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a.i.s. AG Management Reports 2013

Jul 31, 2014

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Management Reports

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Publication

a.i.s. AG

Köln

Jahresabschluß zum 31.12.2013

Lagebericht 2013

1. Die a.i.s AG
2. Branchen- und Marktentwicklung
3. Geschäftsverlauf
4. Eigenkapital und Bilanzen
5. Rechtsstreitigkeiten
6. Risikomanagement
7. Forschung und Entwicklung
8. Vorstandsbezüge
9. Erklärung gemäß § 289 Abs. 4 HGB (Aktienstruktur und Stimmrechte).
10. Übernahmen - die a.i.s. AG am Aktienmarkt
11. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
12. Ausblick
13. Chancen- und Risikobericht
14. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB.
15. Erklärung nach § 289 Abs. 1 HGB

1. Die a.i.s AG

Die a.i.s AG ist eine Finanzholding für Industriebeteiligungen, die aus dem Entsorgungsgeschäft, mit Weiterentwicklungspotential im Bereich des Recyclings industrieller Abfälle, hervorgegangen ist. Inzwischen entwickelt sich die a.i.s. AG zusätzlich im Bereich Energiegewinnung aus Abfallprodukte, der Versorgung und Handel von Rohstoffen und Energie um sich mittelfristig auf die effiziente Energieumwandlung und deren Technologien auszurichten.

Durch den unerwarteten Ausstieg des früheren Hauptaktionärs Ende 2007 sind die Aktien der a.i.s. AG an der Börse breit gestreut. Der ursprüngliche zugesagte finanzielle Support der Gesellschafter fand nicht statt. Als Folge musste das Unternehmen daher eine schwierige Zeit während der letzten Jahre durchmachen. Die Auswirkungen sind heute noch vorhanden.

Erfolgreich konnte das Unternehmen jedoch mit der in 2009 eingeleitete Energietechnologie aber insbesondere mit dem Handel von Rohstoffen in 2011 ihren geerbten Problemen entgegenwirken. Eine Wende konnte damit in den letzten 3 Jahren erreicht werden, wobei nach wie vor für die nachhaltige finanzielle Basis, Marktentwicklung, Kapital und Ressourcen erforderlich sind.

2. Branchen- und Marktentwicklung

Die a.i.s. AG hatte bereits im Oktober 2007, kurz nach der Strategieänderungsankündigung des damaligen Mehrheitsaktionärs, das neues Geschäftsmodell präsentiert. Ziel war es, neben der Entsorgungstechnik, ein Schwerpunkt im Bereich innovative Energieversorgungssysteme anzubieten. Hierzu wurden zwischen 2008 bis 2010 verschiedene Produkte im Bereich mobile Versorgungen technisch ausgearbeitet und auch angeboten.

Referenzprodukte und die finanzielle Grundlage für Entwicklungen fehlten allerdings wodurch das Unternehmen noch keine Ergebnisse im Projektgeschäft erreichen konnte. Dem wurde dann in 2010 begegnet, indem die Priorität zunächst auf umsatzstarke Geschäfte im Handelsgeschäft mit schneller Abwicklung verschoben wurde, ohne allerdings die Projektansätze in der Versorgung und Entsorgung zu vernachlässigen. Zusätzlich wurde über ein Partnerunternehmen ein Großprojekt im Bereich Biogasgewinnung vorbereitet, an dem sich die Gesellschaft beteiligen will.

Vorgesehen ist auch weiterhin, den Bereich Entsorgung, über entscheidende Technologiepartner, zu verstärken und in Verbindung mit der Energiegewinnung auszurichten. Diesbezüglich wird die a.i.s. AG auf den Erfahrungen ihres bisherigen Geschäfts aufbauen können, was uns in einigen Nischen eine gute Ausgangsposition verleiht.

Ziel ist es schließlich, das Unternehmen stärker am Europäischen Markt auszurichten. Der Fokus am Deutschen Mart ist wegen der politischen Rahmenbedingungen für „Start-Ups“ schwierig, da die Liberalisierung des Handels in Energie und Rohstoffe zwar politisch gegeben ist, jedoch in der Umsetzung schwierige verwaltungstechnische Hürden verbirgt. Aus heutiger Sicht dürfte sich daher der Handel in Zukunft stärker über liberalere Marktstrukturen angrenzender EU-Staaten ausprägen.

3. Geschäftsverlauf

Nach den Zuwächsen in 2012 verzeichnete das Unternehmen in 2013 einen Umsatzrückgang wegen Änderungen am Markt, einem sich daraus ergebenden Preisverfall sowie zunehmender Hürden bei der Warenhandhabung im Zwischenhandel von Rohstoffen. Das Unternehmen verzeichnete eine Halbierung des Umsatzes gegenüber 2012, der von M€ 24,9.- auf M€ 12,4.- zurückging. Folglich wurde der Fokus auf die Diversifikation gesetzt womit sowohl die Produkte wie auch die Kundenzahl erweitert werden konnte.

Auch weiterhin sind wir zuversichtlich die a.i.s. AG für die beabsichtigte Finanzierung eines größeren Biokraftwerkprojektes im Ausland, zu beteiligen. Wir erwarten eine Lösung in 2014 da die Rahmenbedingungen einer Finanzierung gegeben sind. Verschiedene Angebote der a.i.s. AG in Verbindung mit eingewebtem Eigenkapital der AG sind in der Prüfung. Diesbezüglich ist die Gesellschaft interessiert, eine Kapitalerweiterung der AG, die inzwischen genehmigt wurde, dringend umzusetzen. Ziel ist dann die finanzielle und unternehmerische Beteiligung der Gesellschaft an das Projekt. Die Verhandlungen sind jedoch nicht abgeschlossen und noch von der angestrebten Finanzierung abhängend.

Ziel ist es weiterhin, das Geschäftsergebnis durch Projektarbeit und durch langfristigen Energieverkauf nachhaltig zu unterstützen. Gleichzeitig soll die AG ihren Energiehandel durch die Umweltkomponenten Biogas mischen/erweitern und das Angebot, und damit Ihre Position als Versorger, am deutschen Markt ausbauen.

Weiterhin wurde die Bilanz hinsichtlich latenter Steuer aus dem erwarteten Ergebnissen der nächste Jahre überprüft und auf Basis der vertriebszahlen angepasst. Die nach wie vor problematischen Rohstoffpreise, insbesondere Kupfer, belasten unsere Umsatzerwartungen. Prognosen zur Planung Oktober 2012 mussten wir etwas zurücknehmen, und die Grundlage des Ergebnisses und der erwarteter Umsätze im Bereich Energiehandel forcieren.

4. Eigenkapital und Bilanzen

Für das Jahr 2013 wurden im Rahmen der Rückstellungen Kosten der ausstehenden Hauptversammlungen auf Basis der Kosten der in 2013 stattgefundenen HV T€ 80.- vorgesehen, für ausstehende Aufsichtsratsvergütungen von 2007 bis 2012 Satzungsgerecht T€ 165.-. Für Jahresabschluss- und Prüfungskosten wurden T€ 45.- vorgesehen. Für das Rechtsverfahren aus 2011/12 gegen Alt-Organe wurden noch T€ 8.- zurückgestellt da verschiedene Posten in 2013 aufgelöst wurden konnten.

Das Geschäft der a.i.s. AG konnte aus Handelsumsätzen auf 12,4 Mio. € erzielen. Als Jahresüberschuss weist die Gesellschaft für 2013 nun T€ 238.- aus. Gebildete Rückstellungen sind i.W. auf die ausstehenden Zahlungen an Organe sowie Provisionen für Vertrieb zuzuschreiben.

Vorgreifend auf Erwartungen der nächsten Jahre und auf Basis des Verlustvortrages hat die a.i.s. AG keine zusätzlichen „latenten Steuern“ gebildet. Wir erwarten im kommenden Jahr Einnahmen aus dem anlaufenden Energiegeschäft sowie, nach wie vor aus dem Rohstoffhandel. Aus früheren Positionen konnten wir Altverbindlichkeiten auflösen.

5. Rechtsstreitigkeiten

Im Berichtsjahr lagen keine Verfahren an. Das Unternehmen ist allerdings in einem Streit um Gewerbeteuer aus dem Jahr 2005 aus Sanierungsgewinnen die im Rahmen der örtlichen Zuständigkeit dieser Steuer, von der entsprechenden Stadt bisher nicht als Sanierungsgewinne anerkannt werden. Aus dem Verfahren gegen Alt-Organe sind nur geringe Zahlungen offen.

6. Risikomanagement

Ein Risikomanagement ist derzeit bei der a.i.s. AG im Aufbau. Die Thematik hat durch die Erweiterung des Geschäftes in Rohstoffe und insbesondere Energie an Bedeutung gewonnen. Diesbezüglich werden speziell für den Energiehandel geeignete risikominimierende Maßnahmen erforderlich sein.

Auch im Rohstoffhandel ist durch die Umsätze und der Abwicklung besondere Sorgfalt sowie internes Personal nötig. Ansätze werden seit dem zweiten Quartal 2012 schrittweise umgesetzt, werden jedoch an die Geschäftsentwicklung ausgerichtet.

Die Implementierung der Risikomaßnahmen und die Erweiterung von Personal werden sich über die nächsten Jahre erstrecken.

7. Forschung und Entwicklung

Auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung hat sich die Gesellschaft weiterentwickelt. Diesbezüglich wird das Know-how auf Netzwerke zu Universitäten und Fachkompetenz von freien Experten sowie Technologiefirmen mit entsprechenden Produkten im Bereich Energieverbreitung und Biogasanlagentechnik ausgeweitet. Auch im Bereich Entsorgung und Energiegewinnung wurden erste Kontakte zu Technologiefirmen aufgebaut. Auch konnten erste Partner für eine Zusammenarbeit im Bereich Energiegewinnung aus Abfallprodukte gewonnen werden.

Neben dem in 2011/2012 vervollständigten Businessplan im Bereich eines Großprojektes „Biogasanlagen“ eines Partnerunternehmens, konnten in 2013 weitere Fortschritte bei der Finanzierung erreicht werden. Zusätzlich ist die a.i.s. AG in einem EU-Expertenkreis als Berater in einem EU-Biogasprojekt tätig.

8. Vorstandsbezüge

Das Vergütungssystem der Gesellschaft für den Vorstand sieht ein umsatzabhängiges jährliches Grundbehalt vor, welches sich aufgrund des Bruttojahresumsatzes von mehr als 2 Mio. € aus 2012 nunmehr auf 100.000,00 € festliegt.

Erfolgsbezogene Komponenten wurden bisher nicht gewährt. Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sind nicht vereinbart. Die im Vorstandsdienstvertrag weiter vorgesehenen Sachbezüge wurden nicht gewährt und nicht beansprucht.

9. Erklärung gemäß § 289 Abs. 4 HGB (Aktienstruktur und Stimmrechte)

1. Das Grundkapital ist in 8.000.000 stimmberechtigte, nennwertlose Stückaktien (Stammaktien) eingeteilt und beträgt € 10.226.000,00. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Die Aktien sind vollständig im Streubesitz, die a.i.s. AG besitzt keine Anteile
2. Der Gesellschaft liegen keine Informationen vor, die eine Beschränkungen oder durch Absprachen getroffene Beeinträchtigung einer Übertragung der Aktien betreffen.
3. Dem Vorstand liegen keine Informationen über Mehrheitsbesitze vor, die höher als 10% der Stimmrechte überschreiten.
4. Ebenso liegen keine Sonderrechte für Kontrollbefugnisse vor.
5. Es liegt zum Stichtag 31-12-2013 keine Stimmrechtskontrolle am Kapital von Arbeitnehmer vor
6. Die Ernennung und Abberufung von Vorständen erfolgt gemäß § 84 AktG. Die Satzung enthält keine entgegenstehenden Regelungen. Änderungen der Satzungen erfolgen entsprechend den gesetzlichen Regelungen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen sofern nicht nach gesetzlichen Vorschriften eine größere Mehrheit an Stimmen erforderlich ist. Stimmenthaltungen zählen nicht als abgegebene Stimmen. Gemäß § 18 der Satzung ist der Aufsichtsrat zu Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen. Einer Beschlussfassung in der Hauptversammlung bedarf es insoweit nicht.
7. Eine Ermächtigung des Vorstandes zur Ausgabe von Aktien oder zum Rückkauf von Aktien besteht derzeit nicht. Die in § 4 Abs. 3 der Satzung enthaltene Ermächtigung des Vorstandes zur Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital ist abgelaufen.
8. Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen, existieren nicht.
9. Es wurde ein Vergleich mit einem Mitarbeitern getroffen.

10. Übernahmen - die a.i.s. AG am Aktienmarkt

Die a.i.s. AG ist zum Berichtstag mit 8 Mio. Aktien breit gestreut. Dies macht es heute für Übernahmen schwer, Mehrheitsbeteiligungen - und damit Investoren - für unsere Absichten am Markt zu begeistern. Dennoch hat die Gesellschaft bei der Hauptversammlung in 2013 eine Kapitalerhöhung genehmigt bekommen. Die Umsetzung ist z.Z. in der Betrachtung und eine Emissionsbroschüre wurde bei den Behörden zur Genehmigung vorgelegt. Es wurden Korrekturen angeregt.

Die Struktur unseres Vorschlages wird daher nochmals untersucht, lässt aber verschiedene Optionen zu.

Sinn der Kapitalmaßnahme ist zunächst mit dem Verlustvortrag der Gesellschaft gegeben. Zusätzlich ist vorgesehen, die a.i.s. AG an einer Betreiberfirma eines Biogaskraftwerkes zu beteiligen wodurch ein nachhaltiger Rückfluss für das operative Geschäft des Unternehmens gesichert werden soll. Gleichzeitig soll diese Beteiligung es ermöglichen, den Energievertrieb auf Basis regenerativen Komponenten zu stützen um entsprechende Produktvorteile zu erzielen. Die Verhandlungen können jedoch erst nach der Zusage der Finanzierung abgeschlossen werden.

11. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im ersten Quartal 2014 konnte der Umsatz noch nicht, wie angenommen, zunehmen. Dennoch konnte das Unternehmen in der Kupferentsorgung eintreten womit wir nunmehr auch diesen Bereich abdecken. Der weitere Ausbau ist in der Betrachtung.

Inzwischen konnte das Unternehmen, nach ersten Versuchen im Berichtsjahr, auch in Zinn und Nickel Erfolge aufweisen. Die Preise konnten hier bereits anziehen während im Kupferbereich die Nachfrage noch stockt.

Wir erwarten nun für das weitere Jahr Verbesserungen und den Einstieg in das Gasgeschäft. Erschwerend wirken sich dabei die zunehmenden bürokratischen Hürden im internationalen Warentransfer durch unterschiedliche Mehrwertsteuersätze und ihrer Handhabung aus. Wir haben diesbezüglich eine Anfrage beim EU-Parlament laufen Vereinfachungen einzubringen.

Durch die Diversifikation will das Unternehmen ihren Handel verbreitern und finanziell stabilisieren. Ebenfalls wird die Diversifizierung von Kunden verstärkt. Die Gesellschaft ist in 2013 „unter Plan“, wird dies aber durch den Einstieg in das Energiegeschäft in 2014 kompensieren. Eine entscheidende Auswirkung auf den Umsatz wird dann für das zweite Halbjahr 2014 erwartet.

12. Ausblick

Hinsichtlich der Entwicklung der a.i.s AG über das Jahr 2013 hinaus wird weiterhin das Handelsgeschäft im Bereich Rohstoff und Energie die tragende Säule sein. Durch die breit angelegte Aktionärsstruktur sind Fremdfinanzierungen zur Sicherung von Betriebsmitteln, wie sie sowohl das Anlagengeschäft wie auch der Handel erfordert, schwierig.

Finanzmittelsteigerung können nur durch Eigenkapital und damit mit Hilfe einer Kapitalstrukturänderung für das zukünftige Geschäft realisiert werden. Zusätzlich wird die a.i.s. AG selber Initiativen ergreifen, Kapital am Markt zu erhalten. Entsprechende Methoden und der Aufbau unserer Präsenz im Investorenmarkt sind auch weiterhin im Gange.

Die aussichtsreichste Lösung erwarten wir durch die Kapitalsteigerung die auf der Hauptversammlung in 2013 bewilligt bekommen haben. Ziel dieser Finanzmittelsteigerung ist zunächst, Maßnahmen zur Verbesserung des Ertrages im Handelsgeschäft und Beteiligungen an der Finanzierung unserer geplanten Energieversorgungsanlagen. Mit beiden Maßnahmen sollen die Nachhaltigkeit des Ergebnisses und damit der Fortbestand des Unternehmens gesichert werden.

Ziel ist es weiterhin das Geschäftsfeld Umwelt und Energie wirkungsvoll personell auszustatten und aufzubauen. Dabei soll der Handel von Rohstoffen und Energie das Geschäft stützen und den Geschäftsausbau Versorgung/Entsorgung ermöglichen. Die Umsetzung der Kapitalerhöhung ist daher von Bedeutung für die Jahre 2013 ...2018.

13. Chancen- und Risikobericht

Die weitere Umsatzsteigerung im Bereich Rohstoffhandel eröffnet zukünftig zunehmende Ertragschancen. Sollte in Zukunft bei entsprechendem Kapitalzufluss der Betrieb von Biogasanlagen möglich werden, erwarten wir zudem eine nachhaltige Ertragsbasis die unabhängig vom Handel die Fixkosten abdecken könnte.

Soweit sich - auch vor dem Hintergrund der Eurokrise - ein nachhaltiger Einbruch im Rohstoffhandel ergeben sollte, droht eine entsprechende Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Des Weiteren ist zurzeit das Geschäft noch stark vom persönlichen Einsatz des Vorstandes abhängig. Der Erfolg wird zudem in 2014 von der weiteren Finanzierung des Unternehmens abhängen.

14. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Aufgaben der Gesellschaft wurden seit Mitte 2012 durch Personal in Vertrieb und Verwaltung verstärkt. Die Unternehmensführung beschränkte sich daher im Jahr 2013 auch weiterhin auf die Führung von Dienstleister und entsprechende Zuarbeit. Demnach sind bei der Unternehmensführung keine Steuerungssysteme eingesetzt worden womit diese wegen der geringen Personalstärke auch nicht vorliegen. Dennoch ist seit 2012 die Buchhaltung erweitert worden, die Kontrollinstanzen unseres Handelns durch das Mehraugenprinzip erheblich verbessert. Weitere Schritte werden sich nunmehr auf die Kontrollsysteme und Prüfung unserer Handelspartner ausstrecken.

Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig über einberufene Sitzungen informiert und die Themen Verwaltung, Geschäft, Liquidität und Finanzierungsansätze besprochen. Entsprechende Protokolle wurden bei jeder Sitzung verfasst und in der nächsten Sitzung bestätigt soweit keine Beanstandungen vorlagen. Auch wurden Mitglieder direkt bei besonderen Themen informiert.

Die a.i.s. AG hat eine Erklärung zum Corporate Governance aus Mai 2010 auf unserer Internetseite http://www.ais-ag.info/index.php?page=37 abgegeben. Änderungen die sich aus dem Kodex vom 15­ 05.2012 ergeben haben erfüllen wir zum Teil bereits heute und werden diese noch vor der nächsten HV darstellen. Diese sind nachfolgend in der veröffentlichten Kommentierung zum Kodex 2010 vorgenommen und auf unserer Home Page veröffentlicht.

Der für diesen Abschluss relevanten Fassung vom 15.05.2012 kann die Gesellschaft nach wie vor wegen ihrer anhaltenden Umstrukturierung nicht in Allem zustimmen. Der Kodex, dessen Ziele Vorstand und Aufsichtsrat voll unterstützen solange sie der Entwicklung der sozialen Marktwirtschaft aus nachhaltiger wirtschaftlicher Sicht in der EU dienen, wird sich die in der Restrukturierung befindlichen a.i.s. AG, schrittweise anpassen wobei erst nach einer stabilen Geschäftsgrundlage und der Wiederbelebung von Hauptversammlungen diese Ziele voll erfüllt werden können. Auch diesbezüglich sind Entwicklungen in der Verwaltung nötig die allerdings erst bei ausreichend stabilen Marktprognosen entsprochen werden kann.

Mit Ende 2013 kann dem Kodex vom 15.05.2012 entsprochen werden mit folgenden Ausnahmen:

Die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden bisher gerichtlich bestellt. Diese wurden auf der Hauptversammlung im August 2013 erstmals durch die Aktionäre bestätigt. Wir kommen damit dem Kodex näher.
Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat werden erst nach einer stabilen Wachstumsphase und bei Erreichen einer personellen Mindestgröße von 500 Personen eingesetzt. Der Aufsichtsrat wird dann die Mitgliederzahl von heute 3 auf 6 anheben.
Die Hauptversammlung kann noch nicht über geschäftliche Angelegenheiten und Organvergütungen beschließen jedoch sind Abstimmung hinsichtlich der Ausrichtung und der Entwicklung von Zielen seitens der Hauptversammlung möglich. Eine Ablehnung der Ziele seitens der Hauptversammlung würde den Organen der Gesellschaft die Möglichkeit einräumen, Ihre Ämter aufzugeben und Ansprüche gegen der Gesellschaft auf den kurzen Rechtsweg zu aktivieren (sofortige Vollstreckung)
Der jährlichen Hauptversammlung kann die Gesellschaft bisher nicht zustimmen. Die Gesellschaft wird dem folgen wenn die geschäftliche Stabilität gesichert ist. Auf die Interessen von Aktionärsminderheiten können wir auf Kosten der prioritären unternehmerischen Entwicklung nicht eingehen.
Wir sind wegen unserer Personalstruktur gegen eine Frauenquote. Jedoch sind Stellen im Vorstand und Aufsichtsrat jederzeit für Frauen ohne Bedenken möglich.
Der Aufsichtsrat wird z.Z. aus Kostengründen kein Prüfungsausschuss, sonstige Ausschüsse oder Wahlgremien bestimmen um Rechnungslegung, Risiken oder sonstige Kontrollfunktionen im Auftrag des Aufsichtsrates zu übernehmen, billigen.
Vorstände können nach Abdankung zum Schutze der Gesellschaft sehr wohl in den Aufsichtsrat wechseln, wenn die Mehrheit der Aufsichtsräte oder eine einfache Mehrheit in der Hauptversammlung dies befürwortet.
Wegen der enormen Aufwendungen der Berichtserstattung und der Testierung von Ergebnissen im Falle der börsennotierten Gesellschaft sind wir heute noch nicht in der Lage eine zuverlässige Angabe zum Finanzkalender abzugeben. Es sind jedoch Verbesserungen eingeflossen die uns heute zwar noch keine Planung erlauben jedoch zunächst die Berichtskriterien erfüllen lassen. Wir erwarten auch hier von einer Kapitalisierung Verbesserungen und einen besseren Erfüllungsgrad der Vorlagen. Die Passagen im Kodex erlauben auch inzwischen eine gewisse Flexibilität
Die a.i.s. AG kann den Vorgaben der Rechnungslegung in 2013 erfüllen, wir konnten die Verzögerungen in der Berichtserstattung inzwischen nachholen und fast termingerecht veröffentlichen.

15. Erklärung nach § 289 Abs. 1 HGB

Der Vorstand versichert nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichtserstattung der Zwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt und im Zwischenlagebericht und der Bilanz der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Birkenau, 25. Mai 2014

Der Vorstand

Bilanz 2013 und 2012

Periodenvergleich

Aktiva in EUR

AKTIVA

2013 2012
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
2. Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 1,00 € 1,00 €
Summe I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 € 1,00 €
II. Sachanlagen
3. andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.784,19 € 5.322,35 €
Summe II. Sachanlagen 1.784,19 € 5.322,35 €
Summe A. Anlagevermögen 1.785,19 € 5.323,35 €
B. Umlaufvermögen
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 183.849,13 € 158.920,44 €
4. sonstige Vermögensgegenstände 440.010,67 € 99.699,42 €
Summe II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 623.859,80 € 258.619,86 €
IV. Kassenbestand. Guthaben b. Kreditinstituten. Postgiro 61.292,84 € 132.185,16 €
Summe B. Umlaufvermögen 685.152,64 € 390.805,02 €
D. Aktive latente Steuern 930.000,00 € 930.000,00 €
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 € - €
Summe Aktiva 1.616.937,83 € 1.326.128,37 €
PASSIVA
2013 2012
A. Eigenkapital
I. Kapital
Gezeichnetes Kapital
Summe I. Kapital 10.226.000,00 € 10.226.000,00 €
II. Kapitalrücklagen 534.571,90 € 534.571,90 €
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklagen 488.028,10 € 488.028,10 €
Summe III. Gewinnrücklagen 488.028,10 € 488.028,10 €
IV. Gewinn- und Verlustvortrag - 11.236.908,35 € -11.591.134,58 €
V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 238.937,11 € 354.226,23 €
Summe A. Eigenkapital 250.628,76 € 11.691,65 €
C. Rückstellungen
3. sonstige Rückstellungen 810.409,75 € 716.100,00 €
Summe C. Rückstellungen 810.409,75 € 716.100,00 €
D. Verbindlichkeiten
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 78,04 € 79,01 €
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 201.893,48 € 484.860,80 €
8. sonstige Verbindlichkeiten 353.927,80 € 113.396,91 €
Summe D. Verbindlichkeiten 553.899,32 € 598.336,72 €
Summe Passiva 1.616.937,83 € 1.326.128,37 €

Gewinn- und Verlustrechnung 2013 und 2012

Periodenvergleich

in EUR

G&V 2013 2012
1. Umsatzerlöse 12.433.968,91 € 24.904.847,38 €
2. Sonstige betriebliche Erträge 310.000,00 € 174.087,59 €
3. Materialaufwand -12.047.848,32 € -24.192.402,04 €
4. Personalaufwand -22.073,52 € -20.404,68 €
5. Abschreibungen -1622,08€ 0€
6. Andere betriebl. Aufwendungen
Raumkosten -3.000,00 € -6.534,00 €
Versicherungen, Beiträge und Abgaben -29.416,28 € -21.027,96 €
Reparaturen und Instandhaltungen -68,91 € -89,25 €
Werbe- und Reisekosten -20.853,45 € -26.359,38 €
Kosten der Warenabgabe -1.050,00 € - €
verschiedene betriebliche Kosten -372.056,49 € -526.617,73 €
Summe Andere betriebl. Aufwendungen -426.445,13 € -580.628,32 €
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.041,24 € - €
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6,01 € 7,50 €
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5006,24 € -1.279,22 €
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 238.938,39 € 284.228,21 €
11. Außerordentliche Erträge 0 € 70.000,00 €
12. Außerordentliches Ergebnis
13. Steuern vom Einkommen und Ertrag -1,28 € -1,98 €
Ergebnis 238.937,11 € 354.226,23 €

Anhang zum 31.12.2013

der a.i.s AG

I. ALLGEMEINE ANGABEN

1. Gliederung

Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der a.i.s. AG sind nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Im Interesse einer klaren und übersichtlichen Darstellung sind Beträge der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang in Tausend € angegeben. Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke sowie weitergehende Erläuterungen befinden sich im Anhang.

Die a.i.s. AG weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Da unsere Gesellschaft im General Standard des geregelten Marktes gelistet ist, gelten wir juristisch gem. § 267 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 264d HGB als große Gesellschaft.

Ende 2008 hat die Pöchheim AG 6,2% erworben und hat bis heute keine zu meldende Änderung abgegeben.

Im Juli 2012 hat die ITAPS GmbH mitgeteilt, dass Sie 2,5% der Aktien erworben hat. Die ITAPS GmbH gehört zu 100% dem heutigen Vorstand der a.i.s. AG.

Ende 2013 sind dem Unternehmen weitere Aktionäre mit nennenswerten Anteilen, jedoch unterhalb 10%, bekannt:

Herr Johann Uschold mit bestätigten Anteile oberhalb 5% (Meldung über 5,18% vom 23.09.2013)
Herr Gernut Bonack mit ebenfalls Anteile oberhalb 5%. (Meldung vom 16.10.2013)

II. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögen erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Bemessung der Nutzungsdauern beruhte auf betrieblichen Erfahrungen, die sich weitgehend mit den Angaben in den steuerlichen Abschreibungstabellen decken.

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben.

Bewegliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden linear bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 5 bzw. 10 Jahren abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Flüssige Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Sonstige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und in Höhe des Betrages gebildet, der auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Zur Fremdwährungsumrechnung ist festzustellen, dass die betroffenen Schulden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet werden.

Die Folgebewertung der Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgte gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

III. ANGABEN ZUR BILANZ

AKTIVA

1. Anlagevermögen

Einen Überblick über die Entwicklung des Anlagevermögens der a.i.s. AG für das Geschäftsjahr 2013 gibt die nachfolgende Aufstellung der Anlageentwicklung (Anlagenspiegel):

Entwicklung des Anlagevermögens 2013

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2013 Zugang Abgang 31.12.2013
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände 923,37 € 1,00 € 923,37 € 1,00 €
- €
Software 923,37 € 1,00 € 923,37 € 1,00 €
Lizenzen/Schulungen - € - € - € - €
- €
Sachanlagen 5.322,35 € 1,00 € 1.916,08 € 3.407,27 €
- €
Betriebs- und Geschäftsauslagen 5.322,35 € 1,00 € 1.916,08 € 3.407,27 €
Total 6.245,72 € 2,00 € 2.839,45 € 3.408,27 €
Kumulierte Abschreibung
01.01.2013 Zugang Abgang 31.12.2013
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 € - € - € 1,00 €
- € - € - €
Software 1,00 € - € 1,00 €
Lizenzen/Schulungen - € - € - €
- € - € - €
Sachanlagen 3.407,27 € - € 1.631,98 € 1.775,29 €
- € - €
Betriebs- und Geschäftsauslagen 3.407,27 € 1.631,98 € 1.775,29 €
Total 3.408,27 € - € 1.631,98 € 1.776,29 €
Nettobuchwerte
31.12.2013 31.12.2012
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 € 923,37 €
- € - €
Software 1,00 € 923,37 €
Lizenzen/Schulungen - € - €
- € - €
Sachanlagen 1.784,19 € 5.332,35 €
- € - €
Betriebs- und Geschäftsauslagen 1.784,19 € 5.332,35 €
Total 1.785,19 € 5.323,35 €

2. Umlaufvermögen

2.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die laufenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren aufgrund frühzeitiger Zahlung des Kunden zum Abschlussstichtag beglichen.

2.2 Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Umsatzsteuererstattungsansprüche für die Jahre bis 2007 wurden zu 100% einzelwertberichtigt.

2.3. Guthaben bei Kreditinstituten

Entwicklung der flüssigen Mittel

Guthaben bei Kreditinstituten 31.12.2013

T€
31.12.2012

T€
31.12.2011

T€
31.12.2010

T€
31.12.2009

T€
Guthaben 61,3 123,13 1364,92 - 6,6

3. Aktive latente Steuern

Von dem Wahlrecht zur Aktivierung aktiver latenter Steuern wurde in 2011 und 2012 Gebrauch gemacht. Die Aktivierung berücksichtigte bestehende Verlustvorträge, von denen erwartet wird, dass sie innerhalb der nächsten 5 Jahre realisiert werden. Es wird davon ausgegangen, dass sich der gewerbesteuerliche Verlustvortrag vollständig und der körperschaftsteuerliche Verlustvortrag durch die positiven Ergebnisse innerhalb der nächsten 3 Jahre abbauen wird. Bei der Ermittlung der Verlustverrechnung wurden die steuerlichen Vorschriften zur Mindestbesteuerung berücksichtigt. Für die Berechnung der Gewerbesteuerentlastung wurde ein Gewerbesteuerhebesatz von 330 %, für die Entlastung der Körperschaftsteuer und des Solidaritätszuschlages ein Steuersatz von 15,825 % zugrunde gelegt.

PASSIVA

1. Eigenkapital

1.1 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital ist unverändert in 8.000.000 stimmberechtigte, nennwertlose Stückaktien (Stammaktien) eingeteilt und beträgt € 10.226.000,00. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

1.2 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage der a.i.s. AG beträgt zum 31. Dezember 2013 unverändert T€ 534.

1.3 Gewinnrücklage

Die gesetzliche Rücklage besteht in der a.i.s. AG - aufgrund der Verlustvorträge - unverändert zum Vorjahr (T€ 488).

1.4 Ausschüttungsgesperrte Beträge

Zum Abschlussstichtag bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von T€ 930, die ausschließlich auf der Aktivierung aktiver latenter Steuern beruhen.

2. Rückstellungen

2.1 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Posten Betrag

in T€
Rückstellungen für HVs 80
Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen 165
Rückstellung für Vorstandsvergütungen 332
Rückstellung für Buchhaltung 65
Rückstellung für Wirtschaftsprüfung 60
Zinsen, Säumnisse für Altverfahren Gewerbesteuer 30
Rückstellung als Folge juristischer Verfahren (Altorg.) 8
Kosten für vertriebliche Aktivitäten 52
Verschiedenes 18
Gesamt 810

3. Verbindlichkeiten

Stand

31.12.2013

(€)
Restlaufzeit

bis 1 Jahr

(€)
• Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 78,04 79,01
• Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 201.893,48 201.893,48
• sonstige Verbindlichkeiten 351.427,80 261.427,80
553.399,32 463.399,32

Die Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Sicherheiten (Eigentumsvorbehalt).

IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt und betreffen insgesamt das Handelsgeschäft.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus Einzelwertberechtigung von Forderungen enthalten.

Personalaufwand

Im Jahr 2013 sind Personalaufwendungen in Höhe von T€ 22.- entstanden. Es sind 2 Personen angestellt gewesen. Für das Jahr 2013 sind neue Rückstellungen in Höhe von 100.000€ für den Vorstand gebildet worden.

V. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse der a.i.s AG.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen seit 1-4-2012 Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen. Diese betragen T€ 0,8/Monat. Weiterhin wurden für ein Rechtsverfahren aus 2003-2011 Verpflichtungen in Form von Ratenzahlungen, für die 2011 Rückstellungen gebildet wurden teilweise ausgeglichen. Restliche Zahlungen sind wiederum für das Jahr 2014 in die Rückstellungen aufgenommen worden.

3. Organe

3.1 Vorstand

feste Vergütung variable Vergütung sonstige gesamt
Johan Charles Bendien, Dr.-Ing., Birkenau 2012 100.000 € 0,00€ 0,00€ 100.000,00 €
2011 60.000,00 € 0,00 € 0,00 € 60.000,00 €
2010 42.000,00 € 0,00 € 0,00 € 42.000,00 €
2009 34.500,00 € 0,00 € 0,00 € 34.500,00 €

Für die dem Vorstand laut Vorstandsdienstvertrag zustehenden, nicht ausbezahlten Bezüge, der Jahre 2009 bis 2012 ist aufwandswirksam im Geschäftsjahr 2013 nach Abzüge der ausgezahlten Bezüge über T€ 10 eine Rückstellung in Höhe von T€ 332 passiviert worden. Die ausgezahlten Bezüge beziehen sich auf Verpflichtungen aus 2009 die verbleibenden.

Im Vorstandsdienstvertrag vorgesehene Sachbezüge (Dienstwagen, Notebook, Mobiltelefon etc.) wurden nicht gewährt.

Erfolgsbezogene Komponenten (Gewinnbeteiligung von 10% des Jahresüberschusses) wurden nicht gewährt. Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sind nicht vereinbart. Die Erfolgsbezogene Vergütung wurde erstmals als Rückstellung enthalten.

3.2 Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht laut Satzung aus 2004 aus sechs Mitgliedern, davon werden 2 Mitglieder von den Arbeitnehmern gewählt. Mit der Hautversammlung in 2013 wurden für 2013 Satzungsänderungen genehmigt die den Aufsichtsrat auf 3 Mitglieder zunächst beschränkt.

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr folgende Herren an:

Feste Vergütung erstatte Auslagen
Klaus Willmann, Dipl.-Wirtschaftsingenieur, Dr.-Ing., Espelkamp (Vorsitzender seit 09.05.2007) 2013 12.271,00 € 0,00 €
Markus Neth, Dipl.-Betriebswirt (FH), Mosbach (stellvertretender Vorsitzender seit 19.04.2007) 2013 9.203,25 € 0,00 €
Jügen Tiedtke, Dr. Ing, Kölln-Reisiek (seit 01.07.2011, gerichtlich bestätigt am 08.07.2012) 2013 6.135,50 € 0,00 €
Gesamt 2012 27.609,75 € 0,00 €

Für die nicht ausbezahlten Bezüge der Jahre 2007 bis 2013, die den Aufsichtsratsmitgliedern laut Satzung zustehen, ist in der Bilanz eine Rückstellung in Höhe von T€ 165 passiviert.

Mitgliedschaften der Organmitglieder:

Weitere Mitgliedschaften der Organmitglieder in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten anderer Gesellschaften bestanden im Geschäftsjahr 2013 nicht.

4. Anzahl der Beschäftigten

Die a.i.s. AG beschäftigte im Geschäftsjahr 2013, 1,5 Mitarbeiter.

5. Corporate Governance Erklärung

Das Unternehmen hat die nach § 161 Aktiengesetz vorgeschriebene Erklärung im Geschäftsjahr 2012 abgegeben. Sie ist uneingeschränkt für das Jahr 2013 gültig. Inzwischen wurden die Aufsichtsräte auf der Hauptversammlung im August 2013 für weitere 5 Jahre bestätigt, womit wir der Erklärung in diesem Punkt folgen. Auch wurde der Wirtschaftsprüfer erstmals von der Versammlung bestätigt.

6. Ergebnisverwendung

Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 246 auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Abschlussprüfer

Das für den Abschlussprüfer im Sinne des § 319 Abs. 1 Satz 1, 2 HGB für die Abschlussprüfungsleistungen als Aufwand erfasste Honorar im Geschäftsjahr 2013 beträgt T€ 25.

8. Angaben gemäß § 160 AktG

Das Grundkapital zum 31. Dezember 2012 ist eingeteilt in 8.000.000 nennwertlose Stückaktien.

9. Gesellschafter

Die Pöcheim Media AG, Teltow, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 13.10.2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der a.i.s. AG durch Zukäufe am 07.10.2008 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und sie nunmehr 3,2% (das entspricht 256.000 Stimmrechten) der Stimmrechte hält.

Die Pöcheim Media AG, Teltow, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 28.10.2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der a.i.s. AG durch Zukäufe am 27.10.2008 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und sie nunmehr 6,30% (das entspricht 504.000 Stimmrechten) der Stimmrechte hält.

Am 11. November 2008 teilte Stefan Pöchheim mit, dass die von der Pöchheim Media AG gehaltenen vorgenannten Anteile an unserer Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 WpHG ihm zuzurechnen sind.

Am 10.07.2012 hat uns die ITAPS GmbH, mitgeteilt, dass sie im Besitz von 2,5% der Aktien der a.i.s. AG geworden ist. Dies entspricht dem Besitz von 200.000 Aktien (entsprechend 200.000 Stimmrechte).

Mit Meldungen aus September und Oktober 2013 wurden weitere Gesellschafter bekannt.

Am 23.09.2013 teilte uns Johann Uschold mit, an der a.i.s. AG am 04.05.2011 die Schwelle von 5% überschritten hat und entsprechend beteiligt ist. Seine Stimmrechte betragen seit diesem Tag 5,18% (414.000 Stimmrechte)

Weiterhin teilte am 22.10.2013 Gernut Bonack mit, an der a.i.s. AG seit dem 16.10.2013 Stimmrechte in Höhe von 403.600 Stück zu besitzen womit er die Schwelle von 5% überschritten hat.

10. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Der Vorstand versichert nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB, dass der Jahresabschluss nach bestem Wissen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt bzw. der Anhang zusätzliche Angaben hierzu enthält, auf Basis des neuen Veröffentlichungsdatums.

Birkenau, 25.05.2014

Dr.-Ing. Johan Charles Bendien

Vorstand der a.i.s. AG

Ergebnisverwendung zum 31.12.2013

der a.i.s AG

Der Aufsichtsrat wir der Hauptversammlung empfehlen, das Ergebnis auf die neue Rechnung zu übertragen

Kapitalflussrechnung

I. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2013

TEUR
2012

TEUR
Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten 238 354
+ Abschreibungen/Zuschreibungen/Zinsen/Wertberichtigungen/Währungsdifferenzen/auf Gegenstände des Anlagevermögens 0 0
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 94 113
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte 0 0
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen LuL 25 -165
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen ggü. Untern. mit Beteiligungsverh. 0 0
-/+ Zunahme/Abnahme der aktiven latenten Steuern 0 -70
-/+ Zunahme/Abnahme der sonst. Vermögensgegenstände -365 -57
-/+ Zunahme/Abnahme des aktiven Rechnungsabgrenzungsposten 0 0
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindl. LuL -283 -1.355
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
+/- Zunahme/Abnahme der passiven latenten Steuern 0 0
+/- Zunahme/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten 238 -49
\= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -53 -1.229
II. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
+ Restbuchwert Abgänge von Gegenständen des Anlagevermögens 3 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen 0 -5
\= Cashflow aus der Investitionstätigkeit 3 -5
III. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
+/- Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter 0 0
+/- Entnahme aus Gewinnvortrag 0 0
+/- Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 0 0
+/- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten 0 0
\= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0 0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -50 -1.234
IV. Finanzmittelfonds
Finanzmittelfonds am 01.01. 132 1.365
Veränderung -50 -1.234
Finanzmittelfonds am 31.12. 82 132

Eigenkapitalspiegel 2013

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn/

-verlust
Summe Eigenkapital
Stand 31.12.2011 10.226.000,00 534.571,90 488.028,10 -11.591.134,58 -342.534,58
Kapitalerhöhungen/Veräußerungen eigene Anteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitalherabsetzungen/Erwerb eigene Anteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
geleistete Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresergebnis 2012 0,00 0,00 0,00 354.226,23 354.226,23
Stand 31.12.12 10.226.000,00 534.571,90 488.028,10 -11.236.908,35 11.691,65
Kapitalerhöhungen/Veräußerungen eigene Anteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitalherabsetzungen/Erwerb eigene Anteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
geleistete Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresergebnis 2013 0,00 0,00 0,00 238.937,11 238.937,11
Stand 31.12.13 10.226.000,00 534.571,90 488.028,10 -11.997.971,24 250.628,76

Bericht des Aufsichtsrates wird nach Abschlussprüfung und Bestätigung vorliegen. Diesbezüglich wurde inzwischen der Wirtschaftsprüfer bestätigt.

Birkenau, 03.06.2014

Dr.-Ing. Johan Charles Bendien

Vorstand der a.i.s. AG