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Allgeier SE — Annual Report 2002
Jul 23, 2003
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Annual Report
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Geschäftsbericht 2002

Konzernkennzahlen im Überblick
| 2002 | 2001 | Veränd. | |
|---|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | % | |
| Umsatz und Ergebnis |
|||
| Umsatz | 22.408,8 | 9.245,9 | 142,4 |
| Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) | 391,9 | -1.136,1 | 134,5 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) | -1.402,1 | -2.212,3 | 36,6 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -1.308,9 | -1.354,7 | 3,4 |
| Jahresergebnis | -1.812,0 | -868,3 | -108,7 |
| Bilanz | |||
| Bilanzsumme | 41.510,7 | 28.975,0 | 43,3 |
| Eigenkapital | 24.064,6 | 26.074,0 | -7,7 |
| Eigenkapitalquote in % | 58,0 | 90,0 | -35,6 |
| Ergebnis je Aktie gemäss DVFA/SG | -0,60 | -0,45 | |
| Anzahl Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 413 | 148 |
Termine 2002
- Juli 2003 Hauptversammlung in München 31. August 2003 Zwischenbericht zum 30. Juni 2003
Inhaltsverzeichnis
| Aufsichtsrat und Vorstand |
3 |
|---|---|
| Konzernstruktur | 4 |
| Niederlassungen und Tochtergesellschaften | 5 |
| Bericht des Aufsichtsrates | 7 |
| Unternehmensportrait | 8 |
| Konzernlagebericht | 10 |
| Konzernbilanz | 16 |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 18 |
| Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens | 20 |
| Konzern-Eigenkapital-Veränderungsrechnung | 22 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung | 24 |
| Konzernanhang | 26 |
| Bestätigungsvermerk zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht | 39 |
Aufsichtsrat und Vorstand
Aufsichtsrat
Carl Georg Dürschmidt (Vorsitzender des Aufsichtsrates)
Detlef Dinsel (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates)
Dr. Hans J. Wenzel
Vorstand
Christian Eggenberger Diplom-Betriebswirt (lic. oec. HSG)
Hubert Rohrer Diplom-Betriebswirt
Konzernstruktur

Geschäftsbereich IT Solutions
Geschäftsbereich Basistechnologie
Niederlassungen und Tochtergesellschaften
Sitz der Holding
ALLGEIER COMPUTER AG Wehrlestraße 12 D-81679 München Tel.: +49 (0) 89 - 99 84 21 0 Fax: +49 (0) 89 - 99 84 21 11 www.allgeier.com E-Mail: [email protected]
Tochtergesellschaften im Inland
ALLGEIER IT SOLUTIONS GMBH Hans-Bredow-Straße 60 D-28307 Bremen Tel.: +49 (0) 421 – 43 84 10 Fax: +49 (0) 421 – 43 80 81 www.allgeier.com E-Mail: [email protected]
AXOL IT KOMMUNIKATIONS-GESELLSCHAFT MBH Hans-Bredow-Straße 60 D-28307 Bremen Tel.: +49 (0) 421 – 43 84 17 82 Fax: +49 (0) 421 – 43 84 17 99
EA ELEKTRO-AUTOMATIK GMBH & CO. KG Helmholtzstraße 31 – 37 D-41747 Viersen Tel.: +49 (0) 2162 – 37 85 0 Fax: +49 (0) 2162 – 16 23 0 www.elektroautomatik.de E-Mail: [email protected]
EA SCHALTNETZGERÄTE GMBH Fritz Thiele Str. 12 28279 Bremen Tel.: +49 (0) 421 - 94 93 00 Fax: +49 (0) 421 – 94 93 09 9 E-Mail: [email protected] Tochtergesellschaften im Ausland
ALLGEIER COMPUTER (Belgie) N.V. Leuvensesteenweg 510, Blok 3 Bus 17 B-1930 Zaventem BELGIEN Tel.: +32 (2) 70 90 10 0 Fax: +32 (2) 70 90 11 5
ALLGEIER COMPUTER B.V. Biezenbeemd 1, 1 E Verd. NL-4907 EE Oosterhout NIEDERLANDE Tel.: +31 (1) 62 42 10 21 Fax: +31 (1) 62 43 67 88
EA ELEKTRO-AUTOMATIK LTD. Unit 10, Centre One Lysander Way Old Sarum, Salisbury Wiltshire SP4 6BU Tel.: +44 (0) 172 - 24 14 78 0 Fax: +44 (0) 172 - 23 35 45 8 E-Mail: [email protected]
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat wurde im Geschäftsjahr 2002 vom Vorstand laufend über die Lage der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. In 5 Sitzungen und weiteren informellen Zusammentreffen hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand die Entwicklung der Gesellschaft laufend erörtert und die Geschäftsführung des Vorstandes überwacht und beratend begleitet. Der Aufsichtsrat hat sich mit allen Rechtsgeschäften und Maßnahmen befasst, bei denen seine Mitwirkung erforderlich war. Insbesondere hat er die Geschäftsführungsmaßnahmen, für die seine Zustimmung erforderlich waren, eingehend geprüft und die Zustimmung erteilt. Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden im Berichtsjahr nicht.
Neben der laufenden Überwachung der Geschäftsführung hat sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2002 vor allem mit der wirtschaftlichen Neuausrichtung der Gesellschaft und des Konzerns sowie mit möglichen Akquisitionen von Beteiligungen an anderen Unternehmen beschäftigt. Ein besonderer Schwerpunkt lag bei der zeitnahen Verfolgung des Greifens der im Vorjahr angestrengten Rationalisierungsmaßnahmen, sowie dem Verkauf der Tochtergesellschaften in England und Frankreich. Weiter wurden die Schritte zur Integration der EA Elektro-Automatik Gruppe zeitnah verfolgt.
Der Aufsichtsrat war in der gesamten Berichtszeit in seiner Zusammensetzung unverändert.
Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Allgeier Computer AG und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2002 sowie den gemeinsamen Lagebericht für die AG und den Konzern hat die von der Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählte LOHR + COMPANY GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte der LOHR + COMPANY GmbH lagen dem Aufsichtsrat vor. Der Aufsichtsrat hat die vorgenannten Unterlagen geprüft und in der Sitzung des Aufsichtsrates vom 3. Juni 2003 in Gegenwart der Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfer zu. Mit Beschluss vom 3. Juni 2003 hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes und allen Mitarbeitern der Allgeier Computer AG und deren verbundenen Unternehmen und Beteiligungen für ihren außergewöhnlichen Einsatz im Geschäftsjahr 2002.
München, den 3. Juni 2003
Der Aufsichtsrat der Allgeier Computer AG
Carl Georg Dürschmidt Vorsitzender des Aufsichtsrates
Unternehmensportrait
Der Allgeier Konzern hat sich als Beteiligungsholding neu positioniert. Dabei konzentriert sich der Konzern im Wesentlichen auf Technologieunternehmen, sowie Unternehmen aus dem technologienahen Bereich. Kernelement der Konzernstruktur sind die beiden Geschäftsbereiche "IT Solutions" und "Basistechnologie". Die klare Strukturierung nach Geschäftsbereichen ermöglicht voneinander unabhängige Geschäftsbereichstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Diese stehen im Einklang mit der jeweiligen Marktentwicklung, um damit eine höchstmögliche Wertsteigerung der einzelnen Beteiligungsunternehmen sicherzustellen. In den jeweiligen Geschäftsbereichen verfolgt der Konzern eine so genannte "Buy & Build" Strategie, um neben organischem Wachstum der Beteiligungsgesellschaften auch akquisitorisches Wachstum sicherzustellen. Ausgehend vom bestehenden Beteiligungsportfolio werden Arrondierungsakquisitionen zum Zwecke der Markt- oder Produkterweiterung getätigt. Ziel des Konzerns ist es, die Geschäftsbasis weiter zu verbreitern.
Geschäftsbereich "Basistechnologie"
Die EA Elektro-Automatik Gruppe entwickelt, produziert und vermarktet technologisch hochstehende und innovative Stromversorgungsgeräte und -systeme für verschiedene Branchen der Industrie. Überall dort, wo Stromversorgung benötigt wird, kommen die Produkte der EA zum Einsatz. Das Geschäft ist breit aufgestellt und gliedert sich in drei Segmente.
Als Pionier für Stromversorgungssysteme für Sendemasten des GSM Mobilfunknetzes (Telekom) besetzte EA schon Anfang der 90-er Jahre eine wachstumsstarke und attraktive Marktnische. Zu ihren Kunden zählen mittlerweile sowohl nationale als auch internationale Mobilfunknetzbetreiber sowie deren Zulieferer. Langjährige Kundenbeziehungen gepaart mit technologischer Innovationskraft und hohem Servicegrad sicherten der EA einen guten Marktzugang. Der weitere Ausbau unserer Kommunikationsgesellschaft und der damit verbundene Auf- bzw. Ausbau des Mobilfunknetzes der 3. Generation (UMTS) sowie der kabellosen Datenübertragung (WAN) bringt der Gruppe weiteres Wachstum in diesem Bereich.
Im zweiten Segment (OEM) werden schwerpunktmäßig kundenspezifische Stromversorgungskomponenten entwickelt, hergestellt und vermarktet. Ausgangspunkt vieler Kundenprojekte sind Standardkomponenten, die je nach Kundenwunsch und Anwendung entsprechend angepasst und modifiziert werden. Der Schwerpunkt der Abnehmer liegt in den Bereichen Automatisierung, Automobil, Maschinenbau, Lasertechnologie, Verkehrs-, Bahn-, Energie- und Medizinaltechnik. Je nach Anwendung werden kleine bis große Serien gefertigt. Der Innovationstrend bei diesen Produkten ist geprägt von kleineren aber vom Wirkungsgrad deutlich leistungsfähigeren Stromversorgungskomponenten.
Das dritte Geschäftssegment umfasst das Geschäft mit Standardgeräten u. a. Produkten wie Labor- und Prüfgeräte. Hier bedient sich die EA verschiedener Absatzmittler u. a. international aufgestellter Distributoren sowie im Inland ansässige Händler. Neben eigenen Entwicklungen werden hier auch Zukaufteile vertrieben, um als Vollsortimenter eine attraktive Produktpalette anbieten zu können.
In 2000 erfolgte die Übernahme der EA Schaltnetzgeräte GmbH mit Sitz in Bremen. Damit konnte VERO, eine gut eingeführte internationale Marke, gewonnen werden. VERO steht für 19" Stromversorgungsgeräte in der Leistungsklasse bis zu 1 KW. Zudem besteht eine enge Kooperation mit einem weltweit aufgestellten Systemintegrator im Bereich Electronic Packaging.
Die Lebenszyklen der EA Produkte sind je nach Anwendungsbereichen unterschiedlich und unterliegen einem nicht all zu hohem, jedoch steten Innovationsdruck. Die Gruppe verfügt über eine starke Entwicklungsmannschaft, die es ihr erlaubt, mit ihren Produkten technisch eine Spitzenposition einzunehmen und sich gegenüber dem Wettbewerb zu differenzieren. Gemeinsam mit dem Kunden werden Lösungen erarbeitet, die in der Folge zu marktreifen Produkten umgesetzt werden.
Geschäftsbereich "IT Solutions"
Information ist das zentrale Thema der Gegenwart. Ihre Beschaffung, Verarbeitung und Verbreitung sind unabdingbare Voraussetzung des heutigen Wissensund Kenntnisstandes und Motor für jeden weiteren Fortschritt. Die Allgeier IT Solutions GmbH ist ein Pionier der Informationstechnologie. Schon 1977 unterstützte sie die ersten zaghaften Versuche, Computer in die deutsche Unternehmenswelt einzuführen. Dem rasch wachsenden Bedarf ist Allgeier mit dem Aufbau kompletter EDV-Anlagen, Großrechner und Netzwerksysteme nachgekommen, zunächst national, rasch aber auch über Ländergrenzen hinweg.
IT-Lösungen sind heute ein entscheidender Faktor jedes Wirtschaftszweiges. Die Allgeier IT Solutions GmbH stellt sich als IT-Systemhaus dieser Verantwortung. Skalierbare Server- und Netzwerksysteme werden ebenso wie individuelle Software-Komplettsysteme in-house entwickelt. Allgeier betreut weit über 1.000 Kunden mit mehr als 10.000 Anwendern schon in der Planungsphase: Consulting, Systemberatung und Projekt - Engineering gehören ebenso zum Leistungsspektrum wie Hard- und Softwarelösungen, Installation, Einweisung, Support und ein umfassendes Seminarprogramm.
Zusammen mit unseren Kunden werden die Systeme von morgen geplant, entwickelt und umgesetzt. Dabei werden die langjährigen Erfahrungen genutzt, um innovative Produkte und intelligente Lösungen zu konzipieren, die trotz der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit langfristig Bestand haben und eine solide Basis für spätere Weiterentwicklungen bilden.
Das Erfolgsrezept ist die Partnerschaft mit dem Kunden. Die Zufriedenheit mit unseren Produkten und ein umfassender Service sichern langjährige Geschäftsbeziehungen. Mit Helpdesk, Hotline und Hilfestellung vor Ort sind wir zu jeder Zeit und in jeder Situation sofort zur Stelle. Wir gehen Probleme gemeinsam an und liefern funktionelle Lösungen.
Allgeier bietet Enterprise Resource Planning-Lösungen (ERP) für die Bereiche Warenwirtschaft, Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung. Die ERP-Software wurde speziell für den Mittelstand entwickelt und ist mit zahlreichen Special Features für die verschiedensten Anwendungsgebiete ausgestattet.
Ein weiteres Kerngeschäftsfeld sind elektronische Archivierungs- und Dokumenten-Management-Systeme (DMS). Durch die Einführung der elektronischen Archivierungspflicht im Rahmen der Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (GDPdU) des Bundesministeriums der Finanzen zum 01.01.2002 hat dieses Geschäftsfeld erheblich an Bedeutung gewonnen.
Darüber hinaus decken wir mit unserem Angebot von Shop-Lösungen, B2B-/B2C-Plattformen und Internet-Präsenzen den eBusiness-Bereich ab. Durch Customized Solutions und ständige Innovation sind wir für die Zukunft gut gerüstet
Allgeier Computer AG, München Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2002
Wirtschaftliches Umfeld
Die weltweite Konjunktur trübte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002 entgegen den Erwartungen weiter ein und konnte sich auch in der 2. Jahreshälfte 2002 nicht erholen. Davon war in besonderem Maße auch die deutsche Wirtschaft betroffen und die rezessiven Tendenzen wirkten sich negativ auf die Zielmärkte und die Umsatzentwicklung der vom Konzern gehaltenen Beteiligungen aus.
Die anhaltende Krise im Baugewerbe führte zu einer Investitionszurückhaltung der Kunden im Baustoffund Holzhandel. Bedingt durch den weltweiten Konjunktureinbruch verzeichnete insbesondere auch der IT Markt ein negatives Wachstum, sodass der Geschäftsbereich "IT Solutions" im abgelaufenen Geschäftsjahr einer großen Herausforderung gegenüber stand.
Schwierig war auch der Telekommunikationsmarkt, da etliche Netzbetreiber durch die hohe Schuldenlast gezwungen waren, ihre Kosten zu reduzieren und Investitionen zu verschieben. Damit wurde auch der geplante Netzausbau (3. Generation Mobilfunknetze) teilweise zeitlich verschoben. Die allgemeine Verunsicherung trug zudem dazu bei, dass viele Industriekunden zur Nachfragezurückhaltung neigten. Beides zusammen wirkte sich negativ auf den Geschäftsbereich "Basistechnologie" aus.
Geschäftsverlauf
Der Geschäftsverlauf im Jahr 2002 war geprägt durch die Neupositionierung der Gesellschaft als Beteiligungsholding im Technologieumfeld einerseits und dem Abschluss der Restrukturierungsmaßnahmen des IT-Stammgeschäfts andererseits.
Als Beteiligungsholding konzentriert sich der Allgeier Konzern im Wesentlichen auf Technologieunternehmen sowie Unternehmen aus dem technologienahen Bereich. Der Konzernmuttergesellschaft, die Allgeier Computer AG, obliegt dabei in ihrer Holdingfunktion die Verantwortung für die zwei Geschäftsbereiche des Konzerns. Die klare Trennung zwischen der operativen Führung der Beteiligungsunternehmen durch das Management vor Ort einerseits und der Konzernführung andererseits machte es möglich, dass die Konzernmutter eine äußerst schlanke Struktur aufweist.
Der Schwerpunkt der Aufgaben der Holding lag im Geschäftsjahr in
- § der Strategiedefinition des Konzerns, der Geschäftsbereiche, sowie der Beteiligungsunternehmen unter der Maßgabe einer wertorientierten Unternehmensentwicklung,
- § der Organisation der Finanzen und dem Controlling,
- § der Konzernplanung,
- § der Unterstützung des Managements bei operativen Fragen,
- § der Identifikation, Prüfung und Auswahl von Akquisitionen vor dem Hintergrund der Konzernstrategie und
- § der Beteiligungsführung.
Die Geschäftsbereichsstruktur des Konzerns fasst das bisherige Stammgeschäft bestehend aus den Geschäftsfeldern, ERP-Lösungen für die Baustoffund Holzhandelsbranche, DMS-Lösungen und WEB-Dienstleistungen, in dem Geschäftsbereich "IT Solutions" zusammen. Hierunter fallen die Gesellschaften Allgeier IT Solutions GmbH, die Axol IT Kommunikations GmbH, beide mit Sitz in Bremen, sowie die Töchter in Belgien und in den Niederlanden. Der zweite Geschäftsbereich "Basistechnologie" umfasst die Beteiligungen an der EA Elektro-Automatik Gruppe (EA Gruppe), die zum 30. Juni 2002 erstmals konsolidiert wurde. Die EA Gruppe umfasst die EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG (EA KG) sowie die Komplementär-GmbH, beide mit Sitz in Viersen sowie die 100 %-ige Tochter, EA Schaltnetzgeräte GmbH, Bremen, und die 51 %-ige Tochter EA Elektro-Automatik Ltd., Salisbury (UK). Die Geschäftsfelder des Geschäftsbereiches "Basistechnologie" sind in Telekom, OEM und Distribution gegliedert.
Die Strukturierung nach Geschäftsbereichen ermöglicht voneinander unabhängige Geschäftsbereichstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Diese stehen im Einklang mit der jeweiligen Marktentwicklung, um damit eine bestmögliche Wertsteigerung der einzelnen Beteiligungsunternehmen zu ermöglichen. In den jeweiligen Geschäftsbereichen verfolgt der Konzern eine sogenannte "Buy & Build" Strategie, um neben organischem Wachstum innerhalb der Beteiligungsgesellschaften auch akquisitorisches
Wachstum sicherzustellen. Ausgehend vom bestehenden Beteiligungsportfolio werden Arrondierungsakquisitionen zum Zwecke der Markt- und / oder der Produkterweiterung getätigt. Ziel ist es, ein unter Wachstums- und Risikogesichtspunkten stabiles Beteiligungsportfolio auf- bzw. auszubauen, um die Geschäftsbasis des Konzerns weiter zu verbreitern. In der Hauptversammlung am 6. Juni 2002 wurden im IT- Bereich die entsprechenden Grundlagen hierzu geschaffen. Das operative Geschäft der Gesellschaft wurde zum 10. Juni 2002 auf eine 100 %-ige Tochter, die Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen, übertragen. Gleichzeitig erfolgte eine Sitzverlegung der Gesellschaft von Bremen nach München.
Vor dem Hintergrund der Neupositionierung der Gesellschaft als Beteiligungsholding konnte der Erwerb von 51 % der Anteile an der EA KG über die 100 % ige Tochter Allgeier Beteiligungen GmbH, München, zum 10. Juni 2002 dinglich vollzogen werden. Damit wurde das Beteiligungsportfolio um ein interessantes und viel versprechendes Technologieunternehmen im Bereich Stromversorgungsgeräte und -systeme erweitert.
Auf der Suche nach weiteren Beteiligungsmöglichkeiten prüfte der Vorstand im Geschäftsjahr 2002 11 Unternehmen näher, führte Gespräche mit dem Management vor Ort und entschied sich in einem Fall zu einer Due Diligence Prüfung. Darüber hinaus wurden verschiedene Kooperationsgespräche im Zusammenhang mit dem Geschäftsbereich "IT-Solutions" geführt.
Umsatz
Bedingt durch die Akquisition der EA Gruppe, die seit dem 30. Juni 2002 erstmals voll konsolidiert wurde, stieg der Konzernumsatz in 2002 auf EUR 22,4 Mio. und wuchs damit gegenüber dem Vorjahr um 142 % (Vorjahr: EUR 9,2 Mio.). Zum Konzernumsatz trugen der Geschäftsbereich "Basistechnologie" mit EUR 14,1 Mio. (63 %) und "IT Solutions" mit EUR 8,3 Mio. (37 %) bei.
"Basistechnologie"
Vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und der damit verbundenen Nachfrageschwäche nach Investitionsgütern v. a. im 2. Halbjahr 2002 entwickelte sich die EA Gruppe nicht erwartungsgemäß. Erschwerend kam die Krise in der Telekommunikationsbranche hinzu. In der Folge musste die EA Gruppe bezogen auf die Jahresbasis im Vergleich zum Vorjahr in 2002 einen Umsatzrückgang in Höhe von 25 % auf EUR 31,5 Mio. hinnehmen (EUR 42,2 Mio.).
Der Umsatz im Geschäftsbereich "Basistechnologie" setzt sich aus den drei Geschäftsfeldern Telekom, OEM und Distribution zusammen. Das Ziel im Geschäft mit Stromversorgungssystemen für die mobile Netzinfrastruktur, sog. "Battery-Back-Up-Systemen" (Telekom), durch Gewinnung weiterer Mobilfunk-Netzbetreiber die Kundenbasis national und international zu verbreitern, konnte in 2002 zwar erreicht werden, doch lag die Nachfrage in diesem Geschäftsfeld insgesamt, bedingt durch die Krise im Telekommarkt und die damit verbundene zeitliche Verzögerung des Netzaufbaus der 3. Mobilfunkgeneration (UMTS), unter den Erwartungen für 2002. Zudem gerieten die Preise durch die Nachfrageschwäche zusehends unter Druck, sodass der Rückgang auf preisbereinigter Basis weniger stark ausfiel.
Das Geschäft mit kundenspezifischen Stromversorgungssystemen und -geräten (OEM) verlief in allen adressierten Zielmärkten verhalten und trübte sich in der 2. Jahreshälfte weiter ein. Die allgemeine Verunsicherung in der Industrie sowie die damit verbundene Investitionszurückhaltung einiger Kunden führte dazu, dass viele Projekte zeitlich verschoben wurden und so in 2002 für entsprechende Umsatzausfälle sorgte.
Auch das dritte Geschäftsfeld Distribution konnte sich dem Konjunkturabschwung nicht entziehen. Das Geschäft mit den Standardprodukten (u.a. den Laborund Prüfgeräten) verlief in 2002 daher insgesamt schleppend.
"IT Solutions"
Die anhaltende Krise im Baugewerbe führte zu einer Investitionszurückhaltung der Kunden im Baustoffund Holzhandel. Bedingt durch die weltweite Konjunktureintrübung verzeichnete insbesondere auch der IT Markt ein negatives Wachstum, sodass der Geschäftsbereich "IT Solutions" im abgelaufenen Geschäftsjahr einer großen Herausforderung gegenüberstand.
Die Aktivitäten im Geschäftsbereich "IT-Solutions" waren geprägt von weiteren Bereinigungen des Beteiligungsportfolios und der Konzentration auf unsere Kernkompetenzen. So trennte sich der Konzern im März 2002 von der hochdefizitären Tochter in England. Im November 2002 folgte dann der Verkauf der ebenfalls unrentablen Tochter in Frankreich.
Damit konnte der Prozess der Konzentration auf unsere IT-Kernkompetenzen Dokumentenmanagementsysteme (DMS) und ERP Lösungen abgeschlossen werden. Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich "IT-Solutions" lagen im Geschäftsjahr 2002 mit EUR 8,3 Mio. 10 % unter dem Vorjahr (EUR 9,2 Mio.). Unter Eliminierung der Umsatzerlöse der in 2001 (Tochter USA) und 2002 (Töchter England und Frankreich) verkauften Konzerngesellschaften lag der Umsatz im Geschäftsjahr mit EUR 8,0 Mio. lediglich 2,7 % unter dem Vorjahr (EUR 8,2 Mio.). Der Geschäftsbereich "IT-Solutions" trug mit rund einem 1/3 zum Konzernumsatz bei.
Die Umsatzentwicklung in 2002 in den einzelnen Geschäftsfeldern war unterschiedlich. So mussten im Geschäftsfeld ERP (Lösungen für Baustoff- und Holzhandel) gegenüber dem Vorjahr weitere Umsatzeinbussen hingenommen werden. Der Umsatzrückgang war im Wesentlichen marktbedingt.
Im Geschäftsfeld DMS hingegen konnte der positive Trend weiter fortgesetzt werden. Die Umsatzerlöse konnten deutlich gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Diese erfreuliche Entwicklung ist die Folge einer konsequenten Fokussierung und Positionierung unserer Auslandaktivitäten als Anbieter für branchenübergreifende DMS-Systemlösungen. Stärker als erwartet verlief auch das Geschäft mit unserer proprietären DMS-Lösung AC Archive, die v. a. auf dem deutschen Heimmarkt als Add-On Produkt zu unseren NT basierten ERP-Lösungen verkauft wird.
Das dritte Geschäftsfeld WEB-Dienstleistungen entwickelte sich entgegen unseren Erwartungen. Die Nachfrage nach WEB basierten Lösungen setzte sich v. a. bei unseren Baustoff- und Holzhandelskunden nicht in dem erhofften Masse durch.
Ergebnis
Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2002 operativ trotz der schwierigen Konjunkturlage ein positives Ergebnis vor Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) in Höhe von EUR 0,4 Mio. Gegenüber dem Vorjahr konnte er sich damit deutlich verbessern (Vorjahr: EUR ./. 1,1 Mio.). Auch der Konzernverlust aus betrieblicher Tätigkeit vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte in 2002 bei EUR ./. 1,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr um 36,6 % verbessert werden (Vorjahr: EUR ./. 2,2 Mio.). Schließlich reduzierte sich auch der Verlust vor Steuern und Abzug von Minderheiten im Konzern mit EUR ./. 1,3 Mio. um 3,3 % leicht gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: EUR ./. 1,4 Mio.). Insgesamt wirkten sich die Restrukturierungsmaßnahmen positiv auf das Konzernergebnis aus.
Dennoch, das Ziel für 2002 ein ausgeglichenes Konzernergebnis präsentieren zu können, wurde damit nicht erreicht.
"Basistechnologie"
Der Geschäftsbereich "Basistechnologie" entwickelte sich nicht den Erwartungen entsprechend. Die insgesamt negative Konjunkturentwicklung in 2002 wirkte sich sowohl auf das Industriegeschäft im Allgemeinen als auch insbesondere auf den Telekomsektor negativ aus. Noch im 2. Halbjahr 2002 wurden daher Maßnahmen zur Kostenreduktion eingeleitet und umgesetzt. Neben einem Personalabbau von insgesamt 41 Mitarbeitern, wurden weitere Maßnahmen zur Optimierung des Vertriebs, der Logistik und der Produktion eingeleitet, die im Jahr 2003 zu einer deutlich besseren Kostenstruktur führen sollen.
Bei einer Gesamtleistung auf Jahresbasis in 2002 von EUR 32,4 Mio. (Vorjahr EUR 42,5 Mio.) erwirtschaftete die EA Gruppe ein operatives Ergebnis (EBITDA) von EUR 1,9 Mio. (Vorjahr: EUR 5,4 Mio.) und ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) von EUR 1,4 Mio. (Vorjahr: EUR 4,8 Mio.).
"IT Solutions"
Operativ erzielte der Geschäftsbereich "IT Solutions" in 2002 mit einem EBITDA in Höhe von EUR 0,6 Mio. einen positiven Ergebnisbeitrag (Vorjahr: EUR ./. 0,6 Mio.). Unter Berücksichtigung der Abschreibungen lag das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBIT) bei EUR ./. 0,6 Mio. (Vorjahr: ./. 1,7 Mio.). Trotz des schwierigen Marktumfelds konnte sich der Geschäftsbereich damit, insbesondere wegen der positiven Umsatzentwicklung im Geschäftsfeld DMS und der getroffenen Restrukturierungsmaßnahmen, behaupten.
Diese Verbesserung wurde vor dem Hintergrund der Restrukturierungsmaßnahmen durch konsequentes Kostenmanagement und Strukturanpassungen erreicht. So wirkte sich die Bereinigung des Beteiligungsportfolios sowie der Personalabbau in Bremen und der Tochter in den Niederlanden positiv auf das Ergebnis in 2002 aus.
Investitionen
Im Juni 2002 floss der Kaufpreis für die 51 % Beteiligung an der EA Gruppe. Erwerberin war die Allgeier Beteiligungen GmbH, München, eine 100 % Tochter der Allgeier Computer AG. Der Kaufpreis wurde über ein von der Allgeier Computer AG an die Erwerberin ausgereichtes Akquisitionsdarlehen finanziert. Der Beteiligungsansatz in Höhe von EUR 8,8 Mio. wird über 15 Jahre abgeschrieben. Zudem wurden im Geschäftsjahr 2002 insgesamt EUR 2,0 Mio. Entwicklungskosten aktiviert. Rund 1/5 stammen aus dem Bereich "IT Solutions" für die Aktivierung von Softwareentwicklungen. Bei den restlichen 4/5 handelt es sich um die Entwicklungen neuer Produktgenerationen des Geschäftsbereichs "Basistechnologie", insbesondere für die Telekom und im Standardproduktbereich. Damit sicherte sich die EA Gruppe mittels Verbreiterung des Leistungsspektrums einen technologischen Wettbewerbsvorsprung, was vor allem in ihrem wichtigsten Geschäftsfeld, der Telekom, von großer Bedeutung ist. Darüber hinaus wurden in 2002 keine nennenswerten Investitionen getätigt.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme des Konzerns wuchs in Folge der Konsolidierung der EA Gruppe in der Berichtsperiode um EUR 13 Mio. auf EUR 42 Mio. Das Konzerneigenkapital zum 31.12.2002 nahm gegenüber dem Vorjahr um EUR 2 Mio. auf EUR 24 Mio. ab. Damit betrug die Konzerneigenkapitalquote zum Stichtag 58 % (Vorjahr: 90 %). Die Verschuldung gegenüber Kreditinstituten inkl. Wechselverbindlichkeiten lag bei 17 % (Vorjahr: EUR 0). Hierbei handelt es sich um die Betriebmittelfinanzierung der EA Gruppe. Die Finanzmittel in Höhe von EUR 8,9 Mio. (Vorjahr: EUR 18,9 Mio.) bieten solide Grundlage für weitere Investitionen in bestehende und neue Beteiligungen.
Personal
Der Konzern beschäftigte zum 31.12.2002 insgesamt 332 Mitarbeiter incl. 2 Vorstände (Konzern plus EA Gruppe 31.12.2001: 421 Mitarbeiter). Davon entfielen 3 Mitarbeiter auf die Allgeier Computer AG, 88 Mitarbeiter auf den Geschäftsbereich "IT Solutions" und 241 Mitarbeiter (ohne Aushilfen) auf den Geschäftsbereich "Basistechnologie". Gegenüber dem 31.12.2001 baute der Konzern 89 Mitarbeiter ab. Von diesem Personalabbau war der Geschäftsbereich "IT Solutions" mit 44 Mitarbeitern und der Geschäftsbereich "Basistechnologie" mit 45 Mitarbeitern betroffen. Diese Personalschnitte wurden teils aufgrund der Strukturanpassung – Verkauf unrentabler Töchter –
sowie aufgrund des schwachen Geschäftsgangs notwendig. Gleichwohl wurden auch neue Mitarbeiter insbesondere im Vertriebsbereich neu eingestellt.
Risikomanagement
In 2002 lag der Schwerpunkt in der Weiterentwicklung des Konzerns als Beteiligungsholding im Technologieumfeld. Zur Identifizierung und Steuerung potentieller Risiken werden Planungs- und Kontrollsysteme genutzt, regelmäßig überprüft und sich verändernden Gegebenheiten angepasst. Vor diesem Hintergrund wurde im August 2002 ein neues integriertes Planung-, Controlling- und Reporting Instrument (Corporate Planning) konzernweit eingeführt. Dadurch konnte die bisherige Qualität der zeitnahen Berichterstattung sowie der betriebswirtschaftlichen Steuerung der einzelnen Gesellschaften verbessert werden.
Beteiligungsrisiken
Grundsätzlich können sich Risiken in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der einzelnen Beteiligungsunternehmen ergeben.
Zur Minimierung dieser Risiken verfolgt der Allgeier Konzern eine Beteiligungsstrategie, die im Wesentlichen gekennzeichnet ist durch
- § die Risikostreuung bei den Einzelinvestments unter Portfoliogesichtspunkten,
- § das Anstreben einer Mehrheitsbeteiligung und entsprechender Einflussmöglichkeit auf die operative Geschäftsführung,
- § die vorausgehende und eingehende Prüfung des potentiellen Beteiligungsunternehmens im Rahmen einer Due Diligence Prüfung,
- § der Integration von Beteiligungsgesellschaften in den Konzernverbund mittels Implementierung eines adäquaten Berichts- und Informationssystems im Sinne der Frühwarnung,
- § die Einsitznahme bei den Organen der Beteiligungsgesellschaft, zur konsequenten Umsetzung der angestrebten Wachstums- und Ergebnisziele.
Die Gesellschaft investiert in Unternehmen, die bereits in der Vergangenheit erfolgreich waren, ein intaktes Management haben und sich mit ihren Produkten oder Dienstleistungen gut in ihren Märkten etabliert haben. Es werden keine Investments in Start-up Unternehmen getätigt.
Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2003 erwarten wir keine wesentliche Erholung der Konjunktur und sind daher verhalten, was die Umsatzentwicklung unserer Beteiligungsgesellschaften angeht. Wir gehen von einem Umsatzniveau in etwa auf Vorjahreshöhe aus. Dies zwang uns bereits im Geschäftsjahr 2002 Maßnahmen zur Kostenreduktion einzuleiten und umzusetzen. Diese werden dazu beitragen bei dem erwarteten Umsatzniveau die Ergebnislage deutlich zu verbessern.
Im Geschäftsbereich "Basistechnologie" erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr 2003 einen Umsatz auf Vorjahreshöhe. Wir gehen nicht davon aus, dass sich dieser Bereich den rezessiven Tendenzen entziehen kann. Unsicherheiten bestehen nach wie vor bezüglich des Telekommarktes. Dennoch konnte im ersten Quartal 2003 mit der Gewinnung eines weiteren nationalen Mobilfunk-Netzbetreibers unsere Kundenbasis ausgebaut werden. Dadurch erwarten wir zusätzliche Impulse für das Telekom Geschäft. Neben dem reinen Produktgeschäft ist es unser Ziel, das Servicegeschäft zu forcieren und als weiteres Standbein der Telekom auszubauen. Das OEM-Geschäft ist nach wie vor geprägt von einer deutlichen Investitionszurückhaltung bei den Industriekunden. Zwar konnten verschiedene interessante Entwicklungsaufträge gewonnen werden, doch bei der Auftragerteilung zur Serienfertigung wird oft Zurückhaltung geübt. Eine Stärkung der Markposition als Spezialist für innovative Stromversorgungsgeräte und -systeme wird von den diversen Neuentwicklungen unserer OEM- und Standardprodukte erwartet. Parallel zum laufenden Geschäft wurden diverse Projekte zur Verbesserung der Kosten- und Ertragsstruktur aufgesetzt. Die Neustrukturierung des Vertriebes nach strategischen Geschäftsfeldern und klar zugewiesenen Zielmärkten sowie die personelle Verstärkung des Vertriebsaußendienstes erfolgten bereits in 2002 und sollten im Laufe des Geschäftsjahres 2003 Wirkung zeigen. Darüber hinaus erwarten wir durch die Maßnahmen im Produktionsbereich weitere Produktivitätssteigerungen. Für das Jahr 2003 erwarten wir daher in diesem Geschäftsbereich einen positiven Ergebnisbeitrag zum Konzern.
Für den Geschäftsbereich "IT Solutions" erwarten wir ein durchaus schwieriges Jahr 2003. Neben der allgemeinen schwierigen konjunkturellen Situation
stellt auch der anhaltende Konzentrationsprozess in der Baustoff- und Holzhandelsbranche eine Herausforderung dar. Die Zielsetzungen für 2003 sind die Stabilisierung des ERP-Geschäftes einerseits, sowie der weitere Ausbau des DMS-Geschäftes andererseits. Mit unseren neu entwickelten Produkten AC Logic und AC Finac sind wir als einer der wenigen Anbieter in der Lage eine Client Server (Windows NT) basierte ERP-Lösung für den Baustoff- und Holzhandel anzubieten. Impulse erwarten wir von unseren Bestandkunden. Gleichzeitig wollen wir unsere Kundenbasis durch Neukundengewinnung erweitern. Erste Erfolge konnten wir im ersten Quartal 2003 bereits verzeichnen. Die aktuelle Umsatzentwicklung im DMS-Geschäft stimmt uns positiv, die für 2003 gesetzten Wachstumsziele zu erreichen. Zu dieser positiven Entwicklung trug die klare Positionierung als DMS-Lösungsanbieter bei. Der im Aufbau befindliche Partnervertrieb für unsere eigene DMS-Lösung AC Archive soll für weiteres Wachstum in diesem Segment sorgen. Entscheidend für die erfolgreiche Vermarktung unserer neu entwickelten Lösungen, werden die Straffung unserer Serviceorganisation sowie die konsequente Ausrichtung unseres Services an den Bedürfnissen unserer Kunden sein. Hier wollen wir durch entsprechende Sensibilisierung unserer Mitarbeiter unsere Kompetenz weiter ausbauen. Darüber hinaus werden die verschiedenen Kooperationsgespräche mit potentiellen Partnern intensiv weiter verfolgt.
Im zweiten Quartal 2003 wurde ein Kooperationsvertrag mit der TTL AG, einer auf IT-Investitionen spezialisierte Leasinggesellschaft, unterzeichnet. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, durch einen gemeinsamen Marktauftritt Vertriebssynergien für beide Partner auszuschöpfen, indem den Kunden neben der Produkt- und Lösungskompetenz auch Finanzierungsinstrumente angeboten werden können.
Der Konzern beabsichtigt für 2003 weitere Beteiligungen einzugehen. Dadurch soll die Geschäftsbasis des Konzerns weiter verbreitert werden. Das Umfeld für Beteiligungskäufe bewerten wir als attraktiv, haben sich doch die Bewertungen auf niedrigem Niveau stabilisiert. Schwerpunkt der Akquisitionsstrategie sind Arrondierungs- und Erweiterungsinvestitionen, die eine Ergänzung zu unserem bestehenden Beteiligungsportfolio darstellen.
Der Vorstand
München, im Mai 2003
Allgeier Computer AG, München Konzernbilanz nach IAS zum 31. Dezember 2002
| A K T I V A | 31.12.2002 | 31.12.2001 | |
|---|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | Tsd. € | |
| A. Langfristige Vermögenswerte |
|||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|||
| 1. Firmenwerte |
8.755,3 | 0,0 | |
| 2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte |
|||
| ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenen | |||
| an solchen Rechten und Werten | 3.080,0 | 2.045,2 | |
| 11.835,3 | 2.045,2 | ||
| II. Sachanlagen |
|||
| 1. Grundstücke und Bauten |
1.385,7 | 1.368,4 | |
| 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung |
864,5 | 295,2 | |
| 2.250,2 | 1.663,6 | ||
| B. Kurzfristige Vermögenswerte |
|||
| I. Vorräte |
|||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
8.252,2 | 162,2 | |
| 2. Waren |
0,0 | 564,6 | |
| 8.252,2 | 726,8 | ||
| II. Forderungen und sonstige |
|||
| Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen |
|||
| und Leistungen | 5.689,8 | 2.653,3 | |
| 2. sonstige Vermögensgegenstände |
2.911,6 | 1.163,8 | |
| 8.601,4 | 3.817,1 | ||
| III. Wertpapiere |
|||
| sonstige Wertpapiere | 1.056,1 | 1.086,0 | |
| IV. Schecks, Kassenbestand, |
|||
| Guthaben bei Kreditinstituten | 7.845,3 | 17.770,3 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten |
101,7 | 40,0 | |
| D. Aktive latente Steuern |
1.568,5 | 1.826,0 | |
| 41.510,7 | 28.975,0 |
| P A S S I V A | 31.12.2002 | 31.12.2001 | |
|---|---|---|---|
| Tsd. € |
Tsd. € | Tsd. € | |
| A. Eigenkapital |
|||
| I. Gezeichnetes Kapital |
3.000,0 | 3.000,0 | |
| II. Kapitalrücklage |
20.699,3 | 20.699,3 | |
| III. Gewinnrücklagen |
0,0 | 0,0 | |
| Gesetzliche Rücklage | 277,0 | 217,5 | |
| IV. Eigene Anteile |
-180,6 | 0,0 | |
| V. Gewinn-/Verlustvortrag (-) |
2.081,3 | 3.017,5 | |
| VI. Wechselkursänderungen |
-0,4 | 8,0 | |
| VII. Konzernjahresfehlbetrag |
-1.812,0 | -868,3 | |
| 24.064,6 | 26.074,0 | ||
| B. Minderheitenanteile |
4.629,8 | ||
| C. Langfristige Schulden |
|||
| 1. Verzinsliche Darlehen |
0,0 | 0,0 | |
| Passive latente Steuern |
261,6 | 37,8 | |
| 261,6 | 37,8 | ||
| D. Kurzfristige Schulden |
|||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber |
|||
| Kreditinstituten | 5.574,1 | 0,0 | |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen |
|||
| und Leistungen | 1.132,0 | 913,9 | |
| 3. sonstige Verbindlichkeiten |
4.348,7 | 1.949,3 | |
| 4. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener |
|||
| Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel | 1.500,0 | 0,0 | |
| 12.554,7 | 2.863,2 | ||
17
41.510,7 28.975,0
Allgeier Computer AG, München Konzern Gewinn- und Verlustrechnung nach IAS für die vom 1. Januar 2002 bis 31. Dezember 2002
| 2002 Tsd. € |
2001 Tsd. € |
||
|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 22.408,8 | 9.245,9 |
| 2. | andere aktivierte Eigenleistungen | 1.269,3 | 838,0 |
| 3. | sonstige betriebliche Erträge | 869,2 | 483,8 |
| 4. | Materialaufwand | 9.740,1 | 2.596,6 |
| 5. | Personalaufwand | 9.452,9 | 5.578,8 |
| 6. | Abschreibungen | 1.794,0 | 1.076,2 |
| 7. | sonstige betriebliche Aufwendungen | 4.962,4 | 3.528,3 |
| 8. | Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | -1.402,1 | -2.212,2 |
| 9. | Finanzergebnis | 93,2 | 857,6 |
| 10. | Ergebnis vor Steuern | -1.308,9 | -1.354,6 |
| 11. | Ertragsteuerergebnis | -662,4 | 486,3 |
| 12. | Ergebnis vor Minderheitenanteilen | -1.971,3 | -868,3 |
| 13. | Minderheitenanteile | -159,3 | 0,0 |
| 14. | Periodenverlust | -1.812,0 | -868,3 |
Allgeier Computer AG, München Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2002
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2002 Tsd. € |
Zugänge Tsd. € |
Abgänge Tsd. € |
31.12.2002 Tsd. € |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
||||
| Firmenwert | 0,0 | 9.064,2 | 0,0 | 9.064,2 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an |
||||
| solchen Rechten und Werten | 3.593,5 | 2.189,4 | 7,8 | 5.775,1 |
| 3.593,5 | 11.253,6 | 7,8 | 14.839,3 | |
| II. Sachanlagen |
||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten |
||||
| auf fremden Grundstücken der Bauten | 1.975,4 | 66,6 | 0,0 | 2.042,0 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen |
0,0 | 225,4 | 0,1 | 225,3 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs |
||||
| und Geschäftsausstattung | 944,2 | 659,1 | 137,5 | 1.465,8 |
| 2.919,6 | 951,1 | 137,6 | 3.733,1 | |
| Insgesamt | 6.513,1 | 12.204,7 | 145,4 | 18.572,4 |
| Kumulierte Abschreibungen | Währungsanpassung | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2002 Tsd. € |
Zugänge Tsd. € |
Abgänge Tsd. € |
31.12.2002 Tsd. € |
01.01.2002 Tsd. € |
31.12.2002 Tsd. € |
01.01.2002 Tsd. € |
31.12.2002 Tsd. € |
| 0,0 | 308,9 | 0,0 | 308,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 8.755,3 |
| 1.548,3 | 1.146,7 | 0,0 | 2.695,0 | 0,0 | 0,0 | 2.045,2 | 3.080,1 |
| 1.548,3 | 1.455,6 | 0,0 | 3.003,9 | 0,0 | 0,0 | 2.045,2 | 11.835,3 |
| 607,0 | 49,3 | 0,0 | 656,3 | 0,0 | 0,0 | 1.368,3 | 1.385,7 |
| 0,0 | 16,6 | 0,0 | 16,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 208,7 |
| 648,2 | 272,4 | 110,6 | 810,0 | -0,8 | 0,0 | 295,3 | 655,8 |
| 1.255,2 | 338,4 | 110,6 | 1.483,0 | -0,8 | 0,0 | 1.663,6 | 2.250,2 |
| 2.803,5 | 1.794,0 | 110,6 | 4.486,9 | -0,8 | 0,0 | 3.708,8 | 14.085,5 |
Allgeier Computer AG, München Konzern-Eigenkapital-Veränderungsrechnung zum 31. Dezember 2002
| Gezeich- netes Kapital |
Kapital rücklage |
|
|---|---|---|
| Tsd. € |
Tsd. € | |
| Stand 31. Dezember 2000 | 3.000,0 | 24.859,7 |
| Einstellung in die gesetzliche Rücklage Belgien |
0,0 | 0,0 |
| Einstellung in die Gewinnrücklage Belgien | 0,0 | 0,0 |
| Erstattung von Kosten des Börsenganges | 0,0 | 150,7 |
| Latente Steuern auf Erstattung von Kosten des Börsenganges | 0,0 | -43,3 |
| Entnahme Kapitalrücklage wegen Verlustausgleich beim Mutterunternehmen |
0,0 | -4.267,8 |
| Periodenergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Veränderung der Wechselkursdifferenz | 0,0 | 0,0 |
| Wechselkursdifferenz aus Gewinnvortrag | 0,0 | 0,0 |
| Stand 31. Dezmber 2001 | 3.000,0 | 20.699,3 |
| Einstellung in die Gewinnrücklage Belgien | 0,0 | 0,0 |
| Erwerb eigener Aktien der Allgeier Computer AG, München | 0,0 | 0,0 |
| Veränderung der Wechselkursdifferenz | 0,0 | 0,0 |
| Periodenergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Wechselkursdifferenz | 0,0 | 0,0 |
| Stand 31. Dezember 2002 | 3.000,0 | 20.699,3 |
| Gesamt | Gewinn-/Verlust- vortrag und Jahres ergebnis |
Wechsel- kurs- änderungen |
Eigene Anteile |
Gewinn- rücklagen |
|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | Tsd. € | Tsd. € | Tsd. € |
| 26.868,5 | -1.098,0 | 4,6 | 0,0 | 102,3 |
| 0,0 | -6,2 | 0,0 | 0,0 | 6,2 |
| 0,0 | -109,1 | 0,0 | 0,0 | 109,1 |
| 150,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| -43,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 0,0 | 4.267,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| -868,3 | -868,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 3,4 | 0,0 | 3,4 | 0,0 | 0,0 |
| -37,0 | -37,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 26.074,0 | 2.149,2 | 8,0 | 0,0 | 217,6 |
| 0,0 | -59,5 | 0,0 | 0,0 | 59,5 |
| -180,5 | 0,0 | 0,0 | 186,5 | 0,0 |
| -8,4 | 0,0 | -8,4 | 0,0 | 0,0 |
| -1.812,0 | -1.812,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| -8,5 | -8,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 24.064,6 | 269,2 | -0,4 | 186,5 | 277,1 |
Allgeier Computer AG, München Konzernabschluss nach IAS zum 31. Dezember 2002 Konzern-Kapitalflussrechnung nach der indirekten Methode
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | -1.149,6 | -1.354,7 |
| Berichtigungen für: | ||
| Abschreibungen | 1.786,6 | 1.073,1 |
| außerplanmäßige Abschreibung des Firmenwertes | 7,4 | 3,1 |
| Finanzerträge | -428,3 | -869,4 |
| Erträge aus dem Abgang von | ||
| Gegenständen des Anlagevermögens | -0,4 | -19,3 |
| Erträge aus den Abgängen | ||
| von Tochterunternehmen |
-20,3 | -261,3 |
| Zinsaufwendungen | 335,0 | 11,8 |
| Betriebsergebnis vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens | 530,4 | -1.416,7 |
| Veränderungen des Nettoumlaufvermögens | ||
| und der kurzfristigen Verbindlichkeiten |
553,3 | -570,1 |
| Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel | 1.083,7 | -1.986,8 |
| Mittelzuflüsse aus erhaltenen Zinsen | 428,2 | 869,4 |
| Mittelabflüsse aus gezahlten Zinsen | -335,0 | -11,8 |
| Mittelabflüsse aus gezahlten Ertragsteuern | -45,8 | -55,5 |
| Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit | 1.131,1 | -1.184,7 |
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit | ||
| Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen | -8.806,1 | -3,0 |
| Erwerb von immateriellen | ||
| Vermögensgegenständen und Sachanlagen | -1.858,2 | -989,9 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Tochterunternehmen | 137,5 | 256,1 |
| Einzahlungen aus dem Abgang | ||
| von Gegenständen des Anlagevermögens | 33,7 | 26,3 |
| Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | -10.493,1 | -710,5 |
| Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus Kostenerstattungen Börsengang | ||
| (i.Vj. Ausgabe von neuen Aktien) | 0,0 | 150,6 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen | -460,1 | -13,4 |
| Veränderung Minderheiten | 64,5 | 0,0 |
| Erwerb eigener Anteile | -180,6 | 0,0 |
| Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | -576,2 | 137,2 |
| Auswirkungen von Wechselkursänderungen | -16,8 | -33,5 |
| Nettozunahme von Zahlungsmittel | ||
| und Zahlungsmitteläquivalenten | -9.955,0 | -1.791,5 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||
| zu Beginn der Berichtsperiode | 18.856,3 | 20.647,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||
| am Ende der Berichtsperiode | 8.901,3 | 18.856,3 |
Allgeier Computer AG, München Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2002
1. Vorbemerkung
Der Konzernabschluss der Allgeier Computer AG für das Geschäftsjahr 2002 wurde nicht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften, sondern entsprechend der Befreiungsvorschrift des § 292 a HGB nach den am 31. Dezember 2001 geltenden International Accounting Standards (IAS) des International Accounting Standards Committee (IASC), London, aufgestellt. Mit der Aufstellung eines IAS Konzernabschlusses wird gleichzeitig die Anforderung des Regelwerks des Neuen Marktes erfüllt, an dem die Gesellschaft von Juli 2000 bis zum Dezember 2002 notiert war. Seit dem 11. Januar 2003 ist die Gesellschaft am geregelten Markt notiert.
2. Allgemeine Angaben
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden unverändert beibehalten. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.
3. Grundsätze der Konsolidierung
3.1 Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss werden im Rahmen der Vollkonsolidierung die Allgeier Computer AG und diejenigen Tochterunternehmen einbezogen, die unter ihrer einheitlichen Leitung stehen oder bei denen der Allgeier Computer AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Zum Bilanzstichtag werden - neben der Allgeier Computer AG als Muttergesellschaft - die folgenden Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:
| Anteil am Kapital (%) |
Währung Tsd. |
Eigen- kapital 31.12.2002 |
Jahres ergebnis 2002 |
|
|---|---|---|---|---|
| EA Elektro-Automatik Beteiligungen GmbH, Viersen (D) | 51 | € | 22 | -2 |
| EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG, Viersen (D) | 51 | € | 4.326 | -1.229 |
| Elektro-Automatik Schaltnetzgeräte GmbH, Bremen (D) | 51 | € | 10 | -802 |
| EA Elektro-Automatik Ltd., Salisbury (GB) | 51 | GPF | 74 | 24 |
| Allgeier Computer B. V., Oosterhout (NL) | 100 | € | -340 | 6 |
| Allgeier Computer (België) N. V., Zaventem (B) | 100 | € | 339 | 101 |
| Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen (D) | 100 | € | 3.182 | -1 |
| axol IT Kommunikationsgesellschaft mbH, Bremen (D) | 100 | € | -392 | -12 |
| Allgeier Beteiligungen GmbH, München (D) | 100 | € | -593 | -616 |
Die Angaben zum Eigenkapital und Jahresergebnis (gleichzeitig Aufstellung des Anteilsbesitzes gem. § 285 Nr. 11 HGB) erfolgen entsprechend den nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Einzelabschlüssen. Die Allgeier Computer AG hat im Juni 2002 ihre Geschäftsbereiche "ERP und DMS Solutions Deutschland" in die Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen, eine 100%-ige Tochtergesellschaft, ausgegliedert.
Die Anteile an der englischen Tochtergesellschaft Allgeier Computer Ltd., Birmingham, wurden im April 2002 verkauft, die Anteile an der französischen Tochtergesellschaft wurden im November 2002 verkauft. Es erfolgte daher die Entkonsolidierung dieser Gesellschaften.
Im Juni 2002 wurden von der Allgeier Beteiligungen GmbH, München 51 % der Anteile an der EA Elektro-Automatik Gruppe, Deutschland, (Geschäftsbereich "Basistechnologie") erworben. Die EA Elektro-Automatik Gruppe besteht aus den Firmen EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG, Viersen, EA Elektro-Automatik Beteiligungen GmbH, Viersen, der EA Elektro-Automatik Schaltnetzgeräte GmbH, Bremen, und der EA Elektro-Automatik Ltd., Salisbury, England.
3.2 Konsolidierungsmethoden
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Buchwertmethode auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der Gründung der Tochtergesellschaften.
Forderungen und entsprechende Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung miteinander verrechnet.
Zwischenergebnisse aus konzerninternen Umsätzen wurden für Leistungen der axol IT Kommunikationsgesellschaft mbH an die Muttergesellschaft bzw. ab Juni 2002 an die Allgeier IT Solutions GmbH eliminiert. Weiter wurden Zwischenergebnisse aus konzerninternen Umsätzen zwischen der EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG und der Elektro-Automatik Schaltnetzgeräte GmbH, Bremen eliminiert. Bei den übrigen Lieferungen und Leistungen waren keine Zwischenergebnisse zu eliminieren, da die Lieferungen und Leistungen grundsätzlich wie unter fremden Dritten abgerechnet werden bzw. schon zu Drittumsätzen geführt haben.
Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung sind Umsatzerlöse und sonstige Erträge aus konzerninternen Leistungsbeziehungen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.
3.3 Grundsätze der Währungsumrechnung
Die Währungsumrechnung der Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt im Konzernabschluss gemäß IAS 21 nach dem Konzept der "funktionalen Währung". Danach werden die Vermögensgegenstände und Schulden zum Stichtagskurs, das Kapital zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung des Nettoreinvermögens mit gegenüber dem Vorjahr veränderten Kursen werden erfolgsneutral behandelt und erst zum Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Konsolidierungskreis erfolgswirksam verrechnet.
3.4 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für den Konzernabschluss
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses werden bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen (Mutter- und Tochterunternehmen) einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde gelegt. Soweit diese nicht bereits bei der Aufstellung der IAS Einzelabschlüsse angewendet wurden, erfolgt die Anpassung der Einzelabschlüsse im Rahmen der Konsolidierung gemäß IAS 27 (umgegliedert 1994). Für den Geschäftsbereich "IT-Solutions" werden die Herstellungskosten der selbst entwickelten Software entsprechend IAS 38 (1998) Nr. 53 ff. die zurechenbaren Einzel- und Gemeinkosten der Entwicklung, Erprobung und Dokumentation aktiviert. Wenn das jeweilige Produkt zum Verkauf zur Verfügung steht, wird es nach IAS 38 (1998) Nr. 80 ff. linear über vier Jahre (geschätzte Nutzungsdauer) abgeschrieben. Nachträgliche Herstellungskosten werden auf die verbleibende Restnutzungsdauer, mindestens jedoch über 2 Jahre abgeschrieben. Im Geschäftsbereich "Basistechnologie" werden die Herstellungskosten der Entwicklungen nur auf Basis der Lohnkosten zzgl. anteiligen
Sozialkosten ermittelt und nach Fertigstellung des Produktes linear über drei Jahre (geschätzte Nutzungsdauer) abgeschrieben.
4. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Bilanz
4.1 Anlagevermögen
4.1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über vier Jahre linear abgeschrieben.
Im IAS Konzernabschluss werden beginnend ab 1998 die Herstellungskosten der selbst entwickelten immateriellen Vermögensgegenstände entsprechend IAS 38 aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear über drei bzw. vier Jahre abgeschrieben. Insgesamt wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 4.741 aktiviert, davon im Jahr 2002 TEUR 1.586 aus dem Geschäftsbereich "Basistechnologie" und aus dem Bereich "IT Solutions" TEUR 424. Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände im Konzernabschluss ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.
4.1.2 Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten - bei abnutzbaren Gegenständen abzüglich planmäßiger Abschreibungen - bewertet. Die Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer sowohl linear als auch degressiv vorgenommen. Bei der Anwendung der degressiven Methode wird zur linearen Abschreibung übergegangen, sobald dieser Abschreibungsbetrag höher liegt. Die Kosten der Finanzierung von Sachanlagen werden gemäß IAS 23.7 im Konzernabschluss nicht aktiviert.
Für Gebäude wird eine Nutzungsdauer von 50 Jahren angesetzt.
Auf der Basis von Leasing-Verträgen genutzte Sachanlagen werden gemäß IAS 17 aktiviert und abgeschrieben, wenn die Voraussetzungen des "Capital Leasing" erfüllt sind. Bisher waren keine Gegenstände nach den Regelungen des IAS 17 zu aktivieren. Aufwendungen für die Instandhaltung stellen im Jahr der Entstehung Aufwand dar, soweit sich nicht eine wesentliche Veränderung bzw. Verlängerung der Nutzungsmöglichkeiten ergibt. Die Gliederung und Entwicklung der Sachanlagen ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.
4.1.3 Finanzanlagen
In der Konzernbilanz sind keine Finanzanlagen auszuweisen.
4.2 Umlaufvermögen
4.2.1 Vorräte
Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder ihrem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Im Geschäftsbereich "Basistechnologie" wurden bei der Bewertung Abschläge für "slowmoving-stocks" vorgenommen, gestaffelt nach Jahren. Die Vorräte des Konzernabschlusses setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2002 | 31.12.2001 | |
|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Basistechnologie | 7.838 | - |
| IT Solutions | 414 | 727 |
| Gesamt | 8.252 | 727 |
4.2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Notwendige Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im Konzernabschluss in Höhe von TEUR 187 gebildet.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzernabschlusses betragen brutto TEUR 5.877. Sie gliedern sich in einen Anteil der "Basistechnologie" in Höhe von TEUR 2.944 und den Anteil der "IT Solutions" von TEUR 2.933. Die sonstigen Vermögensgegenstände (Konzernabschluss TEUR 2.911) betreffen in Höhe von TEUR 1.482 eine Forderung gegenüber dem Minderheitengesellschafter des Geschäftsbereichs "Basistechnologie", sowie Forderungen aus der Umstrukturierung der EA Gruppe (TEUR 230), Forderungen aus Versicherungsschäden (TEUR 112), Forderungen gegen Finanzbehörden (TEUR 555), aus Miet- und sonstigen Werkverträgen (TEUR 160) und übrigen Forderungen und Vorschüsse (TEUR 372).
Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben im Konzernabschluss TEUR 37 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
4.2.3 Wertpapiere
Die Wertpapiere sind täglich verfügbar/liquidierbar und sind dem Finanzmittelfonds zuzurechnen. Im Konzern- und Einzelabschluss wurden diese Anteile mit dem niedrigeren Kurswert (TEUR 1.056) per 31.12.2002 bewertet.
4.2.4 Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Im Konzernabschluss werden folgende liquiden Mittel mit dem Nennwert ausgewiesen: Schecks (TEUR 11), der Kassenbestand (TEUR 1) und die Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 7.833).
4.3 Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde mit den im Voraus bezahlten Beträgen angesetzt.
4.4 Latente Steuern in der Konzernbilanz
Zeitliche Wertunterschiede der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden in dem IAS Konzernabschluss und in den Einzelabschlüssen nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften werden als latente Steueransprüche (aktive latente Steuern) oder als latente Steuerschulden (passive latente Steuern) bilanziert.
Steuerliche Verlustvorträge bei den einzelnen Konzernunternehmen führen zu aktiven latenten Steuern, sofern dem jeweiligen Unternehmen mit ausreichender Wahrscheinlichkeit ein wirtschaftlicher Nutzen entsprechend dem erwarteten Verlustausgleich zukünftig zufließen wird. Die Kosten des Börsengangs der Allgeier Computer AG waren in der Steuerbilanz (= HGB Bilanz) ebenfalls sofort ergebniswirksam. Im IAS Abschluss werden die hieraus zu erwartenden Steuerforderungen als aktive latente Steuern ausgewiesen.
Für die Kosten der Herstellung von immateriellen Vermögensgegenständen (Software), sowie für die Entwicklungskosten des Geschäftsbereichs "Basistechnologie", die im IAS Abschluss aktiviert werden, die jedoch im landesrechtlichen Jahresabschluss im Jahr des Anfalls sofort in vollem Umfang aufwandswirksam werden, sind im IAS Abschluss entsprechende erfolgswirksame latente Steuerschulden anzusetzen.
Aufgrund der im Jahr 2000 in Deutschland geänderten Steuersätze ist ein Steuersatz von rd. 39 % zugrunde gelegt worden. Zur Berechnung der latenten Steuern auf Verlustvorträge bei den ausländischen Tochtergesellschaften wurden die landesspezifischen Steuersätze herangezogen. Für allgemeine Gewinn- und Zinsrisiken wurden jeweils Abschläge berücksichtigt. Es erfolgte eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern je Konzerngesellschaft, soweit die Voraussetzungen hierfür vorlagen.
Die Berechnung erfolgt unter Zugrundelegung der Ertragsplanung für die folgenden fünf Geschäftsjahre.
Die aktiven latenten Steuern setzen sich aus Verlustvorträgen (in der Allgeier Computer AG inklusive der Kosten des Börsenganges) zusammen:
| 31.12.2002 | 31.12.2001 | |
|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Allgeier Computer AG, München | 1.490 | 2.294 |
| Allgeier Computer B.V., Niederlande |
40 | 43 |
| axol IT Kommunikationsgesellschaft mbH, Bremen |
38 | 37 |
| 1.568 | 2.374 |
Die passiven latenten Steuern für eigene Entwicklungsleistungen ergeben sich wie folgt:
| 31.12.2002 | 31.12.2001 | |
|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Allgeier Computer (Belgie) N.V., Belgien | 28 | 38 |
| Allgeier Computer AG, München | 0 | 548 |
| Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen | 67 | 0 |
| EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG, Viersen | 167 | 0 |
| 262 | 586 |
Bei der Allgeier Computer AG erfolgte im Vorjahr ein mit den aktiven latenten Steuern saldierter Ausweis.
Im Rahmen der Ausgliederung des operativen Geschäftes der Allgeier Computer AG, München auf die Allgeier IT Solutions GmbH, Bremen, entstand ein steuerpflichtiger Gewinn hinsichtlich der selbst entwickelten Software.
Die aktiven latenten Steuern haben grundsätzlich eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die passiven latenten Steuern für die selbst entwickelte Software haben entsprechend der Abschreibungsdauer eine Laufzeit von bis zu vier Jahren.
Wegen Unsicherheit der steuerlichen Geltendmachung wurden aktive latente Steuern gemäss nachstehender Übersicht nicht gebildet:
| 31.12.02 | 31.12.01 | |
|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Allgeier Computer B.V., Niederlande | 87 | 87 |
| Allgeier Computer AG, München | 256 | 0 |
| AC Ltd. Birmingham, England | 0 | 9 |
| AC S.A.R.L., Frankreich | 0 | 24 |
| 343 | 120 |
4.5 Eigenkapital
4.5.1 Grundkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 3.000.000 und stellt sich zum 31.12.2002 wie folgt dar:
| Angaben zu den Inhaberaktien | 31.12.2002 |
|---|---|
| Stück | 3.000.000 |
| Rechnerischer Nennwert je Stückaktie | EUR 1,00 |
| Aktienkurs | EUR 3,10 |
4.5.2 Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 9. August 2006 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 1.500.000 durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 neuer Stückaktien gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).
4.5.3 Kapitalrücklage
Im Konzernabschluss ergibt sich die Kapitalrücklage wie folgt:
| Tsd. € | |
|---|---|
| Agio aus dem Börsengang | 26.875 |
| abzgl. Kosten des Börsenganges | -2.778 |
| zzgl. aktive latente Steuern auf die Kosten des Börsenganges | 870 |
| abzgl. Entnahme aus der Kapitalrücklage analog zur | |
| Konzernmutter jedoch bereinigt um die Kosten des Börsenganges | -4.268 |
| 20.699 |
Die Entnahme aus der Kapitalrücklage wurde nach Korrektur der Kosten des Börsenganges im Konzernabschluss zugunsten einer Erhöhung des Konzerngewinnvortrages nachvollzogen.
Die Aufgliederung und Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
4.6 Schulden
Im Konzernabschluss werden die Rückstellungen unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Bewertung im Konzernabschluss wurde gegenüber dem Einzelabschluss nicht verändert.
Im Konzernabschluss werden die übrigen lang- und kurzfristigen Schulden (im Einzelabschluss die Verbindlichkeiten) mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt.
Die Verbindlichkeiten bzw. die Schulden haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgten die Lieferungen teilweise unter üblichen Eigentumsvorbehalten.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verpflichtungen aus Steuern von TEUR 184 und aus am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten von EUR 3,45 Mio. enthalten. Hiervon betreffen EUR 1,6 Mio. Rückstellungen für Steuern, TEUR 153 Pensionsrückstellungen und EUR 1,75 Mio. vor allem ungewisse Verbindlichkeiten für Restrukturierungsmaßnahmen, Gewährleistungen, Jahresabschlussprüfung und Personalaufwendungen.
4.7 Haftungsverhältnisse
Ausweispflichtige Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag nicht.
5. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung
5.1 Umsatzerlöse
Die Umsätze der Segmente "Basistechnologie" und "IT Solutions" verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Geschäftsfelder:
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |
| ERP | 4.474 | 6.719 |
| DMS | 3.806 | 2.437 |
| WEB-Dienstleistungen | 47 | 102 |
| Erlösminderungen | -23 | -12 |
| Geschäftsbereich IT Solutions | 8.304 | 9.246 |
| Telekom | 8.793 | - |
| OEM | 3.781 | - |
| Distribution | 1.735 | - |
| Erlösminderungen | -205 | - |
| Geschäftsbereich Basistechnologie (ab 1.7.2002) | 14.104 | |
| Umsatzerlöse | 22.408 | 9.246 |
Aufteilung der Umsatzerlöse nach geografischen Bereichen:
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Deutschland | 18.135 | 5.854 |
| Belgien | 2.720 | 1.578 |
| Niederlande | 821 | 739 |
| Frankreich bis 11.02 | 276 | 685 |
| U. K. | 456 | 348 |
| Sonstige | 0 | 42 |
| 22.408 | 9.246 |
5.2 Sonstige betriebliche Erträge
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Verkauf der amerikanischen Tochtergesellschaft |
0 | 307 |
| Auflösung von Rückstellungen |
602 | 69 |
| Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen |
14 | 53 |
| Sonstige | 253 | 55 |
| 869 | 484 |
5.3 Materialaufwand
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Geschäftsbereich "IT Solutions" | 2.411 | 2.597 |
| Geschäftsbereich "Basistechnologie" | 7.329 | 0 |
| 9.740 | 2.597 |
5.4 Personalaufwand
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Löhne und Gehälter | 7.841 | 4.618 |
| Gesetzliche soziale Aufwendungen | 1.568 | 856 |
| Freiwillige soziale Aufwendungen/Sonstige Personalkosten | 43 | 105 |
| 9.453 | 5.579 |
In den Löhnen und Gehältern sind Abfindungen für die Restrukturierungsmaßnahmen von TEUR 594 enthalten.
5.5 Abschreibungen
Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.456 | 874 |
| Sachanlagen | 338 | 202 |
| 1.794 | 1.076 |
5.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Fahrzeugkosten | 566 | 506 |
| Rechts- und Beratungskosten | 1.030 | 789 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 663 | 411 |
| Vertriebs-, Werbe-, Reise- und Bewirtungskosten | 543 | 467 |
| Grundstücks-, Gebäude-, Raumkosten | 873 | 400 |
| Kosten der Warenabgabe/Versandkosten | 275 | 164 |
| Abschreibungen/Wertberichtigungen auf Forderungen | 264 | 357 |
| Ausbildung, Forschungs- und Entwicklungskosten | 21 | 16 |
| Reparatur/Instandhaltungen/Serviceabteilung | 111 | 51 |
| Versicherungen, Beiträge, Abgaben | 177 | 64 |
| Aufsichtsratsvergütung | 20 | 20 |
| Aufwand Abgang Anlagevermögen | 1 | 2 |
| Übrige | 418 | 281 |
| 4.962 | 3.528 |
5.7 Finanzergebnis
Im Finanzergebnis sind enthalten:
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Zinserträge | 428 | 870 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | 10 |
| Zinsaufwendungen | 335 | 2 |
| 93 | 858 |
Durch die Investition in den Geschäftsbereich "Basistechnologie" haben sich die Finanzmittel und somit die Zinserträge verringert.
5.8 Ertragsteuern
Die Ertragssteuern im Konzernabschluss beinhalten sowohl tatsächliche Steueraufwendungen bzw. Steuererstattungen als auch nach IAS 12 (revised 1996) berechnete Steuerabgrenzungen. Die berechneten Steuerabgrenzungen beruhen auf Verlustvorträgen, den Kosten des Börsenganges des Mutterunternehmens und der Aktivierung selbst entwickelter immaterieller Vermögensgegenstände.
5.8.1 Laufende und latente Steuern
Das Ertragssteuerergebnis des Konzerns ergibt sich aus den nachfolgend genannten Bestandteilen:
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Saldo aus laufenden Steueraufwendungen und -erstattungen | -46 | -56 |
| Steuerabgrenzungen | -171 | 542 |
| Steueraufwand | -217 | 486 |
Die Steuerabgrenzungen enthalten zurückgestellte Steuern von TEUR 171.
5.8.2 Überleitungsrechnung gemäß IAS 12.81
Der Steuersatz zur Berechnung der erwarteten Steuern in Höhe von 39,16% (Vj. 55%) wurde als Kombination aus 17,36% für Gewerbesteuer, 25% für Körperschaftsteuer und 5,5% für Solidaritätszuschlag ermittelt.
| Überleitung | 2002 | 2001 |
|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Verlust vor Ertragsteuern | -1.309 | -1.355 |
| erwartete Steuern bei Steuersatz 39,16% (Vj. 55%) | -513 | -530 |
| Nicht angesetzte aktive latente Steuern aus Verlusten |
290 | 120 |
| Steuersatzänderungen | 0 | 0 |
| Anwendung des jeweiligen ausländischen Steuersatzes zur | ||
| Berechnung der latenten Steuern | 26 | 15 |
| Auflösung latente Steuern Vorjahr | -76 | -85 |
| Auswirkungen durch die Abschreibung auf Geschäfts- oder |
||
| Firmenwerte im Konzern | 53 | 1 |
| Auswirkungen abweichender Steuersätze bei | ||
| Auslandstöchtern | -9 | -23 |
| Übrige Effekte | 12 | 16 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | -217 | -486 |
| Effektiver Steuersatz | 16,55% | 35,90% |
6. Sonstige Angaben
6.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Miet- und Pachtverträge | 9.744 | 656 |
| Leasing | 518 | 497 |
| Sonstige | 0 | 6 |
| 10.292 | 1.159 |
6.2 Arbeitnehmer (Angestellte)
| 2002 | 2001 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Durchschnitt | 31.12. | Durchschnitt | 31.12. | ||
| Muttergesellschaft | 8 | 1 | 93 | 94 | |
| Tochtergesellschaften | 405 | 364 | 46 | 40 | |
| 413 | 365 | 148 | 146 |
6.3 Ergebnis je Aktie für den Konzernabschluss
Für die 3.000.000 Stückaktien errechnet sich nach DVFA/SG zum 31. Dezember 2002 ein Verlustanteil je Aktie von EUR 0,60 (Vorjahr: EUR 0,45).
6.4 Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung (Cashflow-Rechnung)
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
| 31.12.2002 | 31.12.2001 | |
|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Wertpapiere | 1.056 | 1.086 |
| Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten | 7.845 | 17.770 |
| 8.901 | 18.856 |
Für den Erwerb des 51% Anteils an der EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG, Viersen und an deren Komplementär-GmbH, der EA Beteiligungen GmbH, Viersen wurde im Jahr 2002 ein Kaufpreis EUR 8,8 Mio. bar gezahlt.
Die mit dem Erwerb übernommenen Zahlungsmittel beliefen sich auf EUR 1,0 Mio. Im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb wurde Anlagevermögen von EUR 1,3 Mio., Umlaufvermögen von EUR 12,5 Mio. und Verbindlichkeiten von EUR 11,8 Mio. und Rückstellungen von EUR 1,4 Mio. dem Konzern zugeführt.
Im Geschäftsjahr 2002 wurde das englische Tochterunternehmen, die Allgeier Computer Ltd.; Potters Bar, für 85.000 GPF veräussert. Der Kaufpreis wurde in voller Höhe durch Überweisung beglichen.
Das Tochterunternehmen in Frankreich, die Allgeier Computer S.A.R.L., Straßburg wurde im Geschäftsjahr 2002 für EUR 1,00 veräußert. Der Kaufpreis wurde per Scheck beglichen.
Die mit der Veräußerung übergegangenen Vermögenswerte und Schulden stellen sich wie folgt dar:
| AC S.A.R.L. | AC Ltd. | |
|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Anlagevermögen | 3 | 5 |
| Liquide Mittel | 73 | 33 |
| Sonstiges Umlaufvermögen | 116 | 236 |
| Verbindlichkeiten | 154 | 188 |
6.5 Angaben gemäß IAS über Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen
Als nahe stehende Personen, mit denen im Jahr 2002 Geschäftsbeziehungen bestanden, sind zu nennen:
- § Natürliche Personen Herr Carl Georg Dürschmidt Herr Dr. Hans J. Wenzel Herr Detlef Dinsel
- § Juristische Personen Venturion Capital GmbH
Im Rahmen der mit der Gesellschaft abgeschlossenen Beratungsverträge fielen im Berichtszeitraum für Beratungsleistungen während der Zeit ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat bei Herrn Detlef Dinsel TEUR 13 und Herrn Carl Georg Dürschmidt TEUR 43 und bei Herrn Dr. Hans J. Wenzel TEUR 23 an.
Des weiteren bestand bis zum 31.12.2002 ein Servicevertrag zwischen der Venturion Capital GmbH und der Gesellschaft über die Nutzung von Büroräumen in München, Büroausstattung und Sekretariatsdienstleistung für pauschal TEUR 6 monatlich.
Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen bestehen zum Stichtag nicht.
6.6 Aufsichtsrat
Dem Aufsichtsrat gehörten im Jahr 2002 an:
- § Herr Carl Georg Dürschmidt, Dipl.-Betriebswirt, Bad Abbach, (Vorsitzender)
- § Herr Detlef Dinsel, Dipl.-Ing./MBA, Hamburg, (stellv. Vorsitzender)
- § Herr Dr. Hans J. Wenzel, Unternehmensberater, München
Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Geschäftsjahr 2002 wie im Vorjahr Bezüge von TEUR 20 erhalten. Die Amtsperiode der in 2001 gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates endet mit der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2005.
Zum Ende des Geschäftsjahres hielten folgende Aufsichtsräte Aktien der Allgeier Computer AG:
| Aktien / Stk. | ||
|---|---|---|
| Carl Georg Dürschmidt | unmittelbar | 25.000 |
| mittelbar | 594.273 | |
| Detlef Dinsel | unmittelbar | 152.537 |
Angabe zu den weiteren Aufsichtsrats- bzw. Verwaltungsratstätigkeiten:
- § Herr Carl Georg Dürschmidt Aufsichtsratsvorsitzender bei der: Aufsichtsratsmitglied bei der:
- § Herr Detlef Dinsel
- § Herr Dr. Hans J. Wenzel Aufsichtsratsvorsitzender bei der: Aufsichtsratsmitglied bei der:
Initium AG, München Venturion AG, München 4 TEKK Software AG, München
Aufsichtsratsmitglied bei der: Husqvarna Viking Pfaff AB, Schweden Orthogon AG, Bremen GARDENA AG, Ulm GARDENA International GmbH, Ulm
4 TEKK Software AG, München Venturion AG, München
6.7 Vorstand
Dem Vorstand gehörten im Jahr 2002 an:
- § Herr Hubert Rohrer, Kaufmann, Ressort operativer Bereich, Verden
- § Herr Axel Hamann, Dipl.-Kfm., Finanzvorstand, München, bis 31.3.2002
- § Herr Christian Eggenberger, Dipl.-Kfm., Ressort Beteiligungen, München
Die Mitglieder des Vorstandes haben für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2002 Bezüge von TEUR 366 erhalten. Die Vorstandsmitglieder waren bzw. sind gemeinsam mit einem anderen Vorstandsmitglied oder gemeinsam mit einem Prokuristen vertretungsberechtigt.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2002 hielten folgende Vorstände Aktien der Allgeier Computer AG:
| Aktien / Stk. | ||
|---|---|---|
| Herr Hubert Rohrer | unmittelbar | 1.500 |
| mittelbar | 66.500 | |
| Herr Christian Eggenberger | unmittelbar | 48.072 |
Angabe zu den weiteren Aufsichtsrats- bzw. Verwaltungsratstätigkeiten:
| § | Herr Christian Eggenberger | |
|---|---|---|
| Aufsichtsratsmitglied bei der: | Initium AG, München |
|
| Verwaltungsratsmitglied bei der: | AHE Holding AG, Schweiz |
München, Juni 2003 Allgeier Computer AG
Bestätigungsvermerk zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht
Wir haben den von der Allgeier Computer AG, München, aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2002 geprüft. Aufstellung und Inhalt des Konzernabschlusses liegen in der Verantwortung des Vorstands der Muttergesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung zu beurteilen, ob der Konzernabschluss den International Accounting Standards (IAS) entspricht.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehlaussagen ist. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für die Wertansätze und Angaben im Konzernabschluss auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung beinhaltet die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Nach unserer Überzeugung vermittelt der Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IAS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Zahlungsströme des Geschäftsjahres.
Unsere Prüfung, die sich auch auf den von dem Vorstand für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2002 aufgestellten Konzernlagebericht erstreckt hat, hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Überzeugung gibt der Konzernlagebericht insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Konzerns und stellt die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.
Außerdem bestätigen wir, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2002 die Voraussetzungen für eine Befreiung der Gesellschaft von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes nach deutschem Recht erfüllen.
Düsseldorf, 11. Juni 2003
LOHR + COMPANY GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Jörg-Andreas Lohr Walter Fabisch Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Allgeier Computer AG Wehrlestraße 12, D-81679 München Tel.: +49 (0) 89 - 99 84 21 0 Fax: +49 (0) 89 - 99 84 21 11 www.allgeier.com