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a.i.s. AG Audit Report / Information 2011

Jun 28, 2013

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Audit Report / Information

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Publication

a.i.s. AG

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Lagebericht 2011

der a.i.s AG

1. Die a.i.s AG

2. Branchen- und Marktentwicklung

3. Geschäftsverlauf

4. Eigenkapital und Bilanzen

5. Rechtsstreitigkeiten

6. Risikomanagement

7. Forschung und Entwicklung

8. Vorstandsbezüge

9. Erklärung gemäß § 289 Abs. 4 HGB (Aktienstruktur und Stimmrechte)

10. Übernahmen – die a.i.s. AG am Aktienmarkt

11. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

12. Ausblick

13. Chancen- und Risikobericht

14. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

15. Erklärung nach § 289 Abs. 1 HGB

1. Die a.i.s AG

Die a.i.s AG ist eine Finanzholding für Industriebeteiligungen, die aus dem Entsorgungsgeschäft, mit Weiterentwicklungspotential im Bereich des Recyclings industrieller Abfälle, hervorgegangen ist. Inzwischen positioniert sich die a.i.s. AG zusätzlich im Bereich Energiegewinnung mit Schwerpunkt Biogas und handelt mit Rohstoffen. Auch wird der Energiehandel vorbereitet.

Hervorgegangen ist die a.i.s AG aus der Lösch Umweltschutz AG. Das Unternehmen konnte sich am 29.04.2005 über ein Planverfahren nach einer Insolvenz neu aufstellen und präsentierte sich danach zunächst als Holding weniger Tochtergesellschaften. Von diesen hat sich die a.i.s. AG zwischen 2005 und 2006 getrennt und ist dann von den damaligen Gesellschaftern, der AGOR AG (45,1%) und der EWS Euro Waste Service AG (29,9%), Anfang 2007 an einen neuen Mehrheitsaktionär, der BPRe Inc. verkauft worden. Dieser Gesellschafter übernahm im Januar 2007 75% der Aktien und unterbreitete ein von der BAFIN geprüftes Pflichtübernahmeangebot für den Erwerb der verbleibenden 25% im ersten Quartal 2007.

Die BPRe Inc. beabsichtigte, die a.i.s AG als Projektentwicklungsgesellschaft für Biogasanlagen aufzubauen und auch diesbezüglich finanziell auszustatten. Auf dieser Basis konnte die Restrukturierung 2007 eingeleitet und erste Altlasten bereinigt werden. Eine von der BPRe Inc. Ende 2007 unterschriebene Patronatserklärung diente diesbezüglich als finanzielle Grundlage mit der die Weiterentwicklung des Unternehmens ermöglicht werden sollte.

Mit einem Strategiewechsel Ende 2007 und den eiligst angekündigten Ausstieg der BPRe Inc. Ende Dezember zeichnete sich ab, dass der neue Gesellschafter nicht in der Lage war, die Finanzierung der Restrukturierung des Unternehmens und damit die Rückführung von Verbindlichkeiten zu sichern. Gleichzeitig sorgte die damalige Krise dafür, dass die a.i.s. AG keinen Zugriff auf Fremdkapitalisierung hatte. Die Jahre 2008…2010 waren daher extrem schwierig.

Dennoch konnte eine Strategieerweiterung mit Energietechnologie aber insbesondere der Handel mit Rohstoffe in 2011 erste aber vor allem „schnelle“ Erfolge aufweisen. A.i.s. AG konnte daher dringende Verbindlichkeiten begleichen, womit die entscheidende Wende in der Restrukturierung möglich war.

2. Branchen- und Marktentwicklung

Die a.i.s. AG hatte im Oktober 2007, kurz nach der Strategieänderungsankündigung des damaligen Mehrheitsaktionärs, ein neues Geschäftsmodell präsentiert. Ziel war es, neben der Entsorgungstechnik, ein Schwerpunkt im Bereich innovative Energieversorgungssysteme anzubieten. Hierzu wurden zwischen 2008 bis 2010 verschiedene Produkte im Bereich mobile Versorgungen technisch ausgearbeitet und angeboten.

Referenzprodukte und die finanzielle Grundlage für Entwicklungen fehlten allerdings wodurch das Unternehmen noch keine Ergebnisse im Projektgeschäft erreichen konnte. Dem wurde dann in 2010 begegnet, indem die Priorität zunächst auf umsatzstarke Geschäfte im Handelsgeschäft mit schneller Abwicklung verschoben wurde, ohne allerdings die Projektansätze in der Versorgung und Entsorgung zu vernachlässigen.

Vorgesehen ist auch weiterhin, den Bereich Entsorgung über entscheidende Technologiepartner zu verstärken und neu in Verbindung mit der Energiegewinnung auszurichten. Diesbezüglich wird die a.i.s AG auf den Erfahrungen ihres bisherigen Geschäfts aufbauen können, was uns in einigen Nischen eine gute Ausgangsposition verleiht. Schließlich positioniert sich das Unternehmen auch mit Rohstoffe mit der Entsorgung von Altmetallen auf dem Europäischen Markt.

3. Geschäftsverlauf

Entscheidend war im Jahr 2011 der Aufbau im Kupferhandel den wir seit Februar 2011 aktiv betreiben. Die a.i.s. AG konnte damit im Juni ein erstes Geschäft tätigen, das sich dann im letzten Quartal erweitern ließ. Das Unternehmen steigerte damit seinen Umsatz von T€ 157.- in 2010 auf M€ 1,85.-.

Wir sind dank verschiedener Ansätze, auch weiterhin zuversichtlich die a.i.s. AG für die beabsichtigte Finanzierung eines größeren Biokraftwerkprojektes, zu positionieren. Wir erwarten allerdings erst entscheidende Aussichten für 2013 Jahr und arbeiten neben Fremdfinanzierungsangebote auch an eigenen Finanzierungsmethoden und Kapitalmaßnahmen, die die Beteiligung an solchen Anlagen sichern sollen. Damit soll das Geschäftsergebnis nachhaltig unterstützt werden.

Durch die uns erst in 2012 zugänglich gewordenen Informationen und Daten aus 2008, konnten zum Stichtag 31-12-2011 Bilanzbereinigungen aus den Vorgängen früherer Tochterverkäufe und verschiedener Altlasten vorgenommen werden. Zusätzlich konnte mit dem aktuellen Geschäft im ersten Quartal 2012, Verbindlichkeiten der Jahre vor 2011 beglichen werden und mit einer Zukunftsplanung Prognosen im Ergebnis eingebracht werden. Auf dieser Grundlage wird nun eine testierte Bilanz erstellt. Für die a.i.s. AG wird auf Basis von des operativen Ergebnisses und der Ausnutzung latenter Steuer ein positives Ergebnis erzielt.

Die Nacharbeit der verschiedenen Altlasten und deren Bereinigung zum Stichtag Ende 2011 konnte erst nach Klärung jedes der Posten zu einem genehmigungsfähigen Abschluss führen der Korrekturen gegenüber dem bisherigen bilanziellen Angaben. Diese zeitintensive Nacharbeit, die auch durch Ankündigungen zu mehrmaligen Verzögerungen von Ergebnismitteilungen führte, war nötig um die endgültige testierte Prüfung zu erhalten womit die a.i.s. AG auf einem nunmehr zuverlässigen Zahlenwerk für 2011 aufbauen kann.

Die vorliegende finanzielle Darstellung ist dann auch die Voraussetzung für die Neuausrichtung des Unternehmens.

4. Eigenkapital und Bilanzen

Bis 2010 hatte die a.i.s. AG noch erwartet, Alt-Verbindlichkeiten von der in 2007 erhaltenen Patronatserklärung der Gesellschafter (BPRE. Inc.) abdecken zu können, was dann erst in 2011 durch eigene Mittel möglich war. Unsere Forderungen aus den finanziellen Zusagen bleiben gegenüber Alt-Gesellschafter bestehen.

Für das Jahr 2011 mussten Rückstellungen neu gegliedert und bemessen werden. Für Kosten der nach wie vor ausstehenden Hauptversammlung wurden auf Basis der in 2009 eingeholten Angebote T€ 35.- vorgesehen, für ausstehende Aufsichtsratsvergütungen von 2008 bis 2011 Satzungsgerecht T€ 109,7.-. Für Jahresabschluss- und Prüfungskosten wurden T€ 36,4.- vorgesehen. Für Verbindlichkeiten aus einem Rechtsverfahren aus 2011/12 gegen Alt-Organe wurden nach neuer Bewertung im Rahmen von Rechts- und Beratungskosten T€ 155.- zurückgestellt.

In der Bilanz wurden erstmals Rückstellungen für ausstehende Vorstandszahlungen eingebracht. Diese betragen gemäß vertraglicher Vereinbarung aus 2008, im Jahr 2011 unter Bezug der nunmehr aktivierten Forderungen der vergangenen Jahre seit 2007, T€ 203,5.-. Daraus ist ebenfalls seit 2011 der Vorstand offiziell beschäftigt. Der Aufsichtsrat bestand aus 3 Mitgliedern.

Das Geschäft der a.i.s. AG konnte aus einigen Handelsumsätzen auf 1,85 Mio. € zulegen. Die Zahlung der Ware konnte in einem Fall erst im der nächsten Berichtsjahr erfolgen womit Bankguthaben vo M€ 1,3.- ausgewiesen werden. Als Jahresüberschuss weist die Gesellschaft T€ 450.- aus, nach den schwierigen Jahren ein entscheidender Schritt.

Vorgreifend auf Erwartungen und auf Basis der Vorsteuerverluste kann die a.i.s. AG „latente Steuer“ aktivieren die auf Basis der vorgelegten Geschäftsprognosen mit T€ 850.- in die Bilanz eingestellt werden können. Das bereits angekündigte negative Eigenkapital konnte damit auf T€ 342,5.- gegenüber früheren Angaben erheblich verringert werden. Zusätzlich wurden weitere Bereinigungsansätze einer Alt-Tochter identifiziert die in der Bilanz noch nicht umgesetzt worden sind. Seit März 2013 können damit weitere T€ 78.- ausgebucht werden die wir uns für nächste Schritte vorbehalten. Betrachtet man diese Bereinigung sowie die Ergebnisse aus dem Jahr 2012 und der ersten Wochen 2013 wird sich dieses „negative Eigenkapital“ aus der heutigen Ergebnisbetrachtung auflösen.

5. Rechtsstreitigkeiten

Im Berichtsjahr lag ein Verfahren gegen Alt-Aufsichtsträte und Vorstände aus 2002 an. Wir hatten bereits in 2010, in der zweiten Instanz, nach einer ersten Empfehlung des Gerichtes zu unseren Gunsten, eine unerwartete Niederlage am Haupttermin hinnehmen müssen. Wegen des seltsamen Ausganges hat die a.i.s. AG beschlossen, das Urteil beim BGH prüfen zu lassen. Der BGH hat unsere Wiederaufnahme Ende 2011 abgelehnt. Das Urteil wurde damit rechtkräftig, die Auswirkung erst in 2012 in vollem Maße ermittelt werden. In 2011 standen keine weiteren Verfahren an.

6. Risikomanagement

Ein Risikomanagement ist derzeit bei der a.i.s AG im Aufbau. Die Thematik hat durch die Erweiterung des Geschäftes in Rohstoffe und insbesondere Energie an Bedeutung gewonnen. Diesbezüglich werden speziell für den Energiehandel geeignete risikominimierende Maßnahmen erforderlich sein.

Auch im Rohstoffhandel ist durch die Umsätze und der Abwicklung besondere Sorgfalt sowie internes Personal nötig. Ansätze wurden im zweiten Quartal 2012 umgesetzt und die Buchhaltung aufgebaut.

Die Implementierung der Risikomaßnahmen und die Erweiterung von Personal werden sich über das Jahr 2013 erstrecken.

7. Forschung und Entwicklung

Auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung hat sich die Gesellschaft über vom Management verbundene Gesellschaften weiterentwickelt. Diesbezüglich wird das Know-how auf Netzwerke zu Universitäten und Fachkompetenz von freien Experten sowie Technologiefirmen mit entsprechenden Produkten im Bereich Energieverbreitung und Biogasanlagentechnik ausgeweitet.

Neben der in 2011 vervollständigten Businessplan im Bereich Biogasanlagen könnten hier entscheidende Schritte bei Investoren erreichen. Sie werden auch weiterhin zum Ausbau von Projektentwicklungskompetenz sowie bei der Integration zugekaufter Technologie und Produkten in diesem Bereich fortbestehen. Dadurch konnte die a.i.s. AG in einem EU-Expertenkreis als Berater eingebunden werden.

8. Vorstandsbezüge

Das Vergütungssystem der Gesellschaft für den Vorstand sieht ein jährliches Grundbehalt in Höhe von 42.000,00 € vor, welches sich aufgrund des Bruttojahresumsatzes von mehr als 1 Mio. € gemäß Vereinbarung im Vorstandsdienstvertrag auf 60.000,00 € im Geschäftsjahr 2011 erhöht hat.

Erfolgsbezogene Komponenten (Gewinnbeteiligung von 10 % des Jahresüberschusses) wurden nicht gewährt. Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sind nicht vereinbart. Die im Vorstandsdienstvertrag weiter vorgesehenen Sachbezüge wurden nicht gewährt und nicht beansprucht.

9. Erklärung gemäß § 289 Abs. 4 HGB (Aktienstruktur und Stimmrechte)

1. Das Grundkapital ist in 8.000.000 stimmberechtigte, nennwertlose Stückaktien (Stammaktien) eingeteilt und beträgt € 10.226.000,00. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Die Aktien sind vollständig im Streubesitz, die a.i.s. AG besitzt keine Anteile

2. Der Gesellschaft liegen keine Informationen vor, die eine Beschränkungen oder durch Absprachen getroffene Beeinträchtigung einer Übertragung der Aktien betreffen.

3. Dem Vorstand liegen keine Informationen über Mehrheitsbesitze vor, die höher als 10% der Stimmrechte überschreiten.

4. Ebenso liegen keine Sonderrechte für Kontrollbefugnisse vor.

5. Es liegt zum Stichtag 31-12-2011 keine Stimmrechtskontrolle am Kapital von Arbeitnehmer vor

6. Die Ernennung und Abberufung von Vorständen erfolgt gemäß § 84 AktG. Die Satzung enthält keine entgegenstehenden Regelungen. Änderungen der Satzungen erfolgen entsprechend den gesetzlichen Regelungen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen sofern nicht nach gesetzlichen Vorschriften eine größere Mehrheit an Stimmen erforderlich ist. Stimmenthaltungen zählen nicht als abgegebene Stimmen. Gemäß § 18 der Satzung ist der Aufsichtsrat zu Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen. Einer Beschlussfassung in der Hauptversammlung bedarf es insoweit nicht.

7. Eine Ermächtigung des Vorstandes zur Ausgabe von Aktien oder zum Rückkauf von Aktien besteht derzeit nicht. Die in § 4 Abs. 3 der Satzung enthaltene Ermächtigung des Vorstandes zur Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital ist abgelaufen.

8. Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen, existieren nicht.

9. Es wurden kein Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitarbeitern getroffen

10. Übernahmen – die a.i.s. AG am Aktienmarkt

Die a.i.s. AG ist zum Berichtstag mit 8 Mio. Aktien breit gestreut. Dies macht es heute für Übernahmen schwer Mehrheitsbeteiligungen und damit Investoren für unsere Absichten am Markt zu begeistern.

Die Gesellschaft möchte hier einen Wendepunkt setzen und die Aktienstruktur ändern. Wie angekündigt soll auf einer zukünftigen Hauptversammlung eine Kapitalmaßnahme unseren Aktionären zur Genehmigung vorgelegt werden. Die Struktur dieser Änderung wird z.Z. untersucht lässt aber verschiedene Optionen noch zu.

Sinn der Kapitalmaßnahme ist zunächst mit den Vorsteuerverlusten der Gesellschaft gegeben. Zusätzlich ist vorgesehen, die a.i.s. AG an einer Betreiberfirma eines Biogaskraftwerkes zu beteiligen. Es ist dann über die Beteiligung der Gesellschaft möglich, den Energievertrieb dieser Kraftwerke in Deutschland zu sichern. Diese Option wird ebenfalls näher geprüft.

11. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im ersten Quartal 2012 konnte der Umsatz stark zunehmen. Damit war es möglich weitere finanzielle Lasten des Unternehmens, insbesondere einen größeren Anteil der ausgewiesenen Rückstellungen aus dieser Bilanz aufzulösen. Der Umsatz hat sich auch weiterhin sehr positiv entwickelt und wird für das Berichtsjahr 2012 mit einem 15 fachen Anstieg auf ca. 27M€ erreichen.

Die Forderungen aus dem verlorenen Prozess wurde im Laufe des Jahres schrittweise bekannt, konnten aber vom aus dem Umsatz gedeckt werden. Aus dieser Entwicklung mussten wir auch in dieser Bilanzkorrektur die Rückstellungen für das Jahr 2011 anheben. Diese wirken sich Ergebnismindernd jedoch nicht kritisch aus da sich unsere Gläubiger auf Ratenzahlungen eingelassen haben.

Zusätzlich werden sich die vorbereitete und die sich multiplizierenden Geschäftsansätze auswirken. Die a.i.s. AG hat daher bereits in 2012 seinen Verwaltungssitz in ein naheliegendes Industriegebiet verlagert und baut Personal auf. Weitere Standorte sind in der Betrachtung.

Hinsichtlich unserer verzögerten Bilanzierung der letzten Jahren und einiger Mängel in der Berichtserstattung sind kleinere Bußgeldverfahren im Gange bzw. inzwischen abgehandelt.

12. Ausblick

Hinsichtlich der Entwicklung der a.i.s AG über das Jahr 2011 hinaus wird weiterhin das Handelsgeschäft im Bereich Rohstoffe und Energie ausgebaut werden. Durch eine breit angelegte Aktionärsstruktur sind Fremdfinanzierungen zur Sicherung von Betriebsmitteln, wie sie sowohl das Anlagengeschäft wie auch der Handel erfordert, schwierig.

Finanzmittelsteigerung können nur durch Eigenkapital und damit mit Hilfe einer Kapitalstrukturänderung für das zukünftige Geschäft realisiert werden. Zusätzlich wird die a.i.s. AG selber Initiativen ergreifen, Kapital am Markt zu erhalten. Entsprechende Methoden und der Aufbau unserer Präsenz im Investorenmarkt sind in Vorbereitung.

Die aussichtsreichste Lösung erwarten wir durch eine Kapitalsteigerung für die wir auf der nächsten Hauptversammlung, wie bereits erwähnt, werben wollen. Ziel dieser Finanzmittelsteigerung ist zunächst Maßnahmen zur Verbesserung des Ertrages im Handelsgeschäft und Beteiligungen an der Finanzierung unserer geplanten Energieversorgungsanlagen. Mit beiden Maßnahmen sollen die Nachhaltigkeit des Ergebnisses und damit der Fortbestand des Unternehmens gesichert werden. Wir setzten daher hinsichtlich der Kapitalmaßnahmen auf die Zustimmung unserer Aktionäre.

Ziel ist es weiterhin das Geschäftsfeld Umwelt und Energie wirkungsvoll personell auszustatten und aufzubauen. Dabei soll der Handel von Rohstoffen und Energie das Geschäft stützen und den Geschäftsausbau Versorgung / Entsorgung ermöglichen.

Auch über das Jahr 2013 erwarten wir weitere Steigerungen des Umsatzes und eine Zunahme des Ergebnisses.

13. Chancen- und Risikobericht

Die weitere Umsatzsteigerung im Bereich Rohstoffhandel eröffnet zukünftig zunehmende Ertragschancen. Sollte in Zukunft bei entsprechendem Kapitalzufluss der Betrieb von Biogasanlagen möglich werden, erwarten wir erhebliche Gewinnsprünge.

Soweit sich – auch vor dem Hintergrund der Eurokrise – ein Einbruch im Rohstoffhandel ergeben sollte, droht eine entsprechende Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Desweiteren ist zurzeit des Geschäfts noch von dem persönlichen Einsatz des Vorstandes abhängig.

Bestandsgefährdende Risiken sind zurzeit nicht erkennbar.

14. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Aufgaben der Gesellschaft wurden bis Anfang 2012 ausschließlich vom Vorstand übernommen da bis April 2012 keine weiteren Mitarbeiter beschäftigt waren. Die Unternehmensführung beschränkte sich daher im Jahr 2011 auf die Führung von Dienstleister und entsprechende Zuarbeit. Demnach sind bei der Unternehmensführung keine Steuerungssysteme eingesetzt worden womit diese wegen der geringen Personalstärke auch nicht vorliegen.

Die a.i.s. AG benötigte wegen des geringen Geschäftes 2011 kein Kontrollsystem. Demnach lag ein solches System ebenfalls nicht vor.

Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig über einberufene Sitzungen informiert und die Themen Verwaltung, Geschäft, Liquidität und Finanzierungsansätze besprochen. Entsprechende Protokolle wurden bei jeder Sitzung verfasst und in der nächsten Sitzung bestätigt soweit keine Beanstandungen vorlagen. Auch wurden Mitglieder direkt bei besonderen Themen informiert.

Alle kritischen Themen wurden mit Blick auf die schwierige Zeit nach den Krisenjahren 2008-2010 in den Aufsichtsratssitzungen eingebracht und abgestimmt. Aus den Jahren 2008-2010 ist ebenfalls die Reduzierung der Aufsichtsräte von 6 auf 3 entstanden. Da die Gesellschaft seit 2007 ohne Personal ausgekommen ist, war die Wahrnehmung der Aufsichtsratsmandate mit 6 Personen, wie in der Satzung vom 23-12-2004 dargestellt finanziell nicht tragbar. Dies wurde im Rahmen einer Aufsichtsratssitzung beschlossen.

Die a.i.s. AG hatte eine Erklärung zum Corporate Governance aus 2002 bisher auf unserer Internetseite http://www.ais-ag.info/index.php?page=37 abgegeben.

Der für diesen Abschluss relevanten Fassung vom 26-05-2010 kann die Gesellschaft wegen ihrer anhaltenden Umstrukturierung nur bedingt zustimmen. Der Kodex, dessen Ziele Vorstand und Aufsichtsrat voll unterstützen solange sie der Entwicklung der sozialen Marktwirtschaft aus nachhaltiger wirtschaftlicher Sicht in der EU dienen, wird sich die in der Restrukturierung befindlichen a.i.s. AG, schrittweise anpassen wobei erst nach einer stabilen Geschäftsgrundlage und der Wiederbelebung von Hauptversammlungen diese Ziele voll erfüllt werden können. Auch diesbezüglich sind Entwicklungen in der Verwaltung nötig die allerdings erst bei ausreichend stabilen Marktprognosen entsprochen werden kann.

Mit Ende 2011 kann dem Kodex vom 26-05-2010 entsprochen werden mit folgenden Ausnahmen:

Die Mitglieder des Aufsichtsrates werden heute noch gerichtlich bestellt
Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat werden erst nach einer stabilen Wachstumsphase und bei Erreichen einer personellen Mindestgröße von 500 Personen eingesetzt. Der Aufsichtsrat wird dann die Mitgliederzahl von heute 3 auf 6 anheben.
Die Hauptversammlung kann noch nicht über geschäftliche Angelegenheiten und Organvergütungen beschließen jedoch sind Abstimmung hinsichtlich der Ausrichtung und der Entwicklung von Zielen seitens der Hauptversammlung möglich. Eine Ablehnung der Ziele seitens der Hauptversammlung würde den Organen der Gesellschaft die Möglichkeit einräumen, Ihre Ämter aufzugeben und Ansprüche gegen der Gesellschaft auf den kurzen Rechtsweg zu aktivieren (sofortige Vollstreckung)
Der jährlichen Hauptversammlung kann die Gesellschaft in 2011 sowie 2012 nicht zustimmen. Die Gesellschaft wird dem folgen wenn die geschäftliche Stabilität gesichert ist, spätestens jedoch in 2014. Auf die Interessen von Aktionärsminderheiten können wir auf Kosten der prioritären unternehmerischen Entwicklung nicht eingehen.
Zur Frauenquote können wir uns ohne Problem vorstellen, dass Vorstand sowie der Aufsichtsrat nur aus Frauen bestehen. Eine Quote benötigen wir dagegen nicht und lehnen sie ab.
Der Aufsichtsrat wird z.Z. aus Kostengründen kein Prüfungsausschuss, sonstige Ausschüsse oder Wahlgremien bestimmen um Rechnungslegung, Risiken oder sonstige Kontrollfunktionen im Auftrag des Aufsichtsrates zu übernehmen, billigen.
Vorstände können nach Abdankung zum Schutze der Gesellschaft sehr wohl in den Aufsichtsrat wechseln, wenn die Mehrheit der Aufsichtsräte oder eine einfache Mehrheit in der Hauptversammlung dies befürwortet.
Wegen der enormen Aufwendungen der Berichtserstattung und der Testierung von Ergebnissen im Falle der börsennotierten Gesellschaft sind wir heute nicht in der Lage eine zuverlässige Angabe zum Finanzkalender abzugeben. Wir können hier nur bedingt auf Basis der jetzigen Bilanz entsprechen und werden dies in Zukunft zuverlässiger gestalten.
Die a.i.s. AG kann den Vorgaben der Rechnungslegung in 2011 nur bedingt erfüllen, da Verzögerungen in der Berichtserstattung auf Basis der gesetzlichen Vorschriften für Gesellschaften in Restrukturierung nicht kostenneutral zu erfüllen sind. Die Staatlichen Vorgaben sind hier zu differenzieren.
Die Terminlegung der Berichtserstattung können wir zum Schutze unserer Aktionäre und unseres Geschäftes in 2011 nicht voll umsetzten, auch wenn diese gesetzlich verordnet und gerichtlich ungeachtet Ihrer Wirkung für die Gesellschaft und Ihrer Aktionäre in Deutschland verordnet werden. Wir halten diese Regelungen für eine in Aufbau befindliche Gesellschaft für unvernünftig, sogar für einen unnötigen Eingriff in die Unternehmensleitung. Sie mag allerdings für eingesessene Unternehmen eine Begründung finden.

15. Erklärung nach § 289 Abs. 1 HGB

Der Vorstand versichert, dass nach bestem Wissen im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließilch des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken beschrieben sind.

Birkenau, 31. Januar 2013 (Erw. 31-5-2013)

Der Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2011

EUR
31.12.2010

EUR
A. Anlagevermögen 2,00 2,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 1,00
II. Sachanlagen 1,00 1,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,00 1,00
B. Umlaufvermögen 1.402.514,10 74.470,55
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 37.595,47 74.465,55
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -17.857,27 -86.945,35
2. sonstige Vermögensgegenstände 55.452,74 161.410,90
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.364.918,63 5,00
C. Aktive latente Steuern 860.000,00 0,00
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 342.534,58 791.862,53
Bilanzsumme, Summe Aktiva 2.605.050,68 866.335,08
Passiva
31.12.2011

EUR
31.12.2010

EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 10.226.000,00 10.226.000,00
II. Kapitalrücklage 534.571,90 534.571,90
III. Gewinnrücklagen 488.028,10 488.028,10
1. gesetzliche Rücklage 488.028,10 488.028,10
IV. Verlustvortrag 12.040.462,53 11.865.094,95
V. Jahresüberschuss 449.327,95 -175.367,58
VI. nicht gedeckter Fehlbetrag 342.534,58 791.862,53
B. Rückstellungen 603.600,00 255.800,00
1. sonstige Rückstellungen 603.600,00 255.800,00
C. Verbindlichkeiten 2.001.450,68 610.535,08
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.524.246,00 82.346,02
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.524.246,00 82.346,02
2. sonstige Verbindlichkeiten 477.204,68 528.189,06
davon aus Steuern 56.002,00 56.002,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 477.204,68 528.189,06
Bilanzsumme, Summe Passiva 2.605.050,68 866.335,08

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2011 - 31.12.2011

EUR
1.1.2010 - 31.12.2010

EUR
1. Umsatzerlöse 1.843.968,51 151.465,56
2. sonstige betriebliche Erträge 297.613,62 573.382,82
davon Erträge aus Währungsumrechnung 1.770,36 0,00
3. Materialaufwand 1.756.133,27 149.104,29
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.756.133,27 149.104,29
4. Personalaufwand 203.500,00 0,00
a) Löhne und Gehälter 203.500,00 0,00
5. Abschreibungen 0,00 688,21
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,00 688,21
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 592.095,29 673.397,37
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 3,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 525,62 21.021,09
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -410.672,05 -119.365,58
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -860.000,00 56.002,00
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 860.000,00 0,00
11. Jahresüberschuss 449.327,95 -175.367,58

Ergebnisverwendung

Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der Geschäftsleitung

Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Kapitalflussrechnung Jahresabschluss zum 31.12.2011

der a.i.s. AG, Birkenau

2011

TEUR
2010

TEUR
I. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten 1.306 -175
+ Abschreibungen/Zuschreibungen/Zinsen/Wertberichtigungen/ Währungsdifferenzen/auf Gegenstände des Anlagevermögens 0 1
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -19 81
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte 0 0
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen LuL 0 225
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen ggü. Untern. mit Beteiligungsverh. 0 0
-/+ Zunahme/Abnahme der aktiven latenten Steuern -1.350 0
-/+ Zunahme/Abnahme der sonst. Vermögensgegenstände 37 133
-/+ Zunahme/Abnahme des aktiven Rechnungsabgrenzungsposten 0 1
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindl. LuL 1.442 -332
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
+/- Zunahme/Abnahme der passiven latenten Steuern 0 0
+/- Zunahme/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten -51 60
\= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.365 -6
II. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
+ Restbuchwert Abgänge von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen 0 0
\= Cashflow aus der Investitionstätigkeit 0 0
III. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
+/- Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter 0 0
+/- Entnahme aus Gewinnvortrag 0 0
+/- Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 0 0
+/- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten 0 0
\= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0 0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.365 -6
IV. Finanzmittelfonds
Finanzmittelfonds am 01.01. 0 6
Veränderung 1.365 -6
Finanzmittelfonds am 31.12. 1.365 0

Eigenkapitalspiegel Jahresabschluss zum 31.12.2011

der a.i.s. AG, Birkenau

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn/ -verlust Summe Eigenkapital
Stand 31.12.2009 10.226.000,00 534.571,90 488.028,10 -11.865.094,90 -616.494,90
Kapitalerhöhungen/ Veräußerungen eigene Anteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitalherabsetzungen/ Erwerb eigene Anteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
geleistete Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresergebnis 2010 0,00 0,00 0,00 -175.367,58 -175.367,58
Stand 31.12.2010 10.226.000,00 534.571,90 488.028,10 -12.040.462,48 -791.862,48
Kapitalerhöhungen/ Veräußerungen eigene Anteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitalherabsetzungen/ Erwerb eigene Anteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
geleistete Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresergebnis 2011 0,00 0,00 0,00 1.305.942,46 1.305.942,46
Stand 31.12.11 10.226.000,00 534.571,90 488.028,10 -10.734.520,02 514.079,98

Anhang Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2011

a.i.s AG, Köln

I. ALLGEMEINE ANGABEN

1. Gliederung

Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der a.i.s. AG sind nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Im Interesse einer klaren und übersichtlichen Darstellung sind Beträge der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang in Tausend € angegeben. Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke sowie weitergehende Erläuterungen befinden sich im Anhang.

Die a.i.s. AG weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Da unsere Gesellschaft im General Standard des geregelten Marktes gelistet ist, gelten wir gem. § 267 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 264d HGB als große Gesellschaft.

Nach dem Einstieg der BPRe Inc. bei der a.i.s. AG Anfang des Jahres 2007 und dem schnellen Ausstieg Ende 2007 – BPRe Inc. meldete Anfang 2008 lediglich 2,75 % der Anteile – konnte sich zunächst kein Aktionär mit einem Anteil von über 3 % der Aktien an der a.i.s AG platzieren. Jedoch hat im Oktober 2007 die BPRe Inc. noch eine Patronatserklärung über T€ 950 abgegeben. Hiermit konnte der Fortbestand der a.i.s. AG gesichert werden.

Der zum 31.12.2011 in der Bilanz ausgewiesene „Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag“ in Höhe von T€ 343 ist zum heutigen Zeitpunkt durch positive Ergebnisse des Jahres 2012 und der ersten Monate 2013 ausgeglichen.

Ende 2008 hat die Pöchheim AG 6,2% erworben und hat bis heute keine zu meldende Änderung abgegeben.

Ende 2011 ist dem Unternehmen kein weiterer Aktionär mit entscheidendem Stimmrechtsanteil bekannt.

II. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögen erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Bemessung der Nutzungsdauern beruhte auf betrieblichen Erfahrungen, die sich weitgehend mit den Angaben in den steuerlichen Abschreibungstabellen decken.

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben.

Bewegliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden linear bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 5 bzw. 10 Jahren abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Flüssige Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Sonstige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und in Höhe des Betrages gebildet, der auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Zur Fremdwährungsumrechnung ist festzustellen, dass die betroffenen Schulden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem Devissenkassamittelkurs umgerechnet werden.

Die Folgebewertung der Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgte gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

III. ANGABEN ZUR BILANZ

AKTIVA

1. Anlagevermögen

Einen Überblick über die Entwicklung des Anlagevermögens der a.i.s AG für das Geschäftsjahr 2011 gibt die nachfolgende Aufstellung der Anlageentwicklung (Anlagenspiegel):

Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2011

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2011

Zugang

Abgang

31.12.2011

--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.908,56 0,00 0,00 1.908,56
Software 1.908,56 0,00 0,00 1.908,56
Sachanlagen 962,86 0,00 0,00 962,86
Betriebs- und Geschäftsausstattung 962,86 0,00 0,00 962,86
Total 2.871,42 0,00 0,00 2.871,42
kumulierte Abschreibungen
01.01.2011

Zugang

Abgang

31.12.2011

--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.907,56 0,00 0,00 1.907,56
Software 1.907,56 0,00 0,00 1.907,56
Sachanlagen 961,86 0,00 0,00 961,86
Betriebs- und Geschäftsausstattung 961,86 0,00 0,00 961,86
Total 2.869,42 0,00 0,00 2.869,42
Nettobuchwerte
31.12.2011

31.12.2010

--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
Software 1,00 1,00
Sachanlagen 1,00 1,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,00 1,00
Total 2,00 2,00

2. Umlaufvermögen

2.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Altforderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im Vorjahr (Geschäftsjahr 2010) vollständig ausgebucht. Die laufenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren aufgrund frühzeitiger Zahlung des Kunden zum Abschlussstichtag beglichen.

2.2 Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Umsatzsteuererstattungsansprüche für die Jahre bis 2007 wurden zu 100% einzelwertberichtigt. Verjährte Steuererstattungsansprüche wurden ausgebucht.

2.3. Guthaben bei Kreditinstituten

Entwicklung der flüssigen Mittel

Guthaben bei Kreditinstituten 31.12.2011

T€
31.12.2010

T€
31.12.2009

T€
31.12.2008

T€
31.12.2007

T€
Guthaben 1.364,92 - 6,60 120,30 148,50

3. Aktive latente Steuern

Von dem Wahlrecht zur Aktivierung aktiver latenter Steuern wurde Gebrauch gemacht. Die Aktivierung berücksichtigt bestehende Verlustvorträge, von denen erwartet wird, dass sie innerhalb der nächsten 5 Jahre realisiert werden. Der zum Abschlussstichtag bestehende Verlustvortrag zur Körperschaftsteuer wurde bei der Ermittlung der aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 7.069,7 und der bestehende Verlustvortrag zur Gewerbesteuer in Höhe von T€ 2.047,0 berücksichtigt. Es wird davon ausgegangen, dass sich der gewerbesteuerliche Verlustvortrag vollständig und der körperschaftsteuerliche Verlustvortrag um rd. T€ 3.630 durch die positiven Ergebnisse innerhalb der nächsten 5 Jahre abbauen wird. Bei der Ermittlung der Verlustverrechnung wurden die steuerlichen Vorschriften zur Mindestbesteuerung berücksichtigt. Für die Berechnung der Gewerbesteuerentlastung wurde ein Gewerbesteuerhebesatz von 330 %, für die Entlastung der Körperschaftsteuer und des Solidaritätszuschlages ein Steuersatz von 15,825 % zugrunde gelegt.

PASSIVA

1. Eigenkapital

1.1 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital ist unverändert in 8.000.000 stimmberechtigte, nennwertlose Stückaktien (Stammaktien) eingeteilt und beträgt € 10.226.000,00. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

1.2 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage der a.i.s. AG beträgt zum 31. Dezember 2011 unverändert T€ 534.

1.3 Gewinnrücklage

Die gesetzliche Rücklage besteht in der a.i.s. AG – aufgrund der Verlustvorträge - unverändert zum Vorjahr (T€ 488).

1.4 Ausschüttungsgesperrte Beträge

Zum Abschlussstichtag bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von T€ 860, die ausschließlich auf der Aktivierung aktiver latenter Steuern beruhen.

2. Rückstellungen

2.1 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

T€
Vorstandsvergütungen (inkl. Vorjahre) 204
Kosten Rechtsstreitigkeiten 155
Aufsichtsratsvergütungen (inkl. Vorjahre) 129
Jahresabschlusserstellung - und prüfung 43
(ausstehende) Hauptversammlung 35
Zinsen, Säumniszuschläge auf Steuernachzahlungen 20
fehlende Rechnungen 12
sonstige 6
604

3. Verbindlichkeiten

Stand 31.12.2011 (€) Restlaufzeit bis 1 Jahr (€)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.524.246,00 1.524.246,00
sonstige Verbindlichkeiten 477.204,68 477.204,68
2.001.450,68 2.001.450,68

Die Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Sicherheiten (Eigentumsvorbehalt). Mit dem Anlauf des Handelsgeschäfts im Geschäftsjahr 2011 haben die Umsätze und der Warenbezug zugenommen, wodurch zum Abschlussstichtag in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen eine Lieferantenverbindlichkeit über T€ 1.352 enthalten war. Diese wurde Anfang 2012 beglichen.

IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt und betreffen insgesamt das Handelsgeschäft.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 174 und aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 53 enthalten.

Personalaufwand

Seit 2007 sind keine Mitarbeiter bei der Gesellschaft beschäftigt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aus der Passivierung von Rückstellungen für Vorjahre periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 231 enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen in voller Höhe den Ertrag aus der Aktivierung latenter Steuern.

V. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse der a.i.s AG.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen.

3. Organe

3.1 Vorstand

feste Vergütung variable Vergütung sonstige gesamt
Johan Charles Bendien, Dr.-Ing., Birkenau 2011 60.000,00 € 0,00 € 0,00 € 60.000,00 €
2010 42.000,00 € 0,00 € 0,00 € 42.000,00 €
2009 42.000,00 € 0,00 € 0,00 € 42.000,00 €
2008 42.000,00 € 0,00 € 0,00 € 42.000,00 €
2007 17.500,00 € 0,00 € 0,00 € 17.500,00 €

Das jährliche Grundgehalt in Höhe von T€ 42 erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011 – da der Bruttojahresumsatz 1,0 Mio. € überschritten hat - gemäß Vereinbarung im Vorstandsdienstvertrag auf T€ 60.

Für die dem Vorstand laut Vorstandsdienstvertrag zustehenden, nicht ausbezahlten Bezüge, der Jahre 2007 bis 2011 ist aufwandswirksam im Geschäftsjahr 2011 eine Rückstellung in Höhe von T€ 203,5 passiviert worden.

Im Vorstandsdienstvertrag vorgesehene Sachbezüge (Dienstwagen, Notebook, Mobiltelefon etc.) wurden nicht gewährt.

Erfolgsbezogene Komponenten (Gewinnbeteiligung von 10% des Jahresüberschusses) wurden nicht gewährt.

Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sind nicht vereinbart.

3.2 Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht laut Satzung aus sechs Mitgliedern, davon werden 2 Mitglieder von den Arbeitnehmern gewählt.

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr folgende Herren an:

Feste Vergütung erstatte Auslagen
Klaus Willmann, Dipl.-Wirtschaftsingenieur, Dr.-Ing., Espelkamp (Vorsitzender seit 09.05.2007) 2011 12.271,00 € 0,00 €
Markus Neth, Dipl.-Betriebswirt (FH), Mosbach (stellvertretender Vorsitzender seit 19.04.2007) 2011 9.203,25 € 0,00 €
Rolf Fischgrabe, Dipl.- Kommunikationswirt, Berlin (niedergelegt am 08.06.2010) 2011 0,00 € 0,00 €
Jügen Tiedtke, Dr. Ing, Kölln-Reisiek (seit 01.07.2011, gerichtlich bestätigt am 08.07.2012) 2011 3.067,75 € 0,00 €
Gesamt 2011 24.542,00 € 0,00 €

Für die nicht ausbezahlten Bezüge der Jahre 2007 bis 2011, die den Aufsichtsratsmitgliedern laut Satzung zustehen, ist in der Bilanz eine Rückstellung in Höhe von T€ 128,9 passiviert.

Mitgliedschaften der Organmitglieder:

Weitere Mitgliedschaften der Organmitglieder in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten anderer Gesellschaften bestanden im Geschäftsjahr 2011 nicht.

4. Anzahl der Beschäftigten

Die a.i.s. AG beschäftigte im Geschäftsjahr 2011 keine Mitarbeiter.

5. Corporate Governance Erklärung

Das Unternehmen hat die nach § 161 Aktiengesetz vorgeschriebene Erklärung im Geschäftsjahr 2011 nicht abgegeben.

6. Ergebnisverwendung

Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 449 auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Abschlussprüfer

Das für den Abschlussprüfer im Sinne des § 319 Abs. 1 Satz 1, 2 HGB für die Abschlussprüfungsleistungen als Aufwand erfasste Honorar im Geschäftsjahr 2011 beträgt T€ 18.

8. Angaben gemäß § 160 AktG

Das Grundkapital zum 31. Dezember 2011 ist eingeteilt in 8.000.000 nennwertlose Stückaktien.

9. Gesellschafter

Die BPRe Biopower Renewable Energie, Inc., Aloha, Oregon, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 03.01.2008 mitgeteilt, dass sie bis zum 28. Dezember 2007 Stimmrechtsanteile an der a.i.s AG veräußert hat und seit diesem Zeitpunkt (28. Dezember 2007) einen Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,75 % der Gesamtstimmrechte an der a.i.s AG hält. Die Veröffentlichung im elektronischen Unternehmensregister erfolgte am 04.01.2008.

Die Pöcheim Media AG, Teltow, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 13.10.2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der a.i.s. AG durch Zukäufe am 07.10.2008 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und sie nunmehr 3,2% (das entspricht 256.000 Stimmrechten) der Stimmrechte hält.

Die Pöcheim Media AG, Teltow, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 28.10.2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der a.i.s. AG durch Zukäufe am 27.10.2008 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und sie nunmehr 6,30% (das entspricht 504.000 Stimmrechten) der Stimmrechte hält.

Am 11. November 2008 teilte Herr Stefan Pöchheim mit, dass die von der Pöchheim Media AG gehaltenen vorgenannten Anteile an unserer Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 WpHG ihm zuzurechnen sind.

10. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Der Vorstand versichert nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB, dass der Jahresabschluss nach bestem Wissen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt bzw. der Anhang zusätzliche Angaben hierzu enthält.

Birkenau, 22. Februar / 06. Mai 2013

a.i.s. AG

Vorstand

Dr.-Ing. Johan Charles Bendien

Anlagespiegel

Der Anlagenspiegel ist Bestandteil des Anhangs.

Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2011

der a.i.s. AG

Das Geschäftsjahr 2011 hat für die a.i.s. Aktiengesellschaft einen positiven Verlauf genommen – nach Jahren beschwerlichen und harten Aufbaus.Es musste die Aufräumarbeit seit dem Ende der Planinsolvenz in 2005 weitergeführt werden, es ist nun jedoch ein Ende dieser Arbeit abzusehen.

Parallel war es das Ziel der Gesellschaft, die bisherigen Geschäftsfelder wieder zu aktivieren und auch neue dazu zu definieren.

Der Erfolg zeigt sich in dem nun vorgelegten Jahresergebnis für 2011.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er wurde vom Vorstand laufend über die Lage und der Entwicklung der Gesellschaft informiert und begleitete so die Entwicklung der a.i.s. AG aktiv.

Über die Sitzungen des Aufsichtsrats - es fanden 4 ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt sowie weitere 11 Aufsichtsratbesprechungen - hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats, aber auch die anderen Mitglieder des Aufsichtsrates, regelmäßig durch den Vorstand über wesentliche Entwicklungen und geschäftliche Vorgänge informieren lassen. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Aktivitäten der Gesellschaft auf dem Markt sowie die möglichen neuen Geschäftsfelder mit den jeweiligen Chancen und Risiken.

Der Aufsichtsrat bestand im Jahre 2011 aus drei Mitgliedern, die alle aufgrund der Vergangenheitsereignisse gerichtlich bestellt worden waren. Per 31.12.2011 bestand der Aufsichtsrat aus Herrn Dr. Klaus Willmann, Vorsitzender, Herrn Marcus Neth, Stv. Vorsitzender und Dr. Jürgen Tiedtke als Mitglied des Aufsichtsrates.

Eines der Ziele des Aufsichtsrates, aber auch des Vorstandes, ist die Durchführung einer Hauptversammlung, in der über den Geschäftsverlauf in 2011 – aber auch perspektivisch über 2012 – berichtet wird. Damit soll wieder ein normaler Rhythmus für die Aktionärstreffen erreicht werden.

Der dem Aufsichtsrat von dem Vorstand vorgelegte Jahresabschluss für 2011 wurde eingehend erläutert und diskutiert, alle erforderlichen Auskünfte wurden vom Vorstand erteilt.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss gebilligt, er ist damit festgestellt.

Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor, das Ergebnis in 2011 auf das neue Jahr vorzutragen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den – anstelle Mitarbeitern – beteiligten Dienstleistern sehr für die Zusammenarbeit und den engagierten Einsatz in dem nun abgeschlossenen Geschäftsjahr.

Birkenau, Mai 2013

Dr. Klaus Willmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Aufsichtsrat hat im Mai 2013 den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss gebilligt, er ist damit festgestellt.

Das Unternehmen hat die nach § 161 Aktiengesetz vorgeschriebene Erklärung im Geschäftsjahr 2011 nicht abgegeben.

Bestätigungsvermerk

Vorstehender, zur Offenlegung bestimmter Jahresabschluss nebst Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

„Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der a.i.s. AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkungen zu keinen Einwendungen geführt:

- Im Jahre 2011 wurden Rückstellungen in Höhe von T€ 402 aufwandswirksam erfasst, die bereits in Vorjahren berücksichtigt hätten werden müssen. Entsprechend ist der Jahresüberschuss der Gesellschaft für 2011 zu niedrig und die Eröffnungsbilanzwerte der Rückstellungen für das Jahr 2011 zu niedrig.

- Die gemäß § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex wurde nicht abgegeben, es liegt daher ein Verstoß gegen § 285 Nr. 16 HGB vor.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss mit den genannten Einschränkungen den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung mit den genannten Einschränkungen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Aussagen weiter einzuschränken weisen wir darauf hin, dass das Fortbestehen der Gesellschaft zunächst von der weiteren Tätigkeit des Vorstands aufgrund seiner Beziehungen zu den Lieferanten und Kunden im Bereich Rohstoffhandel abhängig ist. Des Weiteren weisen wir darauf hin, dass die Werthaltigkeit des Postens aktive latente Steuern von den zukünftigen geplanten Gewinnen der Gesellschaft abhängt, die naturgemäß mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sind und von dem vorgenannten Rohstoffhandel abhängen.“

Dortmund, den 7. Juni 2013

**S & R WP Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

gez. Sonntag, Wirtschaftsprüfer