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Albis Leasing AG — Management Reports 2016
Jul 12, 2016
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Management Reports
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ALBIS Leasing AG
Hamburg
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2015
Konzernlagebericht (IFRS)
A. Grundlagen des Konzerns
Die ALBIS Leasing AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg, Ifflandstraße 4, 22087 Hamburg. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Hamburg, Abteilung B, unter der Nr. 73071 eingetragen. Gegenstand der Gesellschaft ist der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen, insbesondere an Unternehmen, die ihrerseits im Bereich des Leasinggeschäfts tätig sind, sowie von Grundstücken und Gebäuden im In- und Ausland.
Die ALBIS Leasing AG (ISIN DE0006569403 // WKN 656940) ist seit dem 30. August 1999 im regulierten Markt notiert an den Börsen Frankfurt / Main (General Standard) und München und im Freiverkehr an den Börsen Hamburg, Berlin und Stuttgart.
Ziel der ALBIS Leasing AG ist es, ihren Unternehmenswert langfristig zu erhalten und zu steigern. Um dies zu erreichen, streben wir ein Beteiligungsportfolio an, das unter Berücksichtigung von Chancen und Risiken angemessene und nachhaltige Beteiligungserträge generiert.
Konzernzusammensetzung
Das Leasinggeschäft des ALBIS Leasing Konzerns ist in zwei Segmente aufgeteilt. Das Segment „Leasing für Investitionsgüter“ umfasst die ALBIS Mobil Lease GmbH und die UTA Leasing GmbH, das Segment „Vertriebsleasing“ die ALBIS HiTec Leasing AG, die ALBIS Direct Leasing GmbH, die ALBIS Fullservice Leasing GmbH sowie die – zum 1. Oktober 2015 übernommene – LGH – Leasing-Gesellschaft für den Handel mbH (vormals EDEKA Leasing GmbH).
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Im Jahr 2015 waren im Konzern durchschnittlich 170 Mitarbeiter (Vorjahr 180 Mitarbeiter) beschäftigt. Im Rahmen der Übertragung der Neugeschäftsaktivitäten und der laufenden Verwaltung des Leasingbestands auf die IKB Leasing Gruppe haben im Dezember 2015 rund 60 Mitarbeiter der ALBIS Mobil Lease/UTA Leasing Gruppe den Konsolidierungskreis verlassen. Der Bestand an Mitarbeitern am 31. Dezember 2015 beträgt 107. In der Durchschnittsberechnung wird sich dies erst 2016 auswirken.
Im Jahr 2015 fand erstmals eine Mitarbeiterumfrage betreffend die Arbeitszufriedenheit statt. Die Beteiligungsquote an dieser Umfrage lag bei 76 %. Die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter gab an, dass die Stimmung in Bezug auf die Arbeit positiv sei. Die ALBIS Leasing AG plant auch für das Jahr 2016 eine Mitarbeiterumfrage. Der Vorstand geht davon aus, dass sich die Stimmung weiterhin leicht verbessert.
Wertorientierte Konzernsteuerung
Die Planung im Konzern wird in Kooperation mit den Tochtergesellschaften aufgestellt, die jeweils eine eigene Mehrjahresertragsplanung aufstellen.
Finanzielle Leistungsindikatoren wurden wie folgt identifiziert:
1. Neugeschäftsvolumen
Die Erläuterungen betreffend das Neugeschäftsvolumen finden sich zu den einzelnen Gesellschaften im Abschnitt „Geschäftsverlauf“.
2. Personalkosten
Die Personalkosten beliefen sich im Jahr 2015 auf € 12,8 Mio. (Vorjahr € 11,8 Mio.). Die ALBIS Leasing AG geht für das Jahr 2016 von einer deutlichen Minderung der Personalkosten aus. Die Minderung wird im Wesentlichen durch den Wechsel der Belegschaft der ALBIS Mobil Lease GmbH zur IKB Leasing Gruppe getragen sein (siehe Abschnitt „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“) und etwa € 6,7 Mio. betragen.
3. Konzernergebnis (Gesamtergebnis)
Die ALBIS Leasing AG hat im Jahr 2015 mit € 3,7 Mio. das prognostizierte Ergebnis von € 2,2 bis € 3,0 Mio. übertroffen. Für das Jahr 2016 wird ein Ergebnis von € 2,0 bis 2,8 Mio. erwartet.
4. Konzern -Eigenkapitalquote
Die Konzern-Eigenkapitalquote 2015 ist mit 4,83 % gegenüber dem 31. Dezember 2014 (5,42 %) zurückgegangen. Das Konzern-Eigenkapital ist von € 6,6 Mio. auf € 10,3 Mio. gestiegen, gleichzeitig ist die Konzernbilanzsumme von € 122 Mio. auf € 214 Mio. gestiegen. Ursache der Steigerung der Konzernbilanzsumme ist die Konsolidierung der Orange Finance S.A. Über die Orange Finance S.A. wird das bisher an die NIBC Bank Deutschland AG forfaitierte Leasinggeschäft der ALBIS HiTec Leasing Gruppe refinanziert. Solange die NIBC Bank Deutschland AG Forfaiteur war, waren die Leasingforderungen nicht in der Konzernbilanz der ALBIS Leasing AG auszuweisen. Die Konsolidierung der Orange Finance S.A. hat mit € 95 Mio. zum Anstieg der Konzernbilanzsumme beigetragen.
Ziel der ALBIS Leasing AG ist die Steigerung der Konzern-Eigenkapitalquote, um Spielraum bei Gesprächen mit Refinanzierungspartnern zu gewinnen. Die ALBIS Leasing AG erwartet für das Jahr 2016 eine moderate Steigerung der Konzern-Eigenkapitalquote.
Steuerungssystem
Die Leasingportfolien der Segmente „Leasing für Investitionsgüter“ und „Vertriebsleasing“ unterliegen einem permanenten, konzerneinheitlichen Monitoring auf Vertragsebene und auf aggregiertem Niveau mit wenigstens monatlichem Reporting. In diesem Zuge werden insbesondere die Entwicklung der Laufzeit der Leasingverträge, die Entwicklung der durchschnittlichen Mittelbindung der Leasingverträge, Verschiebungen zwischen den verschiedenen Arten von Leasinggütern (Produktgruppen) und Herstellern, die Ausgestaltung der Leasingvertragskonditionen sowie Überfälligkeiten bei Zahlungen und Vertragsstörungen überwacht und gesteuert.
Die Verwertung der Leasinggegenstände wird nach Analyse der Verwertungsergebnisse im Verhältnis zu den geplanten Restwerten gesteuert.
Die Entscheidung zum Abschluss eines Leasingvertrags beruht auf Ebene der Leasinggesellschaften auf differenzierten und bewährten Entscheidungsmodellen. Hierbei werden insbesondere Entscheidungsvariablen für die Bonität und Liquidität der potenziellen Leasingnehmer identifiziert und gewichtet zu einem Score aggregiert. Die Modelle werden permanent kontrolliert und angepasst. Gesteuert wird durch Vorgabe der Entscheidungsvariablen.
Die ALBIS Leasing AG überwacht die Liquidität und die Liquiditätsplanung der Tochtergesellschaften mit einem differenzierten System, das seinen Fokus auf die kurz- und mittelfristige Planungsrechnung sowie regelmäßige Berichte über die aktuelle Liquidität und die Auslastung der freien Liquiditätslinien legt.
Konzernweite Richtlinien bestehen für die fristenkongruente Refinanzierung des Leasinggeschäfts und das Management von Zinsrisiken.
B. Wirtschaftsbericht
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach Berechnung des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2015 um 1,7 % (kalenderbereinigt 1,4 %) über dem des Vorjahres und wieder über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von 1,3 %. Wichtigster Wachstumsmotor war der Konsum. Auch die Investitionen legten zu: Im Inland investierten Unternehmen und Staat zusammen 3,6 % mehr in Ausrüstungen als ein Jahr zuvor, vor allem in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr.014/16 vom 14.01.2016).
Die Leasing-Wirtschaft blickt auf ein gutes Jahr zurück. Und das obwohl im laufenden Konjunkturaufschwung deutsche Unternehmen nur „moderat“ investierten. Das ist – so der Bundesverband deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) – jedoch zu wenig, um die bestehende Investitionslücke in Deutschland (sie wird derzeit auf rund € 80 Mrd. jährlich geschätzt) zu schließen (BDL Leasingnews Ausgaben Oktober 2015 & Dezember 2015).
Die Leasing-Wirtschaft steigerte trotz der nach wie vor großen Investitionszurückhaltung ihr Neugeschäft mit Ausrüstungsgütern um 4,1 %. Der Leasing-Sektor profitierte mit einem Plus von 3 % im Neugeschäft und realisierte in Deutschland Investitionen in Immobilien, Maschinen, Fahrzeuge, IT-Equipment und andere Wirtschaftsgüter in Höhe von € 52,2 Mrd. Hinzu kommen Investitionen in Höhe von € 6,7 Mrd., die über Mietkauf realisiert wurden. Die Leasingquote stieg kaum merklich auf 15,3 % (BDL Pressemitteilung 19. November 2015).
Die Mobilien-Leasingquote in Deutschland liegt 2015 mit 23,0 % in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Das Neugeschäftsvolumen erreichte eine Höhe von € 51,0 Mrd. (ifo Institut, Stand 11/2015).
Das Segment Maschinen für die Produktion stieg um 4,0 %. Das Leasing mit Computern, Servern und IT-Ausstattung (Geschäftsbereich Büromaschinen einschließlich EDV) verzeichnete einen Rückgang (- 2,4 %), ebenso die Bereiche Nachrichten- und Signaltechnik sowie sonstige Ausrüstungen (u.a. medizinische Geräte ) (- 0,7 %, nach + 13,5 % in 2014) (BDL Pressemitteilung 19. November 2015).
Experten trauen der deutschen Wirtschaft im Jahr 2016 ein Wachstum auf Vorjahresniveau zu. Die Deutsche Bundesbank hält in ihrem Monatsbericht Dezember 2015 ein Wirtschaftswachstum (in kalenderbereinigter Rechnung) von 1,7 % im Jahr 2016 für möglich (Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember 2015). Grund sei die gute Kauflaune der Verbraucher, die sich aus der Rekordbeschäftigung, steigenden Löhnen und der Entlastung durch niedrige Energiepreise speise.
Die Ausrüstungsinvestitionen sollen im Jahr 2016 um rund 3 % wachsen. Potenzial birgt das Thema Industrie 4.0 (Informatisierung in der Fertigungstechnik und Logistik sowie bei der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation). In den kommenden Jahren sind hier immense Investitionen nötig, um den Wirtschaftsstandort Deutschland voranzutreiben. Die Leasingwirtschaft kann mit Erfahrung und ihrem Objekt-Know-how dabei wirksam unterstützen (FLF Nr. 1, Januar 2016, 63. Jahrgang S. 1). Aber auch die öffentliche Hand muss Investitionsanreize setzen und klare Rahmenbedingungen schaffen.
Laut Deutscher Bundesbank (Monatsbericht für den Februar 2016) könnte die deutsche Wirtschaft in 2016, getragen vor allem von der binnenwirtschaftlichen Dynamik, etwas kräftiger als zum Ende des Vorjahres expandieren. Vermehrter Schwung dürfte von der Konsumkonjunktur kommen, die weiterhin von der guten Arbeitsmarktlage profitiert. Angesichts der in weiten Teilen der Wirtschaft bereits über das Normalmaß hinausgehenden Auslastung der Produktionskapazitäten sollte auch die Bereitschaft der Unternehmen zunehmen, in Ausrüstungen zu investieren (Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Februar 2016).
Die Leasing-Wirtschaft erwartet für das Jahr 2016 ein Plus für das Mobilien-Leasing von 3 bis 4 % (BDL Pressemitteilung 19. November 2015).
Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr / Geschäftsentwicklung
Das Geschäftsjahr 2015 der ALBIS Leasing AG war geprägt durch die Umsetzung der Übertragung des Neugeschäfts für Nutzfahrzeuge über 7,5 t der ALBIS Mobil Lease / UTA Leasing Gruppe an die IKB Leasing Gruppe (wie im Abschnitt „Segment, Leasing für Investitionsgüter“ beschrieben). Die ALBIS Leasing Gruppe konzentriert sich auf die profitableren Produktgruppen, auf die die ALBIS HiTec Leasing Gruppe spezialisiert ist.
Die ALBIS HiTec Leasing Gruppe konnte ihr Ertragsziel für 2015 erreichen, das Neugeschäft blieb hinter den Erwartungen zurück. Der Hinzuerwerb der LGH – Leasing-Gesellschaft für den Handel mbH wird das Neugeschäft der ALBIS HiTec Leasing Gruppe stärken. Die Orange Finance S.A., die noch im Jahr 2015 begonnen hat, Forderungen der ALBIS HiTec Leasing Gruppe anzukaufen, wird den Refinanzierungsentscheidungsprozess beschleunigen und sichern.
Mit notariellem Kauf- und Übertragungsvertrag vom 18. Dezember 2015 und Wirkung zum 31. Dezember 2015, verkaufte die ALBIS Leasing AG ihre Beteiligung an der ALBIS Service GmbH an die ALBIS Mobil Lease GmbH. An der ALBIS Service GmbH ist die ALBIS Leasing AG seither mittelbar über die ALBIS Mobil Lease GmbH mit 100 % beteiligt. Die ALBIS Service GmbH schließt das Jahr 2015 mit einem positiven Ergebnis ab. Trotz der veränderten Konzernstruktur besteht der Ergebnisabführungsvertrag für zwei weitere Jahre fort. Der abgeführte Gewinn für das Geschäftsjahr 2015 beträgt T€ 453.
Die ALBIS Leasing Gruppe hat im Jahr 2015 mit € 3,7 Mio. das prognostizierte Ergebnis von € 2,2 bis € 3,0 Mio. übertroffen. Den Geschäftsverlauf beurteilen wir insgesamt als gut. Die ALBIS Leasing Gruppe ist für das kommende Geschäftsjahr gut aufgestellt.
Segment „Leasing für Investitionsgüter“
ALBIS Mobil Lease GmbH / UTA Leasing GmbH, Neu-Isenburg
Die ALBIS Mobil Lease / UTA Leasing Gruppe war in den Produktgruppen der Schweren Klasse (Zugmaschinen und Auflieger) sowie in den Bereichen Erneuerbare Energien und Landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge aktiv.
Mit Kauf- und Übertragungsvertrag von 6. November 2015 übernahm die IKB Leasing Gruppe das gesamte künftige Nutzfahrzeuggeschäft der ALBIS Mobil Lease GmbH sowie die UTA Leasing GmbH. Die zur Übernahme des Geschäfts erforderlichen technischen Einrichtungen, die Betriebs- und Geschäftsausstattung, die erforderlichen Rechte und die rund 60 Mitarbeiter der ALBIS Mobil Lease GmbH und der UTA Leasing GmbH wurden übertragen. Die IKB Leasing Gruppe übernimmt im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages für die ALBIS Mobil Lease GmbH und der UTA Leasing GmbH die Verwaltung und Abwicklung des bestehenden Portfolios bis zum Vertragsende.
Der Vorstand der ALBIS Leasing AG hat entschieden, sich von der Produktgruppe Nutzfahrzeuge über 7,5 t zu trennen. Zum Entscheidungszeitpunkt war abzusehen, dass die Produktgruppe im Jahr 2015 ihre gesetzten Neugeschäfts- und Ergebnisziele nicht erreichen würde und dass in absehbarer Zeit kein Beitrag zum Konzernergebnis zu erwarten sein würde.
Die ALBIS Mobil Lease GmbH und die UTA Leasing GmbH sind weiterhin Tochter- beziehungsweise Enkelgesellschaften der ALBIS Leasing AG. Die bestehenden Leasingportfolien sowie die damit im Zusammenhang stehenden Refinanzierungen verbleiben bei der ALBIS Mobil Lease GmbH und der UTA Leasing GmbH. Beide Gesellschaften haben ihr Neugeschäft in der Produktgruppe mit Nutzfahrzeugen über 7,5 t eingestellt. Die Gesellschaften planen Neugeschäft in anderen Produktgruppen. Mit wesentlichem Neugeschäft ist jedoch nicht vor dem zweiten Halbjahr 2016 zu rechnen. Infolge der Abwicklung der bestehenden Leasingportfolien ist bis zum Jahr 2020 mit einem Rückgang der Konzernbilanzsumme um € 57 Mio. zu rechnen, sofern diese Entwicklung nicht durch Neugeschäft kompensiert wird.
An der ALBIS Mobil Lease Gruppe ist die ALBIS Leasing AG mit 100 % beteiligt. Für das Jahr 2016 wird ein Jahresüberschuss der ALBIS Mobil Lease GmbH in Höhe von € 0,5 Mio. bis € 1,5 Mio. erwartet (HGB).
Segment „Vertriebsleasing“
ALBIS HiTec Leasing AG, Hamburg
Die ALBIS HiTec Leasing AG ist im Bereich Small-Tickets, das heißt Investitionsobjekte für die gewerbliche Verwendung im Wert zwischen € 500 und € 50.000 tätig. Sie ist Leasingspezialist für Objekte der Bereiche IT / EDV, Kfz-Werkstatttechnik sowie Gastronomie- und Großküchentechnik. Darüber hinaus wird mit Handelspartnern im Nahrungs- und Genussmittelgewerbe, im Bereich Arbeits- und Produktionsgeräte, Forst und Gartenbau sowie im Geschäftsfeld Fitness und Medizin zusammengearbeitet. Die Unternehmensleitung prüft laufend die Hinzunahme neuer Objektfinanzierungen. Seit 2015 wird zum Beispiel das Angebot im Bereich Kaffeeautomaten und Profi-Waschmaschinen ausgebaut.
Das Unternehmen verfügt über rund 1.300 langjährige Händlerverbindungen, die über ein vollautomatisiertes Online-Tool vor Ort mit ihren Kunden Leasingverträge für die ALBIS HiTec Leasing AG und ihre Tochterunternehmen abschließen. Die Händler werden deutschlandweit über 29 Außendienstmitarbeiter betreut. Leasinggeschäfte werden ausschließlich mit gewerblichen Kunden mit Sitz in Deutschland abgeschlossen.
Wachstum soll zukünftig auch durch die Übernahme kleinerer Gesellschaften beziehungsweise ihrer Bestände oder Vertriebe realisiert werden.
Im September 2015 erwarb die ALBIS HiTec Leasing AG die LGH – Leasing-Gesellschaft für den Handel mbH (vormals EDEKA Leasing GmbH) von der EDEKABANK AG (siehe Abschnitt „LGH – Leasing-Gesellschaft für den Handel mbH, Hamburg“).
Im Dezember 2015 wurde die Orange Finance S.A. mit Sitz in Luxemburg gegründet - eine Zweckgesellschaft zur strukturierten Refinanzierung der ALBIS HiTec Leasing Gruppe. Die Refinanzierung wurde noch im gleichen Monat aufgenommen. Die Gesellschaft ist in den Konsolidierungskreis der ALBIS Leasing AG aufzunehmen. Eine Beteiligung der ALBIS Leasing Gruppe an der Orange Finance S.A. besteht nicht.
Mit Konsolidierung der Orange Finance S.A. erhöhte sich die Bilanzsumme um € 95 Mio.
Bereits zu Beginn des Jahres 2015 hatte die ALBIS HiTec Leasing Gruppe ihr Geschäft neu geordnet und das „Vertriebsleasing“ – mit Herstellern und Händlern – ausschließlich den Gesellschaften ALBIS HiTec Leasing AG und ALBIS Fullservice Leasing GmbH übertragen. Das über die ALBIS Direct Leasing GmbH betriebene Vermittlergeschäft wurde wegen zu geringer Margen deutlich zurückgefahren, das Direktgeschäft mit gewerblichen Endkunden neu aufgenommen. Der Vorstand erwartet, dass dieser Geschäftszweig sich langfristig zu einem wichtigen Standbein entwickeln wird.
Ihr Neugeschäftsziel 2015 konnte die ALBIS HiTec Leasing AG nicht erreichen. Dies lag zum einen an der unerwartet langen Organisationsphase der benötigten neuen Refinanzierungsstruktur (Orange Finance S.A.). Zum anderen griffen Maßnahmen zur Steuerung des Außendienstes und die personelle Neustrukturierung der zweiten Managementebene des Vertriebs erst im zweiten Halbjahr. Die ALBIS HiTec Leasing AG wird ihr Neugeschäftsvolumen (Neugeschäft 2015: € 20,9 Mio.) in 2016 über die neue strukturierte Finanzierung und die damit verbundene schnellere Abwicklung moderat steigern können. Hierfür stehen ausreichende Refinanzierungsvolumina zur Verfügung. Die Ertragslage wird sich aufgrund der erzielten Margen und Zusatzerlöse – aber auch infolge von Kosteneinsparungen – positiv entwickeln. Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2016 eine deutliche Verbesserung ihres Ergebnisses.
Die ALBIS Leasing AG ist an der ALBIS HiTec Leasing AG zu 100 % beteiligt. Der Beteiligungsertrag 2015 der ALBIS Leasing AG beträgt € 2,7 Mio. (HGB).
ALBIS Direct Leasing GmbH, Hamburg
Die ALBIS Direct Leasing GmbH ist spezialisiert auf Investitionsobjekte für die gewerbliche Verwendung im Wert von € 1.000 bis € 1.000.000 – sogenannte Small- bis Middle - Tickets. Die Investitionsobjekte gehören zu den Produktgruppen Maschinen/Anlagen, IT, Flurfördertechnik, Werkstattausrüstung, Medizintechnik sowie Gastronomie- und Großküchentechnik. Vertriebswege sind das Direktgeschäft und das Vermittlergeschäft.
Die ALBIS Direct Leasing GmbH verfügt seit Jahren über gute Kundenverbindungen, die über ein vollautomatisiertes Onlinetool Leasingverträge abschließen.
Das Neugeschäft 2015 der ALBIS Direct Leasing GmbH betrug € 5,3 Mio., nach € 13,7 Mio. im Vorjahr. Der Planwert für das Jahr 2015 lag bei € 31,0 Mio. Die deutliche Verfehlung der Planung ist u.a. auf die unerwartet lange Organisationsphase für die neue Refinanzierungsstruktur (Orange Finance S.A.) zurückzuführen. Aber auch die Neuordnung der Vertriebswege in der ALBIS HiTec Leasing Gruppe sowie die Entscheidung, in der ALBIS Direct Leasing GmbH kein Vertriebsleasing mehr zu betreiben, beeinträchtigten das Geschäft.
Für das Jahr 2016 ist ein Neugeschäft in Höhe von € 11,0 Mio. geplant.
ALBIS Fullservice Leasing GmbH, Hamburg
Die ALBIS Fullservice Leasing GmbH ist im Bereich Small- bis Middle-Tickets spezialisiert auf Investitionsobjekte für die gewerbliche Verwendung im Wert von € 500 bis € 1.000.000 aus dem Bereich Büro- und Telekommunikation. Die Gesellschaft bietet Fullservice-Dienstleistungen über Vertriebsleasing an. Die Gesellschaft hat sich auf Fullservice-Konzepte spezialisiert, die sie in enger Zusammenarbeit mit den Herstellern der Objekte entwickelt. Die Gesellschaft betreibt ausschließlich Vertriebsleasing, das heißt die Leasingverträge werden über Handelspartner vermittelt.
Die ALBIS Fullservice Leasing GmbH realisierte im Jahr 2015 ein Neugeschäft in Höhe von € 12,6 Mio. (Vorjahr € 9,7 Mio.). Für das Jahr 2016 erwartet die Geschäftsführung einen deutlichen Anstieg des Neugeschäftsvolumens gegenüber dem Jahr 2015 auf € 24 Mio. und eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses.
LGH – Leasing-Gesellschaft für den Handel mbH, Hamburg
Im September 2015 erwarb die ALBIS HiTec Leasing AG die LGH – Leasing-Gesellschaft für den Handel mbH (vormals EDEKA Leasing GmbH) von der EDEKABANK AG. Mit dieser Übernahme baut die ALBIS Leasing Gruppe ihre Marktpräsenz in den Bereichen Lebensmittel sowie Großküchen- und Gastronomietechnik aus. Den circa 4.000 selbständigen EDEKA Einzelhändlern bietet sie über die LGH – Leasing-Gesellschaft für den Handel mbH Finanzierungslösungen für handelsspezifische Objekte wie Automaten, Einrichtung, Kühl-, Kassen- und Waagensysteme sowie Sicherheitstechnik an. Die Refinanzierung stellt weiterhin die EDEKABANK AG.
Die LGH – Leasing-Gesellschaft für den Handel mbH plant für das Jahr 2016 ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von € 20 Mio. und ein leicht positives Ergebnis nach HGB.
ALBIS Service GmbH, Hamburg
Die ALBIS Service GmbH ist Dienstleistungsgesellschaft in der ALBIS Leasing Gruppe. Sie übernimmt Aufgaben im Rechnungswesen, der Vertragsverwaltung und stellt wesentliche IT-Dienstleistungen zur Verfügung. Das Serviceangebot erstreckt sich darüber hinaus auf den Betrieb des Empfangs, der Konferenzräume, auf das Catering und andere Leistungen. Ihre Erträge erzielt die Gesellschaft durch Weiterbelastungen im Konzern.
Die Gesellschaft schließt das Jahr 2015 mit einem positiven Ergebnis. Für das Jahr 2016 wird mit einem gleichbleibenden Ergebnis gerechnet.
Umweltmanagement
Die Orientierung an Nachhaltigkeit und der sparsame Umgang mit Ressourcen ist grundsätzliches Ziel der Gesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe. Bei allen unternehmerischen Entscheidungen werden, neben der Erwägung der wirtschaftlichen Vorteile, auch die Sicherheit, die Gesundheit und der Umweltschutz berücksichtigt. Hierzu gehört es selbstverständlich, die Folgen unternehmerischen Handelns über die Grenzen rechtlicher Verantwortlichkeit und unmittelbarer ökonomischer Konsequenz hinaus einzubeziehen.
C. Ertragslage
Im Jahr 2015 ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von T€ 3.666.
Das operative Ergebnis des Jahres 2015 betrug € 6,5 Mio. (Vorjahr € 1,7 Mio.). In 2015 war die ALBIS HiTec Leasing Gruppe das gesamte Jahr konsolidiert (im Vorjahr nur acht Monate). Hierdurch erklärt sich der Anstieg in den Bereichen Zinsertrag und Zinsaufwand Finance Lease ebenso wie der Anstieg der Verwertungsgewinne und –verluste sowie der Anstieg des Sonstigen Ergebnisses Finance Lease. Die Risikovorsorge ist von € 0,9 Mio. auf € 2.0 Mio. angestiegen, nachdem im Jahr 2015 die zuvor forfaitierten Leasingforderungen des ALBIS HiTec Leasing Teilkonzerns in Höhe von € 93,2 Mio. durch die Konsolidierung der Orange Finance S.A. wieder auszuweisen waren. Das Leasing-/ Vermietergebnis Operate Leasing in Höhe von € 0,3 Mio. (Vorjahr € 3,0 Mio.) und die vermietungstypischen Aufwendungen in Höhe von € 0,3 Mio. (Vorjahr € 1,1 Mio.) betrafen im Vorjahr weit überwiegend das Immobilienleasinggeschäft der NL Nord Lease AG (vormals ALBIS Finance AG) die im Jahr 2014 entkonsolidiert wurde. Im Jahr 2015 sind hier nur noch die Untermietverhältnisse gegenüber konzernfremden Mietern in der Ifflandstraße 4 in Hamburg ausgewiesen.
Die Sonstigen betrieblichen Erträge sind leicht von € 11,0 Mio. auf € 10,5 Mio. zurückgegangen. Im Wesentlichen resultieren die Erträge aus der Veräußerung des künftigen Nutzfahrzeuggeschäfts über 7,5 t der ALBIS Mobil Lease/UTA Leasing Gruppe an die IKB Leasing Gruppe. Hieraus ergab sich ein Ertrag in Höhe von € 4,9 Mio. Gleichzeitig verbesserte sich das Ergebnis aus Wartung und Versicherung auf € 1,8 Mio. (Vorjahr € 1,0 Mio.). Auch hier ist zu berücksichtigen, dass die ALBIS HiTec Leasing Gruppe erstmals das ganze Jahr über konsolidiert war. Hingegen sind die Erträge aus Dienstleistungen von € 2,7 Mio. auf T€ 31 gesunken. Die Erträge aus Dienstleistungen entfielen im Vorjahr überwiegend auf Dienstleistungen der ALBIS Service GmbH gegenüber konzernfremden Kunden. Einen Teil des Vorjahres war der Teilkonzern ALBIS HiTec Leasing konzernfremd.
Die Personalkosten stiegen von € 11,8 Mio. im Vorjahr auf € 12,8 Mio.
Die Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen liegen wie im Vorjahr bei € 0,2 Mio.
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von € 13,1 Mio. auf € 10,3 Mio. Die Entwicklung ist auf den gesonderten Ausweis der Risikovorsorge als eigenem Posten in der Konzerngesamtergebnisrechnung zurückzuführen. Der gesonderte Ausweis erfolgte zur Steigerung der Transparenz. Darüber hinaus gingen die Aufwendungen der ALBIS Mobil Lease/UTA Leasing Gruppe zurück, nachdem sich das Neugeschäft im Laufe des Jahres 2015 nicht wie erwartet entwickelte und die Transaktion mit der IKB Leasing Gruppe umgesetzt wurde. Zudem machten sich Kosteneinsparungen bemerkbar, die im Jahr 2015 umgesetzt wurden.
Der Ausweis von Aufwendungen aus Gewinnübernahmen atypisch Stiller Gesellschafter im Vorjahr bezog sich auf Ergebnisanteile der atypisch Stillen Gesellschafter der NL Nord lease Lease AG (vormals ALBIS Finance AG) bis zu deren Entkonsolidierung im Jahr 2014.
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge blieben mit € 0,2 Mio. unverändert, ebenso die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen mit € 1,3 Mio. Im Berichtsjahr ergaben sich aus der Bewertung der Zinssicherungsgeschäfte der Orange Finance S.A. Verluste in Höhe von € 0,4 Mio., die im Ergebnis aus der Bewertung von Finanzinstrumenten ausgewiesen sind.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2015 € 5,1 Mio. Es liegt damit um € 5,4 Mio. über dem Ergebnis 2014 (€ -0,3 Mio.).
Die Aufwendungen für Steuern betreffen in Höhe von € 1,3 Mio. latente Steuern.
Im ersten Halbjahr 2014 ergab sich ein Ergebnis aus der Veräußerung von Geschäftsbereichen in Höhe von € 7,0 Mio. Aus der Entkonsolidierung der NIBC Bank Deutschland AG resuliert ein Ergebnis von € 1,0 Mio. Aus der Entkonsolidierung der NL Nord Lease Gruppe, im Wesentlichen bestehend aus der NL Nord Lease AG, dem NL Real Estate Lease Teilkonzern sowie der Centauri Beteiligungsverwaltung GmbH, der ALBIS Versicherungsdienst GmbH und der Eurokaution Service EKS GmbH, ergab sich ein Ergebnis von € 6,0 Mio. Im Jahr 2015 gab es kein Ergebnis aus der Veräußerung von Geschäftsbereichen.
Die Ergebnisse aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen werden, saldiert mit den latenten Steuern in Bezug auf die Bewertung, in der Gesamtergebnisrechnung, im Sonstigen Ergebnis erfasst. Im Geschäftsjahr 2014 ergaben sich versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von € 0,05 Mio.
Der Konzerneigenanteil am Jahresergebnis beträgt € 3,7 Mio. gegenüber € 5,3 Mio. im Vorjahr.
Es wurden gesetzliche Rücklagen in Höhe von € 1,4 Mio. (Vorjahr € 0,1 Mio.), andere Gewinnrücklagen in Höhe von € 1,0 Mio. (Vorjahr € 0,8 Mio.) und Rücklagen für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste von € 0,05 Mio. (Vorjahr -0,5 Mio.) gebildet.
Der negative Ergebnisvortrag beträgt € 7,9 Mio. nach € 9,1 Mio. im Vorjahr.
Die ALBIS Leasing AG prognostizierte im Vorjahr ein Ergebnis für das Geschäftsjahr 2015 zwischen € 2,2 Mio. und € 3,0 Mio. Das prognostizierte Ergebnis wurde übertroffen.
D. Finanzlage
Das Eigenkapital beträgt € 10,3 Mio., das sind 4,8 % der Bilanzsumme. Die langfristigen Schulden umfassen € 137,7 Mio. (64,3 %) und die kurzfristigen Schulden € 66,2 Mio. (30,9 %). Im Vergleich zum Vorjahr sind insbesondere die langfristigen Schulden von € 29,2 Mio. auf € 137,7 Mio. angestiegen. Der Anstieg ist auf die Konsolidierung der Orange Finance S.A. zurückzuführen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, aus Lieferungen und Leistungen und die Sonstigen Verbindlichkeiten sind von € 101,9 Mio. auf € 189,8 Mio. gestiegen. Hauptgrund ist die Erstkonsolidierung der Orange Finance S.A, welche unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute in Höhe von € 93,2 Mio. ausweist.
Unter den „Negative Marktwerte von zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögensgegenständen“ ist der negative Marktwert des Zinsswaps der Orange Finance S.A. ausgewiesen.
Die Rückstellungen für Steuern (einschließlich latenter Steuern) waren in Höhe von € 6,5 Mio. zu passivieren. Davon entfallen € 6,4 Mio. auf latente Steuern. Die Pensionsrückstellungen sanken auf € 3,8 Mio. nach € 3,9 Mio. im Vorjahr. Die Pensionsrückstellung wurde durch ein relativ identisches Zinsniveau verglichen zum Vorjahr nur geringfügig niedriger passiviert. Lediglich Effekte aus der Zahlung der Verpflichtungen im Berichtsjahr führten zum leichten Rückgang der Pensionsverpflichtung. Die Sonstigen Rückstellungen betragen € 3,4 Mio. nach € 4,1 Mio. im Vorjahr.
Die gesetzlichen Rücklagen wurden aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung im Jahr 2015 um € 1,4 Mio. erhöht, die anderen Gewinnrücklagen wurden auf Beschluss des Vorstandes um € 1,0 Mio. erhöht. Die Rücklagen für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste stiegen um € 0,05 Mio.
Der negative Ergebnisvortrag minderte sich von € 9,1 Mio. auf € 7,9 Mio. Das Konzerneigenkapital ergab sich mit € 10,3 Mio. nach € 6,6 Mio. im Vorjahr.
Zum 31. Dezember 2015 bestanden Kontokorrentlinien der ALBIS Mobil Lease / UTA Leasing bei der Deutsche Bank AG in Höhe von € 5,5 Mio. Der Rahmen wurde nicht in Anspruch genommen.
Darüber hinaus bestanden Darlehenslinien der ALBIS Mobil Lease / UTA Leasing Gruppe bei verschiedenen Kreditinstituten in Höhe von € 30,1 Mio. Die Linien waren am 31. Dezember 2015 in vollem Umfang in Anspruch genommen.
Zusätzlich bestanden zwischen der ALBIS Mobil Lease / UTA Leasing Gruppe und verschiedenen Kreditinstituten Forfaitierungsvereinbarungen. Am 31. Dezember 2015 war ein Volumen von € 211 Mio. an die NIBC Bank Deutschland AG forfaitiert, € 33 Mio. an weitere Kreditinstitute.
Zum 31. Dezember 2015 bestanden Kontokorrentlinien der ALBIS HiTec Leasing Gruppe bei der Deutsche Bank AG, der Sparkasse Bremen sowie der Volksbank Mittweida in Höhe von € 4,6 Mio. Hiervon waren € 3,4 Mio. in Anspruch genommen.
Es bestanden Darlehenslinien der ALBIS HiTec Leasing Gruppe in Höhe von € 7,5 Mio. Die Inanspruchnahme betrug € 3,2 Mio.
Zusätzlich bestanden zwischen der ALBIS HiTec Leasing Gruppe und verschiedenen Kreditinstituten Forfaitierungsvereinbarungen. Am 31. Dezember 2015 war ein Volumen in Höhe von € 8,7 Mio. forfaitiert.
Die Zahlungsfähigkeit des Konzerns war im abgelaufenen Geschäftsjahr durch Zahlungsmittelzuflüsse aus dem laufenden Geschäft, Bestände an flüssigen Mitteln sowie bilaterale Kreditvereinbarungen mit Banken jederzeit gegeben.
Die Refinanzierung der Gesellschaften des Konzerns ist für das bereits abgeschlossene Geschäft sichergestellt.
E. Vermögenslage
Die langfristigen Vermögenswerte bestanden in Höhe von € 118,1 Mio. (Vorjahr € 71,9 Mio.), das sind 55,1 % der Konzernbilanzsumme. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen von € 50,3 Mio. auf € 96,1 Mio. (das sind 44,9 % der Konzernbilanzsumme) an. Der Anstieg ist, insbesondere im Bereich der Leasingforderungen, weit überwiegend durch die Konsolidierung der Orange Finance S.A. begründet. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen im Vergleich zum Vorjahr von € 10,8 Mio. auf € 26,7 Mio. In Höhe von € 14,1 Mio. ist diese Steigerung auf einen Abrechnungseffekt zum Bilanzstichtag zurückzuführen. Den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten stehen insoweit betragsgleich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gegenüber. Im Übrigen ist die Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente durch Zuflüsse im Rahmen der Übertragung der Neugeschäftschancen der Produktgruppe Nutzfahrzeuge über 7,5 t auf die IKB Leasing Gruppe und die Erstkonsolidierung der Orange Finance S.A. (€ 2,0 Mio.) zurückzuführen.
Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten ist in Höhe von € 1,0 Mio. direkt der ALBIS Leasing AG zuzurechnen, im Übrigen den Tochtergesellschaften. Bei den Tochtergesellschaften bestehen aufgrund vertraglicher Vereinbarungen mit Refinanzierungspartnern Verfügungsbeschränkungen für Teile der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente: zum Beispiel im Rahmen von Bardepotregelungen oder bezüglich Einzugskonten für Leasingraten. Die Guthaben sind insoweit zur Weiterleitung an den Refinanzierungspartner zweckbestimmt.
Von den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten der ALBIS Mobil Lease / UTA Leasing Gruppe sind € 15,1 Mio., von denen der ALBIS HiTec Leasing Gruppe € 9,1 Mio. verfügungsbeschränkt.
Die Sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände stiegen von € 9,7 Mio. auf € 12,6 Mio.. Sie betreffen mit € 7,5 Mio. Forderungen gegen die NL Nord Lease AG. Die Forderungen gegen die NL Nord Lease AG sind teilweise durch eine Eigentümergrundschuld auf eine Immobilie besichert. Zudem bestehen seitens des ALBIS Leasing Konzerns Verbindlichkeiten gegenüber der NL Nord Lease AG in Höhe von € 2,4 Mio. mit abweichender Fälligkeit. In Höhe von € 3,2 Mio. bestehen Forderungen gegenüber der IKB Leasing Gruppe.
Der Ansatz der „Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte“ beinhaltet die Immobilien Lindenallee 60 - 62 und 64 - 66 in Essen. Mit Urkunde vom 11. März 2014 hat die ALBIS Leasing AG das Grundstück in der Lindenallee zum Gesamtkaufpreis von € 3,5 Mio. von der NIBC Bank Deutschland AG erworben.
Von den langfristigen Vermögenswerten entfallen € 13,6 Mio. auf den Geschäfts- oder Firmenwerte der ALBIS HiTec Leasing AG sowie € 0,1 Mio. auf andere Immaterielle Vermögenswerte und auf die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Der Ausweis aktiver latenter Steuern in Höhe von € 0,6 Mio. (Vorjahr € 1,1 Mio.) beruht auf Bewertungsunterschieden zwischen IFRS und Steuerbilanz. Bewertungsunterschiede hinsichtlich der bestehenden Pensionsrückstellungen führten zu dem Ausweis der aktiven latenten Steuern. Im Vorjahr ergaben sich zusätzlich Bewertungsunterschiede bezüglich bestehender Abfindungsansprüche ehemaliger atypisch Stiller Gesellschafter der ALBIS HiTec Leasing AG in Höhe von € 0,5 Mio.
Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren (DRS 20.101-113)
Als wesentliche Steuerungsgröße für das Geschäft des ALBIS Leasing Konzerns haben wir die im Abschnitt „Wertorientierte Konzernsteuerung“ und „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ beschriebenenIndikatoren identifiziert.
F. Nachtragsbericht / Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres 2015
Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres 2015 haben sich nicht ergeben.
G. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Das Gesamtrisiko wird auf Grundlage des Chancen- und Risikomanagement-Systems in Kombination mit den eingesetzten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen eingeschätzt. Die von der ALBIS Leasing AG angewendete Methode zur Risiko- und Chancenquantifizierung bedient sich einer Matrix-Struktur. Die Bewertungsmatrix ist portfolio-orientiert aufgebaut und besteht aus 16 Feldern. Das Kriterium „Höhe der Auswirkung“ ist auf der X-Achse abgetragen. Die Dimension „Eintrittswahrscheinlichkeit“ wird auf der Y-Achse erfasst. Die Einzelrisiken werden bezogen auf den zugrunde gelegten Bewertungsmaßstab „Höhe der Auswirkung“ in vier Kategorien eingeteilt (Bruttomethode):
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| · leicht | (>100 T€ - 500 T€) |
| · mittel | (>500 T€ - 1.000 T€) |
| · schwer | (>1.000 T€ - 3.000 T€) und |
| · kritisch | (>3.000 T€) |
Die Dimension „Eintrittswahrscheinlichkeit“ wird analog in vier Beurteilungsstufen aufgeteilt:
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| · unwahrscheinlich | (< 0,1 p.a., d.h. maximal einmal in 10 Jahren) |
| · möglich | (>0,1 - < 0,4 p.a., d.h. einmal alle 5 Jahre) |
| · konkret vorstellbar | (>0,4 - < 0,7 p.a., d.h. einmal alle 2 Jahre) |
| · wahrscheinlich | (>0,7 - 1 p.a., d.h. einmal oder häufiger im Jahr) |
Die Risiken und Chancen werden bezüglich ihrer Wirkung auf das Eigenkapital sowie das zugrundeliegende Jahresergebnis gemessen. Bestehende Risiken werden konsequent überwacht und durch Maßnahmen minimiert beziehungsweise vermieden.
Risiken
Per 31. Dezember 2015 besteht demnach das folgende, im Risikomanagementsystem als kritisch bezeichnete Risiko.
Eine Einwirkung höherer Gewalt, die zu einer Zerstörung der IT in der Ifflandstraße und oder betrieblicher Unterlagen führt, so dass es zu einer Betriebsunterbrechung kommt, in deren Verlauf das Vertragsmanagement, insbesondere der laufenden Zahlungsverkehr mit Kunden und oder Refinanzierungspartnern beeinträchtigt wird, kann zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Ergebnisses führen. Das Risiko wird als unwahrscheinlich gewertet.
Weitere wesentliche Risiken
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen zum 31. Dezember 2015 € 9,1 Mio. auf die Refinanzierung des Erwerbs der Anteile an der ALBIS HiTec Leasing AG durch die NIBC Bank Deutschland AG. Im August 2016 ist eine Darlehensrate an die NIBC Bank Deutschland AG zu leisten. Die ALBIS Leasing AG hat noch im Jahr 2015 eine anrechenbare Sondertilgung in Höhe von € 1,0 Mio. geleistet, sodass im August 2016 eine Rate von € 1,5 Mio. zu tilgen ist. Die noch verbleibenden Verbindlichkeiten gegenüber der NIBC Bank Deutschland AG sind ratierlich in den Jahren 2017 bis 2019 zu tilgen. Sämtliche Zahlungen wurden in der Mehrjahresertragsplanung und der Mehrjahresliquiditätsplanung der ALBIS Leasing AG berücksichtigt.
Die ALBIS Mobil Lease / UTA Leasing Gruppe hat zur Betreuung des Bestandsportfolios einen Dienstleistungsvertrag mit der IKB Leasing Gruppe geschlossen. Aus diesem Vertrag sind laufend Entgelte an die IKB Gruppe zu leisten. Die Zahlungen belasten die Liquidität der ALBIS Mobil Lease / UTA Leasing Gruppe. Die Zahlungen sind in der Liquiditätsplanung der ALBIS Mobil Lease GmbH berücksichtigt.
Die Ergebnisse der ALBIS Mobil Lease GmbH und ihrer Tochtergesellschaft UTA Leasing GmbH sind, nach Einstellung des Neugeschäfts in der Produktgruppe „Nutzfahrzeuge über 7,5 t von der planmäßigen Abwicklung des bestehenden Leasingportfolios abhängig. Hierzu gehören im Wesentlichen die Realisierung der Zahlungsströme aus den Leasingverträgen, die Verwertung der Leasinggegenstände sowie ein störungsfreies Handling der Abläufe. Die Planung berücksichtigt bekannte Risiken und beinhaltet eine angemessene Risikovorsorge für erfahrungsgemäß vorkommende Störungen. Sollten unerwartete Störungen auftreten, kann dies die Ertragslage und die Liquidität der ALBIS Leasing Gruppe beeinträchtigen.
Zusammenfassende Betrachtung
Das Risikoprofil des ALBIS Leasing Konzerns ist hinsichtlich Ertrag und Liquidität einerseits bestimmt durch die Kosten der Holding und die Tilgungs- und Zinszahlungen aus den zum Erwerb von Unternehmensbeteiligungen aufgenommenen Verbindlichkeiten und andererseits durch die Ertragskraft und Risikostruktur der Tochtergesellschaften. Das nachhaltige und zeitgerechte Anfallen der geplanten Ergebnisse auf Ebene der Tochtergesellschaften zur Erfüllung der eingegangenen Verpflichtungen charakterisiert die Risikolage.
Die Leasinggesellschaften der Gruppe sind von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der Entwicklung der Leasingbranche und der Verfügbarkeit wettbewerbsfähiger Refinanzierung abhängig. Unser Hauptaugenmerk liegt deshalb auf der Sicherung der Refinanzierungsmittel für die operativen Leasinggesellschaften.
Chancen
Die Aussichten für das Refinanzierungsinstrument Leasing in Deutschland sind weiterhin sehr gut. Im Wachstumsmarkt Deutschland (die Bundesregierung prognostiziert für das Jahr 2016 ein preisbereinigtes BIP von 1,7 % und für das Jahr 2017 1,9 %) wird die Finanzierungsart Leasing vom Mittelstand unverändert lebhaft nachgefragt und ist als Alternative zur klassischen Kreditfinanzierung gut etabliert. Entsprechend wird die ALBIS Leasing Gruppe, als spezialisierter Leasinganbieter für den deutschen Mittelstand, an der positiven Entwicklung des Marktes teilhaben.
Die ALBIS Leasing AG ist seit 2014 unmittelbar an den operativen Leasinggesellschaften ALBIS HiTec Leasing AG und ALBIS Mobil Lease GmbH beteiligt. Die Ergebnisse der Tochtergesellschaften zeigen sich seither deutlich verbessert. Mit der Positionierung der beiden Leasinggesellschaften und ihren jeweiligen Tochtergesellschaften direkt unter der ALBIS Leasing AG besteht eine klare Konzernstruktur. Die Entstehung und Zurechnung der operativen Ergebnisse ist transparent. Zusammen mit der vorgenommenen Straffung des Beteiligungsportfolios ergibt sich eine übersichtlich strukturierte Gruppe. Die Kapitalmärkte haben die Neuordnung der Gruppe bereits positiv aufgenommen, was wir aus der Kursentwicklung der ALBIS Leasing AG Aktie (ISIN DE0006569403) seit Mitte 2014 ableiten. Die Resonanz im Rahmen diverser Bankengespräche war ebenfalls positiv. Die ALBIS Leasing AG ist zuversichtlich, dass sich aus dieser Entwicklung eine Erweiterung und Verbesserung der Refinanzierungsoptionen ergeben wird.
Prognose
Die Bundesregierung prognostiziert für das Jahr 2016 ein preisbereinigtes BIP von 1,7 % und für das Jahr 2017 1,9 %. Expansive Chancen bietet nach wie vor die hohe Konsumnachfrage der privaten Haushalte.
Die prognostizierten Wachstumsraten lassen für das Jahr 2016 eine gute wirtschaftliche Entwicklung erwarten. Die ALBIS Leasing AG geht dementsprechend positiv in das Jahr und rechnet mit einer moderaten Steigerung der Leasinginvestitionen. Grund hierfür geben insbesondere die BDL-Zahlen aus dem vierten Quartal 2015. Das Neugeschäft im Mobilien-Leasing ist im vierten Quartal 2015 um 10 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal gestiegen (BDL, Pressemitteilung vom 11. Februar 2016).
Die ALBIS HiTec Leasing Gruppe erwartet, dass sich das Neugeschäftsvolumen in 2016 über die neue strukturierte Finanzierung und die damit verbundene schnellere Abwicklung wieder steigern lässt und dass eine deutliche Ergebnisverbesserung zu erreichen ist.
Die ALBIS Mobil Lease / UTA Leasing Gruppe wird aus der Abwicklung des bestehenden Leasingportfolios, das sich im Wesentlichen aus der Produktgruppe Nutzfahrzeuge über 7,5 t ergeben hat, weiterhin Nettoerträge generieren. Die ALBIS Mobil Lease GmbH plant Neugeschäft in anderen Produktgruppen, jedoch ist vor dem zweiten Halbjahr 2016 nicht mit wesentlichem Neugeschäft zu rechnen. Ausgehend von den gegenwärtigen Neugeschäftserwartungen der ALBIS Mobil Lease / UTA Leasing Gruppe, ist von einem teilweisen Abbau der bestehenden Leasingportfolien auszugehen. Diese Entwicklung wird tendenziell zu einer Abnahme der Bilanzsumme in den kommenden Jahren führen.
Die ALBIS Leasing Gruppe konnte im Jahr 2015 mit einem Ergebnis von € 3,7 Mio. das prognostizierte Ergebnis von € 2,2 bis 3,0 Mio. übertreffen.
Die ALBIS Leasing Gruppe erwartet – ausgehend von den Ertragsplanungen innerhalb des Konzerns - für das Jahr 2016 ein Ergebnis in Höhe von € 2,0 bis 2,8 Mio.
Risikomanageme nt-System
Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil der allgemeinen Geschäftspolitik der ALBIS Leasing Gruppe. Es soll eine einheitliche und vergleichende Betrachtung der wesentlichen Risiken in den strategischen Geschäftseinheiten ermöglichen.
Ziel des Risikomanagements ist es, den Unternehmenswert über risikobewusste Entscheidungen zu erhalten und zu steigern. Vorrangig soll eine möglichst hohe Risikotransparenz geschaffen werden, die das bewusste Eingehen von Risiken aufgrund der Kenntnis von Risikoursachen und Wirkungszusammenhängen erlaubt. So sollen potenziell bestandsgefährdende Risiken ebenso wie ein mögliches Versäumen von Chancen rechtzeitig erkannt und zeitnah geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um das Unternehmensergebnis insgesamt zu verbessern beziehungsweise Verluste zu vermeiden.
Das Aktiengesetz (§ 91 Abs. 2 AktG) verpflichtet den Vorstand der Gesellschaft, geeignete Maßnahmen zu ergreifen – insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten – um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, frühzeitig zu erkennen. Als Überwachungsinstrument hat die ALBIS Leasing AG in 2006 ein auf die unternehmensspezifischen Anforderungen zugeschnittenes Risiko-Chancen-Management-System (RCMS) implementiert, das auch der Unternehmenssteuerung der ALBIS Leasing AG und ihrer Konzernunternehmen dient. Das RCMS wird laufend den aktuellen Erfordernissen angepasst.
Die Risiken der ALBIS Leasing AG und ihrer Tochtergesellschaften werden von diesem IT-basierten System nach den in Abschnitt „G. Prognose-, Chancen- und Risikobericht“, beschriebenen Kriterien erfasst, strukturiert, bewertet, dokumentiert und offengelegt. Führungskräfte und Mitarbeiter unterschiedlicher Funktionen, Teilkonzerne und Tochtergesellschaften werden in das konzernweite Risiko-Chancen-Management einbezogen, um − dem Bestreben des Vorstands entsprechend − ein einheitliches Risikogrundverständnis zu schaffen. So können die Belange der ALBIS Leasing AG sowie die Besonderheiten der einbezogenen Teilkonzerne und Unternehmen berücksichtigt und das unternehmens- und bereichsübergreifende Risikobewusstsein gestärkt werden.
Der gesamte RCM-Prozess wird von einer Software begleitet, die einen schnellen Datenzugriff ermöglicht und hilft, den Aufwand für das Systemhandling bei Risikoinventuren und für die regelmäßig zu betreibende Datenpflege (Abgrenzung von Betrachtungszeiträumen, Auswertungsanforderungen, Berichtsfunktion, Export-/Importfunktion etc.) zu reduzieren.
Die Risiken werden in den Einzelgesellschaften beziehungsweise Teilkonzernen gesteuert und zentral überwacht. Die Risikodefinition und -bewertung nehmen die Gesellschaften vor. Von diesen werden auch geeignete Maßnahmen zur Risikobegrenzung definiert. Die Gesellschaften handeln dabei innerhalb der selbst definierten Risikorahmen. Die zentrale Überwachung erfolgt im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung für den Gesamtkonzern. Zentrale Risikobudgets werden nicht erstellt. Der Konzern besteht aus eigenständigen Gesellschaften. Ein Risikotransfer ist damit ausgeschlossen.
Mit diesem RCMS kann die ALBIS Leasing AG sämtliche für sie relevanten Risiken sowie wahrnehmbare Chancen, die sich aus der Geschäftstätigkeit ergeben können, identifizieren, analysieren, quantifizieren, steuern und kommunizieren. Im Rahmen des RCMS integriert die ALBIS Leasing AG Maßnahmen, Verfahren und Systeme, die zur Überwachung dieser Risiken und Chancen angewendet werden. Der Vorstand erhält darüber hinaus monatlich einen Bericht über die wesentlichen Entwicklungen in den Gesellschaften.
Für die ALBIS Mobil Lease GmbH, die UTA Leasing GmbH, die KML Kurpfalz Leasing GmbH, die ALBIS HiTec Leasing AG, die ALBIS Direct Leasing GmbH, die ALBIS Fullservice Leasing GmbH und die LGH – Leasing-Gesellschaft für den Handel mbH besteht ein Monitoringsystem. Dieses überwacht die Forderungsportfolien − ihre Struktur und Ausfallrisiken sowie ihre historische Entwicklung − umfassend. Aus diesen Zeitreihen lassen sich für die einzelnen Leasinggesellschaften geeignete Maßnahmen für die Risikosteuerung ableiten. Die Geschäftsleitung der ALBIS Leasing AG erhält monatlich einen Bericht über die wesentlichen Entwicklungen in den Gesellschaften.
Die Leasinggesellschaften, die das Finanzierungsleasing betreiben, unterliegen der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und haben die von der BaFin aufgestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) zu beachten.
Die von den MaRisk geforderten angemessenen Risikosteuerungs- und Risikocontrollingprozesse für die wesentlichen Risikoarten Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und Operationelle Risiken sind implementiert. Die Anforderungen an das Risikomanagement sind damit fester Bestandteil des Risikosteuerungsprozesses in der ALBIS Leasing Gruppe und werden ständig optimierend angepasst.
In den Teilkonzernen ALBIS Mobil Lease und ALBIS HiTec Leasing wurde − als ein zentraler Punkt der MaRisk – die Berechnung der Risikotragfähigkeit implementiert. Die Risikotragfähigkeit wird festgestellt durch Gegenüberstellung von Risikodeckungspotenzial (über das die Leasinggesellschaft verfügt) und zu erwartenden Risiken (denen die Leasinggesellschaft ausgesetzt ist). Übersteigt das Risikodeckungspotenzial die Summe der Risiken, ist die Risikotragfähigkeit für die betrachtete Gesellschaft gegeben. Für das Jahr 2015 wurde die Risikotragfähigkeit für jede operativ tätige Leasinggesellschaft berechnet und im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung Stresstests simuliert. Hierbei werden Szenarien wie Einbruch des Neugeschäfts, starker Margendruck, erheblich gestiegene Anzahl notleidender Verträge, hohe Anzahl zurückzunehmender Leasinggüter aus notleidenden Verträgen und infolgedessen Einbruch der Preise auf den Verwertungsmärkten etc. getestet. Die Teilkonzerne ALBIS Mobil Lease und ALBIS HiTec Leasing sehen sich aufgrund dieser Simulationen in der Lage, auch schwierige Entwicklungen zu bewältigen.
Alle operativen Leasinggesellschaften ermitteln und steuern ihr Risikodeckungspotenzial – den Vorgaben des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen e.V. (BDL) entsprechend – gemäß Substanzwertrechnung auf Einzelgesellschaftsebene. Mit Hilfe der Substanzwertrechnung wird auch das Ertragspotenzial des bestehenden Leasingvertragsportfolios ermittelt.
Die Grundlagen für die Tätigkeiten der Internen Revision sind im Revisionshandbuch und in der Geschäftsordnung schriftlich dokumentiert.
Seit dem 1. Juli 2014 führt die Revisionsabteilung der ALBIS Leasing AG die Revisionsprüfungen bei den operativen Gesellschaften durch.
Revisionsschwerpunkte des Jahres 2015 waren Geldwäsche, Compliance, Projektmanagement, Anzeige- und Meldewesen sowie IT- und Kassenprüfung. Von der IT-Prüfung bei der ALBIS Mobil Lease Gruppe wurde wegen der Übertragung des künftigen Neugeschäfts auf die IKB Leasing Gruppe abgesehen. Im Übrigen wurde der Prüfungsplan 2015 vollständig eingehalten. Wesentliche oder schwerwiegende Prüfungsfeststellungen, über die zu berichten wäre, gab es nicht.
Die Interne Revision für das Geschäftsjahr 2016 wurde an die CASIS Heimann Buchholz Espinoza Partnerschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ausgelagert.
Kreditrisiken / Adressenausfallrisiken
Das Adressenausfallrisiko misst Risiken aus Verlusten oder entgangenen Gewinnen aufgrund von 'Defaults' (Ausfall oder Bonitätsverschlechterung) von Geschäftspartnern sowie die Veränderung dieser Risiken. Das Adressenausfallrisiko erfasst neben dem klassischen Endkundengeschäft auch die Risiken aus dem indirekten Vertrieb über Händler / Vendoren (Kontrahentenrisiko). Länderrisiken bestehen in der ALBIS Leasing Gruppe nicht.
Die Gesellschaften haben für alle ihre wesentlichen Leasing- und Kreditportfolien Systeme zur Beurteilung der Bonität der Antragsteller eingerichtet (Scoring- / Ratingsysteme). Grundlagen der Bewertung sind neben den Antragsteller-, Vertrags- und Objektdaten auch externe Informationen, insbesondere von Kreditauskunfteien. Die Ergebnisse der systematischen Bonitätsbeurteilung sind Grundlage für die Kreditentscheidungen.
Ziel der eingesetzten Systeme ist die Steuerung der Ausfallrisiken bei gleichzeitiger Optimierung der Annahmequoten. Funktionsfähigkeit und Trennschärfe der Bonitätsbeurteilungssysteme werden von den Gesellschaften regelmäßig überwacht. So können auch Änderungen in der Portfoliostruktur frühzeitig identifiziert werden.
Für alle wesentlichen Portfolien der ALBIS Leasing Gruppe ist ein monatliches Portfoliomonitoring eingerichtet. Portfoliostrukturen, Zahlungsrückstände und Ausfälle werden laufend überwacht.
Die Überwachung der Adressenausfallrisiken ist Schwerpunkt des Risikomanagements der ALBIS Leasing Gruppe. Die Methoden und Verfahren zur Bonitätsbeurteilung werden anhand der gewonnenen Erfahrungen laufend weiterentwickelt und angepasst.
Sicherheiten in Form von Leasinggegenständen begrenzen das Ausfallrisiko in den operativen Gesellschaften. Im Rahmen der Forfaitierung werden diese Risiken teilweise transferiert.
Marktpreisrisiken
Das Marktpreisrisiko erfasst mögliche negative Wertänderungen, die aus der Schwankung von Marktpreisen, z.B. von Zinsen, entstehen.
Eine Bedeutende Vermögensposition bildet bei der ALBIS Leasing Gruppe der Geschäfts- oder Firmenwert der ALBIS HiTec Leasing AG. Marktpreise lassen sich hierfür nicht ermitteln. Es besteht dennoch das Risiko, dass der Geschäfts- oder Firmenwert der Tochtergesellschaft bei unzureichender Ertragslage nicht durch im Rahmen von Impairment-Tests zu ermittelnde Werte unterlegt werden kann. Dies hätte Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert zur Folge.
Zinsrisiken ergeben sich aus den in der Regel festverzinslichen Leasinggeschäften, wenn die Refinanzierung zu variablen Zinssätzen oder anderen Laufzeiten erfolgt. Die Zinsrisiken werden von den operativen Gesellschaften für ihr jeweiliges Portfolio gemanagt. Innerhalb der Risikopolitik des Konzerns sind die Gesellschaften angewiesen, alle Geschäfte laufzeitkongruent unter Absicherung der Zinsrisiken zu refinanzieren.
Grundsätzlich sind die Gesellschaften gehalten, Swapgeschäfte nur abzuschließen, wenn sie geeignet sind, Zinsrisiken aus der Finanzierung des operativen Leasinggeschäfts zu minimieren. Offene Swap-Positionen, ohne entsprechendes Grundgeschäft, sind zu vermeiden. Am 31. Dezember 2015 bestehen Zinsswap-Geschäfte mit einem Volumen von T€ 225.000 bei der Orange Finance S.A.
Die Gesellschaften bewerten die Zinsrisiken im Berichtsjahr nicht als kritisch.
Über die konzernübergreifende Steuerung der Refinanzierungsaktivitäten und die Entwicklung der Beziehungen zu unseren Bankenpartnern tauschen die Gesellschaften innerhalb der ALBIS Leasing Gruppe sich regelmäßig aus. Die Kreditlinien, Inanspruchnahmen und Konditionen sind Bestandteile eines konzernübergreifenden monatlichen Reportings. Das Reporting wird im Hinblick auf die differenzierte Erfassung von Refinanzierungskosten und die Berücksichtigung individueller Geschäftsgestaltung und Risikoaspekte fortentwickelt.
Marktpreisrisiken könnten auch auf den Verwertungsmärkten / Sekundärmärkten der ALBIS Leasing Gruppe entstehen. Wenn die Marktpreise für gebrauchte und zur Verwertung anstehende Leasinggüter unter die geplanten Restwerte fallen, kann dies das Ergebnis belasten. Die Sekundärmärkte beobachten wir jedoch permanent. Zudem besteht die Möglichkeit, die Leasinggüter auch im eigenen Kundenstamm zu verwerten. Das Marktpreisrisiko halten wir deshalb für beherrschbar.
Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsrisiko misst, ob die ALBIS Leasing AG oder ihre Tochtergesellschaften ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen können (Solvenz- oder Refinanzierungsrisiko). Liquiditätsrisiken der ALBIS Leasing Gruppe könnten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts entstehen.
Die Liquiditätsrisiken werden auf der Ebene der operativen Gesellschaften gesteuert und von der Muttergesellschaft überwacht – mit einem differenzierten Steuerungssystem, das seinen Fokus auf die kurz- und mittelfristige Planungsrechnung sowie regelmäßige Berichte über die aktuelle Liquidität und die Auslastung der freien Liquiditätslinien legt.
Bei der Entwicklung der Risiken ist zwischen dem Neu- und dem Bestandsgeschäft zu unterscheiden. Das Bestandsportfolio ist in allen Gesellschaften fristenkongruent refinanziert.
Im Neugeschäft entstehen Liquiditätsrisiken nur dann, wenn es ohne entsprechende laufzeitkongruente Refinanzierung abgeschlossen wird. Die Leasinggesellschaften sind jedoch gehalten, Neugeschäft nur abzuschließen, wenn entsprechende Refinanzierungslinien zur Verfügung stehen und das abzuschließende Geschäft den Vorgaben der Refinanzierungspartner entspricht.
Geschäfts- und Betriebsrisiken
Geschäftsrisiken der ALBIS Leasing Gruppe sind mögliche Verluste, die durch negative Abweichungen der Erträge und Kosten von den Planzahlen entstehen. Die Geschäftsrisiken werden sowohl von der Geschäftsstrategie als auch von geänderten Rahmenbedingungen, wie Marktumfeld, Kundenverhalten oder technologischer Entwicklung beeinflusst. Als Betriebsrisiken sind die Operationellen Risiken sowie die Rechtsrisiken und die Risiken aus internem oder externem Betrug definiert.
Die Geschäfts- und Betriebsrisiken werden von den Gesellschaften mit einer implementierten Software systematisch erfasst und bewertet. Die zur Risikoreduzierung oder -verlagerung beschlossenen Maßnahmen werden zugeordnet. Um die Risiken zu erfassen und zu bewerten, wurde neben der Kategorisierung der Risiken auch eine umfassende Definition der Risikofelder und -aspekte vorgenommen. Auf dieser Basis wird die Risikoinventur durchgeführt. Die gesellschaftsübergreifende Definition ermöglicht es, die Risiken der Gesellschaften zu vergleichen und – bei gleichen Geschäftsfeldern – Abweichungen in der Risikostruktur zu identifizieren.
Bei den Geschäftsrisiken legen wir unser Hauptaugenmerk auf die kontinuierliche Überwachung des Marktumfelds der Gesellschaften. So können wir frühzeitig auf Marktveränderungen reagieren. Zeit- und marktnah werden insbesondere die Abhängigkeiten von Vertriebskanälen und -partnern sowie die Diversifikation über die Asset- und Kundenklassen überwacht, um bei Bedarf rechtzeitig Maßnahmen der Portfoliosteuerung einleiten zu können.
Wesentliche Geschäftsrisiken ergeben sich bei allen Gesellschaften aus der aktuellen Konjunkturentwicklung und damit der Entwicklung des Neugeschäfts.
Bei den Operationellen Risiken stehen die IT- und Prozessrisiken im Mittelpunkt der Betrachtung und Bewertung, denn das Geschäft der operativ tätigen Gesellschaften – insbesondere der Gesellschaften, die Leasingverträge in sehr hohen Stückzahlen abschließen und deren Absatzkanäle eine hohe Verfügbarkeit der IT-Systeme erfordern – ist von der IT besonders abhängig. Zur Reduzierung der Ausfallrisiken arbeiten diese Gesellschaften kontinuierlich an der Ausfallsicherheit und entwickeln das Katastrophenmanagement weiter.
Leasinggesellschaften unterliegen darüber hinaus Veritäts- und Betrugsrisiken. Diese Risiken steigen mit zunehmender Entfernung der Gesellschaft von dem zugrunde liegenden Geschäft. Die bestehenden Sicherungsmaßnahmen werden permanent überwacht.
Die ALBIS Leasing Gruppe ist aufgrund ihrer vorgehaltenen Leistungsbereitschaft darüber hinaus auf ein nachhaltiges Niveau des Neugeschäfts angewiesen. Bleibt das Neugeschäft hinter der Leistungsbereitschaft zurück, entstehen Leerstandskosten, die die Ertragslage beeinträchtigen und nur mit zeitlichem Verzug abgebaut werden können. Der Abbau von Leistungsbereitschaft mindert die Fähigkeit, auf eine Marktbelebung schnell reagieren zu können. Die abgebaute Leistungsbereitschaft wiederherzustellen, ist kosten- und zeitintensiv und kann im Falle einer Marktbelebung dazu führen, dass das ansteigende Neugeschäftsvolumen nicht in dem möglichen Umfang bearbeitet werden kann.
I. Internes Kontrollsystem und Risikomanagement-System bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess
Die Gesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe setzen für ihr Rechnungswesen zertifizierte Finanzbuchhaltungssysteme ein, die eine zutreffende Verarbeitung der erfassten Sachverhalte gewährleisten. Die laufende und zeitnahe Datensicherung für den Standort Hamburg liegt bei der IT der Konzerntochter ALBIS Service GmbH. Die im Rechnungswesen implementierten Prozesse stellen eine vollständige und zeitnahe Erfassung aller Geschäftsvorfälle sicher. Die Prozesse reglementieren und überwachen vor allem den Beleg- und Zahlungsfluss. Die für die Erstellung des Rechnungswesens der ALBIS Leasing Gruppe verantwortlichen Abteilungen sind qualifiziert besetzt. Sie werden von den jeweiligen Vorständen – über laufende, wenigstens monatliche Auswertungen – kontrolliert. Zur Erstellung des Konzernabschlusses gibt das Rechnungswesen der jeweiligen Tochtergesellschaften die Abschlusszahlen in ein zentrales System (IBM Cognos 8 Controller) ein. Der Bereich Finanzen der ALBIS Leasing AG kontrolliert die Eingaben. Die Konsolidierung und die Erstellung des Konzernabschlusses obliegen ebenfalls dem Bereich Finanzen. Im „Cognos 8 Controller“ ist ein Berechtigungskonzept implementiert mit Schreib- und Leserechten für die zuständigen Mitarbeiter.
Grundlagen für die Tätigkeiten der Internen Revision und die Revisionsschwerpunkte im Berichtsjahr sind im Abschnitt „Risikomanagement-System“ beschrieben.
Der IT der Konzerntochter ALBIS Service GmbH wurden zum Zwecke der Systemwartung Schreib- und Leseberechtigungen für die EDV-Programme eingeräumt, die für die Finanzbuchhaltung relevant sind. Darüber hinaus besitzen ausschließlich Mitarbeiter der ALBIS Service GmbH zum Zwecke der Rechnungslegung und die Mitarbeiter des Bereichs Finanzen sowie der Vorstand Finanzen der ALBIS Leasing AG Nutzungsberechtigungen.
J. Sonstige Angaben
1. Vergütungsbericht
Die in ihrer Struktur vom Aufsichtsrat der ALBIS Leasing AG festgelegte und mit dem Vorstand vereinbarte Vorstandsvergütung setzt sich aus fixen und ergebnisabhängigen Bestandteilen zusammen. Sie orientiert sich an den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) und trägt den Besonderheiten des Unternehmens und dem sozioökonomischen Umfeld Rechnung. Dabei werden sowohl der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitgliedes zur Unternehmensentwicklung als auch die finanzielle Lage der Gesellschaft berücksichtigt. Die Vorgaben des VorstAG werden beachtet. Pensionsvereinbarungen wurden nicht abgeschlossen. Besondere Nebenleistungen werden nicht gewährt.
Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands im Einzelnen:
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| Herrn Hans O. Mahn (Vorsitzender des Vorstands) gewährte Bezüge Angaben in € | 2014 | 2015 | 2015 (Min.) | 2015 (Max.) |
|---|---|---|---|---|
| Festvergütung | 603.567,00 | 360.000,00 | 360.000,00 | 360.000,00 |
| Nebenleistungen | 21.195,52 | 21.195,52 | 21.195,52 | 21.195,52 |
| einjährige variable Vergütung | 224.720,24 | 139.479,50 | - | 1.500.000,00 |
| mehrjährige variable Vergütung | - | - | - | - |
| Altersvorsorge | - | - | - | - |
| 849.482,76 | 520.675,02 | 381.195,52 | 1.881.195,52 |
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| Herrn Bernd Dähling (Vorstand Finanzen) gewährte Bezüge Angaben in € | 2014 | 2015 | 2015 (Min.) | 2015 (Max.) |
|---|---|---|---|---|
| Festvergütung | 210.000,00 | 210.000,00 | 210.000,00 | 210.000,00 |
| Nebenleistungen | 18.166,70 | 22.084,82 | 22.084,82 | 22.084,82 |
| einjährige variable Vergütung | 89.888,10 | 55.791,50 | - | 250.000,00 |
| mehrjährige variable Vergütung | - | 125.000,00 | - | 125.000,00 |
| Altersvorsorge | - | - | - | - |
| 318.054,80 | 412.876,32 | 232.084,82 | 607.084,82 |
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| Herrn Hans O. Mahn (Vorsitzender des Vorstands) zugeflossene Bezüge Angaben in € | 2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Festvergütung | 603.567,00 | 360.000,00 |
| Nebenleistungen | 21.195,52 | 21.195,52 |
| einjährige variable Vergütung | 66.960,00 | 224.720,24 |
| mehrjährige variable Vergütung | - | - |
| Altersvorsorge | - | - |
| 691.722,52 | 605.915,76 |
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| Herrn Bernd Dähling (Vorstand Finanzen) zugeflossene Bezüge Angaben in € | 2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Festvergütung | 210.000,00 | 210.000,00 |
| Nebenleistungen | 18.166,70 | 22.084,82 |
| einjährige variable Vergütung | 26.784,00 | 89.888,10 |
| mehrjährige variable Vergütung | - | - |
| Altersvorsorge | - | - |
| 254.950,70 | 321.972,92 |
Die Gesamtvergütung des Vorstands für seine Tätigkeit bei der ALBIS Leasing AG im Jahr 2015 betrug T€ 934.
Die konzernweite Festvergütung von Herrn Hans O. Mahn wurde aufgrund einer Vereinbarung im Jahr 2014 im zweiten Halbjahr 2014 um 25 % reduziert und im Jahr 2015 um weitere 25 %.
Herr Bernd Dähling erhält seit 2015 eine Festvergütung in Höhe von T€ 232. Alle weiteren Vergütungen für seine Tätigkeiten bei Tochterunternehmen der ALBIS Leasing AG sind damit abgegolten. Zudem wurde eine Change of Control-Klausel vereinbart, die eine Abfindung in Höhe der Hälfte der noch ausstehenden Festgehälter vorsieht.
Der Berechnung der variablen Vergütung des Vorstands lagen folgende Entgeltregelungen zugrunde:
Die variable Vergütung des Vorstandsmitgliedes Herrn Hans O. Mahn beträgt 5 %, maximal jedoch T€ 1.500, des Jahresüberschusses vor Steuern der ALBIS Leasing AG.
Die variable Vergütung des Vorstandsmitgliedes Herrn Bernd Dähling beinhaltet zwei Komponenten. Herr Bernd Dähling erhält 2 %, maximal jedoch T€ 250, des Jahresüberschusses vor Steuern der ALBIS Leasing AG, wenn die Gesellschaft auch im vorangegangenen Geschäftsjahr einen Überschuss erzielt hat oder im Folgejahr einen Jahresüberschuss erzielt. Darüber hinaus wird eine langfristige, aktienkursbasierte Vergütung gezahlt. Diese beträgt bis zu T€ 3 je Cent Aktienkurssteigerung im Zeitraum von zwei Jahren, maximal jedoch T€ 250.
Die Nebenleistungen für die Vorstandsmitglieder setzten sich zusammen aus Kosten für Dienstwagen und Prämien für Unfallversicherung.
Für den Vorstand besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt. Die Mitglieder des Vorstands haben im Schadensfall jeweils eine Selbstbeteiligung in Höhe von 10 % zu tragen, jedoch maximal bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitgliedes für alle Schadensfälle eines Jahres.
Die Vorstände erhielten weitere Vergütungen für ihre Tätigkeiten bei Tochterunternehmen der ALBIS Leasing AG.
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| Angaben in € |
Hans O. Mahn | Bernd Dähling | Gesamt 2015 |
|---|---|---|---|
| Aufsichtsratsvergütung | - | - | - |
| Leistungszusagen durch Dritte | 92.032,56 | - | 92.032,56 |
| 92.032,56 | - | 92.032,56 |
Herr Hans O. Mahn erhielt eine Vergütung für seine Tätigkeit bei der ALBIS HiTec Leasing AG. Die Zahlung erfolgt durch die ALBIS HiTec Leasing AG. Soweit Herr Hans O. Mahn eine Aufsichtsratstätigkeit bei einem Tochterunternehmen des Konzerns wahrnimmt, steht die Vergütung daraus direkt der ALBIS Leasing AG zu. Soweit Herr Bernd Dähling eine Aufsichtsratstätigkeit bei einem Tochterunternehmen des Konzerns wahrnimmt, steht die Vergütung daraus direkt der ALBIS Leasing AG zu.
Im Geschäftsjahr 2015 ergaben sich keine Änderungen, die Leistungszusagen an die Vorstände für künftige Jahre betreffen.
Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in der Satzung der ALBIS Leasing AG festgelegt. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates jeweils eine Jahresfestvergütung in Höhe von T€ 28. Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält das Eineinhalbfache des Betrags, das sind T€ 42, der Vorsitzende des Aufsichtsrates das Zweifache, also T€ 56, jeweils zuzüglich Umsatzsteuer, sofern sie anfällt. Ferner zahlt die Gesellschaft jedem Mitglied des Aufsichtsrates pro Sitzung und Hauptversammlungsteilnahme einen angemessenen Auslagenersatz.
Für den Aufsichtsrat wurde eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O) ohne Selbstbehalt abgeschlossen. Die ALBIS Leasing AG trägt die Prämien für den Versicherungsschutz zur gesetzlichen Haftpflicht aus der Aufsichtsratstätigkeit.
Für die Wahrnehmung der Aufgaben in der ALBIS Leasing AG wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr an Gesamtbezügen T€ 126 gezahlt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Berichtsjahr nicht für Tochterunternehmen tätig. Das Vergütungssystem des Aufsichtsrates enthält gemäß Satzung nur fixe Bestandteile.
Für ehemalige Vorstandsmitglieder wurde eine Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 462 gebildet. In 2015 wurden T€ 30 an Ruhegeldern gezahlt.
2. Sonstige Angaben
2.1 Angaben nach § 315 Abs. 4 Nr. 1 bis 9 HGB
1. Die ALBIS Leasing AG (ISIN DE0006569403 // WKN 656940) ist im regulierten Markt notiert an den Börsen Frankfurt / Main (General Standard) und München und im Freiverkehr an den Börsen Hamburg, Berlin und Stuttgart. Das Grundkapital in Höhe von € 15.327.552 ist in 15.327.552 Stückaktien aufgeteilt.
Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen (§ 315 Abs. 4 Nr. 1 HGB).
2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand der ALBIS Leasing AG nicht bekannt (§ 315 Abs. 4 Nr. 2 HGB). Die ALBIS Leasing AG hat keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, ausgegeben (§ 315 Abs. 4 Nr. 4 HGB). Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Mitarbeiter am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben (§ 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB).
3. Zu den direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten (§ 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB), wird auf folgende Darstellung der Aktionärsstruktur verwiesen:
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| Familie Mahn, Deutschland | 34,3 % |
| NL Nord Lease AG, Deutschland | 8,8 % |
| Herr Christoph Zitzmann, Deutschland | 10,0 % |
| Streubesitz | 46,9 % |
4. Hinsichtlich des § 315 Abs. 4 Nr. 6 HGB sind in der Satzung der Gesellschaft mit Ausnahme der folgenden Ausführungen keine Regelungen getroffen. Es gelten daher die gesetzlichen Vorschriften der §§ 84 und 85 AktG. Hiernach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat für die Höchstdauer von fünf Jahren bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Gemäß § 7 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens einem Vorstandsmitglied. Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Hinsichtlich der Änderungen der Satzung gelten ebenfalls grundsätzlich die gesetzlichen Vorschriften – allerdings mit der in § 12 Abs. 2 der Satzung vorgesehenen Maßgabe, dass in Fällen, in denen das Aktiengesetz eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, eine einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals genügt, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Satzungsänderungen können daher gemäß § 179 Abs. 2 AktG und § 12 Abs. 2 der Satzung mit einfacher Stimmen- und Kapitalmehrheit beschlossen werden, sofern nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit des vertretenen Grundkapitals vorschreibt. Die Satzungsänderungen werden mit Eintragung in das Handelsregister wirksam (§ 181 Abs. 3 AktG).
5. Bezüglich § 315 Abs. 4 Nr. 7 HGB hat die Hauptversammlung den Vorstand mit Beschluss vom 19. Juni 2012 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2016 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 7.650.000 zu erhöhen. Sofern den Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt wird, können die Aktien auch einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 S. 1 oder § 53 b Abs. 1 S. 1 oder Abs. 7 KWG tätigen Unternehmen zur Übernahme angeboten werden, mit der Verpflichtung, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu entscheiden,
(a) um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen;
(b) bei Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder sonstigen Vermögensgegenständen;
(c) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt jedoch nur, soweit der auf die neuen Aktien entfallende Anteil am Grundkapital weder insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Eintragung dieses genehmigten Kapitals bestehenden Grundkapitals noch insgesamt 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der Aktien bestehenden Grundkapitals übersteigt. Bei der Ausnutzung der 10 %-Grenze sind aufgrund anderweitiger Ermächtigungen etwa erfolgte Ausschlüsse des Bezugsrechtes nach § 186 Abs. 3 S. 4 AktG (z.B. bei der Veräußerung eigener Aktien oder bei der Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen) mit einzubeziehen;
(d) um Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen zu begeben; sowie
(e) um Inhabern von durch die Gesellschaft auszugebenden Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- beziehungsweise Optionsrechtes zustehen würde.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen.
6. Das Grundkapital ist um bis zu € 7.650.000 durch Ausgabe von bis zu 7.650.000 neue, auf den Inhaber lautender Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Rechten an Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Schuldverschreibungen, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 19. Juni 2012 erteilten Ermächtigung von der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2016 begeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von ihren Wandlungs- beziehungsweise Optionsrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch die Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
7. Mit Herrn Dähling wurde eine Change of Control-Klausel vereinbart, die eine Abfindung in Höhe der Hälfte seiner noch ausstehenden Festgehälter vorsieht. Weitere Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, sind nicht geschlossen (§ 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB).
8. Vereinbarungen nach § 315 Abs. 4 Nr. 9 HGB liegen nicht vor.
2.2 Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB i.V.m. § 21 WpHG
1. Herr Christoph Zitzmann, Deutschland, teilte uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17. Februar 2015 mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der ALBIS Leasing AG, Hamburg, Deutschland, am 16. Februar die Schwelle von 10% der Stimmrechte überschritt und an diesem Tag 10,0000639% (das entspricht 1.532.765 Stimmrechten) betrug.
(a) Mit dem Stimmrechtserwerb verfolgte Ziele
- Die Investition dient im Rahmen der privaten Vermögensvorsorge dem langfristigen Ziel der Vermögensmehrung und steht nicht im Vordergrund der kurzfristigen Erzielung von Handelsgewinnen
- Mit dem Erwerb der Stimmrechte wird kein strategisches Engagement bei der ALBIS Leasing AG angestrebt
- Es ist nicht beabsichtigt in den nächsten 12 Monaten weitere wesentliche Stimmrechte durch Erwerb oder Verkauf oder auf sonstige Weise zu erlange oder zu veräußern, es sei denn im Rahmen günstiger Gelegenheiten bei Kauf oder Verkauf
- Eine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen des Emittenten ist nicht angestrebt
- Wesentliche Änderungen der Kapitalstruktur der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung und die Dividendenpolitik, ist nicht angestrebt
(b) Herkunft der verwendeten Mittel
- Die Herkunft der verwendeten Mittel zum Erwerb der Stimmrechte handelt sich nicht um Fremdmittel
2. Die Försterwiese Beteiligungs GmbH, Frankfurt, Deutschland, teilte uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 12. März 2015 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ALBIS Leasing AG, Hamburg, Deutschland, am 12. November 2014 die Schwellen von 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritt und an diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betrug.
3. Herr Johann Gerard Wolbert, Großbritannien, teilte uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 12. März 2015 mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der ALBIS Leasing AG, Hamburg, Deutschland, am 12. November 2014 die Schwellen von 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritt und an diesem Tag 0,99% (das entspricht 151.742 Stimmrechten) betrug.
Meldungen gemäß § 15 a WpHG
Die Transparenzvorschrift des Deutschen Corporate Governance Kodex (in der geltenden Fassung vom 5. Mai 2015) und die gesetzlichen Vorschriften des § 15a WpHG erfordern die Veröffentlichung von Geschäften der Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrates und ihnen nahestehender natürlicher sowie juristischer Personen mit Aktien der ALBIS Leasing AG. Beiden Regularien zufolge sind Käufe und Verkäufe durch vorgenannte Personen mitteilungspflichtig.
Die ALBIS Leasing AG veröffentlicht diese auf ihrer Internetseite www.albis-leasing.de.
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| Name | Handelstag | Bezeichnung Wertpapiere | Geschäftsart | Stückzahl | Kurs € |
Volumen € |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vorstand Bernd Dähling | 01.04.2015 | Aktie | Verkauf | 2.500 | 1,66 | 4.161,96 |
| Vorstand Bernd Dähling | 10.08.2015 | Aktie | Schenkung | 19.000 | n.a. | 28.690,00 |
| Ehefrau Vorstand Astrid Dähling | 10.08.2015 | Aktie | Schenkung | 19.000 | n.a. | 28.690,00 |
Im Jahr 2015 gab es keine weiteren Geschäfte der Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrates und ihnen nahestehender natürlicher sowie juristischer Personen mit Aktien der ALBIS Leasing AG, über die zu berichten wäre.
3. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten
Bei finanziellen Vermögenswerten, die weder wertgemindert noch überfällig sind, lagen zum 31. Dezember 2015 keine Hinweise dafür vor, dass Zahlungsausfälle eintreten werden. Aufgrund eines effektiven Risikomanagements und eines ausgewogenen Vertrags- und Leasingnehmerportfolios weisen die Leasingforderungen eine ausgesprochen diversifizierte Risikostruktur im Hinblick auf die Kreditrisikoqualität auf.
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 waren Forderungen von insgesamt € 3,2 Mio. überfällig. Hiervon waren Forderungen in Höhe von € 2,9 Mio. wertberichtigt und Forderungen in Höhe von € 0,3 Mio. nicht wertberichtigt.
Im Berichtsjahr ergaben sich aus der Bewertung der Zinssicherungsgeschäfte der Orange Finance S.A. Verluste in Höhe von € 0,4 Mio. Die Zinsswaps dienen der Absicherung von Zinsrisiken aus den Leasingforderungen der Orange Finance S.A.
4. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Eine Person gilt als nahe stehend, wenn sie oder ein naher Familienangehöriger die ALBIS Leasing AG beherrscht oder an ihrer gemeinschaftlichen Führung beteiligt ist, wenn sie maßgeblichen Einfluss auf die ALBIS Leasing AG ausüben kann oder im Management der ALBIS Leasing AG eine Schlüsselposition bekleidet.
Ein Unternehmen gilt als nahe stehend, wenn es zum Konsolidierungskreis der ALBIS Leasing AG gehört oder wenn eine der obigen Personen das Unternehmen beherrscht oder an dessen gemeinschaftlicher Führung beteiligt ist, wenn die Person maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen ausüben kann oder im Management des Unternehmens eine Schlüsselposition bekleidet (von nahestehenden Personen beherrschte Unternehmen).
Unternehmen die nach anderen Kriterien, etwa als assoziierte Unternehmen oder Unternehmen an denen Beteiligungen bestehen, als nahestehend gelten, gibt es nicht.
Die ALBIS Leasing AG hielt am 31. Dezember 2015 Darlehensverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen in Höhe von T€ 272, zudem hatten nahestehende Personen Bürgschaften übernommen. Der Aufwand für Zinsen und Avalprovisionen belief sich im Jahr 2015 auf T€ 34.
Die ALBIS Leasing AG steht in umfangreichen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu den in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen.
Die ALBIS Leasing AG unterhält Darlehens- und Leistungsbeziehungen zu Unternehmen, die von nahestehenden Personen beherrscht werden. Am 31. Dezember 2015 bestanden gegenüber diesen Unternehmen Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von T€ 150. Der Zinsaufwand belief sich im Jahr 2015 auf T€ 9. Aus einem bestehenden Mietvertrag wurden Mieten in Höhe von T€ 18 geleistet.
Die nahestehenden Personen und Unternehmen waren an keinen in ihrer Art oder Beschaffenheit nach unüblichen Transaktionen beteiligt. Alle Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen wurden zu marktüblichen Bedingungen, wie unter fremden Dritten, abgeschlossen.
5. Entsprechenserklärung des Vorstands
Die Angaben zu § 289a HGB sind dauerhaft zugänglich auf unserer Internetseite www.albis-leasing.de.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 2 S. 3 HGB
„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.“
Hamburg, den 29. April 2016
ALBIS Leasing AG
Hans O. Mahn, Vorsitzender des Vorstands
Dipl.-Kfm. Bernd Dähling, Vorstand Finanzen
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015 (IFRS)
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| Notes | 31.12.2015 € |
31.12.2014(1) € |
|
|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | |||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| 1. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.1, 4.1 | 26.657.369 | 10.785.688 |
| 2. Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 3.2 | ||
| a) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4,2 | 1.823.885 | 1.762.002 |
| b) Sonstige Vermögenswerte | 4.7 | 12.606.969 | 9.718.487 |
| 3. Forderungen aus Leasingverhältnissen | 3.3, 3.17, 4.3, 4.4 | 51.533.341 | 24.571.087 |
| 4. Zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 3.9, 3.16, 3.17, 4.5.3 | 3.499.575 | 3.499.575 |
| Summe der kurzfristigen Vermögenswerte | 96.121.138 | 50.336.839 | |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| 1. Forderungen aus Leasingverhältnissen | 3.3, 3.17, 4.3, 4.4 | 95.442.636 | 48.448.527 |
| 2. Zur Vermietung bestimmte Vermögenswerte | 3.3, 4.5.2 | 8.416.768 | 8.342.258 |
| 3. Sachanlagen | 3.6 | 55.769 | 195.798 |
| 4. Immaterielle Vermögenswerte | 3.7, 3.8, 3.17, 4.6 | 13.634.472 | 13.769.794 |
| 5. Latente Steuerforderungen | 4.8, 4.20 | 592.494 | 1.112.304 |
| Summe der langfristigen Vermögenswerte | 118.142.139 | 71.868.681 | |
| Summe Vermögenswerte | 214.263.277 | 122.205.520 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.10, 4.10 | 42.987.311 | 62.439.785 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.10, 4.10 | 11.194.215 | 11.706.781 |
| 3. Negative Marktwerte von zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögensgegenständen | 3.5, 4.11 | 385.049 | 0 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 3.10, 4.10 | 5.983.909 | 8.094.609 |
| 5. Steuerrückstellungen | 3.15, 4.20 | 2.221.704 | 64.550 |
| 6. Sonstige Rückstellungen | 3.11, 4.13 | 3.419.094 | 4.077.675 |
| Summe der kurzfristigen Schulden | 66.191.282 | 86.383.400 | |
| Langfristige Schulden | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.10, 4.10 | 121.825.991 | 12.924.418 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.10, 4.10 | 2.367.343 | 2.575.546 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 3.10, 4.10 | 5.463.779 | 4.146.784 |
| 4. Rückstellungen für Pensionen | 3.12, 4.12 | 3.812.208 | 3.947.174 |
| 5. Latente Steuerschulden | 4.8, 4.20 | 4.261.921 | 5.600.388 |
| Summe der langfristigen Schulden | 137.731.242 | 29.194.310 | |
| Eigenkapital | 4.9 | ||
| 1. Gezeichnetes Kapital | 15.327.552 | 15.327.552 | |
| 2. Gesetzliche Rücklagen | 1.532.756 | 115.268 | |
| 3. Andere Gewinnrücklagen | 1.810.326 | 772.595 | |
| 4. Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | -479.638 | -526.540 | |
| 5. Ergebnisvortrag | -7.850.243 | -9.061.065 | |
| Summe Eigenkapital | 10.340.753 | 6.627.810 | |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 214.263.277 | 122.205.520 | |
| (1) Beträge an neue Gliederung angepasst, vgl. Note 2.1 |
Konzerngesamtergebnisrechnung 2015 (IFRS)
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| Note | 2015 | 2014(1) | |||
|---|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 3.13 | 0 | 130.417 | ||
| Zinsertrag Finance Leasing | 3.14 | 4.555.573 | 3.071.862 | ||
| Zinsaufwand Finance Leasing | 3.14 | -2.590.534 | -2.192.282 | ||
| Zinsergebnis aus Finance Leasing | 1.965.039 | 879.580 | |||
| Risikovorsorge | 3.3.1, 3.17, | -1.956.217 | -868.357 | ||
| 4.2, 4.4, | |||||
| 4.14 | |||||
| Zinsergebnis aus Finance Leasing nach Risikovorsorge | 8.822 | 11.223 | |||
| Verwertungsgewinne aus Finance Leasing | 3.17, 4.14 | 46.831.276 | 44.457.349 | ||
| Verwertungsverluste aus Finance Leasing | 3.17, 4.14 | -41.057.086 | -40.319.688 | ||
| Verwertungsergebnis aus Finance Leasing | 3.17, 4.14 | 5.774.190 | 4.137.661 | ||
| Sonstiges Ergebnis Finance Leasing | 3.17, 4.14 | 13.578.779 | 9.558.076 | ||
| Leasing-/Vermietergebnis aus Operate Leasing | 3.3.2, 3.17, | 302.301 | 3.041.278 | ||
| 4.14 | |||||
| Vermietungstypischer Aufwand | 4.14 | -297.347 | -1.129.391 | ||
| Ergebnis aus Leasinggeschäft | 19.366.745 | 15.618.847 | |||
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.15 | 10.499.788 | 11.001.565 | ||
| Operative Erträge | 29.866.533 | 26.750.829 | |||
| Personalaufwand | -12.810.284 | -11.792.121 | |||
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 3.6, 3.8, 4.5, 4.6 | -235.004 | -246.017 | ||
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 4.16 | -10.302.381 | -13.058.716 | ||
| Operative Aufwendungen | -23.347.670 | -25.096.854 | |||
| Operatives Ergebnis | 6.518.863 | 1.653.975 | |||
| Aufwendungen aus Gewinnübernahme atypisch | |||||
| stiller Gesellschafter | 0 | -694.602 | |||
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 4.18 | 190.057 | 212.684 | ||
| Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 4.19 | -1.251.282 | -1.312.223 | ||
| -1.061.225 | -1.099.539 | ||||
| Ergebnis aus der Bewertung von Finanzinstrumenten | 3.5 | -385.049 | 0 | ||
| zum beizulegenden Zeitwert | |||||
| Wertminderung von Finanzanlagen | 0 | -179.150 | |||
| Finanzanlageergebnis | -1.446.274 | -1.973.291 | |||
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor Steuern) | 5.072.589 | -319.316 | |||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 4.20 | -1.406.547 | -796.524 | ||
| Ergebnis der fortgeführten Geschäftstätigkeit (nach Steuern) | 3.666.042 | -1.115.840 | |||
| Ergebnis aus veräußerten und aufgegebenen | 0 | 6.979.205 | |||
| Geschäftsbereichen (nach Steuern) | |||||
| Konzernjahresüberschuss | 3.666.042 | 5.863.367 | |||
| Sonstiges Ergebnis | |||||
| Komponenten, die nicht in die GuV | |||||
| umklassifiziert werden können | |||||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 4.12 | 46.901 | -467.739 | ||
| Gesamtergebnis | 3.712.943 | 5.395.627 | |||
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 0 | -49.011 | |||
| Konzerneigenanteil am Jahresergebnis | 3.712.943 | 5.346.616 | |||
| (1) Beträge an neue Gliederung angepasst, vgl. Note 2.1 | |||||
| Ergebnis je Aktie fortgeführter Geschäftsbereich (verwässert und unverwässert) in Cent | 23,9 | 34,9 | |||
| durchschnittlich in Umlauf befindliche Aktien (verwässert und unverwässert) | 15.327.552 | 15.327.552 |
Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns (IFRS)
für den Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015
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| Gezeichnetes Kapital € |
Gesetzliche Rücklage € |
Andere Gewinnrücklage € |
Neubewertungsrückl. € |
Rücklage für versicherungs- mathematische Gewinne/ Verluste € |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2014 (1) | 15.327.552 | 0 | 0 | -74.011 | -58.800 |
| Veränderungen aufgrund Änderung des Konsolidierungskreises | 74.011 | ||||
| Einstellungen in die Rücklagen aus dem Konzernergebnis 2014 | 115.268 | 772.595 | |||
| Konzernjahresüberschuss 2014 | |||||
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | -467.739 | ||||
| Stand 31. Dezember 2014 (1) | 15.327.552 | 115.268 | 772.595 | 0 | -526.539 |
| Veränderungen aufgrund Änderung des Konsolidierungskreises | |||||
| Einstellungen in die Rücklagen aus dem Konzernergebnis 2014 | 1.417.488 | ||||
| Einstellungen in die Rücklagen aus dem Konzernergebnis 2015 | 1.037.731 | ||||
| Konzernjahresüberschuss 2015 | |||||
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | 46.901 | ||||
| 15.327.552 | 1.532.756 | 1.810.326 | 0 | -479.638 |
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| Ergebnisvortrag € | Zwischensumme € | Anteile nicht beherrschender Gesellschafter € | Gesamt- summe € | |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2014 (1) | -13.591.386 | 1.603.355 | -326.301 | 1.277.054 |
| Veränderungen aufgrund Änderung des Konsolidierungskreises | -396.171 | -322.160 | 277.290 | -44.870 |
| Einstellungen in die Rücklagen aus dem Konzernergebnis 2014 | -887.863 | 0 | 0 | |
| Konzernjahresüberschuss 2014 | 5.814.354 | 5.814.354 | 49.011 | 5.863.365 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | -467.739 | -467.739 | ||
| Stand 31. Dezember 2014 (1) | -9.061.066 | 6.627.810 | 0 | 6.627.810 |
| Veränderungen aufgrund Änderung des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | ||
| Einstellungen in die Rücklagen aus dem Konzernergebnis 2014 | -1.417.488 | 0 | 0 | |
| Einstellungen in die Rücklagen aus dem Konzernergebnis 2015 | -1.037.731 | 0 | 0 | |
| Konzernjahresüberschuss 2015 | 3.666.042 | 3.666.042 | 3.666.042 | |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | 46.901 | 46.901 | ||
| -7.850.243 | 10.340.753 | 0 | 10.340.753 | |
| (1) Beträge angepasst, vgl. Note 2.1 |
Konzernkapitalflussrechnung
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| Angabe 7. | 2015 T€ |
2014 T€ |
|
|---|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss | 3.666 | 5.863 | |
| +/- Abschreibungen/(Zuschreibungen) auf Gegenstände des Anlagevermögens | 235 | 425 | |
| -/+ Abnahme/(Zunahme) der Rückstellungen | -402 | 1.858 | |
| Nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen aus der | |||
| +/- Verlust-/Gewinnzuweisung atypisch Stiller Gesellschafter | 0 | -695 | |
| +/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -76.461 | -2.116 | |
| +/- Zunahme/(Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -703 | -2.983 | |
| - Ertrag aus dem Abgang aufgegebener Geschäftsbereiche | 0 | -6.979 | |
| +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge | 1.061 | 1.099 | |
| +/- Nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen | -2.516 | -2.793 | |
| +/- Ertragsteueraufwand/- ertrag | 1.407 | 797 | |
| +/- Gezahlte Ertragsteuern/erhaltene Ertragsteuer gemäß IAS 7.35 | 98 | 153 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -73.615 | -5.371 | |
| davon: aufgegebener Geschäftsbereich | 0 | -6.979 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen | |||
| + Anlagevermögens | 243 | 0 | |
| - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -3 | -97 | |
| Einzahlungen aus Abgängen | |||
| + von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 899 | 5.426 | |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -41 | -262 | |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 0 | 9.824 | |
| + Einzahlungen aus Abgängen von konsolidierten Unternehmen | 0 | 936 | |
| - Auszahlungen aus dem Kauf konsolidierter Unternehmen | 0 | -13.560 | |
| + Erhaltene Zinsen | 190 | 213 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 1.288 | 2.480 | |
| davon: aufgegebener Geschäftsbereich | 0 | 16.089 | |
| + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen Stille Gesellschafter | 0 | 695 | |
| Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme | |||
| + von (Finanz-) Krediten | 89.449 | 9.671 | |
| - Gezahlte Zinsen | -1.251 | -1.312 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 88.198 | 9.054 | |
| davon: zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 0 | 3.494 | |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | 15.871 | 6.163 | |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 10.786 | 4.623 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 26.657 | 10.786 |
Konzernanhang (IFRS) für das Geschäftsjahr 2015
1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die ALBIS Leasing AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg, Ifflandstraße 4, 22087 Hamburg.
Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Hamburg, Abteilung B, unter der Nr. 73071 eingetragen. Gegenstand der Gesellschaft ist der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen, insbesondere an Unternehmen, die ihrerseits im Bereich des Leasinggeschäfts tätig sind, sowie von Grundstücken und Gebäuden im In- und Ausland.
Die ALBIS Leasing AG (ISIN DE0006569403 // WKN 656940) ist seit dem 30. August 1999 im regulierten Markt notiert an den Börsen Frankfurt / Main (General Standard) und München und im Freiverkehr an den Börsen Hamburg, Berlin und Stuttgart.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 29. April 2016 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
2. Rechnungslegungsgrundsätze und Konsolidierung
2.1.1 Rechnungslegungsgrundsätze
Der Konzernabschluss der ALBIS Leasing AG zum 31. Dezember 2015 ist nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Alle für das Geschäftsjahr 2015 verpflichtend anzuwendenden IFRS sowie deren Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) wurden im vorliegenden Abschluss berücksichtigt. Noch nicht verpflichtend in Kraft getretene IFRS wurden nicht vorzeitig angewendet. Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. In der Konzernbilanz, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung sowie der Konzernkapitalflussrechnung und in den quantitativen Angaben im Konzernanhang werden Vergleichszahlen für den vorangegangenen Abschlussstichtag angegeben.
Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip).
Beim Bilanzausweis und im Konzernanhang wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten sowie Schulden unterschieden. Die Konzerngesamtergebnisrechnung ist nach der Funktion der Aufwendungen und Erträge gegliedert.
Die Abschlüsse der ALBIS Leasing AG und ihrer Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen.
Der Stichtag des Konzernabschlusses beziehungsweise der Stichtag der Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember 2015. Der Konzernabschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Angaben im Anhang erfolgen in T€, soweit nicht anders bezeichnet. Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen auftreten.
2.1.2 Darstellungsänderungen
Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine Holding, deren operative Tochterunternehmen fast ausschließlich das Finance-Lease Geschäft betreiben beziehungsweise damit im Zusammenhang stehende Dienstleistungen für den Konzern erbringen. Um den Informationsgehalt des Abschlusses zu erhöhen und ein ihrer Ausrichtung auf das Leasinggeschäft entsprechendes Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, hat die ALBIS Leasing AG im Berichtsjahr die Konzernbilanz und Konzerngesamtergebnisrechnung neu gegliedert. Die Änderungen wurden retrospektiv berücksichtigt und die Vorjahresangaben daher entsprechend angepasst.
Materielle Änderungen in der Konzernbilanz und der Konzerngesamtergebnisrechnung haben sich nicht ergeben. In der Bilanz wurde lediglich die Postenreihenfolge geändert und auf eine weitere Untergliederung der Posten in der Bilanz verzichtet. Die entsprechenden Untergliederungen sind weiterhin aus dem Anhang ersichtlich.
In der Konzerngesamtergebnisrechnung wurde für das Vorjahr, der bisher im Sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesene Risikovorsorgeaufwand in Höhe von T€ 868, beim Zinsergebnis aus Finance Leasing nach Risikovorsorge als Abzugsposten berücksichtigt. Hierdurch reduziert sich der Sonstige betriebliche Aufwand von T€ 13.927 auf T€ 13.059 und das Zinsergebnis von T€ 879 auf T€ 11.
Im Ergebnis aus Leasinggeschäft wir das Ergebnis aus Operate Leasingverhältnissen (T€ 777) dargestellt, das zuvor unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen war. In das neu eingefügte Ergebnis aus Leasinggeschäft wird nun die Risikovorsorge (T€ 868), die zuvor unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen war und der vermietungstypische Aufwand (T€ 1.129) mit einbezogen. Der bisher als Gesamtergebnis bezeichnete Betrag der operativen Erträge reduziert sich durch die Umgliederungen von T€ 28.749 auf T€ 26.751 Um eine noch stärkere Differenzierung zwischen dem Ergebnis aus operativen Geschäft und dem Finanzanlageergebnis herbeizuführen, wurden zusätzliche Zwischensummen eingefügt. Den operativen Aufwendungen (T€ 25.096) wurden der Personalaufwand, die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet. Dem Finanzanlageergebnis (T€ 1.973) sind das Sonstige Zinsergebnis, die Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert, die Wertminderungen von Finanzanlagen sowie die Aufwendungen aus Gewinnübernahme atypischer stiller Gesellschafter zugeordnet. Das Operative Ergebnis und das Finanzanlageergebnis zusammen bilden das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern (T€ -319).
In der Konzernbilanz wurde für das Vorjahr im Eigenkapital die Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste gesondert vom übrigen Ergebnisvortrag ausgewiesen. In dem Zuge wurde auch die Darstellung der Eigenkapitalveränderungsrechnung einschließlich der Darstellung der Veränderung des Konsolidierungskreises in 2014 angepasst.
2.2 Auswirkungen neuer beziehungsweise geänderter IFRS
Folgende neue beziehungsweise geänderte Standards und Interpretationen sind erstmalig verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am 31. Dezember 2015 enden.
Das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichte in den vergangenen Jahren verschiedene Änderungen an bestehenden IFRS sowie neue IFRS und Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC).
Jährliche Verbesserungen der IFRS: Zyklus 2011 – 2013
Im Rahmen der jährlichen Verbesserungen der IFRS (Annual Improvements) wurden IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards“, IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“, IFRS 13 „Bemessung des beizulegenden Zeitwerts“ und IAS 40 „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“ geändert. Die Anpassungen haben lediglich klarstellenden Charakter. Anpassungen für den Konzernabschluss der ALBIS Leasing Gruppe ergeben sich hieraus nicht.
IFRIC 21 „Abgaben“
IFRIC 21 „Abgaben“ enthält Leitlinien dafür, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften durch die öffentliche Hand auferlegt wurde. Verbindlichkeiten beziehungsweise Rückstellungen für öffentliche Abgaben sind dann zu erfassen, wenn das in der entsprechenden Gesetzesgrundlage verankerte Ereignis, das die Zahlungsverpflichtung auslöst (sogenanntes verpflichtendes Ereignis) stattgefunden hat. Das verpflichtende Ereignis kann auch sukzessive über einen Zeitraum eintreten, so dass die Schuld zeitanteilig anzusetzen ist. Die Interpretation gilt sowohl für Abgaben, die nach IAS 37 „Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen“ bilanziert werden, als auch für Abgaben, bei denen Zeitpunkt und Betrag bekannt sind. Ertragsteuern, Strafzahlungen und andere Strafen, Schulden, die aus Emissionshandelsprogrammen entstehen, und andere Abflüsse, die unter den Anwendungsbereich anderer Standards fallen, sind nicht von dieser Interpretation betroffen. Der IFRIC 21 „Abgaben“ hat auf unseren Konzernabschluss keine wesentlichen Auswirkungen.
Weitere Standards und Interpretationen wurden vom IASB herausgegeben und in EU-Recht übernommen („endorsed“), waren aber noch nicht verpflichtend anzuwenden (in Klammern das Datum der Anwendung):
- Änderungen an IFRS 11 - „Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit“ (1. Januar 2016)
- Änderungen an IAS 1 - „Angabeninitiative“ (1. Januar 2016)
- Änderungen an IAS 16 und IAS 38 - „Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden“ (1. Januar 2016)
- Änderungen an IAS 16 und IAS 41 - „Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen“ (1. Januar 2016)
- Änderungen an IAS 19 - „Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge“ (1. Februar 2015)
- Änderungen an IAS 27 - „Anwendung der Equity-Methode in separaten Abschlüssen“ (1. Januar 2016)
- Jährliche Verbesserungen der IFRS: Zyklus 2010 - 2012 (1. Februar 2015)
- Jährliche Verbesserungen der IFRS: Zyklus 2012 - 2014 (1. Januar 2016)
Diese neuen beziehungsweise geänderten Standards wurden nicht vorzeitig auf den Abschluss des Konzerns zum 31. Dezember 2015 angewendet.
Weitere Standards und Interpretationen wurden vom IASB herausgegeben, aber noch nicht in EU-Recht übernommen („nicht endorsed“) und waren noch nicht verpflichtend anzuwenden (in Klammern das Datum der Anwendung):
- lFRS 9 - „Finanzinstrumente" (1. Januar 2018)
- IFRS 14 - „Regulatorische Abgrenzungsposten" (Eine Übernahme in EU-Recht ist derzeit nicht vorgesehen)
- lFRS 15 - „Erlöse aus Verträgen mit Kunden" (1. Januar 2018)
- IFRS 16 - „Leasingverhältnisse“ (1. Januar 2019)
- Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und lAS 28 - „Investmentgesellschaften - Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht" (1. Januar 2016)
- Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 - „Veräußerungen oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture“ (vom IASB auf unbestimmte Zeit verschoben)
- Änderungen an IAS 12 - „Ertragsteuern“ (1. Januar 2017)
- Änderungen an IAS 7 – „Kapitalflussrechnungen“ (1. Januar 2017)
- Klarstellungen zu IFRS 15 – „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“ (1. Januar 2018)
Die Auswirkungen der Anwendung auf den Konzernabschluss werden derzeit von der ALBIS Leasing AG überprüft.
2.3 Konsolidierungsgrundsätze / -kreis
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden entsprechend IFRS 10 einheitlich nach den für die Konzernobergesellschaft ALBIS Leasing AG anwendbaren Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt.
Die Kapitalkonsolidierung im Zeitpunkt des Erwerbs vollkonsolidierter Gesellschaften erfolgt grundsätzlich nach der Erwerbsmethode. Beim Unternehmenserwerb werden die Vermögenswerte und Schulden mit ihrem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbes die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden, wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die Ergebnisse im Laufe des Jahres erworbener Tochterunternehmen werden entsprechend vom effektiven Erwerbszeitpunkt an in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung. Für diese wird einmal im Jahr ein Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) nach IAS 36 durchgeführt, in dessen Rahmen die Werthaltigkeit des Ansatzes nachgewiesen werden muss. Sofern Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, sind – unabhängig von dem verpflichtend einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstest – erneute Überprüfungen vorzunehmen.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden mit den Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen angesetzt. Zuschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte bei Wegfall der Gründe für Wertminderung sind nach IAS 36 nicht zulässig. Der Impairment-Test wird auf Ebene einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durchgeführt. Die Zuordnung erfolgt auf die Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Nutzen aus dem Unternehmenszusammenschluss voraussichtlich zufließen wird (vgl. Abschnitt 3.6).
Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen vollkonsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Aufrechnungsdifferenzen ergaben sich nicht, da sich Ansprüche und Verpflichtungen in gleicher Höhe gegenüberstanden. Eventualverbindlichkeiten wurden im erforderlichen Umfang konsolidiert. Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden die Innenumsätze sowie die konzerninternen Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet.
Zwischenergebnisse aus getätigten Geschäften einbezogener Unternehmen wurden eliminiert. Als Folge der Anwendung konzerneinheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften waren Steuerabgrenzungen vorzunehmen, die mit den Steuerabgrenzungen aus den Einzelabschlüssen zusammengefasst wurden.
Der Konzernabschluss enthält die ALBIS Leasing AG und die von ihr beherrschten Gesellschaften. Diese Beherrschung ist gewöhnlich nachgewiesen, wenn die ALBIS Leasing AG den schwankenden Renditen aus ihren Engagements in ihre Tochtergesellschaften ausgesetzt ist, beziehungsweise Anrechte auf diese Renditen besitzt und die Fähigkeit hat, diese mittels ihrer Verfügungsgewalt über die relevanten Aktivitäten der Tochtergesellschaften zu beeinflussen.
Zweckgesellschaften (Special Purpose Vehicles) werden von der ALBIS Leasing Gruppe für die geplante Verbriefung von Leasingforderungen gegründet. Ob eine Zweckgesellschaft zu konsolidieren ist oder nicht, bestimmt sich nach den Anforderungen des IFRS 10 in Bezug auf die Beherrschung eines Beteiligungsunternehmens. Danach ist zu untersuchen, ob die ALBIS Leasing AG die Verfügungsgewalt über die Zweckgesellschaft besitzt; sie Anrechte auf schwankende Renditen aus ihrem Engagement in der Zweckgesellschaft hat; und die Fähigkeit hat, ihre Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Höhe ihrer Rendite beeinflusst wird.
Neben der ALBIS Leasing AG wurden folgende verbundene Unternehmen in den Konzernabschluss 2015 einbezogen:
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| Name und Sitz | Anteil am Kapital in % direkt | Anteil am Kapital in % indirekt |
|---|---|---|
| Einbezogene verbundene Unternehmen | ||
| (01) ALBIS Mobil Lease GmbH, Neu-Isenburg | 100,00 | |
| (02) UTA Leasing GmbH, Neu-Isenburg | 100,00 | |
| (03) UTA Leasing GmbH & Co. Investitions KG, Neu-Isenburg | 100,00 | |
| (04) KML Kurpfalz Mobilien-Leasing GmbH, Neu-Isenburg | 100,00 | |
| (05) TruckLease GmbH, Neu-Isenburg | 100,00 | |
| (06) ALBIS HiTec Leasing AG, Hamburg | 100,00 | |
| (07) ALBIS Direct Leasing GmbH, Hamburg | 100,00 | |
| (08) ALBIS Fullservice Leasing GmbH, Hamburg | 100,00 | |
| (09) LGH - Leasing-Gesellschaft für den Handel mbH, Hamburg | 100,00 | |
| (10) Alpha Anlagen Leasing GmbH, Hamburg | 100,00 | |
| (11) ALBIS Service GmbH, Hamburg | 100,00 | |
| (12) ALBIS Vermögensverwaltung GmbH, Hamburg | 100,00 | |
| (13) Oktarin Beteiligungsverwaltungs GmbH, Göttingen | 100,00 | |
| (14) Orange Finance S.A. | 0,00 |
Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen
Gemeinschaftsunternehmen beziehungsweise Unternehmen, auf die die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss ausübt, waren im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 nicht zu berücksichtigen.
2.4 Veränderungen des Konsolidierungskreises
2.4.1 Erstkonsolidierung
Mit notariellem Vertrag vom 24. September 2015 hat die ALBIS HiTec Leasing AG, Hamburg, von der EDEKABANK AG, Hamburg, sämtliche Anteile an der LGH – Leasing-Gesellschaft für den Handel mbH (LGH) erworben. Der Kaufpreis belief sich auf T€ 725. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat dieser Transaktion zugestimmt. Mit dem Erwerb der Anteile durch die ALBIS HiTec Leasing AG hält die ALBIS Leasing AG mittelbar 100 % der Stimmrechte an der LGH. Übertragungsstichtag der Anteile war der 1. Oktober 2015, 0:00 Uhr. Die LGH wird seither in den Konzernabschluss der ALBIS Leasing AG einbezogen.
Die LGH bietet den rund 4.000 selbstständigen EDEKA Einzelhändlern Finanzierungslösungen für handelsspezifische Objekte an. Die LGH hat vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2015 operative Erträge in Höhe von T€ 21 und einen Gewinn in Höhe von T€ 20 realisiert.
Die zum Erwerbszeitpunkt angesetzten vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden der LGH sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
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| T€ | |
|---|---|
| Vermögenswerte | |
| Langfristige Vermögenswerte | |
| 1. Zur Vermietung bestimmte Vermögenswerte | 422 |
| Summe der langfristigen Vermögenswerte | 422 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |
| 1. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 2. Zahlungsmittel | 124 7.332 |
| Summe der kurzfristigen Vermögenswerte | 7.456 |
| Summe der Vermögenswerte | 7.878 |
| Eigenkapital und Schulden | |
| Eigenkapital | 725 |
| Langfristige Schulden | |
| 1. Sonstige Langfristige Schulden | 6 |
| Summe der langfristigen Schulden | 6 |
| Kurzfristige Schulden | |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten / Finanzierungsinstituten | 7.128 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 19 |
| Summe der kurzfristigen Schulden | 7.147 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 7.878 |
Die Orange Finance S.A. wird seit dem 24. Dezember 2015 in den Konzernabschluss als Tochterunternehmen einbezogen. Es besteht kein Beteiligungsverhältnis. Die Orange Finance S.A. hat vom 24. Dezember 2015 bis zum 31. Dezember 2015 ein negatives Gesamtergebnis in Höhe von T€ 464 realisiert. Hierbei handelt es sich um anfängliche Gründungskosten, denen noch keine Erträge gegenüberstanden.
Die zum Erwerbszeitpunkt angesetzten vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden der Orange Finance S.A. sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
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| T€ | |
|---|---|
| Vermögenswerte | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |
| 1. Zahlungsmittel und Wertpapiere | 31 |
| Summe der kurzfristigen Vermögenswerte | 31 |
| Summe der Vermögenswerte | 31 |
| Eigenkapital und Schulden | |
| Eigenkapital | 31 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 31 |
2.4.2 Konzerninterne Umstrukturierung
Mit notariellem Kauf- und Übertragungsvertrag vom 18. Dezember 2015 verkaufte die ALBIS Leasing AG, ihre Beteiligung an der ALBIS Service GmbH mit Wirkung zum 31. Dezember 2015 an die ALBIS Mobil Lease GmbH.
2.4.3 Entkonsolidierung
Abgänge aus dem Konsolidierungskreis haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben.
2.4.4 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre, haben sich nicht ergeben.
2.5 Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse und Fremdwährungsgeschäfte
Jahresabschlüsse in anderen als auf Euro lautenden Währungen lagen nicht vor, daher ergaben sich keine Umrechnungsdifferenzen. Fremdwährungsgeschäfte wurden im Berichtsjahr nicht getätigt.
3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bleiben, soweit im Folgenden nicht anders dargestellt ist, im Vergleich zum Vorjahr unverändert.
3.1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten. Sie werden zum Nominalwert bewertet.
3.2 Forderungen und Sonstige Vermögenswerte
Die erstmalige Bilanzierung von Forderungen und Sonstigen finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung wird, sofern die finanziellen Vermögenswerte über eine feste Laufzeit verfügen, zu fortgeführten Anschaffungskosten nach Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Forderungen mit kurzer Laufzeit und Sonstige finanzielle Vermögenswerte ohne festen Zinssatz oder ohne feste Laufzeit werden zum ursprünglichen Rechnungsbetrag oder zum Nennwert bewertet, soweit die Auswirkung einer Abzinsung unwesentlich ist, und keine Wertminderung vorliegt.
Sonstige Vermögenswerte, die nicht in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallen, werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sie unterliegen ebenfalls einer Überprüfung hinsichtlich möglicher Wertminderungen (siehe Abschnitt 3.5).
3.3 Bilanzierung von Leasingverhältnissen
3.3.1 Bilanzierung der Leasing- und Mietkaufverträge des Leasinggeschäfts
Die zum 31. Dezember 2015 bestehenden Leasing- und Mietkaufverträge im Konzern werden gemäß IAS 17 als Finance Leasing bilanziert. Die anfänglichen Vertragslaufzeiten liegen bei durchschnittlich 46 Monaten. Hierbei handelt es sich um Teil- und Vollamortisationsverträge sowie um Mietkaufverträge.
Ein Leasingverhältnis wird als Finance Leasing klassifiziert, wenn es im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an dem Leasinggegenstand verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt (IAS 17.8). Der Leasingnehmer erwirbt den wirtschaftlichen Nutzen aus dem Gebrauch des Leasinggegenstands für den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer und verpflichtet sich im Gegenzug, für dieses Recht bestimmte Leasingraten zu entrichten, deren Barwert sich dem beizulegenden Zeitwert des Gegenstands und den Finanzierungskosten annähert oder ihn übersteigt.
Die Vermögenswerte aus Finance Leasing werden in der Bilanz als Forderungen aus Leasingverhältnissen in Höhe des Nettoinvestitionswertes, das heißt des Barwerts der Restforderungen aller am Ende eines Geschäftsjahres bestehenden Leasingverträge, angesetzt. Ausgangspunkt für die Berechnung des Nettoinvestitionswertes bilden die Nettoanschaffungskosten des Leasingobjekts, vermindert um eine vom Leasingnehmer geleistete Mietsonderzahlung. Anfängliche direkte Kosten, die im Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss entstehen, werden in der zugehenden Leasingforderung und im Zinssatz berücksichtigt. Finanzerträge werden derart erfasst, dass eine konstante periodische Verzinsung der ausstehenden Restforderung erzielt wird.
Pauschalierte Einzelwertberichtigungen werden für zahlungsgestörte Leasingverträge auf Grundlage der auf historischen Daten basierenden Ausfallklassen gebildet. Dabei erfolgt die Einteilung in Ausfallklassen anhand der Altersstruktur der Forderungen. Den einzelnen Ausfallklassen wird jeweils eine prozentuale Wertberichtigungsquote zugeordnet, die auf historischen Erfahrungen beruht. Zusätzlich wird auf die Portfolien im Segment „Leasing für Investitionsgüter“ ein pauschaler Abschlag für die darin enthaltenen latenten Risiken vorgenommen.
Zusätzliche Einzelwertberichtigungen auf Leasingforderungen werden gebildet, wenn nach Kündigung eines Leasingvertrags sowie Sicherung und Bewertung des Leasingobjekts absehbar ist, dass die Forderungen aus dem Leasinggeschäft nicht in voller Höhe realisiert werden können.
Zum 31. Dezember 2015 bestanden im Konzern pauschalierte Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 561 und Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 1.812.
3.3.2 Bilanzierung der Mietverträge und Untermietverträge an Gebäuden
Operate Leasingverhältnisse liegen immer dann vor, wenn ein Leasingverhältnis nicht als Finance Leasing klassifiziert werden kann. In diesem Fall behält der Leasinggeber das wirtschaftliche Eigentum. Die Leasingzahlungen aus Operate Leasingverhältnissen werden unter Berücksichtigung von mietfreien Zeiten linear über die Laufzeit des Leasingvertrages verteilt.
Operate Leasingverhältnisse bestehen im Konzern im Hinblick auf die ALBIS Leasing AG, die als Generalmieterin das von ihr und den Konzernunternehmen selbst genutzte Gebäude anmietet (Leasingnehmer). Die mit konzernfremden Mietern geschlossenen Untermietverträge sind ebenfalls als Operate Leasingverhältnisse klassifiziert (Leasinggeber).
Von dem Wahlrecht, die untervermietete Immobilie als Investment Property zu bilanzieren (IAS 40.6), hat die Gesellschaft keinen Gebrauch gemacht.
3.4 Finanzanlagen
Finanzinstrumente sind beim erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Im Falle eines Finanzinstruments, das nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, erfolgt der erstmalige Ansatz zuzüglich Transaktionskosten.
Die Folgebewertung richtet sich nach der gewählten Kategorie. Finanzanlagen, die den Kategorien „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ oder „Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden“ zugeordnet sind, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet (vgl. Abschnitt 3.5).
Die nicht realisierten Bewertungsgewinne und -verluste aus Finanzanlagen der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ werden, sofern nicht die Bedingungen für eine Wertminderung vorliegen, bis zum Zeitpunkt des Abgangs direkt im Eigenkapital erfasst. Eine Zuschreibung bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten nach zuvor erfassten Wertminderungen erfolgt bei Fremdkapitaltiteln erfolgswirksam, während die Zuschreibung bei Eigenkapitaltiteln generell erfolgsneutral über die Neubewertungsrücklage erfasst wird.
Finanzanlagen, für die der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermittelt werden kann, werden zu Anschaffungskosten bewertet. Liegen objektive Hinweise für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Abschreibung auf den Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme. Zum 31. Dezember 2015 bestehen keine Finanzanlagen.
3.5 Ermittlung beizulegender Zeitwerte und Bewertungshierarchien von Finanzinstrumenten
Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, den man bei einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag unter aktuellen Marktbedingungen im Rahmen eines geordneten Geschäftsvorfalles beim Verkauf des Vermögenswertes erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, anlässlich dessen der Verkauf des Vermögenswertes oder die Übertragung der Schuld erfolgt, auf dem Hauptmarkt oder auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert beziehungsweise die Schuld – sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist – stattfindet.
Der am besten geeignete Maßstab für den beizulegenden Zeitwert ist ein notierter Marktpreis für ein identisches Instrument an einem aktiven Markt (Level 1). Ein aktiver Markt, ist ein Markt, auf dem Geschäftsvorfälle mit dem Vermögenswert oder der Schuld mit hinreichender Häufigkeit und Volumen auftreten, so dass fortwährend Preisinformationen zur Verfügung stehen. Wenn keine notierten Preise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung anhand notierter Preise ähnlicher Finanzinstrumente an aktiven Märkten. Sind keine notierten Preise für identische oder ähnliche Finanzinstrumente verfügbar, wird der beizulegende Zeitwert unter Anwendung eines geeigneten Bewertungsmodelles ermittelt, bei dem die einfließenden Daten – mit Ausnahme unwesentlicher Parameter – aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet wurden (Level 2). Finden wesentliche nicht beobachtbare Marktparameter Eingang in die Bewertungsmodelle liegt eine Level 3 Bewertung vor.
3.6 Sachanlagen
Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten (IAS 16.16) abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen ausgewiesen (cost model). Wenn Sachanlagen veräußert werden oder ausscheiden, werden deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten und deren kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen aus der Bilanz eliminiert. Der aus dem Verkauf resultierende Ertrag oder Aufwand wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die ursprünglichen Anschaffungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis einschließlich Einfuhrzoll und nicht erstattungsfähiger Erwerbsteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die erforderlich sind, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen und an den Standort seiner beabsichtigten Verwendung zu bringen.
Aufwendungen, die nach Beginn der Nutzungsdauer entstehen (z.B. Wartungs-, Instandhaltungs- und Überholungskosten) werden gewöhnlich in der Periode erfolgswirksam ausgewiesen, in der die Kosten entstanden sind. Führen Aufwendungen zu einem zusätzlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen, der erwartungsgemäß aus der Verwendung eines Gegenstands des Sachanlagevermögens über seinen ursprünglichen bemessenen Leistungsgrad hinaus resultiert, so werden diese Aufwendungen als zusätzliche Kosten der Sachanlagen aktiviert.
Die Abschreibungssätze basieren auf folgenden geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauern:
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| - Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5 bis 10 Jahre |
| - EDV-Hardware | 3 Jahre |
| - Fuhrpark | 4 bis 5 Jahre |
| - Mietereinbauten | 10 Jahre |
| - Sonstige (Büroeinrichtung) | 3 bis 15 Jahre |
Die verwendeten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden in jeder Periode überprüft, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Gegenständen des Sachanlagevermögens übereinstimmen. Der Beginn des Abschreibungszeitraumes wird durch den Zeitpunkt der Betriebsbereitschaft festgelegt.
3.7 Immaterielle Vermögenswerte
3.7.1 Lizenzen und Software
Immaterielle Vermögenswerte – im Wesentlichen Software – werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der dem Vermögenswert zuzuordnende künftige wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließen wird, und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig ermittelt werden können. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen und der kumulierten Wertminderungen. Immaterielle Vermögenswerte werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren abgeschrieben. Abschreibungszeitraum und -methode werden jährlich zum Ende eines Geschäftsjahres überprüft.
3.7.2 Geschäfts- oder Firmenwert
Der im Rahmen der Konsolidierung entstehende Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbes über den Konzernanteil am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden eines Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar (vgl. Abschnitt 2.3).
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird als Vermögenswert erfasst und mindestens einmal jährlich (zum Bilanzstichtag 31. Dezember) oder zusätzlich, wenn Anhaltspunkte für Wertminderungen vorliegen, auf Werthaltigkeit überprüft. Eine planmäßige Abschreibung der Geschäfts- und Firmenwerte erfolgt nicht. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und in den Folgeperioden nicht wieder aufgeholt. Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens wird der auf das entsprechende Unternehmen entfallende Anteil am Geschäfts- oder Firmenwert in die Bestimmung des Gewinns oder des Verlusts aus der Veräußerung mit einbezogen.
Da der Geschäfts- oder Firmenwert im ALBIS Leasing Konzern keiner einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit zuzuordnen ist, erfolgt die Werthaltigkeitsprüfung auf Ebene der kleinsten Gruppe an zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGU), auf deren Ebene der Geschäfts- oder Firmenwert genutzt wird. Diese entspricht bei der ALBIS Leasing AG dem operativen Segment „Vertriebsleasing“.
Die Bestimmung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten richtet sich nach der kleinsten identifizierbaren Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugen, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit beziehungsweise die Gruppe an zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, auf deren Basis der Geschäfts- oder Firmenwert auf Wertminderung getestet wird, darf nicht größer sein als das operative Segment.
Der ALBIS HiTec Leasing Teilkonzern besteht aus den Gesellschaften ALBIS HiTec Leasing AG, ALBIS Direct Leasing GmbH, ALBIS Fullservice Leasing GmbH und LGH – Leasing-Gesellschaft für den Handel mbH. Die ALBIS HiTec Leasing Gruppe setzt sich damit aus mehreren CGU zusammen, die weitgehend mit den rechtlichen Einheiten übereinstimmen. Der Teilkonzern betreibt das Finance Leasinggeschäft mit gewerblichen Kunden im deutschen Mittelstand. Die Leasingobjekte gehören zu den Produktgruppen Gastronomie- und Großküchentechnik, Arbeits- und Produktionsgeräte, Fitnessgeräte, Maschinen/Anlagen, Flurfördertechnik, Werkstattausrüstung, Medizintechnik, Büro- und Telekommunikation. Die Leasingverträge werden hierbei überwiegend über Handelspartner vermittelt (Vertriebsleasing).
Für den Fall, dass der Buchwert der Gruppe von CGU, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugewiesen wurde, deren erzielbaren Betrag übersteigt, ist dieser zugewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe der festgestellten Differenz abzuschreiben. Einmal vorgenommene Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwerts dürfen nicht mehr rückgängig gemacht werden. Übersteigt der festgestellte Differenzbetrag der CGU den Buchwert des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts, wird in Höhe des verbleibenden Wertminderungsbetrages eine anteilige Wertminderung der Buchwerte der der CGU zugeordneten (nicht finanziellen) Vermögenswerte vorgenommen, die unter die Wertminderungsregelungen des IAS 36 fallen.
Zur Ermittlung des erzielbaren Betrags wird der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert ermittelt. Für den Fall, dass der beizulegende Zeitwert höher ist als der Buchwert, verzichtet die Gesellschaft auf die Ermittlung des Nutzungswertes.
Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes und des Nutzungswertes stellt die Gesellschaft auf den Barwert der zukünftigen Cashflows gemäß der vom Management bestätigten Planung ab (Discounted Cashflow-Methode). Die der Discounted-Cashflow-Methode zur Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegenden Cashflows basieren auf aktuellen Geschäftsplänen und internen Planungen, wobei von einem Planungshorizont von fünf Jahren ausgegangen wird. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts beziehungsweise des Nutzungswertes durch das Management beruht, gehören Annahmen bezüglich Umsatzentwicklung, Kundengewinnung und der Kosten für die Kundenbindung, Investitionen (für den beizulegenden Zeitwert lediglich insoweit als diese auch von einem potenziellen Käufer vorgenommen würden), Marktanteil, Wachstumsraten des Neugeschäfts sowie Diskontierungszinssatz. Die durch interne Informationsquellen ermittelten Annahmen wurden durch externe Informationsquellen (z.B. Händler- und Vertriebsnetz, aber auch volkswirtschaftliche Daten) abgesichert.
Der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts lagen folgende Annahmen zugrunde:
Die Wachstumsrate der ewigen Rente spiegelt dabei die langfristigen Erwartungen an das Wachstum der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wider und wurde mit 1,00 % (Vorjahr 1,00 %) berücksichtigt.
Die Wachstumsrate des Mittelzu- und -abflusses beruht auf den Planungen der Entwicklung der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten in Abhängigkeit vom derzeitigen Marktumfeld, von der strategischen Ausrichtung sowie von der angenommenen Entwicklung der Kosten. Dabei wurde ausschließlich das organische Wachstum betrachtet. Geplante Akquisitionen, die ein potenzieller Käufer nicht auch vornehmen würde, wurden aus den Planungen eliminiert.
Zur Berechnung des Zeitwerts (im Rahmen eines Ertragswertverfahrens) wurden die Zahlungsreihen mit dem gewichteten Durchschnittskapitalkostensatz der ALBIS Leasing AG des Geschäftsjahres 2015 abgezinst. Dieser betrug 8,70 % (Vorjahr 9,06 %) nach Steuern.
Die berechneten Verkaufskosten wurden in Abhängigkeit vom ermittelten Firmenwert als Marge auf diesen errechnet und repräsentieren damit die größenabhängigen Kosten einer Transaktion.
Bei der Berechnung sowohl des Nutzungswertes als auch des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (mittels Ertragswertverfahren/DCF-Verfahren) der Gruppe von CGU (des operativen Segments) bestehen Schätzungsunsicherheiten für die zugrundeliegenden Annahmen, besonders hinsichtlich:
Neugeschäftsvolumen
Marge
Kapitalisierungszinssatz (Zinssatz)
Wachstumsrate, die der Extrapolation der Cashflow-Prognosen außerhalb des Budgetzeitraums zugrunde gelegt wird
Szenarien der Sensitivitätsanalyse
Neugeschäftsvolumen- Das Neugeschäftsvolumen ist die Summe der Anschaffungskosten der an Kunden ausgelieferten Leasingobjekte des Geschäftsjahres. Das Neugeschäftsvolumen wird von der CGU unter Berücksichtigung der erwarteten Refinanzierungskonditionen und der erwarteten Marktentwicklung geplant.
Marge- Die Marge ist die Differenz zwischen dem Kundenzins (der zur Kalkulation des Leasinggeschäfts verwendet wird) unter Berücksichtigung der leasingtypischen Zusatzerlöse und des Refinanzierungszinses für das Leasinggeschäft. Die Margen werden anhand der durchschnittlichen Werte prognostiziert, die in den drei vorangegangenen Geschäftsjahren vor Beginn des Budgetzeitraums erzielt wurden. Es erfolgte eine Anpassung der Margen aufgrund der erwarteten Entwicklung der Refinanzierungskonditionen und der in der Marge berücksichtigten Entwicklung der Zusatzerlöse.
Kapitalisierungszins- Der Abzinsungssatz spiegelt die aktuellen Markteinschätzungen für die der CGU zuzuordnenden spezifischen Risiken wider. Der Abzinsungssatz wurde basierend auf den branchenüblichen durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC) geschätzt. Der Zinssatz wurde um Markteinschätzungen hinsichtlich aller spezifisch der CGU zuzuordnenden Risiken angepasst, für welche die Schätzungen der künftigen Cashflows nicht angepasst wurden.
Schätzungen der Wachstumsraten - Der Schätzwert basiert auf der Wachstumsrate der Leasinginvestitionen im Zeitraum 2005 bis 2013 nach Angaben des ifo Instituts (ifo Schnelldienst 23/2013 – 66. Jahrgang – 12. Dezember 2013).
Sensitivitätsanalyse - Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, wurden eine Minderung der zukünftigen Cashflows um 10 %, eine Erhöhung der Marktrisikoprämie um 10 % oder eine Minderung der langfristigen Wachstumsrate des Neugeschäfts um 10 % Prozentpunkt angenommen.
3.8 Wertminderungen von nichtfinanziellen Vermögenswerten
Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte werden im Hinblick auf eine Wertminderung geprüft, wann immer aufgrund von Ereignissen oder Änderungen der Umstände Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Buchwert nicht erzielbar sein könnte. Anhaltspunkte dafür könnten unter anderem Einschränkungen der zukünftigen Nutzungsmöglichkeit oder Verkürzungen der Restnutzungsdauer sein. Wenn der Buchwert eines Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag übersteigt, wird bei Sachanlagen und Immateriellen Vermögenswerten, die zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt wurden, ein Wertminderungsaufwand erfolgswirksam erfasst.
Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag von Nettoveräußerungswert und Nutzwert. Der Nettoveräußerungswert ist der durch einen Verkauf des Vermögenswertes erzielbare Betrag aus einer marktüblichen Transaktion. Unter dem Nutzwert versteht man den Barwert des geschätzten künftigen Cashflows, der aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende seiner Nutzungsdauer erwartet wird. Der erzielbare Betrag wird für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit.
Wenn ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass eine Wertminderung nicht länger besteht oder sich verringert hat, wird diese Wertaufholung als Ertrag in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
3.9 Zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
Ein Ausweis in dieser Position wird vorgenommen, wenn einzelne langfristige Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten (einschließlich gegebenenfalls direkt zurechenbarer Schuldposten) vorliegen, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden sollen und deren Veräußerung hinreichend wahrscheinlich ist. Voraussetzung für das Vorliegen einer Veräußerungsgruppe ist, dass, die zuständige Managementebene einen Plan für den Verkauf des Vermögenswerts beschlossen hat und mit der Suche nach einem Käufer und der Durchführung des Plans aktiv begonnen wurde. Der Angebotspreis muss in einem angemessenen Verhältnis zum beizulegenden Zeitwert stehen. Außerdem muss die Veräußerung innerhalb der nächsten 12 Monate höchstwahrscheinlich sein.
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden, sofern nicht eine der Bewertungsausnahmen des IFRS 5.5 anzuwenden ist, zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich noch anfallender Veräußerungskosten bewertet. Planmäßige Abschreibungen werden nicht mehr vorgenommen. Liegt der Fair Value abzüglich Veräußerungskosten unter dem Buchwert, wird eine Wertminderung vorgenommen.
Die betreffenden Vermögenswerte und die gegebenenfalls zugehörigen Schulden werden in einem separaten Bilanzposten ausgewiesen.
3.10 Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden nach IAS 39 bilanziert und der Kategorie Liabilities at amortised cost zugeordnet. Sie werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden alle Finanzverbindlichkeiten, die keine derivativen Verbindlichkeiten sind, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Derivative Verbindlichkeiten werden nach der erstmaligen Erfassung mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet (vgl. Abschnitt 3.5).
3.11 Rückstellungen
Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt, wenn für den Konzern eine gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vor dem Bilanzstichtag eingetretenen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führt, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhe vorgenommen werden kann. Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und entsprechend der gegenwärtig besten Schätzung angepasst.
3.12 Rückstellungen für Pensionen
Zwei Konzerngesellschaften verfügen nach dem Zugang der ALBIS Direct Leasing GmbH über einen Pensionsplan für ausgewählte Mitarbeiter. Die Pensionsrückstellung betrifft im Wesentlichen Pensionsanwartschaften berechtigter Mitarbeiter bei der ALBIS Leasing AG über einen leistungsorientierten Pensionsplan. Dieser betrifft Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und beruht auf unmittelbaren Versorgungszusagen, bei denen die Höhe der Versorgungsleistungen festgelegt wird und von Faktoren wie Alter, Vergütung und Betriebszugehörigkeit abhängig ist. Die Leistungen werden direkt aus Mitteln der Gesellschaft erbracht.
Die Pensionsrückstellungen werden jährlich von einem qualifizierten unabhängigen Versicherungsmathematiker gemäß IAS 19 bewertet. Die Verpflichtungen und der Pensionsaufwand werden auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Dabei führt jede Leistungsperiode zu einem Anstieg des erdienten Anspruchs. Aus der individuellen Bewertung ergibt sich ein kumulierter Gesamtanspruch. Gewinne oder Verluste aus Beschränkungen oder Übertragungen von Ansprüchen werden berücksichtigt, wenn die Beschränkung oder die Übertragung eintritt. Die Pensionsverpflichtung wird zum Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows auf Basis eines Zinssatzes für Industrieanleihen derselben Währung und derselben Laufzeit, die auch die Pensionsverpflichtungen aufweisen, ermittelt.
Die Pensionsrückstellungen werden unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,85 % p.a. (Vorjahr 1,90 % p.a.) und unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt.
Die Versorgungszusagen der ALBIS Leasing Gruppe sehen in der Regel die Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen in Form lebenslänglicher Renten vor. Für diese Zusagen besteht ein Langlebigkeitsrisiko. Eine Veränderung der Lebenserwartung hat Auswirkungen auf die Verpflichtungen aus den Altbeständen. Neue Renten werden nicht zugesagt.
In den Folgejahren ist mit einer abnehmenden Bedeutung des Risikos aus der Veränderung der Lebenserwartung zu rechnen. Das Risiko aus Langlebigkeit im Sinne von IAS 19.135 halten wir deshalb für gering. Die Einschätzung basiert auf der durch die ALBIS Leasing Gruppe jährlich neu vorzunehmenden Inventur der Pensionsverpflichtungen. Versicherungsmathematische Effekte werden für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von T€ 47 im sonstigen Ergebnis gezeigt.
3.13 Erlösrealisierung
Umsatzerlöse werden bei Erbringung der Leistung beziehungsweise bei Nutzungsüberlassung realisiert. Sie werden ohne Verbrauchsteuern ausgewiesen. Dabei werden erwartete Rabatte oder sonstige Preisnachlässe abgegrenzt beziehungsweise abgezogen.
Bei bestimmten Lieferungen ist eine Übernahmebestätigung durch den Erwerber notwendig. Bei diesen Lieferungen wird der Umsatz nach Zustimmung des Käufers realisiert.
3.14 Zinserträge / Zinsaufwand
Zinserträge und Zinsaufwand werden nach der Effektivzinsmethode ermittelt.
3.15 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag / Latente Steuern
Bei den Ertragsteuern bemisst sich die Steuerlast nach der Höhe des steuerlichen Ergebnisses (tatsächliche Steuern) und berücksichtigt Steuerlatenzen. Latente Steuern werden mit Hilfe der bilanzorientierten Liability-Methode ermittelt. Latente Steuern spiegeln den Nettosteueraufwand/-ertrag temporärer Unterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen wider. Die Bemessung latenter Steueransprüche und Steuerschulden erfolgt anhand der Steuersätze, die erwartungsgemäß für die Periode gelten, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld beglichen wird. Die Bewertung latenter Steuerschulden und -ansprüche berücksichtigt die steuerlichen Konsequenzen, die aus der Art und Weise der Umkehrung temporärer Unterschiede nach der Einschätzung am Stichtag voraussichtlich resultieren werden.
Latente Steueransprüche und -schulden werden unabhängig von dem Zeitpunkt erfasst, zu dem sich die temporären Buchungsunterschiede wahrscheinlich umkehren.
Ein latenter Steueranspruch ist für alle ertragsteuerlich relevanten temporären Unterschiede in dem Maße zu bilanzieren wie es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird gegen das der temporäre Unterschied verwendet werden kann. Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt das Unternehmen nicht bilanzierte latente Steueransprüche und den Buchwert latenter Steueransprüche neu. Das Unternehmen setzt einen bislang nicht bilanzierten latenten Steueranspruch in dem Umfang an, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen die Realisierung des latenten Steueranspruchs gestatten wird. Umgekehrt wird der Buchwert eines latenten Steueranspruchs in vollem Umfang vermindert, wenn es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, um den latenten Steueranspruch entweder zum Teil oder insgesamt zu nutzen.
Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Unterschiede bilanziert, sofern die latenten Steuerschulden keinem Geschäfts- oder Firmenwert entstammen, dessen Abschreibung steuerlich nicht abzugsfähig ist.
Die Sonstigen Steuern werden unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
3.16 Wesentliche Ermessensentscheidungen
Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Unternehmensleitung folgende Ermessensentscheidungen getroffen, die Ansätze und Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen. Nicht berücksichtigt werden dabei solche Entscheidungen, die Schätzungen beinhalten.
Im Berichtsjahr wurden Immobilien der ALBIS Leasing AG als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen. Die Veräußerung wurde bereits im Vorjahr als unmittelbar bevorstehend angesehen, was jedoch nicht umgesetzt werden konnte. In der Zwischenzeit wurden weitere Maßnahmen ergriffen, die eine Marktgängigkeit des Gebäudes herstellen sollen und somit einen Verkauf wieder in den Bereich „höchstwahrscheinlich“ im Sinne des IFRS 5 erheben.
3.17 Verwendung von Annahmen und Schätzungen
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden Annahmen getroffen und Schätzungen angewendet, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten auswirken.
Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit von Forderungen aus gekündigten Verträgen, den Ansatz von erzielbaren Restwerten im Bereich des Leasingvermögens, die Festsetzung der Parameter zur Beurteilung der Werthaltigkeit von Immateriellen Vermögenswerten und anderen nicht finanziellen Vermögenswerten sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Wesentliche Schätzunsicherheiten und damit verbundene Angabepflichten bestehen in den nachfolgend dargestellten Bereichen:
Annahmen im Rahmen des Werthaltigkeitstests bei der Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte
Ermittlung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus gekündigten beziehungsweise rückständigen Leasingverträgen auf Basis des Werterhaltungssatzes
Berücksichtigung von kalkulierten Restwerten am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwerts von Leasingforderungen, aus zu erwartenden Vertragsverlängerungen und aus Verwertung
Ansatz und Bewertung latenter Steuern auf Verlustvorträge
Zu den Annahmen und Schätzungen im Rahmen des Werthaltigkeitstests für den Geschäfts- oder Firmenwert vgl. auch Abschnitt 3.7.2. zu den Annahmen bei rückständigen Leasingverträgen vgl. Abschnitt 3.3.1.
Kalkulierte Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte umfassen dabei neben den erwarteten Verwertungserlösen insbesondere die Erlöse, die im Rahmen einer Verlängerungsperiode anfallen können. Die Restwerte werden bei Abschluss der entsprechend zugrunde liegenden Leasingverträge auf Basis der erwarteten Werte berücksichtigt. Erlöse werden dabei anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Falle eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft erzielbaren Erlöse wird dies durch eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt.
Aktive Latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven Latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.
4. Erläuterungen zur Konzernbilanz
4.1 Zahlungsmittel
Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Bestand an liquiden Mitteln ist in Höhe von € 1,0 Mio. direkt der ALBIS Leasing AG zuzurechnen, im Übrigen den Tochtergesellschaften.
Bei den Tochtergesellschaften bestehen aufgrund vertraglicher Vereinbarungen mit Refinanzierungspartnern Verfügungsbeschränkungen für Teile der liquiden Mittel, zum Beispiel im Rahmen von Bardepotregelungen oder bezüglich Einzugskonten für Leasingraten. Die Guthaben sind insoweit zur Weiterleitung an den Refinanzierungspartner zweckbestimmt. Von den liquiden Mitteln der ALBIS Mobil Lease / UTA Leasing Gruppe sind € 15,1 Mio. von den liquiden Mitteln der ALBIS HiTec Leasing Gruppe sind € 9,1 Mio. verfügungs- beziehungsweise transferbeschränkt.
4.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen bestehen weit überwiegend aus der Ablösung von Leasingverträgen bei der ALBIS Mobil Lease / UTA Leasing Gruppe (Endabgerechnete Verträge mit offenen Forderungen werden umgebucht von Leasingforderungen in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen). Aufgrund der Abwicklung dieser Forderungen hat sich der Bestand leicht erhöht.
Das maximale Ausfallrisiko (IFRS 7.36 (a)) ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, Bonitätsbeurteilungssystemen und sonstigen Maßnahmen wird durch den Buchwert der Forderungen begrenzt. Sicherheiten zur Abschirmung der konzerninhärenten Risiken bestehen nicht.
Bei finanziellen Vermögenswerten, die weder wertgemindert noch überfällig sind (IFRS 7.36 (c)), lagen zum 31. Dezember 2015 keine Hinweise dafür vor, dass Zahlungsausfälle eintreten werden.
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 waren Forderungen in Höhe von insgesamt € 3,2 Mio. überfällig. Hiervon waren Forderungen in Höhe von € 2,9 Mio. wertberichtigt und Forderungen in Höhe von € 0,3 Mio. nicht wertberichtigt.
4.3 Forderungen aus Operate Leasingverhältnissen (IAS 17.56)
Die ALBIS Leasing AG ist Generalmieterin des Gebäudes Ifflandstraße 4. Werden Mietverträge mit konzernfremden Mietern geschlossen sind diese als Operate Leasingverhältnis zu qualifizieren.
Die (lang- und kurzfristigen) Leasingzahlungen aus Operate Leasingverträgen werden in Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen bis zum erstmöglichen Kündigungstermin der Operate Leasingverhältnisse angegeben.
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| Laufzeiten | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr € |
über 1 bis 5 Jahre € |
über 5 Jahre € |
2015 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Mindestleasingzahlungen | 417.966 | 684.081 | 0 | 1.102.047 |
4.4 Forderungen aus Finance Leasingverhältnissen (IAS 17.47)
Die (lang- und kurzfristigen) Leasing- und Mietkaufforderungen werden ohne Einbeziehung nicht verdienter, kontrahierter Zinsen, die mit den annuitätischen Ratenzahlungen der Kunden dem Konzern zufließen, ausgewiesen. Der Ausweis entspricht dem Barwert. Die Aufteilung der Forderungen aus dem Leasinggeschäft nach Restlaufzeiten sowie die Überleitung zu den Bruttoleasingforderungen stellt sich wie folgt dar:
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| Laufzeiten | Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zusammensetzung zum 31. Dezember 2015: Bezeichnung | bis 1 Jahr € |
über 1 bis 5 Jahre € |
über 5 Jahre € |
31.12.2015 € |
31.12.2014 € |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zukünftige Raten | 45.992.350 | 86.971.814 | 145.519 | 133.109.683 | 56.620.606 |
| + Garantierte Restwerte | 971.502 | 2.450.989 | 59.600 | 3.482.091 | 7.658.574 |
| \= Mindestleasingzahlungen | 46.963.852 | 89.422.803 | 205.119 | 136.591.774 | 64.279.180 |
| + Nicht garantierte Restwerte und nicht garantierte Leasingzahlungen | 5.777.550 | 7.061.4500 | 0 | 12.839.000 | 12.835.000 |
| \= Bruttoinvestitionswert | 52.741.401 | 96.484.254 | 205.119 | 149.430.774 | 77.114.180 |
| - Noch offene Zinsen | 1.208.060 | 1.244.761 | 1.976 | 2.454.797 | 4.094.566 |
| \= Nettoinvestitionswert | 51.533.341 | 95.239.492 | 203.144 | 146.975.977 | 73.019.614 |
Auf die zum 31. Dezember 2015 bestehenden Forderungen in Höhe von € 147,0 Mio. wurde eine Wertberichtigung in Höhe von € 2,4 Mio. gebildet. Auf die zum 31. Dezember 2014 bestehenden Forderungen wurde eine Wertberichtigung in Höhe von € 2,6 Mio. gebildet.
4.5 Sachanlagen, zur Vermietung bestimmte Vermögenswerte und zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte
4.5.1 Sachanlagen
Die Vermögenswerte der Sachanlagen werden linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben. Sie bestehen nach einer in 2014 vorgenommenen Umbuchung in Höhe von T€ 181 (Anschaffungs- und Herstellungskosten) aus den Grundstücken, grundstückgleichen Rechten und Bauten ausschließlich aus Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:
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| 2015 | 1.1. T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
31.12. T€ |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 1.535 | 41 | 899 | 677 |
| Abschreibungen | 1.340 | 110 | 828 | 622 |
| Buchwerte | 195 | 55 |
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| 2014 | 1.1. T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
31.12. T€ |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 1.539 | 126 | 130 | 1.535 |
| Abschreibungen | 1.328 | 130 | 118 | 1.340 |
| Buchwerte | 211 | 195 |
Wertminderungsaufwendungen im Sinne des IAS 16.73 haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben.
4.5.2 Zur Vermietung bestimmte Vermögenswerte
Die zur Vermietung bestimmten Vermögenswerte bestehen in künftigen Mietkauf- und Leasinggegenständen im Bereich des Finance Leasings. Die Gegenstände werden zur Verbesserung der Darstellung gemäß IAS 1.55 bis zur Inmietsetzung als zur Vermietung bestimmte Vermögenswerte ausgewiesen. An den Gegenständen bestehen in der Regel entweder Eigentumsvorbehalte der Lieferanten oder sie stehen im Sicherungseigentum der Bankenpartner, die die Vorfinanzierung übernehmen. Die Sicherungsrechte Dritter beziehen sich auf den gesamten Bilanzausweis.
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| 2015 | 1.1. T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
31.12. T€ |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten (=Buchwerte) | 8.342 | 8.417 | 8.342 | 8.417 |
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| 2014 | 1.1. T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
31.12. T€ |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten (=Buchwerte) | 9.401 | 8.342 | 9.401 | 8.342 |
4.5.3 Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte
Folgende Vermögenswerte wurden zum 31. Dezember 2015 als zur Veräußerung bestimmt gehalten (IFRS 5.38):
Mit Vertrag vom 11. März 2014 hat die ALBIS Leasing AG das Grundstück in der Lindenallee in Essen zum Gesamtkaufpreis von T€ 3.500 von der NIBC Bank Deutschland AG (vormals Gallinat-Bank AG) erworben. Die ALBIS Leasing AG betreibt die Veräußerung der Immobilie (vgl. Abschnitt 3.16 „Wesentliche Ermessensentscheidungen„). Da die Immobilie zur Veräußerung bestimmt ist, wurde sie keinem Segment zugeordnet.
4.6 Immaterielle Vermögenswerte
4.6.1 Softwarelizenzen
Die Softwarelizenzen werden linear über die Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben.
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| 2015 | 1.1. T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
31.12. T€ |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 765 | 3 | 243 | 525 |
| Abschreibungen | 556 | 124 | 230 | 451 |
| Buchwerte | 209 | 74 |
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| 2014 | 1.1. T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
31.12. T€ |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 712 | 99 | 45 | 765 |
| Abschreibungen | 486 | 115 | 45 | 556 |
| Buchwerte | 226 | 209 |
Wertminderungsaufwendungen im Sinne des IAS 38.118 haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben.
4.6.2 Geschäfts- oder Firmenwerte
Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte
Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung entwickelten sich wie folgt:
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| 2015 | 1.1.2015 T€ |
Zugänge 2015 T€ |
Änderungen im Konsolidierungskreis 2015 T€ |
Abschreibungen 2015 T€ |
31.12.2015 T€ |
|---|---|---|---|---|---|
| ALBIS HiTec Leasing AG | 13.560 | 0 | 0 | 0 | 13.560 |
| 13.560 | 0 | 0 | 0 | 13.560 |
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| 2014 | 1.1.2014 T€ |
Zugänge 2014 T€ |
Änderungen im Konsolidierungskreis 2014 T€ |
Abschreibungen 2014 T€ |
31.12.2014 T€ |
|---|---|---|---|---|---|
| ALBIS HiTec Leasing AG | 0 | 13.560 | 0 | 0 | 13.560 |
| 0 | 13.560 | 0 | 0 | 13.560 |
Im Rahmen der Impairment-Tests des Geschäfts- oder Firmenwerts (vgl. Abschnitt 3.7.2 f.) ergab sich kein Wertminderungsaufwand. Der ermittelte beizulegende Zeitwert des operativen Segments „Vertriebsleasing“ beträgt zum 31. Dezember 2015 € 58,0 Mio. (Level 3).
Zum 31. Dezember 2015 führte der Konzern seine jährliche Prüfung auf Wertminderung durch. Dabei wurde – neben anderen Faktoren – das Verhältnis zwischen Marktkapitalisierung und Buchwert auf Anhaltspunkte für eine Wertminderung überprüft. Zum Stichtag lag die Marktkapitalisierung des Konzerns unter dem Buchwert seines Eigenkapitals. Dies deutet wiederum auf eine mögliche Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts und eine Wertminderung der Vermögenswerte des Geschäftssegmentes hin.
Der erzielbare Betrag der CGU wird als höherer Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt. Die Cashflow-Prognosen basieren auf Finanzplänen, die vom Management für einen Detailzeitraum von fünf Jahren genehmigt wurden. Für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts wurden die Cashflow-Prognosen um die nicht von einem potenziellen Käufer durchgeführten Investitionen angepasst. Die prognostizierten Cashflows wurden aktualisiert, um den Nachfragerückgang für Produkte und Dienstleistungen abzubilden. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 8,70 % (im Vorjahr 9,06 %). Der Abzinsungssatz basiert auf dem Konzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten. Nach dem Detailplanungszeitraum anfallende Cashflows werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1,0 % (im Vorjahr 1,0 %) extrapoliert (ewige Rente).
Die Wachstumsrate der Leasinginvestitionen im Zeitraum 2005 bis 2013 beträgt nach Angaben des ifo Instituts (ifo Schnelldienst 23/2013 – 66. Jahrgang – 12. Dezember 2013) durchschnittlich 0,8 %. Die Datenreihe ist durch einen Extremwert im Jahr 2009 (-22 %/Finanzkrise) geprägt. Eine Wachstumsrate von 1,0 % erscheint daher angemessen. Sie spiegelt die Erwartungen hinsichtlich des Branchenwachstums der CGU wider. In die Cashflow-Prognosen fließen sowohl Vergangenheitswerte als auch zukunftsorientierte Werte, das heißt zukünftig erwartete Marktentwicklungen ein.
4.7 Sonstige Vermögenswerte
Die Sonstigen Vermögenswerte sind von € 9,7 Mio. auf € 12,6 Mio. gestiegen.
Von den sonstigen Vermögensgegenständen betreffen € 7,5 Mio. Forderungen gegen die NL Nord Lease AG. Die Forderungen sind teilweise durch eine Eigentümergrundschuld gesichert, zudem bestehen seitens des ALBIS Leasing Konzerns Verbindlichkeiten gegenüber der NL Nord Lease AG von € 2,4 Mio. mit abweichender Fälligkeit.
Weitere sonstige Vermögenswerte in Höhe von € 3,2 Mio. betreffen Leasinggüter, die von der ALBIS HiTec Gruppe für Leasingverträge erworben wurde, die an die IKB Leasing Gruppe zu übertragen sind. Die Leasinggegenstände wurden im Jahr 2016 zeitnah gegenüber der IKB Leasing Gruppe abgerechnet. Darüber hinaus betreffen von den sonstigen Vermögenswerten € 0,8 Mio. Forderungen an das Finanzamt, überwiegende aus Umsatzsteuer, sowie € 0,4 Mio. geleistete Anzahlungen für Leasingobjekte.
4.8 Latente Steuern
Latente Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen werden gemäß IAS 12.15 auf temporäre Differenzen gebildet. Die zu versteuernden und abzugsfähigen temporären Differenzen werden über den Vergleich der IFRS-Buchwerte mit den Steuerwerten der Vermögenswerte und Schulden (bereinigt um permanente Differenzen) ermittelt. Die Steuerwerte ergeben sich grundsätzlich aus den steuerlichen Vorschriften des jeweiligen Landes, in dem die Besteuerung des Sachverhalts erfolgen wird. Die ALBIS Leasing Gruppe setzt in ihrer Steuerberechnung einen in Deutschland anzusetzenden Steuersatz in Höhe von 32,275% an, der sich aus dem Satz für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von insgesamt 15,825% und aus dem Gewerbesteuersatz in Höhe von 16,450%, bei einem Hebesatz von 470%, zusammensetzt. Auf Grundlage dieses Steuersatzes werden latente Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen berechnet.
Zum Bilanzstichtag wies der Konzern aktive Latente Steuern aus der Entstehung beziehungsweise Umkehrung temporärer Unterschiede in Höhe von T€ 592 aus. Hierbei handelt es sich um Latente Steuern gemäß IAS 12, die im Zusammenhang mit den Bewertungsunterschieden zwischen der Bewertung nach deutschem Steuerrecht und den IFRS stehen. Der Ausweis beruht auf Bewertungsunterschieden bezüglich der Pensionsrückstellungen der ALBIS Leasing AG und der ALBIS Direct Leasing GmbH.
Zum Bilanzstichtag werden passive Latente Steuern in Höhe von T€ 6.412 ausgewiesen. Von den passiven latenten Steuern sind T€ 2.150 als kurzfristig zu klassifizieren und werden daher in den Steuerrückstellungen ausgewiesen.
Im Zusammenhang mit dem Leasinggeschäft erfasst die ALBIS Mobil Lease Gruppe gemäß IAS 17.36 ff. sämtliche Vermögenswerte aus dem Finanzierungsleasing und setzt diese als Forderungen an. Aus dem Ansatz dieser Forderungen ergab sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 eine temporäre Differenz gegenüber der Steuerbilanz in Höhe von € 7,0 Mio. Unter Anwendung des genannten Steuersatzes wurden gemäß IAS 12.47 zum 31. Dezember 2015 passive Latente Steuern in Höhe von € 2,3 Mio. ermittelt. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um € 0,8 Mio. wurde gemäß IAS 12.58 aufwandswirksam erfasst.
Im Zusammenhang mit dem Leasinggeschäft erfasst die ALBIS HiTec Leasing Gruppe gemäß IAS 17.36 ff. sämtliche Vermögenswerte aus dem Finanzierungsleasing und setzt diese als Forderungen an. Aus dem Ansatz dieser Forderungen ergab sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015, wie im Vorjahr, eine temporäre Differenz gegenüber der Steuerbilanz in Höhe von € 12,9 Mio. Unter Anwendung des oben genannten Steuersatzes wurden gemäß IAS 12.47 zum 31. Dezember 2015 passive latente Steuern in Höhe von unverändert € 4,1 Mio. ermittelt. Eine ergebniswirksame Anpassung gemäß IAS 12.58 war deshalb nicht erforderlich.
Latente Steuern auf Verlustvorträge wurden nicht gebildet.
4.9 Eigenkapital / Gezeichnetes Kapital
Bezüglich der Veränderung des Eigenkapitals verweisen wir neben den folgenden Ausführungen auf die gesonderte Eigenkapitalveränderungsrechnung.
Die ALBIS Leasing AG (ISIN DE0006569403 // WKN 656940) ist seit dem 30. August 1999 im regulierten Markt notiert an den Börsen Frankfurt / Main (General Standard) und München und im Freiverkehr an den Börsen Hamburg, Berlin und Stuttgart.
Das Grundkapital in Höhe von € 15.327.552 ist in 15.327.552 auf den Inhaber lautenden Stückaktien aufgeteilt.
Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen. Die Stückaktien sind sämtlich mit identischen Stimm- und Dividendenberechtigungen ausgestattet. Besondere Kontrollbefugnisse wurden nicht eingeräumt. Verfügungsbeschränkungen hinsichtlich der Aktien sind der ALBIS Leasing AG nicht bekannt.
Die anderen Gewinnrücklagen wurden um T€ 1.038 erhöht.
Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 19. Juli 2016 vorschlagen, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Aktionärsstruktur
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| Familie Mahn, Deutschland | 34,3% |
| NL Nord Lease AG Deutschland | 8,8% |
| Herr Christoph Zitzmann, Deutschland | 10,0% |
| Streubesitz | 46,9% |
(1) Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt € 15.327.552,00 (Euro fünfzehn Millionen dreihundertsiebenundzwanzigtausend fünfhundertzweiundfünfzig). Es ist eingeteilt in 15.327.552 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
(2) Die Form der Aktienurkunden sowie der Gewinnanteils- und Erneuerungsscheine bestimmt der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates. Das gleiche gilt für Schuldverschreibungen und Zinsscheine. Der Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer Anteile ist ausgeschlossen.
(3) Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2016 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 7.650.000,00 zu erhöhen. Sofern den Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt wird, können die Aktien auch einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 S. 1 oder § 53 b Abs. 1 S. 1 oder Abs. 7 KWG tätigen Unternehmen zur Übernahme angeboten werden, mit der Verpflichtung, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu entscheiden,
(a) um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen;
(b) bei Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder sonstigen Vermögensgegenständen;
(c) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt jedoch nur, soweit der auf die neuen Aktien entfallende Anteil am Grundkapital weder insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Eintragung dieses genehmigten Kapitals bestehenden Grundkapitals noch insgesamt 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der Aktien bestehenden Grundkapitals übersteigt. Bei der Ausnutzung der 10 %-Grenze sind aufgrund anderweitiger Ermächtigungen etwa erfolgte Ausschlüsse des Bezugsrechtes nach § 186 Abs. 3 S. 4 AktG (z. B. bei der Veräußerung eigener Aktien oder bei der Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen) mit einzubeziehen;
(d) um Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen zu begeben; sowie
(e) um Inhabern von durch die Gesellschaft auszugebenden Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- beziehungsweise Optionsrechtes zustehen würde.
Der Vorstand ist ebenfalls ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen.
(4) Das Grundkapital ist um bis zu € 7.650.000,00 durch Ausgabe von bis zu 7.650.000 neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Rechten an Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Schuldverschreibungen, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 19. Juni 2012 erteilten Ermächtigung von der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2016 begeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 19. Juni 2012 ausgegebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen von ihren Wandlungs- beziehungsweise Optionsrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Die Zahl der im Umlauf befindlichen Anteile hat sich im Geschäftsjahr nicht verändert (IAS 1.79 (a) (iv)).
Die IFRS Neubewertungsrücklage veränderte sich im Berichtsjahr wie folgt:
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| 2015 T€ |
2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 0 | -74 |
| Veränderungen | 0 | 74 |
| Stand 31.12. | 0 | 0 |
4.10 Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
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| Zusammensetzung zum 31. Dezember 2015 | bis zu 1 Jahr T€ |
über 1 bis zu 5 Jahren T€ |
über 5 Jahre T€ |
Gesamt T€ |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 42.987 | 120.340 | 1.486 | 164.813 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 11.194 | 2.367 | 0 | 13.561 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.984 | 5.464 | 0 | 11.448 |
| 60.165 | 128.171 | 1.486 | 189.822 |
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| Zusammensetzung zum 31. Dezember 2014 | bis zu 1 Jahr T€ |
über 1 bis zu 5 Jahren T€ |
über 5 Jahre T€ |
Gesamt T€ |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 62.440 | 12.924 | 0 | 75.364 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 11.707 | 2.576 | 0 | 14.283 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 8.094 | 4.146 | 0 | 12.240 |
| 82.241 | 19.646 | 0 | 101.887 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen ein Darlehen der NIBC Bank Deutschland AG in Höhe von € 93,2 Mio. an die vollkonsolidierte Zweckgesellschaft Orange Finance S.A., welches wiederum als Refinanzierung für die an die Orange Finance S.A. verkauften Forderungen dient. Darüber hinaus enthält die Position überwiegend Refinanzierungskredite für das Leasinggeschäft.
Die Sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten aus Darlehen gegenüber der NL Nord Lease AG (€ 3,5 Mio.) und weiteren Darlehen in Höhe von € 2,5 Mio. Darüber hinaus sind Zahlungen von Kunden vor Fälligkeit (€ 1,6 Mio.) ausgewiesen sowie die Anleihe der ALBIS Leasing AG (€ 0,8 Mio.), erhaltene Kautionen (€ 0,3 Mio.), Verpflichtungen aus der Abwicklung des Altportfolios der LGH – Leasing-Gesellschaft für den Handel mbH (€ 0,8 Mio.) Verbindlichkeiten aus Lohn und Kirchensteuer (€ 0,3 Mio.) aus dem Dezember 2015 und Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer (€ 0,5 Mio.).
Zum Bilanzstichtag bestehen Darlehen in Höhe von € 7,5 Mio. mit festen Zinssätzen.
Darüber hinaus ist die von der ALBIS Leasing AG begebene Anleihe mit der WKN A1CR0X / ISIN DE000A1CR0X3, mit einer festen Verzinsung von 7,625 % p.a. ausgestattet.
Die festen Zinssätze entsprechen zum Bilanzstichtag dem Marktzins.
4.11 Negative Marktwerte von zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögensgegenständen
Die ALBIS Leasing Gruppe hat im Berichtsjahr Zinsswaps mit einem Nominalvolumen von € 225 Mio. abgeschlossen. Diese werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert (vgl. Abschnitt 3.5.).
4.12 Rückstellungen für Pensionen
Für berechtigte Mitarbeiter bestehen bei der ALBIS Leasing AG Pensionsanwartschaften über einen leistungsorientierten Pensionsplan. Dieser betrifft Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und beruht auf unmittelbaren Versorgungszusagen, bei denen die Höhe der Versorgungsleistungen festgelegt wird und von Faktoren wie Alter, Vergütung und Betriebszugehörigkeit abhängt. Die Leistungen werden direkt aus Mitteln der Gesellschaft erbracht. Ein Pensionsfonds beziehungsweise eine Rückdeckungsversicherung besteht nicht. Die Pensionsrückstellung betrifft in Höhe von T€ 3.597 unverfallbare Anwartschaften für vor dem 30. Juni 1997 ausgeschiedene Mitarbeiter der MagnaMedia Verlag AG (umfirmiert in ALBIS Leasing AG). Die durchschnittliche Duration der Verpflichtungen beträgt 13,54 Jahre. Die zugesagten Versorgungsleistungen ergeben sich aus dem Versorgungswerk vom 31. Januar 1981 für die Mitarbeiter der Markt & Technik Verlagsgesellschaft mbH (Rechtsvorgänger der MagnaMedia Verlag AG). Das Versorgungswerk wurde für Neuzugänge ab 1. Oktober 1992 geschlossen. Der Pensionsplan der MagnaMedia Verlag AG sieht eine Altersrente von 0,8 % des letzten rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes rentenfähige Dienstjahr vor. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden für Pensionsansprüche, Berufsunfähigkeit und Hinterbliebenenversorgung gebildet. Die Pensionsverpflichtung wurde nach den Vorschriften des IAS 19 berechnet. Der hierbei angesetzte Zinssatz beläuft sich auf 1,85 % (Vorjahr 1,90 %). Bei den Berechnungen wird unverändert eine künftige Rentendynamik in Höhe von 2,0 % pro Jahr zugrunde gelegt. Steigerungsraten für Krankheitskosten werden für die Pensionsanwartschaften nicht berücksichtigt.
Für einen berechtigten Mitarbeiter besteht bei der ALBIS Direct Leasing GmbH (vormals Gallinat-Leasing GmbH) eine Pensionsanwartschaft. Diese betrifft Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Leistungen werden direkt aus Mitteln der Gesellschaft erbracht. Ein Pensionsfonds beziehungsweise eine Rückdeckungsversicherung besteht nicht. Die Pensionsrückstellung betrifft in Höhe von T€ 215 unverfallbare Anwartschaften. Die durchschnittliche Duration der Verpflichtungen beträgt 9,70 Jahre. Die Pensionsverpflichtung wurde nach den Vorschriften des IAS 19 berechnet. Der hierbei angesetzte Zinssatz beläuft sich auf 1,85 % (Vorjahr 1,90 %). Bei den Berechnungen wird unverändert eine künftige Rentendynamik in Höhe von 2,0 % pro Jahr zugrunde gelegt. Steigerungsraten für Krankheitskosten werden für die Pensionsanwartschaften nicht berücksichtigt.
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| Versorgungsverpflichtung | 2015 € |
2014 € |
|---|---|---|
| Versorgungsverpflichtung zum 1.1. | 3.947.174 | 3.102.748 |
| Veränderung Konsolidierungskreis und Abfindung von Pensionsansprüchen | 0 | 188.488 |
| + Pensionsaufwand | 73.394 | 110.023 |
| + Pensionsanpassung | 0 | 0 |
| + erfolgsneutrale Gewinne/Verluste aus Veränderung von demographischen Annahmen | 0 | 0 |
| + erfolgsneutrale Gewinne aus Veränderung von finanziellen Annahmen | 24.848 | 698.088 |
| - erfahrungsbedingte Verluste | -94.102 | -17.078 |
| - geleistete Rentenzahlungen | -139.106 | -135.095 |
| Bilanzwert 31.12. | 3.812.208 | 3.947.174 |
Die Versorgungsverpflichtungen teilen sich wie folgt auf die Gesellschaften ALBIS Leasing AG und ALBIS Direct Leasing GmbH auf:
Entwicklung 2015
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| Fortschreibung Bilanzansatz | ALBIS Leasing AG € |
ALBIS Direct Leasing GmbH € |
|---|---|---|
| Bilanzwert zum 1.1.2015 | 3.722.563 | 224.611 |
| Veränderung Konsolidierungskreis und Abfindung von Pensions-ansprüchen | 0 | 0 |
| + Pensionsaufwand (Zinsaufwand) | 69.268 | 4.126 |
| + Pensionsanpassung | 0 | 0 |
| + Gewinne/Verluste aus Veränderung von demographischen Annahmen | 0 | 0 |
| + Gewinne aus Veränderung von finanziellen Annahmen | 23.827 | 1.021 |
| - erfahrungsbedingte Verluste | -93.085 | -1.017 |
| - geleistete Rentenzahlungen | -125.423 | -13.683 |
| Bilanzwert 31.12.2015 | 3.597.150 | 215.058 |
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| Pensionsaufwand (IAS 19.61) | ALBIS Leasing AG € |
ALBIS Direct Leasing GmbH € |
|---|---|---|
| Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche | 0 | 0 |
| + Zinsaufwand | 69.268 | 4.126 |
| ./. Ertrag aus Planvermögen | 0 | 0 |
| + ./. versicherungsmathematische Gewinne | 0 | 0 |
| +./. nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (IAS 19.96) | 0 | 0 |
| +./. Auswirkungen von Plankürzungen (IAS 19.109) | 0 | 0 |
| Gesamtaufwand 2015 | 69.268 | 4.126 |
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| Bilanzansatz (IAS 19.54) | ALBIS Leasing AG € |
ALBIS Direct Leasing GmbH € |
|---|---|---|
| Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche | 3.597.150 | 215.058 |
| Anpassungsbetrag aufgrund versicherungsmathematischer Gewinne (+) und Verluste (-) | 0 | 0 |
| Ertrag (+) bzw. Aufwand (-) aus der Anpassung des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands | 0 | 0 |
| (-) beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 0 | 0 |
| Bilanzwert zum 31.12.2015 | 3.597.150 | 215.058 |
Die bilanzierte Pensionsverpflichtung entspricht der DBO (Defined Benefit Obligation) mit € 3.812.208 (Vorjahr € 3.947.174).
Entwicklung 2014
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| Fortschreibung Bilanzansatz in € |
ALBIS Leasing AG € |
ALBIS Direct Leasing GmbH € |
|---|---|---|
| Bilanzwert zum 1.1.2014 | 3.102.748 | 0 |
| Veränderung Konsolidierungskreis und Abfindung von Pensionsansprüchen | 0 | 188.488 |
| + Pensionsaufwand (Zinsaufwand) | 103.030 | 6.993 |
| + Pensionsanpassung | 0 | 0 |
| + Gewinne/Verluste aus Veränderung von demographischen Annahmen | 0 | 0 |
| + Gewinne aus Veränderung von finanziellen Annahmen | 658.261 | 39.827 |
| - erfahrungsbedingte Verluste | -20.064 | 2.986 |
| - geleistete Rentenzahlungen | -121.412 | -13.683 |
| Bilanzwert 31.12.2014 | 3.722.563 | 224.611 |
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| Pensionsaufwand (IAS 19.61) in € |
ALBIS Leasing AG € |
ALBIS Direct Leasing GmbH € |
|---|---|---|
| Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche | 0 | 0 |
| + Zinsaufwand | 103.030 | 6.993 |
| ./. Ertrag aus Planvermögen | 0 | 0 |
| + ./. versicherungsmathematische Gewinne | 0 | 0 |
| +./. nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (IAS 19.96) | 0 | 0 |
| +./. Auswirkungen von Plankürzungen (IAS 19.109) | 0 | 0 |
| Gesamtaufwand 2014 | 103.030 | 6.993 |
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| Bilanzansatz (IAS 19.54) | ALBIS Leasing AG € |
ALBIS Direct Leasing GmbH € |
|---|---|---|
| Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche | 3.722.563 | 224.611 |
| Anpassungsbetrag aufgrund versicherungsmathematischer Gewinne (+) und Verluste (-) | 0 | 0 |
| Ertrag (+) bzw. Aufwand (-) aus der Anpassung des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands | 0 | 0 |
| (-) beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 0 | 0 |
| Bilanzwert zum 31.12.2014 | 3.722.563 | 224.611 |
Die bilanzierte Pensionsverpflichtung zum 31. Dezember 2014 entspricht der DBO mit € 3.947.174 (2013 € 3.102.748).
Sensitivitätsanalyse
Eine Veränderung der oben genannten für die Ermittlung der DBO zum 31. Dezember 2015 verwendeten Annahmen würde die DBO folgendermaßen erhöhen beziehungsweise vermindern:
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| Veränderung der Prämisse in % |
Erhöhung der Prämisse Veränderung der DBO in € |
Verringerung der Prämisse Veränderung der DBO in € |
|
|---|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 0,5 | -237.454 | 263.098 |
| Künftige Rentenanpassung | 0,5 | 251.153 | -229.897 |
Bei der Berechnung der Sensitivität der DBO für die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden die gleichen Methoden angewandt wie für die Berechnung der bilanziellen Verpflichtung.
4.13 Sonstige Rückstellungen
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| 1.1.2015 T€ |
Zuführung T€ |
Inanspruchnahme T€ |
Auflösung T€ |
31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Tantiemen, Löhne und Gehälter | 1.368 | 666 | 758 | 136 | 1.140 |
| Prozessrisiko und Prozesskostenrisiko | 1.148 | 670 | 96 | 410 | 1.312 |
| ausstehende Rechnungen | 255 | 208 | 359 | 31 | 73 |
| Beratungskosten | 164 | 25 | 153 | 9 | 27 |
| Aufsichtsratsvergütung | 191 | 191 | 191 | 0 | 191 |
| Jahresabschlusskosten | 214 | 417 | 363 | 27 | 241 |
| Urlaubsansprüche | 75 | 107 | 75 | 0 | 107 |
| Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen | 132 | 16 | 0 | 55 | 93 |
| Provisionen | 120 | 71 | 103 | 2 | 86 |
| Werbekostenzuschüsse | 10 | 0 | 0 | 10 | 0 |
| Übrige | 401 | 162 | 85 | 329 | 149 |
| Gesamt | 4.078 | 2.533 | 2.183 | 1.009 | 3.419 |
Das Prozessrisiko resultiert zum größten Teil aus der UTA Leasing GmbH, die Zahlungen erhalten hat, die nun im Rahmen eines Insolvenzverfahrens angefochten werden. Die übrigen Prozess- und Prozesskostenrisiken resultieren aus der Beauftragung von Anwälten und Verfahren zur Durchsetzung von Ansprüchen aus Leasingverhältnissen.
Sämtliche Rückstellungen haben kurzfristigen Charakter und wurden nicht abgezinst. Die Gesellschaft geht grundsätzlich von einer Inanspruchnahme innerhalb der kommenden zwölf Monate aus.
4.14 Ergebnis aus dem Leasinggeschäft
Die Umsatz-, Verwertungserlöse und der Zinsüberschuss des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2015 T€ |
2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Zinsergebnis aus Finance Leasing | 1.965 | 879 |
| Risikovorsorge | -1.956 | -868 |
| Zinsergebnis Finance Leasing nach Risikovorsorge | 9 | 11 |
| Verwertungsergebnis | 5.774 | 4.138 |
| Sonstiges Ergebnis Finance Leasing | 13.579 | 9.558 |
| Leasing-/Vermieterlöse aus Operate Leasing | 302 | 3.041 |
| Vermietungstypischer Aufwand | -297 | -1.129 |
| Ergebnis aus dem Leasinggeschäft | 19.367 | 15.619 |
Seit der Entkonsolidierung der NL Nord Lease AG werden im Konzern mit Ausnahme der Untervermietung von Flächen im Gebäude in der Ifflandstraße 4 in Hamburg an konzernfremde Dritte keine Operate Leasing- Geschäfte mehr getätigt.
Der Posten Risikovorsorge beinhaltet Wertberichtigungen auf Forderungen aus Finance Leasingverhältnissen sowie entsprechend ausgebuchte Forderungen in Höhe von T€ 1.956 (Vorjahr: T€ 859) (IAS 36.126a).). Die Erhöhung des Betrages ist im Wesentlichen auf die Konsolidierung der Orange Finance S.A. zurückzuführen. Im Zuge der Konsolidierung waren Leasingforderungen in Höhe von € 93,2 Mio. zu bilanzieren.
Das sonstige Ergebnis Finance Leasing beinhaltet insbesondere die Ergebnisse aus abgehenden Forderungen, die im Rahmen echter Forfaitierung an konzernfremde Erwerber, erzielt wurden. Sie betreffen mit € 6,9 Mio. der ALBIS HiTec Leasing Teilkonzern und mit € 4,0 Mio. den ALBIS Mobil Lease Teilkonzern. Die Zunahme des „Sonstiges Ergebnis Finance Leasing“ ist darauf zurück zu führen, dass das sonstige Ergebnis des HiTec Teilkonzerns erstmals 12 Monate enthalten ist, im Vorjahr nur 8 Monate.
Aus der Weitervermietung von Büroflächen aus unkündbaren Miet- und Leasingverträgen wurden im Berichtsjahr T€ 302 (Vorjahr T€777) vereinnahmt. Aus unkündbaren Untermietverhältnissen werden Mindestzahlungen in Höhe von T€ 703 (Vorjahr T€ 1.029) erwartet (IAS 17.35(b)). Im Vorjahr resultierten Zahlungen aus den Mietverträgen mit der ALBIS HiTec Leasing AG und der ALBIS Direct Leasing GmbH nur noch anteilig. Die Gesellschaften gehören zum Konzern. Es handelt sich nicht mehr um Fremdmieter. Zudem gab es im Berichtsjahr einen größeren Leerstand, welcher jedoch zum Ende des Jahres wieder durch neue Mietverhältnisse beendet werden konnte. Mittlerweile sind alle Räumlichkeiten vermietet.
Der vermietungstypische Aufwand entfiel in 2014 weit überwiegend auf das Operate Leasing Geschäft des NL Real Estate Lease GmbH. Die NL Real Estate Lease GmbH war Tochtergesellschaft der NL Nord Lease AG, die im März 2014 entkonsolidiert wurde. Im Jahr 2015 betrifft der Aufwand nur noch die fremdvermieteten Flächen in der Ifflandstraße 4 in Hamburg.
Im Berichtsjahr wurden Mieten in Höhe von T€ 1.580 (Vorjahr T€ 1.558) aufwandswirksam erfasst (IAS 17.35(c)).
4.15 Sonstige betriebliche Erträge
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| 2015 T€ |
2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen | 4.868 | 3.030 |
| Ergebnis aus Wartung und Versicherung | 1.777 | 1.008 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 1.009 | 666 |
| Erträge aus Schadensregulierungen/Versicherungen | 609 | 871 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen | 322 | 416 |
| Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen | 275 | 88 |
| Erträge aus Weiterbelastungen und Kostenerstattungen | 262 | 263 |
| Sachzuwendungen an Arbeitnehmer | 207 | 45 |
| Erträge aus Dienstleistungen | 31 | 2.727 |
| Erträge aus Nutzungsgebühren (Vormietzeiten) | 2 | 583 |
| Erträge aus Versicherungsvermittlungen und Provisionen | 0 | 701 |
| Übrige Erträge | 1.138 | 604 |
| Gesamt | 10.500 | 11.002 |
Die Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen im Berichtszeitraum resultieren weit überwiegend aus dem „Asset Deal“ mit der IKB Deutsche Industriebank AG.
Die Erträge aus Dienstleistungen, Nutzungsgebühren sowie aus Versicherungsvermittlungen und Provisionen entfielen im Vorjahr überwiegend auf Dienstleistungen der ALBIS Service GmbH gegenüber der Albis HiTec Leasing Gruppe, die von Januar bis April des Vorjahres nicht dem Konsolidierungskreis angehörte.
4.16 Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| 2015 T€ |
2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Beratungskosten | 2.517 | 2.018 |
| Mieten | 1.326 | 1.558 |
| Kfz-Kosten | 805 | 496 |
| Raumkosten | 629 | 558 |
| Abschluss- und Prüfungskosten | 629 | 583 |
| Auskünfte | 425 | 392 |
| Versicherungen / Beiträge | 358 | 468 |
| Fremdarbeiten | 283 | 179 |
| Vermittlerprovisionen | 222 | 2 |
| Werbekosten | 193 | 294 |
| Nebenkosten Geldverkehr | 192 | 166 |
| Porto, Telefon | 180 | 247 |
| Wartungskosten und EDV-Bedarf | 171 | 258 |
| Aufsichtsratsvergütung | 161 | 169 |
| Reisekosten | 130 | 99 |
| Druckerzeugnisse /Prospekte /Anzeigenkosten | 100 | 112 |
| Personalsuche | 100 | 81 |
| Gerichtskosten | 82 | 18 |
| Tagungen und Schulungen | 71 | 69 |
| Mietleasing IT & Kommunikation | 57 | 126 |
| Bewirtung | 57 | 48 |
| Bürobedarf | 47 | 49 |
| Buchführungskosten | 25 | 26 |
| Repräsentationen / Veranstaltungen | 16 | 116 |
| Onlinedienste | 15 | 17 |
| Reparatur / Instandhaltung | 10 | 26 |
| Anlagenabgänge zu Restbuchwerten | 2 | 0 |
| Verkaufsprovisionen | 0 | 43 |
| Aufwendungen Inkasso und Schadenabwicklung | 0 | 4.149 |
| Übrige Aufwendungen | 1.499 | 692 |
| Gesamt | 10.302 | 13.059 |
Die Beratungskosten sind insbesondere durch die Vorbereitung und den Abschluss des Kauf- und Übertragungsvertrages zwischen der ALBIS Mobil Lease / UTA Leasing Gruppe und der IKB Leasing Gruppe angestiegen. Die Mieten betreffen die Räume der geschäftlichen Niederlassungen der ALBIS Leasing Gruppe. Der weit überwiegende Teil entfällt auf die Miete in der Ifflandstraße 4 in Hamburg.
4.17 Zinsen und ähnliche Aufwendungen
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| 2015 T€ |
2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Darlehenszinsen | 973 | 1.030 |
| Kurzfristige Zinsen | 278 | 282 |
| 1.251 | 1.312 |
4.18 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
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| 2015 T€ |
2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Darlehenszinsen | 1 | 13 |
| Kurzfristige Zinsen | 189 | 200 |
| 190 | 213 |
4.19 Ergebnis aus der Veräußerung von Geschäftsbereichen
Aus der Entkonsolidierung der NL Nord Lease Gruppe (vormals ALBIS Finance Gruppe) sowie der NIBC Bank Deutschland AG (vormals Gallinat-Bank AG) resultierte im ersten Halbjahr 2014 ein Ergebnis aus der Veräußerung von Geschäftsbereichen in Höhe von € 7,0 Mio.
4.20 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Der IFRS–Konzernabschluss der ALBIS Leasing AG hat keine Zahlungsbemessungsfunktion hinsichtlich einer steuerlichen Gewinnermittlung, sondern nur eine Informationsfunktion. Da mit dem Steuerabgrenzungskonzept der „liability method“ kein funktionaler Zusammenhang zwischen dem Ergebnis vor Steuern und dem ausgewiesenen Steueraufwand angestrebt wird, weicht der erwartete Steueraufwand aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit regelmäßig von dem tatsächlichen Steueraufwand ab. Aufgrund dessen verlangt der IAS 12.81(c) eine steuerliche Überleitungsrechnung.
Nachdem die ALBIS Mobil Lease GmbH im Herbst 2013 durch die ALBIS Leasing AG von der NL Nord Lease AG (vormals ALBIS Finance AG) erworben wurde, werden auf die nunmehr nicht mehr in die Sphäre von konzernfremden Gesellschaftern fallenden Unterschiedsbeträge (vgl. 4.8 Latente Steuern) passive Latente Steuern gebildet.
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| 2015 T€ |
2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Latente Steuern (Ertrag) | 0 | -43 |
| Latente Steuern (Aufwand) | 1.309 | 993 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 76 | -41 |
| Steuern für Vorjahre | 22 | -112 |
| 1.407 | 797 |
Es bestehen zum 31. Dezember 2015 durch Steuerbescheide festgestellte steuerliche Verlustvorträge die Körperschaftsteuer betreffend in Höhe von T€ 23.820 (Vorjahr T€ 23.265) beziehungsweise die Gewerbesteuer betreffend in Höhe von T€ 29.693 (Vorjahr T€ 29.448). Auf die bestehenden Verlustvorträge entfallen nicht aktivierte Latente Steuern für Körperschaftsteuer in Höhe von T€ 3.770 (Vorjahr T€ 3.450) sowie für Gewerbesteuer in Höhe von T€ 4.884 (Vorjahr T€ 4.631). Latente Steuern auf Verlustvorträge wurden nicht gebildet.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung des erwarteten auf den tatsächlichen Steueraufwand:
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| 2015 T€ |
2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 5.120 | 6.143 |
| Erwartete Ertragsteuern (Steuersatz 32,275 %, 2014: 32,275 %) | -1.652 | -1.983 |
| Latente Steuern (Aufwand) | 1.309 | 993 |
| Latente Steuern (Ertrag) | 0 | -43 |
| Abweichungen aufgrund abweichender steuerlicher Bemessungsgrundlagen und Verlustvorträge | 1.772 | 1.942 |
| Sonstige Effekte (Steuern für Vorjahre) | -22 | -112 |
| Ertragsteuern | 1.407 | 797 |
Aufgrund des ausgewiesenen Konzernergebnisses für das Geschäftsjahr 2015 wurde rechnerisch eine Steuerzahlung ermittelt.
Es ergaben sich im Berichtsjahr passive Latente Steuern in Höhe von T€ 810 aus der abweichenden Bilanzierung des Leasinggeschäfts der ALBIS Mobil Lease Gruppe (vgl. 4.8 Latente Steuern).
Aktive latente Steuern sind aufgrund der Pensionsrückstellungen bei der ALBIS Leasing AG (T€ 564) und der ALBIS Direct Leasing GmbH (T€ 28) auszuweisen. Infolge der anteiligen Auflösung der latenten Steuern ergab sich ein Aufwand in Höhe von T€ 500.
5 Sonstige Angaben
5.1 Angaben zum Kapitalmanagement nach IAS 1.134
Ziel der Kapitalsteuerung ist es, sicherzustellen, dass das Unternehmen zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufweist. Insbesondere für die Refinanzierung des Leasinggeschäfts sind diese beiden Faktoren von entscheidender Bedeutung. Zum einen ist das Rating des Konzerns für die Refinanzierung auf der Ebene der Tochtergesellschaften von hoher Bedeutung für den Zugang und die Kosten der Refinanzierung. Zum anderen sind ausreichende Eigenmittel Voraussetzung für den Abschluss von Refinanzierungsstrukturen.
Der Konzern überwacht sein Kapital mit Hilfe der erweiterten Kapitalquote (Verhältnis zwischen erweitertem Haftungskapital und den Risikoaktiva). Regulativen Anforderungen bezüglich der Eigenkapitalquote unterliegt die ALBIS Leasing Gruppe nicht. Die Eigenmittel setzten sich hierbei für den Konzern aus dem Grundkapital in Höhe von € 15.327.552 (Vorjahr: € 15.327.552) bei einem negativen Ergebnisvortrag in Höhe von € 7.850.243 (Vorjahr € 9.061.065) und den Rücklagen in Höhe von € 2.863.444 (Vorjahr: € 361.323) zusammen.
5.2 Derivative Finanzinstrumente / Zinsderivate
Das Zinsrisiko der ALBIS Leasing Gruppe äußert sich im Wesentlichen in Marktwertschwankungen der Leasingforderungen, die sich im eigenen Portfolio befinden. Der Marktwert der Leasingforderungen, die auf Grundlage eines für die Laufzeit des Leasinggeschäfts fixierten Zinssatzes kalkuliert und abgeschlossen werden, reagiert auf Schwankungen des Marktzinsniveaus. Dieses Risiko zeigt sich, wenn entweder die Leasingforderungen während der Laufzeit noch veräußert werden sollen oder aber ihre Refinanzierung zu variablen Zinssätzen abgeschlossen wird. In diesem Fall steht den aus den Leasingforderungen unveränderten Zinserträgen ein veränderlicher Zinsaufwand, im ungünstigen Fall ein höherer Zinsaufwand, gegenüber.
Zinssicherungsgeschäfte sollen bei der ALBIS Leasing Gruppe nur abgeschlossen werden, wenn ein Grundgeschäft zu einer entsprechenden offenen Risikoposition führt. Spekulative Geschäfte sollen nicht abgeschlossen werden.
Innerhalb des Konzerns ist ein Forderungsportfolio der vollkonsolidierten Zweckgesellschaft Orange Finance S.A. zugeordnet. Dieses wird durch einen Zinsswap gegen Zinsrisiken abgesichert. Der Sicherungsumfang ist durch die refinanzierende NIBC Bank Deutschland AG vertraglich vorgegeben.
Die Konzerngesellschaften hatten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 folgende Zinsswapgeschäfte geschlossen:
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| Gesellschaft | Nominalvolumen € |
Marktwert € |
|---|---|---|
| Orange Finance S.A. | 225.000.000,00 | -385.049,00 |
| 225.000.000,00 | -385.049,00 |
5.3 Währungsderivate
Das Währungsrisiko hat bei der ALBIS Leasing Gruppe keine Bedeutung. Zum 31. Dezember 2015 bestehen keine offenen Positionen.
5.4 Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7
5.4.1 Vermögenswerte gemäß IAS 39
Angaben zum 31.- Dezember 2015
Finanzinstrumente
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| Angaben in T€ |
Bewertungskategorie gemäß IAS 39 | Buchwert 31.12.2015 | Fair Value erfolgswirksam | fortgeführte Anschaffungskosten | Wertansatz nach IAS 17 |
|---|---|---|---|---|---|
| (Zuordnung der Buchwerte gemäß IFRS 7.8) | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vermögenswerte | |||||
| Zahlungsmittel | L&R | 26.657 | 0 | 26.657 | 0 |
| Forderungen aus Finance Leasingverhältnissen | n.a. | 146.976 | 0 | 0 | 146.976 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | L&R | 1.824 | 0 | 1.824 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | L&R, FV | 16.107 | 0 | 16.107 | 0 |
| 191.564 | 0 | 44.588 | 146.976 | ||
| Schulden | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | oL | 13.561 | 0 | 13.561 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | oL | 164.813 | 0 | 164.813 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | oL | 11.448 | 0 | 11.448 | 0 |
| Zinsderivate mit negativem Marktwert | FV | 385 | 385 | 0 | 0 |
| 190.207 | 385 | 189.822 | 0 |
L&R – Loans & Receivables (Darlehen und Forderungen)
oL – other Liabilities (andere Verbindlichkeiten)
FV – At Fair Value through Profit and Loss (beizulegender Zeitwert)
Angaben zum 31. Dezember 2014
Finanzinstrumente
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| Angaben in T€ |
Bewertungskategorie gemäß IAS 39 | Buchwert 31.12.2014 | Fair Value erfolgswirksam | fortgeführte Anschaffungskosten | Wertansatz IAS 17 |
|---|---|---|---|---|---|
| (Zuordnung der Buchwerte gemäß IFRS 7.8) | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vermögenswerte | |||||
| Zahlungsmittel | L&R | 10.786 | 0 | 10.786 | 0 |
| Forderungen aus Finance Leasingverhältnissen | n.a. | 73.020 | 0 | 0 | 73.020 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | L&R | 1.762 | 0 | 1.762 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | L&R, FV | 13.218 | 0 | 13.218 | 0 |
| 98.786 | 0 | 25.766 | 73.020 | ||
| Schulden | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | oL | 14.282 | 0 | 14.282 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | oL | 75.364 | 0 | 75.364 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten , überwiegend Refinanzierung von Leasingforderungen | oL | 12.242 | 0 | 12.242 | 0 |
| Zinsderivate mit negativem Marktwert | FV | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 101.888 | 0 | 101.888 | 0 |
L&R – Loans & Receivables (Darlehen und Forderungen)
n.a. – nicht anwendbar/ keine Kategorie nach IFRS 7.8
oL – other Liabilities (andere Verbindlichkeiten)
FV – At Fair Value through Profit and Loss (beizulegender Zeitwert)
5.4.2 Angaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte nach IFRS 13.91 ff.
Die nachstehende Tabelle stellt dar, inwieweit die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten der Gesellschaft auf beobachtbaren Parametern gemäß IFRS 13.76 beruht.
Stufe 1 Inputfaktoren sind in aktiven, für das Unternehmen am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (und nicht berichtigte) Preise (IFRS 13.76 ff.).
Stufe 2 Inputfaktoren, die – anders als die für Stufe 1 genannten Marktnotierungen –, für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind (IFRS 13.81 ff.)
Stufe 3 Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind (IFRS 13.86 ff.)
Die in der Bilanz zum Zeitwert ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden Übersichten nach Kategorien gruppiert sowie nach Bewertungsgrundlagen gegliedert dargestellt.
Finanzielle Vermögenswerte nach IFRS 13
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| Angaben in T€ |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt 2015 | Gesamt 2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsderivate mit negativem Marktwert | 0 | 385 | 0 | 385 | 0 |
5.4.3 Nettogewinne und –verluste und Zinsen nach den Kategorien gemäß IAS 39
Als Nettogewinne und -verluste werden grundsätzlich Wertberichtigungen, Wertveränderungen aus Marktpreisschwankungen und andere Einzahlungen aus wertberichtigten und abgeschriebenen Forderungen eingestuft.
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| 31.12.2015 Angaben in T€ |
aus Zinsen | aus dem Ansatz mit dem Fair Value | aus Wertberichtigungen | Nettogewinne |
|---|---|---|---|---|
| Loans & Receivables | ||||
| (Darlehen und Forderungen) | 4.746 | 0 | -1.956 | 597 |
| other Liabilities | ||||
| (andere Verbindlichkeiten) | -3.842 | 0 | 0 | 0 |
| At Fair Value through Profit and Loss (beizulegender Zeitwert) | 0 | -385 | 0 | -385 |
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| 31.12.2014 Angaben in T€ |
aus Zinsen | aus dem Ansatz mit dem Fair Value | aus Wertberichtigungen | Nettogewinne |
|---|---|---|---|---|
| Loans & Receivables | ||||
| (Darlehen und Forderungen) | 3.285 | 0 | -868 | 504 |
| other Liabilities | ||||
| (andere Verbindlichkeiten) | -3.504 | 0 | 0 | 0 |
| At Fair Value through Profit and Loss (beizulegender Zeitwert) | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die Erträge aus der Bewertung der mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewertenden finanziellen Vermögenswerte sind unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
5.5 Art und Ausmaß der sich aus Finanzinstrumenten ergebenden Risiken (IFRS 7.31-42)
a) Risikobericht
Das Gesamtrisiko wird auf Grundlage des Risiko-Chancen-Management-Systems in Kombination mit den eingesetzten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen eingeschätzt. Die von der ALBIS Leasing AG angewendete Methode zur Quantifizierung der Risiken und Chancen bedient sich einer Matrix-Struktur. Die Bewertungsmatrix ist portfolio-orientiert aufgebaut. Unterschieden werden im Hinblick auf die Höhe der Auswirkung die Ausprägungen „Höhe der Auswirkung“ und die „Eintrittswahrscheinlichkeit“. Die Einzelrisiken werden bezogen auf den zugrunde gelegten Bewertungsmaßstab „Höhe der Auswirkung“ in vier Kategorien eingeteilt (Bruttomethode):
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| • leicht | (>100 T€ - 500 T€) |
| • mittel | (>500 T€ - 1.000 T€) |
| • schwer | (>1.000 T€ - 3.000 T€) und |
| • kritisch | (>3.000 T€) |
Die Dimension „Eintrittswahrscheinlichkeit“ wird analog in vier Beurteilungsstufen aufgeteilt:
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| • unwahrscheinlich | (< 0,1 p.a., d.h. maximal einmal in 10 Jahren) |
| • möglich | (>0,1 - < 0,4 p.a., d.h. einmal alle 5 Jahre) |
| • konkret vorstellbar | (>0,4 - < 0,7 p.a., d.h. einmal alle 2 Jahre) |
| • wahrscheinlich | (>0,7 - 1 p.a., d.h. einmal oder häufiger im Jahr) |
Die Risiken und Chancen werden bezüglich ihrer Wirkung auf das Eigenkapital sowie auf das zugrunde liegende Jahresergebnis gemessen. Bestehende Risiken werden konsequent überwacht und durch Maßnahmen minimiert beziehungsweise vermieden.
b) Risikomanagementsystem
Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil der allgemeinen Geschäftspolitik der ALBIS Leasing Gruppe. Es soll eine einheitliche und vergleichende Betrachtung der wesentlichen Risiken in den strategischen Geschäftseinheiten ermöglichen.
Ziel des Risikomanagements ist es, den Unternehmenswert über risikobewusste Entscheidungen zu erhalten und zu steigern. Vorrangig soll eine möglichst hohe Risikotransparenz geschaffen werden, die das bewusste Eingehen von Risiken aufgrund der Kenntnis von Risikoursachen und Wirkungszusammenhängen erlaubt. So sollen potenziell bestandsgefährdende Risiken ebenso wie ein mögliches Versäumen von Chancen rechtzeitig erkannt und zeitnah geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um das Unternehmensergebnis insgesamt zu verbessern beziehungsweise Verluste zu vermeiden.
Das Aktiengesetz (§ 91 Abs. 2 AktG) verpflichtet den Vorstand der Gesellschaft, geeignete Maßnahmen zu ergreifen – insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten – um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, frühzeitig zu erkennen. Als Überwachungsinstrument hat die ALBIS Leasing AG in 2006 ein auf die unternehmensspezifischen Anforderungen zugeschnittenes Risiko-Chancen-Management-System (RCMS) implementiert, das auch der Unternehmenssteuerung der ALBIS Leasing AG und ihrer Konzernunternehmen dient. Das RCMS wird laufend den aktuellen Erfordernissen angepasst.
Die Risiken der ALBIS Leasing AG und ihrer Tochtergesellschaften werden von diesem IT-basierten System nach den in Abschnitt a) „Risikobericht“, beschriebenen Kriterien erfasst, strukturiert, bewertet, dokumentiert und offengelegt. Führungskräfte und Mitarbeiter unterschiedlicher Funktionen, Teilkonzerne und Tochtergesellschaften werden in das konzernweite Risiko-Chancen-Management einbezogen, um − dem Bestreben des Vorstands entsprechend − ein einheitliches Risikogrundverständnis zu schaffen. So können die Belange der ALBIS Leasing AG sowie die Besonderheiten der einbezogenen Teilkonzerne und Unternehmen berücksichtigt und das unternehmens- und bereichsübergreifende Risikobewusstsein gestärkt werden.
Der gesamte RCM-Prozess wird von einer Software begleitet, die einen schnellen Datenzugriff ermöglicht und hilft, den Aufwand für das Systemhandling bei Risikoinventuren und für die regelmäßig zu betreibende Datenpflege (Abgrenzung von Betrachtungszeiträumen, Auswertungsanforderungen, Berichtsfunktion, Export-/Importfunktion etc.) zu reduzieren.
Die Risiken werden in den Einzelgesellschaften beziehungsweise Teilkonzernen gesteuert und zentral überwacht. Die Risikodefinition und -bewertung nehmen die Gesellschaften vor. Von diesen werden auch geeignete Maßnahmen zur Risikobegrenzung definiert. Die Gesellschaften handeln dabei innerhalb des selbst definierten Risikorahmens. Die zentrale Überwachung erfolgt im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung für den Gesamtkonzern. Zentrale Risikobudgets werden nicht erstellt. Denn der Konzern besteht aus rechtlich eigenständigen Gesellschaften. Ein Risikotransfer ist damit ausgeschlossen.
Für die ALBIS Mobile Lease GmbH, die UTA Leasing GmbH, die KML Kurpfalz Leasing GmbH, die ALBIS HiTec Leasing AG, die ALBIS Direct Leasing GmbH, die ALBIS Fullservice Leasing GmbH und die LGH – Leasing-Gesellschaft für den Handel mbH besteht ein Monitoringsystem. Dieses überwacht die Forderungsportfolien − ihre Struktur und Ausfallrisiken sowie ihre historische Entwicklung − umfassend. Aus diesen Zeitreihen lassen sich für die einzelnen Leasinggesellschaften geeignete Maßnahmen für die Risikosteuerung ableiten. Die Geschäftsleitung der ALBIS Leasing AG erhält monatlich einen Bericht über die wesentlichen Entwicklungen in den Gesellschaften. Die IT-seitige Betreuung der Steuerungsinstrumente liegt bei der QuantFS GmbH.
Der Vorstand der ALBIS Leasing AG erhält darüber hinaus monatlich einen Bericht über die wesentlichen Entwicklungen in den Gesellschaften.
Die Leasinggesellschaften, die das Finanzierungsleasing betreiben, unterliegen der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und haben die von der BaFin aufgestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) zu beachten.
Die von den MaRisk geforderten angemessenen Risikosteuerungs- und Risikocontrollingprozesse für die wesentlichen Risikoarten Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und Operationelle Risiken sind implementiert. Die Anforderungen an das Risikomanagement sind damit fester Bestandteil des Risikosteuerungsprozesses in der ALBIS Leasing Gruppe und werden ständig optimierend angepasst.
In den Teilkonzernen ALBIS Mobil Lease und ALBIS HiTec Leasing wurde − als ein zentraler Punkt der MaRisk – die Berechnung der Risikotragfähigkeit implementiert. Die Risikotragfähigkeit wird festgestellt durch Gegenüberstellung von Risikodeckungspotenzial (über welches die Leasinggesellschaft verfügt) und zu erwartenden Risiken (denen die Leasinggesellschaft ausgesetzt ist). Übersteigt das Risikodeckungspotenzial die Summe der Risiken ist die Risikotragfähigkeit für die betrachtete Gesellschaft gegeben. Für das Jahr 2015 wurde die Risikotragfähigkeit für jede operativ tätige Leasinggesellschaft berechnet und im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung Stresstests simuliert. Hierbei werden Szenarien wie Einbruch des Neugeschäfts, starker Margendruck, erheblich gestiegene Anzahl notleidender Verträge, hohe Anzahl zurückzunehmender Leasinggüter aus notleidenden Verträgen und infolgedessen Einbruch der Preise auf den Verwertungsmärkten etc. getestet. Die Teilkonzerne ALBIS Mobil Lease und ALBIS HiTec Leasing sehen sich aufgrund dieser Simulation in der Lage, auch schwierige Entwicklungen zu bewältigen.
Alle operativen Leasinggesellschaften ermitteln und steuern ihr Risikodeckungspotenzial – den Vorgaben des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen e.V. (BDL) entsprechend – gemäß Substanzwertrechnung auf Einzelgesellschaftsebene. Mit Hilfe der Substanzwertrechnung wird auch das Ertragspotenzial des bestehenden Leasingvertragsportfolios ermittelt.
Die Grundlagen für die Tätigkeiten der Internen Revision sind im Revisionshandbuch und in der Geschäftsordnung schriftlich dokumentiert.
Seit dem 1. Juli 2014 führt die Revisionsabteilung der ALBIS Leasing AG die Revisionsprüfungen bei den operativen Gesellschaften durch.
Revisionsschwerpunkte des Jahres 2015 waren Geldwäsche, Compliance, Projektmanagement, Anzeige- und Meldewesen sowie IT- und Kassenprüfung. Von der IT-Prüfung bei der ALBIS Mobil Lease Gruppe wurde wegen der Übertragung des künftigen Neugeschäfts auf die IKB Leasing Gruppe abgesehen. Im Übrigen wurde der Prüfungsplan 2015 vollständig eingehalten. Wesentliche oder schwerwiegende Prüfungsfeststellungen über die zu berichten wäre gab es nicht.
Die Interne Revision für das Geschäftsjahr 2016 wurde an die CASIS Heimann Buchholz Espinoza Partnerschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ausgelagert.
c) Risikokategorien und -entwicklung
Kreditrisiken / Adressenausfallrisik en
Das Adressenausfallrisiko misst Risiken aus Verlusten oder entgangenen Gewinnen aufgrund von „Defaults“ (Ausfall oder Bonitätsverschlechterung) von Geschäftspartnern sowie die Veränderung dieser Risiken. Das Adressenausfallrisiko erfasst neben dem klassischen Endkundengeschäft auch die Risiken aus dem indirekten Vertrieb über Händler / Vendoren (Kontrahentenrisiko). Länderrisiken bestehen in der ALBIS Leasing Gruppe nicht.
Die Gesellschaften haben für alle ihre wesentlichen Leasing- und Kreditportfolien Systeme zur Beurteilung der Bonität der Antragsteller eingerichtet (Scoring- / Ratingsysteme). Grundlage der Bewertung sind neben den Antragsteller-, Vertrags- und Objektdaten auch externe Informationen, insbesondere von Kreditauskunfteien. Die Ergebnisse der systematischen Bonitätsbeurteilung sind Grundlage für die Kreditentscheidungen.
Ziel der eingesetzten Systeme ist die Steuerung der Ausfallrisiken bei gleichzeitiger Optimierung der Annahmequoten. Funktionsfähigkeit und Trennschärfe der Bonitätsbeurteilungssysteme werden von den Gesellschaften regelmäßig überwacht. So können auch Änderungen in der Portfoliostruktur frühzeitig identifiziert werden.
Für alle wesentlichen Portfolien der ALBIS Leasing Gruppe ist ein monatliches Portfoliomonitoring eingerichtet. Portfoliostrukturen, Zahlungsrückstände und Ausfälle werden laufend überwacht.
Die Überwachung der Adressenausfallrisiken ist Schwerpunkt des Risikomanagements der ALBIS Leasing Gruppe. Die Methoden und Verfahren zur Bonitätsbeurteilung werden anhand der gewonnenen Erfahrungen fortlaufend weiterentwickelt und angepasst.
Sicherheiten in Form von Leasinggegenständen begrenzen das Ausfallrisiko in den operativen Gesellschaften. Im Rahmen der Refinanzierung über Forfaitierung werden diese Risiken teilweise transferiert.
Marktpreisrisiken
Das Marktpreisrisiko erfasst mögliche negative Wertänderungen, die aus der Schwankung von Marktpreisen, z.B. von Zinsen entstehen.
Wesentliche Aktienkursrisiken bestehen in der ALBIS Leasing Gruppe nicht. Bedeutende Vermögenspositionen bilden bei der ALBIS Leasing Gruppe aber die Geschäfts- oder Firmenwerte der Tochtergesellschaften. Marktpreise lassen sich hierfür nicht ermitteln. Es besteht dennoch das Risiko, dass die Geschäfts- oder Firmenwerte der Tochtergesellschaften bei unzureichender Ertragslage nicht durch im Rahmen von Impairment-Tests zu ermittelnde Werte unterlegt werden können. Dies hätte Abschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte zur Folge.
Zinsrisiken ergeben sich aus den in der Regel festverzinslichen Leasinggeschäften, wenn die Refinanzierung zu variablen Zinssätzen oder anderen Laufzeiten erfolgt. Die Zinsrisiken werden von den operativen Gesellschaften für ihr jeweiliges Portfolio gemanagt. Innerhalb der Risikopolitik des Konzerns sind die Gesellschaften angewiesen, alle Geschäfte laufzeitkongruent unter Absicherung der Zinsrisiken zu refinanzieren.
Grundsätzlich sind die Gesellschaften gehalten, Swapgeschäfte nur abzuschließen, wenn sie geeignet sind, Zinsrisiken aus der Finanzierung des operativen Leasinggeschäfts zu minimieren. Offene Swap-Positionen, ohne entsprechendes Grundgeschäft, sind zu vermeiden. Am 31. Dezember 2015 bestehen Zinsswap-Geschäft mit einem Volumen von T€ 225.000 bei der Orange Finance S.A.
Die Gesellschaften bewerten die Zinsrisiken im Berichtsjahr als nicht kritisch.
Über die konzernübergreifende Steuerung der Refinanzierungsaktivitäten und die Entwicklungen der Beziehungen zu unseren Bankpartnern tauschen die Gesellschaften innerhalb der ALBIS Leasing Gruppe sich regelmäßig aus. Die Kreditlinien, Inanspruchnahmen und Konditionen sind Bestandteile eines konzernübergreifenden monatlichen Reportings. Das Reporting wird im Hinblick auf die differenzierte Erfassung von Refinanzierungskosten und die Berücksichtigung individueller Geschäftsgestaltung und Risikoaspekte fortentwickelt.
Marktpreisrisiken könnten auch auf den Verwertungsmärkten / Sekundärmärkten der ALBIS Leasing Gruppe entstehen. Wenn die Marktpreise für gebrauchte und zur Verwertung anstehende Leasinggüter unter die geplanten Restwerte der Leasinggüter fallen. Dies kann das Ergebnis belasten. Die Sekundärmärkte beobachten wir jedoch permanent. Zudem besteht die Möglichkeit, die Leasinggüter im eigenen Kundenstamm zu verwerten. Das Marktpreisrisiko halten wir deshalb für beherrschbar.
Zinsänderungsrisiken ergeben sich aus einer laufzeitgewichteten Bewertung der Bestände ohne Zinsabsicherung.
In die Quantifizierung der Zinsänderungsrisiken fließt nur die Summe der Forderungsbestände ohne Zinsabsicherung ein. Aus dem Forderungsbestand, der fristenkongruent zu einem festen Zinssatz refinanziert wurde, lässt sich kein Zinsänderungsrisiko ableiten.
Für die Bestimmung des relevanten Risikobetrags sind hiervon die Beträge aus erwarteten Forderungsverlusten und vorzeitigen Vertragsablösungen über die Restlaufzeit abzuziehen. Die gewichtete Laufzeit der Bestände wird mit 1,5 Jahren angenommen. Die Veränderung des Zinsniveaus in Prozent dient als Steuerungsparameter.
Der geschätzte Anrechnungsbetrag für die Zinsänderungsrisiken ergibt sich somit aus der Multiplikation von Risikobetrag, gewichteter Laufzeit und der Veränderung des Zinsniveaus.
Aufgrund der einfachen und standardisierten Struktur der Leasingzahlungsströme und der in der Regel fristenkongruenten Refinanzierung wird dieser Ansatz für die relevanten Leasinggesellschaften als ausreichend erachtet.
Des Weiteren werden unter den Marktpreisrisiken die folgenden Risikoanrechnungsbeträge erfasst:
- offene Restwerte
- abgegebene Gewährleistungs- und Servicing-Verpflichtungen, Garantien, Schuldübernahmen u.ä.
- Warengeschäfte
- Währungsrisiken
- Kursrisiken
- weitere marktpreisbezogene Risiken
Diese Risiken sind jedoch derzeit untypisch für die ALBIS Leasing Gruppe.
Im Rahmen der durchzuführenden Stresstests werden auch Szenario-Rechnungen für jede einzelne operativ tätige Leasinggesellschaft für Marktpreis- und Zinsänderungsrisiken erstellt. Das dabei angewendete Faktor-Modell unterstellt für das gestresste Szenario eine Verdopplung der Marktpreisrisiken inklusive der Zinsänderungsrisiken und für den Worst Case eine Verdreifachung. Da sich die relevanten Risiken – wie oben beschrieben – derzeit nur aus den Zinsänderungsrisiken ergeben, beziehen sich die Stressfaktoren der Szenario-Rechnungen auf die Sensitivität des Steuerungsparameters „Veränderung des Zinsniveaus“.
Im Zusammenhang mit den auf Einzelgesellschaftsebene vorgenommenen Sensitivitätsanalysen ergab sich, dass die tatsächlich realisierten Risiken mehr als 100 % des Worst Case Szenarios betragen müssten, um das Risikodeckungspotenzial der einzelnen Gesellschaften aufzuzehren.
Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsrisiko misst, ob die ALBIS Leasing AG oder ihre Tochtergesellschaften ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen können (Solvenz- oder Refinanzierungsrisiko). Liquiditätsrisiken der ALBIS Leasing Gruppe könnten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts entstehen.
Die Liquiditätsrisiken werden auf der Ebene der operativen Gesellschaften gesteuert und von der Muttergesellschaft überwacht – mit einem differenzierten Steuerungssystem, das seinen Fokus auf die kurz- und mittelfristige Planungsrechnung sowie regelmäßige Berichte über die aktuelle Liquidität und die Auslastung der freien Liquiditätslinien legt.
Bei der Entwicklung der Risiken ist zwischen dem Neu- und dem Bestandsgeschäft zu unterscheiden. Das Bestandsportfolio ist in allen Gesellschaften grundsätzlich fristenkongruent refinanziert.
Im Neugeschäft entstehen Liquiditätsrisiken nur dann, wenn es ohne laufzeitkongruente Refinanzierung abgeschlossen wird. Die Leasinggesellschaften sind jedoch gehalten, Neugeschäft nur abzuschließen, wenn entsprechende Refinanzierungslinien zur Verfügung stehen und das abzuschließende Geschäft den Vorgaben der Refinanzierungspartner entspricht.
Im August 2016 ist eine Darlehensrate an die NIBC Bank Deutschland AG zu leisten. Die ALBIS Leasing AG hat im Jahr 2015 eine anrechenbare Sondertilgung in Höhe von € 1,0 Mio. geleistet, sodass im August 2016 eine Rate von € 1,5 Mio. zu tilgen ist. Die noch verbleibenden Verbindlichkeiten gegenüber der NIBC Bank Deutschland AG sind ratierlich in den Jahren 2017 bis 2019 zu tilgen. Sämtliche Zahlungen wurden in der Mehrjahresertragsplanung und der Mehrjahresliquiditätsplanung der ALBIS Leasing AG berücksichtigt.
Die ALBIS Mobil Lease / UTA Leasing Gruppe hat zur Betreuung des Bestandsportfolios einen Dienstleistungsvertrag mit der IKB Leasing Gruppe geschlossen. Aus diesem Vertrag sind laufend Entgelte an die IKB Leasing Gruppe zu leisten. Die Zahlungen belasten die Liquidität der ALBIS Mobil Lease / UTA Leasing Gruppe. Die Zahlungen sind in der Liquiditätsplanung der ALBIS Mobil Lease GmbH berücksichtigt.
Die Beteiligungserträge aus der ALBIS Mobil Lease GmbH und ihrer Tochtergesellschaft UTA Leasing GmbH sind, nach Einstellung des Neugeschäfts in der Produktgruppe „Nutzfahrzeuge über 7,5 t“ von der planmäßigen Abwicklung des bestehenden Leasingportfolios abhängig. Hierzu gehören im Wesentlichen die Realisierung der Zahlungsströme aus den Leasingverträgen, die Verwertung der Leasinggegenstände sowie ein störungsfreies Handling der Abläufe. Die Planung berücksichtigt bekannte Risiken und beinhaltet eine angemessene Risikovorsorge für erfahrungsgemäß vorkommende Störungen. Sollten unerwartete Störungen auftreten, kann dies die Ertragslage und die Liquidität der ALBIS Leasing AG beeinträchtigen.
Restlaufzeitengliederung der Verbindlichkeiten und Rückstellungen:
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| Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2015 in | < 1 Jahr € |
1-5 Jahre € |
> 5 Jahre € |
Summe € |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 42.987 | 120.340 | 1.486 | 164.813 |
| Verb aus Lieferungen und Leistungen | 11.194 | 2.367 | 0 | 13.561 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.984 | 5.464 | 0 | 11.448 |
| Steuerrückstellungen und latente Steuerschulden | 2.222 | 1.486 | 2.776 | 6.484 |
| Sonstige Rückstellungen und Rückstellungen für Pensionen | 3.419 | 1.271 | 2.541 | 7.231 |
| Summe | 65.806 | 130.928 | 6.803 | 203.537 |
Geschäfts- und Betriebsrisiken
Geschäftsrisiken der ALBIS Leasing Gruppe sind mögliche Verluste, die durch negative Abweichungen der Erträge und Kosten von den Planzahlen entstehen. Die Geschäftsrisiken werden sowohl von der Geschäftsstrategie als auch von geänderten Rahmenbedingungen, wie Marktumfeld, Kundenverhalten oder technologischer Entwicklung, beeinflusst. Als Betriebsrisiken sind die Operationellen Risiken sowie die Rechtsrisiken und die Risiken aus internem oder externem Betrug definiert.
Die Geschäfts- und Betriebsrisiken werden von den Gesellschaften mit einer implementierten Software systematisch erfasst und bewertet. Die zur Risikoreduzierung oder -verlagerung beschlossenen Maßnahmen werden zugeordnet. Um die Risiken zu erfassen und zu bewerten, wurde neben der Kategorisierung der Risiken auch eine umfassende Definition der Risikofelder und -aspekte vorgenommen. Auf dieser Basis wird die Risikoinventur durchgeführt. Die gesellschaftsübergreifende Definition ermöglicht es, die Risiken der Gesellschaften zu vergleichen und – bei gleichen Geschäftsfeldern – Abweichungen in der Risikostruktur zu identifizieren.
Bei den Geschäftsrisiken wird das Hauptaugenmerk auf die kontinuierliche Überwachung des Marktumfelds der Gesellschaften gelegt. So kann frühzeitig auf Marktveränderungen reagiert werden. Zeit- und marktnah werden insbesondere die Abhängigkeiten von Vertriebskanälen und -partnern sowie die Diversifikation über die Asset- und Kundenklassen überwacht, sodass frühzeitig Maßnahmen der Portfoliosteuerung eingeleitet werden können.
Wesentliche Geschäftsrisiken ergeben sich bei allen Gesellschaften aus der aktuellen Konjunkturentwicklung und damit der Entwicklung des Neugeschäfts.
Bei den Operationellen Risiken stehen die IT- und Prozessrisiken im Mittelpunkt der Betrachtung und Bewertung, denn das Geschäft der operativ tätigen Gesellschaften – insbesondere der Gesellschaften, die Leasingverträge in sehr hohen Stückzahlen abschließen und deren Absatzkanäle eine hohe Verfügbarkeit der IT-Systeme erfordern – ist von der IT besonders abhängig. Zur Reduzierung der Ausfallrisiken arbeiten diese Gesellschaften kontinuierlich an der Ausfallsicherheit und entwickeln das Katastrophenmanagement weiter.
Leasinggesellschaften unterliegen darüber hinaus Veritäts- und Betrugsrisiken. Diese Risiken steigen mit zunehmender Entfernung der Gesellschaft von dem zugrunde liegenden Geschäft. Die bestehenden Sicherungsmaßnahmen stehen unter permanenter Überwachung.
Die ALBIS Leasing Gruppe ist darüber hinaus aufgrund ihrer vorgehaltenen Leistungsbereitschaft auf ein nachhaltiges Niveau des Neugeschäfts angewiesen. Bleibt das Neugeschäft hinter der Leistungsbereitschaft zurück, beeinträchtigt dies die Ertragslage. Der Abbau von Leistungsbereitschaft mindert die Fähigkeit, auf eine Marktbelebung schnell reagieren zu können. Die abgebaute Leistungsbereitschaft wiederherzustellen, ist kosten- und zeitintensiv und kann im Falle einer Marktbelebung dazu führen, dass das ansteigende Neugeschäftsvolumen nicht in dem möglichen Umfang bearbeitet werden kann.
Im Risikomanagement wird das folgende Risiko als kritisch bewertet: Eine Einwirkung höherer Gewalt, die zu einer Zerstörung der IT in der Ifflandstraße 4 und / oder betrieblicher Unterlagen führt, so dass es zu einer Betriebsunterbrechung kommt, in deren Verlauf das Vertragsmanagement, insbesondere der laufende Zahlungsverkehr mit Kunden und oder Refinanzierungspartnern beeinträchtigt wird, kann zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Ergebnisses führen. Das Risiko wird als unwahrscheinlich gewertet.
d) Sensitivitätsanalyse
Mit der Erstellung der Risikotragfähigkeitsrechnung für die operativen Leasinggesellschaften erfolgt regelmäßig eine Quantifizierung und Limit-Prüfung der Adressenausfall-, Liquiditäts- und Marktpreisrisiken inklusive der Zinsänderungsrisiken sowie der Operationellen Risiken. Die Risikotragfähigkeitsrechnung wird mindestens quartalsweise, im Bedarfsfall auch unverzüglich erstellt.
6. Ergebnis pro Aktie
Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie ist mittels Division des den Aktionären zustehenden Periodenergebnisses durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der während der Periode ausstehenden Stammaktien zu ermitteln.
Um das verwässerte Ergebnis je Aktie zu berechnen, ist der den Aktionären zurechenbare Periodengewinn sowie der gewichtete Durchschnitt der sich im Umlauf befindlichen Aktien um die Auswirkungen aller verwässernden potenziellen Stammaktien, die durch die Ausübung von Aktienbezugsrechten entstehen, zu bereinigen.
Die Anzahl der Stammaktien ist gleich der gewichteten Durchschnittszahl der Stückaktien plus der gewichteten Durchschnittszahl der Stammaktien, die aufgrund der Umwandlung aller verwässernden potenziellen Stammaktien ausgegeben würden. Die Umwandlung von Aktienbezugsrechten in Stammaktien gilt an dem Tag, an dem die Bezugsrechte gewährt werden, als erfolgt.
Im Geschäftsjahr ergab sich kein Verwässerungseffekt im Sinne des IAS 33.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 24,2 Cent (Vorjahr 34,9 Cent).
7. Konzern-Kapitalflussrechnung
Die Konzern-Kapitalflussrechnung 2015 zeigt einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € -73,6 Mio. – hauptsächlich bedingt durch die Zunahme der Forderungen infolge der Erstkonsolidierung der Orange Finance S.A.
Die Erträge aus dem Abgang aufgegebener Geschäftsbereiche resultierten im Vorjahr aus der Entkonsolidierung des NL Nord Lease Teilkonzerns.
Der Ertragsteueraufwand beruht im Wesentlichen auf der Bildung und Auflösung latenter Steuerposten.
Der Anstieg des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus der Aufnahme von Krediten. Die Zunahme ist im Wesentlichen durch die Erstkonsolidierung der Orange Finance S.A. zu erklären.
Der Finanzmittelbestand hat sich um € 15,9 Mio. auf € 26,7 Mio. erhöht. Die Erhöhung resultiert aus der teilweisen Gutschrift des Lastschrifteinzuges für den Monat Januar 2016 bereits im Dezember 2015 in Höhe von € 14,1 Mio. Darüber hinaus ist der Bestand an liquiden Mitteln aufgrund des Erlöses aus der Übertragung des künftigen Neugeschäfts der Produktgruppe „Nutzfahrzeuge“ über 7,5 t der AML/UTA auf die IKB Leasing Gruppe erhöht.
Von den liquiden Mitteln der ALBIS Mobil Lease / UTA Leasing Gruppe sind € 15,1 Mio. von den liquiden Mitteln der ALBIS HiTec Leasing Gruppe sind € 9,1 Mio. verfügungs- bzw. transferbeschränkt.
8. Segmentberichterstattung
Die Steuerung des Unternehmens erfolgt intern auf Basis der rechtlichen Einheiten. Für Zwecke der Segmentberichterstattung wurden im Jahr 2015 gemäß IFRS 8.12 zwei Segmente identifiziert.
Das Segment „Leasing für Investitionsgüter“ umfasst die ALBIS Mobil Lease GmbH und die UTA Leasing GmbH. Die Produktgruppen des Segments sind Lkw sowie Auflieger und Anhänger, Busse und Pkw, Erneuerbare Energien und Landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge. Durch Kauf- und Übertragungsvertrag vom 6. November 2015 wurde das Geschäft mit Nutzfahrzeugen über 7,5 t der ALBIS Mobil Lease Gruppe ab November eingestellt. Dementsprechend stellt der Bericht die Neugeschäftszahlen dieser Produktgruppe bis einschließlich Oktober 2015 dar.
Das Segment „Vertriebsleasing“ umfasst die ALBIS HiTec Leasing AG, die ALBIS Direct Leasing GmbH (vormals Gallinat-Leasing GmbH) und die ALBIS Fullservice Leasing GmbH. Die Produktgruppen des Segments sind die Bereiche IT / EDV, Kfz-Werkstatttechnik, Gastronomie- und Großküchentechnik, Nahrungs- und Genussmitteltechnik, Arbeits- und Produktionsgeräte, Fitnessgeräte und Medizintechnik. Seit dem 1. Oktober 2015 generiert auch die LGH – Leasing-Gesellschaft für den Handel mbH Neugeschäft für das Segment „Vertriebsleasing“.
Innerhalb der Segmente wurden keine sinnvollen Segmentierungskriterien identifiziert. Die Gesellschaften der Segmente sprechen über dieselben Vertriebswege sich weitgehend überschneidende Kundengruppen an, ohne hierbei regional oder produktseitig erheblich unterschiedliche Strategien zu verfolgen. Es ist weder aufgrund der Leasinggüter noch aufgrund der Gestaltung der Leasingverträge, noch aufgrund der angebotenen Nebenleistungen sinnvoll, eine weitere Segmentierung vorzunehmen. Eine weitergehende Segmentierung erfolgt auch nicht für Zwecke des internen Reportings oder zu Steuerungszwecken.
Im internen Reporting werden die folgenden Informationen berichtet:
Leasing für Investitionsgüter (Werte für den Zeitraum Januar bis Oktober 2015)
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| Ist 2015 | Ist 2014 | |
|---|---|---|
| Neugeschäft in Stück | 2.420 | 2.991 |
| Barwertmarge inklusive. Zusatzerlöse in T€ | 5.531 | 7.748 |
| Wertberichtigungen in T€ | 100 | 600 |
| Sachkosten in T€ | 2.300 | 2.700 |
| Personalkosten in T€ | 4.200 | 5.200 |
Vertriebsleasing (Werte für den Zeitraum Mai bis Dezember 2014)
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| Ist 2015 | Ist 2014 | |
|---|---|---|
| Neugeschäft in Stück | 6.190 | 4.564 |
| Barwertmarge inklusive. Zusatzerlöse in T€ | 9.722 | 7.523 |
| Wertberichtigungen in T€ | 667 | 385 |
| Sachkosten in T€ | 5.519 | 3.167 |
| Personalkosten in T€ | 4.318 | 2.646 |
Der Bericht beruht auf den Meldungen der operativen Gesellschaften. Gemeldet werden soll sofort nach Monatsende, um die Entwicklung des operativen Geschäfts umgehend, im Sinne eines Frühwarnsystems, zu bewerten. Die Meldungen werden deshalb noch vor dem Abschluss des Rechnungswesens für den Monat und insbesondere vor etwaigen Abschlussbuchungen im Rahmen der Erstellung eines Zwischen- oder Jahresabschlusses abgegeben. Die Berichterstattung basiert im Bereich der Barwerte und Erlöse teilweise auf einer barwertigen Betrachtung der geschlossenen Geschäfte. Auf diese Weise wird eine Bewertung des in dem jeweiligen Monat geschlossenen Neugeschäfts unter Berücksichtigung des zu erwartenden Nachmietgeschäfts und der Nebenerlöse erreicht. Die Erlöse werden auf diese Weise weitgehend dem Monat des Abschlusses des Neugeschäfts zugeordnet und nicht, wie nach den Rechnungslegungsvorschriften vorgesehen, auf mehrere Jahre verteilt.
Die Betrachtung ist daher nicht mit der Methodik der Gewinn- und Verlustrechnung zu vergleichen oder abstimmbar. Die Ergebnisse des Reportings induzieren jedoch unmittelbar Effekte aus dem Neugeschäft, die in der Gewinn- und Verlustrechnung mit erheblichem zeitlichen Verzug und überlagert von anderen Einflüssen erkennbar werden.
Gesellschaften der Gruppe werden in das Meldewesen aufgenommen, sobald Leasingeschäft aktiv betrieben und eine relevante Größenordnung erreicht wird. So sind zum Beispiel die ALBIS Leasing AG sowie die ALBIS Service GmbH mangels relevanten Leasinggeschäfts nicht Gegenstand des Meldewesens.
Aktionärsstruktur
Die Angaben zur Aktionärsstruktur erfolgten unter „4.9. Eigenkapital / Gezeichnetes Kapital“.
Mitglieder des Aufsichtsrates halten insgesamt weniger als 1 % der Aktien der ALBIS Leasing AG.
Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Es haben sich keine Ereignisse ergeben, über die zu berichten wäre.
9. Beratungs- und Prüfungskosten
Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers für den Konzernabschluss, BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg sowie PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, wurden folgende Honorare als Aufwand erfasst:
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| 2015 T€ |
2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Abschlussprüfungen | 504 | 333 |
| Sonstige Bestätigungsleistungen | 0 | 77 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 | 3 |
| Sonstige Leistungen | 99 | 20 |
| 603 | 433 |
Die Honorare für Abschlussprüfungen umfassen vor allem die Honorare für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Abschlüsse der ALBIS Leasing AG und ihrer inländischen Tochterunternehmen.
Die Honorare für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen im Vorjahr bezogen sich auf die Analysen der Substanzwertrechnungen der Leasinggesellschaften sowie auf die prüferische Durchsicht zum 30. Juni 2014 gemäß § 37w WpHG.
Die sonstigen Leistungen beziehen sich im Wesentlichen auf Unterstützungsarbeiten bei Prüfungshandlungen der DPR (Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung) sowie auf Beratungsleistungen im Zuge von Vertragsgestaltungen.
10. Mitarbeiter
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Vorstände und Geschäftsführer) stellt sich wie folgt dar:
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| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| ALBIS Leasing AG | 11 | 8 |
| ALBIS HiTec Leasing AG | 60 | 53 |
| ALBIS Mobil Lease GmbH | 59 | 74 |
| ALBIS Service GmbH | 40 | 45 |
| ALBIS Direct Leasing GmbH | 1 | 0 |
| 170 | 180 |
Im Jahr 2015 waren im Konzern durchschnittlich 170 Mitarbeiter (Vorjahr 180 Mitarbeiter) beschäftigt. Im Rahmen der Übertragung der Neugeschäftsaktivitäten und der laufenden Verwaltung des Leasingbestands auf die IKB Leasing Gruppe haben im Dezember 2015 die Mitarbeiter der ALBIS Mobil Lease/UTA Leasing Gruppe den Konsolidierungskreis verlassen. Der Bestand an Mitarbeitern am 31. Dezember 2015 beträgt 107. In der Durchschnittsberechnung wird sich dies erst 2016 auswirken.
11. Vorstand und Aufsichtsrat
Hans O. Mahn, Kaufmann, Wulfsen (Vorsitzender)
Aufsichtsratsmandate
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| ALBIS HiTec Leasing AG | Vorsitz |
Dipl.-Kfm. Bernd Dähling, Kaufmann, Hamburg
Aufsichtsratsmandate
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| ALBIS HiTec Leasing AG | ||
| USM Finanz AG | Eintritt am 16. Oktober 2015 | Vorsitz |
| Austritt am 1. März 2016 |
Dem Aufsichtsrat gehören an
Dr. Rolf Aschermann, Rechtsanwalt, Berlin (Vorsitz)
Weitere Aufsichtsratsmandate:
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| flexis AG | Vorsitz |
Prof. Dr. Horst Zündorf, Hochschullehrer, Hamburg (stellv. Vorsitz)
Weitere Aufsichtsratsmandate:
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| Schlatholt Beteiligung AG | Austritt am 18. September 2015 | Vorsitz |
Dr . Peter-Jörg Klein, Rechtsanwalt, Berlin
Weitere Aufsichtsratsmandate
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| Norddeutsche Revisions- und Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft | stellv. Vorsitz |
| Europäische Akademie Berlin | Vorsitz des Beirats |
12. Angaben zu den Vergütungssystemen und zu § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB (Vergütungsbericht)
Die in ihrer Struktur vom Aufsichtsrat der ALBIS Leasing AG festgelegte und mit dem Vorstand vereinbarte Vorstandsvergütung setzt sich aus fixen und ergebnisabhängigen Bestandteilen zusammen. Sie orientiert sich an den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) und trägt den Besonderheiten des Unternehmens und dem sozioökonomischen Umfeld Rechnung. Dabei werden sowohl der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitgliedes zur Unternehmensentwicklung als auch die finanzielle Lage der Gesellschaft berücksichtigt. Die Vorgaben des VorstAG werden beachtet. Pensionsvereinbarungen wurden nicht abgeschlossen. Besondere Nebenleistungen werden nicht gewährt.
Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands im Einzelnen:
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| Herrn Hans O. Mahn (Vorsitzender des Vorstands) gewährte Bezüge Angaben in € |
2014 | 2015 | 2015 (Min.) | 2015 (Max.) |
|---|---|---|---|---|
| Festvergütung | 603.567,00 | 360.000,00 | 360.000,00 | 360.000,00 |
| Nebenleistungen | 21.195,52 | 21.195,52 | 21.195,52 | 21.195,52 |
| einjährige variable Vergütung | 224.720,24 | 139.479,50 | - | 1.500.000,00 |
| mehrjährige variable Vergütung | - | - | - | - |
| Altersvorsorge | - | - | - | - |
| 849.482,76 | 520.675,02 | 381.195,52 | 1.881.195,52 |
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| Herrn Bernd Dähling (Vorstand Finanzen) gewährte Bezüge Angaben in € |
2014 | 2015 | 2015 (Min.) | 2015 (Max.) |
|---|---|---|---|---|
| Festvergütung | 210.000,00 | 210.000,00 | 210.000,00 | 210.000,00 |
| Nebenleistungen | 18.166,70 | 22.084,82 | 22.084,82 | 22.084,82 |
| einjährige variable Vergütung | 89.888,10 | 55.791,50 | - | 250.000,00 |
| mehrjährige variable Vergütung | - | 125.000,00 | - | 125.000,00 |
| Altersvorsorge | - | - | - | - |
| 318.054,80 | 412.876,32 | 232.084,82- | 607.084,82 |
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| Herrn Hans O. Mahn (Vorsitzender des Vorstands) zugeflossene Bezüge Angaben in € |
2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Festvergütung | 603.567,00 | 360.000,00 |
| Nebenleistungen | 21.195,52 | 21.195,52 |
| einjährige variable Vergütung | 66.960,00 | 224.720,24 |
| mehrjährige variable Vergütung | - | - |
| Altersvorsorge | - | - |
| 691.722,52 | 605.915,76 |
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| Herrn Bernd Dähling (Vorstand Finanzen) zugeflossene Bezüge Angaben in € |
2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Festvergütung | 210.000,00 | 210.000,00 |
| Nebenleistungen | 18.166,70 | 22.084,82 |
| einjährige variable Vergütung | 26.784,00 | 89.888,10 |
| mehrjährige variable Vergütung | - | - |
| Altersvorsorge | - | - |
| 254.950,70 | 321.972,92 |
Die Gesamtvergütung des Vorstands für seine Tätigkeit bei der ALBIS Leasing AG im Jahr 2015 betrug T€ 934.
Die konzernweite Festvergütung von Herrn Hans O. Mahn wurde aufgrund einer Vereinbarung im Jahr 2014 im zweiten Halbjahr 2014 um 25 % reduziert und im Jahr 2015 um weitere 25 %.
Herr Bernd Dähling erhält seit 2015 eine Festvergütung in Höhe von T€ 232. Alle weiteren Vergütungen für seine Tätigkeiten bei Tochterunternehmen der ALBIS Leasing AG sind damit abgegolten. Zudem wurde eine Change of Control-Klausel vereinbart, die eine Abfindung in Höhe der Hälfte der noch ausstehenden Festgehälter vorsieht.
Der Berechnung der variablen Vergütung des Vorstands lagen folgende Entgeltregelungen zugrunde:
Die variable Vergütung des Vorstandsmitgliedes Herrn Hans O. Mahn beträgt 5 %, maximal jedoch T€ 1.500, des Jahresüberschusses vor Steuern der ALBIS Leasing AG.
Die variable Vergütung des Vorstandsmitgliedes Herrn Bernd Dähling beinhaltet zwei Komponenten. Herr Bernd Dähling erhält 2 %, maximal jedoch T€ 250, des Jahresüberschusses vor Steuern der ALBIS Leasing AG, wenn die Gesellschaft auch im vorangegangenen Geschäftsjahr einen Überschuss erzielt hat oder im Folgejahr einen Jahresüberschuss erzielt. Darüber hinaus wird eine langfristige, aktienkursbasierte Vergütung gezahlt. Diese beträgt bis zu T€ 3 je Cent Aktienkurssteigerung im Zeitraum von zwei Jahren, maximal jedoch T€ 250.
Die Nebenleistungen für die Vorstandsmitglieder setzten sich zusammen aus Kosten für Dienstwagen und Prämien für Unfallversicherung.
Für den Vorstand besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt. Die Mitglieder des Vorstands haben im Schadensfall jeweils eine Selbstbeteiligung in Höhe von 10 % zu tragen, jedoch maximal bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitgliedes für alle Schadensfälle eines Jahres.
Die Vorstände erhielten weitere Vergütungen für ihre Tätigkeiten bei Tochterunternehmen der ALBIS Leasing AG.
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| Angaben in € |
Hans O. Mahn | Bernd Dähling | Gesamt 2015 |
|---|---|---|---|
| Aufsichtsratsvergütung | - | - | - |
| Leistungszusagen durch Dritte | 92.032,56 | - | 92.032,56 |
| 92.032,56 | - | 92.032,56 |
Herr Hans O. Mahn erhielt eine Vergütung für seine Tätigkeit bei der ALBIS HiTec Leasing AG. Die Zahlung erfolgt durch die ALBIS HiTec Leasing AG. Soweit Herr Hans O. Mahn eine Aufsichtsratstätigkeit bei einem Tochterunternehmen des Konzerns wahrnimmt, steht die Vergütung daraus direkt der ALBIS Leasing AG zu. Soweit Herr Bernd Dähling eine Aufsichtsratstätigkeit bei einem Tochterunternehmen des Konzerns wahrnimmt, steht die Vergütung daraus direkt der ALBIS Leasing AG zu.
Im Geschäftsjahr 2015 ergaben sich keine Änderungen, die Leistungszusagen an die Vorstände für künftige Jahre betreffen.
Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in der Satzung der ALBIS Leasing AG festgelegt. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates jeweils eine Jahresfestvergütung in Höhe von T€ 28. Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält das Eineinhalbfache des Betrags, das sind T€ 42, der Vorsitzende des Aufsichtsrates das Zweifache, also T€ 56, jeweils zuzüglich Umsatzsteuer, sofern sie anfällt. Ferner zahlt die Gesellschaft jedem Mitglied des Aufsichtsrates pro Sitzung und Hauptversammlungsteilnahme einen angemessenen Auslagenersatz.
Für den Aufsichtsrat wurde eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O) ohne Selbstbehalt abgeschlossen. Die ALBIS Leasing AG trägt die Prämien für den Versicherungsschutz zur gesetzlichen Haftpflicht aus der Aufsichtsratstätigkeit.
Für die Wahrnehmung der Aufgaben in der ALBIS Leasing AG wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr an Gesamtbezügen T€ 126 gezahlt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Berichtsjahr nicht für Tochterunternehmen tätig. Das Vergütungssystem des Aufsichtsrates enthält gemäß Satzung nur fixe Bestandteile.
Für ehemalige Vorstandsmitglieder wurde eine Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 462 gebildet. In 2015 wurden T€ 30 an Ruhegeldern gezahlt.
13. Angaben nach § 315 Abs. 4 Nr. 1 bis 9 HGB
1. Die ALBIS Leasing AG (ISIN DE0006569403 // WKN 656940) ist seit dem 30. August 1999 im regulierten Markt notiert an den Börsen Frankfurt / Main (General Standard) und München und im Freiverkehr an den Börsen Hamburg, Berlin und Stuttgart. Das Grundkapital in Höhe von € 15.327.552 ist in 15.327.552 Stückaktien aufgeteilt.
Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen (§ 315 Abs. 4 Nr. 1 HGB).
2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand der ALBIS Leasing AG nicht bekannt (§ 315 Abs. 4 Nr. 2 HGB). Die ALBIS Leasing AG hat keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, ausgegeben (§ 315 Abs. 4 Nr. 4 HGB). Es ist dem Vorstand nicht bekannt, das Mitarbeiter am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben (§ 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB).
3. Zu den direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten (§ 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB), wird auf folgende Darstellung der Aktionärsstruktur verwiesen:
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| Familie Mahn, Deutschland | 34,3 % |
| NL Nord Lease AG, Deutschland | 8,8 % |
| Herr Christoph Zitzmann, Deutschland | 10,0 % |
| Streubesitz | 46,9 % |
4. Hinsichtlich des § 315 Abs. 4 Nr. 6 HGB sind in der Satzung der Gesellschaft mit Ausnahme der folgenden Ausführungen keine Regelungen getroffen. Es gelten daher die gesetzlichen Vorschriften der §§ 84 und 85 AktG. Hiernach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat für die Höchstdauer von fünf Jahren bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Gemäß § 7 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens einem Vorstandsmitglied. Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Hinsichtlich der Änderungen der Satzung gelten ebenfalls grundsätzlich die gesetzlichen Vorschriften – allerdings mit der in § 12 Abs. 2 der Satzung vorgesehenen Maßgabe, dass in Fällen, in denen das Aktiengesetz eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, eine einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals genügt, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Satzungsänderungen können daher gemäß § 179 Abs. 2 AktG und § 12 Abs. 2 der Satzung mit einfacher Stimmen- und Kapitalmehrheit beschlossen werden, sofern nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit des vertretenen Grundkapitals vorschreibt. Die Satzungsänderungen werden mit Eintragung in das Handelsregister wirksam (§ 181 Abs. 3 AktG).
5. Bezüglich § 315 Abs. 4 Nr. 7 HGB hat die Hauptversammlung den Vorstand mit Beschluss vom 19. Juni 2012 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2016 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 7.650.000 zu erhöhen. Sofern den Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt wird, können die Aktien auch einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 S. 1 oder § 53 b Abs. 1 S. 1 oder Abs. 7 KWG tätigen Unternehmen zur Übernahme angeboten werden, mit der Verpflichtung, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu entscheiden,
(a) um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen;
(b) bei Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder sonstigen Vermögensgegenständen;
(c) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt jedoch nur, soweit der auf die neuen Aktien entfallende Anteil am Grundkapital weder insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Eintragung dieses genehmigten Kapitals bestehenden Grundkapitals noch insgesamt 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der Aktien bestehenden Grundkapitals übersteigt. Bei der Ausnutzung der 10 %-Grenze sind aufgrund anderweitiger Ermächtigungen etwa erfolgte Ausschlüsse des Bezugsrechtes nach § 186 Abs. 3 S. 4 AktG (z.B. bei der Veräußerung eigener Aktien oder bei der Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen) mit einzubeziehen;
(d) um Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen zu begeben; sowie
(e) um Inhabern von durch die Gesellschaft auszugebenden Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- beziehungsweise Optionsrechtes zustehen würde.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen.
6. Das Grundkapital ist um bis zu € 7.650.000 durch Ausgabe von bis zu 7.650.000 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Rechten an Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Schuldverschreibungen, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 19. Juni 2012 erteilten Ermächtigung von der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2016 begeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von ihren Wandlungs- beziehungsweise Optionsrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch die Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
7. Mit Herrn Dähling wurde eine Change of Control-Klausel vereinbart, die eine Abfindung in Höhe der Hälfte seiner noch ausstehenden Festgehälter vorsieht. Weitere Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, sind nicht geschlossen (§ 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB).
8. Vereinbarungen nach § 315 Abs. 4 Nr. 9 HGB liegen nicht vor.
14. Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB i.V.m. § 21 WpHG
Die Transparenzvorschriften des Deutschen Corporate Governance Kodex (in der geltenden Fassung vom 5. Mai 2015) und die gesetzlichen Vorschriften des § 15a WpHG, erfordern Veröffentlichungen von Geschäften der Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrates und diesen nahestehenden natürlichen sowie juristischen Personen in ALBIS Leasing Aktien. Nach beiden Regularien sind Käufe und Verkäufe durch vorgenannte Personen mitteilungspflichtig. Die ALBIS Leasing AG veröffentlicht diese auf ihrer Internetseite www.albis-leasing.de, ergänzend wird auf folgende Angaben verwiesen:
1. Herr Christoph Zitzmann, Deutschland, teilte uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17. Februar 2015 mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der ALBIS Leasing AG, Hamburg, Deutschland, am 16. Februar die Schwelle von 10% der Stimmrechte überschritt und an diesem Tag 10,0000639 % (das entspricht 1.532.765 Stimmrechten) betrug.
(a) Mit dem Stimmrechtserwerb verfolgte Ziele
Die Investition dient im Rahmen der privaten Vermögensvorsorge dem langfristigen Ziel der Vermögensmehrung und steht nicht im Vordergrund der kurzfristigen Erzielung von Handelsgewinnen
Mit dem Erwerb der Stimmrechte wird kein strategisches Engagement bei der ALBIS Leasing AG angestrebt
Es ist nicht beabsichtigt in den nächsten 12 Monaten weitere wesentliche Stimmrechte durch Erwerb oder Verkauf oder auf sonstige Weise zu erlange oder zu veräußern, es sei denn im Rahmen günstiger Gelegenheiten bei Kauf oder Verkauf
Eine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen des Emittenten ist nicht angestrebt
Wesentliche Änderungen der Kapitalstruktur der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung und die Dividendenpolitik, ist nicht angestrebt
(b) Herkunft der verwendeten Mittel
Die zum Erwerb der Stimmrechte verwendeten Mittel sind keine Fremdmittel.
2. Die Försterwiese Beteiligungs GmbH, Frankfurt, Deutschland, teilte uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 12. März 2015 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ALBIS Leasing AG, Hamburg, Deutschland, am 12. November 2014 die Schwellen von 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritt und an diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betrug.
3. Herr Johann Gerard Wolbert, Großbritannien, teilte uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 12. März 2015 mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der ALBIS Leasing AG, Hamburg, Deutschland, am 12. November 2014 die Schwellen von 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritt und an diesem Tag 0,99% (das entspricht 151.742 Stimmrechten) betrug.
15. Meldungen gemäß § 15 a WpHG
Die Transparenzvorschrift des Deutschen Corporate Governance Kodex (in der geltenden Fassung vom 5. Mai 2015) und die gesetzlichen Vorschriften des § 15a WpHG erfordern die Veröffentlichung von Geschäften der Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrates und ihnen nahestehender natürlicher sowie juristischer Personen mit Aktien der ALBIS Leasing AG. Beiden Regularien zufolge sind Käufe und Verkäufe durch vorgenannte Personen mitteilungspflichtig. Die ALBIS Leasing AG veröffentlicht diese auf ihrer Internetseite www.albis-leasing.de.
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| Name | Handelstag | Bezeichnung Wertpapiere | Geschäftsart | Stückzahl | Kurs € |
Volumen € |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vorstand Bernd Dähling | 01.04.2015 | Aktie | Verkauf | 2.500 | 1,66 | 4.161,96 |
| Vorstand Bernd Dähling | 10.08.2015 | Aktie | Schenkung | 19.000 | n.a. | 28.690,00 |
| Ehefrau Vorstand Astrid Dähling | 10.08.2015 | Aktie | Schenkung | 19.000 | n.a. | 28.690,00 |
Im Jahr 2015 gab es keine weiteren Geschäfte der Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrates und ihnen nahestehender natürlicher sowie juristischer Personen mit Aktien der ALBIS Leasing AG, über die zu berichten wäre.
16. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)
Eine Person gilt als nahe stehend, wenn sie oder ein naher Familienangehöriger die ALBIS Leasing AG beherrscht oder an ihrer gemeinschaftlichen Führung beteiligt ist, wenn sie maßgeblichen Einfluss auf die ALBIS Leasing AG ausüben kann oder im Management der ALBIS Leasing AG eine Schlüsselposition bekleidet.
Ein Unternehmen gilt als nahe stehend, wenn es zum Konsolidierungskreis der ALBIS Leasing AG gehört oder wenn eine der obigen Personen das Unternehmen beherrscht oder an dessen gemeinschaftlicher Führung beteiligt ist, wenn die Person maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen ausüben kann oder im Management des Unternehmens eine Schlüsselposition bekleidet (von nahestehenden Personen beherrschte Unternehmen).
Unternehmen die nach anderen Kriterien, etwa als assoziierte Unternehmen oder Unternehmen an denen Beteiligungen bestehen als nahe stehend gelten, gibt es nicht.
Die ALBIS Leasing AG hielt am 31. Dezember 2015 Darlehensverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen in Höhe von T€ 272, zudem hatten nahestehende Personen Bürgschaften übernommen. Der Aufwand für Zinsen und Avalprovisionen belief sich im Jahr 2015 auf T€ 34.
Die ALBIS Leasing AG steht in umfangreichen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu den in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen.
Die ALBIS Leasing AG unterhält Darlehens- und Leistungsbeziehungen zu Unternehmen die von nahestehenden Personen beherrscht werden. Am 31. Dezember 2015 bestanden gegenüber diesen Unternehmen Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von T€ 150. Der Zinsaufwand belief sich im Jahr 2015 auf T€ 9. Aus einem bestehenden Mietvertrag wurden Mieten in Höhe von T€ 18 geleistet.
Die nahestehenden Personen und Unternehmen waren an keinen in ihrer Art oder Beschaffenheit nach unüblichen Transaktionen beteiligt. Alle Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen wurden zu marktüblichen Bedingungen, wie unter fremden Dritten, abgeschlossen.
17. Haftungsverhältnisse und contingent liabilities (IAS 37.27)
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten wurden im Zusammenhang mit der Forfaitierung von Leasingforderungen eingegangen. Im Zuge einer derartigen leasingtypischen Refinanzierung der Objektbeschaffung durch regresslose Forderungsverkäufe ist eine Besicherung der Forfaitierung durch Sicherheitsübereignung der Leasingobjekte üblich.
Die ALBIS Leasing AG hat gegenüber der Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg eine Patronatserklärung zugunsten der ALBIS Mobil Lease GmbH - für deren Refinanzierung - abgegeben. Der Umfang der Refinanzierung, auf die sich die Patronatserklärung bezieht, beläuft sich zum Bilanzstichtag auf € 19,4 Mio. Risiken hieraus sind gegenwärtig nicht zu erkennen und werden auch nicht erwartet. Die ALBIS Mobil Lease GmbH kommt ihren Zahlungsverpflichtungen nach. Zudem sind die Refinanzierungen mit den jeweiligen Leasingobjekten besichert. Weitere Haftungsverhältnisse, aus denen Risiken erwachsen könnten, bestanden zum 31. Dezember 2015 nicht.
Die nicht in der Bilanz ausgewiesenen finanziellen Verpflichtungen betreffen darüber hinaus Verpflichtungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverträgen für Gebäude, die planmäßig 2020 enden. Die daraus resultierenden Mietverpflichtungen (IAS 17.35(a)) stellen sich wie folgt dar:
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| bis 1 Jahr | über 1 Jahr bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt |
|---|---|---|---|
| T€ 1.092 | T€ 4.312 | T€ 0 | T€ 5.404 |
| (Vorjahr T€ 1.815) | (Vorjahr T€ 6.007) | (Vorjahr T€ 1.074) | (Vorjahr T€ 8.896) |
Die Haftungsverhältnisse und Sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
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| 2015 T€ |
2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Haftungsverhältnisse / finanzielle Verpflichtungen | 24.804 | 21.996 |
18. Entsprechenserklärung des Vorstands
Die Angaben zu § 289a HGB sind dauerhaft zugänglich auf unserer Internetseite www.albis-leasing.de.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 2 S. 3 HGB
„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.“
Hamburg, den 29. April 2016
ALBIS Leasing AG
Hans O. Mahn, Vorsitzender des Vorstands
Dipl.-Kfm. Bernd Dähling, Vorstand Finanzen
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der ALBIS Leasing AG aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 10. Mai 2016
**PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Lothar Schreiber, Wirtschaftsprüfer
ppa. Tim Brücken, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
der vorliegende Bericht nach § 171 Abs. 2 AktG wird für das Geschäftsjahr 2015 erstattet. In diesem Geschäftsjahr hat der Aufsichtsrat insgesamt sechs Sitzungen abgehalten, und zwar am 04.02.2015, 19.05.2015, 16.06.2015, 24.08.2015 (telefonisch), 28.09.2015 und 01.12.2015. Dabei hat der Aufsichtsrat sich jeweils auch ohne die Vorstandsmitglieder beraten. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben an sämtlichen Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen.
Im Rahmen der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand hat der Vorstand auch zwischen den Sitzungen schriftlich und mündlich zu allen wichtigen Themen berichtet und den Gedankenaustausch mit dem Aufsichtsrat gesucht. Im Zuge der Neuausrichtung des Konzerns auf das operative Leasinggeschäft stand dabei die Veräußerung des Neugeschäfts in der Produktgruppe Nutzfahrzeuge über 7,5t von ALBIS Mobil Lease/UTA Leasing sowie die Überwachung der Liquiditätssituation im Vordergrund.
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Die regelmäßige, zeitnahe und umfassende Berichterstattung des Vorstands umfasste Unternehmensstrategie und deren Umsetzung, Unternehmensplanung, die laufenden Geschäftsentwicklung, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage sowie des Risikomanagements und Compliance. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat eingebunden. Soweit erforderlich, hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung zu einzelnen Geschäftsführungsmaßnahmen erteilt.
Die Hauptversammlung am 26.06.2015 hat das Mandat der bisherigen Aufsichtsratsmitglieder um fünf Jahre verlängert. Nach der Neubestellung der Aufsichtsratsmitglieder hat der Aufsichtsrat in seiner konstituierenden Sitzung am 26.06.2015 erneut Herrn Dr. Rolf Aschermann zu seinem Vorsitzenden und Herrn Professor Dr. Horst Zündorf zu seinem stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
Ausschüsse hat der Aufsichtsrat mit seinen drei Mitgliedern nicht gebildet. Die Aufsichtsratsmitglieder nahmen keine Mandate bei anderen Konzerngesellschaften wahr. Sie sind unabhängig und waren keinen Interessenskonflikten ausgesetzt.
Schwerpunkt der Beratungen im Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat hat sich im Jahr 2015 im Rahmen seiner Beratungs- und Überwachungstätigkeit schwerpunktmäßig mit folgenden Bereichen befasst:
▪ Wirtschaftliche und finanzielle Lage der ALBIS-Gruppe
Die Neugeschäftsentwicklung hat im gesamten Geschäftsjahr 2015 die geplanten Werte nicht erreicht. Im Bereich der ALBIS HiTec Leasing AG und ihrer Tochterunternehmen („Vertriebsleasing“) ist das auf zu wenig flexible Entscheidungsprozesse im Rahmen der Refinanzierung zurückzuführen. Diese konnten erst zum Ende des Geschäftsjahres durch Abschluss einer neuen strukturierten Finanzierung (mit einer deutlichen Verlängerung der Konzernbilanz) nachhaltig verbessert werden. Der Bereich ALBIS Mobil Lease GmbH/UTA Leasing GmbH hat unter dem eingeleiteten und durchgeführten Veräußerungsprozess der Produktgruppe Nutzfahrzeuge über 7,5t gelitten. Für einen gegenläufigen Effekt im Neugeschäft sorgte hingegen die Akquisition der LGH - Leasing-Gesellschaft für den Handel mbH von der EDEKA Bank AG. Insgesamt ist der Konzern durch gestiegene operative Ergebnisse gekennzeichnet, die durch die Trennung von der Anlegersphäre auch nicht mehr mit diesen geteilt zu werden brauchen.
In der Aufsichtsratssitzung am 19.05.2015 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss des ALBIS Leasing AG für das Geschäftsjahr 2014 nach Beratung mit dem Abschlussprüfer gebilligt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 nach IFRS und Konzernlagebericht wurden ebenfalls nach Erläuterung durch den Abschlussprüfer gebilligt.
▪ Veräußerung des Neugeschäfts der Produktgruppe Nutzfahrzeuge über 7,5t der ALBIS Mobil Lease GmbH/UTA Leasing GmbH
Der Aufsichtsrat hat die Veräußerung der Neugeschäftsaktivitäten im Bereich des Investitionsgüterleasings gebilligt. Der vorhandene Bestand an Leasingverträgen wird in den kommenden Jahren in der ALBIS Leasing Gruppe abgewickelt. Für die ALBIS Leasing Gruppe beinhaltete dieses Segment relativ hohe Risiken (Refinanzierungsvolumen, Konjunkturanfälligkeit, Wettbewerbsumfeld und Fixkostenbelastung), denen wegen der relativ geringen Margen nur unzureichend Chancen gegenüber standen. Der Vorstand hat mit dem Aufsichtsrat die unternehmerischen Alternativen sowie die mit einer möglichen Fortführung und einer Aufgabe dieses Segmentes verbundenen Chancen und Risiken eingehend in mehreren Sitzungen erörtert.
▪ LGH und ASG
Weitere Veränderungen im Beteiligungsbereich waren der Erwerb der LGH - Leasing-Gesellschaft für den Handel mbH durch die ALBIS HiTec Leasing AG und die konzerninterne Veräußerung der ALBIS Service GmbH. Auch hierzu hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt.
▪ Organangelegenheiten
Im II. Halbjahr 2015 hat der Aufsichtsrat konkrete Maßnahmen zur Neustrukturierung des Vorstandes und der Führungsstruktur des Konzerns insgesamt eingeleitet, um das Unternehmen auf das Ausscheiden des langjährigen Vorstandsvorsitzenden, Herrn Hans Otto Mahn zum 31.12.2016 vorzubereiten. Diese Maßnahmen werden ab Mitte 2016 umgesetzt.
Hinsichtlich der Vorstandsvergütung, der Absenkung der Fixbezüge von Herrn Mahn und der variablen Bestandteile wird im Übrigen auf den Vergütungsbericht im Lagebericht verwiesen.
▪ Risikomanagement und Compliance
Der Vorstand hat das Risikomanagement-System an die veränderter Struktur und die jetzige Größe der ALBIS Leasing Gruppe angepasst. Die Wirksamkeit dieses Systems lässt sich aus Sicht des Aufsichtsrats auch daran erkennen, dass die besonderen Risiken aus dem Bereich Nutzfahrzeuge über 7,5t nicht mehr ausgewiesen werden, auch wenn der planmäßigen Abwicklung des Altbestandes an Leasingverträgen aus diesem Bereich insbesondere in den Jahren 2016 und 2017 eine besondere Bedeutung zukommt.
Den Berichten des Vorstands zur laufenden Kontrolle waren keine Verstöße gegen Gesetze oder interne Regelungen zu entnehmen. Im Übrigen wird auf die ausführliche Darstellung zum Risiko-Chancen-Management-System (RCMS) im Lagebericht verwiesen.
▪ Jahresabschlussprüfung 2015
Zur Vorbereitung der Jahresabschlussprüfung 2015 hat der Aufsichtsrat anhand eines zuvor festgelegten Anforderungskatalogs eine Ausschreibung des Prüfungsauftrages für den Einzel- und Konzernabschluss durchgeführt und als Ergebnis des Auswahlprozesses der Hauptversammlung am 14.07.2015 die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Abschlussprüfer vorgeschlagen.
Jahres- und Konzernabschluss
Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2015 und der Lagebericht der ALBIS Leasing AG wurden gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26.06.2015 und der anschließenden Auftragserteilung durch den Aufsichtsrat von der PWC PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Der Prüfung ist eine eingehende Besprechung des Aufsichtsrates mit den Prüfern über Prüfungsmethoden und Prüfungsschwerpunkte im Dezember 2015 vorausgegangen.
Die im Rahmen der Jahresabschlussprüfung auf der Grundlage eines branchenspezifischen, risikoorientierten Prüfungsvorgehens und unter Einbeziehung des Risikofrüherkennungssystems gebildeten Prüfungsschwerpunkte waren:
▪ Bewertung der Beteiligungsbuchwerte
▪ Bewertung der gehaltenen Immobilie Lindenallee in Essen
Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der Konzernabschluss der ALBIS Leasing AG zum 31.12.2015 wurde nach den Regeln der IFRS erstellt und dabei insgesamt neu gegliedert. Auch dieser wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Die im Rahmen der Konzernabschlussprüfung gebildeten Prüfungsschwerpunkte waren im Wesentlichen:
▪ Prüfung des internen Kontrollsystems
▪ Aufstellung des Konzernabschlusses und Konzern-Bilanzierungsrichtlinien
▪ Funktionsprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen zur Begrenzung von Fehlern der Konzernrechnungslegung
▪ Ordnungsmäßigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse
▪ Prüfung der Konsolidierungsmaßnahmen
Der Abschlussprüfer versah den vorgelegten Konzernabschluss und den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
In der Bilanz-Sitzung des Aufsichtsrats am 13.05.2016 berichtete der Abschlussprüfer über die durchgeführte Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses. Auf der Grundlage seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes stimmte der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu und billigte den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Anders als noch im Lagebericht angenommen, haben Vorstand und Aufsichtsrat sich wegen der sich abzeichnenden positiven Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2016 entschlossen, der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 0,04 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie vorzuschlagen.
Corporate Governance
Der Aufsichtsrat hat die Weiterentwicklung des Deutschen Corporate Governance Kodex fortlaufend beobachtet. Vorstand und Aufsichtsrat haben im April 2016 eine Entsprechungserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Webseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht sowie die Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB zusammen mit dem Corporate Governance Bericht abgegeben.
Ausblick
Die Verbesserung des operativen Ergebnisses der ALBIS Leasing AG und des Konzerns durch Fokussierung auf die von der ALBIS HiTec Leasing AG und ihre Tochtergesellschaften betriebenen Geschäftsfelder wird im Jahr 2016 im Mittelpunkt der Anstrengungen von Vorstand und Aufsichtsrat stehen. Die vereinfachte gesellschaftsrechtliche Konzernstruktur wird es uns ermöglichen, auch die Führungsstrukturen zu vereinheitlichen und dadurch Effizienz und Transparenz zu steigern. Die verbesserte Ergebnisstruktur soll die Gesellschaft in die Lage versetzen, nachhaltig eine Dividende auszuschütten und das Eigenkapital zu stärken.
Der Aufsichtsrat dankt Vorstand und Mitarbeitern der ALBIS Leasing Gruppe für ihren großen Einsatz und ihre erfolgreiche Tätigkeit im Jahr 2015.
Hamburg, im Mai 2016
Der Aufsichtsrat
Dr. Rolf Aschermann, Vorsitzender