Zeitwerte der nicht öffentlich gehandelten Zinsderivate erfolgt mittels anerkannter Bewertungsmodelle basierend auf den herrschenden Marktbedingungen zum Bilanzstichtag.

Die Bezugsbeträge aller offenen Zinsderivate lassen sich wie folgt zusammenfassen:

31.12.2006 31.12.2005
T€ T€
Zinsswaps 15.150 2.150
Zinscaps 2.500 3.900
Zinscollar 7.200 0
24.850 6.050

Die Zeitwerte der Zinsderivate stellen sich wie folgt dar:

31. Dezember 2006 31. Dezember 2005
positiv negativ positiv negativ
T€ T€ T€ T€
Zinsswaps 40 -194 0 -3
Zinscap 1 0 1 0
Zinscollars 1 0 0 0
42 -194 1 -3

Von den Zinsswaps haben zum 31. Dezember 2006 drei eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Ein Zinsswap hat eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Der Zinscap und die Zinscollars haben jeweils eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Im Rahmen zukünftiger Finanzierung ist mit dem Abschluss von weiteren Zinssicherungsinstrumenten zu rechnen.

Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Allgeier Gruppe ist ein wichtiges Unternehmensziel. Durch implementierte Cash-Management-Systeme werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst. Zur Finanzierung des Working Capital Bedarfs der operativen Gesellschaften stehen liquide Mittel und Betriebsmittelfinanzierungen in Form von Kontokorrentlinien in ausreichender Höhe zur Verfügung. Die Tilgung der Kaufpreisdarlehen ist ausgerichtet auf die zukünftige Ertragskraft der erworbenen Tochtergesellschaften.

Das theoretische maximale Ausfallrisiko bei den originären Finanzinstrumenten entspricht dem Wert aller Forderungen abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber denselben Schuldnern. Allgeier ist bestrebt, das Ausfallrisiko möglichst gering zu halten. Um dies zu erreichen, arbeitet Allgeier mit nur eingeschränkten Bestellumfängen, sofern die Bonität der Kunden nicht ausreichend ist. Bei Neukunden wird ein Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis gefordert. Der Konzern geht davon aus, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Darüber hinaus werden bei einzelnen Tochtergesellschaften Forderungsausfallrisiken durch Versicherungen abgedeckt.

Aufgrund des geringen Umfangs der Transaktionen in fremder Währung erfolgten keine Sicherungsmaßnahmen zur Absicherung von Währungsrisiken.

III. Organe der Muttergesellschaft

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Allgeier Holding AG gehörten im Jahr 2006 an:

Herr Detlef Dinsel (Vorsitzender), Dipl.-Ing./MBA, Hamburg

Mitglied des Aufsichtsrats bzw. Verwaltungsrat in folgenden Gesellschaften: Sport Group GmbH, Burgheim (Vorsitzender) Dywidag Systems International (DSI) GmbH, München (Vorsitzender) Minimax GmbH, Bad Oldesloe Gardena AG, Ulm Industri Kapital S.A.R.L., Luxemburg Industri Kapital Ltd., London Laboratoire Pasteur Cerba, Paris

Herr Dr. Hans J. Wenzel (stellvertretender Vorsitzender), Unternehmensberater, München

Mitglied des Aufsichtsrats in folgenden Gesellschaften: Initium AG, München (Vorsitzender) 4 TEKK Software AG, München Allgeier Management AG, München Allgeier IT Services AG, München

Herr Thies Eggers, Wirtschaftsprüfer, Pullach

Mitglied des Aufsichtsrats in folgenden Gesellschaften: DIBAG Industriebau AG, München FJH AG, München SOFTCON AG, München Allgeier IT Services AG, München

Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Geschäftsjahr 2006 Bezüge von insgesamt 222 T€ (Vorjahr 40 T€) erhalten. Darin enthalten ist der Aufwand für eine variable Vergütung, die im Geschäftsjahr 2007 zur Auszahlung kommt. Die Vereinbarung über die variable Vergütung bemisst sich nach dem Konzernergebnis vor Steuern. Sie kommt zur Auszahlung, wenn das Konzernergebnis vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre im Durchschnitt mindestens 300 T€ beträgt.

Am 31. Dezember 2006 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrats folgende Anzahl an Aktien an der Allgeier Holding AG:

mittelbar
unmittelbar
gesamt
Stück Stück Stück
Detlef Dinsel 355.046 50.000 405.046
Thies Eggers 0 40.750 40.750
Dr. Hans J. Wenzel 129.500 40.000 169.500
484.546 130.750 615.296

Vorstand

Dem Vorstand der Allgeier Holding AG gehörten im Jahr 2006 an:

Herr Carl Georg Dürschmidt, Dipl.-Betriebswirt, Bad Abbach

Mitglied des Aufsichtsrats in folgenden Gesellschaften: Initium AG, München Allgeier Management AG, München Allgeier IT Services AG, München 4 TEKK Software AG, München Goetzfried AG, Wiesbaden

Herr Christian Eggenberger, Dipl.Kaufmann, Ebersberg

Mitglied des Aufsichtsrats bzw. Verwaltungsrat in folgenden Gesellschaften: AHE Holding AG, Schweiz SOFTCON AG, München 4 TEKK Software AG, München Allgeier Management AG, München Goetzfried AG, Wiesbaden

Die Bezüge einschließlich variabler Einkommensteile der Mitglieder des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2006 1.094 T€ (Vorjahr 635 T€). Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. August 2006 unterbleibt bis zum 31. Dezember 2010 die Angabe individueller Vorstandsbezüge. Die Vorstandsmitglieder sind einzelvertretungsberechtigt.

Am 31. Dezember 2006 hielten die Mitglieder des Vorstands folgende Anzahl an Aktien an der Allgeier Holding AG:

mittelbar unmittelbar Gesamt
Stück Stück Stück
Carl Georg Dürschmidt 1.107.660 75.000 1.182.660
Christian Eggenberger 0 122.502 122.502
1.107.660 197.502 1.305.162

Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen

Geschäftsbeziehungen zwischen allen im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden im Konzernabschluss vollständig eliminiert.

Die Zahlungen aus Beraterverträgen an Aufsichtsratsmitglieder betragen 2 T€ (Vorjahr 6 T€).

Die Initium AG, München, als nahe stehende juristische Person hat Beratungsleistungen von 30 T€ (Vorjahr 205 T€) für Gesellschaften des Allgeier Konzerns erbracht. Zwischen der Initium AG und der Allgeier Holding AG bestand weiterhin ein Servicevertrag über die Nutzung von Büroräumen in München, Büroausstattung und Sekretariatsdienstleistungen. Im Geschäftsjahr 2006 wurden hierfür 1 T€ (Vorjahr 8 T€) von der Initium AG an die Allgeier Holding AG bezahlt.

IV. Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Der Vorstand ist der Auffassung, dass im vorliegenden Konzernabschluss zum 31. Dezember 2006 die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Cash Flows den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend dargestellt werden.

Die Freigabe des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat zur Veröffentlichung ist für den 10. Mai 2007 vorgesehen.

München, 30. April 2007

Allgeier Holding AG

Carl Georg Dürschmidt Christian Eggenberger

Angabepflichten nach deutscher Rechnungslegung (HGB)

In Übereinstimmung mit § 315a HGB muss die Allgeier Holding AG, die zur Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards verpflichtet ist, ihren Konzernabschluss um die folgenden Anhangsangaben erweitern:

§ 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB:

Name und Sitz der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Der Anteil am Kapital der Tochterunternehmen, der dem Mutterunternehmen und den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen gehört. Siehe hierzu Allgemeine Angaben/Konsolidierungskreis.

§ 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB:

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen während des Geschäftsjahrs sowie der im Geschäftsjahr verursachte Personalaufwand. Siehe hierzu die Ausführungen zum Personalaufwand.

§ 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB i.V.m. Abs. 2 S. 2:

Für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans, eines Aufsichtsrats, eines Beirats oder einer ähnlichen Einrichtung des Mutterunternehmens, jeweils für jede Personengruppe, die für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge. Außer den Bezügen für das Geschäftsjahr sind die weiteren Bezüge anzugeben, die im Geschäftsjahr gewährt, bisher aber in keinem Konzernabschluss angegeben worden sind. Siehe hierzu die Angaben zu den Gesellschaftsorganen.

§ 314 Abs. 1 Nr. 8 HGB:

Für jedes in den Konzernabschluss einbezogene börsennotierte Unternehmen, dass die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht worden ist. Siehe hierzu die Angaben zum Corporate Governance Kodex.

§ 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB:

Soweit es sich um ein Mutterunternehmen handelt, das einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 5 des Wertpapierhandelsgesetzes in Anspruch nimmt, für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Sinne des § 319 Abs. 1 Satz 1, 2 das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für

  • a. die Abschlussprüfungen,
  • b. sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen,
  • c. Steuerberatungsleistungen,
  • d. sonstige Leistungen,

die für das Mutter- oder ein Tochterunternehmen erbracht worden sind. Die geforderten Angaben sind bei der Erläuterung zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen dargestellt.

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Allgeier Holding AG, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Vorstände der Allgeier Holding AG, München. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Vorstände sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 4. Mai 2007

LOHR + Company GmbH Wirtschaftprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Jörg-Andreas Lohr Wirtschaftsprüfer

Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand

Carl Georg Dürschmidt (Vorsitzender des Vorstands)

Christian Eggenberger

Aufsichtsrat

Detlef Dinsel (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Dr. Hans J. Wenzel (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Thies Eggers

Die Allgeier Gruppe ist aktiver Sponsor von NFTE (Network for Teaching Entrepreneurship) in Deutschland, einem gemeinnützigen Verein zur Förderung von Eigeninitiative, Selbständigkeit und unternehmerischem Denken bei sozial benachteiligten Jugendlichen (www.nfte.de).

Allgeier Holding AG Wehrlestraße 12, D-81679 München Tel.: +49 (0) 89 – 99 84 21 0 Fax: +49 (0) 89 – 99 84 21 11 E-Mail: [email protected] www.allgeier.com