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Allgeier SE Annual Report 2005

Jul 21, 2006

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Annual Report

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ALLGEIER HOLDING AG

Geschäftsbericht

2 0 0 5

Inhaltsverzeichnis

INHALTSVERZEICHNIS

Konzernkennzahlen 5
Vorwort des Vorstands 6
Bericht des Aufsichtsrats 9
Konzernlagebericht 10
Konzernbilanz 22
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 24
Konzern-Kapitalflussrechnung 25
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 26
Eigenkapital-Veränderungsrechnung 28
Konzernanhang 30
Bestätigungsvermerk 90
Vorstand und Aufsichtsrat 92

Konzernkennzahlen

KONZERNKENNZAHLEN NACH IFRS IM ÜBERBLICK

2003 2004* 2005
Mio. € Mio. € Mio. €
Umsatzerlöse 39,1 39,6 72,0
Gesamtleistung** 38,6 40,1 71,9
Personalaufwand 13,5 12,9 27,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7,8 6,8 7,9
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibungen
(EBITDA)
-1,2 3,0 6,7
Abschreibungen aus betrieblicher Tätigkeit 1,8 2,5 3,5
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 3,6 3,6 0,0
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) -6,6 -3,1 3,2
Finanzergebnis -0,4 -0,3 -0,9
Ergebnis vor Steuern (EBT) -7,0 -3,4 2,3
Ertragsteuerergebnis 2,8 -0,8 0,0
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 0,0 0,0 -0,1
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -4,2 -4,2 2,3
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens -2,9 -4,0 1,9
Minderheitenanteile -1,3 -0,2 0,4
Bilanzsumme 32,2 43,3 69,0
Eigenkapital*** 21,1 17,1 20,2
Ergebnis je Aktie (in €)**** -0,80 -1,09 0,48
Investitionen 1,4 9,7 21,0
Anzahl Mitarbeiter (am Jahresende) 300 259 1.999

* Konzernkennzahlen 2004 nach Anpassungen. Wir verweisen hierzu auf die Angaben im Konzernanhang.

betriebliche Erträge ** Umsatzerlöse + Veränderungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen + sonstige

*** Auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital.

aufgegebenen Geschäftsbereichen. Die der Berechnung des Ergebnisses je Aktie zugrunde liegende Anzahl der ausstehenden Aktien wurde aufgrund des Aktiensplits rückwirkend angepasst. **** Ergebnis je ausstehender Aktie der Anteilseigner des Mutterunternehmens ohne Ergebnis aus

VORWORT DES VORSTANDS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, verehrte Kunden und Geschäftspartner, liebe Kolleginnen und Kollegen, meine Damen und Herren,

das Geschäftsjahr 2005 brachte für Allgeier starke positive Entwicklungen und viele Veränderungen: der Geschäftsbereich Basistechnologie konnte trotz weiterem Umsatzrückgang ergebnisseitig stabilisiert und zuletzt verkauft werden. Dem gegenüber sind wir im Geschäftsbereich IT deutlich gewachsen und in ein neues Geschäftsfeld, der Zeitarbeit, eingestiegen. In Summe haben wir erhebliches Umsatz- und Ergebniswachstum erreicht.

Wir berichten Ihnen mit dem hier vorgelegten Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2005 sowie wichtige Entwicklungen des laufenden Geschäftsjahres 2006. Wir legen Ihnen hierzu den testierten Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2005 nach IFRS (International Financial Reporting Standards) vor und bringen darüber hinaus mit Erläuterungen einen vertiefenden Einblick in unsere Geschäftsentwicklung.

Der Konzern wurde 2005 erheblich vergrößert: der Konzernumsatz der fortgeführten Geschäftsbereiche konnte um 82% auf 72 Mio. € gesteigert werden, das Konzernergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) konnte von 3,0 Mio. € auf 6,7 Mio. € mehr als verdoppelt werden und der Jahresüberschuss ist mit 2,3 Mio. € deutlich positiv. Wir investierten 2005 21 Mio. € und beschäftigten zum 31.12.2005 knapp 2.000 Mitarbeiter.

Das Geschäftsjahr 2005 wurde durch vielfältige Entwicklungen geprägt, die Allgeier erheblich verändert haben. Die wesentlichen Eckpunkte unserer Entwicklung waren:

Fortsetzung des Wachstums im Bereich IT

Nach längeren und schwierigen Verhandlungen haben wir im Mai 2005 Teile der in die Insolvenz geratenen BOG Informationstechnologie & Services GmbH & Co. KG, Münster, übernommen und damit unsere Basis im IT Solutions Geschäft deutlich verbreitert. Die Integration der Einheit ist gut vorangekommen und wir ziehen erste positive Beiträge aus der Übernahme. Mit der 80% Beteiligung an der Softcon AG, München, haben wir unser Solutions und Service Geschäft im September 2005 weiter substantiell verstärkt. Den Wachstumskurs haben wir im Geschäftsjahr 2006 dann mit der Übernahme der U.N.P. Software GmbH, Düsseldorf, sowie der 80% Beteiligung an der mgm technology partners GmbH, München, fortgesetzt. In Summe haben wir mit den Akquisitionen aus 2005 und 2006 das Geschäftsvolumen mehr als verdreifacht und das Leistungs- und Kundenportfolio erheblich ausgebaut. Auf Basis der Breite des Leistungsund Kundenportfolios sowie der Kompetenz unserer Mitarbeiter und Führungsmannschaft sind wir für die Zukunft gut gerüstet.

Einstieg in den Bereich Zeitarbeit

Mit der 90% Beteiligung an der MR / IP Gruppe, Mannheim, sind wir 2005 in das Geschäftssegment Zeitarbeit eingestiegen. Teile unseres IT Services Geschäfts liegen mit ihrem Geschäftsmodell nahe an der klassischen Zeitarbeit, die über das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz geregelt ist. Wir haben uns deshalb im Geschäftsjahr 2005 systematisch mit der Zeitarbeit beschäftigt und die Entscheidung getroffen, in dieses attraktive Wachstumsfeld zu investieren. Mit der Übernahme der MR / IP Gruppe im September konnten wir die Basis schaffen, die wir in den nächsten Jahren systematisch ausbauen wollen. Der

Vorwort des Vorstands

Einstieg in die Zeitarbeit vergrößert das Geschäftsvolumen der Gruppe deutlich.

Ausstieg aus der Basistechnologie

Trotz guter Führungsmannschaft und hohem Mitteleinsatz war es in dem Geschäftsbereich Basistechnologie in den letzten Jahren nicht möglich, einen sich fortsetzenden Umsatzverlust zu verhindern. Mit dem sich abzeichnenden deutlich verkleinerten Geschäftsvolumen und vor dem Hintergrund der attraktiven Chancen im IT- und Zeitarbeitsgeschäft, haben wir uns im Geschäftsjahr 2005 zunehmend darauf konzentriert, eine Lösung vorzubereiten, uns von der Beteiligung zu trennen. Zum Jahreswechsel 2005/2006 war es dann in zwei Schritten möglich geworden die Anteile abzugeben. Wir erläutern dies im Anhang detailliert. In Summe haben wir mit dem Verkauf ein Kapitel geschlossen, das uns viel Zeit und Geld kostete und wie wir glauben wenig Perspektive für eine überdurchschnittliche Wertsteigerung brachte.

Der Konzernumbau der letzten beiden Jahre hat deutliches Wachstum bei Umsatz und Ergebnis gebracht. Wir sind heute mit IT Services und Personal Services in zwei attraktiven Wachstumsmärkten positioniert, die mit Ihrem nachhaltigen Wachstum und ihrer hohen Fragmentierung eine gute Basis für unser weiteres Konzernwachstum liefern. Wir werden an unseren Zielen und unserer Strategie festhalten, die Wettbewerbsposition unserer Gruppe durch überdurchschnittliches Wachstum weiter zu stärken. Hierzu haben wir in beiden Segmenten Plattformen geschaffen, die uns Stabilität für den weiteren Ausbau geben. Beide Geschäftsbereiche erwirtschaften positive Beiträge zum Konzernerfolg, der in der Zukunft weiter ausgebaut werden soll.

Ausbau des Konzernvolumens

Zum Jahresende 2003 hielt die Gruppe nur das Allgeier Stammgeschäft mit Standorten in Bremen und in Benelux, mit einem Umsatz von ca. 9 Mio. € und 51% an der Beteiligung in der Basistechnologie. Heute, zweieinhalb Jahre später, halten wir 13 operative Beteiligungen, die 2006 voraussichtlich einen Jahresumsatz von über 100 Mio. € erwirtschaften werden. Im Konzern hatten wir zum Jahresende 2005 knapp 2.000 Mitarbeiter an über 30 Standorten. Der Wandel vom kleinen IT Systemhaus hin zu einer breit aufgestellten Dienstleistungsgruppe nennenswerter Größe ist gelungen. Wir sind glücklich, Ihnen mit diesem Geschäftsbericht das Bild einer neu aufgestellten Unternehmensgruppe präsentieren zu können. Die Aufgabe der nächsten Jahre wird u.a. sein, verstärkt die Chancen zu nutzen, die in der gut organisierten Zusammenarbeit unserer Tochtergesellschaften liegen. Wir arbeiten in diesen Tagen an Projekten um Synergien zwischen den Gesellschaften zu identifizieren und diese mit Integrationskonzepten zu erschließen. Der deutlich vergrößerte Gruppenhintergrund bietet den Einzelunternehmen erhebliche Chancen ihr Geschäft auszuweiten.

Rating und Finanzkraft

Im Sommer 2005 wurden wir von Moodys RiskCalk im Rating auf "baa1" eingestuft und haben im Dezember auf dieser Basis ein Nachrangdarlehen in Höhe von 6 Mio. € erhalten, das bei Zustimmung der Hauptversammlung in Genussrechtskapital gewandelt werden soll. Zusammen mit einem guten Cash Flow der Gruppe hatten wir zum Jahresende 2005 ein Finanzpolster von ca. 14 Mio. € liquiden Mitteln zur Verfügung, das uns half, 2006 weitere Schritte in der Wertbildung der Allgeier Gruppe voran zu kommen.

Vorwort des Vorstands

Die Lage des Konzerns ist gemessen an diesen Entwicklungen deshalb positiv zu bewerten. Wir haben in 2005 eine Reihe von Problemen bereinigt, die operative Performance, Ertragsund Finanzkraft gestärkt und Allgeier nachhaltig auf Wachstumskurs gebracht. Allgeier steht heute deutlich besser da, als noch vor einem Jahr. Unser drittes Holding-Geschäftsjahr brachte neben operativen Verbesserungen drei neue Beteiligungen, die Konzernumsatz und Ergebnis insbesondere 2006 deutlich steigern helfen. Wir haben zwar mit den Investitionen in neue Beteiligungen auch die Verschuldung und die Zinslast des Konzerns gesteigert, sind jedoch überzeugt davon, jeweils solide und langfristig Erfolg versprechende Verstärkungen der Gruppe umgesetzt zu haben. Parallel zur intensiven Arbeit mit unseren Beteiligungen, wurden darüber hinaus eine Reihe von zusätzlichen Investments geprüft und so gingen wir mit einem Bestand an potentiellen Akquisitionen ins neue Geschäftsjahr 2006. Hierzu haben wir bereits zu zwei weiteren Akquisitionen im März (U.N.P., Düsseldorf, und mgm technology partners, München) diesen Jahres berichtet.

Vor diesem Hintergrund ist der Vorstand hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Gruppe zuversichtlich. Es ist unsere Überzeugung, dass wir im Geschäftsjahr 2005 wieder wichtige Schritte in Richtung der Verbesserung der zukünftigen Ergebnisse und Steigerung der Werthaltigkeit unserer Gruppe leisten konnten. Wir freuen uns, Ihnen erstmals einen positiven Jahresabschluss vorlegen zu können. Das Konzernergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) konnte 2005 wie eingangs schon gesagt auf 6,7 Mio. € (Vorjahr 3,0 Mio. €) gesteigert werden, der Jahresüberschuss beträgt 2,25 Mio. €. Im anschließenden Konzernlagebericht werden wir detailliert auf die Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsbereichen und der Holding eingehen.

Die strukturellen und operativen Verbesserungen sind von unserer Führungsmannschaft in Verbindung mit allen unseren Mitarbeitern erbracht worden. Vorstand und Aufsichtsrat bedanken sich ausdrücklich sehr herzlich bei allen, die an den Verbesserungen aktiv mitgewirkt haben. Unsere Leute sind unsere Basis. Wir freuen uns über die starke Basis an guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir setzen auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Zuletzt dürfen wir uns bei Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren Aktionäre, für Ihr Vertrauen in die Gesellschaft bedanken. Wir freuen uns, Sie auf der ordentlichen Hauptversammlung unserer Gesellschaft am 28. August begrüßen zu können.

Der Vorstand

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat wurde im Geschäftsjahr 2005 vom Vorstand laufend über die Lage der Gesellschaft, des Konzerns, und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. In fünf Sitzungen und weiteren informellen Zusammentreffen hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand die Entwicklung der Gesellschaft laufend erörtert und die Geschäftsführung des Vorstands überwacht und beratend begleitet.

Gegenstand der Berichterstattung und der Beratung waren insbesondere die laufende Geschäftsentwicklung sowie die strategische Ausrichtung der AG und der Tochterunternehmen, die Prüfung von potentiellen Akquisitionen, das Risikomanagement sowie die Prüfung des Konzernabschlusses 2004 durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung einschließlich der sich daraus ergebenden Bilanzanpassungen.

Ein Schwerpunkt neben der laufenden Überwachung der Geschäftsführung war die strategische Weiterentwicklung des Konzerns durch den Erwerb von Beteiligungen an anderen Unternehmen. Neben dem akquisitorischen Ausbau der bestehenden Geschäftsbereiche durch die Übernahme der Geschäftsbetriebe ERP und T&S von der BOG Informationstechnologie und Services GmbH & Co. KG sowie dem Erwerb der Softcon AG, bereitete sich die Allgeier Gruppe in 2005 konsequent auf die Verbreiterung ihrer Geschäftsstruktur im Bereich Personaldienstleister vor. Durch den Erwerb der Beteiligungen an der MR/IP Gruppe wurde dies auch in 2005 umgesetzt. Zur weiteren Stärkung und Konzentration auf ertrags- und wachstumsstarke Geschäfte hat sich die Allgeier Gruppe von ihrer Beteiligung an der EA Gruppe und damit komplett vom Geschäftsfeld Basistechnologie getrennt.

Der Aufsichtsrat hat sich mit allen Rechtsgeschäften und Maßnahmen befasst, bei denen seine Mitwirkung erforderlich war. Insbesondere hat er die Geschäftsführungsmaßnahmen, für die seine Genehmigung erforderlich war, eingehend geprüft und die Zustimmung erteilt. Ausschüsse des Aufsichtsrats bestanden im Berichtsjahr nicht.

Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Allgeier Holding AG und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2005 sowie die Lageberichte für die AG und den Konzern hat die von der Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählte LOHR + COMPANY GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte der LOHR + COMPANY lagen dem Aufsichtsrat vor. Der Aufsichtsrat hat die vorgenannten Unterlagen geprüft und in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 6. Juli 2006 in Gegenwart der Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfer zu. Mit Beschluss vom 12. Juli 2006 hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist.

Im Berichtsjahr wurde der Vorstand durch ein weiteres Mitglied, Herrn Christian Eggenberger, verstärkt.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeitern der Allgeier Holding AG und deren verbundenen Unternehmen und Beteiligungen für ihren außergewöhnlichen Einsatz im Geschäftsjahr 2005.

München, den 12. Juli 2006 Der Aufsichtsrat der Allgeier Holding AG

Detlef Dinsel Vorsitzender des Aufsichtsrats

KONZERNLAGEBERICHT DER ALLGEIER HOLDING AG 2005

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Wirtschaftliches Umfeld

Die Weltkonjunktur zeigte sich in 2005 robust, lag aber gemessen am globalen BIP – Wachstum in Höhe von 4,3% hinter der Dynamik des Vorjahres zurück. In Deutschland ließ sich keine selbst tragende und breit angelegte Erholung beobachten. Im Jahresdurchschnitt 2005 erhöhte sich das BIP lediglich um 0,8%, verglichen mit einem Zuwachs von 1,6% in 2004. Das bescheidene Wachstum wurde maßgeblich von der Exportwirtschaft getragen, während die Binnennachfrage ihre Schwäche nicht überwand. Sowohl der private Konsum als auch die Bauwirtschaft, als wichtige Säulen der deutschen Konjunktur, entfalteten keine nennenswerte Dynamik.

Das wirtschaftliche Umfeld in den für unsere Beteiligungen relevanten Märkten war gut. Positiv verlief das Jahr 2005 in der Informations- & Telekommunikationsbranche (ITK). Der Markt in Deutschland wuchs insgesamt um 2,4%. Das Marktwachstum wurde hauptsächlich von dem Segment Software getragen, aber auch das Segment IT Services profitierte vom Trend zu mehr Flexibilisierung und Outsourcing. Der Markt für Hardware hingegen stagnierte in 2005.

Der Markt für Zeitarbeitskräfte entwickelte sich in 2005 positiv. In Deutschland liegt der Anteil von Arbeitsverhältnissen die über Zeitarbeit abgewickelt werden, bei 1% der gesamten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse und damit deutlich unter dem europäischen Mittel von 4%. Bedingt durch gesetzliche Änderungen im Rahmen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetztes (A-ÜG) wies der Zeitarbeitsmarkt bereits in 2004 ein strukturelles Wachstum aus, das in 2005 erheblich gesteigert werden konnte. Zusätzliche Wachstumsimpulse ergaben sich für die Zeitarbeit gegen Ende 2005 aufgrund der sich aufhellenden Erwartungshaltung der Industrie. Gegenüber dem Vorjahr legte der Markt in 2005 um rund 15% zu.

Struktur und Geschäftsgrundlage

Der Allgeier Konzern umfasste in 2005 insgesamt 13 operative Gesellschaften, die in drei Geschäftsbereiche IT Solutions, IT Services sowie Personal Services zusammengefasst sind. Der Geschäftsbereich Basistechnologie wurde durch den Verkauf der EA Elektro-Automatik Gruppe Ende 2005 bzw. im Januar 2006 aufgegeben und damit bereinigt.

Nachstehendes, vereinfachtes Organigramm gibt einen Überblick über die Konzernstruktur zum 31.Dezember 2005:

Konzernlagebericht

Der Holding obliegt die Führung und Strategieentwicklung der Geschäftsbereiche des Konzerns. Die Trennung der Führung von Holding und Tochterunternehmen ermöglicht der Holding eine äußerst schlanke Struktur. Ende des Geschäftsjahres 2005 beschäftigte die Gesellschaft zwei Vorstände (Vorjahr 1 Vorstand) und zwei Angestellte (Vorjahr 2 Angestellte).

Der Schwerpunkt der Aufgaben der Holding lag im Geschäftsjahr 2005 in

  • der laufenden Strategieüberprüfung des Konzerns, der Geschäftsbereiche sowie der Beteiligungsunternehmen unter der Maßgabe einer wertorientierten Unternehmensentwicklung,
  • der Organisation der Finanzen, dem Controlling und Risikomanagement,
  • der Finanzierung,
  • der Konzernplanung,
  • der Unterstützung des Managements der Tochterunternehmen bei operativen Fragen,
  • der Identifikation und Prüfung von potentiell geeigneten weiteren Beteiligungsakquisitionen vor dem Hintergrund der Konzernstrategie sowie
  • der Integration der einzelnen Beteiligungen in den Konzernverbund.

Geschäftsverlauf

Die Konzernentwicklung in 2005 war insgesamt erfreulich. Hierzu beigetragen haben die positive operative Performance unserer bestehenden Gruppengesellschaften einerseits und die Investitionen in den Ausbau unserer IT Geschäftsbereiche sowie in den Aufbau des Geschäftsbereichs Personal Services andererseits. Die Investitionen umfassten 5 Transaktionen. Gleichzeitig gelang es den Problembereich Basistechnologie nach erfolgreicher Sanierung und anschließendem Verkauf Ende 2005 bzw. Anfang 2006 vollständig zu bereinigen. Das Konzernwachstum war daher in 2005 erheblich und wir sind bezüglich unserer strategischen Zielsetzung, die Allgeier Gruppe als international agierende Dienstleistungsgruppe zu positionieren, einen wesentlichen Schritt voran gekommen.

Das im Konzern in 2005 durchgeführte Investitionsprogramm belief sich auf 21,0 Mio. € (Vorjahr 9,7 Mio. €). Vor diesem Hintergrund erfolgte bereits im März 2005 eine Kapitalerhöhung der Konzernmutter Allgeier Holding AG, womit das Grundkapital um 0,299 Mio. € aufgestockt wurde. Der Kapitalrücklage floss hieraus ein Betrag von 1,2 Mio. € zu. Zudem wurde der Konzern nach Auswertung des Konzernabschlusses 2004 im Rating nach Moodys RiskCalc von baa2 auf baa1 hochgestuft und hat an dem Genussrechtsprogramm PREPS 2005-2 teilgenommen. Damit flossen der Gesellschaft zunächst Ende 2005 6,0 Mio. € in Form eines Nachrangdarlehens zu, welches nach Zustimmung der Hauptversammlung 2006 zu Genussrechtskapital umgewandelt werden soll. Zusätzlich wurden auf Ebene der Beteiligungen Akquisitionsdarlehen in Höhe von 9,8 Mio. € aufgenommen. Insgesamt bildeten diese Mittel eine solide Finanzierungsgrundlage für die in 2005 getätigten Investitionen. Der Konzern wurde in 2005 um nachfolgende operative Einheiten ausgebaut:

  • 90% an der MR-Wirtschaftsberatung GmbH-Holding, Mannheim, im September 2005 (Geschäftsbereich Personal Services)
  • 90% der Interim-Plan Holding GmbH, Mannheim, im September 2005 (Geschäftsbereich Personal Services)
  • 80% der Softcon AG, München, im September 2005 (Geschäftsbereich IT Services)

Zudem wurden im April und Mai 2005 über die Konzerntochter, die axol lT Kommunikationsgesellschaft mbH, Bremen, die Betriebsteile T&S und ERP Navision der in vorläufiger Insolvenz befindlichen BOG Informationstechnologie & Services GmbH & Co. KG, Münster, erworben. Die axol IT Kommunikationsgesellschaft mbH, die dem Geschäftsbereich IT Solutions zugeordnet ist, wurde im Zuge dieser Transaktion in BOG IT Solutions GmbH umfirmiert.

Vorstandsbestellung

Mit Beschluss vom 2. Juni 2005 konnte Herr Christian Eggenberger als weiterer Vorstand der Allgeier Holding AG bestellt werden.

Verkauf der Beteiligung an der EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG

Im Dezember 2005 trennte sich die 100% Tochter Allgeier Beteiligungen GmbH von ihrer Beteiligung an der EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG. Mit diesem Schritt wurde eine Bereinigung im Geschäftsbereich Basistechnologie umgesetzt und der in der Vergangenheit verlustbringende Teil der EA Gruppe nach erfolgter Restrukturierung in 2005 verkauft.

Der Verkauf erfolgte in zwei Schritten. Zunächst wurden die 51% der Kommanditanteile an der EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG, Viersen, sowie die Geschäftsanteile an der Komplementärin EA Elektro-Automatik Beteiligungen GmbH an den bisherigen Mitgesellschafter H. Nolden Investment GmbH, gegen Zahlung eines Gesamtkaufpreises im knapp siebenstelligen Bereich verkauft. Das Entkonsolidierungergebnis aus Konzernsicht beläuft sich auf 180 T€.

Im zweiten Schritt erwarb die Allgeier Beteiligungen GmbH von EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG, 100% der Geschäftsanteile der Elektro-Automatik Schaltnetzgeräte GmbH, Bremen, sowie 51% der Anteile an der EA Elektro-Automatik Ltd., UK, gegen Zah-

Konzernlagebericht

lung eines Gesamtkaufpreises im siebenstelligen Bereich. Der Kaufpreis wurde mit dem in Höhe des Kaufpreises bestehenden Gesellschafterdarlehen verrechnet.

Im Januar 2006 schließlich konnte die Beteiligung an der Elektro-Automatik Schaltnetzgeräte GmbH sowie der EA Elektro-Automatik Ltd. (UK) im Rahmen eines Management Buy Out an das bestehende Management erfolgsneutral verkauft werden.

Geschäftsbereich IT Solutions

Die 4 operativen Gesellschaften des Geschäftsbereichs IT Solutions fokussieren sich auf das Systemhausgeschäft rund um Enterprise Ressource Planning (ERP) sowie Dokumentenmanagement / Workflow (DMS). Mit rund 1.000 hauptsächlich mittelständischen Kunden werden Softwarelizenz-, Dienstleistungs- und Wartungserlöse und Hardwareumsätze generiert. Aus den Standorten Bremen und Münster (Nordrhein-Westfalen) sowie Niederlassungen in Süddeutschland ist das Geschäft regional geprägt. Über die beiden Tochtergesellschaften in den Niederlanden und Belgien, die im Wesentlichen das DMS Lösungsgeschäft betreiben, werden die Auslandmärkte in Benelux und Frankreich bedient. Das ERP Lösungsgeschäft mit Kernmarkt Deutschland konzentriert sich auf die Baustoff- & Holzhandelsbranche sowie den technischen Großhandel.

Bereinigt um Akquisitionseffekte wurde ein Umsatz mit 7,8 Mio. € erzielt, der etwas unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr 8,2 Mio. €) lag. Unter Berücksichtigung der im April bzw. Mai 2005 erworbenen Geschäftsbereiche der sich in vorläufiger Insolvenz befindenden BOG Informationstechnologie & Services GmbH & Co. KG, Münster, wuchs der Umsatz deutlich auf 13,4 Mio. €. Das übernommene Systemhausgeschäft, bestehend aus den Betriebsteilen ERP Navision und T&S, führte zu Umsatzzuwächsen sowohl bei den Lizenz- (+ 54%) als auch den Service- (+ 39%) sowie den Hardwareerlösen (+ 136%). Der Anteil der Hardwareerlöse am Gesamtumsatz erhöhte sich dabei entsprechend auf 33% (Vorjahr 23%). Das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) erreichte trotz Anlaufschwierigkeiten im Zusammenhang mit der Übernahme der Betriebsteile der BOG 2,2 Mio. € und lag damit über Vorjahr (1,6 Mio. €).

Übernahme der Geschäftsbereiche ERP Navision sowie Systemhausgeschäft der BOG Informationstechnologie & Services GmbH & Co. KG, Münster

Der Erwerb von Betriebsteilen aus der in der vorläufigen Insolvenz befindlichen BOG Informationstechnologie & Services GmbH & Co. KG, Münster, im April bzw. Mai 2005 stellte eine Ergänzung des Geschäftsbereichs IT Solutions dar. Bei den übernommenen Geschäftsbereichen handelte es sich um das Geschäft mit ERP Navision Lösungen (ERP Navision) für den technischen Großhandel sowie das Systemhausgeschäft (T&S). Neben Kundenverträgen wie Wartungs- und Serviceverträgen, wurden Software-Lizenzrechte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Anlagevermögen übernommen. Bei den rund 800 Kunden handelt es sich hauptsächlich um Mittelstandskunden, die schwerpunktmäßig in Nordrhein-Westfalen ansässig sind. Im Berichtsjahr galt es, den Kundenstamm sowie die entsprechenden Kundenverträge für das Geschäftsjahr 2006 zu sichern. Mit der Betriebsübernahme stießen rund 75 Mitarbeiter zur Gruppe. Bezogen auf die erworbenen Betriebsteile war das Geschäftsjahr 2005 ein Rumpfgeschäftsjahr. Ein wesentlicher Teil der jährlich laufenden Wartungsverträge wurde noch vor Insolvenzanmeldung von der Gesell-

Konzernlagebericht

schaft abgerechnet. Deshalb fehlte im Geschäftsjahr 2005 ein wesentlicher Teil des Umsatzvolumens. Auf Basis des verbleibenden Restumsatzes konnte das Geschäftsjahr 2005 bei gegebenen Kosten dennoch mit einem nur leicht negativen Jahresfehlbetrag abgeschlossen werden. Die intensiven Bemühungen zum Erhalt der übernommenen Kundenbasis bilden eine solide Grundlage für ein erfolgreiches Geschäft in 2006.

Geschäftsbereich IT Services

Der Geschäftsbereich IT Services umfasst 3 operative Gesellschaften, wovon zwei bereits in 2004 und eine erst im September des Berichtsjahres erworben wurden. Das IT Dienstleistungsportfolio der Gesellschaften erstreckt sich von der Beratung und Lösungsentwicklung bis hin zur Umsetzung und dem Betrieb von technisch komplexen IT Systemlösungen im Enterpriseumfeld. Im Zentrum stehen dabei sowohl die Infrastruktur- als auch die Applikationsseite im SAP- und "non"-SAP Umfeld. Der Bereich verfügt insgesamt über rund 350 qualifizierte IT Professionals, die im Rahmen von Dienstleistungs- oder Werkverträgen IT- Dienstleistungen für Kunden erbringen. Die Gruppengesellschaften halten bei wichtigen Kunden den Status "preferred Supplier" und können auf langjährige und stabile Kundenbeziehungen zurück blicken. Von den Hauptstandorten im Raum München und Köln werden u.a. international aufgestellte Großkunden aus der Technologie-, Finanz- und Versicherungsbranche sowie aus dem Public Sektor bundesweit betreut.

Das für den Geschäftsbereich relevante Marktvolumen in Deutschland beträgt gemäß Studien rund 7 Mrd. € und weist ein jährliches Wachstum von 4,5% auf. Der fragmentierte Markt umfasst ca. 55.000 IT Dienstleistungsunternehmen in Deutschland, wovon rund 90% der Unternehmen einen Jahresumsatz von weniger als 1 Mio. € erzielen. Die fünf größten Anbieter wie SBS, T-Systems, IBM, Accenture und Cap Gemini verfügen über einen Marktanteil von 25%.

Die Unterstützung von Geschäftsprozessen durch innovative IT Lösungen gewinnt aus Kundensicht zunehmend an Bedeutung, um Wettbewerbsvorteile auszunutzen.

Innerhalb kurzer Zeit ist es gelungen, eine schlagkräftige und ertragsstarke Einheit zu bilden, die bereits heute zu den bedeutenderen Marktteilnehmern gehört. Bezogen auf die jeweiligen Konsolidierungszeitpunkte, GFU ab Mai 2004, ICC ab Januar 2005 und die Softcon Gruppe ab September 2005, lag der Umsatz bei 31,1 Mio. € (Vorjahr 8,5 Mio. €). Der Umsatz auf Jahresbasis der drei Gesellschaften betrug 39,7 Mio. € (Vorjahr 35,3 Mio. €). Die Gesellschaften erreichten damit ein über dem Markt liegendes Wachstum von 12%. Gemessen am operativen Ergebnis vor Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) trug der Geschäftsbereich mit 3,7 Mio. € zum Konzern bei (Vorjahr 1,3 Mio. €).

Erwerb von 80% der Anteile an der Softcon Gruppe

Im September 2005 erfolgte die Beteiligung an der Softcon AG, München. Das Unternehmen ist seit Jahren erfolgreich im IT Service Geschäft tätig und war eine Ergänzung zu den bestehenden Gruppenunternehmen GFU Kiefer + Partner GmbH sowie InfoTeSys Computer Consulting GmbH. Der Geschäftsbereich IT Services konnte damit um ein erfolgreiches Unternehmen mit rund 130 hoch qualifizierten IT Professionals ausgebaut werden. Im Rahmen der Transaktion wurde das Management mit 20% an der Erwerbergesellschaft beteiligt, womit die Führungskontinuität gesichert wurde. Kernkompetenzen der Softcon sind die Beratung, Konzeption und Realisierung von komplexen IT Lösungen im SAPund "non"-SAP Umfeld. Die Softcon weist bei stabilem Umsatzwachstum seit Jahren ein positives Ergebnis aus. Der gute Auftragsbestand sowie die Marktpositionierung, u. a. im öffentlichen Bereich, bieten eine solide Grundlage den erfolgreichen Kurs im Geschäftsjahr 2006 weiter fortzusetzen.

Geschäftsbereich Personal Services

Der Aufbau des neuen Geschäftsbereichs Personal Services war Folge einer bereits in 2004 definierten Konzernstrategie, die auf den zunehmenden Trend zur Flexibilisierung der Arbeitswelt abzielt. Ähnlich wie bei den IT Dienstleistungen profitiert die Zeitarbeit heute in besonderem Maße von dem Kundenbedürfnis flexibel auf Nachfrageveränderungen reagieren zu können.

Im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern war der Zeitarbeitsmarkt in Deutschland viele Jahre unterentwickelt. Die Novellierung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) in den Jahren bis 2004 führte zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Zeitarbeitsunternehmen und führte zu einem strukturbedingten Wachstum in der Branche. Die konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft ab dem 4. Quartal 2005 leistete zusätzliche Wachstumsimpulse, so dass die Zeitarbeitsbranche derzeit von einem jährlichen Wachstum von über 7% für die nächsten 3 Jahre ausgeht. Der für unsere Zeitarbeitseinheit relevante Markt beläuft sich auf rund 5,3 Mrd. € und entspricht ca. 75% des Gesamtmarktes. Auch in der Zeitarbeit bewegen wir uns in einem fragmentierten Markt mit ca. 4.500 Unternehmen bundesweit. Der Anteil an Unternehmen die weniger als 1 Mio. € Jahresumsatz erzielen, liegt wie im IT Services Bereich bei rund 95%. Die fünf größten Wettbewerber in Deutschland vereinen auf sich einen Marktanteil von ca. 30%.

Die Gruppengesellschaften erzielten in 2005 bei einem konsolidierten Umsatz von 14,6 Mio. € einen operativen Ergebnisbeitrag vor Abschreibungen und Zinsen von 0,9 Mio. €. Auf Jahresbasis lag der Umsatz der neu erworbenen Beteiligungen bei 39,0 Mio. € und damit etwas über dem Vorjahr (38,6 Mio. €). Das Zeitarbeitsgeschäft ist stark saisonal geprägt und erreicht seine Umsatz- und Ergebnisspitze jeweils im 3. sowie in der ersten Hälfte des 4. Quartals eines Kalenderjahres. Dies hängt u.a. damit zusammen, dass Nachfrage nach Zeitarbeitskräften im Kalenderjahr u.a. von Faktoren wie Witterung in den Wintermonaten und Urlaubszeit in den Sommermonaten abhängt. Saisonbedingt schwankt die Anzahl der unter Vertrag stehenden Zeitarbeitskräfte im Kalenderjahr erheblich. In den starken Monaten im Sommer kann die Personalstärke mehr als doppelt so hoch liegen wie zu Beginn eines Kalenderjahres.

Erwerb von 90% der Anteile an der MR-Wirtschaftsberatung GmbH-Holding und der Interim-Plan Holding GmbH

Analog zum Vorgehen im Geschäftsbereich IT Services erfolgte der Markteintritt in die Zeitarbeit im September 2005 mit dem Erwerb der Mehrheit an den beiden Zeitarbeitsunternehmen MR-Wirtschaftsberatung GmbH-Holding und der Interim-Plan Holding GmbH, beide mit Sitz in Mannheim. Die Dienstleistungspalette der beiden Gesellschaften umfasst neben der reinen Mitarbeiterüberlassung nach AÜG (Arbeitnehmerüberlassungsgesetz) auch Recruting sowie Inhouse- und Outsourcing-Lösungen. Die zur Hauptsache mittelständischen Kunden werden über insge-

Konzernlagebericht

samt 32 Niederlassungen mit Schwerpunkt im Raum Hessen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Baden-Württemberg bedient. Die Verwaltung und Steuerung der Niederlassungen wird von dem Hauptstandort Mannheim wahrgenommen. Neben dem reinen Helfergeschäft werden auch Facharbeiter überlassen. Der Anteil an Facharbeitern betrug in 2005 ca. 30%. In 2005 erzielte die Gruppe bei einem Umsatz von 39 Mio. € ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe 1,4 Mio. € (Vorjahr 1,5 Mio. €).

Forschung und Entwicklung

Der Konzern betreibt keine Forschung. Im aufgegebenen Geschäftsbereich Basistechnologie erfolgte die Produktentwicklung teilweise im Kundenauftrag. Im Geschäftsbereich IT Solutions bzw. IT Services wurde im Rahmen der Softwareproduktentwicklung hauptsächlich im Kundenauftrag entwickelt. Der Bereich Personal Services betreibt weder Forschung noch Entwicklung. Insgesamt betrugen die Entwicklungsaufwendungen 285 T€ (Vorjahr 499 T€) bzw. 0,4% (Vorjahr 1,2%) der Gesamtleistung. Die Entwicklungsleistungen wurden mit 609 T€ (Vorjahr 713 T€), was einem Anteil von 68,1% (Vorjahr 58,8%) entspricht, in der Bilanz als aktivierte Eigenleistungen ausgewiesen und über eine festgelegte Nutzungsdauer abgeschrieben.

2. Ergebnislage

Die Neuausrichtung auf attraktive Marktsegmente in der Dienstleistung brachte eine erfreuliche Konzernentwicklung. Der Konzernumsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 72 Mio. € (+ 82%). Getragen wurde das Wachstum in den strategischen Geschäftsbereichen IT Services und Personal Services. Der um die Akquisitionen bereinigte Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2005 lag bei 34,5 Mio. € (Vorjahr 39,6 Mio. €). Der akquisitionsbereinigte Umsatzrückgang vollzog sich im Geschäftsbereich Basistechnologie, der im Vergleich zum Vorjahr infolge des Wegfalls des Telekomgeschäfts um 9,4 Mio. € auf 13,4 Mio. € zurückging.

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) konnte sich in der Berichtsperiode mit 6,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln (Vorjahr 3,0 Mio. €). Der EBITDA Beitrag aus den operativen Einheiten, d. h. vor Holdingkosten, lag bei 8,1 Mio. € (Vorjahr 4,1 Mio. €), was nahezu einer Verdoppelung entspricht. Dabei verbesserte sich die Ertragskraft des Konzerns gemessen an der EBITDA - Marge (EBITDA / Umsatzerlöse) um 1,7% Punkte auf 9,3%. Vor Holdingaufwendungen erreichte die EBITDA-Marge den Wert 11,2% (Vorjahr 10,3%).

Im Vorjahr belasteten außerordentliche Abschreibungen auf Firmenwerte des Geschäftsbereichs Basistechnologie in Höhe von 3,0 Mio. € das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Das EBIT wurde mit 3,2 Mio. € in 2005 erheblich gesteigert (Vorjahr - 3,1 Mio. €). Bereinigt um Akquisitionseffekte lag das EBIT bei 2,2 Mio. € (Vorjahr - 2,9 Mio. €). Die operativen Einheiten erwirtschafteten vor Holdingaufwendungen einen EBIT Beitrag von 4,6 Mio. € (Vorjahr -2 Mio. €), was einer EBIT-Marge von 6,4% entspricht (Vorjahr - 5,1%).

Der Zinsaufwand verdoppelte sich infolge der Akquisitionsfinanzierungen auf 1,2 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €). Zinstragende Verbindlichkeiten bestehen im Konzern sowohl für Bankdarlehen im Rahmen der Akquisitionsfinanzierung sowie für Betriebsmittellinien (1,5 Mio. €), Verkäuferdarlehen (1,4 Mio. €), Genussrechtskapital (7 Mio. €) und Nachrangdarlehen (6 Mio. €). Der Zinsertrag lag mit 0,3 Mio. € in etwa auf Vorjahresniveau. Vor Steuern wies der Konzern ein Ergebnis in Höhe von 2,3 Mio. € und nach Steuern erstmals seit dem Börsengang im Jahr 2000 ein positives Jahresergebnis in Höhe von 2,3 Mio. € (Vorjahr – 4,2 Mio. €) aus.

3. Vermögenslage

Infolge der Investitionstätigkeit in 2005 verlängerte sich die Konzernbilanz auf 69 Mio. € (Vorjahr 43,3 Mio. €). Auf der Aktivseite stiegen zum Stichtag die langfristigen Vermögenswerte, im Wesentlichen der Geschäftsoder Firmenwert als Folge des Erwerbs der Softcon und der MR / IP Gruppe, auf 31,4 Mio. € (Vorjahr 17 Mio. €).

Die kurzfristigen Vermögenswerte im Konzern stiegen akquisitionsbedingt ebenfalls um 8,9 Mio. € auf 35,3 Mio. € an. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen um 9,6 Mio. € auf 19,0 Mio. € zu. Die Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen in Höhe von 14,2 Mio. € erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Mio. €. Insgesamt machen die kurzfristigen Vermögenswerte über 51% (Vorjahr 61%) der Bilanzsumme aus. Die liquiden Mittel sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen alleine machen 94% (Vorjahr 78%) der kurzfristigen Vermögensgegenstände aus.

Das Konzerneigenkapital in Höhe von 19,3 Mio. € lag auf Vorjahresniveau. Die bilanzielle Konzerneigenkapitalquote ging mit 28% im Vergleich zum Vorjahr zurück (Vorjahr 45%).

Die langfristigen und kurzfristigen verzinslichen Darlehen erhöhten sich von 5,3 Mio. € in 2004 auf 17,9 Mio. € in 2005. Davon entfallen rund 1/3 auf kurzfristige Darlehen mit einer Laufzeit unter 1 Jahr. Die restlichen Darlehen sind langfristig und umfassen ein Nachrangdarlehen (PREPS) in Höhe von 6 Mio. € sowie Akquisitionsdarlehen und Verkäuferdarlehen von insgesamt 7 Mio. €. Die Quote von langfristigem Vermögen einerseits zum Eigenkapital und langfristigen Schulden andererseits in Höhe von 140% (Vorjahr 185%) weist auf eine solide Finanzierungsstruktur im Konzern hin.

4. Finanzlage

Die verbesserte Ausstattung mit liquiden Mitteln stammt aus dem Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 12,7 Mio. € (Vorjahr 11,2 Mio. €) sowie der operativen Tätigkeit in Höhe von 5,5 Mio. €. Aus Finanzierungstätigkeit flossen dem Konzern Mittel im Wesentlichen aus der Kapitalerhöhung im März 1,5 Mio. €, aus der Aufnahme eines Nachrangdarlehens im Rahmen des Genussrechtskapitals PREPS 6 Mio. € und aus der Netto-Aufnahme von Bankdarlehen 4,9 Mio. € zu.

5. Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres konnte der Konzern im März 2006 um zwei Unternehmen, die U.N.P. Software GmbH, Düsseldorf, und die mgm technology partners GmbH, München, erweitert werden. Beide Gesellschaften sind dem Geschäftsbereich IT Services zuzuordnen. Die U.N.P. wurde zu 100% übernommen und erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftjahr einen Umsatz von 6,7 Mio. € und einen Jahresüberschuss von 0,4 Mio. €. Der Erwerb der mgm umfasste 80% der Geschäftsanteile, 20% wurden vom bestehenden Management übernommen. Im Jahr 2005 erwirtschaftete die mgm einschließlich ihrer Tochtergesellschaften einen konsolidierten Umsatz von 14,7 Mio. € und einen konsoli-

Konzernlagebericht

dierten Jahresüberschuss von 1,2 Mio. €. Mit den beiden Gesellschaften konnte die IT Services Einheit sowohl hinsichtlich der Personalstärke (mittlerweile über 500 IT Professionals) als auch hinsichtlich des Geschäftsvolumens und Ertrags deutlich ausgebaut werden.

Risikomanagement

Erst ab September 2005 lag der Schwerpunkt der Betätigung des Konzerns im IT- und Technologieumfeld. Zur Identifizierung und Steuerung potentieller Risiken werden Planungsund Kontrollsysteme genutzt, regelmäßig überprüft und sich verändernden Gegebenheiten angepasst. Systemisch wird das integrierte Planung-, Controlling- und Reporting Instrument (Corporate Planner) eingesetzt, das es erlaubt, die laufende betriebswirtschaftliche Analyse der Einzelgesellschaften bis hin zum Konzern sicherzustellen. Darüber hinaus werden leistungswirtschaftliche Daten sowie deren Entwicklung wie u. a. Auftragsbestand, Auftragseingang oder Mitarbeiterzahlen von den Einzelgesellschaften abgefragt. Die jährliche Geschäftsplanung im Sinne eines Budgets fürs folgende Geschäftsjahr bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung sowie Planbilanz - wird ergänzt durch eine 3- Jahresplanung. Die laufende Soll-Ist Analyse sowie der Vergleich mit der jeweiligen Vorjahresperiode ermöglicht eine adäquate Steuerung sowohl der Einzelgesellschaften als auch des Konzerns. Die Ergebnisse der Analysen werden im persönlichen Gespräch mit dem Management vor Ort besprochen, mögliche Abweichungen erörtert und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen beschlossen. Darüber hinaus gibt es fallbezogen Einzelrisikomeldungen seitens des Managements vor Ort. Dadurch konnte die bisherige Qualität der zeitnahen Berichterstattung sowie der betriebswirtschaftlichen Steuerung der einzelnen Gesellschaften weiter verbessert werden.

Chancen und Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung

Die strategische Entscheidung die Allgeier Gruppe als Dienstleistungsunternehmen auszurichten, bietet die Chance am Wachstum in zwei attraktiven Dienstleistungsmärkten, dem IT Services- und dem Zeitarbeitsmarkt, teilzuhaben.

In den jeweils stark fragmentierten Märkten gewinnt die Unternehmensgröße als Argument bei der Akquisition neuen Geschäfts zunehmend an Bedeutung. Der Allgeier Gruppe ist es gelungen verschiedene technologische Kompetenzen sowie einen Pool von über 350 IT Professionals zu bündeln und sie verfügt damit im Vergleich zu den vielen kleineren Wettbewerbern über eine gute Marktposition, die den weiteren Marktausbau unterstützt.

Das Marktwachstum in der Zeitarbeit wird getragen vom zunehmenden Trend zur Flexibilisierung der Arbeitswelt sowie dem strukturell bedingten Nachholbedarf der als Zeitarbeit ausgestalteten Arbeitsverhältnisse. Ein regional dichtes Netz an Niederlassungen ermöglicht es dem Zeitarbeitsunternehmen nahe beim Kunden zu sein, um seine Bedürfnisse rasch und zeitnah erkennen und bedienen zu können. Unsere Zeitarbeitsunternehmen im Bereich Personal Services sind in ihren Märkten breit aufgestellt und verfügen über ein weites Niederlassungsnetz.

Grundsätzlich können sich Risiken in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der einzelnen Geschäftsbereiche des Konzerns ergeben. Die Geschäftsbereiche sind in ihrem operativen Geschäft von der konjunkturellen Entwicklung der Branche betroffen. Neben den Risiken, die sich aus der Veränderung der Einzelbranchen, die sich durch Konzentrationen oder Insolvenzen ergeben können, unterliegt der IT Bereich einem schnellen technologischen Wandel. Die Entwicklung marktgerechter Produkte und Dienstleistungen sowie die laufende technische und fachliche Qualifikation der Mitarbeiter im Dienstleistungsgeschäft sollen künftige Erfolge sicherstellen. Produktrisiken werden durch ständige Weiterentwicklung und Qualitätstests begrenzt. Im IT Servicegeschäft birgt die Zusammenarbeit mit nur wenigen Großkunden ein Risiko. Alle unsere Beteiligungen im IT Dienstleistungsumfeld verfügen daher bei Ihren wichtigsten Kunden über einen "Preferred Supplier Status", der das Risiko, einer Lieferantenkonsolidierung zum Opfer zu fallen, verringert. Der Markt für qualifizierte IT Professionals wird mit der Verbesserung des konjunkturellen Umfelds "enger", sodass wir davon ausgehen müssen, dass in Deutschland die Preise für solche Mitarbeiter steigen werden. Zudem verlangen die Kunden in Bezug auf die bisherigen Stundensätze Preiszugeständnisse seitens der Lieferanten. Hierzu laufen Projekte, um "Near Shore" - Kapazitäten in Tschechien bzw. Rumänien aufzubauen. Die geringen Lohnkosten erlauben eine entsprechende Optimierung der operativen Margen.

Im Geschäftsbereich Personal Services, der über ein weites Netz an Niederlassungen verfügt, erfordert die Steuerung sowie Bindung der Niederlassungsleiter erhöhte Aufmerksamkeit. Ein entsprechendes Anreizsystem erhöht die Bindung der Niederlassungsleiter und deren Teams an das jeweilige Unternehmen. Daher ist das Risiko von Fluktuationen innerhalb dieses Bereichs im Branchenvergleich eher niedrig.

Sicherungspolitik

Der Allgeier Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Preis-, Zins- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken werden laufend beobachtet und bewertet und in Einzelfällen durch Sicherungsmaßnahmen begrenzt bzw. vermieden.

Aufgrund des geringen Umfangs der Transaktionen in fremder Währung erfolgten keine Sicherungsmaßnahmen zur Absicherung von Währungsrisiken. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurden zwei Zins-Cap und ein Zinssatzswap abgeschlossen.

Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Allgeier Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Durch implementierte Cash-Management-Systeme werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst. Zur Finanzierung des Working Capital Bedarfs der operativen Gesellschaften stehen liquide Mittel und Betriebsmittelfinanzierungen in Form von Kontokorrentlinien in ausreichender Höhe zur Verfügung. Die Tilgung der Kaufpreisdarlehen ist auf die zukünftige Ertragskraft der erworbenen Tochtergesellschaften ausgerichtet.

Das theoretische maximale Ausfallrisiko bei den originären Finanzinstrumenten entspricht dem Wert aller Forderungen abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber denselben Schuldnern. Allgeier ist bestrebt, das Ausfall-Risiko möglichst gering zu halten. Um dies zu erreichen arbeitet Allgeier mit nur eingeschränkten Bestellumfängen, sofern die Bonität der Kunden nicht ausreichend ist. Bei Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Allgeier geht davon aus, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Darüber hinaus werden bei einzelnen Tochtergesellschaften Forderungsausfallrisiken durch Versicherungen abgedeckt.

Prognosebericht

In 2006 gehen wir von einer weiteren konjunkturellen Erholung in Deutschland aus, die positive Auswirkungen auf die Entwicklung unserer Geschäftsbereiche haben wird.

Bereits im 4. Quartal 2005 wich die Investitionszurückhaltung im IT Sektor einem leichten Investitionsschub, der sich getrieben vom hohen Ersatzbedarf nach unseren Einschätzungen auch in 2006 fortsetzen wird. Der Geschäftsbereich IT Solutions wird akquisitionsbedingt durch die Übernahme der Geschäftsbereiche ERP Navision und T&S in 2006 an Geschäftsvolumen zulegen. Im IT Services Bereich ist der Trend zur Flexibilisierung der konzerneigenen IT Infrastrukturen ungebrochen. Stetige Umstrukturierungen sowie Firmenzusammenschlüsse und Übernahmen bleiben als Treiber für die Nachfrage von qualifizierten IT Professionals auch in 2006 bestehen. Wir gehen daher davon aus, dass wir in 2006 in diesem Bereich organisch mit dem Markt wachsen werden. Aufgrund der Effekte aus der zeitlichen Vollkonsolidierung der Softcon Gruppe sowie dem Umsatz- und Ergebnisbeitrag der beiden Neuerwerbungen erwarten wir in 2006 einen Umsatz- und Ergebnissprung gegenüber dem Vorjahr.

Im Bereich der Zeitarbeit erwarten wir ein deutliches Marktwachstum. Bereits in den saisonbedingt schwachen ersten 4 Monaten 2006 lagen hier Umsatz und Ergebnis über Vorjahr. In den ersten 4 Monaten 2006 wurde das Niederlassungsnetz um 3 Standorte ausgebaut. Es ist davon auszugehen, dass die bereits Anfang 2006 gegründeten Niederlassungen noch im laufenden Geschäftsjahr 2006 zusätzliches Umsatz- und Ergebniswachstum generieren.

Konzernlagebericht

Konzernbilanz

KONZERNBILANZ NACH IFRS ZUM 31. DEZEMBER 2005

AKTIVA 31.12.2005 01.01.2005 31.12.2004 31.12.2004
nach
Anpassung
Anpassung vor
Anpassung
Anhang T€ T€ T€ T€
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
- davon erworben
- davon selbst erstellt
1 5.978,1
5.691,8
286,3
4.129,2
2.796,3
1.333,0
700,3
700,3
0,0
3.429,0
2.096,0
1.333,0
Geschäfts- oder Firmenwerte 2 18.643,3 7.518,7 -1.269,0 8.787,7
24.621,4 11.648,0 -568,7 12.216,7
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich Bauten auf fremden
Grundstücken
1.065,5 1.147,0 0,0 1.147,0
Technische Anlagen und Maschinen 0,0 135,2 0,0 135,2
Finanzierungsleasing
Andere Anlagen, Betriebs- und
258,0 0,0 0,0 0,0
Geschäftsausstattung 1.672,2 651,8 0,0 651,8
3 2.995,8 1.934,0 0,0 1.934,0
Finanzanlagen
Beteiligungen 4 0,0 12,5 0,0 12,5
0,0 12,5 0,0 12,5
Aktive latente Steuern 5 3.774,7 3.371,5 -2.559,6 5.931,1
Summe langfristige Vermögenswerte 31.391,9 16.966,0 -3.128,3 20.094,3
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 280,3 1.498,7 0,0 1.498,7
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 101,9 1.559,2 0,0 1.559,2
Fertige Erzeugnisse und Waren 262,9 826,3 0,0 826,3
Geleistete Anzahlungen 0,0 18,6 0,0 18,6
6 645,1 3.902,7 0,0 3.902,7
Kurzfristige Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7 18.978,7 9.400,6 0,0 9.400,6
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
0,0 1.115,3 0,0 1.115,3
Steuererstattungsansprüche 410,8 138,4 138,4 0,0
Sonstige Vermögensgegenstände 818,4 563,6 -138,4 702,1
20.207,8 11.217,9 0,0 11.217,9
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen
Sonstige Wertpapiere 8 15,8 522,4 0,0 522,4
Liquide Mittel 9 14.164,5 10.621,3 0,0 10.621,3
14.180,3 11.143,6 0,0 11.143,6
Rechnungsabgrenzungsposten 190,0 104,1 0,0 104,1
Summe kurzfristige Vermögenswerte 35.223,3 26.368,3 0,0 26.368,3
Zur Veräußerung gehaltenene Vermögenswerte 2.432,6 0,0 0,0 0,0
Bilanzsumme 69.047,7 43.334,3 -3.128,3 46.462,6

Konzernbilanz

PASSIVA 31.12.2005 01.01.2005 31.12.2004 31.12.2004
nach
Anpassung
Anpassung vor
Anpassung
Anhang T€ T€ T€ T€
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens
entfallendes Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 10 4.123,8 3.000,0 0,0 3.000,0
Kapitalrücklage 11 12.564,2 12.211,8 0,0 12.211,8
Gewinnrücklagen 12 277,0 277,0 0,0 277,0
Eigene Anteile 13 -458,1 -201,6 0,0 -201,6
Gewinn-/Verlustvortrag 14 1.773,9 1.773,9 -4.030,3 5.804,2
Wechselkursänderungen 15 -1,8 -3,4 0,0 -3,4
Jahresüberschuss/-fehlbetrag für die
Anteilseigner des Mutterunternehmens 1.891,6 0,0 1.058,8 (1) 1.058,8
20.170,6 17.057,8 -2.971,4 20.029,2
Minderheitenanteile 16 -922,4 2.310,9 -156,9 2.467,8
Summe Eigenkapital 19.248,2 19.368,7 -3.128,3 22.497,0
Langfristige Schulden
Genussrechte 17 7.000,0 7.000,0 0,0 7.000,0
Verzinsliche Darlehen 18 13.000,0 4.000,0 0,0 4.000,0
Rückstellungen für Pensionen 19 620,6 309,3 0,0 309,3
Passive latente Steuern 20 2.023,9 531,5 0,0 531,5
Sonstige Schulden 21 1.536,7 0,0 0,0 0,0
Summe langfristige Schulden 24.181,1 11.840,8 0,0 11.840,8
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
5.598,1 4.300,9 0,0 4.300,9
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 678,5 231,2 0,0 231,2
Verzinsliche Darlehen 18 4.927,7 1.297,5 0,0 1.297,5
Steuerrückstellungen 22 1.552,3 1.070,9 0,0 1.070,9
Sonstige Rückstellungen 23 4.159,6 1.699,2 -300,4 1.999,6
Sonstige Verbindlichkeiten 24 7.597,2 3.470,5 300,4 3.170,1
Rechnungsabgrenzungsposten 199,8 54,6 0,0 54,6
Summe kurzfristige Schulden 24.713,1 12.124,9 0,0 12.124,9
Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung
gehaltenenen Vermögenswerten
905,2 0,0 0,0 0,0
Bilanzsumme 69.047,7 43.334,3 -3.128,3 46.462,6

(1) Übertrag des ursprünglichen Periodenergebnisses 2004 in den Gewinnvortrag

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

KONZERN GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG NACH IFRS FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2005 - 31. DEZEMBER 2005

2005 2004 2004 2004
nach
Anpassung
Anpassung vor
Anpassung
Anhang T€ T€ T€ T€
Fortgeführte Geschäftsbereiche
Umsatzerlöse
Veränderungen des Bestands an fertigen und
25 72.011,3 39.616,3 0,0 39.616,3
unfertigen Erzeugnissen 676,7 190,2 0,0 190,2
Andere aktivierte Eigenleistungen 609,3 713,1 0,0 713,1
Sonstige betriebliche Erträge 26 2.276,5 1.073,5 0,0 1.073,5
Materialaufwand 27 31.835,9 18.507,8 0,0 18.507,8
Personalaufwand 28 27.766,5 12.927,7 0,0 12.927,7
Abschreibungen 29 3.498,4 6.141,6 568,7 5.572,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 30 7.938,3 6.758,6 0,0 6.758,6
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 3.181,2 -3.122,9 -568,7 -2.554,2
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 266,7 281,0 0,0 281,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 31 1.150,8 562,0 0,0 562,0
Ergebnis vor Steuern 2.297,1 -3.403,9 -568,7 -2.835,1
Ertragsteuerergebnis 32 12,7 -840,1 -2.559,6 1.719,5
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen 2.309,8 -4.243,9 -3.128,3 -1.115,6
Aufgegebene Geschäftsbereiche
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen -55,1 0,0 0,0 0,0
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 2.254,7 -4.243,9 -3.128,3 -1.115,6
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 1.891,6 -4.030,3 -2.971,4 -1.058,8
Minderheitenanteile 363,0 -213,7 -156,9 -56,8
Durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Aktien
nach zeitanteiliger Gewichtung
33 3.991.998 3.687.389 3.687.389 3.687.389
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert = verwässert) 0,47 -1,09 -0,81 -0,29
Davon entfallen auf:
Fortgeführte Geschäftsbereiche 0,48 -1,09 -0,81 -0,29
Aufgegebene Geschäftsbereiche -0,01 0,00 0,00 0,00

Konzern-Kapitalflussrechnung

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2005 - 31. DEZEMBER 2005

2005 2004
nach
Anpassung
2004
Anpassung
2004
vor
Anpassung
T€ T€ T€ T€
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 3.181,2 -3.122,9 -568,7 -2.554,2
Abschreibungen auf das Anlagevermögen
Aufwendungen aus dem Abgang von
3.498,4 6.141,6 568,7 5.572,9
Gegenständen des Anlagevermögens 6,7 86,7 86,7
Veränderung latente Steuern -718,0 -1.340,8 -1.340,8
Veränderung langfristige Rückstellungen
Sonstige nicht zahlungswirksame
22,4 173,1 173,1
Aufwendungen und Erträge
Veränderung anderer Aktiva und Passiva, die
nicht der Investitions- oder
761,0 0,0 0,0
Finanzierungstätigkeiten zugeordnet sind 373,2 835,3 -4.200,0 5.035,3
Zinserträge 266,7 281,0 281,0
Zinsaufwendungen -1.150,8 -562,0 -562,0
Gezahlte Ertragsteuern -680,7 -454,6 -454,6
Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit 5.560,1 2.037,4 -4.200,0 6.237,4
Auszahlungen für Investitionen in das
Anlagevermögen
Einzahlungen aus dem Abgang von
-1.336,1 -1.011,8 -1.011,8
Gegenständen des Anlagevermögens
Auszahlungen aus dem Erwerb von
166,9 0,0 0,0
Tochterunternehmen
Auszahlungen aus dem Erwerb von sonstigen
-12.812,2 -8.076,6 -8.076,6
Geschäftseinheiten
Einnahmen aus dem Verkauf von
-1.788,9 0,0 0,0
Tochterunternehmen 466,1 0,0 0,0
Cash Flows aus der Investitionstätigkeit -15.304,3 -9.088,5 0,0 -9.088,5
Einzahlung aus Kapitalerhöhung
Direkt in das Eigenkapital gebuchte Kosten der
Kapitalerhöhung
1.495,0
-18,9
0,0 0,0
Veränderung eigene Anteile -256,5 -8,6 -8,6
Emission von Genussscheinen 0,0 7.000,0 7.000,0
Aufnahme von Nachrangdarlehen 6.000,0 0,0 0,0
Aufnahme von Bankdarlehen 9.787,6 5.000,0 5.000,0 0,0
Tilgung von Bankdarlehen -4.910,3 -800,0 -800,0 0,0
Veränderung Anteile
Minderheitengesellschafter
675,4 -39,2 -39,2
Cash Flows aus der Finanzierungstätigkeit 12.772,3 11.152,2 4.200,0 6.952,2
Cash Flows aus aufgegebenen Geschäftsbereichen -173,8 0,0 0,0
Summe der Cash Flows 2.854,3 4.101,1 0,0 4.101,1
Wechselkursbedingte Veränderungen des
Finanzmittelfonds
1,6 -0,7 -0,7
Veränderungen des Finanzmittelfonds gesamt 2.855,9 4.100,4 0,0 4.100,4
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 11.143,6 7.043,2 7.043,2
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 13.999,5 11.143,6 11.143,6

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens

ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS 2005 GEMÄß KONZERNABSCHLUSS NACH IFRS

Stand vor Stand nach Stand
Anpassungen Anpassungen Anpassungen Zugänge Abgänge
31.12.2004 01.01.2005 31.12.2005
T€ T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche
1.
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten 8.904 808 9.712 5.953 4.353 11.312
davon erworben 5.766 808 6.574 5.344 1.012 10.906
davon selbsterstellt 3.138 0 3.138 609 3.341 406
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 8.788 (1) -1.269 7.519 12.682 1.549 18.652
17.692 -461 17.231 18.635 5.902 29.964
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten auf Grundstücke
2.050 0 2.050 4 72 1.981
2.
Technische Anlagen und Maschinen
231 0 231 30 261 0
3. Finanzierungsleasing 0 0 0 273 0 273
4. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1.982 0 1.982 2.063 1.013 3.032
4.263 0 4.263 2.370 1.346 5.287
III. Finanzanlagen 13 0 13 0 13 0
21.968 -461 21.507 21.005 7.261 35.251

Anschaffungs- und Herstellungskosten

(1) gemäß IFRS 3 79 (b) mit den kumulierten Abschreibungen bis zum 31.12.2004 aufgerechnet

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens

kumulierte Abschreibungen Buchwert
Stand vor Anpassungen Anpassungen Anpassungen Stand nach Zugänge Abgänge Stand Stand Stand
31.12.2004 01.01.2005 31.12.2005 31.12.2005 31.12.2004
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
5.475 108 5.583 2.622 2.871 5.334 5.978 4.129
3.670 108 3.778 2.089 653 5.214 5.692 2.796
1.805 0 1.805 533 2.218 120 286 1.333
0 0 0 8 0 8 18.643 7.519
5.475 108 5.583 2.631 2.871 5.342 24.622 11.648
903 0 903 43 30 916 1.065 1.147
96 0 96 0 96 0 0 135
0 0 0 15 0 15 258 0
1.330 0 1.330 809 779 1.360 1.672 652
2.330 0 2.330 868 906 2.292 2.996 1.933
0 0 0 0 0 0 0 13
7.805 108 7.912 3.498 3.777 7.633 27.618 13.594

Eigenkapital-Veränderungsrechnung

EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DEN IFRS KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2005

Gezeichnetes
Kapital
T€
Kapital-
rücklage
Gewinn
rücklagen
Stand am 31. Dezember 2003 3.000,0 17.530,8 277,0
Einstellung Periodenergebnis Vorjahr in Gewinnvortrag
Entnahme Kapitalrücklage wegen Verlustausgleich beim
Mutterunternehmen
5.319,0
Erwerb eigener Aktien der Allgeier Holding AG
Ausschüttungen
Verminderung Rücklage eines Minderheitsgesellschafters
Minderheitenanteile am Kapital neu erworbener Tochtergesellschaften
zum Erstkonsolidierungszeitpunkt
Veränderung Wechselkursänderungen
Periodenergebnis
Stand am 31. Dezember 2004 3.000,0 12.211,8 277,0
Bilanzkorrektur
Stand am 01. Januar 2005 3.000,0 # 12.211,8 277,0
Einstellung Periodenergebnis Vorjahr in Gewinnvortrag
Entnahme Kapitalrücklage wegen Verlustausgleich beim
Mutterunternehmen
Zugang eigener Aktien der Allgeier Holding AG
Abgang eigener Aktien der Allgeier Holding AG
Kapitalerhöhung 299,0 1.196,0
Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen -18,9
Aktiensplit 824,8 -824,8
Ausschüttungen
Minderheitenanteile am Kapital neu erworbener Tochtergesellschaften
zum Erstkonsolidierungszeitpunkt
Minderheitenanteile am beizulegenden Zeitwert der Verögensgegenstände
und Schulden neu erworbener Tochtergesellschaften zum
Erstkonsolidierungszeitpunkt
Veränderung Wechselkursänderungen
Minderheitenanteile am Kapital veräußerter Tochtergesellschaften zum
Entkonsolidierungszeitpunkt
Periodenergebnis
Stand am 31. Dezember 2005 4.123,8 12.564,2 277,0

Eigenkapital-Veränderungsrechnung

Summe
Eigenkapital
T€
Minderheiten-
anteile
T€
Auf die Anteils
eigner des Mutter
unternehmens
entfallendes
Eigenkapital
T€
Perioden-
ergebnis
T€
Wechselkurs-
änderungen
T€
Gewinn-
vortrag
T€
Eigene
Anteile
T€
23.661,1 2.563,8 21.097,3 -2.952,5 -2,6 3.437,7 -193,1
2.952,5 -2.952,5
5.319,0
-8,6 -8,6 -8,6
-69,0 -69,0
-69,5 -69,5
100,0 100,0
-1,5 -0,7 -0,7 -0,7
-1.115,6 -56,8 -1.058,8 -1.058,8
22.497,0 2.467,8 20.029,2 -1.058,8 -3,4 5.804,2 -201,6
-3.128,3 -156,9 -2.971,4 -2.971,4
19.368,7 2.310,9 17.057,8 -1.058,8 -3,4 2.832,8 -201,6
1.508,8 -1.058,8
-408,2 -408,2 -408,2
151,7 151,7 151,7
1.495,0 1.495,0
-18,9 -18,9
702,6 702,6
-1.749,5 -1.749,5
3,2 1,5 1,6 1,6
-2.551,0 -2.551,0
2.254,7 363,0 1.891,6 1.891,6
19.248,2 -922,4 20.170,6 1.891,6 -1,8 1.773,9 -458,1

KONZERNANHANG DER ALLGEIER HOLDING AG (IFRS) FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2005

ALLGEMEINE ANGABEN

I. Informationen zum Unternehmen

Die Allgeier Holding AG hat ihren Sitz in der Wehrlestraße 12, 81679 München, Deutschland, und ist im Handelsregister beim Amtsgericht der Stadt München unter HRB 143582 eingetragen.

Der Gegenstand des Unternehmens ist das Halten und Verwalten von Unternehmensbeteiligungen sowie die Zusammenarbeit mit, Finanzierung von, Erbringung von Beratungs- und anderen Dienstleistungen für und Management von anderen Gesellschaften und Unternehmen, insbesondere im Technologiebereich und damit verwandten Bereichen.

II. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der Allgeier Holding AG als oberstes Mutterunternehmen wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Er umfasst als Bestandteile Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang.

Die im Konzern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen, soweit nicht anders angegeben, den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüber hinaus hat der Konzern die neuen und überarbeiteten IFRS Standards angewandt, welche für die Geschäftsjahre ab dem 01. Januar 2005 verbindlich sind. Insbesondere handelt es sich hierbei um die Standards IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse, IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögensgegenstände und aufgegebene Geschäftsbereiche, IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten, IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte und IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer. Vorschriften, die freiwillig für das Jahr 2005 angewendet werden können, wurden nicht angewendet.

Der Konzernabschluss weicht in Einzelfällen von der Darstellung und Gliederung des Vorjahres ab. Die Erklärungen zu diesen Abweichungen werden innerhalb der Erläuterungen der jeweiligen Posten des Abschlusses vorgenommen.

Der Konzernabschluss wird, soweit nicht anders angegeben, in Euro dargestellt.

Die Voraussetzungen des § 315a HGB für eine Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschem Handelsrecht sind erfüllt.

III. Bilanzberichtigung

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat den Konzernabschluss der Allgeier Holding AG für das Geschäftsjahr 2004 geprüft. Die Prüfungsfeststellungen erforderten eine Fehlerkorrektur gemäß IAS 8.49 der Eröffnungsbilanz zum 01. Januar 2005 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2004. Das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2005 ist von diesen Feststellungen nur hinsichtlich der Folgewirkungen (z.B. Abschreibungen) betroffen. Die Feststellungen betreffen den Ansatz von latenten Steuern und die Verteilung des Unterschiedsbetrags zwischen dem Kaufpreis und den erworbenen Vermögenswerten und Schulden der in 2004 erworbenen Gesellschaft GFU Kiefer + Partner GmbH und erhöhen den Jahresfehlbetrag des Jahres 2004 um insgesamt 3.128 T€, wovon 2.678 T€ unmittelbar auf die latenten Steuern und 450 T€ auf Folgeeffekte, davon 568 T€ Abschreibungen und 118 T€ latente Steuererträge, aufgrund der veränderten Verteilung des Kaufpreises der GFU entfallen. Von den Anpassungen sind die Anteilseigner des Mutterunternehmens mit 2.971 T€ und die Minderheitenanteile mit 157 T€ betroffen.

Die Bilanzanpassung wurde in der Eröffnungsbilanz zum 01. Januar 2005 vorgenommen. Der Ergebniseffekt aus der Anpassung wurde gegen die Gewinnvorträge des Vorjahres gebucht.

Anpassung der Bilanz zum 01. Januar 2005

Bilanz zum
01.01.2005
nach
Anpassung
Anpassung Bilanz zum
31.12.2004 vor
Anpassung
T€ T€ T€
Immaterielles Anlagevermögen 11.648 -568 12.216
Sachanlagevermögen 1.934 0 1.934
Finanzanlagen 13 0 13
Aktive latente Steuern 3.371 -2.560 5.931
Langfristige Vermögenswerte 16.966 -3.128 20.094
Vorräte 3.903 0 3.903
Kurzfristige Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
11.218 0 11.218
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 11.143 0 11.143
Rechnungsabgrenzungsposten 104 0 104
Kurzfristige Vermögenswerte 26.368 0 26.368
Bilanzsumme 43.334 -3.128 46.462
Auf die Anteilseigener des Mutter
unternehmens entfallendes Eigenkapital
17.058 -2.971 20.029
Minderheitenanteile 2.311 -157 2.468
Eigenkapital 19.369 -3.128 22.497
Langfristige Schulden 11.841 0 11.841
Kurzfristige Schulden 12.124 0 12.124
Bilanzsumme 43.334 -3.128 46.462

Im Einzelnen ergab die Prüfung des Konzernabschlusses der Allgeier Holding AG für das Geschäftsjahr 2004, dass im Rahmen der Erstkonsolidierung der GFU Kiefer + Partner GmbH das Ergebnis des zum Erwerbszeitpunkt vorhandenen Auftragsbestandes von 461 T€ und ein Wert für die Kundenbeziehungen der GFU von 808 T€ zu aktivieren sind und der Geschäfts- oder Firmenwert in gleicher Höhe zu reduzieren ist. Für die Abschreibung des Kundenstammes ist eine Nutzungsdauer von 5 Jahren anzusetzen. Der Restbuchwert des Kundenstammes in der Eröffnungsbilanz zum 01. Januar 2005 beträgt demnach noch 701 T€. Der aktivierte Auftragsbestand wurde im Jahr 2004 in voller Höhe abgearbeitet und ist in der Eröffnungsbilanz zum 01. Januar 2005 nicht mehr enthalten. Die Anpassungen bei den latenten Steueransprüchen umfassen die Reduzierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge der Allgeier Beteiligungen GmbH von 800 T€, der EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG, Viersen, von 1.558 T€ und einen Folgeeffekt bei den Steuern im Geschäftsjahr 2004 aus der Abschreibung von Kundenstamm und Auftragsbestand sowie des Unterschiedes zwischen dem handelsrechtlichen Geschäfts- oder Firmenwert und dem Goodwill im Konzernabschluss von -118 T€. Weiterhin wurden Anpassungen bei den passiven latenten Steuern auf aktivierte Eigenleistungen, welche mit den aktiven latenten Steuern verrechnet wurden, der EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG, Viersen, und der Elektro-Automatik Schaltnetzgeräte GmbH, Bremen, von 320 T€ vorgenommen. Des Weiteren erfolgte eine Umgliederung innerhalb der kurzfristigen Schulden zwischen sonstigen Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten für ausstehende Resturlaubsansprüche.

Die Anpassungen der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2004 sind in nachfolgender Übersicht dargestellt. Die angepasste Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2004 wird für Vergleichszwecke mit der Gewinn- und Verlustrechnung 2005 herangezogen. Das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2005 ist von den Feststellungen nur hinsichtlich der Folgewirkungen (z.B. Abschreibungen) betroffen.

Anpassung der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2004

GuV-Rechnung
nach Anpassung
2004
Anpassung GuV-Rechnung vor
Anpassung 2004
T€
T€ T€
Umsatzerlöse 39.616 0 39.616
Veränderungen des Bestands an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen
-190 0 -190
Andere aktivierte Eigenleistungen 713 0 713
Sonstige betriebliche Erträge 1.074 0 1.074
Materialaufwand 18.508 0 18.508
Personalaufwand 12.928 0 12.928
Abschreibungen 6.141 568 5.573
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.759 0 6.759
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -3.123 -568 -2.555
Zinsergebnis -281 0 -281
Ergebnis vor Steuern -3.404 -568 -2.836
Ertragsteuerergebnis -840 -2.560 1.720
Jahresfehlbetrag -4.244 -3.128 -1.116
Davon entfallen auf
Anteilseigner des Mutterunternehmens -4.030 -2.971 -1.059
Minderheitenanteile -214 -157 -57
Ergebnis je Aktie (unverwässert = verwässert) -1,09 -0,81 -0,29

Neben den Anpassungen in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung des Allgeier Konzerns wurden auch in der Kapitalflussrechnung, der Segmentberichterstattung und in den Angaben im Anhang Anpassungen vorgenommen. Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen zur Konzernbilanz, zur Kapitalflussrechnung und zur Segmentberichterstattung.

IV. Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss werden die Allgeier Holding AG und alle Tochtergesellschaften einbezogen. Bei allen Tochtergesellschaften übt die Allgeier Holding AG unmittelbar oder mittelbar die Kontrolle aus und hält direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte. Die Allgeier Holding AG hat die Möglichkeit bei ihren Tochtergesellschaften die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen und daraus den wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen.

Der Konzernabschluss umfasst die Abschlüsse der Allgeier Holding AG und aller Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2005. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der des Mutterunternehmens. Von konzerneinheitlichen Grundsätzen wurde

bei der Bewertung der unfertigen Leistungen abgewichen, weil bei neu erworbenen Gesellschaften hierzu die organisatorischen Voraussetzungen noch nicht vorlagen.

Die Jahresabschlüsse der Allgeier Holding AG und ihrer in- und ausländischen Tochtergesellschaften werden im Übrigen gemäß IAS 27.28 grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen, Gewinne und Verluste, die im Buchwert von Vermögenswerten enthalten sind, werden in voller Höhe eliminiert.

Vom Konzern erworbene Tochtergesellschaften werden ab dem Monat, in dem der Konzern die Kontrolle ausübt, voll konsolidiert. Im Geschäftsjahr gegründete Gesellschaften werden ab dem Gründungszeitpunkt in den Konzernabschluss aufgenommen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch die Allgeier Holding AG nicht mehr besteht.

Neu erworbene Tochtergesellschaften werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Danach werden die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen Schulden sowie Eventualschulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs verteilt. Minderheitenanteile werden in Höhe ihres Anteils an den beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden angesetzt. Ein nach Verteilung eventuell verbleibender Überschuss wird als Geschäfts- oder Firmenwert nach Abzug des Minderheitenanteils aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge werden als sonstiger betrieblicher Ertrag sofort ergebniswirksam vereinnahmt.

Der Ausweis von Minderheitenanteilen erfolgt gesondert in der Gewinn- und Verlustrechung und innerhalb des Eigenkapitals in der Konzernbilanz.

V. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der Allgeier Holding AG wurden zum 31. Dezember 2005 die Muttergesellschaft und folgende Konzernunternehmen einbezogen:

Anteil am
Kapital
%
Eigenkapital
31.12.05
T€
Jahresergebnis
2005
T€
Unmittelbare Beteiligungen:
4 TEKK Software AG, München, (D) 100 101 1
Allgeier IT Services AG, München, (D) 100 35 -15
Allgeier Beteiligungen GmbH, München, (D) 100 -11.087 (1) -1.800
Allgeier Management AG, München, (D) 100 39 -2
Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen, (D) 100 3.002 374
BOG IT Solutions GmbH, Bremen, (D) (3) 100 -812 (1) -442
Allgeier Computer (Belgie) N.V., Zaventem, (B) 100 558 129
Allgeier Computer B.V., Oosterhout, (NL) 100 261 157
GFU Kiefer + Partner GmbH, Pullach im Isartal, (D) 90 1.000 0 (2)
InfoTeSys Computer Consulting GmbH, Hürth, (D) 100 263 0 (2)
Softcon MBO GmbH, München, (D) 80 1.876 -124
Mittelbare Beteiligungen:
Kiefer GmbH, Pullach im Isartal, (D) 100 24 -1
Softcon AG, München, (D) 80 7.694 915
Softcon IT-Service GmbH, München, (D) 80 106 0 (2)
Allgeier DL GmbH, München, (D) 90 2.256 -244
MR-Wirtschaftsberatung GmbH-Holding, Mannheim, (D) 90 2.598 1.220
Quick Office Personalleasinggesellschaft mbH,
Mannheim (D)
90 -304 (1) 237
IHD- Industrie-Handwerker-Dienst Personal-Leasing GmbH,
Ludwighafen, (D)
90 116 0 (2)
Personal-Team Unternehmen für Zeitarbeit GmbH,
Ludwigshafen, (D)
90 134 0 (2)
Interim-Plan Holding GmbH, Mannheim, (D) 90 -150 (1) -232
Interim-Plan Unternehmensberatung und Personalleasing
GmbH, Mannheim, (D)
90 26 0 (2)
Interim-Plan Unternehmensberatung und Personalleasing
GmbH, Heidelberg, (D)
90 20 0 (2)
Interim-Plan Montage Personalleasing GmbH, Mannheim, (D) 90 216 0 (2)

(1) nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

(2) nach Gewinnabführung auf Grund des Gewinnabführungsvertrages

(3) vormals axol IT Kommunikationsgesellschaft mbH

Die funktionale Währung bei allen Konzerngesellschaften ist Euro. Die Angaben zum Eigenkapital und Jahresergebnis der Tochtergesellschaften entsprechen den nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Einzelabschlüssen.

Die Tochtergesellschaften Elektro-Automatik Schaltnetzgeräte GmbH, Bremen, und EA Elektro-Automatik Ltd., Salisbury (UK), werden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2005 als zur Veräußerung bestimmte Tochtergesellschaften klassifiziert und sind in oben stehender Übersicht nicht mehr enthalten.

Zum 31. Dezember 2005 bestehen Ergebnisabführungsverträge zwischen den folgenden Gesellschaften:

  • Allgeier Holding AG als Organobergesellschaft und der GFU Kiefer + Partner GmbH, Pullach im Isartal
  • Allgeier Holding AG als Organobergesellschaft und der InfoTeSys Computer Consulting GmbH, Hürth
  • Softcon AG als Organobergesellschaft und der Softcon IT-Services GmbH, München
  • MR-Wirtschaftsberatung GmbH-Holding als Organobergesellschaft und der IHD Industrie-Handwerker-Dienst Personal-Leasing GmbH, Ludwigshafen
  • MR-Wirtschaftsberatung GmbH-Holding als Organobergesellschaft und der Personal-Team Unternehmen für Zeitarbeit GmbH, Ludwigshafen
  • Interim-Plan Holding GmbH als Organobergesellschaft und der Interim-Plan Unternehmensberatung und Personalleasing GmbH, Mannheim
  • Interim-Plan Holding GmbH als Organobergesellschaft und der Interim-Plan Unternehmensberatung und Personalleasing GmbH, Heidelberg
  • Interim-Plan Holding GmbH als Organobergesellschaft und der Interim-Plan Montage Personalleasing GmbH, Mannheim

Im Jahr 2006 wurden vor Feststellung des Konzernabschlusses 2005 folgende Ergebnisabführungsverträge geschlossen:

  • Allgeier Beteiligungen GmbH als Organobergesellschaft und der Allgeier DL GmbH, München
  • Allgeier DL GmbH als Organobergesellschaft und der MR-Wirtschaftsberatung GmbH-Holding, Mannheim

Aufgrund von Beschränkungen aus Darlehensvereinbarungen müssen die Gewinnabführungen der Tochtergesellschaften GFU Kiefer + Partner GmbH und Allgeier DL GmbH diesen wieder als Darlehen zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus kann die Softcon MBO GmbH keine Barmittel aus Dividenden oder Darlehen an Konzerngesellschaften transferieren. Diese Beschränkungen gelten bis zur vollständigen Tilgung der zum Erwerb der Tochtergesellschaften von Banken ausgereichten Akquisitionsfinanzierungen. Zum 31. Dezember 2005 verfügen diese Gesellschaften über liquide Mittel von 8.965 T€ und über Bankverbindlichkeiten von 10.407 T€. Darüber hinaus bestehen Beschränkungen durch gesellschaftsrechtliche Vorschriften aufgrund der Überschuldung der BOG IT Solutions GmbH und der Allgeier Beteiligungen GmbH bis zur Wiederherstellung des Stammkapitals dieser Gesellschaften.

Konzernanhang

Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich erhebliche Veränderungen im Konsolidierungskreis aufgrund von Erwerben, Gründungen und Veräußerungen von Tochtergesellschaften. Im Geschäftsjahr erwarb die Allgeier Holding AG die Softcon MBO GmbH, München, und mit dieser die Softcon AG, München. Die Softcon AG hält wiederum 100% der Anteile der Softcon IT-Service GmbH. Der Konzern erwarb im Geschäftsjahr ebenfalls die MR-Wirtschaftsberatung GmbH-Holding, Mannheim, und die Interim-Plan Holding GmbH, Mannheim, sowie die Allgeier IT Services AG, München. Die Allgeier Beteiligungen GmbH, eine 100%-ige Tochter der Allgeier Holding AG veräußerte im Geschäftsjahr die EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG, Viersen, und erwarb im Zuge dieser Veräußerung zwei Tochtergesellschaften der EA Viersen zurück. Beide Tochtergesellschaften waren wiederum zur Veräußerung bestimmt und wurden mit Wirkung zum 01. Januar 2006 verkauft. Ohne direkte Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis blieb der Erwerb der Geschäftbetriebe ERP und T&S der BOG Informationstechnologie & Services GmbH & Co. KG, Münster, durch die axol IT Kommunikationsgesellschaft mbH, Bremen (jetzt: BOG IT Solutions GmbH, Bremen) eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Allgeier Holding AG.

Mit der Veräußerung der EA Viersen hat sich die Allgeier Holding AG vollständig von ihrem Segment Basistechnologie getrennt. Mit dem Erwerb der MR- und der IP-Gruppe wurde das neue Geschäftssegment Personal Services begründet.

Softcon MBO GmbH

Mit Kaufvertrag vom 19. August 2005 wurden 100% der Anteile an der Softcon MBO GmbH, München, vormals firmierend unter cgm GmbH, München, erworben. Geschäftszweck der Softcon MBO GmbH ist das Halten und Verwalten von Unternehmensbeteiligungen und das Erbringen von Beratungsleistungen. Mit der Softcon MBO GmbH erwarb der Konzern am 07. September 2005 91,04% und bis zum 27. September 2005 die verbleibenden 8,96% der Aktien der Softcon AG, München. Die Softcon AG wiederum ist alleinige Gesellschafterin der Softcon IT-Service GmbH, München. Geschäftszweck der Softcon AG ist die Ausübung einer Holdingfunktion und die Erbringung von Management und Beratungsleistungen. Die Softcon IT-Service GmbH erbringt Dienstleistungen und Entwicklungen im Bereich komplexer IT-Anwendungen. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der Softcon AG wurden 20% der Anteile an der Softcon MBO GmbH an das Management der Softcon AG veräußert.

Die Erstkonsolidierungen der Softcon MBO GmbH und der Softcon AG erfolgten zum 01. September 2005.

Bei der Softcon MBO GmbH standen den Anschaffungskosten für diese Gesellschaft von 15 T€ Vermögenswerte und Schulden zu Buchwerten von 13 T€ gegenüber. Der verbleibende positive Unterschiedsbetrag von 2 T€ wurde im Geschäftsjahr 2005 voll abgeschrieben.

Die Anschaffungskosten für die Softcon AG und die Softcon IT-Service GmbH (Softcon IT) betrugen 6.550 T€. Darin enthalten sind Anschaffungsnebenkosten für Makler von 250 T€ und Rechts- und Beratungskosten von 77 T€.

Konzernanhang

Zum Erstkonsolidierungszeitpunkt betrugen bei der Softcon IT die Vermögenswerte und Schulden zu Buchwerten 2.244 T€. Im Rahmen der Neubewertung wurden feste Kundenaufträge mit 394 T€, Kundenbeziehungen mit 750 T€ und zwei Produkte der Gesellschaft mit 885 T€ identifiziert und bewertet. Der nach Abzug des auf Minderheitenanteile entfallenden Anteils von 614 T€ verbleibende auf den Konzern entfallende positive Unterschiedsbetrag bei der Softcon IT von 2.457 T€ wurde als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert begründet sich in den zukünftigen Erwartungen an den Markt und die Fähigkeiten und Leistungen des Managements sowie der Mitarbeiter, zukünftige Wachstumschancen erfolgreich wahrzunehmen.

Buchwerte und Kaufpreisallokation bei Softcon MBO GmbH, Softcon AG und Softcon IT-Service GmbH zum Erwerbszeitpunkt 01. September 2005

Softcon MBO GmbH Softcon IT
Buchwerte
T€
Kaufpreis
allokation
T€
Buchwerte
T€
Kaufpreis
allokation
T€
Immaterielles Anlagevermögen 0 0 288 2.317
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 0 74 74
Vorräte 0 0 240 240
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0 2.997 2.997
Sonstige Vermögensgegenstände 5 5 178 178
Wertpapiere 0 0 16 16
Liquide Mittel 10 10 1.193 1.193
Aktive Rechnungsabgrenzung 0 0 49 49
Erworbene Vermögenswerte 15 15 5.035 7.064
Rückstellungen 1 1 1.146 1.146
Erhaltene Anzahlungen 0 0 136 136
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
1 1 1.236 1.236
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 238 238
Passive Rechnungsabgrenzung 0 0 5 5
Passive latente Steuern 0 0 30 825
Erworbene Schulden 2 2 2.791 3.586
Erworbene Vermögenswerte abzüglich
erworbene Schulden
13 13 2.244 3.478

Umsätze, Aufwendungen und Erträge der Softcon Gruppe sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ab dem 01. September 2005 enthalten. Der Anteil am konsolidierten Jahresüberschuss, der auf die Softcon Gruppe seit diesem Zeitpunkt entfällt, beträgt 279 T€, wovon 224 T€ auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens und 55 T€ auf Minderheitenanteile entfallen. Im Gesamtjahr 2005 erreichte die Softcon AG, München, einschließlich der Softcon IT-Service GmbH, München, einen Umsatz von 14.401 T€ und einen konsolidierten Jahresüberschuss von 899 T€.

Allgeier DL GmbH

Mit Urkunde vom 19. April 2005 wurde die Allgeier DL GmbH, München, gegründet. Geschäftszweck der Allgeier DL GmbH ist das Halten und Verwalten von Unternehmensbeteiligungen und das Erbringen von Beratungsleistungen. Mit der Allgeier DL GmbH erwarb der Konzern am 08. September 2005 100% der Anteile der MR-Wirtschaftsberatung GmbH Holding, Mannheim, und der Interim-Plan Holding GmbH, Mannheim. Die MR-Wirtschaftsberatung GmbH Holding ist alleinige Gesellschafterin der IHD, Industrie-Handwerker-Dienst Personal-Leasing GmbH, Ludwigshafen, der Personal-Team Unternehmen für Zeitarbeit GmbH, Ludwigshafen und der Quick Office Personalleasing GmbH, Mannheim (MR-Gruppe). Die Interim-Plan Holding GmbH ist alleinige Gesellschafterin der Interim-Plan-Montage, Personalleasing GmbH, Mannheim, der Interim-Plan Unternehmensberatung und Personalleasing GmbH, Mannheim und der Interim-Plan Unternehmensberatung und Personalleasing GmbH, Heidelberg (IP-Gruppe). Gegenstand der MR-Gruppe und der IP-Gruppe ist die gewerbsmäßige Überlassung von vorwiegend in handwerklichen Berufen ausgebildeten Arbeitnehmern zur Durchführung von Arbeiten im industriellen und handwerklichen Bereich sowie die private Arbeitsvermittlung im gesetzlich zulässigen Rahmen. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der MR-Gruppe und der IP-Gruppe wurden 10% der Anteile an der Allgeier DL GmbH an Altgesellschafter der MR Holding bzw. der IP Holding veräußert.

Als Anschaffungskosten für die Anteile der MR-Gruppe sind ein fester Kaufpreis von 10.000 T€ und ein variabler Kaufpreis vereinbart. Der variable Anteil ist von der zukünftigen Ergebnisentwicklung der MR-Gruppe abhängig. Da mit hoher Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen ist, dass diese Ergebnisziele erreicht werden, wurde ein variabler Anteil von 2.500 T€ bereits zum Erstkonsolidierungszeitpunkt angesetzt. Zusätzlich zu den Kaufpreisen der MR-Gruppe wurden Anschaffungsnebenkosten für Makler von 268 T€ und Rechts- und Beratungskosten von 172 T€ aktiviert. Die Anschaffungskosten für die Anteile der IP-Gruppe betragen 929 T€ einschließlich 29 T€ Anschaffungsnebenkosten für Rechts- und Beratungsleistungen. Für die IP-Gruppe ist darüber hinaus ein variabler Kaufpreis von maximal 700 T€ vereinbart, der von den Ergebnissen 2005 – 2007 abhängig ist. Da die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Ergebnisse nicht verlässlich bewertbar ist, wurde hierfür noch kein Betrag aktiviert.

Die Erstkonsolidierung der MR-Gruppe und der IP-Gruppe erfolgte zum 31. August 2005. Die Vermögenswerte und Schulden zu Buchwerten betrugen bei der MR-Gruppe 2.769 T€ und bei der IP-Gruppe zum Erwerbszeitpunkt -90 T€. Im Rahmen der Neubewertung wurden bei der MR-Gruppe Kundenbeziehungen von 1.600 T€ identifiziert und bewertet. Nach Abzug der auf Minderheitenanteile entfallenden Anteile von 1.022 T€ bei der MR-Gruppe und 113 T€ bei der IP-Gruppe, verbleiben im Konzern Unterschiedsbeträge von 9.197 T€ bei der MR-Gruppe und 1.019 T€ bei der IP-Gruppe,

die als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert wurden. Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert begründet sich in den zukünftigen Erwartungen an den Markt und die Fähigkeiten und Leistungen des Managements und der Mitarbeiter, zukünftige Wachstumschancen erfolgreich wahrzunehmen.

Buchwerte und Kaufpreisallokation bei der MR-Gruppe und IP-Gruppe zum Erwerbszeitpunkt 31 August 2005

MR-Gruppe IP-Gruppe
Buchwerte
T€
Kaufpreis
allokation
T€
Buchwerte
T€
Kaufpreis
allokation
T€
Immaterielles Anlagevermögen 16 1.616 4 4
Betriebs- und Geschäftsausstattung 94 94 58 58
Finance Lease 248 248 0 0
Vorräte 47 47 8 8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.291 4.291 807 807
Sonstige Vermögensgegenstände 0 0 1.156 1.156
Liquide Mittel 4.926 4.926 263 263
Aktive latente Steuern 315 315 0 0
Aktive Rechnungsabgrenzung 28 28 7 7
Erworbene Vermögenswerte 9.965 11.565 2.303 2.303
Rückstellungen 2.233 2.233 418 418
Bankverbindlichkeiten 1.500 1.500 1.264 1.264
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
1.936 1.936 10 10
Sonstige Verbindlichkeiten 2.412 2.412 814 814
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 55 55 0 0
Passive latente Steuern 81 708 0 0
Erworbene Schulden 8.217 8.844 2.506 2.506
Erworbene Vermögenswerte abzüglich
erworbene Schulden
1.748 2.721 -203 -203

Umsätze, Aufwendungen und Erträge der Allgeier DL und der MR- und IP-Gruppe sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ab dem 01. September 2005 enthalten. Der Anteil am konsolidierten Jahresüberschuss, der auf diese Gesellschaften seit der unterjährigen Erstkonsolidierung entfällt, beträgt 321 T€, wovon 289 T€ auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens und 32 T€ auf Minderheitsgesellschafter entfallen. Im Gesamtjahr 2005 erreichte die MR-Gruppe einen Umsatz von 31.908 T€ und einen Jahresüberschuss von 1.367 T€. Die IP-Gruppe erzielte im Jahr 2005 einen Umsatz von 7.141 T€ und einen Jahresfehlbetrag von 232 T€.

Mit der Gründung der Allgeier DL GmbH und dem Erwerb der MR- und der IP-Gruppe entstand das Segment Personal Services innerhalb der Allgeier Gruppe.

BOG IT Solutions GmbH

Mit Kaufverträgen vom 19. April 2005 und vom 05. Mai 2005 erwarb die axol IT Kommunikationsgesellschaft mbH, Bremen, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Allgeier Holding AG, die Geschäftsbetriebe ERP und T&S von der BOG Informationstechnologie und Services GmbH Co. KG, Münster. Die Firma axol wurde in diesem Zusammenhang umfirmiert in BOG IT Solutions GmbH. Die Kaufpreise einschließlich Anschaffungsnebenkosten für die Geschäftsbetriebe betrugen 368 T€ für ERP und 1.420 T€ für T&S. Am 12. Mai 2005 übernahm der Konzern die Kontrolle über die beiden Geschäftsbetriebe.

Der Erwerb der Geschäftsbetriebe der BOG wurde als "Business Combination" klassifiziert, nachdem lang- und kurzfristige Vermögenswerte und Schulden erworben sowie Mitarbeiter übernommen wurden. Außerdem erbringen die Geschäftsbetriebe ERP und T&S Leistungen, die zu Erlösen führen.

Die Identifizierung und Bewertung der Vermögensgegenstände und Eventualschulden/ verpflichtungen der Geschäftsbetriebe ERP und T&S im Rahmen der Erstkonsolidierung führte zu Wertansätzen, die die Kaufpreise um 1.295 T€ übersteigen. Dieser negative Unterschiedsbetrag wurde im Geschäftsjahr 2005 innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge erfasst. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe der zugrunde gelegten Zeitwerte bis zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses vollständig eingegangen. Aus Abschreibungen und Verbrauch der Unterschiedsbeträge zwischen den Buchwerten und den Wertansätzen aus der Erstkonsolidierung ergab sich im Geschäftsjahr 2005 ein Aufwand von 968 T€, so dass der Nettoeffekt aus Badwill und daraus resultierenden Aufwendungen und Abschreibungen im Geschäftsjahr noch 327 T€ beträgt. Die identifizierten Eventualschulden/-verpflichtungen, insbesondere aus den Verpflichtungen zur Übernahme von Service- und Wartungsleistungen, bestehen zum 31. Dezember 2005 nicht mehr.

Buchwerte und Kaufpreisallokation der Geschäftsbetriebe ERP und T&S zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 12. Mai 2005

ERP T+S
Buchwerte Kaufpreis
allokation
Buchwerte Kaufpreis
allokation
T€ T€ T€ T€
Auftragsbestand 0 400 0 168
Kundenbeziehungen 0 0 0 400
Sachanlagevermögen 222 978 385 631
Vorräte 8 37 432 708
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 138 606 603 989
Erworbene Vermögenswerte 368 2.021 1.420 2.896
Identifizierte Eventualschulden/-
verpflichtungen
0 400 0 600
Passive latente Steuern 0 491 0 343
Erworbene Schulden 0 891 0 943
Erworbene Vermögenswerte abzüglich
erworbene Schulden
368 1.130 1.420 1.953

Konzernanhang

Umsätze, Aufwendungen und Erträge der Geschäftsbereiche ERP und T&S sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ab dem 12. Mai 2005 enthalten. Der Anteil am konsolidierten Jahresfehlbetrag der beiden Geschäftsbereiche seit der unterjährigen Erstkonsolidierung beträgt 442 T€. Zu Umsätzen und Ergebnissen der Geschäftsbereiche für das Gesamtjahr 2005 können keine verlässlichen Angaben gemacht werden, nachdem die BOG keine Ergebnisrechnungen nach Geschäftsbereichen hatte.

Allgeier IT Services AG

Mit Kaufvertrag vom 08. November 2005 erwarb die Allgeier Holding AG 100% der Anteile an der Allgeier IT Services AG, München, vormals eine Vorrats-AG firmierend unter Blitz 05-306 AG. Geschäftszweck der Allgeier IT Services AG, München, ist das Halten und Verwalten von Unternehmensbeteiligungen und das Erbringen von Beratungsleistungen. Der Kaufpreis einschließlich Anschaffungsnebenkosten für die Gesellschaft betrug 54 T€.

Die Erstkonsolidierung der Allgeier IT Services AG erfolgte zum 01. November 2005. Die liquiden Mittel und sonstigen Vermögensgegenstände betrugen 50 T€. Der verbleibende Unterschiedsbetrag von 4 T€ wurde im Geschäftsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Allgeier IT Services AG, München, ist als Holdinggesellschaft für das Segment IT Services vorgesehen.

Aufwendungen und Erträge der Allgeier IT Services AG sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ab dem 01. November 2005 enthalten. Der Anteil am konsolidierten Jahresüberschuss, der auf die Allgeier IT Services AG seit diesem Zeitpunkt entfällt, beträgt -15 T€.

EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG

Mit Kaufvertrag vom 09. Dezember 2005 wurden rückwirkend zum 30. November 2005 sämtliche von der Allgeier Beteiligungen GmbH, München, gehaltenen Anteile (51%) an der EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG, Viersen, und der EA Elektro-Automatik Beteiligungen GmbH, Viersen, veräußert. Durch den Abgang gingen nachfolgende Vermögenswerte und Schulden ab:

Konzernanhang

Abgang Vermögenswerte und Schulden aus der Veräußerung der EA Viersen T€
Immaterielles Anlagevermögen 2.880
Sachanlagevermögen 427
Vorräte 2.663
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.321
Sonstige Vermögensgegenstände 416
Wertpapiere 22
Liquide Mittel 509
Aktive Rechnungsabgrenzung 44
Abgegangene Vermögenswerte 8.282
Wechselkursänderungen -3
Anteile Minderheitsgesellschafter 2.551
Rückstellungen 406
Erhaltene Anzahlungen 4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 310
Sonstige Verbindlichkeiten 2.003
Passive latente Steuern 661
Abgegangene Schulden 5.932
Abgegangene Vermögenswerte abzüglich abgegangene Schulden 2.350

Für die EA Viersen erhielt der Konzern einen Verkaufspreis von 1.000 T€. Im Zusammenhang mit dem Abgang der EA Viersen lebte eine Darlehensforderung an die EA Viersen von 1.530 T€ wieder auf. Diese Forderung wurde im Zuge des Erwerbs der ursprünglichen Tochtergesellschaften der EA Viersen, der Elektro-Automatik Schaltnetzgeräte GmbH, Bremen, und EA Elektro-Automatik Ltd., Salisbury (UK), einschließlich der Übernahme von Vorräten und Auftragsbeständen, verrechnet. Die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und den abgegangenen Vermögenswerten und Schulden von 180 T€ wird innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen. Die EA Viersen einschließlich ihrer Tochtergesellschaften EA Bremen und EA UK erzielte im Geschäftsjahr 2005 in den Monaten der Konzernzugehörigkeit bis November 2005 einen Umsatz von 12.991 T€ und einen Jahresüberschuss von 648 T€, wovon 308 T€ auf Anteilseigner des Mutterunternehmens und 340 T€ auf Minderheitenanteile entfallen.

Elektro-Automatik Schaltnetzgeräte GmbH und EA Elektro-Automatik Ltd.

Im Rahmen der Veräußerung der EA Viersen erwarb der Konzern Anteile der ursprünglichen Tochtergesellschaften der EA Viersen, der EA Bremen (100%) und der EA UK (51%). Die Anschaffungskosten betrugen für die Anteile der EA Bremen und EA UK zusammen 1.380 T€. An Anschaffungsnebenkosten fielen 2 T€ an. Ferner wurden Auftragsbestände und Vorräte mit 150 T€ erworben. In der Erstkonsolidierung der beiden Gesellschaften zum 30. November 2005 entstand aus der Differenz

Konzernanhang

zwischen Anschaffungskosten und den Vermögenswerten und Schulden zu Buchwerten ein positiver Unterschiedsbetrag von 93 T€, der als zur Veräußerung gehaltener Vermögenswert bilanziert wurde. Eine Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden der EA Bremen und der EA UK unterblieb, nachdem beide Gesellschaften als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte klassifiziert wurden und die Veräußerung mit Wirkung zum 01. Januar 2006 vollzogen wurde. Aus dieser Veräußerung am 01. Januar 2006 zu einem Preis von 1.350 T€ für beide Gesellschaften resultiert nach Berücksichtigung der Ergebnisse für den Monat Dezember 2005 von -55 T€ und der abgehenden Minderheitenanteile von 23 T€ ein Verlust von 21 T€, der im Jahr 2005 innerhalb des Ergebnisses aus aufgegebenen Geschäftsbereichen verbucht wurde. Die Veräußerung der EA Bremen und der EA UK fand damit zum 01. Januar 2006 erfolgsneutral statt.

Buchwerte der EA Bremen und der EA UK zum Erwerbszeitpunkt 30. November 2005

EA Bremen EA UK
Buchwerte Buchwerte
T€ T€
Immaterielles Anlagevermögen 591 0
Sachanlagevermögen 44 22
Finance Lease 0 0
Vorräte 751 30
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 500 184
Sonstige Vermögensgegenstände 1 0
Wertpapiere 0 0
Liquide Mittel 124 78
Aktive latente Steuern 0 0
Aktive Rechnungsabgrenzung 7 0
Erworbene Vermögenswerte 2.018 314
Wechselkursänderungen 0 -3
Anteile Minderheitsgesellschafter 0 50
Rückstellungen 238 1
Bankverbindlichkeiten 0 0
Erhaltene Anzahlungen 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 220 77
Sonstige Verbindlichkeiten 163 22
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 0 0
Passive Rechnungsabgrenzung 58 0
Passive latente Steuern 216 0
Erworbene Schulden 895 147
Erworbene Vermögenswerte abzüglich erworbene Schulden 1.123 167

Zusätzlich wurden von der EA Viersen durch die Allgeier Beteiligungen GmbH Auftragsbestände und Vorräte in Höhe von 150 T€ erworben.

Aufgrund der Veräußerung der EA Bremen und der EA UK zum 01. Januar 2006 werden beide Gesellschaften als zur Veräußerung bestimmte Tochtergesellschaften klassifiziert und in der Gewinnund Verlustrechnung, der Bilanz und in der Kapitalflussrechnung separat dargestellt. Die in der Tabelle dargestellten Werte zum 30. November 2005 vermindern sich im Saldo bis zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2005 in Höhe des Ergebnisses aus dem Monat Dezember.

Die zur Veräußerung bestimmten Gesellschaften waren als Tochterunternehmen der EA Viersen bis zum 30. November 2005 Teil des Segments Basistechnologie. Mit Verkauf der EA Viersen zum 30. November 2005 und Klassifizierung der EA Bremen und der EA UK als zur Veräußerung bestimmte Tochtergesellschaften wurde das Segment Basistechnologie vollständig aufgegeben. Die Aufgabe entspricht der Strategie der Gesellschaft, sich nunmehr auf die Bereiche IT Solutions, IT Services und Personal Services zu konzentrieren und sich von den Aktivitäten der Basistechnologie zu trennen.

VI. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und vor Feststellung der Bilanz

Neustrukturierung der Geschäftseinheiten

Am 11. November 2005 hat die Allgeier Holding AG die Neustrukturierung des Konzerns in die drei Geschäftseinheiten IT Solutions, IT Services und Personal Services beschlossen. Dazu wird das bisherige Geschäftssegment IT in die Geschäftseinheiten IT Solutions und IT Services gegliedert. Die Geschäftseinheit Personal Services ist mit dem Erwerb der MR-Gruppe und der IP-Gruppe im Geschäftsjahr 2005 entstanden.

Im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage werden die Gesellschaften Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen, BOG IT Solutions GmbH, Bremen, Allgeier Computer BV, Oosterhout (NL), Allgeier Computer NV, Zaventem (B), GFU Kiefer + Partner GmbH, Pullach im Isartal, InfoTeSys Computer Consulting GmbH, Hürth, und Softcon MBO GmbH, München, in die 4 TEKK Software AG, München, bzw. die Allgeier IT Services AG, München, eingebracht. Die 4 TEKK Software AG und die Allgeier IT Services AG sind unmittelbare Tochtergesellschaften der Allgeier Holding AG und fungieren dann als Obergesellschaften für die beiden neuen Geschäftseinheiten IT Solutions und IT Services.

Ergebnisabführungsverträge zwischen der Allgeier Holding AG und der GFU Kiefer + Partner GmbH sowie der InfoTeSys Computer Consulting GmbH werden im Rahmen der Neustrukturierung beendet.

U.N.P.-Software GmbH

Mit Vertrag vom 03. März 2006 hat die Allgeier IT Services AG 100% der Anteile der U.N.P.-Software GmbH, Düsseldorf, übernommen. Die U.N.P.-Software GmbH erbringt IT Dienstleistungen für Banken und Versicherungen. Der Kaufpreis für die U.N.P. besteht aus einem festen Anteil von 2.150 T€ und einem von der Erreichung von Planergebnissen für das Jahr 2006 abhängigen variablen Anteil. Bei vollständiger Planerfüllung ist ein variabler Anteil von 620 T€ fällig. An Anschaffungsnebenkosten für die U.N.P. fielen 43 T€ an.

Die Vermögenswerte und Schulden zu Buchwerten betrugen bei der U.N.P. zum 28. Februar 2006 505 T€. Im Rahmen der Neubewertung wurden feste Kundenaufträge mit 239 T€ und Kundenbeziehungen mit 430 T€ identifiziert und bewertet. Der verbleibende auf den Konzern entfallende positive Unterschiedsbetrag bei der U.N.P. von 1.281 T€ wurde als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert begründet sich in den zukünftigen Erwartungen an den Markt und die Fähigkeiten und Leistungen des Managements und der Mitarbeiter, zukünftige Wachstumschancen erfolgreich wahrzunehmen.

Buchwerte und Kaufpreisallokation bei der U.N.P. zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 28. Februar 2006

Buchwerte Kaufpreis
allokation
T€ T€
Immaterielles Anlagevermögen 0 669
Betriebs- und Geschäftsausstattung 11 11
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.170 1.170
Sonstige Vermögensgegenstände 1 1
Liquide Mittel 229 229
Erworbene Vermögenswerte 1.411 2.080
Rückstellungen 170 170
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 723 723
Sonstige Verbindlichkeiten 13 13
Passive latente Steuern 0 262
Erworbene Schulden 906 1.168
Erworbene Vermögenswerte abzüglich erworbene Schulden 505 912

Im Gesamtjahr 2005 erwirtschaftete die U.N.P. einen Umsatz von 6.697 T€ und einen Jahresüberschuss von 355 T€.

MGM MBO GmbH

Mit Vertrag vom 17. März 2006 hat die MGM MBO GmbH, München, eine 100%-ige Tochter der Allgeier IT Services AG, 100% der Geschäftsanteile der mgm technology partners GmbH, München, erworben. Die mgm technology partners hält wiederum 100% der Anteile der platina s.r.o., Prag, 98% der Anteile an der mgm technology partners france sarl, Grenoble, und 70% der Anteile der mgm consulting partners GmbH, Hamburg. Geschäftszweck der mgm technology partners GmbH ist die Entwicklung von Software und das Erbringen von EDV-Beratungs- und sonstigen Unternehmensberatungsleistungen. Der Kaufpreis für die mgm technology partners GmbH setzt sich zusammen aus einem festen Kaufpreis von 7.500 T€ und einem variablen Kaufpreis, der in Abhängigkeit von EBIT-Zielen für die Geschäftsjahre 2005-2007 vergütet wird. Bei Erreichung der Planergebnisse wird ein variabler Kaufpreis von 6.500 T€ fällig. An Anschaffungsnebenkosten für die mgm fielen 81 T€ an. In Zusammenhang mit dem Erwerb der mgm wurden 20 % der Anteile an der MGM MBO GmbH an Altgesellschafter der mgm veräußert.

Die Vermögenswerte und Schulden zu Buchwerten betrugen bei der mgm Gruppe zum 31. März 2006 2.583 T€. Im Rahmen der Neubewertung wurden feste Kundenaufträge mit 435 T€ und Kundenbeziehungen mit 1.400 T€ identifiziert und bewertet. Der nach Abzug des auf Minderheitenanteile entfallenden Anteils von 970 T€ verbleibende auf den Konzern entfallende positive Unterschiedsbetrag bei der mgm von 3.882 T€ wurde als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert begründet sich in den zukünftigen Erwartungen an den Markt und die Fähigkeiten und Leistungen des Managements und der Mitarbeiter, zukünftige Wachstumschancen erfolgreich wahrzunehmen.

Buchwerte und Kaufpreisallokation bei der mgm Gruppe zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 31. März 2006

Buchwerte Kaufpreis
allokation
T€ T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 114 1.949
Betriebs- und Geschäftsausstattung 572 572
Finanzanlagen 220 220
Vorräte 130 130
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.246 3.246
Sonstige Vermögensgegenstände 78 78
Liquide Mittel 188 188
Aktive Rechnungsabgrenzung 24 24
Erworbene Vermögenswerte 4.572 6.407
Anteile Minderheitsgesellschafter 17 17
Rückstellungen 1.846 1.846
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 543 543
Sonstige Verbindlichkeiten 533 533
Passive Rechnungsabgrenzung 20 20
Passive latente Steuern 0 719
Erworbene Schulden 2.959 3.678
Erworbene Vermögenswerte abzüglich erworbene Schulden 1.613 2.729

Im Jahr 2005 erwirtschaftete die mgm technology partners einschließlich ihrer Tochtergesellschaften einen konsolidierten Umsatz von 14.545 T€ und einen konsolidierten Jahresüberschuss von 1.203 T€.

VII. Währungsumrechnung

Der Jahresabschluss der einzigen Fremdwährungsgesellschaft im Allgeier Konzern, der EA UK, wurde in der funktionalen Währung der Tochtergesellschaft, dem Britischen Pfund, erstellt und für den Konzernabschluss in Euro umgerechnet.

Die Währungsumrechnung von einem Britischen Pfund bei der Fremdwährungsgesellschaft erfolgte bei den Ertrags- und Aufwandsposten im Konzernabschluss mit einem Durchschnittskurs von 1,4618 € (Vorjahr 1,4146 €) und bei den Vermögenswerten und Schulden mit einem Stichtagskurs von 1,4514 € (Vorjahr 1,4125 €). Wechselkursdifferenzen aus der Umrechnung von Vorjahresbeträgen werden ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.

VIII. Bilanz

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bewertet. Mit Ausnahme von selbst erstellten immateriellen Wirtschaftsgütern und im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Auftragsbeständen, Kundenbeziehungen, Entwicklungsleistungen und vermarktungsfähigen Produkten, werden die immateriellen Vermögensgegenstände planmäßig über 4 Jahre abgeschrieben. In die Herstellungskosten der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Entwicklungskosten werden als selbst erstellte immaterielle Wirtschaftsgüter erfasst, wenn es sich bei den Entwicklungen um Neuentwicklungen handelt und der Vermögensgegenstand mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt und die zurechenbaren Aufwendungen zuverlässig ermittelt werden können. Aktivierte Entwicklungen werden über einen Zeitraum von bis zu 4 Jahren abgeschrieben.

Bei im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Auftragsbeständen wird das erwartete Ergebnis aus diesen Aufträgen aktiviert. Die Abschreibung erfolgt als "Leistungsabschreibung" in Abhängigkeit von dem Anteil des erbrachten Auftragsvolumens der jeweiligen Periode am erworbenen Gesamtauftragsbestand.

Aktivierte Kundenbeziehungen werden mit einer Laufzeit von 5 Jahren linear abgeschrieben. Bei Erstkonsolidierungen identifizierte Entwicklungsleistungen und vermarktungsfähige Produkte werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von maximal 4 Jahren abgeschrieben.

Die Geschäfts- und Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Zur Beurteilung von Wertminderungen werden jährlich Werthaltigkeitstests für die Geschäfts- und Firmenwerte auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheiten durchgeführt, um mögliche außerplanmäßige Abschreibungen zu identifizieren. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte erfolgt darüber hinaus, sofern Ereignisse es erfordern. Eine Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der Zahlungsmittel generierenden Einheit, auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Liegt der erzielbare Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Zur Schätzung des Nutzungswerts nach IAS 36 werden die voraussichtlichen zukünftigen Cash Flows aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit geschätzt und darüber hinaus mit einem angemessenen Abzinsungssatz bewertet, um den Barwert dieser Cash Flows zu ermitteln. Im Anlagenspiegel wurden die historischen Anschaffungskosten um die kumulierten Abschreibungen zum 31. Dezember 2004 (IFRS 3.79b) vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen angesetzt. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand verbucht. Die Abschreibungen werden linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen. Grundstücke und Gebäude werden nach dem Anschaffungskostenmodell bewertet. Die lineare Abschreibung bei Gebäuden erfolgt über eine maximale Nutzungsdauer von 50 Jahren. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird linear über einen Zeitraum von 3 bis 8

Jahren abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 410,00 € wurden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Im Finanzierungsleasing werden auf der Basis von Leasing-Verträgen genutzte Sachanlagen gemäß IAS 17 aktiviert und abgeschrieben, wenn die Voraussetzungen des Capital Leasing erfüllt sind. Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird gemäß IAS 17 dann dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen aus dem Leasinggegenstand trägt. Sofern das wirtschaftliche Eigentum dem Leasingnehmer zuzurechnen ist, erfolgte die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum Barwert der Leasingraten zuzüglich gegebenenfalls vom Leasingnehmer getragener Nebenkosten. Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögensgegenstände. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind innerhalb der langfristigen und kurzfristigen Schulden passiviert.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Die Ermittlung erfolgt nach dem gewichteten Durchschnitt. Abwertungen werden bei gesunkenem Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Vertriebskosten sind in den Vorräten nicht enthalten. Zinsen wurden nicht aktiviert. Die Bewertung von unfertigen Dienstleistungen erfolgte entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad zu Einzelkosten zuzüglich Gemeinkostenzuschlägen bzw. erfolgten nach der retrograden Methode ausgehend von den voraussichtlichen Erlösen abzüglich noch weiterer anfallender Kosten und abzüglich des Gewinnaufschlags.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennbeträgen abzüglich erkennbarer Einzelwertberichtigungen angesetzt. Wertberichtigungen werden vorgenommen auf Forderungen, deren Ausfall droht. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden ausgebucht, wenn mit einer Zahlung nicht mehr gerechnet wird.

Eigene Anteile werden vom Eigenkapital abgezogen. Ein Kauf oder Verkauf von eigenen Anteilen wird nicht erfolgswirksam erfasst.

Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen in Form von Geldmarktfonds (Klassik Spar) mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten und werden mit ihren Nennwerten bewertet. Der Klassik Spar veranlagt ausschließlich im EURO-Bereich. Die Wertentwicklung des Fonds steht im engen Zusammenhang mit dem Geldmarkt. Die Kursschwankungen des Fonds sind gering. Er ist in erster Linie für die kurzfristige Geldanlage geeignet. Der Ausgabeaufschlag beträgt 0,50%, die Verwaltungsgebühr 0,36%. Es handelt sich um einen thesaurierenden Fonds.

Weitere Finanzinstrumente werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet (IAS 19). Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrück-

Konzernanhang

stellungen beruht auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. In die Berechnung gingen folgende Parameter ein: Rechnungszins 4,25%, erwartete Erträge auf das Planvermögen 5,00%, Gehaltstrend 2,00%, Rententrend 1,75%, Fluktuation 0,00%.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt und sich diese Vermögensbelastung zuverlässig schätzen lässt. Gemäß IAS 37 werden die übrigen Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. geschätzten zukünftigen Schadensverlaufs gebildet.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Genussrechte, sonstige Verbindlichkeiten und sonstige Schulden werden mit ihren Rückzahlungsbeträgen bewertet.

Bei der erstmaligen Erfassung der verzinslichen Darlehen werden diese mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen anschließend unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Fremdkapitalkosten werden in Übereinstimmung mit IAS 23.7 direkt in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten dienen der periodengerechten Ertragsverteilung von Umsatzerlösen aus Dienstleistungs- und Mietverträgen.

Zeitliche Unterschiede der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden in dem IFRS Konzernabschluss und in den Einzelabschlüssen nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften werden gemäß IAS 12 als aktive latente Steuern oder als passive latente Steuern bilanziert. Steuerliche Verlustvorträge bei den einzelnen Konzernunternehmen führen zu aktiven latenten Steuern, sofern dem jeweiligen Unternehmen mit ausreichender Wahrscheinlichkeit ein wirtschaftlicher Nutzen entsprechend dem erwarteten Verlustausgleich zukünftig zufließen wird. Wenn die erwarteten künftigen Ergebnisse einer Gesellschaft die Realisierung der Steuerminderung nicht wahrscheinlich erscheinen lassen, werden angemessene Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern vorgenommen. Gemäß den Geschäftsplänen wird davon ausgegangen, dass die zum 31. Dezember 2005 bestehenden steuerlichen Verlustvorträge in voller Höhe mit zukünftigen Gewinnen verrechnet werden können.

Die Steuersätze für latente Steuern im Konzern betragen 39,16%. In der Konzernbilanz erfolgte eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern je Konzerngesellschaft, soweit die Voraussetzungen hierfür vorlagen.

Konzernanhang

Die aktiven latenten Steuern haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die passiven latenten Steuern für die selbst entwickelte Software haben entsprechend der Abschreibungsdauer eine Laufzeit von bis zu 4 Jahren, die übrigen passiven latenten Steuern haben eine voraussichtliche Laufzeit von bis zu 5 Jahren. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden werden mit den Anschaffungskosten abzüglich der Veräußerungskosten bewertet.

IX. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsatzerlöse werden realisiert, sobald die Leistungen erbracht worden sind. Die Umsatzerlöse sind um Rabatte, Kundenskonti und Kundenboni vermindert.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung erfasst. Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

X. Schätzungen

Im Konzernabschluss wurden Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögensgegenstände haben. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf den Ansatz der Abwertungen bei den Vorräten, der Bemessung der Rückstellungen und den der Bildung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge zugrunde liegenden zukünftigen Ergebnisplanungen der Einzelgesellschaften.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Aufgrund umfangreicher Veränderungen im Konsolidierungskreis des Konzerns sind die Bilanzzahlen nur eingeschränkt mit denen des Vorjahres vergleichbar.

Die Bilanz zum 31. Dezember 2004 wurde angepasst. Alle Anpassungen wurden in die Eröffnungsbilanz zum 01. Januar 2005 gebucht. Von den Anpassungen betroffen sind die immateriellen Vermögensgegenstände, die aktiven latenten Steuern, das Eigenkapital und die sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Die Vorjahreszahlen in diesen Positionen sind insofern nicht identisch mit den im Vorjahresabschluss ausgewiesenen Zahlen. Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen innerhalb der einzelnen Positionen.

1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

Die Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten setzen sich wie folgt zusammen:

Anschaffungs-/
Herstellungs
kosten
01.01.2005
Zugang
2005
Abgang
2005
Anschaffungs-/
Herstellungs
kosten
31.12.2005
Buchwert
01.01.2005
Buchwert
31.12.2005
T€ T€ T€ T€ T€ T€
Erworbene vermarktungsfähige
Produkte
1.312 1.112 0 2.424 1.312 1.999
Erworbene Auftragsbestände 0 962 920 42 0 42
Erworbene Stammkunden
beziehungen und Kundenlisten
808 2.750 0 3.558 701 3.079
Selbst erstellte
Entwicklungsleistungen
3.138 609 3.341 406 1.333 286
Erworbene Software, Lizenzen,
Rechte
4.454 520 92 4.882 783 572
Gesamt 9.712 5.953 4.353 11.312 4.129 5.978

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der Softcon wurden im Geschäftsjahr 2005 die Produkte Softcon OWI und Softcon Mobil als Vermögenswerte identifiziert und mit ihren beizulegenden Zeitwerten von 1.112 T€ als erworbene vermarktungsfähige Produkte aktiviert. Bei beiden Produkten handelt es sich um Programme zur Ahndung von Ordnungswidrigkeiten. Mit dem Produkt Softcon OWI erzielt die Softcon bereits seit längerem Erlöse. Das Produkt Softcon Mobil, die mobile Lösung zur Erfassung von Ordnungswidrigkeiten, befand sich zum Erwerbszeitpunkt kurz vor Markteinführung. Die erworbenen vermarktungsfähigen Produkte beinhalten neben Softcon OWI und Softcon Mobil die im Rahmen der Erstkonsolidierung der InfoTeSys (ICC) erworbenen Produkte Tommy+Julia, Software zur Verschlüsselung von e - mails.

Konzernanhang

Basis für die Ermittlung des beizulegenden Wertes für das Produkt Softcon OWI waren die Planungen 2006 bis 2010. Das sich hieraus ergebende Ergebnis wurde abzüglich eines Risikoabschlages von 50% als Anschaffungskosten von 650 T€ aktiviert. Die Abschreibung wird über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren vorgenommen. Für das Produkt Softcon Mobil wurden zum Erwerbszeitpunkt Entwicklungskosten von 227 T€ identifiziert und aktiviert. Außerdem wurden aus den Planungen 2006 bis 2010 für dieses Produkt die Ergebniserwartungen abzüglich eines Abschlags von ebenfalls 50% von dann 235 T€ bilanziert. Für Softcon Mobil wird eine Nutzungsdauer von 4 Jahren zugrunde gelegt.

Die erworbenen Auftragsbestände entsprechen dem im Rahmen der Erstkonsolidierung erwarteten Ergebnis (EBIT) aus den festen Kundenaufträgen zum Erwerbszeitpunkt. Aus Auftragsbeständen wurden bei der Softcon ein Ergebnis von 394 T€ und bei der BOG ein Ergebnis von 568 T€ identifiziert. Bei der MR- und IP-Gruppe wurden keine Auftragsbestände identifiziert, da im Bereich der Personal Services typischerweise die Auftragsvergaben sehr kurzfristig erfolgen. Mit Ausnahme eines Betrags von 42 T€ bei der Softcon IT-Service wurden die erworbenen Auftragsbestände zum Jahresende abgearbeitet und als Abschreibungen in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurden Stammkundenbeziehungen bei der MR-Gruppe, bei der Softcon IT-Service und bei der BOG identifiziert. Zur Ermittlung der Kundenbeziehungen mit Stammkunden wurden die historischen Umsätze nach Stammkunden und anderen Kunden unterteilt und der relative Anteil der Stammkunden auf das erwartete Ergebnis mit diesen Kunden auf Basis des Jahres 2005 und 4 Zukunftsjahre übertragen. Für Risiken, die sich aufgrund von Ergebnisveränderungen im Zeitablauf oder Abhängigkeiten von wenigen Stammkunden ergeben können, wurden entsprechende Risikoabschläge dotiert. Für Stammkundenbeziehungen im Erwerbszeitpunkt wurden 1.600 T€ bei der MR- Gruppe, 750 T€ bei der Softcon IT-Service und 400 T€ bei der BOG aktiviert. Die Abschreibung der Stammkundenbeziehungen erfolgt über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren.

Die Zugänge zu den selbst erstellten Entwicklungsleistungen betreffen die Aktivierung von nach dem Erwerbsstichtag für die Produkte Softcon Mobil von 61 T€ und Tommy+Julia von 88 T€ angefallenen Entwicklungskosten, das Produkt AC-Archiv von 146 T€, eine Archiv- und Workflow-Lösung der Allgeier IT Solutions sowie selbst erstellte Entwicklungen im Bereich Basistechnologie von 314 T€. Die Abgänge an selbst erstellten Entwicklungsleistungen beinhalten Abgänge von 3.058 T€ im Zusammenhang mit der Veräußerung der EA Viersen und bereits in den Vorjahren vollständig abgeschriebene Entwicklungsleistungen der BOG von 283 T€. Die Abschreibungen auf die selbst erstellten Entwicklungsleistungen im Geschäftsjahr 2005 betrugen 533 T€ (Vorjahr 1.296 T€).

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände im Konzernabschluss ist aus dem in der Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.

Die Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten des Vorjahres wurden in der Eröffnungsbilanz zum 01. Januar 2005 angepasst. Im Rahmen der Erstkonsolidierung der GFU am 01. Mai 2004 wurde ein Auftragsbestand von 461 T€ und ein Kundenstamm von 808 T€ aktiviert. Der Auftragsbestand wurde im Geschäftsjahr 2004 in voller Höhe verbraucht. Der Kundenstamm wird über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben und beträgt Ende 2004 noch 701 T€.

Konzernanhang

Für Entwicklungskosten fielen im Geschäftsjahr neben den aktivierten Beträgen noch Aufwendungen bei der Allgeier IT Solutions von 182 T€ (Vorjahr 0 T€) und im Bereich Basistechnologie von 103 T€ (Vorjahr 499 T€) an, die nicht aktiviert wurden.

Sämtliche Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Abschreibungen erfasst.

2. Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte setzen sich wie folgt zusammen:

Buchwert
01.01.2005
T€
Zugänge
2005
T€
Abgänge
2005
T€
Buchwert
31.12.2005
T€
GFU 4.695 0 0 4.695
ICC 1.275 0 0 1.275
MR-Gruppe 0 9.197 0 9.197
IP-Gruppe 0 1.019 0 1.019
Softcon Gruppe 0 2.457 0 2.457
EA Viersen 1.500 0 1.500 0
EA Bremen und EA UK 49 0 49 0
Gesamt 7.519 12.673 1.549 18.643

Die Geschäfts- oder Firmenwerte der MR-Wirtschaftsberatung GmbH-Holding (MR-Gruppe), der Interim-Plan Holding GmbH (IP-Gruppe) und der Softcon AG sind aufgrund des Erwerbs der Tochtergesellschaften entstanden. Der Geschäfts- oder Firmenwert der EA Viersen sowie der EA Bremen und der EA UK ist im Rahmen der Endkonsolidierung der Tochtergesellschaften zum 30. November 2005 abgegangen.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden Werthaltigkeitsprüfungen auf Grundlage des "Value in Use" unterzogen. Basis für die Werthaltigkeitsprüfungen waren die jeweiligen Planungsrechnungen der Gesellschaften. Den Planungen liegen Annahmen zu Umsatz und Ergebnissen zugrunde, die sich aus den Einschätzungen des Managements und aus den Strategien für die einzelnen Märkte ergeben. Kostensteigerungen für Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen wurden in angemessener Weise berücksichtigt. Zur Diskontierung wurde ein "Weighted Average Cost of Capital" im Planungszeitraum von 9,07% in den Geschäftsbereichen IT Solutions und IT Services und von 8,39% im Geschäftsbereich Personal Services zugrunde gelegt.

Konzernanhang

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der Barwert der erwarteten Zahlungsmittelüberschüsse kleiner als der Nettobuchwert der Zahlungsmittel generierenden Einheit einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwertes ist. Im Berichtsjahr ergibt sich aufgrund der positiven Entwicklung der betroffenen Tochtergesellschaften kein Abschreibungsbedarf.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden in Zahlungsmittel generierende Einheiten (CGU) aufgeteilt, sofern Kriterien für eine solche Untergliederung vorlagen. Bei der Softcon und der MR- und IP-Gruppe war dies aufgrund von Produktstrukturen und regionalen Strukturen sowie entsprechenden Informationen aus dem internen Rechnungswesen der Fall. Bei der GFU entspricht der Gesamtbetrag des Geschäfts- oder Firmenwertes der Zahlungsmittel generierenden Einheit und bei der ICC war der Gesamtbetrag von 1.275 T€ in voller Höhe dem Dienstleistungsgeschäft der ICC zuzuordnen.

Die CGUs der Softcon sind das Produkt- und das Dienstleistungsgeschäft. Der Geschäfts- oder Firmenwert der Softcon von insgesamt 2.457 T€ wurde mit 251 T€ auf das Produktgeschäft und mit 2.206 T€ auf das Dienstleistungsgeschäft zugeteilt. Basis für die Zuordnung sind die Ergebniserwartungen für das Jahr 2006 für diese Geschäftsteile.

Die MR-Gruppe besteht aus einer regionalen Niederlassungsstruktur mit 32 Niederlassungen zum Erwerbszeitpunkt am 31. August 2005. Die Zuordnung des Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgte entsprechend dieser Niederlassungsstruktur, wobei die nach ihrem Ergebnis gemessenen "Top-Ten"- Niederlassungen separat bewertet wurden und der Wert für die übrigen 22 Niederlassungen im ersten Schritt in einer Summe ermittelt und dann 1/22 dieses Betrags für jede dieser Niederlassungen angesetzt wurde. Diese Vorgehensweise entspricht dem internen Planungsverfahren der MR-Gruppe. Basis für die Bemessung der Zuordnungen sind die Ergebniserwartungen für das Jahr 2006 in dieser Struktur.

Aufteilung des Geschäfts- oder Firmenwerts der MR-Gruppe in Zahlungsmittel generierende Einheiten:

T€
PT Offenbach 2.471
Quick Office 1.170
PT Dillenburg 1.039
PT Chemnitz 803
IHD Kamenz 460
PT Wetzlar 449
PT Hanau 374
IHD Leipzig 365
IHD Saarbrücken 205
IHD Kaiserslautern 119
Übrige 22 Niederlassungen je ca. 79 T€ 1.742
Gesamt 9.197

Konzernanhang

Der Geschäfts- oder Firmenwert der IP-Gruppe von 1.019 T€ war zu unterteilen in den Bereich Zeitarbeit mit 118 T€ und in den Bereich Montage mit 901 T€. Basis für die Bemessung der Zuordnungen sind die Ergebniserwartungen für das Jahr 2006 für diese Bereiche.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden in der Eröffnungsbilanz zum 01. Januar 2005 angepasst. Im Rahmen der Erstkonsolidierung der GFU am 01. Mai 2004 wurde ein Auftragsbestand von 461 T€ und ein Kundenstamm von 808 T€ aktiviert. In Höhe dieser beiden Beträge wurde der Geschäfts- oder Firmenwert für die GFU von bisher 5.964 T€ um 1.269 T€ auf 4.695 T€ reduziert.

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände im Konzernabschluss ist aus dem in der Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.

3. Sachanlagen

Die Grundstücke und Gebäude betreffen im Wesentlichen zwei bebaute Gründstücke der Allgeier Holding AG. Die Grundstücke sind nicht mit Grundschulden belastet. Die MR-Gruppe hat verschiedene Finanzierungs-Leasingvereinbarungen für Sachanlagen getroffen. Die Anschaffungskosten dieser Gegenstände im Rahmen des Erwerbs der MR-Gruppe am 31. August 2005 betrugen 273 T€. Im Geschäftsjahr 2005 fielen seit der Zugehörigkeit zum Konzern Abschreibungen von 15 T€ an. Die Abschreibungen erfolgen bei Büroausstattung linear über eine Laufzeit von 10 Jahren und bei EDV-Anlagen linear über 3 Jahre. Die Leasingverhältnisse sehen keine Verlängerungsoption vor. Die Leasingbestimmungen enthalten keinerlei Beschränkungen, die Dividenden, zusätzliche Schulden oder weitere Leasingverhältnisse betreffen. Aus den Finanzierungs-Leasingvereinbarungen werden im Jahr 2006 Leasingraten von 8 T€ und innerhalb der darauf folgenden 4 Jahre Leasingraten von 37 T€ fällig.

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens im Konzernabschluss ist aus dem in der Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.

4. Finanzanlagen

Die im Vorjahr ausgewiesenen Anteile von 13 T€ betreffen das Joint Venture mit der EA Convertronic Stromversorgungssysteme GmbH. Die Anteile an dem Joint Venture wurden zum 01. Januar 2005 zum Buchwert an den Joint Venture-Partner veräußert.

5. Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern von 3.775 T€ (Vorjahr 3.372 T€) resultieren aus dem positiven Saldo aus aktiven latenten Steuern und gegeneinander aufgerechneten passiven latenten Steuern, soweit es ein Aufrechnungsrecht gibt und die Steuerforderungen und -verbindlichkeiten gegenüber der glei-

Konzernanhang

chen Steuerbehörde bestehen. Wenn sich aus der Aufrechnung ein negativer Betrag ergibt, erfolgt der Bilanzausweis innerhalb der langfristigen Schulden. Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2005 01.01.2005
T€ T€
Aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen 7.443 7.742
Aktive latente Steuern aus zeitlichen
Unterschieden zur Steuerbilanz
237 393
Aufrechenbare passive latente Steuern -3.905 -4.763
Gesamt 3.775 3.372

Insgesamt bestehen Ende 2005 körperschaftssteuerliche Verlustvorträge von 24,7 Mio. € und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von 14,2 Mio. €. Diese wurden zur Bildung aktiver latenter Steuern herangezogen, soweit die Nutzung der Verlustvorträge mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist. Daraus resultieren aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen in Höhe von 7.896 T€ (Vorjahr 7.742 T€) wovon 7.443 T€ (Vorjahr 7.742 T€) innerhalb der aktiven latenten Steuern und 453 T€ (Vorjahr 0 T€) innerhalb der passiven latenten Steuern verrechnet werden. Die Realisierbarkeit der Verlustvorträge ist auf Basis der internen Planungsrechnungen mit hinreichender Sicherheit gewährleistet. Eine Nichtbildung von aktiven latenten Steuern aus Verlustvorträgen war wegen fehlender Werthaltigkeit nicht erforderlich.

Konzernanhang

Die latenten Steuern aus Verlustvorträgen der Konzerngesellschaften haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

31.12.2005 01.01.2005
T€ T€
4.658 5.174
2.638 2.080
0 100
48 0
99 0
0 218
0 170
7.443 7.742
71 0
382 0
453 0
7.896 7.742

Die aktiven latenten Steuern aus zeitlichen Unterschieden zu den Steuerbilanzen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

31.12.2005 01.01.2005
T€ T€
GFU Kiefer + Partner GmbH 237 393
Gesamt 237 393

Konzernanhang

Die passiven latenten Steuern aus zeitlichen Unterschieden zu den Steuerbilanzen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

31.12.2005 01.01.2005
T€ T€
Allgeier Holding AG 1.847 1.963
Allgeier Beteiligungen GmbH 1.848 1.848
GFU Kiefer + Partner GmbH 210 275
EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG 0 373
Allgeier IT Solutions GmbH 0 144
BOG IT Solutions GmbH 0 160
Ausweis aktivisch 3.905 4.763
Allgeier IT Solutions GmbH 106 0
BOG IT Solutions GmbH 614 0
Allgeier Computer NV 0 7
InfoTeSys Computer Consulting 429 524
Softcon Gruppe 658 0
MR-Gruppe 670 0
Ausweis passivisch 2.477 531
Gesamt 6.382 5.294

Die aktiven latenten Steuern wurden in der Eröffnungsbilanz zum 01. Januar 2005 angepasst. Die aktiven latenten Steuern haben sich dadurch von ursprünglich 5.931 T€ um 2.560 T€ auf 3.372 T€ reduziert. Die Reduzierungen betrafen die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge der Allgeier Beteiligungen um 800 T€ und der EA Viersen um 1.558 T€ sowie Steuereffekten im Rahmen der Erstkonsolidierung der GFU von -118 T€. Außerdem wurden Steuerkorrekturen bei den passiven latenten Steuern der EA Viersen und der EA Bremen von insgesamt 320 T€ vorgenommen.

6. Vorräte

Der Abbau der Vorräte betrifft im Wesentlichen die Veräußerung der EA Viersen und die Klassifizierung der EA Bremen und der EA UK als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte. Im Berichtsjahr beliefen sich die Wertberichtigungen auf Vorräte auf 20 T€ (Vorjahr 1.087 T€). Der Nettoveräußerungswert der Vorräte, auf die Wertberichtigungen vorgenommen wurden, beträgt 271 T€ (Vorjahr 3.904 T€). Die im Vorjahr wertberichtigten Vorräte sind mit der Veräußerung der EA Viersen abgegangen. Die Angabe des Wertberichtigungsbetrages des Vorjahres wird an dieser Stelle nachgeholt.

7. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Wertberichtigungen für pauschal und einzeln ermittelte Ausfallrisiken von 766 T€ (Vorjahr 345 T€). Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb der Softcon und der MRund IP-Gruppe.

8. Sonstige Wertpapiere

Bei den sonstigen Wertpapieren von 16 T€ handelt es sich um 2.000 Stück Aktien eines DAX Unternehmens. Die Bewertung dieser Aktien erfolgte mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert. Die Anschaffungskosten betrugen 70 T€. Im Vorjahr umfassten die sonstigen Wertpapiere Aktivest Papiere von 500 T€ und DWS Vario-Rent Anteile von 22 T€.

9. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel beinhalten geldmarktnahe Rentenfonds (Geldmarktfonds) von 1.000 T€. Sie sind jederzeit liquidierbar und unterliegen nur geringen Wertschwankungen. Die Geldmarktfonds wurden als Sicherheit für das Kaufpreisdarlehen für den Erwerb der Softcon hinterlegt und sind nicht frei verfügbar. Darüber hinaus sind Bankguthaben und Kassenbestände von insgesamt 13.164 T€ erfasst.

10. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Allgeier Holding AG am 01. Januar 2005 betrug 3.000.000,00 € und teilte sich auf in 3.000.000 Inhaberaktien mit einem rechnerischen Nennwert je Aktie von 1,00 €.

Der Vorstand wurde mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 09. August 2006 durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu 1.500.000 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Zudem war der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage für einen Anteil am genehmigten Kapital in Höhe von 300.000 € auszuschließen, sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet. Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 16. März 2005 durch die Ausgabe von 299.000 Stück neuen auf den Inhaber lautenden Aktien gegen Bareinlage aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts von seiner Ermächtigung teilweise Gebrauch gemacht. Für die neuen Inhaberaktien wurde ein Ausgabebetrag von 5,00 € festgelegt. Für jede neue Aktie flossen der Gesellschaft 5,00 € zu, wovon jeweils 1,00 € das gezeichnete Kapital erhöhten und

je 4,00 € in die Kapitalrücklage eingestellt wurden. Die Kapitalerhöhung wurde am 02. Juni 2005 ins Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.

Die Hauptversammlung hat am 21. Juni 2005 neben einer erneuten Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien, einer Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen an Arbeitnehmer und Führungskräfte der Gesellschaft und der mit ihr verbundenen Unternehmen, den Beschluss gefasst, das Grundkapital aus Gesellschaftsmitteln durch Umwandlung von Kapitalrücklagen im Verhältnis 4:1 zu erhöhen. Die Umsetzung der Kapitalerhöhung im August erfolgte gegen Ausgabe von Stück 824.750 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien. Die Eintragung der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln ins Handelsregister beim Amtsgericht München erfolgte am 13. Juli 2005.

Das Grundkapital beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2005 4.123.750,00 € und ist eingeteilt in 4.123.750 Stückaktien zum Nennwert je Aktie von 1,00 €. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.

Der Vorstand ist ermächtigt bis zum 20. Juni 2010 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 2.061.875,00 € durch Ausgabe von bis zu 2.061.875 neue Stückaktien gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für folgende Fälle auszuschließen:

  • bei einer Bezugsrechtsemission für aufgrund der Bezugsverhältnisse entstehende Spitzenbeträge,
  • für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen, wenn der Erwerb im Interesse der Gesellschaft liegt,
  • für eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage für einen Anteil am genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt 412.375,00 € sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

Das genehmigte Kapital beträgt am Bilanzstichtag 2.061.875,00 €.

11. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage des Konzerns betrug am 01. Januar 2005 12.212.T€. Aufgrund der Kapitalerhöhung bei der Allgeier Holding AG aus genehmigtem Kapital erhöhte sich die Kapitalrücklage im Geschäftsjahr 2005 um 1.196 T€. Die im August 2005 durchgeführte Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln bewirkte eine Reduzierung um 825 T€. Weiterhin wurden gegen die Kapitalrücklage die Kosten für die Kapitalerhöhung von 31 T€ nach Abzug darauf entfallender latenter Steuern von 12 T€ gebucht. Zum 31. Dezember 2005 beträgt die Kapitalrücklage 12.564 T€.

12. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten ausschließlich Gewinnrücklagen der Allgeier Holding AG von gegenüber dem Vorjahr unverändert 277 T€.

13. Eigene Anteile

Der Vorstand wurde durch die Hauptversammlung am 21. Juni 2005 ermächtigt eigene Aktien bis zu einer Höhe von 10% des Grundkapitals zu erwerben. Im Jahr 2005 wurden 60.512 Stück (Vorjahr 3.000 Stück) eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 6,723 € (Vorjahr 2,85 €) erworben. 34.400 Aktien wurden im Rahmen der Kapitalerhöhung abgegeben. Im Rahmen der Kapitalerhöhung durch die Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 4:1 erhielt die Allgeier Holding AG 9.249 Aktien. Der auf die eigenen Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt insgesamt 86.026,00 €, der Bestand zum 31. Dezember 2005 beträgt 86.026 Stück. Dies entspricht einem Anteil von 2,09% (Vorjahr 1,69%) am Grundkapital.

14. Gewinnvortrag

Der Gewinnvortrag wurde in der Eröffnungsbilanz zum 01. Januar 2005 angepasst. Der Gewinnvortrag hat sich dadurch von ursprünglich 5.804 T€ um 2.971 T€ auf 2.833 T€ reduziert.

Der Gewinnvortrag des Konzerns am 01. Januar 2005 hat sich des Weiteren durch den Übertrag des Jahresfehlbetrags 2004 von 1.059 T€ auf 1.774 T€ am 31. Dezember 2005 vermindert.

Im Geschäftsjahr 2005 wurden keine Ausschüttungen an die Anteilseigner des Mutterunternehmens vorgenommen.

15. Wechselkursänderungen

Die Wechselkursänderungen enthalten die Differenzen aus erfolgsneutralen Umrechnungen von historischen Beträgen.

16. Minderheitenanteile

Die Minderheitenanteile wurden in der Eröffnungsbilanz zum 01. Januar 2005 angepasst. Die Minderheitenanteile haben sich dadurch von ursprünglich 2.468 T€ um 157 T€ auf 2.311 T€ reduziert.

Konzernanhang

Die auf Konzernfremde entfallenden Anteile am Eigenkapital und am Ergebnis von Tochtergesellschaften wurden in den Minderheitenanteilen ausgewiesen. Die Minderheitenanteile reduzierten sich im Geschäftsjahr 2005 von 2.311 T€ auf -922 T€. Die Veränderungen setzen sich zusammen aus den Minderheitenanteilen am Konzernergebnis von 363 T€, den auf Minderheitenanteile entfallenden Anteil an den neu erworbenen Gesellschaften von -1.047 T€, wegfallenden Minderheitenanteile aufgrund der Veräußerung der EA Viersen von 2.551 T€ und auf die Minderheitenanteile entfallende Wechselkursänderungen von 2 T€.

Abweichend von der Darstellung im Vorjahr werden die Minderheitenanteile im Konzernabschluss 2005 innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis in einem eigenen Posten auf gleicher Ebene mit dem Eigenkapital.

17. Genussrechte

Die Allgeier Holding AG hat im Jahr 2004 ein Genussrechtskapital von 7.000 T€ ausgegeben. Das Genussrecht ist mit einem Rangrücktritt versehen und nach Ablauf der planmäßigen Laufzeit am 10. Dezember 2011 zurückzuzahlen. Außerordentliche Kündigungsrechte bestehen im Falle wesentlicher Vertragsverletzungen. Die Vergütung für das Genussrecht besteht aus einem festen Garantiegewinn von 7,5% p.a. und einer Gewinnbeteiligung in Abhängigkeit vom Jahresüberschuss. Die Gewinnbeteiligung beträgt 1% p.a. bei einem Jahresüberschuss von 30 Mio. € bis einschließlich 50 Mio. € und 2% wenn der Jahresüberschuss 50 Mio. € übersteigt. Eine Verlustbeteiligung ist ausgeschlossen.

18. Verzinsliche Darlehen

Von den verzinslichen Darlehen zum 31. Dezember 2005 von 17.928 T€ werden 13.000 T€ (Vorjahr 4.000 T€) unter den langfristigen Schulden und 4.928 T€ (Vorjahr 1.298 T€) unter den kurzfristigen Schulden ausgewiesen.

Ursprungs-
betrag
T €
Valuta
31.12.2005
T €
davon
< 1 Jahr
T €
davon
>1 Jahr
T €
Nachrangdarlehen 6.000 6.000 0 6.000
Akquisitionsdarlehen 9.750 8.750 3.150 5.600
Betriebsmittelkredit 1.500 1.500 1.500 0
Investitionskredite 28 28 13 15
Sonstige 164 164 164 0
Darlehen Altgesellschafter 1.585 1.485 100 1.385
Summe Finanzschulden 19.028 17.928 4.927 13.000

Konzernanhang

Die Allgeier Holding AG hat ein Nachrangdarlehen von 6.000 T€ erhalten. Das Nachrangdarlehen ist mit einem Rangrücktritt versehen und nach Ablauf der planmäßigen Laufzeit zum 08. Dezember 2012 zurückzuzahlen. Außerordentliche Kündigungsrechte bestehen im Falle wesentlicher Vertragsverletzungen. Das Darlehen verzinst sich mit 7,9% p. a. Das Nachrangdarlehen kann nach Genehmigung durch die Organe der Gesellschaft in ein Genussrecht gewandelt werden, mit der Folge einer Änderung der Verzinsung. Die Vergütung für das Genussrecht wird aus einem festen Garantiegewinn in Höhe von 6,9 % p.a. und einer erfolgsabhängigen Vergütung bestehen. Die Gewinnbeteiligung erhöht sich um 1% p.a. bei einem Jahresüberschuss von 15 Mio. € bis einschließlich 25 Mio. €. Übersteigt der Jahresüberschuss 25 Mio. € erhöht sich die festgelegte Gewinnbeteiligung um 2% p.a. Eine Verlustbeteiligung ist ausgeschlossen.

Im Zusammenhang mit den Neuakquisitionen wurden zwei Akquisitionsdarlehen in Höhe von insgesamt 9.750 T€ aufgenommen. Ein Akquisitionsdarlehen in Höhe von 4.000 T€ ist jährlich ab 2006 mit 800 T€ p.a. zu tilgen und wird mit einer variablen Verzinsung von derzeit 4,375% p.a. vergütet. Ein weiteres Akquisitionsdarlehen über insgesamt 5.000 T€ wurde im Jahr 2005 in Höhe von 1.000 T€ getilgt. Weitere Tilgungsraten sind in 2006 von 1.600 T€, in 2007 von 1.000 T€ und in 2008 von 1.400 T€ vereinbart. Die Verzinsung dieses Akquisitionsdarlehens über 5.000 T€ beträgt 3,75% p.a. + EURI-BOR. Das verbleibende Akquisitionsdarlehen von 750 T€ ist endfällig am 31. Dezember 2009 und wird mit 9,75% p.a. + EURIBOR verzinst. Vorzeitige Tilgungen dieses Darlehens sind zum September eines Jahres möglich. Der im Rahmen einer Unternehmensakquisition erworbene Betriebsmittelkredit von 1.500 T€ wird mit 5,6% p.a. verzinst; die Rückzahlung ist Ende 2006 vorzunehmen. Die Investitionskredite betreffen zwei Kredite für Firmenfahrzeuge. Von Altgesellschaftern wurden zwei Darlehen gewährt, davon sind 100 T€ am 31. Dezember 2006 einschließlich einer Verzinsung von 5% p.a. zurückzuführen. Das zweite Darlehen von Altgesellschaftern über 1.385 T€ ist langfristig und am 30. Juni 2008 fällig. Es wird mit 6% p.a. verzinst.

Im Vorjahr setzten sich die langfristigen verzinslichen Schulden aus dem damaligen Restbetrag des Kaufpreisdarlehens für die GFU von 3.900 T€ und der zum 31. Dezember 2006 fälligen Zahlung von 100 T€ an einen Altgesellschafter zusammen.

Am 28. Dezember 2005 wurde der Restbetrag von 2.900 T€ des Kaufpreisdarlehens für den Erwerb der GFU aus freien Mitteln zurückbezahlt. Am 05. Januar 2006 wurde dieses Darlehen in selber Höhe wieder aufgenommen. Es ist in den Jahren 2006 und 2007 jeweils mit 1.400 T€ und im Jahr 2008 mit 100 T€ zurückzuführen. Das Darlehen wird mit 3,5% + EURIBOR verzinst.

Für die Gewährung der Kaufpreisdarlehen wurden die Geschäftsanteile der betroffenen Tochtergesellschaften und Enkelgesellschaften als ununterbrochene Kette verpfändet und eine beschränkte und von Bilanzkennzahlen abhängige Mithaftung der Allgeier Holding AG sowie Sicherungszessionen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dieser Tochtergesellschaften bzw. Ansprüchen aus Versicherungsverträgen erteilt. Die Buchwerte der verpfändeten Tochter- und Enkelgesellschaften in den handelsrechtlichen Abschlüssen zum 31. Dezember 2005 betragen 28,9 Mio. €. Gegenüber den finanzierenden Banken wurden Negativerklärungen ausgesprochen. Für ein Akquisitionsdarlehen wurde als Sicherheit 1.000 T€ und für das Darlehen eines Altgesellschafters 100 T€ hinterlegt.

19. Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen betreffen die ICC mit 171 T€ (Vorjahr 175 T€) und die Softcon mit 450 T€. Im Vorjahr sind außerdem noch Pensionsverpflichtungen der EA Bremen von 134 T€ enthalten. Der bilanzierte Wert der Pensionsrückstellung der Softcon von 450 T€ ist mit der zur Finanzierung vorgesehenen Rückdeckungsversicherung von 154 T€ saldiert.

Die Anzahl der Leistungsempfänger betrug zum 31. Dezember 2005 4 Mitarbeiter (Vorjahr 6 Mitarbeiter).

T €
Pensionsrückstellung am 01.01.2005 309
Am 30.09.2005 erworbene Pensionsrückstellungen der Softcon 432
Pensionsaufwand 35
Rentenzahlungen -12
Innerhalb der Schulden in Zusammenhang mit der zur Veräußerung
gehaltenen Tochtergesellschaften ausgewiesene
Pensionsrückstellungen -143
Pensionsrückstellungen am 31.12.2005 621

20. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern von 2.024 T€ (Vorjahr 531 T€) resultieren aus dem negativen Saldo von aktiven latenten Steuern und gegeneinander aufgerechneten passiven latenten Steuern, soweit es ein Aufrechnungsrecht gibt und die Steuerforderungen und -verbindlichkeiten gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Wenn sich aus der Aufrechnung ein positiver Betrag ergibt, erfolgt der Bilanzausweis innerhalb der langfristigen Vermögenswerte. Die passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2005
T€
01.01.2005
T€
Latente Steuerschulden 2.477 531
Aufrechenbare latente Steueransprüche aus
Verlustvorträgen
-453 0
Gesamt 2.024 531

21. Sonstige langfristige Schulden

Die sonstigen langfristigen Schulden setzen sich zusammen aus dem langfristigen Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften aus aktivierten Leasinggegenständen von 37 T€ und den voraussichtlich im Jahr 2007 zur Zahlung fälligen letzten variablen Anteil des Kaufpreises der MR-Gruppe von 1.500 T€.

22. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2005 wie folgt entwickelt:

Stand Stand
am Verbrauch Zugang (1) Zuführung am
01.01.2005 2005 2005 2005 31.12.2005
T€ T€ T€ T€ T€
Steuerrückstellungen 1.071 681 724 438 1.552

(1) Erwerb von Tochtergesellschaften

Die Steuerrückstellungen haben Laufzeiten von bis zu einem Jahr.

23. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2005 wie folgt entwickelt:

Stand
am
01.01.2005
T€
Verbrauch
2005
T€
Auflösung
2005
T€
Abgang (1)
2005
T€
Zugang (2)
2005
T€
Zuführung
2005
T€
Stand
am
31.12.2005
T€
Berufsgenossenschaft 64 63 2 8 675 345 1.011
Tantiemen 395 363 11 31 164 385 539
Arbeitszeitkonten 0 0 0 0 490 100 590
Schwerbehindertenabgabe 49 49 0 0 168 117 285
Abfindungen 104 104 0 0 0 0 0
Jahresabschluss 138 116 12 22 187 185 360
Garantie 79 0 23 56 0 0 0
Sonstige 870 696 22 85 158 1.150 1.375
Gesamt 1.699 1.391 70 202 1.842 2.282 4.160

(2) Erwerb von Tochtergesellschaften (1) Veräußerung der EA Viersen und Klassifizierung der EA Bremen und der EA UK als zur Veräußerung gehaltene Gesellschaften

Die sonstigen Rückstellungen haben Laufzeiten von bis zu einem Jahr.

In den Vorjahreszahlen wurde gegenüber dem Konzernabschluss für das Jahr 2004 eine Umgliederung vorgenommen. Urlaubsverpflichtungen von 300 T€ wurden im Vorjahr innerhalb der sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Im Berichtsjahr erfolgt der Ausweis unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Die Vorjahreswerte bei den Rückstellungen und den sonstigen Verbindlichkeiten wurden angepasst.

24. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten von 7.597 T€ (Vorjahr 3.470 T€) setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2005 01.01.2005
T€ T€
Verpflichtungen aus Steuern 1.616 340
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 1.563 0
Urlaubsverpflichtungen 1.250 300
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.241 130
Kurzfristig fälliger variabler Kaufpreis der MR 1.000 0
Restverbindlichkeit aus dem Erwerb der Geschäftsbetriebe ERP
und T&S der BOG
484 0
Kreditorische Debitoren 152 0
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 56 72
Verbindlichkeiten aus Finance Lease Verträgen 8 0
Verbindlichkeiten an Gesellschafter der EA Viersen 0 1.838
Verbindlichkeiten gegenüber den Altgesellschaftern der ICC 0 440
Sonstige Verbindlichkeiten 227 350
Gesamt 7.597 3.470

Die Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt betreffen mit 1.480 T€ die im Geschäftsjahr 2005 erworbene MR- und IP-Gruppe. Von den Verpflichtungen aus Steuern und den Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit wurden im Zusammenhang mit dem Erwerb der MR- und IP-Gruppe 867 T€ bzw. 903 T€ erworben. Die kreditorischen Debitoren betreffen im Wesentlichen den erworbenen Geschäftsbetrieb der BOG.

Im Vorjahr wurden die Urlaubsverpflichtungen von 300 T€ innerhalb der sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Im Berichtsjahr erfolgt der Ausweis unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Die Vorjahreswerte bei den Rückstellungen und den sonstigen Verbindlichkeiten wurden angepasst.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Aufgrund der umfangreichen Veränderungen im Konsolidierungskreis des Konzerns ist die Gewinnund Verlustrechnung nur eingeschränkt mit der des Vorjahres vergleichbar. Eine bessere Vergleichbarkeit liefert die Ergebnisdarstellung nach Segmenten, auf die hier verwiesen wird.

Das Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich EA Bremen und EA UK ist in der Gewinn- und Verlustrechnungen innerhalb des Ergebnisses aus aufgegebenen Geschäftsbereichen gezeigt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2004 wurde angepasst. Die Anpassungen 2004 betreffen die Abschreibungen und das Ertragsteuerergebnis. Die angepasste Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2004 wird für Vergleichszwecke mit der Gewinn- und Verlustrechnung 2005 herangezogen.

25. Umsatzerlöse

Die Entwicklung der Umsätze nach den einzelnen Geschäftsbereichen ist in der Segmentberichterstattung dargestellt. Im Berichtsjahr erhöhte sich der Konzernumsatz für die fortgeführten Geschäftsbereiche von 39.616 T€ um 81,8% auf 72.011 T€. Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen aus der Erweiterung der in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2005 einbezogenen Unternehmen.

26. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 2.276 T€ (Vorjahr 1.074 T€) setzen sich wie folgt zusammen:

2005 2004
T€ T€
Badwill aus dem Erwerb des Geschäftsbetriebs der BOG 1.295 0
Erträge aus Vermietung 184 98
Ertrag aus der Veräußerung der EA Viersen 180 0
Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 79 27
Auflösung von Rückstellungen 70 76
Versicherungsentschädigungen 23 233
Erträge aus Nutzungsüberlassung 0 364
Sonstige 445 276
Gesamt 2.276 1.074

27. Materialaufwand

Der Materialeinsatz beinhaltet Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen. Der Materialaufwand 2005 beträgt 31.836 T€ (Vorjahr 18.508 T€) und unterteilt sich in Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von 10.236 T€ (Vorjahr 12.294 T€) und bezogene Leistungen von 21.600 T€ (Vorjahr 6.214 T€). Der Anstieg des Materialaufwands steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit neu erworbenen Tochtergesellschaften im Segment IT Services.

Im Materialaufwand des Vorjahres wurde nicht nach Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffen und bezogenen Waren unterschieden, sondern nach den Geschäftsbereichen IT und Basistechnologie.

28. Personalaufwand

Der Personalaufwand 2005 beträgt 27.767 T€ (Vorjahr 12.928 T€) und unterteilt sich in Löhne und Gehälter von 22.781 T€ (Vorjahr 10.909 T€) und Sozialkosten von 4.986 T€ (Vorjahr 2.019 T€). Der Anstieg des Personalaufwands steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit neu erworbenen Tochtergesellschaften in den Segmenten IT Services und Personal Services.

Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich von 259 Mitarbeitern am 01. Januar 2005 um 1.740 Mitarbeiter auf 1.999 Mitarbeiter am 31. Dezember 2005 erhöht. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2005 beträgt 1.103 Mitarbeiter (Vorjahr 274 Mitarbeiter).

Die Ermittlung der Durchschnittswerte erfolgt auf der Basis vom Jahresendstand 2004 und 12 Monatsendständen in 2005. Vorstände, Geschäftsführer und Auszubildende sind in den Mitarbeiterzahlen enthalten.

29. Abschreibungen

Die Abschreibungen betragen im Geschäftsjahr 2005 3.498 T€ (Vorjahr 6.142 T€) und gliedern sich wie folgt:

2005 2004
T€ T€
Konzessionen, Rechte, Lizenzen 2.622 2.201
Geschäfts- oder Firmenwerte 8 3.613
Sachanlagen 868 328
Gesamt 3.498 6.142

Konzernanhang

In den Abschreibungen auf Konzessionen, Rechte und Lizenzen sind Abschreibungen auf im Rahmen von Erstkonsolidierungen aktivierten Stammkundenbeziehungen von 372 T€ (Vorjahr 108 T€) und Auftragsbeständen von 920 T€ (Vorjahr 461 T€) enthalten.

In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind Abschreibungen auf den Mehrwert des im Rahmen der Kaufpreisallokation der BOG neu bewerteten Sachanlagevermögens von 230 T€ enthalten.

Die Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte im Geschäftsjahr 2005 betreffen die vollständige Abschreibung der Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung bei der Softcon MBO GmbH von 4 T€ und bei der Allgeier IT Services AG von ebenfalls 4 T€. Im Vorjahr betrafen die Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte im Wesentlichen eine planmäßige Abschreibung von 600 T€ und eine außerplanmäßige Abschreibung von 3.000 T€ auf den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der EA Gruppe.

30. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr 2005 7.938 T€ (Vorjahr 6.759 T€) und gliedern sich wie folgt:

2005 2004
T€ T€
Allgemeine Verwaltungskosten 1.424 1.262
Vertriebs-, Werbe-, Reise- und Bewirtungskosten 1.188 1.169
Grundstücks-, Gebäude-, Raumkosten 1.156 1.215
Rechts- und Beratungskosten 1.017 917
Fahrzeugkosten 988 602
Fremdleistungen 336 234
Versicherungen, Beiträge, Abgaben 283 267
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen 276 144
Finanzierungskosten 275 320
Kosten der Warenabgabe, Versandkosten 169 202
Reparatur, Instandhaltung, Service 126 105
Aufsichtsratsvergütung 40 40
Forschungs- und Entwicklungskosten 24 20
Sonstige Steuern 16 11
Aufwand aus Abgang Anlagevermögen 7 0
Übrige 613 251
Gesamt 7.938 6.759

Konzernanhang

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind nachstehende Honorare für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses 2005 enthalten.

2005 2004
T€ T€
Abschlussprüfungen 80 64
Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 0 0
Steuerberatungsleistungen 23 13
Sonstige Leistungen 19 10
Gesamt 122 87

31. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen umfassen Zinsen für das Genussrecht, das Nachrangdarlehen, die Akquisitionsfinanzierungen und die Betriebsmittelkredite.

32. Ertragsteuerergebnis

Im Ertragsteuerergebnis sind laufende und latente Steuern enthalten. Nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlichen ausgewiesenen Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit dem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Konzernsteuersatz von 39,16% multipliziert.

Konzernanhang

Steuer
aufwand 2005
Steuer
aufwand 2004
T€ T€
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.297 -3.404
Erwartetes Ertragsteuerergebnis -899 1.332
Bildung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge der Vergangenheit
wegen Nutzung innerhalb der nächsten 5 Jahre
(1) 367 0
Ertragswirksame Erfassung auf den Badwill der BOG IT Solutions GmbH (2) 507 0
Steuerneutraler Effekt aus der Entkonsolidierung der EA Viersen (3) 70 0
Abweichende Steuersätze bei Auslandsgesellschaften 49 75
Wertberichtigung von latenten Steuern auf Verlustvorträge 0 -2.358
Sondereffekte Personengesellschaft/Minderheiten 0 -113
Temporäre Unterschiede, für die keine latenten Steuern erfasst wurden 0 242
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -42 0
Periodenfremde Aufwendungen -11 0
Sonstige -28 -18
Tatsächliches Ertragsteuerergebnis 13 -840

(1) Die Bildung von latenten Steuern auf Verlustvorträge vergangener Jahre bei der Allgeier Beteiligungen GmbH und der BOG IT Solutions GmbH erfolgte im Geschäftsjahr 2005, nachdem die Realisierbarkeit der Verlustvorträge innerhalb der nächsten 5 Jahre mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist.

(2) Auf die bei der Erstkonsolidierung der Geschäftsbetriebe ERP und T&S der BOG entstandenen positiven Unterschiedsbeträge sind gemäß IAS 12.34 ff. keine latenten Steuern zu bilden.

(3) Kein Ansatz von latenten Steuern auf den Ertrag aus der Entkonsolidierung der EA Viersen.

Das Ertragsteuerergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

2005 2004
T€ T€
Latentes Steuerergebnis 706 -618
Tatsächliches Steuerergebnis -693 -222
Gesamt 13 -840

Im tatsächlichen Steuerergebnis des Jahres 2005 ist ein Steueraufwand von 11 T€ aufgrund von Feststellungen einer Betriebsprüfung für die Jahre 1995 bis 2000 bei der Allgeier Holding AG enthalten.

Auf die direkt gegen das Eigenkapital gebuchten Kosten der Kapitalerhöhung von 31 T€ wurden latente Steuern von 12 T€ erfolgsneutral verbucht.

33. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wurde ermittelt aus der Division des auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Jahresüberschusses und der Zahl der durchschnittlich ausstehenden Aktien. Die durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Aktien hat sich während des Geschäftsjahres durch Veränderungen im Bestand der eigenen Aktien, einer am 01. April 2005 erfolgten Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital um 299.000 Aktien und einer am 01. August 2005 durchgeführten Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Aktiensplit) im Verhältnis 4:1 verändert. Die Vorperioden wurden um den Aktiensplit angepasst, um eine Vergleichbarkeit der Anzahl der Aktien des Geschäftsjahres 2005 mit der Anzahl der Aktien des Vorjahres zu erreichen.

Anzahl Anzahl Anzahl
Aktien Aktien Aktien
01.01.2004 01.01.2005 31.12.2005
Anzahl alle Aktien 3.000.000 3.000.000 4.123.750
Anzahl eigene Aktien 47.665 50.665 86.026
Anzahl ausstehende Aktien 2.952.335 2.949.335 4.037.724
Anpassung der ausstehenden Aktien durch den Aktiensplit 738.084 737.334 0
Anzahl ausstehender Aktien nach Anpassung des Aktiensplits 3.690.419 3.686.669 4.037.724

Die durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Aktien beträgt im Geschäftsjahr 2005 unter taggenauer Berücksichtigung der Kapitalerhöhung und der Käufe von eigenen Aktien 3.991.998 Aktien (Vorjahr 3.687.389 Aktien).

Der Jahreshauptversammlung am 28. August 2006 wird vorgeschlagen, für das Berichtsjahr 2005 keine Gewinnausschüttung auf den Bilanzgewinn der Allgeier Holding AG zu beschließen.

34. Segmentberichterstattung

In der Segmentberichterstattung werden die geforderten Finanzzahlen entsprechend der internen Berichterstattung nach Segmenten und Regionen dargestellt. Die Segmente des Allgeier Konzerns sind IT Solutions, IT Services, Personal Services und Basistechnologie. Das Segment Basistechnologie wurde mit der Veräußerung der EA Viersen zum 30. November 2005 aufgegeben. Das Segment Personal Services ist im Geschäftsjahr 2005 mit dem Erwerb der MR- und IP-Gruppe entstanden. Mit der Segmentierung wird die Ertragskraft des Konzerns nach den einzelnen Aktivitäten transparent gemacht.

Das Segment IT Solutions umfasst das Lösungs- und Systemhausgeschäft in den Bereichen ERP und Dokumentenmanagement. Die Geschäftsgrundlage des Segments IT Services bilden IT Dienstleistungen, insbesondere Beratung und Lösungsentwicklung sowie die Umsetzung und der Betrieb im Zu-

Konzernanhang

sammenhang von IT Systemlösungen. Vom Segment Personal Services werden Zeitarbeitskräfte an Kunden verliehen und Arbeitsvermittlungsleistungen ausgeführt.

Alle Geschäftsbereiche sind in Deutschland tätig. Der Geschäftsbereich IT Solutions ist zusätzlich in Belgien und in den Niederlanden aktiv. Der Geschäftsbereich Basistechnologie war auch in Großbritannien präsent.

Zur Überleitung der Segmente auf die Konzernzahlen werden die nicht an die Segmente weiterbelasteten Ergebnisse der Allgeier Holding AG und die Konsolidierungsbuchungen zwischen der Allgeier Holding AG und den Segmenten in einer gesonderten Spalte dargestellt. Zwischen den einzelnen Segmenten bestehen keine Transaktionen.

In der Segmentberichterstattung sind das primäre Berichtsformat des Allgeier Konzerns die Geschäftsbereiche. Das sekundäre Berichtsformat sind die Regionen.

Segmentergebnisse, Segmentvermögen und Segmentschulden beinhalten keine Steuern. Die Investitionen werden zu Anschaffungskosten dargestellt.

Segmentergebnisse der fortgeführten Geschäftsbereiche

IT Solutions IT Services Personal Services
T€ 2005 2004 2005 2004 2005 2004
Externe Umsatzerlöse 13.378 8.276 31.076 8.546 14.566 0
Umsatzerlöse mit anderen
Segmenten
0 0 74 0 0 0
sonstige Erträge 1.378 119 118 27 217 0
Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit
613 900 2.590 737 737 0
Erträge aus Zinsen und
Finanzanlagen
38 27 25 19 63 0
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen
41 29 309 225 236 0
Ergebnis vor Steuern 610 898 2.306 531 564 0
Ertragsteuerergebnis
Konzernergebnis
Eigenkapital 4.274 3.372 4.652 3.498 1.220 0
Schulden 5.070 2.809 19.212 9.272 22.814 0
Langfristiges Vermögen 2.256 979 12.116 8.090 12.140 0
Kurzfristiges Vermögen 7.614 5.395 13.324 5.915 11.728 0
Gesamtes Vermögen 9.869 6.374 25.440 14.005 23.867 0
Investitionen 2.465 421 4.742 9.543 12.284 0
Abschreibungen 1.610 698 1.091 577 138 0
Sonstige nicht zahlungs
wirksame
Aufwendungen/Erträge
-943 3 992 75 690 0

Konzernanhang

Basistechnologie AG+Konsolidierung Fortgeführte
Geschäftsbereiche
Aufgegebene
Geschäftsbereiche
2005 2004 2005 2004 2005 2004 2005 2004
12.991 22.794 0 0 72.011 39.616 404 0
0 0 -74 0 0 0 0 0
486 891 77 37 2.276 1.074 5 0
759 -3.644 -1.518 -1.116 3.181 -3.123 -57 0
6 15 135 220 267 281 1 0
726 927 -161 -619 1.151 562 0 0
39 -4.556 -1.222 -277 2.297 -3.404 -56 0
13 -840 1 0
2.310 -4.244 -55 0
0 -8.670 7.576 21.170 17.721 19.369 1.527 0
0 17.704 -1.830 -7.422 45.266 22.363 643 0
0 3.366 1.105 1.160 27.617 13.594 765 0
0 6.100 2.558 8.958 35.223 26.368 1.667 0
0 9.466 3.663 10.118 62.840 39.963 2.433 0
540 578 975 480 21.005 11.014 17 0
586 4.796 74 70 3.498 6.142 52 0
-134 5 163 4 768 87 0 0

Konzernanhang

Die im Segment IT Solutions im Geschäftsjahr 2005 gezeigten sonstigen Erträge beinhalten die Erträge aus der Auflösung des Badwills von 1.295 T€ aus dem Erwerb der Geschäftsbetriebe ERP und T&S der BOG, welche nicht zahlungswirksam wurden.

Die Segmentberichterstattung nach Geschäftsbereichen wurde gegenüber dem Vorjahr um erforderliche Angaben erweitert und das Vorjahr entsprechend angepasst. In den Vorjahreszahlen wurden außerdem Umgliederungen von der Spalte Allgeier Holding AG + Eliminierungen in die operativen Segmente vorgenommen. Von den Umgliederungen betroffen waren insbesondere die Allgeier Beteiligungen GmbH, mit dem dort erfassten Goodwill, die als Obergesellschaft des Segmentes Basistechnologie nun nicht mehr in der Spalte Allgeier Holding AG + Konsolidierungen geführt wird, sondern im Segment Basistechnologie und Anpassungen bei den ausgewiesen Vermögenspositionen. Umsatzerlöse mit anderen Segmenten bestanden lediglich zwischen dem Segment IT Services und der Allgeier Holding AG.

Das im Vorjahresbericht ausgewiesene Segment "IT-Bereich" wurde aufgeteilt in IT Solutions und IT Services.

Die Segmenterlöse von externen Kunden, nach geografischen Regionen auf der Grundlage des geografischen Standortes, ergeben sich wie folgt:

2005 2004
T€ T€
Deutschland 66.265 34.519
Belgien 3.363 2.569
Niederlande 1.470 1.435
UK 913 1.093
Gesamt 72.011 39.616

Die Konzern-Vermögensgegenstände für die fortgeführten Geschäftsbereiche gliedern sich in folgende Regionen:

Deutschland Belgien Niederlande UK Konzern
T€ 2005 2004 2005 2004 2005 2004 2005 2004 2005 2004
Buchwert Sachanlagen 2.884 1.810 108 111 4 5 0 8 2.996 1.934
Investitionen Sachanlagen 2.303 365 45 37 3 2 19 37 2.370 441
Buchwert immaterielle
Vermögensgegenstände
24.621 11.638 0 10 0 0 0 0 24.621 11.648
Investitionen immaterielle
Vermögensgegenstände
18.635 10.560 0 0 0 0 0 0 18.635 10.560
Buchwerte Finanzanlagen 0 13 0 0 0 0 0 0 0 13
Investitionen Finanzanlagen 0 13 0 0 0 0 0 0 0 13
Kurzfristiges Vermögen 32.542 23.578 1.819 1.789 862 720 0 281 35.223 26.368

Konzernanhang

Am 31. Dezember 2005 betragen die Vermögenswerte aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Deutschland 2.155 T€ (Vorjahr 0 T€) und UK 278 T€.

ERLÄUTERUNGEN ZUR EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapital-Veränderungsrechnung dargestellt.

In der Eröffnungsbilanz zum 01. Januar 2005 wurden Anpassungen für das Geschäftsjahr 2004 ergebnisneutral im Gewinnvortrag bzw. in den Minderheitenanteilen verbucht. Die Anpassung führte zu einer Reduzierung des Gewinnvortrags von 5.804 T€ am 31. Dezember 2004 um 2.971 T€ auf 2.833 T€ am 01. Januar 2005 und einer Reduzierung der Minderheitenanteile von 2.468 T€ am 31. Dezember 2004 um 157 T€ auf 2.311 T€ am 01. Januar 2005.

Im Geschäftsjahr 2005 fielen Aufwendungen für die Kapitalerhöhung von 31 T€ an. Diese Aufwendungen wurden nach Abzug darauf entfallender latenter Steuern von 12 T€ erfolgsneutral gegen die Kapitalrücklage verbucht.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmitttelfonds (geldmarktnahe Rentenfonds, Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und kurzfristige Bankverbindlichkeiten) der Allgeier Gruppe im Berichtsjahr verändert hat. Die Zahlungsströme wurden nach der betrieblichen Tätigkeit, der Investitionstätigkeit, der Finanzierungstätigkeit und Cash Flows aus aufgegebenen Geschäftsbereichen gegliedert. Die Darstellung des Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Zinserträge und Zinszahlungen werden unter den Cash Flows aus betrieblicher Tätigkeit ausgewiesen.

Das Gliederungsschema in der Kapitalflussrechnung wurde gegenüber dem Vorjahr geändert. In der Kapitalflussrechnung des Vorjahres wurde als Ausgangsgröße der Periodenverlust vor Ertragsteuern nach Minderheiten gewählt. Im Geschäftsjahr 2005 wurde auf das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit als Ausgangsgröße umgestellt. Die Zeilen im Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit wurden neu strukturiert. Die Vorjahreswerte wurden jeweils entsprechend angepasst. Außerdem wurde im Vorjahresausweis die Aufnahme von 5.000 T€ bzw. Tilgungen von 800 T€ eines Kaufpreisdarlehens aus dem Saldo aus der Veränderung anderer Aktiva und Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zugeordnet sind, in den Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit umgegliedert.

Konzernanhang

Im Geschäftsjahr 2005 erwarb der Konzern die Softcon Gruppe, die MR- und die IP-Gruppe sowie die Allgeier IT Services AG. Für die Erwerbe der Anteile dieser Gesellschaften waren folgende Kaufpreise zu entrichten:

Allgeier
Softcon MR+IP IT Services Gesamt
T€ T€ T€ T€
Kaufpreis Gesamt 6.564 13.869 54 20.487
In 2005 nicht zahlungswirksamer
variabler Kaufpreisanteil
0 2.500 0 2.500
In bar zu entrichtender Kaufpreis 6.564 11.369 54 17.987
Erworbene liquide Mittel -1.202 -3.925 -48 -5.175
Abfluss von Zahlungsmitteln 5.362 7.444 6 12.812

Für die Unternehmenserwerbe wurden im Einzelnen folgende Vermögenswerte und Schulden, jeweils bewertet zu ihren Zeitwerten, erworben:

Allgeier
Softcon MR+IP IT Services Gesamt
T€ T€ T€ T€
Immaterielles Anlagevermögen 2.317 1.620 0 3.937
Sachanlagevermögen 74 400 0 474
Vorräte 240 55 0 295
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
2.997 5.098 0 8.095
Sonstige Vermögensgegenstände 183 1.156 2 1.341
Wertpapiere 16 0 0 16
Liquide Mittel 1.203 5.189 48 6.440
Aktive Rechnungsabgrenzung 49 35 0 84
Aktive Latente Steuern 0 315 0 315
Anteile Minderheitsgesellschafter 614 1.135 0 1.749
Rückstellungen -1.147 -2.651 0 -3.798
Bankdarlehen 0 -1.500 0 -1.500
Bankverbindlichkeiten Kontokorrent 0 -1.264 0 -1.264
Erhaltene Anzahlungen -136 0 0 -136
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
-1.237 -1.946 0 -3.183
Sonstige Verbindlichkeiten -238 -3.226 0 -3.464
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 0 -55 0 -55
Passive Rechnungsabgrenzung -5 0 0 -5
Passive latente Steuern -825 -708 0 -1.533
Erworbene Vermögenswerte abzüglich
erworbene Schulden
4.105 3.653 50 7.808
Firmenwert 2.459 10.216 4 12.679
Kaufpreis gesamt 6.564 13.869 54 20.487

Konzernanhang

Im Geschäftsjahr 2005 wurden die Geschäftsbetriebe ERP und T&S der BOG, Münster, erworben. Für den Geschäftsbetrieb ERP war ein Kaufpreis von 368 T€ und für den Geschäftsbetrieb T&S ein Kaufpreis von 1.421 T€ zu bezahlen. Im Einzelnen wurden für die Geschäftsbetriebe der BOG folgende Vermögenswerte und Schulden, jeweils bewertet zu ihren Zeitwerten, erworben:

ERP T&S Gesamt
T€ T€ T€
Immaterielles Anlagevermögen 400 568 968
Sachanlagevermögen 978 631 1.609
Vorräte 36 709 745
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
606 989 1.595
Identifizierte
Eventualverbindlichkeiten
-400 -600 -1.000
Passive latente Steuern -490 -343 -833
Erworbene Vermögenswerte abzüglich
erworbene Schulden
1.130 1.954 3.084
Badwill -762 -533 -1.295
Kaufpreis gesamt 368 1.421 1.789

Die Allgeier Beteiligungen veräußerte im Geschäftsjahr 2005 ihre Anteile an der EA Viersen für einen Verkaufspreis von 1.000 T€. Mit dieser Veräußerung lebte eine Darlehensforderung an die EA Viersen von 1.530 T€ wieder auf. Diese Forderung wurde im Zuge des Erwerbs der ursprünglichen Tochtergesellschaften der EA Viersen, der EA Bremen und der EA UK einschließlich der Übernahme von Vorräten und Auftragsbeständen verrechnet. Nach Abzug der liquiden Mittel der EA Viersen von 531 T€ und Nebenkosten aus der Veräußerung von 2 T€ flossen dem Konzern aus dieser Transaktion insgesamt 466 T€ zu.

Im Einzelnen wurden folgenden Vermögenswerte und Schulden veräußert:

EA Viersen
T€
Immaterielles Anlagevermögen 2.880
Sachanlagevermögen 427
Vorräte 2.663
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.321
Sonstige Vermögensgegenstände 416
Liquide Mittel 531
Aktive Rechnungsabgrenzung 44
Wechselkursänderungen 3
Anteile Minderheitsgesellschafter -2.551
Rückstellungen -406
Erhaltene Anzahlungen -4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -310
Sonstige Verbindlichkeiten -2.003
Passive latente Steuern -661
Veräußerte Vermögenswerte abzüglich veräußerte Schulden 2.350

Der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2005 setzt sich zusammen aus liquiden Mitteln von 14.164 T€ und kurzfristig beanspruchten Kontokorrentlinien von 165 T€. Im Vorjahr setzte sich der Finanzmittelfonds aus liquiden Mitteln und kurzfristigen jederzeit liquidierbaren Einlagen zusammen.

SONSTIGE ANGABEN

I. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2005 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen unter den angegebenen Fälligkeiten:

bis 1 Jahr ab 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
T€ T€ T€ T€
2004 968 3.119 2.722 6.809
2005 1.044 2.866 48 3.958

Konzernanhang

Zum 31. Dezember 2005 beträgt der Barwert der sonstigen finanziellen Verpflichtungen bei einem Abzinsungsfaktor von 4,5% 3.442 T€ (Vorjahr 5.547 T€).

Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich im Wesentlichen um Leasing von Fahrzeugen und Miete für Büroräume. Die Verträge sehen eine Laufzeit zwischen 3 und 5 Jahren vor.

Haftungsverpflichtungen für fremde Verbindlichkeiten liegen nicht vor.

II. Sicherungspolitik

Der Allgeier Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Preis-, Zins- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken werden laufend beobachtet und bewertet und in Einzelfällen durch Sicherungsmaßnahmen begrenzt bzw. vermieden.

Aufgrund des geringen Umfangs der Transaktionen in fremder Währung erfolgten keine Maßnahmen zur Absicherung von Währungsrisiken.

Zur Absicherung von Zinsrisiken aus dem Kaufpreisdarlehen für den Erwerb der GFU bestehen derivative Finanzinstrumente in Form von Zinscaps. Die Bezugsbeträge für die Zinscaps betragen jeweils insgesamt 3.900 T€. Die Laufzeit des einen Zinscaps endet am 30. April 2008 und die des zweiten Zinscaps endet am 30. April 2009. Es ist jeweils ein Höchstsatz von 5,5% abgesichert. Es besteht grundsätzlich eine Bewertungseinheit, welche lediglich durch die Tilgung über den Stichtagsultimo durchbrochen ist. Die mark-to-market Bewertung (MTM) ergibt zum Stichtag eine Wert von 352,71 €, welcher einen unrealisierten Gewinn darstellt und im Konzernabschluss nicht erfasst ist.

Zum 14. Dezember 2005 wurde ein Zinssatzswap zur Absicherung des Zinssatzes für einen Teilbetrag von 2.150 T€ des Kaufpreisdarlehen für die MR-Gruppe abgeschlossen. Die Laufzeit des Swaps ist vom 30. Juni 2006 bis zum 31. Dezember 2008. Es wird der am 28. Juni 2006 festgestellte 6-Monats EURIBOR Zinssatz durch einen Festzinssatz von 3,175% abgesichert. Es besteht eine Bewertungseinheit. Die MTM Bewertung ergibt zum Stichtag einen negativen Wert von 2.911,82 €, der auf Grund der vorliegenden Bewertungseinheit nicht gesondert zu erfassen ist.

Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Allgeier Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Durch implementierte Cash-Management-Systeme werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst. Zur Finanzierung des Working Capital Bedarfs der operativen Gesellschaften stehen liquide Mittel und Betriebsmittelfinanzierungen in Form von Kontokorrentlinien in ausreichender Höhe zur Verfügung. Die Tilgung der Kaufpreisdarlehen ist ausgerichtet auf die zukünftige Ertragskraft der erworbenen Tochtergesellschaften.

Das theoretische maximale Ausfallrisiko bei den originären Finanzinstrumenten entspricht dem Wert aller Forderungen abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber denselben Schuldnern. Die Allgeier Holding AG ist bestrebt, das Ausfallrisiko möglichst gering zu halten. Um dies zu erreichen arbeiten die Konzerngesellschaften mit nur eingeschränkten Bestellumfängen, sofern die Bonität der Kunden

Konzernanhang

nicht ausreichend ist. Bei Neukunden fordert die jeweilige Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Allgeier geht davon aus, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Darüber hinaus werden bei einzelnen Tochtergesellschaften Forderungsausfallrisiken durch Versicherungen abgedeckt.

III. Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Allgeier Holding AG gehörten im Jahr 2005 an:

Herr Detlef Dinsel (Vorsitzender), Dipl.-Ing./MBA, Hamburg

Mitglied des Aufsichtsrats bzw. Beirats in folgenden Gesellschaften:

  • Industri Kapital S.A.R.L., Luxemburg
  • Industri Kapital Ltd., London (GB)
  • Gardena AG, Ulm
  • Gardena Manufacturing GmbH, Ulm
  • Dywidag Systems International GmbH, München
  • Minimax GmbH, Bad Oldesloe
  • Pateur Cerba laboratoire, Paris
  • Sport Group/ G.E.P. Sportstättenbau GmbH, Burghausen

Herr Dr. Hans J. Wenzel (stellvertretender Vorsitzender), Unternehmensberater, München

Mitglied des Aufsichtsrats in folgenden Gesellschaften:

  • Initium AG, München (Vorsitzender)
  • 4 TEKK Software AG, München
  • Allgeier Management AG, München
  • Allgeier IT Services AG, München

Konzernanhang

Herr Thies Eggers, Wirtschaftsprüfer, Pullach

Mitglied des Aufsichtsrats in folgenden Gesellschaften:

  • DIBAG Industriebau AG, München
  • Coremedia AG, Hamburg
  • Softcon AG, München
  • FJH AG, München
  • Allgeier IT Services AG, München

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2005 Bezüge von insgesamt 40 T€ (Vorjahr 40 T€) erhalten. Die Amtsperiode der Mitglieder des Aufsichtsrats endet mit der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2005 im Jahr 2006.

Am 31. Dezember 2005 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrats folgende Anzahl an Aktien der Allgeier Holding AG:

mittelbar unmittelbar Gesamt
Stück Stück Stück
Detlef Dinsel 305.046 50.000 355.046
Thies Eggers 0 37.500 37.500
Dr. Hans J. Wenzel 113.685 41.000 154.685
Summe 418.731 128.500 547.231

Vorstand

Dem Vorstand der Allgeier Holding AG gehörten im Jahr 2005 an:

Herr Carl Georg Dürschmidt, Dipl.-Betriebswirt, Bad Abbach (Vorsitzender)

Mitglied des Aufsichtsrats in folgenden Gesellschaften:

  • Initium AG, München
  • Allgeier Management AG, München
  • 4 TEKK Software AG, München
  • Allgeier IT Services AG, München

Konzernanhang

Herr Christian Eggenberger, Dipl.-Kaufmann und Jurist, Ebersberg (ab 02.06.2005)

Mitglied des Aufsichtsrats in folgenden Gesellschaften:

  • Softcon AG, München
  • 4 TEKK Software AG, München
  • Verwaltungsratsmitglied bei der AHE Holding AG, Schweiz

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2005 betragen einschließlich Rückstellungen für variable Einkommensbestandteile 635 T€ (Vorjahr 515 T€). Die Vorstandsmitglieder waren einzelvertretungsberechtigt.

Am 31. Dezember 2005 hielten die Mitglieder des Vorstands folgende Anzahl an Aktien der Allgeier Holding AG:

mittelbar unmittelbar Gesamt
Stück Stück Stück
Carl Georg Dürschmidt 1.085.505 62.500 1.148.005
Christian Eggenberger 0 102.346 102.346
Summe 1.085.505 164.846 1.250.351

Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen

Geschäftsbeziehungen zwischen allen im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden im Konzernabschluss vollständig eliminiert.

Die Zahlungen aus Beraterverträgen an Aufsichtsratsmitglieder betragen 6 T€ (Vorjahr 7 T€).

Die Initium AG als nahe stehende juristische Person hat Beratungsleistungen von 205 T€ für den Allgeier Konzern erbracht. Dieser Betrag umfasst Beratungsleistungen von 169 T€ für Tätigkeiten von Herrn Eggenberger, der bis zum 31. Mai 2005 Vorstand der Initium AG war und danach in den Vorstand der Allgeier Holding AG wechselte und Beratungskosten von 36 T€ im Zusammenhang mit Standortanalysen und Due Diligence Prüfungen für den Allgeier Konzern. Zwischen der Initium AG und der Allgeier Holding AG bestand weiterhin ein Servicevertrag über die Nutzung von Büroräumen in München, Büroausstattung und Sekretariatsdienstleistungen. Im Geschäftsjahr 2005 wurden hierfür 8 T€ von der Initium AG an die Allgeier Holding AG bezahlt.

Am 15. Juli 2004 schlossen die EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG, Viersen, mit der Convertronic GmbH, Herford, einen Joint Venture Vertrag hinsichtlich einer Zusammenarbeit. Gegenstand des Joint Venture Vertrags war, das Telekomgeschäft aus einer gemeinsamen Gesellschaft heraus zu betreiben. Die Joint Venture Partner übernahmen je 50% der Anteile an der Joint Venture Gesell-

Konzernanhang

schaft, wobei die Convertronic GmbH ein Optionsrecht zum Erwerb sämtlicher von EA Viersen an der Joint Venture Gesellschaft gehaltenen Anteile eingeräumt wurde. Der Joint Venture Vertrag regelte die gegenseitigen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen sowie Rechte und Pflichten der Joint Venture Partner einerseits und der Joint Venture Gesellschaft andererseits. Im Rahmen dieser Vereinbarung übernahm die Joint Venture Gesellschaft 33 Mitarbeiter und kaufte einen wesentlichen Teil der Telekom Lagerbestände, den Telekom Auftragsbestand sowie die Telekom Kundenbeziehungen der EA Viersen. Darüber hinaus verpflichtete sich die Joint Venture Gesellschaft gegenüber der EA Viersen bis zum 30. Juni 2005 zur Abnahme von Telekomprodukten der EA Viersen zu fest vereinbarten Stückzahlen und vertraglich fixierten Preisen. Zwischen der Joint Venture Gesellschaft und der EA Viersen wurde überdies ein Mietvertrag zur Nutzung von Produktions- und Büroflächen der EA Viersen geschlossen, der erstmals zum 31. Dezember 2004 kündbar war. Das Optionsrecht zum Erwerb sämtlicher von der EA Viersen an der Joint Venture Gesellschaft gehaltenen Anteile wurde im Januar 2005 ausgeübt. Die Lieferungs- und Leistungsbeziehungen und der Mietvertrag zwischen der EA Viersen und der Convertronic liefen im Jahr 2005 weiter. Aus der Geschäftsbeziehung zu der nahe stehenden Person wurde eine Geschäftsbeziehung mit einem Dritten.

IV. Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Der Vorstand ist der Auffassung, dass im vorliegenden Konzernabschluss zum 31. Dezember 2005 die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Cash Flows den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend dargestellt werden.

Die Freigabe des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat zur Veröffentlichung ist für den 21. Juli 2006 vorgesehen.

München, im Juni 2006

Allgeier Holding AG

Carl Georg Dürschmidt Christian Eggenberger

Angabepflichten nach deutscher Rechnungslegung (HGB)

In Übereinstimmung mit § 315a HGB muss die Allgeier Holding AG, die zur Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards verpflichtet ist, ihren Konzernabschluss um die folgenden Anhangsangaben erweitern.

§ 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB: Name und Sitz der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Anteil am Kapital der Tochterunternehmen, der dem Mutterunternehmen und den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen gehört. Siehe hierzu Allgemeine Angaben/Konsolidierungskreis.

§ 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB: Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen während des Geschäftsjahrs sowie der in dem Geschäftsjahr verursachte Personalaufwand. Siehe hierzu die Ausführungen zum Personalaufwand.

§ 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB: Für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans, eines Aufsichtsrats, eines Beirats oder einer ähnlichen Einrichtung des Mutterunternehmens, jeweils für jede Personengruppe, die für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge. Außer den Bezügen für das Geschäftsjahr sind die weiteren Bezüge anzugeben, die im Geschäftsjahr gewährt, bisher aber in keinem Konzernabschluss angegeben worden sind. Siehe hierzu die Angaben zu den Gesellschaftsorganen.

§ 314 Abs. 1 Nr. 8 HGB: Für jedes in den Konzernabschluss einbezogene börsennotierte Unternehmen ist die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht worden.

§ 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB: Soweit es sich um ein Mutterunternehmen handelt, das einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 5 des Wertpapierhandelsgesetzes in Anspruch nimmt, für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Sinne des § 319 Abs. 1 Satz 1, 2 das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für

  • a. die Abschlussprüfungen,
  • b. sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen,
  • c. Steuerberatungsleistungen,

d. sonstige Leistungen, die für das Mutterunternehmen oder Tochterunternehmen erbracht worden sind.

Die geforderten Angaben sind bei der Erläuterung zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen dargestellt.

Konzernanhang

Bestätigungsvermerk

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Aufschiebend bedingter Bestätigungsvermerk

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung, haben wir dem Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Allgeier Holding AG, München, für das Geschäftsjahr 2005 einen aufschiebend bedingten Bestätigungsvermerk erteilt. Unter der Bedingung, dass nachfolgende Gewinnabführungsverträge gemäß § 291 AktG zwischen

  • Allgeier IT Services AG, München (Untergesellschaft), und der Allgeier Holding AG, München (Obergesellschaft),
  • GFU Kiefer + Partner GmbH, Pullach im Isartal (Untergesellschaft), und der Allgeier IT Services AG, München (Obergesellschaft),
  • InfoTeSys Computer Consulting GmbH, Hürth, (Untergesellschaft) und der Allgeier IT Services AG, München (Obergesellschaft),

im Jahr 2006 wirksam werden, wodurch die Werthaltigkeit der auf die Verlustvorträge der Allgeier Holding AG, München, zum 31. Dezember 2005 gebildeten aktiven latenten Steuern nach der Umstrukturierung weiterhin gewährleistet wird, erteilen wir den nachstehenden Bestätigungsvermerk:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Allgeier Holding AG, München, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungs-

Bestätigungsvermerk

grundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, 11. Juli 2006

LOHR + COMPANY GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Jörg-Andreas Lohr Wirtschaftsprüfer

Walter Fabisch Wirtschaftsprüfer

Vorstand und Aufsichtsrat

VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Vorstand

Carl Georg Dürschmidt (V)

Christian Eggenberger

Aufsichtsrat

Detlef Dinsel (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Dr. Hans J. Wenzel (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Thies Eggers

ALLGEIER HOLDING AG

Wehrlestraße 12, D-81679 München Tel.: +49 (0) 89 - 99 84 21 0 Fax: +49 (0) 89 - 99 84 21 11 E-Mail: [email protected] www.allgeier-holding.de