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AKBANK T.A.Ş. Management Reports 2015

Jul 5, 2016

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Management Reports

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Publication

AKBANK AG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht 2015

VORBEMERKUNG

Die alleinige Aktionärin der Akbank AG war im Geschäftsjahr 2015 die Akbank T.A.S., Istanbul.

Das Jahr 2015 war wie bereits im Vorjahr ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres um 9% von EUR 4,36 Milliarden auf EUR 4,77 Milliarden erhöht. Die durchschnittliche Bilanzsumme des Jahres 2015 war mit EUR 4,77 Milliarden um 30% höher als im Vorjahr mit EUR 3,68 Milliarden.

Das Grundkapital der Bank beträgt nach einer Kapitalerhöhung um EUR 100,00 Mio. zum Bilanzstichtag EUR 200,00 Mio. Der Bilanzgewinn des Vorjahres wurde vollständig den Gewinnrücklagen zugeführt. Der Gewinn nach Steuern erhöhte sich im Berichtsjahr von EUR 40,08 Millionen auf EUR 49,04 Millionen. Das Eigenkapital hat sich von EUR 382,27 Millionen auf EUR 531,31 Millionen erhöht.

Die Bank kann auch für das Jahr 2015 vermelden, dass sie - wie in den zurückliegenden 10 Jahren - keinerlei Kreditausfälle hatte.

DIE EIGENTÜMER DER BANK

Die alleinige Aktionärin der Akbank AG, die Akbank T.A.S., Istanbul, gehört zum 31. Dezember 2015 zu 48,9 % der Haci Ömer Sabanci Holding A.S., Istanbul, ihren Tochtergesellschaften und der Familie Sabanci und ist zu 51,1 % im Streubesitz.

RATING DER BANK

Die Ratingagentur Fitch hat an die Akbank AG im August 2015 das Rating „BBB-“ (mit einem stabilen Ausblick) vergeben. Die Bank liegt mit diesem Rating im „Investment Grade“-Bereich.

DAS KERNGESCHÄFT

Die Akbank AG konzentriert sich auf das klassische Firmenkundengeschäft (Corporate Banking) mit renommierten und international tätigen Unternehmen. Folgende Unternehmensgruppen zählen dabei zu den bevorzugten Zielkunden:

- Türkische Unternehmen mit exzellenter Bonität,

- Türkische Tochtergesellschaften international agierender Konzerne,

- Tochtergesellschaften bzw. Niederlassungen türkischer Unternehmen in Deutschland und Mitteleuropa, sofern eine bestimmte Größenordnung gegeben ist,

- Unternehmen, die mit der Türkei in regelmäßiger Geschäftsbeziehung (Import / Export) stehen,

- Unternehmen und Banken mit zweifelsfreier Bonität in ausgewählten Ländern (auch in Schwellenländern),

- Angesehene internationale Factoring-Gesellschaften.

Nach Risikoländern aufgeteilt, machen zum Jahresende 2015 die Kunden in der Türkei rund 46,0% (Vorjahr: 53,0%) des Kundenkreditvolumens der Akbank AG aus, Kunden in Deutschland rund 37,6% (Vorjahr: 33,3%). Die weiteren wesentlichen Kreditengagements verteilen sich auf die Länder Italien, Spanien und Großbritannien.

DAS WIRTSCHAFTLICHE UMFELD

Weltweit

Die Finanzmärkte waren 2015 insgesamt durch ein anhaltend schleppendes Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. Während in einigen Ländern, insbesondere Schwellenländern wie Russland und Brasilien, eine Marktabschwächung eintrat, verzeichnete eine Reihe von Industrieländern, darunter die USA und Großbritannien, erneut ein spürbares Wachstum. Das globale Wirtschaftswachstum bleibt mit geschätzten 3,1 % für 2015 auf einem mäßigen Niveau. Die weltweite Konjunktur dürfte sich langsamer erholen als für das erste Halbjahr 2015 prognostiziert. Dies gilt vor allem für Entwicklungs- und Schwellenländer.

Die Situation in diesen Ländern stellt sich unterschiedlich dar, ist jedoch häufig besorgniserregend. Die dominierenden BRICS-Staaten – Brasilien, Russland und China – leiden unter mehr oder weniger starken wirtschaftlichen Problemen. Für diese Probleme gibt es viele verschiedene Ursachen, aber auch einige, von denen alle Länder betroffen sind:

- der allmähliche Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität in China

- niedrigere Preise für Energie und andere Rohstoffe

- eine im Dezember 2015 begonnene schrittweise Verschärfung der Geldpolitik in den USA

- Ausweitung der Konflikte im Nahen Osten, in Nordafrika und in der Ukraine und damit verbundene Flüchtlingskrisen.

Demgegenüber wird sich die verhaltene und uneinheitliche Erholung in fortgeschrittenen Volkswirtschaften voraussichtlich fortsetzen. Aus globaler Sicht besteht nach wie vor das Risiko eines konjunkturellen Abschwungs. Konkret äußert sich dieses Risiko in der Abschwächung des Wachstums von Schwellenländern, der Neuausrichtung in China, niedrigeren Rohstoffpreisen und der schrittweisen Abkehr von der außergewöhnlich expansiven Geldpolitik in den USA. Wenn diese zentralen Herausforderungen erfolgreich gemeistert werden, dürfte sich das moderate Wachstum der Weltwirtschaft fortsetzen.

Der Welthandel und die Weltindustrieproduktion blieben auch 2015 schwach. Dies lag nicht nur an den Problemen in China, sondern auch an einem gravierenden Rückgang in der Investmentbranche und im Bergbausektor. Darüber hinaus belasten rückläufige Importzahlen in einer Reihe von Schwellenländern, beispielsweise Russland und Brasilien, den Welthandel. Die Turbulenzen auf den Finanzmärkten waren im August 2015, nach der Abwertung der chinesischen Währung (Renminbi), besonders heftig. In der Folge kam es zu einem Anstieg der globalen Risikoaversion, einer Abschwächung der Währungen vieler Schwellenländer und drastischen Änderungen der Aktienkurse weltweit. Die Schuldenverhandlungen mit Griechenland und der Einbruch am chinesischen Aktienmarkt veranlassten die US-amerikanische Federal Reserve Bank (FED), ihre geplante Erhöhung des Basiszinssatzes von September auf Dezember 2015 zu verschieben.

Die Ölpreise sind 2015 drastisch auf USD 26,50 je Barrel gefallen, da vonseiten der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ein weiterer deutlicher Anstieg der Fördermengen erwartet wurde. Auf den Märkten für Öl-Futures sind für die Jahre 2016 und 2017 nur geringe Preissteigerungen zu erwarten. Die Preise für andere Rohstoffe sind ebenfalls gefallen. Niedrigere Energie- und Rohstoffpreise hatten Auswirkungen auf alle öl- und rohstofffördernden Länder. Mit am stärksten betroffen dürfte aber Russland sein, was auf die hohe Abhängigkeit seiner Wirtschaft von Öl- und Gasexporten (60 % der Gesamtexporte) zurückzuführen ist. Andererseits hatte der Rückgang der Öl- und Gaspreise positive Folgen für Länder, die Öl und Gas importieren, beispielsweise Industrieländer wie die USA und Großbritannien und Schwellenländer wie die Türkei.

Das Wachstum der fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird dieses und nächstes Jahr voraussichtlich leicht ansteigen. Die positive Entwicklung in diesem Jahr ist auf die leichte Erholung im Euroraum und die Rückkehr zu einem positiven Wachstum in Japan (bedingt durch die gesunkenen Ölpreise und eine expansive Geldpolitik) zurückzuführen. Trotz sinkender Arbeitslosenzahlen verharrt das Produktivitätswachstum auf niedrigem Niveau, auch in den USA. Der vor kurzem verzeichnete erneute Rückgang der Ölpreise sowie der Preise für andere Rohstoffe sollte die Nachfrage in den meisten fortgeschrittenen Volkswirtschaften, die Nettoimporteure von Rohstoffen sind, ankurbeln. Allerdings wird der Abschwung in den Schwellenländern auch zu einem Rückgang der Exporte führen.

Die Wachstumsaussichten in den Schwellenländern sind je nach Land und Region sehr unterschiedlich. Grundsätzlich deutet jedoch alles auf eine Abschwächung hin und es wird das fünfte Jahr in Folge ein rückläufiges Wachstum prognostiziert. Dies hat zahlreiche Ursachen: ein geringeres Wachstum der ölexportierenden Länder, der Konjunkturabschwung in China, eine Abschwächung des Kredit- und Investitionsbooms und schlechtere Aussichten für Exporteure anderer Rohstoffe, darunter Länder in Lateinamerika, infolge des Rückgangs der Preise für diese Rohstoffe sowie geopolitische Spannungen und nationale Probleme in zahlreichen Ländern bis hin zu diversen Flüchtlingskrisen.

Ungeachtet dessen ist davon auszugehen, dass das Wachstum in Entwicklungs- und Schwellenländern 2016 wieder anzieht. Dies ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass sich die Bedingungen in Ländern, die 2015 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckten (wie Brasilien, Russland und einige Länder in Lateinamerika und im Nahen Osten), teilweise normalisieren werden und die Sanktionen gegen den Iran gelockert werden. Die Wachstumsrate der Entwicklungs- und Schwellenländer wird laut Prognose von 4 % im Jahr 2015 – dem niedrigsten Wert seit der Finanzkrise 2008/2009 – auf 4,3 % bzw. 4,7 % in den Jahren 2016 und 2017 steigen. In China wird sich das Wachstum 2016 und 2017 voraussichtlich auf 6,3 % bzw. 6,0 % verlangsamen, während Russland 2015 einen Wachstumsrückgang von -3,7 % und 2016 ein leichtes Wachstum von 0,5 % verzeichnen dürfte. Für Indien und die anderen Schwellenländer Asiens wird ein weiteres Wachstum in einem gesunden Tempo prognostiziert. Lateinamerika und die Karibik-Länder dürften sich dagegen auch 2016 rückläufig entwickeln, was durch die Rezession in Brasilien und anderen Ländern mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten bedingt ist. Die Region Emerging Europe wird aller Voraussicht nach weiterhin stetig wachsen, wenn auch mit einer leichten Verlangsamung im Jahr 2016. Russland, das nach wie vor mit niedrigen Ölpreisen und westlichen Sanktionen zu kämpfen hat, dürfte 2016 nicht aus der Rezession herauskommen.

Euroraum und Deutschland

2015 war ein schwieriges Jahr für den Euroraum, insbesondere weil viele Länder um den wirtschaftlichen Aufschwung, eine wettbewerbsfähige Produktion sowie bestimmte Inflationsziele kämpfen mussten und mit Millionen von Flüchtlingen konfrontiert waren. Die Flüchtlinge kamen aus Syrien und dem Irak in die Türkei und von dort aus mit Booten zu den griechischen Inseln. Anschließend ging es weiter nach Deutschland, Österreich, Frankreich, Ungarn und in die meisten anderen europäischen Länder. Europa hatte kein wirkliches Konzept für die Aufnahme einer solchen Masse an flüchtenden Menschen und viele Länder haben nach wie vor Probleme mit Flüchtlingen, die an oder innerhalb ihrer Landesgrenzen ausharren. Derzeit wird über die Wiedereinführung von Grenzkontrollen innerhalb Europas diskutiert.

Abgesehen von der Flüchtlingskrise, die noch einige Jahre andauern könnte, setzte Europa jedoch seinen Wachstumskurs mit einem moderaten Tempo von rund 1,5 % fort, während ein Großteil der restlichen Weltwirtschaft vor erheblichen Problemen steht. Mit einer geschätzten Rate von 1,7 % wird sich das Wachstum im Euroraum 2016 voraussichtlich fortsetzen. Eine vollständige Erholung könnte sich jedoch aufgrund der in der Vergangenheit zu beobachtenden Divergenz zwischen Europa und den anderen Industrieländern verzögern.

Aus wirtschaftlicher Sicht dürfte sich der Rückgang der Energiepreise in einer weiteren Erhöhung der Realeinkommen der Haushalte und des privaten Verbrauchs niederschlagen. Auch die öffentlichen Konsumausgaben waren aufgrund der Aufnahme einer unerwartet hohen Zahl an Migranten, die vor Krieg und einer ungewissen Zukunft in Syrien und anderen Ländern geflohen sind, überraschend hoch. Es wird erwartet, dass sich die wirtschaftliche Aktivität dieses Jahr nur geringfügig verbessern wird. Das BIP-Wachstum dürfte 2017 weiter auf 1,9 % steigen. Dies wird jedoch entscheidend von einem Wiederanstieg der Investitionen abhängen, der bislang kaum wahrnehmbar ist und seinerseits davon abhängt, ob die mit dem Grundszenario zusammenhängenden Risiken eintreten. Die europäische Wirtschaft war bislang in der Lage, die ungünstigen Rahmenbedingungen zu bewältigen. Ungeachtet dessen gibt es zahlreiche gravierende Risiken einer negativen Wirtschaftsentwicklung, die durch die Weltwirtschaft und die globalen Finanzmärkte bedingt sind. Die Unsicherheit im Hinblick auf die künftige Inlands- und Auslandsnachfrage ist das größte Hindernis für eine Zunahme der Investitionstätigkeit. Diese ist aber erforderlich, um den Aufschwung zu unterstützen und den Abwärtstrend beim potenziellen Wachstum umzukehren.

Das BIP dürfte in den kommenden Jahren weiter wachsen, auch wenn diese Prognose mit Risiken behaftet ist: schwache oder instabile Regierungen, Reformmüdigkeit und fehlende Bereitschaft zur Haushaltskonsolidierung sowie die Gefahr eines Scheiterns des dritten Hilfspakets für Griechenland und ein mögliches Ausscheiden Griechenlands aus der Währungsunion. Die große Produktionslücke und die aktuelle Entwicklung bei den globalen Kosten werden die Kerninflation voraussichtlich für einen längeren Zeitraum auf niedrigem Niveau halten, sodass die Headline-Inflation im Prognosezeitraum unter dem EZB-Ziel „unter, jedoch nahe bei 2 %“ liegen wird.

Die EZB wird wahrscheinlich im ersten Quartal 2016 mehr geldpolitische Anreize setzen, darunter eine mögliche, aber nicht drastische Senkung des Einlagenzinssatzes sowie die Erweiterung oder Verlängerung ihres Programms der quantitativen Lockerung. So wurde auf der Sitzung der EZB im Dezember 2015 beschlossen, den Einlagenzinssatz um 10 Basispunkte auf -0,30 % zu senken. Weitere Anreize dürften im Jahr 2017 folgen. Das Ausscheiden Griechenlands aus der Währungsunion ist in den nächsten ein bis drei Jahren immer noch möglich. Das Referendum, das Ende 2016 in Großbritannien über den Verbleib in der EU abgehalten werden soll, findet kaum öffentliche Beachtung, entweder weil die Wahrscheinlichkeit eines Austritts minimal ist oder weil die Folgen für den Euroraum als vernachlässigbar angesehen werden. Welche Auswirkungen dieses Referendum hat, wird sich erst nach einiger Zeit zeigen.

In Deutschland war die Inlandsnachfrage, vor allem der Konsum, der wichtigste Wachstumstreiber im Jahr 2015 und dies dürfte auch 2016 der Fall sein. Die deutsche Wirtschaft ist 2015 um 1,7 % gewachsen und lag damit erneut über dem Durchschnitt der Eurozone. Für 2016 wird ein Wachstum von 1,8 % erwartet, etwas höher als die Prognose für die Eurozone. Niedrige Ölpreise, die konsequente Schaffung von Arbeitsplätzen und eine leichte Nominallohnerhöhung dürften die Konsumausgaben stimulieren und auch Unternehmensinvestitionen sowie Investitionen im Baugewerbe vorantreiben. Der unterdurchschnittliche Wechselkurs des Euro trägt zu wettbewerbsfähigeren Kosten bei. Die möglichen Konsequenzen des 2015 aufgedeckten Volkswagen-Skandals für die deutsche Automobilindustrie sind nach wie vor schwer abzuschätzen. Öffentliche und private Ausgaben im Zuge der Flüchtlingskrise könnten sich dagegen als Mini-Stimulus erweisen. Andererseits hat diese Krise ungeahnte politische Unsicherheiten ausgelöst, die das kommende Jahrzehnt prägen werden.

Türkei

Wie im Vorjahr fanden in der Türkei auch 2015 gleich zwei wichtige Wahlereignisse statt. Bei der ersten Wahl handelte es sich um die regulären Parlamentswahlen, bei denen keine Partei die für eine Regierungsbildung erforderliche Mehrheit erzielte. Nachdem die Koalitionsverhandlungen innerhalb des von der Verfassung vorgegebenen Zeitraums erfolglos geblieben waren, setzte der Staatspräsident Neuwahlen an. Bei diesen Neuwahlen errang die regierende Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) die Mehrheit der Parlamentssitze und konnte damit erneut eine Einparteienregierung bilden. Die Wahl verstärkte die Marktturbulenzen in der Türkei und bremste die Investitionstätigkeiten in den Monaten Juni bis November 2015. Dennoch konnte die türkische Wirtschaft 2015 wieder leicht wachsen und erzielte einen Anstieg des realen BIP um 3,1 % gegenüber dem Vorjahr. Für 2016 wird ein Anstieg um 3,4 % prognostiziert.

Obwohl das offizielle Ziel einer Inflationsrate von 5 % deutlich überschritten wurde, hält die türkische Zentralbank an ihrem wichtigsten Leitzins von 7,5 %, der seit Februar 2015 unverändert ist, fest. Es ist davon auszugehen, dass die Verbraucherpreisinflation in naher Zukunft weiter steigen wird und während des gesamten Prognosezeitraums einen Wert im hohen einstelligen Bereich einnehmen wird. Gründe hierfür sind die gegenwärtige geldpolitische Haltung, die kürzliche Erhöhung der staatlich kontrollierten Löhne und Gehälter und unveränderte Inflationserwartungen. Die Headline-Inflation (VPI) wird 2015 dagegen voraussichtlich 8,8 % betragen, die Arbeitslosenquote 10,2 %. Der Anstieg der Konsumausgaben um 4,5 %, bedingt durch den niedrigen Ölpreis und günstige Finanzierungskonditionen, sorgte dafür, dass das Wachstum ganz klar durch die Inlandsnachfrage stimuliert wurde. Bei den privaten Investitionen war nach einer weitgehenden Stagnierung in den letzten beiden Jahren eine Zunahme um 4,3 % zu verzeichnen. Im Gegensatz zu 2014 standen die Nettoexporte einem Wachstum entgegen, da die Exporte zurückgegangen sind, während die Importe zugenommen haben. Den Daten zufolge ist die Endnachfrage auch im vierten Quartal 2015 mit moderatem Tempo gewachsen. Die Anpassung von Vorratsbeständen dürfte jedoch das BIP-Wachstum gebremst haben, trotz positiver Auswirkungen im dritten Quartal.

Die Inflation ist nach wie vor relativ hoch und das aktuelle Leistungsbilanzdefizit beträgt rund 5 %. Die Türkei verfügt über eine starke Wirtschaft, die sie in die Lage versetzt, sich allein inmitten einer krisengeschüttelten Region zu behaupten.

Die Ratingagentur Fitch hat für die Türkei ein langfristiges Fremdwährungsrating von BBB- mit stabilem Ausblick vergeben. Des Weiteren verfügt die Türkei über ein langfristiges Fremdwährungsrating von Baa3 mit negativem Ausblick von Moody’s und ein BB+(u)-Rating mit negativem Ausblick von S&P.

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER AKBANK AG

ERTRAGSLAGE

Geschäftsergebnis:

Die Bank erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Jahresüberschuss von EUR 49,04 Millionen. Er liegt um EUR 8,96 Millionen über dem Jahresüberschuss des Jahres 2014 von EUR 40,08 Millionen.

Ertragsentwicklung:

Der Zinsüberschuss im Jahr 2015 hat sich mit EUR 72,29 Millionen gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 60,92 Millionen um 19% erhöht. Ursächlich dafür ist das gegenüber dem Vorjahr wesentlich erhöhte Geschäftsvolumen. Die Zinserträge resultieren zu ca. 93% (Vorjahr 94%) aus Kredit- und Geldmarktgeschäften, während ca. 7% (Vorjahr: 6%) aus Anleihezinsen erzielt werden.

Der Provisionsüberschuss war aufgrund des bisherigen Geschäftsmodells der Bank von untergeordneter Bedeutung. Er blieb gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 2,49 Millionen mit EUR 2,25 Millionen nahezu unverändert.

Aufwandsentwicklung:

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen betragen EUR 9,55 Millionen (Vorjahr: EUR 8,09 Millionen).

Die darin enthaltene Personalaufwendungen von EUR 4,11 Millionen sind – vor allem aufgrund der gestiegenen Mitarbeiterzahl - um EUR 0,21 Millionen höher als im Vorjahr (EUR 3,90 Millionen).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen um EUR 1,25 Millionen von EUR 4,19 Millionen auf EUR 5,44 Millionen. Ihr Anstieg ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Bankenabgabe gegenüber dem Vorjahr aufgrund der geänderten Berechnungsmethode zurückzuführen (plus EUR 0,90 Millionen) sowie auf die Erhöhung der Beiträge der Einlagensicherung aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens gegenüber dem Vorjahr (plus EUR 0,27 Millionen).

Die Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung und immaterielle Anlagewerte betragen wie im Vorjahr EUR 0,16 Millionen. Es gab keinerlei Sonderabschreibungen.

Infolge der unverändert konservativen Geschäftspolitik der Bank waren im Kreditgeschäft des Berichtsjahres erneut keinerlei Kreditausfälle zu verzeichnen.

Im Geschäftsjahr 2015 kam es zu Erträgen und Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft in Höhe von EUR 5,49 Millionen (Vorjahr: Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft in Höhe EUR 1,52 Millionen). Diese Erträge betreffen die Netto-Auflösungen der Länderwertberichtigungen in Höhe von EUR 5,5 Millionen. Die Aufwendungen des Vorjahres betrafen die Netto-Zuführungen zu den Länderwertberichtigungen in Höhe von EUR 1,52 Millionen.

Verminderungen bei den Länderwertberichtigungen gab es bei der Türkei, Russland, Bahrain und den Britischen Jungferninseln, während es bei Jordanien und Südafrika zu einer Zuführung kam. Bei der Bildung von Länderwertberichtigungen bewegt sich die Bank in Ihrer Risikoeinschätzung der Länderrisiken im Rahmen der Risiko-Bandbreiten des Bundesamts für Steuern.

Im Berichtsjahr hat die Bank die Kreditrisikoberichtigung für türkische Risiken in Höhe von 3% beibehalten. Der Grund liegt in der weiterhin erwarteten positiven, mittelfristigen makroökonomischen Entwicklung des Landes.

In 2015 verbuchte die Bank Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren in Höhe von EUR 2,03 Millionen (Vorjahr: EUR 4,92 Millionen). Die Erträge resultieren überwiegend aus Anleihe-Verkäufen von Unternehmen, für die sich die Risikoeinschätzung der Bank verändert hat.

FINANZLAGE

Die Zahlungsfähigkeit der Akbank AG war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Die Mindestreserveverpflichtungen gegenüber der Deutschen Bundesbank wurden ebenso eingehalten, wie der Liquiditätsgrundsatz gemäß LiqV.

Die Akbank AG ist Mitglied des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken e.V. Köln, über den Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten bis zu einer Einlagenhöhe von 20% des haftenden Eigenkapitals der Bank gemäß § 6 der Statuten des Einlagensicherungsfonds abgesichert werden. Aufgrund dieser Mitgliedschaft, die den Kunden eine hohe Sicherheit ihrer Einlagen gewährleistet, war es der Bank stets möglich, kurzfristig den Bestand an Kundeneinlagen zu erhöhen bzw. die Liquidität zeitnah an den jeweiligen Refinanzierungsbedarf anzupassen.

Die regulatorische Liquiditätskennziffer gemäß LiqV lag im Durchschnitt bei 1,21 (Vorjahr: 1,43) und somit deutlich über dem aufsichtsrechtlich erforderlichen Mindestwert von 1.

VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2015 auf EUR 4.774,34 Millionen und war damit 9% höher als im Vorjahr (EUR 4.360,29 Millionen). Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen der Anstieg bei den Forderungen an Kunden (plus EUR 218,35 Millionen) und bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (plus EUR 204,62 Millionen).

Die Entwicklung der Bilanzsumme der Jahre 2006 bis 2015 stellt sich wie folgt dar:

Bild

Die Barreserve erhöhte sich von EUR 80,44 Millionen im Jahr 2014 auf EUR 188,67 Millionen im Jahr 2015.

Gleichzeitig verminderten sich die Forderungen an Kreditinstitute von EUR 532,98 Millionen im Jahr 2014 auf EUR 413,66 Millionen im Jahr 2015.

Die Forderungen an Kunden erhöhten sich im gleichen Zeitraum von EUR 3.321,16 Millionen auf EUR 3.539,51 Millionen. Sie machen 74,1% der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 76,2%).

Alle Schuldverschreibungen und andere festverzinslichen Wertpapiere in Höhe von EUR 627,05 Millionen (Vorjahr: EUR 422,44 Millionen) sind handelsrechtlich dem Anlagebestand zugeordnet.

Die immateriellen Anlagenwerte und Sachanlagen in Höhe von EUR 0,44 Millionen sind nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände von EUR 3,73 Millionen (Vorjahr: EUR 1,68 Millionen) betreffen im Wesentlichen Nettoforderungen von EUR 0,79 Millionen (Vorjahr: EUR 0,79 Millionen) gegenüber der niederländischen Zentralbank (DNB), die als Verwalterin der im Jahre 2009 insolvent gewordenen niederländischen DSB Bank N.V. agiert und Steuerforderungen aus Erstattungsansprüchen für Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Vorsteuer von EUR 2,88 Millionen (Vorjahr: EUR 0,83 Millionen).

Die Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 1,28 Millionen (Vorjahr: EUR 1,14 Millionen) enthält in Höhe von EUR 0,74 Millionen (Vorjahr EUR 0,82 Millionen) Aufwandsabgrenzungen und in Höhe von EUR 0,54 Millionen (Vorjahr: EUR 0,32 Millionen) abgegrenzte Vorausgebühren aus dem Kreditgeschäft.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 769,93 Millionen (Vorjahr: EUR 693,64 Millionen) bzw. 16,1% (Vorjahr: 16,0%) der Bilanzsumme. In diesem Betrag sind Refinanzierungen der Deutschen Bundesbank in Höhe von EUR 159,72 Millionen (Vorjahr: EUR 184,72 Millionen), Refinanzierungen durch Repogeschäfte von EUR 266,49 Millionen (Vorjahr: EUR 157,38 Millionen) und Konsortialverbindlichkeiten von EUR 226,53 Millionen (Vorjahr: EUR 111,91 Millionen) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betragen EUR 3.380,95 Millionen (Vorjahr: EUR 3.185,51 Millionen). Dies entspricht 70,8% (Vorjahr: 73,1%) der Bilanzsumme. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden entfallen EUR 456,65 Millionen (Vorjahr: EUR 536,90 Millionen) auf das Einlagengeschäft mit Privatkunden und EUR 2.924,30 Millionen (Vorjahr: EUR 2.648,61 Millionen) auf das Einlagengeschäft mit institutionellen Kunden. Zu Ihnen zählen überwiegend Gemeinden, Sozialversicherungsträger, öffentlich-rechtliche Körperschaften sowie Unternehmen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten, passiven Rechnungsabgrenzungen und Rückstellungen verminderten sich von EUR 97,13 Millionen im Jahr 2014 auf EUR 84,75 Millionen im Jahr 2015. Die Veränderung wurde im Wesentlichen verursacht durch die Verminderung der Swapverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Termingeschäften aus der Devisenabsicherung der Fremdwährungsforderungen von EUR 91,18 Millionen im Vorjahr auf EUR 81,01 Millionen im Berichtsjahr.

Die Rechnungsabgrenzungen verminderten sich um EUR 0,11 Millionen, die Steuerrückstellungen um EUR 1,60 Millionen und die sonstigen Rückstellungen um EUR 0,08 Millionen.

Im Berichtsjahr 2015 wurden passive latente Steuern in Höhe von EUR 7,39 Millionen (Vorjahr: EUR 1,74 Millionen) gebildet.

Das Eigenkapital erhöhte sich von EUR 382,27 Millionen im Jahr 2014 um den Kapitalerhöhungsbetrag des gezeichneten Kapitals von EUR 100,00 Millionen und um den Jahresüberschuss des Geschäftsjahrs 2015 von EUR 49,04 Millionen auf EUR 531,31 Millionen zum Bilanzstichtag 2015.

Die Eventualverbindlichkeiten betragen EUR 16,93 Millionen (Vorjahr: EUR 19,02 Millionen) und resultieren im Wesentlichen aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen.

Die Höhe der unwiderruflichen Kreditzusagen hat sich im Berichtsjahr von EUR 24,73 Millionen auf nahezu EUR 0,01 Millionen vermindert.

WICHTIGSTE FINANZIELLE KENNZIFFERN

Die wichtigsten finanziellen Kennziffern werden im folgenden Dreijahres-Vergleich dargestellt:

Kennziffern 2015 2014 2013
Durchschnittliche Eigenkapitalquote (ohne Einbeziehung der bargesicherten Darlehen) 1) 13,00% 13,62% 13,24%
Gesamtkapitalquote 2) 14,38% 12,29% 16,49%
Gewinn nach Steuern in % zum durchschnittlichen Eigenkapital (ROAE) 3) 10,69% 11,12% 10,84%
Gewinn nach Steuern unter Eliminierung der Effekte aus der Bildung/Auflösung der Länderwertberichtigungen in % zur durchschnittlichen Bilanzsumme (ROAA) (ohne Einbeziehung der bargesicherten Darlehen) 4) 1,16% 1,45% 1,34%
Zinsmarge (ohne Einbeziehung der bargesicherten Darlehen) 5) 1,92% 2,13% 1,97%
Aufwands-Ertrags-Verhältnis(Cost-Income-Ratio - CIR) 6) 12,65% 11,98% 13,90%
Kreditausfallquote 7) 0,00% 0,00% 0,00%

1) Die durchschnittliche Eigenkapitalquote ist der Quotient aus dem durchschnittlichen Monatsend-Eigenkapital des Jahres 2015 dividiert durch die durchschnittliche Monatsend-Bilanzsumme vermindert um die bargesicherten Darlehen des Jahres 2015.

2) Die aufsichtsrechtliche Gesamtkapitalquote der Eigenmittel, die das Verhältnis zwischen den Eigenmitteln (gemäß Artikel 92 Verordnung (EU) Nr. 575/2013) der Bank und seinen gewichteten Risikoaktiva beschreibt, darf 8% nicht unterschreiten.

Die Bank hat diese Mindestgrenze im Berichtsjahr stets deutlich überschritten. Die durchschnittliche Gesamtkapitalquote lag bei 13,73% (Vorjahr: 13,31%).

3) Der Gewinn nach Steuern in % zum durchschnittlichen Eigenkapital (ROAE) ermittelt sich als handelsrechtlicher Gewinn des Jahres 2015 nach Steuern dividiert durch das durchschnittliche Eigenkapital der Monatsenden des Jahres 2015.

4) Der Gewinn nach Steuern unter Eliminierung der Effekte aus der Bildung/Auflösung der Länderwertberichtigungen und der Zinseffekte der bargesicherten Darlehen in % zur durchschnittlichen Bilanzsumme ohne bargesicherte Darlehen wird ermittelt aus dem Gewinn des Jahres 2015 vermindert um den Nettoeffekt aus der Auflösung der Länderwertberichtigungen nach Steuern und vermindert um den Nettozins aus den bargesicherten Darlehen nach Steuern dividiert durch die durchschnittliche Monatsend-Bilanzsumme vermindert um die bargesicherten Darlehen des Jahres 2015.

5) Die Zinsmarge wird ermittelt als Nettozinsergebnis des Jahres 2015 ohne die Nettozinsen der bargesicherten Darlehen dividiert durch die durchschnittliche Monatsend-Bilanzsumme vermindert um die bargesicherten Darlehen des Jahres 2015.

6) Das Aufwands-Ertrags-Verhältnis (Cost-Income-Ratio (CIR)) ist das Verhältnis aus operativen Aufwendungen durch operative Erträge. Im Einzelnen ermittelt sich die Marge aus der Summe aus Verwaltungskosten und Abschreibungen dividiert durch die Summe aus Zinsüberschuss, Provisionsüberschuss, sonstiges Nettoergebnis und den Erträgen aus den Zuschreibungen der wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere.

7) Die Kapitalausfallquote ist der Quotient aus wertberichtigten Forderungen an Kreditinstitute und Kunden dividiert durch die Summe aus Forderungen an Kreditinstitute und Kunden. Die Akbank AG hat seit über 10 Jahren keine Forderungsausfälle erlitten.

ZUSAMMENFASSENDE BEURTEILUNG DER ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Die Ertragslage der Akbank AG hat sich erfreulich entwickelt und ist - Dank der konservativen Risikopolitik der Bank - wie auch in den Vorjahren unbelastet von Kreditausfällen.

Die Bank verfügt stets über ausreichende Liquiditätsreserven. Der Grad der Fristentransformation und die damit verbundenen Risiken sind vergleichsweise gering. Die Finanz- und Liquiditätslage entspricht in vollem Umfang den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.

Die hohe Eigenkapitalquote der Bank ist geeignet, mögliche Risiken zu kompensieren und ist eine stabile Grundlage zu weiterem Wachstum.

NACHTRAGSBERICHT

Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse und Entwicklungen von besonderer Bedeutung eingetreten, die nicht bereits in diesem Lagebericht erwähnt werden.

RISIKOBERICHT

Die Gesamtbanksteuerung der Akbank AG ist darauf ausgerichtet, Wachstum und Wertsteigerung bei jederzeit kontrollierten Risiken zu erzielen. Alle strategischen und operativen Maßnahmen unterliegen einer sorgfältigen Abwägung der Chancen und Risiken. Diese werden in regelmäßigen Abständen und unter Berücksichtigung der aktuellen Markt- und Unternehmensentwicklung sowie der regulatorischen Rahmenbedingungen neu bewertet. Hierbei werden sowohl die Zielvorgaben der Aktionäre als auch die Anforderungen und Regelungen der Bankaufsicht und des deutschen Einlagensicherungsverbandes berücksichtigt.

Organisation des Risikomanagements

Die Akbank AG betrachtet klar definierte Aufgabenbereiche und Verantwortlichkeiten, die im Rahmen von schriftlich fixierten Ordnungen dokumentiert sind, als essentielle Voraussetzung für ein erfolgreiches Risikomanagement und eine wirksame Risikokontrolle. Die mit den eingegangenen Geschäften verbundenen Risiken werden durch den Gesamtvorstand kontrolliert. Zur Unterstützung der unternehmerischen Entscheidungsfindung erörtert der Vorstand die aktuellen Themen zur Geschäfts- und Risikolage in diversen bankinternen Gremien. Hierzu gibt es auf der Aufsichtsebene mit dem Audit Committee (AC), dem Risk Committee (RC), dem Credit Committee (CC) und dem HR Committee (HRC) sowie auf der Managementebene mit dem Asset and Liability Committee (ALCO) dem internen Credit Committee (iCC) und dem internen Risk Committee (iRC) verschiedene Gremien, in denen die relevanten Informationen aufbereitet und diskutiert werden.

Die Funktionstrennung zwischen Markt und Marktfolge ist in organisatorischer Hinsicht sichergestellt. Die Risikokontrolle erfolgt durch die marktunabhängigen Abteilungen Risk Management, Credit, Accounting & Reporting und Operations.

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand im Rahmen der gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorgaben sowie mit Hilfe des AC und des RC und stellt damit sicher, dass die Geschäftsführung der Akbank AG im Rahmen der Geschäfts- und Risikostrategie sowie der aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Regelungen erfolgt.

Risikotragfähigkeit, Risikolimite sowie Risikoparameter

Das Geschäftsmodell der Akbank AG, das im Wesentlichen die Finanzierung von großen Firmenkunden zum Inhalt hat, birgt das Risiko von Kreditausfällen, die negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage der Bank haben können. Diese Art von potenziellen Verlusten muss stets durch ausreichende Eigenmittel absorbierbar sein, um den Fortbestand des Instituts zu gewährleisten.

Das Gesamtrisiko der Bank resultiert aus der Summe von Risiko behafteten Einzelentscheidungen und Geschäftsvorfällen. Daher muss die Bank sowohl aus ökonomischer als auch aus regulatorischer Sicht auf Grundlage ihres Gesamtrisikoprofils sicherstellen, dass die wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend abgedeckt werden können.

Das Gesamtrisikoprofil sowie die Risikoinventur sind im Risikohandbuch dargelegt. Die Risikotragfähigkeitsbetrachtung wird von der Abteilung Risk Management mindestens einmal im Monat durchgeführt und dem Vorstand zur Kenntnis gereicht.

Zur Einhaltung der Risikotragfähigkeit werden den einzelnen Risikoarten Limitierungen zugeordnet. Diese dienen zur Risikobegrenzung, damit eintretende Risiken die zur Verfügung stehenden Deckungsmassen nicht übersteigen. Zugleich darf die Summe aller Risiken die Risikodeckungsmasse in Bezug auf die Summe aller Limite nicht übersteigen. Im Rahmen der Risikoquantifizierung werden die Risiko mindernden Effekte aus Korrelationen zwischen verschiedenen Risikoarten derzeit nicht berücksichtigt.

Die für die Überwachung und Steuerung der Risiken relevanten Limite und Parameter sowie die Kontrollmechanismen hinsichtlich deren Einhaltung sind in der Risikostrategie definiert.

Adressenausfallrisiken

Adressenausfallrisiken der Akbank AG betreffen insbesondere die Subrisiken: Kreditnehmereinzelrisiken, Länderrisiken und Branchenrisiken.

Im Rahmen der Beurteilung von Kreditnehmereinzelrisiken werden in erster Linie jene Risiken analysiert und quantifiziert, die infolge von Bonitätsverschlechterungen zu Kreditausfällen führen können und damit die Gewinn- und Verlustrechnung negativ beeinflussen können.

Ein weiteres wesentliches Steuerungsmerkmal für Kreditnehmerrisiken sind die Regelungen zur Begrenzung der potenziellen Risiken unter Berücksichtigung der Granularität des Kreditportfolios (Klumpenrisiken) sowie hinsichtlich Größenklassen.

Zusätzlich werden Länder- und Branchenrisiken durch in der Risikostrategie festgelegte Diversifikations- und Limitierungskriterien begrenzt.

Maßnahmen zur Vermeidung von Adressenausfallrisiken

Adressenausfallrisiken werden nach den Grundsätzen der Diversifizierung, Limitierung und Fristigkeit gesteuert. Für jeden Kreditnehmer respektive jede Kreditnehmereinheit wird der Kreditrahmen als Ergebnis eines sorgfältigen Analyse- und Genehmigungsprozesses festgelegt. Dabei werden Kreditnehmer der Akbank AG mittels eines internen Rating-Systems unter Berücksichtigung der Analyseergebnisse in verschiedene Risikogruppen eingeteilt. Kreditausfallszenarien werden sowohl für Einzelkreditnehmerrisiken als auch für Portfoliokreditrisiken durch interne Analysen und Messinstrumente ausgewertet.

Limitierungen im Hinblick auf Ausfallwahrscheinlichkeiten, Konzentrationen hinsichtlich Kreditnehmereinheiten, Länder, sowie Branchen werden als weitere quantitative Steuerungselemente verwendet.

Eine im Bedarfsfall angemessene Besicherung des Kreditengagements ist ein weiteres Instrument zur Risikobegrenzung.

Die Bank verwendet geeignete, computergestützte Kontrollsysteme für die Verwaltung, Überwachung und Kontrolle von Kreditrisiken.

Bei der Überprüfung und Überwachung von Risiken und im Rahmen der Berichterstattung (z.B. Berichte zur Klassifizierung von Kreditnehmern nach unterschiedlichen Kriterien wie Rating, Kreditausfallquote, Land oder Branche) werden auch externe Informationsquellen verwendet.

Die funktionelle Trennung zwischen den Marktbereichen (Firmenkunden, Privatkunden und Treasury) und den Marktfolgebereichen (Kreditrisikomanagement, Risikokontrolle und Zahlungsverkehr) wird durchgängig beachtet.

Unter Beachtung steuerlicher Vorgaben sowie auf der Grundlage der Kreditausfallhistorie wird mindestens im jährlichen Turnus der Bedarf an Pauschalwertberichtigungen für latente Kreditrisiken ermittelt; letztere sind aufgrund der geringen Ausfälle der Vergangenheit jedoch betragsmäßig ohne Bedeutung.

Zur Vorsorge für Risiken aus Ausleihungen an Kreditnehmer in Ländern, die ein vergleichsweise erhöhtes Länderrisiko aufweisen (z.B. die Türkei), hat die Bank unter Nutzung der steuerlichen Wahlrechte pauschale Länderwertberichtigungen gebildet.

Im Berichtsjahr liegt die Bank in ihrer eigenen Beurteilung der Länderrisiken für die Türkei im Rahmen der empfohlenen Bandbreiten des Bundeszentralamts für Steuern. Die Länderwertberichtigung verminderten sich insgesamt im Berichtsjahr um EUR 5,5 Millionen auf EUR 44,8 Millionen (Vorjahr: EUR 50,3 Millionen). In diesem Gesamtbetrag ist die Länderwertberichtigung für die Türkei mit EUR 42,2 Millionen (Vorjahr: EUR 44,2 Millionen) der größte Einzelposten.

Für die Ermittlung des Länderrisikos für die Türkei ist maßgeblich, dass die Akbank AG als Tochtergesellschaft der Akbank T.A.S., eine der führenden Banken in der Türkei, in der Lage ist, Entwicklungen am türkischen Markt sowie sich anbahnende Krisen frühzeitig zu erkennen, um bei Bedarf frühzeitig geeignete Steuerungsmaßnahmen zu ergreifen.

Im Rahmen ihrer Risikoinventur hat die Bank neben Adressenausfallrisiken weitere Risikoarten sowie Subrisiken identifiziert und hinsichtlich ihrer Relevanz für die Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage analysiert. Diese Risiken sowie die zugehörigen Maßnahmen zur Vermeidung und Steuerung sind nachfolgend dargestellt.

Marktpreisrisiken

Relevante Marktpreisrisiken sind die beiden Subrisiken Währungsrisiken und Abschreibungsrisiken von Wertpapieren aufgrund von Zinsänderungen.

Währungsrisiken werden aufgrund des hohen Anteils von Kreditforderungen in Fremdwährung an den Gesamtausleihungen zeitnah abgesichert und sind damit auf geringfügige offene Posten (im Wesentlichen auf Zinsforderungen in Fremdwährung) beschränkt. Letztere sind durch Währungs-Swaps gegen den Euro abgesichert, damit die offenen Posten innerhalb des in der Risikostrategie definierten Rahmens für die Devisenpositionen bleiben, welcher substantiell unter der für Nichthandelsbuchinstitute vorgesehenen Grenze ist. Abgesehen von geringfügigen Zinsforderungsbeträgen in Fremdwährungen werden keine nennenswerten offenen Posten in Bezug auf Fremdwährungen gehalten.

Aufgrund dieser Vorgehensweise wird das Marktpreisrisiko aus Währungskursschwankungen auf einen im Verhältnis zur Kapitalausstattung unwesentlichen Betrag begrenzt. Ein Restrisiko ergibt sich primär aus der Tatsache, dass sich für betragsmäßig kleinere Transaktionen keine geeigneten Hedging-Partner finden lassen. Gleichwohl besteht - zur Wahrung von Marktchancen - die Option, in begrenztem Umfang und im Rahmen definierter Parameter, Marktpreisrisiken einzugehen.

Abschreibungsrisiken von Wertpapieren aufgrund von Zinsänderungen sind von untergeordneter Bedeutung, da das Wertpapierportfolio der Akbank AG ausschließlich zu Anlagezwecken unterhalten wird und folglich dem Anlagevermögen zugeordnet ist.

Zinsänderungsrisiken (Zinsspannenrisiken)

Zinssatzrisiken im Hinblick auf das Kreditvermögen und das Wertpapierportfolio werden durch Refinanzierung zu weitgehend korrespondierenden Fälligkeiten auf der Passivseite oder Zinssicherungsinstrumente vermieden bzw. gemindert. Das verbleibende Zinssatzrisiko unterliegt einer permanenten Überwachung und darf bestimmte, vom Vorstand und Aufsichtsrat vorgegebene, interne Risikoparameter nicht übersteigen.

Neben den Anforderungen des Bafin-Rundschreibens 11/2011 werden Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch mittels eines internen Modells (Stresstests) täglich auf eine spontane Veränderung der Zinsstrukturkurve um +200 bps für harte bzw. +600 bps für weiche Währungen (Zinsschock) und eine Veränderung der Spreads für die Geschäfte, die von der Türkei abhängig sind um + 200 bps (Spreadschock) untersucht. Auch in einem solchen simulierten Stress-Szenario soll sich der Marktwert des Eigenkapitals um nicht mehr als ±20% verändern.

Zusätzlich werden einmal im Quartal im Rahmen der Stresstests die Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch auch mittels dieses internen Modells auf folgende Änderungen der Zinsstrukturkurve untersucht:

Scenario Schock für harte Währungen Schock für weiche Währungen
Parallelverschiebung +/- 200 bps +/- 500 bps
Parallelverschiebung +400 bps -300 bps +700 bps -600bps
Versteilung von + 200 bps auf +400 bps von +300 bps auf + 700 bps
Abflachung von - 200 bps auf - 400 bps von - 300 bps auf - 700 bps

Offene Zinspositionen werden durch den Bereich „Treasury“ regelmäßig abgesichert.

Konzentrationsrisiken

Die Akbank AG steuert Konzentrationsrisiken, indem sie neben den KWG-Vorschriften zur Begrenzung von Groß-, Millionen- und Organkrediten (KWG §§ 13-15; 19 Abs. 2), den Vorschriften der GroMiKV und den Vorschriften der CRR (Artikel 387-403), die spezifische Begrenzungen bei einzelnen Kreditnehmerarten vorschreiben, im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzept diverse Kriterien festlegt. Diesen Kriterien werden mittels Limitierung und Parametrisierung Signifikanzgrenzen der Risikokonzentration z.B. hinsichtlich Branchen- und Länderrisiken zugeordnet. Dabei kommen anerkannte Verfahren und Methoden (Herfindahl-Index) zur Bewertung von Konzentrationsrisiken im Hinblick auf die Risikotragfähigkeit zum Einsatz.

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiken werden die Subrisiken kurzfristige Liquiditätsrisiken, Refinanzierungsrisiken sowie Marktliquiditätsrisiken betrachtet.

Die Akbank AG überwacht täglich die Liquiditätsrisiken und die Einhaltung der Liquiditätskennziffern gemäß der LiqV.

Die Liquiditätsteuerung liegt primär in der Verantwortung des Bereichs „Treasury“. Die tägliche Steuerung der Liquidität sowie die Überwachung der Einhaltung von externen und internen Parametern erfolgt an Hand von speziell entwickelten Instrumenten.

Unterstützt durch die Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken ist die Bank in der Lage, kurzfristig Kundeneinlagen mit hohen Volumina zu akquirieren, indem sie sich der Dienste diverser Makler bedient, die im Auftrag von potenziellen Anlegern Geldanlagen vermitteln. Damit war in der Vergangenheit stets eine hinreichende Liquiditätsversorgung gewährleistet.

Ein kurzfristiger Liquiditätsbedarf kann auch über Banken, die zu Gunsten der Bank Kreditlimite vorgemerkt haben, gedeckt werden.

Der Teil des Kredit- bzw. Wertpapierbestandes der Bank, der die Beleihungsanforderungen der Deutschen Bundesbank respektive der EZB erfüllt, wird zur Absicherung für die tageweise Inanspruchnahme von Bundesbankmitteln oder zur Teilnahme an Offenmarktgeschäften der Bundesbank verwendet.

Im Einzelfall kann der Bestand an Wertpapieren zur Deckung eines kurzfristig oder unplanmäßig auftretenden Liquiditätsbedarfs auch über Repo-Geschäfte mit Banken genutzt werden.

Daneben besteht prinzipiell die Möglichkeit, einen Teil des Wertpapierbestandes sowie ausgewählte (in der Regel syndizierte) Kredite kurzfristig über den Sekundärmarkt an externe oder nahestehende Investoren (z.B. Akbank T.A.S.) zu veräußern, um mögliche Liquiditätsengpässe zu überbrücken.

Als Sicherungsmaßnahme hat die Bank eine Notfallplanung für Liquiditätsengpässe vorbereitet und überwacht die Liquidität u.a. mittels folgender Parameter.

- Liquiditätskennziffer nach LiqV;

- Bankinterner Stress Test der Geldzuflüsse und Geldabflüsse unter Berücksichtigung von Terminrisiken, Refinanzierungsrisiken, Abrufrisiken und Ausfallrisiken;

- Verhältnis der Barreserve zur Bilanzsumme;

- Verhältnis der Tagesgeldkonten zu den gesamten Kundeneinlagen;

- LCR und NSFR nach Basel III;

- Verhältnis der Reserven, freien Linien bei der Deutschen Bundesbank und freien Limiten bei der Akbank T.A.S. zu den gesamtenEinlagen (exklusive der Barsicherheiten und den Verbindlichkeiten gegenüber Akbank T.A.S.)

Auf Basis des derzeitigen Geschäftsmodells werden die implementierten Liquiditätsmess- und -steuerungsverfahren als angemessen erachtet. Fristentransformation wird nur in eingeschränktem Umfang betrieben.

Operationelle Risiken

Organisatorische und technische Maßnahmen dienen der Schadensvermeidung bzw. der Schadensbegrenzung bei allen operationellen Risiken. So sind Organisationsanweisungen, Mitarbeiterschulungen, Qualitätsmanagement sowie Notfallpläne, die in verschiedenen internen Richtlinien dokumentiert sind und regelmäßig aktualisiert werden, Bestandteile einer effizienten Risikobegrenzung.

Die Einhaltung des 4-Augen-Prinzips und die in diesem Zusammenhang gegebene Trennung von Eingabe- und Freigabe-Funktionen in den EDV-Systemen der Bank sind weitere wesentliche Maßnahmen zur Vermeidung operationeller Risiken.

Zur Begrenzung von Betriebsrisiken werden Backup-Systeme für wichtige Hard- und Software vorgehalten. Damit auch die Sicherung im Falle von Softwarefehlern gewährleistet ist, werden geeignete Wartungsvereinbarungen mit externen sowie zur Akbank-Gruppe gehörenden IT-Support-Anbietern abgeschlossen, auf die im Bedarfsfall zurückgegriffen werden kann.

Die Bank arbeitet mit dem Kernbankensystem Flexcube der Firma Oracle. Das System wird gemäß Auslagerungsverträgen hardwareseitig von der Akbank T.A.S., Istanbul betrieben und gewartet.

Neben der physischen Infrastruktur (insbesondere der Hardware-Ausstattung) ist für die Akbank AG die Systemarchitektur (z.B. Multi-Tier-Serverstruktur, Software-Ausstattung) von besonderer Bedeutung. Beide sind in der Regel redundant bzw. modular aufgebaut, um stets eine hohe Verfügbarkeit aller notwendigen Systeme bzw. Komponenten zu gewährleisten. Im Rahmen der Notfallplanung für den EDV-Bereich werden auch die externen Dienstleister (z.B. der Bank-Verlag) und deren Notfallvorsorge berücksichtigt.

Die Verfügbarkeit der wesentlichen EDV-Systeme, insbesondere des Kernbankensystems Flexcube, lag auch im abgelaufenen Geschäftsjahr bei durchschnittlich 99,9% auf einem sehr hohen Niveau. Im Falle eines totalen Systemausfalls bzw. für den Fall, dass die Geschäftsräume der Bank nicht mehr betreten werden können, wurde mit einer Drittfirma eine Service Level Vereinbarung (SLA) getroffen, um im Notfall die von dieser Drittfirma angemieteten Räumlichkeiten und EDV-Systeme nutzen zu können.

Der Vorstand trägt nach regelmäßiger Beratung mit dem Aufsichtsrat dafür Sorge, dass eine ausreichende Anzahl von Mitarbeitern beschäftigt werden, die hinreichend qualifiziert sind, damit auch in Urlaubszeiten und bei unerwarteter Abwesenheit von Mitarbeitern ein reibungsloser Geschäftsablauf gewährleistet werden kann.

Im Hinblick auf die Personalrisiken sucht das Management bei Bedarf auf dem Arbeitsmarkt nach geeigneten Fachkräften und bemüht sich darum, Mitarbeiter anzustellen, die bereits über eine gewisse Berufserfahrung im Bankgeschäft verfügen.

Von den 42 Mitarbeitern der Bank zum Jahresende 2015 arbeiteten 15 länger als 5 Jahre in der Bank, sodass Schlüsselkompetenzen über einen langen Zeitraum erhalten bleiben (Vorjahr: 38 Mitarbeiter, davon 14 Mitarbeiter mit einer Betriebszugehörigkeit von über 5 Jahren).

Zur Vermeidung bzw. Minimierung von rechtlichen Risiken stellt die Bank sicher, dass sämtliche rechtlichen Transaktionen auf der Grundlage eindeutiger und ordnungsgemäß dokumentierter Vereinbarungen durchgeführt werden. Zu diesen Zwecken verwendet die Bank, sofern möglich, Standardvereinbarungen, die im Bankgeschäft üblicherweise verwendet werden und von dem in Köln ansässigen Bank-Verlag geprüft und empfohlen werden. Diese Formulare werden vom Bank-Verlag ständig in Übereinstimmung mit den rechtlichen Anforderungen aktualisiert und sind über web-basierte Online-Systeme verfügbar. Sofern die Verwendung von extern erworbenen Standardunterlagen nicht angemessen ist, werden Vereinbarungen von wesentlicher rechtlicher Bedeutung von externen Rechtsanwälten überprüft. Inwieweit dies erforderlich ist, entscheidet der zuständige Abteilungsleiter gegebenenfalls gemeinsam mit dem Vorstand. Ferner stellt die Bank den Mitarbeitern der Kreditabteilung besonders wichtige Dokumente als interaktive PDF-Dokumente zur sicheren Nutzung zur Verfügung.

Im Betriebsablauf auftretende Mängel, Fehler oder sonstige Ereignisse, die materielle und immaterielle Schäden für die Bank verursachen können, werden in einer Schadensfalldatenbank festgehalten und in regelmäßigem Turnus dem Vorstand zur Kenntnis gebracht.

Nachfolgende Überwachungs- bzw. Sicherungsmaßnahmen stehen beispielsweise zur Verfügung:

- Prüfungen durch die Innenrevision,

- Notfallplanung und Notfallbüro,

- System- und Prozessdokumentationen (bspw. Kreditrichtlinie),

- Backup-Systeme im IT-Bereich,

- Stellenbeschreibungen/Vertretungsregelungen,

- Schadensfalldatenbank.

Geschäftsrisiken

Die Geschäftsrisiken umfassen die Risiken aus unerwarteten Verlusten durch eine Abweichung der Erträge oder der Kosten von den im Rahmen des Budgetierungsprozesses festgelegten Planzahlen.

Auf der Basis der Planzahlen wird der tatsächliche Geschäftsverlauf der Bank durch monatliche Soll-Ist-Vergleiche zeitnah überwacht. Die Ertrags- und Produktivitätssteuerung obliegt unmittelbar dem Vorstand.

Eine fortlaufende Überwachung und Kontrolle erfolgt auch mittels Tagesbilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen auf Tagesbasis und weiterer täglich erstellter Berichte und Auswertungen, die im Controlling oder den jeweiligen Fachabteilungen angefertigt und regelmäßig dem Vorstand der Bank sowie im Einzelfall auch dem Aufsichtsrat vorgelegt werden.

Sonstige Risiken

Unter den sonstigen Risiken subsummiert die Bank die strategischen Risiken, die mit den bisherigen und zukünftigen Entscheidungen zum Geschäftsmodell verbunden sind, und die Reputationsrisiken, die sich aus einer möglichen Rufschädigung der Bank infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit ergeben könnten. Im Rahmen der Steuerung dieser Risiken werden schwerpunktmäßig Aspekte der Unternehmensplanung, die Wettbewerbssituation sowie die Positionierung der Akbank AG innerhalb der Akbank Gruppe berücksichtigt. Entscheidungen zum Geschäftsmodell werden durch den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats auf Basis geeigneter Analysen getroffen. Die Bearbeitung und Vorbereitung solcher Fragen erfolgt je nach Entscheidungsgegenstand in den zuständigen Abteilungen, gegebenenfalls auch mit Unterstützung externer Berater.

Stress-Tests

Die Bank führt sowohl auf (Makro-)Szenarien als auch auf Sensitivitäten einzelner Risikofaktoren basierende Stress-Tests unter Berücksichtigung aller relevanten Risikoarten durch, wobei entsprechend dem Geschäftsschwerpunkt der Akbank AG die Türkei-Risiken eine wichtige Rolle spielen. Bei den Stress-Tests werden die Auswirkungen von außergewöhnlichen, aber plausibel möglichen Ereignissen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage analysiert, um das Gefährdungspotenzial solcher Veränderungen für die Risikotragfähigkeit der Bank einzuschätzen und im Bedarfsfall frühzeitig Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Bei den im Jahr 2015 durchgeführten Stress-Tests wurde die Risikotragfähigkeit auf „going concern“ Basis überprüft.

Zusätzlich wurden sogenannte inverse Stress-Tests implementiert, um ausgehend von der aktuellen Positionierung Risikoszenarien zu ermitteln, welche die Bank zur Nichtfortführbarkeit ihres Geschäftsmodells zwingen könnten. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten dieser Kombinationen der Risikofaktorveränderungen wurden von der Bank jedoch als äußerst gering eingestuft.

Die Stress-Tests für Liquiditätsrisiken werden im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzepts nicht berücksichtigt, da sie aufgrund ihrer Eigenart nicht sinnvoll durch das Risikodeckungspotenzial begrenzt werden können (AT 4.1 Tz 4 MaRisk). Daher betrachtet die Bank die Stress-Tests für Liquiditätsrisiken unter dem Aspekt der Liquiditätsnotfallplanung.

Risikobeurteilung

Auf der Basis einer konservativen Geschäftspolitik sowie aufgrund einer gewissenhaften Umsetzung unserer Prinzipien für das Kreditgeschäft, die stringente Einhaltung interner Risikoparameter, eines proaktiven und umsichtigen Risikomanagements sowie aufgrund der stabilen wirtschaftlichen Lage unseres Hauptmarktes Türkei hatte die Akbank AG im Jahr 2015, wie auch in den Vorjahren, keine Ausfälle zu verzeichnen. Insgesamt ist festzuhalten, dass im Berichtsjahr keine Risiken bestanden haben, die das Fortbestehen der Akbank AG hätten gefährden können.

PROGNOSEBERICHT

Im Jahr 2015 hat sich das Geschäftsvolumen der Akbank AG um 9% erhöht. Die Bank plant ein höheres Wachstum für das Jahr 2016.

Die Bank rechnet damit, dass sich das allgemeine Zinsniveau im Laufe des Jahres 2016 auf niedrigem Niveau halten wird.

Das breit angelegte mittelfristige türkische Wirtschaftswachstum liegt im Vergleich mit dem Wirtschaftswachstum der europäischen und OECD-Staaten im oberen Bereich. Die Bank geht davon aus, auch weiterhin an dieser erfreulichen Entwicklung partizipieren zu können und erwartet damit verbunden einen wachsenden Kreditbedarf vieler ihrer Kunden. Das Kreditportfolio der Akbank AG mit türkischen Unternehmen wird im Rahmen der mit der Einlagensicherung zuvor abgestimmten Obergrenzen aufgestockt.

Die Hauptrisiken für die türkische Wirtschaft könnten im Jahr 2016 in der Volatilität der türkischen Währung und in der Geopolitik liegen. Die Volatilität der türkischen Währung hängt jedoch in großem Umfange auch von der Politik der amerikanischen Notenbank ab. Die Gefahren eines schnellen Zinsanstiegs in den USA im Jahr 2016 und damit die Abwanderung des Kapitals aus den Schwellenländern werden jedoch von Finanzexperten als gering angesehen.

Die Bank sieht die Auswirkungen der Volatilität der türkischen Währung und der Geopolitik auf ihr Geschäft als gering an, da sie eine sehr vorsichtige Kreditpolitik verfolgt, ihre offenen Währungspositionen sehr klein hält und die geopolitischen Entwicklungen sehr genau beobachtet.

Unter Risiko-/ Renditeaspekten strebt die Bank gleichwohl weiterhin an, Kredite insbesondere an Kunden zu vergeben, die ein Credit-Rating haben, das mindestens im unteren Investment-Grade-Bereich liegt.

Außerdem soll der Bestand an zentralbankfähigen bzw. repofähigen Firmenanleihen oder Schuldscheindarlehen weiter erhöht werden, um diese im Rahmen der Maßnahmen zur Sicherung und Optimierung der Liquidität einzusetzen (Beleihungsgeschäfte).

Die Bank beabsichtigt, im Geschäftsjahr 2016 die Anzahl der Mitarbeiter auf 47 aufzustocken.

Für das Jahr 2016 erwartet die Akbank AG ein Geschäftsergebnis vor Länderwertberichtigungen und Steuern, das deutlich über dem Ergebnis des Jahres 2015 liegt.

BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Vorstand gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht erstellt, welcher folgende abschließende Erklärung enthält:

„Wir bestätigen, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde.“

DANKSAGUNG

Der Vorstand dankt an dieser Stelle allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren außerordentlichen Einsatz. Wir sind stolz auf die hohe fachliche und soziale Kompetenz, ohne die der Erfolg der Bank nicht darstellbar ist.

Unser Dank gilt auch unserem Aufsichtsrat, der uns im vergangenen Jahr stets konstruktiv begleitet und gefördert hat und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Akbank T.A.S., insbesondere aus den Stabsabteilungen und den Filialen, die maßgeblich zu unserem Erfolg beigetragen haben.

Frankfurt am Main, den 22. März 2016

Der Vorstand

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2015

Aktiva

EUR 31.12.2015

EUR
31.12.2014

TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 3.338,94 5
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 188.662.481,39 80.439
darunter: bei der Deutschen Bundesbank EUR 188.662.481,39 188.665.820,33 80.444
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 4.467.638,14 7.684
b) andere Forderungen 409.189.492,17 525.298
413.657.130,31 532.982
3. Forderungen an Kunden 3.539.512.587,33 3.321.163
darunter: durch Grundpfandrechte
gesichert EUR 0,00
KommunalkrediteEUR 0,00
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Anleihen und Schuldverschreibungen
a) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 0,00
b) von anderen Emittenten 627.053.978,97 422.437
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 265.936.143,24 627.053.978,97 422.437
5. Immaterielle Anlagewerte 196.888,69 158
6. Sachanlagen 244.652,71 286
7. Sonstige Vermögensgegenstände 3.731.078,59 1.681
8. Rechnungsabgrenzungsposten 1.278.401,04 1.137
Summe der Aktiva 4.774.340.537,97 4.360.288
PASSIVA
EUR 31.12.2015

EUR
31.12.2014

TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 1.994.287,55 2.097
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 767.940.228,56 691.543
769.934.516,11 693.640
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
andere Verbindlichkeiten
a) täglich fällig 327.211.882,49 321.635
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
Kündigungsfrist 3.053.741.078,78 2.863.873
3.380.952.961,27 3.185.508
3. Sonstige Verbindlichkeiten 82.388.868,07 92.976
4. Rechnungsabgrenzungsposten 866.787,33 972
5. Passive latente Steuern 7.390.000,00 1.742
6. Rückstellungen 0,00
a) Steuerrückstellungen 0,00 1.603
b) andere Rückstellungen 1.496.113,94 1.580
1.496.113,94 3.183
7. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 200.000.000,00 100.000
b) Kapitalrücklage 158.253.076,35 158.253
c) Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklage 124.014.114,81 83.934
d) Bilanzgewinn 49.044.100,09 40.080
531.311.291,25 382.267
Summe der Passiva 4.774.340.537,97 4.360.288
1. Eventualverbindlichkeiten EUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 16.925.224,79 19.022
2. Andere Verpflichtungen
Unwiderrufliche Kreditzusagen 13.802,48 24.729

Gewinn- und Verlustrechnung

EUR EUR 31.12.2015

EUR
31.12.2014

TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 131.886.431,98 113.107
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 9.904.195,90 7.009
141.790.627,88 120.116
2. Zinsaufwendungen 69.492.994,08 59.192
72.297.633,80 60.924
3. Provisionserträge 3.128.195,41 3.366
4. Provisionsaufwendungen 874.534,11 881
2.253.661,30 2.485
5. Sonstige betriebliche Erträge 341.782,21 417
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 3.601.841,93 3.450
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
darunter: für Altersversorgung EUR 86.016,66 (Vorjahr TEUR 76) 510.477,54 4.112.319,47 446
b) andere Verwaltungsaufwendungen 5.440.955,89 4.192
9.553.275,36 8.088
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 163.981,38 166
8. Sonstige betriebliche Aufwendugnen 112.429,94 28
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 1.524
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 5.497.634,00 0
11. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 2.034.504,20 4.922
12. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 72.595.528,83 58.942
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
a) Steueraufwand vom Einkommen und Ertrag 17.894.209,85 16.448
b) Aufwendungen aus der Veränderung latenter Steuern 5.648.000,00 23.542.209,85 2.413
14. Sonstige Steuern 9.218,89 1
23.551.428,74 18.862
15. Jahresüberschuss 49.044.100,09 40.080
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 40.079.854,15 23.601
17. Einstellung in Gewinnrücklagen
in andere Gewinnrücklagen 40.079.854,15 23.601
18. Bilanzgewinn 49.044.100,09 40.080

Anhang für das Geschäftsjahr VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2015

1. Allgemeine Angaben

Gesellschafter

Alleinige Gesellschafterin der Akbank AG, Frankfurt am Main, im Geschäftsjahr 2015 ist die Akbank T.A.S., Istanbul, Türkei.

Mitgliedschaften

Die Akbank AG ist Mitglied in verschiedenen Bankverbänden und -organisationen. Sie ist Mitglied des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. und dessen Einlagensicherungsfonds angeschlossen. Außerdem ist sie Mitglied des Bankenverbandes Hessen e.V., des Verbandes der Auslandsbanken in Deutschland e.V., des Prüfungsverbandes deutscher Banken e.V. sowie der Vereinigung für Bankbetriebsorganisation e.V.

2. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden der Akbank AG zum 31. Dezember 2015

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 der Akbank AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Neben den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB sind auch die ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute der §§ 340 ff. HGB anzuwenden.

Die Aufstellung erfolgte unter Beachtung der Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV).

Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Nennwert zuzüglich abgegrenzter Zinsen ausgewiesen.

Einzel-, Pauschal- und Länderwertberichtigungen auf Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden von diesen abgesetzt.

a) Einzelwertberichtigungen werden beim Eintreten definierter Kriterien unter Berücksichtigung vorhandener Sicherheiten gebildet.

b) Pauschalwertberichtigungen werden auf der Basis historischer Ausfalldaten berechnet.

c) Für Forderungen, in denen die Kreditnehmer ihren Sitz in Ländern mit geringerer Bonität haben, bestehen Länderrisiken. Sie beinhalten alle Risiken aus dem Kreditgeschäft, deren Ursachen aus dem ökonomischen, sozialen oder politischen Umfeld eines bestimmten Landes hervorgehen. Sie umfassen im Einzelnen u. a. länderspezifisch ökonomische Risiken, Staatsausfallrisiken, Transferrisiken, Risiken aus Finanzkrisen, Rechtsrisiken und sozio-politische Risiken.

Zum Bilanzstichtag wird analog zum Vorjahr die Methode zur Bestimmung der höchstzulässigen Länderrisikovorsorge gemäß dem Entwurf des BMF-Schreibens (IV C6 - S2174/0) aus dem Jahr 2009 angewandt. Dabei werden im Allgemeinen die daraus abgeleiteten Empfehlungen des Bundeszentralamts für Steuern als höchstzulässige Wertberichtigungen berücksichtigt.

Länderwertberichtigungen werden immer dann gebildet, wenn bezüglich eines Kreditnehmers ein Länderrisiko besteht und keine definierten Sicherheiten vorhanden sind. Die Zuordnung der Geschäfte zu einem bestimmten Länderrisiko erfolgt nach dem Risikodomizilprinzip, d.h. grundsätzlich erfolgt die Zuordnung nach dem Sitzland des Kreditnehmers. Sofern das Transferrisiko nach dem Mutterlandprinzip (Sitz der Konzernmutter) niedriger ist als nach dem Sitzlandprinzip und sofern eine Mithaftung der Konzernmutter gegeben ist, erfolgt eine Zuordnung auf das Mutterland. Sofern eine Risiko-Haftung oder eine anderweitige Sicherheit aus einem Drittland gegeben ist, dessen Transferrisiko niedriger ist als nach dem Sitzlandprinzip, wird analog zum Mutterlandprinzip verfahren.

Forderungen mit einer Ursprungslaufzeit von weniger als einem Jahr werden als Bemessungsgrundlage für die Länderwertberichtungen nicht berücksichtigt.

Die Bank liegt im Berichtsjahr in ihrer eigenen Beurteilung der Länderrisiken im Rahmen der Bandbreiten gemäß den Empfehlungen des Bundeszentralamts für Steuern.

Anleihen und Schuldverschreibungen des Anlagevermögens werden auf Basis des gemilderten Niederstwertprinzips bilanziert. Die Differenz zwischen höheren Anschaffungskosten und Nennwert wird zeitanteilig auf die Restlaufzeit der Anleihen verteilt.

Die immateriellen Anlagewerte und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren, beizulegenden Wert vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Gemäß § 6 Abs. 2a EStG werden Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert von EUR 150 bis EUR 1.000 in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt und linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Bewertung der übrigen Vermögenswerte erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so wird eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung wird von der Bank als passive latente Steuer in der Bilanz angesetzt. Steuerliche Verlustvorträge sind bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung zu berücksichtigen. Diese bestehen zurzeit bei der Bank nicht.

Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die ausgewiesenen Posten sind aufzulösen, sobald die Steuerbe- oder -entlastung eintritt oder mit ihr nicht mehr zu rechnen ist. Der Aufwand oder Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten werden zu Erfüllungsbeträgen zuzüglich abgegrenzter Zinsen bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Zinsabgrenzungen auf Forderungen und Verbindlichkeiten werden den entsprechenden Bilanzpositionen zugeordnet.

Die in den einzelnen Positionen enthaltenen Währungsforderungen und -verbindlichkeiten (einschließlich abgegrenzter Zinsen) werden zu den am 31. Dezember 2015 geltenden Referenzkursen der Europäischen Zentralbank (EZB) bewertet.

Die nicht abgewickelten Devisenswapgeschäfte sind ebenfalls mit den Referenzkursen der EZB zum 31. Dezember 2015 bewertet. Nicht realisierte Gewinne aus Devisenswapgeschäften, bei denen eine besondere Deckung gemäß § 340h HGB vorliegt, sind aktiviert und werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Die Terminkurse werden aufgespalten in die beiden Elemente Kassakurs und Swapsatz und diese werden getrennt bei der Ergebnisermittlung berücksichtigt. Die vereinbarten Swapbeträge werden zeitanteilig abgegrenzt. Veränderungen der Kassakurse werden in Rahmen der Währungsumrechnung durch Vergleich der Forwardkurse mit dem Kassakurs am Abschlussstichtag ermittelt. Positive und negative Kassakursdifferenzen innerhalb derselben Währung werden verrechnet.

Die offenen Termingeschäfte werden zu Marktpreisen bewertet. Nicht realisierte Verluste aus der Differenz zwischen Termin- und Marktpreisen werden passiviert und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Bank steuert das allgemeine Zinsänderungsrisiko im Bankbuch zentral im Rahmen des Aktiv-/ Passivmanagements. Sie ermittelt im Rahmen der verlustfreien Bewertung für Zinsänderungsrisiken im Bankbuch, ob dem Wert der Leistungsverpflichtungen insgesamt, unter Einbeziehung zukünftiger Verwaltungsaufwendungen, ein ausreichend hoher Gegenleistungsanspruch, unter Berücksichtigung einer angemessenen Risikovorsorge, gegenübersteht. Sofern aus der gesamten Zinsposition des Bankbuchs ein Verpflichtungsüberschuss resultiert, wird dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip durch Bildung einer Rückstellung gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 HGB (Drohverlustrückstellung) Rechnung getragen. Die Notwendigkeit einer Drohverlustrückstellung ergab sich zum Bilanzstichtag nicht.

3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

Vorbemerkung

Die in den einzelnen Bilanzpositionen enthaltenen Fremdwährungspositionen sowie die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden untenstehend in einem eigenen Abschnitt gesondert dargestellt.

Barreserve

Zum Bilanzstichtag hielt die Bank Barreserven in Höhe von TEUR 188.666 (Vorjahr: TEUR 80.444). Davon entfielen TEUR 188.663 (Vorjahr: TEUR 80.439) auf Guthaben bei der Deutschen Bundesbank und TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 5) auf Euro-Bargeldbestände der Portokasse.

Forderungen an Kreditinstitute

Nach Restlaufzeiten gegliedert setzen sich die Forderungen an Kreditinstitute wie folgt zusammen:

31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
täglich fällig 4.468 7.684
Restlaufzeit
- bis drei Monate 137.229 198.036
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 240.510 315.208
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 31.450 12.054
413.657 532.982

Die Wertberichtigung für die Länderrisiken der Forderungen an Kreditinstitute beträgt TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 0).

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden setzen sich, nach Restlaufzeiten gegliedert, wie folgt zusammen:

31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
täglich fällig 88.134 38.611
Restlaufzeit
- bis drei Monate 512.022 222.522
- von drei Monaten bis ein Jahr 1.317.135 380.885
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 1.602.780 2.611.298
- mehr als fünf Jahre 19.442 67.847
3.539.513 3.321.163

Einzelwertberichtigungen bestehen nicht (Vorjahr: TEUR 0).

Zur Abdeckung des latenten Ausfallrisikos besteht eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 6).

Die Wertberichtigung für die Länderrisiken der Forderungen an Kunden beträgt TEUR 44.661 (Vorjahr: TEUR 50.234).

Zur Besicherung von Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 1.151.547 (Vorjahr: TEUR 1.190.151) waren zum Bilanzstichtag Kundenguthaben in gleicher Höhe verpfändet.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere mit einem Buchwert von TEUR 627.054 (Vorjahr: TEUR 422.437) sind zum Bilanzstichtag alle börsennotiert.

Sie sind zum Bilanzstichtag in vollem Umfang dem Anlagevermögen zugeordnet. Die Entwicklung der Wertpapiere des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage I des Anhangs) dargestellt.

Stille Reserven bestehen in Höhe von TEUR 3.898 (Vorjahr: TEUR 5.932), stille Lasten in Höhe von TEUR 3.374 (Vorjahr: TEUR 903). Im Hinblick darauf, dass die Schuldverschreibungen dem Anlagevermögen zugeordnet sind und die niedrigeren Kurswerte nicht auf voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen beruhten, sondern nur durch die üblichen Marktvolatilitäten bedingt waren, hat die Bank im Falle von stillen Lasten keine Abschreibungen auf die niedrigeren Kurswerte vorgenommen.

Im Geschäftsjahr 2016 werden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von TEUR 30.072 (Vorjahr TEUR 33.131) fällig.

Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere sind in der folgenden Matrix nach Ratingklassen dargestellt.

31.12.2015 31.12.2014 31.12.2013
bei der Bundesbank beleihbare Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (in %)
A+ und A- 24,98 21,21 64,03
BBB+ und BBB- 62,34 78,79 35,97
BB+ und BB- 12,68 0 0
kein Rating 0 0 0
nicht bei der Bundesbank beleihbare Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (in %)
A+ und A- 0 0 0
BBB+ und BBB- 65,61 60,23 77,32
BB+ und BB- 31,09 39,77 22,68
kein Rating 3,3 0 0
Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere - Gesamt (in %)
A+ und A- 10,6 12,11 44,1
BBB+ und BBB- 64,22 70,82 48,84
BB+ und BB- 23,28 17,07 7,06
kein Rating 1,9 0 0

Immaterielle Anlagewerte

Im Berichtsjahr befinden sich immaterielle Anlagewerte (EDV-Standardsoftware) in Höhe von TEUR 197 (Vorjahr: TEUR 158) im Bestand. Im Geschäftsjahr 2015 mussten wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen werden.

Die Entwicklung der immateriellen Anlagewerte ist im Anlagespiegel (Anlage I des Anhangs) dargestellt.

Sachanlagen

Die Gliederung der Sachanlagen in Höhe von TEUR 245 (Vorjahr: TEUR 286) zum Bilanzstichtag ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich. Im Geschäftsjahr 2015 mussten keine außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen werden (Vorjahr: TEUR 15).

Die Entwicklung der Sachanlagen ist im Anlagespiegel (Anlage I des Anhangs) dargestellt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 3.731 (Vorjahr: TEUR 1.681) betreffen im Wesentlichen Körperschafts-, Gewerbe- und Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 2.884 (Vorjahr: TEUR 827). Des Weiteren bestehen Forderungen nach Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 793 (Vorjahr: TEUR 793) gegenüber der niederländischen Zentralbank (DNB), die als Verwalter der im Jahre 2009 insolvent gewordenen niederländischen DSB Bank N.V. agiert.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktive Rechnungsabgrenzung in Höhe von TEUR 1.278 (Vorjahr: TEUR 1.137) enthält in Höhe von TEUR 538 (Vorjahr: TEUR 322) abgegrenzte Vorausgebühren aus dem Kreditgeschäft.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Nach Restlaufzeiten gegliedert setzen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wie

folgt zusammen:

31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
täglich fällig 1.994 2.097
Restlaufzeit
- bis drei Monate 381.352 541.474
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 186.737 140.345
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 199.852 9.724
769.935 693.640

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzen sich, nach Restlaufzeiten gegliedert, wie folgt zusammen:

31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
Andere Verbindlichkeiten
täglich fällig 327.212 321.635
Restlaufzeit
- bis drei Monate 516.385 446.621
- von drei Monaten bis ein Jahr 1.603.573 989.736
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 829.476 1.334.277
- mehr als fünf Jahre 104.307 93.239
3.380.953 3.185.508

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden entfallen EUR 456,7 Millionen (Vorjahr: EUR 536,9 Millionen) auf das Einlagengeschäft mit Privatkunden und EUR 2.924,3 Millionen (Vorjahr: EUR 2.648,6 Millionen) auf das Einlagengeschäft mit institutionellen Kunden.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 82.389 (Vorjahr: TEUR 92.976) umfassen im Wesentlichen Swapverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Termingeschäften in Höhe von TEUR 81.006 aus der Devisenabsicherung der in unterschiedlichen Bilanzposten enthaltenen Fremdwährungsforderungen (Vorjahr: TEUR 91.183).

Des Weiteren enthalten die sonstigen Verbindlichkeiten die Zinsabschlagsteuer inklusive Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer auf Kundeneinlagen in Höhe von TEUR 399 (Vorjahr: TEUR 644), Vermittlungsgebühren TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 46), Lohn- und Kirchensteuer TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 56) sowie Lieferanten- und andere Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 857 (Vorjahr: TEUR 1.047).

Passive Rechnungsabgrenzung

Die passive Rechnungsabgrenzung in Höhe von TEUR 867 (Vorjahr: TEUR 972) wurde ausschließlich für abgegrenzte Vorausgebühren aus dem Kreditgeschäft gebildet.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 7.390 (Vorjahr: TEUR 1.742) dienen dazu, die Steuerverbindlichkeit aus der zeitlich begrenzten Differenz von TEUR 23.147 (Vorjahr: TEUR 5.455) zwischen der Steuerbilanz und der Handelsbilanz auszugleichen. Die Differenz ergibt sich durch erhöhte Wertansätzen des Anlagevermögens in der Handelsbilanz gegenüber der Steuerbilanz in Höhe von TEUR 24.246 (Vorjahr: TEUR 6.108) und durch niedrigere Rückstellungswerte in der Steuerbilanz gegenüber der Handelsbilanz in Höhe von TEUR 1.099 (Vorjahr: TEUR 653).

Bei der Berechnung der passiven latenten Steuern wurde der am Bilanzstichtag gültige Steuersatz der Bank in Höhe von 31,9% zugrunde gelegt.

Rückstellungen

Die Steuererstattungsansprüche aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Die anderen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
Personalkosten 600 600
Mietabgrenzung 451 116
Prüfungs- und Steuerberatungskosten 118 220
Industrie- und Handelskammer 90 40
Ausstehende Rechnungen 80 391
Verpflichtungen der ehemaligen Akbank N.V 53 78
Außerbilanzielle Kreditrisiken 47 53
Nicht genommener Urlaub 44 66
Sonstige 13 16
1.496 1.580

Gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage und Bilanzgewinn

Laut Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juni 2015 ist das gezeichnete Kapital von EUR 100.000.000,00 auf EUR 200.000.000,00 erhöht worden. Es ist eingeteilt in 200.000.000 nennwertlose Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr EUR 158.253.076,35.

Der Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von EUR 40.079.854,15 wurde gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 28. April 2015 vollständig in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Der Jahresüberschuss des Jahres 2015 beträgt EUR 49.044.100,09.

Der Vorstand der Gesellschaft schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 49.044.100,09 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

Länderwertberichtigungen

Die Gesamtrisikovorsorge aufgrund von Länderrisiken teilt sich wie folgt auf die einzelnen Bilanzposten auf:

31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 81 0
Forderungen an Kunden 44.661 50.234
Sonstige Rückstellungen 47 53
44.789 50.287

Fremdwährungsaktiva und -passiva

Die Fremdwährungspositionen, umgerechnet in Euro, teilen sich wie folgt auf die einzelnen Bilanzposten auf:

31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
Brutto-Forderungen an Kreditinstitute 192.119 384.629
Brutto-Forderungen an Kunden 2.048.755 2.060.615
Schuldverschreibungen 313.426 138.705
Aktive Rechnungsabgrenzung 48 71
Fremdwährungsaktiva 2.554.348 2.584.020
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 325.399 332.088
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1.259.238 1.171.417
Sonstige Verbindlichkeiten 35 149
Fremdwährungspassiva 1.584.672 1.503.654
Saldo 969.676 1.080.366

Der Euro-Gegenwert der Vermögensgegenstände in fremder Währung beläuft sich auf TEUR 2.554.348 (Vorjahr: TEUR 2.584.020), der der Verbindlichkeiten auf TEUR 1.584.672 (Vorjahr: TEUR 1.503.654).

Der saldierten Fremdwährungsposition zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 969.676 (Vorjahr: TEUR 1.080.366) stehen Währungsabsicherungsgeschäfte in Höhe von TEUR 969.644 (Vorjahr: TEUR 1.080.567) gegenüber.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die verbundenen Unternehmen gliedern sich in zwei Teilgruppen:

a) die Akbank T.A.S., Istanbul, und ihre Tochtergesellschaften (Akbank-Gruppe) und

b) die Haci Ömer Sabanci Holding A.S., Istanbul, und ihre Tochtergesellschaften (Sabanci-Gruppe), jedoch ohne die Akbank-Gruppe.

Gegenüber diesen verbundenen Unternehmen - der Akbank Gruppe und der Sabancı Gruppe - bestehen zum Bilanzzeitpunkt folgende Forderungen und Verbindlichkeiten:

Akbank-Gruppe 31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
Forderungen an Kreditinstitute
- täglich fällig 181 21
- andere Forderungen 72.122 194.147
Forderungen an Kunden 25.203 25.212
Forderungen an Akbank-Gruppe 97.506 219.380
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
- täglich fällig 105 132
- mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0 115.554
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Akbank-Gruppe 105 115.686
Saldo 97.401 103.694
Sabanci Gruppe 31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
Forderungen an Kreditinstitute
- täglich fällig 0 0
- andere Forderungen 0 0
Forderungen an Kunden 17.164 2.203
Forderungen an Sabanci-Gruppe 17.164 2.203
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
- täglich fällig 0 0
- mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 8 24
Verbindlichkeiten gegenüber Sabanci-Gruppe 8 24
Saldo 17.156 2.179

Eventualverbindlichkeiten

Die Eventualverbindlichkeiten bestehen aus Bürgschaften und Akkreditiven in Höhe von TEUR 16.925 (Vorjahr: TEUR 19.022). Davon bestehen keine Eventualverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr: TEUR 0) und gegenüber den Vorstandsmitgliedern der Bank (Vorjahr: TEUR 6). Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der guten Bonität der Kunden als sehr gering erachtet.

Andere Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen nicht in Anspruch genommene unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 24.729).

Verfügungsbeschränkungen

Für die Verbindlichkeiten gegenüber der Deutschen Bundesbank bestehen als Sicherheiten übertragene Vermögensgegenstände mit einem Buchwert inklusive Zinsabgrenzung in Höhe von TEUR 192.605 (Vorjahr: TEUR 278.847).

Der Buchwert, der im Rahmen von echten Pensionsgeschäften mit anderen Banken in Pension gegebenen Wertpapieren beträgt inklusive Zinsabgrenzungen TEUR 318.461(Vorjahr: TEUR 181.296).

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Zinserträge und -aufwendungen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften und die Provisionserträge und -aufwendungen resultieren zu einem großen Teil aus Geschäftsbeziehungen mit Kunden und Kreditinstituten in der Türkei und in Deutschland.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 342 (Vorjahr: TEUR 417). Sie enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 79) und verschiedene Aufwandserstattungen.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen betragen im Berichtsjahr TEUR 9.553 (Vorjahr: TEUR 8.088). Davon entfallen TEUR 4.112 (Vorjahr: TEUR 3.896) auf Personalaufwand und TEUR 5.441 (Vorjahr: TEUR 4.192) auf andere Verwaltungsaufwendungen. Die hohen Mehraufwendungen bei den anderen Verwaltungsaufwendungen sind fast ausschließlich auf den Anstieg der Aufwendungen für die Bankenabgabe in Höhe von TEUR 904 und für die Einlagensicherung von TEUR 269 zurückzuführen.

Die Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft von TEUR 5.498 (Vorjahr: Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft in Höhe von TEUR 1.524) setzen sich zusammen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aufgrund der Länderrisiken in Höhe von TEUR 5.492 (Vorjahr: Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen TEUR 1.526) und der Auflösung der Rückstellungen für außerbilanzielle Kreditrisiken in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 2).

Die Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren in Höhe von TEUR 2.035 (Vorjahr: TEUR 4.922) stammen aus dem Verkauf von Anleihen des Anlagevermögens und sind auf Maßnahmen des Liquiditätsmanagements im Rahmen der Gesamtbanksteuerung zurückzuführen.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2015 beträgt TEUR 173 (Vorjahr TEUR 347). Es schlüsselt sich auf in das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 149 (Vorjahr: TEUR 110) und in das Honorar für andere Bestätigungs-leistungen TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 232) und sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 5).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 17.894 (Vorjahr: TEUR 16.448) betreffen Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 8.870 (Vorjahr: TEUR 8.143) und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 9.024 (Vorjahr: TEUR 8.305).

Der Gesamtbetrag der Aufwendungen aus der Veränderung latenter Steuern in Höhe von TEUR 5.648 (Vorjahr: TEUR 2.413) betrifft die Korrektur der im Berichtsjahr gebuchten Steuerminderaufwendungen. Im Vorjahr gab es eine Auflösung der aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 670 und eine Zuführung von passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.743.

4. Sonstige Angaben

Gliederung der Forderungen gegenüber Kreditinstituten und Kunden nach Wirtschaftssektoren

Die Zuordnung der Forderungen gegenüber Kreditinstituten und Kunden nach Wirtschaftssektoren orientiert sich nach der Klassifikation der Kundensystematik der Deutschen Bundesbank.

Forderungen mit einem Anteil von kleiner als drei Prozent am Gesamtforderungsvolumen in beiden Jahren werden unter „Sonstige“ ausgewiesen.

Wirtschaftssektor 31.12.2015

in %
31.12.2014

in %
Grundstück- und Wohnungswesen 28,09 26,86
- davon Bareinlagen gesichert 26,80 24,67
- Sonstige 1,29 2,19
Verarbeitendes Gewerbe 25,22 31,10
- Autoindustrie 5,78 4,28
- Metallindustrie 4,03 4,35
- Textilindustrie 3,62 3,92
- Chemieunternehmen 3,30 3,29
- Nahrungsmittelindustrie 2,76 3,72
- Elektroindustrie 1,04 5,62
- Sonstige 4,71 5,92
Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 15,04 19,10
Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen 10,57 6,53
Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen 5,54 3,46
Energieversorgung 4,62 3,08
Baugewerbe 4,56 3,35
Verkehr und Lagerei 3,67 3,03
Sonstige 2,69 3,49
100,00 100,00

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen zukünftige, vertraglich vereinbarte Mietzahlungen für die Büroräume der Bank in Frankfurt am Main. Die Mietzahlungen belaufen sich kumuliert bis zum Jahr 2024 auf TEUR 6.308 (Vorjahr: bis zum Jahr 2024 TEUR 6.657).

Derivate

Am Bilanzstichtag bestehen in Höhe von TEUR 608.089 (Vorjahr: TEUR 712.923) noch nicht abgewickelte Währungsswaps sowie Termingeschäfte in Höhe von TEUR 3.847 (Vorjahr: TEUR 12.272), die ausschließlich zur Abdeckung von Währungsrisiken dienen. Der Zeitwert der Währungsswaps zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 602.458 (Vorjahr: TEUR 711.691), der Zeitwert der Termingeschäfte TEUR 3.847 (Vorjahr: TEUR 12.272).

Zum Bilanzstichtag bestehen mit verbundenen Unternehmen keine Währungsswaps (Devisenswaps).

Zwecks Absicherung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos wurden Zins Swaps in Höhe von nominal TEUR 335.482 (Vorjahr: TEUR 350.392) bis längstens 2019 abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2015 ergibt sich ein negativer Barwert (ohne Zinsabgrenzung) in Höhe von TEUR 4.681 (Vorjahr: minus TEUR 5.829).

Um gleichzeitig das Zinsänderungsrisiko und das Fremdwährungsrisiko abzusichern, wurden Cross Currency Swaps in Höhe von TEUR 357.708 (Vorjahr: TEUR 355.372) bis längstens 2019 abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2015 ergibt sich ein positiver Barwert (ohne Zinsabgrenzung) in Höhe von TEUR 64.959 (Vorjahr: positiver Barwert TEUR 29.024).

Zum Bilanzstichtag bestehen mit verbundenen Unternehmen weder Zins Swaps noch Cross Currency Swaps.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2015 waren inklusive Vorstand 42 Mitarbeiter (Vorjahr: 35) beschäftigt.

Organe

Der Vorstand setzte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

- Frau Kamile Banu Özcan, Frankfurt am Main, Vorsitzende des Vorstands mit Verantwortung für Geld- und Devisenhandel, Correspondent Banking, Corporate Banking, Retail Banking, Interne Revision, Strategieplanung

- Herr Franz Hakan Elman, Oberliederbach, mit Verantwortung für Risikomanagement, Kreditwesen, Zahlungsverkehr, Dokumentengeschäft, Rechnungswesen und EDV/Organisation

Die vom Gesamtvorstand gemeinsam zu vertretende Bereiche sind: Personal, Geldwäscheprävention, Compliance, Datenschutz, Konzernrevision und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Gesellschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam vertreten.

Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr aus 6 Mitgliedern und setzte sich wie folgt zusammen:

- Herr Hakan Binbaşgil, Vorsitzender (Board Member and Chief Executive Officer der Akbank T.A.S., Istanbul, Türkei), bis 30.06.2015

- Herr Levent Celebioglu, Vorsitzender (Executive Vice President Corporate and Investment Banking der Akbank T.A.S., Istanbul, Türkei) ab 30.06.2015

- Herr Kerim Rota, stellvertretender Vorsitzender (Executive Vice President Treasury and Financial Institutions der Akbank T.A.S., Istanbul, Türkei)

- Herr Eyüp Engin (Head of Internal Audit der Akbank T.A.S., Istanbul, Türkei)

- Herr Atil Özus (Executive Vice President, Chief Financial Officer der Akbank T.A.S., Istanbul, Türkei)

- Herr Ahmet Fuat Ayla (Executive Vice President Credit Allocation der Akbank T.A.S., Istanbul, Türkei)

- Herr Alper Hakan Yüksel, (Executive Vice President Corporate Banking der Akbank T.A.S., Istanbul, Türkei) bis 30.06.2015

- Herr Orkun Oguz, (Executive Vice President Direct Banking der Akbank T.A.S., Istanbul, Türkei) ab 30.06.2015

Bezüge der Organmitglieder

Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr betrugen TEUR 791 (Vorjahr: TEUR 734).

Der Aufsichtsrat bezieht keine Vergütung.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Akbank T.A.S, Istanbul, Türkei, war im Berichtszeitraum die alleinige Aktionärin der Akbank AG.

Die Akbank T.A.S. gehört mit Stand 31. Dezember 2015 zu 48,9% der Haci Ömer Sabanci Holding A.S., Istanbul, ihren Tochtergesellschaften und Mitgliedern der Familie Sabanci, und ist zu 51,1% im Streubesitz.

Als verbundene Unternehmen der Gesellschaft gelten die Haci Ömer Sabanci Holding A.S., Istanbul, und deren Tochterunternehmen.

Im Berichtsjahr bestanden Geschäftsbeziehungen zu verschiedenen verbundenen Unternehmen, wobei alle Rechtsgeschäfte zu Konditionen abgeschlossen wurden, wie sie auch unter fremden Dritten üblich sind.

Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Akbank AG wird sowohl in den Konzernabschluss der Akbank T.A.S., Istanbul, als auch in den Konzernabschluss der Haci Ömer Sabanci Holding A.S., Istanbul, einbezogen. Der Konzernabschluss der Akbank T.A.S. kann auf der Internetseite www.akbank.com eingesehen werden und der Konzernabschluss der Haci Ömer Sabanci Holding A.S. auf der Internetseite www.sabanci.com.

Frankfurt am Main, 22. März 2016

Der Vorstand

Kamile Banu Özcan

Franz Hakan Elman

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2015

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2015

EUR
--- --- --- --- ---
A. Sachanlagen
1. Einbauten in gemieteten Räumen 75.743,45 13.162,65 0,00 88.906,10
2. EDV-Anlagen 214.292,44 29.553,00 3.567,62 240.277,82
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 268.843,20 5.538,89 2.858,40 271.523,69
Summe Sachanlagen 558.879,09 48.254,54 6.426,02 600.707,61
B. Immaterielle Anlagewerte
EDV-Standardsoftware 626.090,74 113.045,46 44.263,59 694.872,61
C. Finanzanlagen
Anleihen und Schuldverschreibungen 432.399.426,92 303.599.399,70 94.128.174,25 641.870.652,37
Gesamtsumme 433.584.396,75 303.760.699,70 94.178.863,86 643.166.232,59
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2015

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2015

EUR
--- --- --- --- ---
A. Sachanlagen
1. Einbauten in gemieteten Räumen 17.377,66 8.780,12 0,00 26.157,78
2. EDV-Anlagen 123.850,33 47.280,50 3.567,62 167.563,21
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 131.233,03 33.959,28 2.858,40 162.333,91
Summe Sachanlagen 272.461,02 90.019,90 6.426,02 356.054,90
B. Immaterielle Anlagewerte
EDV-Standardsoftware 468.286,03 73.961,48 44.263,59 497.983,92
C. Finanzanlagen
Anleihen und Schuldverschreibungen 9.962.156,21 6.490.620,78 1.636.103,59 14.816.673,40
Gesamtsumme 10.702.903,26 6.654.602,16 1.686.793,20 15.670.712,22
Nettobuchwerte
01.01.2015

EUR
31.12.2015

EUR
--- --- ---
A. Sachanlagen
1. Einbauten in gemieteten Räumen 58.365,79 62.748,32
2. EDV-Anlagen 90.442,11 72.714,61
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 137.610,17 109.189,78
Summe Sachanlagen 286.418,07 244.652,71
B. Immaterielle Anlagewerte
EDV-Standardsoftware 157.804,71 196.888,69
C. Finanzanlagen
Anleihen und Schuldverschreibungen 422.437.270,71 627.053.978,97
Gesamtsumme 422.881.493,49 627.495.520,37

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Akbank AG, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Bank sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie die Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Eschborn/Frankfurt am Main, den 30. März 2016

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Hultsch, Wirtschaftsprüfer

Stier, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

der Akbank AG an die Hauptversammlung am 26. April 2016 in Frankfurt am Main

Das Jahr 2015 war für die Akbank AG ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahresbilanzstichtag um 9% von EUR 4,4 Milliarden auf EUR 4,8 Milliarden. Die durchschnittliche Bilanzsumme des Jahres 2015 belief sich auf EUR 4,8 Milliarden und lag damit um EUR 1,1 Milliarden über dem Vorjahr. Der Gewinn nach Steuern erhöhte sich von EUR 40,1 Millionen auf EUR 49,0 Millionen. Das Grundkapital der Bank beträgt nach einer Kapitalerhöhung um EUR 100 Mio. zum Bilanzstichtag EUR 200 Mio. Der Bilanzgewinn des Vorjahres wurde vollständig den Gewinnrücklagen zugeführt. Das Eigenkapital hat sich von EUR 382,3 Millionen auf EUR 531,3 Millionen erhöht. Die Akbank AG hat im Geschäftsjahr 2015 im Rahmen eines Club-Deals Bankeinlagen in Höhe von etwa USD 205 Millionen aufgenommen. Die Bank kann auch für das Jahr 2015 vermelden, dass sie - wie in den zurückliegenden 10 Jahren - keinerlei Kreditausfälle hatte. Der Aufsichtsrat stand dem Vorstand der Akbank AG beratend zur Seite und überwachte entsprechend den gesetzlichen sowie satzungsmäßigen Bestimmungen kontinuierlich dessen Geschäftsführung.

1. Tätigkeit des Aufsichtsrats

Es fanden 7 Sitzungen des Aufsichtsrates statt, die jeweils am 27.02.2015, 28.04.2015, 10.06.2015, 30.06.2015, 14.08.2015, 23.10.2015, und am 14.12.2015 abgehalten wurden. Beschlüsse wurden durch den Aufsichtsrat sowohl in Sitzungen als auch schriftlich im Umlaufverfahren gefasst. Im Berichtszeitraum fanden jeweils 3 Sitzungen des Audit Committee, 3 Sitzungen des Risk Committee und 1 Sitzung des HR Committee statt.

2. Überwachung der Tätigkeit des Vorstands

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum über die Lage der Gesellschaft sowie über die wesentlichen Geschäftsvorgänge regelmäßig unterrichtet. Zudem hat der Vorstand wöchentlich über das Kreditgeschäft berichtet und den Aufsichtsrat regelmäßig über grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik, die Geschäfts- und Finanzlage, die Finanz- und Investitionsplanung, den Geschäfts-verlauf und die Personalsituation informiert. In Sitzungen und auf der Basis eines regelmäßigen Informations-austausches mit dem Vorstand hat sich der Aufsichtsrat laufend mit den wesentlichen unternehmerischen Entscheidungen und Geschäftsvorfällen befasst und sich dabei Einblick in die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft verschafft und die Geschäftsführung überwacht. Unterstützt wurde der Aufsichtsrat dabei von einem internen Revisor der Akbank AG. Alle Maßnahmen, welche satzungs-gemäß die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderten, wurden eingehend beraten und zur Beschlussfassung vorgelegt. Personaleinstellungen wurden im Vorfeld mit dem Aufsichtsrat abgestimmt.

3. Eigene Prüfung von Jahresabschluss, Lagebericht und Gewinnverwendungsvorschlag 2015

Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der Akbank AG wurden durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn, im Auftrag des Aufsichtsrats geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat diese Unterlagen sowie den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns auch selbst geprüft.

4. Stellungnahme zur Prüfung des Abschlussprüfers und Feststellung des Jahresabschlusses 2015

Der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers zum Jahresabschluss und der Lagebericht der Akbank AG lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Sie wurden in der Aufsichtsratssitzung vom 26. April 2016 mit dem Vorstand in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend behandelt. In der Sitzung hat der Vorstand auch detailliert über Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung berichtet. Der Aufsichtsrat stimmte dabei dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu und erhob nach eigener Prüfung keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt.

5. Eigene Prüfung des Abhängigkeitsberichts und Stellungnahme zur Prüfung des Abschlussprüfers

Der Aufsichtsrat hat ebenfalls den vom Vorstand erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2015 geprüft. Im Aufsichtsrat wurde ebenso der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers besprochen, der in seinem Vermerk zum Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, dass bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind und dass bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen und festgestellt, dass auch seinerseits keine Einwendungen gegen die Richtigkeit der Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind.

Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand für ihren großen persönlichen Einsatz und die bewiesene Leistungsstärke im abgelaufenen Geschäftsjahr. Ferner danken wir unserer Aktionärin sowie unseren Kunden und Geschäftspartnern für ihr Vertrauen.

Frankfurt, den 26. April 2016

Levent Celebioglu, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Niederschrift über die ordentliche Hauptversammlung der Akbank AG, Frankfurt am Main,

am 26. April 2016 in Frankfurt am Main

Am 26. April 2016 fand eine Hauptversammlung der

AKBANK AG,

mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB 78036, in Frankfurt am Main statt.

Zu dieser Hauptversammlung sind erschienen:

1. vom Aufsichtsrat der Gesellschaft: Herr Levent Çelebioğlu Herr Eyüp Engin Herr K. Atıl Özus Herr Kerim Rota Herr Orkun Oğuz

2. vom Vorstand der Gesellschaft: Frau K. Banu Ejder Özcan Herr F. Hakan Elman

3. die in dem dieser Niederschrift als Anlage 1 beigefügten Teilnehmerverzeichnis aufgeführten Vertreter der alleinigen Aktionärin, Akbank T.A.Ş.; die auf sie lautende Stimmrechtsvollmacht ist als Anlage 2 beigefügt.

4. für den Abschlussprüfer: Herr Christoph Hultsch, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Herr Çelebioğlu übernahm in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Aufsichtsrats gem. § 15 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft den Vorsitz in der Hauptversammlung (der „Vorsitzende“). Der Vorsitzende eröffnete die Hauptversammlung um 9:45 Uhr. Der Vorsitzende stellte das Teilnehmerverzeichnis, das von der ersten Abstimmung bis zum Ende der Hauptversammlung zur Einsicht ausgelegt war, als richtig fest und unterzeichnete es. Der Vorsitzende stellte weiter fest, dass gemäß dem Teilnehmerverzeichnis in der Hauptversammlung das gesamte Aktienkapital vertreten war und dass es daher für die Beschlussfähigkeit der Versammlung einer förmlichen Einberufung nicht bedurfte. Kein Aktionär oder Aktionärsvertreter erhob Widerspruch.

Sämtliche Erschienenen verzichteten sodann auf die Einhaltung der gesetzlichen und satzungsmäßigen Form- und Fristvorschriften für die Einberufung, Vorbereitung und Durchführung der Hauptversammlung, und erkannten die Beschlussfähigkeit der Hauptversammlung an. Unter Hinweis darauf, dass mangels Bestimmung der Art der Stimmabgabe in der Satzung der Vorsitzende die Art der Abstimmung in der Hauptversammlung festlegt, sofern die Hauptversammlung selbst nichts anderes bestimmt, legte der Vorsitzende fest, dass die Abstimmung durch Handaufheben erfolgen soll. Kein Aktionär oder Aktionärsvertreter erhob Widerspruch. Der Vorsitzende erklärte, dass der Alleinaktionär Akbank T.A.Ş. sowie die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands davon unterrichtet worden seien, dass am heutigen Tage um 9:00 Uhr in Frankfurt am Main eine ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft mit folgender

Tagesordnung

stattfindet.

1. Vorlage und Erläuterung des festgestellten Jahresabschlusses und des Berichts des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2015 2. Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns 3. Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands 4. Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats 5. Beschlussfassung über die Bestellung der vier Mitgliedern des Aufsichtsrats 6. Beschlussfassung über die Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2016

Kein Aktionär oder Aktionärsvertreter erhob gegen die Durchführung der Hauptversammlung mit vorstehender Tagesordnung Widerspruch. Der Vorsitzende gab bekannt, dass keine Gegenanträge gemäß § 126 AktG bei der Gesellschaft eingegangen sind. Sodann wurde die Tagesordnung wie folgt erledigt:

1. Vorlage und Erläuterung des festgestellten Jahresabschlusses und des Berichts des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2015 Der Vorsitzende erläuterte zunächst, dass der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 am 22. März 2016 durch den Vorstand der Gesellschaft aufgestellt worden sei. Der Vorsitzende erläuterte, dass der Aufsichtsrat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015, den Lagebericht, den Abhängigkeitsbericht und den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns des Vorstands geprüft sowie den Abschlussbericht des Abschlussprüfers mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk zur Kenntnis genommen habe. Der Aufsichtsrat habe nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen erhoben und den Jahresabschluss in seiner Sitzung vom 26. April 2016 gebilligt, so dass dieser festgestellt sei. Sämtliche Aktionäre und Aktionärsvertreter verzichteten auf die Erläuterung der Vorlagen des Vorstands sowie der Berichte des Aufsichtsrats gemäß § 176 Abs. 1 Satz 2 AktG. Keiner der Anwesenden begehrte die Verlesung der Vorlagen. Anträge zur Beschlussfassung wurden nicht gestellt.

2. Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns Der Vorsitzende erklärte, Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, folgenden Beschluss zu fassen: „Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 49.044.100,09 wird in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.“ Sodann stellte der Vorsitzende fest, dass die Präsenz für die Abstimmung über die Verwendung des Bilanzgewinns 200.000.000 Stimmen betrage. Der vorbezeichnete Vorschlag wurde sodann durch Handaufheben einstimmig angenommen. Der Vorsitzende gab das Ergebnis der Abstimmung bekannt und stellte fest, dass die Hauptversammlung dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat entsprechend den Beschluss gefasst hat, den Bilanzgewinn vollständig in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

3. Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands Der Vorsitzende erklärte, der Aufsichtsrat schlägt vor, folgenden Beschluss zu fassen: "Den gegenwärtigen Mitgliedern des Vorstands wird für das Geschäftsjahr 2015 Entlastung erteilt.“ Sodann stellte der Vorsitzende fest, dass die Präsenz für die Abstimmung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands 200.000.000 Stimmen betrage. Ein Antrag auf gesonderte Abstimmung über die Entlastung einzelner Mitglieder des Vorstands wurde nicht gestellt. Der vorbezeichnete Vorschlag wurde sodann durch Handaufheben einstimmig angenommen. Der Vorsitzende gab das Ergebnis der Abstimmung bekannt und stellte fest, dass die Hauptversammlung den gegenwärtigen des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 Entlastung erteilt hat.

4. Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats Der Vorsitzende erklärte, Vorstands schlägt vor, folgenden Beschluss zu fassen: "Den gegenwärtigen Mitgliedern des Aufsichtsrats sowie den ausgeschiedenen Mitgliedern des Aufsichtsrats, Herrn Hakan Binbaşgil und Herrn Alper Hakan Yüksel, wird für das Geschäftsjahr 2015 Entlastung erteilt.“ Sodann stellte der Vorsitzende fest, dass die Präsenz für die Abstimmung über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats 200.000.000 Stimmen betrage. Ein Antrag auf gesonderte Abstimmung über die Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrats wurde nicht gestellt. Der vorbezeichnete Vorschlag wurde sodann durch Handaufheben einstimmig angenommen. Der Vorsitzende gab das Ergebnis der Abstimmung bekannt und stellte fest, dass die Hauptversammlung den gegenwärtigen sowie den ausgeschiedenen Mitgliedern des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2015 Entlastung erteilt hat. 5. Beschlussfassung über die Bestellung der vier Mitgliedern des Aufsichtsrats Der Vorsitzende erklärte, der Vorstand schlägt vor, folgenden Beschluss zu fassen: „Herr Eyüp Engin, Herr Atıl Özus, Herr Kerim Rota, Herr Ahmet Fuat Ayla Leitende Bankangestellte, wohnhaft in Istanbul, Türkei, werden gemäß § 10 Abs. 1 und 2 der Satzung der Akbank AG als Mitglieder des Aufsichtsrates wiederbestellt. Demgemäß erfolgt die Wahl für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2020 beschließt.“ Der vorbezeichnete Vorschlag wurde sodann durch Handaufheben einstimmig angenommen. Der Vorsitzende gab das Ergebnis der Abstimmung bekannt und stellte fest, dass die Hauptversammlung Herrn Eyüp Engin, Herrn Atıl Özus, Herrn Kerim Rota, Herrn Ahmet Fuat Ayla gem § 10 Abs. 1 und 2 der Satzung der Akbank AG als Mitglieder des Aufsichtsrates wiederbestellt hat.

6. Beschlussfassung über die Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2016 Der Vorsitzende erklärte, der Aufsichtsrat schlägt vor, folgenden Beschluss zu fassen: "Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 wird die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Eschborn, bestellt.“ Der vorbezeichnete Vorschlag wurde sodann durch Handaufheben einstimmig angenommen. Der Vorsitzende gab das Ergebnis der Abstimmung bekannt und stellte fest, dass die Hauptversammlung die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 bestellt hat.

Weitere Beschlüsse wurden nicht gefasst.

Der Vorsitzende stellte abschließend fest, dass sämtliche Fragen der Aktionäre bzw. Aktionärsvertreter beantwortet wurden. Kein Aktionär oder Aktionärsvertreter erhob hiergegen Widerspruch. Nachdem sich auf ausdrückliche Nachfrage des Vorsitzenden kein Teilnehmer mehr zu Wort meldete, schloss der Vorsitzende die Hauptversammlung um 10:30 Uhr.

Hierüber habe ich, der unterzeichnete Vorsitzende des Aufsichtsrats, diese Niederschrift aufgenommen.

Die Übersetzung wurde allein zu Informationszwecken erstellt. Verbindlich ist allein der deutsche Text.

Frankfurt, den 26. April 2016

Levent Çelebioğlu, Vorsitzender des Aufsichtsrats