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Alexanderwerk AG

Interim / Quarterly Report Aug 30, 2017

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Interim / Quarterly Report

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Alexanderwerk AG

Remscheid

Konzernzwischenabschluss für das 1. Halbjahr 2017

Konzernzwischenlagebericht der Alexanderwerk AG

für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2017

I. Grundlagen

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Der Alexanderwerk-Konzern ist eine international tätige Unternehmensgruppe des Maschinenbaus mit einer traditionsreichen Marke. Wir bedienen anspruchsvolle Nischenmärkte mit technologisch hoch entwickelten Spezialmaschinen zum Kompaktieren und Granulieren unterschiedlichster Stoffe für diverse Anwendungsbereiche, insbesondere für die chemische und pharmazeutische Industrie sowie die Grundstoffindustrie. Zum Leistungsprogramm gehören ebenfalls ganzheitliche Systeme und die entsprechenden Softwarelösungen sowie Servicedienstleistungen und ein umfangreiches Ersatzteilgeschäft.

Die börsennotierte Alexanderwerk AG in Remscheid fungiert nach den in den Jahren 2010 und 2011 erfolgten Ausgründungen der operativen Geschäftsbereiche mittelbar über die Alexanderwerk Holding GmbH & Co. KG als reine Führungs-Holding für die folgenden Konzerngesellschaften:

Die Alexanderwerk GmbH ist für das operative Geschäft in der Alexanderwerk Gruppe verantwortlich, welches sich in Konstruktion und Entwicklung, Einkauf, Qualitätsmanagement, Montage und Vertrieb der Maschinen nahezu weltweit aufteilt. Ebenfalls wickelt diese Gesellschaft das globale Service- und Ersatzteilgeschäft, mit Ausnahme von Nordamerika, der Gruppe ab. Diese wird in der Segmentberichterstattung im Segment "Deutschland" abgebildet. Lediglich der nordamerikanische Markt wird sowohl im Neumaschinen- als auch im Ersatzteil- und Servicegeschäft durch die in Montgomeryville (PA, USA) ansässige Alexanderwerk Inc. bedient. Diese bildet ein eigenes Segment "USA" in der Segmentberichterstattung.

Ein Teil der Fertigung der mechanischen Bauteile erfolgt durch die Alexanderwerk Produktions GmbH, an der die Alexanderwerk AG mit 25 % beteiligt ist. Die Alexanderwerk Produktions GmbH wird at equity bilanziert.

Darüber hinaus wird der Konzernkreis der Alexanderwerk AG durch drei weitere operativ inaktive Gesellschaften vervollständigt.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Für das Jahr 2017 wird mit einem weltweiten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von etwa 3,6 % gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Der positive Trend ist in erster Linie auf die globale Konjunkturbelebung durch die Aufwertung des US-Dollars zu Beginn des Jahres zurückzuführen.

Auch in den für die Alexanderwerk Gruppe wichtigen Exportmärkten wird für das Geschäftsjahr 2017 mit weiterhin überproportionalem Wachstum der Märkte im Vergleich zur Weltwirtschaft gerechnet. Für die indische Konjunktur wird ein Anstieg um 8,8 %, für die chinesische Konjunktur ein Wachstum von 5,1 % und für den US-amerikanischen Markt ein Zuwachs von 4,5 % im laufenden Jahr vorausgesagt.

Lediglich in der Eurozone gibt es im 1. Halbjahr 2017 mit 1,7 % ein eher moderates aber stabiles Wirtschaftswachstum zu beobachten, welches in erster Linie auf die weiterhin hohe Konsumbereitschaft der Verbraucher zurückgeführt werden kann. Die deutsche Konjunktur startete stabil in das Jahr 2017. Das Wirtschaftswachstum im Inland verlief im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres solide. Für das deutsche Bruttoinlandsprodukt wird im laufenden Jahr mit einem Wachstum von etwa 1,5 % gerechnet.

Der deutsche Maschinenbau hingegen erlebte im vergangenen Geschäftsjahr 2016 gesamtwirtschaftlich betrachtet eine Stagnation. Der reale Umsatz der Branche wuchs im Berichtszeitraum lediglich um 1 % auf nunmehr 219 Milliarden Euro. Die Auftragseingänge gingen jedoch im selben Zeitraum real um etwa 2 % branchenweit zurück. Das ist in erster Linie auf eine vorsichtige Bestellpolitik in den anderen Euro-Partnerstaaten zurückzuführen.

3. Meilensteine im ersten Halbjahr 2017

Die Alexanderwerk Gruppe konnte nach einem guten Geschäftsjahr 2016 auch im ersten Halbjahr 2017 die positive Entwicklung fortsetzen.

Der Konzernüberschuss konnte nach T€ 1.077 im Vorjahr auf T€ 2.858 zum Stichtag 30. Juni 2017 gesteigert werden.

Der Auftragseingang bei den Neumaschinen lag in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres mit T€ 10.836 etwa auf Vorjahresniveau. Auf das Segment USA entfielen davon T€ 267 (Vorjahr: T€ 688). Auch der Auftragseingang im Ersatzteil- und Servicebereich in Höhe von T€ 2.791 lag nach T€ 2.716 im Vorjahr nur unwesentlich höher. Auf das Segment USA, welches von Alexanderwerk Inc. betreut wird, entfielen davon T€ 867 (Vorjahr: T€ 1.022).

Die einzelnen Konzerngesellschaften haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:

Die Alexanderwerk GmbH als operative Gesellschaft der Gruppe konnte im ersten Halbjahr 2017 einen Überschuss von T€ 2.338 (Vorjahr: T€ 901) verbuchen. Der Erfolg lässt sich auf ein gesundes Auftragswachstum sowohl im Neumaschinenkerngeschäft als auch bei den Ersatzteilen und Servicedienstleistungen sowie gutes Kostenmanagement in der Auftragsabwicklung zurückführen.

Im Juli 2017 wurde von der Alexanderwerk GmbH der Antrag auf Gewährung einer weiteren Zuwendung im Rahmen des Förderprogramms "Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gestellt. Hierbei gilt es, unsere Walzenpressen auf technisch hohem Niveau weiterzuentwickeln.

Die auf dem amerikanischen Markt tätige Alexanderwerk Inc. konnte ihr Ergebnis im ersten Halbjahr 2017 nach umgerechnet T€ -168 im Vorjahreszeitraum auf nun umgerechnet T€ 576 deutlich steigern. Hierbei profitierte die Gesellschaft von der Auslieferung von zwei großen Anlageprojekten. Durch die Einstellung weiterer Vertriebs- und Servicemitarbeiter soll die Gesellschaft zukünftig weiter ausgebaut werden.

Konnte die Alexanderwerk AG zum 30. Juni 2017 noch kein positives Ergebnis erzielen, so verlief dennoch das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres mit T€ -28 positiver als der Vergleichszeitraum im Vorjahr (T€ -58). Die Kooperations- und Beteiligungsstrategien wurden auch in 2017 durch Vorstand und Aufsichtsrat weiter verfolgt.

Zum Konzernhalbjahresergebnis trugen ebenfalls die AlexanderwerkService GmbH, die Alexanderwerk Verwaltungs GmbH sowie die Alexanderwerk Holding GmbH & Co. KG bei.

Die Alexanderwerk Produktions GmbH, an welcher die Alexanderwerk AG mit 25 % beteiligt ist, wird in den Konzernzwischenabschluss mittels der Equity-Methode einbezogen. Sie erzielte im ersten Halbjahr 2017 ein Ergebnis von T€ 199 (Vorjahr: T€ 645). Umgekehrt hält die Alexanderwerk Produktions GmbH inzwischen 20,04 % der Aktienanteile an der Alexanderwerk AG.

Darüber hinaus wurde am 25. Juli 2017 die erste indische Gesellschaft in der Alexanderwerk Gruppe, die Alexanderwerk India Private Limited in Mumbai, gegründet, deren Ziel es sein wird, den Service auf dem indischen Markt weiter zu optimieren, welcher für das Alexanderwerk von großer Bedeutung ist.

II. Wirtschafts-, Chancen- und Risikobericht

1. Wirtschaftliche Lage des Konzerns

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 erzielte der Alexanderwerk Konzern einen Jahresüberschuss von T€ 2.858 nach T€ 1.077 im Vorjahr.

Ertragslage

Im Laufe des ersten Halbjahres 2017 konnte die bereits in den Vorjahren eingeschlagene positive Ertragsentwicklung im Alexanderwerk Konzern fortgesetzt werden. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse T€ 14.772, Bestandsveränderungen T€ 424, Eigenleistungen T€ 0) erhöhte sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 nach T€ 12.001 im Vorjahreszeitraum um 26,6 % auf T€ 15.196. Auf das Segment USA entfielen T€ 4.817 vom Gesamtumsatz (im Vorjahr: T€ 1.767). Das entspricht etwa 32,6 % (im Vorjahreszeitraum: 17,3 %) des Konzernumsatzes.

Das EBIT (Earnings before interest and taxes) betrug zum 30. Juni 2017 T€ 4.321 nach T€ 1.762 im Vorjahr, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit T€ 4.264 nach T€ 1.712 im Vorjahr. Damit wurden die Erwartungen an Umsatz und EBIT im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2017 übertroffen.

Der Materialaufwand im Konzern ist zum Halbjahresbilanzstichtag 2017 mit T€ 5.315 nach T€ 5.275 im Vorjahreszeitraum nur unwesentlich gestiegen. Relativ gesehen hat sich die Materialquote auf die Gesamtleistung bezogen von 44,0 % im ersten Halbjahr 2016 auf nun 35,0 % im Berichtszeitraum gesenkt. Dieser Effekt ist auf ein Auftragsportfolio mit einem überproportional hohen Anteil an Engineering Leistungen im ersten halben Geschäftsjahr 2017 zurückzuführen. Für das zweite Halbjahr ist, einen im weiteren Verlauf geänderten Produktmix im Neumaschinengeschäft unterstellt, mit einem Anstieg der Materialquote in Bezug auf die Gesamtleistung zu rechnen.

Der Personalaufwand im Konzern veränderte sich im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 um T€ 312 auf T€ 3.325 nach T€ 3.013 im Vorjahreszeitraum. Hier kann man die aus dem gestiegenen Geschäft der Alexanderwerk Gruppe resultierenden Neueinstellungen an Fachkräften beziehungsweise eine unterjährige tarifliche Gehaltsanpassung als Ursache für die Erhöhung ausmachen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns lagen mit T€ 2.401 in den ersten beiden Quartalen 2017 um T€ 296 über dem Vorjahreswert von T€ 2.105. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen daraus, dass durch den höheren Umsatz absolut höhere Kosten der Warenabgabe angefallen sind, als im Vorjahresvergleichszeitraum 2016.

Das Finanzergebnis des Konzerns hat sich im Berichtszeitraum erstes Halbjahr 2017 insgesamt von T€ -174 auf T€ -84 verbessert. Dies ist vor allem auf den Aufbau eines Liquiditätspuffers sowie verbesserte Finanzkonditionen zurückzuführen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Konzernbilanzsumme zum Stichtag 30. Juni 2017 ist gegenüber dem letzten Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2016 um T€ 521 auf T€ 16.340 gestiegen. Das ist im Wesentlichen auf den durch den positiven Auftragseingang bedingten Anstieg der Vorräte in Form von unfertigen Erzeugnissen sowie den durch den positiven Geschäftsverlauf aufgebauten Liquiditätspuffer zurückzuführen.

Die aktiven latenten Steuern haben sich nach T€ 178 zum Jahresende 2016 auf T€ 137 zum Halbjahresbilanzstichtag verringert.

Nach Berücksichtigung des Konzernhalbjahresüberschusses von T€ 2.858 sowie weiterer erfolgsneutraler Veränderungen ergibt sich ein positives Konzerneigenkapital von T€ 6.039 (31.12.2016: T€ 3.205). Damit kann die Eigenkapitalquote nach etwa 20,3 % zum Jahresende 2016 auf nunmehr ca. 38,1 % gesteigert werden.

Das langfristige Fremdkapital des Konzerns verringerte sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 um T€ 160 auf T€ 2.305. Dieser Effekt resultiert in erster Linie aus der weiteren Tilgung von Darlehensverbindlichkeiten bei der Alexanderwerk Inc.

Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2017 bestehen im Konzern Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurz- und langfristige Finanzschulden) in Höhe von T€ 385 (31.12.2016: T€ 2.015), von denen T€ 182 (31.12.2016: T€ 1.696) innerhalb eines Jahres bis zum 30. Juni 2018 fällig sind.

Die Liquiditätslage des Konzerns hat sich in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 2017 weiter erholt. Innerhalb dieses Zeitraumes gelang der Gesellschaft erstmalig nach der erfolgreichen Sanierung der Aufbau von eigenen Liquiditätsreserven. Darüber hinaus wird die Liquidität im Alexanderwerk-Konzern über unterschiedliche Kreditlinien sichergestellt, welche von den operativen Gesellschaften Alexanderwerk GmbH und Alexanderwerk Inc. gehalten werden. Im Geschäftsjahr 2016 ist es gelungen, die Kreditlinien der Alexanderwerk GmbH mit der National-Bank AG wie auch der Stadtsparkasse Remscheid insgesamt auf T€ 3.000 auszubauen und über den kommenden Bilanzstichtag 2017 hinweg zu verlängern.

Derzeit finden Gespräche mit den Hausbanken statt, welche die Verlängerung der befristeten Finanzierung und einen Ausbau der für das Kundengeschäft wichtigen Aval-Linien verfolgen.

Das Alexanderwerk konnte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 alle finanziellen Verpflichtungen ordnungsgemäß bedienen. Für die Zukunft ist der sukzessive Aufbau von weiteren finanziellen Rücklagen und damit von zusätzlicher Liquidität - einen weiterhin positiven Geschäftsverlauf unterstellt - konzernweit vorgesehen, um auch weiterhin den finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können.

Die Zahlungsmittel des Konzerns haben sich zum Bilanzstichtag 30. Juni 2017 gegenüber dem Geschäftsjahresende 2016 von T€ 734 auf T€ 2.941 deutlich erhöht.

Der Gesamt Cash-Flow im Alexanderwerk Konzern beträgt im ersten Halbjahr 2017 T€ +3.863.

2. Weiterer Ausblick und Chancen

Die Märkte Europa, Asien und Nordamerika mit einem konzernweiten Anteil von mehr als 90 % am Gesamtumsatz unterliegen nach wie vor einer strukturierten, kontinuierlichen und nachhaltigen Bearbeitung durch den Vorstand sowie den Vertriebsmitarbeitern der Tochtergesellschaften. In Asien gehen wir auch weiterhin von einem Wachstumspotenzial und interessanten Perspektiven aus. Das in 2015 neu gegründete und Anfang 2016 in Betrieb gegangene Representative Office in Shanghai trägt bereits jetzt positiv zur Stärkung der Marktposition in China bei. Darüber hinaus wurde im Juli 2017 in Indien eine eigene Niederlassung gegründet, welche den dort ansässigen Schlüsselmarkt absichern soll.

Wir planen für das positiv gestartete Jahr 2017 derzeit mit einer wirtschaftlichen Kenngröße EBIT auf dem Niveau des Vorjahres 2016 im gesamten Alexanderwerk Konzern, vorausgesetzt, dass die Entwicklung bei den Tochtergesellschaften, speziell die Entwicklung des Auftragseingangs, welcher dann zu Umsatz führt, nicht durch unerwartete Einflüsse beeinträchtigt wird. Entscheidend für die Zielerreichung sind dabei stets die Auslieferungssituation im 4. Quartal des jeweiligen Geschäftsjahres sowie mögliche kurzfristige Sondereffekte, welche in unserer Planung erst kurzfristig berücksichtigt werden können. Nach derzeitigem Stand sind der Geschäftsleitung solche Sondereffekte, welche das Ergebnis in 2017 eintrüben könnten, nicht bekannt, so dass man davon ausgehen kann, dass sich der Umsatz und daraus folgend die Liquiditätssituation auch im zweiten Halbjahr 2017 weiter positiv entwickeln.

Unsere Aktivitäten sind weiterhin auf ein internes, organisches Wachstum der operativen Gesellschaften gerichtet, welches dazu beitragen soll, die Liquiditätssituation in den einzelnen Gesellschaften und damit in Summe im Konzern sukzessive zu verbessern. Darüber hinaus arbeiten wir verstärkt an verschiedenen Kooperationsprojekten sowie einer erhöhten Marktpräsenz in den Schlüsselmärkten.

3. Risiken und Risikomanagement

Der Vorstand hat gemäß der gesetzlichen Verpflichtung in § 91 Abs. 2 AktG geeignete Maßnahmen getroffen, insbesondere ein für die Größe unserer Gesellschaft angemessenes Überwachungssystem eingerichtet, um den Fortbestand der Gesellschaft bzw. deren Tochtergesellschaften gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Wie in der Vergangenheit lag der Fokus dieses Systems im Wesentlichen auf den bestandsgefährdenden Risiken 'Fortführung der Unternehmenstätigkeit' sowie 'Erhaltung der Liquidität'; andere Risiken waren für die Alexanderwerk AG und den Alexanderwerk-Konzern demgegenüber von einer deutlich verminderten Relevanz und hatten keine oder kaum praktische Bedeutung.

Im Zuge laufender Geschäftsleitungs- und Führungskreistreffen werden insbesondere die Risikobereiche Liquidität, Qualität und Liefertreue, Kundenakzeptanz und Auftragseingang, Personalentwicklung, Outsourcing sowie Vereinbarungen mit nahestehenden Personen erörtert und erforderliche Maßnahmen vereinbart. Die Ergebnisse werden laufend protokolliert und deren Umsetzung bei den nächsten Treffen überprüft. Im Geschäftsjahr 2016 wurde darüber hinaus ein Risikomanagement-Handbuch erarbeitet. Die laufende Bewertung und Dokumentation der erfassten Risiken wird im Laufe des zweiten Halbjahres des Geschäftsjahres 2017 implementiert werden.

Unsere Risikopolitik besteht unverändert darin, vorhandene Chancen optimal zu nutzen und die mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur einzugehen, wenn damit ein entsprechender Mehrwert geschaffen werden kann. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse. Die Risikogrundsätze werden vom Vorstand formuliert und vom Management entsprechend der Organisations- und Verantwortungsstruktur umgesetzt. So erfassen und bewerten wir Risiken monatlich durch die jeweiligen Geschäftsführungen und spiegeln diese im Risikocontrolling wieder. Damit wurde ein Überwachungssystem eingerichtet, welches die Erkennung, die Analyse und die Kommunikation bestandsgefährdender Risiken und ihre Veränderungen sicherstellt.

Verschiedene Risiken könnten die Geschäftsentwicklung, die Finanzlage und das Ergebnis stark beeinflussen. Neben den im Folgenden genannten Risikofaktoren sehen wir uns noch weiteren Risiken ausgesetzt, die wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt zwar für vernachlässigbar halten, die aber unser Geschäft ebenfalls beeinflussen können.

Gesamtwirtschaftliche und Branchenrisiken und -chancen

Mögliche Risiken für die künftige Entwicklung des Alexanderwerk Konzerns resultieren im Wesentlichen aus konjunkturellen und politischen Einflüssen in den relevanten Märkten, insbesondere in Osteuropa, Asien und den USA.

Nach der Präsidentschaftswahl in den USA im November 2016 haben die Vereinigten Staaten von Amerika eine handelspolitische Situation geschaffen, welche sich in der Zukunft durchaus negativ auf Exportgeschäfte in diese Region auswirken könnte. Diese Entwicklung ist aufgrund des nicht unwesentlichen Geschäftes der Alexanderwerk Gruppe auf dem nordamerikanischen Markt als Risiko einzustufen, falls die US-amerikanische Regierung ihre Ankündigungen von möglichen Handelsembargos umsetzen und Zölle auf Importe aus europäischen Ländern erheben sollte.

Besondere Kompetenzen hat die Gesellschaft im Chemie- und Pharmabereich, deren wirtschaftliche Entwicklungen damit von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft sind. Beide Branchen werden prognostisch international weiterhin wachsen. Die operativen Gesellschaften sind weltweit aktiv, wobei der nordamerikanische Markt durch die Alexanderwerk Inc. bearbeitet und beliefert wird.

Besondere Chancen sehen wir im Auf- und Ausbau unserer lokalen Präsenzen in Asien und Amerika. Die verbesserte Kundennähe sowie direkte Ansprache- und Zugriffsmöglichkeiten sollten die Marktposition in diesem Bereich positiv beeinflussen und nachhaltig stärken.

Technologische Chancen sehen wir vor allem im Ausbau unserer nationalen und internationalen Forschungskooperationen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Diese helfen der Alexanderwerk Gruppe auch zukunftsorientiert die Produkte weiterzuentwickeln, um so nachhaltig den Anforderungen der verschiedenen Märkte gerecht zu werden.

Auftrags- und Beschaffungsrisiken

Der wesentliche Teil des Geschäftes des Alexanderwerk Konzerns ist das Projektgeschäft mit Neumaschinen im Pharma- und Chemiebereich. Dadurch besteht die Notwendigkeit, permanent neue Projekte zu akquirieren. Wir wirken daraus entstehenden Risiken entgegen, indem wir langjährige und dauerhafte Kundenbeziehungen aufbauen und pflegen. Dadurch ist es uns gelungen, unseren Umsatz mit namhaften Bestandskunden zu erwirtschaften und darüber hinaus unseren internationalen Kundenkreis zu erweitern. Die kontinuierliche Neukundenakquise sichert weiterhin ein nachhaltiges Wachstum.

Preisänderungsrisiken wirken wir dadurch entgegen, dass wir einkaufsseitig mit Rahmenverträgen und stetiger Konditionenkontrolle (Ausschreibungen und Einholung von Vergleichsangeboten der jeweiligen Wettbewerber) arbeiten. Mögliche Beschaffungsrisiken wird darüber hinaus durch eine kontinuierliche Bewertung der bestehenden Lieferanten sowie einer Qualifizierung neuer Lieferanten begegnet.

Technik- und Anlagenrisiken

Technische Risiken können sich aus der technologischen Komplexität der Projekte ergeben. Hierzu gibt es stets eine enge Abstimmung mit dem Kunden. Basisversuche in unseren Laboren in Deutschland und den USA sowie Partnern in Asien bilden zudem die Grundlage für verfahrenstechnische Aussagen und Kapazitätsgarantien gegenüber unseren Kunden. Zusätzlich wirken wir möglichen Verfahrens- und Prozessrisiken durch den Einsatz eines Vier-Augen-Systems in der Verfahrenstechnik und auch im Konstruktionsbereich entgegen. Die Einbindung externer Fachinstitute sorgt zudem für eine Minimierung der Risiken. Nationale und internationale Forschungskooperationen und -partnerschaften stärken und sichern zudem das Know-How der Alexanderwerk Gruppe.

Personalrisiken

Ein weiterer Schlüssel für die erfolgreiche Unternehmensentwicklung der Alexanderwerk Gruppe sind die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter und Führungskräfte. Die Qualifizierung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter ist weiterhin ein Kernanliegen der Unternehmensleitung.

Da in allen Geschäftsbereichen das Know-how der Mitarbeiter ein entscheidender Wettbewerbsfaktor ist, ergeben sich daraus potenzielle Risiken, wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und kein adäquater Ersatz gefunden werden kann. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir unseren Mitarbeitern marktgerechte Gehälter zahlen und ihnen ein angenehmes Arbeitsumfeld schaffen. Zudem bilden wir Mitarbeiter aus und übernehmen diese im Regelfall am Ende ihrer Ausbildungszeit. Hinzu kommen Aspekte wie die Schaffung von nachhaltiger Arbeitssicherheit durch das Erwirtschaften operativer Gewinne sowie geeignete Weiterbildungsmaßnahmen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die finanzwirtschaftlichen Risiken des Konzerns betreffen im Wesentlichen Liquiditätsrisiken, daneben Ausfall- und Zinsrisiken.

Auch in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2017 lag der zentrale Schwerpunkt der Arbeit von Aufsichtsrat und Vorstand auf der Sicherung der Liquidität.

Die Risiken im finanziellen Bereich der Gruppe konnten durch den bei der Tochtergesellschaft Alexanderwerk GmbH erreichten Ausbau der Kreditlinien im November 2016 sowie die weitere Schaffung von Liquiditätsreserven aus dem positiven Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2017 reduziert werden.

Besonderes Augenmerk im Rahmen des Risikomanagements wird daher auf die Liquiditätssteuerung gelegt. Die Steuerung und Überwachung der Liquidität erfolgt mittels einer rollierenden wöchentlichen Finanzplanung und Finanzanalyse. Darüber hinaus wird quartalsweise im Rahmen des Reporting an Kreditinstitute eine mittelfristige Finanz- und Liquiditätsplanung herausgegeben, welche die künftige Entwicklung der finanziellen Mittel über einen Zeitraum von mehreren Monaten beurteilt.

Die Kreditlinien bei den Hausbanken betrugen zum Stichtag des Berichtsjahres insgesamt T€ 3.000 und haben eine Laufzeit auch über den nächsten Bilanzstichtag hinaus. Bezüglich einer Anschlussfinanzierung fanden bereits umfangreiche Gespräche mit weiteren Kreditinstituten statt. Darüber hinaus hat die Gesellschaft nach Beschluss durch die Hauptversammlung am 22. Dezember 2015 die Möglichkeit, liquide Mittel aus der Neuausgabe von 900.000 Inhaberaktien zu generieren. Diese Möglichkeit ist bis zum 1. Dezember 2020 gegeben.

Auf Grund des Projektgeschäfts sind insbesondere die Tochtergesellschaften Alexanderwerk GmbH und Alexanderwerk Inc. darauf angewiesen, Aufträge vorfinanzieren zu können. Die notwendige Liquidität für den Konzern wird wesentlich durch die operativ tätigen Tochtergesellschaften gemeinsam gestellt. Außerdem konnten die bestehenden Kreditlinien verlängert und ausgeweitet sowie ein moderater Liquiditätspuffer geschaffen werden. Insgesamt haben sich die Liquiditätsrisiken im Alexanderwerk Konzern damit vermindert. Um dauerhaft erfolgreich am Markt agieren zu können, ist jedoch der planmäßige Zufluss an liquiden Mitteln aus der operativen Tätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit notwendig.

Da die Alexanderwerk AG und ihre deutschen Tochtergesellschaften ausschließlich in Euro fakturieren, verbleiben mögliche Währungsrisiken allenfalls bei der US-Tochtergesellschaft Alexanderwerk Inc. Devisentermingeschäfte zur Sicherung des Wechselkurses zwischen dem Euro und dem US-Dollar werden von uns zurzeit nicht vorgenommen.

Ausfallrisiken

Zur Vermeidung von Zahlungsverzögerungen oder Schwierigkeiten beim Einzug von Forderungen werden die Entwicklung des Forderungsbestandes und die Forderungsstruktur permanent durch die Gesellschaften kontrolliert. Hierdurch lassen sich bereits sehr früh mögliche Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Das Forderungsmanagement als integrierter Bestandteil des Risikomanagements wurde ausgebaut.

Die überwiegende Zahl unserer Kunden sind langjährig überaus erfolgreiche, international tätige Unternehmen, die auch in konjunkturellen Krisenzeiten finanziell sehr stabil sind. Dadurch verringert sich grundsätzlich das Ausfallrisiko von Forderungen. Zur Beurteilung des Ausfallrisikos werden für Neukunden Informationen über deren Bonität eingeholt, bei Bestandskunden in gewissen Abständen. Die gewonnenen Ergebnisse werden beim Eingehen von Leistungsbeziehungen berücksichtigt. Mit Neukunden im Ausland wird anteilige Anzahlung vereinbart. Das maximale Ausfallrisiko besteht in Höhe der bilanzierten Forderungen.

Zinsrisiken

Zinsrisiken resultieren aus Änderungen des Marktzinsniveaus, die sich auf die Höhe der Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten und auf die Abzinsung von langfristigen Rückstellungen auswirken.

Es bestehen Zinsänderungsrisiken durch die Ausnutzung der Kontokorrentkreditlinien bei den einzelnen Gesellschaften.

Den Zinsrisiken wird soweit möglich durch stetige Beobachtung des Marktes, Verhandlungen mit den kreditgebenden Banken sowie durch manuelles Pooling von Kontokorrentkonten entgegengewirkt.

Bestandsgefährdende Risiken

Die Liquiditätssituation in der Alexanderwerk Gruppe konnte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 durch ein gesundes Wachstum der operativen Gesellschaften im Konzernverbund weiter gestärkt werden.

Die Liquiditätsplanungen der Gesellschaften weisen bei stabilem Geschäft im Finanzierungsverbund des Konzerns eine ordentliche Liquiditätssituation aus.

Dennoch ist der Fortbestand der Gesellschaft und des Konzerns vom Erreichen unserer Umsatz- und Ertragserwartungen abhängig. Sollten sich diese entgegen unseren Erwartungen nicht realisieren lassen, kann dies mittelfristig dazu führen, dass die Liquiditätsreserven aufgezehrt werden und eine bestandsgefährdende Situation eintreten würde.

Der Finanzmittelfond weist zum 30. Juni 2017 einen positiven Saldo aus. Aus diesem Grund gehen Vorstand und Aufsichtsrat davon aus, dass das Liquiditätsrisiko in den kommenden Geschäftsjahren sukzessive weiter minimiert werden kann.

Weitere erhebliche, bestandsgefährdende Risiken, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Alexanderwerk AG oder des Alexanderwerk Konzerns auswirken könnten, bestehen unseres Erachtens aus heutiger Sicht nicht.

Wir haben alle erforderlichen Vorkehrungen getroffen, die aus unserer Sicht notwendig sind, um solche Risiken rechtzeitig erkennen zu können.

Umwelt und Nachhaltigkeit

Für den Alexanderwerk-Konzern ist der Schutz der Umwelt eine der bedeutendsten gesellschaftlichen Herausforderungen der Zeit und damit ein wichtiges Unternehmensziel. Wir leisten deshalb seit Jahren durch laufende Weiterentwicklung unserer Maschinen einen Beitrag zur Ressourcenschonung.

Gesamtaussage

Risiken der zukünftigen Entwicklung sehen wir in den zukünftigen Investitionsverhalten unserer Kunden und der weiteren Entwicklung der Auslandsmärkte, insbesondere in Krisenländern. Als kritisch einzuschätzen ist vor allem die Entwicklung auf dem russischen Markt, welcher durch ein bestehendes Handelsembargo beziehungsweise Instabilität im Wechselkurs sowie nationale Importregelungen geprägt ist.

Die Grundsteine für die Bewältigung der künftig anstehenden Risiken sind gelegt beziehungsweise Mechanismen zu deren Früherkennung eingerichtet.

Für Vorstand und Aufsichtsrat ist die Minimierung aller Risiken, welche die Entwicklung des Alexanderwerk Konzerns zukünftig nachhaltig beeinflussen würden, von besonderer Bedeutung und unterliegt ständiger Überwachung.

III. Nachtragsbericht

Sonstige Ereignisse nach dem Berichtszeitraum, die Auswirkungen auf die im Konzernzwischenabschluss sowie im Konzernzwischenlagebericht dargestellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, lagen nicht vor.

IV. Mitteilungen über die Veränderung von Stimmrechtsanteilen (Meldung gem. § 21 WpHG)

Das deutsche Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet Investoren, deren Stimmrechtsanteil an börsennotierten Gesellschaften bestimmte Schwellenwerte erreicht, zu einer Mitteilung an die Gesellschaft. Im 1. Halbjahr 2017 sowie im Zeitraum bis zur Abschlussfertigstellung im August 2017 sind der Alexanderwerk AG die folgenden Mitteilungen bekanntgemacht worden:

Remscheid, 02.08.2017

Herr Andreas Appelhagen, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 01.08.2017 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Alexanderwerk AG, Remscheid, Deutschland am 31.07.2017 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,05 % (das entspricht 180.923 Stimmrechten) betragen hat.

Remscheid, 08.08.2017

Herr Andreas Appelhagen, Deutschland hat uns gemäß § 27a Abs. 1 WpHG am 06.08.2017 im Zusammenhang mit der Überschreitung bzw. Erreichung der 10 %-Schwelle oder einer höheren Schwelle vom 31.07.2017 über Folgendes informiert:

Die Investition dient der Erzielung von Handelsgewinn. Der Meldepflichtige beabsichtigt innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen. Der Meldepflichtige strebt keine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen des Emittenten an. Der Meldepflichtige strebt keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung sowie Dividendenpolitik an. Hinsichtlich der Herkunft der Mittel handelt es sich zu 100% um Eigenmittel, die der Meldepflichtige zur Finanzierung des Erwerbs der Stimmrechte eingesetzt hat.

Remscheid, den 30. August 2017

Alexanderwerk AG

Dr.-Ing. Alexander Schmidt

- Vorstand -

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017

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in € 1.1.2017 bis

30.6.2017
1.1.2016 bis

30.6.2016
Umsatzerlöse 14.772.074 10.217.372
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 424.093 1.783.206
Gesamtleistung 15.196.167 12.000.578
Sonstige betriebliche Erträge 363.103 342.015
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -4.980.087 -5.059.979
Aufwendungen für bezogene Leistungen -335.048 -215.387
-5.315.135 -5.275.366
Personalaufwand
Löhne und Gehälter -2.837.521 -2.578.230
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -487.496 -435.039
-3.325.017 -3.013.268
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -197.527 -186.994
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.400.903 -2.104.768
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 4.320.687 1.762.197
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 27.537 123.284
Zinsen und ähnliche Erträge 24 82
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -84.282 -173.708
Finanzergebnis -84.258 -173.625
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.263.966 1.711.855
Steuern von Einkommen und Ertrag -1.406.248 -634.636
Konzernergebnis 2.857.718 1.077.220
Auf Aktionäre der Alexanderwerk Aktiengesellschaft 1,59 0,60
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien 1.800.000 1.800.000

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2017

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in € 1.1.2017 bis

30.6.2017
1.1.2016 bis

30.6.2016
Konzernergebnis 2.857.718 1.077.220
Sonstige Eigenkapitalposten
Posten, die unter bestimmten Umständen in die Gewinn- Verlustrechnung umgegliedert werden
Währungsumrechnungsdifferenzen -24.340 -33.029
Summe sonstige Eigenkapitalposten -24.340 -33.029
Gesamtergebnis 2.833.378 1.044.191
Gesamtergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) 1,57 0,58
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien 1.800.000 1.800.000

Konzernbilanz nach IFRS

zum 30. Juni 2017

Aktiva

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in € 30.6.2017 31.12.2016
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 4.989 4.644
Entwicklungskosten 263.779 276.477
268.768 281.121
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 28.788 29.160
Technische Anlagen und Maschinen 1.547.668 1.967.667
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 312.991 330.314
1.889.447 2.327.140
Finanzanlagen
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 619.416 591.880
619.416 591.880
Latente Steuern 137.494 178.270
Summe Langfristiges Vermögen 2.915.125 3.378.411
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 362.237 387.160
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.907.337 4.646.325
Fertige Erzeugnisse und Waren 872.439 709.358
Geleistete Anzahlungen 76.406 80.075
6.218.419 5.822.919
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.015.348 4.658.885
Forderungen an assoziierte Unternehmen 0 6.344
Ertragsteuerforderungen 262.115 257.015
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 988.691 961.322
Zahlungsmittel 2.940.562 734.249
7.206.715 6.617.815
Summe Kurzfristiges Vermögen 13.425.134 12.440.733
16.340.259 15.819.144

Passiva

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in € 30.6.2017 31.12.2016
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 4.680.000 4.680.000
Kapitalrücklage 525.172 525.172
Gewinnrücklagen und Konzernergebnis 697.468 -2.160.250
Sonstige Eigenkapitalposten 136.216 160.556
6.038.856 3.205.478
Langfristige Verbindlichkeiten
Pensionsverpflichtungen 2.102.840 2.146.053
Langfristige Finanzschulden 202.601 318.948
2.305.440 2.465.001
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Übrige kurzfristige Rückstellungen 249.800 211.600
Kurzfristige Finanzschulden 181.597 1.695.730
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.722.126 3.529.010
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 642.284 832.660
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 136.575 0
Ertragsteuerschulden 3.022.117 1.684.519
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 2.041.463 2.195.146
7.995.962 10.148.665
16.340.259 15.819.144

Segmentberichterstattung & Kapitalflussrechnung nach IFRS

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Segmentberichterstattung

in T€
Umsatzerlöse Ergebnis der

betrieblichen

Tätigkeit
Auftragsbestand
1.1. bis 30.6.2017
Segment Deutschland 13.493 3.688 10.108
Segment USA 4.817 579 283
Holdinggesellschaften 0 0 0
Überleitung -3.538 54 -60
Konzern Gesamt 14.772 4.321 10.331
1.1. bis 30.6.2016
Segment Deutschland 9.671 1.895 9.388
Segment USA 1.767 -128 1.278
Holdinggesellschaften 0 0 0
Überleitung -1.221 7 -733
Konzern Gesamt 10.217 1.774 9.933

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Kapitalflussrechnung

in T€
30.6.2017 30.6.2016
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 4.077 -64
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -37 -3
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -177 -298
Zahlungswirksame Veränderungen der Finanzmittel 3.863 -365
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -1.115 -1.735
Wechselkursbedingte Veränderungen -16 -1
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.732 -2.101
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
Zahlungsmittel ohne Verfügungsbeschränkungen 2.732 590
Kurzfristig fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 -2.691
2.732 -2.101

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2017

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in € Sonstige Eigenkapitalposten
Gezeichnetes

Kapital
Kapital-

rücklage
Gewinn-

rücklagen
Gewinn-

rücklagen

und Konzern-

ergebnis
Versicherungs-

mathematische

Gewinne

und Verluste

nach latenten

Steuern
Unterschieds-

betrag aus der

Währungs-

umrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 31.12.2015 4.680.000 525.172 0 -4.894.001 22.419 229.633
Gewinn nach Steuern 1.077.220
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und

Aufwendungen nach Steuern
-33.029
Stand am 30.06.2016 4.680.000 525.172 0 -3.816.782 22.419 196.604
Stand am 31.12.2016 4.680.000 525.172 0 -2.160.250 -68.352 228.908
Gewinn nach Steuern 2.857.718
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und

Aufwendungen nach Steuern
-24.340
Stand am 30.06.2017 4.680.000 525.172 0 697.468 -68.352 204.568

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in €
Anteile von

nichtbeherrschenden

Gesellschaftern
Gesamt
--- --- ---
Stand am 31.12.2015 0 563.223
Gewinn nach Steuern 1.077.220
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern -33.029
Stand am 30.06.2016 0 1.607.413
Stand am 31.12.2016 0 3.205.479
Gewinn nach Steuern 2.857.718
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern -24.340
Stand am 30.06.2017 0 6.038.856

Konzernabschluss

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017

Anhang

Grundlagen der Berichterstattung

Der Konzernabschluss der Alexanderwerk Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss der Alexanderwerk AG zum 30. Juni 2017 wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 "Zwischenberichterstattung" in einer im Vergleich zum Konzernjahresabschluss verkürzten Form erstellt. Demzufolge enthält dieser Konzernzwischenabschluss nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind, und ist daher im Zusammenhang mit dem von der Alexanderwerk AG für das Geschäftsjahr 2016 veröffentlichten IFRS-Konzernabschluss zu lesen.

Im Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2017 wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Konsolidierungsgrundsätze, die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 angewendet wurden, unverändert fortgeführt. Darüber hinaus wurden die nachfolgend beschriebenen und für den Konzernabschluss der Alexanderwerk AG relevanten, zum 1. Januar 2017 erstmals in der EU anzuwendenden Standards und Interpretationen angewendet.

Aus der Anwendung der genannten Verlautbarungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss der Alexanderwerk AG.

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Vorschrift Titel Veröffentlicht

im
Anwendbar ab

(Geschäfts-

jahresbeginn)
Änderung von IAS 7 Überleitung von Schulden aus Finanzierungstätigkeiten Jan 16 01.01.2017
Änderung von IAS 12 Erfassung latenter Steueransprüche für nicht realisierte Verluste Jan 16 01.01.2017
Diverse Verbesserungen zu IFRS (20142016), nur Änderungen an IFRS 12 Dez 16 01.01.2017

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden einheitlich auf alle im Abschluss dargestellten Geschäftsjahre angewandt. Aufwendungen und Erträge, die üblicherweise erst am Ende eines Geschäftsjahres anfallen, wurden für Zwecke der Zwischenberichterstattung periodisiert.

Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 wurden keine Schätzungsänderungen mit wesentlicher Auswirkung auf den Konzernzwischenabschluss vorgenommen.

Der Ertragssteueraufwand wurde auf Basis der Ergebnisse der einbezogenen Gesellschaften und des jeweilig gültigen Steuersatzes als bestmögliche Schätzung ermittelt; Konsolidierungseffekte wurden mit den gültigen latenten Steuersätzen bewertet.

Der Konzernzwischenabschluss wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss werden neben der Alexanderwerk AG als Obergesellschaft alle wesentlichen in- und ausländischen verbundenen Unternehmen einbezogen. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2016 nicht verändert.

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Personen des Alexanderwerk-Konzerns kommen der Aufsichtsrat, der Vorstand sowie andere Personen oder Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss in Betracht.

Im Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen in den Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Vergleich zu den im Konzernanhang zum 31. Dezember 2016 beschriebenen Sachverhalten.

Mit dem assoziierten Unternehmen Alexanderwerk Produktions GmbH bestanden im Geschäftsjahr folgende Geschäftsbeziehungen:

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in € (+ = erbrachte Leistung, - = empfangene Leistung) 1.1.-30.6.2017 1.1.-30.6.2016
Einkauf von Material -1.987.206 -2.300.525
Umlage Dienstleistungen 67.623 52.470
Miete und Mietnebenkosten 175.117 84.513
Übrige 0 0
Gesamt -1.744.466 -2.163.542

Haftungsverhältnisse

Der Alexanderwerk-Konzern hat im ersten Halbjahr keine neuen Bürgschaften für Dritte übernommen oder Garantieerklärungen für Verbindlichkeiten gegenüber Dritten abgegeben.

Wesentliche Ereignisse nach dem 30. Juni 2017

Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem 30. Juni 2017 ergeben.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Gewissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischen-abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Remscheid, den 30. August 2017

Alexanderwerk AG

Dr.-Ing. Alexander Schmidt

- Vorstand -

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