Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

All for One Group SE Annual Report 2011

Jan 9, 2012

27_10-k_2012-01-09_b4d6af22-2aa0-4041-86f3-1b90668311c4.pdf

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

All for One Midmarket AG I Geschäftsbericht 2010/11

Das Geschäftsjahr 2010/11

Kennzahlen

Fortzuführende
Geschäftsbereiche
(IFRS)
10/2010–9/2011 10/2009–9/2010 Delta in % 10/2008–9/2009
Umsatzerlöse Mio. EUR 90,2 78,8 14 74,1
EBITDA Mio. EUR 7,8 6,0 29 3,2
EBITDA
-Marge
% 8,6 7,7 4,4
EBIT Mio. EUR 4,7 2,5 86 -0,3
EBIT
-Marge
% 5,2 3,2 -0,3
Ergebnis nach Steuern Mio. EUR 5,2 2,0 156 -0,5
Umsatzrendite % 5,7 2,6 -0,7
Mitarbeiter (Periodenende) Anzahl 477 424 13 418
Vollzeitstellen (ø) Anzahl 435 394 10 394
Ergebnis nach Steuern* Mio. EUR 7,3 2,0 260 2,2
Ergebnis je Aktie* EUR 1,41 0,38 273 0,40

* Angaben inkl. aufgegebener Geschäftsbereich

30.09.2011* 30.09.2010 Delta in % 30.09.2009
Nettoliquidität Mio. EUR 12,6 9,8 29 6,5
Eigenkapital Mio. EUR 38,4 32,4 18 31,5
Eigenkapitalquote % 59 55 50
Bilanzsumme Mio. EUR 65,3 59,3 10 63,3

* Angaben inkl. aufgegebener Geschäftsbereich

Das Geschäftsjahr 2010/11 im überblick

»Viele neue Kundenprojekte, starke Zahlen, in allen Bereichen ein deutliches Plus, die All for One Midmarket AG blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2010 / 11 zurück.

Diese seit nunmehr 3 Jahren andauernde Erfolgsgeschichte wollen wir forciert fortschreiben. Unter der neuen Marke All for One Steeb. Zusammen mit der Steeb Anwendungssysteme GmbH, die wir im Dezember 2011 übernommen haben, werden wir den leistungsstärksten SAP Komplettdienstleister im deutschsprachigen Raum formieren: MORE PEOPLE! MORE VALUE!«

Lars Landwehrkamp Stefan Land Vorstandssprecher Vorstand

Vorstandsinterview (04)
Inhal
t
Bericht des Aufsichtsrats (08)
Corporate Governance Bericht (11)
More
People
, more
value
!
Geschäftsmodell
Kunden
Mitarbeiter
(14)
Die Aktie (20)
Konzernlagebericht (22)

Konzernabschluss (44)

Gewinn-und-Verlust-Rechnung Gesamtergebnisrechnung Bilanz Kapitalflussrechnung Eigenkapitalveränderungsrechnung Konzernanhang Entwicklung des Anlagevermögens Bilanzeid (84) Bestätigungsvermerk (85) Finanzkalender (86) Impressum/IR Service

» Unser Geschäftsmodell greift. Wir betreuen Kunden ganzheitlich und entlang der gesamten IT-Wertekette. Beratungserlöse, Softwarelizenzverkäufe und Outsourcing Services ziehen sich gegenseitig nach oben.«

Links: Lars Landwehrkamp, Vorstandssprecher Rechts: Stefan Land, Finanzvorstand

Vorstandsinterview »Überraschungscoup«

  1. September 2011: kurz vor Geschäftsjahresschluss der Überraschungscoup. So jedenfalls sehen es die Medien. Seine Erfolgsstory schrieb der SAP Komplettdienstleister All for One jedoch auch ohne Berücksichtigung der Steeb Übernahme weiter fort.

Dieser Umbau hat sich wahrlich gelohnt. 2008: Vorstand neu formiert, ACCURAT und – in 2009 – AC-Service (Schweiz) veräußert, Holding und größte operative Einheit zusammengeführt, zudem neue Standorte, neue Rechenzentren und alles zusammen grundlegend neu finanziert. Und dann dies: beispiellose Wirtschaftskrise und trotzdem Umsatzsteigerungen und Rückkehr zur Profitabilität, weil gestärkt durch den Umbau. Und 2011? Vorstandssprecher Lars Landwehrkamp und Finanzvorstand Stefan Land stehen Rede und Antwort.

Mit einer Übernahme von Steeb hatte niemand gerechnet. Wie das?

Landwehrkamp: Bitte der Reihe nach. Auf unsere Resultate 2010/11 hat die Transaktion nur geringen Einfluss.

Wie sehr hat dann die gute Konjunktur Ihr Geschäft beeinflusst? Maschinen- und Anlagenbau, Automobilzulieferer und Projektdienstleister erlebten ja einen regelrechten Boom.

Landwehrkamp: Auch bereits im Krisenjahr 2009 konnten wir weiter zulegen, trotz starkem Gegenwind. Mit Rückenwind kommt unsere branchenfokussierte Vertriebsausrichtung jedoch zweifellos besser zur Geltung. Unser Geschäftsmodell greift. Wir betreuen Kunden ganzheitlich und entlang der gesamten IT-Wertekette. Beratungserlöse, Softwarelizenzverkäufe und Outsourcing Services einschließlich Softwarewartung ziehen sich so gegenseitig nach oben. Überall haben wir deutlich zugelegt und das teilweise hohe

Vorjahresniveau nochmals übertroffen. Weiterhin sind rund 40% unserer Umsätze wiederkehrend. Das verbessert die Planbarkeit und Prognosefähigkeit unseres Geschäfts und sichert uns auch dann ab, wenn die Konjunktur wieder abflachen sollte.

In wieweit wurden so die Ziele 2010/11 erreicht?

Land: Für 2010/11 hatten wir uns klare Ziele gesetzt: ein mittleres, einstelliges Umsatzwachstum und ein EBIT in Höhe von 3,4 Mio. EUR, also ein Ergebnisplus von rund 35% gegenüber dem Vorjahr. Nach neun Monaten wurde klar, dass wir noch besser und schneller vorankommen als geplant, daher die Anhebung unserer Jahresprognosen auf ein Umsatzplus von etwa 10% sowie ein EBIT von 4,0 Mio. EUR. Schlussendlich haben wir auch diese Prognosen übertroffen. Das Vertrauen in unsere Fähigkeiten, schneller als der IT-Gesamtmarkt zu wachsen und Marktanteile hinzu zu gewinnen, wurde weiter gestärkt.

Dann dürfte es wiederum zur Ausschüttung einer Dividende kommen?

Land: Mit unserem robusten und starken Geschäftsmodell eines SAP Komplettdienstleisters lassen sich nachhaltig bessere Renditen erzielen. Die Aussicht auf eine kontinuierliche Dividende wird dadurch zweifelsohne verbessert. Unser Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung erfolgt jedoch stets erst nach genauer Überprüfung unserer Liquiditätslage und der zukünftigen Investitionsbedürfnisse, insbesondere auch in Hinblick auf die Transaktion Steeb.

Heißt das, dass für die Folgejahre keine Dividenden mehr zu erwarten wären?

Land: Diese Frage kommt eindeutig zu früh.

Warum wurden die zurückgekauften Aktien nicht als Akquisitionswährung genutzt?

Land: Unsere Aktienrückkäufe, die bereits in 2009/10 bis zur zulässigen Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals erfolgt sind, wurden als klare Signale gewertet: All for One ist jetzt richtig aufgestellt und entwickelt sich nachhaltig stark, selbst bei kräftigem Gegenwind. Einen substanziellen Beitrag zur Finanzierung einer Transaktion in der Größenordnung von Steeb ließ sich mit den zurückgekauften 540.000 Aktien jedoch nicht darstellen. Daher war es konsequent, die Aktien einzuziehen und das Kapital entsprechend herabzusetzen.

Warum der Aktionärswechsel von BEKO zu CROSS? Warum ein Übernahmeangebot?

Land: CROSS konzentriert seine Engagements primär auf den Automotive Sektor. Auch die BEKO HOLDING AG richtete sich neu aus. So ging ein Großteil ihrer All for One Aktien an CROSS, die im Gegenzug ihre BEKO Anteile abgegeben hat. Damit sind jetzt zwei gewichtige Aktionärsgruppen bei uns engagiert, was zusätzlich für Stabilität sorgt. Das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot seitens CROSS an die übrigen All for One Aktionäre erfolgte gemäß den Bestimmungen des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz. Mit unserer guten Expertise im Automotive Segment passen wir gut in die CROSS Gruppe.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Aktie?

Land: Gegenüber unserem Tief von 1,50 Euro im März 2009 hat sich unser Aktienkurs mittlerweile mehr als vervierfacht. Referenzindices wie DAX oder TecDAX haben wir auch in 2010/11 klar hinter uns gelassen. Den Kursanstieg führen wir vor allem auf die fortwährenden Erfolge zurück. Selbst Anleger, die erst jetzt einsteigen, erhalten »Viel Aktie für wenig Geld«, so unlängst das Anlegermagazin Börse Online. Selbst bei Kursen von über 10 Euro – in Zeiten gänzlich besserer Gesamtmarktverfassung – sahen uns Finanzanalysten aufgrund der Nachhaltigkeit unserer Perspektiven als fundamental günstig bewertet. Wir haben aus unserer Sicht ein wichtiges Etappenziel erreicht. Der nächste Schritt soll die Werthaltigkeit der All for One in den nächsten Jahren nochmals deutlich erhöhen.

Andere Analysten interessieren sich vor allem für die IT-Märkte. Wie sehen Sie sich hier positioniert?

Landwehrkamp: Unsere gefühlte Spitzenposition basiert vor allem auf Feedback von Kunden, von SAP sowie auf Rückmeldungen aus dem großen Kreis des SAP-Ökosystems. Aber auch in einigen Rankings sind wir mittlerweile gut positioniert. So zählen wir zum Beispiel zu den »TOP 25 Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen in Deutschland« (Lünendonk GmbH), zu den umsatzstärksten IT-Dienstleistern Automotive in Deutschland (automotiveIT), zu »Führende Service-Provider für Application Management in Deutschland« (Pierre Audoin Consultants), zu »Deutschlands produktivste Unternehmen der Informationstechnologie« (Profiles International) und zu den 100 erfolgreichsten ITK-Unternehmen in Deutschland (Computerwoche). Diese Rankings haben durchaus Gewicht. Entscheidend jedoch: In unseren Zielmärkten soll möglichst kein ERP-Projekt entschieden werden, bei dem wir nicht zumindest angefragt wurden.

Auf »Deutschlands beste Arbeitgeber 2010« folgte »TOP Consultant 2011«. Welche Bedeutung haben solche Benchmarks für All for One?

Landwehrkamp: Mit Bilanz und G.u.V. alleine lässt sich der Wert von All for One nicht begreifbar machen, gerade in einem Dienstleistungsunternehmen liegen die Potenziale vor allem in den Köpfen der Leute. Dennoch interessiert uns natürlich, in wieweit die Umsetzung der Erkenntnisse aus »Deutschlands beste Arbeitgeber« schlussendlich auch bei unseren Kunden ankommt. Daher zählen für uns bei »Beste IT-Berater für den Mittelstand« nicht nur die erhebliche Außenwirkung dieses Awards, sondern gleichfalls die Gewissheit, dass die Bewertung größtenteils auf Kundeninterviews zurückgeht, in denen uns hohe Kompetenz und gute Performance zugesprochen wurde.

All for One wird immer wieder mit »Cloud Computing« in Verbindung gebracht. Wie das?

Landwehrkamp: Mittelständische Unternehmen zeigten sich gegenüber dem visionären Habitus, der bei »Cloud« häufig mitschwang, zunächst reserviert. Umso aufmerksamer wird jetzt unser »Cloud Computing« Ansatz verfolgt. Was früher im Rechenzentrum Stunden oder gar Tage gedauert hat, gelingt jetzt in wenigen Minuten. Das zählt. Zudem geht der Energieverbrauch deutlich zurück. Aber auch unsere modernen Rechenzentren und unsere Erfolge bei

Outsourcing Services und mit der On-Demand-Software SAP Business ByDesign dürften mit dazu beigetragen haben, dass mittlerweile der Mehrwert unseres »Cloud Computing« Ansatzes erkannt wird. Unsere Outsourcing Services werden damit richtig effizient.

Forderungen nach Corporate Social Responsibility, sorgfältigem Umgang mit Ressourcen und Nachhaltigkeit wollen Unternehmen an ihre gesellschaftliche Verantwortung erinnern. Was leistet hier All for One?

Zurück zu Steeb. Warum die Übernahme?

Landwehrkamp: Die industrielle Logik ist sehr einfach: Zwei starke, ähnlich aufgestellte und zudem gut profitable Unternehmen schließen sich zusammen, um gemeinsam noch stärker zu werden.

Bremst man sich dann nicht eher gegenseitig aus?

Landwehrkamp: Im Gegenteil. Unsere Leistungsbreite erweitert sich nur leicht, unsere Leistungstiefe dagegen enorm. Die Überschneidungen sind also gewollt. Erst so lassen sich Kräfte sinnvoll bündeln, um sich auch in ausgewählten Zukunftsfeldern stark aufzustellen. Denken Sie nur an neue Werkzeuge und Methoden zur Analyse und Visualisierung von Geschäftsdaten, an mobile Anwendungen, die die Prozessdrehscheibe IT auch von unterwegs aus richtig nutzen lassen. Oder denken Sie an erweiterte Formen der Zusammenarbeit innerhalb der Lieferketten in der Automobilindustrie, an »Cloud« basierte Outsourcing Services oder an SAP Business ByDesign. Überall sind hohe Vorleistungen erforderlich, um aus zunehmend reifen Technologien mittelstandsgerechte Lösungen mit anerkanntem Mehrwert

» In unseren Zielmärkten soll möglichst kein ERP-Projekt entschieden werden, bei dem wir nicht zumindest angefragt wurden«

zu entwickeln. Über die SAP Business Suite hinaus wollen wir zusammen mit Steeb auch diese Felder kraftvoll besetzen.

Landwehrkamp: Anders als Unternehmen mit energieintensiven Fertigungsprozessen tun wir uns als IT-Dienstleister hier naturgemäß schwerer. Trotzdem lassen wir nichts aus, um unserer Verantwortung gerecht zu werden. Durch sehr ausgeklügelte Technologien senken wir zum Beispiel alleine bei der Kühlung der Systeme den Energieverbrauch in unseren Rechenzentren um 30%. Mit Hilfe unserer »Cloud« Schlüsseltechnologien – VMware und NetApp – konnten wir eine sehr konsequente Virtualisierung darstellen. 2,4 statt 14 physikalische Server, 28,75 statt 96 CPUs, lautet die konkrete Bilanz in einem Musterprojekt. Die positive Energiebilanz unserer neuen Rechenzentren wird damit weiter verbessert. Auch unsere Bürogebäude sind überwiegend neu und in vielerlei Hinsicht energieoptimiert. Anhaltend gute Fortschritte erzielen wir zudem mit neuen Programmen und Anreizsystemen zur Senkung des Kohlendioxid-Ausstoßes unseres gesamten Fuhrparks.

Was dürfen wir folglich von All for One im kommenden Jahr erwarten?

Land: Die Finanzkrise, die nie richtig zu Ende war, könnte sich zurückmelden. Ob wir deshalb auch wiederum eine Wirtschaftskrise erleben werden, muss sich erst noch zeigen. Mit der Boomphase ist es jedenfalls vorbei. Viele Unternehmen sehen sich jedoch heute besser aufgestellt als zuvor. Das gilt für unsere Kunden wie für uns selbst. Unser Geschäftsmodell ist gut eingespielt und weist ein robustes Fundament an wiederkehrenden Erlösen auf. Mit unserer Vertriebsmannschaft wie mit unserer Beratungsmannschaft sind wir eng am Kunden. Mit unserem klaren Fokus auf die deutschsprachigen Länder adressieren wir eine starke industrielle Basis. Diese Pluspunkte sprechen für uns. Auch zukünftig dürfte man uns zu den Gewinnern zählen.

(All for One Midmarket AG)

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die All for One Midmarket AG blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die Umsatzerlöse stiegen rein organisch um 14% auf 90,2 Mio. EUR, das EBIT von 2,5 Mio. auf 4,7 Mio. EUR. Mit diesen Resultaten wurden auch die im Jahresverlauf bereits angehobenen Umsatz- und Ergebnis-Prognosen übertroffen. Die klare Positionierung als SAP Komplettdienstleister für den Mittelstand und die Fokussierung auf wenige Kernbranchen erweist sich als nachhaltig und robust – das gute wirtschaftliche Umfeld sorgte für zusätzlichen Rückenwind.

Die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben nahm der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2010/11 mit großer Sorgfalt wahr. Der Aufsichtsrat informierte sich regelmäßig durch schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands über die Geschäftsentwicklung, die Lage der Gesellschaft

und des Konzerns, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie über alle grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung und über Entwicklungen und Vorhaben, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung waren. Dabei standen in 2010/11 vor allem mögliche Unternehmenszukäufe auf der Tagesordnung. Zwischen den Aufsichtsratssitzungen stand ich als Aufsichtsratsvorsitzender mit dem Vorstand in ständigem Kontakt und habe mich fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung informieren lassen – auch in persönlichen Gesprächen.

Schwerpunkte der Sitzungen des Aufsichtsrats

In seinen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig mit der Überwachung der Strategieumsetzung, mit dem Geschäftsverlauf und der Geschäftsplanung, mit der

Risikolage und der Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie mit der Corporate Governance des Unternehmens befasst. Zudem hat sich das Gremium eingehend zu Unternehmenskaufprojekten beraten. Der gesamte Aufsichtsrat kam im Berichtsjahr zu neun Sitzungen zusammen, teilweise in Form von Telefonkonferenzen. Zusätzlich gab es einige telefonische Abstimmungsgespräche. Insbesondere wurden dabei folgende Themen diskutiert:

In seiner Sitzung vom 30. Juni 2011 hat sich der Aufsichtsrat im Rahmen einer Telefonkonferenz eingehend mit weiterführenden Informationen zu einem Unternehmenskaufprojekt befasst. Dabei wurden zudem verschiedene Beschlüsse zum weiteren Vorgehen gefasst.

Die Aufsichtsratssitzung am 17. August 2011 widmete sich vor allem der vertieften Prüfung eines Unternehmenskaufprojekts.

»Die All for One Midmarket AG blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück«

Über die wesentlichen Inhalte der Aufsichtsratssitzung am 1. Dezember 2010 sowie der Bilanzsitzung am 2. Dezember 2010 wurde bereits im Bericht des Aufsichtsrats an die ordentliche Hauptversammlung am 16. März 2011 berichtet.

Am 20. Dezember 2010 hat sich der Aufsichtsrat in seiner Sitzung über die Verwendung der eigenen Aktien beraten und ihre Einziehung sowie die entsprechende vereinfachte Kapitalherabsetzung beschlossen. Die Aufsichtsratssitzung fand in Form einer Telefonkonferenz statt.

In der Aufsichtsratssitzung am 14. Februar 2011 wurden im Wesentlichen die aktuelle Geschäftsentwicklung, der Ausblick für das Geschäftsjahr, der Status verschiedener Unternehmenskaufprojekte, die Personalarbeit in der Gruppe sowie Veränderungen im Aktionärskreis erörtert. Zudem wurde der 3-Monatsbericht besprochen und die gemeinsame Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex verabschiedet.

In der Aufsichtsratssitzung am 25. März 2011 haben Aufsichtsrat und Vorstand im Rahmen einer Telefonkonferenz eingehend die Angebotsunterlage der CROSS Informatik GmbH erörtert und geprüft sowie ihre gemeinsame Stellungnahme zu dem Übernahmeangebot beschlossen.

Der Geschäftsverlauf nach sechs Monaten, der Ausblick auf den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres, ein mögliches Unternehmenskaufprojekt sowie die Gespräche mit den Bereichsleitern im Rahmen des Risikomanagement-Ansatzes bildeten die Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzung am 11. Mai 2011.

Die letzte Sitzung des Geschäftsjahres 2010/11 fand am 19. September 2011 statt. In dieser Sitzung wurde vor allem das Budget 2011/12 erörtert, geprüft und beschlossen und die voraussichtlichen Resultate des Geschäftsjahres 2010/11 besprochen. Zudem hat sich der Aufsichtsrat eingehend über das beabsichtigte Unternehmenskaufprojekt informiert und sich über das weitere Vorgehen beraten. Zudem wurde über den Corporate Governance Kodex diskutiert und weitere Maßnahmen eingeleitet. Im Rahmen seines Risikomanagement-Ansatzes hat sich der Aufsichtsrat über die Ergebnisse der internen Revision und über die Geschäftsentwicklung informieren lassen.

In seiner Sitzung am 8. November 2011 hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit einem Unternehmenskaufprojekt befasst.

Ausschüsse

Im Berichtszeitraum besaß der Aufsichtsrat keine Ausschüsse. Es wurden auch keine Ausschüsse gebildet.

Jahres- und Konzernabschluss sowie Lageberichte

Die ordentliche Hauptversammlung hat am 16. März 2011 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, zum Abschlussprüfer gewählt. Die KPMG hat den Jahresabschluss einschließlich des Lageberichts sowie den Konzernabschluss einschließlich des Konzernlageberichts geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2010/11 sind dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Prüfung vorgelegt worden. Der Aufsichtsrat hat die vorläufigen Jahresabschlussunterlagen in seiner Sitzung am 5. Dezember 2011 mit dem anwesenden Abschlussprüfer und dem Vorstand ausführlich diskutiert und den Beschluss des Aufsichtsrats zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Billigung des Konzernabschlusses vorbereitet.

In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 6. Dezember 2011 hat der Aufsichtsrat in Anwesenheit des Abschlussprüfers die Jahresabschlussunterlagen beraten und eingehend erörtert. Der Abschlussprüfer berichtete hierbei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Dessen Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns wurden ausführlich diskutiert. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und der Lageberichte durch den Aufsichtsrat hatte dieser keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss und stimmte dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zu. Der Aufsichtsrat billigte am 6. Dezember 2011 den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss und stellte den Jahresabschluss der All for One Midmarket AG fest.

Der Vorstand hat gemäß § 312 Aktiengesetz einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft und mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen:

»Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

    1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen«.

Der Abhängigkeitsbericht des Vorstands und der hierüber erstattete Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Kenntnis gebracht. Der Aufsichtsrat hat diese Unterlagen eingehend in seiner Sitzung am 6. Dezember 2011 geprüft. Beanstandungen haben sich nicht ergeben.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit der Weiterentwicklung der Corporate Governance bei der All for One Midmarket AG eingehend beschäftigt. Dabei wurde weiterhin der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 26. Mai 2010 berücksichtigt, nachdem die Regierungskommission Mitte 2011 entschieden hatte, von einer Aktualisierung der Empfehlungen abzusehen. Die gemeinsame Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 Aktiengesetz wurde in der Sitzung am 14. Februar 2011 verabschiedet und im elektronischen Bundesanzeiger sowie auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen sind und über die die ordentliche Hauptversammlung zu informieren ist, sind im Berichtszeitraum nicht aufgetreten.

Für den hohen persönlichen Einsatz und die Leistungen im Geschäftsjahr 2010/11 danke ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften. Sie haben die All for One Midmarket AG erneut einen weiteren großen Schritt nach vorne gebracht. Ich bin überzeugt, dass die Gesellschaft auch für die Zukunft gut aufgestellt ist.

Filderstadt, den 6. Dezember 2011

Der Aufsichtsrat

Peter Brogle Vorsitzender des Aufsichtsrats

Corporate Governance Bericht

Corporate Governance ist im Tagesgeschäft von All for One fest verankert und wird in Form einer verantwortungsbewussten und transparenten Unternehmensführung aktiv »gelebt«, kontinuierlich überprüft und weiter entwickelt.

Eine gute Corporate Governance stellt für die All for One Midmarket AG nicht nur das Herzstück ihres täglichen Handelns für Aktionäre, Geschäftspartner, Mitarbeiter und für die Beziehungen zur Öffentlichkeit dar, sondern liefert zudem die Basis für nachhaltigen Erfolg. Wichtige Anregungen und Hinweise dazu liefern die Kodex-Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance. Sie hat Mitte 2011 mitgeteilt, dass der Kodex im Jahr 2011 nicht angepasst wird. Diese Entscheidung soll den Unternehmen mehr Zeit für die Bewertung des zuletzt am 2. Juli 2010 in Kraft gesetzten Kodex 2010 einräumen, der damit unverändert gültig ist.

Entsprechenserklärung

Aufsichtsrat und Vorstand haben am 14. Februar 2011 ihre gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes abgegeben. Die Entsprechenserklärung wurde im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und auf der Homepage der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. In vier Punkten weicht die Entsprechenserklärung von den Empfehlungen ab. So sieht die D&O-Versicherung für die Mitglieder des Aufsichtsrats weiterhin keinen Selbstbehalt vor. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass das handelnde Organ seine Aufgaben auch ohne einen Selbstbehalt verantwortungsbewusst und motiviert in vollem Umfang wahrnimmt (Ziff. 3.8, Angemessener Selbstbehalt bei Abschluss einer D&O-Versicherung). Da der Aufsichtsrat der Gesellschaft aus drei Personen besteht, würde die Bildung von Ausschüssen wie zum Beispiel ein Prüfungsausschuss (Ziff. 5.3.2, Audit Committee) oder ein Nominierungsausschuss (Ziff. 5.3.3) keinen Mehrwert

bieten und wird daher für nicht sinnvoll und praktikabel erachtet (Ziff. 5.3, Bildung von Ausschüssen). Obwohl grundsätzlich beabsichtigt, hat der Aufsichtsrat noch keine konkreten Ziele für die Zusammensetzung benannt (Ziff 5.4.1, Benennung konkreter Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und Folgemaßnahmen). Die interne Meinungsbildung zu dieser Empfehlung ist, auch unter dem Aspekt einer möglichst sachdienlichen Umsetzung, noch nicht abgeschlossen. Während auf der Stufe des Vorstands eine erfolgsorientierte Vergütung besteht, wird eine solche auf der Stufe des Aufsichtsrats weiterhin als nicht sinnvoll erachtet (Ziff. 5.4.6, Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder).

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a des Handelsgesetzbuchs befindet sich auf der Homepage der Gesellschaft.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Aktionäre der All for One Midmarket AG nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr. Nach § 13 der Satzung der Gesellschaft gewährt jede auf Namen lautende Stückaktie eine Stimme. Den Vorsitz der Hauptversammlung führt der Aufsichtsratsvorsitzende. Die Hauptversammlung entscheidet über alle ihr durch das Gesetz zugewiesenen Aufgaben, unter anderem über die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder, die Änderung der Satzung, die Gewinnverwendung oder über Kapitalmaßnahmen.

Aufsichtsrat

Die zentrale Aufgabe des Aufsichtsrats besteht in der Beratung und Überwachung des Vorstands. Der Aufsichtsrat der All for One Midmarket AG besteht derzeit aus drei Mitgliedern. Die beiden größten Aktionärsgruppen der All for One Midmarket AG, die CROSS Informatik GmbH und die BEKO HOLDING AG, sind mit jeweils einem Sitz im Aufsichtsrat der All for One Midmarket AG vertreten. Die Kompetenzen und Pflichten des Aufsichtsrats sind im Aktiengesetz, in der Satzung sowie in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt.

Vorstand

Als Leitungsorgan einer Aktiengesellschaft führt der Vorstand die Geschäfte und ist im Rahmen der aktienrechtlichen Vorschriften an das Interesse und die geschäftspolitischen Grundsätze des Unternehmens gebunden. Er berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen der Geschäftsentwicklung, über die Unternehmensstrategie sowie über mögliche Risiken. Die Kompetenzen und Pflichten des Vorstands sind im Aktiengesetz, in der Satzung, in der Geschäftsordnung sowie im Geschäftsverteilungsplan des Vorstands geregelt.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat/ Ausschüsse

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten eng und vertrauensvoll im Interesse der All for One Midmarket AG zusammen. Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand und ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar eingebunden. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Gedankenaustausch. So informiert der Vorstand den Aufsichtsrat laufend über die Geschäftsentwicklung, die Unternehmensplanung, die Risikolage und die Umsetzung der Strategie. Die strategische Ausrichtung der Gesellschaft stimmt der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab.

Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit des Aufsichtsratsgremiums und leitet dessen Sitzungen. Von der Möglichkeit, Ausschüsse zu bilden, macht der aus drei Personen bestehende Aufsichtsrat der Gesellschaft keinen Gebrauch. Der Vorstand nimmt in der Regel an den Sitzungen des Aufsichtsrats teil, berichtet schriftlich und mündlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und Beschlussvorlagen und beantwortet die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder.

Nach § 6 der Satzung der All for One Midmarket AG bestellt der Aufsichtsrat die Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat entscheidet, wie viele Mitglieder der Vorstand haben soll (laut Satzung mindestens zwei) und kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat erlässt eine Geschäftsordnung und einen Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand. Die Geschäftsordnung enthält einen Katalog zustimmungsbedürftiger Geschäfte. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats entscheidet, ob die Vorstandsmitglieder an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilnehmen sollen. Schließlich gibt sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre und in der Hauptversammlung.

Bei der Zusammensetzung des Vorstands achtet der Aufsichtsrat auf Vielfalt (Diversity). Der Aufsichtsrat evaluiert dabei in persönlicher und sachlicher Hinsicht relevante Kriterien der Kandidaten, zum Beispiel Branchenkenntnisse, Erfahrungen, fachliches Know-how oder Internationalität und strebt eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an.

Bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern bemüht sich der Aufsichtsrat darum, geeignete Kandidaten unter Fokussierung auf das Unternehmensinteresse zu benennen. Dabei achtet der Aufsichtsrat auf Vielfalt (Diversity) und strebt eine angemessene Beteiligung von Frauen an.

Transparenz

Eine auf einheitliche, umfassende und zeitnahe Informationen ausgerichtete Informationspolitik hat bei der All for One Midmarket AG einen hohen Stellenwert. Daher unterrichtet das Unternehmen sämtliche Interessensgruppen regelmäßig und zeitnah über die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen und Entwicklungen. Die wichtigsten Kommunikationsinstrumente stellen dabei das Internet sowie die Homepage der Gesellschaft dar. Die Berichterstattung erfolgt zudem im Geschäftsbericht, im Rahmen von Presse- und Analystenkonferenzen, Roadshows sowie in den laufenden Quartalsberichten. Darüber hinaus werden weitere Informationen in Form von Pressemitteilungen sowie Ad-hoc-Meldungen veröffentlicht. Den gesetzlichen Mitteilungspflichten etwa

zu Stimmrechtsmitteilungen und Veröffentlichungen über die Gesamtzahl der Stimmrechte wird entsprochen. Alle Mitteilungen, Präsentationen und Berichte sind zudem im Internet auf der Homepage des Unternehmens unter »Investor Relations« beziehungsweise »Pressezentrum« dauerhaft einsehbar. Die All for One Midmarket AG hat zudem das vorgeschriebene Insiderverzeichnis gemäß § 15b Wertpapierhandelsgesetz angelegt und pflegt dieses laufend. Die betreffenden Personen wurden über die gesetzlichen Pflichten und Sanktionen informiert.

Dem Prinzip des »Fair Disclosure« folgend, werden alle Aktionäre und wesentliche Zielgruppen bei Informationen grundsätzlich gleich behandelt. Aus gesetzlichen Gründen erhalten die börsennotierte BEKO HOLDING AG (bis 31. März 2011), die CROSS Industries AG (bis 31. März 2011) sowie die CROSS Informatik GmbH (ab 1. April 2011) Informationen, die zur Erstellung ihrer Konzernrechnung, Konzernzwischenberichterstattung sowie Konzernplanung erforderlich sind – teilweise auch vorab. Die entsprechenden Empfänger dieser Informationen wurden zur Verschwiegenheit und zur vertraulichen Behandlung der Informationen verpflichtet.

Vergütungsbericht

Im Konzernlagebericht ist das Vergütungssystem des Vorstands erläutert. Im Konzernanhang wird zudem über die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat individualisiert und getrennt nach fixen und variablen Anteilen eingehend berichtet. Die Struktur der Vergütungssysteme wird regelmäßig überprüft.

Aktienoptionsprogramme und andere ähnliche Anreizsysteme

Es bestehen derzeit keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche Anreizsysteme für die Mitglieder des Aufsichtsrats oder des Vorstands.

Anteilsbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats halten Anteile an der All for One Midmarket AG gemäß nachstehender Übersicht:

Ak
tien
30.09.2011 30.09.2010
Aufsichtsrat
Peter Brogle 36.863 31.863
Peter Fritsch 24.000 24.000
Josef Blazicek 13.000 13.000
Vorstand
Lars Landwehrkamp 50.000 50.000
Stefan Land 32.735 32.735
156.598 151.598

Alle Veränderungen im Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat wurden gemäß den gesetzlichen Vorschriften veröffentlicht und darüber hinaus über die Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Konzernabschluss der All for One Midmarket AG wird nach IFRS, der Jahresabschluss nach HGB aufgestellt. Nach Erstellung durch den Vorstand werden Konzernabschluss und Jahresabschluss vom Abschlussprüfer geprüft, vom Aufsichtsrat gebilligt beziehungsweise festgestellt und innerhalb von 90 Tagen nach dem Geschäftsjahresende veröffentlicht. Eine prüferische Durchsicht der Zwischenberichte erfolgt nicht.

Steuerungsgrößen und Kontrollsysteme

Als Schlüsselkennzahlen zur Steuerung der All for One Gruppe werden die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (EBIT) verwendet. Die Steuerungsgrößen sind im Hinblick auf einen möglichst nachhaltigen, profitablen Wachstumskurs aufeinander abgestimmt.

Gemäß § 91 Abs. 2 Aktiengesetz hat der Vorstand in seiner Gesamtverantwortung für den Konzern ein Risikofrüherkennungssystem eingerichtet, um bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Das Risikofrüherkennungssystem ist integraler Bestandteil der Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse. Eine detaillierte Darstellung des Risikomanagement-Systems und des Internen Kontrollsystems wird im Risikobericht als Teil des Konzernlageberichts veröffentlicht (siehe auch Konzernlagebericht, Abschnitte 3.1. Risikomanagement-System und 3.2. Internes Kontrollsystem).

Geschäftsmodell SAP für den Mittelstand mit allem was dazugehört

Mittelständische Unternehmen bevorzugen integrierte IT-Lösungen aus einer Hand. Nur wenige IT-Dienstleister beherrschen das richtig. Die All for One gehört ohne Zweifel dazu.

Sie bilden das Rückgrad der Volkswirtschaft und gelten gleichermaßen als investitionsstarke Zielgruppe wie als hart umkämpfter Wachstumsmarkt. Die Rede ist von den tausenden mittelständischen Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch wenn die Konjunktur einbricht,

fahren sie wichtige Investitionen weit weniger drastisch zurück als Großunternehmen. Und auch sonst sind sie einfach anders: personengetriebene und beziehungsorientierte Entscheiderstrukturen statt Konzernhierarchien, langfristige Perspektiven statt Quartalsdenken.

Integriertes Geschäftsmodell – alles aus einer Hand

Wie kaum ein anderes Unternehmen kennt All for One den Mittelstand. Branchenspezifisch voreingestellte SAP-Software für mittelständische Maschinenbau-, Automobilzuliefer- und Projektdienstleistungsunternehmen, einschließlich Outsourcing-Betrieb aus dem Rechenzentrum mit allem was dazugehört: Beratung, Lizenzen, Einführungen, Softwarewartung und Support. Zusatzlösungen zum Beispiel für Geschäftsdatenanalyse oder Spezialkompetenz in Sachen Personalmanagement runden das Komplettangebot ab. Unter dem Strich verbleiben transparente Geschäftsabläufe über die gesamte Lieferkette, Kosteneinsparungen und Qualitätssteigerungen, kürzere Produktentwicklungszyklen und ein erhöhtes Innovationstempo. Darauf will heute kein Unternehmen mehr verzichten.

Die Strategie, mit ihrem integrierten Geschäftsmodell die gesamte IT-Wertekette aus einer Hand anzubieten, geht auf. Im deutschsprachigen SAP-Mittelstandsmarkt hat die All for One längst eine der führenden Positionen eingenommen. Selbst weltweit wird man zu den erfolgreichsten SAP-Partnern gezählt.

»Cloud Computing«: so wird Outsourcing richtig effizient

Mit visionärem Habitus alleine ist bei mittelständischen Unternehmen wenig auszurichten. Hier zählen vor allem die handfesten Vorteile. Das ist in Sachen »Cloud Computing« nicht anders. »2,4 statt 14 physikalische Server, 28,75 statt 96 CPUs, 5 Minuten statt 3 Stunden für einen kompletten Betriebssystem Roll-Out einschließlich Storage Provisioning, Datensicherung und Rücksicherung in Sekunden statt in Stunden«, lautet die Projektbilanz. Das rechnet sich. Daher hatte All for One frühzeitig mit der Konzeption einer »Cloud« Infrastruktur für ihre beiden High-End Rechenzentren begonnen. Zielsetzung ist eine sehr konsequente und durchgängige Virtualisierung aller Ebenen, und zwar rechenzentrumsstandortübergreifend. Ohne Performanceverluste schrumpft der Ressourcenbedarf drastisch zusammen. Positiver Nebeneffekt: Auch Energieverbrauch und CO2 Ausstoß gehen massiv zurück. Zum Ausgleich von außergewöhnlichen Belastungsspitzen werden innerhalb von Minuten fallweise Zusatzressourcen flexibel, dynamisch und unterbrechungsfrei zugeordnet. Doch Vorsicht, ohne den Einsatz modernster Techniken ist in Sachen »Cloud« nichts zu machen. Solche Technologien sind jedoch nicht nur komplex, sondern erfordern anspruchsvolle Betreuung und hohe Investitionen. Für das einzelne Unternehmen alleine ist das kaum sinnvoll realisierbar. Anders für die Rechenzentren von All for One. Hier hat die Zukunft längst bereits begonnen.

Kunden Der Mittelstand – die Innovatoren

Erst der beispiellose Einbruch nach den Boomjahren 2007 und 2008, dann die mustergültige Aufholjagd. Als treibende Kraft hinter dieser Kehrtwende steht der ungebrochene Innovationskurs der Deutschen Industrie: weltoffen, progressiv und intelligent, wie die WEBER-HYDRAULIK GmbH oder die pekrun Getriebebau GmbH.

Kommunikation auf Augenhöhe, Kontinuität in der persönlichen Betreuung und ausgeprägtes Branchen Know-How gelten als unerlässlich für den Erfolg. Dauerhaft Chancen bei den vielen »Hidden Champions« im Mittelstand hat jedoch nur, wer zudem noch kreativ und flexibel ist, schnell reagiert und Kompetenz wie Glaubwürdigkeit ausstrahlt.

Geschäftsprozesse unternehmensübergreifend harmonisiert

WEBER-HYDRAULIK ist ein international führender Spezialist für hydraulische Antriebs- und Steuerungssysteme mit Hauptsitz in Güglingen und mehreren Standorten im In- und Ausland. Das Produktangebot reicht von Komponenten bis zu Systemen für mobile und stationäre Anwendungen. Darüber hinaus rüstet das mittelständische Traditionsunternehmen weltweit Feuerwehren und Katastrophenschutz mit hochwertigen Rettungsgeräten aus. WEBER-HYDRAULIK beschäftigt über 1.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet mit namhaften Kunden aus den Bereichen der LKW-Hersteller, der Mobilkrane, der Land- und Baumaschinen sowie der Wind- und Solartechnik einen Jahresumsatz von ca. 200 Mio. Euro. Parallel an zwei Standorten in Deutschland und Österreich für insgesamt 750 SAP-Benutzer erfolgte hier die Kompletteinführung der SAP-Branchenlösung All for Automotive.

Reibungslos und kostenoptimiert – Systembetrieb im Rechenzentrum

In den vergangenen Jahren hat sich die Pekrun Getriebebau GmbH aus Iserlohn zu einem der technisch führenden Unternehmen im Bau von Sondergetrieben höchster Güte entwickelt. Das mittelständische Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt mit über 80 Mitarbeitern ein breites Spektrum an Getrieben – von Walzwerksgetrieben über Mühlen- und Turbogetriebe bis hin zu Schaltgetrieben. Eine

hohe Fertigungstiefe und die Durchdringung technischer Anforderungen zeichnen pekrun aus. Von Iserlohn aus betreut das Erfolgsunternehmen seine weltweiten Kunden, die vor allem im Anlagenbau zu finden sind. Ihre SAP-Branchenlösung All for Machine erhalten die insgesamt 30 SAP-Benutzer von pekrun aus den All for One Rechenzentren.

Anerkannte Branchen-Standards

Kernanforderungen, Prozesse und Geschäftsmodelle des Maschinen- und Anlagenbaus, der Automobilzulieferindustrie und der Projektdienstleister sind All for One umfassend bekannt. Ihre SAP-Branchenlösungen wie All for Machine, All for Automotive oder All for Service gelten als anerkannte Standards. Selbst verteilte Geschäftsabläufe, die sich über weltweite Standorte erstrecken, werden damit durchgängig unternehmensübergreifend abgebildet. Das verbessert die Planungs- und Steuerungsmöglichkeiten enorm. Der Betrieb erfolgt oft aus den All for One Rechenzentren, reibungslos und kostenoptimiert und daher besonders effizient.

Überall auf der Welt – United VARs

Mittelständische Kunden agieren zunehmend global. Um auch weltweit mit einem umfassenden Beratungs- und Serviceangebot sowie bestem Vor-Ort-Support in Landessprache zu punkten, hat All for One in 2006 United VARs gegründet. Als Ideengeber dienten internationale Partnernetze wie die Star Alliance der Lufthansa. United VARs Partner sind die in ihren Ländern führenden SAP-Systemhäuser, derzeit 22 Unternehmen. Sie beschäftigen zusammen über 4.000 SAP-Berater, sind aktiv in 57 Ländern, darunter die bedeutenden Wirtschaftszentren der Fertigungsindustrie, und repräsentieren zusammen ein SAP-bezogenes Umsatzvolumen von über 1,5 Mrd. US Dollar. Mittlerweile zählt United VARs zu einer der weltweit größten und leistungsstärksten Vereinigungen von SAP-Beratern im Mittelstand.

» Warum sich pekrun für Outsourcing entschieden hat? Weil wir die Verantwortung für einen reibungslosen und kostenoptimierten Systembetrieb lieber einem Profi wie All for One Midmarket AG überlassen. Und wir konzentrieren uns auf das, was wir am besten können: Sondergetriebe höchster Güte.«

Pierre Holly, geschäftsführender Gesellschafter (pekrun Getriebebau GmbH)

» In zwei Werken innerhalb von zwölf Monaten SAP komplett einzuführen ist eine große Herausforderung. Ohne den Spirit und die hervorragende Zusammenarbeit unseres Projektteams mit den All for One Beratern hätten wir das nie so schnell und gut geschafft. Und die SAP-Branchenlösung von All for One legte den Grundstein zu diesem Erfolg! «

Bernhard Herzig, Geschäftsführer (WEBER-HYDRAULIK GmbH)

Mitarbeiter GREAT PLACE TO WORK – TOP CONSULTANT

Great Place to Work 2010: »All for One Beschäftigte sind stolz auf ihre Leistungen und würden fast alle ihren Arbeitgeber weiterempfehlen«. TOP CONSULTANT 2011: »All for One zählt zu den besten IT-Beratern für den Mittelstand«. Das spricht sich rum.

Die Zielsetzung ist klar umrissen: Für den Mittelstand ganzheitliche IT-Lösungen schaffen, die sich nachhaltig erfolgreich nutzen lassen. Dazu heißt es Einsteigen bei einem der führenden Player im SAP-Mittelstandsmarkt. Doch der Wettbewerb um gute Fachkräfte ist hart. Das gilt gleichermaßen für die, die das All for One Team verstärken sollen, wie auch für die, die bereits an Bord sind. Wie sehr sich hier nachhaltig gute Personalarbeit auszahlt, durfte All for One in 2010/11 erneut erfahren.

»Gut« ist nicht genug

Die gute Konjunktur verstärkt den Engpass. Nur attraktive Arbeitgeber haben bei guten Fachkräften reelle Chancen. Doch »gut« ist nicht genug. Kunden fordern vielmehr Spitzenleistungen. Virtuose Solisten und hervorragende Teamplayer wollen immer wieder neu so zusammengeführt werden, dass etwas nachhaltig Hervorragendes entsteht. Die Personalarbeit bei All for One steht daher vor besonderen Herausforderungen.

Viel Eigenverantwortung, hohe Kundenzufriedenheit und gute Performance

»Viel Eigenverantwortung, große Freiräume bei der Bewältigung der Aufgaben, gute Arbeitsatmosphäre und echter Teamgeist, All for One Beschäftigte sind stolz auf ihre Leistungen und würden fast alle ihren Arbeitgeber weiterempfehlen«, so die Benchmarkstudie »Deutschlands Beste Arbeitgeber 2010« von Great Place to Work. Doch wie kommt das alles bei den Kunden an? Um das herauszufinden, hat sich All for One an der Benchmark Studie TOP CONSULTANT 2011 beteiligt. Die Bewertungen

dieses »Rankings« basieren vor allem auf Kundeninterviews zur Ermittlung

der »Zufriedenheit« sowie der vom Kunden empfundenen »Professionalität« der All for One Consultants bei der Erbringung ihrer Beratungsleistungen. Das Ergebnis ist eindeutig und Ansporn zu gleich: All for One zählt zu den »Besten IT-Beratern für den deutschen Mittelstand«.

Intensive Personalsuche

Great Place to Work und TOP CONSULTANT sprechen sich herum. Beides zusammen unterstützt bei der Personalsuche. Über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in 2010/11 neu an Bord gekommen. Zum 30. September 2011 zählt All for One 477 Beschäftigte, ein Plus von 13% gegenüber dem Vorjahr. Doch das Angebot an mittelstandserfahrenen SAP-Beratern auf den Personalmärkten bewegt sich mittlerweile fast wieder auf dem engen Vorkrisen-Niveau. Personalarbeit bei All for One richtet sich daher auch an Studenten.

Studieren und gleich Geld verdienen

Überfüllte Hörsäle, hohe Mieten und verschärfte Aufnahmebedingungen? Zum Massenansturm auf die Hochschulen bietet das Duale Studium eine echte Alternative. Theoriephasen an der Hochschule und Praxisphasen im Unternehmen wechseln sich hier ab. Während der 3 Jahre bis zu ihrem Bachelor-Abschluss erhalten die Studenten zudem eine durchgängige Bezahlung. »Mit dem Dualen Konzept haben wir gute Erfahrungen gemacht. Unsere Studenten sind von Anfang an in das Unternehmen integriert und tragen in Kundenprojekten zur Wertschöpfung bei«, bilanziert All for One Personalleiterin Claudia Abele.

Die Aktie Viel Aktie für wenig Geld

An der Börse wird wieder genau hingeschaut auf das, was ein Unternehmen wirklich leistet. »Viel Aktie für wenig Geld«, heißt es dazu im Anlegermagazin Börse Online über die All for One Midmarket AG, obwohl sich der Kurs der Aktie seit seinem Tief in 2009 bis Ende September 2011 mehr als vervierfacht hat.

Im Sog der Finanz- und Wirtschaftskrise ging das Kursniveau stark zurück. Der 20. März 2009 markierte den Tiefpunkt: 1,50 EUR. Mittlerweile jedoch hat sich das Blatt wieder gewendet: 3,05 EUR zum 30. September 2009, gar 6,10 EUR zum 30. September 2010 und noch ein Jahr später zum 30. September 2011 hat das Kursniveau bereits 7,40 EUR erreicht. Selbst der harte Vergleich mit TecDAX und DAX für das Berichtsjahr 2010/11 zeigt: die All for One Aktie hat sich erneut deutlich besser entwickelt und beide Indices klar geschlagen.

Aufwärtstrend gut unterlegt

Das Geschäftsmodell überzeugt. Die Strategie als SAP Komplettdienstleister schlägt sich kontinuierlich in den Zahlen nieder. Auch im dritten Jahr nach der Neuausrichtung in 2007/08 konnte die anhaltend positive Geschäftsentwicklung forciert fortgesetzt werden. Doch selbst eine gute Story ist kein Selbstläufer. Nachhaltige und glaubwürdige Kommunikation mit Aktionären, Investoren, Analysten und der Finanz- und Wirtschaftspresse im Tagesgeschäft, an der Hauptversammlung oder zum Beispiel auf dem Deutschen Eigenkapitalforum untermauern den eingeschlagenen Weg. Die in den Jahren zuvor zurückgekauften eigenen Aktien, zuletzt 10% des Grundkapitals, wurden – ganz im Sinne der Aktionäre – eingezogen und das Kapital entsprechend herabgesetzt.

Auf dem Radarschirm

Die große Linie führt kontinuierlich nach oben. Mit wachsendem Interesse wendet sich der Kapitalmarkt der All for One Aktie zu. Erstmals seit vielen Jahren wieder wurde die Marke von 10 EUR durchbrochen. Zwischen Mitte März und Mitte Mai 2011 dagegen verharrt der Kurs fast regungslos auf einem Niveau um 7,80 EUR. Das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot der CROSS Informatik GmbH folgt den Bestimmungen des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes und bot 7,82 EUR je Aktie.

Das robuste Geschäftsmodell als SAP Komplettdienstleister liefert nachhaltige Ergebniszuwächse. Mehr als vervierfacht hat sich der Aktienkurs seit seinem Tief in 2009 bis Ende September 2011. Die Ende September 2010 veröffentlichte Basisstudie der BankM empfiehlt den Titel zum Kauf und ermittelte einen fairen Wert von 9,75 EUR. In Form von Kurzberichten wurde diese Bewertung mittlerweile 8 Mal aktualisiert. Auch weiterhin wird der Titel als »fundamental günstig« eingestuft. Für zusätzliches Wertsteigerungspotenzial dürfte die Übernahme von Steeb sorgen.

Kursentwicklung 2010/2011

All41 TecDAX DAX

Kennzahlen
ISIN
/WKN
DE0005110001/511 000
Börsensegment Prime Standard
Börsenplatz Frankfurter Wertpapierbörse
Erstnotiz 30. November 1998 (AC-Service AG)
Indices CDA
X, Prime All Share, Technology All Share, DAXsector All Software,
DAXsector Software, DAXsubsector All IT-Services,
DAXsubsector IT-Services
Designated Sponsor BankM
Höchstkurs Geschäftsjahr 2010/11* 10,26 EUR
(21. Februar 2011)
Tiefstkurs Geschäftsjahr 2010/11* 5,18 EUR
(3. Dezember 2010)
Kurs Anfang Geschäftsjahr 2010/11* 5,97 EUR
(1. Oktober 2010)
Kurs Ende Geschäftsjahr 2010/11* 7,40 EUR
(30. September 2011)
Marktkapitalisierung ** 36,0 Mio. EUR
Ergebnis je Aktie Geschäftsjahr 2010/11 1,41 EUR
Grundkapital 14,58 Mio. EUR
Anzahl Aktien 4.860.000 Namensaktien
Ak
tionärsstruktur
CROSS
Informatik GmbH
ca. 65%
BEKO HOLDIN
G AG
ca. 11%
Vorstand und Aufsichtsrat ca. 3%
Streubesitz ca. 21%

* Tagesschlusskurse (XETRA)

** Bezogen auf den Tagesschlusskurs zum 30. September 2011 (XETRA) und 4.860.000 Aktien

Konzernlagebericht

der All for One Midmarket AG Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011

»All for One Midmarket AG«, »All for One«, »Gesellschaft«, »Unternehmen« oder »Konzern« bezeichnet in diesem Konzernlagebericht – sofern nicht anders vermerkt – den Konzern der All for One Midmarket AG einschließlich ihrer Tochtergesellschaften.

1. Geschäft und Rahmenbedingungen 23
1.1. Das Geschäftsjahr 2010/11 im Überblick 23
1.2. Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur 24
1.3. Marktentwicklung 24
1.4. Strategie und Positionierung 25
1.5. Forschung und Entwicklung 26
1.6. Überblick über den Geschäftsverlauf 26
2. E rtrags-, Finanz- und Vermögenslage 28
2.1. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements 28
2.2. Umsatzentwicklung 29
2.3 Ertragslage 30
2.4. Entwicklung der Geschäftsbereiche 30
2.5. Vermögens- und Finanzlage 31
2.6. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 33
3. R isikobericht 34
3.1. Risikomanagement-System 34
3.2. Internes Kontrollsystem 35
3.3. Einzelrisiken 35
3.4. Chancen 38
3.5. Gesamtrisikoprofil 38
4. Prognosebericht 39
5. N achtragsbericht 40
6. S onstige Angaben 40
6.1. Abhängigkeitsbericht 40
6.2. Erklärung zur Unternehmensführung 41
6.3. Vergütungsbericht des Vorstands und des
A ufsichtsrats 41
6.4. Angaben nach § 315 Abs. 4 Handelsgesetzbuch 41
6.5. Zukunftsbezogene Aussagen 43

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2010/11 der All for One Midmarket AG begann – abweichend vom Kalenderjahr – am 1. Oktober 2010 und endete am 30. September 2011. Die korrespondierende Vorjahresperiode umfasst demnach den Zeitraum vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010.

1.1. Das Geschäftsjahr 2010/11 im Überblick

Kennzahlen:

in Mio. EUR 10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Delta*
in %
Umsatz 90,2 78,8 14
EBITDA 7,8 6,0 29
EBIT 4,7 2,5 86
EBIT-Marge (in %) 5,2 3,2 63
Mitarbeiter (Ø Anzahl) 454 423 7

* Veränderungen basieren auf Werten in TEUR

  • • Umsatz steigt rein organisch um 14% auf 90,2 Mio. EUR
  • • EBIT plus 86% von 2,5 Mio. auf 4,7 Mio. EUR
  • • EBIT-Marge bei 5% (Vorjahr: 3%)
  • • Konzernergebnis von 7,3 Mio. EUR einschließlich aufgegebener Geschäftsbereich
  • • Erwartungen übertroffen
  • • 3-Jahresvergleich zeigt fortwährenden Aufwärtstrend

Den fortwährenden Aufwärtstrend nach der in 2007/08 erfolgten, tiefgreifenden Neuausrichtung zum SAP Komplettdienstleister konnte die All for One Midmarket AG auch im Geschäftsjahr 2010/11 deutlich fortsetzen. Die ursprünglichen Prognosen für das Geschäftsjahr 2010/11 – ein mittleres einstelliges Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr (Umsatz 2009/10: 78,8 Mio. EUR) sowie ein EBIT von 3,4 Mio. EUR wurden deutlich übertroffen. Selbst die im Juni 2011 aufgrund des guten Geschäftsverlaufs erhöhten Gesamtjahresprognosen, ein Umsatzwachstum von ca. 10% sowie ein von 3,4 Mio. auf 4,0 Mio. EUR angehobenes EBIT-Ziel, wurden nochmals übertroffen.

Bereits während der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise in 2008/09 erwies sich das auf den drei Säulen Softwarelizenzen, Consulting und Outsourcing Services basierende Geschäftsmodell »SAP Komplettdienstleister« als überaus robust und sorgte – entgegen dem rückläufigen Gesamtmarktrend – für Umsatz- und Ergebniszuwächse. Ein Jahr später in 2009/10 – die überraschend schnelle und starke Konjunkturerholung sorgte zusätzlich für Rückenwind – legte All for One wiederum deutlich zu. Das operative Ergebnis (EBIT) wurde seit dem Turnaround Anfang 2009 kontinuierlich gesteigert.

Auch im Geschäftsjahr 2010/11, dem nunmehr dritten Jahr nach der tiefgreifenden Neuausrichtung in 2007/08, konnte die anhaltend gute Geschäftsentwicklung weiter fortgesetzt werden. Die drei Eckpfeiler des integrierten Geschäftsmodells verstärken sich gegenseitig. Mit dem klaren Profil eines Komplettdienstleisters für den deutschsprachigen SAP-Mittelstandsmarkt sowie einer konsequent branchenfokussierten Vertriebsausrichtung konnten erneut viele bedeutende Projekte bei Neu- und Stammkunden gewonnen werden. So wurden in allen Bereichen, bei Softwarelizenzen, im Consulting und bei den Outsourcing Services Zuwächse erzielt, und selbst die im Verlauf des Geschäftsjahres 2010/11 bereits angehobenen Prognosen nochmals übertroffen. Die EBIT-Marge konnte – schneller als erwartet – von 3% (2009/10) auf 5% (2010/11) gesteigert werden.

Am 20. Dezember 2010 hatte die All for One Midmarket AG ihre zuvor bereits zurückgekauften 540.000 eigenen Aktien – 10% des Grundkapitals – eingezogen und eine Kapitalherabsetzung von 16,2 Mio. auf 14,58 Mio. EUR beschlossen. Das Grundkapital ist nunmehr in 4.860.000 Aktien (Vorjahr: 5.400.000 Aktien) eingeteilt.

Nach einer Abspaltung von Aktien, die bisher von der BEKO HOLDING AG, Nöhagen /Österreich, gehalten wurden, ist die zur CROSS Industries AG, Wels /Österreich, gehörende CROSS Informatik GmbH, Wels /Österreich, seit 12. März 2011 Hauptaktionärin der All for One Midmarket AG. Daher auch das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot, das die CROSS Informatik GmbH – dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) folgend – allen Aktionären der All for One Midmarket AG am 17. März 2011 unterbreitet hatte. Der Angebotspreis von 7,82 EUR je Aktie entsprach lediglich den gesetzlichen Mindestvorgaben und enthielt

keine darüber hinausgehende Prämie. Daher hatten Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Stellungnahme empfohlen, das Angebot nicht anzunehmen. Insgesamt wurden der Bieterin 163.512 Aktien bzw. 3,36% des Grundkapitals der Gesellschaft angedient, die damit ihren Anteil an der All for One Midmarket AG auf rund 65% ausgebaut hat. Als Teil der CROSS-Gruppe sollen zusätzliche Wachstums- und Wertsteigerungspotenziale realisiert und die bereits gute Visibilität von All for One in diesem Branchensegment weiter gestärkt werden.

CROSS und BEKO – die BEKO HOLDING AG ist mit rund 11% der Stimmen auch weiterhin an All for One beteiligt – bilden das Hauptgewicht der All for One Aktionärsstruktur, die damit aus zwei starken und bereits langjährig engagierten Aktionärsgruppen besteht.

1.2.Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur

Die All for One Midmarket AG ist ein schwerpunktmäßig in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätiger, branchenfokussierter IT-Komplettdienstleister für SAP und zählt zu den führenden SAP-Partnern im Mittelstand. Das Leistungsspektrum umfasst ganzheitliche Lösungen entlang der gesamten IT-Wertekette – von SAP-Branchenlösungen für den Mittelstand bis hin zu Outsourcing und Application Management. Die hohe technologische SAP-Kompetenz, fundierte Erfahrungen bei der Integration von SAP in bestehende oder neue IT-Landschaften, tiefe Prozesskenntnisse in den Kernbranchen Maschinen- und Anlagenbau, Automobilzulieferindustrie und Projektdienstleister sowie selbst entwickelte SAP-Branchenlösungen, Zusatzlösungen und Outsourcing-Servicelösungen bilden den Kern dieses umfassenden Leistungsspektrums.

Die All for One Midmarket AG ist effizient organisiert und gliedert sich in die beiden Geschäftsbereiche Integrated Solutions und Human Resource Solutions (HR Solutions).

Geschäftsbereich Integrated Solutions

Das Segment Integrated Solutions umfasst ein auf ganzheitliche Kundenbetreuung ausgerichtetes Gesamtleistungsangebot angefangen bei Management-Beratung über Softwarelizenzen, Branchenlösungen, Einführungs- und Optimierungsprojekte bis hin zu Softwarewartung, Outsourcing und Managed Services und erstreckt sich über

sämtliche Geschäftsprozesse. Die dem Segment zugeordneten Konzerngesellschaften sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in Belgien und Luxemburg ansässig. Kunden außerhalb dieser Länder werden überwiegend durch das weltweite Partnernetzwerk United VARs (»Value Added Reseller«) betreut.

Geschäftsbereich HR Solutions

Im Mittelpunkt des Segments HR Solutions steht die Personalsoftwareplattform SAP ERP HCM (»Enterprise Resource Planning, Human Capital Management«), auf deren Basis umfassende Einführungs-, Beratungs- und Betreuungsdienstleistungen bis hin zu wiederkehrenden HR Outsourcing und HR Business Process Outsourcing Services angeboten werden. Neben den eher traditionellen, administrativen HCM-Themen bestimmen zunehmend strategische Personalthemen wie Mitarbeiterportale (»Employee Self Service«), Bewerberverwaltung (»eRecruiting«), Beurteilung von Führungskräften (»Management Appraisal«) das Leistungsangebot. Außerhalb des Hauptmarkts Deutschland ist der Geschäftsbereich vor allem in Österreich, Frankreich und Tschechien tätig.

Die Gesellschaften beider Geschäftsbereiche arbeiten projektspezifisch auch segmentübergreifend zusammen. Dazu wird auch ein gemeinsames HR-Leistungszentrum betrieben, das Kunden die Nutzung von SAP ERP HCM als Full-Service einschließlich Applikationsbetreuung (Segment HR Solutions) aus dem Rechenzentrum (Segment Integrated Solutions) ermöglicht.

1.3.Marktentwicklung

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Deutlich stärker als erwartet, setzte in 2010 die konjunkturelle Erholung in Deutschland ein. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im Vorjahresvergleich um 3,6% (Quelle: BMWi, Februar 2011). Getragen wurde dieser kräftige Aufschwung insbesondere durch die weltwirtschaftliche Erholung. Monat für Monat hatten sich die Auftragsbücher in der verarbeitenden Industrie weiter gefüllt. Der Branchenverband VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) hatte ein Auftragsplus von 43% gegenüber dem Vorjahr für den Maschinen- und Anlagenbau festgestellt (Quelle: Handelsblatt, 12. Januar 2011). Auch in der Automobilzulieferindustrie und bei den Projektdienstleistern ging es 2010 nach oben. Allein die Produktion der deutschen Automobilhersteller stieg im Inland um 13%, im Ausland sogar um 27% gegenüber dem Vorjahr (Quelle: VDA, 2011).

Erst im weiteren Verlauf von 2011 hat sich das deutliche Wachstum abgeschwächt. Wurde im 1. Quartal 2011 beim Bruttoinlandsprodukt noch ein Zuwachs von 1,3% gegenüber dem Vorquartal erzielt, setzte sich der Konjunkturaufschwung im Zeitraum April bis Juni 2011 nur mit deutlich vermindertem Tempo fort. Lediglich noch 0,1% betrug der Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal (Quelle: BMWi, September 2011). Der starke Anstieg der Rohstoffpreise, die schwere Naturkatastrophe in Japan, vor allem jedoch das Ausmaß der Schuldenkrise in einigen bedeutenden Volkswirtschaften und der starke Einbruch an den Börsen – knapp 30% hat der DAX im Zeitraum Ende Juli bis Mitte September 2011 eingebüßt – trüben die Stimmung (Quelle: finanznachrichten.de, 13. September 2011). So fiel der Ifo-Geschäftsklimaindex im August 2011 und damit zum sechsten Mal seit Februar 2011 relativ kräftig um 4,2 auf 108,7 Punkte (Quelle: dpa, Handelsblatt, 1. September 2011). So scheint die ausgesprochene Boomphase 2010/11 zwar beendet, ihren Wachstumskurs wollen der Maschinen- und Anlagenbau, die Automobilzulieferindustrie und die Projektdienstleister jedoch – wenn auch abgeschwächt – weiter fortsetzen.

Die insgesamt gute gesamtwirtschaftliche Entwicklung sorgte im Berichtsjahr 2010/11 für zusätzliche Impulse und hat den Geschäftsgang der All for One Midmarket AG positiv verstärkt.

Entwicklung der IT-Märkte

Die grundlegenden Treiber für Investitionen in hochstehende Unternehmenssoftwarelösungen und entsprechende IT-Dienstleistungen sind unverändert intakt. Dazu zählen insbesondere die fortschreitende Internationalisierung und Globalisierung der Beschaffungs- und Absatzmärkte sowie notwendige Fortschritte bei der Kosten-, Qualitätsund Prozessoptimierung. Für den Einsatz SAP-basierter Unternehmenssoftwarelösungen spricht die hohe Investitionssicherheit, die von der weltweit führenden ERP-Lösung (»Enterprise Resource Planning«) ausgeht. Unverändert intakt ist auch der Trend zu ganzheitlichen IT-Lösungen und -Services aus einer Hand. Zudem ist auch weiterhin vermehrt die Bereitschaft zur Auslagerung der IT-Infrastruktur an Outsourcing-Dienstleister wie All for One anzutreffen. Für Marktbeobachter wie techconsult sollte sich der deutsche IT-Gesamtmarkt in 2011 um 4,1% nach oben bewegen (Quelle:

techconsult, 1. Juli 2011). Speziell für das Segment »Outsourcing« rechnen Analysten sogar mit einem Zuwachs von 4,3% (Quelle: BITKOM, 26. Mai 2011).

1.4. Strategie und Positionierung

Die All for One Midmarket AG hat sich zum Ziel gesetzt, mittelständische SAP-Kunden aus einer Hand in einem effizienten One-Stop-Shop Konzept ganzheitlich zu betreuen. Dabei kommt dem Fokus auf ausgewählte Branchen im Mittelstand in den deutschsprachigen Ländern, einer weltweiten Kundenbetreuung über ein eigenes Partnernetzwerk und der Partnerschaft mit dem weltweit führenden Hersteller von ERP-Systemen (SAP) eine zentrale Bedeutung zu.

Mittelstand

Als IT-Komplettdienstleister konzentriert sich All for One auf mittelständische Kunden. Das gesamte Leistungsangebot ist auf die Bedürfnisse und Besonderheiten dieser Kundengruppe zugeschnitten, die sich unter anderem im Hinblick auf Marktansprache, Beratungs-, Implementierungs- und Betreuungsbedarf deutlich von denen der Großkonzerne unterscheidet. So werden im Mittelstand Berater mit sehr breiter und bereichsübergreifender Prozesskompetenz benötigt. Nur mit diesem klaren Fokus kann All for One eine hohe Qualität und eine effiziente Leistung zum Nutzen der Kunden erzielen.

Branchenfokussierte Leistungsangebote

Eine wesentliche Säule des integrierten Geschäftsmodells der All for One bilden eigene, qualifizierte SAP Business All-in-One Lösungen. Diese sind eng auf die typischen Geschäftsabläufe einzelner Branchen voreingestellt, sind besonders wirtschaftlich einzuführen und können in den Rechenzentren der All for One wie auch im Hause des Kunden betrieben werden. In der All for One Gruppe sind das die Branchenlösungen für den Maschinen- und Anlagenbau (All for Machine), die Automobilzulieferindustrie (All for Automotive) sowie für Projektdienstleistungsunternehmen (All for Service). Weitere Branchenlösungen entwickelte All for One für die vor allem unter den Zulieferunternehmen der Automobilhersteller anzutreffenden Sub-Branchen (»Micro Verticals«) der kunststoffverarbeitenden Industrie (All for Plastics), der metallverarbeitenden Industrie (All for Metal), der Elektronikkomponentenindustrie (All for Electric) sowie für Gießereien (All for Foundry). Für die umfassenden Anforderungen des Personalmanagements

wird eine ebenfalls branchenspezifisch ausgerichtete Plattform KWP.All-in-One.HR entwickelt. In Ergänzung dazu werden zahlreiche eigenentwickelte Zusatzlösungen für die betriebswirtschaftlich-organisatorischen Herausforderungen der Zielbranchen angeboten. Diese erhöhen nicht nur die Benutzerfreundlichkeit der SAP-Software, sondern enthalten zudem auch Funktionen wie elektronischer Geschäftsdatenaustausch (»EDI«), Geschäftsdatenanalyse (»Business Intelligence«) und viele andere mit entsprechend branchenspezifischem Zuschnitt.

Vertriebsorganisation und weltweite Betreuung

In Deutschland, Österreich und der Schweiz betreut All for One ihre Kunden mit eigenen Vertriebs- und Beratungsressourcen. Diese umfassen neben einem Direktvertrieb auch einen ausgebauten indirekten Vertriebskanal »All for One Businesspartner Programm«. Für die weltweite Betreuung ihrer mittelständischen Kunden hat All for One bereits in 2006 das Partnernetzwerk United VARs gegründet. In ihren Ländern führende SAP-Partner sind dieser Allianz – ähnlich dem Muster von Star Alliance (Lufthansa) – mittlerweile beigetreten und bieten international agierenden Kunden weltweit in 57 Ländern professionelle Vor-Ort-Services und eine Betreuung nach einheitlichen Qualitätsstandards und anerkannten Projektmethoden.

Im November 2011 hat All for One zusammen mit weiteren 21 Partnern die United VARs LLP (»Limited Liability Partnership«) gegründet. Der zunächst als Partnernetzwerk in 2006 gestartete Verbund erhält damit eine starke Marketing-, Vertriebs- und Koordinationsplattform, die neben der weltweit koordinierten Betreuung von Stammkunden auch die Gewinnung internationaler Neukundenprojekte weiter voranbringen soll. Der Vorsitz des 3-köpfigen Direktoriums der United VARs LLP wird von All for One besetzt. Damit schafft All for One auch international ein hohes Maß an Effizienz und Leistungsfähigkeit für ihre Kunden.

SAP-Partnerschaft und SAP-Ökosystem

Die Partnerschaft mit SAP steht im Zentrum des täglichen Handelns bei der All for One Midmarket AG und besitzt einen sehr hohen Stellenwert. Die SAP-Software und die damit verbundenen Dienstleistungen bilden den Kern des Leistungsportfolios des Unternehmens. Durch Verleihung zahlreicher Auszeichnungen sowie durch Vergabe des höchsten Partnerstatus unterstreicht die SAP AG den

hohen Stellenwert, den die All for One Midmarket AG im SAP-Mittelstandsmarkt einnimmt. So gehört All for One zum kleinen Kreis derjenigen Partner, die von der SAP sowohl als Top Gold Partner, als Hosting Partner sowie als Special Expertise Partner für verschiedene Themenfelder qualifiziert wurden. Durch die integrierte Zusammenarbeit mit SAP auf allen Unternehmensebenen kann All for One ihren Kunden ein Höchstmaß an Planungssicherheit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit gewährleisten. Als festes Mitglied des SAP-Partner Executive Councils, das europäische Gremium innerhalb der SAP-Organisation für Partnerfragen, konnte die All for One Midmarket AG – neben ihrer Top-Position im deutschsprachigen SAP-Mittelstandsmarkt – auch ihre Rolle als anerkannte Leitfigur innerhalb des SAP-Ökosystems erneut weiter festigen.

1.5. Forschung und Entwicklung

Die All for One Midmarket AG betreibt im engeren Sinne keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und verfügt zudem über keine Patente.

1.6. Überblick über den Geschäftsverlauf

Der Maschinen- und Anlagenbau, die Automobilzulieferindustrie und die Projektdienstleister durchliefen in 2010/11 eine starke Wachstumsphase, die erst mit der sich zunehmend verdichtenden Finanzmarktkrise eine – wenn auch bis dato nur leichte – Abschwächung erfahren hat. Das Geschäft von All for One, das auf einer anerkannt starken Marktposition als SAP Komplettdienstleister für den Mittelstand in genau diesen Branchensegmenten aufbaut, profitierte zusätzlich von dieser positiven Marktentwicklung.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Die drei Eckpfeiler des integrierten Geschäftsmodells »SAP Komplettdienstleister« – Softwarelizenzen, Consulting und Outsourcing Services – stärken sich gegenseitig. In allen Bereichen konnten – rein organisch – kräftige Zuwächse bei Neukundenprojekten wie auch bei den Stammkunden verzeichnet und das teilweise bereits sehr hohe Vorjahresniveau übertroffen werden. Die gute Entwicklung bei den Umsätzen sorgte auch auf der Ergebnisseite – schneller als erwartet – für deutliche Fortschritte.

Kundenbasis weiter ausgebaut

Selbst über die Landesgrenzen hinweg sind anspruchsvolle IT-Landschaften in den High-End-Rechenzentren der All for One sicher aufgehoben. So hat die Belimed AG im schweizerischen Zug der All for One Midmarket AG nicht nur den Zuschlag für die Einführung der SAP-Branchenlösung All for Machine in 11 Ländern erteilt. Auch der Outsourcing-Betrieb für die gruppenweite SAP-Systemlandschaft des Spezialanbieters für Medizintechnik wurde All for One übergeben. Mit ihrer Investition in eine neue Unternehmenslösung sichert sich die Gerd Bär GmbH, Heilbronn, nicht nur die fertig voreingestellten und daher schnell und kostengünstig eingeführten Geschäftsabläufe einer zertifizierten Branchenlösung wie All for Machine. Bei dem Hersteller von Hubladebühnen realisieren die All for One Berater zudem einen Kommunikationsverbund zwischen betriebswirtschaftlichen Informationen und Konstruktionsdaten, der für alle Phasen eines Produktlebenszyklus von großem Nutzen ist (»PLM«, Product Lifecycle Management). Ebenso für die Gerd Bär GmbH erfolgt der Betrieb der Anwendungen und Systeme aus den Rechenzentren von All for One.

Einige Sozialbetriebe produzieren für die Automobilhersteller und benötigen daher integrierte Unternehmenssoftwarelösungen wie All for Automotive, die für die Zulieferbranche wie geschaffen sind. Daher hat die Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten GmbH Sindelfingen, Gärtringen, All for One mit der Einführung von All for Automotive beauftragt. Bei dem Sozialbetrieb entfallen damit umfangreiche und pflegeintensive Datenschnittstellen. Zudem sorgt der Einsatz der von All for One entwickelten SAP-Zusatzlösung All for EDI für die verbesserte Kommunikation mit ausgewählten Kunden. Bereits während der Einführungsphase sorgt der IT-Betrieb aus den All for One Rechenzentren für eine klare Konzentration der Ressourcen. Auch bei der AZO Group in Osterburken gibt eine neue Unternehmenssoftware in Verbindung mit Zusatzlösungen von All for One den Takt vor. War es hier zuvor enorm aufwendig, Fertigungsaufträgen alle benötigten Begleitdokumente richtig zuzuordnen, werden diese heute in einem Arbeitsgang automatisch zusammen mit dem Hauptdokument erstellt und auch noch elektronisch versandt und für spätere Zugriffe in digitaler Form abgelegt.

Um Projekte systematisch zu steuern und Chancen wie Risiken frühzeitig zu identifizieren, benötigen Projektdienstleister wie die IVU Traffic Technologies AG, Berlin, oder die hofer powertrain GmbH, Oberboihingen, eine SAP-Branchenlösung wie All for Service. Neben einem umfassenden Überblick über die kapazitätsmäßige Gesamtsituation erleichtert All for Service zudem das »Matching« von benötigten und verfügbaren Skills und Ressourcen zur Steigerung der Auslastung. Zudem sinken so die Reisekosten der Berater.

Dienstleistungsunternehmen springen auch weiterhin am schnellsten auf den »On-Demand-Zug« von SAP Business ByDesign auf. So haben die beiden Softwareberatungsunternehmen IMMOLOGIS GmbH, Kassel, und die GiS – Gesellschaft für integrierte Systemplanung mbH, Erlangen, All for One mit der Bereitstellung und Einführung der »Cloud« Software beauftragt. Neben der Nutzung von SAP Business ByDesign für ihre eigenen Geschäftsabläufe bieten beide Unternehmen die On-Demand-Software auch ihren eigenen Kunden an und arbeiten dazu – als All for One Businesspartner – eng mit All for One zusammen.

Bevor der Technische Überwachungsverein (»TÜV«) seine eigenen Geschäftsabläufe einer IT-Lösung anvertraut, wird diese besonders genau überprüft. So geschehen bei der TÜV AUSTRIA HOLDING AG, Wien /Österreich. »Durchgängiges Finanz- und Personalmanagement einschließlich Geschäftsdatenanalyse«, lautet die Maßgabe für die ersten Projektschritte nach abgeschlossener Überprüfung der vorgestellten SAP-Lösung. Über 800 Benutzer in der Zentrale und ihren 23 Tochtergesellschaften werden zukünftig ihre neue SAP-Anwendung von All for One nutzen.

Anspruchsvolle Mandate, die über Monate laufen und von spezialisierten Teams betreut werden, sind das Tagesgeschäft der Anwaltskanzlei Wenger & Vieli AG, Zürich / Schweiz. Für den Überblick über bereits erbrachte, wie über die noch zu erbringenden Leistungen sorgt die SAP-Branchenlösung ProServ von der All for One Tochtergesellschaft Process Partner AG, St. Gallen / Schweiz. AXA Real Estate, Zürich / Schweiz, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von AXA Investment Managers, zählt zu den größten Immobilien- und Assetmanagern in Europa. In einem Pilotprojekt in der Schweiz konnte die Process Partner AG die SAP-Einführung für Rechnungswesen und Controlling samt Anbindung von Drittsystemen erfolgreich realisieren.

In nur vier Monaten haben die Consultants der Process Partner AG zudem bei der redtoo AG in Reinach / Schweiz ihre SAP-Branchenlösung ProServ für über 130 Mitarbeiter produktiv gesetzt. Der IT Full-Service Provider bildet damit den gesamten Wertefluss, von der Leistungserfassung über das Controlling bis zur Fakturierung ab.

Neben vielen Neukundenprojekten hat die All for One Gruppe auch bei den Stammkunden weiter zugelegt: Bereits seit über 10 Jahren ist die Process Partner AG für das in St. Gallen / Schweiz ansässige Unternehmen Abraxas Informatik AG der bevorzugte Lösungs- und Beratungspartner. Das liegt vor allem an der hohen Prozesskompetenz in der Dienstleistungsbranche, die die Consultants der Process Partner AG auszeichnet. Im Berichtszeitraum wurden zahlreiche Projekte erfolgreich abgeschlossen.

Bei der Randstad Deutschland GmbH & Co. KG, München, haben die Berater der KWP Kümmel, Wiedmann + Partner Unternehmensberatung GmbH (nachfolgend KWP), Heilbronn, eine Tochtergesellschaft von All for One, neue Personalbeurteilungsprozesse eingeführt. Zielvereinbarung, Kompetenzeinschätzung, Förderplan, Beurteilung für Auszubildende und Studenten, Erstellung von Arbeitszeugnissen und »Manager Appraisal« (Bewertung von Führungskräften) stehen jetzt über ein Portal als Self Service zur Verfügung. Zudem wird die neue Lösung mittlerweile auch von der gesamten Randstad Deutschland Gruppe genutzt. Bei der Zollner Elektronik AG, Zandt, hatte KWP in den zurückliegenden Jahren schrittweise den Umstieg auf SAP ERP Human Capital Management vollzogen und dazu bereits Personaladministration, Organisationsmanagement, Personalkostenplanung und Veranstaltungsmanagement eingeführt. In 2010/11 folgte der Bereich Personalentwicklung. Der Betrieb der Systemlandschaft erfolgt in den All for One Rechenzentren.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Umsatzerlöse und operatives Ergebnis (EBIT) dienen als Schlüsselkennzahlen zur Steuerung der All for One Midmarket AG. Die Steuerungsgrößen sind im Hinblick auf einen möglichst nachhaltig profitablen Wachstumskurs aufeinander abgestimmt.

Zusätzlich zu diesen finanziellen Leistungsindikatoren kommen auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren für die Unternehmenssteuerung zur Anwendung. So konnte die bereits hohe geografische Abdeckung der Kundenmärkte außerhalb der deutschsprachigen Länder im Rahmen des United VARs Partnernetzwerks durch eine erfolgreiche Partnerentwicklung auf dem hohen Vorjahresniveau von über 56 Ländern – darunter alle weltweit bedeutenden Industriezentren der All for One Zielbranchen – weiter gefestigt werden. Zudem wurden umfassende Vorbereitungen getroffen, um den Partnerverbund United VARs zukünftig mit einer von allen Partnern anteilig finanzierten Führungsgesellschaft auszustatten. Die Ausgaben für Schulungs- und Weiterbildungsmaßnamen pro Mitarbeiter liegen im Berichtsjahr nahezu auf demselben hohen Vorjahresniveau.

Nach den im September 2011 veröffentlichten Ergebnissen der Benchmark Studie TOP CONSULTANT 2011 zählt die All for One Midmarket AG zu den »Besten IT-Beratern für den deutschen Mittelstand«. Diese Bewertung basiert vor allem auf Kundeninterviews zur Ermittlung der »Zufriedenheit« sowie der vom Kunden empfundenen »Professionalität« der Consultants bei der Erbringung ihrer Beratungsleistungen.

2.1.Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Finanzmanagement bedeutet bei All for One vor allem Liquiditätsmanagement, Kapitalstrukturmanagement sowie das Management von Währungen und Zinsen. Einen besonderen Schwerpunkt des Finanzmanagements bildet zudem die Überwachung und Einhaltung der Auflagen von Darlehensverträgen zur Unternehmensfinanzierung. Näheres zu den Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken enthält der Risikobericht (Punkt 3).

2.2. Umsatzentwicklung

Stärker als die erwartete IT-Gesamtmarktentwicklung verlief der Anstieg der Umsatzerlöse der All for One Midmarket AG. Dabei wurden auch die eigenen Erwartungen übertroffen. Im Berichtszeitraum erzielte der SAP Komplettdienstleister einen Umsatz von 90,2 Mio. EUR und damit einen Anstieg um 14% gegenüber 2009/10 (78,8 Mio. EUR).

Umsätze nach Erlösarten

Veränderungen zum Vorjahr

Die nachfolgende Übersicht verdeutlicht die Entwicklung der Umsatzerlöse:

(2009/10) wurde nochmals übertroffen und um 19% auf 14,0 Mio. EUR (2010/11) gesteigert. Auch die Consulting-Umsätze konnten gesteigert werden, um 14% von 32,8 Mio. auf 37,5 Mio. EUR. Neben der sehr ausgeprägten Vertriebsorientierung hat insbesondere der konsequente Branchenfokus zu dieser guten Entwicklung beigetragen.

Die wiederkehrenden Umsatzerlöse aus Outsourcing Services (einschließlich Softwarewartung) sind im Berichtszeitraum um 13% auf 35,5 Mio. EUR (2009/10: 31,4 Mio. EUR) angestiegen. Damit entfallen nunmehr 39% des Umsatzes auf diesen Bereich (2009/10: 40%). Seit mehreren Jahren hält dieser kontinuierliche Aufwärtstrend – Quartal für Quartal – unvermindert an. Die bereits in 2008 getätigten hohen Basisinvestitionen in neue gespiegelte High-End-Rechenzentren, vor allem jedoch die auf dieser Basis weiter gut ausgebauten Managed Services Angebote, haben maßgeblich zu dieser anhaltend positiven Entwicklung beigetragen.

Umsätze nach Ländern

Die nachfolgende Übersicht verdeutlicht die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Ländern (nach Sitz des Leistungserbringers):

Übriges Europa 7% (7%) Schweiz 7% (6%) Österreich 6% (6%) 90,2 Mio. EUR 100% 80% (81%) Deutschland +14% +13% +19% +13%

Sowohl bei den Neukunden- als auch bei den Stammkundenprojekten konnte ein stärkerer Anstieg als geplant verzeichnet werden. Das bereits hohe Vorjahresniveau der Umsätze mit Softwarelizenzen in Höhe von 11,8 Mio. EUR

72,7 Mio. EUR (Umsatzanteil: 80%) des Umsatzes im Berichtszeitraum entfielen auf Deutschland – ein Plus von 14% gegenüber 63,5 Mio. EUR im Vorjahr (Umsatzanteil 2009/10: 81%). Die Umsatzerlöse in Österreich konnten um 7% auf 5,4 Mio. EUR gesteigert werden. Die Umsatzerlöse in der Schweiz sind um 26% von 4,8 Mio. EUR (2009/10) auf 6,1 Mio. EUR gestiegen. Im übrigen Europa wurde bei den Umsatzerlösen ein Plus von 10% auf 6,0 Mio. EUR verzeichnet.

2.3. Ertragslage

Die nachfolgende Übersicht verdeutlicht die Entwicklung der Ertragslage (ohne den aufgegebenen Geschäftsbereich):

in Mio. EUR
*
10/2010 –
9/2011
10/2009 –
9/2010
Delta
in %
Umsatzerlöse 90,2 78,8 14
Materialaufwand und
bezogene Leistungen
-29,4 -25,8 14
Personalaufwand -39,2 -35,4 11
Abschreibungen -3,1 -3,5 -13
Sonstiger betrieblicher
Aufwand / Ertrag
-13,8 -11,5 20
EBIT 4,7 2,5 86
Finanzergebnis 0,3 0,3 2
EBT 5,0 2,8 79
Ertragsteuern 0,2 -0,8 n.v.
Ergebnis nach Steuern 5,2 2,0 156

* Angaben in Mio. EUR führen vereinzelt zu Rundungsdifferenzen

EBITDA steigt um 29% auf 7,8 Mio. EUR / EBIT-Marge von 3% auf 5% erhöht

Im Zuge des weiteren Personalaufbaus ist der Personalaufwand zwar um 11% auf 39,2 Mio. EUR (2009/10: 35,4 Mio. EUR) gestiegen, der Anteil an den Umsatzerlösen ist jedoch – aufgrund der starken Geschäftsausweitung – von 45% (2009/10) auf 43% (2010/11) gesunken. Der Anteil des Materialaufwands an den Umsatzerlösen liegt mit 33% auf Vorjahresniveau. Der Anstieg des sonstigen betrieblichen Aufwands von 12,9 Mio. EUR (2009/10) auf 14,7 Mio. EUR (2010/11) resultiert ebenfalls aus der Geschäftsausweitung. Zudem sind darin auch die bereits angefallenen Aufwendungen im Hinblick auf den beabsichtigten Erwerb der Anteile an der Steeb Anwendungssysteme GmbH (nachfolgend Steeb) in Höhe von 0,3 Mio. EUR enthalten. Der Anteil des sonstigen betrieblichen Aufwands am Umsatz beträgt weiterhin 16%. Die Abschreibungen sind um 0,4 Mio. auf 3,1 Mio. EUR zurückgegangen.

Aufgrund der über den eigenen Erwartungen liegenden Lizenzumsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr und eines konsequenten Kostenmanagements konnte die Ertragskraft stärker als geplant verbessert werden. Das EBITDA stieg im Berichtszeitraum auf 7,8 Mio. EUR (2009/10: 6,0 Mio. EUR). Das korrespondierende EBIT konnte auf 4,7 Mio. EUR (2009/10: 2,5 Mio. EUR) – das entspricht einer EBIT-Marge von 5% (2009/10: 3%) – gesteigert werden. Das Finanzergebnis beträgt unverändert 0,3 Mio. EUR, so dass ein EBT von 5,0 Mio. EUR (2009/10: 2,8 Mio. EUR) erzielt werden konnte. Aufgrund der gestiegenen zukünftigen Ertragserwartungen, welche die Nutzung bestehender steuerlicher Verlustvorträge mit einer höheren Wahrscheinlichkeit realisieren lassen, wurden die latenten Steueransprüche um 1,0 Mio. EUR erhöht. Das Steuerergebnis beträgt plus 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: minus 0,8 Mio. EUR).

Die in 2009 abgeschlossene Vereinbarung über die Veräußerung der Beteiligung an der AC-Service (Schweiz) AG, Wettingen / Schweiz, enthält auch variable Kaufpreisbestandteile, die im aktuellen Berichtsjahr zu einem Ergebnisbeitrag von 2,1 Mio. EUR geführt haben. Der Ausweis erfolgt unter »aufgegebener Geschäftsbereich«. Das Ergebnis nach Ertragsteuern stieg damit insgesamt von 2,0 Mio. EUR (2009/10) auf 7,3 Mio. EUR (2010/11).

Das Ergebnis je Aktie für den Konzern lag daher im Berichtszeitraum bei 1,41 EUR (2009/10: 0,38 EUR) und wurde auf der Basis von 4.860.000 durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien (2009/10: 5.077.703 Aktien) ermittelt.

2.4. Entwicklung der Geschäftsbereiche

Die Segmentberichterstattung der All for One Midmarket AG umfasst die beiden Geschäftsbereiche Integrated Solutions sowie HR Solutions. Die zentralen Konzernkosten werden beiden Segmenten anteilig zugeordnet.

Geschäftsbereich Integrated Solutions

Das Segment verzeichnete Zunahmen bei Outsourcing-, Lizenz- und Beratungserlösen. So stieg der Segmentumsatz im Berichtszeitraum insgesamt um 14% auf 75,4 Mio. EUR (2009/10: 66,0 Mio. EUR). Der Anstieg des Geschäftsvolumens, die gute Auslastung der Berater, kontinuierliche Verbesserungen bei Umsatzqualität und Prozessen sowie daraus resultierende Effizienzsteigerungen führten beim operativen Ergebnis zu einem überproportionalen Anstieg.

Das EBIT des Segments betrug 4,3 Mio. EUR (2009/10: 2,7 Mio. EUR). Die EBIT-Marge bezogen auf den Segmentumsatz lag bei 6% (2009/10: 4%).

Zum 30. September 2011 belief sich das Segmentvermögen nach Abzug der Segmentverbindlichkeiten auf 34,9 Mio. EUR (30. September 2010: 29,8 Mio. EUR), ein Anstieg um 17%. Die Anzahl Mitarbeiter zum 30. September 2011 liegt bei 348 Personen (30. September 2010: 311), die entsprechende Personalkapazität bei 319 (30. September 2010: 291).

Geschäftsbereich HR Solutions

Die Zurückhaltung bei der Vergabe von HR-Beratungsaufträgen, die in 2009/10 die Entwicklung des Geschäftsbereichs HR Solutions beeinträchtigt hatte, löste sich im Verlauf des aktuellen Berichtszeitraums weiter auf. Die Umsatzentwicklung des Segments weist daher im Vorjahresvergleich ein Plus von 15% auf 15,7 Mio. EUR (2009/10: 13,6 Mio. EUR) auf. Das EBIT des Segments lag bei plus 0,4 Mio. EUR (2009/10: minus 0,1 Mio. EUR), die entsprechende EBIT-Marge des HR-Bereichs bezogen auf den Segmentumsatz erhöhte sich auf plus 3% (2009/10: minus 1%).

Das Segment HR Solutions erzielt größtenteils Beratungsumsätze, deren wiederkehrender Anteil unter anderem durch Dauer-Betreuungsvereinbarungen (»HR Business Process Outsourcing«) weiter ausgebaut wurde. Als weitere Wachstumstreiber erwiesen sich zudem personalwirtschaftliche Themen wie eRecruiting, Performancemanagement, Personalcontrolling, elektronische Personalakte und eHR Portalanwendungen.

Zum 30. September 2011 betrug das Segmentvermögen nach Abzug der Segmentverbindlichkeiten 3,3 Mio. EUR (30. September 2010: 2,6 Mio. EUR), ein Anstieg um 28%. Die Anzahl Mitarbeiter des Segments ist von 113 (30. September 2010) auf 129 (30. September 2011) gestiegen. Die Personalkapazität erhöhte sich von 103 (30. September 2010) auf 116 (30. September 2011) Vollzeitstellen.

2.5.Vermögens- und Finanzlage

Kennzahlen zur Vermögens und Finanzlage:

Einheit 30.09.11 30.09.10 Delta in %*
Anlagendeckung % 212 170 25
Days of Sales
Outstanding
Tage 62 57 9
Liquide Mittel ** Mio. EUR 17,9 17,2 4
Nettoliquidität Mio. EUR 12,6 9,8 29
Eigenkapitalquote % 59 55 7
Eigenkapitalrendite % 20,5 6,3 225
Gesamtkapitalrendite % 11,6 3,3 254

* Veränderungen basieren auf Werten in TEUR

** Zahlungsmittel und -äquivalente abzgl. nicht frei verfügbare Finanzmittel 0 10 20 30 40 50 60 70 80

Konzernbilanz

Die Bilanzsumme hat sich um 10% von 59,3 Mio. EUR (30. September 2010) auf 65,3 Mio. EUR (30. September 2011) erhöht. Die nachfolgende Grafik stellt die wesentlichen Veränderungen dar:

Die langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 25,6 Mio. EUR (30. September 2011) liegen insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres. Infolge planmäßiger Abschreibungen ist die Bilanzposition »Sonstige immaterielle Vermögenswerte« von 8,9 Mio. EUR (30. September 2010) auf 8,1 Mio. EUR (30. September 2011) zurückgegangen. Die Sachanlagen, die leicht von 5,2 Mio. EUR (30. September 2010) auf 5,0 Mio. EUR (30. September 2011) zurückgegangen sind, enthalten gestiegene kundenbezogene Investitionen 0 10 20 30 40 50 60 70 80 aufgrund der Zuwächse im Outsourcing-Bereich. Die Anlagendeckung beträgt 212% (30. September 2010: 170%). Aufgrund der guten Geschäftsaussichten haben sich auch die zukünftigen steuerlichen Ertragserwartungen erhöht. Die latenten Steueransprüche sind daher um 0,9 Mio. auf 3,9 Mio. EUR (30. September 2011) gestiegen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte – den aufgegebenen Geschäftsbereich eingeschlossen – betragen 39,8 Mio. EUR (30. September 2010: 33,7 Mio. EUR). Infolge der deutlichen Geschäftsausweitung und der starken Softwarelizenzverkäufe zum Geschäftsjahresende sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 12,5 Mio. EUR (30. September 2010) auf 15,5 Mio. EUR (30. September 2011) gestiegen. Mit intensivem Forderungsmanagement konnte der Anstieg der DSO (»Days of Sales Outstanding«, Außenstände gegenüber Kunden) von 57 Tage auf 62 Tage begrenzt werden. Die liquiden Mittel haben sich im Berichtszeitraum von 17,3 Mio. EUR (30. September 2010) auf 18,0 Mio. EUR (30. September 2011) erhöht.

Der Anstieg der Bilanzsumme von 59,3 Mio. EUR (30. September 2010) auf 65,3 Mio. EUR (30. September 2011) ist zudem auf sonstige Vermögenswerte aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich in Höhe von 2,1 Mio. EUR zurückzuführen. Die in 2009 abgeschlossene Vereinbarung über die Veräußerung der Beteiligung an der AC-Service (Schweiz) AG, Wettingen / Schweiz, enthält auch variable Kaufpreisbestandteile, die erstmals im aktuellen Berichtsjahr zum Ausweis kommen.

Das Eigenkapital stieg insgesamt von 32,4 Mio. EUR (30. September 2010) auf 38,4 Mio. EUR (30. September 2011), die Eigenkapitalquote entsprechend von 55% auf 59%. Nach der am 20. Dezember 2010 beschlossenen Einziehung von 540.000 eigenen Aktien – 10% des bisherigen Grundkapitals – sowie der entsprechenden (vereinfachten) Kapitalherabsetzung beträgt das gezeichnete Kapital zum Ende des Berichtszeitraums 14.580.000 EUR gegenüber 16.200.000 EUR (30. September 2010). Auch die Eigenkapitalposition »Bilanzgewinn« wurde entsprechend angepasst. Der auf die eingezogenen Aktien entfallende Anteil des Grundkapitals – ein Betrag von 1,62 Mio. EUR – wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

Die Verbindlichkeiten sind insgesamt leicht gestiegen, von 26,9 Mio. EUR (30. September 2010) auf 27,0 Mio. EUR (30. September 2011). Die Finanzverbindlichkeiten sind von insgesamt 7,5 Mio. EUR (30. September 2010) auf 5,4 Mio. EUR (30. September 2011) zurückgegangen, die darin enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten wurden um 1,7 Mio. auf 3,7 Mio. EUR (30. September 2011) zurückgeführt. Der Anstieg der Bilanzposition »Sonstige Verbindlichkeiten« auf 11,6 Mio. EUR (30. September 2010: 9,1 Mio. EUR) ist unter anderem auf gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber Personal (Urlaub, Boni) zurückzuführen.

Die Nettoliquidität lag zum 30. September 2011 bei 12,6 Mio. EUR (30. September 2010: 9,8 Mio. EUR). Die Eigenkapitalrendite erhöhte sich im Berichtszeitraum von 6% auf 21%, die Gesamtkapitalrendite von 3% auf 12%.

Insgesamt verfügt der Konzern zum 30. September 2011 über eine robuste Bilanz mit einer sehr soliden Finanzausstattung.

Cash-Flow und Investitionen

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der Cash-Flow aus der operativen Tätigkeit von 3,7 Mio. auf 6,1 Mio. EUR angestiegen. Dies liegt im Wesentlichen an dem deutlich erhöhten Ergebnisniveau.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit hat sich auf 1,6 Mio. EUR (2009/10: 0,8 Mio. EUR) erhöht. Investitionen in Sachanlagen erfolgten im Berichtszeitraum hauptsächlich aufgrund des Kundenwachstums im Bereich Outsourcing Services (Hard- und Software in den Rechenzentren). Damit ergibt sich im Berichtszeitraum ein Free-Cash-Flow (Operativer Cash-Flow abzüglich Cash-Flow aus Investitionstätigkeit) in Höhe von 4,5 Mio. EUR (2009/10: 3,0 Mio. EUR).

Trotz einer Dividendenausschüttung in Höhe von 1,5 Mio. EUR ging der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit von minus 4,7 Mio. EUR (2009/10) auf minus 4,0 Mio. EUR zurück. Zur beschleunigten Rückführung bestehender Bankdarlehen wurden im Berichtszeitraum Tilgungen in Höhe von 1,7 Mio. EUR (2009/10: 3,8 Mio. EUR) geleistet. Im Vorjahreszeitraum wurden zudem Mittelzuflüsse aus der Aufnahme von Bankkrediten und langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 1,9 Mio. EUR (2010/11: 480 TEUR) ausgewiesen. Der Finanzmittelfond erhöhte sich im Berichtszeitraum um 0,8 Mio. auf 17,9 Mio. EUR.

2.6.Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Für ein IT-Dienstleistungsunternehmen wie die All for One Midmarket AG ist nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg eng mit hochqualifizierten und motivierten Mitarbeitern verbunden. Konsequente und nachhaltige Personalarbeit bildet daher eine tragende Säule der mit »The human face of IT« überschriebenen Unternehmenskultur. Diese will den hohen Leistungswillen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hinblick auf herausragende Servicequalität und hohe Kundenzufriedenheit erhalten und fördern sowie auch das gute Image von All for One als attraktiver Arbeitgeber weiter steigern.

Trotz enger Personalmärkte konnte All for One im Berichtszeitraum den Personalbestand weiter ausbauen. So beträgt die Anzahl der Mitarbeiter zum 30. September 2011 insgesamt 477 Personen (30. September 2010: 424 Personen), die entsprechende Personalkapazität betrug 435 Vollzeitstellen (30. September 2010: 394 Vollzeitstellen). Im Durchschnitt waren im Berichtszeitraum 454 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt (2009/10: 423 Mitarbeiter). Von den 435 Vollzeitstellen entfielen zum 30. September 2011 insgesamt 375 auf Deutschland (30. September 2010: 332), 13 Vollzeitstellen auf Österreich (30. September 2010: 15), 26 Vollzeitstellen auf die Schweiz (30. September 2010: 28) sowie 21 Vollzeitstellen auf die übrigen europäischen Länder (30. September 2010: 19).

Die nachfolgenden Übersichten stellen die prozentuale Verteilung der Vollzeitstellen zum 30. September 2011 dar:

Vollzeitstellen nach Ländern

Vollzeitstellen nach Bereichen

Zum 30. September 2011 entfielen von den 435 Vollzeitstellen (30. September 2010: 394) 342 auf den Bereich Outsourcing Services und Consulting (30. September 2010: 309), 54 auf die administrativen Bereiche (30. September 2010: 52) und 39 auf Vertrieb und Marketing (30. September 2010: 33).

Im Berichtszeitraum 2010/11 wurde vor allem an der Umsetzung von Detailergebnissen und Erkenntnissen aus »Great Place to Work« (2010) gearbeitet. Schwerpunkte dabei bilden unter anderem die kontinuierliche Verbesserung der Work-Life-Balance der Mitarbeiter sowie der Ausbau des Gesundheitsmanagements. Zudem wurde noch mehr in die Qualifizierung investiert. Gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen bereiten Mitarbeiter zum Beispiel auf das richtige Verhalten in schwierigen Beratungssituationen vor oder helfen, ihre Fähigkeiten zum Steuern und Moderieren von anspruchsvollen Kundenprojekten weiter zu verbessern. Neben der reinen Fachkompetenz entscheiden solche »Skills« gerade im Mittelstand besonders über den Projekterfolg.

Ein Jahr nach »Great Place to Work« hat sich All for One erstmals in 2011 an der Benchmark Studie TOP CONSUL-TANT beteiligt. Die im September 2011 veröffentlichten Ergebnisse haben gezeigt, dass die forcierten Personalentwicklungsmaßnahmen längst auch im Kundenmarkt positiv wahrgenommen werden. So zählt die All for One Midmarket AG zu den »Besten IT-Beratern für den deutschen Mittelstand«. Diese Bewertung basiert vor allem auf Interviews mit Kunden zur Ermittlung der »Zufriedenheit« sowie der vom Kunden empfundenen »Professionalität« der All for One Consultants bei der Erbringung ihrer Beratungsleistungen.

Bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter macht sich die Außenwirkung der guten Platzierung bei »Great Place to Work« und »TOP CONSULTANT« zwar positiv bemerkbar, dennoch bewegt sich das Angebot an mittelstandserfahrener SAP-Berater auf den Personalmärkten mittlerweile wieder auf dem engen Vorkrisen-Niveau und erfordert eine hohe Intensität bei der Personalsuche.

Umso mehr engagiert sich die All for One darin, die Attraktivität als Arbeitgeber weiter zu steigern sowie die vorhandenen Mitarbeiter zu binden. So wurden im Geschäftsjahr 2010/11 die Laufbahnmodelle im Consulting wie im Managed Services Bereich überarbeitet und ergänzt, um Mitarbeitern mehr Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten anbieten zu können.

Auch auf Seiten der Ausbildung engagiert sich All for One. So kooperieren die Duale Hochschule Baden Württemberg Campus Ravensburg und All for One bei der Ausbildung von Studenten des Fachbereichs Wirtschaftsinformatik beim Dualen Studium Bachelor of Science. Darüber hinaus werden Diplom- und Semesterarbeiten betreut, für Schüler und Studenten Praktika konzipiert und Werkstudenten beschäftigt.

Die Gehälter beinhalten neben einer fixen Vergütung zusätzliche leistungsorientierte variable Anteile sowie eine ergebnisorientierte Komponente. Die Höhe der variablen Anteile ist abhängig vom Tätigkeitsbereich und von der Stellung im Unternehmen.

Der Vorstand dankt allen Mitarbeitern für ihren großen Einsatz und die hervorragende Arbeit.

3. Risikobericht

Als international agierender SAP Komplettdienstleister ist die All for One Midmarket AG zahlreichen Risiken ausgesetzt. Ziel der wertorientierten und verantwortungsbewussten Unternehmensführung des Managements ist es daher, die unternehmerischen Chancen konsequent zu nutzen und potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren und vorausschauend zu steuern. Dazu verfügt die Gesellschaft über ein umfassendes Risikomanagement-System und ein internes Kontrollsystem, das im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter entwickelt und verfeinert wurde.

3.1. Risikomanagement-System

Gemäß § 91 Abs. 2 Aktiengesetz hat der Vorstand in seiner Gesamtverantwortung für den Konzern ein Risikofrüherkennungssystem eingerichtet, um bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Das Risikofrüherkennungssystem ist integraler Bestandteil der Planungs-, Steuerungsund Berichterstattungsprozesse.

An der Spitze der Risikomanagement-Organisation steht der Risk-Manager. Die operativen Risikomanagement-Aufgaben werden unter Führung des Risk-Managers durch ein Risikomanagement-Team wahrgenommen. Dieses Team besteht im Kern aus den Risikobeauftragten der Fachbereiche der operativen Führungsgesellschaft. Zudem gibt es Risikobeauftragte in den Tochtergesellschaften. Sie überwachen in ihrem Bereich beziehungsweise in ihrer Tochtergesellschaft kontinuierlich die Entwicklung der Risiken und die Wirkung der Maßnahmen zur Risikobegrenzung, nehmen auf dieser Basis eine Risikoanalyse und -bewertung vor und berichten regelmäßig an den Risk-Manager. Das Risikohandbuch hält dazu eine einheitliche Methodik fest, dokumentiert die Risikomanagement-Prozesse und liefert darüber hinaus Hilfsmittel zur fortlaufenden Dokumentation der Ergebnisse. Unter Leitung des Risk-Managers kommt das Risikomanagement-Team periodisch zu Workshops zusammen. Die Ergebnisse daraus fließen in den Risikobericht ein, den der Risk-Manager quartalsweise erstellt und dem Management vorlegt. Parallel dazu werden einzelne Risiken zusätzlich auch dezentral in den einzelnen Bereichen und

Tochtergesellschaften über spezielle Analysen und zusätzlich eingerichtete Verantwortungen überwacht. Der Vorstand und der Risk-Manager besprechen die identifizierten Risiken eingehend, überprüfen und passen die Gegenmaßnahmen an. Zudem werden die verbleibenden Restrisiken bewertet.

Dieses in die Aufbau- und Ablauforganisation fest integrierte Risikomanagement-System stellt die Basis der Risikofrüherkennung und -steuerung dar, und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr durch seine kontinuierliche Weiterentwicklung das Risikobewusstsein im Konzern weiter gestärkt.

3.2. Internes Kontrollsystem

Das interne Kontrollsystem ist integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse der All for One Midmarket AG, umfasst eine Vielzahl von Überwachungs-, und Steuerungsmechanismen und beruht im Kern auf den tragenden Säulen »4-Augenprinzip«, »Funktionstrennung«, »Integriertes Berichtswesen« und »Interne Revision«. Das Controlling übernimmt dabei eine zentrale Rolle. Mit Hilfe von strukturierten und einheitlichen Regelwerken wie Zeichnungsrichtlinien, Geschäftsordnungen, Organisationsanweisungen und ähnlichen wird das »4-Augenprinzip« innerhalb des Konzerns operativ umgesetzt und überwacht. Als Steuerungs- und Sicherheitsmechanismus dient zudem auch ein abgestimmtes Berechtigungskonzept, welches entlang der bestehenden Führungsorganisation sehr genau den Zugang und die Tätigkeiten einzelner Personen und Personengruppen zu den überwiegend SAP-basierten Anwendungen und deren Funktionsbereiche absteckt. Eine strikte und eindeutige »Funktionstrennung« von kritischen Geschäftsprozessen erhöht die Sicherheit der Abläufe und deren Qualität. Einzelnen Personengruppen sind zudem Querschnittsfunktionen zugewiesen, so dass auch eine gegenseitige Kontrollverantwortung ressortübergreifend implementiert ist.

Das »Integrierte Berichtswesen« umfasst ein detailliertes Planungs-, Steuerungs- und Berichtssystem mit einer Vielzahl von Analysen und Berichten zur Lage und zum Ausblick des Konzerns. Der Planungsprozess erfolgt »Bottom-Up« und auf monatlicher Basis. Zudem erfolgt regelmäßig ein Forecasting der einzelnen Gesellschaften und Bereiche, um die Unternehmenssteuerung weiter zu verbessern, Abweichungen möglichst frühzeitig zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen gegensteuern zu können. Das bestehende Konzern-Informationssystem wird durch Management Meetings und Business Reviews auf verschiedenen Ebenen in den einzelnen Bereichen und Gesellschaften gewährleistet. Dort werden zudem Chancen, Risiken und Entwicklungen diskutiert, verfolgt, bewertet und in Protokollen dokumentiert.

Zudem werden pro Jahr ein bis zwei Gesellschaften des Konzerns durch die »Interne Revision« gesondert untersucht, die unter anderem die Einhaltung interner Richtlinien und die Qualität des internen Kontrollsystems überprüft. Über die Ergebnisse der internen Revision berichtet der Revisionsleiter direkt an den Vorstand und den Aufsichtsrat.

3.3. Einzelrisiken

Risiken der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise in 2008/09 hat die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und das konjunkturelle Umfeld in bisher nicht gekannter Intensität belastet. Im Verlauf von 2009/10 trat – stärker und schneller als erwartet – eine konjunkturelle Erholung ein, deren Zenit in 2010/11 jedoch bereits überschritten zu sein scheint und das Ende der Boomphase bedeuten könnte. Der starke Anstieg der Rohstoffpreise, die Folgen der Naturkatastrophe in Japan, die geringen Fortschritte bei der Eindämmung der hohen Staatsverschuldung in einigen großen Volkswirtschaften, die anhaltende Eurokrise verbunden mit starken Einbrüchen an den Finanzmärkten trüben zunehmend das konjunkturelle Stimmungsbild ein. Der Vorstand verfolgt die weitere Entwicklung mit hoher Aufmerksamkeit, um allenfalls schnell korrigierende Maßnahmen einleiten zu können. Trotzdem verbleiben erhebliche Risiken der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Weitere Entwicklungen, die

ebenfalls außerhalb des Einflussbereichs der All for One Midmarket AG liegen, wie etwa Veränderungen im Bereich der Steuergesetzgebung, können Risiken für die zukünftige Geschäftsentwicklung darstellen, die Planungssicherheit beeinträchtigen und das Erreichen von Umsatz- und Ertragszielen gefährden.

Branchenrisiken:

Preisdruck / Forderungsausfall/Insolvenzen

Die All for One Midmarket AG ist überwiegend in sehr wettbewerbsintensiven Märkten tätig. Sie sind von schnell voranschreitenden, technologischen Entwicklungen gekennzeichnet. Daraus ergeben sich naturgemäß Risiken. Der hohe Wettbewerbsdruck könnte zu einem höher als erwarteten Preis- und Margendruck führen. Weitere Risiken ergeben sich durch die klare Ausrichtung auf die Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Automobilzulieferindustrie und Projektdienstleister. Die nunmehr über vier Jahre ausgebauten und weiter verfeinerten Systeme und Abläufe zur Früherkennung von Insolvenzrisiken bei Kunden – ein konsequentes Forderungsmanagement eingeschlossen – haben sich als nachhaltig wirkungsvoll erwiesen. Dem Risiko von Forderungsausfällen wird zudem durch Wertberichtigungen sowie durch eine Versicherung Rechnung getragen. Am Ausbau der hochwertigen Dienstleistungsangebote sowie an der vertieften Integration des Gesamtleistungsangebots zur weiteren Stärkung der wiederkehrenden Erlöse aus langjährigen Kundenverträgen wird weiter intensiv und mit anhaltend guten Erfolgen gearbeitet. Vorteile und Nutzen für die Kunden konnten weiter erhöht und so die Wirkung des hohen Preisdrucks auf die Margen gedämpft werden. Dennoch können damit Kostenüberschreitungen oder Forderungsausfälle zu Lasten des Ergebnisses auch weiterhin nicht ausgeschlossen werden.

Risiken des Leistungsportfolios / Abhängigkeit von SAP

Mit der Strategie eines Komplettdienstleisters für die Unternehmenssoftwarelösungen einzig von SAP besteht eine hohe Abhängigkeit von dem weltgrößten Anbieter von Unternehmenssoftwarelösungen. Der weitere Markterfolg

bestehender wie zukünftiger SAP-Produkte, die Nachhaltigkeit der SAP-Mittelstandsstrategie und der damit einhergehenden Regelungen und Bedingungen für den Partnervertrieb lassen sich nicht mit Bestimmtheit vorhersagen und stellen daher ebenfalls ein beträchtliches Risiko dar. Die All for One Midmarket AG arbeitet jedoch auf allen Ebenen intensiv und eng mit SAP zusammen. So ist All for One zum Beispiel festes Mitglied des SAP-Partner Executive Councils. Dieses zentrale europäische Gremium innerhalb der SAP-Organisation dient SAP nicht nur als bloßes »Sounding Board«, sondern hat in Partnerfragen hohes Gewicht. Darüber hinaus steht das Management regelmäßig in engem Kontakt mit den Entscheidungsträgern der SAP, um die Positionen der Partner und die Bedürfnisse der Mittelstandskunden Nachdruck zu verleihen.

Risiken der Energiepreisentwicklung

All for One wird zunehmend mit den Risiken stark steigender Energiepreise konfrontiert. Um die Energieeffizienz zu verbessern, investiert All for One in den Rechenzentren nachhaltig in modernste Technologien und Infrastrukturlösungen wie »Virtualisierung«, »Deduplizierung« oder »indirekte Kühlung«. Auch die Konzentration möglichst vieler Kundensysteme auf zwei Rechenzentren hilft, die Energiegesamtbilanz gegenüber Einzellösungen beim Kunden deutlich zu verbessern. Zudem wurde für den All for One Fuhrpark ein spezielles Anreizprogramm entwickelt, so dass verstärkt Fahrzeuge mit geringerem Kohlendioxid Ausstoß zum Einsatz kommen. Trotz dieser Maßnahmen können weiterhin stark ansteigende Energiepreise die Ertragslage des Konzerns zusätzlich belasten.

Risiken aus der Abhängigkeit von Schlüsselkunden

Grundsätzlich verteilen sich die Umsätze der All for One Midmarket AG auf eine sehr große Anzahl von Kunden. Mit keinem Kunden werden Umsätze erzielt, die mehr als 4% des Gesamtumsatzes des Konzerns ausmachen. Ausfälle mehrerer Kunden können jedoch die Geschäftsentwicklung empfindlich beeinträchtigen. Der Abhängigkeit von Schlüsselkunden begegnet die All for One Midmarket AG mit einem intensiven Account-Management. Maßnahmen zur Sicherung einer nachhaltigen Zufriedenheit der Kunden mit den erbrachten Lösungen und Services in Verbindung mit entsprechenden vertraglichen Bindungen (Vertragslaufzeiten) erhöhen die Kundenbindung ebenso wirksam.

Personalwirtschaftliche Risiken

Bei Dienstleistungsunternehmen ist der nachhaltige wirtschaftliche Erfolg untrennbar mit hochqualifiziertem und motiviertem Personal verbunden. Es ist daher von größter Bedeutung, die Attraktivität als Arbeitgeber gegenüber den bestehenden Mitarbeitern wie Bewerbern aufrecht zu halten und die vielen hochqualifizierten und erfahrenen Fachkräfte langfristig an das Unternehmen zu binden. Sollten Fachund Führungskräfte das Unternehmen verlassen und kein nahtloser Übergang der Aufgaben und Verantwortungen auf geeigneten Ersatz erfolgen können, besteht das Risiko von sinkender Betreuungsqualität und Kundenzufriedenheit und damit eine Beeinträchtigung des Geschäfts.

Die Personalmärkte bewegen sich zur Rekrutierung von mittelstandserfahrenen SAP-Beratern mittlerweile bereits wieder auf dem engen Vorkrisen-Niveau. Zwar konnte mit dem guten Abschneiden bei den Benchmark Studien »Great Place to Work« und »TOP CONSULTANT« genauso wie mit verstärkten Ausbildungsinitiativen und Personalentwicklungsmaßnahmen die Attraktivität der All for One als Arbeitgeber weiter gesteigert werden, doch trotz hoher Intensität der Personalrekrutierung verbleiben personalwirtschaftliche Risiken, die die weitere Geschäftsentwicklung beeinträchtigen können.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken

Die Konzernbilanz weist zum 30. September 2011 eine Eigenkapitalquote von 59% aus. Der finanzielle Spielraum umfasst zudem frei verfügbare Zahlungsmittel in Höhe von 17,9 Mio. EUR sowie kurzfristige Forderungen gegenüber Dritten in Höhe von 15,8 Mio. EUR. Darüber hinaus erwirtschaftete die All for One Midmarket AG im Geschäftsjahr 2010/11 einen positiven Free-Cash-Flow von 4,5 Mio. EUR. Bisher unbeanspruchte Betriebsmittelkreditlinien von über 4 Mio. EUR sorgen für weitere finanzielle Spielräume.

Da die Verzinsung der Darlehen variabel vereinbart ist und keine Zinssicherungsinstrumente eingesetzt werden, kann eine Veränderung des Zinsniveaus das Finanzergebnis der All for One Midmarket AG negativ beeinflussen. Im Fall des

Eintritts bestimmter, in den Kreditverträgen beschriebener Ereignisse (»Covenants«) sind die Kreditgeber zu einer Erhöhung des Zinssatzes berechtigt und können die Kredite gegebenenfalls kündigen und sofort fällig stellen. Hierbei handelt es sich im Einzelnen um die Einhaltung eines festgelegten dynamischen Verschuldungsgrades, einer Cash-Cover-Ratio und einer Mindesteigenkapitalquote. Alle Werte werden auf Konzernebene berechnet und beurteilt. Bisher sind die »Covenants« vollständig eingehalten worden und die All for One Midmarket AG geht nach gegenwärtigem Kenntnisstand davon aus, dass diese auch weiterhin eingehalten werden können. Risikobegrenzend wirkt sich zudem aus, dass die Finanzverbindlichkeiten von 7,5 Mio. EUR (30. September 2010) bereits auf 5,4 Mio. EUR (30. September 2011) zurückgeführt worden sind. Der Vorstand setzt hohe Sorgfalt in die Einhaltung der kreditvertraglichen Auflagen und beobachtet die Zinsentwicklung sehr genau. Dazu steht er in regelmäßigem Kontakt mit den Banken. Zudem werden über ein konzernweites Berichtswesen nicht nur die Ertragslage sondern auch die Vermögens- und Finanzlage monatlich überwacht und Abweichungen gegenüber den Planwerten analysiert, um ungeplanten Liquiditätsabflüssen oder geringeren Zuflüssen schnellstmöglich entgegenwirken zu können. Risikobegrenzend wirkt sich auch aus, dass sich erhebliche Teile des Geschäfts auf viele Einzelkunden verteilen. Zudem unterliegt die All for One Midmarket AG keinen erheblichen unterjährigen Schwankungen der Zahlungsströme, was das Cash-Management erleichtert und die bestehenden Risiken weiter reduziert.

Risiken des Rechenzentrumsbetriebs

Die All for One Midmarket AG ist den Risiken eines Rechenzentrumsbetriebs einschließlich Datenübertragung ausgesetzt. Diese Risiken werden durch umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen begrenzt. So dient der Einsatz von Hochverfügbarkeitslösungen dazu, Ausfallrisiken möglichst gering zu halten. Anwendungen und Systeme werden dazu redundant in modernsten Gebäuden und Infrastrukturen betrieben, die auf zwei Rechenzentren verteilt sind. Diese sind räumlich und versorgungstechnisch (vor allem Energie und Telekommunikation) getrennt. Im Falle von Unterbrechungen des Systembetriebs, die im Katastrophenfall (»K-Fall«) bis hin zum Ausfall eines Rechenzentrums

reichen können, kann der Betrieb aus dem jeweils anderen Rechenzentrum fortgesetzt werden. Zudem wird in die state-of-the-art Technologien namhafter Hersteller investiert. Service Management Prozesse nach strengen Prozessdefinitionen, Audits und Zertifizierungen – zum Beispiel entsprechend den Anforderungen des Sarbanes Oxley Acts (SAS 70, ISAE 3402) – reduzieren die Risiken weiter und erhöhen gleichzeitig die Qualität der erbrachten Services. Zudem bestehen Versicherungen, die Schäden weiter begrenzen können. Dennoch können die Risiken des Rechenzentrumsbetriebs nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Risiken des Erwerbs der Steeb Anwendungssysteme GmbH

Der konsequente Umbau von All for One zu einem SAP Komplettdienstleister hatte in den zurückliegenden Jahren unter anderem zu den Anteilsverkäufen ACCURAT GmbH (2008) und AC-Service (Schweiz) AG (2009) geführt. Beide Transaktionen hatten auch die Risikolage der Gruppe verbessert. So wurden die Abhängigkeit von Schlüsselkunden sowie Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken deutlich reduziert. Mit dem Erwerb der Steeb Anwendungssysteme GmbH wird sich die Risikolage der Gruppe erneut verändern. Der Erwerb führt naturgemäß zu Integrationsrisiken und wird zudem die Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken erhöhen. All for One arbeitet mit hoher Intensität und Sorgfalt an einer schnellen und sicheren Integration und verfügt zudem über weitreichende Erfahrungen aus erfolgreich abgeschlossenen Integrationsprojekten. Trotz sorgfältiger Vorbereitungen und der Unterstützung durch externe Berater verbleiben bei dem geplanten Erwerb Risiken, die die Ertrags- und Finanzlage erheblich beeinflussen können.

3.4. Chancen

Die klare Fokussierung auf Schlüsselindustrien in ausgewählten Segmenten des Mittelstands bietet die Chance, noch stärker als bisher als erster Beratungs-, Lösungs- und Dienstleistungspartner in IT-Vorhaben einbezogen zu werden. Zum weiteren Ausbau der Referenzkundenbasis tragen auch der starke und konsequente Direktvertrieb sowie zusätzlich der Partnervertrieb bei. Zusammen mit dem

Image eines qualitätsbewussten und wirtschaftlich stabilen Dienstleistungspartners, der seinen Kunden entsprechend langfristige Investitionsperspektiven bietet und damit über einen sehr guten Ruf im Markt verfügt, besteht eine gute Grundlage für weitere vertriebliche Erfolge. Die herausragende Position als einer der führenden Gold Partner mit einer hohen Sichtbarkeit in der SAP-Organisation ermöglicht auch den Verkauf von entsprechenden SAP-Lizenzen. Mit dem weiteren Ausbau des Komplettangebots erhöhen sich zudem die Chancen, Kunden auch in Phasen rückläufiger konjunktureller Entwicklung weiter umfassend zu begleiten und über erste Leistungsangebote hinaus schrittweise die gesamte Lösungs- und Dienstleistungspalette erfolgreich zu platzieren. Als Wettbewerbsvorteil erweist sich auch das gut ausgebaute Partnerprogramm »All for One Businesspartner« für den indirekten Vertrieb in den deutschsprachigen Ländern. International stellt die United VARs Kooperation eine risikoarme und mittlerweile gut etablierte, weltweite Kundenbetreuung auf hohem Qualitätsniveau sicher.

Die Übernahme der Steeb Anwendungssysteme GmbH und eine erfolgreiche Integration bieten zahlreiche Skalierungsmöglichkeiten, welche die Ertragsentwicklung zukünftig weiter verbessern können. So können beispielsweise Outsourcing Services und SAP-Zusatzlösungen auch in der Steeb Kundenbasis platziert werden. Auch in neuen Themen wie Geschäftsdatenanalyse (»Business Analytics«), Mobile Lösungen (»Mobile Solutions«) und SAP Business ByDesign steigen die Schlagkraft und damit die Geschäftsaussichten.

Insgesamt besteht für All for One die Chance, zur »Nummer 1« im SAP-Mittelstand in den deutschsprachigen Ländern aufzusteigen und damit den festen Platz im »relevant set« von IT-Ausschreibungen in den Zielbranchen weiter zu untermauern.

3.5.Gesamtrisikoprofil

In der Gesamtbetrachtung überwiegen aus Sicht der All for One Midmarket AG die dargestellten Chancen die Risiken. Aufgrund ihrer Marktposition mit einer großen und weiter wachsenden Anzahl von Stammkunden, angesichts ihrer gut ausgebildeten, engagierten Mitarbeiter und dem mittlerweile gut etablierten Fundament ist die All for One Midmarket AG zuversichtlich, den Herausforderungen des

aktuellen Gesamtrisikoprofils auch weiterhin erfolgreich begegnen zu können. Zu dieser Einschätzung trägt auch das bestehende Risikomanagement-System bei, mit dem frühzeitig Veränderungen der Risikolage erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können.

4. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung der Zielmärkte

Bis dato trotzt die deutsche Wirtschaft – mit ihrer starken industriellen Substanz auf dem Weltmarkt gut positioniert – der Euro Krise. Die Auftragslage ist nach wie vor gut. Die Kapazitätsauslastung ebenfalls. Trotz der eingetrübten Geschäftsprognosen wollen viele Mittelständler auch weiterhin mehr investieren und zusätzliche Mitarbeiter einstellen. (Quelle jeweils: dpa, Handelsblatt, 1. September 2011). Selbst für einen konjunkturellen Abschwung und längere Durststrecken sehen sich viele Unternehmen heute besser gerüstet als zuvor. Dennoch wäre es möglich, dass die Krise der Finanzmärkte erneut auf die Realwirtschaft übergreift. So besteht durchaus die Gefahr, bei einem möglichen weltweiten Abschwung mit nach unten gerissen zu werden. Zumindest für das Geschäftsjahr 2011/12 gilt eine Rückkehr zu dem vergleichbar hohen Wachstumstempo in 2010 als ausgeschlossen.

Liegen die Erwartungen für 2011 bei einem Plus von 14%, erwartet der deutsche Maschinenbau für 2012 nur noch ein – vergleichsweise geringes – Wachstum von 4%, so der Branchenverband VDMA. Gleichfalls wird jedoch nicht mit einem Konjunktureinbruch vergleichbar mit 2008 gerechnet. Auch der Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie (ZVEI), dem viele Automobilzulieferunternehmen angehören, zeigt sich optimistisch. Bei 5% sollen die Zuwächse 2012 liegen, gegenüber 10% in 2011 (Quelle jeweils: Handelsblatt, 9. September 2011).

Ausblick auf die Entwicklung der IT-Märkte

Auch beim Ausblick auf die Entwicklung der IT-Märkte in 2012 machen sich die Schuldenkrise in Europa und die Turbulenzen an den Finanzmärkten kaum bemerkbar. So sehen sich IT-Anwender bis dato nicht veranlasst, ihre Planungen zu revidieren. Herausforderungen wie »Internationalisierung«, »Wettbewerb« oder »Kostendruck«, dürfte auch weiterhin für steigende Anforderungen an die Unternehmenssoftwarelandschaft und die IT-Infrastruktur sorgen. Bei letzterer zählen in erster Linie der Einsatz energieeffizienter Technologien sowie die Gewährleistung von ständiger Verfügbarkeit und Sicherheit. So rechnen Marktbeobachter für 2012 mit einem Wachstum der IT-Märkte von etwa 4% (Quelle: techconsult, 1. Juli 2011). Selbst jüngere Einschätzungen wie der BITKOM-Index (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) sprechen unverändert von einer »dynamischen Entwicklung« der IT-Märkte (Quelle: BITKOM, 20. September 2011).

Voraussichtliche Geschäftsentwicklung der All for One Mit präziser Vorbereitung und einer durchdachten Strategie hat sich die All for One Midmarket AG in den zurückliegenden Jahren schrittweise eine neue Ausgangsposition erarbeitet. So wurde im Hinblick auf den möglichen Erwerb der Steeb Anwendungssysteme GmbH neben einer »stand alone« Planung, die eine rein organische Unternehmensentwicklung abbildet, auch eine Planungsrechnung für ein mögliches kombiniertes Unternehmen »All for One plus Steeb« erstellt. Da All for One und Steeb in hohem Maße dieselben Marktsegmente im deutschsprachigen Mittelstand adressieren, gelten für beide Planungsszenarien hinsichtlich der konjunkturellen Erwartungen in den Zielbranchen sowie in den IT-Märkten nahezu dieselben, zuvor bereits erläuterten Vorzeichen.

Ausgangslage beider Planungsszenarien bildet die organische Geschäftsentwicklung von All for One (»stand alone«) für die zwei Geschäftsbereiche Integrated Solutions und HR Solutions. Das stabile und gut »eingeschwungene« Geschäftsmodell sollte im Geschäftsjahr 2011/12 einen weiteren Wachstumsschritt ermöglichen. Die Stammkundenbasis bildet ein solides Fundament für wiederkehrende Erlöse. So sollte es auch im Geschäftsjahr 2011/12 erneut gelingen, die wiederkehrenden Erlöse aus Outsourcing Services einschließlich Softwarewartung im

Geschäftsbereich Integrated Solutions zu steigern. Trotz der deutlich gebremsten Konjunkturaussichten wird auch weiterhin mit anhaltenden Investitionen mittelständischer Fertigungs- und Projektdienstleistungsunternehmen in die Erneuerung ihrer Unternehmenssoftwarelösungen gerechnet, die Chancen für den Verkauf von Softwarelizenzen im Geschäftsbereich Integrated Solutions eröffnen. Umsätze aus dem Verkauf von Softwarelizenzen unterliegen jedoch naturgemäß großen Schwankungen und sind daher schwierig planbar. Im Beratungsgeschäft sollte die gute Auslastung auch im Geschäftsjahr 2011/12 in beiden Geschäftsbereichen, Integrated Solutions und HR Solutions, für weiteren Rückenwind sorgen, so dass der Aufwärtstrend weiter fortgesetzt werden könnte. Die für das Geschäftsjahr 2011/12 geplanten Investitionen sind größtenteils kundenbezogen und betreffen vor allem die beiden Rechenzentrumsstandorte. Bei einigen neuen Technologien im Hinblick auf weiter verbesserte Energieeffizienz und konsequente Virtualisierung zeichnet sich das Erreichen eines Reifegrads ab, der zu zusätzlichen Investitionen in weiteres Wachstum führen dürfte. Die Anzahl der Mitarbeiter soll ebenfalls leicht ansteigen. Insgesamt sollte All for One »stand alone« im Geschäftsjahr 2011/12 ein mittleres einstelliges Umsatzwachstum sowie ein EBIT von mindestens 5,0 Mio. EUR (vor einmaligen Integrationsaufwänden) erzielen können. Die größten Risiken liegen bei konjunkturellen Rückschlägen, die auch zu Insolvenzen im Kundenstamm führen könnten.

Ein kombiniertes Unternehmen »All for One plus Steeb« soll mittelfristig höhere Ertragspotenziale und Renditemöglichkeiten als All for One »stand alone« bieten. Im Geschäftsjahr 2011/12 wird das gemeinsame EBIT einmalig durch Integrationskosten belastet. Im Geschäftsjahr 2012/13 soll ein Gesamtumsatz von über 160 Mio. EUR sowie eine EBIT-Marge von über 5% erzielt werden.

5. Nachtragsbericht

Am 10. November 2011 hat die All for One Midmarket AG die Unterzeichnung eines Kaufvertrags zur Übernahme aller Anteile an der Steeb Anwendungssysteme GmbH,

Abstatt, bekannt gegeben. Steeb zählt zu den führenden SAP-Systemhäusern in Deutschland. Mit etwa 1.000 Kunden und 190 Mitarbeitern erzielt das Unternehmen einen Umsatz von rund 60 Mio. EUR. Die Steeb Anwendungssysteme GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der SAP AG, Walldorf. Der Erwerb dient dem Ziel, die bereits hohe Schlagkraft von All for One als SAP Komplettdienstleister am Markt weiter zu erhöhen und zusätzliche Wachstumspotenziale zu erschließen, um auf dieser Basis dauerhaft eine neue »Nummer 1« im SAP-Mittelstandsmarkt in den deutschsprachigen Ländern zu formieren. Die im aktuellen Berichtsjahr im Hinblick auf die beabsichtigte Transaktion bereits angefallenen Aufwendungen (Due Diligence, etc.) wurden in Höhe von 0,3 Mio. EUR aufwandswirksam im Geschäftsjahr 2010/11 verbucht. Der Anteilsübergang erfolgte mit Wirkung zum 1. Dezember 2011.

6. Sonstige Angaben

6.1. Abhängigkeitsbericht

Die CROSS Informatik GmbH, Wels /Österreich, hält seit dem 12. März 2011 über 50% der Stimmrechte an der Gesellschaft. Daher gilt die All for One Midmarket AG als ein von der CROSS Informatik GmbH abhängiges Unternehmen. Da zwischen der Gesellschaft und der CROSS Informatik GmbH weder ein Gewinnabführungs- noch ein Beherrschungsvertrag bestehen, ist der Vorstand der Gesellschaft zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Aktiengesetz verpflichtet. Bis zum 12. März 2011 galt die All for One Midmarket AG als ein von der BEKO HOLDING AG, Nöhagen /Österreich, abhängiges Unternehmen. Die BEKO HOLDING AG hielt seit dem 27. November 2003 über 50% der Stimmrechte an der Gesellschaft.

Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 Aktiengesetz, dass die All for One Midmarket AG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem

Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist.

6.2. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Homepage der Gesellschaft im Internet unter www.all-for-one.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

6.3. Vergütungsbericht des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Vorstand der All for One Midmarket AG bestand im Berichtsjahr aus Lars Landwehrkamp und Stefan Land. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen für das laufende Geschäftsjahr 1.176 TEUR (2009/10: 921 TEUR). Die fixen Bezüge (inkl. Sonstiges) der Mitglieder des Vorstands setzen sich aus einem Grundgehalt, einem Sachbezug für die Bereitstellung eines Dienstwagens und die Vergütung für eine Direktversicherung zusammen. Der zusätzlich gewährte erfolgsbezogene Vergütungsbestandteil orientiert sich an der jährlichen Zielerreichung des Ergebnisses vor Steuern (EBT) des geprüften Konzernabschlusses der All for One Midmarket AG. Darüber hinaus wird eine dividendenabhängige variable Vergütung gewährt, soweit für das entsprechende Geschäftsjahr Ausschüttungen an die Aktionäre erfolgen können.

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 11 der Satzung geregelt. Entsprechend dieser Bestimmung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer Auslagen eine feste Vergütung sowie ein Sitzungsgeld. Der Vorsitzende erhält den doppelten und der stellvertretende Vorsitzende erhält den eineinhalbfachen Betrag der Vergütung. Mitglieder des Aufsichtsrats, die nicht während des gesamten Geschäftsjahres im Amt waren, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Eine erfolgsorientierte Vergütung erfolgt nicht. Die Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat betrugen 67 TEUR (2009/10: 58 TEUR).

Darlehen oder Optionen auf Aktien wurden den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats im Berichtsjahr nicht gewährt. Der individualisierte Ausweis der Bezüge beider Gremien erfolgt im Konzernanhang.

6.4. Angaben nach § 315 Abs. 4 Handelsgesetzbuch (HGB)

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals (Nr. 1) Das gezeichnete Kapital in Höhe von 14.580.000 EUR setzt sich aus 4.860.000 auf den Namen lautenden, nennwertlosen Stückaktien zusammen.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen (Nr. 2)

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, insbesondere keine Beschränkungen, die sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten (Nr. 3)

Nach einer Abspaltung von Aktien, die bisher von der BEKO HOLDING AG gehalten wurden, ist die CROSS Informatik GmbH, Wels /Österreich, seit 12. März 2011 neue Hauptaktionärin der All for One Midmarket AG. Nach dem Übernahmeangebot, das die CROSS Informatik GmbH gemäß den Bestimmungen des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) den Aktionären der All for One Midmarket AG am 17. März 2011 unterbreitet hatte, hält die Gesellschaft 65,26% des Grundkapitals und der Stimmrechte an der All for One Midmarket AG. Die BEKO HOLDING AG hält 11,11% des Grundkapitals und ebenso viele Stimmrechte an der All for One Midmarket AG.

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten (Nr. 4)

Aktien an der All for One Midmarket AG mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligung (Nr. 5)

Zudem sind keine Arbeitnehmer am Grundkapital der All for One Midmarket AG beteiligt, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben können.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung (Nr. 6)

a) Ernennung von Vorstandsmitgliedern

Nach § 6 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen wird die Zahl der Mitglieder des Vorstands durch den Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen festgelegt. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen und es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Nach § 85 Abs. 1 Aktiengesetz hat für den Fall, dass ein erforderliches Vorstandsmitglied fehlt (zum Beispiel wenn nur noch ein Vorstandsmitglied vorhanden ist) das Gericht in dringenden Fällen auf Antrag eines Beteiligten das Mitglied zu bestellen. Das Amt des gerichtlich bestellten Vorstandsmitglieds erlischt gemäß § 85 Abs. 2 Aktiengesetz in jedem Fall, sobald der Mangel behoben ist.

b) Abberufung von Vorstandsmitgliedern

Die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands kann der Aufsichtsrat gemäß § 84 Abs. 3 Satz 1 Aktiengesetz widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein solcher Grund ist nach § 84 Abs. 3 Satz 2 Aktiengesetz namentlich grobe Pflichtverletzung, Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung, es sei denn, dass das Vertrauen aus offenbar unsachlichen Gründen entzogen worden ist. Der Widerruf der Vorstandsbestellung ist nach § 84 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz wirksam, bis seine Unwirksamkeit rechtskräftig festgestellt ist.

c) Änderung der Satzung der Gesellschaft

Nach § 179 Abs. 1 Satz 1 Aktiengesetz bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist jedoch gemäß § 17 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 Aktiengesetz befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen.

Nach § 179 Abs. 2 Satz 1 Aktiengesetz bedarf ein Beschluss der Hauptversammlung über die Änderung der Satzung grundsätzlich einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Nach § 179 Abs. 2 Satz 2 Aktiengesetz kann die Satzung eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit bestimmen und weitere Erfordernisse aufstellen. Auf Grundlage dieser gesetzlichen Ermächtigung sieht § 14 Abs. 3 Satz 3 der Satzung vor, dass Beschlüsse, durch die die Satzung der Gesellschaft geändert werden soll, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden, soweit dies gesetzlich zulässig ist.

Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen (Nr. 7)

Gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand bis zum 15. März 2016 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer Namensaktien gegen Bareinlagen und / oder Sacheinlagen um weitere, bis zu 7.290.000 EUR zu erhöhen (»genehmigtes Kapital 2011«). Der Aufsichtsrat ist berechtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital anzupassen.

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bei der Ausübung des »Genehmigten Kapitals 2011« das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen:

  • a) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen;
  • b) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 1.458.000 EUR nicht übersteigt und der Ausgabepreis der Stückaktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet; auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben wurden;
  • c) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Unternehmensanteilen, Beteiligungen oder Wirtschaftsgütern, soweit insgesamt 7.290.000 EUR nicht überschritten werden; auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben wurden.

Die ordentliche Hauptversammlung vom 16. März 2011 hat den Vorstand ermächtigt gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz, eigene Aktien der All for One Midmarket AG bis zu einer Höhe von insgesamt 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung zu erwerben, das heißt, bis zu 486.000 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien zu erwerben. Im Berichtszeitraum hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Zum 30. September 2011 hält die Gesellschaft keine Aktien im Eigenbestand. Die zum 30. September 2010 gehaltenen 540.000 eigenen Aktien – 10% des Grundkapitals zum 30. September 2010 – wurden im Berichtszeitraum eingezogen und das Grundkapital von 16,2 Mio. EUR (30. September 2010) auf 14,58 Mio. EUR (30. September 2011) herabgesetzt. Das Grundkapital zum 30. September 2011 ist eingeteilt in 4.860.000 auf Namen lautende Stückaktien. Ihr rechnerischer Nennwert beträgt 3 EUR je Aktie.

Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots (Nr. 8)

Bei einem Kontrollwechsel ist die Gesellschaft gemäß dem bestehenden Darlehensvertrag über ursprünglich 5 Mio. EUR mit der Commerzbank AG verpflichtet, mit der Bank eine für beide Seiten zufriedenstellende Fortsetzung des Kredits zu veränderten Konditionen zu verhandeln. Ein Erwerb der Kontrolle über die CROSS Informatik GmbH ist jedoch kein »Change of Control« in Bezug auf die Gesellschaft.

Entschädigungsvereinbarungen im Fall eines Übernahmeangebots (Nr. 9)

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.

6.5. Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Konzernlagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der All for One Midmarket AG sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der uns zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzernlageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen, oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr für diese Aussagen kann daher nicht übernommen werden.

Filderstadt, 5. Dezember 2011 All for One Midmarket AG

Lars Landwehrkamp Stefan Land Vorstandssprecher Vorstand

Konzernabschluss

der All for One Midmarket AG Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011

Gewinn-und-Verlust-Rechnung 45
Gesamtergebnisrechnung 45
Bilanz 46
Kapitalflussrechnung 48
Eigenkapitalveränderungsrechnung 49
Konzernanhang 50
A. A llgemeines 50
B. R echnungslegung 50
C. N eue Rechnungslegungsstandards 50
D. D efinition der Geschäftssegmente 51
E. Konsolidierungsgrundsätze 51
F. Konsolidierungskreis und
Veränderung der Konzernstruktur 52
G. Währungsumrechnung 52
H. B ilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 53
I. R isikomanagement 58
Erläuterungen zum Konzernabschluss 58
J. Gewinn-und-Verlust-Rechnung 58
K. Erläuterungen zur Bilanz 63
Segmentberichterstattung 80

Entwicklung des Anlagevermögens 82

Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns

Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011

in TEUR Anhang 10/2010–9/2011 10/2009–9/2010
Umsatzerlöse (1) 90.154 78.786
Sonstige betriebliche Erträge (2) 968 1.402
Materialaufwand und bezogene Leistungen (3) -29.413 -25.827
Personalaufwand (4) -39.181 -35.427
Abschreibungen (6) -3.053 -3.497
Sonstiger betrieblicher Aufwand (7) -14.747 -12.901
Operatives Ergebnis (EBIT) 4.728 2.536
Finanzertrag 545 659
Finanzaufwand -282 -402
Finanzergebnis (8) 263 257
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 4.991 2.793
Ertragsteuern (9) 173 -775
Ergebnis nach Ertragsteuern vor aufgegebenem Geschäftsbereich 5.164 2.018
Ergebnis nach Ertragsteuern aus aufgegebenem Geschäftsbereich (30) 2.096 0
Ergebnis nach Ertragsteuern 7.260 2.018
davon zurechenbar auf Anteilseigner der Konzernobergesellschaft 6.855 1.918
davon zurechenbar auf Minderheitsgesellschafter 405 100
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie
Ergebnis je Aktie in EUR
aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
0,98 0,38
Ergebnis je Aktie in EUR
aus aufgegebenem Geschäftsbereich
0,43 0,00
Ergebnis je Aktie in EUR (10) 1,41 0,38

Gesamtergebnisrechnung des Konzerns

Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011

in TEUR Anhang 10/2010–9/2011 10/2009–9/2010
Ergebnis nach Ertragsteuern 7.260 2.018
Währungsumrechnungsdifferenz ausländischer Tochterunternehmen 140 228
Gesamtergebnis 7.400 2.246
davon zurechenbar auf Anteilseigner der Konzernobergesellschaft 6.995 2.146
davon zurechenbar auf Minderheitsgesellschafter 405 100

Bilanz des Konzerns

zum 30. September 2011

Vermög
enswerte
in TEUR Anhang 30.09.2011 30.09.2010
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- und Firmenwerte (11) 4.981 4.867
Sonstige immaterielle Vermögenswerte (11) 8.125 8.909
Sachanlagen (12) 4.966 5.247
Finanzielle Vermögenswerte (13) 3.574 3.538
Latente Steueransprüche (14) 3.909 3.011
25.555 25.572
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorratsvermögen (16) 657 378
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (17) 15.539 12.494
Laufende Ertragsteueransprüche (15) 122 188
Finanzielle Vermögenswerte (18) 2.597 2.583
Sonstige Vermögenswerte (19) 804 740
Zahlungsmittel und -äquivalente (20) 17.979 17.340
37.698 33.723
Sonstige Vermögenswerte aus aufgegebenem Geschäftsbereich (30) 2.096 0
Summe Vermögenswerte 65.349 59.295
Eigenkapital und Verbindlichkeiten
in TEUR
Anhang 30.09.2011 30.09.2010
Eigenkapital (21)
Gezeichnetes Kapital 14.580 16.200
Eigene Aktien (22) 0 -2.354
Kapitalrücklage 8.849 7.229
Rücklage aus Währungsumrechnung 440 300
Bilanzgewinn 12.842 9.894
Den Aktionären des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 36.711 31.269
Minderheitsanteile (23) 1.642 1.139
Summe Eigenkapital 38.353 32.408
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen (24) 136 184
Personalvorsorgeverbindlichkeiten (5) 560 349
Finanzverbindlichkeiten (25) 2.188 6.394
Latente Steuerverbindlichkeiten (26) 3.707 3.793
Sonstige Verbindlichkeiten (27) 0 13
6.591 10.733
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen (24) 62 235
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten (15) 312 320
Finanzverbindlichkeiten (25) 3.176 1.149
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (28) 5.243 5.305
Sonstige Verbindlichkeiten (27) 11.612 9.145
20.405 16.154
Summe Verbindlichkeiten 26.996 26.887
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 65.349 59.295

Kapitalflussrechnung des Konzerns

Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011

in TEUR Anhang 10/2010–9/2011 10/2009–9/2010
Ergebnis vor Steuern 4.991 2.793
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 930 1.288
Abschreibungen auf Sachanlagen 2.123 2.209
Finanzergebnis -263 -257
EBITDA 7.781 6.033
Zunahme (+)/ Abnahme (-) der Wertberichtigungen und Rückstellungen -85 -240
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+) und Erträge (-) 7 38
Veränderungen von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten:
Zunahme (-)/ Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -2.884 -260
Zunahme (-)/ Abnahme (+) der finanziellen Vermögenswerte -47 408
Zunahme (-)/ Abnahme (+) sonstiger Aktiva -1.133 241
Zunahme (+)/ Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -85 -2.448
Zunahme (+)/ Abnahme (-) sonstiger Passiva 3.217 544
Ertragsteuerzahlungen -674 -581
Cash-Flow aus operativer Tätigkeit 6.097 3.735
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
und sonstigen Vermögenswerten
-2.128 -1.509
Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
und sonstigen Vermögenswerten 28 99
Einzahlung (+)/ Auszahlung (-) von Minderheitsanteilen (23) 4 -14
Erhaltene Zinsen 523 651
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -1.573 -773
Rückkauf eigene Aktien (22) 0 -1.331
Einzahlung aus Aufnahme von Bankkrediten und
langfristigen Finanzverbindlichkeiten
480 1.883
Auszahlung durch Tilgung von Bankkrediten / Bankkontokorrentkrediten -1.657 -3.824
Gezahlte Zinsen -213 -376
Auszahlung für Finanzierungsleasing -1.125 -1.026
Auszahlung Dividende -1.458 0
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -3.973 -4.674
Änderung frei verfügbare Zahlungsmittel und -äquivalente 118 118
Zunahme / Abnahme der Zahlungsmittel und -äquivalente 669 -1.594
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds 89 159
Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Beteiligungen 0 2.039
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres 17.191 16.587
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres (20) 17.949 17.191
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres
Zahlungsmittel und -äquivalente gemäß Bilanz 17.979 17.340
Abzüglich nicht frei verfügbarer Finanzmittel -30 -149
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 17.949 17.191

Dem aufgegebenen Geschäftsbereich sind im aktuellen Geschäftsjahr keine Netto-Cashflows zuzurechnen.

Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns

Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011

Anteil des Eigenkapitals Auf die Aktionäre des Mutterunternehmens entfallender Minderheits
anteile
(23)
Eigenkapital
(21)
in TEUR Gezeichnetes
Kapital
Eigene
Aktien
(22)
Kapital
rücklage
Rücklage aus
Währungs
umrechnung
Bilanz
gewinn
1. Oktober 2009 16.200 -1.023 7.229 72 7.960 1.069 31.507
Dividendenausschüttung 0 0 0 0 0 0 0
Kapitalherabsetzung 0 0 0 0 0 0 0
Einziehung eigene Aktien 0 0 0 0 0 0 0
Rückkauf eigene Aktien 0 -1.331 0 0 0 0 -1.331
Veränderung Anteile Dritte 0 0 0 0 16 -16 0
Ausschüttungen Minderheiten 0 0 0 0 0 -14 -14
Einzahlungen Minderheiten 0 0 0 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 0 228 1.918 100 2.246
30. September 2010 16.200 -2.354 7.229 300 9.894 1.139 32.408
1. Oktober 2010 16.200 -2.354 7.229 300 9.894 1.139 32.408
Dividendenausschüttung 0 0 0 0 -1.458 0 -1.458
Kapitalherabsetzung -1.620 0 1.620 0 0 0 0
Einziehung eigene Aktien 0 2.354 0 0 -2.354 0 0
Rückkauf eigene Aktien 0 0 0 0 0 0 0
Veränderung Anteile Dritte 0 0 0 0 -95 95 0
Ausschüttungen Minderheiten 0 0 0 0 0 -117 -117
Einzahlungen Minderheiten 0 0 0 0 0 120 120
Gesamtergebnis 0 0 0 140 6.855 405 7.400

30. September 2011 14.580 0 8.849 440 12.842 1.642 38.353

Konzernanhang

der All for One Midmarket AG Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011

A. Allgemeines

Die All for One Midmarket AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in der Gottlieb-Manz-Straße 1, Filderstadt, Deutschland. Das Leistungsspektrum der All for One Midmarket AG als führender SAP Komplettdienstleister umfasst Beratung, Softwarelizenzvertrieb, Outsourcing und IT Services.

Das Geschäftsjahr der All for One Midmarket AG beginnt jeweils am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres.

B. Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der All for One Midmarket AG (im Folgenden: All for One, die Gesellschaft, der Konzern oder das Unternehmen) zum 30. September 2011 basiert auf den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien der Gesellschaft. Die Bewertungs-, Konsolidierungs- und Gliederungsgrundsätze wurden konsistent von allen Gruppengesellschaften angewendet. Der Konzernabschluss wird in Tausend Euro (TEUR), gerundet auf das nächste Tausend, dargestellt.

Der Konzernabschluss wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Für die Erstellung des IFRS Konzernabschlusses wurden alle im Geschäftsjahr verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS) und International Accounting Standards (IAS) des International Financial Reportings Interpretations Committee / Standing Interpretations Committee (IFRIC / SIC) angewendet.

Der Konzernabschluss der All for One Midmarket AG basiert auf dem Anschaffungskostenprinzip mit Ausnahme von Wertpapieren und erstbewerteten Vermögenswerten aus Unternehmenszusammenschlüssen im Zeitpunkt der

Übernahme der Kontrolle. Diese Vermögenswerte werden zu ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Aufwand und Ertrag werden periodengerecht abgegrenzt.

C. Neue Rechnungslegungsstandards

Änderungen der Rechnungslegungsgrundsätze

Die folgenden in Kraft getretenen Standards und Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) wurden von der Europäischen Union (EU) übernommen und bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 30. September 2011 berücksichtigt:

  • • IFRS 1 »Befreiungen für erstmalige Anwender« (überarbeitet)
  • • IFRS 1 »Ausnahmen von Vergleichsangaben nach IFRS 7 für Erstanwender« (überarbeitet)
  • • IFRS 2 »Anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich im Konzern« (überarbeitet)
  • • Verbesserungen an den IFRS (2009)
  • • Verbesserungen an den IFRS (2010)
  • • IAS 32 »Klassifizierung von Bezugsrechten« (überarbeitet)
  • • IFRIC 15 »Vereinbarungen über die Herstellung von Immobilien«
  • • IFRIC 17 »Sachdividenden an Eigentümer«
  • • IFRIC 18 »Bilanzierung der Übertragung eines Vermögenswerts durch einen Kunden«
  • • IFRIC 19 »Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente«

Unmittelbare Auswirkungen für den Konzernabschluss der All for One ergaben sich durch die Anwendung der neuen oder geänderten Standards sowie Interpretationen nicht.

Weitere neue und überarbeitete Standards

Folgende in Kraft getretene Standards wurden von der Europäische Union (EU) übernommen, jedoch noch nicht im Konzernabschluss zum 30. September 2011 berücksichtigt, da diese noch nicht verpflichtend anzuwenden waren:

  • • IAS 24 »Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen« (überarbeitet)
  • • IFRIC 14 »Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften« (überarbeitet)

Folgende neue oder geänderte Standards, die nach 2011 inKraft treten, wurden von der EU noch nicht übernommen:

  • • IFRS 1 »Feste Umstellungszeitpunkte und ausgeprägte Hochinflation« (überarbeitet)
  • • IFRS 7 »Finanzinstrumente: Angaben« (überarbeitet)
  • • IFRS 9 »Finanzinstrumente«
  • • IFRS 10 »Konzernabschlüsse«
  • • IFRS 11 »Gemeinsame Vereinbarungen«
  • • IFRS 12 »Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen«
  • • IFRS 13 »Bemessen des beizulegenden Zeitwerts«
  • • IAS 1 »Darstellung des Abschlusses: Sonstiges Gesamtergebnis« (überarbeitet)
  • • IAS 12 »Ertragsteuern: Rückgewinnung der zugrunde liegenden Vermögenswerte« (überarbeitet)
  • • IAS 19 »Leistungen an Arbeitnehmer« (überarbeitet)
  • • IAS 27 »Separate Abschlüsse« (überarbeitet)
  • • IAS 28 »Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures« (überarbeitet)

D. Definition der Geschäftssegmente

Der Konzern ist in die beiden Geschäftsbereiche »Integrated Solutions« sowie »HR Solutions« unterteilt. Übergreifende Konzernaufwendungen / Zentralkosten werden sachgerecht direkt auf die beiden Segmente verteilt.

E. Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss der Gesellschaft sind die All for One Midmarket AG und sämtliche Tochtergesellschaften, die unter der rechtlichen oder tatsächlichen Kontrolle der Gesellschaft stehen, einbezogen.

Ausübung der Kontrolle wird angenommen, sobald die jeweilige Muttergesellschaft über mehr als 50% der Stimmrechte einer Gesellschaft verfügt, oder in anderer Weise die Finanz- und Geschäftspolitik einer Gesellschaft beherrscht oder mittels einer Mehrheit in dem Aufsichtsoder Geschäftsführungsorgan auf die Gesellschaft beherrschenden Einfluss nehmen kann.

Die Abschlüsse von in den Konzernabschluss einzubeziehenden Gesellschaften werden ab dem Zeitpunkt des Beginns der Möglichkeit der Ausübung der Kontrolle bis zum Zeitpunkt der Beendigung der Möglichkeit der Ausübung der Kontrolle in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Kapitalkonsolidierung der Tochtergesellschaften erfolgt nach der »Purchase« Methode. Zum Zeitpunkt des Erwerbs werden die Anschaffungskosten der Beteiligung mit deren neu bewertetem Eigenkapital verrechnet. Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens werden im Rahmen der Neubewertung mit beizulegenden Zeitwerten bewertet. Auf stille Reserven und Lasten, die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckt werden, werden latente Steuern angesetzt, sofern diese Aufdeckung nicht auch steuerlich nachvollzogen wird. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und dem anteilig zu Zeitwerten bewerteten Reinvermögen wird als Geschäftsund Firmenwerte aktiviert. Aufgedeckte stille Reserven und Lasten werden in den Folgeperioden entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben beziehungsweise aufgelöst.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

Effekte aus dem Erwerb von bisherigen Minderheitsanteilen an bereits voll konsolidierten Gesellschaften werden im Eigenkapital ausgewiesen.

F. Konsolidierungskreis und Veränderung der Konzernstruktur

In den Konzernabschluss sind neben der All for One Midmarket AG alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen worden, bei denen die Gesellschaft zum 30. September 2011 unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt oder aufgrund sonstiger Rechte eine Beherrschung im Sinne von IAS 27 vorliegt.

Folgende Gesellschaften sind neben der All for One Midmarket AG in den Konzernabschluss der Gesellschaft zum 30. September 2011 einbezogen:

Gesellschaft Beteiligung
in %
Unmittelbare Beteiligungen
Process Partner AG, St. Gallen / Schweiz 100
All for One Midmarket Solutions & Services GmbH,
Wien /Österreich
100
AC-Service Beteiligungs GmbH,
Filderstadt/ Deutschland
100
AC Automation Center Sàrl, Luxemburg / Luxemburg
(davon mittelbar 10%)
100
AC Automation Center SA/NV, Zaventem/ Belgien 100
Mittelbare Beteiligungen
KWP Austria GmbH, Wien /Österreich 39,2
KWP Kümmel, Wiedmann + Partner Unternehmens
beratung GmbH, Heilbronn / Deutschland
56
KWP France S.à.r.l., Haguenau / Frankreich 42
KWP Czech s.r.o., Prag / Tschechien 56
KWP Professional Services GmbH,
Hamburg / Deutschland
46,5
team HR Organisationsberatung Personalwirtschaft
GmbH, Düsseldorf/ Deutschland
33,6

Veränderungen des Konsolidierungskreises im abgelaufenen Geschäftsjahr:

Die Gesellschafter der KWP Kümmel, Wiedmann + Partner Unternehmensberatung GmbH, Heilbronn, haben das Stammkapital der KWP Austria GmbH, Wien /Österreich, erhöht und zwei neue Gesellschafter aufgenommen. Die mittelbare Beteiligungsquote der All for One Midmarket AG, Filderstadt, hat sich dabei von 56% auf 39,2% reduziert. Die Gesellschaft verbleibt unverändert in den Konsolidierungskreis einbezogen, da über die KWP Kümmel, Wiedmann + Partner Unternehmensberatung GmbH, Heilbronn, weiterhin ein beherrschender Einfluss auf die Gesellschaft ausgeübt

wird. Dies gilt ebenfalls für die Beteiligungen KWP France S.à.r.l., Haguenau / Frankreich, KWP Professional Services GmbH, Hamburg, und team HR Organisationsberatung Personalwirtschaft GmbH, Düsseldorf, an denen die All for One jeweils unter 50% beteiligt ist.

Das bisherige Mutterunternehmen, die BEKO HOLDING AG, Nöhagen /Österreich, hat im Zuge einer Abspaltung die Mehrheit der Anteile an der All for One Midmarket AG auf die neu gegründete CROSS Informatik GmbH, Wels /Österreich, übertragen. Die CROSS Informatik GmbH ist seit Eintragung der Gesellschaft ins österreichische Firmenbuch am 12. März 2011 neues Mutterunternehmen der All for One Midmarket AG. Die CROSS Informatik GmbH ist eine Tochtergesellschaft der CROSS Industries AG, Wels /Österreich.

G. Währungsumrechnung

Die in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Der Konzernabschluss wird in Euro erstellt. Berichtswährung und funktionale Währung der All for One ist Euro.

Transaktionen in Fremdwährungen werden zum aktuellen Kurs am Tag der Transaktion in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet, Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der Gewinnund-Verlust-Rechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Nicht monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu historischen Anschaffungsoder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.

Die Umrechnung der Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, deren funktionale Währung von der Berichtswährung des Konzerns abweicht, wird wie folgt vorgenommen: Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs, das Eigenkapital zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich daraus ergebende Unterschiedsbetrag wird ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.

Vorstand Aufsichtsrat Corporate Governance MORE PEOPLE, MORE VALUE! Die Aktie Konzernlagebericht (Konzernabschluss) 53

Die wichtigsten Kurse haben sich in Relation zum Euro wie folgt entwickelt:

in EUR Jahresendkurs Jahresdurchschnittskurs
30.09.2011 30.09.2010 10 / 2010 –
9 / 2011
10/2009–
9/2010
CHF 1,2005 1,3089 1,2575 1,4286
CZK 24,5560 24,6510 24,4658 25,5793

H. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der All for One Midmarket AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Bilanzierung und Bewertung von Geschäfts- und Firmenwerten und sonstigen immateriellen Vermögenswerten (Erläuterung 11), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Erläuterung 17), Rückstellungen (Erläuterung 24) sowie laufenden und latenten (Ertrag-)Steueransprüchen und -verbindlichkeiten (Erläuterungen 14, 15 und 26) zu nennen.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse sowie sonstige betriebliche Erträge werden der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zum Zeitpunkt der Lieferung beziehungsweise der Dienstleistungserbringung beim Kunden gutgeschrieben. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer unter Berücksichtigung von Erlösminderungen wie Gutschriften, Handelsrabatten und ähnliches ausgewiesen.

Umsätze aus Softwarewartungs- und Serviceverträgen sowie aus Managed Services Leistungen werden periodengerecht erfasst. Umsätze aus Lizenzverkäufen gelten als realisiert, wenn der Kunde die tatsächliche Verfügungsmacht über die Software erlangt hat.

Beratungs- und Schulungsumsätze werden auf der Grundlage von gesonderten Dienstleistungsverträgen erzielt und entsprechend der Leistungserbringung realisiert.

Erträge aus der Erbringung langfristiger Projektaufträge sind gemäß IAS 18 in Verbindung mit IAS 11 unter Bezug auf den Fertigstellungsgrad und Leistungsfortschritt nach der »Percentage of Completion« Methode (Ertragsrealisierung nach Leistungsfortschritt) zu erfassen. Der Fertigstellungsgrad wird auf Grundlage der bisher geleisteten Stunden im Verhältnis zur geschätzten Gesamtzahl der Stunden für das jeweilige Projekt ermittelt. Die Anwendung dieses Ergebnisses (Prozentsatz) auf die Gesamterlöse ergibt den zum Stichtag zu realisierenden Ertrag.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise ihrer Verursachung ergebniswirksam. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Erträge sowie Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen werden mit Ablauf des Geschäftsjahres realisiert. Dividenden werden zum Ausschüttungszeitpunkt vereinnahmt.

Finanzergebnis

Bewertungsdifferenzen auf finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten einschließlich konzerninterner Finanzbeziehungen aus Anpassungen der Wechselkurse von fremden Währungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Unter dem Finanzertrag werden neben Dividendenerträgen von nicht konsolidierten Beteiligungen und Zinserträgen aus gewährten Darlehen sowie Ansprüchen aus Finanzierungsleasing auch sonstige direkt mit der Finanzierung oder der Anlage in finanzielle Vermögenswerte zusammenhängende Erträge ausgewiesen.

Unter dem Finanzaufwand werden neben dem Zinsaufwand aus Darlehen und aus Finanzierungsleasingverbindlichkeiten auch sonstige direkt mit der Finanzierung oder der

Anlage in finanzielle Vermögenswerte zusammenhängende Aufwendungen ausgewiesen, soweit nicht eine Erfassung im Eigenkapital vorgeschrieben ist. Zinsaufwendungen werden nach der Effektivzinsmethode in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Bei den Zuwendungen der öffentlichen Hand handelt es sich um Zuwendungen für Vermögenswerte. Diese werden gemäß IAS 20 nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird aus dem Jahresergebnis und der durchschnittlichen Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien (ausgegebene Aktien abzüglich Aktien im Eigenbesitz) ermittelt. Verwässerungseffekte bestehen nicht.

Geschäfts- und Firmenwerte

Geschäfts- und Firmenwerte resultieren aus der Anwendung der »Purchase« Methode bei Unternehmenszusammenschlüssen, sofern die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt übersteigen. Seit dem 1. Januar 2005 sind in Übereinstimmung mit IFRS 3 keine planmäßigen Abschreibungen auf Geschäftsund Firmenwerte vorgenommen worden.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Erworbene und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten oder beizulegenden Zeitwerten bei Unternehmenszusammenschlüssen aktiviert, sofern die Kriterien von IAS 38 erfüllt sind. Die Abschreibung erfolgt planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer, soweit diese hinreichend genau bestimmt werden kann.

Wertminderung von Geschäfts- und Firmenwerten sowie sonstigen immateriellen Vermögenswerten

Geschäfts- und Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich auf Wertminderungen gemäß IAS 36 hin überprüft. Jede Wertminderung wird sofort in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Alle weiteren immateriellen Vermögenswerte werden anlassbezogen auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft. Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit werden die Vermögenswerte gegebenenfalls zu kleinstmöglichen Einheiten (»Cash Generating Unit«) zusammengefasst, für die gesondert erfassbare Cash-Flows identifizierbar sind. Eine ergebniswirksame Wertminderung wird dann erfasst, wenn der Buchwert einer »Cash Generating Unit« den so genannten erzielbaren Betrag übersteigt. Dieser ergibt sich als der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, der sich unter Anwendung der »Discounted Cash Flow« Methode ermittelt.

Sachanlagen

Sachanlagen werden gemäß IAS 16 mit ihren Anschaffungsbeziehungsweise Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen werden über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer im Konzern vorgenommen. Diese sind wie folgt:

Jahre
Gebäude 30
Mietereinbauten 2–15
IT-Systeme 3–6
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4–13

Grund und Boden wird nicht abgeschrieben.

Im Falle, dass der Buchwert den voraussichtlichen erzielbaren Betrag übersteigt, wird entsprechend IAS 36 eine ergebniswirksame Wertminderung auf diesen Wert vorgenommen. Alle sich aus dem Abgang von Sachanlagen ergebenden Gewinne oder Verluste werden in der Gewinnund-Verlust-Rechnung erfasst.

Leasingverhältnisse

Leasinggegenstände gemäß IAS 17, die zu Bedingungen angemietet werden, bei denen der Konzern aus wirtschaftlicher Sicht die wesentlichen Risiken und Chancen des Eigentums übernimmt, werden als Finanzierungsleasing klassifiziert und zum Erwerbszeitpunkt im Anlagevermögen aktiviert. Gleichzeitig werden im entsprechenden Umfang Finanzverbindlichkeiten erfasst. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert bei Mietbeginn oder zum niedrigeren Barwert der Mindestmietzahlungen. Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte. Der Zinsanteil der Leasingzahlungen wird im Zinsergebnis erfasst.

Bei Leasingverhältnissen, bei denen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasingnehmer verbleibt (»Operate Lease«), werden die Leasingzahlungen in vollem Umfang aufwandswirksam erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39, die für All for One von Relevanz sind, werden wie folgt klassifiziert:

  • • bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen
  • • vom Unternehmen gewährte Kredite sowie Forderungen
  • • zur Veräußerung verfügbare, finanzielle Vermögenswerte (»Available for Sale«)

Finanzielle Vermögenswerte mit bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, die die Gesellschaft bis zur Endfälligkeit halten möchte und kann, ausgenommen von der Gesellschaft gewährte Kredite sowie Forderungen, werden als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen klassifiziert. Diese Finanzinvestitionen werden bei Fälligkeit von über zwölf Monaten ab dem Bilanzstichtag unter den langfristigen Vermögenswerten, alle übrigen unter den kurzfristigen Vermögenswerten bilanziert. Darunter fallen insbesondere Ansprüche aus Finanzierungsleasing sowie sonstige Vermögenswerte. Ihr Wertansatz erfolgt zum Nennwert oder zu den ursprünglichen Anschaffungskosten einschließlich Transaktionskosten abzüglich der kumulierten Wertberichtigungen.

Unter die Zahlungsmittel und -äquivalente fallen Kassenbestände und Bankguthaben. Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte werden im Finanzergebnis erfasst. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden abzüglich Wertberichtigungen ausgewiesen. Forderungen, die einem erhöhten Ausfallrisiko unterliegen, werden einzeln beurteilt und gegebenenfalls wertberichtigt. Auf alle weiteren finanziellen Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Noch nicht abgeschlossene Leistungen aus Beratungs- oder Managed Services Verträgen werden nach der »Percentage of Completion« Methode bewertet und unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen, sofern es wahrscheinlich ist, dass das Entgelt dem Konzern zu fließen wird. Unter die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte fallen solche Vermögenswerte, die nicht den obigen Kategorien zugeordnet werden. Gewinne und Verluste aus der Bewertung auf den beizulegenden Zeitwert werden direkt im Eigenkapital erfasst. Zum Zeitpunkt der Ausbuchung der Finanzinvestition wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam im Ergebnis ausgewiesen.

Minderheitsanteile

Minderheitsanteile enthalten ihren Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt des Erwerbs des Tochterunternehmens sowie Gewinne und Verluste, die in nachfolgenden Perioden auf diese Anteile entfallen. Die Minderheitsanteile werden in der Konzernbilanz im Eigenkapital ausgewiesen.

Vorratsvermögen

Handelswaren (Hardware und Software zum Weiterverkauf) werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu ihren gegebenenfalls niedrigeren Netto-Veräußerungswerten bewertet. Für sonstige Wertminderungen wird eine angemessene Wertberichtigung in Abzug gebracht.

Rückstellungen

Rückstellungen werden für noch unsichere Verpflichtungen hinsichtlich Grund oder Höhe angesetzt, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung aufgrund eines vor dem Bilanzstichtag eingetretenen, dafür ursächlichen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass ein Abfluss von wirtschaftlichen Vorteilen notwendig sein wird, um die Verpflichtung zu erfüllen. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt, sofern der Abzinsungseffekt wesentlich ist.

Personalvorsorgeverbindlichkeiten

Aktive und ehemalige Mitarbeiter der All for One erhalten Leistungen und Renten aufgrund der unterschiedlichen landesrechtlichen Personalvorsorgeeinrichtungen. Neben den beitragsorientierten Plänen bestehen auch leistungsorientierte Pläne, deren Bewertung auf den in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren erfolgt. Bei Vorsorgeeinrichtungen mit beitragsorientierten Plänen werden die der Periode zuzurechnenden Arbeitgeberbeiträge in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Bei leistungsorientierten Plänen erfolgt die Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste als Ertrag beziehungsweise als Aufwand, sobald sie den definierten Korridor (»Korridor-Methode«) verlassen. Ein den Korridor übersteigender Betrag wird dabei über die erwartete Gesamtlaufzeit des Vertrags verteilt. Alle wesentlichen Verpflichtungen und die zu deren Deckung dienenden Vermögenswerte werden jährlich durch einen unabhängigen Versicherungsexperten ermittelt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden zum Nennwert oder fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Finanzverbindlichkeiten

Die Finanzverbindlichkeiten umfassen verzinsliche Verbindlichkeiten aus Darlehen und aus Finanzierungsleasinggeschäften sowie kurzfristige Bankverbindlichkeiten. Sie werden zum Nennwert oder fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Steuern

Die laufenden Ertragsteuern werden auf der Grundlage des Ergebnisses vor Steuern unter Berücksichtigung der jeweiligen länderspezifischen steuerlichen Gewinnermittlungsvorschriften berechnet.

Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten ergeben sich aus Differenzen zwischen dem Ansatz der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der Steuerbilanz und dem Konzernabschluss, soweit es sich nicht um permanente Differenzen handelt. Der Konzern folgt dabei der »Liability Method«, nach welcher die latenten Steueransprüche oder -verbindlichkeiten aufgrund der zum Bilanzstichtag geltenden oder faktisch in Kraft gesetzten gesetzlichen Grundlagen ermittelt werden. Dabei kommen die Steuersätze zum Zeitpunkt der voraussichtlichen steuerlichen Realisation zur Anwendung. Latente Steueransprüche ergeben sich auch aus angesammelten vortragsfähigen steuerlichen Verlusten (steuerliche Verlustvorträge), die mit späteren steuerlichen Gewinnen verrechnet werden können.

Latente Steueransprüche auf temporäre Differenzen und auf steuerliche Verlustvorträge werden nur in demjenigen Umfang erfasst, als es wahrscheinlich ist, dass in absehbarer Zeit ausreichend steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen und dem Konzern aufgrund der Verrechnungsmöglichkeit ein Nutzen zufließen wird. Als absehbare Zeit werden grundsätzlich die nächsten vier Geschäftsjahre betrachtet.

Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden nicht abgezinst und in der Bilanz als langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Sonstige Steuern, wie Verkehrssteuern oder Steuern auf Vermögen und Kapital, werden als operative Aufwendungen ausgewiesen.

Personalzahlen

Sofern nicht anders vermerkt, beziehen sich die Personalzahlen auf angestellte Personen. Teilzeitstellen sind nicht anteilig berücksichtigt. Auszubildende und Praktikanten sind in den Personalzahlen nicht enthalten.

Segmentberichterstattung

Die All for One stellt ihre Segmentberichterstattung im Sinne des so genannten »Management Approach« (IFRS 8) auf. Dabei wird der Konzern in die beiden Geschäftsbereiche »Integrated Solutions« sowie »HR Solutions« unterteilt. Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen des Konzerns werden über Umlageschlüssel auf die Geschäftsbereiche sachgerecht verteilt.

Die Leistungsverrechnungen zwischen den Geschäftsbereichen (Intersegmentumsätze) erfolgen zu Preisen, die denen mit unabhängigen Geschäftspartnern entsprechen. Sämtliche internen Leistungsverrechnungen sind in den Segmentinformationen gesondert ausgewiesen und werden unter »Konsolidierungen« entsprechend eliminiert.

Sämtliche operative Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (mit Ausnahme der Steuerverbindlichkeiten), die entweder direkt oder aufgrund eines sachgerechten Umlageschlüssels zugeordnet werden können, werden den entsprechenden Segmenten zugewiesen.

Für die geografische Gliederung der Segmentberichterstattung werden die Märkte in Deutschland, Österreich, Schweiz und übriges Europa unterteilt. Damit entspricht die geografische Segmentberichterstattung auch denjenigen Absatzmärkten der All for One, in denen die Gruppe mit eigenen Gesellschaften tätig ist.

Segment Integrated Solutions

Das Segment Integrated Solutions umfasst ein auf ganzheitliche Kundenbetreuung ausgerichtetes Gesamtleistungsangebot, angefangen bei Management-Beratung über Softwarelizenzen, Branchenlösungen, Einführungs- und Optimierungsprojekte bis zur Softwareberatung, Outsourcing und Managed Services, und erstreckt sich über sämtliche Geschäftsprozesse.

Segment HR Solutions

Im Mittelpunkt des Segments HR Solutions steht die Personalsoftwareplattform SAP ERP HCM (»Enterprise Resource Planning, Human Capital Management«), auf deren Basis umfassende Einführungs-, Beratungs- und Betreuungsdienstleistungen bis hin zu wiederkehrenden HR Outsourcing und HR Business Process Outsourcing Services angeboten werden.

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt eine Analyse der Veränderung der Zahlungsmittel und -äquivalente. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet gemäß IAS 7 den Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit, den Cash-Flow aus Investitionstätigkeit und den Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit. Die Kapitalflussrechnung wird aus der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns nach der indirekten Methode abgeleitet. Einflüsse aus Veränderungen des Konsolidierungskreises, Effekte aus der Anwendung von IFRS 5 sowie aus währungsbedingten Bewertungsdifferenzen auf die Zahlungsmittel und -äquivalente werden gesondert ausgewiesen.

Eventualverbindlichkeiten

Mögliche bestehende Verpflichtungen, bei denen ein Mittelabfluss als unwahrscheinlich eingeschätzt wird, werden in der Bilanz nicht erfasst und deren geschätzten möglichen finanziellen Auswirkungen als Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen.

I. Risikomanagement

Finanzrisiken

Das finanzielle Risikomanagement erfolgt nach den von der Gesellschaft festgelegten Grundsätzen. Diese regeln die Absicherung von Währungs-, Zins- und Kreditrisiken, das Management der Zahlungsmittel sowie die kurz- und langfristige Finanzierung. Ziel ist die Reduktion der Finanzrisiken unter Abwägung der Sicherungskosten und der dabei einzugehenden Risiken. Wenn angebracht, werden derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Grundgeschäften abgeschlossen. Um das Kontrahentenrisiko zu minimieren, werden Transaktionen ausschließlich mit erstklassigen Gegenparteien getätigt.

Währungsrisiken

Wechselkursschwankungen haben Auswirkungen auf die Darstellung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des in Euro erstellten Konzernabschlusses, sofern Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf andere Währungen als Euro lauten. Die All for One Midmarket AG strebt daher die Finanzierung der Vermögenswerte in gleicher Währung an. Die Umsatzerzielung der einzelnen Gesellschaften erfolgt überwiegend in der gleichen Währung, in der die Aufwendungen anfallen. Verbleibende Risiken in der Währungsbilanz werden, sofern dies als notwendig erachtet wird, über Devisengeschäfte (Termingeschäfte, Optionen) abgesichert. Auf den Einsatz von Währungsabsicherungsgeschäften wird gegenwärtig verzichtet.

Zinsänderungsrisiken

Soweit langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten mit variablem Zinssatz bestehen, ergeben sich Zinsänderungsrisiken. Diese Risiken werden durch Zinssicherungsmaßnahmen minimiert. Aufgrund eines erwarteten weiterhin niedrigen Zinsniveaus wird auf den Einsatz von Zinssicherungsinstrumenten gegenwärtig verzichtet.

Eine nach vernünftigem Ermessen mögliche Änderung der Zinssätze um +/- 100 Basispunkte hätte auf das Konzernergebnis vor Steuern eine Auswirkung von -/+ 30 TEUR (Vorjahr: -/+ 50 TEUR). Bei der Sensitivitätsanalyse wurde unterstellt, dass alle anderen Variablen konstant bleiben.

Liquiditätsrisiken

Der jederzeitigen Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit misst All for One höchste Bedeutung zu. Jede Gesellschaft hält selbst ausreichende Zahlungsmittel vor. Die operative Führungsgesellschaft All for One Midmarket AG verfügt zudem über eine Liquiditätsreserve sowie freie Betriebsmittelkreditlinien.

Kreditrisiken

Kreditrisiken ergeben sich hauptsächlich aus der Gewährung von Zahlungszielen an Kunden und aus dem Gegenparteirisiko bei Finanzgeschäften. Den Kreditrisiken aus Lieferungen und Leistungen wird teilweise durch Warenkreditversicherung, Bonitätsprüfung von Kunden, Überwachung der Außenstände und regelmäßigem Mahnwesen Rechnung getragen.

Erläuterungen zum Konzernabschluss

J. Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

1. Umsatzerlöse

Die Umsätze stellen sich nach Erlösarten wie folgt dar:

in TEUR 10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Consulting 37.463 32.801
Outsourcing Services 35.504 31.394
Softwarelizenzen 14.005 11.769
Hardware 3.105 2.573
Sonstiges 77 249
Summe 90.154 78.786

In den Umsatzerlösen sind abgegrenzte Umsätze in Höhe von 5.420 TEUR (Vorjahr: 3.675 TEUR) enthalten, welche auf der Grundlage der »Percentage of Completion« Methode ermittelt worden sind. Die kumulierten Aufwendungen für laufende Projekte, die nach der »Percentage of Completion« Methode bewertet wurden, betragen 6.410 TEUR (Vorjahr: 4.680 TEUR) und die kumulierten Gewinne 2.806 TEUR (Vorjahr: 1.711 TEUR).

Weitere Aufgliederungen nach Geschäftsbereichen und geografischen Gesichtspunkten sind der Segmentberichterstattung zu entnehmen.

2. Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Erträge aus der Auflösung von Rück
stellungen und Wertberichtigungen
249 384
Marketingunterstützung 228 341
Erträge aus Anlagenabgängen 7 57
Investitionssteuergutschriften 34 32
Sonstiges 450 588
Summe 968 1.402

Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden Investitionssteuergutschriften in Höhe von 34 TEUR für das Geschäftsjahr 2009/10 vereinnahmt. Im Vorjahr wurden Investitionssteuergutschriften in Höhe von 32 TEUR für das Rumpfgeschäftsjahr 2009 vereinnahmt.

3. Materialaufwand und bezogene Leistungen

in TEUR 10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Bezogene Leistungen 18.180 16.523
Materialaufwand 11.233 9.304
Summe 29.413 25.827

Die bezogenen Leistungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für SAP-Wartungsverträge. Der Materialaufwand resultiert hauptsächlich aus dem Bezug von SAP-Softwarelizenzrechten und dem Einkauf von Hardware für Kundenprojekte.

4. Personalaufwand

in TEUR 10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Löhne und Gehälter 33.627 30.175
Sozialversicherungen 4.587 4.249
Aufwand für beitragsorientierte
Personalvorsorgepläne
485 503
Aufwand für leistungsorientierte
Personalvorsorgepläne
348 247
Sonstiger Personalaufwand 134 253
Summe 39.181 35.427
PERSONAL
KAPAZITÄTEN
NACH
FUNKTIONSBEREICHEN
10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Outsourcing Services und Consulting 328 308
Summe 420 394
Administration und Management 55 51
Vertrieb 37 35
Outsourcing Services und Consulting 328 308

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr 2010/11 betrug 454 Mitarbeiter (Vorjahr: 423 Mitarbeiter).

5. Personalvorsorgeverbindlichkeiten

Die folgenden Angaben geben einen Überblick über die Finanzlage zum 30. September 2011 und 2010 der leistungsorientierten Personalvorsorgepläne:

in TEUR 10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Vorsorgeverpflichtungen am Anfang
des Geschäftsjahres
4.403 3.200
Zinsaufwand 108 121
Laufender Dienstzeitaufwand 497 375
Leistungen -435 -20
Versicherungsmathematische
Gewinne / Verluste
-314 -38
Beiträge der Arbeitnehmer 73 246
Fremdwährungsdifferenz 367 519
Vorsorgeverpflichtungen am Ende
des Geschäftsjahres
4.699 4.403
Marktwert des Planvermögens am
Anfang des Geschäftsjahres
-3.601 -2.582
Erwartete Erträge aus dem
Planvermögen
-81 -91
Arbeitgeberbeiträge -163 -176
Arbeitnehmerbeiträge -170 -161
Leistungen 434 20
Einlagen -73 -246
Versicherungsmathematische
Verluste /Gewinne
111 74
Fremdwährungsdifferenz -333 -439
Marktwert des Planvermögens am
Ende des Geschäftsjahres
-3.876 -3.601
Unterdeckung 823 802
Unberücksichtigte versicherungs
mathematische Verluste
-263 -453
Personalvorsorgeverbindlichkeit
am Ende des Geschäftsjahres
560 349

Die Personalvorsorgeverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Personalvorsorgeverbindlichkeit
am Anfang des Geschäftsjahres
349 267
In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
erfasster Vorsorgeaufwand 348 247
Arbeitgeberbeiträge -163 -176
Fremdwährungsdifferenz 26 11
Personalvorsorgeverbindlichkeit
am Ende des Geschäftsjahres 560 349

Innerhalb des Personalaufwands wurde folgender Vorsorgeaufwand erfasst:

in TEUR 10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Laufender Dienstzeitaufwand 494 375
Zinsaufwand 108 121
Erwarteter Ertrag aus dem Vermögen
der Vorsorgeeinrichtungen
-85 -91
Zu amortisierender Verlust 1 3
Vorsorgeaufwand der Periode,
brutto
518 408
Arbeitnehmerbeiträge -170 -161
Summe erfasster Vorsorgeaufwand 348 247

Die Annahmen für die versicherungsmathematischen Bewertungen sind bei den einzelnen Einrichtungen unterschiedlich, da sie unter Berücksichtigung der konkreten Verhältnisse der Vermögensanlagestrategie und der Personalstruktur der angeschlossenen Gesellschaften festgelegt wurden. Die wesentlichen Eckwerte der Pläne, welche in die Berechnung einfließen und die gewichteten durchschnittlichen Annahmen, auf denen die versicherungsmathematischen Berechnungen zu den leistungsorientierten Personalvorsorgeplänen basierten, stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 30.09.2011 30.09.2010
Anzahl Pläne 4 4
davon mit ausgesondertem
Vermögen
2 2
davon mit nicht ausgesondertem
Vermögen
2 2
Anzahl der in den Plänen erfassten
Personen
29 28
davon aktive Versicherte 29 28
davon Rentner 0 0
Diskontierungssatz (gewichtet) 2,55% 2,30%
Erwartete Rendite auf dem
Planvermögen (gewichtet)
2,52% 2,33%
Lohnentwicklung 0–1,0% 0–1,0%
Rentenentwicklung 0–2% 0–2%
Erwartete durchschnittliche
Restlebensarbeitszeit der
Planteilnehmer
10–13 Jahre 10–14 Jahre
Effektive Rendite des
Planvermögens
-2,07% 0,69%

Für die deutschen Personalvorsorgepläne wurde ein Diskontierungssatz von 4,98% zugrunde gelegt. Für die schweizerischen Personalvorsorgepläne beträgt der Diskontierungssatz 2,45%.

In der folgenden Tabelle sind die Deckung der leistungsorientierten Vorsorgeverpflichtungen und der Einfluss von Abweichungen zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Wert des Planvermögens in den zurückliegenden Jahren dargestellt:

in TEUR 30.09.11 30.09.10 30.09.09 31.12.08* 31.12.07*
Planvermögen -3.876 -3.601 -2.582 -22.204 -24.424
Verpflichtung
aus Vorsorge
plänen
4.699 4.403 3.200 23.168 22.970
Unterdeckung /
Überschuss
823 802 618 964 -1.454
Differenz
zwischen dem
erwarteten und
tatsächlichen
Wert
111 75 179 -3.581 648
Anpassung
der Leistungs
verpflichtungen
-526 -552 142 242 -37

* einschließlich aufgegebener Geschäftsbereich

Die durchschnittlich gewichtete Aufteilung des Planvermögens zum 30. September 2011 und 2010 stellt sich wie folgt dar:

in % 30.09.2011 30.09.2010
Fremdgenutzte Liegenschaften 10 10
Obligationen CHF 23 29
Obligationen andere Währungen 15 13
Aktien Schweiz 5 7
Aktien andere Länder 15 12
Flüssige Mittel und
übrige Finanzanlagen
32 29
Summe Planvermögen 100 100

Für das Geschäftsjahr 2011/12 betragen die erwarteten Zahlungen der All for One für Personalvorsorgepläne 183 TEUR (Vorjahr: 176 TEUR).

6. Abschreibungen

Die Zusammensetzung der Abschreibungen ergibt sich aus der Entwicklung des Anlagevermögens (vgl. gesonderte Darstellung im Anlagenspiegel).

7. Sonstiger betrieblicher Aufwand

in TEUR 10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Fahrzeugkosten 3.461 2.956
Aufwendungen für
Datenverarbeitung
4.382 3.841
Mieten und Nebenkosten 1.595 1.463
Reise- und Übernachtungskosten 1.575 1.319
Marketing und Werbung 933 692
Aufwendungen für Personalwesen 841 745
Sonstiges 1.960 1.885
Summe 14.747 12.901

8. Finanzergebnis

Im Finanzertrag sind Finanzierungsleasingzinserträge in Höhe von 386 TEUR (Vorjahr: 526 TEUR) enthalten. Im Finanzaufwand sind Finanzierungsleasingzinsaufwendungen in Höhe von 144 TEUR (Vorjahr: 195 TEUR) enthalten.

9. Ertragsteuern

Die Zusammensetzung der Steueraufwendungen ist wie folgt:

in TEUR 10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Aufwand laufende Steuern 811 748
Ertrag (Vorjahr: Aufwand)
latente Steuern
-984 27
Summe -173 775
Aufwand für laufende Steuern
in TEUR
10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Laufende Ertragsteuern
Berichtsjahr
842 737
Laufende Ertrag- und Quellen
steuern betreffend Vorperioden
-31 11
Summe 811 748
ERTRA
G (VORJAHR
: AUFWAND
) AUS
LATENTEN
STEUERN
in TEUR
10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Veränderung der Steuerlast auf
thesaurierte Gewinne Berichtsjahr
-22 10
Veränderung der zeitlichen
Differenzen Berichtsjahr
69 20
Aktivierung Steueransprüche aus
steuerlichen Verlustvorträgen
-1.030 0
Fremdwährungsdifferenzen -1 -3
Summe -984 27

Bezüglich der Veränderung latenter Steueransprüche beziehungsweise -verbindlichkeiten wird auf die Erläuterungen 14, latente Steueransprüche, und 26, latente Steuerverbindlichkeiten, verwiesen.

Die laufenden Steuern werden auf der Basis der aktuellen Steuersätze berechnet. In Deutschland wurde unter Berücksichtigung eines Körperschaftsteuersatzes von 15% zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5% und Gewerbeertragsteuer von 13,5% ein zusammengefasster Steuersatz von 30% (Vorjahr: 30%) berücksichtigt.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand:

in TEUR 10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Ergebnis vor Steuern 4.991 2.793
Erwarteter Steueraufwand /-ertrag
zum Satz von 30%
-1.497 -838
Temporäre steuerliche Differenzen -172 -172
Nicht steuerwirksame
Aufwendungen / Erträge
2 -43
Aktivierung von Verlustvorträgen 1.030 0
Periodenfremde laufende Steuer
aufwendungen /-erträge
33 -2
Verzicht auf den Ansatz latenter
Steuern auf steuerliche Verluste
laufendes Jahr
0 -82
Nutzung nicht aktivierter
Verlustvorträge laufendes Jahr
638 287
Auswirkung unterschiedlicher
Steuersätze im Ausland
125 71
Sonstige Einflüsse 14 4
Summe 173 -775

Die Überleitung der Veränderung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten zu dem in der Gewinnund-Verlust-Rechnung erfassten Aufwand / Ertrag aus latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Bestandsänderung latente
Steueransprüche
899 -140
Bestandsänderung latente
Steuerverbindlichkeiten
86 110
Summe 985 -30
In der Gewinn-und-Verlust
Rechnung erfasster Steueraufwand
984 -27
Fremdwährungsdifferenz 1 -3

10. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wurde aus dem Jahresergebnis und der durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien (ausgegebene Aktien abzüglich Aktien im Eigenbesitz) ermittelt. Die Anzahl der ausstehenden Aktien im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2010/11 betrug 4.860.000 Stück (Vorjahr: 5.077.703 Stück).

Die durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien (verwässert) entsprechen den durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien (unverwässert). Das verwässerte Ergebnis je Aktie ist daher gleich dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

K. Erläuterungen zur Bilanz

11. Geschäfts- und Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die Bilanz des Konzerns zum 30. September 2011 weist Geschäfts- und Firmenwerte mit einem Bilanzwert in Höhe von 4.981 TEUR und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit einem Bilanzwert in Höhe von 8.125 TEUR aus. Zur Beurteilung, ob eine Wertminderung vorliegt, nimmt die Gesellschaft Einschätzungen der erwarteten Cash-Flows aus der Nutzung und einer eventuellen Veräußerung der Vermögenswerte vor. Die tatsächlich realisierten Cash-Flows können von den geplanten und auf den Bilanzstichtag abgezinsten Cash-Flows abweichen. Insbesondere Abgänge von Kunden aus dem in der Bilanz angesetzten Kundenstammgeschäft und, damit verbunden, unter der Prognose liegende Verkäufe können die Nutzungsdauer verkürzen oder eine Wertminderung zur Folge haben.

Überprüfung der Geschäfts- und Firmenwerte und Markenrechte auf Wertminderungen

Die All for One Midmarket AG definiert im Hinblick auf die Durchführung von Impairment Tests die unten aufgeführten Gesellschaften als Zahlungsmittel generierende Einheiten (»Cash Generating Units«), denen die jeweiligen Geschäftsund Firmenwerte und Markenrechte zugeordnet werden. Bei der Überprüfung der Geschäfts- und Firmenwerte und Markenrechte auf Wertminderungen wurde der Nutzungswert verwendet. Der Nutzungswert des zukünftigen Cash-Flows wurde mittels der »Discounted Cash Flow« Methode ermittelt, wobei Steuerzahlungen nicht berücksichtigt wurden.

Der angewandte Diskontierungszinssatz wurde wie im Vorjahr auf dem »Capital Asset Pricing Model« aufbauend aus den gewichteten durchschnittlichen Kosten des Eigenund Fremdkapitals abgeleitet. Der Eigenkapital-Kostensatz basiert auf einem risikofreien Kapitalmarktzinssatz für die jeweilige Periode unter Berücksichtigung des Beta-Faktors für die Branche und einer auf den relevanten Kapitalmarkt bezogenen Risikoprämie. Basierend auf der Steuersituation wurde daraus ein Vorsteuer-Diskontierungszinssatz abgeleitet.

Für die »Cash Generating Units« wurden aktuelle Vermögens- und Ertragsplanungen für die nächsten fünf Jahre aufgestellt, worin die neuesten Einschätzungen der Gesellschaft über deren Umsatz- und Kostenentwicklung berücksichtigt wurden. Daraus wurden prospektive Kapitalflussrechnungen abgeleitet und plausible Annahmen über die weitere Entwicklung in den Folgejahren unter Berücksichtigung einer Wachstumsrate von 1% angesetzt.

Geschäfts- und Firmenwerte und Markenrechte

Zum 30. September 2011 haben sich die Geschäfts- und Firmenwerte um 114 TEUR auf 4.981 TEUR erhöht. Die Erhöhung resultiert aus einer nachträglichen Anpassung des Geschäfts- und Firmenwertes der team HR Organisationsberatung Personalwirtschaft GmbH, Düsseldorf, aufgrund eines variablen Kaufpreisbestandteils.

Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte sind im Berichtsjahr nicht erfolgt.

Summe 4.981 4.867
All for One Midmarket Solutions &
Services GmbH, Wien /Österreich
125 125
team HR Organisationsberatung
Personalwirtschaft GmbH,
Düsseldorf
461 347
KWP Kümmel, Wiedmann + Partner
Unternehmensberatung GmbH,
Heilbronn
365 365
Process Partner AG,
St. Gallen / Schweiz
1.596 1.596
All for One Midmarket Solutions &
Services GmbH, Stuttgart
(seit September 2008 auf die
Konzernmutter verschmolzen)
2.434 2.434
Geschäfts- und Firmenwerte
in TEUR
30.09.2011 30.09.2010

Unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten sind Markenrechte der (ehemaligen) All for One Midmarket Solutions & Services GmbH, Stuttgart, in Höhe von 3.283 TEUR ausgewiesen.

Für die Geschäfts- und Firmenwerte und Markenrechte wurden zum Ende des Geschäftsjahres Impairment Tests durchgeführt. Dadurch wurde belegt, dass die auf die »Cash Generating Units« bezogenen Geschäfts- und Firmenwerte und Markenrechte zum 30. September 2011 nicht im Wert gemindert waren. Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass auch eine angemessene Anpassung der getroffenen Annahmen, außerordentliche Ereignisse vorbehalten, nicht dazu führen würde, dass die Buchwerte der Geschäfts- und Firmenwerte und Markenrechte die jeweiligen erzielbaren Beträge übersteigen werden.

KWP Kümmel, Wiedmann + Partner Unternehmens-

beratung GmbH, Heilbronn: Der implizite durchschnittliche Vorsteuer-Diskontierungssatz beträgt 8,36% (Vorjahr: 8,96%).

Process Partner AG, St. Gallen / Schweiz: Der implizite durchschnittliche Vorsteuer-Diskontierungssatz beträgt 7,49% (Vorjahr: 8,11%).

All for One Midmarket Solutions & Services GmbH, Wien /Österreich: Der implizite durchschnittliche Vorsteuer-Diskontierungssatz beträgt 8,12% (Vorjahr: 8,76%).

(Ehemalige) All for One Midmarket Solutions & Services GmbH, Stuttgart: Der implizite durchschnittliche Vorsteuer-Diskontierungssatz beträgt 8,20% (Vorjahr: 9,13%).

team HR Organisationsberatung Personalwirtschaft GmbH, Düsseldorf: Der implizite durchschnittliche Vorsteuer-Diskontierungssatz beträgt 8,82% (Vorjahr: 10,25%).

Anschaffungs
kosten
Zugänge
Berichtsjahr
Gesamt
nutzungsdauer
Monate
Rest
nutzungsdauer
Monate
Nettobuchwert
6.283 0 18–180 100 3.873
3.283 0 unbegrenzt unbegrenzt 3.283
374 0 120 29 128
655 0 72 3 27
123 0 96 5 22
133 0 96 10 44
628 0 120 93 487
128 0 60 39 63
1.637 146 12–72 0–48 198
13.244 146 8.125

12. Sachanlagen

Bezüglich der Zusammensetzung verweisen wir auf den Anlagenspiegel.

Bei den Grundstücken und Gebäuden handelt es sich um ein Geschäftsgebäude der belgischen Konzerngesellschaft.

Unter den Einbauten in gemieteten Räumlichkeiten werden auch solche Ausbauten aufgeführt, die rechtlich bereits in das Eigentum des Vermieters übergegangen sind, jedoch während der Dauer des Mietverhältnisses noch wirtschaftlich im Eigentum der Mieterin verbleiben. Die der Abschreibung zu Grunde gelegte Nutzungsdauer entspricht dabei der Restlaufzeit des Mietvertrags oder der kürzeren Nutzungsdauer.

Die übrigen Sachanlagen umfassen Büromaschinen und -geräte, Büro- und Betriebseinrichtungen sowie Geschäftsfahrzeuge.

Die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens unter Finanzierungsleasing in Höhe von 1.126 TEUR (Vorjahr: 2.029 TEUR) stehen im rechtlichen Eigentum der Leasinggeber.

13. Langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen in Höhe von 3.535 TEUR (Vorjahr: 3.494 TEUR), geleistete Kautionen in Höhe von 18 TEUR (Vorjahr: 15 TEUR) sowie sonstige Ausleihungen in Höhe von 21 TEUR (Vorjahr: 29 TEUR).

Es bestehen keine Finanzierungsleasingverträge mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Der noch nicht realisierte Zinsanteil in den Ansprüchen aus Finanzierungsleasing beträgt 395 TEUR (Vorjahr: 516 TEUR).

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Leasingforderungen beträgt rund 27 Monate (Vorjahr: 27 Monate) bei den Verträgen der AC Automation Center Sàrl, Luxemburg / Luxemburg.

14. Latente Steueransprüche

in TEUR 10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Am Anfang des Geschäftsjahres 3.011 3.151
Veränderung aktivierter
Verlustvorträge
1.030 0
Veränderung steuerlicher
Geschäfts- und Firmenwerte
-172 -172
Sonstige Zunahmen 36 31
Sonstige Abnahmen 0 -3
Fremdwährungsdifferenz 4 4
Am Ende des Geschäftsjahres 3.909 3.011

Temporäre Differenzen und Ansprüche aus latenten Steuern

in TEUR Verlust
vortrag /
Temporäre
Unter
schiede
30.09.2011
Latente
Steuer
ansprüche
30.09.2011
Verlust
vortrag /
Temporäre
Unter
schiede
30.09.2010
Latente
Steuer
ansprüche
30.09.2010
Steuerlicher
Verlust
vortrag
Deutschland
7.000 2.100 3.667 1.100
Steuerlicher
Verlust
vortrag
Österreich
464 116 344 86
Steuerliche
Geschäfts
und Firmen
werte
5.168 1.550 5.742 1.723
Personal
vorsorge
verbindlich
keiten
462 87 272 54
Sonstige
zeitliche
Unter
schiede
189 56 158 48
Summe 13.283 3.909 10.183 3.011

Die All for One Midmarket AG verfügt zum Bilanzstichtag über körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 10.579 TEUR (Vorjahr: 17.578 TEUR) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 10.367 TEUR (Vorjahr: 16.491 TEUR). Im Rahmen der steuerlichen

Regelungen des § 8c KStG – der derzeit erheblichen Rechtsunsicherheiten unterliegt – ist durch den Gesellschafterwechsel im laufenden Geschäftsjahr ein wesentlicher Teil der Verlustvorträge untergegangen. Die Gesellschaft hält den ausgewiesenen Betrag für wahrscheinlich.

Von den obigen Verlustvorträgen wurde ein Betrag von 7,0 Mio. EUR – sowohl körperschaftsteuerlich, als auch gewerbesteuerlich – bei der Aktivierung von latenten Steueransprüchen berücksichtigt. Aufgrund der aktuellen Planung der All for One Midmarket AG sieht es die Gesellschaft als wahrscheinlich an, dass der Verlustvortrag in den nächsten Jahren in dieser Höhe genutzt werden kann. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge um 1.000 TEUR auf 2.100 TEUR erhöht, da die steuerlichen Ertragserwartungen der Gesellschaft gestiegen sind.

Die Tochtergesellschaft All for One Midmarket Solutions & Services GmbH, Wien / Österreich, verfügt über einen steuerlichen Verlustvortrag von 3.979 TEUR (Vorjahr: 4.103 TEUR), der in Höhe von 116 TEUR (Vorjahr: 86 TEUR) als latenter Steueranspruch aktiviert wurde.

Der Ansatz von latenten Steueransprüchen erfolgt auf der Basis der Planungsrechnung der jeweiligen Gesellschaften. Diese Planungsrechnungen werden jährlich überarbeitet und bedürfen einer Vielzahl von Einschätzungen. Diese Einschätzungen können sich aufgrund von Veränderungen des Markt- und Wettbewerbsumfelds, der Kundenstruktur und der allgemeinen Wirtschaftslage ändern. Aufgrund der regelmäßigen Neubeurteilung kann der Ansatz der latenten Steueransprüche erheblichen Schwankungen unterliegen.

15. Laufende und latente (Ertrag-) Steueransprüche und -verbindlichkeiten

Zum 30. September 2011 weist All for One Nettoverbindlichkeiten aus laufenden Ertragsteuern in Höhe von 191 TEUR und Nettoforderungen aus latenten Steuern in Höhe von

202 TEUR aus. Für die Bestimmung der Ansprüche und Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragsteuern und latenten Steuern muss der Vorstand weit reichende Einschätzungen vornehmen. Sie basieren unter anderem auf der Auslegung der bestehenden Steuergesetze und Verordnungen des jeweiligen Landes. Beim erstmaligen Ansatz und der regelmäßigen Bewertung von latenten Steueransprüchen aus steuerlich anrechenbaren Verlustvorträgen schätzt der Vorstand die zukünftige steuerliche Ertragslage der Tochtergesellschaften ein. Zahlreiche interne und externe Faktoren können günstigere oder ungünstigere Auswirkungen auf die Ansprüche und Verbindlichkeiten aus latenten Ertragsteuern haben. Änderungen können unter anderem auf die Anpassung von Steuergesetzen, auf definitive Steuerbescheide und auf die günstigere oder ungünstigere Entwicklung der steuerlichen Ertragsprognose von Tochtergesellschaften zurückzuführen sein. Solche Faktoren können dazu führen, dass die bilanzierten Ansprüche und Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern angepasst werden müssen.

16. Vorratsvermögen

Im Wesentlichen setzt sich das Vorratsvermögen aus Hardware zum Weiterverkauf in Höhe von 282 TEUR (Vorjahr: 180 TEUR), angefangenen Arbeiten in Höhe von 298 TEUR (Vorjahr: 130 TEUR) sowie Software zum Weiterverkauf in Höhe von 70 TEUR (Vorjahr: 51 TEUR) zusammen.

17. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in TEUR 30.09.2011 30.09.2010
Forderungen gegenüber
BEKO-Gruppe
5
Forderungen gegenüber
sonstigen Dritten
15.851 12.854
Wertberichtigungen -312 -365
Summe 15.539 12.494

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 869 TEUR (Vorjahr: 335 TEUR) enthalten.

Entwicklung der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen

Die Wertberichtigungen zum 30. September 2010 in Höhe von 365 TEUR wurden um 73 TEUR aufgelöst, um 126 TEUR beansprucht und um 146 TEUR erhöht. Daraus ergibt die Wertberichtigung zum 30. September 2011 in Höhe von 312 TEUR.

Die Gliederung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen noch nicht überfälliger sowie überfälliger Forderungen gemäß den mit den Kunden vereinbarten Bedingungen sowie die Altersstruktur der Forderungen stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 30.09.2011 30.09.2010
Summe Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen, brutto
15.851 12.859
Davon:
noch nicht fällig 7.916 4.763
Fälligkeit < 1 Monat 5.702 5.510
Fälligkeit > 1 < 3 Monate 1.517 1.695
Fälligkeit > 3 < 6 Monate 188 218
Fälligkeit > 6 < 12 Monate 110 224
Fälligkeit > 12 Monate 418 449
Wertberichtigung -312 -365
Summe Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen, netto
15.539 12.494

Die Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen werden aufgrund der Differenz zwischen dem Nennwert der Forderungen und dem geschätzten erzielbaren Nettobetrag ermittelt und betreffen Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als zwölf Monaten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der KWP Kümmel, Wiedmann + Partner Unternehmensberatung GmbH, Heilbronn, sind durch Globalabtretung an die finanzierende Bank abgetreten. Sie dient der Sicherstellung eines Kontokorrent- und Avalkreditrahmens in Höhe von 257 TEUR (Vorjahr: 257 TEUR) sowie zweier Darlehensverträge über nominal 390 TEUR (Vorjahr: 390 TEUR) (vgl. Erläuterung 25, Finanzverbindlichkeiten). Der Forderungsbestand zum 30. September 2011 beläuft sich auf 1.471 TEUR (Vorjahr: 1.342 TEUR).

Die Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen der All for One Midmarket AG, Filderstadt, sind durch Global abtretung an die finanzierende Bank abgetreten. Die Globalabtretung dient der Sicherstellung eines Darlehensvertrags über nominal 4,0 Mio. EUR (vgl. Erläuterung 25, Finanzverbindlichkeiten). Der Forderungsbestand zum 30. September 2011 beläuft sich auf 7.881 TEUR (Vorjahr: 7.225 TEUR).

18. Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen in Höhe von 2.508 TEUR (Vorjahr: 2.482 TEUR), aus Vorschüssen, Darlehen und Ansprüchen aus Urlaubsgeld an Angestellte in Höhe von 74 TEUR (Vorjahr: 84 TEUR) und aus geleisteten Kautionen in Höhe von 14 TEUR (Vorjahr: 17 TEUR). Zum Bilanzstichtag bestehen weder Forderungen aus Zinssicherungsgeschäften noch sonstige finanzielle Vermögenswerte.

Die unter Finanzierungsleasing ausgewiesenen Beträge umfassen den innerhalb von zwölf Monaten fälligen Anteil der Ansprüche aus Finanzierungsleasing. Der darin nicht realisierte Zinsanteil beträgt 75 TEUR (Vorjahr: 91 TEUR).

19. Kurzfristige sonstige Vermögenswerte

in TEUR 30.09.2011 30.09.2010
Vorausbezahlte Leistungen 524 401
Sonstige Forderungen 280 339
Summe 804 740

20. Zahlungsmittel und -äquivalente

Summe 17.979 17.340
Kassenbestand 6 7
Festgeldanlagen mit einer ursprüng
lichen Laufzeit von unter 90 Tagen
893 3.820
Sofort fällige Ansprüche gegenüber
Geschäftsbanken
17.080 13.513
in TEUR 30.09.2011 30.09.2010

Die Verzinsung der Bankguthaben betrug durchschnittlich 0,80% (Vorjahr: 0,70%). Von den Zahlungsmitteln entfallen 91,4% (Vorjahr: 92,6%) auf EUR, 8,1% (Vorjahr: 7,0%) auf CHF und 0,5% (Vorjahr: 0,4%) auf CZK.

Zusammensetzung der Zahlungsmittel und -äquivalente in der Kapitalflussrechnung

in TEUR 30.09.2011 30.09.2010
Zahlungsmittel und -äquivalente
gemäß Bilanz
17.979 17.340
Abzüglich nicht frei verfügbare
Finanzmittel
-30 -149
Summe in der Kapitalflussrechnung
berücksichtigte Zahlungsmittel und
-äquivalente
17.949 17.191

Zur Sicherstellung einer Verpflichtung einer am 1. Januar 2007 abgeschlossenen Aufhebungsvereinbarung mit einem Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft ist eine Bankgarantie zugunsten des Geschäftsführers abgeschlossen worden. Aufgrund dieser Bankgarantie stehen zum 30. September 2011 der All for One 30 TEUR (Vorjahr: 149 TEUR) aus den Zahlungsmitteln und -äquivalenten nicht zur freien Verfügung.

21. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 4.860.000 auf den Namen lautende Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) und ist voll einbezahlt.

Aufgrund von Ermächtigungen der Hauptversammlungen der Jahre 2001, 2003, 2004, 2009 sowie 2010 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 20. Dezember 2010 beschlossen, 540.000 bereits erworbene, eigene Aktien einzuziehen und das Grundkapital herabzusetzen. Die Anzahl ausgegebener Aktien reduzierte sich damit im Geschäftsjahr von 5.400.000 auf 4.860.000 auf den Namen lautende Stückaktien, das Grundkapital der Gesellschaft entsprechend von 16.200.000 EUR auf 14.580.000 EUR. Der rechnerische Nennwert der umlaufenden Aktien beträgt unverändert 3,00 EUR je Aktie.

Der auf die eingezogenen Aktien entfallende Anteil des Grundkapitals – ein Betrag von 1,62 Mio. EUR – wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

Die ordentliche Hauptversammlung vom 16. März 2011 hat unter anderem eine Dividende von 15 Cent je Aktie plus einer Sonderdividende von nochmals 15 Cent je Aktie beschlossen, die am Folgetag in Höhe von 1.458.000 EUR ausgeschüttet wurde.

Zudem hat die Hauptversammlung – jeweils befristet bis 15. März 2016 – die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals von insgesamt 7.290.000 EUR, sowie die Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien beschlossen. Von beiden Beschlüssen wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Das Kapital der All for One wird über die Eigenkapitalkosten gesteuert. Solange die Fremdkapitalkosten tiefer liegen als die Eigenkapitalkosten, werden Investitionen und Akquisitionen über Fremdkapital finanziert. Die Verzinsung der Darlehen ist variabel vereinbart. Zinssicherungsinstrumente werden keine eingesetzt. Im Fall des Eintritts bestimmter, in den Kreditverträgen beschriebener Ereignisse (»Covenants«) sind die Kreditgeber zu einer Erhöhung des Zinssatzes berechtigt und können die Kredite gegebenenfalls kündigen und sofort fällig stellen. Hierbei handelt es sich im Einzelnen um die Einhaltung eines festgelegten dynamischen Verschuldungsgrades, einer Cash-Cover-Ratio und einer Mindesteigenkapitalquote. Alle Werte werden auf Konzernebene berechnet und beurteilt. Der Vorstand setzt hohe Sorgfalt in die Einhaltung der kreditvertraglichen Auflagen und beobachtet die Zinsentwicklung sehr genau. Ansonsten hat die All for One Midmarket AG hat zur Bewirtschaftung des Kapitals keine quantitativen Ziele festgelegt. Angaben über die Zielerreichung können daher nicht gemacht werden.

Mit ihrer Dividendenpolitik will All for One die Aktionäre unmittelbar am Ergebnis und am Cash-Flow der Gesellschaft beteiligen. Kernprämisse ist jedoch stets der Erhalt ausreichender finanzieller Spielräume für die weitere Geschäftsentwicklung und für zusätzliches anorganisches Wachstum.

Die All for One Midmarket AG ist nicht verpflichtet bestimmte regulatorische Eigenmittelanforderungen einzuhalten.

Die Rücklage aus Währungsumrechnung hat sich aufgrund des starken Schweizer Franken erhöht.

22. Eigene Aktien

Mit der Einziehung von 540.000 eigenen Aktien verfügt die All for One Midmarket AG zum 30. September 2011 über keine eigene Aktien (Vorjahr: 540.000 Aktien) mehr.

EIGENE
AKTIEN
30.09.2011 30.09.2010
Anzahl der zurückgekauften
eigenen Aktien
540.000
Durchschnittlicher Einstandspreis
in EUR
4,36
Höchster bezahlter Preis in EUR 5,09
Tiefster bezahlter Preis in EUR 3,45
Einstandspreis der zurückgekauften
eigenen Aktien, TEUR
2.354
Auf die eigenen Aktien entfallender
Betrag des Grundkapitals, TEUR
1.620
Anteil der eigenen Aktien
am Grundkapital
10,00%

23. Minderheitsanteile

in TEUR 10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Am Anfang des Geschäftsjahres 1.139 1.069
Ausschüttungen Minderheiten -117 -14
Einzahlungen Minderheiten 120 0
Ergebnisanteil des laufenden Jahres 405 100
Veränderung Anteile Dritte 95 -16
Am Ende des Geschäftsjahres 1.642 1.139

Es handelt sich um einen Anteil von 44% an der KWP Kümmel, Wiedmann + Partner Unternehmensberatung GmbH, Heilbronn, sowie deren Tochtergesellschaften.

in TEUR 01.10.2010 Zuführung Beanspruchung Auflösung Umgliederung 30.09.2011
Abfertigungen Österreich 39 2 0 -31 0 10
Variabler Kaufpreisanteil team HR 118 114 -112 0 0 120
Abfindungen 207 0 -177 0 0 30
Garantie- und Schadensfälle 51 1 0 -20 0 32
Rückbauverpflichtungen 4 2 0 0 0 6
Summe 419 119 -289 -51 0 198
Langfristig (> 12 Monate) 184 118 -112 -31 -23 136
Kurzfristig (< 12 Monate) 235 1 -177 -20 23 62
Summe 419 119 -289 -51 0 198

24. Rückstellungen

Für die Bildung der Rückstellungen hat der Vorstand die Wahrscheinlichkeiten und die Höhe des erwarteten zukünftigen Ressourcenabflusses für den jeweiligen Sachverhalt eingeschätzt. Der Ansatz von Rückstellungen wird auf der Basis von Schätzungen hinsichtlich des wahrscheinlichen Abflusses von wirtschaftlichen Vorteilen vorgenommen. Die Schätzungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Sofern der Effekt wesentlich ist, werden bei langfristigen Rückstellungen die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse abgezinst. Für vertragliche Verpflichtungen, bei denen die unvermeidbaren Aufwendungen zu deren Erfüllung beziehungsweise zur Aufhebung höher sind, als die aus dem Vertrag erwarteten Vorteile und Erträge (so genannte belastende Verträge), werden ebenfalls Rückstellungen angesetzt.

Abfertigungen Österreich

Diese Position bezieht sich auf gesetzliche Ansprüche auf so genannte Abfertigungszahlungen bei Pensionierung oder Arbeitgeberkündigung in Österreich, wobei die Wertansätze auf versicherungsmathematischen Berechnungen basieren.

Variabler Kaufpreisanteil team HR Organisationsberatung Personalwirtschaft GmbH, Düsseldorf

Der variable Kaufpreisbestandteil (Earn-Out-Komponente) für die team HR Organisationsberatung Personalwirtschaft GmbH, Düsseldorf, wurde zum beizulegenden Zeitwert in den Rückstellungen erfasst (vgl. Erläuterung 33, Eventualverbindlichkeiten).

Abfindungen

Rückstellungen für Abfindungen werden angesetzt, wenn bestehende Arbeitsverhältnisse aus betrieblich bedingten Gründen gekündigt oder einvernehmlich aufgelöst werden müssen. Die Höhe der Abfindungen steht zum Bilanzerrichtungszeitpunkt nicht immer abschließend fest. Rückstellungen werden in solchen Fällen in Höhe der im Falle einer gerichtlichen Klärung zu erwartenden Höhe angesetzt.

25. Finanzverbindlichkeiten

Summe
Verbind
Fälligkeit Fälligkeit
> 1 < 5
Fälligkeit
in TEUR lichkeiten < 1 Jahr Jahre > 5 Jahre
Zukünftige
Finanzierungs
leasingraten
1.780 1.121 659 0
darin
enthaltener
Z
insanteil
-111 -35 -76 0
Finanzierungs
leasing
verbindlichkeiten
1.669 1.086 583 0
Verbindlich
keiten gegenüber
Finanzinstituten
3.695 2.090 1.605 0
Summe zum
30. September
2011
5.364 3.176 2.188 0
Zukünftige
Finanzierungs
leasingraten
2.390 1.027 1.363 0
darin
enthaltener
Z
insanteil
-199 -35 -164 0
Finanzierungs
leasing
verbindlichkeiten
2.191 992 1.199 0
Verbindlich
keiten gegenüber
Finanzinstituten
5.352 157 5.195 0
Summe zum
30. September
2010
7.543 1.149 6.394 0

Im Geschäftsjahr 2008 wurden bei der All for One Midmarket AG ein Darlehensvertrag mit der Baden-Württembergischen Bank in Höhe von 4,0 Mio. EUR und ein Darlehensvertrag mit der Commerzbank AG in Höhe von 5,0 Mio. EUR abgeschlossen, von denen zum 30. September 2011 insgesamt 3,5 Mio. EUR (zum 30. September 2010: 5,0 Mio. EUR) beansprucht wurden. Zusätzlich bestanden zum Bilanzstichtag Rahmenkredite (Betriebsmittellinie) in Höhe von 4,5 Mio. EUR, die in Höhe von 0,2 Mio. EUR zum Bilanzstichtag beansprucht wurden.

Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden aus den beiden Darlehensverträgen noch nicht fällige Tilgungsraten in Höhe von 1,5 Mio. EUR vorzeitig zurückgeführt.

Die Laufzeit des Darlehensvertrags bei der Commerzbank AG endet am 30. Juni 2012 und die des Darlehensvertrags mit der Baden-Württembergischen Bank am 30. Juni 2013. Die bereits fest vereinbarten Tilgungen haben in 2009 begonnen und sind jeweils zum 30. Juni sowie zum 31. Dezember eines jeden Jahres zu leisten. Die Höhe der Rückzahlungen steigt jeweils in Stufen. Vorzeitige Sondertilgungen sind möglich. Die Höhe der Zinsen richtet sich nach dem EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate) zuzüglich einem Zinsaufschlag zwischen 1 und 2 Prozentpunkten. Es bestehen einzuhaltende Bedingungen (Covenants).

Als Sicherheiten für das Darlehen sowie den Rahmenkredit bei der Commerzbank AG dienen die erstrangige Verpfändung von Geschäftsanteilen an der AC Automation Center SA / NV, Zaventem/ Belgien, und an der AC Automation Center Sàrl, Luxemburg / Luxemburg, die mit einem Beteiligungswert von 1.533 TEUR beziehungsweise 6.250 TEUR erfasst sind.

Als Sicherheit für das Darlehen bei der Baden-Württembergischen Bank dient die Abtretung von Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen der All for One Midmarket AG.

Des Weiteren bestehen zum Bilanzstichtag zwei Darlehen bei der Volksbank Flein-Talheim eG. Das eine Darlehen in Höhe von 150 TEUR endet am 30. September 2013 und hat einen Zinssatz von 6,5%. Die Tilgungsraten in Höhe von 2,5 TEUR werden monatlich geleistet. Das andere Darlehen in Höhe von 240 TEUR endet am 30. Dezember 2013 und hat einen Zinssatz von 4,5%. Die Tilgungsraten in Höhe von 5 TEUR werden monatlich geleistet. Zusätzlich besteht ein Rahmenkredit (Betriebsmittellinie) in Höhe von 0,3 Mio. EUR, der in Höhe von 0,1 Mio. EUR beansprucht wurden.

Als Sicherheit für die Darlehen sowie den Rahmenkredit dient die Abtretung der Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen der KWP Kümmel, Wiedmann + Partner Unternehmensberatung GmbH, Heilbronn.

Es sind keine weiteren vertraglichen Zusicherungen oder Verpflichtungen vorhanden.

Der durchschnittliche gewichtete Zinssatz der Leasingverbindlichkeiten betrug im Berichtsjahr 7,02% (Vorjahr: 7,50%). Die Leasingraten werden bei Vertragsbeginn festgesetzt und erfahren während der Vertragslaufzeit weder Veränderungen in der Leasingrate noch im Zinssatz.

Die Bankverbindlichkeiten zum 30. September 2011 betreffen mit 3.695 TEUR (Vorjahr: 5.285 TEUR) Darlehensverträge sowie mit 0 TEUR (Vorjahr: 67 TEUR) Kontokorrentverbindlichkeiten.

Zum Bilanzstichtag verfügt der All for One Konzern über zugesagte Kreditlinien bei Banken in Höhe von 4.757 TEUR (Vorjahr: 4.757 TEUR).

Es bestehen Beanspruchungen in der Form von Avalbürgschaften für Mietkautionen in Höhe von 241 TEUR (Vorjahr: 241 TEUR). Im Vorjahr bestanden Beanspruchungen in Form von Kontokorrentkrediten in Höhe von 67 TEUR und Erfüllungsbürgschaften in Höhe von 149 TEUR.

26. Latente Steuerverbindlichkeiten

in TEUR 10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Am Anfang des Geschäftsjahres 3.793 3.903
Abnahme (Vorjahr: Zunahme)
thesaurierter Gewinne
-22 10
Abnahmen der zeitlichen
Differenzen
-232 -282
Zunahmen der zeitlichen
Differenzen
166 162
Fremdwährungsdifferenz 2 0
Am Ende des Geschäftsjahres 3.707 3.793
in TEUR Temporäre
Differen
zen
30.09.11
Latente
Steuer
verbind
lichkeiten
30.09.11
Temporäre
Differen
zen
30.09.10
Latente
Steuer
verbind
lichkeiten
30.09.10
Immaterielle
Vermögens
werte 7.996 2.400 8.687 2.606
Finanzielle
Vermögens
werte 3.236 958 3.070 910
Sachanlagen 72 27 23 4
Forderungen
aus Lieferun
gen und
Leistungen 764 221 488 139
Rückstellungen 123 24 119 26
Thesaurierte
Gewinne
225 67 293 89
Sonstige zeitli
che Differenzen
24 10 65 19
Summe 12.440 3.707 12.745 3.793

Zusammensetzung der latenten Steuerverbindlichkeiten

27. Sonstige Verbindlichkeiten

in TEUR 30.09.2011 30.09.2010
Verbindlichkeiten gegenüber
Personal
6.274 5.041
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 1.269 1.117
Erhaltene Anzahlungen auf
Wartungsgebühren
1.809 1.749
Übrige 2.260 1.251
Summe 11.612 9.158
davon kurzfristiger Anteil 11.612 9.145
davon langfristiger Anteil 0 13

Bei dem Posten »Verbindlichkeiten gegenüber Personal« handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus noch nicht bezogenen Urlaubstagen, noch nicht

ausbezahlte variable Entgeltbestandteile, Provisionen, Gleitzeit- beziehungsweise Überstundenabgeltungen und Gratifikationen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern.

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich ausschließlich um Nominalbeträge.

28. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 66 TEUR (Vorjahr: 183 TEUR) enthalten. Das allgemeine Zahlungsziel der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beträgt 0 bis 60 Tage.

29. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Bewertungskategorien zum 30. September 2011

in TEUR Buchwert
30.09.2011
Wertansatz
Bilanz nach
IAS 39*
Bilanz nach
IAS 17**
Aktiva
Zahlungsmittel und
-äquivalente
17.979 17.979
Forderungen aus Lieferun
gen und Leistungen
13.861 13.861
Forderungen aus
Finanzierungsleasing
6.044 6.116
Sonstige Forderungen 3.098 3.098
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lie
ferungen und Leistungen
5.243 5.243
Verbindlichkeiten gegen
über Finanzinstituten
3.695 3.695
Finanzierungsleasing
verbindlichkeiten
1.669 1.692
Sonstige Verbindlichkeiten 2.260 2.260

* Fortgeführte Anschaffungskosten

** Marktwert zum Bilanzstichtag

Bewertungskategorien zum 30. September 2010

in TEUR Buchwert
30.09.2010
Wertansatz
Bilanz nach
IAS 39*
Bilanz nach
IAS 17**
Aktiva
Zahlungsmittel und
-äquivalente
17.340 17.340
Forderungen aus Lieferun
gen und Leistungen
11.706 11.706
Forderungen aus
Finanzierungsleasing
5.976 6.206
Sonstige Forderungen 885 885
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lie
ferungen und Leistungen
5.305 5.305
Verbindlichkeiten gegen
über Finanzinstituten
5.352 5.352
Finanzierungsleasing
verbindlichkeiten
2.191 2.264
Sonstige Verbindlichkeiten 1.251 1.251

* Fortgeführte Anschaffungskosten

** Marktwert zum Bilanzstichtag

Zahlungsmittel- und äquivalente, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und sonstige Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten beziehungsweise werden in Anlehnung an den Marktzinssatz variabel verzinst. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen aus Finanzierungsleasing entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wurden jeweils aktuelle Zinsparameter, welche marktbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen widerspiegeln, zu Grunde gelegt. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzierungsleasingverbindlichkeiten ergeben sich analog.

30. Aufgegebener Geschäftsbereich

Die 95%-Tochtergesellschaft AC-Service (Schweiz) AG, Wettingen / Schweiz, wurde am 31. August 2009 veräußert. Im Zusammenhang mit diesem Verkauf sind bei der All for One Midmarket AG nachträgliche Kaufpreisansprüche entstanden, die im Geschäftsjahr 2010/11 entsprechend der Darstellung der Vorjahre als Ergebnis bzw. Vermögenswerte aus aufgegebenem Geschäftsbereich berücksichtigt wurden. Das Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich betrifft ausschließlich die Anteilseigner der Konzernobergesellschaft.

31. Nahe stehende Personen und Gesellschaften

CROSS Informatik GmbH und deren Konzerngesellschaften

Die CROSS Informatik GmbH, Wels /Österreich, war zum Bilanzstichtag mit über 50% am Grundkapital der All for One Midmarket AG, Filderstadt, beteiligt.

Die CROSS Informatik GmbH, Wels /Österreich, erstellt als Mehrheitsaktionärin den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, in den die All for One Midmarket AG, Filderstadt, einbezogen ist.

Seit Gründung (12. März 2011) bis 30. September 2011 wurde mit der CROSS Informatik GmbH und ihren Konzerngesellschaften weder Umsätze erzielt noch Aufwendungen bezogen.

CROSS Industries AG und deren Konzerngesellschaften

Die CROSS Industries AG, Wels /Österreich, ist maßgeblich an der BEKO HOLDING AG, Nöhagen /Österreich, beteiligt, so dass mittelbar ein maßgeblicher Einfluss gegenüber der All for One vorliegt.

Im Berichtsjahr wurden mit Konzerngesellschaften der CROSS Industries AG IT-Dienstleistungsumsätze in Höhe von 616 TEUR (Vorjahr: 439 TEUR) erzielt. Es bestehen keine ausstehende Salden zum Bilanzstichtag.

BEKO HOLDING AG und deren Konzerngesellschaften Die BEKO HOLDING AG, Nöhagen /Österreich, war zum 31. März 2011 mit über 50% am Grundkapital der All for One Midmarket AG, Filderstadt, beteiligt.

Vom 1. Oktober 2010 bis 31. März 2011 wurden mit Konzerngesellschaften der BEKO HOLDING AG Umsätze in Höhe von 43 TEUR (Vorjahr: 78 TEUR) im Zusammenhang mit der Unterstützung hinsichtlich der eingesetzten Anwendungen und dem Betrieb eines SAP R /3-Systems erzielt. Die ausstehenden Salden zum 31. März 2011 betragen 6 TEUR.

Im Gegenzug hat die All for One von Konzerngesellschaften der BEKO HOLDING AG für sonstige Dienstleistungen sowie Mietleistungen im Umfang von 34 TEUR (Vorjahr: 62 TEUR) bezogen.

Alle Geschäftsbeziehungen mit der BEKO HOLDING AG und der CROSS Industries AG beziehungsweise deren Konzerngesellschaften wurden zu Konditionen abgewickelt, wie sie unter unabhängigen Geschäftspartnern vereinbart werden.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

Peter Brogle (selbstständiger Unternehmensberater, Vorsitzender), Peter Fritsch (Finanzvorstand der BEKO HOLDING AG, Nöhagen /Österreich, sowie Organmitglied weiterer Gesellschaften der BEKO-Gruppe, stellvertretender Vorsitzender), Josef Blazicek (Geschäftsführer der Blazicek GmbH, Wien /Österreich).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr im Sinne von § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Mitglieder in Aufsichtsräten und Kontrollgremien folgender Gesellschaften:

Peter Brogle: alupak AG, Belp / Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats), Nahrin AG, Sarnen / Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats), Similasan AG, Jonen / Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats), Swissburg AG, Baar/ Schweiz (Präsident des Verwaltungsrats), TRIPLAN AG, Bad Soden / Deutschland (Vorsitzender des Aufsichtsrats).

Peter Fritsch:TRIPLAN AG, Bad Soden / Deutschland (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats).

Josef Blazicek: CROSS Industries AG, Wels /Österreich (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats), CROSS Motorsport Systems AG, Wels /Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats), CROSS Immobilien AG, Wels /Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats), update software AG, Wien /Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats), Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg /Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats), BEKO HOLDING AG, Nöhagen /Österreich (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Brain Force Holding AG, Wien /Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats).

Aufsichtsratsvergütung

Die erfolgsunabhängigen Gesamtbezüge des Aufsichtsrats teilen sich wie folgt auf:

Bezüge des Aufsichtsrats
in TEUR
10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Peter Brogle 36 30
Peter Fritsch 19 17
Josef Blazicek 12 11
Summe 67 58

Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Erstattung ihrer Auslagen.

Das Vergütungssystem des Aufsichtsrats stellt sich wie folgt dar:

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von jeweils 8 TEUR. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsratsmitglieder ein Sitzungsgeld in Form einer festen Vergütung für die Teilnahme an jeder Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse sowie für die Teilnahme an jeder Sitzung mit dem Vorstand außerhalb einer Aufsichtsratssitzung. Die Höhe des Sitzungsgelds beträgt jeweils 400 EUR bei einer Sitzungsdauer von bis zu vier Stunden und jeweils 800 EUR bei einer Sitzungsdauer von mehr als vier Stunden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält jeweils den doppelten Betrag, der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats den eineinhalbfachen Betrag von der Grundvergütung und des Sitzungsgelds.

Erfolgsabhängige Bestandteile sind in der Vergütung des Aufsichtsrats nicht enthalten. Die Auszahlung der erfolgsunabhängigen Gesamtbezüge des Aufsichtsrats erfolgt im Geschäftsjahr 2011/12. Zum 30. September 2011 sind die Bezüge in der Position »Sonstige Verbindlichkeiten« ausgewiesen.

Mitglieder des Vorstands

Der Vorstand bestand im Berichtsjahr aus Lars Landwehrkamp (Vorstandssprecher) und Stefan Land (Finanzvorstand). Mitgliedschaften der Vorstandsmitglieder in Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz beschränken sich auf verschiedene Gesellschaften der All for One Midmarket AG. Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands aus allen Beschäftigungsverhältnissen bei Gesellschaften des Konsolidierungskreises für das Geschäftsjahr 2010/11 umfassen Gehälter, Boni (erfolgsabhängige Bestandteile) sowie Sachbezüge für Pkw, Versicherungen und Vorsorge.

Bezüge des Vorstands

in TEUR Lars Land
wehrkamp
(Sprecher)
Stefan Land Summe
Bezüge für
10/2010–9/2011
Fixe Bezüge 300 218 518
Variable Bezüge* 384 212 596
Sonstiges** 46 16 62
Summe 730 446 1.176
Bezüge für
10/2009–9/2010
Fixe Bezüge 300 204 504
Variable Bezüge 227 128 355
Sonstiges** 46 16 62

* Die variablen Bezüge basieren auf Schätzwerten für das Geschäftsjahr 2010/11 ** Sachbezüge Pkw, Versicherungen, Vorsorge

Das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder ist detailliert im Konzernlagebericht dargestellt. Die Beträge für den erfolgsbezogenen Vergütungsanteil des Berichtsjahres sind Schätzwerte. Die tatsächlich ausgezahlten Beträge können davon abweichen. Die variablen Bezüge des Vorjahres wurden im aktuellen Geschäftsjahr in Höhe von 355 TEUR ausbezahlt und entsprachen damit genau dem Schätzwert im Vorjahresabschluss.

Es wurden im Berichtsjahr an den Vorstand keine Optionen auf Aktien der All for One Midmarket AG ausgegeben. Ebenso wurden keine Darlehen gewährt. Unübliche Transaktionen mit nahe stehenden Personen sind nicht erfolgt.

32. Sonstige nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen

Die nicht bilanzierten finanziellen Verpflichtungen aus »Operate Lease« betreffen insbesondere Firmenwagenleasing sowie Leasing von EDV-Infrastruktur (im Wesentlichen Hardware und Betriebssoftware). Die Mietlaufzeit beläuft sich auf 1 bis 10 Jahre. Die Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

OPERATE
LEASE
in TEUR
30.09.2011 30.09.2010
2010/2011 1.607
2011/2012 1.998 888
2012/2013 1.595 530
2013/2014 746 56
2014/2015 1 0
2015/2016 0 0
2016/2017 und später 0
Summe 4.340 3.081

Daneben bestehen sonstige nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Mietverträgen, die sich wie folgt darstellen:

MIETVERTRÄ
GE
in TEUR
30.09.2011 30.09.2010
2010/2011 2.198
2011/2012 2.222 1.986
2012/2013 1.968 1.836
2013/2014 1.631 1.579
2014/2015 1.454 1.404
2015/2016 1.378 4.161
2016/2017 und später 2.892
Summe 11.545 13.164

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sind unter den Finanzverbindlichkeiten (vgl. Erläuterung 25, Finanzverbindlichkeiten) enthalten.

33. Eventualverbindlichkeiten

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der team HR Organisationsberatung Personalwirtschaft GmbH, Düsseldorf, wurde neben einem festen Kaufpreisanteil ein variabler Kaufpreisanteil vereinbart, welcher von der Höhe des EBT in den Jahren 2009 bis 2011 abhängig ist. Von dem maximal zu leistenden variablen Kaufpreisanteil wurde der aus heutiger Einschätzung wahrscheinliche Anteil in Höhe von 120 TEUR in die Rückstellungen eingestellt.

34. Währungssicherungsgeschäfte

Die Umsatzerzielung der einzelnen Gesellschaften erfolgt überwiegend in der gleichen Währung, in der die Aufwendungen anfallen. Daher wurden in den Jahren 2010 und 2011 keine Währungsabsicherungsgeschäfte vorgenommen.

  1. Mitteilungen über die Veränderung der Stimmrechtsanteile an der All for One Midmarket AG nach § 21 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz im Geschäftsjahr 2010/11

Mit Beschluss der Hauptversammlung der BEKO HOLDING AG vom 4. Februar 2011 sind die bisher von der BEKO HOLDING AG gehaltenen 73,01% der Anteile an der All for One Midmarket AG im Zuge einer Abspaltung zu 61,90% auf die neu gegründete CROSS Informatik GmbH übergegangen, die nun neue Mehrheitsaktionärin von All for One geworden ist. Die im Folgenden aufgeführten Pflichtmitteilungen gehen überwiegend auf diese Veränderung im Aktionärskreis der Gesellschaft zurück:

Die All for One Midmarket AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 hat gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG am 20. Dezember 2010 mitgeteilt, dass ihr Anteil an eigenen Aktien am 20. Dezember 2010 die Schwelle von 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,00% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Die BEKO Holding AG, Nöhagen, Österreich, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 20. Dezember 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 20. Dezember 2010 die Schwelle von 75% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 73,01% (das entspricht 3.548.336 Stimmrechten) betragen hat.

Die All for One Midmarket AG hat am 31.12.2010 mitgeteilt, dass die Gesamtzahl der Stimmrechte am Ende des Monats Dezember 2010 insgesamt 4.860.000 Stimmrechte beträgt. Die Veränderung der Gesamtzahl der Stimmrechte ist seit dem 20. Dezember 2010 wirksam.

Die BEKO HOLDING AG, Nöhagen, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile der BEKO HOLDING AG an der All for One Midmarket AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 50%, 30%, 25%, 20%, 15% unterschritten und an diesem Tag 11,11% (das entspricht 540.000 Stimmrechten) betragen haben.

Die CROSS Informatik GmbH, Wels, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile der CROSS Informatik GmbH an der All for One Midmarket AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 61,90% (das entspricht 3.008.336 Stimmrechten) betragen haben.

Die CROSS Industries AG, Wels, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile der CROSS Industries AG an der All for One Midmarket AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) betragen haben. 0,13% (das entspricht 6.250 Stimmrechten) werden von der CROSS Industries AG direkt gehalten. 61,90% (das entspricht 3.008.336 Stimmrechten) werden der CROSS Industries AG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von der CROSS Industries AG kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

• CROSS Informatik GmbH

Die KP Invest Beteiligungs GmbH, Wels, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile der KP Invest Beteiligungs GmbH an der All for One Midmarket AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) werden der KP Invest Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von der KP Invest Beteiligungs GmbH kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

  • • CROSS Informatik GmbH
  • • CROSS Industries AG

Die Pierer GmbH, Wels, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechts-anteile der Pierer GmbH an der All for One Midmarket AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) werden der Pierer GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von der Pierer GmbH kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

  • • CROSS Informatik GmbH
  • • CROSS Industries AG
  • • KP Invest Beteiligungs GmbH

Die Knünz GmbH, Dornbirn, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile der Knünz GmbH an der All for One Midmarket AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die

Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) werden der Knünz GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von der Knünz GmbH kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

  • • CROSS Informatik GmbH
  • • CROSS Industries AG
  • • KP Invest Beteiligungs GmbH

Herr Dipl. Ing. Stefan Pierer, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile von Herrn Dipl. Ing. Stefan Pierer an der All for One Midmarket AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) werden Herrn Dipl. Ing. Stefan Pierer gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von Herrn Dipl. Ing. Stefan Pierer kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

  • • CROSS Informatik GmbH
  • • CROSS Industries AG
  • • KP Invest Beteiligungs GmbH
  • • Pierer GmbH

Herr Dr. Rudolf Knünz, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile von Herrn Dr. Rudolf Knünz an der All for One Midmarket AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht

3.014.586 Stimmrechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) werden Herrn Dr. Rudolf Knünz gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von Herrn Dr. Rudolf Knünz kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

  • • CROSS Informatik GmbH
  • • CROSS Industries AG
  • • KP Invest Beteiligungs GmbH
  • • Knünz GmbH

Die CROSS Industries AG, Wels, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 7. April 2011 per Korrekturmeldung ihrer Stimmrechtsmitteilung vom 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile der CROSS Industries AG an der All for One Midmarket AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) betragen haben. 0,13% (das entspricht 6.529 Stimmrechten) werden von der CROSS Industries AG direkt gehalten. 61,90% (das entspricht 3.008.336 Stimmrechten) werden der CROSS Industries AG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von der CROSS Industries AG kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

• CROSS Informatik GmbH

Die KP Invest Beteiligungs GmbH, Wels, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 7. April 2011 per Korrekturmeldung ihrer Stimmrechtsmitteilung vom 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile der KP Invest Beteiligungs GmbH an der All for One Midmarket AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) werden der KP Invest Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von der KP Invest Beteiligungs GmbH kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

  • • CROSS Informatik GmbH
  • • CROSS Industries AG

Die Pierer GmbH, Wels, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 7. April 2011 per Korrekturmeldung ihrer Stimmrechtsmitteilung vom 17. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile der Pierer GmbH an der All for One Midmarket AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) werden der Pierer GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von der Pierer GmbH kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

  • • CROSS Informatik GmbH
  • • CROSS Industries AG
  • • KP Invest Beteiligungs GmbH

Die Knünz GmbH, Dornbirn, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 7. April 2011 per Korrekturmeldung ihrer Stimmrechtsmitteilung vom 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile der Knünz GmbH an der All for One Midmarket AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) werden der Knünz GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von der Knünz GmbH kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

  • • CROSS Informatik GmbH
  • • CROSS Industries AG
  • • KP Invest Beteiligungs GmbH

Herr Dipl. Ing. Stefan Pierer, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 7. April 2011 per Korrekturmeldung seiner Stimmrechtsmitteilung vom 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile von Herrn Dipl. Ing. Stefan Pierer an der All for One Midmarket AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) werden Herrn Dipl. Ing. Stefan Pierer gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von Herrn Dipl. Ing. Stefan Pierer kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

  • • CROSS Informatik GmbH
  • • CROSS Industries AG
  • • KP Invest Beteiligungs GmbH
  • • Pierer GmbH

Herr Dr. Rudolf Knünz, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 7. April 2011 per Korrekturmeldung seiner Stimmrechtsmitteilung vom 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile von Herrn Dr. Rudolf Knünz an der All for One Midmarket AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) werden Herrn Dr. Rudolf Knünz gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von Herrn Dr. Rudolf Knünz kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

  • • CROSS Informatik GmbH
  • • CROSS Industries AG
  • • KP Invest Beteiligungs GmbH
  • • Knünz GmbH

36. Corporate Governance Kodex

Am 14. Februar 2011 haben Aufsichtsrat und Vorstand ihre Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz für das Geschäftsjahr 2010/11 veröffentlicht und dauerhaft zugänglich gemacht. Der volle Wortlaut der Erklärung steht auf der Homepage der Gesellschaft. Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance hat unlängst mitgeteilt, dass der Kodex im Jahr 2011 nicht angepasst wird. Mit dieser Entscheidung soll den Unternehmen mehr Zeit für die Bewertung des zuletzt am 2. Juli 2010 in Kraft gesetzten Kodex 2010 eingeräumt werden, der damit unverändert gültig ist. Corporate Governance ist im Tagesgeschäft der All for One Midmarket AG fest verankert und wird in Form einer verantwortungsbewussten und transparenten Unternehmensführung aktiv »gelebt«, kontinuierlich überprüft und weiter entwickelt.

37. Honorare und Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers

Die Honorare des Abschlussprüfers teilen sich wie folgt auf:

in TEUR 10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
Abschlussprüfungsleistungen 116 128
Andere Bestätigungsleistungen 36 48
Sonstige Leistungen 93 5
Summe 245 181

38. Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung

Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 5. Dezember 2011 zur Veröffentlichung freigegeben.

Segmentberichterstattung

Integrated Solutions HR Solutions Konsolidierung Konzern
10/2010– 10/2009– 10/2010– 10/2009– 10/2010– 10/2009– 10/2010– 10/2009–
in TEUR 9/2011 9/2010 9/2011 9/2010 9/2011 9/2010 9/2011 9/2010
Umsätze mit externen Kunden 74.976 65.614 15.178 13.172 0 0 90.154 78.786
Verkäufe zwischen den
Segmenten
382 348 496 428 -878 -776 0 0
Segmentumsätze 75.358 65.962 15.674 13.600 -878 -776 90.154 78.786
Materialaufwand -27.855 -24.121 -2.387 -2.386 829 680 -29.413 -25.827
Personalaufwand -29.693 -26.939 -9.488 -8.488 0 0 -39.181 -35.427
Sonstige betriebliche
Aufwendungen und Erträge
-10.819 -9.169 -2.987 -2.426 27 96 -13.779 -11.499
Abschreibungen -2.690 -3.053 -363 -444 0 0 -3.053 -3.497
EBIT 4.301 2.680 449 -144 -22 0 4.728 2.536
Zinserträge 516 627 38 32 -8 0 546 659
Zinsaufwand -220 -321 -71 -81 8 0 -283 -402
EBT 4.597 2.986 416 -193 -22 0 4.991 2.793
Ertragsteuern 173 -775
Jahresergebnis vor aufgege
benem Geschäftsbereich
5.164 2.018
Ergebnis aufgegebener
Geschäftsbereich
2.096 0
Jahresergebnis 7.260 2.018
Investitionen 1.902 1.399 226 110 2.128 1.509
Segmentvermögen
(Geschäftsjahresende)
58.878 54.205 6.578 5.201 -107 -111 65.349 59.295
Segmentverbindlichkeiten
(Geschäftsjahresende) 23.952 24.378 3.287 2.620 -243 -111 26.996 26.887
Personalkapazitäten
(Durchschnitt) 306 289 114 105 420 394
Mitarbeiteranzahl
(Durchschnitt)
331 310 123 113 454 423

Segmentberichterstattung nach Ländern

10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
10/2010–
9/2011
10/2009–
9/2010
78.786
14.982 15.810 198 244 1.694 1.732 4.771 4.775 21.645 22.561
375 330 13 15 26 28 21 21 435 394
72.705 Deutschland
63.492
5.362 Österreich
4.994
6.089 Schweiz
4.847
5.998 Übriges Europa
5.453
Konzern
90.154

* Nach Sitz des Leistungserbringers

** Ohne Finanzanlagen und latente Steueransprüche

Filderstadt, 5. Dezember 2011 All for One Midmarket AG

Lars Landwehrkamp Stefan Land Vorstandssprecher Vorstand

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der All for One Midmarket AG

Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011

Anschaffungskosten
01.10.2010 Fremdwährungs
differenz
Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.09.2011
in TEUR
Immaterielle
Vermögenswerte
Geschäfts- und
Firmenwerte 6.139 0 114 0 0 6.253
Sonstige immaterielle
Vermögenswerte
14.857 8 146 -1.767 0 13.244
20.996 8 260 -1.767 0 19.497
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 1.948 0 0 0 0 1.948
Mietereinbauten 746 1 19 0 0 766
IT-Systeme 9.039 25 1.638 -301 0 10.401
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1.743 8 211 -226 0 1.736
13.476 34 1.868 -527 0 14.851
Summe 34.472 42 2.128 -2.294 0 34.348

Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010

Anschaffungskosten
Fremdwährungs
in TEUR 01.10.2009 differenz Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.09.2010
Immaterielle
Vermögenswerte
Geschäfts- und
Firmenwerte 6.139 0 0 0 0 6.139
Sonstige immaterielle
Vermögenswerte 14.917 81 98 -261 22 14.857
21.056 81 98 -261 22 20.996
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 1.948 0 0 0 0 1.948
Mietereinbauten 942 2 5 -360 157 746
IT-Systeme 8.755 38 1.135 -867 -22 9.039
Betriebs- und
Geschäftsausstattung 1.868 14 271 -253 -157 1.743
13.513 54 1.411 -1.480 -22 13.476
Summe 34.569 135 1.509 -1.741 0 34.472
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.10.2010 Fremdwährungs
differenz
Abschreibungen Abgänge Umbuchungen 30.09.2011 30.09.2011 30.09.2010
1.272 0 0 0 0 1.272 4.981 4.867
5.948 8 930 -1.767 0 5.119 8.125 8.909
7.220 8 930 -1.767 0 6.391 13.106 13.776
945
331
0
1
54
63
0
0
0
0
999
395
949
371
1.003
415
5.972 18 1.730 -279 0 7.441 2.960 3.067
981 7 276 -214 0 1.050 686 762
8.229 26 2.123 -493 0 9.885 4.966 5.247
15.449 34 3.053 -2.260 0 16.276 18.072 19.023
Kumulierte Abschreibungen
Buchwerte
Abgänge
Umbuchungen
30.09.2010
30.09.2010
30.09.2009
Abschreibungen Fremdwährungs
differenz
01.10.2009
0
0
0
1.272
4.867
0 1.272
1.288
-260
17
5.948
8.909
54 4.849
1.288
-260
17
7.220
13.776
54 6.121
54
0
0
945
1.003
0 891
87
-224
55
331
415
2 411
1.795
-752
-17
5.972
3.067
26 4.920
273
-194
-55
981
762
9 948
2.209
-1.170
-17
8.229
5.247
37 7.170
3.497
-1.430
0
15.449
19.023
91 13.291

Bilanzeid

Erklärung des Vorstands

»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind«.

Filderstadt, 5. Dezember 2011 All for One Midmarket AG

Lars Landwehrkamp Stefan Land Vorstandssprecher Vorstand

BestätigungsvermeRK

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

»Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der All for One Midmarket AG, Filderstadt, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des All for One-Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar«.

Stuttgart, den 5. Dezember 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schwebler Rettich Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Finanzkalender Geschäftsjahr 2011 / 12

2011
Mo., 19.12.11 Veröffentlichung Konzern- und Jahresabschluss
Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011
Mo., 19.12.11 Bilanzpressekonferenz, Filderstadt
Di., 20.12.11 Anlaystenkonferenz, Frankfurt
2012
Di., 29.02.12 3-Monatsbericht 2011/12 zum 31. Dezember 2011
Mi., 14.03.12 Ordentliche Hauptversammlung, Leinfelden-Echterdingen
Di., 15.05.12 Halbjahresfinanzbericht 2011/12 zum 31. März 2012
Di., 07.08.12 9-Monatsbericht 2011/12 zum 30. Juni 2012

Impressum

Investor Relations

Dirk Sonntag Leiter Public & Investor Relations T +49 711 78 80 7-260 F +49 711 78 80 7-222 E-Mail [email protected]

Inhaltlich verantwortlich

All for One Midmarket AG Filderstadt, Deutschland

Gestaltung und Satz

Whitepark GmbH & Co., Hamburg www.whitepark.de

IR Service

Unsere Homepage bietet einen umfassenden IR Service. Neben Unternehmensberichten, Analystenschätzungen, Finanzpräsentationen oder Informationen zur Hauptversammlung können Sie sich hier zum Beispiel auch für den Erhalt unserer Presseinformationen und Finanzmitteilungen registrieren.

www.all-for-one.com/investor-relations

Disclaimer

Dieser Geschäftsbericht enthält Prognosen, Schätzungen und Erwartungen, die mit Risiken und Ungewissheiten behaftet sind. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation vor allem in den Kerngeschäftsfeldern und Märkten, Gesetzesänderungen, insbesondere von steuerlichen Regelungen, können solche Abweichungen verursachen.

Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Geschäftsbericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

All for One Midmarket AG Gottlieb-Manz-Straße 1

70794 Filderstadt Deutschland T +49 711 788 07 - 0 F +49 711 788 07 - 699

SAP für den Mittelstand: www.all-for-one.com

Jahresabschluss All for One Midmarket AG, Filderstadt

Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011

Gewinn‐und‐Verlust‐Rechnung der All for One Midmarket AG, Filderstadt Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011

10/2010 – 9/2011
in EUR
10/2009 – 9/2010
in TEUR
1. Umsatzerlöse 59.584.360,44 51.939
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 936.748,30 345
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.569.370,45 2.035
62.090.479,19 54.319
4. Materialaufwand
a)
Aufwendungen für Roh‐, Hilfs‐ und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren 8.769.023,07 7.012
b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen
14.482.138,48 12.990
23.251.161,55 20.002
5. Personalaufwand
a)
Löhne und Gehälter
21.659.802,31 19.119
b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung 2.990.618,09 2.691
24.650.420,40 21.810
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen 2.079.530,21 2.251
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.387.788,82 10.110
721.578,21 146
8. Erträge aus Beteiligungen 2.762.835,77 2.182
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 134.104,01 115
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme 5.426,60 4
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 110.739,24 146
2.780.773,94 2.147
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.502.352,15 2.293
13. Außerordentliche Erträge 2.095.774,00 0
14. Außerordentliche Aufwendungen 2.041,17 0
15. Außerordentliches Ergebnis 2.093.732,83 0
16. Steuern vom Einkommen und Ertrag 85.064,00 11
17. Sonstige Steuern 2.851,97 ‐37
18. Jahresüberschuss 5.508.169,01 2.319
19. Gewinnvortrag (i.V. Verlustvortrag) aus dem Vorjahr 42.000,00 ‐233
20. Einstellung in die Kapitalrücklage aus Kapitalherabsetzung ‐1.620.000,00
21. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 1.077
aus der Rücklage für eigene Aktien 2.354.364,76 0
22. Aufwand aus der Einziehung eigener Aktien ‐2.354.364,76 0
23. Ertrag aus Kapitalherabsetzung 1.620.000,00 0
24. Einstellungen in Gewinnrücklagen
in die Rücklage für eigene Aktien 0,00 ‐1.663
25. Bilanzgewinn 5.550.169,01 1.500

Bilanz der All for One Midmarket AG, Filderstadt zum 30. September 2011

AKTIVA 30.09.2011
in EUR
30.09.2010
in TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte,
und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
8.245.713,00 9.337
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen
2. Andere Anlagen, Betriebs‐ und Geschäftsausstattung
1.682.811,00
665.636,00
885
732
2.348.447,00 1.617
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 14.192.575,84 14.193
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 1.894.535,13 958
2. Waren 8.283,13 1.902.818,26 7
965
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.708.342,12 5.282
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.035.848,16 1.677
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.258.201,28 10.002.391,56 258
7.217
III. Wertpapiere
Eigene Aktien 0,00 2.354
IV. Flüssige Mittel 12.797.439,91 12.489
C. Rechnungsabgrenzungsposten 447.207,76 324
Summe 49.936.593,33 48.496

Bilanz der All for One Midmarket AG, Filderstadt zum 30. September 2011

PASSIVA 30.09.2011
in EUR
30.09.2010
in TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 14.580.000,00 16.200
II. Kapitalrücklage 8.848.708,05 7.229
III. Gewinnrücklagen
1. Rücklage für eigene Aktien 0,00 2.354
2. Andere Gewinnrücklagen 5.464.134,63 5.464
5.464.134,63 7.818
IV. Bilanzgewinn 5.550.169,01 1.500
34.443.011,69 32.747
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 55.544,86 17
2. Sonstige Rückstellungen 6.294.478,07 4.800
6.350.022,93 4.817
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.500.000,00 5.000
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.657.622,57 4.749
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 181.017,04 346
4. Sonstige Verbindlichkeiten 680.329,01 617
9.018.968,62 10.712
D. Rechnungsabgrenzungsposten 124.590,09 220
Summe 49.936.593,33 48.496

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des Aktien‐ gesetzes unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Das Geschäftsjahr der All for One Midmarket AG, Filderstadt, beginnt jeweils am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter erstmaliger Anwendung der Bestimmungen des Bilanzrechtsmoderni‐ sierungsgesetzes (BilMoG). Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. Auf Grund der erstmaligen Anwendung der neuen Bilanzierungsvorschriften wurden die im vergangenen Jahr angewandten Bilanzierungs‐ und Bewertungsgrundsätze nicht vollumfänglich fortgeführt.

Durch die im März 2011 durchgeführte Kapitalherabsetzung in vereinfachter Form wurden die eigenen Aktien in vollem Umfang eingezogen.

II. Bilanzierungs‐ und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich plan‐ mäßiger Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungs‐ dauer und entsprechend den steuerlichen Vorschriften vorgenommen und bemessen sich nach der linearen Methode.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten beziehungsweise dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die unfertigen Leistungen wurden in Höhe der Fertigungseinzelkosten und Fertigungsgemeinkosten angesetzt, die auf Basis der Ist‐Beschäftigung ermittelt wurden.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeit‐ werten, wobei für Lager‐ und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenen Umfang vorgenommen wurden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt und – soweit unverzinslich – bei Restlaufzeiten von über einem Jahr auf den Bilanzstichtag abgezinst. Alle erkenn‐ baren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanz‐ stichtag umgerechnet. Langfristige Vermögensgegenstände in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag oder dem jeweils niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Latente Steuern werden ab dem 1. Oktober 2010 für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuer‐ lichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust‐ und Zinsvorträgen ermittelt. Verlust‐ und Zinsvorträge sind berücksichtigungsfähig, wenn eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von fünf Jahren genutzt werden kann. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes der Gesell‐ schaft von aktuell 29,65%. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritäts‐ zuschlag. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird entsprechend dem Aktivierungswahlrecht auf die Bilanzierung verzichtet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Künftige Preis‐ und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit er‐ folgte in Anlehnung an die Stellungnahme des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW RS HFA 3). Die Abzinsung erfolgte mit dem von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich nach den Vertragslaufzeiten richtet. Durch die geänderte Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen nach BilMoG wurden zum 1. Oktober 2010 die »sonstigen Rückstellungen« um 2 TEUR erhöht.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schul‐ den aus der Altersteilzeit dienen, werden mit der Rückstellung für Altersteilzeit verrechnet. Die Bewertung der verrech‐ neten Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung werden mit den Aufwendungen und Erträgen der verrechneten Vermögensgegenstände im Finanzergebnis saldiert.

Steuerrückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind zu Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag oder dem jeweils höheren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Die Gewinn‐und‐Verlust‐Rechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

III. Spezielle Angaben zum Abschluss

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist Bestandteil des Anhangs und in der Anlage zum Anhang separat dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von EUR 900.484,16 aus Liefer‐ und Leistungsbe‐ ziehungen und in Höhe von EUR 135.000,00 aus kurzfristigen Ausleihungen.

Flüssige Mittel

Diese Position enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

Gezeichnetes Kapital

Aufgrund von Ermächtigungen der Hauptversammlungen der Jahre 2001, 2003, 2004, 2009 sowie 2010 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 20. Dezember 2010 beschlossen, die bereits erworbenen, eigenen Aktien (540.000 Stück) einzuziehen und das Grundkapital herabzusetzen. Die Anzahl ausgegebener Aktien reduzierte sich damit von 5.400.000 auf 4.860.000 auf den Namen lautende Stückaktien, das Grundkapital der Gesellschaft entsprechend von 16.200.000 EUR auf 14.580.000 EUR. Der rechnerische Nennwert der umlaufenden Aktien beträgt unverändert 3,00 EUR je Aktie.

Im März 2011 wurde die Kapitalherabsetzung in vereinfachter Form, durch die Einziehung eigener Aktien in das Handels‐ register eingetragen und hat dadurch bilanzielle Wirksamkeit erlangt.

Genehmigtes Kapital

Am 16. März 2011 hat die Hauptversammlung die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals von insgesamt 7.290.000 EUR sowie die Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien beschlossen. Beide Beschlüsse sind befristet bis zum 15. März 2016. Im Geschäftsjahr wurde davon kein Gebrauch gemacht.

Kapitalrücklage

Im Rahmen der im März 2011 durchgeführten Kapitalherabsetzung in vereinfachter Form wurde der auf die eingezogenen Aktien entfallende Anteil des Grundkapitals von 1.620.000,00 EUR in die Kapitalrücklage eingestellt.

Gewinnrücklagen

Durch die Neufassung des § 272 HGB entfällt die Aktivierung eigener Aktien. Der rechnerische Wert von erworbenen eige‐ nen Aktien am gezeichneten Kapital wurde entsprechend der Neuregelung in der Vorspalte offen vom Posten »Gezeichne‐ tes Kapital« abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wurde mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die nach HGB a.F. gebildete Rücklage für eigene Anteile wurde auf‐ gelöst. Durch die Absetzung des rechnerischen Werts vom gezeichneten Kapital reduzierte sich das gezeichnete Kapital zum 1. Oktober 2010 um 1.620 TEUR, die »anderen Gewinnrücklagen« verringerten sich um 734 TEUR.

Der unter dem Posten »anderen Gewinnrücklagen« ausgewiesene Unterschiedsbetrag der eigenen Aktien wurde durch die Einziehung eigener Aktien im Rahmen der Kapitalherabsetzung in vereinfachter Form im März 2011 als »Aufwand aus der Einziehung eigener Aktien« in Höhe von 2.354.364,76 EUR erfasst. Gegenläufig wurde ein »Ertrag aus Kapitalherabsetzung« in Höhe von 1.620.000,00 EUR erzielt.

Bilanzgewinn

Die ordentliche Hauptversammlung vom 16. März 2011 hat unter anderem eine Dividende von 15 Cent je Aktie plus einer Sonderdividende von nochmals 15 Cent je Aktie beschlossen, die am Folgetag in Höhe von 1.458.000 EUR ausgeschüttet wurde.

Der Bilanzgewinn beträgt 5.550.169,01 EUR und hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

in EUR
Bilanzgewinn 30. September 2010 1.500.000,00
Dividendenausschüttung ‐1.458.000,00
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 42.000,00
Aufwand aus der Einziehung eigener Aktien ‐2.354.364,76
Ertrag aus Kapitalherabsetzung 1.620.000,00
Einstellung in die Kapitalrücklage nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung ‐1.620.000,00
Entnahmen aus der Rücklage für eigene Anteile 2.354.364,76
Jahresüberschuss 5.508.169,01
Bilanzgewinn 30. September 2011 5.550.169,01

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von 4.515 TEUR (Vorjahr: 3.851 TEUR), Rückstellungen für ausstehende Provisionen und Nachlaufkosten in Höhe von 481 TEUR (Vorjahr: 19 TEUR), Rückstellungen für das Rechenzentrum in Höhe von 297 TEUR (Vorjahr: 135 TEUR) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 209 TEUR (Vorjahr: 548 TEUR).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr 2.000.000,00
Restlaufzeit 1 – 5 Jahre 1.500.000,00
Summe 3.500.000,00

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr 4.361.411,51
Restlaufzeit 1 – 5 Jahre 296.211,06
Summe 4.657.622,57

Alle anderen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 1,5 Mio. EUR durch eine erstrangige Verpfändung von rund 99% der Geschäftsanteile an der AC Automation Center SA mit Sitz in Zaventem/Belgien, sowie durch eine erstrangige Verpfändung von 90% der Geschäftsanteile an der AC Automation Center Sàrl mit Sitz in Luxemburg gesichert. Die ge‐ sicherten Anteile müssen durch die Gesellschaft frei von Rechten Dritter gehalten werden. Bei einer Verpfändung und Ver‐ äußerung der Anteile bedarf es der schriftlichen Zustimmung durch die kreditgebende Bank.

In Höhe von 2,0 Mio. EUR (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR) sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch eine For‐ derungsabtretung (Warenlieferungen und Leistungen) gesichert.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den geliefer‐ ten Gegenständen.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich mit 5 TEUR um die Verlustausgleichsver‐ pflichtung aus dem bestehenden Beherrschungs‐ und Gewinnabführungsvertrag mit der AC‐Service Beteiligungs GmbH und im Übrigen um Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs‐ und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

30.09.2011
in EUR
30.09.2010
in TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 641.275,41 603
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 39.053,60 14
Summe 680.329,01 617

Gewinn‐und‐Verlust‐Rechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen verteilen:

0,1
‐0,1
21,0
29,3
49,7
in %

Die Umsätze wurden nahezu ausschließlich im Inland erzielt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Sachbezüge Mitarbeiter in Höhe von 748 TEUR (Vorjahr: 624 TEUR), Werbekostenzuschüsse 218 TEUR (Vorjahr: 337 TEUR) sowie die Auflösung von Personalrückstellungen 117 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von 36 TEUR enthalten.

3. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 226 TEUR (Vorjahr: 353 TEUR) aus‐ gewiesen. Es handelt sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie um Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 3 TEUR ausgewiesen (Vorjahr: 12 TEUR). Es handelt sich um Abgänge von Gegenständen des Anlagevermögens.

Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind periodenfremde Zinsaufwendungen aufgrund von Steuernachzahlun‐ gen in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr: 8 TEUR) ausgewiesen.

Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag waren im Vorjahr Steuernachzahlungen für Vorjahre von 11 TEUR ausge‐ wiesen.

Unter den sonstigen Steuern waren im Vorjahr betriebsfremde Erträge in Höhe von 87 TEUR enthalten. Im Geschäftsjahr sind betriebsfremde Aufwendungen in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) ausgewiesen.

4. Aufwendungen für Altersversorgung

In der Position »Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung« sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 56 TEUR (Vorjahr: 59 TEUR) enthalten.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Informationsverarbeitung 5.032 TEUR (Vorjahr: 4.507 TEUR), Reise‐ und Übernachtungskosten 3.101 TEUR (Vorjahr: 2.593 TEUR) sowie Raumkosten 956 TEUR (Vorjahr: 853 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste in Höhe von 9 TEUR enthalten.

6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ist ein Abzinsungsbetrag betreffend Altersteilzeit in Höhe von 5 TEUR ent‐ halten.

7. Außerordentliche Erträge

Die außerordentlichen Erträge betreffen in vollem Umfang nachträgliche Buchgewinne aus der Veräußerung eines ver‐ bundenen Unternehmens.

8. Außerordentliche Aufwendungen

Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen in vollem Umfang Bewertungsanpassungen der Altersteilzeitverbindlich‐ keiten nach BilMoG.

9. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beläuft sich auf 85 TEUR (Vorjahr: 11 TEUR). Die deutliche Er‐ gebnisverbesserung im Vergleich zum Vorjahr wirkt sich nicht vollumfänglich auf die steuerlichen Bemessungsgrundlagen aus. Ursächlich hierfür ist zum einen die weitgehende Steuerfreiheit des Beteiligungsergebnisses sowie des außerordent‐ lichen Ergebnisses aus der Veräußerung eines verbundenen Unternehmens des Vorjahres, zum anderen die Reduzierung der steuerlichen Bemessungsgrundlagen durch die Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge im Rahmen der gesetzlichen Mindestbesteuerung. Latente Steuern sind im Steueraufwand aufgrund der Inanspruchnahme des Bilanzierungswahlrechts für aktive latente Steuern nicht enthalten. Die künftige Steuerentlastung ist im Wesentlichen auf körperschaft‐ und ge‐ werbesteuerliche Verlustvorträge zurückzuführen.

10. Verbundene Unternehmen

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit 7 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR) verbundene Unternehmen.

Aufwendungen aus Verlustübernahmen gegenüber verbundenen Unternehmen wurden in Höhe von 5 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR) getragen.

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen mit 2.763 TEUR (Vorjahr: 2.182 TEUR) verbundene Unternehmen.

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet‐ und Leasingverträgen in Höhe von 14.772 TEUR. Davon betreffen 7 TEUR verbundene Unternehmen.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat gegenüber der Tochtergesellschaft All for One Midmarket Solutions & Services GmbH, Wien/Öster‐ reich, eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie unwiderruflich erklärt hat, dafür Sorge zu tragen, die Bonität sowie die Liquidität der All for One Midmarket Solutions & Services GmbH, Wien/Österreich, aufrechtzuerhalten, bis deren Eigen‐ kapitalquote wieder 8% übersteigt. Das Risiko für eine Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung ist aufgrund der posi‐ tiven Ergebnisentwicklung der Tochtergesellschaft als gering einzuschätzen.

Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20% beteiligt:

Beteiligungs‐ Jahres‐ Jahres‐
GESELLSCHAFT quote Währung abschluss Eigenkapital ergebnis
Unmittelbare Beteiligungen
TEUR 2.015 693
Process Partner AG, St. Gallen/Schweiz 100% TCHF 30.09.2011 2.420 871
All for One Midmarket Solutions & Services GmbH,
Wien/Österreich
100% TEUR 30.09.2011 73 157
AC‐Service Beteiligungs GmbH, Filderstadt/Deutschland
(Jahresergebnis = Ergebnis vor
Verlustausgleichsverpflichtung)
100% TEUR 30.09.2011 1.292 ‐5
AC Automation Center Sàrl, Luxemburg/Luxemburg 100% (davon
mittelbar 10%)
TEUR 30.09.2011
vorläufig
3.401 1.006
AC Automation Center SA/NV, Zaventem/Belgien 100% TEUR 30.09.2011
vorläufig
1.831 309
Mittelbare Beteiligungen
KWP Austria GmbH, Wien/Österreich 39,2% TEUR 31.12.2010 77 ‐8
KWP Kümmel, Wiedmann + Partner
Unternehmensberatung GmbH, Heilbronn/Deutschland
56% TEUR 31.12.2010 1.385 ‐95
KWP France S.à.r.l., Haguenau/Frankreich 42% TEUR 31.12.2010 ‐20 ‐2
TEUR 121 29
KWP Czech s.r.o., Prag/Tschechien 56% TCZK 31.12.2010 3.057 734
KWP Professional Services GmbH, Hamburg/Deutschland 46,5% TEUR 31.12.2010 439 18
team HR Organisationsberatung
Personalwirtschaft GmbH, Düsseldorf/Deutschland
33,6% TEUR 31.12.2010 477 331

Das Eigenkapital in Fremdwährung wurde jeweils mit dem Stichtagskurs, das Jahresergebnis in Fremdwährung mit dem je‐ weiligen Durchschnittskurs umgerechnet.

Die Gesellschafter der KWP Kümmel, Wiedmann + Partner Unternehmensberatung GmbH, Heilbronn, haben das Stamm‐ kapital der KWP Austria GmbH, Wien/Österreich, erhöht und zwei neue Gesellschafter aufgenommen. Die mittelbare Betei‐ ligungsquote der All for One Midmarket AG, Filderstadt, hat sich dabei von 56% auf 39,2% reduziert.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

Peter Brogle (selbstständiger Unternehmensberater, Vorsitzender), Peter Fritsch (Finanzvorstand der BEKO HOLDING AG, Nöhagen/Österreich, sowie Organmitglied weiterer Gesellschaften der BEKO‐Gruppe, stellvertretender Vorsitzender), Josef Blazicek (Geschäftsführer der Blazicek GmbH, Wien/Österreich).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr im Sinne von § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Mitglieder in Auf‐ sichtsräten und Kontrollgremien folgender Gesellschaften:

Peter Brogle: alupak AG, Belp/Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats), Nahrin AG, Sarnen/Schweiz (Mitglied des Verwal‐ tungsrats), Similasan AG, Jonen/Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats), Swissburg AG, Baar/Schweiz (Präsident des Verwal‐ tungsrats), TRIPLAN AG, Bad Soden/Deutschland (Vorsitzender des Aufsichtsrats).

Peter Fritsch: TRIPLAN AG, Bad Soden/Deutschland (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats).

Josef Blazicek: CROSS Industries AG, Wels/Österreich (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats), CROSS Motorsport Systems AG, Wels/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats), CROSS Immobilien AG, Wels/Österreich (Mitglied des Aufsichts‐ rats), update software AG, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats), Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats), BEKO HOLDING AG, Nöhagen/Österreich (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Brain Force Holding AG, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats).

Aufsichtsratsvergütung

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats teilen sich wie folgt auf:

in TEUR 10/2010 – 9/2011 10/2009 – 9/2010
Peter Brogle 36 30
Peter Fritsch 19 17
Josef Blazicek 12 11
Summe 67 58

Mitglieder des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstands teilen sich wie folgt auf:

Lars Landwehrkamp
in TEUR (Sprecher) Stefan Land Summe
Bezüge für 10/2010 – 9/2011
Fixe Bezüge 300 218 518
Variable Bezüge* 384 212 596
Sonstiges** 46 16 62
Summe 730 446 1.176
Bezüge für 10/2009 – 9/2010
Fixe Bezüge 300 204 504
Variable Bezüge 227 128 355
Sonstiges** 46 16 62
Summe 573 348 921

* Die variablen Bezüge basieren auf Schätzwerten für das Geschäftsjahr 2010/11

** Sachbezüge Pkw, Versicherungen, Vorsorge

Der Vorstand bestand im Berichtsjahr aus Lars Landwehrkamp (Vorstandssprecher mit Ressorts: Strategie, Vertrieb, Mar‐ keting, Operations) und Stefan Land (Ressorts: Finanzen, Controlling, Investor Relations). Mitgliedschaften der Vorstands‐ mitglieder in Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz beschränken sich auf Tochtergesellschaften der All for One Midmarket AG. Die fixen Bezüge der Mitglieder des Vorstands aus allen Beschäftigungsverhältnissen bei Gesell‐ schaften des Konsolidierungskreises für das Geschäftsjahr 2010/11 setzen sich aus einem Grundgehalt, einem Sachbezug für die Bereitstellung eines Dienstwagens und die Vergütung für eine Direktversicherung zusammen. Der zusätzlich ge‐ währte erfolgsbezogene Vergütungsbestandteil orientiert sich an der jährlichen Zielerreichung des Ergebnisses vor Steuern (EBT) des geprüften Konzernabschlusses der All for One Midmarket AG. Darüber hinaus wird eine dividendenabhängige variable Vergütung gewährt, soweit für das entsprechende Geschäftsjahr Ausschüttungen an die Aktionäre erfolgen können. Die Beträge für den erfolgsbezogenen Vergütungsanteil des Berichtsjahres sind Schätzwerte. Die tatsächlich ausgezahlten Beträge können davon abweichen. Die variablen Bezüge des Vorjahres wurden im aktuellen Geschäftsjahr in Höhe von 355 TEUR ausbezahlt und entsprachen damit genau dem Schätzwert im Vorjahresabschluss.

Es wurden im Berichtsjahr an den Vorstand keine Optionen auf Aktien ausgegeben. Ebenso wurden keine Darlehen ge‐ währt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2010/11 waren durchschnittlich 281 (Vorjahr: 251) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Diese verteilen sich auf die Beschäftigungsgruppen wie folgt:

10/2010 – 9/2011 10/2009 – 9/2010
Leitende Angestellte 3 4
Angestellte 278 247
Summe 281 251

Konzernabschluss

Die CROSS Informatik GmbH, Wels/Österreich, erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unter‐ nehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss wird beim Landesgericht Wels/Österreich unter der Firmenbuchnummer FN 360244x hinterlegt.

Mitteilungen über die Veränderung der Stimmrechtsanteile an der All for One Midmarket AG nach § 21 Abs. 1 Wert‐ papierhandelsgesetz im Geschäftsjahr 2010/11

Mit Beschluss der Hauptversammlung der BEKO HOLDING AG vom 4. Februar 2011 sind die bisher von der BEKO HOLDING AG gehaltenen 73,01% der Anteile an der All for One Midmarket AG im Zuge einer Abspaltung zu 61,90% auf die neu gegründete CROSS Informatik GmbH übergegangen, die nun neue Mehrheitsaktionärin von All for One geworden ist. Die im Folgenden aufgeführten Pflichtmitteilungen gehen überwiegend auf diese Veränderung im Aktionärskreis der Gesellschaft zurück:

Die All for One Midmarket AG, Filderstadt‐Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 hat gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG am 20.12.2010 mitgeteilt, dass ihr Anteil an eigenen Aktien am 20.12.2010 die Schwelle von 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,00% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Die BEKO Holding AG, Nöhagen, Österreich, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 20.12.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechts‐ anteil an der All for One Midmarket AG, Filderstadt‐Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 20.12.2010 die Schwelle von 75% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 73,01% (das entspricht 3.548.336 Stimmrechten) betragen hat.

Die All for One Midmarket AG hat am 31.12.2010 mitgeteilt, dass die Gesamtzahl der Stimmrechte am Ende des Monats Dezember 2010 insgesamt 4.860.000 Stimmrechte beträgt. Die Veränderung der Gesamtzahl der Stimmrechte ist seit dem 20.12.2010 wirksam.

Die BEKO HOLDING AG, Nöhagen, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile der BEKO HOLDING AG an der All for One Midmarket AG, Filderstadt‐Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 50%, 30%, 25%, 20%, 15% unterschritten und an diesem Tag 11,11% (das entspricht 540.000 Stimmrechten) betragen haben.

Die CROSS Informatik GmbH, Wels, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile der CROSS Informatik GmbH an der All for One Midmarket AG, Filderstadt‐Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% über‐ schritten und an diesem Tag 61,90% (das entspricht 3.008.336 Stimmrechten) betragen haben.

Die CROSS Industries AG, Wels, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimm‐ rechtsanteile der CROSS Industries AG an der All for One Midmarket AG, Filderstadt‐Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten

und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) betragen haben. 0,13% (das entspricht 6.250 Stimm‐ rechten) werden von der CROSS Industries AG direkt gehalten. 61,90% (das entspricht 3.008.336 Stimmrechten) werden der CROSS Industries AG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von der CROSS Industries AG kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

‐ CROSS Informatik GmbH

Die KP Invest Beteiligungs GmbH, Wels, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile der KP Invest Beteiligungs GmbH an der All for One Midmarket AG, Filderstadt‐Bernhausen, Deutsch‐ land, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) werden der KP Invest Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von der KP Invest Beteiligungs GmbH kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

‐ CROSS Informatik GmbH

‐ CROSS Industries AG

Die Pierer GmbH, Wels, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechts‐ anteile der Pierer GmbH an der All for One Midmarket AG, Filderstadt‐Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) werden der Pierer GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von der Pierer GmbH kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

  • ‐ CROSS Informatik GmbH
  • ‐ CROSS Industries AG
  • ‐ KP Invest Beteiligungs GmbH

Die Knünz GmbH, Dornbirn, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimm‐ rechtsanteile der Knünz GmbH an der All for One Midmarket AG, Filderstadt‐Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) werden der Knünz GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von der Knünz GmbH kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

  • ‐ CROSS Informatik GmbH
  • ‐ CROSS Industries AG
  • ‐ KP Invest Beteiligungs GmbH

Herr Dipl. Ing. Stefan Pierer, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimm‐ rechtsanteile von Herrn Dipl. Ing. Stefan Pierer an der All for One Midmarket AG, Filderstadt‐Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% über‐ schritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) werden Herrn Dipl. Ing. Stefan Pierer gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zuge‐ rechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von Herrn Dipl. Ing. Stefan Pierer kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

  • ‐ CROSS Informatik GmbH
  • ‐ CROSS Industries AG
  • ‐ KP Invest Beteiligungs GmbH
  • ‐ Pierer GmbH

Herr Dr. Rudolf Knünz, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimm‐ rechtsanteile von Herrn Dr. Rudolf Knünz an der All for One Midmarket AG, Filderstadt‐Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.586 Stimmrechten) werden Herrn Dr. Rudolf Knünz gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimm‐ rechte werden dabei über folgende von Herrn Dr. Rudolf Knünz kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

  • ‐ CROSS Informatik GmbH
  • ‐ CROSS Industries AG
  • ‐ KP Invest Beteiligungs GmbH
  • ‐ Knünz GmbH

Die CROSS Industries AG, Wels, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 7. April 2011 per Korrekturmeldung ihrer Stimmrechtsmitteilung vom 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile der CROSS Industries AG an der All for One Midmarket AG, Filderstadt‐Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) betragen haben. 0,13% (das entspricht 6.529 Stimmrechten) werden von der CROSS Industries AG direkt gehalten. 61,90% (das entspricht 3.008.336 Stimmrechten) werden der CROSS Industries AG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von der CROSS Industries AG kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten: ‐ CROSS Informatik GmbH

Die KP Invest Beteiligungs GmbH, Wels, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 7. April 2011 per Korrektur‐ meldung ihrer Stimmrechtsmitteilung vom 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile der KP Invest Beteiligungs GmbH an der All for One Midmarket AG, Filderstadt‐Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) werden der KP Invest Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei

über folgende von der KP Invest Beteiligungs GmbH kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

  • ‐ CROSS Informatik GmbH
  • ‐ CROSS Industries AG

Die Pierer GmbH, Wels, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 7. April 2011 per Korrekturmeldung ihrer Stimm‐ rechtsmitteilung vom 17. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile der Pierer GmbH an der All for One Midmarket AG, Filderstadt‐Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) werden der Pierer GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von der Pierer GmbH kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

  • ‐ CROSS Informatik GmbH
  • ‐ CROSS Industries AG
  • ‐ KP Invest Beteiligungs GmbH

Die Knünz GmbH, Dornbirn, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 7. April 2011 per Korrekturmeldung ihrer Stimmrechtsmitteilung vom 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile der Knünz GmbH an der All for One Midmarket AG, Filderstadt‐Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimm‐ rechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) werden der Knünz GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von der Knünz GmbH kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

  • ‐ CROSS Informatik GmbH
  • ‐ CROSS Industries AG
  • ‐ KP Invest Beteiligungs GmbH

Herr Dipl. Ing. Stefan Pierer, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 7. April 2011 per Korrekturmeldung seiner Stimmrechtsmitteilung vom 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile von Herrn Dipl. Ing. Stefan Pierer an der All for One Midmarket AG, Filderstadt‐Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) werden Herrn Dipl. Ing. Stefan Pierer gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von Herrn Dipl. Ing. Stefan Pierer kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

  • ‐ CROSS Informatik GmbH
  • ‐ CROSS Industries AG
  • ‐ KP Invest Beteiligungs GmbH
  • ‐ Pierer GmbH

Herr Dr. Rudolf Knünz, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 7. April 2011 per Korrekturmeldung seiner Stimm‐ rechtsmitteilung vom 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile von Herrn Dr. Rudolf Knünz an der All for One Midmarket AG, Filderstadt‐Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% überschritten und an diesem Tag 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimm‐ rechten) betragen haben. 62,03% (das entspricht 3.014.865 Stimmrechten) werden Herrn Dr. Rudolf Knünz gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von Herrn Dr. Rudolf Knünz kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der All for One Midmarket AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

  • ‐ CROSS Informatik GmbH
  • ‐ CROSS Industries AG
  • ‐ KP Invest Beteiligungs GmbH
  • ‐ Knünz GmbH

Honorare an die Abschlussprüfer

Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers sind gemäß §285 Nr. 17 HGB im Konzernanhang der All for One Midmarket AG enthalten.

Erklärung nach § 161 Aktiengesetz

Aufsichtsrat und Vorstand haben am 14. Februar 2011 ihre gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktien‐ gesetzes abgegeben. Die Entsprechenserklärung wurde im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und auf der Home‐ page der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. In vier Punkten weicht die Entsprechenserklärung von den Emp‐ fehlungen ab. Mitte 2011 hatte die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance mitgeteilt, dass der Kodex im Jahr 2011 nicht angepasst wird. Mit dieser Entscheidung soll den Unternehmen mehr Zeit für die Bewertung des zuletzt am 2. Juli 2010 in Kraft gesetzten Kodex 2010 einräumen, der damit unverändert gültig ist. Corporate Governance ist im Tages‐ geschäft der All for One Midmarket AG fest verankert und wird in Form einer verantwortungsbewussten und transparenten Unternehmensführung aktiv »gelebt«, kontinuierlich überprüft und weiter entwickelt. Die Erklärung zur Unternehmens‐ führung gemäß § 289a des Handelsgesetzbuchs befindet sich ebenfalls auf der Homepage der Gesellschaft.

Filderstadt, 5. Dezember 2011 All for One Midmarket AG

Lars Landwehrkamp Stefan Land Vorstandssprecher Vorstand

Diese Seite bleibt aus drucktechnischen Gründen leer.

Entwicklung des Anlagevermögens der All for One Midmarket AG, Filderstadt Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011

Anschaffungs‐ und Herstellungskosten
in EUR 01.10.2010 Zugänge
Abgänge
30.09.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten und Werten
13.344.956,19 114.678,52 0,00 13.459.634,71
II. Sachanlagen
1.
Technische Anlagen und Maschinen
4.550.627,37 1.470.578,12 184.477,09 5.836.728,40
2.
Andere Anlagen, Betriebs‐ und
Geschäftsausstattung 1.438.875,86 138.260,57 192.724,13 1.384.412,30
5.989.503,23 1.608.838,69 377.201,22 7.221.140,70
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 16.545.805,10 0,00 0,00 16.545.805,10
Summe 35.880.264,52
1.723.517,21
377.201,22
37.226.580,51

Entwicklung des Anlagevermögens der All for One Midmarket AG, Filderstadt Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011

Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.10.2010 Abschreibungen des
Geschäftsjahres
Abgänge 30.09.2011 30.09.2011 30.09.2010
4.008.152,19 1.205.769,52 0,00 5.213.921,71 8.245.713,00 9.336.804,00
3.666.058,37 671.294,12 183.435,09 4.153.917,40 1.682.811,00 884.569,00
706.748,86 202.466,57 190.439,13 718.776,30 665.636,00 732.127,00
4.372.807,23 873.760,69 373.874,22 4.872.693,70 2.348.447,00 1.616.696,00
2.353.229,26 0,00 0,00 2.353.229,26 14.192.575,84 14.192.575,84
10.734.188,68 2.079.530,21 373.874,22 12.439.844,67 24.786.735,84 25.146.075,84

Lagebericht der All for One Midmarket AG

Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

  • 1.1. Das Geschäftsjahr 2010/11 im Überblick
  • 1.2. Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur
  • 1.3. Marktentwicklung
  • 1.4. Strategie und Positionierung
  • 1.5. Forschung und Entwicklung
  • 1.6. Überblick über den Geschäftsverlauf

2. Ertrags‐, Finanz‐ und Vermögenslage

  • 2.1. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
  • 2.2. Entwicklung Umsatzerlöse und Ertragslage
  • 2.3. Vermögens‐ und Finanzlage
  • 2.4. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

3. Risikobericht

  • 3.1. Risikomanagement‐System
  • 3.2. Internes Kontrollsystem
  • 3.3. Einzelrisiken
  • 3.4. Chancen
  • 3.5. Gesamtrisikoprofil

4. Prognosebericht

5. Nachtragsbericht

6. Sonstige Angaben

  • 6.1. Abhängigkeitsbericht
  • 6.2. Erklärung zur Unternehmensführung
  • 6.3. Vergütungsbericht des Vorstands und des Aufsichtsrats
  • 6.4. Angaben nach § 289 Abs. 4 Handelsgesetzbuch
  • 6.5. Zweigniederlassungen
  • 6.6. Zukunftsbezogene Aussagen

»All for One Midmarket AG«, »All for One«, »Gesellschaft« oder »Unternehmen« bezeichnet in diesem Lagebericht – sofern nicht anders vermerkt – die All for One Midmarket AG als Einzelgesellschaft.

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2010/11 der All for One Midmarket AG, Filderstadt, begann – abweichend vom Kalenderjahr – am 1. Ok‐ tober 2010 und endete am 30. September 2011. Die korrespondierende Vorjahresperiode umfasst demnach den Zeitraum vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010.

1.1. Das Geschäftsjahr 2010/11 im Überblick

Den fortwährenden Aufwärtstrend nach der in 2007/08 erfolgten, tiefgreifenden Neuausrichtung zum SAP Komplettdienst‐ leister konnte die All for One Midmarket AG auch im Geschäftsjahr 2010/11 deutlich fortsetzen. Das mittlerweile gut etab‐ lierte und robuste Geschäftsmodell eines SAP Komplettdienstleisters hat auch im Geschäftsjahr 2010/11 für steigende Um‐ sätze und Margen gesorgt. So konnten die Umsatzerlöse von 51,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 59,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2010/11 gesteigert werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurde im gleichen Zeitraum von 2,3 Mio. auf 3,5 Mio. EUR erhöht. Aufgrund eines außerordentlichen Ertrags – dieser resultiert aus der Nachzahlung einer fälligen Earn‐ Out‐Komponente aus dem Verkauf der Anteile an der AC‐Service (Schweiz) AG in 2009 – stieg der Jahresüberschuss sogar von 2,3 Mio. auf 5,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2010/11.

Bereits während der schweren Finanz‐ und Wirtschaftskrise in 2008/09 erwies sich das auf den drei Säulen Softwarelizen‐ zen, Consulting und Outsourcing Services basierende Geschäftsmodell »SAP Komplettdienstleister« als überaus robust und sorgte – entgegen dem rückläufigen Gesamtmarktrend – für Umsatz‐ und Ergebniszuwächse. Ein Jahr später in 2009/10 – die überraschend schnelle und starke Konjunkturerholung sorgte zusätzlich für Rückenwind – legte All for One wiederum deutlich zu. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurde seit dem Turnaround Anfang 2009 kontinuierlich ge‐ steigert.

Am 20. Dezember 2010 hatte die All for One Midmarket AG ihre zuvor bereits zurückgekauften 540.000 eigenen Aktien – 10% des Grundkapitals – eingezogen und eine Kapitalherabsetzung von 16,20 Mio. auf 14,58 Mio. EUR beschlossen. Das Grundkapital ist nunmehr in 4.860.000 Aktien (Vorjahr: 5.400.000 Aktien) eingeteilt.

Nach einer Abspaltung von Aktien, die bisher von der BEKO HOLDING AG, Nöhagen/Österreich, gehalten wurden, ist die zur CROSS Industries AG, Wels/Österreich, gehörende CROSS Informatik GmbH, Wels/Österreich, seit 12. März 2011 Haupt‐ aktionärin der All for One Midmarket AG. Daher auch das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot, das die CROSS Informatik GmbH – dem Wertpapiererwerbs‐ und Übernahmegesetz (WpÜG) folgend – allen Aktionären der All for One Midmarket AG am 17. März 2011 unterbreitet hatte. Der Angebotspreis von 7,82 EUR je Aktie entsprach lediglich den gesetzlichen Mindestvorgaben und enthielt keine darüber hinausgehende Prämie. Daher hatten Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Stellungnahme empfohlen, das Angebot nicht anzunehmen. Insgesamt wurden der Bieterin 163.512 Aktien bzw. 3,36% des Grundkapitals der Gesellschaft angedient, die damit ihren Anteil an der All for One Midmarket AG auf rund 65% ausgebaut hat. Als Teil der CROSS‐Gruppe sollen zusätzliche Wachstums‐ und Wertsteigerungspotenziale realisiert und die bereits gute Visibilität von All for One in diesem Branchensegment weiter gestärkt werden.

CROSS und BEKO – die BEKO HOLDING AG ist mit rund 11% der Stimmen auch weiterhin an All for One beteiligt – bilden das Hauptgewicht der All for One Aktionärsstruktur, die damit aus zwei starken und bereits langjährig engagierten Aktionärs‐ gruppen besteht.

1.2. Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur

Die All for One Midmarket AG und ihre Tochtergesellschaften ist ein schwerpunktmäßig in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätiger, branchenfokussierter IT‐Komplettdienstleister für SAP und zählt zu den führenden SAP‐Partnern im Mittel‐ stand. Das Leistungsspektrum umfasst ganzheitliche Lösungen entlang der gesamten IT‐Wertekette – von SAP‐Branchen‐ lösungen für den Mittelstand bis hin zu Outsourcing und Application Management. Die hohe technologische SAP‐Kom‐ petenz, fundierte Erfahrungen bei der Integration von SAP in bestehende oder neue IT‐Landschaften, tiefe Prozesskennt‐ nisse in den Kernbranchen Maschinen‐ und Anlagenbau, Automobilzulieferindustrie und Projektdienstleister sowie selbst entwickelte SAP‐Branchenlösungen, Zusatzlösungen und Outsourcing‐Servicelösungen bilden den Kern dieses umfassenden Leistungsspektrums.

Geschäftsbereich Integrated Solutions

Das Segment Integrated Solutions umfasst ein auf ganzheitliche Kundenbetreuung ausgerichtetes Gesamtleistungsangebot angefangen bei Management‐Beratung über Softwarelizenzen, Branchenlösungen, Einführungs‐ und Optimierungsprojekte bis hin zu Softwarewartung, Outsourcing und Managed Services und erstreckt sich über sämtliche Geschäftsprozesse. Die dem Segment zugeordneten Konzerngesellschaften sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in Belgien und Luxemburg ansässig. Kunden außerhalb dieser Länder werden überwiegend durch das weltweite Partnernetzwerk United VARs (»Value Added Reseller«) betreut.

Geschäftsbereich HR Solutions

Das Segment Integrated Solutions umfasst ein auf ganzheitliche Kundenbetreuung ausgerichtetes Gesamtleistungsangebot angefangen bei Management‐Beratung über Softwarelizenzen, Branchenlösungen, Einführungs‐ und Optimierungsprojekte bis hin zu Softwarewartung, Outsourcing und Managed Services und erstreckt sich über sämtliche Geschäftsprozesse. Die dem Segment zugeordneten Konzerngesellschaften sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in Belgien und Luxemburg ansässig. Kunden außerhalb dieser Länder werden überwiegend durch das weltweite Partnernetzwerk United VARs (»Value Added Reseller«) betreut.

Die Gesellschaften beider Geschäftsbereiche arbeiten projektspezifisch auch segmentübergreifend zusammen. Dazu wird auch ein gemeinsames HR‐Leistungszentrum betrieben, das Kunden die Nutzung von SAP ERP HCM als Full‐Service ein‐ schließlich Applikationsbetreuung (Segment HR Solutions) aus dem Rechenzentrum (Segment Integrated Solutions) ermög‐ licht.

1.3. Marktentwicklung

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Deutlich stärker als erwartet, setzte in 2010 die konjunkturelle Erholung in Deutschland ein. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im Vorjahresvergleich um 3,6% (Quelle: BMWi, Februar 2011). Getragen wurde dieser kräftige Aufschwung insbesondere durch die weltwirtschaftliche Erholung. Monat für Monat hatten sich die Auftragsbücher in der verarbeitenden Industrie weiter gefüllt. Der Branchenverband VDMA (Verband Deutscher Maschinen‐ und Anlagenbau) hatte ein Auftragsplus von 43% gegenüber dem Vorjahr für den Maschinen‐ und Anlagenbau festgestellt (Quelle: Handelsblatt, 12. Januar 2011). Auch in der Automobilzulieferindustrie und bei den Projektdienstleistern ging es 2010 nach oben. Allein die Produktion der deutschen Automobilhersteller stieg im Inland um 13%, im Ausland sogar um 27% gegenüber dem Vorjahr (Quelle: VDA, 2011).

Erst im weiteren Verlauf von 2011 hat sich das deutliche Wachstum abgeschwächt. Wurde im 1. Quartal 2011 beim Brutto‐ inlandsprodukt noch ein Zuwachs von 1,3% gegenüber dem Vorquartal erzielt, setzte sich der Konjunkturaufschwung im Zeitraum April bis Juni 2011 nur mit deutlich vermindertem Tempo fort. Lediglich noch 0,1% betrug der Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal (Quelle: BMWi, September 2011). Der starke Anstieg der Rohstoffpreise, die schwere Naturkatastrophe in Japan, vor allem jedoch das Ausmaß der Schuldenkrise in einigen bedeutenden Volkswirt‐ schaften und der starke Einbruch an den Börsen – knapp 30% hat der DAX im Zeitraum Ende Juli bis Mitte September 2011 eingebüßt – trüben die Stimmung (Quelle: finanznachrichten.de, 13. September 2011). So fiel der Ifo‐Geschäftsklimaindex im August 2011 und damit zum sechsten Mal seit Februar 2011 relativ kräftig um 4,2 auf 108,7 Punkte (Quelle: dpa, Handelsblatt, 1. September 2011). So scheint die ausgesprochene Boomphase 2010/11 zwar beendet, ihren Wachstumskurs wollen der Maschinen‐ und Anlagenbau, die Automobilzulieferindustrie und die Projektdienstleister jedoch – wenn auch ab‐ geschwächt – weiter fortsetzen.

Die insgesamt gute gesamtwirtschaftliche Entwicklung sorgte im Berichtsjahr 2010/11 für zusätzliche Impulse und hat den Geschäftsgang der All for One Midmarket AG positiv verstärkt.

Entwicklung der IT‐Märkte

Die grundlegenden Treiber für Investitionen in hochstehende Unternehmenssoftwarelösungen und entsprechende IT‐ Dienstleistungen sind unverändert intakt. Dazu zählen insbesondere die fortschreitende Internationalisierung und Globa‐ lisierung der Beschaffungs‐ und Absatzmärkte sowie notwendige Fortschritte bei der Kosten‐, Qualitäts‐ und Prozess‐ optimierung. Für den Einsatz SAP‐basierter Unternehmenssoftwarelösungen spricht die hohe Investitionssicherheit, die von der weltweit führenden ERP‐Lösung (»Enterprise Resource Planning«) ausgeht. Unverändert intakt ist auch der Trend zu ganzheitlichen IT‐Lösungen und ‐Services aus einer Hand. Zudem ist auch weiterhin vermehrt die Bereitschaft zur Aus‐ lagerung der IT‐Infrastruktur an Outsourcing‐Dienstleister wie All for One anzutreffen. Für Marktbeobachter wie tech‐ consult sollte sich der deutsche IT‐Gesamtmarkt in 2011 um 4,1% nach oben bewegen (Quelle: techconsult, 1. Juli 2011). Speziell für das Segment »Outsourcing« rechnen Analysten sogar mit einem Zuwachs von 4,3% (Quelle: BITKOM, 26. Mai 2011).

1.4. Strategie und Positionierung

Die All for One Midmarket AG hat sich zum Ziel gesetzt, mittelständische SAP‐Kunden aus einer Hand in einem effizienten One‐Stop‐Shop Konzept ganzheitlich zu betreuen. Dabei kommt dem Fokus auf ausgewählte Branchen im Mittelstand in den deutschsprachigen Ländern, einer weltweiten Kundenbetreuung über ein eigenes Partnernetzwerk und der Partner‐ schaft mit dem weltweit führenden Hersteller von ERP‐Systemen (SAP) eine zentrale Bedeutung zu.

Mittelstand

Als IT‐Komplettdienstleister konzentriert sich All for One auf mittelständische Kunden. Das gesamte Leistungsangebot ist auf die Bedürfnisse und Besonderheiten dieser Kundengruppe zugeschnitten, die sich unter anderem im Hinblick auf Markt‐ ansprache, Beratungs‐, Implementierungs‐ und Betreuungsbedarf deutlich von denen der Großkonzerne unterscheidet. So werden im Mittelstand Berater mit sehr breiter und bereichsübergreifender Prozesskompetenz benötigt. Nur mit diesem klaren Fokus kann All for One eine hohe Qualität und eine effiziente Leistung zum Nutzen der Kunden erzielen.

Branchenfokussierte Leistungsangebote

Eine wesentliche Säule des integrierten Geschäftsmodells der All for One bilden eigene, qualifizierte SAP Business All‐in‐One Lösungen. Diese sind eng auf die typischen Geschäftsabläufe einzelner Branchen voreingestellt, sind besonders wirtschaft‐ lich einzuführen und können in den Rechenzentren der All for One wie auch im Hause des Kunden betrieben werden. In der All for One Gruppe sind das die Branchenlösungen für den Maschinen‐ und Anlagenbau (All for Machine), die Automobil‐ zulieferindustrie (All for Automotive) sowie für Projektdienstleistungsunternehmen (All for Service). Weitere Branchen‐ lösungen entwickelte All for One für die vor allem unter den Zulieferunternehmen der Automobilhersteller anzutreffenden Sub‐Branchen (»Micro Verticals«) der kunststoffverarbeitenden Industrie (All for Plastics), der metallverarbeitenden Industrie (All for Metal), der Elektronikkomponentenindustrie (All for Electric) sowie für Gießereien (All for Foundry). Für die umfassenden Anforderungen des Personalmanagements wird eine ebenfalls branchenspezifisch ausgerichtete Plattform KWP.All‐in‐One.HR entwickelt. In Ergänzung dazu werden zahlreiche eigenentwickelte Zusatzlösungen für die betriebswirt‐ schaftlich‐organisatorischen Herausforderungen der Zielbranchen angeboten. Diese erhöhen nicht nur die Benutzerfreund‐ lichkeit der SAP‐Software, sondern enthalten zudem auch Funktionen wie elektronischer Geschäftsdatenaustausch (»EDI«), Geschäftsdatenanalyse (»Business Intelligence«) und viele andere mit entsprechend branchenspezifischem Zuschnitt.

Vertriebsorganisation und weltweite Betreuung

In Deutschland, Österreich und der Schweiz betreut All for One ihre Kunden mit eigenen Vertriebs‐ und Beratungs‐ ressourcen. Diese umfassen neben einem Direktvertrieb auch einen ausgebauten indirekten Vertriebskanal »All for One Businesspartner Programm«. Für die weltweite Betreuung ihrer mittelständischen Kunden hat All for One bereits in 2006 das Partnernetzwerk United VARs gegründet. In ihren Ländern führende SAP‐Partner sind dieser Allianz – ähnlich dem Muster von Star Alliance (Lufthansa) – mittlerweile beigetreten und bieten international agierenden Kunden weltweit in 57 Ländern professionelle Vor‐Ort‐Services und eine Betreuung nach einheitlichen Qualitätsstandards und anerkannten Pro‐ jektmethoden.

Im November 2011 hat All for One zusammen mit weiteren 21 Partnern die United VARs LLP (»Limited Liability Partner‐ ship«) gegründet. Der zunächst als Partnernetzwerk in 2006 gestartete Verbund erhält damit eine starke Marketing‐, Ver‐ triebs‐ und Koordinationsplattform, die neben der weltweit koordinierten Betreuung von Stammkunden auch die Gewin‐ nung internationaler Neukundenprojekte weiter voranbringen soll. Der Vorsitz des 3‐köpfigen Direktoriums der United VARs LLP wird von All for One besetzt. Damit schafft All for One auch international ein hohes Maß an Effizienz und Leis‐ tungsfähigkeit für ihre Kunden.

SAP‐Partnerschaft und SAP‐Ökosystem

Die Partnerschaft mit SAP steht im Zentrum des täglichen Handelns bei der All for One Midmarket AG und besitzt einen sehr hohen Stellenwert. Die SAP‐Software und die damit verbundenen Dienstleistungen bilden den Kern des Leistungs‐ portfolios des Unternehmens. Durch Verleihung zahlreicher Auszeichnungen sowie durch Vergabe des höchsten Partner‐ status unterstreicht die SAP AG den hohen Stellenwert, den die All for One Midmarket AG im SAP‐Mittelstandsmarkt ein‐ nimmt. So gehört All for One zum kleinen Kreis derjenigen Partner, die von der SAP sowohl als Top Gold Partner, als Hosting Partner sowie als Special Expertise Partner für verschiedene Themenfelder qualifiziert wurden. Durch die integrierte Zu‐ sammenarbeit mit SAP auf allen Unternehmensebenen kann All for One ihren Kunden ein Höchstmaß an Planungssicher‐ heit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit gewährleisten. Als festes Mitglied des SAP‐Partner Executive Councils, das europäische Gremium innerhalb der SAP‐Organisation für Partnerfragen, konnte die All for One Midmarket AG – neben ihrer Top‐ Position im deutschsprachigen SAP‐Mittelstandsmarkt – auch ihre Rolle als anerkannte Leitfigur innerhalb des SAP‐Öko‐ systems erneut weiter festigen.

1.5. Forschung und Entwicklung

Die All for One Midmarket AG betreibt im engeren Sinne keine Forschungs‐ und Entwicklungsaktivitäten und verfügt zudem über keine Patente.

1.6. Überblick über den Geschäftsverlauf

Der Maschinen‐ und Anlagenbau, die Automobilzulieferindustrie und die Projektdienstleister durchliefen in 2010/11 eine starke Wachstumsphase, die erst mit der sich zunehmend verdichtenden Finanzmarktkrise eine – wenn auch bis dato nur leichte – Abschwächung erfahren hat. Das Geschäft von All for One, das auf einer anerkannt starken Marktposition als SAP Komplettdienstleister für den Mittelstand in genau diesen Branchensegmenten aufbaut, profitierte zusätzlich von dieser positiven Marktentwicklung.

Kundenbasis weiter ausgebaut

Selbst über die Landesgrenzen hinweg sind anspruchsvolle IT‐Landschaften in den High‐End‐Rechenzentren der All for One sicher aufgehoben. So hat die Belimed AG im schweizerischen Zug der All for One Midmarket AG nicht nur den Zuschlag für die Einführung der SAP‐Branchenlösung All for Machine in 11 Ländern erteilt. Auch der Outsourcing‐Betrieb für die gruppenweite SAP‐Systemlandschaft des Spezialanbieters für Medizintechnik wurde All for One übergeben. Mit ihrer

Investition in eine neue Unternehmenslösung sichert sich die Gerd Bär GmbH, Heilbronn, nicht nur die fertig vorein‐ gestellten und daher schnell und kostengünstig eingeführten Geschäftsabläufe einer zertifizierten Branchenlösung wie All for Machine. Bei dem Hersteller von Hubladebühnen realisieren die All for One Berater zudem einen Kommunikations‐ verbund zwischen betriebswirtschaftlichen Informationen und Konstruktionsdaten, der für alle Phasen eines Produkt‐ lebenszyklus von großem Nutzen ist (»PLM«, Product Lifecycle Management). Ebenso für die Gerd Bär GmbH erfolgt der Betrieb der Anwendungen und Systeme aus den Rechenzentren von All for One.

Einige Sozialbetriebe produzieren für die Automobilhersteller und benötigen daher integrierte Unternehmenssoftware‐ lösungen wie All for Automotive, die für die Zulieferbranche wie geschaffen sind. Daher hat die Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten GmbH Sindelfingen, Gärtringen, All for One mit der Einführung von All for Automotive beauftragt. Bei dem Sozialbetrieb entfallen damit umfangreiche und pflegeintensive Datenschnittstellen. Zudem sorgt der Einsatz der von All for One entwickelten SAP‐Zusatzlösung All for EDI für die verbesserte Kommunikation mit ausgewählten Kunden. Bereits während der Einführungsphase sorgt der IT‐Betrieb aus den All for One Rechenzentren für eine klare Konzentration der Ressourcen. Auch bei der AZO Group in Osterburken gibt eine neue Unternehmenssoftware in Verbindung mit Zusatzlösungen von All for One den Takt vor. War es hier zuvor enorm aufwendig, Fertigungsaufträgen alle benötigten Begleitdokumente richtig zuzuordnen, werden diese heute in einem Arbeitsgang automatisch zusammen mit dem Hauptdokument erstellt und auch noch elektronisch versandt und für spätere Zugriffe in digitaler Form abgelegt.

Um Projekte systematisch zu steuern und Chancen wie Risiken frühzeitig zu identifizieren, benötigen Projektdienstleister wie die IVU Traffic Technologies AG, Berlin, oder die hofer powertrain GmbH, Oberboihingen, eine SAP‐Branchenlösung wie All for Service. Neben einem umfassenden Überblick über die kapazitätsmäßige Gesamtsituation erleichtert All for Ser‐ vice zudem das »Matching« von benötigten und verfügbaren Skills und Ressourcen zur Steigerung der Auslastung. Zudem sinken so die Reisekosten der Berater.

Dienstleistungsunternehmen springen auch weiterhin am schnellsten auf den »On‐Demand‐Zug« von SAP Business By‐ Design auf. So haben die beiden Softwareberatungsunternehmen IMMOLOGIS GmbH, Kassel, und die GiS – Gesellschaft für integrierte Systemplanung mbH, Erlangen, All for One mit der Bereitstellung und Einführung der »Cloud« Software beauftragt. Neben der Nutzung von SAP Business ByDesign für ihre eigenen Geschäftsabläufe bieten beide Unternehmen die On‐Demand‐Software auch ihren eigenen Kunden an und arbeiten dazu – als All for One Businesspartner – eng mit All for One zusammen.

Bevor der Technische Überwachungsverein (»TÜV«) seine eigenen Geschäftsabläufe einer IT‐Lösung anvertraut, wird diese besonders genau überprüft. So geschehen bei der TÜV AUSTRIA HOLDING AG, Wien/Österreich. »Durchgängiges Finanz‐ und Personalmanagement einschließlich Geschäftsdatenanalyse«, lautet die Maßgabe für die ersten Projektschritte nach abgeschlossener Überprüfung der vorgestellten SAP‐Lösung. Über 800 Benutzer in der Zentrale und ihren 23 Tochtergesell‐ schaften werden zukünftig ihre neue SAP‐Anwendung von All for One nutzen.

Anspruchsvolle Mandate, die über Monate laufen und von spezialisierten Teams betreut werden, sind das Tagesgeschäft der Anwaltskanzlei Wenger & Vieli AG, Zürich/Schweiz. Für den Überblick über bereits erbrachte, wie über die noch zu er‐ bringenden Leistungen sorgt die SAP‐Branchenlösung ProServ von der All for One Tochtergesellschaft Process Partner AG,

St. Gallen/Schweiz. AXA Real Estate, Zürich/Schweiz, eine 100‐prozentige Tochtergesellschaft von AXA Investment Mana‐ gers, zählt zu den größten Immobilien‐ und Assetmanagern in Europa. In einem Pilotprojekt in der Schweiz konnte die Pro‐ cess Partner AG die SAP‐Einführung für Rechnungswesen und Controlling samt Anbindung von Drittsystemen erfolgreich realisieren.

In nur vier Monaten haben die Consultants der Process Partner AG zudem bei der redtoo AG in Reinach/Schweiz ihre SAP‐ Branchenlösung ProServ für über 130 Mitarbeiter produktiv gesetzt. Der IT Full‐Service Provider bildet damit den gesamten Wertefluss, von der Leistungserfassung über das Controlling bis zur Fakturierung ab.

Neben vielen Neukundenprojekten hat die All for One Gruppe auch bei den Stammkunden weiter zugelegt: Bereits seit über 10 Jahren ist die Process Partner AG für das in St. Gallen ansässige Unternehmen Abraxas Informatik AG der bevorzugte Lösungs‐ und Beratungspartner. Das liegt vor allem an der hohen Prozesskompetenz in der Dienstleistungsbranche, die die Consultants der Process Partner AG auszeichnet. Im Berichtszeitraum wurden zahlreiche Projekte erfolgreich abge‐ schlossen.

Bei der Randstad Deutschland GmbH & Co. KG, München, haben die Berater der KWP Kümmel, Wiedmann + Partner Unternehmensberatung GmbH (nachfolgend KWP), Heilbronn, eine Tochtergesellschaft von All for One, neue Personal‐ beurteilungsprozesse eingeführt. Zielvereinbarung, Kompetenzeinschätzung, Förderplan, Beurteilung für Auszubildende und Studenten, Erstellung von Arbeitszeugnissen und »Manager Appraisal« (Bewertung von Führungskräften) stehen jetzt über ein Portal als Self Service zur Verfügung. Zudem wird die neue Lösung mittlerweile auch von der gesamten Randstad Deutschland Gruppe genutzt. Bei der Zollner Elektronik AG, Zandt, hatte KWP in den zurückliegenden Jahren schrittweise den Umstieg auf SAP ERP Human Capital Management vollzogen und dazu bereits Personaladministration, Organisations‐ management, Personalkostenplanung und Veranstaltungsmanagement eingeführt. In 2010/11 folgte der Bereich Personal‐ entwicklung. Der Betrieb der Systemlandschaft erfolgt in den All for One Rechenzentren.

2. Ertrags‐, Finanz‐ und Vermögenslage

Umsatzerlöse und operatives Ergebnis (EBIT) dienen als Schlüsselkennzahlen zur Steuerung der All for One Midmarket AG. Die Steuerungsgrößen sind im Hinblick auf einen möglichst nachhaltig profitablen Wachstumskurs aufeinander abgestimmt.

Zusätzlich zu diesen finanziellen Leistungsindikatoren kommen auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren für die Unter‐ nehmenssteuerung zur Anwendung. So konnte die bereits hohe geografische Abdeckung der Kundenmärkte außerhalb der deutschsprachigen Länder im Rahmen des United VARs Partnernetzwerks durch eine erfolgreiche Partnerentwicklung auf dem hohen Vorjahresniveau von über 56 Ländern (2009/10) – darunter alle weltweit bedeutenden Industriezentren der All for One Zielbranchen – weiter gefestigt werden. Zudem wurden umfassende Vorbereitungen getroffen, um den Partner‐ verbund United VARs zukünftig mit einer von allen Partnern anteilig finanzierten Führungsgesellschaft auszustatten. Die Ausgaben für Schulungs‐ und Weiterbildungsmaßnamen pro Mitarbeiter liegen im Berichtsjahr nahezu auf demselben hohen Vorjahresniveau.

Nach den im September 2011 veröffentlichten Ergebnissen der Benchmark Studie TOP CONSULTANT 2011 zählt die All for One Midmarket AG zu den »Besten IT‐Beratern für den deutschen Mittelstand«. Diese Bewertung basiert vor allem auf Kundeninterviews zur Ermittlung der »Zufriedenheit« sowie der vom Kunden empfundenen »Professionalität« der Consul‐ tants bei der Erbringung ihrer Beratungsleistungen.

2.1. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Finanzmanagement bedeutet bei All for One vor allem Liquiditätsmanagement, Kapitalstrukturmanagement sowie das Management von Währungen und Zinsen. Einen besonderen Schwerpunkt des Finanzmanagements bildet zudem die Überwachung und Einhaltung der Auflagen von Darlehensverträgen zur Unternehmensfinanzierung. Näheres zu den Finanzierungs‐ und Liquiditätsrisiken enthält der Risikobericht (Punkt 3).

2.2. Entwicklung Umsatzerlöse und Ertragslage

Die nachfolgende Übersicht verdeutlicht die Entwicklung der Umsatzerlöse und der Ertragslage:

in TEUR 10/2010 – 9/2011 10/2009 – 9/2010 Delta
Umsatzerlöse 59.584 51.939 15%
Bestandsveränderung 937 345 172%
Sonstige betriebliche Erträge 1.569 2.035 ‐23%
Materialaufwand 23.251 20.002 16%
Rohergebnis 38.839 34.317 13%
Personalaufwand 24.650 21.810 13%
Abschreibungen 2.079 2.251 ‐8%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.388 10.110 13%
Betriebsergebnis 722 146 395%

* Veränderungen basieren auf Werten in TEUR

Die All for One Midmarket AG konnte ihre Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2010/11 um erfreuliche 15% auf 59,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr steigern.

Die wiederkehrenden Umsatzerlöse aus Outsourcing Services (einschließlich Softwarewartung) sind im Geschäftsjahr 2010/11 um 13% auf 29,6 Mio. EUR angestiegen. Damit entfallen erneut 50% (2009/10: 50%) des Umsatzes auf diesen Bereich. Die Erlöse aus dem Verkauf von SAP‐Lizenzen konnten aufgrund der sehr branchenfokussierten Vertriebsorien‐ tierung und dem guten Konjunkturverlauf im Jahresvergleich um 25% auf 12,5 Mio. EUR gesteigert werden. Die Consulting‐ Erlöse stiegen im Jahresvergleich um 11% auf 17,4 Mio. EUR.

Die Bestandsveränderung resultiert im Wesentlichen aus einer Erhöhung unfertiger Leistungen, d.h. aus Beratungspro‐ jekten, die noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Aufgrund einer einmaligen Zuschreibung auf eigenen Aktien im Vorjahr in Höhe von 0,3 Mio. EUR sind die sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2010/11 mit 1,6 Mio. EUR um

23% unter dem Vorjahreszeitraum geblieben. Korrespondierend zum Umsatzanstieg von 15% hat sich der Materialaufwand um 15% auf 23,1 Mio. EUR erhöht. Damit konnte das Rohergebnis um 13% auf 38,8 Mio. EUR gesteigert werden. Der Personalaufwand hat aufgrund des Personalanstiegs im Jahresvergleich um 13% auf 24,7 Mio. EUR zugelegt. Die Redu‐ zierung der Abschreibungen um 8% auf insgesamt 2,1 Mio. EUR resultiert hauptsächlich aus einer geringeren Investitions‐ tätigkeit im Bereich der Sachanlagen als in den Vorjahren. Aufgrund eines strikten Kostenmanagements konnten der sonstige betriebliche Aufwand unterproportional zum Umsatzwachstum auf einem Niveau von 11,4 Mio. EUR gehalten werden – ein Plus von 13% gegenüber dem Vorjahr. Bereinigt um die bereits angefallenen Einmalkosten aus dem Kauf der Anteile an der Steeb Anwendungssysteme GmbH (nachfolgend Steeb) in Höhe von 0,3 Mio. EUR ist der sonstige betrieb‐ liche Aufwand lediglich um 10% gestiegen.

Aufgrund der über den eigenen Erwartungen liegenden Lizenzumsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr und eines konse‐ quenten Kostenmanagements konnte die Ertragskraft stärker als geplant gesteigert werden. Insgesamt verbesserte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 0,1 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2009/10) auf 0,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2010/11.

2.3. Vermögens‐ und Finanzlage

Gegenüber dem 30. September 2010 hat sich die Bilanzsumme um 3% von 48,5 Mio. auf 50,0 Mio. EUR am 30. September 2011 erhöht.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind in den vergangenen 12 Monaten aufgrund von planmäßigen Abschreibun‐ gen um 1,1 Mio. auf 8,2 Mio. EUR gesunken. Das Sachanlagevermögen hat sich im selben Zeitraum um 0,7 Mio. auf 2,3 Mio. EUR erhöht. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus einem Wechsel des Finanzierungsmodells für Rechen‐ zentrumskomponenten. Dabei wurden Leasingverträge durch Mietkaufmodelle ersetzt, die als Anlagenzugänge bilanziert werden. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit 14,2 Mio. EUR zum 30. September 2011 (30. September 2010: 14,2 Mio. EUR) nahezu unverändert geblieben.

Im gleichen Zeitraum sind die Vorräte von 1,0 Mio. auf 1,9 Mio. EUR gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung unfertiger Leistungen. Hierbei handelt es sich um Beratungsprojekte, die noch nicht vollständig abgeschlos‐ sen sind. Infolge der deutlichen Geschäftsausweitung und der starken Softwarelizenzverkäufe zum Geschäftsjahresende sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 5,3 Mio. EUR (30. September 2010) auf 6,7 Mio. EUR (30. Sep‐ tember 2011) gestiegen. Im Gegenzug sind die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 0,6 Mio. auf 1,0 Mio. EUR reduziert worden. Mit intensivem Forderungsmanagement konnte der Anstieg somit auf insgesamt 11% be‐ grenzt werden. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben im Geschäftsjahr 2010/11 um 2,0 Mio. auf 2,3 Mio. EUR zum 30. September 2011 zugenommen. Diese Erhöhung resultiert aus einer in 2009 abgeschlossene Vereinbarung über die Ver‐ äußerung der Beteiligung an der AC‐Service (Schweiz) AG, die auch variable Kaufpreisbestandteile enthält, die erstmals im aktuellen Berichtsjahr zum Ausweis kommen. Aufgrund der Einziehung der eigenen Aktien und der damit verbundenen Kapitalherabsetzung haben sich die eigenen Aktien um 2,4 Mio. EUR auf null reduziert. Die liquiden Mittel konnten im Berichtszeitraum von 12,5 Mio. EUR (30. September 2010) auf 12,8 Mio. EUR (30. September 2011) erhöht werden.

Aufgrund der im März 2011 durchgeführten Kapitalherabsetzung (vereinfachte Form) hat sich das Eigenkapital im Ge‐ schäftsjahr 2010/11 zunächst reduziert (Anhang unter Punkt: III. Spezielle Angaben zum Abschluss). Im Gegenzug konnte aufgrund eines Bilanzgewinns in Höhe von 5,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2010/11 die Kapitalherabsetzung deutlich über‐ kompensiert werden und das Eigenkapital insgesamt von 32,7 Mio. auf 34,4 Mio. EUR angehoben werden.

Die Rückstellungen sind im Geschäftsjahr 2010/11 deutlich von 4,8 Mio. auf 6,4 Mio. EUR zum 30. September 2011 ange‐ stiegen. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus dem Personalbereich (Boni, Urlaub). Im Gegenzug konnten die Verbindlich‐ keiten um 1,7 Mio. auf 9,0 Mio. EUR zum 30. September 2011 reduziert werden. Dabei wurden im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch fristgerechte und vorzeitige Tilgungen im Geschäftsjahr 2010/11 von 5,0 Mio. auf 3,5 Mio. EUR reduziert.

Damit ist die Eigenkapitalquote im Geschäftsjahr 2010/11 von 68% auf 69% angestiegen. Insgesamt verfügt die All for One Midmarket AG zum 30. September 2011 über eine robuste Bilanz mit einer sehr soliden Finanzausstattung.

2.4. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter der All for One Midmarket AG ist im Geschäftsjahr 2010/11 gegenüber dem Vorjahr um 12% auf 281 zum 30. September 2011 angestiegen.

Für ein IT‐Dienstleistungsunternehmen wie die All for One Midmarket AG ist nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg eng mit hochqualifizierten und motivierten Mitarbeitern verbunden. Konsequente und nachhaltige Personalarbeit bildet daher eine tragende Säule der mit »The human face of IT« überschriebenen Unternehmenskultur. Diese will den hohen Leistungswillen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hinblick auf herausragende Servicequalität und hohe Kundenzufriedenheit er‐ halten und fördern sowie auch das gute Image von All for One als attraktiver Arbeitgeber weiter steigern.

Im Berichtszeitraum 2010/11 wurde vor allem an der Umsetzung von Detailergebnissen und Erkenntnissen aus »Great Place to Work« (2010) gearbeitet. Schwerpunkte dabei bilden unter anderem die kontinuierliche Verbesserung der Work‐Life‐ Balance der Mitarbeiter sowie der Ausbau des Gesundheitsmanagements. Zudem wurde noch mehr in die Qualifizierung investiert. Gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen bereiten Mitarbeiter zum Beispiel auf das richtige Verhalten in schwierigen Beratungssituationen vor oder helfen, ihre Fähigkeiten zum Steuern und Moderieren von anspruchsvollen Kundenprojekten weiter zu verbessern. Neben der reinen Fachkompetenz entscheiden solche »Skills« gerade im Mittel‐ stand besonders über den Projekterfolg.

Ein Jahr nach »Great Place to Work« hat sich All for One erstmals in 2011 an der Benchmark Studie TOP CONSULTANT be‐ teiligt. Die im September 2011 veröffentlichten Ergebnisse haben gezeigt, dass die forcierten Personalentwicklungsmaß‐ nahmen längst auch im Kundenmarkt positiv wahrgenommen werden. So zählt die All for One Midmarket AG zu den »Besten IT‐Beratern für den deutschen Mittelstand«. Diese Bewertung basiert vor allem auf Interviews mit Kunden zur Ermittlung der »Zufriedenheit« sowie der vom Kunden empfundenen »Professionalität« der All for One Consultants bei der Erbringung ihrer Beratungsleistungen.

Bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter macht sich die Außenwirkung der guten Platzierung bei »Great Place to Work« und »TOP CONSULTANT« zwar positiv bemerkbar, dennoch bewegt sich das Angebot an mittel‐ standserfahrener SAP‐Berater auf den Personalmärkten mittlerweile wieder auf dem engen Vorkrisen‐Niveau und erfordert eine hohe Intensität bei der Personalsuche.

Umso mehr engagiert sich die All for One darin, die Attraktivität als Arbeitgeber weiter zu steigern sowie die vorhandenen Mitarbeiter zu binden. So wurden im Geschäftsjahr 2010/11 die Laufbahnmodelle im Consulting wie im Managed Services Bereich überarbeitet und ergänzt, um Mitarbeitern mehr Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten anbieten zu können.

Auch auf Seiten der Ausbildung engagiert sich All for One. So kooperieren die Duale Hochschule Baden Württemberg Campus Ravensburg und All for One bei der Ausbildung von Studenten des Fachbereichs Wirtschaftsinformatik beim Dualen Studium Bachelor of Science. Darüber hinaus werden Diplom‐ und Semesterarbeiten betreut, für Schüler und Studenten Praktika konzipiert und Werkstudenten beschäftigt.

Die Gehälter beinhalten neben einer fixen Vergütung zusätzliche leistungsorientierte variable Anteile sowie eine ergebnis‐ orientierte Komponente. Die Höhe der variablen Anteile ist abhängig vom Tätigkeitsbereich und von der Stellung im Unter‐ nehmen.

Der Vorstand dankt allen Mitarbeitern für ihren großen Einsatz und die hervorragende Arbeit.

3. Risikobericht

Als international agierender SAP Komplettdienstleister ist die All for One Midmarket AG zahlreichen Risiken ausgesetzt. Ziel der wertorientierten und verantwortungsbewussten Unternehmensführung des Managements ist es daher, die unter‐ nehmerischen Chancen konsequent zu nutzen und potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren und vorausschauend zu steuern. Dazu verfügt die Gesellschaft über ein umfassendes Risikomanagement‐System und ein internes Kontrollsystem, das im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter entwickelt und verfeinert wurde.

3.1. Risikomanagement‐System

Gemäß § 91 Abs. 2 Aktiengesetz hat der Vorstand in seiner Gesamtverantwortung für den Konzern ein Risikofrüherken‐ nungssystem eingerichtet, um bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Das Risikofrüherkennungssystem ist integraler Bestandteil der Planungs‐, Steuerungs‐ und Berichterstattungsprozesse.

An der Spitze der Risikomanagement‐Organisation steht der Risk‐Manager. Die operativen Risikomanagement‐Aufgaben werden unter Führung des Risk‐Managers durch ein Risikomanagement‐Team wahrgenommen. Dieses Team besteht im Kern aus den Risikobeauftragten der Fachbereiche der operativen Führungsgesellschaft. Zudem gibt es Risikobeauftragte in den Tochtergesellschaften. Sie überwachen in ihrem Bereich beziehungsweise in ihrer Tochtergesellschaft kontinuierlich die

Entwicklung der Risiken und die Wirkung der Maßnahmen zur Risikobegrenzung, nehmen auf dieser Basis eine Risiko‐ analyse und ‐bewertung vor und berichten regelmäßig an den Risk‐Manager. Das Risikohandbuch hält dazu eine einheit‐ liche Methodik fest, dokumentiert die Risikomanagement‐Prozesse und liefert darüber hinaus Hilfsmittel zur fortlaufenden Dokumentation der Ergebnisse. Unter Leitung des Risk‐Managers kommt das Risikomanagement‐Team periodisch zu Work‐ shops zusammen. Die Ergebnisse daraus fließen in den Risikobericht ein, den der Risk‐Manager quartalsweise erstellt und dem Management vorlegt. Parallel dazu werden einzelne Risiken zusätzlich auch dezentral in den einzelnen Bereichen und Tochtergesellschaften über spezielle Analysen und zusätzlich eingerichtete Verantwortungen überwacht. Der Vorstand und der Risk‐Manager besprechen die identifizierten Risiken eingehend, überprüfen und passen die Gegenmaßnahmen an sowie bewerten die verbleibenden Restrisiken.

Dieses in die Aufbau‐ und Ablauforganisation fest integrierte Risikomanagement‐System stellt die Basis der Risikofrüh‐ erkennung und ‐steuerung dar, und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr durch seine kontinuierliche Weiterentwicklung das Risikobewusstsein im Konzern weiter gestärkt.

3.2. Internes Kontrollsystem

Das interne Kontrollsystem ist integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse der All for One Midmarket AG, umfasst eine Vielzahl von Überwachungs‐, und Steuerungsmechanismen und beruht im Kern auf den tragenden Säulen »4‐Augen‐ prinzip«, »Funktionstrennung«, »Integriertes Berichtswesen« und »Interne Revision«. Das Controlling übernimmt dabei eine zentrale Rolle. Mit Hilfe von strukturierten und einheitlichen Regelwerken wie Zeichnungsrichtlinien, Geschäfts‐ ordnungen, Organisationsanweisungen und ähnlichen wird das »4‐Augenprinzip« innerhalb des Konzerns operativ umge‐ setzt und überwacht. Als Steuerungs‐ und Sicherheitsmechanismus dient zudem auch ein abgestimmtes Berechtigungs‐ konzept, welches entlang der bestehenden Führungsorganisation sehr genau den Zugang und die Tätigkeiten einzelner Per‐ sonen und Personengruppen zu den überwiegend SAP‐basierten Anwendungen und deren Funktionsbereiche absteckt. Eine strikte und eindeutige »Funktionstrennung« von kritischen Geschäftsprozessen erhöht die Sicherheit der Abläufe und deren Qualität. Einzelnen Personengruppen sind zudem Querschnittsfunktionen zugewiesen, so dass auch eine gegenseitige Kon‐ trollverantwortung ressortübergreifend implementiert ist.

Das »Integrierte Berichtswesen« umfasst ein detailliertes Planungs‐, Steuerungs‐ und Berichtssystem mit einer Vielzahl von Analysen und Berichten zur Lage und zum Ausblick des Konzerns. Der Planungsprozess erfolgt »Bottom‐Up« und auf monat‐ licher Basis. Zudem erfolgt regelmäßig ein Forecasting der einzelnen Gesellschaften und Bereiche, um die Unternehmens‐ steuerung weiter zu verbessern, Abweichungen möglichst frühzeitig zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen gegensteuern zu können. Das bestehende Konzern‐Informationssystem wird durch Management Meetings und Business Reviews auf verschiedenen Ebenen in den einzelnen Bereichen und Gesellschaften gewährleistet. Dort werden zudem Chancen, Risiken und Entwicklungen diskutiert, verfolgt, bewertet und in Protokollen dokumentiert.

Zudem werden pro Jahr ein bis zwei Gesellschaften des Konzerns durch die »Interne Revision« gesondert untersucht, die unter anderem die Einhaltung interner Richtlinien und die Qualität des internen Kontrollsystems überprüft. Über die Ergebnisse der internen Revision berichtet der Revisionsleiter direkt an den Vorstand und den Aufsichtsrat.

3.3. Einzelrisiken

Risiken der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Die weltweite Finanz‐ und Wirtschaftskrise in 2008/09 hat die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und das konjunkturelle Umfeld in bisher nicht gekannter Intensität belastet. Im Verlauf von 2009/10 trat – stärker und schneller als erwartet – eine konjunkturelle Erholung ein, deren Zenit in 2010/11 jedoch bereits überschritten zu sein scheint und das Ende der Boom‐ phase bedeuten könnte. Der starke Anstieg der Rohstoffpreise, die Folgen der Naturkatastrophe in Japan, die geringen Fortschritte bei der Eindämmung der hohen Staatsverschuldung in einigen großen Volkswirtschaften, die anhaltende Euro‐ krise verbunden mit starken Einbrüchen an den Finanzmärkten trüben zunehmend das konjunkturelle Stimmungsbild ein. Der Vorstand verfolgt die weitere Entwicklung mit hoher Aufmerksamkeit, um allenfalls schnell korrigierende Maßnahmen einleiten zu können. Trotzdem verbleiben erhebliche Risiken der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Weitere Entwick‐ lungen, die ebenfalls außerhalb des Einflussbereichs der All for One Midmarket AG liegen, wie etwa Veränderungen im Bereich der Steuergesetzgebung, können Risiken für die zukünftige Geschäftsentwicklung darstellen, die Planungssicherheit beeinträchtigen und das Erreichen von Umsatz‐ und Ertragszielen gefährden.

Branchenrisiken: Preisdruck / Forderungsausfall / Insolvenzen

Die All for One Midmarket AG ist überwiegend in sehr wettbewerbsintensiven Märkten tätig. Sie sind von schnell voran‐ schreitenden, technologischen Entwicklungen gekennzeichnet. Daraus ergeben sich naturgemäß Risiken. Der hohe Wett‐ bewerbsdruck könnte zu einem höher als erwarteten Preis‐ und Margendruck führen. Weitere Risiken ergeben sich durch die klare Ausrichtung auf die Branchen Maschinen‐ und Anlagenbau, Automobilzulieferindustrie und Projektdienstleister. Die nunmehr über vier Jahre ausgebauten und weiter verfeinerten Systeme und Abläufe zur Früherkennung von Insolvenz‐ risiken bei Kunden – ein konsequentes Forderungsmanagement eingeschlossen – haben sich als nachhaltig wirkungsvoll erwiesen. Dem Risiko von Forderungsausfällen wird zudem durch Wertberichtigungen sowie durch eine Versicherung Rech‐ nung getragen. Am Ausbau der hochwertigen Dienstleistungsangebote sowie an der vertieften Integration des Gesamt‐ leistungsangebots zur weiteren Stärkung der wiederkehrenden Erlöse aus langjährigen Kundenverträgen wird weiter intensiv und mit anhaltend guten Erfolgen gearbeitet. Vorteile und Nutzen für die Kunden konnten weiter erhöht und so die Wirkung des hohen Preisdrucks auf die Margen gedämpft werden. Dennoch können damit Kostenüberschreitungen oder Forderungsausfälle zu Lasten des Ergebnisses auch weiterhin nicht ausgeschlossen werden.

Risiken des Leistungsportfolios / Abhängigkeit von SAP

Mit der Strategie eines Komplettdienstleisters für die Unternehmenssoftwarelösungen einzig von SAP besteht eine hohe Abhängigkeit von dem weltgrößten Anbieter von Unternehmenssoftwarelösungen. Der weitere Markterfolg bestehender wie zukünftiger SAP‐Produkte, die Nachhaltigkeit der SAP‐Mittelstandsstrategie und der damit einhergehenden Regelungen und Bedingungen für den Partnervertrieb lassen sich nicht mit Bestimmtheit vorhersagen und stellen daher ebenfalls ein beträchtliches Risiko dar. Die All for One Midmarket AG arbeitet jedoch auf allen Ebenen intensiv und eng mit SAP zusam‐ men. So ist All for One zum Beispiel festes Mitglied des SAP‐Partner Executive Councils. Dieses zentrale europäische Gremium innerhalb der SAP‐Organisation dient SAP nicht nur als bloßes »Sounding Board«, sondern hat in Partnerfragen hohes Gewicht. Darüber hinaus steht das Management regelmäßig in engem Kontakt mit den Entscheidungsträgern der SAP, um die Positionen der Partner und die Bedürfnisse der Mittelstandskunden Nachdruck zu verleihen.

Risiken der Energiepreisentwicklung

All for One wird zunehmend mit den Risiken stark steigender Energiepreise konfrontiert. Um die Energieeffizienz zu ver‐ bessern, investiert All for One in den Rechenzentren nachhaltig in modernste Technologien und Infrastrukturlösungen wie »Virtualisierung«, »Deduplizierung« oder »indirekte Kühlung«. Auch die Konzentration möglichst vieler Kundensysteme auf zwei Rechenzentren hilft, die Energiegesamtbilanz gegenüber Einzellösungen beim Kunden deutlich zu verbessern. Zudem wurde für den All for One Fuhrpark ein spezielles Anreizprogramm entwickelt, so dass verstärkt Fahrzeuge mit geringerem Kohlendioxid Ausstoß zum Einsatz kommen. Trotz dieser Maßnahmen können weiterhin stark ansteigenden Energiepreise die Ertragslage des Konzerns zusätzlich belasten.

Risiken aus der Abhängigkeit von Schlüsselkunden

Grundsätzlich verteilen sich die Umsätze der All for One Midmarket AG auf eine sehr große Anzahl von Kunden. Mit keinem Kunden werden Umsätze erzielt, die mehr als 5% des Gesamtumsatzes der Gesellschaft ausmachen. Ausfälle mehrerer Kunden können jedoch die Geschäftsentwicklung empfindlich beeinträchtigen. Der Abhängigkeit von Schlüsselkunden be‐ gegnet die All for One Midmarket AG mit einem intensiven Account‐Management. Maßnahmen zur Sicherung einer nach‐ haltigen Zufriedenheit der Kunden mit den erbrachten Lösungen und Services in Verbindung mit entsprechenden vertrag‐ lichen Bindungen (Vertragslaufzeiten) erhöhen die Kundenbindung ebenso wirksam.

Personalwirtschaftliche Risiken

Bei Dienstleistungsunternehmen ist der nachhaltige wirtschaftliche Erfolg untrennbar mit hochqualifiziertem und motivier‐ tem Personal verbunden. Es ist daher von größter Bedeutung, die Attraktivität als Arbeitgeber gegenüber den bestehenden Mitarbeitern wie Bewerbern aufrecht zu halten und die vielen hochqualifizierten und erfahrenen Fachkräfte langfristig an das Unternehmen zu binden. Sollten Fach‐ und Führungskräfte das Unternehmen verlassen und kein nahtloser Übergang der Aufgaben und Verantwortungen auf geeigneten Ersatz erfolgen können, besteht das Risiko von sinkender Betreuungs‐ qualität und Kundenzufriedenheit und damit eine Beeinträchtigung des Geschäfts.

Die Personalmärkte bewegen sich zur Rekrutierung von mittelstandserfahrenen SAP‐Beratern mittlerweile bereits wieder auf dem engen Vorkrisen‐Niveau. Zwar konnte mit dem guten Abschneiden bei den Benchmark Studien »Great Place to Work« und »TOP CONSULTANT« genauso wie mit verstärkten Ausbildungsinitiativen und Personalentwicklungsmaßnahmen die Attraktivität der All for One als Arbeitgeber weiter gesteigert werden, doch trotz hoher Intensität der Personal‐ rekrutierung verbleiben personalwirtschaftliche Risiken, die die weitere Geschäftsentwicklung beeinträchtigen können.

Finanzierungs‐ und Liquiditätsrisiken

Die Bilanz weist zum 30. September 2011 eine Eigenkapitalquote von 69% aus. Der finanzielle Spielraum umfasst zudem frei verfügbare Zahlungsmittel in Höhe von 12,8 Mio. EUR sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten in Höhe von 6,7 Mio. EUR. Bisher nahezu unbeanspruchte Betriebsmittelkreditlinien von über 4 Mio. EUR sorgen für weitere finanzielle Spielräume.

Da die Verzinsung der Darlehen variabel vereinbart ist und keine Zinssicherungsinstrumente eingesetzt werden, kann eine Veränderung des Zinsniveaus das Finanzergebnis der All for One Midmarket AG negativ beeinflussen. Im Fall des Eintritts bestimmter, in den Kreditverträgen beschriebener Ereignisse (»Covenants«) sind die Kreditgeber zu einer Erhöhung des

Zinssatzes berechtigt und können die Kredite gegebenenfalls kündigen und sofort fällig stellen. Hierbei handelt es sich im Einzelnen um die Einhaltung eines festgelegten dynamischen Verschuldungsgrades, einer Cash‐Cover‐Ratio und einer Mindesteigenkapitalquote. Alle Werte werden auf Konzernebene berechnet und beurteilt. Bisher sind die »Covenants« vollständig eingehalten worden und die All for One Midmarket AG geht nach gegenwärtigem Kenntnisstand davon aus, dass diese auch weiterhin eingehalten werden können. Der Vorstand setzt hohe Sorgfalt in die Einhaltung der kreditvertrag‐ lichen Auflagen und beobachtet die Zinsentwicklung sehr genau. Dazu steht er in regelmäßigem Kontakt mit den Banken. Zudem werden über ein konzernweites Berichtswesen nicht nur die Ertragslage sondern auch die Vermögens‐ und Finanz‐ lage monatlich überwacht und Abweichungen gegenüber den Planwerten analysiert, um ungeplanten Liquiditätsabflüssen oder geringeren Zuflüssen schnellstmöglich entgegenwirken zu können. Risikobegrenzend wirkt sich auch aus, dass sich erhebliche Teile des Geschäfts auf viele Einzelkunden verteilen. Zudem unterliegt die All for One Midmarket AG keinen er‐ heblichen unterjährigen Schwankungen der Zahlungsströme, was das Cash‐Management erleichtert und die bestehenden Risiken weiter reduziert.

Risiken des Rechenzentrumsbetriebs

Die All for One Midmarket AG ist den Risiken eines Rechenzentrumsbetriebs einschließlich Datenübertragung ausgesetzt. Diese Risiken werden durch umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen begrenzt. So dient der Einsatz von Hochverfügbarkeits‐ lösungen dazu, Ausfallrisiken möglichst gering zu halten. Anwendungen und Systeme werden dazu redundant in modern‐ sten Gebäuden und Infrastrukturen betrieben, die auf zwei Rechenzentren verteilt sind. Diese sind räumlich und versor‐ gungstechnisch (vor allem Energie und Telekommunikation) getrennt. Im Falle von Unterbrechungen des Systembetriebs, die im Katastrophenfall (»K‐Fall«) bis hin zum Ausfall eines Rechenzentrums reichen können, kann der Betrieb aus dem jeweils anderen Rechenzentrum fortgesetzt werden. Zudem wird in die state‐of‐the‐art Technologien namhafter Hersteller investiert. Service Management Prozesse nach strengen Prozessdefinitionen, Audits und Zertifizierungen – zum Beispiel entsprechend den Anforderungen des Sarbanes Oxley Acts (SAS 70, ISAE 3402) – reduzieren die Risiken weiter und erhöhen gleichzeitig die Qualität der erbrachten Services. Zudem bestehen Versicherungen, die Schäden weiter begrenzen können. Dennoch können die Risiken des Rechenzentrumsbetriebs nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Risiken des Erwerbs der Steeb Anwendungssysteme GmbH

Der konsequente Umbau von All for One zu einem SAP Komplettdienstleister hatte in den zurückliegenden Jahren unter anderem zu den Anteilsverkäufen ACCURAT GmbH (2008) und AC‐Service (Schweiz) AG (2009) geführt. Beide Transaktionen hatten auch die Risikolage der Gruppe verbessert. So wurden die Abhängigkeit von Schlüsselkunden sowie Finanzierungs‐ und Liquiditätsrisiken deutlich reduziert. Mit dem Erwerb der Steeb Anwendungssysteme GmbH wird sich die Risikolage der Gruppe erneut verändern. Der Erwerb führt naturgemäß zu Integrationsrisiken und wird zudem die Finanzierungs‐ und Liquiditätsrisiken erhöhen. All for One arbeitet mit hoher Intensität und Sorgfalt an einer schnellen und sicheren Integration und verfügt zudem über weitreichende Erfahrungen aus erfolgreich abgeschlossenen Integrationsprojekten. Trotz sorgfältiger Vorbereitungen und der Unterstützung durch externe Berater verbleiben bei dem geplanten Erwerb Risiken, die die Ertrags‐ und Finanzlage erheblich beeinflussen können.

3.4. Chancen

Die klare Fokussierung auf Schlüsselindustrien in ausgewählten Segmenten des Mittelstands bietet die Chance, noch stärker als bisher als erster Beratungs‐, Lösungs‐ und Dienstleistungspartner in IT‐Vorhaben einbezogen zu werden. Zum weiteren Ausbau der Referenzkundenbasis tragen auch der starke und konsequente Direktvertrieb sowie zusätzlich der Partner‐ vertrieb bei. Zusammen mit dem Image eines qualitätsbewussten und wirtschaftlich stabilen Dienstleistungspartners, der seinen Kunden entsprechend langfristige Investitionsperspektiven bietet und damit über einen sehr guten Ruf im Markt verfügt, besteht eine gute Grundlage für weitere vertriebliche Erfolge. Die herausragende Position als einer der führenden Gold Partner mit einer hohen Sichtbarkeit in der SAP‐Organisation ermöglicht auch den Verkauf von entsprechenden SAP‐ Lizenzen. Mit dem weiteren Ausbau des Komplettangebots erhöhen sich zudem die Chancen, Kunden auch in Phasen rück‐ läufiger konjunktureller Entwicklung weiter umfassend zu begleiten und über erste Leistungsangebote hinaus schrittweise die gesamte Lösungs‐ und Dienstleistungspalette erfolgreich zu platzieren. Als Wettbewerbsvorteil erweist sich auch das gut ausgebaute Partnerprogramm »All for One Businesspartner« für den indirekten Vertrieb in den deutschsprachigen Ländern. International stellt die United VARs Kooperation eine risikoarme und mittlerweile gut etablierte, weltweite Kunden‐ betreuung auf hohem Qualitätsniveau sicher.

Die Übernahme der Steeb Anwendungssysteme GmbH und eine erfolgreiche Integration bieten zahlreiche Skalierungs‐ möglichkeiten, welche die Ertragsentwicklung zukünftig weiter verbessern können. So können beispielsweise Outsourcing Services und SAP Zusatzlösungen auch in der Steeb Kundenbasis platziert werden. Auch in neuen Themen wie Geschäfts‐ datenanalyse (»Business Analytics«), Mobile Lösungen (»Mobile Solutions«) und SAP Business ByDesign steigen die Schlag‐ kraft und damit die Geschäftsaussichten.

Insgesamt besteht für All for One die Chance, zur »Nummer 1« im SAP‐Mittelstand in den deutschsprachigen Ländern auf‐ zusteigen und damit den festen Platz im »relevant set« von IT‐Ausschreibungen in den Zielbranchen weiter zu unter‐ mauern.

3.5. Gesamtrisikoprofil

In der Gesamtbetrachtung überwiegen aus Sicht der All for One Midmarket AG die dargestellten Chancen die Risiken. Auf‐ grund ihrer Marktposition mit einer großen und weiter wachsenden Anzahl von Stammkunden, angesichts ihrer gut aus‐ gebildeten, engagierten Mitarbeiter und dem mittlerweile gut etablierten Fundament ist die All for One Midmarket AG zuversichtlich, den Herausforderungen des aktuellen Gesamtrisikoprofils auch weiterhin erfolgreich begegnen zu können. Zu dieser Einschätzung trägt auch das bestehende Risikomanagement‐System bei, mit dem frühzeitig Veränderungen der Risikolage erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können.

4. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung der Zielmärkte

Bis dato trotzt die deutsche Wirtschaft – mit ihrer starken industriellen Substanz auf dem Weltmarkt gut positioniert – der Euro Krise. Die Auftragslage ist nach wie vor gut. Die Kapazitätsauslastung ebenfalls. Trotz der eingetrübten Geschäftsprog‐ nosen wollen viele Mittelständler auch weiterhin mehr investieren und zusätzliche Mitarbeiter einstellen. (Quelle jeweils: dpa, Handelsblatt, 1. September 2011). Selbst für einen konjunkturellen Abschwung und längere Durststrecken sehen sich viele Unternehmen heute besser gerüstet als zuvor. Dennoch wäre es möglich, dass die Krise der Finanzmärkte erneut auf die Realwirtschaft übergreift. So besteht durchaus die Gefahr, bei einem möglichen weltweiten Abschwung mit nach unten gerissen zu werden. Zumindest für 2011/12 gilt eine Rückkehr zu dem vergleichbar hohen Wachstumstempo in 2010 als ausgeschlossen.

Liegen die Erwartungen für 2011 bei einem Plus von 14%, erwartet der deutsche Maschinenbau für 2012 nur noch ein – vergleichsweise geringes – Wachstum von 4%, so der Branchenverband VDMA. Gleichfalls wird jedoch nicht mit einem Konjunktureinbruch vergleichbar mit 2008 gerechnet. Auch der Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie (ZVEI), dem viele Automobilzulieferunternehmen angehören, zeigt sich optimistisch. Bei 5% sollen die Zuwächse 2012 liegen, gegenüber 10% in 2011 (Quelle jeweils: Handelsblatt, 9. September 2011).

Ausblick auf die Entwicklung der IT‐Märkte

Auch beim Ausblick auf die Entwicklung der IT‐Märkte in 2012 machen sich die Schuldenkrise in Europa und die Turbu‐ lenzen an den Finanzmärkten kaum bemerkbar. So sehen sich IT‐Anwender bis dato nicht veranlasst, ihre Planungen zu revidieren. Herausforderungen wie »Internationalisierung«, »Wettbewerb« oder »Kostendruck«, dürfte auch weiterhin für steigende Anforderungen an die Unternehmenssoftwarelandschaft und die IT‐Infrastruktur sorgen. Bei letzterer zählen in erster Linie der Einsatz energieeffizienter Technologien sowie die Gewährleistung von ständiger Verfügbarkeit und Sicher‐ heit. So rechnen Marktbeobachter für 2012 mit einem Wachstum der IT‐Märkte von etwa 4% (Quelle: techconsult, 1. Juli 2011). Selbst jüngere Einschätzungen wie der BITKOM‐Index (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) sprechen unverändert von einer »dynamischen Entwicklung« der IT‐Märkte (Quelle: BITKOM, 20. September 2011).

Voraussichtliche Geschäftsentwicklung der All for One

Mit präziser Vorbereitung und einer durchdachten Strategie hat sich die All for One Midmarket AG in den zurückliegenden Jahren schrittweise eine neue Ausgangsposition erarbeitet.

Das stabile und gut »eingeschwungene« Geschäftsmodell soll auch im Geschäftsjahr 2011/12 einen weiteren Wachstums‐ schritt ermöglichen. Die Anzahl der Mitarbeiter soll ebenfalls leicht ansteigen. Insgesamt soll die All for One Midmarket AG im Geschäftsjahr 2011/12 ein mittleres einstelliges Umsatzwachstum sowie ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäfts‐ tätigkeit (vor Einmalaufwendungen zur Integration der Steeb Anwendungssysteme GmbH) oberhalb des Geschäftsjahres 2010/11 erreichen. Die größten Risiken liegen im kommenden Geschäftsjahr bei konjunkturellen Rückschlägen, die auch zu Insolvenzen im Kundenstamm führen könnten, sowie bei Verzögerungen bei der Integration der Steeb Anwendungssysteme GmbH. Das gemeinsame Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit eines möglichen kombinierten Unternehmens aus

All for One und Steeb wird im Geschäftsjahr 2011/12 einmalig durch Integrationskosten belastet. Bereits im Geschäftsjahr 2012/13 sollten jedoch die verbesserten Renditemöglichkeiten des kombinierten Unternehmens aus All for One und Steeb zum Tragen kommen und zu einem stärkeren Anstieg beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit führen, als dies für All for One »stand alone« zu verzeichnen wäre.

5. Nachtragsbericht

Am 10. November 2011 hat die All for One Midmarket AG die Unterzeichnung eines Kaufvertrags zur Übernahme aller Anteile an der Steeb Anwendungssysteme GmbH, Abstatt, bekannt gegeben. Steeb zählt zu den führenden SAP‐System‐ häusern in Deutschland. Mit etwa 1.000 Kunden und 190 Mitarbeitern erzielt das Unternehmen einen Umsatz von rund 60 Mio. EUR. Die Steeb Anwendungssysteme GmbH ist eine 100‐prozentige Tochtergesellschaft der SAP AG, Walldorf. Der Erwerb dient dem Ziel, die bereits hohe Schlagkraft von All for One als SAP Komplettdienstleister am Markt weiter zu erhöhen und zusätzliche Wachstumspotenziale zu erschließen, um auf dieser Basis dauerhaft eine neue »Nummer 1« im SAP‐Mittelstandsmarkt in den deutschsprachigen Ländern zu formieren. Die im aktuellen Berichtsjahr im Hinblick auf die beabsichtigten Transaktion bereits angefallenen Aufwendungen (Due Diligence, etc.) wurden in Höhe von 0,3 Mio. EUR aufwandswirksam im Geschäftsjahr 2010/11 verbucht. Der Anteilsübergang erfolgte mit Wirkung zum 1. Dezember 2011.

6. Sonstige Angaben

6.1. Abhängigkeitsbericht

Die CROSS Informatik GmbH, Wels/Österreich, hält seit dem 12. März 2011 über 50% der Stimmrechte an der Gesellschaft. Daher gilt die All for One Midmarket AG als ein von der CROSS Informatik GmbH abhängiges Unternehmen. Da zwischen der Gesellschaft und der CROSS Informatik GmbH weder ein Gewinnabführungs‐ noch ein Beherrschungsvertrag bestehen, ist der Vorstand der Gesellschaft zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Aktiengesetz verpflichtet. Bis zum 12. März 2011 galt die All for One Midmarket AG als ein von der BEKO HOLDING AG, Nöhagen/Österreich, abhängiges Unternehmen. Die BEKO HOLDING AG hielt seit dem 27. November 2003 über 50% der Stimmrechte an der Gesellschaft.

Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 Aktiengesetz, dass die All for One Midmarket AG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist.

6.2. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Homepage der Gesellschaft im Internet unter www.all‐for‐one.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

6.3. Vergütungsbericht des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Vorstand der All for One Midmarket AG bestand im Berichtsjahr aus Lars Landwehrkamp und Stefan Land. Die Gesamt‐ bezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen für das laufende Geschäftsjahr 1.176 TEUR (2009/10: 921 TEUR). Die fixen Bezüge (inkl. Sonstiges) der Mitglieder des Vorstands setzen sich aus einem Grundgehalt, einem Sachbezug für die Bereit‐ stellung eines Dienstwagens und die Vergütung für eine Direktversicherung zusammen. Der zusätzlich gewährte erfolgs‐ bezogene Vergütungsbestandteil orientiert sich an der jährlichen Zielerreichung des Ergebnisses vor Steuern (EBT) des ge‐ prüften Konzernabschlusses der All for One Midmarket AG. Darüber hinaus wird eine dividendenabhängige variable Ver‐ gütung gewährt, soweit für das entsprechende Geschäftsjahr Ausschüttungen an die Aktionäre erfolgen können.

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 11 der Satzung geregelt. Entsprechend dieser Bestimmung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer Auslagen eine feste Vergütung sowie ein Sitzungsgeld. Der Vorsitzende erhält den doppelten und der stellvertretende Vorsitzende erhält den eineinhalbfachen Betrag der Vergütung. Mitglieder des Auf‐ sichtsrats, die nicht während des gesamten Geschäftsjahres im Amt waren, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Eine erfolgs‐ orientierte Vergütung erfolgt nicht. Die Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat betrugen 67 TEUR (2009/10: 58 TEUR).

Darlehen oder Optionen auf Aktien wurden den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats im Berichtsjahr nicht ge‐ währt. Der individualisierte Ausweis der Bezüge beider Gremien erfolgt im Anhang.

6.4. Angaben nach § 289 Abs. 4 Handelsgesetzbuch (HGB)

Nach §289 Absatz 4 HGB werden nachfolgende Angaben gemacht:

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals (Nr. 1)

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 14.580.000 EUR setzt sich aus 4.860.000 auf den Namen lautenden, nennwertlosen Stückaktien zusammen.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen (Nr. 2)

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, insbeson‐ dere keine Beschränkungen, die sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten (Nr. 3)

Nach einer Abspaltung von Aktien, die bisher von der BEKO HOLDING AG gehalten wurden, ist die CROSS Informatik GmbH, Wels/Österreich, seit 12. März 2011 neue Hauptaktionärin der All for One Midmarket AG. Nach dem Übernahmeangebot, das die CROSS Informatik GmbH gemäß den Bestimmungen des Wertpapiererwerbs‐ und Übernahmegesetz (WpÜG) den Aktionären der All for One Midmarket AG am 17. März 2011 unterbreitet hatte, hält die Gesellschaft 65,26% des Grund‐ kapitals und der Stimmrechte der All for One Midmarket AG. Die BEKO HOLDING AG ist mit 11,11% am Grundkapital und an den Stimmrechten der All for One Midmarket AG beteiligt.

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten (Nr. 4)

Aktien an der All for One Midmarket AG mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligung (Nr. 5)

Zudem sind keine Arbeitnehmer am Grundkapital der All for One Midmarket AG beteiligt, die ihre Kontrollrechte nicht un‐ mittelbar ausüben können.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vor‐ stands und über die Änderung der Satzung (Nr. 6)

a) Ernennung von Vorstandsmitgliedern

Nach § 6 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen wird die Zahl der Mitglieder des Vorstands durch den Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen festgelegt. Der Auf‐ sichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen und es können stellvertretende Vorstands‐ mitglieder bestellt werden. Nach § 85 Abs. 1 Aktiengesetz hat für den Fall, dass ein erforderliches Vorstandsmitglied fehlt (zum Beispiel wenn nur noch ein Vorstandsmitglied vorhanden ist) das Gericht in dringenden Fällen auf Antrag eines Beteiligten das Mitglied zu bestellen. Das Amt des gerichtlich bestellten Vorstandsmitglieds erlischt gemäß § 85 Abs. 2 Aktiengesetz in jedem Fall, sobald der Mangel behoben ist.

b) Abberufung von Vorstandsmitgliedern

Die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands kann der Aufsichtsrat gemäß § 84 Abs. 3 Satz 1 Aktiengesetz widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein solcher Grund ist nach § 84 Abs. 3 Satz 2 Aktiengesetz namentlich grobe Pflichtverletzung, Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder Vertrauens‐ entzug durch die Hauptversammlung, es sei denn, dass das Vertrauen aus offenbar unsachlichen Gründen entzogen worden ist. Der Widerruf der Vorstandsbestellung ist nach § 84 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz wirksam, bis seine Unwirksamkeit rechts‐ kräftig festgestellt ist.

c) Änderung der Satzung der Gesellschaft

Nach § 179 Abs. 1 Satz 1 Aktiengesetz bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Der Auf‐ sichtsrat ist jedoch gemäß § 17 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 Aktiengesetz befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen.

Nach § 179 Abs. 2 Satz 1 Aktiengesetz bedarf ein Beschluss der Hauptversammlung über die Änderung der Satzung grund‐ sätzlich einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Nach § 179 Abs. 2 Satz 2 Aktiengesetz kann die Satzung eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit bestimmen und weitere Erfordernisse aufstellen. Auf Grundlage dieser gesetzlichen Ermächtigung sieht § 14 Abs. 3 Satz 3 der Satzung vor, dass Beschlüsse, durch die die Satzung der Ge‐ sellschaft geändert werden soll, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden, soweit dies gesetzlich zulässig ist.

Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen (Nr. 7)

Gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand bis zum 15. März 2016 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch ein‐ oder mehrmalige Ausgabe neuer Namensaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um weitere, bis zu 7.290.000 EUR zu erhöhen (»genehmigtes Kapital 2011«). Der Aufsichtsrat ist berechtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital anzupassen.

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bei der Ausübung des »Genehmigten Kapitals 2011« das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen:

  • a) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen;
  • b) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 1.458.000 EUR nicht übersteigt und der Ausgabepreis der Stückaktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet; auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben wurden;
  • c) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Unternehmensanteilen, Beteiligungen oder Wirtschaftsgütern, soweit insgesamt 7.290.000 EUR nicht überschritten werden; auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechts‐ ausschluss ausgegeben wurden.

Die ordentliche Hauptversammlung vom 16. März 2011 hat den Vorstand ermächtigt gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz, eigene Aktien der All for One Midmarket AG bis zu einer Höhe von insgesamt 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung zu erwerben, das heißt, bis zu 486.000 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien zu erwerben. Im Berichtszeitraum hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Zum 30. September 2011 hält die Gesellschaft keine Aktien im Eigenbestand. Die zum 30. September 2010 gehaltenen 540.000 eigenen Aktien – 10% des Grundkapitals zum 30. September 2010 – wurden im Berichtszeitraum eingezogen und das Grundkapital von 16,2 Mio. EUR (30. September 2010) auf 14,58 Mio. EUR (30. September 2011) herabgesetzt. Das Grundkapital zum 30. September 2011 ist eingeteilt in 4.860.000 auf Namen lautende Stückaktien. Ihr rechnerischer Nenn‐ wert beträgt 3 EUR je Aktie.

Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots (Nr. 8)

Bei einem Kontrollwechsel ist die Gesellschaft gemäß dem bestehenden Darlehensvertrag über ursprünglich 5 Mio. EUR mit der Commerzbank AG verpflichtet, mit der Bank eine für beide Seiten zufriedenstellende Fortsetzung des Kredits zu ver‐ änderten Konditionen zu verhandeln. Ein Erwerb der Kontrolle über die CROSS Informatik GmbH ist jedoch kein »Change of Control« in Bezug auf die Gesellschaft.

Entschädigungsvereinbarungen im Fall eines Übernahmeangebots (Nr. 9)

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.

6.5. Zweigniederlassungen

Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Filderstadt und es bestehen Niederlassungen in Memmingen, Holzwickede, Ham‐ burg und Weingarten.

6.6. Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der All for One Midmarket AG sowie wirt‐ schaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der uns zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen, oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr für diese Aussagen kann daher nicht übernommen werden.

Filderstadt, 5. Dezember 2011 All for One Midmarket AG

Lars Landwehrkamp Stefan Land Vorstandssprecher Vorstand

Bilanzeid

Erklärung nach § 264 Abs. 2 Satz 3 und nach § 289 Absatz 1 Satz 5 HGB

Wir versichern, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‐, Finanz‐ und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und der Anhang die zusätzlich erforderlichen Angaben enthält.

Des Weiteren versichern wir, dass nach bestem Wissen im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäfts‐ ergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken beschrieben sind.

Filderstadt, 5. Dezember 2011 All for One Midmarket AG

Lars Landwehrkamp Stefan Land Vorstandssprecher Vorstand

Bestätigungsvermerkdes-Abschlussprüfers-

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der All for One Midmarket AG, Filderstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der All for One Midmarket AG. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 5. Dezember 2011

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schwebler Wirtschaftsprüfer Rettich Wirtschaftsprüfer